Germanenherz von der Fratzenfalle

Die in der Hose und im Geiste beschnittene Administrative der CIA Spionage und Gesichtserkennungsplattform ( Fratzenbuch ) hat mal wieder aufgrund eines „Bild das die Facebook-Richtlinien verletzt“ mein Account  Germanenherz Fratzenbuch  gesperrt. Das Bild, welches Sie beanstandet haben, könnt ihr hier Links sehen. Ich lach mich schlapp. Da wird der Hund in der Pfanne verrückt! Die haben mich für 30 Tage geperrt wegen der Schwarzen Sonne ??? und selbige gelöscht.

Du hast kürzlich etwas gepostet, das die Facebook-Richtlinien verletzt, daher wurde die Benutzung dieser Funktion für dich vorübergehend gesperrt. Für mehr Informationen besuche den Facebook-Hilfebereich.

Um künftig nicht wieder gesperrt zu werden, vergewissere dich, die Facebook-Gemeinschaftsstandards gelesen und verstanden zu haben.
Die Blockierung ist noch 30 Tage aktiv.
Sollten wir deiner Meinung nach einen Fehler gemacht haben, dann teile uns das mit. ….. Euch etwas mitteilen??? Ihr kommunistisches Dreckpack! Ihr könnt mich alle mal am Arsch lecken !!


Die luziferischen Kommunisten und Marxisten, demaskieren sich selbst. Der Fratzenbuch Zensuraffe braucht meine Beiträge nicht mehr Löschen oder Sperren. Ich stelle es nun hier in den Blog. Aufgeben, ist für mich keine Option.

© Toto Haas Spiegelbild CharakterOh, wo sind die anderen Beiträge??? Die findet ihr zukünftig auf meinen Totoweise Blog, der stand ja fast zwei Jahre still, daß soll sich nun wieder ändern.

Bundeswehr will Anteil der Migranten erhöhen
Bei der Bundeswehr haben derzeit 26 Prozent der einfachen Soldaten einen Migrationshintergrund. Doch die Bundeswehr will den Anteil der Migranten noch erhöhen. Auf die Herkunft komme es nicht an.
Bei der Bundeswehr haben laut einer internen Studie 14,4 Prozent aller Mitarbeiter zwar wie derzeit noch vorgeschrieben einen deutschen Pass, aber einen Migrationshintergrund.

Es haben 26 Prozent der einfachen Soldaten einen Migrationshintergrund. Bei den Unteroffizieren sind es 14 Prozent, unter den Leutnanten bis Hauptmännern sind es 10 Prozent und bei den Majoren aufwärts sind es 7 Prozent.
Bundeswehr will Anteil der Migranten erhöhen

„Die Integration aller Menschen ist wichtig für uns“, sagte eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums der Bild am Sonntag. Dabei komme es uns nicht auf die Herkunft an. Die Bundeswehr will den Anteil der Migranten in ihren Reihen weiter erhöhen.

Noch muss die Bundeswehr dabei auf Migranten mit deutscher Staatsbürgerschaft zurückgreifen. Doch sie plant, wegen des Personalmangels künftig auch Ausländer dienen zu lassen.

Wie wir im April meldeten, sind 29 ehemalige Bundeswehrsoldaten nach Syrien und in den Irak ausgereist. Einige von ihnen haben sich nach Hinweisen der Sicherheitsbehörden sogar dem Islamischen Staat angeschlossen.
Ich verkneife mir mal einen ausführlichen Kommentar, welcher unsere zarten, elfengleichen weiblichen Wesen in Verbindung mit diesen auf dem Bild befindlichen Vacuumbirnen bringen könnte. Aber so viel sei gesagt. Noch nie in der Geschichte, war Europa in so einen Kriegszustand wie heute. Ihr solltet sie totschlagen, noch bevor sie ganz Europa in Schutt und Asche legen. Germanenherz sagt: Ich lese überall von der Zerstörung und Zersetzung unserer Kultur. Von Vergewaltigung und von Gesetze und Behördenwillkür gegen das deutsche Kernvolk. Aber nirgendwo, dass es Frauen sind die da in den zuständigen Ämter und Behörden sitzen. Erst haben sie ihre Männer mit der Emanzipationskeule und der Frauenquotenregelung aus dem Berufsleben verdrängt und aus den Verbleibenden, eine Horde von Bettnässer und Warmduscher gemacht und nun, verheitzen sie den Rest unserer Kultur. Macht mal fein weiter so Mädels. Eure Überheblichkeit wird euer Verhängnis sein. Die neuen Männen, werden nicht so zimperlich mit euch umgehen wie wir es taten. Ihr habt euch von den NWO Globalisten gegen eure Männer vor den Karren spannen lassen und nun, macht mal fein die Beine breit für eure neuen Männer, Ihr wolltet es ja nicht anders. Eine weitere Strategie ist die Verschwulung der Gesellschaft und aktive Förderung der Homosexualität, um nach Möglichkeit deutschen Nachwuchs und intakte Familien zu verhindern. Mittlerweile gehört der männliche nichtbehinderte und nichtschwule Deutsche ohne Migrationshintergrund, tatsächlich zu einer benachteiligten Gruppe und hinter den Kulissen, wird weiter an der Zersetzung Deutschlands gearbeitet. diese Politik verfolgt faktisch nicht die Aufgabe Deutschlands, denn alles, was Deutschland und Deutschsein ausmacht (Kultur, Sprache, Geschichte,Bildung, Abstammung etc.) soll systematisch vernichtet werden.

ergänzend ein Zitat von Nicholas Rockefeller „Der Feminismus ist unsere Erfindung aus zwei Gründen. Vorher zahlte nur die Hälfte der Bevölkerung Steuern, jetzt fast alle weil die Frauen arbeiten gehen. Außerdem wurde damit die Familie zerstört und wir haben dadurch die Macht über die Kinder erhalten. Sie sind unter unserer Kontrolle mit unseren Medien und bekommen unserer Botschaft eingetrichtert, stehen nicht mehr unter dem Einfluss der intakten Familie. In dem wir die Frauen gegen die Männer aufhetzen und die Partnerschaft und die Gemeinschaft der Familie zerstören, haben wir eine kaputte Gesellschaft aus Egoisten geschaffen, die arbeiten (für die angebliche Karriere), konsumieren (Mode, Schönheit, Marken), dadurch unsere Sklaven sind und es dann auch noch gut finden.“
Wie weiße Frauen ihre eigenen Völker verraten
Weiße Frauen zeigen in der gegenwärtigen Asylinvasion, mit beachtlichem Tatendrang wie sehr sie ihre eigene Identität verraten.
Dieses Video soll nicht “Die Frau“ allgemein behandeln sondern zeigen das mehrheitlich Frauen im “Westen Europas“ durch Gehirnwäsche verwirrt wurden. Dem gegenüber stehen “Stolze Frauen“ aus dem Osten die Ihre Identität und Herkunft bewahren und verteidigen.
Fakt ist das von den “Flüchtlingshelfern“ über 80 % Frauen sind.
Fakt ist auch das sie den selben Tatendrang bei einheimischen Obdachlosen, Armen oder Kranken Menschen nicht ansatzweise zeigen.

Staatlich verordnete Maßnahmen zur Zwangsgenderisierung

Familie In was für einer abartigen Gesellschaft leben wir?. Die Irren kommunistischen Links/Grünen Kinderschänder machen jagt auf unsere Kinder. Früher hätte man diese Irren in eine Anstalt gesperrt, um das Volk vor ihnen und ihren kranken Vorstellungen zu schützen. Heute sitzt dieser abartige Abschaum in den Parlamenten, Regierungen und für Schulen verantwortlichen Organisationen.
Die Genderisierung der Gesellschaft, gleicht die Zerstörung unserer Kinder und unserer Kultur. Ich hatte schon einige Beiträge zu diesem Thema. … Weiterlesen

germanenherz-vorsicht-bissiger-koeter

Eine in der Hose und im Geiste beschnittene und kulturlose Mischpoke erdreistet sich, Uns, eine über jahrtausende gewachsene Kulturrasse aus dem Land der Dichter und Denker, als Köterrasse zu bezeichnen? Aber Sofort, nachdem wir die deutschfeindliche ReGIERung gestürzt haben, kommt die Antwort. Auch für die volksfeindliche Justiz. Wehe dem Tag, an dem die Köter wieder aufstehen. Es wird keiner vergessen.

auf-die-anklagebank

Volksverhetzung gilt für Justiz nicht – bei Beleidigung Deutscher

Die Deutschen dürfen beschimpft und beleidigt werden, juristisch ist das nicht von Belang – so entschied jetzt die Hamburger Staatsanwaltschaft und wies eine Anzeige wegen Volksverhetzung und Beleidigung gegen Malik Karabulut zurück. Er hatte die Deutschen als „Köter-Rasse“ bezeichnet. – weiterlesen hier. http://www.anonymousnews.ru/2017/02/28/justizskandal-staatsanwaltschaft-hamburg-bestaetigt-deutsche-sind-koeter-rasse/

Völkerrechtswidrig – „Gerichte“ ohne Rechtsgrundlage

Deutschland ist wegen fehlenden Staatsaufbau, fehlender deutscher Staatsregierung, fehlender deutscher Gerichtsbarkeit, bis heute kein Staat und somit als Staat handlungsunfähig.
Die Besatzungsmächte haben ihre damals eroberten Gebiete „Wirtschaftsgebiet“ genannt.
Zur profitorientierten Bewirtschaftung haben sie nach amerikanischen Vorbild und gemäß Grundgesetz Artikel 133 den „Bund“ als Treuhandverwaltung (Trust) des „Vereinigten Wirtschaftsgebiets“ geschaffen.
Das „Vereinigten Wirtschaftsgebiet“ haben sie in „Bundesländer“ genannte Verwaltungsdistrike unterteilt.
Der Bundespersonalausweis belegt: jeder Inhaber ist Personal des Bundes. Es gibt keine Staatsangehörigkeit der BRD. Deutsche sind, gemäß Personal-Ausweis, Personal des Bundes/BRD.
Den Staat „Deutsch“, wie unter Staatsangehörigkeit in Personalausweisen angegeben, gibt es nicht. Eine Firma BRD/Bund kann seinem Personal keine Staatsangehörigkeit bescheinigen.

