Heidnische Gedichte

Heiden_gegen_Hass

DAS „VATER UNSER“ GEGEN DEN MARQUIS VON SANTA CROCE IN BRÜSSEL

„Vater unser“ den man in Brüssel sucht,
„Dein Name“ sei bei uns verflucht,
„Dein Wille“ ist nicht das geringste wert.
Weder im Himmel noch auf der Erd‘.
Du stiehlst uns unser täglich Brot,
Unsere Frauen und Kinder leiden Not.
Niemandem magst Du die Schuld vergeben,
Denn aus Hass und Neid besteht Dein Leben.
„Vater unser“ in Deinem Himmel
Befrei uns von diesem Höllenlümmel,
Lass ihn bis hin nach Spanien rennen,
Dort mag er Scheiterhaufen brennen.

Aus den Niederlanden 1633

Ketzerglaube

Ich glaub an der Sonne segnende Kraft,
an der Erde heilige Mutterschaft.
Ich glaub an des Baumes Wipfelglück,
der gereifte Frucht gibt den Boden zurück
zu neuem Wachstum stets neuer Erben –
Ich glaub nicht an endliches, dumpfes Sterben!
Es gibt einen Morgen nach jeder Nacht,
und Wandlung allein ist des Todes Macht.
Ich glaub an der Sterne Gesetzesbahn,
die keiner Willkür je untertan.
Ich glaub an des Blutes Stolz und Ehr’,
an des Volkes Sieg und Freiheit und Wehr.
Ich glaube an mein und des Freundes Herz,
für immer verbunden in Glück und Schmerz.
Ich glaub an das Leben göttlichen Sinn,
weil ich ein Trotzer und Ketzer bin!

Mein Glaube

Heil! Große Götter ,Asen , Wanen!
Heil! Miölnir , Heil Yggdrasil –
ihr Heiligtümer der Germanen!
Wie schändlich ist das grause Spiel,
mit dem man zu vernichten suchte
euch tausend Jahre lang. Voll Hass
verbrannte, tötete, verfluchte,
was Heiligstes das Volk besaß.
Das Gift des „Lichtes aus dem Osten“
kann niemals unsre Rettung sein.
Es wird unsre Seele kosten,
wenn wir uns nicht davon befreien.
Ich habe die Ketten überwunden,
die mich mein Leben lang beschwert.
Ich hab zu meinem Volk gefunden,
das euch, ihr Götter, doch gehört!

Im heiligen Hein

Es ist so still- die Buchen stehn
in hehrem feierlichen Schweigen.
Wie Atem geht des Windes Wehn
mit leisem Wogen in den Zweigen.
An silbergrauen Stämmen schweifen
die Blicke auf zum Blätterdach,
wo junge, lichte triebe greifen
fliehenden weißen Wölkchen nach.
Wie recken sich die stolzen Kronen
so weit hinauf in Himmelsfernen.
In hellen Sommernächten wohnen
sie nahe bei den ewigen Sternen.
Es wachsen aus der Muttererde
stets Erben auf zu gleichen Höhn.
So bleibt im steten Stirb und Werde
derselben Buchenwald bestehen.
O Heiliger Hain, du Stätte der Ahnen,
wie bist du schön und licht und frei!
Ich hör’ die Stimme meines Blutes mahnen,
dass meines Volkes Glaube hier geboren sei!

Einst

Einst, als das Land noch frei und die salzene See
standen zur Sonnenwendzeit Feuer auf jeder Höhe.
Flammen grüßten hinüber weit über Bucht und Tal,
Und der Toten Vermächtnis sprach aus dem flammenden Mal.
Einst klangen Spruch und Lieder der Jungen mit fröhlichem Mut,
jauchzend setzten im Sprung sie über die lohende Glut.
Einst- und es brennt dieses Wort, wie kein Feuer gebrannt,
einst besaßen wir dieses: Freiheit und Reich und Land.
Heute hegen wir still nur verschwiegene Glut,
in dem Wissen um Wandel und Schicksal, um Erbe und Blut.
Wir grüßen die Sonne, die Über uns ist!
Licht bleibt und treu stets das Herz,
das nie seines Ursprungs vergisst.

