Deutschland und Russland


Rieger-Juergen Ergänzender Beitrag von Februar 2006 von Jürgen Rieger
Der zweite Weltkrieg, die großen Leiden der ostdeutschen Bevölkerung bei der Besetzung und der nachfolgende „Kalte Krieg“ mit der Sorge, daß auch die westliche Hälfte Deutschlands kommunistisch werden könnte, haben zu einer Entfremdung zwischen Deutschen und Russen geführt. Es scheint mir deshalb richtig, zunächst einmal einen geschichtlichen Überblick über die deutsch-russischen Beziehungen in den letzten Jahrhunderten zu geben.

Rußland schaltete sich in die mitteleuropäische Geschichte ein durch die sogenannten drei polnischen Teilungen. Diese fanden 1772, 1793 und 1795 statt. Ich nenne sie „sogenannte“, weil Polen dort überwiegend – bis auf die letzte Teilung – nur Gebiete verloren hat, die es vorher unter Unterdrückung anderer Volkstümer erobert hatte. Rußland erhielt bei sämtlichen „Teilungen“ fast halb so viel mehr als Preußen und Österreich zusammen, aber sämtliche Gebiete, die an Rußland gingen, waren von Ukrainern, Weißrussen und Litauern mehrheitlich besiedelt, und die Litauer tauschten gerne die russische gegen die polnische Oberhoheit ein. Bei der ersten und zweiten sogenannten polnischen Teilung erhielt Preußen überwiegend deutschbesiedelte Gebiete; erst die Teilung 1795 kann als polnische Teilung anerkannt werden. In ihrem Bemühen, ein Großpolen, wie es vor 1772 bestanden hatte, wiederherzustellen, hat die polnische Propaganda aber alle diese Gebietsverschiebungen als „Teilung“ hingestellt, und auch in deutschen Geschichtsbüchern laufen diese Übertragungen von deutschbesiedelten Gebieten an Preußen als „Teilungen“.

Dieses Zusammenwirken nützte Preußen, Österreich und Rußland.

Der deutsche baltische Adel nahm nachfolgend oftmals hohe Stellen im russischen Heer ein, und deutsche Baumeister wurden – beispielsweise zum Aufbau von St. Petersburg – herangezogen. Auch haben viele Zaren Töchter deutscher Fürsten geheiratet.

Eher wegen der Lästerzunge Friedrichs des Großen – nicht wegen struktureller Differenzen – beteiligte sich Rußland am siebenjährigen Krieg gegen Preußen, rettete Friedrich den Großen durch Austritt aus dem Bündnis aber sofort nach dem Tod der Zarin.

Kriegerische Auseinandersetzungen gab es dann dadurch, daß deutsche Truppen – gezwungen von Napoleon, der die deutschen Fürsten vorher besiegt hatte – den französischen Angriff auf Moskau mitmachten, wobei die allermeisten elendig zugrunde gingen. Die Wende brachte 1812 das Abkommen von Tauroggen, wo der preußische General Yorck auf eigene Verantwortung ohne Wissen seines Königs aus dem Krieg gegen Rußland mit seinem Armeekorps ausscherte, und so den Sturz von Napoleon durch die nachfolgende Völkerschlacht von Leipzig und die Schlacht von Waterloo möglich machte. Rußland hielt sich aus dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 heraus und ermöglichte dadurch die deutsche Einheit. Frankreich hatte 900 Jahre lang eine antideutsche Politik getrieben und immer versucht, Deutschland geteilt zu halten. Da Bismarck mit dessen Feindschaft fest rechnete, schloß er den Rückversicherungsvertrag mit Rußland, um keine Einkreisung zu ermöglichen. England hatte zunächst die deutsche Einigung begrüßt; nachdem ein stürmischer Wirtschaftsaufschwung im neuen Deutschen Reich erfolgte, und die deutschen Waren den englischen in der Welt Konkurrenz machten, wandelte sich die Stimmung aber rasch, und schon vor der Jahrhundertwende war England daran interessiert, Deutschland einzukreisen. England hatte sein Weltreich erobert, indem es immer die zweitstärkste Macht auf dem Kontinent gegen die stärkste Macht unterstützte; so half es Friedrich dem Großen in seinen Kriegen gegen Frankreich und Österreich, so begrüßte es den Krieg Preußen-Deutschlands gegen Frankreich 1870, da Frankreich damals stärker als Deutschland war, war dann aber schon in den neunziger Jahren fester Verbündeter von Frankreich, weil Deutschland nunmehr jenseits des Kanals die stärkste Macht war. Während es für England leicht war, sich mit Frankreich gegen Deutschland zu verständigen, war dies mit Rußland schwieriger. Rußland drückte auf Indien und konnte dort eine Bedrohung werden, Rußland drückte auf die Türkei, um über die Dardanellen einen Zugang zum Mittelmeer zu bekommen, und bedrohte dadurch die britischen Lebensadern zu den Kolonien. Die Voraussetzungen für ein englisch-russisches Bündnis waren also nicht gut.

Andererseits hatte sich der Panslawismus in den slawischen Völkern verbreitet, und der Panslawistenkongreß hatte 1848 in Prag die Forderung aufgestellt, alle Deutschen östlich der Linie Stettin-Triest innerhalb von hundert Jahren zu vertreiben. Die Panslawisten wünschten auch keine deutschen Einflüsse im russischen Heerwesen mehr, und Konflikte ergaben sich insbesondere durch den Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn. Die österreichischen Kaiser betrieben zwar keine Germanisierungspolitik, ließen den verschiedenen Völkern in ihrem Staat auch sehr viel Freiheiten, so daß beispielsweise in Ungarn die Deutschen magyarisiert wurden, sahen sich also nicht als „Hort des Deutschtums“, was aber gleichwohl nichts daran änderte, daß die Serben in Serbien mit den Serben in Montenegro und der Herzegowina vereinigt sein wollten – ein ganz natürliches Verlangen. Die Völker der Habsburger Monarchie strebten auseinander, und Österreich-Ungarn entwickelte sich zunehmend zu einem Pulverfaß. Bismarck meinte gleichwohl, in „Nibelungentreue“ zu diesem einzigen verläßlichen Verbündeten halten zu müssen (im Dreibund war zwar auch Italien, aber da Österreich auch italienisch sprechende Bewohner in seinen Grenzen hatte, mußte es auch dort zum Konflikt kommen – wie sich 1916 mit dem Eintritt Italiens in den Krieg gegen die früheren Verbündeten auch zeigte). Rußland fragte bei Bismarck an, wie es sich im Falle eines russisch-habsburgischen Krieges stellen würde, und Bismarck erklärte, da nicht neutral bleiben zu wollen. Moltke hatte eine andere Auffassung: Er war in einem solchen Falle für Neutralität, wobei vorauszusehen war, daß Österreich-Ungarn geschlagen werden würde und sich in seine Bestandteile auflösen würde; Rußland wäre direkt oder indirekt über die slawischen Gebiete ans Mittelmeer gekommen, womit sich ein automatischer Gegensatz zu England ergab, und die deutschen Teile Österreichs hätten sich – so wie sie es 1919 wollten – dem Reich angeschlossen, so daß das Großdeutsche Reich entstanden wäre. Die spätere Einkreisung des Deutschen Reiches und der Zweifrontenkrieg im Ersten Weltkrieg mit Rußland auf der einen Seite, Frankreich auf der anderen Seite wäre nicht erfolgt, so daß der erste Weltkrieg hätte verhindert werden können.

