Über die reiche deutsche Weihnachtskultur und ihren absehbaren Niedergang:


Nur wenige andere Feste zieren das Erdenrund so, wie das Weihnachtsfest. Vergessen dabei wird, dass die zahlreichen Gebräuche des Weihnachtsfestes überwiegend aus Deutschland stammen und sich von Deutschland aus über die gesamte christliche Welt verbreiteten und auch auf andere Kulturen abfärbten.

Gleichwohl ist die deutsche Weihnacht keineswegs ein Fest mit rein christlichen Wurzeln.
Ursprünglich feierten germanische Stämme die Wintersonnenwende um den 21. und auch 22. Dezember, der in der deutschen Sprache auch als Monat ,,Julmond“ bekannt ist. Die Kirche setzte nach der Christianisierung der altdeutschen Stämme (6.- bis 9. Jahrhundert) über die Zeit die Auferstehung Christi schrittweise auf das germanische Julfest der Wintersonnenwende, in dem Christi als neuer Lebensspender und das Erwachen gefeiert wurde. Die Kirche setzte ihre Interpretation nur über ein ursprünglich heidnisches Fest.
In den skandinavischen Sprachen heißt die Weihnacht bis heute ,,Jul“.

Gerne vergessen wird ebenfalls, dass die Weihnacht als Fest der westlichen Kultur, maßgebend auf Gebräuchen beruht, die ursprünglich aus Deutschland stammen:

Zu nennen sind hier zum Beispiel der Weihnachtsbaum, der erstmalig in Straßburg, Reval und in Riga (damals alles rein deutsche Städte) in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts (um 1521) auftauchte.
Die berühmte Weihnachtspyramide tauchte im 19. Jahrhunderts erstmalig im sächsischen Erzgebirge auf. Der Adventskranz wurde ebenfalls im 19. Jahrhundert von Johann Hinrich Wichern aus Hamburg erfunden.
Auch der beliebte Weihnachtskalender ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts und stammt aus dem protestantischen Norddeutschland.

Die Gestalt des Knecht Ruprecht soll bereits auf germanische Überlieferungen zurückgehen. Die Gestalt des Christkinds stammt aus der Zeit der Reformation (16. Jahrhundert) und diente einst als deutsches Gegenstück zum Nikolaus. Auch der Weihnachtsmann ist keine Erfindung von ,,Coca Cola“ sondern geht auf germanische Wurzeln zurück.

21.12 – 06.01 Julfestzeit und magische Rauhnächte

 Germanenherz wünscht allen Beseelten, friedliche und besinnliche Festtage.
Gledelig Jul und erkenntnisreiche, magische 12 Rauhnächte. Ein gesundes neues Jahr und uns allen eine bessere Zeit!. In diesem Sinne, Heil und Segen auf all unseren Wegen.

Ach ja, bevor Ich es vergesse. Ich wünsche allen meinen Scheinheiligen Freunden, Kollegen, Bekannten, der Buckligen Verwandschaft und all denen, die mich eh am Arsch lecken können, ein fröhliches, besinnliches und streitsames Heuchlerfest. Erfüllt von Spontanen, Aufgestauten und erxplodierenden Aggro-Emotionen. Möge euch heuchlerische Brut, der Heilige-Blitz beim Kacken niederstrecken. Halleluja.  Den Rest habe Ich lieb, wisst ihr ja.

Wir sind von Nordlands Art !
jul-2016Wenn durchs Land der Herbstwind pfeift, sind schon Berg und Tal bereift, dann wendet sich mit frohem Sinn, unser Herz zur Julzeit hin:
Herbststürme brausen, grau das Himmelszelt, wir harren und hausen in unsrer dunklen Welt.
Kein Wettersturm ist uns zu hart; wir sind von Nordlands Art!

Hat der Julmond Schnee gebracht, freuen wir uns dieser Pracht.
Hei, frisch die Schneeschuh angeschnallt, uns ist kein Schnee zu kalt;
Schneestürme brausen über Wald und Feld,
wir schlittern und sausen durch unsre weiße Welt.
Kein Aufwärts ist zu steil, zu hart, wir sind von Nordlands Art!

Hat die Zeit uns wohlgetan, sehnen wir das Fest heran,
die Sonnenwend mit neuem Licht, das hell ins Finstre bricht:
Lichter erhellen jedes deutsche Haus, wo wir uns gesellen,
bei Wetter, Sturm und Braus, ums heilge Feuer froh geschart,
wir sind von Nordlands Art!

Mehr zum Thema in den folgenden Links

Julfesten

Julfesten Das Julfest ist ein nordeuropäisches Fest der Wintersonnenwende. Es ist eines der 8 Jahreskreisfeste der alten Germanen. Wintersonnenwende – Das große germanische Fest Rauch von Holz und Harz liegt in der Luft ich atme ein den verlockenden Duft Yulezeit ist da, Yulezeit ist da Im tiefsten Winter, so einsam die Nacht die Sonne wendet und Balder … Weiterlesen

Wodan Ruprecht (Hruodpercht) Wodanstag

Die deutsche Weihnacht ist eine Verschmelzung des christlichen Jesusglaubens mit der germanischen Tradition (Nordlands Art!), da durch die Zwangs-Christianisierung Germaniens das Julfest abgelöst werden sollte. Die Jul-Tradition war derart tief in der völkischen Kultur der Germanen verwurzelt, daß die römische Kirche, wie auch beim Ostara-Fest, eine zuerst beabsichtige Auslöschung verwarf und daraufhin die Julzeit umdeutete … Weiterlesen

Magische Nächte. Die 12 Rauhnächte

Die 12 Rauhnächte Die zwölf Nächte am Ende des Jahres und die mit ihnen verknüpften Mysterien gehen bis in die Antike zurück. Sie haben sowohl römische als auch germanische und sogar indische, japanische und chinesische Wurzeln, und auch heute noch finden sie vielerorts im Brauchtum Beachtung. Nach uralten Überlieferungen suchen zu dieser Zeit die Seelen … Weiterlesen

Zauberei und Hexerei

Die alten Deutschen kannten Zauber mit Tat und Wort; den ersteren verbietet Nr. 10 des Indiculus (de phy-lacteriis et Ugaturis), den zweiten Nr. 12 (de incantationibus). Das Wort Zauber (ahd. zoubar) selbst bedeutet eigentlich „Mennig“, die rote Farbe, mit der die Runen in die Lostäfelchen eingetragen wurden. Das Zauberlied ist die älteste nachweisbare Dichtungsart der … Weiterlesen

Die weisen Frauen Hagedisen – Hexen

Die erfolgreiche Vorgehensweise und die überzeugenden Ergebnisse der heilkundigen Frauen stellten eine große Bedrohung für das aufkommende Christentum, sprich die Kirche dar. Denn diese Frauen verließen sich mit ihren außergewöhnlichen Begabungen eher auf ihre Sinne und Erfahrungen als auf die Gebote des Glaubens. Versuch und Jrrtum lehrte sie Ursache und Wirkung zu erkennen. Sie Forschten … Weiterlesen

Das Erforschen der Zukunft

Als Mittel zur Erforschung des göttlichen Willens bei den Deutschen nennt Cäsar „Losorakel und Prophezeiungen (sortes et vaticinationes; b. g. 150), Tacitus „Götterzeichen und LosorakeV1 (auspicia et sortes, Germ. 10). Beim Los wurde die Gottheit nach ihrem Willen gefragt, im anderen Falle erfuhr man ihn aus gewissen Vorzeichen. Die Wahrsagekunst scheint mehr Aufgabe der Frauen … Weiterlesen

Walhall, Ragnarök: Ende und Neubeginn

Walhalla – das Ziel aller tapferen Krieger Walhall (oder Valhall, im Volksmund oftmals auch Walhalla genannt) bezeichnet in der nordischen Mythologie das Ziel aller gefallenen Krieger, die sich als tapfer erwiesen hatten und in der Schlacht ihr Leben gelassen hatten. … Weiterlesen 

Germanische Mythologie

  EINLEITUNG Es läßt sich mit großer Wahrscheinlichkeit voraussetzen, daß die Stammväter der Germanen, nachdem sie sich von den anderen Ariern getrennt hatten und in zwei Strömen die Ebenen Mitteleuropas und den hohen Norden unseres Kontinents überfluteten, die alten religiösen … Weiterlesen 

Religionskritik und virtueller Onlinegedankenaustausch

Wer stetig lügt und falsches spricht, der gebraucht da gern ein fremd Gesicht. Befasst euch mit dem Esausegen. Die Lügenmacht ist längst allumfassend und kann nur mehr mit diesem Teil aus ihrem eigenen Glauben gebrochen werden. Die Welt ist von 3 Betrügern irregeführt worden: Moses, Jesus und Mohammed.
Vatikan: (Kaballa – Der Sefirot-Baum)

Allvater…. Runa .. (Yggdrasil Göttlicher  Weltenbaum)Textknechtschaften, Gebölke und Gelala bei Germanenherz von Preußen.

https://dailymotion.com/video/xqhs0q?autoPlay=1  Unsere Krone ging verloren.  Aber, ihr werdet sehen, es geht auch ohne Kreuz und Krone. Unser GOTT wohnt im Herzen – nicht im Vatikan! Wir werden „GEMEINSAMals Diener des Staates, etwas ganz Neues aufbauen. Wenn . . . wir ein Volk sind. Wir haben nur die eine Chance „Gemeinsam“ Wir müssen unsere Kräfte bündeln. Wir müssen uns schnellstens Vereinigen. Das ist kein Spaß !!!

Weltweiter Migrationsvertrag als Verpflichtung bei Doppelmoral im Vatikan: Papst feiert Migrationspakt – wollte Vertrag aber selbst nicht unterschreiben

 Der Vatikan hat vor den Vereinten Nationen in New York erneut zur Aufnahme und zum Schutz von Migranten aufgerufen. Besondere Erwartungen setzte er in den geplanten UN-Migrationspakt, sagte Erzbischof Bernardito Auza, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den UN, am Freitag zum Abschluss der Beratungen über das Abkommen.

 Der weltweite Migrationsvertrag werde es für Staaten, die Zivilgesellschaft und jeden Einzelnen schwieriger machen, die Probleme Betroffener zu ignorieren und der gemeinsamen Verantwortung ihnen gegenüber nicht nachzukommen.
Der Entwurf für den „Global Compact For Migration“ wurde am Freitag in der UN-Vollversammlung in New York beschlossen. Die USA sind nicht an den Verhandlungen beteiligt, auch Ungarn sieht den Vertragstext kritisch. Hauptanliegen des rechtlich nicht bindenden Dokumentes ist eine bessere Organisation der weltweiten Flüchtlings- und Migrantenströme. Es soll im Dezember im marokkanischen Marrakesch offiziell angenommen werden. Hier schauen  https://www.vaticannews.va/de/vatikan/news/2018-07/vatikan-uno-global-compact-for-migration-auza.html
Bischof offenbart: Hinter den Kulissen wurde die Ausrottung der Europäer beschlossen
Ein Plan zur Untergrabung der ethnischen und religiösen Identität Europas. Bischof Athanasius Schneider startet den Weckruf an alle Christen.

Ein Plan, sagt er, sei „lange vorbereitet“. Er hat mit dem Journalisten Bozi darüber gesprochen, aber er sollte auch mit Bergoglio sprechen.
„Das Phänomen der sogenannten“ Einwanderung „ist ein Plan, der von internationalen Mächten für lange Zeit inszeniert und vorbereitet wurde, um die christliche und nationale Identität der Völker Europas radikal zu verändern . Diese Mächte nutzen das enorme moralische Potenzial der Kirche und ihre Strukturen, um ihr antichristliches und antieuropäisches Ziel wirksamer zu erreichen. Zu diesem Zweck wird der wahre Begriff des Humanismus und sogar das christliche Gebot der Nächstenliebe missbraucht „.

Verstehst du? Er spricht vom Kalergi-Plan. Es ist kein Zufall, dass Bergoglio, ebenso wie Merkel, vor einiger Zeit mit dem gleichnamigen Preis ausgezeichnet wurde. Die Kirche ist zu einem bewussten oder unbewussten Instrument des großen Plans der ethnischen Substitution geworden.

Ein Elternpaar aus Schleswig-Holstein, das sein Kind nicht an einem Schulausflug in eine Moschee teilnehmen ließ, ist rechtskräftig zu einem Bußgeld verurteilt worden. Das Schleswig-Holsteinische Oberlandesgericht entschied am Dienstag, eine Rechtsbeschwerde gegen ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts Meldorf nicht zuzulassen.

Das selbe Kieler Bildungsministerium hat auch gendergerecht zugestimmt, daß „Vorschulkinder“ zukünftig mit Dildos, Liebeskugeln und Analsex unterrichtet und praktiziert werden. Die Zerstörung der Familie ist eines der wichtigsten Ziele der Illuminaten.

Das Volk , musste schon immer für all die Kosten der Kirchen aufkommen, während die Priester Bischöfe und Kardinäle,ihre dicken Plautzen immer mehr füllten. Irgendwie passt das alles nicht, zu den vielgepriesenen Teilungen von Staat und Kirche. Aber letzendlich wird das Volk von der Kirche dumm gehalten und von Staat arm.

Wir brauchten mehr als 1000 Jahre um festzustellen, daß wir keine Kaiser, Könige und Fürsten benötigen, damit sie mit uns spielen, uns ausrauben und sagen, was wir zu tun und zu lassen haben. Hoffentlich dauert es keine weiteren 1000 Jahre, bis wir feststellen, daß wir dazu auch, keine Regierungen, keine Politiker und keine verlogenen und völkerzersetzenden Religionen brauchen. Auf deren Spielfeld, nach deren Spielregeln, deren Schiedsrichter und deren Moderator ist das Ergebnis doch sehr vorhersehbar. Christentum, Islam u. Judentum haben den gleichen Ursprung und glauben an den selben Gott. Dieser Gott ist für alle drei nur ein Instrument um freie Menschen zu knechten und zu versklaven. Die herrschende religiöse Kaste aller drei Religionen ist das absolut Böse in dieser Welt. Gehirnwäsche ist deren Instrument. Freies Denken wird unterdrückt. Und wo das nicht klappt wird brutale Gewalt angewendet.
 Der Aufruhr, den eine Wahrheit verursacht, ist direkt proportional dazu, wie tief der Glaube an die Lüge war. Nicht über die Tatsache, dass die Welt rund ist, haben sich die Menschen aufgeregt. Sondern darüber, dass die Welt nicht flach war. Wenn ein gut verpacktes Netz aus Lügen den Massen über Generationen hinweg verkauft worden ist, dann erscheint die Wahrheit völlig grotesk und ihr Verkünder wie ein rasender Verrückter. Was glaubt ihr, was hier los wäre, wenn mehr Menschen wüssten, was hier los ist! Sie halten das für Unsinn? Kann sein, aber vielleicht fehlen Ihnen ja auch einfach nur die richtigen Informationen. ***SAGT NICHT IHR HABT NICHTS GEWUSST–ICH HAB ES EUCH GESAGT ***

Die meisten Gläubigen, die heute auf ihren „Messias“ warten, würden ihn dann vielleicht gleich wieder aufhängen. Auf die einsamen Rufer gibt niemand mehr acht. Ein Prophet findet am wenigsten Aufmerksamkeit und Anerkennung in seinem Volk, in seiner Heimat und in seiner eigenen Familie. Noch ehe der Hahn kräht, wirst Du mein Volk, mich dreimal verraten haben.

Die Wahrheit wird von denen Unterdrückt , die viel zu Verbergen und zu Verlieren haben ! Vor allem was die wahren Strukturen im Hintergrund und die Tatsächlichen Machtgefüge Betreffen. Im Römerbrief wirft Paulus den Juden vor, das sie schnell dabei sind „Blut zu Vergießen“, dass sie zu nichts gutem taugen und das auf ihren Wegen „Verderben und Unheil“ ist. Das jetzige Christentum fußt auf deren vor 2000 Jahren geschaffenen Gründungsfigur des heiligen Bartholomäus Baphomet. Als Astaroth transformierte weibliche babylonische Göttin Ištar, die erst zur westsemitischen Göttin Astarte wurde in Berlin ein Tempel gestellt, der Flughafen, hat auch damit was zu tun. Das richtige Christentum ist um einiges Älter. Hier mal schauen  Die christliche Lehre kam aus dem Norden  Was wär‘ ein Gott, der nur von außen stieße, Im Kreis das All am Finger laufen ließe! Ihm ziemt’s, die Welt im Innern zu bewegen, Natur in sich, sich in Natur zu hegen, So daß, was in ihm lebt und … Weiterlesen

Die alten Blutlinien der europäischen Königshäuser und der von ihnen kreierte Vatikan, wollten von Anfang an, die Weltherrschaft über die von Ihnen ausgeraubten, unterjochten und versklavten Völker dieser Erde. Die, die damals behaupteten sie hätten Drachenblut, sind die, die uns schon sehr oft an Fremdmächte verkauft haben. Momentan im aktuellen Weltgeschehen sehr aktiv im Einsatz. Deren Pläne sind Uralt und ganz einfach zu durchschauen. Wer darüber, die Wahrheit schreibt und spricht, muß vor ein Scheingericht.

ergänzend :  Bei der Invasion des Irak wurden mehr als 5 Billionen Dollar an Gold und Öl gestohlen.

Denken Sie daran, dass Saddam keine Massenvernichtungswaffen besaß und nicht am 11. September beteiligt war, aber der Reichtum seines Landes wurde geplündert. Dann gingen sie nach Afghanistan, um die Mohnfelder und die Lithiumminen gewaltsam zu sichern, nachdem die Taliban den ganzen Mohn zerstört hatten. Danach gingen sie und töteten Gaddafi in Libyen, um die Kontrolle über seine mehr als 22 Tonnen Gold, die 30 Billionen mehr Ölpipeline, die Afrika wiederbelebt hätte, und die Diamanten, Silber und andere Lagerstätten zu gewinnen. Überall auf der Welt gibt es Krieg und Genozid für Gold, Öl, Drogen und andere natürliche Ressourcen und alles ist für die Rothschilds, den Vatikan, Könige und Banker, jedoch behaupten sie, dass wir Milliarden den gleichen Familien schulden, die alles gestohlen haben, habe alle Länder geplündert!

Die Kreuzzüge

Germanenherz Die ChristianisierungJeder zugefügte Schaden muss gleichem Maße beglichen werden. Ob nun, Christ, Moslem oder Jude. Sie werden noch dieses Jahr 2018 für ihre Schandtaten, an Mensch, Natur und Tierwelt zahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule, Seele um Seele.  So steht es geschrieben, so soll es geschehen!

Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld

Ich liebe Deutschland

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Name ist Deutschland wißt ihr noch wer ich bin
Hat meine Existenz für euch überhaupt noch einen Sinn

Ihr wart doch einst so stolz auf mich habt alles für mich getan
Doch heute verleugnet ihr meinen Namen fühlt nur noch Schuld und Scham

Ich liege im Sterben keine Rettung weit und breit
Das Herz Europas hört auf zu schlagen nach so langer, langer Zeit
Wenn ihr nicht endlich aufwacht und handelt gibt es keine Hoffnung für mich
Doch wenn ich sterbe, sterbt ihr genau so wie ich — genau so wie ich

Wißt ihr nicht mehr als ich früher war, voller Größe, Mut und Kraft
Habt ihr vergessen wie schön ich war das habt alles nur ihr geschafft
Heute bin ich geteilt überfremdet und für viele nur noch lächerlich
Verhöhnt verspottet ausgenutzt und die Welt lacht über mich

Ich liege im Sterben keine Rettung weit und breit
Das Herz Europas hört auf zu schlagen nach so langer, langer Zeit
Wenn ihr nicht endlich aufwacht und handelt gibt es keine Hoffnung für mich
Doch wenn ich sterbe, sterbt ihr genau so wie ich — genau so wie ich

Ich hab der Welt so vieles gegeben an Kunst, Musik und Kultur
Ihr meinen Stempel aufgedrückt, doch bald verliert sich diese Spur
Wenn du erst aufwachst nach meinem Tode ist es zu spät für dich
Dann erinnere dich an meine Worte und dann weine über mich

Ich liege im Sterben keine Rettung weit und breit
Das Herz Europas hört auf zu schlagen nach so langer, langer Zeit
Wenn ihr nicht endlich aufwacht und handelt gibt es keine Hoffnung für mich
Doch wenn ich sterbe, sterbt ihr genau so wie ich — genau so wie ich
genau wie ich
genau wie ich

Freiheit und Frieden für die Völker dieser Erde

Satans Herrschaft über diese Welt, diese „gegenwärtige, böse Welt“ (Galater 1,4; 1. Johannes 5,19), wird für die nächsten eintausend Jahre beendet sein. Der Kampf um die Kontrolle über die Erde ist vorbei. Nach Gottes Zeitplan wird es Zeit für den Beginn eines neuen Zeitalters. Lebt in Frieden und nimmt alles nicht so ernst was von den Medien kommt!

Satan wird den Planeten Erde nicht für immer beherrschen. Die biblischen Prophezeiungen offenbaren, dass eine erstaunliche Reihe von Ereignissen unsere Welt wie nie zuvor erschüttern und ein neues Zeitalter einleiten wird – ein tausendjähriges Zeitalter unter der Herrschaft des Reiches Gottes (Matthäus 6,10; Lukas 21,31).

Satans Zorn wird sich vor allem gegen Gottes Volk richten, das in Offenbarung 12 symbolisch durch eine Frau verkörpert wird: „Und der Drache wurde zornig über die Frau und ging hin, zu kämpfen gegen die übrigen von ihrem Geschlecht, die Gottes Gebote halten und haben das Zeugnis Jesu“ (Vers 17).

Das hässliche Phänomen der religiösen Verfolgung wird erneut auftreten, und zwar auf Satans Betreiben hin (Offenbarung 2,10). „Dann werden sie euch der Bedrängnis preisgeben und euch töten. Und ihr werdet gehasst werden um meines Namens willen von allen Völkern“, warnte Jesus. „Dann werden viele abfallen und werden sich untereinander verraten und werden sich untereinander hassen“ (Matthäus 24,9-10).

Markus berichtet eine weitere erschreckende Einzelheit über diese verheißene Verfolgung in Christi Prophezeiung: „Und es wird ein Bruder den andern dem Tod preisgeben und der Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empören gegen die Eltern und werden sie töten helfen“ (Markus 13,12). In Offenbarung 6, Verse 9-11 wird diese Zeit des Märtyrertums ebenfalls beschrieben.

 Der Übergang von Satans Kontrolle über die Erde zu Gottes Herrschaft wird weder leicht noch schmerzlos erfolgen. Der Prophet Daniel beschreibt es als „eine Zeit so großer Trübsal . . . wie sie nie gewesen ist, seitdem es Menschen gibt, bis zu jener Zeit“ (Daniel 12,1). Christus sagte, dass kein Mensch überleben würde, wenn Gott nicht in die Weltereignisse eingreifen und sein Reich errichten und Satan seiner Herrschaft über die Menschheit entheben würde (Matthäus 24,21-22).

In Offenbarung 9, Verse 1-12 lesen wir von einer anscheinend enormen militärischen Streitmacht, die, symbolisch als ein Schwarm Heuschrecken dargestellt, aus dem Brunnen des Abgrunds aufsteigen wird. Sie wird dann mit fürchterlichen, heuschreckenartigen Vorrichtungen die Menschen wie mit Stacheln von Skorpionen quälen (Vers 5 bzw. 10). Diese Beschreibung klingt erstaunlich ähnlich den Auswirkungen von modernen chemischen und biologischen Waffen.

Diese Leidenswelle wird von „einem König“, dem „Engel des Abgrunds“, dessen Name „auf Hebräisch Abaddon“ heißt und auf Griechisch „Apollyon“, angeführt werden. Diese Titel bedeuten „Zerstörung“ bzw. „Zerstörer“. Dieses Wesen scheint niemand anderes als Satan selbst zu sein, dessen Charakter und Lebenszweck mit diesen Titeln auf perfekte Weise zusammengefasst werden.

Als Nächstes lesen wir von einer gewaltigen militärischen Streitmacht von 200 Millionen Soldaten (Vers 16; Menge-Übersetzung). Danach folgt ein unvorstellbares Blutbad.

 

Ein Drittel der Menschheit – buchstäblich Milliarden von Menschen, wenn man die heutige Erdbevölkerung berücksichtigt –, wird in diesem großen Krieg ums Leben kommen (Verse 15 und 18) und damit die Opferzahlen aller vergangenen Kriege weit in den Schatten stellen.

In dieser Orgie der Zerstörung scheint Satan kurz vor der bevorstehenden Rückkehr Christi seine Kontrolle über die Menschheit nicht mehr länger aufrechterhalten zu können und deshalb bemüht zu sein, so viele von ihnen wie möglich umzubringen.

Bitte mal den folgenden Film Megiddo – The Omega Code 2 anschauen. Der Film zeigt einen Teil des Biblisch Prohezeiten Endzeitgeschehens, Auf den Ebenen von Megiddo kommt es zur alles entscheidenden Schlacht zwischen dem Guten und dem Bösen.

Die Prophezeiungen des Johannes von Jerusalem 

Johannes von Jerusalem (ursprünglicher Name: Jehan de Vezelay), ein französischer Tempelritter des 12. Jahrhunderts, war einer der neun Gründer des geheimnisvollen Templerordens. In der Zeit nach dem Ersten Kreuzzug grub er im Tempelberg von Jerusalem und schien dort ein großes … Weiterlesen 

V – wie Vielfalt oder Virus

„Diejenigen, die hinter die Schatten blicken können und die Lügen ihrer Kultur erkennen, werden von der Masse nie verstanden werden, geschweige denn, dass man ihnen glaubt.“

Der Gutmensch

Die Mutter aller Lügen (der Jakobs Betrug bzw. die Esau Lüge)

Nun hat sich das Judentum mit dem Alten Testament selbst zum allein berechtigten Herrscher über die Völker der Erde erhoben auf Grund der Verheißung:

… so wird dich der HErr, dein GOtt, das höchste machen über alle Völker auf Erden. (5. Mos. 28,1)

Ein Gesang der jüdischen Kinder Korah lautet in Psalm 44, 2-6:

2. GOtt, wir haben mit unsern Ohren gehöret, unsere Väter haben’s uns erzählet, was du gethan hast zu ihren Zeiten vor Alters.
3. Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie [die Juden] hast du eingesetzt; du hast die Völker verderbet, aber sie [die Juden] hast du ausgebreitet.
6. Durch dich wollen wir unsre Feinde zerstoßen; in deinem Namen wollen wir untertreten, die sich wider uns setzen.

Im 47. Psalm, Vers 4 lesen wir:

Er [JHWH] zwingt die Völker unter uns, und die Leute unter unsere Füße.

Das bestätigt Jesaja 49, 22 u. 23:

So spricht der HErr: Siehe ich will meine Hand zu den Heiden aufheben, und zu den Völkern mein Panier aufwerfen, so werden sie deine Söhne in den Armen herzubringen, und deine Töchter auf den Achseln hertragen. Und Könige sollen deine Pfleger und ihre Fürstinnen deine Säugammen sein. Sie werden vor dir niederfallen zur Erde aufs Angesicht und deiner Füße Staub lecken.

Ganz klar heißt es im Babylonischen Talmud, Goldschmidt, Band 1, S. 636:

Alle Israeliten seynd Könige der Könige.

Die Bedeutung der zukünftigen Welt-Hauptstadt Jerusalem ist angesagt in Sacharja 12,3:

Zur selbigen Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein allen Völkern; alle, die denselbigen wegheben wollen, sollen sich daran zerschneiden; denn es werden sich alle Heiden auf Erden wider sie versammeln.

Das widerspricht eindeutig dem Esausegen, den Isaak dem – von Jakob betrogenen – Esau gab und den die nach Weltherrschaft strebenden Juden so gern vergessen bzw. vergessen machen wollen. Bei dem Namen ESAU – so auch der Rabbi Sidney Tedesche in The New York Times vom 23. November 1952 – ist nicht

an einzelne Individuen, sondern an Nationen oder Völker und ihre Geschichte zu denken.

Gestohlener Segen

(Jakobs Betrug bzw. Die Esau-Lüge) Mit der Bezeichnung Jakobsegen und Esausegen, welche auf Verheißungen des Alten Testaments beruhen, werden zwei sich in Ausdruck und Auswirkung auf das Leben der Völker exakt gegenüberliegende Segensperioden bezeichnet. Wobei Jakob stellvertretend für das jüdische Volk ist, Jakob, Jakobus, Jakob Frank, Jakob Fugger, Jakob Rothschild usw. und Esau die nichtjüdischen Goyim Völker symbolisiert.

Der Esau-Segen (1. Mos. 27, Vers 39/40)

Siehe da, du wirst eine Wohnung haben ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von oben her.

Deines Schwertes wirst du dich nähren, und deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, daß du auch ein Herr und sein Joch von deinem Halse reißen wirst.

Es ist daher für die nichtjüdischen Völker wichtig zu erkennen, daß sie sich nicht durch die Antisemitismuskeule einschüchtern lassen, sondern ganz im Sinne der jüdischen Bibel sich das Joch Jakobs, des Judentums, vom Halse reißen. Das geht nicht auf die Bequemtour, nicht mit Gewalt, sondern nur mit breitgefächertem Wissen, mit Bildung und Moral.

Denn sonst geschieht – nach Meinung der gläubigen Juden – zu Recht, was der Prophet Obadja, Vers 18 androht und was Europa zur Zeit unmittelbar bevorsteht:

Und das Haus Jakobs [des jüdischen Volkes] soll ein Feuer werden, und das Haus Josephs eine Flamme, aber das Haus Esaus [der nichtjüdischen Völker] Stroh; das werden sie anzünden und verzehren, daß dem Haus Esaus nichts überbleibe; denn der HErr hat’s geredet.

Hintergund

Mathilde Ludendorff umschrieb speziell den Esausegen wie folgt

Zwei Zeilen der Bibel retten die Völker.
Nach der Lehre des Jahwismus hat sich Jakob durch List den Erstgeburtssegen seines Vaters Isaak, den sogenannten Jakobsegen, der eigentlich seinem Bruder Esau zustand, erschlichen und dadurch den Anspruch auf Macht über Esau: auf imperialistische Macht über „den Anderen“, auf Weltherrschaft, erlangt. Esau war dadurch dazu verurteilt, fortan seinem Bruder Jakob zu dienen. Andererseits bekam Esau von seinem Vater Isaak im Rahmen einer anderen Segenserteilung das Recht zugesprochen, eines Tages das Joch seines Bruders Jakob vom Hals zu reißen, um auch Herr zu sein.

Die grundlegende Passage befindet sich im Alten Testament, 1. Buch Moses, Kapitel 27, Vers 38/39/40 und lautet wie folgt:

38: „Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein Vater? Segne mich auch, mein Vater! und hob auf seine Stimme und weinte.
39: „Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe da, du wirst eine Wohnung haben ohne Fettigkeit der Erde und ohne Tau des Himmels von obenher.
40: „Von deinem Schwerte wirst du dich nähren und deinem Bruder dienen. Und es wird geschehen, daß du auch ein Herr sein und sein Joch von deinem Halse reißen wirst.

Bedeutung für die Völker

Für die Bibelgläubigen – also für den erheblichen Teil der Menschheit, darunter sind politisch, wirtschaftlich und medial führende Kreise, besitzt der sogenannte Jakobsegen … eine zentrale, ja richtungsweisende Bedeutung. Neben diesem Jakobsegen steht in unmittelbarem Zusammenhang der Esausegen. Jakob steht im engeren Sinne für die mosaischgläubigen Juden und im weiteren Sinne für alle den mosaisch Gläubigen beigesellten, ethnisch dem Judentum nicht angehörigen Bibelgläubigen. Esau steht hingegen für die „Anderen“ im engeren Sinne für alle nicht mosaisch Gläubigen, im weiteren Sinne für alle nicht Bibelgläubigen Nichtjuden. Hierbei gilt für alle Bibelgläubigen, insbesondere für die mosaisch Gläubigen, daß sich sowohl im Jakobsegen als auch im Esausegen der zentrale, die Geschichte der Menschheit bestimmende Wille ihres Gottes Jahwe äußert.

Nutzen des Esausegens

Die Wirkung und der Nutzen des Esausegens liegt nicht darin die Rollen zu vertauschen, und den Unterjochten zum Unterjocher zu erheben, sondern darin „Freiheit, Gleichberechtigung und Frieden für beide Brüder (Jakob und Esau), bzw. deren Nachkommen (Juden und Nichtjuden), beide die Erde Bevölkernden Gruppen sollen nun Herren sein, Herren ihrer selbst, ausgestattet mit gleichen Rechten und Pflichten und somit wirklich frei und ohne Joch“.

Vorgehensweise

Beim Vorgehen auf dem sinnbildlichen Pfad des Esausegens sind klare (moralisch vertretbare) Linien gezogen. So muss Esau ohne Gewalt, ohne Hetze, ohne Beleidungen und auch ohne Unterdrückung für die allgemeine Befreiung und Gleichberechtigung beider Seiten wirken. Umgekehrt muß Jakob jeden der den „Esausegen mobilisiert“ unangetastet lassen, das heißt er darf diesem nicht den Weg zur Freiheit verwehren, nicht einmal erschweren. Jedes Zuwiderhandeln gegen die Freiheitsforderungen Esaus (der Nichtjuden), stellt für Jakob (das Judentum) ein Handeln gegen die Worte Jahwehs dar, welche für sie zwangsläufig die Vernichtung durch Jahweh selbst herbeiführen würde.

Anwendung

Die Einforderung und Mobilisierung des Esausegens kann wie folgt aussehen:

„Ich beanspruche für mich den Esausegen, gemäß 1. Buch Moses, Kapitel 27, Vers 39/40.“

In diesem kurzen Satz ist kurz und gebündelt alles notwendige enthalten. Dieser kann in soeben vorgelegter Form beispielsweise an das Ende von Artikeln und Büchern, sowohl als auch in die Beschreibungspassage von Videoseiten im Weltnetz, usw. gesetzt werden. Dies alles stellt einen verheißungsvollen Weg zur Befreiung der Völker unseres Planeten, und zu einem im wahrsten Sinne des Wortes, segensreichen, Zeitalter dar.

Bibeltext: 1. Mose 27,1-28,5

Lehre: Vertraue auf Gott.

Bibelvers zum Thema: Spr. 3,5 (Luth): Verlass dich auf den HERRN von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand.

„Jakob, komm schnell zu mir!“, rief ihm seine Mutter Rebekka zu. Jakob hörte schon an ihrer Stimme, dass irgendetwas nicht stimmte. „Was ist denn los?“, fragte er besorgt. Rebekka berichtete, was sie soeben gehört hatte: „Dein Vater Isaak hat deinen Bruder Esau zu sich gerufen. Esau soll ein Tier jagen und daraus deinem Vater sein Lieblingsessen kochen. Dann will Isaak ihn segnen.“ Jakob verstand sofort, was das bedeutete.

Bevor ein Vater zu der Zeit starb, segnete er den erstgeborenen Sohn. Damit bekam er einen besonderen Segen von Gott. Und jetzt wollte Isaak seinen ältesten Sohn segnen. „Aber“, wand Jakob ein, „Esau hat mir doch sein Erstgeburtsrecht verkauft. Ich müsste doch den Segen bekommen. Außerdem hat Gott dir doch schon vor unserer Geburt gesagt, dass ich der bin, der besonders gesegnet sein sollte.“ Das stimmte. Gott hatte gesagt, dass Jakob der gesegnete Sohn sein sollte, obwohl Esau der ältere war. Und deshalb konnten sich Jakob und auch Rebekka eigentlich auf Gott verlassen. Aber jetzt waren beide ganz unruhig. „Wir müssen doch etwas tun!“, überlegte Jakob.

„Hör mir genau zu, ich habe einen Plan“, erklärte Rebekka ihrem Lieblingssohn. „Esau ist jetzt auf dem Feld um zu jagen. Wir haben etwas Zeit. Geh zur Herde und hole mir zwei Ziegenböcke. Ich werde daraus deinem Vater sein Lieblingsessen zubereiten. Dann wirst du es ihm bringen und er wird dich segnen.“ Jakob überlegte. Sein Vater war schon sehr alt und er konnte nichts mehr sehen. Daher würde er nicht sehen, dass es eigentlich Jakob war. Aber Jakob hatte trotzdem Zweifel. „Du weißt doch, Esau ist behaart, auch an den Armen hat er viele Haare, aber ich nicht. Unser Vater könnte mich doch anfassen und dann merkt er sofort, dass ich es bin und nicht Esau. Dann denkt er, ich wäre ein Betrüger und wird mich verfluchen statt mich zu segnen.“

Jakob wusste, dass es eigentlich nicht in Ordnung war. Aber am meisten hatte er Angst davor, erwischt zu werden. Aber Rebekka beruhigte ihn: „Gehorche mir einfach und hole die Tiere!“ Rebekka wollte selbst alles in die Hand nehmen. Sie vertraute nicht auf Gott. Aber wir können auf Gott vertrauen. Gott weiß alles, er kennt alles, er kennt dich und weiß auch, was du brauchst. Und Gott kann alles tun, was er will. Deshalb kannst du ihm vertrauen. Versuche nicht, selbst ein Problem auf schlechte Art und Weise zu lösen. Warte lieber ab und vertraue Gott. Er wird helfen.

Jakob vertraute nicht, er gehorchte seiner Mutter und holte schnell die Ziegenböcke von der Weide. Rebekka bereitete daraus das Lieblingsessen von Isaak vor. Dann holte sie einige Kleidung von Esau und gab sie Jakob. „Zieh das an!“, forderte sie ihn auf. Jakob gehorchte. Dann nahm Rebekka das Fell von den Ziegen und band es Jakob um die Hände und um den Hals. Jetzt fühlten sie sich nicht mehr so glatt an, sondern so behaart wie Esaus Hände. Rebekka gab Jakob das Essen in die Hand und schickte ihm los.

Jakobs Herz klopfte und ihm war nicht ganz wohl. Aber langsam ging er zum Zelt seines Vaters. „Mein Vater!“, rief er Isaak zu. Isaak konnte nicht sehen, wer da zu ihm kam. Deshalb fragte er: „Wer bist du, mein Sohn?“ „Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn“, log Jakob, „Ich habe das Essen vorbereitet, so wie du es wolltest. Komm und iss und dann segne mich.“ Isaak war verwundert: „Das ging aber schnell! Wie hast du das Tier so schnell jagen können?“ „Gott hat mir geholfen“, log Jakob wieder.

„Komm zu mir“, bat Isaak seinen Sohn, „Ich will dich anfassen, damit ich merke, ob du Esau bist oder nicht.“ Jakob ging auf seinen Vater zu. Sein Herz schlug noch schneller. Jetzt würde sich zeigen, ob er seinen Vater überlisten konnte oder nicht. Er reichte Isaak seine Hände. Isaak faste ihn an und spürte das Ziegenfell. „Du hörst dich an wie Jakob, aber die Hände sind die von Esau“, sagte Isaak. „Bist du wirklich Esau?“, fragte Isaak dann noch einmal. „Ja, ich bin es“, erklärte Jakob ohne zu zögern. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Er hatte angefangen zu lügen und konnte nicht mehr aus der Sache heraus. Und das alles, weil er nicht auf Gott vertraut hatte.

ber Isaak schien nichts zu merken: „Bring mir das Essen!“, bat er seinen Sohn. Jakob brachte ihn das Essen, dass seine Mutter zubereitet hatte und gab ihm auch etwas zu trinken. Isaak schmeckte es sehr gut. Jakob schaute unruhig zu. Immer wieder schaute er zum Zelteingang. Er hatte Angst, dass Esau dort auf einmal auftauchte. Aber Esau war nirgendwo zu sehen. Endlich hatte Isaak aufgegessen. „Komm zu mir, mein Sohn, ich möchte dir einen Kuss geben“, forderte Isaak Jakob auf. Jakob kam zu ihm und gab ihm einen Kuss. Isaak roch die Kleidung, die Jakob anhatte. Er hatte ja Esaus Kleider angezogen. „Ich kann riechen, dass du es bist, Esau“, sagte Isaak.
Und dann segnete Isaak Jakob endlich. „Gott soll dich segnen“, sprach er. „Deine Ernte soll immer groß sein und du sollst genug Getreide und Wein haben. Du wirst über viele Völker herrschen und du wirst der Herr über deine Brüder sein.“ Als Jakob wieder das Zelt verließ, war er erleichtert. Er hatte den Segen bekommen, so wie er schon das Erstgeburtsrecht erkauft hatte. Jetzt war alles gut geworden, weil er und seine Mutter, zusammen seinen Vater betrogen hatten.

Aber war wirklich alles gut? Jakob hatte gelogen, seinen eigenen Vater überlistet. Er hatte nicht auf Gott vertraut. Dabei hat Gott einen guten Weg für jeden von uns. Gott hat auch für dich alles vorbereitet. Und er wird alles gut führen. In der Bibel steht: wenn wir zu Gott gehören, dann wird uns alles zum Besten dienen. Versuche nicht, Unrecht zu tun, damit es dir gut geht. Vertraute stattdessen auf Gott, er wird alles gut machen.

Jakob dachte, alles wäre in Ordnung. Aber früher oder später würde Esau zurückkommen. Und das geschah auch. Esau hatte auf der Jagd etwas gefangen und das Lieblingsessen seines Vaters zubereitet. Jetzt ging er mit dem Essen zu Isaak hinein. „Vater, komm und iss, ich habe alles für dich vorbereitet“, rief Esau ihm zu. Isaak war verwundert. „Wer bist du?“, fragte er. „Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn“, antwortete Esau. Isaak erschrak. „Aber eben war doch schon jemand hier und hat mir das Essen gebracht und ich habe ihn gesegnet, wer war das denn?“, fragte er. Esau war schnell klar, wer ihn um seinen Segen betrogen hatte. Er fing an zu jammern und weinen und war sehr traurig. „Segne mich auch, Vater“, bettelte er, „hast du denn keinen Segen mehr für mich?“

„Den Segen kann ich nicht ändern“, erklärte Isaak. „Ich habe deinen Bruder mit guter Ernte und Wein gesegnet und ihn als Herr über dich gesetzt.“ „Jetzt hat er mich schon zweimal überlistet“, jammerte Esau, „erst hat er mir das Erstgeburtsrecht genommen und jetzt den Segen.“ Isaak konnte nichts mehr daran ändern. Der Segen des Vaters galt damals sehr viel. Jakob war jetzt der, der alles hatte. Jakob hatte gewonnen, oder? Esau war so wütend auf Jakob, dass er beschloss, ihn umzubringen. Überall redete er davon und so hörte es auch Rebekka. Schnell holte sie Jakob zu sich: „Du muss fliehen, Esau will dich umbringen“, bat sie ihren Lieblingssohn. „Geh zu meinem Bruder Laban nach Haran und bleibe dort, bis Esau nicht mehr so wütend ist.“

Dann sprach Rebekka mit Isaak: „Lass uns doch Jakob zu meinem Bruder Laban schicken. Ich möchte nicht, dass er eine Frau von hier heiratet. Sie glauben nicht an Gott. Er soll sich in Haran eine Frau suchen.“ Isaak stimmte zu. Und so floh Jakob vor seinem Bruder. Er hatte zwar jetzt den Segen seines Vaters, aber er war zum Betrüger geworden und musste vor seinem eigenen Bruder fliehen. Und das, weil er nicht auf Gott vertraut hatte.

Du kannst auf Gott vertrauen. Und wenn du dich unrecht behandelt fühlst, dann antworte nicht mit Unrecht. Bitte Gott, alles zu klären und dann vertraue ihn. Er wird es richtig machen, denn er hat einen guten Plan für dich.

Gott will, daß … Sie (alle Menschen) zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.“
(1.Timotheus 2/3-4) Gott möchte, daß wir die volle Wahrheit erkennen,
und uns nicht mit Halbwahrheiten abspeisen lassen,
denn die verhindern, daß wir in Gottes Reich gelangen !

Die Prediger der Halbwahrheiten sind allerdings bestrebt, das zu verhindern.
Diese Lügenprediger treten ganz offiziell als fromme Priester beziehungsweise
Pfarrer auf. Es sind allerdings Prediger, die im Auftrag Satans weltweit die
gläubigen Menschen zur Passivität verführen – was ihnen fast immer
mit großem Erfolg gelingt, denn die Passivität wurde uns von Satan
buchstäblich in die Wiege gelegt.

„Seht euch vor den falschen Propheten vor,
die in Schafskleidern zu euch kommen,
inwendig aber sind sie reißende Wölfe.“
(Matthäus 7/15)

Von den Predigern der Halbwahrheiten geht eine große Gefahr aus – sogar eine tödliche Gefahr !

Wer sich nämlich durch ihre Predigten zur Passivität verführen lässt,
hofft vergeblich auf das ewige Leben im Reich Gottes.

In Gottes Wort wird uns unmissverständlich gesagt:

„Seid aber Täter des Wortes und nicht Hörer allein; sonst betrügt ihr euch selbst.“
(Jakobus 1/22)

Meine Textknechtschaft zum Thema ist noch nicht ganz fertig, später mehr

KÖNIGREICH DER HIMMEL I Film deutsch I 2005

Vorab einen Zusammenschnitt, wo man nicht viel erklären muß.

Hosana Meus
Fortuna deus
Aeterna Teus
Mystre, Morte, Sancte Pior
Fortuna hosana deus
Legionus ab comae
Fortune fortuna equis
Ad pugnatoris in veritae
Hossana meus
Fortuna deus
Protego causa
In sanctus
Aeternus praetor
Firmitas semper
Coryphaeus
Rex Regis universe
(Prosay solis hosanna
Protego sanctus causa
Padre illuminata
Gloria in resurrectem
(Prosay solis hosanna
Protego sanctus causa
Padre alluminata
Gloria in unum diem)
Terra tenebrae
Telluris malus
Quisere pere
Curiatus
Genitor edo
In ex domino
Patris illuminata
Rex Regis universe
(Prosay solis hosanna
Protego sanctus causa
Padre illuminata
Gloria in resurrectem
(Prosay solis hosanna
Protego sanctus causa
Padre alluminata
Gloria in unum diem)
Lacrimosa, lacrimosa
In ex dominum

Im 12. Jahrhundert tobt ein Glaubenskrieg um die heilige Stadt Jerusalem. Europäische Kreuzritter versuchen, die Stadt, bei der Jesus gekreuzigt wurde, gegen die Truppen Saladins (Ghassan Massoud) zu verteidigen. Zu dieser Zeit begibt sich der junge Schmied Balian (Orlando Bloom) von der französischen Provinz auf den langen Weg in das heilige Land. Sein Vater Godfrey (Liam Neeson) ist ein hochangesehener Kreuzritter, der jedoch auf der gemeinsamen Reise nach einem Kampf stirbt. Balian erreicht Jerusalem und findet sich in einem Gewirr aus Intrigen des Tempelritters Guy de Lusignan (Marton Csokas) wieder, die zu einer herben Niederlage der Ritter gegen die muslimischen Verbände führen…

Die Kreuzzüge

Das Weib an der Macht

Germanenherz sagt: Ich lese überall von der Zerstörung und Zersetzung unserer Kultur. Von Vergewaltigungen und von Gesetze und Behördenwillkür gegen das deutsche Kernvolk. Aber nirgendwo, dass es Frauen sind, die da in den zuständigen Ämter und Behörden sitzen.

Erst haben sie ihre Männer mit der Emanzipationskeule und der Frauenquotenregelung aus dem Berufsleben verdrängt und aus den Verbleibenden, eine Horde von Bettnässer und Warmduscher gemacht und nun, verheitzen sie den Rest unserer Kultur.

Macht mal fein weiter so Mädels. Eure Überheblichkeit wird euer Verhängnis sein. Die neuen Männen, werden nicht so zimperlich mit euch umgehen wie wir es taten. Ihr habt euch von den NWO Globalisten gegen eure Männer vor den Karren spannen lassen und nun, macht mal fein die Beine breit für eure neuen Männer, Ihr wolltet es ja nicht anders.

Eine weitere Strategie ist die Verschwulung der Gesellschaft und aktive Förderung der Homosexualität, um nach Möglichkeit deutschen Nachwuchs und intakte Familien zu verhindern. Mittlerweile gehört der männliche nichtbehinderte und nichtschwule Deutsche ohne Migrationshintergrund, tatsächlich zu einer benachteiligten Gruppe und hinter den Kulissen, wird weiter an der Zersetzung Deutschlands gearbeitet. diese Politik verfolgt faktisch nicht die Aufgabe Deutschlands, denn alles, was Deutschland und Deutschsein ausmacht (Kultur, Sprache, Geschichte,Bildung, Abstammung etc.) soll systematisch vernichtet werden. Herr, vergib ihn’n nicht, denn sie wissen ganz genau, was sie tun. Die wahren Nazis sitzen in Adelshäusern auf Chefetagen der Konzerne , politische Macht Stühle weltweit. Damit sie nicht auffliegen, haben sie ihre kriegsgeilen Nazivotzen in die Ämter gestellt. Nicht die Weltbevölkerung muß dezimiert werden. Ich sehe dringenderen Handlungsbedaft, gegen weiße „Frauen“. Es fängt schon da an, wo sie ihre Kinder in den Kindergarten geben.

ergänzend ein Zitat von Nicholas Rockefeller „Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle weil die Frauen arbeiten gehen. Außerdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unserer Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. In dem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für die angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden.“
Wie weiße Frauen ihre eigenen Völker verraten
Weiße Frauen zeigen in der gegenwärtigen Asylinvasion, mit beachtlichem Tatendrang wie sehr sie ihre eigene Identität verraten. Die Vernichtung eines Volkes wird über die Frauen betrieben! Um ein Volk endgültig zu vernichten, werden Frauen vergewaltigt und der Gewalt ausgeliefert – oder aber Frauen werden (wie in den 68igern geschehen) durch Mega-Feminismus gegen die Männer aufgehetzt. In unserem Falle Deutschland ist beides geschehen!
Dieses Video soll nicht “Die Frau“ allgemein behandeln sondern zeigen das mehrheitlich Frauen im “Westen Europas“ durch Gehirnwäsche verwirrt wurden. Dem gegenüber stehen “Stolze Frauen“  die Ihre Identität und Herkunft bewahren und verteidigen.
Fakt ist das von den “Flüchtlingshelfern“ über 80 % Frauen sind.
Fakt ist auch das sie den selben Tatendrang bei einheimischen Obdachlosen, Armen oder Kranken Menschen nicht ansatzweise zeigen.

Die Zerstörung der Familie ist eines der wichtigsten Ziele der Illuminaten.

Der Beitrag ist noch nicht fertig, da kommt noch einiges zu !!! Ich warne euch nochmal ((( AMTSTUBENPARASITEN ))) noch ist Zeit zur Besinnung und Umkehr. Wollt ihr später wirklich behaupten-ihr habt davon nichts gewusst ?  Ihr habt euch an … Weiterlesen

EIN TEIL DES PROBLEMS IST: DIE ABARTIGE VERFOTZUNG UNSERER GESELLSCHAFT:  Im Kern wird die Verkommenheit der europäischen Völker in der Gegenwart durch den Begriff der totalen Verfotzung erfasst. Das klingt vulgär, ist aber absolut treffend. Die Männer werden ihrer Männlichkeit beraubt, die Frauen werden zu verzogenen, egoistischen und fordernden Schlampen gemacht.

Dahinter stehen natürlich die Psychomanipulationstechniken des Neue-Welt-Judentums: Psychoanalyse, Feminismus, 68er-Bewegung, Ökologie, Friedensaktivismus, Gender-Mainstreaming, „soziale Gerechtigkeit“, Antirassismus, Friedensbewegung und Flüchtlingshilfe etc. Alles wird durch den Appell an die Emotionen und Angst vor sozialer Ächtung durchgesetzt.

Diese Masche zieht bei Frauen besonders gut: Sie wählen tendenziell entsprechende Kandidaten (SPD GRÜNE CDU FDP LINKE, Obama und Clinton, Van der Bellen etc.), während Männer in höherem Maße ansatzweise bzw. angeblich patriotische Kandidaten und Parteien wählen.

Der Widerstand der Männer ist jedoch gebrochen, nicht zuletzt durch die Gesetzeslage, die jeden verheirateten Mann zum potenziellen Scheidungsopfer unter Generalverdacht macht. Nicht wenige Männer sind zudem angesichts der totalen Verdorbenheit der Mehrheit der heutigen Frauen schier am verzweifeln, wobei ihnen oft die genauen Probleme und Zusammenhänge gar nicht richtig bewusst sind. Nicht wenige versuchen, bei Frauen zu landen, indem sie bei  der Verfotzung mitmachen, sich als politisch korrekter Gutmensch geben.

 Die Scheinlogik der Ideologien ist dabei jedoch nur reine Oberfläche – die jedoch ausreichend blendet, um die Frauen – und inzwischen auch viel zu viele Männer – durch die Manege der jüdisch dominierten Demokratiesimulation zu hetzen. Dass Frauen intuitiv nach wie vor einen „richtigen“, dominanten und selbstsicheren Mann wollen, der ihnen einen Platz im Leben gibt (anstatt kinderlos in der Wüste des Karrierismus und des Hedonismus zu verdursten), zeigt sich daran, dass nicht wenige von ihnen sich von den eingewanderten Primitivlingen angezogen fühlen. Das europäische Erbgut wird so zielgerichtet zerstört, entweder indem es gar nicht weitergegeben wird oder indem es mit dem der primitiven Einwanderer vermischt wird. Genau dies ist das Ziel des Neue-Welt-Judentums, das alle diese Entwicklungen eingeleitet hat und weiter forciert.

Politisch ist dieser Tendenz im gegeben Kontext nicht entgegenzusteuern, denn uns wurde schon vor langem das Ruder aus der Hand gerissen. Einzig als Individuum kann man sich darum bemühen, seine Männlichkeit zurückzuerobern. Dass hier großer Bedarf besteht, zeigen die wie Pilze aus dem Boden sprießenden Angebote der „Manossphäre“, Ratgeberseiten für Männner, in denen es meistens um Strategien zur Verführung geht, die aber auch manche treffende psychologische Beobachtung bieten.

Diese Seiten sind mit Skepsis zu genießen, denn der von ihnen gepredigte Hedonismus trägt ebenfalls zur Zerstörung von allem Guten und Wahren bei. Wer dies mitbedenkt, mag sie allerdings mit Gewinn lesen und Denkansätze finden, die ihm helfen, sich von der teils nur ansatzweise bewussten allgemeinen Verfotzung unseres Denkens zu befreien.

Leider wird es heutzutage immer schwerer, eine unverdorbene Frau zu finden, denn wie sollte eine Dreißigjährige, die bereits 10+ Sexualpartner hatte, sich aufeinmal in eine treue Ehegattin und fürsorgliche Hausfrau verwandeln? Doch selbst wenn man als Mann mit den Problemen einer derart geschädigten Partnerin zu kämpfen hat oder mangels besserer Alternativen allein bleibt, lebt es sich besser, wenn man das Problem erkannt und die Zusammenhänge begriffen hat.

Staatlich verordnete Maßnahmen zur Zwangsgenderisierung

In was für einer abartigen Gesellschaft leben wir?. Die Irren kommunistischen Links/Grünen Kinderschänder machen jagt auf unsere Kinder. Früher hätte man diese Irren in eine Anstalt gesperrt, um das Volk vor ihnen und ihren kranken Vorstellungen zu schützen. Heute sitzt dieser abartige Abschaum in den Parlamenten, Regierungen und für Schulen verantwortlichen Organisationen.
Die Genderisierung der Gesellschaft, gleicht die Zerstörung unserer Kinder und unserer Kultur. Ich hatte schon einige Beiträge zu diesem Thema. … Weiterlesen

Die Gender und Frühsexualisierung unserer Kinder

An der 2. AZK-Konferenz berichtete Frau Inge M. Thürkauf über die Hintergründe des „Genderismus“. Das herkömmliche Weltbild von Mann, Frau und Eltern soll durch den Gender-Mainstream ersetzt und gesetzlich verankert werden. Doch was genau ist eigentlich „Genderismus“ und welche Konsequenzen … Weiterlesen 

Der gewollte Niedergang der deutschen Kultur

Der Deutsche Geist im Niedergang In den letzten Jahren und Jahrzehnten setzte ein zunehmender Niedergang und eine zunehmende Verdrängung der deutschen Kultur ein. Vieles was explizit ein Erzeugnis deutschen Geistes und deutscher Schaffenskraft ist, wurde in den letzten Jahrzehnten schrittweise … Weiterlesen

Germanenherz sagt: Lasst euch nicht ablenken!

Wie lange wollt Ihr Euch das noch gefallen lassen???
Sie machen Jagd auf unsere Tiere.
Sie machen Jagd auf unsere Kinder. Sie machen Jagd auf unsere Frauen. Es wird Zeit für eine Gegenmaßnahme. Wichtig sei jetzt, die Täter konsequent zu ermitteln. Schuld sind die Bürgermeister und die Kommunalpolitiker aus eurer örtlichen Region, die verlogenen und weisungsgebundenen Juristen und Polizisten, die Kirchen mit ihren Kinderschänder Pfaffen, Karitative Organisationen, die Medien, die pädophilen Amtspersonen, die Lehrer usw. Wenn ihr hier noch was ändern wollt, fangt da an. Erst wenn die Verräter deaktiviert sind solltet ihr die volksfeindlichen Hochverräter in Berlin aufsuchen und selbiges mit ihnen verrichten, wie mit den Obengenannten. Alles andere Ist Bla Bla.

Hund oder Frau ?
.
Jüngling in den reifen Jahren, willst Du nehmen Dir eine Frau, denke stets an die Gefahren, überleg‘ es Dir genau.
Hüte Dich vor Liebesgaben, hüte Dich vor schwacher Stund.
Willst Du leben ohne Plagen, – kauf Dir lieber einen Hund.

So ein Hund gehört Dir immer, weil er Dich als Herrn erkennt.
Bei einer Frau geschieht das nimmer, denn Gehorsam ist ihr fremd.
Mitgift hat er freilich keine, aber eins weißt Du genau:
So ein Hund wird immer treu sein – weißt Du das von Deiner Frau?

Ein Hund weint keine Träne, niemals braucht er Aspirin,
Abends hat er nie Migräne und braucht nie was anzuzieh’n.
Willst Du mal ne Reise machen, kannst Du. ruhig Deinen Wau Wau,
Einen Freund in Pflege geben – versuch das mal mit Deiner Frau!

Willst Du wie in früheren Tagen, abends mal zum bummeln gehen,
Mußt Du erst Dein Frauchen fragen, bitte, bitte mußt Du flehen.
Deinen Hund den kannst Du einschließen, und die Nacht genießen, ganz genau.
– Mach das mal mit Deiner Frau.

Vor den Läden stehen die Frauen, schöne Kleider sind ihr Ziel,
Können gar nicht satt sich schauen, haben Hüte viel zu viel.
Deinen Hund den brauchst Du nimmer auszuschmücken wie nen Pfau.
Denn er läuft ja nackend immer, verlang das mal von Deiner Frau!

Und kommst Du mal zu spät nach Hause, willst zu ihr ins Bette gehen.
Wird sie toben ohne Pause: Geh, ich will Dich nicht mehr sehn!
Doch wie anders ist so ein Hündchen, macht es mal zu laut wau wau!
Kriegt es eins auf´s Hundemäulchen, versuch das mal bei Deiner Frau!

Gehst Du mit ihr auf die Straße, bleibt sie plötzlich stille stehen:
Lieber Mann mich drückt die Blase, halt die Tasche, ich muß gehen!.
Deinem Hund genügt ein Bäumchen, denn er nimmt’s nicht so genau,
Er hebt einfach hoch das Beinchen, verlang das mal von Deiner Frau!

Mit den Kindern hast Du nur Plage, jedes Jahr kommt einer an,
Trotzdem mußt Du, ohne Frage, jeden Tag von neuem ‚ran.
Ohne daß Du ihn mußt lieben, bringt Dir Junge Dein Wau Wau.
Gleich auf einmal sechs bis sieben! – Verlang das mal von Deiner Frau!

Drum ihr Männer laßt Euch sagen, laßt die Finger von der Frau,
Denn in ihren späten Jahren wird sie häßlich, alt und grau!
Wird Dein Hund Dir mal zuwider, dann verkaufst Du den Wau Wau!
Und kaufst Dir einen neuen wieder, – verkauf‘ mal so ’ne
alte Frau !!!

Mein Freund, der Wolf

  Am Donnerstag, 22. November, legte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) das „Wolfsmonitoring 11/2018“ vor. Und dieses zeigt, die Zahl der Wolfsterritorien in Deutschland. 73 Rudel, 30 Paare und drei territoriale Einzeltiere – das sind die vom BfN offiziell vorgestellten Bestandszahlen … Weiterlesen

Mein Freund, der Wolf

  Am Donnerstag, 22. November, legte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) das „Wolfsmonitoring 11/2018“ vor. Und dieses zeigt, die Zahl der Wolfsterritorien in Deutschland. 73 Rudel, 30 Paare und drei territoriale Einzeltiere – das sind die vom BfN offiziell vorgestellten Bestandszahlen von Wölfen in Deutschland. Aber – Wieder 58 getötete Wölfe in der Liste. Die Wolfsdebatte wird zur ablenkenden, hinterfotzigen Schwester der Migrationsdebatte gemacht…
Hier wird uns von Medien und Politik vermittelt, daß die Wölfe selbst schuld daran seien. daß sie nun „Entnommen“ abgeschossen werden. Daß sind sie aber nicht! Wir können hier aber ganz klar sehen, die mediengesteuerte Hetzkampagne und die ablenkende Propagandalüge über den bösen bösen Wolf, ist politisch gesteuert. Überall wo politische Misswirtschaft wie, Kriegsverbrechen, Waffen, Oel, Drogen und Menschenhandel, Migrationsschwindel, gezielte Umvolkung, Korruption asw. herrscht. In den Ländern wird in jahrhundertealter politischen Manier, gegen den Wolf gehetzt, Hatten wir letztes Jahr, die Vogelgrippe und davor, waren die Kampfhunde Schuld, und davor, der Rinderwahn und die Hühnergrippe, die Reichsbürger, die Nazis und die Rocker usw. usw. usw. Und Morgen, wird von den korrupten Politikdarstellern und den Medien, eine andere Sau durchs Dorf gejagt.

Laut Bundesamt für Naturschutz ist in Deutschland Platz für 440 Wolfsrudel und aktuell leben in Deutschland 73 Wolfsrudel. Angesichts dieser Zahlen gibt es keinen einzigen Grund auch nur einen Wolf zum Abschuss freizugeben.

Die Suche nach Sündenböcken für politische Misswirtschaft ist von allen Jagdarten, die hinterhältigste. Geht es nach dem Willen unserer Staatsknetenzecken, soll die Anzahl der Wölfe in Deutschland verringert werden. In ihren Koalitionsgesprächen verständigten sich die Verhandlungspartner nach den Worten von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) heuchelte darauf, daß der Schutz des Menschen im Vordergrund steh

So so, daß der Schutz des Menschen im Vordergrund stehe. Wie viele Menschen werden denn im Jahr von Wölfen verletzt? Seit 20 Jahren sind Wölfe in Deutschland wieder heimisch. Bis heute gibt es keinen einzigen Angriff auf Menschen, keinen einzigen Verletzten. Im Gegenzug aber in 2017 30 Tote (Menschen) durch Jäger.
Paradoxerweise fordern nun diese Jäger, dass sie den bisher ungefährlichen Wolf bejagen dürfen, was ja wieder einen Anstieg der Jagd bedeuten würde.

Fazit: Es sind nicht die Wölfe, die täglich unsere Frauen vergewaltigen, Es sind auch nicht die Wölfe, die schießend, schlagend und stechend, jagt auf unsere Bürger machen. Nein Nein, Es sind auch nicht die Wölfe, die ihre Bürger verheizen, ausrauben, vergendern und verschwulen, Kinder stehlen, Familien zerstören. Sie sind auch nicht daran beteiligt, daß Kinder im Vorschulalter, Dildo und Liebeskugeln in die Körperöffnungen stecken sollen, Nein Nien. Wir haben Euch durchschaut. Der kommende Bürgerkrieg wird Ordnung bringen.

Die wahren Feinde, sind NICHT die Tiere und Menschen in und aus den fernen Ländern. Unsere Feinde sind NICHT, mehrere tausende Kilometer entfernt.Sie sind hier, bei uns! Unsere Feinde sind im eigenen Nest mit den diebischen Hände in der Staatskasse.bzw. in den Amtstuben zu finden.

Unser verratener Freund, der Wolf.
 Es wird Zeit, sich zu erinnern.
Ich bin der Urvater all Eurer Hunde
und ihr besitzt die Frechheit, mich zu töten.
Seit Sonne und Mond das Licht machen, kenne ich dich.
Ich habe dich aus den einst riesigen Wäldern beobachtet.
Ich war Zeuge, wie du das Feuer und Werkzeug erfandest.
Einige von uns wurden Mitglieder eurer Rudel, jagten mit euch, beschützten eure Welpen, halfen euch, liebten euch.
Es war eine gute Zeit…
Einst waren wir uns so ähnlich.
Aber du hast die Wälder kleingemacht und viele von uns getötet.
Ich jage noch immer und füttere meine Welpen.
Das werde ich immer tun.
Ich beobachte dich, damit ich dich meiden kann.
Ich glaube,
ich kenne dich nicht mehr.
Es wird Zeit, sich zu erinnern

Märchen und Mythen über den Wolf

Odin, der himmlische Vater der germanischen Mythologie, war eine seltsame und würdevolle Figur, immer distanziert. Sogar als er mit den Helden an den Festmalen der Götter in seinem Goldpalast, dem Gladsheim oder noch im Valhalla (Saal der Toten) teilnahm, aß er nichts. Er gab die Nahrung, die vor ihm lag, seinen Wölfen Gere und Freke, die so im Valhalla ihr Mahl mit den Helden teilten. Die Valkyries, die die Toten aussuchten, waren beauftragt, auf die Schlachtfelder zu gehen und auf Befehl Odins auszuwählen, wer Sieger werden und wer erliegen sollte und dann die Leichen der Tapferen Odin im Valhalla zu bringen. Zwei Raben, die auf Odins Schultern saßen, flogen jeden Tag durch die Welt und berichteten ihm alles, was die Menschen taten. Der eine nannte sich Gedanke (Hugin) und der andere Gedächtnis (Munin). Währenddem die Götter schlemmten, dachte Odin darüber nach, was er von Gedanken und Gedächtnis erfahren hatte. Odin hatte die Verantwortung darüber, das Ende der Welt, der Tag, an dem die Erde und der Himmel zerstört werden sollten (Ragnarok), so weit als möglich hinauszuzögern. Odin war der universale Vater, Höchster unter den Göttern und den Menschen. Er versuchte permanent, sich mehr Weisheit anzueignen, um sie den Menschen weiterzugeben. Odin, der weise Gott, war manchmal mit einem Wolfskopf dargestellt.

Im alten Edda (altes Manuskript, das Gedichten ähnlich sieht) konnte der Wolf aber auch das Ende der Welt oder die Niederlage der Götter darstellen.

Die Sonne wird schwarz und dass die Erde im Meer versinken wird, Wenn die Sterne vom Himmel fallen werden Und dass das Feuer bis ins Firmament hochsteigt.

Lokis Sohn (verantwortlich für den Tod des meistgeliebten Gottes Balder), Fenrir, der zerstörerische Wolf, dessen offene Kiefer Himmel und Erde berührten, bedrohte die Welt der Götter. Um den äußersten Moment hinauszuzögern, heckten die Götter eine Falle aus, indem sie ihn herausforderten, einen Ring zu zerbrechen, den keiner der Götter zu brechen vermocht hatte. Fenrir konnte nicht abschlagen, aber die Gefahr vorausahnend, sprach eine Bedingung aus: Einer der Götter musste, im Namen aller, seine rechte Hand in des Wolfes Schnauze legen. Der Kriegsgott Tyr akzeptierte und verlor sein Pfand, währenddessen die Zwergenschmiede Fenir in Ketten legten. Bei seiner Befreiung wird die Welt der Götter ihr Ende sehen.

Stärker als alles,

Aber nie würde ich es wagen, seinen Namen auszusprechen.
Und es sind wenige, die darüber hinaus sehen können
Im Moment, wenn Odin untergehen wird.
Edda aber sah einen neuen Himmel und eine neue Erde voraus.
Noch einmal mit einer wunderbaren Schönheit;
werden die Häuser Dächer aus Gold haben;
Ohne dass die Felder ausgesät sind werden ihre Früchte reifen
Auf ewig in einer perfekten Glückseligkeit.

Das alte Edda datiert ungefähr aus dem Jahre 1300; die Texte aber, aus denen es sich zusammensetzt, hätten einen noch viel älteren Ursprung. Dieses Manuskript ist 300 Jahre nach der Ankunft der Christen auf Island redigiert worden. Es ist möglich, dass, trotz des hohen Alters der Texte, verschiedene vom Christentum beeinflusst worden sind, da einige Passagen erstaunlicherweise den in der Bibel entwickelten Ideen gleichen, wie etwa das ewige Leben nach dem Tod Odins und die Gegenwart eines allmächtigen Gottes, dessen Namen ich nie auszusprechen wagen würde.

Der Wolf Fenrir

Vor langer Zeit in Asgard, dem Wohnsitz der Götter im Zentrum des Universums, zog Gott Odin einen Wolfswelpen namens Fenrir auf. Schon als kleiner Welpe ließ Fenrir sein unheimliches Heulen erklingen. Als er größer wurde, bekamen die anderen Götter Angst vor ihm. Schnüffelnd und neugierig zog Fenrir durch die Gassen von Asgard und die Götter wechselten schnell auf die andere Straßenseite, wenn sie ihn kommen sahen.

Egal, was für ein freundliches Wesen Fenrir war, nur ein Gott streichelte sein graues Fell: Tyr, Odins jüngerer Sohn, liebte Fenrir und blieb sein Freund und fütterte ihn mit Fleisch, und je mehr Fenrir fraß, desto größer wurde er, bis er schließlich den Göttern bis zur Taille reichte.

Fenrir hatte nie jemanden verletzt oder angegriffen, aber die Götter bekamen immer mehr Furcht vor ihm. Schließlich trafen sie sich und beschlossen, Fenrir an die Kette zu legen. Sie schmiedeten ein Kette aus schwerem Eisen, mit Gliedern so stark wie der Arm eines Mannes und dann riefen sie Fenrir, der freudig angetrabt kam, aber überrascht und bestürzt war, als die Götter ihm die Kette um den Hals legten und ihn banden. Fenrir heulte auf, zog und zerrte an der Kette, rannte im Kreis, und zuletzt, all seine Kraft einsetzend, sprengte er die Fesseln. Die Götter waren entsetzt und beschlossen, eine neue Kette zu schmieden, doppelt so stark wie die vorherige, denn nun reichte Fenrir den Göttern schon bis zu den Schultern, und sie wussten, dass er die Kraft von Hunderten hatte. Aber immer noch war Fenrir niemandem feindlich gesinnt, und als die Götter ihn erneut riefen, lief er zu ihnen in der Hoffnung, dass sie endlich seine Freundschaft annahmen. Doch die Götter warfen ihm die neue Kette um den Hals, und wieder war der arme Wolf gefangen und seine Augen leuchteten und blitzten vor Wut rot auf, bedrohlich knurrend stemmte er seine gigantischen Pfoten in die Erde und mit einem gewaltigen Ruck sprengte er auch diese Fessel und die Götter flohen vor ihm.

Beunruhigt beschlossen die Götter nun, sich an die Zwerge zu wenden. Als diese von den Sorgen der Götter erfuhren, webten sie aus dem „Miau“ einer Katze, dem Speichel eines Vogels, dem Atem eines Fisches, den Sehnen eines Bären und den Wurzeln eines Berges das Seil „Gleipnir“. Es war dehnbar wie Seide, aber stark genug, das niemand es zerreißen konnte, nicht einmal der große Wolf Fenrir.

Fenrir liebte es, über die Felder zu laufen und zu springen, doch er fühlte sich immer trauriger und einsamer. Und trotzdem hoffte er immer noch, das die Götter eines Tages mit ihm spielen würden. Er wollte ihnen beweisen, das er ihr Freund sein wollte, und so lief er den Göttern zur Begrüßung abermals entgegen, als sie auf ihn zukamen. „Komm, Fenrir, wir wollen mit dir spielen.“ sagten die Götter und Fenrir heulte vor Freude auf. „Aber wir brauchen mehr Platz.“, sagten sie, „Du bist ein großer Wolf und wenn du über die Felder läufst und springst, bebt die Erde. Wir brauchen ein großes Feld für dich, und wir wissen auch genau den richtigen Ort. Willst du mit uns kommen?“ Fenrir zitterte vor Freude, schüttelte seinen großen, grauen Kopf und stampfte mit den Pfoten. Er würde den Göttern überallhin folgen, wenn sie ihn nur endlich lieben würden und seine Freunde wären!

Glücklich folgte Fenrir ihnen auf ihr gigantisches Segelschiff, auf dem sie eine wilde, dunkle und raue See überquerten und nach ein paar Tagen erreichten sie schließlich ein weit entferntes, raues Eiland. „Was wollen wir denn spielen?“ fragte Fenrir und wünschte sich nichts sehnlicher, als den Göttern zu gefallen. Sie zeigten ihm das goldene Band, das die Zwerge gewoben hatten: „Nimm dieses Ende des Bandes und wir nehmen das andere. Wir spielen Seilziehen. Mal sehen, ob du wirklich so stark bist wie wir alle zusammen.“

Begeistert nahm Fenrir das Band zwischen seine scharfen Zähne und rannte ans andere Ende des Feldes. Er begann zu ziehen und zu zerren, und die Götter zogen am anderen Ende des Bandes. Aber wie gewaltig sie auch an beiden Enden zogen, das goldene Zwergenband hielt stand. Als die Götter sahen, das Fenrir weit weg war, verankerten sie heimlich ihr Ende des Bandes im Urgestein der Insel und riefen Fenrir über das Feld zu: „Wickle das Band um deinen Hals, Fenrir! Wenn irgendein Wesen dieses Band zerreißen kann, denn du!“ „Ich kann jede Fessel sprengen.“ dachte Fenrir und er wand sich das goldene Band um seinen Hals und sah voller Tatendrang zu den Göttern hinüber.

„Ich bin soweit!“, rief er, aber als er Tyr mit bedrücktem, niedergeschlagenem Gesichtsausdruck auf den Boden blicken sah, ahnte er bereits, dass die Götter einen weiteren, gemeinen Trick mit ihm versuchten. Ein welterschütterndes Knurren fuhr aus seiner Kehle und er rief nach seinem einzigem Freund: „Tyr, mein Freund,“ heulte er „helfe deinem alten Gefährten Fenrir. Gib´ mir deine Hand als ein Zeichen guten Willens!“

Tyr konnte den qualvollen Ausdruck in Fenrirs Augen nun nicht mehr länger ertragen und er hielt seinem Freund die Hand hin. Fenrir kam heran und legte sanft seine großen Kiefer um Tyr´s Handgelenk. Fenrir, in seinem Maul immer noch vorsichtig Tyrs Hand haltend, wuchs zu seiner doppelten Größe heran. Entsetzt wichen die Götter zurück, als er rückwärts taumelte und Tyr mit sich riss. Das Band hielt. Und wieder zog und zerrte Fenrir, und wiederum hielt das goldene Band seiner Kraft stand. Ein drittes mal sammelte er all seine Kräfte und versuchte, seine Fessel zu sprengen. Das Band der Zwerge hielt, und er war immer noch an die Felsen der Insel gekettet. Und immer noch hielt Fenrir Tyrs Hand in seinem Maul und seine Augen füllten sich mit Tränen, als er in die Augen des einen Gottes blickte, der immer sein einziger Freund gewesen war.

Er wusste, dass er für immer hilflos gefangen war. Und Tyr blickte ebenfalls in Fenrirs Augen und ihn erfüllte eine tiefe Traurigkeit für seinen Freund. Ihr Schicksal nun akzeptierend, schlossen Tyr und Fenrir ihre Augen im selben Moment, und als sie das taten, verschlang Fenrir Tyr´s Hand.

Aber: Tyr starb nicht, er war ja ein Gott, und die anderen Götter zogen ihn zurück und verbanden seine schreckliche Wunde. Und denn nahm Odin sein Schwert und schleuderte es wutentbrannt in Fenrirs Rachen. Der arme graue Wolf hustete und röchelte, doch auch er starb nicht, da er eine Schöpfung der Götter war. Erneut heulte er in Qual und Agonie auf, doch die Götter wandten sich von ihm ab und ließen ihn alleine zurück. Für viele Jahre nun hörten die Götter und Menschen das einsame und klagende Heulen Fenrirs und schließlich, eines Nachts, konnte er sich endlich befreien und sprang hoch in den Himmel! Schwerer Regen prasselte auf Asgard nieder und in dieser Nacht, bekannt als Ragnarök oder Götterdämmerung, wurde die alte Welt zerstört und aus dieser Zerstörung wuchs eine neue, friedvollere Welt und Odins Söhne kehrten zurück um über sie zu herrschen.

Der Wolf als Totemtier

7000 v.Chr. fühlten sich die Menschen noch eins mit der sie umgebenden Natur. Sie sahen keine wesentlichen Unterschiede zwischen sich und den Tieren, hielten sich für ebenbürtig und einige sogar für Wesen, die mit übernatürlichen Kräften ausgestattet sind. Der Mensch der Urgesellschaft war davon überzeugt, dass Tiere genauso wie Menschen in Geschlechtsverbänden und Stämmen leben. Für diesen Menschen stand fest, dass er selbst und sein Stamm in einer Verwandtschaftsbeziehung zu irgendeinem Tier stand. Das Wort, dass diese Beziehung kennzeichnet, heißt Totem und stammt aus der indianischen Sprache, wo es „verwandt“ bedeutet.

Häufig, wenn von einem Totemtier die Rede ist, ist eigentlich ein Krafttier oder ein Tierschutzgeist gemeint. Ein Krafttier ist nur für einen Menschen „zuständig“. Ein Totem kann in Form eines Tieres auftreten, aber auch als Pflanze oder Naturerscheinung und deren bildliche oder symbolische Darstellung. Für den Umgang mit einem Totem gibt es aber auch Tabus. Diese Tabus sind heilige Regeln. In den meisten Fällen darf ein Totem weder getötet, noch verletzt oder gegessen werden, aber hier gibt es auch Ausnahmen.

Ein Totemtier ist angeboren. Üblicherweise wird es entweder von Mutter oder Vater vererbt. Bei den Indianern Nordamerikas hat meistens ein ganzer Clan dasselbe Totemtier, während es bei den Aborigines in Australien nicht an eine Familie gebunden ist sondern einzelne Familienmitglieder verschiedene Totems haben und durch sie über die Familie hinaus eine besondere Beziehung zu ihrer Totemgruppe haben.

Ein Krafttier oder Tierschutzgeist ist ein persönlicher Helfer einer Einzelperson. Besonders die Nordamerikanischen Indianer sind dafür bekannt, dass sie durch körperliche und geistige Strapazen (zum Beispiel lange Wanderungen, langes Fasten, besuchen einer Schwitzhütte und vieles Mehr) eine Vision herbeizuführen versuchen. In dieser Vision zeigt sich ihnen dann ihr persönlicher Schutzgeist. In den meisten Fällen wird zur Entschlüsselung der Vision ein Schamane benötigt. Ein Krafttier kann dem Menschen auf vielerlei Weise zur Seite stehen. Beispielsweise bei der Jagd oder während einer Schweren Krankheit.

Krafttier Wolf

Der Wolf nimmt unter den verschiedenen Tierarten, die zum Totem wurden einen führenden Platz ein.

Im Indianerstamm der Tlinkit von der Nordwestküste Nordamerikas und bei den Irokesen, die im Südosten der Großen Seen lebten, gab es Sippen des Wolfs. In Turkmenien war der Wolf das Totem von 11 Sippen. Die Usbeken leiteten ihre Herkunft vom Wolf ab. Der Wolf zählte auch zu den Haupttotems der Eskimos der Bering-Straße, die ihre Waffen, Hausgerät und sogar ihre Gesichter mit Totemzeichen schmückten. Auch die Mongolen verehrten den Wolf. In einer Legende heißt es, dass ihr Volk von einem vom Himmel geborenen Wolf und einer Hirschkuh abstammt. Als Urmutter der alten Türken galt eine Wölfin. In Überlieferungen heißt es, dass eine Wölfin einen hilflosen zehnjährigen Knaben vor dem Tode gerettet habe. Er war der einzige, der vom Stamm der Hunnen am Leben geblieben war, nachdem diese von Feinden vernichtet worden waren. Als der Junge erwachsen wurde, brachte die Wölfin zehn Söhne zur Welt, deren Vater der er war. Jeder dieser Söhne war der Begründer einer Geschlechterlinie.

Die Verehrer eines Totems waren davon überzeugt, dass sie in den unterschiedlichsten Lebenssituationen mit dessen Unterstützung und Schutz rechnen konnten.

Noch vor wenigen Jahren glaubten die Usbeken, bei denen sich die Organisation in Geschlechtsverbänden erhalten hatte, an die Hilfe ihres Urvaters, des Wolfs. Um einer Frau eine schwierige Geburt zu erleichtern, legte man ihr wie ein Armband einen Wolfskiefer um das Handgelenk. Oder man zerrieb ein Stück getrocknetes Wolfsherz zu Pulver, löste es in Wasser und gab es der Frau zu trinken. Ein Neugeborenes hüllte man in ein Wolfsfell, damit es lange lebte. An die Wiege hängte man als Amulett Wolfszähne, Krallen und Afterzehen. Erwachsene Usbeken trugen, um sich gegen jegliches Unglück zu schützen, Eckzähne, Zähne und Krallen vom Wolf. Diese Amulette durften nicht verkauft werden, man konnte sie nur verschenken. Nicht weniger als die Usbeken vertrauten die Burjaten auf den Schutz des Wolfs. Wenn jemand Fieber bekam, wurde er in ein Wolfsfell gewickelt. Kasachen oder Kasantataren rieben bei Ausschlag oder Flechte die Stelle mit einem Wolfsschweif. In Europa tritt der Wolf nicht selten im Volksglauben als Beschützer auf. Der römische Gelehrte Plinius d. Ä. schrieb, dass ein Wolfskopf die Kraft eines Zaubers breche. Eben aus diesem Grunde wurden sie an das Tor der Landsitze genagelt. Zu dem gleichen Zweck verwendete man in Deutschland im 19.Jh. im Pferdestall eine Wolfspfote.