„Gerichte“ ohne Rechtsgrundlage

Die Firma Bundesverfassungsgericht hat mit seiner Beurteilung (BverfGE v. 7.10.2003, 2004 I 124 – 1 BvR 10/99) die Zivilprozessordnung in der Fassung, die bis zum 31.12.2001 angeblich galt, mit dem Rechtsstaatsprinzip für unvereinbar erklärt.
Daraufhin wurde die ZPO 2005 durch den sogenannten „Gesetzgeber“ vollständig neu gefasst und neu verkündet, nachdem sie bereits 1950 durch das Gesetz zur Wiederherstellung der Rechtseinheit vom 12. September 1950 (BGBl. I S. 455) scheinbar (aber nie wirklich) in den Herrschaftsbereich des sogenannten „Gesetzgebers“ gelangt war.
Scheinbar (aber nie wirklich) deshalb, da hierzulande schon seit mindestens 60 Jahren kein inländischer Gesetzgeber am Werk ist, da das Wahlgesetz bereits seit dem Jahre 1956 ungültig ist (Beurteilung 03.07.2008, 2 BvC 1/07, 2 BvC 7/07, BVerfGE 121, 266).
Das führt, der Logik folgend, zur Ungültigkeit aller seit 1956 stattgefundenen sogenannten „Wahlen“, die nie wirklich Wahlen, sondern lediglich Scheinwahlen waren und bis heute nichts anderes sind.
Die sogenannte „Bundesregierung“ sollte bis zum 30.06.2011 ein neues Wahlgesetz verabschieden. Nur unter dieser Prämisse dürfe die sogenannte „Regierung Merkel“ im sogenannten „Amt“ bleiben.
Erst am 25.11.2011 änderte diese sogenannte „Regierung“ das Wahlgesetz, obwohl ab 01.07.2011, laut der Firma Bundesverfassungsgericht, offenkundig keine Legitimation mehr bestand.

Nun wird ´s noch besser(!):

Wie soll eine sogenannte „Regierung“ bis zum 30.06.2011 ein neues Wahlgesetz verabschieden können, wenn diese seit mindestens 1956 illegal am Werk ist und daher gar kein neues Wahlgesetz verabschieden darf!??
Auch die ZPO ist damit ein ungültiges Gesetz und entfaltet somit auch keine Gesetzes- und/oder Rechtskraft, da die ZPO im Jahre 2005 durch einen illegalen „Gesetzgeber“ und somit widerrechtlich neu gefasst und neu verkündet wurde.
Macht aber fast gar nichts, da die ZPO, wie auch sehr viele andere Gesetze, mit den Bereinigungsgesetzen aus den Jahren 2006 und 2007 sowieso ihre Gültigkeit verloren haben, denn:
Alle Gesetze, die keinen Geltungsbereich haben, kein Vorschaltgesetz haben oder gegen das Zitiergebot Artikel 19 Grundgesetz (GG) verstoßen, sind in die Zukunft von Haus aus nichtig, teilte das sogenannte „Bundesverfassungsgericht“ im Jahre 1953 mit.

Was ist Nichtigkeit?

„Nichtigkeit bedeutet, dass ein Akt, der mit dem Anspruch auftritt, bzw. dessen subjektiver Sinn es ist, ein Rechts- und speziell ein Staatsakt zu sein, dies objektiv nicht ist, und zwar darum nicht, weil er rechtswidrig ist, das heißt, nicht den Bedingungen entspricht, die eine höhere Rechtsnorm ihm vorschreibt.
Dem nichtigen Akt mangelt jeder Rechtscharakter von vornherein, so dass es keines anderen Rechtsaktes bedarf, ihm diese angemaßte Eigenschaft zu nehmen“, so der Rechtsprofessor und Rechtsphilosoph Hans Kelsen.
Dem sei hinzu erwähnt, dass das Grundgesetz seit mehr als 25 Jahren übrigens ebenfalls ungültig ist, da es seit spätestens September 1990 in Artikel 23 keine Geltungsbereiche mehr nennt.
Ab dem 30. November 2007 hat das Gerichtsverfassungsgesetz (GVG), die Zivilprozessordnung (ZPO), die Finanzgerichtsordnung (FGO), das Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG), die Abgabenordnung 1977 (AO 1977) mangels Vorschaltgesetze keine Gültigkeit, was bedeutet, dass keines dieser Gesetze angewendet werden darf.
Bis auf das Schiedsgericht in der Arbeitsgerichtsbarkeit (AHK-Befehl NR. 35), sind somit völkerrechtlich seit dem 30. November 2007 alle Gerichte in der sogenannten „Bundesrepublik Deutschland“ (Treuhandverwaltung der Alliierten) aufgehoben.
Dies bedeutet nunmehr, wie es der Rechtsprofessor und Rechtsphilosoph Hans Kelsen zur Nichtigkeit auf den Punkt gebracht hat: es gibt faktisch keine Gerichte mehr.

Aber die sind ja noch vorhanden!

Klar sind die vorhanden, denn sonst könnte man die Bevölkerung des hiesigen Landes ja nicht ausplündern und selbiger ihrer Freiheit berauben, wofür es eben Justizschwerkriminelle, Scheingerichte und sogenannte „Polizisten“ braucht.
Am 24. September 2017 findet übrigens wieder eine sogenannte „Bundestagswahl“, ohne jede Rechtsgrundlage und somit ohne jede Gültigkeit statt.
Der 24. September 2017 dürfte daher ein optimaler Tag für eine Bevölkerungsrevolution sein.
Wir rufen die Bevölkerung dieses Landes zu Zusammenhalt auf, die schwerkriminelle sogenannte Obrigkeit aus dem Verkehr zu ziehen, um endlich Recht und Freiheit zu erlangen. weiterlesen hier http://brd-schwindel.org/

Flüchtlinge: Nach den zerstören deutscher Großstädte sollen nun die Landregionen mit den Invasoren besiedelt und gemissbraucht werden.

Germanenherz sagt: Die Bürgermeister als höchste Instanz in der Region und die geistigen Tiefflieger in den Kommunalparlament, sie können nein sagen, sollten sie es dennoch Zulassen, so tragen Sie die alleinige Verantwortung und sollten für jeden Schaden durch die Invasoren gleichen Maßes vom Volk bestraft werden. Sticht ein Invasor ein Bürger nieder, dann geht zum Bürgermeister und tut im selbiges an. Vergewaltigt ein Invasor eine Bürgerin, so fügt der Bürgermeisterin bzw. den exorbitanten Blitzbirnen im Kommunalparlament selbigen Schaden zu. Ach ja, selbiges gild für die obrigkeitshörigen und weisungsgebundenen Polizisten, die haben auch Familie, den man Schaden zufügen kann. Ihr glaubt garnicht wie schnell hier wieder Ruhe sein kann. In diesem Sinne. Wo Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Frau Merkel beliebt zu scherzen, weil der 1. April war? Nein, Angela Merkel meint das im ernst, sie möchte ihre Gäste, die eigentlich nur auf bestimmte Zeit zu Besuch sind, auf dem Land ansiedeln, ferner mögen sie doch bitte nicht nur die Gesetze beachten, sondern auch neugierig sein. Siehe hier:

http://www.focus.de/politik/videos/videobotschaft-der-kanzlerin-angela-merkel-raet-fluechtlingen-bleibt-besser-auf-dem-land_id_6871609.html?fbc=fb-shares

Der erhobene Zeigefinger richtet sich wie immer an die Deutschen, diese müssen offen sein für die Goldstücke von Merkel und Schulz, die bei uns seit ihrer Ankunft hunderttausende Straftaten begangen haben….die ganze Palette des Strafgesetzbuches…..Mord, Totschlag, Vergewaltigung, Nötigung, Straßenraub, Einbruchdiebstahl, Drogenhandel usw. und sollen Verständnis für fremde Bräuche und Traditionen zeigen und daher mit Interesse auf sie zugehen. weiterlesen hier https://karatetigerblog.wordpress.com/2017/04/02/fluechtlinge-nach-den-deutschen-grossstaedten-sollen-nun-landregionen-mit-den-invasoren-besiedelt-werden/

Türkischer Außenminister: Deutschland muss lernen, sich zu benehmen, sonst drohen Folgen

.
Wir müßen lerner ??? wir ??? In unserem Land ??? Die nächste kulturlose Mischpoke erdreistet sich, Uns zu Maßregeln. Sobald die deutschfeindliche BRD-GmbH ReGIERung deaktiviert ist, kommt unsere Antwort. Ihr habt ja garkeine Ahnung, was ihr in uns geweckt habt. Lasst euch überraschen!

Die vergessenen Türkischen Genozide an den Christen

Die vergessenen Türkischen Genozide an den Christen

Türken kreuzigen Christen – und dies nicht nur beim von ihnen bis heute geleugneten Genozid an 1,5 Millionen christlichen Aramäern, Ein Bild aus dem Jahr 1919 in dem Dokumentarfilm Auction of Souls, von Augenzeugen aufgenommen, die den armenischen Genozid erlebt haben. Darunter auch das Bild der gekreuzigten Christenmädchen Wie die meisten Gräuel des Islam sind … Weiterlesen

Die jüdischen Jungtürken waren Mörder!

Nathanael Kapner, früher Jude, heute REAL JEW NEWS, über den Völkermord an den Christen im Osmanischen Reich unter Atatürk. Weiterverbreitung bitte mit Urheberschaft und Link zu http://www.realjewnews.com HISTORISCHE HINTERGRUNDINFORMATIONEN ÜBER DIE JUNGTÜRKEN Die Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1680 Schabbtai Zvi proklamiert sich in Saloniki zum jüdischen Messias. Er führt Tausende von jüdischen Anhängern … Weiterlesen

Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung

Der Begriff Volksverhetzung bezeichnet in der Bundesrepublik Deutschland eine Straftat. Richtiger hieße es jedoch Bevölkerungs-Verhetzung, da Hetze gegen das Deutsche Volk durchaus erlaubt und sogar erwünscht ist. Das Gegenstück in der sogenannten „DDR“ hieß Staatsfeindliche Hetze. Repressive Regime benötigen derlei Willkürparagraphen, um Gegner und Kritiker kriminalisieren zu können und gegebenenfalls mundtot zu machen. Eine Gegenbewegung … Weiterlesen

Staatsanwaltschaft Itzehoe erklärt Frauen zu Freiwild

Was ist sexuelle Belästigung? Ein Klaps auf den Po, ein Griff in den Schritt oder an die Brust?
Nein, das müssen Frauen über sich ergehen lassen, denn das könnte auch eine herzliche Begrüßung darstellen.

