Thema Runen: Mittelalterliche Geheimrunen und ein paar Ergänzungen

Vorab: Ich habe ein großes Problem damit, wenn weisungsgebundene Juristen historische Fragen zum Thema Runen, mit Nationalsozialistische Ideologien vergleichen und mit ihren rechtsbeugenden Verurteilungen gegen meiner Person, mir mein restliches Leben versaut haben. Und im gleichen Moment, mit samt der nazierten BRD ReGIERung und deren verlogenen Kopfsiffmedien, die ukrainischen Nazis hofieren und vergöttern.
Bitte mal links den Runenkalender vom Vatikan anschauen. Es sind diejenigen Kalender, die in der Zeit (800–1050 n. Chr.) bis zur Einführung des gregorianischen Kalenders in Gebrauch waren.

Tragbarer Kalender, bestehend aus acht Tafeln, die mit einer durch zwei am Rand befindliche Löcher verlaufenden Schnur zusammengebunden sind.
Auf den Tafeln sind Tage und Feste in runischen Schriftzeichen ins Horn eingeritzt und ist um einiges älter „wie die von Ihnen“ gemutmaßten Nationalsozialistischen Ideologien.

Germanenherz Runologe 02

Einleitung
Im Mittelalter gab es eine Reihe weniger bekannte, individuell eingesetzte Runen der Magie und des Heilens, die weitgehend deutschen und holländischen Ursprungs waren. Man assoziierte sie häufig mit den in christlicher Zeit heimlich verehrten Gottheiten. Diese Runen hatten Schutz- und Heilungsfunktion, waren aber nicht für die Weissagung bestimmt. Parallel zum christlichen Gott bekannten sich viele Menschen des Volkes zu ihren alten Gottheiten. Meist wurden diese Götter in Notzeiten in Form traditioneller Riten und Zeremonien angerufen. Ihnen galten eigene Volksgesänge und Tänze und gewisse Geheimrunen bei der Anrufung. Diese mittelalterlichen Runen bilden kein eigenes Futhark oder Futhork, da sie, wie bereits erwähnt, als Geheimzeichen benutzt wurden. Diese Zeichen sind unter den Namen Wolfsangel, Erda, Ul, Ziu, Sól, Wendhorn, Fyruedal und Wan bekannt.

Wolfsangel
Die erste Rune heißt Wolfsangel und besitzt die Lautung „SZ“. Ihren Namen hat die Rune von einer altertümlichen Eisenwaffe, mit der man Wölfe fing. Im Jahre 813 begann der tausendjährige Feldzug gegen den Wolf, da der Mensch im Mittelalter erstmals durch Ausweitung der Landwirtschaft mit den Revieren der Wölfe zusammenstieß. Um das Vieh zu schützen und von abergläubischen Verteufelungen des Wolfes angetrieben, wurden immer raffiniertere Methoden gefunden, den Wolf auszurotten. Eine dieser Methoden war die Wolfsangel, bei dem der Wolf, angelockt von einem Köder, der am Ende der Angel von einem Baum hing, nach oben sprang und so sich an der Angel selbst aufhängte.

Die Rune ist, was ihr Erscheinungsbild angeht, mit der 13. Rune des Älteren Futharks, Eihwaz, verwandt. Sie ist die Rune des Eibenbaumes (Taxus baccata), und wird, weil die Eibe ein giftiger Baum ist, und weil sie den verfluchten 13. Platz im Futhark einnimmt, als Todesrune bezeichnet. Es ist eine interessante interpretatorische Parallele zum Namensursprung der Rune Wolfsangel zu sehen, fand doch der Wolf, wenn er in die Falle tappte, am Baume hängend den Tod. Die Wesenselemente „Baum“ und „Tod“ der Rune Eihwaz sind also auch in der Geschichte der Wolfsangel zu finden.

Die Bedeutung als klassische Schutzrune wird die Wolfsangel wohl von der ursprünglichen Eigenschaft des Fanggerätes Wolfsangel haben, das ja zum Schutz vor dem Wolf, das bedeutete in mittelalterlicher Zeit vor dem Bösen, eingesetzt wurde. Die Rune wird mit dem Element Erde, der Farbe Rot und dem germanischen Gott Vidar in Verbindung gebracht. Vidar, der Waldherr, Sohn Odins, ist der schweigsame Gott, der in dem busch- und grasreichen Lande Widi wohnt und die Morgenröte repräsentiert. Als Odins Wiedergeburt (Odins Aspekt) wird er nach der Götterdämmerung zusammen mit dem Gott Vali Odins und Balders Tod rächen.