Einem Totemtier nicht die nötige Achtung entgegen zu bringen, zählt zu den Tabus im Umgang mit dem Krafttier. Schon seit frühester Zeit glaubten die Menschen, dass Tiere die menschliche Sprache verstehen können. Um das Krafttier nicht zu beleidigen, denn dann würde es sich an einem rächen, verwendeten viele Völker Tabubezeichnungen für die Tiere. Bei den Esten hieß der Wolf z.B. „Hirte“, „Langschwanz“ oder „Onkel“, bei den Litauern „Feldgeist“, bei den Korjaken „der sich abseits im Hintergrund hält“ und bei den abchasischen Jägern „glücklicher Rachen“.

Da der Mensch das Totemtier als seinen verwandten ansah, begegnete er selbst dem toten Tier noch mit Ehrerbietung. Bei den alten Athenern herrschte der Brauch, jedem getöteten Wolf ein Begräbnis auszurichten. Auch die Jakuten überließen einen toten Wolf nicht einfach seinem Schicksal: Sie wickelten ihn in Heu und hängten ihn an einen Baum, d.h. sie bestatteten ihn, wie es bei den Taigabewohnern alter Brauch war. Auch die Usbeken bestatteten einen Wolf, indem sie ihn der Erde beisetzten.

 Ursprünglich war der Wolf unter den Großsäugern das Tier mit der größten weltweiten Verbreitung.  Er bevölkerte die gesamte nördliche Halbkugel nördlich des 15. Breitengrades (inklusive Mexiko, Nordafrika, Arabien und Indien). Doch haben die gnadenlose Verfolgung und Lebensraumzerstörung dazu geführt, dass der Wolf in Westeuropa und selbst in Skandinavien schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts ausgerottet war. Auch in Deutschland galt die Art über hundert Jahre als „ausgestorben“. Allerdings kehren die Beutegreifer seit rund 20 Jahren wieder aus dem Osten zurück und haben sich mittlerweile wieder angesiedelt – beispielsweise auf alten Truppenübungsplätzen in Sachsen und Brandenburg. Auch in Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Hessen und Bayern werden immer wieder Sichtungen gemeldet. Derzeit ist der Wolf in der deutschen Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ gelistet.

Auch nach Italien, Österreich und der Schweiz wandern wieder Wölfe ein – in die Gebiete, die sie, wie in Deutschland auch, bereits früher besiedelten. Insgesamt leben derzeit zwischen rund 12.000 Wölfe in Europa (außerhalb Russlands).

Lebensweise

Die Rückkehr des Wolfes

Wie sind die Zukunftsaussichten?

Die Rückkehr der Wölfe klappt dort, wo die sie ausreichend Nahrung und ungestörte Gebiete vorfinden, um ihre Jungen zur Welt bringen und aufziehen können. Und wo sie vor Nachstellungen des Menschen sicher sind. Als Hauptbedrohungsfaktoren galten im letzten Jahrhundert Lebensraumverlust durch Bevölkerungswachstum, Industrialisierung sowie die direkte Verfolgung mit Hilfe von Fallen, Schusswaffen und Gift. Diese Bedrohungsfaktoren sind teilweise auch heute noch aktuell. Hinzu kommt der Verkehr: Seit ihrer Rückkehr nach Deutschland im Jahr 2000 sind 100 Tiere durch den Straßenverkehr zu Tode gekommen. Auch illegale Tötungen stellen eine Bedrohung für den Wolf dar. Eine dauerhafte Rückkehr ist zudem von der Akzeptanz in der Bevölkerung abhängig.

Systematik und Unterarten

der Beitrag ist noch nicht fertig

ergänzend

Kulturbringer Odin, Allvater, Wotan

Einsam sind die tapferen und die Gerechten. Doch mit ihnen ist die Gottheit. Odin, Allvater, Wotan. Gar viele Namen hat Allvater, stetig wacht der Vater aller Götter. Sei Dir bewusst, dass der absolut unkriegerische, große Fragende und Reisende Gott der … Weiterlesen

Walhall, Ragnarök: Ende und Neubeginn

Walhalla – das Ziel aller tapferen Krieger Walhall (oder Valhall, im Volksmund oftmals auch Walhalla genannt) bezeichnet in der nordischen Mythologie das Ziel aller gefallenen Krieger, die sich als tapfer erwiesen hatten und in der Schlacht ihr Leben gelassen hatten. … Weiterlesen

Germanische Mythologie

  EINLEITUNG Es läßt sich mit großer Wahrscheinlichkeit voraussetzen, daß die Stammväter der Germanen, nachdem sie sich von den anderen Ariern getrennt hatten und in zwei Strömen die Ebenen Mitteleuropas und den hohen Norden unseres Kontinents überfluteten, die alten religiösen … Weiterlesen

Magic Runes by Germanenherz

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Den Einstig und Beginn zum Thema Runen, findest du auf meinen Germanenherz Blog´s. Doch die Bedeutung für dich, die findest du nur in dir selbst. Mache dich auf und folge dem Ruf der Runen, sie werden dich zu neuen Erkenntnissen über dich selbst und deine Umwelt bringen. Vielleicht begreifst du erst dann, was dein Weg durch die Zeit ist und wie du ihn gehen sollst.

Runen Rad Runen Rat

Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum neun lange Nächte, vom Speer verwundet, dem Odin geweiht, ich selber mir selbst, am Ast des Baumes, von dem niemand weiß, aus welcher Wurzel er wuchs.Sie boten mir nicht Brot noch Met … Weiterlesen

Die theoretische Magie als Grundlage der Runenmagie

Die Runenmagie wird wohl am ehesten von den verschiedenen magischen Richtungen mit der Alten Sitte in Verbindung gebracht und wohl auch von nicht wenigen Menschen betrieben. Runenmagie kann verschiedene Formen haben. Grundsätzlich soll sie so funktionieren, daß die Kraft der Rune (also das Energieprinzip, das die Rune verkörpert) angewandt wird. Runische Magie ist Zeichenmagie, das Zeichen, die Rune, wird ihrem Sinngehalt und ihrem magischen Potential entsprechend verwendet. Man kann sich das vielleicht so vorstellen, daß die Menschen früher die Energien, die sie wahrnahmen, mit Symbolen bezeichnet haben. In diesem Sinne stehen die Runen für bestimmte Energien, zu denen man einen Kanal öffnen und mit denen man arbeiten kann.
Fliegenpilze

Als einfachste Form magischer Runenanwendung ist wohl die Visualisierung zu nennen. Dabei wird die Rune mit ihren Kräften vor dem inneren Auge vorgestellt und sie kann dann auch projiziert werden, was bedeutet, daß man die visualisierte Kräfte auf ein Ziel hin aussendet. Wirksam ist hierbei die Form der Rune, wie sie als Bild erscheint, und gerade in bezug auf die Aussendung in Verbindung mit der gewünschten Wirkung der Rune, die man ebenfalls visualisieren kann. Man kann dies auch sehr gut dadurch unterstützen, daß man die Stellung (Stadha) der Rune einnimmt oder die Rune mit den Händen bildet. Als Beispiel für diese Anwendung könnte man die Heilung nennen.

Runen können aber auch gesprochen oder gesungen werden. Wirksam ist hier der Laut der Rune (was durch Stöður und Visualisierung unterstützt werden kann). Zaubergesänge allgemein werden als seið-læti bezeichnet, die Wortmagie in einem zeremoniellen, runischen Sinn als galdr; es existiert sogar ein eigenes Versmaß dafür, das galdralag. Durch Wiederholung der Worte / Strophen kann eine Verstärkung erreicht werden. Man verwendet hier entweder nur den Runennamen, den man intoniert, bzw. die Runenreihe, die man komplett singt, oder aber richtige Verse, in denen die Wirksamkeit der Runen sich manifestieren soll. Eine Galdr-Verfluchung wird als alög bezeichnet. Golther glaubt, daß „runo“ das Raunen oder Murmeln eines Zauberspruches bezeichnet, wohingegen galdr der eigentliche „Zaubergesang“ sei (also eine Form von Seiðr).

Die skeptische Frage, ob es Magie überhaupt gibt, ist äußerst unpräzise, so wie auch Glaube oder Nichtglaube an Magie weder richtig noch falsch sind. Es kommt dabei darauf an, was man eigentlich unter Magie versteht, und schon hier laufen die … Weiterlesen

Zauberei und Hexerei

In meinem neuen Titelbild könnt ihr es sehen. Meine Othala Rune symbolisiert, den Sündenbock des heiligen Bartholomäus (Astaroth) in seiner Niederlage, fixiert in meinem Runenkreis
 Die alten Deutschen kannten Zauber mit Tat und Wort; den ersteren verbietet Nr. 10 des Indiculus (de phy-lacteriis et Ugaturis), den zweiten Nr. 12 (de incantationibus). Das Wort Zauber (ahd. zoubar) selbst bedeutet eigentlich „Mennig“, die rote Farbe, mit der … Weiterlesen

Magische Nächte. Die 12 Rauhnächte

Die 12 Rauhnächte Die zwölf Nächte am Ende des Jahres und die mit ihnen verknüpften Mysterien gehen bis in die Antike zurück. Sie haben sowohl römische als auch germanische und sogar indische, japanische und chinesische Wurzeln, und auch heute noch finden sie vielerorts im Brauchtum Beachtung. Nach uralten Überlieferungen suchen zu dieser Zeit die Seelen … Weiterlesen

Die weisen Frauen Hagedisen – Hexen

Die erfolgreiche Vorgehensweise und die überzeugenden Ergebnisse der heilkundigen Frauen stellten eine große Bedrohung für das aufkommende Christentum, sprich die Kirche dar. Denn diese Frauen verließen sich mit ihren außergewöhnlichen Begabungen eher auf ihre Sinne und Erfahrungen als auf die Gebote des Glaubens. Versuch und Jrrtum lehrte sie Ursache und Wirkung zu erkennen. Sie Forschten … Weiterlesen

Das Erforschen der Zukunft

Als Mittel zur Erforschung des göttlichen Willens bei den Deutschen nennt Cäsar „Losorakel und Prophezeiungen (sortes et vaticinationes; b. g. 150), Tacitus „Götterzeichen und LosorakeV1 (auspicia et sortes, Germ. 10). Beim Los wurde die Gottheit nach ihrem Willen gefragt, im anderen Falle erfuhr man ihn aus gewissen Vorzeichen. Die Wahrsagekunst scheint mehr Aufgabe der Frauen … Weiterlesen

In stillem Gedenken an RA Jürgen Rieger.

.Die Artgemeinschaft-GGG e.V.

Er hat unsere Gemeinschaft 20 Jahre geleitet, er hat sie geprägt, er hat sie weiter geformt und gestaltet. Sein plötzlicher Tod riss eine Lücke in unsere Gemeinschaft, doch die Artgemeinschaft lebt weiter. Seine Arbeit war nicht umsonst, es sind immer noch jung und alt vereint im Glauben unserer Art. Für den Erhalt unserer heidnischen Kultur und Tradition, im Einklang mit dem Artbekenntnis und Sittengesetz unserer Art.

Jürgen Rieger – Gestorben am 29.10.09

ergänzend

Jürgen Rieger – unvergessen

Kamerad Rechtsanwalt Jürgen Rieger 11.05.1946 – 29.10.2009 Heute jährt sich der fünfte Todestag unseres Freundes und Kameraden Jürgen Rieger. Die schönen Stunden bei den gelungenen Brauchtumsveranstaltungen, Jahreskreisfeste mit ihn, werden unvergessen bleiben! Zur Erinnerung: Die würdige Abschiedsrede von Dr. Pierre Krebs Einlaß in Walhall Jürgen, Du hast die höchste Prüfung bestanden: die Treue zu Dir … Weiterlesen

Audiovorträge mit Jürgen Rieger

 Wir können seine Textknechtschaften lesen. Das ist eine Sache. Aber seine Audiovorträge, dass ist eine andere und sucht seinesgleichen. An Kenntnissen und lebendigem „Typisch norddeutsch“ vorgetragenen Art, „kaum zu übertreffen“. 1) Abspielen: Einfach mit der linken Maustaste auf den gewünschten Vortrag Klicken, dann spielt euer Betriebssystemplayer die Audiodatei ab, oder ! 2)  Runterladen: mit der rechten Maustaste drauf, dann speichern … Weiterlesen

Das Sittengesetz unserer Art von Jürgen Rieger

 Ursprünglich veröffentlicht auf der Seite der Artgemeinschaft. Jürgen Rieger beschreibt in seinem “Sittengesetz unserer Art” die Grundsätze unseres heidnisch-germanischen Wesens, welche uns durch den Lauf der Geschichte als fortdauernde, biologisch-begründete Merkmale begleitet und geformt haben. So mancher wird jetzt anmerken, dass nicht jeder Germane Deutscher und jeder Deutsche nur Germane sei. Das stimmt teilweise. Das … Weiterlesen

Ahnenverehrung von Jürgen Rieger

 Aus dem Vorwort von Riegers Buch Ahnenverehrung – Weg zur irdischen Unsterblichkeit: Im Anschluß an das Lesen von Spenglers Der Untergang des Abendlandes war ich schon vor geraumer Zeit zur Auffassung gelangt, daß die Beschäftigung mit dem Konfuzianismus für mich notwendig sei. Spengler hat anhand vieler Beispiele das Aufblühen, die Hochzeit und das Vergehen von Kulturen … Weiterlesen

Deutschland und Russland

Ergänzender Beitrag von Februar 2006 von Jürgen Rieger Der zweite Weltkrieg, die großen Leiden der ostdeutschen Bevölkerung bei der Besetzung und der nachfolgende „Kalte Krieg“ mit der Sorge, daß auch die westliche Hälfte Deutschlands kommunistisch werden könnte, haben zu einer Entfremdung zwischen Deutschen und Russen geführt. Es scheint mir deshalb richtig, zunächst einmal einen geschichtlichen … Weiterlesen

Kampf der Kulturen – Kampf der Religionen

von Rechtsanwalt Jürgen Hans Paul Rieger TEIL I In Heft 4/3801 der „Nordischen Zeitung“ habe ich in dem Beitrag „Amerikas Kreuzzug in den Dritten Weltkrieg“ vor einem Krieg in Afghanistan gewarnt, und davor, daß dies zu einem weltweiten Religionskrieg zwischen Moslems und Christen führen könne. Ich habe ferner dargelegt, daß Osama bin Laden nur ein … Weiterlesen

Mutter Erde.

mutter erde schmerzen Weltanschauungen, bei denen die Verehrung der Erde im Mittelpunkt steht. Dies gilt auch für moderne Theorien wie etwa die evolutionsbiologische Gaia-Hypothese.

Mutter Erde bezeichnet im religiösen Sinn verschiedene Vorstellungen von der Erde (im Sinne von Umwelt, Land, Natur oder Planet) als einer heiligen Ganzheit mit diversen übersinnlich-transzendenten Attributen. In fast allen Sprachen der Welt wird die Erde weiblich und der Himmel männlich aufgefasst. Daraus folgt allerdings nicht, daß es sich bei der Vorstellung der „Mutter Erde“ um eine religiöse Universalie handelt.

Geschichten und Mythen zeugen vom uralten Kult der „Großen Mutter“. Sie wird als Lebensspenderin, Ernährerin, Heilerin gesehen, aber auch als Todbringende und Vernichterin.
Die ersten Schöpfungsmythen bezogen sich nicht etwa auf eine Vatergottheit. Muttergottheiten als Gebärerinnen und Herrinnen des Lebens wurden verehrt. Auch bei den Frühgriechen wurde z.B. Leda, die Schwanenjungfrau, Gegenstand der Anbetung. In den Anfängen des alten Ägyptens herrschte zunächst Mutterrecht in Gestalt der Königinnenmutter Isis.

Aber auch hier kam es später zu einer Hinwendung zu einer eher männlich geprägten Religion. Infolge einer Veränderung der Wirtschaftsform und durch die Arbeitsteilung trat vor etwa 6.000 bis 5.000 Jahren ein allgemeiner Wandel ein: Die Hinwendung zu männlichen Gottheiten und damit auch zum Patriarchat. Das hatte freilich seinen Preis: Waren matriarchalische Gesellschaften vermutlich durchweg friedfertiger im Umgang mit Mensch und Natur, so ist in patriarchalischen Kulturen eine gewisse Aggressivität nicht zu leugnen. Unsere heute weltweit dominierende westliche Lebensform geht sicherlich auf diese Denkmuster zurück.

Hier mal eine sehr gute und natürliche Sicht der Dinge von Chief Arvol Looking Horse

Mutter Erde wird müde und kann keine weiteren Auswirkungen des Krieges mehr aufrecht erhalten
Ich, Chief Arvol Looking Horse, von den Lakota, Dakota und Nakota Nationen, bitte Sie, eine indigene Sicht auf das zu verstehen, was in Amerika passiert ist, was wir „Schildkröteninsel“ nennen. Meine Worte versuchen, die globale Gemeinschaft durch eine Botschaft zu vereinen. von unseren heiligen Zeremonien, um sich spirituell zu vereinen, jeder auf unsere eigene Weise des Glaubens an den Schöpfer. Wir wurden vor alten Prophezeiungen dieser Zeit gewarnt, in der wir heute leben, aber wir haben auch eine sehr wichtige Botschaft über eine Lösung erhalten, um diese schrecklichen Zeiten zu wenden.

Um die Tiefe dieser Botschaft zu verstehen, müssen Sie die Bedeutung heiliger Stätten erkennen und die Verbindung zwischen dem, was heute geschieht, erkennen, in Anbetracht der anhaltenden Massaker, die in anderen Ländern und in unserem eigenen Amerika stattfinden.

Seit ich 12 Jahre alt bin, lernte ich von diesen wichtigen Themen, als ich das heilige Büffelkalbrohrbündel und seine Lehren erhielt. Unsere Leute haben sich bemüht, heilige Stätten seit Anbeginn der Zeit zu schützen. Diese Orte sind seit Jahrhunderten verletzt worden und haben uns in die Lage gebracht, in der wir uns auf globaler Ebene befinden.

Sieh Dich um. Unsere Mutter Erde ist sehr krank von diesen Verletzungen, und wir sind kurz davor, die Möglichkeit eines gesunden und nährenden Überlebens für die kommenden Generationen, die Kinder unserer Kinder, zu zerstören.

Unsere Vorfahren haben versucht, unsere heilige Stätte, die „Heiligen Black Hills“ in South Dakota, „Herz von allem, was ist“, vor weiteren Verstößen zu schützen. Unsere Vorfahren haben nie eine Satellitenansicht dieser Seite gesehen, aber jetzt, wo diese Bilder verfügbar sind, sehen wir, dass sie in der Form eines Herzens sind und wenn sie schnell vorgespult werden, sieht es aus wie ein pochendes Herz.

Die Diné haben Big Mountain beschützt, sie nennen es die Leber der Erde, und wir leiden und werden mehr unter der Kohleförderung und den damit verbundenen Vergiftungsprozessen leiden.
Die Aborigines haben vor den kontaminierenden Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Korallenriffe gewarnt, die sie als Blutreiniger der Mutter Erde sehen.
Die Ureinwohner des Regenwaldes sagen, dass die Regenwälder die Lungen des Planeten sind und Schutz brauchen.

Die Gwich’in Nation in Alaska musste Ölbohrungen in der Küstenebene der Arctic National Wildlife Refuge durchführen, die den Gwich’in auch als „Wo das Leben beginnt“ bekannt ist.
Die Küstenebene ist der Geburtsort vieler Lebensformen der Tiernationen. Der Tod dieser Tiernationen wird indigene Völker in diesem Gebiet zerstören.

Während diese destruktiven Entwicklungen auf der ganzen Welt fortschreiten, werden wir noch viel mehr ausgestorbene Tier-, Pflanzen- und Menschen-Nationen erleben, wegen des Machtmissbrauchs der Menschheit und ihres Mangels an Verständnis für das „Gleichgewicht des Lebens“.
Die indigenen Völker warnen davor, dass diese destruktiven Entwicklungen weltweit verheerenden Schaden anrichten werden. Es gibt viele, viel mehr indigene Lehren und Wissen über die heiligen Stätten der Mutter Erde, ihre Chakren und Verbindungen zu unserem Geist, die sicherlich unsere zukünftigen Generationen beeinflussen werden.
Es muss eine schnelle Bewegung hin zu anderen Energieformen geben, die für alle Nationen auf Mutter Erde sicher sind. Wir müssen die Denkweisen verstehen, die weiterhin den Geist unserer gesamten globalen Gemeinschaft zerstören. Wenn wir das nicht tun, werden uns die Kräfte der Zerstörung überwältigen.

Unsere Ahnen haben vorhergesagt, dass eines Tages Wasser zum Verkauf stehen wird. Damals war das kaum zu glauben, da das Wasser so reichlich, so rein und so voller Energie, Nahrung und Geist war. Heute müssen wir reines Wasser kaufen, und selbst dann wurden die Mineralien aus der Nahrung entfernt. Es ist nur leere Flüssigkeit. Eines Tages wird Wasser wie Gold sein, zu teuer, um es sich leisten zu können.

Nicht jeder hat das Recht, sauberes Wasser zu trinken. Wir versäumen es, unsere heiligen Stätten zu würdigen und zu ehren, indem wir die Mineralien und Geschenke, die unter ihnen liegen, herausreißen, als ob Mutter Erde einfach eine Ressource wäre, anstatt die Quelle des Lebens selbst.
Nationen angreifen und mehr Ressourcen einsetzen, um im Namen des Friedens Zerstörung zu bewerkstelligen, ist keine Lösung! Wir müssen verstehen, wie all diese Entscheidungen die Weltnation beeinflussen. wir werden nicht immun gegen seine Auswirkungen sein. Die ständige Verunreinigung unserer Nahrung und unseres Bodens beeinflusst unsere Denkweise.
Eine „Krankheit des Verstandes“ hat in den Weltführern und in vielen Mitgliedern unserer globalen Gemeinschaft mit ihrem Glauben, dass eine Lösung der Vergeltung und der Zerstörung der Völker Frieden bringt, gesetzt.

In unseren Prophezeiungen wird gesagt, dass wir jetzt am Scheideweg stehen: Entweder vereinen wir uns spirituell als eine globale Nation, oder wir stehen vor Chaos, Katastrophen, Krankheiten und Tränen aus den Augen unserer Verwandten.
Wir sind die einzige Spezies, die die Quelle des Lebens zerstört, also Mutter Erde, im Namen der Macht, der Bodenschätze und des Eigentums an Land. Mit Chemikalien und Methoden der Kriegsführung, die irreversible Schäden anrichtet, da Mutter Erde müde wird und keine Auswirkungen des Krieges mehr aushalten kann.

Ich bitte Sie, mich bei diesem Vorhaben zu begleiten. Unsere Vision ist für die Völker aller Kontinente, unabhängig von ihrem Glauben an den Schöpfer, zusammen zu kommen an ihren heiligen Stätten, um zu beten und zu meditieren und miteinander zu kommunizieren und so eine Energiewende zu fördern, um unsere Mutter Erde zu heilen und eine universelles Bewusstsein um Frieden zu erreichen.

Während jeder Tag vergeht, bitte ich alle Nationen, eine globale Anstrengung zu beginnen, und denke daran, für das heilige Essen zu danken, das uns von unserer Mutter Erde geschenkt wurde, damit die Ernährungsenergie der Medizin geleitet werden kann, um unseren Verstand und unsere Geister zu heilen. ..

Dieses neue Jahrtausend wird ein Zeitalter der Harmonie einläuten oder das Ende des Lebens bringen, so wie wir es kennen. Hunger, Krieg und Giftmüll sind das Markenzeichen des großen Mythos von Fortschritt und Entwicklung, der das letzte Jahrtausend regierte.
Für uns als Betreuer des Herzens von Mutter Erde fällt die Verantwortung, die Kräfte der Zerstörung zurückzudrängen. Du selbst bist derjenige, der entscheiden muss.
Sie alleine – und nur Sie selbst – können diese entscheidende Entscheidung treffen, in Ehren zu gehen oder Ihre Verwandten zu entehren. Auf deine Entscheidung kommt das Schicksal der ganzen Welt an.
Jeder von uns ist hier in dieser Zeit und an diesem Ort, um persönlich über die Zukunft der Menschheit zu entscheiden.
Hast du geglaubt, der Schöpfer würde unnötige Menschen schaffen in einer Zeit so großer Gefahr?
Wisse, dass du selbst für diese Welt essentiell bist. Versteht sowohl den Segen als auch die Last dessen. Sie selbst sind dringend nötig, um die Seele dieser Welt zu retten. Hast du geglaubt, du wurdest für etwas weniger hierher gebracht? In einem Heiligen Band des Lebens gibt es keinen Anfang und kein Ende.
Chief Arvol Looking Horse ist der Autor von White Buffalo Teachings. Als unermüdlicher Befürworter traditioneller spiritueller Praktiken ist Chief Looking Horse Mitglied von Big Foot Riders, das an das Massaker von Big Foots Band bei Wounded Knee erinnert.

 Germanenherz bzw. Tatanka´s Sicht der Dinge von Mutter Erde

Alle Dinge sind miteinander verbunden.
Was immer Mutter Erde widerfährt, widerfährt auch den Kindern der Erde. Wenn Menschen auf die Erde spucken, bespucken sie sich selbst.

Gedichte, Lieder und Geschichten vieler Indianerstämme Nordamerikas berichten über das Sinnbild „Mutter Erde“. Die nordamerikanischen Indianer „… sahen den Menschen als Teil des Kosmos, in dem alle Dinge und Lebewesen lebendig waren und über eine eigene Seele verfügten. (…) Wenn ein Indianer die Erde als seine Mutter bezeichnete, sagte er damit aus, dass er Tiere, Pflanzen, sogar Steine und Sand in gleichem Maß achtete wie seine nächsten Verwandten. Wer die Natur verletzte, handelte genauso frevelhaft wie ein Soldat, der eine indianische Frau verwundete.“ (JEIER 1985, S. 11).

Im Glauben der Indianer wohnt jedem Element der Natur eine Seele inne. Diese gilt es mit Respekt und Ehrfurcht zu achten. So stieß es auf völliges Unverständnis, wenn die Weißen Land kaufen wollten. Der Handel mit Land und Boden bedeutete für sie die Seele der Erde zu verkaufen. Eine Indianerweisheit besagt, dass der heiligen Erde kein Leid zugefügt werden darf. Zwar betrieben einige sesshafte Indianer Ackerbau und Viehzucht, jedoch wurden aus Ehrfurcht vor jeder Feldarbeit beschwörende Gebete gesprochen, „… weil sie einen Teil des Bodens benutzten und sich deshalb schuldig fühlten; niemals bestellten sie mehr Land, als unbedingt zum Leben notwendig war.“ (JEIER 1985, S. 41).

Folgender Spruch des Indianerstammes der Smohalla verdeutlicht ihre Achtung vor „Mutter Erde“ und den respektvollen Umgang mit ihr:

„Du befiehlst mir, die Erde zu pflügen. Soll ich ein Messer nehmen und den Busen meiner Mutter zerschneiden?
Du befiehlst mir, nach Steinen zu graben. Soll ich unter ihrer Haut nach den Knochen graben?
Du befiehlst mir, das Gras zu schneiden, Heu zu machen, es zu verkaufen und reich wie der Weiße Mann zu werden? Aber kann ich es wagen, die Haare meiner Mutter abzuschneiden?“
(Smohalla (Wanagum) zitiert nach JEIER 1985, S. 42)

Eine ähnliche Verehrung und tiefe geistige Verbindlichkeit zum Boden drücken auch die Worte des Stammesführers der Cayuse aus:

„Der Boden sagt: Der Große Geist hat mich hierher getan. Der Große Geist befiehlt mir, für die Indianer zu sorgen, sie gut zu ernähren. (…) Der Große Geist hat mich hierher getan, damit ich alles, was auf mir wächst, Bäume und Früchte, hervorbringe. Ebenso sagt der Boden: Aus mir wurde der Mensch geschaffen. Der Große Geist wollte, als er die Menschen auf die Erde brachte, dass sie sich gut um den Boden kümmern und sich nicht gegenseitig Böses antun.“
(LOWENSTEIN & VITEBSKY 1997, S. 50)

Jeder Indianerstamm hat einen eigenen Schöpfungsmythos. Im Stamm der Navaho Indianer zum Beispiel wird von Generation zu Generation weitergegeben, dass „die ersten Menschen aus dem Schoß der Erde“ auftauchten und über einen „mühsamen Weg (…) an das Licht“ gelangten. „Jede Geburt ist dann die Wiederholung des großartigen Geschehens, der Geburt der ersten Menschen, die einmal aus der Erde hervorgekommen sind“ (MARQUARDT-MAU 1988, S. 90).

Die Mythen, die von der Abhängigkeit der Erde als Nahrungsspenderin zeugen, sind ebenfalls sehr vielfältig. Oftmals handeln diese vom Mais, der das Grundnahrungsmittel vieler Indianerstämme war. Eine Geschichte der Mandan, die in der Prärie hauptsächlich vom Maisanbau lebten, erzählt zum Beispiel von der „Großmutter Erde“, die in einer Höhle wohnt und die Menschen mit Mais, Bohnen und Büffelfleisch versorgt (s. Texte und Gedichte). Die Tuscarora, ein Stamm aus dem Nordwesten, lebten in der Überzeugung von einem Maisgott abhängig zu sein (s. Texte und Gedichte). Die Tuscarora, ein Stamm aus dem Nordwesten, lebten in der Überzeugung von einem Maisgott abhängig zu sein (s. Texte und Gedichte).

Alle Dinge sind miteinander verbunden

Auszüge aus der neueren Version der Rede des Häuptlings Seattle von 1970/71: Wir wissen, dass die Weißen unsere Art nicht verstehen. Ein Teil des Landes ist für sie wie der andere, denn sie sind Fremde, die in der Nacht kommen und von dem Land nehmen was sie benötigen. Die Erde ist nicht ihr Bruder, sondern ihr Feind, und wenn sie sie erobert haben, ziehen sie weiter. Sie lassen die Gräber ihrer Väter hinter sich und schenken ihnen keine Aufmerksamkeit mehr. Sie stehlen ihren Kindern die Erde. Sie machen sich nichts daraus.

Sie vergessen die Gräber ihrer Väter und das Geburtsrecht ihrer Kinder. Sie behandeln ihre Mutter, die Erde, und ihren Bruder, den Himmel, wie Dinge, die man kaufen, plündern und verkaufen kann, so wie man es mit Schafen oder glänzenden Perlen macht. Ihr Appetit wird die Erde verschlingen und nur eine Wüste zurücklassen. Ich weiß nicht. Unsere Art ist anders als eure. Der Anblick eurer Städte schmerzt das Auge des Roten Mannes. Aber
vielleicht liegt es daran, dass die Roten Wilden sind und nichts verstehen.

Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was immer der
Erde widerfährt, widerfährt auch den Kindern der Erde.

Ihr müsst eure Kinder lehren, dass der Boden unter ihren
Füßen die Asche unserer Großväter und Großmütter ist.
Damit eure Kinder das Land achten, erzählt ihnen, dass die
Erde reich ist durch die Seelen unserer Vorfahren.

Lehrt eure Kinder, was wir unsere Kinder gelehrt haben:
dass die Erde unsere Mutter ist.

Was immer der Erde widerfährt, widerfährt auch den
Kindern der Erde. Wenn Menschen auf die Erde spucken,
bespucken sie sich selbst.

Dieses wissen wir: Die Erde gehört nicht den Menschen;
der Mensch gehört der Erde.

Dieses wissen wir: Alle Dinge sind miteinander verbunden
wie das Blut, das eine Familie vereint.

Alle Dinge sind miteinander verbunden. Was immer der Erde widerfährt, widerfährt auch den Kindern der Erde. Der Mensch hat nicht das Gewebe des Lebens geschaffen; er ist in ihm lediglich eine Faser. Was
immer er diesem Gewebe antut, tut er sich selbst an.
(Aber wir werden euer Ansinnen überdenken, denn wir
wissen, dass die Weißen vielleicht mit Gewehren kommen und sich unser Land nehmen, wenn wir es nicht verkaufen.

Doch wir sind Naturmenschen, und in einem
vorübergehenden Augenblick der Stärke denken die
Weißen, dass sie Gott sind und dass ihnen die Erde schon
gehört.

Wie kann ein Mensch seine Mutter besitzen?
Eines wissen wir, dass die Weißen vielleicht eines
Tages auch entdecken werden – unser Gott ist der gleiche
Gott.

Ihr denkt jetzt vielleicht, dass ihr ihn besitzt, wie ihr unser
Land zu besitzen wünscht. Aber das könnt ihr nicht. Er ist
der Gott der ganzen Menschheit, und sein Erbarmen für die
Roten und Weißen ist gleich. Diese Erde ist ihm kostbar,
und der Erde Schaden zuzufügen, bedeutet soviel wie ihren
Schöpfer zu verachten.

Auch die Weißen werden untergehen, vielleicht schneller
als alle anderen Stämme und Völker. Fahrt fort, euer Bett
zu besudeln, und ihr werdet eines Nachts in eurem eigenen
Abfall ersticken.

Tragt in eurem Herzen die Erinnerung an das Land,
wie es ist, wenn ihr es euch nehmt.
Und mit all eurer Kraft, mit all eurem Verstand, mit eurem
ganzen Herzen bewahrt es für eure Kinder und liebt es (…)
so wie Gott und alle liebt.“

Germanenherz sagt: Unserer aller Mutter Erde.befindet sich in höchster Not !!! Es besteht dringender Handlungsbedarf. ***Liebet einander*** Was gibt es dran, so schwieriges zu verstehen ? Bei dem Verständnis zur Mutter Erde, da fängt es schon an. Unserer aller Mutter. Die einen, bohren Löcher rein und die anderen, spucken einfach nur drauf. Ich möchte garnicht weiter ins Detail gehen.

Drum halte ich es für meine Pflicht euch zusagen, wie die Erde spricht

Der Mensch meint es mit mir nicht gut, aus meinem Herz läuft sehr viel Blut.
Ihr habt mir großen Schmerz bereitet, habt mich verletzt und ausgebeutet. Seit ewig hab ich euch gegeben, was alles ihr gebraucht zum Leben. Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht, lang hieltet ihr das Gleichgewicht, habt urbar mich gemacht, gepflegt, was ich euch bot, betreut, gehegt. Doch in den letzten hundert Jahren ist Satan  wohl in euch gefahren.

Was in mir schlummert, wird geraubt, weil ihr es zu besitzen glaubt. Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen, verschmutzt die Meere, Flüsse, Quellen, umkreist mich sinnlos Tag und Nacht, seid stolz, wie weit ihr es gebracht. Habt furchtbar mich im Krieg versehrt, kostbaren Lebensraum zerstört, habt Pflanzen, Tiere ausgerottet, wer mahnt, der wird von euch verspottet – kennt Habgier, Geiz und Hochmut nur und respektiert nicht die Natur.

Drum werde ich jetzt Zeichen setzen und euch, so wie ihr mich, verletzen. Ich werde keine Ruhe geben, an allen meinen Teilen beben, schicke euch Tsunamiwellen hin, die eure Strände überziehen. Vulkane werden Asche speien, verdunkelt wird die Sonne sein. Ich bringe Wirbelstürme, Regen, bald werden Berge sich bewegen, was himmelhoch ihr habt errichtet, mit einem Schlag wird es vernichtet, und Blitze, wie ihr sie nicht kennt, lass fahren ich vom Firmament.

Ich kann es noch viel arger treiben, drum lasst den Wahnsinn endlich bleiben!
Hört, Menschen, was die Erde spricht – denn ihr braucht sie, sie braucht euch nicht!. Kommen wir nochmal auf die Zeile zurück (Doch in den letzten hundert Jahren ist Satan  wohl in euch gefahren) Da könnte was dran sein !!!

Denke an diese Transformation, die in Wirklichkeit alle Eine/er sind.

Ich habe euch mal das momentane Weltgeschehen, in einem Bild dargestellt. Wenn ihr seinen Namen kennt, wißt ihr auch den Rest von Sodom und Gomorra.Es ist eine semitische Geschichte. Astaroth ist in der okkultistischen Mythologie der Name eines Dämons. Sein Name ist phönizisch-semitischen Ursprungs; ursprünglich die weibliche babylonische Göttin Ištar, die erst zur westsemitischen Göttin Astarte und dann später zum männlichen Dämon Astaroth wurde.

Die Ars Goetia (erster Teil des Grimoires Der kleinere Schlüssel Salomonis) beschreibt ihn als mächtigen, starken Herzog, der über 40 Legionen herrscht. Nach dieser Beschreibung erscheint er als schändlicher Engel mit einem fauligen, giftigen Atem, der auf einem Höllendrachen oder einem Wolf reitet und in der rechten Hand eine Viper hält. Er soll Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft kennen und alle Geheimnisse enthüllen können. Ebenso soll er Menschen in den allgemeinen Wissenschaften unterrichten und darüber hinaus der Schutzherr der freien Künste sein. Er wird in vielen Fällen von Besessenheit erwähnt.

Er steht in der „Goetia“ an 29. Stelle und wird auch Aschera, Ashtaroth, Astarte, Aschtarat, Asteroth, Astoreth oder Astargatis genannt. Neben Großherzog soll er auch noch oberster Schatzmeister der Hölle sein. Quellen, wie das Buch von Abraham von Worms wollen in ihm auch einen der Planetengeister sehen; allgemein steht er aber für das Prinzip der Faulheit. Vor dem Fall der Engel soll er angeblich ein Cherub oder Seraph gewesen sein. Da er der Hüter der Zeit war, soll er auch Gottes Pläne gekannt haben; da dies aber nicht geduldet werden konnte, wurde er in ein abseits gelegenes Verlies geworfen. Er durfte auch niemals an einer Ratssitzung teilnehmen, obwohl er wie Luzifer ein Mitglied des himmlischen Rates war. Als Abaddon und Luzifer ihn befreiten, wehrte er sich zunächst dagegen, wurde aber später zusammen mit den gefallenen Engeln aus dem Himmel geworfen und dazu verdammt, ewig stumm zu sein, obwohl er niemals kämpfte.

Nach einer Legende wurden seine Seele und sein Körper mit denen der Göttin Astarte verschmolzen (vermutlich um zu erklären, was, über Jahrhunderte hinweg, mythologisch geschah). Luzifer aber bot ihm einen neuen Körper, eine Schlange, die er nun in seiner Hand hält.

Hat Astaroth die Kontrolle über den Körper, wird dieser männlich und die Seele der Astarte fährt in die nun weißgefärbte Schlange; hat hingegen Astarte die Kontrolle, wird der Körper weiblich und Astaroths Seele geht in die nun schwarzgefärbte Schlange. Ist der Körper weiblich, ist er gehörnt und mit El, dem höchsten Gott, verheiratet und symbolisiert Ausschweifung und Tempelprostitution. Das Symbol der, zumeist nackt dargestellten, Astarte ist die Taube.

Es soll ihm in seiner Engelsgestalt nur möglich sein zu schreiben, nicht aber zu reden.

Wird er beschworen, was am Mittwoch ratsam sein soll, soll er auch über den Fall der Engel erzählen und dass keiner dies wirklich wollte; auch beteuert er seine Unschuld an diesem Fall. In seiner Deutung als Aphrodite, wohl ähnlich wie seine Verbindung zu Astarte oder Ishtar, verkörpert er die Liebe, ansonsten die Prunksucht und Eitelkeit.

Nach Sebastian Michaelis ist Astaroth ein Dämon der ersten Kategorie, der mittels Faulheit und Eitelkeit verführt. Sein Gegenspieler ist der Heilige Bartholomäus, der Schutz vor ihm bietet, da er Astaroths Verführung widerstanden hat. Nach anderer Meinung lehrt er mathematische Künste und Handarbeiten, kann Menschen unsichtbar machen, sie zu versteckten Schätzen führen und ihnen jegliche Fragen beantworten.
Nach Francis Barrett ist Astaroth der Prinz der Ankläger und Ermittler. Einigen Dämonologen des 16. Jahrhunderts zufolge sind die Angriffe des Dämonen auf Menschen im August am stärksten.

In meinem Bild, könnt ihr die Transformation sehen. Aber auch im realen Leben, könnt ihr ihn und seine Transformation von Männlich zu Weiblich und umgekehrt sehen.

Das Böse ist immer und überall! Der angebliche Gegenspieler von Astaroth ist der heiliger Bartholomäus, der kürzt sich mit Baphomet ab. Passend dazu wurde letzten Donnerstag auf dem Rasen des Arkansas State Capitol in Little Rock vor einer bellenden Medienmeute und Anhängern, die „Heil Satan“ skandierten, eine riesige ziegenähnliche Statue von Baphomet enthüllt.

In Montenegro, Kolumbien, wurde kürzlich ein Tempel eröffnet, der dem gefallenen Engel Luzifer gewidmet ist, und der von einem selbsternannten Hexenmeiser namens Victor Damián Rozo gegründet wurde.
Indessen haben Papst Franziskus und der Vatikan ihrem Gott, den sie die ganze Zeit anbeteten, der Welt vorgestellt: Luzifer.
Laut Papst Franziskus und der katholischen Kirche ist der Morgenstern der Schöpfer der Welt und der Vater Christi. Er habe der Menschheit das „Licht“ gebracht.

Dieser angebliche „Baphomet“ aus der Templerburg Tomar konnte nicht entfernt werden, da sonst der Raum eingestürzt wäre

Erstmals erwähnt wurde der Baphomet während der Verfolgung der Templer, ein Erreignis das bis heute Spekulationen beschworen hat.
Die Verehrung des Baphomet, eines Götzen, war ein Anklagepunkt gegen die Templer. Einige Templer hatten unter Folter von ihm berichtet (es ist nicht bekannt ob ihnen dabei die Antwort sugeriert wurde). Die Beschreibungen des Baphomet wichen voneinander ab: Larchants beschriebt ihn als ein „Idol als ein Kopf mit Bart“ dem die Templer huldigten, andere berichteten von einer schwarzen Statue, einen Kopf mit zwei oder drei Gesichtern oder einer vierfüßigen Gestalt.“Tem Ohp Ab“ – soll als Anagramm laut dem Okkultisten Eliphas Lévi von den Templern verwendet worden sein, um ihre Beziehung zum Tempel Salomons zu verdeutlichen: „Templi omnium hominum pacis abbas“, was soviel heißt wie: „Abt des Tempels des Friedens aller Menschen“.
Über die aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. stammende jüdische Atbash-Umkehrung wird in hebräischer Schrift aus „Baphomet“ (בפומת) zu „Sophia“ (שופיא), was auf Pistis Sophia, einen gnostischen Text der Jesus nach seiner Auferstehung beschreibt, hinweisen könnte. Diese Entdeckung machte Hugh J. Schonfield; ein Beleg, dass die Templer sich mit der Atbash-Umkehrung beschäftigten, existiert bislang allerdings nicht.

Der Okkultist Eliphas Lévi Zahed zeichnete den Baphomet in der heute verbreitesten Form als gehörnten ziegenköpfigen Dämon mit Frauenbrüsten, Flügeln und einem Pentagramm auf der Stirn. Dieses Bild enthält zahlrieche Symbole und verbindet vor allem Merkmale antiker Götter, z.B. ist die Armhaltung und die Fakelsymbolik dem römischen Mithraskult entlehnt. Die Figur vereint Gut und Böse, Mensch und Dämon, Frau und Mann, Mensch und Tier und enthält darüberhinaus Elemente der Alchemie („Solve et coagula!“ „Löse und verbinde!“).
Da diese Symbolik grade bei Christen aufstößt (ähnelt sie doch Pan, welcher im Christentum die Vorlage für das Aussehen des Teufels war) wurde sie oft als „satanisch“ bezeichnet, was dazu führte das sich echte moderne Satanisten wie etwa Anton LaVey und seine „Church of Satan“ dieses Zeichen zu eigen machten.

Der Beitrag ist noch nicht fertig

Die Prophezeiungen des Johannes von Jerusalem

Die „Geheime Offenbarung des Johannes“, das letzte Kapitel der Bibel, deuten viele Zeitgenossen als den Zusammenbruch unserer derzeitigen Zivilisation. Eine große Rolle spielt dabei die „Hure Babylon“, die betrunken ist vom „Blut der Heiligen“ und vom „Blut der Zeugen Jesu“. Sie ist in Purpur und Scharlach gekleidet und hält einem goldenen Kelch in der Hand, gefüllt mit dem abscheulichen Schmutz ihrer Hurerei. Luther machte keinen Hehl daraus, wer für ihn die Hure Babylon darstellt: Es sei die „wahre Beschreibung der römischen antichristlichen papistischen Kirche“. Weiter bemerkte er, dass es sich hier „um die Mutter der Hurerei und aller Gräuel auf Erden“ handle. Hat er recht? Und wer ist die Hure Babylon?
 Johannes von Jerusalem (ursprünglicher Name: Jehan de Vezelay), ein französischer Tempelritter des 12. Jahrhunderts, war einer der neun Gründer des geheimnisvollen Templerordens. In der Zeit nach dem Ersten Kreuzzug grub er im Tempelberg von Jerusalem und schien dort ein großes Geheimnis entdeckt zu haben, das ihn zum Propheten machte. Ein einziger mittelalterlicher und zusammenhängender Text ist erhalten, der sich mit dem Leben des Jehan de Vezelay beschäftigt. Er wurde erst vor wenigen Jahren in Russland wiederentdeckt und ist auf das 14. Jahrhundert datiert: »Johannes von Jerusalem: Zögling des Klosters, Spross der Bourgogne. Spross der Erde des Herrschers: dem Land dunkler Wälder und leuchtenden Glaubens. Wo lichte Haine der Hoffnung die Forste des finsteren Fürsten überstrahlen. / Streiter Christi auf Heiliger Erde. Tapferer unter Tapferen, Heiliger unter Heiligen. / Johannes von Jerusalem: Der da die Zeichen lesen und dem Firmament zu lauschen vermochte. / Der Auge und Ohr aller Sterblichen war. / Durch den die Aura Gottes sich erblicken und vernehmen ließ. / Johannes von Jerusalem: Der dort weilte, wo All und Erde sich berühren. / Welcher die Körper des Menschen, der Erde und des Himmels erkannte. / Der den Pfaden zu folgen vermochte, die in diesen Sphären zu den Rätseln leiten. / Johannes von Jerusalem: Zweimal von der Zahl des Siegels berührt, dann von Gott gerufen.«

1
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird Gold im Blute sein
Wer den Himmel betrachtet, wird dort Taler zählen
Wer in den Tempel tritt, wird dort Händler treffen
Die Lehnsleute werden Geldwechsler und Wucherer sein.
Aber das Feuer wird schwelen
Jede Stadt wird ein Sodom und Gomorrha sein
Und die Kinder werden zu einer Glutwolke werden
Sie werden die alten Fahnen heben.

2
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch Himmel und Erde und Meere mit seinen Geschöpfen bevölkert haben
Er wird befehlen
Er wird die Macht Gottes anstreben
Er wird keine Grenzen kennen.
Doch alles wird sich umkehren
Er wird schwanken wie ein betrunkener König
Er wird galoppieren wie ein blindes Pferd
Mit Sporen wird er sein Reittier in den Wald treiben
Und am Ende des Weges wird ein Abgrund sein.

3
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden sich an allen Punkten der Erde babylonische Türme errichten
Es wird Rom und es wird Byzanz sein
Die Felder werden sich leeren
Es wird kein Gesetz geben, nur das eigene und das der eigenen Gruppe.
Doch die Barbaren werden in der Stadt sein
Es wird nicht mehr Brot genug für alle geben
Und die Spiele werden nicht mehr genügen
Und dann werden die Menschen am Morgen die großen Feuer anzünden.

4
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird viele Menschen der Hunger treffen
Viele Hände werden blau vor Kälte sein
So daß diese Menschen eine andere Welt sehen wollen
Und die Händler der Illusionen werden kommen und Gift anbieten.
Doch es wird die Körper zerstören und die Seelen verderben
Und jene, die ihr Blut mit dem Gift vermischten
Werden wie wilde Tiere in der Falle sein
Und töten und vergewaltigen und erpressen und rauben
Und das Leben wird zu einer täglich wiederkehrenden Apokalypse werden.

5
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird jeder versuchen, soviel Genuß zu erreichen, wie er kann
Der Mann wird seine Frau so oft verstoßen, wie er sich verheiratet
Und die Frau wird durch hohle Gassen gehen und sich jeden nehmen, der ihr gefällt.
Und Kinder gebären, ohne den Namen des Vaters zu nennen.
Doch kein Meister wird das Kind führen
Und jeder wird zwischen allen anderen allein sein
Die Tradition wird verloren sein
Das Gesetz wird vergessen sein
Als ob es die Verkündigung nie gegeben hätte und der Mensch wieder zum Wilden würde.

6
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Vater seine Tochter zu seiner Lust nehmen
Der Mann den Mann, die Frau die Frau
Der Alte das Kind
Das wird vor aller Augen geschehen.
Doch das Blut wird unrein werden
Das Böse wird sich von Bett zu Bett ausbreiten
Der Körper wird alle Fäulnis der Erde aufnehmen
Die Gesichter werden gequält, die Glieder abgezehrt sein
Die Liebe wird die größte Bedrohung für jene, die sich nur noch über das Fleisch erkennen.

7
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der, welcher von Schwur und Gesetz spricht
Nie mehr gehört werden
Die Stimme dessen, der den Glauben an Christus predigt wird in der Wüste verhallen
Doch überall werden sich die mächtigen Wasser der treulosen Religionen verbreiten
Falsche Messiasse werden die blinden Menschen um sich versammeln
Und der Ungläubige wird Waffen tragen wie noch nie zuvor
Er wird von Gerechtigkeit und Recht sprechen, und sein Glaube wird glühend und scharf sein
Er wird sich rächen für den Kreuzzug.

8
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird das Dröhnen des Todes wie Donner über der Erde krachen
Die Barbaren werden sich mit den Soldaten der letzten Legionen vermischen
Die Gottlosen werden in den Herzen der heiligen Städte wohnen
Einer nach dem anderen wird barbarisch, treulos und wild.
Es wird keine Ordnung und keine Regel mehr geben
Der Haß wird sich ausbreiten wie Feuer in einem trockenen Wald
Die Barbaren werden die Soldaten massakrieren
Die Gottlosen werden die Gläubigen erwürgen
Die Grausamkeit wird eines jeden und aller sein, und die Städte werden zugrunde gehen.

9
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen richten nach ihrem Blut und ihrem Glauben
Niemand wird die leidenden Herzen der Kinder hören
Sie werden wie junge Vögel aus dem Nest gestoßen
Und niemand wird sie beschützen vor der Hand mit dem Panzerhandschuh.
Der Haß wird die Erde überfluten, die sich friedlich glaubte
Niemand wird verschont bleiben, nicht die Alten, nicht die Verletzten
Die Häuser werden zerstört und geplündert werden
Die einen werden an die Stelle der anderen treten
Alle werden die Augen verschließen, um die vergewaltigten Frauen nicht zu sehen.

10
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird jeder wissen, was an allen Enden dieser Erde ist
Wird man Kinder sehen, deren Knochen die Haut durchstoßen
Und solche, deren Augen von Fliegen bedeckt sind
Und solche, die gejagt werden wie Ratten.
Doch der Mensch, der dies sieht, wird sein Gesicht abwenden
Denn er kümmert sich nur um sich selbst
Er wird ihnen eine Handvoll Korn als Almosen geben
Während er auf vollen Säcken schläft
Und was er mit der einen Hand gibt, wird er mit der anderen wieder nehmen.

11
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch mit allem Handel treiben
Jedes Ding wird seinen Preis haben
Baum, Wasser und Tier
Nichts wird mehr wahrlich geschenkt sein, und alles wird verkauft werden.
Doch der Mensch wird dann nicht mehr sein als das Gewicht seines Fleisches
Sein Körper wird feilgeboten werden wie ein Pfund Fleisch
Sein Ohr und sein Herz wird man nehmen
Nichts wird mehr heilig sein, weder das Leben noch seine Seele
Man wird sich um seine sterbliche Hülle und um sein Blut streiten, als wolle man Aas zerfetzen.

12
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch das Gesicht der Erde verändert haben
Er wird sich für den Meister und den Lehnsherrn der Wälder und Herden halten
Er wird den Boden und den Himmel zerpflügt
Und seine Furchen durch die Flüsse und Meere gezogen haben.
Doch die Erde wird nackt und unfruchtbar sein
Die Luft wird brennen und das Wasser übel riechen
Das Leben wird welken, denn der Mensch wird den Reichtum der Welt ausgeschöpft haben.
Und der Mensch wird einsam sein wie ein Wolf
In seinem Haß.

13
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird auch das Kind verkauft werden
Manche werden sich seiner bedienen wie einer Zielscheibe
Um Genuß zu finden an seiner jungen Haut
Andere werden es wie ein unterwürfiges Tier behandeln.
Die unantastbare Schwäche des Kindes wird vergessen sein
Und sein Geheimnis
Es wird wie ein Fohlen sein, das dressiert wird
Wie ein Lamm, das geschlachtet und ausgeblutet wird
Und der Mensch wird nur noch Grausamkeit kennen.

14
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden Blick und Geist des Menschen Gefangene sein
Sie werden trunken sein und es nicht bemerken
Sie werden Bilder und Spiegelungen für die Wahrheit der Welt halten
Man wird mit ihnen machen, was man mit einem Schaf macht.
Dann werden die Raubtiere kommen
Raubvögel werden sie zu Herden zusammentreiben, um sie leichter zum Abgrund drängen
Und einen gegen den anderen aufhetzen zu können
Man wird sie häuten, um ihre Wolle und ihre Haut zu bekommen
Und wenn der Mensch überlebt, wird er seiner Seele beraubt sein.

15
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Lehnsherren ohne Glauben herrschen
Sie werden den unschuldigen und untätigen Menschenmengen gebieten
Sie werden ihre Gesichter verbergen und ihre Namen geheimhalten
Und ihre festen Burgen werden sich in den Wäldern verlieren.
Doch sie werden über das Schicksal von allem und jedem entscheiden
Niemand wird an den Versammlungen ihrer Ordnung teilnehmen
Jeder wird in Wirklichkeit ein Leibeigener sein und glauben, ein freier Mann und Ritter zu sein
Allein werden sich die aus den wilden Dörfern und mit ketzerischem Glauben erheben
Doch sie werden zuerst besiegt und lebendig verbrannt werden.

16
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen auf der Welt so zahlreich sein
Daß sie einem Ameisenhaufen gleichen, in den ein Stock getrieben wurde
Sie werden umherrennen, und der Tod wird sie mit dem Absatz zermalmen
Wie verwirrte Insekten.
Große Bewegungen werden sie von einem Ort zum nächsten treiben
Braune Haut wird sich mit weißer vermischen
Der christliche Glaube mit dem des Ungläubigen
Manche werden den versprochenen Frieden predigen
Doch allerorten werden verfeindete Stämme Krieg führen.

17
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen alle Grenzen überschreiten wollen
Die Mutter wird graue Haare haben wie eine Alte
Der Weg der Natur wird verlassen werden
Und die Familien werden wie Körner sein, die verstreut wurden und die nichts mehr einen kann.
Es wird also eine andere Welt sein
Wie ein durchgegangenes Pferd wird ein jeder herumirren ohne Halt
Ohne Führungen in alle Richtungen gehen
Unglück dem Reiter, der dieses Tier lenkt
Er wird keine Steigbügel haben und in den Graben stürzen.

18
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen sich nicht mehr dem Gesetz Gottes unterwerfen
Sie werden das Leben wie ein Reittier lenken wollen
Sie werden ihre Kinder im Leib ihrer Weiber wählen wollen
Und die töten, die sie nicht mögen.
Doch wer wird der Mensch sein, der sich so für Gott hält?
Die Mächtigen werden das schönste Land und die schönsten Weiber an sich reißen
Die Armen und die Schwachen werden wie Vieh sein
Jede armselige Hütte wird ein Gefängnisturm sein
Die Angst wird sich wie Gift in jedes Herz fressen.

19
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird es eine dunkle und geheime Ordnung geben
Ihr Gesetz wird der Haß sein und ihre Waffe das Gift
Sie wird immer mehr Gold wollen und ihre Herrschaft über die ganze Erde verbreiten
Und ihre Diener werden untereinander durch den Kuß des Blutes verbunden sein.
Die Gerechten und die Schwachen werden ihren Regeln gehorchen
Die Mächtigen werden ihr zu Diensten sein
Das einzige Gesetz wird das sein, welches sie im Schatten diktiert
Sie wird das Gift bis in die Kirchen hinein verkaufen
Und die Welt wandert mit dem Skorpion unter ihren Sohlen.

20
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden viele Menschen mit verschränkten Armen dasitzen
Oder sie werden mit leeren Augen umhergehen, ohne zu wissen, wohin
Denn sie werden keine Schmiede mehr haben, wo sie das Eisen schmieden können
Und kein Feld mehr das sie bestellen können.
Sie werden sein wie ein Samenkorn, das keine Wurzeln schlagen kann
Umherirrend und entblößt, gedemütigt und hoffnungslos
Die Jüngsten und die Ältesten oft im Heim
Es wird ihnen nur noch bleiben, für ihr Heil in den Krieg zu ziehen
Und sie werden zuerst sich selbst bekämpfen und ihr Leben hassen.

21
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Krankheiten des Wassers, des Himmels und der Erde
Den Menschen treffen und ihn bedrohen
Er wird das, was er zerstört hat, wiedererstehen lassen und das, was geblieben ist, bewahren wollen
Er wird vor den Tagen Angst haben, die vor ihm liegen.
Doch es wird zu spät sein
Die Wüste wird die Erde überziehen, und das Wasser wird tiefer und tiefer werden
Es wird an bestimmten Tagen fließen und alles mit sich reißen, wie eine Sintflut
Seinetwegen wird es für die Erde kein Morgen geben
Und die Luft wird die Körper der Schwächsten zerfressen.

22
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird die Erde an mehreren Stellen erbeben und die Städte werden untergehen
Alles, was ohne den Rat der Weisen gebaut wurde
Wird bedroht und zerstört werden
Der Schlamm wird die Dörfer unter sich begraben und der Boden wird sich unter den Palästen öffnen.
Der Mensch wird starrköpfig sein, denn er ist vom Stolz besessen
Er wird die Warnung nicht hören, die ihm die Erde immer wieder zuruft
Feuersbrünste werden die neuen Roms zerstören
Die Armen und die Barbaren werden trotz der Legionen die verlassenen Reichtümer plündern.

23
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird die Sonne die Erde verbrennen
Die Luft wird nicht mehr vor dem Feuer schützen
Sie wird nur noch ein löchriger Vorhang sein
Und das brennende Licht wird Augen und Haut verzehren.
Das Meer wird aufschäumen wie kochendes Wasser
Die Städte und Flüsse werden begraben werden
Ganze Kontinente werden verschwinden
Die Menschen werden sich auf Anhöhen flüchten
Und sie werden beginnen wiederaufzubauen und vergessen, was geschehen ist.

24
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen Trugbilder zum Leben erwecken können
Die Sinne werden getäuscht werden, und sie meinen zu berühren, was gar nicht ist
Sie werden Wege beschreiten, die nur die Augen sehen können
Und der Traum wird so Wirklichkeit werden.
Doch der Mensch wird nicht mehr unterscheiden können zwischen dem, was ist, und dem, was nicht ist
Er wird sich in falschen Labyrinthen verlieren
Jene, welche die Trugbilder zum Leben erwecken können
Werden mit dem gutgläubigen Menschen ihr Spiel treiben und ihn betrügen
Und viele Menschen werden zu unterwürfigen Hunden.

25
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Tiere, die Noah in seine Arche aufgenommen hat
Nicht mehr in den Händen des Menschen sein
Der die Tiere nach seinen Willen verändert hat
Und wer wird sich um ihr nicht enden wollendes Leid kümmern?
Der Mensch wird jedes Lebewesen so gestalten, wie es ihm gefällt
Und er wird unzählige davon getötet haben
Was wird aus dem Menschen werden, der die Gesetze des Lebens verändert hat
Der aus dem lebenden Tier einen Lehmklumpen machte
Wird er das Ebenbild Gottes oder das Kind des Teufels sein?

26
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Muß man um das Kind des Menschen Angst haben
Gift und Hoffnungslosigkeit werden auf es lauern
Man wird es nur für sich wünschen und nicht um seinetwillen oder für das Leben
Es wird gehetzt werden, und manchmal wird man seinen Körper verkaufen.
Doch selbst jener welcher von den Seinen beschützt wird
Wird bedroht sein, einen toten Geist haben
Er wird im Spiel und im Trugbild leben
Das ihn führen wird, denn er hat keinen Meister mehr
Niemand hat ihn gelehrt, zu hoffen und zu handeln.

27
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird sich der Mensch für Gott halten, obwohl er nicht mehr sein wird, als bei seiner Geburt
Er wird immer zuschlagen, überwältigt von Wut und Eifersucht
Doch sein Arm wird stark sein durch die Macht, die er ergriffen hat
Als blinder Prometheus wird er alles um sich herum zerstören können.
Er wird in seiner Seele ein Zwerg bleiben und die Kräfte eines Riesen besitzen
Er wird mit Riesenschritten voranschreiten und nicht wissen, welchen Weg er nehmen soll
Sein Kopf wird schwer von Wissen sein
Doch er wird nicht wissen, warum er lebt und stirbt
Er wird wie seit jeher der Verrückte sein, der mit den Armen fuchtelt, oder wie das Kind das wimmert

28
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden ganze Landstriche Kriegsbeute sein
Jenseits des römischen Limes und selbst auf dem alten Reichsgebiet
Die Menschen derselben Städte werden sich gegenseitig die Kehlen durchschneiden
Hier wird Krieg herrschen zwischen Stämmen und dort zwischen Gläubigen.
Die Juden und die Kinder Allahs werden nicht aufhören, sich zu bekriegen
Und die Erde Christi wird ihr Schlachtfeld sein
Doch die Ungläubigen werden überall die Reinheit ihres Glaubens verteidigen wollen
Und es werden ihnen nur Zweifel und Macht gegenüberstehen
Während der Tod überall voranschreitet wie die Standarte der neuen Zeit.

29
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden viele Menschen vom menschlichen Leben ausgeschlossen sein
Sie werden keine Rechte, kein Dach und kein Brot haben
Sie werden nackt sein und nur noch ihren Körper haben zum Verkaufen
Man wird sie verstoßen weit weg von den Türmen des Überflusses zu Babylon.
Sie werden bedrohlich knurren in Schuld
Sie werden ganze Landstriche besetzen und sich vermehren
Sie werden die Weissagung von der Vergeltung hören
Und sie werden die hochmütigen Türme stürmen
Die Zeiten der Invasionen der Barbaren werden gekommen sein.

30
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch in ein undurchdringliches Labyrinth eingetreten sein
Er wird Angst haben und die Augen schließen, denn er wird nicht mehr sehen können
Er wird voller Argwohn sein und bei jedem Schritt Furcht empfinden
Doch er wird vorwärts getrieben, denn es wird ihm keine Rast gewährt werden.
Die Stimme der Kassandra aber wird laut und stark sein
Er wird sie nicht hören
Denn er will immer mehr besitzen, und sein Kopf wird sich in Trugbildern verlieren
Jene, die sein Meister sein werden, werden ihn betrügen
Und es wird nur mehr schlechte Hirten geben.

31
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Werden die Menschen endlich die Augen geöffnet haben
Sie werden nicht mehr in ihren Köpfen und ihren Städten gefangen sein
Sie werden von einem Ende zum anderen sehen und einander verstehen können
Sie werden wissen, daß was den einen schlägt, den anderen verletzt.
Die Menschen werden einen einzigen großen Körper bilden
Von dem jeder von ihnen ein winziger Teil ist
Gemeinsam werden sie das Herz sein
Und es wird eine Sprache geben, die von allen gesprochen wird
Und es wird endlich geboren werden, das große Menschliche.

32
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch den Himmel erobert haben
Er wird Sterne schaffen im großen, dunklen blauen Meer
Und er wird auf diesem glänzenden Schiff reisen
Als neuer Odysseus, Freund der Sonne, auf die himmlische Odyssee gehen.
Doch er wird auch der Herr des Wassers sein
Er wird große Wasserstädte bauen
Die sich von den Früchten des Meeres ernähren
Er wird so an allen Orten der großen Domäne wohnen
Und nichts wird ihm verboten sein.

33
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Werden sich die Menschen unter Wasser bewegen können
Ihr Körper wird neu sein und sie werden wie Fische sein
Und einige werden höher fliegen als Vögel
Als ob der Stein nicht zur Erde fiele.
Sie werden miteinander kommunizieren
Denn ihr Geist wird so offen sein, daß er alle Botschaften aufnehmen kann
Und Träume werden sie miteinander teilen
Und sie werden so lange leben wie der Älteste unter den Menschen
Jener, von dem die heiligen Brüder sprechen.

34
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch den Geist aller Dinge kennen
Den Stein oder das Wasser, den Körper des Tieres oder den Blick eines anderen
Er wird die Geheimnisse durchdringen, welche die alten Götter hüteten
Und er wird ein Tor nach dem anderen aufstoßen zu dem Labyrinth des neuen Lebens.
Er wird schaffen, kraftvoll und sprudelnd wie eine Quelle
Er wird allen Menschen das Wissen lehren
Und die Kinder werden die Erde und den Himmel besser kennen als irgend jemand vor ihnen
Und der menschliche Körper wird größer und gewandter sein
Und sein Geist wird alle Dinge umgeben und sie besitzen.

35
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mann nicht mehr der einzige Herr sein, denn die Frau wird kommen, um das Zepter zu ergreifen
Sie wird die große Herrin zukünftiger Zeiten sein
Und was sie denkt, wird sie den Männern aufzwingen
Sie wird die Mutter des Jahrtausends sein, das nach dem Jahrtausend kommt.
Sie wird die milde Süße einer Mutter verströmen nach den Tagen des Teufels
Sie wird die Schönheit sein nach den häßlichen Zeiten der Barbarei
Das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, wird sich in eine leichte Zeit verwandeln
Es wird geliebt und geteilt und geträumt, und Träume werden wahr gemacht werden.

36
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird es für den Menschen eine zweite Geburt geben
Der Geist wird sich der Masse der Menschen bemächtigen
Die eins sind in ihrer Brüderlichkeit
Dann wird das Ende der Zeiten der Barbarei verkündet.
Es wird die Zeit einer neuen Stärke im Glauben sein
Nach den schwarzen Tagen am Beginn des Jahrtausends, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die glücklichen Tage beginnen
Der Mensch wird den Weg der Menschen wiederfinden
Und die Erde wird ihre Ordnung wiederhaben.

37
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Werden Wege von einem Ende der Erde und des Himmels zum anderen führen
Die Wälder werden wieder dicht sein
Und die Wüsten werden bewässert werden
Die Wasser werden wieder rein sein.
Die Erde wird wie ein Garten sein
Der Mensch wird auf alles achten, was lebt
Er wird reinigen, was er beschmutzt hat
Er wird die gesamte Erde als seine Heimat ansehen
Und er wird mit Weisheit an das Morgen denken.

38
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird jeder wie ein gleichmäßiger Schritt sein
Man wird alles über die Welt und seinen Körper wissen
Krankheiten werden geheilt werden, bevor sie auftreten
Jeder wird sein eigener Helfer und der anderer sein.
Man wird verstanden haben, daß man helfen muß, um aufrechtzuerhalten
Und der Mensch wird nach den Zeiten der Verschlossenheit und des Geizes
sein Herz und seine Börse den Besitzlosen öffnen
Er wird sich als Hüter der menschlichen Ordnung verstehen
Und so wird endlich eine neue Zeit anbrechen.

39
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch gelernt haben zu geben und zu teilen
Die bitteren Tage der Einsamkeit werden vorbei sein
Er wird von neuem an den Geist glauben
Und die Barbaren werden von allen anerkannt werden.
Doch das wird nach den Kriegen und Feuersbrünsten geschehen
Es wird aus den verkohlten Trümmern der Türme von Babel erstehen
Und eine eiserne Faust wird nötig sein
Damit Ordnung in das Chaos kommt
Und der Mensch den rechten Weg wiederfindet.

40
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch wissen, daß alle Lebewesen Träger des Lichtes sind
Und daß sie Geschöpfe sind, die Respekt verlangen
Er wird neue Städte gründen
Im Himmel, auf der Erde und auf dem Meer.
Er wird sich erinnern an das, was einst war
Und er wird zu deuten wissen, was sein wird
Er wird keine Angst mehr haben vor seinem eigenen Tod
Denn er wird mehrere Leben in seinem Leben gelebt haben
Und er wird wissen, daß das Licht niemals erlöschen wird.

DER AUFTRAG AN DEN SEHER JOHANNES (Kapitel 1)

Über dieses Buch
1 1 In diesem Buch steht die Offenbarung, die Jesus Christus von Gott anvertraut worden ist, damit er seinen Dienern zeigt, was sich in Kürze ereignen muß.
Jesus Christus sandte seinen Engel zu seinem Diener Johannes und machte ihm dies alles bekannt. 2 Johannes bezeugt die Botschaft, die von Gott kommt und für die Jesus Christus als Zeuge eingetreten ist – alles das, was er selbst gesehen hat. 3 Dem, der die prophetischen Worte in diesem Buch anderen vorliest, und denen, die sie hören und sie beherzigen, ist Freude ohne Ende gewiß; denn die Zeit ist nahe, daß alles hier Angekündigte eintrifft.

Grüße an die sieben Gemeinden
4 Johannes schreibt an die sieben Gemeinden in der Provinz Asien : Gnade und Frieden sei mit euch von Gott – von ihm, der ist und der war und der kommt – und von den sieben Geistern vor seinem Thron 5 und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, der als erster von allen Toten zu neuem Leben geboren worden ist und über die Könige der Erde herrscht. Ihm, der uns liebt, ihm, der sein Blut für uns vergossen hat, um uns von unseren Sünden freizukaufen, 6 der uns zu Königen gemacht hat und zu Priestern, die seinem Gott und Vater dienen dürfen: Ihm gehört die Ehre und die Macht für alle Zeiten! Amen . 7 Gebt acht, er kommt mit den Wolken! Alle werden ihn sehen, auch die, die ihn durchbohrt haben. Alle Völker der Erde werden seinetwegen jammern und klagen; das ist gewiß. Amen !
8 »Ich bin der Erste und der Letzte – der ist und der war und der kommt, der Herrscher der ganzen Welt«, sagt Gott, der Herr.

Christus erscheint Johannes
9 Ich, Johannes, schreibe euch von der Insel Patmos. Ich bin euer Bruder und teile mit euch die Bedrängnis und die Hoffnung auf Gottes neue Welt und die Standhaftigkeit im Ausharren bei Jesus. Ich bin hierher verbannt worden, weil ich öffentlich verkündet habe, was Gott gesagt hat und wofür Jesus als Zeuge eingetreten ist.
10 Am Tag des Herrn nahm der Geist Gottes von mir Besitz. Ich hörte hinter mir eine laute Stimme, die wie eine Posaune klang. 11 Sie sagte: »Schreib das, was du siehst, in ein Buch, und schicke es an die sieben Gemeinden in Ephesus, Smyrna, Pergamon, Thyatira, Sardes, Philadelphia und Laodizea!« 12 Ich wandte mich um und wollte sehen, wer zu mir sprach. Da erblickte ich sieben goldene Leuchter. 13 In ihrer Mitte stand jemand, der wie ein Mensch aussah. Er trug ein langes Gewand und hatte ein breites goldenes Band um die Brust. 14 Sein Kopf und sein Haar strahlten wie weiße Wolle, ja wie Schnee. Seine Augen brannten wie Flammen. 15 Seine Füße glänzten wie gleißendes Gold, das im Schmelzofen glüht, und seine Stimme klang wie die Brandung des Meeres. 16 Er hielt sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Mund kam ein scharfes, beidseitig geschliffenes Schwert. Sein Gesicht leuchtete wie die strahlend aufgehende Sonne. 17 Als ich ihn sah, fiel ich wie tot vor seinen Füßen zu Boden. Er legte seine rechte Hand auf mich und sagte: »Hab keine Angst! Ich bin der Erste und der Letzte. 18 Ich bin der Lebendige! Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit. Ich habe Macht über den Tod und die Totenwelt .
19 Schreib alles auf, was du siehst – was die Gegenwart und was die Zukunft betrifft.
20 Du siehst die Sterne in meiner rechten Hand und die sieben goldenen Leuchter. Ich sage dir, was sie bedeuten: Die sieben Sterne sind die Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die Gemeinden selbst.«

SENDSCHREIBEN AN DIE SIEBEN GEMEINDEN (Kapitel 2-3)

Die Botschaft an Ephesus
2 1 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Ephesus: Er, der die sieben Sterne in seiner rechten Hand hält und zwischen den sieben goldenen Leuchtern einhergeht, läßt euch sagen: 2 Ich weiß von allem Guten, das ihr tut, und ich kenne euren Einsatz und eure Ausdauer. Euren Einsatz: Ihr duldet niemand unter euch, der Böses tut; und die Leute, die sich als Apostel ausgeben, aber keine sind, habt ihr geprüft und als Lügner entlarvt. 3 Und eure Ausdauer: Um meinetwillen habt ihr gelitten und doch nicht aufgegeben.
4 Aber etwas habe ich an euch auszusetzen: Eure Liebe ist nicht mehr so wie am Anfang. 5 Denkt darüber nach, von welcher Höhe ihr herabgestürzt seid! Kehrt um und handelt wieder so wie zu Beginn! Wenn ihr euch nicht ändert, werde ich zu euch kommen und euren Leuchter von seinem Platz stoßen. 6 Doch eins spricht für euch: Ihr haßt das Treiben der Nikolaïten genauso wie ich. 7 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt! Allen, die durchhalten und den Sieg erringen, gebe ich vom Baum des Lebens zu essen, der im Garten Gottes steht.«

Die Botschaft an Smyrna
8 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Smyrna: Er, der der Erste und der Letzte ist, der tot war und wieder lebt, läßt euch sagen: 9 Ich weiß, daß ihr unterdrückt werdet und daß ihr arm seid. Aber in Wirklichkeit seid ihr reich! Ich kenne die üblen Nachreden, die von Leuten über euch verbreitet werden, die sich als Angehörige des Gottesvolkes ausgeben. Aber das sind sie nicht, sondern sie gehören zum Satan . 10 Habt keine Angst wegen der Dinge, die ihr noch erleiden müßt. Der Teufel wird einige von euch ins Gefängnis werfen, um euch auf die Probe zu stellen. Zehn Tage lang werden sie euch verfolgen. Haltet in Treue durch, auch wenn es euch das Leben kostet. Dann werde ich euch als Siegespreis ewiges Leben schenken. 11 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt! Allen, die durchhalten und den Sieg erringen, wird der zweite und endgültige Tod nichts anhaben.«

Die Botschaft an Pergamon
12 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Pergamon: Er, der das scharfe, beidseitig geschliffene Schwert hat, läßt euch sagen: 13 Ich weiß, daß ihr dort wohnt, wo der Thron des Satans steht. Ihr habt euch zu meinem Namen bekannt und euer Vertrauen zu mir nicht widerrufen, nicht einmal, als mein treuer Zeuge Antipas bei euch getötet wurde, dort, wo der Satan wohnt.
14 Trotzdem habe ich einiges an euch auszusetzen: Bei euch gibt es Anhänger der Lehre Bileams . Der stiftete Balak an, die Israeliten zur Sünde zu verführen. Da aßen sie Fleisch vom Götzenopfer und trieben Unzucht. 15 Solche Leute gibt es auch bei euch – solche, die der Lehre der Nikolaïten folgen. 16 Kehrt um! Sonst komme ich in Kürze über euch und werde gegen diese Leute mit dem Schwert aus meinem Mund Krieg führen. 17 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt! Allen, die durchhalten und den Sieg erringen, werde ich von dem verborgenen Manna zu essen geben. Auch einen weißen Stein werden sie alle bekommen; darauf steht für jeden ein neuer Name, den nur jeder selbst kennt.«

Die Botschaft an Thyatira
18 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Thyatira: Der Sohn Gottes, dessen Augen wie Feuer glühen und dessen Füße wie gleißendes Gold glänzen, läßt euch sagen: 19 Ich kenne euer Tun. Ich kenne eure Liebe, eure Glaubenstreue, euren Dienst füreinander und eure Standhaftigkeit. Ich weiß, daß dies alles jetzt noch mehr bei euch zu finden ist als früher.
20 Aber eins habe ich an euch auszusetzen: Ihr duldet diese Isebel, die sich als Prophetin ausgibt. Mit ihrer Lehre verführt sie meine Diener, Unzucht zu treiben und Fleisch von Tieren zu essen, die als Götzenopfer geschlachtet worden sind. 21 Ich habe ihr Zeit gelassen, sich zu ändern; aber sie will ihr zuchtloses Leben nicht aufgeben. 22 Darum werde ich sie aufs Krankenbett werfen. Alle, die sich mit ihr eingelassen haben, werden Schlimmes durchmachen müssen, wenn sie nicht den Verkehr mit dieser Frau abbrechen. 23 Ich werde auch ihre Kinder durch eine Seuche töten. Dann werden alle Gemeinden wissen, daß ich die geheimsten Gedanken und Wünsche der Menschen kenne. Ich werde mit jedem von euch nach seinen Taten verfahren.
24 Aber ihr anderen in Thyatira seid dieser falschen Lehre nicht gefolgt. Ihr habt die sogenannten ‚Tiefen des Satans‘ nicht kennengelernt. Dafür will ich euch keine weitere Prüfung auferlegen. 25 Aber haltet fest, was ihr habt, bis ich komme! 26 Allen, die den Sieg erringen und sich bis zuletzt an das halten, was ich gelehrt und vorgelebt habe, werde ich Macht über die Völker geben; 27 sie werden die Völker mit eisernem Zepter regieren und zerschlagen wie Tontöpfe. 28 Es ist dieselbe Macht, die ich von meinem Vater bekommen habe, und als Zeichen dafür werde ich ihnen den Morgenstern geben. 29 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt!«

Die Botschaft an Sardes
3 1 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Sardes: Er, dem die sieben Geister Gottes dienen und der die sieben Sterne in der Hand hält, läßt euch sagen: Ich kenne euer Tun. Ich weiß, daß ihr in dem Ruf steht, eine lebendige Gemeinde zu sein; aber eigentlich seid ihr tot. 2 Werdet wach und stärkt den Rest, der noch Leben hat, bevor er vollends stirbt. Was ich bei euch an Taten vorgefunden habe, kann in den Augen meines Gottes noch nicht bestehen.
3 Erinnert euch daran, wie ihr die Botschaft anfangs gehört und aufgenommen habt! Richtet euch doch nach ihr und lebt wieder wie damals! Wenn ihr nicht wach seid, werde ich euch wie ein Dieb überraschen; ihr werdet nicht wissen, in welcher Stunde ich komme.
4 Aber einige von euch in Sardes haben sich nicht beschmutzt. Sie werden weiße Kleider tragen und immer bei mir sein; denn sie sind es wert. 5 Alle, die durchhalten und den Sieg erringen, werden solch ein weißes Kleid tragen. Ich will ihren Namen nicht aus dem Buch des Lebens streichen. Vor meinem Vater und seinen Engeln werde ich mich offen zu ihnen bekennen. 6 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt!«

Die Botschaft an Philadelphia
7 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Philadelphia: Er, der heilig ist und Treue hält, er, der den Schlüssel Davids hat – wo er öffnet, kann niemand zuschließen, und wo er zuschließt, kann niemand öffnen -, er läßt euch sagen: 8 Ich kenne euer Tun. Ich habe euch eine Tür geöffnet, die niemand zuschließen kann. Eure Kraft ist nur klein. Trotzdem habt ihr euch nach meinem Wort gerichtet und das Bekenntnis zu mir nicht widerrufen.
9 Hört gut zu! Ich werde Menschen zu euch schicken, die zum Satan gehören. Sie werden behaupten, daß sie zum Volk Gottes gehören; aber das ist nicht wahr, sie lügen. Ich werde dafür sorgen, daß sie sich vor euch niederwerfen und euch ehren. Sie werden erkennen, daß ich euch erwählt habe und liebe.
10 Ihr habt mein Wort beherzigt, mit dem ich euch zum Durchhalten aufrief. Darum werde ich euch in der Zeit der Versuchung bewahren, die demnächst über die ganze Erde kommen und alle Menschen auf die Probe stellen wird. 11 Ich komme bald! Haltet fest, was ihr habt, sonst bekommen andere den Siegeskranz ! 12 Alle, die durchhalten und den Sieg erringen, werde ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen, und sie werden immer darin bleiben. Ich werde den Namen meines Gottes auf sie schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes. Diese Stadt ist das neue Jerusalem, das von meinem Gott aus dem Himmel herabkommen wird. Ich werde auch meinen eigenen neuen Namen auf sie schreiben. 13 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt!«

Die Botschaft an Laodizea
14 »Schreibe an den Engel der Gemeinde in Laodizea: Er, der Amen heißt, der wahrhaftige und treue Zeuge, der vor allem da war, was Gott geschaffen hat, läßt euch sagen: 15 Ich kenne euer Tun und sehe, daß ihr weder warm noch kalt seid. Wenn ihr wenigstens eins von beiden wärt! 16 Aber ihr seid weder warm noch kalt; ihr seid lauwarm. Darum werde ich euch aus meinem Mund ausspucken. 17 Ihr sagt: ‚Wir sind reich und gut versorgt; uns fehlt nichts.‘ Aber ihr wißt nicht, wie unglücklich und bejammernswert ihr seid. Ihr seid arm, nackt und blind.
18 Ich rate euch, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer gereinigt wurde; dann werdet ihr reich. Ihr solltet euch auch weiße Kleider kaufen, damit ihr nicht nackt dasteht und euch schämen müßt. Kauft Salbe und streicht sie auf eure Augen, damit ihr sehen könnt! 19 Alle, die ich liebe, weise ich zurecht und erziehe sie. Macht also Ernst und kehrt um!
20 Gebt acht, ich stehe vor der Tür und klopfe an! Wenn jemand meine Stimme hört und öffnet, werde ich bei ihm einkehren. Ich werde mit ihm das Mahl halten und er mit mir. 21 Allen, die durchhalten und den Sieg erringen, werde ich das Vorrecht geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie ich selbst den Sieg errungen habe und nun mit meinem Vater auf seinem Thron sitze. 22 Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt!«

DIE SIEBEN SIEGEL (Kapitel 4-7)

Gottesdienst im Himmel
4 1 Danach blickte ich auf und sah im Himmel eine offene Tür. Die Stimme, die vorher zu mir gesprochen hatte und die wie eine Posaune klang, sagte: »Komm herauf! Ich werde dir zeigen, was nach diesen Ereignissen geschehen muß.« 2 Sofort nahm der Geist von mir Besitz, und ich sah: Im Himmel stand ein Thron, und auf dem Thron saß einer. 3 Er strahlte wie die Edelsteine Jaspis und Karneol. Über dem Thron stand ein Regenbogen, der leuchtete wie ein Smaragd. 4 Um den Thron standen im Kreis vierundzwanzig andere Throne, darauf saßen vierundzwanzig Älteste . Sie trugen weiße Kleider und goldene Kronen . 5 Von dem Thron gingen Blitze, Rufe und Donnerschläge aus. Vor dem Thron brannten sieben Fackeln, das sind die sieben Geister Gottes. 6 Im Vordergrund war etwas wie ein gläsernes Meer, so klar wie Kristall. In der Mitte, im inneren Kreis um den Thron, waren vier mächtige Gestalten , die nach allen Seiten voller Augen waren. 7 Die erste sah aus wie ein Löwe, die zweite wie ein Stier, die dritte hatte ein Gesicht wie ein Mensch, und die vierte glich einem fliegenden Adler. 8 Jede der vier Gestalten hatte sechs Flügel, die innen und außen mit Augen bedeckt waren. Tag und Nacht rufen sie unaufhörlich: »Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott, der die ganze Welt regiert, der war und der ist und der kommt!« 9 Die vier mächtigen Gestalten rufen Preis, Ehre und Dank aus für den, der auf dem Thron sitzt und in alle Ewigkeit lebt. 10 Jedesmal, wenn sie das tun, werfen sich die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der ewig lebt. Sie legen ihre Kronen vor dem Thron nieder und sagen: 11 »Würdig bist du, unser Herr und Gott, daß alle dich preisen und ehren und deine Macht anerkennen. Denn du hast die ganze Welt geschaffen; weil du es gewollt hast, ist sie entstanden.«

Das Lamm und das Buch
5 1 In der rechten Hand dessen, der auf dem Thron saß, sah ich eine Buchrolle . Sie war innen und außen beschrieben und mit sieben Siegeln verschlossen. 2 Und ich sah einen mächtigen Engel , der mit lauter Stimme fragte: »Wer ist würdig, die Siegel aufzubrechen und das Buch zu öffnen?« 3 Aber es gab niemand, der es öffnen und hineinsehen konnte, weder im Himmel noch auf der Erde, noch unter der Erde. 4 Ich weinte sehr, weil niemand würdig war, das Buch zu öffnen und hineinzusehen. 5 Da sagte einer der Ältesten zu mir: »Hör auf zu weinen! Der Löwe aus dem Stamm Juda und Nachkomme Davids hat den Sieg errungen. Er ist würdig; er wird die sieben Siegel aufbrechen und das Buch öffnen.« 6 Da sah ich direkt vor dem Thron, umgeben von den vier mächtigen Gestalten und vom Kreis der Ältesten, ein Lamm stehen. Es sah aus, als ob es geschlachtet wäre. Es hatte sieben Hörner und sieben Augen; das sind die sieben Geister Gottes, die in die ganze Welt gesandt worden sind. 7 Das Lamm ging zu dem, der auf dem Thron saß, und nahm die Buchrolle aus seiner rechten Hand. 8 Und als es sie genommen hatte, warfen sich die vier mächtigen Gestalten und die vierundzwanzig Ältesten vor dem Lamm nieder. Jeder Älteste hatte eine Harfe und eine goldene Schale mit Weihrauch ; das sind die Gebete der Menschen, die zu Gottes heiligem Volk gehören. 9 Sie sangen ein neues Lied: »Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel aufzubrechen! Denn du wurdest als Opfer geschlachtet, und mit deinem vergossenen Blut hast du Menschen für Gott erworben, Menschen aus allen Sprachen und Stämmen, aus allen Völkern und Nationen. 10 Zu Königen hast du sie gemacht und zu Priestern für unseren Gott; und sie werden über die Erde herrschen.« 11 Dann sah und hörte ich Tausende und aber Tausende von Engeln, eine unübersehbare Zahl. Sie standen mit den vier mächtigen Gestalten und den Ältesten um den Thron 12 und riefen mit lauter Stimme: »Würdig ist das geopferte Lamm, Macht zu empfangen, Reichtum und Weisheit, Kraft und Ehre, Ruhm und Preis!« 13 Und ich hörte alle Geschöpfe im Himmel, auf der Erde, unter der Erde und im Meer laut mit einstimmen: »Preis und Ehre, Ruhm und Macht gehören ihm, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm, für immer und ewig.« 14 Die vier mächtigen Gestalten antworteten: »Amen!« Und die Ältesten fielen nieder und beteten an.

