Der Mythus des 20. Jahrhunderts Drittes Buch: Das kommende Reich

Der Mythus des 20. Jahrhunderts

Drittes Buch:

Das kommende Reich

In der ganzen Lebensgeschichte eines Volkes
ist sein heiligster Augenblick, wo es aus seiner
Ohnmacht erwacht … Ein Volk, das mit Lust und
Liebe die Ewigkeit seines Volkstums auffaßt,
kann zu allen Zeiten Sein Wiedergeburtsfest

 

und seinen Auferstehungstag feiern.

Friedrich Ludwig Jahn

I. Mythus und Typus

Rosenberg_Mythus_Leinen Es wird einmal eine Zeit kommen, in der die Völker ihre großen Träumer als die größten Tatsachenmenschen verehren werden. Jene Träumer, denen ihre Sehnsucht zum Bild und dies Traumgesicht zum Ziel des Lebens wurde. Zur Idee geformt, wenn sie als Religionsbesessene, Philosophen, schöpferische Erfinder und Staatsmänner über diese Erde gingen; zur plastischen Gestalt, wenn sie zugleich in Worten, Tönen oder Farben dichtende Künstler waren. Der Traum eines Erfinders ist die erste Äußerung einer seelischen Kraft, er stellt alle inneren Regungen nach einer Richtung ein, steigert in der Qual der Erkenntnis, daß das innerlich so anschauliche Bild nicht restlos verwirklicht werden kann, alle seelischen und geistigen Energien und gebiert schließlich die schöpferische Tat, um die sich eine neue Zeit als um ihre Achse dreht.

Einst träumte der nordische Geist am Mittelländischen Meer, in Hellas, von der Sonnennähe, vom Flug des Menschen über den Olymp hinweg. Diese Sehnsucht schuf das Drama des Ikarus. Und starb wie dieser, um doch wieder an anderer stelle das Leben zu durchpulsen. Sonnen- und Schwertjungfrauen entsandte der träumende Mensch durch die Lüfte, erblickte bei Sturm und Wetter die Walküren über sich hinwegjagen und versetzte sich dann selbst hinauf ins unendlich weite Walhall. Die uralte Sehnsucht wurde Bild im Wieland dem Schmied, starb noch einmal, um in der Stube des Leonardo abermals zu neuem Leben zu erwachen. Aus dem Bild des Dichters (Der Traum des Menschenfluges) wurde nun sich praktisch umsetzender Wille. Ein starkes Menschentum hatte bereits die Natur ergriffen und lauschte ihr mit dienendem Herrenblick ihre Gesetze ab. Aber es war noch immer zu früh. Vierhundert Jahre später bemächtigten sich die Träumer des Menschenfluges erneut des spröden Stoffes. Die Materie war dieses Mal bezwungen, zweckmäßig zu gebändigter Energie geballt, die vorwärtstreibende motorische Kraft war gefunden. Und eines Tages flog glänzend, schnell und lenkbar ein silbernes Luftschiff als Wirklichkeit gewordener Traum vieler Jahrtausende durch die Lüfte. Die Formen der Verwirklichung waren andere, als die ersten Träumer sie erdacht hatten, die Technik war und blieb zeitlich gebunden, der seelisch-herrische Auftrieb aber war das Ewige, der unerklärliche zielsetzende und die Erdenschwere überwindende Wille.

Einst träumten die Menschen von einem alles sehenden und alles hörenden Wesen sie nannten es den über den Wolken des Olymp das Land überschauenden Zeus, oder den zum sehen bestellten Argus Panoptes. Nur wenige erkühnten sich, für den Menschen ähnliches zu fordern. Diese wenigen Träumer aber forschten dem Wesen des Blitze schlendernden Gottes nach und prüften die sich geheimnisvoll entladenden Naturkräfte. Und einmal sprachen sie mit Hilfe dieser Mächte, weit getrennt, nur durch einen Draht verbunden, miteinander. Dann war auch dieser Draht nicht mehr nötig. Hohe schlanke Türme senden heute geheimnisvolle Wellen in die ganze Welt hinaus und diese entladen sich Tausende von Kilometern entfernt als Gesang oder Musik. Wieder wurde ein verwegener Traum Leben und Wirklichkeit.

Inmitten einer Wüste träumten einst Krieger und Eroberer von einem Paradiese. Dieser Traum Weniger setzte sich um in die Arbeit von Millionen. Von einem Strom zum andern zog durch Graben rieselndes Wasser (Schöpfung und Zerstörung des „Paradieses“) kreuz und quer, aber in wohlüberlegten Linien durch die trockene Wüste. Und wie von magischen Kräften getrieben, ergrünte der gelbe Sand und rauschten Ährenfelder trächtig mit schwerer Frucht. Dörfer, Städte anstanden, Kunst, Wissenschaft blühten, bis über dieses, von einer träumenden Menschenrasse hervorgezauberte „Paradies“ traumlose Erobererheere alles vernichtend hinwegzogen. Sie zehrten noch von den Früchten des Landes, aber verstanden es nicht, lebendig zu träumen. Die Kanäle versandeten, das Wasser staute sich, lief zurück in das ursprüngliche Flußbett und von dort strömte es in den gestaltlosen indischen Ozean. Die Wälder verkrüppelten, die Weizenfelder verschwanden, an die Stelle des Grases trat wieder mürbes Gestein und fliehender Sand. Die Menschen verkümmerten, oder zogen weiter, die Städte versanken, der Staub zog über sie hin. Bis Taufende von Jahren später nordische Träumer die versteinerte Kultur aus Schutt und Asche gruben. Heute steht das ganze Bild des ehemaligen Paradieses vor unseren Augen, ein ausgeträumter Traum, der Leben und Schönheit und Kraft zeugte, solange eine Rasse wirkte, die immer wieder träumen konnte. sobald aber die Rassen traumloser Praktiker die Verwirklichung des Traumes übernahmen, sank mit dem Traum auch die Wirklichkeit dahin.

So wie im Zweistromland von Fruchtbarkeit und Macht, so träumte ein großes Geschlecht in Hellas von Schönheit und vom lebenzeugenden Eros; so träumte in Indien und am Nil der Mensch von Zucht und Heiligkeit; so träumte der germanische Mensch vom Paradies der Ehre und der Pflicht.

Es gibt neben den die fruchtbare Wirklichkeit erzwingenden Träumen und den traumIosen Zerstörern auch vernichtende Träume. sie sind ebenso wirklich und oft ebenso stark wie die schöpferischen. Man erzählt sich noch heute von den kleinen dunklen Völkern in Indien, deren stechender (Vom Weltmachttraum des Judentums) Blick Schlangen und Vögel bannt und sie in die Netze der Jäger zwingt; man kennt den bösen aber Ungeheuer starken Traum des Ignatius, dessen seelenvernichtender Hauch noch heute über unserer ganzen Gesittung lagert. Und man kennt auch den Traum des Schwarzalben Alberich, welcher der Liebe fluchte um der Weltherrschaft willen. Am Zionsberge wurde dieser Traum durch Jahrhunderte gepflegt, der Traum von Gold, von der Kraft der Lüge und des Hasses. Dieser Traum trieb die Juden um die ganze Welt. Ruhelos, traumstark, deshalb auch wirklichkeitschaffend, zerstörende Wirklichkeit, lebt und webt der Träger böser Traumgesichte noch heute unter uns. sein Traum, vor dreitausend Jahren zum erstenmal mit aller Macht erlebt, war nach vielen Fehlschlägen nahezu Wirklichkeit geworden: Gold- und Weltherrschaft. Der Liebe, der Schönheit, der Ehre entsagend, nur den Traum des lieblosen, häßlichen, ehrlosen Herrchens träumend, erschien der Jude bis 1933 stärker als wir: weil wir aufgehört hatten, u n s e r e n Traum zu verwirklichen, ja sogar unbeholfen versuchten, des Juden Traum zu erleben. Und das hat auch den deutschen Zusammenbruch herbeigeführt.