Leider hat sich Moltke aber nicht durchgesetzt, so daß es dann zum 1. Weltkrieg kam. Rußland führte ihn aus idealistischen Gründen, um die Slawen Österreich-Ungarns aus dem Habsburger Reich herauszulösen. Frankreich führte ihn aus einem tausendjährigen deutschfeindlichen Prinzip (Elsaß und Lothringen waren alte deutsche Provinzen, und sie waren nur ein Vorwand), England führte ihn aus wirtschaftlichen Gründen. Ausgelöst wurde er dadurch, daß serbische Freimaurer das beliebte österreichische Thronfolgerpaar ermordeten, und Serbien die Täter schützte. Serbien lenkte – gedeckt von Rußland – nicht ein, Frankreich und Rußland mobilisierten, England erklärte den Mittelmächten den Krieg, so daß aus einer Strafaktion gegen Serbien der 1. Weltkrieg wurde. Diesen Krieg haben Rußland und die Deutschen im Reich und in Österreich verloren. Polen war – um es als Bundesgenossen zu gewinnen – 1916 von Deutschland und Österreich-Ungarn wiedergegründet worden, mit der Folge, daß es die Schwäche Rußlands durch die Revolution und den Bürgerkrieg ebenso wie die Niederlage Deutschlands ausnutzte, sowohl im Westen (Westpreußen, Posen und Oberschlesien) deutsche Gebiete besetzte, wobei Polen unter Bruch des Selbstbestimmungsrechtes Deutsche ermordeten und vertrieben, als auch gegen Osten ukrainische und weißrussische Gebiete eroberten; sie wurden von Rußland zurückgeschlagen, aber durch französische Unterstützung konnten sie große Teile Weißrußlands und der Ukraine behalten. Aus der gemeinsamen Schwäche heraus fanden die Deutschen und Russen in der „Politik von Rapallo“ zusammen; trotz ideologischer Unterschiede konnte die Reichswehr Flugzeuge und Panzer in Rußland erproben und eigene Soldaten geheim dort ausbilden, weil nach dem Versailler Diktat beides Deutschland verboten war.

Diese Zusammenarbeit endete 1933 mit der Übernahme der Regierungsgewalt durch die NSDAP. Das war aber nicht selbstverständlich. Wenig bekannt ist, daß es in der NSDAP verschiedene Richtungen zur Frage der Zusammenarbeit mit dem bolschewistischen Rußland gab.

Der Hauptvertreter der einen Richtung war Rosenberg, der die UdSSR immer als „Sowjetjudäa“ bezeichnete. Er hatte durchaus eine positive Einstellung zu Rußland, kannte die Russen auch persönlich, und hat als Ostminister – leider durch Personen wie den früheren Gauleiter Koch hintertrieben – versucht, ein positives Verhältnis von Deutschen zu Russen und Ukrainern aufzubauen. Er war aber der Meinung, daß die Sowjetführung im wesentlichen in jüdischer Hand sei, Stalin auch nur eine Marionette der Juden sei, so daß mit Rücksicht auf die antisemitische Ausrichtung der NSDAP eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rußland durch die jüdische Führungsschicht in der Sowjetunion verhindert würde, wenn sie denn von den Russen gewollt wäre.

Wir wissen durch die umfangreiche Arbeit von Johannes Rogalla von Biberstein: „Jüdischer Bolschewismus“ – Mythos und Realität (Edition Antaios, 2002), daß der Begriff „Jüdischer Bolschewismus“ keine Fiktion war, sondern durch einen überragenden Anteil von jüdischen Führungspersonen bei den Bolschewisten begründet war.

Das wurde in den zwanziger Jahren aber von einigen Nationalsozialisten anders gesehen. Graf Reventlow schrieb im nationalsozialistischen Theorieorgan NS-Briefe vom 01.01.1929 den Aufsatz: „Nationalsozialismus und Umwelt. Gedanken über nationalsozialistische Außenpolitik“, wo er sich für ein Bündnis zwischen Deutschland und der Sowjetunion aussprach: „Der Bolschewismus braucht nicht zu schrecken, und was die Juden anlangt, so gibt es im Augenblick, abgesehen von Italien, keine europäische Macht, in der die Juden weniger zu sagen hätten als in Rußland.“ Er verwies im gleichen Aufsatz darauf, daß Hitler einmal die Wendung gebraucht habe, um Deutschland frei zu machen, werde er sich auch mit dem Teufel verbinden. Rußland bilde ein Gegengewicht gegen die Westmächte, es sei ein Feind Polens, und da Polen mit dem Westen verbündet sei, auch ein Feind des Westens. Die beiden Westmächte seien bemüht, die Abtrennung der Ukraine von Rußland vorzubereiten und ihm damit seine Ernährungsgrundlage und seinen Meeresausgang nach Süden zu nehmen. Kurz darauf schrieb Otto Strasser, ebenfalls in den NS-Briefen (vom 15.04.1929) zum „Interventionskrieg gegen Rußland und das deutsche Interesse“, daß es nicht in unserem Interesse sein könne, mit Stresemann sich an die Westmächte anzuschließen, um einen antibolschewistischen Kreuzzug zu führen. Das zunächst einzige Ziel einer deutschen Außenpolitik müsse in der Zerreißung des Versailler Diktates und seiner wirtschaftlichen Folgeabkommen bestehen. Dies könne nur gegen England und Frankreich erreicht werden. Es sei deshalb das Lebensinteresse Deutschlands, Rußland ganz unabhängig von seiner inneren Verfassung und Form in seinem Abwehrkampf gegen den Zugriff der Westmächte zu stützen. Der geplante Interventionskrieg der Westmächte gegen Rußland sei gleichermaßen ein Krieg gegen die deutsche Freiheit und die deutsche Zukunft. – In einem Teil der nationalsozialistischen Blätter wurden außenpolitische Schritte der UdSSR, vor allem, wenn sie sich gegen die Westmächte richteten, freundlich kommentiert. Der spätere Reichsminister Dr. Goebbels schrieb in den NS-Briefen vom 15.11.1925: „Darum schauen wir nach Rußland, weil es am ehesten mit uns den Weg zum Sozialismus gehen wird. Weil Rußland der uns von der Natur gegebene Bundesgenosse gegen die teuflische Versuchung und Korruption des Westens ist.“ Dementsprechend hat Goebbels 1932 gemeinsam mit den Kommunisten den Streik der Berliner Verkehrsbetriebe organisiert, und auch bei Mißtrauensanträgen gegen die Regierung stimmten Kommunisten und Nationalisten gemeinsam ab – obwohl hunderte Nationalsozialisten durch Kommunisten ermordet worden waren.

