Der Mythus des 20. Jahrhunderts Drittes Buch: Das kommende Reich V. Deutsche Volkskirche und Schule

Der Mythus des 20. Jahrhunderts

V. Deutsche Volkskirche und Schule

Rosenberg_Mythus_Leinen Eine deutsche Volkskirche ist heute die Sehnsucht von Millionen. Diese Tatsache feststellen, heißt tiefste Verantwortung von jenen fordern, die dieser Sehnsucht Ausdruck geben. Denn über das für heute Unzulängliche an Formen und vielem Gehalt unserer Kirchen ist laut genug, oft mehr als laut gesprochen worden. Auf die tiefer liegenden Wurzeln dieses Gefühls des Unbefriedigtseins ist in dieser Schrift mit aller schuldigen Achtung gegenüber religiösem Denken – das vom Glauben, Leben und sterben vieler Geschlechter in jedem Fall geadelt ist – hingewiesen worden. Aber die Wahrheit fordert das Eingeständnis, daß die neue Sehnsucht noch nirgends als lebendige Tat, als gelobtes Gleichnis erschienen ist. In keinem deutschen Lande ist ein religiöses Genie aufgetreten, um neben den bestehenden religiösen Typen uns einen neuen vorzuleben. Diese Tatsache ist entscheidend insofern, als kein verantwortungsbewußter Deutscher die Forderung auf Verlassen der Kirchen an jene richten darf, die noch gläubig an ihnen hängen. Man würde sie vielleicht unsicher machen, seelisch zerspalten und ihnen doch keinen echten Ersatz für das Verlorene schenken können. Die liberale Epoche hat auch auf kirchlichem Gebiet ungeheure Verwüstungen angerichtet, indem sie glaubte, durch Evolutionstheorien, durch die „Wissenschaft“ die Religion als solche „überwunden“ zu haben. Diese geistigen Pygmäen übersahen, daß Verstand und Vernunft nur e i n Mittel (Das materialistische Kirchentum) darstellen, um sich ein Weltbild zu entwerfen, Religion dagegen ein wesentlich anderes, die Kunst wieder ein drittes. Die Wissenschaft ist s c h e m a t i s c h, die Religion willenhaft, die Kunst s y m b o l i s c h. Jedes Gebiet hat seine Eigengesetzlichkeit, die Wissenschaft vermag an den Kirchen nur zu zerstören, wenn diese sich fälschlicherweise auf ihr Gebiet gewagt haben, was allerdings Tatsache war und ist in tausend Fällen. Doch nie vermag wahre Wissenschaft echte Religion zu entthronen, weil diese nur Zeichen ist für organische willenhafte Werte. Soll eine Religion umgeschmolzen, neugeboren oder durch eine andere ersetzt werben, so müssen diese innersten Werte gestürzt werben bzw. eine andere Rangordnung erhalten. Das Tragische an der Geistesgeschichte der letzten hundert Jahre ist nun, daß die Kirchen sich selbst die liberalistisch-materialistische Anschauung zu eigen gemacht haben und auf dem Felde der Wissenschaft, statt in der Sphäre der Werte ihre Stellungen verteidigten. Und noch tragischer ist, daß sie das tun mußten, da sie rein historisch aufgebaut waren und das Fürwahrhalten alttestamentlicher Erzählungen und späterer materialistischer Legenden als w e s e n t l i c h e n Bestandteil ihrer Ganzheit ausgegeben hatten. so bekam denn das darwinistische Zeitalter leichtes Spiel und konnte eine ungeheure Verwirrung anrichten, zugleich aber (vergleiche den anfangs dargestellten Zusammenhang zwischen Intellektualismus und Magie) auch die Bahn für okkultistische Sekten, Theosophie, Anthroposophie und eine Unzahl anderer Geheimlehren und Charlatanerien freimachen. Eine furchtbare Geistesverwirrung, an der Dogmatismus und Liberalismus gleiche Schuld tragen, ist das Zeichen der Zeit. Selbst unter der Herrschaft der Christlich-Sozialen in Österreich haben in nicht ganz zehn Jahren über 200.000 Menschen allein in Wien die katholische Kirche verlassen. Nicht im Zeichen neuer religiöser Werte, sondern als Folge einer marxistischen, ich-süchtigen, (Religiöses Suchen – Sache des Einzelnen) allgemeine Werte zerstörende Arbeit, die sich gegen ebenfalls stoffgebundene starre Zwangsglaubenssätze richtete.

Zwischen den Heerscharen des marxistischen Chaos und den Gläubigen der Kirchen irren Millionen umher: innerlich vollkommen zerstört, verwirrenden Lehren und gewinnsüchtigen „Propheten“ ausgeliefert, zum großen Teil aber auch von starker Sehnsucht nach neuen Werten und neuen Formen getrieben. Und wenn wir auch feststellen müssen, daß ein echtes Genie, das uns den Mythus offenbart und uns zum Typus erzieht, noch nicht geschenkt worden ist, so enthebt diese Erkenntnis doch keinen tiefer Denkenden der Pflicht, jene Vorarbeiten zu leisten, die noch immer zu leisten waren, wenn ein neues Lebensgefühl nach Ausdruck rang, seelische Spannungen erzeugte. Bis die Zeit für den Großen gekommen war, der das lehrte und lebte, was vorher Millionen nur zu stammeln vermochten. Wie schon das Geleitwort dieser Schrift besagt, richtet diese sich nicht an das heutige kirchengläubige Geschlecht, um es im Durchlaufen seiner eingeschlagenen inneren Lebensbahn zu hindern, um so mehr aber an alle jene, die bereits mit dem Kirchenglauben zu innerst gebrochen, aber noch zu keinem anderen Mythus hingefunden haben. Diese Menschen sollen wenigstens dem verzweifelnden Nihilismus entrissen werden durch ein Wiedererleben eines neuen Zusammengehörigkeitsgefühls – religere heißt verbinden – einer Wiedergeburt uralter und doch ewig junger, willenhafter Werte, die zu echten Religionsformen zu steigern Zwar die Aufgabe eines späteren Genius sein wird, deren wahrscheinlichen Darstellungen nachzutasten aber nichtsdestoweniger Pflicht eines jeden Einzelnen schon heute ist. Jedes Einzelnen, da Religionsgesellschaften ohne religiöse Genies doch nur zu üblichen Vereinen, kleinlichen Sekten erstarren werden, die unausstehlicher sind als alles andere. Sich mit Religionsfragen zu beschäftigen, ist deshalb nicht Sache von irgendwelchen bestehenden ethischen, (Paulinische Kirchendogmen) sozialen, politischen Verbänden, und umgekehrt können diese auch nicht für das persönliche religiöse Bekenntnis ihrer Angehörigen verantwortlich gemacht werden.

Aus dem neuerblühenden nationalistischen Mythus wachsen seelische Kräfte nach allen Richtungen. Jede dieser Richtungen kann nur durch große Persönlichkeiten geführt werden, wobei es natürlich möglich ist, daß eine von ihnen viele Willensgarben zusammenfassend verkörpert.

A n s p r u c h jedoch darauf erheben sollte nur ein ganz Großer ohne jeden Bruch im Charakter und in der Seele. So warten wir auf den Dichter des Weltkrieges, auf den großen Dramatiker unseres Lebens, auf die großen Baukünstler und Bildner. so ringen wir für den Führer des Neuen Reiches und deuten die Willensstränge an auch für eine kommende Deutsche Volkskirche, deren wesentliche Grundlage schon heute klar umrissen erscheint. Einerseits Ablehnung des Materialistisch- Zauberhaften, welches den Liberalismus so eng verbunden mit kirchlicher Dogmatik Zeigte, andererseits Hochzucht aller Werte der Ehre, des Stolzes, der inneren Freiheit, der „adeligen Seele“ und des Glaubens an ihre Unzerstörbarkeit.

Alle christlichen – richtiger paulinischen – Kirchen haben das Anerkennen gewisser übersinnlicher Lehren als Zwangsglaubenssätze (Dogmen) zur Voraussetzung der Angehörigkeit gemacht. Aus einer allgemeinen Gesinnungsgemeinschaft wurde starre Dogmengleichheit; bei zunehmender Verknöcherung Interessengemeinschaft bzw. Feindschaft. Das Für-Wahr-Erklären metaphysisch-religiöser Behauptungen und geschichtlicher oder sagenhafter Ereignisse als Bedingung einer Religion ist die jüdische Überlieferung, die sich früher mit Feuer und Schwert durchsetzte und erst heute – wenigstens äußerlich – einem notgedrungen duldsameren Standpunkt gewichen ist, jedoch jederzeit bereit, neue Dogmenkämpfe anzufachen. Ein wirklich deutscher Staatsmann und Denker wird deshalb (Schutz den Reformversuchen) an die religiös-kirchliche Frage von einem anderen Standpunkt herangehen.

Er wird jeder religiösen Überzeugung ungehindert Raum, er wird Sittenlehren verschiedener Form frei Prediger lassen, unter der Bedingung, daß sie alle der Behauptung der Nationalehre nicht hindernd im Wege stehen, d. h., daß sie die willenhaften Seelenzentren stärken, eine Stützung bestimmter Verbände dagegen wird er von ihrer Haltung zum Nationalstaat abhängig machen müssen Aus diesem Gesichtspunkt beantwortet sich die Frage nach dem Verhältnis von Staat, Religion und Kirche von selbst.