Der ewige Baum

Ich weiß im Walde einen Baum,
man sieht die höchsten Zweige kaum.
Am Fuße spinnen Nornen still
und jede etwas sagen will.
Die erste Norne nennt sich Skuld,
sie sitzt am Bronnen der voll Schuld,
denn Schlangen wimmeln ohne Zahl
in diesem Bronnen überall.
Werdandi heißt die zweite Norn,
sie hütet fein den reinen Born
der Wissen schenkt und weise macht,
trinkt man aus ihm in stiller Nacht.
Die dritte Norn Frau Urda heißt,
mit goldnem Seil den Weg sie weist
zum heiligsten der Bronnen hin,
auf dem zwei Schwäne Kreise ziehn.
Drei Wurzeln tragen stolz den Baum,
sie ragen in den Weltenraum.
Die eine führt nach Niflheim
Und trägt in sich den Todeskeim.
Denn hört, der Neidwurm Niedertracht
Benaget sie bei tag und Nacht,
gefährdet so durch Zeit und Raum
den allerschönsten, hohen Baum.
Die Zweite Wurzel führet weit
ins Riesenheim für alle Zeit.
Sie stützt den Baum mit starker Kraft,
ein Bronnen ihr Erquickung schafft.
Die dritte Wurzel führt dorthin
Wo Götter nach Walhalla ziehn.
Sie führt hinweg von Raum und Zeit
Und endet in der Ewigkeit.
Wir haben den ew`gen Schnee geseh`n
Und sahen Kulturen untergeh`n
Wir schauten der Welten Morgenschein
Bauten Kreise aus holz und aus Stein
Wir liebten die Schönheit und stolze Frau`n
Lenkten Langboote mit Selbstvertrau`n
Wir zogen mit dem stürmischen Wind
An Orte, die sonst keiner find.

An Mutter Erde

Aus deinem Schoß geboren
Streben wir zum Licht.
Wieviele Stürme brausten über dir?
Wieviele Wasser wuschen dein Angesicht?
Kein Mensch kann es sagen.
Von deinem Schoß erkoren
Ein Kreislauf ewigen Gebens.
Wieviele Quellen ließest du Sprudeln?
Wieviel Wesen sind Teil deines Strebens?
Kein Mensch kann es sagen.
In deinem Schoß geborgen
Liegt das Geheimnis des Lebens.
Und du ziehst deine Bahn
Im Zeichen beständiger Wandlung.

Nebelmond

Es dreht sich der Kreis im ewigen Ringen,
das Jahr ,es altert, trägt graue Schwingen.
Düstres Gewölkt fegt über raues Meer und Land
doch im Sturm erst den Freund ich fand.

Atlantis

Es liegt ein Land versunken, verschlungen von schäumender See,
die Sonnenhaften Träumen, verdeckt von Fimbuls Eis und Schnee.
Der Hort ist still begraben, ein Erbe so reich und auserkoren,
und leise weht zu uns herüber, was wir zutiefst verloren:
Einst trugen dort die Menschen in ihren Herzen Einigkeit,
doch längst ist die vergangen, die hohe goldne Zeit.
Es liegt ein Land versunken, liegt nicht in weiter Ferne,
den Weg, den weisen Möwen und Nordland helle Sterne.

Nacht der längsten Stunden

Klar zeigt sich uns, die zeitreichste Nacht,
bevor die Sonn hell glänzend erwacht!
Und wir weilen hier, treuen Herzens im Kreise
und zünden ein Feuer nach uralter Weise.
Es kündet an, was unterm Eise sich regt,
was im kommenden Jahr uns Früchte trägt.
Es lodert und knistert es zeigt uns wohl Leben
und will es zugleich mit dem Rauch wieder geben.
So hadert nicht, brennt mit dem Feuer hinfort,
der Feigheit Fratze und unwahres Wort.

Ahnenglaube

Wenn Winterwodes tolle Jagt,
voll Tosen über Felder braust,
dann hegt Frau Holles weise Magt,
was Wodes Sturm zu wild zerzaust.
Ein weißes Linnen deckt die Erde,
hüllt schützend ein die junge Saat,
auf daß ein neuer Frühling werde,
zu herbstlich reifer Erntemahd.
Will auch der Fenriswolf das Licht,
in seiner Rachengier verschlingen,
uralter Ahnenglaube spricht;
Nie wird der Wolf das Licht bezwingen!
Denn im weiten Weltenraum,
hoch über dunkler Winternacht,
wächst ewiglich der Lebensbaum
bis zu der Sterne heller Pracht.

Gjallars Ruf

Schalle weit und schalle laut,
dem Feinde zum Schrecken,
dem Freunde vertraut!
Rufe die Götter zum heiligen Fest,
auf Daß ihr Segen uns stark sein läßt!
Erinnern soll uns der heilige Klang,
an uraltes Wissen und Ahnengesang!
Auf ewig woll’n wir sie behüten,
die göttlichen Lieder, die Sagen und Mythen!
Und sollte Verderben uns wieder bedroh’n,
rufe zusammen, wie einstmals schon!
Rufe Wanen und Asenmacht!
Verkünde die Welten die letzte Schlacht!
Und ist auch bestimmt, daß sie untergeh’n,
gereinigt werden sie aufersteh’n.
Verkünde dies allen, deutlich und klar!
Was war, wird wieder sein,
bis es wieder war!

Weisheit der Ahnen von S. Wittkopf

Sehen soll jeder, wes Art und Abkunft,
Seltsam versippt, im Volke fortlebt.
Ob Grimm und Gram das Grab ihr gönnen, –
Heil bringt die Einsicht, manche mahnt sie.

Fein zu fühlen, wahr zu werten,
Klar zu erkennen – weit zu greifen;
Kühn zu kämpfen, edel zu herrschen,
Maß zu achten, sei Unsere Art.