Vorbereitet wurden diese Gedanken durch Moeller van den Bruck, der schon vor dem Ersten Weltkrieg eine scharf antiwestliche Einstellung hatte, indem er die vergreisten, zivilisationsmüden Völker des Westens den jungen, aufbrechenden Völkern gegenüberstellte, wozu er das deutsche und das russische Volk zählte. In seinem Aufsatz: „Das Dritte Reich und die jungen Völker“ (abgedruckt in „Das ewige Reich“, Band 1, 1933, S. 327 ff., 338) schreibt er z. B.: „Und im russischen Volke liegt diese Kraft: Sie liegt in der schlummernden Masse, wie sie sich unklar bewegt fühlt durch Träume von einer großen und freien Entäußerung des Seins in einem reinen und hellen Leben, nach dem die russische Seele sich sehnt.“ In seinem Buch „Das Dritte Reich“ (1931) wendet er sich scharf gegen die Reaktionäre, die sich bereit erklärt hatten, „nur um Machtmittel in die Hand zu bekommen, als Landsknecht der Entente das bolschewistische Rußland niederzukämpfen. Aber Kampf gegen Rußland bedeutete damals den Bürgerkrieg in Deutschland, und mit dem Bürgerkriege im Rücken kann man kein Volk befreien! Der reaktionäre Mensch war zu problemfern, um erkennen zu können, daß die einzigen Aussichten, die wir noch hatten, in der großen Front lagen, die alle Völker des Ostens gegen den Westen, die Völker des Sozialismus gegen die des Liberalismus, das kontinentale Europa gegen das vernegerte Frankreich zusammenbrachte.“ (Seite 240 f). Wir müßten einen anderen Weg als den Weg des Westlertums, des Liberalismus gehen, dem Individuum die Gemeinschaft entgegensetzen, der Auflösung die Bindung (S. 115 f).

Hitler ging nach 1933 außenpolitisch zunächst einen anderen Weg. Nicht, um „Lebensraum in der Ukraine“ zu gewinnen, da Deutschland überhaupt keine gemeinsame Grenze mit Rußland oder der Ukraine hatte; wenn Deutschland sich in den relativ dünn besiedelten Osten ausbreiten wollte, dann ging das ja nur auf Kosten Polens und der Tschechei. Er hatte aber in „Mein Kampf“ dargelegt, daß die größte Gefahr Deutschlands ein Zweifrontenkrieg sei, den er vermeiden wollte. Keine Weimarer Republik hatte die Annexionen Polens in Westpreußen, Posen und Oberschlesien, wo über 2 Mio. Deutsche unter polnische Herrschaft gekommen waren, anerkannt. Hitler schloß mit Marschall Pilsudski aber 1934 ein Abkommen, weil er die aus seiner Sicht jüdisch beherrschte Sowjetunion als tödliche Gefahr für Deutschland sah, und wollte dies zu einem antibolschewistischen Bündnis ausbauen. Die Kommunisten waren (neben den 500.000 in Deutschland lebenden Juden) die größte Bevölkerungsgruppe mit internationalen Verflechtungen in Deutschland: Nach dem ersten Weltkrieg hatte es eine Räteherrschaft in München gegeben, kommunistische bewaffnete Aufstände in Sachsen, Thüringen und im Ruhrgebiet. Bei den letzten Wahlen, an denen die Kommunisten teilnehmen konnten, hatten sich Millionen von Deutschen zum Kommunismus bekannt. Diese konnten als fünfte Kolonne im Interesse Stalins wirken. Hitler war deshalb zu Zugeständnissen gegenüber Polen bereit, die keine deutsche Regierung vor ihm nach dem Ersten Weltkrieg gemacht hatte: eine Volksabstimmung im Korridor, d. h. Westpreußen; würde diese – wie zu erwarten – zugunsten Deutschlands ausgehen, würde Polen eine exterritoriale Autobahn zum Meer und einen Freihafen im weiterhin polnisch verbleibenden Gdingen erhalten; falls die Volksabstimmung für Polen ausgehen sollte, sollte Deutschland eine exterritoriale Autobahn nach Ostpreußen erhalten, und Danzig (das zu 98 % deutsch besiedelt war) sollte zum Reich zurückkehren. Als Anzeichen dafür, wie noch im März 1939 die Polen hofiert wurden, kann der im März gedruckte Schulungsbrief (Nr. 4, April) – Herausgeber: der Reichsorganisationsleiter der NSDAP – gelten, wo unter der Überschrift „Rasse als Völkerschicksal“ an beispielhaften ausländischen Staatsbürgern nicht nur General Franco und Mussolini mit Bild herausgestellt werden, sondern auch ein Foto von Marschall Pilsudski und Außenminister Oberst Beck mit dem Zusatz „Polens Befreier vom Bolschewismus Lenins und Trotzkis“. In völliger Überschätzung der eigenen Kräfte (der polnische Marschall Rydz-Smigli ließ sich im Sommer 1939 schon malen, wie er hoch zu Roß vor den siegreichen polnischen Truppen durch das Brandenburger Tor marschierte) und in der Gewißheit der englischen und französischen Unterstützung lehnten die Polen jegliches Entgegenkommen ab und erklärten, selbst bei der Eingliederung Danzigs ins Reich sei das ein Kriegsgrund. Als Stalin seinen jüdischen Außenminister Litwinow ablöste und durch Molotow ersetzte, nahm Hitler dies als Anzeichen dafür, daß der jüdische Einfluß in der Sowjetunion nicht mehr so entscheidend sei, und schloß im August 1939 ein Abkommen, das beiden Staaten Vorteile bot: die Sowjetunion konnte die ukrainischen und weißrussischen Gebiete zurückerobern, die nach dem Selbstbestimmungsrecht ihr zustanden und von Polen in einem Angriffskrieg besetzt und erobert worden waren (die Gebiete diesseits der vom Engländer Curzon festgelegten Linie), und Deutschland konnte seine Volksdeutschen, die zahlreichen Anschlägen, Überfällen und Morden ausgesetzt waren, schützen und alte deutsche Gebiete wieder dem Reich gewinnen.