Die Siegel
6 1 Dann sah ich, wie das Lamm das erste von den sieben Siegeln aufbrach. Und ich hörte, wie eine der vier mächtigen Gestalten mit Donnerstimme sagte: »Komm!« 2 Da erblickte ich ein weißes Pferd. Sein Reiter hatte einen Bogen und erhielt eine Krone . Als Sieger zog er aus, um zu siegen. 3 Dann brach das Lamm das zweite Siegel auf. Ich hörte, wie die zweite der mächtigen Gestalten sagte: »Komm!« 4 Da kam wieder ein Pferd hervor, ein rotes. Sein Reiter wurde ermächtigt, den Frieden von der Erde zu nehmen, damit sich die Menschen gegenseitig töteten. Dazu wurde ihm ein großes Schwert gegeben. 5 Dann brach das Lamm das dritte Siegel auf. Ich hörte, wie die dritte der mächtigen Gestalten sagte: »Komm!« Da erblickte ich ein schwarzes Pferd. Sein Reiter hielt eine Waage in der Hand. 6 Aus dem Kreis der vier mächtigen Gestalten hörte ich eine Stimme rufen: »Eine Ration Weizen oder drei Rationen Gerste für den Lohn eines ganzen Tages. Nur Öl und Wein zum alten Preis!« 7 Dann brach das Lamm das vierte Siegel auf. Ich hörte, wie die vierte der mächtigen Gestalten sagte: »Komm!« 8 Da erblickte ich ein leichenfarbenes Pferd. Sein Reiter hieß Tod, und die Totenwelt folgte ihm auf den Fersen. Ein Viertel der Erde wurde in ihre Macht gegeben. Durch das Schwert, durch Hunger, Seuchen und wilde Tiere sollten sie die Menschen töten. 9 Dann brach das Lamm das fünfte Siegel auf. Da sah ich unterhalb des Altars die Seelen der Menschen, die man umgebracht hatte, weil sie an Gottes Wort festgehalten hatten und als seine Zeugen treu geblieben waren. 10 Sie riefen mit lauter Stimme: »Herr, du bist heilig und hältst, was du versprichst! Wie lange willst du noch warten, bis du die Bewohner der Erde vor Gericht rufst und Vergeltung an ihnen übst, weil sie unser Blut vergossen haben?« 11 Sie alle erhielten lange weiße Gewänder, und es wurde ihnen gesagt: »Gebt noch für kurze Zeit Ruhe, denn eure Zahl ist noch nicht voll. Von euren Brüdern, die Gott dienen genau wie ihr, müssen noch so viele getötet werden, wie Gott bestimmt hat.« 12 Ich sah, wie das Lamm das sechste Siegel aufbrach. Da gab es ein gewaltiges Erdbeben. Die Sonne wurde so dunkel wie ein Trauerkleid, und der Mond wurde blutrot. 13 Wie unreife Feigen, die ein starker Wind vom Baum schüttelt, fielen die Sterne vom Himmel auf die Erde. 14 Der Himmel verschwand wie eine Buchrolle , die zusammengerollt wird. Weder Berg noch Insel blieben an ihren Plätzen. 15 Alle Menschen versteckten sich in Höhlen und zwischen den Felsen der Berge: die Könige und Herrscher, die Heerführer, die Reichen und Mächtigen und alle Sklaven und Freien. 16 Sie riefen den Bergen und Felsen zu: »Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Blick dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes! 17 Der große Tag, an dem sie Gericht halten, ist gekommen. Wer kann da bestehen?«

Die 144000 mit dem Siegel auf der Stirn
7 1 Danach sah ich an den äußersten Enden der Erde vier Engel stehen, in jeder Himmelsrichtung einen. Sie hielten die vier Winde zurück, damit kein Wind auf der Erde, auf dem Meer und in den Bäumen wehte. 2 Von dorther, wo die Sonne aufgeht, sah ich einen anderen Engel emporsteigen, er hatte das Siegel des lebendigen Gottes in der Hand. Mit lauter Stimme wandte er sich an die vier Engel, denen Gott die Macht gegeben hatte, dem Land und dem Meer Schaden zuzufügen, 3 und sagte: »Verwüstet weder das Land noch das Meer, noch die Bäume! Erst müssen wir die Diener unseres Gottes mit dem Siegel auf der Stirn kennzeichnen.« 4 Und ich hörte, wie viele mit dem Siegel gekennzeichnet wurden. Es waren hundertvierundvierzigtausend aus allen Stämmen des Volkes Israel: 5-8 Zwölftausend vom Stamm Juda wurden gekennzeichnet, zwölftausend vom Stamm Ruben, zwölftausend vom Stamm Gad, zwölftausend vom Stamm Ascher, zwölftausend vom Stamm Naftali, zwölftausend vom Stamm Manasse, zwölftausend vom Stamm Simeon, zwölftausend vom Stamm Levi, zwölftausend vom Stamm Issachar, zwölftausend vom Stamm Sebulon, zwölftausend vom Stamm Josef und zwölftausend vom Stamm Benjamin wurden mit dem Siegel gekennzeichnet.

Die große Menge aus allen Völkern
9 Danach sah ich eine große Menge Menschen, so viele, daß niemand sie zählen konnte. Es waren Menschen aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen. Sie standen in weißen Kleidern vor dem Thron und dem Lamm und hielten Palmzweige in den Händen. 10 Mit lauter Stimme riefen sie: »Der rettende Sieg gehört unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm!« 11 Alle Engel standen im Kreis um den Thron und um die Ältesten und um die vier mächtigen Gestalten . Sie warfen sich vor dem Thron zu Boden, beteten Gott an 12 und sprachen: »Das ist gewiß: Preis und Herrlichkeit, Weisheit und Dank, Ehre, Macht und Stärke gehören unserem Gott für immer und ewig. Amen!« 13 Einer der Ältesten fragte mich: »Wer sind diese Menschen in weißen Kleidern? Woher kommen sie?«
14 Ich antwortete: »Herr, du mußt es wissen!«
Er sagte zu mir: »Diese Menschen haben die große Verfolgung durchgestanden. Sie haben ihre Kleider gewaschen und im Blut des Lammes weiß gemacht. 15 Darum stehen sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel. Er, der auf dem Thron sitzt, wird bei ihnen wohnen. 16 Sie werden keinen Hunger oder Durst mehr haben; weder die Sonne noch irgendeine Glut wird sie versengen. 17 Das Lamm in der Mitte des Thrones wird ihr Hirt sein und sie an die Quellen führen, deren Wasser Leben spendet. Und Gott wird alle ihre Tränen abwischen.«

DIE SIEBEN POSAUNEN (Kapitel 8-11)

Das siebte Siegel
8 1 Als das Lamm das siebte Siegel aufbrach, wurde es im Himmel ganz still, etwa eine halbe Stunde lang. 2 Dann sah ich, wie die sieben Engel , die immer vor Gott stehen, sieben Posaunen erhielten. 3 Ein anderer Engel kam mit einer goldenen Räucherpfanne und stellte sich an den Altar. Er erhielt eine große Menge Weihrauch, um ihn auf dem Altar vor Gottes Thron als Opfer darzubringen, zusammen mit den Gebeten aller Menschen in Gottes heiligem Volk. 4 Aus der Hand des Engels, der vor Gott stand, stieg der Weihrauch in die Höhe, zusammen mit den Gebeten der Menschen.
5 Dann nahm der Engel die Räucherpfanne, füllte sie mit Feuer vom Altar und warf es auf die Erde. Da blitzte und donnerte und dröhnte es heftig, und die Erde bebte.

Die ersten vier Posaunen
6 Darauf machten sich die sieben Engel bereit, die sieben Posaunen zu blasen. 7 Der erste Engel blies seine Posaune. Hagel und Feuer, mit Blut gemischt, fiel auf die Erde. Ein Drittel der Erde und ein Drittel aller Bäume verbrannten, auch alles Gras verbrannte. 8 Dann blies der zweite Engel seine Posaune. Etwas, das wie ein großer brennender Berg aussah, wurde ins Meer geworfen. Ein Drittel des Meeres wurde zu Blut. 9 Ein Drittel aller Meerestiere starb, und ein Drittel aller Schiffe wurde vernichtet. 10 Dann blies der dritte Engel seine Posaune. Ein großer Stern, der wie eine Fackel brannte, stürzte vom Himmel. Er fiel auf ein Drittel der Flüsse und auf die Quellen. 11 Der Stern heißt »Wermut«. Ein Drittel des Wassers wurde bitter. Viele Menschen starben an diesem Wasser, weil es vergiftet war. 12 Dann blies der vierte Engel seine Posaune. Ein Drittel der Sonne, des Mondes und der Sterne wurden durch Schläge getroffen. Ihr Licht verlor ein Drittel seiner Helligkeit, und ein Drittel des Tages und der Nacht wurden finster. 13 Dann sah ich einen Adler, der hoch in der Luft flog, und hörte ihn mit lauter Stimme rufen: »Schrecken, Schrecken, Schrecken! Wenn erst die anderen drei Engel ihre Posaunen blasen, wird es denen, die auf der Erde leben, schrecklich ergehen!«

Die fünfte Posaune
9 1 Dann blies der fünfte Engel seine Posaune . Ich sah einen Stern, der vom Himmel auf die Erde gestürzt war. Dieser Stern erhielt die Schlüssel zu dem Schacht, der in den Abgrund führt. 2 Er öffnete den Schacht, da quoll Rauch daraus hervor wie aus einem großen Ofen und verdunkelte die Sonne und die Luft.
3 Aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde, denen die Kraft von Skorpionen gegeben war. 4 Sie durften weder dem Gras noch den Bäumen, noch anderen Pflanzen Schaden zufügen; sie sollten nur die Menschen quälen, die nicht mit dem Siegel Gottes auf der Stirn gekennzeichnet waren. 5 Es war ihnen verboten, diese Menschen zu töten; sie durften sie nur fünf Monate lang quälen. Die Menschen sollten solche Schmerzen leiden, wie wenn ein Skorpion sie gestochen hätte. 6 Während dieser fünf Monate werden die Menschen den Tod suchen, ihn aber nicht finden. Sie möchten dann gerne sterben, aber der Tod wird vor ihnen fliehen. 7 Die Heuschrecken sahen aus wie Pferde, die in die Schlacht ziehen. Auf ihren Köpfen trugen sie goldene Kronen , und sie hatten Gesichter wie Menschen. 8 Ihr Haar war wie Frauenhaar und ihre Zähne wie Löwenzähne. 9 Ihre Brust war wie mit einem eisernen Panzer bedeckt. Ihre Flügel machten einen Lärm, als ob viele mit Pferden bespannte Wagen in die Schlacht rollten. 10 Sie hatten Schwänze und Stacheln wie Skorpione. In ihren Schwänzen steckte die Kraft, die Menschen fünf Monate lang zu quälen. 11 Der Engel, der für den Abgrund zuständig ist, herrscht als König über sie. Auf hebräisch heißt sein Name Abaddon, auf griechisch Apollyon; das bedeutet: der Zerstörer. 12 Diesem ersten Schrecken werden noch zwei weitere folgen.

Die sechste Posaune
13 Dann blies der sechste Engel seine Posaune . Ich hörte eine Stimme, die von den vier Hörnern des goldenen Altars kam, der vor Gott steht. 14 Die Stimme sagte zu dem sechsten Engel mit der Posaune: »Laß die vier Engel frei, die am Eufrat, dem großen Strom, in Fesseln liegen!« 15 Die vier Engel wurden freigelassen. Sie waren auf das Jahr, den Monat, den Tag und die Stunde genau für diesen Zeitpunkt dazu bereitgestellt, um ein Drittel der Menschheit zu töten. 16 Man nannte mir die Anzahl ihrer berittenen Truppen; es waren Millionen und aber Millionen.
17 Ich sah die Reiter mit ihren Pferden: Ihr Brustpanzer war feuerrot, blau und schwefelgelb. Die Pferde hatten Köpfe wie Löwen, und aus ihren Mäulern kamen Feuer, Rauch und Schwefel. 18 Feuer, Rauch und Schwefel sind die drei Katastrophen, durch die ein Drittel der Menschen vernichtet wurde. 19 Die tödliche Wirkung der Pferde geht von ihren Mäulern und von ihren Schwänzen aus. Ihre Schwänze sehen aus wie Schlangen mit Köpfen. Mit ihnen fügen sie den Menschen Schaden zu. 20 Aber die Menschen, die nicht durch diese Katastrophen getötet wurden, änderten sich nicht. Sie hörten nicht auf, die Dämonen und Götzen aus Gold, Silber, Bronze, Stein und Holz anzubeten, diese selbstgemachten Götter, die weder sehen noch hören, noch gehen können. 21 Nein, sie änderten sich nicht; sie hörten nicht auf zu morden, Zauberei und Unzucht zu treiben und zu stehlen.

Der Engel und das kleine Buch
10 1 Dann sah ich einen anderen mächtigen Engel vom Himmel auf die Erde herabsteigen. Er war von einer Wolke umgeben, und ein Regenbogen stand über seinem Kopf. Sein Gesicht war wie die Sonne, und seine Beine glichen Säulen aus Feuer. 2 Er hielt ein kleines Buch geöffnet in der Hand. Seinen rechten Fuß setzte er auf das Meer und seinen linken Fuß auf das Land. 3 Er rief mit einer lauten Stimme, die sich wie Löwengebrüll anhörte, und auf seinen Ruf antworteten die sieben Donner mit Gebrüll. 4 Ich wollte aufschreiben, was sie sagten; aber ich hörte eine Stimme vom Himmel: »Was die sieben Donner gesagt haben, sollst du geheimhalten! Schreib es nicht auf!« 5 Dann hob der Engel, den ich auf dem Meer und dem Land stehen sah, seine rechte Hand zum Himmel. 6 Er schwor bei dem, der in alle Ewigkeit lebt, der den Himmel, die Erde, das Meer und alle ihre Bewohner geschaffen hat, und sagte: »Die Frist ist abgelaufen! 7 Wenn der Tag gekommen ist, daß der siebte Engel seine Posaune bläst, wird Gott seinen geheimen Plan ausführen, so wie er es seinen Dienern, den Propheten , angekündigt hat.« 8 Dann sprach die Stimme aus dem Himmel noch einmal zu mir: »Geh und nimm das offene Buch aus der Hand des Engels, der auf dem Meer und dem Land steht!«
9 Ich ging zu dem Engel und bat ihn, mir das Buch zu geben. Er sagte zu mir: »Nimm und iß es! Es wird dir bitter im Magen liegen, aber in deinem Mund wird es süß sein wie Honig.«
10 Ich nahm das kleine Buch aus seiner Hand und aß es. Es schmeckte wie Honig. Aber als ich es hinuntergeschluckt hatte, lag es mir bitter im Magen. 11 Dann sagte mir jemand: »Du mußt noch ein weiteres Mal als Prophet verkünden, was Gott mit den Völkern, Nationen, Stämmen und Königen vorhat.«

Die zwei Zeugen
11 1 Dann erhielt ich ein Rohr, das wie ein Meßstab war, und jemand sagte: »Steh auf und miß den Tempel Gottes aus und den Altar darin. Zähle, wie viele Menschen dort beten. 2 Aber den äußeren Vorhof des Tempels laß weg! Dort brauchst du nicht zu messen, weil er den Fremden preisgegeben wird. Zweiundvierzig Monate lang werden sie die Heilige Stadt verwüsten. 3 Ich werde meine zwei Zeugen beauftragen. Sie sollen Trauerkleidung tragen und während dieser zwölfhundertsechzig Tage prophetisch reden.« 4 Diese beiden Zeugen sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. 5 Wenn jemand versucht, sie zu verletzen, kommt Feuer aus ihrem Mund und vernichtet ihre Feinde. Auf diese Weise werden alle getötet, die ihnen Schaden zufügen wollen. 6 Sie haben die Macht, den Himmel zu verschließen, so daß es nicht regnet, solange sie ihre prophetische Botschaft ausrichten. Sie haben auch die Macht, alle Gewässer in Blut zu verwandeln und die Erde mit allen möglichen Katastrophen zu erschüttern, sooft sie wollen. 7 Wenn sie ihre Botschaft vollständig ausgerichtet haben, wird ein Tier aus dem Abgrund kommen und gegen sie kämpfen. Es wird sie besiegen und sie töten. 8 Ihre Leichen werden auf dem Platz mitten in der großen Stadt liegen, in der ihr Herr gekreuzigt wurde. Geistlich gesprochen heißt diese Stadt »Sodom « und »Ägypten«. 9 Menschen aus aller Welt, aus allen Völkern, Stämmen und Sprachen werden sich dreieinhalb Tage lang die beiden Toten ansehen. Man wird nicht zulassen, daß die Toten beerdigt werden. 10 Die Menschen auf der Erde werden sich über den Tod dieser beiden freuen, sie werden jubeln und sich gegenseitig Geschenke schicken; denn diese Propheten haben die Menschen gequält. 11 Nach dreieinhalb Tagen kam der Lebensgeist Gottes wieder in die beiden Propheten, und sie standen auf. Alle, die das sahen, erschraken sehr. 12 Dann hörten die zwei Propheten eine mächtige Stimme vom Himmel, die ihnen befahl: »Kommt herauf!« Ihre Feinde sahen zu, wie sie in einer Wolke zum Himmel hinaufstiegen. 13 In diesem Augenblick gab es ein heftiges Erdbeben. Ein Zehntel der Stadt wurde zerstört; siebentausend Menschen kamen bei dem Erdbeben ums Leben. Die Überlebenden waren zu Tode erschrocken und erwiesen Gott im Himmel Ehre. 14 Das war der zweite Schrecken. Aber gebt acht, der dritte Schrecken wird bald folgen!

Die siebte Posaune
15 Dann blies der siebte Engel seine Posaune . Da erhoben sich im Himmel laute Stimmen, die sagten: »Jetzt gehört die Herrschaft über die Erde unserem Gott und seinem gesalbten König, und sie werden für immer und ewig regieren.« 16 Die vierundzwanzig Ältesten , die vor Gott auf ihren Thronen sitzen, warfen sich zu Boden und beteten Gott an. 17 Sie sagten: »Wir danken dir, Herr, unser Gott, du Herrscher der ganzen Welt, der du bist und der du warst! Du hast deine große Macht gebraucht und die Herrschaft angetreten! 18 Die Völker haben sich aufgelehnt; darum bist du zornig geworden. Jetzt ist die Zeit gekommen, Gericht zu halten über die Toten. Nun ist die Zeit der Belohnung für deine Diener, die Propheten , und für dein heiliges Volk, alle, die deinen Namen ehren, Hohe und Niedrige. Nun ist die Zeit der Bestrafung für alle, die die Erde zugrunde richten: Jetzt werden sie selbst zugrunde gerichtet.« 19 Gottes Tempel im Himmel wurde geöffnet, und man konnte die Lade mit den Zeichen des Bundes sehen. Dann blitzte es und donnerte und dröhnte; die Erde bebte und schwerer Hagel fiel nieder.

DER DRACHE UND SEINE ÜBERWINDUNG (Kapitel 12-14)

Die Frau und der Drache
12 1 Darauf sah man am Himmel eine gewaltige Erscheinung: Es war eine Frau, die war mit der Sonne bekleidet und hatte den Mond unter ihren Füßen und trug auf dem Kopf eine Krone von zwölf Sternen. 2 Sie stand kurz vor der Geburt, und die Wehen ließen sie vor Schmerz aufschreien. 3 Dann zeigte sich am Himmel eine andere Erscheinung: ein großer, roter Drache mit sieben Köpfen und zehn Hörnern. Jeder Kopf trug eine Krone. 4 Mit seinem Schwanz fegte der Drache ein Drittel der Sterne vom Himmel und schleuderte sie auf die Erde. Er stand vor der Frau, die ihr Kind gebären sollte, und wollte es verschlingen, sobald es geboren wäre.
5 Die Frau brachte einen Sohn zur Welt, der alle Völker der Erde mit eisernem Zepter regieren wird. Das Kind wurde sofort nach der Geburt entrückt und zum Thron Gottes gebracht. 6 Die Frau aber flüchtete in die Wüste; dort hatte Gott ihr einen Zufluchtsort geschaffen, an dem sie zwölfhundertsechzig Tage lang mit Nahrung versorgt werden sollte. 7 Dann brach im Himmel ein Krieg aus. Michael mit seinen Engeln kämpfte gegen den Drachen. Der Drache mit seinen Engeln wehrte sich; 8 aber er konnte nicht standhalten. Er und seine Engel durften nicht länger im Himmel bleiben. 9 Der große Drache wurde hinuntergestürzt! Er ist die alte Schlange, die auch Teufel oder Satan genannt wird und die ganze Welt verführt. Er wurde auf die Erde hinuntergestürzt mit allen seinen Engeln. 10 Dann hörte ich eine mächtige Stimme im Himmel sagen: »Jetzt ist es geschehen: Unser Gott hat gesiegt! Jetzt hat er seine Gewalt gezeigt und seine Herrschaft angetreten! Jetzt liegt die Macht in den Händen des Königs, den er gesalbt und eingesetzt hat! Der Ankläger unserer Brüder ist gestürzt; er, der sie Tag und Nacht vor Gott beschuldigte, ist nun aus dem Himmel hinausgeworfen. 11 Unsere Brüder haben ihn besiegt durch das Blut des Lammes und durch die Botschaft, die sie empfangen und bezeugt haben. Sie waren bereit, ihr Leben zu opfern und den Tod auf sich zu nehmen. 12 Darum freue dich, Himmel, mit allen, die in dir wohnen! Ihr aber, Land und Meer, müßt zittern, seit der Teufel dort unten bei euch ist! Seine Wut ist ungeheuer groß; denn er weiß, er hat nur noch wenig Zeit!« 13 Als der Drache sah, daß er auf die Erde geworfen war, begann er, die Frau zu verfolgen, die den Sohn geboren hatte. 14 Aber die Frau erhielt die beiden Flügel des großen Adlers, um an ihren Zufluchtsort in der Wüste zu fliehen. Dort sollte sie dreieinhalb Jahre mit Nahrung versorgt werden und vor der Schlange sicher sein.
15 Die Schlange schickte aus ihrem Rachen einen Wasserstrom hinter der Frau her, um sie fortzuschwemmen. 16 Aber die Erde kam der Frau zu Hilfe: Sie öffnete sich und schluckte den Strom auf, den der Drache aus seinem Rachen ausstieß.
17 Da wurde der Drache wütend über die Frau und ging fort, um ihre übrigen Nachkommen zu bekämpfen. Das sind die Menschen, die Gottes Gebote befolgen und als Zeugen für Jesus treu bleiben.

Die zwei Tiere
18 Dann trat der Drache ans Ufer des Meeres. 13 1 Und ich sah ein Tier aus dem Meer heraufsteigen, das hatte zehn Hörner und sieben Köpfe. Auf jedem Horn trug es eine Krone, und auf seine Köpfe waren Herrschertitel geschrieben, die Gott beleidigten.
2 Das Tier, das ich sah, war wie ein Leopard, hatte Füße wie Bärentatzen und einen Rachen wie ein Löwe. Der Drache verlieh dem Tier seine eigene Befehlsgewalt, seinen Thron und seine große Macht. 3 Einer der Köpfe des Tieres sah aus, als hätte er eine tödliche Wunde erhalten; aber die Wunde wurde geheilt.
Die ganze Erde lief dem Tier staunend nach. 4 Alle Menschen beteten den Drachen an, weil er seine Macht dem Tier verliehen hatte. Sie beteten auch das Tier an und sagten: »Wer kommt diesem Tier gleich? Wer kann es mit ihm aufnehmen?« 5 Das Tier durfte unerhörte Reden halten, mit denen es Gott beleidigte, und es konnte zweiundvierzig Monate lang seinen Einfluß ausüben. 6 Es öffnete sein Maul und lästerte Gott und seinen Namen, ebenso sein Heiligtum und alle, die im Himmel wohnen. 7 Gott ließ zu, daß es mit seinem heiligen Volk Krieg führte und es besiegte; es bekam Macht über alle Völker und Nationen und über Menschen aller Sprachen. 8 Alle auf der Erde werden es anbeten, alle, deren Namen nicht seit Beginn der Welt im Lebensbuch des geopferten Lammes stehen. 9 Wer Ohren hat, soll gut zuhören: 10 Wer dazu bestimmt ist, gefangen zu werden, kommt in Gefangenschaft. Wer dazu bestimmt ist, mit dem Schwert getötet zu werden, wird mit dem Schwert getötet. Dann braucht Gottes heiliges Volk Standhaftigkeit und Treue! 11 Dann sah ich ein anderes Tier aus der Erde heraufsteigen. Es hatte zwei Hörner wie ein Lamm, aber es redete wie ein Drache. 12 Unter den Augen des ersten Tieres übte es dessen ganze Macht aus. Es brachte die Erde und alle ihre Bewohner dazu, das erste Tier mit der verheilten Wunde anzubeten.
13 Das zweite Tier tat große Wunder: Vor allen Menschen ließ es Feuer vom Himmel auf die Erde regnen. 14 Durch die Wunder, die es im Auftrag des ersten Tieres tun konnte, täuschte es alle Menschen, die auf der Erde lebten. Es überredete sie, ein Standbild zu errichten zu Ehren des ersten Tieres, das mit dem Schwert tödlich verwundet worden und wieder ins Leben zurückgekehrt war. 15 Das zweite Tier bekam sogar die Macht, das Standbild des ersten Tieres zu beleben, so daß dieses Bild sprechen konnte und dafür sorgte, daß alle getötet wurden, die es nicht anbeteten.
16 Dieses Tier hatte alle Menschen in seiner Gewalt: Hohe und Niedrige, Reiche und Arme, Sklaven und Freie. Sie mußten sich ein Zeichen auf ihre rechte Hand oder ihre Stirn machen. 17 Nur wer dieses Zeichen hatte, konnte kaufen oder verkaufen. Das Zeichen bestand aus dem Namen des ersten Tieres oder der Zahl für diesen Namen. 18 Hier geht es um Weisheit. Wer Verstand hat, kann herausfinden, was die Zahl des Tieres bedeutet, denn sie steht für den Namen eines Menschen. Es ist die Zahl sechshundertsechsundsechzig.

Der Gesang der Freigekauften
14 1 Dann sah ich etwas ganz anderes: Das Lamm stand auf dem Zionsberg . Bei ihm waren hundertvierundvierzigtausend Menschen. Sie trugen seinen Namen und den Namen seines Vaters auf ihrer Stirn. 2 Dann hörte ich einen Schall aus dem Himmel. Es klang wie das Rauschen eines mächtigen Wasserfalls und wie lautes Donnerrollen, aber zugleich hörte es sich an wie Musik von Harfenspielern. 3 Vor dem Thron und vor den vier mächtigen Gestalten und den Ältesten sangen die Engel ein neues Lied. Dieses Lied konnten nur die hundertvierundvierzigtausend Menschen lernen, die von der Erde losgekauft worden sind. 4 Sie haben sich rein gehalten vom Verkehr mit Frauen und folgen dem Lamm überallhin. Sie sind aus der übrigen Menschheit losgekauft worden als Eigentum für Gott und das Lamm. 5 Nie hat jemand aus ihrem Mund eine Lüge gehört, es ist kein Fehler an ihnen.

Die drei Engel
6 Dann sah ich einen anderen Engel hoch am Himmel fliegen. Er hatte eine Botschaft, die niemals ihre Gültigkeit verlieren wird. Die sollte er allen Bewohnern der Erde verkünden, allen Völkern und Nationen, den Menschen aller Sprachen. 7 Er rief mit lauter Stimme: »Nehmt Gott ernst und erweist ihm Ehre! Die Zeit ist gekommen: Jetzt hält er Gericht! Betet ihn an, der den Himmel, die Erde, das Meer und die Quellen geschaffen hat!« 8 Dem ersten Engel folgte ein zweiter und sagte: »Gefallen! Gefallen ist das mächtige Babylon , das alle Völker gezwungen hatte, den todbringenden Wein seiner Unzucht zu trinken!« 9 Ein dritter Engel folgte ihnen. Er rief mit lauter Stimme: »Wer das Tier und sein Standbild verehrt und das Zeichen des Tieres auf seiner Stirn oder seiner Hand anbringen läßt, 10 wird den Wein Gottes trinken müssen. Es ist der Wein seiner Entrüstung, den er unverdünnt in den Becher seines Zornes gegossen hat. Wer das Tier verehrt, wird vor den Augen des Lammes und der heiligen Engel mit Feuer und Schwefel gequält. 11 Der Rauch von diesem quälenden Feuer steigt für alle Zeiten zum Himmel. Alle, die das Tier und sein Standbild verehren und das Kennzeichen seines Namens tragen, werden Tag und Nacht keine Ruhe finden. 12 Hier muß Gottes heiliges Volk Standhaftigkeit beweisen, alle, die Gottes Gebote befolgen und in Treue zu Jesus halten.« 13 Dann hörte ich eine Stimme vom Himmel, die sagte: »Schreib auf: Freuen dürfen sich alle, die für ihr Bekenntnis zum Herrn sterben müssen – von jetzt an!«
»So ist es«, antwortet der Geist , »sie werden sich von ihrer Mühe ausruhen; denn ihre Taten gehen mit ihnen und sprechen für sie.«

Die Erde ist reif für die Ernte
14 Ich sah eine weiße Wolke; darauf saß einer, der wie ein Mensch aussah. Er hatte eine goldene Krone auf dem Kopf und eine scharfe Sichel in der Hand. 15 Dann kam wieder ein Engel aus dem Tempel. Er rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: »Laß deine Sichel schneiden, und bring die Ernte ein! Die Stunde für die Ernte ist gekommen, die Erde ist reif!« 16 Da warf der, der auf der Wolke saß, seine Sichel über die Erde, und die Ernte wurde eingebracht. 17 Ich sah einen anderen Engel aus dem Tempel im Himmel kommen; auch er hatte eine scharfe Sichel. 18 Ein weiterer Engel kam vom Altar. Es war der Engel, der für das Feuer zuständig ist. Er rief dem mit der scharfen Sichel mit lauter Stimme zu: »Laß deine scharfe Sichel schneiden, und schneide die Trauben am Weinstock der Erde ab! Sie sind reif!« 19 Der Engel warf seine Sichel über die Erde, die schnitt die Trauben vom Weinstock. Er warf die Trauben in die Weinpresse, die den Zorn Gottes bedeutet. 20 Außerhalb der Stadt wurden sie in der Presse ausgedrückt. Da kam ein Blutstrom aus der Weinpresse, der stieg so hoch, daß er den Pferden bis an die Zügel reichte, und floß sechzehnhundert Wegmaße weit.

DIE SIEBEN ZORNSCHALEN UND DER UNTERGANG BABYLONS (Kapitel 15-18)

Die Engel mit den letzten Katastrophen
15 1 Dann sah ich eine weitere große und staunenerregende Erscheinung am Himmel: sieben Engel , die sieben Katastrophen bringen. Dies sind die letzten Katastrophen, denn mit ihnen geht Gottes Zorn zu Ende. 2 Ich sah etwas wie ein gläsernes Meer, das mit Feuer vermischt war. Auf diesem Meer sah ich alle die stehen, die den Sieg über das Tier erlangt hatten und über sein Standbild und die Zahl seines Namens. Sie hielten Harfen in den Händen, die Gott ihnen gegeben hatte. 3 Sie sangen das Lied, das Mose, der Diener Gottes, verfaßt hatte, und das Lied des Lammes: »Herr, unser Gott, du Herrscher der ganzen Welt, wie groß und wunderbar sind deine Taten! In allem, was du planst und ausführst, bist du vollkommen und gerecht, du König über alle Völker! 4 Wer wollte dich, Herr, nicht fürchten und deinem Namen keine Ehre erweisen? Alle Völker werden kommen und sich vor dir niederwerfen; denn deine gerechten Taten sind nun für alle offenbar geworden.« 5 Danach sah ich, wie im Himmel der Tempel, das Heilige Zelt , geöffnet wurde. 6 Die sieben Engel mit den sieben Katastrophen kamen aus dem Tempel. Sie waren in reines, weißes Leinen gekleidet und trugen ein breites goldenes Band um die Brust. 7 Eine von den vier mächtigen Gestalten gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen. Sie waren bis an den Rand gefüllt mit dem Zorn des Gottes, der in alle Ewigkeit lebt.
8 Der Tempel war voller Rauch, der von der Herrlichkeit und Macht Gottes ausging. Keiner konnte den Tempel betreten, solange nicht die sieben Katastrophen zu Ende waren, die von den sieben Engeln gebracht wurden.

Die Schalen mit dem Zorn Gottes
16 1 Dann hörte ich eine mächtige Stimme aus dem Tempel, die sagte zu den sieben Engeln : »Geht und gießt die sieben Schalen mit dem Zorn Gottes über die Erde aus!« 2 Der erste Engel ging und goß seine Schale auf die Erde. Da bekamen alle, die das Kennzeichen des Tieres trugen und sein Standbild anbeteten, ein schmerzhaftes und schlimmes Geschwür. 3 Der zweite Engel goß seine Schale ins Meer. Da wurde das Wasser zu Blut wie von Toten, und alle Lebewesen im Meer gingen zugrunde. 4 Der dritte Engel goß seine Schale in die Flüsse und Quellen, da wurden sie zu Blut.
5 Ich hörte, wie der Engel, der für das Wasser zuständig ist, sagte: »Du Heiliger, der du bist und warst, in diesen Urteilen hast du dich als gerechter Richter erwiesen. 6 Allen, die das Blut des heiligen Gottesvolkes und seiner Propheten vergossen haben, hast du Blut zu trinken gegeben. Sie haben es verdient!« 7 Dann hörte ich eine Stimme vom Altar her sagen: »So ist es, Herr, unser Gott, du Herrscher der ganzen Welt; deine Urteile sind wahr und gerecht!« 8 Der vierte Engel goß seine Schale auf die Sonne. Da wurde der Sonne erlaubt, die Menschen mit ihren glühenden Feuerstrahlen zu quälen. 9 Und die Menschen wurden von glühender Hitze versengt. Sie verfluchten den Namen Gottes, der Verfügungsgewalt hat über solche Katastrophen; aber sie änderten sich nicht und wollten Gott nicht die Ehre geben. 10 Der fünfte Engel goß seine Schale auf den Thron des Tieres. Da wurde es im ganzen Herrschaftsbereich des Tieres dunkel. Die Menschen zerbissen sich vor Schmerzen die Zunge. 11 Sie verfluchten den Gott des Himmels wegen ihrer Qualen und ihrer Geschwüre; aber sie hörten nicht auf mit ihren schändlichen Taten. 12 Der sechste Engel goß seine Schale in den Eufrat, den großen Strom; da trocknete er aus. So wurde den Königen, die von Osten her einbrechen, ein Weg gebahnt. 13 Dann sah ich, wie aus den Mäulern des Drachen , des Tieres und des falschen Propheten drei unreine Geister hervorkamen, die aussahen wie Frösche. 14 Es sind dämonische Geister, die Wunder tun. Sie suchen alle Könige der Erde auf, um sie zum Kampf zu sammeln für den großen Tag Gottes, des Herrschers der ganzen Welt. 15 »Gebt acht, ich werde wie ein Dieb kommen! Wer wach bleibt und seine Kleider anbehält, darf sich freuen. Sonst müßte er nackt umherlaufen, und seine Schande würde für alle sichtbar.« 16 Die drei Geister versammelten die Könige an einem Ort, der auf hebräisch Harmagedon heißt. 17 Der siebte Engel goß seine Schale in die Luft. Da kam eine mächtige Stimme von dem Thron im Tempel, die sagte: »Es ist ausgeführt!« 18 Es blitzte und donnerte und dröhnte, und die Erde bebte heftig. Seit es Menschen auf der Erde gibt, hat man ein so schweres Erdbeben noch nicht erlebt. 19 Die große Stadt wurde in drei Teile gespalten, und die Städte aller Völker wurden zerstört. Gott rechnete ab mit dem großen Babylon : Es mußte den Wein aus dem Becher trinken, der mit seinem glühenden Zorn gefüllt war. 20 Alle Inseln verschwanden, und die Berge wurden nicht mehr gesehen. 21 Es hagelte zentnerschwere Eisbrocken vom Himmel auf die Menschen. Sie verfluchten Gott wegen dieses Hagels, denn er war schrecklich.

Die große Hure
17 1 Einer der sieben Engel , die die sieben Schalen trugen, kam zu mir und sagte: »Tritt her! Ich werde dir zeigen, wie die große Hure bestraft wird, die Stadt, die an vielen Wasserarmen erbaut ist! 2 Die Könige der Erde haben sich mit ihr eingelassen. Alle Menschen sind betrunken geworden, weil sie sich am Wein ihrer Unzucht berauscht haben.« 3 Der Geist Gottes nahm Besitz von mir, und der Engel trug mich in die Wüste. Dort sah ich eine Frau. Sie saß auf einem scharlachroten Tier, das über und über mit Namen beschrieben war, die Gott beleidigten. Das Tier hatte sieben Köpfe und zehn Hörner. 4 Die Frau trug ein purpur- und scharlachrotes Gewand und war mit Gold, kostbaren Steinen und Perlen geschmückt. In ihrer Hand hielt sie einen goldenen Becher. Er war mit unanständigen und schmutzigen Dingen gefüllt, den Zeichen ihrer Zuchtlosigkeit. 5 Auf ihrer Stirn stand ein geheimnisvoller Name: »Babylon , die Große, die Mutter aller Hurerei und aller Greuel auf der Erde.« 6 Ich sah, daß die Frau betrunken war vom Blut der Menschen aus Gottes heiligem Volk. Sie hatte das Blut aller getrunken, die als Zeugen für Jesus getötet worden waren. Ich war starr vor Entsetzen, als ich sie sah. 7 »Warum bist du so entsetzt?« fragte mich der Engel. »Ich verrate dir das Geheimnis dieser Frau und das Geheimnis des Tieres mit den sieben Köpfen und den zehn Hörnern, auf dem sie sitzt. 8 Das Tier, das du gesehen hast, war früher einmal und ist jetzt nicht mehr. Und es wird wieder aus dem Abgrund auftauchen – um in seinen Untergang zu rennen. Die Menschen auf der Erde – alle, deren Namen nicht seit Beginn der Welt im Buch des Lebens stehen – werden staunen, wenn sie das sehen: Das Tier, das früher da war und jetzt nicht mehr ist, das ist wiedergekommen! 9 Hier braucht es einen Verstand, der deuten kann. Die sieben Köpfe bedeuten sieben Hügel. Das sind die Hügel, auf denen die Frau sitzt. Sie stehen außerdem für sieben Könige. 10 Davon sind fünf gefallen, einer herrscht noch, und der letzte ist noch nicht erschienen. Wenn er kommt, darf er nur kurze Zeit bleiben. 11 Das Tier, das war und nicht mehr ist, ist ein achter König. Es ist aber auch einer von den sieben Königen und rennt in seinen Untergang. 12 Die zehn Hörner, die du gesehen hast, sind zehn Könige, deren Herrschaft noch nicht begonnen hat. Eine Stunde lang werden sie zusammen mit dem Tier königliche Macht bekommen. 13 Diese zehn verfolgen dasselbe Ziel und übergeben ihre Macht und ihren Einfluß dem Tier. 14 Sie werden gegen das Lamm kämpfen. Aber das Lamm wird sie besiegen. Denn es ist der Herr über alle Herren und der König über alle Könige, und bei ihm sind seine treuen Anhänger, die es erwählt und berufen hat.« 15 Der Engel sagte weiter zu mir: »Du hast das Wasser gesehen, an dem die Hure sitzt. Das sind Völker und Menschenmassen aller Sprachen. 16 Die zehn Hörner, die du gesehen hast, und das Tier werden die Hure verabscheuen. Sie werden ihr alles fortnehmen, so daß sie nackt ist. Sie werden ihr Fleisch fressen und sie verbrennen. 17 Denn Gott hat ihr Herz so gelenkt, daß sie seine Absichten ausführen. Sie handeln gemeinsam und überlassen dem Tier ihre Herrschaftsgewalt, bis sich Gottes Voraussagen erfüllen. 18 Die Frau, die du gesehen hast, ist die große Stadt, die die Könige der Erde in ihrer Gewalt hat.«

Der Untergang Babylons
18 1 Danach sah ich einen anderen Engel aus dem Himmel herabkommen. Er hatte große Macht, und sein Glanz erhellte die ganze Erde. 2 Er rief mit starker Stimme: »Gefallen! Gefallen ist Babylon , die große Stadt! Jetzt wird sie von Dämonen und unreinen Geistern bewohnt. Alle Arten von unreinen und abscheulichen Vögeln hausen in ihren Mauern. 3 Alle Völker haben von ihrem Wein getrunken, dem schweren Wein ausschweifender Unzucht . Die Könige der Erde haben es mit ihr getrieben. Die Kaufleute der Erde sind durch ihren ungeheuren Wohlstand reich geworden.« 4 Dann hörte ich aus dem Himmel eine andere Stimme, die sagte: »Auf, mein Volk! Verlaßt diese Stadt! Sonst werdet ihr mitschuldig an ihren Sünden und bekommt Anteil an ihren Strafen. 5 Denn Gott hat ihr schändliches Tun nicht vergessen. Ihre Sünden häufen sich bis an den Himmel! 6 Behandelt sie so, wie sie es mit euch getan hat; zahlt ihr alles zweifach heim. Gießt ein Getränk in ihren Becher, das doppelt so stark ist wie das, was sie für euch bereithielt. 7 Gebt ihr soviel Schmerzen und Trauer, wie sie sich Glanz und Luxus geleistet hat. Sie sagt zu sich selbst: ‚Als Königin sitze ich hier! Ich bin keine Witwe, und Trauer werde ich niemals kennenlernen!‘ 8 Deshalb werden an einem einzigen Tag alle Katastrophen über sie hereinbrechen, Krankheit, Unglück und Hunger, und sie wird im Feuer umkommen. Denn Gott, der Herr, der sie verurteilt hat, ist mächtig.« 9 Wenn die Könige der Erde, die mit ihr Unzucht getrieben und im Luxus gelebt haben, den Rauch der brennenden Stadt sehen, werden sie ihretwegen jammern und klagen. 10 Sie werden sich in weiter Entfernung halten, weil sie Angst vor den Qualen der Stadt haben. Sie werden klagen: »Wie schrecklich! Wie furchtbar! Das große und mächtige Babylon! Innerhalb einer Stunde ist das Gericht über dich hereingebrochen!« 11 Auch die Kaufleute auf der Erde werden um sie weinen und trauern; denn niemand kauft mehr ihre Waren: 12 Gold und Silber, kostbare Steine und Perlen, feinstes Leinen, Seide, purpur- und scharlachrote Stoffe; seltene Hölzer, Gegenstände aus Elfenbein, Edelholz, Bronze, Eisen und Marmor; 13 Zimt, Salbe, Räucherwerk, Myrrhe und Weihrauch; Wein, Öl, feines Mehl und Weizen, Rinder und Schafe, Pferde und Wagen, und sogar lebende Menschen. 14 »Das Obst, das du über alles liebtest, gibt es nicht mehr. Dein Reichtum und dein verführerischer Glanz sind vergangen, beides wird sich nicht mehr wiederfinden!« 15 Die Kaufleute, die durch ihre Geschäfte in dieser Stadt reich geworden sind, werden sich in weiter Entfernung aufhalten, weil sie Angst haben vor den Qualen der Stadt. Sie werden trauern und klagen 16 und sagen: »Wie schrecklich! Wie furchtbar für diese mächtige Stadt! Sie war es gewohnt, sich in feinstes Leinen, in Purpur- und Scharlachstoffe zu kleiden. Sie schmückte sich mit Gold, kostbaren Steinen und Perlen. 17 Und innerhalb einer einzigen Stunde hat sie den ganzen Reichtum verloren!« Die Kapitäne und die Reisenden, die Matrosen und alle, die ihren Unterhalt auf See verdienen, hielten sich in weiter Entfernung. 18 Als sie den Rauch der brennenden Stadt sahen, riefen sie: »An diese großartige Stadt kam keine heran!« 19 Sie streuten Staub auf ihre Köpfe, weinten und jammerten laut: »Wie schrecklich! Wie furchtbar für diese große Stadt! Durch ihre Schätze sind alle reich geworden, die Schiffe auf dem Meer haben. Und innerhalb einer einzigen Stunde ist sie vernichtet worden!« 20 »Himmel, freu dich über ihren Untergang! Freu dich, heiliges Gottesvolk; freut euch, ihr Apostel und Propheten ! Gott hat sie verurteilt für alles, was sie euch angetan hat.« 21 Dann hob ein starker Engel einen Stein auf, der war so groß wie ein Mühlstein . Der Engel warf ihn ins Meer und sagte: »Babylon, du mächtige Stadt! Genauso wirst du mit aller Kraft hinuntergeworfen, nichts wird von dir übrigbleiben! 22 Die Harfenspieler und Sänger, die Flötenspieler und Trompetenbläser werden nie mehr in dir zu hören sein. Kein Handwerker, der irgendein Handwerk betreibt, wird jemals wieder in dir leben. Das Geräusch der Mühle wird verstummen. 23 Niemals mehr wird in dir eine Lampe brennen. Der Jubel von Braut und Bräutigam wird in dir nicht mehr zu hören sein. Deine Kaufleute waren die einflußreichsten der Erde, und mit deiner Zauberei hast du alle Völker verführt! 24 Das Blut der Propheten und der Menschen aus Gottes heiligem Volk ist in dieser Stadt geflossen. Sie ist für das Blut aller Menschen verantwortlich, die auf der Erde ermordet worden sind.«

DIE HOCHZEIT DES LAMMES UND DIE NEUE SCHÖPFUNG (Kapitel 19-22)

Jubel über den Untergang Babylons
19 1 Danach hörte ich im Himmel das laute Rufen einer großen Menge: »Halleluja – Preist den Herrn! Heil, Herrlichkeit und Macht gehören unserem Gott! 2 Seine Urteile sind wahr und gerecht. Er hat die große Hure verurteilt, die mit ihrer Unzucht die Erde zugrunde gerichtet hat. Er hat das Blut seiner Diener gerächt, das an ihren Händen klebte.« 3 Und wieder riefen sie: »Halleluja – Preist den Herrn! Der Rauch der brennenden Stadt steigt für alle Zeiten zum Himmel!« 4 Die vierundzwanzig Ältesten und die vier mächtigen Gestalten warfen sich nieder und beteten Gott an, der auf dem Thron saß. Sie riefen: »Amen! Halleluja!«

Die Hochzeit des Lammes
5 Dann sprach eine Stimme vom Thron her: »Preist unseren Gott, ihr seine Diener und ihr alle, die ihr ihn verehrt, Hohe und Niedrige miteinander!« 6 Dann hörte ich das Rufen einer großen Menge. Es klang wie die Brandung des Meeres und wie lautes Donnerrollen. Sie riefen: »Halleluja – Preist den Herrn! Der Herr hat nun die Herrschaft angetreten, er, unser Gott, der Herrscher der ganzen Welt! 7 Wir wollen uns freuen und jubeln und ihm die Ehre geben! Der Hochzeitstag des Lammes ist gekommen; seine Braut hat sich bereitgemacht. 8 Ihr wurde ein herrliches Kleid gegeben aus reinem, leuchtendem Leinen!« Das Leinen steht für die gerechten Taten der Menschen in Gottes heiligem Volk. 9 Dann sagte der Engel zu mir: »Schreib auf: Freuen darf sich, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist.« Und er fügte hinzu: »Dies alles sind zuverlässige Worte Gottes.«
10 Ich warf mich vor ihm nieder, um ihn anzubeten. Aber er sagte zu mir: »Tu das nicht! Ich bin nur ein Diener wie du und wie deine Brüder, die als Zeugen durch Jesus bestätigt sind. Bete Gott an!«
Die Bestätigung durch Jesus ist der Geist , der ihnen prophetische Worte eingibt.

Der Reiter auf dem weißen Pferd und das Gericht über das Tier
11 Dann sah ich den Himmel weit geöffnet. Da stand ein weißes Pferd. Auf ihm saß einer, der heißt der Treue und Wahrhaftige. Er urteilt und kämpft gerecht. 12 Seine Augen waren wie Flammen, und auf dem Kopf trug er viele Kronen. Ein Name stand auf ihm geschrieben, den nur er selbst kennt. 13 Sein Mantel war voller Blut, und sein Name ist »Das Wort Gottes«. 14 Die Heere des Himmels folgten ihm. Alle ritten auf weißen Pferden und waren in reines weißes Leinen gekleidet.
15 Aus seinem Mund kam ein scharfes Schwert, mit dem er die Völker besiegen wird. Er wird sie mit eisernem Zepter regieren und sie zertreten, wie man die Trauben in der Weinpresse zertritt. So vollstreckt er den heftigen Zorn Gottes, des Herrschers der ganzen Welt. 16 Auf seinem Mantel und auf seinem Schenkel stand sein Name: »König der Könige und Herr der Herren«. 17 Dann sah ich einen Engel , der stand in der Sonne. Er rief allen Vögeln, die hoch am Himmel flogen, mit lauter Stimme zu: »Kommt, versammelt euch für Gottes großes Festmahl! 18 Kommt und freßt das Fleisch von Königen, Heerführern und Kriegern! Freßt das Fleisch der Pferde und ihrer Reiter, das Fleisch von allen Menschen, von Sklaven und Freien, von Hohen und Niedrigen!« 19 Dann sah ich das Tier zusammen mit den Königen der Erde. Ihre Heere waren angetreten, um gegen den Reiter und sein Heer zu kämpfen. 20 Das Tier wurde gefangengenommen und auch der falsche Prophet, der unter den Augen des Tieres die Wunder getan hatte. Durch diese Wunder hatte er alle verführt, die das Zeichen des Tieres angenommen und das Standbild des Tieres angebetet hatten. Das Tier und der falsche Prophet wurden bei lebendigem Leib in einen See von brennendem Schwefel geworfen. 21 Alle übrigen wurden durch das Schwert vernichtet, das aus dem Mund dessen kommt, der auf dem Pferd reitet. Alle Vögel wurden satt von ihrem Fleisch.

Die tausend Jahre
20 1 Danach sah ich einen Engel aus dem Himmel herabkommen, der hatte den Schlüssel zum Abgrund und eine starke Kette in der Hand. 2 Er packte den Drachen , die alte Schlange, die auch Teufel und Satan genannt wird, und fesselte ihn für tausend Jahre. 3 Der Engel warf ihn in den Abgrund, schloß den Eingang ab und versiegelte ihn. So konnte der Drache die Völker tausend Jahre lang nicht mehr verführen. Wenn sie um sind, muß er für eine kurze Zeit freigelassen werden. 4 Dann sah ich Thronsessel. Alle, die auf ihnen Platz nahmen, wurden ermächtigt, Gericht zu halten. Ich sah auch die Seelen der Menschen, die enthauptet worden sind, weil sie öffentlich für Jesus und das Wort Gottes eintraten. Sie hatten weder das Tier noch sein Standbild angebetet und trugen auch nicht das Kennzeichen des Tieres auf ihrer Stirn oder ihrer Hand. Sie wurden wieder lebendig und herrschten zusammen mit Christus tausend Jahre lang. 5 Die übrigen Toten wurden erst wieder lebendig, als die tausend Jahre um waren. Dies ist die erste Auferstehung. 6 Freuen dürfen sich die Auserwählten, die an der ersten Auferstehung teilhaben. Der zweite Tod, der endgültige, kann ihnen nichts anhaben. Sie werden Gott und Christus als Priester dienen und tausend Jahre lang mit Christus herrschen.

Die Niederlage des Satans
7 Wenn die tausend Jahre um sind, wird der Satan aus seinem Gefängnis freigelassen. 8 Er wird ausziehen, um die Völker an allen vier Enden der Erde zu überreden – das sind Gog und Magog. Sie sind so zahlreich wie der Sand am Meer, und der Satan wird sie alle zum Kampf sammeln. 9 Sie ergossen sich über die ganze Erde und umstellten das Lager des heiligen Gottesvolkes und die von Gott geliebte Stadt. Aber es regnete Feuer vom Himmel, das sie vernichtete.
10 Dann wurde der Teufel, der sie verführt hatte, in den See von brennendem Schwefel geworfen, in dem schon das Tier und der falsche Prophet waren. Dort werden sie für alle Zeiten Tag und Nacht gequält.

Das abschließende Gericht. Der Tod des Todes
11 Dann sah ich einen großen weißen Thron und den, der darauf sitzt. Die Erde und der Himmel flüchteten bei seinem Anblick und verschwanden für immer. 12 Ich sah alle Toten, Hohe und Niedrige, vor dem Thron stehen.
Die Bücher wurden geöffnet, in denen alle Taten aufgeschrieben sind. Dann wurde noch ein Buch aufgeschlagen: das Buch des Lebens. Den Toten wurde das Urteil gesprochen; es richtete sich nach ihren Taten, die in den Büchern aufgeschrieben waren. 13 Auch das Meer gab seine Toten heraus, und der Tod und die Totenwelt gaben ihre Toten heraus. Alle empfingen das Urteil, das ihren Taten entsprach.
14 Der Tod und die Totenwelt wurden in den See von Feuer geworfen. Dieser See von Feuer ist der zweite, der endgültige Tod. 15 Alle, deren Namen nicht im Buch des Lebens standen, wurden in den See von Feuer geworfen.

Der neue Himmel und die neue Erde
21 1 Dann sah ich einen neuen Himmel und eine neue Erde. Der erste Himmel und die erste Erde waren verschwunden, und das Meer war nicht mehr da. 2 Ich sah, wie die Heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabkam. Sie war festlich geschmückt wie eine Braut, die auf den Bräutigam wartet.
3 Vom Thron her hörte ich eine starke Stimme: »Jetzt wohnt Gott bei den Menschen! Er wird bei ihnen bleiben, und sie werden seine Völker sein. Gott selbst wird als ihr Gott bei ihnen sein. 4 Er wird alle ihre Tränen abwischen. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit, keine Klage und keine Quälerei mehr. Was einmal war, ist für immer vorbei.«
5 Dann sagte der, der auf dem Thron saß: »Jetzt mache ich alles neu!« Zu mir sagte er: »Schreib diese Worte auf, denn sie sind wahr und zuverlässig.« 6 Und er fuhr fort: »Ja, sie sind in Erfüllung gegangen! Ich bin der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. Wer durstig ist, dem gebe ich umsonst zu trinken. Ich gebe ihm Wasser aus der Quelle des Lebens.
7 Alle, die durchhalten und den Sieg erringen, werden dies als Anteil von mir erhalten. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden meine Söhne und Töchter sein. 8 Aber die Feiglinge und Treulosen, die Abgefallenen, Mörder und Ehebrecher, die Zauberer, die Götzenverehrer und alle, die sich nicht an die Wahrheit halten, finden ihren Platz in dem See von brennendem Schwefel. Das ist der zweite, der endgültige Tod.«

Das neue Jerusalem
9 Einer von den sieben Engeln , die die sieben Schalen mit den sieben letzten Katastrophen getragen hatten, näherte sich mir und sagte: »Komm her! Ich werde dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes!«
10 Der Geist nahm von mir Besitz, und in der Vision trug mich der Engel auf die Spitze eines sehr hohen Berges. Er zeigte mir die Heilige Stadt Jerusalem, wie sie von Gott aus dem Himmel herabkam.
11 Sie strahlte die Herrlichkeit Gottes aus und glänzte wie ein kostbarer Stein, wie ein kristallklarer Jaspis. 12 Sie war von einer sehr hohen Mauer mit zwölf Toren umgeben. Die Tore wurden von zwölf Engeln bewacht, und die Namen der zwölf Stämme Israels waren an die Tore geschrieben. 13 Nach jeder Himmelsrichtung befanden sich drei Tore, nach Osten, nach Süden, nach Norden und nach Westen. 14 Die Stadtmauer war auf zwölf Grundsteinen errichtet, auf denen die Namen der zwölf Apostel des Lammes standen. 15 Der Engel, der zu mir sprach, hatte einen goldenen Meßstab, um die Stadt, ihre Tore und ihre Mauern auszumessen. 16 Die Stadt war viereckig angelegt, ebenso lang wie breit. Der Engel maß die Stadt mit seinem Meßstab. Sie war zwölftausend Wegmaße lang und ebenso breit und hoch. 17 Er maß auch die Stadtmauer. Nach dem Menschenmaß, das der Engel gebrauchte, war sie hundertvierundvierzig Ellen hoch. 18 Die Mauer bestand aus Jaspis. Die Stadt selbst war aus reinem Gold erbaut, das so durchsichtig war wie Glas. 19 Die Fundamente der Stadtmauer waren mit allen Arten von kostbaren Steinen geschmückt. Der erste Grundstein ist ein Jaspis, der zweite ein Saphir, der dritte ein Chalzedon, der vierte ein Smaragd, 20 der fünfte ein Sardonyx, der sechste ein Karneol, der siebte ein Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein Chrysopras, der elfte ein Hyazinth und der zwölfte ein Amethyst. 21 Die zwölf Tore waren zwölf Perlen. Jedes Tor bestand aus einer einzigen Perle. Die Hauptstraße war aus reinem Gold, so durchsichtig wie Glas. 22 Einen Tempel sah ich nicht in der Stadt. Gott, der Herrscher der ganzen Welt, ist selbst ihr Tempel, und das Lamm mit ihm. 23 Die Stadt braucht weder Sonne noch Mond, damit es hell in ihr wird. Die Herrlichkeit Gottes strahlt in ihr, und das Lamm ist ihre Leuchte.
24 In dem Licht, das von der Stadt ausgeht, werden die Völker leben. Die Könige der Erde werden ihren Reichtum in die Stadt tragen. 25 Ihre Tore werden den ganzen Tag offenstehen, mehr noch: Sie werden nie geschlossen, weil es dort keine Nacht gibt. 26 Pracht und Reichtum der Völker werden in diese Stadt gebracht. 27 Aber nichts Unwürdiges wird Einlaß finden. Wer Schandtaten verübt und lügt, kann die Stadt nicht betreten. Nur wer im Lebensbuch des Lammes aufgeschrieben ist, wird in die Stadt eingelassen. 22 1 Der Engel zeigte mir auch den Strom mit dem Wasser des Lebens, der wie Kristall funkelt. Der Strom entspringt am Thron Gottes und des Lammes 2 und fließt in der Mitte der Hauptstraße durch die Stadt. An beiden Seiten des Flusses wachsen Bäume: der Baum des Lebens aus dem Paradies. Sie bringen zwölfmal im Jahr Frucht, jeden Monat einmal. Mit ihren Blättern werden die Völker geheilt. 3 In der Stadt wird es nichts mehr geben, was unter dem Fluch Gottes steht. Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt stehen. Alle, die dort sind, werden Gott als Priester dienen, 4 sie werden ihn sehen, und sein Name wird auf ihrer Stirn stehen. 5 Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder Lampen- noch Sonnenlicht. Gott, der Herr, wird über ihnen leuchten, und sie werden für immer und ewig als Könige herrschen.

Jesus, der Herr, kommt
6 Jesus sagte zu mir: »Diese Worte sind wahr und zuverlässig. Gott, der Herr, der den Propheten seinen Geist gibt, hat seinen Engel gesandt, um seinen Dienern zu zeigen, was sich in Kürze ereignen muß. 7 Gebt acht! Ich komme bald! Freude ohne Ende ist allen gewiß, die die prophetischen Worte dieses Buches beherzigen.« 8 Ich, Johannes, habe das alles gehört und gesehen. Als es vorüber war, warf ich mich vor dem Engel, der mir diese Dinge gezeigt hatte, nieder, um ihn anzubeten. 9 Er aber sagte: »Tu das nicht! Ich bin ein Diener Gottes wie du und deine Brüder, die Propheten , und wie alle, die sich nach den Worten dieses Buches richten. Bete Gott an!« 10 Dann sagte Jesus zu mir: »Du mußt das Buch, in dem diese prophetischen Worte stehen, nicht für später versiegeln; denn die Zeit ihrer Erfüllung ist nahe. 11 Wer Unrecht tut, mag es weiterhin tun. Wer den Schmutz liebt, mag sich weiter beschmutzen. Wer aber recht handelt, soll auch weiterhin recht handeln. Und wer heilig ist, soll weiter nach Heiligkeit streben.
12 Gebt acht, ich komme bald, und euren Lohn bringe ich mit. Jeder empfängt das, was seinen Taten entspricht. 13 Ich bin der, der alles erfüllt, der Erste und der Letzte, der Anfang und das Ende. 14 Freude ohne Ende erwartet alle, die ihre Kleider reinwaschen. Sie empfangen das Recht, die Frucht vom Baum des Lebens zu essen und durch die Tore in die Stadt hineinzugehen. 15 Aber die Verworfenen, die Zauberer, die Ehebrecher und die Mörder müssen draußen vor der Stadt bleiben. Dort sind auch die Götzenanbeter und alle, die das Falsche lieben und tun. 16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, um euch dies alles mitzuteilen; die Gemeinden sollen es zuverlässig wissen. Ich bin der Wurzelsproß und Nachkomme Davids . Ich bin der leuchtende Morgenstern .« 17 Der Geist und die Braut antworten: »Komm!« Wer dies hört, soll sagen: »Komm!« Wer durstig ist, soll kommen, und wer von dem Wasser des Lebens trinken will, wird es geschenkt bekommen.

Warnung und Zusage
18 Ich, Johannes, warne jeden, der die prophetischen Worte aus diesem Buch hört: Wer diesen Worten etwas hinzufügt, dem wird Gott die Qualen zufügen, die in diesem Buch beschrieben sind. 19 Wenn aber jemand von diesen Worten etwas wegnimmt, wird Gott ihm seinen Anteil an der Frucht vom Baum des Lebens und an der Heiligen Stadt wegnehmen, die in diesem Buch beschrieben sind. 20 Der aber, der dies alles bezeugt, sagt: »Ganz gewiß, ich komme bald!« Amen , komm doch, Herr Jesus! 21 Die Gnade unseres Herrn Jesus sei mit allen!

Die kriminelle Geschichte des Papsttums

Armageddon

Die Realität der „Juden“ als auserwähltes Volk ist, daß sie unweigerlich ihren eigenen Untergang herbeiführen werden. Das haben sie immer, das werden sie immer. Der Untergang (Armageddon) der Juden, wird von ihrer eigenen Hand gebaut und ausgeführt werden. „Auserwählt“ zu sein ist ein Fluch für den Juden, sie sind nur so stolz, daß sie es nicht sehen können, wollen und werden, bis es zu spät ist.

Armageddon und das verjudete Christentum


Armageddon ist die Bezeichnung für einen Krieg, der sich gemäß Überzeugung der zionistischen Christen in der Endzeit in einer Gegend namens Meggido ereignen wird. Bei diesem Krieg werden die Kräfte Christi und des Anti-Christ, welche Sinnbild für Recht bzw. Unrecht sind, einander ein Gefecht liefern und schließlich werden die Kräfte Christi siegen. Danach werden die Juden die Herrscher auf der Erde und die anderen ihre Untertanen sein.

Das zionistische Christentum ist eine erfundene Sekte, die vom Christentum abgewichen ist und die Juden als das „auserlesene Volk Gottes“ unterstützt. Ergebnis dieser Bewegung sind die Entstehung der Zionistischen Partei und die Vorbereitung für die verschiedenen Verbrechen zur Aufstellung der jüdischen Weltherrschaft und der Eroberung des ganzen Erdballs durch die Juden. Im dritten Jahrtausend bricht (angeblich) ein verheerender Krieg namens Armageddon zwischen den christlichen und anti-christlichen Kräften aus. Während dieses Gefechtes kehrt Christus vom Himmel auf die Erde zurück und vernichtet den Dadschal (Widersacher). Danach beginnt sein Königreich und eine lange Zeit des Friedens. So kommt es, dass die fundamentalistischen christlichen Zionisten Israel zugeneigt und an einem frühzeitigen Beginn dieses Krieges, der die Voraussetzung für die Wiederkehr Christi ist, interessiert sind. Zu den weiteren grundlegenden Überzeugungen dieser Sekte gehören: die Rückkehr des jüdischen Volkes aus weit verstreut liegenden Orten in das Verheißene Land, der Wiederaufbau des Salomotempels, sowie die Ansicht, dass eine große Schar von „Ungläubigen“ (Muslimen und Christen, die nicht an die Rückkehr von Jesus glauben) Israel angreifen und nur diejenigen Rettung finden, die an die Wiederkunft Jesus über dem Schlachtfeld glauben.

Vorbemerkung

Wie die Geschichte zeigt, ist der Glaube daran, dass ein Retter kommen wird und Gerechtigkeit herstellen und eine Regierung auf der Basis von Gerechtigkeit begründen wird, schon sehr alt. Vielleicht lässt sich sagen, dass der Mensch, seitdem er diese Welt betreten hat in Erwartung der Ära der Erscheinung (des Retters) zubrachte. Dieser Glaube und dieses Warten hat sich unter den Unterdrückten und den Gottgläubigen mehr als unter den anderen entfaltet und gezeigt. In den Himmelsschriften der verschiedenen Religionen wird von der Verheißung von Glaubensvölkern, von der Endzeit, der Ära der Wiederkunft und den zahlreichen Merkmalen diesbezüglich gesprochen; auch im Heiligen Koran gibt es zahlreiche Verse über die Zukunft der menschlichen Gemeinschaften und der Regierung aufgrund göttlicher Gerechtigkeit und des Ein-Gott-Glaubens, der Statthalterschaft des Menschen auf der Erde und der Herrschaft der Schwachgehalten (Mostas` afan) und darüber, dass die Rechtschaffenen die Erde erben und das Recht über das Unrecht siegt und das Unrecht vernichtet wird. Hierbei beziehen eine Anzahl von Exegeten diese Verse auf das Erscheinen Mahdis, des Herrn der Zeit (Gott möge sein Erscheinung schneller eintreten lassen), der gemäß Überzeugung der Muslime den gleichen Namen und den gleichen (auf Verwandtschaftsbeziehungen hinweisenden) Beinamen (Koniyeh) wie der edle Prophet trägt und aus seiner Nachkommenschaft stammt. (siehe z.B.: Tabatabai, Bita, Bd. 14, S. 330 und Seyyed Qutb, Bd. 5, S. 3001 und 3002 der Reihe nach unter den Versen 105, Sure Anbiya (Sure 21) und 171-172 der Sure Saffat (Sure 37)) .

Das Warten (auf den Retter) ist ein Gedanke, der zweierlei Wirkungen gehabt hat d.h. im Laufe der Geschichte hat dieser Gedanken manchmal Völkern zu Ehre und Größe , aber manchmal auch wegen der Naivität und dem Unverstand einiger, zur Erniedrigung und Leichtfertigkeit geführt. Wenn der Gedanke der Erwartung nicht in der notwendigen Form angemessen geklärt und dargelegt wird, wird er für Imperialismus und Verdummung der Völker instrumentalisiert . Die listigen Regierungen in der Geschichte waren bestrebt, von diesem Denken zu profitieren.

Die Regierung, die in den USA herrscht, ist auch von dieser Sorte von Regierungen. Die Vorherrschaft der zionistischen Christen in den USA und die Verbreitung ihres üblen Endzeitdenkens, das von dem Gedanken an den Großkrieg Armageddon beherrscht wird, hat dieses Land auf die schlimmste Weise den Weg der eigenen Vernichtung und der Vernichtung aller Weltbewohner insbesondere der Muslime einschlagen lassen .

Das zionistische Christentum ist eine Bewegung, die sich aus dem Protestantismus und der Rückkehr zum Hebräertum entwickelt hat, die entgegen geschichtlich begründeter christlicher Überzeugung nicht mit Juden im Streit liegen sondern ihre Anhänger zur Freundschaft und zum Dienst an den Juden anspornt. Die zionistischen Christen gehören zu den wichtigen Grundlagenstiftern der Zionistischen Weltorganisation und den ersten Werbern für die „Rückkehr der Juden in das Verheißene Land“ und die Gebietsbesatzung „vom Nil bis zum Euphrat“. Diese Gruppe ruft heute die Christen zur Union mit den Juden und zur Einleitung der vorbereitenden Schritte für den verheerenden Armageddon und die Vorbereitung für das Erscheinen des Verheißenen Messias und Gründung des jüdischen Weltstaates unter seiner Führung auf. Da diese Überzeugungsrichtung heute auf der Bühne der Weltpolitik eine wichtige Rolle übernimmt und tiefen Einfluss auf Regierungsmitglieder der USA gewonnen hat, ist seine Identifizierung und Bekämpfung eine der dringendsten Angelegenheiten, der sich Denker und die Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Politik und Regierungsverantwortliche widmen müssen.

Armadeggon ist gemäß Überzeugung der jüdischen und christlichen Zionisten ein gewaltiger, verheerender Krieg, zu dem es in der Endzeit zwischen den christlichen Verteidigungskräften und den anti-christlichen Heerestruppen kommt ,wobei nach unzähligen Verlusten schließlich Christus wieder auf Erden erscheint und die Herrschaft des verheißenen Messias aufstellt und die Juden, die nach eigener Meinung und nach Meinung dieser Gruppe von Christen das auserwählte Volk sind, unter dem Banner Christi den jüdischen Weltstaat gründen.

Diese haltlose und abergläubische Überzeugung hat in den letzten Jahrzehnten als geeignetes Instrument zur Rechtfertigung der Verbrechen und der Raubzüge der US-Regierung und des Besatzerregimes , welches El-Quds (Jerusalem) okkupiert hat, gedient. In diesem Zusammenhang ist es nötig zu erwähnen, dass außer den Zionisten, die sich in den besetzten Gebieten befinden, die Protestanten in den USA, deren Zahl Dutzende Millionen beträgt, christliche Zionisten darstellen und eine sehr große Zahl von ihnen hinsichtlich ihrer Überzeugung vom zionistischen Denken sogar noch radikaler sind als die zionistischen Juden. Die christlichen Protestanten haben sogar schon vor der Gründung der WZO – der Zionistischen Weltorganisation- auf dem Baseler Kongress in der Schweiz im Jahre 1897 – unter dem Einfluss des Hebräertums und der Rückkehr zum Alten Testament, welche von Martin Luther begründet wurde, zionistisches Denken gehegt. Ein Rechercheur schreibt: William Eugen Blackstone hat als amerikanischer Protestant schon viele Jahre vor Theodor Herzl – der ein europäischer Jude war, vom politischen Zionismus gesprochen (Sahib Chalq, 1383, S. 47)

Der Zionismus hat – indem er sich auf Teile des Inhalts der Heiligen Schrift stützt und sie im Zusammenhang mit dem Armageddon deutet, diesen verheerenden Weltkrieg zu etwas Heiligem und einer Glaubenssache erhoben. Darauf aufbauend stellen die Zionisten ihre üblen Ziele als Vorbereitungen zu diesem Ereignis dar und setzen die evangelikalen Pfarrer dafür ein, mit weitgehender Propaganda und zahlreichen Fernsehprogramme in den internationalen Mediennetzen die Überzeugung unter der Weltbevölkerung und insbesondere unter den Bürgern der USA zu verbreiten, dass dieses Ereignis unweigerlich eintreten wird. Sie propagieren: Weil dieses Ereignis die Wiederkunft des verheißenen Messias einleitet, müssen wir die Voraussetzung dafür schaffen, dass es eintritt und zu diesen Voraussetzungen gehört die Rückkehr der Juden in das Verheißene Land (Palästina) und die Errichtung des jüdischen Staates in diesem Gebiet sowie die Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee und die Rekonstruktion des Salomo-Tempels an deren Stelle.

In Wahrheit ist Armageddon nichts anderes als eine List für einige Leute, die politische Spielchen betreiben, um an ihre ausbeuterischen Ziele zu gelangen. Deshalb sind diejenigen, die in den letzten Jahren aktiv wurden, um dieses Ereignis auch in den muslimischen Gesellschaften anzukündigen und unter der Bevölkerung ins Gespräch zu bringen, ohne dass sie es wissen, in den Dienst der Suggerierung dieses Aberglaubens getreten.

Natürlich ist es nicht schlimm, über Armageddon als eine zionistische Idee zu informieren, aber man sollte diese Idee nicht in den muslimischen Gesellschaften institutionalisieren, denn das wäre äußerst gefährlich. In diesem Artikel wird nach besten Kräften versucht, die christlich –zionistische Bewegung und den Glauben ihrer Anhänger an Armageddon zu beschreiben und die Ursachen und Gründe für die Entstehung und die Ziele, welche ihre Verfechter hegen, in etwa darzulegen.

Beschreibung und Geschichte des zionistischen Christentums

Die Entstehungsgeschichte des zionistischen Christentums beginnt schon Jahre vor der Gründung des israelischen Staates und sogar bereits vor der Gründung der Zionistischen Partei. Diese Art der Theologie geht auf das Denken von Leuten zurück, die keinerlei Posten in der Kirche innehatten und durch Übersetzung der Heiligen Schrift in ihre Muttersprache die Möglichkeit fanden, diese zu studieren und zu interpretieren (wie oben, S. 93). Der erste Kongress für Zionismus fand 1897 in der Stadt Basel, Schweiz, und auf Einladung des österreichischen Zeitungsreporters Theodor Herzl statt. Aber die Bewegung des christlichen Zionismus hatte schon 3 Jahrhunderte vorher in Holland und Britannien begonnen und fasste dann in den Vereinigten Staaten von Amerika Fuß. (Samak, Muud, Nr. 45, Tir wa Mordad 1383, S. 29).

Aufgrund dessen was Julius Creenstone, der eine umfassende Untersuchung über den Messias, den die Juden verheißen, zusammengestellt hat, wurden die christlichen Ideale wie fast jede menschliche Frage in Europa enorm von den protestantischen Reformen beeinflusst. Als 1521 Martin Luther furchtlos seine heftigen Angriffe auf die Römische Kirche begann und die Macht des Papstes schwächen konnte, nahm die Erwartung des Messias unter den Juden zu. Luther sagte 1523 über sie:

„Sie sind von der Rasse unseres Herrn. Wenn also jemand sich des Fleisches und Blutes rühmen sollten, so gehören die Juden mehr als wir zum Messias. Deshalb bitte ich diejenigen, die Anhänger des Papstes sind, mich als einen Juden zu beschimpfen, wenn sie es leid sind, mich als einen Ketzer zu verunglimpfen.“ (wie vorher)

Und an anderer Stelle hat er gesagt: „Meine Empfehlung lautet, dass wir sie gütig behandeln. Wenn wir ihnen helfen wollen, dann müssen wir nicht nach dem Päpstlichen Religionsrecht sondern nach dem Gesetz der christlichen Nächstenliebe handeln: Wir müssen uns ihnen freundlich zuwenden, sie leben und arbeiten lassen, damit sie den Wunsch hegen, an unserer Seite zu leben.“ (wie vorher, S. 130-129)

Nach Jahrhunderten hatte ein Christ derartig gefühlvoll über die Juden gesprochen und seine Äußerungen erweckten neue Hoffnungen in den Herzen der Juden (wie vorher, S. 130).

Luther, der wichtigste Anführer des Protestantismus hegte große Liebe zu der hebräischen Religion und den hebräischen Quellen (Sahib Chalq, wie oben, S. 77, in Berufung auf Harun Yahya/Proestanlik, Aydin Lama Ve Ibrana Mistiszmi, http://www.harunyahya.org). Er ging bei der Preisung der Juden sogar so weit, dass in den katholischen Kreisen ernsthaft erörtert wurde, ob er nicht selber ein Jude sei. Diese Skepsis verstärkte er durch Herausgabe der Schrift „Dass Jesus ein geborener Jude sei“, welche er 1523 verfasste. (wie vorher. S. 78).

In einem größerem Maßstab gesehen, ist die Protestantische Bewegung in Wahrheit eine Rückkehr und erneute Hinwendung zum Alten Testament und zur hebräischen (israelitischen) Weltanschauung. Dieser Schritt ist sozial- und wirtschaftlich gesehen die Ursache für die Entstehung des Kapitalismus und die Legalisierung von Zinsen und Wucher, und sozialpolitisch wurde dadurch eine unnatürliche Sympathisierung mit dem Judentum und der Liebe zu ihm vererbt. (wie vorher, S. 85). Es ist zu beachten, dass es unter der Masse der zionistischen Christen weder einen Israeli noch einen Palästinenser gibt, aber die Führer einiger ihrer Gruppen Israelis sind. (wie vorher, S. 88)

Von den 200 protestantischen Gruppen in den USA, die insgesamt 180 Millionen Anhänger haben, hat die Gruppe der Dispensationalisten [3] , die über 40 Millionen Anhänger aufweist, hinsichtlich Akzeptanz der Prinzipien und Grundlage des Zionismus einen fanatischen Weg eingeschlagen. Ihre Kirchen wurden als weiße angelsächsische Protestantische Kirchen (W.A.S.P. – White Anglo-Saxon Protestant) bekannt. Zu ihr gehören Persönlichkeiten aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Presse, Werbung, Armee und Erziehung der US-Gesellschaft. Die meisten Fundamentalisten, die dieser Kirche angehören und im Süden der USA leben, sind offensichtlich rassistisch eingestellt und halten sich wegen ihrer weißen Haut für besser als die Schwarz- und Rothäugigen, die Katholiken, die Chinesen und Japaner, die Hindus und die Muslime. (Nadschiri, 1384, S. 65)

Teil II

Ansichten und Ideale der zionistischen Christen

Hal Lindsey, der bekannte TV-Geistliche hat 12 Glaubensprinzipien der zionistischen Christen aufgezählt (s. Samak, wie vorher, S. 33): 1. Gründung eines Groß-Israels

Es muss erwähnt werden, dass die Gründung eines jüdischen Nationalstaates in Palästina als eines der Zeichen für die Wiederkehr Christi als erstes von Oliver Cromwell und Paul Felgenhauer, zwei protestanischen Führern des 17. Jahrhunderts zur Sprache gebracht wurde (Sahib Chalq, wie vorher, S. 93).