AfD hat doch den selben Auftraggeber und sagt: Deutschland wird von „heimlicher kleinen, machtvollen politischen Oligarchie“ beherrscht.

Germanenherz sagt: Ihr könnt in einem besetzten Land (keine) vom Besatzer angebotenen Volksparteien wählen. Sie dienen „ausnahmslos alle“ dem Besatzer. Was ist daran (so) schwer zu verstehen!?  Es ist der über eintausend Jahre alte Krieg zwischen den Ashkanasijuden und den Khasarenjuden (beide Seiten einer Medallie) !!! Die Khasarenjudenbankster (Rothschild, Schiff, Rockefeller, Morgan, Warburg, FED, ZIONISTEN und Komunisten u.s.w.) haben uns diese durch sie aufgehetzten Extremmuslime auf den Hals gehetzt mit ihrem gemachten Multi Kulti und Gender Mainstream und ihren 68ern der Komunistischen Frankfurter Schule mit ihrem „Deutschland Verrecker Wahn“ (AntiFa, LINKE, ROTE, GRÜNE, CDU, CSU, PIRATENPARTEI, FDP, DIE GESAMTE BUNDESREGIERUNG) und die Ashkanasijuden (BRIKS Staaten) sehen ihre Felle, Einfussgebiete und Reichtum davonschwimmen und kämpfen dagegen an, durch ihre gemachten Controlled Oppositions PEGIDA, Elsässer, Le Pen, Gert Wildders, British Defense Leage, Tatiana Festerling, Michael Mannheimer, Russland, DIE JÜDISCHE ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND AfD, DIE GEMACHTE MITTE VON HÖRSTEL, IDENTITÄRE, EINPROZENT, u.s.w u.v.a. !!!
UND WIR SIND MITTEN DRIN UND WERDEN DABEI ZU STAUB ZERIEBEN WEIL WIR IHRE FEINDE (DEUTSCHES REICH) SIND!!!!!!!

angebot-fuer-dummies

In einem Entwurf für das AfD-Bundestagswahlprogramm ist davon die Rede, dass Deutschland von einer kleinen Machtelite regiert wird. Zudem spricht sich die Partei für eine „Minuszuwanderung von mindestens 200.000 Personen pro Jahr“ aus und dafür „kriminelle Migranten“ auszubürgern.

Die AfD will bei der Bundestagswahl mit einem harten Kurs gegen Flüchtlinge und Migranten punkten. In einem am Donnerstag vorgestellten Entwurf für das Wahlprogramm fordert die Partei eine „Minuszuwanderung von mindestens 200.000 Personen pro Jahr“. Zudem sollen „kriminelle Migranten“ ausgebürgert werden, „auch unter Hinnahme der Staatenlosigkeit“, wie Parteichefin Frauke Petry sagte.

Dazu müsste Artikel 16 des Grundgesetzes geändert werden, nach dem die deutsche Staatsangehörigkeit nicht entzogen werden darf, wenn Staatenlosigkeit die Folge ist. Eine genaue Definition, welche Migranten von einer Ausbürgerung betroffen sein sollten, nannte die Parteispitze nicht. Dem Programmentwurf zufolge soll ausgebürgert werden „bei erheblicher Kriminalität innerhalb von zehn Jahren nach erfolgter Einbürgerung“, bei Mitwirkung in Terrororganisationen und bei Zugehörigkeit zu kriminellen Clans.

In dem Leitantrag für das Bundestagswahlprogramm, das Ende April auf einem Parteitag in Köln beschlossen werden soll, bekräftigt die AfD zudem ihre Forderung nach einem generellen Kopftuchverbot im öffentlichen Dienst. In Bildungseinrichtungen sollen auch Schülerinnen kein Kopftuch tragen dürfen. Minarette und der Muezzin-Ruf sollen verboten werden. Die Partei lehnt zudem „jeglichen Familiennachzug für Flüchtlinge ab“.

Zudem heißt es in dem Programm: „Heimlicher Souverän in Deutschland ist eine kleine, machtvolle politische Oligarchie, die sich in den bestehenden politischen Parteien ausgebildet hat“. Diese Oligarchie habe die Schalthebel der staatlichen Macht, der politischen Bildung und des medialen Einflusses auf die Bevölkerung in Händen.

An die Spitze ihrer Wahlkampfaussagen stellt die Partei die Forderung nach „Wiederherstellung der Demokratie in Deutschland“. „Die AfD fordert Volksentscheide nach Schweizer Vorbild“, heißt es in dem Leitantrag. Auf die Frage, ob die AfD Deutschland für undemokratisch halte, schränkte Ko-Parteichef Jörg Meuthen ein: „Wir sprechen über Demokratiedefizite. Es ist völlig klar, dass man auch plakative Formulierungen verwendet“.

Germanenherz sagt: Lasst euch nicht ablenken!

Wie lange wollt Ihr Euch das noch gefallen lassen???
Sie machen Jagd auf unsere Tiere.
Sie machen Jagd auf unsere Kinder. Sie machen Jagd auf unsere Frauen. Es wird Zeit für eine Gegenmaßnahme. Wichtig sei jetzt, die Täter konsequent zu ermitteln. Schuld sind die Bürgermeister und die Kommunalpolitiker aus eurer örtlichen Region, die verlogenen und weisungsgebundenen Juristen und Polizisten, die Kirchen mit ihren Kinderschänder Pfaffen, Karitative Organisationen, die Medien, die pädophilen Amtspersonen, die Lehrer usw. Wenn ihr hier noch was ändern wollt, fangt da an. Erst wenn die Verräter deaktiviert sind solltet ihr die volksfeindlichen Hochverräter in Berlin aufsuchen und selbiges mit ihnen verrichten, wie mit den Obengenannten. Alles andere Ist Bla Bla.

Migrant prügelt Fußballprofi Kevin Großkreutz halbtot – Opfer muss sich entschuldigen

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist Fußball-Weltmeister Kevin Großkreutz in der Nacht zum 28. Februar am Stuttgarter Wilhelmsplatz durch einen türkischen Migranten halbtot geprügelt worden. Obwohl Großkreutz das Opfer eines versuchten Totschlages ist, wird er von den Verantwortlichen des VfB-Stuttgarts dazu genötigt sich öffentlich zu entschuldigen und muss den Verein, gegen den Widerstand der Fans, jetzt sogar verlassen. Über eine Strafverfolgung des Täters wird indes nicht mehr gesprochen. Ein Fall von Täter-Opfer-Umkehr, der widerlicher kaum sein könnte. Der ehemalige Bundesliga-Trainer Peter Neururer verteidigte Großkreutz unterdessen in der Sport1-Sendung “Fantalk. Er sagt:

“Es ist ein gesellschaftliches Problem, einen dann so zu verdammen.”

Wie es in den Medien weiter heißt, soll der 28-jährige Fußballer den Türken, der ebenfalls in einer Gruppe unterwegs war, “provoziert” haben. Um was für eine “Provokation” es sich dabei gehandelt haben soll, darüber schweigen sich die Medien allerdings aus. Durchschaubar ist es ohnehin, dass hier wie üblich eine billige Entschuldigung für den erst 16-jährigen Gewalttäter ins Feld geführt werden soll, der wegen Körperverletzung und gefährlicher Körperverletzung bereits mehrfach vorbestraft ist. Aus Erfahrung kann man allerdings davon ausgehen, dass es sich wohl eher anders herum abgespielt haben wird und der polizeibekannte Türke provoziert hat, um sich vor seiner Gruppe profilieren zu können. In der Folge kann er jetzt in die Liste seiner Opfer “stolz” einen verprügelten Fußball-Weltmeister verzeichnen.

Auch möglich, dass der Ex-Nationalspieler die Todsünde begangen haben könnte, den Türken in die Augen statt devot zum Boden geschaut zu haben, was in ähnlichen Fällen nicht selten mit einem “Was guckst du, Kartoffel!” und “Isch mach disch Messer!” beantwortet wird. In diesem Fall war es die Faust des Türken, die sprach und den 1,86 Abwehrspieler zu Boden brachte. Großkreutz zog sich unter anderem eine Platzwunde am Hinterkopf zu. Außerdem trug er Verletzungen im Gesicht davon. Er verbrachte anschließend über 24 Stunden im Krankenhaus. Kevin Großkreutz hat eine Strafanzeige erstattet. Gegen den türkischen Staatsbürger aus Geislingen (60 Kilometer von Stuttgart) wird nun ermittelt. Da es sich aber um einen unter 21-Jährigen handelt, dürfte es für den jungen Türken nur um eine kurze Bagatelle in seiner weiteren Laufbahn als Intensivtäter handeln, bevor das nächste Opfer dran glauben muss. http://www.anonymousnews.ru/2017/03/09/migrant-pruegelt-fussballprofi-kevin-grosskreutz-halbtot-opfer-muss-sich-entschuldigen/

theodor-korner

Carl Theodor Körner

 Carl Theodor Körner 23. September 1791 in Dresden – 26. August 1813 bei Gadebusch in Mecklenburg) war ein deutscher Dichter und Dramatiker. Der Ausspruch „Nun, Volk, steh auf und Sturm brich los“, den Joseph Goebbels in seiner Sportpalastrede verwendete, ist angelehnt an die Eingangszeile des Gedichts von Theodor Körner „Männer und Buben“, in dem es … Weiterlesen

Germanenherz Die Christianisierung
Ein Prophet findet am wenigsten Anerkennung in seinem Vaterland, in seiner Heimat und in seiner eigenen Familie.

Germanenherz sagt: Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!

Wir leben in einem Irrenhaus und die Patienten haben die Macht!

