Die Kreuzzüge

Germanenherz Die ChristianisierungJeder zugefügte Schaden muss gleichem Maße beglichen werden. Ob nun, Christ, Moslem oder Jude. Sie werden noch dieses Jahr 2016 für ihre Schandtaten, an Mensch, Natur und Tierwelt zahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule, Seele um Seele. So steht es geschrieben, so soll es geschehen!

Der wirtschaftliche Grund für den I & II Weltkrieg, war nur von sekundären Interesse. Primär ging es um ganz andere Interessen. In Rom steht Heute nur noch eine ausgeraubte leere Hülle. Der Vatikan ist heute in Israel bzw. Jerusalem. Das ist der wahre Grund für den Ersten und Zweiten Weltkrieg gewesen.

Das Zentrum von Jerusalem: 666 – Heimat Satans?

Breitengrad und Längengrad ergeben Satans Wohnort gemäß Johannes-Offenbarung

Der Breitengrad ist eine horizontale Linie und stellt die winkelförmige Entfernung, in Graden, Minuten und Sekunden von einem Punkt nördlich oder südlich des Äquators dar.

Der Längengrad ist eine vertikale Linie und stellt die winkelförmige Entfernung in Graden, Minuten und Sekunden von einem Punkt östlich oder westlich der Ersten Meridiane (Greenwich) dar. Die Längengrade werden oft Meridiane oder Parallele genannt.

Die Entfernung zwischen den Graden wird errechnet, indem man den Erdumfang (etwa 25.000 Meilen) durch 360 Grad dividiert. Die Entfernung zwischen den Breitengraden beträgt demnach 69 Meilen oder 111 Kilometer.

Minuten und Sekunden werden zur vollkommen präzisen Ortsbestimmung mit eingerechnet, indem die Längen- und Breitengrade noch in Minuten (‚) und Sekunden („) aufgeteilt sind. 60 Minuten liegen zwischen jedem Grad und jede Minute besteht aus 60 Sekunden. Die Sekunden können nochmals in Zehntel-, Hundertstel- oder sogar in Tausendstelsekunden aufgeteilt werden.

Der absolute Mittelpunkt der Stadt Jerusalem (Yerushalyim) liegt auf 31° 47′ 00 Nord und 35° 13′ 00 Ost. Wenn wir diese Zahlen addieren erhalten wir folgendes Ergebnis:

31º

º47’00

ºNord

+

35º

º13’00

ºOst

=

66

6 (0)

= 666

Selbstverständlich kann es sich dabei um ein Zufall handeln, doch die Wahrscheinlichkeit dieses Zufalls liegt bei über 99.999.999 zu 1. Überprüfen Sie diese Ortsbestimmung bitte selbst unter: http://www.mapquest.co.uk/cgi-bin/ia_find?link=btwn/twn-map_latlong_degrees_form

„Israels Geheimvatikan“. Als Vollstrecker biblischer Prophetie

Der Teufel steckt im Detail sagt man.
Die Zahl 66 sowie die Zahl 6 zieht sich durch die Jüdische Geschichte.

Im Jahr 6 n. Chr. war Judäa zur römischen Provinz Syria geschlagen worden und wurde – mit kurzen Unterbrechungen – von ritterlichen Präfekten verwaltet.
Der große Jüdische Krieg gegen die Römer begann im Jahr 66 n. Chr. in Judäa, ausgelöst durch staatliche und religiöse Unterdrückung

DIE 66 Fragen über des Judentum und die Frage ob es nicht doch vielleicht 666 Fragen sein sollten.

Warum benutzen die Juden ein Gnostisches Symbol, das die Vereinigung Christi und der Sophia, das heißt die Vergöttlichung des Menschen symbolisiert, oder geht es darum nur einige Menschen Göttlich darzustellen ???

01 Waren es nicht Juden, die ihre, die britische Wirtschaft 1887, durch die Herkunftsbezeich-nung: „Made in….“ schützen, und dadurch die deutsche
Wirtschaft zerstören wollten? Der Schuss ging bekanntlich nach hinten los. Ist dies nicht eine krasse Form des RASSISMUS?
02 Waren es nicht Juden, die Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen in den WK I trieben? (Beistandspakt zu Österreich Ungarn – in deren Krieg
gegen Serbien)
03 Waren es nicht Juden, die Deutschland das Versailler Diktat auferlegten?
04 Waren es nicht Juden, die deutsche Maschinen aus den Fabriken stahlen?
05 Waren es nicht Juden, die Polen hochrüsteten um sie als Kriegsgegner Deutschlands aufzubauen?
06 Waren es nicht Juden, die Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen in den WK II trieben?
07 Waren es nicht Juden, die dazu aufriefen, keine Deutschen Waren zu kaufen?
08 Waren es nicht Juden, die Deutschland am 24. 03. 1933 den totalen Vernichtungskrieg erklärten?
09 Waren es nicht Juden, welche die NSDAP für Deutschland mit 24 Milliarden US $ die Rüstung für den WK II finanzierten?
10 Waren es nicht Juden, die die NSDAP dafür kauften, STERNE an die deutschen Juden auszugeben?
11 Waren es nicht Juden, die die NSDAP dafür kauften, ARBEITSLAGER für die deutschen Juden nach britischem Vorbild einzurichten?
12 Waren es nicht Juden, die den Druck auf deutsche Juden erhöht sehen wollten, um diese zum Auswandern zu bewegen?
13 Waren es nicht Juden, die Dresden zerbombten und auf Befehl des Juden Abkömmlings Churchill 600 000 (Churchill) Zivilisten ermordeten?
14 Waren es nicht Juden, die in den Rheinwiesenlagern 1,7 Mio Kriegsgefangen und Zivilisten auf Befehl des judenhörigen Roosevelt durch Hunger
ermordeten?Umgesetzt durch den Judenabkömmling Eisenhower)?
15 Waren es nicht Juden, die Märchen über Arbeitslager erzählten und aus ihnen Vernichtungslager machten?
16 Waren es nicht Juden, die zum zweiten Mal die deutschen Maschinen stahlen?
17 Waren es nicht Juden, welche die deutschen Spezialisten und Fachleute entführten?
18 Waren es nicht Juden, die das deutsche Gold stahlen?
19 Sind es nicht Juden, die dem Deutschen Volk seit 70 Jahren die Souveränität verwehren?
20 Sind es nicht Juden, die dem Deutschen Volk seit 70 Jahren die Friedensverträge verwehren?
21 Waren es nicht Juden, die den Hooton Plan ersannen und umsetzen.?
22 Waren es nicht Juden, die den Kaufmann Plan ersannen und umsetzen?
23 Waren es nicht Juden, die den Morgenthau Plan ersannen und umsetzen.
24 Waren es nicht Juden, die den Nizer Plan ersannen und umsetzen?
25 Waren und sind es nicht Juden, die mit Goldmann Sachs, Morgan Fairchild, Rockefeller, Rothschild und anderen Verbrecher, Deutsche mit Lebens
mitteln, Chemie und Pharmazie umzubringen versuchen?
26 Sind es nicht Juden, die Monsanto, Nestle´ und andere gierige, menschenfeindliche Unternehmen beherrschen?
27 Sind es nicht Juden, die das Westjordanland besetzen?
28 Sind es nicht Juden, die das Jordanwasser nur für sich beanspruchen?
29 Sind es nicht Juden, die die Golanhöhen besetzen?
30 Sind es nicht Juden, die ihr Territorium in dem Gebiet „Israel“ immer weiter ausdehnen?
31 Waren es nicht Juden, die die 70.000 Beduinen aus der Negev Wüste deportierten?
32 Sind es nicht Juden, die die Palästinenser ausrotten wollen?
33 Sind es nicht Juden, die die ISIS gegründet haben?
34 Sind es nicht Juden, die die ISIS anführen?
35 Sind es nicht Juden, die Bombenangriffe gegen Syrien fliegen?
36 Sind es nicht Juden, die den Jemen aus arabischen Flugzeugen bombardieren?
37 Sind es nicht Juden, die die Neutronenbombe auf den Jemen warfen?
38 Sind es nicht Juden, die sich hinter den Khassaren (Zionisten) verstecken?
39 Sind es nicht Juden, die sich hinter den Semiten verstecken?
40 Sind es nicht Juden, die die weltweit härtesten Rassegesetze in Israel durchsetzten?
41 Sind es nicht Juden, die die weltweit härtesten Einwanderungsgesetze in Israel durchsetzten?
42 Sind es nicht Juden, die ihre Lügen durch Gesetze schützen lassen?
43 Sind es nicht Juden, die die FED seit 1913 beherrschen?
44 Sind es nicht Juden, die fremde Staaten („Demokratien“) ausbeuten und unterdrücken?
45 Sind es nicht Juden, die fast alle Staaten durch die Herrschaft über den IWF und die Zentralbanken in die Zinsknechtschaft getrieben haben?
46 Sind es nicht Juden, die alle Nationen, die sich nicht ihrem Zinsdiktat unterwerfen wollen, mit Krieg überziehen?
47 Sind es nicht Juden, die sich die USA als Weltgendarmen und Weltaggressor aufgebaut haben?
48 Sind es nicht Juden, die die EU Fahne mit den 12 Sternen als Zeichen ihrer Herrschaft gestalteten?
49 Waren es nicht Juden, denen die Twintowers gehörten?
50 Waren es nicht Juden, die für die Towers 14 Tg. vor dem Zusammenbruch der Gebäude die Versicherung auf den doppelten Wert der Gebäude
abschlossen?
51 Sind es nicht Juden, die seit Moses Zeiten immer wieder von 6 Millionen jüdischen Brandopfern faseln? (3 Mose 1: 14-17).
52 Sind nicht Juden die Herren der Arbeits-, Folter- und Vernichtungslager weltweit?
53 Sind es nicht Juden, die die Menschheit per NWO zu unterjochen versuchen? (Steine von Georgia)?
54 Sind es nicht die Juden, die – vor allem anderen – den Fortbestand der Menschheit gefährden?
55 Sind es nicht Juden, die in weltweit dafür Sorge tragen, dass politische Gegner mundtot bis ganz tot gemacht werden?
56 Sind es nicht Juden, die uns mithilfe ihres Medienmonopols in einer Matrix (Scheinrealität) gefangen halten?
57 Sind es nicht Juden, die in ihrer Geldgier den WK III herbeiführen?
58 Sind es nicht Juden, die aufgrund ihrer „heiligen Bücher“ alle anderen Menschen belügen, betrügen und bestehlen dürfen?
59 Sind es nicht Juden, die seit Anbeginn ihrer Existenz mit a l l e n Völkern in Streit leben?
60 Sind es nicht Juden, die dem Satan als ihrem Gott dienen?
61 Sind es nicht Juden, die für die Körperverletzung von wehrlosen Kleinkindern (Beschneidung der Geschlechtsorgane verantwortlich sind?
62 Sind es nicht Juden, die für das Quälen von Millionen Tieren beim Schächten verantwortlich sind?
63 Sind es nicht Juden, welche so ziemlich alles (z.B. Recht, Wahrheit, Schönheit, Frieden, Freiheit, Liebe, Reichtum, Vielfalt, Leben, Gesundheit,
Zukunft) ins Gegenteil pervertieren?
64 Sind es nicht Juden, die sich für unantastbar halten?
65 Sind es nicht Juden, die sich selber zum auserwählten Volk ernannten?
66 Sind es nicht Juden, die sich für die HERRENRASSE halten?

Alle Gewalt und alles Unglück dieser Welt, geht vom Kapitalistischen Geld geilen Judentum aus und seinen abartigen Verbündeten. Sechs Spitzen hat der Davidstern, sechs Ecken hat er in sich gern, in mitten steht ein Sechseck drin, der Teufel kennt sein Teufelsding.
Hier mal schauen Israel / Palästina Analysen
und hier Jeder Christ ein Sklave der Juden und hier  Christentum Freimaurer und Pyramiden   und hier Juden- und Christentum  der Kreuzzug 2016 hier  Der Yinon-Plan

Schaffende Angehörige aller Nationen, erkennt euren gemeinsamen Feind!

Zensur in der BRD und Eurozone Der israelische Plan zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens. Einer der Gründe, wenn nicht sogar der Hauptgrund der momentanen Völkerwanderung ist, der Yinon-Plan.

Der Yinon-Plan sieht vor, die heute bestehenden arabischen Länder und darüber hinaus den Iran, Afghanistan und Pakistan grundlegend neu zu zeichnen. Die gesamte Region soll fragmentiert werden. Der Zweck ist, schwache Länder zu schaffen, die Israel nicht gefährlich werden und die sich nicht wehren können, wenn Mächte von außerhalb auf ihre Rohstoffe Zugriff nehmen wollen. weiterlesen hier  Der Yinon-Plan

Doch nun schauen wir erstmal wie die Kreuzzüge begann.

· 1. Die Rechtfertigung für die Kreuzzüge
· 2. Auslöser der Kreuzzüge
· 3. Die Geschichte der Kreuzzüge
· 3.1. Der Erste Kreuzzug
· 3.1.1. Der Armenkreuzzug
· 3.1.2. Der Aufbruch der Ritter
· 3.1.3. Der eigentliche Kreuzzug
· 3.1.4. Die Belagerung von Jerusalem
· 3.1.5. Das Ergebnis des Ersten Kreuzzuges
· 3.1.6. Die Kreuzfahrerstaaten
· 3.1.7. Das Leben in den Kreuzfahrerstaaten
· 3.2. Der Zweite Kreuzzug
· 3.3. Der Dritte Kreuzzug
· 3.4. Der Vierte Kreuzzug
· 3.4.1. Der eigentliche Vierte Kreuzzug
· 3.4.2. Der Kinderkreuzzug
· 3.4.3. Der Angriff auf Damiette
· 3.5. Der Fünfte Kreuzzug
· 3.6. Der Sechste Kreuzzug
· 3.7. Der Siebte Kreuzzug
· 3.8. Der Aufstieg der Osmanen
· 4. Die Ritterorden
· 5. Ausrüstung und Kampfesweise
· 5.1. Die Ausrüstung der Kreuzritter
· 5.2. Die Kampfesweise der Ritter
· 5.3. Kampftaktik und Bewaffnung der Muslime
· 5.4. Die Belagerung
1. Die Rechtfertigung für die Kreuzzüge
ritter05Die Zerstörung der vorchristlichen Kulturen wird heute beschönigend Christianisierung genannt. Der Eifer, den die Christen bei der Vernichtung der als Heiden und Ketzer verschmähten Nichtchristen oder vom „rechten Glauben Abtrünnigen“, an den Tag legten, war grenzenlos. Wer die Taufe verweigerte, wurde mit dem Tod bestraft. Wer der Häresie verdächtigt wurde und nicht abschwor, wurde verbrannt. Die qualvollsten Tötungsformen sollten den Widerstand auch des letzten Bewahrers naturwüchsiger Lebensformen brechen.

Die christlichen Gebote wie „Du sollst nicht töten“ galten natürlich nicht für die „Heiden“. In Religionskriegen wurde versucht, die Vormachtstellung der römisch-katholischen Kirche zu sichern, aber natürlich standen auch oft genug Machterhalt der weltlichen Staaten und wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. So unterstütze zum Beispiel das katholische Frankreich im 30järigen Krieg nicht die eigentlich katholische Seite, sondern die protestantischen Schweden.

Die Zerstörung vorchristlicher Lebensformen sollte total sein. Auf germanischen Kultstätten wurden Kirchen gebaut, heilige Haine und Eichen wurden niedergebrannt oder gefällt. Das Julfest wurde zur Geburtsfeier Christi, die Frühlingsfeste zur Trauerfeier der Kreuzigung. Durch die Übernahme dieser und weiterer Feste und ihre Umbenennung versuchte das Christentum den Umstieg der „Heiden“ zu erleichtern.

Dabei waren sie sogar erstaunlich flexibel, wurde doch das Fest der Geburt Christi eigentlich am 6. Januar begangen, aber passenderweise auf die heidnische Wintersonnenwendfeier umgelegt. Die Namen einiger vorchristlicher Götter haben sich aber in den Namen der Planeten (Jupiter, Venus, Mars…) oder Wochentagen halten können. Im romanischen Sprachenraum entsprechen sie den römischen, im germanischen Sprachraum den germanischen Göttern.

Einem Christen ist es durch das fünfte Gebot eigentlich nicht erlaubt zu töten. Trotzdem zogen christliche Krieger im Namen ihres Gottes ins „Heilige Land“, um es mit Schwert und Feuer zu erobern. Christliche Denker des 4. und 5. Jahrhunderts, vor allem der Heilige Augustinus, verfaßten Schriften über die Theorie eines Heiligen Krieges, auf die sich die Kirche im Mittelalter stützte. Diese Theorie besagte, daß Gewalt nicht schlecht oder unchristlich sei, sondern moralisch neutral zu bewerten sei. Gewalt bekäme ihre moralische Bewertung von der Absicht, in der sie geführt werde. Der Zweck heilige die Mittel.

Eine solche Absicht könne, laut diesen Texten, auch Liebe sein. So handle ein Vater, der seinen Sohn schlage, um ihn zu erziehen, nicht unbedingt unmoralisch oder schlecht, sondern wolle seinem Sohn helfen, wolle ihm den rechten Weg weisen. Auch wenn es abstrakt klinge, zeige er, daß er ihn liebe. Die Kirche duldete und unterstützte auch Kriege, wenn ihre Absichten im Sinne des von ihr gelehrten Christentums gerecht waren.