Nach Ansicht der zionistischen Christen und Separatisten, schließt sich jemand, der Israel nicht unterstützt, den Feinden der Ziele Gottes an. Die Unterstützung für Israel weist verschiedene Formen auf, z.B. 1. finanzielle Unterstützung, 2. militärische Hilfen, 3. Werbung, 4. Dienst in israelischer Armee, 5. Rückkehr der jüdischen Immigrantengemeinde, 6. Wohltätigkeiten, 7. für Israel beten, 8. politische Maßnahmen, 9. die verschiedensten weiteren Unterstützungen (Awad, Muud, Nr. 40, Azar u. Day 1382, S. 36).

2. Rückkehr des jüdischen Volkes aus verstreuten Gebieten in das Verheißene Land

3. Wiederaufbau des Salomotempels

4. Israel-Angriff zahlreicher Ungläubiger (Muslime und Christen, die nicht an die Rückkehr Jesu glauben )

5. Auftritt eines Diktators der brutaler als Hitler, Stalin oder Mao Tse-Tung ist und die Angreifer anführt

6. Akzeptanz der Herrschaft dieses Diktators, welcher Judenfeind ist, seitens großer Teile der Welt

7. Bekenntnis von 144 Tausend Juden zum evangelischen Christentum, wobei jeder von diesen wie Bill Graham, der bekannte amerikanische Evangelist, in alle Teile der Welt auszieht, um die anderen Völker für die evangelische Religion zu gewinnen

8. Eintreten des gewaltigen Atomkrieges Armageddon in einem großen Gebiet

9. ausschließliche Rettung derjenigen, die an die Wiederkehr Christi, „Gottes Leib und Wunder“, über dem Schlachtfeld des Glaubenskrieges, glauben, während die Körper der anderen Menschen in geschmolzenem Eisen aufgelöst werden.

10. Eintreten aller Ereignisse in der Zeitspanne eines Wimpernzuckens

11. Herabkommen Christi auf die Erde nach 7 Tagen, während sich die Gläubigen um ihn scharen.

12. Tausendjährige Weltherrschaft Christi , in Frieden und Gerechtigkeit, bis zum Weltuntergang (Glaube an Millennium).

Nach Meinung von Saheb Chalq (Protestantismus, Puritanismus und zionistisches Christentums, S. 89 – 90) bezeichnen die zionistischen Christen die Juden als „die einzigen auserlesenen Gottesdiener“ und glauben, dass Gott das weltliche Heil den Juden und das jenseitige Heil den christlichen Gruppen bescheren wird; denn Gott habe ihnen das jenseitige Glück versprochen. Deshalb nennen sich diese zionistisch-christlichen Gruppen auch born-again Christians – „wiedergeborene“ Christen und sie glauben daran, dass sie den Armadeggon nicht miterleben werden und nicht die Leiden aus dieser Epoche ertragen müssen, weil Gott sie in den Himmel aufnimmt. Damit ist die Frage danach, weshalb die fundamentalistischen zionistischen Chrsiten so sehr Israel zugeneigt sind und Interesse an dem vorgezogen Beginn eines Krieges haben, welche den Weg für die Wiederkehr Christi ebnet.

Weil sie in Befolgung der Heiligen Schrift an die Existenz von sieben Epochen der Heilszeiten )Dispensationen) glauben, nennen sie sich Dispensationalisten und weil sie vor dem Armageddon-Krieg leben und vor seinen Leiden bewahrt werden, bezeichnen sie sich als die „Schuldbefreiten“(wie vorher, S. 89-90). Diese sieben Phasen, welche in der Heiligen Schrift prophezeit wurden, sind folgende:

1. Rückkehr der Juden nach Palästina

2. Bildung des jüdischen Staates

3. Predigt des Evangeliums vor dem Volk Israels und den anderen Menschen auf der Erde

4. (Erreichung der Stufe der) Entrückung und Paradieseinkehr aller, die an die Kirche glauben.

5. Periode der Not und des Leides, die sieben Jahre dauert. In dieser Phase erfahren die Juden und andere Gläubige Unrecht, aber schließlich werden die Rechtschaffenen mit den Anhängern des Dadschal (hier: Anti-Christ) kämpfen.

6. Beginn des Armageddon-Krieges: ein Krieg, der sich in der Wüste Meggido in Israel ereignen wird.

7. Niederlage des Heeres von Dadschal und Errichtung des Königsreiches Christi. Die Hauptstadt dieses Königsreiches wird Jerusalem (El Quds) sein. Dieses Königreich wird von den Juden verwaltet und die Juden werden sich Christus anschließen und/oder Christen werden.

Die genannten Phasen bilden die Überzeugungsgrundlagen der Schuldbefreiten (wie vorher S. 90-91).

In der on-line Enzyklopädie Wikipedia steht: Aufgrund der geläufigen jüdischen Ansichten, gehen folgende Ereignisse mit dem Weltende einher:

1. Versammlung der auf der Welt verstreuten und verbannten Juden in Israel

2. Niederlage aller Feinde Israels

3. Dritter Tempelbau in Jerusalem (Al-Quds) und Wiederaufnahme der Opferzeremonien und Tempelangelegenheiten

4. Wiedererweckung der Toten oder „Herausrufung”

5. Erscheinung des Messias der Juden, der König Israels sein wird (Cheradmand, Muud, Nummer 56, S. 35)

Der Messias wird die Juden Israels in ihre ursprünglichen Stämme aufteilen. In dieser Zeit wird der König der Madschudsch (Magog), Yadschudsch (Gog) Israel angreifen. Wer Yadschudsch ist und um welches Volk es sich bei den Madschudsch handelt, ist noch nicht klar. Die Madschudsch beginnen den großen Armaggedon-Krieg, bei dem viele Kräfte auf beiden Seiten getötet werden. Gott schaltet sich ein und rettet die Juden. Nach Vernichtung der Feinde, vernichtet er auch alle bösen Mächte. Nach dem Jahre 6000 (7. Jahrtausend) beginnt die Ära der Heiligkeit, der Sicherheit und des spirituellen Lebens und universalen Friedens. Diese Ära nennt sich Olam Haba. (Quelle wie vorher).

Die Gründe der evangelikalen Fundamentalisten für ihre Hinwendung zum Judentum

Es ist ein ausgesprochen wichtiger Punkt, dass aufgrund christlicher Überzeugung, Jesus Christus von den Juden getötet wurde. Dies hat im Laufe der Geschichte zu sehr schweren und langwierigen Auseinandersetzungen zwischen Christen und Juden geführt. Der Antisemitismus der Christen wurden in der Geschichte berühmt, aber nach der Religionsreform und der Ausreifung des Protestantismus, hat Europa die Juden als ein auserwähltes Volk Gottes betrachtet und ihnen das Recht auf Rückkehr und Besitzergreifung des Heiligen Land zugestanden.

Wenn die Juden für irgendetwas Besonderes bestimmt gewesen wären, dann nach Regina Sharif gemäß ihrem Buch über den nicht-jüdischen Zionismus im westlichen Denken (Non-Jewish Zionismus Its Roots in Western History) für die Verfluchung. In einem solche Falle wären die Juden als Gott-Ungläubige und Abtrünnige betrachtet worden und Europa hätte keinerlei Interesse an der Rückkehr des vergangenen Ruhms der hebräischen Rasse gehabt und wäre nicht im geringsten der Ansicht gewesen, dass den Juden ein Besitzerrecht an Palästina zu geben sei. In Wahrheit gab es im Mittelalter in Europa keinerlei nicht-jüdischen Zionismus. Und Israel war nur der Name einer der Religionen auf der Erde (Nadschiri, wie vorher, S. 56, 67 in Berufung auf Regina Sharif, Al Maarefa, Mathal 96, Kuwait, 1406),

Das jüdische Christentum hat – besonders nach den Reformen des Protestantismus und des Übergriffs der Hebräer auf das Christentum (durch Prägung mit einem jüdischen Charakter) – den Beginn der Bewegung des zionistischen Christentums für die Rückkehr der Juden nach Palästina unterstützt und darin einen Schritt in Richtung der Endzeit der Menschheitsgeschichte mit der Wiederkehr Christi und dem Beginn des Millenniums der Glückseligkeit gesehen. Daher legte das jüdische Christentum und danach das zionistische Christentum den Grundstein für den Zionismus und unterstützten ihn aus zwei Gründen: Erstens aus religiöser Motivation (nämlich aufgrund des Glaubens an das Tausendjährige Reich und die Wiederkehr Christi) und zweitens aus politischen Gründen, was mit der Absicht begann, die Juden aus der christlichen Welt zu verbannen, und in Form der Nutzung der Juden für die imperialistische Politik Europas fortgesetzt wurde (Hilal, Muud, Nr. 42, S. 20).

Dennoch empfinden einige Gruppen dies weiter als ein Paradox, denn diese Christen glauben, dass sie besser als Juden sind, während die Juden als auserlesene Diener Gottes und das Mittel zur Wiederkehr Christi betrachtet werden. Zugleich sind sie der Meinung, dass die Juden nicht ins Paradies einkehren, falls sie nicht an Christus glauben und nur diejenigen ins Paradies kommen, die sich zum Glauben an Christus bekennen. (Sahib Chalq, wie oben, S. 92).

Die evangelikalen Fundamentalisten unterstützen zwar die Juden, wollen jedoch, dass sie Christen werden. Unterdessen bauen die Juden ihren Staat in Palästina so auf, dass ihr Übertritt zum Christentum völlig unwahrscheinlich erscheint. Aber die fundamentalistischen Christen hoffen, dass die Juden nach der Wiederkehr Christi , an ihn glauben werden. Sie betrachten die Juden deshalb als auserlesenes Volk, weil gemäß den Verheißungen der Heiligen Schrift, die Bildung des jüdischen Staates einer der einleitenden Schritte für die Wiederkehr Christi ist. Da nun aus ihrer Sicht die Juden den Weg für diese Rückkehr ebnen, bringen die evangelikalen Fundamentalisten den Juden Achtung entgegen und bezeichnen sie als auserwähltes Volk. Aber hinter der Kulisse dieses unheilvollen Koalition, verbergen sich die Hände der Politik und führen Regie. Diese Koalition kann nicht von der politischen Konvergenz Israels und der USA zur Erreichung der imperialistischen Ziele unberührt bleiben. ( Nadschiri, wie oben, S. 139-140).

Der evangelikale Fundamentalismus steht in einem unauflösbaren Verhältnis zu Politik und Regierungsgewalt und hat in Wahrheit die Religion in den Dienst der Politik gestellt.

Ein weiteres Paradox in dem Verhältnis der zionistischen Christen zu den Juden besteht darin, dass gemäß der Überzeugung der Schuldbefreiten die Diaspora (die Heimatlosigkeit der Juden und ihre Verstreuung) und sogar der Massenmord an ihnen durch die Nazis eine göttliche Strafe und die Folge ihres Nicht-Bekenntnisses zu Christus sind (Sahib Chalq, wie oben).

Gemeinsamer Ursprung des evangelikalen und jüdischen Fundamentalismus

Die wichtigsten Glaubensprinzipien und gemeinsamen Ausgangspunkte dieser beiden Sekten sind generell folgende:

1. Unterstreichung der göttlichen Verheißung und Hervorhebung der Behauptung, dass das Heilige Land den Juden gehört

2. Unterstreichung der Behauptung, dass Palästina ein Land ohne Volk ist für ein Volk ohne Heimat

3. Betonung, dass die Errichtung eines hebräischen Staates die Voraussetzung für die Wiedererscheinung Christi ist

4. Hervorhebung dessen, dass die Juden das Volk Gottes seien und dass Gott den liebt, der sie liebt und den verfluchen wird, der sie misshandelt.

5. Befolgung der Methode einer wörtlichen Auslegung der Texte des Alten Testamentes

6. Betonung des Punktes, dass Israel sich nur gegenüber den Gesetzen Gottes und nicht gegenüber den menschlichen Gesetzen beugt

7. Verbarrikadierung hinter den religiösen Texten zur Umsetzung politischer Ziele

8. Überzeugung davon, dass Macht und Gewalt zwei Möglichkeiten zur Verwirklichung von Glaubenszielen sind

9. Gemeinsame Interessen und Zusammenarbeit mit anderen bei dem Begehen von jeder Art von Sünde, Verbrechen und Übergriff wie die Bestrebungen um Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee und Wiedererrichtung des Tempels an ihrer Stelle

10. Behauptung, dass El-Quds (Jerusalem) ganzheitlich auf ewig Hauptstadt Israels sei

11. Fehlender Glaube beider Sekten an den Tag des Jüngsten Gerichtes, der Wiedererweckung von den Toten und einer Abrechnung über die Taten, in der Form, wie die Muslime an diesen Tag glauben und stattdessen Glaube an den Beginn eines sogenannten messianisches Gottesreich.

12. Überzeugung davon, dass Palästina Schauplatz der nachfolgenden Ereignisse und Ort der Wiederkehr des verheißenen Messias ist (Nadschiri, wie vorher, S. 135-136).

Es fällt auf, dass beide Sekten gemeinsam die Rechte der Christen, die in Palästina leben, missachten, weil sie Araber sind. Dabei wurde Jesus Christus in Palästina geboren und hat seinen Aufruf von dort aus begonnen. Zudem behauptet der Westen, die Rechte der religiösen Minderheiten im Orient zu unterstützen, aber hat selbst dann nicht protestiert, als Israel einen blutigen Anschlag auf die Geburtskirche (Al-Mahd-Kirche) verübte. (wie vorher, S. 137).

Die Gründung des jüdischen Staates und die Wiederkehr Christi

Die Hypothese, dass die Gründung des jüdischen Staates ein Vorzeichen für die Wiederkehr Christi ist, wurde als erstes in den Ansprachen und Schriften von Oliver Cromwell und Paul Felgenhauer, zwei Anführer und Theologen der Protestanten, im 17. Jahrhundert zur Sprache gebracht. (Sahib Chalq, wie vorher, S. 97; in Berufung auf www. Harun yahya.org/yenimasonik) . Vor der religiösen Reformbewegung richtete sich der katholische Glauben nach dem Geistlichen Augustin, der gesagt hat:

„ Was über das Vorhandensein des Gottesreiches in der Heiligen Schrift steht, liegt im Himmel und nicht auf Erden und zweitens sind Jerusalem und Zion keine bestimmten irdischen Orten für die Ansiedlung der Juden, sondern zwei himmlische Orte, welche allen Gottesgläubigen offenstehen.“ (Samak, wie vorher, S. 29)

Heute glauben auch viele östliche Christen und Christen in Nordafrika sowie zahlreiche Christen in Europa, dass diese Rückkehr zur Zeit des Kyros, des Achämenidischen Kaisers von Iran erfolgte (Seyyed Afaqhi, Bd. 2, Ausgabe 1384, S. 188 und 189). Papst Schenudah, Oberhaupt der Kopten in Ägypten, bestätigt zwar die Rückkehr der Juden und dass darüber in der Thora geschrieben steht, aber als er gefragt wurde: „Sind daher die Juden berechtigt, bereits heute in ihre Heimat zurückkehren?“ – hat er geschickt und logisch geantwortet: „Wir haben keine genaue Chronik darüber vorliegen, dass dieses Land den Juden gehört, und wenn die Frage der Rückkehr zutrifft – und wir sagen, dass dies gemäß des Inhaltes der Tora der Fall ist, so hat sich diese Rückkehr der Juden zur Zeit Kyros des Großen ereignet (wie vorher, S. 189).

Die evangelikalen Fundamentalisten glauben jedoch, dass ihre Leseart der Stelle über die Rückkehr in das Verheißene Land richtig ist, und Gott diese Rückkehr vor der Wiederkehr Christi verwirklichen werden wird.

Auf diese Weise entstand eine religiöse Literatur, gemäß derer die Juden, die von der Rolle Gottes überzeugt sind, unumgänglich das sichere Schicksal aller Menschen bestimmten , wobei (in dieser Literatur) die Gründung ihrer Regierung als einzige Möglichkeit für die Wiederkunft Christi galt, die Wiederkehr nämlich , welche den entschiedenen Ausgang des Krieges zwischen Glauben und Unglauben für immer mit dem Sieg Christi und seiner tausendjährigen Herrschaft über die Welt besiegeln wird und nach welcher der Jüngste Tag beginnt.

Die Zerstörung der Al-Aqsa-Moschee und der Wiederaufbau des Salomo-Tempels

Wie gesagt, sehen die Fundamentalistien einen der einleitenden Schritten für Armaggedon in der Zerstörung der Al-Aqsa Moschee und der Qubbat as Sachra (Felsendom) – und dem Wiederaufbau des Salomo-Tempels [4] an ihrer Stelle. Dazu ist zu sagen, dass der Salomo-Tempel zum ersten Mal beim Angriff der Babylonier auf Befehl von Nebukadnezar, dem König von Babylonien zerstört wurde, die Juden in Palästina niedergemetzelt wurden und Nebukadnezar eine große Anzahl von ihnen nach Babylonien verschleppte.

Später wurden nach dem Angriff des Achämeniden Kyros auf Babylonien die Juden auf dessen Befehl nach Palästina zurückgesandt und gleichzeitig (im Jahre 538 vor Christus) wurde auf Kyros Anweisung der Salomo-Tempel wieder aufgebaut.

Viele Juden sind der Überzeugung, dass erst in der Endzeit der Tempel zum dritten Mal errichtet wird, und zwar nach Erscheinen des verheißenen Meschiah, (Maschiach, Massiah) und unter seiner Lenkung. Sie betrachten den Wiederaufbau dieses Tempels vor diesem Zeitpunkt als Ketzerei und tadelnswert.

In den vergangenen Jahren haben die Zionisten – unter dem Vorwand, Beweisspuren für die Existenz des Tempelbaus unter dieser Stätte finden zu wollen, unterhalb und in Umgebung der Al-Aqsa-Moschee, dieser ersten Gebetsrichtung der Muslime, viele breite und lange Tunnel angelegt, welche das Fundament der Moschee schwächen und die Möglichkeit ihres Einsturzes schaffen. Dennoch wurde noch kein Beweis für den Tempelbau aufgespürt. In dieser Zeit haben sie auch mehrmals die Al-Aqsa-Moschee angegriffen und in Brand gesteckt, wobei dies eine List sein kann, um die Intensität der Reaktionen der Muslime hinsichtlich der Zerstörung dieser Heiligen Stätte zu messen, damit sie wissen, ob der Zeitpunkt dieser niederträchtigen Zerstörung gekommen ist oder nicht.

Es sollte auch erwähnt werden, dass das Projekt zur Zerstörung der Qubbat As Sachra in der Nähe der Al-Aqsa-Moschee und dem Ausgangspunkt der Himmelfahrt des Edlen Propheten war, ebenso auf der Tagesordnung der Zionisten steht. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die zionistische Bewegung in den letzten Jahren immer danach bestrebt war, vorzutäuschen, dass es sich bei der Qubbat As Sachra (Felsendom) um die Al-Aqsa-Moschee handelt und die internationale Verbreitung der Abbildung des Felsendoms als angebliches Bild der Al-Aqsa-Moschee hatte zur Folge, dass die Muslime den Felsendom für die Al-Aqsa-Moschee halten. Diese List, über die viele Zionisten im Bilde sind, dient dazu, dass die Muslime glauben, die Al-Aqsa-Moschee sei noch heil, wenn die Zionisten sie bereits zerstört haben aber den Felsendom stehen ließen.

Gemäß dem, was die Zionisten auf ihren Webblogs bekanntgegeben, stehen die Fertigbauteile für den Großtempel schon seit langem bereit, damit dieser nach Zerstörung der Moschee in der geringst möglichsten Zeit den Platz der Moschee einnimmt. Sie haben auch die Heiligen Gegenstände, welche dann in diesem Tempel aufbewahrt werden sollen, vorbereitet. Sie haben sogar eine gefälschte Bundeslade angefertigt und diese in historischen Filmen und attraktiven Fernsehshows vorgeführt, um allmählich die Bevölkerung und insbesondere die junge Generation geistig auf die Überzeugung vorzubereiten, dass es sich um die wahre Bundeslade handelt und diese zusammen mit anderen Tempelgegenständen als Heiligtümer aufbewahrt werden. Außerdem ist unter ihnen der Glaube üblich, dass Prophet Salomo nach der Fertigstellung des Tempelbaus ein rothaarigen Kalb opferte, seinen Kadaver verbrannte und die Asche zur Segensbringung in Umgebung des Tempels verstreute. Deshalb haben die Zionisten sogar ein rothaarigen Kalb gezüchtet, das in dem Tempel geopfert werden soll.

Der Salomo-Tempel ist für die Juden von besonderer Bedeutung und sie meinen es mit ihrem Entschluss, die Al-Aqsa-Moschee zu zerstören, völlig ernst. Das einzige was sie bisher davon abhielt, dies nicht zu tun, war die Wahrscheinlichkeit einer heftigen Reaktion der Muslime. Zweifelsohne werden sie, sobald sie zu dem Schluss kommen, dass die Muslime keine Reaktion auf die Zerstörung ihrer ersten Gebetsrichtung zeigen werden, keinen Augenblick hinsichtlich der Entweihung und Zerstörung dieser Heiligen Stätte mehr zögern. Es sei auch erwähnt, dass die Zionisten der Ansicht sind, dass dieser Augenblick in sehr naher Zukunft gekommen sein wird, so dass es geheißen hat:

„aufgrund der zeitlichen Aufteilung für den Plan des Weltendes, welche im Jahre 2000 nach Christus begonnen hat und in der wir uns nun befinden, sind die Zionisten bestrebt, vor dem Jahre 2007 nach Christus weitere Gebiete zwischen Babylon und Israel – nämlich das jetzige Syrien – zu besetzen. Sie müssen 2007 die Al-Aqsa-Moschee und Qubbat as Sachra zerstören und den großen Judentempel an ihrer Stelle errichten, damit der Armaggedon-Krieg in die Schlussphase übergeht“ (Mir Mohammad, Muud, Nr. 56, S. 65).

Wiederaufbau des Salomo-Tempels in der Heiligen Schrift

Wie bereits erwähnt, ist die Heilige Schrift inhaltsgemäß gegen die Theorie des Wiederaufbaus des Salomo-Tempels vor dem Erscheinen Christi. Hierzu kann auf einige Verse hingewiesen werden.

Armageddon, Wortbedeutung und geografisches Gebiet

Armageddon, ursprünglich Harmagedon ist hebräisch und besteht aus den Wortteilen „Har“ im Sinne von „Berg“ und „Magedon“ welches „Adelige“ bedeutet. Daher bedeutet der hebräische Begriff Har-Magedon (Armageddon) „Berg der Adeligen“ ( Seyyed Afaqhi, Muud, Nummer 39, Scharhiwar/?Mehr 1382, S. 18; ebenso: Salman, 1384, S. 157) . Dieser große Hügel, der auf alten und neuen Landkarten mit Meggido eingetragen ist, bildet eine Gegend am Ostufer des Mittelmeeres und Westufer des Jordanflusses zwischen Sour und Jaffa (s. Karten auf Innenseite von Al Kitab –ul Moqadas, Herausgeber: Dschamiat-ul Kitab ul Moqadas, Libanon. Im Herausgebervermerk steht: Al Ahd-ul Qadim – Al asrar ul thani 1995, At Tabaqat ur rabiah. Al Ahd-ul Dschadid – Al Asrar ar rabi`1993, At Tabaq-at- uth thalathun). Meggido ist eine Stadt, welche im Laufe der Geschichte als strategische Region galt. Diese Stadt liegt im Schnittpunkt von Ost und West, Norden und Süden und dort haben sich zahlreiche Kriege ereignet (Fahim Danesch, 1384, S. 47).

In dieser Gegend gibt es eine große Ebene, die sich Esdrelon nennt und die in der Heiligen Schrift mit Jisreel -Ebene bezeichnet wird (Halil, wie vorher, Seite 33 und 34).

Die evangelikalen Fundamentalisten [5] glauben, dass in der Endzeit die Kräfte des Bösen [6] sich gegen Israel vereinen und ein 400-Millionen-Mann Heer zusammentreiben, eine Front gegen Christus aufbauen und kämpfen, aber das Christus seinen ersten Hieb mit seinen tödlichen Waffen [7] auf sie niederfahren lässt und dieses Heer vernichtet, wobei das Blut bis zum Zaumzeug der Pferde hochsteigt. Dieser Krieg, welcher einen guten Ausgang findet, geht durch die Bekehrung der Juden zu Christus als ihrem Retter, nachdem zwei Drittel von ihnen in diesem Krieg getötet werden, zu Ende. Christus nimmt die Gläubigen mit über die Wolken und kehrt dann wieder mit ihnen auf die Erde nieder und sie werden tausend Jahre lang im Reich Christi unter internationalen Anführung der Juden – als das auserwählte Volk – ein glückliches Leben führen. [8]

Teil  III

Armaggedon – ein Nuklearkrieg!

Die Evangelikalen sind der Überzeugung, dass die Wiederkunft Christi nicht möglich ist, es sei denn es kommt zu Kriegen, Katastrophen, Unheil und Verderbnis auf der ganzen Welt und zu einem Nuklearkrieg und die meisten Städte auf der Welt werden vernichtet. (Nadschiri, wie vorher, S. 129). In dieser Zeit stehen die USA, während sie von einem moralischen Zerfall betroffen sind, an der Seite Israels (Sahib Chalq, wie vorher, S. 91). Während dieses Krieges, so heißt es, werden zwei Drittel der Juden vernichtet und das restliche Drittel bekennt sich zu seinem verheißenen Messias.

Grace Halsell schreibt in ihrem Buch über die „Vorbereitung des großen Krieges“ [9]:

„1980 habe ich begonnen, mir die populären amerikanischen Fernsehsendungen von protestantischen Geistlichen anzusehen, deren Zuschauerzahl gemäß einer Studie von Nilsson aus dem Jahre 1985 auf circa 60 Millionen geschätzt wird. In diesen Sendungen wird kontinuierlich versucht, die Menschen davon zu überzeugen, es sei nicht nötig, sich um Frieden zu bemühen, und man sollte den Krieg wollen, weil es Gottes Wille ist.“

Wie nachstehend noch erwähnt wird, gehören viele an der Spitze der US-Regierung zu den evangelikalen Fundamentalisten und sind Zionisten und viele politische Beschlüsse werden von den evangelikalen Geistlichen getroffen und diktiert. Ronald Reagan, der ehemalige Staatspräsident der USA gehört zu dieser Gruppe von US-Staatsmännern und ist von einem nuklearen Armaggedon überzeugt. Als einmal Frank Carlucci und Caspar Weinberger [beides ehemalige US-Verteidigungsminister] mit ihm über Nuklearwaffen sprachen, begegneten sie einer langatmigen Vortrag Reagans über Armaggedon (Aktar , Nr. 1384 , S. 1379)-

Armaggedon und die evangelikalen Prediger

Die fundamentalistisch-evangekalischen Pfarrer haben seit den 70iger Jahren ernsthaft mit ihren Verkündigungsaktivitäten begonnen. Zu diesen Aktivitäten zählt die Einrichtung von Dutzenden von Fernsehsendern mit täglich mehrstündigen Programmen, die Gründung der evangelikalen Bible Churches (Bibel-Kirchen) und die Ausbildung von Priestern mit fundamentalistischen Ansichten, welche den Zionismus unterstützen, sowie die Abfassung und Veröffentlichung von zahlreichen Büchern und Artikeln.

Ausbildungsstätte der Priester der „ Kirchen der Heiligen Schrift“ ist das Theologische Seminar in Dallas und dieses gilt als Glaubensursprung der Behauptung, Gott wolle von uns, dass wir die Erdkugel vernichten. An dieser Hochschule haben schon zahlreiche Priester einen Abschluss gemacht , und diese verkünden zur Zeit in über 1000 evangelikalen Bible Churches (Bibel-Kirchen) den Glauben an Armaggedon. Diese Kirchen sind überall in den Vereinigten Staaten, von Norden bis zum Süden, zu sehen. Sie sind keiner anderen Kirche unterstellt und handeln unabhängig.

Zurzeit [10] hören die Amerikaner 1400 religiöse Radiostationen. Von 80 tausend fundamentalistischen protestantischen Priestern, die insgesamt in dem täglichen Programm von 400 Sendestationen sprechen, ist eine große Zahl für die „göttliche Vorsehung“. Sie versichern ihren Hörern, dass sie von Gott unterstützt werden (Halsell, 1377, S. 26).

Die Zahl der Armaggedon-Prediger ist sehr hoch. Einige von ihnen wie Ural Roberts, Prophezeier von Tulsa, und W.A. Kristol und weitere waren und sind aktiv damit beschäftigt, Hilfen seitens der Bevölkerung einzusammeln und sie zu Spenden anzuspornen. (wie vorher, S. 21). Es wurden auch viele Universitäten, Schulen und Institute durch diese Fundamentalisten errichtet, welche ihre Überzeugungen publizieren und für sie werben. Zahllose Bibelschulen, ob sie nun einer Sekte angehören oder nicht, lehren die Dogmen vom „Göttlichen Willen“ (religiöser Determinismus) und die Harmagedon-Theologie aufgrund der Verehrung Israels. Dale Crawley, der in Washington DC ansässige protestantische Priester, dessen Vater Dale Crawley Senior einer der Begründer der Nationalvereinigung für religiöse Predigt ist, hat zu Halsell gesagt, dass Schulen wie das Mody –Bibel Institut von Chicago, das Philadelphia-Bibel-College, das Bibel-Institut Los Angeles und circa 200 weitere Institute, die Studenten an den steilen Abgrund der Scofield-Bibellehre, des religiösen Determinismus und der Huldigung von Israel treiben.

Die „wahren Christen“ oder besser gesagt die evangelikale Fundamentalisten hegen eine ernsthafte Feindschaft gegen den Islam und die Muslime . Jerry Falwell hat in einem 60-minütigen Programm am 8. Oktober 2002 im Fernsehsender CBS offen die Heiligkeit des Propheten des Islams geschmäht. Nach seinem beleidigenden Vortrag haben nicht nur die muslimischen Völker in zahlreichen Ländern, sondern auch die Organisation der Islamischen Konferenz in Form von Gegenreaktionen die Äußerungen dieses Priesters und die Maßnahme des genannten Fernsehsenders, der diese Äußerungen ausstrahlte, verurteilt.

Noam Chomski betrachtet ebenso die Muslime als gemeinsame Feinde der Evangelikalen und Juden (wie vorher, in Berufung auf :Kader ucgeni: ABD, Israel ve Filistin, iletism yayin lari, Istanbol, 1993, SF38.) Pat Robertson, Leiter der Organisation christliche Koalition sagt: „Israel wird sich aus einigen Gebieten zurückziehen, aber es wird nicht auf Jerusalem (Beyt-ul-Moqadas) verzichten und dies wird zum Endzeitkrieg führen.“ (Hilal, wie vorher, S. 309)

Die evangelikalen Pfarrer denken an das Weltende im Zusammenhang mit der Vernichtung der Erde und wünschen sich dieses herbei. Sie pflanzen den Glauben daran in Geist und Herz der Menschen ein und dies ist eine ausgesprochen große Gefahr für die Zukunft der Menschheit und kann nicht wieder gut zu machende Folgen haben. Es ist Pflicht der menschenfreundlichen Denker und Intellektuellen ernsthaft gegen diese Unheilsmärchen und Verherrlichung von Aberglauben vorzugehen.

Armaggedon und Amtsträger der US-Regierung

Die „wahren Christen“ sind aus Instituten hervorgegangen, welche die moralischen Werte des Christentums unterstrichen haben und deren Kampf gegen den Kommunismus zu einer nationalen Volksbewegung werden ließen (Hilal, wie vorher, S. 278). Mit Wiederbelebung der Religion in den 70iger Jahren haben die inländischen Institute der christlichen Radikalen ihre Aktivitäten nicht mehr auf die traditionellen christlichen Moralfragen beschränkt.

Sie haben sich auch auf ausländischer Ebene nicht mit der Verkündung froher Botschaft und dem Kampf gegen den Kommunismus begnügt, sondern wurden zur christlichen Lobby in der US-Außenpolitik (wie vorher. S. 279). Ihre wichtigsten Strategien lassen sich in folgenden Punkten zusammen fassen: „Die Israel-Politik der USA besteht in den Rüstungsaktivitäten, Beachtung der Verteidigung, Krediten an den Weltwährungsfond und Beachtung der UNO und des Welthandels.“ (wie vorher, S. 280). Die Gruppe der „wahren Christen“ ist in Wirklichkeit in alle Bereiche der Regierung der Vereinigten Staaten vorgedrungen. Bei den Studien über die verschiedenen Gruppen sind bei allen politischen, militärischen und kulturellen Zielorientierungen dieses Landes, die Denkweise und Überzeugungen der „wahren Christen“ im Auge zu behalten. Diese Gruppe ist zu einer derartigen Macht gelangt, dass man sagen kann, dass die USA heute aufgrund des Willens der evangelikalen Fundamentalisten verwaltet wird. Laut Resa Hilal sind 25 Prozent der einflussreichen Wählerstimmen bzw. 10 mal soviel wie die Judenstimmen und viermal soviel wie die Stimmen der Laizisten und dreimal so viel wie die Stimmen der christlichen Afro-Amerikaner den weißhäutigen protestantischen Evangelisten zuzuordnen. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass sie innerhalb der US-Gesellschaft das höchste Schul- und Studiumsniveau und die beste Einkommens- und Berufsmöglichkeiten für sich bestimmen. Bei den Wahlen 1994, gewannen sie 31 Mandate der Republikanischen Partei (wie vorher, S. 281, gemäß der New York Times, 12.11.1994).

Die „wahren Christen“ gingen aber noch weiter und versuchten alle wichtigen Eckpfeiler und Bereiche der Regierung in die Hand zu nehmen. Zuvor hat Robertson, der Leiter der christlichen Koalition gesagt: „Es ist die Zeit für eine Säuberung des Weißen Hauses gekommen und wir erlauben den Liberalisten nicht, durch Sieg bei den Wahlen 1998 über den Kongress zu herrschen“ (wie vorher. S. 297).

Die Unterstützung Israels ist die wichtigste Strategie der „wahren Christen“ und alles was die Interessen Israels berücksichtigt, steht bei den zionistischen Christen obenan. Daher lässt sich sagen, dass Israel der eigentliche Beschlussfassende der US-Regierung ist. Unterdessen übernehmen auch die zionistischen Juden auf ihre Weise einen wichtigen Anteil an der Politik, der Wirtschaft und der Kultur der Vereinigten Staaten und viele Exekutivhebel der Regierung dieses Landes geraten direkt oder indirekt in Bewegung, wenn die Juden es wollen.

Da der christliche Zionismus die Juden als auserwähltes Volk über die Menschheit sieht, ist er der Ansicht, dass Strafen, Verurteilungen und internationale Bestimmungen für sie nicht gelten und ihrem Tätigkeitsumfang keine Grenzen gesetzt sind (Nadschiri, wie vorher, S. 68-69). Die zionistischen Christen glauben, dass Gott immer auf der Seite der Israelis ist und sie schützt. Das aber ist eine Gefahr für die Politik der Vereinigten Staaten ( Halsell, 1377, S. 26) , genauer gesagt: Dies bedroht alle Staaten und Völker. Damit haben die Pläne der US-Regierung für geopolitische Veränderungen, welche sie ernsthaft verfolgt, zionistische Ursprünge.

Die zionistischen Christen sind pausenlos um die Stabilisierung und dem Bestand Israels bemüht. Condoleezza Rice [US-Außenministerin unter Bush-Regierung] sagt: „Heute liegt der Schlüssel zur Weltsicherheit bei der Sicherheit Israels“ (Seyyed Afaqhi , wie vorher, S. 18). Tony Blair [ehemaliger Premierminister Englands ] meint: „Es ist unsere Aufgabe und Pflicht, die Sicherheit Israels zu wahren“ (siehe vorher). George Bush Junior, sagt, ganz ähnlich: „Die Wahrung der Sicherheit Israels gehört zu den Prioritäten für uns“ (wie vorher).

Die zionistischen Christen bilden, wo immer es sie auf der Welt gibt, innerhalb der Regierung ihres Landes einflussreiche Gruppen (Lobbies), damit diese Gruppen die Interessen Israels in diesen Regierungen wahren und verhindern, dass anti-israelische Entscheidungen getroffen werden. Zum Beispiel ist die im US-Kongress existierende Lobby derartig stark in dieser Beziehung, dass dank ihrer jedes Jahr von der US-Regierung 5,5 Milliarden Dollar an Israel gezahlt werden. (Sahib Chalq, wie vorher, S. 88; in Berufung auf http://www.Yurtdisi.mgv.org.tr🙂 Edward Tivan schreibt in seinem Buch „Lobby: Jewish Political Power and American Foreign Policy (Lobby: politische Macht der Juden und die US-Außenpolitik):

„Brandeis, der Anführer der zionistischen Bewegung in den USA fand, während er mit der Ausdehnung der Tätigkeiten seiner Organisation beschäftigt war, plötzlich einen Freund im Weißen Haus. Dieser Freund war US-Präsident Wilson. Wilson hat nicht nur 1916 Brandeis zum Vorsitzenden des US-Verfassungsgericht bestimmt, sondern gleichzeitig auch die Theorie des Zionismus, die ihm sein junger Freund vorlegte, unterstützt. Diese Positionsergreifung Wilson ging weit über die pragmatischen politischen Entschlussfassungen hinaus. Wilson, der selber Sohn eines presbyterialen Geistlichen war und ständig in der Heiligen Schrift las, empfand Interesse für die Juden und ihr Schicksal.“

Neben einigen lokalen Befehlshabern haben Kongressmitglieder und Minister einiger US-Staatspräsidenten wie Jimmy Carter, Ronald Reagan und George Bush ebenso fundamentalistische Ansichten vetreten. So hat Reagan während seines Präsidentschaftsamtes seine wichtigsten politischen Entscheidungen aufgrund der Prophezeiungen der Heiligen Schrift (des Alten Testamentes) getroffen (Amru Salman, wie vorher, S. 158). Er glaubte fest an Armaggedon. Zum Beispiel sagte er zu dem evangelikalen Priester Jim Bakker: „Zweifelsohne sind wir eine Generation, die Armaggedon erleben wird“ (Halsell 1384, S. 30). Während seiner Regierungszeit hat er, so gut er konnte, die USA mit Atomwaffen ausgerüstet und weil er dachte, dass Libyen gegen Armaggedon ist, hat er dieses Land 1986 angegriffen (Nadschiri, wie vorher, S. 18). Vielleicht lässt sich sogar annehmen, dass die Auflehnung der USA und Israels gegen die Ausstattung Irans und einiger anderer Länder mit Atomenergie und der US-Angriff auf Irak unter dem Vorwand, dieses Land von angeblichen A-Bomben zu entwaffnen, überhaupt in den Überzeugungen der evangelikalen Fundamentalisten verankert sind. Da sie an den Eintritt von Armageddon und daran glauben, dass dieser Krieg atomar sein wird, und ebenso denken, dass Länder wie Iran und Irak die Hauptfeinde Christi in diesem Krieg sein werden, betrachten sie es für ihren Sieg als notwendig, so weit wie möglich sich selber hinsichtlich der Nuklearenergie zu stärken und ihre Feinde diesbezüglich zu schwächen.

Robert Scheer meint in seinem Buch „With enough shovels, Reagan, Bush an Nuclear War (Mit genug Schaufeln: Reagan, Bush und der Atomkrieg“) : Als 1982 der damalige US-Verteidigungsminister Caspar Weinberger über den Armaggedon-Krieg gefragt wurde, antwortete er: „Ich habe das Buch der Offenbarung gelesen. Ja! Ich bin davon überzeugt, dass die Welt auf ihr Ende zugeht. Und zwar, wie ich hoffe, durch einen Akt Gottes, und ich verspüre jeden Tag, dass die betreffende Zeit im Begriff ist einzutreten.“ (Halsell, 1384, S. 25) [11].

Die Feinde des Verheißenen während des Armageddon

Die evangelikalen Fundamentalisten glauben, dass der Feind Christi (der Anti-Christ) während des Armageddon ein Mensch und Jude ist. Clyde ist folgender Ansicht „[Der Feind]Christi“ wird einer von uns sein, ein Mensch in jeder Beziehung. Er ist nicht wie der Teufel, mit anderen Worten, er besitzt keine spirituellen Kräfte, aber der Teufel wird ihn unterstützen. Der Feind Christi ist ein im wahrsten Sinne des Wortes böser Mensch!“ (wie vorher, S. 48).

Bei einer Priesterversammlung am 15. Januar 1999 in Kingsport Tennesee , an dem 1500 Personen teilnahmen, sagte Jerry Falwel:

„Der Feind Christi – der vor 2000 Jahren beschrieben wurde und eine Krone des Bösen auf dem Kopf trägt, ist möglicherweise ein Jude, der in unserer heutigen Zeit lebt. Er ist zweifelsohne jüdisch. Wenn er der Feind Christi ist, muss er jüdisch sein. Wir wissen, dass er ein Mann ist und Jude, denn als Christus zum ersten Mal vor 2000 Jahren auf die Erde niederkam war es ein Jude. Deshalb glauben die meisten Evangelikalen, dass der Feind Christi unzweifelhaft ein männlicher Jude ist“ (wie vorher, S. 45).“

Falwel sagte auch:

„Warum führt der Feind Christi die Heeren der Welt gegen Christus an? Erstens: weil er die Herrschaft Gottes verabscheut. – Es hat immer Krieg zwischen dem Teufel und Christus gegeben; zweitens: weil die List des Teufels wirksam wird, wenn diese Völker sich ihm beugen; Drittens: Wegen der Abscheu dieser Völker gegenüber Christus“ (wie vorher, S. 50).

Die nachfolgenden Verse, die der Johannes-Offenbarung entnommen sind, gehören zu denjenigen, welche die evangelikalen Pfarrer als Beweise anführen:

„Und ich sah den Himmel geöffnet, und siehe da: ein weißes Ross und der darauf reitet, heißt Treu und Wahr, und mit Gerechtigkeit hält er Gericht und führt Krieg. Seine Augen aber sind flammendes Feuer, und auf seinem Haupte trägt er viele Diademe und einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst. Und angetan ist er mit einem blutgetränkten Mantel, und sein Name ward genannt: das Wort Gottes. Und es folgten ihm die Heerscharen, die im Himmel sind, auf weißen Rossen, angetan mit weißem, reinem Linnen. Und aus seinem Munde geht ein scharfes Schwert hervor, auf dass er mit ihm die Völker schlage. Und er selber wird sie weiden mit einem eisernen Stab; und er selber tritt die Weinkelter des grimmen Zornes Gottes, des Allherrschers. Und auf seinem Mantel, und zwar auf seinem Schenkel, trägt er einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren.

Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen. Der schrie mit mächtiger Stimme und rief allen Vögeln zu, die hoch am Himmel fliegen: „Kommt her, versammelt euch zum großen Mahle Gottes, um Fleisch von Königen zu fressen und Fleisch von Heerführern und Fleisch von Starken, Fleisch von Rossen und Reitern, Fleisch von Leuten aller Art, von Freien und von Knechten, von Kleinen und von Großen.

Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, um Krieg zu führen mit dem, der auf dem Rosse sitzt, und mit seinem Heere. Und das Tier ward ergriffen und mit ihm der Lügenprophet, der vor ihm die Wunderzeichen gewirkt hatte, womit er die verführte, die das Malzeichen des Tieres angenommen und sein Bild angebetet hatten. Lebendig wurden sie beide in den Feuerpfuhl geworfen, der von Schwefel brennt. Und die übrigen wurden mit dem Schwerte getötet, das aus dem Munde dessen hervorging, der auf dem Rosse sitzt; und alle Vögel sättigten sich an ihrem Fleische“ (Offenbarung des Johannes 19: 11-21).

Die evangelikalen Pfarrer interpretieren die eben genannten Verse mit dem Erscheinen Christi und den Kampf, den er während des Armaggedon gegen seine Feinde führt sowie mit der Niederlage seiner Feinde am Ende des Krieges.

Der Evangelikalen sind davon überzeugt, dass mit einigen hebräischen Wörtern, die in der Heiligen Schrift stehen, Russland und Moskau gemeint sind und damit begründen sie, dass der Anti-Christ aus Richtung Russland kommen wird (Sahib Chalq, wie vorher, S. 91).

Aus der Sicht der Zionisten ist der Feind Christi eine Person in Menschengestalt, welche die anti-christlichen Kräfte gegen ihn (Christus) mobilisiert und organisiert. Sie haben diese Deutungen auch in zahlreichen Kinofilmen ihrem Publikum eingeflößt, zum Beispiel in dem Kinofilm „Das Omen“ welches eine mehrteilige Filmserie ist. Der Anti-Christ wird in diesem Film als Menschenkind von einem Schakal geboren. Dieses Kind besitzt von Anfang an eigenartige teuflische Kräfte, welche zur Tötung von Menschen führen können. Ungewöhnlich rasch reift es heran , so dass es wichtige Verantwortungen in den Vereinigten Staaten übernimmt. Er lässt sich nicht töten, es sei denn in der Kirche und durch heilige Dolche, welche sich weit entfernt in der Hand eines Archäologen befinden. In der dritten Folge dieses Filmes, wird der Anti-Christ getötet und Christus, der in den Wolken erschien, steigt auf die Erde herab.

Ein weiteres Beispiel ist der Film „End of Days“ (Ende der Tage), in dem Arnold Schwarzenegger, der bekannte Schauspieler [und abgetretene Gouverneur von Kalifornien] eine der Hauptrollen übernimmt. In diesem Film hat der Teufel keine menschliche Gestalt, aber er muss in einem sehr üblen und bösen Menschen in Erscheinung treten, damit er auf diese Weise mit einem Mädchen, dessen Charakter vorher vorgestellt wurde, genau vor dem Jahreswechsel 2000 nach Christus verkehrt und den Anti-Christ zeugt. Arnold gelingt es in der Rolle eines opferbereiten und trainierten Polizisten mit viel Mühe, den bösen Menschen, in den der Teufel gefahren ist, der außerordentliche Kräfte erreicht hat und dem selbst Gewehrkugeln nichts anhaben können, ernsthaft zu verletzen und das Mädchen aus seinen Klauen zu befreien. Dem Teufel, der den zerschmetterten Körper des bösen Menschen sieht, hat – weil nur noch wenig Zeit bis zum Beginn des neuen Jahres 2000 verblieben ist und er einen anderen bösen Menschen finden muss – keine andere Wahl, als den Körper des bösen Menschen zu verlassen, wenn er seine Absicht erfüllen will. Er fährt in den Körper Arnolds. Aber Arnold, der das Mädchen vor dem Teufel gerettet hat und sich in einer Kirche befindet, sieht – weil er ein guter Mensch ist und die guten Kräfte in ihm nicht vollständig niedergedrückt werden konnten, den einzigen Weg zur Verhinderung dieses Verbrechens darin, sich selber zu töten. Deshalb wirft er sich auf das scharfe Schwert in der Hand einer Statue in der Kirche und verhindert auf diese Weise die Zeugung des Anti-Christen. In diesem Film wird auch der Teufel in der Kirche durch das Heilige Schwert getötet. [12]

Jedenfalls wird gemäß den evangelikalen Fundamentalisten der Anti-Christ, egal mit welcher Personalität und welchen Eigenschaften, Kräfte aus Russland, China und einigen arabischen Ländern mobilisieren und gegen Christus den Krieg antreten.

Gemäß Adnan Aktar haben sie vor dem Sturz der Sowjetunion gedacht, dass sich der Krieg zwischen einer Koalition arabischer Staaten unter Anführung der Sowjetunion auf der einen Seite und Israel auf der anderen Seite ereignen wird, weil die Sowjetunion bei den vorherigen Kriegen, insbesondere dem 6-Tage- und dem Yom-Kippur-Krieg [13] die arabischen Staaten unterstützt hat. Beginn der 90ger Jahre, als der Kalte Krieg zu Ende ging und Israel von seinem alten Feind befreit wurde, sprachen die Vereinbarungen der PLO und Israels jedoch nicht für eine Einheit an der arabischen Front gegenüber dem zionistischen Regime. Da aber die Juden immer jemanden als Zielscheibe für ihre Feindseligkeiten brauchten, haben sie daraufhin die Islamische Republik Iran als Anführer der Front ihrer muslimischen Gegner bezeichnet und sie als den neuen Feind Israels im Armaggedon-Krieg hingestellt. So änderte sich die Richtung, in welche die Atomwaffen der Evangelisten und Israels wiesen (wie vorher, S. 177 und 178).

Dazu schreibt auch Mahmud Al Nadschiri „Solange die Sowjetunion existierte, wurde sie von den evangelikalen Fundamentalisten als das Land bezeichnet, welches die Bösen Kräfte anführen und durch Verbündung mit den Arabern und Muslimen den Krieg gegen Christus beginnen wird, denn die Sowjetunion war mit Atomwaffen ausgerüstet, sie war der Feind des Westens, ungläubig und kommunistisch. Zweifelsohne hat der Sturz des Ostblocks zur Folge gehabt, dass das Szenario für Armaggedon seine wichtigen Hauptdarsteller verlor, aber die Leute, die diese Verheißungen und Täuschungen aufgestellt hatten, schämten sich nicht über ihre falschen Voraussagen. Sie waren kein bisschen verlegen darüber, dass sich die internationale politische Arena im Widerspruch zu ihrer Meinung und ihrer eigenartigen Ansichten geändert hatte. Daher begannen sie wieder eine neue Rollenverteilung, stellten diesmal die Araber und Muslime als die neuen Kräfte von Yadschudsch und Madschudsch vor und forderten ihre Regierungen auf, noch mehr Atombomben zu produzieren und an Israel zu liefern. Es war nämlich für sie nicht richtig, den Rüstungsprozess zu stoppen und es waren Stimmen zu hören, dass der Stopp dieses Prozesses gegen den Willen Gottes und ihre Vorhersagen für die Zukunft verstößt. Die Armaggedon-Hypothese wird in vielen Krisen wiederholt und verlautbart. Als Israel 1982 Libanon besetzte hat einer der Anführer und öffentlichen Prediger dieser Bewegung namens Pat Robertson im Fernsehen von einem Schrecken gesprochen, dem der Armaggedon-Krieg folgen wird. Er unterstrich, dass Ende 1982 ein großer Tumult entstehen und Mittelpunkt dieses Tumultes die Sowjetunion sein werde, da sie den Krieg beginnen und die USA atomar bombardieren wird (Armaggedon, S. 16-17).

Die Zahl der Verluste beim Armaggedon

Es heißt, dass im Armaggedon jeder zweite getötet wird und insgesamt 3 Milliarden Menschen sterben werden (Yadullah, S. 18; Muud, Nr. 39, S. 18).

Resultat

Aufgrund dessen, was gesagt wurde, gibt es keine akzeptable rationale oder überlieferte Grundlage für Armageddon. Armeggedon ist von Grund auf ein Aberglauben und ist zum Spielzeug in der Hand der Betrüger der politischen Welt in den USA und Israel geworden. Die Teile aus dem Alten und Neuen Testament, die von dem Eintritt eines verheerenden Krieges berichten und auf die teilweise hingewiesen wurde, beziehen sich vor allen Dingen auf die Vergangenheit; das heißt: Sie sind dergestalt, dass deutlich wird, dass sie von einem Krieg, der sich vorher ereignet hat und nicht von einem Krieg, der noch stattfinden wird, handeln. Jene Abschnitte, die nicht von der Vergangenheit berichten, sind symbolische Prosa und allegorisch. Allegorische Texte aber kann man unterschiedlich kommentieren und auslegen.

Ein weiterer Beweis für die abergläubische Natur Armaggedons ist die Zahl, welche diejenigen, die behaupten dass Armaggedon eintreten wird und ihn wollen, für die Verluste dieses Krieges angeben, nämlich 3 Milliarden Menschen, obwohl Meggido geographisch gesehen ein kleines Gebiet ist und niemals eine solche Menschenmasse dort Platz hätte.

Es sei auch darauf hingewiesen dass Armageddon-Gläubige bislang verschiedene Zeitangaben für den Eintritt dieses Krieges festgelegt haben, aber Armageddon zu keinem dieser Zeitpunkte eingetreten ist.

Abschließend muss gesagt werden: Die Gedanken der evangelikalen Fundamentlisten begegnen vielen Gegnern und zwar auch unter den Christen und Juden, obwohl die Zahl der Gegner des Zionismus wegen der Macht und dem Einfluss den die Zionisten besitzen, von Tag zu Tag abnimmt. Mahmud Al Nadschiri schreibt: „Die Katholische Kirche und die Ostkirchen weisen nach wie vor die jüdisch gestalteten Interpretationen der Bewegung der protestantischen Fundamentalisten zurück. Obwohl der Vatikan oftmals die Gründung des usurpatorischen Judenstaates in Palästina abgelehnt hat, beobachten wir in jüngster Zeit jedoch Änderungen in den Standpunkten dieser Kirche über die Juden, und zwar in einer Weise, dass die Juden von der Tötung Christi freigesprochen werden und es zu einer diplomatischen Versöhnung zwischen dem Vatikan und dem Staat, den er immer abgelehnt hat, gekommen ist.“

Quellen:

1 – Acher ul Zaman dar Yahudiyat und Massihiat (Endzeit im Juden- und Christentum), übers. Baran Cheradmand, aus Wikipedia-Enzyklopädie, 29. Juni 2005, Muud, Nr. 56, Schahriwar, Jahrgang 1384
2 – Aktar, Adnan „Verschwiegene und verborgene Geschichte Amerikas“, übers. Nasir Sahib Chalq, Hilal, Teheran, 1384
3 – Avad, P., „Untersuchung des zionistischen Christentums aus der Sicht der Katholiken“, College für Studien der Heiligen Schrift, Bethlehem, übers. Fatima Schafii Serwestani, Zeitschrift Muud , Nr. 40 Azar/Dej, Jahrgang 1382
4 – Salman, Amru, „Christlicher Zionismus“, übers. Von Abbas Seyyed Mir Hokmrani, Pischguiha wa Acher ul Zaman (Prophezeiungen und die Endzeit, Band 1, Muud Asr, Teheran, 4. Auflage, 1384).
5 – Samak, Mohammad „Schlüssel zum Verständnis der US-Politik“, übers. Abuzar Yaseri, Zeitschrift „Muud, Nr. 45, Tir und Mordad 1383
6 – Afqahi, Seyyed Hadi, Runder Tisch: „Zionistisches Christentum“, Muud, Nr. 39, Schahriwar/Mehr 1382
7 – Runder Tisch „Zionistisches Christentum im Spiegel der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, Prophezeiungen und die Endzeit“, Bd. 2, Muud Asr (adsch), Teheran, Jahrgang
8 – Seyyed Qutb, Fil Zalal-i Quran, Dar-al Schuruq ,Beirut – Kairo, 17. Auflage, 1412 n.Mndk. (ca. 1999)
9 – Schahin, Jerome, Runder Tisch „Mahdawiyyat und zionistisches Christentum“ Al Menar-Fernsehen, übers. Mohammad Amir Naseri, „Prophezeiungen und Endzeit“, Bd. 2, Muud Asr (adsch.) Tehran, 1384
10 – Sahib Chalq, Nasir, „Protestantismus, Puritanismus und zionistisches Christentum“, Hilal, Teheran, 1383
11 – Tabatabai, Seyyed Mohammad Hussein, Al Mizan fi Tafsir ul Quran, Dschamia Modaressin Huwze Ilmiyih Qum, Qum, Bita
12 – Tabrisi Nuri, Mirza Hussein, Nadschm uth Thaqib, Hl. Moschee Dschamkaran, Qum, zweite Ausgabe, 1377
13 – Abdul Islam Tawila, Abdul Wahab, „Al Massih al Muntazer wa Nahayat-ul Alim“, Dar-ul Salam, Kairo, 4. Ausgabe, 1423 n.Mndk.
14 – Fahim Danesch, Ali, „Massihiyan-e zayunist ra behtar beschenassim (Lasst uns die zionistischen Christen besser kennenlernen), Prophezeiungen und die Endzeit, Bd. 2, Muud Asr (adsch), Teheran, 1384
15 – Heilige Schrift, Ila-Verlag, England, 2002 n.Chr.
16 –Creenstone, Julius, „Erwartung des Messias in der jüdischen Lehre“, übers. V. Hussein Tufiqi, Studien und Forschungszentrum für Religionen und Glaubensrichtungen, Qum 1377
17 –M. Haggs Bibellexikon, „Qamus Kitab Moqadas“, Asatir, Teheran, zweite Ausgabe, 1383
18- Massiri, Abdul Wahab, „Enzyklopädie Juden, Judentum, Zionismus“, Übersetzung vom Institut für Studien und Forschungen der Nahostgeschichte, Generalsekretariat der internationalen Konferenz zur Unterstützung der Intifada Palästinas, Teheran, 1383
19 – Munes, Hassan, „Geschichtsatlas des Islams“, übers. Dr. Azartasch Azarnusch, Geographisches Institut der Bewaffneten Kräfte, Teheran, 1375
20 – Mir Mohammad, Seyyed Mohammad Resa, „Dadschal, Teufelsanbeter und Countdown für das Weltende“, Muud, Nr. 56
21- Nadschiri, Mahmud, „Armageddon“, übers. Resa Abaspour und Qabas Zafarani, Hilal, Teheran, 1384
22 –Qabas, „Vorbereitungen auf Großen Krieg“, übers. Chosro Asadi, Institut Kulturdienste Ressa, Teheran,1377
23 – Halsell, Grace Forcing God`s Hand arabische Übersetzung „Yadullah“ , Kommentar und Ergänzungen: Mohammad Samak, übers. ins Persische : Qabas Zafarani, Hilal, Teheran, 1384
24 – Hilal, Resa, „Jüdischer Messias und Weltende“, übersetzt Qabas Zafarani, Zeitschrift „Muud“, Nr. 42, Farwardin/Ordibehescht, Jahrgang 1383   ergänzend

Die Kreuzzüge

Germanenherz Die ChristianisierungJeder zugefügte Schaden muss gleichem Maße beglichen werden. Ob nun, Christ, Moslem oder Jude. Sie werden noch dieses Jahr 2018 für ihre Schandtaten, an Mensch, Natur und Tierwelt zahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule, Seele um Seele.  So steht es geschrieben, so soll es geschehen!

Der wirtschaftliche Grund für den I & II Weltkrieg, war nur von sekundären Interesse. Primär ging es um ganz andere Interessen. In Rom steht Heute nur noch eine ausgeraubte leere Hülle. Der Vatikan ist heute in Israel bzw. Jerusalem. Das ist der wahre Grund für den Ersten und Zweiten Weltkrieg gewesen.

Das Zentrum von Jerusalem: 666 – Heimat Satans?

Breitengrad und Längengrad ergeben Satans Wohnort gemäß Johannes-Offenbarung

Der Breitengrad ist eine horizontale Linie und stellt die winkelförmige Entfernung, in Graden, Minuten und Sekunden von einem Punkt nördlich oder südlich des Äquators dar.

Der Längengrad ist eine vertikale Linie und stellt die winkelförmige Entfernung in Graden, Minuten und Sekunden von einem Punkt östlich oder westlich der Ersten Meridiane (Greenwich) dar. Die Längengrade werden oft Meridiane oder Parallele genannt.

Die Entfernung zwischen den Graden wird errechnet, indem man den Erdumfang (etwa 25.000 Meilen) durch 360 Grad dividiert. Die Entfernung zwischen den Breitengraden beträgt demnach 69 Meilen oder 111 Kilometer.

Minuten und Sekunden werden zur vollkommen präzisen Ortsbestimmung mit eingerechnet, indem die Längen- und Breitengrade noch in Minuten (‚) und Sekunden („) aufgeteilt sind. 60 Minuten liegen zwischen jedem Grad und jede Minute besteht aus 60 Sekunden. Die Sekunden können nochmals in Zehntel-, Hundertstel- oder sogar in Tausendstelsekunden aufgeteilt werden.

Der absolute Mittelpunkt der Stadt Jerusalem (Yerushalyim) liegt auf 31° 47′ 00 Nord und 35° 13′ 00 Ost. Wenn wir diese Zahlen addieren erhalten wir folgendes Ergebnis:

31º

º47’00

ºNord

+

35º

º13’00

ºOst

=

66

6 (0)

= 666

Selbstverständlich kann es sich dabei um ein Zufall handeln, doch die Wahrscheinlichkeit dieses Zufalls liegt bei über 99.999.999 zu 1. Überprüfen Sie diese Ortsbestimmung bitte selbst unter: http://www.mapquest.co.uk/cgi-bin/ia_find?link=btwn/twn-map_latlong_degrees_form

„Israels Geheimvatikan“. Als Vollstrecker biblischer Prophetie

Band 1 als Netzbuch (PDF-Datei)
Band 2 (PDF-Datei)

Band 3 (PDF-Datei)
Der Teufel steckt im Detail sagt man.
Die Zahl 66 sowie die Zahl 6 zieht sich durch die Jüdische Geschichte.

Im Jahr 6 n. Chr. war Judäa zur römischen Provinz Syria geschlagen worden und wurde – mit kurzen Unterbrechungen – von ritterlichen Präfekten verwaltet.
Der große Jüdische Krieg gegen die Römer begann im Jahr 66 n. Chr. in Judäa, ausgelöst durch staatliche und religiöse Unterdrückung

DIE 66 Fragen über des Judentum und die Frage ob es nicht doch vielleicht 666 Fragen sein sollten.

Warum benutzen die Juden ein Gnostisches Symbol, das die Vereinigung Christi und der Sophia, das heißt die Vergöttlichung des Menschen symbolisiert, oder geht es darum nur einige Menschen Göttlich darzustellen ???

01 Waren es nicht Juden, die ihre, die britische Wirtschaft 1887, durch die Herkunftsbezeich-nung: „Made in….“ schützen, und dadurch die deutsche
Wirtschaft zerstören wollten? Der Schuss ging bekanntlich nach hinten los. Ist dies nicht eine krasse Form des RASSISMUS?
02 Waren es nicht Juden, die Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen in den WK I trieben? (Beistandspakt zu Österreich Ungarn – in deren Krieg
gegen Serbien)
03 Waren es nicht Juden, die Deutschland das Versailler Diktat auferlegten?
04 Waren es nicht Juden, die deutsche Maschinen aus den Fabriken stahlen?
05 Waren es nicht Juden, die Polen hochrüsteten um sie als Kriegsgegner Deutschlands aufzubauen?
06 Waren es nicht Juden, die Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen in den WK II trieben?
07 Waren es nicht Juden, die dazu aufriefen, keine Deutschen Waren zu kaufen?
08 Waren es nicht Juden, die Deutschland am 24. 03. 1933 den totalen Vernichtungskrieg erklärten?
09 Waren es nicht Juden, welche die NSDAP für Deutschland mit 24 Milliarden US $ die Rüstung für den WK II finanzierten?
10 Waren es nicht Juden, die die NSDAP dafür kauften, STERNE an die deutschen Juden auszugeben?
11 Waren es nicht Juden, die die NSDAP dafür kauften, ARBEITSLAGER für die deutschen Juden nach britischem Vorbild einzurichten?
12 Waren es nicht Juden, die den Druck auf deutsche Juden erhöht sehen wollten, um diese zum Auswandern zu bewegen?
13 Waren es nicht Juden, die Dresden zerbombten und auf Befehl des Juden Abkömmlings Churchill 600 000 (Churchill) Zivilisten ermordeten?
14 Waren es nicht Juden, die in den Rheinwiesenlagern 1,7 Mio Kriegsgefangen und Zivilisten auf Befehl des judenhörigen Roosevelt durch Hunger
ermordeten?Umgesetzt durch den Judenabkömmling Eisenhower)?
15 Waren es nicht Juden, die Märchen über Arbeitslager erzählten und aus ihnen Vernichtungslager machten?
16 Waren es nicht Juden, die zum zweiten Mal die deutschen Maschinen stahlen?
17 Waren es nicht Juden, welche die deutschen Spezialisten und Fachleute entführten?
18 Waren es nicht Juden, die das deutsche Gold stahlen?
19 Sind es nicht Juden, die dem Deutschen Volk seit 70 Jahren die Souveränität verwehren?
20 Sind es nicht Juden, die dem Deutschen Volk seit 70 Jahren die Friedensverträge verwehren?
21 Waren es nicht Juden, die den Hooton Plan ersannen und umsetzen.?
22 Waren es nicht Juden, die den Kaufmann Plan ersannen und umsetzen?
23 Waren es nicht Juden, die den Morgenthau Plan ersannen und umsetzen.
24 Waren es nicht Juden, die den Nizer Plan ersannen und umsetzen?
25 Waren und sind es nicht Juden, die mit Goldmann Sachs, Morgan Fairchild, Rockefeller, Rothschild und anderen Verbrecher, Deutsche mit Lebens
mitteln, Chemie und Pharmazie umzubringen versuchen?
26 Sind es nicht Juden, die Monsanto, Nestle´ und andere gierige, menschenfeindliche Unternehmen beherrschen?
27 Sind es nicht Juden, die das Westjordanland besetzen?
28 Sind es nicht Juden, die das Jordanwasser nur für sich beanspruchen?
29 Sind es nicht Juden, die die Golanhöhen besetzen?
30 Sind es nicht Juden, die ihr Territorium in dem Gebiet „Israel“ immer weiter ausdehnen?
31 Waren es nicht Juden, die die 70.000 Beduinen aus der Negev Wüste deportierten?
32 Sind es nicht Juden, die die Palästinenser ausrotten wollen?
33 Sind es nicht Juden, die die ISIS gegründet haben?
34 Sind es nicht Juden, die die ISIS anführen?
35 Sind es nicht Juden, die Bombenangriffe gegen Syrien fliegen?
36 Sind es nicht Juden, die den Jemen aus arabischen Flugzeugen bombardieren?
37 Sind es nicht Juden, die die Neutronenbombe auf den Jemen warfen?
38 Sind es nicht Juden, die sich hinter den Khassaren (Zionisten) verstecken?
39 Sind es nicht Juden, die sich hinter den Semiten verstecken?
40 Sind es nicht Juden, die die weltweit härtesten Rassegesetze in Israel durchsetzten?
41 Sind es nicht Juden, die die weltweit härtesten Einwanderungsgesetze in Israel durchsetzten?
42 Sind es nicht Juden, die ihre Lügen durch Gesetze schützen lassen?
43 Sind es nicht Juden, die die FED seit 1913 beherrschen?
44 Sind es nicht Juden, die fremde Staaten („Demokratien“) ausbeuten und unterdrücken?
45 Sind es nicht Juden, die fast alle Staaten durch die Herrschaft über den IWF und die Zentralbanken in die Zinsknechtschaft getrieben haben?
46 Sind es nicht Juden, die alle Nationen, die sich nicht ihrem Zinsdiktat unterwerfen wollen, mit Krieg überziehen?
47 Sind es nicht Juden, die sich die USA als Weltgendarmen und Weltaggressor aufgebaut haben?
48 Sind es nicht Juden, die die EU Fahne mit den 12 Sternen als Zeichen ihrer Herrschaft gestalteten?
49 Waren es nicht Juden, denen die Twintowers gehörten?
50 Waren es nicht Juden, die für die Towers 14 Tg. vor dem Zusammenbruch der Gebäude die Versicherung auf den doppelten Wert der Gebäude
abschlossen?
51 Sind es nicht Juden, die seit Moses Zeiten immer wieder von 6 Millionen jüdischen Brandopfern faseln? (3 Mose 1: 14-17).
52 Sind nicht Juden die Herren der Arbeits-, Folter- und Vernichtungslager weltweit?
53 Sind es nicht Juden, die die Menschheit per NWO zu unterjochen versuchen? (Steine von Georgia)?
54 Sind es nicht die Juden, die – vor allem anderen – den Fortbestand der Menschheit gefährden?
55 Sind es nicht Juden, die in weltweit dafür Sorge tragen, dass politische Gegner mundtot bis ganz tot gemacht werden?
56 Sind es nicht Juden, die uns mithilfe ihres Medienmonopols in einer Matrix (Scheinrealität) gefangen halten?
57 Sind es nicht Juden, die in ihrer Geldgier den WK III herbeiführen?
58 Sind es nicht Juden, die aufgrund ihrer „heiligen Bücher“ alle anderen Menschen belügen, betrügen und bestehlen dürfen?
59 Sind es nicht Juden, die seit Anbeginn ihrer Existenz mit a l l e n Völkern in Streit leben?
60 Sind es nicht Juden, die dem Satan als ihrem Gott dienen?
61 Sind es nicht Juden, die für die Körperverletzung von wehrlosen Kleinkindern (Beschneidung der Geschlechtsorgane verantwortlich sind?
62 Sind es nicht Juden, die für das Quälen von Millionen Tieren beim Schächten verantwortlich sind?
63 Sind es nicht Juden, welche so ziemlich alles (z.B. Recht, Wahrheit, Schönheit, Frieden, Freiheit, Liebe, Reichtum, Vielfalt, Leben, Gesundheit,
Zukunft) ins Gegenteil pervertieren?
64 Sind es nicht Juden, die sich für unantastbar halten?
65 Sind es nicht Juden, die sich selber zum auserwählten Volk ernannten?
66 Sind es nicht Juden, die sich für die HERRENRASSE halten?

Alle Gewalt und alles Unglück dieser Welt, geht vom Kapitalistischen Geld geilen Judentum aus und seinen abartigen Verbündeten. Sechs Spitzen hat der Davidstern, sechs Ecken hat er in sich gern, in mitten steht ein Sechseck drin, der Teufel kennt sein Teufelsding.
Hier mal schauen Israel / Palästina Analysen
und hier Jeder Christ ein Sklave der Juden und hier  Christentum Freimaurer und Pyramiden   und hier Juden- und Christentum  der Kreuzzug 2016 hier  Der Yinon-Plan…   Weiterlesen

21.12 – 06.01 Julfestzeit und magische Rauhnächte

. Germanenherz wünscht allen Beseelten, friedliche und besinnliche Festtage.
Gledelig Jul und erkenntnisreiche,  magische 12 Rauhnächte. Ein gesundes neues Jahr und uns allen eine bessere Zeit!. In diesem Sinne, Heil und Segen auf all unseren Wegen.

 

 

Wir sind von Nordlands Art !

jul-2016Wenn durchs Land der Herbstwind pfeift, sind schon Berg und Tal bereift, dann wendet sich mit frohem Sinn, unser Herz zur Julzeit hin:
Herbststürme brausen, grau das Himmelszelt, wir harren und hausen in unsrer dunklen Welt.
Kein Wettersturm ist uns zu hart; wir sind von Nordlands Art!

Hat der Julmond Schnee gebracht, freuen wir uns dieser Pracht.
Hei, frisch die Schneeschuh angeschnallt, uns ist kein Schnee zu kalt;
Schneestürme brausen über Wald und Feld,
wir schlittern und sausen durch unsre weiße Welt.
Kein Aufwärts ist zu steil, zu hart, wir sind von Nordlands Art!

Hat die Zeit uns wohlgetan, sehnen wir das Fest heran,
die Sonnenwend mit neuem Licht, das hell ins Finstre bricht:
Lichter erhellen jedes deutsche Haus, wo wir uns gesellen,
bei Wetter, Sturm und Braus, ums heilge Feuer froh geschart,
wir sind von Nordlands Art!

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Julfesten

Julfesten Das Julfest ist ein nordeuropäisches Fest der Wintersonnenwende. Es ist eines der 8 Jahreskreisfeste der alten Germanen. Wintersonnenwende – Das große germanische Fest Rauch von Holz und Harz liegt in der Luft ich atme ein den verlockenden Duft Yulezeit ist da, Yulezeit ist da Im tiefsten Winter, so einsam die Nacht die Sonne wendet und Balder … Weiterlesen

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Die deutsche Weihnacht ist eine Verschmelzung des christlichen Jesusglaubens mit der germanischen Tradition (Nordlands Art!), da durch die Zwangs-Christianisierung Germaniens das Julfest abgelöst werden sollte. Die Jul-Tradition war derart tief in der völkischen Kultur der Germanen verwurzelt, daß die römische Kirche, wie auch beim Ostara-Fest, eine zuerst beabsichtige Auslöschung verwarf und daraufhin die Julzeit umdeutete … Weiterlesen

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Die 12 Rauhnächte Die zwölf Nächte am Ende des Jahres und die mit ihnen verknüpften Mysterien gehen bis in die Antike zurück. Sie haben sowohl römische als auch germanische und sogar indische, japanische und chinesische Wurzeln, und auch heute noch finden sie vielerorts im Brauchtum Beachtung. Nach uralten Überlieferungen suchen zu dieser Zeit die Seelen … Weiterlesen

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Die alten Deutschen kannten Zauber mit Tat und Wort; den ersteren verbietet Nr. 10 des Indiculus (de phy-lacteriis et Ugaturis), den zweiten Nr. 12 (de incantationibus). Das Wort Zauber (ahd. zoubar) selbst bedeutet eigentlich „Mennig“, die rote Farbe, mit der die Runen in die Lostäfelchen eingetragen wurden. Das Zauberlied ist die älteste nachweisbare Dichtungsart der … Weiterlesen

Die weisen Frauen Hagedisen – Hexen

Die erfolgreiche Vorgehensweise und die überzeugenden Ergebnisse der heilkundigen Frauen stellten eine große Bedrohung für das aufkommende Christentum, sprich die Kirche dar. Denn diese Frauen verließen sich mit ihren außergewöhnlichen Begabungen eher auf ihre Sinne und Erfahrungen als auf die Gebote des Glaubens. Versuch und Jrrtum lehrte sie Ursache und Wirkung zu erkennen. Sie Forschten … Weiterlesen

Das Erforschen der Zukunft

Als Mittel zur Erforschung des göttlichen Willens bei den Deutschen nennt Cäsar „Losorakel und Prophezeiungen (sortes et vaticinationes; b. g. 150), Tacitus „Götterzeichen und LosorakeV1 (auspicia et sortes, Germ. 10). Beim Los wurde die Gottheit nach ihrem Willen gefragt, im anderen Falle erfuhr man ihn aus gewissen Vorzeichen. Die Wahrsagekunst scheint mehr Aufgabe der Frauen … Weiterlesen

Die Indogermanen

Germanenherz aus dem Buch: Die Indogermanen – Ihre Verbreitung, ihre Urheimat und ihre Kultur (1905) Vorwort In diesem Buche habe ich beabsichtigt, eine knappe Übersicht über die Urheimat und Kultur der Indogermanen zu geben. Um die Urheimat zu bestimmen, mussten die Sprachen Europas betrachtet und die Wanderungen der einzelnen Stämme kurz dargestellt werden. Die Kultur … Weiterlesen

Der himmlische Lichtbaum der Indogermanen in Sage und Kultus.

Wenn die prähistorische Archäologie allmählich immer mehr einen gewissen homogenen Zustand der in Europa sich ausbreitenden und dasselbe eigentümlich kolonisierenden indogermanischen oder arischen Stämme in Bezug auf das häusliche Leben und die Anfänge gewerblicher Thätigkeit aufdeckt, so entsprechen dem auch die Besultate der Untersuchungen über den mythologisch-religiösen Entwickelungsstandpunkt derselben. Neben den überall bei den betreffenden … Weiterlesen

Deutsche Mythologie – Das Priesterwesen

Keine der deutschen oder nordischen Benennungen für Priester ist mit einem gleichbedeutenden Worte der anderen idg. Sprachen verwandt, jede ist etymologisch leicht zu erkennen, mithin kann der gesonderte Begriff für Priester, für ein deutlich von anderen Ständen geschiedenes Priestertum nicht allzuweit in die Urzeit zurück reichen. Wie der Hausvater für die Sippe das Gebet verrichtete, … Weiterlesen

Wald- und Feldkulte: Der Baumkultus der Germanen und Ihrer Nachbarstämme

Mythologische Untersuchungen Vorwort. Das vorliegende Buch, welchem demnächst ein zweiter Band „griechische und römische Agrarkulte aus nordeuropäischen Ueberlieferungen erläutert“ folgen wird, beginnt die Veröffentlichung einer Reihe von Vorarbeiten, die sieh dem Verfasser als erforderlich ergeben hatten, um zur Klarheit und Sicherheit über das Fachwerk zu gelangen, in welches die einzelnen Stücke der von ihm unternommenen … Weiterlesen

Wehe den Besiegten

 Alles in dieser Welt ist im Vertragsrecht, auch in unserem Justizapparat!

Wir müssen uns das mal auf der Zunge zergehen lassen, Staatsanwälte, Richter und Rechtsanwälte sind alle in einer Organisation, und zwar in der IBA, International Bar Association. Wo bleibt hier die Rechtsfindung? Deutschland war, ist und bleibt für die Welt unberechenbar? Wir wissen alle, die Welt ist wieder zum Kriegsschauplatz geworden und die Atombomben lagern bereits in der Eifel, viele Medien spielen das Kriegstreiberspiel mit.

Deutschland bringt die ganze Welt ins Chaos und suchen jetzt in Trump den Schuldigen, obwohl sein Vorgänger Obama, gemeinsam mit der CDU, CSU, SPD, Grüne, FDP, bereits alles in die Wege geleitet haben, Deutschland spielt dabei wieder die Schlüsselrolle, “Die Achse des BÖSEN?“

Wir nennen unseren Gesprächspartner erst einmal Herr Diplomat und bringen das 1. Interview hier in voller Länge, ungekürzt, im O-Ton aufgezeichnet am 2.2.2017. Ein spätere Filmaufzeichnung wird es auch geben.

Diese Interviews wurden im Zeitraum vom

01.03.2017 bis 16.08.2018 veröffentlicht.

Weiter geht es direkt hier mit dem 21. Teil


Herr Diplomat, bleiben wir vorläufig mal bei dieser Anrede, würden sie uns etwas von sich erzählen?:

Ich danke ihnen vielmals für die Einladung, es ist mir eine Freude und eine Ehre hier sprechen zu können um das Ganze auch zu dokumentieren. Mein Name macht im Moment nicht so viel Sinn, den hier in Deutschland offenzulegen, ich bevorzuge es momentan einfach mit dieser Anrede „Herr Diplomat.“

Ich habe früher im technischen Bereich begonnen und habe mich dann im wirtschaftlichen Bereich engagiert, auch im Bankenbereich usw., ich bin dann immer mehr in diesen Bereich der sogenannten kommerziellen Themen gekommen. Kommerziell ist nichts weiter wie Handelsrecht. Handelsrechtliche Themen, also alles wo überall Handel betrieben wird, Vertragsrecht usw. und so fort.

Über diese ganze Arbeit hinweg bin ich immer mehr in diesen Bereich reingekommen, wie internationale Zusammenarbeiten, Verträge, Vertragsgestaltungen und was so alles dazu gehört. Und irgendwann wurde eine sehr große Organisation, die international agiert, auf mich aufmerksam und hat mir dann angeboten, mit sofortiger Wirkung als Diplomat, in Mission nennt sich das Ganze dann, zu agieren, so dass ich einen gewissen Schutz erfahre durch diese Organisation, denn ungeachtet dessen, dass ich niemals, zu keinem Zeitpunkt eine feindliche Grundeinstellung habe, wobei das ist jetzt nicht 100prozentig richtig.

Als ich angefangen habe mit den ganzen Themen und mich dort in der Ohnmacht bewegt habe und in der Unwissenheit auch sehr viele Fehler machte und dann sehr viele Restrektionen vom System erfahren musste, war sehr häufig auch eine feindliche Grundeinstellung da. Aber im dem Maße, wie ich gelernt habe, wie dieses System arbeitet und im dem Maße, wie ich gelernt habe, wie das System funktioniert und ich dann feststellen mußte, dass, wenn die Gegenseite in Ehre und Wahrheit und ehrenhaft agiert, merkte ich plötzlich, dass das ganze System durchaus sinnvoll struktuiert ist und in diesem neuen Status ist es für mich jetzt auch möglich Dinge zu bewirken.

Aus diesem Gefühl heraus was ich entwickelt habe in den letzten 2 bis 3 Jahren, wie das System tatsächlich arbeitet und wie es tatsächlich aufgebaut ist, muss ich heute einfach sagen, dass das System an sich, so wie es aufgebaut ist, gut ist für die Menschen.

Was sind ihre Beweggründe die Menschen in der Welt über Deutschland aufzuklären?:

Wenn ich mir genau überlege, am Anfang habe ich mir sehr viel Ärger eingehandelt, weil ich falsch handelte, weil ich viele Dinge nicht begriffen habe, weil mir das Wissen gefehlt hat und über all diese Jahre hinweg, wo ich das jetzt praktiziere, selbst praktiziere, muss ich feststellen, dass viele in meinem Umfeld dieses Wissen nicht haben und sich sehr, sehr viel Ärger damit auch einhandeln.

Meine Berufung oder mein Idealismus resultiert eigentlich daraus, dass ich anderen die Chance geben möchte, diesem System weniger feindlich, sondern einfach rational und nüchtern zu begegnen.

Das Ganze ist ein Geschäft und nichts weiter als ein Geschäft, und ich möchte eigentlich beitragen, dass es mehr Menschen gibt, die konstruktiv und mit Verstand, mit nüchternem Verstand, sich an diesem System beteiligen, aber dazu ist Wissen erforderlich.

Und dieses Wissen wird leider nicht über die öffentlichen Medien, schon gar nicht von Schulen verbreitet, sondern was dort rüberkommt, ist ausschließlich nur Propaganda.