Denkt immer daran, daß es in der Politik bei wesentlichen Entscheidungen keine Zufälle gibt, sondern nur das geschieht, was dem jüdischen NWO-Establishment in die Pläne paßt. Alles läuft nach Plan. Wir leben in einem Irrenhaus und die Patienten haben die Macht!  Die Welt ist in jüdischer Hand!  Man ziehe allen Kriegtreiber wie, Politiker, Pfaffen und Soldaten dieser … Weiterlesen

Wir dürfen nicht den Krieg führen, den der Feind für uns geplant hat.
Wir müssen die Illusionen zerstören und diejenigen bekämpfen, die die Völker immer wieder aufeinander hetzen.
Das Geheimnis ihres Machterhalts ist, andere Völker gegeneinander aufzuhetzen. Sei es in Form von globalen Krisen oder den damit resultierenden Flüchtlingsfluten in europäische Länder, in jenen der von langer Hand geplante „KALERGI-PLAN“ (Hooton,Barnett usw)vonstatten geht. Es ist Programm und Ziel zugleich, die letzten freien Völker dieser Welt zu attackieren, um sie schließlich dem Jüdischen globalen Finanzsystem, einem System der Schande,der Zensur und der Knechtschaft, gefügig zu machen. Der daraus entstehende Hass gegen Teile der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“, von Seiten der Opfer dieser inszenierten Krisen, entsteht daher nur gerechtfertigt! Leider allerdings sind die Feindbilder vertauscht, so dass sich die Opfer einer sehr wohl bekannten internationalen Clique damit beschäftigen, sich gegenseitig zu bekämpfen. Opfer gibt es in diesem Kampf der Kulturen und Rassen auf beiden Seiten. Doch nur die wenigsten erkennen trotz mannigfaltiger und zahlreicher Lügen und Verdrehungen, dass sie heute zum Opfer werden, da sie schon Jahrzehnte zuvor zum Opfer wurden. Wie kann man eine Masse von der Realtität überzeugen, die so atemberaubend blind ist, dass sie jede als Wahrheit getarnte Lüge glaubt, ja diese selbst prägend an ihre Nachkommen weitergibt? …

Das Vaterland stirbt !
Germanenherz sagt: Ich weiß noch nicht, ob ich Lachen oder Weinen soll. Das Schicksal bestimmt vielleicht unseren Weg. Aber ob wir Kriechend oder Aufrecht gehen, daß sollten wir selbst entscheiden. Wenn das deutsche Volk jetzt nicht Sofort aufsteht und wie eine geschloßene Gesellschaft, wie ein Mann, gegen die zerstörung unserer Kultur ankämpft, dann war alles umsonst, alles Blutvergießen und alle Opferbereitschaft unserer Ahnen. Die Weltgeschichte hätte Ihren Sinn verloren. und wir, wir dürfen es Live erleben. Die Geschichte hat uns gelehrt das es ohne Volk und Rasse keine Zukunft nur Sittenzerfall und Zersetzung geben wird, daß dumme ist, wenn wir jetzt aufgeben, werden wir als Vasallen von dem Massenmörder-Staat Israel in die Geschichte eingehen. Alle Voelker sollen zerstört werden, daß ist das Ziel der jüdischen Globalisten, die ein neues Feudalsystem erschaffen wollen. Alle Nationen sollen zu einem Gesichtslosen Völkerbrei von multikulturellen Sklaven verschmelzen denn dann, können sie uns beherrschen und versklaven. Und Ihr Idioten die ihr den Paradigmen der Matrix verfallen seid seht nicht, dass ihr gegen euch selbst kaempft weil eure Seele den Verrätern bereits gehört. Hier geht es nicht nur um Deutschland, hier geht es um Seelenmord und die Umschädelung an ganze Völkern und vorallem an deutsch stämmigen Volkskern!.

  „Sie haben unsere Geschichte in ein Verbrecheralbum verfälscht“, stellte der ehemalige, sozialistische Bundeskanzler Helmut Schmidt fest.“Daß nicht das Deutsche Reich, sondern England und Frankreich 1939 den Weltkrieg erklärt hatten, scheint ebenso vergessen, wie die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten die Kriegshandlungen gegen Deutschland sogar ohne Kriegserklärung eröffnet hatten und daß das Deutsche Reich in Polen erst eingriff, als dieser Staat, aufgehetzt durch die britisch-französische Garantieerklärung, schon Tausende von Deutschen in den geraubten Gebieten ermordet, Zehntausende in Konzentrationslager verschleppt und eine Vielzahl hiervon um Eigentum und Heimat gebracht hatte.“ (Zur Erinnerung an den 01. Sept. 1939).

Germanenherz_Banner

Deutsche Brüder, deutsche Schwestern hört die gute Botschaft gleich: Schimpf und Schande waren gestern, es gibt noch das Deutsche Reich!
Deshalb laßt euch nicht mehr knebeln, gebt vertraulich uns die Hand, laßt euch nicht den Geist vernebeln, habt Vertrau’n zum Vaterland.
Antideutsche sollen spüren, wir beenden Lug und Trug, laßt euch länger nicht verführen, kämpf für Wahrheit Zug und Trug.

Uns’rem Feind darf nicht gelingen, daß man seine Lügen glaubt, daß wir fremde Lieder singen, wenn er unser Land beraubt!
Die Geschöpfe an der Spitze in der bunten Republik, machen ihre schlimmen Witze, führen gegen Deutschland Krieg!
Euer Geld ist schon verschwunden, keine Arbeit mehr in Sicht, spürt ihr wirklich nicht die Wunden? Fühlt ihr, wie der Feind euch sticht?
Wollt ihr ewig es ertragen, fremd zu sein im eignen Land`
Wollt ihr euren Kindern sagen, daß man nie die Wahrheit fandt?
Unser Deutschland darf nicht sterben, es wird Zeit, daß ihr erwacht, deshalb denkt an eure Erben, über die der Feind sonst Lacht!
Deutsche Brüder, deutsche Schwestern, ist euch wirklich alles gleich?
Laßt den Feind doch weiter lästern, haltet treu zum Deutschen Reich.

Fakten und Analysen zum Thema Deutsches Reich.

Teil 1. Die Existenz und die Handlungsfähigkeit Ergänzend: Eine, wie ich vermute, aus den 80zigern stammende Sequenz der Tagesschau, in der der damalige CSU-Vorsitzende Theo Waigel auf einem der s.g. „Schlesier-Treffen den Fortbestand des Deutschen Reiches unmissverständlich ausspricht und somit bestätigt. Natürlich besteht das Deutsche Reich fort genauso wie das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. … Weiterlesen

Den Gründungsakt und den Verlauf eines Reiches,  findet der geneigte Leser in der folgenden Textknechtschaft.

Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (Sacrum Imperium Romanum Nationis Germanicae)

Totgesagte leben länger. Der Sage nach ist Kaiser Friedrich „Barbarossa“ gar nicht tot, zusammen mit seinem Hofstaat schläft er in einer Höhle im Kyffhäuser (Barbarossahöhle) und wartet auf das neue Reich „Sacrum Imperium Romanum Nationis Germanicae“. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation wird wieder neu erstehen, die Kleinstaaterei besiegt und die Deutsche Einigkeit wieder hergestellt, … Weiterlesen

Germanenherz sagt: Das Leben könnte so einfach sein. Ihr müsst es nur mal richtig zulassen. Das Leben steckt in jedem Atemzug von Euch. Alles ist Energie! Gleiche dich der Frequenz der Realität an, Ihr könnt es selbst bestimmen, wo und wie es verlaufen soll. Licht oder Dunkelheit. Liebet einander und ihr werdet, den Weg ins Licht finden.

glueckseehligkeit

Herr der eigenen Sinne und Manipulation der Gedanken

Von Manipulation der Gedanken eines Menschen spricht man dann, wenn die Annahme eines Identifikationsangebots oder einer Ware und Dienstleistung nicht zu seinem Vorteil, sondern zu seinem Nachteil führt. Wie Ich es im Beispiel im Video mit der Nußallergie erwähnte. Die Manipulation von Menschen verfolgt Ziele und dient dazu, andere Menschen hinsichtlich ihres Verhaltens zu beeinflussen. … Weiterlesen

„WEISSE SKLAVINNEN“ WARTEN AUF MUSLIMISCHE MÄNNER! – So übel wird gegen europäische & deutsche Frauen gehetzt! – Rechtsextreme oder Flüchtlingsschlepper?

Es ist unglaublich. Es ist skandalös. Es wird von der Mainstreampresse ausgeblendet. Viel schlimmer noch: Die Leitmedien haben keine Ahnung, dass es diesen Sachverhalt überhaupt gibt, weil sie die Fähigkeit des investigativen Recherchierens verloren haben. Oder – wenn nicht – wird dieses Thema komplett verschwiegen. Aus welchen Gründen auch immer…

Seit den Silvesterübergriffen in Köln fragen sich die Menschen hierzulande, wie es sein kann, dass Migranten/Flüchtlinge/Asylbewerber einheimische Frauen sozusagen als „Freiwild“ sehen. Ist das mit ihrer Weltanschauung verbunden? Oder liegt es etwa in ihrer Natur, wie manche Extremisten vermuten?

Ein Teil des Schlüssels dazu liegt wohl ganz woanders. Dort, wo es niemand vermutet hätte: Im „Flüchtlings-Marketing!“ Auf verschiedenen Internetseiten wird in zumeist englischer Sprache für Migration nach Europa geradezu „geworben“.  Und zwar mit allen Mitteln, sprich pornografischen Bildern, Videos, Verschwörungstheorien, rassistischen und Frauendiskriminierenden Aussagen.weiterlesen hier https://guidograndt.wordpress.com/2017/03/04/weisse-sklavinnen-warten-auf-muslimische-maenner-so-uebel-wird-gegen-europaeische-deutsche-frauen-gehetzt-rechtsextreme-oder-fluechtlingsschlepper-1/ Hier mal schauen  http://eastwesttakeover.tumblr.com/    und hier http://musmasters.tumblr.com/

Frankreich, Schweden, Deutschland und andere europäische Nationen sind auf besten dem Weg, Vergewaltigungen die von Moslems begangen werden zu legalisieren, weil es zu „ihrer Kultur“ gehört.