Das Abkommen war von Hitler aus ehrlich gemeint. Im Tausch gegen Rohstoffe erhielten die Sowjets deutsche Waffen, beispielsweise den modernsten deutschen schweren Kreuzer Seydlitz; obwohl wir dringend U-Boote brauchten, wurden auf der Deschimag-Werft in Bremen U-Boote für die Sowjetunion gebaut. Auf ihren Wunsch hin wurden russischen Experten sämtliche deutsche Panzerfabriken gezeigt. Da – was die deutsche Abwehr nicht wußte, und was den Deutschen auch nicht gezeigt wurde – ihre KW 1, KW 2 und T 34 viel stärker und kampfkräftiger waren als der stärkste deutsche Panzer, hatten sie kein Interesse, deutsche Panzer zu kaufen. Aber ihre Luftfahrtdelegation war daran interessiert, die neuesten deutschen Flugzeugentwicklungen zu sehen, und sie bekamen die Me 108, Me 109E, Me 110C, Me 209, Do 215, Ju 88, He 111 und noch viele andere interessante Maschinen zu sehen, und zwar in den neuesten Baumustern und in der Entwicklung. Und nicht nur das: Die Russen konnten die modernsten deutschen Flugzeuge auch kaufen, suchten zwölf verschiedene Typen aus, nahmen von jedem 2 bis 3 Exemplare (um sie zu Hause testen zu können), mitunter auch bis zu 5 oder 6 Stück. Dazu bekamen sie auch die Baupläne geliefert, Pläne und Muster von Motoren, militärischem Gerät, technischen Apparaturen sowie die neuesten Flak- und Panzerabwehrgeschütze. Macht das ein Land, das einen Eroberungskrieg gegen die Sowjetunion plant? Deutschland hatte einen so geringen Geburtenüberschuß, daß es nicht einmal möglich war, die früher deutschen Gebiete, die bis 1914 zum Reich gehört hatten, vollständig mit Deutschen nach der Besiegung Polens zu besiedeln. In 200 Jahren hätte man Polen nicht deutsch besiedeln können, wozu also Lebensraum in Weißrußland oder der Ukraine? Es versteht sich, daß die Sowjets den Deutschen ihre neuesten Panzer- und Flugzeugentwicklungen nicht einmal zeigten, geschweige denn verkauften; Stalin hatte damals nämlich schon vor, dann, wenn Deutschland im Westen gebunden sei, es von Osten aus zu überrennen. Hitler wurde erst mißtrauisch im Herbst 1940, als er sah, daß den nur 10 deutschen Divisionen an seiner Ostgrenze Stalin 140 Divisionen hatte an seiner Westgrenze gegenüber aufmarschieren lassen.

Mit dieser Drohkulisse im Hintergrund stellte Molotow im November 1940 eine Reihe erpresserischer Forderungen (Einverleibung Finnlands mit der Gefahr des Durchmarsches zu den schwedischen Erzgruben, die lebenswichtig für die deutsche Rüstungsindustrie waren, Besetzung der rumänischen Ölfelder, und damit der einzigen Ölversorgung, die Deutschland außer dem russischen Öl hatte, u. a.). Die Sowjets inszenierten einen Putsch in Serbien gegen die Regierung, die mit Deutschland einen Beistandspakt geschlossen hatte, und zeigte auch sonst, daß sie Deutschland überall Steine in die Wege legen würden. Hitler befürchtete, daß dann, wenn die deutsche Armee nach England übersetzen würde, die Sowjets Deutschland überrollen würden. Deswegen plante er für 1941, um diese Gefahr auszuschalten, einen Angriff gegen Rußland, wobei wir heute wissen, daß seine Befürchtung begründet war. Stalin hatte in großem Umfang im Frontgebiet Flugplätze anlegen lassen, die Artillerie nach vorne gezogen, und zwar nachts, und unter Deckung abgestellt, und Truppen von Osten nach Westen in einem sehr großen Umfange verschoben, um blitzartig am 6. Juli 1941 losschlagen zu können, wie Viktor Suworow in seinen Büchern „Der Eisbrecher“, „Stalins verhinderter Erstschlag“ und „Der Tag M“, aber ebenso mehrere deutsche Forscher wie z. B. Hoffmann oder Schultze-Rhonhof („Der Krieg, der viele Väter hatte“) dargelegt haben. Die deutschen Truppen stießen mitten in den sowjetischen Aufmarsch hinein, wodurch sehr viele Gefangene gemacht werden konnten, ferner große Teile der Artillerie, die noch ohne ihre Mannschaften im Frontgebiet standen, und riesige Mengen Munition erbeutet werden konnten. Hitler hat erklärt, dieser Angriff sei der schwerste Entschluß seines Lebens gewesen, weil er damit nämlich genau den Zweifrontenkrieg bekam, den er für Deutschland immer vermeiden wollte; er sah aber zutreffend, daß dann, wenn die sowjetische Dampfwalze einmal losrollen würde, es kein Halten mehr geben würde. Da die sowjetischen Truppen deutsche Gefangene bis Stalingrad regelmäßig ermordeten, und zwar auf Anweisung der meist jüdischen Kommissare, erging der „Kommissarbefehl“, wonach Kommissare nach der Gefangennahme zu erschießen seien. Dank der Tapferkeit und Zähigkeit der russischen Soldaten, der schon vor dem Kriegsausbruch totalen Mobilisierung und Umstellung der Wirtschaft auf den Krieg ebenso wie der US-Unterstützung, die besonders für die Versorgung (über 300.000 Lastkraftwagen wurden geliefert) und die Luftwaffe bedeutsam war, und der Zersplitterung der deutschen Kräfte an verschiedenen Fronten konnte die Rote Armee Berlin und große Teile Deutschlands besetzen, wobei die Zerschlagung der deutschen Rüstung durch alliierte Bomberströme auch erhebliche Bedeutung hatte. Die eigentlichen Sieger des Zweiten Weltkriegs waren die USA und Sowjetrußland; England verlor – geschwächt – sein Weltreich, und seine Kolonien gingen zur Ausbeutung an die USA. Sowohl die USA wie die Sowjetunion machten zahlreiche Völker von sich abhängig, wobei der sowjetische Imperialismus aber weniger geschickt war als der US-Imperialismus; letzterer wurde meist indirekt mit Geld durch Finanzierung von den USA genehmen Politikern ausgeübt, wohingegen die Sowjets ihre Panzer rollen ließen, so 1953 in der DDR und 1956 in Ungarn. Jeder Imperialismus trägt aber sein Scheitern in sich: die unterdrückten Völker wollen selbständig sein, sabotieren, wo sie können, und eine Kraftentfaltung nach außen wird dadurch eher gehindert als befördert. Die Fliehkräfte, die von den vor 1945 noch unabhängigen Völkern ausgegangen sind, griffen auf die im Randbereich der Sowjetunion lebenden Völker über, so daß das in den neunziger Jahren entstandene Rußland einen geringeren Umfang hatte als das Zarenreich. Bei einer Achse Berlin-Moskau wäre es zu dieser Erosion nicht gekommen: Die USA hätten mit der NATO nicht bis an die Grenzen Rußlands vorrücken können, und die Sicherheitslage Rußlands wäre sehr viel besser, als sie es derzeit ist. Voraussetzung dazu wäre aber ein starkes Deutschland gewesen, das seine Sicherheit selbst gewährleisten kann und nicht auf die amerikanische Gouvernante angewiesen ist.