Das Größte und Beglückendste aber inmitten des heutigen Chaos ist ein mythisches, zart-starkes Erwachen, ist die Tatsache, daß wir wieder begonnen haben, unsere ureigenen Träume zu träumen. Nicht mit gewollter Absicht, vielmehr ursprünglich, an vielen Orten zugleich und in gleicher Richtung. Es ist wieder der alt-neue Traum von Meister Eckehart, Friedrich und Lagarde…

Einst zogen nordische Wikinger in die Welt. sie räuberten zwar wie alle anderen Krieger, aber sie träumten von Ehre und Staat, vom Herrschen und schaffen. Und überall, wohin sie kamen, entstanden Gebilde eigenartiger Kultur: in Kiew, in Palermo, in der Bretagne, in England. Wo art- und traumfremdes Wesen aufkam, (Paul de Lagarde) zersprangen die geträumten Wirklichkeiten; wo artähnliche Träumer lebten, wurde eine neue Gesittung geboren.

Der Traum von einem heilig-ehrvollen Reich führte den altdeutschen Kaisern das Schwert, aber auch den Rittern, die sich gegen sie empörten. Nach dem fernen Rom, nach dem endlosen Morgenlande trug sie dieser Traum. Das Blut versickerte zwischen den Ruinen Italiens, am „Heiligen Grabe“, ohne als erlebte Wirklichkeit auferstehen zu können. Bis auf märkischem Sande der alte Traum wieder lebendig wurde. Aber auch er sank noch einmal dahin und schien verloren und vergessen. Und heute haben wir endlich wieder zu träumen begonnen.

Ein Seher hatte mitten im schwelgen über das zweite Kaiserreich den germanischen nordisch-abendländischen Traum niedergelegt und fast allein arteigene Ziele aufgestellt. Er schrieb in seinen „Deutschen Schriften“ und verstreut in seinen anderen großen Werken: „Es hat noch nie einen deutschen Staat gegeben.“ „Der (heutige) Staat ist eine Kaste, das politische Leben ein Possenspiel, die öffentliche Meinung eine feige Dirne.“ „Daß das Deutsche Reich nicht lebensfähig ist, liegt jetzt vor aller Augen.“ „Wir leben mitten im Bürgerkriege, der nur vorläufig ohne Pulver und Blei, aber dafür mit der größten Gemeinheit durch Schweigen und Verleumden seinen Verlauf nimmt.“ „Wir kranken an der Notwendigkeit, 1878 das tun zu müssen, was wir 878 hätten tun sollen.“ „Der Unsterblichkeitsglaube wird für uns mehr und mehr Bedingung, unter der allein wir das Leben in dem aus Lehm und Eisen zusammengesetzten jüdisch-deutschen Reiche aushalten können.“ „Der Religionsbegriff des Christentums ist falsch. Religion ist persönliche Beziehung zu Gott. Sie ist unbedingte Gegenwart.“

„Paulus hat das Alte Testament in die Kirche gebracht, an dessen Einfluß das Evangelium, soweit dies möglich, zugrunde gegangen ist.“ „Daß jeder Nation eine nationale Religion notwendig ist, („Rationen Gedanken Gottes“) ergibt sich aus folgenden Erwägungen: Nationen entstehen nicht durch physische Zeugung, sondern durch historische Ereignisse, aber unterliegen dem Walten der Vorsehung. Darum sind die Nationen göttlicher Einsetzung, sie werden geschaffen.“ „Immer von neuem die Mission seiner Nation erkennen, heißt, sie in den Brunnen tauchen, der ewige Jugend gibt: immer dieser Mission dienen, heißt höhere Zwecke erwerben und mit ihnen höheres Leben.“ „Weltreligion im Singular und nationale Religionen im Plural, das sind die Programmpunkte der beiden Gegner.“ „Nationen sind Gedanken Gottes!“ „Katholizismus, Protestantismus, Judentum, Naturalismus müssen vor einer neuen Weltanschauung das Feld räumen, so daß ihrer nicht mehr gedacht werde, wie der Nachtlampen nicht mehr gedacht wird, wenn die Morgensonne über die Berge scheint – oder aber die Einheit Deutschlands wird von Tag zu Tag fraglicher.“ „Es gibt für den Menschen nur eine Schuld, die, nicht er selbst zu sein.“ „Die große Zukunft, die ich verkünde und fordere, liegt noch weit vor uns…“

Es ist solange nicht her, daß dieser große deutsche Träumer von uns ging: Paul de Lagarde starb am 22. Dezember 1891. Er war nach Meister Eckehart vielleicht der erste, der den deutschen ewigen Traum ausgesprochen hat ohne jene Bindungen, die den großen Lehrer früher noch fesselten. Was deutsche Ritter vor Jahrtausenden bewegte, vorwärts trieb zu Höhen, aber auch in Irrtum und schuld, das wurde hier erstmals hellstes Bewußtsein: heute beginnt das deutsche Volk Eckeharts und Lagardes Träume wieder zu träumen. Noch haben viele nicht den Mut zu diesem Traum; noch hemmen f r e m d e Traumgesichte vielfach ihr seelisches Wirken, deshalb sei hier der bescheiden-anmaßende Versuch unternommen, das, was in den zwei vorhergehenden Büchern als unser Wesen mehr zergliedernd dargestellt wurde, hier (Was ist ein Mythus?) im Kontrast, als traumhaft-wirkliche Zielsetzung niederzulegen. Als Bild, soweit dieses von den ewigen nordisch-germanischen Ideen durchflutet ist, nicht in technischen Einzelheiten. Und wo diese gezeichnet werden müssen, so doch mit dem wachen Bewußtsein, daß sie auch ganz anders aussehen können, wenn neue Mittel der Herrschaft über die Erde gefunden sein werden. Der Ikarusflug unterschied sich vom Bau des Zeppelin nahezu in allem; der Wille jedoch, der dem streben die Richtung gab, war ein ähnlicher. Und ein bestimmter Wille, begründet auf eine klare Rangordnung der Werte, gepaart mit organischer Anschauungskraft, wird sich auch einst über alle Hindernisse hinweg seine Verwirklichung auf allen Gebieten erzwingen.

Die Werte des Charakters, die Linien des Geisteslebens, die Farbigkeiten der Symbole laufen nebeneinander her, verschlingen sich und ergeben doch einen Menschen. Aber nur dann in ganzer blutvoller Fülle, wenn sie selbst Folgen, Geburten aus einem Zentrum sind, das jenseits des nur erfahrungsmäßig (empirisch) Erforschbaren liegt. Diese nicht faßbare Zusammenfassung aller Richtungen des Ich, des Volkes, überhaupt einer Gemeinschaft, macht seinen Mythus aus. Die Götterwelt Homers war solch ein Mythus, der Griechenland auch noch weiter schützte und erhielt, als fremde Menschen und Werte sich des Hellenentums zu bemächtigen begannen. Der Mythus von der Schönheit des Apoll und der Kraft des Zeus, von der Schicksalsnotwendigkeit im Kosmos und des ihr geheimnisvoll verbundenen Menschenwesens war griechisches Wirken über Jahrtausende hinweg, wenn auch erst bei Homer zur typenzüchtenden Kraft gesammelt.