Aber es war ein Grund vonnöten, um einen Krieg zu führen. Auf ein erlittenes Unrecht konnte man durchaus mit Gewalt antworten. So war zum Beispiel Blutrache für einen Christen nicht verboten. Und waren es nicht die Muslime gewesen, welche die heiligen Stätten der Christen eroberten und die Pilger töteten, die ins heilige Land zogen? Man empfand dies als genug Unrecht, um es zu rächen.

Zudem waren die Muslime keine Christen. Sie waren Ungläubige. Für sie hatten Gottes Gebote angeblich keine Geltung. Es war nicht verboten, einen Ungläubigen zu töten, aber es brauchte den Aufruf einer legitimen christlichen Autorität wie den Kaiser oder besser noch den Papst zum heiligen Krieg.

Dies geschah, als am 27. November des Jahres 1095 Papst Urban II. auf der Synode von Clermont zum Zug ins Heilige Land aufrief. Im 9. Jahrhundert schon hatten die Päpste Leo IV. und Johannes VIII. versprochen, daß dem, welcher im Kampf gegen die ungläubigen Muslime falle, alle Sünden vergeben würden und daß ihm ein ewiges Leben sicher sei.

2. Auslöser der Kreuzzüge
Wenige Jahre nach dem Tod Mohammeds (632) eroberten die Araber große Teile Vorderasiens. Im 11. Jahrhundert bedrohten türkische Volksstämme den Orient. Die Seldschuken, türkische Moslems, waren von der Ebene zwischen Euphrat und Tigris aus nach Kleinasien vorgestoßen. Die Seldschuken hatten längere Schwerter und Bögen aus speziellen Hölzern, mit denen sie einen Pfeil bis zu 500 m weit schießen konnten. Außerdem besaßen sie einen kleinen runden Schild, um die Schläge der Gegner abzuwehren.

Man weiß nicht, warum sie nach Kleinasien kamen, doch wahrscheinlich wegen einer Klimaveränderung in ihrer alten Heimat. 1071 schlugen die Seldschuken ein byzantinisches Heer bei Mantzikert in der heutigen Türkei, eroberten Anatolien und besetzten auch die heiligen Städte der Juden und Christen, nicht nur Jerusalem, sondern ganz Palästina. Sie machten Nicaea (heute Iznik) auf der kleinasiatischen Seite des Bosporus zu ihrer Hauptstadt, wo der Seldschukensultan Alp Arslan residierte.

Mit den Seldschuken konnten die Byzantiner nicht fertigwerden. Als 1095 sogar die Hauptstadt ihres Reiches bedroht wurde, wandte sich Kaiser Alexios I. an Papst Urban II. und bat ihn um Hilfe gegen die „Ungläubigen“, die auch das Heilige Land verwüsteten. Er sollte ihm doch gegen die Horden von Seldschuken und gegen die Petschenegen helfen, die den Balkan unsicher machten.

Der Papst sagte ihm diese Hilfe zu, obwohl er weniger Alexios helfen, sondern auch seinen Anspruch als einziger „Stellvertreter Gottes auf Erden“ festigen wollte. Urban II. predigte daraufhin einen Kreuzzug. Er glaubte, die Zeit wäre gekommen, um das Heilige Land zu befreien und die unselige Kirchenspaltung von 1059 im gemeinsamem Kampf rückgängig zu machen.
Am 18.11.1095 ordnete Urban II. eine Versammlung von Bischöfen an, die sich vor allem mit der kirchlichen Reform beschäftigten. Dies sollte die Synode von Clermont sein, zu der Hunderte von Bischöfen und hohen Geistlichen in Südfrankreich zu einer großen Kirchenversammlung zusammenströmten. Der Andrang war so stark, daß kein Haus die Versammelten zu fassen vermochte. Darum mußte Papst Urban unter freiem Himmel sprechen. Wie es überliefert wurde, hielt er folgende Rede:

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Papst Urban II. (Abbildung aus dem 14. Jh.)

„Wehe uns, daß wir stillsitzen und ruhig zuschauen den Missetaten und der Schmach der Stadt Gottes! Darum auf, waffnet euch! Ein jeglicher lege sein Schwert an, um unseren Brüdern zu helfen. Lasset uns ausziehen, und der Herr wird mit uns sein. Im Namen des barmherzigen Gottes und der Apostel Petrus und Paulus verkündigen wir allen, so die Waffen gegen die Ungläubigen ergreifen wollen, vollkommenen Erlaß ihrer Sündenstrafen, und denen, die im Heiligen Streit fallen werden, verheißen wir den Lohn des ewigen Lebens. Nun sollen diejenigen, die ihr Fehderecht gegen die Gläubigen mißbraucht haben, zu einem Kampf ausziehen, der des Beginnes wert ist. Jetzt sollen diejenigen. die lange Räuber waren, christliche Ritter werden. Jetzt sollen jene mit Recht gegen die Barbaren kämpfen, die einst gegen Bruder und Blutsverwandte auszogen! Gott will es!“ Papst Urban II. (Abbildung aus dem 14. Jh.)

Die Geschichten darüber, wie schlecht es den Christen im Heiligen Land angeblich ging, schockierten die Menschen. Jedenfalls muß Urban ein guter Redner gewesen sein, denn er löste eine regelrechte Massenhysterie aus. Tausende riefen: „Deus lo volt!“ (lat.: Gott will es) und ließen sich ein rotes Kreuz, das Zeichen der Kreuzfahrer, auf die rechte Schulter heften.

Die Predigt von Clermont hatte Erfolg im ganzen Abendland. Lange waren die Kreuzzüge die „einende Idee“. Die römische Kirche versprach jedem, der gegen die Slawen in Osteuropa, die Araber in Spanien oder die Türken im Orient zog, Gnade und Ablaß, wobei sie auch das Hab und Gut in der Heimat schützte. Kriegs- und Abenteuerlust, der Wunsch, eine Pilgerreise zu machen, und religiöse Begeisterung kamen zusammen.

3. Die Geschichte der Kreuzzüge

3.1. Der Erste Kreuzzug

3.1.1. Der Armenkreuzzug
Im sogenannten „Armenkreuzzug“, der dem eigentlichen ersten Kreuzzug vorausging, zog eine große Anzahl von armen Bauern und anderer Leute, die meist tief verschuldet waren, nach Jerusalem, um mit frommer Begeisterung dem Aufruf des Papstes zu folgen und die heiligsten Stätten der Christen von der seldschulkischen Besetzung zu befreien.

Man nannte es damals „expeditio“ (Pilgerfahrt). Es waren an die 50.000 bis 70.000 Männer, weil der Papst reiche Beute und den Erlaß ihrer Sünden versprochen hatte, wenn sie im Kampf fallen würden (und es fielen eine Menge der sehr schlecht ausgerüsteten Bauern). Er ernannte Adhémar von Le Puy zu seinem Stellvertreter auf dem Kreuzzug.

Den größten Teil der Strecke legten die Kreuzfahrer zu Fuß zurück. In Mainz, Speyer und anderen Städten töteten sie zunächst die Juden und zogen dann über Regensburg und Nisch nach Konstantinopel. Auf diesem Marsch plünderten sie aus Hunger, manche allerdings auch wegen der Beute, in vielen Dörfern, die sie durchquerten. Die Leute wehrten sich natürlich, und bei Nisch wurden die Kreuzfahrer von den Petschenegen überfallen, einem wilden Volk, das auch den Byzantinern zu schaffen machte.

In Konstantinopel wurden diese ersten Kreuzfahrer ungern gesehen. Der byzantinische Kaiser hatte Angst, daß sie seine Hauptstadt plündern würden. Nicht ohne Grund, denn er hatte von den Plünderungen auf dem Weg dorthin gehört. Nach seinem Hilferuf kamen die christlichen Kreuzfahrer zwar in großer Anzahl, doch Alexios I. hatte sich die Hilfe etwas anders vorgestellt. Er wollte Söldner anmieten, die er mit seinen Geldern bezahlen wollte und die ihm gehorchen sollten.

In ganz Konstantinopel herrschte Angst. Würden die Kreuzfahrer nun angreifen oder nicht? Wegen der Plünderungen und der Gefahr, daß Konstantinopel dasselbe blühen könnte, ließ der Kaiser die heruntergekommen Bauern möglichst schnell über den Bosporus setzen, um sie loszuwerden.

Als die Kreuzfahrer dann in Nicaea eintrafen, wurden sie am 21.10.1096 von den Seldschuken geschlagen und bis auf einen kleinen Rest vernichtet, weil sie nur sehr schlecht bewaffnet waren. Was konnten sie gegen die berittenen und gut geschulten Seldschuken ausrichten, wo sie doch nie gelernt hatten zu kämpfen und außerdem vom langen Anmarsch und der ungewohnten Hitze strapaziert waren?

Wer nach verzweifeltem Widerstand nicht getötet wurde, wurde als Sklave verkauft. Wer nicht an der Front stand, sondern weiter hinten, zog sich nach Konstantinopel zurück und wartete dort auf das Ritterheer.

3.1.2. Der Aufbruch der Ritter
Die Kreuzritter verließen erst Mitte August 1096, unter der Führung Gottfrieds von Bouillon, dem Herzog von Niederlothringen, die Heimat und marschierten auf dem Landweg nach Südosten. Bohemund von Tarent, der ehrgeizigste und skrupelloseste unter den Anführern, segelte mit seinem Heer, wie Robert von Flandern und Stefan von Blois, über das Mittelmeer nach Osten.

Am 23.12.1096 trafen sie in Konstantinopel ein. Das größte Heer leitete Raimund von Toulouse, in dessen Gefolge auch der päpstliche Vertreter Adhemar von Le Puy reiste. Der byzantinische Kaiser Alexios hatte sich auch die Hilfe etwas anders vorgestellt. Er wollte die Kreuzritter anmieten und mit seinem Geld bezahlen. Statt dessen erschienen nach dem armseligen „Bauernheer“ jetzt Heerscharen von westlichen Rittern, vor allem aus Frankreich und Süditalien. Das schlimmste war, daß sie ihre eigenen Fürsten an der Spitze mitbrachten, also keinesfalls „sein“ Söldnerheer sein würden. Es war zu erkennen, daß die Ziele des Kaisers, die Rückeroberung der ehemals byzantinischen Gebiete in Anatolien und im Vorderen Orient, nicht die der Kreuzfahrer waren.

Die normalen Ritter durften nicht in seine prächtige Hauptstadt. Nur die Anführer ließ er hinein. Er hatte Angst davor, daß sie seine Stadt ausplündern und womöglich Konstantinopel besetzen würden. Alexios hoffte, daß ihm die Kreuzritter helfen würden, sein verlorenes Gebiet zurückzuerobern, diese aber hofften, die Byzantiner würden sie bei der Vertreibung der Muslime aus den heiligen Stätten des Christentums helfen. Er verlangte den Vasalleneid.

Lehensleute des byzantinischen Kaisers zu werden, hatten die westeuropäischen Anführer keine Lust, und die sträubten sich zuerst dagegen. Es war daher wohl allen klar, daß die Ziele des byzantinischen Kaisers nicht die des Papstes und der Kreuzritter waren. Aber die Kreuzritter waren auf die Hilfe der Byzantiner angewiesen. Die byzantinische Flotte konnte sie über den Bosporus setzen und bei der Belagerung von Nicea helfen, byzantinische Truppen konnten sie im Kampf gegen die Seldschuken brauchen. Lebensmittel und ortskundige Führer waren nötig, und so leisteten die Fürsten dann aber doch widerwillig den Vasalleneid und versprachen die Rückgabe ehemals oströmischer Gebiete an Byzanz.

Alle Eroberungen, welche die Kreuzfahrer von nun an machten, waren Lehen des byzantinischen Kaisers, dem sie den Treueid geleistet hatten und dem sie Gehorsam schuldeten. Die Kreuzfahrer jedoch dachten, sie würden von den Byzantinern, im Kampf gegen die Seldschuken und bei der Eroberung der heiligen Stätten des Christentums unterstützt, sie dachten aber nicht im Traum daran, ihren Lehensverpflichtungen nachzukommen und die byzantinische Oberhoheit anzuerkennen, wie sich später herausstellte. So ist es nicht verwunderlich, daß beide Seiten sich stets mißtrauten.

3.1.3. Der eigentliche Kreuzzug
Die Kreuzfahrer waren in einem Moment gekommen, wo sich die islamischen Staaten im Umbruch und in inneren Wirren befanden. Nach der Zeit der Abbasidendynastie im 9. Jahrhundert spaltete sich die islamische Welt. Die Abbasiden bekannten sich wie die Mehrheit der Muslime zum sunnitischen Islam. Ab 969 begann die Herrschaft der Fatimidendynastie, die der schiitischen Minderheit angehörte, in Ägypten. Sie konnten ihre Macht auch auf Syrien und Palästina ausdehnen. Die Abbasiden, die ihren Sitz in Bagdad hatten, wurden zu Gefangenen der Buyidendynastie.

Die Seldschuken, türkische Nomaden, waren ein weiterer Machtfaktor. Sie eroberten Afghanistan und Ostpersien und konnten unter Malik Schah von den Fatimiden Syrien und den größten Teil Palästinas erobern. 1070 konnten sie Jerusalem einnehmen. Nach dem Tode Malik Schahs gab es einen Bürgerkrieg, und das Reich der Großseldschuken spaltete sich. Ein Teil von ihnen siedelte sich im westlichen Kleinasien an, der andere Teil im Norden und Osten der Halbinsel.

Das erste Ziel der Kreuzfahrer war Nicaea, die Hauptstadt des Seldschukensultans Arslan. Hier wurde ja schon am 21.10.1096 das Bauernheer geschlagen. Weil der Sultan die Kreuzritter deswegen unterschätzte, konnten sie mit byzantinscher Hilfe die Stadt einnehmen. Die Stadt war nämlich so gelegen, daß sie sie nicht ohne militärische Hilfe vom Meer aus hätten erobern können.

In der glühenden Hitze Anatoliens zogen sie weiter. Am 01.07.1097 besiegten sie auf ehemaligem byzantinschem Gebiet nahe bei Doryläum die Seldschuken ein weiteres Mal. Danach teilten sie sich. Das größere Heer zog über Cäsarea in Richtung der syrischen Stadt Antiochia. Sie trafen Ende September zunächst in der von ihren Einwohnern verlassenen Stadt Cäsarea ein. Die Bevölkerung war aus Angst geflohen.

Die Kreuzritter waren in Begleitung einer byzantinischen Heeresabteilung durch Anatolien weitergezogen, nicht ohne zuvor dem Kaiser bei einer Zusammenkunft die schon zuvor geleisteten Eide erneuert zu haben. Nach Überschreiten des mittleren Taurus auf schlechten Pfaden brach die Eintracht der Verbündeten jedoch entzwei. Balduin von Boulogne und der Normanne Tankred stritten sich um die Städte Kilikiens, bis Balduin dann in Richtung auf den Euphrat vordrang, ohne freilich seine dortigen Eroberungen um die Stadt Edessa dem griechischen Kaiser zu übergeben, was auch Tankred nicht beabsichtigte. Statt dessen gründete er dort die Grafschaft Edessa.

Im Oktober 1097 standen die Kreuzritter vor Antiochia und belagerten die Stadt bis Anfang Juli 1098. Dann ergab sie sich. Die Belagerung hatte fast sieben Monate gedauert, und die Byzantiner und Armenier hatten dabei geholfen. Es hatten sich inzwischen auch einige französische Kreuzritter die Macht über Edessa geholt. Balduin von Boulogne gründete sich hier einen eigenen Staat, der sich zu beiden Seiten des Euphrat ausbreitete. Dies war der erste Kreuzfahrerstaat im Orient, aber es blieb nicht der einzige, südlich davon entstanden später noch mehr. Der Kaiser von Byzanz wartete vergeblich darauf, daß ihm sein Land zurückgegeben wurde.

Die Kreuzritter zogen weiter nach Süden und nahmen unterwegs einige Hafenstädte in ihren Besitz. Über Beirut, Tyros und Akkon gelangten sie nach Haifa und Jaffa, wo sie dann nach Osten schwenkten. Am 6. Juni zog der Normanne Tankred, ein Neffe Bohemunds von Tarent, mit seinem Heer in Bethlehem ein. Von der Spitze des Berges „Montjoie“ (Berg der Freude) sahen sie etwas später Jerusalem vor sich liegen.

3.1.4. Die Belagerung von Jerusalem
Jerusalem war eine gut befestigte Stadt. Hier lebten Christen und Juden mit den Muslimen ziemlich friedlich zusammen. Jahrhundertelang stand die Stadt unter muslimischer Herrschaft. Die muslimischen Herrscher erhoben von den Christen besondere Steuern, aber die Christen mußten nicht zum Islam konvertieren. Doch als die Moslems vom Anrücken christlichen Heere erfuhren, wiesen sie die Christen kurzerhand aus ihrer Stadt aus. Sie befürchteten, von ihnen verraten zu werden.

Am 07.06.1099 trafen die Kreuzfahrer vor den Mauern von Jerusalem ein. Es stand der Stadt eine Belagerung bevor, auf welche die Fatimiden gut vorbereitet waren. Sie ordneten die Evakuierung der christlichen Bevölkerung an, die in der Überzahl gegenüber den Juden und den Arabern war. So mußten sie die Christen nicht ernähren, und die Sicherheit innerhalb der Stadtmauern wurde gewährleistet.

Dann vergifteten und verstopften sie die Brunnen der Umgebung, so daß die Europäer Durst leiden mußten, denn die Gegend um Jerusalem ist dürr und wasserarm. Doch ein Soldat entdeckte eine Quelle. Sie wird „Gihon Quelle“ genannt, und ohne sie hätten es die Kreuzritter nie geschafft, die Stadt einzunehmen.

