Eine schrecklich nette Familie – Familie Bronfman

Familie Bronfman – Alkoholschmuggel, Mafia, NXIVM und Komitee der 300 (Hochgradfreimaurer, Okkultisten und Satanisten)

Die Familie Bronfman ist eine kanadisch-amerikanische jüdische Familie. Diese verdankt ihren anfänglichen Ruhm Samuel Bronfman, der während der amerikanischen Prohibition (1920-1933) durch die Seagram Company der Familie ein Vermögen im Geschäft mit alkoholischen destillierten Getränken gemacht hat.

Samuel Bronfman war eines von acht Kindern von Mindel und Ekiel Bronfman, die von Bessarabien nach Kanada ausgewandert waren.

Am 21. Juni 1922 heiratete er Saidye Rosner (1897–1995). Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor: Aileen Mindel „Minda“ Bronfman de Gunzburg (1925–1986), Phyllis Lambert (* 14. Januar 1927), Edgar Miles Bronfman (1929–2013) und Charles Rosner Bronfman (* 27. Juni 1931).

Samuel Bronfman hatte nie im Sinn, ein grosser Schnapsproduzent zu werden, aber getreu seinem Familiennamen, der im Jiddischen „Brandweinmann“ bedeutet, begann er schliesslich doch, zusätzlich zum Hotelgeschäft seiner Familie Alkohol zu vertreiben.

Während der Prohibition in Kanada (1918-1920), die kürzer war und früher begann als beim südlichen Nachbarn, benutzte das Familiengeschäft der Bronfmans Schlupflöcher im Gesetz und fand technisch legale Wege, Alkohol in jenen Hotels und Läden zu verkaufen, die der Familie gehörten. Die Familie verliess sich auf ihre Verbindungen zu Mitgliedern der amerikanischen Mafia, um illegal Alkohol aus den Vereinigten Staaten zu schmuggeln.

Kurz nachdem in Kanada die Prohibition endete, begann sie in den USA, und als sich der Fluss des illegalen Alkohols in die andere Richtung drehte, waren die Bronfmans – deren Geschäfte von Samuel Bronfman und seinen Brüdern geleitet wurden – relativ spät in den blühenden Alkoholschmuggel eingestiegen.

„Auf den beiden lukrativsten Märkten – auf hoher See und auf dem Detroit River – waren wir Spätstarter. Was aus dem Grenzhandel in Saskatchewan hereinkam, war vergleichsweise unbedeutend“, sagte Bronfman einmal zu dem kanadischen Journalisten Terence Robertson, der damals eine Biografie über ihn schrieb. Nichtsdestoweniger „war dies die Zeit, in der wir anfingen, wirklich Geld zu machen“, erinnerte sich Bronfman. Robertsons Biografie über Bronfman wurde nie veröffentlicht, da der Autor unter mysteriösen Umständen starb, kurz nachdem er seine Kollegen gewarnt hatte, dass er unappetitliches Material über die Bronfman-Familie entdeckt hatte.

Der Schlüssel zu Bronfmans Erfolg während der amerikanischen Prohibition waren die Verbindungen, die seine Familie zum organisierten Verbrechen während der kanadischen Prohibition geknüpft hatte. Verbindungen, die viele prominente Mitglieder des Mobs (Fünf Familien) in den Vereinigten Staaten bewogen, Bronfman zu ihrem bevorzugten Geschäftspartner zu machen. Bronfmans Schnaps wurde in riesigen Mengen von vielen Verbrecherkönigen gekauft, die immer noch als amerikanische „Legenden“ weiterleben, darunter Charles „Lucky“ Luciano (1897-1962), Morris Barney „Moe“ Dalitz (1899-1989), Abner „Longy“ Zwillman (1904-1959) und Meyer Lansky (1902-1983).

Die meisten von Bronfmans Mafia-Partnern während der Prohibition waren Mitglieder dessen, was später als das Nationale Verbrechersyndikat bekannt wurde, das in den 1950ern von einem Untersuchungsausschuss des Senats, der sogenannten Kefauver Kommission, als Bund beschrieben wurde, der von italo-amerikanischen und jüdisch-amerikanischen Mobs beherrscht wurde.

Während jener Untersuchung bezeichneten einige der grössten Namen in der amerikanischen Mafia Bronfman als zentrale Figur bei ihren Alkoholschmuggeloperationen. Die Witwe des berüchtigten amerikanischen Mob-Bosses Meyer Lansky erinnerte sich sogar daran, wie Bronfman für ihren Ehemann aufwendige Dinnerpartys veranstaltet hatte.