Eine solch’ ungeheure Kraft entfaltet aber nicht nur ein schöpferisches Traum-Gesicht, sondern auch vom schmarotzerhaften (Der menschliche Schmarotzer) Weltherrschaft-Traum der Juden ist eine ungeheure – wenn auch zerstörende – Kraft ausgegangen. Er hat durch bald drei Jahrtausende schwarze Magier der Politik und der Wirtschaft vorwärtsgetragen, unersättlich stieg oft der Strom dieser triebhaften Mächte des Goldes an, der „Liebe entsagend“ wirkten die Kinder Jakobs an den goldenen Netzen zur Fesselung großmütig, duldsam denkender oder schwach gewordener Völker. Im Mephistopheles wurde diese Kraft unnachahmlich gezeichnete Gestalt, sie weist aber das gleiche innere Baugesetz auf wie die Herren der heutigen Getreide- und Brillantenbörsen, der „Weltpresse“ und Völkerbundsdiplomatie. Wenn irgendwo die Kraft eines nordischen Geistesfluges zu erlahmen beginnt, so saugt sich das erdenschwere Wesen Ahasvers an die erlahmenden Muskeln; wo irgendeine Wunde aufgerissen wird am Körper einer Nation, stets frißt sich der jüdische Dämon in die kranke stelle ein und nutzt als Schmarotzer die schwachen Stunden der Großen dieser Welt. Nicht als Held sich Herrschaft erkämpfen ist sein Sinnen, sondern sich die Welt „zinsbar“ zu machen, leitet den traumhaft starken Parasiten. Nicht streiten, sondern erschleichen; nicht Werten dienen, sondern Ent-Wertung ausnutzen, lautet sein Gesetz, nach dem er angetreten und dem er nie entgehen kann – solange er besteht.

In dieser großen, vielleicht endgültigen Auseinandersetzung zwischen zwei weltfernen Seelen stehen wir heute. Und diese Auseinandersetzung des deutschen Genius mit dem jüdischen Dämon hat ein Halbjude (Schmitz) ungewollt in seinem Wesen gekennzeichnet*. Er schreibt: „Der böse Dämon der Juden ist das… Pharisäertum. Wohl ist es der Träger der Messiashoffnung, zugleich aber auch der Wächter darüber, daß ja kein Messias aufkomme… Das ist die spezifische, höchst gefährliche Form der jüdischen

* Oskar Schmitz in „Der Jude“, 1926, Sonderheft. (Ein jüdisches Selbstbekenntnis)

Weltverneinung … Der Pharisäer verneint die Welt aktiv, er sorgt dafür, daß möglichst nichts Gestalt annehme, und dabei treibt ihn ein dämonischer Affekt. Diese scheinbare Verneinung ist also eigentlich eine ganz besonders heftige Art der Weltbejahung, aber mit negativem Vorzeichen. Der Buddhist wäre glücklich, wenn um ihn die Welt einschliefe, der Pharisäer wäre erledigt, wenn nicht um ihn immer wieder Leben Gestalt annehmen wollte, denn dann hätte seine verneinende Lebensfunktion keine Betätigung mehr.“ „Sie (die Verneiner) sind der Geist der stets verneint und verbergen unter ekstatischer Bejahung eines utopischen Seins, das nie werden kann, die Ankunft des Messias. Sie müßten sich wie Judas erhängen, wenn er wirklich käme, da sie des Jasagens völlig unfähig sind.“

Will man ganz in der Tiefe dieses Bekenntnisses und ähnlicher manchmal plötzlich auftretender Auslassungen forschen, so zeigt sich überall ein Ergebnis: Schmarotzertum. Dieser Begriff soll hierbei zunächst gar nicht als sittliche Wertung, sondern als Kennzeichnung einer lebensgesetzlichen (biologischen) Tatsache aufgefaßt werden, genau so, wie wir im Pflanzen- und Tierleben von parasitären Erscheinungen sprechen. Wenn der Sackkrebs sich durch den After des Taschenkrebses einbohrt, nach und nach in ihn hineinwächst, ihm die letzte Lebenskraft aussaugt, so ist das der gleiche Vorgang, als wenn der Jude durch offene Volkswunden in die Gesellschaft eindringt, von ihrer Rassen- und Schöpferkraft zehrt – bis zu ihrem Untergang. Dieses Zerstören ist gerade jene „aktive Weltverneinung“, von der Schmitz spricht, jene „Sorge“ darüber, daß „nichts Gestalt annehme“, weil der „Pharisäer“, wir sagen Schmarotzer, eben selbst keinen inneren Eigenwuchs, keine organische Seelengestalt und deshalb auch keine Rassengestalt besitzt. Auf diesen außerordentlich wichtigen Punkt hat bisher nur ein Forscher hingewiesen*, * Arno Schickedanz: „Sozialparasitismus im Völkerleben“. (Die Gegenrasse) der nach strengwissenschaftlichem Nachweis über die wirkenden Lebensgesetze beim jüdischen Parasiten auch hier die richtige Erklärung dafür findet, daß die äußere Vielformigkeit des Judentums keinen Widerspruch zu seiner inneren Einheit bildet, sondern – so merkwürdig das klingen mag – seine Bedingung. Schickedanz prägt hierbei den sehr treffenden Begriff einer jüdischen Gegenrasse, indem nämlich die parasitäre Lebensbetätigung ebenfalls eine gewisse BIutausIese zeitigt, nur in ihrer stets gleich bleibenden Äußerung das Gegenteil von der Aufbauarbeit etwa der nordischen Rasse. Und umgekehrt, wo auf der Welt sich auch Schmarotzerkeime bildeten, stets haben diese sich zum Judentum hingezogen gefühlt, ganz wie damals, als der Abschaum Ägyptens mit den Hebräern das Land der Pharaonen verließ.

Es entspricht dieser schmarotzerhaften Umwertung des schöpferischen Lebens, daß auch der Parasit seinen „Mythus“ hat; im Falle des Judentums ähnlich Kaiser-Illusionen eines Wahnsinnigen, den Mythus der Auserwähltheit. Es klingt wie ein Hohn, ein Gott habe sich diese Gegennation, deren Beschreibung Wilhelm Busch und Schopenhauer bereits erschöpfend geliefert haben, zu seinem Liebling auserwählt. Da aber das Gottesbild von Menschen geformt ist, so ist es allerdings begreiflich, daß dieser „Gott“ sich dieses „Volk“ ausgesucht hat unter allen anderen. Wobei es für die Juden nur gut war, daß ihre bildnerische Unfähigkeit sie daran hinderte, diesen „Gott“ auch körperlich darzustellen. Das sonst hervorgerufene Grausen bei allen Europäern hätte dann sicher die Übernahme des Jahwe und seine Veredelung durch Dichter und Maler von vorneherein verhindert.

Mit diesen Worten ist das Wichtigste über das Judentum gesagt. Aus dem Dämon des ewigen Verneinens entspringt das ununterbrochene Nagen an allen Äußerungen der nordischen Seele, jene innere Unmöglichkeit, (Von Joseph bis Rathenau) ja zu sagen zu den Schöpfungen Europas, jene immerwährende Bekämpfung einer echten Kulturgestalt im Dienste des gestaltenlosen Anarchismus, der durch wesenlose „Prophezeiungen“ nur notdürftig verhüllt wird.

Das jüdische Schmarotzertum als eine zusammengeballte Größe leitet sich aIso her vom jüdischen Mythus, der vom Gott Jahwe den Gerechten zugesagten Weltherrschaft. Die Rassenzucht Esras, der Talmud der Rabbiner haben eine Gesinnungs- und Blutsgemeinschaft von unglaublicher Zäheit geschaffen. Der Charakter der Juden in ihrer zwischenhändlerischen Tätigkeit und Zersetzung fremder Typen ist sich stets gleich geblieben, von Joseph in Ägypten bis Rothschild und Rathenau, von Philo über David ben Selomo bis Heine. Züchtend wirkte bis 1800 in erster Linie der skrupellose Moralkodex; ohne Talmud und Schulchan Aruch ist das Judentum als Gesamtheit nicht denkbar. Nach einer kurzen Epoche, da auch die Juden „emanzipiert“ erscheinen, ist am Ende des 19. Jahrhunderts die gegenrassische Idee als vorberechtigt in den Vordergrund getreten und hat in der zionistischen Bewegung ihre Prägung erfahren. Die Zionisten bekennen sich zum Orient und verwahren sich heute energisch dagegen, etwa als Pioniere Europas nach Palästina zu gehen. Ein führender Schriftsteller sprach sogar offen aus, die Zionisten würden „in den Reihen der erwachenden asiatischen Völker mitkämpfen“. Aus dem Feuer aller Dornbüsche und aus den Nächten der Einsamkeit töne ihnen nur ein Ruf entgegen: Asien Zionismus sei nur ein Teilgedanke des Parasitismus*. Zu gleicher Zeit geht eine seelische und politische Verbindung zur Idee des roten Bolschewismus hinüber. Der Zionist Holitscher erlebte in Moskau die innere Parallele zwischen Moskau und Zion und der Zionist F. Kohn erklärt, von den Erzvätern führe eine * E. Höflich: „Die Pforte des Ostens“. (Der alljüdische Zionismus) einzige Linie bis zu Karl Marx, Rosa Luxemburg und zu allen jüdischen Bolschewisten, die der,, Sache der Freiheit“ gedient hätten.