In nahezu allen europäischen Ländern haben die Zahlen von Vergewaltigigungen seit Beginn der Migrationskrise massiv zugenommen. Gerichte sehen Vergewaltigungen durch Moslems immer mehr einfach nur als „kulturelle Missverständnisse“ an, und so bekommen die Opfer niemals Gerechtigkeit, was bedeutet, dass „de facto“ die Legalisierung zum grössten Teil bereits vorhanden ist.
So gibt es zum Beispiel einen Fall aus Deutschland, bei dem ein Moslem-Türke eine junge Frau 4 Stunden lang vergewaltigte. Er hatte ihre Schultern fest gegen die Metallstäbe am Kopfende seines Bettes gerückt und ihren Kopf zwischen zwei dieser Stäbe eingeklemmt und dann verging er sich an ihr. Staatsanwalt und Gericht hatten keinen Zweifel daran, dass die sexuellen Handlungen jener Nacht nicht im Sinne des Opfers waren und dass er sie mit Gewalt genommen hat. Dennoch wurde der 23-jährige Moslem vom Vorwurf der Vergewaltigung freigesprochen. Die Juristen erkannten bei ihm keinen Vorsatz und so glaubte das Gericht „das Opfer könne nicht beurteilen, ob er mit der Mentalität des türkischen Kulturkreises das Geschehen, das sie als Vergewaltigung erlebte, vielleicht einfach nur für wilden Sex gehalten hat.
Das ist aber nicht nur auf Deutschland beschränkt. Wie im April berichtete wurde, konnte ein Moslem in Schweden einer Gefängnisstrafe für die Vergewaltigung eines Teenagers entkommen, weil er laut dem Gericht ihr „Nein“ nicht verstanden habe. Der Gericht glaubte dem Mann, dass er das wiederholte „Nein“ des Mädchens nur auf den erzwungenen Analsex bezogen habe, weshalb er sie ja nicht richtig vergewaltigt hätte.
In einem anderen Fall verurteilte ein schwedisches Gericht einen muslimischen Migranten nur zu zwei Monaten Gefängnis, nachdem er ein 13-jähriges Mädchen vergewaltigt hatte. Er musste zusätzlich nur ca. 2800 Euro Entschädigung an das Kind zahlen.
Mittlerweile gibt es eine regelrechte Vergewaltigungs-Kultur, die in Europa stattfindet, die von den regierungen in Deutschland und Schweden gefördert wird. Einheimische Frauen werden als wertlos klassifiziert und müssen den Moslem-Vergewaltigern zu Diensten sein. Sollten sie trotzdem auf die Idee kommen ihn vor Gericht zu bringen, werden sie ein zweites mal zu Opfern, weil die Richter für diese Taten die „kulturellen Missverständnisse“ zu Grunde legen.
Deshalb kann nur allen zukünftigen Opfern geraten werden sich zu bewaffnen. Ein kurzes Messer mit einer Klingenlänge von 8-10 cm, mehrmals in den Kopf, Hals oder Körper des Vergwaltigers gerammt, bringt zumindest mehr Gerchtigkeit, als die heutigen Gerichte.

Germanenherz sagt: Die Axel Springer SE und die Bertelsmann SE & Co. KGaA sind international tätige Propagandamedien Verlagshäuser „kriminelle steuerhinterziehende Stiftungen von Friede Springer und Liz Mohn“. Sie zählen zu den weltweit größten Medienunternehmen und einflussreichsten umschädelungs Denkfabriken. Sie sind die Strippenzieher dieser Propaganda. Diese niederträchtige und frauenfeindliche Propaganda wird sich erst ändern, wenn wir diese Verlagshäuser bis auf die Grundmauern, samt Inhalt niederbrennen.

klumpen

in-das-hirn-scheissenGermanenherz sagt: Der Hauptkrieg findet in euren Köpfen statt. Neid, Missgunst und Raffgier wird Euch nicht einander näherbringen. Liebet einander und lasst die Schwerter ruhen und die Matschscheiben aus. Die Matschscheibe hat kaltherzige, Geist und willenlose Kreaturen aus euch gemacht.

Germanenherz und die Weisung der Westfalenlinde: Das deutsche Volk muss seine Würde, seinen Stolz und seine Ehre zurück erlangen, das geht nur mit der Wahrheit!
Eine echte Wiedergeburt aber ist nie Sache der Machtpolitik allein, noch viel weniger eine Frage der “wirtschaftlichen Sanierung”, wie anmaßende Hohlköpfe meinen, sondern bedeutet ein zentrales Erlebnis der Seele, die Anerkennung eines höchsten Wertes. Setzt sich dieses Erlebnis von Mensch zu Mensch millionenfach fort, stellt sich schließlich die geeinte Kraft des Volkes vor diese innere Umwandlung, dann wird keine Macht der Welt die Auferstehung Deutschlands zu verhindern vermögen.

Runologe-Toto-Haas-GermanenherzGermanenherz sagt: Nicht an den laufenden und folgenden Kriege werdet Ihr sterben. Nein Nein Ihr werdet allesamt, an Neid, Missgunst und Raffgier verrecken. Da bin Ich mir ganz sicher. https://germanenherz.wordpress.com/

Das machiavellistische System, in dem wir heute leben, wird in den Massenmedien mit allerlei Euphemismen als die „freiheitlichste und fortschrittlichste gesellschaftliche Übereinkunft“ glorifiziert, die wir uns überhaupt vorstellen können. Dabei entspricht nicht ein einziges Wort der Wahrheit, was die Massenmedien als moderne Priesterklasse hierzu predigen.

Viele Menschen merken zunehmend, daß wir es mit einer modernen Form der Sklaverei zu tun haben, in der die individuelle Ausbeutung durch ein modernes und perfektioniertes Wegelagerer-System erfolgt, weches zudem alle Merkmale einer Steuertyrannei aufweist, worin der „Staat“ und sein aufgeblähter Wasserkopf an nutzlosen Bediensteten in einer pervertierten „Robin Hood – Situation“, die Bürge(n)r praktisch für vogelfrei erklärt hat.

Dabei werden die Auzupressenden nur noch als Melkkühe betracht, die es nach allen Regeln der Kunst zu belügen und auszubeuten gilt.

Der Text eines Hopi bringt hier einiges Licht ins Dunkel und zieht den Schleier von den toxischen Errungenschaften und den Güllefässern, die in der universellen Täuschung der Lügenpresse tagtäglich im fiktionalen Gewerbe gern als sog. „freiheitliche Errungenschaften“ umgedeutet werden.

Es wird u. a. zur Sprache gebracht, daß die Zeit dieser Tyrannei sich nun langsam seinem Ende zuneigt und das der Höhepunkt dieses universellen Betrugssystems ebenfalls seiner Auflösung entgegensieht. Wir haben durchaus ein naturgegebenes Recht darauf, den Sprechtüten, Claqueuren und Erfüllungsgehilfen der Globalisierung zu widersprechen.

Wir haben versucht, diesen erhellenden und zugleich auch befreienden Text in einem audiovisuellen MOYO Film – Kunstprojekt gestalterisch umzusetzen.

Sklaverei und Sklavenhaltung

Es ist die Herrschaft über alle Nichtjuden-goyim. Das hat mit Religion nichts gleichendes. Es sind messianische Massenmörder. Eine luziferische Endzeitsekte wie sie im Buche steht. Die Versklavung von Menschen und der Handel mit ihnen ist eine seit Jahrtausenden bestehende Erscheinung in weiten Gebieten der Erde und bis heute nicht vollständig beseitigt. Menachem Begin über alle “Nichtjuden” „Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind heilige Götter auf diesem Planeten. Wir sind so weit entfernt von den minderwertigen Rassen, wie sie von … Weiterlesen

germanenherz-cultural-marxismgross

G20-Gipfel: Polizei baut Fegro-Markt Hamburg-Harburg zum FEMA-Camp um!

Der ehemalige Fegro-Markt an der Schlachthofstraße in Harburg wird als Sammelstelle dienen

Hamburg-Harburg – Seit dem 01. März 2017 baut die Bereitschaftspolizisten aus Hamburg und Hannover in der Schlachtshofstraße die zentrale Gefangenensammelstelle für den G20-Gipfel.

Ein drei Millionen Euro teures staatliches Gefangenenlager, in dem alle polizeilichen Maßnahmen, wie Vernehmungen oder Erkennungsdienstliche Behandlung durchgeführt und richterliche Entscheidungen gefällt werden.Das muss man sich zweimal durchlesen, eine Gefangenensammelstelle in dem rund 12.000 Quadratmeter großen, ehemaligen Fegro-Markt, in dem sich bis vor wenige Tage noch eine Zentrale Erstaufnahme für Flüchtlinge befand, wird soll Platz für bis zu 400 Gefangene entstehen.Man rechnet also mit so vielen systematischen Menschen, die kriminalisiert werden müssen, um sie … um Sie was?!Wird das FEMA-Camp nach dem G20 wieder zurück gebaut oder wer sind die nächsten 400 Gefangenen, die nach „Entsorgung“ der ersten Welle dort „ver bzw. entsorgt“ werden sollen?

germanenherz-wahrheitGermanenherz sagt: Ich bezweifle keine Sekunde, daß mein Volk siegt. Denn der Geist der Wahrheit ist auf unserer Seite. Die Wahrheit und die Lüge, sind zwei Pflanzen in einem Topf. Wenn die Blüte der Wahrheit in voller Pracht strahlt, wird die Lüge, ohne das Licht der Sonne in der Dunkelheit verharren. Es kann nur eine von beiden blühen. Dieses Jahr blüht die Wahrheit. Und Ich werde sie behutsam pflegen. Ich werde meine Blogs so weiter führen wie gehabt. Aufgeben, ist für mich keine Option. In diesem Sinne euer Germanenherz.. Nachtrag: Da gibt es ein Ort im Harz, da haben die alten Germanen es symbolisiert, da sitzen zwei Teufel an einem Tisch.

Wir leben in einem Irrenhaus und die Patienten haben die Macht!

Denkt immer daran, daß es in der Politik bei wesentlichen Entscheidungen keine Zufälle gibt, sondern nur das geschieht, was dem jüdischen NWO-Establishment in die Pläne paßt. Alles läuft nach Plan.
germanenherz-make-great-again Wir leben in einem Irrenhaus und die Patienten haben die Macht!  Die Welt ist in jüdischer Hand!  Man ziehe allen Kriegtreiber wie, Politiker, Pfaffen und Soldaten dieser Welt, die Hosen runter und alle Welt könnte sehen, es sind allesamt, in der Hose und im Geiste beschnittene, kriegsgeile Juden.


