Bildung krimineller Vereinigungen

  von RA Lutz Schaefer  Vorab ganz herzlichen Dank für all die Informationen und eMail-Nachrichten! Es ist aber schlichtweg unmöglich, all das abzuarbeiten, zu beantworten oder darauf im Einzelnen zu reagieren! Ich kann nur „Schicht um Schicht“ abtragen, was mir dankenswerter Weise zukommt; nochmals besten Dank, ich tue mein Bestes…, kommen wir folglich zu etwas sehr Vorrangigem, nämlich zum Zustand unseres Staates. Daß dieser am Verrecken ist, das dürfte jedem verständigen Menschen wie ein offenes Buch vor Augen liegen!

Und jetzt sehen Sie `mal hier, was dieses unglaublich verbrecherische Geschehen in unserem Land und vor allem gegen unser Land überhaupt möglich macht; das ist allein der kleine, ja geradezu unauffällige § 129 StGB, denn er betrifft die „Bildung krimineller Vereinigungen“, ich mache mir die Mühe, dies hier abzutippen, auf daß es direkt offenkundig werde:

„(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer eine Vereinigung gründet oder sich an einer Vereinigung als Mitglied beteiligt, deren Zweck oder Tätigkeit auf die Begehung von Straftaten gerichtet ist (..)

(2) Eine Vereinigung ist ein auf längere Dauer angelegter, von einer Festigung von Rollen der Mitglieder, der Kontinuität der Mitgliedschaft und der Ausprägung der Struktur unabhängiger organisierter Zusammenschluss von mehr als zwei Personen zur Verfolgung eines übergeordneten gemeinsamen Interesses.

Das ist zunächst „schön“ und wer hier evtl. das Treiben politischer Parteien erkannt hat, dem gehört ein „BINGO“! Denn es heißt weiter im § 129 StGB, nämlich in Abs. 3 Satz 1:

„Absatz 1 ist nicht anzuwenden, wenn die Vereinigung eine politische Partei ist, die das Bundesverfassungsgericht nicht für verfassungswidrig erklärt hat“…,

alles klar? Jau, alles klar, nun wissen wir eigentlich Bescheid!!

Der Gesetzgeber definiert in einer Legaldefinition, daß politische aktive Parteien durchaus den Charakter einer kriminellen Vereinigung haben können und hierfür anscheinend so an -und auffällig sind, daß ausdrücklich eine Ausnahmereglung geschaffen werden mußte, nach der eine Partei trotz ihrer kriminellen Umtriebe nicht als tauglicher Täter bezeichnet wird/werden kann und daher nicht unter diese Strafnorm fällt!

Sauber gemacht, liebe Freunde, hier ist der Beweis erbracht, wie das kriminelle System sich selbst schützt, bis ein Verdikt aus Karlsruhe kommt, wo diese Amigos allerdings schon darauf warten, gerade kein Verbot auszusprechen, wenn die ‚Guten‘ betroffen sind oder sich herausstellt, daß die Partei ohnehin nur aus V-Männern besteht, so daß man peinlich berührt das Verfahren einstellen muß. Schließlich hat man seine Leute an der passenden Stelle positioniert, damit kein Unheil passiert…

Liebe Leser, vielleicht kennen Sie hierzu passend das recht aktuelle Foto der KANZLERIN, als sie nach der Wahl eines Herrn Harbarth, MdB der CDU, zum Verfassungsrichter mit ihm „kuschelte“, ich sehe zu diesem Foto eine Sprechblase vor mir, etwa so:

„Also Jung, ich hab`dich durch und nu weißte, wasde zu tun hast…“!

Die herzige „Badische Zeitung“ schrieb am 23. November 2018 einen Beitrag zu dieser Wahl und bemerkte u.a.:

„Einmal im Amt, entscheiden die 16 Verfassungsrichter unabhängig und ohne parteipolitische Bindung“.

Wollen wir nun gemeinsam zum Erbrechen gehen oder wollen wir lieber gemeinsam widerstehen?!

Hier wurde offenkundig und auf geradezu bestialische Art und Weise ein Kreis geschlossen, welcher jedwedes Verbrechen möglich macht, diese Verbrechen mit Vorliebe am Volk der Deutschen begangen und begehend!

Man kann das auch noch toppen, wenn man nämlich näher hinsieht, was diese Parteien durch ihre installierten Machtinhaber dann später durchziehen, Anspielungen auf die Gegenwart sind durchaus nicht zufällig:

„§ 7 Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, Völkerstrafgesetzbuch:

„Wer im Rahmen eines ausgedehnten oder systematischen Angriffs gegen eine Zivilbevölkerung (…)

2. in der Absicht, eine Bevölkerung ganz oder teilweise zu zerstören, diese oder Teile hiervon unter Lebensbedingungen stellt, die geeignet sind, deren Zerstörung ganz oder teilweise herbeizuführen…, wird in Fällen der Nummern 1 und 2 mit lebenslanger Freiheitsstrafe…“

Liebe Leser, kommt Ihnen das nicht sehr bekannt vor? Kennen Sie evtl. jemanden, der z.B. durch ‚Hartz 4‘ unter Lebensbedingungen gestellt wird, die in Verbindung mit anderen ständig wachsenden Repressalien denknotwendig zur Zerstörung des Lebens und des ganzen Staatswesens führen sollen und müssen?

Ich habe den Eindruck, daß wir uns mittendrin befinden. Nur macht dies ja gerade nicht irgendeine Partei, sondern deren Ausgeburt namens ‚Regierung‘, die ja angeblich die Mehrheit der Wähler haben wollte.

Das Gesetz bleibt daher auf halbem Wege stehen, so daß wieder ein Schutzmechanismus greift, der strafrechtlich ins Nichts führen dürfte. Ich fand es jedoch interessant, diese Gesetzeslage einmal in Erinnerung zu rufen und aufzuzeigen, was da eigentlich angeordnet ist.

Die eigentlichen Zerstörer und ihre Mutterschiffe werden geschützt, bzw. haben ihren eigenen Schutzmechanismus aufgebaut, während die immer zahlreicher werdenden Kritiker aufpassen müssen, daß sie nicht die Kriterien der Legaldefinition erfüllen und sich als Vereinigung mit mehr als zwei Mitgliedern rigoros strafbar machen, wenn sie Bestrebungen verfolgen, die das System selbstverständlich als kriminell einstuft!

Im Moment geht die Rechtsprechung noch nicht so weit, daß z.B. die ‚Reichsbürger‘ diese Bedingungen erfüllen, aber wie lange das noch gilt, ist mit Vorsicht zu bewerten. Inzwischen wissen alle verständigen Bürger, daß Merkel demnächst aus dem Spiel genommen werden wird, es gilt dennoch für mich weiter: c.c.M.e.d.

Ein wenig Lachen mit Lutz Schaefer zum Schluß:

In einer Haftsache benötigte ich die Anschrift/das Fax einer JVA. Im Netz fanden sich zu dieser JVA, diese verbunden mit der JVA für Jugendliche folgende Hinweise:

„JVA XY geöffnet. Wir schließen um 15:30 Uhr“; die Jugend-JVA: „Rund um die Uhr geöffnet“, ach, jetzt verstehe ich 🙂  http://www.lutzschaefer.com

http://brd-schwindel.ru/ra-lutz-schaefer-bildung-krimineller-vereinigungen/?fbclid=IwAR3NismAigu4veEJ0dUXUiwg06I09rLerk4ozAoWo23fN5z2yucwrMDp7As


Es wird geschehen… (Revolutionslied 1848)

Es wird gescheh’n, es wird gescheh’n, die Zeit ist nicht mehr fern.
Da werden all die hohen Herrn, gehang an die Latern
Da werden all die hohen Herrn, gehang an die Latern.

Die Herrscher solln am ersten Tag halt zu den Henkern wallen
Das Land ist frei von Tyrannei, sobald ihr Haupt gefallen
Das Land ist frei von Tyrannei, sobald ihr Haupt gefallen

Es wird gescheh’n, es wird gescheh’n, die Zeit ist nicht mehr fern
Da werden all die hohen Herrn, gehang an die Latern
Da werden all die hohen Herrn, gehang an die Latern

Als nächstes ja bekomm den Lohn, sind die Minister dran
Bald baumelt schon die Reaktion und ekle Pfaffen dann
Bald baumelt schon die Reaktion und ekle Pfaffen dann.

Es wird gescheh’n, es wird gescheh’n, die Zeit ist nicht mehr fern
Da werden all die hohen Herrn, gehang an die Latern
Da werden all die hohen Herrn, gehang an die Latern

Ihr Brüder all nehmt in die Hand, die Waffen und die Wehr’n
Schon hört man es im ganzen Land, des Aufruhrs dumpfes gär’n
Schon hört man es im ganzen Land, des Aufruhrs dumpfes gär’n

Es wird gescheh’n, es wird gescheh’n, die Zeit ist nicht mehr fern
Da werden all die hohen Herrn, gehang an die Latern
Da werden all die hohen Herrn, gehang an die Latern

Und sehn wir noch Tyrannen froh und schwelgend beim Gelag
Wir hungern gern, denn gar nicht fern ist unser Freiheitstag
Wir hungern gern, denn gar nicht fern ist unser Freiheitstag.

Es wird gescheh’n, es wird gescheh’n, die Zeit ist nicht mehr fern
Da werden all die hohen Herrn gehang an die Latern
Da werden all die hohen Herrn gehang an die Latern.

Rechtsbeugung, Meineid und Hochverrat.

Rechtsbeugung, Meineid, Hochverrat. Beschämend für einen sogenannten Rechtsstaat. Die  Justiz kann nur noch als ein erbärmlicher Haufen von ehrlosen Rechtsbeugern angesehen werden – die sich hinter einem „Machtsystem“ verstecken.  Wenn sich Richter und Staatsanwälte beim Missbrauch der Amtsgewalt ( § … Weiterlesen

Die Kanzlerakte und Die Lebenslüge der Bundesrepublik

Bei der Kanzlerakte soll es sich um ein Dokument handeln, das alle BRD-Kanzler von Adenauer über Schröder bis Merkel unterschreiben müssen. Die Kanzlerakte ist das geheime Zusatzabkommen vom 8. Mai 1949 zum späteren Grundgesetz vom 29. Mai 1949. Diese Kanzlerakte … Weiterlesen 

Von den Alliierten erlassene Gesetze, die in Deutschland gültig sind

Für Gesetze hat sich früher kein dem Alltagstrott folgender Mensch interessiert. Schon gar nicht für Gesetze der alliierten Militärregierung oder für die HLKO.
Dass sich dafür niemand interessierte, liegt darin begründet, dass so gut wie niemand wusste, dass sowas überhaupt existiert und bis zur Stunde Gültigkeit besitzt.

Warum wusste bisher so gut wie niemand davon? Ganz einfach: So gut wie niemand wusste bisher davon, weil das nie Thema im Geschichtsunterricht war. Warum eigentlich nicht? Na raten Sie doch mal. Das war nie Thema im Geschichtsunterricht, weil Sie davon nichts wissen SOLLEN!

Warum soll denn niemand davon wissen? Ebenfalls ganz einfach: Weil man die Menschen des hiesigen Landes dann nicht seit mehr als 70 Jahren hätte ausrauben und ausplündern können, wenn sie davon gewusst hätten.

Auch wusste bisher so gut wie niemand davon, da sowas nie in der Zeitung stand, nie im Fernsehen mitgeteilt wurde und auch nicht im Radio.

Nehmen Sie Artikel 46 der HLKO zur Hand. Es handelt sich dabei übrigens um Völkerrecht. In diesem Artikel 46 steht unter anderem: „Das Privateigentum darf nicht eingezogen werden“.

Das bedeutet, dass jedes Einziehen von Steuern, sowie sonstigen Zwangsabgaben und Pflichtversicherungen gegen das Völkerrecht verstößt.

Das Zahlen von Steuern und anderen Zwangsabgaben kann also wenn überhaupt nur auf freiwilliger Basis stattfinden, zumal sowieso nicht ein einziges gültiges Gesetz existiert, was die Menschen im hiesigen Land zur Zahlung von Steuern verpflichtet.

Mit anderen Worten: Sie zahlten bisher Ihr ganzes Leben lang Steuern, Zwangs- und Pflichtabgaben, obwohl Sie das nie mussten, da es dafür keine einzige gesetzliche Grundlage gibt.

Und nun stellen Sie sich mal vor, dass Sie das mal irgendwann im Geschichtsunterricht gelernt hätten!

Stellen Sie sich vor, dass das in Zeitungen gestanden hätte, sowie über das Fernsehen und über das Radio mitgeteilt worden wäre!

Sie wären schon von Anfang an auf die Barrikaden gegangen und hätten das Zahlen von Steuern und Zwangsabgaben strikt verweigert, da dafür ja gar keine gültige Gesetzesgrundlage existiert!

Daran können Sie übrigens erkennen, dass die jungen Leute in Schulen nicht unbedingt schlau gemacht werden sollen.

Daran können Sie ebenfalls zweifelsfrei erkennen, dass die alteingesessenen Medien (Radio, Fernsehen, Zeitung) auf keinen Fall dazu da sind, um Sie über wichtige Dinge zu informieren, sondern um Sie von wichtigen Dingen so weit wie möglich fern zu halten.

Militärregierungsgesetz Nr. 2; Art. 9: Niemand darf in der Bundesrepublik Deutschland ohne Genehmigung der Militärregierung als Richter, Staatsanwalt, Notar oder Rechtsanwalt tätig werden!

Die Genehmigung einer solchen Tätigkeit muss vorher- also vor Beginn der Tätigkeit- für jeden Einzelfall in schriftlicher Form eingeholt werden.

Durch US EUCOM Stuttgart, vertreten durch Herrn Lietzau, wird ausdrücklich bestätigt, dass alle Militärregierungsgesetze bis zum Abschluss eines Friedensvertrages mit Deutschland volle Rechtskraft besitzen.

Wenn aber die Anordnungen der Militärregierung nicht körperlich für jeden einzelnen Fall vorliegen, sind alle beteiligten Juristen an jedem bundesdeutschen Gericht nur privat handelnde und privat haftende Personen, ohne jegliche Rechtsgrundlage, da die Bundesrepublik Deutschland zu keiner Zeit ein Staat ist oder jemals war.

Richter können demnach Urteile und Beschlüsse in ihrer Position nicht unterschreiben. Aus gleichem Grund wird eine Abschrift vom Original nicht beglaubigt.

Stellen Sie sich vor, dass Sie das schon immer gewusst hätten, weil man ´s Ihnen in der Schule beigebracht hat, und/oder weil das des Öftern in der Zeitung gestanden hätte oder über Fernsehen und Radio immer wieder mitgeteilt worden wäre.

Der Beamtenstatus ist seit dem achten Mai des Jahres 1945 ersatzlos abgeschafft!

Ebenfalls eine Tatsache, von welcher bis vor kurzer Zeit kaum jemand etwas wusste, schon gar nicht von den Konsequenzen dieser Tatsache:

– Polizistinnen und Polizisten: haben keinerlei Rechte
– Ausstellen eines Ausweises: rechtskonform nicht möglich
– Handlungsbefugte Finanzbeamte: nicht existent
– Handlungsbefugte Richter: nicht existent
– Handlungsbefugte Staatsanwälte: nicht existent
– Rechtsgültige Heirat: nicht möglich
– Scheidung einer Ehe: nicht erforderlich, da man nicht scheiden kann, was nie rechtsgültig verheiratet war

Alliierte erlassene Gesetze, die bei der Übernahme des hiesigen Gebietes beschlossen und verkündet wurden:

1. Deutschland ist seit Ende des Zweiten Weltkrieges kein souveräner Staat mehr, sondern ein militärisch besetztes Gebiet der alliierten Streitkräfte.

Mit Wirkung vom 12.09.1944 wurde es durch die Hauptsiegermacht USA beschlagnahmt (SHAEF-Gesetz Nr 52, Artikel I § 1)

2. Die Bundesrepublik Deutschland ist und war nie ein Staat, weder de jure, noch de facto.

Die Bundesrepublik Deutschland ist eine Verwaltung – eine eingetragene Firma ohne jegliche Befugnisse. Siehe Upik und sonstige Handelsregister.

3. Eine Zwangsversteigerung stellt eine illegale Zwangsmaßnahme dar.

4. Die Betroffenen wurden, mangels der gesetzlich erforderlichen Zulassung der Militärregierung (SHAEF-Gesetz Nr. 52, und Nr. 53, [BK/O] (47) 50, von den Verwaltungsbehörden der so genannten Bundesrepublik Deutschland getäuscht.

5. Festzustellen ist, dass bei Enteignungen der § BGB 823 (Schadensersatzpflicht) vorliegt.

Allein durch Missachtung der SHAEF-Gesetze Nr. 52 und Nr. 53, wurde durch Ankauf von Hypotheken-Darlehen, ohne Zustimmung der Militärregierung ein unrechtmäßiges Geldgeschäft getätigt, da keinerlei vorher erwirkte Genehmigung der alliierten Streitkräfte vorlag, geschweige denn, über den rechtlichen Tatbestand Aufklärung erfolgt wäre.

6. Es ist niemand rechtlich verpflichtet, irgendwelche Zwangsgelder oder Zwangsgebühren zu zahlen.

Bis 1990 war die Bundesrepublik Deutschland der Verwalter im Auftrag der Alliierten, weil Deutschland als Ganzes besetzt wurde. Der Bundesrepublik Deutschland ist es nicht gestattet sich als DEUTSCHLAND zu bezeichnen!

DEUTSCHLAND ist gemäß alliierten Besatzungsgesetz und der UNO-Festlegung ausschließlich das Deutsche Reich oder Deutschland als Ganzes, aber keinesfalls die Bundesrepublik Deutschland!

Prof. Dr. Carlo Schmid teilte 1949 dem deutschen Volk mit:“…es wird kein neuer Staat gegründet, sondern Westdeutschland als provisorisches Konstrukt neu organisiert… wir haben keinen Staat zu erichten“.

Eine Firma, wie die Bundesrepublik Deutschland, hat keinerlei Hoheitsrechte!

Alle Militärregierungsgesetze z.B. SHAEF- Gesetz Nr. 2, Artikel III, IV und V §§ 7, 8 und 9 besitzen in Deutschland volle Rechtskraft.

Das Strafgesetzbuch, Kontrollratsbeschlüsse und das Zonenstrafrecht sind bis zum heutigen Tage voll gültig.

Beweis: Carl Haymann Verlag Berlin 1948, Lizenznummer 76-G.N. 0-47-316/47.Verlagsarchiv 12 292, Lizenz erteilt unter Nr. 76 Druckgenehmigungsnummer 8958 der Nachrichtenkontrolle der amerikanischen Militärregierung in Deutschland.

Beweisführung: Der ehemalige Devisenbeschaffer der DDR, Alexander Schalk Golodkowski, wurde 1996 nach dem Militärregierungsgesetz Nr. 53 verurteilt.

Damit ist der Beweis erbracht, dass die Militärregierungsgesetze der Besatzung, also auch die SMAD-Befehle und SHAEF-Gesetze von den USA angewendet werden.

Angesichts dieser Beweislage zu argumentieren und zu bestreiten, dass diese Gesetze keine Anwendung finden würden, ist arglistige Täuschung bzw. Betrug.

Jedes Mitglied der Alliierten Kommission hat von dieser Rechtslage im vollen Umfang Kenntnis.

Alle Banken, die diese Rechtslage missachten, werden wegen fortlaufenden Verstoßes gegen das SHAEF-Gesetz Nr. 52 und Nr. 53, [BK/O] (47) 50 bestraft und müssen bei der zuständigen alliierten Kommandantur angezeigt werden.

Sollte die Bundesrepublik Deutschland-Scheingerichtsbarkeit wagen, im Einklang mit den aktiven Interessen Zwangsversteigerungen durchzuführen, muss gegen das Scheinurteil eine Klage bei der zuständigen alliierten Kommandantur und in England auf Schadensersatz, sowie auf Beihilfe zum Betrug und Rechtsbeugung eingereicht werden.

Stellen Sie sich vor, dass Sie all das schon immer gewusst hätten…

Aber nun wissen Sie ´s ja endlich. Ziehen Sie die Konsequenzen daraus.

Lassen Sie sich nicht länger von schwerkriminellen eigenen Landsleuten drangsalieren, ihrer Freiheit berauben, belügen, betrügen, ausrauben und ausplündern.

Gehen Sie gegen all jene vor, die Sie schon Ihr Leben lang drangsalieren, ihrer Freiheit berauben, belügen, betrügen und ausplündern.

Die Haager Landkriegsordnung und die Gültigkeit bis heute

“Das Privateigentum darf nicht eingezogen werden”. “Plünderung ist ausdrücklich untersagt”. Abkommen, betreffend die Gesetze und Gebräuche des Landkrieges vom 18. Oktober 1907 (RGBl. 1910 S. 107) Haager Landkriegsordnung Seine Majestät der Deutsche Kaiser, König von Preußen, (es folgen die Namen der weiteren Staatsoberhäupter) in der Erwägung, daß bei allem Bemühen, Mittel zu suchen, um den … Weiterlesen

Mein Freund, der Wolf

  Am Donnerstag, 22. November, legte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) das „Wolfsmonitoring 11/2018“ vor. Und dieses zeigt, die Zahl der Wolfsterritorien in Deutschland. 73 Rudel, 30 Paare und drei territoriale Einzeltiere – das sind die vom BfN offiziell vorgestellten Bestandszahlen von Wölfen in Deutschland. Aber – Wieder 58 getötete Wölfe in der Liste. Die Wolfsdebatte wird zur ablenkenden, hinterfotzigen Schwester der Migrationsdebatte gemacht…
Hier wird uns von Medien und Politik vermittelt, daß die Wölfe selbst schuld daran seien. daß sie nun „Entnommen“ abgeschossen werden. Daß sind sie aber nicht! Wir können hier aber ganz klar sehen, die mediengesteuerte Hetzkampagne und die ablenkende Propagandalüge über den bösen bösen Wolf, ist politisch gesteuert. Überall wo politische Misswirtschaft wie, Kriegsverbrechen, Waffen, Oel, Drogen und Menschenhandel, Migrationsschwindel, gezielte Umvolkung, Korruption asw. herrscht. In den Ländern wird in jahrhundertealter politischen Manier, gegen den Wolf gehetzt, Hatten wir letztes Jahr, die Vogelgrippe und davor, waren die Kampfhunde Schuld, und davor, der Rinderwahn und die Hühnergrippe, die Reichsbürger, die Nazis und die Rocker usw. usw. usw. Und Morgen, wird von den korrupten Politikdarstellern und den Medien, eine andere Sau durchs Dorf gejagt.

Laut Bundesamt für Naturschutz ist in Deutschland Platz für 440 Wolfsrudel und aktuell leben in Deutschland 73 Wolfsrudel. Angesichts dieser Zahlen gibt es keinen einzigen Grund auch nur einen Wolf zum Abschuss freizugeben.

Die Suche nach Sündenböcken für politische Misswirtschaft ist von allen Jagdarten, die hinterhältigste. Geht es nach dem Willen unserer Staatsknetenzecken, soll die Anzahl der Wölfe in Deutschland verringert werden. In ihren Koalitionsgesprächen verständigten sich die Verhandlungspartner nach den Worten von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) heuchelte darauf, daß der Schutz des Menschen im Vordergrund steh

So so, daß der Schutz des Menschen im Vordergrund stehe. Wie viele Menschen werden denn im Jahr von Wölfen verletzt? Seit 20 Jahren sind Wölfe in Deutschland wieder heimisch. Bis heute gibt es keinen einzigen Angriff auf Menschen, keinen einzigen Verletzten. Im Gegenzug aber in 2017 30 Tote (Menschen) durch Jäger.
Paradoxerweise fordern nun diese Jäger, dass sie den bisher ungefährlichen Wolf bejagen dürfen, was ja wieder einen Anstieg der Jagd bedeuten würde.

Fazit: Es sind nicht die Wölfe, die täglich unsere Frauen vergewaltigen, Es sind auch nicht die Wölfe, die schießend, schlagend und stechend, jagt auf unsere Bürger machen. Nein Nein, Es sind auch nicht die Wölfe, die ihre Bürger verheizen, ausrauben, vergendern und verschwulen, Kinder stehlen, Familien zerstören. Sie sind auch nicht daran beteiligt, daß Kinder im Vorschulalter, Dildo und Liebeskugeln in die Körperöffnungen stecken sollen, Nein Nien. Wir haben Euch durchschaut. Der kommende Bürgerkrieg wird Ordnung bringen.

Die wahren Feinde, sind NICHT die Tiere und Menschen in und aus den fernen Ländern. Unsere Feinde sind NICHT, mehrere tausende Kilometer entfernt.Sie sind hier, bei uns! Unsere Feinde sind im eigenen Nest mit den diebischen Hände in der Staatskasse.bzw. in den Amtstuben zu finden.

Unser verratener Freund, der Wolf.
 Es wird Zeit, sich zu erinnern.
Ich bin der Urvater all Eurer Hunde
und ihr besitzt die Frechheit, mich zu töten.
Seit Sonne und Mond das Licht machen, kenne ich dich.
Ich habe dich aus den einst riesigen Wäldern beobachtet.
Ich war Zeuge, wie du das Feuer und Werkzeug erfandest.
Einige von uns wurden Mitglieder eurer Rudel, jagten mit euch, beschützten eure Welpen, halfen euch, liebten euch.
Es war eine gute Zeit…
Einst waren wir uns so ähnlich.
Aber du hast die Wälder kleingemacht und viele von uns getötet.
Ich jage noch immer und füttere meine Welpen.
Das werde ich immer tun.
Ich beobachte dich, damit ich dich meiden kann.
Ich glaube,
ich kenne dich nicht mehr.
Es wird Zeit, sich zu erinnern

Märchen und Mythen über den Wolf. Wölfe in der nordischen Mythologie

Die Wölfe in der nordischen Mythologie werden oft mit etwas Negativem in Verbindung gebracht, sie werden häufig als böse und unzuverlässig angesehen. Der berühmteste Wolf ist Fenrir , der Sohn von Loki und die Riesin Angrboða . Als Fenrir jung war, lebte es unter den Aesir in Asgard, aber als es wuchs, wurde es zu gefährlich, um es für die Götter und Göttinnen zu haben .

Fenrir wurde daher auf eine Insel im Kattegat (die Straße zwischen Dänemark und Schweden) gebracht, wo es an einen Felsen gebunden war. Während des Bindungsprozesses biss er dem Gott Týr in die Hand.

Fenrir wird sich in Ragnarök von seinen Ketten lösen und in die Ebenen von Vigrid reisen, wo er gegen den Aesir kämpfen wird. Während dieser Schlacht werden Fenrir und Odin gegeneinander kämpfen, der Wolf wird siegen und Odin töten, indem er ihn verschluckt.

Zwei andere böse Wölfe in der nordischen Mythologie sind Skoll und Hati Hrodvitnisson, sie sind die Wölfe, die Sonne und Mond jagen. Skoll versucht immer, die Sonne einzufangen, und Hati jagt den Mond. Die Sonne und der Mond werden von den beiden Wölfen in Ragnarök verschluckt und die Welt in Dunkelheit verwandelt.

Laut der poetischen Edda wurden Skoll und Hati von einem Jotnar namens Jarnvidr (altnordisch: Járnviðr) im Eisenwald von Jotunheim geboren. Es wird gesagt, dass sie viele Jotnar geboren hat, alle in der Gestalt von Wölfen.

Im Osten lebt die Alte
in Iron Wood
und dort trägt sie
Fenrirs Brut [die Wölfe].
Von allen kommt
insbesondere eine,
die Ruine des Mondes
in Form eines Trolls.
– Die Prophezeiung der Sibylle (40)

Er schluckt sich in das Leben
der Verurteilten und
rötet die Wohnung der Götter
mit purpurrotem Blut.
Dunkel geht der Sonnenschein,
für den Sommer danach ist
das Wetter alles bösartig.
Weißt du jetzt oder was? ‚
– Die Prophezeiung der Sibylle (41)

Es sind nicht alle Wölfe, die als böse gelten, Odins zwei Wölfe Geri und Freki sind seine treuen Begleiter. Die beiden Wölfe sind immer an seiner Seite und wenn er am Tisch sitzt, füttert er sie immer mit Fleisch.

In den letzten Jahrhunderten sind Wölfe aus weiten Teilen Skandinaviens verschwunden, insbesondere aus Dänemark. Aber sie sind zurückgekehrt und ihre Zahl steigt von Jahr zu Jahr. Dies hat dazu geführt, dass einige Landwirte das Gesetz selbst in die Hand genommen haben

Odin, der himmlische Vater der germanischen Mythologie, war eine seltsame und würdevolle Figur, immer distanziert. Sogar als er mit den Helden an den Festmalen der Götter in seinem Goldpalast, dem Gladsheim oder noch im Valhalla (Saal der Toten) teilnahm, aß er nichts. Er gab die Nahrung, die vor ihm lag, seinen Wölfen Gere und Freke, die so im Valhalla ihr Mahl mit den Helden teilten. Die Valkyries, die die Toten aussuchten, waren beauftragt, auf die Schlachtfelder zu gehen und auf Befehl Odins auszuwählen, wer Sieger werden und wer erliegen sollte und dann die Leichen der Tapferen Odin im Valhalla zu bringen. Zwei Raben, die auf Odins Schultern saßen, flogen jeden Tag durch die Welt und berichteten ihm alles, was die Menschen taten. Der eine nannte sich Gedanke (Hugin) und der andere Gedächtnis (Munin). Währenddem die Götter schlemmten, dachte Odin darüber nach, was er von Gedanken und Gedächtnis erfahren hatte. Odin hatte die Verantwortung darüber, das Ende der Welt, der Tag, an dem die Erde und der Himmel zerstört werden sollten (Ragnarok), so weit als möglich hinauszuzögern. Odin war der universale Vater, Höchster unter den Göttern und den Menschen. Er versuchte permanent, sich mehr Weisheit anzueignen, um sie den Menschen weiterzugeben. Odin, der weise Gott, war manchmal mit einem Wolfskopf dargestellt.

Im alten Edda (altes Manuskript, das Gedichten ähnlich sieht) konnte der Wolf aber auch das Ende der Welt oder die Niederlage der Götter darstellen.

Die Sonne wird schwarz und dass die Erde im Meer versinken wird, Wenn die Sterne vom Himmel fallen werden Und dass das Feuer bis ins Firmament hochsteigt.

Lokis Sohn (verantwortlich für den Tod des meistgeliebten Gottes Balder), Fenrir, der zerstörerische Wolf, dessen offene Kiefer Himmel und Erde berührten, bedrohte die Welt der Götter. Um den äußersten Moment hinauszuzögern, heckten die Götter eine Falle aus, indem sie ihn herausforderten, einen Ring zu zerbrechen, den keiner der Götter zu brechen vermocht hatte. Fenrir konnte nicht abschlagen, aber die Gefahr vorausahnend, sprach eine Bedingung aus: Einer der Götter musste, im Namen aller, seine rechte Hand in des Wolfes Schnauze legen. Der Kriegsgott Tyr akzeptierte und verlor sein Pfand, währenddessen die Zwergenschmiede Fenir in Ketten legten. Bei seiner Befreiung wird die Welt der Götter ihr Ende sehen.

Stärker als alles,

Aber nie würde ich es wagen, seinen Namen auszusprechen.
Und es sind wenige, die darüber hinaus sehen können
Im Moment, wenn Odin untergehen wird.
Edda aber sah einen neuen Himmel und eine neue Erde voraus.
Noch einmal mit einer wunderbaren Schönheit;
werden die Häuser Dächer aus Gold haben;
Ohne dass die Felder ausgesät sind werden ihre Früchte reifen
Auf ewig in einer perfekten Glückseligkeit.

Das alte Edda datiert ungefähr aus dem Jahre 1300; die Texte aber, aus denen es sich zusammensetzt, hätten einen noch viel älteren Ursprung. Dieses Manuskript ist 300 Jahre nach der Ankunft der Christen auf Island redigiert worden. Es ist möglich, dass, trotz des hohen Alters der Texte, verschiedene vom Christentum beeinflusst worden sind, da einige Passagen erstaunlicherweise den in der Bibel entwickelten Ideen gleichen, wie etwa das ewige Leben nach dem Tod Odins und die Gegenwart eines allmächtigen Gottes, dessen Namen ich nie auszusprechen wagen würde.

Der Wolf Fenrir

Vor langer Zeit in Asgard, dem Wohnsitz der Götter im Zentrum des Universums, zog Gott Odin einen Wolfswelpen namens Fenrir auf. Schon als kleiner Welpe ließ Fenrir sein unheimliches Heulen erklingen. Als er größer wurde, bekamen die anderen Götter Angst vor ihm. Schnüffelnd und neugierig zog Fenrir durch die Gassen von Asgard und die Götter wechselten schnell auf die andere Straßenseite, wenn sie ihn kommen sahen.

Egal, was für ein freundliches Wesen Fenrir war, nur ein Gott streichelte sein graues Fell: Tyr, Odins jüngerer Sohn, liebte Fenrir und blieb sein Freund und fütterte ihn mit Fleisch, und je mehr Fenrir fraß, desto größer wurde er, bis er schließlich den Göttern bis zur Taille reichte.

Fenrir hatte nie jemanden verletzt oder angegriffen, aber die Götter bekamen immer mehr Furcht vor ihm. Schließlich trafen sie sich und beschlossen, Fenrir an die Kette zu legen. Sie schmiedeten ein Kette aus schwerem Eisen, mit Gliedern so stark wie der Arm eines Mannes und dann riefen sie Fenrir, der freudig angetrabt kam, aber überrascht und bestürzt war, als die Götter ihm die Kette um den Hals legten und ihn banden. Fenrir heulte auf, zog und zerrte an der Kette, rannte im Kreis, und zuletzt, all seine Kraft einsetzend, sprengte er die Fesseln. Die Götter waren entsetzt und beschlossen, eine neue Kette zu schmieden, doppelt so stark wie die vorherige, denn nun reichte Fenrir den Göttern schon bis zu den Schultern, und sie wussten, dass er die Kraft von Hunderten hatte. Aber immer noch war Fenrir niemandem feindlich gesinnt, und als die Götter ihn erneut riefen, lief er zu ihnen in der Hoffnung, dass sie endlich seine Freundschaft annahmen. Doch die Götter warfen ihm die neue Kette um den Hals, und wieder war der arme Wolf gefangen und seine Augen leuchteten und blitzten vor Wut rot auf, bedrohlich knurrend stemmte er seine gigantischen Pfoten in die Erde und mit einem gewaltigen Ruck sprengte er auch diese Fessel und die Götter flohen vor ihm.

Beunruhigt beschlossen die Götter nun, sich an die Zwerge zu wenden. Als diese von den Sorgen der Götter erfuhren, webten sie aus dem „Miau“ einer Katze, dem Speichel eines Vogels, dem Atem eines Fisches, den Sehnen eines Bären und den Wurzeln eines Berges das Seil „Gleipnir“. Es war dehnbar wie Seide, aber stark genug, das niemand es zerreißen konnte, nicht einmal der große Wolf Fenrir.

Fenrir liebte es, über die Felder zu laufen und zu springen, doch er fühlte sich immer trauriger und einsamer. Und trotzdem hoffte er immer noch, das die Götter eines Tages mit ihm spielen würden. Er wollte ihnen beweisen, das er ihr Freund sein wollte, und so lief er den Göttern zur Begrüßung abermals entgegen, als sie auf ihn zukamen. „Komm, Fenrir, wir wollen mit dir spielen.“ sagten die Götter und Fenrir heulte vor Freude auf. „Aber wir brauchen mehr Platz.“, sagten sie, „Du bist ein großer Wolf und wenn du über die Felder läufst und springst, bebt die Erde. Wir brauchen ein großes Feld für dich, und wir wissen auch genau den richtigen Ort. Willst du mit uns kommen?“ Fenrir zitterte vor Freude, schüttelte seinen großen, grauen Kopf und stampfte mit den Pfoten. Er würde den Göttern überallhin folgen, wenn sie ihn nur endlich lieben würden und seine Freunde wären!

Glücklich folgte Fenrir ihnen auf ihr gigantisches Segelschiff, auf dem sie eine wilde, dunkle und raue See überquerten und nach ein paar Tagen erreichten sie schließlich ein weit entferntes, raues Eiland. „Was wollen wir denn spielen?“ fragte Fenrir und wünschte sich nichts sehnlicher, als den Göttern zu gefallen. Sie zeigten ihm das goldene Band, das die Zwerge gewoben hatten: „Nimm dieses Ende des Bandes und wir nehmen das andere. Wir spielen Seilziehen. Mal sehen, ob du wirklich so stark bist wie wir alle zusammen.“

Begeistert nahm Fenrir das Band zwischen seine scharfen Zähne und rannte ans andere Ende des Feldes. Er begann zu ziehen und zu zerren, und die Götter zogen am anderen Ende des Bandes. Aber wie gewaltig sie auch an beiden Enden zogen, das goldene Zwergenband hielt stand. Als die Götter sahen, das Fenrir weit weg war, verankerten sie heimlich ihr Ende des Bandes im Urgestein der Insel und riefen Fenrir über das Feld zu: „Wickle das Band um deinen Hals, Fenrir! Wenn irgendein Wesen dieses Band zerreißen kann, denn du!“ „Ich kann jede Fessel sprengen.“ dachte Fenrir und er wand sich das goldene Band um seinen Hals und sah voller Tatendrang zu den Göttern hinüber.

„Ich bin soweit!“, rief er, aber als er Tyr mit bedrücktem, niedergeschlagenem Gesichtsausdruck auf den Boden blicken sah, ahnte er bereits, dass die Götter einen weiteren, gemeinen Trick mit ihm versuchten. Ein welterschütterndes Knurren fuhr aus seiner Kehle und er rief nach seinem einzigem Freund: „Tyr, mein Freund,“ heulte er „helfe deinem alten Gefährten Fenrir. Gib´ mir deine Hand als ein Zeichen guten Willens!“

Tyr konnte den qualvollen Ausdruck in Fenrirs Augen nun nicht mehr länger ertragen und er hielt seinem Freund die Hand hin. Fenrir kam heran und legte sanft seine großen Kiefer um Tyr´s Handgelenk. Fenrir, in seinem Maul immer noch vorsichtig Tyrs Hand haltend, wuchs zu seiner doppelten Größe heran. Entsetzt wichen die Götter zurück, als er rückwärts taumelte und Tyr mit sich riss. Das Band hielt. Und wieder zog und zerrte Fenrir, und wiederum hielt das goldene Band seiner Kraft stand. Ein drittes mal sammelte er all seine Kräfte und versuchte, seine Fessel zu sprengen. Das Band der Zwerge hielt, und er war immer noch an die Felsen der Insel gekettet. Und immer noch hielt Fenrir Tyrs Hand in seinem Maul und seine Augen füllten sich mit Tränen, als er in die Augen des einen Gottes blickte, der immer sein einziger Freund gewesen war.

Er wusste, dass er für immer hilflos gefangen war. Und Tyr blickte ebenfalls in Fenrirs Augen und ihn erfüllte eine tiefe Traurigkeit für seinen Freund. Ihr Schicksal nun akzeptierend, schlossen Tyr und Fenrir ihre Augen im selben Moment, und als sie das taten, verschlang Fenrir Tyr´s Hand.

Aber: Tyr starb nicht, er war ja ein Gott, und die anderen Götter zogen ihn zurück und verbanden seine schreckliche Wunde. Und denn nahm Odin sein Schwert und schleuderte es wutentbrannt in Fenrirs Rachen. Der arme graue Wolf hustete und röchelte, doch auch er starb nicht, da er eine Schöpfung der Götter war. Erneut heulte er in Qual und Agonie auf, doch die Götter wandten sich von ihm ab und ließen ihn alleine zurück. Für viele Jahre nun hörten die Götter und Menschen das einsame und klagende Heulen Fenrirs und schließlich, eines Nachts, konnte er sich endlich befreien und sprang hoch in den Himmel! Schwerer Regen prasselte auf Asgard nieder und in dieser Nacht, bekannt als Ragnarök oder Götterdämmerung, wurde die alte Welt zerstört und aus dieser Zerstörung wuchs eine neue, friedvollere Welt und Odins Söhne kehrten zurück um über sie zu herrschen.

Der Wolf als Totemtier

7000 v.Chr. fühlten sich die Menschen noch eins mit der sie umgebenden Natur. Sie sahen keine wesentlichen Unterschiede zwischen sich und den Tieren, hielten sich für ebenbürtig und einige sogar für Wesen, die mit übernatürlichen Kräften ausgestattet sind. Der Mensch der Urgesellschaft war davon überzeugt, dass Tiere genauso wie Menschen in Geschlechtsverbänden und Stämmen leben. Für diesen Menschen stand fest, dass er selbst und sein Stamm in einer Verwandtschaftsbeziehung zu irgendeinem Tier stand. Das Wort, dass diese Beziehung kennzeichnet, heißt Totem und stammt aus der indianischen Sprache, wo es „verwandt“ bedeutet.

Häufig, wenn von einem Totemtier die Rede ist, ist eigentlich ein Krafttier oder ein Tierschutzgeist gemeint. Ein Krafttier ist nur für einen Menschen „zuständig“. Ein Totem kann in Form eines Tieres auftreten, aber auch als Pflanze oder Naturerscheinung und deren bildliche oder symbolische Darstellung. Für den Umgang mit einem Totem gibt es aber auch Tabus. Diese Tabus sind heilige Regeln. In den meisten Fällen darf ein Totem weder getötet, noch verletzt oder gegessen werden, aber hier gibt es auch Ausnahmen.

Ein Totemtier ist angeboren. Üblicherweise wird es entweder von Mutter oder Vater vererbt. Bei den Indianern Nordamerikas hat meistens ein ganzer Clan dasselbe Totemtier, während es bei den Aborigines in Australien nicht an eine Familie gebunden ist sondern einzelne Familienmitglieder verschiedene Totems haben und durch sie über die Familie hinaus eine besondere Beziehung zu ihrer Totemgruppe haben.

Ein Krafttier oder Tierschutzgeist ist ein persönlicher Helfer einer Einzelperson. Besonders die Nordamerikanischen Indianer sind dafür bekannt, dass sie durch körperliche und geistige Strapazen (zum Beispiel lange Wanderungen, langes Fasten, besuchen einer Schwitzhütte und vieles Mehr) eine Vision herbeizuführen versuchen. In dieser Vision zeigt sich ihnen dann ihr persönlicher Schutzgeist. In den meisten Fällen wird zur Entschlüsselung der Vision ein Schamane benötigt. Ein Krafttier kann dem Menschen auf vielerlei Weise zur Seite stehen. Beispielsweise bei der Jagd oder während einer Schweren Krankheit.

Krafttier Wolf

Der Wolf nimmt unter den verschiedenen Tierarten, die zum Totem wurden einen führenden Platz ein.

Im Indianerstamm der Tlinkit von der Nordwestküste Nordamerikas und bei den Irokesen, die im Südosten der Großen Seen lebten, gab es Sippen des Wolfs. In Turkmenien war der Wolf das Totem von 11 Sippen. Die Usbeken leiteten ihre Herkunft vom Wolf ab. Der Wolf zählte auch zu den Haupttotems der Eskimos der Bering-Straße, die ihre Waffen, Hausgerät und sogar ihre Gesichter mit Totemzeichen schmückten. Auch die Mongolen verehrten den Wolf. In einer Legende heißt es, dass ihr Volk von einem vom Himmel geborenen Wolf und einer Hirschkuh abstammt. Als Urmutter der alten Türken galt eine Wölfin. In Überlieferungen heißt es, dass eine Wölfin einen hilflosen zehnjährigen Knaben vor dem Tode gerettet habe. Er war der einzige, der vom Stamm der Hunnen am Leben geblieben war, nachdem diese von Feinden vernichtet worden waren. Als der Junge erwachsen wurde, brachte die Wölfin zehn Söhne zur Welt, deren Vater der er war. Jeder dieser Söhne war der Begründer einer Geschlechterlinie.

Die Verehrer eines Totems waren davon überzeugt, dass sie in den unterschiedlichsten Lebenssituationen mit dessen Unterstützung und Schutz rechnen konnten.

Noch vor wenigen Jahren glaubten die Usbeken, bei denen sich die Organisation in Geschlechtsverbänden erhalten hatte, an die Hilfe ihres Urvaters, des Wolfs. Um einer Frau eine schwierige Geburt zu erleichtern, legte man ihr wie ein Armband einen Wolfskiefer um das Handgelenk. Oder man zerrieb ein Stück getrocknetes Wolfsherz zu Pulver, löste es in Wasser und gab es der Frau zu trinken. Ein Neugeborenes hüllte man in ein Wolfsfell, damit es lange lebte. An die Wiege hängte man als Amulett Wolfszähne, Krallen und Afterzehen. Erwachsene Usbeken trugen, um sich gegen jegliches Unglück zu schützen, Eckzähne, Zähne und Krallen vom Wolf. Diese Amulette durften nicht verkauft werden, man konnte sie nur verschenken. Nicht weniger als die Usbeken vertrauten die Burjaten auf den Schutz des Wolfs. Wenn jemand Fieber bekam, wurde er in ein Wolfsfell gewickelt. Kasachen oder Kasantataren rieben bei Ausschlag oder Flechte die Stelle mit einem Wolfsschweif. In Europa tritt der Wolf nicht selten im Volksglauben als Beschützer auf. Der römische Gelehrte Plinius d. Ä. schrieb, dass ein Wolfskopf die Kraft eines Zaubers breche. Eben aus diesem Grunde wurden sie an das Tor der Landsitze genagelt. Zu dem gleichen Zweck verwendete man in Deutschland im 19.Jh. im Pferdestall eine Wolfspfote.

Einem Totemtier nicht die nötige Achtung entgegen zu bringen, zählt zu den Tabus im Umgang mit dem Krafttier. Schon seit frühester Zeit glaubten die Menschen, dass Tiere die menschliche Sprache verstehen können. Um das Krafttier nicht zu beleidigen, denn dann würde es sich an einem rächen, verwendeten viele Völker Tabubezeichnungen für die Tiere. Bei den Esten hieß der Wolf z.B. „Hirte“, „Langschwanz“ oder „Onkel“, bei den Litauern „Feldgeist“, bei den Korjaken „der sich abseits im Hintergrund hält“ und bei den abchasischen Jägern „glücklicher Rachen“.

Da der Mensch das Totemtier als seinen verwandten ansah, begegnete er selbst dem toten Tier noch mit Ehrerbietung. Bei den alten Athenern herrschte der Brauch, jedem getöteten Wolf ein Begräbnis auszurichten. Auch die Jakuten überließen einen toten Wolf nicht einfach seinem Schicksal: Sie wickelten ihn in Heu und hängten ihn an einen Baum, d.h. sie bestatteten ihn, wie es bei den Taigabewohnern alter Brauch war. Auch die Usbeken bestatteten einen Wolf, indem sie ihn der Erde beisetzten.

 Ursprünglich war der Wolf unter den Großsäugern das Tier mit der größten weltweiten Verbreitung.  Er bevölkerte die gesamte nördliche Halbkugel nördlich des 15. Breitengrades (inklusive Mexiko, Nordafrika, Arabien und Indien). Doch haben die gnadenlose Verfolgung und Lebensraumzerstörung dazu geführt, dass der Wolf in Westeuropa und selbst in Skandinavien schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet war. Auch in Deutschland galt die Art über hundert Jahre als „ausgestorben“. Allerdings kehren die Beutegreifer seit rund 20 Jahren wieder aus dem Osten zurück und haben sich mittlerweile wieder angesiedelt – beispielsweise auf alten Truppenübungsplätzen in Sachsen und Brandenburg. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hessen und Bayern werden immer wieder Sichtungen gemeldet. Derzeit ist der Wolf in der deutschen Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ gelistet.

Auch nach Italien, Österreich und der Schweiz wandern wieder Wölfe ein – in die Gebiete, die sie, wie in Deutschland auch, bereits früher besiedelten. Insgesamt leben derzeit zwischen rund 12.000 Wölfe in Europa (außerhalb Russlands).

Lebensweise

Die Rückkehr des Wolfes

Wie sind die Zukunftsaussichten?

Die Rückkehr der Wölfe klappt dort, wo die sie ausreichend Nahrung und ungestörte Gebiete vorfinden, um ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen können. Und wo sie vor Nachstellungen des Menschen sicher sind. Als Hauptbedrohungsfaktoren galten im letzten Jahrhundert Lebensraumverlust durch Bevölkerungswachstum, Industrialisierung sowie die direkte Verfolgung mit Hilfe von Fallen, Schusswaffen und Gift. Diese Bedrohungsfaktoren sind teilweise auch heute noch aktuell. Hinzu kommt der Verkehr: Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2000 sind 100 Tiere durch den Straßenverkehr zu Tode gekommen. Auch illegale Tötungen stellen eine Bedrohung für den Wolf dar. Eine dauerhafte Rückkehr ist zudem von der Akzeptanz in der Bevölkerung abhängig.

Systematik und Unterarten

der Beitrag ist noch nicht fertig

ergänzend

Kulturbringer Odin, Allvater, Wotan

Einsam sind die tapferen und die Gerechten. Doch mit ihnen ist die Gottheit. Odin, Allvater, Wotan. Gar viele Namen hat Allvater, stetig wacht der Vater aller Götter. Sei Dir bewusst, dass der absolut unkriegerische, große Fragende und Reisende Gott der … Weiterlesen

Walhall, Ragnarök: Ende und Neubeginn

Walhalla – das Ziel aller tapferen Krieger Walhall (oder Valhall, im Volksmund oftmals auch Walhalla genannt) bezeichnet in der nordischen Mythologie das Ziel aller gefallenen Krieger, die sich als tapfer erwiesen hatten und in der Schlacht ihr Leben gelassen hatten. … Weiterlesen

Germanische Mythologie

  EINLEITUNG Es läßt sich mit großer Wahrscheinlichkeit voraussetzen, daß die Stammväter der Germanen, nachdem sie sich von den anderen Ariern getrennt hatten und in zwei Strömen die Ebenen Mitteleuropas und den hohen Norden unseres Kontinents überfluteten, die alten religiösen … Weiterlesen

Magic Runes by Germanenherz

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Den Einstig und Beginn zum Thema Runen, findest du auf meinen Germanenherz Blog´s. Doch die Bedeutung für dich, die findest du nur in dir selbst. Mache dich auf und folge dem Ruf der Runen, sie werden dich zu neuen Erkenntnissen über dich selbst und deine Umwelt bringen. Vielleicht begreifst du erst dann, was dein Weg durch die Zeit ist und wie du ihn gehen sollst.

Runen Rad Runen Rat

Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum neun lange Nächte, vom Speer verwundet, dem Odin geweiht, ich selber mir selbst, am Ast des Baumes, von dem niemand weiß, aus welcher Wurzel er wuchs.Sie boten mir nicht Brot noch Met … Weiterlesen

Die theoretische Magie als Grundlage der Runenmagie

Die Runenmagie wird wohl am ehesten von den verschiedenen magischen Richtungen mit der Alten Sitte in Verbindung gebracht und wohl auch von nicht wenigen Menschen betrieben. Runenmagie kann verschiedene Formen haben. Grundsätzlich soll sie so funktionieren, daß die Kraft der Rune (also das Energieprinzip, das die Rune verkörpert) angewandt wird. Runische Magie ist Zeichenmagie, das Zeichen, die Rune, wird ihrem Sinngehalt und ihrem magischen Potential entsprechend verwendet. Man kann sich das vielleicht so vorstellen, daß die Menschen früher die Energien, die sie wahrnahmen, mit Symbolen bezeichnet haben. In diesem Sinne stehen die Runen für bestimmte Energien, zu denen man einen Kanal öffnen und mit denen man arbeiten kann.
Fliegenpilze

Als einfachste Form magischer Runenanwendung ist wohl die Visualisierung zu nennen. Dabei wird die Rune mit ihren Kräften vor dem inneren Auge vorgestellt und sie kann dann auch projiziert werden, was bedeutet, daß man die visualisierte Kräfte auf ein Ziel hin aussendet. Wirksam ist hierbei die Form der Rune, wie sie als Bild erscheint, und gerade in bezug auf die Aussendung in Verbindung mit der gewünschten Wirkung der Rune, die man ebenfalls visualisieren kann. Man kann dies auch sehr gut dadurch unterstützen, daß man die Stellung (Stadha) der Rune einnimmt oder die Rune mit den Händen bildet. Als Beispiel für diese Anwendung könnte man die Heilung nennen.

Runen können aber auch gesprochen oder gesungen werden. Wirksam ist hier der Laut der Rune (was durch Stöður und Visualisierung unterstützt werden kann). Zaubergesänge allgemein werden als seið-læti bezeichnet, die Wortmagie in einem zeremoniellen, runischen Sinn als galdr; es existiert sogar ein eigenes Versmaß dafür, das galdralag. Durch Wiederholung der Worte / Strophen kann eine Verstärkung erreicht werden. Man verwendet hier entweder nur den Runennamen, den man intoniert, bzw. die Runenreihe, die man komplett singt, oder aber richtige Verse, in denen die Wirksamkeit der Runen sich manifestieren soll. Eine Galdr-Verfluchung wird als alög bezeichnet. Golther glaubt, daß „runo“ das Raunen oder Murmeln eines Zauberspruches bezeichnet, wohingegen galdr der eigentliche „Zaubergesang“ sei (also eine Form von Seiðr).

Die skeptische Frage, ob es Magie überhaupt gibt, ist äußerst unpräzise, so wie auch Glaube oder Nichtglaube an Magie weder richtig noch falsch sind. Es kommt dabei darauf an, was man eigentlich unter Magie versteht, und schon hier laufen die … Weiterlesen

Zauberei und Hexerei

In meinem neuen Titelbild könnt ihr es sehen. Meine Othala Rune symbolisiert, den Sündenbock des heiligen Bartholomäus (Astaroth) in seiner Niederlage, fixiert in meinem Runenkreis
 Die alten Deutschen kannten Zauber mit Tat und Wort; den ersteren verbietet Nr. 10 des Indiculus (de phy-lacteriis et Ugaturis), den zweiten Nr. 12 (de incantationibus). Das Wort Zauber (ahd. zoubar) selbst bedeutet eigentlich „Mennig“, die rote Farbe, mit der … Weiterlesen

Magische Nächte. Die 12 Rauhnächte

Die 12 Rauhnächte Die zwölf Nächte am Ende des Jahres und die mit ihnen verknüpften Mysterien gehen bis in die Antike zurück. Sie haben sowohl römische als auch germanische und sogar indische, japanische und chinesische Wurzeln, und auch heute noch finden sie vielerorts im Brauchtum Beachtung. Nach uralten Überlieferungen suchen zu dieser Zeit die Seelen … Weiterlesen

Die weisen Frauen Hagedisen – Hexen

Die erfolgreiche Vorgehensweise und die überzeugenden Ergebnisse der heilkundigen Frauen stellten eine große Bedrohung für das aufkommende Christentum, sprich die Kirche dar. Denn diese Frauen verließen sich mit ihren außergewöhnlichen Begabungen eher auf ihre Sinne und Erfahrungen als auf die Gebote des Glaubens. Versuch und Jrrtum lehrte sie Ursache und Wirkung zu erkennen. Sie Forschten … Weiterlesen

Das Erforschen der Zukunft

Als Mittel zur Erforschung des göttlichen Willens bei den Deutschen nennt Cäsar „Losorakel und Prophezeiungen (sortes et vaticinationes; b. g. 150), Tacitus „Götterzeichen und LosorakeV1 (auspicia et sortes, Germ. 10). Beim Los wurde die Gottheit nach ihrem Willen gefragt, im anderen Falle erfuhr man ihn aus gewissen Vorzeichen. Die Wahrsagekunst scheint mehr Aufgabe der Frauen … Weiterlesen

In stillem Gedenken an RA Jürgen Rieger.

.Die Artgemeinschaft-GGG e.V.

Er hat unsere Gemeinschaft 20 Jahre geleitet, er hat sie geprägt, er hat sie weiter geformt und gestaltet. Sein plötzlicher Tod riss eine Lücke in unsere Gemeinschaft, doch die Artgemeinschaft lebt weiter. Seine Arbeit war nicht umsonst, es sind immer noch jung und alt vereint im Glauben unserer Art. Für den Erhalt unserer heidnischen Kultur und Tradition, im Einklang mit dem Artbekenntnis und Sittengesetz unserer Art.

Jürgen Rieger – Gestorben am 29.10.09

ergänzend

Jürgen Rieger – unvergessen

Kamerad Rechtsanwalt Jürgen Rieger 11.05.1946 – 29.10.2009 Heute jährt sich der fünfte Todestag unseres Freundes und Kameraden Jürgen Rieger. Die schönen Stunden bei den gelungenen Brauchtumsveranstaltungen, Jahreskreisfeste mit ihn, werden unvergessen bleiben! Zur Erinnerung: Die würdige Abschiedsrede von Dr. Pierre Krebs Einlaß in Walhall Jürgen, Du hast die höchste Prüfung bestanden: die Treue zu Dir … Weiterlesen

Audiovorträge mit Jürgen Rieger

 Wir können seine Textknechtschaften lesen. Das ist eine Sache. Aber seine Audiovorträge, dass ist eine andere und sucht seinesgleichen. An Kenntnissen und lebendigem „Typisch norddeutsch“ vorgetragenen Art, „kaum zu übertreffen“. 1) Abspielen: Einfach mit der linken Maustaste auf den gewünschten Vortrag Klicken, dann spielt euer Betriebssystemplayer die Audiodatei ab, oder ! 2)  Runterladen: mit der rechten Maustaste drauf, dann speichern … Weiterlesen

Das Sittengesetz unserer Art von Jürgen Rieger

 Ursprünglich veröffentlicht auf der Seite der Artgemeinschaft. Jürgen Rieger beschreibt in seinem “Sittengesetz unserer Art” die Grundsätze unseres heidnisch-germanischen Wesens, welche uns durch den Lauf der Geschichte als fortdauernde, biologisch-begründete Merkmale begleitet und geformt haben. So mancher wird jetzt anmerken, dass nicht jeder Germane Deutscher und jeder Deutsche nur Germane sei. Das stimmt teilweise. Das … Weiterlesen

Ahnenverehrung von Jürgen Rieger

 Aus dem Vorwort von Riegers Buch Ahnenverehrung – Weg zur irdischen Unsterblichkeit: Im Anschluß an das Lesen von Spenglers Der Untergang des Abendlandes war ich schon vor geraumer Zeit zur Auffassung gelangt, daß die Beschäftigung mit dem Konfuzianismus für mich notwendig sei. Spengler hat anhand vieler Beispiele das Aufblühen, die Hochzeit und das Vergehen von Kulturen … Weiterlesen

Deutschland und Russland

Ergänzender Beitrag von Februar 2006 von Jürgen Rieger Der zweite Weltkrieg, die großen Leiden der ostdeutschen Bevölkerung bei der Besetzung und der nachfolgende „Kalte Krieg“ mit der Sorge, daß auch die westliche Hälfte Deutschlands kommunistisch werden könnte, haben zu einer Entfremdung zwischen Deutschen und Russen geführt. Es scheint mir deshalb richtig, zunächst einmal einen geschichtlichen … Weiterlesen

Kampf der Kulturen – Kampf der Religionen

von Rechtsanwalt Jürgen Hans Paul Rieger TEIL I In Heft 4/3801 der „Nordischen Zeitung“ habe ich in dem Beitrag „Amerikas Kreuzzug in den Dritten Weltkrieg“ vor einem Krieg in Afghanistan gewarnt, und davor, daß dies zu einem weltweiten Religionskrieg zwischen Moslems und Christen führen könne. Ich habe ferner dargelegt, daß Osama bin Laden nur ein … Weiterlesen

Mutter Erde.

mutter erde schmerzen

Germanenherz bzw. Toto´s Sicht der Dinge von Mutter Erde

Weltanschauungen, bei denen die Verehrung der Erde im Mittelpunkt steht. Dies gilt auch für moderne Theorien wie etwa die evolutionsbiologische Gaia-Hypothese.

Mutter Erde bezeichnet im religiösen Sinn verschiedene Vorstellungen von der Erde (im Sinne von Umwelt, Land, Natur oder Planet) als einer heiligen Ganzheit mit diversen übersinnlich-transzendenten Attributen. In fast allen Sprachen der Welt wird die Erde weiblich und der Himmel männlich aufgefasst. Daraus folgt allerdings nicht, daß es sich bei der Vorstellung der „Mutter Erde“ um eine religiöse Universalie handelt.

Geschichten und Mythen zeugen vom uralten Kult der „Großen Mutter“. Sie wird als Lebensspenderin, Ernährerin, Heilerin gesehen, aber auch als Todbringende und Vernichterin.
Die ersten Schöpfungsmythen bezogen sich nicht etwa auf eine Vatergottheit. Muttergottheiten als Gebärerinnen und Herrinnen des Lebens wurden verehrt. Auch bei den Frühgriechen wurde z.B. Leda, die Schwanenjungfrau, Gegenstand der Anbetung. In den Anfängen des alten Ägyptens herrschte zunächst Mutterrecht in Gestalt der Königinnenmutter Isis.

Aber auch hier kam es später zu einer Hinwendung zu einer eher männlich geprägten Religion. Infolge einer Veränderung der Wirtschaftsform und durch die Arbeitsteilung trat vor etwa 6.000 bis 5.000 Jahren ein allgemeiner Wandel ein: Die Hinwendung zu männlichen Gottheiten und damit auch zum Patriarchat. Das hatte freilich seinen Preis: Waren matriarchalische Gesellschaften vermutlich durchweg friedfertiger im Umgang mit Mensch und Natur, so ist in patriarchalischen Kulturen eine gewisse Aggressivität nicht zu leugnen. Unsere heute weltweit dominierende westliche Lebensform geht sicherlich auf diese Denkmuster zurück.

Wir sind aus den Großen, dem Geist und der Mutter Erde geboren, allen kostbaren Kindern… Wir sind alle verwandt. Mutter Erde oder Gaea / Gaia, wie manche sie allgemein nennen (sie hat tausend Namen), ist die Essenz des weiblichen Geistes und sie rührt sich heutzutage, um ihren rechtmäßigen Platz in unserem Leben zurückzugewinnen. Lange vernachlässigt, ruft sie ihre Kinder an und wir antworten. Deshalb fand ich es wichtig, etwas Aufmerksamkeit auf sie und die Art und Weise zu lenken, wie wir ihre Anwesenheit wahrnehmen.

Die Erde ist also unsere Mutter … was bedeutet das, wie ist ihre Energie, wie verbinden wir uns mit ihr, warum verbinden wir uns mit ihr, wie ist sie, warum versetzt sie Elementarkräfte in einen zerstörerischen Modus und fordert Opfer von diejenigen, die in ihrem Wesen gehen oder schwimmen oder fliegen? Mutter Erde bringt eine manifestierte Form hervor, und damit einher gehen Wehen, sie lebt und dieser Planet wird seine Existenz nicht einfach deshalb aufgeben, weil wir ihn bewohnen. Wir müssen etwas über ihren Geist und ihre Natur lernen, damit wir bestmöglich zusammenleben und die Quelle unseres nährenden Lebensunterhalts ehren können.

Mutter Erde sorgt für ihre Kinder, ihre Energie ist sowohl ursprünglich als auch heilig. Sie zu ehren geschieht durch Zeremonie und es gibt verschiedene Aspekte. Indigene Lehren bringen die Elemente zusammen, die notwendig sind, um mit unseren Stimmen im Lied etwas zurückzugeben, unsere Verbindung zum Herzschlag des Universums, wenn wir trommeln und in die Stille zwischen den Schlägen, zwischen den Atemzügen, zwischen den Worten eintreten. Wenn wir tanzen, rufen wir ihre Energie durch unsere Schritte und vom Universum herab, während unsere Stimmen sich erheben und diese Aufmerksamkeit auf uns lenken. Auf diese Weise vereinen wir Mutter und Vater durch unsere Bemühungen, diese Energie in unseren Körper aufzunehmen und sie dann in die Welt zu projizieren, damit andere sie teilen können.

Das Gebet in unseren Herzen öffnet die Tür, das Portal der Verbindung durch den Herzschlag des Universums und den Herzschlag unseres Körpers. Wir nehmen an all unseren Beziehungen teil und laden sie in all ihrer Vielfalt und Koexistenz ein. Auf diese Weise werden wir gesegnet und wir segnen uns gegenseitig durch diese Vernetzung.

Es ist der Erdmutter eine große Freude zu sehen, wie ihre Kinder das Leben feiern, sie ehren und sich auf diese Weise lieben. Durch eine Zeremonie (groß oder klein oder unabhängig durchgeführt) gelangen wir zu einem kombinierten Zustand der Vereinigung, der die Ehre hervorbringt.

Die Energie von Mutter Erde lehrt uns über die pflegende weibliche Essenz, die in jedem von uns und im Leben zu finden ist. Es lehrt das Gleichgewicht der Empfänglichkeit, das erforderlich ist, um mit den aggressiven männlichen Kräften in Einklang zu kommen, die die Handlung zum Leben erwecken. Sie ist der Leib, aus dem sich alles Leben manifestiert und zu dem wir zurückkehren, um wiedergeboren zu werden.

Ich wurde in den Mutterleib von Mutter Erde gebracht und dort festgehalten, um wiedergeboren zu werden, sowie in Zeiten der Wiedererlangung (eine andere Form der Wiedergeburt). Ich habe gehört, wie ihre Stimme zu mir sprach und meine Ängste und Sorgen tröstete. Sie hat mir viel beigebracht, mir viele Dinge über die Rolle der Frau gezeigt, meine Rolle als Frau, als Mutter, als Großmutter, als Ältester und als einer, der einem der Wege dient, dem Geist zu dienen. Sie hat mir gezeigt, dass ich tatsächlich eine ihrer Töchter bin, und mir den Weg aller meiner Beziehungen beigebracht… was es wirklich bedeutet, nicht nur wie es sich anhört.

Die Erdmutter hat ihre Geistertöchter zu mir geschickt, den alten Ältesten, die mir Rituale, Zeremonien, Lieder und verschiedene Aspekte meines Weges beigebracht haben. Diese Geistfrauen nahmen mich in den Kreis und lehrten mich viele Dinge, die es mir ermöglichen würden, denen zu dienen, die ihre Roben fallen lassen. Ich verstand die Zeremonien und Rituale, aber nicht die Tabus, die mir gezeigt wurden. Sie haben mich getestet, sie haben meinen Geist ausprobiert, sie haben mich in Situationen gebracht, in denen ethische Entscheidungen und Absichten in Frage gestellt wurden, und sie haben beobachtet, wie ich reagiert habe.

Sie schickten mich aus ihren Lehren mit vielen Antworten und vielen Fragen, um Antworten zu finden. Dabei reiste ich zwei Jahre lang, bevor ich das Wissen gesammelt hatte, das ich brauchte, um die Lehren mit denen zu vervollständigen, die ihre Roben fallen lassen. Einige Aspekte ihrer Lehren haben mich Jahrzehnte gekostet, um sie zu verstehen und zu vervollständigen, aber das ist auch ein Teil der Reise. Ich musste manchmal Dinge erleben, um sie zu kennen, und manchmal musste ich nur Zeugnis geben, um zu verstehen, und manchmal ging es darum, mich zu erinnern… an meine alte Medizin zu erinnern, die Medizin meines inneren Geistes, die ich mitbrachte Ich dieses Leben … Dinge, die ich bereits wusste.

Auf diesen Reisen, die ich unternommen habe, um mich zu erinnern, stellte ich fest, dass die alten Medikamente mir sehr vertraut waren, Aspekte meiner Natur und die Fähigkeiten, die ich manifestierte und die erinnert werden mussten, stachen auf dem Weg heraus und wie ich erkannte Sie begannen sich zu entfalten und auszudehnen und ich verstand die Kraft / Essenz, die sie enthielten… und warum ich sie trug. Es waren die Wege der Frauen, die mir dieses Verständnis so sanft wie möglich brachten, und wenn es manchmal hart traf, musste es … Ich musste schockiert sein über dieses Bewusstsein, es musste in mir erwachen, damit sie mich manchmal schüttelten . Ähnlich wie die Stimmen der ThunderBeings die Erde erschüttern oder unsere Fenster klappern, fühlen wir, wie sie durch uns hindurchgehen, um vor dem kommenden Sturm zu warnen … stark, wütend, pflegend, heilend, liebevoll, es gibt viele Töne in der Stimme von die Erdmutter, wie bei jeder Mutter ’s Stimme. Sie kann zu uns gurren, flüstern und lachen oder schreien, wenn es sein muss.

Sie ist die Natur in all ihrer Herrlichkeit und Pracht und in all ihrer Wut und Wut, und sie wird zerstören, was sie tun muss, um sie neu zu gestalten und ihr neues Leben zu geben, und wenn wir sie ehren, verstehen wir dies. Sie gibt uns Leben und nimmt uns, wenn diese Zeit verbracht ist, zurück in ihren Leib, um wiedergeboren zu werden.

Die Töchter von Mutter Erde haben mir viele Dinge geschenkt, um denen zu helfen, die ihre Roben fallen lassen. Ich habe geistige Werkzeuge erhalten, mit denen ich arbeiten kann, und habe die physischen Teile gesammelt, um meine eigenen zu machen. Ich habe viel über die Rituale und Zeremonien gelernt, die auf diese Weise stattfinden, und es ist ein wachsender Teil meiner heutigen Wegarbeit. Dies ist auch eine Richtung, die ich sonst nie eingeschlagen hätte. Noch nie. Es war das Letzte, was ich in Betracht ziehen würde, aber heute kreuzt Spirit meinen Weg mit denen, die meine Hilfe in dieser Richtung brauchen, und ich bringe sie zur Erdmutter, die sie empfängt.

Zuerst habe ich versucht, den Weg, den ich gegangen bin, für diesen Aspekt zu verweigern. Ich habe versucht, den Leuten das Gefühl zu verweigern, dass ich mehr lernen muss. Mutter sagte jedoch nein dazu. Sie bestand darauf und schickte sie mir zurück, ließ mich mein Wissen auf diese Weise nutzen, drängte mich in Dinge, sagte mir, dass du es kannst und ich tat es und mein Selbstvertrauen wuchs und heute fühle ich mich wohl, wenn ich mit Menschen teile, was ich kann. Ich sehe, dass sich die Medizin jedes Mal selbst webt, einzigartig für jede Situation, aber das Weben und die Muster sind gleich. Deshalb gehe ich diesen Teil meines Weges mit Überzeugung und fühle mich geehrt, dort zu dienen, wo es erforderlich ist. Und im Laufe der Jahre wird der Weg immer breiter und mir wird die kommende Kapazität gezeigt, auf die ich mich einstellen, auf die ich mich vorbereiten und die ich bedienen kann.

Ich habe Mutter Erde in Krisenzeiten zu mir kommen lassen, als sie betete und weinte, um diese Gebete zu beantworten. Sie hat dann auch ihre Stimme hervorgebracht, die Luft im Raum gefüllt, sie und mich durchdrungen. Ihre Stimme … so sanft, so beruhigend, so liebevoll, es ist Essenz und Energieheilung an und für sich. Sie hat mich während einer schweren Krankheit betreut und mir gezeigt, dass ich die Lungenentzündung überleben würde, die mein Leben zu fordern drohte. Sie hat mir versichert, dass ich einen Zweck hatte und immer noch gebraucht wurde. Sie hat mir ihre Kraft verliehen, mir ihre Wege beigebracht und mir unzählige Male ihre Schönheit gezeigt.

Fürchte ich sie Sie ist Mutter und Großmutter in einem. Ich habe keine Angst vor ihr, ich bin eine ihrer Töchter. Fürchte ich ihre Zeit des Erwachens jetzt, die Verwüstung, die durch die Handlungen der Natur verursacht wird, wenn sie sich bewegt und bewegt, nein … obwohl es mein Herz und meinen Geist traurig macht, das Leiden zu sehen, das von diesen Dingen kommt, wurde mir ein größeres Bild gezeigt und Verstehe, dass sie passieren müssen, um das Gleichgewicht herzustellen, und ich weiß, dass diejenigen, die für diejenigen, die noch übrig sind, genommen und verloren wurden, in die sanftesten Arme genommen werden, in denen sie sich wiegen könnten. Ich bin selbst in denselben Armen gehalten worden. Ich weiß, dass sie geliebt werden, ihre Schmerzen nicht mehr und sie leben an einem neuen Ort, an dem sie gebraucht werden.

Fürchte ich den Kreislauf von Leben, Tod und Wiedergeburt? Nein. Ich habe diese Angst nie gehabt, nicht für mich selbst oder für diejenigen, die sich über unsere weltliche Welt hinausbewegt haben. Die Ängste, die ich um den Tod kannte, waren für die Zurückgebliebenen, ihren Schmerz, ihre Bedürfnisse, ihren Verlust. Und sie zeigte mir, dass dies auch eine dumme Angst war, ihre Wege würden so sein, wie sie sein würden, unabhängig von meinen Ängsten, sie hatten ihre eigenen Reisen und Erfahrungen und ich brauchte mir keine Sorgen um sie zu machen. Ich musste mich nur um sie kümmern… das war so einfach, sobald ich mehr von diesem Zyklus verstanden hatte. Was ich sagen würde, ich würde befürchten, wäre der Verlauf der Ereignisse, die ihrem Zorn folgten. Sie hat auch ein Temperament und ich weiß, dass ich nichts tun würde, um das absichtlich von ihr zu evozieren. Ich weiß, dass ich keine Lust habe, das auf mich und die, die ich liebe, zu bringen. Ich weiß, dass es da ist, dass es entstehen kann,und ich achte darauf, ehrenhaft zu gehen, damit es mir nicht passiert. Muss eine gute Tochter sein. * Lächelt *

Sie hat mir Wege gezeigt, die in früheren Leben gegangen sind, Verbindungen zu meiner Geistgruppe und diesen Individuen in meinem heutigen Leben. Sie hat mir gezeigt, wie manche viele Leben mit mir geteilt haben und dass es immer wieder Vereinigung geben wird. Wir wandeln zwischen den Welten im Kreislauf der Wiedergeburt, von der physischen Erfahrung des Lebens zur spirituellen Erfahrung im Tod, und die Wiedergeburt dieser Erfahrungen ist die Reise, die der Innere Geist unternimmt. Wir (als Menschen) sind Gastgeber. Zeugnis und der sensorische Aspekt, der es dem Geist ermöglicht, mit uns zu erfahren und zu kommunizieren, damit seine Reise effizienter gestaltet werden kann… wenn wir uns öffnen, um uns zu verbinden.

So viele Lektionen wurden mir durch die Erdmutter, durch Gaia und durch Großmutter Mond gebracht. Das Weibliche ist über uns wie unter uns, das Männliche auch. Es liegt in der Obhut der Erdmutter, dass wir genährt werden, unsere Lektionen erfahren, unseren Segen erlangen und sie teilen, um als Frauen die manifestierte Form hervorzubringen. Alle Dinge sind von einer Frau geboren, sie ist das Gefäß, das ihren Segen enthält und an die Welt ausschüttet. Was ist zu fürchten?

* Was folgt, stammt aus meinen Ressourcennotizen *

* SunBear präsentierte in seinem Buch ‚Dancing With The Wheel‘ ein Lied zu Ehren von Mutter Erde und der Richtung des Nordens. Es war nicht seine Schöpfung, es gibt Variationen davon und verschiedene Quellen, die anerkannt werden, aber dies ist seine Version davon, was er die „geheilte Version“ nennt. (In vielen Stammeskulturen ist es traditionell, die Verse zweimal zu wiederholen.) Ich dachte, ich würde es hier teilen, falls jemand daran interessiert ist, das Lied zu verwenden.

Die Erde ist unsere Mutter
Wir kümmern uns um sie
Die Erde ist unsere Mutter
Wir kümmern uns um sie
Hey younga, ho younga, hey young young
Hey younga, ho younga, hey young young

Ihr heiliger Boden, auf dem wir gehen
Mit jedem Schritt, den wir machen
Ihr heiliger Boden, auf dem wir gehen
Mit jedem Schritt, den wir machen
Hey Younga, Ho Younga, Hey Young Young
Hey Younga, Ho Younga, Hey Young Young

Die Totems der Erdmutter sind Ton, Mais, Bohnen und Kürbis; Ihre Farbe ist Waldgrün und ihr Element ist das der Erde. Wir wenden uns an sie, wenn wir Trost brauchen, um Angst oder tiefe Traurigkeit zu heilen, und es ist ihre Stimme, die diesen Trost hervorbringt, wenn wir uns ihr öffnen. Sie können sie sprechen hören, sie hat schon oft mit mir gesprochen, und ihre Stimme ist reine Liebe. Sie lehrt die pflegende Rolle des Elternteils, ob wir gerade erst anfangen, in diese Position einzutreten, oder ob wir dort sind und erfahren, wann immer wir in Schwierigkeiten sind oder Führung brauchen, wird sie den Weg zeigen.

Ton als mineralisches Totem der Erdmutter wird seit Jahrhunderten zur Herstellung von Gegenständen und Heilgefäßen wie Ziegeln, Keramik, Pfeifenschalen, Fetischen und Kultfiguren verwendet. Unter den Keramikstücken befinden sich häufig spezielle Gläser, die für Initiation, Feuer, Wetter oder Jagd verwendet werden. Ton kommt von der Erde und verbindet uns mit der Erdmutter, und das, was von Natur aus roter Ton ist, wird als sehr heilig angesehen, da er ihr Blut enthält und ihm besondere Kräfte verleiht, die heilen oder Einsichten bringen, um die Geheimnisse von zu verstehen Leben. Dieser heilige Ton wird verwendet, um Infektionen, Krankheiten oder toxische Aspekte von Krankheiten in Form von Umschlägen und sogar als zeremonielle Gesichtsfarbe oder Maske aus dem Körper zu entfernen. Es befasst sich mit dem Körper der Erdmutter, ihrer Form und ihrem Blut, ihrem Fleisch und Knochen, die sowohl reinigend als auch formbar sind.

Mais, Bohnen und Kürbis sind die Grundnahrungsmittel vieler einheimischer Stämme und werden oft als die drei Schwestern bezeichnet. Sie wachsen in Gärten zusammen und helfen sich gegenseitig beim Gedeihen. Sie werden in Zeremonien als Opfergaben für die Erdmutter oder in Medizintaschen verwendet als Behälter. Ganze Körner von Mais oder Maismehl werden verwendet, um Grenzen in der Zeremonie zu bilden, entweder als die Linie, die den Medizinkreis oder das Rad definiert, oder als Grenzen um Häuser zum Schutz oder bevor Türen, die andere davor warnen, zur Zeremonie einzutreten, stattfinden. Wenn es als Türmarkierung verwendet wird, wird es anschließend klar gewischt, damit die Leute wissen, dass es wieder klopfen und eintreten darf.

Schildkröte ist ein weiteres Symbol der Erdmutter und ihre Überlieferung finden Sie in unserer Totembibliothek, wenn Sie das studieren möchten. Umfasst die Lehren aus Gnade, Geduld, Erfahrung und Ausdauer, die die Erdmutter selbst gefunden hat. Durch dieses Totem werden die Lektionen der Einheit, nach denen wir leben, gelehrt, damit wir die härteren Lektionen der Eifersucht, Gier und des Hasses vermeiden können. Wenn wir mit diesem Totem arbeiten, kommen wir zu den Lehren der alten Weisheiten, zu Opfern, die bereitwillig gebracht werden, zur Freude, anderen zu dienen und sich selbst / der Natur treu zu bleiben. Geduld, Ausdauer, Stabilität und Zuverlässigkeit, die zum Wert der Erfahrung führen, gehören ebenfalls zu den vielen Lektionen dieser Kreatur. Die waldgrüne Farbe, die Mutter Erde zugeschrieben wird, repräsentiert die üppige Lebendigkeit aller grün wachsenden Dinge, die so voller Leben, Energie, Wärme, Wachstum und Heilung sind, dass sie uns bringen.Die Pflege, Bindung und Stabilität der Manifestation von Fülle und der Fülle der Ernte.

* Barbara Walker hat in ihrem Buch „Die Enzyklopädie der Mythen und Geheimnisse der Frau “ eine hervorragende Enthüllung „über Mutter Erde“ gemacht. Ich möchte das in diesem Artikel teilen. In ihren Worten:
Herodot sagte: „Der Erde wurden drei verschiedene Namen gegeben, die nur einer sind, und diejenigen, die von den Namen der Frauen abgeleitet sind.“ Herodot zählte falsch. Tausende von weiblichen Namen wurden der Erde gegeben. Kontinente – Asien, Afrika, Europa – wurden nach Manifestationen der Göttin benannt. Länder trugen die Namen weiblicher Vorfahren oder anderer Erscheinungsformen der Göttin: Libyen, Lydien, Russland, Anatolien, Latium, Holland, China, Ionien, Akkad, Chaldäa, Schottland (Scotia), Irland (Eriu, Hera) waren nur einige davon . Jede Nation gab ihrem eigenen Territorium den Namen ihrer eigenen Mutter Erde.

Mutter Erde erhielt universelle Anbetung, weil sie die universelle Mutter war. Indianer erzählen immer noch, wie alle Völker und Tiere am Anfang aus dem yonischen Loch der Erde hervorgegangen sind, und „es war wie ein Kind, das von seiner Mutter geboren wurde. Der Ort der Entstehung ist der Mutterleib der Erde. “ Sibirische Rentierjäger sagen, die Menschheit sei aus einer Göttin hervorgegangen, deren geschnitzte Figuren die Jägerhütte schützen, wenn Opfergaben und Gebete gegeben wurden: „Hilf uns, gesund zu bleiben! Hilf uns, viel Wild zu töten! “

Die zentrale Lehre der indianischen Religion war die Reinkarnation in einem neuen Körper aus dem Mutterleib der Erde, die alte Bedeutung von „wiedergeboren“.

Ein Häuptling namens Smohalla sprach über seine moralischen Verpflichtungen, die sich aus dieser Lehre ergeben: „Es ist eine Sünde, unsere gemeinsame Mutter zu verwunden oder zu schneiden, zu zerreißen oder zu kratzen, indem sie in der Landwirtschaft arbeitet. Sie bitten mich, in der Erde zu graben? Soll ich ein Messer nehmen und es in die Brust meiner Mutter stecken? Aber wenn ich sterbe, wird sie mich nicht wieder zu ihrem Busen bringen. Du sagst mir, ich soll die Steine ​​ausgraben und wegnehmen. Muss ich ihr Fleisch verstümmeln, um an ihre Knochen zu gelangen? Dann kann ich nie wieder in ihren Körper eintreten und wiedergeboren werden. “ Orientalische Indianer hatten fast die gleiche Idee, die Erde zu betreten. Hinduistische Priester sagten zu einem Toten: „Geh, such die Erde, diese weise und gütige Mutter von allen. O Erde, erhebe dich und verletze seine Knochen nicht. Sei freundlich und sanft zu ihm. O Erde, bedecke ihn, wie eine Mutter ihr Kind mit den Röcken ihres Gewandes bedeckt. “

Die alten römischen Philosophen hatten die gleiche Idee. „Die Erdmutter ist die mysteriöse Kraft, die alles zum Leben erweckt … Alles kommt von der Erde und alles endet auf der Erde … die Erde produziert alle Dinge und umhüllt sie dann wieder … die Göttin ist der Anfang und das Ende allen Lebens.“ Ein römischer Schriftsteller des 3. Jahrhunderts n. Chr. Betete zu „Heiliger Göttin Erde, der Mutter der Natur, die alles zum Leben erweckt und alles von Tag zu Tag wiederbelebt. Die Nahrung des Lebens gewährst du in ewiger Treue. Und wenn sich die Seele zurückgezogen hat, suchen wir Zuflucht bei dir. Alles, was du gewährst, fällt irgendwo in deinen Leib zurück.

Von patriarchalischen Christen hätte erwartet werden können, dass sie eher vom Vaterhimmel als von Mutter Erde sprechen, doch sie fanden es unmöglich, die ältere Gottheit aufzugeben. Das Epitaph von Papst Gregor dem Großen sagte: „Suscipe Terra Tuo de corpore sumptum:“ Empfange, o Erde, was von deinem Körper genommen wurde. “ Bis zum 20. Jahrhundert trugen Grabsteine ​​deutscher Christen die Formel: Erbe ruht im Mutterschoss der Erde…. „Hier ruht im Mutterleib der Erde…“ In Chaucers Begnadigungsgeschichte flehte ein alter Mann die Göttin an: „… ich gehe allein und warte auf die Erde, die das Tor meiner Mutter ist, klopfe von Nacht bis Mittag mit meinem Stab an und schreie: „Mutter, mach mich bald auf! Schau mich an, Mutter, lässt du mich nicht rein? Sehen Sie, wie ich verdorre, Fleisch und Knochen und Haut! Ach! Wann werden diese Knochen zur Ruhe gelegt? “

Dies war mehr als eine poetische Metapher. Noch im 12. Jahrhundert erkannten viele Europäer Mutter Erde als Göttin an, vielleicht als ihre einzige höchste Göttlichkeit. Sie wurde in einem englischen Kräuter der damaligen Zeit beschrieben, ohne dass Gott erwähnt wurde: „Erde, göttliche Göttin, Mutter Natur, die alle Dinge hervorbringt und die Sonne, die du den Nationen gegeben hast, immer wieder hervorbringt; Hüter des Himmels und des Meeres und aller Götter und Mächte; Durch deinen Einfluss wird die ganze Natur still und sinkt in den Schlaf. Wenn es dir wieder gefällt, sendest du das frohe Tageslicht aus und nährst das Leben mit deiner ewigen Gewissheit. und wenn der Geist des Menschen übergeht, kehrt er zu dir zurück. Du bist in der Tat zu Recht die Große Mutter der Götter genannt; Der Sieg ist dein göttlicher Name. Du bist die Quelle der Stärke der Völker und Götter;ohne dich kann nichts geboren oder vervollkommnet werden; du bist mächtig, Königin der Götter. Göttin, ich verehre dich als göttlich, ich rufe deinen Namen an; vouchsafe, um das zu gewähren, was ich von dir verlange, also werde ich dank deiner Gottheit zurückkehren. “

Bis zur Renaissance riefen englische Bauern beim Pflanzen weiterhin Erce an, den Eorthan Modor (Erde, Mutter der Erde). In ähnlicher Weise riefen russische Bauern bis zum 20. Jahrhundert Mati-Syra-Zemlya (feuchte Mutter Erde) für fast alles an. Anstatt beim Eid eine Bibel zu berühren, legte ein russischer Bauer einen Erdklumpen auf seine Stirn und berief sich auf den Fluch der Mutter, wenn er sein Wort brach. Dies verewigte eine altgriechische Gewohnheit. Sogar die patriarchalischen olympischen Götter schworen ihre verbindlichen Eide bei Mutter Erde: Gaea oder Rhea, genannt Universal Mother, Deep-Breasted One, fest gegründet, älteste der Gottheiten. Hesiod gab zu, dass sie den Olymp vor dem Kommen der hellenischen Gottheiten regierte. Sie regierte auch Russland. Das Land trug ihren alten Namen, Rha (Rhea), die Rote, Mutter der Wolga und all ihrer Stämme.

Heim und Mutter waren buchstäblich identisch mit Menschen, die beide in ihrem Bild der Erdgöttin verbanden. Viele glaubten, dass sie auf demselben Boden begraben werden müssen, der sie in ihrer Kindheit unterstützt hat. Die von Invasoren bedrohten matriarchalischen Cimmerier hätten sich retten können, indem sie aus ihrer Heimat weggezogen wären. Aber sie entschieden sich dafür, sich einer überlegenen Anzahl von Feinden zu stellen und dort zu sterben, wo sie waren. Sie glaubten, ihr Leben sei wertlos, wenn sie sich nicht wieder mit derselben Erde vereinen könnten, die sie geboren hatte. Der ägyptische Reisende Sinuhe spürte die Annäherung an den Tod und eilte nach Hause in sein Mutterland, um „der Frau von Allem zu folgen“, in der Hoffnung, dass sie „die Ewigkeit an meiner Seite verbringen würde“.

Das post mortem Wiedersehen mit der Mutter überschnitt sich immer mit der Idee, sie zu heiraten. Der Mensch unterschied selten klar zwischen seinen drei Rollen als Kind, Leiche und Bräutigam der Göttin. Die Bauern auf dem Balkan betrachten den Tod immer noch als eine heilige Ehe und kleiden Leichen wie für eine Hochzeit. Formelle Klagelieder sagen: „Die schwarze Erde für meine Frau, die ich genommen habe.“ In antiken griechischen Epitaphien wurde der Tote ebenfalls als „in die Brautkammer von Persephone aufgenommen“ proklamiert. Artemidorus schrieb: „Alle Begleitungen der Ehe sind genau die gleichen wie die des Todes.“

Das archetypische Bild der Ehe mit der Erde erlebte eine merkwürdige Wiederbelebung in der speziellen mittelviktorianischen Pornografie, die als Porntopia bekannt ist, in der der weibliche Körper eine Landschaft war und der Mann entsprechend weniger Phantasie über die Größe einer Fliege hatte: „In der In mittlerer Entfernung zeichnet sich eine große unregelmäßige Form ab. Am Horizont schwellen zwei riesige schneeweiße Hügel an; Diese sind von großen, rosa und sozusagen greifbaren Spitzen oder Spitzen bedeckt – als würde die Morgendämmerung mit den rosigen Fingern selbst direkt hinter ihnen spielen. Die Landschaft schwankt sanft bis zu einer breiten, glatten, anschwellenden Ebene, deren sanfte Kurven nur in der unteren Mitte von einem kleinen Vulkankrater oder Omphalos unterbrochen werden. Weiter unten verengt sich die Szene und die Perspektive ändert sich. Rechts und links ragen zwei schneebedeckte Grate hervor. Zwischen ihnen, an ihrem Verbindungspunkt,ist ein dunkles Holz… manchmal wird es Dickicht genannt… dreieckig. Es ist auch wie eine Zederndecke und in seiner Mitte befindet sich eine dunkle romantische Kluft. In dieser Kluft gibt es viele Wunder der Natur. Von seiner Spitze hängt ein großer, rosa Stalaktit ab, der Form, Größe und Farbe entsprechend der Bewegung der Gezeiten unter und innerhalb ändert. Innerhalb des Abgrunds – der ungefähr birnenförmig ist – gibt es Höhlen, die für den Menschen unermesslich sind, Grotten, Einsiedlerhöhlen, unterirdische Bäche – eine ganze innere und unterirdische Landschaft. Das Klima ist warm aber nass. Gewitter sind in dieser Region häufig, ebenso wie Zittern und Beben der Erde. Die Wände der Höhle heben und ziehen sich oft in rhythmischer Gewalt zusammen, und wenn sie dies tun, verdoppeln die salzigen Ströme, die durch sie fließen, ihren Fluss. Der ganze Ort ist dunkel und doch sichtbar. Dies ist der Mittelpunkt der Erde und die Heimat des Menschen. “””Es ist auch wie eine Zederndecke und in seiner Mitte befindet sich eine dunkle romantische Kluft. In dieser Kluft gibt es viele Wunder der Natur. Von seiner Spitze hängt ein großer, rosa Stalaktit ab, der Form, Größe und Farbe entsprechend der Bewegung der Gezeiten unter und innerhalb ändert. Innerhalb des Abgrunds – der ungefähr birnenförmig ist – gibt es Höhlen, die für den Menschen unermesslich sind, Grotten, Einsiedlerhöhlen, unterirdische Bäche – eine ganze innere und unterirdische Landschaft. Das Klima ist warm aber nass. Gewitter sind in dieser Region häufig, ebenso wie Zittern und Beben der Erde. Die Wände der Höhle heben und ziehen sich oft in rhythmischer Gewalt zusammen, und wenn sie dies tun, verdoppeln die salzigen Ströme, die durch sie fließen, ihren Fluss. Der ganze Ort ist dunkel und doch sichtbar. Dies ist der Mittelpunkt der Erde und die Heimat des Menschen. “Es ist auch wie eine Zederndecke und in seiner Mitte befindet sich eine dunkle romantische Kluft. In dieser Kluft gibt es viele Wunder der Natur. Von seiner Spitze hängt ein großer, rosa Stalaktit ab, der Form, Größe und Farbe entsprechend der Bewegung der Gezeiten unter und innerhalb ändert. Innerhalb des Abgrunds – der ungefähr birnenförmig ist – gibt es Höhlen, die für den Menschen unermesslich sind, Grotten, Einsiedlerhöhlen, unterirdische Bäche – eine ganze innere und unterirdische Landschaft. Das Klima ist warm aber nass. Gewitter sind in dieser Region häufig, ebenso wie Zittern und Beben der Erde. Die Wände der Höhle heben und ziehen sich oft in rhythmischer Gewalt zusammen, und wenn sie dies tun, verdoppeln die salzigen Ströme, die durch sie fließen, ihren Fluss. Der ganze Ort ist dunkel und doch sichtbar. 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Innerhalb des Abgrunds – der ungefähr birnenförmig ist – gibt es Höhlen, die für den Menschen unermesslich sind, Grotten, Einsiedlerhöhlen, unterirdische Bäche – eine ganze innere und unterirdische Landschaft. Das Klima ist warm aber nass. Gewitter sind in dieser Region häufig, ebenso wie Zittern und Beben der Erde. Die Wände der Höhle heben und ziehen sich oft in rhythmischer Gewalt zusammen, und wenn sie dies tun, verdoppeln die salzigen Ströme, die durch sie fließen, ihren Fluss. Der ganze Ort ist dunkel und doch sichtbar. Dies ist der Mittelpunkt der Erde und die Heimat des Menschen. “Größe und Farbe im Einklang mit der Bewegung der Gezeiten unter und innerhalb. Innerhalb des Abgrunds – der ungefähr birnenförmig ist – gibt es Höhlen, die für den Menschen unermesslich sind, Grotten, Einsiedlerhöhlen, unterirdische Bäche – eine ganze innere und unterirdische Landschaft. Das Klima ist warm aber nass. Gewitter sind in dieser Region häufig, ebenso wie Zittern und Beben der Erde. Die Wände der Höhle heben und ziehen sich oft in rhythmischer Gewalt zusammen, und wenn sie dies tun, verdoppeln die salzigen Ströme, die durch sie fließen, ihren Fluss. Der ganze Ort ist dunkel und doch sichtbar. Dies ist der Mittelpunkt der Erde und die Heimat des Menschen. “Gewitter sind in dieser Region häufig, ebenso wie Zittern und Beben der Erde. Die Wände der Höhle heben und ziehen sich oft in rhythmischer Gewalt zusammen, und wenn sie dies tun, verdoppeln die salzigen Ströme, die durch sie fließen, ihren Fluss. Der ganze Ort ist dunkel und doch sichtbar. Dies ist der Mittelpunkt der Erde und die Heimat des Menschen. “Gewitter sind in dieser Region häufig, ebenso wie Zittern und Beben der Erde. Die Wände der Höhle heben und ziehen sich oft in rhythmischer Gewalt zusammen, und wenn sie dies tun, verdoppeln die salzigen Ströme, die durch sie fließen, ihren Fluss. Der ganze Ort ist dunkel und doch sichtbar. Dies ist der Mittelpunkt der Erde und die Heimat des Menschen. “

Marcus führt diese Bilder der Pronotopie auf einen spirituellen Verlust zurück, der möglicherweise in direktem Zusammenhang mit der zeitgenössischen Verleugnung der Erdmutterfigur in einer religiösen Symbolik sowie der Unterdrückung der Sexualität durch die viktorianische Gesellschaft steht: „Man bekommt den deutlichen Eindruck, nachdem man a gelesen hat Ein Großteil dieser Literatur, die nur von Männern geschrieben werden konnte, die irgendwann in ihrem Leben verhungert waren … In jedem Pornografen schreit ein Kind nach der Brust, aus der es herausgerissen wurde. Pornografie ist eine endlose und unendlich wiederholte Anstrengung, diese Brust und die damit verbundene Glückseligkeit zurückzugewinnen. “

Erwerbsfähigkeit scheint eine weitere Manifestation des verborgenen psychischen Hungers nach dem Besitz von Mutter Erde gewesen zu sein. Ihre europäischen Namen Urth, Hertha, Eortha, Erda, Hretha usw. stammten aus Sanskrit Artha, „materieller Reichtum“. Unter den Hindu-verwurzelten Zigeunern bedeutete „Erde“ Glück, Glück, Geld. Die lateinische Mater (Mutter) wurde zur englischen „Materie“, von der Plutarch sagte: „Materie hat die Funktion von Mutter und Krankenschwester… und enthält die Elemente, aus denen alles hergestellt wird.“ Die Tibeter sagen immer noch, dass die Elemente von der alten Mutter produziert werden. Der materielle Körper hat den besonderen Namen Nanna-Maya, von dem Variationen überall in der antiken Mittelmeerwelt als Namen der Großen Göttin auftraten. Die „in Materie manifestierte Seele“ wird als das Anna-Maya-Selbst definiert. Die Weisen sagen:“Geist und Materie sind im Grunde eins als Modi derselben Kraft … Geist ist das Subjektive und Materie der objektive Aspekt des einen polarisierten Bewusstseins.“

Die westliche Theologie spaltete diese frühere Einheit in Dualität auf, indem sie Materie (oder Fleisch) und Geist (oder Geist) als an sich verschieden und einander entgegengesetzt ansah. So, sagt Jung, „bleibt das Wort‚ Materie ‚ein trockenes, unmenschliches und rein intellektuelles Konzept ohne psychische Bedeutung für uns. Wie unterschiedlich war das frühere Bild der Materie – die Große Mutter -, das die tiefe emotionale Bedeutung von Mutter Erde umfassen und ausdrücken konnte.