Geopolitisch macht eine solche Achse Sinn, für Rußland, um ein Glacis im Westen zu haben, für Deutschland, um im Zusammenwirken mit Rußland die von Polen und Tschechen besetzten deutschen Gebiete, die diesen Völkern die Sowjetunion 1945 gegeben hat, zurückzugewinnen.

Auch wirtschaftlich ist eine Zusammenarbeit zwischen Rußland und Deutschland sinnvoll. Deutschland ist rohstoffarm, ist bei manchen Schlüsselindustrien (beispielsweise Maschinenbau) aber weltweit führend, Rußland rohstoffreich. Unsere deutschen Waren konkurrieren auf dem Weltmarkt mit den Produkten der USA, aber auch anderer Westmächte. Daraus ergeben sich „Handelskriege“, beispielsweise mehrjähriger amerikanischer Zoll auf deutschen Stahl, um die eigene Stahlindustrie zu fördern. Diesen Handelsneid gibt es nicht in den Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland; wir ergänzen uns wirtschaftlich also hervorragend.

Auch militärtechnisch wäre eine Zusammenarbeit sinnvoll. Rußland baut hervorragende Raketen, Deutschland ausgezeichnete Panzer. Statt für etliche Milliarden eigene Transportflugzeuge zu entwickeln, wäre sinnvoller, russische zu kaufen. Um die amerikanische Überlegenheit bei den Seestreitkräften zu brechen, müßte Rußland seine U-Bootflotte modernisieren und verstärken; im U-Bootbau hat Deutschland ausgezeichnete Erfahrungen, so daß von unseren Kenntnissen Rußland bei der Zusammenarbeit profitieren könnte.

Der beste Kitt in den Beziehungen zwischen Völkern sind gemeinsame Interessen. Diese gibt es auch auf außenpolitischem Gebiet. Rußland spürt im Osten chinesischen Druck auf seine Grenzen und eine illegale Einwanderung, die droht, Sibirien mehrheitlich chinesisch zu machen. Im Süden gibt es Probleme mit den muslimischen Staaten, die Tschetschenen und andere Kaukasusvölker unterstützen. Allerdings wird es möglich sein, diese Unterstützung abzustellen, wenn Rußland die Palästinenser gegen Israel unterstützt und so die Araber gewinnt, ebenso Syrien und den Iran gegen die USA (was Putin derzeit sehr geschickt macht). Es bleibt dann nur noch die CIA-Unterstützung für die Tschetschenen. Ferner versuchen die USA, Rußland im Süden und Westen einzukreisen, möglichst viele Gebiete aus Rußland herauszubrechen und den Rest aufzuteilen. Sie benötigen dazu im Westen ein Aufmarschgebiet, das sie derzeit mit Deutschland haben. Bei einer deutsch-russischen Allianz und Austritt Deutschlands aus der NATO würden sich die Kräfteverhältnisse aber vollständig geändert haben. Polen, das der Stadthalter der USA in Europa ist, wäre in der Zange, könnte – beispielsweise durch Verweigerung von Überflugrechten über deutsches Gebiet für amerikanische Flugzeuge – nicht mehr seine Funktion als Aufmarschbasis gegen Rußland erfüllen.

Welche Staaten gibt es sonst? In Europa ist von machtpolitischer Bedeutung die Türkei, die die Turkvölker unterstützt, immer antirussisch gewesen ist und eng mit den Amerikanern verbunden. Sie kommt für eine Allianz aus russischer Sicht nicht infrage. Italien ist machtpolitisch bedeutungslos. Großbritannien ist zum bloßen Anhängsel der USA geworden; weil England keine eigene Großmacht mehr sein kann, hängt es sklawisch im Schlepptau der USA, um die Illusion zu haben, noch „große Politik“ machen zu können. Nicht nur Blair ist der Pudel von Bush, sondern wegen ihrer grundsätzlich europafeindlichen Politik werden die Briten immer Anlehnung an die USA suchen, auf keinen Fall ihr gutes Verhältnis zu den USA durch ein engeres Verhältnis zu Rußland aufs Spiel setzen. Frankreich war teilweise mit Rußland verbündet, teilweise nicht. Weil Frankreich katholisch ist und Polen katholisch ist, ferner Polen als direkter Nachbar Deutschlands von Frankreich als Bundesgenosse zur Niederhaltung Deutschlands gewünscht wurde und wird, wird Frankreich immer größere Rücksichten auf Polen als auf Rußland nehmen. Dies hat sich 1919/20 genauso gezeigt wie bei den Verhandlungen mit der englisch-französischen Militärkommission, die im Juni und August 1939 ein Bündnis gegen Deutschland in Rußland herstellen wollte; Rußland war nur unter der Bedingung, daß ein freies Durchmarschrecht durch Polen gewährt würde, damit einverstanden, was Frankreich im Interesse Polens kategorisch ablehnte. Polen wiederum sieht seinen stärksten Bündnisgenossen in den USA, wo die sich ihrer Herkunft sehr bewußten und aktiven Amerika-Polen für ein enges amerikanisch-polnisches Zusammenwirken eintreten.

Solange die USA noch die einzige Weltmacht sind, kann Rußland mit China ein Stück gemeinsam gehen; anschließend stellt sich die Frage, wie sich das Verhältnis zu China gestalten wird, wobei die große Bevölkerungszahl auf relativ kleiner Fläche und der Rohstoffhunger China einerseits zu berücksichtigen sind, andererseits, daß China in seiner Geschichte nie eine imperialistische Politik getrieben hat. Da Indien und China Rivalen sind, hat zu Zeiten des chinesisch-sowjetischen Konfliktes Indien eine enge Verbindung mit der Sowjetunion gesucht; dieses Interesse wird sicherlich weiter bestehen, aber mit Rücksicht auf die geringere Durchschnittsintelligenz der Inder gegenüber den Chinesen, schlechterer Infrastruktur, Organisation usw. ist zweifelhaft, ob Indien ein bedeutsamer außenpolitischer Machtfaktor werden kann, zumal es durch zahlreiche völkische Spannungen im Inneren belastet ist.

An wirtschaftlich bedeutsamen Staaten, die auch militärische Leistungskraft entfalten könnten, kommen als mögliche Bundesgenossen für Rußland also nur Japan und Deutschland in Frage. Einem Einvernehmen mit Japan stehen aber die Kurilen entgegen; die Japaner sind zu stolz, als diesen Gebietsverlust jemals hinzunehmen. Es wäre im russischen Interesse, diese wirtschaftlich und heute auch strategisch bedeutungslose Inselgruppe zurückzugeben. Ob dies aber mit Rücksicht auf die Gebietsverluste, die Rußland in den letzten 15 Jahren erlitten hat, innenpolitisch durchsetzbar ist, ist zweifelhaft.