Als das Wasserproblem gelöst war, mußten sie erst einmal losziehen, um Holz für Belagerungstürme und Leitern zu holen. Das kostete viel Zeit. Erst am 13. Juni 1099 versuchten die Kreuzfahrer, die Stadt zu erobern, doch das Heer war schlecht ausgerüstet und am Verdursten. Schließlich gelang es ihnen doch, mit Hilfe einer kleinen genuesischen Flotte, die über Holz verfügte, Belagerungstürme herzustellen. Vor dem Sturmangriff machten sie eine Bittprozession um die Wälle von Jerusalem und schritten zum Ölberg. Ihre inbrünstigen Gesänge und Gebete waren in der Nähe der Stadtmauer zu hören.

Am 15. Juli 1099 gegen Mittag war die Eroberung der Stadt nur noch eine Sache von Stunden. Man sagt, es seien 15.000 Männer gewesen, die Jerusalems Mauern in einer furchtbaren Schlacht bezwangen. Die Kreuzfahrer hatten die Belagerungstürme bis dicht vor die Stadtmauer geschoben. Sie stießen zur Al-Aksa-Moschee vor. Die Araber hatten zuvor versucht, aus ihr eine Festung zu machen. Tankred besetzte sofort die Al-Aksa-Moschee, sie war damals ein wichtiger Ort muslimischer Gottesverehrung. Und hier begann dann das schreckliche Gemetzel, das sich durch die ganze Stadt zog.

Der Statthalter hatte sich von den Kreuzfahrern losgekauft und ihnen die Stadt ausgeliefert. Außer dem Gouverneur und seinem Gefolge kamen wenige mit dem Leben davon, unwichtig ob Muslim oder Jude. Es hat nie ein schlimmeres Blutbad in Jerusalem gegeben. Die Kreuzfahrer verschonten weder Frauen noch Kinder. Sie waren wie im Rausch, liefen durch die Totenstadt, plünderten die Häuser und rafften Gold, Silber und Pferde zusammen. Die Soldaten aus Ägypten und dem Sudan, die sich im Felsendom ergeben hatten, wurden erschlagen, alles war blutbefleckt, und an jeder Hausecke fanden sich grausam zugerichtete Leichen.

Die meisten Juden hatten sich in die Synagogen geflüchtet, doch diese wurden von den Kreuzfahrern angezündet. Brennende Dachbalken stürzten auf die Betenden herunter und erschlugen viele. Viele erstickten im Rauch, die meisten starben durch die Flammen. Die Schlacht hatte nur zwei Tage gedauert, aber es waren kaum Juden und Moslems am Leben geblieben. Die Leichen wurden eilig verbrannt, da man große Angst vor Seuchen hatte.

Warum die Kreuzfahrer ein solches Gemetzel veranstaltet haben, kann man nur vermuten. Wahrscheinlich war es der pure Fanatismus, ein Blutrausch. In diesen zwei Tagen haben sie ihre ganze Aggression nach drei Jahren Krieg auf diese Weise verarbeitet.

3.1.5. Das Ergebnis des Ersten Kreuzzuges
Die meisten Kreuzfahrer machten sich nach der Eroberung des heiligen Grabes wieder auf den Heimweg. Einige blieben, und andere kamen dazu. Nach der Nachricht von der Eroberung Jerusalems kamen viele hierher und siedelten sich im Heiligen Land an. Sie lebten, wie sie es gewohnt waren, nämlich als Ritter auf Lehen. Die übergeordneten Fürsten gaben ihren Vasallen also Grund und Boden. Dafür schuldete der Lehensmann seinem Lehnsherrn Dienste, genauso wie in Europa. Zusätzlich waren beide durch ein persönliches Treueverhältnis miteinander verbunden.

Am Weihnachstag des Jahres 1100 wurde Balduin I. in der Geburtskirche von Bethlehem zum König von Jerusalem gekrönt. Balduins Vorgänger war sein Bruder Gottfried von Bouillon, dieser nannte sich damals nur „Beschützer des heiligen Grabes“. Jerusalem war auch der wichtigste Kreuzfahrerstaat. Ihm wurden alle bisher und auch später gegründeten Kreuzfahrerniederlassungen unterstellt.

Gottfried von Bouillon wurde zum Beschützer des Heiligen Grabes gewählt. Sein Nachfolger Balduin sollte als erster den Titel des Königs des Königreichs Jerusalem annehmen. Andere Fürsten schufen sich eigene Miniaturreiche im Morgenland. Doch schon bald gab es Fehden und Kleinkriege unter den Adligen. Als stabilisierendes Element wurden von kirchlicher Seite die Ritterorden gegründet.

Im Ergebnis des Ersten Kreuzzuges gelang es den Byzantinern aber, Teile Kleinasiens, vor allem einen Streifen an der Küste, wiederzugewinnen. Byzanz versuchte nun, die Kreuzfahrerstaaten und die arabischen Staaten etwa gleich stark zu halten, denn wenn die Kreuzfahrerstaaten zu stark würden, dann würden sie sich selbständig machen. Doch wenn die arabischen Staaten zu stark würden, so würden sie die Kreuzfahrerstaaten auslöschen.

Natürlich versuchte Byzanz, seine Lehenshoheit über die Kreuzfahrerstaaten durchzusetzen, was im Falle Antiochias schon 1137 gelang. 1159 kam das Königreich Jerusalem unter die Lehensherrschaft des byzantinischen Kaisers Manuel Komnenos.

In Anatolien war Byzanz nicht so erfolgreich. Die Seldschuken faßten wieder festen Fuß. Die griechische Bevölkerung begann zunächst, vor ihnen in die Städte und an die Küsten zurückzuweichen. Am 17.09.1176 erlitten die Byzantiner eine schwere Niederlage gegen die Seldschuken bei Myriokephalon. Eine Wiedereroberung Zentralanatoliens erwies sich als unmöglich.

Viele Kreuzfahrer und ihre Nachkommen blieben in den Städten des Orients. Die öffentlichen Einrichtungen wie Kanalisation, Straßenbeleuchtung und Fließwasser waren hier viel besser als in Europa. Die Christen lebten ein gutes Leben und ließen es sich gut gehen.

Viele fingen an, sich wie Muslime mit Turban und langen leichten Gewändern zu kleiden. Sie gewöhnten sich auch bald an die arabischen Speisen mit Pfeffer, Ingwer und Nelken. Es schmeckt ja auch ganz vorzüglich, weshalb diese Gewürze immer mehr von den italienischen Seestädten nach Europa eingeführt wurden. Schreiben und Lesen, was für die Muslime nichts Ungewöhnliches war, fingen auch viele Christen zu lernen an. Wenn sie einmal krank waren, suchten sie gerne einheimische Ärzte auf, die sie mit natürlichen Heilmitteln behandelten.

So gewöhnten sich die Christen mehr und mehr an die Lebensgewohnheiten der Muslime. Sie zogen sich ähnlich an wie diese und aßen ihre Speisen. Die Christen konnten ja auch ihren Lebensstandard durch die Kanalisation, Staßenbeleuchtung und andere öffentliche Einrichtungen verbessern.

Alexios bekam trotz allem wenigstens einen Teil seines Landes wieder zurück, nämlich Küstengebiete in Kleinasien, und der Papst konnte seinen Anspruch als einziger „Stellvertreter Gottes“ festigen. Die römische Kirche festigte ihren Einfluß in Palästina. Die einfachen Ritter konnten auch nicht klagen, erst recht nicht die großen Herren, welche die neuen Staaten gegründet hatten. Sogar die einfachen Leute hatten einen Luxus, den sie zu Hause nicht besaßen.

3.1.6. Die Kreuzfahrerstaaten
Nachdem es den Kreuzfahrern überraschenderweise recht schnell gelang, Boden im Heiligem Land zu gewinnen, und nach der Eroberung der Heiligen Stadt Jerusalem am 15.07.1099, begannen sie in den eroberten Gebieten eigene christliche Feudalstaaten nach dem Vorbild ihrer fränkischen Heimat zu gründen, um ihre Machtstellung im Nahen Osten zu festigen. Diese Staaten nannte man Kreuzfahrerstaaten, zu denen man das Königreich Jerusalem, die Grafschaft Edessa, das Fürstentum Antiochia, das Königreich Klein-Armenien, die Grafschaft Tripolis und zuletzt das Königreich Zypern zählte.

Um diese Staaten zu finanzieren, erhob der regierende Hochadel eine Kopfsteuer und Ernteabgaben von Christen, Juden und Muslimen gleichermaßen. Die Monarchen der Kreuzfahrerstaaten teilten ihr Land genauso wie im Abendland in Lehen ein, die sie an ihre Vasallen vergaben. Um die für die Abendländer riesigen Städte zu regieren, ernannten sie Vicomtes, Vizegrafen.

Aber trotz alledem waren die Kreuzfahrerstaaten von der abendländischen Heimat abhängig. Ohne den Nachschub aus Westeuropa hätten sie die großen Verluste an Kriegern nie ersetzen können, zumal auch viele Ritter und ihre Fußsoldaten in die gelobte Heimat zurückkehrten. Aber mit den neuen Rittern und Fußsoldaten kamen auch Pilger, Handwerker und sogar Künstler, von der Kirche aufgerufen, als Siedler und friedliche Kreuzfahrer ins Heilige Land, um dort ihr Gewerbe in den Kreuzfahrerstaaten auszuüben und damit zu helfen, die jungen Staaten zu unterstützen. Die Zurückkehrenden brachten viel von der muslimischen Kultur und Baukunst nach Westeuropa mit.

So blieb zum einem der Kreuzzuggedanke von Generation zu Generation erhalten und zum anderen entstand ein reger Handelsverkehr und Austausch zwischen den Kreuzfahrerstaaten und dem Abendland. Fernhändler hatten hierbei eine große Bedeutung. Sie besaßen viele Handelsniederlassungen in den großen Hafenstädten des Morgenlandes. Einige der bedeutendsten Kaufleute waren die Venezianer, die ihr Hauptkontor in Tyrus hatten, die Genuesen und die Händler aus Pisa mit ihren Haupthandelsniederlassungen in Akkon.

Die Schiffe dieser Händler brachten auf ihrem Weg vom Abendland in den Nahen Osten Pilger, neue Truppen und Waren, welche die Kreuzfahrer in ihren neuen Staaten nicht bekommen konnten, wie zum Beispiel Waffen und Rüstungen. Auf ihrem Rückweg brachten sie begehrte und luxuriöse Waren aus dem fernen und nahen Orient nach Westeuropa: Gewürze wie Zimt, Pfeffer, Natron, Ingwer, Muskat, Nelken, Anis, Safran, Drogen und Arzneimittel wie Myrrhe, Weihrauch, Balsam, Aloe, Kampfer, kostbare Stoffe wie Seide, Gaze, Damast, Satin, Brokat, Kamelhaar, edle Hölzer wie Sandelholz, aber auch andere Kostbarkeiten wie Elfenbein, Edelsteine, Perlen, Alaun, Porzellan, Glaswaren, Purpur und Indigo, Parfüm oder exotische Speisen wie Reis, Melonen, Zitronen, Datteln, Feigen und Orangen.

Viele dieser Waren kamen durch Karawanen und Segelschiffe aus den entferntesten Gebieten, wie aus Indien, von den malaiischen Inseln, aus den Tiefen der Sahara und sogar aus dem fernem China über die Seitenstraße. Dieser Handelsverkehr, Levantehandel genannt, zwischen den italienischen und südfranzösischen Kaufleuten und den Händlern des Nahen Ostens blieb selbst nach der Kreuzzugszeit erhalten. Durch Erhebung von Hafengebühren, Zöllen und Marktgebühren profitierten auch die Kreuzfahrerstaaten im Heiligen Land von diesem Handel.

3.1.7. Das Leben in den Kreuzfahrerstaaten
Trotz der neuen Herren änderte sich das Leben der islamischen Bevölkerung in den Kreuzfahrerstaaten kaum. Man versuchte die Muslime von der abendländischen und christlichen Lebensart zu überzeugen, hatte aber keinen Erfolg. Die Völker des Morgenlandes waren einfach völlig anders geartet, ihre Lebenseinstellung der westlichen zu fremd.

Die einheimische Bevölkerung war den Christen zudem an Kultur und Bildung weit überlegen. Ihre Kenntnisse in Philosophie und in den Wissenschaften der Mathematik, Geographie, Chemie und Astronomie basierten auf dem Wissen der antiken Griechen und waren durch ihre Wissenschaftler und Gelehrten erweitert worden. Ihre Philosophie und ihr Glaube waren flexibler und toleranter. Bevor die Kreuzfahrer im Heiligen Land einzogen, lebten dort Muslime, Juden und sogar Christen friedlich miteinander.

Ihre Medizin war hoch entwickelt, während die abendländischen Ärzte nicht mehr als Scharlatane und Quacksalber waren. Entzündete oder gebrochene Gliedmassen wurden bei uns amputiert, auf Wunden tat man Salz oder Essig, bei Fieber oder anderen Erkrankungen diagnostizierte der Arzt, daß der Patient vom Teufel befallen sei, und trieb diesen aus, indem er dem Patienten in die kahlrasierte Schädelhaut ein Kreuz ritzte. Viele Patienten erlagen diesen Heilmethoden, anstatt zu genesen.

Die moslemischen Ärzte aber waren mit vielen Körperfunktionen und -vorgängen vertraut. Sie kannten viele Heilkräuter wie Myrrhe, Balsam, Moschus, Kampfer und Sennesblätter. Bei Geschwüren und Verwundungen benützten sie Umschläge, bei Magenverstimmung oder anderen Beschwerden verordneten sie wirksame Diäten. Deshalb bevorzugten die Kreuzfahrer die einheimischen Ärzte gegenüber den ihren.

Die mathematischen Kenntnisse des komplexen arabischen Zahlensystem übernahmen die Muslime aus Indien. Die Ritter und Krieger der Muslime waren nicht nur mutige und tapfere Kämpen, sondern auch von hoher Bildung und Kultur. Fast jeder besser gestellte Muslim beherrschte die Kunst der Schrift und des Lesens, während die meisten christlichen Krieger Analphabeten waren.

Schon nach kurzer Zeit begannen die christlichen Invasoren die Kultur und die Lebensweise der Muslime zu übernehmen und sie zu ihrem Nutzen zu gebrauchen. Es kam wie zuvor in Spanien und auf Sizilien zu einer Verschmelzung abendländisch-christlicher und morgenländisch-islamischer Kultur. Diese Verschmelzung beeinflußte auch unsere Kultur, unsere Wissenschaften und unsere Architektur durch die zurückkehrenden Kreuzfahrer nachträglich.

Die Kreuzritter führten im Heiligem Land nach der Weise der muslimischen Lebensart ein angenehmes und luxuriöses Leben. Um sich dem Klima anzupassen, gewöhnten sie es sich an, die luftigen Mäntel, Burnus, Turbane und Sandalen, wie sie die Einwohner dort trugen, ebenfalls zu tragen. Auch waren sie nun auf ihre Schönheit bedacht. Sie legten Wert auf kostbare und edle Kleidung und ließen sich sehenswerte Haar- und Bartfrisuren schneiden, wie es bei den Moslems üblich war.

Sie übernahmen auch die morgenländische Hygiene, die im Gegensatz zu den erbärmlichen Hygieneverhältnissen in Westeuropa sehr weit entwickelt war. Die Angewohnheit, sich täglich zu waschen, galt im Westen als überflüssig, obwohl sie vielen Krankheiten vorbeugte.

Auch der Gebrauch von Schönheitsmitteln und Duftstoffen war im Abendland verpönt, weil dadurch die Todsünde der Eitelkeit entstünde. Dennoch gewöhnten sich die europäischen Frauen und Töchter, die man mit ins Morgenland genommen hatte, an, die kostbaren orientalischen Parfüme zu benutzen, und machten es den einheimischen Frauen gleich, sich das Gesicht zu pudern und Lippen und Wangen mit Ocker rötlich zu färben. Außerdem trugen sie wie die Frauen der Muslime einen Schleier vor dem Gesicht, um sich vor der Hitze zu schützen.

Bald ernährten sie sich nicht mehr von den einfachen Gerichten des Abendlandes, sondern erfreuten ihren Gaumen mit den edlen und gewürzten Speisen des Orients. Süßem Wein oder Fruchtsäften, durch Schnee aus den Gebirgen gekühlt und fremdartigen und exotischen Früchten waren sie sehr zugetan.

Aber auch die Macht und die Bedeutung von Bildung lernten sie zu schätzen. Sie erlernten die Kunst der Konversation, vornehmes Benehmen, Künste wie Musik und Malerei und den Umgang mit Frauen und Liebe. Kultur und Bildung entwickelten sich während dieser Zeit zu einer weiteren Tugend eines Ritters. Um sich zu unterhalten, veranstalteten sie wie in ihrer Heimat Turniere und Jagden. Von den Einheimischen lernten sie Spiele wie Schach oder Dame, die später zu einer gern gesehenen Unterhaltung eines Ritters wurden.

Aber sie fanden auch Gefallen an der orientalischen Musik und an orientalischen Tänzen, besonders aber auch an den Tänzerinnen. Einige Ritter heirateten sogar einheimische Frauen. Dennoch schloß selten ein Kreuzritter Freundschaft mit den Muslimen. Zudem ist kaum ein Fall bekannt, daß ein christlicher Ritter sich zum Islam bekehrte.

Aber es gab auch Not und Elend zu ertragen. Die Hitze im Morgenland machte den europäischen Heeren sehr zu schaffen, die das heiße Klima nicht gewohnt waren. Die endlosen, unwirtlichen Wüsten, in denen es kein Wasser gab, forderten ihren Tribut. Viele Pferde und auch Ritter verdursteten. Hinzu kamen schwere, zum Teil unbekannte Krankheiten und Epidemien wie die Pest, die ganze Heere zum Verschwinden brachten.

