Die deutsche Erhebung (1813-1815) – Der Feldzug bis zum Prager Kongress / Befreiungskriege


Ja, es war eine große, eine gewaltige, eine erhebende Zeit, die Zeit der deutschen Befreiungskriege, und es gibt in der deutschen Geschichte kaum eine zweite Epoche, in welcher die deutsche Volksseele so in ihrer innersten Tiefe aufgewühlt wurde, welche so viel Begeisterung, so viel Zukunftsfreudigkeit hervorgebracht hat. Selbst die vaterländische Erregung, welche dem Kriege 1870/71 voranging, verblaßt vor der tiefgehenden Bewegung des unvergesslichen Frühlings von 1813, da „der König rief, und alle, alle kamen“, da es wie ein gewaltiger Sturm durch die deutschen Lande und die deutschen Herzen ging, und Theodor Körner, der Tyrtäus der Befreiungskriege, mit seinem flammenden Weckruf die deutschen Brüder in West und Ost, in Nord und Süd zu den Waffen rief.
Was war der Grund dieser tiefgehenden Erregung, dieses aufflammenden Zorns? Sie waren begründet in der erschütternden Vorgeschichte der Befreiungskriege, der Unglückszeit Deutschlands, da der korsische Titan Napoleon halb Europa erobert und geknechtet und auch das altersschwache Deutschland und den Staat Friedrichs des Großen zu Boden geworfen hatte. Je größer die Not, je tiefer die Schmach und die Demütigung gefühlt worden waren, desto nachhaltiger die Begeisterung; als man die Ketten abschüttelte.

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