Nach dem Bild von Mutter Erde als Geburtsgeberin löste vielleicht das Bild von Mutter Erde als Empfängerin der Toten die tiefsten emotionalen Reaktionen aus. Als der Tod als Rückkehr zum kindlichen Schlafzustand im Busen der Mutter angesehen wurde, schien es weniger furchterregend. Der Rig Veda sagt: „Krieche in deine Mutter Erde. Sie wird dich aus der Leere retten. “ In mittelalterlichen Balladen verkörperte die Geliebte des Helden manchmal Mutter Erde, indem sie ihren Geliebten mit ihrem grünen Mantel bedeckte, um ihn „außer Sicht“ zu bringen, als ob er begraben wäre. Griechische Bauern dachten, der schlimmste Fluch auf einen Feind sei, sich zu wünschen, Mutter Erde würde ihn nicht akzeptieren: „Möge die Erde dich nicht verdauen! Möge die schwarze Erde dich ausspucken! Möge der Boden dich nicht verzehren! “ Solch ein von der Erde abgelehnter wäre ein ehrfürchtiger oder unruhiger Geist.

In Frankreich wurde im 12. Jahrhundert eine Sekte von Ketzern vom Erzbischof von Reims auf den Scheiterhaufen geschickt, offenbar unter anderem, um Mutter Erde anzubeten. Zur Hinrichtung geführt, rief einer von ihnen „immer wieder:‚ O Erde, spalte auseinander! ‚“. Seine Hörer dachten, er versuche, die Erde dazu zu bringen, seine Feinde zu verschlucken, aber er hätte vielleicht geglaubt, die Erde könne sich öffnen und ihn verschlucken rette ihn vom Pfahl. Wie der ursprüngliche Todesaspekt von Rhea oder Cerridwen sollte Mutter Erde ihre Kinder immer noch verschlingen.

* Sioux Begriffe:
Ina : Mutter
Inipi: ein Schweißbad
Is’nati (ishnati ): zu menstruieren, auseinander zu wohnen
I sna Ti Ca Lowan: Erste Menstruation oder Isolationszeremonie, bei der die „neue Frau“ über ihre Verantwortlichkeiten unterrichtet wird ihre Familie und Schöpfung. Die Hilfe der White Buffalo Calf Maiden, einschließlich ihres Vermächtnisses der Weisheit, ist erforderlich, um sicherzustellen, dass dieses Mädchen diesen Standards gerecht wird. Diese Zeremonie ist so eng mit Whope ‚(dem fallenden Stern) verbunden, dass sie auch als White Buffalo Ceremony bekannt ist. Früher wurde das Material, das zur Absorption von Menstruationsblut verwendet wurde, eingewickelt und in die Zweige eines Pflaumenbaums gelegt, um es vor den Plänen von Iktomi, dem Betrüger, zu schützen.
Maka: die Erde

* Walking In The Sacred Manner von Mark St. Pierre und Tilda Long Soldier: Die mächtigste Geschichte im Leben von Lakota ist die von White Buffalo Calf Woman. Die Heilige Jungfrau brachte oder veränderte alle Rituale, die die Lakota auf den Passagen durch das Leben führten. Alle Religionen müssen das tun – einen sinnvollen Übergang durch das Ritual von einem Lebensabschnitt zum anderen schaffen. Für Lakota-Frauen entsprechen diese Stadien denen von Mutter Erde selbst: dem Gesteinszeitalter, dem Bogenzeitalter, dem Feuerzeitalter und dem Pfeifenzeitalter. Diese vier Stadien für den Menschen sind Kindheit, Jugend, Erwachsenenalter und Alter. Reinkarnation ist eine Möglichkeit für die Lakota nach dem Tod, daher könnte man sagen, dass dieser Zyklus in einer Wiedergeburt „enden“ könnte oder dass er niemals endet.

Es ist ihr heiliger Charakter, dem Lakota-Frauen nacheifern sollen, wenn sie ein gutes und respektiertes Leben führen wollen. Während alle zustimmen, dass sie existiert, sind sich nicht alle Lakota einig, wer diese Person war.

Einige sagen, sie sei eine Reinkarnation von Whope ‚(dem fallenden Stern), dem Schönen. In einer früheren epischen Legende, die für die Konzepte des Lakota-Lebens von zentraler Bedeutung war, wurde sie von Mahpiyata, dem Himmel, geschickt, um mit Tate ‚, dem Wind und seinen fünf Söhnen zu leben. Auf die Frage von Tate ‚, wer sie war, sagte sie: „Die Sonne ist mein Vater, der Mond ist meine Mutter und die Sterne sind mein Volk.“ Schließlich kam sie, um Itokaga, den Südwind, zu heiraten. In den langen Geschichten über ihren Aufenthalt bei Tate ‚testet sie wiederum jeden der Männer im Haushalt, während sie versuchen, ihre Hand in der Ehe zu gewinnen. Yummi, der kindliche Wirbelwind, liebt Whope ‚wie ein Kind eine Mutter liebt.

Die Rolle der Frau:
In der Lakota-Gesellschaft wurden die geistigen und wirtschaftlichen Kräfte der Frauen nicht nur anerkannt, sondern auch respektiert. Als ein Mann eine Frau nahm, lebte er in ihrem Lager. Als die Lakota ihre Vorfahren verfolgten und gleichzeitig die Verwandten ihres Vaters anerkannten und respektierten, nahmen die meisten den Bandnamen ihrer Mütter an. Diese Muster existieren noch.

Da die Lakota-Gesellschaft in Bezug auf die männlichen und weiblichen Kräfte ausgewogener ist als andere Gesellschaften, ist es kein Wunder, dass es zwei allgemein erzählte Legenden über das Ende der Welt gibt – eine auf weiblicher Basis, die andere auf männlicher Basis. Hier ist eine weibliche Version, die mir Mitte der 1970er Jahre von der verstorbenen Lucy Swan, einer angesehenen Lakota-Ältesten, erzählt wurde.

„Es gibt eine sehr alte Frau, die am Rand eines hohen Steilufers sitzt. Sie quillt ein schönes Design auf einem Büffelgewand. Die Frau ist sehr alt, so dass sie leicht müde wird. Neben ihr sitzt ein alter Hund. Er ist so alt, dass er nur sehr wenige Zähne hat. Obwohl er alt ist, ist er immer noch verspielt. Jeden Tag quillt die Frau das Büffelgewand. Bald ist sie müde und schläft ein. Wenn sie nachts ruht, löst der Hund alles, was sie am Tag zuvor getan hat. Wenn dieser Hund vergisst, diese Federkiele zu entwirren, oder zu alt wird, beendet die alte Frau die Robe. Das wird das Ende der Welt sein. “

Die Erde und die Felsen sind Teil der lebenden Mutter Erde (ihr ‚Skelett‘) und somit der älteste Teil der Schöpfung. Diese Dinge werden verwendet, um den Lebenden zu helfen, weil sie Macht haben. Diese Qualität kann hinzugefügt oder verbessert werden, beispielsweise wenn ein heiliger Mann oder eine heilige Frau eine Wasicun (Medizin, einen Talisman) herstellt, die den „Patienten“ schützt oder ihm zugute kommt. Zusammen mit ihren heiligen Liedern und Geisthelfern sind diese Medizinobjekte die wörtlichen Werkzeuge des Handels der heiligen Frau.

Der Bär ist ein ganz besonderes Tier, von dem angenommen wird, dass es in vielerlei Hinsicht dem Menschen ähnelt, einschließlich seiner Fähigkeit, auf zwei Beinen zu gehen. Es wurzelt in Kräutern und kennt daher wie Dachs und Stinktier die Pflanzen, die sowohl über als auch unter der Erde leben. Der Bär ist das einzige Tier, das seine heilige Weisheit direkt mit der Menschheit teilt und so ein einzigartiges Bündnis bildet. Da der Bär Herrscher über die Kreaturen der Unterwelt ist, ist er eng mit den Kräften von Mutter Erde verbunden und gilt auch als Chef aller Tiere, wenn es um das Wissen über Kräutermedizin geht. Die Bärin soll Lakotas Haltung gegenüber Tapferkeit repräsentieren, insbesondere bei der Verteidigung der eigenen Familie. Männer und Frauen, die vom Bären träumten (Bärenträumer), wurden oft zu Ärzten und Apothekern. Eine Reihe von Frauen, die wir getroffen haben, waren Mato Ihan’bla oder Bärenträumer.

Die Spinne ist zwar keine echte Vierbeinerin, hat aber eine heilige Anzahl von Beinen – acht – und ist mit Dingen verbunden, die kriechen. Es war die Spinne, die die ersten Menschen zur Oberflächenwelt führte, und sie ist die Inspiration für die menschliche Technologie. Da die Falltürspinne in der Prärie gesehen wurde, um den Schutz der Felsen und der Erde zu leihen und zu suchen, ist sie auch eng mit den Kräften von Mutter Erde verbunden und ein besonders nützlicher Verbündeter bei der Behandlung von Kranken und in verschiedenen Inkarnationen ein gemeinsamer Helfer der Heiler.

Die Schildkröte ist wahrscheinlich das bekannteste der Wassertiere. Die Lakota glauben, dass die Erde auf dem Rücken einer Schildkröte gebaut wurde. Daher ist die Schildkröte gleichbedeutend mit Mutter Erde, der weiblichen Fortpflanzungskraft. Perlenbesetzte oder gefüllte Cekpapi (Charms) in Form einer Schildkröte sind für neugeborene Mädchen gemacht. Eidechsenförmige Bildnisse sind für Jungen gemacht. In dieses Nabelbündel wird der getrocknete Nabelpfropfen des Neugeborenen gelegt. Die Schildkröte symbolisiert die Fürsorge für Mutter Erde und ruft den Schutz der berühmten Schildkrötenpanzer hervor, ebenso wie die Eidechse eine robuste Konstitution und eine gute Gesundheit symbolisiert: „Die symbolische Grundlage für die Darstellung der Schildkröte… liegt in dem Glauben, den die Schildkröte hat Macht über die funktionellen Krankheiten, die Frauen eigen sind, und auch über Empfängnis, Geburt und den Zeitraum der Kindheit.Das Essen des lebenden Herzens der Schildkröte gilt als positives Heilmittel gegen Menstruationsstörungen und Unfruchtbarkeit. “

Die folgende Passage von Belle Starboy spricht von einer ‚Schildkrötenfrau‘:

„Ich komme aus der Oak Creek Community [Rosebud Reservation]. Ich erinnere mich, als ich ein kleines Mädchen war, vielleicht gegen neun, kam eine Frau zu mir nach Hause. Sie fragte mich, wie es mir in der Schule gehe – nur irgendwie besucht. Sie holte eine Schildkröte heraus, um es mir zu zeigen. Es war oben grün oder dunkel, aber ich erinnere mich, dass seine Unterseite viele Farben von Rot und Orange hatte.

Sie besuchte mich von Zeit zu Zeit mit meiner Mutter und meinem Vater, weil sie mit ihnen verwandt war, denke ich. Diese Frau hieß Elsie Flood und war eine alte Vollblutfrau. Sie war nie verheiratet und hatte keine Kinder. Oma Flood hatte immer mindestens eine lebende Schildkröte bei sich. Manchmal gab sie sie Leuten. Ich erinnere mich, dass sie manchmal mitten im Nirgendwo am Straßenrand saß und wir anhielten, um sie zu fragen, ob sie eine Mitfahrgelegenheit brauchte. Sie sagte normalerweise: „Nein, ich muss noch ein bisschen länger bei meinem Schildkrötenfreund sitzen.“

Oma Flood wurde von den älteren Menschen sehr geschätzt. Sie trug Schildkröten-Sachen an ihrer Person, wie ein Kleid mit Schildkrötenmuster oder eine kleine Schildkröten-Anstecknadel. Meine ältere Schwester erinnert sich, dass sie kurz vor der Geburt meiner jüngeren Schwester gekommen ist; Ich frage mich, ob das etwas damit zu tun hat. Ich wurde neun Jahre nach meiner Schwester geboren. “

Mary Crow Dog, eine Lakota-Schriftstellerin aus der Nähe von Mission im Rosebud-Reservat, erinnerte sich ebenfalls an Mrs. Flood: „Ich habe es geliebt, Tante Elise Flood zu besuchen, um ihre Geschichten zu hören. Mit ihren hohen Wangenknochen sah sie aus wie Oma. Sie hatte eine Stimme wie sprudelndes Wasser und sprach mit einem tiefen, kehligen Geräusch. Und sie redete schnell und mischte Indisch und Englisch miteinander. Ich musste genau aufpassen, wenn ich verstehen wollte, was sie mir sagte. Sie bezahlte immer ihre Rechnungen und verdiente ihren Lebensunterhalt mit ihrem Kunsthandwerk, ihrer schönen Arbeit mit Perlen und Stachelschweinfedern….

Sie war auch eine Medizinfrau. Sie war eine alte Frau, die ihren Rucksack auf dem Rücken trug. Sie würde nicht zulassen, dass ein Mann oder eine jüngere Frau ihre Last trug. Sie trug es selbst und war stolz auf ihre Schildkrötenmedizin. Sie benutzte Schildkröten zu ihrem Schutz. Wohin sie auch ging, sie hatte immer ein paar kleine lebende Schildkröten dabei und alle möglichen Dinge aus Schildpatt, kleinen Zaubern und Kisten….

Die Schildkrötenfrau hatte vor nichts Angst. Sie war immer per Anhalter unterwegs, ständig unterwegs und blätterte von einem Ort zum anderen. Für manche war sie ein Rätsel. Die Indianer hielten sie in großem Respekt und sagten, dass sie „geweckt“ wurde, dass sie eine Art heilige Person war, der Schildkröten ihre Kräfte gegeben hatten. “

Es ist möglich, dass diese Schildkrötenfrauen Macht über Unfruchtbarkeit hatten. Angesichts der Haltung der Lakota gegenüber „neuen Generationen“ wäre ein Schildkröten-Träumer hoch geschätzt worden. In einem Perlen- oder Quilled-Turtle-Amulett befindet sich die getrocknete Nabelschnur eines kleinen Mädchens.

Es gibt ein altes Lakota-Lied, das für sehr kraftvoll gehalten wird. In diesem kryptischen Gedicht werden Geister in der Reihenfolge, mit Namen und mit großer Ehrfurcht angerufen. Die Felsen, auf die Bezug genommen wird, sind kleine, runde Felsen, die zu der heiligen Person kommen und ihr oder ihm helfen. Jede der vier Richtungen oder Winde wird separat aufgerufen, wobei die Kräfte und die Farbe dieser Richtung und die damit verbundenen spezifischen Arten von Hilfe herangezogen werden. Mutter Erde wird ebenfalls geehrt und gerufen. Die Spinne repräsentiert einen ihrer mächtigsten Geisthelfer, den legendären Iktomi. Der gefleckte Adler wird auch aufgefordert, um mit Pater Sky zu kommunizieren.

Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.

Im Westen nenne ich einen schwarzen Steinfreund.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.

Im Norden rufe ich einen Freund aus rotem Stein.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.

Im Osten rufe ich einen Freund aus gelbem Stein.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.

Im Süden rufe ich einen Freund aus weißem Stein.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.

Auf Erden werde ich einen Spinnenfreund anrufen.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.

Oben rufe ich einen gefleckten Adlerfreund an.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.
Freund, ich werde eine Stimme senden, also hör mich an.
– Lakota Yuwipi Lied

Wallace Black Elk und William S. Lyon sprechen in ihrem Buch „ Black Elk: Die heiligen Wege eines Lakota “ die Natur von Mutter Erde an.
… “Und die Felsen, die Felsen haben Lieder. Wie der Stein, den ich um meinen Hals trage, hat er ein Lied. Alle Steine, die hier sind, jeder hat eine eigene Sprache. Sogar die Erde hat ein Lied.

Wir nennen es Mutter Erde. Wir nennen sie Großmutter und sie hat ein Lied. “ „Großmutter die Erde schläft. Gleichzeitig weiß sie – sie riecht, schmeckt, fühlt, sieht und hört alles. Die ganze Welt ist ihre Augen. Die ganze Welt ist ihre Ohren, Geruchssinn, Geschmack und Gefühl. Aber zu dieser Zeit schläft sie. Also müssen wir Erdenmenschen ein kleines Loch in die Erde stechen (eine Stein-Menschen-Hütte bauen), damit sie atmen und mit uns kommunizieren kann. Dann setzen wir das Feuer (heiße Steine) wieder hinein. Setzen Sie diese Steinmenschen dort ein. Dann bieten wir ein wenig Grün an (Zeder auf den heißen Steinen verbrennen) und wir bieten ein wenig Wasser an (gießen Sie Wasser auf die heißen Steine). Wir erinnern uns immer zuerst an Tunkashila. Wir ehren immer Tunkashila, den Schöpfer, weil Großmutter und Tunkashila eins sind.

Also habe ich von den alten Leuten gelernt, dass diese Geister meine Verwandten sind. Das haben sie aus dem Geist gelernt. Der Geist sagte ihnen: „Dieser Chanupa ist dein Verwandter. Die Kräfte der vier Winde sind deine Verwandten. Bete zu ihnen. Rede mit ihnen. Sie sind deine Verwandten. Senden Sie eine Stimme da draußen. Das sind deine Verwandten. Schau so. Das sind deine Verwandten. Schauen Sie nach Norden, zur Buffalo Nation, zur White Buffalo Calf Maiden, zur Chanupa, das sind Ihre Verwandten. Im Osten, die Elk Nation, Black Elk und die Elk Nation Woman, die Freude und Glück bringt, sind dies Ihre Verwandten. Im Süden kommen der Schwan, die zweibeinigen Geister, die Freude und Glück bringen, die Medizinmenschen, die Gesundheit bringen, von dort. Das sind deine Verwandten. Über dir ist die Eagle Nation. Sie beobachten, kontrollieren, regieren. Sie kontrollieren das Wetter.Sie sind die wahren Meteorologen. Das sind deine Verwandten. Bis auf die Erde sind die Steinmenschen Ihre Verwandten. Wenn Sie zurückgehen, sagen Sie Ihren Leuten, dass dies alle Ihre Verwandten sind. “ Das hat die Stimme gesagt. “

„Dann haben wir dort oben eine Lodge gebaut und es ist Zeit, zum Altar zu gehen. Dort bieten wir ein wenig Grün an – Zeder, Salbei und Süßgras. Dann reden wir über Mutter Erde und ich erzähle ihm, wie dieses süße Gras Mutter Erde Haare ist. Es ist ein Parfüm. Wenn der Geist meiner Großmutter kommt, trägt sie diesen Geruch, dieses Parfüm, und Sie können es riechen. Deshalb benutzen wir das süße Gras als Gebet am Altar.

Hier mal eine sehr gute und natürliche Sicht der Dinge von Chief Arvol Looking Horse

Mutter Erde wird müde und kann keine weiteren Auswirkungen des Krieges mehr aufrecht erhalten
Ich, Chief Arvol Looking Horse, von den Lakota, Dakota und Nakota Nationen, bitte Sie, eine indigene Sicht auf das zu verstehen, was in Amerika passiert ist, was wir „Schildkröteninsel“ nennen. Meine Worte versuchen, die globale Gemeinschaft durch eine Botschaft zu vereinen. von unseren heiligen Zeremonien, um sich spirituell zu vereinen, jeder auf unsere eigene Weise des Glaubens an den Schöpfer. Wir wurden vor alten Prophezeiungen dieser Zeit gewarnt, in der wir heute leben, aber wir haben auch eine sehr wichtige Botschaft über eine Lösung erhalten, um diese schrecklichen Zeiten zu wenden.

Um die Tiefe dieser Botschaft zu verstehen, müssen Sie die Bedeutung heiliger Stätten erkennen und die Verbindung zwischen dem, was heute geschieht, erkennen, in Anbetracht der anhaltenden Massaker, die in anderen Ländern und in unserem eigenen Amerika stattfinden.

Seit ich 12 Jahre alt bin, lernte ich von diesen wichtigen Themen, als ich das heilige Büffelkalbrohrbündel und seine Lehren erhielt. Unsere Leute haben sich bemüht, heilige Stätten seit Anbeginn der Zeit zu schützen. Diese Orte sind seit Jahrhunderten verletzt worden und haben uns in die Lage gebracht, in der wir uns auf globaler Ebene befinden.

Sieh Dich um. Unsere Mutter Erde ist sehr krank von diesen Verletzungen, und wir sind kurz davor, die Möglichkeit eines gesunden und nährenden Überlebens für die kommenden Generationen, die Kinder unserer Kinder, zu zerstören.

Unsere Vorfahren haben versucht, unsere heilige Stätte, die „Heiligen Black Hills“ in South Dakota, „Herz von allem, was ist“, vor weiteren Verstößen zu schützen. Unsere Vorfahren haben nie eine Satellitenansicht dieser Seite gesehen, aber jetzt, wo diese Bilder verfügbar sind, sehen wir, dass sie in der Form eines Herzens sind und wenn sie schnell vorgespult werden, sieht es aus wie ein pochendes Herz.

Die Diné haben Big Mountain beschützt, sie nennen es die Leber der Erde, und wir leiden und werden mehr unter der Kohleförderung und den damit verbundenen Vergiftungsprozessen leiden.
Die Aborigines haben vor den kontaminierenden Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Korallenriffe gewarnt, die sie als Blutreiniger der Mutter Erde sehen.
Die Ureinwohner des Regenwaldes sagen, dass die Regenwälder die Lungen des Planeten sind und Schutz brauchen.

Die Gwich’in Nation in Alaska musste Ölbohrungen in der Küstenebene der Arctic National Wildlife Refuge durchführen, die den Gwich’in auch als „Wo das Leben beginnt“ bekannt ist.
Die Küstenebene ist der Geburtsort vieler Lebensformen der Tiernationen. Der Tod dieser Tiernationen wird indigene Völker in diesem Gebiet zerstören.

Während diese destruktiven Entwicklungen auf der ganzen Welt fortschreiten, werden wir noch viel mehr ausgestorbene Tier-, Pflanzen- und Menschen-Nationen erleben, wegen des Machtmissbrauchs der Menschheit und ihres Mangels an Verständnis für das „Gleichgewicht des Lebens“.
Die indigenen Völker warnen davor, dass diese destruktiven Entwicklungen weltweit verheerenden Schaden anrichten werden. Es gibt viele, viel mehr indigene Lehren und Wissen über die heiligen Stätten der Mutter Erde, ihre Chakren und Verbindungen zu unserem Geist, die sicherlich unsere zukünftigen Generationen beeinflussen werden.
Es muss eine schnelle Bewegung hin zu anderen Energieformen geben, die für alle Nationen auf Mutter Erde sicher sind. Wir müssen die Denkweisen verstehen, die weiterhin den Geist unserer gesamten globalen Gemeinschaft zerstören. Wenn wir das nicht tun, werden uns die Kräfte der Zerstörung überwältigen.

Unsere Ahnen haben vorhergesagt, dass eines Tages Wasser zum Verkauf stehen wird. Damals war das kaum zu glauben, da das Wasser so reichlich, so rein und so voller Energie, Nahrung und Geist war. Heute müssen wir reines Wasser kaufen, und selbst dann wurden die Mineralien aus der Nahrung entfernt. Es ist nur leere Flüssigkeit. Eines Tages wird Wasser wie Gold sein, zu teuer, um es sich leisten zu können.

Nicht jeder hat das Recht, sauberes Wasser zu trinken. Wir versäumen es, unsere heiligen Stätten zu würdigen und zu ehren, indem wir die Mineralien und Geschenke, die unter ihnen liegen, herausreißen, als ob Mutter Erde einfach eine Ressource wäre, anstatt die Quelle des Lebens selbst.
Nationen angreifen und mehr Ressourcen einsetzen, um im Namen des Friedens Zerstörung zu bewerkstelligen, ist keine Lösung! Wir müssen verstehen, wie all diese Entscheidungen die Weltnation beeinflussen. wir werden nicht immun gegen seine Auswirkungen sein. Die ständige Verunreinigung unserer Nahrung und unseres Bodens beeinflusst unsere Denkweise.
Eine „Krankheit des Verstandes“ hat in den Weltführern und in vielen Mitgliedern unserer globalen Gemeinschaft mit ihrem Glauben, dass eine Lösung der Vergeltung und der Zerstörung der Völker Frieden bringt, gesetzt.

In unseren Prophezeiungen wird gesagt, dass wir jetzt am Scheideweg stehen: Entweder vereinen wir uns spirituell als eine globale Nation, oder wir stehen vor Chaos, Katastrophen, Krankheiten und Tränen aus den Augen unserer Verwandten.
Wir sind die einzige Spezies, die die Quelle des Lebens zerstört, also Mutter Erde, im Namen der Macht, der Bodenschätze und des Eigentums an Land. Mit Chemikalien und Methoden der Kriegsführung, die irreversible Schäden anrichtet, da Mutter Erde müde wird und keine Auswirkungen des Krieges mehr aushalten kann.

Ich bitte Sie, mich bei diesem Vorhaben zu begleiten. Unsere Vision ist für die Völker aller Kontinente, unabhängig von ihrem Glauben an den Schöpfer, zusammen zu kommen an ihren heiligen Stätten, um zu beten und zu meditieren und miteinander zu kommunizieren und so eine Energiewende zu fördern, um unsere Mutter Erde zu heilen und eine universelles Bewusstsein um Frieden zu erreichen.

Während jeder Tag vergeht, bitte ich alle Nationen, eine globale Anstrengung zu beginnen, und denke daran, für das heilige Essen zu danken, das uns von unserer Mutter Erde geschenkt wurde, damit die Ernährungsenergie der Medizin geleitet werden kann, um unseren Verstand und unsere Geister zu heilen. ..

Dieses neue Jahrtausend wird ein Zeitalter der Harmonie einläuten oder das Ende des Lebens bringen, so wie wir es kennen. Hunger, Krieg und Giftmüll sind das Markenzeichen des großen Mythos von Fortschritt und Entwicklung, der das letzte Jahrtausend regierte.
Für uns als Betreuer des Herzens von Mutter Erde fällt die Verantwortung, die Kräfte der Zerstörung zurückzudrängen. Du selbst bist derjenige, der entscheiden muss.
Sie alleine – und nur Sie selbst – können diese entscheidende Entscheidung treffen, in Ehren zu gehen oder Ihre Verwandten zu entehren. Auf deine Entscheidung kommt das Schicksal der ganzen Welt an.
Jeder von uns ist hier in dieser Zeit und an diesem Ort, um persönlich über die Zukunft der Menschheit zu entscheiden.
Hast du geglaubt, der Schöpfer würde unnötige Menschen schaffen in einer Zeit so großer Gefahr?
Wisse, dass du selbst für diese Welt essentiell bist. Versteht sowohl den Segen als auch die Last dessen. Sie selbst sind dringend nötig, um die Seele dieser Welt zu retten. Hast du geglaubt, du wurdest für etwas weniger hierher gebracht? In einem Heiligen Band des Lebens gibt es keinen Anfang und kein Ende.
Chief Arvol Looking Horse ist der Autor von White Buffalo Teachings. Als unermüdlicher Befürworter traditioneller spiritueller Praktiken ist Chief Looking Horse Mitglied von Big Foot Riders, das an das Massaker von Big Foots Band bei Wounded Knee erinnert.

 

Germanenherz sagt: Unserer aller Mutter Erde.befindet sich in höchster Not !!! Es besteht dringender Handlungsbedarf. ***Liebet einander*** Was gibt es dran, so schwieriges zu verstehen ? Bei dem Verständnis zur Mutter Erde, da fängt es schon an. Unserer aller Mutter. Die einen, bohren Löcher rein und die anderen, spucken einfach nur drauf. Ich möchte garnicht weiter ins Detail gehen.

Drum halte ich es für meine Pflicht euch zusagen, wie die Erde spricht

Der Mensch meint es mit mir nicht gut, aus meinem Herz läuft sehr viel Blut.
Ihr habt mir großen Schmerz bereitet, habt mich verletzt und ausgebeutet. Seit ewig hab ich euch gegeben, was alles ihr gebraucht zum Leben. Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht, lang hieltet ihr das Gleichgewicht, habt urbar mich gemacht, gepflegt, was ich euch bot, betreut, gehegt. Doch in den letzten hundert Jahren ist Satan  wohl in euch gefahren.

Was in mir schlummert, wird geraubt, weil ihr es zu besitzen glaubt. Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen, verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen, umkreist mich sinnlos Tag und Nacht, seid stolz, wie weit ihr es gebracht. Habt furchtbar mich im Krieg versehrt, kostbaren Lebensraum zerstört, habt Pflanzen, Tiere ausgerottet, wer mahnt, der wird von euch verspottet – kennt Habgier, Geiz und Hochmut nur und respektiert nicht die Natur.

Drum werde ich jetzt Zeichen setzen und euch, so wie ihr mich, verletzen. Ich werde keine Ruhe geben, an allen meinen Teilen beben, schicke euch Tsunamiwellen hin, die eure Strände überziehen. Vulkane werden Asche speien, verdunkelt wird die Sonne sein. Ich bringe Wirbelstürme, Regen, bald werden Berge sich bewegen, was himmelhoch ihr habt errichtet, mit einem Schlag wird es vernichtet, und Blitze, wie ihr sie nicht kennt, lass fahren ich vom Firmament.

Ich kann es noch viel arger treiben, drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!
Hört, Menschen, was die Erde spricht – denn ihr braucht sie, sie braucht euch nicht!. Kommen wir nochmal auf die Zeile zurück (Doch in den letzten hundert Jahren ist Satan  wohl in euch gefahren) Da könnte was dran sein !!!

Denke an diese Transformation, die in Wirklichkeit alle Eine/er sind.

Ich habe euch mal das momentane Weltgeschehen, in einem Bild dargestellt. Wenn ihr seinen Namen kennt, wißt ihr auch den Rest von Sodom und Gomorra.Es ist eine semitische Geschichte. Astaroth ist in der okkultistischen Mythologie der Name eines Dämons. Sein Name ist phönizisch-semitischen Ursprungs; ursprünglich die weibliche babylonische Göttin Ištar, die erst zur westsemitischen Göttin Astarte und dann später zum männlichen Dämon Astaroth wurde.

Die Ars Goetia (erster Teil des Grimoires Der kleinere Schlüssel Salomonis) beschreibt ihn als mächtigen, starken Herzog, der über 40 Legionen herrscht. Nach dieser Beschreibung erscheint er als schändlicher Engel mit einem fauligen, giftigen Atem, der auf einem Höllendrachen oder einem Wolf reitet und in der rechten Hand eine Viper hält. Er soll Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennen und alle Geheimnisse enthüllen können. Ebenso soll er Menschen in den allgemeinen Wissenschaften unterrichten und darüber hinaus der Schutzherr der freien Künste sein. Er wird in vielen Fällen von Besessenheit erwähnt.

Er steht in der „Goetia“ an 29. Stelle und wird auch Aschera, Ashtaroth, Astarte, Aschtarat, Asteroth, Astoreth oder Astargatis genannt. Neben Großherzog soll er auch noch oberster Schatzmeister der Hölle sein. Quellen, wie das Buch von Abraham von Worms wollen in ihm auch einen der Planetengeister sehen; allgemein steht er aber für das Prinzip der Faulheit. Vor dem Fall der Engel soll er angeblich ein Cherub oder Seraph gewesen sein. Da er der Hüter der Zeit war, soll er auch Gottes Pläne gekannt haben; da dies aber nicht geduldet werden konnte, wurde er in ein abseits gelegenes Verlies geworfen. Er durfte auch niemals an einer Ratssitzung teilnehmen, obwohl er wie Luzifer ein Mitglied des himmlischen Rates war. Als Abaddon und Luzifer ihn befreiten, wehrte er sich zunächst dagegen, wurde aber später zusammen mit den gefallenen Engeln aus dem Himmel geworfen und dazu verdammt, ewig stumm zu sein, obwohl er niemals kämpfte.

Nach einer Legende wurden seine Seele und sein Körper mit denen der Göttin Astarte verschmolzen (vermutlich um zu erklären, was, über Jahrhunderte hinweg, mythologisch geschah). Luzifer aber bot ihm einen neuen Körper, eine Schlange, die er nun in seiner Hand hält.

Hat Astaroth die Kontrolle über den Körper, wird dieser männlich und die Seele der Astarte fährt in die nun weißgefärbte Schlange; hat hingegen Astarte die Kontrolle, wird der Körper weiblich und Astaroths Seele geht in die nun schwarzgefärbte Schlange. Ist der Körper weiblich, ist er gehörnt und mit El, dem höchsten Gott, verheiratet und symbolisiert Ausschweifung und Tempelprostitution. Das Symbol der, zumeist nackt dargestellten, Astarte ist die Taube.

Es soll ihm in seiner Engelsgestalt nur möglich sein zu schreiben, nicht aber zu reden.

Wird er beschworen, was am Mittwoch ratsam sein soll, soll er auch über den Fall der Engel erzählen und dass keiner dies wirklich wollte; auch beteuert er seine Unschuld an diesem Fall. In seiner Deutung als Aphrodite, wohl ähnlich wie seine Verbindung zu Astarte oder Ishtar, verkörpert er die Liebe, ansonsten die Prunksucht und Eitelkeit.

Nach Sebastian Michaelis ist Astaroth ein Dämon der ersten Kategorie, der mittels Faulheit und Eitelkeit verführt. Sein Gegenspieler ist der Heilige Bartholomäus, der Schutz vor ihm bietet, da er Astaroths Verführung widerstanden hat. Nach anderer Meinung lehrt er mathematische Künste und Handarbeiten, kann Menschen unsichtbar machen, sie zu versteckten Schätzen führen und ihnen jegliche Fragen beantworten.
Nach Francis Barrett ist Astaroth der Prinz der Ankläger und Ermittler. Einigen Dämonologen des 16. Jahrhunderts zufolge sind die Angriffe des Dämonen auf Menschen im August am stärksten.

In meinem Bild, könnt ihr die Transformation sehen. Aber auch im realen Leben, könnt ihr ihn und seine Transformation von Männlich zu Weiblich und umgekehrt sehen.

Das Böse ist immer und überall! Der angebliche Gegenspieler von Astaroth ist der heiliger Bartholomäus, der kürzt sich mit Baphomet ab. Passend dazu wurde letzten Donnerstag auf dem Rasen des Arkansas State Capitol in Little Rock vor einer bellenden Medienmeute und Anhängern, die „Heil Satan“ skandierten, eine riesige ziegenähnliche Statue von Baphomet enthüllt.

In Montenegro, Kolumbien, wurde kürzlich ein Tempel eröffnet, der dem gefallenen Engel Luzifer gewidmet ist, und der von einem selbsternannten Hexenmeiser namens Victor Damián Rozo gegründet wurde.
Indessen haben Papst Franziskus und der Vatikan ihrem Gott, den sie die ganze Zeit anbeteten, der Welt vorgestellt: Luzifer.
Laut Papst Franziskus und der katholischen Kirche ist der Morgenstern der Schöpfer der Welt und der Vater Christi. Er habe der Menschheit das „Licht“ gebracht.

Dieser angebliche „Baphomet“ aus der Templerburg Tomar konnte nicht entfernt werden, da sonst der Raum eingestürzt wäre

Erstmals erwähnt wurde der Baphomet während der Verfolgung der Templer, ein Erreignis das bis heute Spekulationen beschworen hat.
Die Verehrung des Baphomet, eines Götzen, war ein Anklagepunkt gegen die Templer. Einige Templer hatten unter Folter von ihm berichtet (es ist nicht bekannt ob ihnen dabei die Antwort sugeriert wurde). Die Beschreibungen des Baphomet wichen voneinander ab: Larchants beschriebt ihn als ein „Idol als ein Kopf mit Bart“ dem die Templer huldigten, andere berichteten von einer schwarzen Statue, einen Kopf mit zwei oder drei Gesichtern oder einer vierfüßigen Gestalt.“Tem Ohp Ab“ – soll als Anagramm laut dem Okkultisten Eliphas Lévi von den Templern verwendet worden sein, um ihre Beziehung zum Tempel Salomons zu verdeutlichen: „Templi omnium hominum pacis abbas“, was soviel heißt wie: „Abt des Tempels des Friedens aller Menschen“.
Über die aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stammende jüdische Atbash-Umkehrung wird in hebräischer Schrift aus „Baphomet“ (בפומת) zu „Sophia“ (שופיא), was auf Pistis Sophia, einen gnostischen Text der Jesus nach seiner Auferstehung beschreibt, hinweisen könnte. Diese Entdeckung machte Hugh J. Schonfield; ein Beleg, dass die Templer sich mit der Atbash-Umkehrung beschäftigten, existiert bislang allerdings nicht.

Der Okkultist Eliphas Lévi Zahed zeichnete den Baphomet in der heute verbreitesten Form als gehörnten ziegenköpfigen Dämon mit Frauenbrüsten, Flügeln und einem Pentagramm auf der Stirn. Dieses Bild enthält zahlrieche Symbole und verbindet vor allem Merkmale antiker Götter, z.B. ist die Armhaltung und die Fakelsymbolik dem römischen Mithraskult entlehnt. Die Figur vereint Gut und Böse, Mensch und Dämon, Frau und Mann, Mensch und Tier und enthält darüberhinaus Elemente der Alchemie („Solve et coagula!“ „Löse und verbinde!“).
Da diese Symbolik grade bei Christen aufstößt (ähnelt sie doch Pan, welcher im Christentum die Vorlage für das Aussehen des Teufels war) wurde sie oft als „satanisch“ bezeichnet, was dazu führte das sich echte moderne Satanisten wie etwa Anton LaVey und seine „Church of Satan“ dieses Zeichen zu eigen machten.

Der Beitrag ist noch nicht fertig

Die Prophezeiungen des Johannes von Jerusalem

Die „Geheime Offenbarung des Johannes“, das letzte Kapitel der Bibel, deuten viele Zeitgenossen als den Zusammenbruch unserer derzeitigen Zivilisation. Eine große Rolle spielt dabei die „Hure Babylon“, die betrunken ist vom „Blut der Heiligen“ und vom „Blut der Zeugen Jesu“. Sie ist in Purpur und Scharlach gekleidet und hält einem goldenen Kelch in der Hand, gefüllt mit dem abscheulichen Schmutz ihrer Hurerei. Luther machte keinen Hehl daraus, wer für ihn die Hure Babylon darstellt: Es sei die „wahre Beschreibung der römischen antichristlichen papistischen Kirche“. Weiter bemerkte er, dass es sich hier „um die Mutter der Hurerei und aller Gräuel auf Erden“ handle. Hat er recht? Und wer ist die Hure Babylon?
 Johannes von Jerusalem (ursprünglicher Name: Jehan de Vezelay), ein französischer Tempelritter des 12. Jahrhunderts, war einer der neun Gründer des geheimnisvollen Templerordens. In der Zeit nach dem Ersten Kreuzzug grub er im Tempelberg von Jerusalem und schien dort ein großes Geheimnis entdeckt zu haben, das ihn zum Propheten machte. Ein einziger mittelalterlicher und zusammenhängender Text ist erhalten, der sich mit dem Leben des Jehan de Vezelay beschäftigt. Er wurde erst vor wenigen Jahren in Russland wiederentdeckt und ist auf das 14. Jahrhundert datiert: »Johannes von Jerusalem: Zögling des Klosters, Spross der Bourgogne. Spross der Erde des Herrschers: dem Land dunkler Wälder und leuchtenden Glaubens. Wo lichte Haine der Hoffnung die Forste des finsteren Fürsten überstrahlen. / Streiter Christi auf Heiliger Erde. Tapferer unter Tapferen, Heiliger unter Heiligen. / Johannes von Jerusalem: Der da die Zeichen lesen und dem Firmament zu lauschen vermochte. / Der Auge und Ohr aller Sterblichen war. / Durch den die Aura Gottes sich erblicken und vernehmen ließ. / Johannes von Jerusalem: Der dort weilte, wo All und Erde sich berühren. / Welcher die Körper des Menschen, der Erde und des Himmels erkannte. / Der den Pfaden zu folgen vermochte, die in diesen Sphären zu den Rätseln leiten. / Johannes von Jerusalem: Zweimal von der Zahl des Siegels berührt, dann von Gott gerufen.«

1
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird Gold im Blute sein
Wer den Himmel betrachtet, wird dort Taler zählen
Wer in den Tempel tritt, wird dort Händler treffen
Die Lehnsleute werden Geldwechsler und Wucherer sein.
Aber das Feuer wird schwelen
Jede Stadt wird ein Sodom und Gomorrha sein
Und die Kinder werden zu einer Glutwolke werden
Sie werden die alten Fahnen heben.

2
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch Himmel und Erde und Meere mit seinen Geschöpfen bevölkert haben
Er wird befehlen
Er wird die Macht Gottes anstreben
Er wird keine Grenzen kennen.
Doch alles wird sich umkehren
Er wird schwanken wie ein betrunkener König
Er wird galoppieren wie ein blindes Pferd
Mit Sporen wird er sein Reittier in den Wald treiben
Und am Ende des Weges wird ein Abgrund sein.

3
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden sich an allen Punkten der Erde babylonische Türme errichten
Es wird Rom und es wird Byzanz sein
Die Felder werden sich leeren
Es wird kein Gesetz geben, nur das eigene und das der eigenen Gruppe.
Doch die Barbaren werden in der Stadt sein
Es wird nicht mehr Brot genug für alle geben
Und die Spiele werden nicht mehr genügen
Und dann werden die Menschen am Morgen die großen Feuer anzünden.

4
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird viele Menschen der Hunger treffen
Viele Hände werden blau vor Kälte sein
So daß diese Menschen eine andere Welt sehen wollen
Und die Händler der Illusionen werden kommen und Gift anbieten.
Doch es wird die Körper zerstören und die Seelen verderben
Und jene, die ihr Blut mit dem Gift vermischten
Werden wie wilde Tiere in der Falle sein
Und töten und vergewaltigen und erpressen und rauben
Und das Leben wird zu einer täglich wiederkehrenden Apokalypse werden.

5
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird jeder versuchen, soviel Genuß zu erreichen, wie er kann
Der Mann wird seine Frau so oft verstoßen, wie er sich verheiratet
Und die Frau wird durch hohle Gassen gehen und sich jeden nehmen, der ihr gefällt.
Und Kinder gebären, ohne den Namen des Vaters zu nennen.
Doch kein Meister wird das Kind führen
Und jeder wird zwischen allen anderen allein sein
Die Tradition wird verloren sein
Das Gesetz wird vergessen sein
Als ob es die Verkündigung nie gegeben hätte und der Mensch wieder zum Wilden würde.

6
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Vater seine Tochter zu seiner Lust nehmen
Der Mann den Mann, die Frau die Frau
Der Alte das Kind
Das wird vor aller Augen geschehen.
Doch das Blut wird unrein werden
Das Böse wird sich von Bett zu Bett ausbreiten
Der Körper wird alle Fäulnis der Erde aufnehmen
Die Gesichter werden gequält, die Glieder abgezehrt sein
Die Liebe wird die größte Bedrohung für jene, die sich nur noch über das Fleisch erkennen.

7
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der, welcher von Schwur und Gesetz spricht
Nie mehr gehört werden
Die Stimme dessen, der den Glauben an Christus predigt wird in der Wüste verhallen
Doch überall werden sich die mächtigen Wasser der treulosen Religionen verbreiten
Falsche Messiasse werden die blinden Menschen um sich versammeln
Und der Ungläubige wird Waffen tragen wie noch nie zuvor
Er wird von Gerechtigkeit und Recht sprechen, und sein Glaube wird glühend und scharf sein
Er wird sich rächen für den Kreuzzug.

8
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird das Dröhnen des Todes wie Donner über der Erde krachen
Die Barbaren werden sich mit den Soldaten der letzten Legionen vermischen
Die Gottlosen werden in den Herzen der heiligen Städte wohnen
Einer nach dem anderen wird barbarisch, treulos und wild.
Es wird keine Ordnung und keine Regel mehr geben
Der Haß wird sich ausbreiten wie Feuer in einem trockenen Wald
Die Barbaren werden die Soldaten massakrieren
Die Gottlosen werden die Gläubigen erwürgen
Die Grausamkeit wird eines jeden und aller sein, und die Städte werden zugrunde gehen.

9
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen richten nach ihrem Blut und ihrem Glauben
Niemand wird die leidenden Herzen der Kinder hören
Sie werden wie junge Vögel aus dem Nest gestoßen
Und niemand wird sie beschützen vor der Hand mit dem Panzerhandschuh.
Der Haß wird die Erde überfluten, die sich friedlich glaubte
Niemand wird verschont bleiben, nicht die Alten, nicht die Verletzten
Die Häuser werden zerstört und geplündert werden
Die einen werden an die Stelle der anderen treten
Alle werden die Augen verschließen, um die vergewaltigten Frauen nicht zu sehen.

10
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird jeder wissen, was an allen Enden dieser Erde ist
Wird man Kinder sehen, deren Knochen die Haut durchstoßen
Und solche, deren Augen von Fliegen bedeckt sind
Und solche, die gejagt werden wie Ratten.
Doch der Mensch, der dies sieht, wird sein Gesicht abwenden
Denn er kümmert sich nur um sich selbst
Er wird ihnen eine Handvoll Korn als Almosen geben
Während er auf vollen Säcken schläft
Und was er mit der einen Hand gibt, wird er mit der anderen wieder nehmen.

11
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch mit allem Handel treiben
Jedes Ding wird seinen Preis haben
Baum, Wasser und Tier
Nichts wird mehr wahrlich geschenkt sein, und alles wird verkauft werden.
Doch der Mensch wird dann nicht mehr sein als das Gewicht seines Fleisches
Sein Körper wird feilgeboten werden wie ein Pfund Fleisch
Sein Ohr und sein Herz wird man nehmen
Nichts wird mehr heilig sein, weder das Leben noch seine Seele
Man wird sich um seine sterbliche Hülle und um sein Blut streiten, als wolle man Aas zerfetzen.

12
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch das Gesicht der Erde verändert haben
Er wird sich für den Meister und den Lehnsherrn der Wälder und Herden halten
Er wird den Boden und den Himmel zerpflügt
Und seine Furchen durch die Flüsse und Meere gezogen haben.
Doch die Erde wird nackt und unfruchtbar sein
Die Luft wird brennen und das Wasser übel riechen
Das Leben wird welken, denn der Mensch wird den Reichtum der Welt ausgeschöpft haben.
Und der Mensch wird einsam sein wie ein Wolf
In seinem Haß.

13
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird auch das Kind verkauft werden
Manche werden sich seiner bedienen wie einer Zielscheibe
Um Genuß zu finden an seiner jungen Haut
Andere werden es wie ein unterwürfiges Tier behandeln.
Die unantastbare Schwäche des Kindes wird vergessen sein
Und sein Geheimnis
Es wird wie ein Fohlen sein, das dressiert wird
Wie ein Lamm, das geschlachtet und ausgeblutet wird
Und der Mensch wird nur noch Grausamkeit kennen.

14
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden Blick und Geist des Menschen Gefangene sein
Sie werden trunken sein und es nicht bemerken
Sie werden Bilder und Spiegelungen für die Wahrheit der Welt halten
Man wird mit ihnen machen, was man mit einem Schaf macht.
Dann werden die Raubtiere kommen
Raubvögel werden sie zu Herden zusammentreiben, um sie leichter zum Abgrund drängen
Und einen gegen den anderen aufhetzen zu können
Man wird sie häuten, um ihre Wolle und ihre Haut zu bekommen
Und wenn der Mensch überlebt, wird er seiner Seele beraubt sein.

15
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Lehnsherren ohne Glauben herrschen
Sie werden den unschuldigen und untätigen Menschenmengen gebieten
Sie werden ihre Gesichter verbergen und ihre Namen geheimhalten
Und ihre festen Burgen werden sich in den Wäldern verlieren.
Doch sie werden über das Schicksal von allem und jedem entscheiden
Niemand wird an den Versammlungen ihrer Ordnung teilnehmen
Jeder wird in Wirklichkeit ein Leibeigener sein und glauben, ein freier Mann und Ritter zu sein
Allein werden sich die aus den wilden Dörfern und mit ketzerischem Glauben erheben
Doch sie werden zuerst besiegt und lebendig verbrannt werden.

16
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen auf der Welt so zahlreich sein
Daß sie einem Ameisenhaufen gleichen, in den ein Stock getrieben wurde
Sie werden umherrennen, und der Tod wird sie mit dem Absatz zermalmen
Wie verwirrte Insekten.
Große Bewegungen werden sie von einem Ort zum nächsten treiben
Braune Haut wird sich mit weißer vermischen
Der christliche Glaube mit dem des Ungläubigen
Manche werden den versprochenen Frieden predigen
Doch allerorten werden verfeindete Stämme Krieg führen.

17
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen alle Grenzen überschreiten wollen
Die Mutter wird graue Haare haben wie eine Alte
Der Weg der Natur wird verlassen werden
Und die Familien werden wie Körner sein, die verstreut wurden und die nichts mehr einen kann.
Es wird also eine andere Welt sein
Wie ein durchgegangenes Pferd wird ein jeder herumirren ohne Halt
Ohne Führungen in alle Richtungen gehen
Unglück dem Reiter, der dieses Tier lenkt
Er wird keine Steigbügel haben und in den Graben stürzen.

18
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen sich nicht mehr dem Gesetz Gottes unterwerfen
Sie werden das Leben wie ein Reittier lenken wollen
Sie werden ihre Kinder im Leib ihrer Weiber wählen wollen
Und die töten, die sie nicht mögen.
Doch wer wird der Mensch sein, der sich so für Gott hält?
Die Mächtigen werden das schönste Land und die schönsten Weiber an sich reißen
Die Armen und die Schwachen werden wie Vieh sein
Jede armselige Hütte wird ein Gefängnisturm sein
Die Angst wird sich wie Gift in jedes Herz fressen.

19
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird es eine dunkle und geheime Ordnung geben
Ihr Gesetz wird der Haß sein und ihre Waffe das Gift
Sie wird immer mehr Gold wollen und ihre Herrschaft über die ganze Erde verbreiten
Und ihre Diener werden untereinander durch den Kuß des Blutes verbunden sein.
Die Gerechten und die Schwachen werden ihren Regeln gehorchen
Die Mächtigen werden ihr zu Diensten sein
Das einzige Gesetz wird das sein, welches sie im Schatten diktiert
Sie wird das Gift bis in die Kirchen hinein verkaufen
Und die Welt wandert mit dem Skorpion unter ihren Sohlen.

20
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden viele Menschen mit verschränkten Armen dasitzen
Oder sie werden mit leeren Augen umhergehen, ohne zu wissen, wohin
Denn sie werden keine Schmiede mehr haben, wo sie das Eisen schmieden können
Und kein Feld mehr das sie bestellen können.
Sie werden sein wie ein Samenkorn, das keine Wurzeln schlagen kann
Umherirrend und entblößt, gedemütigt und hoffnungslos
Die Jüngsten und die Ältesten oft im Heim
Es wird ihnen nur noch bleiben, für ihr Heil in den Krieg zu ziehen
Und sie werden zuerst sich selbst bekämpfen und ihr Leben hassen.

21
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Krankheiten des Wassers, des Himmels und der Erde
Den Menschen treffen und ihn bedrohen
Er wird das, was er zerstört hat, wiedererstehen lassen und das, was geblieben ist, bewahren wollen
Er wird vor den Tagen Angst haben, die vor ihm liegen.
Doch es wird zu spät sein
Die Wüste wird die Erde überziehen, und das Wasser wird tiefer und tiefer werden
Es wird an bestimmten Tagen fließen und alles mit sich reißen, wie eine Sintflut
Seinetwegen wird es für die Erde kein Morgen geben
Und die Luft wird die Körper der Schwächsten zerfressen.

22
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird die Erde an mehreren Stellen erbeben und die Städte werden untergehen
Alles, was ohne den Rat der Weisen gebaut wurde
Wird bedroht und zerstört werden
Der Schlamm wird die Dörfer unter sich begraben und der Boden wird sich unter den Palästen öffnen.
Der Mensch wird starrköpfig sein, denn er ist vom Stolz besessen
Er wird die Warnung nicht hören, die ihm die Erde immer wieder zuruft
Feuersbrünste werden die neuen Roms zerstören
Die Armen und die Barbaren werden trotz der Legionen die verlassenen Reichtümer plündern.

23
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird die Sonne die Erde verbrennen
Die Luft wird nicht mehr vor dem Feuer schützen
Sie wird nur noch ein löchriger Vorhang sein
Und das brennende Licht wird Augen und Haut verzehren.
Das Meer wird aufschäumen wie kochendes Wasser
Die Städte und Flüsse werden begraben werden
Ganze Kontinente werden verschwinden
Die Menschen werden sich auf Anhöhen flüchten
Und sie werden beginnen wiederaufzubauen und vergessen, was geschehen ist.

24
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen Trugbilder zum Leben erwecken können
Die Sinne werden getäuscht werden, und sie meinen zu berühren, was gar nicht ist
Sie werden Wege beschreiten, die nur die Augen sehen können
Und der Traum wird so Wirklichkeit werden.
Doch der Mensch wird nicht mehr unterscheiden können zwischen dem, was ist, und dem, was nicht ist
Er wird sich in falschen Labyrinthen verlieren
Jene, welche die Trugbilder zum Leben erwecken können
Werden mit dem gutgläubigen Menschen ihr Spiel treiben und ihn betrügen
Und viele Menschen werden zu unterwürfigen Hunden.

25
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Tiere, die Noah in seine Arche aufgenommen hat
Nicht mehr in den Händen des Menschen sein
Der die Tiere nach seinen Willen verändert hat
Und wer wird sich um ihr nicht enden wollendes Leid kümmern?
Der Mensch wird jedes Lebewesen so gestalten, wie es ihm gefällt
Und er wird unzählige davon getötet haben
Was wird aus dem Menschen werden, der die Gesetze des Lebens verändert hat
Der aus dem lebenden Tier einen Lehmklumpen machte
Wird er das Ebenbild Gottes oder das Kind des Teufels sein?

26
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Muß man um das Kind des Menschen Angst haben
Gift und Hoffnungslosigkeit werden auf es lauern
Man wird es nur für sich wünschen und nicht um seinetwillen oder für das Leben
Es wird gehetzt werden, und manchmal wird man seinen Körper verkaufen.
Doch selbst jener welcher von den Seinen beschützt wird
Wird bedroht sein, einen toten Geist haben
Er wird im Spiel und im Trugbild leben
Das ihn führen wird, denn er hat keinen Meister mehr
Niemand hat ihn gelehrt, zu hoffen und zu handeln.

27
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird sich der Mensch für Gott halten, obwohl er nicht mehr sein wird, als bei seiner Geburt
Er wird immer zuschlagen, überwältigt von Wut und Eifersucht
Doch sein Arm wird stark sein durch die Macht, die er ergriffen hat
Als blinder Prometheus wird er alles um sich herum zerstören können.
Er wird in seiner Seele ein Zwerg bleiben und die Kräfte eines Riesen besitzen
Er wird mit Riesenschritten voranschreiten und nicht wissen, welchen Weg er nehmen soll
Sein Kopf wird schwer von Wissen sein
Doch er wird nicht wissen, warum er lebt und stirbt
Er wird wie seit jeher der Verrückte sein, der mit den Armen fuchtelt, oder wie das Kind das wimmert

28
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden ganze Landstriche Kriegsbeute sein
Jenseits des römischen Limes und selbst auf dem alten Reichsgebiet
Die Menschen derselben Städte werden sich gegenseitig die Kehlen durchschneiden
Hier wird Krieg herrschen zwischen Stämmen und dort zwischen Gläubigen.
Die Juden und die Kinder Allahs werden nicht aufhören, sich zu bekriegen
Und die Erde Christi wird ihr Schlachtfeld sein
Doch die Ungläubigen werden überall die Reinheit ihres Glaubens verteidigen wollen
Und es werden ihnen nur Zweifel und Macht gegenüberstehen
Während der Tod überall voranschreitet wie die Standarte der neuen Zeit.

29
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden viele Menschen vom menschlichen Leben ausgeschlossen sein
Sie werden keine Rechte, kein Dach und kein Brot haben
Sie werden nackt sein und nur noch ihren Körper haben zum Verkaufen
Man wird sie verstoßen weit weg von den Türmen des Überflusses zu Babylon.
Sie werden bedrohlich knurren in Schuld
Sie werden ganze Landstriche besetzen und sich vermehren
Sie werden die Weissagung von der Vergeltung hören
Und sie werden die hochmütigen Türme stürmen
Die Zeiten der Invasionen der Barbaren werden gekommen sein.

30
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch in ein undurchdringliches Labyrinth eingetreten sein
Er wird Angst haben und die Augen schließen, denn er wird nicht mehr sehen können
Er wird voller Argwohn sein und bei jedem Schritt Furcht empfinden
Doch er wird vorwärts getrieben, denn es wird ihm keine Rast gewährt werden.
Die Stimme der Kassandra aber wird laut und stark sein
Er wird sie nicht hören
Denn er will immer mehr besitzen, und sein Kopf wird sich in Trugbildern verlieren
Jene, die sein Meister sein werden, werden ihn betrügen
Und es wird nur mehr schlechte Hirten geben.

31
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Werden die Menschen endlich die Augen geöffnet haben
Sie werden nicht mehr in ihren Köpfen und ihren Städten gefangen sein
Sie werden von einem Ende zum anderen sehen und einander verstehen können
Sie werden wissen, daß was den einen schlägt, den anderen verletzt.
Die Menschen werden einen einzigen großen Körper bilden
Von dem jeder von ihnen ein winziger Teil ist
Gemeinsam werden sie das Herz sein
Und es wird eine Sprache geben, die von allen gesprochen wird
Und es wird endlich geboren werden, das große Menschliche.

32
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch den Himmel erobert haben
Er wird Sterne schaffen im großen, dunklen blauen Meer
Und er wird auf diesem glänzenden Schiff reisen
Als neuer Odysseus, Freund der Sonne, auf die himmlische Odyssee gehen.
Doch er wird auch der Herr des Wassers sein
Er wird große Wasserstädte bauen
Die sich von den Früchten des Meeres ernähren
Er wird so an allen Orten der großen Domäne wohnen
Und nichts wird ihm verboten sein.

33
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Werden sich die Menschen unter Wasser bewegen können
Ihr Körper wird neu sein und sie werden wie Fische sein
Und einige werden höher fliegen als Vögel
Als ob der Stein nicht zur Erde fiele.
Sie werden miteinander kommunizieren
Denn ihr Geist wird so offen sein, daß er alle Botschaften aufnehmen kann
Und Träume werden sie miteinander teilen
Und sie werden so lange leben wie der Älteste unter den Menschen
Jener, von dem die heiligen Brüder sprechen.

34
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch den Geist aller Dinge kennen
Den Stein oder das Wasser, den Körper des Tieres oder den Blick eines anderen
Er wird die Geheimnisse durchdringen, welche die alten Götter hüteten
Und er wird ein Tor nach dem anderen aufstoßen zu dem Labyrinth des neuen Lebens.
Er wird schaffen, kraftvoll und sprudelnd wie eine Quelle
Er wird allen Menschen das Wissen lehren
Und die Kinder werden die Erde und den Himmel besser kennen als irgend jemand vor ihnen
Und der menschliche Körper wird größer und gewandter sein
Und sein Geist wird alle Dinge umgeben und sie besitzen.

35
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mann nicht mehr der einzige Herr sein, denn die Frau wird kommen, um das Zepter zu ergreifen
Sie wird die große Herrin zukünftiger Zeiten sein
Und was sie denkt, wird sie den Männern aufzwingen
Sie wird die Mutter des Jahrtausends sein, das nach dem Jahrtausend kommt.
Sie wird die milde Süße einer Mutter verströmen nach den Tagen des Teufels
Sie wird die Schönheit sein nach den häßlichen Zeiten der Barbarei
Das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, wird sich in eine leichte Zeit verwandeln
Es wird geliebt und geteilt und geträumt, und Träume werden wahr gemacht werden.

36
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird es für den Menschen eine zweite Geburt geben
Der Geist wird sich der Masse der Menschen bemächtigen
Die eins sind in ihrer Brüderlichkeit
Dann wird das Ende der Zeiten der Barbarei verkündet.
Es wird die Zeit einer neuen Stärke im Glauben sein
Nach den schwarzen Tagen am Beginn des Jahrtausends, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die glücklichen Tage beginnen
Der Mensch wird den Weg der Menschen wiederfinden
Und die Erde wird ihre Ordnung wiederhaben.

37
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Werden Wege von einem Ende der Erde und des Himmels zum anderen führen
Die Wälder werden wieder dicht sein
Und die Wüsten werden bewässert werden
Die Wasser werden wieder rein sein.
Die Erde wird wie ein Garten sein
Der Mensch wird auf alles achten, was lebt
Er wird reinigen, was er beschmutzt hat
Er wird die gesamte Erde als seine Heimat ansehen
Und er wird mit Weisheit an das Morgen denken.

38
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird jeder wie ein gleichmäßiger Schritt sein
Man wird alles über die Welt und seinen Körper wissen
Krankheiten werden geheilt werden, bevor sie auftreten
Jeder wird sein eigener Helfer und der anderer sein.
Man wird verstanden haben, daß man helfen muß, um aufrechtzuerhalten
Und der Mensch wird nach den Zeiten der Verschlossenheit und des Geizes
sein Herz und seine Börse den Besitzlosen öffnen
Er wird sich als Hüter der menschlichen Ordnung verstehen
Und so wird endlich eine neue Zeit anbrechen.

39
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch gelernt haben zu geben und zu teilen
Die bitteren Tage der Einsamkeit werden vorbei sein
Er wird von neuem an den Geist glauben
Und die Barbaren werden von allen anerkannt werden.
Doch das wird nach den Kriegen und Feuersbrünsten geschehen
Es wird aus den verkohlten Trümmern der Türme von Babel erstehen
Und eine eiserne Faust wird nötig sein
Damit Ordnung in das Chaos kommt
Und der Mensch den rechten Weg wiederfindet.

40
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch wissen, daß alle Lebewesen Träger des Lichtes sind
Und daß sie Geschöpfe sind, die Respekt verlangen
Er wird neue Städte gründen
Im Himmel, auf der Erde und auf dem Meer.
Er wird sich erinnern an das, was einst war
Und er wird zu deuten wissen, was sein wird
Er wird keine Angst mehr haben vor seinem eigenen Tod
Denn er wird mehrere Leben in seinem Leben gelebt haben
Und er wird wissen, daß das Licht niemals erlöschen wird.

DER AUFTRAG AN DEN SEHER JOHANNES (Kapitel 1)

Über dieses Buch
1 1 In diesem Buch steht die Offenbarung, die Jesus Christus von Gott anvertraut worden ist, damit er seinen Dienern zeigt, was sich in Kürze ereignen muß.
Jesus Christus sandte seinen Engel zu seinem Diener Johannes und machte ihm dies alles bekannt. 2 Johannes bezeugt die Botschaft, die von Gott kommt und für die Jesus Christus als Zeuge eingetreten ist – alles das, was er selbst gesehen hat. 3 Dem, der die prophetischen Worte in diesem Buch anderen vorliest, und denen, die sie hören und sie beherzigen, ist Freude ohne Ende gewiß; denn die Zeit ist nahe, daß alles hier Angekündigte eintrifft.

Grüße an die sieben Gemeinden
4 Johannes schreibt an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien : Gnade und Frieden sei mit euch von Gott – von ihm, der ist und der war und der kommt – und von den sieben Geistern vor seinem Thron 5 und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, der als erster von allen Toten zu neuem Leben geboren worden ist und über die Könige der Erde herrscht. Ihm, der uns liebt, ihm, der sein Blut für uns vergossen hat, um uns von unseren Sünden freizukaufen, 6 der uns zu Königen gemacht hat und zu Priestern, die seinem Gott und Vater dienen dürfen: Ihm gehört die Ehre und die Macht für alle Zeiten! Amen . 7 Gebt acht, er kommt mit den Wolken! Alle werden ihn sehen, auch die, die ihn durchbohrt haben. Alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen; das ist gewiß. Amen !
8 »Ich bin der Erste und der Letzte – der ist und der war und der kommt, der Herrscher der ganzen Welt«, sagt Gott, der Herr.

Christus erscheint Johannes
9 Ich, Johannes, schreibe euch von der Insel Patmos. Ich bin euer Bruder und teile mit euch die Bedrängnis und die Hoffnung auf Gottes neue Welt und die Standhaftigkeit im Ausharren bei Jesus. Ich bin hierher verbannt worden, weil ich öffentlich verkündet habe, was Gott gesagt hat und wofür Jesus als Zeuge eingetreten ist.
10 Am Tag des Herrn nahm der Geist Gottes von mir Besitz. Ich hörte hinter mir eine laute Stimme, die wie eine Posaune klang. 11 Sie sagte: »Schreib das, was du siehst, in ein Buch, und schicke es an die sieben Gemeinden in Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea!« 12 Ich wandte mich um und wollte sehen, wer zu mir sprach. Da erblickte ich sieben goldene Leuchter. 13 In ihrer Mitte stand jemand, der wie ein Mensch aussah. Er trug ein langes Gewand und hatte ein breites goldenes Band um die Brust. 14 Sein Kopf und sein Haar strahlten wie weiße Wolle, ja wie Schnee. Seine Augen brannten wie Flammen. 15 Seine Füße glänzten wie gleißendes Gold, das im Schmelzofen glüht, und seine Stimme klang wie die Brandung des Meeres. 16 Er hielt sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Mund kam ein scharfes, beidseitig geschliffenes Schwert. Sein Gesicht leuchtete wie die strahlend aufgehende Sonne. 17 Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen zu Boden. Er legte seine rechte Hand auf mich und sagte: »Hab keine Angst! Ich bin der Erste und der Letzte. 18 Ich bin der Lebendige! Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit. Ich habe Macht über den Tod und die Totenwelt .
19 Schreib alles auf, was du siehst – was die Gegenwart und was die Zukunft betrifft.
20 Du siehst die Sterne in meiner rechten Hand und die sieben goldenen Leuchter. Ich sage dir, was sie bedeuten: Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die Gemeinden selbst.«

SENDSCHREIBEN AN DIE SIEBEN GEMEINDEN (Kapitel 2-3)

Die Botschaft an Ephesus
2 1 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Ephesus: Er, der die sieben Sterne in seiner rechten Hand hält und zwischen den sieben goldenen Leuchtern einhergeht, läßt euch sagen: 2 Ich weiß von allem Guten, das ihr tut, und ich kenne euren Einsatz und eure Ausdauer. Euren Einsatz: Ihr duldet niemand unter euch, der Böses tut; und die Leute, die sich als Apostel ausgeben, aber keine sind, habt ihr geprüft und als Lügner entlarvt. 3 Und eure Ausdauer: Um meinetwillen habt ihr gelitten und doch nicht aufgegeben.
4 Aber etwas habe ich an euch auszusetzen: Eure Liebe ist nicht mehr so wie am Anfang. 5 Denkt darüber nach, von welcher Höhe ihr herabgestürzt seid! Kehrt um und handelt wieder so wie zu Beginn! Wenn ihr euch nicht ändert, werde ich zu euch kommen und euren Leuchter von seinem Platz stoßen. 6 Doch eins spricht für euch: Ihr haßt das Treiben der Nikolaïten genauso wie ich. 7 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt! Allen, die durchhalten und den Sieg erringen, gebe ich vom Baum des Lebens zu essen, der im Garten Gottes steht.«

Die Botschaft an Smyrna
8 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Smyrna: Er, der der Erste und der Letzte ist, der tot war und wieder lebt, läßt euch sagen: 9 Ich weiß, daß ihr unterdrückt werdet und daß ihr arm seid. Aber in Wirklichkeit seid ihr reich! Ich kenne die üblen Nachreden, die von Leuten über euch verbreitet werden, die sich als Angehörige des Gottesvolkes ausgeben. Aber das sind sie nicht, sondern sie gehören zum Satan . 10 Habt keine Angst wegen der Dinge, die ihr noch erleiden müßt. Der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, um euch auf die Probe zu stellen. Zehn Tage lang werden sie euch verfolgen. Haltet in Treue durch, auch wenn es euch das Leben kostet. Dann werde ich euch als Siegespreis ewiges Leben schenken. 11 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt! Allen, die durchhalten und den Sieg erringen, wird der zweite und endgültige Tod nichts anhaben.«

Die Botschaft an Pergamon
12 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Pergamon: Er, der das scharfe, beidseitig geschliffene Schwert hat, läßt euch sagen: 13 Ich weiß, daß ihr dort wohnt, wo der Thron des Satans steht. Ihr habt euch zu meinem Namen bekannt und euer Vertrauen zu mir nicht widerrufen, nicht einmal, als mein treuer Zeuge Antipas bei euch getötet wurde, dort, wo der Satan wohnt.
14 Trotzdem habe ich einiges an euch auszusetzen: Bei euch gibt es Anhänger der Lehre Bileams . Der stiftete Balak an, die Israeliten zur Sünde zu verführen. Da aßen sie Fleisch vom Götzenopfer und trieben Unzucht. 15 Solche Leute gibt es auch bei euch – solche, die der Lehre der Nikolaïten folgen. 16 Kehrt um! Sonst komme ich in Kürze über euch und werde gegen diese Leute mit dem Schwert aus meinem Mund Krieg führen. 17 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt! Allen, die durchhalten und den Sieg erringen, werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben. Auch einen weißen Stein werden sie alle bekommen; darauf steht für jeden ein neuer Name, den nur jeder selbst kennt.«

Die Botschaft an Thyatira
18 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Thyatira: Der Sohn Gottes, dessen Augen wie Feuer glühen und dessen Füße wie gleißendes Gold glänzen, läßt euch sagen: 19 Ich kenne euer Tun. Ich kenne eure Liebe, eure Glaubenstreue, euren Dienst füreinander und eure Standhaftigkeit. Ich weiß, daß dies alles jetzt noch mehr bei euch zu finden ist als früher.
20 Aber eins habe ich an euch auszusetzen: Ihr duldet diese Isebel, die sich als Prophetin ausgibt. Mit ihrer Lehre verführt sie meine Diener, Unzucht zu treiben und Fleisch von Tieren zu essen, die als Götzenopfer geschlachtet worden sind. 21 Ich habe ihr Zeit gelassen, sich zu ändern; aber sie will ihr zuchtloses Leben nicht aufgeben. 22 Darum werde ich sie aufs Krankenbett werfen. Alle, die sich mit ihr eingelassen haben, werden Schlimmes durchmachen müssen, wenn sie nicht den Verkehr mit dieser Frau abbrechen. 23 Ich werde auch ihre Kinder durch eine Seuche töten. Dann werden alle Gemeinden wissen, daß ich die geheimsten Gedanken und Wünsche der Menschen kenne. Ich werde mit jedem von euch nach seinen Taten verfahren.
24 Aber ihr anderen in Thyatira seid dieser falschen Lehre nicht gefolgt. Ihr habt die sogenannten ‚Tiefen des Satans‘ nicht kennengelernt. Dafür will ich euch keine weitere Prüfung auferlegen. 25 Aber haltet fest, was ihr habt, bis ich komme! 26 Allen, die den Sieg erringen und sich bis zuletzt an das halten, was ich gelehrt und vorgelebt habe, werde ich Macht über die Völker geben; 27 sie werden die Völker mit eisernem Zepter regieren und zerschlagen wie Tontöpfe. 28 Es ist dieselbe Macht, die ich von meinem Vater bekommen habe, und als Zeichen dafür werde ich ihnen den Morgenstern geben. 29 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt!«

Die Botschaft an Sardes
3 1 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Sardes: Er, dem die sieben Geister Gottes dienen und der die sieben Sterne in der Hand hält, läßt euch sagen: Ich kenne euer Tun. Ich weiß, daß ihr in dem Ruf steht, eine lebendige Gemeinde zu sein; aber eigentlich seid ihr tot. 2 Werdet wach und stärkt den Rest, der noch Leben hat, bevor er vollends stirbt. Was ich bei euch an Taten vorgefunden habe, kann in den Augen meines Gottes noch nicht bestehen.
3 Erinnert euch daran, wie ihr die Botschaft anfangs gehört und aufgenommen habt! Richtet euch doch nach ihr und lebt wieder wie damals! Wenn ihr nicht wach seid, werde ich euch wie ein Dieb überraschen; ihr werdet nicht wissen, in welcher Stunde ich komme.
4 Aber einige von euch in Sardes haben sich nicht beschmutzt. Sie werden weiße Kleider tragen und immer bei mir sein; denn sie sind es wert. 5 Alle, die durchhalten und den Sieg erringen, werden solch ein weißes Kleid tragen. Ich will ihren Namen nicht aus dem Buch des Lebens streichen. Vor meinem Vater und seinen Engeln werde ich mich offen zu ihnen bekennen. 6 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt!«

Die Botschaft an Philadelphia
7 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Philadelphia: Er, der heilig ist und Treue hält, er, der den Schlüssel Davids hat – wo er öffnet, kann niemand zuschließen, und wo er zuschließt, kann niemand öffnen -, er läßt euch sagen: 8 Ich kenne euer Tun. Ich habe euch eine Tür geöffnet, die niemand zuschließen kann. Eure Kraft ist nur klein. Trotzdem habt ihr euch nach meinem Wort gerichtet und das Bekenntnis zu mir nicht widerrufen.
9 Hört gut zu! Ich werde Menschen zu euch schicken, die zum Satan gehören. Sie werden behaupten, daß sie zum Volk Gottes gehören; aber das ist nicht wahr, sie lügen. Ich werde dafür sorgen, daß sie sich vor euch niederwerfen und euch ehren. Sie werden erkennen, daß ich euch erwählt habe und liebe.
10 Ihr habt mein Wort beherzigt, mit dem ich euch zum Durchhalten aufrief. Darum werde ich euch in der Zeit der Versuchung bewahren, die demnächst über die ganze Erde kommen und alle Menschen auf die Probe stellen wird. 11 Ich komme bald! Haltet fest, was ihr habt, sonst bekommen andere den Siegeskranz ! 12 Alle, die durchhalten und den Sieg erringen, werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und sie werden immer darin bleiben. Ich werde den Namen meines Gottes auf sie schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes. Diese Stadt ist das neue Jerusalem, das von meinem Gott aus dem Himmel herabkommen wird. Ich werde auch meinen eigenen neuen Namen auf sie schreiben. 13 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt!«

Die Botschaft an Laodizea
14 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Laodizea: Er, der Amen heißt, der wahrhaftige und treue Zeuge, der vor allem da war, was Gott geschaffen hat, läßt euch sagen: 15 Ich kenne euer Tun und sehe, daß ihr weder warm noch kalt seid. Wenn ihr wenigstens eins von beiden wärt! 16 Aber ihr seid weder warm noch kalt; ihr seid lauwarm. Darum werde ich euch aus meinem Mund ausspucken. 17 Ihr sagt: ‚Wir sind reich und gut versorgt; uns fehlt nichts.‘ Aber ihr wißt nicht, wie unglücklich und bejammernswert ihr seid. Ihr seid arm, nackt und blind.
18 Ich rate euch, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer gereinigt wurde; dann werdet ihr reich. Ihr solltet euch auch weiße Kleider kaufen, damit ihr nicht nackt dasteht und euch schämen müßt. Kauft Salbe und streicht sie auf eure Augen, damit ihr sehen könnt! 19 Alle, die ich liebe, weise ich zurecht und erziehe sie. Macht also Ernst und kehrt um!
20 Gebt acht, ich stehe vor der Tür und klopfe an! Wenn jemand meine Stimme hört und öffnet, werde ich bei ihm einkehren. Ich werde mit ihm das Mahl halten und er mit mir. 21 Allen, die durchhalten und den Sieg erringen, werde ich das Vorrecht geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie ich selbst den Sieg errungen habe und nun mit meinem Vater auf seinem Thron sitze. 22 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt!«

DIE SIEBEN SIEGEL (Kapitel 4-7)

Gottesdienst im Himmel
4 1 Danach blickte ich auf und sah im Himmel eine offene Tür. Die Stimme, die vorher zu mir gesprochen hatte und die wie eine Posaune klang, sagte: »Komm herauf! Ich werde dir zeigen, was nach diesen Ereignissen geschehen muß.« 2 Sofort nahm der Geist von mir Besitz, und ich sah: Im Himmel stand ein Thron, und auf dem Thron saß einer. 3 Er strahlte wie die Edelsteine Jaspis und Karneol. Über dem Thron stand ein Regenbogen, der leuchtete wie ein Smaragd. 4 Um den Thron standen im Kreis vierundzwanzig andere Throne, darauf saßen vierundzwanzig Älteste . Sie trugen weiße Kleider und goldene Kronen . 5 Von dem Thron gingen Blitze, Rufe und Donnerschläge aus. Vor dem Thron brannten sieben Fackeln, das sind die sieben Geister Gottes. 6 Im Vordergrund war etwas wie ein gläsernes Meer, so klar wie Kristall. In der Mitte, im inneren Kreis um den Thron, waren vier mächtige Gestalten , die nach allen Seiten voller Augen waren. 7 Die erste sah aus wie ein Löwe, die zweite wie ein Stier, die dritte hatte ein Gesicht wie ein Mensch, und die vierte glich einem fliegenden Adler. 8 Jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, die innen und außen mit Augen bedeckt waren. Tag und Nacht rufen sie unaufhörlich: »Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott, der die ganze Welt regiert, der war und der ist und der kommt!« 9 Die vier mächtigen Gestalten rufen Preis, Ehre und Dank aus für den, der auf dem Thron sitzt und in alle Ewigkeit lebt. 10 Jedesmal, wenn sie das tun, werfen sich die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der ewig lebt. Sie legen ihre Kronen vor dem Thron nieder und sagen: 11 »Würdig bist du, unser Herr und Gott, daß alle dich preisen und ehren und deine Macht anerkennen. Denn du hast die ganze Welt geschaffen; weil du es gewollt hast, ist sie entstanden.«

Das Lamm und das Buch
5 1 In der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, sah ich eine Buchrolle . Sie war innen und außen beschrieben und mit sieben Siegeln verschlossen. 2 Und ich sah einen mächtigen Engel , der mit lauter Stimme fragte: »Wer ist würdig, die Siegel aufzubrechen und das Buch zu öffnen?« 3 Aber es gab niemand, der es öffnen und hineinsehen konnte, weder im Himmel noch auf der Erde, noch unter der Erde. 4 Ich weinte sehr, weil niemand würdig war, das Buch zu öffnen und hineinzusehen. 5 Da sagte einer der Ältesten zu mir: »Hör auf zu weinen! Der Löwe aus dem Stamm Juda und Nachkomme Davids hat den Sieg errungen. Er ist würdig; er wird die sieben Siegel aufbrechen und das Buch öffnen.« 6 Da sah ich direkt vor dem Thron, umgeben von den vier mächtigen Gestalten und vom Kreis der Ältesten, ein Lamm stehen. Es sah aus, als ob es geschlachtet wäre. Es hatte sieben Hörner und sieben Augen; das sind die sieben Geister Gottes, die in die ganze Welt gesandt worden sind. 7 Das Lamm ging zu dem, der auf dem Thron saß, und nahm die Buchrolle aus seiner rechten Hand. 8 Und als es sie genommen hatte, warfen sich die vier mächtigen Gestalten und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder. Jeder Älteste hatte eine Harfe und eine goldene Schale mit Weihrauch ; das sind die Gebete der Menschen, die zu Gottes heiligem Volk gehören. 9 Sie sangen ein neues Lied: »Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel aufzubrechen! Denn du wurdest als Opfer geschlachtet, und mit deinem vergossenen Blut hast du Menschen für Gott erworben, Menschen aus allen Sprachen und Stämmen, aus allen Völkern und Nationen. 10 Zu Königen hast du sie gemacht und zu Priestern für unseren Gott; und sie werden über die Erde herrschen.« 11 Dann sah und hörte ich Tausende und aber Tausende von Engeln, eine unübersehbare Zahl. Sie standen mit den vier mächtigen Gestalten und den Ältesten um den Thron 12 und riefen mit lauter Stimme: »Würdig ist das geopferte Lamm, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Ruhm und Preis!« 13 Und ich hörte alle Geschöpfe im Himmel, auf der Erde, unter der Erde und im Meer laut mit einstimmen: »Preis und Ehre, Ruhm und Macht gehören ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm, für immer und ewig.« 14 Die vier mächtigen Gestalten antworteten: »Amen!« Und die Ältesten fielen nieder und beteten an.

Die Siegel
6 1 Dann sah ich, wie das Lamm das erste von den sieben Siegeln aufbrach. Und ich hörte, wie eine der vier mächtigen Gestalten mit Donnerstimme sagte: »Komm!« 2 Da erblickte ich ein weißes Pferd. Sein Reiter hatte einen Bogen und erhielt eine Krone . Als Sieger zog er aus, um zu siegen. 3 Dann brach das Lamm das zweite Siegel auf. Ich hörte, wie die zweite der mächtigen Gestalten sagte: »Komm!« 4 Da kam wieder ein Pferd hervor, ein rotes. Sein Reiter wurde ermächtigt, den Frieden von der Erde zu nehmen, damit sich die Menschen gegenseitig töteten. Dazu wurde ihm ein großes Schwert gegeben. 5 Dann brach das Lamm das dritte Siegel auf. Ich hörte, wie die dritte der mächtigen Gestalten sagte: »Komm!« Da erblickte ich ein schwarzes Pferd. Sein Reiter hielt eine Waage in der Hand. 6 Aus dem Kreis der vier mächtigen Gestalten hörte ich eine Stimme rufen: »Eine Ration Weizen oder drei Rationen Gerste für den Lohn eines ganzen Tages. Nur Öl und Wein zum alten Preis!« 7 Dann brach das Lamm das vierte Siegel auf. Ich hörte, wie die vierte der mächtigen Gestalten sagte: »Komm!« 8 Da erblickte ich ein leichenfarbenes Pferd. Sein Reiter hieß Tod, und die Totenwelt folgte ihm auf den Fersen. Ein Viertel der Erde wurde in ihre Macht gegeben. Durch das Schwert, durch Hunger, Seuchen und wilde Tiere sollten sie die Menschen töten. 9 Dann brach das Lamm das fünfte Siegel auf. Da sah ich unterhalb des Altars die Seelen der Menschen, die man umgebracht hatte, weil sie an Gottes Wort festgehalten hatten und als seine Zeugen treu geblieben waren. 10 Sie riefen mit lauter Stimme: »Herr, du bist heilig und hältst, was du versprichst! Wie lange willst du noch warten, bis du die Bewohner der Erde vor Gericht rufst und Vergeltung an ihnen übst, weil sie unser Blut vergossen haben?« 11 Sie alle erhielten lange weiße Gewänder, und es wurde ihnen gesagt: »Gebt noch für kurze Zeit Ruhe, denn eure Zahl ist noch nicht voll. Von euren Brüdern, die Gott dienen genau wie ihr, müssen noch so viele getötet werden, wie Gott bestimmt hat.« 12 Ich sah, wie das Lamm das sechste Siegel aufbrach. Da gab es ein gewaltiges Erdbeben. Die Sonne wurde so dunkel wie ein Trauerkleid, und der Mond wurde blutrot. 13 Wie unreife Feigen, die ein starker Wind vom Baum schüttelt, fielen die Sterne vom Himmel auf die Erde. 14 Der Himmel verschwand wie eine Buchrolle , die zusammengerollt wird. Weder Berg noch Insel blieben an ihren Plätzen. 15 Alle Menschen versteckten sich in Höhlen und zwischen den Felsen der Berge: die Könige und Herrscher, die Heerführer, die Reichen und Mächtigen und alle Sklaven und Freien. 16 Sie riefen den Bergen und Felsen zu: »Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Blick dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! 17 Der große Tag, an dem sie Gericht halten, ist gekommen. Wer kann da bestehen?«

Die 144000 mit dem Siegel auf der Stirn
7 1 Danach sah ich an den äußersten Enden der Erde vier Engel stehen, in jeder Himmelsrichtung einen. Sie hielten die vier Winde zurück, damit kein Wind auf der Erde, auf dem Meer und in den Bäumen wehte. 2 Von dorther, wo die Sonne aufgeht, sah ich einen anderen Engel emporsteigen, er hatte das Siegel des lebendigen Gottes in der Hand. Mit lauter Stimme wandte er sich an die vier Engel, denen Gott die Macht gegeben hatte, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, 3 und sagte: »Verwüstet weder das Land noch das Meer, noch die Bäume! Erst müssen wir die Diener unseres Gottes mit dem Siegel auf der Stirn kennzeichnen.« 4 Und ich hörte, wie viele mit dem Siegel gekennzeichnet wurden. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen des Volkes Israel: 5-8 Zwölftausend vom Stamm Juda wurden gekennzeichnet, zwölftausend vom Stamm Ruben, zwölftausend vom Stamm Gad, zwölftausend vom Stamm Ascher, zwölftausend vom Stamm Naftali, zwölftausend vom Stamm Manasse, zwölftausend vom Stamm Simeon, zwölftausend vom Stamm Levi, zwölftausend vom Stamm Issachar, zwölftausend vom Stamm Sebulon, zwölftausend vom Stamm Josef und zwölftausend vom Stamm Benjamin wurden mit dem Siegel gekennzeichnet.

Die große Menge aus allen Völkern
9 Danach sah ich eine große Menge Menschen, so viele, daß niemand sie zählen konnte. Es waren Menschen aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen. Sie standen in weißen Kleidern vor dem Thron und dem Lamm und hielten Palmzweige in den Händen. 10 Mit lauter Stimme riefen sie: »Der rettende Sieg gehört unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm!« 11 Alle Engel standen im Kreis um den Thron und um die Ältesten und um die vier mächtigen Gestalten . Sie warfen sich vor dem Thron zu Boden, beteten Gott an 12 und sprachen: »Das ist gewiß: Preis und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre, Macht und Stärke gehören unserem Gott für immer und ewig. Amen!« 13 Einer der Ältesten fragte mich: »Wer sind diese Menschen in weißen Kleidern? Woher kommen sie?«
14 Ich antwortete: »Herr, du mußt es wissen!«
Er sagte zu mir: »Diese Menschen haben die große Verfolgung durchgestanden. Sie haben ihre Kleider gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. 15 Darum stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel. Er, der auf dem Thron sitzt, wird bei ihnen wohnen. 16 Sie werden keinen Hunger oder Durst mehr haben; weder die Sonne noch irgendeine Glut wird sie versengen. 17 Das Lamm in der Mitte des Thrones wird ihr Hirt sein und sie an die Quellen führen, deren Wasser Leben spendet. Und Gott wird alle ihre Tränen abwischen.«

DIE SIEBEN POSAUNEN (Kapitel 8-11)

Das siebte Siegel
8 1 Als das Lamm das siebte Siegel aufbrach, wurde es im Himmel ganz still, etwa eine halbe Stunde lang. 2 Dann sah ich, wie die sieben Engel , die immer vor Gott stehen, sieben Posaunen erhielten. 3 Ein anderer Engel kam mit einer goldenen Räucherpfanne und stellte sich an den Altar. Er erhielt eine große Menge Weihrauch, um ihn auf dem Altar vor Gottes Thron als Opfer darzubringen, zusammen mit den Gebeten aller Menschen in Gottes heiligem Volk. 4 Aus der Hand des Engels, der vor Gott stand, stieg der Weihrauch in die Höhe, zusammen mit den Gebeten der Menschen.
5 Dann nahm der Engel die Räucherpfanne, füllte sie mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde. Da blitzte und donnerte und dröhnte es heftig, und die Erde bebte.

Die ersten vier Posaunen
6 Darauf machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen. 7 Der erste Engel blies seine Posaune. Hagel und Feuer, mit Blut gemischt, fiel auf die Erde. Ein Drittel der Erde und ein Drittel aller Bäume verbrannten, auch alles Gras verbrannte. 8 Dann blies der zweite Engel seine Posaune. Etwas, das wie ein großer brennender Berg aussah, wurde ins Meer geworfen. Ein Drittel des Meeres wurde zu Blut. 9 Ein Drittel aller Meerestiere starb, und ein Drittel aller Schiffe wurde vernichtet. 10 Dann blies der dritte Engel seine Posaune. Ein großer Stern, der wie eine Fackel brannte, stürzte vom Himmel. Er fiel auf ein Drittel der Flüsse und auf die Quellen. 11 Der Stern heißt »Wermut«. Ein Drittel des Wassers wurde bitter. Viele Menschen starben an diesem Wasser, weil es vergiftet war. 12 Dann blies der vierte Engel seine Posaune. Ein Drittel der Sonne, des Mondes und der Sterne wurden durch Schläge getroffen. Ihr Licht verlor ein Drittel seiner Helligkeit, und ein Drittel des Tages und der Nacht wurden finster. 13 Dann sah ich einen Adler, der hoch in der Luft flog, und hörte ihn mit lauter Stimme rufen: »Schrecken, Schrecken, Schrecken! Wenn erst die anderen drei Engel ihre Posaunen blasen, wird es denen, die auf der Erde leben, schrecklich ergehen!«

Die fünfte Posaune
9 1 Dann blies der fünfte Engel seine Posaune . Ich sah einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gestürzt war. Dieser Stern erhielt die Schlüssel zu dem Schacht, der in den Abgrund führt. 2 Er öffnete den Schacht, da quoll Rauch daraus hervor wie aus einem großen Ofen und verdunkelte die Sonne und die Luft.
3 Aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde, denen die Kraft von Skorpionen gegeben war. 4 Sie durften weder dem Gras noch den Bäumen, noch anderen Pflanzen Schaden zufügen; sie sollten nur die Menschen quälen, die nicht mit dem Siegel Gottes auf der Stirn gekennzeichnet waren. 5 Es war ihnen verboten, diese Menschen zu töten; sie durften sie nur fünf Monate lang quälen. Die Menschen sollten solche Schmerzen leiden, wie wenn ein Skorpion sie gestochen hätte. 6 Während dieser fünf Monate werden die Menschen den Tod suchen, ihn aber nicht finden. Sie möchten dann gerne sterben, aber der Tod wird vor ihnen fliehen. 7 Die Heuschrecken sahen aus wie Pferde, die in die Schlacht ziehen. Auf ihren Köpfen trugen sie goldene Kronen , und sie hatten Gesichter wie Menschen. 8 Ihr Haar war wie Frauenhaar und ihre Zähne wie Löwenzähne. 9 Ihre Brust war wie mit einem eisernen Panzer bedeckt. Ihre Flügel machten einen Lärm, als ob viele mit Pferden bespannte Wagen in die Schlacht rollten. 10 Sie hatten Schwänze und Stacheln wie Skorpione. In ihren Schwänzen steckte die Kraft, die Menschen fünf Monate lang zu quälen. 11 Der Engel, der für den Abgrund zuständig ist, herrscht als König über sie. Auf hebräisch heißt sein Name Abaddon, auf griechisch Apollyon; das bedeutet: der Zerstörer. 12 Diesem ersten Schrecken werden noch zwei weitere folgen.

Die sechste Posaune
13 Dann blies der sechste Engel seine Posaune . Ich hörte eine Stimme, die von den vier Hörnern des goldenen Altars kam, der vor Gott steht. 14 Die Stimme sagte zu dem sechsten Engel mit der Posaune: »Laß die vier Engel frei, die am Eufrat, dem großen Strom, in Fesseln liegen!« 15 Die vier Engel wurden freigelassen. Sie waren auf das Jahr, den Monat, den Tag und die Stunde genau für diesen Zeitpunkt dazu bereitgestellt, um ein Drittel der Menschheit zu töten. 16 Man nannte mir die Anzahl ihrer berittenen Truppen; es waren Millionen und aber Millionen.
17 Ich sah die Reiter mit ihren Pferden: Ihr Brustpanzer war feuerrot, blau und schwefelgelb. Die Pferde hatten Köpfe wie Löwen, und aus ihren Mäulern kamen Feuer, Rauch und Schwefel. 18 Feuer, Rauch und Schwefel sind die drei Katastrophen, durch die ein Drittel der Menschen vernichtet wurde. 19 Die tödliche Wirkung der Pferde geht von ihren Mäulern und von ihren Schwänzen aus. Ihre Schwänze sehen aus wie Schlangen mit Köpfen. Mit ihnen fügen sie den Menschen Schaden zu. 20 Aber die Menschen, die nicht durch diese Katastrophen getötet wurden, änderten sich nicht. Sie hörten nicht auf, die Dämonen und Götzen aus Gold, Silber, Bronze, Stein und Holz anzubeten, diese selbstgemachten Götter, die weder sehen noch hören, noch gehen können. 21 Nein, sie änderten sich nicht; sie hörten nicht auf zu morden, Zauberei und Unzucht zu treiben und zu stehlen.