Ein wirklich deutscher Staat kann den augenblicklich bestehenden kirchlichen Gemeinschaften, ungeachtet der vollkommenen Duldsamkeit ihnen gegenüber, ein Recht auf politische und geldliche staatliche Unterstützung gerade in dem Maße zubilligen, wie ihre Lehren und praktische Betätigung auf die Förderung der Stärkung der Seele eingestellt sind. Er wird deshalb auch neue Reformen ebenso schützen müssen wie alte Bekenntnisse. Die neuen Forderungen haben sich aber bereits außerordentlich greifbar angemeldet.

Abgeschafft werden muß danach ein für allemal das sogen. Alte Testament als Religionsbuch. Damit entfällt der mißlungene Versuch der letzten anderthalb Jahrtausende, uns geistig zu Juden zu machen, ein Versuch, dem wir u. a. auch unsere furchtbare materielle Judenherrschaft zu danken hatten.

Von Seiten eines ringenden Menschen (nicht des Staatspolitikers) ist deshalb weiter die Bewegung zu stärken, welche die Streichung offenbar verstellter und abergläubischer Berichte aus dem Neuen Testament anstrebt. Das notwendige fünfte Evangelium kann dabei aber natürlich nicht von einer Synode beschlossen werden. Es wird die Schöpfung eines Mannes sein, der die Sehnsucht (Die männliche Jesusgestalt) nach Reinigung ebenso tief erlebt, wie er die Wissenschaft des Neuen Testaments durchforscht hat.

Man kann aus den Schilderungen über Jesus sehr verschiedene Züge herauslesen seine Persönlichkeit tritt oft weich und mitleidend, dann wieder schroff und rauh, immer aber von innerem Feuer getragen, hervor. Es lag im Interesse der herrschsüchtigen römischen Kirche, die unterwürfige Demut als das Wesen Christi hinzustellen, um sich möglichst viele an diesem „Ideal“ heruntergezüchtete Diener zu verschaffen. Diese Darstellung richtigzustellen, ist eine weitere unerläßliche Forderung der deutschen Erneuerungsbewegung. Jesus erscheint uns heute als selbstbewußter Herr im besten und höchsten Sinne des Wortes. Sein Leben ist es, das für germanische Menschen Bedeutung besitzt, nicht sein qualvolles Sterben, dem er den Erfolg bei den alpinen und Mittelmeervölkern verdankte. Der gewaltige Prediger und der Zürnende im Tempel, der Mann, der mitriß, und dem „sie alle“ folgten, nicht das Opferlamm der jüdischen Prophetie, nicht der Gekreuzigte ist heute das bildende Ideal, das uns aus den Evangelien hervorleuchtet. Und kann es nicht hervorleuchten, dann sind auch die Evangelien gestorben.

Die wissenschaftliche Textkritik hat soweit vorgearbeitet, daß alle technischen Voraussetzungen für eine zusammenschauende Neuschöpfung gegeben sind. Das Markus-Evangelium enthält wahrscheinlich (wenn auch gleichfalls überarbeitet) den eigentlichen Kern der Botschaft von der Gotteskindschaft gegen die semitische Lehre vom Knechte Gottes, das Johannes-Evangelium die erste geniale Deutung, das Erlebnis der ewigen Polarität von Gut und Böse gegen die alttestamentliche Wahnvorstellung, daß Jahwe das Gute und das Böse aus dem Nichts geschaffen, von seiner Welt zugleich gesagt habe, sie sei „sehr gut“, um dann selbst Anstifter von Lug, Betrug und Mordtaten zu werden. Vor allem weiß Markus aber noch (Paulus ein Verfälscher des Evangeliums) nichts von Jesus als dem „Erfüller“ des jüdischen Messiasgedankens, den uns Matthäus und Paulus beschert haben zum Unheil für die ganze abendländische Kulturwelt. Noch mehr. Als der geschwätzige Petrus von Jesus sagte: „Du bist der Messias“ (Markus 8, 29), da „bedrohte“ Jesus den Petrus und verbot feinen Jüngern, solches zu sagen. Unsere paulinischen Kirchen sind somit im wesentlichen nicht christlich, sondern ein Erzeugnis der jüdisch-syrischen Apostelbestrebungen, wie sie der jerusaIemitische Verfasser des Matthäus-Evangeliums eingeleitet und Paulus unabhängig von ihm vollendet hatte.

Unbewußt entschlüpft dem Pharisäer Paulus z. B. ein alljüdisches Bekenntnis: „Was haben denn die Juden für Vorteil, oder was nützt die Beschneidung? Fürwahr sehr viel. Zum ersten: ihnen ist vertraut, was Gott geredet hat. Daß aber etliche nicht daran glauben, was liegt daran? Sollte ihr Unglaube Gottes Glauben aufheben? Das sei ferne!“ (Römer 3.)

Dann die typisch jüdische Anmaßung und Unduldsamkeit: „Ich tue euch aber kund, liebe Brüder, daß das Evangelium, das von mir gepredigt wird, nicht menschlich ist. Denn ich habe es von keinem Menschen empfangen noch gelernt, sondern durch die Offenbarung Jesu Christi. – Da es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leibe an hat ausgesondert und berufen durch seine Gnade, daß er seinen Sohn offenbarte in mir, daß ich ihn durchs Evangelium verkünden sollte unter den Heiden, da besprach ich mich sofort nicht auch noch mit Fleisch und Blut, ging auch nicht hinauf gen Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern zog hin nach Arabien und kam dann wieder zurück nach Damaskus.“ (Galater l.)

Gleichzeitig das molluskenhafte Werben: „Denn wiewohl ich frei bin von jedermann, habe ich doch mich selbst jedermann zum Knechte gemacht, auf daß ich ihrer viele gewinne. Den Juden bin ich geworden wie ein Jude, auf (Paulinische Weltrevolution) daß ich die Juden gewinne. Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworben wie unter dem Gesetz, auf daß ich die, die unter dem Gesetz sind, gewinne. Denen, die ohne Gesetze sind, bin ich wie ohne Gesetz geworden (so ich doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin ich dem Gesetz Christi), auf daß ich die, so ohne Gesetz sind, gewinne. Den schwachen bin ich geworden wie ein schwacher, auf daß ich die schwachen gewinne. Ich bin jedermann allerlei geworden, auf daß ich allenthalben ja etliche selig mache.“

Und dann die unvorsichtige Ruhmsucht: „Es wäre mir lieber, ich stürbe, denn daß mir jemand meinen Ruhm sollte zunichte machen!“ (l. Korinther 9.) Paulus hat ganz bewußt alles staatlich und geistig Aussätzige in den Ländern seines Erdkreises gesammelt, um eine Erhebung des Minder-Wertigen zu entfesseln Das erste Kapitel des l. Briefes an die Korinther ist ein einziger Lobgesang auf die “ Törichten vor der Welt“, und zugleich die Beteuerung, das „Unedle vor der Welt und das Verachtete“ habe Gott erwählt, um dann den Christen die Richterherrschaft zu versprechen: „so nun die Welt soll von Euch gerichtet werden, seid Ihr denn nicht gut genug, geringe Sachen zu richten? Wisset Ihr nicht, daß wir über die Engel richten werben? Wieviel mehr über die zeitlichen Güter?“ (6, 2–3.) Epheser 1, 21 schreibt Paulus Jesus alle Gewalt und Macht und Fürstentümer dieser und der künftigen Welt zu. Es ist gar nicht zu bestreiten, daß er auf eine Welterregung mit Hilfe der Deklassierten aller Staaten und Völker mit dem Ziel einer Theokratie hinauswollte, was seine sonstigen Bekenntnisse weit überschattet. Die falsche Demut gepaart mit dem Schielen auf Weltherrschaft, ein brünstiges, wie bei allen Orientalen „religiöses“ Verlangen, hier selbst an der spitze der Rebellierenden zu marschieren, war die Paulinische Verfälschung der großen Gestalt Christi. Johannes hat Jesus genial gedeutet, aber seine Erkenntnis, es hier mit (Das Ur-Markus-EvangeIium) einem antijüdischen, dem Alten Testament feindlichen Geist zu tun zu haben, ist von der jüdischen Überlieferung überwuchert worden, die sich mit den geistigen Abfallerzeugnissen der hellenistischen Welt verband zur Neuformung in der Römischen Kirche. Europa hat diese morgenländische Kirche vergeblich zu erneuern getrachtet. Die bisherige Ehrfurcht vor ihrer „Christlichkeit“ hat auch alle Versuche dazu zum Mißerfolg verurteilt. Die,, christlichen“ Kirchen sind aber eine ungeheuerliche, bewußte und unbewußte Umfälschung der schlichten, frohen Botschaft vom Himmelreich inwendig in uns, von der Gotteskindschaft, vom Dienst für das Gute und von der flammenden Abwehr gegen das Böse. Im Urevangelium des Markus finden wir Zwar auch die sagenhaften Züge von den Besessenen, was wir ebenso auf volkstümliche Erzählungen zurückführen können, wie die ausschmückenden Zugaben zu den Abenteuern etwa Friedrichs des Großen und des hl. Franziskus, der sogar den Vögeln gepredigt haben soll. Aber dem Ur-Markus liegen noch alle Verzückungen, in denen sich Teile der Bergpredigt übersteigern, vollkommen fern. Sich dem Bösen nicht zu widersetzen, die linke Backe hinzuhalten, wenn die rechte geschlagen wird, nsw., sind feministische Zuspitzungen, die im Markus nicht zu finden sind. Das sind umfälschende Zusätze anderer Menschen. Jesu ganzes Dasein war ein feuriges Sich’Widersetzen. Dafür mußte er sterben. Wert auf eine Feigheitslehre haben nur innerlich bastardierte Menschen gelegt, wie etwa Tolstoi, der gerade diese Stelle als Grundlage für seine öde Weltanschauung verwendete.