Dieser Zionismus gibt vor, einen „Judenstaat“ gründen zu wollen; in einigen Führern mag vielleicht auch ganz ehrlich der Wunsch eines Unerlösten lebendig geworden sein, auf eigener Scholle eine Lebenspyramide der „jüdischen Nation“ zu erbauen, also ein senkrechtes Gebilde, im Unterschied und Gegensatz zum waagerecht Geschichteten des bisherigen Daseins. Das ist, von urjüdischer Seite aus betrachtet, eine fremde Ansteckung durch das Nationalgefühl und die Staatsauffassung der Völker Europas. Ein Versuch, wirklich eine organische Gemeinschaft jüdischer Bauern, Arbeiter, Handwerker, Techniker, Philosophen, Krieger und Staatsmänner zu bilden, widerspricht allen Instinkten der Gegenrasse und ist von vorneherein zum Znsammenbruch verurteilt, wenn die Juden wirklich unter sich gelassen werden würden. Die Orthodoxen vertreten also durchaus das wirklich jüdische Wesen, wenn sie diese Seite des Zionismus als Nachahmung der Lebensauffassungen des Abendlandes scharf ablehnen und eine „Weltmission“ in Anspruch nehmen, den Versuch, aus „Israel“ eine Nation wie eine andere zu machen, bewußt als einen „Niedergang“ bekämpfen. Diese folgerichtige Haltung hat viele Zionisten zur „Einsicht“ gebracht und die eigene Bewegung wird denn auch heute bereits mit ganz anderen Augen betrachtet, als in der ersten Zeit der Entstehung, da Theodor Herzl sie als Protest gegen die doch überall gefühlte Ablehnung des Juden seitens der Europäer hervorrief. Auf dem Zionistenkongreß im August 1929 in Zürich begründete ein führender Kopf, Martin Buber, die verschiedenen Ansichten:

Es gebe drei Grundanschauungen von der jüdischen Nation: eine, die besage, Israel sei weniger als eine Nation. Eine zweite, die Israel an die Seite der modernen („Welthoffnung der Auserwähltheit“) Nation Stelle. Und schließlich eine dritte, die auch die Ansicht Bubers sei, die Israel über den Nationen zeige.

Dazu bemerkte das Frankfurter Zentralblatt der Orthodoxie, „Der Israelit“*: „Das ist es ja, was wir seit Jahr und Tag sagen und womit wir unsere ablehnende Stellung zum modernen Zionismus begründen, daß er nicht Israel über die Nationen stellt, sondern „Der Israelit“ lehrt. Wäre die zionistische Ideologie von dem Gedanken der Auserwählten Israels, mit prophetischer Mission führend an der spitze der Völker zu marschieren, befruchtet, würde Buber, der erfolgreiche Vermittler des biblischen Wortes und Gedankens, die übernationale Aufgabe Israels so verstehen, wie er sie von den Propheten gelernt haben müßte, und rückten dann diese Worte, so verstanden, als Programmpunkte ins Zentrum des zionistischen Denkens und Geschehens, wir hätten kaum noch einen Grund, im Zionismus eine gegensätzliche Auffassung der jüdischen Nation, ihrer Welthoffnung und Weltaufgabe zu sehen und zu bekämpfen.“

Diese „Welthoffnung“ der „Auserwähltheit“ muß aber darin bestehen, an alle Nationen angesaugt zu leben und Jerusalem nur als ein zeitweiliges Beratungszentrum auszugestalten, von dem aus die jahrtausendalten Instinkte durch ausgebaute Vernunftpläne gestärkt werden könnten. somit wäre dann der Zionismus keine staatspolitische Bewegung, wie unverbesserliche europäische Schwärmer vermuten, sondern eine wesentliche Stärkung gerade der horizontalen Schmarotzerschicht des geistigen und stofflichen Zwischenhandels. Die Begeisterung des Zionisten Holitscher für das Moskauer Rassenchaos ist deshalb ebenso bezeichnend, wie die Untersuchungen des Zionisten Buber, der Proasiatismus des Zionisten Höflich, die * Nr. 33 vom 15. August 1919. (Der römische Mythus) Einheitserfassung des Vater Jakob mit Rosa Luxemburg durch den Zionisten Fritz Kohn.

Der alte Mythus der Auserwähltheit züchtet eine neue Typik des Schmarotzers heran mit Hilfe der Technik unserer Zeit und der Allerweltszivilisation einer seelenlos gewordenen Welt*.

Die Macht der römischen Kirche ruht auf dem Glauben der Katholiken an die Stellvertretung Gottes durch den Papst. Diesen Mythus durchzusetzen und zu erhalten dienten und dienen s ä m t l i c h e Handlungen und Lehrsätze des Vatikans und seiner Diener. Der Mythus der Stellvertreterschaft Gottes konnte keine Rasse oder Nation als einen Höchstwert anerkennen, sondern nur die Größe der Liebe und Demut der Anhängerschaft dem Gott stellvertretenden Papst gegenüber, Für diese Unterwerfung wurde die ewige Seligkeit versprochen. Im Wesen des römischen (syrisch-jüdisch-alpinen) Mythus liegt also die Verneinung der Persönlichkeit als der eigenartigsten Hochzuchtform einer Rasse, damit aber auch die Minderwertigkeitserktärung des Volkstums schlechtweg. Rasse, Volk, Persönlichkeit sind Mittel, die dem Stellvertreter Gottes und seiner Weltmacht zu dienen haben. Rom kennt deshalb notwendigerweise auch keine organische Raumpolitik, sondern nur ein Zentrum und die Diaspora als Gemeinde der Gläubigen. Richtschnur für den der Pflicht seinem Mythus gegenüber bewußten Papst kann deshalb nur sein, wechselseitig die Diaspora durch das Zentrum zu stärken, das Ansehen des Zentrums durch Erfolge in der Diaspora zu heben.

* Es ist hier nicht der Ort, die Judenfrage erschöpfend zu behandeln. Ich verweise auf meine Schriften: „Die Spur des Juden im Wandel der Zeiten“, „Unmoral im Talmud“, „Der staatsfeindliche Zionismus“, „Die internationale Hochfinanz“. (Weltstaat gläubiger Seelen)

Als Weltstaat der gläubigen Seelen ist Rom ohne Staatsgebiet, bzw. fordert es dies nur als Symbol auch für das „Recht“ auf irdische Herrschaft. Es ist also auch hier befreit von allen mit Raum und Blut und Boden verwachsenen Willensregungen. Wie der echte Jude nur die „Reinen“ und „Unreinen“, der Mohammedaner nur den Gläubigen und den Ungläubigen sieht, so Rom nur den Katholiken (den es gleich Christen setzt) und den Nichtkatholiken („Heiden“). Der Vatikan hat also im Dienst seines Mythus sowohl die Religions- wie die nationalen und Klassenkämpfe, dynastische und wirtschaftliche Streitigkeiten nur vom Gesichtspunkt zu beurteilen, ob die Vernichtung einer nichtkatholischen Religion, Nation, Klasse nsw. der Gesamtzahl der Katholiken – gleich ob weiß, ob schwarz, ob gelb – einen Zuwachs an Macht verspricht. In diesem Fall hat es die Gläubigen mit Kampfeswillen zu erfüllen. Die Werkzeuge Roms haben zeitweise die Idee des absoluten Königtums vertreten, als dies für zweckmäßig gehalten wurde oder als der Druck der Welt ein Nachgeben erforderte, um ebenso unbekümmert nach Änderung in der Weltstimmung im 18. Jahrhundert die Idee der Volkssouveränität zu verkünden. sie waren für Thron und Altar, aber auch für Republik und Börse, als diese Haltung Machtzuwachs versprach. sie waren chauvinistisch bis zur letzten Möglichkeit, oder predigten den Pazifismus als echtes Christentum, wenn das betreffende Volk oder die betreffende Klasse zermürbt, zerrieben werden sollte.