Bronfman und Lewis Rosenstiel wurden im nordamerikanischen Schnaps-Business zu Legenden, zum Teil wegen ihres Kampfes um die Oberhoheit in dieser Industrie, der laut New York Times „oft in erbitterte persönliche und konzernbedingte Schlachten ausbrach“. Trotz ihrer Kämpfe in der Firmenwelt verband eines die beiden Geschäftsmänner mehr als alles andere: ihre enge Verbindung zum organisierten Verbrechen Amerikas, vor allem zum bekannten Mobster Meyer Lansky.

Wie Bronfman stand Rosenstiel dem organisierten Verbrechen nahe, vor allem Mitgliedern der zumeist jüdisch-amerikanischen (Kosher Nostra) und italo-amerikanischen (Cosa Nostra) Mobverbindung, die als National Crime Syndicate bekannt ist.

Lewis Rosenstiel war der Neffe eines Eigentümers einer Brennerei für medizinischen Alkohol. Vor dem Ende der Prohibition 1933 wurde Rosenstiel Eigentümer eines umfangreichen Lagers medizinischen Alkohols in Schenley, Pennsylvania. Dieses Lager war das Grundkapital der Schenley Industries.

Rosenstiel ist der Name eines ursprünglich elsässischen Geschlechts, das im 19. Jahrhundert in Preussen zu Ämtern und Gutsbesitz kam.

Jahre später schlossen sich Samuel Bronfmans Kinder und Enkelkinder – die familiären Verbindungen zur kriminellen Unterwelt waren intakt geblieben – eng an Leslie Wexner an, angeblich die Quelle des Grossteils von Jeffrey Epsteins mysteriösem Reichtum, und andere „Philantropen“ mit Mob-Verbindungen. Und einige von ihnen unterhielten sogar ihre eigenen sexuellen Erpressungssysteme, darunter der kürzlich aufgeflogene, erpresserische Sex-Kult NXIVM.

Edgar Miles Bronfman (1929-2013)

Bronfman ist in der Schweiz wegen seiner Rolle im Streit um nachrichtenlose Vermögen bekannt.

Der Jüdische Weltkongress hatte sich in den Neunziger Jahren für die Entschädigung von Holocaust-Überlebenden und -Hinterbliebenen stark gemacht und Milliarden Dollar an Wiedergutmachung aus deutschen und Schweizer Kassen erkämpft.

Edgar Bronfman war eine wichtige Persönlichkeit im Konflikt mit den Schweizer Banken um die nachrichtenlose Vermögen von Holocaust-Opfern. Dieser Konflikt war 1998 mit einem 1,25 Milliarden Dollar schweren Bankenvergleich beigelegt worden.

Von 1979 bis 2007 war er Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Charles Rosner Bronfman (*1931)

1951 trat er in das väterliche Spirituosenunternehmen Seagram ein und erbte dieses mit seinem Bruder nach dem Tod seines Vaters 1971.

Von 1968 bis 1990 war er der Mehrheitseigentümer des Profi-Baseball-Team Montreal Expos, welches in der Major League Baseball spielte. Seit 1997 ist er Vorsitzender von Koor Industries Ltd., einer der grössten israelischen Investment Holding Companys.

Das Forbes Magazine führte ihn 2003 auf Platz fünf der reichsten Menschen Kanadas und 2005 auf Platz 211 der Liste der reichsten Leute der Welt.

Mit seiner Frau gründete er 1986 die kanadische Stiftung CRB Foundation. Ihr Ziel ist, das Gefühl für den Zusammenhalt Kanadas weiterzuentwickeln und zugleich die Einheit derjenigen jüdischen Menschen zu fördern, welche sich auf Jerusalem als ihr geistiges Zentrum beziehen.

Von 1999 bis 2001 war er der Präsident der United Jewish Communities (UJC), einer Dachorganisation von 155 jüdischen Vereinen und 400 unabhängigen jüdischen Gemeinden Nordamerikas.

Gemeinsam mit Michael Steinhardt gründete er Taglit – Birthright Israel, ein Programm, mit dem jüdischen Jugendlichen im Alter zwischen 18 und 26 Jahren Reisen nach Israel ermöglicht und ihnen der Kontakt mit der Kultur des Landes ermöglicht werden soll. Seit Beginn des Programms im Winter 2000 haben rund 110’000 Jugendliche daran teilgenommen. Er ist Vorsitzender der Andrea and Charles Bronfman Philanthropies, ACBP, einer seit 1986 tätigen Dachorganisation über alle Wohlfahrtsorganisationen, welche das Ehepaar gegründet hat. Sie sind in Kanada, den USA und Israel tätig sind. Die Organisation wird seit 2016 umstrukturiert, um ihre Wirkung zu erhöhen.

Er war auch ein Mitglied im Komitee der 300. Das Komitee der 300 (auch Club der 300 oder Rat der 300) ist eine zentrale Organisation der Illuminaten. Diese Organisation tritt nicht öffentlich in Erscheinung, weshalb einige Skeptiker ihre Existenz bezweifeln.