Der Engel und das kleine Buch
10 1 Dann sah ich einen anderen mächtigen Engel vom Himmel auf die Erde herabsteigen. Er war von einer Wolke umgeben, und ein Regenbogen stand über seinem Kopf. Sein Gesicht war wie die Sonne, und seine Beine glichen Säulen aus Feuer. 2 Er hielt ein kleines Buch geöffnet in der Hand. Seinen rechten Fuß setzte er auf das Meer und seinen linken Fuß auf das Land. 3 Er rief mit einer lauten Stimme, die sich wie Löwengebrüll anhörte, und auf seinen Ruf antworteten die sieben Donner mit Gebrüll. 4 Ich wollte aufschreiben, was sie sagten; aber ich hörte eine Stimme vom Himmel: »Was die sieben Donner gesagt haben, sollst du geheimhalten! Schreib es nicht auf!« 5 Dann hob der Engel, den ich auf dem Meer und dem Land stehen sah, seine rechte Hand zum Himmel. 6 Er schwor bei dem, der in alle Ewigkeit lebt, der den Himmel, die Erde, das Meer und alle ihre Bewohner geschaffen hat, und sagte: »Die Frist ist abgelaufen! 7 Wenn der Tag gekommen ist, daß der siebte Engel seine Posaune bläst, wird Gott seinen geheimen Plan ausführen, so wie er es seinen Dienern, den Propheten , angekündigt hat.« 8 Dann sprach die Stimme aus dem Himmel noch einmal zu mir: »Geh und nimm das offene Buch aus der Hand des Engels, der auf dem Meer und dem Land steht!«
9 Ich ging zu dem Engel und bat ihn, mir das Buch zu geben. Er sagte zu mir: »Nimm und iß es! Es wird dir bitter im Magen liegen, aber in deinem Mund wird es süß sein wie Honig.«
10 Ich nahm das kleine Buch aus seiner Hand und aß es. Es schmeckte wie Honig. Aber als ich es hinuntergeschluckt hatte, lag es mir bitter im Magen. 11 Dann sagte mir jemand: »Du mußt noch ein weiteres Mal als Prophet verkünden, was Gott mit den Völkern, Nationen, Stämmen und Königen vorhat.«

Die zwei Zeugen
11 1 Dann erhielt ich ein Rohr, das wie ein Meßstab war, und jemand sagte: »Steh auf und miß den Tempel Gottes aus und den Altar darin. Zähle, wie viele Menschen dort beten. 2 Aber den äußeren Vorhof des Tempels laß weg! Dort brauchst du nicht zu messen, weil er den Fremden preisgegeben wird. Zweiundvierzig Monate lang werden sie die Heilige Stadt verwüsten. 3 Ich werde meine zwei Zeugen beauftragen. Sie sollen Trauerkleidung tragen und während dieser zwölfhundertsechzig Tage prophetisch reden.« 4 Diese beiden Zeugen sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. 5 Wenn jemand versucht, sie zu verletzen, kommt Feuer aus ihrem Mund und vernichtet ihre Feinde. Auf diese Weise werden alle getötet, die ihnen Schaden zufügen wollen. 6 Sie haben die Macht, den Himmel zu verschließen, so daß es nicht regnet, solange sie ihre prophetische Botschaft ausrichten. Sie haben auch die Macht, alle Gewässer in Blut zu verwandeln und die Erde mit allen möglichen Katastrophen zu erschüttern, sooft sie wollen. 7 Wenn sie ihre Botschaft vollständig ausgerichtet haben, wird ein Tier aus dem Abgrund kommen und gegen sie kämpfen. Es wird sie besiegen und sie töten. 8 Ihre Leichen werden auf dem Platz mitten in der großen Stadt liegen, in der ihr Herr gekreuzigt wurde. Geistlich gesprochen heißt diese Stadt »Sodom « und »Ägypten«. 9 Menschen aus aller Welt, aus allen Völkern, Stämmen und Sprachen werden sich dreieinhalb Tage lang die beiden Toten ansehen. Man wird nicht zulassen, daß die Toten beerdigt werden. 10 Die Menschen auf der Erde werden sich über den Tod dieser beiden freuen, sie werden jubeln und sich gegenseitig Geschenke schicken; denn diese Propheten haben die Menschen gequält. 11 Nach dreieinhalb Tagen kam der Lebensgeist Gottes wieder in die beiden Propheten, und sie standen auf. Alle, die das sahen, erschraken sehr. 12 Dann hörten die zwei Propheten eine mächtige Stimme vom Himmel, die ihnen befahl: »Kommt herauf!« Ihre Feinde sahen zu, wie sie in einer Wolke zum Himmel hinaufstiegen. 13 In diesem Augenblick gab es ein heftiges Erdbeben. Ein Zehntel der Stadt wurde zerstört; siebentausend Menschen kamen bei dem Erdbeben ums Leben. Die Überlebenden waren zu Tode erschrocken und erwiesen Gott im Himmel Ehre. 14 Das war der zweite Schrecken. Aber gebt acht, der dritte Schrecken wird bald folgen!

Die siebte Posaune
15 Dann blies der siebte Engel seine Posaune . Da erhoben sich im Himmel laute Stimmen, die sagten: »Jetzt gehört die Herrschaft über die Erde unserem Gott und seinem gesalbten König, und sie werden für immer und ewig regieren.« 16 Die vierundzwanzig Ältesten , die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, warfen sich zu Boden und beteten Gott an. 17 Sie sagten: »Wir danken dir, Herr, unser Gott, du Herrscher der ganzen Welt, der du bist und der du warst! Du hast deine große Macht gebraucht und die Herrschaft angetreten! 18 Die Völker haben sich aufgelehnt; darum bist du zornig geworden. Jetzt ist die Zeit gekommen, Gericht zu halten über die Toten. Nun ist die Zeit der Belohnung für deine Diener, die Propheten , und für dein heiliges Volk, alle, die deinen Namen ehren, Hohe und Niedrige. Nun ist die Zeit der Bestrafung für alle, die die Erde zugrunde richten: Jetzt werden sie selbst zugrunde gerichtet.« 19 Gottes Tempel im Himmel wurde geöffnet, und man konnte die Lade mit den Zeichen des Bundes sehen. Dann blitzte es und donnerte und dröhnte; die Erde bebte und schwerer Hagel fiel nieder.

DER DRACHE UND SEINE ÜBERWINDUNG (Kapitel 12-14)

Die Frau und der Drache
12 1 Darauf sah man am Himmel eine gewaltige Erscheinung: Es war eine Frau, die war mit der Sonne bekleidet und hatte den Mond unter ihren Füßen und trug auf dem Kopf eine Krone von zwölf Sternen. 2 Sie stand kurz vor der Geburt, und die Wehen ließen sie vor Schmerz aufschreien. 3 Dann zeigte sich am Himmel eine andere Erscheinung: ein großer, roter Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern. Jeder Kopf trug eine Krone. 4 Mit seinem Schwanz fegte der Drache ein Drittel der Sterne vom Himmel und schleuderte sie auf die Erde. Er stand vor der Frau, die ihr Kind gebären sollte, und wollte es verschlingen, sobald es geboren wäre.
5 Die Frau brachte einen Sohn zur Welt, der alle Völker der Erde mit eisernem Zepter regieren wird. Das Kind wurde sofort nach der Geburt entrückt und zum Thron Gottes gebracht. 6 Die Frau aber flüchtete in die Wüste; dort hatte Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen, an dem sie zwölfhundertsechzig Tage lang mit Nahrung versorgt werden sollte. 7 Dann brach im Himmel ein Krieg aus. Michael mit seinen Engeln kämpfte gegen den Drachen. Der Drache mit seinen Engeln wehrte sich; 8 aber er konnte nicht standhalten. Er und seine Engel durften nicht länger im Himmel bleiben. 9 Der große Drache wurde hinuntergestürzt! Er ist die alte Schlange, die auch Teufel oder Satan genannt wird und die ganze Welt verführt. Er wurde auf die Erde hinuntergestürzt mit allen seinen Engeln. 10 Dann hörte ich eine mächtige Stimme im Himmel sagen: »Jetzt ist es geschehen: Unser Gott hat gesiegt! Jetzt hat er seine Gewalt gezeigt und seine Herrschaft angetreten! Jetzt liegt die Macht in den Händen des Königs, den er gesalbt und eingesetzt hat! Der Ankläger unserer Brüder ist gestürzt; er, der sie Tag und Nacht vor Gott beschuldigte, ist nun aus dem Himmel hinausgeworfen. 11 Unsere Brüder haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch die Botschaft, die sie empfangen und bezeugt haben. Sie waren bereit, ihr Leben zu opfern und den Tod auf sich zu nehmen. 12 Darum freue dich, Himmel, mit allen, die in dir wohnen! Ihr aber, Land und Meer, müßt zittern, seit der Teufel dort unten bei euch ist! Seine Wut ist ungeheuer groß; denn er weiß, er hat nur noch wenig Zeit!« 13 Als der Drache sah, daß er auf die Erde geworfen war, begann er, die Frau zu verfolgen, die den Sohn geboren hatte. 14 Aber die Frau erhielt die beiden Flügel des großen Adlers, um an ihren Zufluchtsort in der Wüste zu fliehen. Dort sollte sie dreieinhalb Jahre mit Nahrung versorgt werden und vor der Schlange sicher sein.
15 Die Schlange schickte aus ihrem Rachen einen Wasserstrom hinter der Frau her, um sie fortzuschwemmen. 16 Aber die Erde kam der Frau zu Hilfe: Sie öffnete sich und schluckte den Strom auf, den der Drache aus seinem Rachen ausstieß.
17 Da wurde der Drache wütend über die Frau und ging fort, um ihre übrigen Nachkommen zu bekämpfen. Das sind die Menschen, die Gottes Gebote befolgen und als Zeugen für Jesus treu bleiben.

Die zwei Tiere
18 Dann trat der Drache ans Ufer des Meeres. 13 1 Und ich sah ein Tier aus dem Meer heraufsteigen, das hatte zehn Hörner und sieben Köpfe. Auf jedem Horn trug es eine Krone, und auf seine Köpfe waren Herrschertitel geschrieben, die Gott beleidigten.
2 Das Tier, das ich sah, war wie ein Leopard, hatte Füße wie Bärentatzen und einen Rachen wie ein Löwe. Der Drache verlieh dem Tier seine eigene Befehlsgewalt, seinen Thron und seine große Macht. 3 Einer der Köpfe des Tieres sah aus, als hätte er eine tödliche Wunde erhalten; aber die Wunde wurde geheilt.
Die ganze Erde lief dem Tier staunend nach. 4 Alle Menschen beteten den Drachen an, weil er seine Macht dem Tier verliehen hatte. Sie beteten auch das Tier an und sagten: »Wer kommt diesem Tier gleich? Wer kann es mit ihm aufnehmen?« 5 Das Tier durfte unerhörte Reden halten, mit denen es Gott beleidigte, und es konnte zweiundvierzig Monate lang seinen Einfluß ausüben. 6 Es öffnete sein Maul und lästerte Gott und seinen Namen, ebenso sein Heiligtum und alle, die im Himmel wohnen. 7 Gott ließ zu, daß es mit seinem heiligen Volk Krieg führte und es besiegte; es bekam Macht über alle Völker und Nationen und über Menschen aller Sprachen. 8 Alle auf der Erde werden es anbeten, alle, deren Namen nicht seit Beginn der Welt im Lebensbuch des geopferten Lammes stehen. 9 Wer Ohren hat, soll gut zuhören: 10 Wer dazu bestimmt ist, gefangen zu werden, kommt in Gefangenschaft. Wer dazu bestimmt ist, mit dem Schwert getötet zu werden, wird mit dem Schwert getötet. Dann braucht Gottes heiliges Volk Standhaftigkeit und Treue! 11 Dann sah ich ein anderes Tier aus der Erde heraufsteigen. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache. 12 Unter den Augen des ersten Tieres übte es dessen ganze Macht aus. Es brachte die Erde und alle ihre Bewohner dazu, das erste Tier mit der verheilten Wunde anzubeten.
13 Das zweite Tier tat große Wunder: Vor allen Menschen ließ es Feuer vom Himmel auf die Erde regnen. 14 Durch die Wunder, die es im Auftrag des ersten Tieres tun konnte, täuschte es alle Menschen, die auf der Erde lebten. Es überredete sie, ein Standbild zu errichten zu Ehren des ersten Tieres, das mit dem Schwert tödlich verwundet worden und wieder ins Leben zurückgekehrt war. 15 Das zweite Tier bekam sogar die Macht, das Standbild des ersten Tieres zu beleben, so daß dieses Bild sprechen konnte und dafür sorgte, daß alle getötet wurden, die es nicht anbeteten.
16 Dieses Tier hatte alle Menschen in seiner Gewalt: Hohe und Niedrige, Reiche und Arme, Sklaven und Freie. Sie mußten sich ein Zeichen auf ihre rechte Hand oder ihre Stirn machen. 17 Nur wer dieses Zeichen hatte, konnte kaufen oder verkaufen. Das Zeichen bestand aus dem Namen des ersten Tieres oder der Zahl für diesen Namen. 18 Hier geht es um Weisheit. Wer Verstand hat, kann herausfinden, was die Zahl des Tieres bedeutet, denn sie steht für den Namen eines Menschen. Es ist die Zahl sechshundertsechsundsechzig.

Der Gesang der Freigekauften
14 1 Dann sah ich etwas ganz anderes: Das Lamm stand auf dem Zionsberg . Bei ihm waren hundertvierundvierzigtausend Menschen. Sie trugen seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn. 2 Dann hörte ich einen Schall aus dem Himmel. Es klang wie das Rauschen eines mächtigen Wasserfalls und wie lautes Donnerrollen, aber zugleich hörte es sich an wie Musik von Harfenspielern. 3 Vor dem Thron und vor den vier mächtigen Gestalten und den Ältesten sangen die Engel ein neues Lied. Dieses Lied konnten nur die hundertvierundvierzigtausend Menschen lernen, die von der Erde losgekauft worden sind. 4 Sie haben sich rein gehalten vom Verkehr mit Frauen und folgen dem Lamm überallhin. Sie sind aus der übrigen Menschheit losgekauft worden als Eigentum für Gott und das Lamm. 5 Nie hat jemand aus ihrem Mund eine Lüge gehört, es ist kein Fehler an ihnen.

Die drei Engel
6 Dann sah ich einen anderen Engel hoch am Himmel fliegen. Er hatte eine Botschaft, die niemals ihre Gültigkeit verlieren wird. Die sollte er allen Bewohnern der Erde verkünden, allen Völkern und Nationen, den Menschen aller Sprachen. 7 Er rief mit lauter Stimme: »Nehmt Gott ernst und erweist ihm Ehre! Die Zeit ist gekommen: Jetzt hält er Gericht! Betet ihn an, der den Himmel, die Erde, das Meer und die Quellen geschaffen hat!« 8 Dem ersten Engel folgte ein zweiter und sagte: »Gefallen! Gefallen ist das mächtige Babylon , das alle Völker gezwungen hatte, den todbringenden Wein seiner Unzucht zu trinken!« 9 Ein dritter Engel folgte ihnen. Er rief mit lauter Stimme: »Wer das Tier und sein Standbild verehrt und das Zeichen des Tieres auf seiner Stirn oder seiner Hand anbringen läßt, 10 wird den Wein Gottes trinken müssen. Es ist der Wein seiner Entrüstung, den er unverdünnt in den Becher seines Zornes gegossen hat. Wer das Tier verehrt, wird vor den Augen des Lammes und der heiligen Engel mit Feuer und Schwefel gequält. 11 Der Rauch von diesem quälenden Feuer steigt für alle Zeiten zum Himmel. Alle, die das Tier und sein Standbild verehren und das Kennzeichen seines Namens tragen, werden Tag und Nacht keine Ruhe finden. 12 Hier muß Gottes heiliges Volk Standhaftigkeit beweisen, alle, die Gottes Gebote befolgen und in Treue zu Jesus halten.« 13 Dann hörte ich eine Stimme vom Himmel, die sagte: »Schreib auf: Freuen dürfen sich alle, die für ihr Bekenntnis zum Herrn sterben müssen – von jetzt an!«
»So ist es«, antwortet der Geist , »sie werden sich von ihrer Mühe ausruhen; denn ihre Taten gehen mit ihnen und sprechen für sie.«

Die Erde ist reif für die Ernte
14 Ich sah eine weiße Wolke; darauf saß einer, der wie ein Mensch aussah. Er hatte eine goldene Krone auf dem Kopf und eine scharfe Sichel in der Hand. 15 Dann kam wieder ein Engel aus dem Tempel. Er rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: »Laß deine Sichel schneiden, und bring die Ernte ein! Die Stunde für die Ernte ist gekommen, die Erde ist reif!« 16 Da warf der, der auf der Wolke saß, seine Sichel über die Erde, und die Ernte wurde eingebracht. 17 Ich sah einen anderen Engel aus dem Tempel im Himmel kommen; auch er hatte eine scharfe Sichel. 18 Ein weiterer Engel kam vom Altar. Es war der Engel, der für das Feuer zuständig ist. Er rief dem mit der scharfen Sichel mit lauter Stimme zu: »Laß deine scharfe Sichel schneiden, und schneide die Trauben am Weinstock der Erde ab! Sie sind reif!« 19 Der Engel warf seine Sichel über die Erde, die schnitt die Trauben vom Weinstock. Er warf die Trauben in die Weinpresse, die den Zorn Gottes bedeutet. 20 Außerhalb der Stadt wurden sie in der Presse ausgedrückt. Da kam ein Blutstrom aus der Weinpresse, der stieg so hoch, daß er den Pferden bis an die Zügel reichte, und floß sechzehnhundert Wegmaße weit.

DIE SIEBEN ZORNSCHALEN UND DER UNTERGANG BABYLONS (Kapitel 15-18)

Die Engel mit den letzten Katastrophen
15 1 Dann sah ich eine weitere große und staunenerregende Erscheinung am Himmel: sieben Engel , die sieben Katastrophen bringen. Dies sind die letzten Katastrophen, denn mit ihnen geht Gottes Zorn zu Ende. 2 Ich sah etwas wie ein gläsernes Meer, das mit Feuer vermischt war. Auf diesem Meer sah ich alle die stehen, die den Sieg über das Tier erlangt hatten und über sein Standbild und die Zahl seines Namens. Sie hielten Harfen in den Händen, die Gott ihnen gegeben hatte. 3 Sie sangen das Lied, das Mose, der Diener Gottes, verfaßt hatte, und das Lied des Lammes: »Herr, unser Gott, du Herrscher der ganzen Welt, wie groß und wunderbar sind deine Taten! In allem, was du planst und ausführst, bist du vollkommen und gerecht, du König über alle Völker! 4 Wer wollte dich, Herr, nicht fürchten und deinem Namen keine Ehre erweisen? Alle Völker werden kommen und sich vor dir niederwerfen; denn deine gerechten Taten sind nun für alle offenbar geworden.« 5 Danach sah ich, wie im Himmel der Tempel, das Heilige Zelt , geöffnet wurde. 6 Die sieben Engel mit den sieben Katastrophen kamen aus dem Tempel. Sie waren in reines, weißes Leinen gekleidet und trugen ein breites goldenes Band um die Brust. 7 Eine von den vier mächtigen Gestalten gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen. Sie waren bis an den Rand gefüllt mit dem Zorn des Gottes, der in alle Ewigkeit lebt.
8 Der Tempel war voller Rauch, der von der Herrlichkeit und Macht Gottes ausging. Keiner konnte den Tempel betreten, solange nicht die sieben Katastrophen zu Ende waren, die von den sieben Engeln gebracht wurden.

Die Schalen mit dem Zorn Gottes
16 1 Dann hörte ich eine mächtige Stimme aus dem Tempel, die sagte zu den sieben Engeln : »Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde aus!« 2 Der erste Engel ging und goß seine Schale auf die Erde. Da bekamen alle, die das Kennzeichen des Tieres trugen und sein Standbild anbeteten, ein schmerzhaftes und schlimmes Geschwür. 3 Der zweite Engel goß seine Schale ins Meer. Da wurde das Wasser zu Blut wie von Toten, und alle Lebewesen im Meer gingen zugrunde. 4 Der dritte Engel goß seine Schale in die Flüsse und Quellen, da wurden sie zu Blut.
5 Ich hörte, wie der Engel, der für das Wasser zuständig ist, sagte: »Du Heiliger, der du bist und warst, in diesen Urteilen hast du dich als gerechter Richter erwiesen. 6 Allen, die das Blut des heiligen Gottesvolkes und seiner Propheten vergossen haben, hast du Blut zu trinken gegeben. Sie haben es verdient!« 7 Dann hörte ich eine Stimme vom Altar her sagen: »So ist es, Herr, unser Gott, du Herrscher der ganzen Welt; deine Urteile sind wahr und gerecht!« 8 Der vierte Engel goß seine Schale auf die Sonne. Da wurde der Sonne erlaubt, die Menschen mit ihren glühenden Feuerstrahlen zu quälen. 9 Und die Menschen wurden von glühender Hitze versengt. Sie verfluchten den Namen Gottes, der Verfügungsgewalt hat über solche Katastrophen; aber sie änderten sich nicht und wollten Gott nicht die Ehre geben. 10 Der fünfte Engel goß seine Schale auf den Thron des Tieres. Da wurde es im ganzen Herrschaftsbereich des Tieres dunkel. Die Menschen zerbissen sich vor Schmerzen die Zunge. 11 Sie verfluchten den Gott des Himmels wegen ihrer Qualen und ihrer Geschwüre; aber sie hörten nicht auf mit ihren schändlichen Taten. 12 Der sechste Engel goß seine Schale in den Eufrat, den großen Strom; da trocknete er aus. So wurde den Königen, die von Osten her einbrechen, ein Weg gebahnt. 13 Dann sah ich, wie aus den Mäulern des Drachen , des Tieres und des falschen Propheten drei unreine Geister hervorkamen, die aussahen wie Frösche. 14 Es sind dämonische Geister, die Wunder tun. Sie suchen alle Könige der Erde auf, um sie zum Kampf zu sammeln für den großen Tag Gottes, des Herrschers der ganzen Welt. 15 »Gebt acht, ich werde wie ein Dieb kommen! Wer wach bleibt und seine Kleider anbehält, darf sich freuen. Sonst müßte er nackt umherlaufen, und seine Schande würde für alle sichtbar.« 16 Die drei Geister versammelten die Könige an einem Ort, der auf hebräisch Harmagedon heißt. 17 Der siebte Engel goß seine Schale in die Luft. Da kam eine mächtige Stimme von dem Thron im Tempel, die sagte: »Es ist ausgeführt!« 18 Es blitzte und donnerte und dröhnte, und die Erde bebte heftig. Seit es Menschen auf der Erde gibt, hat man ein so schweres Erdbeben noch nicht erlebt. 19 Die große Stadt wurde in drei Teile gespalten, und die Städte aller Völker wurden zerstört. Gott rechnete ab mit dem großen Babylon : Es mußte den Wein aus dem Becher trinken, der mit seinem glühenden Zorn gefüllt war. 20 Alle Inseln verschwanden, und die Berge wurden nicht mehr gesehen. 21 Es hagelte zentnerschwere Eisbrocken vom Himmel auf die Menschen. Sie verfluchten Gott wegen dieses Hagels, denn er war schrecklich.

Die große Hure
17 1 Einer der sieben Engel , die die sieben Schalen trugen, kam zu mir und sagte: »Tritt her! Ich werde dir zeigen, wie die große Hure bestraft wird, die Stadt, die an vielen Wasserarmen erbaut ist! 2 Die Könige der Erde haben sich mit ihr eingelassen. Alle Menschen sind betrunken geworden, weil sie sich am Wein ihrer Unzucht berauscht haben.« 3 Der Geist Gottes nahm Besitz von mir, und der Engel trug mich in die Wüste. Dort sah ich eine Frau. Sie saß auf einem scharlachroten Tier, das über und über mit Namen beschrieben war, die Gott beleidigten. Das Tier hatte sieben Köpfe und zehn Hörner. 4 Die Frau trug ein purpur- und scharlachrotes Gewand und war mit Gold, kostbaren Steinen und Perlen geschmückt. In ihrer Hand hielt sie einen goldenen Becher. Er war mit unanständigen und schmutzigen Dingen gefüllt, den Zeichen ihrer Zuchtlosigkeit. 5 Auf ihrer Stirn stand ein geheimnisvoller Name: »Babylon , die Große, die Mutter aller Hurerei und aller Greuel auf der Erde.« 6 Ich sah, daß die Frau betrunken war vom Blut der Menschen aus Gottes heiligem Volk. Sie hatte das Blut aller getrunken, die als Zeugen für Jesus getötet worden waren. Ich war starr vor Entsetzen, als ich sie sah. 7 »Warum bist du so entsetzt?« fragte mich der Engel. »Ich verrate dir das Geheimnis dieser Frau und das Geheimnis des Tieres mit den sieben Köpfen und den zehn Hörnern, auf dem sie sitzt. 8 Das Tier, das du gesehen hast, war früher einmal und ist jetzt nicht mehr. Und es wird wieder aus dem Abgrund auftauchen – um in seinen Untergang zu rennen. Die Menschen auf der Erde – alle, deren Namen nicht seit Beginn der Welt im Buch des Lebens stehen – werden staunen, wenn sie das sehen: Das Tier, das früher da war und jetzt nicht mehr ist, das ist wiedergekommen! 9 Hier braucht es einen Verstand, der deuten kann. Die sieben Köpfe bedeuten sieben Hügel. Das sind die Hügel, auf denen die Frau sitzt. Sie stehen außerdem für sieben Könige. 10 Davon sind fünf gefallen, einer herrscht noch, und der letzte ist noch nicht erschienen. Wenn er kommt, darf er nur kurze Zeit bleiben. 11 Das Tier, das war und nicht mehr ist, ist ein achter König. Es ist aber auch einer von den sieben Königen und rennt in seinen Untergang. 12 Die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, deren Herrschaft noch nicht begonnen hat. Eine Stunde lang werden sie zusammen mit dem Tier königliche Macht bekommen. 13 Diese zehn verfolgen dasselbe Ziel und übergeben ihre Macht und ihren Einfluß dem Tier. 14 Sie werden gegen das Lamm kämpfen. Aber das Lamm wird sie besiegen. Denn es ist der Herr über alle Herren und der König über alle Könige, und bei ihm sind seine treuen Anhänger, die es erwählt und berufen hat.« 15 Der Engel sagte weiter zu mir: »Du hast das Wasser gesehen, an dem die Hure sitzt. Das sind Völker und Menschenmassen aller Sprachen. 16 Die zehn Hörner, die du gesehen hast, und das Tier werden die Hure verabscheuen. Sie werden ihr alles fortnehmen, so daß sie nackt ist. Sie werden ihr Fleisch fressen und sie verbrennen. 17 Denn Gott hat ihr Herz so gelenkt, daß sie seine Absichten ausführen. Sie handeln gemeinsam und überlassen dem Tier ihre Herrschaftsgewalt, bis sich Gottes Voraussagen erfüllen. 18 Die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Könige der Erde in ihrer Gewalt hat.«

Der Untergang Babylons
18 1 Danach sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herabkommen. Er hatte große Macht, und sein Glanz erhellte die ganze Erde. 2 Er rief mit starker Stimme: »Gefallen! Gefallen ist Babylon , die große Stadt! Jetzt wird sie von Dämonen und unreinen Geistern bewohnt. Alle Arten von unreinen und abscheulichen Vögeln hausen in ihren Mauern. 3 Alle Völker haben von ihrem Wein getrunken, dem schweren Wein ausschweifender Unzucht . Die Könige der Erde haben es mit ihr getrieben. Die Kaufleute der Erde sind durch ihren ungeheuren Wohlstand reich geworden.« 4 Dann hörte ich aus dem Himmel eine andere Stimme, die sagte: »Auf, mein Volk! Verlaßt diese Stadt! Sonst werdet ihr mitschuldig an ihren Sünden und bekommt Anteil an ihren Strafen. 5 Denn Gott hat ihr schändliches Tun nicht vergessen. Ihre Sünden häufen sich bis an den Himmel! 6 Behandelt sie so, wie sie es mit euch getan hat; zahlt ihr alles zweifach heim. Gießt ein Getränk in ihren Becher, das doppelt so stark ist wie das, was sie für euch bereithielt. 7 Gebt ihr soviel Schmerzen und Trauer, wie sie sich Glanz und Luxus geleistet hat. Sie sagt zu sich selbst: ‚Als Königin sitze ich hier! Ich bin keine Witwe, und Trauer werde ich niemals kennenlernen!‘ 8 Deshalb werden an einem einzigen Tag alle Katastrophen über sie hereinbrechen, Krankheit, Unglück und Hunger, und sie wird im Feuer umkommen. Denn Gott, der Herr, der sie verurteilt hat, ist mächtig.« 9 Wenn die Könige der Erde, die mit ihr Unzucht getrieben und im Luxus gelebt haben, den Rauch der brennenden Stadt sehen, werden sie ihretwegen jammern und klagen. 10 Sie werden sich in weiter Entfernung halten, weil sie Angst vor den Qualen der Stadt haben. Sie werden klagen: »Wie schrecklich! Wie furchtbar! Das große und mächtige Babylon! Innerhalb einer Stunde ist das Gericht über dich hereingebrochen!« 11 Auch die Kaufleute auf der Erde werden um sie weinen und trauern; denn niemand kauft mehr ihre Waren: 12 Gold und Silber, kostbare Steine und Perlen, feinstes Leinen, Seide, purpur- und scharlachrote Stoffe; seltene Hölzer, Gegenstände aus Elfenbein, Edelholz, Bronze, Eisen und Marmor; 13 Zimt, Salbe, Räucherwerk, Myrrhe und Weihrauch; Wein, Öl, feines Mehl und Weizen, Rinder und Schafe, Pferde und Wagen, und sogar lebende Menschen. 14 »Das Obst, das du über alles liebtest, gibt es nicht mehr. Dein Reichtum und dein verführerischer Glanz sind vergangen, beides wird sich nicht mehr wiederfinden!« 15 Die Kaufleute, die durch ihre Geschäfte in dieser Stadt reich geworden sind, werden sich in weiter Entfernung aufhalten, weil sie Angst haben vor den Qualen der Stadt. Sie werden trauern und klagen 16 und sagen: »Wie schrecklich! Wie furchtbar für diese mächtige Stadt! Sie war es gewohnt, sich in feinstes Leinen, in Purpur- und Scharlachstoffe zu kleiden. Sie schmückte sich mit Gold, kostbaren Steinen und Perlen. 17 Und innerhalb einer einzigen Stunde hat sie den ganzen Reichtum verloren!« Die Kapitäne und die Reisenden, die Matrosen und alle, die ihren Unterhalt auf See verdienen, hielten sich in weiter Entfernung. 18 Als sie den Rauch der brennenden Stadt sahen, riefen sie: »An diese großartige Stadt kam keine heran!« 19 Sie streuten Staub auf ihre Köpfe, weinten und jammerten laut: »Wie schrecklich! Wie furchtbar für diese große Stadt! Durch ihre Schätze sind alle reich geworden, die Schiffe auf dem Meer haben. Und innerhalb einer einzigen Stunde ist sie vernichtet worden!« 20 »Himmel, freu dich über ihren Untergang! Freu dich, heiliges Gottesvolk; freut euch, ihr Apostel und Propheten ! Gott hat sie verurteilt für alles, was sie euch angetan hat.« 21 Dann hob ein starker Engel einen Stein auf, der war so groß wie ein Mühlstein . Der Engel warf ihn ins Meer und sagte: »Babylon, du mächtige Stadt! Genauso wirst du mit aller Kraft hinuntergeworfen, nichts wird von dir übrigbleiben! 22 Die Harfenspieler und Sänger, die Flötenspieler und Trompetenbläser werden nie mehr in dir zu hören sein. Kein Handwerker, der irgendein Handwerk betreibt, wird jemals wieder in dir leben. Das Geräusch der Mühle wird verstummen. 23 Niemals mehr wird in dir eine Lampe brennen. Der Jubel von Braut und Bräutigam wird in dir nicht mehr zu hören sein. Deine Kaufleute waren die einflußreichsten der Erde, und mit deiner Zauberei hast du alle Völker verführt! 24 Das Blut der Propheten und der Menschen aus Gottes heiligem Volk ist in dieser Stadt geflossen. Sie ist für das Blut aller Menschen verantwortlich, die auf der Erde ermordet worden sind.«

DIE HOCHZEIT DES LAMMES UND DIE NEUE SCHÖPFUNG (Kapitel 19-22)

Jubel über den Untergang Babylons
19 1 Danach hörte ich im Himmel das laute Rufen einer großen Menge: »Halleluja – Preist den Herrn! Heil, Herrlichkeit und Macht gehören unserem Gott! 2 Seine Urteile sind wahr und gerecht. Er hat die große Hure verurteilt, die mit ihrer Unzucht die Erde zugrunde gerichtet hat. Er hat das Blut seiner Diener gerächt, das an ihren Händen klebte.« 3 Und wieder riefen sie: »Halleluja – Preist den Herrn! Der Rauch der brennenden Stadt steigt für alle Zeiten zum Himmel!« 4 Die vierundzwanzig Ältesten und die vier mächtigen Gestalten warfen sich nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß. Sie riefen: »Amen! Halleluja!«

Die Hochzeit des Lammes
5 Dann sprach eine Stimme vom Thron her: »Preist unseren Gott, ihr seine Diener und ihr alle, die ihr ihn verehrt, Hohe und Niedrige miteinander!« 6 Dann hörte ich das Rufen einer großen Menge. Es klang wie die Brandung des Meeres und wie lautes Donnerrollen. Sie riefen: »Halleluja – Preist den Herrn! Der Herr hat nun die Herrschaft angetreten, er, unser Gott, der Herrscher der ganzen Welt! 7 Wir wollen uns freuen und jubeln und ihm die Ehre geben! Der Hochzeitstag des Lammes ist gekommen; seine Braut hat sich bereitgemacht. 8 Ihr wurde ein herrliches Kleid gegeben aus reinem, leuchtendem Leinen!« Das Leinen steht für die gerechten Taten der Menschen in Gottes heiligem Volk. 9 Dann sagte der Engel zu mir: »Schreib auf: Freuen darf sich, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist.« Und er fügte hinzu: »Dies alles sind zuverlässige Worte Gottes.«
10 Ich warf mich vor ihm nieder, um ihn anzubeten. Aber er sagte zu mir: »Tu das nicht! Ich bin nur ein Diener wie du und wie deine Brüder, die als Zeugen durch Jesus bestätigt sind. Bete Gott an!«
Die Bestätigung durch Jesus ist der Geist , der ihnen prophetische Worte eingibt.

Der Reiter auf dem weißen Pferd und das Gericht über das Tier
11 Dann sah ich den Himmel weit geöffnet. Da stand ein weißes Pferd. Auf ihm saß einer, der heißt der Treue und Wahrhaftige. Er urteilt und kämpft gerecht. 12 Seine Augen waren wie Flammen, und auf dem Kopf trug er viele Kronen. Ein Name stand auf ihm geschrieben, den nur er selbst kennt. 13 Sein Mantel war voller Blut, und sein Name ist »Das Wort Gottes«. 14 Die Heere des Himmels folgten ihm. Alle ritten auf weißen Pferden und waren in reines weißes Leinen gekleidet.
15 Aus seinem Mund kam ein scharfes Schwert, mit dem er die Völker besiegen wird. Er wird sie mit eisernem Zepter regieren und sie zertreten, wie man die Trauben in der Weinpresse zertritt. So vollstreckt er den heftigen Zorn Gottes, des Herrschers der ganzen Welt. 16 Auf seinem Mantel und auf seinem Schenkel stand sein Name: »König der Könige und Herr der Herren«. 17 Dann sah ich einen Engel , der stand in der Sonne. Er rief allen Vögeln, die hoch am Himmel flogen, mit lauter Stimme zu: »Kommt, versammelt euch für Gottes großes Festmahl! 18 Kommt und freßt das Fleisch von Königen, Heerführern und Kriegern! Freßt das Fleisch der Pferde und ihrer Reiter, das Fleisch von allen Menschen, von Sklaven und Freien, von Hohen und Niedrigen!« 19 Dann sah ich das Tier zusammen mit den Königen der Erde. Ihre Heere waren angetreten, um gegen den Reiter und sein Heer zu kämpfen. 20 Das Tier wurde gefangengenommen und auch der falsche Prophet, der unter den Augen des Tieres die Wunder getan hatte. Durch diese Wunder hatte er alle verführt, die das Zeichen des Tieres angenommen und das Standbild des Tieres angebetet hatten. Das Tier und der falsche Prophet wurden bei lebendigem Leib in einen See von brennendem Schwefel geworfen. 21 Alle übrigen wurden durch das Schwert vernichtet, das aus dem Mund dessen kommt, der auf dem Pferd reitet. Alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch.

Die tausend Jahre
20 1 Danach sah ich einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine starke Kette in der Hand. 2 Er packte den Drachen , die alte Schlange, die auch Teufel und Satan genannt wird, und fesselte ihn für tausend Jahre. 3 Der Engel warf ihn in den Abgrund, schloß den Eingang ab und versiegelte ihn. So konnte der Drache die Völker tausend Jahre lang nicht mehr verführen. Wenn sie um sind, muß er für eine kurze Zeit freigelassen werden. 4 Dann sah ich Thronsessel. Alle, die auf ihnen Platz nahmen, wurden ermächtigt, Gericht zu halten. Ich sah auch die Seelen der Menschen, die enthauptet worden sind, weil sie öffentlich für Jesus und das Wort Gottes eintraten. Sie hatten weder das Tier noch sein Standbild angebetet und trugen auch nicht das Kennzeichen des Tieres auf ihrer Stirn oder ihrer Hand. Sie wurden wieder lebendig und herrschten zusammen mit Christus tausend Jahre lang. 5 Die übrigen Toten wurden erst wieder lebendig, als die tausend Jahre um waren. Dies ist die erste Auferstehung. 6 Freuen dürfen sich die Auserwählten, die an der ersten Auferstehung teilhaben. Der zweite Tod, der endgültige, kann ihnen nichts anhaben. Sie werden Gott und Christus als Priester dienen und tausend Jahre lang mit Christus herrschen.

Die Niederlage des Satans
7 Wenn die tausend Jahre um sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis freigelassen. 8 Er wird ausziehen, um die Völker an allen vier Enden der Erde zu überreden – das sind Gog und Magog. Sie sind so zahlreich wie der Sand am Meer, und der Satan wird sie alle zum Kampf sammeln. 9 Sie ergossen sich über die ganze Erde und umstellten das Lager des heiligen Gottesvolkes und die von Gott geliebte Stadt. Aber es regnete Feuer vom Himmel, das sie vernichtete.
10 Dann wurde der Teufel, der sie verführt hatte, in den See von brennendem Schwefel geworfen, in dem schon das Tier und der falsche Prophet waren. Dort werden sie für alle Zeiten Tag und Nacht gequält.

Das abschließende Gericht. Der Tod des Todes
11 Dann sah ich einen großen weißen Thron und den, der darauf sitzt. Die Erde und der Himmel flüchteten bei seinem Anblick und verschwanden für immer. 12 Ich sah alle Toten, Hohe und Niedrige, vor dem Thron stehen.
Die Bücher wurden geöffnet, in denen alle Taten aufgeschrieben sind. Dann wurde noch ein Buch aufgeschlagen: das Buch des Lebens. Den Toten wurde das Urteil gesprochen; es richtete sich nach ihren Taten, die in den Büchern aufgeschrieben waren. 13 Auch das Meer gab seine Toten heraus, und der Tod und die Totenwelt gaben ihre Toten heraus. Alle empfingen das Urteil, das ihren Taten entsprach.
14 Der Tod und die Totenwelt wurden in den See von Feuer geworfen. Dieser See von Feuer ist der zweite, der endgültige Tod. 15 Alle, deren Namen nicht im Buch des Lebens standen, wurden in den See von Feuer geworfen.

Der neue Himmel und die neue Erde
21 1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der erste Himmel und die erste Erde waren verschwunden, und das Meer war nicht mehr da. 2 Ich sah, wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam. Sie war festlich geschmückt wie eine Braut, die auf den Bräutigam wartet.
3 Vom Thron her hörte ich eine starke Stimme: »Jetzt wohnt Gott bei den Menschen! Er wird bei ihnen bleiben, und sie werden seine Völker sein. Gott selbst wird als ihr Gott bei ihnen sein. 4 Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit, keine Klage und keine Quälerei mehr. Was einmal war, ist für immer vorbei.«
5 Dann sagte der, der auf dem Thron saß: »Jetzt mache ich alles neu!« Zu mir sagte er: »Schreib diese Worte auf, denn sie sind wahr und zuverlässig.« 6 Und er fuhr fort: »Ja, sie sind in Erfüllung gegangen! Ich bin der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, dem gebe ich umsonst zu trinken. Ich gebe ihm Wasser aus der Quelle des Lebens.
7 Alle, die durchhalten und den Sieg erringen, werden dies als Anteil von mir erhalten. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden meine Söhne und Töchter sein. 8 Aber die Feiglinge und Treulosen, die Abgefallenen, Mörder und Ehebrecher, die Zauberer, die Götzenverehrer und alle, die sich nicht an die Wahrheit halten, finden ihren Platz in dem See von brennendem Schwefel. Das ist der zweite, der endgültige Tod.«

Das neue Jerusalem
9 Einer von den sieben Engeln , die die sieben Schalen mit den sieben letzten Katastrophen getragen hatten, näherte sich mir und sagte: »Komm her! Ich werde dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes!«
10 Der Geist nahm von mir Besitz, und in der Vision trug mich der Engel auf die Spitze eines sehr hohen Berges. Er zeigte mir die Heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott aus dem Himmel herabkam.
11 Sie strahlte die Herrlichkeit Gottes aus und glänzte wie ein kostbarer Stein, wie ein kristallklarer Jaspis. 12 Sie war von einer sehr hohen Mauer mit zwölf Toren umgeben. Die Tore wurden von zwölf Engeln bewacht, und die Namen der zwölf Stämme Israels waren an die Tore geschrieben. 13 Nach jeder Himmelsrichtung befanden sich drei Tore, nach Osten, nach Süden, nach Norden und nach Westen. 14 Die Stadtmauer war auf zwölf Grundsteinen errichtet, auf denen die Namen der zwölf Apostel des Lammes standen. 15 Der Engel, der zu mir sprach, hatte einen goldenen Meßstab, um die Stadt, ihre Tore und ihre Mauern auszumessen. 16 Die Stadt war viereckig angelegt, ebenso lang wie breit. Der Engel maß die Stadt mit seinem Meßstab. Sie war zwölftausend Wegmaße lang und ebenso breit und hoch. 17 Er maß auch die Stadtmauer. Nach dem Menschenmaß, das der Engel gebrauchte, war sie hundertvierundvierzig Ellen hoch. 18 Die Mauer bestand aus Jaspis. Die Stadt selbst war aus reinem Gold erbaut, das so durchsichtig war wie Glas. 19 Die Fundamente der Stadtmauer waren mit allen Arten von kostbaren Steinen geschmückt. Der erste Grundstein ist ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, 20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Karneol, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth und der zwölfte ein Amethyst. 21 Die zwölf Tore waren zwölf Perlen. Jedes Tor bestand aus einer einzigen Perle. Die Hauptstraße war aus reinem Gold, so durchsichtig wie Glas. 22 Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Gott, der Herrscher der ganzen Welt, ist selbst ihr Tempel, und das Lamm mit ihm. 23 Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, damit es hell in ihr wird. Die Herrlichkeit Gottes strahlt in ihr, und das Lamm ist ihre Leuchte.
24 In dem Licht, das von der Stadt ausgeht, werden die Völker leben. Die Könige der Erde werden ihren Reichtum in die Stadt tragen. 25 Ihre Tore werden den ganzen Tag offenstehen, mehr noch: Sie werden nie geschlossen, weil es dort keine Nacht gibt. 26 Pracht und Reichtum der Völker werden in diese Stadt gebracht. 27 Aber nichts Unwürdiges wird Einlaß finden. Wer Schandtaten verübt und lügt, kann die Stadt nicht betreten. Nur wer im Lebensbuch des Lammes aufgeschrieben ist, wird in die Stadt eingelassen. 22 1 Der Engel zeigte mir auch den Strom mit dem Wasser des Lebens, der wie Kristall funkelt. Der Strom entspringt am Thron Gottes und des Lammes 2 und fließt in der Mitte der Hauptstraße durch die Stadt. An beiden Seiten des Flusses wachsen Bäume: der Baum des Lebens aus dem Paradies. Sie bringen zwölfmal im Jahr Frucht, jeden Monat einmal. Mit ihren Blättern werden die Völker geheilt. 3 In der Stadt wird es nichts mehr geben, was unter dem Fluch Gottes steht. Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt stehen. Alle, die dort sind, werden Gott als Priester dienen, 4 sie werden ihn sehen, und sein Name wird auf ihrer Stirn stehen. 5 Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder Lampen- noch Sonnenlicht. Gott, der Herr, wird über ihnen leuchten, und sie werden für immer und ewig als Könige herrschen.

Jesus, der Herr, kommt
6 Jesus sagte zu mir: »Diese Worte sind wahr und zuverlässig. Gott, der Herr, der den Propheten seinen Geist gibt, hat seinen Engel gesandt, um seinen Dienern zu zeigen, was sich in Kürze ereignen muß. 7 Gebt acht! Ich komme bald! Freude ohne Ende ist allen gewiß, die die prophetischen Worte dieses Buches beherzigen.« 8 Ich, Johannes, habe das alles gehört und gesehen. Als es vorüber war, warf ich mich vor dem Engel, der mir diese Dinge gezeigt hatte, nieder, um ihn anzubeten. 9 Er aber sagte: »Tu das nicht! Ich bin ein Diener Gottes wie du und deine Brüder, die Propheten , und wie alle, die sich nach den Worten dieses Buches richten. Bete Gott an!« 10 Dann sagte Jesus zu mir: »Du mußt das Buch, in dem diese prophetischen Worte stehen, nicht für später versiegeln; denn die Zeit ihrer Erfüllung ist nahe. 11 Wer Unrecht tut, mag es weiterhin tun. Wer den Schmutz liebt, mag sich weiter beschmutzen. Wer aber recht handelt, soll auch weiterhin recht handeln. Und wer heilig ist, soll weiter nach Heiligkeit streben.
12 Gebt acht, ich komme bald, und euren Lohn bringe ich mit. Jeder empfängt das, was seinen Taten entspricht. 13 Ich bin der, der alles erfüllt, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Freude ohne Ende erwartet alle, die ihre Kleider reinwaschen. Sie empfangen das Recht, die Frucht vom Baum des Lebens zu essen und durch die Tore in die Stadt hineinzugehen. 15 Aber die Verworfenen, die Zauberer, die Ehebrecher und die Mörder müssen draußen vor der Stadt bleiben. Dort sind auch die Götzenanbeter und alle, die das Falsche lieben und tun. 16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um euch dies alles mitzuteilen; die Gemeinden sollen es zuverlässig wissen. Ich bin der Wurzelsproß und Nachkomme Davids . Ich bin der leuchtende Morgenstern .« 17 Der Geist und die Braut antworten: »Komm!« Wer dies hört, soll sagen: »Komm!« Wer durstig ist, soll kommen, und wer von dem Wasser des Lebens trinken will, wird es geschenkt bekommen.

Warnung und Zusage
18 Ich, Johannes, warne jeden, der die prophetischen Worte aus diesem Buch hört: Wer diesen Worten etwas hinzufügt, dem wird Gott die Qualen zufügen, die in diesem Buch beschrieben sind. 19 Wenn aber jemand von diesen Worten etwas wegnimmt, wird Gott ihm seinen Anteil an der Frucht vom Baum des Lebens und an der Heiligen Stadt wegnehmen, die in diesem Buch beschrieben sind. 20 Der aber, der dies alles bezeugt, sagt: »Ganz gewiß, ich komme bald!« Amen , komm doch, Herr Jesus! 21 Die Gnade unseres Herrn Jesus sei mit allen!

Die kriminelle Geschichte des Papsttums

Umstrukturierung Germanenherz

Wenn Du wissen willst, wer dich beherrscht, mußt Du nur herausfinden, wen Du nicht kritisieren darfst. (Voltaire)

Thema heute: Mehr Mittel gegen Rechts und Hakenkreuzschmierereien

Die wahren Feinde sind NICHT die Menschen in und aus fernen Ländern. Unsere Feinde sind NICHT mehrere tausende Kilometer entfernt. Sie sind hier, bei uns! Unsere Feinde sind im eigenen Nest und mit den diebischen Händen in den Staatskassen zu finden. Die, die damals regierten sind nun wieder die Herren. Die, die wie damals rebellierten, wird man wieder einsperren. Noch verschwinden in Deutschland keine Menschen in irgendwelchen Lagern, aber die rechtliche Grundlage dafür ist im EU-Recht bereits vorhanden.  Totale Diktatur, Unterdrückung und Überwachung durch eine kleine schwerverbrecherische Politminderheit und ihre Mittäter in Justiz, Polizei, Verwaltung und Wirtschaft.  Und nun frage ich euch: denkt ihr wirklich die NAZIs haben den Krieg verloren??? Die wahren Nazis sitzen in Adelshäusern auf Chefetagen der Konzerne und in den Amtstuben weltweit   (Nazi-Vergangenheit von Politikern Ein doppeltes Spiel ) – (Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren ) Die Geschichte wiederholt sich, bis wir daraus lernen. Was damals die Braunen im Volk machten, tätigt heute, die Bundespolizei. Nur die Farben haben sich geändert.

Papst Benedikt XVI im Bundestag am 22.09.2011). Wir in Deutschland erleben in diesem Augenblick, daß Macht von Recht getrennt ist, daß Macht gegen Recht steht, das Recht zertreten wird und daß der Staat zum Instrument der Rechtszerstörung wird, zu einer sehr gut organisierten Räuberbande, die die ganze Welt bedrohen und an den Rand des Abgrunds führen.

Täterfolk, Nazis und Antisemiten und §13 0 Meinungsdelikter. Scheinbar sind alle, die eine andere Meinung haben, entweder sogenannte „Reichsbürger“ oder „Nazis“. Was denn nun ? Oder doch lieber „Antisemiten“ damit kann die rechtsbeugende Justiz und der weisungsgebundene Polizeiapparat mehr Geld abziehen. Geld für die Rundumversorgung ihrer Neubürger. Geld für Kriegswaffen und Panzerfahrzeuge, gegen das deutsche Volk. Ein sterbendes System was Angst vor der Verbreitung der Wahrheit hat.

Ich hatte am 21.03.2018 um 08:00 Uhr in BB eine Unrechtmäßige Hausdurchsuchung: Eine Razzia von einem Rollkomando des maxistischen DDR 2.0 Stasisystems. Genau wie 39-45 schon mal in Deutschland, genau wie aktuell in der Firma Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH und anderen totalitären Regimen werden unliebsame Bürger und Regime-Gegner eingesperrt und an der Ausübung ihrer im Grundgesetz verankerten Rechte gehindert. .Sie kamen aus Gaarden einem No-Go Stadtteil von der U-Boot und Kriegswaffenverschenkerstadt Kiel, die auch als erste Stadt, federführend in der BRD-GmbH beim Vertuschen von Migrationskriminalität war. Vergewaltigungen, Plünderungen sowie andere Straftaten sollten nicht mehr öffendlich gemacht werden um eine Scheinakzeptanz “ des friedlichen Volksaustausches zu gewähren. Selbst massivste Übergriffe gegen Staatsdiener, werden da vertuscht. Ja genau, diese Volks und Hochverräter haben meine Bude geräumt, wegen §130 Meinungsdelikte bzw. politisch nicht korrekter freier Meinungsäußerungen. Die Bundespolizei stellte damit, die  Regierungsweisungen über das Gesetz. Sie haben alles mitgenommen. Das hätte ich mir niemals vorstellen können, daß so etwas in Deutschland möglich ist. Das war ein ganz deutliches Exempel, einer durch und durch korrupten, weisungsgebundenen Polizei und rechtsbeugenden Justizapparat! Die Namen aller beteiligten diebischen Scheinbeamten , der deutschvolkhassenden Firma: Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH, wie die diebischen Parasiten KHK  Michael Heuer,  Dr. Zobel usw. werde ich die Tage veröffentlichen.

Findet bitte mal heraus? Wer oder was, die Bundespolizei ist. Und stellt euch mal die Frage. Warum wurde aus dem Bundesgrenzschutz die Bundespolizei gezaubert und mit welchen Befugnissen wurden sie ausgestattet?. Da steht ein politischer Wille dahinter. Die Umbenennung des Bundesgrenzschutzes in Bundespolizei erfolgte am Recht vorbei, unter der Rot-Grünen-Kinderschänder-ReGIERung im Jahr 2005.

Als Begründung für die Razzia war unteranderem, folgende Textzeile von Arno Schickedanz aus seinem Buch, auf meiner Webseite zufinden…….Sie handel in unserem Volk, wie eine Gegenrasse, daß sage nicht Ich, sondern der Buchautor Arno Schickedanz, der da die Frage stellt, ist das Judentum eine Gegenrasse? hier mal schauen https://germanenherz.wordpress.com/2012/11/03/das-judentum-eine-gegenrasse/    ergänzend: Das Wort Razzia kommt aus dem arabischen Sprachraum. Wenn ein Stamm dort einen anderen Stamm mit einem Rache- oder Beutezug heimgesucht hatte, nannten sie das dann gaziya, ghazwa oder Ghazidshah. Die heutigen polizeilichen Fahndungsaktionen heißen nicht ohne Grund so.

Auf Grund der beschlagnahmten IT und  Medien, werde ich wohl ein paar Probleme bekommen. Ich laße den Blog aber so stehen, aber ob ich als Administrator meiner Textknechtschaften hier weiter mache, daß weiß ich noch nicht, es kostet Zeit! Viel Zeit. Zeit, die ich nicht mehr habe; Zeit, die ich in meine Familie investieren will und in andere Projekte. Die machen mich gerade für hier präsentierte Bücher und Beiträge direkt verantwortlich.

Die Willkür und die Tyrannei der Herrschenden werden so lange von den meisten ignoriert, bis sie selbst davon betroffen sind. Ihr hattet nun 8 Wochen Zeit, alles zu kopieren und zu scannen, und mir mein Eigentum da zurückzubringen, wo Sie es unrechtmäßig genommen haben. Meine Festnetz, Tablet und Handykosten laufen währenddessen weiter. Die Geräte, verlieren jeden Tag an Wert. Ihr habt hier für knapp 10 000 Euro Hardware gestohlen. Daß ist unrechtmäßige, staatliche Willkür von KHK  M.Heuer und seinen BRD Stasi Terroristen von der Polizeidirektion 24103 Kiel Kommissariat 5 Blumenstrasse 2-4 ergänzend:  Die Haager Landkriegsordnung und die Gültigkeit bis heute  “Das Privateigentum darf nicht eingezogen werden”. “Plünderung ist ausdrücklich untersagt”. weiterlesen   Es ist offensichtlich, daß Politik und Polizei hiermit Grenzen überschreiten, die mit den im Grundgesetz verankerten Rechten eines jeden Bürgers nicht länger in Einklang zu bringen sind. Hier werden die entsprechende Gesetzgebung und die Verhältnismäßigkeit von Polizeibefugnissen ad absurdum geführt; verantwortlich ist die Politik, namentlich Landtage und Abgeordnete, die die verfassungsmäßige Ordnung von Recht und Gesetz untergraben. Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist. (Art. 20 Abs. 4 GG) Nutzen wir unsere Rechte und protestieren auch weiterhin, wenn Recht zu Unrecht wird!

Ich weiß momentan gar nicht, wo ich anfangen soll zu erzählen. Ich stehe noch etwas gedanklich neben der Spur, wird sich aber die Tage geben.

Ich melde mich später wieder. LG Toto

Tele. mom nur unter: 01525 4042373

weitere Info im Fratzenbuch

Kann nicht mal jemand bei mir um die Ecke, ein surface mit lte Kartenmodul verkaufen? Denn könnte ich meine Seiten weitermachen. Meins mit 1Tb Plus 4x ssd 512 extern, haben sie ja mitgenommen, hatte ich mir gerade 02.2018 gekauft. Und das ist nur ein Abschnitt. Da waren noch 2 MSI Notebooks, 2 Nokia Handys, 2 Server, haufenweise Speichermedien, Ach was soll Ich sagen. Ich kann gar nicht so viel essen wie ich kotzen möchte.
Ach ja, mein Telefonanbieter 1 und 1, spielt nicht im STASIsystem mit, und hat meine gesamte Anlage erneuert,  hatte es ihnen ja wegen des unrechtmäßigen Raubes der Fritz Box und der Tablet und Handykarten mitgeteilt. Hatten sie gestern, die bösen Rocker, Kutten und Abzeichenverbot, den bösen Wolf bitte nicht vergessen. Die Suche nach Sündenböcken für politische Misswirtschaft, ist von allen Jagdarten die hinterhältigste.  So haben sie ab jetzt, daß Germanenherz als Südenbock für politische Misswirtschaft.

ergänzend

Woran man bei „Familie“ denkt.

Kindesdiebstahl bzw. Staatlich organisierten Menschenhandel mit meinen Enkelkinder
Meiner Tochter haben sie Anfang 2017 Ihre Zwei kleinen Mädchen weggenommen. Sie sind noch sehr Jung. Geboren 09.2014 und 08.2016 Blond und blauäugig.
Begründung:
Meine Tochter hat nach der Geburt ihres zweiten Kindes 08.2016 eine gesundheitliche Einschränkung – Motoneuronenerkrankung (ALS) Amyotrophe Lateralsklerose. Motoneurone sind motorische Nervenzellen, d.h. Nerven, die für Bewegungen und Sprache zuständig sind. Folglich, kann sie nicht mehr richtig mit ihren Händen greifen und durch ständige Krämpfe im Zungenbein auch nicht mehr richtig sprechen. Der Physiker Stephen Hawking hat dieselbe Krankheit. Für das Jugendamt Buxtehude Grund genug, (ohne ihre Familie zu konsultieren ) ihr die Kinder wegzunehmen und in einer Uns unbekannten Pflegefamilie zu integrieren. Die wiederum, wollen die Zwerge nicht mehr rausrücken. Fakt ist, daß ist Kindesdiebstahl bzw. Staatlich organisierten Menschenhandel.

Ich habe mich sofort beim Jugendamt gemeldet und Anspruch auf die Kinder gestellt. Wie gesagt, die wollen die Zwerge nicht mehr rausrücken. Noch bin ich bürokratisch und versuche den Amtsweg zugehen. Aber auch meine Geduld hat langsam ein Ende. Hm… Artikel 3 Absatz 3: (3) Niemand darf wegen seines Geschlechtes, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder –> politischen Anschauungen <– benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.

ergänzend: Kinderklau durch Inobhutnahme

Rekordwert Jugendämter nehmen mehr als 84.000 Kinder in Obhut

Rund 84.200 Kinder und Jugendliche sind 2016 in Deutschland  in Obhut und gestohlen genommen worden – so viele wie noch nie.

Ein paar Informationen über die Allmacht der Jugendämter:

1.) Sie dürfen: eigenmächtig, nach eigenem Gutdünken Kinder von ihren Eltern, oder auch anderen Personen jederzeit ohne Prüfung durch ein Gericht wegnehmen und verschleppen.

2.) Das Gericht hat dem Jugendamt keine Vorschriften zu machen, es kann schalten und walten wie es möchte.

3.) Gegen falsche Behauptungen des Jugendamtes können sich Eltern nicht gerichtlich zur Wehr setzen.

4.) Im Gegensatz zu den Eltern brauchen Jugendämter nicht für die Gerichtskosten aufkommen.

5.) Jugendämter unterliegen keiner unparteiischen Kontrolle.

㤠42
Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen

(1) 1Das Jugendamt ist berechtigt und verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen, wenn
1. das Kind oder der Jugendliche um Obhut bittet oder
2. eine dringende Gefahr für das Wohl des Kindes oder des Jugendlichen die Inobhutnahme erfordert und
a) die Personensorgeberechtigten nicht widersprechen oder
b) eine familiengerichtliche Entscheidung nicht rechtzeitig eingeholt werden kann oder
3. ein ausländisches Kind oder ein ausländischer Jugendlicher unbegleitet nach Deutschland kommt und sich weder Personensorge- noch Erziehungsberechtigte im Inland aufhalten.
2Die Inobhutnahme umfasst die Befugnis, ein Kind oder einen Jugendlichen bei einer geeigneten Person, in einer geeigneten Einrichtung oder in einer sonstigen Wohnform vorläufig unterzubringen; im Fall von Satz 1 Nr. 2 auch ein Kind oder einen Jugendlichen von einer anderen Person wegzunehmen.“
aus: https://dejure.org/gesetze/SGB_VIII/42.html
„…Das Jugendamt ist zu hören; dies begründet keine Weisungsbefugnis des Gerichts. Das Gericht ist nicht befugt, dem Jugendamt bestimmte Ermittlungen oder bestimmte Mitwirkungshandlungen aufzugeben. Das Jugendamt hat vielmehr seinen eigenen pädagogischen Sachverstand entsprechend seinen definierten fachlichen Standards einzubringen…“
aus: https://www.haufe.de/…/jung-sgbviii-50-mitwirkung-in-verfah…
„…Wegen des Charakters der Mitteilung des Jugendamtes als unselbständiger Teil des familiengerichtlichen Erkenntnisprozesses kann das Jugendamt jedoch nicht verpflichtet werden, Berichte, (gutachterliche) Stellungnahmen oder sonstige (mündliche) Äußerungen, die es dem Familiengericht hat zukommen lassen, zu widerrufen, zurückzuziehen oder sonst für unbrauchbar erklären zu lassen (vgl. VG München, Beschluss v. 21.6.2012, M 18 E 12.2701, JAmt 2012 S. 485). Gibt das Jugendamt nach § 50 eine Stellungnahme gegenüber dem Familiengericht ab, ist Adressat dieser Stellungnahme das Gericht und nicht das Kind oder die Eltern, so dass sich diese gegen die Stellungnahme des Jugendamtes nicht gesondert auf dem Verwaltungsrechtswege wehren können… “ aus: https://www.haufe.de/…/jung-sgbviii-50-mitwirkung-in-verfah…

„… Das Jugendamt ist nach § 162 Abs. 2 FamFG auf seinen Antrag hin am Verfahren zu beteiligen (OLG Sachsen-Anhalt, Beschluss v. 5.9.2001 zu §§ 49, 49a FGG, 8 WF 177/01, FamRZ 2003 S. 468). Ist es Verfahrensbeteiligter, entspricht es nicht der Billigkeit i. S. d. § 81 Abs. 1 FamFG, diesem dann ggf. die Kosten des Verfahrens ganz oder auch nur teilweise aufzuerlegen….“
aus: https://www.haufe.de/…/jung-sgbviii-50-mitwirkung-in-verfah…
„…Die Dienst- und Fachaufsicht über die Jugendämter liegt, …, beim Chef bzw. bei der Chefin der Verwaltung.
aus: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Jugendamt
§ 42 SGB VIII Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen – dejure.org
(1) 1 Das Jugendamt ist berechtigt und verpflichtet, ein Kind oder einen Jugendlichen in seine Obhut zu nehmen, wenn 1. das Kind oder der Jugendliche…  https://dejure.org/gesetze/SGB_VIII/42.html

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kinderschutz – Familienhilfe – Kindesentnahme – Kindesentzug – Kinderraub – Fremdunterbringung – Kindesmissbrauch ?
Jährlich finden mindestens 80.000 Inobhutnahmen statt – durchaus auch mit fadenscheinigen Begründungen, so Christidis.

Was wird mit diesen Kindern gemacht ?
Sexueller Missbrauch wurde an einigen Heimkindern vorgenommen. Sie wurden nicht nur aus ihren Familien, sondern auch aus ihren Schulen herausgerissen. Sie sind oft so gestört, weil sich gerade in diesen Bereichen (Kinderschutz, Kinderheimen) vermehrt Päderasten¹ befinden. Menschen, die Kinder vergewaltigen und missbrauchen, das sind Sadisten. Völlige Überforderung finden wir auch bei Alleinerziehenden, in Armut lebenden Elternteilen. Das ist politisch gewollt. Das System lässt die Kinder ohne Schutz z.B. des Vaters oder der Mutter aufwachsen. Kindern fehlen wichtige Verhaltensweisen, z.B. das Sich-Wehren etc. Diese Kinder werden auch in Schulen oder Freizeiten sexuell genötigt, weil sie niemanden haben, der für sie einsteht.

Entelternung oder Teilentelternung ist ein staatliches Ziel ?
Es wird zumindest gefördert und willkürlich entschieden, welche Institution die Kinder bekommen oder wer der angeblich bessere Elternteil sei. Eltern und Elternteile, die sich nicht wehren können, sind Opfer, auch Eltern, deren Kinder – oft pubertäre Kinder – die sogenannten „Schutz“maßnahmen vom Staat aufsuchen, sind leichte Beute für das System.

Offizielle Forschungsprojekte als getarnte Zuhälter für Kinder
Kinder werden abgegriffen. Sie entwickeln psychische Störungen und werden einer ganz bestimmten Klientel zugeführt. Es gibt auch „offizielle Forschungsprojekte“, die die Kinder nach der Aufnahme missbrauchen. Die Kinder kommen von selbst oftmals aus diesem Sumpf nicht heraus. Nur das fortschreitende Alter kann sie schützen. Wenn die Jugendlichen nämlich aus der begehrten Altersstruktur herausgewachsen sind, dann sind sie für die Vergewaltiger nicht mehr interessant.

Wirtschaftliche Ausnutzung von Kindern
Jugendliche werden nicht nur seelisch und körperlich missbraucht, sie werden auch wirtschaftlich ausgebeutet. Manche werden sogar aus Deutschland rausgebracht, um als Arbeitskräfte in fremden Ländern eingesetzt zu werden. Diese Form von Ausbeutung wird als „Erlebnispädagogik“ tituliert.
Die Eltern wissen davon in den seltensten Fällen. Die Jugendlichen werden von ihren Missbrauchern angehalten, nichts zu erzählen. Die Rollen werden vertauscht: Den Jugendlichen wird erzählt, „Deinen Eltern geht es nicht gut.“ Kinder sollen also ihre Eltern schützen. In Wahrheit können aber die Eltern nicht mehr ihre Kinder schützen.

Frage an Mitarbeiter vom Jugendamt: „Hast du nicht noch ein paar ‚böse‘ Jungs für mich ?
Wissen denn die Mitarbeiter von Jugendämtern und Justiz, was hier geschieht oder geschehen kann ? Es gibt JA-Mitarbeiter, die Kinder professionell in solche Einrichtungen bringen und dafür ordentlich entlohnt werden. Jugendliche haben Frau Christidis selbst berichtet, dass sie gesehen haben, wie „Briefchen“ (Couverts) zugeschoben wurden usw. oder, dass „ein Heimleiter am Telefon einem Jugendamtsmitarbeiter gesagt hat: ‚Ich brauch‘ mal wieder Nachschub, wir hätten da wieder ein Projekt, hast du nicht noch ein paar böse Jungs für mich ?‘ … ja und dann werden die Jungs eben geliefert.“

Humankapital Kinder
Auch Wirtschaftsverbände haben in der Zwischenzeit Expertisen herausgegeben und dargelegt, was für ein monströses Wirtschaftssystem sich gerade in dem Kinder- und Jugendhilfebereich herausgebildet hat. Es hat sich verselbständigt. Viele Kommunalpolitiker sitzen im Vorstand oder im Aufsichtsrat solcher Kindereinrichtungen und machen damit Werbung beim Wähler. 

Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung

Der Begriff Volksverhetzung bezeichnet in der Bundesrepublik Deutschland eine Straftat. Richtiger hieße es jedoch Bevölkerungs-Verhetzung, da Hetze gegen das Deutsche Volk durchaus erlaubt und sogar erwünscht ist. Das Gegenstück in der sogenannten „DDR“ hieß Staatsfeindliche Hetze. Repressive Regime benötigen derlei Willkürparagraphen, um Gegner und Kritiker kriminalisieren zu können und gegebenenfalls mundtot zu machen. Eine Gegenbewegung … Weiterlesen

Rechtsbeugung, Meineid und Hochverrat.

Justitia die korrupte, rechtsbeugende und weisungsgebundene Hure der Wirtschaft und Poliutik

Rechtsbeugung, Meineid, Hochverrat. Beschämend für einen sogenannten Rechtsstaat. Die  Justiz kann nur noch als ein erbärmlicher Haufen von ehrlosen Rechtsbeugern angesehen werden – die sich hinter einem „Machtsystem“ verstecken. Wenn sich Richter und Staatsanwälte beim Missbrauch der Amtsgewalt ( § 302 StGB ) gegenseitig decken, dann werden solche Vorgänge auch als organisierte Kriminalität bezeichnet. ( … Weiterlesen

 

Die deutsche Erhebung (1813-1815) – Der Feldzug bis zum Prager Kongress / Befreiungskriege


Ja, es war eine große, eine gewaltige, eine erhebende Zeit, die Zeit der deutschen Befreiungskriege, und es gibt in der deutschen Geschichte kaum eine zweite Epoche, in welcher die deutsche Volksseele so in ihrer innersten Tiefe aufgewühlt wurde, welche so viel Begeisterung, so viel Zukunftsfreudigkeit hervorgebracht hat. Selbst die vaterländische Erregung, welche dem Kriege 1870/71 voranging, verblaßt vor der tiefgehenden Bewegung des unvergesslichen Frühlings von 1813, da „der König rief, und alle, alle kamen“, da es wie ein gewaltiger Sturm durch die deutschen Lande und die deutschen Herzen ging, und Theodor Körner, der Tyrtäus der Befreiungskriege, mit seinem flammenden Weckruf die deutschen Brüder in West und Ost, in Nord und Süd zu den Waffen rief.
Was war der Grund dieser tiefgehenden Erregung, dieses aufflammenden Zorns? Sie waren begründet in der erschütternden Vorgeschichte der Befreiungskriege, der Unglückszeit Deutschlands, da der korsische Titan Napoleon halb Europa erobert und geknechtet und auch das altersschwache Deutschland und den Staat Friedrichs des Großen zu Boden geworfen hatte. Je größer die Not, je tiefer die Schmach und die Demütigung gefühlt worden waren, desto nachhaltiger die Begeisterung; als man die Ketten abschüttelte.

Armageddon

Armageddon und das ZIONISTISCHe Christentum


Armageddon ist die Bezeichnung für einen Krieg, der sich gemäß Überzeugung der zionistischen Christen in der Endzeit in einer Gegend namens Meggido ereignen wird. Bei diesem Krieg werden die Kräfte Christi und des Anti-Christ, welche Sinnbild für Recht bzw. Unrecht sind, einander ein Gefecht liefern und schließlich werden die Kräfte Christi siegen. Danach werden die Juden die Herrscher auf der Erde und die anderen ihre Untertanen sein.

Das zionistische Christentum ist eine erfundene Sekte, die vom Christentum abgewichen ist und die Juden als das „auserlesene Volk Gottes“ unterstützt. Ergebnis dieser Bewegung sind die Entstehung der Zionistischen Partei und die Vorbereitung für die verschiedenen Verbrechen zur Aufstellung der jüdischen Weltherrschaft und der Eroberung des ganzen Erdballs durch die Juden. Im dritten Jahrtausend bricht (angeblich) ein verheerender Krieg namens Armageddon zwischen den christlichen und anti-christlichen Kräften aus. Während dieses Gefechtes kehrt Christus vom Himmel auf die Erde zurück und vernichtet den Dadschal (Widersacher). Danach beginnt sein Königreich und eine lange Zeit des Friedens. So kommt es, dass die fundamentalistischen christlichen Zionisten Israel zugeneigt und an einem frühzeitigen Beginn dieses Krieges, der die Voraussetzung für die Wiederkehr Christi ist, interessiert sind. Zu den weiteren grundlegenden Überzeugungen dieser Sekte gehören: die Rückkehr des jüdischen Volkes aus weit verstreut liegenden Orten in das Verheißene Land, der Wiederaufbau des Salomotempels, sowie die Ansicht, dass eine große Schar von „Ungläubigen“ (Muslimen und Christen, die nicht an die Rückkehr von Jesus glauben) Israel angreifen und nur diejenigen Rettung finden, die an die Wiederkunft Jesus über dem Schlachtfeld glauben.

Vorbemerkung

Wie die Geschichte zeigt, ist der Glaube daran, dass ein Retter kommen wird und Gerechtigkeit herstellen und eine Regierung auf der Basis von Gerechtigkeit begründen wird, schon sehr alt. Vielleicht lässt sich sagen, dass der Mensch, seitdem er diese Welt betreten hat in Erwartung der Ära der Erscheinung (des Retters) zubrachte. Dieser Glaube und dieses Warten hat sich unter den Unterdrückten und den Gottgläubigen mehr als unter den anderen entfaltet und gezeigt. In den Himmelsschriften der verschiedenen Religionen wird von der Verheißung von Glaubensvölkern, von der Endzeit, der Ära der Wiederkunft und den zahlreichen Merkmalen diesbezüglich gesprochen; auch im Heiligen Koran gibt es zahlreiche Verse über die Zukunft der menschlichen Gemeinschaften und der Regierung aufgrund göttlicher Gerechtigkeit und des Ein-Gott-Glaubens, der Statthalterschaft des Menschen auf der Erde und der Herrschaft der Schwachgehalten (Mostas` afan) und darüber, dass die Rechtschaffenen die Erde erben und das Recht über das Unrecht siegt und das Unrecht vernichtet wird. Hierbei beziehen eine Anzahl von Exegeten diese Verse auf das Erscheinen Mahdis, des Herrn der Zeit (Gott möge sein Erscheinung schneller eintreten lassen), der gemäß Überzeugung der Muslime den gleichen Namen und den gleichen (auf Verwandtschaftsbeziehungen hinweisenden) Beinamen (Koniyeh) wie der edle Prophet trägt und aus seiner Nachkommenschaft stammt. (siehe z.B.: Tabatabai, Bita, Bd. 14, S. 330 und Seyyed Qutb, Bd. 5, S. 3001 und 3002 der Reihe nach unter den Versen 105, Sure Anbiya (Sure 21) und 171-172 der Sure Saffat (Sure 37)) .

Das Warten (auf den Retter) ist ein Gedanke, der zweierlei Wirkungen gehabt hat d.h. im Laufe der Geschichte hat dieser Gedanken manchmal Völkern zu Ehre und Größe , aber manchmal auch wegen der Naivität und dem Unverstand einiger, zur Erniedrigung und Leichtfertigkeit geführt. Wenn der Gedanke der Erwartung nicht in der notwendigen Form angemessen geklärt und dargelegt wird, wird er für Imperialismus und Verdummung der Völker instrumentalisiert . Die listigen Regierungen in der Geschichte waren bestrebt, von diesem Denken zu profitieren.

Die Regierung, die in den USA herrscht, ist auch von dieser Sorte von Regierungen. Die Vorherrschaft der zionistischen Christen in den USA und die Verbreitung ihres üblen Endzeitdenkens, das von dem Gedanken an den Großkrieg Armageddon beherrscht wird, hat dieses Land auf die schlimmste Weise den Weg der eigenen Vernichtung und der Vernichtung aller Weltbewohner insbesondere der Muslime einschlagen lassen .

Das zionistische Christentum ist eine Bewegung, die sich aus dem Protestantismus und der Rückkehr zum Hebräertum entwickelt hat, die entgegen geschichtlich begründeter christlicher Überzeugung nicht mit Juden im Streit liegen sondern ihre Anhänger zur Freundschaft und zum Dienst an den Juden anspornt. Die zionistischen Christen gehören zu den wichtigen Grundlagenstiftern der Zionistischen Weltorganisation und den ersten Werbern für die „Rückkehr der Juden in das Verheißene Land“ und die Gebietsbesatzung „vom Nil bis zum Euphrat“. Diese Gruppe ruft heute die Christen zur Union mit den Juden und zur Einleitung der vorbereitenden Schritte für den verheerenden Armageddon und die Vorbereitung für das Erscheinen des Verheißenen Messias und Gründung des jüdischen Weltstaates unter seiner Führung auf. Da diese Überzeugungsrichtung heute auf der Bühne der Weltpolitik eine wichtige Rolle übernimmt und tiefen Einfluss auf Regierungsmitglieder der USA gewonnen hat, ist seine Identifizierung und Bekämpfung eine der dringendsten Angelegenheiten, der sich Denker und die Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik und Regierungsverantwortliche widmen müssen.

Armadeggon ist gemäß Überzeugung der jüdischen und christlichen Zionisten ein gewaltiger, verheerender Krieg, zu dem es in der Endzeit zwischen den christlichen Verteidigungskräften und den anti-christlichen Heerestruppen kommt ,wobei nach unzähligen Verlusten schließlich Christus wieder auf Erden erscheint und die Herrschaft des verheißenen Messias aufstellt und die Juden, die nach eigener Meinung und nach Meinung dieser Gruppe von Christen das auserwählte Volk sind, unter dem Banner Christi den jüdischen Weltstaat gründen.

Diese haltlose und abergläubische Überzeugung hat in den letzten Jahrzehnten als geeignetes Instrument zur Rechtfertigung der Verbrechen und der Raubzüge der US-Regierung und des Besatzerregimes , welches El-Quds (Jerusalem) okkupiert hat, gedient. In diesem Zusammenhang ist es nötig zu erwähnen, dass außer den Zionisten, die sich in den besetzten Gebieten befinden, die Protestanten in den USA, deren Zahl Dutzende Millionen beträgt, christliche Zionisten darstellen und eine sehr große Zahl von ihnen hinsichtlich ihrer Überzeugung vom zionistischen Denken sogar noch radikaler sind als die zionistischen Juden. Die christlichen Protestanten haben sogar schon vor der Gründung der WZO – der Zionistischen Weltorganisation- auf dem Baseler Kongress in der Schweiz im Jahre 1897 – unter dem Einfluss des Hebräertums und der Rückkehr zum Alten Testament, welche von Martin Luther begründet wurde, zionistisches Denken gehegt. Ein Rechercheur schreibt: William Eugen Blackstone hat als amerikanischer Protestant schon viele Jahre vor Theodor Herzl – der ein europäischer Jude war, vom politischen Zionismus gesprochen (Sahib Chalq, 1383, S. 47)

Der Zionismus hat – indem er sich auf Teile des Inhalts der Heiligen Schrift stützt und sie im Zusammenhang mit dem Armageddon deutet, diesen verheerenden Weltkrieg zu etwas Heiligem und einer Glaubenssache erhoben. Darauf aufbauend stellen die Zionisten ihre üblen Ziele als Vorbereitungen zu diesem Ereignis dar und setzen die evangelikalen Pfarrer dafür ein, mit weitgehender Propaganda und zahlreichen Fernsehprogramme in den internationalen Mediennetzen die Überzeugung unter der Weltbevölkerung und insbesondere unter den Bürgern der USA zu verbreiten, dass dieses Ereignis unweigerlich eintreten wird. Sie propagieren: Weil dieses Ereignis die Wiederkunft des verheißenen Messias einleitet, müssen wir die Voraussetzung dafür schaffen, dass es eintritt und zu diesen Voraussetzungen gehört die Rückkehr der Juden in das Verheißene Land (Palästina) und die Errichtung des jüdischen Staates in diesem Gebiet sowie die Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee und die Rekonstruktion des Salomo-Tempels an deren Stelle.

In Wahrheit ist Armageddon nichts anderes als eine List für einige Leute, die politische Spielchen betreiben, um an ihre ausbeuterischen Ziele zu gelangen. Deshalb sind diejenigen, die in den letzten Jahren aktiv wurden, um dieses Ereignis auch in den muslimischen Gesellschaften anzukündigen und unter der Bevölkerung ins Gespräch zu bringen, ohne dass sie es wissen, in den Dienst der Suggerierung dieses Aberglaubens getreten.

Natürlich ist es nicht schlimm, über Armageddon als eine zionistische Idee zu informieren, aber man sollte diese Idee nicht in den muslimischen Gesellschaften institutionalisieren, denn das wäre äußerst gefährlich. In diesem Artikel wird nach besten Kräften versucht, die christlich –zionistische Bewegung und den Glauben ihrer Anhänger an Armageddon zu beschreiben und die Ursachen und Gründe für die Entstehung und die Ziele, welche ihre Verfechter hegen, in etwa darzulegen.

Beschreibung und Geschichte des zionistischen Christentums

Die Entstehungsgeschichte des zionistischen Christentums beginnt schon Jahre vor der Gründung des israelischen Staates und sogar bereits vor der Gründung der Zionistischen Partei. Diese Art der Theologie geht auf das Denken von Leuten zurück, die keinerlei Posten in der Kirche innehatten und durch Übersetzung der Heiligen Schrift in ihre Muttersprache die Möglichkeit fanden, diese zu studieren und zu interpretieren (wie oben, S. 93). Der erste Kongress für Zionismus fand 1897 in der Stadt Basel, Schweiz, und auf Einladung des österreichischen Zeitungsreporters Theodor Herzl statt. Aber die Bewegung des christlichen Zionismus hatte schon 3 Jahrhunderte vorher in Holland und Britannien begonnen und fasste dann in den Vereinigten Staaten von Amerika Fuß. (Samak, Muud, Nr. 45, Tir wa Mordad 1383, S. 29).

Aufgrund dessen was Julius Creenstone, der eine umfassende Untersuchung über den Messias, den die Juden verheißen, zusammengestellt hat, wurden die christlichen Ideale wie fast jede menschliche Frage in Europa enorm von den protestantischen Reformen beeinflusst. Als 1521 Martin Luther furchtlos seine heftigen Angriffe auf die Römische Kirche begann und die Macht des Papstes schwächen konnte, nahm die Erwartung des Messias unter den Juden zu. Luther sagte 1523 über sie:

„Sie sind von der Rasse unseres Herrn. Wenn also jemand sich des Fleisches und Blutes rühmen sollten, so gehören die Juden mehr als wir zum Messias. Deshalb bitte ich diejenigen, die Anhänger des Papstes sind, mich als einen Juden zu beschimpfen, wenn sie es leid sind, mich als einen Ketzer zu verunglimpfen.“ (wie vorher)

Und an anderer Stelle hat er gesagt: „Meine Empfehlung lautet, dass wir sie gütig behandeln. Wenn wir ihnen helfen wollen, dann müssen wir nicht nach dem Päpstlichen Religionsrecht sondern nach dem Gesetz der christlichen Nächstenliebe handeln: Wir müssen uns ihnen freundlich zuwenden, sie leben und arbeiten lassen, damit sie den Wunsch hegen, an unserer Seite zu leben.“ (wie vorher, S. 130-129)

Nach Jahrhunderten hatte ein Christ derartig gefühlvoll über die Juden gesprochen und seine Äußerungen erweckten neue Hoffnungen in den Herzen der Juden (wie vorher, S. 130).

Luther, der wichtigste Anführer des Protestantismus hegte große Liebe zu der hebräischen Religion und den hebräischen Quellen (Sahib Chalq, wie oben, S. 77, in Berufung auf Harun Yahya/Proestanlik, Aydin Lama Ve Ibrana Mistiszmi, http://www.harunyahya.org). Er ging bei der Preisung der Juden sogar so weit, dass in den katholischen Kreisen ernsthaft erörtert wurde, ob er nicht selber ein Jude sei. Diese Skepsis verstärkte er durch Herausgabe der Schrift „Dass Jesus ein geborener Jude sei“, welche er 1523 verfasste. (wie vorher. S. 78).

In einem größerem Maßstab gesehen, ist die Protestantische Bewegung in Wahrheit eine Rückkehr und erneute Hinwendung zum Alten Testament und zur hebräischen (israelitischen) Weltanschauung. Dieser Schritt ist sozial- und wirtschaftlich gesehen die Ursache für die Entstehung des Kapitalismus und die Legalisierung von Zinsen und Wucher, und sozialpolitisch wurde dadurch eine unnatürliche Sympathisierung mit dem Judentum und der Liebe zu ihm vererbt. (wie vorher, S. 85). Es ist zu beachten, dass es unter der Masse der zionistischen Christen weder einen Israeli noch einen Palästinenser gibt, aber die Führer einiger ihrer Gruppen Israelis sind. (wie vorher, S. 88)

Von den 200 protestantischen Gruppen in den USA, die insgesamt 180 Millionen Anhänger haben, hat die Gruppe der Dispensationalisten [3] , die über 40 Millionen Anhänger aufweist, hinsichtlich Akzeptanz der Prinzipien und Grundlage des Zionismus einen fanatischen Weg eingeschlagen. Ihre Kirchen wurden als weiße angelsächsische Protestantische Kirchen (W.A.S.P. – White Anglo-Saxon Protestant) bekannt. Zu ihr gehören Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Presse, Werbung, Armee und Erziehung der US-Gesellschaft. Die meisten Fundamentalisten, die dieser Kirche angehören und im Süden der USA leben, sind offensichtlich rassistisch eingestellt und halten sich wegen ihrer weißen Haut für besser als die Schwarz- und Rothäugigen, die Katholiken, die Chinesen und Japaner, die Hindus und die Muslime. (Nadschiri, 1384, S. 65)

Teil II

Ansichten und Ideale der zionistischen Christen

Hal Lindsey, der bekannte TV-Geistliche hat 12 Glaubensprinzipien der zionistischen Christen aufgezählt (s. Samak, wie vorher, S. 33): 1. Gründung eines Groß-Israels

Es muss erwähnt werden, dass die Gründung eines jüdischen Nationalstaates in Palästina als eines der Zeichen für die Wiederkehr Christi als erstes von Oliver Cromwell und Paul Felgenhauer, zwei protestanischen Führern des 17. Jahrhunderts zur Sprache gebracht wurde (Sahib Chalq, wie vorher, S. 93).

Nach Ansicht der zionistischen Christen und Separatisten, schließt sich jemand, der Israel nicht unterstützt, den Feinden der Ziele Gottes an. Die Unterstützung für Israel weist verschiedene Formen auf, z.B. 1. finanzielle Unterstützung, 2. militärische Hilfen, 3. Werbung, 4. Dienst in israelischer Armee, 5. Rückkehr der jüdischen Immigrantengemeinde, 6. Wohltätigkeiten, 7. für Israel beten, 8. politische Maßnahmen, 9. die verschiedensten weiteren Unterstützungen (Awad, Muud, Nr. 40, Azar u. Day 1382, S. 36).

2. Rückkehr des jüdischen Volkes aus verstreuten Gebieten in das Verheißene Land

3. Wiederaufbau des Salomotempels

4. Israel-Angriff zahlreicher Ungläubiger (Muslime und Christen, die nicht an die Rückkehr Jesu glauben )

5. Auftritt eines Diktators der brutaler als Hitler, Stalin oder Mao Tse-Tung ist und die Angreifer anführt

6. Akzeptanz der Herrschaft dieses Diktators, welcher Judenfeind ist, seitens großer Teile der Welt

7. Bekenntnis von 144 Tausend Juden zum evangelischen Christentum, wobei jeder von diesen wie Bill Graham, der bekannte amerikanische Evangelist, in alle Teile der Welt auszieht, um die anderen Völker für die evangelische Religion zu gewinnen

8. Eintreten des gewaltigen Atomkrieges Armageddon in einem großen Gebiet

9. ausschließliche Rettung derjenigen, die an die Wiederkehr Christi, „Gottes Leib und Wunder“, über dem Schlachtfeld des Glaubenskrieges, glauben, während die Körper der anderen Menschen in geschmolzenem Eisen aufgelöst werden.

10. Eintreten aller Ereignisse in der Zeitspanne eines Wimpernzuckens

11. Herabkommen Christi auf die Erde nach 7 Tagen, während sich die Gläubigen um ihn scharen.

12. Tausendjährige Weltherrschaft Christi , in Frieden und Gerechtigkeit, bis zum Weltuntergang (Glaube an Millennium).

Nach Meinung von Saheb Chalq (Protestantismus, Puritanismus und zionistisches Christentums, S. 89 – 90) bezeichnen die zionistischen Christen die Juden als „die einzigen auserlesenen Gottesdiener“ und glauben, dass Gott das weltliche Heil den Juden und das jenseitige Heil den christlichen Gruppen bescheren wird; denn Gott habe ihnen das jenseitige Glück versprochen. Deshalb nennen sich diese zionistisch-christlichen Gruppen auch born-again Christians – „wiedergeborene“ Christen und sie glauben daran, dass sie den Armadeggon nicht miterleben werden und nicht die Leiden aus dieser Epoche ertragen müssen, weil Gott sie in den Himmel aufnimmt. Damit ist die Frage danach, weshalb die fundamentalistischen zionistischen Chrsiten so sehr Israel zugeneigt sind und Interesse an dem vorgezogen Beginn eines Krieges haben, welche den Weg für die Wiederkehr Christi ebnet.

Weil sie in Befolgung der Heiligen Schrift an die Existenz von sieben Epochen der Heilszeiten )Dispensationen) glauben, nennen sie sich Dispensationalisten und weil sie vor dem Armageddon-Krieg leben und vor seinen Leiden bewahrt werden, bezeichnen sie sich als die „Schuldbefreiten“(wie vorher, S. 89-90). Diese sieben Phasen, welche in der Heiligen Schrift prophezeit wurden, sind folgende:

1. Rückkehr der Juden nach Palästina

2. Bildung des jüdischen Staates

3. Predigt des Evangeliums vor dem Volk Israels und den anderen Menschen auf der Erde

4. (Erreichung der Stufe der) Entrückung und Paradieseinkehr aller, die an die Kirche glauben.

5. Periode der Not und des Leides, die sieben Jahre dauert. In dieser Phase erfahren die Juden und andere Gläubige Unrecht, aber schließlich werden die Rechtschaffenen mit den Anhängern des Dadschal (hier: Anti-Christ) kämpfen.

6. Beginn des Armageddon-Krieges: ein Krieg, der sich in der Wüste Meggido in Israel ereignen wird.

7. Niederlage des Heeres von Dadschal und Errichtung des Königsreiches Christi. Die Hauptstadt dieses Königsreiches wird Jerusalem (El Quds) sein. Dieses Königreich wird von den Juden verwaltet und die Juden werden sich Christus anschließen und/oder Christen werden.

Die genannten Phasen bilden die Überzeugungsgrundlagen der Schuldbefreiten (wie vorher S. 90-91).

In der on-line Enzyklopädie Wikipedia steht: Aufgrund der geläufigen jüdischen Ansichten, gehen folgende Ereignisse mit dem Weltende einher:

1. Versammlung der auf der Welt verstreuten und verbannten Juden in Israel

2. Niederlage aller Feinde Israels

3. Dritter Tempelbau in Jerusalem (Al-Quds) und Wiederaufnahme der Opferzeremonien und Tempelangelegenheiten

4. Wiedererweckung der Toten oder „Herausrufung”

5. Erscheinung des Messias der Juden, der König Israels sein wird (Cheradmand, Muud, Nummer 56, S. 35)

Der Messias wird die Juden Israels in ihre ursprünglichen Stämme aufteilen. In dieser Zeit wird der König der Madschudsch (Magog), Yadschudsch (Gog) Israel angreifen. Wer Yadschudsch ist und um welches Volk es sich bei den Madschudsch handelt, ist noch nicht klar. Die Madschudsch beginnen den großen Armaggedon-Krieg, bei dem viele Kräfte auf beiden Seiten getötet werden. Gott schaltet sich ein und rettet die Juden. Nach Vernichtung der Feinde, vernichtet er auch alle bösen Mächte. Nach dem Jahre 6000 (7. Jahrtausend) beginnt die Ära der Heiligkeit, der Sicherheit und des spirituellen Lebens und universalen Friedens. Diese Ära nennt sich Olam Haba. (Quelle wie vorher).

Die Gründe der evangelikalen Fundamentalisten für ihre Hinwendung zum Judentum

Es ist ein ausgesprochen wichtiger Punkt, dass aufgrund christlicher Überzeugung, Jesus Christus von den Juden getötet wurde. Dies hat im Laufe der Geschichte zu sehr schweren und langwierigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Juden geführt. Der Antisemitismus der Christen wurden in der Geschichte berühmt, aber nach der Religionsreform und der Ausreifung des Protestantismus, hat Europa die Juden als ein auserwähltes Volk Gottes betrachtet und ihnen das Recht auf Rückkehr und Besitzergreifung des Heiligen Land zugestanden.

Wenn die Juden für irgendetwas Besonderes bestimmt gewesen wären, dann nach Regina Sharif gemäß ihrem Buch über den nicht-jüdischen Zionismus im westlichen Denken (Non-Jewish Zionismus Its Roots in Western History) für die Verfluchung. In einem solche Falle wären die Juden als Gott-Ungläubige und Abtrünnige betrachtet worden und Europa hätte keinerlei Interesse an der Rückkehr des vergangenen Ruhms der hebräischen Rasse gehabt und wäre nicht im geringsten der Ansicht gewesen, dass den Juden ein Besitzerrecht an Palästina zu geben sei. In Wahrheit gab es im Mittelalter in Europa keinerlei nicht-jüdischen Zionismus. Und Israel war nur der Name einer der Religionen auf der Erde (Nadschiri, wie vorher, S. 56, 67 in Berufung auf Regina Sharif, Al Maarefa, Mathal 96, Kuwait, 1406),

Das jüdische Christentum hat – besonders nach den Reformen des Protestantismus und des Übergriffs der Hebräer auf das Christentum (durch Prägung mit einem jüdischen Charakter) – den Beginn der Bewegung des zionistischen Christentums für die Rückkehr der Juden nach Palästina unterstützt und darin einen Schritt in Richtung der Endzeit der Menschheitsgeschichte mit der Wiederkehr Christi und dem Beginn des Millenniums der Glückseligkeit gesehen. Daher legte das jüdische Christentum und danach das zionistische Christentum den Grundstein für den Zionismus und unterstützten ihn aus zwei Gründen: Erstens aus religiöser Motivation (nämlich aufgrund des Glaubens an das Tausendjährige Reich und die Wiederkehr Christi) und zweitens aus politischen Gründen, was mit der Absicht begann, die Juden aus der christlichen Welt zu verbannen, und in Form der Nutzung der Juden für die imperialistische Politik Europas fortgesetzt wurde (Hilal, Muud, Nr. 42, S. 20).

Dennoch empfinden einige Gruppen dies weiter als ein Paradox, denn diese Christen glauben, dass sie besser als Juden sind, während die Juden als auserlesene Diener Gottes und das Mittel zur Wiederkehr Christi betrachtet werden. Zugleich sind sie der Meinung, dass die Juden nicht ins Paradies einkehren, falls sie nicht an Christus glauben und nur diejenigen ins Paradies kommen, die sich zum Glauben an Christus bekennen. (Sahib Chalq, wie oben, S. 92).

Die evangelikalen Fundamentalisten unterstützen zwar die Juden, wollen jedoch, dass sie Christen werden. Unterdessen bauen die Juden ihren Staat in Palästina so auf, dass ihr Übertritt zum Christentum völlig unwahrscheinlich erscheint. Aber die fundamentalistischen Christen hoffen, dass die Juden nach der Wiederkehr Christi , an ihn glauben werden. Sie betrachten die Juden deshalb als auserlesenes Volk, weil gemäß den Verheißungen der Heiligen Schrift, die Bildung des jüdischen Staates einer der einleitenden Schritte für die Wiederkehr Christi ist. Da nun aus ihrer Sicht die Juden den Weg für diese Rückkehr ebnen, bringen die evangelikalen Fundamentalisten den Juden Achtung entgegen und bezeichnen sie als auserwähltes Volk. Aber hinter der Kulisse dieses unheilvollen Koalition, verbergen sich die Hände der Politik und führen Regie. Diese Koalition kann nicht von der politischen Konvergenz Israels und der USA zur Erreichung der imperialistischen Ziele unberührt bleiben. ( Nadschiri, wie oben, S. 139-140).

Der evangelikale Fundamentalismus steht in einem unauflösbaren Verhältnis zu Politik und Regierungsgewalt und hat in Wahrheit die Religion in den Dienst der Politik gestellt.

Ein weiteres Paradox in dem Verhältnis der zionistischen Christen zu den Juden besteht darin, dass gemäß der Überzeugung der Schuldbefreiten die Diaspora (die Heimatlosigkeit der Juden und ihre Verstreuung) und sogar der Massenmord an ihnen durch die Nazis eine göttliche Strafe und die Folge ihres Nicht-Bekenntnisses zu Christus sind (Sahib Chalq, wie oben).

Gemeinsamer Ursprung des evangelikalen und jüdischen Fundamentalismus

Die wichtigsten Glaubensprinzipien und gemeinsamen Ausgangspunkte dieser beiden Sekten sind generell folgende:

1. Unterstreichung der göttlichen Verheißung und Hervorhebung der Behauptung, dass das Heilige Land den Juden gehört

2. Unterstreichung der Behauptung, dass Palästina ein Land ohne Volk ist für ein Volk ohne Heimat

3. Betonung, dass die Errichtung eines hebräischen Staates die Voraussetzung für die Wiedererscheinung Christi ist

4. Hervorhebung dessen, dass die Juden das Volk Gottes seien und dass Gott den liebt, der sie liebt und den verfluchen wird, der sie misshandelt.

5. Befolgung der Methode einer wörtlichen Auslegung der Texte des Alten Testamentes

6. Betonung des Punktes, dass Israel sich nur gegenüber den Gesetzen Gottes und nicht gegenüber den menschlichen Gesetzen beugt

7. Verbarrikadierung hinter den religiösen Texten zur Umsetzung politischer Ziele

8. Überzeugung davon, dass Macht und Gewalt zwei Möglichkeiten zur Verwirklichung von Glaubenszielen sind

9. Gemeinsame Interessen und Zusammenarbeit mit anderen bei dem Begehen von jeder Art von Sünde, Verbrechen und Übergriff wie die Bestrebungen um Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee und Wiedererrichtung des Tempels an ihrer Stelle

10. Behauptung, dass El-Quds (Jerusalem) ganzheitlich auf ewig Hauptstadt Israels sei

11. Fehlender Glaube beider Sekten an den Tag des Jüngsten Gerichtes, der Wiedererweckung von den Toten und einer Abrechnung über die Taten, in der Form, wie die Muslime an diesen Tag glauben und stattdessen Glaube an den Beginn eines sogenannten messianisches Gottesreich.

12. Überzeugung davon, dass Palästina Schauplatz der nachfolgenden Ereignisse und Ort der Wiederkehr des verheißenen Messias ist (Nadschiri, wie vorher, S. 135-136).