Dabei ist es gar nicht notwendig, daß die Werkzeuge des Vatikans – Nuntien, Kardinäle, Bischöfe usw. – bewußte Lügner und Betrüger waren, sie können, im Gegenteil, persönlich tadellose Menschen gewesen sein, aber der Vatikan sorgte nach klarer Einschätzung der in Betracht kommenden Persönlichkeiten dafür, daß z. B. nach Paris ein Nuntius kam, der ohne Hemmungen im Verein mit dem „Institut catholique“ erklären konnte, wider (Christentum – ein Mittel zum Zweck) Frankreich streiten, heiße wider Gott kämpfen, er sorgte für die Erhöhung des leidenschaftlichen Belgiers Mercier, der seine katholischen Volksgenossen zum Widerstand gegen die protestantischen preußischen „Barbaren“ aufpeitschte, aber auch dafür, daß auf hohe Posten in Deutschland hingegen Pazifisten gesetzt wurden. so kommt es auch, daß Z. B. der eine Jesuit im Namen des Christentums Haß und wieder Haß predigt, der Angehörige des gleichen Ordens in einem anderen Lande aber den Haß als unchristlich verwirft und Demut und Unterwerfung fordert.

Soviel Falschheit im einzelnen auch unterlaufen mag, auf den römischen Mythus als Achse alles Geschehens bezogen, ist das römische Handeln nur folgerichtig und sentimentalem Moralisieren enthoben … Denn „das Christentum“ gibt es ebensowenig, wie es „die Wirtschaft“, „die Politik“ als Maßstab an sich gibt. Das eine wie das andere ist ein Mittel, um bestimmt eingestellte Seelen an den Mythus der Stellvertretung Gottes auf Erben zu binden. Wie die zeitweiligen Losungen zu lauten haben, ist eine Frage der Zweckmäßigkeit, der zentrale Mythus bestimmt alles übrige. Sein restIoser Sieg würde bedeuten, daß eine Priesterkaste über einen Milliardenhaufen von Menschen herrscht, der rasselos, willenlos, als kommunistisch gegliedertes Gemeinwesen sein Dasein als Geschenk Gottes, vermittelt durch den allmächtigen Medizinmann, betrachtet. so etwa, wie es einst die Jesuiten in Paraguay durchzuführen versucht hatten.

Diesem rasse- und persönlichkeitslosen System* dienen heute noch Millionen, ohne es zu wissen und zu begreifen, weil sie alle auch national-, raum- oder klassenpolitisch gebunden sind und eine stellenweis vorhandene Förderung ihrer Eigeninteressen als echtes Wohlwollen seitens des

* Wie die Wahrheit manchmal sogar ungewollt großrömischen Parteigängern entschlüpft, zeigt nachstehende hochinteressante Auslassung des Herausgebers der streng kirchlichen „Schöneren Zukunft“, Dr. Josef Eberle in Wien. Anläßlich des Zwistes zwischen der mexikanischen Regierung und der römischen Kirche 1926 schrieb Eberle in Nr. 46 vom 2. August 1926 genannter Zeitschrift: „Kirchenstürme sind in Mexiko nichts Neues, sind seit etwa hundert Jahren, seit Abschüttelung der spanischen Herrschaft und eines starken autoritativen Regimes immer wieder an der Tagesordnung. Es liegen in den Bevölkerungsverhältnissen selber gewisse Voraussetzungen für religiös-kulturelle Wirren. Gratia supponit naturam = die Pflege des übernatürlichen Lebens setzt voraus geordnete natürliche Verhältnisse. Die fehlen in einem Lande, das einen Bevölkerungsmischmasch – 19 Prozent Weiße, 38 Prozent Indianer, 43 Prozent Mischlinge – und das ständige Ringen dieser schichten miteinander Zeigt.

Diese Rassenmischung ist wohl eine Mitursache dafür, daß in Mexiko wie auch in gewissen anderen amerikanischen Südstaaten das Christentum, der Katholizismus, im Durchschnittsvolkstypus nicht jene Hochstufe wie anderswo erreicht, weshalb diese amerikanischen Südstaaten ja vielfach auf die Pastoration durch Auslandsklerus angewiesen sind.“

Diese Worte eines Menschen, der die Idee eines Nationalstaates seit Jahren als antichristlich bekämpft, stellen einen Angriff auf die römische Weltanschauung dar, wie er schärfer nicht denkbar ist: denn durch dieses Bekenntnis eines fanatischen kirchlich-katholischen Parteigängers wird deutlich, daß nicht der römische Glaube die geistige und sittliche Höhe eines Voltes bestimmt, sondern daß erst der rassisch hochwertige Mensch aus diesem römischen Glauben etwas Wertvolles erschafft. Die rassenzerfetzende römische Kirche braucht also, wo sie gestalten will, immer noch starke rassische Kräfte, während sie selbst die Rassen und Völker durch ihr Dogma zu vernichten bestrebt ist. Zur gleichen Zeit fast, als Dr. Eberle ungewollt oben angeführtes Bekenntnis zum Rassegedanken niederschrieb, fand in Chicago der große Euchatistische Kongreß statt, an dem „Katholiken“ aller Rassen teilnahmen. Den Niggern gehört in Chicago z. B. eine große Kathedrale und ein schwarzer Bischof Zelebrierte dort die heilige Messe! Das bedeutet Züchtung jener Bastarderscheinungen, die in Mexiko, in Südamerika, in Süditalien zu beobachten sind, für alle Erbteile. Hier gehen Rom und Judentum Arm in Arm. (Priestertypus dient dem Medizinmannmythus) Vatikans betrachten, was darzustellen die Nuntien an dem betreffenden Ort berufen und beauftragt sind.

Daß diese römische Politik durch andere Kräfte durchkreuzt wird, ihnen oft auch äußerlich nachgeben muß, wenn ein anderer Höchstwert als die Liebe zu Rom in den Seelen emporwächst, ändert am Wesen und Willen des Vatikans nichts, solange der Mythus von der Stellvertretung Gottes und damit der Machtanspruch über alle Seelen besteht. Erst diese zentrale Erkenntnis macht die Jesuiten-, Kardinals- und Prälatenpolitik der Jahrhunderte verständlich: der Priestertypus diente dem Medizinmann-Mythus in Kirche, Kunst, Politik, Wissenschaft und Erziehung.

Das Unglück, welches heute über die Welt gekommen (Pius IX. gegen Deutschland) ist, hat viele auch aufrechte Menschen gebrochen. Äußerlich und innerlich zu Boden gezwungen, suchen Millionen Halt an unbeweglich geblichenen Typen. Diese Zerrissenheit der Seelen hat sich der römische Mythus zunutze gemacht; so kommt es, daß die einst dank der germanischen Kraft der römischen Zucht entschlüpften vorarischen Schichten nun wieder zum alten Glauben hinneigen und selbst in die predigt von der Berechtigung der Weltherrschaft des Zauberers von Rom über unser Volk mit einstimmen.

