Erwin Rommel

Erwin-Rommel 15. November 1891 in Heidenheim an der Brenz
† 14. Oktober 1944 in Herrlingen bei Ulm
Deutscher Generalfeldmarschall.

Rommel war der Sohn eines Gymnasialprofessors und wuchs in Aalen auf. Von 1908 bis 1910 besuchte er das Realgymnasium Schwäbisch Gmünd. 1910 trat er in die württembergische Armee ein. Er kämpfte ab 1914 in der ersten Kriegsphase an der Westfront. Nachdem er für Tapferkeit das Eiserne Kreuz 1. Klasse erhalten hatte, wurde er als Kompaniekommandant im Württemberger Gebirgsjägerbataillon in Rumänien, im Westen und an der Italienfront eingesetzt. Am 25. Oktober 1917 erstürmte Oberleutnant Rommel die heftig verteidigte Höhe Monte Matajur und machte über 8.000 italienische Gefangene, wofür er als einer der wenigen jungen Infanterieoffiziere des Krieges den ‚Pour le Mérite‘ erhielt. 1919 wurde er aufgrund seiner Leistungen in die Reichswehr übernommen. Nachdem er lange Zeit eine Infanteriekompanie kommandiert hatte, wurde Major Rommel 1929 Taktiklehrer an der Infanterieschule Dresden. Nach weiterer Verwendung als Bataillonskommandeur befehligte er nacheinander die Kriegsschulen in Potsdam und Wiener Neustadt.

1938 wurde Rommel zum Kommandanten des Führerhauptquartiers ernannt, was für seine erstklassigen führerischen und militärischen Qualitäten sprach. Beim Einmarsch in das Sudetenland wurde Rommel von Adolf Hitler zum Führer des „Führerbegleitbataillons“ ernannt, am 1. August 1939 folgte die Beförderung zum Generalmajor. Nach dem Polenfeldzug übernahm Rommel im Februar 1940 das Kommando einer Panzerdivision. Diese führte Rommel im Frankreichfeldzug, erkämpfte den Übergang über die Maas und stieß tief in das feindliche Hinterland vor, was seiner Division den Beinamen „Gespensterdivision“ einbrachte.

Im September 1940 hatte Italien von Libyen aus eine Offensive gegen das mit Großbritannien verbündete Königreich Ägypten unternommen. Die britische Gegenoffensive ab Anfang Dezember 1940 ließ die italienische 10. Armee zusammenbrechen und führte bis zum 8. Februar 1941 zum vollständigen Verlust der Cyrenaika. Unter diesem Eindruck sagte Hitler Italien eine direkte deutsche Unterstützung in Libyen zu. Diese sollte neben zusätzlichen Luftwaffenverbänden aus einem Panzerkorps mit zwei Divisionen bestehen. Am 1. Januar 1941 zum Generalleutnant befördert, wurde Rommel 1941 im Februar 1941 mit der Führung dieses „Sperrverbandes Afrika“ beauftragt und bereits kurz darauf mit den ersten Verbänden nach Libyen geschickt, um die Front der Italiener zu stabilisieren. Bereits in den ersten kleineren Gefechten gegen weit überlegene britische Truppen siegreich, schuf sich Rommel innerhalb weniger Monate durch seine listenreiche Taktik, die völlig an die örtlichen Gegebenheiten der Wüste angeglichen war, den Ruf eines unbesiegbaren Panzergenerals und einfallsreichen Taktikers. Am 20. März 1941 erhielt Rommel für die Erfolge in Frankreich und Libyen das zweite ‚Eichenlaub‘ innerhalb des Heeres.

Danach blieb er bei El Agheila und in der Großen Syrte siegreich, überrannte die gesamte Cyrenaika, vertrieb die Briten aus Bengasi und kesselte im April 1941 Tobruk ein. Im Juli wurde er zum General der Panzertruppe befördert. Nachdem er in den vergangenen Monaten wiederholt britische Gegenoffensiven abgewehrt hatte, bei Sollum und am Hafaya-Pass siegreich geblieben war, zwang ihn die britische Gegenoffensive „Crusrader“ im November 1941 erstmals zum Rückzug. Im Januar 1942 stand er wieder in jenem Gebiet, in dem elf Monate zuvor der Afrikafeldzug begonnen hatte.

Mit dem Deutschen Afrikakorps gelang es Rommel im Sommer 1942, die Festung Tobruk zu erobern und die britische 8. Armee bis an die ägyptische Grenze zurückzudrängen. Am 22. Juni wurde er nach der Eroberung von Tobruk zum Generalfeldmarschall ernannt. Wenige Tage später überquerten seine Panzerspitzen die ägyptische Grenze und bedrohten den Suezkanal. Die Offensivpläne gegen Kairo waren bereits festgelegt. Doch damit waren die deutschen Kräfte erschöpft. Im November 1942 konnten die britischen Truppen die deutschen Linien durchbrechen, in Marokko landeten amerikanische Streitkräfte. Rommel gelang es, seine Truppen bis nach Tunesien zurückzuziehen, die endgültige Niederlage konnte er aber auch nicht mehr abwenden. Als die Niederlage der deutschen Truppen abzusehen war, verließ Rommel am 6. März 1943 Afrika: Der von der deutschen Bevölkerung verehrte Rommel sollte nicht mit der Niederlage in Verbindung gebracht werden. Am 11. März verlieh Hitler Rommel für seinen Einsatz in Afrika die Brillanten zum Ritterkreuz mit Eichenlaub und Schwertern. Rommel war der erste Soldat des Heeres, der diese exklusive Auszeichnung erhielt. Vergeblich ersuchte er bei Hitler um die Rücknahme seiner Männer aus Afrika, was Hitler jedoch ablehnte. Die Reste der Panzerarmee Afrika kapitulierten am 12. Mai 1943.