Die Religion Jesu war zweifellos die predigt der Liebe. Alle Religiosität ist tatsächlich auch vornehmlich eine seelische Erregung, die der Liebe zum mindesten immer (Der gehässige Bischofseid) nahe verwandt sein wird. Niemand wird dieses Gefühl mißachten; es schafft das seelische Fluidum von Mensch zu Mensch. Aber eine deutsche religiöse Bewegung, die sich ZU einer Volkskirche entwickeln möchte, wird erklären müssen, daß das Ideal der Nächstenliebe der Idee der Nationalehre unbedingt zu unterstellen ist; daß keine Tat von einer deutschen Kirche gutgeheißen werden darf, welche nicht in erster Linie der Sicherung des Volkstums dient. Damit ist der unlösliche Widerstreit zu einer Anschauung nochmals bloßgelegt, die offen erklärt, die kirchlichen Bindungen ständen höher als die Bindungen der Nation.

Eine solche durch Jahrhunderte gezüchtete Einstellung kann nun aber weder durch Verbote noch Gebote überwunden werden. Der Staat hat lediglich mit seinen Mitteln dafür zu sorgen, daß machtpolitische Eingriffe seitens Roms und seiner Diener nicht erfolgen. Der römische Priester mußte bei seiner Amtseinsetzung einen Eid leisten, der nichts anderes bedeutet, als eine bewußte Aufreizung zu Konfessions- und Klassenhaß. Darüber hinaus bedeutet er geradezu die Anerkennung landesverräterischer Tätigkeit, wenn der Staat nicht römischen Interessen dienstbar ist. Dieser römische Bischofseid lautete: „Die Irrlehrer, die vom apostolischen Stuhl Getrennten, die Empörer wider unseren Herrn und seinen Nachfolger werde ich nach Kräften verfolgen und bekämpfen.“ Ein deutscher Staat hat einen solchen Eid zu verbieten. Er hat im Gegenteil allen Geistlichen den Eid auf die Wahrung der Ehre der Nation aufzuerlegen, wie früher den Eid auf den Monarchen, in einigen Staaten auf die Verfassung, im übrigen wird es die Hauptaufgabe des erwachenden Deutschtums sein, sich im Dienst des Mythus der Nation durch Schaffung einer Deutschen Volkskirche zu bemühen, bis ein zweiter Meister Eckehart einmal die Spannung löst und diese Deutsche Seelengemeinschaft verkörpert, lebt, formt.

Einem Angehörigen des Heeres ist in allen Staaten die (Das faschistische Konkordat) parteipolitische Betätigung untersagt. Das hat seine Berechtigung, um das machtpolitische Werkzeug als Ganzes geschlossen, durch politische Kämpfe nicht zerfressen, in der Hand zu behalten. Das gleiche hat auch für die Priester aller Bekenntnisse zu gelten. Ihr Gebiet ist die Seelsorge, der politisierende parlamentarische Domherr oder Pastor eine höchst unerquickliche Erscheinung des politischen Liberalismus. Das hat der faschistische Staat bereits eingesehen. Durch das Konkordat von 1929 wird der katholischen Geistlichkeit die politische Tätigkeit untersagt, auch die katholischen Pfadfinderbünde sind aufgelöst worden, um keinen Staat im Staate aufkommen zu lassen. Da der Vatikan für Italien dies gutgeheißen hat, kann er gegen die Durchführung der gleichen Maßnahmen auch in anderen Nationalstaaten grundsätzlich nichts mehr einwenden.

Ist diese Trennung nach dem Jesuswort „Gebt Gott was Gottes ist und dem Kaiser was des Kaisers ist“ durchgeführt worden, so werden die sonst notwendigen Eingriffe des Nationalstaates auf kirchliches Bekenntnisgebiet ganz unterbleiben können. Nie wird ein solcher Staatsmann auf irgendwelche metaphysische Glaubenssätze einwirken oder gar religiöse Verfolgungen veranstalten. Das Ringen um diese Vorstellungswelten und Werte wird sich deshalb von Mensch zu Mensch, von Form zu Form innerhalb des gesamten Volksorganismus abzuspielen haben, ohne politische Machtmittel dafür in Anspruch nehmen zukönnen.

Zu scheiden ist bei allen diesen religionsreformatorischen Betrachtungen zwischen dem geistigen Wegweiser und dem politischen Staatslenker. Wenn der erste die innere Richtung eines neuen Suchens aufdeckt und dabei naturgemäß die alten Inhalte und Formen beim Neuaufbau eines seelisch-geistigen Körpers bekämpft, so hat er keinerlei Recht, hierbei den politischen, richterlichen und militärischen (Voraussetzungen der deutschen Kirche) Schutz des Staates zu fordern. Es war das Verhängnis für echte Glaubensinbrunst, daß die römische Kirche mit Hilfe politischer Organisationen danach trachtete, sich überall den „weltlichen Arm“ zu sichern. sie hat dadurch heute eine ungeheuer starke Machtstellung erworben, ist jedoch auch vielfach – dank der staatlichen Dotationen – von diesen Staaten abhängig geworden dergestalt, daß eine Gelbsperre den riesigen Organisationsapparat vielerorts leicht in bedenkliches Wanken bringen könnte. Die politische Machtstellung hat aber – eine alte Klage bester Seelsorger seit Jahrhunderten – die Innerlichkeit ausgetrieben und das gleiche hat auch dem Protestantismus, der in ähnlichen Bestrebungen nicht zurückstehen zu können glaubte, sehr geschadet. Der Zug der Zeit nach Trennung von Staat und Bekenntnisorganisationen wird noch lange weitergehen, eine Deutsche Kirche sollte deshalb es von vornherein ablehnen, sich vom Staat abhängig zu machen. Sie kann nur beanspruchen, daß sie Freiheit für ihr Werben genießt, daß ihre Bekenner nicht von den alten Kirchen geschädigt werden und daß sie bei klarer Umschichtung der Bekennerzahlen die nötigen Kirchen zugewiesen erhält. Die gleiche Maßnahme müßte dann auch platz greifen für die anderen Bekenntnisse. Die Katholiken und Protestanten sollen ihre Kirche durch freiwillige Beiträge selbst sichern, nicht das Geld durch Drohung mit Pfändungen gewaltsam einziehen lassen; so allein wird das gerechte Verhältnis zwischen Glaubenskraft und äußerer Gestaltung hergestellt werden können. Ein Staatsmann kann durch eine derartige Maßnahme allein nach allen Seiten gerecht sein und religiöses Ringen des Einzelnen und der Bevölkerungsgruppen vom politischen Kampf des Ganzen trennen.

Eine Deutsche Kirche kann keine Zwangssätze verkünden, an die jeder ihr Angehörige gar bei Verlust der ewigen Seligkeit zu „glauben“ gezwungen ist. sie wird Ge-(Unwesentlicher Dogmenkampf)meinden umspannen, die an schönen katholischen Gebräuchen(die ja oft altnordisch sind) festhalten, die lutherische Formen des christlichen Gottesdienstes bevorzugen, die vielleicht eine andere Form des christlichen Gottesdienstes vorziehen. Die Deutsche Kirche wird aber auch jenen ein gleiches Recht einräumen, die mit dem kirchlichen Christentum überhaupt gebrochen haben und sich in einer neuen Gemeinschaft (vielleicht unter dem Zeichen Eckehartscher Seelenkraft) zusammengefunden haben. Für alle Angehörigen gelten die anfangs gemachten Voraussetzungen.

Es handelt sich bei Gründung einer Deutschen Nationalkirche also nicht um Verfechtung irgendwelcher metaphysischer Behauptungen, nicht um die Forderung des Fürwahrhaltens geschichtlicher oder legendärer Erzählungen, sondern um die Schaffung eines hohen Wertgefühls, d.h. um die AusIese jener Menschen, welche bei aller Mannigfachheit religiöser und philosophischer Überzeugungen wieder das tiefe innere Vertrauen in die eigene Art gewonnen, eine heroische Lebensauffassung sich erkämpft haben. Gerade diese geistig-seelische Umkehr erscheint mir als besonders revolutionär, da allein dadurch das Hauptobjekt bisheriger religiöser Kämpfe – metaphysische Zwangsglaubenssätze (Dogmen) – als unwesentlich erkannt werden und ihre Vertretung Angelegenheit des einzelnen, nicht einer Gesamtheit wird. Die Kämpfe über das Verhältnis von Mensch und Gott in Jesus, der Streit über Liebe und Gnade, über Unsterblichkeit oder Sterblichkeit der

Seele fallen aus dem Gesichtswinkel einer germanisch-deutschen Religionserneuerung heraus, als Maßstab der Zugehörigkeit zur neuen Gemeinschaft erscheint die Anerkennung jener Werte, die in der germanischen dramatischen Kunst uns erschlossen worden sind und am größten in der Mystik des Meisters Eckehart offenbar wurden. Eine Gemeinschaft aber muß Ziel sein, auch wenn uns Heutige die Erkenntnis durchdringt, daß wir sie (Der mißglückte Altkatholizismus) nicht mehr erleben werden; denn bei aller Kraft kann auch ein s t a r k e r Einzelner nicht immer die Höhe seiner heroischen Augenblicke erreichen. Das Gemeinsamkeitsbewußtsein aber wird ihn noch höher heben können und den Shwächeren mitziehen, fester einfügen in den neuen reliösen Stil unserer Zukunft, wie einst das deutsche Heer von 1914 Millionen schlichter Menschen zu heroischen Opfern und Taten fähig machte.