Derselbe Papst, dem Europa die entehrendste Urkunde aller Zeiten verdankt, Pius IX., sprach einmal ein Wort, das ohne Zweifel als eine offene Auswirkung des römischen Mythus anzusehen ist. Am 18. Januar 1874 (also am Jahrestag der Gründung des Deutschen Reiches) erklärte er in einer Versammlung von internationalen Pilgern: Bismarck sei die Schlange im Paradiese der Menschheit. Durch diese Schlange werde das deutsche Volk verführt, mehr sein zu wollen als Gott selbst, und dieser Selbstüberhebung werde eine Erniedrigung folgen, wie („Jesuiten, die Führer der Sozialdemokratie“) noch kein Volk sie habe kosten müssen. Nur der Ewige wisse, ob nicht „das Sandkorn an den Bergen der ewigen Vergeltung“ sich schon gelöst habe, das, im Niedergange zum Bergsturz wachsend, in einigen Jahren an die tönernen Füße dieses Reiches anrennen und es in Trümmer wandeln werde, dieses Reich, das, wie der Turm zu Babel „Gott zum Trotz“ errichtet worden sei, und „zur Verherrlichung Gottes“ vergehen werde.

An dieser „ewigen Vergeltung“ zwecks „Verherrlichung Gottes“ arbeiteten die auf den römischen Mythus eingeschworenen Diplomaten eifrig, ganz wie zu Zeiten Karls des Großen, Otto I., Ferdinand II. So konnte es kommen, daß die Zentrumspartei in Deutschland sich durchaus treu blieb, als sie vom Schutz des Throns und des Altars zum Bündnis mit den religionsfeindlichen Marxisten überging, wie es Bismarck 1887 bereits vorhergesagt hatte, als er im Reichstag erklärte, die Jesuiten würden einst die Führer der Sozialdemokratie werden. Im Dienst der „ewigen Vergeltung“ forderte das Zentrum die „Waffenbrüderschaft“ mit Marxisten gegen das protestantische Kaisertum, und in den Schicksalstagen 1914 spornte der „Friedenspapst“ Benedikt XV. das katholische Österreich-Ungarn an, um aus einem Weltkrieg zu gewinnen, den russischen Häretiker ebenso zu stürzen wie den Staat der „Schlange im Paradiese“. Daß dabei Millionen treugläubiger Katholiken geopfert werden mußten, war, wie bei jedem großen Schlachtplan, nicht zu vermeiden.

Man sieht an diesen und tausend anderen Beispielen gleichsam symbolisch Ursache und Wirkung am Werk. Ursache war die aus dem römischen Mythus stammende Anschauung Pius IX., daß das neue Deutsche Reich zerschmettert werden müsse, eine Anschauung, die in den bekannten Worten Benedikt XV., er bedauere, nur Franzose dem Herzen nach zu sein, ebenso deutlich hervortritt, wie aus den Schriften etwa des kleinen Pfarrers Dr. Mönius, (Rückkehr zum Mittelalter) der die Tatsache der belgischen Franktireurs bestreitet, die deutschen Soldaten aber als Altarschänder und Banditen hinstellt und freudig erklärt, der katholische Volksteil in Deutschland verhindere die Bildung eines Nationalstaates.

Es handelt sich also bei der Förderung des Zusammenbruches des Deutschen Reiches nicht nur um die alljüdische Börsenpolitik eines weltverbundenen Schmarotzerinstinkts, sondern auch um ein altrömisches, mythisches, syrisch-vorderasiatisches, unentrinnbar festgelegtes Streben. Ein verblüffendes Bekenntnis hierzu brachte Ende 1924 das Zentrumsorgan, die „Germania“; sie schrieb: wer die grundsätzlichen Linien in der Haltung der Zentrumspartei seit 1917 (!) aufsuchen wolle, möge sich bewußt sein, daß diese Haltung prominente Katholiken bestimmten, die mit ihrem politischen Wollen und Handeln nicht aus der katholischen Grundhaltung herausgefallen seien. Was durchaus richtig ist: indem sie das deutsche, arteigene Machtbewußtsein unterhöhlten, dienten die Zentrumsführer dem rasselosen römischen Mythus gegen das evangelische, überhaupt germanische Ketzertum Weiter hieß es: gerade der Katholik in Preußen hätte in einer ganz anderen Umwelt gestanden als etwa der Katholik in Bayern. Seine Arbeit seit 1917 sei wohl im tiefsten als eine „Überwindung der brandenburgisch-preußischen Geschichte-Psychose“ zu verstehen und als ein Versuch zur Rückkehr zu den Toren des mittelalterlichen Deutschtums.

Diese Worte sollte jeder Deutsche kennen, damit er versteht, was seit 1500 Jahren und heute in der Welt vor sich geht. 1917 begann die offene Zersetzungsarbeit durch den Reichstag, als Zentrum, Demokraten und Marxisten ihre Unfriedensresolution durchsetzten. 1917 beging Erzberger seine „Indiskretion“, durch die Czernins Brief der Entente bekannt wurde, während der ehrenwortbrüchige Kaiser Karl den Verrat mit Poincaree betrieb*.

* Siehe Fester: „Die Politik Kaiser Karls“. (Ein Philosoph des Rassenchaos)

Dies wird als katholische Politik bezeichnet. Und wenn die „Germania“ für Preußen ein anderes „Milieu“ feststellt, welches auch eine andere Haltung katholischer Politiker bedinge, so ist mit der ersten Bemerkung die nordische Umwelt mit bewußter nationaler Ehre gemeint. Das Deutsche Reich Friedrichs des Großen und Bismarcks galt es zu „überwinden“ und mit Hilfe der verbündeten alljüdischen Börsenparteien den protestantischen Norden zu zersetzen. In Bayern, im „anderen Milieu“, mußte man folgerichtig eine konservativere volkserhaltende Politik führen, da es hier galt, die eigene Konfession zu schützen. Die „Einheitspolitik“ des Zentrums und die „föderalistische“ Politik des Ablegers in Bayern dienten bis zum Siege Adolf Hitlers dabei beide einem und demselben Ziel: der Stärkung des syrisch-römischen Zentralismus.

Der klassische Philosoph dieses Pseudoföderalismus, der es gar unternahm, sich großdeutsch, anstatt großrömisch zu nennen, ist bekanntlich Konstantin Frantz. In seiner Schrift „Die Religion des Nationalliberalismus“ sagte er, die Basis der europäischen Völkervereinigung solle Deutschland sein, in politischer wie in kirchlicher Hinsicht, und darum auch die Pflegestätte universeller Bildung. Statt dessen wolle man es zu einem abgeschlossenen Nationalkörper gestalten, für welchen es auch nur eine Nationalbildung gäbe, die selbst der Macht und Einheit diene. Entsetzlich! Diese Tatsache, die sich aus der Zerstörung des alten Bundes ergebe, sei der universale Charakter, welchen die deutschen Angelegenheiten naturnotwendig hätten. Man könne Deutschland nicht zu einem Lande machen, wie etwa Frankreich oder Italien. Der Kern und das Vorbild einer sich allmählich entwickelnden europäischen Föderation solle Deutschland sein und werden – das sei seine Bestimmung. Es fragt sich nun: wer bestimmt denn das? Deutschland oder ein fremder Herr über uns? (Pius XI. gegen den „Abfall“) Weiter meint Frantz, der Föderalismus schließe nicht aus, sondern ein, er wolle nichts besonderes für sich, sondern immer zugleich für alle. Nichts von der beschränkten Selbstgenügsamkeit des Partikularismus – er gehe auf das Ganze und Große. Er strebe nach Einheit, aber durch eine freie Einigung der Glieder auf der Basis geistiger Gemeinschaft: „Anstatt der Zentralisation also vielmehr die Konzentration als ein Zusammenwirken selbständiger Lebenskreise, von welchen jeder in seiner Weise fortbesteht und dadurch dem Ganzen am besten dient.“

Hier sind wir am Kernpunkt angelangt: das deutsche Volk soll sich „föderalistisch“ einer „Ganzheit“ eingliedern. Und dieses „Ganze“, für das Deutschland ein Mittel zum Zweck der „konzentrierten“ Herrschaft sein soll, bedeutet die Weltpolitik des Vatikans. Mit anderen Worten, es soll der Versuch gemacht werden, das blutige mißglückte Experiment des konfessionellen rasselosen Weltstaates nochmals durchzuführen. Wir sollen dazu das Versuchsobjekt abgeben; alles das, was mit dem Herzblut unserer Besten als Nationalkultur erworben wurde, hinwerfen, den Konfessionskrieg aufs Papier schreiben (wieder im Namen Gottes und der Liebe) und damit bekräftigen, daß wir uns selbst aufgegeben haben.