Es fällt auf, dass beide Sekten gemeinsam die Rechte der Christen, die in Palästina leben, missachten, weil sie Araber sind. Dabei wurde Jesus Christus in Palästina geboren und hat seinen Aufruf von dort aus begonnen. Zudem behauptet der Westen, die Rechte der religiösen Minderheiten im Orient zu unterstützen, aber hat selbst dann nicht protestiert, als Israel einen blutigen Anschlag auf die Geburtskirche (Al-Mahd-Kirche) verübte. (wie vorher, S. 137).

Die Gründung des jüdischen Staates und die Wiederkehr Christi

Die Hypothese, dass die Gründung des jüdischen Staates ein Vorzeichen für die Wiederkehr Christi ist, wurde als erstes in den Ansprachen und Schriften von Oliver Cromwell und Paul Felgenhauer, zwei Anführer und Theologen der Protestanten, im 17. Jahrhundert zur Sprache gebracht. (Sahib Chalq, wie vorher, S. 97; in Berufung auf www. Harun yahya.org/yenimasonik) . Vor der religiösen Reformbewegung richtete sich der katholische Glauben nach dem Geistlichen Augustin, der gesagt hat:

„ Was über das Vorhandensein des Gottesreiches in der Heiligen Schrift steht, liegt im Himmel und nicht auf Erden und zweitens sind Jerusalem und Zion keine bestimmten irdischen Orten für die Ansiedlung der Juden, sondern zwei himmlische Orte, welche allen Gottesgläubigen offenstehen.“ (Samak, wie vorher, S. 29)

Heute glauben auch viele östliche Christen und Christen in Nordafrika sowie zahlreiche Christen in Europa, dass diese Rückkehr zur Zeit des Kyros, des Achämenidischen Kaisers von Iran erfolgte (Seyyed Afaqhi, Bd. 2, Ausgabe 1384, S. 188 und 189). Papst Schenudah, Oberhaupt der Kopten in Ägypten, bestätigt zwar die Rückkehr der Juden und dass darüber in der Thora geschrieben steht, aber als er gefragt wurde: „Sind daher die Juden berechtigt, bereits heute in ihre Heimat zurückkehren?“ – hat er geschickt und logisch geantwortet: „Wir haben keine genaue Chronik darüber vorliegen, dass dieses Land den Juden gehört, und wenn die Frage der Rückkehr zutrifft – und wir sagen, dass dies gemäß des Inhaltes der Tora der Fall ist, so hat sich diese Rückkehr der Juden zur Zeit Kyros des Großen ereignet (wie vorher, S. 189).

Die evangelikalen Fundamentalisten glauben jedoch, dass ihre Leseart der Stelle über die Rückkehr in das Verheißene Land richtig ist, und Gott diese Rückkehr vor der Wiederkehr Christi verwirklichen werden wird.

Auf diese Weise entstand eine religiöse Literatur, gemäß derer die Juden, die von der Rolle Gottes überzeugt sind, unumgänglich das sichere Schicksal aller Menschen bestimmten , wobei (in dieser Literatur) die Gründung ihrer Regierung als einzige Möglichkeit für die Wiederkunft Christi galt, die Wiederkehr nämlich , welche den entschiedenen Ausgang des Krieges zwischen Glauben und Unglauben für immer mit dem Sieg Christi und seiner tausendjährigen Herrschaft über die Welt besiegeln wird und nach welcher der Jüngste Tag beginnt.

Die Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee und der Wiederaufbau des Salomo-Tempels

Wie gesagt, sehen die Fundamentalistien einen der einleitenden Schritten für Armaggedon in der Zerstörung der Al-Aqsa Moschee und der Qubbat as Sachra (Felsendom) – und dem Wiederaufbau des Salomo-Tempels [4] an ihrer Stelle. Dazu ist zu sagen, dass der Salomo-Tempel zum ersten Mal beim Angriff der Babylonier auf Befehl von Nebukadnezar, dem König von Babylonien zerstört wurde, die Juden in Palästina niedergemetzelt wurden und Nebukadnezar eine große Anzahl von ihnen nach Babylonien verschleppte.

Später wurden nach dem Angriff des Achämeniden Kyros auf Babylonien die Juden auf dessen Befehl nach Palästina zurückgesandt und gleichzeitig (im Jahre 538 vor Christus) wurde auf Kyros Anweisung der Salomo-Tempel wieder aufgebaut.

Viele Juden sind der Überzeugung, dass erst in der Endzeit der Tempel zum dritten Mal errichtet wird, und zwar nach Erscheinen des verheißenen Meschiah, (Maschiach, Massiah) und unter seiner Lenkung. Sie betrachten den Wiederaufbau dieses Tempels vor diesem Zeitpunkt als Ketzerei und tadelnswert.

In den vergangenen Jahren haben die Zionisten – unter dem Vorwand, Beweisspuren für die Existenz des Tempelbaus unter dieser Stätte finden zu wollen, unterhalb und in Umgebung der Al-Aqsa-Moschee, dieser ersten Gebetsrichtung der Muslime, viele breite und lange Tunnel angelegt, welche das Fundament der Moschee schwächen und die Möglichkeit ihres Einsturzes schaffen. Dennoch wurde noch kein Beweis für den Tempelbau aufgespürt. In dieser Zeit haben sie auch mehrmals die Al-Aqsa-Moschee angegriffen und in Brand gesteckt, wobei dies eine List sein kann, um die Intensität der Reaktionen der Muslime hinsichtlich der Zerstörung dieser Heiligen Stätte zu messen, damit sie wissen, ob der Zeitpunkt dieser niederträchtigen Zerstörung gekommen ist oder nicht.

Es sollte auch erwähnt werden, dass das Projekt zur Zerstörung der Qubbat As Sachra in der Nähe der Al-Aqsa-Moschee und dem Ausgangspunkt der Himmelfahrt des Edlen Propheten war, ebenso auf der Tagesordnung der Zionisten steht. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die zionistische Bewegung in den letzten Jahren immer danach bestrebt war, vorzutäuschen, dass es sich bei der Qubbat As Sachra (Felsendom) um die Al-Aqsa-Moschee handelt und die internationale Verbreitung der Abbildung des Felsendoms als angebliches Bild der Al-Aqsa-Moschee hatte zur Folge, dass die Muslime den Felsendom für die Al-Aqsa-Moschee halten. Diese List, über die viele Zionisten im Bilde sind, dient dazu, dass die Muslime glauben, die Al-Aqsa-Moschee sei noch heil, wenn die Zionisten sie bereits zerstört haben aber den Felsendom stehen ließen.

Gemäß dem, was die Zionisten auf ihren Webblogs bekanntgegeben, stehen die Fertigbauteile für den Großtempel schon seit langem bereit, damit dieser nach Zerstörung der Moschee in der geringst möglichsten Zeit den Platz der Moschee einnimmt. Sie haben auch die Heiligen Gegenstände, welche dann in diesem Tempel aufbewahrt werden sollen, vorbereitet. Sie haben sogar eine gefälschte Bundeslade angefertigt und diese in historischen Filmen und attraktiven Fernsehshows vorgeführt, um allmählich die Bevölkerung und insbesondere die junge Generation geistig auf die Überzeugung vorzubereiten, dass es sich um die wahre Bundeslade handelt und diese zusammen mit anderen Tempelgegenständen als Heiligtümer aufbewahrt werden. Außerdem ist unter ihnen der Glaube üblich, dass Prophet Salomo nach der Fertigstellung des Tempelbaus ein rothaarigen Kalb opferte, seinen Kadaver verbrannte und die Asche zur Segensbringung in Umgebung des Tempels verstreute. Deshalb haben die Zionisten sogar ein rothaarigen Kalb gezüchtet, das in dem Tempel geopfert werden soll.

Der Salomo-Tempel ist für die Juden von besonderer Bedeutung und sie meinen es mit ihrem Entschluss, die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören, völlig ernst. Das einzige was sie bisher davon abhielt, dies nicht zu tun, war die Wahrscheinlichkeit einer heftigen Reaktion der Muslime. Zweifelsohne werden sie, sobald sie zu dem Schluss kommen, dass die Muslime keine Reaktion auf die Zerstörung ihrer ersten Gebetsrichtung zeigen werden, keinen Augenblick hinsichtlich der Entweihung und Zerstörung dieser Heiligen Stätte mehr zögern. Es sei auch erwähnt, dass die Zionisten der Ansicht sind, dass dieser Augenblick in sehr naher Zukunft gekommen sein wird, so dass es geheißen hat:

„aufgrund der zeitlichen Aufteilung für den Plan des Weltendes, welche im Jahre 2000 nach Christus begonnen hat und in der wir uns nun befinden, sind die Zionisten bestrebt, vor dem Jahre 2007 nach Christus weitere Gebiete zwischen Babylon und Israel – nämlich das jetzige Syrien – zu besetzen. Sie müssen 2007 die Al-Aqsa-Moschee und Qubbat as Sachra zerstören und den großen Judentempel an ihrer Stelle errichten, damit der Armaggedon-Krieg in die Schlussphase übergeht“ (Mir Mohammad, Muud, Nr. 56, S. 65).

Wiederaufbau des Salomo-Tempels in der Heiligen Schrift

Wie bereits erwähnt, ist die Heilige Schrift inhaltsgemäß gegen die Theorie des Wiederaufbaus des Salomo-Tempels vor dem Erscheinen Christi. Hierzu kann auf einige Verse hingewiesen werden.

Armageddon, Wortbedeutung und geografisches Gebiet

Armageddon, ursprünglich Harmagedon ist hebräisch und besteht aus den Wortteilen „Har“ im Sinne von „Berg“ und „Magedon“ welches „Adelige“ bedeutet. Daher bedeutet der hebräische Begriff Har-Magedon (Armageddon) „Berg der Adeligen“ ( Seyyed Afaqhi, Muud, Nummer 39, Scharhiwar/?Mehr 1382, S. 18; ebenso: Salman, 1384, S. 157) . Dieser große Hügel, der auf alten und neuen Landkarten mit Meggido eingetragen ist, bildet eine Gegend am Ostufer des Mittelmeeres und Westufer des Jordanflusses zwischen Sour und Jaffa (s. Karten auf Innenseite von Al Kitab –ul Moqadas, Herausgeber: Dschamiat-ul Kitab ul Moqadas, Libanon. Im Herausgebervermerk steht: Al Ahd-ul Qadim – Al asrar ul thani 1995, At Tabaqat ur rabiah. Al Ahd-ul Dschadid – Al Asrar ar rabi`1993, At Tabaq-at- uth thalathun). Meggido ist eine Stadt, welche im Laufe der Geschichte als strategische Region galt. Diese Stadt liegt im Schnittpunkt von Ost und West, Norden und Süden und dort haben sich zahlreiche Kriege ereignet (Fahim Danesch, 1384, S. 47).

In dieser Gegend gibt es eine große Ebene, die sich Esdrelon nennt und die in der Heiligen Schrift mit Jisreel -Ebene bezeichnet wird (Halil, wie vorher, Seite 33 und 34).

Die evangelikalen Fundamentalisten [5] glauben, dass in der Endzeit die Kräfte des Bösen [6] sich gegen Israel vereinen und ein 400-Millionen-Mann Heer zusammentreiben, eine Front gegen Christus aufbauen und kämpfen, aber das Christus seinen ersten Hieb mit seinen tödlichen Waffen [7] auf sie niederfahren lässt und dieses Heer vernichtet, wobei das Blut bis zum Zaumzeug der Pferde hochsteigt. Dieser Krieg, welcher einen guten Ausgang findet, geht durch die Bekehrung der Juden zu Christus als ihrem Retter, nachdem zwei Drittel von ihnen in diesem Krieg getötet werden, zu Ende. Christus nimmt die Gläubigen mit über die Wolken und kehrt dann wieder mit ihnen auf die Erde nieder und sie werden tausend Jahre lang im Reich Christi unter internationalen Anführung der Juden – als das auserwählte Volk – ein glückliches Leben führen. [8]

Teil  III

Armaggedon – ein Nuklearkrieg!

Die Evangelikalen sind der Überzeugung, dass die Wiederkunft Christi nicht möglich ist, es sei denn es kommt zu Kriegen, Katastrophen, Unheil und Verderbnis auf der ganzen Welt und zu einem Nuklearkrieg und die meisten Städte auf der Welt werden vernichtet. (Nadschiri, wie vorher, S. 129). In dieser Zeit stehen die USA, während sie von einem moralischen Zerfall betroffen sind, an der Seite Israels (Sahib Chalq, wie vorher, S. 91). Während dieses Krieges, so heißt es, werden zwei Drittel der Juden vernichtet und das restliche Drittel bekennt sich zu seinem verheißenen Messias.

Grace Halsell schreibt in ihrem Buch über die „Vorbereitung des großen Krieges“ [9]:

„1980 habe ich begonnen, mir die populären amerikanischen Fernsehsendungen von protestantischen Geistlichen anzusehen, deren Zuschauerzahl gemäß einer Studie von Nilsson aus dem Jahre 1985 auf circa 60 Millionen geschätzt wird. In diesen Sendungen wird kontinuierlich versucht, die Menschen davon zu überzeugen, es sei nicht nötig, sich um Frieden zu bemühen, und man sollte den Krieg wollen, weil es Gottes Wille ist.“

Wie nachstehend noch erwähnt wird, gehören viele an der Spitze der US-Regierung zu den evangelikalen Fundamentalisten und sind Zionisten und viele politische Beschlüsse werden von den evangelikalen Geistlichen getroffen und diktiert. Ronald Reagan, der ehemalige Staatspräsident der USA gehört zu dieser Gruppe von US-Staatsmännern und ist von einem nuklearen Armaggedon überzeugt. Als einmal Frank Carlucci und Caspar Weinberger [beides ehemalige US-Verteidigungsminister] mit ihm über Nuklearwaffen sprachen, begegneten sie einer langatmigen Vortrag Reagans über Armaggedon (Aktar , Nr. 1384 , S. 1379)-

Armaggedon und die evangelikalen Prediger

Die fundamentalistisch-evangekalischen Pfarrer haben seit den 70iger Jahren ernsthaft mit ihren Verkündigungsaktivitäten begonnen. Zu diesen Aktivitäten zählt die Einrichtung von Dutzenden von Fernsehsendern mit täglich mehrstündigen Programmen, die Gründung der evangelikalen Bible Churches (Bibel-Kirchen) und die Ausbildung von Priestern mit fundamentalistischen Ansichten, welche den Zionismus unterstützen, sowie die Abfassung und Veröffentlichung von zahlreichen Büchern und Artikeln.

Ausbildungsstätte der Priester der „ Kirchen der Heiligen Schrift“ ist das Theologische Seminar in Dallas und dieses gilt als Glaubensursprung der Behauptung, Gott wolle von uns, dass wir die Erdkugel vernichten. An dieser Hochschule haben schon zahlreiche Priester einen Abschluss gemacht , und diese verkünden zur Zeit in über 1000 evangelikalen Bible Churches (Bibel-Kirchen) den Glauben an Armaggedon. Diese Kirchen sind überall in den Vereinigten Staaten, von Norden bis zum Süden, zu sehen. Sie sind keiner anderen Kirche unterstellt und handeln unabhängig.

Zurzeit [10] hören die Amerikaner 1400 religiöse Radiostationen. Von 80 tausend fundamentalistischen protestantischen Priestern, die insgesamt in dem täglichen Programm von 400 Sendestationen sprechen, ist eine große Zahl für die „göttliche Vorsehung“. Sie versichern ihren Hörern, dass sie von Gott unterstützt werden (Halsell, 1377, S. 26).

Die Zahl der Armaggedon-Prediger ist sehr hoch. Einige von ihnen wie Ural Roberts, Prophezeier von Tulsa, und W.A. Kristol und weitere waren und sind aktiv damit beschäftigt, Hilfen seitens der Bevölkerung einzusammeln und sie zu Spenden anzuspornen. (wie vorher, S. 21). Es wurden auch viele Universitäten, Schulen und Institute durch diese Fundamentalisten errichtet, welche ihre Überzeugungen publizieren und für sie werben. Zahllose Bibelschulen, ob sie nun einer Sekte angehören oder nicht, lehren die Dogmen vom „Göttlichen Willen“ (religiöser Determinismus) und die Harmagedon-Theologie aufgrund der Verehrung Israels. Dale Crawley, der in Washington DC ansässige protestantische Priester, dessen Vater Dale Crawley Senior einer der Begründer der Nationalvereinigung für religiöse Predigt ist, hat zu Halsell gesagt, dass Schulen wie das Mody –Bibel Institut von Chicago, das Philadelphia-Bibel-College, das Bibel-Institut Los Angeles und circa 200 weitere Institute, die Studenten an den steilen Abgrund der Scofield-Bibellehre, des religiösen Determinismus und der Huldigung von Israel treiben.

Die „wahren Christen“ oder besser gesagt die evangelikale Fundamentalisten hegen eine ernsthafte Feindschaft gegen den Islam und die Muslime . Jerry Falwell hat in einem 60-minütigen Programm am 8. Oktober 2002 im Fernsehsender CBS offen die Heiligkeit des Propheten des Islams geschmäht. Nach seinem beleidigenden Vortrag haben nicht nur die muslimischen Völker in zahlreichen Ländern, sondern auch die Organisation der Islamischen Konferenz in Form von Gegenreaktionen die Äußerungen dieses Priesters und die Maßnahme des genannten Fernsehsenders, der diese Äußerungen ausstrahlte, verurteilt.

Noam Chomski betrachtet ebenso die Muslime als gemeinsame Feinde der Evangelikalen und Juden (wie vorher, in Berufung auf :Kader ucgeni: ABD, Israel ve Filistin, iletism yayin lari, Istanbol, 1993, SF38.) Pat Robertson, Leiter der Organisation christliche Koalition sagt: „Israel wird sich aus einigen Gebieten zurückziehen, aber es wird nicht auf Jerusalem (Beyt-ul-Moqadas) verzichten und dies wird zum Endzeitkrieg führen.“ (Hilal, wie vorher, S. 309)

Die evangelikalen Pfarrer denken an das Weltende im Zusammenhang mit der Vernichtung der Erde und wünschen sich dieses herbei. Sie pflanzen den Glauben daran in Geist und Herz der Menschen ein und dies ist eine ausgesprochen große Gefahr für die Zukunft der Menschheit und kann nicht wieder gut zu machende Folgen haben. Es ist Pflicht der menschenfreundlichen Denker und Intellektuellen ernsthaft gegen diese Unheilsmärchen und Verherrlichung von Aberglauben vorzugehen.

Armaggedon und Amtsträger der US-Regierung

Die „wahren Christen“ sind aus Instituten hervorgegangen, welche die moralischen Werte des Christentums unterstrichen haben und deren Kampf gegen den Kommunismus zu einer nationalen Volksbewegung werden ließen (Hilal, wie vorher, S. 278). Mit Wiederbelebung der Religion in den 70iger Jahren haben die inländischen Institute der christlichen Radikalen ihre Aktivitäten nicht mehr auf die traditionellen christlichen Moralfragen beschränkt.

Sie haben sich auch auf ausländischer Ebene nicht mit der Verkündung froher Botschaft und dem Kampf gegen den Kommunismus begnügt, sondern wurden zur christlichen Lobby in der US-Außenpolitik (wie vorher. S. 279). Ihre wichtigsten Strategien lassen sich in folgenden Punkten zusammen fassen: „Die Israel-Politik der USA besteht in den Rüstungsaktivitäten, Beachtung der Verteidigung, Krediten an den Weltwährungsfond und Beachtung der UNO und des Welthandels.“ (wie vorher, S. 280). Die Gruppe der „wahren Christen“ ist in Wirklichkeit in alle Bereiche der Regierung der Vereinigten Staaten vorgedrungen. Bei den Studien über die verschiedenen Gruppen sind bei allen politischen, militärischen und kulturellen Zielorientierungen dieses Landes, die Denkweise und Überzeugungen der „wahren Christen“ im Auge zu behalten. Diese Gruppe ist zu einer derartigen Macht gelangt, dass man sagen kann, dass die USA heute aufgrund des Willens der evangelikalen Fundamentalisten verwaltet wird. Laut Resa Hilal sind 25 Prozent der einflussreichen Wählerstimmen bzw. 10 mal soviel wie die Judenstimmen und viermal soviel wie die Stimmen der Laizisten und dreimal so viel wie die Stimmen der christlichen Afro-Amerikaner den weißhäutigen protestantischen Evangelisten zuzuordnen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass sie innerhalb der US-Gesellschaft das höchste Schul- und Studiumsniveau und die beste Einkommens- und Berufsmöglichkeiten für sich bestimmen. Bei den Wahlen 1994, gewannen sie 31 Mandate der Republikanischen Partei (wie vorher, S. 281, gemäß der New York Times, 12.11.1994).

Die „wahren Christen“ gingen aber noch weiter und versuchten alle wichtigen Eckpfeiler und Bereiche der Regierung in die Hand zu nehmen. Zuvor hat Robertson, der Leiter der christlichen Koalition gesagt: „Es ist die Zeit für eine Säuberung des Weißen Hauses gekommen und wir erlauben den Liberalisten nicht, durch Sieg bei den Wahlen 1998 über den Kongress zu herrschen“ (wie vorher. S. 297).

Die Unterstützung Israels ist die wichtigste Strategie der „wahren Christen“ und alles was die Interessen Israels berücksichtigt, steht bei den zionistischen Christen obenan. Daher lässt sich sagen, dass Israel der eigentliche Beschlussfassende der US-Regierung ist. Unterdessen übernehmen auch die zionistischen Juden auf ihre Weise einen wichtigen Anteil an der Politik, der Wirtschaft und der Kultur der Vereinigten Staaten und viele Exekutivhebel der Regierung dieses Landes geraten direkt oder indirekt in Bewegung, wenn die Juden es wollen.

Da der christliche Zionismus die Juden als auserwähltes Volk über die Menschheit sieht, ist er der Ansicht, dass Strafen, Verurteilungen und internationale Bestimmungen für sie nicht gelten und ihrem Tätigkeitsumfang keine Grenzen gesetzt sind (Nadschiri, wie vorher, S. 68-69). Die zionistischen Christen glauben, dass Gott immer auf der Seite der Israelis ist und sie schützt. Das aber ist eine Gefahr für die Politik der Vereinigten Staaten ( Halsell, 1377, S. 26) , genauer gesagt: Dies bedroht alle Staaten und Völker. Damit haben die Pläne der US-Regierung für geopolitische Veränderungen, welche sie ernsthaft verfolgt, zionistische Ursprünge.

Die zionistischen Christen sind pausenlos um die Stabilisierung und dem Bestand Israels bemüht. Condoleezza Rice [US-Außenministerin unter Bush-Regierung] sagt: „Heute liegt der Schlüssel zur Weltsicherheit bei der Sicherheit Israels“ (Seyyed Afaqhi , wie vorher, S. 18). Tony Blair [ehemaliger Premierminister Englands ] meint: „Es ist unsere Aufgabe und Pflicht, die Sicherheit Israels zu wahren“ (siehe vorher). George Bush Junior, sagt, ganz ähnlich: „Die Wahrung der Sicherheit Israels gehört zu den Prioritäten für uns“ (wie vorher).

Die zionistischen Christen bilden, wo immer es sie auf der Welt gibt, innerhalb der Regierung ihres Landes einflussreiche Gruppen (Lobbies), damit diese Gruppen die Interessen Israels in diesen Regierungen wahren und verhindern, dass anti-israelische Entscheidungen getroffen werden. Zum Beispiel ist die im US-Kongress existierende Lobby derartig stark in dieser Beziehung, dass dank ihrer jedes Jahr von der US-Regierung 5,5 Milliarden Dollar an Israel gezahlt werden. (Sahib Chalq, wie vorher, S. 88; in Berufung auf http://www.Yurtdisi.mgv.org.tr🙂 Edward Tivan schreibt in seinem Buch „Lobby: Jewish Political Power and American Foreign Policy (Lobby: politische Macht der Juden und die US-Außenpolitik):

„Brandeis, der Anführer der zionistischen Bewegung in den USA fand, während er mit der Ausdehnung der Tätigkeiten seiner Organisation beschäftigt war, plötzlich einen Freund im Weißen Haus. Dieser Freund war US-Präsident Wilson. Wilson hat nicht nur 1916 Brandeis zum Vorsitzenden des US-Verfassungsgericht bestimmt, sondern gleichzeitig auch die Theorie des Zionismus, die ihm sein junger Freund vorlegte, unterstützt. Diese Positionsergreifung Wilson ging weit über die pragmatischen politischen Entschlussfassungen hinaus. Wilson, der selber Sohn eines presbyterialen Geistlichen war und ständig in der Heiligen Schrift las, empfand Interesse für die Juden und ihr Schicksal.“

Neben einigen lokalen Befehlshabern haben Kongressmitglieder und Minister einiger US-Staatspräsidenten wie Jimmy Carter, Ronald Reagan und George Bush ebenso fundamentalistische Ansichten vetreten. So hat Reagan während seines Präsidentschaftsamtes seine wichtigsten politischen Entscheidungen aufgrund der Prophezeiungen der Heiligen Schrift (des Alten Testamentes) getroffen (Amru Salman, wie vorher, S. 158). Er glaubte fest an Armaggedon. Zum Beispiel sagte er zu dem evangelikalen Priester Jim Bakker: „Zweifelsohne sind wir eine Generation, die Armaggedon erleben wird“ (Halsell 1384, S. 30). Während seiner Regierungszeit hat er, so gut er konnte, die USA mit Atomwaffen ausgerüstet und weil er dachte, dass Libyen gegen Armaggedon ist, hat er dieses Land 1986 angegriffen (Nadschiri, wie vorher, S. 18). Vielleicht lässt sich sogar annehmen, dass die Auflehnung der USA und Israels gegen die Ausstattung Irans und einiger anderer Länder mit Atomenergie und der US-Angriff auf Irak unter dem Vorwand, dieses Land von angeblichen A-Bomben zu entwaffnen, überhaupt in den Überzeugungen der evangelikalen Fundamentalisten verankert sind. Da sie an den Eintritt von Armageddon und daran glauben, dass dieser Krieg atomar sein wird, und ebenso denken, dass Länder wie Iran und Irak die Hauptfeinde Christi in diesem Krieg sein werden, betrachten sie es für ihren Sieg als notwendig, so weit wie möglich sich selber hinsichtlich der Nuklearenergie zu stärken und ihre Feinde diesbezüglich zu schwächen.

Robert Scheer meint in seinem Buch „With enough shovels, Reagan, Bush an Nuclear War (Mit genug Schaufeln: Reagan, Bush und der Atomkrieg“) : Als 1982 der damalige US-Verteidigungsminister Caspar Weinberger über den Armaggedon-Krieg gefragt wurde, antwortete er: „Ich habe das Buch der Offenbarung gelesen. Ja! Ich bin davon überzeugt, dass die Welt auf ihr Ende zugeht. Und zwar, wie ich hoffe, durch einen Akt Gottes, und ich verspüre jeden Tag, dass die betreffende Zeit im Begriff ist einzutreten.“ (Halsell, 1384, S. 25) [11].

Die Feinde des Verheißenen während des Armageddon

Die evangelikalen Fundamentalisten glauben, dass der Feind Christi (der Anti-Christ) während des Armageddon ein Mensch und Jude ist. Clyde ist folgender Ansicht „[Der Feind]Christi“ wird einer von uns sein, ein Mensch in jeder Beziehung. Er ist nicht wie der Teufel, mit anderen Worten, er besitzt keine spirituellen Kräfte, aber der Teufel wird ihn unterstützen. Der Feind Christi ist ein im wahrsten Sinne des Wortes böser Mensch!“ (wie vorher, S. 48).

Bei einer Priesterversammlung am 15. Januar 1999 in Kingsport Tennesee , an dem 1500 Personen teilnahmen, sagte Jerry Falwel:

„Der Feind Christi – der vor 2000 Jahren beschrieben wurde und eine Krone des Bösen auf dem Kopf trägt, ist möglicherweise ein Jude, der in unserer heutigen Zeit lebt. Er ist zweifelsohne jüdisch. Wenn er der Feind Christi ist, muss er jüdisch sein. Wir wissen, dass er ein Mann ist und Jude, denn als Christus zum ersten Mal vor 2000 Jahren auf die Erde niederkam war es ein Jude. Deshalb glauben die meisten Evangelikalen, dass der Feind Christi unzweifelhaft ein männlicher Jude ist“ (wie vorher, S. 45).“

Falwel sagte auch:

„Warum führt der Feind Christi die Heeren der Welt gegen Christus an? Erstens: weil er die Herrschaft Gottes verabscheut. – Es hat immer Krieg zwischen dem Teufel und Christus gegeben; zweitens: weil die List des Teufels wirksam wird, wenn diese Völker sich ihm beugen; Drittens: Wegen der Abscheu dieser Völker gegenüber Christus“ (wie vorher, S. 50).

Die nachfolgenden Verse, die der Johannes-Offenbarung entnommen sind, gehören zu denjenigen, welche die evangelikalen Pfarrer als Beweise anführen:

„Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe da: ein weißes Ross und der darauf reitet, heißt Treu und Wahr, und mit Gerechtigkeit hält er Gericht und führt Krieg. Seine Augen aber sind flammendes Feuer, und auf seinem Haupte trägt er viele Diademe und einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst. Und angetan ist er mit einem blutgetränkten Mantel, und sein Name ward genannt: das Wort Gottes. Und es folgten ihm die Heerscharen, die im Himmel sind, auf weißen Rossen, angetan mit weißem, reinem Linnen. Und aus seinem Munde geht ein scharfes Schwert hervor, auf dass er mit ihm die Völker schlage. Und er selber wird sie weiden mit einem eisernen Stab; und er selber tritt die Weinkelter des grimmen Zornes Gottes, des Allherrschers. Und auf seinem Mantel, und zwar auf seinem Schenkel, trägt er einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.

Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen. Der schrie mit mächtiger Stimme und rief allen Vögeln zu, die hoch am Himmel fliegen: „Kommt her, versammelt euch zum großen Mahle Gottes, um Fleisch von Königen zu fressen und Fleisch von Heerführern und Fleisch von Starken, Fleisch von Rossen und Reitern, Fleisch von Leuten aller Art, von Freien und von Knechten, von Kleinen und von Großen.

Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen mit dem, der auf dem Rosse sitzt, und mit seinem Heere. Und das Tier ward ergriffen und mit ihm der Lügenprophet, der vor ihm die Wunderzeichen gewirkt hatte, womit er die verführte, die das Malzeichen des Tieres angenommen und sein Bild angebetet hatten. Lebendig wurden sie beide in den Feuerpfuhl geworfen, der von Schwefel brennt. Und die übrigen wurden mit dem Schwerte getötet, das aus dem Munde dessen hervorging, der auf dem Rosse sitzt; und alle Vögel sättigten sich an ihrem Fleische“ (Offenbarung des Johannes 19: 11-21).

Die evangelikalen Pfarrer interpretieren die eben genannten Verse mit dem Erscheinen Christi und den Kampf, den er während des Armaggedon gegen seine Feinde führt sowie mit der Niederlage seiner Feinde am Ende des Krieges.

Der Evangelikalen sind davon überzeugt, dass mit einigen hebräischen Wörtern, die in der Heiligen Schrift stehen, Russland und Moskau gemeint sind und damit begründen sie, dass der Anti-Christ aus Richtung Russland kommen wird (Sahib Chalq, wie vorher, S. 91).

Aus der Sicht der Zionisten ist der Feind Christi eine Person in Menschengestalt, welche die anti-christlichen Kräfte gegen ihn (Christus) mobilisiert und organisiert. Sie haben diese Deutungen auch in zahlreichen Kinofilmen ihrem Publikum eingeflößt, zum Beispiel in dem Kinofilm „Das Omen“ welches eine mehrteilige Filmserie ist. Der Anti-Christ wird in diesem Film als Menschenkind von einem Schakal geboren. Dieses Kind besitzt von Anfang an eigenartige teuflische Kräfte, welche zur Tötung von Menschen führen können. Ungewöhnlich rasch reift es heran , so dass es wichtige Verantwortungen in den Vereinigten Staaten übernimmt. Er lässt sich nicht töten, es sei denn in der Kirche und durch heilige Dolche, welche sich weit entfernt in der Hand eines Archäologen befinden. In der dritten Folge dieses Filmes, wird der Anti-Christ getötet und Christus, der in den Wolken erschien, steigt auf die Erde herab.

Ein weiteres Beispiel ist der Film „End of Days“ (Ende der Tage), in dem Arnold Schwarzenegger, der bekannte Schauspieler [und abgetretene Gouverneur von Kalifornien] eine der Hauptrollen übernimmt. In diesem Film hat der Teufel keine menschliche Gestalt, aber er muss in einem sehr üblen und bösen Menschen in Erscheinung treten, damit er auf diese Weise mit einem Mädchen, dessen Charakter vorher vorgestellt wurde, genau vor dem Jahreswechsel 2000 nach Christus verkehrt und den Anti-Christ zeugt. Arnold gelingt es in der Rolle eines opferbereiten und trainierten Polizisten mit viel Mühe, den bösen Menschen, in den der Teufel gefahren ist, der außerordentliche Kräfte erreicht hat und dem selbst Gewehrkugeln nichts anhaben können, ernsthaft zu verletzen und das Mädchen aus seinen Klauen zu befreien. Dem Teufel, der den zerschmetterten Körper des bösen Menschen sieht, hat – weil nur noch wenig Zeit bis zum Beginn des neuen Jahres 2000 verblieben ist und er einen anderen bösen Menschen finden muss – keine andere Wahl, als den Körper des bösen Menschen zu verlassen, wenn er seine Absicht erfüllen will. Er fährt in den Körper Arnolds. Aber Arnold, der das Mädchen vor dem Teufel gerettet hat und sich in einer Kirche befindet, sieht – weil er ein guter Mensch ist und die guten Kräfte in ihm nicht vollständig niedergedrückt werden konnten, den einzigen Weg zur Verhinderung dieses Verbrechens darin, sich selber zu töten. Deshalb wirft er sich auf das scharfe Schwert in der Hand einer Statue in der Kirche und verhindert auf diese Weise die Zeugung des Anti-Christen. In diesem Film wird auch der Teufel in der Kirche durch das Heilige Schwert getötet. [12]

Jedenfalls wird gemäß den evangelikalen Fundamentalisten der Anti-Christ, egal mit welcher Personalität und welchen Eigenschaften, Kräfte aus Russland, China und einigen arabischen Ländern mobilisieren und gegen Christus den Krieg antreten.

Gemäß Adnan Aktar haben sie vor dem Sturz der Sowjetunion gedacht, dass sich der Krieg zwischen einer Koalition arabischer Staaten unter Anführung der Sowjetunion auf der einen Seite und Israel auf der anderen Seite ereignen wird, weil die Sowjetunion bei den vorherigen Kriegen, insbesondere dem 6-Tage- und dem Yom-Kippur-Krieg [13] die arabischen Staaten unterstützt hat. Beginn der 90ger Jahre, als der Kalte Krieg zu Ende ging und Israel von seinem alten Feind befreit wurde, sprachen die Vereinbarungen der PLO und Israels jedoch nicht für eine Einheit an der arabischen Front gegenüber dem zionistischen Regime. Da aber die Juden immer jemanden als Zielscheibe für ihre Feindseligkeiten brauchten, haben sie daraufhin die Islamische Republik Iran als Anführer der Front ihrer muslimischen Gegner bezeichnet und sie als den neuen Feind Israels im Armaggedon-Krieg hingestellt. So änderte sich die Richtung, in welche die Atomwaffen der Evangelisten und Israels wiesen (wie vorher, S. 177 und 178).

Dazu schreibt auch Mahmud Al Nadschiri „Solange die Sowjetunion existierte, wurde sie von den evangelikalen Fundamentalisten als das Land bezeichnet, welches die Bösen Kräfte anführen und durch Verbündung mit den Arabern und Muslimen den Krieg gegen Christus beginnen wird, denn die Sowjetunion war mit Atomwaffen ausgerüstet, sie war der Feind des Westens, ungläubig und kommunistisch. Zweifelsohne hat der Sturz des Ostblocks zur Folge gehabt, dass das Szenario für Armaggedon seine wichtigen Hauptdarsteller verlor, aber die Leute, die diese Verheißungen und Täuschungen aufgestellt hatten, schämten sich nicht über ihre falschen Voraussagen. Sie waren kein bisschen verlegen darüber, dass sich die internationale politische Arena im Widerspruch zu ihrer Meinung und ihrer eigenartigen Ansichten geändert hatte. Daher begannen sie wieder eine neue Rollenverteilung, stellten diesmal die Araber und Muslime als die neuen Kräfte von Yadschudsch und Madschudsch vor und forderten ihre Regierungen auf, noch mehr Atombomben zu produzieren und an Israel zu liefern. Es war nämlich für sie nicht richtig, den Rüstungsprozess zu stoppen und es waren Stimmen zu hören, dass der Stopp dieses Prozesses gegen den Willen Gottes und ihre Vorhersagen für die Zukunft verstößt. Die Armaggedon-Hypothese wird in vielen Krisen wiederholt und verlautbart. Als Israel 1982 Libanon besetzte hat einer der Anführer und öffentlichen Prediger dieser Bewegung namens Pat Robertson im Fernsehen von einem Schrecken gesprochen, dem der Armaggedon-Krieg folgen wird. Er unterstrich, dass Ende 1982 ein großer Tumult entstehen und Mittelpunkt dieses Tumultes die Sowjetunion sein werde, da sie den Krieg beginnen und die USA atomar bombardieren wird (Armaggedon, S. 16-17).

Die Zahl der Verluste beim Armaggedon

Es heißt, dass im Armaggedon jeder zweite getötet wird und insgesamt 3 Milliarden Menschen sterben werden (Yadullah, S. 18; Muud, Nr. 39, S. 18).

Resultat

Aufgrund dessen, was gesagt wurde, gibt es keine akzeptable rationale oder überlieferte Grundlage für Armageddon. Armeggedon ist von Grund auf ein Aberglauben und ist zum Spielzeug in der Hand der Betrüger der politischen Welt in den USA und Israel geworden. Die Teile aus dem Alten und Neuen Testament, die von dem Eintritt eines verheerenden Krieges berichten und auf die teilweise hingewiesen wurde, beziehen sich vor allen Dingen auf die Vergangenheit; das heißt: Sie sind dergestalt, dass deutlich wird, dass sie von einem Krieg, der sich vorher ereignet hat und nicht von einem Krieg, der noch stattfinden wird, handeln. Jene Abschnitte, die nicht von der Vergangenheit berichten, sind symbolische Prosa und allegorisch. Allegorische Texte aber kann man unterschiedlich kommentieren und auslegen.

Ein weiterer Beweis für die abergläubische Natur Armaggedons ist die Zahl, welche diejenigen, die behaupten dass Armaggedon eintreten wird und ihn wollen, für die Verluste dieses Krieges angeben, nämlich 3 Milliarden Menschen, obwohl Meggido geographisch gesehen ein kleines Gebiet ist und niemals eine solche Menschenmasse dort Platz hätte.

Es sei auch darauf hingewiesen dass Armageddon-Gläubige bislang verschiedene Zeitangaben für den Eintritt dieses Krieges festgelegt haben, aber Armageddon zu keinem dieser Zeitpunkte eingetreten ist.

Abschließend muss gesagt werden: Die Gedanken der evangelikalen Fundamentlisten begegnen vielen Gegnern und zwar auch unter den Christen und Juden, obwohl die Zahl der Gegner des Zionismus wegen der Macht und dem Einfluss den die Zionisten besitzen, von Tag zu Tag abnimmt. Mahmud Al Nadschiri schreibt: „Die Katholische Kirche und die Ostkirchen weisen nach wie vor die jüdisch gestalteten Interpretationen der Bewegung der protestantischen Fundamentalisten zurück. Obwohl der Vatikan oftmals die Gründung des usurpatorischen Judenstaates in Palästina abgelehnt hat, beobachten wir in jüngster Zeit jedoch Änderungen in den Standpunkten dieser Kirche über die Juden, und zwar in einer Weise, dass die Juden von der Tötung Christi freigesprochen werden und es zu einer diplomatischen Versöhnung zwischen dem Vatikan und dem Staat, den er immer abgelehnt hat, gekommen ist.“

Quellen:

1 – Acher ul Zaman dar Yahudiyat und Massihiat (Endzeit im Juden- und Christentum), übers. Baran Cheradmand, aus Wikipedia-Enzyklopädie, 29. Juni 2005, Muud, Nr. 56, Schahriwar, Jahrgang 1384
2 – Aktar, Adnan „Verschwiegene und verborgene Geschichte Amerikas“, übers. Nasir Sahib Chalq, Hilal, Teheran, 1384
3 – Avad, P., „Untersuchung des zionistischen Christentums aus der Sicht der Katholiken“, College für Studien der Heiligen Schrift, Bethlehem, übers. Fatima Schafii Serwestani, Zeitschrift Muud , Nr. 40 Azar/Dej, Jahrgang 1382
4 – Salman, Amru, „Christlicher Zionismus“, übers. Von Abbas Seyyed Mir Hokmrani, Pischguiha wa Acher ul Zaman (Prophezeiungen und die Endzeit, Band 1, Muud Asr, Teheran, 4. Auflage, 1384).
5 – Samak, Mohammad „Schlüssel zum Verständnis der US-Politik“, übers. Abuzar Yaseri, Zeitschrift „Muud, Nr. 45, Tir und Mordad 1383
6 – Afqahi, Seyyed Hadi, Runder Tisch: „Zionistisches Christentum“, Muud, Nr. 39, Schahriwar/Mehr 1382
7 – Runder Tisch „Zionistisches Christentum im Spiegel der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Prophezeiungen und die Endzeit“, Bd. 2, Muud Asr (adsch), Teheran, Jahrgang
8 – Seyyed Qutb, Fil Zalal-i Quran, Dar-al Schuruq ,Beirut – Kairo, 17. Auflage, 1412 n.Mndk. (ca. 1999)
9 – Schahin, Jerome, Runder Tisch „Mahdawiyyat und zionistisches Christentum“ Al Menar-Fernsehen, übers. Mohammad Amir Naseri, „Prophezeiungen und Endzeit“, Bd. 2, Muud Asr (adsch.) Tehran, 1384
10 – Sahib Chalq, Nasir, „Protestantismus, Puritanismus und zionistisches Christentum“, Hilal, Teheran, 1383
11 – Tabatabai, Seyyed Mohammad Hussein, Al Mizan fi Tafsir ul Quran, Dschamia Modaressin Huwze Ilmiyih Qum, Qum, Bita
12 – Tabrisi Nuri, Mirza Hussein, Nadschm uth Thaqib, Hl. Moschee Dschamkaran, Qum, zweite Ausgabe, 1377
13 – Abdul Islam Tawila, Abdul Wahab, „Al Massih al Muntazer wa Nahayat-ul Alim“, Dar-ul Salam, Kairo, 4. Ausgabe, 1423 n.Mndk.
14 – Fahim Danesch, Ali, „Massihiyan-e zayunist ra behtar beschenassim (Lasst uns die zionistischen Christen besser kennenlernen), Prophezeiungen und die Endzeit, Bd. 2, Muud Asr (adsch), Teheran, 1384
15 – Heilige Schrift, Ila-Verlag, England, 2002 n.Chr.
16 –Creenstone, Julius, „Erwartung des Messias in der jüdischen Lehre“, übers. V. Hussein Tufiqi, Studien und Forschungszentrum für Religionen und Glaubensrichtungen, Qum 1377
17 –M. Haggs Bibellexikon, „Qamus Kitab Moqadas“, Asatir, Teheran, zweite Ausgabe, 1383
18- Massiri, Abdul Wahab, „Enzyklopädie Juden, Judentum, Zionismus“, Übersetzung vom Institut für Studien und Forschungen der Nahostgeschichte, Generalsekretariat der internationalen Konferenz zur Unterstützung der Intifada Palästinas, Teheran, 1383
19 – Munes, Hassan, „Geschichtsatlas des Islams“, übers. Dr. Azartasch Azarnusch, Geographisches Institut der Bewaffneten Kräfte, Teheran, 1375
20 – Mir Mohammad, Seyyed Mohammad Resa, „Dadschal, Teufelsanbeter und Countdown für das Weltende“, Muud, Nr. 56
21- Nadschiri, Mahmud, „Armageddon“, übers. Resa Abaspour und Qabas Zafarani, Hilal, Teheran, 1384
22 –Qabas, „Vorbereitungen auf Großen Krieg“, übers. Chosro Asadi, Institut Kulturdienste Ressa, Teheran,1377
23 – Halsell, Grace Forcing God`s Hand arabische Übersetzung „Yadullah“ , Kommentar und Ergänzungen: Mohammad Samak, übers. ins Persische : Qabas Zafarani, Hilal, Teheran, 1384
24 – Hilal, Resa, „Jüdischer Messias und Weltende“, übersetzt Qabas Zafarani, Zeitschrift „Muud“, Nr. 42, Farwardin/Ordibehescht, Jahrgang 1383   ergänzend

Die Kreuzzüge

Germanenherz Die ChristianisierungJeder zugefügte Schaden muss gleichem Maße beglichen werden. Ob nun, Christ, Moslem oder Jude. Sie werden noch dieses Jahr 2018 für ihre Schandtaten, an Mensch, Natur und Tierwelt zahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule, Seele um Seele.  So steht es geschrieben, so soll es geschehen!

Der wirtschaftliche Grund für den I & II Weltkrieg, war nur von sekundären Interesse. Primär ging es um ganz andere Interessen. In Rom steht Heute nur noch eine ausgeraubte leere Hülle. Der Vatikan ist heute in Israel bzw. Jerusalem. Das ist der wahre Grund für den Ersten und Zweiten Weltkrieg gewesen.

Das Zentrum von Jerusalem: 666 – Heimat Satans?

Breitengrad und Längengrad ergeben Satans Wohnort gemäß Johannes-Offenbarung

Der Breitengrad ist eine horizontale Linie und stellt die winkelförmige Entfernung, in Graden, Minuten und Sekunden von einem Punkt nördlich oder südlich des Äquators dar.

Der Längengrad ist eine vertikale Linie und stellt die winkelförmige Entfernung in Graden, Minuten und Sekunden von einem Punkt östlich oder westlich der Ersten Meridiane (Greenwich) dar. Die Längengrade werden oft Meridiane oder Parallele genannt.

Die Entfernung zwischen den Graden wird errechnet, indem man den Erdumfang (etwa 25.000 Meilen) durch 360 Grad dividiert. Die Entfernung zwischen den Breitengraden beträgt demnach 69 Meilen oder 111 Kilometer.

Minuten und Sekunden werden zur vollkommen präzisen Ortsbestimmung mit eingerechnet, indem die Längen- und Breitengrade noch in Minuten (‚) und Sekunden („) aufgeteilt sind. 60 Minuten liegen zwischen jedem Grad und jede Minute besteht aus 60 Sekunden. Die Sekunden können nochmals in Zehntel-, Hundertstel- oder sogar in Tausendstelsekunden aufgeteilt werden.

Der absolute Mittelpunkt der Stadt Jerusalem (Yerushalyim) liegt auf 31° 47′ 00 Nord und 35° 13′ 00 Ost. Wenn wir diese Zahlen addieren erhalten wir folgendes Ergebnis:

31º

º47’00

ºNord

+

35º

º13’00

ºOst

=

66

6 (0)

= 666

Selbstverständlich kann es sich dabei um ein Zufall handeln, doch die Wahrscheinlichkeit dieses Zufalls liegt bei über 99.999.999 zu 1. Überprüfen Sie diese Ortsbestimmung bitte selbst unter: http://www.mapquest.co.uk/cgi-bin/ia_find?link=btwn/twn-map_latlong_degrees_form

„Israels Geheimvatikan“. Als Vollstrecker biblischer Prophetie

Band 1 als Netzbuch (PDF-Datei)
Band 2 (PDF-Datei)

Band 3 (PDF-Datei)
Der Teufel steckt im Detail sagt man.
Die Zahl 66 sowie die Zahl 6 zieht sich durch die Jüdische Geschichte.

Im Jahr 6 n. Chr. war Judäa zur römischen Provinz Syria geschlagen worden und wurde – mit kurzen Unterbrechungen – von ritterlichen Präfekten verwaltet.
Der große Jüdische Krieg gegen die Römer begann im Jahr 66 n. Chr. in Judäa, ausgelöst durch staatliche und religiöse Unterdrückung

DIE 66 Fragen über des Judentum und die Frage ob es nicht doch vielleicht 666 Fragen sein sollten.

Warum benutzen die Juden ein Gnostisches Symbol, das die Vereinigung Christi und der Sophia, das heißt die Vergöttlichung des Menschen symbolisiert, oder geht es darum nur einige Menschen Göttlich darzustellen ???

01 Waren es nicht Juden, die ihre, die britische Wirtschaft 1887, durch die Herkunftsbezeich-nung: „Made in….“ schützen, und dadurch die deutsche
Wirtschaft zerstören wollten? Der Schuss ging bekanntlich nach hinten los. Ist dies nicht eine krasse Form des RASSISMUS?
02 Waren es nicht Juden, die Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen in den WK I trieben? (Beistandspakt zu Österreich Ungarn – in deren Krieg
gegen Serbien)
03 Waren es nicht Juden, die Deutschland das Versailler Diktat auferlegten?
04 Waren es nicht Juden, die deutsche Maschinen aus den Fabriken stahlen?
05 Waren es nicht Juden, die Polen hochrüsteten um sie als Kriegsgegner Deutschlands aufzubauen?
06 Waren es nicht Juden, die Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen in den WK II trieben?
07 Waren es nicht Juden, die dazu aufriefen, keine Deutschen Waren zu kaufen?
08 Waren es nicht Juden, die Deutschland am 24. 03. 1933 den totalen Vernichtungskrieg erklärten?
09 Waren es nicht Juden, welche die NSDAP für Deutschland mit 24 Milliarden US $ die Rüstung für den WK II finanzierten?
10 Waren es nicht Juden, die die NSDAP dafür kauften, STERNE an die deutschen Juden auszugeben?
11 Waren es nicht Juden, die die NSDAP dafür kauften, ARBEITSLAGER für die deutschen Juden nach britischem Vorbild einzurichten?
12 Waren es nicht Juden, die den Druck auf deutsche Juden erhöht sehen wollten, um diese zum Auswandern zu bewegen?
13 Waren es nicht Juden, die Dresden zerbombten und auf Befehl des Juden Abkömmlings Churchill 600 000 (Churchill) Zivilisten ermordeten?
14 Waren es nicht Juden, die in den Rheinwiesenlagern 1,7 Mio Kriegsgefangen und Zivilisten auf Befehl des judenhörigen Roosevelt durch Hunger
ermordeten?Umgesetzt durch den Judenabkömmling Eisenhower)?
15 Waren es nicht Juden, die Märchen über Arbeitslager erzählten und aus ihnen Vernichtungslager machten?
16 Waren es nicht Juden, die zum zweiten Mal die deutschen Maschinen stahlen?
17 Waren es nicht Juden, welche die deutschen Spezialisten und Fachleute entführten?
18 Waren es nicht Juden, die das deutsche Gold stahlen?
19 Sind es nicht Juden, die dem Deutschen Volk seit 70 Jahren die Souveränität verwehren?
20 Sind es nicht Juden, die dem Deutschen Volk seit 70 Jahren die Friedensverträge verwehren?
21 Waren es nicht Juden, die den Hooton Plan ersannen und umsetzen.?
22 Waren es nicht Juden, die den Kaufmann Plan ersannen und umsetzen?
23 Waren es nicht Juden, die den Morgenthau Plan ersannen und umsetzen.
24 Waren es nicht Juden, die den Nizer Plan ersannen und umsetzen?
25 Waren und sind es nicht Juden, die mit Goldmann Sachs, Morgan Fairchild, Rockefeller, Rothschild und anderen Verbrecher, Deutsche mit Lebens
mitteln, Chemie und Pharmazie umzubringen versuchen?
26 Sind es nicht Juden, die Monsanto, Nestle´ und andere gierige, menschenfeindliche Unternehmen beherrschen?
27 Sind es nicht Juden, die das Westjordanland besetzen?
28 Sind es nicht Juden, die das Jordanwasser nur für sich beanspruchen?
29 Sind es nicht Juden, die die Golanhöhen besetzen?
30 Sind es nicht Juden, die ihr Territorium in dem Gebiet „Israel“ immer weiter ausdehnen?
31 Waren es nicht Juden, die die 70.000 Beduinen aus der Negev Wüste deportierten?
32 Sind es nicht Juden, die die Palästinenser ausrotten wollen?
33 Sind es nicht Juden, die die ISIS gegründet haben?
34 Sind es nicht Juden, die die ISIS anführen?
35 Sind es nicht Juden, die Bombenangriffe gegen Syrien fliegen?
36 Sind es nicht Juden, die den Jemen aus arabischen Flugzeugen bombardieren?
37 Sind es nicht Juden, die die Neutronenbombe auf den Jemen warfen?
38 Sind es nicht Juden, die sich hinter den Khassaren (Zionisten) verstecken?
39 Sind es nicht Juden, die sich hinter den Semiten verstecken?
40 Sind es nicht Juden, die die weltweit härtesten Rassegesetze in Israel durchsetzten?
41 Sind es nicht Juden, die die weltweit härtesten Einwanderungsgesetze in Israel durchsetzten?
42 Sind es nicht Juden, die ihre Lügen durch Gesetze schützen lassen?
43 Sind es nicht Juden, die die FED seit 1913 beherrschen?
44 Sind es nicht Juden, die fremde Staaten („Demokratien“) ausbeuten und unterdrücken?
45 Sind es nicht Juden, die fast alle Staaten durch die Herrschaft über den IWF und die Zentralbanken in die Zinsknechtschaft getrieben haben?
46 Sind es nicht Juden, die alle Nationen, die sich nicht ihrem Zinsdiktat unterwerfen wollen, mit Krieg überziehen?
47 Sind es nicht Juden, die sich die USA als Weltgendarmen und Weltaggressor aufgebaut haben?
48 Sind es nicht Juden, die die EU Fahne mit den 12 Sternen als Zeichen ihrer Herrschaft gestalteten?
49 Waren es nicht Juden, denen die Twintowers gehörten?
50 Waren es nicht Juden, die für die Towers 14 Tg. vor dem Zusammenbruch der Gebäude die Versicherung auf den doppelten Wert der Gebäude
abschlossen?
51 Sind es nicht Juden, die seit Moses Zeiten immer wieder von 6 Millionen jüdischen Brandopfern faseln? (3 Mose 1: 14-17).
52 Sind nicht Juden die Herren der Arbeits-, Folter- und Vernichtungslager weltweit?
53 Sind es nicht Juden, die die Menschheit per NWO zu unterjochen versuchen? (Steine von Georgia)?
54 Sind es nicht die Juden, die – vor allem anderen – den Fortbestand der Menschheit gefährden?
55 Sind es nicht Juden, die in weltweit dafür Sorge tragen, dass politische Gegner mundtot bis ganz tot gemacht werden?
56 Sind es nicht Juden, die uns mithilfe ihres Medienmonopols in einer Matrix (Scheinrealität) gefangen halten?
57 Sind es nicht Juden, die in ihrer Geldgier den WK III herbeiführen?
58 Sind es nicht Juden, die aufgrund ihrer „heiligen Bücher“ alle anderen Menschen belügen, betrügen und bestehlen dürfen?
59 Sind es nicht Juden, die seit Anbeginn ihrer Existenz mit a l l e n Völkern in Streit leben?
60 Sind es nicht Juden, die dem Satan als ihrem Gott dienen?
61 Sind es nicht Juden, die für die Körperverletzung von wehrlosen Kleinkindern (Beschneidung der Geschlechtsorgane verantwortlich sind?
62 Sind es nicht Juden, die für das Quälen von Millionen Tieren beim Schächten verantwortlich sind?
63 Sind es nicht Juden, welche so ziemlich alles (z.B. Recht, Wahrheit, Schönheit, Frieden, Freiheit, Liebe, Reichtum, Vielfalt, Leben, Gesundheit,
Zukunft) ins Gegenteil pervertieren?
64 Sind es nicht Juden, die sich für unantastbar halten?
65 Sind es nicht Juden, die sich selber zum auserwählten Volk ernannten?
66 Sind es nicht Juden, die sich für die HERRENRASSE halten?

Alle Gewalt und alles Unglück dieser Welt, geht vom Kapitalistischen Geld geilen Judentum aus und seinen abartigen Verbündeten. Sechs Spitzen hat der Davidstern, sechs Ecken hat er in sich gern, in mitten steht ein Sechseck drin, der Teufel kennt sein Teufelsding.
Hier mal schauen Israel / Palästina Analysen
und hier Jeder Christ ein Sklave der Juden und hier  Christentum Freimaurer und Pyramiden   und hier Juden- und Christentum  der Kreuzzug 2016 hier  Der Yinon-Plan…   Weiterlesen

Wehe den Besiegten

 Alles in dieser Welt ist im Vertragsrecht, auch in unserem Justizapparat!

Wir müssen uns das mal auf der Zunge zergehen lassen, Staatsanwälte, Richter und Rechtsanwälte sind alle in einer Organisation, und zwar in der IBA, International Bar Association. Wo bleibt hier die Rechtsfindung? Deutschland war, ist und bleibt für die Welt unberechenbar? Wir wissen alle, die Welt ist wieder zum Kriegsschauplatz geworden und die Atombomben lagern bereits in der Eifel, viele Medien spielen das Kriegstreiberspiel mit.

Deutschland bringt die ganze Welt ins Chaos und suchen jetzt in Trump den Schuldigen, obwohl sein Vorgänger Obama, gemeinsam mit der CDU, CSU, SPD, Grüne, FDP, bereits alles in die Wege geleitet haben, Deutschland spielt dabei wieder die Schlüsselrolle, “Die Achse des BÖSEN?“

Wir nennen unseren Gesprächspartner erst einmal Herr Diplomat und bringen das 1. Interview hier in voller Länge, ungekürzt, im O-Ton aufgezeichnet am 2.2.2017. Ein spätere Filmaufzeichnung wird es auch geben.

Diese Interviews wurden im Zeitraum vom

01.03.2017 bis 16.08.2018 veröffentlicht.

Weiter geht es direkt hier mit dem 21. Teil


Herr Diplomat, bleiben wir vorläufig mal bei dieser Anrede, würden sie uns etwas von sich erzählen?:

Ich danke ihnen vielmals für die Einladung, es ist mir eine Freude und eine Ehre hier sprechen zu können um das Ganze auch zu dokumentieren. Mein Name macht im Moment nicht so viel Sinn, den hier in Deutschland offenzulegen, ich bevorzuge es momentan einfach mit dieser Anrede „Herr Diplomat.“

Ich habe früher im technischen Bereich begonnen und habe mich dann im wirtschaftlichen Bereich engagiert, auch im Bankenbereich usw., ich bin dann immer mehr in diesen Bereich der sogenannten kommerziellen Themen gekommen. Kommerziell ist nichts weiter wie Handelsrecht. Handelsrechtliche Themen, also alles wo überall Handel betrieben wird, Vertragsrecht usw. und so fort.

Über diese ganze Arbeit hinweg bin ich immer mehr in diesen Bereich reingekommen, wie internationale Zusammenarbeiten, Verträge, Vertragsgestaltungen und was so alles dazu gehört. Und irgendwann wurde eine sehr große Organisation, die international agiert, auf mich aufmerksam und hat mir dann angeboten, mit sofortiger Wirkung als Diplomat, in Mission nennt sich das Ganze dann, zu agieren, so dass ich einen gewissen Schutz erfahre durch diese Organisation, denn ungeachtet dessen, dass ich niemals, zu keinem Zeitpunkt eine feindliche Grundeinstellung habe, wobei das ist jetzt nicht 100prozentig richtig.

Als ich angefangen habe mit den ganzen Themen und mich dort in der Ohnmacht bewegt habe und in der Unwissenheit auch sehr viele Fehler machte und dann sehr viele Restrektionen vom System erfahren musste, war sehr häufig auch eine feindliche Grundeinstellung da. Aber im dem Maße, wie ich gelernt habe, wie dieses System arbeitet und im dem Maße, wie ich gelernt habe, wie das System funktioniert und ich dann feststellen mußte, dass, wenn die Gegenseite in Ehre und Wahrheit und ehrenhaft agiert, merkte ich plötzlich, dass das ganze System durchaus sinnvoll struktuiert ist und in diesem neuen Status ist es für mich jetzt auch möglich Dinge zu bewirken.

Aus diesem Gefühl heraus was ich entwickelt habe in den letzten 2 bis 3 Jahren, wie das System tatsächlich arbeitet und wie es tatsächlich aufgebaut ist, muss ich heute einfach sagen, dass das System an sich, so wie es aufgebaut ist, gut ist für die Menschen.

Was sind ihre Beweggründe die Menschen in der Welt über Deutschland aufzuklären?:

Wenn ich mir genau überlege, am Anfang habe ich mir sehr viel Ärger eingehandelt, weil ich falsch handelte, weil ich viele Dinge nicht begriffen habe, weil mir das Wissen gefehlt hat und über all diese Jahre hinweg, wo ich das jetzt praktiziere, selbst praktiziere, muss ich feststellen, dass viele in meinem Umfeld dieses Wissen nicht haben und sich sehr, sehr viel Ärger damit auch einhandeln.

Meine Berufung oder mein Idealismus resultiert eigentlich daraus, dass ich anderen die Chance geben möchte, diesem System weniger feindlich, sondern einfach rational und nüchtern zu begegnen.

Das Ganze ist ein Geschäft und nichts weiter als ein Geschäft, und ich möchte eigentlich beitragen, dass es mehr Menschen gibt, die konstruktiv und mit Verstand, mit nüchternem Verstand, sich an diesem System beteiligen, aber dazu ist Wissen erforderlich.

Und dieses Wissen wird leider nicht über die öffentlichen Medien, schon gar nicht von Schulen verbreitet, sondern was dort rüberkommt, ist ausschließlich nur Propaganda.

Sind sie das, was man zwischenzeitlich in Deutschland allgemein als Reichsbürger bezeichnen würde?: Heute wird ja jeder Kritiker pauschal als sogenannter Reichsbürger beschimpft. Man sieht auf den Tonaufnahmen jetzt nicht mein Schmunzeln. Diesen Begriff Reichsbürger bekomme ich sehr häufig gesagt und erzählt. Das ist, ich würde einfach mal sagen, ein, man sagt dazu in der Juristik auch – wo einfach Leute etwas sagen, um sich zu schützen, eine Schutzbehauptung. Was ist eigentlich ein Reichsbürger, ich habe mir schon viele Gedanken gemacht, zumal ich das öfters höre.

Also jemand, der sauber arbeitet, der Kritik übt, der versucht konstruktiv mitzuarbeiten und nicht alles hinzunehmen, ist also nach der monentanen Formel unserer sogenannten Bundesregierung ein Reichsbürger.

Das ist jetzt auch nicht gerade lokal begrenzt, in anderen Ländern nennt man sie anderes, hier nennt man sie halt Reichsbürger. Ich finde das äußerst bedenklich mit einer solchen pauschalen Vorvorurteilung Menschen die einfach nur ihr Recht in Anspruch nehmen wollen, die kritische Fragen stellen, einfach dort hineinzuwerfen, die nicht mal etwas Böse im Schilde führen. Sicherlich, es gibt immer „Solche und Solche“.

Es gibt immer Leute, die sehr emotional an die Dinge herangehen und damit sehr große Probleme verursachen, nicht nur bei sich selber, sondern auch bei anderen. Aber es gibt auch sehr viele, die sehr konstruktiv und klare Fragen stellen und auch ein Recht auf eine Antwort haben.

Und diese dann mit propagandistischen Mitteln, wie diese Reichsbürgeraktion unseres Thomas De Maizière zu denunzieren, dass finde ich sehr unter der Gürtellinie und ist eigentlich dem immer behaupteten, rechtsstaatlichen, demokratischen, freiheitlichen Grundgedanken, was die Bundeskanzlerin von sich gibt, definitiv nicht gerecht.

Gerade wir hier in Zentraleuropa müßten doch wissen, wie so etwas abläuft, wenn jetzt gerade solche Verunglimpfungen stattfinden, wie gerade diese mediale Verunglimpfung von Reichsbürgern, dann sollten wir doch in der Geschichte einfach zurück schauen. Es war schon mal so, schon einmal wurden Menschen verunglimpft, man hat sie am Ende eingesperrt, man hat ihnen schlimmstes angetan und völlig ungeachtet von irgendwelchen Hautfarben, von religiösen Interessen oder was auch immer, es spielt keine Rolle, es gibt keinen Grund mit Pauschalurteilen Menschen zu verumglimpfen, um sie dann in eine Schublade zu schieben, aus der sie nicht mehr heraus kommen und handlungsunfähig werden.

Natürlich ist es völlig klar, dass gewissen Handlungsweisen dieser Bundesregierung absolut nicht nachvollziehbar sind, besonders nicht auf Grund dessen, was in den Medien veröffentlicht wird. Aber dass Menschen krititsch sich äußern und dafür bestraft, bishin ausgegrenzt werden und sogar schlimmeres.

Mir wurde schon schlimmeres angedroht, wenn ich über Skandale offen spreche. Dass zeugt nicht von einer rechtsstaatlichen Struktur und hat nichts zu suchen in einem System, in dem von freiheitlicher, demokratischer Rechtsstaatlichkeit gesprochen wird. Ich werde sehr häufig gefragt, ja diese vielen Leute, die jetzt zu uns kommen, aus den vielen andern Ländern. Es ist ein großes komplexes Thema, allein dieses Thema Flüchtlinge. Man muß einfach sehen, es gibt selbstverständlich Länder, in denen es furchtbar zugeht, wo Menschen keine andere Möglichkeit mehr sehen als zu fliehen. Niemand fragt: warum es in diesen Ländern so aussieht, niemand fragt, was die Ursachen sind, aber man schickt diese Leute aus ihrer Heimat fort.

Sie werden aus ihrer Heimat gerissen, sie müssen ihre Heimat verlassen. Sind auf der Flucht, werden hier aufgenommen, werden hier mit Mißtrauen aufgenommen und die Menschen, die hier leben werden überschwemmt mit fremden Gedanken in ihrer eigenen Kultur. Und effektiv genau betrachtet, wenn man die Hintergründe kennt, hat alles, was hier geschieht einen rein wirtschaftlichen Hintergrund. Es geht nur um wirtschaftliche Hintergründe, es hat nichts mit Menschlichkeit zu tun, Humanität, dass ist etwas was mich an diesem ganzen System sehr sehr stark stört, es ist die Verlogenheit in diesem System.

Es geht um wirtschaftliche Gründe, ausschließlich und hat nichts mit irgendwelchen humanitären Gründen zu tun. Inzwischen stelle ich fest, auch viele Deutsche suchen sich eine neue Heimat und wandern aus.

Ist Deutschland eine GmbH? Ist Deutschland tatsächlich eine Firma?

Wenn man sich mit den Menschen draußen unterhält, hört man sehr oft das Wort GmbH im Zusammenhang der BRD. Begründet wird das damit, dass die Ministerien, sogar der Bundestag usw. eine Steuernummer besitzen, dass man statt über Gebühren von Umsätzen spricht, auch die Justiz spricht davon und der Gerichtsvollzieher erst recht.

Deshalb ja, Deutschland ist eine Firma. Das ist in der Tat firmenähnlich, weil Firmen haben eine Steuernummer. Wobei, wir müssen hier mit der Begriffsdefinition aufpassen, denn Deutschland ist in der Form nirgends registriert. Es gibt heute ein Germany, früher gab es mal eine Bundesrepublik Deutschland, bis 1995, 2005 wurde dann Germany daraus. Germany ist eine Firma, an dieser Stelle ist vielleicht wirklich eine Hauptkritik anzubringen an dem gesamten System, dass ist die fehlende Transparenz. Durch die fehlende Transparenz entstehen viele Missverständnisse und viel unsinniges Zeug, was auch im Netz herumgeht, was einfach so nicht stimmt.

Die Bundesrepublik oder Germany ist keine GmbH, dass ist völlig unmöglich, weil dann müsste sie ja bei sich selbst gemeldet sein. Also geht das nicht. Aber Germany ist ein Verwaltungskonstrukt, dass unternehmerisch aufgebaut ist. Das ist wohl, glaube ich, die präzisere Formulierung. Die Bundesrepublik ist also, ich nenne sie jetzt einfach mal so, sie ist eine Verwaltungskonstruktion, die unternehmerisch agiert, Umsatz- und Gewinn orientiert ist und damit ist sie automatisch eine Firma. Was man jetzt genau einen Staat nennen könnte, ist dies eine Definitionssache.

Man könnte es evtl. so formulieren, dass ein Unternehmen immer umsatz- und gewinnorientiert ist und ein Staat eher sozial ausgerichtet ist, auf seine Bevölkerung. Die tatsächliche rechtliche Situation ist so, dass die Bundesrepublik nur einfach eine Art Scheinunternehmen ist, d.h. die Bundesrepublik hat sich ein Gebiet vertragsrechtlich erarbeitet, dass da noch andere Parteien dahinterstecken, darauf kommen wir später noch.

Und für dieses Gebiet haben sie eine Lizenz und deshalb nenne ich diese Gebiete auch gerne Kartellgebiete. Das sind einfach nur Kartellgebiete und die nennen sich halt Staat, weil sie die Lizenz dafür haben, sich Staat zu nennen. Sie nennen sich sogar Rechtsstaat, dass ist richtig. Die Bundesrepublik ist ein Rechtsstaat.

Das ist eine Firma, die sich Staat nennt, die Rechte hat. Diese Rechte sind vertraglich gesichert durch die United Nations. Das ist auch völlig richtig und wer kennt den Begriff hoheitliche Rechte nicht, weil hoheitliche Rechte entstehen aus Verträgen. Vertragshoheit, wer hat denn die Vertragshoheit im Kartellgebiet Bundesrepublik? Dass ist doch die Bundesrepublik. Also hat sie hoheitliche Rechte, auch dass ist völlig richtig. Sie hat sie erworben und zwar von der United Nations. Und die United Nations garantiert für die Sicherheit dieses Kartellgebietes und deshalb gibt es die Blauhelme. Und die Blauhelme sichern die Grenzen von Kartellgebieten von den Vertragspartnern. Auch dass ist alles richtig.

Auch dort geht es nicht um die Menschen, um die Männer, Frauen und Kinder, sondern es geht ganz einfach nur um diese wirtschaftliche Abgrenzung von Gebieten. Und diese Abgrenzung nennt man Grenzen. Und innerhalb dieser Grenzen hat ein einziges Unternehmen, nennen wir es einfach mal so, einen Verwaltungskonstrukt, das Sagen und das ist hier in Zentraleuropa die Bundesrepublik. Und diese Rechte darf Germany oder Bundesrepublik ausüben, weil sie den Vertrag hat.

Und dieser Vertrag ist natürlich auch gebunden an übergeordnete Verträge, wie z.B. die Besatzungsverträge von USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, die damals geschlossen wurden. D.h. das damalige deutsche Reich, besser gesagt das 3. Reich hat sozusagen die vertraglichen Rechte sich durch Putsch erworben. Die Weimarer Republik ebenfalls durch Putsch erworben, aber es wurde anerkannt. Das Problem ist also nicht, dass jemand Rechte hat, sondern dass die Rechte anerkannt werden. Und dass ist ja der Fall, d.h. das 3. Reich war anerkannt, die Weimarer Republik war anerkannt.

Man hat sie alle anerkannt und mit ihnen Verträge geschlossen. Und damit waren sie eine anerkannte Konstruktion und damit hatten sie hoheitliche Rechte. Wir versuchen immer wieder den Menschen in diese fiktiven Systeme hineinzubringen, dass funktioniert nicht so ohne weiteres. Weil diese Menschen sind ja nichts weiter als kollateral, sie werden als kollateral geführt, als beleihfähige Masse, brutal ausgedrückt. Und wir denken immer, ein solches System ist menschenfreundlich, ist menschenorientiert. Das ist nicht richtig.

Es geht rein um die Verwaltung von Kollateral, das weltweit im sogenannten Assets (engl. für Anlagevermögen) aufgeteilt ist, dass sind Anlagevermögen und dieses Anlagevermögen ist beleihfähig. Es ist eine beleihfähige Masse und dass nennt man Kollateral. Und wenn es einen Krieg gibt, dann gibt es Kollateralschaden.

Und, wenn also die Bundesrepublik von den United Nations die Zusage hat für diese Grenzen und diese Grenzen einhalten will, also auch in diesem Kartellgebiet ihre hoheitlichen Rechte ausübt, dann ist das alles blitze-sauberes Vertragsrecht. Und wir Menschen in diesem Land können uns nur entscheiden, ob wir mitmachen oder nicht mitmachen. Dass ist alles.

Das heisst, alles in dieser Welt ist im Vertragsrecht, was sind alles Verträge und wo, mit wem gehe ich diese ein?

Alles, was wir tun, ist immer im Vertragsrecht. Aber ich würde gerne vorher noch etwas abschließend zum Thema: Ist Deutschland tatsächlich eine Firma? Es gibt so viele Leute, die behaupten, ja die sind dort und dort eingetragen, in dem und dem Handelsregister bei Upig? und wo weiter und sofort. Es gibt etwas viel besseres. Ich empehle jedem die Lektüre der Seite http://www.sec.gov.

Das ist die Security Exchange Commission, das ist die Börsenaufsicht in New York. Und jeder der möchte, kann da mal hineinschauen und geht in das Suchsystem, dass nennt sich Edgar und gibt dort mal ein: Federal Republic of … und dann wird er staunen, welche Firmen es alles gibt. Dass z.B. das Unternehmen Federal Republic of Poland in der Wallstreet 14 ihren Sitz hat. Einfach reingehen und schauen und sich überzeugen. Was hat ein Staat, ein sogenannter Staat, der von sich behauptet unabhängig zu sein in einer Börsenaufsichtsliste zu suchen?

Einfach nur mal ein Tipp, es ist alles im Vertragsrecht, und wir gehen ständig Verträge ein, in verschiedensten Art und Weisen. Das fängt an mit dem ganz normalen Vertrag, wo ich unterschreibe, beim Arbeitsvertrag, der Vertrag für Mobilfunk und so weiter und so fort.

Aber bei vielen Verträgen, die wir eingehen, ist uns gar nicht bewusst, dass wir überhaupt Verträge eingehen. Und dass ist eigentlich der Punkt, wo wir viel sensibler werden müssen. Wo wir auch viel genauer hinsehen müssen, wo und mit wem wir Verträge abschließen.

Stillschweigen ist immer Vertragszustimmung, dass vergessen die Menschen. Wenn mir also jemand etwas schickt und ich widerspreche nicht und schicke es nicht zurück, dann habe ich diesen Vertrag angenommen.

Viele denken da nicht daran, sie bekommen etwas zugeschickt, irgendwelche Werbepost von irgendwelchen Unternehmen, die sich zum Teil auch Amtsgericht nennen und dann stimmen sie zu, in dem sie einfach nichts tun.

Dass ist das schlimmste, was ich tun kann.

Aber ein Punkt liegt mir hier wirklich am Herzen und dass ist der wesentlichste Vertrag, den wir überhaupt nur haben, dass sind Gesetze. Alle Gesetze sind Verträge, ich nenne sie immer die AGB’S für die Nutzung von Personen. Weil die Bundesrepublik hat nämlich einen Vertrag mit den UN, dass hatten wir schon angesprochen. Und dieser Vertrag beinhaltet auch, dass die Bundesrepublik befugt ist, Personen herauszugeben. Das bedeutet nichts weiter wie, die Bundesrepublik gibt mir als Mann eine Person und ich kann dann mit dieser Person in der Bundesrepublik agieren.

Und alles was ich tue innerhalb dieser fiktiven Welt der Bundesrepublik ist nichts weiter, wie fahre ich mit einem Auto, auf einer Straße. Bin ich, weil ich mit dem Auto auf einer Straße fahre, deshalb ein Auto? Nein, ich bin es nicht. Ein Thema auf das wir später noch einmal darauf zu sprechen kommen.

Also die AGB’s also die Gesetze der Bundesrepublik regeln alles, was mit Personen zu tun hat. D.h es gibt einmal das Zivilrecht, das bedeutet nichts weiter wie, das sind die Verträge zwischen den Personen untereinander. Was muss ich einhalten gegenüber den anderen Personen, wenn ich meine Person nutze? Und es gibt das sogenannte Strafrecht. Wenn ich diese Person nutze, um der Firma, die sich Staat nennt, also Schaden zuzufügen, sprich ich schreibe sozusagen Rechnungen an Amts- oder Landgerichte und Finanzämter, dann handle ich gegen die Interessen des Staates unter der Nutzung dieser Person.

Und das sind alles Verträge, mehr nicht. Und, wenn ich gegen diese Verträge verstoße, gibt es Vertragsstrafen. Und diese Vertragsstrafen nennen sich z.B. Bußgelder. Dass sind nichts weiter wie Vertragsstrafen. Und diese Gesetze werden auch herausgegeben, das heißt sich sage bewusst herausgegeben, weil sie sind Verträge.

Ein Vertrag wird herausgegeben und deshalb müssen diese Verträge veröffentlicht werden. Und, wenn niemand widerspricht, gelten diese Verträge, also Gesetze als angenommen. Deshalb gibt es den sogenannten Bundesanzeiger.

Alles, was im Bundesanzeiger veröffentlicht wird an Gesetzen und niemand widerspricht, der hat diesen Vertrag angenommen. Und dieser Vertrag gilt für die Nutzung von Personen. Und diese Verträge müssen auch versichert sein, jeder Vertrag muss versichert sein. Es muss ja sichergestellt sein, dass, wenn jemand der einen Vertrag anwendet, dadurch einen Schaden erleidet, dann muss er in irgendeiner Form versichert sein. Und deshalb sind alle Verträge, also alle Gesetze ebenfalls versichert. Dass weiss nur niemand.

Und der, der diesen Vertrag herausgibt, der Versicherer sozusagen, der muss auch die Haftung übernehmen für diese Verträge. Und, wenn er die Haftung für diese Verträge nicht übernimmt, dann sind diese Verträge nicht geltend. Also hat dieses Gesetz keinen Geltungsbereich oder es hat keine Einführung oder es ist nie veröffentlicht worden.

Solche Gesetze gibt es in der Bundesrepublik und zwar zu Hauf. Und man muss sich natürlich fragen, warum es solche Gesetze gibt. Warum man Gesetze keinen Geltungsbereich gibt, oder warum gewisse Leute ihre Papiere nicht mehr unterschreiben.

Es geht alleinigst um die Haftung.

Ausschließlich um die Haftung. Und, wenn ein Gesetz, keinen Geltungsbereich hat, und wenn ein Gesetz nicht veröffentlich wurde, dann haftet der, der das Gesetz anwendet. Es ist sehr einfach. D.h. jemand, der einen Vertrag anwendet, der nicht authorisiert ist, diesen Vertrag anzuwenden, dann muss er dafür die Haftung übernehmen. Das ist völlig logisch.

Und dass ist der Unterschied, was ich auch immer wieder versuche den Menschen klar zu machen. In dem Maße wie wir anfangen die Bundesrepublik auf die Bundesrepublik begrenzt, in dem Maße wie wir anfangen die Bundesrepublik nicht mehr als staatliche absolute Struktur zu sehen, sondern als Verwaltungskonstrukt, dass man auch als Unternehmen bezeichnen könnte in dem Maße begreifen wir, wie dieses System arbeitet.

Und in all diesen Jahren, wo ich jetzt arbeite, habe ich fast keine Willkür erlebt, sondern immer nur die konsequente Anwendung von Vertragsrecht und die konsequente Anwendung von Vorschriften, weil wenn der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, der einen Arbeitsvertrag und Vorschriften hat, diese nicht einhält, dann ist er in seinen Handlungen nicht mehr versichert und verliert seinen Job.

Und deshalb müssen wir immer überlegen, wenn wir also auf eine Behörde gehen und Dinge einfordern, die ausserhalb der Verträge sind, dann wird der Mitarbeiter dort nicht mitmachen können, weil er würde seinen Arbeitsplatz verlieren, weil er nicht mehr versichert ist.

Die Menschen draußen beklagen sich immer über das Wort GEZ, Gebühreneinzugszentrale, d.h. ja heute ARD-ZDF-Deutschland Radio oder über das OWiG, Ordnungswidrigkeitsgesetz. Ist beides in dieser Form gültig oder nicht?

Also das Wörtchen „gültig“, muss ich jetzt gleich erst mal in Frage stellen. Verträge sind geltend, d.h. ich bevorzuge es, wenn über solche Dinge gesprochen wird – prinzipiell das Wort geltend zu verwenden. Weil gültig sind für mich nur Dinge, die zwischen Männern und Frauen gemacht wird, also im Menschenbereich gemacht wird. Und das hat im fiktiven Staats- oder Firmenrecht nichts zu suchen. Das nur so ganz am Rande.

Fangen wir erst einmal mit dem Ordnungswidrigkeitsgesetz an. Das Ordnungswidrigkeitsgesetz gilt ja nur für Schiffe mit einem Hoheitszeichen usw.. Es ist auch nie verkündet worden, also es wurde nie veröffentlicht, und das heißt, dieses Gesetz ist im Prinzip da. Und wie ist es doch so schön heißt, wenn ein Vertrag existiert und der Vertragspartner keine Deckungszusage macht, ist immer die Frage: Wer übernimmt dann die Haftung.

Eine Zwischenfrage: Das Ordnungswidrigkeitsgesetz wird ja immer in Verbindung mit Bußgeldern gebracht. Egal, ob du falsch parkst oder sonstige Dinge tust, ist das nur reine Abzocke?

Ja, richtig. Es gilt ja in der Bundesrepublik die sogenannte Straßenverkehrsordnung. Und, wenn jemand gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt oder gegen irgendwelche Vorschriften, dann bedeutet das ja nur, das ich gegen geltende Verträge verstoße und ich nenne das mittlerweile, diese Bußgelder auch als Risikozuschlag. D.h. die Herausgeber dieses Vertrages Straßenverkehrsordnung sagen, ich verhalte mich vertragswidrig und damit gefährde ich die sogenannte öffentliche Sicherheit und dann sind zusätzliche Gebühren fällig und die nennt mal dann einfach Bußgelder.

Das ist alles, das ist das ganze Spiel. Die Frage ist nur die, der, der den Vertrag anwendet, ohne das jemand den Vertrag versichert hat, geht damit auch in volle Haftung. Und das ist das, was man immer die private Haftung nennt.

D.h. ich habe keine Personen mehr, die ich nutzen kann, sondern ich missbrauche die Person, die mir die Bundesrepublik gegeben hat, damit ich mich in der Konstruktion Bundesrepublik bewegen kann, um mir entweder einen Vorteil zu verschaffen, in dem ich z.B. durch die Stadt mit 100 fahre, was im Prinzip ein Wahnsinn ist. Aber es gibt Leute die fahren tatsächlich mit 100 durch die Stadt. Und die sind auch ein Sicherheitsrisiko, aber dass ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

Diese ganzen OWiG-Geschichten und Bußgelder simulieren immer, dass dadurch mehr Sicherheit entstehen würde, dass ist Unsinn. Wenn die Leute verantwortungslos fahren, dann fahren sie verantwortungslos. Das hat keinen Einfluss. D.h. das Ordnungswidrigkeitsgesetz ist im Prinzip nie veröffentlicht worden. Jeder, der es anwendet, tut es unter seiner eigenen Haftung, unter seiner privaten Haftung. Und da es nicht bemängelt wird, wie heißt es so schön: wo kein Kläger, da kein Richter. (Anmerkung: Siehe in Köln, 400.000 falsche Knöllchen – Reker wollte das Geld behalten. Ganz Deutschland und Ravensburg sind vermint, wir wurden zur Bußgeldrepublik, nur um die Kassen zu füllen, Gier frisst also doch Hirn?)

Die Geschichte mit dem ARD-ZDF Deutschland Radio betrachte ich mal als einen genialen Trick. Der führt aber extrem weit. Prinzipiell ist es so, dass Forderungen nur von rechtsfähigen Personen herausgegeben werden dürfen. D.h. jemand, der eine Forderung schreibt, muß rechtsfähig sein.

Wenn nun jemand eine Forderung herausgibt, ich benutze jetzt diese Terminologie um sie einfach nur zu schulen für die weiteren Interviews, wenn also jemand eine Forderung herausgibt, dann hat er die Haftung dafür bis zum Beweis der Uneinbringlichkeit, so nennt man das Ganze.

D. h. jemand, der eine Forderung herausgibt kann die Forderung nicht einfach löschen, sondern der Geschäftsführer des Unternehmens, das die Forderung herausgegeben hat, wie z.B. Südwestfunk Radio, haftet für diese Forderung, bis er bewiesen hat, das der Forderungsempfänger nicht bezahlen kann.

So, dass kann sehr problematisch werden, weil er muss ja dann versichert werden. D.h. der Vorsitzende von Südwestfunk Radio muss entsprechend versichert sein. D.h. man gibt deshalb sicherheitshalber keine Forderung heraus, sondern man überträgt eine Anspruchsstellung an eine nicht rechtsfähige Organisation. Diese nicht rechtsfähige Organisation nenne ich ARD-ZDF-Deutschland Radio, sie betreibt dann ein Beitreibungsverfahren ohne Rechtsfähigkeit. Was absolut nicht zulässig ist.

Und da sie damit bei manchen nicht durchkommen, die werfen dann die Dinger einfach in den Papierkorb, wo sie eigentlich auch hingehören oder aber sie gehören im Prinzip besser zurück geschickt, weil kein Vertragsinteresse besteht.

Kommt dann irgendwann der Gerichtsvollzieher?

Ja, über den Gerichtsvollzieher konventiere ich, so nennt man das im Kommerziellen, konventiere ich von einer nicht rechtsfähigen Organisation einer Anspruchstellung an einen Gerichtsvollzieher und über den Gerichtsvollzieher wird das dann zu einer sogenannte Haftung. Unter der Haftung des Gerichtsvollziehers unter dessen Versicherung. Weil er haftet dann mit seiner Versicherung für die Eintreibung. Das ist praktisch, äußerst praktisch.

D.h. die gesamte Haftung wird auf die Gerichtsvollzieher verlagert. So, und wenn er das nicht macht, nicht spurt, dann bekommt er Ärger. Jetzt muss man dazu wissen, dass ein Gerichtsvollzieher wesentlich mehr Geld bekommt für eine Vermögensauskunft, wie für die Beitreibung dieses Geldes. Dass sind nur ein paar Euro für eine Beitreibung.

Aber eine Vermögensauskunft bringt richtig Geld, bei einer Vermögensauskunft steckt noch ein bischen mehr dahinter. Also Faktum ist eines: Auch hier gilt wieder Vertragsrecht und die Menschen, die jetzt gegen dieses ARD-ZDF-Deutschland Radio kämpfen, sie kämpfen an der falschen Stelle. Sie kämpfen mit und gegen einen Staatsvertrag und sowieso ganz Deutschland ist eine Firma. Es ist alles Unsinn.

Die Leute müssen nach den Verträgen schauen, sie müssen nach der Rechtmäßigkeit einer Forderung schauen und es gibt den Begriff nach der ungebührlichen Forderung. Eine ungebührliche Forderung ist eine Forderung, die aus Lieferung und Leistung besteht. D. h. wenn keine Lieferung und Leistung erbracht wurde und diese nicht dokumentiert wurde, kann keine Forderung gestellt werden.

So, d.h. was man immer sehr häufig mit diesen Leuten tut, die nennt man dann irgendwann Reichsbürger, weil man ihnen ungebührliche Forderungen stellt. Weil, sie schreiben Forderungen an Amtspersonen, obwohl sie ja keine Leistung erbracht haben. Genau das macht dieses System ja auch, ARD-ZDF Deutschland Radio, mit den ganzen Bußgeldverfahren usw. D.h. es ist etwas auf Gegenseitigkeit, aber auch hier gilt wieder Vertragsrecht.

Und eines möchte ich an dieser Stelle vielleicht anmerken: Vertragsrecht beinhaltet auch Durchsetzung. Wenn ich also einen Vertrag habe und kann diesen Vertrag nicht durchsetzen, dann werde ich diesen Vertrag auch nie nutzen können zu meinem Vorteil. Weil es ist immer eine Frage der Durchsetzungsfähigkeit.

Dann sind wir jetzt wir jetzt schon beim nächsten Punkt, diese ganzen Haftbefehle, Gerichtsurteile, Verfügung, die werden alle nicht mehr unterschrieben. Zumindest, dass was wir bekommen. Wir bekommen ja nur noch sogenannte vollstreckbare Ausfertigung.

Weil, wer weiß schon, dass ein Haftbefehl oder eine Verfügung oder ein Gerichtsurteil, dass das Obligationen sind. Das sind sogenannte Leistungszulagen, es sind Wertpapiere. Und Wertpapiere kann man doch nicht so einfach kopieren.

Jetzt stellen Sie sich mal vor, Sie kaufen sich eine Daimler Benz Aktie kopieren die 10 mal und verkaufen sie dann. Dann bekommen sie doch auch Ärger. Also kann man ein Wertpapier nicht einfach kopieren.

Und diese Haftbefehle, Gerichtsurteile und Verfügungen sind Wertpapiere, sind Obligationen. Und die werden im Original unterschrieben und sofort geltend gemacht. Mit ihnen wird Handel betrieben. Und deshalb gibt es davon keine beglaubigten Kopien, weil ein beglaubigte Kopie hat den gleichen Wert, wie das Original. Und deshalb bekommen wir nur sogenannte vollstreckbare Ausfertigungen, die keine Unterschrift tragen.

D.h. auch hier machen die alles richtig. Was aber nicht richtig läuft, ist die Tatsache, dass wenn ich ein sogenanntes Gerichtsurteil oder einen Haftbefehl oder eine Verfügung die meistens Bußgeld behaftet ist, mit Bargeld mit Liquidität ausgleiche, dann müßte mir normalerweise dieses Papier im Original zurück gegeben werden oder aber das Geld was ich übergebe, müßte sauber verbucht werden.

Und beides erfolgt nicht. Weder wird dieses Geld sauber verbucht, dass nennt man übrigens Steuerbetrug, noch bekomme ich den Haftbefehl oder diese Sachen im Original, weil ich habe ja dann ausgeglichen.

Und dort ist die Krux an der ganzen Geschichte. D.h. im Prinzip muss ich einfach sagen, das System arbeitet nicht sauber in dem was es tut bzw. es schafft keine Transparenz von dem, was wirklich da ist. Und dass ist der Hauptvorwurf, der hier entsteht, ob das gültig ist oder nicht gültig ist, ob irgendetwas geltend ist oder nicht geltend ist, es geht darum, dass wenn ich Verträge herausgebe und wenn ich Verträge in die Welt setze, dann habe ich die auf Gegenseitigkeit auch einzuhalten.

Und wenn der Vertragspartner nicht vollumfänglich über alle Vertragsgegenstände informiert wird, dann nennt man das Täuschung im Rechtsverkehr. Das ist erschleichen von Vertragsrecht.

Meistens liest man auf den Urteilen, welche man zugestellt bekommt, mit einem Stempel versehen, beglaubigt von XY.

Richtig, es ist beglaubigt, dass es ein Original gibt, aber mehr auch nicht.

Sie benutzen immer die Begriffe, privat und öffentlich. Was bedeutet denn privat und öffentlich in ihrer Terminologie?

Also die Terminologie ist nicht von mir, sie ist international üblich. Das nur mal prinzipiell. Öffentlich/privat: Ich fange einmal mit „privat“ an, das ist wesentlich einfacher.

Privat ist alles was zwischen Männer, Frauen auf der menschlichen Ebene geregelt wird. D.h. alles, was Menschen machen ist privat, dass hat nichts mit Staat oder irgendetwas zu tun. Man sagt sogar Männer und Frauen oder Männer und Weiber, auch die Kirche verwendet diese Begriffe. D.h., dass alles was außerhalb des öffentlichen Protokolls geregelt wird, ist privat.

D.h. es ist unter privater Haftung, es kann nicht versichert werden. Und jemand der unter privaten Bedingungen agiert, wie z.B. privat activities, der kann durchaus mal mehr verlieren, als nur seinen Kontostand, da geht dabei auch das eine oder andere Mal ein Leben hinüber. Weil es ist unbegrenzte Haftung.

Interessant an dieser Stelle ist vielleicht die Anmerkung, dass es Verträge gibt, die geheim sind, also privat. Man sagt in der Regel auch, was privat ist, hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Es ist privat und streng vertraulich. Da kommt dieser Begriff her, d.h. alles wo das Wort geheim auftaucht, geheim ist immer privat, Geheimdienst, geheime Verträge.

Was haben in einem Rechtsstaat geheime Verträge zu suchen? Das ist doch dann privat, d.h., wenn Verträge ausgehandelt werden zwischen den Unternehmen Großbritannien, Frankreich, USA und der Bundesrepublik und es sind Geheimverträge, dann sind das doch Privatverträge von den sogenannten Gesellschafter, der Geschäftsführer dieser Unternehmen. Und nichts anderes.

Das ist spannend, wenn man es mal unter diesem Aspekt betrachtet. Und deshalb gibt es eben Dinge, die sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Aber, was ist jetzt die Öffentlichkeit? Die Öffentlichkeit sind die Personen.

Das Personenrecht. Alles, was im Öffentlichen stattfindet in diesen fiktiven Welten sind öffentliche Vorgänge und da gilt das sogenannte öffentliche Recht. Und das öffentliche Recht, ist das Recht, dass die erworben haben, die die Verträge dafür haben, die Lizenzen dafür erworben haben. Und die haben diese Rechte.

D.h. ich nenne es Fiktion und d.h. in der Fiktion sind also Personen aktiv, es ist das öffentliche Recht. D.h. das Recht für die Nutzung dieser Personen aktiv. Im Gegensatz dazu sind die lebenden Wesen.

Und ich möchte an diese Stelle mal einen kleinen Tipp abgeben. Beschäftigen sich sich einmal mit Kaiser Justinian. Kaiser Justinian hat nämlich festgestellt, ein Mann und ein Weib, ein lebender Mann und ein lebendes Weib dürfen die Rechte nicht eingeschränkt werden. Weil diese Rechte sind uns von Gott gegeben. Gott alleine hat das Recht unsere Rechte einzuschränken und sonst niemand.

Wie wollen sie eine soziale Struktur aufbauen mit Männern und Weibern? Das funktioniert nicht. Weil, sie dürfen ja die Rechte nicht einschränken. Also wurde eine fiktive Welt geschaffen. Und diese fiktive Welt besteht aus Personen. Diese Personen werden uns zugeordnet und über diese Personen ist es dann möglich, Recht durchzusetzen. D.h. jeder Mann und jedes Weib bekommt eine Person gestellt von dem Lizenznehmer, in dem Falle der Bundesrepublik. Und mit dieser Person agiert er im diesem fiktiven System das sich Bundesrepublik nennt.

Und wenn dieser Mann und dieses Weib die Person mißbrauchen, um sich zu bereichern, z.B., dann hat diese Verwaltungsstruktur das Recht, die Rechte von Personen einzuschränken. D.h. sie können die Rechtsfähigkeit, die Geschäftsfähigkeit bishin sogar über die absolute Verfügungsberechtigung einzuschränken.

D.h. diese Firma, die sich Staat nennt hat zwar alle Rechte über Personen, aber hat keine Rechte gegenüber Männern und Weibern. Und das ist das Kernproblem gewesen, was Kaiser Justinian hatte vor ca. 2000 Jahren, was dazu geführt hat, dass die „Persona“ überhaupt entwickelt wurde. D.h. dieses fiktive Element, über das es möglich ist, Menschen, die nicht diszipliniert sind, zu disziplinieren.

Nur was heute daraus geworden ist, ist ein Sklaven-System, in dem man Menschen, die es wagen, die Verwaltungsstruktur zu kritisieren, einem kommerziellen Druck aussetzt sind, den ich zwischenzeitlich als kommerzielle Inquisition bezeichnen würde. D.h. die Rechte von Männern und Weibern werden systematisch eingeschränkt, solange der Mann und das Weib, das die Person nutzt, einknickt und einlenkt und wieder bereit ist, freiwillig den Strukturen der Vorgaben zu folgen. Also den Verträgen zu folgen. Jetzt könnte natürlich der geneigte Leser sagen, was erzählt der da, der baut sich eine eigene Welt auf.

Ich empfehle jedem, der diesen Text liest, sich einmal das Einführungsgesetz des Bürgerlichen Gesetzbuches anzuschauen. Und zwar den §10 und den § 7.