Nach dem ehrlosen Vatikanischen Konzil bemühten sich ehrliche katholische Männer, im Mißverkennen des Wesens einer tausendjährigen Dogmatik, einen sogenannten Altkatholizismus ins Leben zu rufen. Viele von diesen Bekennern haben die schlimmsten Verfolgungen erduldet, weil sie ihre Ehre nicht mit Füßen treten lassen wollten. Bismarck hat damals die Gelegenheit nicht ergriffen, um diese freimütigen Menschen zu schützen. Die Bewegung war allein aber zu schwach, um gegen die Überlieferung der Jahrhunderte anzurennen Bismarcks Verhalten hat sich bitter gerächt. Die altkatholischen Gemeinden verkümmerten inmitten der gewaltigen römischen, über weltpolitische Machtmittel verfügenden Erdrosselungstechnik, die sich in Deutschland die willige Zentrumspartei als die „Garde seiner Heiligkeit“ schuf. „Es lebe die kirchliche Inquisition!“ rief 1875 der Jesuit Wenig. „Es darf keinen konfessionellen Frieden geben!“, antwortete am 16. Mai 1924 die „Schildwacht“ nach erreichtem Triumph. so blieb denn der erste wirkliche Ansatz, aus dem Schoß des Katholizismus selbst eine Neugeburt entstehen zu lassen, fruchtlos. Aber es steht außer Frage, daß auch jetzt Tausende von prachtvollen Deutschen als Priester innerhalb der römischen Kirche wirken und im tiefsten Herzen nichts sehnsüchtiger erstreben als die Reinigung des Christentums vom syrischen Aberglauben und die Vertiefung des religiösen Lebens durch Trennung von staatlichen Geldern und politischen Machtreizen. sie wissen alle, daß die (Nichtprotestierender Protestantismus) deutschen predigten, die sie heute zu ihren Volksgenossen sprechen dürfen, erkauft worden sind mit strömen vom Blut jener Ketzer, die einst auf Roms Geheiß den Scheiterhaufen besteigen mußten, oder in unterirdischen Gewölben zu Tode gemartert wurden. sie werden froh sein, wenn sie den ganzen gereinigten Gottesdienst einst allein in der heiligen Muttersprache im Dienste stolzer Werte werden abhalten dürfen. Die Zeit ist noch nicht da, in der deutsche Priester inmitten der römisch gebundenen oberen Kaste mit der Forderung einer Umgestaltung an Seele, Haupt und Gliedern hervortreten können. Aber sie kommt. Es wird auch hier wie immer Märtyrer geben müssen. Aber einem Deutschen Staat erwächst dann die Pflicht, diese Männer vor Verfolgung schützen und sie sich in die Deutsche Volkskirche eingliedern zu lassen.

Das gleiche gilt für jene, die erkannt haben, daß der Protestantismus aufgehört hat, gegen Rom zu protestieren, dafür aber heute in kurzsichtiger Verblendung gegen das neuaufsteigende lebendige Leben eifert. Bisherige protestantische „Abtrünnige“ traten gegen ihre Kirche auf im Namen der „Religion“ des „Zweiten Reiches“, im Namen des Liberalismus. sie kämpften um Erneuerung im „Berliner Tageblatt“. Das bedeutet den kirchlich-seelischen Bankrott des neunzehnten Jahrhunderts, wie er auf allen Gebieten zutage trat. Aus Angst vor diesem Zeichen eines offenkundigen Verfalls flüchtete ein jüngeres Geschlecht wieder zurück zur strengen Kirchlichkeit. Wo es jetzt auf Generalsuperintendentenposten hoffnungslos verknöchert. Heute regt es sich wieder auch in der lutherischen Kirche. Gegen die hier erwachenden Neuerer wird selbstverständlich Sturm geblasen. Die „lutherischen“ Schriftgelehrten und Pharisäer berufen heute aus Selbsterhaltungstrieb Weltkongresse ein wie Rom seine Konzile. Aber diesmal sehen sie sich nicht mehr einer Liberalisierungen Zersetzungserscheinung gegenüber, (Deutsche Sagen, nicht Altes Testament) sondern einem gehaltträchtigen, blutvollen Mythus, einem Lebensgefühl, das ein Zentrum besitzt, um welches sich alles formt und bildet. In ganz Deutschland bestehen schon heute Keimzellen dieses neuen Erwachens. Dies neue Deutsche Reich wird auch ihnen staatlichen Schutz im Verlauf kommender Verfolgungen angedeihen lassen müssen.

Die germanischen Glaubensgenossenschaften sind bisher über theoretische Ansätze nicht hinausgekommen. Die praktischen Versuche sind nicht ermutigend gewesen. Aber wie auch immer diese ausgehen mögen, so werden die Forschungen dieser Verbände auf dem Gebiet nordischer Religionsgeschichte doch den Sauerteig bilden, der die ehemaligen katholischen und ehemaligen lutherischen Bestandteile der Deutschen Kirche durchsetzen wird. Denn an Stelle der alttestamentlichen Zuhälter- und Viehhändlergeschichten werden die nordischen Sagen und Märchen treten, anfangs schlicht erzählt, später als Symbole begriffen. Nicht der Traum von Haß und mordendem Messianismus, sondern der Traum von Ehre und Freiheit ist es, der durch nordische, germanische sagen angefacht werden muß. Von Odin an über die alten Märchen bis Eckehart und Walther von der Vogelweide. Einer genialen Hand wird es vorbehalten bleiben, aus dem seelischen NiederschIag der Jahrtausende die bisher nur kümmerlich behandelten Edelsteine deutschen Geistes herauszulesen und sie organisch zu verbinden. Das zeitlich, römisch un jüdisch Bedingte erscheint heute klarer als je. Um so deutlicher schlägt aber auch der echte Herzschlag unserer Märchen, Eckeharts, Luthers uns entgegen, Für reifere Schüler wird sich auch ein farbiges Bild religiösen Suchens von Iran, Indien, ja auch von Hellas entrollen, fremd und nahverwandt zugleich. Die Sehnsucht der nordischen Rassenseele im Zeichen des Volksmythus ihre Form als Deutsche Kirche zu geben, das ist mit die größte Aufgabe unseres (Die Überwindung der alten Kirchen) J a h r h u n d e r t s. Wie der römische Mythus der Stellvertretung Gottes durch den Papst sehr verschiedene Völker und auseinanderstrebende Richtungen umschloß und band, so wird auch der Mythus des Blutes – einmal ergriffen – wie ein Magnet allen Persönlichkeiten und religiösen Gemeinschaften, ungeachtet ihrer Verschiedenheiten, eine klare architektonische Lagerung, Bezug auf ein Zentrum und somit lebenzeugende Eingliederung ins Volksganze bringen. Die Einzelheiten der Durchführung wird das kommende Leben dann klären und bestimmen. Niemand kann sie heute voraussehen.

Diese mit allen staatlichen Mitteln vor Verfolgung geschützten, im übrigen aber auf sich selbst gestellten Glieder der Volkskirche werden nun ihrerseits Kristallisationspunkte bilden. Die je nach der Größe und Bedeutung der Gesinnungsgemeinschaften ihnen zur Verfügung gestellten Kirchen werden die Möglichkeit einer unmittelbaren Lehrtätigkeit geben, und ohne daß irgendein gewaltsamer Eingriff in den Protestantismus oder in die römische Kirche geschieht, wird sich eine seelische Umkehr vollziehen können, die wie ein großes Atemholen wirken wird, da die schwere Kruste der syrisch-römischen Herrschaft nicht mehr alle sich nach Ehre und Freiheit Sehenden erdrücken kann. Der römische Haruspex und der alttestamentliche Superintendent werden nach und nach ihre Macht über die Einzelpersönlichkeiten, folglich auch über die politischen Bestrebungen, verlieren. Die ersten Voraussetzungen für einen religiösen, dann aber auch kulturellen und staatlichen Lebensstil werden geschaffen sein.

Mit dem Wegfall der Predigten über den Knecht und den Sündenbock als Lamm Gottes, die Betrauung des Petrus mit der Gründung der römischen Kirche, die (Das Sinnbild des Kruzifix’) „Erfüllung“ des Alten Testaments, den Ablaß, von den magischen Wundermitteln nsw. wird eine entsprechende Änderung des äußeren Brauchtums (Ritus) vor sich gehen müssen Hand in Hand mit einem großen Aufklärungsschrifttum, das von den Geistlichen der Deutschen Kirche innerhalb ihrer bisherigen Gemeinden zu verbreiten ist. Aus der inneren Neueinstellung zum Jesusbilde aber ergibt sich auch eine unbedingt notwendige, scheinbar nur äußerliche Änderung: der Ersatz der die quälende Kreuzigung darstellenden Kruzifixe in Kirchen und auf Dorfstraßen. Das Kruzifix ist das Gleichnis der Lehre vom geopferten Lamm, ein Bild, welches uns den Niederbruch aller Kräfte vors Gemüt führt und durch die fast immer grauenhafte Darstellung des Schmerzes innerlich gleichfalls niederdrückt,,, demütig“ macht, wie es die herrschsüchtigen Kirchen bezweckten. Zwar sind die Darstellungen germanischer Ritter und Götter noch im St. Georg, St. Martin, St. Oswald erhalten geblieben, aber sie führen doch nur ein untergeordnetes Dasein. Zwar ist andererseits das Küssen der realistisch dargestellten eiternden Blutwunden des Gekreutzigten, wie es die römische Kirche bei vielen südamerikanischen Gläubigen unterstützt, noch nicht in Nordeuropa eingedrungen, aber ohne Frage ist der jammervoll Gekreuzigte zu jenem Mittel geworden, mit dem Rom die Seelen seiner Anhänger zermürbt und beherrscht.