Sind sie das, was man zwischenzeitlich in Deutschland allgemein als Reichsbürger bezeichnen würde?: Heute wird ja jeder Kritiker pauschal als sogenannter Reichsbürger beschimpft. Man sieht auf den Tonaufnahmen jetzt nicht mein Schmunzeln. Diesen Begriff Reichsbürger bekomme ich sehr häufig gesagt und erzählt. Das ist, ich würde einfach mal sagen, ein, man sagt dazu in der Juristik auch – wo einfach Leute etwas sagen, um sich zu schützen, eine Schutzbehauptung. Was ist eigentlich ein Reichsbürger, ich habe mir schon viele Gedanken gemacht, zumal ich das öfters höre.

Also jemand, der sauber arbeitet, der Kritik übt, der versucht konstruktiv mitzuarbeiten und nicht alles hinzunehmen, ist also nach der monentanen Formel unserer sogenannten Bundesregierung ein Reichsbürger.

Das ist jetzt auch nicht gerade lokal begrenzt, in anderen Ländern nennt man sie anderes, hier nennt man sie halt Reichsbürger. Ich finde das äußerst bedenklich mit einer solchen pauschalen Vorvorurteilung Menschen die einfach nur ihr Recht in Anspruch nehmen wollen, die kritische Fragen stellen, einfach dort hineinzuwerfen, die nicht mal etwas Böse im Schilde führen. Sicherlich, es gibt immer „Solche und Solche“.

Es gibt immer Leute, die sehr emotional an die Dinge herangehen und damit sehr große Probleme verursachen, nicht nur bei sich selber, sondern auch bei anderen. Aber es gibt auch sehr viele, die sehr konstruktiv und klare Fragen stellen und auch ein Recht auf eine Antwort haben.

Und diese dann mit propagandistischen Mitteln, wie diese Reichsbürgeraktion unseres Thomas De Maizière zu denunzieren, dass finde ich sehr unter der Gürtellinie und ist eigentlich dem immer behaupteten, rechtsstaatlichen, demokratischen, freiheitlichen Grundgedanken, was die Bundeskanzlerin von sich gibt, definitiv nicht gerecht.

Gerade wir hier in Zentraleuropa müßten doch wissen, wie so etwas abläuft, wenn jetzt gerade solche Verunglimpfungen stattfinden, wie gerade diese mediale Verunglimpfung von Reichsbürgern, dann sollten wir doch in der Geschichte einfach zurück schauen. Es war schon mal so, schon einmal wurden Menschen verunglimpft, man hat sie am Ende eingesperrt, man hat ihnen schlimmstes angetan und völlig ungeachtet von irgendwelchen Hautfarben, von religiösen Interessen oder was auch immer, es spielt keine Rolle, es gibt keinen Grund mit Pauschalurteilen Menschen zu verumglimpfen, um sie dann in eine Schublade zu schieben, aus der sie nicht mehr heraus kommen und handlungsunfähig werden.

Natürlich ist es völlig klar, dass gewissen Handlungsweisen dieser Bundesregierung absolut nicht nachvollziehbar sind, besonders nicht auf Grund dessen, was in den Medien veröffentlicht wird. Aber dass Menschen krititsch sich äußern und dafür bestraft, bishin ausgegrenzt werden und sogar schlimmeres.

Mir wurde schon schlimmeres angedroht, wenn ich über Skandale offen spreche. Dass zeugt nicht von einer rechtsstaatlichen Struktur und hat nichts zu suchen in einem System, in dem von freiheitlicher, demokratischer Rechtsstaatlichkeit gesprochen wird. Ich werde sehr häufig gefragt, ja diese vielen Leute, die jetzt zu uns kommen, aus den vielen andern Ländern. Es ist ein großes komplexes Thema, allein dieses Thema Flüchtlinge. Man muß einfach sehen, es gibt selbstverständlich Länder, in denen es furchtbar zugeht, wo Menschen keine andere Möglichkeit mehr sehen als zu fliehen. Niemand fragt: warum es in diesen Ländern so aussieht, niemand fragt, was die Ursachen sind, aber man schickt diese Leute aus ihrer Heimat fort.

Sie werden aus ihrer Heimat gerissen, sie müssen ihre Heimat verlassen. Sind auf der Flucht, werden hier aufgenommen, werden hier mit Mißtrauen aufgenommen und die Menschen, die hier leben werden überschwemmt mit fremden Gedanken in ihrer eigenen Kultur. Und effektiv genau betrachtet, wenn man die Hintergründe kennt, hat alles, was hier geschieht einen rein wirtschaftlichen Hintergrund. Es geht nur um wirtschaftliche Hintergründe, es hat nichts mit Menschlichkeit zu tun, Humanität, dass ist etwas was mich an diesem ganzen System sehr sehr stark stört, es ist die Verlogenheit in diesem System.

Es geht um wirtschaftliche Gründe, ausschließlich und hat nichts mit irgendwelchen humanitären Gründen zu tun. Inzwischen stelle ich fest, auch viele Deutsche suchen sich eine neue Heimat und wandern aus.

Ist Deutschland eine GmbH? Ist Deutschland tatsächlich eine Firma?

Wenn man sich mit den Menschen draußen unterhält, hört man sehr oft das Wort GmbH im Zusammenhang der BRD. Begründet wird das damit, dass die Ministerien, sogar der Bundestag usw. eine Steuernummer besitzen, dass man statt über Gebühren von Umsätzen spricht, auch die Justiz spricht davon und der Gerichtsvollzieher erst recht.

Deshalb ja, Deutschland ist eine Firma. Das ist in der Tat firmenähnlich, weil Firmen haben eine Steuernummer. Wobei, wir müssen hier mit der Begriffsdefinition aufpassen, denn Deutschland ist in der Form nirgends registriert. Es gibt heute ein Germany, früher gab es mal eine Bundesrepublik Deutschland, bis 1995, 2005 wurde dann Germany daraus. Germany ist eine Firma, an dieser Stelle ist vielleicht wirklich eine Hauptkritik anzubringen an dem gesamten System, dass ist die fehlende Transparenz. Durch die fehlende Transparenz entstehen viele Missverständnisse und viel unsinniges Zeug, was auch im Netz herumgeht, was einfach so nicht stimmt.

Die Bundesrepublik oder Germany ist keine GmbH, dass ist völlig unmöglich, weil dann müsste sie ja bei sich selbst gemeldet sein. Also geht das nicht. Aber Germany ist ein Verwaltungskonstrukt, dass unternehmerisch aufgebaut ist. Das ist wohl, glaube ich, die präzisere Formulierung. Die Bundesrepublik ist also, ich nenne sie jetzt einfach mal so, sie ist eine Verwaltungskonstruktion, die unternehmerisch agiert, Umsatz- und Gewinn orientiert ist und damit ist sie automatisch eine Firma. Was man jetzt genau einen Staat nennen könnte, ist dies eine Definitionssache.

Man könnte es evtl. so formulieren, dass ein Unternehmen immer umsatz- und gewinnorientiert ist und ein Staat eher sozial ausgerichtet ist, auf seine Bevölkerung. Die tatsächliche rechtliche Situation ist so, dass die Bundesrepublik nur einfach eine Art Scheinunternehmen ist, d.h. die Bundesrepublik hat sich ein Gebiet vertragsrechtlich erarbeitet, dass da noch andere Parteien dahinterstecken, darauf kommen wir später noch.

Und für dieses Gebiet haben sie eine Lizenz und deshalb nenne ich diese Gebiete auch gerne Kartellgebiete. Das sind einfach nur Kartellgebiete und die nennen sich halt Staat, weil sie die Lizenz dafür haben, sich Staat zu nennen. Sie nennen sich sogar Rechtsstaat, dass ist richtig. Die Bundesrepublik ist ein Rechtsstaat.

Das ist eine Firma, die sich Staat nennt, die Rechte hat. Diese Rechte sind vertraglich gesichert durch die United Nations. Das ist auch völlig richtig und wer kennt den Begriff hoheitliche Rechte nicht, weil hoheitliche Rechte entstehen aus Verträgen. Vertragshoheit, wer hat denn die Vertragshoheit im Kartellgebiet Bundesrepublik? Dass ist doch die Bundesrepublik. Also hat sie hoheitliche Rechte, auch dass ist völlig richtig. Sie hat sie erworben und zwar von der United Nations. Und die United Nations garantiert für die Sicherheit dieses Kartellgebietes und deshalb gibt es die Blauhelme. Und die Blauhelme sichern die Grenzen von Kartellgebieten von den Vertragspartnern. Auch dass ist alles richtig.

Auch dort geht es nicht um die Menschen, um die Männer, Frauen und Kinder, sondern es geht ganz einfach nur um diese wirtschaftliche Abgrenzung von Gebieten. Und diese Abgrenzung nennt man Grenzen. Und innerhalb dieser Grenzen hat ein einziges Unternehmen, nennen wir es einfach mal so, einen Verwaltungskonstrukt, das Sagen und das ist hier in Zentraleuropa die Bundesrepublik. Und diese Rechte darf Germany oder Bundesrepublik ausüben, weil sie den Vertrag hat.

Und dieser Vertrag ist natürlich auch gebunden an übergeordnete Verträge, wie z.B. die Besatzungsverträge von USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, die damals geschlossen wurden. D.h. das damalige deutsche Reich, besser gesagt das 3. Reich hat sozusagen die vertraglichen Rechte sich durch Putsch erworben. Die Weimarer Republik ebenfalls durch Putsch erworben, aber es wurde anerkannt. Das Problem ist also nicht, dass jemand Rechte hat, sondern dass die Rechte anerkannt werden. Und dass ist ja der Fall, d.h. das 3. Reich war anerkannt, die Weimarer Republik war anerkannt.

Man hat sie alle anerkannt und mit ihnen Verträge geschlossen. Und damit waren sie eine anerkannte Konstruktion und damit hatten sie hoheitliche Rechte. Wir versuchen immer wieder den Menschen in diese fiktiven Systeme hineinzubringen, dass funktioniert nicht so ohne weiteres. Weil diese Menschen sind ja nichts weiter als kollateral, sie werden als kollateral geführt, als beleihfähige Masse, brutal ausgedrückt. Und wir denken immer, ein solches System ist menschenfreundlich, ist menschenorientiert. Das ist nicht richtig.

Es geht rein um die Verwaltung von Kollateral, das weltweit im sogenannten Assets (engl. für Anlagevermögen) aufgeteilt ist, dass sind Anlagevermögen und dieses Anlagevermögen ist beleihfähig. Es ist eine beleihfähige Masse und dass nennt man Kollateral. Und wenn es einen Krieg gibt, dann gibt es Kollateralschaden.

Und, wenn also die Bundesrepublik von den United Nations die Zusage hat für diese Grenzen und diese Grenzen einhalten will, also auch in diesem Kartellgebiet ihre hoheitlichen Rechte ausübt, dann ist das alles blitze-sauberes Vertragsrecht. Und wir Menschen in diesem Land können uns nur entscheiden, ob wir mitmachen oder nicht mitmachen. Dass ist alles.

Das heisst, alles in dieser Welt ist im Vertragsrecht, was sind alles Verträge und wo, mit wem gehe ich diese ein?

Alles, was wir tun, ist immer im Vertragsrecht. Aber ich würde gerne vorher noch etwas abschließend zum Thema: Ist Deutschland tatsächlich eine Firma? Es gibt so viele Leute, die behaupten, ja die sind dort und dort eingetragen, in dem und dem Handelsregister bei Upig? und wo weiter und sofort. Es gibt etwas viel besseres. Ich empehle jedem die Lektüre der Seite http://www.sec.gov.

Das ist die Security Exchange Commission, das ist die Börsenaufsicht in New York. Und jeder der möchte, kann da mal hineinschauen und geht in das Suchsystem, dass nennt sich Edgar und gibt dort mal ein: Federal Republic of … und dann wird er staunen, welche Firmen es alles gibt. Dass z.B. das Unternehmen Federal Republic of Poland in der Wallstreet 14 ihren Sitz hat. Einfach reingehen und schauen und sich überzeugen. Was hat ein Staat, ein sogenannter Staat, der von sich behauptet unabhängig zu sein in einer Börsenaufsichtsliste zu suchen?

Einfach nur mal ein Tipp, es ist alles im Vertragsrecht, und wir gehen ständig Verträge ein, in verschiedensten Art und Weisen. Das fängt an mit dem ganz normalen Vertrag, wo ich unterschreibe, beim Arbeitsvertrag, der Vertrag für Mobilfunk und so weiter und so fort.

Aber bei vielen Verträgen, die wir eingehen, ist uns gar nicht bewusst, dass wir überhaupt Verträge eingehen. Und dass ist eigentlich der Punkt, wo wir viel sensibler werden müssen. Wo wir auch viel genauer hinsehen müssen, wo und mit wem wir Verträge abschließen.

Stillschweigen ist immer Vertragszustimmung, dass vergessen die Menschen. Wenn mir also jemand etwas schickt und ich widerspreche nicht und schicke es nicht zurück, dann habe ich diesen Vertrag angenommen.

Viele denken da nicht daran, sie bekommen etwas zugeschickt, irgendwelche Werbepost von irgendwelchen Unternehmen, die sich zum Teil auch Amtsgericht nennen und dann stimmen sie zu, in dem sie einfach nichts tun.

Dass ist das schlimmste, was ich tun kann.

Aber ein Punkt liegt mir hier wirklich am Herzen und dass ist der wesentlichste Vertrag, den wir überhaupt nur haben, dass sind Gesetze. Alle Gesetze sind Verträge, ich nenne sie immer die AGB’S für die Nutzung von Personen. Weil die Bundesrepublik hat nämlich einen Vertrag mit den UN, dass hatten wir schon angesprochen. Und dieser Vertrag beinhaltet auch, dass die Bundesrepublik befugt ist, Personen herauszugeben. Das bedeutet nichts weiter wie, die Bundesrepublik gibt mir als Mann eine Person und ich kann dann mit dieser Person in der Bundesrepublik agieren.

Und alles was ich tue innerhalb dieser fiktiven Welt der Bundesrepublik ist nichts weiter, wie fahre ich mit einem Auto, auf einer Straße. Bin ich, weil ich mit dem Auto auf einer Straße fahre, deshalb ein Auto? Nein, ich bin es nicht. Ein Thema auf das wir später noch einmal darauf zu sprechen kommen.

Also die AGB’s also die Gesetze der Bundesrepublik regeln alles, was mit Personen zu tun hat. D.h es gibt einmal das Zivilrecht, das bedeutet nichts weiter wie, das sind die Verträge zwischen den Personen untereinander. Was muss ich einhalten gegenüber den anderen Personen, wenn ich meine Person nutze? Und es gibt das sogenannte Strafrecht. Wenn ich diese Person nutze, um der Firma, die sich Staat nennt, also Schaden zuzufügen, sprich ich schreibe sozusagen Rechnungen an Amts- oder Landgerichte und Finanzämter, dann handle ich gegen die Interessen des Staates unter der Nutzung dieser Person.

Und das sind alles Verträge, mehr nicht. Und, wenn ich gegen diese Verträge verstoße, gibt es Vertragsstrafen. Und diese Vertragsstrafen nennen sich z.B. Bußgelder. Dass sind nichts weiter wie Vertragsstrafen. Und diese Gesetze werden auch herausgegeben, das heißt sich sage bewusst herausgegeben, weil sie sind Verträge.

Ein Vertrag wird herausgegeben und deshalb müssen diese Verträge veröffentlicht werden. Und, wenn niemand widerspricht, gelten diese Verträge, also Gesetze als angenommen. Deshalb gibt es den sogenannten Bundesanzeiger.

Alles, was im Bundesanzeiger veröffentlicht wird an Gesetzen und niemand widerspricht, der hat diesen Vertrag angenommen. Und dieser Vertrag gilt für die Nutzung von Personen. Und diese Verträge müssen auch versichert sein, jeder Vertrag muss versichert sein. Es muss ja sichergestellt sein, dass, wenn jemand der einen Vertrag anwendet, dadurch einen Schaden erleidet, dann muss er in irgendeiner Form versichert sein. Und deshalb sind alle Verträge, also alle Gesetze ebenfalls versichert. Dass weiss nur niemand.

Und der, der diesen Vertrag herausgibt, der Versicherer sozusagen, der muss auch die Haftung übernehmen für diese Verträge. Und, wenn er die Haftung für diese Verträge nicht übernimmt, dann sind diese Verträge nicht geltend. Also hat dieses Gesetz keinen Geltungsbereich oder es hat keine Einführung oder es ist nie veröffentlicht worden.

Solche Gesetze gibt es in der Bundesrepublik und zwar zu Hauf. Und man muss sich natürlich fragen, warum es solche Gesetze gibt. Warum man Gesetze keinen Geltungsbereich gibt, oder warum gewisse Leute ihre Papiere nicht mehr unterschreiben.

Es geht alleinigst um die Haftung.

Ausschließlich um die Haftung. Und, wenn ein Gesetz, keinen Geltungsbereich hat, und wenn ein Gesetz nicht veröffentlich wurde, dann haftet der, der das Gesetz anwendet. Es ist sehr einfach. D.h. jemand, der einen Vertrag anwendet, der nicht authorisiert ist, diesen Vertrag anzuwenden, dann muss er dafür die Haftung übernehmen. Das ist völlig logisch.

Und dass ist der Unterschied, was ich auch immer wieder versuche den Menschen klar zu machen. In dem Maße wie wir anfangen die Bundesrepublik auf die Bundesrepublik begrenzt, in dem Maße wie wir anfangen die Bundesrepublik nicht mehr als staatliche absolute Struktur zu sehen, sondern als Verwaltungskonstrukt, dass man auch als Unternehmen bezeichnen könnte in dem Maße begreifen wir, wie dieses System arbeitet.

Und in all diesen Jahren, wo ich jetzt arbeite, habe ich fast keine Willkür erlebt, sondern immer nur die konsequente Anwendung von Vertragsrecht und die konsequente Anwendung von Vorschriften, weil wenn der Mitarbeiter im öffentlichen Dienst, der einen Arbeitsvertrag und Vorschriften hat, diese nicht einhält, dann ist er in seinen Handlungen nicht mehr versichert und verliert seinen Job.

Und deshalb müssen wir immer überlegen, wenn wir also auf eine Behörde gehen und Dinge einfordern, die ausserhalb der Verträge sind, dann wird der Mitarbeiter dort nicht mitmachen können, weil er würde seinen Arbeitsplatz verlieren, weil er nicht mehr versichert ist.

Die Menschen draußen beklagen sich immer über das Wort GEZ, Gebühreneinzugszentrale, d.h. ja heute ARD-ZDF-Deutschland Radio oder über das OWiG, Ordnungswidrigkeitsgesetz. Ist beides in dieser Form gültig oder nicht?

Also das Wörtchen „gültig“, muss ich jetzt gleich erst mal in Frage stellen. Verträge sind geltend, d.h. ich bevorzuge es, wenn über solche Dinge gesprochen wird – prinzipiell das Wort geltend zu verwenden. Weil gültig sind für mich nur Dinge, die zwischen Männern und Frauen gemacht wird, also im Menschenbereich gemacht wird. Und das hat im fiktiven Staats- oder Firmenrecht nichts zu suchen. Das nur so ganz am Rande.

Fangen wir erst einmal mit dem Ordnungswidrigkeitsgesetz an. Das Ordnungswidrigkeitsgesetz gilt ja nur für Schiffe mit einem Hoheitszeichen usw.. Es ist auch nie verkündet worden, also es wurde nie veröffentlicht, und das heißt, dieses Gesetz ist im Prinzip da. Und wie ist es doch so schön heißt, wenn ein Vertrag existiert und der Vertragspartner keine Deckungszusage macht, ist immer die Frage: Wer übernimmt dann die Haftung.

Eine Zwischenfrage: Das Ordnungswidrigkeitsgesetz wird ja immer in Verbindung mit Bußgeldern gebracht. Egal, ob du falsch parkst oder sonstige Dinge tust, ist das nur reine Abzocke?

Ja, richtig. Es gilt ja in der Bundesrepublik die sogenannte Straßenverkehrsordnung. Und, wenn jemand gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt oder gegen irgendwelche Vorschriften, dann bedeutet das ja nur, das ich gegen geltende Verträge verstoße und ich nenne das mittlerweile, diese Bußgelder auch als Risikozuschlag. D.h. die Herausgeber dieses Vertrages Straßenverkehrsordnung sagen, ich verhalte mich vertragswidrig und damit gefährde ich die sogenannte öffentliche Sicherheit und dann sind zusätzliche Gebühren fällig und die nennt mal dann einfach Bußgelder.

Das ist alles, das ist das ganze Spiel. Die Frage ist nur die, der, der den Vertrag anwendet, ohne das jemand den Vertrag versichert hat, geht damit auch in volle Haftung. Und das ist das, was man immer die private Haftung nennt.

D.h. ich habe keine Personen mehr, die ich nutzen kann, sondern ich missbrauche die Person, die mir die Bundesrepublik gegeben hat, damit ich mich in der Konstruktion Bundesrepublik bewegen kann, um mir entweder einen Vorteil zu verschaffen, in dem ich z.B. durch die Stadt mit 100 fahre, was im Prinzip ein Wahnsinn ist. Aber es gibt Leute die fahren tatsächlich mit 100 durch die Stadt. Und die sind auch ein Sicherheitsrisiko, aber dass ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

Diese ganzen OWiG-Geschichten und Bußgelder simulieren immer, dass dadurch mehr Sicherheit entstehen würde, dass ist Unsinn. Wenn die Leute verantwortungslos fahren, dann fahren sie verantwortungslos. Das hat keinen Einfluss. D.h. das Ordnungswidrigkeitsgesetz ist im Prinzip nie veröffentlicht worden. Jeder, der es anwendet, tut es unter seiner eigenen Haftung, unter seiner privaten Haftung. Und da es nicht bemängelt wird, wie heißt es so schön: wo kein Kläger, da kein Richter. (Anmerkung: Siehe in Köln, 400.000 falsche Knöllchen – Reker wollte das Geld behalten. Ganz Deutschland und Ravensburg sind vermint, wir wurden zur Bußgeldrepublik, nur um die Kassen zu füllen, Gier frisst also doch Hirn?)

Die Geschichte mit dem ARD-ZDF Deutschland Radio betrachte ich mal als einen genialen Trick. Der führt aber extrem weit. Prinzipiell ist es so, dass Forderungen nur von rechtsfähigen Personen herausgegeben werden dürfen. D.h. jemand, der eine Forderung schreibt, muß rechtsfähig sein.

Wenn nun jemand eine Forderung herausgibt, ich benutze jetzt diese Terminologie um sie einfach nur zu schulen für die weiteren Interviews, wenn also jemand eine Forderung herausgibt, dann hat er die Haftung dafür bis zum Beweis der Uneinbringlichkeit, so nennt man das Ganze.

D. h. jemand, der eine Forderung herausgibt kann die Forderung nicht einfach löschen, sondern der Geschäftsführer des Unternehmens, das die Forderung herausgegeben hat, wie z.B. Südwestfunk Radio, haftet für diese Forderung, bis er bewiesen hat, das der Forderungsempfänger nicht bezahlen kann.

So, dass kann sehr problematisch werden, weil er muss ja dann versichert werden. D.h. der Vorsitzende von Südwestfunk Radio muss entsprechend versichert sein. D.h. man gibt deshalb sicherheitshalber keine Forderung heraus, sondern man überträgt eine Anspruchsstellung an eine nicht rechtsfähige Organisation. Diese nicht rechtsfähige Organisation nenne ich ARD-ZDF-Deutschland Radio, sie betreibt dann ein Beitreibungsverfahren ohne Rechtsfähigkeit. Was absolut nicht zulässig ist.

Und da sie damit bei manchen nicht durchkommen, die werfen dann die Dinger einfach in den Papierkorb, wo sie eigentlich auch hingehören oder aber sie gehören im Prinzip besser zurück geschickt, weil kein Vertragsinteresse besteht.

Kommt dann irgendwann der Gerichtsvollzieher?

Ja, über den Gerichtsvollzieher konventiere ich, so nennt man das im Kommerziellen, konventiere ich von einer nicht rechtsfähigen Organisation einer Anspruchstellung an einen Gerichtsvollzieher und über den Gerichtsvollzieher wird das dann zu einer sogenannte Haftung. Unter der Haftung des Gerichtsvollziehers unter dessen Versicherung. Weil er haftet dann mit seiner Versicherung für die Eintreibung. Das ist praktisch, äußerst praktisch.

D.h. die gesamte Haftung wird auf die Gerichtsvollzieher verlagert. So, und wenn er das nicht macht, nicht spurt, dann bekommt er Ärger. Jetzt muss man dazu wissen, dass ein Gerichtsvollzieher wesentlich mehr Geld bekommt für eine Vermögensauskunft, wie für die Beitreibung dieses Geldes. Dass sind nur ein paar Euro für eine Beitreibung.

Aber eine Vermögensauskunft bringt richtig Geld, bei einer Vermögensauskunft steckt noch ein bischen mehr dahinter. Also Faktum ist eines: Auch hier gilt wieder Vertragsrecht und die Menschen, die jetzt gegen dieses ARD-ZDF-Deutschland Radio kämpfen, sie kämpfen an der falschen Stelle. Sie kämpfen mit und gegen einen Staatsvertrag und sowieso ganz Deutschland ist eine Firma. Es ist alles Unsinn.

Die Leute müssen nach den Verträgen schauen, sie müssen nach der Rechtmäßigkeit einer Forderung schauen und es gibt den Begriff nach der ungebührlichen Forderung. Eine ungebührliche Forderung ist eine Forderung, die aus Lieferung und Leistung besteht. D. h. wenn keine Lieferung und Leistung erbracht wurde und diese nicht dokumentiert wurde, kann keine Forderung gestellt werden.

So, d.h. was man immer sehr häufig mit diesen Leuten tut, die nennt man dann irgendwann Reichsbürger, weil man ihnen ungebührliche Forderungen stellt. Weil, sie schreiben Forderungen an Amtspersonen, obwohl sie ja keine Leistung erbracht haben. Genau das macht dieses System ja auch, ARD-ZDF Deutschland Radio, mit den ganzen Bußgeldverfahren usw. D.h. es ist etwas auf Gegenseitigkeit, aber auch hier gilt wieder Vertragsrecht.

Und eines möchte ich an dieser Stelle vielleicht anmerken: Vertragsrecht beinhaltet auch Durchsetzung. Wenn ich also einen Vertrag habe und kann diesen Vertrag nicht durchsetzen, dann werde ich diesen Vertrag auch nie nutzen können zu meinem Vorteil. Weil es ist immer eine Frage der Durchsetzungsfähigkeit.

Dann sind wir jetzt wir jetzt schon beim nächsten Punkt, diese ganzen Haftbefehle, Gerichtsurteile, Verfügung, die werden alle nicht mehr unterschrieben. Zumindest, dass was wir bekommen. Wir bekommen ja nur noch sogenannte vollstreckbare Ausfertigung.

Weil, wer weiß schon, dass ein Haftbefehl oder eine Verfügung oder ein Gerichtsurteil, dass das Obligationen sind. Das sind sogenannte Leistungszulagen, es sind Wertpapiere. Und Wertpapiere kann man doch nicht so einfach kopieren.

Jetzt stellen Sie sich mal vor, Sie kaufen sich eine Daimler Benz Aktie kopieren die 10 mal und verkaufen sie dann. Dann bekommen sie doch auch Ärger. Also kann man ein Wertpapier nicht einfach kopieren.

Und diese Haftbefehle, Gerichtsurteile und Verfügungen sind Wertpapiere, sind Obligationen. Und die werden im Original unterschrieben und sofort geltend gemacht. Mit ihnen wird Handel betrieben. Und deshalb gibt es davon keine beglaubigten Kopien, weil ein beglaubigte Kopie hat den gleichen Wert, wie das Original. Und deshalb bekommen wir nur sogenannte vollstreckbare Ausfertigungen, die keine Unterschrift tragen.

D.h. auch hier machen die alles richtig. Was aber nicht richtig läuft, ist die Tatsache, dass wenn ich ein sogenanntes Gerichtsurteil oder einen Haftbefehl oder eine Verfügung die meistens Bußgeld behaftet ist, mit Bargeld mit Liquidität ausgleiche, dann müßte mir normalerweise dieses Papier im Original zurück gegeben werden oder aber das Geld was ich übergebe, müßte sauber verbucht werden.

Und beides erfolgt nicht. Weder wird dieses Geld sauber verbucht, dass nennt man übrigens Steuerbetrug, noch bekomme ich den Haftbefehl oder diese Sachen im Original, weil ich habe ja dann ausgeglichen.

Und dort ist die Krux an der ganzen Geschichte. D.h. im Prinzip muss ich einfach sagen, das System arbeitet nicht sauber in dem was es tut bzw. es schafft keine Transparenz von dem, was wirklich da ist. Und dass ist der Hauptvorwurf, der hier entsteht, ob das gültig ist oder nicht gültig ist, ob irgendetwas geltend ist oder nicht geltend ist, es geht darum, dass wenn ich Verträge herausgebe und wenn ich Verträge in die Welt setze, dann habe ich die auf Gegenseitigkeit auch einzuhalten.

Und wenn der Vertragspartner nicht vollumfänglich über alle Vertragsgegenstände informiert wird, dann nennt man das Täuschung im Rechtsverkehr. Das ist erschleichen von Vertragsrecht.

Meistens liest man auf den Urteilen, welche man zugestellt bekommt, mit einem Stempel versehen, beglaubigt von XY.

Richtig, es ist beglaubigt, dass es ein Original gibt, aber mehr auch nicht.

Sie benutzen immer die Begriffe, privat und öffentlich. Was bedeutet denn privat und öffentlich in ihrer Terminologie?

Also die Terminologie ist nicht von mir, sie ist international üblich. Das nur mal prinzipiell. Öffentlich/privat: Ich fange einmal mit „privat“ an, das ist wesentlich einfacher.

Privat ist alles was zwischen Männer, Frauen auf der menschlichen Ebene geregelt wird. D.h. alles, was Menschen machen ist privat, dass hat nichts mit Staat oder irgendetwas zu tun. Man sagt sogar Männer und Frauen oder Männer und Weiber, auch die Kirche verwendet diese Begriffe. D.h., dass alles was außerhalb des öffentlichen Protokolls geregelt wird, ist privat.

D.h. es ist unter privater Haftung, es kann nicht versichert werden. Und jemand der unter privaten Bedingungen agiert, wie z.B. privat activities, der kann durchaus mal mehr verlieren, als nur seinen Kontostand, da geht dabei auch das eine oder andere Mal ein Leben hinüber. Weil es ist unbegrenzte Haftung.

Interessant an dieser Stelle ist vielleicht die Anmerkung, dass es Verträge gibt, die geheim sind, also privat. Man sagt in der Regel auch, was privat ist, hat in der Öffentlichkeit nichts zu suchen. Es ist privat und streng vertraulich. Da kommt dieser Begriff her, d.h. alles wo das Wort geheim auftaucht, geheim ist immer privat, Geheimdienst, geheime Verträge.

Was haben in einem Rechtsstaat geheime Verträge zu suchen? Das ist doch dann privat, d.h., wenn Verträge ausgehandelt werden zwischen den Unternehmen Großbritannien, Frankreich, USA und der Bundesrepublik und es sind Geheimverträge, dann sind das doch Privatverträge von den sogenannten Gesellschafter, der Geschäftsführer dieser Unternehmen. Und nichts anderes.

Das ist spannend, wenn man es mal unter diesem Aspekt betrachtet. Und deshalb gibt es eben Dinge, die sind für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Aber, was ist jetzt die Öffentlichkeit? Die Öffentlichkeit sind die Personen.

Das Personenrecht. Alles, was im Öffentlichen stattfindet in diesen fiktiven Welten sind öffentliche Vorgänge und da gilt das sogenannte öffentliche Recht. Und das öffentliche Recht, ist das Recht, dass die erworben haben, die die Verträge dafür haben, die Lizenzen dafür erworben haben. Und die haben diese Rechte.

D.h. ich nenne es Fiktion und d.h. in der Fiktion sind also Personen aktiv, es ist das öffentliche Recht. D.h. das Recht für die Nutzung dieser Personen aktiv. Im Gegensatz dazu sind die lebenden Wesen.

Und ich möchte an diese Stelle mal einen kleinen Tipp abgeben. Beschäftigen sich sich einmal mit Kaiser Justinian. Kaiser Justinian hat nämlich festgestellt, ein Mann und ein Weib, ein lebender Mann und ein lebendes Weib dürfen die Rechte nicht eingeschränkt werden. Weil diese Rechte sind uns von Gott gegeben. Gott alleine hat das Recht unsere Rechte einzuschränken und sonst niemand.

Wie wollen sie eine soziale Struktur aufbauen mit Männern und Weibern? Das funktioniert nicht. Weil, sie dürfen ja die Rechte nicht einschränken. Also wurde eine fiktive Welt geschaffen. Und diese fiktive Welt besteht aus Personen. Diese Personen werden uns zugeordnet und über diese Personen ist es dann möglich, Recht durchzusetzen. D.h. jeder Mann und jedes Weib bekommt eine Person gestellt von dem Lizenznehmer, in dem Falle der Bundesrepublik. Und mit dieser Person agiert er im diesem fiktiven System das sich Bundesrepublik nennt.

Und wenn dieser Mann und dieses Weib die Person mißbrauchen, um sich zu bereichern, z.B., dann hat diese Verwaltungsstruktur das Recht, die Rechte von Personen einzuschränken. D.h. sie können die Rechtsfähigkeit, die Geschäftsfähigkeit bishin sogar über die absolute Verfügungsberechtigung einzuschränken.

D.h. diese Firma, die sich Staat nennt hat zwar alle Rechte über Personen, aber hat keine Rechte gegenüber Männern und Weibern. Und das ist das Kernproblem gewesen, was Kaiser Justinian hatte vor ca. 2000 Jahren, was dazu geführt hat, dass die „Persona“ überhaupt entwickelt wurde. D.h. dieses fiktive Element, über das es möglich ist, Menschen, die nicht diszipliniert sind, zu disziplinieren.

Nur was heute daraus geworden ist, ist ein Sklaven-System, in dem man Menschen, die es wagen, die Verwaltungsstruktur zu kritisieren, einem kommerziellen Druck aussetzt sind, den ich zwischenzeitlich als kommerzielle Inquisition bezeichnen würde. D.h. die Rechte von Männern und Weibern werden systematisch eingeschränkt, solange der Mann und das Weib, das die Person nutzt, einknickt und einlenkt und wieder bereit ist, freiwillig den Strukturen der Vorgaben zu folgen. Also den Verträgen zu folgen. Jetzt könnte natürlich der geneigte Leser sagen, was erzählt der da, der baut sich eine eigene Welt auf.

Ich empfehle jedem, der diesen Text liest, sich einmal das Einführungsgesetz des Bürgerlichen Gesetzbuches anzuschauen. Und zwar den §10 und den § 7.

Eine Person unterliegt dem Recht des Staates, dem die Person angehört,

das steht da drin. Und einfach mal diese Dinge lesen und das ist der Unterschied zwischen der Bundesrepublik und vielen anderen Firmen, die sich Staat nennen. Hier in Deutschland wird sehr gründlich gearbeitet, da wird alles festgehalten. Das ist auch der Grund, warum schätzungsweise 80-85 % aller Gesetze auf diesem Planeten in Deutschland geltend sind. Weil wir so gründlich sind, weil wir das alles so sauber machen.

Und wenn man anfängt, die Gesetze als das zu lesen, was sie wirklich sind, nämlich die AGB’s für die Nutzung von Personen, dann wird klarer, dass alles was hier stattfindet sauber ist und präzise durchgeführt wird.

Sind wir also keine Personen? Solange wir uns als Person, gleich als Sache deklarieren lassen, gelten wir dann für die Politik als geistig minderbemittelt? Ein Job-Center verbietet einer Harz IV Person die Arbeitssuche. Und weil sie das vehement ablehnt, wird diese Person nach Aktenlage vom Amt als geistig behindert eingestuft. D.h., dann darf sie sich keine eigene Arbeit mehr suchen. Zusatzfrage, wie bewerten sie die Bargeldabschaffung.

Das sind sehr komplexe Themen. Ich empfehle bezüglich dieser ersten Frage die Lektüre des §7 EBGB, Einführungsbuch Bürgerliches Gesetzbuch. Darin steht:

Die Rechtsfähigkeit und die Geschäftsfähigkeit unterliegen einer Person, sie unterliegen dem Recht des Staates, dem die Person angehört.

Soviel zum Thema über unsere Staatsangehörigkeit. D.h. die Rechtsfähigkeit unterliegt dem Recht des Staates. Das Recht des Staates ist es, diese Privilegien aufrecht zu erhalten oder zu entziehen, dass ist ein Betreuungsverfahren. Das bedeutet also, der Staat hat zu jedem Zeitpunkt das Recht einem Mann oder einem Weib die Verfügungsberechtigung über eine Person zu entziehen.

Und alleine daran sollten wir schon erkennen, dass wir keine Personen sind. Weil, wie kann es jemand wagen, meine Rechte als Mann einzuschränken. Das ist überhaupt nicht möglich, dass sind Gott gegebene Rechte.

Zwischenfrage: Spiegelt sich das auch wieder, wenn Menschen im Krankenhaus liegen, und die Angehörigen nichts zu bestimmen haben?

Ja, genau. Da geht es noch um etwas anderes. Die Bundesrepublik hat durch die Tatsache, dass sie diesen Lizenzvertrag hat mit der UN, die Pflicht die Körper der Treugebenen, so sag ich dazu. Das sind die Männer und Weiber, die ihre Werte zur Verwaltung übergeben haben, d.h. alle Werte gehören uns.

Und die Bundesrepublik hat die Pflicht strukturell alles zu tun, dass die Körper am Leben erhalten werden. D.h. die Körper müssen am Leben erhalten werden. Und deshalb wurden ja auch diese ganzen Menschenrechtskonventionen geschrieben. Die haben nichts weiter, wie die Aufgabe Körper zu schützen, damit das Lizenzgeschäft weiter läuft.

Man muß es ganz brutal so betrachten, wie es ist. Egal wo ich hinsehe, egal was ich mache, es geht immer gegen die Person. Was allerdings geschieht und dass geschieht durch unwissende Mitarbeiter im sogenannten öffentlichen Dienst. Der öffentliche Dienst ist der Dienst in einer Fiktion, auch hier wieder.

Die Mitarbeiter sind nicht informiert, sie wissen nich was sie tun. Es schützt sie zwar nicht vor Strafe, die irgendwann erfolgen wird, aber sie wissen es nicht. Man könnte es fast schon als Gehirnwäsche bezeichnen, was ihnen eingebleut worden ist, sie sind eine Person. Und wenn ich Fernseh schaue und sehe dann innerhalb einer halben Stunde, in irgend einen Krimi, wird der Begriff „Person“ mindestens 30 mal genannt. D.h. es ist eine richtige Gehirnwäsche, der wir ausgesetzt sind. Eine regelrechte, psychologische Kriegsführung gegenüber einem gesamten Volk!

Und ich frage jetzt hier einfach mal provokativ: Wer ein Auto fährt ist doch kein Auto. Ich werde doch nicht zum Auto, weil ich ein Auto fahre.

Und das ist die Person. Ich werde doch nicht zur Person, nur weil ich eine Person nutze. Und, wenn ich mir das ganze auch hier wieder vertragsrechtlich anschaue, mit der Person, die die Bundesrepublik herausgibt kann ich mich in dem System der Bundesrepublik bewegen.

Wenn ich aber dieses Kartellgebiet verlasse, brauche ich einen Nachweis, eine Versicherung, dass ist mein Reisepass, mein Personalausweis, damit ich ein fremdes Kartellgebiet betreten kann.

Wenn ich das nicht dabei habe, dann darf ich es nicht betreten. Weil ich muss irgendeinen Nachweis haben. Auch hier sehe ich wieder, es sind Verträge. Denn die Person, die die Bundesrepublik heraus gibt, wir müssen uns das klarmachen.

Die Bundesrepublik hat einen Vertrag mit der UN, einen Lizenzvertrag. Und muss diesem Lizenzvertrag nachkommen. Um diesem Lizenzvertrag nachzukommen, bitte immer daran zu denken, es geht um Geld. Es geht um Liquidität, es geht um Werte. Und um das abrechnen zu können, ist ein Konto erforderlich. Ein Personenkonto. Und dieses Personenkonto ist der Mann, der dieses Konto bekommen hat, das lassen wir jetzt einfach auf den Mann begrenzt. Der ist der Verfügungsberechtigte über dieses Konto.

Aber der Eigentümer dieses Kontos, dass ist die Bundesrepublik oder die Bank. Deshalb ist die Bank Eigentümer des Kontos. Der Eigentümer deines Geldes? Nein, der Eigentümer des Kontos, nur des Kontos. Und die Bank hat, aufgrund der Tatsache, wo wir jetzt bei der Bank sind, aufgrund der Tatsache, dass die Bank Eigentümer ist, hat sie die sogenannte ausgleichende Verbindlichkeit. D. h. die Bank ist verpflichtet, die internationalen Vorschriften für Bilanzierungen einzuhalten.

Die lauten GAAP oder in Europa IASEFRS. Und das heißt, dieses Konto muß immer auf 0 gehalten werden. Es gibt jeden Tag um 18:00 Uhr einen Abgleich. Dann muss dieses Konto auf 0 sein. D.h. Aktiva und Passiva müssen 0 sein. Das ist die Verantwortung der Bank. Aber die Bank macht das unter meiner Haftung, weil ich bin ja der Verfügungsberechtigte.

Und um die Verfügungsberechtigung zu erlangen, muß ich einen Vertrag unterschreiben. Wir sind schon wieder im Vertragsrecht. Und in dem Vertrag steht eine unbegrenzte Haftungszusage. Ein Thema, mit dem wir uns noch beschäftigen werden, bei den weiteren Interviews im Bereich Zwangsversteigerung und Insolvenzrecht. Auch das spielt dort rein.

D.h. wird sind in einem Netzwerk von Verträgen gefangen, ohne es zu wissen. Und ohne zu wissen, wie die tatsächliche Haftung von uns aussieht. D.h., alles was in der Bundesrepublik gemacht wird, ist alles im Vertragsrecht unter unserer Haftung.

D.h. wir haben immer die Haftung dafür und die ganze Haftungen, die entstehen werden über ein Konto abgerechnet, das die Person darstellt.

Es gibt die verschiedensten Konten, es gibt die ständig laufenden Konten wie die Steuer-ID Nummer, es gibt die Sozialversicherungs-Nummer. Das ist wahrscheinlich die Nummer die die meistens Leute interessiert, die sich intensiver mit kommerziellen Dingen beschäftigen. Das zeigt dann auch auf unser sogenanntes Freistellungskonto, auch das ist ein Thema für ein ganzes Interview, alleine dieses sogenannte Freistellungs-Konto.

Das System an sich ist sehr klug aufgebaut, es ist auch sehr einfach. Nur wir denken falsch. Unser Thema ist immer, dass wir die Dinge nur von einer Seite betrachten, obwohl diese Medaille immer zwei Seiten hat. Und, wenn ich immer nur auf der einen Seite schaue, werde ich immer sagen, die Münze trägt einen Adler, die Zahl sehe ich nicht. Dazu muss ich die andere Seite der Münze betrachten. Und, nur wenn ich beide Seiten der Münze betrachte, dann kann ich sagen ich habe eine Münze mit einem Adler und einer Zahl darauf. Und dann ist das Bild vollständig.

Und dieses vollständige Bild wird uns unterschlagen.

Und das ist die Person!
Eine Person hat nämlich Vorteile und Nachteile.

Es werden also Gebühren für die Verwaltung erhoben?

Richtig, genau. Ich muss jetzt ein bisschen ausholen. Wir müssen ein bischen philosopisch werden. Wenn wir das genau betrachten, sind wir keine Eigentümer, von egal was. Wenn wir das jetzt mal aus der Ebene betrachten nicht aus der religiösen sondern einfach aus einer übergeordneten Ebene heraus, sind wird nichts weiter als Nießbrauchsnehmer. Das ist ein altes Wort, d.h. ich habe das Recht etwas zu nutzen.

Wir alle schaffen diese Werte zu jedem Zeitpunkt, wir bauen die Kraftwerke, wir bauen das alles auf und wir stellen das einer zentralen Verwaltung zur Verfügung. D.h. wir übertragen die Rechte der Nutzung einer zentralen Verwaltung. Und diese zentrale Verwaltung hat die Pflicht dafür zu sorgen, dass wir mit Wasser, mit Strom, mit Lebensmitteln, mit Autos und mit allem versorgt werden. Und dafür, für diese Arbeit, hat diese Verwaltung Rechte. Und zwar Rechte auf Ausgleich, d.h. sie hat Verwaltungsgebühren.

Und diese Verwaltungsgebühren werden über die Personen erhoben. Das führt uns aber zu der Kernfrage: Wenn also die ganzen Kraftwerke, die gehören ja nicht der Bundesrepublik, sie ist ja weder Besitzer noch der Eigentümer, sie ist ja höchstenfalls Nutznießer von all diesen Strukturen und wir haben sie mit unserer Arbeitskraft aufgebaut. Es wird uns immer erzählt die ENBW oder wie sie alle heißen, die haben ja Eigentümer, weil sie Geschäftsanteile haben. Das können wir im Bereich Insolvenzrecht mal besprechen.

Es ist eben nicht so, wenn ich Anteile an einer Firma erwerbe oder einer Aktiengesellschaft, dann erwerbe ich ja nur Anteile an den Gewinnen. Und das sieht man auch im Insolvenzrecht oder auch im Strafgesetzbuch, dass ich ja nur Verwalter von etwas bin. Um es jetzt kurz zu fassen, die Bundesrepublik nutzt es mit ihren Subunternehmen und mit all dem was hier steht, die Nutzung wird uns in Rechnung gestellt. Und wir bezahlen dafür, dass mit unseren Werten etwas produziert wird.

Das ist schizophren, es geht nicht darum, dass wir nichts bezahlen sollen und dass wir für nichts aufkommen müssen, sondern es geht darum, dass die Verpflichtung, einen Ausgleich zu erbringen, immer gegenüber der Gemeinschaft erfolgt. Das hat mit der Bundesrepublik überhaupt nichts zu tun.

D.h. dieser sogenannte Staat, der das alles betreibt hat selbstverständlich ein Recht darauf für seinen Aufwand entlohnt zu werden. Und für die Betreiber dieser Verwaltungskonstruktion, die sich Staat nennt, haben auch ein Recht darauf entlohnt zu werden, weil immerhin stellen sie sogenannte Liquidität zur Verfügung. Aber, dass eine Kilowatt-Stunde Strom 2,9 Cent in der Herstellung kostet und uns dann 29 Cent berechnet werden, da entsteht die Frage, warum das so ist. Und diese Frage ist berechtigt.

Gehört eigentlich der Grund und Boden auf dieser Welt nicht dem Volk? Warum bezahle ich dann den Boden und keine Miete an den Staat oder an die Kommune?

Das ist eine sehr gute Frage. Die Frage ist, wer kauft den Grund und Boden. Wir müssen uns mal anschauen, wer das macht.

Wenn wir uns mal den Besitzer anschauen, dann steht da drin, der Kaufmann handelt immer unter seinem Namen. Ja, wem gehört der Name? Der Name einer Person unterliegt dem Recht des Staates, dem die Person angehört.

Also wem gehört jetzt der Name. D.h. das Verrückte ist einfach das, dass wir hier Rechtsgeschäfte abwickeln in der Fiktion. Und diese Fiktion kann überhaupt nicht über Eigentum verfügen, das geht nicht, das ist völlig unmöglich.

D.h. ich würde jetzt einfach mal sagen, das ist ein Nießbrauchshandel, d.h. wir handeln den Nießbrauch. Niemand kann Eigentum erwerben, ich nenne das immer, dass ist simuliertes Eigentum, das geht gar nicht. Wenn man jetzt ganz weit zurückgeht. Die alten Indianer wußten, dass man für Grund und Boden kein Eigentümer sein kann. Das gehört alles der Schöpfung, es ist Allgemeingut, es gehört allen. Und dass kann ich nicht erwerben, aber ich kann das Recht erwerben, auf diesem Grund und Boden zu leben. Also den Nießbrauch zu erwerben.

Diese Nießbrauchsgeschichten wurden in der Bundesrepublik so etwas von eingeschränkt und ausgegliedert in den ganzen Gesetzen, deshalb gibt es ja auch so wenig Nießbrauch in Deutschland. Man spricht immer von Eigentum und meint eigentlich Nießbrauch.

D.h. wenn ich es einmal jetzt so betrachte, es fairer Weise betrachte, ich erwerbe ein Grundstück, weil ich möchte auf dem Grundstück leben und ein Haus bauen.

D.h. ich erwerbe mir das Recht des Nießbrauchs. Und für das Recht des Nießbrauchs muss ich der Gemeinschaft ein Ausgleich geben. So könnte man es betrachten und dann passt es für mich auch wieder.

D.h. dieses Geld, was dann fließt muß eigentlich in den Topf der Gemeinschaft und das bedeutet einer sozialen Gemeinschaft. Und dann macht es Sinn, dass hat nichts in dem Topf von irgendwelchen Superreichen oder Gemeinden zu tun, die sich dadurch noch mehr Liquidität beschaffen wollen, sondern es ist Gemeineigentum.

D.h., wenn wir diesen Gedanken Eigentum mal wirklich gründlich überdenken, so ist es völlig klar, Eigentum gibt es nicht. Und schon gar nicht in der fiktiven Welt der Personen. Wenn also die Bundesrepublik von Grund- und Bodeneigentum spricht, dann ist das nur eine Simulation von Eigentum und mehr nicht.

Dann wäre es doch wesentlich vernünftiger und sinnvoller, wenn man nicht einen Einmalbetrag für Grund und Boden bezahlt, sondern eine kleine Miete ein Leben lang in das Gemeinwohl.

Genau, richtig. Aber die Frage ist prinziell, warum muss ich für etwas bezahlen muss, wo ich eigentlich der Besitzer bin. Dass ist die große Frage. Ich bin der Besitzer. Das Problem an dem ganzen Spiel ist, bei dem aktuellen Bildungsstand den wir haben, würde das System kollabieren, wenn es präzise genau so arbeiten würde, wie es eigentlich gedacht ist.

Alle, die ganze Welt, gehört allen Männern und Weibern und Kindern.

Und jeder hat das Recht, dass was er schafft selber zu nutzen oder es der Gemeinschaft zur Verfügung zu stellen, wie z.B. ein Kraftwerk, eine Straße, ein Haus. Und der, der ein Haus baut, braucht etwas zum Essen. Also ein anderer, der Lebensmittel produziert, der stellt die Lebensmittel zur Verfügung. D.h. es ist alles ein kommunales System, wo Menschen zusammenarbeiten, jeder bringt seine Talente und sein Können ein und das wird dann alles von einer zentralen Struktur verwaltet und die nennt sich Staat.

Das klingt alles wunderbar, nur wenn der Staat umsatz- und gewinnorientiert arbeitet, zu Gunsten einiger weniger, dann haben wir die Konstruktion, die wir heute haben, wo Menschen ausgeplündert, enteignet werden.

Und manche nicht einmal genug zu Essen haben und andere mit einem Mausklick 1 Mio. verdienen um sich damit ein schönes Leben machen können.

Da wir alle nur als eine Sache behandelt werden, haben wir keine wirklichen Rechte. Ist das nur in Deutschland so?

Warum wird keine Transparenz geschaffen? Also es ist nicht nur in Deutschland so, wir neigen gerne zum egozentrischen, Deutschland als Mittelpunkt der Welt zu betrachten. Dem ist nicht so, Deutschland in nur eines von vielen Systemen weltweit.

Es ist in Frankreich, Spanien, USA überall das gleiche Thema, das einzige ist nur, hier in Deutschland war man besonders gründlich bei der Strukturierung und bei der Regelung durch Gesetze. Das ist der Hauptunterschied.

Wir müssen es einfach so sehen, ich habe einmal einen sehr netten Satz gelesen, der lautete so in etwa:

„nicht die Politik regiert die Welt, sondern Liquidität und Geld“.

Wir hatten ja schon vorher das Thema mit der Bargeldabschaffung usw. das hatte ich vergessen noch zu beantworten. Und genauer betrachtet ist es so, Liquidität regiert die Welt und sonst nichts.

D.h. der, der die Liquidität kontrolliert, kontrolliert alles. Wir müssen uns darüber im Klaren sein, was Liquidität überhaupt eigentlich ist. Es gibt da das berühmte Märchen, dass die Banken Liquidität aus nichts schaffen, also Geld aus dem Nichts. Wir müssen jetzt auch einmal klären, was ist was. Was ist Geld, was ist Bargeld, was ist Liquidität.

Es gab einmal eine Zeit, da gab es noch die D-Mark. Die D-Mark war eine sogenannt Schuldverschreibung. d.h. die Bundesbank hat unter ihrer Haftung diese Schuldverschreibungen heraus gegeben und wir Männer und Frauen in Deutschland per Unterschrift die Haftung dafür übernommen. D.h. dass war der berühmte Kreditantrag, man nannte das früher auch bestellen von Liquidität oder bestellen von Bargeld.

Dann hat die Bundesbank mit diesem Auftrag von unserer Seite das Geld gedruckt und herausgegeben. Das diese Menge nartülich begrenzt werden musste ist klar, aber das sind sehr komplexe Mechanismen, auf die ich jetzt nicht eingehen möchte.

Faktum ist auf jeden Fall eines, jede Form von Liquidität wird unter unserer Haftung, also von den Männern und Frauen herausgegeben, von den sogenannten Notenbanken, weil diese Notenbanken die Lizenz dafür haben. Und das heißt Liquidität hat immer zwei Seiten, zum einen ist es die Haftung, zum anderen ist es die Möglichkeit.

Was das jetzt genau ist, ob das Bargeld ist oder Liquidität auf einem Konto also sogenanntes Giralgeld oder Buchgeld ist, spielt effektiv keine Rolle. Es gibt nur einen kleinen Unterschied, das man mit dem Bargeld auch nicht transparente Geschäfte machen kann zum einen, zum anderen können die Geldflüsse nicht richtig kontrolliert werden. Und das Hauptprobleme ist, dass im Prinzip diese Schuldverschreibungen ansich einen Wert darstellen. Diesem ansich einen Wert darstellen, wurde ein Riegel vorgeschoben mit der Einführung des Euros. Der Euro sind nur bunte Papierzettelchen. Wer es nicht glaubt, kann sich gerne einmal die Rede von Jens Weidmann anhören, die auf der Seite der Deutschen Bundesbank zu hören ist und zwar vom Sept. 2012 oder 2013. Da hat es das auch klipp und klar gesagt.

Der Euro ist also nichts weiter als bunte Paperzettelchen, die Kinder wissen, dass es auf Baumwollpapier gedruckt ist, mehr ist es nicht. Die tatsächliche Liquidität hat immer zwei Seiten, d.h. das ist die Aktiva und die Passiva in der doppelten Buchführung, Auf der Aktiva-Seite ist der Kaufwert einer Währung und auf der Passiva ist die Haftung dafür. Und die Haftung dafür übernehmen wir alle.

Wenn also Liquidität herausgegeben wird durch die Bundesbank und jemand sammelt diese Liquidität wieder ein und schafft sie zur Seite, dann ist immer ein Mangel an Liquidität da. Und es müssen immer neue Kredite aufgenommen werden. Und immer mehr müssen für diese Kredite die Haftung übernehmen. Und so werden unsere Rechte immer mehr von einer kleinen Gruppe in Anspruch genommen.

D.h. dieses Märchen, von Geldschöpfung aus dem Nichts ist falsch. Das ist wieder eines von den vielen Märchen, die im Netz herum gehen. Faktum ist, dass wir unsere Ansprüche auf alle Werte die es gibt weltweit aufgeben, zu Gunsten von Liquidität, die wieder eingesammelt wird. Das ist ein riesiges Thema, aber über diesen Weg wird alles kontrolliert. Weil, wer die Liquidität kontrolliert, sagen wir es einmal so, wer die Herausgabe der Liquidität kontrolliert, der kontrolliert die Welt.

Weil, der keine Liquidität hat, der kann sich nichts zum Essen kaufen, so ist das System aufgebaut. Er kann sich keine Wohnung leisten und nichts anderes. Und der Zugang zu dieser Liquidität erfolgt ausschließlich über die Person.

Auch hier wieder, behält sich diese Firma, die sich Staat nennt, das Recht vor, diese Person zu kontrollieren und sie zu disziplinieren, so dass diese Person in ihrem Sinne genutzt wird, nämlich im Sinne der Gesetze, die sie herausgegeben hat, der hat auch die Verträge. Und dass ist auf der ganzen Welt so. Wir haben nur hier, in Zentraleuropa, das sich momentan Bundesrepublik nennt, eine Sondersituation.

Weil, es gab mal eine Zeit, dass ist schon über 80 Jahre her, dass ein gewisser Herr der Meinung war, er müßte jetzt Krieg führen. Wie auch immer das zustande gekommen ist, spielt keine Rolle. Also haben sich die Firmen Russland, Großbritannien, Frankreich und wie sie alle hießen entschlossen, jetzt Krieg zu führen um die Kartellgrenzen. Weil dieses 3. Reich wollte seine Kartellgebietsgrenzen erweitern, was natürlich nicht im Sinne der UN war, sie hatten ja ihre Verträge. Und diese Kartellgebietserweiterung führte dann zu einem Krieg, der dann am Ende dazu führte, dass die Firmen USA, Großbritannien und Frankreich das Gebiet des 3. Reiches besetzt haben.

Sie haben also das Kartellgebiet übernommen. Sie haben also ein Firmengelände übernommen, dass hat nichts mit Staatsgebiet zu tun und sonst irgendwas. Es ist ein Firmengelände, d.h. ein Kartellgebiet, wo man Lizenzgebühren erarbeiten kann. Um mehr ging es nicht, es ging immer nur ums Geld.

Da ja nach den ganzen internationalen Verträgen Plünderungen verboten sind, die Lektüre des SHAEF-Gesetz Nr. 52 Nr. 1 d und f. Da steht nämlich, die inhaftierten Personen werden beschlagnahmt. Wir sind doch alle in wohnhaft hier. Die Personen sind in wohnhaft, d.h. sie sind inhaftierte Personen.

Und alles, was an den Personen über die Person abgewickelt wird, ist beschlagnahmt. Es ist also eine Plünderung durch die Hintertür unter Umgehung der HLKO und der Genfer Abkommen. Jeder muß doch zugeben, dass ist sehr geschickt gemacht, das ganze. Und das hat solche Formen angenommen, dass mittlerweile hunderte von Milliarden Dollar in die USA fließen, weil, wer sich mal den Bundeshaushalt anschaut und die Steuereinnahmen anschaut, der stellt da einen gewissen Betrag fest, der nicht unerheblich ist. Der nirgends ausgewiesen wird, wo dieses Geld wohl hinfließt?

Wie ist das mit den feindlichen Übernahmen? Und wie nennt man das noch, wenn Gelder eingefroren werden, um damit Staaten zu erpressen?

Dieses Verfahren nennt man international die „Mareva Injunction“ Die Mareva Injunktion ist das Einfrieren oder das Beschlagnahmen von Konten von Firmen die sich Staat nennen. Auch hier sieht man wieder ganz eindeutig, das hat nichts mit irgendwelchen freien, souveränen Staaten zu tun.

Das sind Unternehmen, die haben Konten und diese Konten werden alle zentral verwaltet. Die Hauptverwaltung ist das Department of the Treasury in den USA, die hat mit den USA aber nichts zu tun, die sitzt in Washington D.C..

Und die Steuereintreiber von diesem Department ist die IRS, Internal Revenue Service. Und die können zu jedem Zeitpunkt auf jedes Konto weltweit zugreifen. Ob das jetzt das Konto von Egon Müller ist oder das Konto der Republik Frankreich oder der Volksrepublik sonst wer, es spielt keine Rolle.

Sie können auf jedes Konto zu jedem Zeitpunkt. Weil es alles nur Unternehmen sind in Unterlizenz. So, d.h. die feindliche Übernahme nenne ich es immer dann, wenn Kartellgebietsgrenzen nicht eingehalten und gewisse Kräfte der Meinung sind, sie müssen ihr Kartellgebiet erweitern oder die Kontrolle darüber erlangen.

Siehe Lybien, siehe Syrien, siehe Iran, siehe Afghanistan, jetzt kommt noch die Türkei, Ungarn und Rumänien hinzu, Griechenland ist schon mitten drin, andere EU Länder werden folgen. Immer das gleiche Spiel. D.h. man erweitert einfach seinen Einflussbereich und dass versucht man natürlich so zu regeln, dass nicht zu viel Aufsehen entsteht.

Auch daran sieht man wieder, dass die Kernverträge von diesen Firmen, die sich Staaten nennen eingehalten werden. Sie werden eingehalten, man versucht zu tricksen. Alle Tricks zu nutzen, um an fremde Kartellgebiete heranzukommen, um z.B. die Kontrolle über Öl, Gas, Wasser zu bekommen. Um die Kontrolle über Staatsgebiete zu bekommen bis hin zum Fördern von Putsch in irgendwelchen Staaten in dem über irgendwelche sogenannte Stiftungen oder irgendwelche Organisationen, über Geheimdienste werden dann Revolutionen angezettelt. Es ist immer das gleiche Spiel, dass nenne ich feindliche Übernahme.

Was bedeutet die Plünderungsklausel nach den Verträgen der Genfer Abkommen?

Also normalerweise ist Plünderung in besetzten Gebieten verboten. D.h. es ist verboten, den Männern und Weibern dort etwas wegzunehmen. Es ist nicht möglich. Als Beispiel: Wenn ich eine Milliarde Dollar hätte und ich würde ihnen die eine Milliarde Dollar zur Verwaltung übertragen. Jetzt würden sie aber zwischendrin insolvent werden. D.h. sie wären privat insolvent, aber meine Milliarde wäre immer noch bei ihnen.

Dann würde ja die Vollstreckung der Insolvenz nicht gegen mein Vermögen laufen, weil sie sind ja nur der Treuhandverwalter dieses Vermögens, ist ja klar. D.h. meine Milliarde ist bei ihnen trotzdem noch sicher, obwohl ein Insolvenzverwalter ihr privates Vermögen verwaltet. Ist klar.

D. h., sie sind Treuhandverwalter meines Vermögens und das unterliegt nicht der Vollstreckung. Und so ist es auch bei den Staaten, d.h., diese Staaten sind ja nur fiktive Konstruktionen, die eine Lizenz erworben haben für die Verwaltung eines Gebietes. Und die Männer und Frauen, die in diesem Land leben und ihre Werte dort haben unterliegen mit ihrem Vermögen nicht dieser Plünderung oder nicht dieser Vollstreckung, geht ja gar nicht.

Es ist ein fremdes Vermögen und deshalb gibt es ja auch die HLKO und das Genfer Abkommen, in dem ganz klar drinsteht, dass Plünderungen nicht zulässig sind. Und d.h., dass Abtransportieren der Werte ist nicht zulässig, sie dürfen es nicht. Natürlich wurde damals im 3. Reich nach dem 2. Weltkrieg dagegen verstoßen, da alles abtransportiert wurde. Aber es wurde auch geschickt gelöst, es wurde einfach in Staatsvermögen über transferiert. Es wurde alles gemacht und der, der das gemacht hat, für wen der wirklich gearbeitet hat, dass steht in den Sternen. Das wird irgendwann auch mal in die Öffentlichkeit kommen.

Welche Konsequenzen hat dies auf uns Menschen in Deutschland?

Die Konsequenz ist sehr einfach, alles ist im Vertragsrecht und dass ist ja auch der Grund, warum ich heute hier einfach mal meine Interview Serie begonnen habe. Die ganze Welt ist im Vertragsrecht, alles ist im Vertragsrecht.

D.h. es gibt weltweit Verträge auf Gegenseitigkeit, die müssen nicht, die können, die sollten eingehalten werden. Wenn jemand die Verträge nicht einhält, dann muß er mit den Konsequenzen leben.

Es ist einfach so, zu mir hat mal jemand gesagt, es gilt die nominative Kraft des Faktischen, d.h. Faustrecht. Der, der sich durchsetzen kann, kann auch seine Verträge durchsetzen. Und wir Männer und Frauen haben leider unsere Kraft aufgegeben, wir haben es aufgegeben, uns für uns selber einzusetzen.

Wir geben unsere Rechte ab, wir delegieren, wir haben einen Steuerberater, wir haben einen Rechtsanwalt, wir haben einen Psychiater, wir setzen unsere eigenen Interessen nicht mehr selber durch.

D.h. wir geben unsere Rechte immer mehr auf. Und in dem Maße, wenn wir anfangen unsere Rechte wieder einzufordern und zwar mit Maß, mit Ziel, mit Verstand, klug, nicht aggressiv. In dem Maße werden wir dafür sorgen, dass man uns unsere Rechte wieder zurück geben muß, die wir angeblich aufgegeben haben. Weil Rechte werden immer nur verliehen. Und wenn wir hier in Deutschland, und da sage ich ganz bewusst in Germany im Herzen aller Gesetzgebungen anfangen, unsere Rechte wieder einzufordern, die wir haben und sie waren keine Schenkungen.

Rechte sind immer nur verliehen, daraus entstanden auch in früheren Zeiten die Lehen. Lehen wurden vergeben. Rechte werden verliehen.

Und ich kann nur Rechte verleihen, die ich selber habe. Ich kann nur Rechte vergeben, die ich selber habe. Und es werden Rechte verliehen mittlerweile an Unterorganisationen wie z.B. der Justiz, die gar nicht existieren.

Die Justiz hat gewisse Rechte nicht und ein Haftbefehl ist ein Recht, was die Justiz nicht hat. Keiner hat das Recht auf den Körper eines Menschen zuzugreifen. Dass ist Geiselnahme. Und das sind die Punkte, worüber man mal diskutieren müsste, worüber wir nachdenken müssen. Wo sind die Grenzen?

Ein Mann, der einen andern Mann tötet wird selbstverständlich mit einem Haftbefehl erst einmal in Gewahrsam genommen, ist völlig klar. Um Schuldfragen zu klären und um zu Verhindern, dass er weiter tötet, das ist überhaupt keine Frage.

Aber warum man Menschen wegen OWiG, wegen Bußgeldern einsperrt, mittlerweile um sie zu zwingen, zu bezahlen, Den Haag nennt das sogar Foltermethoden. Dass sind Themen, die auf den Tisch müssen. Warum wird das gemacht, warum wird ein Mensch wegen 10 EURO OWiG oder GEZ, oder wegen Gerichtsgebühren, oder zur Abgabe einer Versicherung, ins Gefängnis gesperrt für einen Tag und bis zu sechs Monaten. Es ist relativ einfach, um diese Art von Haftung zu decken.

Man nimmt den Körper zur Deckung von Haftungen und dass ist nicht zulässig. Und da müssen wir hier in Deutschland, weil wir sind dafür prädestiniert, uns mal Gedanken machen, wie weit wir eigentlich gekommen sind. Das ist keine Aufforderung einen Kleinkrieg gegen Behörden zu führen, die sich Behörden nennen oder gegen die Mitarbeiter. Auch nicht gegen die Kleinen, sondern lasst doch bitte die kleinen Leute in Ruhe, schlagt euch nicht mit Rechtspflegern rum oder mit irgendwelchen Gerichtsvollziehern. Die können sowieso nichts machen. Das sind nur Erfüllungs- Handlungsgehilfen.

Geht an die Chefs, geht oben an die Chefs und dann müssen wir schauen, dass die Chefs einmal ein bisschen Druck bekommen.

Weil dort ist diese Wahrnehmung da, die wissen genau was unten abläuft. Sie können nämlich ihre Erfüllungsgehilfen beauftragen, die völlig unwissend sind. Machen wir eine Rechtspflege in Deutschland, das bedeutet wir pflegen unsere eigenen Rechte wieder. Wir pflegen unsere eigenen Rechte wieder und nichts anderes.

Ich brauche keine Rechtspfleger, der meine Rechte pflegt. Dass tue ich selber, dafür bin ich alt genug. Und an der Stelle vielleicht noch eine kleine Anmerkung, das hatten wir kurz vorher mal erwähnt.

Man geht letztendlich davon aus, das gilt übrigens weltweit, dass Menschen nicht in der Lage sind, ihre Rechte selber wahrzunehmen. Man stuft uns also als Kinder ein, das kann man zum einen nachlesen in den Rechtsgrundlagen oder in den Rechtsvermutungen der IBA, dass ist die International Bar Association, das weltweite Sprachrohr der Juristen, in der alle Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte organisiert sind.

Wir müssen uns das mal auf der Zunge zergehen lassen Staatsanwälte, Richter und Rechtsanwälte sind alle in einer Organisation. Wo ist hier die Rechtsfindung? Wo ist hier die rechtliche Vertretung, wenn die alle in einer Organisation sind. Aber die sagen klipp und klar in ihren Rechtsvermutungen, dass ein Mann oder ein Weib nicht in der Lage sind ihre Rechte wahrzunehmen.

Das ist eine Vermutung, eine Rechtsvermutung und auf Grund dessen werden wir als der Vernunft nutzend unfähig eingestuft, das ist übrigens auch in der Codex iuris canonici festgelegt. Auch dort werden wir als siebenjährige Kinder eingestuft.

D.h. wir werden für unmündig erklärt, womit die Rechtsanwaltspflicht insbesondere bei Landgerichten begründet wird. Das hat auch einen versicherungstechnischen Hintergrund. Und diese ganzen Dinge sind wichtig, das sie auf den Tisch kommen.

Es war jetzt ein ganzer Haufen Informationen in sehr, sehr kurzer Zeit und ich könnte über fast jeden einzelnen Punkt mehrere Stunden referieren. Aber vielleicht regt es an, zu fragen, einfach zu fragen, zu den verschiedenen Themen und ich freue mich darauf, diese Fragen zu beantworten.

Weil es wird Zeit, das wir hier in Zentraleuropa anfangen unseren Verstand wirklich wieder zu benutzen und unsere Rechte wieder wahrzunehmen.

Es wird Zeit, dass wir beginnen die Logik zu nutzen, die Vernunft zu nutzen.

Und es wird Zeit, dass wir beginnen „wehret den Anfängen“ oder „Trau schau wem“.

Ich kann mich erinnern, in der Schule habe ich gehört, was damals alles vorausgegangen ist, in den Jahren 33-45. Wie Menschen wie Vieh abtransportiert wurden, ihrer Rechte beraubt wurden. Und wenn ich mich heute umsehe, sehe ich in erschreckendem Maße genau diese Dinge wieder, diese Tendenzen.

Eine selbstgefällige Justiz gepaart mit einem Finanzamt und mit der Wirtschaft, dass nicht mehr in der Lage zu sein scheint, die einfachsten Fragen zu beantworten. Kritiker werden pauschal in eine Reichsbürger-Schublade geworfen, was nichts weiter ist wie Propaganda.

Und über diesen Weg wird jeglicher Widerstand versucht zu brechen. Man wird der kommerziellen Inquisition zugeführt, d.h. man pfändet die Konten, man pfändet das Gehalt, man nimmt einem die Lebensgrundlage um einen zu zwingen auf Fragen zu verzichten. Und unser System, dass wir eigentlich haben möchten, dieses behauptete ein freiheitliches rechtstaatliches System zu sein, aber Demokratie lebt von den Fragen der Menschen. Von den kritischen Fragen, um genau diese Zeit, wie wir sie 33-45 hatten, um es nie wieder zu haben? Das ist doch die Lehre, die wir haben sollten und haben wir bis heute etwas daraus gelernt? Ich finde NEIN, und sieht man es auch in der Welt.

Fazit: Nach diesen umfangreichen Ausführungen ist erkennbar, früher war das höchste Gut für den Menschen die Freiheit und heute ist sie abgeschafft worden, „Mit Sicherheit stirbt die Freiheit“. Jetzt hat die Sicherheit, die uns übrigens nur vorgegaukelt wird, damit für die neue Weltordnung der gäsernen Menschen, die Bewegungsprofile und Big Brother im Schlafzimmer geschaffen werden können, die Freiheit des Menschen abgelöst. Die Politiker in Deutschland halten das Volk für Unmündig, Unfähig selbt entscheiden zu können. Jetzt leuchtet uns Journalisten auch ein, belegt durch unsere täglichen Recherchen, warum die Politik gegen den bundesweiten Volksentscheid ist, vor allem die CDU, CSU, sogar die bisherigen Bundespräsidenten, egal aus welchem Lager, stemmten sich bis heute dagegen.

Ich zitiere den neuen Präsidenten der USA, Herrn Trump, “Wir geben dem Volk die Macht aus Washinton DC zurück“ so etwas würde auch Deutschland gut tun. Vielen Dank Herr Diplomat, für die interassanten Ausführungen. In den nächsten Gesprächen werden wir das Thema: Politische Hintergründe von Zwangsversteigerungen und Insolvenzen von Personen in Deutschland, behandeln, man darf gespannt sein.

Fortsetzung Seite 2….

Walhall, Ragnarök: Ende und Neubeginn

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Das ist kein Todessignal sondern vielmehr, ein Aufruf zum Kampf. Die letzte Schlacht, Ragnarök.

Walhalla – das Ziel aller tapferen Krieger

Walhall (oder Valhall, im Volksmund oftmals auch Walhalla genannt) bezeichnet in der nordischen Mythologie das Ziel aller gefallenen Krieger, die sich als tapfer erwiesen hatten und in der Schlacht ihr Leben gelassen hatten. Von Göttervater Odin selbst auserwählt, fanden die mutigen Männer ihre letzte Ruhestätte in einer Halle mit 540 Toren, durch die je 800 Einherjer nebeneinander einziehen können. in seinem in Asgard errichteten Schloss Gladsheim im Reiche der Asen gelegen.

Tagsüber messen sich dort die Einherjer im Zweikampf. Abends vergnügen sich die Kämpfer bei Bier und Met, welches ihnen die Walküren reichen. Diesen kommt aber auch die Aufgabe zu, die tapfersten der auf dem Schlachtfeld gefallenen Kämpfer auszusuchen und nach Walhall zu bringen.

Heidrun

Auf dem goldbedeckten Dach weidet die Ziege Heidrun. Sie spendet den Kriegern jenen köstlichen Trank in unversiegbarer Fülle, der ihnen das heldische Wesen bewahrt. Die Ziege ernährt sich vom Baum des Lebens, der Weltesche. Niemand weiß, wie weit die Wurzeln der Weltesche (Yggdrasil) reichen. Eisen und Feuer können der Esche von jeher nichts anhaben. Die Krone ist sehr hoch und von weichem Nebel umwoben. Der Tau, der entsteht, befeuchtet die Täler. Zu den Füßen dieses gewaltigen Baumes sprießt der muntere Quell der Norne Urd. In den Zweigen der Esche wohnt, spielt und terrorisiert das Eichhörnchen Ratatöskr.

Helgi

Der einzige Krieger, der es der Sage nach je geschafft hat, nach seinem Tod Walhall noch einmal zu verlassen, war der strahlende Held Helgi. Als Helgi in seinem Totenhügel begraben liegt, holt Wodan ihn aus seinem irdischen Sein und zeichnet ihn mit einer Gunst wie nie zuvor aus. Doch auf der Erde sieht die Magd der von Helgi geliebten Sigrun den verwundeten, stark blutenden Helgi an seinem Grabhügel vorbeireiten. Er sagt zu ihr, daß er nach dem Wunsch ihrer Herrin am nächsten Tag erneut zu seinem Grabhügel zurückkehren wird. Er sendet die Magd mit der Kunde zu ihrer Herrin. Am nächsten Tag geht Sigrun zu der Grabkammer ihres Geliebten, und die Magd hat recht behalten. Sie fällt ihrem Geliebten voller Freude um den Hals, und das einstige Pärchen verbringt eine letzte innige Liebesnacht, bevor im Morgengrauen, noch ehe der erste Hahnenschrei in Asgard ertönt, der Geliebte wieder nach Walhall zurückkehrt.

Einherjer

Walhall galt nach germanischem Glauben als eine Art Kriegerparadies. Die Helden, die dort Einlass fanden, waren von Odin handverlesen. Im Regelfall gelangten nur ausgezeichnete und überaus tapfere Kämpfer und Krieger dorthin, die in der nordischen Mythologie unter dem Namen „Einherjer“ bekannt sind. Dies geschah jedoch nicht nur zur Ehrung der ruhmreichen Helden, sondern auch in Hinblick auf die letzte Schlacht, Ragnarök. Aufgabe der Einherjer sollte es sein, dem Göttervater und seinem Gefolge im endzeitlichen Kampf gegen die gewaltigen Riesen beizustehen.

Die Walküren als Botinnen Odins

Das letzte Geleit wurde den Einherjern von den Walküren gegeben, Odins Schlacht- oder Schildjungfern. Die Kriegerjungfrauen, die auf dem Schlachtfeld zu finsteren Todesgeistern wurden, die Helden in den Tod lockten, hatten die Aufgabe, die Gefallenen auszuwählen, denen der Einlass in Walhall gewährt werden sollte. Sie fanden die Einherjer, indem sie übers Eine Walküre (Arbo, 19. Jahrhundert)Schlachtfeld ritten und die Tapfersten unter den im Kampf getöteten Helden auswählten. Diejenigen Gefallenen, auf welche die Wahl der Walküren gefallen war, wurden im Anschluss von den geisterhaften Jungfrauen nach Walhall geleitet.

Walhall – die Halle der toten Krieger

Die prächtige Halle, die den Einherjern zur letzten Ruhestätte wurde, befand sich in Odins Burg in Asgard, der Burg Gladsheim. Diese galt als die größte in Asgard errichtete Burg und diente dem Göttervater selbst als Wohnsitz. Den Vorstellungen des germanischen Götterglaubens entsprechend handelte es sich bei Walhall um eine überaus prunkvoll gestaltete Halle, deren Dach aus auf Speeren ruhenden Schilden bestand. Besonderes Augenmerk wurde vor allem auf die über 500 Tore gelegt, die aus der Halle führten: Jedes Einzelne von ihnen war so breit, dass achthundert Einherjer in einer Reihe hindurch schreiten konnten. Walhall war bewusst so konzipiert, damit die auserwählten Krieger bereits beim ersten Anzeichen der Götterdämmerung ausrücken könnten, um an der Seite Odins und im Kampf für ihn und sein Gefolge ein zweites und letztes Mal zu fallen.

Das Kriegerparadies

Zuweilen wurden die Einherjer, die von den Walküren nach Walhall geleitet worden waren, dort auch von Odins Söhnen Hermod oder Bragi empfangen und vor den Thron des Göttervaters geführt, der die gefallenen Helden freudig und mit offenen Armen empfing. Die prunkvolle Halle war hauptsächlich Schauplatz von Kampfspielen und üppigen Gelagen.

Künstlerische Darstellung von WalhallaTagsüber maßen sich die Einherjer konzentriert und voller Kampfeslust im Zweikampf und diversen anderen Kampfspielen, um für die letzte große Schlacht an der Seite der Götter auf den Vigrid-Ebenen gewappnet und vorbereitet zu sein.

Abends hingegen wurden große Feste und üppige Gelage gefeiert, bei denen die Walküren den Kriegern Walhalls Bier und Met reichten. Verspeist wurde jeden Abend aufs Neue der Eber Saehrimnir, der am Folgetag wieder lebendig und erneut geschlachtet, gebraten und verzehrt wurde. Ihren Met hingegen erhielten die Einherjer von der Ziege Heidrun, die vom Laub eines Baumes frisst, der mitten in der Halle prangte. Aus ihrem Euter floss tagtäglich eine große Menge an Met, mit der alle Einwohner Walhalls verköstigt werden konnten.

In Gesellschaft Odins

Der Göttervater Odin selbst wohnte den Kampfesspielen seines Heeres gerne bei und beobachtete die Turniere. Von seinem Thron Hlidskialf aus sah er gemeinsam mit seiner Gattin Frigg dem munteren Treiben zu. Der Sage nach wurde die Giebelwand von einem Hirschgeweih geziert, durch das sich die Einherjer an vergangene Jagdfreuden erinnern sollten, die sie zu ihren Lebzeiten erlebt hatten. Über dem westlichen Tor Walhalls war ein Wolf angebracht, über diesem thronte ein Adler. Die symbolische Bedeutung verwies auf die Tiere, die den Gott in die Schlacht begleiten sollten.

Ragnarök: Ende und Neubeginn

Der Begriff „Ragnarök“ leitet sich aus der altnordischen Sprache her und bedeutet in die deutsche Gegenwartssprache übersetzt in etwa „Schicksal der Götter“. Im Gegensatz zu monotheistischen Weltbildern geht die germanische Mythologie ähnlich wie die griechisch-römische antike Vorstellung von der Fehlbarkeit der Götter und einem befristeten Dasein derselbigen aus. Durch die menschlichen Charakteristika, die den Göttern zugesprochen werden, können sie ebenso wie die Menschen durch Verbrechen und Kriege Schuld auf sich laden und somit gerichtet werden. Ragnarök bedeutet im germanischen Götterglauben das Ende der Welt in Zerstörung und Untergang, was die Götterwelt ebenso betrifft wie die Menschenwelt. Diese Vernichtung ist jedoch keineswegs endgültig, aufgrund einer zyklischen Vorstellung des Weltenlaufs wird nach dem Untergang eine neue und gereinigte Welt aus dem Meer emporsteigen.

Die vier großen eschatologischen Ereignisse

Eingeleitet und begleitet wird der Untergang der Götter durch vier große eschatologische Ereignisse. Nicht nur die Kämpfe der Götter, Riesen und Ungeheuer bedingen das Ende und den Untergang der Welt, auch die Elemente sind in das Schicksal der Götter eingebunden. Nacheinander läuten der Fimbulwinter, der Weltenbrand, das Versinken der Erde und die Verdunkelung der Sonne Ragnarök ein und besiegeln bereits im Voraus und während der letzten Schlacht die endgültige Katastrophe.

Der Fimbulwinter

An erster Stelle steht der sogenannte Fimbulwinter, eine karge Eiszeit mit drei strengen und eisig kalten Wintern, die von Schneefall, Frost und Stürmen geprägt sind. Die klirrende Kälte des Fimbulwinters wird von keinem Sommer unterbrochen und ist eine Abfolge einer kalten und kargen Periode, die in sich bereits die Zeichen des Untergangs trägt.

Der Weltenbrand

Der Zeit der klirrenden Kälte folgt als zweites großes eschatologisches Ereignis der Weltenbrand. Dieser wird vom Riesen Surt ausgelöst, der als Flammenriese Gewalt über das Feuer besitzt und mit den Flammen seines Schwertes alles Leben auslöscht.