Trumps Rede vor der AIPAC: Islam, Saudi-Arabien und spez. Iran

usrael
Nicht die USA ist der Feind der Menschen! Es ist der kriegsgeile Parasitenstaat und deren Lakaien, die in USA an allen führenden Hebel sitzen, wie auch im Rest der Welt. Trump sagt „Ich bin ein lebenslanger Freund Israels!“

Manche verstehen sehr gut, die Opferrolle zu spielen, während sie selbst die Täter sind! Wenn die Maske des “Opfervolkes” runter ist, wird die jüdische Fratze des Tätervolks sichtbar “für jeden”. Die Zeit ist nicht mehr fern.  Mit einer großen Kontinuität wird ein Kriegsverbrecher und Schreibtischtäter nach dem anderen im weißen Haus als Galionsfigur des US Terrorregimes (Bombendemokratie „Made in USA“ ) ausgetauscht, die in der Regel gerade eben mit Kompetenzen ausgestattet sind, die in etwa dem eines Pressesprechers oder Fahrstuhlwärters entsprechen und letztlich den Anschein erwecken soll, das die „Macht“ im weißen Haus endet. Nach der Ermordung von John F. Kennedy und der totalen Kriminalisierung der amerikanischen Politik, haben wir bisher einen skrupellosen Psychopathen nach dem anderen gesehen und das Aufhäufen von Leichenbergen und Anrichten von Blutbädern, würde unter dem Feigenblatt der „Demokratisierung“ und „humanitären Intervention“ geführt.

Es gibt gute Gründe anzunehmen, daß die Strukturen der amerikanischen Politik bereits mit der Gründung der privaten amerikanischen Nationalbank gänzlich an Akteure und Strohmänner der Finanzmafia für immer verloren sind und sich in der Geiselhaft eines Feudalsystems befindet sowie sich nach wie vor der Kulisse Demokratie und deren parlamentarischen Puppen und Erfüllungsgehilfen bedient, um das profitträchtige betrügerische Ausbeutungssystem fortzusetzen.

Alle 4 bis 8 Jahre wird uns eine große neue Puppe vorgestellt, die sich unter einer „kritischen Maske“ versteckt und sich als „Hoffnungsträger“ verkleidet, und die Bevölkerung dazu animiert, dem System weitere 4 Jahre zum Ausbau ihrer kriminellen totalitären Strukturen zu schenken.

trump-und-coIn dieser Rolle sonnte sich Donald Trump und er wäre ein hoffnungsloser Narr, wenn er sich selber auch nur ein Wort glauben schenken würde. In Wirklichkeit setzt er einfach nur das kriminelle, perverse System fort und wir sehen Ihn hier – in der altbewährten „Feindbild Akquise“ – wie er versucht den Iran zu dämonisieren und einen neuen Krieg noch während des Wahlkampf in der Scheindemokratie anzukurbeln.

Wir habe die Aussagen aus der Wahlkampf-Rede von Donald Trump mit kritischen Systemaussagen und vielleicht auch mit etwas entlarvendem Material audiovisuell unterlegt.

Bombendemokratie „Made in USA“ Das Land, das vorgibt, der Welt Frieden, Freiheit und Demokratie zu bringen, brachte wie kein anderes Krieg, Terror, Diktaturen, Tod und Zerstörung, nahezu pausenlos, bis heute: Die Liste der „219 Kriege in 230 Jahren“ der USA 1. 1775-1783 Revolutionskrieg gegen Großbritannien 2. 1775-1776 Kanada 3. 1798-1800 Seekrieg mit Frankreich (ohne Kriegserklärung) 4. 1801-1805 Tripolis, Erster … Weiterlesen

armageddonSiegt der Jude mit Hilfe seines marxistischen Glaubensbekenntnisses über die Völker dieser Erde, dann wird seine Krone der Totentanz der Menschheit sein, dann wird dieser Planet wieder wie einst vor Jahrmillionen menschenleer durch den Äther ziehen. A.H.

19 Punkte, die Karl Marx zur Versklavung der Völker empfiehlt
(Katalog-Nr. 3926 im britischen Museum London)

1. Die Jugend durch falsche Grundsätze verderben
2. Die Familien zerstören.
3. Die Menschen durch eigene Laster beherrschen….
4. Die Kunst entweihen und die Literatur beschmutzen.
5. Die Achtung vor der Religion vernichten.
6. Priester in Skandalgeschichten verwickeln.
7. Grenzenlosen Luxus und verrückte Moden einführen.
8. Misstrauen zwischen sozialen Schichten säen.
9. Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverhältnisse vergiften.
10. Das Volk gegen die „Reichen“ aufwiegeln.
11. Die Landwirtschaft durch Industrie ruinieren.
12. Löhne ohne Vorteil für die Arbeiter erhöhen.
13. Feindseligkeit zwischen den Völkern hervorrufen.
14. „Ungebildete“ regieren lassen.
15. Gestrauchelte Regierungsbeamte erpressen.
16. Vermögenschluckende Monopole schaffen.
17. Durch Wirtschaftskrisen Weltbankrott vorbereiten.
18. Massen auf Volksbelustigungen konzentrieren.
19. Menschen durch Impfgifte gesundheitlich schädigen.

Hier mal was für die Putinversteher.

putin1jewishDer Jude Putin ist besonders gefährlich.
Weil er vorgibt, ein Christ zu sein und von der Russisch Orthodoxen Kirche als fast messianisch verhimmelt wird – nicht wegen Verdienste um Christus, sondern weil er Russland wieder zu eine Grossmacht gemacht hat !! Und er versteht sich als nationalen Messias. Als Freimaurer wird er  den Freimaurer-Gott, Luzifer, ehren. Die meisten Juden mögen es nicht zugeben, aber unser Gott ist Luzifer — also ich lüge nicht — und wir sind sein auserwähltes Volk. Luzifer ist sehr lebendig.’ giphyEr ist und bleibt ein Produkt des judea Weltkommunismus, (wie die gesamte NWO) Putin erklärte in einer Rede zum Zustand der Nation 2005, “der Fall der Sowjetunion sei die grösste geopolitische Katastrophe”. Des Weiteren erzählte er in Jerusalem stolz, das >80% der Mitglieder der ersten Sovjet-Regierung Juden gewesen seien! Nicht so merkwürdig: Der Kommunismus ist Rothschilds Kind. Marx war Rothschild-Vetter. Nathan Rothschild zahlte Karl Marx  für die Ausarbeitung des Kommunistischen Manifests. Er tat das, weil durch den Kommunismus die Christenheit gemäss dem Adam Weishaupt/Rothschild-6-Punkte-Programm am schnellsten auszurotten wäre. Putin ist im Bann von Berel Lazar und er ist Chabad Lubawitsch-Jude. Er hat sehr enge und profitable Beziehungen zu Putin, rühmt sich sogar eines Gerüchts, er habe den Schlüssel zum Büro Putins. Im Jahr 2005 bat Putin ihn, einen Italiener, der Öffentlichen Kammer, einem neugebildeten Berater-Körper prominenter Bürger, beizutreten. Lazar wurde FEOR-Chef (Fraktion des jüdischen Kongresses) durch einen Putsch. Putin mobbte den früheren Rabbi, der in Exil gezwungen wurde. Danach lobte Putin FEOR als eine “konstruktive und einflussreiche Organization”. Medwedew war Putins Wahl als Interim-Präsident – er ist auch jüdisch.

Wer kontrolliert Russland wirklich? 

Putin und seine jüdischen Oligarchen, sein jüdisches Umfeld und seine jüdischen Verbindungen:

Roman Abramovich – Jüdisch-russischer Oligarch, enger Freund von Boris Jelzin und Unterstützer Putins, Mitglied der Duma, Putin änderte das Gesetz, damit Abramovich zum zweiten Mal im Oktober 2005 zum Gouverneur der Region Tschukotka ernannt werden konnte

Pyotr Aven – Jüdischer Banker, Eigentümer der größten russischen Privatbank (Alfa Bank), unterhält Verbindungen zu Putin und vielen anderen Regierungsvertretern seit den 90er Jahren

Oleg Deripaska – Jüdischer Oligarch, CEO von RUSAL (größte Aluminiumfabrik der Welt), Präsident von ENPLUS, eng verbunden mit dem Kreml, “100% loyal zu Putin”, “der Oligarch an Putins Seite”, persönlicher Freund von Nathaniel Rothschild

Leonid Fedun – Jüdischer Oligarch, VizePräsident des Main Directorate for Strategic Development and Investment Analysis (LUKoil), Hat von Putin den “Orden für die Verdienste ums Vaterland Vierter Klasse” erhalten, Eigentümer verschiedener Fussballclubs und Hauptinitiator hinter den Kampagnen im russischen Fussball gegen “Fremdenfeindlichkeit” und “Antisemitismus”

Mikhail Fridman – Jüdischer Oligarch, Mitglied der “Public Chamber” (von Putin gegründet), “Exzellente Beziehungen zum Kreml”, einer der Gründer des Russisch-Jüdischen Kongresses Moshe Kantor – Jüdischer Oligarch, “Putins Verbündeter”, Präsident des Europäisch-Jüdischen Kongresses, Chef von ACRON (russischer Chemie-Gigant)

German Khan – Jüdischer Oligarch, Mitglied des Russisch-Jüdischen Kongresses, “gute Beziehungen zum Kreml”

Alexander Mamut – Jüdischer Oligarch, Mitglied der “russischen” Mafia, hat Mittelsmänner in Putins Regierung sitzen (z.B. Igor Shuvalov)

Leonid Mikhelson – Jüdischer Oligarch, Eigentümer von NOVATEK (Erdgasfirma), das meiste seines Vermögens verdient er durch Veträge mit Putins GAZPROM Mikhail Prokorov – Jüdischer Oligarch, Eigentümer von russischen Gold- und Nickelfabriken

Arkadij Rotenberg – Jüdischer Oligarch, JudoPartner von Putin, Bruder des jüdischen Oligarchen Boris Rotenberg, hat sein Vermögen mit Hilfe Putins gemacht

Eugene Shvidler – Ein weiterer jüdisch-russischer Oligarch, hauptsächlich im Rohstoffhandel tätig

Viktor Vekselberg – enge Beziehungen zum Kreml, jüdischer Oligarch

Anatoli Chubais – einflußreiches Mitglied der Regierung unter Jelzin, Mafia-Insider, bekommt Preise von Putin verliehen, er kontrolliert die Staatsunternehmen RAOUES und RUSNANA, Jüdischer Oligarch