Erda
Die zweite geheime Rune, die im Mittelalter benutzt wurde, heißt Erda (Lautung „ER“), sie hat ihren Namen von der germanischen Erdmutter Erda, die wohl auf Hertha, die Göttin des Haushaltes und/oder auf Gerda (gardr = „umzäuntes Feld“), eine Riesin, die als Freys Gemahlin von den Asen aufgenommen wurde, zurückzuführen ist. Beide Gottformen verkörpern einen erd – bzw. heimatverbundenen und mütterlichen Archetypus, der sich in der Erdmutter Erda manifestiert. Daher ist die Rune Erda Mutter Erde, unserem Planeten, der uns alle trägt, zugeordnet. Es leuchtet ein, dass sie für die Farbe Braun und das Element Erde steht. Ihr Bild ist der geordnete Garten (vgl. Gerda von gardr = „umzäuntes Feld“), in dem alles Gute zur rechten Zeit gedeiht.

Die Rune ist eine ideographische Weiterentwicklung der Rune Othala. Diese runische Urform des Älteren Futharks hat folgende Eigenschaften und Bedeutungen, die sowohl der Göttin als auch der Rune Erda ähnlich sind. Diese Eigenschaften sprechen, neben den ideographischen Ähnlichkeiten von Erda und Othala, für eine enge Verwandtschaft der beiden Runen. So hieß die Rune im Friesischen „Eeyeneerde“, was soviel wie „eigenes Land“ bedeutet. Damit wurde die Bedeutung der Rune im Sinne von Erbbesitz einer Familie oder eines Clans treffend beschrieben. Nach dem alten Gesetz Nordeuropas handelte es sich um unveräußerliches Land, um ewiges Eigentum, das von einer Generation an die nächste überging. Die Rune Othala steht somit für wahren Reichtum – Natur und natürliche Heimat. Wie man sieht, sind die archetypischen Eigenschaften „Heimat“ und „Natur“ bei beiden Runen zu finden. Dies ist es, was ihre innere Verwandtschaft ausmacht.

Ul
Ul besitzt die Lautung „UE“ und steht für das Element Luft und die Farbe Orange. Sie ist die Rune des altfriesischen Gottes Waldh, dem Waldgott der Ruhe, der bei Krisen im Heilungsprozess zu Hilfe kam. Die Rune bedeutet Wendepunkt. Ihre Funktion als klassische Heilrune lässt sich schon an der entsprechenden Farbe erkennen, für die sie steht, denn die Farbe Orange wird in der Farbtherapie zur Behandlung von Muskelkrankheiten und zur Stärkung der Verdauungsorgane eingesetzt. So liegt es nahe, dass Ul mit der germanischen Göttin der Heilkunst Eir („Die Helfende“) in Zusammenhang gebracht wird.

Ul ist eine Weiterentwicklung der alten Rune Uruz des Älteren Futharks. Die zweite Rune des Älteren Futharks steht für den urtümlichen Auerochsen, der wegen seiner massigen Gestalt, seiner Stärke und den mächtigen Hörnern (diese sind wahrscheinlich ideographisch mit der Rune Uruz dargestellt) gefürchtet und verehrt wurde. Leider ist diese Tierart seit 1627 ausgestorben. Uruz symbolisiert die ungezähmte Stärke der Urochsen, die grenzenlose Kraft des Universums. Vor allem aber steht die Rune für innere Stärke, Lebenskraft und Ausdauer. Uruz ist zudem eine Heilrune. Die Bedeutung der Rune Uruz und deren Gebrauch als Heilrune ist auf die Rune Ul übergegangen. Wurde Ul doch zur Erlangung oder Zurückerlangung all jener physischen Tugenden im Sinne der körperlichen Gesundheit eingesetzt.