Aber die Kreuzfahrer kamen in Westeuropa in schlechten Ruf. Nachfolgende Pilger und Siedler stellten voller Erstaunen und Entsetzen fest, daß die Christen, die schon länger in den Kreuzfahrerstaaten lebten, den ungläubigen Muslimen immer ähnlicher wurden. Sie mußten zusehen, wie ihre Glaubensgenossen mit ihren größten Todfeinden jagten, feierten und sogar deren Töchter zur Frau nahmen.

Ein Pilger schrieb über die Kreuzritter: „…verweichlicht, mehr ans Baden als ans Kämpfen gewöhnt, und sie kleiden sich wie Weiber in Samt und Seide…“ Im Abendland reagierte man empört über das Verhalten der Kreuzfahrer. Sie wurden als Sünder bezeichnet, ihr Tun galt als Verrat am Christentum. Über ihre Frauen wurde behauptet, daß sie von den Frauen der Moslems die Hexerei erlernt hätten.

Der christliche Glaube besagt, daß Gott die Sünder bestraft. Dies sollte sich mit der schmachvollen Niederlage in der Schlacht von Hattin am 04.07.1187 und mit der Eroberung Jerusalems durch Saladin am 2. Oktober des gleichen Jahres erfüllen. Trotzdem war die Berührung mit der fremdartigen Kultur des Islam für das Christentum von großer kultureller Bedeutung.

Obwohl die Kreuzfahrer längere Zeit im Heiligen Land lebten und viel von der Lebensart der Muslime übernahmen, entstand zwischen den christlichen Eroberern und der muslimischen Bevölkerung nicht gerade ein sehr freundschaftlicher Kontakt. Schon in früheren Zeiten hatten Christen und Muslime schlechte Erfahrungen miteinander gemacht und konnten daher auch nicht ohne Vorurteile dem anderem Glauben begegnen. Zudem war es den Moslems wohl bewußt, daß sie den Christen sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftlich in vielen Aspekten weit überlegen waren.

Die Muslime hatten außerdem wenig Verständnis für die abendländischen Bräuche und Sitten. Sie waren verwundert über diese Lebensart und konnten sie in keiner Weise verstehen. Deshalb gelang es nie, unter der muslimischen Bevölkerung in den Kreuzfahrerstaaten abendländische Sitten einzuführen.

Die Muslime konnten auch nie verstehen, daß die Christen ihren Frauen gewisse Freiheiten ließen, denn sie hielten ihre Frauen abgesondert und heirateten bisweilen sogar mehrere. Ein berühmter arabischer Zeitgenosse, Usama ibn Munquidh, schrieb: „…Die Franken kennen weder Ehrgefühl noch Eifersucht…“

3.2. Der Zweite Kreuzzug
Erst jetzt kam ein Gegenstoß der Moslems. Doch diese Verspätung war keineswegs der Kampfkraft der Europäer zuzuschreiben. Es begann die Aufrüstung für den Djihad, den Heiligen Krieg, denn schon der Prophet Mohammed hatte gesagt: „Gott liebt diejenigen, die für seine Sache kämpfen.“

Der erste Führer im muslimischen Gegenkreuzzug war Zengi, der Statthalter von Mossul. Er eroberte mit seinem Heer den östlichen Teil der christlichen Fürstentümer Tripolis und Antiochia. 1143/44 nahm er auch Edessa ein, womit das erste christliche Fürstentum im Heiligen Land fiel. Zengi starb 1146.

Das Ziel des 2. Kreuzzuges (1147 bis 1149) war es, das verlorengegangene Edessa, das 1143/44 von den Seldschuken unter Zengi erobert worden war, zurückzugewinnen. Dieser Verlust und die vorausgegangene Eroberung von Antiochia (1137) durch die Byzantiner unter Johannes II. löste im westlichen Europa Besorgnis und Wut aus. Dazu konnte es kommen, weil die Kreuzfahrerstaaten untereinander zerstritten waren und sich daher nicht gegenseitig zu Hilfe kamen. Sie hatten sich Land angeeignet, das ihnen nicht gehörte. Die Folge davon war, daß jetzt die angrenzenden Länder zurückschlugen. In dieser Situation bat der König von Jerusalem um Hilfe beim Papst.

So kam es dazu, daß Bernhard von Clairvauk an 31.03.1146 die Christenheit zum 2. Kreuzzug aufrief, weil sogenannte Heiden drohten, das gelobte Land zu erobern. Bernhard konnte auch Kaiser Konrad III., König Ludwig VII. und ihre Heere überreden, am Kampf teilzunehmen. Ein Motiv mitzukämpfen war es, daß ein Kreuzzug die Vergebung aller Sünden versprach.

Sie brachen 1147 auf, wobei die Franzosen den Seeweg nahmen und sich die Deutschen von Regensburg aus für den Landweg über Ungarn entschieden hatten. In Byzanz trafen die Heere zusammen und plünderten dort wegen Lebensmittelknappheit. Das ließ Manuel I., Kaiser von Byzanz, sich nicht gefallen. Der forderte eine Huldigung, die ihm die Fürsten nicht entgegenbrachten. Sie aber forderten einen ihnen gemäßen Empfang, den Manuel seinerseits verweigerte.

Kurz danach wurde Konrad bei Doryläum von den Seldschuken angegriffen. Er erlitt schwere Verluste bei dieser Auseinandersetzung, so daß er über den Seeweg mit Hilfe der byzantinischen Flotte ins Heilige Land fliehen mußte.

1148 wurde dazu Ludwig von den Muslimen bei Laodicea angegriffen, so daß Ludwigs Heer sehr geschwächt worden war. Manuel I. von Byzanz steckte in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite wollte er nicht, daß die Kreuzfahrerstaaten an die Muslime verlorengingen, da er dann keinen Gewinn mehr aus ihnen ziehen konnte. Anderseits war er nicht an allzustarken Kreuzfahrern interessiert, weil sie dann nicht mehr von ihm abhängig gewesen wären.

Als alle dann wieder zusammen waren, planten Konrad, Ludwig und der König von Jerusalem den Eroberungszug gegen Damaskus, obwohl es neutral und von den Kreuzfahrerstaaten abhängig war und mit dem Anlaß des Kreuzzugs nichts zu tun hatte. Nachdem die Stadt angegriffen worden war, merkte sie, daß sie vor den Kreuzfahrerstaaten nicht mehr sicher sein konnte und verbündete sich mit den islamischen Staaten. Auch der Eroberungsfeldzug gegen Askalon war fehlgeschlagen. Nun war klar, daß der 2. Kreuzzug 1149 verloren war, und sie Edessa wegen der Übermacht der Feinde nicht mehr zurückerobern konnten.

3.3. Der Dritte Kreuzzug
Die Moslems führten ihren heiligen Krieg weiter. Zengis Sohn Nur ad Din konnte 1154 Damaskus einnehmen und gewann schließlich sogar die Kontrolle über Ägypten. Saladin, der Sohn eines Kurden, war Nur ad Dins Vasall. Nur ad Din betraute ihn gerne mit verantwortungsvollen Aufgaben. Als der Kalif al-Adid von Ägypten Nur ad Din um Hilfe bat, weil er fürchtete, von den Franken überrannt zu werden, zögerte Nur ad Din nicht, denn er wollte schon lange in Ägypten Fuß fassen.

Saladins Onkel Schirkuh wurde beauftragt, mit dem Heer nach Ägypten zu ziehen. Saladin war mit dabei. Schirkuh erhielt vom Kalifen die Ernennung zum Wesir und feierte sich über dem Triumph zu Tode. Saladin wurde sein Nachfolger. Er war nach dem Kalifen der zweitmächtigste Mann in Ägypten geworden. Nach al-Adids Tod machte er sich zum Herrscher über Ägypten, indem er das Palastgelände besetzte und alle Anhänger der alten Regierung hinrichten ließ.

Die sunnitische Bevölkerung, die wahrend der schiitischen Dynastie der Fatimiden ihrem Glauben treugeblieben war, tolerierte den sunnitischen Herrscher. 1175 wurde er zum Sultan ernannt. Er hatte nun eine neue Dynastie, die der Ayiubiden, gegründet. Saladin benannte diese Dynastie nach einem Vorfahren.

Nur ad Din starb 1174, und da er keinen geeigneten Nachfolger hinterließ, war der Weg für Saladin frei. Seinem Heer gelang ein erster Vorstoß auf das Königreich Jerusalem, und es belagerte die Festungen Darum und Gaza. Es konnte sogar den Hafen Akaba am Roten Meer erobern.

Ein halbes Jahr nach Nur ad Dins Tod zog Saladin in Damaskus ein. 1183 gelang es ihm, Aleppo einzunehmen. Damit war die Einkreisung der Kreuzfahrerstaaten vollendet. Nachdem ein Kreuzfahrerheer bei Hattin eingekreist und seine Reste gefangengenommen worden waren, war Saladins Sieg vollständig. Das Land lag nahezu schutzlos vor ihm. Er eroberte fast alle Kreuzfahrerbesitzungen in Syrien und Palästina. Ein arabischer Chronist nennt 52 Städte und Festungen, die er eroberte. Die Zitadelle von Tiberias, die Echive von Tripolis übergab, machte den Anfang. Danach folgten Akkon und Askalon.

Im Jahre 1187 konnte Saladin am 2. Oktober nach vierzehntägiger Belagerung Jerusalem zurückerobern. Saladin wollte nicht wie die Christen handeln. Die Christen konnten sich freikaufen. Zehn Dinare kostete ein Mann, 5 Dinare eine Frau und 1 Dinar ein Kind. Saladin wies seine Männer an, mit der Bevölkerung nicht brutal zu sein. Im Jahre 1190 hielten die Franken nur noch einige Küstenplätze und Burgen, und zwar Tyrus, Tripolis, Tortosa, Antiochia, Krak des Chevaliers und Margat.

Nach der Eroberung Jerusalems im Jahre 1187 fing man in Europa an, zum 3. Kreuzzug (1189 bis 1192) zu rüsten. Kaiser Friedrich I. Barbarossa von Hohenstaufen stellte sich in Kreuzzugbegeisterung an die Spitze. Man entschied sich für den Landweg, da die Flotte für den Seeweg zu schwach war und es zu wenig Schiffe gab. So brach Kaiser Friedrich am 11.05.1189 mit dem größten Teils eines Heeres von Regensburg auf. Sein Heer bestand aus ca. 100.000 Mann. Sein Sohn Richard segelte mit der italienischen Flotte, damit das Heer problemlos über die Dardanellen übersetzen konnte. Der 67 Jahre alte Mann schloß Verträge mit den Seldschuken in Anatolien, um die Durchreise zu sichern. Als die Kreuzfahrer dann in Anatolien ankamen, wurden sie mehrfach angegriffen, weil ihre Verträge wegen eines Herrscherwechsels auf seldschukischer Seite ungültig geworden waren.

Jetzt kam er nur noch schwer voran, da die große (ungewohnte) Hitze Seuchen hervorrief und die Bedingungen immer unhygienischer machte. Nach einer siegreichen Schlacht bei Ikonion ertrank Kaiser Friedrich I. Barbarossa am 10.06.1190 im Fluß Saleph, so daß sein Sohn Herzog Friedrich von Schwaben die Führung des Heeres übernahm. Wegen mangelndem Vertrauen in Herzog Friedrich kehrten viele um. Am 07.10.1190 erreichte er dann mit einem Teil des Heeres Akkon, wo er 1191 starb.

Ein Streit zwischen Engländern und Franzosen verzögerte ihren Aufbruch, sie starteten 1190 zum 3. Kreuzzug. Die Franzosen zogen von Vezelay in Burgund unter König Philipp II. August nach Marseille und nahmen dort den Seeweg über Korsika nach Messina auf Sizilien.

Die Engländer unter König Richard Löwenherz starteten von London aus und nahmen ebenfalls den Seeweg, aber um Portugal und Spanien herum mit Zwischenstop in Lissabon nach Messina, wo sie sich mit den Franzosen trafen. Im Frühjahr 1191 fuhren sie dann gemeinsam, trennten sich aber kurze Zeit später wegen Streitereien.

Um Saladin aus Akkon zu vertreiben, belagerten sie die Stadt mit einer pisanischen Flotte, was aber scheiterte. Saladins Kampfmittel gegen die Belagerungsmaschinen war Griechisches Feuer, eine hochbrennbare Mischung aus Schwefel, Pech und Öl. Das setzte viele Belagerungsmaschinen in Brand. Außerdem ließ er große Tücher aus Tierhäuten zusammennähen, die gespannt wurden und die Geschosse der Ritter abfingen.

Dann, nach dem Tod von Herzog Friedrich, übernahm Richard Löwenherz die Führung. Richard Löwenherz war König von England von 1189 bis 1199. Er wurde 1157 geboren und mußte mit 32 Jahren den Thron seines Vaters übernehmen, weil dieser 1189 starb. Als er zum 3. Kreuzzug aufbrach, übernahm sein jüngerer Bruder, Johann I. Ohneland (Prinz John genannt), die Regierungsgeschäfte in England.

Am 12. Juli 1190 hatten die Franken unter Richard Löwenherz den Sturm auf die Festung Akkon begonnen. Obwohl die Situation der verteidigenden Muslime schon beinahe hoffnungslos war, konnten sie sich noch zum Gegenangriff aufraffen. Dieser brachte jedoch nicht den gewünschten Erfolg.

Am nächsten Tag griffen die Franken noch aggressiver an. Sie untergruben sogar die Mauern und legten Feuer in den Stollen, so daß ein Teil der Festung einstürzte. Im Winter brach dann in der Stadt eine Hungersnot aus, so daß Saladin aufgeben mußte und Akkon den Kreuzfahrern überließ.

Nach vier Jahren war die Stadt wieder in christlicher Hand. Ein Vertrag wurde geschlossen. Die Muslime sollten den Franken die Stadt übergeben, einschließlich der ganzen Ausrüstung. Außerdem sollten sie 200.000 Dinar zahlen und 500 einfache und 100 vornehme Gefangene zurücklassen.

Als Saladin dann Zahlungsschwierigkeiten beim Lösegeld hatte, traf Richard Löwenherz nach mehreren Wochen eine grausame Entscheidung. Er ließ 2.700 muslimische Gefangene gefesselt zu einer Ebene östlich von Akkon bringen und dort von den Franken niedermachen. Saladin hatte darauf aus Schmerz und Haß einen erneuten Gegenangriff gestartet. Es waren auf beiden Seiten viele gefallen. Akkon war die einzige Niederlage, die Saladin erlebt hatte. Er starb im Jahre 1193, doch sein Erbe, das 1175 gegründete Aiyubidenreich, existierte weiter.

Die Kreuzfahrer zogen dann nach Jerusalem, welches aber muslimisch blieb. Sie durften jedoch Pilgerfahrten nach Jerusalem machen. Durch den Gewinn des Küstenstreifens zwischen Tyrus und Jaffa konnte das Königreich Jerusalem wesentlich verkleinert wiederhergestellt werden, mit Akkon als Hauptstadt.

Richard Löwenherz eroberte 1192 Zypern auf dem Weg nach Osten, um eine Zwischenstation für die Auffrischung der Lebensmittel zu schaffen. Am 08.10.1192 floh er aus dem Heiligen Land, weil es hieß, daß die Franzosen sich mit seinem Bruder Johann, seinem ständigen Widersacher, verbündet hätten.

Im Mittelmeer ging seine Flotte unter, so daß er auf dem Landweg weiterreisen mußte. Dieser Weg führte ihn durch Österreich. Da er den österreichischen Herzog bei der Belagerung von Akkon beleidigt hatte, mußte er sich verkleiden, um durchreisen zu können. Leider wurde er entdeckt und von Herzog Leopold VI. in der Burg Dürnstein an der Donau eingekerkert. Richard wurde vom deutschen König gegen Lösegeld befreit, nachdem er ihm den Lehenseid geleistet hatte.

Als Richard endlich doch vom 3. Kreuzzug heimkehrte, mußte er zuerst seinen Bruder Johann unterwerfen. Richard Löwenherz schützte sein Volk und kämpfte für es, und er beschütze die angelsächsischen Bauern vor der Unterdrückung der Franzosen. Er starb am 06.04.1199 bei einer Belagerung in Frankreich an einem Pfeil in der Schulter. Sein Thronfolger wurde sein Bruder Johann.

3.4. Der Vierte Kreuzzug
3.4.1. Der eigentliche Vierte Kreuzzug
Saladins Nachfolge blieb zuerst umstritten, bis im Jahre 1200 sein Bruder Sephadin seinen Platz einnahm. Ihm folgte al-Kamil als Sultan von Ägypten.

Der Vierte Kreuzzug, von Papst Innozenz III. aufgerufen, sollte in das Zentrum der muslimischen Macht im Nahen Osten, d.h. nach Ägypten führen. Die durch Handel reich gewordene Seerepublik Venedig übernahm den Transport und verpflichtete sich vertraglich, 4.500 Ritter, 9.000 Schildknappen und 20.000 Fußsoldaten für 85.000 Mark Silber nach Ägypten zu verschiffen.

Doch als zum vereinbarten Zeitpunkt im Oktober 1202 nur 11.000 Mann gezählt wurden und sich nicht einmal die Hälfte des erforderlichen Geldes in der Kasse befand, stand die Bezahlung der Venezianer für ihre Dienste zur Debatte.