Bleibt also Deutschland. Problematisch ist aus russischer Sicht, daß die CDU/CSU und die FDP einer engeren Zusammenarbeit mit Rußland grundsätzlich abgeneigt sind. Die FDP ist westlerisch-freimaurerisch dominiert, für Freihandel, Globalisierung, Weltbürgertum usw. In der CDU gibt es keine Deutschen, es gibt nur entweder „Atlantiker“ oder aber „Französlinge“, d. h. Politiker, die entweder die deutschen Interessen den französischen unterordnen, oder aber die deutschen Interessen den amerikanischen unterordnen, und sie alle ordnen unsere Interessen den westeuropäischen unter (wie Merkel gerade sehr gut demonstriert). Die SPD, die Grünen und die Linkspartei sind sehr viel offener für eine enge Zusammenarbeit mit Rußland; das hat außenpolitisch nicht nur Rußland, sondern auch Deutschland genützt, da Schröder sieben Jahre lang Kanzler gewesen ist. Die deutschen nationalen Parteien sind – bis auf die Republikaner, die sich als bundesweite CSU der CDU empfehlen wollen – antiamerikanisch, weil die USA in zwei Weltkriege gegen Deutschland eingetreten sind und diese zu Deutschlands Ungunsten entschieden haben. Weil die USA weltweit eine imperialistische Politik betreiben und rücksichtslos ihre Wirtschaftsinteressen gegenüber anderen Völkern – so auch den Deutschen – durchsetzen und ihr Ziel auch nach 1945 nie eine Partnerschaft, sondern immer ein Vasallentum Deutschlands gewesen ist, kommen sie als Bündnispartner bei Verfechtern einer deutschen Politik nicht in Frage. Die Allianz mit ihnen war so lange vertretbar, wie die Sowjetunion kommunistisch regiert worden war, da der Kommunismus die Weltherrschaft anstrebt. Heute ist das Vergangenheit. Schon wegen des überragenden jüdischen Einflusses in den USA und der Abneigung vieler Juden gegen die Deutschen wird Amerika immer versuchen, eine eigenständige, am nationalen Interesse Deutschlands orientierte Politik zu verhindern. Deshalb kann es durchaus im russischen Interesse sein, auf die „nationale Karte“ in Deutschland zu setzen. Ein starkes, selbstbewußtes und nationales Deutschland wäre für Rußland der ideale Bündnispartner.

Wie sieht es nun von Deutschland aus? Der polnische Staatspräsident hat 1990 gesagt, wenn die Deutschen wieder ihr Haupt erheben wollten, verfüge man heute über die Mittel, sie endgültig auszurotten, und das werde man auch tun. Frankreich, England und Italien haben versucht, die Wiedervereinigung zu verhindern; die französische Zustimmung konnte nur dadurch erreicht werden, daß wir auf die D-Mark verzichteten, die amerikanische, daß wir die polnisch besetzten Gebiete abschrieben. Der erste Generalsekretär der NATO hat erklärt, die Aufgabe der NATO sei, die „Russen draußen, Amerikaner drinnen und Deutschen unten“ zu halten. Sobald wir uns nicht als Vasallen benehmen, zeigt uns Washington die kalte Schulter. Als einzige europäische Macht, die zählt, kommt Rußland für Deutschland als Verbündeter in Frage, da es außenpolitisch – und auch sonst, wie oben dargelegt – so gut wie keine Reibungspunkte gibt. Das, was zwischen unseren Völkern liegt, ist minimal gegenüber demjenigen, was uns verbindet. Mit Rußland im Rücken können wir eine eigenständige, an deutschen Interessen orientierte Politik betreiben. Die ganzen Knebelungsverträge (EWG, EU, Maastrichter Abkommen, Euro-Einführung, offene Grenzen, Finanzierung ganz Europas, der amerikanischen Besatzungstruppen, usw.) könnten aufgehoben werden, weil wir einen soliden Rückhalt hätten.

Und dazu kommt – last but not least – die rassische Verwandtschaft zwischen dem deutschen und dem russischen Volk. Große Völker bestehen nicht mehr aus nur einer Rasse; um festzustellen, ob Völker zusammenpassen, muß man ihre rassische Verwandtschaft wie folgt untersuchen: Es wird festgestellt, wieviel Prozent eines Volkes einer bestimmten Rasse angehört, und dann wird festgestellt, ein wie hoher Prozentsatz derselben Rasse in dem anderen Volk vorhanden ist. Der niedrigere Wert von beiden Werten wird in die gemeinsame Rechnung mit einbezogen. Auf diese Weise werden von allen in beiden Völkern vorhandenen Rassen die Werte gebildet, so daß man den Umfang der Rassenübereinstimmung durch Summierung der jeweils kleineren Werte feststellen kann.

Neuere Untersuchungen zur prozentualen Verteilung von Rassen gibt es nicht, weil die typologische Rassenkunde nach 1945 systematisch im Westen verdrängt worden ist. Durch den zweiten Weltkrieg hat es auch einen Verlust an nordischer Substanz insbesondere im deutschen Volk, aber auch im russischen Volk gegeben. Fest steht aber, daß in großem Umfange dieselben Rassen in Rußland und Deutschland vertreten sind, mit der Ausnahme, daß westische (mediterrane) Einflüsse in Deutschland im Rheingebiet vorhanden sind, in Rußland nicht, wohingegen mongolische Einflüsse (zunächst durch die Hunnen, dann aber auch durch die Turkvölker) in Rußland einen – wenn auch geringen – Einfluß haben, wohingegen sie in Deutschland nicht vorhanden sind.

Alle anderen Rassen aber sind gemeinsam, wobei sowohl in Deutschland wie in Rußland der nordisch-fälische Anteil der vorherrschende in beiden Völkern ist. Die ostbaltische Rasse ist in Rußland stärker vertreten als in Deutschland, wohingegen in Deutschland die ostische (alpine) Rasse und auch die dinarische Rasse prozentual stärker vertreten sind als in Rußland. Aufgrund meiner rassischen Studien schätze ich, daß der deutsch-russische Verwandtschaftskoeffizient mindestens bei 75 % liegt, d. h. eine sehr große Übereinstimmung in der Rassenzusammensetzung. Viele Dinge wie die Musikalität, die Seelentiefe sind bei unseren Völkern gleich.

Dies liegt höher als mit den Völkern des Westens, die durch ihr koloniales Erbe mit der Folge der Einwanderung vieler Farbiger in die jeweiligen Mutterländer einen erheblichen prozentualen Verlust an weißer Rassensubstanz erlitten haben. Die Russen sind heute – da es bei ihnen mit Ausnahme einer relativ geringen Wanderungsbewegung nach Moskau keinerlei nennenswerte Wanderung von unterworfenen andersrassigen Völkern in das eigentliche Rußland gegeben hat – zweifellos eines der weißesten Völker der Welt, sicherlich unter den großen Nationen die hellste. Eine engere Verbindung mit Auflockerung der Grenzen, verstärktem Wissenschaftleraustausch, verstärkten Handelsbeziehungen usw. hätte dort biologisch für Deutschland mithin keinerlei negativen Folgen, anders als es die offenen Grenzen zu Italien, Frankreich oder England haben.

