Zusammen gegen EU-Strafzölle. Petition gegen Strafzoll für Harley-Davidson – Nachtrag 31. Oktober 2021 Strafzölle sind gestoppt !

Im Zollstreit zwischen EU und USA bleibt Harley-Davidson weiterhin ein Spielball der Politik. Wenn sich die Streithähne nicht einigen, kommen ab Ende des Jahres 56 Prozent Einfuhrzoll auf jede Maschine. Auch die großen Tourer und Cruiser von Indian sind von den Strafzöllen betroffen. 56% Einfuhrzoll auf die besten Motorräder weltweit? 50% mehr? Das wäre das Ende von Harley in Europa. Die Kundschaft die das Geld noch hat, ist auf jeden Fall zu klein. Davon kann kein Händler leben. Dieser ganze EU Dreck gehört auf den Müll! Die EU hat für die Mittel und Unterschicht noch nie etwas brauchbares erschaffen. Wir haben nur bezahlt und bezahlt und bezahlt. Und nun der nächste Vorstoß! Harley soll vernichtet werden. Ich hoffe das die Amis so schlau sind und bauen in fast jedem Land eine eigene Produktionsstätte. Dann wäre der komplette Einfuhrzoll vom Tisch!

Simple Message: We just want to be able to trade fairly EU trifft Harley-Davidson mit 56% Importzoll. „Wir lassen uns nicht aus dem freien und fairen Handel verdrängen oder geben unsere Freiheit auf.“ Jochen Zeitz, CEO Harley-Davidson.

Mit Wirkung zum 19.04.2021 hat die Europäische Union unserem Hersteller Harley-Davidson die sogenannte Binding Origin Information (BOI) für die aus Thailand in die EU eingeführten Motorräder aberkannt. Mit dieser BOI wurden die Harleys bislang zu einem Zollsatz von 6% in die EU eingeführt.

Durch diese Aberkennung droht ab 1.6.2021 ein Strafzoll von 50% und somit ein Einfuhrzoll von insgesamt 56%. Damit wäre Harley-Davidson auf seinem zweitwichtigsten Absatzmarkt nicht mehr wettbewerbsfähig.

Stellt Euch das mal anders herum vor: Was wäre los, wenn deutsche Autohersteller für ihre Exporte in die Vereinigten Staaten solche Strafzölle zahlen müssten?

Zum Vergleich: Europäische Motorradhersteller wie BMW, KTM und Ducati exportierten ihre Motorräder zu einem Zollsatz zwischen 1,2% und 2,4% in die USA, Harley-Davidson wird jetzt für Europa mit 56% Zoll belegt. Man braucht wenig Phanatsie, um sich vorzustellen, was das für Modelle wie z.B. die Pan America oder andere vergleichbare Fahrzeuge bedeuten würde.

Gegen diese wettbewerbsverzerrende Ungerechtigkeit sammeln wir gemeinsam mit dem Händlerverband Eure Unterschriften – von allen Motorradenthusiasten und Fans des fairen Wettbewerbs!

So funktioniert’s:

Auf der Website Change die Petition gegen Strafzölle anklicken. In der rechten Spalte Deinen Namen, Deine Emailadresse und Deinen Wohnort eintragen. Den roten Button „Petition unterzeichnen“ anklicken. In Deinem eigenen Emailpostfach die Mail von Change öffnen und den Bestätigungslink anklicken

Wir erinnern uns:

Zur Amtszeit von Donald Trump kam es zu Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium bei der Einfuhr in die USA und Europa antwortete mit Strafzöllen auf Harley-Davidson und andere uramerikanische Unternehmen wie z.B. Jack Daniels Whiskey.

Zur Info: Zu Beginn hat Harley-Davidson die Zollerhöhung selbst getragen. Dann wurde die Produktion für Europa von den USA nach Thailand verlagert.

Auch über 100 Tage nach Bidens Amtsübernahme kam es auf beiden Seiten des Atlantiks bisher zu keiner Entspannung in dieser Frage. Scheinbar will man nun in Europa den Druck erhöhen, um Biden zu einer Änderung zu bewegen. In einigen anderen Punkten hat er die Aktivitäten der Vorgängerregierung überarbeitet und teilweise sogar rückgängig gemacht. Beim Stahl- und Aluminum Geschäft rührt sich (noch?) nichts…

Breite Solidarität der internationalen Händlerverbände

In einem Brief an den Präsidenten der USA und an die Präsidentin der Europäischen Kommission fordern europäische und US-amerikanische Händlerverbände dazu auf, den traditionell positiven transatlantischen Handelsdialog wieder aufzunehmen.