Eine Person unterliegt dem Recht des Staates, dem die Person angehört,

das steht da drin. Und einfach mal diese Dinge lesen und das ist der Unterschied zwischen der Bundesrepublik und vielen anderen Firmen, die sich Staat nennen. Hier in Deutschland wird sehr gründlich gearbeitet, da wird alles festgehalten. Das ist auch der Grund, warum schätzungsweise 80-85 % aller Gesetze auf diesem Planeten in Deutschland geltend sind. Weil wir so gründlich sind, weil wir das alles so sauber machen.

Und wenn man anfängt, die Gesetze als das zu lesen, was sie wirklich sind, nämlich die AGB’s für die Nutzung von Personen, dann wird klarer, dass alles was hier stattfindet sauber ist und präzise durchgeführt wird.

Sind wir also keine Personen? Solange wir uns als Person, gleich als Sache deklarieren lassen, gelten wir dann für die Politik als geistig minderbemittelt? Ein Job-Center verbietet einer Harz IV Person die Arbeitssuche. Und weil sie das vehement ablehnt, wird diese Person nach Aktenlage vom Amt als geistig behindert eingestuft. D.h., dann darf sie sich keine eigene Arbeit mehr suchen. Zusatzfrage, wie bewerten sie die Bargeldabschaffung.

Das sind sehr komplexe Themen. Ich empfehle bezüglich dieser ersten Frage die Lektüre des §7 EBGB, Einführungsbuch Bürgerliches Gesetzbuch. Darin steht:

Die Rechtsfähigkeit und die Geschäftsfähigkeit unterliegen einer Person, sie unterliegen dem Recht des Staates, dem die Person angehört.

Soviel zum Thema über unsere Staatsangehörigkeit. D.h. die Rechtsfähigkeit unterliegt dem Recht des Staates. Das Recht des Staates ist es, diese Privilegien aufrecht zu erhalten oder zu entziehen, dass ist ein Betreuungsverfahren. Das bedeutet also, der Staat hat zu jedem Zeitpunkt das Recht einem Mann oder einem Weib die Verfügungsberechtigung über eine Person zu entziehen.

Und alleine daran sollten wir schon erkennen, dass wir keine Personen sind. Weil, wie kann es jemand wagen, meine Rechte als Mann einzuschränken. Das ist überhaupt nicht möglich, dass sind Gott gegebene Rechte.

Zwischenfrage: Spiegelt sich das auch wieder, wenn Menschen im Krankenhaus liegen, und die Angehörigen nichts zu bestimmen haben?

Ja, genau. Da geht es noch um etwas anderes. Die Bundesrepublik hat durch die Tatsache, dass sie diesen Lizenzvertrag hat mit der UN, die Pflicht die Körper der Treugebenen, so sag ich dazu. Das sind die Männer und Weiber, die ihre Werte zur Verwaltung übergeben haben, d.h. alle Werte gehören uns.

Und die Bundesrepublik hat die Pflicht strukturell alles zu tun, dass die Körper am Leben erhalten werden. D.h. die Körper müssen am Leben erhalten werden. Und deshalb wurden ja auch diese ganzen Menschenrechtskonventionen geschrieben. Die haben nichts weiter, wie die Aufgabe Körper zu schützen, damit das Lizenzgeschäft weiter läuft.

Man muß es ganz brutal so betrachten, wie es ist. Egal wo ich hinsehe, egal was ich mache, es geht immer gegen die Person. Was allerdings geschieht und dass geschieht durch unwissende Mitarbeiter im sogenannten öffentlichen Dienst. Der öffentliche Dienst ist der Dienst in einer Fiktion, auch hier wieder.

Die Mitarbeiter sind nicht informiert, sie wissen nich was sie tun. Es schützt sie zwar nicht vor Strafe, die irgendwann erfolgen wird, aber sie wissen es nicht. Man könnte es fast schon als Gehirnwäsche bezeichnen, was ihnen eingebleut worden ist, sie sind eine Person. Und wenn ich Fernseh schaue und sehe dann innerhalb einer halben Stunde, in irgend einen Krimi, wird der Begriff „Person“ mindestens 30 mal genannt. D.h. es ist eine richtige Gehirnwäsche, der wir ausgesetzt sind. Eine regelrechte, psychologische Kriegsführung gegenüber einem gesamten Volk!

Und ich frage jetzt hier einfach mal provokativ: Wer ein Auto fährt ist doch kein Auto. Ich werde doch nicht zum Auto, weil ich ein Auto fahre.

Und das ist die Person. Ich werde doch nicht zur Person, nur weil ich eine Person nutze. Und, wenn ich mir das ganze auch hier wieder vertragsrechtlich anschaue, mit der Person, die die Bundesrepublik herausgibt kann ich mich in dem System der Bundesrepublik bewegen.

Wenn ich aber dieses Kartellgebiet verlasse, brauche ich einen Nachweis, eine Versicherung, dass ist mein Reisepass, mein Personalausweis, damit ich ein fremdes Kartellgebiet betreten kann.

Wenn ich das nicht dabei habe, dann darf ich es nicht betreten. Weil ich muss irgendeinen Nachweis haben. Auch hier sehe ich wieder, es sind Verträge. Denn die Person, die die Bundesrepublik heraus gibt, wir müssen uns das klarmachen.

Die Bundesrepublik hat einen Vertrag mit der UN, einen Lizenzvertrag. Und muss diesem Lizenzvertrag nachkommen. Um diesem Lizenzvertrag nachzukommen, bitte immer daran zu denken, es geht um Geld. Es geht um Liquidität, es geht um Werte. Und um das abrechnen zu können, ist ein Konto erforderlich. Ein Personenkonto. Und dieses Personenkonto ist der Mann, der dieses Konto bekommen hat, das lassen wir jetzt einfach auf den Mann begrenzt. Der ist der Verfügungsberechtigte über dieses Konto.

Aber der Eigentümer dieses Kontos, dass ist die Bundesrepublik oder die Bank. Deshalb ist die Bank Eigentümer des Kontos. Der Eigentümer deines Geldes? Nein, der Eigentümer des Kontos, nur des Kontos. Und die Bank hat, aufgrund der Tatsache, wo wir jetzt bei der Bank sind, aufgrund der Tatsache, dass die Bank Eigentümer ist, hat sie die sogenannte ausgleichende Verbindlichkeit. D. h. die Bank ist verpflichtet, die internationalen Vorschriften für Bilanzierungen einzuhalten.

Die lauten GAAP oder in Europa IASEFRS. Und das heißt, dieses Konto muß immer auf 0 gehalten werden. Es gibt jeden Tag um 18:00 Uhr einen Abgleich. Dann muss dieses Konto auf 0 sein. D.h. Aktiva und Passiva müssen 0 sein. Das ist die Verantwortung der Bank. Aber die Bank macht das unter meiner Haftung, weil ich bin ja der Verfügungsberechtigte.

Und um die Verfügungsberechtigung zu erlangen, muß ich einen Vertrag unterschreiben. Wir sind schon wieder im Vertragsrecht. Und in dem Vertrag steht eine unbegrenzte Haftungszusage. Ein Thema, mit dem wir uns noch beschäftigen werden, bei den weiteren Interviews im Bereich Zwangsversteigerung und Insolvenzrecht. Auch das spielt dort rein.

D.h. wird sind in einem Netzwerk von Verträgen gefangen, ohne es zu wissen. Und ohne zu wissen, wie die tatsächliche Haftung von uns aussieht. D.h., alles was in der Bundesrepublik gemacht wird, ist alles im Vertragsrecht unter unserer Haftung.

D.h. wir haben immer die Haftung dafür und die ganze Haftungen, die entstehen werden über ein Konto abgerechnet, das die Person darstellt.

Es gibt die verschiedensten Konten, es gibt die ständig laufenden Konten wie die Steuer-ID Nummer, es gibt die Sozialversicherungs-Nummer. Das ist wahrscheinlich die Nummer die die meistens Leute interessiert, die sich intensiver mit kommerziellen Dingen beschäftigen. Das zeigt dann auch auf unser sogenanntes Freistellungskonto, auch das ist ein Thema für ein ganzes Interview, alleine dieses sogenannte Freistellungs-Konto.

Das System an sich ist sehr klug aufgebaut, es ist auch sehr einfach. Nur wir denken falsch. Unser Thema ist immer, dass wir die Dinge nur von einer Seite betrachten, obwohl diese Medaille immer zwei Seiten hat. Und, wenn ich immer nur auf der einen Seite schaue, werde ich immer sagen, die Münze trägt einen Adler, die Zahl sehe ich nicht. Dazu muss ich die andere Seite der Münze betrachten. Und, nur wenn ich beide Seiten der Münze betrachte, dann kann ich sagen ich habe eine Münze mit einem Adler und einer Zahl darauf. Und dann ist das Bild vollständig.

Und dieses vollständige Bild wird uns unterschlagen.

Und das ist die Person!
Eine Person hat nämlich Vorteile und Nachteile.

Es werden also Gebühren für die Verwaltung erhoben?

Richtig, genau. Ich muss jetzt ein bisschen ausholen. Wir müssen ein bischen philosopisch werden. Wenn wir das genau betrachten, sind wir keine Eigentümer, von egal was. Wenn wir das jetzt mal aus der Ebene betrachten nicht aus der religiösen sondern einfach aus einer übergeordneten Ebene heraus, sind wird nichts weiter als Nießbrauchsnehmer. Das ist ein altes Wort, d.h. ich habe das Recht etwas zu nutzen.

Wir alle schaffen diese Werte zu jedem Zeitpunkt, wir bauen die Kraftwerke, wir bauen das alles auf und wir stellen das einer zentralen Verwaltung zur Verfügung. D.h. wir übertragen die Rechte der Nutzung einer zentralen Verwaltung. Und diese zentrale Verwaltung hat die Pflicht dafür zu sorgen, dass wir mit Wasser, mit Strom, mit Lebensmitteln, mit Autos und mit allem versorgt werden. Und dafür, für diese Arbeit, hat diese Verwaltung Rechte. Und zwar Rechte auf Ausgleich, d.h. sie hat Verwaltungsgebühren.

Und diese Verwaltungsgebühren werden über die Personen erhoben. Das führt uns aber zu der Kernfrage: Wenn also die ganzen Kraftwerke, die gehören ja nicht der Bundesrepublik, sie ist ja weder Besitzer noch der Eigentümer, sie ist ja höchstenfalls Nutznießer von all diesen Strukturen und wir haben sie mit unserer Arbeitskraft aufgebaut. Es wird uns immer erzählt die ENBW oder wie sie alle heißen, die haben ja Eigentümer, weil sie Geschäftsanteile haben. Das können wir im Bereich Insolvenzrecht mal besprechen.

Es ist eben nicht so, wenn ich Anteile an einer Firma erwerbe oder einer Aktiengesellschaft, dann erwerbe ich ja nur Anteile an den Gewinnen. Und das sieht man auch im Insolvenzrecht oder auch im Strafgesetzbuch, dass ich ja nur Verwalter von etwas bin. Um es jetzt kurz zu fassen, die Bundesrepublik nutzt es mit ihren Subunternehmen und mit all dem was hier steht, die Nutzung wird uns in Rechnung gestellt. Und wir bezahlen dafür, dass mit unseren Werten etwas produziert wird.

Das ist schizophren, es geht nicht darum, dass wir nichts bezahlen sollen und dass wir für nichts aufkommen müssen, sondern es geht darum, dass die Verpflichtung, einen Ausgleich zu erbringen, immer gegenüber der Gemeinschaft erfolgt. Das hat mit der Bundesrepublik überhaupt nichts zu tun.

D.h. dieser sogenannte Staat, der das alles betreibt hat selbstverständlich ein Recht darauf für seinen Aufwand entlohnt zu werden. Und für die Betreiber dieser Verwaltungskonstruktion, die sich Staat nennt, haben auch ein Recht darauf entlohnt zu werden, weil immerhin stellen sie sogenannte Liquidität zur Verfügung. Aber, dass eine Kilowatt-Stunde Strom 2,9 Cent in der Herstellung kostet und uns dann 29 Cent berechnet werden, da entsteht die Frage, warum das so ist. Und diese Frage ist berechtigt.

Gehört eigentlich der Grund und Boden auf dieser Welt nicht dem Volk? Warum bezahle ich dann den Boden und keine Miete an den Staat oder an die Kommune?

Das ist eine sehr gute Frage. Die Frage ist, wer kauft den Grund und Boden. Wir müssen uns mal anschauen, wer das macht.

Wenn wir uns mal den Besitzer anschauen, dann steht da drin, der Kaufmann handelt immer unter seinem Namen. Ja, wem gehört der Name? Der Name einer Person unterliegt dem Recht des Staates, dem die Person angehört.

Also wem gehört jetzt der Name. D.h. das Verrückte ist einfach das, dass wir hier Rechtsgeschäfte abwickeln in der Fiktion. Und diese Fiktion kann überhaupt nicht über Eigentum verfügen, das geht nicht, das ist völlig unmöglich.

D.h. ich würde jetzt einfach mal sagen, das ist ein Nießbrauchshandel, d.h. wir handeln den Nießbrauch. Niemand kann Eigentum erwerben, ich nenne das immer, dass ist simuliertes Eigentum, das geht gar nicht. Wenn man jetzt ganz weit zurückgeht. Die alten Indianer wußten, dass man für Grund und Boden kein Eigentümer sein kann. Das gehört alles der Schöpfung, es ist Allgemeingut, es gehört allen. Und dass kann ich nicht erwerben, aber ich kann das Recht erwerben, auf diesem Grund und Boden zu leben. Also den Nießbrauch zu erwerben.

Diese Nießbrauchsgeschichten wurden in der Bundesrepublik so etwas von eingeschränkt und ausgegliedert in den ganzen Gesetzen, deshalb gibt es ja auch so wenig Nießbrauch in Deutschland. Man spricht immer von Eigentum und meint eigentlich Nießbrauch.

D.h. wenn ich es einmal jetzt so betrachte, es fairer Weise betrachte, ich erwerbe ein Grundstück, weil ich möchte auf dem Grundstück leben und ein Haus bauen.

D.h. ich erwerbe mir das Recht des Nießbrauchs. Und für das Recht des Nießbrauchs muss ich der Gemeinschaft ein Ausgleich geben. So könnte man es betrachten und dann passt es für mich auch wieder.

D.h. dieses Geld, was dann fließt muß eigentlich in den Topf der Gemeinschaft und das bedeutet einer sozialen Gemeinschaft. Und dann macht es Sinn, dass hat nichts in dem Topf von irgendwelchen Superreichen oder Gemeinden zu tun, die sich dadurch noch mehr Liquidität beschaffen wollen, sondern es ist Gemeineigentum.

D.h., wenn wir diesen Gedanken Eigentum mal wirklich gründlich überdenken, so ist es völlig klar, Eigentum gibt es nicht. Und schon gar nicht in der fiktiven Welt der Personen. Wenn also die Bundesrepublik von Grund- und Bodeneigentum spricht, dann ist das nur eine Simulation von Eigentum und mehr nicht.

Dann wäre es doch wesentlich vernünftiger und sinnvoller, wenn man nicht einen Einmalbetrag für Grund und Boden bezahlt, sondern eine kleine Miete ein Leben lang in das Gemeinwohl.

Genau, richtig. Aber die Frage ist prinziell, warum muss ich für etwas bezahlen muss, wo ich eigentlich der Besitzer bin. Dass ist die große Frage. Ich bin der Besitzer. Das Problem an dem ganzen Spiel ist, bei dem aktuellen Bildungsstand den wir haben, würde das System kollabieren, wenn es präzise genau so arbeiten würde, wie es eigentlich gedacht ist.

Alle, die ganze Welt, gehört allen Männern und Weibern und Kindern.

Und jeder hat das Recht, dass was er schafft selber zu nutzen oder es der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen, wie z.B. ein Kraftwerk, eine Straße, ein Haus. Und der, der ein Haus baut, braucht etwas zum Essen. Also ein anderer, der Lebensmittel produziert, der stellt die Lebensmittel zur Verfügung. D.h. es ist alles ein kommunales System, wo Menschen zusammenarbeiten, jeder bringt seine Talente und sein Können ein und das wird dann alles von einer zentralen Struktur verwaltet und die nennt sich Staat.

Das klingt alles wunderbar, nur wenn der Staat umsatz- und gewinnorientiert arbeitet, zu Gunsten einiger weniger, dann haben wir die Konstruktion, die wir heute haben, wo Menschen ausgeplündert, enteignet werden.

Und manche nicht einmal genug zu Essen haben und andere mit einem Mausklick 1 Mio. verdienen um sich damit ein schönes Leben machen können.

Da wir alle nur als eine Sache behandelt werden, haben wir keine wirklichen Rechte. Ist das nur in Deutschland so?

Warum wird keine Transparenz geschaffen? Also es ist nicht nur in Deutschland so, wir neigen gerne zum egozentrischen, Deutschland als Mittelpunkt der Welt zu betrachten. Dem ist nicht so, Deutschland in nur eines von vielen Systemen weltweit.

Es ist in Frankreich, Spanien, USA überall das gleiche Thema, das einzige ist nur, hier in Deutschland war man besonders gründlich bei der Strukturierung und bei der Regelung durch Gesetze. Das ist der Hauptunterschied.

Wir müssen es einfach so sehen, ich habe einmal einen sehr netten Satz gelesen, der lautete so in etwa:

„nicht die Politik regiert die Welt, sondern Liquidität und Geld“.

Wir hatten ja schon vorher das Thema mit der Bargeldabschaffung usw. das hatte ich vergessen noch zu beantworten. Und genauer betrachtet ist es so, Liquidität regiert die Welt und sonst nichts.

D.h. der, der die Liquidität kontrolliert, kontrolliert alles. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, was Liquidität überhaupt eigentlich ist. Es gibt da das berühmte Märchen, dass die Banken Liquidität aus nichts schaffen, also Geld aus dem Nichts. Wir müssen jetzt auch einmal klären, was ist was. Was ist Geld, was ist Bargeld, was ist Liquidität.

Es gab einmal eine Zeit, da gab es noch die D-Mark. Die D-Mark war eine sogenannt Schuldverschreibung. d.h. die Bundesbank hat unter ihrer Haftung diese Schuldverschreibungen heraus gegeben und wir Männer und Frauen in Deutschland per Unterschrift die Haftung dafür übernommen. D.h. dass war der berühmte Kreditantrag, man nannte das früher auch bestellen von Liquidität oder bestellen von Bargeld.

Dann hat die Bundesbank mit diesem Auftrag von unserer Seite das Geld gedruckt und herausgegeben. Das diese Menge nartülich begrenzt werden musste ist klar, aber das sind sehr komplexe Mechanismen, auf die ich jetzt nicht eingehen möchte.

Faktum ist auf jeden Fall eines, jede Form von Liquidität wird unter unserer Haftung, also von den Männern und Frauen herausgegeben, von den sogenannten Notenbanken, weil diese Notenbanken die Lizenz dafür haben. Und das heißt Liquidität hat immer zwei Seiten, zum einen ist es die Haftung, zum anderen ist es die Möglichkeit.

Was das jetzt genau ist, ob das Bargeld ist oder Liquidität auf einem Konto also sogenanntes Giralgeld oder Buchgeld ist, spielt effektiv keine Rolle. Es gibt nur einen kleinen Unterschied, das man mit dem Bargeld auch nicht transparente Geschäfte machen kann zum einen, zum anderen können die Geldflüsse nicht richtig kontrolliert werden. Und das Hauptprobleme ist, dass im Prinzip diese Schuldverschreibungen ansich einen Wert darstellen. Diesem ansich einen Wert darstellen, wurde ein Riegel vorgeschoben mit der Einführung des Euros. Der Euro sind nur bunte Papierzettelchen. Wer es nicht glaubt, kann sich gerne einmal die Rede von Jens Weidmann anhören, die auf der Seite der Deutschen Bundesbank zu hören ist und zwar vom Sept. 2012 oder 2013. Da hat es das auch klipp und klar gesagt.

Der Euro ist also nichts weiter als bunte Paperzettelchen, die Kinder wissen, dass es auf Baumwollpapier gedruckt ist, mehr ist es nicht. Die tatsächliche Liquidität hat immer zwei Seiten, d.h. das ist die Aktiva und die Passiva in der doppelten Buchführung, Auf der Aktiva-Seite ist der Kaufwert einer Währung und auf der Passiva ist die Haftung dafür. Und die Haftung dafür übernehmen wir alle.

Wenn also Liquidität herausgegeben wird durch die Bundesbank und jemand sammelt diese Liquidität wieder ein und schafft sie zur Seite, dann ist immer ein Mangel an Liquidität da. Und es müssen immer neue Kredite aufgenommen werden. Und immer mehr müssen für diese Kredite die Haftung übernehmen. Und so werden unsere Rechte immer mehr von einer kleinen Gruppe in Anspruch genommen.

D.h. dieses Märchen, von Geldschöpfung aus dem Nichts ist falsch. Das ist wieder eines von den vielen Märchen, die im Netz herum gehen. Faktum ist, dass wir unsere Ansprüche auf alle Werte die es gibt weltweit aufgeben, zu Gunsten von Liquidität, die wieder eingesammelt wird. Das ist ein riesiges Thema, aber über diesen Weg wird alles kontrolliert. Weil, wer die Liquidität kontrolliert, sagen wir es einmal so, wer die Herausgabe der Liquidität kontrolliert, der kontrolliert die Welt.

Weil, der keine Liquidität hat, der kann sich nichts zum Essen kaufen, so ist das System aufgebaut. Er kann sich keine Wohnung leisten und nichts anderes. Und der Zugang zu dieser Liquidität erfolgt ausschließlich über die Person.

Auch hier wieder, behält sich diese Firma, die sich Staat nennt, das Recht vor, diese Person zu kontrollieren und sie zu disziplinieren, so dass diese Person in ihrem Sinne genutzt wird, nämlich im Sinne der Gesetze, die sie herausgegeben hat, der hat auch die Verträge. Und dass ist auf der ganzen Welt so. Wir haben nur hier, in Zentraleuropa, das sich momentan Bundesrepublik nennt, eine Sondersituation.

Weil, es gab mal eine Zeit, dass ist schon über 80 Jahre her, dass ein gewisser Herr der Meinung war, er müßte jetzt Krieg führen. Wie auch immer das zustande gekommen ist, spielt keine Rolle. Also haben sich die Firmen Russland, Großbritannien, Frankreich und wie sie alle hießen entschlossen, jetzt Krieg zu führen um die Kartellgrenzen. Weil dieses 3. Reich wollte seine Kartellgebietsgrenzen erweitern, was natürlich nicht im Sinne der UN war, sie hatten ja ihre Verträge. Und diese Kartellgebietserweiterung führte dann zu einem Krieg, der dann am Ende dazu führte, dass die Firmen USA, Großbritannien und Frankreich das Gebiet des 3. Reiches besetzt haben.

Sie haben also das Kartellgebiet übernommen. Sie haben also ein Firmengelände übernommen, dass hat nichts mit Staatsgebiet zu tun und sonst irgendwas. Es ist ein Firmengelände, d.h. ein Kartellgebiet, wo man Lizenzgebühren erarbeiten kann. Um mehr ging es nicht, es ging immer nur ums Geld.

Da ja nach den ganzen internationalen Verträgen Plünderungen verboten sind, die Lektüre des SHAEF-Gesetz Nr. 52 Nr. 1 d und f. Da steht nämlich, die inhaftierten Personen werden beschlagnahmt. Wir sind doch alle in wohnhaft hier. Die Personen sind in wohnhaft, d.h. sie sind inhaftierte Personen.

Und alles, was an den Personen über die Person abgewickelt wird, ist beschlagnahmt. Es ist also eine Plünderung durch die Hintertür unter Umgehung der HLKO und der Genfer Abkommen. Jeder muß doch zugeben, dass ist sehr geschickt gemacht, das ganze. Und das hat solche Formen angenommen, dass mittlerweile hunderte von Milliarden Dollar in die USA fließen, weil, wer sich mal den Bundeshaushalt anschaut und die Steuereinnahmen anschaut, der stellt da einen gewissen Betrag fest, der nicht unerheblich ist. Der nirgends ausgewiesen wird, wo dieses Geld wohl hinfließt?

Wie ist das mit den feindlichen Übernahmen? Und wie nennt man das noch, wenn Gelder eingefroren werden, um damit Staaten zu erpressen?

Dieses Verfahren nennt man international die „Mareva Injunction“ Die Mareva Injunktion ist das Einfrieren oder das Beschlagnahmen von Konten von Firmen die sich Staat nennen. Auch hier sieht man wieder ganz eindeutig, das hat nichts mit irgendwelchen freien, souveränen Staaten zu tun.

Das sind Unternehmen, die haben Konten und diese Konten werden alle zentral verwaltet. Die Hauptverwaltung ist das Department of the Treasury in den USA, die hat mit den USA aber nichts zu tun, die sitzt in Washington D.C..

Und die Steuereintreiber von diesem Department ist die IRS, Internal Revenue Service. Und die können zu jedem Zeitpunkt auf jedes Konto weltweit zugreifen. Ob das jetzt das Konto von Egon Müller ist oder das Konto der Republik Frankreich oder der Volksrepublik sonst wer, es spielt keine Rolle.

Sie können auf jedes Konto zu jedem Zeitpunkt. Weil es alles nur Unternehmen sind in Unterlizenz. So, d.h. die feindliche Übernahme nenne ich es immer dann, wenn Kartellgebietsgrenzen nicht eingehalten und gewisse Kräfte der Meinung sind, sie müssen ihr Kartellgebiet erweitern oder die Kontrolle darüber erlangen.

Siehe Lybien, siehe Syrien, siehe Iran, siehe Afghanistan, jetzt kommt noch die Türkei, Ungarn und Rumänien hinzu, Griechenland ist schon mitten drin, andere EU Länder werden folgen. Immer das gleiche Spiel. D.h. man erweitert einfach seinen Einflussbereich und dass versucht man natürlich so zu regeln, dass nicht zu viel Aufsehen entsteht.

Auch daran sieht man wieder, dass die Kernverträge von diesen Firmen, die sich Staaten nennen eingehalten werden. Sie werden eingehalten, man versucht zu tricksen. Alle Tricks zu nutzen, um an fremde Kartellgebiete heranzukommen, um z.B. die Kontrolle über Öl, Gas, Wasser zu bekommen. Um die Kontrolle über Staatsgebiete zu bekommen bis hin zum Fördern von Putsch in irgendwelchen Staaten in dem über irgendwelche sogenannte Stiftungen oder irgendwelche Organisationen, über Geheimdienste werden dann Revolutionen angezettelt. Es ist immer das gleiche Spiel, dass nenne ich feindliche Übernahme.

Was bedeutet die Plünderungsklausel nach den Verträgen der Genfer Abkommen?

Also normalerweise ist Plünderung in besetzten Gebieten verboten. D.h. es ist verboten, den Männern und Weibern dort etwas wegzunehmen. Es ist nicht möglich. Als Beispiel: Wenn ich eine Milliarde Dollar hätte und ich würde ihnen die eine Milliarde Dollar zur Verwaltung übertragen. Jetzt würden sie aber zwischendrin insolvent werden. D.h. sie wären privat insolvent, aber meine Milliarde wäre immer noch bei ihnen.

Dann würde ja die Vollstreckung der Insolvenz nicht gegen mein Vermögen laufen, weil sie sind ja nur der Treuhandverwalter dieses Vermögens, ist ja klar. D.h. meine Milliarde ist bei ihnen trotzdem noch sicher, obwohl ein Insolvenzverwalter ihr privates Vermögen verwaltet. Ist klar.

D. h., sie sind Treuhandverwalter meines Vermögens und das unterliegt nicht der Vollstreckung. Und so ist es auch bei den Staaten, d.h., diese Staaten sind ja nur fiktive Konstruktionen, die eine Lizenz erworben haben für die Verwaltung eines Gebietes. Und die Männer und Frauen, die in diesem Land leben und ihre Werte dort haben unterliegen mit ihrem Vermögen nicht dieser Plünderung oder nicht dieser Vollstreckung, geht ja gar nicht.

Es ist ein fremdes Vermögen und deshalb gibt es ja auch die HLKO und das Genfer Abkommen, in dem ganz klar drinsteht, dass Plünderungen nicht zulässig sind. Und d.h., dass Abtransportieren der Werte ist nicht zulässig, sie dürfen es nicht. Natürlich wurde damals im 3. Reich nach dem 2. Weltkrieg dagegen verstoßen, da alles abtransportiert wurde. Aber es wurde auch geschickt gelöst, es wurde einfach in Staatsvermögen über transferiert. Es wurde alles gemacht und der, der das gemacht hat, für wen der wirklich gearbeitet hat, dass steht in den Sternen. Das wird irgendwann auch mal in die Öffentlichkeit kommen.

Welche Konsequenzen hat dies auf uns Menschen in Deutschland?

Die Konsequenz ist sehr einfach, alles ist im Vertragsrecht und dass ist ja auch der Grund, warum ich heute hier einfach mal meine Interview Serie begonnen habe. Die ganze Welt ist im Vertragsrecht, alles ist im Vertragsrecht.

D.h. es gibt weltweit Verträge auf Gegenseitigkeit, die müssen nicht, die können, die sollten eingehalten werden. Wenn jemand die Verträge nicht einhält, dann muß er mit den Konsequenzen leben.

Es ist einfach so, zu mir hat mal jemand gesagt, es gilt die nominative Kraft des Faktischen, d.h. Faustrecht. Der, der sich durchsetzen kann, kann auch seine Verträge durchsetzen. Und wir Männer und Frauen haben leider unsere Kraft aufgegeben, wir haben es aufgegeben, uns für uns selber einzusetzen.

Wir geben unsere Rechte ab, wir delegieren, wir haben einen Steuerberater, wir haben einen Rechtsanwalt, wir haben einen Psychiater, wir setzen unsere eigenen Interessen nicht mehr selber durch.

D.h. wir geben unsere Rechte immer mehr auf. Und in dem Maße, wenn wir anfangen unsere Rechte wieder einzufordern und zwar mit Maß, mit Ziel, mit Verstand, klug, nicht aggressiv. In dem Maße werden wir dafür sorgen, dass man uns unsere Rechte wieder zurück geben muß, die wir angeblich aufgegeben haben. Weil Rechte werden immer nur verliehen. Und wenn wir hier in Deutschland, und da sage ich ganz bewusst in Germany im Herzen aller Gesetzgebungen anfangen, unsere Rechte wieder einzufordern, die wir haben und sie waren keine Schenkungen.

Rechte sind immer nur verliehen, daraus entstanden auch in früheren Zeiten die Lehen. Lehen wurden vergeben. Rechte werden verliehen.

Und ich kann nur Rechte verleihen, die ich selber habe. Ich kann nur Rechte vergeben, die ich selber habe. Und es werden Rechte verliehen mittlerweile an Unterorganisationen wie z.B. der Justiz, die gar nicht existieren.

Die Justiz hat gewisse Rechte nicht und ein Haftbefehl ist ein Recht, was die Justiz nicht hat. Keiner hat das Recht auf den Körper eines Menschen zuzugreifen. Dass ist Geiselnahme. Und das sind die Punkte, worüber man mal diskutieren müsste, worüber wir nachdenken müssen. Wo sind die Grenzen?

Ein Mann, der einen andern Mann tötet wird selbstverständlich mit einem Haftbefehl erst einmal in Gewahrsam genommen, ist völlig klar. Um Schuldfragen zu klären und um zu Verhindern, dass er weiter tötet, das ist überhaupt keine Frage.

Aber warum man Menschen wegen OWiG, wegen Bußgeldern einsperrt, mittlerweile um sie zu zwingen, zu bezahlen, Den Haag nennt das sogar Foltermethoden. Dass sind Themen, die auf den Tisch müssen. Warum wird das gemacht, warum wird ein Mensch wegen 10 EURO OWiG oder GEZ, oder wegen Gerichtsgebühren, oder zur Abgabe einer Versicherung, ins Gefängnis gesperrt für einen Tag und bis zu sechs Monaten. Es ist relativ einfach, um diese Art von Haftung zu decken.

Man nimmt den Körper zur Deckung von Haftungen und dass ist nicht zulässig. Und da müssen wir hier in Deutschland, weil wir sind dafür prädestiniert, uns mal Gedanken machen, wie weit wir eigentlich gekommen sind. Das ist keine Aufforderung einen Kleinkrieg gegen Behörden zu führen, die sich Behörden nennen oder gegen die Mitarbeiter. Auch nicht gegen die Kleinen, sondern lasst doch bitte die kleinen Leute in Ruhe, schlagt euch nicht mit Rechtspflegern rum oder mit irgendwelchen Gerichtsvollziehern. Die können sowieso nichts machen. Das sind nur Erfüllungs- Handlungsgehilfen.

Geht an die Chefs, geht oben an die Chefs und dann müssen wir schauen, dass die Chefs einmal ein bisschen Druck bekommen.

Weil dort ist diese Wahrnehmung da, die wissen genau was unten abläuft. Sie können nämlich ihre Erfüllungsgehilfen beauftragen, die völlig unwissend sind. Machen wir eine Rechtspflege in Deutschland, das bedeutet wir pflegen unsere eigenen Rechte wieder. Wir pflegen unsere eigenen Rechte wieder und nichts anderes.

Ich brauche keine Rechtspfleger, der meine Rechte pflegt. Dass tue ich selber, dafür bin ich alt genug. Und an der Stelle vielleicht noch eine kleine Anmerkung, das hatten wir kurz vorher mal erwähnt.

Man geht letztendlich davon aus, das gilt übrigens weltweit, dass Menschen nicht in der Lage sind, ihre Rechte selber wahrzunehmen. Man stuft uns also als Kinder ein, das kann man zum einen nachlesen in den Rechtsgrundlagen oder in den Rechtsvermutungen der IBA, dass ist die International Bar Association, das weltweite Sprachrohr der Juristen, in der alle Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte organisiert sind.

Wir müssen uns das mal auf der Zunge zergehen lassen Staatsanwälte, Richter und Rechtsanwälte sind alle in einer Organisation. Wo ist hier die Rechtsfindung? Wo ist hier die rechtliche Vertretung, wenn die alle in einer Organisation sind. Aber die sagen klipp und klar in ihren Rechtsvermutungen, dass ein Mann oder ein Weib nicht in der Lage sind ihre Rechte wahrzunehmen.

Das ist eine Vermutung, eine Rechtsvermutung und auf Grund dessen werden wir als der Vernunft nutzend unfähig eingestuft, das ist übrigens auch in der Codex iuris canonici festgelegt. Auch dort werden wir als siebenjährige Kinder eingestuft.

D.h. wir werden für unmündig erklärt, womit die Rechtsanwaltspflicht insbesondere bei Landgerichten begründet wird. Das hat auch einen versicherungstechnischen Hintergrund. Und diese ganzen Dinge sind wichtig, das sie auf den Tisch kommen.

Es war jetzt ein ganzer Haufen Informationen in sehr, sehr kurzer Zeit und ich könnte über fast jeden einzelnen Punkt mehrere Stunden referieren. Aber vielleicht regt es an, zu fragen, einfach zu fragen, zu den verschiedenen Themen und ich freue mich darauf, diese Fragen zu beantworten.

Weil es wird Zeit, das wir hier in Zentraleuropa anfangen unseren Verstand wirklich wieder zu benutzen und unsere Rechte wieder wahrzunehmen.

Es wird Zeit, dass wir beginnen die Logik zu nutzen, die Vernunft zu nutzen.

Und es wird Zeit, dass wir beginnen „wehret den Anfängen“ oder „Trau schau wem“.

Ich kann mich erinnern, in der Schule habe ich gehört, was damals alles vorausgegangen ist, in den Jahren 33-45. Wie Menschen wie Vieh abtransportiert wurden, ihrer Rechte beraubt wurden. Und wenn ich mich heute umsehe, sehe ich in erschreckendem Maße genau diese Dinge wieder, diese Tendenzen.

Eine selbstgefällige Justiz gepaart mit einem Finanzamt und mit der Wirtschaft, dass nicht mehr in der Lage zu sein scheint, die einfachsten Fragen zu beantworten. Kritiker werden pauschal in eine Reichsbürger-Schublade geworfen, was nichts weiter ist wie Propaganda.

Und über diesen Weg wird jeglicher Widerstand versucht zu brechen. Man wird der kommerziellen Inquisition zugeführt, d.h. man pfändet die Konten, man pfändet das Gehalt, man nimmt einem die Lebensgrundlage um einen zu zwingen auf Fragen zu verzichten. Und unser System, dass wir eigentlich haben möchten, dieses behauptete ein freiheitliches rechtstaatliches System zu sein, aber Demokratie lebt von den Fragen der Menschen. Von den kritischen Fragen, um genau diese Zeit, wie wir sie 33-45 hatten, um es nie wieder zu haben? Das ist doch die Lehre, die wir haben sollten und haben wir bis heute etwas daraus gelernt? Ich finde NEIN, und sieht man es auch in der Welt.

Fazit: Nach diesen umfangreichen Ausführungen ist erkennbar, früher war das höchste Gut für den Menschen die Freiheit und heute ist sie abgeschafft worden, „Mit Sicherheit stirbt die Freiheit“. Jetzt hat die Sicherheit, die uns übrigens nur vorgegaukelt wird, damit für die neue Weltordnung der gäsernen Menschen, die Bewegungsprofile und Big Brother im Schlafzimmer geschaffen werden können, die Freiheit des Menschen abgelöst. Die Politiker in Deutschland halten das Volk für Unmündig, Unfähig selbt entscheiden zu können. Jetzt leuchtet uns Journalisten auch ein, belegt durch unsere täglichen Recherchen, warum die Politik gegen den bundesweiten Volksentscheid ist, vor allem die CDU, CSU, sogar die bisherigen Bundespräsidenten, egal aus welchem Lager, stemmten sich bis heute dagegen.

Ich zitiere den neuen Präsidenten der USA, Herrn Trump, “Wir geben dem Volk die Macht aus Washinton DC zurück“ so etwas würde auch Deutschland gut tun. Vielen Dank Herr Diplomat, für die interassanten Ausführungen. In den nächsten Gesprächen werden wir das Thema: Politische Hintergründe von Zwangsversteigerungen und Insolvenzen von Personen in Deutschland, behandeln, man darf gespannt sein.

Fortsetzung Seite 2….

Runen Rad Runen Rat

Germanenherz Runologe 02
Ich weiß, dass ich hing
am windigen Baum
neun lange Nächte,
vom Speer verwundet,
dem Odin geweiht,
ich selber mir selbst,
am Ast des Baumes,
von dem niemand weiß,
aus welcher Wurzel er wuchs.Sie boten mir
nicht Brot noch Met
lernte sie seufzend,
fiel endlich zur Erde.Hauptlieder neun;
da neigt‘ ich mich nieder
auf Runen sinnend,
lernt‘ ich vom weisen Sohn
Bölthorns, Bestlas Vater
und trank einen Trunk
des teuren Mets,
aus Odrörir geschöpft.Runen wirst du finden
und Ratstäbe,
sehr starke Stäbe,
sehr mächtige Stäbe.
Erzredner ersann sie,
Götter schufen sie,
sie ritzte der hehrste der Herrscher.Odin den Asen,
den Alfen Dáinn,
Dvalinn den Zwergen,
Álsvidur den Riesen,
einige schnitt ich selbst.Weißt du zu ritzen?
Weißt du zu raten?
Weißt du zu finden?
Weißt du zu forschen?
Weißt du zu bitten?
Weißt du zu opfern?
Weißt du zu senden?
Weißt du zu tilgen?Besser nicht gebetet
als zuviel geboten:
die Gabe will stets Vergeltung.
Besser nichts gesendet
als zuviel getilgt.
So ritzt‘ es Thulur
zur Richtschnur den Völkern.
Dann entwich er
dahin, wo er herkam.
 Veit eg, að eg hékk
vindga meiði á
nætur allar níu,
geiri undaður
og gefinn Óðni,
sjálfur sjálfum mér,
á þeim meiði,
er manngi veit,
hvers hann af rótum renn.Við hleifi mig sældu
né við hornigi;
nýsta eg niður,
nam eg upp rúnar,
æpandi nam,
féll ag aftur þaðan.Fimbulljóð níu
nam eg af inum frægja syni
Bölþorns, Bestlu föður,
og eg drykk um gat
ins dýra mjaðar,
ausinn Óðreri.Rúnar munt þú finna
og ráðna stafi,
mjög stóra stafi,
mjög stinna stafi,
er fáði fimbulþulur
og gerðu ginnregin
og reist Hroftur rögna.Óðinn með ásum,
en fyr álfum Dáinn,
Dvalinn dvergum fyrir,
Álsviður jötnum fyrir,
eg reist sjálfur sumar.Veistu, hve rísta skal?
Veistu, hve ráða skal?
Veistu, hve fáa skal?
Veistu, hve freista skal?
Veistu, hve biðja skal?
Veistu, hve blóta skal?
Veistu, hve senda skal?
Veistu, hve sóa skal?Betra er óbeðið
en sé ofblótið,
ey sér til gildis gjöf;
betra er ósent
en sé ofsóið,
Svo Þundur um reist
fyr þjóða rök,
þar hann upp um reis,
er hann aftur um kom.

Runologe-Toto-Haas-GermanenherzRunen sind nicht einfach nur Schriftzeichen. Es sind Symbole, die Kraft beinhalten und diese auch übertragen können. Jeder Rune sind bestimmte Eigenschaften zugeordnet, die man durch die Darstellung des jeweiligen Symbols in Schrift oder Klang oder Körperhaltung freisetzen kann. Runen sind wie Schlüssel zu bestimmten Energien… wenn du weist wie du Energie lenken und kanalisieren kannst, dann musst du eigentlich nur den Schlüssel betätigen (durch die fuer dich passendste Methode) , dir Zugang zu dem Energie-Feld „hinter“ der Rune verschaffen. folgende Links nutzen. Die Runenbeiträge liegen noch auf  mein Google Blogspot
Buchvorstellung zum Thema Runen
Der kosmische Ursprung der Runen **
Runen wissenschaftliche Evolutionsforschung  **
Odins Runen – unsere Schrift **
Runen selbst herstellen **
Kleine Runenkunde
Am Anfang war das Wort
Runen 24er futhark  **

Runenmagie
Mittelalterliche Geheimrune n
Germanenherz_Toto_Haas_Runenrad Wenn du dich entschlossen hast dich mit den Runen zu beschäftigen so werden sie dich nicht mehr loslassen. Der Ruf der Runen ist sehr stark, das war er schon von alters her. Bereits unsere Vorfahren haben sich mit den Runen beschäftigt. Bei den Runen gibt es zwei verschieden Systeme sie zu benutzen. Das eine ist das sie als Schrift fungieren der zweite Aspekt, der meiner Meinung nach viel wichtigere, ist es sie als magisches System zu erkennen. Im magischen Sinne können Runen sehr viel tun. Mit ihnen kann man Dinge und Personen schützen oder Eigenschaften verändern.
Wenn du die Runen wirklich erkennen willst so musst du dahin gehen wo die Runen früher benutzt wurde. Finde alte Kraftorte, Eichenhaine, Hügelgräber oder Bergkuppen. An diesen Plätzen sind diese Symbole durch das viele Arbeiten mit ihnen immer noch präsent. Tausende Schamanen vor dir haben an diesen Plätzen ihr Wissen vertieft, weitergegeben oder gefunden. Im Beschäftigen mit der Natur erschließt sich die Bedeutung der Runen auch für uns. Runen sind Symbole für die Natur und für den Menschen. Auch für das Zusammenwirken von Mensch und Natur sind Runen ein Symbol.
Odin hing am Weltenbaum als er die Runen „fand“. Das bedeutet nicht dass du dich auch an einen Baum hängen sollst aber in die Natur musst du gehen. Verlasse die Stadt und mache dich auf um im Wald an einem Bach zu Meditieren. Finde deine Kraft unter einer mächtigen, tausend Jahre alten Eiche. Denke über die Natur nach und über das was die Natur dir mitteilen will. Finde deinen eigenen Zugang zur Natur, zu den Runen und zur geistigen Welt. Verbinde dich mit Odin, Thor, Thyr, Freya mit allen deinen Vorfahren und deren Göttern.
Den Einstig und Beginn der Runen findest du hier im Blog doch die Bedeutung für dich die findest du nur in dir selbst. Mache dich auf und folge dem Ruf der Runen, sie werden dich zu neuen Erkenntnissen über dich selbst und deine Umwelt bringen. Vielleicht begreifst du erst dann was dein Weg durch die Zeit ist und wie du ihn gehen sollst.

Um einen Runenkreis zu beschwören solltest Du vorher kurz überlegen, auf welche Weise dies geschenen soll. Zunächst einmal gibt es die Möglichkeit, den Kreis tatsächlich abzuschreiten oder ihn zu Visualisieren. Ich bevorzuge ein tatsächliches Abschreiten, da Du dann einfach direkter ‚dran‘ bist. Die schiere Menge an Runen und Ihren Bedeutungen eröffnet Dir hier viel mehr Möglichkeiten als z.B. ein klassicher Schutzkreis.

Wenn es ein einfacher Schutz vor unbakanntem Unbill sein soll, so ist eine Anrufung des gesamten Futhark eine gute Wahl. Damit hast Du alle Zauberzeichen in Deinem Kreis, und diese können sich gegenseitig unterstützen: Du begibst Dich an die östliche Seite des Kreises, dort wo die Sonne aufgeht, und rufst Fehu, die erste Rune des Futhark. Du kannst sie rufen, indem Du den Laut der Rune („F“) oder den Namen ausrufst bzw aussprichst. Nun gehst Du im Lauf der Sonne, im Uhrzeigersinn, um den Ort des Zaubers herum und rufst jede Rune des Futhark in der Reihenfolge. Wenn der Kreis umlaufen ist sollte das Futhark komplett gerufen worden sein. Das heißt: gib Acht, dass Du im Norden Kaun, im Westen Eiwaz und im Süden Ehwaz anrufst, dann passt das schon. Du kannst beim Umlaufen des Kreises auch Deine Runenscheiben / -Stäbe an der jeweiligen Stelle auf den Boden legen oder fallen lassen.

Wenn es Dir um einen spezifischen Schutz oder die Anrufung einer bestimmten Entität geht, dann kann es besser sein, einen Sinnspruch, einen Namen oder einen Wunsch zu formulieren. Überlege Dir, was Du rufen willst, was Dein Wunsch ist oder was Dir sinnvoll erscheint. Das kannst Du in Form einer Sigille ausformen. Diesen Spruch legst Du dann ebenso wie oben das Futhark um den Ort des Geschehens herum. Es ist hilfreich, vor dem Ziehen des Kreises zu planen, welches Zeichen an welcher Stelle des Kreises liegen soll. Übrigens funktioniert dieser Kreis auch mit Lateinischen Buchstaben ganz gut.

Eine dritte Möglichkeit ergibt sich in Anlehnung des klassichen Kreises. Für jedes Element gibt es eine Entsprechung im Futhark.

Luft – Ansuz (Osten)
Feuer – Kaun (Süden)
Wasser – Laguz (Westen)
Erde – Othil (Norden)

Diese Rune legst Du, den Bedeutungen im klassichen Schutzkreis entsprechend, in die vier Himmelsrichtungen. Zusätzlich zu den Runen empfehle ich, ein oder zwei Runen dazu zu legen. Diese wählst Du entsprechend Deinen Wünschen zu dem jeweiligen Element. Wenn Du Luft und damit klare Gedanken und Ideen anziehen willst, so legst Du zum Beispiel zu Ansuz noch die Iss-Rune, um die Gedanken klar und ruhig zu halten. Willst Du Wut und Leidenschaft draußen halten, so legst Du Iss und/oder Thurisaz an die Kaun-Rune. Nach diesem System kannst Du Deinen Runenkreis verfeinern.

Zusätzlich zu allem oben Beschriebenen kannst Du auch den gesamten Raum innerhalb des Kreises unter eine bestimmte Rune stellen. Dies sollte, dem positiven Denken entsprechend, die Rune sein, die das darstellt, was Du bewirken willst. Diese Rune kannst Du über dem gesamten Ritualvorhaben visualisieren. Oder Du zeichnest sie tatsächlich auf den Boden.

Schutzkreis

Um einen „klassischen“ Schutzkreis aufzubauen benötigst Du die Werkzeuge, die den Himmelsrichtungen bzw den Elementen zugehörig sind. das sind:

Osten – Luft – Schwert oder Räucherung
Süden – Feuer – Stab oder Kerze
Westen – Wasser – Kelch
Norden – Erde – Kessel

Um den Schutzkreis zu ziehen betrachtest Du zunächst einmal die Räumlichkeiten, die Dir zur Verfügung stehen und besinnst Dich auf das, was Du vorhast. Achte darauf, dass Du alles, was Du benötigst schon im Kreis hast.

Nun gehst Du an die östliche Seite des Kreises, die Seite des Sonnenaufgangs. Hier rufst Du mit dem Schwert oder der Räucherung in der Hand das Element Luft an. Oder eben das, was Du grad damit in Verbindung bringst. Seien es Götter/Göttinen, Engel, Ahnen, Himmelsrichtungen, etc. Ob Du dabei tatsächlich etwas sagst ist Dir überlassen. Ich halte meine Klappe, weil es mich stört zu reden. Lieber visualisiere ich etwas, das mit der Luft in Verbindung steht. Meistens ist das ein starker Wind direkt vor mir der alles hinwegweht, was mir beikommen könnte. Dann gehst Du mit dem Schwert im Uhrzeigersinn, dem Lauf der Sonne, zu jeder Himmelsrichtung und ruft dort das Element Luft (oder den entsprechenden Gott, Engel, etc) an. Bei jeder Himmelsrichtung visualisiere ich dabei wie sich der Wind um den Schutzkreis herum ausbreitet. Wie Du es machst ist natürlich Deine Sache. Wenn Du wieder im Osten bist und den Kreis geschlossen hast bedankst Du Dich bei den angerufenen Kräften für ihren Schutz, legst das Werkzeug hin und gehst in den Süden.

Hier machst Du sinnvollerweise das gleiche wie im Osten, nur halt mit dem Stab oder einer Kerze. Auch hier rufst Du wieder die Kräfte Deiner Wahl an und schreitest den Kreis ab. Für das Feuer visualisiere ich eine Flammenwand, die mich umschließt.
Im Westen das gleiche Spiel mit dem Kelch und dem Wasser. Hab keine Hemmungen, auch ein wenig Wasser beim Gehen zu verschütten, das kann jeder Teppich ab. Hier visualisiere ich einen starken Regen oder dichten Nebel, der den Kreis umschließt. Keine Angst, das Feuer wird vom Wasser nicht gelöscht.

Und schließlich rufst Du im Norden die Erde mit Hilfe des Kessels. Zum Visualisieren hat mir immer eine dicke Steinmauer, die sich um den Kreis herum aufbaut, gute Dienste geleistet.
Hast Du auf diese Weise den Kreis geschlossen kannst Du frohen Mutes an das gehen, was Du vorhast.
Und wenn Du damit fertig bist baust Du den Kreis selbstverständlich wieder ab. Dazu gehst Du in umgekehrter Reihenfolge – Norden/Kessel, Westen/Kelch, Süden/Stab, Osten/Schwert – mit dem Werkzeug zur jeweiligen Himmelsrichtung und bedankst Dich dort bei dem Element für den Schutz und weist das Element an, sich zurückzuziehen.

Dabei kannst Du auch visualisieren, wie der aufgebaute Schutz schwächer wird. Wenn dann schließlich der Kreis weg ist gehst Du noch dran, die Werkzeuge zu reinigen. Vor allem der Kelch muss ordentlich ausgespült werden. Wenn Du in der Natur bist, am besten in einem fließenden Gewässer. Ansonsten lass großzügig Frischwasser in den Kelch laufen und schütte das Wasser nachher in den Garten / Nachbars Garten.

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Fehu
germanisch: Fehu
gotisch: Faíhu
altenglisch: Foeh
altnordisch:
Bedeutung: Vieh
Lautwert: F
Zahl: 1
Schreiben: F / V
Kraft: aktiv
Geschlecht: weiblich
Aett: 1. Freyr
Götter: Freyr, Freyja
Baum: Holunder
Pflanze: Maiglöckchen
Kraut: Brennessel
Edelstein: Moosachat
Farbe: helles Rot
Elemente: Feuer, Erde
Halbmond: 12.  Vollmond
Zeit ca.: Mitte Nov. – Anfang Dez.
Schlagworte: Vieh, Rindvieh, Tierherde, Geld, materieller Besitz, Eigentum, Nahrung, archetypische Energie der Bewegung, ewiges Werden, bewegliche Form der Macht, aussendende Rune
Bedeutung: Übersetzt bedeutet der Name Fehu „Vieh“, genauer: Rindvieh, und man mag in der äußeren Form dieser Rune zwei Hörner erkennen, symbolisch für ein Rind des Viehbestands. Tiere oder Tierherden, insbesondere Rinderherden, wurden früher mit Reichtum gleichgesetzt, denn wer viele Tiere besaß, hatte erstens genügend zu essen und zweitens ein wichtiges Tauschobjekt. Fehu steht somit für Besitz und Reichtum, und auch Geld und materieller Besitz, der nicht gerade aus Viehherden besteht, kann sich in dieser Rune ausdrücken. Im Allgemeinen steht Fehu daher heute für Geld und bewegliches Eigentum (im Gegensatz zum unbeweglichen Eigentum, welches die letzte Rune Othala symbolisiert). Für Geld steht auch das englische „fee“ (Gebühr), welches etymologisch von Fehu abstammt (beziehungsweise vom davon stammenden altenglischen „Foeh“). Geld ist auch Ausdruck von Energie – ohne Geld fehlt auch Energie, so zumindest im modernen Lebenskonzept. Fehu ist damit auch Kraft, symbolisiert durch die Kraft des Rinds, mit welcher der Mensch erst in der Lage ist, einen Acker zu pflügen. Fehu ist die Urenergie, die ganz am Anfang der Schöpfung stand. Diese Urenergie ist groß und gewaltig, vor allem aber unkontrolliert, chaotisch und kaum faßbar. Ein Mensch, der in Ekstase oder in einen Wutausbruch verfällt, stellt dieses chaotische Energie ausgezeichnet dar. Mit Fehu ist man reich, und man ist fest in seinem Urgrund verankert, so daß man jedem Sturm unerschütterlich entgegentreten kann. Gleichzeitig sagt Fehu aber, daß ein großzügiger Umgang mit Geld und beweglichem Besitz allgemein die einzige Möglichkeit ist, Streit und Kampf aus Habgier zu verhindern. Die Rune fordert auf, nicht am Reichtum festzuhalten, sondern ihn weiterzugeben, ihn zu teilen. Die Rune steht auch für den immateriellen Besitz eines Menschen, der sich in seinem „guten Ruf“ (Ruhm) ausdrückt. Auf der spirituellen Ebene ist Fehu die Fähigkeit, die geworfenen Runen bei der Divination zu interpretieren.

Immer wieder stößt man auch auf die Deutung „Feuer“ für Fehu. Diese scheinbare Lautübereinstimmung ist jedoch eine von mehreren Fehlinterpretationen des Prof. Friedrich Fischbach, ein von romantischem Deutschtum getragener Wiesbadener Forscher, der mit seiner 1900 erschienenen Schrift „Ursprung der Buchstaben Gutenbergs“, den Grundstein zur Fehlentwicklung der esoterischen Runenliteratur legte. Er verglich antike Schriftzeichen mit den Runenformen, um deren hieroglyphischen Ursprung herauszufinden. Hierbei ging er bewußt streng einseitig vor, indem er bemüht war, jedes Runenzeichen aus der Sicht des von ihm überbetonten Feuerkults zu verstehen, was zwangsläufig zu Irrtümern und der Verwechslung der Urenergie mit dem Urfeuer in Muspelheim führen mußte. Obwohl seit 1874 der Runologe Wimmer darauf hingewiesen hatte, daß das 16’er Futhark das jüngere System ist, beharrte Fischbach auf dem überholten Standpunkt, es handele sich dabei um das Ur-Futhark. Er machte jene tragischen Fehler, welche später Guido List und andere Autoren aufgriffen und übernahmen. Leider findet man sogar in der modernen Literatur immer wieder diese frei erfundene Interpretation Fischbachs, für die es keine historischen Quellenbelege gibt.

Mythologie: Fehu ist die reine archetypische Energie der Bewegung und Ausdehnung im Multiversum. Fehu ist Ausdruck der allumfassenden und allgegenwärtigen Macht und wird durch die anstürmende Rinderherde symbolisiert. In der germanischen Schöpfungsgeschichte entstand die Welt aus Dampf, als das Feuer Muspelheims und das Eis Niflheims (siehe Isa) einander berührten und bekämpften. Dies steht sinnbildlich für eine Synthese aus Urenergie (nicht mit Urfeuer zu verwechseln) und Urmaterie. Fehu steht aber nicht für die undifferenzierte, homogene Macht der Urenergie, sondern eher für das Mysterium ihres ewigen, wunderbaren Wirkens innerhalb des ganzen Multiversums. Diese Rune ist für die der Fruchtbarkeit zugrundeliegende Kraft zuständig und ebenso sowohl für die der Erschaffung als auch der Zerstörung und das harmonische Zusammenwirken dieser beiden Extreme, aus denen dann die evolutionäre Kraft hervorgeht. Fehu ist die archetypische Kraft, welche den ewigen Prozeß des Entstehens, des Werdens, des Vergehens und neuen Werdens in Gang setzt. Das Wort „Vermögen“ bedeutet ursprünglich „Können“. Indem der Mensch die ihm anvertraute (oder auch ausgelieferte) Materie nicht verneint, sondern sie achtet und pflegt, ohne sie jedoch zum Götzen zu machen, erfährt er die Einheit des Seins im Rhythmus von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Fehu, als Symbol für die Fruchtbarkeit und Mehrung des Viehs, ist Freyr zugeordnet, dem nordischen Gott der Ekstase und der Fruchtbarkeit. Er wird mit einem großen erigierten Penis dargestellt und sein Heiligtum war in Upsala (Schweden). Er sorgt für die Fruchtbarkeit der Menschen, der Tiere und der Natur. Freyr steht mit Fehu in enger Verbindung, und ihm werden auch die ersten acht der 24 Runen zugeschrieben (Freyrs-Aett)

Magie: Wie aus dem bereits Gesagten unschwer zu entnehmen ist, kann man die Rune Fehu für ganz gezielte magische Bereiche einsetzen: Energie, Fruchtbarkeit, Ekstase und Reichtum. Im Ruhezustand ist sie neutral, erst durch die Intentionen des Anwenders wird die Richtung festgelegt, in die es gehen soll. Magie ist neutral, und man kann sie für gute und schlechte Dinge einsetzen. Man kann sie dazu benutzen, um Energie anzuziehen, nur muß man frühzeitig bremsen, denn sonst wird die Energie zu viel, und die Arbeit verfällt ins Chaotische, Unkontrollierte. Wenn man die aufgenommene Energie dann nicht mehr kanalisieren, sie nicht mehr anwenden kann, dann kommt es zu einem Energiestau, und man explodiert auf die eine oder andere Weise – ganz nach Veranlagung. Fehu will mit seinem Konzept des Geldes und Reichtums auch daran erinnern, daß vor jeder spirituellen Reise zunächst die materielle Sicherheit des Daseins hergestellt werden sollte, welche auch Grundlage spiritueller Energie ist. Erst wenn man mit beiden   Beinen im Leben steht und Sicherheit im Leben hat, ist es auch sicher, spirituell andere Welten zu bereisen und sich sicher auf dem magischen Weg fortzubewegen. Sind diese materiellen Grundlagen nicht gegeben, führt der spirituelle Weg noch weiter vom Selbst weg, so daß man schließlich den Boden unter den Füßen und jeglichen Zugang zur Alltagswelt verliert. Fehu ist sowohl die Realität des Alltags wie auch der Katalysator für alles, was dahinter liegt. Es ist das Heim, in das man nach jeder Wanderung wieder Heimkehren muß, und sich dort den einfachen Freuden des Lebens hinzugeben. Wie Fehu Sinnbild des beweglichen Besitzes ist, so steht sie auch für bewegliche Energie, sozusagen das „bewegliche Kapital des Geistes“. Im magisch-psychischen Bereich ist das Konzept der beweglichen und übertragbaren magischen Macht eng mit dem altgermanischen Begriff des „Hamingja“ (oft als „Glück“ übersetzt, meint aber positive Energie) verbunden. Diese Energie kann von einem Einzelwesen ausgehen und ist eine mittels Fehu kanalisierte, auf ein Ziel gerichtete expansive Kraft, welche die Projektion seelischer Wesenheiten und magischer Macht von einem Menschen auf einen anderen oder von einem Menschen auf ein Objekt erleichtert.

Anwendung: Konstruktiv wirkt Fehu auf das Fließen von Energie, neutral liefert Fehu bewegliche Energie und destruktiv verwandt, blockiert sie das Fließen, und der Geldbeutel wird immer leichter. Fehu ist außerdem eine Fruchtbarkeitsrune.

Wirkung: Stärkung der psychischen Kräfte. Übertragung oder Projektion von Kraft. Förderung der persönlichen und gesellschaftlichen Weiterentwicklung sowie Vergrößerung des persönlichen Reichtums. Beeinflussung beweglicher Güter, Zerstörung feindlichen Besitzes. Amulett gegen finanzielle Schwäche oder Bedrohungen. Talisman für materielle Mehrung.

Heilrune: Zuständig für den Brustbereich und gegen Atmungsbeschwerden. Kräftigung bei Krankheit und in Zeiten seelischer Krisen, Heilung erkrankter Fortbewegungsorgane.

Orakelbedeutung: Finanzielle Stärke und Wohlstand in der Gegenwart und der nahen Zukunft. Gewonnener und/oder erworbener Besitz.

Runenbotschaft: Man hüte und mehre seinen Besitz, denn er gibt Sicherheit und Unabhängigkeit. Aber man verhafte sich ihm nicht und blockiere sich nicht durch Geiz. Noch höher als materiellen Besitz ehre man   den verborgenen Wert in seinem Inneren. Wer die Kräfte dieser Rune mißbraucht, um seine egoistischen Ziele durchzusetzen, wird auch den Fluch des Goldes erfahren. Man lerne, seine eigene Macht und seine eigene Kraft anzunehmen, erst dann kann man sie nutzen, um seine persönliche Entwicklung und die der anderen, der Gesellschaft und der Menschheit als Ganzes zu fördern. Reich sein heißt „reiches Sein“ – man werde reich, innerlich wie äußerlich, dann kann man sein Leben so gestalten, wie es seiner Bestimmung und/oder seinem eigenen Wollen entspricht.

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Uruz
germanisch: Uruz
gotisch: Úrus
altenglisch: Úr
altnordisch: Úr
Bedeutung: Auerochse
Lautwert: U
Zahl: 2
Schreiben: U
Kraft: passiv
Geschlecht: männlich
Aett: 1. Freyr
Götter: Thor (auch Loki, Odin)
Baum: Birke
Pflanze: Kapuzinerkresse
Kraut: Sumpfmoos
Edelstein: Granat
Farbe: dunkles Grün
Elemente: Erde
Halbmond: 12.  Neumond
Zeit ca.: Ende Okt. – Ende Nov.
Schlagworte: Auerochse, Opferstier, Heilung, Quelle der ordnenden und formgebenden Kräfte, kosmischer Same, natürliche Ordnung
Bedeutung: Diese Rune symbolisiert durch die typische Krümmung ihres Rückens einen Auerochsen (germanisch: Ur), und dieser ist Sinnbild für die gewaltige Kraft der Erde. Der Energie von Fehu wurde hier eine Form gegeben, und manchmal kann man bei soviel komprimierter Energie schon rot sehen. Diese Rune besitzt ein verstecktes, aggressives Potential. Uruz steht sozusagen zwischen Himmel und Erde und schöpft aus diesen Gegensätzen die Kraft, die unverwundbar werden läßt. Sie ist das Symbol für die Eigenart eines Menschen, der erdverbunden, kämpferisch und doch nie ganz von dieser Welt nach Höherem strebt. Der Auerochse verkörpert ungeheure Energie, die solange ruhig bleibt, bis sie gereizt wird. Dann kommt die Aggression zum Zuge, mit welcher das Tier um seine Freiheit und sein Leben kämpft. Aggression wird in der heutigen Gesellschaft negativ bewertet, doch tatsächlich ist es doch die allen   Menschen innewohnende Kraft, mit der man sich durchsetzen kann, mit der man wieder in die Freiheit gelangt. Die Verteufelung der Aggression läßt heute die Schwachen über die Starken herrschen. Ein gesunder und bewußter Umgang mit dieser Energie macht den Menschen vollständiger und mächtiger. Wird die Aggression heruntergeschluckt, frißt sie einen auf. Allein der Wille vermag die potentielle Energie der Aggression in Bahnen der Kreativität zu lenken. Uruz gilt auch als Gottesstier-Opferrune, da sie im Runenkalender in die Zeit des zweiten Disenopfers (altnordisch: Dísablót), beziehungsweise Samhain fällt (um Ende Oktober).

Mythologie: Der Auerochse ist ein Wildrind, das früher in fast ganz Europa angetroffen wurde. In der Bronze- und Eisenzeit zogen große Herden durch Norddeutschland. Der Auerochse wurde im 17. Jahrhundert ausgerottet und ist in den 1980’er Jahren wieder „zurück“-gezüchtet worden. Der Auerochse steht für das Wild, wie Fehu für das domestizierte Vieh steht. Der Auerochse ließ sich niemals vom Menschen domestizieren, es war immer ein freies, stolzes Tier, behielt seine Ursprünglichkeit und verteidigte tapfer und wehrhaft sein Revier. Daher ist Uruz die Rune der starken Persönlichkeit mit einer großen Regenerationsfähigkeit. Uruz ist die Rune für den Gott der heiligen Jagd und seines Schamanen. Dies ist der erste Schritt aus der Sicherheit Fehus heraus, in Richtung der Ungezwungenheit. Dieser Schritt ist aber auch mit einem Risiko verbunden. Uruz steht auch für Sterblichkeit und die Erkenntnis des Todes. Die Rune wird daher als Tor zur Unterwelt gesehen. Die Energie dieser Rune ist roh und ungestüm, maskulin, und eng mit dem Element Feuer verbunden. Mit der Tötung eines Urs bewiesen Jünglinge ihre Männlichkeit. Der Junge der seinen ersten Auerochsen tötete wurde zum Mann und damit in die ersten Mysterien des Erwachsenseins eingeweiht, die Sterblichkeit allen Seins. Uruz wird auch als Urdbrunnen (Urd war eine der drei Nornen, Schicksalsgöttinnen) gesehen, welcher Gesundheit, Leben und Einfachheit verleiht und das wesentliche Selbst offenbart.

Magie: Die Rune Fehu brachte Energie, doch dies ziemlich unkontrolliert und chaotisch. Die logische Folge ist nun Uruz, welche diese chaotische Energie in eine bestimmte Form bringt. Uruz verkörpert aber eben nicht die Form, sondern die formgebende Kraft. Weiterhin steht Uruz mit der Erdkraft in Verbindung. Man findet diese Kraft in den Kraftlinien (sogenannte Ley-Linien) der gesamten Erde wieder, welche diese wie ein Netz umspannen. Viele Kraftplätze finden sich an und auf ihnen und ihren Kreuzungspunkten. Wer sensibel ist, kann diese Kraftlinien wahrnehmen, ebenso wie die Germanen es taten. Sie erbauten darauf ihre heiligen Plätze, aus welchen dann im Zuge der Christianisierung Kapellen, Kathedralen und Kirchen wurden. Stonehenge, Glastonbury, die Externsteine, Chartre, Prag, der Heiligenberg bei Heidelberg – dies sind alles Orte auf diesen Kraftlinien. Manchmal findet man solche Kraftplätze der Erde auch mitten im Wald oder Feld. Bäume und Pflanzen wachsen dort etwas anders als anderswo, und kein Mensch weiß mehr um die Bedeutung dieses Kraftortes, doch dort kann man die Energie der Erde besonders deutlich wahrnehmen. Manchmal hat man solche Punkte sogar mitten in der Wohnung. Mit Uruz kann man die Erdenergie mit in seine Arbeit einbeziehen und sie nutzen. Mit dieser Kraft kann man heilen und wird selbst geheilt. Uruz verleiht jugendliche Kraft und fördert die Regeneration der physischen Gesundheit. Man vermag mit ihr so stark und mutig wie ein Auerochse zu werden, vorausgesetzt, man läuft nicht ständig vor seiner eigenen Kraft davon. Die Energie, welche durch die Fehu-Rune angezogen wird, vermag Uruz durch die Kraft des Willens in die Tat umzusetzen. Auch wenn es vonnöten sein sollte, einen chaotischen Zustand wieder in geordnete Bahnen zu lenken, empfiehlt sich diese Rune. Die Kraft von Uruz ist gefährlich, kann zwar begrenzt kontrolliert, nie aber gezähmt werden. Sie steht für Freiheit, Ungezügeltheit und überwältigende Kreativität, d.h. wenn man sie einzusperren versucht, wird sie einen Ausweg finden („Das Leben findet einen Weg“).

Anwendung: Uruz entspricht positiv einer beständigen, kraftvollen Erdenergie, neutral der ruhenden Erdkraft und negativ der zerstörerischen Kraft der Erde und dem Tod. Der negative Aspekt der Uruz-Rune ist die blinde Wut, die unkontrollierte Aggression, die Durchsetzung des eigenen Willens ohne Rücksicht auf andere Menschen und die Bedürfnisse der eigenen Seele. Menschen, die sich selbst besonders wichtig nehmen und bei der Ausführung ihrer Ideen über Leichen gehen, entsprechen diesem negativen Aspekt. Eine andere Schattenseite von Uruz ist das krankhafte Alles-in-eine-Form-Pressen. Um sich sein Weltbild aufrecht zu erhalten, wird alles geordnet und dem eigenen Horizont angepaßt. Was über diesen hinausgeht, wird verteufelt und als lebensbedrohend empfunden. Uruz kann zwar bei der inneren Verwurzelung helfen, doch zeigt sich ihre negative Seite auch im physischen Bereich, im Festsitzen und Festhalten an alten Mustern und Strukturen.

Wirkung: Kreatives Erschaffen und Formen äußerer Umstände durch Willenskraft und Imagination beziehungsweise Inspiration. Erlangen von Stärke, Entschlossenheit und Ausdauer. Heilung und Aufrechterhaltung eines guten geistigen und körperlichen Gesundheitszustandes. Anziehen von glücklichen äußeren Umständen. Induktion von Erdenergie. Konzentrationsfördernd. Bewußtmachen von Kausalitäten.   Erkennen und Verstehen des Selbst. Schutz vor Nachlässigkeit und Unzuverlässigkeit bei materiellen Unternehmungen. Erdung und organische Kräftigung, Steigerung der Vitalität. Talisman für die Stabilisierung und Konkretisierung geschäftlicher Vorhaben und Sicherung von Grund und Boden.

Heilrune: Zuständig für die Muskulatur, die körperliche Kraft, die Stärkung der Abwehrkräfte und die Förderung einer gesunden körperlichen Konstitution. Uruz steht eng mit der Tätigkeit des Heilens in Verbindung. Dabei geht es um die Heilung anderer Menschen und der von sich selbst. In Odins Runenlied heißt es zu Uruz: „Ein anderes weiß ich, des alle bedürfen, Die heilkundig heißen.“ Oft geht eine Krankheit mit der Entwurzelung von Körper, Seele oder Geist einher. Zu diesen Wurzeln kann Uruz zurückführen. Uruz findet bei Heilungen Verwendung, meistens in Kombination mit anderen Runen. Fehu und Uruz ergänzen sich ausgezeichnet.

Orakelbedeutung: Körperliche Kraft und Schnelligkeit, kann sich auf den Befrager und andere beziehen.

Runenbotschaft: Man achte auf das, was einen im tiefsten Inneren bewegt und antreibt und stelle den Kontakt zu seinem eigenen Ursprung (wieder) her. Man sei stark, bodenständig, wehrhaft und selbstbewußt. Man werde sich seiner wahren Ursprünge bewußt und bleibe ihnen treu – aber entwickle auch weiter, was einem gegeben wurde. Man lerne, mit beiden Beinen fest auf dem Boden zu stehen, aber auch zu gehen. Sorgfalt in kleinen Dingen bringt Kraft und innere Ruhe. Man richte seinen Blick auf das Höhere und schöpfe so aus der Quelle der Urkraft.

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Thurisaz
germanisch: Þhurisaz
gotisch: ÞiuÞ
altenglisch: Thorn
altnordisch: Þurs
Bedeutung: Riese
Lautwert: TH
Zahl: 3
Schreiben: Th
Kraft: aktiv
Geschlecht: männlich
Aett: 1. Freyr
Götter: Thor
Baum: Eiche, Weißdorn
Pflanze: Mondviole
Kraut: Gartenlauch
Edelstein: Saphir
Farbe: leuchtendes Rot
Elemente: Feuer
Halbmond: 11.  Vollmond
Zeit ca.: Mitte Okt. – Anfang Nov.
Schlagworte: Riese, Dämon Schaden, Chaos, gegen die Ordnung gerichtete Kräfte, Polarität von Leben und Tod
Bedeutung: Thurisaz bedeutet Riese (altnordisch: Thurse) und später bei den Angelsachsen auch Dorn. Thurisaz steht in enger Verbindung zu den Riesen, welche sich nach der nordischen Mythologie als Unholde für alle Unwetter und Naturkatastrophen verantwortlich zeichnen. Thor ist der einzige, unter den Göttern, welcher sie in Zaum zu halten vermag. Uruz konnte die Fehu-Energie nicht mehr halten und entlädt sich nun in Thurisaz. Sie ist die erste der „Hindernis“-Runen. Diese Hindernisse müssen nicht notwendigerweise zerstörerischer Natur sein, sondern sie werden dem Suchenden in den Weg gelegt, um ihn zu stärken. Man kann kein mutiger Held sein, ohne nicht vorher einen Drachen erschlagen zu haben. Die Lehre dieser Rune lautet: „Aus (schlechter) Erfahrung wird man klug.“, auch im Sinne von: „Man muß sein Schicksal auf sich nehmen und das Beste daraus machen.“ Was im ersten Augenblick ein negatives und zerstörerisches Element ist, kann sich durchaus in eine wichtige Lehrstunde verwandeln und der Beginn einer positiven Wende sein. Die Riesen scheinen böse und zerstörerisch gegenüber den Asen, aber sie stehen auch für Wechsel und Veränderung und bereiten den Weg für Neues. Thurisaz steht für ungezähmte Kräfte und Chaos, die sich gegen die göttliche Ordnung wenden.

Oft wird Thurisaz auch als Thors-Rune fehlinterpretiert, Aber Thurisaz bedeutet eben gerade nicht Thor. Diese falsche Annahme mag an der lautlichen Ähnlichkeit liegen, ist aber eine Verwechslung der Thursen mit deren Erzgegner Thor. Diesen Irrtum begründete 1900 Prof. Friedrich Fischbach, und er setzt sich, von Guido List und anderen Autoren brav aufgegriffen, bis heute in zahlreichen Werken über Runen fort. Auch die Fehldeutung des Runensymbols als Thors Hammer Mjöllnir, wofür es keinen Quellennachweis gibt, beruht auf diesem Irrtum. Daß Thor in Wahrheit keine ihm zugeordnete Rune besitzt, liegt daran, daß das ältere Futhark sehr viel früher entstand als der Glaube an Thor/Donar, der erst etwa Anfang des Frühmittelalters aufkam.

Mythologie: Thurisaz ist die Rune der Riesen. Um die Bedeutung dieser Rune zu verstehen, muß man die Rolle der Riesen in der germanischen Mythologie genauer betrachten. Im Schöpfungsmythos sind die Riesen die ersten Wesen, die aus dem leeren Raum, dem Ginnungagap und den in ihn hineindringenden Urelementen Feuer und Eis gezeugt worden sind. Ymir (der Rauschende) heißt der erste Riese. In ihm sind beiderlei Geschlecht vereinigt, von ihm stammen alle Riesen ab, und diese zeugen schließlich die Götter Odin, Wili (Hönir) und We (Loki). Diese töten dann Ymir, um aus dem toten Körper die Erde zu bilden und Ordnung in das Urchaos der Welt zu bringen. Die Riesen werden in ein Gebiet außerhalb der gehegten Welt (Asgard und Midgard) verbannt oder haben ihren Wohnsitz in den Elementen, die sie darstellen. Von nun an gibt es Feindschaft zwischen den Göttern und dem Geschlecht der Riesen, die immer wieder versuchen, ihre eingeschränkte Macht zurückzugewinnen und wieder das Urchaos und die Macht der Urelemente über die Welt hereinbrechen zu lassen. Der einzige, der es im germanischen Götterhimmel mit den Riesen aufnehmen kann, ist der Gott Thor oder (in Deutschland) auch Donar genannt. Der Kampf der Götter, insbesondere der Kampf Thors gegen die Riesen, symbolisiert nichts anderes, als der Kampf der Ordnung gegen das Chaos. Darum ist Thor den Menschen auch beschützender Freund gegen die Urgewalten der Natur und gegen Unheil und Gefahr. Deshalb ist Thor als Gegenspieler der Riesen dem bäuerlichen Menschen verläßlicher Freund und Beschützer im Kampf gegen die Urgewalten der Natur. Thor vertreibt die Riesen mit seinem Hammer Mjöllnir (der Zermalmer), den man zum Schlagen benutzen, aber ebenso auch werfen kann, wobei er wie ein Bumerang wirkt. Eine weitere, allerdings angelsächsische Bedeutung der Thurisaz-Rune ist im Schlaf- und Todesdorn Wotans zu sehen, mit der er die ungehorsame Walküre in Schlaf versetzt, sie so dem irdischen Schicksal geweiht wird und sie den Weg der Entmachtung und Erniedrigung als ehemals weibliche (vanische) Gottheit, durch die Vorherrschaft des Mannes, gehen muß. Die Erweckung der Walküre durch den Helden basiert auf dem urindogermanischen Mythos des Erweckens der sich im Winterschlaf befindlichen Natur durch die Kraft der Sonne im Frühjahr.

Magie: Thurisaz ist eine der mächtigsten Runen des Futhark und auch die Unberechenbarste. Daß diese schon an dritter Stelle kommt, ist eine Prüfung für alle Menschen, die sich mit den Runen wirklich auseinandersetzen wollen. Viele hören genau an diesem Punkt damit auf, sich weiter für Runen zu interessieren, denn sie bemerken plötzlich, daß es wirklich funktioniert und man spürt, daß das Runensystem nicht nur Esoterik-Geschwätz ist, sondern daß tatsächlich Kraft dahinter steckt – und die verträgt nicht jeder. Thurisaz bringt den Menschen mit der unkontrollierbaren Kraft seines Unbewußten in Verbindung. Wenn man sie unterdrückt, regt sie sich erst recht. Thurisaz zwingt einen dazu, sich mit seinen Schatten auseinanderzusetzen, und wahrscheinlich ist das der Grund, warum so viele Menschen es bei Thurisaz mit den Runen auch wieder aufgeben. Die wilde psychische Kraft von Thurisaz ist auch in der Tat nicht ungefährlich, weil diese Rune sozusagen an der Schwelle des Bewußtseins operiert und sehr problematisch werden kann, wenn man nicht weiß, was im Unbewußten eigentlich vor sich geht. Die ursprünglich chaotische Energie von Fehu wird durch Uruz in verwendbare Bahnen gelenkt und kann in Thurisaz als Explosion ans Tageslicht treten. Ein ordentlicher Wutanfall ist Thurisaz. Aber auch das Wissen um seine Kraft und Unbesiegbarkeit symbolisiert diese Rune. Gerade aus diesem Grund stellt sie eine der mächtigsten aktiven Schutzrunen des Systems dar. Darüber hinaus bietet sie Hilfe bei Studien und Meditationen, und führt zur Selbstdisziplin. Man kann die Rune zur aktiven Verteidigung in jeder Form verwenden. Wie in der Realität auch, sollte man dabei ohne Sentimentalität vorgehen, aber auch jede unnötige Grausamkeit vermeiden.

Anwendung: Konstruktiv angewandt, kann diese Rune aktiven Schutz darstellen, in neutraler Form ähnelt sie einem Energiestoß und destruktiv ist Thurisaz eine chaotische, alles zerstörende Energie. Thurisaz ist eine Rune der Extreme, und sie läßt sich nur mühsam neutral halten. Aus diesem Grund sollte man am Anfang vorsichtig mit Thurisaz umgehen, da sonst mehr Schaden als Nutzen entsteht. Thurisaz kann in einer Botschaft als Warnung dienen und wird neben Isa in Flüchen verwendet.

Wirkung: Aktive Verteidigung. Zerstören von Feinden. Fluch (altnordisch: Nidstang). Umsetzen des Willens in Handlung Vorbereitung für die Entwicklung in allen Bereichen. Liebesmagie. Amulette gegen Gewaltausübung durch Gegner. Talismane für Liebesbeziehungen.

Heilrune: Man kann Thurisaz auch mit den Schmerzen einer schweren Geburt in Verbindung bringen. Die Kräfte, die während der Geburt eines Kindes walten, lassen einen wirklich die gewaltigen Urkräfte nachvollziehen, welche die Gebärende ganz und gar erfassen, mit sich reißen in einen Zustand zwischen Leben und Tod, um schließlich doch das Leben siegen zu lassen.

Orakelbedeutung: Schmerzvolle Ereignisse, Disziplin, Wissen, Fokus, gerichtete Energie, Dorn. Thurisaz   deutet an, daß ein Konflikt oder ein Problem endgültig nur mit einer Konfrontation gelöst werden kann und durch Kompromisse und zögerliches Abwarten nur aufgeschoben wird. Probleme verschlimmern sich, wenn man sie ignoriert. Thurisaz könnte in seiner Wirkung mit Hagalaz verwechselt werden. Thurisaz symbolisiert jedoch die rohe Gewalt, die von den Ordnungsmächten der Natur in Schach gehalten wird, während Hagalaz die Kräfte symbolisiert, die in der Materie wohnen und aus dieser freigesetzt werden. Hagalaz ist daher eine Rune, die auf verschiedene Energiezustände hinweist, die ihre Wirkung in der Welt unterschiedlich vollziehen. Hagel kann die Ernte vernichten, tut dieses jedoch äußerst selten. Hagel wird hingegen sehr schnell von seinem festen Zustand wieder in den Flüssigen versetzt, wechselt seine Energie unmittelbar, wird wieder zu Wasser und dient der Fruchtbarkeit des Feldes. Das Zusammentreffen von Hagalaz und Thurisaz ist ein äußerst ernster Zustand. Ein solcher Zustand würde im Extremfall bei einem Reaktorunfall eines Atomkraftwerkes oder bei der Explosion einer Atombombe entstehen. Hier treffen rohe Gewalt und energetische Umwandlung auf absolut zerstörerische Weise zusammen. Man kann nur hoffen, daß einem die Kombination von Hagalaz und Thurisaz erspart bleibt. Das Antreffen der beiden Runen für sich allein kann zwar Unannehmlichkeiten und auch Schmerzen bedeuten, aber niemals die Bedrohung der eigenen Existenz. So kann die Kombination von Thurisaz und Naudhiz auf einen bedrohlichen Zustand hinweisen, der durch Gewalt entsteht. Das können die Gewalten der Natur sein, oder sie können auf einen Unfall hinweisen. Die Kraft von Hagalaz kann man durch tiefe Reife- und Transformationsprozesse nutzen lernen. Naudhiz zwingt durch seine Macht zur Wandlung, aber gegen die Macht von Thurisaz schützen nur die Götter (beziehungsweise das Göttliche im Menschen), denn es gibt keine Verbindung zwischen Menschen und Riesen, nur zwischen Riesen und Göttern, und die Götter treten wieder mit den Menschen in Verbindung, beziehungsweise sind als Archetypen im Menschen verankert.

Runenbotschaft: Man sei sich der Gegenkräfte gewahr und schließe nicht die Augen vor ihnen. Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen. Zum Leben gehört auch der Mut zum   Konflikt. Hindernisse sind dazu da, furchtlos, aber umsichtig überwunden zu werden. Man vertraue seinem Willen und seinem innerem Impuls. Man diene mit diesen Kräften der Schöpfung. Man tue, was zu tun ist.

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Ansuz
germanisch: Ansuz
gotisch: Ansus
altenglisch: Ós
altnordisch: Áss
Bedeutung: Wind
Lautwert: A
Zahl: 4
Schreiben: A
Kraft: passiv
Geschlecht: männlich
Aett: 1. Freyr
Götter: Odin
Baum: Esche
Pflanze: Purpurwinde
Kraut: Fliegenpilz
Edelstein: Smaragd
Farbe: dunkles Blau
Elemente: Luft
Halbmond: 11.  Neumond
Zeit ca.: Ende Sep. – Mitte Okt.
Schlagworte: Wind, Atem, Inspiration, Gott (Ase), Ekstase, spirituelle Macht, Wort, Dichtung, Gesang, Wissen, Mund (Quelle göttlicher Äußerungen)
Bedeutung: Diese Rune symbolisiert den Wind, welcher alles durchdringen kann. Der Wind steht auch für die Kommunikation. Diese Rune repräsentiert die gewaltige Energie und Stärke von Uruz, kombiniert mit der Disziplin und Erfahrung von Thurisaz. Diese Elemente werden auch in Odin kombiniert, der die Charakteristiken des Häuptlings mit denen des Schamanen kombiniert. Odin ist der Gott des Krieges und der Weisheit. Ansuz ist eine ausbalancierte Rune. Wie bei Fehu entscheiden sich viele Menschen an diesem Punkt ihrer Reise zu verharren. Ansuz repräsentiert Macht, sowohl weltlich wie auch magisch, und ihre Macht kann sehr verführerisch sein. Odin lernte die Lehren der ersten drei Runen und so ist es ihm möglich, weise zu herrschen, aber eigentlich ist dies nur ein neuer Anfang. Es fehlen noch viele Elemente in diesen drei Runen und damit auch in seiner Erfahrung.

Mythologie: Ansuz unterstützt den Kontakt zu den Gottheiten, und Odin hat einen besonders starken Bezug zu ihr. Ansuz steht für die Asen, deren höchster Odin ist. Dies ist übrigens nicht überall in der germanischen Welt so. Manchmal steht Tyr an der Spitze, manchmal Thor. Dies ist von Region zu Region verschieden und auch eine Frage der Zeitepoche, denn zu Beginn der nordischen Kultur steht Odin noch nicht an der Spitze der Götter. Ursprünglich befand sich Tyr dort und wurde später durch Odin verdrängt. Odin ist es schließlich auch, der im späteren Verlauf der Geschichte den ersten Menschen den Atem (Önd, Ond oder Anda) verleihen wird. In Indien nennt man diesen Lebensatem Prana, manche deutschen Mystiker nannten es Od, und im allgemeinen heißt die Lebensenergie auch heute noch in Deutschland Atem oder Odem. Ansuz steht also in enger Verbindung mit den Asen und so auch mit Odin. Manchmal wird in der Form der Ansuz-Rune der wehende Umhang des Gottes Odin gesehen. Ihre Form könnte aber auch auf das Piktogramm eines fliegenden Raben zurückgehen (wenn man sie um 90° nach links dreht). Der Rabe ist ebenfalls ein Sinnbild Odins, denn zwei Raben begleiten ihn überall hin. Sie heißen Hugin (Sinn, Gedanke) und Munin (Erinnerung, Wille) und raunen dem Gott ins Ohr, was sie auf ihrem Flug durch die Welt sahen und tragen ihm Informationen aus aller Welt zu. Die Asen spenden den Menschen den Atem, die Luft zum Leben und die Luft des Lebens. Die beiden Runen Thurisaz und Ansuz halten das kosmische Gleichgewicht aufrecht, Ansuz als Prinzip der Ordnung und Thurisaz als Prinzip des Chaos. So verwundert es auch nicht, daß Odin, welcher ja von den Riesen abstammt, oft selbst als Gott des Chaos auftritt und sich immer mit einem Fuß am Rand der sogenannten Legalität bewegt. Odin gleicht in vielem Merkur, dem Gott der Händler. So steht Odin auch für die Kommunikation und die Beseelung der Welt durch das Wort. Wenn man Dinge beim Namen nennen kann, verlieren sie ihre Macht und Wirkung dies ist bei Wesen der Anderswelt genauso wie bei psychosomatischen Krankheitsbildern. Ansuz ist die Rune des Odin als Gott der Magie und der Ekstase, die Rune des Empfangens, des Bewahrens, des Umwandelns und des Ausdrückens von spiritueller Macht und göttlichem Wissen. Diese Kraft wird direkt von den Asen empfangen und in der Menschheit transformiert, um dann gegenüber dem Multiversum wieder in Form magischer und religiöser Handlungen zum Ausdruck gebracht zu werden. Ansuz verkörpert das Medium, durch welches göttliches Wissen empfangen wird, den Träger dieser Macht, und die Kraft selbst, die sich als ekstatischer Zustand manifestiert. Diese Gleichheit von Träger und Inhalt kommt bei den Symbolen für einen Zustand der Inspiration oder der Ekstase häufig vor. In der nordischen Mythologie sind sowohl der poetische Met der Inspiration als auch das Gefäß, welches ihn enthält, unter dem Namen Odhroerir (derjenige, der Inspiration auslöst) bekannt. Ansuz ist die Ekstase, aus der ein großer Schatz an Weisheit und Wissen hervorgeht. Ansuz ist die Rune des Wortes, des Gesanges, der Dichtkunst und der magischen Beschwörung (Galdr) als Träger und Ausdrucksform magischer Kraft. Ansuz verkörpert die magische Kraft der Vorfahren, etwas, das von einer Generation an die andere weitergegeben wurde. Ansuz stellt ein ekstatisches Konzept dar, das die stabile institutionelle Kraft der Heimrune Othala ergänzt. Das Wissen und die Magie der Sprache empfingen die Ahnen von den Göttern und gaben es an alle weiteren Generationen durch das gesprochene Wort weiter, den Atem des Lebens. Hier liegt ein entscheidender Unterschied zwischen der mündlichen und der schriftlichen Form von Überlieferung. Ansuz ist die Rune der Poeten. Sie zeigt den ersten Schrei eines Neugeborenen, den letzten Schrei eines Sterbenden und das Flüstern in der Dunkelheit, welches die Angst vertreibt. Es ist die Rune der wilden Jagd, der Götter, welche die heulenden Winde reiten, die verlorenen Seelen sammeln und in die Arme der wartenden Ahnen führen. Sie kann dazu verwendet werden, Inspiration und Verständnis auszulösen. Sie fördert poetische Fähigkeiten.

Magie: Ansuz steht für den Wind, in dessen Säuseln das Flüstern Odins allgegenwärtig ist. Ansuz hilft, weise Entscheidungen zu treffen, verleiht Erfolg und Führerschaft und ist eine Hilfe bei Divination und Magie. Was Thurisaz fesselt, kann Ansuz lösen. Mit dieser Rune ist es möglich, sich aus den Fesseln der eigenen Ängste zu befreien, um der Selbsterkenntnis näherzukommen. Eine wichtige Funktion von Ansuz ist neben der Befreiung aus verschiedenen Fesseln die Möglichkeit zur Kontaktaufnahme mit den Göttern – also den von ihnen repräsentierten Kräften und Archetypen im Menschen. Wenn man sich in einer verzwickten Situation befindet, fängt man manchmal zu beten an. Dieses Beten stellt eine Art der Kontaktaufnahme dar, und in der Regel bekommt man auch durch die Ansuz-Kraft Hilfe. In diesem Augenblick durchflutet den Menschen die kosmische Inspiration (das unbewußte Wissen) und hilft ihm aus dem Schlamassel heraus. Über die Ansuz-Rune kann man Kontakt zu den Göttern (dem Unterbewußtsein) und zur Geschichte seines Volkes aufnehmen. Ob dies in Form von Gebet oder Meditation geschieht, ist dabei nicht von Bedeutung. Fehu und Ansuz stehen in einer engen Beziehung zueinander. Fehu repräsentiert das kosmische Feuer, die chaotische Energie des Lebens, während Ansuz für das geistige Feuer des Lebensatems steht. Bei der magischen Arbeit kann man Ansuz benutzen, um Kontakt mit seinen Vorfahren aufzunehmen und über diese Visualisierungshilfe zu den Quellen des alten (unbewußten) Wissens zurück zu gelangen. Auch wenn man sich bei der Arbeit der Hilfe der weisen Götter (ebenfalls unbewußtes Wissen) bedienen möchte, kommt diese Rune zum Einsatz. Eines der Elemente Odins ist der Wind; so kann Ansuz dazu verwendet werden, den Wind zu besänftigen oder ihn zu rufen. Dies ist neben der tatsächlichen Bedeutung auch bildlich zu verstehen: Immer dann, wenn es Zeit für frische Luft ist, kommt Ansuz zum Zuge. Im negativen Sinne kann diese Rune auch dazu verwendet werden, einem Lebewesen den Atem zu nehmen. Zu diesem Zweck bedient man sich noch weiterer Runen, so daß sich eine wirkungsvolle Binderune ergibt. „Den Atem nehmen“ bedeutet in kleinerem Rahmen, jemanden zum Schweigen zu bringen   und im Großen, jemandem das Leben, beziehungsweise die geistige Kraft nehmen.

Anwendung: Positiv angewandt, stärkt Ansuz die Kommunikation mit den Gottheiten beziehungsweise dem Archetypischen im Menschen, neutral stellt sie die überall vorkommende Energie des Universums dar und in ihrer negativen Ausformung bringt sie den Anwender zurück zu allem Irdischen. Gerade bei der sogenannten negativen Ausformung dieser Rune erkennt man die Sinnlosigkeit jeglicher Wertung in diesen Bereichen.

Wirkung: Steigerung sowohl der aktiven als auch der passiven magischen Kraft divinatorischer Fähigkeiten. Überzeugungskraft des sprachlichen Ausdrucks, Macht der Suggestion und Hypnose. Erlangen von kreativer Weisheit, Inspiration, Ekstase und Kommunikation mit Göttlichem. Verbannung von Tod und Furcht durch das Wissen. Förderung der Inspiration und Überzeugungskraft, Zugang zu Ekstase und Kreativität. Amulette gegen Intrigen und üble Nachrede. Talismane für sprachliche Aktivitäten und zur Steigerung der Intuition und Sensitivität.

Heilrune: Zuständig für Mund, Zähne und Sprachstörungen. Behandlung von Organen des Sprechens und deren Erkrankungen, unterstützend bei Heilsuggestionen. Ansuz kann auch als Lebensretter-Rune dienen. Man kann zum Beispiel nach einem schweren Unfall während der Erste-Hilfe-Maßnahmen Ansuz projizieren, um Hilfe und Unterstützung der Götter (in diesem Fall innere Heilkräfte) zu gewährleisten.

Orakelbedeutung: Segnungen, vor allem in Zusammenhang mit Religion. Der Trost des Glaubens. Autorität, Führer, Balance zwischen Körper und Geist, Gerechtigkeit.

Runenbotschaft: Man erkenne die Macht des richtigen Gedankens. Man lasse die Inspiration zu, indem man sich ihr von ganzem Herzen öffnet. Man lege alle Vorurteile ab. Man lausche der göttlichen Stimme in seinem Inneren, man finde die Wahrheit und werde wahrhaftig. Gemeint ist der Geist Odins oder Wotans, die Verständigung mit dem Göttlichen im Menschen selbst. Hier wird die Einheit zwischen menschlichem Bewußtsein und göttlichen Gedanken symbolisiert; auch im Sinne der platonischen Ideenlehre, wonach alle   Gedanken Erinnerungen sind, die aus dem göttlichen Ursprung des Menschen kommen. Die Raben Hugin (Gedanke) und Munin (Erinnerung) als Begleiter Odins zeigen die Wichtigkeit dieses Prinzips. Gedanken und Erinnerungen sind die ständigen Weggefährten im Leben.