Das Versinken der Erde

Das dritte eschatologische Ereignis, das mit dem Untergang einhergeht, ist das Versinken der Erde. Sie geht in den Wellen des aufgepeitschten Ozeans unter, der vom Wüten der an Land gekommenen Midgardschlange aufgewühlt wurde und nun das Land überflutet und alles in seinen Wogen verschlingt.

Die Verdunkelung der Sonne

Das letzte der vier eschatologischen Ereignisse, die das Schicksal der Götter einleiten und es als düstere Katastrophen begleiten, ist die Verdunkelung der Sonne. Im Chaos der bebenden Erde, die Felsen einstürzen lässt und Bäume entwurzelt, kann sich der gefährliche Fenriswolf aus seiner Gefangenschaft in Ketten lösen. Er verschlingt die Sonne und bringt dadurch Finsternis und Dunkelheit über die Welt.

Das Nahen der Feinde

Durch die Fluten des Ozeans, der die Erde überschwemmt hat, wird das Totenschiff Naglfar flott, das aus den unbeschnittenen Nägeln von Leichen erbaut ist. Das riesenhafte düstere Meeresgefährt bringt die Riesen, die Feinde der Götter mit sich. Im Chaos der bebenden Erde gelingt es den kampfwütigen grimmigen Gestalten, die Regenbogenbrücke Bifröst zu überqueren, die als Verbindung zwischen Midgard und Asgard fungiert und so einen Weg zwischen Himmel und Erde, zwischen Göttern und Menschen ermöglicht. Zusammen mit den Gestalten Hels, der Unterwelt, versammeln sich Frost- und Eisriesen, die gewaltigen Ungeheuer Fenriswolf und Midgardschlange, der Verräter Loki und die Feuerriesen.
Heimdall, der Wächter der Regenbogenbrücke, die unter dem Ansturm der Feinde letztlich einstürzt, stößt einen Warnruf in sein Horn und verkündet den Göttern Asgards die herannahende Gefahr, die zur Ebene Wigrid gezogen ist, um sich dem endgültigen Kampf zu stellen.

Die Vorbereitung der Schlacht

Durch Heimdalls Horn gewarnt, versammeln sich die Götter und beratschlagen darüber, wie der Krieg gegen die Feinde zu führen ist. Der Göttervater Odin reitet zum Brunnen des Mimir, einem Weisheitsquell unter der Weltenesche Yggdrasil, um Rat zu holen. Die Asen und Wanen versammeln sich zusammen mit den Einherjern, den gefallenen tapferen Kriegern, die ihre letzte Ruhestätte in Walhall gefunden haben. Gemeinsam wappnen sich Götter und Einherjer für den entscheidenden Kampf und werden schließlich vom Göttervater im glänzenden Harnisch zur Ebene Wigrid geführt, um sich ihrem Schicksal zu stellen.

Ragnarök: Der letzte Kampf

Der Kampfplatz Wigrid ist der Schauplatz der letzten und katastrophalen Begegnung zwischen den Göttern und den Mächten der Unterwelt. Der Wane Freyr fällt im Kampf mit dem furchtbaren Feuerriesen Surt, dessen Schwert kurz darauf die Erde in Brand setzt. Der Höllenhund Garm und der Kampfesgott Tyr töten einander in einem grausamen Zweikampf, auch der listige Verräter Loki und der Brückenwächter Heimdall stehen einander gegenüber und beenden gegenseitig ihr Leben. Der mächtige Donnergott Thor trifft im Kampf auf die fürchterliche und gewaltige Midgardschlange. Zwar gelingt es ihm, das Ungeheuer zu töten, er stirbt jedoch selbst nur wenige Sekunden später an ihrem tödlichen Gift.
Auch der Göttervater Odin findet in dieser Schlacht sein Schicksal und sein Ende in den Klauen und zwischen den Zähnen des Fenriswolfes. Sein Sohn Vidar schließlich rächt den getöteten Vater und besiegt den Fenriswolf.

Ragnarök – Götterschicksal

Wie die Entstehung der Welt für die Germanen nicht der Anfang der Geschichte war, sollte die Götterdämmerung nicht ihr Ende sein, sondern lediglich eine weitere Zäsur im unendlichen Zyklus der Zeit.

Wie die Entstehung der Welt für die Germanen nicht der Anfang der Geschichte war, sollte die Götterdämmerung nicht ihr Ende sein, sondern lediglich eine weitere Zäsur im unendlichen Zyklus der Zeit. Hauptquelle der Überlieferung ist auch hier die Völuspa. Ihre eindrucksvolle Schilderung vom Untergang und der Erneuerung der Welt wird von einigen Stellen des Wafthrudnirliedes und des Hyndlaliedes. Auf diese Quellen bauen auch die einschlägigen Kapitel 51 bis 53 aus Snorris Gylgafinning auf, in denen allerdings – wie wir schon anmerkten – einiges verfälscht und hinzugefügt haben. Auch die Skalden Kormak (um 930) und Arnor Jarlaskald (um 1056) bezogen sich auf die Völuspa und die zwischen 940-950 und 961-970 verfaßten Preislieder auf die Könige Eirik und Hakon, gedenken ebenfalls dieser Zeit.

Der Beginn von Ragnarök wird durch das Krähen des Hahnes Gullinkambi  verkündet.

„Am Morgen der Zeiten, nachdem die Schöpfung vollbracht ist, verleben die Götter ihr Goldalter auf dem Idafeld, in Edens Gefilden.

Vol. 7. Auf Idafeld kamen / die Asen zusammen,
Altäre zu schaffen / und Tempel zu bauen;
Sie gründeten Essen, / das Gold zu schmieden,
Hämmerten Zangen / und Handwerkszeug.

Vol. 8. Im Hofe übten sie / heiter das Brettspiel –
An blitzendem Golde / gebrach’s ihnen nicht –
Bis die mächtigen drei / Mädchen kamen,
Die Töchter der Riesen / aus Thursenheim.

Unter diesen drei Mädchen glaubt man die drei Nornen verstehen zu dürfen, obschon niemals von deren riesischer Abkunft die Rede ist. Ihr Erscheinen schliesst die goldene Friedenszeit ab. Nun schildert die Seherin die Hauptbegebenheiten der Götter. Mit dem Totschlag der Gullweig in Walhall hebt der erste Streit zwischen Asen und Wanen an, der erste Weltkrieg. Die gebrochene Götterburg stellte der Riesenbaumeister wieder her. Aber er ward um seinen Lohn, um Freyja, Sonne und Mond, die er sich ausbedungen hatte, betrogen.

Vol. 26. Das wankten die Eide, / die Worte und Schwüre,
Die festen Verträge, / die man vordem schloss.

Gewaltthat, Krieg, Wortbruch führen eine neue schwere Zeit herauf, die bis zum Ende von rastlosem Kampfe erfüllt bleibt. Nachdem einmal der Gedanke an einen Untergang der Welt sich befestigt hatte, gewinnen alle Handlungen der Götter eine tiefere und weitere Bedeutung. Namentlich Thors Kämpfe mit den Unholden müssen in ein ganz neues Licht rücken. An den Grenzen der Welt lauern die Riesen, um hereinbrechend das alte Chaos wieder an Stelle der Weltordnung zu setzen. Die Götter haben die Aufgabe, den Bestand der Schöpfung zu sichern. Sorgenvoll sieht Odin die drohenden Anzeichen des nahenden Verderbens sich mehren, aber ernst gefasst schreitet er dem Verhängniss entgegen, heldenhaft reitet er endlich zum letzten Kampfe. Heimdalls Horn wird am Weltbaum verborgen, bis sein gehender Klang zum letzten Kampfe ruft. Aus Mimirs Quell schöpft Odin gegen Verpfändung seines einen Auges Weisheit. Krieg verbreitet sich unter den Menschen, weithin über die Erde reiten die Walküren. Unheilverkündende Träume erschrecken die Asen, von der Seherin, die er aus dem Todesschlafe aufsingt, holt Odin die düstre Kunde vom Falle Baldrs. Der lichte Gott ist tot, aber in Wali ersteht ihm ein Rächer, der Anstifter des Unheils, Loki, wird in Fesseln geschlagen. Ostwärts im Eisenwalde bringt ein altes Riesenweib Fenrirs Brut[9] zur Welt, aus welcher der unholdsgestaltige Erraffer der Sonne hervorgeht. Der nährt sich vom Fleisch Gefallener und rötet mit rotem Blute den Sitz der Götter, der Sonnenschein verdüstert sich, in den Sommern darauf kommt wüstes Wetter. Nachdem das Untier gross geworden, greift es also die Sonne an und verwandelt ihren hellen Schein in blutrote Farbe, wie bei der Verfinsterung zu sehen ist. Die Gylfaginning berichtet von einem schrecklichen Winter, dem Fimbulwinter, der dem Weltende vorangeht“.

„51. Da sprach Gangleri: Was für Zeitungen sind zu sagen von der Götterdämmerung? Ich hörte dessen nie zuvor erwähnen. Har antwortete: Davon sind viele und wichtige Zeitungen zu sagen. Zum ersten, daß ein Winter kommen wird, Fimbulwinter genannt. Da stöbert Schnee von allen Seiten, da ist der Frost groß und sind die Winde scharf, und die Sonne hat ihre Kraft verloren. Dieser Winter kommen dreie nacheinander und kein Sommer da zwischen. Zuvor aber kommen drei andere Jahre, da die Welt mit schweren Kriegen erfüllt sein wird. Da werden sich Brüder aus Habgier ums Leben bringen und der Sohn des Vaters, der Vater des Sohnes nicht schonen. So heißt es in der Völuspa:

Brüder befehden sich / und fällen einander,
Geschwisterte sieht man / die Sippe brechen.
Unerhörtes ereignet sich, / großer Ehbruch.
Beilalter, Schwertalter, / wo Schilde klaffen,
Windzeit, Wolfszeit, / eh die Welt zerstürzt.
Der eine achtet / des andern nicht mehr.

Da geschieht es, was die schrecklichste Zeitung dünken wird: daß der Wolf die Sonne verschlingt, den Menschen zu großem Unheil. Der andere Wolf wird den Mond packen und so auch großen Schaden tun, und die Sterne werden vom Himmel fallen. Da wird sich auch ereignen, daß so die Erde bebt und alle Berge, daß die Bäume entwurzelt, die Berge zusammenstürzen und alle Ketten und Bande brechen und reißen. Da wird der Fenriswolf los, und das Meer überflutet das Land, weil die Midgardschlange wieder Jotenmut annimmt und das Land sucht. Da wird auch Naglfar, das Schiff, das so heißt und aus Nägeln der Toten gemacht ist, weshalb wohl die Warnung am Ort ist, daß, wenn ein Mensch stirbt, ihm die Nägel nicht unbeschnitten bleiben, womit der Bau des Schiffes Naglfar beschleunigt würde, den noch Götter und Menschen verspätet wünschen. Bei dieser Überschwemmung aber wird Naglfar flott. Hrymr heißt der Riese, der Naglfar steuert. Der Fenriswolf fährt mit klaffendem Rachen umher, daß sein Oberkiefer den Himmel, der Unterkiefer die Erde berührt, und wäre Raum dazu, er würde ihn noch weiter aufsperren. Feuer glüht hin aus den Augen und Nasen. Die Midgardschlange speit Gift aus, daß Luft und Meer entzündet werden; entsetzlich ist ihr Anblick, indem sie dem Wolf zur Seite kämpft. Von diesem Lärmen birst der Himmel: da kommen Muspels Söhne hervorgeritten. Surtur fährt an ihrer Spitze, vor ihm und hinter ihm glühendes Feuer. Sein Schwert ist wunderscharf und glänzt heller als die Sonne. Indem sie über die Brücke Bifröst reiten, zerbricht sie, wie vorhin gesagt ward. Da ziehen Muspels Söhne nach der Ebene, die Wigrid heißt; dahin kommt auch der Fehriswolf und die Midgardschlange, und auch Loki wird dort sein und Hrymr, und mit ihm alle Hrimthursen. Mit Loki ist Hels ganzes Gefolge, und Muspels Söhne haben ihre eigene glänzende Schlachtordnung. Die Ebene Wigrid ist hundert Rasten breit nach allen Seiten.

Und wenn diese Dinge sich begeben, erhebt sich Heimdall und stößt aus aller Kraft ins Giallarhorn und weckt alle Götter, die dann Rat halten. Da reitet Odin zu Mimirs Brunnen und holt Rat von Mimir für sich und sein Gefolge. Die Esche Yggdrasil bebt, und alles erschrickt im Himmel und auf Erden. Die Asen wappnen sich zum Kampf, und alle Einherier eilen zur Walstatt. Zuvorderst reitet Odin mit dem Goldhelm, dem schönen Harnisch und dem Spieß, der Gungnir heißt. So eilt er dem Fenriswolf entgegen, und Thor schreitet an seiner Seite, mag ihm aber wenig helfen, denn er hat vollauf zu tun, mit der Midgardschlange zu kämpfen. Freyr streitet wider Surtur, und kämfen sie ein hartes Treffen, bis Freyr erliegt, und wird das sein Tod, daß er sein gutes Schwert mißt, das er dem Skirnir gab. Inzwischen ist auch Garm, der Hund, losgeworden, der vor der Gnupahöhle lag: das gibt das größte Unheil, da er mit Tyr kämpft und einer den andern zu Falle bringt. Dem Thor gelingt es, die Midgardschlange zu töten; aber kaum ist er neun Schritte davongegangen, so fällt er tot zur Erde von dem Gifte, das der Wurm auf ihn gespien hat. Der Wolf verschlingt Odin, und wird das sein Tod. Alsbald kehrt sich Widar gegen den Wolf und setzt ihm den Fuß in den Unterkiefer. An diesem Fuße hat er den Schuh, zu dem man alle Zeiten hindurch sammelt, die Lederstreifen nämlich, welche die Menschen von ihren Schuhen schneiden, wo die Zehen und Fersen sitzen. Darum soll diese Streifen ein jeder wegwerfen, der darauf bedacht ist, den Asen zu Hilfe zu kommen. Mit der Hand greift Widar dem Wolf nach dem Oberkiefer und reißt ihm den Rachen entzwei, und wird das des Wolfes Tod. Loki kämpft mit Heimdall und erschlägt einer den andern. Darauf schleudert Surtur Feuer über die Erde und verbrennt die ganze Welt. So heißt es in der Völuspa:

Ins erhobne Horn / bläst Heimdall laut;
Odin murmelt mit / Mimirs Haupt.
Yggdrasil zittert, / die ragende Esche;
Es rauscht der alte Baum, / da der Riese frei wird.

Was ist mit den Asen, / was ist mit den Alfen?
All Jötunheim ächzt, / die Asen versammeln sich.
Die Zwerge stöhnen / vor steinernen Türen,
Der Bergwege Weiser: / Wißt ihr, was das bedeutet?

Hrym fährt von Osten, / es hebt sich die Flut;
Jörmungandr[18] wälzt sich / im Jötunmute.
Der Wurm schlägt die Brandung, / aufschreit der Adler,
Leichen zerreißt er; / Naglfagr wird los.

Der Kiel fährt von Osten, / Muspels Söhne kommen
Über die See gesegelt, / und Loki steuert.
Des Untiers Abkunft / ist all mit dem Wolf;
Auch Bileists Bruder / ist ihm verbunden.

Surtur fährt von Süden / mit flammendem Schwert,
Von seiner Klinge scheint / die Sonne der Götter.
Steinberge stürzen, / Riesinnen straucheln,
Zu Hel fahren Helden, / der Himmel klafft.

Nun hebt sich Hlins / anderer Harm,
Da Odin eilt / zum Angriff des Wolfs.
Belis Mörder / mißt sich mit Surtur:
Da fällt Friggs / einzige Freude.

Nicht säumt Siegvaters / erhabner Sohn,
Mit dem Leichenwolf / Widar zu fechten:
Er stößt dem Hwedrungssohn / den Stahl ins Herz
Durch gähnenden Rachen: / so rächt er den Vater.

Da schreitet der schöne / Sohn Hlodyns
Der Natter näher, / der neidgeschwollnen.
Mutig trifft sie / Midgards Weiher;
Doch fährt neun Fuß weit / Flörgins Sohn.
Alle Wesen müssen / die Weltstatt räumen.

Schwarz wird die Sonne, die Erde sinkt ins Meer, Vom Himmel fallen die heitern Sterne, Glutwirbel umwühlen den allnährenden Weltbaum, Die heiße Lohe beleckt den Himmel.

Auch heißt es so:

Widrid heißt das Feld, / wo sich finden zum Kampf
Surtur und die sel’gen Götter.
Hundert Rasten / hat es rechts und links:
Solcher Walplatz wartet ihrer.

52. Da fragte Gangleri: Was geschieht hernach, wenn Himmel und Erde verbrannt sind und alle Welten und die Götter alle tot sind und alle Einherier und alles Menschenvolk? Ihr habt vorhin doch gesagt, daß ein jeder Mensch in irgendeiner Welt leben soll durch alle Zeiten. Hat antwortete: Es gibt viel gute und viel üble Aufenthalte; am besten ist’s, in Gimil[20] zu sein. Sehr gut ist es auch für die, welche einen guten Trunk lieben, in dem Saale, der Brimir heißt und gleichfalls im Himmel steht. Ein guter Saal ist auch jener, der Sindri heißt und auf den Nidabergen steht, ganz aus rotem Gold gebaut. Diese Säle sollen nur gute und rechtschaffene Menschen bewohnen. In Nastrand[21] ist ein großer, aber übler Saal, dessen Türen nach Norden sehen. Er ist mit Schlangenrücken gedeckt, und die Häupter der Schlangen sind alle in das Haus hineingekehrt und speien Gift, daß Ströme davon durch den Saal rinnen, durch welche Eidbrüchige und Meuchelmörder waten, wie es heißt:

Einen Saal seh‘ ich / der Sonne fern,
In Nastrand; die Türen / sind nordwärts gekehrt.
Gifttropfen fallen / durch die Fenster nieder;
Aus Schlangenrücken / ist der Saal gewunden.
Im starrenden Strome / stehn da und waten
Meuchelmörder / und Meineidige.

Aber in Hwergelmir ist es am schlimmsten:
Da saugt Nidhöggr / der Entseelten Leichen.

53. Da sprach Gangleri: Leben denn dann noch Götter, und gibt es noch eine Erde oder einen Himmel? Har antwortete: Die Erde taucht aus der See auf, grün und schön, und Korn wächst darauf ungesät. Widar und Wali leben noch, weder die See noch Surturs Lohe hat ihnen geschadet. Sie wohnen auf dem Idafeld, wo zuvor Asgard war. Auch Thors Söhne, Modi und Magni, stellen sich ein und bringen den Miöllnir mit. Danach kommen Baldur und Hödur aus dem Reiche Hels: da sitzen sie alle beisammen und besprechen sich und gedenken ihrer Heimlichkeiten, und sprechen von Zeitungen, die vordem sich ereignet, von der Midgardschlange und dem Fenriswolf. Da finden sich im Grase die Goldtafeln, welche die Asen besessen haben. Wie es heißt:

Widar und Wali / walten des Heiligtums,
Wenn Surturs Lohe losch.
Modi und Magni / sollen Miöllnir schwingen
Und zu Ende kämpfen den Krieg.

An einem Orte, Hoddmimirs-Holz genannt, verbargen sich während Surturs Lohe zwei Menschen, Lif und Lifthrasir genannt, und nährten sich vom Morgentau. Von diesen beiden stammt ein so großes Geschlecht, daß es die ganze Welt bewohnen wird. So heißt es hier:

Lif und Lifthrasir / leben verborgen
In Hoddmimirs Holz;
Morgentau / ist all ihr Mahl.
Von ihnen stammt ein neu‘ Geschlecht.

Und das wird dich wunderbar dünken, daß die Sonne eine Tochter geboren hat, nicht minder schön als sie selber: die wird nun die Bahn der Mutter wandeln. So heißt es hier:

Eine Tochter entstammt / der strahlenden Göttin,
Eh der Wolf sie würgt.
Glänzend fährt / nach der Götter Fall
Die Maid auf den Wegen der Mutter.

Wenn du aber nun weiter fragen willst, so weiß ich nicht, woher dir das kommt; denn nie hört ich jemanden mehr von den Schicksalen der Welt berichten. Nimm also hiermit vorlieb.“

Der Neubeginn nach dem Ende

Nicht alle Götter fallen in der letzten Schlacht, die Söhne Thors, Magni und Modi, überleben, auch Odins Kinder Vidar und Vali finden sich im ehemaligen Asgard ein. Balder und Hödur kehren aus Hel zurück.
Nach dem großen Untergang wird eine neue und gereinigte Welt entstehen. Die neue Welt wird sauber und rein sein. Es wird keinen Hass mehr geben. Gemeinsam werden die übriggebliebenen Götter mit den Menschen leben, denn es wird ein allmächtiger Gott wiederkehren und herrschen. Ihn hat es schon immer gegeben und es wird ihn immer geben. Er wird keinen Namen haben. Dieser Gott hatte einst auch das Universum erschaffen. In einigen Überlieferungen wird er auch Allvater genannt.
So werden sich denn Ende und Neuanfang begeben

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21.12 – 06.01 Julfestzeit und magische Rauhnächte

jul-2016

Germanenherz wünscht allen Beseelten, friedliche und besinnliche Festtage.
God Jul und magische 12 Rauhnächte. Ein gesundes neues Jahr und uns allen eine bessere Zeit!. 

Wir sind von Nordlands Art !

Wenn durchs Land der Herbstwind pfeift, sind schon Berg und Tal bereift, dann wendet sich mit frohem Sinn, unser Herz zur Julzeit hin:
Herbststürme brausen, grau das Himmelszelt, wir harren und hausen in unsrer dunklen Welt.
Kein Wettersturm ist uns zu hart; wir sind von Nordlands Art!

Hat der Julmond Schnee gebracht, freuen wir uns dieser Pracht.
Hei, frisch die Schneeschuh angeschnallt, uns ist kein Schnee zu kalt;
Schneestürme brausen über Wald und Feld,
wir schlittern und sausen durch unsre weiße Welt.
Kein Aufwärts ist zu steil, zu hart, wir sind von Nordlands Art!

Hat die Zeit uns wohlgetan, sehnen wir das Fest heran,
die Sonnenwend mit neuem Licht, das hell ins Finstre bricht:
Lichter erhellen jedes deutsche Haus, wo wir uns gesellen,
bei Wetter, Sturm und Braus, ums heilge Feuer froh geschart,
wir sind von Nordlands Art!

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mythologie-der-germanen-elard-hugo-1837-1908Germanenherz aus dem Buch: Mythologie der Germanen von Meyer Elard Hugo. Das Sterbelager und das Grab waren die Geburtsstätten des reichen Seelenglaubens, und schon dort war unter andern Erlebnissen und Eindrücken auch der Traum bei der Mythengeburt tätig. Das Traumbild des Toten aber, so wirksam es sich zeigte, war nicht die leitende Macht jenes Glaubensgebietes. Dagegen wenn der Traum sich krankhaft bis zum Alpdruck steigerte, wurde er allerdings die Haupttriebfeder einer anderen Vorstellungsmasse, des Alp- oder Mahrenglaubens. Auch dieser ist uralt.

Das Alpdrücken erklärte schon ein Hofmann Kaiser Ottos IV. für eine aus Verdickung der Säfte entstandene krankhafte Phantasie. Es wird durch eine akute Luftvergiftung oder, laienhafter gesagt, durch schwere Atemnot des Schlafenden hervorgerufen, wie sie etwa nach einer überreichlichen Mahlzeit namentlich in einem dumpfen Schlafraum aus der Verengerung oder dem Verschluß der Luftzugänge der Nase und des Mundes entsteht. Vom Fußende des Bettes fühlt der Schläfer eine unbehagliche Beklemmung allmählich auf den Leib, die Brust, den Hals, ja sogar den Mund vorrücken. Verwandelt sie sich also mehr und mehr in einen Erstickungsvorgang, so befreit sich der Betroffene endlich durch einen raschen Ruck, der auch die geschlossenen Lippen öffnet, oder häufiger noch durch ein Stöhnen oder einen Aufschrei der Angst und des Hilfsbedürfnisses, der ihm die erlösende Luft wieder zuführt. Er erwacht mit Herzklopfen und Schweiß. Nicht nur die Pein des Drucks ist es, die seine Nerven stark erregt, sondern auch die wilden Visionen, die gerade diese Traumart mit den durch betäubende Getränke erzeugten Hallucinationen teilt. Beim höchsten Grade des Alpfiebers reißt ein Taumel den Geplagten über Meere und Länder, von den höchsten Spitzen in die tiefsten Abgründe; feurige Kugeln umschwirren ihn, Flammen umlodern ihn, bis ein furchtbarer Knall die Irrfahrt urplötzlich abbricht.

In früheren roheren Zeiten mußte ein solcher Alpanfall viel öfter und stärker auftreten als in der unsrigen, weil namentlich bei einer auf die Jagdbeute angewiesenen Bevölkerung Speisemangel und Speiseüberfluß oft rasch wechselten und der letzte zu unmäßiger Magenüberladung und damit zu krankhaften Traumzuständen führte. Solche begünstigte ferner die dumpfere Enge der rauchigen Schlafstelle und das dichtere Zusammenleben und -schlafen mit den menschlichen und auch tierischen Hausgenossen. Wie oft mochten sich Hund und Katze dem Schlafenden lastend auf Brust oder Leib legen! Auch die Unordnung des Lagers verstärkte den Alpdruck, denn die Erfahrung hat gelehrt, daß ein Zipfel des Bettzeugs oder eine Bettfeder oder ein Halm des Bettstrohs, dem Träumenden zwischen die Lippen geraten, sich ihm leicht als rauhaariges, befiedertes, stachliges Lebewesen fühlbar macht. Und das beängstigende Dunkel der Nacht, das schon der wachen Phantasie, wie wir im vorigen Kapitel sahen, allerhand Gespenster vorgaukelte, steigerte die Schrecken dieses qualvollen Halbschlafs.

Der Alpdruck vereinigt alle Erfordernisse eines zur Mythenbildung aufregenden Vorgangs in sich, die Rätselhaftigkeit, die volle Beweglichkeit eines körperlichen Wesens und die Macht eines wirklichen Einflusses auf des Menschen Befinden. Nicht nur sein Drücken, sondern auch sein Kommen, sein stilles, sicheres, unentrinnbares Heranschleichen, wie sein plötzliches, spurloses Verschwinden war unerklärbar. Und doch war der Alp soeben noch ein dicker, schwerer Körper, der an Leibhaftigkeit, an sinnenfälligster Wirklichkeit, alle gewöhnlichen Traumbilder, ja alle Bilder der Phantasie überhaupt, bei weitem übertraf.

Man sah und hörte ihn nicht nur, man fühlte ihn auch dreist und erbarmungslos dicht über sich gedrängt, und noch, wenn er beim Erwachen sich aus dem Staube gemacht hatte, troff man von Schweiß, und laut pochte das Herz. Es war fast unmöglich, die Erlebnisse eines solchen Schlafes und die des wachen Zustandes auseinanderzuhalten, jene waren ebenso wirklich wie diese! Aber der Alpdruck blieb denn doch wohl immer auf einzelne Personen und seltenere vorübergehende Momente ihres Lebens beschränkt. Darum hat seine Mythenbildung sich immer in engeren Grenzen bewegt und früh das Bedürfnis gefühlt, sich an andere Mythenkreise anzuschließen, um von ihnen Haltung und Fülle zu borgen.

Der Alp war vor Jahrtausenden und ist noch allen Indogermanen unliebsam bekannt. Die Inder klagten die etwa unseren Elfen vergleichbaren Gandharven an, daß sie aus dem Walde herantanzten, um sich wie ein Hund, ein Affe, ein ganz behaartes Kind dem Schlafenden aufzuhalsen. Die Griechen nannten den Alp Ephialtes den Aufspringer, die Römer Inuus den Aufhocker oder Incubus den Auflieger, die Litauer Aitvars, der unglaublich große Hände und Füße hat, die Letten Leeton, der namentlich Pferde matt reitet. Der jetzt in Deutschland schriftgemäße Name Alp gehörte etwa bis zu Luthers Zeit als Alpdrucksbezeichnung nur Mitteldeutschland an, galt aber bei allen Germanen ursprünglich einer ganz anderen Klasse mythischer Wesen, den elfischen Naturdämonen, und ist daher wahrscheinlich erst am Schluß des Mittelalters von diesen auf jene übertragen, da auch diese eigentlichen Albe oder Elfen vermittelst der Gewitterschwüle und des Wirbelwindes körperliches Unbehagen, ja Druck und Atemnot hervorzubringen vermochten. Der ältere und einst durchgreifende, schon althochdeutsche und altnordische Name ist Mara, zum Unterschied von Ephialtes, Incubus, Aitvars und Leeton weiblich, wie auch die rheinfränkische Mahr, während das angelsächsische mara, das englische nightmare, das niederdeutsche moor männlich ist und im mittelhochdeutschen , mare, im pommerschen Mahrt, das Geschlecht schwankt Neuhochdeutsch tiberwiegt das weibliche. Die Holländer haben nachtmerri, die Franzosen cauchemar die Tretmare vom lateinischen calcare treten, die Slaven , femin., aber böhmisch daneben auch morous masc., denen sich der andere pommersche Name Murraue nähert. Trotz einer lautgesetzlichen Schwierigkeit wird das vielgestaltige Wort wohl auf althochdeutsches marren, hemmen, hindern, altnordisch meria pressen zurückgehen und die Presserin bedeuten. Ähnlich weist der Ausdruck der Östreicher, Bayern und einiger mitteldeutscher Stämme: die Trüd, Trude, Drüde auf ein gotisches trudan d. i. treten, ebenso wie die althochdeutsche truta Trotte, Presse und trutäre der Springer. Die Trude ist also eine Treterin, Trotterin. Diese drei weitest verbreiteten Namen: Alp, Mare und Trude sind von zahlreichen mundartlichen umgeben. Die Franken nennen sie Trempe d. i. Tramplerin, die Tiroler Stempe d. i. Stampferin. Die Schwaben und Alemannen haben das unerklärte Wort Schrättele dafür, außerdem Toggeli d. i. Drückerlein, ferner Rätsel, Druckerl und Lork d. i. Kröte; Ausdrücke, die das Geschlecht dieses Wesens unentschieden lassen. Doch sagen die Züricher: „’s Nachtfräuli hat mi drückt “ Dieser freundlicheren Frauenbezeichnung steht die ernstere oldenburgisch-friesische Walriderske gegenüber, die wohl das Reiten auf dem Wal d. h. dem wie tot hingestreckten Schläfer oder die Zutodereiterin bedeutet. Denn wirklich schreibt man dem Alp sogar tötende Kraft zu. Der überwiegend unheimliche Charakter spricht sich auch in dem allgemeineren Ausdruck: „der “ aus, der im Mittelalter vorkam und bis in neuere Zeit in Bremen und Pommern fortlebte. Die Haupttätigkeiten des Alps, das Treten, Drücken, Reiten, erkennt man schon aus den älteren Schilderungen. Die Mara „trat“ nach der alten Ynglingasaga Kap. 16 dem norwegischen König Wanlandi erst die Beine fast entzwei und drückte ihm dann den Schädel ein, so daß er starb. Dieses ,Trotten’ der Trud beschwört ein alter Spruch, der noch heute durch weitverbreitete Zauberbücher, wie das Romanusbüchlein und den Wahren Geistlichen Schild, unseren Bauern im Aargau, wie in der ungarischen Zips, namentlich aber im Süden und Westen Deutschlands zum Gebrauch empfohlen wird und in bayrischen Hausern noch hie und da in der Kammer oder an der Bettstatt um einen darauf gemalten Trudenfuß oder ein Pentagramm geschrieben steht:

„Trudenkopf, ich verbiete dir mein Haus und Hof, meinen Roß- und Kuhstall, ich verbiete dir meine Bettstatt, mein Fleisch und Blut, mein Leib und Seel, daß du mich nicht trudest. Trude in ein anderes Haus, bis du alle Berge steigest und alle Läublein an Bäumen zählest und über alle Wässer steigest. So kömmt der liebe Tag wieder in mein Haus. Amen.“

Und so fordert auch eine niederländische Beschwörung den Maer, das häßliche Tier, auf, alle Wasser zu wehen, alle Bäume zu blähen, alle Gerstenähren zu zählen, ihn aber diese Nacht nicht zu quälen. So scheuchte schon der alte Inder seine Plagegeister, die Gandharven und ihre Frauen, die Apsa-ras, mit feierlichen Worten hinweg zu den Wasserfurten und großen bewipfelten Bäumen, wo sie sich nach Herzenslust tummeln und schaukeln mögen. Vom norddeutschen Moor heißt es ,he het mi drukkt’ oder ,reden (geritten)‘, hochdeutsch ,dich hät geriten der mar’ . Daher ist ein derartiger Träumer mar-, mortridden oder mareridt und das neumärkische Alpdrücken ein Mahrtriden. Im Mittelalter ,zäumt’ der Alp den also Betroffenen, ebenso wie die oldenburgische Walriderske und die isländische Alfemoe. Ihre Reitlust treibt den Alp von Norwegen bis nach Tirol in den Stall zu den Pferden, wie den lettischen Leeton, und er hetzt sie drinnen oder draußen bis zur äußersten Erschöpfung ab. Am andern Morgen stehen sie stark schnaubend, schweißgebadet, mit unauflöslich verflochtenen Mähnen da. Selbst Kühen saugt er die Milch aus und verschont auch Geißen und Schweine nicht; doch bleibt ihm das Schwein am Lechrain ein Graus. Und zuletzt, wenn der Mare nichts anderes übrig bleibt, umklammert sie sogar einen Baum und drückt ihn mit,Weltsgewalt’ , wobei sie sich wohl selbst zu Tode drückt. Die von ihr besessene Eiche kränkelt von Stund an und zittert auch beim stillsten Wetter.

Das geheimnisvolle Treiben dieses Unholds wurde von Anfang bis zu Ende mit gespannter Einbildungskraft verfolgt. Sein unmerkliches Kommen und sein Eindringen ins Haus erklärte man sich verschieden. Das süddeutsche Schrätteli schwebt wie ein Schatten von den Bergen zu den Häusern herab. Der Alp gleicht einem Nachtschmetterling; aus den zusammengewachsenen Augenbrauen eines dämonischen Menschen, des ,Rätzels’ , fliegt er auf und setzt sich auf die Brust des Schläfers. Meistens schlüpft er nach altem, wie neuerem Glauben in die Stube durch ein Astoder Schlüsselloch hinein, gleich der leisen Zugluft, nie durch offene Türen und Fenster. Eine erst im Jahre 1889 verstorbene Frau kam in einem schlesischen Dorfe einmal wie ein Zugwind durch die verschlossene Türe, huschte in das Bett der Hausfrau und quälte sie, bis sie vor dem Schimpfen des Mannes floh. In Kämthen spielt das Schrattl in den an der Wand zitternden Sonnenstrahlen. Nach der Schilderung eines Kaiserstühlers kriecht das Schrättele durch das Schlüsselloch, man hört es durch die Stube ,tappen’ , von unten herauf kriechen und über das Deckbett rauschen, bevor es Einem auf die Brust hockt. Aber derselbe wußte auch vom Mann im Monde, daß er sich bei Mondlicht über das Bett lehnte und nach Einem langte. Und so kommt die Drud in der Oberpfalz nie, eh der Mond auf gegangen ist, und in Westfalen und Thüringen sind Mondsüchtige Maren. Das aufregende Mondlicht umgibt hier geisterhaft den Alp und verstärkt seine Kraft. Wir verstehen nun auch, warum ein mittelalterlicher Dichter von seiner Liebsten singt:

„da kam sie gerade wie ein Alp auf mich geschlichen“.

Wegen ihres unheimlichen, leis wandelnden und doch schwerfälligen Körpers gilt die Kröte für einen Alp, daher dessen Name Lork. Grausiger ist die steirische Habergeiß oder Nachts,die, wie Rosegger erzählt, in eulenleisem Fluge oft durchs Schlüsselloch trotz ihres riesengroßen Kopfes kommt und diesen lastend auf die Brust des Schläfers legt. Je nach der Beschaffenheit des die Atemnot verstärkenden Bettstücks oder anderen Belags und je nach dem Gewicht des Drucks wechselt die den Träumenden bedrängende Tiergestalt. Bald ist sie glatt, ein Aal, eine Schlange, die dann in Seitentälern des Haslitals Stollwurm, in der Eifel Drache, in Niedersachsen Unke heißt, bald haarig, rauh und stachlicht, ein Pudel, Marder, Igel oder eine Katze. Sie ,gumpt‘ wie eine Katze auf der Brust auf und ab. Weil sie fest umarmt und schwer stößt und stampft, ist sie ein Bär, Schwein oder Bock, heißt auch darum wohl eine Bocksmärte oder Bockhexe. An der unteren Wupper dringt sogar ein Roß durch das Schlüsselloch, legt seine Vorderhufe auf des Schlafenden Brust und stiert ihn mit glühenden Augen an. Am schlimmsten quält das Schrättele, wenn es als Blutegel sich bald in ein Knäuel zusammenrollt, bald wieder zu Riesenlänge ausdehnt. Dieses Tier läßt schon ahnen, daß es nicht beim Drücken bleibt. Das schmerzhafte Saugen kommt noch hinzu. Das alemannische Dockele oder Schrättele saugt in Katzenform die Brüstchen der Kinder, selbst der Männer, an, daß sie aufschwellen und man Milch herauspressen kann. Den Frauen dagegen saugt es die Milch aus. Trinkt am Lechrain ein Kind an der Mutterbrust, so hat die Mutter gewöhnlich einen aus geweihtem Wachs gebildeten Trudenfuß auf der Brust liegen, damit nicht die Trud dem Kinde die Milch entfremde. Dagegen schlürft der Alp auch hin und wieder das Blut der Erwachsenen aus, so daß sie bleich werden und dahinsiechen, und berührt sich in dieser Begierde mit dem slavischen Vampyr. Doch ist er nicht immer Kinderfeind: mit dem im Schlaf lächelnden Kind, heißt es in Schlesien, spielt das Jüdel, das doch wohl auch ein Alp ist.

Über die Brust drängt sich die Mare noch weiter aufwärts bis an den Hals und bläst in den Mund, ja sie steckt ihre Zunge dem Menschen tief in den Hals hinein, daß er nicht schreien kann. Nun geraten auch Gesicht und Gehör des Gepeinigten in Aufruhr: Lichter, Flammen umschwirren ihn, und ein dumpfer Knall erschüttert ihm Mark und Bein. Befreit den Schläfer ein plötzliches Wegschleudem des Arms oder des Kissens von der belasteten Brust und bricht dann sein Schrei endlich hervor, oder — in offenbar milderen Fällen — kräht im Hofe zum erstenmale der Hahn, oder kommt der liebe Tag, wie es in jener Trudenkopfbeschwörung heißt, wieder ins Haus, dann entweicht sie lautlos, meist wie ein flüchtiges Tier: eine weiße Maus, ein Schmetterling, eine Elster, oder gar nur wie ein Rauch. Oder sie liegt als eine harmlose Flaumfeder, ein Besenreis, ein Strohhalm auf der Bettdecke, vom Erlösten noch krampfhaft gepackt.

Aus diesem erlösenden Schrei, vor dem der Alp floh, entwickelten sich dann als förmliche Abwehr- und Verscheuchungsmittel Rufe verschiedenen Inhalts. Fluchen kann das schwäbische Schrättele nicht vertragen, unangenehm ist ihm überhaupt die laute Nennung seines Namens, in christlicher Zeit auch die des Namens Jesu oder Gottes. Das gipfelte dann in der feierlichen Beschwörung, die mit dem Anruf des Trottenkopfes begann, ihn in Berge und Wälder zum Blätterzählen verwies und mit den Namen der hl. Dreieinigkeit schloß. Auch legte man sich wohl in Dänemark über den Kopf ein großes Sieb, dessen Löchlein die Mahrt, die doch über die heilige Zahl Drei nicht hinaus kann, erst zählen muß, ehe sie zu schaden vermag. Wenn der Alp selbst beim Erwachen nicht weichen wollte oder wenn man ihn noch ,hinauswitschen‘ hörte, so drohte man ihn festzunageln oder versprach ihm ein Geschenk: drei Almosen oder die drei weißen Gaben Salz, Mehl und Ei, die man ihm mit der linken Hand reichte. Auch lud man ihn für den folgenden Tag zum Frühstück ein oder rief ihm hastig nach: ,Komm morgen um ein Glehet’ d. h. um etwas zu leihen. In einigen Gegenden Deutschlands stellt der Bauer noch heute für [den]Unbekannten, der ihn in der letzten Nacht gedrückt hat, ein Näpfchen Quarkkäse an die Türe, und eine ältere Münchner Handschrift eifert gegen die, welche dem Teufel etwas opfern und dem Schrättlein oder der Trut ,rote Schüher’ . Ja im schlesischen Orte Kauffung umgeben sich noch gegenwärtig Leute geflissentlich mit dem Nimbus eines Alps, um dadurch nicht unbeträchtliche Geschenke zu erzielen.

Noch auf andre Weise sucht man sich des Alps zu versichern. Hat man beim Erwachen einen Strohhalm, einen Faden oder eine Bettfeder gepackt, so darf man sich durch die Harmlosigkeit des Gegenstands nicht irre machen lassen, sondern muß ihn festhalten, ja man nagelt oder schraubt ihn unbarmherzig fest, damit er elend zu Grunde gehe, oder sich entpuppe, etwa als eine um Hilfe schreiende Alte. Ist der Alp noch im Zimmer, verstopft man das Astoder Schlüsselloch, durch das er hereingekommen ist, denn schon Mephistopheles sagt: ,’s ist ein Gesetz der Teufel und Gespenster, wo sie hereingeschlüpft, da müssen sie hinaus4. So wird auch der Alp gefangen.

Man sorgt aber auch schon im voraus für allerhand Abwehrmittel, Wasser und Feuer, scharfe Werkzeuge, Zauberzeichen und übelriechende Sachen. In der Oberpfalz stellt man z. B. die Bettfüße in Wasser, damit die Trude nicht hinauf kann. Eine brennende Kerze, ja schon ein unangezündeter geweihter Wachsstock von roter Farbe hält den Alp ab. Ebenso ein Feuerstahl, eine Flachshechel, ein Beil, ein Messer auf der Brust. Dann mag sich auf den Färöern der Unhold die Klinge in den Leib drücken. Hier wie im norwegischen Tellemarken vertreibt man die Mare, indem man ein in ein Tuch gewickeltes Messer dreimal um den Leib aus einer Hand in die andre läßt, mit dem Spruch:

„Marra, Marra, Minni,

„Bist du hier innen?

„Denkst du nicht an jenen Schlag,

„Den Sjurdur Sigmundarson dir gab

„Einmal auf das Nasenbein?“

Sigurd oder Siegfried, der vornehmste aller Helden, wird hier als ein Marenschrecken aufgeboten. In Österreich hemmt ein Mistelzweig auf der Türschwelle, in Bayern ein Trudenfuß auf der Mutterbrust, fast überall ein kreuzweise unter das Bett gestelltes Schuhpaar, in der Schweiz und Vorarlberg ein unter das Kissen oder an die Wiege gehängter, mit einem Loch versehener „Schratten-“ oder „Toggistein“. Diese Steine mögen zu den Donar geweihten Donnersteinen gehören, wie denn auch in Ostpreußen die Pferde am Donnerstag vor dem Abendbrot abgefüttert werden müssen, um nicht von der Mahr gedrückt zu werden. Im Stalle wehrt sie am kräftigsten ein schwarzer Geißbock mit seinen Hörnern und seinem Gestank ab, vom Oberrhein bis tief nach Rußland hinein. So verscheuchten die Inder die alpartigen Gandharvas und Apsaras mit dem „Bockshorn“, einem stark riechenden Kraute. Im deutschen Mittelalter räucherte man den Alp mit der Verbena oder dem Holzwurz aus. Und noch werden starkriechende Hexenkräuter in Süddeutschland gegen ihn aufgehängt oder aufs Bett gelegt. In Hessen bestreicht man noch hie und da die von ihm gefährdeten Brustwarzen sogar mit Menschenkot. Ein ganzes Arsenal kindlich roher Anschauungen und Abwehrmaßregeln, das dem höchsten Altertum entstammt und bei den anderen indogermanischen Völkern, namentlich dem griechischen in gleicher Fülle und Eigenart bestand, hat noch bei den heutigen Germanen viele uralte Spuren hinterlassen.

Aber noch hat der Alpmythus seine üppigste Blüte nicht getrieben. Es war unvermeidlich, daß der gefürchtete Druck nicht bloß als von einem Tier, sondern auch von einem Menschen ausgeübt gefühlt wurde; aus der Gesellschaft der vielgestaltigen Alptraumbilder konnte die menschliche Gestalt nicht ausgeschlossen bleiben. Warum sollte nicht eine Liebende oder eine Hassende ganz leibhaftig den Feind oder Freund, eingehüllt ins Dunkel der Nacht, zu grausamer Lust oder Qual heimsuchen, oder auch ihre Seele im Traum in irgend welcher Form sich leidenschaftlich zu gleichem Zwecke aus ihrem Munde drängen und ins Nachbarhaus schlüpfen? Und nicht nur lebende Personen mochten so handeln, auch die Wiedergänger, von denselben Gefühlen stürmisch bewegt, ergriffen das böse Mittel des Alpdrucks, um sich zu befriedigen, schon im griechischen Altertum. Wie der Alpmythus durch diese Seelenanschauung sich mit dem schon besprochenen Seelenmythus verschlingt, so greift er auf der anderen Seite bereits in den Naturdämonenmythus des nächsten Abschnittes hinüber. Denn wenn sich auch der Mensch mit dem Plagegeist in seinem Hause praktisch abgefunden hatte, die einmal erregte Einbildungskraft verfolgte diesen weiter hinaus ins Freie, nicht nur in verdächtige Nachbarwohnungen, sondern auch in die weite Natur. Irgend wo mußte der Unhold doch stecken! Lauerte er nicht draußen auf einen neuen Angriff. Und wie sah er denn nun dort aus? Der Alp hält nur selten draußen seine häusliche, wirklich empfundene, seine sozusagen pathologische Form fest. Jenes Schweizer Schrät-teli, das nachts wie ein Schatten von den Bergen zum Haus herabschwebt, huscht nach seinem bösen Treiben wiederum wie ein Schatten zu den Schluchten und Wäldern zurück und verbirgt sich dort über Tag. Jene bayrische Habergeiß (S. 133), die mit ihrem Kopf den Schlafenden im Hause so schwer bedrückt, macht draußen auf ihrem Eulenfluge in der Mondnacht den Hafer schwarz, und jenes Roß mit den feurigen Glotzaugen tobt im Dunkel gespenstisch über die Heide an der unteren Wupper. Die steirische , Törin’, die die Menschen drückt, hält sich über Tag auf dem Heuboden auf. Am liebsten fliegen die Maren gleich ihren indischen Schwestern, den Apsaras, in die Kronen hoher Bäume, die dann fortwährend unter ihrem Druck zittern, und verwirren deren Zweige zu den sogenannten Marennestern oder Maretakken. Auch ruhen sie auf Brombeersträuchern aus oder lassen sich ins Korn nieder, aus dessen Ähren dann das schwarze giftige Mutterkorn hervorschießt. So werden die ursprünglichen mehr sächlich oder tierisch gedachten, im Schlafraum tätigen Alpgeister zu überwiegend menschengestaltigen Naturgeistern, vorzugsweise zu Windelfinnen, die frei durch die Luft schweifen und auf Wald und Flur verderblich herabfliegen. Die enge Genossenschaft verrät schon der altnordische Mythus: Drifa die Schneewirbelriesin tötet ihren Verlobten Vanlandi durch eine Mara.

Jetzt erst, nachdem der Alpmythus sich um wirkliche Menschen oder um Dämonen von menschlichem Aussehen gelegt und die engen Wände der dumpfen Schlafkammer durchbrochen, strömten alle Leidenschaften und Gefahren des wirklichen Lebens in das Traumleben des Mythus ein. Traum und Wirklichkeit schwammen nun noch leichter in einander über. Die im Traum erschienenen Nachbarn und Dorf genossen gerieten in den schlimmen Verdacht der Alpdrückerei, und indem der Traummythus ins reale Dasein gleichsam zurückwuchs, behauptete man auch, an diesen Verdächtigen die Spuren der mit ihnen im Traum erlebten Ereignisse mit wachen Augen wahmehmen zu können. Es entstand im Dorf eine höchst ärgerliche aus Traum und Leben wirr zusammengegossene Skandalchronik. Aber geheimnisvollen Liebreiz nimmt oft derjenige Alpmythus an, der sich an die übermenschlichen in der Natur waltenden Elfenweiber schließt.

Die mit der traurigen Fähigkeit des Alpdrückens begabten Menschen mußten nach dem Volksglauben von Dämonen oder unter dämonischem Einfluß geboren sein. Ihre Geburt fiel in ein böses Zeichen oder in die uni den 16. Oktober gelagerte Galluswoche, in der mit den Hirten allerhand böse Geister und Seelen von der Weide zu den Dörfern heimkehrten. Ihre Mutter hat in ihren Geburtswehen den Teufel angerufen, oder es ist bei deren Taufe ein Versehen begangen. Ein mit Zähnen auf die Welt kommendes Kind ist auch zum Alpdrücken bestimmt. Und wie der siebente Sohn ein Werwolf wird, so wird die siebente Tochter eine Mahrt. Beide, Werwolf wie Mahrt, sind an zusammengewachsenen Augenbrauen zu erkennen, auch alte Weiber mit Plattfüßen sind Maren. „Gänsfüßige Trute“ schilt man noch in Konstanz. Den breiten drückenden Alp-, Druten-, Schrättelesfuß stilisierte man später in die fremde Zauberfigur des Penta- oder Hexagramms oder um und gebrauchte sie homöopathisch als Gegengift gegen den Zauber. Von ihm stammt der niederdeutsche Name Maerenvoet.

Das weibliche Geschlecht ist der Leidenschaft des Alpdrückens zugänglicher als das männliche. Krankhafte Einbildung leidender junger Mädchen kam dem wilden Aberglauben entgegen, Liebe, Haß, Eifersucht trieb beiderlei Jugend dazu an, und namentlich alte Weiber waren in ihrer Bosheit, Ränkelust und ihrem Neide darauf erpicht Unleugbar hat manche auf diesem Wege förmlich nach Hexenruhm gegeizt. Sie muß aber oft für ihr boshaftes Geschäft büßen. In der Kammer, der Werkstube, der Mühle vom erwachenden Gesellen oder Müllerburschen als Strohhalm ergriffen, wird sie angeschraubt oder festgenagelt und steht anderen Tags als nacktes Frauenzimmer da, den kleinen Finger in den Schraubstock geklemmt, oder hängt gar als altes Weib tot an der Wand. Oder man haut auch einer Katze die Pfote ab, worauf die Frau am andern Morgen mit abgehauener Hand im Bett liegt. Durch ganz Süddeutschland ist folgende Sage verbreitet, die höheren Alters sein wird, ein milderes gleichsam weibliches Seitenstück zu der harten männlichen Werwolfssage: Eine Frau sah einst ihre Magd in der Nacht bleich an der Wand lehnen. Am anderen Morgen bekannte diese ihr weinend, daß sie drücken gehen müßte und ihr nur geholfen werden könnte, wenn sie etwas hätte, was sie erdrücken dürfte.

„Ei, so erdrücke meinthalben die schönste Kuh im Stalle“

, sagte die Frau. Am anderen Morgen lag die Kuh im Stall tot, und die Magd war befreit. Leidenschaftlicher erscheinen diese Nachtwandlerinnen nach norddeutschen Sagen bald in Menschen-, bald in Katzengestalt oder als schnell dahinlaufende Reifen oder Räder. Geistliche Lieder singend, schweifen sie durch die Felder, reißen mit bloßen Händen die Domen ab, schwimmen durch große Gewässer, stürzen sich in Flammen und magern bei ihren nächtlichen Menschenquälereien zu frühem Tode ab. Aber diesen unbestimmten rasenden Drang ersetzt nun auch eine auf eine bestimmte Person gerichtete bestimmte Leidenschaft. Im Hauensteinischen Schwarzwald z. B. dringt ein von seinem Mädchen verlassener Liebhaber als Schrättele durch das Schlüsselloch und legt sich ihr aufs Bett, und ebenso handelt dort wie in der Provinz Sachsen die verlassene Liebste. Auch in einer Bamberger Sage quält eine Müllerin ihren Knecht als Mare aus verschmähter Liebe. Der Quälgeist geht bereits in den Buhl-geist über, und in ähnlichen Sagen ist es nun nicht die leibhaftige Gestalt, sondern nur die im Traum ausgefahrne Seele, die aufs Drücken ausgeht.

Auch aus Gräbern steigt die Alpqual auf, wie wir aus dem. Wiedergängermythus erfahren haben, und der ertrunkne Syiter legt sich mit der ganzen Schwere seiner nassen Kleider alpartig über das Bett des Schlafenden. Die drückende Wucht verwandelt sich in ein markerschütterndes Geschrei, mit dem der Geist eines Ermordeten, das ,schrauend Ding‘ oder ,lopend Rad‘ im Oldenburgischen, so grausig über die Heide stürmt, daß auch die Tiere zittern.

Die volle Schönheit entfaltet der Alpmythus aber erst, wenn er in den Elfenmythus umschlägt; und da dieser es ist, von dem der eigentliche Glanz ausgeht, so kann hier diese leuchtende Spitze nur eben berührt werden. In dem Falle nämlich, wo die Mare nicht eine Nachtwandlerin oder eine ausgefahrene Seele oder eine Wiedergängerin, überhaupt nicht ein menschliches, sondern ein elfisches Wesen war, entstanden ganz neue imgewöhnliche Verhältnisse. Es war freilich auch ein Dämon wie der ursprüngliche Alp, aber es zog als elfisches Wesen seine ganze in den Wettererscheinungen sich offenbarende Naturgewalt mit sich. Es flog mit dem Sonnenstrahl durch das Schlüsselloch oder eine Ritze zum Jüngling hinein. Es floh nun auch nicht immer nach einem Zusammensein von wenigen Nachtstunden wieder davon, sondern wurde gezwungen, lange Jahre bei ihm zu verbleiben. Wesen zweier Welten taten sich zu einem dauernden Bündnis zusammen, sie trat in seinen Dienst oder schloß sogar mit ihm eine Ehe; denn als Elfin war sie klug und gewandt und oft genug von bezaubernder Schönheit. Immer aber blieb die Dauer solcher Verhältnisse von einer bedenklichen Bedingung abhängig. Eine gewisse Fremdheit konnten die Beiden gegen einander nicht überwinden, eine Spannung zitterte durch alle Liebe hindurch, stammte das eine doch von dieser Erde, während das andere über der Erde seine Heimat hatte, wonach es eine unstillbare Sehnsucht trug. Wie hoch man die Schönheit und den Adel dieses fremden, fluchtbegierigen Weibes schätzte, geht daraus hervor, daß man von Island bis nach Griechenland und Indien hin hervorragende, selbst königliche Geschlechter aus solch einer wundersamen Verbindung eines Sterblichen mit einer Apsaras, einer Nereide, einer Elfin herleitete.

Manchmal führte der Alpdruck einer Elfenschöne zu keiner dauernden Lebensgemeinschaft, sondern hatte den entgegengesetzten Erfolg. Die alte quälerische Unholdsnatur wog noch vor. Ein baumstarker Montavoner hatte mit beiden Händen ein Doggi, das sich ihm auf die Brust legte, bei den Zöpfen festgehalten. Als aber sein Weib, dem er zurief, mit Licht kam, wurde er des Doggi nicht mehr Meister; es huschte windschnell zur Tür hinaus, und man sah noch, wie seine zwei fliegenden Riesenzöpfe um die Türpfosten schlugen. Die Mare auf den Färöern gleicht der schönsten Dime und drückt zur Nachtzeit den von ihr heimgesuchten Mann so fest auf die Brust, daß er keinen Atem holen, kein Glied rühren kann. Sie fährt ihm mit ihren Fingern in den Mund, um die Zähne zu zählen; wird ihr Zeit gelassen, sie abzuzählen, so muß er das Leben verlieren. Anders erging es einem Witwer im Oldenburgischen. Als er einmal die Nähe einer Walriderske spürte, griff er zu und erhaschte einen vollen weichen Arm; aber sie entschlüpfte ihm durch das Riemenloch der Tür. In der folgenden Nacht jedoch gelang es ihm, sie festzuhalten, ein schönes junges Mädchen. Er machte das Riemenloch dicht zu, und sie war mehrere Jahre seine treue Haushälterin. Wie er aber einmal das Loch geöffnet hatte, verschwand die Fremde mit dem Ruf

„Wat klingen de Klocken in Engelland!“

Unsichtbar sorgte sie auch dann noch für seine und seiner Kinder Kleider und Wäsche bis zu seinem Tode. Fast genau dasselbe erzählt man von einer vorarl-bergischen und einer graubündischen Mare, von einem Doggi. Aber häufiger ist die schönere Geschichte, daß die Mare von dem Mann auf Bettesrand festgehalten wird, nackt und in leuchtendem Goldhaar, daß sie dann Kinder bekommen und glücklich Zusammenleben, bis der Mann ihrem Drängen, ihr das einst von ihr zum Einschlüpfen benutzte Astloch zu zeigen, in einer weichen Stunde nachgibt. Auch in Smäland kam eine Alfenjungfrau durch ein Astloch der Wand mit den Sonnenstrahlen in ein Haus und wurde von dem Sohn geheiratet. Sie gebar ihm vier Kinder, durch die sie die Stammutter eines namhaften Geschlechts wurde, und verschwand an einem heiteren Tage auf dieselbe Weise, wie sie gekommen war. Aber um dem aus den Erscheinungen der freien Natur geschaffenen Elfenmythus nicht vorzugreifen, dürfen wir hier nicht auf die hochpoetische Verkleidung der wüsten Maren in herrliche Schwanweiber, die nun nicht mehr in Kammer oder Stall oder Mühle, sondern im freien Quellbade überrascht werden, weiter eingehen. Und wenn das Alpwesen nicht im Sonnenstrahl in die Stube dringt, sondern in der Mittagshitze der Erntezeit draußen über den glühenden Kornfeldern zittert, so gewinnt es auch den Charakter eines Naturgeistes, des Mittagsgespenstes, das den Sonnenstich erzeugt. Und vollends modernisiert ist unser Alp, wenn „er im Traum eines Kandidaten als mordlustiger Examinator erscheint“.

Mythologie der Germanen – Die Elfen

mythologie-der-germanen-elard-hugo-1837-1908Germanenherz aus dem Buch: Mythologie der Germanen von Meyer Elard Hugo. Das Seelen– und das Marenreich liegen hinter uns; wir betreten eine neue Welt, das Naturgeisterreich. Nicht nur am Sterbebett und am Grabe des Angehörigen und auf dem Lager des eigenen vom Alp gepeinigten Leibes erfuhr die Phantasie tiefe mythenbildende Eindrücke.

Die freie Natur mit ihren wechselnden Reizen und Schrecken, Segnungen und Gefahren wurde nun die ergiebigste Fundstätte der Einbildungskraft. Den weiten Luftraum gestaltete sie zu einem erdenhaften und doch überirdischen Wunderlande um, aus den Erscheinungen des Wetters, das auch heute noch die stärksten und weisesten Kulturmenschen in seiner Gewalt hat, aus all seinen zahllosen Formen, Tönen, Farben, Lichtem und seinen oft so auffälligen Wirkungen schuf sie zauberische Tiere und Hunderte von menschgestaltigen Geistern und Göttern, die jenes Wunderland bevölkerten. Aber auch die Erde war ihr Tummelplatz, denn die Licht- und Wettergewalten griffen ja fortwährend in die Berge, Gewässer, Wälder und Felder ein, und so entstand, um einen Ausdruck Goethes zu gebrauchen, ein reges

„Wechselleben der Weltgegenstände“.

Die Wolken wurden der Einbildungskraft zu Bergen, darum bedeutete z. B. altnord, klakkr Fels und Wolke, das angelsächsische clûd Berg, das englische cloud Wolke. Aber auch Wälder, Flüsse, Seen, später Burgen und Türme sah man in ihnen. Ein großes, verzweigtes Wolkengebilde erschien wie ein Riesenbaum mit einem Quell an seinem Fuße. Manche Wolke hielt man für eine Mulde, einen Kessel, ein Trink-hom. In bewegten Wolken erkannte man allerlei laufende, springende, fliegende Tiere und in der wetterleuchtenden ein Untier, einen flügelschlagenden, feuerhauchenden Drachen, die großartigste mythische Tiergestalt. Die Blitze waren feurige Schlangen oder springende Geißböcke und dann wieder glühende Geschosse, vom rohen Stein und der Keule der Urzeit durch Hammer, Beil, Speer bis zum heldenhaften Goldschwert. Auch als Peitschen, Ruten, Kugeln dienten sie. Das befruchtende Regennaß verwandelte sich in einen köstlichen Trank, die im Gewölk verborgenen Sonne, Mond und Blitz in einen leuchtenden, von der goldenen Wünschelrute oder dem Drachen behüteten Schatz. Dann wieder glich die auf- und abflammende Gewitterwolke einer lodernden Schmiedeesse oder einem Backofen. Der Osten oder der Westen des Himmels mit ihrem zauberischen Farbenspiel am Morgen und Abend wurden zu fernen geheimnisvollen Lichtländern höherer Wesen. — Von dieser Metamorphose der Oberwelt übertrug die Phantasie manche Züge auf die Erde. Gewisse irdische Berge könnten, wie man erzählte, gleich den himmlischen auseinander krachen und zusammenschlagen und schlössen auch goldene Waffen und Schätze in ihrem Schoße oder auch das Lebenswasser oder wasserreiche Seen ein. Und davor lauere ein Drache. In den Alpen aber stürzt er über die steilen Abhänge und reißt Blöcke und Bäume mit sich. Dann sagen die Leute:

„der Drach ist ausgefahren“.

Und auch draußen im weiten nordischen Meer wälzt er sich wogend und brandend im Riesenzorn. Mit solchen Deutungen begann der geistige Kampf des Menschen mit der Natur, der ihm Knechtschaft und zugleich Erhebung vielerlei Art brachte und ihm erst spät, als er das Spielzeug der Einbildung mit den Waffen der Wissenschaft vertauschte, von Sieg zu Sieg führte.

Die bald zarteren, bald gewaltsameren Mächte der Luft erreichten ihren höchsten Ausdruck in einer menschenartigen Form und zwar jene in oft mehr untermenschlicher und diese in übermenschlicher Größe, sie waren Elfen oder Riesen. Ihre beiden Gruppen treten nun neben die Seelen- und die Marenschar. Der alte Name ,dessen ’ Plural Elbe oder Elber lautete, wovon z. B. Elberfeld stammt, ist im Deutschen jetzt durch die englische Form Elfe, Elf, die Wieland in seiner Übersetzung von Shakespeares Sommernachtstraum 1762 einführte, ersetzt worden.

Im Nordischen heißt er Alfr, Elf. Man hält ihn für identisch mit dem Namen eines kunstfertigen altindischen Dämonengeschlechts, Ribhu, den man unsicher als Greifer, oder listig, geschickt, oder glänzend, licht deutet. So zweifelhaft demnach der ursprüngliche Sinn des Namens der Elfen ist, desto klarer ist ihr Wesen, wenn es auch in hundert Formen und Farben spielt. Die Elfen sind kleinere Dämonen von menschlicher oder untermenschlicher Größe, durch Rührigkeit, Anstelligkeit und vielfaches Eingreifen ins menschliche, wie auch ins heroische und göttliche Dasein ausgezeichnet. Ihr ursprüngliches Element ist die bewegte Luft in ihren verschiedenartigen Äußerungen, vom Blitz und heftigem Windstoß und vom schwarzen Gewölk bis zum stäubenden Sonnenstrahl, zum unhörbaren Zittern der heißen Luft und zum zartesten Nebel. Mit andern Worten, es gibt Gewitter- und Windelfen und eine überwiegend weibliche Gruppe von Wolkenelfinnen, die mit den Lichtelfen nahe verwandt sind. Doch bedürfen jene beiden ersten naturgemäß auch der Wolkenumhüllung, sowie anderseits diese einen ,entsehenden‘ bezaubernden Blitz im Auge haben und dem Wirbelwindtanze leidenschaftlich ergeben sind. Eigentliche Sonnen- und Mondelfen sind nicht nachweisbar, und die altnordische Einteilung in Licht-, Dunkel-und Schwarzelfen erklärt sich genugsam aus dem Wechsel jener Lufterscheinungen. Die Luftelfen aber verwandeln sich nach ihren verschiedenen lokalen Wirkungskreisen in Berg-, Erd-, Wald-, Feld- und Wasserelfen, ohne aber dabei ihre ursprüngliche meteorische Natur wesentlich einzubüßen. Ein angelsächsisches Wörterverzeichnis unterscheidet Munt (Berg)-, Vudu (Wald)-, Feld-, Vylde-, Sae- und Dün (Hügel) elfen, denen Shakespeare mit echtem Naturgefühl die Sturm- und Gewitterelfen hinzugesellt, und noch der heutige Isländer findet Alfar in Höhlen, Felsen, Wasser und Luft. Als nach der jütischen Sage Gott die gefallenen Engel aus dem Himmel stieß, fielen einige auf Berge herab, das Bjärgfolk, andere in Wälder und auf Wiesen, das Ellefolk, andere wiederum in die Häuser, die Nisser. Je nach ihrer Wetternatur müssen sie bald licht, schön, freundlich, nützlich, dienstfertig, bald dunkel, häßlich, grausig, schädlich und tückisch sein. So führen sie auch allerlei andre Namen. In Norwegen heißen sie Huldren Verhüllte, in Deutschland mit verwandtem Klange die , Hollen die Gütigen, auf Island die Liuflingar Lieblinge, anderswo weiße Weiber oder Frauen. Fremd ist der Name der englischen Fairies und der deutschen Feen, den Wieland ebenfalls wie den der Elfen im Sommernachtstraum herüberbrachte. Der im Berge, in der Erde hausende Elf heißt Zwerg, angelsächsich dveorg, englisch der berühmteste Alberich oder Elberich Elfenkönig. Ein wieder umfassenderer Name ist das oder der , im got. vaihts und altnord, vaettr weiblichen Geschlechts. Das Wort bedeutet eigentlich ein Ding, ein Etwas und fernerhin ein rätselhaftes übermenschliches Wesen, wie das lateinische res und das altfranzösische chose, im Norden oft ein ungeheures, in Deutschland häufig ein zwerghaftes. Es durchläuft aber fast alle Stufen der mythischen Lebewelt: Wichter heißen die Geister der Verstorbenen, die Wichtelmännchen, die Riesen, die Walkyrien, die Götter und im Heliand sogar die Teufel. Das Opfern an die heidnischen Wichter, unter die wohl alle diese Mächte zusammengefaßt werden, galt in den altnordischen Kirchenrechten für ein Hauptmerkmal des Unglaubens. Die Wichter waren bald böse, bald gut, dann heißen sie holde Wichter. Am innigsten gestaltete sich das Verhältnis der Menschen zu ihnen im Hause, sie helfen bei der Niederkunft und Hausarbeit, begleiten ihren Schützling zum Thing oder auf die Jagd, ja sie bewachen im Norden noch hie und da den Hausfrieden oder auch das ganze Land. Des Skalden Egil Neidstange forderte die Landwichter auf, den König aus dem Lande zu jagen; das älteste isländische Gesetz verbot, durch Fratzen, wie sie am Vordersteven der Schiffe ausgeschnitzt waren, die Landwichter zu schrecken. — Anderen Namen werden wir bei den besonderen Elfenarten begegnen.

Der Glaube an die Elfen ist uralt wie der an die Seelen und die Maren. Wurden unsre Vorfahren von diesen zu Hause oder an den Gräbern heimgesucht, so waren ihre frühsten Feinde und Freunde in der freien Natur die rie-sischen und fast noch mehr die elfischen Wesen und zwar schon während ihres Zusammenlebens mit den andern Indogermanen. Die indischen Elfinnen heißen Apsaras Wolken- oder Wasserwandlerinnen; die Nymphen und Neraiden Alt- und Neugriechenlands sind ebenfalls ihrem Namen nach Wasserwesen, wie die germanischen Elfinnen ursprünglich Wolkenfrauen waren und später gleich jenen Inderinnen und Griechinnen ihren Lieblingsaufenthalt an den Gewässern der Erde hatten. Gleich den Elfinnen aber verteilen sich die Apsaras auch auf die Berge, Wälder und hohen Bäume, und schon in der Ilias bewohnen die Nymphen nicht nur die Quellen, sondern auch die Berge, die schönen Haine, die kräuterreichen Auen, die Felder und Bäume, und sie verzweigen sich in Nereiden, Okeaniden, Oreaden, Dryaden, Hamadryaden und Feldnymphen, gerade wie die deutschen. Die neugriechischen Neraiden helfen sogar wie unsre Elfen als Hausgeister beim Spinnen und Kehren und putzen die Stuben. Allen diesen verschiedenen Nymphen- oder Elfenarten messen die genannten Völker zauberhaften Gestalt- und oft sehr gefährlichen Sinneswechsel, Freundlichkeit wie Bosheit, Häßlichkeit wie höchste Anmut zu. Mit schlanken glänzenden Gliedern und einem blendenden Blick wiegen sie sich in verlockenden Reigen und singen unwiderstehliche Lieder. Gleich‘ einer Kette von Wasservögeln flogen die Apsaras schon nach rigvedischen Liedern über den See und spielten darin wie Tauchenten, wenn sie sich über seinem Spiegel schmückten. Die schönste, zur Göttin erhobene Nymphe, Aphrodite, sah man wohl auf einem Schwan durch die Lüfte oder über das Meer reiten. Unsere Elfinnen streiften oft an Seen und Quellen ihre Schwanhemden zum Bade ab. Statt des schneeigen Gefieders hüllt sie bei allen drei Völkern auch ein weißer Schleier, ein zartes Gewand ein. Die Phantasie sehnt sich, die höchste Schönheit aus dem einsamen zauberischen Walten der Naturmächte herauszuerkennen. Ein Weib von strahlender Schönheit fragte der bewundernde Hindu: „Bist du eine Apsaras ?“ „Schön wie eine Neraide“ ist noch heute in Griechenland und das angelsächsische „elfsctn“, das altnordische „frid sem alfkona, elfenschön, schön wie ein Elfenweib“ war bei den Germanen der höchste Preis irdischer Weiblichkeit! Man begreift, wie man solchen Wesen zutraute, auch andere Männer als solche elfischer Art, auch Männer menschlicher Art bestricken zu können. Ihre verführerische Herrlichkeit hat bei allen drei Völkern ein reizendes Mythenpaar hervorgerufen: die Elfin bringt ein männliches Wesen dämonischer oder menschlicher Herkunft in ihre Gewalt, — oder jenes männliche Wesen bringt die Elfin in seine Gewalt, und aus beiden Verbindungen entspringt großes Glück oder großes Unglück. Noch ein dritter Mythus, der aber der Gesellschaft der männlichen Elfen angehört, trägt indogermanisches Gepräge, obgleich er sich um die doch erst später ausgebildete Schmiedekunst dreht. Die Inder wie die Germanen kannten einen Ribhu- oder Elfenkönig, einen Ribhukschan oder Alberich, aus dessen Volk hier wie dort drei unübertreffliche Schmiede hervorgingen, die in der Wettarbeit mit anderen ausgezeichneten dämonischen Schmieden die besten Waffen, Geräte und Schmucksachen der Welt in ihrer Himmelsesse für die Götter verfertigten. Und wie die Schönheit die Elfenweiber, verbindet die Kunstfertigkeit die Elfenmänner unmittelbar mit den Menschen, denn wenn diese ihnen Metall vor die irdische Höhle legen, so machen halbgöttliche Meisterschmiede treffliche Kessel und gefürchtete Waffen daraus. Überall unterhalten die Elfen, in Berg und Wald, in Feld und Haus, den lebendigsten Verkehr mit den Menschen.

Durch ihre noch ganz frische Verbindung mit der Natur, die die Seelen und die Maren entbehren, und zugleich durch ihren persönlichen Umgang mit der Menschen weit, der den Riesen und Göttern fehlt, zeichnet sich die Elfengruppe vor allen andern mythischen Gruppen aus.

Die Germanen drückten diese Innigkeit ihrer Beziehungen zu den Elfen noch auf ihre eigene Art aus. Nach Riesen wurden Menschenkinder kaum genannt, nach den Elfen aber so häufig wie nach den Göttern. Bei allen Stämmen schmückte man die Kinder mit schönen Elfennamen, die ihnen den Schutz und die eigentümliche Begabung der Elfen sichern sollten, auch Königskinder, wie den Langobarden Albuin d. i. Albwin Elfenfreund und den Angelsachsen Alfred den von Elfen Beratenen. Albruna, wohl von ähnlicher Bedeutung, hieß wahrscheinlich eine schon von Tacitus erwähnte Seherin. Verwandten Sinn mögen Albigardis, Albheida, Albhilt, Aelflint gehabt haben. Albofledis bezeichnet die Elfenreine und vielleicht auch Alblaug; auf die leuchtende Farbe weist Alfdag. Die Stärke und Kühnheit rühmen die Namen Albswinda, Alf-hard, Alfnand, ihr Geschoß der Name Alfger, und an die Elfenkönige erinnern Alfhere, Aelfwold, Alfward und vor allen Alberich. Klugheit, Schönheit, Entschlossenheit und königliche Herrschgewalt sind also den Elfen in hervorragendem Maße in unsrer ältesten Geschichte eigen.

Wie mangelhaft doch auch der von uns oben gerühmte Religionsbericht des Tacitus ist! Von diesem ins Leben so tief eingreifenden Elfentum meldet er nichts. Erst ein halbes Jahrtausend später erfahren wir indirekt von ihnen, durch den Griechen Agathias, wo er von den Opfern spricht, die die Alemannen den Bäumen, Flüssen, Hügeln und Höhlen darbrachten, und seitdem hören die Geschichtsschreiber bis zu Helmold gegen 1200, sowie die Konzilsbeschlüsse und Kapitularien nicht auf, über die Quellen-, Stein- und Baumverehrung zu zürnen. Das dabei übliche Lichteranzünden bestrafte Karl d. Gr. durch das ganze fränkische Reich, insbesondere aber auch im Sachsenland.

Die Könige Knut und Olaf der Heilige verpönten diese Kulte in England und Norwegen. Auf Island opferten die ersten Ansiedler hier einem Steine, dort einem Wald, dort wieder einem Wasserfall. Einem solchen gelobte Einer sogar seinen ganzen Nachlaß, und in seiner Sterbenacht stürzten sich wirklich alle seine Schafe in die Flut hinein. Daß nun die Germanen nicht diese Naturgegenstände als solche, sondern die darin wohnenden Geister verehrten, dafür spricht außer dem durchgehenden, dem rohen Fetischdienst abholden Charakter ihrer Religion das Vorhandensein der Berg-, Stein-, Wald-, Baum- und Quellelfen, die gerade in den genannten Naturgegenständen ihren Aufenthalt hatten. Das jüngere Christenrecht des norwegischen Gulathings verbot, an Landgeister zu glauben, die in Hainen, Hügeln und Wasserfällen wohnten. Riesen aber empfingen überhaupt kaum Verehrung, wenigstens nicht an solchen bestimmten Örtlichkeiten, und auch die Götteropfer knüpften sich damals in heidnischer Gegend wohl nur an Tempel und wagten sich in schon bekehrter Bevölkerung kaum ins Freie hinaus. Endlich decken sich die oft auffälligen Formen dieses scheinbaren Naturkultus genau mit denen des Elfenkultus. Wie man an Quellen Lichter anztindete und in Deutschland am Christabend mit Lichtern in den Brunnen sah, so empfing man noch nach späterem isländischen Julbrauch die Elfen mit vollem Lichterglanz im Hause. Wie jener Isländer seine Schafe dem Wasserfall gelobt hatte, so warf noch später der norwegische Geiger seinem Lehrmeister, dem Fossegrim oder Wasserfallselfen, am Donnerstagabend ein weißes Böcklein ins Wasser. Auch setzte man sich allen Konzilsbeschlüssen zum Trotz noch viel später auf die Kreuzwege hinaus, um gerade hier der Elfen Gunst zu erfahren. Wie schwer das germanische Volk sich vom Glauben an sie losriß, das lehren z. B. einige englische Daten. Chaucer meinte im 14. Jahrhundert, in König Arthurs Tagen sei das ganze Land von Fairies erfüllt gewesen und die Elfenkönigin habe mit ihrer fröhlichen Gesellschaft auf mancher grünen Wiese getanzt, bis die Bettelmönche sie verdrängt hätten. Aber drei Jahrhunderte später behauptete der Bischof Corbet ganz ernsthaft, erst seit Abschaffung des Mönchtums durch die Königin Elisabeth hätten die Feen das Land verlassen, und wiederum drei Jahrhunderte später hielt ein hochgebildeter Dichter, Coleridge, die Elfen für wirkliche Wesen. Noch heute glaubt mancher Bauer in manchem Bach, im Acker und im Bergesschoß das leise Walten der Elfen wahrzunehmen, und ihre Sage wenigstens schwebt noch über mancher Lieblingsstätte unsrer Heimat wie ein zerrinnender zarter Duft. Die neuere Dichtung und Musik aber verdankt dem Elfenmythus die wundersamsten Töne, ohne ihn noch erschöpft zu haben.

Eine Gesamtcharakteristik des Elfenvolks, das ja in den verschiedensten Naturreichen wohnte, dazu in sich zweideutig, ja zwiespältig war, in die verschiedensten menschlichen Verhältnisse eingriff und sich auch diesen wieder anzupassen verstand, wird nicht leicht gelingen. Je nach den freundlichen oder wilden Wettererscheinungen gab es, wie schon bemerkt, schöne, lichte, nützliche, dienstfertige und gütige und wiederum häßliche, dunkle, schädliche, gewalttätige und tückische Elfen. Im Durchschnitt sind sie von der Größe des Menschenleibes, doch bleiben namentlich die Bergelfen, die Zwerge, aber z. B. nicht in Island, dahinter zurück. Aber auch die großen isländischen Alfar haben weicheres Fleisch und mürbere Knochen als die Menschen, und auch des deutschen Zwergkönigs Goldemar Hände sind weich anzufühlen wie eine Maus oder ein Frosch. Goldemar erscheint sogar als bloßer Schatten, und alle Elfen lieben es, rasch zu verschwinden wie ein „Schwick“, oder wie ein Schatten, altnordisch skuggi. Sie können bei geschlossenen Türen ins Haus kommen. Die Elfinnen sind überwiegend anmutig, oft bezaubernd namentlich durch Glanz der Haut, Schlankheit des Wuchses und üppiges Haupthaar. Bei Saxo hatte der mythische König Alf silberglänzendes Haar, und seine Geliebte Alfhild blendete durch ihre strahlende Schönheit, wenn sie sich entschleierte. Schöner als die Sonne sind die Alfen nach der Prosaedda. Doch sind andere mit bleckendem Gebiß und langen Zotten ausgestattet, und die Wasserelfinnen, die Nixen, haben glotzenden Blick, grüne Zähne und grüne Locken und enden auch wohl in einen Fischleib. Von den männlichen Elfen sind die Zwerge oft allzu gedrungen, verhutzelt und dickköpfig und schreiten zuweilen auf Vogeloder Geißfüßen einher. Häufig tragen Elfen einen roten oder grünen Spitzhut, oder eine Tarnkappe, die sie unsichtbar macht, und die Elfinnen ein Schwanhemd oder Schleierkleid, das sie zum Bade abwerfen. Keine Klasse der mythischen Wesen führt ein menschlicheres Dasein und ist mit dem Menschengeschlecht inniger verbunden als die Elfen. Sie werden geboren, wachsen und sterben, wie die griechischen Nymphen, nach Art der Menschen, wenn sie auch gewöhnlich ein weit höheres Alter als diese erreichen. Doch gehen sie darin weit auseinander. Der Felddämon entstand auf jeder Flur jedes Jahr neu, wurde bei der Ernte gefangen und lebte in der letzten Garbe fort, bis er während des Drusches auf der Tenne hinstarb. Der Hausgeist dagegen blieb fest im Hause nisten, mehrere Geschlechter hindurch. Andere rühmen sich so alt zu sein wie uralte Wälder. Die Elfen backen, brauen, waschen, spinnen und halten gut Haus, sie haben ihr eigenes, imgewöhnlich milch-reiches Vieh. Sie übertreffen die Menschen in Tanz, Gesang, Musik und zumal in der Schmiedekunst. Die Zwerge bilden ein Volk, das seine bestimmten Feste, wie z. B. das Julfest, feiert und seine Dingstätten, ja sogar seine Kirchen hat. Es hat einen König Alberich, Laurin, Goldemar, Pippe über sich, auf Island sogar zwei neben einander. Die Elfen beschenken und ergötzen die Menschen, aber sie verwunden sie auch, machen sie krank und töten sie. Der Zauber, den sie auf die Menschen ausüben, ist kaum größer als der, mit dem die Menschen sie anziehen. In diesem Wechselverkehr liegt sogar der Schwerpunkt des Elfenmythus, der insofern mehr Ähnlichkeit mit dem Seelen- und dem Maren-, als mit dem Riesen- und Göttermythus hat.

Beide, Elf wie Elfin, schließen sich oft als Hausgeister den Menschen zu dauerndem Dienste an oder wie Liebende zu dauerndem Bunde. Die Elfinnen locken durch Schönheit, Sang, Spiel und Trank die Männer in ihren Berg, Wald, See und beglücken sie mit ihrer Liebe, oder sie leiten sie irre bis zur Erschöpfung, zur Schwermut und zum Wahnsinn. Namentlich die Nixen dringen Abends sogar in die Spinnstuben, um sich dort am Tanz zu erlustigen und dann einen Burschen mit sich ins Wasser zu ziehen oder ihn in seinem Bette zu töten. Die Elfen holen gern Weiber in ihre Wochenstuben, um sich ihrer Hebammenkunst zu bedienen, und vertauschen gern ihre Kinder, die Wechselbälge, mit den menschlichen. Oft sehen sie sich genötigt, den bald zum Heil, bald zum Unheil ausschlagenden Umgang mit den Menschen ganz aufzugeben und in ein andres Land weit ab von den Menschen tiberzusiedeln.