Der Aufsatz der „Germania“ spricht (im Jahre 1924) offen von der Rückkehr zum Mittelalter. Wer das gerade damals abgeschlossene bayerische Konkordat verstanden hat, weiß, daß es den ersten offenen Schritt bedeutete, die Erfolge des „großen Katholiken“ Erzberger (so hieß es in seiner Grabrede) heimzuholen und Bayern zum Sprungbrett für die Wiedereroberung Deutschlands, d.h. zum Herd für den Konfessionshader auszubauen.

Durch Revolution zum Mittelalter! Eine merkwürdige Losung! Papst Pius XI. sagte (getreu der Politik Pius IX.) am 23. Mai 1923 im Konsistorium, Daß der deutsche Katholizismus „sowohl mitten im Toben (Die unüberbrückbare Kluft) des Weltkrieges, wie auch unter den jetzigen verwickelten Verhältnissen seinen Eifer, seine Tatkraft und sein Organisationsgeschick dafür eingesetzt habe, den „traurigen Abfall von der römischen Kirche, der vor 400 Jahren stattfand, wieder wettzumachen“. Das ist deutlich. Der „Bayer. Kurier“, das Organ des bayerischen Zentrums, aber drohte uns allen unverblümt in einer Weise, daß man sich wundern muß, daß folgende Worte fast ungehört verhallt sind. Er schrieb am 5. Juli 1923: „Es wirkt eine immanente Gerechtigkeit in der Weltgeschichte, die zu strafen und zu rächen weiß, wie sie auch das deutsche Volk erreicht hat, weil es sich nicht beugen wollte der gottgesetzten Autorität, ein Unterfangen, das nun schon seit vier Jahrhunderten alle Not über die deutschen Lande brachte, und das die deutsche Nation dem Untergang weiht, wenn sie nicht noch in letzter Stunde aus der Geschichte zu lernen weiß.“

Also: entweder unterwirft sich das deutsche Volk dem Spruche einer auswärtigen Macht, oder die „rächende Gerechtigkeit“ wird es von der Erde vertilgen.

Die,, Augsburger Postzeitung“, ein führendes südkatholisches Blatt, schrieb im getreuen Dienst des römischen Mythus am 16. März 1924 in einer Polemik gegen Ludendorff: „sie (die katholische Kirche) ist die einzige religiöse Einrichtung großen Stils – die einzige Einrichtung fast überhaupt auf Erden – die sich nie dem Staate unterordnete … Darum sind ihre Bande heiliger als die des Volkes, ihre Ordnungen höher als die des Staates. Den Völkischen ist Staat oder Volk das Absolute, der höchste Wert und Zweck.“

Auch hier wird mit dankenswerter Offenheit jene unüberbrückbare Kluft gekennzeichnet, welche zwischen dem deutschen Menschen schlechtweg und den Machtansprüchen eines fremden Mythus und seiner Institution liegt, deren Zentrum sich außerhalb Deutschlands befindet, wobei noch (Protestantismus „Beleidigung Gottes“) ausdrücklich anerkannt wird, daß Staat und Volk für dieses Zentrum nur eine untergeordnete Bedeutung besitzen. Zu gleicher Zeit wird mit aller Eindeutigkeit die Überberechtigung kirchlicher Interessen über staatliche und volkliche gefordert, d.h. das Recht auf Hoch- und Landesverrat im Namen eines höheren Ideals gegenüber einem minderwertigen. Der nordische Typus soll sich dem römischen Schema, der nordische Mythus dem römischen Zauber unterwerfen. In dieser Schärfe wollen sich jedoch viele gute deutsche Menschen das Problem im Falle eines Konfliktes mit kirchlichen Machtinteressen nicht vorstellen aus angeborener Feigheit oder Bequemlichkeit. Tatsächlich rührt aber dieses Problem Tag für Tag an die Lebensinteressen eines jeden Deutschen, und die Entscheidung, ob er für kirchliche Machtansprüche oder deutsche Notwendigkeiten sich in erster Linie einsetzen soll, wird keinem erspart bleiben, um so mehr, als die schwarze Presse ausdrücklich das Vorrecht kirchlicher Machtpolitik (nicht etwa kirchlicher Seelsorge) in Anspruch nimmt.

Die Politik Pius XI. steht folgerichtigerweise ganz eindeutig im Zeichen einer neuen alle Instinkte der Inquisition aufpeitschenden Gegenreformation: um das germanische Deutschland für immer zu brechen. Gleich in seiner Antrittsrede hatte er den „trüben Geist der Reformation“ für alle „Rebellionen seit vier Jahrhunderten“ verantwortlich gemacht. Luther hätte die christlichen Sitten zerrüttet (die Verlotterung der damaligen Kirche war also „christliche Sitte“) und hätte sich zwischen Seele und Gott gesetzt. Diese Störung des geistigen Vermittlergeschäfts kann die römische Kirche natürlich nicht verschmerzen.

Im Dezember 1929 jubelte Papst Pius über den Verfall des Protestantismus, um doch wenige Monate später seinem Unwillen über das Fortschreiten dieses Protestantismus in R o m Ausdruck zu geben und ihn dreist als eine „Beleidigung des göttlichen Stifters der („Wiederherstellung der Latinität“) katholischen Kirche“ hinzustellen. In der Weihnachtsrede 1930 nannte der Papst den Protestantismus hinterlistig, versteckt, aber zugleich auch kühn und unverschämt, um am 16. März 1931 die Höhe der Hetze zu erklimmen, indem er alle akatholischen und protestantischen Bekenntnisse als „überlebtes Ketzertum“ zu bezeichnen wagte. Da die Welt es hier nicht mit einem kleinen Hetzkaplan, sondern mit dem Oberhaupt aller Katholiken zu tun hat, das seine Worte zu wägen pflegt, so bedeuten alle diese Ausfälle nichts anderes als ein bewußtes Aufpeitschen von über hundert Millionen Menschen mit dem Zweck, die errungenen Machtstellungen durch einen einkreisenden Angriff auf den Protestantismus weiter auszubauen. Dadurch enthüllt sich das wahre Wesen des „Königtums Christi“, der sogen. „Katholischen Aktion“, der volkszermürbenden pazifistischen Politik der Zentrumspartei, der Inbannerklärung des deutschen Nationalismus durch den römischen Episkopat in Deutschland, durch die bischöflichen Erklärungen gegen den Nationalismus überhaupt. Kein deutscher Katholik kann sich heute der furchtbaren Erkenntnis verschließen, daß die zielbewußte, unsentimentale römische Politik sich mit dem marxistischen Untermenschentum und allen äußeren Feinden Deutschlands zusammengeschlossen hat, um das zu vollenden, was im November 1918 noch nicht ganz gelungen war. Die römische Politik opfert zur Erreichung dieses Zieles auch Existenz und Leben der gesamten heutigen katholischen Generation, um die nachfolgenden verkümmerten Erben aller Deutschen unter ihre Botmäßigkeit zu zwingen. Das ist die „abendländische Sendung“, von der die katholischen Stimmen im Zentrum noch immer schwärmen, jene „Wiederherstellung der Latinität“ mit Hilfe der Zwangsdrohungen des uns leider noch feindlichen Frankreichs und seiner Bundesgenossen.