Rommel wurde vom 20. Mai bis zum 12. Juli 1943 mit den Vorbereitungen für die deutschen Gegenmaßnahmen beim erwarteten Kriegsaustritt Italiens beauftragt. Als im Juli die Alliierten auf Sizilien landeten, wurde ihm am 15. Juli der Oberbefehl über die Heeresgruppe B übertragen, die nach der Absetzung Mussolinis im Juli die Besetzung Norditaliens vornahm, während in Süditalien Albert Kesselring die deutschen Truppen anführte. Im November 1943 wurde die Heeresgruppe B unter Rommel nach Frankreich verlegt. Rommel wurde außerdem mit der Überwachung der Verteidigungsmaßnahmen am Atlantikwall beauftragt. In dieser Funktion war er Hitler direkt unterstellt und baute mit Durchsetzungswillen und Organisationsgeschick die Befestigungen an der Küste aus. Anfang Januar 1944 übernahm Rommel das Kommando über alle deutschen Truppen nördlich der Loire. Er war dabei dem Oberbefehlshaber West, Generalfeldmarschall Gerd von Rundstedt , unterstellt. Zwischen Rommel und Rundstedt kam es hinsichtlich der Frage, wo die alliierte Invasion erfolgen und wie man sie am effektivsten bekämpfen könnte, zu Meinungsverschiedenheiten.

Nach der Landung der Alliierten am 6. Juni 1944 machte Rommel sowohl in persönlichen Besprechungen mit Hitler im Juni 1944, als auch in einem Schreiben „Betrachtungen zur Lage“ vom 15. Juli deutlich, dass er einen Sieg der deutschen Truppen für unwahrscheinlich hielt: „Die Truppe kämpft allerorts heldenmütig, jedoch der ungleiche Kampf neigt dem Ende entgegen. Es ist m. E. nötig, die Folgerungen aus dieser Lage zu ziehen.“ Am 17. Juli wurde Rommel bei einem Tieffliegerangriff schwer verwundet. Am 1. August trat er in Paris zum letzten Mal bei einer Pressekonferenz auf, um Gerüchte über seinen Tod zu zerstreuen. Rommel musste seinen Oberbefehl über die Heeresgruppe niederlegen und hielt sich anschließend zur Erholung in seinem Haus in Herrlingen auf.

Nach einem Anruf vom Vortag trafen am 14. Oktober 1944 General Wilhelm Burgdorf , Hitlers Chefadjutant, sowie General Ernst Maisel , Chef für Ehrenangelegenheiten im Heerespersonalamt, in Herrlingen ein. Sie legten Rommel vermeintlich belastendes Material über sein Wissen vom Attentat des 20. Juli vor und stellten ihn vor die Alternative, sich selbst zu töten oder sich vor dem Volksgerichtshof zu verantworten. Zwar war Rommel sicherlich überzeugt, dass es sich dabei um eine Intrige handeln müsse, dennoch widersetzte er sich nicht. Im Auto fuhr er mit den beiden Generälen bis hinter die Ortsgrenze von Herrlingen, wo er sich mit Hilfe der von den Generälen mitgebrachten Zyankali-Ampulle das Leben nahm. Rommels Ehefrau wurde anschließend mitgeteilt, ihrem Ehemann sei während der Fahrt unwohl geworden, und er sei schließlich an den Folgen einer Embolie verstorben. Zur Verschleierung ordnete Hitler ein Staatsbegräbnis an: offiziell erlag Rommel den Verwundungen, die er sich bei dem Fliederangriff zugezogen hatte.

In Nordafrika war Rommel zum Volkshelden geworden. Seine unkonventionelle und optimistische Art hatte Hitler imponiert. Er war sein „Lieblingsgeneral“. Im Oberkommando des Heeres verfolgte man Rommels Karriere jedoch mit Argwohn. Wie erwähnt, war Rommel allem Anschein nach vom Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 nicht informiert. Es war sein Stabschef Generalleutnant Speidel , der Hitlers Beseitigung mitbetrieb, zusammen mit Oberstleutnant von Hofacker aus der Verschwörerzentrale beim Oberbefehlshaber West. Nach seiner Festnahme bezichtigte Hofacker den General Speidel der Mitwisserschaft am Attentat. Speidel behauptete dann, er habe zwar von Hofacker den Termin des Attentats erfahren, dieses aber pflichtgemäß an Rommel weitergemeldet. Damit hatte Speidel die Verantwortung an Rommel abgeschoben. Ob Speidels Aussage glaubwürdig sei, darüber sollte auf Weisung Hitlers der ‚Ehrenhof des Heeres‘ entscheiden, ein Gremium, in dem mit den Generälen Guderian und Keitel langjährige Rivalen und Kritiker Rommels saßen. Sie schenkten der Aussage Speidels Glauben, womit die Schuld auf Rommel fiel. Rommel selbst ging vermutlich von einer Intrige aus, mit der man ihm die Niederlage im Westen anlasten wollte.

Autor: Germanenherz

Ich bin kein Christ "in dem heutigen Sinne", kein Zionist, kein Moslem oder sonst was. Ich bin auch kein Weißer, Grüner, Brauner oder Schwarzer. Kein Linker, kein Rechter und kein Befürworter einer erfundenen Richtung. Jeder soll als Person respektiert und keiner vergöttert Sein. Ich bin nicht auf dieser Erde, um zu sein, wie andere mich gerne hätten.

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