Sergej Kirienko – Unterstützer Putins, Leiter von ROSATOM (Staatsunternehmen), hat die Kontrolle über den kompletten Nuklearsektor Russlands, Jüdischer Oligarch

Mikhail Fradkov – Jüdischer Geheimdienstler, Chef des russischen Geheimdienstes FSB (KGB)

Isaak Kalina – Chef des Erziehungswesens in Russland, Jude, hat den Auftrag gegen die “Verfälschung” der Geschichte zu arbeiten (damit ist hauptsächlich die Geschichte des 2.Weltkrieges gemeint)

Vladimir Kogan – Jüdischer Banker, “Putins Banker”, auch privater Freund Putins, hielt und hält verschiedene Posten in der russischen Regierung

Mikhail Lesin – jüdischer “Pressezar” Russlands, er hat Putins Wahlkampfkampagne entworfen, er ist der Kopf hinter RUSSIA TODAY

Gleb Pavloskij – Jüdischer Berater Putins, er ist maßgeblich an Putins Öffentlichkeitsarbeit beteiligt

Igor Yusufov – Jüdischer Geschäftsmann, hielt verschiedene Posten in Putins Regierung, momentan sitzt er im Direktorat von GAZPROM Boris Spiegel – Jüdischer Oligarch, enge Verbindung zu Putin und zum Kreml, er ist maßgeblich an Anti-Rassismus Gesetzen beteiligt, die von Putin umgesetzt werden

Der Sohn des Jahrhundert-Geigers Yehudi Menuhin erzeugt ein Jahrhundert-Beben der größten Lüge der Menschheitsgeschichte

„Der Holocaust ist die größte Lüge der Geschichte. Deutschland hat keine Schuld am Zweiten Weltkrieg und Adolf Hitler war der einzige Staatsmann der Welt, der die Welt vor der plutokratisch-jüdischen Gefahr hätte retten können, um den unterjochten Planeten wieder zu befreien.“ Ein prominenter Jude hat jetzt den Anfang gemacht, er konnte die Lüge nicht mehr … Weiterlesen

Die Welt ist in jüdischer Hand!

Man kann also mit Fug und Recht behaupten: Die Welt ist in jüdischer Hand!- und die PROTOKOLLE DER WEISEN VON ZION erfüllen sich gerade vor unseren Augen Wo Merkel draufsteht, steckt Jude drin! Wo BRD draufsteht, steckt Jude drin! Wo Geschichtsschreibung draufsteht, steckt Jude drin! Wo Gewerkschaft draufsteht, steckt Jude drin! Wo Hass und Gier … Weiterlesen

Zitate von Juden

„Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind heilige Götter auf diesem Planeten. Wir sind so weit entfernt von den minderwertigen Rassen, wie sie von Insekten sind. (…) Andere Rassen werden als menschliche Exkremente betrachtet. Unser Schicksal ist es, die Herrschaft über die minderwertigen Rassen zu übernehmen. Unser irdisches Reich wird von unseren Führern mit einem … Weiterlesen

Alles läuft nach Plan

Kommentar zum Hooton Plan von Ursula Haverbeck Völkermord durch Überfremdung. Juden geben zu, den Völkermord an den Weißen zu organisieren. Ein UN-Dokument empfiehlt den Austausch der europäischen Bevölkerung mit 674 Mio Migranten ! / 181 Mio für die BRD Elite plante 1871 3 Weltkriege Veröffentlicht am 1. November … Weiterlesen

Der Yinon-Plan

Schaffende Angehörige aller Nationen, erkennt euren gemeinsamen Feind! Der israelische Plan zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens. Einer der Gründe, wenn nicht sogar der Hauptgrund der momentanen Völkerwanderung ist, der Yinon-Plan. Der Yinon-Plan sieht vor, die heute bestehenden arabischen Länder und darüber hinaus den Iran, Afghanistan und Pakistan grundlegend neu zu zeichnen. Die gesamte … Weiterlesen

Kaufman, Morgenthau, Merkel – Drei Vernichter, ein Ziel

Die verschiedenen „Pläne zur Endlösung der Deutschenfrage“ treten heute durch Merkels sogenannte „Flüchtlingspolitik“ überdeutlich in Erscheinung. Sie wurden zwar nie offizielle Politik, aber inoffiziell wüten sie jetzt schon seit über 70 Jahren. Es geht dabei um die physische und wirtschaftliche Vernichtung der Deutschen. Mit dem Unternehmen EU hat die Lobby über ihre Betrugsorgien der nicht … Weiterlesen

Anstifter und Brandstifter – Opfer und Nutznießer

“Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die jüdische Fremdherrschaft zu verewigen.” Reichsgesetzblatt I,  Seite 141 [15.] Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz). 24. März 1933. Der Reichstag hat das folgende Gesetz beschlossen, das … Weiterlesen

Es war einmal ein Opfervolk

Die Juden verstehen sehr gut, die Opferrolle zu spielen, während sie selbst die Täter sind! Wenn die Maske des “Opfervolkes” runter ist, wird die zionistische Fratze des Tätervolks sichtbar “für jeden”. Die Zeit ist nicht mehr fern. Es war einmal, 1890 um genau zu sein, als zionistische Juden aus Europa das osmanisch-türkische Reich um Erlaubnis … Weiterlesen

Sklaverei und Sklavenhaltung

Die Versklavung von Menschen und der Handel mit ihnen ist eine seit Jahrtausenden bestehende Erscheinung in weiten Gebieten der Erde und bis heute nicht vollständig beseitigt.  Menachem Begin über alle “Nichtjuden” „Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind heilige Götter auf diesem Planeten. Wir sind so weit entfernt von den minderwertigen Rassen, wie sie von … Weiterlesen

Israel: Die zionistische Hasszentrale gegen Deutschland

Schaffende Angehörige aller Nationen, erkennt euren gemeinsamen Feind! Die Hasserfüllte-Seele des Juden Dem Antisemitismus, dem Judenhaß, steht auf jüdischer Seite ein großes Hassen alles Nichtjüdischen gegenüber; wie wir Juden von jedem Nichtjuden wissen, daß er irgendwo in einem Winkel seines Herzens Antisemit ist und sein muß, so ist jeder Jude im tiefsten Grunde seines Herzens … Weiterlesen

Deutschland wird von einer Fremdherrschaft regiert.

judbruttWer diese Fremdherrschaft ist, zeigt sich sofort, wenn Sie in unserem Lande etwas gegen Juden sagen. Es ist egal, wer Deutschland regiert, denn das Sagen haben die Juden. Die Juden kontrollieren und steuern, Eure Medien , Eure Armeen , Eure Politiker, Eure Polizei, Eure Justiz, Eure Medizin, Eure gesamte Wirtschaft und das Finanzsystem, usw. Wo Merkel draufsteht, steckt … Weiterlesen

Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung

Der Begriff Volksverhetzung bezeichnet in der Bundesrepublik Deutschland eine Straftat. Richtiger hieße es jedoch Bevölkerungs-Verhetzung, da Hetze gegen das Deutsche Volk durchaus erlaubt und sogar erwünscht ist. Das Gegenstück in der sogenannten „DDR“ hieß Staatsfeindliche Hetze. Repressive Regime benötigen derlei Willkürparagraphen, um Gegner und Kritiker kriminalisieren zu können und gegebenenfalls mundtot zu machen. Eine Gegenbewegung … Weiterlesen

Was die Größten der Weltgeschichte über die Juden zu sagen haben

Marcus Tullius Cicero (106 bis 43 v. Chr.) „Sie wissen, was für eine große Gruppe sie [die Juden von Rom] sind, wie sie einstimmig zusammenhalten, wie einflussreich sie in der Politik sind. Ich werde meine Stimme senken und gerade laut genug sprechen, daß die Geschworenen mich zu hören können, denn es gibt genügend Leute, die … Weiterlesen

Heute wie damals: Es sind immer die selben Akteure “Juden”

del Zitate von Propagandajuden Sefton Delmer
“Der erste Schritt ein Volk zu liquidieren, ist seine Erinnerung auszulöschen. Zerstöre seine Bücher, seine Kultur und seine Geschichte. Danach soll jemand neue Bücher schreiben, eine neue Kultur erzeugen und eine neue Geschichte erfinden. Innerhalb kurzer Zeit wird das Volk vergessen was es war und was es ist. Die Welt ringsherum wird es noch schneller vergessen.”

“Jeder Griff ist erlaubt. Je übler, um so besser. Lügen, Betrug – alles … Ich tat mein Bestes, um auf diesem Wege auch das älteste Ziel unserer psychologischen Kriegführung zu fördern: Deutsche gegen Deutsche aufzuhetzen.”

“Mit Greuelpropaganda haben wir den Krieg gewonnen …Und nun fangen wir erst richtig damit an! Wir werden diese Greuelpropaganda fortsetzen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört sein wird, was sie etwa in anderen Ländern noch an Sympathien gehabt haben, und sie selber so durcheinander geraten sein werden, daß sie nicht mehr wissen, was sie tun. Wenn das erreicht ist, wenn sie beginnen, ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und das nicht etwa zähneknirschend, sondern in eilfertiger Bereitschaft, den Siegern gefällig zu sein, dann erst ist der Sieg vollständig. Endgültig ist er nie. Die Umerziehung (Reeducation) bedarf sorgfältiger, unentwegter Pflege wie englischer Rasen.Nur ein Augenblick der Nachlässigkeit, und das Unkraut bricht durch, jenes unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit.”

Sefton Delmer, ehemaliger britischer Chefpropagandist nach der Kapitulation 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm (Die Propaganda der Alliierten wird durch den Überleitungsvertrag Art. 7.1 als OFFENSICHTLICHE TATSACHEN vom “deutschen’ Strafrecht geschützt.)

begin_speakingMenachem Begin über alle “Nichtjuden” Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind heilige Götter auf diesem Planeten. Wir sind so weit entfernt von den minderwertigen Rassen, wie sie von Insekten sind. (…) Andere Rassen werden als menschliche Exkremente betrachtet. Unser Schicksal ist es, die Herrschaft über die minderwertigen Rassen zu nehmen. Unser irdisches Reich wird von unseren Führern mit einem Stab aus Eisen regiert werden. Die Massen werden unsere Füße lecken und uns als Sklaven dienen!”- Israels Ministerpräsident Menachem Begin in einer Rede vor der Knesset. Gefunden bei: Amnon Kapeliouk, “Begin and the Beasts”, New Statesman, 25. Juni 1982.