Genau so wie die Presse des Zentrums spricht die führende christlich-soziale Partei in Österreich. Anfang 1921 (Heinrich I.) wurde in der Zeitschrift „Das neue Reich“ das Prinzip des reinen Nationalstaates als direkt unchristlich bezeichnet. Man wird eben wählen müssen! Und so kamen auch die Redner des Deutschen Katholikentages 1923 zu Konstanz zu dem Ergebnis, daß die größte Häresie von heute jener „übertriebene Nationalismus“ sei, der auch schon die „schlimmsten Verheerungen und Verwüstungen“ selbst in den Köpfen der Katholiken angerichtet habe. Eine Losung, die deutsche Bischöfe alle Monate wiederholen.

Diese Bekenntnisse, die sich leicht vertausendfachen ließen, sind klar und eindeutig, aber sie werden verwischt, da von Zeit zu Zeit die Zentrumsführer, wenn es nicht anders ging, geradezu von Vaterlandsliebe trieften und sich, da es wiederum nicht anders ging, gar erdreisteten, zu erklären, die Unterstützung kirchlicher Machtpolitik sei das eigentliche Deutsche. Aus dieser geistigen Einstellung heraus ergibt sich die Würdigung der deutschen Geschichte, die Ablehnung des Versuches, ein wirklich Deutsches Reich zu schaffen und das Bestreben, einen echt deutschen Typus für die Zukunft nie und nimmer zuzulassen. Das sogen. heilige römische Reich deutscher Nation, jenes Gebilde unorganischer Art, für welches Hunderttausende von Deutschen umsonst ihr Blut vergossen haben, wird heute mit märchenhafter Glorie umgeben und die Zeit des Mittelalters als eine Zeit des Friedens dargestellt, der sich daraus ergeben habe, daß die Kirche die Geschicke der Welt bestimmte. Auch wir verehren die großen Gestalten deutscher Vergangenheit; auch wir sind stolz auf die Persönlichkeiten, die damals Europa beherrschten. Aber wir sind stolz auf sie nicht als auf die Vertreter kirchlicher Machtansprüche, sondern als Vertreter deutschen Blutes und des deutschen Machtwillens. Ein Heinrich I., welcher 925 die streitenden deutschen Stämme vereinte, eine Salbung durch den Papst ablehnte und den Rhein zu Deutschlands Strom machte, gilt uns als Verkünder eines Deutschen Reiches; gleichfalls (Heinrich der Löwe) als einer der größten Männer unserer Geschichte erscheint Heinrich der Löwe, der mit der ganzen Macht einer starken Persönlichkeit den Eroberungsfahrten nach Italien Einhalt zu gebieten versuchte, die Siedlung des Ostens begann, somit den ersten Grundstein legte für ein kommendes Deutsches Reich und die ersten Sicherheiten schuf für die Erhaltung und Stärkung des deutschen Volkstums. Diese Bewunderung hindert uns aber nicht, das unglückselige System des rasselosen Großrömischen Reiches abzulehnen, das zusammenbrechen mußte und zusammenbrach, als die anderen Völker Europas ihre Nationalstaaten gründeten. Diesen Mythus heute nochmals durchsetzen zu wollen, bedeutet ein Verbrechen am deutschen Volke, und wir kämpfen alle für eine Zeit, da das Eintreten für diesen Gedanken von der gesamten Nation ebenso als ein Landesverrat betrachtet werden wird, wie der Versuch zur Aufrichtung einer bolschewistischen Weltrepublik.

Diese Äußerungen der an den römischen Mythus gebundenen Menschen sind alle kein Zufall, sondern nur einige Symptome von Taufenden für die Wirksamkeit des römischen Gedankens der kirchlichen Weltherrschaft, der Liebe, Unterwerfung, knechtischen Gehorsam, Verleugnung nationaler Ehre im Namen des „Stellvertreters Christi“ fordert. Das ist neben dem dämonischen Judentum das Zweite fremdartige Zuchtsystem, welches seelisch-geistig überwunden werden muß, soll einst ein ehrbewußtes deutsches Volk und eine echte Nationalkultur entstehen.

Das Wesen der heutigen Weltrevolution liegt im Erwachen der rassischen Typen. Nicht in Europa allein, sondern auf dem ganzen Erdenrund. Dieses Erwachen ist die organische Gegenbewegung gegen die letzten chaotischen Ausläufer des liberal-wirtschaftlichen Händlerimperialismus, dessen Ausbeutungsobjekte aus Verzweiflung dem bolschewistischen Marxismus ins Garn gingen, (Vom Sterben der alten Kirchen) um zu vollenden, was die Demokratie begonnen hatte: die Ausrottung des Rasse- und Volksbewußtseins. Die Lage des römischen Reiches beim Auftreten des Christentums war ähnlich wie die heutige Lage des Abendlandes. Der Glaube an die alten Götter war dahin, die nordische Herrscherschicht war an Zersetzung fast gestorben, der Staatswille gebrochen. Kein typenbildendes Ideal beherrschte die Welt, dafür aber tausend schwärmerische Lehrer aus allen Zonen. Inmitten dieses Chaos hätte eine „Religion der Liebe“ nie siegen können. sie konnte zwar zu Opfern einzelner, zu Empörungen und Revolutionen führen, wie sie Paulus im Endziel erstrebte, als er seine hypnotisierenden predigten hielt, die hauptsächlich von leidenschaftlichen Frauen besucht waren; sie siegte aber als Form nur dank dem jüdischen Willen und dem ihm eigenen Fanatismus, der sich als Herrschsucht, Weltherrschaftssucht auf den erstürmten Staat übertrug. Heute sind die alten Götter ebenfalls tot, der orientalische Glaube an den Kaiser „von Gottes Gnaden“ ist unwiederbringlich dahin, die Vergötterung „des Staates“ an sich ist gleichfalls verschwunden, weil er ohne Inhalt zu einem blutleeren Schema geworden war. Es siegte die Demokratie, als sie sich selbst schon im Zustande parlamentarischer Verwesung befand. Die starren Kirchen geben dem Suchenden keine Befriedigung mehr und ein Heer von Sektierern sucht inneren Halt bei Straßenaposteln oder bei Zeltpredigern, die „ernst“ die alte Judenbibel „erforschen“, um sich und ihrer Gefolgschaft ein ewiges Leben hier auf der Erde zu prophezeien. Der rasselose Gedanke des Internationalismus hat also einen Höhepunkt erreicht: Bolschewismus und Welttrusts sind seine Zeichen vor dem Untergange eines Zeitalters, wie es heuchlerischer und ehrloser die Geschichte Europas noch nicht gesehen hat.

Das Chaos ist heute fast zum bewußten Programmpunkt erhoben worden. Als letzte Folge eines demokratisch (Einen neuen Typus schaffen!) zersetzten Zeitalters melden sich die naturentfremdeten Sendboten der Anarchie in allen Großstädten aller Staaten. Der Zündstoff ist vorhanden in Berlin genauso wie in New York, Paris, Shanghai und London. Als natürliche Abwehr gegen diese Weltgefahr geht ein neues Erleben wie ein unfaßbares Fluidum über den Erdball, welches die Idee des Volkstums und der Rasse instinktiv und bewußt ins Zentrum des Denkens stellt, verbunden mit den organisch gegebenen Höchstwerten einer jeden Nation, um welche ihr Fühlen kreist, welche ihren Charakter und die Farbigkeit ihrer Kultur von je bestimmten. Als Aufgabe wird plötzlich von Millionen erfaßt, was zum Teil vergessen, zum Teil vernachlässigt worden war: einen Mythus zu erleben und einen Typus zu schaffen. Und aus diesem Typus heraus Staat und Leben zu bauen. Jetzt fragt es sich aber, wer inmitten eines Gesamtvolkes dazu berufen ist, die typenbildende Architektonik zu entwerfen und durchzusetzen. Damit ist ein Problem innerhalb der Rasse und des Volkstums berührt: die Geschlechterfrage.


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Autor: Germanenherz

Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben. Sieg oder Spott, folg deinem Gott!

3 Kommentare zu „Der Mythus des 20. Jahrhunderts Drittes Buch: Das kommende Reich“

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