Neben der Eigenschaft als Heilrune hat Ul, wie schon erwähnt, die Bedeutung eines Wendepunktes. Dies kann zum einen als positiver Wendepunkt im Verlauf einer Krankheit, die es zu heilen gilt, gedeutet werden. Zum anderen kann sie aber auch, und dabei spielt die Gottform, der Ul zugeordnet wird, nämlich der Waldgott der Ruhe, eine Rolle, als Aufforderung verstanden werden, sich der Natur (vgl. Wald) zuzuwenden, um so „endlich“ Ruhe zu finden, was wiederum als Wendepunkt im Leben interpretiert werden kann. Wenn dies so stimmt, würde sich die Heilfunktion der Rune nicht nur auf physische Angelegenheiten beziehen, sondern sich auf psychische Belange ausweiten…..

Ziu
Die vierte mittelalterliche Geheimrune heißt Ziu (Lautung „ZZ“), sie wird mit den beiden Elementen Feuer und Luft und der Farbe Rot in Zusammenhang gebracht. Die Rune vervollständigt die immer wiederkehrende Dualität von Frau (Mutter – Erde) und Mann (Vater – Himmel). So entspricht diese Rune, im Gegensatz zur Rune Erda, die den mütterlichen Aspekt einnimmt, dem väterlich-archetypischen Gegenstück. Die Rune wird als Blitz- und Donnerschlag des germanischen Gottes Tyr (auf deutschem Gebiet Ziu genannt) dargestellt und versinnbildlicht die Macht dieses Göttervaters, die jeden Widerstand bricht. Tyr oder Ziu (sein Name stammt vom indogermanischen Dyaush = „Der Glänzende“) ist der kühne Himmelsgott, dem die Krieger huldigten. Seine Funktion als solche ist allerdings später auf Odin übergegangen (vgl. Göttervater).

Ideographisch erinnert die Rune an einen der Blitze, die der Göttervater vom Himmel schickt. Genauer betrachtet erkennt man die äußerlichen Wesensmerkmale zweier Runen des Älteren Futharks. Es sieht so aus, als wäre Ziu aus den alten Runen Sowulo und Teiwaz entstanden. Dies bezieht sich bisher allerdings nur auf die äußere Form der Rune. Sowulo ist die Rune, die mit der Sonne in Verbindung gebracht wird. Sie verkündet den Sieg des Lichts über die Dunkelheit (bei Gewitter erhellt der Blitz die Nacht) und symbolisiert die absolut klar ausgerichtete Kraft, der sich nichts in den Weg stellt. Dies passt zur Bedeutung der Rune Ziu, was den „Blitz-Aspekt“ angeht, und könnte als Bedeutung auf sie übergegangen sein. Die zweite Rune, Teiwaz, stellt den Himmelsgott Tiwaz (Tyr, Tiw, Ziu) dar. Die Verwandtschaft der Rune Ziu zur alten Rune Teiwaz liegt demnach auf der Hand: beide Runen sind dem Gott Tyr geweiht. Es lässt sich also sagen, dass die alten Runen Teiwaz und Sowulo auch inhaltlich mit der Geheimrune Ziu verwandt sind.

Sol
Die Geheimrune Sól, mit der Lautung „SS“, steht für den Archetypus der Sol Invictus („Unbesiegbare Sonne“) und symbolisiert mit ihrer Form die Sonnenscheibe mit einer Lichtsäule, die sie mit dem Horizont (mit der Erde) verbindet. Eine äußerliche (ideographische) Verwandtschaft mit älteren Runen liegt hier nicht vor. Allerdings ist die Bedeutung und Form dieses Symbols in einigen anderen Kulturen ebenfalls zu finden. So hat nicht nur das griechische Tau die Bedeutung einer Himmelsmacht (waagrechte Linie), die auf die Erde kommt (senkrechte Linie), sondern besonders das ägyptische Schleifenkreuz, das Ankh, kommt der Bedeutung Sóls sehr nahe, denn es symbolisiert die Befruchtung der Erde durch die Sonne. Das Zeichen hat in der ägyptischen Kunst einen hohen Stellenwert und wird häufig in der Hand von Göttern und Königen dargestellt. Dementsprechend ist dies ein „Universalzeichen“ des Sonnenkultes, der vor allem bei den Ägyptern weit verbreitet war. In germanischen Gefilden ist die Sonne, neben dem Gott Baldr, durch die Göttin Sól (in Deutschland Barbet genannt) personifiziert und wird dementsprechend mit der mittelalterlichen Rune Sól in Zusammenhang gebracht. Diese Göttin wurde hoch verehrt, und ihr wurde sogar ein Tag geweiht, der Sonntag. Darüber hinaus hatte sie auch den Aspekt einer Siegesgöttin namens Zisa („Die Glänzende“) inne. Im Vergleich mit anderen Kulturen, ist die Sonne in der germanischen Tradition auch weiblich, und wird nicht, wie häufig, vor allem im Gegensatz zum „weiblichen“ Mond, als männlich dargestellt.