Geprägt wurde der Begriff 1909 von Walther Rathenau: „Es gibt ein Komitee von 300 Leuten, die die Welt regieren, und deren Identität nur ihresgleichen bekannt ist“. Rathenau war als Politiker mit jüdischer Herkunft in der Weimarer Republik eine Zielscheibe für den Antisemitismus und wurde von Mitgliedern der nationalistischen „Organisation Consul“ am 24. Juni 1922 ermordet.

1991 gründete Charles gemeinsam mit Leslie Wexner die „Study Group“, weiteren Kreisen unter dem Namen Mega Group bekannt. Sie war eine informelle Vereinigung einiger der reichsten und einflussreichsten Geschäftsleute, die sich mit jüdischen Angelegenheiten befassten.

Die Gruppe traf sich zweimal im Jahr zu Seminaren zu Themen der Philanthropie und des Judentums. 1998 sprach Steven Spielberg über seine persönliche religiöse Reise und später diskutierte die Gruppe über jüdische Sommercamps. Die Gruppe wurde von Wexner mit Charles Bronfman geleitet.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau wurde ihm 2002 die Ehrenbürgerschaft der Stadt Jerusalem verliehen

Edward Maurice Bronfman (1927-2005) und Peter Frederick Bronfman (1929-1996)

Geboren in Montreal, Quebec, als Söhne von Allan Bronfman und Neffen von Samuel Bronfman, dem Gründer von Seagram. Sie gründeten zusammen mit die Edper Investments (heute Brookfield Asset Management), ein Unternehmen, das einst ein geschätztes Vermögen von 100 Milliarden CAD verwaltete und einige der grössten Unternehmen Kanadas umfasste. Von 1971 bis 1978 gehörten ihne die Montreal Canadiens. Das Team gewann vier Stanley Cups unter ihrem Besitz, in den Jahren 1973, 1976, 1977 und 1978.

Edgar Miles Bronfman junior (*1955)

Edgar Bronfman ist eines der fünf Kinder von Edgar Miles Bronfman senior und Ann Loeb und ein Enkel von Samuel Bronfman. 1979 heiratet er Sherry Brewer, 1993 erneut Clarissa Alcock. Er hat einen Sohn namens Benjamin.

1973 begann Bronfman Junior eine Songwriter-Karriere unter den Pseudonymen Junior Miles und Sam Roman. 1982 produzierte er den Film „The Border“, der ein Flop war. 1994 wurde er der Präsident von Seagram und war federführend bei der Schaffung des Grosskonzerns Vivendi Universal, deren stellvertretender Vorsitzender er auch war. Im Jahr 2004 kaufte er mit einem Investoren-Konsortium die Warner Music Group und begann mit der Sanierung des Unternehmens durch einen massiven Stellenabbau von etwa 20 Prozent.

Edgar ist wie sein Onkel Charles Mitglied im Komitee der 300.

Sara Bronfman (*1976)

Sara ist die Tochter von Edgar Bronfman Sr. Von etwa 2001 an war sie eine führende Geldgeberin und Mitglied des Führungsteams der umstrittenen Kult NXIVM wie ihre Schwester Clare Bronfman.

Unter dem Deckmantel eines Executive Succes Program (Führungskräfte-Erfolgsprogramms) rekrutiert NXIVM (ausgesprochen als Nexium) reiche Frauen und führt sie einer bizarren Geheimgesellschaft zu, die mithilfe von Ritualen und trauma-induzierenden Techniken – die direkt aus dem MKULTRA-Handbuch übernommen wurden – bei ihren Mitgliedern Gehirnwäsche praktiziert.

Der Ehemann von Sara Bronfman ist der libysche Geschäftmann Basit Igtet (*1970). Basit Igtet kannte John McCain (1936-2018). Im Jahr 2011 setzte Basit Igtet durch internationale Lobbyarbeit für die Unterstützung der libyschen Revolution (Arabischer-Frühling) ein und wurde daraufhin zum Sondergesandten des libyschen Nationalen Übergangsrats (NTC) ernannt.

Clare Bronfman (*1979)

Die Spirituosen-Erbin Clare Bronfman ist wegen ihrer Rolle als Unterstützerin der US-Psychosekte NXIVM zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ein New Yorker Gericht verhängte 81 Monate Haft gegen die 41-Jährige, also sechs Jahre und neun Monate.

Der Gründer, Keith Raniere einer „Selbsthilfegruppe“ im Bundesstaat New York hatte Frauen über Jahre als „Sexsklavinnen“ missbraucht und sie teilweise gebrandmarkt. Raniere wurde im Juni 2019 der Nötigung zum Sex, Einsatz von Zwangsarbeit und der Gründung einer kriminellen Vereinigung für schuldig befunden.

Die Bronfman-Schwestern sind auch mit Richard Branson befreundet.

2 Gedanken zu „Eine schrecklich nette Familie – Familie Bronfman

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