Insgesamt 88 Verbände solidarisieren sich mit den betroffenen Branchen und unterstützen die ACEM (European Association of Motorcycle Manufacturers / Verband der Motorradindustrie in Europa) und die USMMA (United States Motorcycle Manufacturers Association) bei ihrer Forderung an die europäischen Behörden und die US-Regierung, ihre Differenzen zu lösen.

Coalition letter to President Ursula von der Leyen and President Biden

Die Unterzeichner wünschen sich eine Rückkehr zu einer sich gegenseitig belohnenden Beziehung, die das Wirtschaftswachstum unterstützt und den Produzenten und Herstellern, ihren Vertriebspartnern, Importeuren und Verbrauchern sowie allen damit verbundenen Sektoren zugute kommt.

Nachtrag 31. Oktober 2021

Einigung bei den Harley-Davidson Strafzöllen jetzt in Sicht!

Seit Samstag war aus den USA zu hören, das es eine Einigung zu den Strafzöllen geben wird.

Am heutigen Sonntag, kommt die Bestätigung aus Brüssel! Ursula von der Leyen hat verkündet, dass die EU Kommission eine Aussetzung der Strafzölle auf US-Waren befürwortet. Im Folgenden die ist die offizielle Mitteilung aus Brüssel, von der EU Präsidentin Ursula von der Leyen.

“Es gilt das gesprochene Wort!”

Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass Präsident Biden und ich uns heute darauf verständigt haben, die Zölle auf Stahl und Aluminium auszusetzen und die Arbeiten zu einer neuen Globalen Vereinbarung über nachhaltigen Stahl aufzunehmen. Dies ist ein neuer Eckstein in unserer wieder aufgenommen EU-US-Partnerschaft. Und es ist ein erster Schritt auf dem Weg unserer Bemühungen um die Dekarbonisierung der globalen Stahlproduktion und des globalen Stahlhandels. Ein Meilenstein bei der Bekämpfung des Klimawandels. Der Vereinbarung können sich alle gleichgesinnten Partner anschließen.

Die Stahlproduktion ist weltweit für die höchste CO2-Emission mitverantwortlich. Damit der Stahlverbrauch und der Stahlhandel nachhaltig werden, müssen wir die CO2-Intensität der Branche angehen. Das Gleiche gilt für die Probleme der Überkapazitäten. Das ist das Ziel der Globalen Vereinbarung über nachhaltigen Stahl. Wir werden mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeiten, um die langfristige Tragfähigkeit unserer Industrie zu gewährleisten sowie die Produktion und den Handel mit CO2-armem Stahl anzuregen.

Diese neue globale Initiative stellt ein weiteres wichtiges Instrument bei unseren Bemühungen um Nachhaltigkeit dar. Sie wird ein bedeutender Schritt auf dem Weg zur Erreichung der Klimaneutralität sein. Auch wird sie gleiche Wettbewerbsbedingungen für unsere Industrien gewährleisten. Diese Schlüsselinitiative fügt sich in unsere erneuerte zukunftsgerichtete transatlantische Agenda mit den USA ein.

Seit Jahresbeginn haben wir Vertrauen und Kommunikation wiederhergestellt. Auf unserem Gipfel im Juni haben wir beschlossen, die Streitigkeiten über Subventionen für die Flugzeugindustrie beizulegen; wir haben den EU-US-Handels- und Technologierat eingerichtet; wir haben eine Einigung über eine globale Mindeststeuer erzielt und nun haben wir eine Lösung für den Handel mit Stahl und Aluminium zwischen der EU und den USA gefunden.

Ich danke Ihnen, Präsident Biden, lieber Joe, für Ihre Ankündigung, dass die USA die US-Zölle auf Stahl und Aluminium aus der EU in ungekanntem Handelsumfang aufheben werden. Dies wird einen Großteil der bestehenden Handelsprobleme beseitigen. Damit dürfte der transatlantische Handel mit Stahl und Aluminium zwischen der EU und den USA wieder zu dem Volumen zurückfinden, den er vor Einführung der Zölle hatte. Infolge dieser Entscheidung von Seiten der USA freut es mich ankündigen zu können, dass auch die Kommission eine Aussetzung der von unserer Seite eingeführten Zölle vorschlagen wird.

Zusammen mit Präsident Biden werde ich diese gute Nachricht der Beilegung unserer diesbezüglichen Handelsstreitigkeiten der Welthandelsorganisation übermitteln. Mein Dank gilt auch der Handelsministerin Gina Raimondo, der Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten, Katherine Tai, und Exekutiv-Vizepräsident und Handelskommissar Valdis Dombrovskis für ihre unermüdlichen Anstrengungen, die sie und ihre Teams in den letzten Monaten erbracht haben.

Text: EU Kommission/Brüssel 31.10.2021

Ich schreibe später mehr zum Thema

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