Ein Bündnis zwischen Rußland und Deutschland ist deshalb ideal. Ansprechen will ich aber noch die – relativ geringen – Reibungspunkte, die wir haben:

1.
Das russische Ansehen wird in Deutschland herabgesetzt durch die ausländischem Einfluß unterliegende Presse, die ständig von „Russen-Mafia“, „Schieberbanden“, „organisierter Russen-Kriminalität“ usw. spricht. Wenn man die Namen dieser „Russen“ liest, stellt man fest, daß es sich bei den allermeisten um Nichtrussen handelt, die seit 1990 aufgrund eines Abkommens zwischen der Bundesrepublik und Rußland als sogenannte Kontingentflüchtlinge (obwohl sie überhaupt nicht verfolgt sind, und auch keinen kriegerischen Gefahren ausgesetzt sind) problemlos einwandern durften und immer noch dürfen.

2.
Es sollte eine für Deutschland und Rußland gleichermaßen annehmbare Lösung für das nördliche Ostpreußen mit Königsberg (Kaliningrad) gefunden werden. Ostpreußen ist 700 Jahre lang deutsch besiedelt gewesen, auf der Königsberger Universität hat sowohl der deutsche Philosoph Kant gelehrt wie auch auf seinem Lehrstuhl später der bedeutende Verhaltensforscher Konrad Lorenz, der unser Wissen um die Erbgebundenheit vieler Verhaltensweisen sehr erweitert hat. Dies ist eine Vergangenheit, die wir nicht vergessen können.

Andererseits leben dort heute Russen, und sie sollen nicht vertrieben werden. Aber das Gebiet ist groß, und Deutsche und Russen können dort gemeinsam zusammenleben.

Die Deutschen hatten in der Sowjetunion vor dem Krieg von 1941 ein autonomes Gebiet mit der Wolgarepublik. Diejenigen, die nicht umgekommen waren, wurden nach Sibirien geschickt, und wenn sie heute zurückkommen wollen, finden sie die fruchtbaren Böden dort besetzt, und sie werden mit Feindschaft empfangen. Dieses Gebiet kann deshalb nicht mehr als autonomes Gebiet der Deutschen eingerichtet werden. Warum denn aber nicht diejenigen Volksdeutschen, die nicht in die Bundesrepublik auswandern wollen, in Ostpreußen ansiedeln? Das nördliche Ostpreußen sollte zum autonomen Gebiet der Deutschen erklärt werden, es sollte dort Zweisprachigkeit eingeführt werden (zweisprachige Ortstafeln, zweisprachige Verwaltung), und das ganze Gebiet sollte als Freihandelszone ausgewiesen werden (was auch ökonomisch für Rußland von Vorteil wäre). Es gibt eine Reihe von Volksdeutschen, die sehr von der Bundesrepublik enttäuscht sind, weil sie hier von instinktlosen Deutschen als „Russen“ ausgegrenzt werden, wohingegen sie in Rußland als „die Deutschen“ ausgegrenzt wurden. Viele spielen mit dem Gedanken, nach Rußland zurückzukehren. Andere wandern erst gar nicht aus, besonders gläubige Menoniten, weil sie den Sexualkundeunterricht und andere Unterrichtsziele in den bundesdeutschen Schulen von ihren Kindern fernhalten wollen. Für sie alle könnte Nordostpreußen eine neue Heimat werden. Dies sind Maßnahmen, die die russische Regierung schon alleine treffen kann; Fernziel sollte sein, eine gemeinsame deutsch-russische Regierung über Nordostpreußen – ähnlich wie es im Saarstatut 1955 für die Saar vorgesehen war – zu schaffen. Dies wäre ein hervorragendes Bindeglied zwischen Deutschland und Rußland; die gemeinsame Verantwortung für dieses schöne Land würde unsere beiden Völker in die Pflicht nehmen und würde eine Entzweiung verhindern. Die Zusammenarbeit zwischen unseren Völkern wäre dadurch auf Dauer angelegt, und ich wünsche eben gute deutsch-russische Beziehungen auf Dauer!

3.
Die Frage der „Beutekunst“. Von deutscher Seite wird immer wieder gefordert, daß diese zurückgegeben werden möge. Hierzu von mir als Jurist folgende Ausführungen: Zu unterscheiden ist zunächst einmal zwischen staatlichem Eigentum und privatem Eigentum. Staatliches Eigentum kann vom Sieger natürlich mitgenommen werden, ohne sich irgendwie rechtfertigen zu müssen, und ist es auch in jedem Kriege. Privates Eigentum ist durch die Haager Landkriegsordnung von 1907 vor Enteignung durch die Siegermacht geschützt worden; die Deutschen haben sich daran gehalten, alle anderen nicht. Die Sowjets mußten sich nicht daran halten, weil sie die Haager Landkriegsordnung nie unterschrieben haben. Die Engländer haben aber die Deutschen genauso von den Uhren „befreit“ wie die Russen, Amerikaner haben in großem Umfange Kunstwerke ebenso wie Engländer in ihre Heimatländer mitgenommen, sämtliche deutschen Patente und das private Auslandsvermögen in den USA sind durch die USA beschlagnahmt und selbst verwertet worden. Wenn man in den Louvre geht, ist der Großteil der Gemälde, die dort hängen, durch Napoleon in Europa zusammengeraubt worden. Vor einigen Jahren war in Heidelberg eine Ausstellung von besonders schönen Prachtstücken der „Heidelberger Bibliothek“. Es handelte sich damals um die bedeutendste Bibliothek Deutschlands, bis sie im 17. Jahrhundert bei einem der Raubzüge, die die französischen Ludwigs-Könige gegen Südwestdeutschland führten, und denen auch das Heidelberger Schloß zum Opfer fiel, erbeutet wurde. Diese Bibliothek wurde von Ludwig dem Papst zum Geschenk gemacht, und heute dürfen wir uns freuen, wenn der Papst einige dieser Stücke in Deutschland ausstellt.

Kurz und gut: Die Russen konnten soviel Kunstgegenstände mitnehmen, wie sie wollten, und ein Gesetz der Duma war völlig überflüssig, daß diese Kunst nicht herausgegeben werden dürfe.