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Raidho
germanisch: Raiðo
gotisch: Raiða
altenglisch: Ráð
altnordisch: Reið
Bedeutung: Reiten
Lautwert: R
Zahl: 5
Schreiben: R
Kraft: aktiv
Geschlecht: männlich
Aett: 1. Freyr
Götter: Thor
Baum: Eiche
Pflanze: Löwenmaul
Kraut: Beifuß
Edelstein: Chrysopras
Farbe: leuchtendes Rot
Elemente: Luft
Halbmond: 10.  Vollmond
Zeit ca.: Mitte Sep. – Anfang Okt.
Schlagworte: Reiten, Rhythmus, Reisen (auch Geist- und Astralreisen), Weg, Wagen, Konzentration der Kraft auf ein Ziel, Urteil, Ratschlag, innere Ordnung, Reise der Seele nach dem Tod, Reise-Amulett
Bedeutung: Raidho bedeutet Ritt und Rhythmus. Die Rune symbolisiert den Rhythmus des Reitens, der Bewegung und die Gabe, zur rechten Zeit am rechten Platz zu sein, und somit Glück im Leben zu haben. Raidho ist das Gesetz des Wirklichen und umschreibt die Reise Suchender auf den Wegen der geistigen Welt ihrer Vorfahren. Sie symbolisiert die Bewegung und Entwicklung nach den Naturgesetzen. Damit kann Raidho auch als Rune des Schicksalsprinzips gesehen werden, als Vollendung der Lebensgesetze in und um dem Menschen. Raidho beschreibt den Weg des Lebens, den der Mensch in einer feindlichen und fremden Umwelt zu durchreisen hat. Die Erfahrungen, die er auf seiner Lebensreise sammelt, ermöglicht es ihm, sein Urteilsvermögen zu entwickeln und Weisheit zu erlangen. Immer wieder wird der Krieger getrieben, durch die feindliche Welt zu reiten, diese in all seinen Erscheinungsformen kennenzulernen und so Wissen und Urteilsvermögen zu erlangen, indem er die Gesetze des Lebens kennen und verstehen lernt. Dies steht in Verbindung mit der germanischen Rechtsprechung, die sich an den Naturgesetzen orientiert. Sie strebt den Ausgleich oder die Wiederherstellung des durch menschliche Tat wider den Naturgesetzen gestörten Gleichgewichtes an. Nur derjenige kann Recht sprechen, der genug von der Welt gesehen hat und sich nicht scheut, immer wieder in sie hinauszutreten. Die verwöhnten Sprößlinge einer dekadenten Wohlstandsgesellschaft sind nicht in der Lage, Recht zu sprechen, sie sind nur die Knechte der Entfremdung von der Weisheit der Ahnen. Erkenntnisse möchten in die Tat umgesetzt werden. Wissen, das nicht umgesetzt werden kann oder wird, ist trocken und verliert seine Kraft; ganz besonders in Zusammenhang mit der eigenen Entwicklung. Gerade diesen Prozeß beschreibt die Abfolge Ansuz-Raidho vortrefflich. Das durch Ansuz gewonnene Wissen (die Inspiration des göttlichen Geistes) wird durch die folgende Raidho-Rune in Bewegung gebracht. Das Gehen, das Reisen und die Fortbewegung schlechthin sind die treffenden Sinnbilder dieser Rune, und zu all dem gehört auch der Rhythmus, und damit hat man den wichtigsten Aspekt dieser Rune dazugewonnen: Reisen im eigenen Rhythmus fordert den richtigen Weg. Letzterer ergibt sich nämlich ganz von selbst, wenn man sich wirklich in seinem eigenen Rhythmus bewegt und die Fremdbestimmung, soweit es nur geht, hinter sich läßt. Das Leben bringt es mit sich, daß man sich nach anderen Menschen richten muß, daß man sich zum Beispiel bei seiner Lohnarbeit nach einem fremden Rhythmus zu richten hat – dabei gibt man sich selbst teilweise auf und verläßt den eigenen Weg. Dabei wären Menschen, die ihren eigenen Takt und ihre eigenen Zeiten gefunden haben, wesentlich zufriedener mit sich selbst, und vor allem wären ihre Leistungen wesentlich effizienter. Raidho steht für eine Suche, eine Reise oder allgemein den rechten (im Sinne von „richtig“) Weg. In diesem Zusammenhang steht Raidho auch für die Strecken, welche die Sonne und die Sterne auf ihren zyklischen Bahnen zurücklegen. Jeder kann mit etwas Übung auf einem Pferd kurze Entfernungen zurücklegen. Das Geheimnis dieser Rune ist unter anderem aber die Ausdauer. Hohe Ziele erreicht man nur, wenn man das Ziel nicht aus den Augen verliert und mit echtem Willen den Weg hinter sich bringt, ohne sich dabei durch Probleme vom Ziel abbringen zu lassen.

Mythologie: Raidho steht mit Thor im Zusammenhang und symbolisiert das Rad seines Streitwagens. Dreht man die Rune um 90° im Uhrzeigersinn, kann man diese Symbolik erkennen. Raidho ist auch das Rad des Sonnenwagens. Raidho steht für den Weg im Leben eines jeden und wie er mit anderen Wegen zusammentrifft oder sie kreuzt. In der nordischen Mythologie werden diese Pfade als Fäden auf einer Spindel des Schicksalsrades gesehen, die von den Nornen gesponnen werden. Die Nornen sind drei Schwestern, die nahe bei der Wurzel Yggdrasils wohnen und diese mit dem Wasser aus der Quelle des Wyrd (altnordisch: Schicksal) begießen. Sie spinnen sowohl die Fäden der Götter, wie auch die der Menschen, aber was am wichtigsten ist, sie verstehen die Zusammenhänge zwischen Runen und Magie. Dieses komplexe Gebilde aus Fäden bildet ein Netzwerk. Jedes Ereignis formt einen anderen Weg auf diesem Netz. Wenn man an einem Faden vibriert, zittern viele andere mit ihm. So können bestimmte Ereignisse wieder zurück auf die Sicherheit Fehus schlagen, ohne daß man dies wirklich wollte. Raidho erinnert daran, daß, obwohl man seine Ziele erreicht hat (Ansuz), das Leben stetig weiter geht und man auch nicht stehen bleiben kann. Vielleicht kommt man sogar dort an, wo man gestartet war, aber auf einer anderen Ebene, die Reise endet niemals…

Magie: Raidho ist als Rune des Rhythmus und des Tanzes auch grundsätzlich die Rune des Kultes und der Rituale. Das Wort Ritual stammt sogar etymologisch von Raidho ab. Man „reitet“ ein Ritual in einem bestimmten Rhythmus, und jedes Ritual ist auch eine Reise in die geistige Welt. Das Ritual ist eine rhythmische Abfolge von magischen Handlungen, mit der man die Persönlichkeit und somit die Umwelt verändern kann (wie innen – so außen). Da Raidho ganz wesentlich mit dem Rhythmus des Lebens zusammenhängt, kann man diese Rune natürlich dazu verwenden, wieder in diesen Rhythmus hinein zu kommen und dann zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein – was wiederum die Wunder des Lebens ermöglicht. Durch Raidho kann man sich den Lebensweg ebnen, da man über die Stolpersteine hinwegsetzt. Durch die Raidho-Kraft wird man zum Ritter seines eigenen Lebensweges, man reitet selbst und wird nicht geritten. Raidho beschützt das Reisen. Alles, was man mit dem Reisen in Verbindung bringen kann, trifft meist auch auf Raidho zu. Ein Raidho-Amulett ist ein guter Schutz für ein Fahrzeug.

Anwendung: Konstruktiv angewandt, bringt Raidho die Gabe des Glücks und des in der eigenen Kraft ruhenden Lebens, neutral stellt sie die kosmischen Rhythmen dar, und destruktiv führt sie aus dem Rhythmus heraus, läßt manchmal sogar alles rückwärts ablaufen, oder Begebenheiten wiederholen sich, als Fluch oder zur Erkenntnis.

Wirkung: Förderung ritueller Fähigkeiten und Erfahrungen. Hilfe zum Zugang zu „innerer Führung“. Stärken des Bewußtseins für richtige und natürliche Vorgänge. Verschmelzen des persönlichen mit dem Weltrhythmus. Erfahrung von Gerechtigkeit. Förderung von Mobilität. Beschleunigen oder Stabilisieren von Zyklen. Festigung der eigenen Mitte. Schutz auf Reisen. Sieg bei Gerichtsprozessen. Amulette gegen Prozeßverluste und Reiseunfälle. Talismane für Gerichtsverhandlungen und Reisen. Die negativen Aspekte von Raidho sind: Stagnation, Unbeweglichkeit, Verlieren des Rhythmus beziehungsweise der Kontrolle über das „Pferd“. Somit kann man die dunkle Seite der Rune auch benutzen, um jemandem „vom hohen Roß“ zu werfen. Die Beschäftigung mit Raidho oder die Wirkung ihrer Energie trägt manchmal seltsame Früchte, denn um in den eigenen Rhythmus zu kommen, zerstört die Rune oft den alten völlig. Die alten, längst überfällig gewordenen Mauern werden niedergerissen, und man steht vor einem Scherbenhaufen, aus dem man mit neuem Rhythmus und neuer Identität wieder ins Leben hervorgeht.

Heilrune: Zuständig für Beine und Gesäßbacken. Einsatz zur Wiederherstellung einer gesamtorganischen Ordnung von Geist und Körper. Behandlung rhythmischer Störungen.

Orakelbedeutung: Reise, sowohl physische als auch weltanschauliche. Die richtige Entscheidung fällen und ausführen. Die Rune kann für einen Vorgang der Veränderung stehen.

Runenbotschaft: Man lerne die Welt und ihre natürlichen Gesetze kennen, nach denen sich alles bewegt. Man werde durch sie weise und gerecht. Bei Raidho geht es um den Rhythmus und um den eigenen Weg. Man sollte einfach mal sein eigenes Leben betrachten und sehen, wieviel davon von einem selbst bestimmt wird und wieviel man wegen den Anforderungen von außen macht. Man sollte versuchen, hierbei mindestens ein Verhältnis von 51:49 herzustellen. Dabei ist es ausgesprochen wichtig, daß man erst einmal wieder lernt, etwas für sich selbst zu tun, somit herauszufinden, was man selbst will und – natürlich – seinen eigenen Rhythmus zu finden. Selbständig arbeitende Menschen haben es da wesentlich leichter als die Knechte von Lohn und Brot, aber es geht bei beiden, wenn der Willen und die Inspiration vorhanden sind. Man denke einfach nur an die bisherige Abfolge des Futhark: Fehu liefert die Energie, Uruz die Bodenständigkeit und den Willen, Thurisaz die Wut und die Kraft, Ansuz die göttliche Inspiration des Geistes und Raidho den Rhythmus des eigenen Lebens. Nach dem Willen und dem Geist formt sich nun der Rhythmus einer Struktur heraus und kann Anwendung finden. Ein Pferd hört man schon von weitem kommen, man erkennt dessen Geschwindigkeit am Rhythmus des Hufschlags. Somit erschließt sich hier die Bedeutung der Raidho-Rune in Bezug auf das Reiten, einer der wichtigsten Fortbewegungsmethoden früherer Zeiten. Das Pferd ist ja seit seiner Domestizierung ein Freund des Menschen, und es gibt wohl nur wenige Tiere, mit denen man eine so innige Beziehung aufbauen kann wie mit Pferden. Wichtig beim Reiten ist der Einsatz des eigenen Willens, denn wenn das Pferd bemerkt, daß man diesen verliert, wird es einem mit seinem eigenen Willen durchgehen. Raidho hat also auch etwas mit der Kontrolle des Weges durch den eigenen Willen zu tun. Hier hält sozusagen die Struktur in das menschliche Leben Einzug. Es geht bei dieser Rune jedoch nur um die Symbolik oder die Tätigkeit des Reitens und nicht um das Pferd selbst. Dieses kommt erst im letzten Aett zum Zuge. Raidho steht mit dem Prinzip der Fortbewegung in Verbindung und dank des Laufs der Zeit kann man sich bewegen, ohne den Ort zu verlassen. Die Zeit wird zum Transportmittel der Entwicklung. Mit den Runen kann man verändernd auf den Rhythmus des Lebens einwirken.

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Kenaz
germanisch: Kenaz, Kaunaz
gotisch: Kusma (Schwellung)
altenglisch: Cén
altnordisch: Kaun (Geschwür)
Bedeutung: Feuer
Lautwert: K
Zahl: 6
Schreiben: K / Q / X
Kraft: passiv
Geschlecht: weiblich
Aett: 1. Freyr
Götter: Heimdall, Freyja
Baum: Föhre, Kiefer
Pflanze: wilde Rose
Kraut: Sumpfdotterblume
Edelstein: Blutstein
Farbe: helles Rot
Elemente: Feuer
Halbmond: 10.  Neumond
Zeit ca.: Anfang Sep. – Ende Sep.
Schlagworte: Feuer, Fackel, Kien(span), Erneuerung durch Tod und Opfer, Rune des Schmiedes und des Künstlers, Transformation, sexuelle Liebe, Entzündung, Schaden durch Feuer, Geschwür, assoziiert mit dem Kulten der Göttin Nerthus
Bedeutung: Kenaz bedeutet Kien(span), Fackel oder Feuer. Wenn man die Sonnenstrahlen in einem Parabolspiegel einfängt, entsteht im Brennpunkt extreme Hitze. Ein solches Feuer symbolisiert Kenaz. Somit kann man diese Rune als Rune der Erkenntnis bezeichnen, welche erst durch die Spiegelung in einem Gegenüber ermöglicht wird. In der modernen Version bedeutet das schottische „Ken“ soviel wie „wissen“ oder „verstehen“, und so sollte diese Rune auch interpretiert werden. Heute werden Inspiration und Wissen häufig mit Licht gleichgesetzt: „jemandem geht ein Licht auf“, oder bildlich erscheint er mit einer Glühbirne über dem Kopf. So bildlich kann man diese Rune auch deuten. Kenaz steht auch für das Licht von Sonne und Mond, und die Rune ähnelt in der Form doch einer Mondsichel. Anders als bei Thurisaz erlaubt Kenaz lediglich kleine Stücke der Weisheit zu erfahren, nur soweit man es braucht. Meistens kommt die Erkenntnis in Form einer plötzlichen Eingebung, und man sieht dann klar, was sonst verborgen war. Diese Denkweise ist mehr mit der rechten Gehirnhälfte verbunden, der Hälfte, die bei Frauen ausgeprägter ist. Dem Reisenden durch die Runen wird mit Kenaz ein weibliches Element mitgegeben. Kenaz ist das Symbol für Umwandlung jeder Art, ob diese im Inneren eines Menschen stattfindet (in Form einer Erleuchtung) oder diese sich auf der Ebenen der Umformung von Energie in Materie vollzieht. Auch das Feuer einer Idee und Erkenntnis, die im Inneren brennt und den Menschen erleuchtet, ist hier gemeint. Kenaz ist auch das Feuer der Leidenschaft, das im Menschen brennt und ihn zu verzehren droht. So versinnbildlicht Kenaz darüberhinaus die sexuelle Energie, die der Eingeweihte zu seiner Wandlung und Vollkommenheit nutzt. Auch diese Energie muß in geordneten Bahnen gehalten werden. Kenaz mahnt, den Körper rein zu halten, denn alles, womit man sich schadet und seine Lebensenergie schwächt, geht auch auf seine Nachkommen über. Kenaz ist aber wie ein Parabolspiegel eben auch ein Spiegel. Schaut man in einen so geformten Spiegel hinein, sieht man seltsam aus, aber durch den vergrößernden Effekt, kann man einzelne Dinge besser erkennen (Schminkspiegel sind deshalb häufig Hohlspiegel). Ähnlich ist es auch in der nicht ganz so alltäglichen Wirklichkeit. Kenaz verwandelt das Selbstbild erheblich. Das Feuer der Erkenntnis erhellt schonungslos das vergrößerte Detail, und somit kommt man wieder bei der Bedeutung dieser Rune als Fackel an. Reflektieren bedeutet auch, über etwas nachzudenken und es mit dem Intellekt zu durchleuchten, sich eine eigene Meinung zu etwas zu bilden. Man schafft sich also ein eigenes Bild, welches sich aus den erhaltenen Informationen und den eigenen Erfahrungen zusammensetzt. Die Reflektion des Intellekts erleuchtet also das Bewußtsein und bringt Licht in das Dunkel des Unterbewußtseins. Kenaz ist auch für das Konzept der Verwandtschaft (engl.: kin) von Bedeutung, besonders in Zusammenhang mit jenem Teil der Stammesüberlieferungen, der eine Einheit der lebenden und toten Stammesmitglieder vertritt. Eine andere, aber sekundäre Bedeutung von Kenaz ist im Jüngeren Futhark in Form der Kaun-Rune zu finden, die statt der Kenaz-Rune im Älteren Futhark jetzt den K-Laut vertritt. „Kaun“ bedeutet im Nordischen Geschwür und das damit verwandte gotische „Kusma“ (Schwellung), und geraten die Kenaz-Kräfte außer Kontrolle, mag Kenaz tatsächlich zum Geschwür werden, welches ungezügelt wächst und ein   negatives Feuer (Fieber, Entzündung, Wundbrand) verursacht. Die Zerstörung des Gesunden durch destruktive Energie ist die Bedeutung der Kaun-Rune.

Mythologie: Ein weiterer Aspekt von Kenaz ist die Erzeugung eines Dritten aus der Vereinigung von Zweien. Gegensätze werden in einer ästhetischen Art und Weise zusammengefügt und das Ergebnis dieser Vereinigung im Sichtbaren manifestiert. Kenaz ist daher die Rune menschlicher Leidenschaft, Lust und sexueller Liebe in ihrer positiven Bedeutung. Hier liegt die emotionelle Wurzel der Kreativität in allen Bereichen. Dieser Aspekt der Rune entspricht in vielem der Göttin Freyja. In der Halle spendet die Fackel Licht und Sicherheit, die dunkle Nacht wird erhellt, der Mensch kann in seinem Schein kreativ tätig sein oder gesellig beisammen sitzen, um das Nachtmahl einzunehmen. Kenaz ist die Idee, welche die dunkle Götternacht erhellt und im neuen Göttertag umgesetzt wird. Auf jeden Fall ist hier ein schöpferischer Moment in Form von Lichtwerdung und Transformation versinnbildlicht. Die Kraft, die in diesem Vorgang steckt, beherrscht der Mensch und nutzt sie, um kreativ zu formen. Kenaz ist das heilige Feuer des Herdes,   an dem die Germanen ihr Ahnenopfer dargebracht haben, und das heilige Feuer der Schmiede, das die göttliche Schaffenskraft symbolisiert. Kenaz verkörpert das Mysterium der Regeneration durch Tod oder Opferung. Sie ist die Rune des Feuers, d.h. des vom Menschen kontrollierten Feuers in Form der Fackel. Rituell gesehen ist Kenaz das Feuer der Schöpfung, des Opfers, der Feuerstelle und der Esse – vom Menschen kontrolliertes und einem bestimmten Zweck dienendes Feuer. Die Verbrennung als Begräbnisritual erleichtert die Transformation der psychischen Aspekte des Menschen in neue und regenerierte Formen und verhindert ihren Rückfall in die physische Ausgangsform. Im Opferfeuer wird das Fleisch des Opfertiers gegart und geheiligt und damit vorbereitet für den Genuß durch Götter und Menschen. Das Feuer wird stets als transformierende und regenerierende Kraft angesehen.

Magie: Kenaz ist in der Tat wie ein Parabolspiegel. Bei einem solchen wird etwas eingefangen und wieder   abgestrahlt, wobei alles Eingefangene auf einen Brennpunkt gebracht wird – so auch bei Kenaz. Mit ihrer Hilfe kann man auch magisch sehr genau „peilen“ beziehungsweise feststellen, aus welcher Richtung etwas kommt. Ob das nun positive Energie eines Freundes ist oder sogar ein magischer Angriff (im ersten Moment unterscheiden sich diese Wahrnehmungen sowieso selten), man kann es anpeilen und orten. Selbstverständlich geht das auch mit allen anderen Formen von „Sendern“. Man wird durch Kenaz aber nicht zum einem Empfänger, denn man nimmt nicht auf, sondern sammelt und fokussiert lediglich. Das ist ein wesentlicher Unterschied. Gerade aus diesem Grund eignet sich Kenaz auch hervorragend dazu, magische Angriffe (oder wie immer man diese wenigen Momente im Leben auch betiteln mag, bei denen man ganz deutlich spürt, daß etwas von außen auf einen einwirkt und die Schutzschichten des eigenen Raumes durchbrechen will) abzuwehren. Das auf einen Gesendete wird ganz einfach gesammelt und wieder zurückgeschickt. Mit dieser Technik zieht man sich auch keinen Ärger zu, solange man diese Energie nicht noch zusätzlich verstärkt – einfach nur zurückschicken, das genügt völlig. Im Runenlied Odins heißt es: „…so wer mich versehrt … und den andern allein der mir es antut, verzehrt der Zauber, ich bleibe frei.“ Odin schickt mit der Rune Kenaz den Runenzauber wieder zurück zum Absender und bleibt unversehrt. Kenaz verkörpert außerdem die Fähigkeit und den Willen, etwas hervorzubringen und zu erschaffen. Sie ist deshalb die Rune des Künstlers und Handwerkers und ein Symbol für die technischen Aspekte der Magie. Die kontrollierte Macht der Psyche wird mit der kontrollierten Energie der Natur kombiniert und aus dieser Verbindung geht das Werk hervor. Feuer hat aber auch einen zerstörerischen Aspekt, der dann wirkt, wenn die Macht von Kenaz unkontrolliert eingesetzt wird. Das Element Feuer ist zunächst undifferenziert, kann aber als Herdfeuer oder Hausbrand völlig unterschiedliche Konsequenzen hervorrufen. Wenn es ausbricht, kann es als grundlegendes Element der Schöpfung im spirituellen Sinne sowohl Kreation als auch Zerstörung bewirken. Eine angemessene Kontrolle dieser Kraft ist sehr wichtig.

Anwendung: Positiv ermöglicht Kenaz den Zugang zur inneren Fackel des Wissens, neutral spiegelt sie die Welt (welche auch immer) und negativ wirft sie den Menschen auf sich selbst zurück, entzündet ein Feuer unter dem trägen Hintern. Einer der negativen Aspekte dieser Rune wäre ihre Anwendung als unerwünschtes, bewußtseinserweiterndes Instrument bei Menschen, die nicht darum gebeten haben. Man macht ihnen dann sprichwörtlich „Feuer unter dem Hintern“, und sie werden gezwungen, mit der freigesetzten Energie etwas in Bewegung zu setzen. Entweder sie rennen vor sich selbst und ihren Problemen davon, oder sie bezwingen eine weitere Hürde auf dem Lebensweg. Auch ein noch so gut gemeinter Versuch, einen Menschen auf seinem Weg weiterzubringen, kann mehr Schaden als Nutzen anrichten, wenn er nicht selbst darum gebeten hat. Derartige gut gemeinte Hilfe kann eine sehr negative Ausübung von Magie sein.

Wirkung: Fördert die Fähigkeiten auf allen Gebieten. Kreative Inspiration. Prozesse der Regeneration und Heilung. Liebe (insbesondere die sexuelle). Schutz vor Feuer. Besänftigen von cholerischem Temperament. Aktive Verteidigung, Gegenangriffe. Amulette gegen Brandausbrüche, Fieber und Entzündungen. Talismane zur Steigerung von Kreativität und sexuellem Erfolg.

Heilrune: Behandlung von Entzündungen, Vereiterungen, Brandwunden und Fieber, Erkrankungen des Genitalbereichs, Heilung von Augenleiden. Kenaz verstärkt Heilungsprozesse.

Orakelbedeutung: Möglichkeit gesundheitlicher Probleme sowie allgemeiner geistlicher und körperlicher Kränklichkeit oder des Unbehagens. Kenaz kann Gefahr oder eine innere Sperre darstellen, die zum Erreichen der eigenen Ziele überwunden werden muß. Aber es kann auch Weisheit, Einsicht, die Lösung eines Problems, eine kommende kreative Phase, Inspiration oder Erleuchtung bedeuten.

Runenbotschaft: Man halte seinen Geist, seine Seele und seinen Körper rein, damit sich die schöpferische Kraft, die in einem wohnt, entfalten kann und auch für seine Nachkommen erhalten bleibt. Man entwickle Klarheit über die konstruktiven Aspekte seiner Leidenschaften und nutze sie zur Förderung seines Lebens. Man lerne, kreativ mit den Kräften des Feuers auf allen Ebenen umzugehen. Feuer kann Leben erhalten und es auch zerstören – vom Menschen allein hängt es ab, wie er es nutzt.

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Gebo
germanisch: Gebo
gotisch: Giba
altenglisch: Gyfu
altnordisch: Gipt
Bedeutung: Gabe
Lautwert: G
Zahl: 7
Schreiben: G
Kraft: aktiv
Geschlecht: beide / neutral
Aett: 1. Freyr
Götter: Odin
Baum: Ulme
Pflanze: Eberraute
Kraut: Stiefmütterchen
Edelstein: Opal
Farbe: dunkles Blau
Elemente: Luft
Halbmond: 9.  Vollmond
Zeit ca.: Mitte Aug. – Anfang Sep.
Schlagworte: Gabe, Geschenk (auch aus den Geistwelten), Austausch, Gefolgschaft, Gabe der Götter an treue Gefolgsleute
Bedeutung: Gebo bedeutet Geschenk oder Gabe. Das Prinzip von Gebo beinhaltet dabei auch die Gegengabe, die sich aus einem Geschenk ergeben muß. Geschenke sind nicht nur Aufmerksamkeiten, sondern initiieren eine soziale Bindung. Gebo ist die Rune der Verbindung, besonders der Verbindung zwischen Menschen. Bis jetzt war die Reise durch die Rune eine einsame. Diese Rune repräsentiert die Orte, an denen man mit anderen interagiert und erlaubt eine Form der bewußten Beziehung zu anderen. Solche Beziehungen werden durch den Austausch gegenseitiger Geschenke gefestigt. Das Zeichen eines Geschenks als Symbol eines Schwurs oder eine Bundes ist ein sehr altes Ritual, so zum Beispiel im Lehnswesen. Man verschenkte Land und band damit die Bewohner an sich. Im Gegenzug mußte der Schenker das Land im Kriegsfall beschützen. Aber auch der Ring zwischen zwei Liebenden zeigt eine Verbindung durch Geschenke. Geschenke an die Götter haben die gleiche Grundlage. Diese Geschenke zeigen die Loyalität zu dem Gott und erwarten im Gegenzug die Akzeptanz des Gottes. Man erwartet aber direkt keine Gegenleistung. Gebo findet sich oft als Symbol der Gastfreundschaft im Gebälk von Fachwerkhäusern, manchmal absichtlich, meist aber aus statischen Gründen. Die Gebo-Rune zeigt sich durch das Überkreuzen zweier Balken als Struktur, die sich auch im Multiplikationszeichen × wiederfindet,   ein Symbol für Mehrung und Wechselbeziehung zwischen zwei Kräften, die mehr ergeben als nur die Summe ihrer Teile.

Mythologie: Das Göttertrio Odin, Wili (Hönir) und Ve (Loki) belebte die noch hölzernen ersten Menschen Ask und Embla, und seit dieser Zeit vergelten die Menschen den Göttern diese Gabe durch Treue und Opfer, was wiederum eine Gabe der Götter in Bewegung setzt und sich somit ein kontinuierlicher Kreislauf zwischen Menschen und Göttern entfaltet. Nachdem die Götter die ersten Menschen belebt hatte, bauten sie sich Asgard, die Heimat der Götter, welche mit der Welt der Menschen (Midgard) in Verbindung und Austausch steht. Dieser Austausch findet über die Regenbogenbrücke Bifröst statt, welcher die Brücke zwischen Asgard und Midgard darstellt. Auf diesem Wege kommen die Energie und die Gaben der Götter auf die Erde. Durch diesen gerechten Austausch entsteht Stabilität. Um zu einem ausgeglichenen Leben zu gelangen, ist es wichtig, die Konflikte unter Menschen sofort beizulegen und zu klären. Ein ungeklärter Konflikt wirkt sonst wie ein schleichendes Gift und macht die Kraft von Gebo zunichte. Gebo steht auch für die vier Himmelsrichtungen und die vier Elemente und die sich aus deren Kräften ergebende energetische Stabilität auf der Erde. Die Opferriten waren Mittelpunkt der germanischen Religion. Sie stellten eine Initiation dar, welche die Verbindung zu den Göttern ermöglichte. Der Germane opferte nicht aus Angst, sondern aus Dankbarkeit und zum symbolischen Erhalt des natürlichen Gleichgewichts für empfangene und erwünschte Gaben. Gebo ist die Rune der „Gabe der Götter“ an die Menschen und umgekehrt. Ein Verhältnis gegenseitigen Gebens und Nehmens herrscht zwischen Menschen und Göttern, zwischen Mensch und Mensch, Mensch und Natur. Wer nicht gibt, dem   wird nicht gegeben, der tritt aus dem so wichtigen Austausch heraus, entzieht sich jeden Wirkens und der Weiterentwicklung in der Welt. Das Gebo-Prinzip kommt in dieser gegenseitigen Abhängigkeit von Geben und Empfangen voll zum Ausdruck. Man lebt durch seine Götter (die man als archetypische Prinzipien im Inneren trägt), und sie leben durch den Menschen. Der diese Wechselbeziehung eingegangene Mensch wird zu einem Teil des Göttlichen und erfährt die Gaben der Götter in all ihrem Reichtum und ihrer Faszination (aus Gebo gehen Ingwaz und auch Othala hervor). Wer sich öffnet und sich den Göttern zum Geschenk macht, erhält den unendlichen Reichtum des germanischen Erbes als Gegengabe und die Verpflichtung, dieses Erbe zu pflegen und weiterzugeben. Die Götter sind solange tot, wie man nicht an sie glaubt. Findet man seinen Glauben an sie wieder, damit den Glauben an einen selbst, werden sie mit jedem einzelnen Menschen, der sich ihnen zuwendet, unendlich an Kraft gewinnen. Auch das genetische Material ist etwas, was von den Göttern als ewiges Geschenk und Verpflichtung gegeben wurde. Das menschliche Chromosom hat mit seinen beiden Chromatiden weiblichen und männlichen Ursprunges die Form der Gebo-Rune. Auch in der geschlechtlichen Beziehung zwischen Mann und Frau wirkt das gegenseitige Verhältnis von Geben und Empfangen. In diesem Bündnis verschmelzen beide zu einem schöpferischen Ganzen. Ohne dem, was der eine gibt, ist der andere unvollständig. Die Germanen wußten um dieses Mysterium, darum sah der Germane seine Frau als ihm ebenbürtig an. Er schätzte ihre weiblich-intuitive Geisteskraft, ihre Kreativität und ihre lebensspendende Liebesfähigkeit als höchste Werte und war sich der Tatsache bewußt, daß sie zusammen Teil des heiligen Lebenszyklus sind. Die Frau hatte in der germanischen Gesellschaft ihren festen Platz als Mutter, Hüterin der Sippe, Heilerin, runenkundige Seherin und Priesterin und genoß in ihren Funktionen hohes Ansehen. Sie war dem germanischen Mann Kameradin in allen Lebenssituationen, wenn es sein mußte, auch mit der Waffe in der Hand. In der germanischen Mythologie erscheint sie als weise und wissend. Der Mann erhöhte sich erst durch sie zum Helden oder König, ja sogar der Auf- und Untergang eines ganzen Reiches ist von der richtigen Verbindung zwischen Mann und Frau abhängig. Auch die Walküren wählen den Helden und küren den König. Die südländische Mißachtung und Erniedrigung des Weiblichen kam erst mit dem Christentum in die nordisch-germanische Welt und erreichte ihren Gipfel in der systematischen Ausrottung wissender Frauen durch die Inquisition.

Magie: Man kann diese Rune benutzen, um disharmonische Zustände wieder ins Gleichgewicht, in Harmonie zu bringen. Auch als Binderune findet sie Verwendung, um entgegengesetzte runische Energien ins Gleichgewicht zu bringen. Selbstverständlich kann man Gebo auch für einen Fluch gebrauchen, indem man Gleiches mit Gleichem bekämpft, wobei dann jedoch das Risiko sehr groß ist, daß das „Geschenk“ wieder zurückkommt. Um zwei Menschen, Frau und Mann (also zwei entgegengesetzte Polaritäten), zusammenzubringen, kann man Gebo ebenfalls verwenden, denn sie harmonisiert. Männliche und weibliche Seelenseite sind in einem Menschen ins Gleichgewicht gebracht worden, und somit wird er zu einer Liebesbeziehung befähigt, die sein Seelengleichgewicht oder auch Ungleichgewicht wiederspiegeln wird. Gebo steht ferner in Bezug zur Ekstase – sei es nun die Ekstase, welche beim Zusammensein eines Paares entsteht oder die gnostische Ekstase eines magischen Rituals. Die Ekstase selbst harmonisiert (wie Gebo) unausgeglichene Kräfte. Aus der Vereinigung zweier Kräfte geht eine dritte hervor, und das ist Wunjo, die achte Rune des Futhark. Setzt man Gebo zur Harmonisierung und Zusammenführung zweier im Inneren befindlicher entgegengesetzter Kräfte ein, so wird eine Dritte daraus hervorgehen. Man kann diese Rune als Seelenmedizin verwenden, um Spannungen aufzulösen und in kreative Energie umzuwandeln. Gebo steht auch für das Mysterium der psychischen Vereinigung zweier oder mehrerer Menschen, um eine schöpferische Macht hervorzubringen, welche die Summe ihrer Einzelkräfte übersteigt. Es ist auch die Rune der sexuellen Magie. In altgermanischen Zeiten wurden sexuelle Magie besonders zur Erlangung göttlichen Wissens und göttlicher Weisheit praktiziert. Gebo ist die Rune der (nichtsexuellen) Liebe unter Geschwistern und der psychosexuellen Kraft, die zwischen zwei Kraftpolen ausgetauscht wird – zwei menschlichen oder zwei göttlichen. Im letzteren Fall steht Gebo für die sexuelle Lebenskraft, wie sie in der Fruchtbarkeitsmagie und in schamanischen Praktiken Anwendung findet.

Anwendung: Gebo ist die erste der fünf im Futhark vorkommenden Runen, die weder wend- noch umkehrbar sind. Man kann Gebo drehen und wenden, wie es einen beliebt, sie bleibt doch immer die Gleiche. So gibt es auch nur einen neutralen Aspekt und dieser ist das Prinzip, daß alles was man in die Welt gibt, auch wieder zurückkommt. Der negative Aspekt einer Gebo-Rune wäre allenfalls ein wohlgemeinter Wunsch für einen Mitmenschen, der jedoch noch gar nicht reif dafür ist. So wird der wohlgemeinte Wunsch zu einem Fluch. Gleiches wird mit Gleichem vergolten – das wäre die Schattenseite der Rune und ist auch die Warnung für Runenzauberer, denn da ein Austausch stattfindet, bekommt man nach dem Magiergesetz seine Flüche eines Tages auch irgendwie wieder zurück.

Wirkung: Sexualmagie (Einweihung durch Sexualmagie), mystische Vereinigung. Steigerung der magischen Kräfte. Harmonie zwischen Geschwistern und Liebenden. Magischer Einfluß im Reich der Götter und der Menschen. Erlangen von Weisheit. Fördern des Gruppenzusammenhalts. Schutz vor Unterwanderung und Zwietracht. Liebeszauber. Amulette gegen Geiz, Erstarrung und unberechtigte materielle Ansprüche anderer. Talismane für Liebe und Wohlstand Für Bindezauber sowie für Segenssprüche oder Flüche.

Heilrune: Zuständig für Vergiftungen, Kräftigen der inneren Mitte, Auflösen von Blockaden, Freisetzen des Energieflusses, Harmonisieren sexueller Strömungen.

Orakelbedeutung: Geschenke oder Gabe, sowohl im Sinne von Opfer als auch von Großzügigkeit, Verträge und persönliche Beziehungen. Gebo kann auch eine Verbindung, Liebe, Heirat oder Partnerschaft bedeuten.

Runenbotschaft: Man sei großzügig und gebe, denn daran erkennt man den wahren Wert eines Menschen. Man erlebe die Ekstase der Großmut und der Freigebigkeit. Man klammere sich an nichts – dann können die Energien ungehindert zum Wohle aller fließen. Am Ende wird man doch alles Materielle zurücklassen. Das gegenseitige Geben und Nehmen ist die Grundlage aller freien Entfaltung. Doch auch das Zuviel verabscheuen die Götter ebenso wie das Zuwenig. Man gebe auch sich selbst dem Göttlichen und empfange dessen Gaben. Im Hávamál steht geschrieben: „Der Freund soll dem Freunde Freundschaft gewähren und Gabe gelten mit Gabe. Hohn mit Hohn soll der Held erwidern, und Losheit mit Lüge.“

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Wunjo
germanisch: Wunjo
gotisch: Winja (Weide)
altenglisch: Wynn
altnordisch: Vend
Bedeutung: Wonne
Lautwert: P
Zahl: 8
Schreiben: W / V / Q
Kraft: passiv
Geschlecht: männlich
Aett: 1. Freyr
Götter: Odin
Baum: Esche
Pflanze: Rittersporn
Kraut: Flachs
Edelstein: Diamant
Farbe: Gelb
Elemente: Erde
Halbmond: 9.  Neumond
Zeit ca.: Anfang Aug. – Anfang Sep.
Schlagworte: Wonne, Freude, Sippe, Stamm, gemeinsame Wurzel und Herkunft, harmonisches   Zusammenleben, Kameradschaft, Vereinigung unterschiedlicher Kraftfelder, Abwesenheit von Leid und Kummer
Bedeutung: Wunjo bedeutet Wonne oder Freude und ist Ausdruck jener wohligen Zufriedenheit, die man in früheren Zeiten Wonne nannte. Diese Rune symbolisiert das Geschenk für die viele Arbeit, welches man unter Freunden findet, die einem auch in den schlimmsten Situationen nicht in den Rücken fallen. Wunjo ist die letzte Rune des ersten Aetts und steht damit für das Ende des ersten Zirkels und für die Vorbereitung der nächsten Gruppe. Es ist eine sehr positive und stabile Rune, aber ebenso ein Ort, an dem viele Menschen auf ihrer Reise verweilen. Sie ist mit Walhalla verbunden, denn ihr Paradies währt nicht ewig (in Walhalla wartet man auf die Götterdämmerung Ragnarök). Wie der Reichtum Fehus ist das Glück Wunjos nur eine temporäre Illusion. Man hat den Erfolg nur auf einer Ebene erreicht und es gibt noch viele Weisheiten zu lernen. Wunjo ist allerdings ein willkommener Ruhepunkt auf der Reise, eine Ort an dem man auftanken kann und sich auf den Rest der Reise vorbereiten sollte. Es ist auch der Zeitpunkt zu reflektieren, was man erreicht hat. Wunjo zeigt ein Stückchen von dem, was möglich ist, aber wenn man sich zu früh nach diesen fernen Zielen streckt, werden sie verschwinden, bevor man die Ziele erreichen kann. Das magische Werkzeug Wunjo als Hammer birgt eine große Palette an Möglichkeiten. Man kann beginnen, Pläne zu schmieden, denn jetzt ist ein Punkt der Ruhe und Zufriedenheit erlangt, den man nicht dazu nutzen muß, sich faul auszuruhen. Man kann auch einen Schritt weitergehen und sich in das Aett der Zauberer vertiefen. Niemand muß, doch jeder kann, wenn er will. Die bisher erarbeiteten Kräfte und Möglichkeiten des Bauern-Aetts geben die Standfestigkeit, die man benötigt, um in das Aett der Zwischenwelten zu gelangen. Mit Lebensfreude läßt es sich bekanntlich besser arbeiten als mit einer Portion Angst und Weltenschmerz. Wie man die Kraft von Wunjo letztendlich nutzt, bleibt individuell. Sie kann dazu dienen, Zufriedenheit herzustellen, zu seinem Stamm zurückzufinden oder eben, um Erwirtschaftetes im Leben zu sichern und zu erhalten. Mit Wunjo ist man nun am Ende des ersten Aett angekommen. Begonnen hat alles mit der feurigen Kraft, die für Fruchtbarkeit (Fehu) stand. Der Weg des Bauern ging weiter mit dem Auerochsen Ur (Uruz), die chaotischen Kräfte der Wetterriesen, der Thursen (Thurisaz) machten ihm zu schaffen, aber die Hilfe der Götter oder Asen (Ansuz) war ihm gewiß, und er erkannte den Rhythmus (Raidho) der Jahreszeiten. Er besann sich in stillen Stunden und sann über die gemachten Erfahrungen, sammelte Wissen und Kenntnis (Kenaz), welches er zusammen mit Freunden als Geschenk (Gebo) austauschte, um schließlich und endlich in seinem Stamm, seiner Familie die Wonne (Wunjo) seine ihm gebührende Stellung einzunehmen.

Mythologie: In der Welt der alten Germanen war die Gesellschaft „stammesorientiert“, denn ein starker traditioneller Clan bot den wirkungsvollsten Schutz gegen Eindringlinge von außen oder ein totalitäres System von innen. Indem er der Ehre und der Integrität des Stammes den Vorrang einräumte, war der Einzelne am besten imstande, seine Freiheit zu wahren. Wunjo verkörpert das Mysterium des harmonischen Zusammenlebens verschiedener verwandter Kräfte. Innerhalb der Stammesgemeinschaft stellt dies die Quelle höchster Freude dar. Wenn alle Mitglieder des Stammes in harmonischer Weise zusammenarbeiten, während sie in ihre Umwelt integriert sind, so herrscht ein wahrhaft heiliger Zustand. Wunjo wird offenbart, wo Menschen sich in ihrem Urgrund vereint erleben (aus Laguz wird Wunjo). Sie ist die Rune der Seelenverwandtschaft, auf deren Grundlage Menschen ihre fruchtbaren Beziehungen aufbauen sollten, und der man als verbindende Gemeinsamkeit Vertrauen schenken kann. Wunjo ist dem beschert, der ohne große Kämpfe ein ausgeglichenes Leben führen darf und in Einheit mit dem Göttlichen lebt. Wunjo ist der Wunsch, der am Anfang jeden Werdens steht und die Kräfte des Willens freisetzt. Er beinhaltet die Erinnerung an das Urzentrum, in welchem der Mensch in Einheit mit dem Göttlichen leben durfte und die er im tiefsten Inneren seiner Seele wieder anstrebt. Der Wunsch und der Wille sind die Kräfte, die den Weg zur inneren und äußeren Harmonie und Vollkommenheit öffnen. Das Symbol Wunjos erinnert an eine Stammesfahne oder, liegend gezeichnet, an einen Pflug beziehungsweise einen Hammer. All diese Attribute stehen für das Ziel des Bauern-Aett, da ein Pflug es möglich macht, den Boden zu bewirtschaften und somit das Leben zu sichern, ein Hammer für die gestalterischen Fähigkeiten eines Schmiedes steht und der Anblick der Stammesfahne bei den Vorfahren Freude auslöste. Heutzutage fällt es schwer, sich diesen nationalen Stolz, diesen Zusammenhalt sowie die damit verbundene Sicherheit und Freude eines Clans, eines Stammes oder eines Volkes zu vergegenwärtigen. Mit genügend Geschichtswissen weiß man schließlich auch um die Schattenseiten eines Fahnen-Treue-Eides. Die Fahne symbolisiert den Stamm und somit die Vollkommenheit, den Frieden und die Freude der Ahnen. Wunjo erinnert auch an das Wünschen, und Odin ist der Erfüller der Wünsche. Der Nikolaus ist der verchristlichte Nachfahre Odins.

Magie: Diese Rune umschreibt ausgewogene Energiezustände, die den vollkommenen Zustand der Harmonie erreicht haben. Gegensätze werden aufgehoben, es findet zusammen, was zusammen gehört; sei es aus Gleichheit oder aus Gegensätzlichkeit heraus. Wunjo entsteht bei der Verschmelzung von Mann und Frau als Einheit, die sich aus Gegensätzlichkeit ergibt und beglückt. Freude ist aber auch da, wo Gegensätzlichkeit noch nicht entstanden ist und sich alles in ungestörter energieloser Ruhe befindet. Wenn man einmal seinen Seelenweg gefunden hat, trifft man fast immer auf Menschen, die sich für die gleichen Dinge interessieren, eine ähnliche Lebensphilosophie ihr eigen nennen, und mit denen man ziemlich schnell auf einen Nenner kommt. Vieles mag unterschiedlich erscheinen, doch im Wesenskern ähneln sich diese Menschen ungemein. Wollte man aus dieser Gemeinschaft nun eine Gruppe bilden, die zusammen einen Stamm oder einen Clan repräsentiert – also eine lebendige Gruppe – dann könnte man Wunjo als harmonisierende und verbindende Rune einsetzen. Sie vermag unterschiedliche Energien zu harmonisieren. Dies wird im Falle eines Stammes oder Clans besonders wichtig, wenn es keinen befehlenden Anführer geben soll, sondern eine lebendige und für jeden einzelnen Menschen individuelle Art des Seins und Tuns. Eine religiöse Gemeinschaft, die Menschen mit verschiedenen Ansichten zusammenbringen will, ohne daß der eine dem anderen seiner Ansichten wegen Schlechtes will, braucht die Wunjo-Rune in ihrem magischen Konzept. Wunjo kann dazu verwendet werden, um entgegengesetzte runische Kräfte „auf einen Stamm“, beziehungsweise unter einen Hut zu bringen, damit sie gemeinsam auf ein bestimmtes Ziel hinarbeiten können. Gebo wird als Hilfsmittel benutzt, um Polaritäten auszugleichen und Wunjo, um „innere Gegensätzlichkeiten“ zu harmonisieren. Das christliche Pax Christi-Zeichen entspricht nämlich genau einer Binderune aus Wunjo und Gebo und hegt ähnliche Absichten, und wieder einmal hat die Kirche etwas Urheidnisches gestohlen. Wunjo kann benutzt werden, um Wünsche in Zusammenhang mit dem Weg des Willens zu verwirklichen. Wunjo verleiht Wünschen Form und die nötige Harmonie, um sie zu verwirklichen. Nur wenn ein Wunsch mit etlichen anderen Ebenen des Seins im Einklang steht, kann er erfüllt werden – diese Harmonisierung der Ebenen bewirkt Wunjo. Die Macht dieser Rune hilft bei der Förderung von Kameradschaft und Wohlwollen zwischen Brüdern und Schwestern und spielt damit eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung von Gesellschaften und Gilden. Wunjo repräsentiert die Energie, die unterschiedliche Kraftfelder vereint, und ist damit ein äußerst wertvolles Konzept für die Runenmagie. Mit Hilfe dieser Energie ist dem Runenmagier möglich, mehrere Runen zu einer einzigen harmonischen Kraft zu vereinen, die auf ein spezifisches Ziel ausgerichtet werden kann.

Anwendung: Positiv stellt Wunjo die Wonne einer Liebesnacht dar. Neutral die Lebensfreude, welche sich aus einer familiären Gemeinschaft ergibt und negativ wird Wunjo Sinnbild der Trauer und des Abschiedes.

Wirkung: Stärkt Verbindung und Zusammengehörigkeit. Beschwören von Kameradschaft und Harmonie. Verhindert Entfremdung. Glück und Wohlbefinden. Bewußtwerden der Vielschichtigkeit der Beziehungen zwischen allen Dingen. Verbindung der Runen für spezifische Zwecke. Steigern von Humor, Heiterkeit, allgemeinem Wohlbefinden und der eigenen Anziehungskraft. Amulette gegen Mutlosigkeit, Depression und   Pessimismus Talismane für allgemeines Glück, Erfolg eines Unternehmens, Wohlbefinden und Zusammenhalt in Familien und anderen Gemeinschaften. Wunjo verhilft zu Gemeinschaften, Gruppengeist, gemeinsame Arbeit an einem Projekt und Integration innerhalb einer bestimmten Gruppe.

Heilrune: Zuständig für Atemstörungen und allgemeiner Schmerzlinderung. Einsatz zur seelischen Aufheiterung und Steigerung der Lebensfreude. Behandlung von Potenzproblemen. Förderung der Genesung durch Stärkung des Gesundheitsbewußtseins.

Orakelbedeutung: Wonne, Freude, Erfolg, Anerkennung, Belohnung, das Erreichen von Zielen, aber auch die Möglichkeit des Übertreibens. Bei Zügelung allgemeiner Erfolg und Wertschätzung.

Runenbotschaft: Der Wunsch eröffnet die Welt des Willens. Man wünsche sich die Einheit, die einen stark macht. Freude in der Gemeinschaft und Freude durch die Gemeinschaft. Durch den eigenen Beitrag wird die Gemeinschaft bereichert und durch die Vielfalt der Gemeinschaft ergänzt man die eigenen Mängel. Durch dieses Prinzip wird eine Sippe nach außen hin zu einem geschlossenen, widerstandsfähigen Ganzen, welches von den Eigenheiten aller Mitglieder lebt. Man pflege deshalb aktiv die Beziehung zur physischen wie zur seelischen „Sippe“. Man vernachlässige keine Freundschaften und bereinige etwaige Zwistigkeiten in seiner näheren Umgebung. Man lasse sich nicht herunterziehen, sondern lebe fröhlich.


Hagalaz
germanisch: Hagalaz
gotisch: Hagl
altenglisch: Hægl
altnordisch: Hagall
Bedeutung: Hagel
Lautwert: H
Zahl: 9
Schreiben: H
Kraft: aktiv
Geschlecht: weiblich
Aett: 2. Hel
Götter: Hella, Holda
Baum: Eibe und Esche
Pflanze: Farn
Kraut: Maiglöckchen
Edelstein: Onyx
Farbe: helles Blau
Elemente: Wasser
Halbmond: 8.  Vollmond
Zeit ca.: Mitte Jul. – Anfang Aug.
Schlagworte: Hagel, Graupeln, zerstörerische Naturkräfte, Zerstörung (auch von eigenen Hindernissen)
Bedeutung: Diese Rune bedeutet Hagel und ist kalendarisch dem Juli/August zugeordnet, eine Zeit, in der es tatsächlich häufig hagelt. Zusätzlich steht Hagalaz für die harte Form der Reinigung und Heilung. Hagalaz gehört zu einer der mysteriösesten Runen. Sie leitet die Einweihung in das Reich zwischen den Welten ein, beziehungsweise dem Verständnis dafür. Es ist die Rune des heiligen Haines im Kosmos. Diese Rune umfaßt alles. Hagel zerstört zwar die Ernte, doch gerade diese Zerstörung offenbart ein Geheimnis. Hagalaz enthält sowohl zerstörerisches Potential in Form des Hagels, aber auch die Kraft der Transformation, da das Eis zu Wasser wird, wenn es den Boden erreicht. Dieses Wasser trägt dann wieder zu Fruchtbarkeit und Wachstum bei. Damit ist es Zeichen für die Entstehung von Neuem durch die Zerstörung von Altem. Hagalaz spiegelt ein Ereignis wider, auf das man keinen Einfluß hat, welches über einem hereinbricht mit der Gewalt eines Hagelsturms, und das ertragen werden muß. Dieses Ereignis kann zerstörend wirken, schärft aber zugleich auch die Vorsicht für zukünftige, ähnliche Situationen. Man kann in einem derartigen Geschehen auch das Wirken der Naturkräfte sehen, denen der Mensch in solchen Situationen einfach untergeordnet ist.

Oft wird die Hagel-Rune Hagalaz wegen des gleichklingenden Anlautes auch in Bezug zu Hel, beziehungsweise deren Erscheinungsformen als Holle, Berchta oder Perchta, gesetzt, wofür es jedoch keine direkten Quellenbeweise gibt.

Mythologie: Die Idee, daß etwas Altes zerstört werden muß, um Neues zu erschaffen zieht sich durch die ganze Mythologie. Insbesondere in der Erzählung von Ragnarök. Dieser Mythos ist wichtig zum Verständnis dieser Rune. Deshalb liegt diese Rune auch zwischen Kenaz (Feuer) und Isa (Eis) und erinnert an den nordischen Schöpfungsmythos. Beide haben zerstörerische Kräfte in sich, doch zusammen schufen sie die Welt. Die Verbindung von zwei Balken durch einen Querbalken stellt genau dieses Zusammenwirken der Kräfte im Runensymbol dar. Das Hagelkorn stellt ein Symbol für das brodelnde „Rauhreif-Ei“ dar, das Ymir enthält, den Ur-Riesen des Rauhreifs. Ymir entstand aus der Kreuzung des Weltenfeuers von Muspelheim mit dem Welteneis von Niflheim. Diese Rune enthält das Grundmuster des gesamten Seins. Hagalaz ist eine Art Weckruf, ein Hinweis auf etwas Neues. Nur wer auch loslassen kann hat die Hände frei für Neues. Allerdings ist diese Handlung häufig mit negativen Erfahrungen verbunden. Hagalaz repräsentiert das vollendete Modell, das die potentielle Energie neutraler Macht im Multiversum enthält, die aus der dynamischen, schöpferischen und generativen Einheit von Feuer (Energie) und Eis (Materie) entsteht. Die Rune beschreibt die ewige kosmische Harmonie. In der germanischen Religion und Mythologie stellt die Zahl neun die heiligste und geheimnisvollste aller Zahlen dar. Die fälschlich als Weltesche bezeichnete immergrüne Welteneibe Yggdrasil besteht aus neun Welten, Odin hing neun Nächte lang an jenem Baum, um die Runen zu empfangen, der Gott Heimdall wurde von neun Müttern geboren und so weiter. Es ist die Zahl der Vollendung, die zu einer Expansion von Macht und Produktivität führt. Hagalaz ist die Mutter der Runen, einerseits auf Grund ihres numerischen Wertes, andererseits wegen ihrem Formsymbolismus.

Magie: Hagalaz steht für stetige Evolution innerhalb eines vorgegebenen Rahmens. Es ist das Zeichen des Schutzes und des Banns, da der vollendete und harmonische Charakter dieser Rune besondere Sicherheit mit sich bringt und dem Eindringen disharmonischer Elemente vorbeugt. Hagalaz sorgt für Schutz und gleichzeitig für Verwirrung und Zerstörung. Man kann sie (mit Vorsicht) auch für Rachezauber benutzen.

Anwendung: Konstruktiv angewandt führt diese Rune zum Verständnis einer ganz besonderen weiblichen Kraft. Neutral umfaßt sie alles, und destruktiv angewandt, kann sie den Menschen in die eigenen Tiefen führen.

Wirkung: Vollkommenheit und Gleichgewicht der Kräfte. Mystische und göttliche Erfahrung und Wissen. Operationen der Entwicklung und Evolution. Schutz. Fördern der Fruchtbarkeit und des Keimens auf allen Ebenen. Harmonisieren, Bannen von unerwünschten Fremdeinflüssen, aktive Verteidigung oder Angriff. Ausbrechen aus zerstörerischen Strukturen. Amulette gegen Angriffe und Katastrophen jeder Art. Talismane für das Gelingen von Vorhaben.

Heilrune: Zuständig für Wunden, Schnitte und Blutkrankheiten, Wiederherstellung der persönlich-kosmischen Harmonie, Steigerung der Heilungskräfte, Harmonisierung der Körperenergien, Förderung der Fruchtbarkeit.

Orakelbedeutung: Unkontrollierte Kräfte, sei es im Unbewußten oder außerhalb in der physischen Welt, dort vor allem das Wetter. Plötzlicher Verlust, Zerstörung, drastische Änderungen, Prüfungen.

Runenbotschaft: Nur aus der Zerstörung des Alten kann etwas Neues entstehen. Die Verbindung gegensätzlicher Kräfte schafft Harmonie. Man erkenne die Strukturen des Ganzen, denn vorsichtige Handhabung konträrer Energien führt zu großen Entwicklungen.

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Naudhiz
germanisch: Nauðiz
gotisch: NauÞs
altenglisch: Nýd
altnordisch: Nauðr
Bedeutung: Not
Lautwert: N
Zahl: 10
Schreiben: N
Kraft: passiv
Geschlecht: weiblich
Aett: 2. Hel
Götter: Skuld
Baum: Buche, Eberesche
Pflanze: Krokus
Kraut: Wiesenknöterich
Edelstein: Lapislazuli
Farbe: tiefes Schwarz
Elemente: Feuer
Halbmond: 8.  Neumond
Zeit ca.: Anfang Jul. – Ende Jul.
Schlagworte: Not, Einengung, Zwang, Wendung der Not, Kraft des Widerstandes, Polarität des Schicksalsbegriffes, Rune der Nornen, Ursache menschlicher Sorgen
Bedeutung: Naudhiz bedeutet Not, beziehungsweise Zwänge. Wer in Not ist, kann eine Wende herbeiführen, ist man nicht in Not, so führt diese Rune unweigerlich zu dieser. Naudhiz beinhaltet das Konzept der Notwendigkeit. Durch äußere Umstände gezwungen und in die Ecke getrieben, entwickelt die Rune die Konzepte für eine Verbesserung der Lage. Ähnlich wie bei Thurisaz werden Konflikte nur dann lösbar, wenn man die Konfrontation mit ihnen sucht. Beim Konzept von Naudhiz wird diese Konfrontation allerdings durch die Umstände erzwungen. Einmal in die Enge getrieben, entfalten sich ungeahnte Kräfte, und eine nie gekannte Motivation, dieser Situation noch einmal zu entkommen. Der Stab der Rune zeigt die Entzündung des Notfeuers. Das Zeichen kann auch als Feuerbohrer interpretiert werden, welcher zum Überleben oder Entzündendes Notfeuers benötigt wurde. Naudhiz ist ein Konzept mit zwei Seiten. Es steht   für den Begriff des Elends, aber auch für die Erlösung aus diesem Elend. Die Rune steht für das selbst erzeugte Feuer, die brennende Not, entstanden durch Reibung und Widerstand gegen die Erfüllung der menschlichen Pflichten sowohl materieller wie auch spiritueller Natur. Naudhiz repräsentiert die vom Willen   gelenkte Handlung, verbunden mit Wissen und Weisheit, die als eine Gegenkraft zu den negativen Kräften fungieren kann.

Eine andere, umstrittene und historisch nicht nachweisbare Interpretation sieht in der Rune den Knoten, welcher zum Knüpfen eines Netzes gebraucht wird. Das Netz der Nornen werde aus diesem Knoten gewoben, heißt es.

Mythologie: Das Prinzip dieser Rune, sein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, um sich aus der Not zu befreien ist typisch für das Heidentum, insbesondere Asatru, und es steht im klaren Gegensatz zur christlichen fatalistischen Ergebenheit in das Schicksal, die zur Resignation führen muß. Wenn Hagalaz der drohende Kochlöffel ist, dann ist Naudhiz der leere Topf. Sie ist eine freundliche Erinnerung daran, daß nicht alles so ist wie es sein sollte. Das Leben ist aus dem Tritt und nichts ist so wie es sein sollte. Egal wieviel man auch hat, es scheint nie zu auszureichen. Auf der andere Seite kann diese Unzufriedenheit mit dem Ist-Zustand auch zu einem neuen Anfang führen und der erste Schritt zu Veränderung einleiten. Naudhiz steht für die Unausgewogenheit zwischen dem eigenen Verlangen und den tatsächlichen Zuständen. Aber auch dieses Bewußtsein alleine kann schon eine Erleuchtung sein. Es bringt einen dazu, die eigene Situation genauer zu analysieren und sich mit einer Lösung zu beschäftigen. Naudhiz bringt den Menschen wieder zurück auf seinen spirituellen Pfad, wenn er von ihm etwas abgekommen ist. Nach einer umstrittenen Theorie sollen auch die Nornen, welche das Geschick der Menschen wirken, mit dieser Rune in Verbindung stehen.

Magie: Infolge der dem Symbolismus dieses Zeichens innewohnenden sexuellen Elemente wurde die Naudhiz-Rune zu einem machtvollen Werkzeug isländischer Liebesmagie. Sie hat auch eine stark beschützende Funktion – besonders auf spirituellen Gebiet. Diese Rune sollte nicht nur in Zeiten innerer oder äußerer Not Beachtung finden, sondern gerade auch dann, wenn es einem besonders gut geht – nicht etwa, um die gute Laune zu dämpfen, sondern um stets das Ganze im Auge zu behalten, das Auf und Ab des Schicksals.

Anwendung: Positiv führt Naudhiz aus der Not heraus, neutral symbolisiert sie die Arbeit der Nornen und negativ führt sie zur Not – ein runisches Paradoxon.

Wirkung: Überwinden von Leid oder negativem Schicksal, Entwickeln magischer Willenskraft und spiritueller Kräfte, willentlich gelenkter Einsatz der Widerstandskräfte, um magische Ziele zu erreichen, plötzliche Inspiration, Beseitigen von Haß und Streit, Bedürfnis und Verlangen nach Ordnung, Erkenntnis persönlicher Notwendigkeiten, Schutz- und Liebesmagie (Eroberung eines geliebten Menschen), Gegenangriffe zur Schwächung und Auszehrung des Gegners, Weissagung. Amulette gegen Not und materielle Angriffe. Talismane zur Stärkung der Widerstandskraft und zur Förderung des Einfallsreichtums sowie zur Überwindung materieller Widrigkeiten. Die Rune bietet in einer scheinbar aussichtslosen Lage eine Lösung, allerdings auf meist unerwartete Weise.

Heilrune: Zuständig für die Arme, Abwehr und Verhinderung von Krankheiten aller Art, Hilfe bei depressiven Syndromen, Mattheit und Verlust des Lebenswillens.

Orakelbedeutung: Einschränkung durch Not, harte Arbeit bringt schließlich Linderung von Leid durch finanzielle Einschränkung. Armut, Verantwortung, Hindernis, Frustration, schwere Zeiten.

Runenbotschaft: Man nutze sein Schicksal und widerstrebe ihm nicht.

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Isa
germanisch: Isa
gotisch: Eis
altenglisch: Is
altnordisch: Ís
Bedeutung: Eis
Lautwert: I
Zahl: 11
Schreiben: I / Y
Kraft: aktiv
Geschlecht: weiblich
Aett: 2. Hel
Götter: Verdandi, Skadi, Rindr, Eisriesen
Baum: Erle
Pflanze: Gartenwicke
Kraut: Bilsenkraut
Edelstein: Katzenauge
Farbe: tiefes Schwarz
Elemente: Wasser
Halbmond: 7.  Vollmond
Zeit ca.: Mitte Jun. – Anfang Jul.
Schlagworte: Eis, Konzept der Materie, Stille, Nullschwingung, Stillstand, Erstarrung, Gefrieren, in der Edda: der Frost-Riese Ymir wird aus Eis geboren
Bedeutung: Die Rune Isa bedeutet Eis, und sie stellt auch einen Eiszapfen dar. Ihre Bedeutung weist auf die Urmaterie Niflheims, das Eis, hin, aus welchem mit dem Feuer (Urenergie) Muspelheims die Welt (Midgard) entstand. Isa ist jenes Welteneis, das aus Niflheim fließt. In dieser Bedeutung hat die Rune im Gegensatz zur eigentlichen Eigenart von Eis einen Aspekt von Beweglichkeit. Isa stellt die Anziehungskraft, Schwerkraft, Trägheit und Entropie im Multiversum dar. Isa ist eine elementare Rune, deren Form in fast allen andern Runen wiederzuerkennen ist. Sie symbolisiert auf der einen Seite einen Zustand der absoluten Erstarrung. Wie für die Wassermoleküle in gefrorenen Wasser, gibt es in Isa keine Bewegung. Alles steht still und ist stabil. Auf der anderen Seite birgt die Transformation von Wasser nach Eis jedoch auch die Kraft, alle (physisch) einengenden Einflüsse zu sprengen. Isa steht im Gegensatz zum Zustand der totalen Beweglichkeit, die in Kenaz (Feuer) ausgedrückt ist.

Einer auf Prof. Friedrich Fischbach zurückgehenden Fehlinterpretation zufolge, wird Isa manchmal auch als Ich-Begriff gedeutet. Dieser oft zitierte Ansatz ist jedoch grundfalsch.

Mythologie: In der modernen Mythologie ist Feuer männlich und Eis (Wasser oder Erde als Materie) weiblich, es ist aber unbekannt, ob dies in den nordischen Kulturen auch der Fall war. Sicherlich war Eis ein täglicher Einflußfaktor im Leben der Menschen in Skandinavien, es bedrohte ihre Ernte, ihre Schiffe und damit ihr Leben. Isa steht für den Moment der zurückblickenden Ruhe vor der Phase der Aktivität. Bleibt man aber zu lange stehen so geht das Leben ohne einen weiter und man wird eingefroren im Ist-Zustand. Nur die Ausgewogenheit kann hier wieder Bewegung und Leben schaffen, in diesem Fall das Feuer. Nicht umsonst fällt Isa kalendarisch häufig in die Zeit der Sommersonnenwendfeuer. In der Mythologie entspricht   diese Runenkraft den Kräften der Eisriesen (Hrimthursar). Isa ist die Stille, das Fehlen jeglicher Schwingung. Feuer und Eis sind diejenigen Kräfte, welche die Welt erschaffen, aber diese Kräfte sind es auch, die jeder Existenz ein Ende bereiten werden. Eis und Feuer halten sich gegenseitig in der Waage. Jedes der beiden Extreme kann fatale Auswirkungen haben, wenn es ohne die Kontrolle des anderen wirkt. Die bewohnbare Welt ist zwischen den Extremen von Niflheim und Muspelheim durch eine gegenseitige Abschwächung (Kontrolle) entstanden. Hier balancieren sich die Kräfte gegenseitig aus.

Magie: Magisch kann Isa dazu benutzt werden, einen Prozeß aufzuhalten. Isa wird zwar neben Thurisaz in Flüchen verwendet, hat aber durchaus nicht nur negative Gesichtspunkte. Durch eine kontrollierte Erstarrung kann man zum Beispiel vor äußeren Einflüssen schützen oder andere Runeneinflüsse festigen. Isa hilft zur Selbstintegration innerhalb eines Universums, gibt Macht über andere Wesenheiten und stärkt die Gabe zur Konzentration. Sie dient zum Entwickeln von Willenskraft.

Anwendung: Isa ist die zweite nicht wend- oder umkehrbare Rune. Sie steht für die Konzentration auf das Wesentliche, die Erkenntnis des eigenen Bewußtseins und Wertes. Ihre neutrale Wirkweise ist eben diese. Zuwenig Isa führt zur klassischen Versumpfung („Ich bin nichts wert“), und zuviel Isa gebiert versteifte Egoisten mit Magengeschwüren.

Wirkung: Entwickeln von Konzentrationsfähigkeit und Willensstärke, Kontrolle und Bann unerwünschter, dynamischer Kräfte, Beherrschung, Bannung und Kontrolle anderer Wesenheiten, Überwindung äußerer und innerer Hektik und Unruhe, Herstellung von Stille und Versonnenheit, Regeneration. Amulette gegen Lähmung durch widrige Einflüsse und Umstände sowie gegen Unruhe in Unternehmungen. Talismane für Durchsetzungskraft und Beharrlichkeit sowie zur Förderung telepathischer Fähigkeiten. Diese Rune hilft gegen unerwünschte Emotionen und Einflüsse von anderen Wesen, welche die Individualität stören.

Heilrune: Zuständig für Erfrierungen, Lähmungen und körperliche Gefühllosigkeit, Wiederbelebung erfrorener Lebenskräfte, Dämpfung von Hyperaktivität, therapeutische Ruhigstellung. Blockadebrechende Rune.

Orakelbedeutung: Blockaden, Faulheit, Stagnation, Geduld, Reflektion, Ruhe, Rückzug.

Runenbotschaft: Man lerne, in der Schönheit des Eises auch die Gefahr zu sehen. Man erstarre manchmal, um sich zu sammeln, sich selbst zu finden und zu stärken. Doch bleibt man zu lange in der Erstarrung, friert der Geist fest.

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Jera
germanisch: Jera
gotisch: Jér
altenglisch: Gér
altnordisch: Ár (Adler)
Bedeutung: Jahr
Lautwert: J
Zahl: 12
Schreiben: J / Y
Kraft: passiv
Geschlecht: beide
Aett: 2. Hel
Götter: Freyr, Freyja, Baldur, Höðr
Baum: Eiche
Pflanze: Kornblume
Kraut: Rosmarin
Edelstein: Karneol
Farbe: helles Blau
Elemente: Erde
Halbmond: 7.  Neumond
Zeit ca.: Anfang Jun. – Ende Jun.
Schlagworte: Jahr, Rad, Jahresrad, Ernte, ein fruchtbares Jahr, Zyklus des Lebens, Werden-Sein-Vergehen, Wandel, Fruchtbarkeit, Sonnenadler
Bedeutung: Jera bedeutet wörtlich übersetzt Jahr und symbolisiert den ewigen Rhythmus von Kommen und Gehen oder allgemein das Rad der Zeit.. Das Bild der Rune stellt den Zyklus von Sommer und Winter dar. Manche sehen darin auch die heilige Vermählung von Sonne (Himmel) und Erde. In einer Zeit der Zentralheizung und Supermarkt-Orangen im Winter fällt es einem schwer, die Verbindung der Ahnen zum Jahreskreis und seinen Wechseln zu verstehen. Mit dem Wechsel der Jahreszeiten änderte sich nicht nur das Wetter, sondern auch das Leben der Menschen. Der Wechsel des Jahres war im Blut der Bewohner, und sie brauchten keinen Kalender, um zu wissen, was für eine Zeit im Jahr es war. Jera folgt Isa, so wie das Frühjahr dem Winter folgt. Die Stagnation des Eises wird durch die neue Jahreszeit durchbrochen. Ebenso hat man nun aber auch den ganzen Satz negativer Runen durchbrochen, die mit diesem Aett begannen. Man hat nicht nur das gegen das Eis oder gegen ein unfaires Schicksal gekämpft, sondern hat auch aus den Erfahrungen gelernt und kann einfach auf die kommenden Ereignisse warten. Der nordische Name ár der Rune vermittelt die Assoziation mit dem Adler als Symbol des schnellen Fluges und der Sonne.

Götter: Der kosmische Fruchtbarkeitsaspekt dieser Rune weist auf Freyr und Freyja hin, die man um gute Ernte und Frieden (til árs og friðjar) anruft.

Mythologie: Jera verkörpert das universelle zyklische Muster von Werden, Vergehen und neuem Werden, das sich auch durch die gesamte Runenreihe zieht. Jera ist eine der beiden zentralen Runen des älteren Futhark. Sie beschreibt die zyklische Natur des stets im Werden begriffenen Seins, das Geheimnis des allgegenwärtigen Kreises. Jera verkörpert das Mysterium des zwölfteiligen Zyklus des jährlichen Sonnenumlaufs. Raidho ist der tägliche Weg und die bahnbrechende Kraft der Sonne, Jera ihr jährlicher Weg und Sowilo die Sonne selbst. Jera stellt den Lohn für ehrenhaftes, rechtmäßiges und den Gesetzen der Natur entsprechendes Verhalten in der Vergangenheit dar. Das ist nicht im moralischen Sinn gemeint – hier geht es um Naturgesetze. Wenn der Same richtig gesät ist, und das Glück (Hamingja) mit einem ist, dann wird die Ernte reichlich ausfallen. Es ist der Genuß der Früchte wohlüberlegter Bemühungen zur Erreichung eines bewußt oder instinktiv gewählten Ziels. Das hat sowohl für die Welt der sichtbaren Erscheinungen als auch für das Reich der Götter Gültigkeit.

Magie: Jera zeigt die dynamische Rotation von Kreisläufen, die durch gegensätzliche Komponenten gebildet werden. So bilden die Gegensätze Sommer und Winter den Kreis des Jahres, Feuer und Eis den Kreis der Schöpfung oder Mann und Frau den Kreis des menschlichen Lebens. Jera steht für Tod und Wiedergeburt. Die fruchtbringende Vollendung des Jahreskreises ist zum Beispiel die Erntezeit. Die Rune steht mit Fruchtbarkeit in Verbindung. In der Praxis kann Jera einen Vorgang zu einem guten, ertragreichen Ende führen. Sie steigert Fruchtbarkeit und Gewinn, führt zu Harmonie und Frieden. Die Rune repräsentiert das allgemeingültige Gesetz der Ernte. So wie man gesät hat, kann man ernten. Diese Rune enthält den Schlüssel zu jedem Prozeß, welcher in einer bestimmten Reihenfolge abläuft.

Anwendung: Konstruktiv angewandt fördert Jera gutes Gelingen jeglicher Arbeit, neutral steht sie für „alles zu seiner Zeit“ und destruktiv kann sie zur Verzögerung eingesetzt werden.

Wirkung: Fruchtbarkeit, Kreativität, Frieden, Harmonie, Erleuchtung, Begreifen der zyklischen Natur und des Geheimnisses des allgemeinen gegenwärtigen Kreislaufs, Sicherung der Ernte und Fruchtbarkeit, Überwindung von Stagnation. Manifestation anderer Konzepte in der sichtbaren Welt. Amulette gegen Schäden durch andere. Talismane zur Überwindung von Stagnation, Terminschwierigkeiten und zur Förderung des allgemeinen Gelingens längerfristiger Vorhaben.

Heilrune: Zuständig für den Darmtrakt und für Verdauungsstörungen. Wiederherstellung des natürlichen Zyklus, Korrektur organischer Rhythmusstörungen.

Orakelbedeutung: Hoffnungen und Erwartungen von Frieden und Wohlstand. Die Verheißung von Erfolg. Die Resultate früherer Bemühungen werden verwirklicht. Wechsel, Fortschritt, Belohnung, Bewegung, Produktivität.

Runenbotschaft: Man nehme bewußt die Jahreszeiten und ihren Wechsel wahr. Durch rechtes Tun zur rechten Zeit sichert man Fortbestand und Gewinn. Was man gesät hat, wird man auch ernten – und man ernte, was man gesät hat; das bedeutet aber auch, für die Konsequenzen seines Tuns geradezustehen. Stürme kommen und gehen, aber es wird immer Sonne im Leben geben. Man habe Spaß, wann immer man es kann.

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Eiwaz
germanisch: Îhwaz, Eihwaz
gotisch: Eihwas
altenglisch: Éoh
altnordisch: Ihwar
Bedeutung: Eibe
Lautwert: E/I
Zahl: 13
Schreiben: Ei
Kraft: aktiv
Geschlecht: männlich
Aett: 2. Hel
Götter: Odin, Ullr, Skadi
Baum: Eibe
Pflanze: Flieder
Kraut: Alraune
Edelstein: Topas
Farbe: dunkles Blau
Elemente: alle
Halbmond: 6.  Vollmond
Zeit ca.: Anfang Mai – Anfang Jun.
Schlagworte: Eibe, Weltenbaum, vertikale Achse der Welt, Tod, ewiges Leben, Immergrün, extrem hartes Holz, halluzinogene Kraft des alkaloiden Eibentoxins, Vision, Hinterhalt, ein Bogen aus Eibenholz, Runenzauber, abwehrende Kräfte
Bedeutung: Eiwaz (auch Eihwaz) bedeutet Eibe, und die Rune steht in enger Verbindung zum Eibenbaum, welcher bei den Germanen als Verbindung zwischen den Welten geschätzt wurde. Im Sommer verströmt er ein Gas, das Trancezustände hervorruft. Eiwaz ist die Rune des Todes, der Transformation, somit auch Rune des Neubeginns. Beim Symbol dieser Rune deutet man den senkrechten Pfeiler als Stamm des Weltenbaumes Yggdrasil, den unteren Abzweig als Wurzeln, den oberen als Äste. Einer anderen Interpretation zufolge stellt Eiwaz die drei Wurzeln Yggdrasils dar, unter denen die Welten der Menschen, der Reifriesen und die Unterwelt liegen. Zwar wird der Weltenbaum heute oft allgemein fälschlich als Esche interpretiert, jedoch war ursprünglich eine Eibe damit gemeint. Yggdrasil wurde außerdem auf alten Kultplätzen meist durch eine Eibe symbolisiert, die wie der Weltbaum in der Edda immergrün ist. Die Eibe heißt im Nordischen auch „Barraskr“ (Nadelesche), möglicherweise rührt daher die spätere Fehlinterpretation als Esche. Die Wurzeln Yggdrasils kommen aus dem Reich des Todes, und der Wipfel ragt bis ins hohe Asgard, dem Reich des Lebens selbst. Dieser Stab vereinigt die Mysterien von Leben und Tod zu der umfassenden Erkenntnis der natürlichen Zyklen. Phonetisch ist Eiwaz ein Laut zwischen „E“ und „I“, das „Ei“ und ist der zusätzliche (sechste) Vokal im Germanischen, von denen im Deutschen nur fünf übrig geblieben sind. Diese Rune wurde kaum als Schriftzeichen verwendet, weil sie auch für den Tod steht und Tore in andere Welten öffnen kann. Wurde sie niedergeschrieben, dann meist im Zusammenhang mit Magie. Für normale Runenschrift wird sie daher nicht benutzt und ersetzt deshalb nicht – wie man meinen könnte – das „ei“, sondern dafür werden Isa und Ehwaz verwendet. Möglicherweise hat genau diese Tatsache zusammen mit christlichen Einflüssen zur späteren Reduktion auf fünf Vokale im Deutschen geführt.

Mythologie: Yggdrasil bedeutet „Pferd des Yggr (Odin)“ und bezieht sich auf Odins Selbstopfer am Weltbaum, durch das er die Runen erlangt hat und fähig wird, entlang der Weltachse durch alle neun Welten zu „reiten“. Eiwaz bezeichnet die Verbindung zwischen den Welten. Diese Rune verkörpert das Mysterium von Leben und Tod und nimmt eine mystische Verbindung der beiden vor. Die Eibe enthält ein Toxin, welches das Zentralnervensystem beeinflußt und an heißen Tagen bei einem Menschen, der sich unter ihr befindet, Halluzinationen auslösen kann. Dadurch kann die Eibe schamanische Reisen unterstützen. Neben ihrer Verbindung mit dem Tod ist die Eibe auch das Symbol des dauerhaften Lebens und der Ausdauer, denn sie wird bis zu 2.000 Jahre alt. So ist Eiwaz die lebensspendende Kraft und der Weg, sie zu erlangen. Die Eibe war schon immer der Baum der Runen, der Magie und des Todes in der Mythologie, insbesondere der nordischen. Die Eibe wird sehr alt und ist immergrün. Aus Ihrem Holz wurden Bögen hergestellt und aus dem Eibengift Pfeilgift. Aus Ihrem Holz wurden Runenstäbe und Amulette gefertigt. Die Eibe stellt auch ein machtvolles Zeichen zum Schutz und Bann dar. Noch heute gibt es in manchen Teilen Deutschlands das Sprichwort: „Vor den Eiben kann kein Zauber bleiben.“ Ein friesischer Runen-Talisman aus Eibenholz aus der Zeit um 600 trägt die Inschrift: „Trage diese Eibe immer bei dir. In ihr ist Kraft enthalten.“ Eiwaz ist die dreizehnte Rune des Futhark und markiert die zweite Hälfte dieses Alphabets. Diese Rune ist der Wendepunkt auf der Reise des Runensuchenden und steht für die Transformation des Initiationsprozesses. Bei diesen Prozessen ist ein symbolisches Durchleben des Todes üblich und wird auch in der schamanistischen Tradition benutzt. Das alte Ich stirbt und ein neues Ich wird geboren. Eiwaz ist der Durchgang durch den man Hel erreicht, um Wissen und Weisheit zu erlangen, sowie die Akzeptanz des eigenen Todes. Dieser Prozeß ist natürlich furchteinflössend, aber etwas, das man erfahren muß. Denn nur wenn man seine tiefsten Ängste (er-)kennt, ist man auch auf sie vorbereitet. Ähnliches machte Odin durch, als er am Weltenbaum hing, um die Runen zu erfahren. Eiwaz ist das Tor zur Weisheit und liegt zwischen dem Leben (Jera) und der Wiedergeburt (Perthro).

Magie: Eiwaz ist eine mächtige Rune des Schutzes und der Verteidigung. Eiwaz kann auch dazu benutzt werden, einen Wechsel herbeiführen oder eine Veränderung erleichtern. Eiwaz bewirkt Weisheit in allen Dingen. Sie sorgt für Kommunikation zwischen den Welten, sie hilft zum Verständnis von Leben und Tod, stärkt die persönliche Willenskraft und erleichtert die spirituelle Kontaktaufnahme mit den Vorfahren.

Anwendung: Positiv steht Eiwaz für Weiterentwicklung, neutral für den natürlichen Wandel und negativ für einen übertriebenen Totenkult.

Wirkung: Einweihung in die Weisheit des Weltenbaumes, Förderung von geistiger Ausdauer und starker Willenskraft, spirituelle Kraft, Kreativität und Vision, Schutz vor destruktiven Kräften, Kommunikation zwischen verschiedenen Ebenen der Realität, Begreifen des Mysteriums von Leben und Tod und die Befreiung von der Furcht vor dem Tod. Starker Schutz vor fremdem Zauber, Bannung unerwünschter Einflüsse, Angriff und Vernichtung von Gegnern. Amulette gegen Betörung, Schwindeleien und Betrug. Talismane für magischen Schutz sowie für Liebes- und Bindungszauber. Die Rune kann enorme Ausdauer und Widerstandskraft verleihen.

Heilrune: Zuständig für Augenerkrankungen. Steigerung der Abwehrkräfte und der Ausdauer. Psychosomatische Ursachenbestimmung.

Orakelbedeutung: Wechsel, Initiation, Konfrontationsängste, eine Wegkreuzung, Tod, Transformation. Der Antrieb, etwas zu erwerben, welcher Motivation und Zielstrebigkeit verleiht.

Runenbotschaft: Leben und Tod bilden eine untrennbare natürliche Einheit. Man fürchte weder das eine noch das andere. Ist man darüber erhaben, öffnen sich neue Welten. Man werde sich darüber klar, was man im Leben wirklich will und wie man sein Leben leben will. Man strebe in allem die Vollendung an und bedenke das Ende. Man entlarve die Täuschung, vor allem die Selbsttäuschung, und finde Zufriedenheit im Erkennen seiner wahren Ziele.

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Perthro
germanisch: PerÞro
gotisch: PairÞra
altenglisch: Peorð
altnordisch: Peorð
Bedeutung: Geburt
Lautwert: P
Zahl: 14
Schreiben: P
Kraft: passiv
Geschlecht: weiblich
Aett: 2. Hel
Götter: Nerthus, Frigg, Mimir
Baum: Buche, Espe
Pflanze: Chrysantheme
Kraut: Eisenhut
Edelstein: Aquamarin
Farbe: tiefes Schwarz
Elemente: Wasser
Halbmond: 6.  Neumond
Zeit ca.: Ende Apr. – Ende Mai
Schlagworte: Geburt, Wiedergeburt, Los, selbstbestimmtes Schicksal, permanente Veränderung, Zeit, Weissagung, etwas Geheimes (Rune des Geheimen)
Bedeutung: Perthro (auch Perdho) wird als Geburt oder Wiedergeburt, als Vulva, als Gefäß oder als Würfelbecher (der das Schicksal enthält) interpretiert. Die wirkliche Bedeutung der Rune Perthro war schon immer eine heiße Streitfrage zwischen Runengelehrten. Ihre Besonderheit liegt darin, daß der phonetische Laut P, mit dem auch die Rune beginnt, nirgendwo sonst in der germanischen Sprache bekannt ist. Dies führte zu der Interpretation, daß dieses Wort aus einer anderen Sprache importiert wurde. Ein altes englisches Runengedicht stellt eine Verbindung mit einer Art Spiel her, was viele dazu gebracht hat sie mit dem Bauern im Schach zu assoziieren oder als Würfelbecher. Gerade die letzte Interpretation dieser Rune ist sehr interessant, da sie auch ihrer Form entgegen kommt: einem Behältnis, das die Runen selbst enthielt. Eine andere Interpretation führt Perthro auf das slawische Wort „Pizda“ (Vulva) zurück. Diese Interpretation paßt zwar in die Reihenfolge der Runen (Wiedergeburt nach dem Tod) ist aber im gesamten Kontext eher fraglich. Aber wie immer man diese Rune auch wörtlich interpretieren möchte (keine der Theorien kann wirklich bewiesen werden), die prinzipielle Bedeutung von Perthro ist „Gefäß“, etwas, das schützt, birgt und auf irgendeine Weise etwas hervorbringt. Diese Rune ist eng mit dem Begriff Schicksal verknüpft, und der eingeschlagene Weg ist in gewissem Sinne vorbestimmt. Perthro ist der Beginn dieses Weges.

Mythologie: Diese Rune steht für die vielen Möglichkeiten und Ereignisse, auf die man selbst keinen Einfluß hat. Das Glück ist eine beständige Prüfung, die sich dem Suchenden stellt. Das Schicksal ist nicht fatal und unabänderbar, aber es gibt doch immer wieder Dinge, welche das eigene Umfeld beeinflussen und sich dem eigenen Zugriff entziehen. Damit umfaßt diese Rune auch den Aspekt Zeit. Sie fordert dazu auf, die eigene Zeit kompromißlos zu nutzen und damit zum Herrn über das eigene Leben zu werden. Diese Rune ist Tod und Wiedergeburt. Sie steht für die Einweihung in jegliche Geheimnisse. Perthro ist ein kultisches Symbol für die Wirkung der Kraft der Urgesetze (Örlög) im gesamten Multiversum und für die Möglichkeiten, die Götter und Menschen zur Erforschung dieser Wirkungen haben. Örlög wird meist mit „Schicksal“ übersetzt, hat aber nichts mit „Vorherbestimmung“ im christlichen Sinn zu tun, sondern bedeutet wörtlich „Ur-Schichten“ oder „Ur-Gesetze“, die durch frühere oder vergangene Handlungsweisen entstanden sind. Diese selbstverursachten Schichten aus vergangenen Taten stellen die Gesetze dar, denen Götter und Menschen unterworfen sind. Es sind nicht die unabänderlichen Gesetze der Natur, sondern eher jene, welche die Gesetze der Wesenheiten aufgrund von Handlungen und Geschehnissen der Vergangenheit bestimmen. Es ist dieses kosmische Prinzip, auf dem das allgemeine germanische Gesetz aufgebaut ist. Die Perthro-Rune enthält das Mysterium der nornischen Gesetze. Die Nornen (Nornir) sind die Medien, durch die eine Handlung empfangen wird, um dann in eine projektierbare, im wesentlichen aber unveränderte Form umgewandelt und in die Sphäre zurückgegeben zu werden, aus der diese Handlung ursprünglich erhalten wurde. Perthro ist die Rune der Zeit, und dieses Konzept kommt auch in den Nornen zum Ausdruck. Ihre Namen sind Urd (Urðr, das Gewordene), Verdandi (das Werdende) und Skuld (das werden wird). Die nornische Kraft definiert einen Aspekt des Gesetzes von Ursache und Wirkung im Multiversum, und ein Verständnis dieser Kraft ist daher unerläßlich für die Ausübung der Runenkunst. Eine zentrale Aussage der Perthro-Rune ist das Mysterium der Weissagung und der Gleichzeitigkeit. Die Kunst der Weissagung ermöglicht es dem Runenwissenden, persönliches oder jenseits des Persönlichen liegendes Örlög zu erkennen und sich der Skuld-Kraft und des Einflusses von Urd und Verdandi bewußt zu werden. Perthro stellt den großen Plan des kosmischen Werdens dar, was im Sinne der erwähnten Prinzipien verstanden werden sollte. Sie wird als ständige Veränderung wahrgenommen – die ewig die gleiche bleibt.

Magie: In der Magie dient Perthro zur Förderung der Fruchtbarkeit, Erleichterung der Geburt, Erleichterung der Magie, Verbesserung der psychischen Möglichkeiten. Perthro gibt Rat und hilft, Weissagungen zu erlangen.

Anwendung: Perthro ist die klassische Gebär-Rune. Im neutralen Aspekt steht sie für das Gebären, im positiven Aspekt für Erneuerung und im negativen Aspekt für den Rückzug in die embryonale Phase. Durch den Kessel der Wiedergeburt kommt man selbstverständlich auch in Kontakt mit dem kollektiven Unbewußten und hat somit Zugang zu allen Arten des Wissens.

Wirkung: Herbeiführen günstiger Zeitpunkte für Vorhaben. Weissagung. Realisierung von Vorstellungen oder Ereignissen als magischer Akt Amulette gegen Pechsträhnen. Talismane für Glücksspiel und zur Förderung der Weissagung. Bindungszauber.

Heilrune: Zuständig für die weiblichen Brüste und den Genitalbereich, für Entbindungen, Aktivierung der allgemeinen Lebenslust, besonders bei chronischen Krankheiten.

Orakelbedeutung: Wiedergeburt, Mysterien, Magie, Divination, Fruchtbarkeit, Sexualität, ein neuer Anfang, Prophezeiung. Weibliche Belange und Mysterien einschließlich der weiblichen Fruchtbarkeit. Kreativität.

Runenbotschaft: Die Gleichzeitigkeit allen Geschehens, das Schicksal (Örlög) ist nicht unbeugsame Vorherbestimmung, sondern das kosmische Gesetz von Ursache und Wirkung. Fataler Schicksalsglaube ist   bequem, aber falsch, denn er führt zu keiner Entwicklung. Man nehme daher sein Schicksal selbst in die Hand und mache aus den Dingen, auf die man keinen Einfluß hat, wenigstens das Beste.

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Algiz
germanisch: Algiz, Elhaz (Elch)
gotisch: Algis (Schwan)
altenglisch: Eolh (Elch)
altnordisch: Ihwar
Bedeutung: Schutz
Lautwert: Z
Zahl: 15
Schreiben: Z
Kraft: aktiv
Geschlecht: beide
Aett: 2. Hel
Götter: Heimdall, Walküren
Baum: Eibe
Pflanze: Riedgras
Kraut: Angelika
Edelstein: Amethyst
Farbe: Silber
Elemente: Luft
Halbmond: 5.  Vollmond
Zeit ca.: Anfang Apr. – Anfang Mai
Schlagworte: Schutz, Verteidigung, Elch, Schwan, Macht und Kraft des Menschen, heilige Stätte, Rune des menschlichen Strebens nach der Göttlichkeit, Rune der Kommunikation mit anderen Welten
Bedeutung: Die urgermanische Form Algiz bedeutet „Schutz“. Diese Rune wird zuweilen auch Elhaz genannt und bedeutet dann Elch oder Schutz. Die gotische Schreibweise Algis bedeutet Schwan, und die altenglische Eolh wieder Elch. Einer weiteren Interpretation zufolge bedeutet Algiz Schutzmacht oder Walküre. Auch das gotische Wort Alhs (Heiligtum) wird mit dieser Rune in Verbindung gebracht. Das Runenzeichen Algiz zeigt die Zweige des Baumes, die Hörner des Elchs (dessen Geweih für das Glück „Hamingja“ steht), den fliegenden Schwan, die ausgespreizten Finger einer Hand (das ursprünglichste Zeichen für Schutz und Verteidigung), einen Runenkundigen bei der Anrufung oder ein Schwert. Algiz stellt den neugeborenen Menschen, den Augenblick der Geburt, sowie jeden weiteren Zeitpunkt im menschlichen Erleben, sowie dessen ganz eigenes Paradoxon (das des Augenblicks) dar. Diese Rune verbindet oben und unten, vorne und hinten, kurzum alles Erfaßbare und bündelt es im Menschen. Sie stellt die Antenne des Menschen dar. Algiz ist jene Kraft im Leben und Geist des Menschen, die ihn in Richtung der Welt der Asen streben läßt. Es ist die Rune der Verbindung zwischen den Göttern und der Menschheit,   die Kraft, die das Bewußtsein des Menschen zum Reich der Götter zieht, und steht daher in Verbindung mit der Regenbogenbrücke Bifröst, die Asgard und Midgard verbindet und dem Bewußtsein die Reise durch die Welten ermöglicht. Dabei ist Algiz eher der gewundene Pfad der Zweige und Wurzeln als der gerade des Stammes, den die Rune Eiwaz verkörpert. Algiz ist eine Rune des Bewußtseins und der Bewußtheit (eine Hugrún).

Mythologie: Mit Schutz und der gotischen Bedeutung „Schwan“ hängt auch die Verbindung der Runen mit den Walküren zusammen, die beschützende und lebensspendende Wesen sind und oft in einem magischen Umhang aus Schwanenfedern durch die Lüfte fliegen. Man nennt sie daher auch Schwanenmaiden oder Schwanenjungfrauen. Als Schutz und Sieg bringendes Zeichen wurde Algiz oft in Speere geritzt. Der alternative Runenname Elhaz bezieht sich auf die vier kosmischen Hirsche, die ständig an den Nadeln des Weltenbaums nagen. Heimdall, welcher mit Algiz in Verbindung steht, ist eine ebenso interessante wie rätselhafte Figur der nordischen Mythologie. Er ist der Beschützer, der die Regenbogenbrücke Bifröst nach   Asgard bewacht. Er kennt die Wege zwischen den Welten und weiß von ihren Gefahren. Am bekanntesten ist sein Horn, mit dem er die Götter vor herannahenden Feinden warnt, aber ebenso wichtig ist sein Schwert, und dies sollte bei der Diskussion von Algiz nicht außer Acht gelassen werden. Die Edda erwähnt unter anderem den poetischen Namen „Heimdalls Kopf“ für ein Schwert und umgekehrt „Heimdalls Schwert“ für einen Kopf. Sowohl das Schwert, als auch das Horn sind Waffen zur Verteidigung, wie für den Angriff, ganz abhängig von der Situation. Auf der Reise durch die Runen hat man nun Tod und Wiedergeburt erlebt und steht nun vor dem Wächter der Welten, bevor man wieder in die eigene Welt darf. Er bringt den Menschen dazu, sein neues Wissen weise zu nutzen. Von nun an muß man nicht immer nur an sich selbst denken, sondern auch die Folgen seines Handelns mit einbeziehen.

Magie: Die Rune ist ein sehr wirksames Schutzsymbol. Sie steht für ein Zusammentreffen von Wegen oder Kräften oder für einen zentralen Punkt, von dem Kräfte oder Wege abgehen (dies wird besonders mit der Anrufung assoziiert, die Kräfte rufen oder bannen kann). Sie unterstützt bei Beschwörungen die Kommunikation mit anderen Welten. Die Rune wird dazu verwendet, die persönlichen Kräfte allgemein, wie auch die magischen Fähigkeiten zu steigern.

Anwendung: Negativ oder positiv gibt es hier nicht, denn Algiz ist die dritte nicht wend- und umkehrbare Rune.

Wirkung: Schutz und Verteidigung, Stärkung der Lebenskraft, Kommunikation im Allgemeinen, Entlarven von Illusionen und Fremdsuggestion. Mystische und religiöse Kommunikation mit nichtmenschlichen, empfänglichen Wesen. Kommunikation mit anderen Welten, besonders mit Asgard und den kosmischen Quellen von Urd, Mimir und Hvergelmir. Stärkung der Hamingja (magische Kraft und „Glück“) und der Lebenskraft. Amulette gegen Beschränkung der Handlungssphäre. Talismane für Wohlstand, Jagdglück, Informationen und Weisheit.

Heilrune: Zuständig für Kopf und Gehirn. Einsatz zur Energetisierung bei der Selbstheilung und zur Heilung anderer. Allgemeine Stärkung der Vitalkräfte.

Orakelbedeutung: Der Drang, sich selbst oder andere zu beschützen. Festhalten am Erfolg oder Bewahrung einer errungenen oder verdienten Stellung. Weitere Bedeutungen sind Schutz, Hilfe, Verteidigung, Warnung oder ein Mentor.

Runenbotschaft: Man muß sich über seine Ethik Gedanken machen, denn auch dies bedeutet Algiz: Nach welchen Maßstäben handelt man nun, wer ist der Wächter dieses Tuns und was läßt er durchgehen? Das Schwert kommt in die Hand des Suchenden, aber wann nutzt er es zur Verteidigung, wann zum Angriff? Man werde aktiv und lasse sich von den Kräften des Kosmos durchfluten. Dies verleiht intuitive Erkenntnis, daher lausche man auf die innere Stimme.