Der 90jährige Doge Enrico Dandolo, politisches Oberhaupt Venedigs, schlug angesichts der leeren Kasse vor, die Kreuzfahrer sollten zunächst die 1186 von den Ungarn besetzte Stadt Zara (heute Zadar, Kroatien) für seine Republik zurückerobern, dann könnte Venedig großzügig sein. Trotz der Anweisung des Papstes Innozenz III., daß keine christliche Stadt angegriffen werden dürfte, wurde Zara Ende November im Jahre 1202 erobert. Daraufhin schloß der Papst das ganze Kreuzfahrerheer aus der Kirche aus. Dies jedoch störte die wenigsten Kreuzfahrer, sie überwinterten in der nun wieder venezianischen Stadt.

Währenddessen wurde das byzantinische Reich von einer Krise in der Herrscherdynastie erschüttert. Der Kaiser Isaak Angelos war von seinem Bruder Alexios III. abgesetzt und geblendet worden. Isaaks Sohn Alexios IV. floh in den Westen, um Hilfe zu suchen, und machte den Kreuzfahrern einen überraschenden Vorschlag: Sollten sie ihn und seinen Vater wieder einsetzen, wäre er bereit, die Ostkirche wieder mit der Westkirche zu versöhnen, 200.000 Mark in Silber zu bezahlen und ein Heer für die Eroberung des Heiligen Landes zu stellen. Der neue Kaiser wurde jedoch bald vom Volk wieder abgesetzt, weil er seine Versprechungen nicht halten konnte.

Im Frühjahr brach man in Richtung Byzanz auf. Die Venezianer sprachen sich für die Eroberung der byzantinischen Hauptstadt Konstantinopel aus, da sie auf diese Weise ihre Stellung als Handelsmacht im östlichen Mittelmeer auf Kosten von Byzanz ausbauen konnten. Als nach seiner Einsetzung zum Kaiser durch die Kreuzfahrer Alexios IV. seine Zusagen nicht einhalten konnte und die Ostkirche sich gegen eine Vereinigung mit der Westkirche sträubte, eroberten die Kreuzfahrer Konstantinopel und plünderten es aus.

Das Byzantinische Reich wurde aufgeteilt. Aus einem Teil entstand das Lateinische Kaiserreich unter einem gewählten Kaiser. Das Kaiserreich Nicea, Trapezunt und der Despotat Epiros waren zwei byzantinische Nachfolgestaaten. Der Rest wurde zwischen den Kreuzfahrerstaaten und Venedig aufgeteilt. Venedig bekam viele Inseln in der Ägäis und wurde zur wichtigsten europäischen Macht im Osten.

3.4.2. Der Kinderkreuzzug
Vor dem nächsten Kreuzzugsunternehmen gab es 1212 einen Kinderkreuzzug. Das heißt, Kinder unternahmen einen Kreuzzug. Sie gerieten aber in Marseille an Schiffseigner, die zwar versprachen, sie in das Heilige Land zu bringen, die sie aber auf der Fahrt versklavten. Man brachte sie vermutlich nach Alexandria und verkaufte sie auf dem Sklavenmarkt. So kam es erst gar nicht zum eigentlichen Kinderkreuzzug.

3.4.3. Der Angriff auf Damiette
Papst Innozenz III. plante 1213 einen neuen Kreuzzug. Eigentlich wäre es der 5. Kreuzzug, er wird aber aus unklaren Gründen nicht numeriert, ebensowenig wie der Kinderkreuzzug.

Papst Innozenz III. rief alle auf, auch Priester, sich an diesem Unternehmen zu beteiligen. Das Ziel war diesmal Damiette, das im Nildelta am Meer liegt. Von dort aus wollten die Kreuzfahrer den Schiffsverkehr auf dem Nil kontrollieren. Zudem war es eine mächtige Hauptstadt Saladins und der Muslime, die es einzunehmen galt.

Die Vorfreude war groß, und der junge König Friedrich, Sohn Heinrichs und Enkel von Friedrich Barbarossa, wollte die Führung übernehmen. Doch der Papst fürchtete um seine Macht und um den Einfluß bei diesem Vorhaben. Der Aufbuch sollte 1217 stattfinden, aber ehe sich die Truppen zum Aufbruch zusammenfanden, starb der Papst 1215. 1216 trat dann ein älterer Mann an seine Stelle, nämlich Honorius III..

Der Aufbruch fand, wie besprochen, 1217 statt, allerdings ohne Friedrich, der dann 1220 zum Kaiser gekrönt wurde. Die österreichische und ungarische Flotte mit einigen Schiffen aus dem französischen Oststaaten erreichten dann im Mai 1218 die Stadt und belagerten sie bis 1219. Es entstand eine große Hungersnot. Als dann aber 1219 Verstärkung eintraf, gelang die Besetzung von Damiette. Allerdings dauerte das Glück nicht allzu lange, denn schon im darauffolgenden Jahr (1220) kam eine Übermacht muslimischer Truppen und eroberte die Stadt Damiette zurück, und vertrieb somit die Kreuzfahrer.

Dieser Kreuzzug scheiterte an zu vielen Feinden, die sich im Umkreis der Stadt befanden. Aber lange sollten die Muslime keine Ruhe haben, denn schon 1227 sollte es einen weiteren Kreuzzug geben, denn der Verlust von Damiette erschütterte den Papst so, daß er sogar den Kaiser zu Hilfe bat.

Dadurch daß die Truppen jedesmal in den Orient transportiert wurden und das viel Geld kostete, erlebten die Seestädte in Italien, zum Beispiel Pisa, Genua, Venedig und die Inseln mit ihren Flotten, einen großen Aufschwung. Nun verstärkte sich der Handel mit dem Orient, und die Geldwirtschaft blühte. Außerdem brachte man zum Teil auch die orientalische Lebensweise mit. So stieg der Lebensstandard, und die Nachfrage nach orientalischen Waren war groß. Auch Einflüsse auf die Baukunst, Schmuck, Textilien, Gewürze und Teppiche kamen nach Europa. Das kulturelle Niveau stieg.

Die Kirche hatte sehr an Glaubwürdigkeit verloren, weil sie den Glauben zur Eroberung von Land ausgenutzt hatte, welches sie dann auf Dauer doch nicht halten konnte. Besonders das Desaster des 2. Kreuzzuges, zu dem Bernhard von Claivaux aufgerufen hatte, ließ viele an den Prophezeiungen der Kirche und den Versprechen zweifeln. Byzanz blieb dauerhaft geschwächt und erlag 1453 dem Ansturm der Osmanen, die ganz Osteuropa und weite Teile des Nahen Ostens und Nordafrikas erobern konnten.

3.5. Der Fünfte Kreuzzug
Schon 1227 sollte es Vorbereitungen für einen weiteren Kreuzzug (1228 bis 29) geben, denn der Verlust von Damiette erschütterte den Papst so, daß er sogar den Kaiser zu Hilfe bat. Friedrich II. gab Honorius III. seine Zusage und verpflichtete ca. 1.000 Ritter für 2 Jahre und stellte eine Flotte für 2.000 Mann zur Verfügung. Das Ziel war Jerusalem, was Friedrich sehr gelegen kam, denn als er nach dem Tod seiner ersten Frau die Erbin des Throns von Jerusalem 1225 geheiratet hatte, erhob er jetzt den Anspruch auf die Krone Jerusalems.

Der Aufbruch war eigentlich auf den August 1227 festgesetzt worden, aber es brach Malaria aus, an der auch der Kaiser erkrankte. Da er zur Genesung ein Jahr in ein Heilbad ging, brach die Flotte ohne ihn auf. Das handelte Friedrich ziemlich viel Ärger ein, denn der jetzige Papst Gregor IX: verstieß ihn wegen Wortbrüchigkeit aus der Kirche.

Nach seinem Kuraufenthalt folgte Friedrich II. dann seinem Heer, das der Papst nun nicht mehr unterstützte, weil er die Macht darüber verloren hatte. Als Friedrich in Palästina angelangt war, verhandelte er mit dem Sultan Al Kamil von Ägypten. Das konnte er wegen guter arabischer Sprachkenntnisse und wegen seines Verständnisses für die arabische Kultur und Wissenschaft. In den Verhandlungen erreichte er die Übergabe Jerusalems, Bethlehems und Nazareths, und am 18.03.1229 krönte er sich selbst zum König von Jerusalem, sehr zum Ärger des Papstes. So entstand das Königreich Jerusalem, zu dem die Muslime aber freien Zutritt hatten.

Al-Kamil als Sultan von Ägypten weitete 1232 seine Herrschaft aus, so daß das Aiyubidenreich von Assuan in Oberägypten bis ins anatolische Hochland reichte. Der Sultan in Ägypten war übrigens nicht der alleinige Herrscher, sondern es gab innerhalb des Familienverbands mehrere Prinzen, die von verschiedenen Hauptstädten ihre Gebiete verwalteten. Al-Kamils Sohn hieß al-Salih. Er hatte ein Heer aus Mamluken gegründet. Mamluken sind weiße türkische Sklaven, die in jungen Jahren angekauft und dann für den Soldatenberuf ausgebildet wurden. Den ersten Rang nahmen die Bahriyya-Mamluken ein, so genannt nach der Nilinsel, wo al-Salih sie kaserniert hatte. Ihre Zahl betrug nur etwa eintausend.

3.6. Der Sechste Kreuzzug
Nach dem 5. Kreuzzug gab es noch zwei weitere Kreuzzüge unter dem Franzosen Ludwig IX., auch Ludwig der Heilige genannt. Weil König Johann von England sich gerade mit seinen Baronen stritt und so keine Zeit hatte, sich mit den Franzosen anzulegen, beschloß Ludwig, in den Orient zu ziehen und den 6. Kreuzzug (1248 bis 54) zu führen und zwar wieder einmal gegen Damiette.

Er fuhr 1248 mit einem kleinen Heer, das fast nur aus Franzosen bestand, nach Zypern, von wo sie im Juni 1249 nach Ägypten aufbrachen. Die Ägypter wollten es aber nicht mehr zu einer Belagerung kommen lassen und zogen sich zurück. Die Franzosen verfolgten sie am Nil entlang, wo es hier und da kleine Kämpfe gab. Aber durch die ungewohnte Hitze, die starke Sonneneinstrahlung und die mangelnde Hygiene brachen Seuchen aus, und es kam zu Lebensmittelknappheit.

Das Heer wurde dadurch immer schwächer und scheiterte endgültig, als König Ludwig gefangengenommen wurde. Er wurde gegen sehr viel Lösegeld wieder freigelassen und das restliche Heer zog sich zurück. Als er wieder frei war, befestigte er noch Akkon und kehrte dann 1254 nach Hause nach Frankreich zurück. Dieser Kreuzzug war ein glatter Fehlschlag.

Als Turan-Sah, al-Salihs Erbe, Anstalten machte, die Verwaltung mit seinen mitgebrachten mesopotamischen Parteigängern zu durchsetzen, fühlten sich die Bahriyya-Mamluken bedroht und ließen Turan-Sah ermorden.

Damit war die aiyubidische Herrschaft in Ägypten beendet, und Aybeg stieg zum ersten Mamlukensultan auf. Der Krieg zwischen den Mamluken und den Aiyubiden blieb nicht aus, und eine Einigung kam erst im April 1253 zustande. Die Aiyubiden behielten Syrien und das nördliche Palästina, die Mamluken wurden in Ägypten und dem südlichen Teil Palästinas anerkannt.

Dieser Einigung folgten aber blutige Kämpfe innerhalb der Bahriyya, die bis 1254 andauerten und durch die Auswanderung eines Teiles des Regiments nur ungenügend beigelegt wurden, denn die Exilmamluken bildeten noch bis jetzt eine für die Ägypter gefährliche militante Gruppe in Syrien. Die Aiyubiden konnten die Herrschaft in Ägypten nicht wieder herstellen. 1260 wurde jede Hoffnung nun zunichte gemacht. Die Mamluken konnten die Mongolen schlagen und eigneten sich das ganze ehemalige Aiyubidenreich an.

Damit erlebte der Islam einen großen Aufschwung. Der Mamlukensultan Baibar I. war dabei, die Kreuzfahrerstaaten der Abendländer weitgehend zu zerstören, um eine Rückeroberung seiner Gebiete durch die Christen auszuschließen. Außerdem wurden Koalitionen geschlossen, zum Beispiel mit Genua und dem Königreich Aragon, um die Franken von möglichen Verbündeten abzugrenzen. 1261 konnte sich Nicea als Kaiserreich Byzanz wieder durchsetzen. Es eroberte Konstantinopel zurück und vernichtete das Lateinische Kaiserreich.

3.7. Der Siebte Kreuzzug
In seinem zweiten Kreuzzug machte Ludwig IX. es sich zum Ziel, den Sultan von Tunis zu bekehren. Von dort aus wollte er nach Jerusalem weiterziehen. So zog er im August 1270 während der größten Hitze über Sardinien nach Nordafrika. Dort brach aber eine Seuche aus, und der König mit seiner Familie und den Angehörigen starben daran. Wegen Uneinigkeit in Europa gelang es dann endgültig nicht mehr, die Muslime aus dem Heiligen Land zu vertreiben. Als dann Akkon 1291 fiel, war es für die Kreuzfahrer endgültig aus.

3.8. Der Aufstieg der Osmanen
Um 1300 herum gründete Osman ein kleines Reich in der Nachbarschaft von Byzanz im Nordwesten Kleinasiens. Mit der Zeit wurde daraus eine Macht, die über größere Teile Kleinasiens die Herrschaft ausübte. Mit der Eroberung von Adrianopel im Jahre 1369/70 stand ihnen der Weg nach Europa offen. Außerdem wurden Serbien, Bulgarien und ein großer Teil Kleinasiens erobert. 1451 übernahm Mehmed II. der Eroberer die Herrschaft. Die Osmanen hatten zu dieser Zeit auch fast alle ehemaligen byzantinischen Gebiete erobert und Konstantinopel umzingelt.

1453 wurde die Stadt eingenommen und war von nun an die Reichshauptstadt der Osmanen, denn sie lag genau zwischen Asien und Europa. Das war wichtig, da die Osmanen eine Weltherrschaft anstrebten. Sie wollten eigentlich etwas Ähnliches wie die christlichen Kreuzfahrer, nämlich ein Reich errichten auf dem Grundstock des Glaubens. Deshalb hießen ihre Krieger Ghazis, was soviel bedeutet wie „Kämpfer für den Glauben“.

Das stellte natürlich für die Christen wiederum eine große Bedrohung dar, und so wurden noch viele weitere Kreuzzüge gegen die Osmanen geführt. Doch sie blieben erfolglos, denn die Kreuzfahrer hatten Nachschubprobleme und waren weitaus weniger gesichert als ihre Gegner. So wurden die Osmanen in rund 150 Jahren zu einer Weltmacht, die dem Zentrum Europas gefährlich naherückte. 1529 und 1683 standen die Osmanen sogar zweimal vor den Toren Wiens und belagerten die Stadt, aber ohne Erfolg.

4. Die Ritterorden
Um 1119 gründete der französische Ritter Hugo von Payens eine kleine Brüdergemeinschaft. Einige Zeit später übergaben ihnen König Balduin II. von Jerusalem und Bernhard von Clairvaux, die ihr Vertrauen gewonnen hatte, einen Teil des Tempelbezirks.

Der Orden des heiligen Johannes vom Spital zu Jerusalem entstand im 11. Jahrhundert aus einem Spital für Pilger und Kaufleute. 1137 wurde die Ordensregel bestätigt. Die Hospitaliter (Johanniter) legten das Gelübde der Benediktiner-Mönche ab und waren zur Armut verpflichtet. Sie waren die ersten, welche die ärztliche Versorgung einführten. Um 1130 begann die Johanniter, die früher im Hospital gearbeitet haben, sich um militärische Aufgaben zu kümmern.

Ein weiterer Ritterorden war der Templerorden von Salomon, der 1123 gegründet wurde. Die Templer errichteten in ganz Europa Ordenshäuser und nannten sich selbst Beschützer der Pilger, Straßen und heiligen Plätze.

Beide Ritterorden hatten ihre Hauptquartiere in Jerusalem. Schnell kauften sie Besitzungen im Abendland und richteten dort Konvente ein, die als Werbungszentren dienen konnten. Es gab nämlich nicht viele Ritterbrüder. Die Orden benutzten deshalb auch Hilfstruppen, zum Beispiel die einheimischen Türkopolen. Von den einheimischen Herrschern und Adligen erhielten sie durch Kauf oder Übergabe Festungen, die das Umland kontrollierten.

Die Großmeister standen an der Spitze der Orden und kämpften für die Könige, schuldeten ihnen aber nicht den „Treueschwur“. Sie waren nur dem Papst unterstellt. Kein König konnte ohne ihre Unterstützung regieren. Die Ritterorden bauten ihre Burgen an wichtigen Punkten. Die Festungen unterschieden sich von denen in Europa durch noch bessere Vereidigungsanlagen, in denen sich Hunderte, ja Tausende Männer aufhalten konnten. Was von den Festungsmauern und Türmen auf die Feinde herniederprasselte war furchtbar: Pfeile, Steine, kochendes Öl und griechisches Feuer. Damit schlug man die Feinde in die Flucht.

Die Kreuzfahrer hatten im Jahr 1153 Askalon erobert und versuchten in den sechziger Jahren, Ägypten zu erobern. Sie konnten aber nicht verhindern, daß Ägypten sich mit dem muslimischen Syrien vereinigte, obwohl sie Alexandria, Damiette und dreimal Bilbais belagert hatten. Als 1170 aber Muslime im Norden immer weiter vorrückten, verloren die Christen das Gebiet östlich des Flusses Orontes. Sie bauten nun Burgen, die in Sichtweite einer anderen lagen, damit die ins Feld ziehenden Besatzungen mit den Besatzungen benachbarter Burgen den Feind schlagen konnten.