Wir Deutschen haben also keinen Anspruch darauf, daß wir auch nur einen einzigen Gegenstand zurückbekommen. Wenn denn aber – wie oben dargelegt – es nicht nur im deutschen, sondern auch im russischen Interesse ist, die Beziehungen zu verbessern, sollte die russische Regierung sich überlegen, ob man nicht einen Teil der mitgenommenen Gegenstände uns schenkt. Nicht, indem irgendein Vertrag gemacht wird, sondern indem nach und nach unter Mitwirkung eines russischen Konsuls oder des russischen Botschafters der Stadt oder dem Landkreis, wo Gegenstände herkommen, diese feierlich zurückgebracht werden, mit entsprechendem Medienaufwand. Dies schafft sicherlich positive Gefühle im deutschen Volk für die Russen. Hinzu kommt, daß viele dieser geraubten Kunstgegenstände, Bücher, Handschriften, Gemälde, usw. derzeit nicht sachgerecht gelagert werden, wie mir selbst in Moskau gesagt wurde, als ich dort zu Besuch war, und zu befürchten ist, daß sie zerstört werden, wenn sie weiterhin in irgendwelchen feuchten Kellern in Kisten herumliegen.

Bedeutsam für die Rückgabe sehe ich solche Dinge, die von Deutschen oder ihren Vorfahren gemacht worden sind, Bücher, Handschriften, Gemälde von z. B. Caspar David Friedrich. Sicherlich liegt noch in irgendeinem russischen Archiv der Goldschatz von Eberswalde, mehrere schön getriebene Goldgefäße aus der Bronzezeit; so etwas aus unserer deutschen Vorgeschichte sollte auch zurückgegeben werden.

Anderes, das nicht von Deutschen oder ihren Vorfahren verfertigt wurde, kann –als Symbol des Sieges – von Rußland behalten werden. Die bedeutendsten mitgenommenen vorgeschichtlichen Ausgrabungsstücke sind sicherlich diejenigen von Troja, die Schliemann ausgegraben hat; Schliemann hat damit eine revolutionäre Tat vollbracht, weil er die antiken Berichte über Troja ernst nahm, was nachfolgend viele andere Archäologen zum Erfolg gebracht hat. Sie haben deshalb einen erheblichen musealen Wert für uns Deutsche; da sie aber die wertvollsten Kunststücke sind, die erbeutet wurden, sollen sie in Moskau bleiben.

Worum es mir geht? So wenig Konfliktpunkte zwischen unseren beiden Völkern wie irgend möglich offen zu lassen!

Und abschließend noch einiges zu meiner Biographie: Ich bin mit 18 Jahren Mitglied der Aktion Oder-Neiße geworden, die sich die Rückgewinnung Ostdeutschlands zum Ziel gesetzt hat. Meine Vorfahren stammen nicht aus den Gebieten jenseits von Oder und Neiße, aber ich habe das damals als eine gesamtdeutsche Aufgabe gefunden und habe es als beschämend angesehen, daß die Vertriebenen mit ihrer Forderung hier alleine standen. Zwei Jahre nach meinem Eintritt war ich schon stellvertretender Bundesvorsitzender, Leiter von drei Landesverbänden und habe die Flugblätter der AKON gestaltet. Sicherlich wird der eine oder andere östliche Geheimdienst in seinen Archiven deshalb noch meinen Namen haben. Ich hatte damals zunächst die Hoffnung, mit amerikanischer Rückendeckung – da dort immer so viel von „Freiheit“ und „Selbstbestimmungsrecht“ geredet wurde – unser Ziel zu erreichen. Nachdem ich mich mit dem Hintergrund der Abtretungen vertraut gemacht hatte, hatte ich diese Auffassung nicht mehr. Bismarck hat gesagt, daß Politik die Kunst des Möglichen ist. Ostpreußen kann nicht gegen Rußlands Willen wieder deutsch besiedelt werden. Wir müssen deshalb zu einem Einvernehmen kommen.

Immer wenn Deutschland und Rußland zusammengearbeitet haben, ist es unseren Völkern gut bekommen. Laßt uns anknüpfen an die Gemeinsamkeiten in unserer Geschichte, laßt uns wirken für eine gemeinsame Zukunft! russland-gegen-usrael

Autor: Germanenherz

Ich bin kein Christ "in dem heutigen Sinne", kein Zionist, kein Moslem oder sonst was. Ich bin auch kein Weißer, Grüner, Brauner oder Schwarzer. Kein Linker, kein Rechter und kein Befürworter einer erfundenen Richtung. Jeder soll als Person respektiert und keiner vergöttert Sein. Ich bin nicht auf dieser Erde, um zu sein, wie andere mich gerne hätten.

3 Kommentare zu „Deutschland und Russland“

  1. Auch wenn Putin sehr sachlich ist, man sollte aber Russland nie unterschätzen. Denn wenn Russland provoziert wird bricht für Europa die Hölle los.
    Davon gibt es etwa 300 Prophezeiungen. Vor Allem hat Russland Waffen, die zum Teil auf den Wunderwaffen des 3. Reiches basieren. Elektromagnetische Kuppeln oder Strahlungskanonen, zuletzt in Syrien eingesetzt, dabei waren die Amerikaner 2 Wochen praktisch blind. Das hat unzähligen CIA und Mossad Agenten das Leben gekostet die unter falscher Flagge bei der IS kämpften. Sie zur Zeit schlimmste nicht nukleare Waffe, ist eine Aerosol Bombe mit der Zerstörungskraft einer Atombombe aber ohne Verseuchung des Landes. Eine solche Bombe reicht aus um Frankfurt und alle umliegenden Städte zu zerstören.
    Auch der Hintergrund von Putins Mutter, lässt eine Verbindung zu jüdischen Finanzkreisen möglich erscheinen.
    Es gibt von Wolfgang Eggert die Bücher „Israels Geheimvatikan“ in der die Finanzierung europäischer Diktatoren durch die Rothschildbank Kuhn&Loeb nachgewiesen ist. Sowohl Lenin Stalin Mussolini als auch Hitler bekamen Geld von diesen Chassidischen Quellen. Jede der Diktatoren hatte eine Aufgabe zur Gründung Israels zu erfüllen. Als 1918 Israel durch die Verhinderung der Balfour-Deklaration durch die Engländer nicht gegründet wurde , hatte auch der 1. Holocaust mit den heiligen 6 Millionen Juden keine Bedeutung mehr und verschwand in den Lügen der Geschichte. Erst durch den Faschismus bekam Hitler die Aufgabe die Engländer für jene Verhinderung zu bestrafen. Die Amerikaner übernahmen die Weltherrschaft durch Rothschild Petrodollar. Damit das aber keiner die Hintergründe erfuhr, wurde Deutschland so stark zusammengebombt und mit Geschichtsklitteren überzogen. Auch wurden die Lügen mit dem Absterben der Zeitzeugen immer gewaltiger. Und durch die Gründung des 2. Israels musste auch der 2. Holocaust Tatsache werden. Jeder Zweifel daran, wird durch fanatische Richter im Stile von Freisler, mit langjährigen Gefängnisstrafen bestraft. Also ist der Holocaust eine geschichtliches Dogma, des Geheimvatikanes! Also eine Tatsache.

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