Die Tatsache, dass kleine Kinder oft der Sonne ein menschliches Gesicht malen, und der modern-veränderte Sonnenkult in Form von langem Sonnenbaden, weist vielleicht zum einen auf einen archaisch-tiefverwurzelten Hang zur Personifikation von Himmelskörpern und zum anderen auf die (un)bewußte Hinwendung des Menschen zur Sonne hin. Demnach, und das ist medizinisch nachgewiesen, hat die Sonne eine gewisse Heilfunktion. Diese Funktion wird ebenfalls der Rune Sól, die als Heilrune genutzt wurde, zugeschrieben – sie bringt heilende Sonnenwärme. Sól steht, was nicht verwundert, für das Element Feuer und die Farbe Gelb. Wegen ihrer Heilfunktion ist die Rune zusätzlich der Göttin Eír geweiht. Sie ist, wie bereits erwähnt, die Göttin der Heilkunst und eine von Friggas (die Königin der Himmel) Gehilfinnen.

Wendhorn
Die sechste Geheimrune des Mittelalters heißt Wendhorn und hat die Lautung „MM“. Ihr werden die Farben Silber und/oder Weiß zugeordnet. Diese Farben symbolisieren die Kraft des Mondes und so steht Wendhorn auch für die wechselnden Mondphasen (Zyklen) und wird mit dem Element Wasser in Verbindung gebracht. Die Form der Rune erinnert an die altenglische Rune Ior, welche die Weltenschlange Iormungand (Midgard-Schlange) repräsentiert, und an die Rune Hagall des Jüngeren Futharks, die Hagel bedeutet und der Göttin Holda („Frau Holle“) geweiht ist. Beide „Vorgänger-Runen“ symbolisieren die Dualität in der Natur, so ist nicht nur die Fruchtbarkeit durch die Symbole „Schlange“ und „Frau“, sondern auch zum einen die zerstörerische Kraft des Monsters Iormungand und zum anderen der eisige Einfluss von Holdas Hagel vorhanden. Die Schlange, ohnehin in christlicher Zeit mit der weiblichen Versuchung und dem Sündenfall in Zusammenhang gebracht (1. Mose 3: Der Sündenfall), und die „bettenausschüttelnde“ Frau („Frau Holle“) verleihen diesen Runen eine Weiblichkeit, die ebenfalls in der Rune Wendhorn vorhanden ist. Bedenkt man, dass Wendhorn im christlich beeinflussten Mittelalter „entstanden“ ist, so verwundert es nicht, dass die weibliche Symbolik, nämlich die des Mondes, der auf die feminine Seite des Menschen hinweist, beibehalten wurde.

Die Bedeutung der Dualität kommt in einer weiteren Interpretationsmöglichkeit gut zum Vorschein. In der Armanen-Runenreihe hat die Rune Man die Bedeutung des Mannes und der Männlichkeit (und des Lebens), während die Rune Yr der Frau und der Weiblichkeit (und des Todes) gewidmet ist. Die Vereinigung beider Runen ergibt durch den Zusammenschluss von oben und unten, weiblich und männlich, Leben und Tod genau den Aspekt des Zyklus von Gutem und Schlechtem, welcher der Rune Wendhorn zugeordnet wird. Diese Vereinigung kann auch rein äußerlich dargestellt werden, wenn die beiden Runen Man und Yr übereinander gezeichnet werden, was sich dann ergibt, ist die Rune Wendhorn.