Eine Deutsche Kirche wird nach und nach in den ihr überwiesenen Kirchen an Stelle der Kreuzigung den lehrenden Feuergeist, den Helden im höchsten Sinn darstellen. schon fast alle Maler Europas haben das Gesicht und die Gestalt Jesu aller jüdischen RassenmerkmaIe entkleidet. So verzerrt durch Lamm-Gottes-Lehren sie auch ihren Heiland malen mußten, bei allen Großen des nordischen Abendlandes ist Jesus schlank, hoch, blond, steilstirnig, schmalköpfig. Auch die großen Künstler des Südens (Fort mit dem JesuitenstiI!) haben für einen krummnasigen, plattfüßigen Heiland kein Verständnis gehabt. selbst in der Auferstehung des Matthias Grünewald ist Jesus blond und schlank. Von der Brust der Sixtinischen Madonna schaut der blonde Jesus „geradezu heroisch“ in die Welt, gleich wie die blauäugigen Engelsköpfe aus den Wolken. Unser neuerwachendes Lebensgefühl kennt das Ideal des Flagellantentums nicht, eine echte Kreuzigung kann – wie bereits ausgeführt – heute weder gemalt noch gemeißelt noch gedichtet noch vertont werden. Der ganzen deutschen Künstlerschaft, die heute sich an Spargel und Gurkenstilleben abmüht, ist mit dem neuen Reich eine ebenso große Aufgabe gestellt, wie dem Sorger um die deutsche Seele. Die Kirchen und Gemeinden der Deutschen Kirche werden zu veranlassen haben, daß an den altheiligen Wallfahrtsorten nach und nach die Bastardkunststücke der Barockzeit jesuitischer Prägung durch Gemälde und Standbilder des Lebensbringers ersetzt werden, daß nebenbei der Gott mit dem Speer wieder erscheint, ferner Bilder, Sprüche des Meisters Eckehart und anderer deutscher Prediger. Aus den Schiffen und von den Altären der Deutschen Volkskirche werden die Gipsgirlanden, die Blechstrahlen und alle jene Überflutung unseres Lebens durch den Plunder des Jesuitenstils und das spätere bastardische Rokoko verschwinden. Des deutschen Baukünstlers werden hier Aufgaben harren, nach denen sich schon Tausende sehnen, die es müde sind, Kaufhäuser und Bankpaläste zu bauen.

Am leichtesten läßt sich unsere Musik verwenden. In Bach und Gluck und Mozart und Händel und Beethoven hat sich trotz kirchlicher Verse der heroische Charakter durchgesetzt. Aber auch hier wird eine heute aufgabenIose zerflatternde Musik ein ungeheures Arbeitsgebiet vorfinden, zugleich werden die kirchlichen Liederbücher von Jehova-Liedern gesäubert werden.

Von der religiös-metaphysischen e i n e n inneren (Das Symbol des Frontsoldaten) Umkehr wird also alles für die Zukunft unseres Lebens abhängen. Aus einem Zentrum heraus wird sich ein alles übersprudelnder Strom ergießen, der die Seele des Predigers, des Staatsmannes ebenso fruchtbar werden läßt wie die Phantasie des heute zentrumslosen, deshalb fast wahnsinnigen Künstlers und Denkers.

Fährt man heute durch deutsche Städte und Dörfer, so kann man mit Freuden feststellen, daß überall Gedenksteine und Heldenstandbilder errichtet worden sind. Der deutsche Feldsoldat im Stahlhelm zeigt den Typus an. Inschriften auf den Sockeln nennen die Heldennamen, Blumen und Kränze bezeugen die Liebe, welche das Andenken an die Toten umgibt … Noch haben wir alles selbst erlebt, noch kannten Millionen die Opfer des Weltkrieges persönlich mit all ihren ihnen anhaftenden Menschlichkeiten.

Noch konnten sie nicht in der Weise Gleichnis werden, wie sie es sind. Diese Kenntnis der Menschlichkeiten der Einzelpersönlichkeiten wird aber nach und nach immer mehr schwinden Das Typische der furchtbaren und doch großen Zeit von 1914–1918 wird immer stärker und gewaltiger werden. schon das kommende Geschlecht wird in einem Kriegerdenkmal des Weltkrieges ein heiliges Zeichen für das Märtyrertum eines neuen Glaubens erblicken. Es ist dies eine Entwicklung, die sich in allen Staaten Europas anbahnt. Das Grab des „Unbekannten Soldaten“ in Frankreich, Italien, England, ist zwar oft nur Paradeplatz gewesen, ist aber doch zugleich bereits für Millionen ein mystisches Zentrum geworden ähnlich den deutschen Kriegerdenkmälern vom unbesiegten deutschen Soldaten. – Eine ganze Anzahl französisch-klerikaler Blätter z.B. nennt diese neue mit Sorgen beobachtete Verehrung unchristlich und befürchtet nicht mit Unrecht, daß der „Unbekannte Soldat“ die Stelle der Heiligen einnehmen könnte. Zwar hatte die unfehlbare Kirche einst Johanna verbrannt und dann heilig gesprochen, sie (Märtyrer der Kirche und des Volkes) wird aIso auch den „Unbekannten Soldaten“ bald als „katholisch“ in Anspruch nehmen und mit Weihwasser den Sinn einer seelischen Umkehr, den sie heute wittert, ebenso verfälschen wie jede andere echt völkische Regung. Sie tat das bereits 1870–1871, als auch damals eine Heldenverehrung einsetzte. Wird Deutschland wirklich erwachen und das Dorf sich Sonntags nicht um Mariensäulen, sondern um Standbilder der deutschen Feldgrauen versammeln, dann ist ein Trommelfeuer gegen diese „neuheidnische“ Sitte sicher wie heute das Kreuz auf dem Kirchturm.

Die Kirche hat jeden erschlagenen Missionar zum Märtyrer gestempelt, zum Heiligen ernannt. Selbst als der römische Jude Emmeran die Tochter des Bayernherzogs vergewaltigte und deshalb von den Bayern erschlagen wurde, erklärte die unfehlbare Kirche dieses schmähliche Ende als ein Sterben für den Glauben. Heute ist Emmeran ein Heiliger, der im frommen Regensburg angebetet wird. Pflicht eines kommenden deutschen Geschlechts ist es aber, die Namen jener, die bei Sturm und Wetter für des deutschen Volkes Größe und Ehre stritten, nur mit Ehrfurcht zu nennen und sie als das zu verehren, was sie sind: Märtyrer des völkischen Glaubens. Hier, in diesem Winkel unserer Seele lebt auch die einzige Hoffnung, daß die Völker Europas einst das Wesen der furchtbaren Katastrophen erkennen und die echten Volksführer einer späteren Zeit im Anerkennen des Kostbarsten, des Menschenblutes ihrer Nation, sich überall bewußt sein werden, daß ein Einsetzen dieses Letzten auch nur der allerletzte Ausweg sein darf. Nicht die Achtung oder die Anerkennung irgendeiner „Christlichkeit“ oder des liberalen Pazifismus formt heute noch eine so starke Macht, um die Seelen zu bannen, vielmehr herrscht der Geist und das Wort des römischen Legaten Aleander: „Wir Römer werden dafür sorgen, daß Ihr Deutschen Euch gegenseitig (Ehrbewußter Frieden der Welt!) erschlagt und in Eurem Blut erstickt“, heute ebenso wie vor 400 Jahren. („Den Krieg hat Luther verloren“, sagte Benedikt XV. stolz zum jüdischen „Historiker“ Emil Ludwig.) Nicht die freimaurerische Humanität mit ihrem verlogenen Händlerpazifismus vermag die Grundlagen eines echten Friedenswillens abzugeben, da das „Geschäft“ seine Handlungen regiert. Nur die Anerkennung der Ehre bei Freund und Feind, beim unbekannten Soldaten draußen und beim toten unbesiegten Feldgrauen daheim, ist jenes Samenkorn, welches den Besten aller noch wertvollen Völker heute gemeinsam ist. Es hat überall zu sprießen begonnen; ob es aufwachsen wird, ist die Frage einer bangen Zukunft. Aber eines ist heute schon klar: ausreifen wird der innere Mensch der Ehre nur dann, wenn er sich vom Unkraut um sich herum befreit hat, das heute frech wuchert. Alle entarteten Mächte sind mit aller Kraft am Werke, diese Märtyrer der Volksehre nicht zum Lebenssymbol einer deutschen schöneren Zukunft werden zu lassen. Im Namen des Weltfriedens und der sogen christlichen Demut säen sie Zwietracht oder versuchen durch einen verlogenen Pazifismus die echte ehrbewußte Friedensliebe zu töten.

Im Lebensgefühl einer vergangenen Epoche lag es, daß es als Sünde galt, wenn ein Katholik gegen den Katholiken die Hand erhob; eine spätere Zeit empfand es als natürlich, daß die Monarchen gegen die Republikaner zusammenzustehen hakten; das 19. Jahrhundert forderte nach Millionen zählende Arbeiterheere auf, selbst nicht im Namen des Staates die Waffen gegen den Klassengenossen eines anderen Volkes zu ergreifen. Diese Werte sind alle zerbrochen. Die Verehrung des für die Ehre seines Volkes streitenden Soldaten ist das neue, soeben geborene Lebensgefühl einer neuen Zeit. Im Namen dieser neuen Religion der Volksehre kann jenes nordisch-europäische Bewußtsein erwachen (nicht im Er- (Die Liebe als Kraft) kennen sogen, „gemeinsamer Wirtschaftsinteressen“, mit dem die bastardischen „Pan-Europäer“ heute hausieren gehen), welches einst dem schwarzen Süden und dem syrischen Parasiten in gemeinsamer Front gegenüberstehen muß, sollen nicht alle zugrundegehen. Hier muß der Deutsche nun zu seiner herrlichen Mystik zurückgreifen, sich die Seelengröße eines Meister Eckehart wieder erringen und erleben, daß dieser Mann und der feldgraue Held unterm Stahlhelm ein und derselbe sind. Dann ist der Weg frei für eine deutsche Volksreligion der Zukunft, eine echte Deutsche Kirche und eine einheitliche deutsche Volkskultur.