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Sowilo
germanisch: Sowilo
gotisch: Saugil
altenglisch: Sigil
altnordisch: Sól
Bedeutung: Sonne
Lautwert: S
Zahl: 16
Schreiben: S
Kraft: passiv
Geschlecht: männlich
Aett: 2. Hel
Götter: Baldur
Baum: Wachholder
Pflanze: Johanniskraut
Kraut: Mistel
Edelstein: Rubin
Farbe: Gold
Elemente: Luft
Halbmond: 5.  Neumond
Zeit ca.: Ende Mrz. – Ende Apr.
Schlagworte: Sonne, Licht, Wärme, Rune des Sonnenkultes und des drehenden Rades, solares Prinzip, Rune des Ehrenkodex, Siegopferrune, Erleuchtung, Sieg durch Schnelligkeit, Macht durch eigenen Willen
Bedeutung: Die Rune Sowilo bedeutet Sonne, und sie symbolisiert alle Zusammenhänge mit der Sonne. Ihr Bild stellt einen Teil des Sonnenrades oder einen Sonnenstrahl dar. Somit steht auch die Rune selbst für das heilige Sonnenrad (Swatiska). Legt man zwei Sowilo-Runen überkreuz, entsteht das Symbol des Sonnenrades, welches stark einem Hakenkreuz ähnelt. Manchmal wird in Sowilo auch ein Donnerkeil gesehen. Sie stellt auch den Blitz dar, welcher als göttliches Feuer vom Himmel fällt. Sowilo steht in ihrer Eigenschaft als Sonnenrune im Gegensatz zu Isa. Sie repräsentiert den Sieg, beziehungsweise besser: den Weg zum Sieg. Ihre Form läßt einen Blitz erahnen, der auch für Inspiration stehen kann (Geistesblitz). Der individuelle Wille führt über Sowilo zum Erfolg. Widerstand kann gebrochen werden, so wie die Kraft der Sonne das lebensfeindliche Eis schmilzt und es wieder zum lebensspendenden Wasser macht. Zusammengefaßt steht Sowilo für einen errungenen Sieg, ein hart erkämpftes, aber letztendlich erreichtes Ziel. In späterer Zeit wurde diese Rune als „Siegrune“ gedeutet. Tatsächlich stellt sie zwar eine machtvolle, willensgelenkte Kraft dar, die zu Erfolgen und Siegen verhelfen kann, die Interpretation als „Siegrune“ beruht aber auf einem Mißverständnis des altenglischen Runennamens „Sigil“, der wie Sowilo ebenfalls „Sonne“ und nicht „Sieg“ bedeutet. Die wirkliche „Sigrún“ der nordischen Tradition ist Tiwaz. Die SS benutze die Rune Sowilo in ihrem Einheitenkennzeichen, um die Stellung dieser Einheit im dritten Reich zu symbolisieren. Durch ihren Mißbrauch in der NS-Vergangenheit Deutschlands ist diese Rune, wie auch das Sonnenrad, häufig ein Anstoß zu Verdächtigungen und Verleumdungen von Menschen, die sich mit den Runen im Allgemeinen beschäftigen. Sowilo steht am Ende des zweiten Aetts, und symbolisiert – wie Wunjo – Erfolg und Ruhm. Aber hier kommt keine Ruhe auf, denn die Sonne ist ein aktives Zeichen. Hier erwartet den Suchenden nicht die Ruhe des Abends, sondern die wilde Siegesfeier. Man ist auf seiner Reise am Ende des zweiten Aetts angekommen, und wieder ist der Abschluß ein positives Erlebnis, aber diesmal ist man sich auch dessen bewußt. Man kann den Fenris-Wolf auf seinen Fersen sehen, der die Sonne verschlingen will, und man weiß, daß man weiterziehen muß. Aber hier kann man kurz pausieren und die Sonne mit ihrer Wärme genießen. So kann man Energie für den Weg tanken der noch vor einem liegt.

Mythologie: Die Sonne ist fast allen Religionen in der Welt heilig. Ihre Wärme und ihr Licht symbolisieren Leben und Wachstum und stehen für alles, was gut ist. In der nordischen Mythologie wird die Sonne als Wagen beschrieben, der über den Himmel fährt und von einem großen Wolf verfolgt wird. Der Wolf wird die Sonne verschlingen, wenn die Zeit Ragnarök gekommen ist. Durch die ganze indo-europäische Kultur wird die Sonne auch häufig mit einem Pferd verglichen, das über den Himmel reitet. Beide Symbole stehen für Leben und Fruchtbarkeit. Sowilo verkörpert die archetypische Sonne und ihr Licht, symbolisch in Form des Sonnenrades ausgedrückt. Das Konzept des sich drehenden Rades (nordisch: Hvel) ist für das Verständnis der Rune wesentlich. Es wird durch die Räder des Sonnenwagens und durch die Scheibe, die durch ihre Drehung entsteht, dargestellt. Dieser Symbolkomplex steht im Zentrum des alten, hyperboräischen Sonnenkultes der Bronzezeit. Im Nordischen gibt es für die Sonne zwei Namen, das nordische Wort „Sól“ und das altgermanische „Sunna“, das als Kultwort in der Edda (Alvismal) erhalten blieb: „Unter den Menschen heißt sie Sól und Sunna unter den Göttern.“ Sól steht für das Phänomen, Sunna   für die geistige Idee, die dem Konzept innewohnende spirituelle Macht. Beide Wörter sind weiblich. Das Mysterium der Sonne ist in der Erfahrung der nördlichen Völker, die sie vor allem als Lebensspenderin erleben, im wesentlichen weiblicher Natur – im Gegensatz zum männlichen „Mani“ (Mond). Es ist aber auch eng mit dem Schicksal Baldurs verbunden, des sonnenhaft lichten Gottes, der mit den Sonnenwenden stirbt und wiedergeboren wird. Als Baldur-Rune kann Sowilo daher auch männlich sein. Sowilo ist der magische Wille, der im gesamten Multiversum zum Ausdruck kommt. Im einzelnen Menschen drückt er sich in den „spirituellen Rädern“ (Hvel, Chakren) aus. Die Rune stellt die eminente spirituelle Kraft dar, die den Runenkundigen durch die Pfade von Yggdrasil leitet. Sie verkörpert einen Aspekt des Zieles und auch den aktiven, entschlossen verfolgten Weg zu ihm. Sie kann als eine dynamische Verbindung zwischen Himmel und Erde (Asgard und Midgard) dienen. Sowilo ist auch die Rune des germanischen Ehrenkodex, ein höchst wirkungsvoller Weg zu ekstatischen Erfahrungen. Das Sonnenrad symbolisiert diese Sonne und Zeichnungen des Hakenkreuzes werden durch das ganze Neolithikum gefunden.

Magie: Dies ist eine Rune für Erfolg und Sieg in allen Angelegenheiten, wobei der Eigenantrieb entscheidend ist.

Anwendung: Sowilo liefert die Lebensenergie. Leider wird sie meistens in verkehrter Drehrichtung verwandt und wirkt somit zerstörend. Neutral ist sie Energie pur, positiv, anregende Lebensenergie und negativ destruktive Kraft, welche die Materie zu zerstören sucht.

Wirkung: Stärkung der psychischen Zentren (Hvel) und des spirituellen Willens, Führung entlang des Pfades, Erleuchtung, Sieg und Erfolg durch den Willen des Einzelnen und durch persönliche Bemühungen, Schutz der Vitalität, Absicherung kollektiver Vorhaben. Amulette gegen Ehr- und Kraftverlust. Talismane zur Stärkung von Körper und Geist.

Heilrune: Zuständig bei Verbrennungen und Hautkrankheiten. Wiederherstellung überreizter Nerven. Behandlung von Übernervosität und geistigen Störungen.

Orakelbedeutung: Die Lebenskraft. Stabile Gesundheit oder andere günstige Umstände und künftige Harmonie. Verbindung zwischen dem höheren Selbst und dem Unbewußten.

Runenbotschaft: Wer den Sieg will, der muß auch selbst etwas dafür tun. Nur dem Tüchtigen winkt das Glück (der Erfolg, die Sonne). Man erkenne die wahren Stärken und Schwächen der Situation, seiner selbst und die seiner Partner, und berücksichtige sie in seiner Planung. Man lausche dem Rat seiner inneren Stimme und handle danach.


Tiwaz
germanisch: Teiwaz
gotisch: Teiws
altenglisch: Tir
altnordisch: Týr
Bedeutung: Sieg
Lautwert: T
Zahl: 17
Schreiben: T
Kraft: aktiv
Geschlecht: männlich
Aett: 3. Tyr
Götter: Tyr
Baum: Eiche
Pflanze: Fackellilie
Kraut: Salbei
Edelstein: Koralle
Farbe: leuchtendes Rot
Elemente: Luft
Halbmond: 4.  Vollmond
Zeit ca.: Mitte Mrz. – Anfang Apr.
Schlagworte: Sieg, Speer, Tyr, Recht und Gesetz, Gerechtigkeit, Rune der Selbstaufopferung, spirituelle Disziplin, Sieg in der Schlacht
Bedeutung: Tiwaz steht für den Himmelsgott Tyr und bedeutet damit Ruhm oder Mut. Dargestellt als Speer, aber auch als Säule, welche die Himmelswölbung stützt, ist sie die Rune der Männer, und diese können aus ihr Kraft zur Weiterentwicklung beziehen. Mit ihr beginnt das dritte Aett, die Acht des Kriegers. Die Rune steht für Gerechtigkeit, Ordnung der Welt, Sieg (in Entsprechung mit dem Gesetz), Selbstaufopferung und spirituelle Disziplin. Dies ist die eigentliche Siegesrune (Sigrún), und die treibende Kraft ist dabei die Gerechtigkeit. Sie repräsentiert dabei hauptsächlich einen rechtmäßig errungenen Sieg über einen ungerechtfertigten Angriff.

Mythologie: Die Tiwaz-Rune verkörpert die Kraft des Asen-Gottes Tyr (Ása-Týr), der für Recht und Gesetz sowie für das Thing (Þing) sorgt. Sein transzendenter (über sich hinausweisender) Charakter zeigt sich in der nordischen Überlieferung im Mythos von der Fesselung des Fenriswolfs, wobei Tyr seine Hand opfert, um die Götter vor der Zerstörung zu bewahren. Tyr legte Fenris während dessen Fesselung als Vertrauensbeweis seine Hand ins Maul. Als Fenris jedoch merkte, daß er betrogen werden sollte, biß er die Hand ab und verschlang sie. Dennoch war es zu spät, und er blieb gefesselt. Tiwaz ist damit die Rune der Selbstaufopferung und der Könige und großen Volksführer. Das Wort Tiwaz (auch Teiwaz) oder nordisch Týr ist die germanische Bezeichnung für einen einzelnen Gott – im Unterschied zu GoÞ (Goth oder Gott) für die Ganzheit des Göttlichen – und kehrt in zahlreichen indogermanischen Namen für den Himmelsgott wieder. Tiwaz/Tyr ist im wesentlichen die Kraft der göttlichen Ordnung im Multiversum und besonders in der Menschenwelt, in Gesetz und Rechtsfindung. Insofern ist Tyr auch ein Kriegsgott, denn auch kriegerische Konflikte wurden in der germanischen Kultur als Rechtskonflikte angesehen, wie das nordische Wort Vápnadómr („Rechtsprechung durch Waffen“) ausdrückt. Man glaubte, daß diejenige Partei von den Göttern begünstigt wird, die durch rechtmäßiges und ehrenhaftes Verhalten in der Vergangenheit mehr Heil besaß. Streitigkeiten konnten früher auf einem Thing durch Zweikämpfe entschieden werden. Unter den Germanen war das Konzept der „siegenden Gerechtigkeit“ weit verbreitet, d.h. ein fälschlicherweise Beschuldigter konnte einen Zweikampf nicht verlieren, da das Recht, und damit Tyr selbst, auf seiner Seite war. Die göttliche Ordnung des Multiversums drückt sich in der Form der Tiwaz-Rune als Abbild der Weltsäule aus, die Himmel und Erde zugleich trennt und verbindet. Tiwaz wird auch durch die Irminsul der Sachsen dargestellt, die auf den Externsteinen aufgestellt war. So wie das zweite Aett mit der reinigenden Zerstörung durch Hagalaz begann, so beginnt auch das dritte Aett mit einem Verlust. Aber dieser Verlust ist freiwillig, um ein größeres Ziel zu erreichen, geopfert von jemanden, der versteht was er aufgibt und warum. Tyr opfert seine Hand, um den Wolf Fenris zu binden, dieses Opfer war ehrenvoll, und Tyr wurde für sein Selbstopfer vom ganzen Pantheon bewundert. Tyr ist wahrscheinlich der älteste Gott der nordischen Mythologie, und er war wichtiger als Odin. Die Rune ist ebenso die älteste des Futhark, da sie fast unverändert aus der Bronzezeit überliefert wurde. Sie repräsentiert all das, was man mit einem Gott verbindet: Stärke, Heldentum, Pflicht und Verantwortung. Aber sie steht ebenso für ein tieferes Mysterium, das der Verwundung eines Gottes.

Magie: Tiwaz kann dort eingesetzt werden, wo eine gerechte Entscheidung herbeigeführt werden soll. Wie Thurisaz, erinnert der Schmerz daran, sich noch mehr auf Pflichten und Verantwortung zu konzentrieren. Tiwaz ist der Weg des Kriegers.

Anwendung: Tiwaz lenkt Energie auf eine bestimmte Richtung. Konstruktiv wirkt sie sich auf das Finden und Erreichen eines Zieles aus, neutral dient sie dem Intellekt, und destruktiv leitet sie alle Ideen in das große Nichts, die Zerstörung der Träume.

Wirkung: Erreichen von gerechtem Sieg und Erfolg, Aufbau spiritueller Willensstärke, Entwickeln der Macht positiver Selbstaufopferung und der Kraft des Glaubens in Magie und Religion, Steigern der Loyalität, Abwehr von Mißtrauen und Streit, aktive Verteidigung, Bestehen im Kampf, Fördern des kollektiven Zusammenhalts. Amulette gegen das Auftreten absehbarer Konflikte. Talismane für Sieg und Durchsetzung.

Heilrune: Zuständig für Handgelenke, Hände und Finger und für Arthritis. Wiederherstellung des organischen Gleichgewichtes. Einsatz im Sinne von „Heilen durch Erkennen“.

Orakelbedeutung: Wissen um die eigenen wahren Stärken. Allgemeiner Erfolg in rechtlichen Dingen. Ehre, Gerechtigkeit, Führerschaft und Autorität. Tiwaz steht auch für Gerechtigkeit, eine Entscheidungen oder die Herausforderung, für sein Recht zu kämpfen, wenn es versagt wird.

Runenbotschaft: Der Mut zur Selbstaufopferung führt zum gerechten Erfolg. Man übe und verlange selbst Treue, auch in schwierigen Zeiten. Zuverlässigkeit und Vertrauenswürdigkeit sind gefordert, wenn die Gerechtigkeit siegen soll.

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Berkana
germanisch: Berkana
gotisch: Baírkan
altenglisch: Beorc
altnordisch: Bjarkan
Bedeutung: Birke
Lautwert: B
Zahl: 18
Schreiben: B
Kraft: passiv
Geschlecht: weiblich
Aett: 3. Tyr
Götter: Berta, Holda
Baum: Birke
Pflanze: Mondwinde
Kraut: Frauenmantel
Edelstein: Mondstein
Farbe: dunkles Grün
Elemente: Erde
Halbmond: 4.  Neumond
Zeit ca.: Ende Feb. – Ende Mrz.
Schlagworte: Birke, Brüste der Mutter Erde, Rune der Übergangsriten, Variation, Zufall, Evolution, repräsentiert die Birke als Baum des Lebens und des Todes, weibliche Intuition, assoziiert mit Fruchtbarkeitskulten
Bedeutung: Berkana bedeutet Göttin der Birke, und die Birke ist ein Symbol für Fruchtbarkeit. In der ganzen europäischen Kultur werden Birkenzweige für kultische Zwecke genutzt. Man bringt sie in Form von Herzen an der Tür von frisch Verheirateten an oder schmückt damit den Maibaum. Hexen sollen auf Besen aus Birkenholz geritten sein – vielleicht kommt dieses Bild aus dem Brauch sich mit Birkenzweigen zu schlagen, um fruchtbar zu werden. Wenn Tiwaz eine fundamental männliche Rune war, so ist Berkana ausnehmend weiblich, denn sie steht für die Mutter, die weise alte Frau und das junge Mädchen. Tyrs Wunde entsteht durch die Begegnung mit dem Tod, Berkanas Wunde ist die des Lebens – die der Menstruation. Um 90° gedreht stellt die Rune die Brüste der Erdmutter dar.

Mythologie: Die Birke leuchtet in der Vollmondnacht und ihr reflektiertes Licht wirft keinen Schatten. Iduna ist die Göttin der Birken und steht für natürliche Weiblichkeit. Die Göttin der Birke (Iduna oder Frigg) wird in Berkana auch als Erdmutter, die große Göttin, angesehen. Sie ist die Mutter aller Lebewesen Midgards und Herrin über Geburt und Wiedergeburt. Sie ist das weibliche Konzept des Lebens, die Form der Rune Berkana wird mit den lebensspendenden Brüsten einer Mutter assoziiert. Heiden sehen in der Erdmutter auch die dreifache Göttin, da die Erscheinung als Mädchen, Mutter und alte Frau starke Parallelen zum Heidentum aufweist. Die Berkana-Rune enthält das komplexe Mysterium der großen Mutter. In ihrem kosmologischen Aspekt ist sie die Mutter jeglicher Manifestation und verkörpert das Mysterium kosmischer und menschlicher Geburt und Wiedergeburt. Berkana herrscht über die vier zentralen menschlichen „Übergangsrituale“ (Geburt, Eintritt in die Welt der Erwachsenen, Hochzeit und Tod). Die Göttin der Birke verkörpert den aufblühenden, aber auch den dunklen Aspekt der großen Mutter, die „schreckliche Mutter“, die über den Tod regiert. Im Ritual der Erdmutter Nerthus, wie es Tacitus beschreibt, bringt die in einem Wagen über die Felder ziehende Göttin Segen, Frieden und Fruchtbarkeit, nimmt am Ende aber Menschenopfer entgegen, die in ihrem heiligen See ertränkt werden – wobei allerdings unklar ist, ob es sich um ein faktisches Opfer oder um eine symbolische Beschreibung von Tod und Wiedergeburt handelt, für die oft, besonders in germanischen und keltischen Mythen, ein geheimnisvoller See steht (das Wort Seele kommt von See). In der Berkana-Rune ist alles Werden und Sein enthalten. Sie ist die Einheit des Kreislaufs von Geburt, Leben, Tod und Wiedergeburt, die Einheit der Evolution und das „Mysterium des Augenblicks“, durch das sich diese Einheit des Seins in ein Werden entfaltet. Als Rune der Muttergottheit ist Berkana eine erhaltende, schützende und daher auch verbergende Macht. Sie herrscht über alle schützenden und verbergenden Orte wie Höhlen, Behausungen und Einweihungsorte.

Magie: Berkana ist die Rune der Frauen, und sie können aus ihr Kraft beziehen. Berkana hilft beim Bewußtwerden der Einheit des Augenblicks als Mutter aller Dinge und bei der Verwirklichung von Ideen durch den schöpferischen Prozeß und bewirkt Fruchtbarkeit und Wachstum. Der Prozeß der Erneuerung in Form einer Wiedergeburt in veränderter Form wird vom Prinzip dieser Rune unterstützt. Nach einer Zeit der negativen Erfahrungen brechen die positiven Gefühle und der Lebenswille wieder hervor wie die Pflanzen im Frühling.

Anwendung: Positiv stärkt Berkana die weiblichen Seiten, neutral ist sie Beschützerin des Menschen und negativ die Mutter, die ihre Kinder frißt.

Wirkung: Reinkarnation und Wiedergeburt im Geist. Stärkt die Macht des Geheimen. Rituale des Schutzes und der Verheimlichung. Festhalten und Bewahren anderer Kräfte. Schutz des Heims und des unmittelbaren persönlichen Umfelds. Sicherung der Versorgung. Schutz vor Täuschung. Amulette gegen Bedrohung des Besitzstandes von außen und gegen Heimtücke. Talismane zur Förderung des allmählichen wachsenden Reichtums und der allgemeinen Fruchtbarkeit.

Heilrune: Zuständig für verschiedene Fruchtbarkeitsstörungen. Steigerung der physischen Standfestigkeit. Stärkung von Knochengerüst und Muskulatur. Steigerung der allgemeinen Widerstandsfähigkeit. Heilung von Infektionen.

Orakelbedeutung: Allgemeine Fruchtbarkeit, sowohl geistige als auch körperliche, sowie persönliche Entwicklung, Gesundheit, das Gedeihen eines Unternehmens, ein neuer Anfang, Wachstum, Klarheit.

Runenbotschaft: Diese Rune kann alles verbergen und geheimhalten oder Geheimnisse teilen – wohl dem, der weiß, wie. Man pflege den Kontakt zur Erde in jeder Hinsicht: körperlich, geistig und seelisch.

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Ehwaz
germanisch: Ehwaz, Ehwo (zwei Pferde)
gotisch: Aíhws
altenglisch: Eh
altnordisch: Íor (Pferd)
Bedeutung: Pferd
Lautwert: E
Zahl: 19
Schreiben: E
Kraft: aktiv
Geschlecht: beide
Aett: 3. Tyr
Götter: Freyr und Freyja
Baum: Eiche, Esche
Pflanze: Forsythie
Kraut: Kreuzkraut
Edelstein: Kalkspat
Farbe: strahlendes Weiß
Elemente: Erde
Halbmond: 3.  Vollmond
Zeit ca.: Anfang Feb. – Anfang Mrz.
Schlagworte: Pferd, esoterische Ähnlichkeit zwischen Pferd (Ehwaz) und Mensch (Mannaz), Rune von Sleipnir, Rune des Weltenreitens, Macht der Zwillinge, beziehungsweise des Dualismus, Loyalität, Ehe, Treue, eigener Geist, Unbewußtes, Bewegung, assoziiert mit dem Lauf der Sonne
Bedeutung: Die Rune Ehwaz bedeutet Pferd, und leitet sich vom urgermanischen „Ehwo“ (zwei Pferde) ab – das Runenzeichen stellt zwei einander zugewandte Pferde dar, steht aber auch für Odins achtbeiniges Roß Sleipnir. Das Pferd kommt nach nordischer Überlieferung der Runen vor dem ganzen Menschen. Daraus ergeben sich interessante Denkanstöße. Das Pferd war schon immer in fast jeder Kultur ein kraftvolles Symbol. Häufig zogen Pferde die Sonne über den Himmel und waren damit ein elementarer Bestandteil des Lebens. Stärke, Schnelligkeit und Loyalität sind ihre Eigenschaften, und ihre Verbindung zum Menschen ist einmalig. Sie machen es dem Menschen möglich, Dinge zu bewerkstelligen, zu denen er alleine nicht fähig wäre und lassen ihn Distanzen überwinden, die er alleine nicht geschafft hätte. Dieses Tier hat seine Wildheit und Stärke nicht verloren, obwohl es domestiziert ist. Der altnordische Runenname Íor (Pferd) wird sogar nur für ein Pferd in Zusammenhang mit kultischen Handlungen benutzt. Wie die Sonne steht Ehwaz für Energie und Bewegung. In diesem Falle kommt aber noch Respekt für die Quelle der Energie hinzu. Dies ist keine unpersönliche Energie, sondern eine lebende Quelle, die Respekt verdient und deren Wünsche man beachten muß. Diese Rune erinnert daran, immer zu helfen und nicht zu schaden mit der Macht, die man erhalten hat. Wie das Schwert ist auch das Pferd mächtig und kann gefährlich sein. Wenn man unvorsichtig ist, bricht es, und man verliert seine Stärke für immer. Es ist das Gleichgewicht, das auf dem Weg der Runen erreicht werden muß. Ehwaz repräsentiert die harmonische Beziehung zwischen zwei Kräften, die sich gegenseitig ergänzen. Dies gilt sowohl für die Beziehung zwischen Mensch und Pferd als auch für Beziehungen zwischen den Geschlechtern. Die Rune steht für Partnerschaft. Die Ehwaz-Rune stellt das Symbol der idealen Mann-Frau-Beziehung und somit das Mysterium der mit dem Gesetz im Einklang stehenden Ehe „Êh“ (Vertrag, Ehe) dar.

Mythologie: Ehwaz repräsentiert die Macht der göttlichen Zwillinge, repräsentiert durch zwei Pferde. Diese Machtstruktur spiegelt eine duale Form germanischen Königtums wieder. Auch diese Führer wurden in der Mythologie oft als Pferde dargestellt (zum Beispiel Hengest und Horsa). Auch der Name der Zwillingsgottheit Asvinau im indischen Veda bedeutet wörtlich „zwei Pferde“. Hier wird eher die harmonische Beziehung zwischen den beiden Kräften der dualen Machtstruktur betont als die defensive und nach außen gerichtete Kraft, die von der Algiz-Rune repräsentiert wird. All das weist auf die enge Beziehung zwischen Mensch und Pferd hin, die bei den Indoeuropäern im allgemeinen und de germanischen   Völkern im besonderen erkennbar ist. Das Pferd stellt eine Quelle göttlichen Wissens dar, und Pferde wurden oft von den alten germanischen Priestern in Weissagungsriten befragt. Die spirituelle Qualität von Ehwaz steht in engem Zusammenhang mit der Menschheit (Mannaz). Im Altnordischen heißt es: „Marr er Manns Fylgja“ (Das Pferd ist der Doppelgänger oder Schutzgeist des Mannes). Die Fylgja ist in einer Familie erblich, also der Geist der Ahnen, der den Nachkommen ihre ererbte Identität gibt und sie beschützt. Die Binderune von Ehwaz und Mannaz ist „em“ („ich bin“). Die Ehwaz-Rune erleichtert das Reisen zwischen den einzelnen Welten von Yggdrasil. Der Runenkundige kann mit ihrer Macht durch die Reiche der Realität „reiten“. Ehwaz ist die Rune von Odins achtfüßigem Roß Sleipnir. Oft findet man auf runischen Amuletten das Bildnis eines auf einem Pferd reitenden Mannes als symbolische Form integrierten Schutzes unter der Schirmherrschaft von Odin. Dies ist der jenseitige Aspekt von Ehwaz, das Pferd steht jedoch auch mit Fruchtbarkeitsmagie in Verbindung und damit mit Freyr, dem Gott der Fruchtbarkeit, des Friedens und der Sinnlichkeit. Dies ist die Rune des Vertrauens und der Loyalität. Die spirituelle Beziehung   zwischen einem Reiter und seinem Pferd ist ein gutes Beispiel für die Kraft dieser Rune. In diesem Geheimnis ist ein großes Potential an Macht enthalten. Ehwaz ist die Kombination zweier gleichgestimmter, aber in Form einer Dualität ausgedrückter Kräfte oder Wesenheiten (wie Mann/Pferd, Pferd/Kutsche, Mann/Fylgja, Körper/Seele), die in harmonischer Weise auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten.

Magie: Ehwaz verleiht Kraft und gilbt Hilfe in der Kommunikation und auf Reisen. Sie kann dabei unterstützen, einen Zauber auf große Entfernung zu wirken (obwohl dies nur eine geistige Blockade abbaut, denn eigentlich spielen Entfernungen für die Magie überhaupt keine Rolle) und fördert die Schnelligkeit. Ehwaz kann als Instrument für Reisen durch die Anderswelt genutzt werden, setzt aber Vertrauen, Loyalität und harmonische Dualität voraus, die sie andererseits auch verleiht. Mit Hilfe dieser Rune kann man durch alle Welten „reiten“, es bleibt kein Tor verschlossen. Bei Beschwörungen kann man Ehwaz zum Herstellen und Abbrechen von Verbindungen jeglicher Art benutzen.

Anwendung: Neutral ist diese Rune dem Wesen der Pferde sehr ähnlich, im positiven Aspekt fördert sie das Liebesleben sowie das Sich-Begegnen, und im negativen Aspekt bringt sie jedes Pferd zu Fall, vor allem das in einem selbst.

Wirkung: Hilfe bei schamanischer Reise. Bewußtmachen der fundamentalen Einheit von Körper und Geist. Verleiht Vertrauen und Loyalität. Fördert Schnelligkeit. Sicherung von Flucht- und Auswegmöglichkeiten. Steigerung der Sinnlichkeit und Unmittelbarkeit. Amulette gegen die Bewegungsfähigkeit einschränkende. Angriffe Talismane für Einigkeit Loyalität und Zuverlässigkeit.

Heilrune: Zuständig für Rückenschmerzen, -probleme und -erkrankungen, Förderung der Beweglichkeit, Harmonisierung symbiotischer Prozesse in Körper und Geist.

Orakelbedeutung: Gesellschaftliche Stellung, persönlicher Status, eine Nachricht der Götter. Beim Werfen bestätigt diese Rune ohne jede Einschränkung die Bedeutung der sie umgebenden Runen. Sie kann aber auch Transport, Bewegung, Energie, Kraft, Wille oder Kommunikation bedeuten. In der Divination kann Ehwaz auch für einen Weg stehen, den man „gemeinsam mit“ oder „geführt von“ jemandem geht oder gehen wird.

Runenbotschaft: Man erkenne den Wert seines „Reittiers“ – gleichgültig, ob dies ein reales Tier, einer oder mehrere menschliche Partner seien oder ob es sich dabei um Theorien, Arbeitshypothesen oder andere Hilfen handelt, mit denen man von einer Realität in die andere „reitet“. Eine für beide Seiten vorteilhafte Symbiose entsteht nur, wenn beide Teile den anderen integrieren statt ihn zu mißachten und auszubeuten. Treue und Verläßlichkeit sind die Grundlagen dieser Art von Beziehung. Wenn sie richtig funktioniert, entsteht eine Einheit, die weit mehr beinhaltet, als die Summe ihrer Teile eigentlich vermuten läßt. Individuelle Eigenschaften werden nicht ausgemerzt, sondern betont und hervorgehoben, sodaß jeder Teil seinen ganz eigenen Beitrag zum Wohle des Ganzen einbringen kann.

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Mannaz
germanisch: Mannaz
gotisch: Manna
altenglisch: Mann
altnordisch: Maðr
Bedeutung: Mann
Lautwert: M
Zahl: 20
Schreiben: M
Kraft: passiv
Geschlecht: männlich
Aett: 3. Tyr
Götter: Heimdall
Baum: Stechpalme
Pflanze: Fingerhut
Kraut: Krapp
Edelstein: Granat
Farbe: dunkles Rot
Elemente: Luft
Halbmond: 3.  Neumond
Zeit ca.: Ende Jan. – Ende Feb.
Schlagworte: Mann, Mensch, Menschlich, göttliche Abstammung des Menschen, Intelligenz, Tradition, Rune der Einweihung und der Blutsbrüderschaft, Öffnung des inneren Auges, Verbindung vom Menschlichem zum Göttlichem
Bedeutung: Mannaz bedeutet Mann oder Mensch, aber auch das männlich-weibliche Menschenpaar, und im weitesten Sinne steht Mannaz für Menschlichkeit und damit für ganz Midgard. In einer mehr praktischen Bedeutung steht Mannaz, für die Menschen, mit denen man eine Verbindung hat, also die Familie und Freunde, die Sippe. Die Personen, die den Menschen daran erinnern, daß er von Natur aus ein Tier mit einem sozialem Gefüge ist. Die Form der Rune symbolisiert die Vermählung zwischen Himmel und Erde oder ein menschliches Paar. Diese Rune kann sich, als für den Menschen stehend, auf ein Individuum oder eine Gruppe beziehen und so die Position des Menschen in der Schöpfung symbolisieren. Abhängig von seiner sozialen Umgebung und den Umständen seines Lebens, ist der Mensch nicht isoliert lebensfähig. Er definiert sich aus einer Interaktion mit anderen Menschen und Gruppen. Mannaz zeigt das Innere, die Zusammenhänge, von denen das Individuum in der umgebenden Natur abhängt. In der Sippe existieren aber auch die Ahnen, ihre Erinnerungen und Erfahrungen. Alles zusammen ergibt einen Schatz von Wissen, welche im Inneren jedes Einzelnen verborgen liegt. Um dieses Wissen zu erschließen, bedarf es eines tiefen Verständnisses der eigenen, subjektiven Zusammenhänge. Mannaz wird durch die Integration der Ahnen in die Sippe zum Tor, welches zu dem alten Wissen führt (Zugang zur „Erberinnerung“ oder dem „kollektiven Unterbewußtsein“).

Mythologie: Die Rune steht neben dem Menschen auch für den göttlichen Vorfahr und Himmelsvater und damit auch für die Verbindung des Menschen mit den Göttern (Ymir) und mit der Natur (zwei Bäume). Sie nimmt die wilde Energie von Ehwaz und kontrolliert sie durch ein soziales Bewußtsein, sie erinnert an diejenigen, die man mit seinen Taten beeinflußt, magisch wie auch weltlich. Die Rune selbst ähnelt Gyfu indem sie weibliche und männliche Elemente vereint, sie ist aber vollständiger in dieser Vereinigung. Sie ist das komplette Netz menschlicher Beziehung, mit dem Selbst im Zentrum, welches das Netz des Schicksal wiederspiegelt, welches durch Raidho erforscht wird. Als man das Netz betrat, war es mehr oder weniger fest, aber dieses hier ist beweglich und lebendig. Vergangenheit und Gegenwart, männlich und weiblich, das Selbst und die anderen – alle Gegensätze werden hier verbunden und zusammengefügt. Mannaz ist die Heimat des Selbst und spricht für alle, die man erreicht und erreicht hat durch die Gabe der Runen. Mannaz ist das Mysterium der göttlichen (archetypischen) Struktur in jedem Einzelwesen und in der Menschheit im allgemeinen. Diese Struktur wird vom Gott Heimdall als Urahn der Menschheit verliehen. Eine Schilderung davon findet man in der „Rigsthula“ der älteren Edda. Sie beschreibt, wie Rigr (Heimdall) die archetypischen Repräsentanten der drei sozialen Funktionen in der Welt der Menschen hervorbringt (den Ernährer, den Krieger und den Priester/König), welche die drei Ebenen der göttlichen Struktur widerspiegeln. Heimdall ist dort eigentlich Odin in einer seiner vielen Ausdrucksformen, der des Ur- und Allvaters (Alfaðir). Die Mannaz-Rune stellt das Symbol Heimdalls als genetische Verbindung zwischen Göttern und Menschen und als Wächter der Regenbogenbrücke Bifröst dar, welche Asgard mit Midgard verbindet. Dies ist die Rune, welche die Entstehung der germanischen Völker aus der göttlichen Ordnung und die göttliche Abstammung der Menschen beschreibt. Sie repräsentiert das Mysterium der Menschheit und die runische Struktur in der menschlichen Seele. Mannaz ist die Macht menschlicher Intelligenz, Vernunft, Erinnerung und Tradition. Es ist das Runenzeichen des „vollendeten Menschen“, des vollkommenen menschlichen Wesens, des Eingeweihten in einen der vielen Kulte des „alten Glaubens“. Mannaz stellt ein androgynes, archetypisches Wesen dar, und ihr Mysterium verkörpert somit die Macht des Androgynen in der psychologischen Sphäre der Menschheit. Die Rune repräsentiert die Einrichtung der Blutsbrüderschaft.

Magie: Diese Rune fördert die geistige Weiterentwicklung auf allen Ebenen und erweitert das Bewußtsein. Manaz hilft beim Überwinden geistiger Schwierigkeiten, sie bewirkt den Ausgleich der guten und bösen Seite des Menschen (Dr. Jekyll & Mr. Hyde).

Anwendung: Diese Rune steht für den in Harmonie mit seinen beiden Seiten lebenden Menschen. Neutral zielt sie auf den heilen Menschen ab, positiv unterstützt sie den Heilungsprozeß und negativ wirft sie ihn gänzlich durcheinander.

Wirkung: Förderung der Intelligenz, des Gedächtnisses und generell der geistigen Kräfte. Ausgleich der „Pole der Persönlichkeit“. Öffnen des „geistigen Auges“ (Hugauga). Bewußtmachen der göttlichen Struktur der Menschheit. Abwehr von Fehleinschätzungen anderer. Amulette gegen Trennungs- und Lösezauber. Talismane für Liebeszauber und Vereinigung.

Heilrune: Zuständig für Füße und Fußknöchel, Zerrungen, Behebung von Selbsttäuschung und geistiger Umnachtung, Harmonisierung der motorischen Aussteuerung.

Orakelbedeutung: Das Individuum. Die Einstellung zu anderen und deren Einstellung zu sich selbst. Freunde und Feinde.

Runenbotschaft: Der Mensch, seine Sippe, seine Ahnen, die Götter und der Kosmos – alles ist eins, und der Einzelne kann Zugriff erhalten auf das Wissen aller. Man erkenne das Wesen der Menschlichkeit, man nehme die Menschen so, wie sie wirklich sind, und nicht etwa so, wie man sie gern hätte oder wie das System es von ihnen verlangt.

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Laguz
germanisch: Laguz, Laukaz (Lauch)
gotisch: Lagus
altenglisch: Lagu
altnordisch: Lögr
Bedeutung: Wasser
Lautwert: L
Zahl: 21
Schreiben: L
Kraft: aktiv
Geschlecht: weiblich
Aett: 3. Tyr
Götter: Nerthus
Baum: Weide
Pflanze: Seerose
Kraut: Lauch
Edelstein: Perle
Farbe: tiefes Grün
Elemente: Wasser
Halbmond: 2.  Vollmond
Zeit ca.: Mitte Jan. – Anfang Feb.
Schlagworte: Wasser, Meer, Welle, Quelle des organischen Lebens, Urwasser – latentes Potential zwischen Eis und Feuer, Rune der Wasserweihe, Lauch, organische Fruchtbarkeit, Rune der Kräuterweihe, Vorwärtskommen, Aufladen der eigenen Energie
Bedeutung: Laguz bedeutet Wasser oder Gewässer. Die Vorstellung der meisten Menschen, wenn sie an Wasser denken, ist eine eher angenehme Assoziation – friedevoll, Liebe, Leidenschaft, Intuition, Emotionen im Allgemeinen. Man muß aber auch daran denken, daß für die Menschen des Nordens Wasser normalerweise für das Meer stand, und das war fürchterlich. Ein unberechenbarer Ort, die Heimat der Midgardschlange und das Grab von unzähligen Seefahrern. Laguz sollte mit den schönen und weniger schönen Eigenschaften des Wasser in Verbindung gebracht werden. Diese Rune spricht die Urängste an, wie Kälte, Dunkelheit und all diese schrecklichen Dinge, die tief im Unterbewußtsein verwurzelt sind. Wie Ehwaz den Wanderer mit seiner Sterblichkeit konfrontiert, läßt Laguz ihn die Grundlagen seines Selbst und seines Verhaltens untersuchen, und erlaubt es ihm dadurch, sein Handeln zu ändern und Behinderungen zu beseitigen. Das Verständnis und die Weisheit, die durch Ehwaz gewonnen wird, haben den Reisenden auf die dunkleren Seiten (repräsentiert durch Laguz) vorbereitet, und er akzeptiert sie nun als Teil seines ganzen Selbst. Laguz bereitet den Reisenden ebenso darauf vor, anderen zu helfen, indem man sich selbst untersucht und erkennt, sie erlaubt ihnen besser auf die eigene Weisheit und Erfahrung zurückzugreifen. Das macht sie unter anderem zur Rune des spirituellen Beraters. Man sieht im Symbol der Rune Laguz eine Welle oder den schnellwüchsigen grünen Teil des Lauchs, weil man die Rune auch mit dem urgermanischen „Laukaz“ (Lauch) in Verbindung bringt, was im altnordischen Runennamen „Laukr“ zum Ausdruck kommt. Der Lauch ist ein Symbol für organisches Wachstum, phallische Macht (Tugend), und Fruchtbarkeit im physischen wie im spirituellen Bereich. Laukaz herrscht über die Lehre der Kräutermagie, die im Altnordischen als „Lyf“ und im Altenglischen als „Lac-Nunga“ bezeichnet wurde. Das „Itrlaukr“ (glänzender Lauch) gab man oft einem jungen Mann, sobald er sich als Krieger erwiesen hatte.

Mythologie: Laguz ist die Grundenergie des Lebens im Multiversum und die geheime Quelle allen organischen Lebens. Laguz ist das Gesetz (Lög) des Lebens, innerhalb des ganzen Multiversums ebenso wie in Midgard. Es sind dies die Schichten (Gesetze) vergangener kosmischer und menschlicher Taten, welche die zukünftige Entwicklung der Lebensformen bestimmen. Die Laguz-Rune steht für die Ur-Wasser in Niflheim, die das latente, ungeformte Potential des Lebens enthalten, welches zu Eis verfestigt ist und durch die Feuer von Muspelheim mit Energie geladen werden muß, bevor es als manifestiertes Muster verwirklicht werden kann. Die Laguz-Rune stellt eine machtvolle Rune der Einweihung dar – besonders der Einweihung in das Leben. In heidnischen Zeiten besprengte man ein neugeborenes Kind mit Wasser und gab ihm seinen Namen, sobald es sich als des Lebens würdig erwiesen hatte. Dadurch wurde das Kind wieder in die Lebenskraft seines Stammes integriert. Das Mysterium des „Vatni Ausa“ (das rituelle Besprengen mit Wasser) geht auf vorchristliche Zeiten zurück und ist ein Hauptbestandteil der alten nordischen Lehre der Wiedergeburt (Aptrburdhr). Die Funktionen der Uruz-Rune und der Laguz-Rune sind auf unterschiedlichen Ebenen eng miteinander verwandt. Laguz beinhaltet auch den Ritus der Überquerung des Wassers am Ende des Lebens – der Überquerung des Ur-Wassers, um ins Totenreich zu gelangen. In diesem Zusammenhang sind die Mythen um Odin als Fährmann der Seele von. Bedeutung. Auch die Schiffsbegräbnisse der Wikinger und die dadurch angedeutete symbolische Überquerung des Wassers weisen auf diesen Glauben hin.

Magie: Diese Rune steht für das Wasser. Sie repräsentiert auch den Lauch, der häufig in der Magie angewendet wurde. Magie kann in ihren Auswirkungen wie Lauch sein. Man kann ihn für sich nutzen, aber   es ist nicht ungefährlich, ihn aus dem Boden zu ziehen, da man sich an seinen scharfen Seiten leicht schneiden kann. Ein tiefes Gewässer kann für das verborgene Unbewußte stehen, welches sich unter der Oberfläche ausbreitet, aber nicht einsehbar ist. Das Meer wurde als eine Quelle des Lebens angesehen und stand auch für die Mysterien von Leben und Tod (das Meer gibt, nimmt aber auch Leben). Laguz ist das kollektive Unbewußte, das universelle Wissen. Man verschaffe sich Klarheit über sein eigenes Durchhaltevermögen und seine Standhaftigkeit angesichts von Schicksalsprüfungen – und über die gewaltigen Kräfte in seinem Inneren, die es einem ermöglichen, solche Prüfungen zu bestehen. Die Rune steht für das Getränk, welches im Ritual mit runischer Macht „aufgeladen“ wird.

Anwendung: Laguz symbolisiert einen großen, reinigenden, klaren Fluß, der alles, was ins Stocken geraten ist, wieder zum Fließen bringt. Neutral steht diese Rune für die reinigende Kraft des Wassers, positiv wirkt sie auf die Gefühlswelt ein und erinnert uns an die Wichtigkeit des Loslassens. Negativ vermag sie alles in Fluß gekommene wieder zu stoppen.

Wirkung: Stärkung des Magnetismus. Entwicklung hellseherischer Fähigkeiten. Führung bei schwierigen Einweihungsprüfungen. Gesteigerte Vitalität und Lebenskraft. Konzentration ungeformter magischer Kraft zur Strukturierung und Formung durch den Willen. Stabilisieren mentaler und emotionaler Abweichungen. Schutz vor Feigheit, Verrat und Unflexibilität. Schutz vor Vergiftungen. Amulette gegen Vergiftungen und Unfälle. Talismane zur Steigerung der Standhaftigkeit und für sicheres Reisen. Diese Rune wirkt auch stark auf den Körper

Heilrune: Zuständig für Nieren- und Hauterkrankungen und Nierenbeschwerden. Anwendung bei Vergiftungen. Gebrauch zur Erlangung von Kräuterwissen. Heilung von Lähmung und Unbeweglichkeit.

Orakelbedeutung: Erfolg bei Reise oder Erwerb, allerdings mit der Möglichkeit des Verlustes. Imagination und geistig-paranormale Angelegenheiten. In der Divination steht Laguz für das Unbekannte, das „unter der Oberfläche Verborgene“.

Runenbotschaft: Das Wasser ist tief und scheinbar unergründlich. Es gibt seine Geheimnisse dem Suchenden preis, wenn er mit Umsicht hineintaucht. Wasser ist gefährlich und kann auch töten, doch ohne Wasser ist auch kein Leben möglich. Es kommt auf das richtige Maß an. Man handle unverzüglich und schiebe nichts mehr auf die lange Bank. Man lerne, den „Wogenhengst“ (das Schiff) zu zähmen, der einen über die Wasser des Lebens trägt.

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Ingwaz
germanisch: Ingwaz
gotisch: Enguz, Iggws
altenglisch: Ing, Yngvi
altnordisch: Ing, Yngwio
Bedeutung: Himmelslicht
Lautwert: NG
Zahl: 22
Schreiben: Ng
Kraft: passiv
Geschlecht: beide
Aett: 3. Tyr
Götter: Freyr, Freyja
Baum: Apfelbaum
Pflanze: Enzian
Kraut: Brunelle
Edelstein: Topas
Farbe: goldenes Gelb
Elemente: Wasser, Erde
Halbmond: 2.  Neumond
Zeit ca.: Anfang Jan. – Ende Jan.
Schlagworte: Himmelslicht, Ing (der legendäre Held, später Gott), Gemahl der Erdmutter, Kraft des Freyr, neutrale männliche Energie als Potential der Erneuerung im Jahres- und Lebenslauf, Sexualität, Fruchtbarkeit
Bedeutung: Ingwaz bedeutet Ing, der Erdgott, der auch als Fruchtbarkeits- und Sonnengott Ingvi-Freyr angesehen wird. Die Form der Rune kann als Feld gedeutet werden, manche sehen darin auch das männliche Genital, andere wiederum das Himmelsfeuer (Rune zu Imbolc), aber ihre wirkliche Signifikanz liegt wohl in der Balance. Sie zeigt eine harmonische Beziehung zwischen den Menschen und den vier Elementen der Natur. Ingwaz erinnert an die alte Verbindung der Götter mit dem Land und verbindet den Menschen wieder mit seiner spirituellen Natur durch die reale Natur. Sie ist eine Erdungsrune, die den Menschen und seinen Körper, seinen Geist und seine Wahrnehmung wieder auf die Erde zurückführt. Manche halten sie auch für das männliche Gegenstück zu Berkana, denn während Berkana das weibliche Mysterium in sich birgt, so steht Inguz für das männliche. Ingwaz steht für die Energie des Samens. Die Rune ist zurückgezogen und isoliert. Sie beinhaltet den Reifungsprozeß, welcher sich im Verborgenen abspielt. Ingwaz stellt Rückzug, Transformation im Verborgenen und die darauffolgende Rückkehr dar. Dazu kann als Beispiel das Reifen einer Pflanze, die Geburt eines Kindes oder das Leben eines Schmetterlings dienen. Das Leben zieht sich zurück und vollzieht im Verborgenen eine Umwandlung, eine Transformation zu neuer Kraft. Der obere Bereich im Bild der Rune steht für den Bereich der sichtbaren Realität (Alltag), der untere Teil für das verborgene Reich der Verwandlung (bildlich: die Erde). Am Anfang des Zyklus steht der Rückzug in den verborgenen Bereich. In dieser geheimen, intimen Umgebung vollzieht sich die Umwandlung. Die Kräfte werden wieder gesammelt, und eine Regeneration findet statt. Ein Samenkorn überwintert zum Beispiel unter der Erde und sammelt die Kräfte für sein Hervorbrechen im Frühling. Am Ende steht die Wiederkehr mit neuer Kraft oder in einer neuen Form.

Mythologie: Man nimmt an, daß Ing der Name eines alten germanischen Erdgottes ist, der zusammen mit der Erdmutter Nerthus wirkte. Ihr Kult war in alter Zeit besonders in den Nordseegebieten stark ausgeprägt. In einem altenglischen Runengedicht wird berichtet, daß Ing zuerst unter den Ostdänen von einem menschlichen Auge erblickt wurde, bis er gegen Osten über das Meer ging, und sein Wagen folgte ihm nach. So nannten die Heardings den Helden. Der hier erwähnte Wagen ist identisch mit dem, der im Nerthus-Kult verwendet wurde. Ingwaz stellt den Gemahl der Erdmutter dar und den ihr zur Seite stehenden Priester. Dieser Kult spielte bei den Völkern der Nordsee eine so bedeutende Rolle, daß sie oft als Ingvaeones (Jene des Ing) bezeichnet wurden. Der vanische Gott Freyr, der Gott des Ackerbaus und der Fruchtbarkeit, ist auch unter dem Namen Yngvi bekannt. Ing ist auch der dänische/angel-sächsische Name für Freyr. Es scheint, daß Freyr ganz allgemein im Norden die Rolle und den Namen des Ing an sich gerissen hat, und er spielt auch bei den Fruchtbarkeitsritualen eine Rolle, indem er in einem Wagen in rituellen Prozessionen fährt. Ackerbau ist einer der ersten Versuche der Menschheit ihre Umgebung zu kontrollieren. Die Fruchtbarkeit der Tiere und Pflanzen ist in jeder heidnischen Religion ein zentrales Thema. Von dem frühesten Sumerer bis zur modernen Volksglauben, haben die Menschen versucht, den Erfolg ihrer Ernte zu verbessern. Der größte Teil der westlichen Zivilisation hat den Kontakt zum Land und seinen Lebewesen verloren. Die spirituelle Konsequenz dieser Trennung von der Erde ist erschreckend, da die meisten Menschen keinen Bezug mehr zum natürlichen Leben auf der Erde haben. Im Ing-Nerthus-Kult verzehrt das feminine Element das maskuline, um die verbrauchten Energien wieder zu ersetzen, die nötig waren, um dem Land und dem Volk Fruchtbarkeit zu spenden. Kennzeichnend ist in diesem Zusammenhang die Sage, in der Freyr sein Schwert opfert, um Skadhi zu gewinnen oder auch der Name Gelding (kastriertes Pferd) für Odin. Das männliche Element repräsentiert die sich immer wieder selbst erneuernde „kosmische Nahrung“ in Form von potentieller Energie, die den Winter hindurch von der Göttin einbehalten wird, um sie dann im Frühling plötzlich und mit gewaltiger Kraft in einem orgiastischen Prozessions-Ritual wieder freizusetzen. Die Ingwaz-Rune stellt einen Vorrat potentieller Energie dar, die erst durch einen Prozeß des Wachstums und der Reifung hindurchgehen muß, um an Kraft zu gewinnen. Dieses Prinzip hat für alle Ebenen des Multiversums Gültigkeit, und dieser Rune wohnt große Kraft inne, denn jede Macht muß eine solche geschützte Periode des Wachstums und der Reifung durchmachen, ehe sie in ihrer potentesten Form in Erscheinung treten kann.

Magie: In dieser Rune ist eines der größten Geheimnisse nordischer Sexualmagie verkörpert.

Anwendung: Inguz ist die vierte, nicht wend- und umkehrbare Rune. Sie wirkt beschützend, und wenn sie zum Wirken kommt, herrscht um einen wohltuende Ruhe. Man kann sie einsetzen, um Abstand vom „Lärm der Welt“ zu bekommen.

Wirkung: Fruchtbarkeitsrituale. Plötzliche Freisetzung von Energie. Speicherung und Transformation von Kraft für rituelle Zwecke. Konzentration von Energie und Gedanken. Amulette gegen Entwicklungsstörungen. Talismane für Fruchtbarkeit, organisches Gelingen und zur Absicherung von Ruhepausen.

Heilrune: Zuständig für Erkrankungen und Beschwerden der männlichen Genitalien. Ebenfalls Anwendung bei Autismus und zur Heilung von Lähmungen.

Orakelbedeutung: Männliche Fruchtbarkeit und Erwartungen auf der physischen Ebene, darunter auch Angelegenheiten der Gesundheit, der Familie und des Nachwuchses. Aber auch Arbeit, Produktivität, Freigebigkeit, Balance und Verbindung mit der Erde.

Runenbotschaft: Man erkenne, daß Phasen der Ruhe im Leben ebenso notwendig sind, wie Zeiten eifrigen Tuns. Man übe Selbstbesinnung und Geduld und lausche in sich hinein.. Wieviel Geduld hat man mit sich selbst? Man lasse die Dinge sich entwickeln und erzwinge nichts. Alles braucht Zeit, um zu reifen, oft im Verborgenen, bis es genug Kraft gewonnen hat, um machtvoll hervorzubrechen. Jedes Vorhaben beginnt zunächst als Samenkorn.

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Dagaz
germanisch: Dagaz
gotisch: Dags
altenglisch: Dæg
altnordisch: Dagr
Bedeutung: Dämmerung
Lautwert: D
Zahl: 23
Schreiben: D
Kraft: aktiv
Geschlecht: männlich
Aett: 3. Tyr
Götter: Heimdall, Loki
Baum: Fichte, Weide
Pflanze: Ringelblume
Kraut: Scharlei
Edelstein: Chrysolith
Farbe: helles Blau
Elemente: Erde
Halbmond: 1.  Vollmond
Zeit ca.: Mitte Dez. – Anfang Jan.
Schlagworte: Dämmerung, Tag, Licht, Zwielicht, Rune des Erwachens, Übergangszustand, heilige   Synthese aus der Polarität des Lebens, mystischer Augenblick, Gnosis
Bedeutung: Dagaz steht für den Tag, beziehungsweise das Licht des Tages, wie es zum Zeitpunkt des Sonnenaufganges und Sonnenunterganges wahrgenommen wird, in der Morgen- und Abenddämmerung. Es ist die Rune des vollkommenen Erwachens. So symbolisiert auch die Form der Rune den Ausgleich zwischen Tag und Nacht. Die Rune Dagaz ist ein odinisches Paradoxon, welches für die Bildung einer Synthese aus Gegensätzlichem, das Erreichen des mystischen Augenblicks und das Empfangen mystischer Inspiration steht. Diese Rune ist ein Widerspruch in sich, löst ihn aber auch auf.

Mythologie: Das durch Dagaz symbolisierte Zwielicht ist ein Symbol für die Geburt der Erkenntnis, oder das Licht des Bewußtseins. Gegensätze sind Teile von etwas Größerem, etwas Umfassendem. Kein Ding im Multiversum kann für sich allein betrachtet werden, da es immer von seinen Gegensätzen und den umgebenden Bedingungen abhängt. Die Suche nach dem Licht des Wissens geht beim Mysterium von Dagaz von den Extremen, den Außenbereichen aus. Die Gesamtheit ist der Schlüssel, nicht die isolierte Betrachtung einer Seite. Das beeinflußt auch die Betrachtung der (zum Beispiel christlichen) Konzepte von Gut und Böse, die als solches im Heidentum eigentlich nicht existent sind. Dreidimensional betrachtet stellt die Form von Dagaz einen endlosen Kreislauf dar (zum Beispiel Möbiusband). So kehrt etwa die Dämmerung immer wieder, ebenso wie Extreme immer um einen Bereich der Ausgeglichenheit kreisen (zum Vergleich Niflheim und Muspelheim in der Kosmologie). Diese Extreme sind die Bereiche derer, welche die Erkenntnis auf den Spuren von Odin zu erlangen suchen. Die Kenntnis der Extreme verhilft eher zum Verständnis der Gesamtheit als ein Verharren in der Ausgeglichenheit der Mitte. Diese Rune markiert das Beinahe-Ende des dritten Aetts und macht den Weg frei für Othala, den Kreis zu vollenden. Wie in den vorherigen beiden Aetts, beendet Dagaz das dritte mit Licht und Hoffnung. Während Wunjo für irdischen Ruhm und Sonne steht, bringt Dagaz die beiden Reiche zusammen, schafft damit das sehr abstrakte Licht von Sowilo wieder auf die Erde zurück, in das Alltagsleben. Wie Ingwaz symbolisiert sie die Harmonie mit der Natur und der Umgebung des Menschen, geht aber einen Schritt weiter und schließt die Spiritualität mit ein. Im übertragenen Sinne steht Dagaz als Dämmerungs-Rune auch für die Götterdämmerung Ragnarök. Wenn der Untergang des Heidentums durch Ragnarök (weltlich durch die Kirche) eine Art Abenddämmerung war, so erlebt die Welt jetzt, da sich immer mehr Menschen auf ihre Wurzeln zurückbesinnen, sich vom naturfeindlichen Christentum abwenden und die alte Religion wiederentdecken, vielleicht bereits wieder eine zarte Morgendämmerung, welche im Geist von Dagaz beschützt und gefördert werden möge.

Magie: Dagaz repräsentiert das rituelle Feuer der Feuerstelle und das mystische Licht, das der Vitki (Runenmagier) bei magischen Handlungen wahrnimmt. Dagaz verkörpert die Synthese der Kraft von Tag und Nacht durch die Konzepte der Morgen- und Abenddämmerung. Dies kommt in den himmlischen Phänomenen des Morgen- und Abendsterns zum Ausdruck – Symbole der göttlichen Zwillinge. Dagaz ist die Rune der Polarität und des „odinischen Paradoxons“, welches das zentrale Geheimnis des odinischen Kults darstellt. Es ist in der paradoxen Natur des Gottes Odin selbst enthalten und kann am ehesten mit dem Begriff des „mystischen Augenblicks“ erklärt werden, dem Augenblick, der im Wirbel polarisierter Konzepte gesucht und gefunden wird. Diese Konzepte werden miteinander verschmolzen, so daß aus zwei Extremen eins wird. Dagaz ist der Ort und Zeitpunkt, in dem aus Dunkelheit und Licht, Freude und Schmerz, Leben und Tod, Körper und Seele, Materie und Energie eine Synthese in einem gemeinsamen Konzept gebildet wird, das über ihren wahrnehmbaren, erkennbaren Gegenpol hinausgeht. Dagaz übersteigt die Grenzen sprachlicher Ausdrucksmöglichkeit. Sie ist reine Runen-Gnosis. Dagaz ist die am stärksten der Mystik verbundene Rune des älteren Futhark, sie führt den Suchenden direkt in die Transzendenz jenseits der Polaritäten. Deshalb ist es auch nicht möglich, hier weitere Empfehlungen für ihren Gebrauch in der Magie zu geben, denn das ist eine unmittelbare, zutiefst persönliche Angelegenheit zwischen dem Kosmischen und dem Inneren des Magiers.

Anwendung: Dagaz symbolisiert den Augenblick zwischen Tag und Nacht, welcher im Volksmund auch als „Blaue Stunde“ bekannt ist. Es ist die fünfte nicht wend- und umkehrbare Rune. Sie dient der Harmonisierung und wenn man sie auf der Stirn visualisiert, öffnet sie das dritte Auge.

Wirkung: Mystische Inspiration. Zugang zum Überpersönlichen. Abbau von Engstirnigkeit. Amulette zur Vermeidung zwielichtiger Zustände der Verkennung oder falsche Gesellschaft. Talismane zur Steigerung der Durchsetzungskraft, des eigenen Beharrungsvermögens bei der Verfolgung wichtiger Lebensziele.

Heilrune: Zuständig für Angstzustände, Geistesstörung und Niedergeschlagenheit, Festigung der Gesundheit und Verwurzelung im Überpersönlichen.

Orakelbedeutung: Sicherheit und Gewißheit. Die Klarheit des Tageslichts im Gegensatz zur Ungewißheit der Nacht. Zeit, ein Unternehmen zu planen oder zu beginnen. Sie verspricht Glück, Erfolg, Aktivität, Zufriedenheit und ein erfülltes Leben.

Runenbotschaft: Man sei zwischen den Extremen, betrachte sie nicht einzeln, sondern immer als Gesamtheit, verschmelze mit ihnen, erreiche den mystischen Augenblicks durch Erfassen des Mysteriums, und man empfange mystische Inspiration als Geschenk Odins. Man suche das Ideal überall – es verbirgt sich vielleicht auch dort, wo man es am wenigsten vermutet.

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Othala
germanisch: OÞala
gotisch: OÞal
altenglisch: Éthel
altnordisch: Óðal
Bedeutung: Heim
Lautwert: O
Zahl: 24
Schreiben: O
Kraft: passiv
Geschlecht: männlich
Aett: 3. Tyr
Götter: Odin
Baum: Weißdorn
Pflanze: Schneeglöckchen
Kraut: Goldfaden
Edelstein: Rubin
Farbe: tiefes Gelb
Elemente: Feuer, Luft
Halbmond: 1.  Neumond
Zeit ca.: Ende Nov. – Ende Dez.
Schlagworte: Heim, Heimat, Eigentum oder Erbbesitz, Verwurzelung, Geburtsland, Einfriedung, Hain der Mitte, unbewegliches und unverkäufliches, meist immaterielles Generationserbe, aristokratische Ordnung, Odins-Rune
Bedeutung: Othala (auch Odalaz oder Odhalaz) bedeutet Heim oder Heimat, aber auch ererbter Besitz. Othala ist das Ziel des Futhark und die Heimat des auf der Suche nach Wissen befindlichen Runenreisenden. Zur Heimat gehört auch der Stamm und die eigene Familie, und dies stellt Othala in allen möglichen Varianten dar. Das Runenzeichen symbolisiert ein abgeschlossenes, in einer Wechselbeziehung mit der Umgebung stehendes Gut. Die Form des Zeichens dient auch als Monogramm Odins. Mit Othala findet sich der Suchende am Ende des dritten Aetts auf der normalen Welt wieder, so wie man bei Fehu begonnen hat. Während Vieh allerdings beweglicher Besitz ist, ist das Land das einzige, was beständig ist. Es kann als Erbe weiter gereicht werden, aber – wichtiger noch – es definiert, wer man ist. Die Heimat ist der Grund und Boden, auf welchem der Mensch oder die Sippe verwurzelt ist. Hier lebten die Vorfahren, hier sind sie bestattet, hier lebten und leben die Eltern. Die frühe Kindheit wurde hier erlebt und man verbindet Geborgenheit und Unbeschwertheit mit dieser Rune. Sie bedeutet Heimat im positivsten Sinne des Wortes. Sie drückt, im Gegensatz zu Fehu (beweglicher Besitz), den unbeweglichen, den Landbesitz einer Sippe aus. Auch gemeinsame Werte der Sippe, wie zum Beispiel die Sprache oder kulturelle Gebräuche, spielen in diesen Bereich hinein. Othala ist der Boden, auf dem eine Sippe wachsen kann und der Boden, auf dem das Sippenbanner (Wunjo) errichtet wird. Sie ist die Vorraussetzung, die Basis. Die Heimat ist der Treffpunkt zwischen Midgard und Asgard, zwischen dem dort verwurzelten Menschen und den Göttern, zu denen er von dort aus blickt. Heimat ist die Achse, um die sich das Leben dreht. Die Idee des Landes oder Besitzes ist dennoch nur ein Symbol – man muß sein eigenes Zentrum finden, um seinem Leben einen Sinn zu geben, und dies ist das letztendliche Ziel der Reise durch die Runen. Alles führt schließlich wieder nach Hause, trotz aller Erlebnisse. Das soll aber nicht heißen, daß diese Reisen sinnlos sind. Im Gegenteil, nur durch diese Erkundungen bekommt das Heim überhaupt eine Bedeutung für den Menschen, und er versteht erst, was eine Heimat überhaupt ist. Keine diese Lehrstunden ist wirklich sinnvoll, wenn man sie nicht in sein alltägliches Leben einbindet und ein Zentrum findet, in dem man ruhen kann. Othala komplettiert nicht nur den kleinen Kreis des dritten Aetts, sondern bringt den Suchenden auch zum Beginn des Futharks selbst zurück, nur auf einer höheren Ebene. Von dort aus kann man die Reise wieder von vorn beginnen.

Mythologie: Das Mysterium von Othala wird durch die befestigte Abgrenzung des Clans symbolisiert, die seine unantastbaren Grenzen festlegt und ihn gegen glaubensfeindliche Eindringlinge schützen soll. Es ist die Essenz des kosmischen Konzeptes von Midgard – die Festung in der Mitte. Die Rune ist auch das Zeichen für angeborene Qualitäten, die aus der Abstammung von einem bestimmten Clan oder einer Sippe resultieren. Diese sind im wesentlichen spirituellen Ursprungs, und sie sind letztlich das Ergebnis göttlicher Abstammung zuzüglich der in der Vergangenheit von den Vorfahren gesetzten Handlungen. Othala ist eine spirituelle Quelle magischer Macht, resultierend aus den tugendhaften Taten vergangener Generationen, welche als runische Prägungen im „genetischen Code“ der Nachkommen gespeichert sind – eine machtvolle Rune Odins. Diese Rune symbolisiert das Erbe, das von Generation zu Generation in der ganzen Sippe weitergegeben wird, sowohl im materiellen wie auch im spirituellen Bereich. Es ist ebenso unbeweglich wie Grund und Boden und kann nur innerhalb des Stammes oder der Sippe vererbt werden. Durch die Institution der Ehe haben jedoch auch Außenstehende die Möglichkeit, Zugang zu dieser Macht zu erhalten und sie zu integrieren. Othala verkörpert die weise und gerechte Verwaltung des Landes durch die Edlen, jene, die von der geistigen Macht dieser Rune durchdrungen sind und sie im Einklang mit Stammestradition und Gesetz zur Anwendung bringen. Es ist die Rune des materiellen Wohlstands und Wohlbefindens. Sie wirkt Hand in Hand mit dem ergänzenden Konzept beweglichen Eigentums – der in Fehu enthaltenen Macht, um dieses wichtige Prinzip im Universum zu entwickeln und aufrechtzuerhalten. Othala bürgt für menschliche Freiheit innerhalb einer gesicherten und gesetzmäßigen Gesellschaft, die mit sich selbst und ihrer Umgebung im Einklang steht. Sie verkörpert traditionell bewahrte Stammes- und Sippengesetze auf spiritueller Ebene. Man könnte Othala auch als das Heidentum selbst betrachten, eine ererbte Heimat, in der man nun in der Morgendämmerung der Rune Dagaz wieder zu Wurzeln beginnt.

Magie: In der Magie kann Othala Rituale zum Kauf von Land unterstützen, helfen, ein Projekt zu komplettieren oder die Familie zu stärken. Othala ist die Rune der Freiheit innerhalb gewisser Grenzen.

Anwendung: Neutral steht Othala für die Energie, welche aus der Verwurzelung entspringt, positiv für den geistigen und emotionalen Weg nach Hause, negativ für den Verlust des Vorgenannten.

Wirkung: Aufrechterhaltung der Ordnung von Strukturen innerhalb der Gemeinschaft. Erwerben von Reichtum und Wohlstand. Förderung von Erbschaftsangelegenheiten. Sicherung des Besitzes. Hilfe bei Immobilienangelegenheiten. Kontakt zum Wissen der Ahnen und Übernahme desselben. Übergang vom Egoismus zum Stammesbewußtsein (gemeinsame Interessen in Familie und Heim). Amulette gegen Verlust des kollektiven Besitzes und gegen materielle Gefährdungen. Talismane für kollektiven Wohlstand und für den Zugang zu altem Wissen.

Heilrune: Zuständig für Erbkrankheiten und erblich bedingte Behinderungen. Erdung und Stabilisierung der Vitalkräfte.

Orakelbedeutung: Erbschaft, Land, Besitz, Gefolgschaft, Zugehörigkeitsgefühl. Heim, einschließlich körperlicher Vaterschaft. Spirituelles Erbe, Erfahrung und fundamentale Werte.

Runenbotschaft: Man werde sich darüber bewußt, was und wo die eigene Heimat ist und was sie bedeutet – sowohl auf der materiellen als auch auf der geistig- spirituellen Ebene. Man erkenne seine materiellen Wurzeln (Bodenständigkeit), denn man ist ein Geschöpf des Bodens. Man empfängt seine Heimat von den Ahnen, man nutze sie und mehre ihren Nutzen für die Sippe und gebe sie schließlich an seine Erben weiter, deren Ahne man dereinst selbst sein wird. Eine innere Heimat sorgt dafür, daß man immer zu sich selbst zurückfinden kann.

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Nur falls jemand später mal fragen sollte.

Nicht die Farbigen und Migranten haben Euch zerstört.

Nein Nein

Es waren die diebischen und schmarotzenden Ossis und Polaken (Jidden, die sich als Juden ausgeben) Es sind aber, kabbalistisch-chassidische-AskeNAZI-jews. wie Benzion Netanyahu, (Benzion Mileikowsky) oder Angela Merkel (Aniela Kazmierczak)  Da liegt das Problem, alles andere ist Bla Bla

Wieso darf die ohne juristische Folgen solche Wahrheiten aussprechen

Walhall, Ragnarök: Ende und Neubeginn

germanenherz-walhalla

Das ist kein Todessignal sondern vielmehr, ein Aufruf zum Kampf. Die letzte Schlacht, Ragnarök.

Walhalla – das Ziel aller tapferen Krieger

Walhall (oder Valhall, im Volksmund oftmals auch Walhalla genannt) bezeichnet in der nordischen Mythologie das Ziel aller gefallenen Krieger, die sich als tapfer erwiesen hatten und in der Schlacht ihr Leben gelassen hatten. Von Göttervater Odin selbst auserwählt, fanden die mutigen Männer ihre letzte Ruhestätte in einer Halle mit 540 Toren, durch die je 800 Einherjer nebeneinander einziehen können. in seinem in Asgard errichteten Schloss Gladsheim im Reiche der Asen gelegen.

Tagsüber messen sich dort die Einherjer im Zweikampf. Abends vergnügen sich die Kämpfer bei Bier und Met, welches ihnen die Walküren reichen. Diesen kommt aber auch die Aufgabe zu, die tapfersten der auf dem Schlachtfeld gefallenen Kämpfer auszusuchen und nach Walhall zu bringen.

Heidrun

Auf dem goldbedeckten Dach weidet die Ziege Heidrun. Sie spendet den Kriegern jenen köstlichen Trank in unversiegbarer Fülle, der ihnen das heldische Wesen bewahrt. Die Ziege ernährt sich vom Baum des Lebens, der Weltesche. Niemand weiß, wie weit die Wurzeln der Weltesche (Yggdrasil) reichen. Eisen und Feuer können der Esche von jeher nichts anhaben. Die Krone ist sehr hoch und von weichem Nebel umwoben. Der Tau, der entsteht, befeuchtet die Täler. Zu den Füßen dieses gewaltigen Baumes sprießt der muntere Quell der Norne Urd. In den Zweigen der Esche wohnt, spielt und terrorisiert das Eichhörnchen Ratatöskr.

Helgi

Der einzige Krieger, der es der Sage nach je geschafft hat, nach seinem Tod Walhall noch einmal zu verlassen, war der strahlende Held Helgi. Als Helgi in seinem Totenhügel begraben liegt, holt Wodan ihn aus seinem irdischen Sein und zeichnet ihn mit einer Gunst wie nie zuvor aus. Doch auf der Erde sieht die Magd der von Helgi geliebten Sigrun den verwundeten, stark blutenden Helgi an seinem Grabhügel vorbeireiten. Er sagt zu ihr, daß er nach dem Wunsch ihrer Herrin am nächsten Tag erneut zu seinem Grabhügel zurückkehren wird. Er sendet die Magd mit der Kunde zu ihrer Herrin. Am nächsten Tag geht Sigrun zu der Grabkammer ihres Geliebten, und die Magd hat recht behalten. Sie fällt ihrem Geliebten voller Freude um den Hals, und das einstige Pärchen verbringt eine letzte innige Liebesnacht, bevor im Morgengrauen, noch ehe der erste Hahnenschrei in Asgard ertönt, der Geliebte wieder nach Walhall zurückkehrt.

Einherjer

Walhall galt nach germanischem Glauben als eine Art Kriegerparadies. Die Helden, die dort Einlass fanden, waren von Odin handverlesen. Im Regelfall gelangten nur ausgezeichnete und überaus tapfere Kämpfer und Krieger dorthin, die in der nordischen Mythologie unter dem Namen „Einherjer“ bekannt sind. Dies geschah jedoch nicht nur zur Ehrung der ruhmreichen Helden, sondern auch in Hinblick auf die letzte Schlacht, Ragnarök. Aufgabe der Einherjer sollte es sein, dem Göttervater und seinem Gefolge im endzeitlichen Kampf gegen die gewaltigen Riesen beizustehen.

Die Walküren als Botinnen Odins

Das letzte Geleit wurde den Einherjern von den Walküren gegeben, Odins Schlacht- oder Schildjungfern. Die Kriegerjungfrauen, die auf dem Schlachtfeld zu finsteren Todesgeistern wurden, die Helden in den Tod lockten, hatten die Aufgabe, die Gefallenen auszuwählen, denen der Einlass in Walhall gewährt werden sollte. Sie fanden die Einherjer, indem sie übers Eine Walküre (Arbo, 19. Jahrhundert)Schlachtfeld ritten und die Tapfersten unter den im Kampf getöteten Helden auswählten. Diejenigen Gefallenen, auf welche die Wahl der Walküren gefallen war, wurden im Anschluss von den geisterhaften Jungfrauen nach Walhall geleitet.

Walhall – die Halle der toten Krieger

Die prächtige Halle, die den Einherjern zur letzten Ruhestätte wurde, befand sich in Odins Burg in Asgard, der Burg Gladsheim. Diese galt als die größte in Asgard errichtete Burg und diente dem Göttervater selbst als Wohnsitz. Den Vorstellungen des germanischen Götterglaubens entsprechend handelte es sich bei Walhall um eine überaus prunkvoll gestaltete Halle, deren Dach aus auf Speeren ruhenden Schilden bestand. Besonderes Augenmerk wurde vor allem auf die über 500 Tore gelegt, die aus der Halle führten: Jedes Einzelne von ihnen war so breit, dass achthundert Einherjer in einer Reihe hindurch schreiten konnten. Walhall war bewusst so konzipiert, damit die auserwählten Krieger bereits beim ersten Anzeichen der Götterdämmerung ausrücken könnten, um an der Seite Odins und im Kampf für ihn und sein Gefolge ein zweites und letztes Mal zu fallen.

Das Kriegerparadies

Zuweilen wurden die Einherjer, die von den Walküren nach Walhall geleitet worden waren, dort auch von Odins Söhnen Hermod oder Bragi empfangen und vor den Thron des Göttervaters geführt, der die gefallenen Helden freudig und mit offenen Armen empfing. Die prunkvolle Halle war hauptsächlich Schauplatz von Kampfspielen und üppigen Gelagen.

Künstlerische Darstellung von WalhallaTagsüber maßen sich die Einherjer konzentriert und voller Kampfeslust im Zweikampf und diversen anderen Kampfspielen, um für die letzte große Schlacht an der Seite der Götter auf den Vigrid-Ebenen gewappnet und vorbereitet zu sein.

Abends hingegen wurden große Feste und üppige Gelage gefeiert, bei denen die Walküren den Kriegern Walhalls Bier und Met reichten. Verspeist wurde jeden Abend aufs Neue der Eber Saehrimnir, der am Folgetag wieder lebendig und erneut geschlachtet, gebraten und verzehrt wurde. Ihren Met hingegen erhielten die Einherjer von der Ziege Heidrun, die vom Laub eines Baumes frisst, der mitten in der Halle prangte. Aus ihrem Euter floss tagtäglich eine große Menge an Met, mit der alle Einwohner Walhalls verköstigt werden konnten.

In Gesellschaft Odins

Der Göttervater Odin selbst wohnte den Kampfesspielen seines Heeres gerne bei und beobachtete die Turniere. Von seinem Thron Hlidskialf aus sah er gemeinsam mit seiner Gattin Frigg dem munteren Treiben zu. Der Sage nach wurde die Giebelwand von einem Hirschgeweih geziert, durch das sich die Einherjer an vergangene Jagdfreuden erinnern sollten, die sie zu ihren Lebzeiten erlebt hatten. Über dem westlichen Tor Walhalls war ein Wolf angebracht, über diesem thronte ein Adler. Die symbolische Bedeutung verwies auf die Tiere, die den Gott in die Schlacht begleiten sollten.

Ragnarök: Ende und Neubeginn

Der Begriff „Ragnarök“ leitet sich aus der altnordischen Sprache her und bedeutet in die deutsche Gegenwartssprache übersetzt in etwa „Schicksal der Götter“. Im Gegensatz zu monotheistischen Weltbildern geht die germanische Mythologie ähnlich wie die griechisch-römische antike Vorstellung von der Fehlbarkeit der Götter und einem befristeten Dasein derselbigen aus. Durch die menschlichen Charakteristika, die den Göttern zugesprochen werden, können sie ebenso wie die Menschen durch Verbrechen und Kriege Schuld auf sich laden und somit gerichtet werden. Ragnarök bedeutet im germanischen Götterglauben das Ende der Welt in Zerstörung und Untergang, was die Götterwelt ebenso betrifft wie die Menschenwelt. Diese Vernichtung ist jedoch keineswegs endgültig, aufgrund einer zyklischen Vorstellung des Weltenlaufs wird nach dem Untergang eine neue und gereinigte Welt aus dem Meer emporsteigen.

Die vier großen eschatologischen Ereignisse

Eingeleitet und begleitet wird der Untergang der Götter durch vier große eschatologische Ereignisse. Nicht nur die Kämpfe der Götter, Riesen und Ungeheuer bedingen das Ende und den Untergang der Welt, auch die Elemente sind in das Schicksal der Götter eingebunden. Nacheinander läuten der Fimbulwinter, der Weltenbrand, das Versinken der Erde und die Verdunkelung der Sonne Ragnarök ein und besiegeln bereits im Voraus und während der letzten Schlacht die endgültige Katastrophe.

Der Fimbulwinter

An erster Stelle steht der sogenannte Fimbulwinter, eine karge Eiszeit mit drei strengen und eisig kalten Wintern, die von Schneefall, Frost und Stürmen geprägt sind. Die klirrende Kälte des Fimbulwinters wird von keinem Sommer unterbrochen und ist eine Abfolge einer kalten und kargen Periode, die in sich bereits die Zeichen des Untergangs trägt.

Der Weltenbrand

Der Zeit der klirrenden Kälte folgt als zweites großes eschatologisches Ereignis der Weltenbrand. Dieser wird vom Riesen Surt ausgelöst, der als Flammenriese Gewalt über das Feuer besitzt und mit den Flammen seines Schwertes alles Leben auslöscht.

Das Versinken der Erde

Das dritte eschatologische Ereignis, das mit dem Untergang einhergeht, ist das Versinken der Erde. Sie geht in den Wellen des aufgepeitschten Ozeans unter, der vom Wüten der an Land gekommenen Midgardschlange aufgewühlt wurde und nun das Land überflutet und alles in seinen Wogen verschlingt.

Die Verdunkelung der Sonne

Das letzte der vier eschatologischen Ereignisse, die das Schicksal der Götter einleiten und es als düstere Katastrophen begleiten, ist die Verdunkelung der Sonne. Im Chaos der bebenden Erde, die Felsen einstürzen lässt und Bäume entwurzelt, kann sich der gefährliche Fenriswolf aus seiner Gefangenschaft in Ketten lösen. Er verschlingt die Sonne und bringt dadurch Finsternis und Dunkelheit über die Welt.

Das Nahen der Feinde

Durch die Fluten des Ozeans, der die Erde überschwemmt hat, wird das Totenschiff Naglfar flott, das aus den unbeschnittenen Nägeln von Leichen erbaut ist. Das riesenhafte düstere Meeresgefährt bringt die Riesen, die Feinde der Götter mit sich. Im Chaos der bebenden Erde gelingt es den kampfwütigen grimmigen Gestalten, die Regenbogenbrücke Bifröst zu überqueren, die als Verbindung zwischen Midgard und Asgard fungiert und so einen Weg zwischen Himmel und Erde, zwischen Göttern und Menschen ermöglicht. Zusammen mit den Gestalten Hels, der Unterwelt, versammeln sich Frost- und Eisriesen, die gewaltigen Ungeheuer Fenriswolf und Midgardschlange, der Verräter Loki und die Feuerriesen.
Heimdall, der Wächter der Regenbogenbrücke, die unter dem Ansturm der Feinde letztlich einstürzt, stößt einen Warnruf in sein Horn und verkündet den Göttern Asgards die herannahende Gefahr, die zur Ebene Wigrid gezogen ist, um sich dem endgültigen Kampf zu stellen.

Die Vorbereitung der Schlacht

Durch Heimdalls Horn gewarnt, versammeln sich die Götter und beratschlagen darüber, wie der Krieg gegen die Feinde zu führen ist. Der Göttervater Odin reitet zum Brunnen des Mimir, einem Weisheitsquell unter der Weltenesche Yggdrasil, um Rat zu holen. Die Asen und Wanen versammeln sich zusammen mit den Einherjern, den gefallenen tapferen Kriegern, die ihre letzte Ruhestätte in Walhall gefunden haben. Gemeinsam wappnen sich Götter und Einherjer für den entscheidenden Kampf und werden schließlich vom Göttervater im glänzenden Harnisch zur Ebene Wigrid geführt, um sich ihrem Schicksal zu stellen.

Ragnarök: Der letzte Kampf

Der Kampfplatz Wigrid ist der Schauplatz der letzten und katastrophalen Begegnung zwischen den Göttern und den Mächten der Unterwelt. Der Wane Freyr fällt im Kampf mit dem furchtbaren Feuerriesen Surt, dessen Schwert kurz darauf die Erde in Brand setzt. Der Höllenhund Garm und der Kampfesgott Tyr töten einander in einem grausamen Zweikampf, auch der listige Verräter Loki und der Brückenwächter Heimdall stehen einander gegenüber und beenden gegenseitig ihr Leben. Der mächtige Donnergott Thor trifft im Kampf auf die fürchterliche und gewaltige Midgardschlange. Zwar gelingt es ihm, das Ungeheuer zu töten, er stirbt jedoch selbst nur wenige Sekunden später an ihrem tödlichen Gift.
Auch der Göttervater Odin findet in dieser Schlacht sein Schicksal und sein Ende in den Klauen und zwischen den Zähnen des Fenriswolfes. Sein Sohn Vidar schließlich rächt den getöteten Vater und besiegt den Fenriswolf.

Ragnarök – Götterschicksal

Wie die Entstehung der Welt für die Germanen nicht der Anfang der Geschichte war, sollte die Götterdämmerung nicht ihr Ende sein, sondern lediglich eine weitere Zäsur im unendlichen Zyklus der Zeit.

Wie die Entstehung der Welt für die Germanen nicht der Anfang der Geschichte war, sollte die Götterdämmerung nicht ihr Ende sein, sondern lediglich eine weitere Zäsur im unendlichen Zyklus der Zeit. Hauptquelle der Überlieferung ist auch hier die Völuspa. Ihre eindrucksvolle Schilderung vom Untergang und der Erneuerung der Welt wird von einigen Stellen des Wafthrudnirliedes und des Hyndlaliedes. Auf diese Quellen bauen auch die einschlägigen Kapitel 51 bis 53 aus Snorris Gylgafinning auf, in denen allerdings – wie wir schon anmerkten – einiges verfälscht und hinzugefügt haben. Auch die Skalden Kormak (um 930) und Arnor Jarlaskald (um 1056) bezogen sich auf die Völuspa und die zwischen 940-950 und 961-970 verfaßten Preislieder auf die Könige Eirik und Hakon, gedenken ebenfalls dieser Zeit.

Der Beginn von Ragnarök wird durch das Krähen des Hahnes Gullinkambi  verkündet.

„Am Morgen der Zeiten, nachdem die Schöpfung vollbracht ist, verleben die Götter ihr Goldalter auf dem Idafeld, in Edens Gefilden.

Vol. 7. Auf Idafeld kamen / die Asen zusammen,
Altäre zu schaffen / und Tempel zu bauen;
Sie gründeten Essen, / das Gold zu schmieden,
Hämmerten Zangen / und Handwerkszeug.

Vol. 8. Im Hofe übten sie / heiter das Brettspiel –
An blitzendem Golde / gebrach’s ihnen nicht –
Bis die mächtigen drei / Mädchen kamen,
Die Töchter der Riesen / aus Thursenheim.

Unter diesen drei Mädchen glaubt man die drei Nornen verstehen zu dürfen, obschon niemals von deren riesischer Abkunft die Rede ist. Ihr Erscheinen schliesst die goldene Friedenszeit ab. Nun schildert die Seherin die Hauptbegebenheiten der Götter. Mit dem Totschlag der Gullweig in Walhall hebt der erste Streit zwischen Asen und Wanen an, der erste Weltkrieg. Die gebrochene Götterburg stellte der Riesenbaumeister wieder her. Aber er ward um seinen Lohn, um Freyja, Sonne und Mond, die er sich ausbedungen hatte, betrogen.

Vol. 26. Das wankten die Eide, / die Worte und Schwüre,
Die festen Verträge, / die man vordem schloss.

Gewaltthat, Krieg, Wortbruch führen eine neue schwere Zeit herauf, die bis zum Ende von rastlosem Kampfe erfüllt bleibt. Nachdem einmal der Gedanke an einen Untergang der Welt sich befestigt hatte, gewinnen alle Handlungen der Götter eine tiefere und weitere Bedeutung. Namentlich Thors Kämpfe mit den Unholden müssen in ein ganz neues Licht rücken. An den Grenzen der Welt lauern die Riesen, um hereinbrechend das alte Chaos wieder an Stelle der Weltordnung zu setzen. Die Götter haben die Aufgabe, den Bestand der Schöpfung zu sichern. Sorgenvoll sieht Odin die drohenden Anzeichen des nahenden Verderbens sich mehren, aber ernst gefasst schreitet er dem Verhängniss entgegen, heldenhaft reitet er endlich zum letzten Kampfe. Heimdalls Horn wird am Weltbaum verborgen, bis sein gehender Klang zum letzten Kampfe ruft. Aus Mimirs Quell schöpft Odin gegen Verpfändung seines einen Auges Weisheit. Krieg verbreitet sich unter den Menschen, weithin über die Erde reiten die Walküren. Unheilverkündende Träume erschrecken die Asen, von der Seherin, die er aus dem Todesschlafe aufsingt, holt Odin die düstre Kunde vom Falle Baldrs. Der lichte Gott ist tot, aber in Wali ersteht ihm ein Rächer, der Anstifter des Unheils, Loki, wird in Fesseln geschlagen. Ostwärts im Eisenwalde bringt ein altes Riesenweib Fenrirs Brut[9] zur Welt, aus welcher der unholdsgestaltige Erraffer der Sonne hervorgeht. Der nährt sich vom Fleisch Gefallener und rötet mit rotem Blute den Sitz der Götter, der Sonnenschein verdüstert sich, in den Sommern darauf kommt wüstes Wetter. Nachdem das Untier gross geworden, greift es also die Sonne an und verwandelt ihren hellen Schein in blutrote Farbe, wie bei der Verfinsterung zu sehen ist. Die Gylfaginning berichtet von einem schrecklichen Winter, dem Fimbulwinter, der dem Weltende vorangeht“.

„51. Da sprach Gangleri: Was für Zeitungen sind zu sagen von der Götterdämmerung? Ich hörte dessen nie zuvor erwähnen. Har antwortete: Davon sind viele und wichtige Zeitungen zu sagen. Zum ersten, daß ein Winter kommen wird, Fimbulwinter genannt. Da stöbert Schnee von allen Seiten, da ist der Frost groß und sind die Winde scharf, und die Sonne hat ihre Kraft verloren. Dieser Winter kommen dreie nacheinander und kein Sommer da zwischen. Zuvor aber kommen drei andere Jahre, da die Welt mit schweren Kriegen erfüllt sein wird. Da werden sich Brüder aus Habgier ums Leben bringen und der Sohn des Vaters, der Vater des Sohnes nicht schonen. So heißt es in der Völuspa:

Brüder befehden sich / und fällen einander,
Geschwisterte sieht man / die Sippe brechen.
Unerhörtes ereignet sich, / großer Ehbruch.
Beilalter, Schwertalter, / wo Schilde klaffen,
Windzeit, Wolfszeit, / eh die Welt zerstürzt.
Der eine achtet / des andern nicht mehr.

Da geschieht es, was die schrecklichste Zeitung dünken wird: daß der Wolf die Sonne verschlingt, den Menschen zu großem Unheil. Der andere Wolf wird den Mond packen und so auch großen Schaden tun, und die Sterne werden vom Himmel fallen. Da wird sich auch ereignen, daß so die Erde bebt und alle Berge, daß die Bäume entwurzelt, die Berge zusammenstürzen und alle Ketten und Bande brechen und reißen. Da wird der Fenriswolf los, und das Meer überflutet das Land, weil die Midgardschlange wieder Jotenmut annimmt und das Land sucht. Da wird auch Naglfar, das Schiff, das so heißt und aus Nägeln der Toten gemacht ist, weshalb wohl die Warnung am Ort ist, daß, wenn ein Mensch stirbt, ihm die Nägel nicht unbeschnitten bleiben, womit der Bau des Schiffes Naglfar beschleunigt würde, den noch Götter und Menschen verspätet wünschen. Bei dieser Überschwemmung aber wird Naglfar flott. Hrymr heißt der Riese, der Naglfar steuert. Der Fenriswolf fährt mit klaffendem Rachen umher, daß sein Oberkiefer den Himmel, der Unterkiefer die Erde berührt, und wäre Raum dazu, er würde ihn noch weiter aufsperren. Feuer glüht hin aus den Augen und Nasen. Die Midgardschlange speit Gift aus, daß Luft und Meer entzündet werden; entsetzlich ist ihr Anblick, indem sie dem Wolf zur Seite kämpft. Von diesem Lärmen birst der Himmel: da kommen Muspels Söhne hervorgeritten. Surtur fährt an ihrer Spitze, vor ihm und hinter ihm glühendes Feuer. Sein Schwert ist wunderscharf und glänzt heller als die Sonne. Indem sie über die Brücke Bifröst reiten, zerbricht sie, wie vorhin gesagt ward. Da ziehen Muspels Söhne nach der Ebene, die Wigrid heißt; dahin kommt auch der Fehriswolf und die Midgardschlange, und auch Loki wird dort sein und Hrymr, und mit ihm alle Hrimthursen. Mit Loki ist Hels ganzes Gefolge, und Muspels Söhne haben ihre eigene glänzende Schlachtordnung. Die Ebene Wigrid ist hundert Rasten breit nach allen Seiten.

Und wenn diese Dinge sich begeben, erhebt sich Heimdall und stößt aus aller Kraft ins Giallarhorn und weckt alle Götter, die dann Rat halten. Da reitet Odin zu Mimirs Brunnen und holt Rat von Mimir für sich und sein Gefolge. Die Esche Yggdrasil bebt, und alles erschrickt im Himmel und auf Erden. Die Asen wappnen sich zum Kampf, und alle Einherier eilen zur Walstatt. Zuvorderst reitet Odin mit dem Goldhelm, dem schönen Harnisch und dem Spieß, der Gungnir heißt. So eilt er dem Fenriswolf entgegen, und Thor schreitet an seiner Seite, mag ihm aber wenig helfen, denn er hat vollauf zu tun, mit der Midgardschlange zu kämpfen. Freyr streitet wider Surtur, und kämfen sie ein hartes Treffen, bis Freyr erliegt, und wird das sein Tod, daß er sein gutes Schwert mißt, das er dem Skirnir gab. Inzwischen ist auch Garm, der Hund, losgeworden, der vor der Gnupahöhle lag: das gibt das größte Unheil, da er mit Tyr kämpft und einer den andern zu Falle bringt. Dem Thor gelingt es, die Midgardschlange zu töten; aber kaum ist er neun Schritte davongegangen, so fällt er tot zur Erde von dem Gifte, das der Wurm auf ihn gespien hat. Der Wolf verschlingt Odin, und wird das sein Tod. Alsbald kehrt sich Widar gegen den Wolf und setzt ihm den Fuß in den Unterkiefer. An diesem Fuße hat er den Schuh, zu dem man alle Zeiten hindurch sammelt, die Lederstreifen nämlich, welche die Menschen von ihren Schuhen schneiden, wo die Zehen und Fersen sitzen. Darum soll diese Streifen ein jeder wegwerfen, der darauf bedacht ist, den Asen zu Hilfe zu kommen. Mit der Hand greift Widar dem Wolf nach dem Oberkiefer und reißt ihm den Rachen entzwei, und wird das des Wolfes Tod. Loki kämpft mit Heimdall und erschlägt einer den andern. Darauf schleudert Surtur Feuer über die Erde und verbrennt die ganze Welt. So heißt es in der Völuspa:

Ins erhobne Horn / bläst Heimdall laut;
Odin murmelt mit / Mimirs Haupt.
Yggdrasil zittert, / die ragende Esche;
Es rauscht der alte Baum, / da der Riese frei wird.

Was ist mit den Asen, / was ist mit den Alfen?
All Jötunheim ächzt, / die Asen versammeln sich.
Die Zwerge stöhnen / vor steinernen Türen,
Der Bergwege Weiser: / Wißt ihr, was das bedeutet?

Hrym fährt von Osten, / es hebt sich die Flut;
Jörmungandr[18] wälzt sich / im Jötunmute.
Der Wurm schlägt die Brandung, / aufschreit der Adler,
Leichen zerreißt er; / Naglfagr wird los.

Der Kiel fährt von Osten, / Muspels Söhne kommen
Über die See gesegelt, / und Loki steuert.
Des Untiers Abkunft / ist all mit dem Wolf;
Auch Bileists Bruder / ist ihm verbunden.

Surtur fährt von Süden / mit flammendem Schwert,
Von seiner Klinge scheint / die Sonne der Götter.
Steinberge stürzen, / Riesinnen straucheln,
Zu Hel fahren Helden, / der Himmel klafft.

Nun hebt sich Hlins / anderer Harm,
Da Odin eilt / zum Angriff des Wolfs.
Belis Mörder / mißt sich mit Surtur:
Da fällt Friggs / einzige Freude.

Nicht säumt Siegvaters / erhabner Sohn,
Mit dem Leichenwolf / Widar zu fechten:
Er stößt dem Hwedrungssohn / den Stahl ins Herz
Durch gähnenden Rachen: / so rächt er den Vater.

Da schreitet der schöne / Sohn Hlodyns
Der Natter näher, / der neidgeschwollnen.
Mutig trifft sie / Midgards Weiher;
Doch fährt neun Fuß weit / Flörgins Sohn.
Alle Wesen müssen / die Weltstatt räumen.

Schwarz wird die Sonne, die Erde sinkt ins Meer, Vom Himmel fallen die heitern Sterne, Glutwirbel umwühlen den allnährenden Weltbaum, Die heiße Lohe beleckt den Himmel.

Auch heißt es so:

Widrid heißt das Feld, / wo sich finden zum Kampf
Surtur und die sel’gen Götter.
Hundert Rasten / hat es rechts und links:
Solcher Walplatz wartet ihrer.

52. Da fragte Gangleri: Was geschieht hernach, wenn Himmel und Erde verbrannt sind und alle Welten und die Götter alle tot sind und alle Einherier und alles Menschenvolk? Ihr habt vorhin doch gesagt, daß ein jeder Mensch in irgendeiner Welt leben soll durch alle Zeiten. Hat antwortete: Es gibt viel gute und viel üble Aufenthalte; am besten ist’s, in Gimil[20] zu sein. Sehr gut ist es auch für die, welche einen guten Trunk lieben, in dem Saale, der Brimir heißt und gleichfalls im Himmel steht. Ein guter Saal ist auch jener, der Sindri heißt und auf den Nidabergen steht, ganz aus rotem Gold gebaut. Diese Säle sollen nur gute und rechtschaffene Menschen bewohnen. In Nastrand[21] ist ein großer, aber übler Saal, dessen Türen nach Norden sehen. Er ist mit Schlangenrücken gedeckt, und die Häupter der Schlangen sind alle in das Haus hineingekehrt und speien Gift, daß Ströme davon durch den Saal rinnen, durch welche Eidbrüchige und Meuchelmörder waten, wie es heißt:

Einen Saal seh‘ ich / der Sonne fern,
In Nastrand; die Türen / sind nordwärts gekehrt.
Gifttropfen fallen / durch die Fenster nieder;
Aus Schlangenrücken / ist der Saal gewunden.
Im starrenden Strome / stehn da und waten
Meuchelmörder / und Meineidige.

Aber in Hwergelmir ist es am schlimmsten:
Da saugt Nidhöggr / der Entseelten Leichen.