Ritterorden verfügten über Mittel die nur sie aufzubringen vermochten, und bekamen so die gefährdetsten Gebiete zugewiesen, in denen sie die mächtigsten Kreuzfahrerburgen, wie zum Beispiel Krak des Chevaliers bauten. Doch im Jahr 1187 verloren sie in Syrien die meisten Burgen nach der Schlacht bei Hattin. Zu ihrem Glück hatten die Johanniter die bedeutendsten gehalten. Das waren Krak des Chevaliers und Margat.

Nachdem die Kreuzfahrer die Küste wiedererlangt hatten, eroberten auch Ritterorden einige Burgen und Gebiete zurück. Da im 13 Jahrhundert viele Burgen in Jerusalem in ihre Hand gerieten, die Johannitern, Templern und dem Deutschen Orden, der seit 1198 auch militärische Aufgaben erfüllte, zugewiesen wurden, verlegte man den Hauptwirkungskreis der Orden vom Norden hierher. Als Ritterorden den Vormarsch der Mamluken nicht aufhalten konnten, verloren sie in den sechziger Jahren des 13. Jahrhunderts viele Festungen. 1291 waren sie dann gezwungen, das Heilige Land ganz zu räumen, so daß ihnen nur noch einige Besitztümer in Armenien verblieben.

Bis 1310 eroberten die Johanniter die Insel Rhodos. Dort wurde dann ihr Hauptquartier errichtet. Hafen und Stadt waren befestigt. Auf Rhodos entwickelte sich nun ein Handelszentrum, weil abendländische und griechische Bauern sich ansiedelten, und auch Kaufleute zogen dorthin.

Die Besitzungen des Ordens im Abendland waren beträchtlich. Ordensbrüder stellten aus den Erträgen Gelder, Söldner und Galeeren zum Unterhalt der Brüder, die mehrere Hundert waren, und auch zur Verteidigung von Rhodos und den abhängigen Inseln bereit. Auch die Zuckerplantagen brachten Geld ein.

Die meisten Johanniter waren französischer Herkunft. Erst ab dem Jahr 1377 wurde die Leitung des Ordens internationaler. Die Johanniter schlossen sich im 14. Jahrhundert verschiedenen Unternehmungen an, die ihren Höhepunkt in der Eroberung Smyrnas im Jahr 1344 fanden. Das lenkte die türkische Expansion in Richtung Norden ab, so daß die Osmanen begannen, den Balkan zu erobern. Die Johanniter griffen besonders auf dem festländischen Griechenland an. Als der Stützpunkt Smyrna verlorenging, wurde er durch die Burg Bodrum ersetzt. Die Johanniter schlugen im Jahre 1440 und 1444 schwere Attacken der Mamluken zurück.

Der Angriff der Osmanen unter Sultan Süleyman erwies sich zuletzt als übermächtig. Die Johanniter widerstanden zwar für einige Zeit, aber als keine Hilfe kam, ergaben sie sich im Dezember 1522. Der Orden verlagerte seinen Sitz nun nach Malta.
5. Ausrüstung und Kampfesweise

5.1. Die Ausrüstung der Kreuzritter

Kreuzritter

ritter02Die militärischen Qualitäten der Ritter lagen weniger in Gewandtheit und Geschwindigkeit, sondern in Zähigkeit, Ausdauer und Kraft, oder eher sogar roher Gewalt. Dementsprechend fiel die Ausrüstung eines Ritters aus. Die Hauptwaffen des Ritters waren die Lanze und das Schwert. Seltener kamen Streitkolben und Streitaxt vor. Am Anfang des Spätmittelalters entwickelten sich einige Abarten von Waffen, der Morgenstern und der Streithammer, obwohl es als unehrenhaft galt, diese Waffen zu führen.

Die Lanze wurde als Stoßwaffe verwendet. Anfangs war es üblich, die Lanze über den Kopf zu schwingen und zuzustechen. Später aber bürgerte es sich ein, die Lanze unter der Achsel einzulegen, um so die Wucht des Ansturms auszunutzen. Die Lanze bestand aus einem 2,50 bis 4,00 Meter langem Holzschaft, an dessen Ende eine lange eiserne Spitze befestigt war. Diese Waffe konnte bei einem größeren Anritt eine solche Wucht entwickeln, daß sie mühelos einen leichtgepanzerten Gegner glatt durchbohren konnte.

Die zweite Hauptwaffe war das Langschwert, eine Hiebwaffe mit einer Länge von ca. 1,20 Meter. Es bestand aus einer beidseitig geschärften Eisenklinge, zum Schutz der Hand waren am unteren Ende zwei Querstangen angebracht, die sogenannten Parierstangen. Das Heft, so nannte man den Schwertgriff, endete in einem meist reichverzierten Knauf, um das Schwert besser im Griff zu halten und der als Gegengewicht dient. Zum Schutz wurde das Schwert in eine Schwertscheide gesteckt, wenn es nicht in Gebrauch war. Diese Schwertscheide war oft reich verziert. Mit dem Schwert konnte ein geübter Krieger mit Leichtigkeit einem leicht gepanzertem Gegner die Gliedmaßen vom Körper trennen.

Zwei eher selten geführte Waffen war die einblättrige Streitaxt und der Streitkolben, an dessen Kopf sich sternförmig vier oder sechs scharfe Metallblätter befanden. Der meist zweihändig geführte Streithammer, der dem Schmiedehammer nachempfunden ist, und der Morgenstern, der aus einem Schaft, an dessen Ende sich eine Metallkugel mit bis zu 10 cm langen Eisenspitzen befand, bestand, waren zwar äußerst wirksame Waffen, wurden aber zurecht als unehrenhaft und unritterlich bezeichnet. Dennoch griffen vor allem junge Ritter zu diesen brutalen Waffen. Die Waffen änderten sich im Laufe der Zeit nur geringfügig.

Anders war es bei den Rüstungen. Die Ritter des Kreuzzugszeitalters trugen ein Kettenhemd oder seltener einen Schuppenpanzer. Das Kettenhemd bestand aus Tausenden von ineinandergreifenden Metallringen. Es bot mehr Schutz als der Schuppenpanzer und schränkte die Bewegungsfreiheit nur gering ein. Das Kettenhemd schützte den Leib, die Arme und reichte bis zum Knie. Es wurde durch Kettengamaschen zum Schutz der Beine und durch eine Kettenhaube, eine Art Kapuze, zum Schutz des Kopfes und des Halses ergänzt. Über die Kettenhaube legte der Ritter noch einen Topfhelm oder auch die Barbiere, den Normannenhelm mit dem Nasenschutz. Der Topfhelm schützte den gesamten Kopf und ließ nur einen schmalen Sehschlitz frei.

Um die Hiebe des Gegners zu parieren, hatte der Ritter einen Holzschild, welcher meist durch einen Metallbuckel und einen Metallstreifen am Rand entlang verstärkt war. Der Schild wurde um die Schulter gehängt und konnte nur schlecht bewegt werden. Er reichte vom Boden bis zu den Schultern und schützte so den ganzen Ritter. Auf dem Schild wurde das Wappen des Herren oder das eigene Familienwappen gemalt, um die Zugehörigkeit zu einem Heer zu zeigen.

Außerdem trug der Ritter über dem Kettenhemd einen Waffenrock, der mit einem breiten Waffengürtel an die Hüfte geschnallt wurde. Auf dem Waffenrock war meist auch noch das Wappen zu sehen. Unter dem Kettenhemd trug der Ritter ein Unterkleid, Gambeson genannt, aus dickem Stoff oder Leder, um das Gewicht des schweren Kettenhemdes abzupolstern.

Etwa seit Mitte des 13. Jahrhunderts wurde es gebräuchlich, über dem Kettenhemd einen eisernen Brustpanzer zu tragen. Diese Entwicklung ist auf die Erfindung stärkerer Fernkampfwaffen zurückzuführen wie der Armbrust oder dem Langbogen, die selbst eine Plattenrüstung ohne Probleme durchschlagen konnten und noch so viel Wucht besaßen, um den Träger zu töten.

Bei einem vollgepanzerten und vollbewaffneten Ritter konnte man mit Recht von einer schwergewichtigen Persönlichkeit reden. Eine vollständige Kettenrüstung wog 20 kg, Waffen und Helm zusammen 15 kg. Wenn man davon ausgeht, daß ein Ritter ein Körpergewicht von 65 kg (da fast jeder Mensch im Mittelalter an Untergewicht litt) besaß, hatte er ein Gesamtgewicht von 100 kg. Die Fernkampfwaffen wie Bogen, Armbrust und Wurfspeer beherrschte der Ritter, aber sie waren für ihn Jagdwaffen.

Das die Ritter begleitende Fußvolk ähnelte in seiner Bewaffnung den Rittern, hatte aber meist leichtere Rüstungen, um beweglicher und schneller zu sein. Außerdem waren sie um etliches billiger. Das Fußvolk setzte auch Fernkampfwaffen ein, meist Bogen, später auch zunehmend die Armbrust. Ihre Nahkampfwaffen waren sehr einfach, meist umgewandelte Werkzeuge oder Ackergeräte wie Axt, Speer, Dreschflegel, Sense etc.

5.2. Die Kampfesweise der Ritter
Die westeuropäischen Kreuzritterheere hatten, wenn es zu einer offenen Feldschlacht kam, eine einfache, aber dennoch sehr wirksame Taktik. Überlegungen bei der Aufstellung der Armee, Hinterhalte, Fallen, Einkesseln oder ähnliche Taktiken oder Manöver waren für einen echten Ritter unehrenhaft.

Die Ritter nahmen Stellung in einer geschlossenen Formation, meist in einer breiten Front, legten die Lanzen ein und stürmten auf Kommando allesamt in wildem Galopp wie eine Lawine aus Eisen auf den Gegner zu. Das Fußvolk stürmte hinterher. Meist löste dieser Anblick bei den muslimischen Heeren Panik aus.

Der Zusammenprall war verheerend. Man hörte das Krachen und Splittern von zerberstenden Lanzen und zerschmetternden Schilden, Eisen klirrte, Pferde bäumten sich auf, und die Luft war erfüllt von den Schreien der Sterbenden und Verwundeten. Verstümmelte und tote Krieger wirbelten durch die Luft, wurden von den Hufen der hinteren Pferde zertrampelt. Ein Krieger brauchte starke Nerven, um in diesem Moment nicht in Panik zu geraten.

Meist riß dieser Sturmangriff die locker formierten Reihen der Muslime in Stücke. Hielten sie aber stand, entartete das Gefecht in ein wildes Schlachten Mann gegen Mann. Meist hatte die Lanze eines Ritters diesen Ansturm nicht heil überstanden, und man wütete mit Schwert, Streitaxt und Streitkolben weiter. Aber diese Schlachten hatten wenig mit den Kämpfen aus Heldensagen gemein. Keine Finten, keine Ausweichmanöver oder Fechten. Die Kunst lag darin, daß ein Ritter versuchte, einen möglichst kräftigen Schlag gegen den Feind zu führen. Meist zielte man auch nicht und ließ den Schild des Gegners außer Acht, sondern schlug mit aller Gewalt zu.

Der Angegriffene versuchte den Schlag mit seinem Schild aufzufangen. Eine Parade mit der Waffe war unmöglich. Streitaxt und Streitkolben (ältere Modelle) würden wegen ihrer Holzschäfte zerstört oder aus der Hand geschlagen. Und selbst das Schwert, das mit seiner Eisenklinge einem Schlag standhalten könnte, war wie die übrigen Waffen viel zu schwer, um rechtzeitig in Position gebracht zu werden. Wenn der Schlag durch den Schild drang oder wenn dieser schon zerstört war, konnte man nur noch auf seine Körperpanzerung vertrauen.

Alles in allem war dies nur noch ein grausames Gemetzel, denn gegen die schwergepanzerten Ritter waren die muslimischen Krieger fast machtlos. Ein muslimischer Edler der Kreuzzugszeit beschrieb die Unverwundbarkeit der „fränkischen Eisenleute“ folgendermaßen: „…Sie schienen eine eiserne Masse zu sein, von der alle Schläge einfach abglitten…“. Die schweren Waffen der abendländischen Ritter konnten dazu den leichtgepanzerten Muslimen schlimme Wunden reißen und sogar das Haupt vom Rumpf trennen. Nach dem Sturmangriff wurden die Ritter vom folgenden Fußvolk im Nahkampf unterstützt.

War die Schlacht gewonnen, stellte der siegreiche Heerführer seine Standarte auf dem Schlachtfeld auf und schlug das Feldlager hier auf. Die fliehenden Truppen des Feindes zu verfolgen, stand selten im Sinne des Heerführers. Die Besetzung des Schlachtfeldes sollte den Sieg symbolisieren. Der Hauptgrund war aber eher die Plünderung der Gefallenen. Fast schon eine Unsitte, die gegen die ritterlichen Tugenden verstieß, aber weil Waffen und Rüstungen sehr teuer waren, wurden sie den Toten, Freund wie Feind, abgenommen.

Ein weiterer Grund, das Feldlager sofort aufzuschlagen, war die Versorgung der Verwundeten und die Erschöpfung der Pferde, die einen Eisenkoloß durch die Schlacht tragen mußten. Diese Kampftaktik wurde während des Hochmittelalters fast nie umgeändert oder variiert. Die Truppen hätten wahrscheinlich in diesem Falle gemeutert. Diese Verranntheit und das feste Vertrauen in ihre Taktik sollte den westeuropäischen Heeren noch viele Niederlagen bereiten.

5.3. Kampftaktik und Bewaffnung der Muslime
Die Stärken der muslimischen Heere waren im Gegensatz zu den Kreuzritterheeren Gewandtheit und Schnelligkeit. Die Hauptstreitmacht der Muslime war die Kavallerie. Auf ihren kleinen Wüstenpferden waren sie gewandter und schneller als die schweren europäischen Ritter. Sie waren nur leicht gepanzert. Entweder trugen sie ein Kettenhemd, das den Körper bis zur Taille und die Oberarme bedeckte, oder gar keine Rüstung, um ihren Körper zu schützen. Die meisten von ihnen trugen zudem einen leichten Helm.

Eine weitere Besonderheit waren ihre kleinen, runden Buckelschilde, die mit Metallbändern und -buckeln verstärkt wurden. Sie wurden auf der Innenseite mit einem Lederriemen festgehalten und boten deshalb mehr Bewegungsfreiheit, und man konnte sie besser führen als die fränkischen Schilde. Die Rüstungen der Muslime waren besser an die klimatischen Verhältnisse des Morgenlandes angepaßt als die europäischen.

Die Waffen der Moslems waren Lanzen, beidseitig geschärfte Schwerter und Krummsäbel, Streitkolben und Streitaxt. Zudem trug fast jeder Krieger einen Krummdolch (Jambiya) bei sich, der eine rituelle Bedeutung hatte. Ihr Waffenarsenal war dem europäischen sehr ähnlich, obwohl ihre Waffen im Durchschnitt leichter und damit nicht so tödlich waren. Ihre Krummsäbel, Scheiden und auch ihre Schilde und Rüstungen verzierten sie mit Silber, Gold und Edelsteinen in Form von Tierfiguren, Ornamenten und Inschriften aus dem Koran.

Die Hauptwaffe der Moslems war jedoch der türkische Kurzbogen. Er hatte zwar eine kürzere Reichweite als die europäischen Kreuzbogen, konnte aber dafür leichter gehandhabt und vor allem vom Pferderücken herab benutzt werden. Jeder muslimische Reiter besaß solch einen Bogen und einen Köcher voller Pfeile. Zudem führten manche ihrer Reiter noch einen leichten Wurfspieß mit sich.

Die Grundtaktik der Muslime war nur gering komplexer als die der christlichen Heere. Sie stürmten auf ihren schnellen Pferden, meist aus mehreren Richtungen zugleich, an den Feind heran, schossen noch im Ansturm ganze Pfeilhagel auf den Feind ab, schleuderten ihre Wurfspieße in die feindlichen Reihen und fuhren dann mit blitzenden Krummsäbeln in die gegnerischen Linien. Bald aber merkten sie, daß sie wenig Chancen im Kampf gegen die waffentrotzenden Reihen der schwergepanzerten Ritter hatten.

Sie begannen ihre Taktiken zu ändern. Sie mieden Schlachten auf offenem Feld, auf dem der Feind seine und die gegnerischen Truppen gut überschauen konnte und nutzten das Gelände zu ihren Gunsten. Sie versteckten sich hinter Hügeln und in felsigem Gelände, um den europäischen Truppen aufzulauern und diese dann von hinten anzugreifen. Außerdem versuchten sie einzelne Truppenteile vom Rest des Heeres zu trennen und zu umzingeln. Auch Überraschungsangriffe auf Feldlager gehörten zu ihren unritterlichen Taktiken.

Sie merkten zudem, daß ihre Pfeile die Ritter kaum verletzten, und schossen statt auf den Reiter auf sein Roß. Nachdem das Pferd von Pfeilen durchbohrt zu Boden ging, mußte der Ritter zu Fuß weiterkämpfen und war so ein besseres Ziel für die Muslime. Außerdem konnte man auf diese Weise einen Sturmangriff der Ritter schwächen, ja sogar ins Wanken bringen. Zudem war ein lebendiger Ritter meist mehr wert als ein toter, denn für seine Freilassung konnte man ein Lösegeld von seinen Verwandten fordern.