Aus diesen Forderungen ergibt sich auch die Einschätzung des Wertes der Liebe. Wie im ersten Buch ausgeführt, bedeutet sie keine typenschaffende Kraft („Lieben kann man nur das Individuelle“, Goethe), sondern stand stets im Dienste eines anderen Wertes, wobei allerdings die Nutznießer dieser schwächenden Liebes-Humanitätsidee – die römische Kirche, die Hochfinanz – diese Tatsache abzuleugnen versuchten. Dieser auf Unterjochung der Seelen ausgehenden Kraft wollen wir die Wahrhaftigkeit entgegenstellen und bewußt die Liebe unter die typenschaffende Kraft der Ehre-Idee stellen. Dadurch erhält aber gerade die Liebe den Charakter des Aufrechten, Echten, starken.

An stelle der Liebe zur Unterwerfung wird – auf eine Formel gebracht – die Liebe zur Ehre stehen. Nun kommt aber als Wichtigstes folgendes hinzu: einer freiwillig auf der Idee der National- und Rersönkichkeitsehre aufgebauten Deutschen Volkskirche werden sich selbsttätig nur jene Menschen anschließen – gleich welcher Kirche sie angehören – welche auch äußerlich vorwiegend nordisch bedingt sind. Das gleiche, was sich heute (Jesus als Herr) bereits bei der freiwilligen Reichswehr beobachten läßt, würde sich im veredelten Sinne bei der religiösen Wiedergeburt wiederholen. Eine opfernde Liebe würde in diesem Falle eine Gehilfin sein des aufzüchtenden Seelenadels, damit zugleich aber in dem Dienste einer, wenn nur von außen angefaßt, sonst nie zu erreichenden Wiedervernordung des deutschen Volkes stehen.

Und jetzt dürfen wir wohl auch sagen, daß die Liebe Jesu Christi die Liebe eines seines Seelenadels und seiner starken Persönlichkeit bewußten Mannes gewesen ist. Jesus opferte sich als Herr, nicht als Knecht. Von dem „Adel der Seele“ ging auch sein größter Nachfolger, Meister Eckehart, aus, dessen Liebe im Dienste dieses Wertes gleichfalls eine starke, bewußte, durchaus unsentimentale war. Diese Liebe diente nicht in „schlotternder Furcht“, wie es Ignatius forderte, sie diente nicht einem System der Seelenknechtung und Rassenvernichtung, sondern sie diente einzig und allein der ehrbewußten Freiheit. Und auch Martin Luther wußte nur zu gut, was er sagte, als er kürz vor seinem Tode schrieb: „Diese drei Worte, frei – christlich – deutsch, sind dem Papst und römischen Hofe nichts denn eitel Gift, Tod, Teufel und Hölle: er kann sie nicht leiden, weder sehen noch hören: da wird kein anderes aus, das ist gewiß*.“

Man hat das Wesen des Germanen in seiner Treue erblicken wollen; natürlich meinte man damit nicht die Leichnams-Treue des Loyola, wohl aber die Treue zum „selbstgewählten Herren“. Nun haben in der Geschichte tatsächlich viele Germanen sich fremde Herren gewählt und ihnen „treu“ gedient: als Soldaten, Philosophen, Kirchenlehrer. Wir werden diese Männer heute nicht als treu,* Wider des Papsttum zu Rom vom Teufel gestiftet, 1545, IV, 124. (Herders „Religion Jesu“) sondern als fahnenflüchtig bezeichnen. Treu ist nur, wer seiner eigenen Freiheit treu bleibt. Viele haben dies innerhalb der noch nicht erstarrten Kirche vermocht, wenn auch fast alle Großen unter ihnen mit Kerker, Gift und Dolch bedroht wurden; seit der Herrschaft des Jesuitismus aber kann kein nordischer Mensch bewußt Germane und zugleich Anhänger des Loyola sein. „Das eine über alles: sei dir selber treu“, gilt allein, wenn eine innere und äußere deutsche Wiedergeburt erfolgen soll; die „Ehrfurcht vor uns selbst“, wie sie Goethe forderte, „eins mit sich selbst“ sein, wie es Meister Eckehart lehrte und lebte. Ehre und Freiheit sind Ideen, die Treue eine Betätigung. Ehre äußert sich in freier Treue zu sich selbst.

Ich glaube ganz genau zu wissen, welche Kämpfe im religiösen Leben durch den Gedanken einer Deutschen Nationalkirche heraufbeschworen werden. Aber eines glaube ich ebenfalls zu wissen: daß das schon seit Jahrzehnten vor sich gehende suchen von Hunderttausenden das Erwachen eines neuen echten Lebensgefühls ankündigt, daß diese Menschen der alten platten Skepsis müde sind, über das individuelle Erlebnis hinaus aber auch nach einer Gemeinsamkeit suchen. Nie sind aber in der Weltgeschichte alte Formen dadurch erneuert worden, daß sich Gehalt und Gestalt der einen Wesenheit einfach der Erscheinung einer schon bestehenden anderen eingliedert, vielmehr mußten beide durch eine Zusammenschau überwölbt, vereinigt werden. Man muß das letzte, bereits halb aus der Ewigkeit stammende Werk H. St. Chamberlain „Mensch und Gott“ lesen, um klar zu begreifen, was vorgeht: es ist das suchen nach einem unmittelbaren Weg zur Persönlichkeit Christi. Herder forderte einst, daß die Religion an Jesum zu einer Religion J e s u werde. Gerade dies erstrebte Chamberlain. Ein ganz freier Mann, der über die Gesamtkultur unserer Zeit innerlich verfügt, hat (Aufgabe der Schule: Chararterbildung) das feinste Gefühl für die große übermenschliche Einfalt Christi gezeigt und Jesus als den dargestellt, als der er einst erschienen war: als Mittler zwischen Mensch und Gott.

Um zu ihm zurückzufinden, muß ein großes seelisches Ringen ausgekämpft werden, wollen wir nicht an innerer Unwahrhaftigkeit ersticken und jämmerlich zugrunde gehen: das Vonsichweisen der fremden Propheten und das Ergreifen jener Menschenhände, die sich um die Hebung der schönsten Eigenschaften der germanischen Seele verdient gemacht haben. Der Mythus des römischen Stellvertreters Gottes muß hierzu ebenso überwunden werden wie der Mythus des „heiligen Buchstabens“ im Protestantismus. Im Mythus von Volksseele und Ehre liegt der neue bindende, gestaltende Mittelpunkt. Ihm zu dienen ist Pflicht unseres Geschlechts. Die neue rettende Gemeinschaft begründen wird wohl erst ein späteres …

Wird ein Staatsmann der deutschen Zukunft allen religiösen Regungen seines Volkes ungeachtet persönlicher Bekenntnisse mit größter Behutsamkeit gegenüberstehen und möglichst jeden Eingriff in das Ringen vermeiden, so erfordert die schule eine durchaus andere, positiv umgrenzende, zielstrebige und nachdrücklich vertretene Haltung. Die allererste Aufgabe der Erziehung ist nicht technische Wissensvermittlung, sondern Charakterbildung, d. h. Stärkung jener Werte, wie sie zu tiefst im germanischen Wesen schlummern und sorgfältig hochgezüchtet werden müssen Hier hat der Nationalstaat ohne jeden Kompromiß die Alleinherrschaft zu beanspruchen, will er bodenverwurzelte Staatsbürger erziehen, die sich einst bewußt sein sollen, wofür sie im Leben kämpfen, zu welcher Ganzheit von Werten sie ungeachtet aller Einzelzüge gehören.(Konfessionskonflikte in der Schule) Das einzige geistige große Chaos des heutigen Lebens ist die Folge des hemmungslosen Ringens Dutzender von Gedankensystemen um die Vorherrschaft: des blutlos-humanistischen, welches durch Fernblicke in die Vergangenheit und schematiche Gedächtnisschulung den echten Auftrieb des Lebens drosselte; des realistischen, das dem Zeitgeist der liberaIistischen Technik ihre Tribute zollt; neuerdings die stärker werdenden kirchlichen Versuche, die Schulaufsicht wieder an sich zu reißen.

Wir haben also genau so viel Schultypen wie es auf verschiedene Werte als Höchstwerte begründete Systeme gibt. Da stehen die Konfessionsschulen, die heute alten Ernstes auch Geographie und Mathematik auf Grund ihrer alttestamentlichen Offenbarungen lehren wollen, wenngleich sie doch zornerfüllt zugestehen müssen, daß gleich nach ihrer „religiösen“ Darstellung der Jahwe-Schöpfung aus dem Nichts und der Arche Noah und den berühmten 6000 Jahren der Weltschöpfung die Ewigkeit des Weltalls verkündet wird und Millionen Jahre der Erdbildung als Vorbedingung unseres Erdendaseins behauptet werden*. Der Grundsatz der freien Forschung hat nun aber das beste Blut Europas gekostet gegenüber einer Kirche, die in anmaßender Beschränktheit auch heute noch rein verstandesgemäß eben durch den Verstand überwundene Dinge als „Ewige Wahrheit“ zu predigen wagt und trotz ihrer „naturwissenschaftlichen Gelehrten“ nur das eine beweist, daß nicht der nordische Forschungsdrang nach Wahrheit oder Erkenntnis das Handeln regiert, sondern ein längst innerlich erledigtes, uns feindliches Zwangsglaubenssystem. Das Heer römisch-kirchlicher Wissenschaftler verfolgt nur den einen Zweck, die Naturwissenschaft, überhaupt alle Wissenschaft, dem alten Aberglauben.* Der Jesuit Kathrein fordert offen konfessionelles Rechnen und Schreiben. (Kirche und Volksschule.)(Maßftäbe einer neuen Geschichtsschreibung) Seele von Roger Bacon über Leonardo, Galilei, Kopernikus. Aber über die Forderung der Freiheit des Forschens ist er nicht zu einem positiven Kern durchgestoßen. Letzten Endes aber bestimmte – selbst ungewollt – ein Grundsatz auch die Lehrfreiheit des liberalisierenden Zeitalters: das Dogma, daß jedem das Gleiche gemäß sei und daß alle Form nichts als Schranke und Entwicklungshemmung darstelle.