53. Da sprach Gangleri: Leben denn dann noch Götter, und gibt es noch eine Erde oder einen Himmel? Har antwortete: Die Erde taucht aus der See auf, grün und schön, und Korn wächst darauf ungesät. Widar und Wali leben noch, weder die See noch Surturs Lohe hat ihnen geschadet. Sie wohnen auf dem Idafeld, wo zuvor Asgard war. Auch Thors Söhne, Modi und Magni, stellen sich ein und bringen den Miöllnir mit. Danach kommen Baldur und Hödur aus dem Reiche Hels: da sitzen sie alle beisammen und besprechen sich und gedenken ihrer Heimlichkeiten, und sprechen von Zeitungen, die vordem sich ereignet, von der Midgardschlange und dem Fenriswolf. Da finden sich im Grase die Goldtafeln, welche die Asen besessen haben. Wie es heißt:

Widar und Wali / walten des Heiligtums,
Wenn Surturs Lohe losch.
Modi und Magni / sollen Miöllnir schwingen
Und zu Ende kämpfen den Krieg.

An einem Orte, Hoddmimirs-Holz genannt, verbargen sich während Surturs Lohe zwei Menschen, Lif und Lifthrasir genannt, und nährten sich vom Morgentau. Von diesen beiden stammt ein so großes Geschlecht, daß es die ganze Welt bewohnen wird. So heißt es hier:

Lif und Lifthrasir / leben verborgen
In Hoddmimirs Holz;
Morgentau / ist all ihr Mahl.
Von ihnen stammt ein neu‘ Geschlecht.

Und das wird dich wunderbar dünken, daß die Sonne eine Tochter geboren hat, nicht minder schön als sie selber: die wird nun die Bahn der Mutter wandeln. So heißt es hier:

Eine Tochter entstammt / der strahlenden Göttin,
Eh der Wolf sie würgt.
Glänzend fährt / nach der Götter Fall
Die Maid auf den Wegen der Mutter.

Wenn du aber nun weiter fragen willst, so weiß ich nicht, woher dir das kommt; denn nie hört ich jemanden mehr von den Schicksalen der Welt berichten. Nimm also hiermit vorlieb.“

Der Neubeginn nach dem Ende

Nicht alle Götter fallen in der letzten Schlacht, die Söhne Thors, Magni und Modi, überleben, auch Odins Kinder Vidar und Vali finden sich im ehemaligen Asgard ein. Balder und Hödur kehren aus Hel zurück.
Nach dem großen Untergang wird eine neue und gereinigte Welt entstehen. Die neue Welt wird sauber und rein sein. Es wird keinen Hass mehr geben. Gemeinsam werden die übriggebliebenen Götter mit den Menschen leben, denn es wird ein allmächtiger Gott wiederkehren und herrschen. Ihn hat es schon immer gegeben und es wird ihn immer geben. Er wird keinen Namen haben. Dieser Gott hatte einst auch das Universum erschaffen. In einigen Überlieferungen wird er auch Allvater genannt.
So werden sich denn Ende und Neuanfang begeben

Germanische Mythologie

  EINLEITUNG Es läßt sich mit großer Wahrscheinlichkeit voraussetzen, daß die Stammväter der Germanen, nachdem sie sich von den anderen Ariern getrennt hatten und in zwei Strömen die Ebenen Mitteleuropas und den hohen Norden unseres Kontinents überfluteten, die alten religiösen Anschauungen der Urheimat noch treu bewahrten und vorzugsweise die lichten Mächte des Himmels verehrten. Darauf … Weiterlesen

Kulturbringer Odin, Allvater, Wotan

Einsam sind die tapferen und die Gerechten. Doch mit ihnen ist die Gottheit. Odin, Allvater, Wotan. Gar viele Namen hat Allvater, stetig wacht der Vater aller Götter. Sei Dir bewusst, dass der absolut unkriegerische, große Fragende und Reisende Gott der Germanen absolut friedlich war. Er war kein Missionar, kein Besetzer, kein Besserwisser! Er war bescheidener Suchender … Weiterlesen

Yggdrasil

Der Weltenbaum der germanischen Mythologie ist eine der schönsten Schilderungen der verschiedenen Sphären der Existenz.Die Zweige der Esche breiten sich über die ganze Welt und reichen hinauf bis über den Himmel. Drei Wurzeln halten ihn aufrecht, eine reicht zu der Unterwelt der Asen an den Fluss Äsir, die andere zu den Hrimthursen, wo einstmals Ginnungagap … Weiterlesen

Snorri Sturluson

Erzähler der Götter- und Heldensagen  Snorri Sturluson wurde im Jahre 1179 in Hvammur geboren. Seine Eltern Sturla Thórdarson, ein westisländischer Gutsherr, und Gudny Bödvarsdóttir gelten als Gründer des Geschlechtes der Sturlungar. In jungen Jahren wurde Snorri zu dem Goden Jón Loptsson nach Oddi geschickt, einem Bildungszentrum in Südisland und Sitz der Familiensippe der Oddverjar. Dort … Weiterlesen

Skaldendichtung

Im wikingerzeitlichen Norden stand die Dichtkunst in hohem Ansehen. Die Bezeichnung für Dichter war “Skalde” (altnordisch singular skáld). Der früheste bekannte Skalde war Bragi Boddason der Alte, von dem die sogenannte Ragnarsdrápa überliefert ist, ein Gedicht, in dem er mythologische, auf einem Schild dargestellte Szenen schildert. Wahrscheinlich ist er mit dem Bragi, der später als … Weiterlesen

Der himmlische Lichtbaum der Indogermanen in Sage und Kultus.

Wenn die prähistorische Archäologie allmählich immer mehr einen gewissen homogenen Zustand der in Europa sich ausbreitenden und dasselbe eigentümlich kolonisierenden indogermanischen oder arischen Stämme in Bezug auf das häusliche Leben und die Anfänge gewerblicher Thätigkeit aufdeckt, so entsprechen dem auch die Besultate der Untersuchungen über den mythologisch-religiösen Entwickelungsstandpunkt derselben. Neben den überall bei den betreffenden … Weiterlesen

Frömmigkeit nordischer Artung

Ein Querschnitt durch das Indogermanentum von Benares bis Reykjavik7. Auflage, 1989, Verlag Hohe Warte • Franz von Bebenburg • KG Hans F.K. Günther zeigt zunächst einmal, was nordische Frömmigkeit nicht ist, beispielsweise die Herabwürdigung des Leibes, die Abhängigkeit der Frömmigkeit von dem Tode, die Wertung des diesseitigen Lebens als Jammertal. Er zeigt darüber hinaus die … Weiterlesen

Die Irminsul

Ehre die Ahnen! Halgadom, aus den Stücken Runenkraft und Wotans Krieger Kennst du die alte Kunde vom germanischen Heiligtum, verborgen in Teutoburgs Wäldern, den göttlichen Mächten zum Ruhm? Dort an den Externsteinen die Irminsäule stand. So lange man sie ehrte, war Einigkeit im Land. Da kamen die fränkischen Heere, vergiftet vom Geist der Zeit, die … Weiterlesen

Atlantis, Edda und Bibel – 200 000 Jahre Germanischer Weltkultur

Hörbuch .Hier als pdf >   < Die Edda als pdf Wenn die „Edda“ nicht in Ihrem Bücherschrank steht, dann können Sie sie hier herunterladen: „Edda“ (PDF, 691 kB) Die Edda, das Buch der Götter und Heldensagen! Das Buch der Götter und Heldensagen, die Edda wird als Überlieferung des alten Nordischen Heidnischen Glaubens gehandelt. Sollte … Weiterlesen

 

Natürliche Gesundheit Arterien von möglichen Blockaden befreien

 Wenn Sie Ihre Arterien von möglichen Blockaden befreien möchten, wird dieser Artikel Ihnen helfen.

Wir haben hier ein erstaunliches Mittel, das eine mächtige Waffe gegen zahlreiche Krankheiten ist. Es verbessert unsere Gesundheit und schützt unseren Körper vor verschiedenen Störungen.

Es wurde bestätigt, dass dieses Getränk unsere Arterien von Fetten, Toxinen und Chemikalienbefreit. Es stärkt auch unser Immunsystem und bekämpft Erkältungen, Grippe und Infektionen.

Darüber hinaus stimuliert dieses Getränk hervorragend unsere Blutzirkulation und verbessert unsere Leberfunktionen.

Zutaten :

8 Knoblauchzehen
8 Einheiten Zitrone
Ingwerwurzel (4-5 cm)
Wasser (4 Liter)

Vorbereitung :

# 1: Den Ingwer gut waschen und schälen. Dann hacken Sie es in kleine Stücke. Mach das gleiche mit dem Knoblauch. Die Zitronen mit der Schale hacken und alle Zutaten in einen Mixer geben.

# 2: Nehmen Sie eine Pfanne und lassen Sie das Wasser zusammen mit der Mischung, die Sie zubereitet haben, kochen.

# 3: Wenn das Wasser zu kochen beginnt, entferne es vom Feuer und lasse es abkühlen. Danach belasten wir die Flüssigkeit und lagern sie in Glasflaschen.

Verwendung :

Dieses Getränk sollte jeden Tag mindestens zwei Stunden vor Ihrer ersten Mahlzeit konsumiert werden.

Sie werden sich viel besser fühlen und Sie werden voller Energie sein!

Gesundheitliche Vorteile

Zitrone ist sicherlich eine der gesündesten Früchte auf dem Planeten. Es ist reich an Vitamin C und alkalisiert den Körper, verhindert so verschiedene Krankheiten, reguliert den pH-Wert des Körpers und stärkt das Immunsystem.

Knoblauch hat starke antivirale, antibakterielle und antiseptische Eigenschaften. Auch sein Wirkstoff Allicin ist unglaublich vorteilhaft. Knoblauch ist reich an Vitamin C, Vitamin B6, Mangan und Ballaststoffen.

Ingwer bekämpft Entzündungen, behandelt Verdauungsprobleme, behandelt verschiedene Krankheiten und lindert den Schmerz. Es enthält viele entzündungshemmende Inhaltsstoffe wie Capsaicin, Carotin, Salicylat und Curcumin.

21.12 – 06.01 Julfestzeit und magische Rauhnächte

jul-2016

Germanenherz wünscht allen Beseelten, friedliche und besinnliche Festtage.
God Jul und magische 12 Rauhnächte. Ein gesundes neues Jahr und uns allen eine bessere Zeit!. 

Wir sind von Nordlands Art !

Wenn durchs Land der Herbstwind pfeift, sind schon Berg und Tal bereift, dann wendet sich mit frohem Sinn, unser Herz zur Julzeit hin:
Herbststürme brausen, grau das Himmelszelt, wir harren und hausen in unsrer dunklen Welt.
Kein Wettersturm ist uns zu hart; wir sind von Nordlands Art!

Hat der Julmond Schnee gebracht, freuen wir uns dieser Pracht.
Hei, frisch die Schneeschuh angeschnallt, uns ist kein Schnee zu kalt;
Schneestürme brausen über Wald und Feld,
wir schlittern und sausen durch unsre weiße Welt.
Kein Aufwärts ist zu steil, zu hart, wir sind von Nordlands Art!

Hat die Zeit uns wohlgetan, sehnen wir das Fest heran,
die Sonnenwend mit neuem Licht, das hell ins Finstre bricht:
Lichter erhellen jedes deutsche Haus, wo wir uns gesellen,
bei Wetter, Sturm und Braus, ums heilge Feuer froh geschart,
wir sind von Nordlands Art!

 Mehr zum Thema in den folgenden Links

Julfesten

Julfesten Das Julfest ist ein nordeuropäisches Fest der Wintersonnenwende. Es ist eines der 8 Jahreskreisfeste der alten Germanen. Wintersonnenwende – Das große germanische Fest Rauch von Holz und Harz liegt in der Luft ich atme ein den verlockenden Duft Yulezeit ist da, Yulezeit ist da Im tiefsten Winter, so einsam die Nacht die Sonne wendet und Balder … Weiterlesen

06.12 Wodan Ruprecht (Hruodpercht) Wodanstag

Die deutsche Weihnacht ist eine Verschmelzung des christlichen Jesusglaubens mit der germanischen Tradition (Nordlands Art!), da durch die Zwangs-Christianisierung Germaniens das Julfest abgelöst werden sollte. Die Jul-Tradition war derart tief in der völkischen Kultur der Germanen verwurzelt, daß die römische Kirche, wie auch beim Ostara-Fest, eine zuerst beabsichtige Auslöschung verwarf und daraufhin die Julzeit umdeutete … Weiterlesen

Magische Nächte. Die 12 Rauhnächte

Die 12 Rauhnächte Die zwölf Nächte am Ende des Jahres und die mit ihnen verknüpften Mysterien gehen bis in die Antike zurück. Sie haben sowohl römische als auch germanische und sogar indische, japanische und chinesische Wurzeln, und auch heute noch finden sie vielerorts im Brauchtum Beachtung. Nach uralten Überlieferungen suchen zu dieser Zeit die Seelen … Weiterlesen

Runen Rad Runen Rat

https://germanenherz.files.wordpress.com/2017/01/runen-rad.gifRunen sind nicht einfach nur Schriftzeichen. Es sind Symbole, die Kraft beinhalten und diese auch übertragen können. Jeder Rune sind bestimmte Eigenschaften zugeordnet, die man durch die Darstellung des jeweiligen Symbols in Schrift oder Klang oder Körperhaltung freisetzen kann. Runen sind wie Schlüssel zu bestimmten Energien… wenn du weist wie du Energie lenken und kanalisieren kannst, dann musst du eigentlich nur den Schlüssel betätigen (durch die fuer dich passendste Methode) , dir Zugang zu dem Energie-Feld „hinter“ der Rune verschaffen. weiterlesen

Runen 24er futhark

Die theoretische Magie als Grundlage der Runenmagie

Die Runenmagie wird wohl am ehesten von den verschiedenen magischen Richtungen mit der Alten Sitte in Verbindung gebracht und wohl auch von nicht wenigen Menschen betrieben. Runenmagie kann verschiedene Formen haben. Grundsätzlich soll sie so funktionieren, daß die Kraft der Rune (also das Energieprinzip, das die Rune verkörpert) angewandt wird. Runische Magie ist Zeichenmagie, das Zeichen, die Rune, wird ihrem Sinngehalt und ihrem magischen Potential entsprechend verwendet. Man kann sich das vielleicht so vorstellen, daß die Menschen früher die Energien, die sie wahrnahmen, mit Symbolen bezeichnet haben. In diesem Sinne stehen die Runen für bestimmte Energien, zu denen man einen Kanal öffnen und mit denen man arbeiten kann.
Fliegenpilze

Als einfachste Form magischer Runenanwendung ist wohl die Visualisierung zu nennen. Dabei wird die Rune mit ihren Kräften vor dem inneren Auge vorgestellt und sie kann dann auch projiziert werden, was bedeutet, daß man die visualisierte Kräfte auf ein Ziel hin aussendet. Wirksam ist hierbei die Form der Rune, wie sie als Bild erscheint, und gerade in bezug auf die Aussendung in Verbindung mit der gewünschten Wirkung der Rune, die man ebenfalls visualisieren kann. Man kann dies auch sehr gut dadurch unterstützen, daß man die Stellung (Stadha) der Rune einnimmt oder die Rune mit den Händen bildet. Als Beispiel für diese Anwendung könnte man die Heilung nennen.

Runen können aber auch gesprochen oder gesungen werden. Wirksam ist hier der Laut der Rune (was durch Stöður und Visualisierung unterstützt werden kann). Zaubergesänge allgemein werden als seið-læti bezeichnet, die Wortmagie in einem zeremoniellen, runischen Sinn als galdr; es existiert sogar ein eigenes Versmaß dafür, das galdralag. Durch Wiederholung der Worte / Strophen kann eine Verstärkung erreicht werden. Man verwendet hier entweder nur den Runennamen, den man intoniert, bzw. die Runenreihe, die man komplett singt, oder aber richtige Verse, in denen die Wirksamkeit der Runen sich manifestieren soll. Eine Galdr-Verfluchung wird als alög bezeichnet. Golther glaubt, daß „runo“ das Raunen oder Murmeln eines Zauberspruches bezeichnet, wohingegen galdr der eigentliche „Zaubergesang“ sei (also eine Form von Seiðr).

Die skeptische Frage, ob es Magie überhaupt gibt, ist äußerst unpräzise, so wie auch Glaube oder Nichtglaube an Magie weder richtig noch falsch sind. Es kommt dabei darauf an, was man eigentlich unter Magie versteht, und schon hier laufen die … Weiterlesen 

Die Indogermanen

Germanenherz aus dem Buch: Die Indogermanen – Ihre Verbreitung, ihre Urheimat und ihre Kultur (1905) Vorwort In diesem Buche habe ich beabsichtigt, eine knappe Übersicht über die Urheimat und Kultur der Indogermanen zu geben. Um die Urheimat zu bestimmen, mussten die Sprachen Europas betrachtet und die Wanderungen der einzelnen Stämme kurz dargestellt werden. Die Kultur … Weiterlesen

Der himmlische Lichtbaum der Indogermanen in Sage und Kultus.

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Deutsche Mythologie – Das Priesterwesen

Keine der deutschen oder nordischen Benennungen für Priester ist mit einem gleichbedeutenden Worte der anderen idg. Sprachen verwandt, jede ist etymologisch leicht zu erkennen, mithin kann der gesonderte Begriff für Priester, für ein deutlich von anderen Ständen geschiedenes Priestertum nicht allzuweit in die Urzeit zurück reichen. Wie der Hausvater für die Sippe das Gebet verrichtete, … Weiterlesen

Wald- und Feldkulte: Der Baumkultus der Germanen und Ihrer Nachbarstämme

Mythologische Untersuchungen Vorwort.  Das vorliegende Buch, welchem demnächst ein zweiter Band „griechische und römische Agrarkulte aus nordeuropäischen Ueberlieferungen erläutert“ folgen wird, beginnt die Veröffentlichung einer Reihe von Vorarbeiten, die sieh dem Verfasser als erforderlich ergeben hatten, um zur Klarheit und Sicherheit über das Fachwerk zu gelangen, in welches die einzelnen Stücke der von ihm unternommenen … Weiterlesen

Mythologie der Germanen – Der Seelenglaube

Tief aus der Deutschen Seele

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Germanenherz aus dem Buch: Mythologie der Germanen von Meyer Elard Hugo.
Mythologie ist uralte religiöse Naturpoesie, die die Menschheit mit einer zaubervollen Märchenwelt umgab. Die Mythen wurden nicht wie unsre Kinder- und Hausmärchen nur von den Kindern geglaubt oder daheim zur Unterhaltung erzählt, sondern vom ganzen Volke wie etwas Wirkliches geschaut und empfunden und in Furcht und Hoffnung heilig gehalten. Denn sie waren aus seinem innersten Eigen geboren, geistige Spiegelbilder gewisser Naturvorgänge, sei es des engeren Menschenlebens, sei es der weiten Welt ringsum, in denen ein geheimnisvolles übermenschliches Wesen zu leben und zu weben schien.

So verflochten sich bereits mit diesen ältesten traumhaften Vorstellungen jene ältesten religiösen Gefühle der Furcht und der Hoffnung und somit der Abhängigkeit von etwas Übermenschlichem. Sie trieben den Menschen dazu, diesen Phantasiegebilden Ehren zu erweisen, ihnen zu opfern, auch ihr Tun und Treiben im Kultus dramatisch darzustellen. Die daraus entsprungenen Riten wurden dann zum Teil wieder in die Erzählung des Mythus aufgenommen und gestalteten sie oft eigenartig um. Doch finden wir im germanischen Mythus kaum sichere Spuren davon. Dagegen mit der Hebung der Kultur, dem wachsenden Schwung der Phantasie, der Verfeinerung des Gemütes und der Schärfung des Verstandes flössen reichere, freiere, sinnvollere Mythen zu, welche Kulturzustände oder geistige Tätigkeiten personifizierten und eine Erklärung der mancherlei Rätsel des Lebens und der Welt zu geben suchten. Diese schwollen, mit den alten vereint, je nach Schicksal, Begabung und Richtung der Völker zu mehr oder minder breiten, trüberen oder helleren Strömen, zu ganzen Mythologieen an, bis sie teilweise in das umfassendere Gedankenmeer einer monotheistischen Religion mündeten.

Die menschliche Einbildungskraft, die Haupttriebfeder der Mythologie, vermag zwar auch das toteste, unpersönlichste Ding bis zu einem gewissen Grade vorübergehend zu beleben und zu beseelen. Aber nur eine Auslese von Dingen und Erscheinungen war imstande, sie zu eigentlich lebensfähiger, personifizierender, eindrucksvoller und allgemein anerkannter Mythenbildung aufzuregen, nämlich solche, in denen drei Eigenschaften vereinigt waren: ein geheimnisvolles, rätselhaftes und darum staunenerweckendes Äussere, ein sinnenfälliger, den Schein persönlichen Lebens tragender Formen- oder Kraftwechsel und ein starker Einfluß auf das Wohl und Wehe des Menschen. Nur diesen erkannte man die Bedeutung und Lebenskraft eines übermenschlichen Wesens zu. Solche Erscheinungen sind im Menschendasein vor allem der Tod, dann der Traum und im weiteren Welträume die Luft- und Himmelserscheinungen: das Gewitter, der Wind, der Wolkenzug, das Himmelslicht, die Tageshelle und die großen Gestirne, endlich auch die sprossende Erde.

Wer mag bestimmen, welche von den erwähnten Erscheinungen zuerst die Phantasie wie mit einer Zauberrute aus ihrem Schlummer weckte? Sie mögen in unvordenklicher Zeit gleichzeitig gewirkt haben. Aber so viel ist gewiß, daß der Anblick des Sterbens, das dem Naturmenschen ebenso unverständlich war wie das Leben selbstverständlich, und die Folgen, die der Tod für die Angehörigen der Verstorbenen hatte, gerade in der unsrer Kunde erreichbaren ältesten Zeit einen besonders wichtigen und umfangreichen Mythenkreis veranlaßt haben. Dessen hohes Alter wird auch durch den Einklang der Vorstellung nicht nur der germanischen und indogermanischen, sondern auch der niedrigsten Völker der Erde bezeugt, der auf keinem mythologischen Gebiete so überraschend genau ist wie auf diesem. Noch ein anderes auffälligeres Zeugnis für diesen alten Bestand darf man anführen, das nämlich, daß der aus diesem Gebiete entsprungende rohe und ärmliche Geister- und Gespensterglaube üppiger als irgend welcher andre Heidenglaube noch heute fortwuchert. Denn es ist ein durchgreifendes Gesetz der Psychologie, daß eine Vorstellung je älter, desto unverwüstlicher ist. Die Götterwelt, das Letzte und Schönste des Heidentums, ist längst vor den Augen des Volkes versunken. Für zerstäubt in nichts gilt auch schon lange wenigstens der Mehrheit das Elfenwesen; die Gespenster aber leben in der Einbildung gar vieler noch heute fort und feiern sogar Triumphe in gebildeten Spiritistenkreisen. Fast möchte man sagen, der Same des Gespensterglaubens rege sich in uns Allen, wo die Nähe einer Leiche und das tiefe Dunkel der Nacht in einem Sterbezimmer, auf einem Friedhof, an einer Mordstätte sich vereinen, oder auch sogar mitten im hellerleuchteten vollen Theater, wenn ein wirklicher Dichter an ihn appelliert. „Auch kommt es nur“, sagt Lessing in seiner Dramaturgie,

„auf die Kunst des Dichters an, diesen Samen zum Keimen zu bringen; nur auf gewisse Handgriffe, den Gründen für die Wirklichkeit von Gespenstern in der Geschwindigkeit den Schwung zu geben. Hat er diese in seiner Gewalt, so mögen wir im gemeinen Leben glauben, was wir wollen, im Theater müssen wir glauben, was Er will. Vor dem Gespenste in Shakespeares Hamlet richten sich die Haare zu Berge, sie mögen ein gläubiges oder ein imgläubiges Gehirn bedecken“.

Wenn es uns rührt und erhebt, daß schon die Urmenschen hinter dem Tode ein Leben witterten und der erbarmungslosen Tatsache des Sterbens ein durch den Tod ununterdrückbares Leben entgegenstellten, so erfüllt es uns fast mit Scham, oder soll ich lieber sagen, mit Demut, daß ihre tiefsten Geheimnisse auch noch die unsrigen sind: Leben, Tod, Seele. Gerade darum haben diese der ältesten Religion den Boden aufgewühlt, sie sind die starken Pflugscharen noch unsers Glaubens.

Um den Begriff der Seele oder des Geistes dreht sich dieser alte Mythenkreis. Dieser Begriff ist ursprünglich keine Abstraktion, herausgezogen etwa aus der zusammenfassenden Beobachtung der vielen Einzelerregungen des eigenen Inneren, er ist auch nicht das Produkt der Sehnsucht nach einem höheren, freieren Dasein. Er ist dem schmerzlichen Anblick der seltsamen, wechselnden Wandelungen, die der Sterbende in seinen letzten Stunden durchmacht, abgerungen. Da wird der Atem immer schwerer und langsamer, um dann plötzlich still zu stehen, das Auge bricht und starrt unheimlich, Wärme und Farbe verlassen den Leib, kalt, bleich, steif und lautlos liegt er da, wie ein Stein. Nach unsrer gegenwärtigen Gemeinauffassung ist mit diesen Vorgängen das physische Leben und gleichzeitig mit ihm, aber losgelöst von ihm, das psychische Leben, die Seele, entflohen. Jenes besteht überhaupt nicht mehr und läßt den Leib als tote Masse zurück, die Seele aber lebt für sich in einer anderen Welt unvergänglich weiter. Eine alte weitverbreitete und auch germanische Auffassung war eine ganz andre. Nicht nur gleichzeitig mit, sondern in dem physischen Leben, in dem Atem, der Bewegung, der Wärme und Farbe entwich die Seele. Das physische Leben selber war ein Wesen, das im Tode sich löste, so daß es gleichsam zweimal da war, neben seinem lebendigen Ich ein im Tode erst frei werdendes andres Ich beherbergte. Dieses letzte, das im Kopfe wohnt, ging beim Sterben als ein Bewegliches, ein Hauch, ein Wind, ein Nebel, ein Licht oder gar als ein Tierchen aus dem Munde davon. Die Seele blieb also ein körperliches, wenn auch ein verflüchtigtes oder zusammengeschrumpftes Wesen. Sie hielt sich auch möglichst dicht an den verlassenen Leib, wohnte bei ihm im Grabe oder in dessen Nähe, oder auch in dem von ihm verlassenen Hause, oder in benachbarten Bäumen und Hügeln. Sie war auch nicht unvergänglich, sondern starb mit dem Zerfall der Leiche, zu der sie gehörte, oder welkte mit der Erinnerung der Überlebenden an den Toten auf immer dahin. Dazu stimmt, daß in den dänischen Steingräbern die Knochen der älteren Leichen bei Seite geschoben und über einander aufgestapelt wurden, um Platz für die neu beigesetzten Gerippe zu gewinnen. Viele neue Gräber sind auf fränkischen und merovingischen Gräberfeldern in und quer durch ältere gelegt.

Die Seele ist nach der germanischen Anschauung vor allem das Bewegliche. Denn die beiden Wörter Seele, gotisch saiwala, und See, gotisch saiws sind beide derselben Wurzel entsprungen, die etwas Bewegliches bezeichnet haben muß. Der Begriff einer noch heftigeren Beweglichkeit möchte im Worte Geist stecken, was besonders die nordischen Worte geisa = brausend einherfahren, wüten, geistr = heftig, feurig, geist = brausend, schnell verraten. Die deutsche Sage erzählt wiederholt von brausenden Geistern. Aus einer Wurzel an = hauchen entwickelte sich das indische anas Hauch, anilas Wind, das griechische anemos Wind, das lateinische anima Wind und Seele, vergleichbar dem griechischen Psyche Hauch und Seele. Zur Wurzel an gehört das althochdeutsche unst = Wind, Sturm und möglicherweise auch das althochdeutsche ano, unser Ahne, das ursprünglich einen, der ausgehaucht hat, einen Verstorbenen und darnach den Vorfahren bezeichnet hätte. Auch das gothische us-anan bedeutet aushauchen und das aus derselben Wurzel erwachsene nordische Seele, Leben, andi Geist und ör-endr todt, eigentlich ausgehaucht.

Noch sicherer als die Sprache bezeugt der Volksglaube die Windnatur der Seele. Die plötzlich gewaltsam ausgepreßte oder auch die beim Tode imruhige Seele fährt folgerichtig nicht als Wind, sondern als Sturm davon. Darum heißt es noch durch ganz Deutschland, daß sich ein Sturm erhebe, wenn sich jemand erhängt, und sich erst nach dessen Bestattung lege.

„Welcher Lump mag sich nun wieder erhängt haben!“

sagt man am Lechrain bei plötzlich losbrechendem Sturm. So sauste einmal an Hans Sachs im Walde bei Osnabrück das wütende Heer der kleinen Diebe vorbei, das aus lauter Erhängten bestand, und darunter ein erst desselbigen Tags Gehenkter, mit dem er sich in ein Gespräch einließ, fuhr dahin „als ein scharpfer Wind“. In Schwaben fahren auch die im Rausch Gestorbenen mit dem Muetisheer d. h. dem stürmischen wilden Heer. Von den Geistern Verstorbener heißt es in England, daß sie Hindernisse auf ihrem Wege umwerfen wie „a furious whirlwind“.

Rührend ist, daß eine im Kindbett und noch dazu ohne Beichte, also mit doppelt unruhiger Seele gestorbene Frau im Wirbelwind dahinfliegt. Dagegen wenn ein Mensch ruhig verscheidet, bewegt sich nach Schweizer Glauben die Luft im Sterbezimmer mit leisem Wehen. In Devonshire kann ein Verschluß im Hause das Sterben eines Kranken verzögern, und so öffnet man in Bayern wohl das Fenster oder deckt einige Dachschindeln ab, um einem Menschen das Sterben zu erleichtern. Gemeindeutscher Brauch, der sich noch an zahllosen Orten erhalten hat, war es, beim Eintreten des Todes ein oder mehrere Fenster, die Türe, die Luke oder gar die „Dachblatte“ zu öffnen, daß die Seele bequem hinwegfliegen könne. Man jagt sie sogar bisweilen durch Wehen mit Tüchern hinaus und ruft ihr nach „Geh hin und pfludere“ d. h. flattere. Hat das Dach im Aargau keine „Heiterlöcher“ d. h. Luftlöcher, so sucht die Seele des verstorbenen Hausbewohners gewaltsam Einlaß, indem sie es mit Sturm abdeckt. Darum muß in einigen Orten der Schweiz immer ein Fenster oder eine Stelle des Dachs offen bleiben, damit der „Geist“ aus- und eingehen könne. Im Unterinntal fahren noch heute die armen Seelen im sogenannten Allerseelenwind und anderswo in Deutschland nach älterem, schon von Geiler v. Keisersperg um 1500 bezeugten Glauben alle eines gewaltsamen Todes Gestorbene oder vor der Taufe gestorbene Kinder im wütenden Heer oder in der wilden Jagd, namentlich während der Zwölften, der zwölf heiligen Nächte der Jahreswende. Dieser Jagdzug der Seelen hat im höheren Norden im Geisterzuge der norwegischen Aaskereia, Oskerei, die ebenfalls in den Jul-nächten durch die Dörfer und Häuser tobt, noch den niedrigeren rein dämonischen Charakter bewahrt. Sie hat keine Gottheit an ihrer Spitze, die doch in Deutschland und Dänemark den Zug führt: nämlich Wodan oder auch Bertha oder Holda. In dieser Verbindung mit der Gottheit erreicht die Vorstellung vom Windseelenzuge ihren höchsten mythologischen Ausdruck. Ähnliche Stadien durchläuft der griechische Seelenglaube: in der Odyssee werden die dicht vor ihrer Hochzeit gestorbenen Töchter des Pandareos durch Stürme hinweggeführt, offenbar ursprünglich ihre, über ihr Los zürnenden windförmigen Seelen. Ein paar Verse weiter heißen diese Stürme schon Harpyien, sind also dahin raffende Winddämonen geworden. Später sausen vor ihrer Hochzeit verstorbene Mädchen im Heer der Jagdgöttin Artemis oder in dem ganz jagdartig dargestellten, von Hunden umbellten Schwarm der Hekate. In Indien fahren die Bhütas, die Seelen von Bösewichtern, im Gefolge des Sturmgottes Rudra durch die Luft. Selbst in den höchsten Mythen von der Windseele berühren sich also die verschiedenen indogermanischen Völker.

Verdichtet sich der Hauch, so wird er zum Nebel, Dunst, Rauch oder gar zur Wolke. Schon bei Homer geht die Seele als Rauch oder Schatten dahin. Nach dem neueren germanischen Aberglauben schwebt in Tirol die Seele eines Tugendhaften als weißes Wölkchen aus dem Munde. Wo man ihr im schlesischen Dyhemfurth beim Sterbefall nicht das Fenster öffnete, sah man sie am nächsten Morgen als Rauchwölkchen an der Zimmerdecke. In Ostpreußen können manche den Gestorbenen noch vierzig Tage nach dem Tode als eine nebelartige Gestalt erkennen. Und nicht nur im Tode, sondern auch im Traume des todähnlichen Schlafs wird jenes andere Ich, die Seele, lebendig und kann durch den atmenden Mund herausspazieren, um am Schluß des Traumes wieder zum Körper des Schläfers zurückzukehren. Diese Traumseele entschlüpft als Dunst dem Munde eines Schlafenden nach hessischer wie Oldenburger Sage; nach dieser kehrt sie zurück und mit ihr das Leben, nach jener bleibt sie aus und der Tod erfolgt. Diese Sage lebt voll ausgebildet in Island weiter und war schon vor mehr als einem Jahrtausend bekannt. Nur güt, was man in Island von einem bläulichen Dunst erzählt, im altfränkischen Bericht von einem Tierlein. Der gute Frankenkönig Gunthram, der um 600 lebte, war einmal auf der Jagd im Schoß eines Dieners eingeschlafen. Da schlich aus seinem Munde ein Tierlein in Schlangenweise hervor und wollte gern über den nahen Bach. Der Diener legte sein Schwert hinüber, auf dem das Tierlein das Wasser überschritt. Drüben schlüpfte es in einen Berg und lief nach einigen Stunden wieder über die Schwertbrücke in den Mund des Königs zurück. Erwacht aber erzählte dieser, er wäre im Traum über die eiserne Brücke eines großen Flusses gegangen und hätte in der Höhle des drüben gelegenen Berges einen unsäglich reichen Schatz gefunden.

Bevor wir aber die vielerlei Seelentierchen näher betrachten, müssen wir des Lichts oder Feuers als Seelenformen gedenken. Die Seele läßt den toten Leib kalt zurück oder, wie es Freidank derber ausdrückt: „die Seele fährt von mir wie ein Blaas (Hauch, Windlicht) und läßt mich liegen wie ein Aas.“ Wenn über dem Schlafenden oder am Dach eines Hauses ein Flämmchen schwebt, ein Licht von selbst erlischt oder eine Sternschnuppe in der Richtung eines Hauses fällt, so kommt nach deutschem Aberglauben der Tod, und der Sterbende „verzeigt sich“ gern Abwesenden durch einen plötzlichen Lichtschein. Die Seele macht sich dann gleichsam zeitig davon und kündet dadurch die Nähe des Todes des bereits von ihr verlassenen Leibes an. Das „Totenlicht“ setzte sich schon im Mittelalter an Haar und Kleidung der Nordleute, wenn sie sterben sollten. Manche altnordische Gräber umgab ein Feuer; nach der Hervarar-saga zeigten sich Angantyr und seine Brüder nachts als Flammen auf ihren Gräbern, und noch heute erscheinen isländische Gespenster vom „Totenfeuer“ ümleuchtet. In Deutschland flattert der Irrwisch, das Irrlicht, der Brünnlig, Pütz- und Wiesenhüpfer, in England der Willy with the wisp (Wisch), in Dänemark der blaas- oder lygtemand, der Feuer- oder Lichtmann, in Schweden der eidgast der Feuergeist über Sümpfen, feuchten Wiesen oder Feldrainen. Im Aargau gibt es Irrlichter beiderlei Geschlechts, Füerstein-mannli wie Zunselwibli. Das sind die Seelen derer, die wie die noch ungetauften Kinder, die Erhängten, die Ertrunkenen, vor der Zeit das liebe Leben eingebüßt, oder solcher, die ihr Leben mit einer beunruhigenden Tat beschlossen hatten und nun die Stätte derselben wieder aufsuchen, z. B. Grenzsteinverrücker und unehrliche Landmesser, die dann den Grenzstein auf der Schulter tragen müssen, oder Geizhälse, die irgendwo ihr Geld verscharrt hatten. Auch irrlichtem die von den Tirolern erschossenen und zerschmetterten Franzosen bei Mittenwald im Herbst auf ihren in fremder Erde bereiteten Gräbern umher. Die irrlichtemden Landmesser schlagen im Badischen wohl mit glühenden Meßstangen auf einander los, und bis ins Hochgebirge hinein, auf dem Streitgampen unter dem Pazinkopf in Tirol, befehden sich die feurigen Pütze. Reizbar ohrfeigt der Irrwisch den Wanderer, der ihn neckt, führt ihn irre, springt ihm auf den Rücken, zündet ihm das Haus an und bedroht sogar sein Leben. Seltener leuchtet er ihm dienstfertig heim. Wie andere Seelen fahren auch die Irrwische mit der wilden Jagd um.

Die flüchtige Seele als Vogel aufzufassen, lag nahe. Die indischen Ahnen, die Pitaras, fliegen in Vogelgestalt umher, weshalb beim Totenopfer den Vögeln ein Kuchen gegeben wurde. Den Griechen zeigte sich die Seele bei der Totenbeschwörung als Uhu oder Fledermaus. Germanische Seelen von Ermordeten und Selbstmördern fliegen als Raben und Krähen umher, diejenigen unschuldig Getöteter als weiße Tauben und Schwäne. Doch scheinen die Taubenfiguren bei Paulus Diaconus, die bei Pavia von Grabstangen nach der Richtung schauten, wo der in der Fremde gestorbene Langobarde seine Ruhestatt hatte, nicht die Toten, sondern deren klagende Verwandte zu bedeuten. In Westfalen sagt man Mädchen, die nicht heiraten:

„Ihr sollt die Kibitze heiraten,“

und auf dem wilden Gieritz(Kibitz)moos an der Aare in der Schweiz werden die alten Jungfern wirklich zu Kibitzen. In Schweden heißt der Schmetterling „Altweiberseele“, und in Deutschland sagt man, daß man vor der Geburt mit den „Feifaltem“ d. h. Schmetterlingen fliege. Auch in den Motten, Bienen, Käfern und sonstigem fliegenden Getier stecken Seelen, auch in der Hausgrille.

Aber andre Hausgenossen spielten unter den Seelentieren eine viel bedeutendere Rolle, die unschädliche Ringelnatter, die Maus, das Wiesel und die Kröte. Der Wohnung der Menschen zugetan, leise aus der Erde kriechend oder huschend und wieder still und plötzlich dann verschwindend, erschienen sie wie geheimnißvoll in ihrem alten Heim fortlebende Seelen der Verstorbenen, deren Leiber früher in dessen unmittelbarer Nähe oder sogar in dessen Innerem bestattet wurden. Wir blicken in den dunkelsten Winkel indogermanischer Hausreligion mit all ihrer Heimlichkeit und Unheimlichkeit, wie sie durch zahllose neuere, aber auch viele ältere nicht nur germanische, sondern auch andere indogermanische Zeugnisse enthüllt wird.

Früh wird auf attischen Grabdenkmälern und spartanischen Votivreliefs eine Schlange dargestellt, die als Opfergaben Honig und Brei zu sich nimmt, also nicht Schlangen-, sondern Menschennahrung. Verschiedene Seelenformen, Flügel wesen und Schlangen wesen, vereinigt die Darstellung einer Totenklage auf einem attischen Gefäß: am oder im Grabhügel flattern beschwingte Menschenfigürchen über einer Schlange, der Seele des Verstorbenen, von dem die Inschrift spricht. In Theophrasts Charakteren 16 errichtet der Abergläubische an dem Ort seines Hauses, wo er eine heilige Schlange gesehen, sofort ein Heroon, ein Ahnenheiligtum. Am Grabe des Heros wurde häufig eine Schlange als dessen dämonische Erscheinung gehegt. Wie er, hütet diese „Haushüterschlange“ Tempel, Haus und Grab; beleidigt aber bringt er, wie sie, Verderben. Nach dem neugriechischen Volksglauben lebt im Grunde jedes Hauses eine Schlange als Hausherr oder Hausherrin. Ihr Erscheinen im Innern desselben bedeutet Glück, besonders die unerwartete Rückkehr des Hausherrn. Verscheucht oder beleidigt zieht sie Unheil herab; man steckt Brot in ihr Erdloch und schmeichelt ihr mit dem Gruße: „Schönes Dingel!“ — Die Römer weihten ihrem Genius einen von einer Schlange umwundenen Altar und hielten im Schlafzimmer ein paar Schlangen, die für die Genien des Hausherrn und der Hausfrau galten, und zwar in so vielen Häusern, daß Plinius besorgte, die Schlangenbrut würde in Rom den Menschen noch über den Kopf wachsen, wenn ihr nicht die Feuersbrünste Einhalt täten. Starb eine solche Schlange, so galt das als böses Vorzeichen dem Vater der Gracchen, wie dem Kaiser Tiberius. Umwand eine Schlange fest das Haupt eines Schlafenden, das war den Römern ein gutes Vorzeichen; die Seele dachte nicht daran sich abzulösen. Die Schlangen aber, die Pompejus beim Verlassen seines Schiffes in Dyrrhachium erblickte, bedeuteten seinen nahen Untergang; als Seelen, die schon ihn und die Seinigen aufgegeben hatten. — In Litthauen hatte jeder Familienvater im warmen Winkel eine Schlange, der er Speise auf Heu darbrachte.

Die Ringelnatter heißt bei den Germanen Hausschlange, Hausotter, Hausunk, Hauswurm, schwedisch gärds- oder lyckoorm, Hof- oder Glücksschlange. Das altschwedische Erbauungsbuch, der Seelentrost, verbot schon tun 1400 den tief gewurzelten Glauben an Tomptorma d. h. Hausschlangen. Aber von Siebenbürgen und der Schweiz bis nach Skandinavien wurde diese da und dort noch neuerlich trotz ihres nicht angenehmen Geruchs im Stalle oder auch unter den Stubendielen gern geduldet und ihr im Herdwinkel wie in Griechenland eine für Schlangen ungeeignete offenbare Ahnenopferspende, nämlich Semmelmilch, vorgesetzt. Am Lechrain hielt noch um die Mitte des vorigen Jahrhunderts jedes Haus eine Hausotter, deren Geräusch den Tod eines Hausbewohners anzeigte. Auf den Betten, wenn sie gesonnt wurden, in der Küche und auf dem Rande des Brunnentrogs konnte man sie liegen sehen. Im Fricktaler Dorfe Mägden in der Schweiz vermutete man noch um dieselbe Zeit fast in jedem Keller eine Hausschlange, die sich nur bei außergewöhnlichen Fällen sehen ließ und durch ihr Geräusch, wie am Lechrain, einen Trauerfall der Familie anzeigte. Manchmal hatte ein Haus, ganz wie das römische, ihrer zwei, die mit Hausvater und Hausmutter lebten und starben. In Mittelschlesien wird die von niemand gesehene, in den Grund des Hauses sich einwühlende Hausotter für einen Schutzgeist angesehen. Doch in der ,Tunkelstunde‘ kommt die schlesische ,Otterkönigin‘, die Ahnfrau, gern einmal aus der Mauer herftir. Als der Hofbauer des sogenannten Schlangenhofes im badischen Schappacher Tal starb, starb auch der Schlangenkönig mit all den anderen Schlangen des Hofes, und von diesem wich seitdem der Segen. In der Liederedda gräbt sich die über den Tod ihres Sohnes Atli trauernde Mutter offenbar als Natter dem Gunnar rächend ins Herz. Gleich der Seele liegt auch die Hausotter gern unter der Türschwelle, auf der man wegen dieses Tieres in Bayern und im Voigtland allen Lärm, z. B. Holzspalten, möglichst vermeidet. Wie in Rom bedeutet das Erscheinen der männlichen Hausschlange im Spreewald den Tod des Vaters und der Mutter. Ja in einigen böhmischen Familien gab es ganze Schlangenfamilien, von der jedes Glied ein Glied der Hausbewohnerschaft vertrat, so daß, was einer der Schlangen geschah, auch dem entsprechenden Familiengliede widerfuhr. Mögen wir auch die beiden letzten Nachrichten den Slaven verdanken, die wie die Litthauer einen reichen Seelenschlangenkultus hatten, dieselben oder ähnliche Vorstellungen waren jedenfalls auch germanisch, z. B. nähert sich eine Schlange dem Hause, so bedeutet das nach norwegischem Glauben Glück, kriecht sie dagegen über die Straße, Unglück, wie in Rom. Wer im Bayreuthischen ein Erdhuhn oder eine Hausotter beschädigt oder sieht, muß selbigen Jahres sterben. Im innigsten Verhältnis steht dies Seelentier zum Kinde: Kinder werden wohl mit einer Schlange um den Hals geboren, wie in Rom. Die Hausschlange spielt in der Sage gern mit dem Kind des Hauses, teilt mit ihm Speise und Trank, schläft mit ihm in der Wiege und gibt ihm Gedeihen. Als aber einst das Kind, das mit ihr aus einem gemeinsamen Napf Milch und Brocken aß, sie schlug und ärgerlich rief: „Iß auch Brocken!“, da siechte es schnell dahin. Seine eigene Seele war getroffen. Die Schlange verwandelt sich also aus der Seele des lebenden und des verstorbenen Menschen zu einem Schutzgeist der Mitlebenden und der Überlebenden, zu einem Schutzgeist des Hauses. Sie wird die schützende ,Muhme‘ der ganzen Familie, wie auch das Wiesel und die Kröte. Um 1400 erzählt Nikolaus von Dinkelsbühl von der Muma, daß sie die Häuser besuche und aus offenen Gefäßen esse oder trinke, die dann die Leute alsbald wieder nachfüllten, denn sonst käme Unglück übers Haus. Mit der Muhme wird die Hausotter gemeint sein, der man ja noch viel später einen Milchnapf hinsetzte. Das Wiesel heißt gemütlich nicht nur Mühmlein, sondern in Spanien auch comadreja Gevatterin, Hebämmelein. Wie der Neugrieche die Hausschlange als „schönes Dingel“ begrüßt, so nennt der Oberbayer sein Hauswiesel „Schöntierlein oder Froie“. In andern deutschen Gegenden heißt es das Jüngferchen, bei den Griechen des Mittelalters „Bräutlein“. Obgleich es den Griechen und Römern ein bekanntes Haustier war, das etwa unsre Katze vertrat, erregte doch sein plötzliches Erscheinen bei einem außergewöhnlichen Unternehmen oder an ungewöhnlicher Stelle Furcht vor Unglück oder Tod. In Athen löste sich die Volksversammlung, in der es sich zeigte, auf; ließ es sich auf dem .Dach blicken, so war das ein böses Zeichen wie das Flämmchen auf dem Dach in Deutschland. Kommt ein Wiesel mehrmals nach einander in die Nähe derselben Wohnung, so beruft es jemand daraus ab. So gilt auch seine Vertreterin, die Katze, für einen Hausgeist. Im Aargau

„stirbt die schwarze Hauskatze ihrem Herrn vor“.

Wieseln oder schwarzen Katzen begegnen, ist im Lechrain und anderswo ein böser Angang. Bläst ein Wiesel den Menschen an, nachdem es die Springwurzel gefressen, so muß er nach Tiroler Glauben sterben. Ob die Kröten auch jenen andern Indogermanen für Seelentiere galten, ist mir nicht bekannt. Doch wagen die toskanischen Bauern eine Kröte nicht zu töten, weil so oft ein Mensch darin verwandelt ist, und in Sicilien füttert man Kröten im Hause mit Brot und Wein, weil diese „mächtigen Feen“ oder „unbegriffenen Genien“ Glück bringen. Die Germanen sahen in ihnen arme Seelen, namentlich in den Ostalpen. Aber auch im Badischen ächzt der Geist eines Wirtes als Kröte unter dem Ofen oder auch der eines Geizhalses auf dem mit ihm vergrabenen Geldsack. In Tirol darf man Kröten am Allerseelentage nicht töten, „weil arme Seelen darin sind“, wie sie denn auch an den Quatembertagen gleich armen Seelen zu Kapellen wallfahrten. Wie die römischen Laren oder Ahnengeister in Genien und sogar in Penaten Vorratsgeister übergehen, so hießen die Kröten in Schweden „bolvaetter“ Hausschutzgeister, im Aargau aber „Nahrungshunde“. Diese hielten im Keller die Lebensmittel in gutem Zustand und wurden mit Milch gepflegt. Mißhandelt bringen sie in Skandinavien Unglück und Alpdruck. Dagegen fing man sie am Lechrain wie die Wiesel im Frauendreißigst (15. Aug. bis 13. Sept.), spießte sie und opferte sie in Kirchen. „Mäusen pfeifen“ heißt „den Seelen ein Zeichen geben“. So pfiff ein schlecht behandeltes Bergmännchen Mäuse und Kinder in den Tannenberg bei Lorsch, der Hameler Rattenfänger Ratten und Kinder in den Koppelberg. Ein Windgeist pfeift den Kindern und ihren Seelen voran. Die von Hatto von Mainz in einer Scheune verbrannten Armen wimmeln als Mäuse aus dem Feuer hervor und verfolgen ihn bis zum Mäuseturm bei Bingen, wo sie ihn auffressen. Eine Mausheilige war die hl. Gertrud, die im krainischen Bauernkalender und im Gertrudenbüchlein als Spinnerin dargestellt wird, an deren Rocken Mäuse und Ratten hinauflaufen, offenbar Seelen, denn man nahm an, daß die Seelen in der ersten Nacht nach dem Tode bei dieser Heiligen herbergten. Der Sinn dieses Tiermythus ist jetzt klar. Auf ihrer Suche nach Seelenbildern stellte die Phantasie einen überraschenden Zusammenhang zwischen Tier und Mensch, einem kleinen Haustier und dem Edelsten, was er hat, seiner Seele her. Schon von den Indogermanen wurden jene der menschlichen Wohnung anhänglichen Erdtiere als Seelen der Toten des Hauses gedacht. Sie gehörten zum Ingesinde als einflußreiche Ahnengeister, mit deren Wohl und Wehe das der Nachlebenden auf das innigste verknüpft war. Daher die freundliche Pflege und die Furcht, sie zu verletzen oder gar zu töten. So erhob sich das Tierlein mehr und mehr zum Heros, Genius, Schutzgeist der Person und des Hauses. Aus dieser und ähnlichen Seelenvorstellungen erwuchs der namentlich im Norden so reich ausgebildete Glaube an die Folge- und Schutzgeister (siehe unten). Aber die Verwandlungsfähigkeit der Seele ist eine viel mannigfaltigere. Mochte sich der gemeine Mann mit einem Weiterleben als Haustierchen begnügen, so verlangte die Seele des Vornehmen für ihr öffentliches Auftreten vornehmere Tierformen. In Griechenland zeigte sich der wieder erwartete Ahnherr, der Heros, hier und dort in Wolfsgestalt, in eben dieser oder in Bärengestalt die Fylgja oder der Schutzgeist tapferer Nordleute. Während der kühne Bjarki noch schlummert, kämpft seine Fylgja schon vor seinem Zelte draußen in der Schlacht als Bär, um zu verschwinden, sobald er auf gewacht heraustritt. Die Traumseelen in Tierform schweben dann auch in die Träume Anderer, in denen das Schicksal ahnungsvoll auf steigt. Kriemhild träumt von ihrem Falken (Siegfried), daß ihn zwei Adler erkrallten (Hagen und Günther), und ähnlich sieht im Anfang der Gunnlaugssaga der träumende Thorstein auf dem Hausfirst einen schönen Schwan (Helga) sitzen, um den zwei Adler (Gunnlaug und Hrafn) kämpfen, bis sie beide im Streit tot herabfallen. Mit einem Falken aber (ihm selber) flieht endlich der Schwan davon. Öfter stürzen im Traum Scharen von Wölfen und Eisbären heran, welche Landesfeinde bedeuten. Andere Verstorbene nehmen je nach ihrem Charakter oder ihrer Lebenslage diese oder jene größere Tierform an. Den Bewohnern der Färöer und Rügens sind die ins Wasser sich werfenden rundköpfigen Seehunde Menschen, die sich ertränkt haben. Auf den Färöern kriechen sie in der Epiphaniasnacht mit ihren Menschenleibern aus dem Balg, um sich mit Tanz und Spiel in den Klippenhöhlen zu ergötzen. Nach dänischem Glauben legt der Seehund jeden neunten Tag seine Haut ab und wird ein Mensch. Auf der Tiroler Alm müssen Hirten, die ihr Vieh mißhandelten, nach ihrem Tode als Stiere, Säue, Hunde umgehen. Beim weinreichen Dorfe Oberflachs poltert das Gespenst eines unredlichen Trottenmeisters, das Trottentier, im Hause herum. Und viele Dorftiere, die abends in der Nähe der Dörfer dem Wandrer aufhocken und ihn irreführen in Kälber-, Hunde- und Schweinegestalt, sind die Seelen von Übeltätern, haben aber oft den Charakter von Wettergeistern. Auch lebendige Menschen können sich in Tiere verwandeln durch Zauberei. Die Königstöchter des eddischen Wielandsliedes machen sich zu Schwanjungfrauen, und der Iarl Franmar in dem einen Helgeliede nimmt Adlersgestalt an. Die bekannteste und schlimmste Tierform aber ist der Wolf. Er heißt althochdeutsch Weriwolf, bei Berthold von Regensburg werwolf, in England im Norden vargulfr (Verbrecherwolf), varulf. Noch heute sprechen wir vom Werwolf. Man schwankt, ob man den Werwolf als Mannwolf aus ags. ahd. Mann oder als Kleidwolf, Wolfsfellbekleideten aus ags. were, ahd. weri erklären soll. Für die erste Deutung spricht der griechische Werwolfsname: lykanthropos, Wolfsmensch, der bretonische denbleiz Mannwolf und vor allem der inselschwedische folkwarg Menschenwolf, ja auch der entlegenere, aber in seinem Wesen gleichartige indische „Menschentiger“. Die zweite Deutung empfehlen die altnordischen Ausdrücke ulfshamr Wolfskleid als Hülle des vargulfr und ulfhedinn wolfsbekleidet, das im ahd. Eigennamen Wolfhetan wiederkehrt. Auch der westfälisch-hessische Werwolfsname Böxenwolf d. h. Hosenwolf, wohl ein Wolf, der eigentlich Hosen trägt, spricht dafür. In Italien galt das allgemeine Wort Versipellis der Fell Wechsler, altnordisch hamrammr, der sein Kleid, sein Äußeres zu wechseln vermag. Das erste Zeugnis für Deutschland bringt Bonifacius im 8. Jahrhundert bei, wo er in einem Sermon verbietet, an Hexen und „ficti lupi“ d. h. fingierte Wölfe zu glauben; ausführlicher bekämpft Burkhard von Worms, wie es scheint, denselben Glauben an die sogenannten Parzen oder drei Schwestern, die einem Neugeborenen die Gabe verleihen könnten, sich jederzeit in einen Werwolf zu verwandeln. In einigen Familien galt diese Eigenschaft für erblich: ein gewisser Ulfhedinn hat einen Vater Ulfhamr und vielleicht noch einen Großvater Ulfhamr. Aber die nordische Sage von jenem geschilderten, selber so werwölfisch gesinnten größten Skalden, Egil Skallagrimsson, verbreitet noch mehr Licht über die unheimliche Art eines solchen Tiermenschen. Es ist des Dichters eigener Großvater Ulf, der vom ersten Morgengrauen an seine Wirtschaft mit kluger Tatkraft fördert und unablässig seine Knechte zur Arbeit antreibt. Abends aber kann ihn niemand zum Sprechen bringen, er wird in sich gekehrt und schlaftrunken. Nun zeigt er sich im Dunkel seines einsamen Lagers als hamrammr, er nimmt eine andere Gestalt an. Sein Arbeitsdrang erwacht von neuem, schlägt aber nun eine andre, furchtbare Richtung ein. Als Wolf fällt er mit unwiderstehlicher Stärke und Wildheit die Menschen draußen in der Nacht an. Ist die Wut gewichen, so liegt er andern Morgens tief erschöpft im Bette. Man nannte ihn von dieser abendlichen Vertierung Kveldülfr den Abendwolf. In der Wölsungensage legen zwei mit dicken Goldringen versehene Männer auf neun Tage Wolfsfelle an, um aus ihnen am 10. Tage herauszuschlüpfen und sie vor dem Schlaf an die Wand zu hängen. So finden Sigurds Vater Sigmund und Stiefbruder Sinfjötli diese Felle, ziehen sie über und fahren dann unter Geheul im Walde umher,

„mit Wölfen schwelgend und mit eisigem Atem Wunden saugend“.

Statt neun Tage muß der Werwolfsmensch nach pommerschen Sagen drei, sieben oder neun Jahre im Wolfsleib beharren. Sieben Jahre dauert diese Verwandlung in der Normandie, in Irland und Armenien. Nach deutschem Werwolfsglauben, der noch immer nicht im Norden und Osten (Hinterpommem), auch da, wo längst die Wölfe ausgestorben sind, erloschen ist, müssen namentlich die in den Zwölfnächten, zwischen Weihnacht und dem heiligen Dreikönigstage, geborenen Kinder Werwölfe werden. Die Kunst der Werwolfsverwandlung können auch, wie uns Burkhard von Worms soeben gelehrt hat, die Schicksalsweiber den Neugeborenen geben. Nach deutschem Aberglauben wird der siebente Sohn eines Ehepaares ein Werwolf, nach dänischem bringt die Frau, die sich behufs leichter Geburt eines Zaubers bedient, Knaben zur Welt, welche Werwölfe, oder Mädchen, welche Nachtmahren werden. Kenntlich im Norden sind die Menschen, die sich in Werwölfe verwandeln, an zusammengewachsenen Augenbrauen. Zum Werwolf kann sich derjenige selber machen, der einen aus Wolfsleder oder Menschenhaut verfertigten Wolfsgürtel um den Leib schnallt. Er geht nachts aus, um Menschen zu zerfleischen und Vieh zu verschlingen, der Böxenwolf springt den Leuten auf den Rücken. Die Nennung seines Taufnamens, oder ein Wurf von Stahl und Eisen über ihn weg, westfäl. Blankmaken genannt, oder eine gegen ihn gerichtete Degenspitze oder eine Verwundung entzaubert ihn. Doch wirkt die Verletzung oft nicht sofort, aber sie verrät ihn dann später, indem auch der wieder Mensch gewordene Körper an der entsprechenden Stelle die Wunde trägt. Eine Wolfsfalle, in die man drei Kreuze vom Holz von einem Osterfeuer steckt, fängt ihn. Verfolgt wird er wohl schon wieder zwar als Mensch im Bette angetroffen, aber noch hängt der Wolfsschwanz heraus. In Schleswigholstein galt er auch wohl als „gefroren“ d. h. unverwundbar. Im 16. Jahrhundert bis ins 17. hinein blühten die Werwolfsprozesse namentlich in Nord- und Mittelfrankreich, aber auch in Deutschland. Noch 1589 wurde in Köln Peter Stube, der Werwolf von Epprath, hingerichtet, weil er bekannte, in Wolfsgestalt 13 Kinder zerrissen und ihnen das Gehirn aus dem Kopf gefressen zu haben. 1610 wurden in Lüttich zwei Werwölfe wegen gleicher Untaten hingerichtet. Dieser allen europäischen Indogermanen und auch den indogermanischen Armeniern gemeinsame, dagegen bei den Persern und Indern nicht nachweisbare Glaube reicht hoch über die ältesten germanischen Zeugnisse in die Vorzeit hinauf. Schon das alte Griechenland kannte die Werwolfskrankheit, sie spielt schon in die Sage von dem altertümlichen Kultus des Zeus Lykaios hinein. Wer diesem Gotte auf dem hohen arkadischen Berge Lykaion ein Kind opferte, wurde zur Strafe in einen Wolf verwandelt. Enthielt er sich aber neun Jahre des Menschenfleisches, so nahm er im zehnten wieder Menschengestalt an, was an die neuntägige, beziehungsweise neunjährige Werwolfszeit bei den Germanen erinnert. Ferner stimmt zum deutschen Glauben, daß der neugriechische struppige, krallenbewehrte Kalikant-sare oder Werwolf, der wie der westfälische Böxenwolf jedem Begegnenden aufhockt und das Gesicht zerfleischt, ebenfalls in den Zwölfnächten geboren wird. Diese Zeit ist auch seine eigentliche Raubzeit, wie die der livländischen und polnischen Werwölfe. Während der russischen und rusinischen Weihnachtsfeier rennen in Wolfspelze Vermummte umher und peinigen in Haus und Hof, wen sie erhaschen, und auch in Deutschland gab es Leute, die sich in der Weihnachtszeit in Wölfe verwandelten. Der germanische Norden brachte noch eine eigentümliche Abart dieser halb wirklichen, halb eingebildeten Ver-tierung des Menschen hervor, den Berserkergang d. h. die Berserkerwut. Die Vertierung nahm nämlich in der Wikingerzeit, in der so viele Nordleute ihre Sache auf Raub und Mord und Krieg stellten, einen militärischen Charakter an. Die Berserker d. h. Bärenkleider waren Soldaten, die statt des Panzers ein Bärenfell trugen. Angesichts des Feindes überkam sie eine unsinnige Kampfeswut, die ihnen ungewöhnliche Stärke und außerdem Empfindungslosigkeit gegen allen Schmerz verlieh. Sie scheuten weder Eisen, noch Feuer, zerbissen den Rand ihrer Schilde, stürzten sich mit geschwungenen Schwertern gleich Wölfen heulend in die Schlacht und hieben, was ihnen in den Weg kam, Menschen oder Bäume, nieder. Nach einem solchen Ausbruch fielen sie, wie nach einer schweren Krankheit, in tiefe Erschöpfung. Wie aus dem Krieg, machten sie aus dieser Wut ein Gewerbe und verdangen sich bandenweise dem Könige, der am meisten bot. Die zwölf Berserker des sagenhaften Dänenkönigs Hrolf Kraki kämpften bald an der sächsischen Grenze, bald auf dem Eise des schwedischen Waenersees. Noch Harald Schönhaar um 900 hatte Berserker, die über ihren Panzern Wolfspelze trugen, in seinem Dienst, und sein Skalde Thorbjöm Hornklofi feierte diese brüllenden Helden samt dem Hofnarren und dem Lieblingshunde des Königs. Aber obgleich sie sich oft als Schützlinge Odins ausgaben, wurden sie von den übrigen „Kämpen“ mit Mißgunst oder gar mit Verachtung angesehen. So verrauchte die alte wilde Leidenschaft in einer anmaßlichen gewinnsüchtigen Schauspielerei, und was einst vielleicht mehr eine Plage der Ergriffenen gewesen war, wurde nun zu einer schlimmeren Plage ordentlicher Leute. Darum straften die Isländer mit Recht den Berserkergang mit Friedloslegung, wenn aucht nicht mit völliger. Deute ich eine Stelle im Paulus Diakonus 1, 11 richtig, so hätten Südgermanen schon Jahrhunderte vor der nordischen Wikingerzeit solche Krieger gekannt. Als nämlich die Langobarden auf ihrer Wanderung nach Süden auf die Assipiter stießen und die große Zahl dieser ihrer Feinde und ihre eigne geringe sahen, da sprengten sie listig aus, sie führten Hundsköpfe im Lager bei sich d. h. ungeheure Menschen mit Hundsköpfen, die nach Menschenblut dürsteten und, wenn sie keinen Feind erreichen könnten, ihr eigenes tränken. Der aus der gelehrten Literatur des Plinius und Solinus bekannte Name der Kynokephalen, eines fabelhaften hundsköpfigen Volkes, ist an die Stelle der in Wolfs- oder Bärenfell gekleideten langobardischen Vorkämpfer getreten. Im bayrischen oder Tiroler Raufer, der, wenn er keinen Gegner findet, wie ein Stier den Rasen ausrauft, lebt die alte Kampfeswut fort. Auf diese Nachtseiten menschlichen Geisteslebens fällt vom Seelenglauben her einiges Licht. Denn der eingebildete Wechsel der Hülle oder des Überwurfs, das alt nordische „hamskiptast“, woran das deutsche „Ausderhautfahren“ anklingt, deckt sich im wesentlichen mit der griechischen Ekstasis, dem Austritt nämlich der Seele aus dem Körper. Verläßt die Seele diesen im Tode dauernd, im Traume oder auch in der Ohnmacht vorübergehend, so macht sie sich auch in der Verzückung frei von ihm oder wird vielmehr seine Herrin. Sie reißt ihn mit sich in ihr neues fremdartiges Treiben hinüber. Der tief eingewurzelte Wahn, daß bei Tod und Traum die Seele eines kampflustigen Mannes als Kampftier, Wolf oder Bär, zum Vorschein komme, mochte im aufregenden Dunkel des Abends einen ruhelos tätigen Mann dazu aufstacheln, sich selber in ein solches Tier verwandelt zu fühlen. Er mochte seinen Sinnen und Gliedern eine melancholische Wildheit aufzwängen, wie sie den Wolf zu erfüllen schien, wenn er in der Stille der Nacht einsam die Herde würgte. Von demselben Wahn beherrscht konnten Leute das nächtliche Treiben ihres rücksichtlos rührigen Herrn leicht nach dieser Richtung hin deuten und seine etwaigen Erzählungen für wahr halten. Bis wie weit die Wirklichkeit dem Glauben entsprach? Man behauptet, den Werwolf könne man morgens mit bleichem Gesicht und Blut im Bart heimkehren sehen. Hieß doch auch der Verbannte, der wegen Friedensbruchs aus der menschlichen Gesellschaft Gestoßene, schon bei den Goten und den salischen Franken ein Warg, ein Wolf, oder ein Waldgänger, der im dunklen Wald ein Wolfsleben führte, ein Wolfshaupt, ags. wulfes heäfod, trug und überall auch im Heiligtum als „vargr i veum“, Wolf im Tempel, gehetzt wurde, gehetzt, so weit der Himmel sich wölbt und Menschen wohnen. Denn Bär und Wolf sind nach dem altnordischen Gesetz, wie nach dem Sachsenspiegel überall, selbst im Bannforst, friedlos. Die Werwölfe trieben in der dunkelsten Zeit des Jahres, in den Zwölf nächten, ihr Unwesen oder waren in dieser Zeit geboren. Legt ein Werwolf am 9. Tage oder auch erst im 3., 7. oder 9. Jahre sein Fell ab, so hängt das wieder mit dem Seelenglauben zusammen. Soeben ist mit geteilt worden, daß der in einen Seehund verwandelte Ertrunkene jeden neunten Tag seine Haut abstreife, um wieder Mensch zu werden, und überhaupt pflegt der Verstorbene, insbesondere der vorzeitig Verstorbene, am neunten Tag nach seinem Tode in Deutschland wie in Altgriechenland wiederzuerscheinen, wann nämlich die Zeit der ersten Versöhnungsopfer für die Toten abläuft. In Pommern heißen solche Wiedergänger Neuntöter, weil ihr werwölfisches Treiben neun Jahre dauert, ein Zeitraum, den in Griechenland die Selbstverbannung, das Wolfsleben, nach einem Morde erheischte. Ja der aus dem Grab gestiegene Wiedergänger geht mm geradezu als Werwolf um, wie im Jahre 1685 der verstorbne Bürgermeister von Ansbach. Die umgehende Leiche also nimmt nun wirklich die Gestalt des zauberisch verwandelten lebenden Menschen an. In Pommern namentlich werden nicht zur Rechenschaft gezogene Verbrecher nach ihrem Tode Werwölfe, die sich von Menschenfleisch nähren, sowie in der Normandie die Leichen Verdammter in Werwolfsgestalt Sarg und Hügel durchbrechen. Der englische König Johann ohne Land soll nach seinem Tode ebenfalls als Werwolf umgegangen sein. Wenn nun außerdem in Danziger Sagen dieser Gräberwerwolf zum Vampyr wird, so erkennt man wiederum, in wie alten Geleisen dieser düstre Glaube fährt. Denn der griechische Heros kehrt auch in Wolfsgestalt wieder und verübt Vampyrtaten. Auffallend erzählt die inselschwedische Sage, daß die Wölfe die Wiedergänger zerreißen, wo sie dieselben nur finden. Als ob sie in ihnen Nebenbuhler witterten. Die Berserkerwut aber gleicht mehr jener Ekstase der Bacchantinnen, die in der nächtlichen Feier des thrakischen Gottes Dionysos durch heftige Wirbeltänze zur Raserei gesteigert wurde. Mit geschwungnen Dolchen oder Thyrsosstäben, Schlangen würgend und zerreißend, trugen sie Feuer auf ihrem Lockenhaupt, ohne dessen Brand oder eine andere Wunde zu empfinden, und zerrissen mit ihren Zähnen das blutige Fleisch der Opfertiere, bis auch sie erschöpft zusammenbrachen. Hier haben wir die weibliche, griechische, dort die männliche, nordische Form der Ekstase; der wilde Tanz ist hier, der wilde Kampf dort die Triebfeder der Raserei. Von dieser Episode aus dem Seelentaumel Lebendiger rufen uns nun die Seelen der Toten wieder zu sich zurück. Denn außer dem Reiche der Lüfte und dem der Tiere sucht die Seele sich auch noch die gleichsam mitteninne liegende Pflanzenwelt dienstbar zu machen, diese jedoch nur mit halbem Erfolg. Die Bäume und Büsche, die um die Wohnung wuchsen, gehörten zwar auch, fast wie die Haus- und die besprochenen Seelentiere, mit zur Familie. Aber auf einen Fleck gebannt, zeigten sie doch kein ausreichendes Maß der Lebendigkeit, daß auch sie für wirkliche, vollgiltige Seelenverkörperungen gelten konnten. Um so besser eignete sich ihr dichtes, bald stummes, bald leise flüsterndes oder laut rauschendes Laub zum Aufenthalt der Seelen, namentlich solcher Verstorbener, die von ihrer heimlichen grünen Warte herab das Wohl der hinterbliebenen Ihrigen wachsam behüteten. Am längsten hat sich diese gewiss einst gemeingermanische Vorstellung im schwedisch-norwegischen Värd-oder Boträd Wacht- oder Hausbaum erhalten. Wir erinnern uns des Word, wie er als Schlange oder auch als Licht oder als des Menschen Scheinbild, also immer als Seele, sich offenbart, und der Boträd wird auch geradezu der Baum der Tomtegubber, der Gehöftsahnen, genannt, die im altschwedischen ,Seelentrost‘ sogar (tadelnd) Tomtegudha d. h. Gehöftsgötter heißen. Ein solcher Baum wurde durch Opfer und Gebet geehrt und von Schwangeren in ihrer Not umklammert, nicht weil er selber eine Seele oder ein Gott, sondern weil er der Sitz einer Ahnenseele, eines Schutzgeistes des Hauses, war. Darum leiteten manche schwedische Familien von einem solchen Baum ihren Namen ab, unter andern von einer dreistämmigen Hoflinde die drei Familien Lindelius, Tiliander (d. i. Lindemann) und die weltberühmte des Linnaeus oder Linn6. Aber der Glaube an eine eigentliche Verwandlung der Seele in einen Baum oder eine Blume, den Koberstein für altindogermanisch hält, scheint ein später zarter Seitenschößling des markigen Wiedergängerglaubens zu sein. Hin und wieder hört man z. B. von drei verfluchten und vom Blitz erschlagenen Jungfern, deren Seelen in drei große Bäume fuhren. Nach vielen Volksliedern und Ortssagen sprießen die Seelen Ermordeter oder unschuldig Gerichteter oder jung gestorbener Liebender aus dem Grabe oder dem hinströmenden Blut als weiße Lilien, rote Rosen, Myrthen und Epheu, ja als Eichen und Ebereschen hervor. Ruhen zwei Liebende darunter, so neigen und verzweigen sich die Gewächse, ,wär’n gern einander nah‘. In der englischen Ballade von Margret und William klettern die Rosenranken aus ihrer Brust sogar bis zur Turmspitze der Kirche, in der sie begraben liegen, empor und verschlingen sich hier in einen Liebesknoten.

„Das Gemüt vermag es nicht zu tragen, daß zwei jugendliche Wesen, deren Dasein soeben eines in dem andern erst erfüllt und vollendet werden sollte, so auf einmal auseinandergerissen oder beide zugleich der Zeitlichkeit entrückt sein könnten. Es ruft die Phantasie zu Hilfe, daß sie aus dem Tode ein neues Leben hervorgehen lasse, in dem sich das alte fortsetze, an das sich das Gemüt sinnlich halten, das es anschauen könne“.

Man könnte auch in den Grabesblumen gewaltsam oder unschuldig Getöteter ununterdrück-bare Zeugen der Unschuld sehen, die das von einer späteren Naturauffassung Tieren und Pflanzen beigelegte Mitgefühl unwiderstehlich aus der Unglücksstätte hervorgetrieben hätte. So wächst denn auch hinwiederum an solchem Ort kein Gras, und eine Fichte bleibt dort stets klein und dürr. Trostlose Trauer hängt darüber wie eine ewige Strafe. Aus dem Munde eines in der Schlacht gefallenen Königs wächst eine hohe Eiche, aus dem Grabe eines Selbstmörders ein Dornbusch oder eine Distel. Unter den alten Hagebuttensträuchem der nordfriesischen Gräber hausen Wiedergänger. Alle bisher besprochenen Seelenformen überbot an tiefer Gemütswirkung und poetischer Triebkraft weitaus die Erscheinung der Seele in Menschengestalt. Aus dem Traumbild oder auch dem wachen Phantasiebild, wie es im gram oder schreckerschütterten Gemüte der Überlebenden nach dem Tode eines verehrten, geliebten oder eines gefürchteten, gehaßten Angehörigen aufzusteigen pflegt, wurde ein mit voller Lebensgröße des Verstorbenen ausgestatteter Geist. Zuweilen schwebt er nur als ein Schatten vorüber wie der Geist von Hamlets Vater. Öfter aber ist der Wiederkehrende von Grabesdunst umwittert, entstellt oder verklärt, abgeblaßt oder gedunkelt, zuweilen ins Riesenhafte ausgereckt. Bald schwebt er still und flüchtig herbei, bald tritt er mit festem Fleisch und Bein in seiner leibhaftigen Gebärde und mit seiner Gemütsart mitten unter die Menschen, namentlich nach nordischer Sage mit übermenschlicher Höllenkraft ausgerüstet. In ihm, dem meist furchtbaren Heimsucher, aber auch wohl dem Helfer und Tröster der Überlebenden, dem phantastischen Wiedergänger, hat der Seelenmythus seinen höchsten, gleichsam klassischen Typus geschaffen und zugleich eins der wertvollsten Zeugnisse urältester Menschenkunde hinterlassen. Der an die Elemente, Tiere und Pflanzen geknüpfte Seelenglaube hatte entweder einen unbestimmten oder doch einen überwiegend ruhigen idyllischen Charakter, der Wiedergängerglaube legt wie kaum ein andrer das innerste Wurzelwerk der ältesten menschlichen Seele bloß. Aus ihm strömt eine leichenduftige und doch zum Leben drängende Poesie hervor, welche die ganze Tonleiter menschlicher Gefühle von der jämmerlichsten Gespensterangst durch die heißesten Gewissensqualen und die ergreifendsten Muttersorgen hindurch bis zu dem andachtsvollen Schauer durchläuft, den auch wir vor einer überirdischen Geistermacht empfinden. Der Ursprung dieses wilden, lebenssehnsüchtigen Glaubens, der doch auch ausnahmsweise so innig und zart sein kann, liegt in jener fernen Steinzeit, wo man die Toten, ihre ganzen Leiber, begrub, nicht in der späteren Zeit des Leichenbrandes, der nur ein paar Knochen in einem Häufchen Asche zurückließ. Er liegt in jener Zeit roher Gewalttat, Blutrache und Selbsthilfe, in der der Mörder nach seiner Untat zwar Gewissensangst nicht empfinden mochte, wohl aber das verwandte unbezwingbare Gefühl, daß der Gemordete ein Recht auf Vergeltung habe und zuraal, wenn dieser keine rächenden Erben besaß, als Ungesühnter sich selber zu blutiger Sühne erheben müsse. Denn seine ergrimmte Seele lebte und vermochte den begrabenen Leib zu vorübergehendem Nachleben mit sich fortzureißen, wie die Werwolfsseele den lebendigen in die ihr entsprechende Gestalt zwang. Aber nicht nur Ermordete kamen wieder, sondern alle, die im Leben oder im Tode nicht ihr Recht bekommen hatten, die, vor der Zeit gestorben, vom Leben nicht lassen wollten, oder die ungenügend bestattet waren. Wiederum liegt uns in der Wiederkehr solcher Toten ein indogermanisches Glaubensstück vor. Schon im alten Indien plagten Wiedergänger ihre Hinterbliebenen und fuhren die Seelen ungeborener Kinder als Blutsauger um. Die Preta d. h. die Hingegangenen irrten zunächst hungernd auf Erden umher, bis sie durch ein besonderes Opfer zu den Pitaras oder Ahnen ins Jenseits geführt waren. Die Pitaras aber schützten oder straften ihre Nachkommen, je nachdem sie geehrt oder vernachlässigt wurden. Ein aus Kummer über die Untreue seiner Frau gestorbener Mann kommt jede Nacht, sie zu peinigen. Doch man verwarf den Glauben, daß Hausväter nach ihrem Tode als Dämonen ihre Gräber auf suchten. Für das Kastenwesen ist dieser alte Glaube verwertet, wenn im Mahabharata die Brahmanenhasser nach dem Tode zu Unholden werden. — Die Perser dachten offenbar ähnlich. Denn Xenophon scheint ihren Glauben richtig aufgefaßt zu haben, wenn er den sterbenden König Kyros daran erinnern läßt, daß die Seelen derer, die Unrecht erlitten, den Mördern Schrecken einflößten. In Griechenland spielte der Glaube an die Wiederkehr der Toten in verschiedenen Farben. In der Ilias fleht die Seele des Patroklos, in Euripides’ Hekuba der Schatten des ermordeten Polydoros um Bestattung, beide, weil sie Ruhe finden möchten. Nach Hesiod werden die Menschen des ältesten, goldenen Geschlechts nach ihrem Tode Dämonen auf der Erde, Wächter der Menschen, die ,in Nebel gehüllt‘ d. h. unsichtbar Recht und Unrecht beobachten. Plato gab, wenn er auch etwas von seiner Philosophie hineinvernünftelte, doch deutlicher den volkstümlichen Grund der Unruhe gewisser Toten an. Seelen, die ihre Sinnlichkeit nicht ablegen, meint er, umschweben längere Zeit ihre Gräber, da die sinnliche Leidenschaft die Seele wie mit einem Nagel an den Körper hefte und sie selber fast körperlich mache. Der Gemeinglaube aber kannte zwei große Klassen von Wiedergängem, nämlich die Aoroi, die vor der Zeit Gestorbenen, und die nach dem Tode Vernachlässigten. Zu jenen gehören die eines gewaltsamen Todes, sowie die kinderlos oder unverheiratet Gestorbenen, zu diesen die Unbestatteten, auch die ohne die gebührlichen Totenopfer Gelassenen. Was ihnen lebend oder tot entzogen wurde, suchen ihre Seelen einzubringen, indem sie entweder einzeln als rachgierige Irrgeister Alastores umgehen oder scharenweise im Heer der Hekate beängstigend einherziehen. Namentlich die Heroen mit ihrem reizbaren Ehrgefühl machen gefürchtete Angriffe auf ihre Beleidiger. Sie quälen mit vampyrartigem Alpdruck, stürzen ganze Familien ins Verderben, erwürgen jeden, der ihnen begegnet, und verhängen sogar über weite Landschaften Dürre und Seuche. Darum spielen sie im Zauberwesen einst wie heute eine bedeutsame Rolle. Aus dem Grabe trieb es noch die widerwillig zum Christentum bekehrte „Braut von Korinth“, den ihr genommenen heidnischen Bräutigam zu umarmen und seines Herzens Blut zu saugen. Der neue Glaube vermochte nicht diesen mächtigen Zug nach Vergeltung und Befriedigung zu ersticken : die Manes, die Ahnen, auch noch christlicher Römer wurden durch Rachsucht oder Mitleid auf die Oberwelt zurückgeführt. Bei allen Germanen hieß oder heißt dieses Wesen der Wiedergänger, französisch reve, oder allgemeiner Gespenst, Draugr, Trugbild, mundartlich , Nachsehr er, Neuntöter. Sein Tun ist der Wiedergang, der Nachspuk, das Umgehen. Groß ist die Schar der germanischen Wiedergänger: Ermordete, Ertrunkene, Verhungerte, Liebende, Kindbetterinnen und diejenigen, die in ihrer Sterbestunde nicht den Beistand ihrer Söhne oder nicht ein ehrliches Begräbnis gefunden haben; aber auch solche, denen noch im erkalteten Herzen der Gedanke an ihre Untat oder auch die Sorge um Hab und Gut brennt, oder denen ein Gelübde oder auch die Lust am Saus und Braus der Jagd keine Ruhe läßt, oder Kinder, die hilflos oder, wie man später sagte, ungetauft dahingerafft sind. Nach diesen ihren verschiedenen wirklichen Schicksalen gestaltete sich das Nachschicksal, das Schein- und Trugleben des Wiedergängers, das ihn rächen, sühnen, trösten, befriedigen, schadlos halten soll, sehr verschieden. Und so bekommt jeder dieser so schroff abgerissenen Lebensläufe ein meist unheimliches, zuweilen aber unsäglich rührendes Nachspiel; der schrille Schlußakkord ihres Lebens klingt noch einmal dumpf wider. Die ältesten Wiedergänger scheinen die Seelen von Ermordeten und Mördern gewesen zu sein, von denen der eine den andern zum Bruch der Grabesruhe aufregt. Schon die bloße Nähe des Mörders, des „Mortmeilen“, macht das starre Blut des auf der Bahre liegenden Erschlagenen fließen. Als Hagen an Siegfrieds Bahre trat, „flössen die Wunden sehr“. Als Richard Löwenherz sich der Leiche seines königlichen Vaters näherte, da brach aus dessen Nase das Blut hervor, als ob es zu Gott über den schreien wollte, der für die Ursache seines Todes gehalten wurde. Im Jahr 1503 troff das Blut einer aufgegrabenen Baslerin durch die Bahre, als ihr Mann ihre Ermordung abschwören wollte. Der schon indische Glaube an dieses in Mitteleuropa freilich erst in den französischen Artusromanen des 12. Jahrhunderts bezeugte Bahrgericht scheint im badischen Volke selbst heute noch nicht ganz erloschen. — Ermordete und andere Verunglückte müssen nach ostdeutschem Glauben so lange umgehen, als sie noch hätten leben können. Nach altnordischem Gesetz begrub man mit Tod gestrafte Verbrecher auf der Flutgrenze, als ob das wiederkehrende Wasser seine Wiederkehr hindern solle. Die Bedeckung, das Hüllen „hylja“ der Leiche, wurde später im Norden gesetzliche Pflicht eines jeden, der den Leichnam fand; sogar der Mörder hatte sie an seinem erschlagenen Gegner zu erfüllen. Unterließ er sie, so wurde er eben deswegen geächtet und fühlte sich selber der Rache des wiederkehrenden Gemordeten mm aus doppeltem Grunde preisgegeben. Nach dem angelsächsischen Gesetz soll der Mörder dem Getöteten nichts nehmen, sondern ihn auf den Schild legen, das Haupt nach Westen, die Füße nach Osten gerichtet. Mit solcher Strenge wahrte das bajuwarische Volksrecht die Unverletzlichkeit der Toten, daß selbst derjenige, der beim Wegschießen der Aasvögel die Leiche mit dem Pfeil verwundete, in Todesstrafe verfiel. — Unter den Mördern sind vorzugsweise die Selbstmörder zur Wiederkehr geneigt; sie müssen fort und fort nach dem Ort ihrer Entleibung hinwandeln, der für so unheimlich gilt, daß man dort nicht ruhig sterben kann. Nach altschwedischem Gesetz sind sie zu verbrennen, damit sie nicht nach ihrem Tode andres ehrliches Volk heimsuchen. Geschwächt kommt der Wiederkehrsgedanke zu neuerem Ausdruck, wenn die Hand des Vatermörders, ja des Kindes, das nach den Eltern geschlagen hat, sowie die des Meineidigen, Diebes, Baumfrevlers sich aus dem Grab emporstreckt. — Ertrunkene wollen ihr Teil am Totenmahl: so tritt der ertrunkene Isländer Thorodd noch naß mit seinen Unglücksgefährten neun Tage nach seinem Untergang in die Halle, wo man bereits zu seinem Totengedächtnis das Erbbier trinkt. So behält auch in Schwaben das Wasser den Ertrunkenen neun Tage, um ihn dann wieder auszuwerfen. In Steiermark wandelt der Ertrunkene so lange in der Nähe seiner Unglücksstätte, bis er einen verlockt hat, ebenfalls zu ertrinken. — Furchtbar rächen sich die nicht gebührlich Bestatteten. Nach der altisländischen Eyrbyggjasaga schieden eines Abends der herrische Thorolf und sein Sohn in Groll von einander. Heimgekommen setzte sich der Alte in seinen Stuhl, sagte nichts, aß nichts; seine Leute gingen schlafen. Als sie andern Morgens wieder eintraten, sitzt Thorolf noch immer da — tot! Als der herbeigerufene Sohn bemerkt, wie das Gesinde über den auf dem Antlitz des Toten lagernden Unmut erschrocken ist, nähert er sich dem Stuhle von hinten, zieht den schweren Greis rückwärts auf seine Schultern und schlägt seinen Mantel um dessen unversöhntes Haupt. Darauf läßt er die Wand durchbrechen, und durch das Loch, das dann wieder geschlossen wird, schleift er ihn ins Freie. Wozu das alles? Zu der germanischen Totenbesorgung, den nordischen „näbjargir Totenhilfen“, wie zu den griechischen gehörte es, gleich nach dem Eintritt des Todes dem Verstorbenen die Augen zuzudrücken, wie es scheint, damit nicht der unheimlich gebrochene Blick als „böser Blick“ Unheil stifte. In Deutschland belegte man noch dazu Augen und Mund mit einem Sternchen oder Geldstück, das ursprünglich ebensowenig wie die griechische Beigabe des Naulon oder Fährgelds für einen unterirdischen Fergen bestimmt, sondern eine Geldabfindung für den Toten war. Dem gefürchteten Verstorbenen zog man in anderen altnordischen Sagen auch eine Haut über den Kopf. Ähnlich wie den Thorolf im Norden, schleifte man in Deutschland einen toten Missetäter unter der Schwelle hindurch, damit er den Heimweg nicht fände, ja noch heute wird hie und da aus demselben Grunde die Leiche nicht durch die Türe, sondern durch das Fenster hinausgebracht. Aus Furcht vor der Wiederkehr bricht man auch im fernen Indonesien eine Öffnung durch die Mauer. Aber den vernachlässigten Thorolf bezwangen alle solche Vorsichtsmaßregeln nicht; nach Sonnenuntergang tobte er furchtbar unter Mensch und Vieh und verwüstete selbst den Acker, bis er umgebettet und sein neues Grab hoch umzäunt wurde. Viele brechen ihren eigenen Grabesfrieden aus unstillbarer Kampfbegier, Waidlust, Habgier und aus Geiz. Gleich den marathonischen Kämpfern erheben sich die Gefallenen der katalaunischen Schlacht zu neuem Waffengange. Hilde, Högnis Tochter, weckt auf der Insel Haey durch Zauber die samt ihren Waffen zu Stein gewordenen Erschlagenen wieder auf, und so sollen sie immer wieder kämpfen bis zur Götterdämmerung. Nach einer deutschen Sage sprangen einmal Tote aus den Gräbern den Ihrigen bei, als diese schon unterliegen wollten. Leidenschaftliche Jäger, später namentlich solche, die ruchlos den Feiertagsfrieden nicht geachtet haben, gesellen sich als Wiedergänger der wilden Jagd bei. Leidenschaftliche Hauswirte kommen wieder. Der Isländer Vigahrapp ließ sich dicht unter der Küchentür stehend begraben, um von dort aus nach seinem Tode die Wirtschaft bequemer überwachen zu können. Weil ihm aber die Knechte nicht genügten, quälte und tötete er sie voll Zorns, ja er verödete dann seine ergibigen Äcker, Lachs- und Seehundweiden. Darum grub man ihn wieder aus, verbrannte ihn und streute seine Asche ins Meer. Milder als der Isländer verfuhr der Geist eines oberschwäbischen Bauern, der seiner Kinder wegen gern nach Scheuer und Stall schaute und jeweils den saumseligen Knechten eine „Humse“ Ohrfeige versetzte. Fridthiofs Vater will dem Grabe seines Königs gegenüber am Strande begraben sein, daß sie sich bequem über den Fjord hinüber zurufen können, wenn Wichtiges bevorsteht. — Endlich haben Geizhälse, Wucherer, Betrüger, Wortbrüchige, ja in Norwegen selbst Trunkenbolde und Spötter keinen Grabesfrieden, sondern gehen um. Zumal in den langen Winternächten um Weihnachten. Da läßt sich der gottlose Fastenverweigerer anfangs undeutlich sehen. Die Kühe, die ihn erblicken, werden wild und stoßen einander, die Menschen verlieren den Verstand, mit zerbrochenen Knochen findet man sie am andern Morgen. Und selbst der furchtloseste aller Menschen, Grettir, ist einer Ohnmacht nahe, als er den von ihm besiegten Wiedergänger bei seinem Fall seine grauen Augen starr auf den Mond richten sieht. Um ihn dann unschädlich zu machen, wird sein abgeschlagener Kopf gegen seinen Hintern gesetzt und auf „kalten Kohlen“ verbrannt. Mit versöhnendem Glanz leuchtet in dieses Reich düsterer Vorstellungen die Liebe hinein, die Brautpaars-, die Gatten- und die Mutterliebe. Die Mitglieder eines eng verbundenen Menschenpaars treibt es zu einander, aus dem Leben zum Tode, aus dem Tode zum Leben, mit unwiderstehlicher Sehnsucht, mit unverbrüchlicher Treue. Der Wiedergängerglaube verklärt sich zu imvergänglicher Poesie. Im zweiten Eddaliede von Helgi, dem Hundingstöter, nimmt Odin den gefallenen Helden in Walhall auf. Aber es wird ihm eine „Heimfahrt“ erlaubt, und die Magd seiner Witwe Sigrun sieht ihn mit stattlichem Gefolge zu seinem Grabhügel reiten und berichtet der Herrin, das Grab Helgis sei offen, der Fürst sei gekommen und bitte sie, das Bluten seiner Wunden zu stillen. So ging denn Sigrun ins Grab zu Helgi und sprach:

„Nun will ich küssen dich leblosen König, Bevor du die blutige Brünne abwirfst. Dein Haar ist, mein Helgi, von Reif durchdrungen, Ganz bist du von Leichentau bespritzt.“

Darauf er:

„Du allein verschuldest, Sigrun von Sefafjöll, Daß Helgi mit Leidestau benetzt ist. Du weinst, Goldgeschmückte, grimme Zähren, Du Sonnenhelle, eh’ schlafen du gehst. Jede fällt blutig auf die Brust des Helden, Naßkalt, tiefdringend, kummerschwer.“

Und nun trinken sie zusammen im Hügel köstlichen Trunk, und selig ruht sie die Nacht dem Toten im Arme, bis es Zeit für ihn ist, auf fahlem Rosse die morgenroten Himmelswege zu reiten. Es war ein alter, mm den alten Weibern überlassener Glaube — so heißt es in einem Prosazusatz zum Gedicht —, daß die Beiden wiedergeboren seien, er als ein anderer Helgi und sie als Kara. Es ist der höchste Schluß des Wiedergängertums, der auch noch hie und da im Norden gezogen wird: die Wiedergängerseele kommt nicht zu einem bloß scheinbaren, sondern zu einem vollen neuen Leben wieder. Und zwar kann sie auch nach dem Prosazusatz in einer andern Person wiedergeboren werden, sich also auf die Seelenwanderschaft begeben. Denn auch die Seelenwanderung war dem Norden nicht ganz fremd. Das Gedicht aber gibt der alten einfachen Wiedergängersage, die offenbar an das irdische Grab als alleinigen Wohnsitz des Toten gebunden war, ebenfalls eine andre neue Wendung. Sie spielt sich nun, der Einheitlichkeit des Schauplatzes beraubt, auf dem prunkvolleren Hintergrund des später erfundenen Totenreiches, der Walhalla, ab. Das germanische Volkslied aber bewahrt überall die ältere einfachere und wohl ergreifendere Fassung. Der dänische Ritter Aage kehrt aus dem schwarzen Grund zu seiner herzwunden Braut Else zurück die ihn fragt, wie es in seinem Grabe sei, indem sie unter Tränen seine welken Haare kämmt. Er antwortet:

„Jedesmal daß du dich freuest, Und dir ist froh dein Mut, Da ist mein Sarg gefiillet Mit Rosenblättern rot: Jedesmal daß du voll Sorgen Und dir ist schwer dein Mut, Da ist mein Sarg gefiillet Ganz mit geronnenem Blut.“

So folgt sie dem wieder Versinkenden in den schwarzen Grund, sowie in Schottland Margarete, bis an die Kniee geschürzt, dem Geist ihres Wilhelm durch die lange Wintemacht nacheilt, bis der Hahn kräht und er verschwindet im Nebel und läßt sie ganz allein. Da bricht ihr holder Leib tot zusammen. Und mm steigt vor uns jenes unvergleichliche Stimmungsbild des deutschen Volksliedes auf, aus dem Bürgers Lenore hervorgegangen ist: Der Mond scheint so helle, Die Toten reiten schnelle. „Feins Liebchen, graut dir nicht?“ Im Volkslied des mährischen Kuhländchens nässen die Tränen der Witwe das Hemde des Eheherrn im Grabe so sehr, daß sie, wie sie davon hört, hineindringt, um immer bei ihm zu bleiben. Umgekehrt kommt in Pommern die heißgeliebte Frau allnächtlich aus ihrem Grabe ans Bett ihres Gatten, um ihm freundlich zuzusprechen, bis er eines Morgens auf ihrem Grabe gefunden wird, lang ausgestreckt, als ob er das Gras hätte küssen und mit seinen Armen umfangen wollen. Milder und behaglicher äußerte der Iarl Thorgnyr seine Anhänglichkeit an die verstorbene Gattin, wenn er gern auf ihrem nah bei der Wohnung gelegenen großen Grabhügel bei guter Mahlzeit saß, Rat erteilte und den Spielen zusah. Wie leidenschaftlich tanzt dagegen die tote Braut im Aargau auf dem Kreuzweg so lange fort, bis ihr der Bräutigam nachstirbt! Man mag sie im Wirbelwind, der die Kreuzwege liebt und Windsbraut heißt, zu sehen geglaubt haben. Alt ist auch die rührende Geschichte von der Wiederkehr der im Kindbett verstorbenen Mutter zu ihrem hinterbliebenen Kinde. Wochenlang kommt sie in jeder Mitternacht mit leisen Tritten, das Licht verlischt, und bald hört man das Kind an ihrer Brust begierig saugen, oder sie kocht ein Müslein und wäscht die Windeln. Sie wiegt und singt es ein, bei ihm wachend bis zum ersten Hahnschrei. In Oberelsaß tränkt die Mutter Gottes, auf die die Mutterpflichten übertragen sind, in stillen Nächten gütig das mutterlose Kindlein am Milchbrunnen. Dann lächelt es am Morgen in der Wiege mit seinem Milchbärtchen. In Schlesien bereitet man solcher Kindbetterin das Bett. Wo man aber ihre Wiederkehr nicht wünscht, breitet man die Windeln ihres Kindes, mit Steinen beschwert, über ihr Grab. So b