In christlicher Zeit legte man oft dem Verlangen der Elfen nach Menschenverkehr die Sehnsucht nach dem Christentum und der Seligkeit unter. Sie haben daher auch ihre Kirchen. Dann wurden sie sogar in die christliche Mythenwelt versetzt: die Lichtelfen wohnen schon nach der Edda im dritten Himmel wie die Engel des Mittelalters; die Südtiroler Waldelfen oder Norgen sollen vom Himmel gestürzte Engel sein, die an den Bäumen hängen blieben, wie sie in Griechenland zu Sirenen wurden. Die isländischen Alfar galten für die bei Luzifers Aufstand gegen Gott neutral gebliebenen Engel oder für die bei des Herrgotts Besuch ungewaschenen Kinder der Eva.

Wie die Seelen und die Maren waren die Elfen eine bedeutende Macht im Dasein, die man durch Speis- und Trankopfer zu Hause und draußen unter Bäumen, an Steinen, an Quellen und auf Kreuzwegen zu begütigen und zu gewinnen, aber auch durch Feuer, Donnerkeil, Stahl und das Tageslicht und schließlich durch Glockengeläute zu verscheuchen suchte.

Die Urheimat der Elfen ist die bewegte Luft, darin sie als Gewitter-, Wind- und Wolkenwesen sich tummeln. Die Gewitterelfen sind ausgerüstet mit dem Blitzgeschoß, dem „Alpschoß“. Ursprünglich ein bloßer feuriger Stein, den man erkaltet im Belemnit, dem sog. Donnerstein, schwed. Aelfqvam, engl. Elfstone, schott. Elfflint, wiedererkannte, wurde es später als Pfeil gedacht, norw. Alfpil, schott. Elfarrow oder Elfbolt. Da die Maren, Druten, Schrättele und Hexen, wie bemerkt, sich vielfach unter die Elfen mischen, so heißt der Donnerstein auch Maren-, Drutten-, Schrattenstein, engl. Hagstone. Der durch diesen zwischen den Schulterblättern hervorgebrachte „Hexenschuß“ heißt holländisch „Spit“ d. i. Spieß, schwed., dän. und englisch Elfenschuß, norw. Elfenfeuer oder Zwergschuß. Schon vor 1000 Jahren erzählte ein Angelsachse, wie mächtige Frauen, Hexen, laut über das Land geritten seien und gellende Speere, Götter-, Elfen- und He, gesendet und dadurch einem Kranken schmerzhafte Stiche in Haut, Fleisch, Blut oder Glied verursacht hätten. Dann beschwor er den kleinen Speer heraus und bedrohte die Unholde mit einem Messerwurf. So sprach 1675 noch eine deutsche Hexe „wider das Geschoß“:

„Alle Wolken triefen und alle Wasser fließen. Alle Bolzen schießen, schießen dir aus alles dein Gebein“.

Aus den Wolken fliegen also diese Geschosse. Nach dem dänischen Volkslied schießt die Elfin vorzugsweise mit dem Elvekvist Elfenzweig zwischen die Schulterblätter oder schlägt der Bergkönig mit der Elverod Elfenrute. Vom elfischen Pilwiz weiß Wolfram v. Eschenboch, daß er durch die Kniee schießt und Fliehende lähmt. In deutschen Sagen werfen weiße Frauen und Hexen Lauschern oder andern unbequemen Leuten namentlich bei der wilden Jagd ein Handbeil in den Rücken, das dann wohl erst nach sieben Jahren an demselben Orte, wo es ihn getroffen, herausgezogen wird. Die Elfin oder Huldre schießt in Norwegen eine Alßzula Elfenkugel ins Vieh, d. i. der im Magen eines Rindes häufig gefundene Haarballen, der Tiroler Hagelstein, der von Hexen gefüllt sein soll. Im Blitz sah man auch eine goldene, feurige Peitsche, mit der der Zwergkönig Alberich im Nibelungenliede bitterlich auf Siegfried und der Aargauer Zwerg Stiefeli auf die Holzfrau loshaut: Alberich aber ist im Epos aus den Wolken in die Berge herab versetzt. Hurtig springt er aus der Felswand hervor mit seiner Geißel und zwar in der Tarnkappe, der imsichtbar machenden Wolkenhülle, und da sie in sich andre furchtbare Blitze birgt, verleiht sie ihm die Stärke von zwölf oder zwanzig Männern. Trotzdem besiegt, führt er nach dem Siegfriedslied den Sieger ins Innere des Berges zum Nibelungenhort, der unter Anderem ein Schwert, den Blitz, hat, das allein den Feuerdrachen töten kann. Und noch nicht des fantastischen Spiels mit den Blitzerscheinungen genug: auf dem Schatze ruht als Köstlichstes „von Gold ein Rütelein“, das den Schatz der Wolke aufdeckt und ihr das regensreiche Naß entlockt und den Besitzer zum Meister aller Menschen macht. Des Rüteleins Zauberkraft ist dann spät auf die sich gabelnde Haselrute, das Abbild des zackigen Blitzes, die „Wünschelrute“, übertragen, mit deren Hilfe der Mensch im Schoß der Erde Gold oder Wasser aufspürt und die ihn in Bayern vor Blitzgefahr schützt. — In diesen Vorstellungskreis gehört auch der Tiroler Alber oder Alp, der niederdeutsche Alf oder Dräk (Drache), eine feurige Lufterscheinung, die auch „Tragerl“ in Ostreich heißt, weil er den Leuten das Gut Anderer zuträgt; in Pommern, wenn er blau ist, Korn, wenn er aber rot ist, Gold. — Überhaupt wurden in verwandte Feuererscheinungen, wie Irrlichter und St. Elmsfeuer, allerhand elfenhafte Spukgestalten hineingesehen, die der Wanderer plötzlich vor sich hergehen sieht, die ihm grinsend immer winken und ihn in die Irre leiten. Auch setzen sie sich gern auf den Wagen. Die Dorftiere, die sich oft mit tellergroßen feurigen Augen stets in derselben Gasse oder draußen auf demselben Wege zeigen, sind zum Teil aus solchen örtlichen Lichterscheinungen hervorgegangen. Diese Gewitter- und Gebirgselfen waren aber nicht nur Handhaber und Besitzer jener eigenartigen Waffen, Geräte und Schätze, sondern, als die bewunderte Schmiedekunst sich entwickelte, als die Donnersteine, -keulen, -beile, -hämmer und Peitschen durch Bronzeäxte und -hämmer, Speere und Schwerter ersetzt wurden, da wurden diese gewandten Blitzelfen, unterstützt von den das Essenfeuer anblasenden Windelfen, die Meisterschmiede der Welt.

Einen voll und schon anekdotenhaft ausgebildeten Mythus weiß von ihnen die Prosaedda zu erzählen: Als Thor einst bemerkte, daß seiner Gemahlin Sif das Haar von Loki abgeschoren sei, da hätte er sicherlich dem gepackten Frevler alle Knochen zermalmt, wenn ihm dieser nicht geschworen, ihr aus Gold neues, wachstumfähiges Haar fertigen zu wollen. Da fuhr Loki zu den Schwär seifen, Iwaldis Söhnen, die das gewünschte Haar für Sif, ferner das Schiff Skidbladnir für Freyr und den Speer Gungnir für Odin schmiedeten. Trunken von seinem Erfolg, verpfändete Loki mm sein Haupt dem Zwerge Brokkr, falls dessen Bruder Sindri oder Eitridrei gleich wertvolle Kleinodien fertigte. Da legte Sindri eine Schweinshaut in die Esse und hieß Brokkr mit dem Blasen nicht eher aufhören, als bis er die Haut wieder herausgezogen hätte. Als Sindri die Schmiede verlassen hatte, blies Brokkr, obgleich ihn eine Fliege in die Hand stach, fleißig weiter, bis Sindri kam und die Arbeit aus dem Feuer holte, einen goldborstigen Eber. Darauf legte er Gold in die Esse, und Brokkr blies, obgleich ihn die Fliege in den Hals stach, noch einmal so stark, bis Sindri kam und einen Goldring Draupnir aus dem Feuer zog. Endlich legte Sindri Eisen in die Esse, da stach die Fliege dem blasenden Brokkr mitten zwischen die Augen, daß das Blut ihm hineinrann, so daß er nichts sah. Und möglichst geschwinde griff er mit der Hand nach ihr und streifte sie ab; jedoch der Blasbalg war inzwischen in sich zusammengesunken. Wie nun Sindri zurückkam, sagte er, fast wäre alles verdorben, und nahm einen Hammer aus dem Feuer. Mit diesem und den beiden andern Kleinodien schickte er seinen Bruder Brokkr zu den Göttern nach Asgard, um Lokis Pfand einzulösen. Als Brokkr und Loki ihre Schmiedearbeiten herantrugen, setzten sich die Götter auf ihre Richtsttihle und beschlossen, daß Odin, Thor und Freyr das Urteil sprechen sollten. Da gab Loki dem Odin den Speer Gungnir, dem Thor das Haar für Sif, dem Freyr Skidbladnir und setzte die Tugenden dieser Arbeiten auseinander: daß der Speer nie auf seinem Stich stecken bleiben, das Goldhaar fest an die Haut anwachsen und das Schiff Skidbladnir überallhin günstigen Wind haben würde, außerdem wie ein Tuch bequem zusammengelegt und in die Tasche gesteckt werden könnte. Nun aber zeigte Brokkr seine Arbeiten: er gab Odin den Ring, von dem in jeder neunten Nacht acht neue Ringe von gleichem Gewicht abtröpfeln würden, dem Freyr den Eber, Gullinbursti, der durch Luft und Meer Nacht und Tag mit solcher Schnelligkeit laufen könnte wie kein Roß und dessen Borsten auch die tiefsten Finsternisse der Nacht und der Welt erhellten, und endlich dem Thor den Hammer, mit dem er jedes Wesen, auch das größeste, angreifen könnte, der nie fehlen und nach dem Wurf stets in seine Hand zurückkehren würde. Dazu wäre er leicht in einer Brusttasche zu bergen. Nur wäre sein Handgriff zu kurz geraten. Da fällten die Götter das Urteil, daß dieser Hammer das beste aller der Kleinodien wäre, und der stärkste Schutz gegen die Erzfeinde der Götter, die bösen Reifriesen, weshalb sie dem Zwerge das von Loki gewettete Pfand zusprachen. Loki erbot sich zwar, sein Haupt zu lösen, doch der Zwerg lehnte ab. „Nun, so greif mich!“ sprach Loki, war aber, als Brokkr ihn greifen wollte, schon über alle Berge, denn auf seinen Schuhen konnte er Luft und Meer durchlaufen. Nun bat der Zwerg den Thor, Loki zu greifen, und Thor griff ihn auch. Als aber der Zwerg ihm das Haupt abschlagen wollte, sagte Loki:

„Zwar hast du Anspruch auf mein Haupt, aber nicht auf meinen Hals.“

Da nahm der Zwerg einen Riemen und ein Messer, um die Lippen Lokis zu durchbohren und ihm dann den Mund zuzunähen. Weil aber das Messer stumpf war, meinte Loki, der Pfriemen seines Bruders würde dafür besser sein. Und sowie er ihn genannt, war der Pfriemen da und durchbohrte Loki die Lippen, die Brokkr zusammen nähte. Loki aber riß den Faden heraus. Dieser heißt Vartari. — Sieht man von der Rahmenerzählung ab, so erkennt man als ältere Füllung die Geschichte von zwei Gruppen kunstfertiger Dämonen, die um die Wette für die Götter Kunstwerke von durchweg völlig meteorischer Natur hersteilen. Zwar wird das Goldhaar der Sif gewöhnlich auf den Kornsegen der Erdgöttin gedeutet, aber es kann auch auf das Wetterleuchten bezogen werden. Das Schiff Skidbladnir ist offenbar die Wolke, die die Himmlischen trägt, bei jedem Winde weiter fährt und nach dem Regen wieder verschwindet, der Speer Gungnir ist der ruhelos zitternde oder sausende Wind, den Shakespeare des Wetters Speer nennt. Der Ring Träufler scheint ein Sinnbild immer sich erneuernden Reichtums, der Eber Goldborst ist die Sonne oder die blitzende Wetterwolke, wie denn die Griechen dasselbe Wort Argetes für die Blitze und die Eberzähne gebrauchten. Als Meisterstück wird aber trotz seines Fehlers der Hammer Mjölnir, der Zermalmer, hervorgehoben, der unter Blitz und Donner durch die Luft fährt, von selbst in die Hand des Donnergottes zurückkehrt und einen zu kurzen Stiel hat. So fliegt der Donnerkeil im Lenz- und Sommergewitter stets von neuem aus Thors Eisenhandschuh, ist aber im Winter schwach, was die Kurzstieligkeit auszudrücken scheint.

In dieser Sage sind alte Züge verborgen, deren meteorischer Sinn in den entsprechenden griechischen und indischen noch deutlicher hervortritt. Nach Hesiod verfertigten und schenkten drei Kyklopen, Brontes Donnerer, Steropes Blitzer und Arges Donnerkeiler, dem Zeus den Donner, Blitz und Donnerkeil, mit denen er die Titanen bezwingt und über Menschen und Götter herrscht. Die Blitzwaffe ist also auch wie im germanischen Norden das eigentliche Herrscherzeichen, das Schmiedemeisterstück. Nach dem jüngeren Apollodor werden aber auch andre Götter von den Kyklopen, wie oben von den Elfen, nämlich Pluton mit einer Tarnkappe und Poseidon mit dem Dreizack versehen. Den Elfen durch Wettermacherei, bösen Blick und kleinere Gestalt sind noch näher verwandt die griechischen Teichinen, die nach andern die ersten Eisen- und Bronzeschmiede hießen und dem Poseidon den Dreizack machten, auf deren Schätzen und Geschenken aber auch ein Fluch ruhte, wie auf dem Nibelungenring des Zwerges Andvari.

Die Schmiedekunst ist aber auch den indischen Ribhus eigen, deren Name, wie wir wissen (S. 146), mit dem germanischen Elfennamen überein stimmt, und auch ihr Meisterwerk ist offenbar der Blitz, und zwar auch dieser ein Geschenk an die Götter. Denn von diesen Männern der Luft, wie sie im Rigveda heißen, erklärt der eine das Wasser, der andre das Feuer, der dritte aber das Geschoßschleudernde d. i. den Blitz für die Hauptsache. Dem damaligen Götterkönig Indra, dem Donnergotte, schufen sie die falben Pferde d. h. die Blitze; an einer anderen Stelle zimmerten sie ihm den „Blitz“. Aber sie schufen auch Panzer und einen gedankenschnell um den Himmel rollenden Wagen, der an das nordische Wolkenschiff erinnert, und erneuerten aus einer Haut stets wieder eine Kuh, die dem aus einer Haut geschaffenen nordischen Goldborst ähnlich ist. Ja, von den germanischen Elfen, den Zwergen und Kasermännlein in Tirol, den englischen Pixies und den nordischen Huldren erzählt man hie und da noch heute, daß sie eine im Herbst in der Sennhütte zurückgelassene Kuh verspeisen und aus Haut und Knochen wieder, wie die Ribhus, lebendig machen, offenbar, weil sie im Frühling die befruchtende Wolkenkuh wiederbringen, wie auch die Ribhus gleich den Tiroler Albern die Kräuter wieder wachsen lassen. Der erste Ribhu heißt Ribhukschan Ribhukönig gerade wie der erste Elfkönig, und wie Ribhuschan dem Indra den Blitz schmiedet, so schmiedet der nordische Alfrik mit drei andern Zwergen den Halsschmuck der Freyja, der deutsche Alberich den goldnen Ringpanzer König Ortnits, und der „Elfenfürst“ Wieland ist der Meisterschmied. Das Auffälligste aber ist, daß auch in Indien ein Wettstreit dämonischer Künstler von den Göttern entschieden wird, wozu auch, wie im Norden der Feuergott Loki, so hier der Feuergott Agni die Hauptanregung gibt. Tvashtri d. h. der Künstler schuf außer dem Blitze für Indra noch für die Götter eine Trinkschale, die jene drei Ribhus getadelt haben sollten. Da stellte ihnen Agni die Aufgabe, aus der einen Schale vier für die Götter zu machen. Sie lösten die Aufgabe, und Tvashtri floh besiegt zu seinen Frauen. Diesem indischgermanischen, zum Teil auch griechischen Schmiededämonenmythus liegen gemeinsame Vorstellungen von überirdischen Gewittermächten zu Grunde, die nach den Anfängen der Schmiedekunst im Beginn einer angestaunten Technik bereits eine gemeinsame feinere Gestaltung empfangen hatten. Die himmlischen Götterschmiede wurden dann samt ihren zauberischen Werkstätten in den Schoß der Berge versetzt, wie denn die Kyklopen, nunmehr Gesellen des Meisters Hephaestos, in den Vulkanen am Mittelmeer ihre glühenden Essen hatten und die germanischen Zwerge in Erdhöhlen für Helden und gewöhnliche Menschen tätig waren.

Während die Übereinstimmungen dieser indischen, griechischen und germanischen Künstlersagen auf gemeinsamem naturmythischen Untergrund ruhen, scheint die noch auffälligere Übereinstimmung der germanischen Wielandssage mit dem Daedalos- und Hephaestosmythus aus den Kulturmitteilungen erklärbar, die schon in der älteren Bronzezeit aus dem hellenischen Süden mit der Spiralornamentik der Mykenaekultur quer durch Europa nach dem Norden wandelten. Aus der Mischung von altgermanischen Elfenmären mit Daedalos- und Hephaestosgeschichten entstand im Norden der poesievolle Künstlerroman, den uns das eddische Völundslied meisterhaft erzählt.

Wieland, ein Elfenfürst mit weißem Halse, und seine Brüder Slagfidr und Egil bemächtigen sich dreier badender Königstöchter, die bald als Walküren das Kriegshandwerk treiben, bald ihr Schwanhemd ablegen und am Seestrand friedlich Flachs spinnen. Aber nachdem sie acht Winter mit den drei Brüdern zusammengelebt haben, fliegen sie sehnsüchtig zum Kampfleben zurück. Egil und Slagfidr machen sich auf, um sie ostwärts und südwärts zu suchen; Wieland aber bleibt einsam zurück und schlägt rotes Gold und Edelgestein zu kostbarem Geschmeide zusammen, tief im Wolfstal, seiner lichten Geliebten Alvit harrend. Als er einmal auf der Jagd ist, dringen die Leute König Niduds in sein Haus und sehen staunend all die Schmiedeherrlichkeit, doch nehmen sie nur einen von den 700 Ringen weg. Wie Wieland nach der Heimkehr diesen Verlust bemerkt, hofft er, Alvit sei wiedergekommen. Er sitzt lange, bis er einschläft, um aufzuwachen freudlos, mit gefesselten Händen und Füßen. Da gab Nidud seiner Tochter Bödvild den Goldring, den er von der Bastschnur in Wielands Hause genommen hatte, er selbst trug Wielands Schwert. Auf den Rat der Königin, die des Meisters Rache fürchtete, zerschnitten sie ihm die Sehnen seiner Kniekehlen und setzten ihn auf die Insel Seestatt. Nun schmiedete er für den König aller Arten Kleinode, und niemand durfte zu ihm gehen als der König allein. Doch beim Hammerschlag sann der Schmied auf Rache. Als einmal die zwei Knaben des Königs neugierig in die Werkstatt kamen und in die Goldkiste schauten, schlug Wieland mit dem fallenden Deckel ihre Häupter ab und legte ihre Füße in den Schmutz unter dem Blasebalg. Ihre Schädel faßte er in Silber und schickte sie ihrem Vater, aus ihren Augen machte er Edelsteine und schickte sie ihrer Mutter, und aus den Zähnen machte er Brustringe und schickte sie ihrer Schwester Bödvild. Da begann diese ihren Ring, den einst Alvit getragen, zu rühmen … bis er zerbrochen war. Aber Wieland tröstete sie und versprach, ihn schöner wieder herzustellen. Er schläferte sie mit Bier im Stuhle ein und überwältigte sie. Lachend erhob er sich dann in die Luft, weinend ging Bödvild vom Eiland, voll Sorge um die Fahrt ihres Liebsten und den Zorn ihres Vaters. Der König war schlaflos über den Tod seiner Söhne, ihn fror sein Haupt. Da sah er Wieland fliegen und rief zu ihm hinauf:

„Was ist aus meinen frischen Knaben geworden?“

Und Wieland enthüllte ihm alles, aber der König hatte keinen Mann so kräftig, daß er jenen herabschießen könnte, und seine Tochter gestand ihm ihre Schande.

Weland, Wieland, altnord. Völundr bedeutet den Künstler gerade wie Daedalos. Er war Fürst der Alfen, der, von Zwergen belehrt, Ringe, Becher und Schwerter schuf und im Wettkampf mit dem Schmiede Amilias mit dem Schwerte Mimung den Preis davontrug. Er fertigte auch ein getreues Abbild von Regin, wie Daedalos die ersten menschlich gestalteten Bilder schnitzte. Er schwang sich aus der Gefangenschaft eines harten Herrschers, der ihn nicht frei lassen wollte, auf künstlichen Flügeln in die Lüfte, wie Daedalos. Bei diesem Flugversuch kam hier der mitfliegende Sohn Iearus, dort der brüderliche Fluggenosse Egil um. Auch Hephaestos wurde Daedalos zubenannt und wie Wieland in seiner Werkstatt die Bödvild, bedrängte Hephaest in seiner Werkstatt Athene.

Die zweite Elfenklasse, die der Windelfen, wird durch die alten Zwergnamen Vindalfr und Gustr Bläser bezeugt. In der Edda werden auch die Zwerge Austri, Vestri, Nor-dri und Sudri an den vier Himmelsecken erwähnt. Die beiden Diener des Gottes Freyr, ein Ehepaar Beyggvir Bieger und Beyla Buckel, scheinen ein paar anmutige Windelfen, deren Namen die gleichmäßige Senkung und Erhebung der Wellen bei ruhigem Wetter abspiegeln. Der Name des Zwerges Andvari, der auf den Ring des nordischen Nibelungenhorts einen Flüch legt, bezeichnet neuisländisch sanften Gegenwind, wie er sich denn auch in der Liederedda selber als Gustr zu bezeichnen scheint. Wie das Blitzgeschoß der Gewitterelfen bringt der Anhauch der Windelfen bei Mensch und Vieh Krankheiten hervor: norweg. alfgust, schwed. elfrebläst Elfenhauch ist eine Gliedergeschwulst, die auch der Sturm z. B. der wilden Jagd verursacht. Gewisse Krankheiten heißen fliegende Elbe, angelsächsisch aelf- oder lyftädl Elfen- oder Luftkrankheit. Man bindet Kindern als Gegenmittel Donnerkeile oder in Schwellden am Donnerstagabend verfertigte ,Elfenkreuze um den Hals.

Die windelfische Hauptform ist der Wirbelwind, männlich, aber auch, da seine Rundtanzbewegung gern dem tanzlustigen weiblichen Geschlecht zugeschrieben wurde, oft weiblich aufgefaßt. Schon Wolfram von Eschenbach und Berthold von Regensburg bekannt, geht der Pil- oder Bilwiz dessen Name westslavisch klingt, im östlichen Süd-und Mitteldeutschland mit Messern oder Sicheln an den Füßen Abends am Sonn wendtage oder am Veits- oder Peter und Paultage durch die Felder oder reitet auf einem schwarzen Bock, hinter dem Rauch aufsteigt, hindurch. So zieht er einen wellen- oder bockssprungförmigen Schnitt, einen fußbreiten Streifen der Verwüstung, durch das Getreide, den sog. Bilwiz-, Bilmes-, Bocks- oder Wolfsschnitt. Schon im 14. Jahrhundert galt er für ein männliches Gegenstück der Hexe und ist noch jetzt meist ein neidischer, mit Hexenkunst begabter Mann, der seines Nachbarn Getreide in seine Scheune hinüberzustehlen sucht. Früher war er wohl ein Wirbelwindgeist, der verheerend ins Korn brach, und vielleicht noch früher ein toll kreiselnder Bock, wie auch die Inder den Wirbelwind als einfüßigen Bock sich vorstellten. Seine wirbelnde Hast verwirrte und verfilzte im Mittelalter den Bart und die Haare, die dann „Pilbiszotten“ bekommen, und auch bei Hans Sachs bedeutet bilbitzen zausen und verwirren. Man hing diesem Wesen Knabenkleider am „Pilbisbaum“ auf.

Die Elfinnen, Maren, die vorarlbergischen Fenesleute und die vielleicht aus diesen entstellten Venediger, lauter Elfenvolk, fahren im Wirbel- oder im niederdeutschen Door-wind, die bairischen Truten, die oldenburgischen Walridersken erregen Windgäspeln d. i. Wirbelwind oder Trutenwind. Der Alpenelf „Almputz“ heult im Sommer vor gefährlichem Gewitter wie die Windsbraut und bezieht wie das „Kasermandle“ im Spätherbst die verlassene Sennhütte, ein einziges großes Auge auf der Stirne, — den Wirbelwind? Die Elfen verschenken einen Gürtel, der in einer Tiroler Sage noch ganz offen „Windsbraus“ Wirbelwind genannt wird und in vielen Sagen Mann, Baum oder Pfahl, um den er gelegt wird, im Nu zerreißt. Wo sich die Mare oder Trut ins Korn niederläßt, wird es schwarz wie da, wo der Wirbelwind es niedergelegt hat. So verdorrt der Brombeerstrauch, auf dem die Walriderske sitzt. Er kommt nicht zur Ruh, denn ein vom Mar bedrückter Baum zittert beständig, und der bewegte Tannenwipfel heißt englisch Mares’ tail, womit die Schiffersprache auch den sturmverkündenden Wetterbaum am Himmel bezeichnet. In den Zweigen, auf denen diese tollen Elfen rasten, entstehen struppige, nestartige Verknotungen oder auch die Misteln, daher Alpruten, Druden- oder , oder Marennester, Donnerbesen, Marenquasten genannt. Damit schlägt der Elf oder wird er geschlagen. Der daraus fallende Regentropfen bringt dem Betroffenen Alpdruck oder Kopfweh. Der Schwede hängt die Mareqvastar in den Stall, damit die Maren auf ihnen sitzen, anstatt den Pferden Ma-relockar in die Mähnen zu machen. Denn sie verwirren Pferd- und Menschenhaar zum Alp-, Druten-, Wichtel-, Hollenzopf oder -schwänz. Noch mehr: sie verwirren auch den Geist. Der Blödsinnige oder der Einfaltspinsel heißt daher auch Elbentrötsch, Elbst, Drut, Schrättel. Als Windgeister sind die Elfen diebisch: ein nordischer Zwerg hieß Erzdieb, der deutsche Elbegast oder Algast war „aller Diebe Meister“. Die elfischen Venediger der deutschen Sage, Wirbelwindsfahrer, entführen Leute weit weg, die Elfen stellen namentlich Erbsen und Frauen nach, so die lüsternen Zwergkönige Laurin und Goldemar. Jener Elberich bewältigt Ortnits, ein andrer Dietrichs und Hägens Mutter. Auch stehlen die Elfinnen Kinder der Menschen und lassen dafür die ihrigen zurück. Als Windgeister, die leise murmelnd oder laut drohend den Umschlag der Witterung ankünden, sind die Wildmännlein und -fräulein, die Fengen, die Schneefräulein in den Alpen, der nordische Marbendill auf der See des Wetters und dann überhaupt der Zukunft kundig und weissagen, namentlich wieder Elberich, und werden Warner der Menschen. Wie milde und kühlende Winde sind sie heilkräftig und schaffen dem Menschen schon im alten Norden Heilhände, „laeknishendr“: Musik und Tanz aber ist ihr Leben! Im sanft flüsternden, melodisch aufrauschenden Winde stimmen sie ihre verlockende Weise, den althochdeutschen Albleich das Elfenspiel an, der im Norden auch Elfvalek oder Ellaspel heißt, den Huldreslaat die Huldrenmelodie, das dänische Ellekongestykk das Elfenkönigsstück, das auch Erlkönigs Töchter zu ihren Nebelreigen um die grauen, dürr belaubten Weiden ertönen lassen. In Schweden tanzten noch vor etwa 100 Jahren die Bauern nach ihrer anmutigen Weise, die so lautete:

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Auch das vorarlbergische Nachtvolk macht liebliche Musik, wenn es durch die Luft fährt; aus den isländischen Alfarhöhlen hört man Sang und Tanz. Die Tiroler Saligfräulein, die bei drohendem Unwetter so traurig klagen, singen sonst so schön, daß der Zuhörer wie gefroren steht. Am Geigerstein im Unterelsaß hört man noch jetzt am späten Abend einen dämonischen Geiger spielen, der einst seine treulose Braut nebst ihrem Verführer und der ganzen Gesellschaft wie wahnsinnig um den Felsen tanzen ließ. Spielt er auf, gibt’s Sturm und Regen. Oberons d. i. Alberons des Elfenkönigs Horn regt unwiderstehlich zum Tanz auf, die Elfen selber führen bei Mondlicht im wrallenden Nebel Reigen auf, nordisch eile-, älf-, alfedans, engl, fairyring, die in den dunkleren, dichteren Ringen des Grases, den fairyrings oder Hexenringen, ihre Spuren zurücklassen. In ihren Tanz ziehen sie gern Menschen, um sie des Atems zu berauben und zu töten. Wer vermag ihrer leichten Schwebekraft und unersättlichem Wirbellust zu genügen? Maren, Walridersken und Schwanjungfrauen fahren aber auch gern in einem kreisenden Siebe, worunter die durchlässige Wolke verstanden wird, durch die Luft, und zuweilen klingt herrliche Musik herunter. Aber oft klagt auch die Elf in. Bei Windesgeheul sagt man in Westflandem: „Alwina (d. h. die Elfin) weint“. In stürmischen Nächten jammert das luxemburgische Buschgretchen. Wie diese Waldfrau ist auch die Haffru d. i. Meeroder Seefrau des Nordens ihrem innersten Wesen nach eine Windelfin. Denn auf den Färöern wird das Wetter gut, wenn der Marmennil, der Meermann, friedlich neben ihr auftaucht. Singt sie aber so schön, daß die Menschen darüber toll werden, dann kommt Unwetter. Die schwedische Haffru wäscht ihre Kleider am Ufer und breitet sie dort auf den Steinen aus, wenn der See schäumend heraufspült; bei Wind aber fährt sie über das Wasser und singt im Walde, und bei schwülem Wetter zankt sie mit dem Bergesherm, dem Bergwinde. So schwankt , die auch mit einem Manne, ihrem Gatten, zwistet, zwischen Wind und Wasser. In Böhmen fliegt sie mit ihren Kindern im Winde jammernd durch die Luft; geht jemand bei Sturm aus, so fährt Melusine in ihn, und er wird krank, also wie ein Elfenhauch. Wie dem Wind und der Frau Windin und ihren Kindern (s. u.), streut man ihr eine Handvoll Mehl in die Luft, und in den 12 Tagen vor Weihnachten, wo sie am stärksten tobt, wirft man ihr Nüsse in den Ofen und knallt in der Stube mit der Peitsche, um die Windsbraut zu vertreiben. Die ursprünglich wohl deutsche Sage von der Melusine oder Melusindis ist in Lusignan eine Wasserfrausage. Melusine gelobte sich einem Ritter zur Ehe, wenn er verspräche, sie niemals nackt zu sehen. Trotz seines Versprechens drang er nach vielen Jahren glücklicher Ehe, in der sie ihm sieben Kinder brachte, ins Badegemach seiner Frau und sah sie als völlige Schlange oder doch mit einem Schlangen- oder Fischschwanz. Voll Entsetzen stieß er einen lauten Schrei aus, und erzürnt entfloh sie ihrem Gatten auf alle Zeit. In Burgund hört man sie im Gewitter zürnen.

Auch die dritte Klasse, die der Wolkenelfinnen, verleugnet ihren Doppelcharakter nicht. Goethe empfand auf seiner Schweizerreise von 1780, wie die sich zur Erde senkenden Wolken dem Geiste schwer auflagen, und Annette von Droste-Hülshoff sah, daß die Wolkenschichte sich über die Heide legte „wie ein dunkler Mar“. Eine niederländische Mar verwandelt sich in eine schwarze Wolke mit gräulichem Sturm. Dem lang nachschleppenden Gewölk entsprechend steht der Walriderske Haar hinten aus wie ein Pechquast und tragen Huldren und Maren einen Schwanz. Sie haben, wie z. B. die westfälischen ken und das dänische Ellefolk, lange Brüste, dagegen einen Rücken hohl wie ein Backtrog, weil die sich ergießende Wolke schwer herabhängt, während sie oben sich leert. Wenn vor Gewitter diese Wolke leuchtet, gleicht sie einem Backofen, den jene Sgönaunken mit ihren langen Brüsten reinigen. Die wilden Frauen verfügen auch über einen Kessel gleicher Bedeutung, in dem sie Menschen sieden; oder sie verleihen einen Schatzkessel, wobei der Schatzheber von der Elfin schwarz angehaucht wird. Die Elfinnen und Maren fahren oft in Sieben, triefenden Wolken, unter Wirbelsturm oder lieblicher Musik. Und mehr und mehr kommt nun anderseits die Schwangestalt, der überirdisch lichte, schneeige Glanz der Wolke, zur Geltung. Die schwedischen Elfinnen stürzen sich als Schwäne aus der Luft ins Meer und in Teiche und sind alsbald die schönsten Mädchen. Hunderte von Sagen preisen die Holdseligkeit der Seligen, der Hollen, der weißen Weiber und Schwanjungfrauen, die Volkslieder namentlich die weiße Haut. Sie tragen oft einen weißen Schleier, ein schneeweißes, von einem Goldgürtel zusammengehaltenes Gewand oder Schwangefieder, unter ihrer goldenen Haube fließt langes blondes Haar hervor. In einem eddischen Liede bringen die Lichtelfen das Tageslicht, die Sonne, die Alfrödull d. h. Elfenstrahlenglanz heißt. Scheint die Sonne durch den Regen, so strählt sich nach deutschem Glauben die Elfin mit goldnem Kamme, offenbar mit den zinkenartig erglänzenden Regenstrahlen, das reiche Goldhaar. Schwebt dagegen aus dem feuchten Walde Nebel auf, so hängt sie auf den Büschen oder auch an den höchsten Wipfeln schneeweiße Wäsche zum Trocknen auf. Wenn der Nebel wie ein langer Faden oder ein Seil von einem Berg zum andern schwebt, so spinnen, weben die Elfinnen oder drehen gar Seile. Sie schöpfen Wasser, wenn der Dunst über den Bach oder den See zieht, und gießen es als Tau über die Wiesen und Felder. Der aus gepflügtem Acker aufsteigende frische Erdgeruch rührt von den Kuchen her, die sie oder ihre Männer backen und auch wohl der ackernde Knecht als Lohn am anderen Ende der Furche findet. Wenn aber das Gebirge im Morgengrauen lustig dampft, so backen die Elfen nicht nur, sondern brauen und schmieden auch. — Sie verschwinden wie ein Nebelhauch, ein Schatten und nahen wieder auf „Elfenzehen“. Nebelhülle bedeutet die Nebel-, Hel- und , der altnord. huldarhöttr, der norweg. uddehatt. der schwed. hvarfshatt d. i. Hulden- oder Zwerghut. Zuweilen verdichtet sich der Nebel und wird dann wieder lichter, so daß man einen Augenblick ein Stück imbekannter Landschaft im Sonnenglanze vor sich sieht; dann zaubern die Elfen mitten in der Wildnis die Fata Morgana hervor, die gartenartigen Hullahöfe.

Der Wohnort aller dieser Elfen ist naturgemäß die Luft. Darum dachte man sich im Norden Alfheinir das Elfenheim am Urdarbrunnen unter der Esche Yggdrasel, dem Wolkenbaum. Infolge einer schon in die Prosaedda eingedrungenen christlichen Vorstellung von der Wohnung der Engel im dritten Himmel wurden die Lichtelfen von ihrem alten Sitz in diesen dritten Himmel versetzt. Das Elfenreich heißt auch später , aus dem die Schwanjungfrauen, Walridersken und Maren in ihren Sieben fahren und zu dem sie von den „Glocken von Engelland“ zurückgerufen werden. Meistens ist aber das Elfenreich auf der Erde oder gar in die Erde herabgesunken.

In Deutschland erzählte man von anmutigen Elfenwiesen, auf denen sich das in einen Brunnen gefallene Kind plötzlich zu freudiger Überraschung wiederfindet. Die Schweden kennen einen Elfträdsg&rd, einen Garten, der Schneeballbüsche mit Gold- oder Edelsteinfrüchten trägt, oder auch einen Rosenwald, in den Elfenkönigs Tochter einen Bräutigam hineinlockt, so daß ihm darin 40 Jahre vergehen wie eine Stunde. Hier kommen alte Mythenzüge zum Vorschein. Denn nach Saxo stieg ein Weib mit Blumen im Schoß plötzlich aus der Erde neben dem Dänenkönig Hadding auf, als dieser bei seiner jungen Frau saß, und entführte ihn in ihrem Mantel unter die Erde, um ihm den stark ausgetretenen Pfad zur Unterwelt zu zeigen. Nachdem sie durch einen dicken Nebel gedrungen waren und mehrere in Scharlach gekleidete Edle unterwegs gesehen hatten, kamen sie auf ein sonniges Feld, von dem jener Blumenschmuck stammte. Dann überschritten sie einen Speere dahinwälzenden Fluß, jenseits dessen zwei Schlachtreihen miteinander stritten, die Waffentoten, die dort den Kampf des Lebens fortsetzten. Als weiterhin eine hohe Mauer den Weg versperrte, warf Haddings Führerin den abgerissenen Kopf eines Hahns hinüber und horch! der König und das Elfenweib vernahmen einen hellen Hahnschrei, wie einen Ruf aus dem Lande der Unsterblichkeit. Die berühmtesten solcher Elfenreiche sind die durch die deutsche Heldendichtung des 13. Jahrhunderts verklärten Rosengärten. In dem auf einer Rheinaue gelegenen Wormser Rosengarten herrschte König Gibich d. h. der Freigebige, Gütige, der im Harze bei Grund als Gübich oder Hübich Gold und Silber und bei Nienburg als Zwerg Gäweke freundlich Kuchen spendet. Den andern Rosengarten, der auf einer üppigen Halde bei Meran liegt, besaß der Zwergkönig Laurin. Solch ein Garten ist mühselig zu erreichen, er heißt ein Paradies oder ein Himmelreich auf Erden. Er schwillt über von Rosen, und ein Jahr darin vergeht wie ein Tag. Blütenpracht und Kriegsgetümmel sind auch hier vereinigt wie in jener dänischen Unterwelt, mitten unter den Rosen werden blutige Kampfspiele getrieben.

Auch sonst nannte man im Mittelalter Belustigungsplätze Rosengärten, ob sie mm dicht vor dem Stadttor, wie der 1288 erwähnte Rostocker, oder hoch oben auf dem Rücken des Thüringer Waldes, z. B. über Tambach, lagen. Wiederum haben andere Rosengärten eine scheinbar entgegengesetzte Bedeutung. In den Oldenburgischen Heiden wurden öde heidnische Grabstätten so genannt und weiterhin auch die christlichen Totenhöfe in Grabinschriften und in Volksliedern.

„Hier lieg ich im Rosengarten und muß auf Weib und Kinder warten.“

Es ist wiederum die Bedeutung des Paradieses, aber die ernstere des Jenseits, im Gegensatz zu jenem weltlichen Paradiese. An viele deutsche Rosenauen, -berge und -täler knüpfen sich Sagen und Beziehungen desselben Sinnes. Sie gelten alle für echt deutsche Paradiese, und man darf weder die fremde Herkunft des Blumennamens, der erst in der althochdeutschen Zeit eingeführt scheint, noch auch die spätere Einführung der gefüllten Centifolie dagegen einwenden. Denn auch die volldeutschen entsprechenden Örter, wie Buttelloh und Buttelberg (oft in Butterberg entstellt), teilen die Eigenschaften der Rosengärten und haben deren Sagen, und auch Deutschland hatte ein paar Dutzend heimischer Rosenarten, die lieblichen Hecken- oder Buttelrosen. Wie man jene Schneeballbüsche in den weißen Wolken, jene Gold- und Edelsteinfrüchte in den funkelnden Lichtem derselben zu sehen glaubte, so schien der Himmel bei Sonnen-auf- oder Untergang in überschwänglicher Rosenpracht zu erblühen. Hier dachten sich die Griechen die Gärten ihrer elfischen Hesperiden und die elysischen Gefilde, die Aufenthaltsörter der Seligen, die Iren die Inseln ihrer Feen und Seligen und so nun auch die Germanen die Gärten der Elfen und, wie es scheint, auch die Wohnorte der Verstorbenen. Diese waren häufig mit dem Gesicht gegen Osten, gegen den elfischen Rosengarten des Morgenrots gewandt, begraben. Ob man sich wirklich dem Gedanken an ein ewiges Leben im Jenseits näherte, davon wird später die Rede sein.

Die drei verschiedenen Klassen der Luftelfen, die schon unter sich vielfach in einander verschwimmen, gehen nun noch außerdem in die mehr irdischen Elfengeschlechter über, weil die Wettererscheinungen unmittelbar auf die Erde hinüber wirken, auf die Berge, Wasser, Wälder und Felder. Sie kommen nun den Menschen noch näher, sie belauschen sie noch häufiger und werden von ihnen belauscht, mit noch mehr Vertrauen und noch mehr Furcht treten sie einander gegenüber.

Die Berg- oder Erdelfen heißen im Norden gewöhnlich kurzweg Alfar auf Island und den Färöern aber auch folk d. i. verborgenes Volk, in Norwegen in Schweden Jordfolk, Erdvolk, in Dänemark , seltner Dverg. In Deutschland heißen sie Zwerge, Quer ge, Querxe, Unterirdische, Wichtel- oder Erdmännlein, Fenesleute u. s. w., in England dvarfs. Die reichsten Sagen haben die Alpenländer, die mitteldeutschen Bergbaubezirke, Norddeutschland, England, Dänemark und Island. Die ältesten knüpfen sich an Steine und Löcher von eigentümlicher Form oder Eigenschaft; die jüngeren an Bergbaustriche. Die durchweg neueren Kohlengruben haben kaum neue Zwergsagen hervorgebracht. Die Zwerge wohnen unter oder in Steinen, Höhlen und Erdlöchem, unter Baumwurzeln und in Gräbern. Der von Thor ausgefragte und überlistete Zwerg Alvis haust nach einem Eddalied in der Erdtiefe unter einem Stein, der Zwerg Andvari hat den Nibelungenhort in seinem Stein. Die Bergelfen sind meist klein, von gedrungenem Körper, oft mißgestalt, bucklig und dickköpfig, daher in Brandenburg „Dickköppe“ genannt, ältlich, nützlich, graubärtig, blaß, fahl um die Nase wie jener Alvis, und dazu oft noch enten- oder geißftißig. Doch ihre Weiber sind überwiegend lieblich. Namentlich auf Island haben auch die Bergalfar Menschengröße, und man findet Schöne und Häßliche, Junge und Alte darunter. Die Zwerge tragen vorzugsweise gern unsichtbar machende Tarn- oder Nebelkappen oder breitrandige Hüte. Gelingt’s, diese ihnen beim Hochzeitsmahl oder beim Erbsenstehlen mit einem Sack oder Seil abzustreifen, so sind sie plötzlich sichtbar und suchen das Weite. Sie sind mit grauem, oft langem Kittel angetan. Die Kraft Laurins wie die der färörschen Zwerge steckt in ihrem Gürtel. Einige schwingen Peitschen und reiten auf Böcken. Im Echo hört man der Zwerge Sprache, das dverga mäl. Sie verschwinden wie der „Schwick“. Sie gelten für geschickt, listig, diebisch, wie denn Alfrik in der Thidrekssage der große Stehler heißt, und für trügerisch, aber sie sind auch ebenso hilfreich den Menschen, wie ihrer Hilfe bedürftig, ebenso dankbar für Wohltaten, wie rachsüchtig nach einer Beleidigung. Durch die bekannten Elfenkünste des Backens, Brauens, Butterns und Spinnens tun sich auch die Bergelfen namentlich in der zwar jünger überlieferten, keineswegs aber deshalb späteren Volkssage hervor, jedoch auch durch die höhere Schmiedekunst, die neben ihrem Gold- und Silberreichtum sie besonders auszeichnet. Der Nibelungenhort gehört den Zwergkönigen Nibelung und Der schatzmehrende Gold ring Andvaranaut ist im deutschen Schatz durch die Wünschelrute vertreten. Die Zwerge der Volkssage belohnen Dienste der Hebammen und anderer Leute mit Gold und Kostbarkeiten. Auch Verirrter erbarmen sie sich hie und da und stecken ihnen zum Trost Gold und Silber ein, wie z. B. der Zwerg Hübich dem Försterssohn, der sich auf einen Stein bei Grund im Harze verstiegen hat. In Märchen, doch wohl fremder Herkunft, hüten Zwerge noch Kostbareres, das Wasser des Lebens, die nordischen Zwerge Fjalar und Galar in einer geschmacklos verkünstelten, nur halbechten Skaldengeschichte den Met der Dichtung. Sie erschlugen nämlich den allweisen Menschen Kvasir, der aus dem Speichel entstanden war, den die Götter und die Wanen zur Bekräftigung des zwischen ihnen geschlossenen Friedens in ein gemeinsames Gefäß gespieen hatten. Kvasirs Blut fingen seine Mörder im Kessel Odrörir d. i. Geisterreger oder Verjüngungstrank und in den Gefäßen Sön und Bodn, Brau- und Einladungsgefäß, auf und mischten ihm Honig bei. Wer von diesem Trank genießt, wird Dichter oder Gelehrter. Den Göttern logen die Zwerge vor, der arme Kvasir sei in seiner allzu großen Weisheit erstickt.

Echteren Gehalt haben die Schmiedesagen. Die Bergelfen sind nun nicht mehr die vornehmen himmlischen Schmiede im Dienst der Götter wie die Luftelfen (S. 157), sondern sie schmieden in der älteren Literatur für Helden Sclvwerter und für deren Frauen kostbaren Schmuck, in der jüngeren Volksüberlieferung für die gewöhnlichen Menschenkinder namentlich scharfe Messer, Kessel und allerlei Hausrat. Jene Heldenschwerter beißen Eisen und Stein, sind aber auch wohl, wie Tyrfings Schwert, mit dem Fluch belegt, drei Neidingswerke oder Verbrechen auszuüben. „Fein wie ein Wichtelgeschmeide“ sagte man in Schweden, und in Norwegen heißt der glänzende Berg-krystall „Dvergsmie“ Zwerggeschmeide. Die Schmiedesagen des Volks haben einen hochaltertümlichen Zug treu bewahrt, über den die ältere germanische Literatur schweigt. In Berkshire war es Brauch, dem Wayland smith, in dem wir den schmiedekundigen Elfenfürsten Wieland (S. 161) wiederfinden, vor seine schon im 10. Jahrhundert bezeugte „Welandes smidde“, ein altes Steindenkmal, ein etwa abgelöstes Hufeisen und ein Stück Geld zu legen und sich auf kurze Zeit zu entfernen. Kam man zurück, so war das Geld weg und das Pferd neu beschlagen. Ein schwedischer „Bergschmied“ erbot sich gleichfalls, alles zu schmieden, wenn man nur Eisen und Stahl auf seine Bergklippe legen wollte. In Westfalen, wo es so viele Höhlen und alte nach Eisen durchwühlte Bergwerke gibt z. B. um Iserlohn und Osnabrück, auch am Harz und in den Ardennen legte man den Zwergen, Sgönaunken und wilden Gesellen gleichfalls Eisen und Lohn oder einen zur Zahlung verpflichtenden Bestellzettel vor die Höhle, auf dem am andern Tag der Preis für das daneben gelegte Gerät stand. Wer aber nicht zahlte, oder gar den Platz vor der Höhle übermütig und undankbar beschmutzte, der wurde von einem glühenden Rade verfolgt. Am Harz und in Jülich borgten die Leute Geschirr für ihre Hausfeste oder Kirmessen von den Quergen und Heinzelmännchen und setzten ihnen dafür nachher Kuchen und andre Hochzeitsspeisen oder Kirmess-wecken hin. Bei Verviers legte man auch Hanf und Wolle den Zwergen in die Höhle und fand es am andern Morgen gesponnen. Einen ähnlichen geheimnisvollen Tauschhandel der Bevölkerung mit ihrem zauberkundigen Schmiede kannte schon Pytheas im 4. Jahrhundert v. Chr. auf der vulkanischen Insel Lipara: wenn man dort ein Stück rohes Eisen vor die Hephaistische Kyklopenwerkstatt lege, so könne man gegen Bezahlung am andern Morgen ein fertiges Schwert, oder was man sonst wünsche, abholen. Und noch heute erwerben sich die wilden Weddahs auf Ceylon ihre kleinen eisernen Äxte und Pfeilklingen vom benachbarten singhalesischen Dorfschmied dadurch, dass sie ihm nachts etwas Dörrfleisch und Honig nebst dem aus Ton oder einem Blatt gefertigten Modell jener Waffen vor die Türe legen. Ist die Arbeit fertig, so hängt der Schmied sie an die Türe, von wo sie der Weddah bei Nacht abholt Ist dieser damit zufrieden, so fügt er dem Lohne noch ein Geschenk hinzu.

Als man nun anfing, ins Innere der Erde einzudringen, um ihre Metalle auszubeuten, wurde aus dem Schmiedezwerg ein Bergmann, Bergmönch, Berggeist, der plötzlich aus gold- und silbergefülltem Gestein hervortrat, bei der Arbeit half, reiche Adern zeigte und sich auch außerhalb des Bergwerks der armen, schwachen, verirrten Arbeiter annahm. Vor dem Gehämmer und Gepoche ziehen sich diese Zwerge aber zurück und können im Schacht namentlich Pfeifen nicht leiden. Auf einer der Färöern flohen die Zwerge, weil zwei Burschen einmal fluchten und sich rauften, und spalteten den großen Zwergenstein auf Skuvoy. Glockengeläut hat sie aus manchen Bergen vertrieben, aus dem Halberstädtischen aber der alte Fritz bei seinem Regierungsantritt verwiesen und zwar ins Schwarze Meer.

Auch abgesehen von den Schmiede- und Bergmannsgeschichten sind die germanischen Berge und Höhlen reich an den mannigfaltigsten Bergelfensagen, von denen wir drei charakteristische Gruppen herausheben, eine vom Südfuße des Schwarzwalds, eine mehr mittel- und norddeutsche und eine isländische. Dort tut sich die Tropfsteinhöhle bei Hasel mit ihren unterirdischen Gewässern und blitzenden Krystallen auf, alte Schachte weisen auf früheren Bergbau, und aus den Löchern des nahen Dinkelbergs steigen oft auffällig starke Erddünste auf. Idyllische, humorvolle Gemütlichkeit atmet die dortige Sage, wie die später dort entstandene Hebelsche Poesie. Die mittel- und norddeutsche Zwergsage hat oft einen ernsteren und bedeutenderen Inhalt. In Island sehen namentlich die Bewohner der einsamen Bauerhöfe in der ewigen Nacht der Julzeit die Alfar aus den umnebelten Klippen und Blöcken leibhaftig herauskommen, die daher Alfaheime, Alfaburgen und Zwergberge heißen. Fels und Hof, Alf und Mensch treten in einen scheuinnigen Verkehr und beeinflussen gegenseitig ihr Schicksal. Das Dämonische und wieder das Realistische ist wie in Ibsens Dramen weit stärker herausgearbeitet als in Deutschland; und dieser Kontrast erzeugt dann gelegentlich eine tiefe Leidenschaftlichkeit. Die von den mittelalterlichen Sagaschreibern vererbte Vortragskunst hat einzelnen dieser Geschichten eine große Gewalt des Ausdrucks verliehen. Gewiß sind manche modernere Motive in diese neuere Alfarsaga eingedrungen, aber z. B. der darin beliebte Kirchenbesuch zur Julzeit, von dem wir noch hören werden, ist nur die neuere Form des altüblichen Verwandt-und Freundschaftsbesuchs zu dieser altheiligen Festzeit und steht mitten in der heidnischen Bergelfensage, wie der berühmte Kirchenbesuch der Kriemhild und der Brunhild mitten in der heidnischen Nibelungensage.

Unsre erste Schwarzwaldsage knüpft noch einmal an die Bergmannssagen an. Zwei Erdmännle führten einst einen Bauer in jene Haseler Höhle, worin er viele tausend kleine Leute mit der Gewinnung von Gold und Silber beschäftigt sah. Nicht nur bei seinem Abschied von der Höhle, sondern für jede Abendsuppe, die er ihnen seitdem daheim hinsetzte, schenkten sie ihm ein Goldstängelein, und so wurde er ein reicher Mann. Da trieb ihn die Neugier, zu erfahren, was-sie denn für Füße unter ihren langen Kleidern hätten. Er streute ihnen unbemerkt gesiebte Asche in den Hausgang und siehe da ihre Fußstapfen glichen denen von Gänsen. Als aber die Erdmännle das merkten, verließen sie die Gegend, und der Bauer erkrankte alsbald und starb. Nach mündlicher Mitteilung aus Öflingen streute ein vorwitziges Haseler Bübchen die Asche. Diese in Deutschland weit verbreitete Sage beansprucht ein höheres Alter: schon im Mittelalter hören wir von einem Zwergkönig Goldemer, später Volmar genannt, der wie ein Schatten, jedoch mit maus- oder froschweichen Händen versehen, auf dem Schlosse Hardenstein an der Ruhr in Freundschaft mit dessen Herrn Neveling lebte und in dessen schöne Schwester verliebt war. Er würfelte und zechte mit dem Ritter und schlief sogar mit ihm in einem Bette. Er entzückte durch sein liebliches Saitenspiel, beantwortete schwierige Fragen, warnte rechtzeitig seinen Freund vor feindlichen Anschlägen und hielt den Mönchen der Umgegend ihr sündhaftes Leben vor. Als ihm aber einmal ein vorwitziger Küchenjunge Asche streute, drehte er ihm das Genick um, briet ihn an einem Bratspieß und belegte das Geschlecht der Hardenberge mit einem Fluch. Er ist offenbar der noch früher bezeugte Zwergkönig Goldemar, der nach einem epischen Bruchstück in einem. Gebirge Trütmunt — es ist doch wohl das Ruhrgebirge bei Dortmund gemeint — eine Königstochter entführte und gefangen hielt, bis Dietrich von Bern sie befreite.

Wo aus dem Dinkelsberg bei Schopfheim oder der Fullhalde bei Waldshut Erddünste aufsteigen, da brachten die Erdweiblein oder die Herrmännlein den Ackersleuten von ihren frisch gebackenen Kuchen und legten ihren Kindern Spielzeug auf die Bettdecke, damit sie nicht in Abwesenheit der Mütter schrieen. Sie spannen in den Lichtstuben fleißig mit, verließen sie aber stets um 10 Uhr, damit ihr Herr sie nicht auszanke. Die Männlein halfen in der nahen Hammerschmiede bei Hausen, schlissen den Hanf, fütterten das Vieh, schnitten die Frucht und banden Garben mit den Menschen. Bei diesen gemeinsamen Arbeiten aber kam es doch auch zu Mißhelligkeit, So sprang einmal beim Garbenbinden einem Erdmännle ein Knebel so heftig an den Kopf, daß es kläglich aufschrie. Da liefen alle Erdleute herbei, doch als sie erfuhren, was geschehen, gingen sie mit den Worten: „Selber than, selber han!“ wieder beruhigt auseinander. Den vollen Sinn legt aber erst die Vorarlberger Sage bloß: einem geschwätzigen Wildweibe stellt sich ein listiger Bauer unter dem Namen „Selb“ vor und klemmt sie dann, ärgerlich über ihre Zudringlichkeit, in eine Holzspalte. Auf ihren Angstruf eilt das wilde Feng-männlein heran und fragt sie, wer ihr das getan habe. „O! Selb than!“ erwidert sie. Da lacht das Männlein auf: „Selb than, selb han!“ Dasselbe mythische Anekdötchen spielt sich an der Ostsee zwischen einer Nixe und einem durch sie gereizten Schiffer ab. Odysseus überlistet den Polyphem mit einem ähnlichen uralten Kniff, wenn er sich ihm als Niemand angibt.

Und so lassen sich auch noch die anderen harmlosen Sagen des alemannischen Schwarzwaldwinkels in höheres Altertum zurückverfolgen. Die dortigen Zwerge nehmen Kuchen und Obst für ihren Dienst gern an, aber in Brot gebackenen Kümmel fliehen sie gleich den andern deutschen Zwergen, und Unrat, Fluchen, Grobheit der Menschen ist ihnen verhaßt. Auch hier kehrt das Motiv wieder, daß ein neuer Anzug, den z. B. ein Müller einem schlecht gekleideten Erdmännchen zum Dank für seine Arbeit auf den Mühlstein legt, dieses für immer aus der Mühle vertreibt. Ein westfälisches Schanholleken, das einem Schuster fleißig geholfen hatte und von ihm mit einem neuen Anzug belohnt worden war, rief lustig: „Ich bin ein Bürschchen hübsch und fein, ich brauche nicht mehr Schuster zu sein!“ So rufen die beschenkten Pixies in Devonshire: „Now the Pixies’ work is done, we take our clothes and off we run?“ Ein Wichtelmännchen von der Werra bekannte schon im fahre 1336 einer Nonne, daß es gern Eier, Butter und Kuchen annähme, aber Störung und Neckerei nicht vertrüge. Doch kleine Bogen und Kinderschuhe waren den Zwergen zum Spielzeug recht, denn Burkhard von Worms tadelte ums Jahr 1000 den Brauch, den Satyri und Pilosi derlei in den Keller oder die Scheune zu legen, damit sie andrer Leute Sachen darin zusammentrügen.

Aber noch eine andre alte Erdmännchengeschichte lebt hier am Schwarzwald fort: ein Mann hielt einen offenen Sack vor eine Höhle bei Hasel, um einen Dachs zu fangen.

Wirklich sprang auch etwas hinein, und er zog mit seiner Beute ab. Plötzlich rief in seiner Nähe ein Erdmännlein: „Krachöhrle! wo bist du?“ „Auf dem Buckel, im Sack!“ antwortete es aus dem Sack. Nim wußte der Mann, daß er ein Erdmännlein gefangen hatte, das er dann auch ungesäumt in Freiheit setzte. Nach einer andern Überlieferung ist aber das Gefangene wirklich ein Tier. So fing bei Muri in der Schweiz ein Bursche ein Ferkelchen, das hinter dem wie eine laut wühlende Schweineherde den Berg heraufziehenden wilden Heer dreinlief, in einen Sack. Wie er es aber heimtragen wollte, vernahm er eine Stimme aus dem Windsgebrause herab: „Hagöhrle (Krummöhrlein), wo bischt au?“ und sogleich antwortete es im Sack: „Ins Heiniguggeli’s Sack inne!“ Vor Schreck ließ der Heiniguggeli den Sack fallen und sprang davon. Die Zugehörigkeit des gefangenen Tiers zum wilden Heer bestätigt weiter die havelländische Sage, nach der einmal die wilde Jagd über Ernst Koppe kam, der einen Dachs in einem Sack gefunden hatte. Einer von der wilden Jagd fragte: „Sind wir alle zusammen?“ „Ja“, sagte ein anderer, „bis auf die einäugige Sau, die Emst Koppe in seinem Sack gefangen hat“. Und als dieser zu Hause nachsah, fand er richtig eine alte einäugige Sau und keinen Dachs darin. Die Dachse galten in den Kamemschen Bergen des Havellandes für die unterirdischen Schweine der Frau Harke, einer Zwergkönigin, die mit ihren Tieren oft bei den Jägern vorbeihuschte „wie eine wilde Jagd“. — Und nun verstehen wir die dunkle Sage. Bei stillem Wetter leben diese Windtiere ruhig in gewissen Höhlen, die ja auch „Windlöcher“ heißen, wie bei Windstille die griechischen Winde in der Höhle des Aeolos, und Odysseus hielt diese in einen Lederschlauch gebannt, bis seine neugierigen Gefährten ihn zu ihrem Unglück öffneten. Der Nordmann Ogautan hat einen „Wetterbalg“, aus dem, wenn man ihn schüttelt, so starker Sturm und so heftige Kälte hervorbricht, daß in drei Nächten das Wasser vom dicksten Eis bedeckt ist. „Unsen Herrgott is de Windbüdel reten: nu makt he den Sack apen“ oder „de Jungens hebben den Sack apen makt“ sagt man noch bei Wind in Mecklenburg. Wie man den Wind aus dem Sack loslassen kann, kann man ihn auch im Sack fangen, das einäugige Tier der wilden Jagd d. h. den Wirbelwind. Und noch gibt man den Kindern bei Waldshut auf: „Wenn der Luft recht goht, dno (dann) nimmt man en Sack und hebt en uf gegen de Luft, no fahret Dilldappe drin“. Der Dilldapp heißt aber sonst in Süddeutschland Hilpetritsch, Elpentrötsch, Olpetriitsch, er ist ein elfischer Windgeist.

Dem Schwarzwälder Zwergsagenkreis werden auch folgende gemeingermanische Züge nicht gefehlt haben. Überall in Süddeutschland wie im höchsten Norden rauben die Zwerge Kinder und legen ihren Wechselbalg, Kielkropf, Umskiptungr in die Wiege. Da muß die beraubte Mutter angesichts des verhaßten Balges Bier in Eierschalen kochen oder in einen ganz kleinen Topf einen aus vielen Stöcken hergestellten ellenlangen Rührlöffel stecken. Denn bei diesem Anblick läßt sich der alte häßliche Balg zu einem plötzlichen Aufschrei des Erstaunens hinreißen, er ruft:

„Nim bin ich so alt wie der Bremer Wald“, oder „Nun bin ich so alt und hab’ einen langen Bart und bin Vater von 18 Kindern in Alfheim und doch habe ich nie einen so großen Flegel in einer so kleinen Grütze gesehen“.

Nun hat die Mutter guten Grund, ihn unbarmherzig mit der Rute so lange zu schlagen, bis auf sein Geschrei die Zwergin das gestohlene Kind wieder bringt und mit ihrem Balge abzieht.

Süd- wie nordgermanisch ist die Sage von der elfischen Kindbetterin, die der Menschenhilfe bedarf. Plötzlich steht ein Zwerg vor einer Frau und bittet sie flehentlich, seinem Weibe Hebamme zu sein. Er führt sie in ein hübsches Höhlengemach hinein, wo ein kleines Weiblein in schweren Wehen liegt. Die Frau braucht nur die Hand ihr auf den Leib zu legen, und das Kind wird glücklich geboren. Dann wird sie entlassen, reich beschenkt, oft mit einem in der Familie sorgsam gehüteten Schmuck. So schützt ein der Frau von Alvensleben von einer solchen Zwergin geschenkter Goldring das Gedeihen ihres Geschlechts. Geht er verloren, so muß es erlöschen. In der altnordischen Göngu-Hrolfsaga Kap. 15 trat eine Alfkona aus einem Hügel, um dem Hrolf die Jagd auf einen zum Hügel geflüchteten Hirsch zu verweisen. Sie bat ihn dann zu ihrer Tochter, die im Kindbett lag. Hrolf fuhr mit der Hand um diese, sie kam sofort nieder, und die Mutter schenkte ihm einen Ring, der ihn vor aller Irrfahrt Nacht und Tag, zu Wasser und zu Land bewahrte. — Die Hebamme von Harzgerode, die ein Nix zur Entbindung einer Nixe rief, bekam von dieser ein Handtuch. Wie sie sich einst damit das eine Auge getrocknet hatte, erkannte sie auf dem Markte die Nixe. Sobald aber diese das merkte, spie sie in ihre Schürze und strich sie über das Auge der Hebamme, die sie fortan nicht mehr sah. Die eigentümlichsten Züge der Alvenslebenschen und der Harzgeroder Sage vereinigt die isländische: Sowie die von einem Elf zu seiner Kindbetterin geführte Frau dieser mit ihrer Hand um den Leib fährt, ist die Qual gehoben und das Kind da. Sie bestreicht aber dann auf Anordnung des Mannes die Augen des Kindes mit einer Elfensalbe oder einem Elfenstein. Sowie sie damit ihr eigenes Auge berührt, sieht sie plötzlich eine Menge Volks in der Stube und kann auch später auf Erden mitten aus dem Marktgetümmel jeden Elf herauserkennen. Doch wenn einer das merkt, benimmt er ihren Augen sofort mit seinem Hauch oder seinem Speichel ihre eigentümliche Sehkraft. Endlich ist die Geschichte von einem kostbaren Elfenschmuck in Island nicht an eine erfahrene Frau, sondern an ein Kind geknüpft. Eine fromme Elfin hat ein einsam spielendes Kind mit sich in den Stein genommen, aber bei seinem 13. Lebensjahre wieder ihren Eltern zurückgeschickt. Beim Abschied gab sie dem Mädchen unter anderem mehrere Edelsteine mit dem Rat, diese immer im Haar zu tragen. Und das tat sie auch noch nach ihrer Heirat. Aber als sie einst, von der Kirche heimgekehrt, ihr Kopftuch ab legte, fielen die Edelsteine ihr aus dem Haar auf den Boden. Alsbald erkrankte sie und starb. So gab einmal ein Zwerg bei Rinteln einem Mädchen einen Wocken voll Flachs und meinte, daran würde sie ihr Leben genug haben, aber sie solle ihn nie ganz abspinnen. Das hat sie auch getan, hat gesponnen jahrein jahraus, und immer war der Wocken voll, und sie bekam so viel Garn, daß sie immer ein Stück vom schönsten Linnen zum andern legte. Endlich wollte sie doch einmal wissen, was wohl unter dem Flachse säße, und spann und spann und hatte zuletzt das Ende des Fadens zwischen den Fingern. Aber darunter saß nichts, und soviel sie den Wocken auch rund drehte, der ewige Flachs war und blieb fort.

So vertraut fühlten sich die Menschen und Zwerge miteinander, daß diese jene zu Gevatter luden und von ihnen zu ihren Hochzeiten gern Schüsseln und Bratspieß borgten, wie umgekehrt die Menschen zu ihren Festen von den Zwergen. Diese finden sich auch ungeladen ein, so daß das Hochzeitsessen, kaum aufgetragen, schon wieder fort ist. Braut und Bräutigam schauen sich darob verwundert an und stecken die Köpfe zusammen, aber setzen vor, was sie haben. Wie es aber nun zum Schenken, zur Gifte, geht, nehmen die Zwerge ihre Hüte ab und werden sofort sichtbar. Da zeigte sichs denn wohl, warum die Speisen immer gleich verschwunden waren, denn die ganze Stube war von kleinen Mitessern voll. Aber hatten sie helfen essen, so halfen sie nun auch giften; jeder legte ein Goldstück in den Korb. Zuweilen werden sie aber auch bei der Hochzeit überrascht, indem mitten im Schmause die Hüte mit einem Seil abgestreift wurden; dann fliehen sie ärgerlich davon. Oft dünkten ihnen aber ihre eigenen Räume für ihre Feste zu klein und dürftig; dann feierten sie diese mit Musik und Tanz im nächsten hübschen Grafenschloß, z. B. auf der Eilenburg in Sachsen. In Goethes feinem Hochzeitslied hört und schaut der Graf ihrem festlichen Treiben freundlich träumend zu.

Auf Island waren die Elfen zu solchen Festen in ihren eigenen wie in fremden Wohnungen besonders zur Julzeit aufgelegt, in der ja auch die Nordleute sich der ausgiebigsten Festfreude hingaben. In den heiligen zwölf Julnächten hatten die Alfar ihre Fahrtage und zogen von Stein zu Stein zu andern. Elfen oder auch in die Häuser der Menschen zum Gelage. So fuhren schon die indischen Ribhus, ihre Stammverwandten, zwölf Tage im Jahr umher, um Gastfreundschaft zu genießen, suchten ihre Verwandten auf, fluchten oder grüßten, je nach dem Empfang, der ihnen ward, und befruchteten die Erde. Offenbar wurden die Elfen auf Island auch deswegen, um ihre Gunst zu gewinnen, besonders feierlich und vorsichtig empfangen. Die Hausfrau ließ noch bis ins 19. Jahrhundert hinein in jeder Ecke des Hauses Licht brennen, so daß es weit hinausleuchtete in die öde Wintemacht und nirgendwo drinnen Schatten war. Alles war sorgsamst gefegt, alle Türen standen offen. Sie aber umschritt das ganze Haus und sprach:

„Komme, wer nur kommen mag, fahre, wer nur fahren mag, mir und den Meinen ohne Schaden!“

Auch aus Deutschland erfahren wir, daß man am Weihnachtsabend in den Brunnen hinein mit Lichtem leuchtete, also den Quellelfen, wie dort den umziehenden Bergelfen. Wir verstehen nun auch die an Steinen und Quellenrand aufgestellten Lichter in den alten Konzilsbeschlüssen, auch sie waren zu Ehren der Elfen entzündet. Noch im Jahr 1819 sah ein Hirte am Morgen nach dem 13. Jultag viele Männer, Weiber und Kinder mit bepackten Pferden und Wagen durch ein Tal in einen Stein fahren. Geläute und Gesang tönte heraus, aber kein Wort konnte er unterscheiden und, wie er sich näherte, war der Stein verschlossen. Als er nun ängstlich davon eilte, bezwang ihn der Schlaf, ein langer Schlaf, bis ihm der kalte Morgentau am Kinn herabrann. Da erwachte er und trieb sein Vieh heim und war lange Zeit verstört. Noch bedenklicher ist es, wenn jemand sich in der Julnacht auf einen Kreuzweg setzt. Denn da kommen die Elfen von allen Enden und bitten ihn, mitzukommen; er darf nichts darauf antworten. Nim tragen sie Schmucksachen und Kleider, Speis und Trank herbei; er darf nichts davon nehmen. Endlich schmeicheln ihm freundliche Elfinnen in Mutter- oder Schwestergestalt, doch mit ihnen zu gehen, auf jegliche Weise; er muß ihnen Stand halten. Sobald aber der Tag anbricht, muß er aufstehen und sagen:

„Gott sei Lob, nun ist der Tag in der ganzen Luft!“

Da verschwinden die Elfen plötzlich, und ihre Schätze, die sie in Stich lassen, erhält der standhafte Mensch. Antwortet er ihnen aber oder geht auf ihr Angebot ein, so wird er verzaubert und seines Verstandes beraubt und verkehrt nie wieder mit andern Menschen. Auch dies ist deutsch. Läßt man sich in Schwaben während der Christnacht auf einem Kreuzweg von den herzudrängenden Gespenstern nicht zum Reden oder Lachen verlocken, so wird man vom Teufel nicht zerrissen, sondern vielmehr mit Famsamen beschenkt, der 20 bis 30 Männerkraft verleiht.

Eine isländische Elfin, die in einem Bauernhof als tüchtige Magd dient, legt in jeder Julnacht dem schlafenden Knecht, der während des Gottesdienstes allein mit ihr zu Hause geblieben war, ein Zauberrittgebiß an und reitet ihn auf dem Weg zu und von dem Elfenfeste zu Tode, bis es einem Knecht gelingt, lebend einen Ring aus dem Elfenreiche mit heimzubringen. Wie er nun daheim seine Erlebnisse im festlichen Elfenstein erzählt und alle schweigen, die Magd ihn aber laut der Unwahrheit zeiht, da zeigt er ihr den Ring mit den Werten „Königin Hilda, ist das dein Ring?“ Sie ruft: „Nun bin ich erlöst, weil endlich ein Mensch es wagte, mir nach in Alfheim einzudringen. Nun verlangt mich zu den Meinen!“ Nach schöner Danksage für alles Gute verschwand sie, der Knecht aber wurde der beste Bauer im ganzen Lande.

Einen anderen Verlauf nimmt der Elfenspuk auf einem andern Bauerhof, auf dem ebenfalls an jedem Weihnachtsmorgen ein Knecht tot im Bette gefunden wird, getötet von den Elfen, die ins Haus dringen, um hier während des Kirchgangs der Familie ihr Julfest zu feiern. Trotzdem entschließt sich ein neuer Knecht, allein am Julabend zurückzubleiben. Er zündet Licht an und versteckt sich dann hinter zwei losen Wanddielen der Wohnstube so, daß er durch die Ritze sehen kann. Da treten zwei unfreundliche Fremdlinge ein und spähen überall umher. Der eine sagt: „Menschenluft, Menschenluft“, der andre: „Nein, hier ist kein Mensch“. Mit dem Licht leuchten sie in alle Winkel, finden nur den Hund unter dem Bett, drehen ihm den Hals um und werfen ihn hinaus. Nun füllt sich die Stube mit Volk, der Tisch wird gedeckt mit Silbergerät, Speis und Trank; und auf das laute Mahl folgt ein fröhlicher Tanz, nachdem die Stube von Tisch und Gerät und Kleidern geräumt ist. Zwei halten draußen Wache, ob auch jemand käme oder der Tag anbräche. Nachdem sie dreimal drinneu günstige Meldung gemacht haben, ergreift gegen Morgen der Knecht die beiden losen Dielen, springt mitten in die Stube, schlägt die Dielen aneinander und schreit aus Leibeskräften: „Tag! Tag!“ Nun drängt die ganze Gesellschaft ins Freie, eins über das andre, stürzt sich draußen durch das Gerät, einer tritt den andern unter die Füße, manche bleiben schwerverwundet liegen. Und hinter ihnen drein der Knecht, der fortwährend die Bretter zusammenschlägt und „Tag! Tag!“ schreit, bis sich alles in ein benachbartes Wasser wirft. Heimgekehrt trägt der Knecht die Toten hinaus und erschlägt die Verwundeten und verbrennt dann ihre Leichen. In die Sachen, die die Alfen in Stich gelassen, teilen sich der Knecht und sein Herr, und der Knecht wird ein angesehener Mann. Aber eine Julnacht hat er nie wieder in dem Hofe zugebracht. In Norwegen und in Schleswig-Holstein geht eine ähnliche Sage von einem Knappen, der allein in einer gespenstischen Mühle nächtigt. Aber viel genauer stimmt die Harzer Sage von einem alten Soldaten, der einem nächtlichen Fest des Zwergkönigs Hübich und seiner Leutchen in der Mühle beiwohnt. Als sie plötzlich Tabak riechen, schlägt der Soldat sie mit einem Stock in die Flucht und streicht all ihr kostbares Geschirr ein.

Die schönsten Sagen sind auch hier aus der Liebe entsprungen, aus der der Elfin zum Manne, oder des Weibes zum Elfen. Die folgende englische Sage läßt dies Motiv noch gar nicht ahnen. Am S. Cuthberts-Brunnen bei Edenhall belustigen sich Elfen, denen ein Kellermeister vom Brunnenrande weg ein kostbares Glas raubt, „the luck of Edenhall“. Sie rufen ihm nach „if that glass either break or fall, farewell the luck of Edenhall.“

Angedeutet wird die Liebe der Elfin in folgender olden-burgischen Sage: Einmal hielt Graf Otto von Oldenburg jagdmüde auf seinem Schimmel am Osenberg und rief: „Ach Gott, wer nur einen kühlen Trunk hätte!“ Da tat sich der Berg auf, und heraus trat eine Jungfrau in schönen Kleidern, die Haare über die Achseln geteilt und oben mit einem Kranze bedeckt. Sie bot dem Grafen ein silbernes, reich verziertes Trinkhom. Er hob den Deckel auf, aber der Trank mißfiel ihm. Da sprach die Jungfrau: „Trinket Ihr aus diesem Horn, so wird es Euch und Eurem Geschlecht und Lande wohlgehn; wo nicht, so wird es in Zwietracht zerfallen.“ Er aber schwang das Horn hinter sich und goß es aus, wobei einige Tropfen auf des Schimmels Rücken fielen, dessen Haare sie sogleich verbrannten. Als nun die Jungfrau ihr Horn zurückbegehrte, sprengte der Graf mit diesem davon; sie aber eilte ihm nach, bis sie tot zusammenbrach, und in der folgenden Nacht hörte man ringsum den Ruf „ Fehmömeis dood“ Der Graf aber brachte das Horn nach Oldenburg, von wo es später nach Kopenhagen kam. — Deutlicher erzählt die schlichte Fär-öemsage: Geht ein Bursch in die Öde durstig und müde, so kommt ein Huldremädchen aus dem Elfenhügel und bietet ihm einen Trunk Bier oder Milch. Bläst er den Schaum nicht ab, so trinkt er sich Vergessenheit, und sie nimmt ihn mit sich in den Berg. Aber offenbar ist der Trank, nicht die Liebe das alte Leitmotiv der Sage. Die entsprechende Blekinger Sage, nach der ein Knecht in der Walpurgisnacht Hexen, die seinem Herrn die Felder verwüstet hätten, bei ihrem Gelage überrascht und ihnen ein goldenes Horn raubt, aus dem er zu trinken verschmäht, eröffnet einen großartigeren Naturhintergrund. Als sein Herr, dem er davonsprengend das Maitagshorn gebracht hat, die Rückgabe des Horns den Hexen verweigert, brennen sie ihm die drei nächsten Ernten ab und werfen ihn in völlige Armut. Diese Bergelfinnen, Huldremädchen, Hexen sind also wohl ursprünglich Wolkenelfinnen, wie die befruchtenden Regnerinnen, die Pleiaden, in Griechenland aus himmlischen Nymphen zu Gebirgsnymphen geworden. Und wie die nahverwandten Hyaden, die Regnerinnen, aus Krügen Wasser gießen und ein fruchtbares Jahr bringen, so tritt die germanische Wolkenelfin im ersten Frühlingsgewitter im Mai mit einem Trinkhorn hervor, aus dem sie Segen, aber auch Brand auf Tier und Flur schütten kann.

Freundlicher ist die andere deutsche Liebesgeschichte einer Elfin und eines Mannes. Dicht unter dem Gipfel des Paschenbergs über der Schaumburg an der Oberweser liegt das Mömkenloch, worin eine Zwergin mit langem schönen Haar wohnte, das bis an die Sohlen reichte. In sie verliebte sich ein Graf oder Bauer und besuchte sie immer heimlich. Aber sein Weib spähte ihm nach und ging tief in das Loch hinein, bis sie endlich in eine Kammer kam, wo sie ihren Mann mit der Zwergin fand. Deren lange Haare hingen aus dem Bette bis auf die Erde hinab. Da rief die gute Bäuerin — ein rührend bescheidener Zug —: „O behüte Gott deine schönen Haare!“ und hob diese behutsam aufs Bett. Damit wich sie von den beiden, der Bauer aber erschrak so sehr darüber, daß er nie wieder mit der Zwergin zusammenkam. Diese auch westfälische und bairische Sage hat an der Oberweser ein ernstes Nachspiel. Ebenso wie am Osenberg, nachdem die Feh-möme vom Oldenburger Grafen verlassen, der Wehruf erscholl: „Fehmöme is dood!“, so rief hier ein Zwerg zur Schaumburg hinab: „De Möme is dood“, und bald darauf ist in der Nacht einer zum Fährmann in Großwieden an der Weser gekommen und hat ihm geheißen, die Fähre bereit zu halten, denn er solle Leute übersetzen. Viermal hat er übersetzen müssen, hat aber niemand gesehen, und dennoch ist die Fähre so tief gegangen, als wenn sie ganz voll wäre. Als er endlich zum vierten Mal mit schwerer Ladung übergefahren ist, hat der, welcher ihn gedungen hat, gesagt, er solle einmal (über seine rechte Schulter, heißt’s in mehreren Sagen) auf die Wiese sehen. Da hat er auf der Wiese Kopf an Kopf erblickt. Beim Abschied rief ihm der Kleine zu, seine Bezahlung liege in der Fähre. Er fand aber nichts als Pferdemist und stieß diesen ärgerlich mit dem Fuß ins Wasser. Etwas blieb ihm aber in seinem Schuh sitzen, und das waren am andern Tage lauter Dukaten. — Das ist die Sage von des kleinen Volkes Überfahrt oder Abzug, die weit über Deutschland bis nach Schottland und Irland verbreitet ist.

Ergreifender sind die isländischen Liebessagen. Hat ein Mann mit einer Elfin Umgang gehabt, so steht eines Sonntags plötzlich vor der Kirchtür eine Wiege, darin ein Kind, mit einem kostbaren Tuche bedeckt. Dabei wartet die Elfenmutter auf die Kirchgänger, und ihrer einen fragt sie laut vor allen Leuten: „Bekennst du dich zur Vaterschaft dieses Kindes!“ Da er sie verleugnet, schleudert sie die Wiegendecke, den „Elfenmantel“, zum ewigen Zeugnis seiner Lüge in die Kirche und verflucht sein Geschlecht bis ins zehnte Glied und verschwindet samt Wiege und Kind. — Die Perle aber aller dieser Geschichten ist die isländische Sage von der Liebe einer Bauerntochter zu einem Elf oder Huldumann. Wie sie am Herd ihrer einsamen Sennhütte steht, kommt ein junger freundlicher Bursch zu ihr und bittet um einen Krug Milch für seine kranke Mutter. Sie heißt ihn täglich wiederkommen, bis zu deren Genesung, und sie gewinnen sich lieb. Als sie nun bei ihrer Niederkunft in Ohnmacht fällt, träufelt er ihr aus seinem Munde Kraft ein und trägt das Kindlein zu seiner Mutter, die darauf die junge Bäurin pflegt, bis sie wieder auf den Füßen ist. In den Hof zurückgekehrt, verrät sie dem alten Bauer nichts, und dieser drängt sie bald darauf wider ihren Willen zur Ehe mit einem reichen Freier. Endlich gibt sie ihm nach mit den Worten „Das wird nun so, wie’s werden soll!“, und nur das eine bedingt sie sich aus, daß ihr Ehemann nie einen Wintergast, wie sie sich wohl im Herbst der Unterkunft halber in den Höfen zur Winterarbeit meldeten, ohne ihre Einwilligung aufnehmen solle. Das verspricht er. Drei Jahre leben sie glücklich dahin. Da stellt sich zur Herbstzeit ein Mann mit einem kleinen hübschen Buben ein und bittet den Bauer, sie beide über Winter bei sich zu behalten. Er ist geneigt dazu, doch, eingedenk seines Versprechens, fragt er erst seine Frau um ihre Einwilligung. Sie verweigert sie, doch dringt er so lange in sie, bis sie nachgibt und abermals spricht: „Das wird nun so, wie’s werden soll!“ Die Frau redet den ganzen Winter lang kein Wort mit dem Fremden. Da will der Bauer mit ihr am Palmsonntag zum Abendmahl gehen, und vor der Tür fragt er sie, ob sie alle Hausgenossen, der Sitte gemäß, zuvor um Verzeihung gebeten habe. „Nein!“ antwortete sie, „den Wintergast nicht; mit dem habe ich ja auch nichts zu tun gehabt!“ Darauf er: „Nicht eher fahren wir zur Kirche, als du das getan hast.“ „Das wirst du bereuen“ erwidert sie und zum dritten Male „Das wird nun so, wie’s werden soll!“ Und traurig geht sie zu dem Fremden ins Haus und kommt nicht wieder. Da geht auch ihr Mann ungeduldig hinein und hört sie in der offenen Kammer sagen: „Nun habe ich den süßesten Labetrunk von deinen Lippen geschlürft.“ Er stürzt hinein, und in inniger Umarmung liegen sie vor ihm, beide von Harm zersprungen, und das Büblein steht weinend dabei. Der Bauer läßt das Paar begraben, der Knabe verschwindet, niemand weiß, wohin.