Weil die Muslime untereinander selbst in mehrere Glaubensgruppen gespalten waren, die sich sogar hart untereinander bekämpften, konnte es den Kreuzfahrern gelingen, im Heiligen Land überhaupt Boden zu gewinnen. Anfangs hatten die kleinen moslemischen Armeen bei strategischen Truppenbewegungen durch ihre Schnelligkeit einen Vorteil, aber auf Dauer konnten sich die Europäer durch ihre Überzahl besser behaupten.

Die moslemischen Heere konnten nicht so viel Verluste hinnehmen, ohne an Schlagkraft zu verlieren. Zudem verstanden sich die christlichen Heere sehr gut auf Belagerungen. Daher gelang es ihnen schnell, strategisch wichtige Burgen, Festungen und Städte zu besetzen. Die späteren Niederlagen der Europäer gründen unter anderem darin, daß sie untereinander zerstritten waren und sich mißtrauten.

5.4. Die Belagerung
Die Muslime waren Meister im Bauen von Festungen und Burgen. Aber auch die meisten morgenländischen Städte waren befestigt. Weil die westeuropäischen Heere anfangs den Muslimen im offenen Feld überlegen waren, zogen sich diese in ihre Festungen zurück. Deshalb waren die Kreuzfahrer oft gezwungen, sich auf eine langwierige Belagerung einzulassen. Im Gegensatz zur offenen Feldschlacht kannten die Westeuropäer bei einer Belagerung eine Vielzahl von Taktiken und Strategien, um eine Festung oder Burg einzunehmen.

Als erstes mußte eine Festung umzingelt werden, um gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. Umliegende Dörfer und Ansiedlungen wurden niedergebrannt. Meist versuchte man dann, mit Sturmleitern die Mauern zu überrennen. War die Gegenwehr zu heftig, stellte man sich auf eine längere Belagerung ein. Es wurden Kriegsmaschinen gebaut, um Breschen in die Mauer zu schießen und um die Bewohner zu terrorisieren und zu entmutigen. Zur Zeit der Kreuzzüge waren verschiedene Arten von Kriegsmaschinen im Gebrauch, hauptsächlich aber die Prätaria und das Katapult (näheres siehe auf der Seite über die Burgen und auf der Seite über die mittelalterlichen Waffen).

Eine besondere Grausamkeit der abendländischen Heere war, daß die abgeschlagenen Köpfe der Gefallenen wieder in die Stadt zurückgeschossen wurden, um die Verteidiger zu demoralisieren. Manchmal verschoß man auch Tierkadaver, um Seuchen zu verursachen. Es wurden auch Brandgeschosse in die Festungen geschleudert, um sie auszuräuchern. Daher legten die Verteidiger großen Wert darauf, die gegnerische Artillerie durch Ausbrüche oder eigene Katapulte zu vernichten.

Man konnte aber auch auf anderem Wege Breschen in die Mauern schlagen. Im Schutz von fahrbaren Holzdächern, sogenannten Katzen, unterminierten die Belagerer die Mauern, um sie entweder so zum Kollabieren zu bringen oder direkt durch den Stollen in das Innere der Festung zu gelangen. Wenn der Verteidiger dies bemerkte, legte er einen eigenen Tunnel an, der zum gegnerischen führte, und erschlug die Arbeiter.

Ein anderes Kriegsgerät, um Mauern und vor allem Tore zu brechen, ist der Rammbock oder auch Sturmbock. Er wurde entweder mit Muskelkraft gegen die Mauer oder das Tor geschlagen oder an Stricken befestigt im Schutze einer Katze gegen die Mauer geschwungen. Dagegen konnte der Verteidiger nur versuchen, den Sturmbock mit Steinen zu zertrümmern, ihn in Brand zu stecken oder die Mannschaft zu töten.

Um den Verteidiger zu schwächen und um einen Sturmangriff zu decken, feuerte man hinter beweglichen großen Holzschilden, sogenannten Pavesen, geschützt, mit Bögen und Armbrüsten auf die Krieger auf den Wehrgängen. Zu diesem Zwecke wurden auch Ballistas und Arcuballistas, eine Art Riesenarmbrust, verwendet, mit der man bis zu speergroße Bolzen und kleinere Steinkugeln verschoß. Die Arcuballista war eine Verbesserung der Ballista und konnte mehrere Geschosse gleichzeitig verschießen. Ballisten wurden von Verteidigern wie Angreifern gleichermaßen verwendet.

Trotz all dieser Kriegsgeräte mußte eine Festung erstürmt werden, wenn sie nicht kapitulierte. Dies geschah durch lange Sturmleitern, die von den Verteidigern leicht mit Stangen weggestoßen und umgekippt werden konnten. Also war dies sehr riskant, zumal die Kletterer von oben bombardiert wurden. Man konnte aber auch mit Hilfe eines sogenannten Belagerungsturms, eines fahrbaren Holzturms, die Mauern erstürmen.

Der Belagerungsturm wurde meist noch mit nassen Fällen und Leder umspannt, damit er nicht so gut in Brand zu stecken war. Er wurde von Soldaten an die Festungsmauer über den mit Holz zugeschütteten Burggraben gezogen. Nun konnte man mit Hilfe von Fallbrücken und Holzleitern auf die Mauer gelangen. Die Belagerungstürme waren bei den Verteidigern gefürchtet, da es ein sehr schweres Unterfangen war, einen an die Mauer gezogenen Belagerungsturm zu zerstören.

Konnte eine Festung trotz aller Bemühungen nicht eingenommen werden, versuchte man die Besatzung auszuhungern und diese so zur Kapitulation zu zwingen. Es gab viele Festen, die nie erstürmt werden konnten, sondern nur ausgehungert wurden.

Jeder Krieger vom Knecht über den Fußsoldaten bis hin zum Ritter haßte Belagerungen. Das Ausharren und die großen Anstrengungen machten den meisten Rittern sehr zu schaffen. Aber auch die Zivilbevölkerung einer belagerten Stadt hatte große Not und unendliches Elend zu ertragen. Es gab Belagerungen, die sich über Jahre hin erstreckten. So lange hielten die wenigsten Besatzungen aus. Sie verloren den Mut und die Nerven und kapitulierten.

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 Mit nur wenigen anderen Begriffen ist seit Jahrhunderten so oft und so gern Politik gemacht worden, wie mit dem des “christlichen Abendlandes”. Dabei gab (und gibt es noch) vielfältige Variationen des Themas: Da ist die Rede von der “christlich-abendländischen Kultur”, … Weiterlesen

Israel – Die Hebräer haben diesen Namen sich angeeignet

Der Name Israel ist ein urgermanischer Name für germanische Stämme und findet sich schon lange vor den Juden in Palästina (Gebirge Palästina), von ausgewanderten Germanenstämmen dorthin gebracht. Die Hebräer haben diesen Namen sich angeeignet, um als Höherrassige, als Heilige Gottes … Weiterlesen

Sklaverei und Sklavenhaltung

Die Versklavung von Menschen und der Handel mit ihnen ist eine seit Jahrtausenden bestehende Erscheinung in weiten Gebieten der Erde und bis heute nicht vollständig beseitigt.  Menachem Begin über alle “Nichtjuden” „Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind heilige Götter … Weiterlesen

Frömmigkeit nordischer Artung

Ein Querschnitt durch das Indogermanentum von Benares bis Reykjavik7. Auflage, 1989, Verlag Hohe Warte • Franz von Bebenburg • KG Hans F.K. Günther zeigt zunächst einmal, was nordische Frömmigkeit nicht ist, beispielsweise die Herabwürdigung des Leibes, die Abhängigkeit der Frömmigkeit … Weiterlesen

Zeitgenössisches Heidentum – Tradition, Kontinuität und Rekonstruktion

Veröffentlicht am von
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen irgendwo in Deutschlands geographischem Herzen etwa 30 junge Menschen beisammen und schweigen. Hier auf einer Waldlichtung sind der Schein der Fackeln und das prasselnde Feuer in der Mitte des Gemeinschaftskreises das einzige Licht, das … Weiterlesen

Ökologische Religion?

“Mein Reich ist nicht von dieser Welt”. Wozu dann um Baumsterben sich kümmern, wozu für reine Luft, entgiftete Böden, reines Wasser sich einsetzen ? Ums Jenseits geht es ihm doch ! Es ist noch gar nicht so lange her, dass … Weiterlesen

Die Religion der Germanen

Statt von germanischer Religion sprach man früher von germanischer oder “deutscher” Mythologie. Wir kennen nämlich von den vorchristlichen Religionen Europas die Mythologie, d. h. die Göttersagen, am besten, weil diese den Glaubenswechsel überlebt haben, was die alte Frömmigkeit auf die … Weiterlesen

DER JESUS VON NAZARETH

Die Geschichtlichkeit eines „Jesus von Nazareth“ läßt sich nicht erweisen und selbst die theologische Forschung gesteht dies mehr oder weniger unumwunden zu. Sie zieht sich auf den schwankenden Standpunkt einer „Kulterzählung“ zurück, ohne indes irgendwie und irgend etwas an der … Weiterlesen

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ergänzend  Die christliche Lehre kam aus dem Norden. und hier VON BÜCHERN, DIE DEN GEIST UND DEN LEIB TÖTEN .und hier Die vorchristlichen Ursprünge des Christentums .und hier Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld und hier Die Christianisierung und hier Zur Unglaubwürdigkeit des Judäo-Christentums und hier Die Christianisierung Nordgermaniens und hier Die Deutschen – ein auserwähltes Volk  und hier  Die Religion der Germanen und hier Kulturbringer Odin, Allvater, Wotan

Autor: Germanenherz

Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben. Sieg oder Spott, folg deinem Gott!

6 Kommentare zu „Die Kreuzzüge“

  1. Der Vatikan wird unterwandert

    Da dieser Aufzeichnung der Einwand der nachträglichen Darstellung bzw. ungenauen, weil nicht aktenmäßig belegten Berichterstattung gemacht werden könnte, wollen wir ihn hier nicht zugrunde legen, ebensowenig die bildlichen zeitgenössischen Darstellungen dieses Mordes, wie beispielsweise die außerordentlich instruktiven Holzschnitte in Georg Liebes “Judentum” (Bd. 11 der “Monographien zur deutschen Kulturgeschichte”, S. 17/20).

    In der Wiener Hofbibliothek befindet sich aber heute noch ein unumstößIiches Beweismaterial: die in mittelalterlichem Juristenlatein abgefaßten umfangreichen Prozeßakten des Trienter Knabenmordes aus dem Jahre 1475! Diese sind nicht wegzuleugnen. Die 613 Folioseiten des Wiener Kodex stammen von der Hand des Schreibers des Trienter Prozesses, des Johann v. Fatis. Des weiteren besitzt die Bibliothek des Vatikans zu Rom einen lateinischen handschriftlichen Kodex aus den Jahren 1476-78, verfaßt im Anschluß an den Trienter Ritualmordprozeß vom Jahre 1475/76. Papst Sixtus IV. hatte eine Kommission von sechs Kardinälen und hervorragenden Juristen in Rom beauftragt, die Prozeßakten nochmals zu überprüfen. Den Vorsitz dieser Kommission führte der bedeutendste italienische Rechtsgelehrte seiner Zeit, Franz Panvino von Padua. Im Zusammenhang damit wurde der Kodex abgefaßt. Das interessante Manuskript wurde zwar, wie aus den häufigen Randbemerkungen hervorgeht, vielfach benutzt, war dann aber wieder jahrhundertelang verschollen. Sixtus IV. hatte durch eine besondere Bulle vom 20. Juni 1478 das Gerichtsverfahren für tadelfrei erklärt und der Gewissenhaftigkeit der Richter das höchste Lob gespendet, – und Papst Benedikt XIV. bezeichnete den Kodex als authentisch. Erst 1881 wurde diese alte Handschrift wiederentdeckt und in der italienischen Zeitung “civiltä cattolica” auszugsweise veröffentlicht. – Im Statthaltereiarchiv zu Innsbruck bearbeitete der katholische Pfarrer Dr. Jos. Deckert über 200 ursprünglich im Konsistorialarchiv von Trient aufbewahrte, aus dem Jahre 1475 stammende Aktenstücke (Verhörsprotokolle), Briefe und Konzepte, auf Simon von Trient bezüglich; ihren Niederschlag veröffentlichte Deckert im Rahmen seiner 1893 erschienenen Abhandlung: “Vier Tiroler Kinder, Opfer des chassidischen Fanatismus”, was zur Folge hatte, daß heute nur noch in einer einzigen öffentlichen Bibliothek Großdeutschlands ein Exemplar dieser “gefährlichen” Arbeit sich vorfindet!

    1588 und 1593 wurde zu Trient eine sogenannte Relatio italica in Druck gegeben. Auf ihr fußen die schon mehrfach erwähnten Geschichtsschreiber, die Bollandisten (Acta sanct., Martii, tom. III, p. 494f.), und, was für uns das Wichtigste ist, sie fügen ihrem Bericht ein ausführliches Schreiben des berühmten Arztes Hans Mathias Tiberinus bei, der als Sachverständiger die Leiche des Opfers zu untersuchen hatte und bereits 14 Tage später dem Stadtrat von Brixen seinen Befund mitteilte. Außerdem ist überliefert der unanfechtbare, von drei Trienter Ärzten noch vor der Verhaftung der Schurken festgelegte und völlig objektive Leichenbefund! Er übermittelt uns aufs genaueste die furchtbare Todesart des 28 Monate alten, später von der Kirche beatifizierten Kindes.

    Die in kleinsten Einzelheiten übereinstimmenden Geständnisse der in strenger Einzelhaft gehaltenen und auch getrennt vernommenen acht Hauptangeklagten ergeben aber folgendes erschütternde Bild: In den ersten Tagen der Karwoche des Jahres 1475, in dem das Passahfest auf den Gründonnerstag fiel, fanden sich die Häupter der jüdischen Familien zu Trient im Hause des Angesehensten, mit Namen Samuel, ein, in dessen Grundstück sich das Versammlungslokal der Juden, die Synagoge, sowie die Judenschule befanden. Sie beklagten sich darüber, daß man die Osterkuchen, die Mazzen, nicht bereiten könne, weil das Blut von einem Christenknaben fehle! Samuel setzte eine “Prämie” von 100 Golddukaten für die Beschaffung des Schächtopfers aus. Der Jude Tobias begab sich um die Zeit des Abendgottesdienstes am Gründonnerstag in eine fast menschenleere Seitenstraße. Vor dem elterlichen Hause spielte ein 28 Monate altes Kind, Simon Gerber. Mit Spielen wird es bis zum Hause des Samuel gelockt, und daselbst bis zur völligen Dunkelheit eingeschlossen.

    Der Judenälteste, ein Greis von 80 Jahren, Moses “der Alte”, begann mit der Schächtung, indem er dem Kinde mit einer Zange aus der rechten Wange ein Stück Fleisch herausriß, ihm folgten die anderen Juden. Das herabfließende Blut wurde in einem Zinnteller aufgefangen. Auf gleiche Weise wurde das rechte Bein verstümmelt. Die übrigen Teile des Körpers wurden mit langen, dicken Nadeln (acum a pomedello) durchstochen, um das letzte Blut zu gewinnen. Schließlich wurde die Beschneidung ausgeführt. Zum Schluß ahmten die Henker die Kreuzigung nach, indem sie das zuckende Wesen zu viert mit den Füßen nach oben ausgestreckt hielten (in modum crucis), die übrigen Juden zerstachen es nochmals mit Nadeln und spitzen Instrumenten. Die Mörder schrien: “So haben wir’s mit Jesus gemacht, möchten alle unsere Feinde also auf ewig zuschanden werden.” Das noch schwach atmende Kind wurde dadurch getötet, daß man die Schädelknochen zerschlug; die Juden stimmten dabei einen Lobeshymnus auf Jahweh an. Das Blut des Kindes wurde in einem Topf gesammelt und auf die einzelnen jüdischen Familien verteilt! – Das Ostermahl konnte bereitet werden!

    Die Kindesleiche, am Karfreitag auf dem Ahnemor (Altar) der Synagoge ausgestellt und von allen in Trient ansässigen Juden besudelt, verhöhnt und geschändet, wurde, nachdem sie vorübergehend unter dem Stroh eines Speichers verborgen worden war, schließlich in einen Wassergraben, der in der Nähe des Hauses vorbeifloß, geworfen. Um den Verdacht, der sich mehr und mehr verdichtete, von sich ablenken zu können, glaubten die jüdischen Verbrecher besonders schlau zu sein, wenn sie als erste dem Bischof von Trient von dem grausigen Fund einer verstümmelten Kindesleiche berichteten, nachdem die Eltern, von zahlreichen Einwohnern unterstützt, vergeblich gesucht hatten, und die Stadttore vorsorglich geschlossen worden waren. Damit lieferten sie sich jedoch selbst aus. Die Art der ungewöhnlichen, noch nie gesehenen Verwundungen und das zarte Alter des Opfers brachten die Urheber und Anstifter vor Gericht. Hier bekannten sie – getrennt voneinander vernommen – schließlich alle Einzelheiten des schändlichen Verbrechens. Die Frauen zweier Hauptangeklagten gaben die aufschlußreiche Erklärung ab, daß bereits in früheren Jahren ähnliche Kindermorde ausgeführt worden wären, die aber alle unentdeckt geblieben seien!

    Während des Prozesses wurden drei beglaubigte Urkunden über vier jüdische Kindermorde vorgelegt, die sich sämtlich in der Diözese Konstanz ereigneten, und zwar zwei Blutmorde in Endingen, je ein solcher in Ravensburg (1430) und Pfullendorf (1461). Außerdem gaben zwei der Angeklagten ihre Mitwisserschaft über Kindermorde in Padua, wo in früheren Jahren mehrere Kinder geschächtet worden seien, und zu Regensburg, wo ein Kind zum Verbluten gebracht wuide, zu Protokoll.