Diese „voraussetzungsIose“ Wissenschaft geht heute einem tragischen Ende entgegen, nachdem sie selbst die unheilvollste Voraussetzung zu unserem rassischen Niedergange geschaffen hatte. Die anfangs skizzierte Auffassung der Weltgeschichte als Rassengeschichte ist die heutige Absage an diese untergehende Lehre der Humanitas. Auch hier steht der Gedanke deutscher Erneuerung als klar bewußte und in sich selbst gegründete Forderung dem römischen und liberalen gegenüber. Er verneint die angebliche voraussetzungsIose Erkenntnis, er bekämpft den Hysterie züchtenden Aufruf der Einbildungskraft, er erkennt bewußt den seelisch-rassisch bedingten Willen als Urphänomen und Voraussetzung seines ganzen Daseins an. Und er fordert die Wertung von Vergangenheit und Gegenwart nach der Beurteilung, ob dieser allein kulturfchaffende Wille durch geschichtliche Ereignisse oder Persönlichkeiten gestärkt oder geschwächt worden ist. Nicht danach wird heute mehr gefragt, ob adamitische „Erbsünden“ durch Erkenntnisse gefährdet werden, nicht danach wird die Größe Friedrichs gemessen, ob er Macht errang, sondern daran, ob er und seine Taten Meilensteine waren auf dem Wege zu deutscher Größe. Darum fordert bereits unser heutiges Geschlecht, bei aller Gewissenhaftigkeit den Tatsachen gegenüber, eine neue Wertung unserer Vergangenheit, sowohl was politische, als auch was Kulturgeschichte anbetrifft. Daraus ergibt sich aber auch die Ablehnung der bisher üblichen, nach jeder Richtung unbeschränkten Lehrfrei- (Eine neue Ahnenreihe der Geister) heit für alle Berufe. Freiheit der Forschung bleibt natürlich als unverlierbare Errungenschaft im Kampf gegen Syrien und Rom erhalten. Auf allen Gebieten. Auch Geschichte, auch Schwächen unserer Großen sollen nicht vertuscht werden, aber das über sie hinausragende Ewige, Mythische soll mit suchender Seele herausgefühlt, gestaltet werden. Es wird dann eine Geisterreihe entstehen von Odin, Siegfried, Widukind, Friedrich II. dem Hohenstaufen, Eckehart, dem von der Vogelweide, Luther, Friedrich dem Einzigen, Bach, Goethe, Beethoven, Schopenhauer, Bismarck. Fernab von dieser seeIisch-rassischen Linie deutscher Seelenentwicklung stehen für uns die Institoris, Canisius, Ferdinand II., Karl V., fernab liegen werden einst auch die Ricardo, Marx, Lasker, Rathenau. Dieser neuen Wertung zu dienen ist die schule des kommenden Deutschen Reiches berufen, es ist ihre vornehmste, wenn nicht einzige Aufgabe in den kommenden Jahrzehnten zu wirken, bis diese Wertung zur Selbstverständlichkeit für alle Deutschen geworden ist. Diese schule harrt aber noch eines großen Lehrers der deutschen Geschichte mit dem Willen zu einer deutschen Zukunft. Er wird kommen, wenn Mythus Leben geworden ist.

Steht somit deutsche Vergangenheitswertung im allgemeinen feindlich der römischen und jüdisch-liberalen gegenüber, so erst recht die Wertung des großen EinzeImenschen. Hier im Schutz der deutschen Großen liegt das wichtigste Eingriffsrecht des Volksstaats in die Schule.

Man muß sich darüber im klaren sein, daß das römische weltanschauliche System, das außerhalb aller volklichen Werte sein Schwergewicht besitzt, auch die größte Verkörperung der Nation, das Genie, in einem ganz besonberen Licht erblicken muß. Es wird nur den allen (Rom beschimpft Kant) Seelengeboten Fremden merkwürdig berühren, wenn er erfährt, daß der jesuitische Schriftsteller Th. Meyer einen Immanuel Kant – ausgerechnet den erhabensten Lehrer der Pflichtidee – als eine „Quelle des sittlichen wie des religiösen Verderbens für Staat und Gesellschaft“ hinstellt. Sein Ordensgenosse H. Hoffmann erklärt, Kant habe die Aufgabe, wahre Wissenschaft zu begründen, „in keiner Weise“ gelöst; wobei es köstlich ist, solche Worte aus dem Munde eines Vertreters einer Weltanschauung zu vernehmen, die alle Wissenschaft unterdrückt hat, wo sie über genügend Macht verfügte. Noch folgerichtiger ist K. Kempf, S. J., der verkündet: „Kant hat das Vertrauen auf unsere Denkfähigkeit erschüttert.“ Ganz deutlich wird der führende Jesuit T. Resch, der sich erdreistet, Kant mit einem „Pesthauch“ zu vergleichen, der das ganze Leben der Nation vergifte und dessen Denken „Täuschung und Humbug“ sei, während Cathrein, S. J., betont, Kants Sittlichkeitslehre untergrabe die Grundlage jeder sittlichen Ordnung, und Brors, S. J., die Deutschen davon zu überzeugen versucht, daß kaum ein anderer Mann „unserem Vaterlande“ so sehr geschadet habe wie gerade Kant. Nach dem von den gesamten irregeleiteten Katholiken verehrten Pater Duhr ist der Kantsche „Tugendheld nichts weiter als der moralisierende Nihilist“, eine systematische Denkarbeit müßte den „Zauber Kants“ brechen, die Weltanschauung des „abständigen, marastischen Alten von Königsberg“.

Daß die kirchlich-römischen Schriftsteller in Martin Luther einen „Schandfleck Deutschlands“, ein „Schwein Epikurs“, einen „infamen Apostaten“ erblicken, oder ihn gar eine „unflätige Sau“, „Nonnenschänder“ und „Saurüssel“ nennen (Vetter, S.J.), mag angesichts der kirchlichen Kampfzustände hingehen; aber erschütternd ist es, feststellen zu müssen, daß bis in unsere Zeit hinein führende kirchliche Schriftsteller sich auch jetzt noch mit der (Roms Kampf gegen Goethe) Beschmutzung Goethes beschäftigen. Der führende Jesuit Meschler tobt gegen die „heidnische, gottlose Literatur“, die als „nationale Bildung“ empfohlen werde und gegen die „sogenannten großen KIassiker“; Doß, S. J., ist empört über die Anschauung, man habe keine Bildung, wenn man Goethe und Schiller nicht kenne, doch sei „dem Idol die Larve abgenommen“, was Goethe und „noch manchen Modegötzen“ zertrümmern werde. Am tollsten treibt es der größte „Kunstkritiker“ des Jesuitenordens, der Schweizer Baumgarten, welcher zwei niedrige Pamphlete gegen das deutsche Weimar in die Welt hinaussandte.

Diesem Herrn ist Schiller ein „Brotliterat“, der „nach pikanten Geschichtsstoffen herumstöbert, um seine , Revue’ zu füllen und sein Honorar zu verdienen“. Goethe erscheint als höchst mittelmäßiger Fragmentesammler, vom „Faust“ hat Baumgarten nur begriffen, daß sich sein „ganzes Sinnen und Trachten“ nur um Gretchen und Helena drehe. Goethes übrige Dichtung wird zur „Verherrlichung des allergewöhnlichsten Erdentreibens…, törichter Theaterabenteuer …, sinnlicher Genußsucht“ des „egoistischen Halbgotts“, des „geheimnistuerischen Greises“, der eine „Gefahr für Religion und Sitte“ bedeute. Daraus ergibt sich für den Jesuiten die Folgerung, daß Goethes Schriften eigentlich im Umlauf beschränkt werden müßten, wobei die Schule sich am „Goethe-Kultus“ nicht beteiligen dürfe: „sage man statt jener unaufhörlichen Machtsprüche es der Jugend offen heraus, wie tief Goethe als Mensch steht, wie hohl und oberflächlich seine Weltanschauung, wie unsittlich und verderblich seine Lebensgrundsätze waren …“ „Jünglinge und Männer werden einen Werther, Wilhelm Meister und Faust nicht mehr als Typen echten deutschen Geistes nehmen, sondern als dichterische Gestalten einer sittlich sehr herabgekommenen Zeit.“ Auf diese ebenso bornierte wie niederträchtige Weise wird aus der größten Kulturkraft unter jesuitischen („Der Nationalgeist, ein pestbringender Wind“) Fingern der „einstige Jahrmarktschreier von Plundersweiler“, Weimar überhaupt für den Jesuiten Diehl ein „Pfühl von Schmutz“.