Mit wie erschreckender Gewalt hat sich da oft die innere Phantasiewelt in volle Wirklichkeit umgesetzt: die Schicksale der Menschen und der Elfen greifen von alten Zeiten her wie die zweier nah verwandter und doch ewig fremder Geschlechter tief in einander. Selbst das Christentum vermochte nicht die gern betretenen Brücken zwischen beiden vollständig zu sprengen: hie und da birgt wohl noch eine isländische Kirche ein sagenhaftes Elfentuch, und der schwedische Elf sucht die Verbindung mit einem Menschen, gerade um mit ihm die ewige Seligkeit zu erlangen. So hat namentlich das Bergelfenvolk, nicht ganz in sich befriedigt, schon immer Anschluß an die Menschen gesucht, und gar manche von diesen hat es immer gereizt, in die Elfenwelt einzudringen. Aber fast ausnahmslos endet dieser oft so freundliche, innige Verkehr in Trauer. Während die Riesen zu tappig dazu sind und die Götter sich vornehmer davon zurückhalten, müssen die Zwerge gerade in diesem Verkehr allerlei Prüfungen durchmachen, und über ihr strebsames, genußreiches, heiteres Leben legt sich eine Wolke der Enttäuschung und der Entsagung.

In den germanischen Wäldern sind überall die Wald-und Baumelfen zu Hause; seltener aber im deutschen Marschenland, in Dänemark und England, und ausgestorben sind sie im waldlosen Island. Früher hieß der deutsche Waldmann Scrato, gotisch wohl , angelsächsisch Wuduaelf oder Wudewase, altnordisch Holzmann, die deutsche Waldfrau Holsmuoja, was auch Eule bedeutet, Holzruna,Waldminna. Jetzt nennt man sie Wildleute in den Alpen oder genauer und Waldfänken in Graubünden und Vorarlberg, Moos-, Holz- und Wetterfräulein und Buschweibchen in Süd- und Mitteldeutschland, in Schweden ist Hülfe oder Skougsmann der Holz- oder Waldmann, Skogsfru die Waldfrau oder die Waldschnauberin. Allgemeiner werden sie auch „weiße Weiber“ in Norddeutschland und Ellepigern und Ellefruen Elfenmädchen und -frauen in Dänemark genannt.

Eines der ältesten indogermanischen Lieder, das rigvedische Lied an die Waldesfrau, schlägt den Grundton derjenigen Empfindungen an, der in der Waldeinsamkeit noch heute im germanischen Volksgemüte widerklingt. Es ist nicht so sehr die Freude über die Schönheit der grünen, stolzen Pracht und die Andacht zu der dämmerigen Stille, es ist vielmehr das verlockende und zuweilen beängstigende geheimnisvolle Weben der Waldeinsamkeit, das das Innere erregt und die germanische Waldelfensage beherrscht. Jenes aus tiefer Naturempfindung entsprungene Lied lautet :

1. O Waldesfrau, O Waldesfrau,

die du im Busch verschwindest dort,

was fragst du nach dem Dorfe nicht?

Beschleichet dich denn keine Furcht?

2. Wenn auf des Uhus lauten Ruf

der Papagei die Antwort gibt

und wie mit Glöcklein läutet froh,

dann ist die Frau des Waldes stolz.

3. ’s ist, als ob Kühe fräßen Gras,

und wie ein Wohnhaus sieht sich’s an,

und wie ein Wagen knarrt es jetzt,

auf dem sie Abends weiterfahrt.

4. Dort ruft wohl Einer seiner Kuh,

dort hat wohl Einer Holz gefallt;

wer nahe bei der Waldfrau weilt,

hört deutlich Abends Jemand schrein.

5. Sie tötet nicht, die Waldesfrau,

wenn nicht ein Andrer sie beschleicht;

genoß er von der süßen Frucht

nach seinem Wunsch, so fällt er hin.

6. Gerühmt hab ich die Liebliche,

nach Wohlgeruch schön Duftende,

die reich an Speisen ohne Pflug,

die Wildmutter, die Waldesfrau.

Einsam und furchtlos verliert sie sich, vom Dorf abgekehrt, im Dickicht, froh über den Wettgesang des Uhus und des Papageis. Im Dämmer des Waldes schwimmen allerlei Bilder vorüber, in der Stille tauchen unerklärbare Geräusche auf und vergehen. Ein unheimlicher Schrei! vielleicht geht er von ihr oder auch von einem zudringlichen Menschen aus, den sie getötet. Doch — wie wenn hier ein Jäger spräche: „ich preise die liebliche, duftige Mutter der wilden Tiere“.

Die schwedische Waldfrau ist der indischen am meisten ähnlich. Denn sie trällert, lacht und wispert im Dickicht. Am klatschenden Waldbach wäscht sie, und wo im Lenz schneeweiße Flecken tief hinten im dunklen Walde sichtbar werden, breitet sie ihre Kleider aus. Sie zaubert in den Wald einen Huldrehof oder Hullagaard mit fettem Vieh hinein, der aber immer verschwindet, sobald man sich ihm nähert. Oft hört man sich bei Namen rufen, dann antworte man bei Leibe nicht: „Ja!“, sondern: „He!“, denn sonst ist man in ihrer Gewalt. Laut lacht sie auf und schleppt Einen stundenlang durch Dom und Morast, und zuletzt ist man so sinnverwirrt, daß man sein eigen Haus nicht erkennt. Dann ist man „skogtagen“ vom Walde festgehalten, bezaubert. Oder sie schreit tückisch laut auf und ruft ihren Gatten herbei, der dann den Liebhaber niederschlägt. Der Jäger aber sucht sie zu gewinnen, denn sie ist die Herrin des Wildes, namentlich einzelner Hirsche, Hasen und Auerhühner, sogenannter Freitiere. Er legt eine Münze oder etwas Speise für sie auf einen Baumstumpf oder Stein nieder. Ihre ursprüngliche Wettematur bricht noch vielfach in wilder Frische durch; wie in Ober-franken Wetterfräulein, heißt sie dämm auch in Schweden die Waldschnauberin. Sie kündigt ihr Erscheinen, wie ausdrücklich bemerkt wird, mit einem scharfen eigentümlichen Wirbelwind an, der die Baumstämme bis zum Brechen zusammenschüttelt. Oder sie beugt den Wald und klopft im Gewitter ihre Kleider. In Westfalen sagt man bei Wirbelwind: „Da fliegen die Buschjtmfern“. Im Riesengebirge stürzen sich die „ Rüttelweiber“ im Wirbelwind auf die Wiesen und werfen das Heu auseinander. Bei zerrissenem Nebelgewölk kocht das Buschweibchen und steigt im Aprilhagel mit wildem schneeweißen Haar über den bayrischen Wald. Die Dante verte des Franche Comt£ lacht bei ihren Koboldstreichen hell auf, daß es in vielfachem Echo spöttisch widerhallt. Das badische Rockertweible} das sich in einer Regennacht mit drei Wilderem am Feuer die Kleider trocknet, schleift den einen, der ihr ein grobes „Packe dich!“ zugerufen, bis Tagesanbruch durch dick und dünn. Andre Beleidiger reißt sie hoch auf den Lautenfelsen oder taucht sie tief in den Gumpen des Bachs hinab. Doch in dem Jahre, wo sie sich den Menschen zeigt, gibt es Frucht und Heu die Hülle und Fülle. Die wilden Weiber in Wälsch-tirol spinnen plötzlich Leinewand (Nebel?) durch den Wald und versperren dadurch dem Verirrten den Weg, und in zahllosen deutschen Sagen kämmt die Waldfrau ihr Haar und lockt in den Wald, und dabei macht oft schon ihr Anblick wirr und schwermütig.

Auch die Waldelfinnen haben Liebschaften mit Menschen. Schon ums Jahr 1000 erzählt Burkhart von Worms von Waldfrauen, die sich plötzlich ihrem Liebhaber zeigen, um sich mit ihm zu ergötzen, und plötzlich wieder verschwinden. In einem Wolfdietrichsgedicht des 13. Jahrhunderts kriecht „ die rauhe “zum Feuer, an dem Wolfdietrich schläft, auf allen Vieren wie ein Bär, reizt ihn vergebens zur Minne, zaubert ihn in Schlaf, schneidet ihm seine Nägel und zwei Locken ab und macht ihn zu einem derartigen Toren, daß er ein halbes Jahr „wild“ laufen muß. Da stellt sie sich ihm plötzlich wieder dar, streift ihre rauhe Haut ab und wird nun die Königin minne} des Helden allerschönstes Weib. In der Volkssage ist sie oft behaart, mosig, mit runzligem Gesicht, doch öfter vorn lieblich und mit fliegendem Haar, dagegen, nach steirischer wie nach schwedischer Sage, hinten wie ein Backtrog oder ein hohler Baumstamm, wie jene Wolken-elfinnen bereits einen hohlen Rücken hatten. So haben sie weltflüchtige Mönche zur Frau Welt ausgestaltet, die der Dichter Wirnt von Grafenberg um 1200 darstellte, eine vorn schöne Frau mit schlangen- und krötengefülltem Rücken. Die schwedische Skogsfru liebelt um Mitternacht mit Jägern, Fischern und Köhlern am Lagerfeuer und schwälenden Meiler; noch 1691 wurde ein junger Bursche aus dem schwedischen Markehärad wegen unerlaubten Verkehrs mit einem solchen Waldweib zum Tode verurteilt. Die schwedische Waldfrau trägt auch Tierfelle und einen Kuhschwanz, wohl im Winter, ja die Waldfrauen nehmen oft Tiergestalt an. Die Wildfangen der Alpen springen als Wildkatzen herum, das Holzweib klagt als Eule auf dem Ast, und hoch in der Luft kreist das selige Fräulein als Geier, um ihre Gemsen zu schirmen. In rein menschlicher Gestalt ist sie gleich anderen Elfinnen wilder Tanzlust ergeben, so sehr, daß ein römisches Denkmal bei Schweinschied deswegen, weil eine Tänzerin darauf dargestellt ist, vom Volk Wildfrauenkirche genannt wird. Ja die hessische Waldfrau kitzelt kleine Buben und raspelt sie im Wirbelwinde an dürren Bäumen zu Tode.

Doch sind die deutschen Waldfrauen auch vertraut mit allerlei Heilwurzkräutern des Waldes, von denen eins, eine Art Baldrian, in Montavon auch Wildfräulekrut heißt. Im Gudrunliede verdankt Wate seine Wundheilkunst einem wilden Weibe, und im Eckenlied bestreicht das von Fasolt gejagte Fräulein mit einer Wurzel den wunden Dietrich von Bern und sein Roß. Harzer Moos weiblein gaben Wanderern Wurzeln und Kräuter zur Gesundheit; in der Pestzeit riefen die oberpfälzischen Holzfräulein aus dem Walde: „Eßt Binellen und Baldrian, so geht euch die Pest nicht an!“ Als Hödr, der Feind Balders, zum erstenmal in einem Waldhause drei Waldmädchen findet, versprechen sie ihm Hilfe im Kampf. Im selben Augenblick verschwindet das Haus, und Hödr steht allein in der Wildnis. Hernach trifft er sie noch zweimal, und sie schenken ihm siegbringende Waffen und lassen ihn genießen von der Zauberspeise, die Balders Kraft so gefährlich steigert. Die Waldmädchen sind hier schon halbe Walküren. Sie nisten sich auch hilfsbereit dicht bei den Wohnungen ein. Im Mittelalter wohnten die westfälischen guden Holden oder witten Vrouwen unter der Erde oder schönen Bäumen und krausen Büschen, wo man ihnen opferte. Der südschwedischen Askafroa Eschenfrau oder Hyllefroa Hollunderfrau goß man Wasser oder Milch über die Wurzeln ihres Baumes, um ihres Schutzes willen, und den schon (S. 90) besprochenen Schutzbaum eines nordischen Bauernhofes, den Wichterbaum, umarmt die kreisende Bäuerin in ihrer Not.

Wenn aber der Herbststurm heulend das gelbe Laub und wüsten Nebel durch den Wald jagt, dann ergeht es der Waldfrau schlimm; dann verfolgt sie ein riesen- oder götterhafter Jäger. Mit lautem Jagdhorn hetzt zu Roß der Sturmriese Fasolt, von langem Weiberhaar umflattert, eine klagende Frau wie ein Wild. Der Verfolger ist oft der höllische oder der wilde Jäger, ein wilder Mann, in Südtirol Beatrik d. i. Berndietrich oder in Lauenburg geradezu Wode, in Dänemark Un d. i. Oden, in Sm&land König Oden. Die Verfolgte ist die wilde Frau oder , Ellefru oder auch die Beischläferin eines Priesters. Mit tief hangenden Brüsten und flatterndem gelben Haar rennt sie vor ihm her und flüchtet auf einen mit drei Kreuzen ausgehauenen Baumstumpf oder in einen für sie bestimmten Ährenbüschel. Wird sie aber eingeholt, so wirft der Jäger sie vor sich übers Roß und stürmt frohlockend durch die Wildnis weiter. So jagt der Sturmriese oder Sturmgott die Wirbel windselfin des Waldes: ein altes Herbststimmungsbild! Da nun aber in Schweden die Wirbelwinde vorzüglich im Sommer kurz vor einem Gewitter entstehen, so verfolgt hier Gofar d. i. der Donner die Trolle und Wald-weiber. In Gotland heißt ein solches Thorspjäska Donnersmädchen, vom schön, hinten hohl wie ein Backtrog, und flüchtet bei Gewitter ins Haus, in Norwegen unter eine Weiberschürze. Nimmt man sie auf, so schlägt der Blitz ein. Wenn aber im Winter das Stadelheu mit Schlitten von der Alp geholt wird, hockt wohl ein ganzes Dutzend wilder Frauen hintenauf und fährt mit; auch ruhen sie gern in den Heustadeln.

Die anmutigsten Wildfräulein sind die blonden, blauäugigen, silbergekleideten Seligen oder Saligen Fräulein Deutsch Tirols, die zuerst von Berthold von Regensburg als felices dominae ausdrücklich genannt werden und in Wälsch Tirol Enguane oder Belle Vivane heißen. Sie umleuchtet wie das Hochgebirge ein klarerer, reinerer Glanz. Sie bewohnen in den innersten Talwinkeln Eis- und Krystallgrotten, die oft talwärts von paradiesischen Blumenauen umgeben sind. Hier hegen sie namentlich Gemsen, strafen die Jäger für deren Verfolgung und bejammern deren Tod. Die weißen Wölkchen an den höchsten Gipfeln, ihre Hemden und Kindstüchel, künden schönes Wetter an; als Schneefräulein geben sie im Herbst den Hirten Winke zum rechtzeitigen Abfahren von der Alp vor Schneewetter. Zur Ernte kommen sie gern aus dem Walde aufs Feld herab, den Leuten zu helfen. Durch ihren schönen Gesang machte eine Salige einen Hirten seinem Weibe abspenstig, bis dieses ihn nachts in der Höhle der Saligen überrascht, wie jene Bäuerin ihren Mann im Mömekenloch an der Oberweser (S. 188). Es weint und verwünscht ihre Ehe und die Saligen, die seitdem spurlos verschwunden sind.

Die Waldelfinnen führen meistens ein freies, nicht an die Bäume gebundenes Leben. Doch sind manche Bäume von einem dryadenhaften Geiste erfüllt. Eine warnende Stimme ertönt aus dem schwedischen Wachholder, der von der Axt bedroht wird: „Haue den Wachholder nicht“. Und wird der Baum dennoch gefällt, so stößt er einen Schmerzensschrei aus, und aus seinen Wurzeln fließt Blut. In einem kärntischen Ahornbaum lebte eine verwunschene Jungfrau. Mit dem Bogen, der aus einem Zweige desselben geschnitten wurde, wurden die ergreifendsten Weisen gespielt. Die Jungfrau ist eine ursprüngliche Baumnymphe.

Die wilden Männer gehen häufiger als die wilden Frauen über das Elfenmaß in Riesengestalt über, namentlich in den Alpen, aber auch in Hessen. Hier schreitet der Wildmann entweder baumgroß über die Berge und rüttelt an den Waldwipfeln oder wandelt winzig zwischen den Schachtelhalmen einher. Groß oder klein, sind sie echte Wetterfiguren. Auch in Tirol fährt ein riesiger wilder Mann, einen entwurzelten Baum in der Hand, mit Sturm durch die Lüfte und verfolgt die Seligen, oder er nimmt als starker Geißler oder Küher beim „Geißlerstein“, bis zu dem man ihm die Geißen oder Kühe des Dorfs entgegentreibt, diese in seine Hut und treibt sie mit strotzendem Euter Abends wieder bis zu diesem Steine herab. Außer diesem Riesen zeigt sich in Tirol in Bergmoos und grüner Kleidung das „wilde Mannl“ oder , Orge, vom italienischen Orco d. i. Unterirdischer, jauchzt bei herannahendem Regenwetter auf einer Anhöhe und dient, namentlich zur Zeit der Aussaat, als Wetterprophet. Hält er seinen guten Rat zurück, so füllt ihm wohl ein mutwilliger Bauer sein Trinkgefäß, ein Loch im Felsstein, mit Wein. Neugierig kostet er vom ungewohnten Naß und, lustig geworden, wird er mit der Frage nach einem Heilmittel gegen die Pest überrascht. „Ich weiß es wohl“, antwortet er ähnlich wie oben die kräuterkundige Waldfrau, „Bibernell und Eberwurz; aber das sage ich dir noch lange nicht!“ Oder man bindet ihn im Rausch und befragt den darauf Losgebundenen nach seiner Kunst, Butter, Käse und Lab und aus Milchschotten Gold zu bereiten. Da speist er schelmisch die Neugierigen mit einer selbstverständlichen Wetterregel ab. Genau so preßte man aus dem im Rausch gefesselten lateinischen und griechischen Wildmann, dem Faunus und Silen, sein Geheimnis. Auch hier liegt eine altdeutsche Volkssage ungelehrten Ursprungs vor, die aber wahrscheinlich nicht heimisch war und daher auf den äußersten Süden beschränkt blieb. Sie mag ein früher Völkerverkehr aus Italien in die deutschen Alpen getragen haben.

Dagegen scheint trotz der Verwandtschaft mit der antiken Überlieferung ganz selbständig zu sein die von Tirol bis nach Nordschleswig und England verbreitete Sage vom Weheruf der Berg (S. 187 f.), wie der Waldelfen über den Tod ihres Herrn oder ihrer Herrin. Als ein Wildfangenmädchen, das bei einem Bauer dient, von diesem erzählen hört, „die Rauhe Rinte ist tot!“, springt sie mit dem Schrei: „Die Mutter ist tot!“ aus dem Hause in den Bannwald. Vielstimmig ertönt die Klage: „Die Mäume is „Pippe Kong is dood!“, „Urban ist tot“. So erscholl einst in Griechenland über das spiegelglatte, von keinem Lüftchen bewegte Meer der Ruf: „Der große Pan ist tot!“, dem die Klage vieler Stimmen folgte. Pan hieß der „Herr des Waldes“, der mit den Baumfrauen, den Dryaden, buhlte, durch plötzliche Töne und Widerhalle des Waldes Schrecken einjagte und im Zorn Irrsinn bewirkte. Der troezenischen Obrigkeit zeigte er Heilmittel gegen die Pest an. Abends überbot er allen Vogelsang, wenn er auf der Syrinx spielte, so daß die Nymphen beim Echo des Berges ihn umtanzten. In der stillen Gluthitze der Mittagssonne schläft er, bei langer Windstille ist er tot. Aus tiefster lautloser Waldesruhe stieg seine schwermütige Sage auf.

Die achtungsvolle Scheu, die die indogermanischen Völker vor ihren Waldgeistern hegten, zitterte noch bis vor kurzem in der beerensuchenden Jugend Thüringens und Braunschweigs nach; sie zerdrückten bei der Heimkehr auf einem Stein zum Dank einige Beeren, und in Franken legten sie gar Brot, Obst und Beeren dem Heidelbeermann beim Eintritt in den Wald hin. Der Schwarzwälder Bub aber sang:

„Holder, holder, reere,

„Mer chomme us de Beere,

„’s Beerimännli isch zue is cho (uns gekommen),

„’s hat is alli Beeri gno (genommen).“

„Wind ist der Welle lieblicher Buhler“. Schweben die Luftelfen zu den Gewässern hinab oder tauchen sie in diese nieder, so werden sie zu Wasserelfen, wie sie noch heute in Schweden heißen. Der Windelfe Andvari gestand, daß ihn in der Vorzeit eine jämmerliche Norne dazu bestimmte, sich im Wasser zu tummeln. Der älteste einfache Wasserelfenname scheint althochdeutsch , angels. Nicor und altnord. Nykr zu sein, mit dem freilich damals das Krokodil oder Flußpferd oder ein vielgestaltiges Wassertier übersetzt wurde. Das Wort soll mit dem griechischen niptein sich waschen Zusammenhängen, wie denn auch in Südwestdeutschland die Nixe Waschwibele heißt. Nach dem isländischen Landnahmebuch stürzte sich ein apfelgrauer Nykurhest bei Sonnenuntergang nach dem Heueinfahren ins Wasser. Der nordische Nikur, Neck oder , der schottische Waterkelpic stieg als Apfelschimmel oder als Seehund aus der Flut, der Ahnherr der Merowinger war ein mächtiger Wasserstier. Die Langobardenkönigin Theodolinde überwältigte ein Meerwunder, das plötzlich wie ein schwarzer, feueräugiger Bär aus dem Wasser stieg. Bald als Roß, bald als schwarzer brüllender Stier erscheint der ostpreußische Nix, als Pferd auch der schlesische Wassermann. In diesen Formen nähert sich der Nix mehr den Riesen, als den Elfen. Aber auf den Färöern taucht er als ein kleiner, zarter Hengst aus dem Meer, der badische Bachdatscher, dem sonst menschliche Figur eigen ist, kommt bei Welschensteinach als kleines „wuseliges“ Tier, die schwäbische Nixe sogar als Kröte zum Vorschein. Das althochdeutsche weibliche Niche(s)sa, das das lateinische lympha klares Wasser übersetzt, wird schon die persönliche Geltung unsrer Nixe, schlesisch Lix oder Lisse, gehabt haben; das Masculinum ist in unsrem und Nix, im englischen Nick, im schwedisch-dänischen Nöck, Nisse erhalten. Altnordisch ist auch Marmen, neuer Marbendil, älter auch die hochdeutsche Merimannin, Meriminni, dann Meerfei, bei Albrecht von Halberstadt Wasserholde. Jetzt gebrauchen wir Wasser-, Hakenmann, Wasserjungfer, Seeweibchen, Brunnenholde, die Engländer Watersprite und -fairy, die Skandinavier Haffru und -mand Meerfrau und -mann, Sjörät Seewesen, Vattenelf Wasserelf, Brunnen-gubbe Brunnenalter, Källrat Quellgeist. Von mehr landschaftlicher Geltung ist die hochdeutsche , die niederdeutsche Watermöme oder Mettje. Die Schweden kennen „tre Möjeru drei Wassermuhmen.

Im Wasser haben sich die Luftgeister fast noch mannigfaltiger geformt als in Berg und Wald, weil es selber diese an Beweglichkeit und Formen Wechsel übertrifft. Vom leise rieselnden Brünnlein rauschen die munteren Bäche und die starken Ströme, hier zu Wasserfällen hinabgedrängt, dort sich zu Seen ausbreitend, zum imübersehbaren wogenden Meer. Steile Felswände oder flache Sandufer, hoher Wald oder Sumpfgestäude und in späterer Zeit auch Werke der Menschenhand begleiten oder unterbrechen ihre Bahn.

Und Wind und Wolken fliegen über die Wasser hin, sie lachen im Sonnenschein und dräuen im nächtlichen Dunkel. Wie sie milde kosen und heimlich schluchzen und lieblich singen und heftig donnern! So bringen sie vielgestaltig den Menschen Labe, Gedeihen und Segen, aber auch Ungemach, Gefahr und Verderben.

Die Quelle wird ein Haupt genannt, von den Griechen ein Haupt des Flusses, von den Römern ein Haupt des Wassers, von den Germanen ein Brunnhaupt oder Bornhövede. Auch in der Verehrung der Quellen stimmen diese Völker, namentlich die Römer und die Deutschen, mit einander überein. Beide umkränzen sie mit Laub und Blumen, die Römer schlachten ihnen ein Böcklein wie die Norweger dem Wasserfall. Beide warfen in die Heilbrunnen Geldstücke hinein. Wenn man mm auch zahlreiche römische Kaisermünzen in deutschen Heilquellen, namentlich an beiden Ufern des Rheins, gefunden hat, so könnte man deutsche Nachahmung eines fremden Brauches vermuten. Aber wie die Brunnenbekränzung aufs innigste mit der germanischen Frühlingsfeier zusammenhängt, ist auch jener andre Brauch in Skandinavien und andern von Rom unbeeinflußten Ländern häufig. Aber was hat man von der Quellgöttin Coventina, deren Name nicht gerade germanisch klingt, zu halten, der germanische Soldaten in Northumberland kleine Altäre, sowie tönerne Becher und zahlreiche Münzen von Hadrian abwärts weihten? Auch anderen Elfen als Quellelfen opferte man Geld. Das schon erwähnte Umstellen der Quellen mit angezündeten Lichtem war ebenfalls weit verbreitet, es wird schon in der Katechese des Bischofs Cyrillus von Jerusalem im Jahre 347 getadelt. Die Römer spendeten den Quellen auch Wein, die Germanen Brot und Kuchen, und wenn die Griechen ihnen abgeschnittenes Haar, so brachten ihnen die Germanen abgeschnittene Nägel dar. Von entschiedenerer germanischer Eigenart waren die Opfer, die nach dem Indiculus die Sachsen den Quellen brachten, und die Oster-, Mai- und Johannifahrten, die man zu den Quellen unternahm, um gesund und fruchtbar zu werden und ihre Weissagung zu hören. Man durfte sie aber nicht verunreinigen und durch Steinwürfe trüben. Das alles geschah nicht den Quellen selber, sondern ihren Bewohnern. Denn die Bläschen, die in schwäbischen Quellen aufperlen, kommen von den atmenden Wassergeistern. Meist sind diese weiblichen Geschlechts, weiße Jungfern oder Frauen oder Waschwibele, die darin waschen oder sich baden. Doch kommen auch männliche Brunne vor.

Freier tummeln sich die Bach- und Flußelfen. Namentlich in Thüringen hat jedes Flüßchen seine Nixen, die Saale, die Ilm, die Unstrut. Sie bewohnen im Grunde des Wassers lichte Säle und tauchen mit halbem Körper hervor und lauem unter oder auf den Brücken, ja sie wagen sich darüber hinaus aufs Land. Da kämmt dann wohl eine Nixe ihr Goldhaar oder breitet ihre Wäsche aus, wie oben ihr Wald- oder Bergbäschen, blickt dich mit großen, starren Augen aus der stillen, glasigen Wasserfläche an und zeigt zwischen dem säuselnden Schilf ihre grünen Zähne und grünen Locken. Im Wasser fühlt sie sich am wohligsten mit einem Fischschwanz, aufs Ufer steigt sie mit langem, triefendem Kleid. Der Nix schaut auf dem Lande oft unauffällig wie ein ältlicher Mann aus, der einen grünen oder roten Hut auf dem Kopf trägt. Aber auch er hat grüne Zähne und einen tropfenden Rockschoß, und gefährlich zum Wasser lockend blickt sein Auge. Noch heute ist der thüringische Nixenglaube nicht ganz erloschen, und manches badische Mütterchen hört das Waschwibele oder den Bachdatscher Abends im Dorfbach plätschern, und die Kinder fürchten den Hakenmann oder das Hakenfräulein oder die Mettje, die sie mit einem Haken oder ihren grünen Haaren oder ihrem langen Arm in die Tiefe ziehn. Der schlesische Wassermann fängt sie in einem Netz. Doch die hessischen Kinder schelten derbe auf ihn los: „Nix in der Grube, bist ein böser Bube, wasch dir deine Beinchen mit roten Ziegelsteinchen.“ Was hilft’s? In zahlreichen deutschen, auch dänischen Flüssen pochen die Wassergeister auf ein förmliches Wasserrecht: sie fordern alljährlich zu Laetare oder Himmelfahrt oder Johanni oder Peter und Paul einen bis zehn Menschen zum Opfer. Mit Blumen, den Wasserrosen, und bunten Bändern, dem Mond-und Sonnenglitzem der Wellen, lockt der österreichische Wassermann die neugierigen Kinder ins Wasser, lacht dabei laut auf, patscht in die Hände und verschwindet. Ist die Stunde gekommen, so ruft es in der Lausitz aus dem Wasser: „Zeit und Stunde ist da, aber der Mensch noch nicht,“ und ein Mensch eilt herzu und stürzt sich imaufhaltsam ins Wasser. Abends lockt der süddeutsche Nix durch seinen Hilferuf, und willenlos wirft sich ein Mensch in die Tiefe. Hoch im Norden lacht der isländische -bendill und der schwedische Sjörät gellend auf, bevor jemand ertrinkt, und an der andern Ecke des Germanengebiets, in Steiermark, die Bachbarbara. Auch den Wassergeist im Würmsee verlangt es nach einem Opfer, wenn der See blüht d. h. sich auf der Fläche viele von Grund aufsteigende Bläschen zeigen. An jenen verrufenen Tagen badet man daher nicht, der Fischer stellt keine Netze, der Schiffer unterbricht seine Fahrt, und man meidet sogar den Weg über die Brücke. Sieht man in Böhmen den Wassermann kommen, so wirft man bunte Bänder ins Wasser. Neugierig greift er darnach und verwickelt sich in sie. Der Schwede legte wohl vor dem Bade einen Stahl hinein, weil er dadurch den Neck gebunden glaubte. Als der Frankenkönig Theuderich 539 mit seinem Heere über die alte Po-brücke zog, brachte er furchtbare Menschenopfer. Geht in Katzhütte in Thüringen eine Mutter mit ihrem Kinde das erste Mal zur Kirche, so wirft sie dreierlei Münzen in den Fluß mit den Worten: „Da hast du das Deine, laß mir das Meine.“

Daraus, daß die Nixen am liebsten Kinder greifen, erklärt sich vielleicht der grausige Brauch, in den Grund namentlich von Brücken, Flußwehren, Deichen ein unschuldiges Kind lebendig einzumauern, zu beschwichtigender Sühne. Noch 1841, als die Elisabethbrücke in Halle gebaut wurde, glaubte das Volk, man bedürfe eines Kindes zum Einmauem. Die Wassergeister stellen dem Müller wie seiner Mühle nach. Die Müller an der Bode in Thale am Harz warfen immer, wenn das Wasserhuhn pfiff, dem Nickelmann ein schwarzes Huhn ins Wasser, denn sonst mußte jemand ertrinken. Das fränkische Wasserweible stellte dem Müller unlieb die Räder; zur Julzeit dringt der schwedische Neck aus seinem stillen Wasser in die Flüsse und zerbricht die nicht gehemmten Mühlräder, oder er mahlt so arg, daß die Mühlsteine bersten. Der schlesische Wassermann überrascht einen spöttischen Müller mit seiner Flut, bis dieser ihm sieben Leben verspricht, und hinter einander fallen fünf Kinder, des Müllers Weib und der Müller selber ins Wasser. Die Heimlichkeit der Spinnstube oder die Kirchweihmusik der nahen Schenke lockt die deutsche Nixe ans Ufer. Sie trocknet ihr Haar, schmückt sich, stiehlt sich im Abendnebel über die Wiese ins Dorf hinein und huscht im Tanzsaal in die Mädchenschar. Und selig tanzt sie mit dem schönsten Burschen und vergißt die rechte Stunde des Scheidens. Wie sie nun den Morgen grauen sieht, erblaßt sie, reißt sich von ihrem Tänzer los und stürzt sich in den Bach. Aus der Tiefe schäumt das Wasser blutig auf; der Wassermann hat seine Tochter getötet. In Schweden kennt man auch eine Art Kehrseite dieser Geschichte: fünfzehn Jahre lang hatte ein Mädchen im Haus einer Meerfrau gewohnt und nie die Sonne gesehen. Endlich dringt ihr Bruder hinab und führt seine Schwester wieder zu den Ihrigen. Sieben Jahre wartete die Meerfrau auf ihre Rückkehr, dann schlug sie mit ihrem Stab ins Wasser, daß es hoch aufbrauste und rief:

„Hätt ich gewußt, daß du wärest so falsch,

So hätt ich gebrochen deinen Diebeshals.“

Das schwedische Meerweib und die deutsche Nixe wissen bezaubernd zu singen, wenn das Wasser rauscht, das Wasser schwillt. Der Fischer sinkt zu ihr hinab. Aber noch mächtiger reißt der schwedische Strömkarl der Flußmann oder der oberste Felekarl Fiedelmann, oder der norwegische Fossegrim oder Fossekall der Wasserfallmann, oder der Quernknurren der Mühlengeist hin, wenn er in grauem Kleid mit roter Mütze auf einem Stein mitten im Wassersturz sitzt und auf seiner Geige den unwiderstehlichen Elfvalek spielt. Erst streicht er ganz sacht wie leises Geplätscher, aber immer höher schwillt die Melodie, und immer stärker berauscht sie die Zuhörer. Der Elfvalek oder Strömkarlslag hat elf Variationen, von denen man aber nur zehn tanzen darf. Wird die elfte aufgespielt, so fangen Greise und Tische und Bänke und Kannen und Becher, selbst die Kinder in der Wiege an zu tanzen, bis die ganze Gastgesellschaft hinab ins Wasser tanzt, wenn nicht einer kommt und dem Musikanten die Saiten der Geige zerschneidet. Der Müller fürchtet des Feiekarls Spiel so, daß er, wenn es anhebt, sein Mühlenhaus schließt und den Schlüssel fortwirft, um nicht ins Wasser zu tanzen. Aber auch drinnen muß er mit einem Scheffel in seinen Armen die ganze Nacht herumspringen. Der Fossegrim lehrt seine Kunst gegen Lohn auch Menschen. Ist die Gabe mager, so lernt der Lehrling nur das Stimmen der Geige. Wirft dieser aber mit abgewandtem Haupt ein weißes Böcklein oder ein schwarzes Lamm in den Wasserfall, so führt ihm der Fossegrim die rechte Hand so lange über die Saiten hin und her, bis ihm das Blut aus allen Fingerspitzen springt. Dann kann auch der Mensch spielen, daß die Bäume tanzen und die Wasser in ihrem Falle Stillstehen. Solche volksberühmte Geiger waren in den Tagen Oie Bulls im schwedischen Wärend Nils und Peter. Nach Andern lernt einer sofort die Kunst der schwedischen Elfen, wenn er ihnen die Auferstehung verspricht, denn sie sehnen sich nach dem Christentum. Wer das aber nicht tut, der hört, wie sie in ihrem Berg die Geigen zerschlagen und bitterlich weinen. So schleuderte auch der deutsche Neck seine Harfe weg und weinte, als ihm zwei Knaben zugerufen hatten: „Was sitzest du, Neck, hier und spielst? Du wirst doch nicht selig!“ Aber als sie, von ihrem Vater getadelt, zum andern Male ihm die Erlösung verhießen, spielte er lieblich auf seiner Harfe bis lange nach Sonnenuntergang.

Die stilleren Seen, die zu Zeiten so unruhig und wild werden können, haben ihre eigenen Elfenmythen. Läßt man ein flaches Sternchen über ihre Fläche hintanzen, so löst man ,Bräutle‘ oder ,Wassermännchen’ , als ob dadurch die darüber schwebenden Wassergeister von ihrem Element gelöst würden. Viele Schweizer und deutsche Seen dürfen aber nicht durch Steinwürfe beunruhigt werden. Sie erregen im Schwarzwälder Mummelsee den Zorn der Seemuhme, sodaß Unwetter losbricht, und zornig erweist der Mummelsee sich auch in der etwas unklaren Erzählung des Simplicissimus 5, 16, nach der ein Wassermännlein darin seine geraubte Gemahlin sucht. Es kommt aber nicht wieder zum Vorschein. Nur sein Stecken mit einer Hand voll Blut springt nach einiger Zeit ein paar Fuß hoch in die Luft. Aber der berüchtigtste See ist doch der am Pilatusberg bei Luzern gelegene , dessen Sage erst im 13. Jahrhundert mit der Pilatuslegende verknüpft ist. Bald watete, übrigens mehr nach Riesenart, der Unhold in diesem See, daß er tiberströmte und seine Wasser ins Tal ergoß, bald stürmte er durch das Gebirge, jagte Hirten und Herden auseinander und stürzte sie in die Abgründe. Namentlich wenn man in der Nähe des Sees lärmte, Steine hineinwarf oder gar seine Tiefe ausmessen wollte. Der Zutritt zu dem See und selbst der Besuch des Berges waren verboten; vregen versuchter Besteigung wurden 1387 sechs Geistliche zu Luzern ins Gefängnis geworfen, und selbst der Herzog Ulrich von Württemberg und 1555 der berühmte Konrad Gesner wurden nur unter Aufsicht und dem Versprechen, nichts in den See hineinwerfen zu wollen, hinaufgelassen. Noch im vorigen Jahrhundert sprachen die Sennen bei Sonnenuntergang durch die „Volle“, den Milchtrichter, einen feierlichen Segen gegen den Unhold und wurden dafür mit dem sogenannten Rufkäse belohnt.

Am Strande größerer Landseen oder gar des Meers haben die Wassergeister wiederum andern Umgang. Der heilige Gallus hörte ums Jahr 600, wie ein Berggeist bei Bregenz seinem Kameraden im See zurief: „Komm, hilf mir die Fremdlinge vertreiben, die mich aus meinem Heiligtum vertrieben!“ Darauf antwortete der Wassergeist:

„Einer von ihnen ist auf dem See, aber vergebens suche ich seine Fischnetze zu zerreißen. Er ist durch das Zeichen Christi geschützt.“

Darauf erhoben sie ein „fantastisches“ d. i. dämonisches Geschrei. Wo sich das Rauschen des Bergwaldes mit dem der Wellen mischte, belauschte der Bekehrer ein Zwiegespräch der Geister. Der nordische Skalde aber nannte die Wogen im Nebel Bräute, die auf Brandungsklippen gehen und die Bucht entlang fahren; ein hartes Bett haben die weißgeschleierten Weiber und spielen in Seestille wenig. Wir kennen schon die schwedische Meerfrau, die am Strand ihre Kleider ausbreitet und mit dem Herrn des Berges zankt. Wirft der Nord aus Gischt und Wasser gemischte Wogen auf, so sieht man sie ihr weißes, schwarzköpfiges Vieh ans Land treiben. Am Mälarsee trieb sie es bis zur Klinta-tanne, unter der sie wohnte. Niemand wagte deren Äste anzurühren. Graue Kühe nennt man noch wohl auf Island den Seekuhschlag, weil sie von Kühen abstammen, die einst ein gefangener Marbendill aus Dankbarkeit in den Hof seines Befreiers aus der See herausschickte. Der Fischer der schwedischen Seen opfert der Seejungfrau Früchte und Geld, um Wind und Glück von ihr zu kaufen.

Dem rauschenden Wasser ist weissagende Kraft eigen. Nach Plutarchs Caesar gingen germanische Frauen an die Strudel der Flüsse zu weissagen, und mehr als ein halbes Jahrtausend später warfen noch christliche Franken gefangene Gotenweiber und -kinder als Opfer in den Po, um die Zukunft zu erfahren. Im Nibelungenlied künden die Quelljungfern, die aber „Meerweiber“ heißen, dem Hagen samt dem ganzen Burgunderheer Verderben in König Etzels Land. Die dänische Königin Dagmar läßt sich von einer Meerfrau weissagen, wie auch die mecklenburgische Sage eine zukunftskundige Watermöme kennt. Gefangen weissagt die Meerfrau Untergang des Landes, soweit man sie landeinwärts schleppe. Die Meermaid von Padstow in Cornwall, die man durch einen Schuß erbittert hat, verflucht den Hafen, der auch wirklich versandet. Der merkwürdigste Meergeist ist aber der , der etwa mit den weissagenden Meergreisen des griechischen Mittelmeers verglichen werden kann. Vom Nabel an gleicht er einem Seehunde, wie Proteus am Strande unter Robben ruht, er hat auch wie diese einen dicken Kopf und breite Hände. Wenn die Wellen klatschen, so lacht er laut auf; man gedenkt des unzählbaren Gelächters der Wogen, das bei Aeschylos der gefesselte Prometheus anfleht, sein Leiden anzuschauen. Noch heute ist es ein bekanntes Wort in Island: „Da lachte Marbendill“, und schon einem der ersten Ansiedler der Insel weissagte er scherzend seinen Wohnort. Was die Halfssaga um 1300 vom lachenden Meermännlein erzählt, weiß auch noch die neuisländische Volkssage und zwar viel hübscher vorzutragen. Bei einem schweren Fischzuge holte ein Bauer einen Marbendill ins Boot und nahm ihn mit sich ans Land. Noch hatte er nicht sein Schiff in Ordnung gebracht, als sein Hund fröhlich an ihm aufsprang, und ärgerlich schlug er ihn. Da lachte der Marbenbill zum erstenmal. Wie nun der Bauer auf seinen Hof zuging und an einen Stein stieß und diesen verwünschte, da lachte der Marbendill zum zweitenmal. Und als der Bauer den freundlichen Gruß seines ihm entgegenkommenden ^Weibes freundlich erwiderte, da lachte der Marbendill zum drittenmal. Nun fragte ihn der Bauer, warum er dreimal gelacht hätte. Er erklärte sich zur Auskunft unter der Bedingung bereit, daß er an der Stelle der See, wo er gefangen worden wäre, wieder hinabgelassen würde. Nachdem der Bauer ihm das versprochen, äußerte sich dieser: „Zuerst lachte ich, weil du deinen Hund schlugst, der dich mit aufrichtiger Freude begrüßte; zum zweiten, weil du einen Stein verwünschtest, unter dem ein Goldschatz liegt; zum dritten, weil du so freundlich die schönen Worte deines Weibes aufnahmst, das dir doch untreu ist“. Darauf sprach der Bauer: „Zwei von den Dingen, die du mir sagtest, kann ich jetzt nicht prüfen, die Treue meines Hundes und die Treue meines Weibes. Aber auch wenn nur das dritte wahr ist, werde ich dir mein Versprechen halten“ — und damit grub er den Stein heraus und fand da wirklich einen großen Schatz. Nun fuhr er mit dem Marbendill aufs Meer und ließ ihn an der verabredeten Stelle über Bord, worauf der Marbendill, noch auf dem Ruderblatt sitzend, sagte: „Du hast wohlgetan, Bauer, daß du mich mm meiner Mutter wieder heimschicktest; das werde ich dir vergelten. Sei gesund und glücklich!“ Und sieben seegraue Kühe fand der Bauer kurz darauf in seinem Hof, die größten Kostbarkeiten auf Island, und hatte zeitlebens allen Überfluß. — Grausiger als der Marmennil, dem Grendel ähnlich, ist der norwegisch-fä-röersche Sjödreygur, das Seegespenst, das mit gewaltiger Hand plötzlich aus der Brandung über den Strand, ja bis ins Haus hinein in Grendels Weise nach einem Menschen ausgreift, um ihn in die Tiefe zu reißen. Nachts rudert es heulend wie ein Mann oder Hund durch die Wogen, ja reizt als Schiffer mit seinem Schiff die Schiffer zu verderblicher Wettfahrt im Sturm. Oder es hüpft auf seinem einen Fuß auf die Insel und trachtet die Menschen vom Deich ins Meer zu stoßen, wie der übrigens mehr riesische dit-marsische „ Dränger“, der auch die Deiche stürzt, so daß die See wieder ins Land hereinbricht.

Aus den wilden Bergen und Wäldern, die die Siedelungen der Menschen umgeben, dringen die Elfen in die Gemarkung, die Ackerflur, ja in die Gärten der Dörfer herein, die Bergmännchen, die und die Saligen werden Weide- oder Feldelfen. Die Flur ist voll davon. Im bayrischen Hochlande bindet man den Kühen Körbchen voll Erdbeeren und Alpenrosen zwischen die Hörner für die „Fräulein“. Auf dem Brenner wirft man nach der Furl, die das Heu zerführt, ein Messer, wie nach dem Wirbelwind. Wenn der Mähder das Rodnerinnenlocken übte, d. h. dreimal mit dem Wetzstein schrill über die Sense strich, so kam jedesmal ein Saigfräulein in die Wiese herunter und zerstreute die Mahden. Das Innerfeldmandl aber sieht der Tiroler Hirte sich im Wirbelwind um die Füße der Rinder drehen und ihnen in die Ohren blasen. Aber die Saligen oder wilden Frauen helfen auch beim Heuen, wie beim Flachsjäten oder Kornschneiden; man gibt in Martell den Arbeitern auf den Bergwiesen die sogenannten „Mahdküchel“ mit, angeblich für einen zufälligen Besuch der weißen Fräulein. Aber vom wilden Mann gejagt, eilen diese ruhelos vorüber. — In Oberfranken läßt man beim Einfahren ein Häufchen Grummet auf der Wiese und bei der Kornernte auf dem Acker einige Ähren für das Holzfräulein liegen, und auf den Obstbäumen bleibt hie und da für sie etwas von der Frucht hangen. In der benachbarten Oberpfalz warf man beim Leinsäen einige Körner in die Büsche des nahen Waldes, stellte beim Jäten aus den Restchen von Flachsstengeln ein Hüttchen auf und rief:

„Hulzfral, dau is dafi Dal (Holzfräulein, da ist dein Teil),

„Gib an (dem) Flachs an kräftinga Flaug (Flug, Schuß),

„Nau (dann) hob i un du gnaug (genug)!“

Beim Ausraufen des Flachses aber band man sechs stehen gelassene Halme oben in einen Knoten zusammen, damit sie darunter Schutz fände.

Ist nun die Saat emporgeschossen und schlägt im Winde Wellen, so laufen allerlei Tiere hindurch: Roggenwölfe und -hundey Haferböcke, Roggensäue und Menschlicher gedacht haust darin eine Roggenntuhmey die im östlichen Holland ihre Ferkel draußen im Korn hat, oder nach deutschem und dänischem Glauben eine langbrüstige Roggen-, Weisen- oder Gerstenalte, ein Schrecken der Kinder, denn sie preßt sie, wenn sie ins Korn laufen, an ihre eisernen Zitzen. Statt ihrer läuft auch der harmlosere Hafermann oder der „Alte“ durch das Korn. Wenn dieses reif war für die Ernte, so band die Frau von Donnersberg drei stehende Halme unter den Ähren mit weißer Seide zusammen und betete und sagte: „Das gehört den drei Jungfrauen“ und schickte ein Kind unter sieben Jahren auf das Feld, das die drei Ähren hinlegte. So wurde in Litauen der Krumine, der Buschfrau der ersten Garbe, geopfert und dann die erste Garbe ins Haus des Besitzers gebracht. Erst am folgenden Tag begann die eigentliche Ernte. So besteht im deutschen Stidwesten das Glückshämpfli aus einer Handvoll von den ersten oder letzten drei, sieben, neun, elf Ähren der Ernte, die, von einem unschuldigen Mädchen, auch wohl unter Gebet und Niederknieen des Schnittervolks, geschnitten, mit einem Seidenbande umwunden und dann im Hause an einem besonders ehrenvollen Platze aufgehängt werden. Derber knüpft man in Schweden bei der Ernte drei Halme oben in einen Knoten zusammen und legt einen Stein darauf für die Gloso, die Komsau.

Während der heißen Erntezeit ist die Kommutter am gefährlichsten um die Mittagsstunde. Aus Frankreich meldet Gregor v. Tours schon im 6. Jahrhundert, daß eine von der Feldarbeit zurückkehrende Frau, von dem meridianus daemon dem Mittagsgeist angegriffen, sprachlos zusammengebrochen sei, und Caesarius v. Heisterbach kennt auch auf deutschem Boden ein daemonium meridianum. Die Slaven nennen ihn die Mittagsfrau. Dasselbe bedeutet am Niederrhein noch heute die Ennungermohr, die Mittagsmutter, von „in unner, unger“ d. h. in der Mittagszeit (undem), oder die Futtika, die während der Mittagsruhe übers Feld geht und alle, die sich unzeitig im Felde aufhalten, verscheucht oder gar verwirrt. Im nassauischen Amte Limburg droht man: „die Unnermoire kriegt dich“. Eine weiße Frau hieß sie im Kreise Friedberg und im fernen Gottschee. Bei völliger Windstille, wenn die sommerliche Mittagshitze über der niederrheinischen Komflur zittert, erhebt sich oft ein plötzlicher Wirbelwind; das ist die Ennungermohr. Im badischen Klettgau nimmt eine übers Feld wandelnde Frau ein Kind, das sie allein in der Mittagsstunde im Feld trifft, weg und legt statt dessen ihr eignes Kind hin, wie die thüringische Kornfrau. So liegt denn im Aargau mittags das Komkind oder der Komengel, das in Ratzeburg das Amkind Erntekind heißt, weinend im hohen Korn. Wer es aufhebt, muß noch selbigen Jahres sterben. Man sagte bei Chur im Jahr 1686, es sei schwer aufzuheben und kündige ein besonders fruchtbares Jahr an. Mit dem oder der Alten ist das reife, alte, zum Tode bestimmte Korn gemeint, mit dem Kinde der Überschuß, die zur Aussaat bestimmte Garbe, die nur klein, aber schwer ist, die, besonders wenn sie klein ausfällt, um so reicheren Ertrag im nächsten Jahre tröstend verspricht und darum Glücksgarbe heißt. Sie wird auch Wiege genannt und in Mecklenburg ganz deutlich das Ornkind oder Emtekind. Aus solcher altertümlichen Vorstellung erwuchs der angelsächsische Skedf d. i. Garbe, den schon das Beowulfsepos kennt. Als neugebomer Knabe, in einem steuerlosen Schiff auf einer Garbe schlafend, von Waffen umgeben, wurde er hilflos ans Land getrieben, von den Bewohnern wie ein Wunder aufgenommen, benannt und auferzogen und endlich zum König gemacht. Er ist der heroisierte Gründer des Ackerbaues, wie sein Sohn Skild der des Kriegswesens.

Je tiefer die Mäher ins Ährenfeld hineinschreiten, desto weiter, mit jedem sinkenden Schwaden, flüchtet der Alte oder die Alte zurück, bis in die letzte Garbe, als einzigen Zufluchtsort auf der leeren Stoppel. In Oberfranken und der Oberpfalz läßt man den Holzfräulein die letzten Ähren auf dem Felde stehen, in Niederbayern den sieben Schauerjungfrauen eine Garbe auf dem Acker liegen. In Thüringen werden die letzten Ähren mit bunten Bändern zusammengebunden, so daß der Büschel die Gestalt einer Puppe bekam, und lustig sprang das Schnittervolk der Reihe nach über das „Schainichen“, das Scheun-chen, hinüber. So hatte die Kornalte gleich ihr Haus, wie die Flachsfrau. So „bildeten“ die alten Preußen beim Emteschluß schon im Jahr 1249 das göttlich verehrte Idol Kurche. — Aber der oder die Alte wird auch gefangen, gebunden, auf dem letzten Fuder als Emtemai heimgeführt und möglichst bis zur Ernte des nächsten Jahres an der Haus- oder Scheunentür hängen gelassen.

Die gütigen segnenden Ackerwesen waren überwiegend weiblich, und sie besonders mögen die alten Germanen die Geberinnen, Allgeberinnen, auf den römischen Inschriftsteinen Gabiae, Alagabiae, genannt haben, gerade wie die Kelten ihre Ollogabiae und die Litauer ihre Gabiae hatten. Die Litauer beteten zu ihnen, wenn sie die auf dem Halm nicht völlig ausgereiften Fruchtkörner am Feuer dörrten. Zu den Gabiae scheint Garmangabis, die „bereitwillig Begabende“ (?) zu gehören, der in der Grafschaft Durham Sueben, d. h. Sueben vom Neckar, um 250 n. Chr. einen Stein setzten. Die spätere Ortssage hat eine gütige vornehme Frau daraus gemacht, die dem Orte Acker- oder Weideland spendet (s. u.).

Noch innigeren Verkehr haben die Hauselfen mit den Menschen, die angelsächsischen Cofgodas, Stuben-, Haus- oder Stallgötter, die deutschen Kobolde Haus- oder Stallhüter, mundartlich Poppele, Butse, -, Wichtelmännchen nordisch, friesisch und englisch Puki, , Puckt englisch auch Brownie, nordisch Gardsvor Hofhüter, Tomte Hofgeist, Vaette Wicht. So nahe stehen sie den Menschen, daß diese sie gemütlich mit menschlichen Eigennamen benennen: Niels Nikolaus, Hannpeiter, Chim Joachim, Heins, Robin Goodfellow. Sie waren aber vor den Menschen und ihren Häusern da, als Berg-, Waldoder Feldelfen. Manche Leute scheuen sich einen Bauplatz für ein Haus zu suchen, wo sich Unterirdische aufhalten, oder der Bauherr muß sie vorher laut um Erlaubnis bitten. So ritt schon der Altisländer Oddr um ein verlassenes Haus gegen die Sonne von rechts nach links mit einem lodernden Holzbrande und sprach: „Hier nehme ich mir Land, denn ich sehe hier keine bewohnte Baustätte. Hört das, ihr Wichter, die ihr in der Nähe seid!“ Dann spornte er sein Pferd und sprengte davon. Sie nisten sich wohl unter der Ttirschwelle ein und bringen Glück. Aber wie alle Elfen, verleugnen auch sie ihre ursprüngliche Wetternatur nicht. Das Westerwälder Wort Pöpel, dem jenes schwäbische Poppele gleich sein wird, bedeutet eine dunkle Wolke. Heult der hildesheimische Hauskobold Hödeke, so stürmt es. Wenn die Hilfe des Nisse beim Einschobem abgewiesen wird, so zerstreut er im Wirbelwind das Heu, und als ihm auf den Färöern ein Stall abgebrochen wurde, warf er die Besitzer im Wirbel in die See. Die Hausgeister berühren sich auch mit den Seelen. Diese bleiben als gutmütig helfende Geister, wie Kobolde, im hessischen Hause wohnen. Der vogtländische Kobold wird als Geist eines imgetauften Kindes gedacht; der rügensche Schiffsgeist oder Klabautermann entsteht aus der Seele, die in einem zum Schiffsbau benutzten Baume weilte. Auch wohnen den Menschen hilfreiche „Unterirdische“ häufig in den altheidnischen Hügelgräbern, vielleicht also auch Seelen. Und der Gardsvor oder Hofgeist gilt sogar für einen Wiedergänger, eine Seele des Mannes, der den Platz, wo das Haus erbaut ist, zuerst urbar machte.

Der Glaube an die Hausgeister ist noch im Norden lebendig, und die Nisse werden sogar, wie aus alter Gewohnheit, zum heiligsten Fest des dänischen Hauses, dem Christfest, hinzugezogen, indem sie in Biscuit und Ton oder auf Bilderbogen unter dem erleuchteten Christbaum dargestellt werden. Das knüpft an den früheren Brauch an, ihnen am Weihnachtsabend einen Topf mit süßer Grütze hinzustellen oder auch das Herdfeuer, wenn man es für die Nacht zudeckt, unbekreuzt zu lassen, damit der Niss frei sein Nachtmahl am Herde kochen könne. Aber noch heidnischer setzt man ihm an jedem Donnerstag, dem alten Sonntag der Heiden, jene Lieblingsspeise, aber auch Kuchen und Bier hin. Am Donnerstagabend durften die Männer nicht arbeiten, die Frauen nicht spinnen, weil der „Gardsvor“ seine Ruhe haben wollte. In Norwegen stand für diesen auf dem Boden ein sauber gemachtes Bett, in welchem Niemand liegen durfte. Als grauröckiges Männchen mit rotem Hut wohnt der Nisse am Herde, wo man dem „Herdvätte“ Bierwürze opfert, wenn gebraut wird, oder im Stall und in der Scheune. Auch nistet er unter einem nahen alten Laubbaume, dem Bosträd oder V&rdträd, dem Haus- oder Schutzbaum, unter dem dann gern die Bauersfrau ihre Kuh melkt, um reichlich Milch und Butter von ihm zu bekommen. Über die Wurzeln des Baumes aber wurde unter Gebeten Milch und Bier gegossen, um Unglück von Mensch und Vieh abzuwenden. Mit den Worten „O du Gottes Vätte!“ setzte man einen Krug Bier neben den Stamm des Wichterbaums des Hofes. Auch nach Wichterhügeln und Opfersteinen brachte man seine Gaben mit dem Gruße: „Gottes Frieden im Hügel!“ Der Tomtegubbe, der Hofalte, haust auch unter einem großen Stein, unter dem er Kleider, Speisen und alle Gaben des Hofbauem, dem er immer viel Gutes getan hat, in sauberster Ordnung bewahrt, bis ein Pastor ihn schroff wegweist, und alle seine schönen Sachen unter dem Steine in Asche zerfallen. Das ist der altisländische Kodranstein, in dem ein dienstbarer Geist, ein ärmadr des Bauern Kodran, wohnt. Ein Bischof besprengt den Stein mit Weihwasser und singt über ihn Beschwörungen. So wird des Geistes Herberge verdorben und er selber wie mit siedendem Wasser begossen. Er trennt sich von Kodran in Zorn. — In die Löcher des butterbeschmierten Elfensteins setzten schwedische Weiber Puppen, wenn ihre Kinder krank waren. Die Gabe neuer Kleider ist dem Nisse meist verhaßt; er fühlt sich dadurch ausgelohnt und aufgekündet, und darum verschwindet er. Am liebsten ist ihm der Stalldienst, Rinder und noch lieber Pferde wartet er sorgsam, daß sie rund und glatt werden. Auch schleppt er sich bei der Ernte stöhnend mit Heubündeln und Ähren. Zu dreien mähen sie wohl ein ganzes Feld. Getreu, zuverlässig, rastlos pflegt er zu arbeiten, aber er foppt auch gern die Dienstboten und Hunde und verwandelt sich neckisch in allerhand Haustiere. Er ist selber reizbar, eifersüchtig und rachsüchtig, wenn er verspottet oder vernachlässigt wird. Er bindet dann alle Kühe im Stall los und hält das Heu zurück; er tanzt und drückt die Mägde halb oder ganz tot und klemmt den Knecht zwischen zwei Latten der Heuscheune, sodaß er umkommt. Ja, er setzt den ganzen Hof in Flammen. Auch mit Seinesgleichen verkehrt er bald freundlich, bald feindlich. Sie spielen um ein umgekehrtes Scheffelmaß als Tisch Karten miteinander, bis sie in lärmenden Zank geraten. Die Tomten zweier einander benachbarter Höfe, die sich gegenseitig bestahlen, schlugen aufeinander los, daß das Mehl aus dem Sack des einen wie eine Wolke rund um sie her stob. Wenn die Luft nebelig, sagen noch alte Leute: „Der Mehlsack des Tomtes stäubt.“ Einst hatte ein norwegischer Bauernsohn einem Huldremädchen vor ihrem Berge ihr Trinkhorn geraubt, wie jener Graf von Oldenburg der Fehmöhme, da stürzte das Huldrefolk ihm bis auf seinen Hof nach und hätte ihn erschlagen, wenn nicht der Godbonde, der Hausgeist, sie mit seiner eisernen Stange vertrieben hätte. Ein Schleswig-Holsteiner fand beim Abreißen seines alten Hauses einen guten Eichenständer und legte in einem Loche desselben für den Niskepuks eine kleine Wohnung an. Er stellte eine Schale mit Grütze auf ein darunter genageltes Brett und rief freundlich: „Nun komm her, fröhlicher Niskepuks“. Der kam auch, und der Bauer wurde ein reicher Mann. Nicht nur einzelne Höfe haben ihren Niss, sondern auch die Dörfer, in denen sie dann wohl Dorfhirten sind. Auch Kirchennisse gab es hie und da. Sie hatten ein „Nest“ im Turme und konnten in den Schallöchem an ihren roten Mützen leicht erkannt werden. Wenn aber die Glocken geläutet wurden, verließen sie den Turm. Und sie begleiten die Schiffer in die salze See und waschen das Schiff und helfen in den Segeln. Begegnen sich Schiffe, so rufen sich die Nisse an wie die Kapitäne. Vor Sturm lärmt er im Lastraum; strandet das Schiff, so verteidigt er es gegen Stranddiebe. Aber vor dem Untergang verläßt er es mit den Ratten.

Dieses nordische Haus- und Hofgeisterwesen fühlte sich in Deutschland am heimischsten im niedersächsischen Bauernhause, auf dessen großer Diele das Herdfeuer auf vorspringendes Gebälk spielende, zuckende Lichter wirft, während im Dunkel der Winkel und Ecken heimliche Schatten huschen und leise weiche Schritte wie von einer Katze auf Treppe und Boden hörbar werden. Drum hält sich der Kobold auch am liebsten in der Nähe des Herdes auf und trägt eine rote Mütze oder Jacke in der Mark, doch verrichtet er seine Dienste meist unsichtbar und sorgt für Recht und straft die Lüge. Aber auch anderswo in Deutschland, sowie in England finden wir ihn wieder, mit denselben Haupt- und Nebenzügen. Einzelne sind hier jedoch eigenartig ausgeprägt, z. B. das nordthüringische Steppchen (Stephanchen). Wenn jemand viel Geld verdient, dem hat’s Steppchen gebracht; er gibt auch wohl bei der Hochzeit einen Hecketaler in die Ehe. Er bringt den Feldarbeitern, wie ein drachenförmiger Vogel aus der Luft herabrauschend, Essen auf den Acker. Hat sich Jemand erhängt, den hat Steppchen auf den Kopf geschlagen. Er wird bald wie der altmärkische Drak, bald als Kobold, bald als Teufel gedacht. Es gibt nicht nur Hausgeister, sondern auch Burg- und Schloßgeister. Ähnlich ist jener niederdeutsche Klabautermann, der auch seine Milch bekommt.

Es sind echte Heidengeister, darum scheuen sie das Kreuz und den Namen Jesu; aber auch das den Tag ankündende Krähen des Hahns, den man zu Olaus Magnus’ Zeiten, im 16. Jahrhundert, in Schweden zuerst in ein neues Haus brachte wegen der bösen Geister. Die meisten Hausgeister zogen wegen des Glockenklangs aus, nur einer blieb, immer weinend, auf einem Hahnenbalken zurück, bis er sich im Moor ertränkte. Auch sie hat man später wie andre Elfen (S. 147. 154) als gefallene Engel aufgefaßt.

Dieses überwiegend nordische Bild der Haus- und Hofgeister trägt trotz der jungen Überlieferung und einzelner moderner Züge einen hoch altertümlichen Charakter.

Deswegen finden wir es überall in England und in Deutschland wieder. Doch sind hier einzelne Hausgeister feiner ausgeprägt zu Burg- und Schloßgeistem. Der alemannische Poppele wohnt zwar auch in Bauernhäusern, hat aber sein Hauptquartier auf dem Hohenkrähen, nicht weit vom berühmten Hohentwiel. Unter der Burg läßt er sich von einem Müller auf dem Wagen mitnehmen, stiehlt aus dessen Geldgurt einen Taler nach dem andern und wirft ihn auf die Landstraße, wo sie im Mondlicht blinken. Als der Müller das merkt, steigt Poppele unter lautem Lachen rasch ab. In die Scheuern kommt er nachts, um Heu für das Vieh herauszuholen. Dann muß man ihn mahnen: „Poppele, nit z’viel und nit z’weng!“ sonst wirft er den ganzen Heustock herab. Sonntags Mitternacht kegelt er mit goldenen Kegeln und Kugeln. Man stellt ihm täglich einen besonderen Teller hin und sagt: „Poppele, iß auch mit!“ — Vornehmeren Schnittes sind Goldetncr auf dem Hardenstein an der Ruhr, den wir S. 178 zu den Berggeistern gerechnet haben, und Hinselmann auf dem lüneburgischen Schlosse Hudemühlen, die im 15. und 16. Jahrhundert sich bekannt machten. Beide sind unsichtbar, aber an ihren weichen Händen kenntlich, beide sind musikalisch, beide beanspruchen ein wohlbereitetes Bett, beide sind in die Schloßfräulein verliebt, beide dienen ihrem Herrn mit guten Ratschlägen, und beiden sind Laster und Untugenden zuwider. Doch haben beide auch in der Küche zu schaffen; Hinzelmann striegelt auch fleißig die Pferde im Stall und schlürft täglich eine Schüssel voll süßer Milch mit Brocken von Weißbrot Er verwandelt sich auch in einen Marder oder in eine Schlange, und neben dem Wagen des Schloßherrn, der Hudemühlen auf eine Zeit verläßt, um ihn los zu werden, fliegt er her als eine weiße Feder. Nach vierjährigem Aufenthalt schied er vom Schloß im Jahr 1588. In der Regel aber läßt der Kobold seinen Hausherrn nicht los. Ein Bauer, der seiner überdrüssig war, steckte seine Scheune an, um ihn darin zu verbrennen, nachdem er das Stroh auf einem Karren herausgeführt hatte. Wie sie nun in vollen Flammen stand, sah er um sich; da saß der Kobold hinten auf dem Karren und rief ihm ganz munter zu: „Wenn wir nicht wären entronnen, so wären wir alle verbronnen!“

Aus dem Leben der germanischen Haus- wie Feldgeister ist zwar ersichtlich, daß diese manche, auch über ihr eigenstes Gebiet hinausreichende Tätigkeit ausübten, aber sie verteilten doch nie die vielen einzelnen Handlungen des Bauern mit der peinlichen Sorgfalt unter sich, wie die entsprechenden römischen und litauischen Hausgeister. Es fehlte den Germanen z. B. ein besonderer Geist für das erste Pflügen, ein anderer für das zweite, ein dritter für das dritte, wiederum ein andrer für das Eggen, das Jäten u. s. w. Die germanischen Geister halten sich die Hände freier und greifen bald hier, bald dort ein.

Neben dem Seelen- und Marenglauben entwickelte sich in uralter Zeit der Elfenglaube und zwar aus einer umfassenden Beseelung des freien Naturlebens. Wenn er sich auch hie und da mit jenen beiden anderen Richtungen berührte und vermischte, so nahm er doch innerlichst gegenüber ihnen, wie gegenüber dem Glauben an die Riesen, die höheren Dämonen und die Götter eine selbstständige Stellung ein. Seine Bedeutung kann nicht leicht überschätzt werden. Kein Glaube hat das Alltagsleben so dicht umsponnen, keiner ist so tief ins Familienbewußtsein hineingewachsen wie dieser. Der Elfenkultus und der Elfenmythus tragen die Merkmale höchster Altertümlichkeit an sich und ragen doch auch noch in unsere Zeit. Und wie konnte es anders sein? Führten diese Wesen doch dem Menschen die maßgebenden Licht- und Wettererscheinungen, die Gewitter- und Regenwolken samt den Winden herauf. Freundlich oder feindlich kamen sie aus Berg, Busch und Bach zu ihm, sie halfen oder schadeten ihm bei Saat und Ernte, auf der Jagd und bei jedem Weide- und Pfluggang; sie mühten sich mit ihm und scherzten mit ihm in Haus und Scheune und Stall. Und auch bei schwierigeren Handlungen, wie beim Bierbrauen und Schmieden, waren sie zur Hand. Ohne ihre Güte war das alte gewöhnliche Tagesleben des Volks undenkbar, war aber auch ihrer leicht erweckten Rachsucht ausgesetzt. Daher ist denn auch ihre Behandlung zum Unterschiede vom Götterkultus zwiefacher, ja entgegengesetzter Art. Noch ganz ein Naturvolk, wehrten die Germanen die elfischen Mächte durch allerlei naive Verachtungsgeberden, z. B. das Zeigen des bloßen Hintern, und durch andere Schreckmittel ab, oder gewannen sie durch allerlei Gaben ihres bescheidenen Haushalts und andere Aufmerksamkeiten.

Im alten Island war der Unrat ein Alfrek, ein Alfenvertreiber, und in Westfalen baten die „Guden Holden“ die Leute, ihre Stätte reinzuhalten, sollte es ihnen anders gut gehen. Man fuhr in Schweden nicht über einen Fluß, ohne vor sich zu spucken, wie die Zigeuner noch heute von einer Brücke herab tun, und warf in Tirol den Wildfräulein bespieene Steine hin. Stark riechende, würzige Kräuter wie Thymian, Dill, Kümmel und Lauch verscheuchten die Elfen. Man jagte sie bei der Ernte in die letzte Garbe und tötete auch wohl die Kornmutter darin, man warf die Wassergeister mit Steinen, die Windelfen mit dem Messer und schützte sich überhaupt gegen alle diese Geister durch schneidende Geräte und Donnersteine. Laute Flüche und Trommelwirbel wurden gegen sie angewendet, später kirchlich geweihte Dinge, wie Wasser, Salz und Osterbrände. Das Feuer nennt Saxo ein treffliches Schutzmittel gegen die Dämonen. Auch Nacktheit gilt dafür. Die meisten dieser Riten stehen noch unter dem Zeichen der Zauberei.

Ebenso kindlich war die Pflege der Elfen, die jedoch nicht zarterer Züge ermangelt. Mehl streut man den Winden als stillende Speise in die Luft, auch wohl Salz und Brot. Blumen trägt man den Quell- und Waldelfinnen zu und legt diesen auch Beeren auf einen Stein. Unschuldige Kindeshand muß bei der Ernte die ersten oder die letzten Ähren schneiden, mit Seidenfaden zum Büschel binden und den Kornfrauen hinlegen oder aufhängen. Nach Berthold von Regensburg wurde den saligen Fräulein, den felices dominae, zur Nacht sogar ein Tisch mit Speisen ausgerüstet, wie wir um dieselbe Zeit vom Pariser Bischof Wilhelm d’Auvergne hören, daß die Dominae noctumae, nächtliche Fräulein, vielleicht keltischer Art, nachts in den Häusern aus offenen Speis- und Trankschüsseln sich gütlich tun und dafür Fülle und Überfluß spenden. Den nordischen Hausgeistern spendet man gern Grütze mit Butter und leckerem Honig, den deutschen ein Süppchen. Oft fehlt auch Milch, Bier oder gar Branntwein nicht. Es galt wohl schon für feiner, ihnen Wolle oder gar Geld hinzulegen, draußen auf Steinen, an Höhleneingängen, Baumstümpfen und Wurzeln, drinnen auf Türschwellen und auf dem Herde oder im Ofenwinkel. Anspruchsvoller sind die deutschen Wassergeister, die ein Huhn verlangen, noch mehr der nordische Wasserfallelf, der Fossegrim, dem Schafe oder doch ein Böcklein dargebracht wird, und auch der Neckar verlangte am Himmelfahrtstage einen Bienenkorb, einen Laib Brot, ein Schaf und einen Menschen. Ein altnordisches Alfablöt Elfenopfer, durch das man gutes Wetter und Wundenheilung erlangen wollte, brachte man im Hause mit Ausschluß Fremder oder auf einem dem Hause nahen Hügel dar, den man mit blutigem Stierfleisch belegte. Ist ein Kind unruhig oder krank, so legt man in Schweden am Donnerstagabend bei Sonnenuntergang in eine einst vom Gletscherstrudel ausgehöhlte Elfenmühle oder Älfqvarn, die man mit Butter oder Pflaumenmus bestreicht, eine Puppe, auch wohl mit Nadeln, Getreide und andern Sachen. In Tirol warf man, um das Kind zu beruhigen, eine solche Puppe in die Ziller mit den Worten: „Nachtwuone, da hast du dein Kind!“ Mit einem Betrug also macht man sich von ihr los. Solche Puppen meint wahrscheinlich der Indiculus mit den aus Tuchstücken gemachten Götzenbildern. Vielleicht hat denselben Sinn die aus dem 15. Jahrhundert bezeugte Sitte, Knabenkleider an dem Pilbisbaum aufzuhängen, also für den Bilwiz. Auch in neuerer Zeit lohnte man die Elfen, wenn sie gar zu unbequem werden, mit neuen Kleidern ab oder brannte sie aus dem Hause aus.

Die Opfer wurden den meisten Elfen bei einzelnen Anlässen, wo man ihrer Gunst bedurfte, dargebracht, aber manche, namentlich die Hauselfen, hatten, wie die Seelen, auch ihre bestimmten Opferzeiten. Den Hausgeistern spendete man täglich oder doch wöchentlich am Donnerstag, statt dessen in späterer christlicher Zeit auch der Sonnabend oder Sonntag gewählt wurde. Die schonische Hausmutter opferte am Herdfeuer den guten Wichtern am Abend der drei hohen Feste. Das Haupt jahresfest der Elfen waren aber die Zwölften zwischen Weihnacht und dem Dreikönigstag, die Rauhnächte oder Loostage, im Norden die Julzeit, die Fahrtage der Landwichter und der Elfen oder moderner die Fahrengeltage. An diesen Tagen, übrigens in Deutschland auch schon an den „scheulichen“ und „verworfenen“ Tagen der Adventszeit, ziehen die Un-hulden und Schrezlein um. Da werfen die vizentinischen und veronesischen Deutschen der Waldfrau Flachs ins Feuer; in Deutschland bekommen die Schrezlein in der hl. Dreikönigsnacht Speise. Auch die Ausstattung der Tische zu Neujahr mit Broten und anderen Speisen, eine auch römische Sitte, die schon vom hl. Eligius (gestorben 659) und später um 1000 von Burkhard von Worms erwähnt wird, könnte ebenfalls altgermanischer Brauch sein, zumal da auch die Germanen an beliebigen Tagen die Elfen gastlich an Tischen bewirteten (S. 221) und die Engländer noch 1493 in der Neujahrsnacht den „Alholde“ und „Gobelyns“ Speis und Trank auf die Bank setzten. Um Husum tanzten um 1700 in den Zwölften die „Hahnjörs“ durch die Straßen, welche Menschen krank machen und in die Irre führen, und holen sich Essen und Trinken aus den Kellern. In Norwegen besuchen die Unterirdischen einander, ganz nach der Jul-sitte der Menschen, und das Ellefolk trinkt und tanzt dann auf den Kreuzwegen und in den Höhlen. Wie die wilde Jagd oder das wütende Heer in Deutschland zieht in Norwegen die Aasgardsreia, gleichfalls ein Gemisch von Seelen und Elfen, um und hält ihr Trinkgelage oder drängt sich in die Julfeste der Menschen. Diese setzen deshalb auch etwas vom Weihnachtsessen und einen Krug Bier auf den Hof hinaus. Von der isländischen Hausfrau wurden die Alfar in der Julnacht feierlich empfangen.

Diese kindlichen, armseligen Bräuche bezeugen den niedrigen Stand einer Religion, die sich zusammensetzt aus dem Grauen oder wenigstens der Furcht vor den Naturgeistern und aus der Zuneigung zu ihnen, einer gewissen Sympathie. Noch sind diese beiden Gefühle nicht veredelt und zu dem höheren Gefühle der Andacht verwoben. Die überlegene Zauberkraft wird anerkannt, aber im Übrigen betrachtet der Mensch die Elfen mehr wie Seinesgleichen. Daher behandelt er sie oft rücksichtslos und geht mit ihnen die allerpersönlichsten Verbindungen ein, wie sie manche schöne Sage uns bewahrt. So dreht sich der Elfenglaube noch ganz wie der Seelen- und der Marenglaube, im Gegensatz zu den jüngeren Glaubensrichtungen, um den unmittelbaren privaten Verkehr mit den religiösen Mächten, die noch kaum höhere zu nennen sind. In dieser nahen Fühlung mit den Menschen, wie in manchen andern Zügen stimmen diese drei älteren Gruppen so sehr miteinander überein, daß sie, obgleich verschiedenen Ursprungs und Gehalts, oft in einander übergreifen, und manche ihrer Mitglieder fließende Übergangsfiguren geworden sind. Seelen Verstorbener werden Winde, und Seelen noch ungeborener Kinder perlen im stillen Quell empor; aber Winde sind auch Elfen, und der Atem des Wassergeistes steigt in Bläschen aus dem See auf. Jene Zwölften-umzüge umfassen meistens Toten- wie Windgeister. Auch heißen Maren nicht nur die Alpdrucks-, sondern auch die drückenden Wolkenelfinnen.

Die nahe Fühlung dieser drei übermenschlichen Wesensarten mit den Menschen hat noch eine andere Wirkung; sie hat einige bevorzugte Menschen zu jenen gleichsam hintiberzogen und mit ihrer Zauberkraft ausgestattet, namentlich mit der Fähigkeit des Alpdrückens und mit der Kunst, das Wetter zu machen, Helle und Dunkel zu verbreiten durch Schwenken eines Tuchs oder Felles. Der Zauberer Eyvind machte sich und seinen Leuten einen Hulidshjälm Hüllhelm und ein solches Nebeldunkel, daß man sie nicht mehr sehen konnte. Ähnliche Künste schrieb man auch Weibern, Hexen, zu, deren geröteten oder triefenden oder stechenden Augen der elfische böse Zauberblick, eignete. Schon ums Jahr 1000 und gewiß viele Jahrhunderte früher hieß das Elfengeschoß ein Hexengeschoß, das den Hexenschuß verursacht. Die Hexen machen das Wetter wie die Elfen, in Stubai am Sailjoch gerade an dem Elfentage, dem Donnerstag. Auch sie flechten in den Bäumen Alpruten, daher heißen diese Hexenbüsche, und man fürchtete an den Adventsdonnerstagen und in den Zwölften den Umzug nicht nur der Unhulden und Truten d. h. der Elfen und Maren, sondern auch der Hexen. Diese haben später aber auch in den Frühlingsstürmen ihren eigenen Fahrtag oder vielmehr ihre Fahmacht. In der ersten Mai- oder der Walpurgisnacht reiten sie auf Wetterbesen, dunklen Hagelwolken, zu wildem Tanz und Schmaus auf die umwölkten Berge ihrer Gegend, von denen der Blocksberg im Harz und der Bläkulle auf dem schauerlichen Felseneiland Jungfrun an der Küste von Oeland die berühmtesten sind. So ist mitten zwischen der Seelen-, der Maren- und der Elfengruppe eine vierte mythische Gruppe aus leibhaftigen Menschen gebildet worden, der aber erst der kirchliche Wahn von ihrer Buhlschaft mit dem Teufel die ganze unheilvolle Gehässigkeit gegeben hat.

Der innige Verkehr der Menschen und Elfen hatte noch eine ganz andere Folge: das Elfenreich wurde den Seelen der Verstorbenen eröffnet, es wurde eine Art Totenreich geschaffen. Die Seelen führten in ältester Zeit ein unstetes oder unsicheres Dasein bald im Hause oder in einem nahen Baum oder Stein, bald in oder bei ihrem Grabe, bald in den Lüften ringsum. Hier schon berührten sie sich mit den Haus-, Baum-, Stein- und Windelfen, und die Elfen ihrerseits suchten auch die Grabhügel zur Wohnung aus. Als Winde waren die Seelen kaum von den Elfen unterscheidbar. Dazu kam der tägliche Umgang der lebenden Menschen mit den Elfen draußen und drinnen, man glaubte sogar, daß beide sich mit einander zur Ehe zusammenschlössen, und gar manches Menschenkind war ins Elfenland entführt oder eingedrungen. Nim gingen auch die Toten ein in die Herrlichkeit des Elfenreiches, das wir oben bald auf Erden, bald droben im Himmel oder in der Luft gefunden haben (S. 170). Der Niss antwortet dem nach seinem verstorbenen Vater fragenden Sohne: „Dein Vater ist bei uns!“ In einer schottischen Sage sagt der Tote:

„Ich bin nicht tot, sondern im Elfenland gefangen“.

Die Isländer „starben“ in den Berg, d. h. ihre Seelen fuhren in den Berg, so in den Helgafell, den Heiligenberg, in dem auch Alfar wohnten und die Toten um große Feuer jubelnde Gelage hielten. So sind die schonischen Trollenberge am Julabend auf Goldpfeiler gestellt, unter denen die Trolle tanzen. Die deutschen Toten aber kamen in den Rosengarten der Zwerge, die durch ihre paradiesischen Eigenschaften, durch einen dahin übersetzenden Fährmann oder einen Wächter, der eine Hand und einen Fuß als Zoll fordert, als Totenreiche charakterisiert werden.

Der Elfenglaube war ein Angelpunkt des germanischen Gesamtglaubens. Den Seelen- und den Marenglauben entwurzelte oder lockerte er zwar nicht, im Gegenteil diese blieben unvergleichlich fest in der Volksseele haften; aber die Naturverehrung gab ihm das Übergewicht über die beiden andern. Er gehörte nicht nur wie sie zu den ältesten und bis heute dauernden Grundlagen des menschlichen Glaubens überhaupt, sondern er bildete, zum Unterschied von ihnen, mit dem Riesenglauben vereint, die Grundlage des ganzen höheren Dämonen- und Götterglaubens.

Germanenherz aus dem Buch: Mythologie der Germanen Meyer, Elard Hugo.