Fyruedal
Die nächste Geheimrune heißt Fyruedal, sie besitzt keine Lautung. Wie bei der Rune Wendhorn und der noch folgenden Rune Wan, wird mit ihr keine Gottheit in Zusammenhang gebracht, sondern eher der Mensch selbst. Die Rune Fyruedal steht für den „Blasebalg“ (mit etwas Phantasie gleicht die Rune einem Blasebalg), mit dessen Hilfe ein Luftstrom entsteht, den das für die damalige Gesellschaft so wichtige Feuer zum Brennen braucht. Dementsprechend wird die Rune mit dem Element Luft und der Farbe des Feuers (Rot) assoziiert. Symbolisch gesehen steht der Blasebalg in Zusammenhang mit dem eigenen Atem, daher wird die Rune Fyruedal als ein Zeichen für persönliche Motivation angesehen. Der Mensch ist also mit seinem natürlichen Atem, oder einem aus eigener Kraft geschaffenen Werkzeug, dem Blasebalg, selbst in der Lage das so wichtige Feuer, und dadurch den Schutz vor Gefahren, durch persönliche Motivation aufrecht zu erhalten. Mit der Rune wird also an die eigene, menschliche Motivation und Kraft appelliert. Jetzt leuchtet ein, warum dieser Rune keine Gottheit zugeordnet wurde, erinnert die Rune doch an die „göttliche“ Kraft im Menschen selbst.

Die Schutzfunktion, die das Feuer in der mittelalterlichen Gesellschaft innehatte und das mit Hilfe des Blasebalgs angefacht wurde, ist auch in der wahrscheinlichsten Vorform Fyruedals, der Rune Algiz des Älteren Futharks, wiederzufinden. Fyruedal gleicht einer „umgefallenen“ Algiz-Rune. Die alte Rune Algiz (oder Elhaz) ist die Schutzrune schlechthin. Sie symbolisiert die gewaltige Widerstandskraft des Elchs, und steht für das zähe Riedgras. Beim Anblick des Furcht erregenden Elchgeweihes oder den undurchdringbaren Gräsern, was ideographisch in der Rune dargestellt ist, wagte kein Feind den „Angriff“. Neben dieser Schutzfunktion steht die Rune Algiz für die Kraft des Menschen in seinem Streben nach dem Göttlichen. Dieser Aspekt ist in der Rune Fyruedal mit der Bedeutung der selbstmotivierenden Kraft, die der Blasebalg symbolisiert, ebenfalls enthalten.

Wan
Die letzte mittelalterliche Geheimrune wird Wan genannt und sie besitzt ebenfalls keine Lautung. Ihr wird, wie der Rune Wendhorn und Fyruedal, keine Gottheit zugeordnet, allerdings die Farbe Schwarz, die die Farbe des Verborgenen, der Schwangerschaft, der potentiellen Macht aber auch der Leere und des Nichts darstellt. Wan ist die Rune der Leere und repräsentiert das große Ginnungagap, aus dem alles Leben entsprang, und die Räume, in der die materielle Welt existiert. In der germanischen Schöpfung „existiert“ (dies ist schon das falsche Wort, da ja nichts vorhanden ist, demnach also auch nichts „existiert“) am Anfang ein Urvakuum, das den Namen Ginnungagap trägt (ginnunga-gap = „gähnender“ Leerraum) und zwischen den Reichen des Feuers (Muspellsheimr) und des Eises (Niflheimr) lag. Die Welt wird aus dem Körper des getöteten Urriesen Ymir von Odin (Geist), Wili (Denken) und We (Form) gebildet, die den Leichnam des Riesen ins Ginnungagap, also ins Nichts, legen. Aus seinem Fleisch wird die Erde, aus seinem Blut das Meer, aus seinen Knochen die Berge, seinem Haar die Bäume und seinem Schädel der gewölbte Himmel. Urvakuum und Schöpfung der Welt aus einem getöteten Riesen sind ebenfalls im indischen und auch im iranischen Bereich bekannt. Die Rune Wan steht dadurch zum einen für das Nichts, zum anderen allerdings, weil aus dem Nichts nach germanischer Schöpfung die Welt entstand, für Alles, d. h. für die gesamte Welt, eben die Räume, in der die Materie existiert. Die Form Wans erinnert an eine alternative Form der Rune Hagalaz des Älteren Futharks, allerdings um 90 Grad gedreht. Hagalaz symbolisiert den Ursamen, das so genannte Eis-Ei (Urmuster), des kosmischen Lebens. Auch in der Alchemie steht das Ei sinnbildlich für ein Gefäß, indem sich Leben entwickelt, also der „fruchtbaren“ Leere des Ginnungagaps ähnlich. Diese „Vorgängerrune“ stellt das Musters des germanischen Weltenbaumes (Yggdrasil) dar, als Urglyphe des Kosmos (vgl. Eiskristall). Diese Bedeutungen gehen konform mit dem Symbolgehalt der Rune Wan, die ein Zeichen des Kosmos, in ihrer Anfangsform (Nichts) und der Endform (Alles), ist.