    Der durch die Trienter Behörden mit außerordentlicher Gründlichkeit geführte Prozeß erstreckte sich über drei volle Jahre; erst unter dem 7. Juli 1478 findet sich in den Akten der Vermerk (Rom): causa contra Judaeos finital Diese lange Dauer des Verfahrens hatte seine guten Gründe!

    Die reichen Juden Italiens, in ihrer sozialen Stellung zwar noch in gewissen Schranken gehalten, übten damals schon durch ihr Geld und ihre – Ärzte an den Höfen italienischer Fürsten und selbst am päpstlichen Hofe einen großen Einfluß aus. Sie setzten, unterstützt durch ihre im Auslande, besonders an den Handelsplätzen Süddeutschlands lebenden vermögenden Rassegenossen Himmel und Hölle in Bewegung, um den Trienter Prozeß zu unterdrücken oder wenigstens zu retten, was noch zu retten war – “da rürt sich erst das guldin kalb: und legten die juden auss allen Landen vil gelts zusamen, brachten mit gelt zuwegen” (“Judenbüchlein” des D. Job. Eck!)

    Die bisherigen Aufstände gegen die Juden Italiens waren wie in anderen Ländern meist durch ihren unmenschlichen Wucher, den sogar viele Fürsten aus mancherlei Gründen begünstigten – “Darlehen” zu 80-100% und mehr waren die Regel -, veranlaßt gewesen. Jetzt aber, durch Trient, “kamen Dinge zutage, welche die Juden mit ewiger Nacht bedeckt wünschten” (Deckert). Es offenbarte sich da ein Blutdurst, ein satanischer Fanatismus, der jedes Vorstellungsvermögen überstieg; bisher durch schlimme Erfahrungen immer wieder genährte Gerüchte hatten ihre Bestätigung gefunden, daß in der menschlichen Gesellschaft fremdrassige Individuen ganz bewußt morden und schächten, um das Blut zu rituellen Zwecken zu gewinnen, und daß dies alles in streng geheimgehaltener Überlieferung begründet ist! Was Wunder, daß kein Mittel unversucht ‘gelassen wurde – vom Gold bis zum Gift…. Nach Deckert lautet (S. 15) eine Aktenstelle geradezu: “Die Trienter mögen nach Kräften die Ehre ihrer Vaterstadt gegen die Juden wahren, die Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt hätten, um in Rom (!) einen ihrer Sache günstigen Kommissar zu erlangen. Mit Geld verschaffen sie sich viele Gönner….”

    Beginnen wir mit dem zuständigen Landesfürsten, Herzog Sigismund von Österreich: er ließ den Prozeß erstmalig bereits wenige Wochen nach Beginn, während der Vernehmungen, einstellen! Die zweite Unterbrechung veranlaßte Papst Sixtus IV. selbst in schroffer Form mit der Begründung ,,es möge die Ankunft seines bevollmächtigten Legaten, den er im voraus empfehle, abgewartet werden; der die Untersuchung leitende Bischof Hinderbach von Trient erhielt ein päpstliches Breve, nach dem er gegen die Juden nicht weiter vorgehen möge, da einige Fürsten die ganze Sache sehr mißbilligten!

    Der angekündigte päpstliche Legat erschien denn auch in Gestalt des “Commissärs” Bischof Baptista dei Giudici von Ventimiglia, in den Akten kurz nach seinem Geburtsort genannt, Liebling des Papstes, sein Landsmann und engster Vertrauter. In dem bereits zitierten Breve wird er päpstlicherseits als “Theologiae professor”, als “vir doctrina ac integritate praeditus”, also als durch Gelehrsamkeit und Ehrlichkeit “ausgezeichneter” Mann wärmstens empfohlen. Steht uns in Anbetracht “unserer Geistes-Disposition” (Paul Nathan) auch nicht das Recht zu, erstere Eigenschaft zu bezweifeln, so lohnt es sich um so mehr, die zweite an Hand der Aktenauszüge näher zu untersuchen!

    Auf seinem Wege von Rom nach Trient erschien er in Venedig in Begleitung dreier Juden, mußte aber infolge der hier herrschenden judenfeindlichen Stimmung von der Bevölkerupg “ungegrüßt von dannen ziehen”. – “Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Juden durch ihren Einfluß am päpstlichen Hof” – so schrieb der katholische Pfarrer Deckert – Iventimiglia als einen ihren Interessen günstigen Mann als Legaten erwirkten.”

    In Trient wurde der Legat – wie er selbst brieflich zugab – von Bischof Hinderbach aufs freundlichste empfangen; derselbe räumte ihm sein prächtiges Schloß zum Wohnsitz ein und unterstützte ihn aufs bereitwilligste in der Untersuchung der ganzen Angelegenheit. Aber schon kurz nach seiner Ankunft trat Ventimiglia, der seine Judenfreundlichkeit unverhohlen gezeigt hatte, in enge Beziehungen zu dem jüdischen Spion “Wolfgang”. Nach kaum drei Wochen fand er seine Wohnung im bischöflichen Palais zu feucht und unpassend, klagte über angegriffene Gesundheit und zog nach Roveredo – in Wahrheit dürfte Hinderbach ihm zu sehr auf die Finger gesehen haben: “In Trient habe sich niemand ungefährdet (d.h. ungesehen!) zu ihm begeben können aus Furcht vor dem Bischofe (Hinderbach) und dem Volke; daher habe er einen sicheren Ort aufgesucht.” Dort, in Roveredo, im jüdischen Hauptquartier, hatten sich die reichen Juden mit ihren Anwälten versammelt; schon am 24. September konnte Ventimiglia an Hinderbach berichten, daß “die Advokaten der Juden vor ihm erschienen seien, um ihre Sache zu verteidigen….” Außerdem stellten sie den Antrag, daß ihnen die Prozeßakten auszuliefern seien; sie, die Juden, hätten gleichzeitig zu verstehen gegeben, daß sie die Mittel zur Wiederherstellung seiner, des Legaten, Gesundheit beschaffen würden!

    Am 1. Oktober 1475 klagte Hinderbach, daß er “die Ränke der treulosen Juden und schlechten Christen” durchschaut habe, die durch Geld und Geschenke gekauft, die Gemüter der Fürsten und einiger Prälaten für sich einnehmen und auf ihre Seite ziehen…. Die Juden und einige Doktoren sitzen zu Roveredo, wo sich auch der Legat unter dem Vorwand schlechter Gesundheit aufhalte. Man suche die Akten zu verkleinern und verächtlich zu machen (extendare et floccipendere). Täglich berate man in Roveredo…. Man suche Einfluß auf den Dogen (Mocenigo von Venedig – auf seine Machenschaften wird noch zurückzukommen sein!) zu gewinnen, damit er sich für die Freilassung.der noch gefangenen Juden verwende. Alles suchten die Juden zu bestechen, und schon hätten sie zu Rom, wie man höre, vom Papste und einigen Kardinälen viel erlangt; aber er könne es nicht glauben….”

    Der Priester (!) Paul de Novaria, jüdischer Spion, hatte sich in das bischöfliche Schloß eingeschlichen und zwei Monate lang die Prozeßakten abgeschrieben, da Hinderbach diese den Judenanwälten nicht ausgeliefert hatte. In einem deswegen anhängig gemachten Prozesse gestand dieser “Priester”, mit den Juden von Novarra, Modena, Brescia, Venedig, Bassano und Roveredo wegen Befreiung der gefangenen Juden in Verhandlung gestanden zu haben. Er habe geraten, das Gitter im Graben zu entfernen, damit die Zeugen aussagen könnten, der kleine Simon sei in den Graben gefallen und abgetrieben worden…. Er habe von den Juden Gelder erhalten, um den Kämmerer des Bischofs zu bestechen, damit derselbe den Bischof vergifte; 400 Dukaten seien ihm versprochen worden, falls ihm sein Vorhaben gelänge!

    Mit der Führung dieses Teilprozesses war der bischöfliche Sekretär Gregor beauftragt worden. Zu Beginn des Prozesses weigerte sich der angeschuldigte Priester, mündlich zu bekennen, er wolle dies nur schriftlich tun. In einem unbewachten Augenblick schnitt er sich die Zunge ab “scalpro liberario” – also mit einem Federmesser – und warf sie in den Abort…. Derselbe Priester Paul, war noch gedungen worden, den Stadtrichter von Trient, Hans v. Salis, zu vergiften!

    Um dem Prozeß gegen die Ritualmörder doch noch eine andere Richtung zu geben, wurde durch ein schändliches Manöver (Geldversprechungen, Geleitsbriefschwindel) ein völlig ahnungsloser unbescholtener Trienter Bürger namens Anzelin nach Roveredo gelockt, gegen alle Gesetze von Ventimiglia in dessen Wohnung gefangen gehalten und täglich gefoltert, damit er ein Trienter Ehepaar (Zanesus Schweizer) des Kindesmordes beschuldige! – Später sagte dieser unglückselige Mensch aus, daß ihn der päpstliche Legat täglich einem “peinlichen Verhör” (= der Folter) unterzogen habe, damit er aussage, was er gar nicht wisse…. Meist sei er unter einem Bett versteckt gehalten worden; nur wenn jüdische Besucher gekommen wären, habe er hervorkommen dürfen. Jeden Abend seien Juden zu ihnen gekommen, um sich mit dem Legaten zu beraten. Öfter hätten die Juden Geld aufgezählt. Schließlich wurde er, da aus ihm nichts herauszubekornmen war, unter der Bedingung freigelassen, daß er über das Vorgefallene nichts spräche!

    Da auch dieser Skandal nicht verfing, griff Ventimiglia zu einem letzten Mittel: auf Grund gefälschter, angeblich päpstlicher Instruktionen versuchte er den ganzen Prozeß unter Ausschaltung der Trienter Behörden widerrechtlich an sich zu ziehen, ja, seine Unverschämtheit ging so weit, dem Trienter Bischof unter Androhung der Exkommunikation und des Verbotes, die Kirche zu betreten, zu verbieten, gegen die Juden weiter vorzugehen; diese ermunterte Ventimiglia, nur ja nichts zu gestehen, bald würden sie alle in Freiheit sein!

    Aber “in diesem langen, harten Kampfe um Wahrheit und Recht” (Deckert) blieb schließlich Hinderbach, umgeben von deutschen Männern, die jüdischer Bestechung unzugänglich waren, Sieger. Durch seine Energie war ein Prozeßverfahren ermöglicht worden, das als rühmliche Äusnahme vor der Geschichte und ihrer Forschung bestehen und noch Jahrhunderte später wertvollstes Material liefern kann!

    Ende Oktober 1475 berichtete Hinderbach an alle in Frage kommenden Fürsten über die genaue Untersuchung, die Gefangennahme der Schuldigen, deren übereinstimmende Geständnisse und die gerechte Verurteilung. Er besaß den Mut, in seinem Rechenschaftsbericht die “Untersuchung”, die der päpstliche Legat eingeleitet hatte, als corruptam inquisitionem ebenso kurz wie vernichtend zu bezeichnen!

    Ventimiglia hatte sich schließlich sein eigenes Grab geschaufelt: seine “Mission” hatte derartig skandalöse Formen angenommen, daß ihn der Papst wohl oder übel fallen lassen mußte. Die Bevölkerung hatte sich gegen den Legaten erhoben und in Spottliedern als Kaiphas, als “pseudoantistes Judaeorum” zum Ärger des Papstes verhöhnt. “Dem Papste habe es aber mißfallen, daß sein Legat überall des Unrechten überführt worden sei, daß man gegen ihn Salyrn und Epigramme veröffentlicht und ihn auch bildlich verspottet habe. Hinderbach möge dies in seiner Diözese verhindern” (Akten). Ende 1477 bat Hinderbach in einem energischen Schreiben den Papst, doch “diesem Skandal endlich ein Ende zu machen … alle lehnen sich dagegen auf, und er (der Papst) möge einen anderen Mann zum Kommissar bestellen, der ein Freund der Wahrheit sei”.

    “Selten hat wohl ein Legat das päpstliche Ansehen in Deutschland so tief geschädigt…” (Deckert).

    Baptista dei Giudici von Ventimiglia zog sich grollend nach Beneyent zurück. Um ihren wertvollen Bundesgenossen nicht ganz aus den Augen zu verlieren, mieteten Juden – nach einem Briefe vom 23. März 1481 – hinter seinem Hause einen Garten, “um leichteren Zutritt zu ihm zu haben”. Es wurde kein Nachfolger ernannt; anscheinend hatte Rom niemanden mehr, den es für immun jüdischen Bestechungsversuchen gegenüber halten konnte.

    Hinderbach, gebürtiger Hesse (geh. 1418 zu Rauschenberg in Hessen) führte in Befolgung seiner landesherrlichen Pflichten den Prozeß trotz unsäglicher Schwierigkeiten bis zum gerechten Ende durch. Er hatte zu wiederholten Malen, wie aus seinen eigenen Briefen zu schließen ist, hohe jüdische Bestechungssummen ausgeschlagen, was ihm um so höher anzurechnen war, als er oft mit Geldverlegenheiten zu kämpfen hatte. Er fürchtete selbst den Tod der Vergiftung nicht, der ihm angedroht worden war.

    “Mit ihm standen mutig im Kampfe die deutschen Männer, der Podestä von Trient, Hans v. Salis, und der Stadthauptmann Jacob v. Spaur, die sich weder vor den jüdischen noch vor den wällischen Intrigen beugten, wie aus wiederholten Protestationen urkundlich erwiesen ist” (Deckert).

    Wegen der drohenden Pestgefahr verzögerte sich die Approbation der Prozeßakten in Rom. Endlich, am 20. Juni 1478, bestätigte die Bulle Sixtus IV. an Bischof Hinderbach, der Prozeß gegen die Juden sei ad normam veri juris geführt worden. Die Kinder der hingerichteten Juden sollten getauft werden.

    Nach dem Judenbüchlein” des D. Eck hat Trient den Juden 120.000 Gulden gekostet. “Da haben die juden ihrem brauch nach allenthalben mit gold und gelt sich bemüet, das die mißthat undertruckt ward; haben hertzog Sigmund viltausend gulden anbotten, wann ehr die juden lädig ließ; wolten auch dem Bischoff Herr Johans v. Hinderbach ain schloß von newen bawen…”

    Die des Verbrechens überführten Kindesmörder waren die schändlichste Todesart gestorben: auf Räder geflochten wurden sie zunächst gerädert, dann verbrannt. Moses „der Alte”, das Oberhaupt der Judengemeinde, hatte sich bereits im Gefängnis umgebracht. Vier der Mitwisser und Mittäter wurden getauft und begnadigt.

    Das Synagogenhaus des Juden Samuel wurde niedergerissen, an seiner Stelle ließ Hinderbach dem Opfer eine Kapelle errichten, die 1647 durch eine Spende der Bürger von Trient vergrößert und verschönert wurde. Kaiser Maximilian ordnete, da Überfälle durch jüdisches Gesindel zu befürchten waren, die Bewachung des Grabes des Märtyrers, an dessen Name unter Gregor XIII. in das römische Martyrologium aufgenommen wurde. 1480 mußte sich Hinderbach in einem Rundschreiben an die Bischöfe Italiens wegen Mißbrauchs der Sammlung für den heiligen Märtyrer Simon durch Bettelmönche wenden! Simon von Trient ist bis heute Schutzpatron der Diözese Trient, sein Fest wird am vierten Sonntag nach Ostern gefeiert. Noch im 19. Jahrhundert durfte sich kein Jude unterstehen, in der Stadt Trient eine einzige Nacht zuzubringen 13). Eine besondere Bruderschaft hatte darüber zu wachen, daß das alte Verbannungsedikt gegen die Juden aufrechterhalten und durchgeführt wurde.

    Auf dem Altar der Kirche San Pietro zu Trient steht der Sarkophag des Kindes, der in einem Kristallsarg die noch außerordentlich gut erhaltene Leiche birgt. Diese ruht nackt auf einem Kissen, die zahllosen Wunden sind nach dem Bericht (1893) Dekkerts, dem es ermöglicht worden war, die Reliquien des “santo Bambino” zu besichtigen, noch ganz deutlich zu erkennen: “Wer aber heute in den Reliquien des heiligen Kindes bloß ein mumienhaftes Skelett zu sehen erwartet, irrt sich gewaltig. Der Leib ist noch ganz wohl erhalten…. Gegen das Licht gehalten, sah ich sogar noch die feinen Haare des Hauptes. Die Wunde der rechten Wange ist deutlich zu sehen; desgleichen zahlreiche Stiche am ganzen Leibe. über 400 Jahre sind seit dem Tode des Kindes verflossen, und so gut sind seine Reliquien erhalten…” – Selbst die Marterwerkzeuge, als Zangen, Messer, Nadeln und ein Becher, worin das Blut aufgefangen wurde, werden in dieser Kapelle noch aufbewahrt.

  2. Das Judentum regiert die Welt über Rom [neben Zion] bis zum heutigen Tage!

    Es gibt zahlreiche Indizien, dass der heutige Vatikan unter der Fascia eine Fortsetzung der babylonischen Tradition ist:

    Eine Analyse von Dave Cleveland zu den Strukturen hinter der Politik, die Errichtung der EU oder EUDSSR und der darauf folgenden Errichtung der Neuen Weltordnung / Viertes Reich

    Deutsche Überarbeitung: Fliederigis: youtube.com/user/FliederIgis

    http://archive.org/search.php?query=subject%3A%22bfed%22
    http://archive.org/search.php?query=bfed%20grundwissen

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