In Kindern kündet das Menschengeschlecht
Ungleichen Ursprung verschiedener Wertwahl.
Selten sieht man Gestalt im Gleichmaß,
Wo Zufall statt Zucht gezeugt.
Für ewiges Leben hoffen vom Himmel
Erdenfremde Gnade vergeblich.
Sie suchten besser Freundgott im Gefährten,
Das Göttliche hütend in Kindeskindern.

Völker versinken und weite Reiche,
Wo nötiger Nachwuchs dem Adel mangelt.
Gering gilt Großes dem Minderwerten,
Gutes gedeiht nicht, wo Menge mindert.

Der Stolze stirbt nicht, wo Art-Erbe dauert.
Lechzende Lust schafft schlechtes Geblüt.
Doch immer währt, wenn Edle sich gatten;
Im Asen-Sinn bleibt Adelskraft.

Wittekind von Robert Hohlbaum

Ich will den Gott nicht, der den Frieden gibt,
ich will den Gott nicht, der in Mauern wohnt,
ich will den Gott nicht, der unsichtbar thront,
ich will den Gott nicht, der das Recht verschiebt.

Ich will den Gott nicht, der die Demut lohnt,
ich will den Gott nicht, der den Sklaven liebt,
denn ich bin Herr, vor meiner Faust zerstiebt
alles, was seine falsche Milde schont!

Ich will den Gott im grünen Eichenkleid,
ich will den Gott, der dumpf im Donner schreit,
ich will den Gott, der lichten Lenz mir bürgt,

und will den Eisgott, der die Sonne würgt,
ich will den Gott, der Blitzes Peitsche schwingt,
der meines heil’gen Waldes Sturmlied singt.

Das Götterlied von Theo Heermann von Sonnenheim

Es ragt kein Felsen, ohne je zu beben,
Und zu verfallen, wenn die Zeit vergeht,
Wie Feld zu Stoppel wird, zu Streu das Beet,
Indes die Sonne flammt im Saft der Reben.
Denn ewig brennt und wandelt sich das Leben,
Das früh und spät verbleicht und aufersteht.
Es rinnt, es strömt in abertausend Wieden,
Und rudert, schwillt und steigt empor ins Licht,
Und hastet, überstürzt sich, ringt und ficht,
Und denkt an keine Ruh‘, an keinen Frieden.
Ist dem Lebendigen doch kein Tod beschieden,
Und Skulds Gericht bezwingt sein Wesen nicht.

Denn die Unendlichkeit kenn keine Marken.
Sie webt in Ueberfluß und Ueberschwang!
Sie ist der Götter wundersamer Sang!
Und sicher treibt die Schwar der stillen, starken,
Der heitern Männer in den hohen Arken,
Das Lied entlang, das alle Welt durchdrang…

Offenbarung von Otto Bangert

Gäbe es denn einen Gott, der sich nur einmal bezeugt
ferne im fremdesten Stamm, der, in ein Buch nun gepreßt,
als ein welkes Verblühtes
durch die lange Entgottung währt?

Hätte der Stunde es denn und einer Stätte bedurft,
um zu erscheinen dem Stern, der ihn doch selber gesäugt,
dem er allgegenwärtig
immer wieder als Sohn entspringt?

Denn ohne Grenzen ist Pan, ohne die Züge der Zeit,
die um den Ewigen rauscht, und nicht in Urkunden barg
er sein hohes Geheimnis,
das die knopfende Erde wahrt.

Gottes Gang durch das Jahr ist Offenbarung genug
seines drei-einigen Bilds Sonne und Erde und Blut,
und die Irdischen brauchen
kein versiegeltens Zeugnis mehr.

Einkehr von Hildulf R. Flurschütz

Ahnen hoben betend Hände,
Wende du dich innenwärts;
Gott und Welt hältst du umschlossen
Und die Wahrheit wohnt in dir!

Tief am Grunde deiner Seele,
Die ein Meer ist, unermeßlichm
Und ein Brunnen unerschöpflich,
Liegt das goldne Götterland.

Dorten quillt dein’s Lebens Quelle,
Dort, zu dritt, die stillen Nornen
Deines Lebens Faden führen,
Streng verknüpfend Blutes Bande.

Kniee nicht vor heil’gen Büchern,
Suche Gott in Tempeln nicht,
Deiner Ahnen göttlich Wissen,
Sieh, es spricht zutiefst aus dir!

Kehre ein in weiten Wäldern,
Wo die grüne Stille wohnt,
Wirst ein ewig‘ Bild erkennen,
Das als große Mutter thron.

Autor: Germanenherz

Ich bin kein Christ "in dem heutigen Sinne", kein Zionist, kein Moslem oder sonst was. Ich bin auch kein Weißer, Grüner, Brauner oder Schwarzer. Kein Linker, kein Rechter und kein Befürworter einer erfundenen Richtung. Jeder soll als Person respektiert und keiner vergöttert Sein. Ich bin nicht auf dieser Erde, um zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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