Ein explizites Element kann daher der Rune nicht zugeordnet werden, vielmehr entspricht die Rune, wegen ihrer Beinhaltung von „Allem“, einem subtilem Element, das alle vier (oder fünf, je nach Tradition) Elemente vereint.

Quellen.
Runenkunde.
· N. Pennick (2001): Der illustrierte Ratgeber Runen – Die uralte Weisheit der Runen erkennen. Könemann Verlagsgesellschaft mbH , Köln.
· E. Thorsson (1998): Handbuch der Runen-Magie. Urania Verlags AG, Neuhausen.
· E. Thorsson (1992): Runenkunde – Ein Handbuch der esoterischen Runenlehre. Urania Verlags AG, Neuhausen.
Germanisches Heidentum.
· H.-P. Hasenfratz (1992): Die religiöse Welt der Germanen – Ritual, Magie, Kult, Mythus. Verlag Herder, Freiburg.
· G. v. Neményi (1993): Heidnische Naturreligion – Altüberlieferte Glaubensvorstellungen, Riten und Bräuche. Kersken-Canbaz-Verlag, Bergen/Dumme.
· A. Haugen (2001): Die alten Feuer von Midgard. Verlag Second ..Sight.. ..Books.. ..I… ….Meyer.., ..Berlin.
Mythologie.
· E. H. Meyer (1903), Neuaufl.: Mythologie der Germanen. Phaidon Verlag GmbH, Essen.
· A. Cotterell (1999): Die Enzyklopädie der Mythologie. EDITION XXL GmbH, Reichelsheim.

ergänzend

Magic Runes by Germanenherz


Den Einstig und Beginn zum Thema Runen, findest du auf meinen Germanenherz Blog´s. Doch die Bedeutung für dich, die findest du nur in dir selbst. Mache dich auf und folge dem Ruf der Runen, sie werden dich zu neuen Erkenntnissen über dich selbst und deine Umwelt bringen. Vielleicht begreifst du erst dann, was dein Weg durch die Zeit ist und wie du ihn gehen sollst.

 

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Die theoretische Magie als Grundlage der Runenmagie  Die Runenmagie wird wohl am ehesten von den verschiedenen magischen Richtungen mit der Alten Sitte in Verbindung gebracht und wohl auch von nicht wenigen Menschen betrieben. Runenmagie kann verschiedene Formen haben. Grundsätzlich soll sie so funktionieren, daß die Kraft der Rune (also das Energieprinzip, das die Rune verkörpert) angewandt wird. Runische Magie ist Zeichenmagie, das Zeichen, die Rune, wird ihrem Sinngehalt und ihrem magischen Potential entsprechend verwendet. Man kann sich das vielleicht so vorstellen, daß die Menschen früher die Energien, die sie wahrnahmen, mit Symbolen bezeichnet haben. In diesem Sinne stehen die Runen für bestimmte Energien, zu denen man einen Kanal öffnen und mit denen man arbeiten kann.
Fliegenpilze

Als einfachste Form magischer Runenanwendung ist wohl die Visualisierung zu nennen. Dabei wird die Rune mit ihren Kräften vor dem inneren Auge vorgestellt und sie kann dann auch projiziert werden, was bedeutet, daß man die visualisierte Kräfte auf ein Ziel hin aussendet. Wirksam ist hierbei die Form der Rune, wie sie als Bild erscheint, und gerade in bezug auf die Aussendung in Verbindung mit der gewünschten Wirkung der Rune, die man ebenfalls visualisieren kann. Man kann dies auch sehr gut dadurch unterstützen, daß man die Stellung (Stadha) der Rune einnimmt oder die Rune mit den Händen bildet. Als Beispiel für diese Anwendung könnte man die Heilung nennen.

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