Dieser ganze Kampf richtet sich instinktiv, bewußt und durch Jahrhunderte alte Zucht eindeutig eingestellt, planmäßig gegen die großen artverbundenen Persönlichkeiten eines Volkes, um diesem die Leitsterne seines Lebens auszulöschen, ihm seine eigenen Ideale zu rauben, den Fluß seiner organischen Lebenskraft zu unterbinden. Die Worte des jesuitischen Ordensgenerals Nickel aus dem 17. Jahrhundert, daß der Nationalgeist ein fremder, bösartiger, pestbringender Wind sei, ist heute noch die Grundüberzeugung nicht nur des Jesuitismus, sondern der römischen Kirche überhaupt, wenn sie diese angesichts des nationalen Erwachens auch nicht immer durchzusetzen vermag. „Er (der Nationalgeist) – erklärt Nickel im Rundschreiben an seinen ganzen Orden am 16. November 1656, also wenige Jahre nach Abschluß des unseligen 30 jährigen Krieges – ist der geschworene und erbittertste Feind unserer Gesellschaft; vor ihm sollen wir mit ganzer Seele, mit ganzem Gernüte zurückscheuen … Daß dieser Pestgeist ausgetilgt werde, sollt ihr Euch durch Bitten, Ermahnungen bemühen.“ Am Ende des 19. Jahrhunderts erklärte der berühmte römisch-katholische Schriftsteller Carhrein: „Zu den unrühmlichsten Errungenschaften unserer Zeit gehört das Nationalitätenprinzip“, während in den Jahren des „Heils“ 1920–1928 der deutsche Nationalismus vom,, deutschen“ Kardinal Faulhaber als „größte Häresie“ gekennzeichnet wurde wie auch auf dem Katholikentag zu Konstanz 1923 und in der ganzen römischen, bloß deutsch geschriebenen Presse Der Münchener Pfarrer Dr. Mönius rundete unterm Schutz aller seiner Oberen diese Anschauung in einem Satz ab: „Katholizismus bricht jedem Nationalismus das Rückgrat“*.* Paris, Frankreichs Herz.“  (Das Ringen um die Muttersprache)

Es stehen diesen niederziehenden Kräften aber heute doch schon unbeirrbare Seelenmächte gegenüber, so daß auch an die Überwindung dieses Rassenchaotischen einmal bewußt geschritten werden kann, wenn wir wach bleiben und nie, nicht einen Augenblick vergessen, daß alles, aber auch alles, was wir als Volksgesittung im weitesten Sinne begreifen, diesen Mächten in jahrhundertelangem Kampf abgerungen werden mußte, weshalb die Erregung des Völkerchaos und seiner Organisationen begreiflich wird. Ich sage alles: bis hinab zu der Wurzel: der Muttersprache. In den Satzungen der Jesuiten lesen wir:“Der Gebrauch der Muttersprache in allen die Schule betreffenden Dingen sei niemals gestattet …“ Wo immer sich diese zarteste Regung einer Volksseele bemerkbar machte, da trat Rom ihr entgegen: brutal, wenn es an der Macht war, scheinbar duldsam-nachgebend, wenn es sich schwach fühlte. Als Rom später seine Forderungen Zurückschrauben mußte, versuchte der Orden 1830 wenigstens die Poesie (!) auszuschalten und das zu einer Zeit, da die deutsche Klassik bereits vorlag und ein Goethe nahe dem Grabe war. 1832 – nach 250-jährigem Kampf – gestattete die „Studienordnung“ der Jesuiten die Lehre der Muttersprache, gezwungenermaßen, um nicht ganz verdrängt zu werden. Aber auch hier sei bemerkt, daß, wie Hoensbroech feststellt, die neueste amtliche Ausgabe der Satzungen (Florenz 1892/93), welche auch die „Studienordnung“ enthält, die wenigen Verbesserungen von 1832 nicht aufgenommen hat. Amtlich besteht also die Ordnung von 1599 noch zu recht und Konkordate, Reichsschulgesetze usw. sind dazu bestimmt, die deutsche Schule erneut in eine Brutstätte des brodelnden Völkerchaos zu verwandeln, und der führende Jesuit Duhr ließ sich das Wort entschlüpfen: „Dies blieb fortan Grundsatz: Einübung der Muttersprache ist empfehlenswert; aber ein eigenes Schulfach soll nicht daraus gemacht werden …“ (Die totale Nationalschule!)

Diese Beispiele zeigen die Notwendigkeit der kompromißlosen Entscheidung in der Schulfrage. Bei aller Duldsamkeit gegenüber Glaubensformen hat kein einziger deutscher Staatsmann das Recht, die Erziehung der Jugend einer Kirche zu übergeben, denn die Folgen dieses Nachgebens wäre die – zunächst vorsichtige, dann immer stärker hervortretende – Zurückdrängung der großen Persönlichkeiten des deutschen Volkstums, wäre gleichbedeutend mit der Entwertung der Schöpfer unserer Kultur, soweit diese nicht im Dienste einer Kirche gestanden haben. Die Unterstützung der katholischen Erziehungsforderungen durch den Protestantismus zeigt, daß dieser – nur auf seine Gebiete achtend – sich der Gefahr für das Gesamtdeutschtum gar nicht bewußt ist und die kirchlichen Interessen blindlings gegen die deutschen vertritt. Der Mensch ist nichts „an sich“, er ist Persönlichkeit nur so weit als er geistig-seelisch eingefügt ist in eine organische Ahnenreihe von Tausenden von Geschlechtern. Dieses Bewußtsein stärken, begründen und somit den Willen züchten, die erfahrenen Werte weiter zu vererben, für das Ganze zu kämpfen, das ist Aufgabe des Staates, der nur dann durch Befolgen dieser Erkenntnis echte Bürger erziehen kann. Dieses Urgefühl metaphysisch untermauern, den Fehlenden trösten und die Seele stärken, das soll Aufgabe des Geistlichen sein. Eine Aufgabe, die höchstes Menschentum fordert, die so groß ist, daß sie auch das Leben der größten Persönlichkeit auszufüllen vermag. Da aber bei vielen Menschlichkeiten die Prediger jeder Konfession dazu gedrängt werden, ihren Teil über das Ganze herrschend machen zu wollen, so darf man sie der Versuchung auf Einwirkung in die Gesamtschau des Volksbürgers nicht aussetzen. Um so weniger wenn unter ihnen Vertreter von Systemen sich befinden, die die Großen des Deutschtums grundsätzlich herabzuwürdigen bemüht sind.

Alle anderen Schulstreitigkeiten und Probleme, so wichtig (Schutz dem germanistischen Ideal!) sie sind, können hier unberücksichtigt bleiben. Nur kann zusammengefaßt noch so viel gesagt werden: der heutige Streit um die Schule hat dieselbe Ursache wie das Ringen um die Politik: wir haben kein Bild des Deutschtums mehr. Das Ergebnis aller alten Parteien konnte deshalb auch nie eine deutsche schule sein, sondern ein unschöpferisches Kompromiß zwischen Katholizismus, Protestantismus und Judenliberalismus, d. h. geistige Aufteilung des Volkes.

Der Streit um die schule hat wohl am klarsten den ganzen Zusammenbruch unserer Zeit offenbart, zugleich aber auch die Berechtigung des germanistischen Ideals erwiesen, das keinen Kompromiß anerkennen kann, sondern die eigene Vorherrschaft fordert. Konfessionen sind nicht Zweck an sich, sondern wandelbare Mittel im Dienste des nationalistischen Lebensgefühls und der germanischen Charakterwerte. sind sie dies nicht, so beweist dieser Zustand die Krankheit der Volksseele.

Konfessionen sind bisher Schablonen gewesen, die ihr So-sein dem lebendigen Dasein der Völker aufzuprägen bemüht waren. Daher die seelischen Kämpfe. Diese werden nicht früher aufhören, als bis die Völker als Bewußtseinswerke verschwunden sind und die kirchlichen Bekenntnisse gesiegt haben, oder bis das völkische Dasein seine Lebensgesetze den Kirchen aufgezwungen hat. Im ersten Fall kann man auf jegliche arteigene Lebensform verzichten. Im zweiten Falle wird eine echte Gesittung beginnen.

Die Ablehnung des germanistischen Ideals in Deutschland ist nackter Volksverrat. Eine spätere Zeit wird dieses Verbrechen auf die gleiche Stufe mit Landesverrat während des Krieges stellen. Es ist deshalb kein Wunder, daß die Parteien, die den Landesverrat von 1918 begingen, auch den Volksverrat auf ihre schwarzen und roten Fahnen geschrieben hatten. (Kultur- und Machtwille) Voraussetzung jeglicher deutscher Erziehung ist die Anerkennung der Tatsache, daß nicht das Christentum uns Gesittung gebracht hat, sondern daß das Christentum seine dauernden Werte dem germanischen Charakter zu verdanken hat. (Ein Grund, warum es in manchen Staaten diese Werte nicht aufweist.) Die germanischen Charakterwerte sind deshalb das Ewige, wonach sich alles andere einzustellen hat. Wer das nicht will, verzichtet auf eine deutsche Wiedergeburt und spricht auch sich selbst das seelische Todesurteil. Ein Mann aber oder eine Bewegung, welche diesen Werten zum vollkommenen Siege verhelfen wollen, haben das sittliche Recht, das Gegnerische nicht zu schonen.

Sie haben die Pflicht, es geistig zu überwinden, es organisatorisch verkümmern zu lassen und politisch ohnmächtig zu erhalten. Denn wird aus einem Kulturwillen kein Machttrieb, so sollte er überhaupt keinen Kampf beginnen.


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Autor: Germanenherz

Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben. Sieg oder Spott, folg deinem Gott!

2 Kommentare zu „Der Mythus des 20. Jahrhunderts Drittes Buch: Das kommende Reich V. Deutsche Volkskirche und Schule“

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