Jüdische “Antideutsche Mordhetze” von Ilja Grigorjewitsch Ehrenburg

180px-Ehrenburg5 Zeitzeugen und Geschichtsschreibung sind sich einig, daß seine Flugblätter und Artikel, die Exzesse der Roten Armee in Ostdeutschland in wesentlicher Form vorbereitet und ausgelöst haben. Die Verbrechen der Rotarmisten waren, wie der Historiker Alfred de Zayas schreibt, nur zum Teil „ein Ausbruch der Rache für die Greuel, die SS und Einsatzgruppen in der Sowjetunion begangen hatten“. Die Soldaten waren von Ehrenburg und anderen dazu präpariert worden. Der englische Moskau-Korrespondent Alexander Werth bescheinigte Ehrenburg „ein geradezu geniales Talent, den Haß gegen die Deutschen zu schüren“.

Die Mitverantwortlichkeit Ehrenburgs für die Verbrechen der Roten Armee, insbesondere in Ostpreußen, wurde mit Verweis auf ein Flugblatt Ehrenburgs untermauert, das die Sätze enthielt: „Brecht mit Gewalt den Rassenhochmut der deutschen Frauen! Nehmt sie als rechtmäßige Beute!“ Oft enthielten Ehrenburgs Texte Tiermetaphern für die deutschen Invasoren: von „tollwütigen Wölfen“, „Reptilien“ und „Skorpionen“ war die Rede.[6] Adolf Hitler nannte Ehrenburg den „Hausjuden Stalins“.[7]

In seinem Buch Woina faßte Ilja Ehrenburg seine Aufrufe an die Rote Armee zusammen. Die Originaldokumente befinden sich im Bundesarchiv Koblenz.

„Wir sagen nicht mehr Guten Morgen oder Gute Nacht ! Wir sagen morgens : ‚Töte den Deutschen‘ und abends : ‚Töte den Deutschen !!‘“
„Es geht jetzt nicht um Bücher, Liebe, Sterne, es geht jetzt nur um den einzigen Gedanken : die Deutschen zu töten. Sie alle zu töten. Sie zu vergraben… Es gibt nichts Schöneres für uns, als deutsche Leichen. Schlag den Deutschen tot ! – bittet Dich die alte Mutter. Schlag den Deutschen tot ! – so fleht Dich das Kind an.“
„Deutsche sind keine Menschen, Deutsche sind zweibeinige Tiere, widerliche Wesen, Bestien. Sie haben keine Seele. Sie sind einzellige Lebewesen, seelenlose Mikroben, die mit Maschinen, Waffen und Minenwerfern ausgerüstet sind.“
„Wenn Du einen Deutschen erschlagen hast, schlage noch einen anderen tot; es gibt für uns nichts Lustigeres als deutsche Leichen !“

Die Soldaten der Roten Armee wurden systematisch gegen alles Deutsche aufgehetzt. Folgender Aufruf des jüdischen Schriftstellers Ilja Ehrenburg aus seinem 1943 erschienenen Buch: Der Krieg wurde an der Front als Flugblatt verteilt:

„Wir wissen alles. Wir erinnern uns an alles. Wir haben begriffen: Die Deutschen sind keine Menschen. Von nun ab ist das Wort ‚Deutscher‘ für uns der allerschrecklichste Fluch. Von nun ab entladet das Wort ‚Deutscher‘ das Gewehr. Wir werden nicht reden. Wir werden uns nicht empören. Wir werden töten. Wenn du im Laufe des Tages einen Deutschen nicht getötet hast, ist dein Tag verloren. Wenn du denkst, daß dein Nachbar für dich einen Deutschen tötet, dann hast du die Bedrohung nicht erkannt. Wenn du den Deutschen nicht tötest, wird der Deutsche dich töten. Er holt deine Nächsten und wird sie in seinem verfluchten Deutschland quälen.“
„Wenn du den Deutschen mit der Kugel nicht töten kannst, töte den Deutschen mit dem Seitengewehr. Wenn es auf deinem Frontabschnitt ruhig ist, wenn du auf den Kampf wartest, töte den Deutschen vor dem Kampf. Wenn du den Deutschen leben läßt, wird der Deutsche einen russischen Menschen erhängen und eine russische Frau schänden.“
„Wenn du einen Deutschen getötet hast, töte noch einen – es gibt für uns nichts Lustigeres, als deutsche Leichen. Zähle nicht die Tage. Zähle nicht die Gersten. Zähle nur eins: die von dir getöteten Deutschen. Töte den Deutschen! – das bittet die alte Mutter. Töte den Deutschen! – das fleht das Kind. Töte den Deutschen! – das ruft die Heimaterde. Verfehle nicht das Ziel. Laß ihn nicht entgehen. Töte!“

Am 23. November 1943 ließ die Politische Hauptverwaltung der Roten Armee mit dem Vermerk „laut vorlesen“ folgende Sätze aus der Feder Ehrenburgs verbreiten:

„Es genügt nicht, die Deutschen nach Westen zu treiben. Die Deutschen müssen ins Grab hineingejagt werden. Gewiß ist ein geschlagener Fritz besser als ein unverschämter. Von allen Fritzen aber sind die toten die besten.“

Ein Jahr später – die Rote Armee stand an den Grenzen Ostpreußens – schrieb Ehrenburg in der Frontzeitung „Unitschtoschim Wraga“ („Zerstöre den Feind“) vom 17. September 1944:

„Die Deutschen werden die Stunde verfluchen, da sie unseren Boden betraten. Die deutschen Frauen werden die Stunde verfluchen, in der sie ihre Söhne — Wüteriche — geboren haben. Wir werden nicht schänden. Wir werden nicht verfluchen. Wir werden nicht hören. Wir werden totschlagen.“[8]
  • „Von nun ab ist das Wort ‚Deutscher‘ für uns der allerschrecklichste Fluch. Von nun ab entlädt das Wort ‚Deutscher‘ das Gewehr. Wir werden nicht reden. Wir werden uns nicht empören. Wir werden töten. Wenn du im Laufe des Tages nicht einen Deutschen getötet hast, ist dein Tag verloren. Wenn du denkst, daß dein Nachbar für dich einen Deutschen tötet, dann hast du die Bedrohung nicht erkannt. Wenn du den Deutschen nicht tötest, wird der Deutsche dich töten. Er holt deine Nächsten und wird sie in seinem verfluchten Deutschland quälen.“ — Ilja Ehrenburg, 24. Juli 1942
  • „Wenn du einen Deutschen getötet hast, töte einen zweiten – nichts stimmt uns froher als deutsche Leichen. Zähle nicht die Tage. Zähle nicht die Werste. Zähle nur eins: die von dir getöteten Deutschen. Töte den Deutschen! bittet dich die alte Mutter. Töte den Deutschen! fleht dich das Kind an. Töte den Deutschen! schreit die Heimaterde. Ziel nicht vorbei. Triff nicht daneben. Töte!“[10]
  • „Tötet, ihr tapferen Rotarmisten, tötet! Es gibt nichts, was an den Deutschen unschuldig ist. Folgt der Anweisung des Genossen Stalin und zerstampft das faschistische Tier in seiner Höhle. Brecht mit Gewalt den Rassen-Hochmut der germanischen Frauen, nehmt sie als rechtmäßige Beute. Tötet, ihr tapferen Rotarmisten, tötet.“[11]
  • „Es genügt nicht, die Deutschen nach Westen zu treiben. Die Deutschen müssen ins Grab gejagt werden. Gewiß ist ein geschlagener Fritz besser als ein unverschämter. Von allen Fritzen sind aber die Toten am besten.

Seifenmärchen

Hauptartikel: Seifenmärchen
„In den Nürnberger Prozeß führen die Sowjets ein Märchen ein, das ihr Agitator Ilja Ehrenburg erfunden hatte: Die Deutschen hätten aus Leichenfett Seife gekocht. Die graue deutsche Einheitsseife trug den Stempel „RIF“ (Reichsstelle für Industrielle Fette), laut Ehrenburgs Memoiren hieß das: Reines Juden-Fett. http://de.metapedia.org/wiki/Ehrenburg,_Ilja_Grigorjewitsch

“Wir haben sechs oder sieben Millionen Deutsche umgebracht. Möglicherweise werden wir eine weitere Million oder so töten, bevor der Krieg zu Ende ist.” Winston Churchill, Kriegsverbrecher und Freimaurer am 7.2.1945 auf der Konferenz von Jalta

.
“Unsere jüdischen Interessen erfordern die endgültige Vernichtung Deutschlands, das deutsche Volk samt und sonders ist eine Gefahr für uns, deshalb ist es unmöglich, zuzulassen, daß Deutschland unter der gegenwärtigen Regierung mächtig wird.” Wladimir Jabotinsky, Januar 1934 in der jüdischen Zeitung “Tatscha Retsch”

Das Spiel geht weiter.

Putin über den Holocaust 27.01.2015
die-holospiele-gehen-weiterDer Jude Putin zeigt sein wahres Gesicht.
Putin über Holocaustleugnung und Kriegpropaganda u. Lügen damals und heute!!! Man schaue genau in die verlogenen Augen.

Putin über den Holocaust 27.01.2015 Das verlogene Sprachrohr von Chabad Berel Lazar warnt vor Geschichtsfälschung….. Ich auch !!!

Der gewollte Niedergang der deutschen Kultur

Der Deutsche Geist im Niedergang


In den letzten Jahren und Jahrzehnten setzte ein zunehmender Niedergang und eine zunehmende Verdrängung der deutschen Kultur ein. Vieles was explizit ein Erzeugnis deutschen Geistes und deutscher Schaffenskraft ist, wurde in den letzten Jahrzehnten schrittweise zum Abschuss freigegeben und verschwindet Jahr für Jahr stärker aus unserem Alltag. Auch hier kann man von einem schleichenden Prozess sprechen, der sich langsam im Schatten der Zeit vollzieht, so dass er von der Masse höchstens als leisen Rauschen wahrgenommen wird. Vor allem handelt es sich bei dieser Entwicklung um einen gewollten Prozess, der einem klaren politischen Langzeitziel untersteht: Die Untergrabung und die letztendliche Überwindung der deutschen Identität und Nation.
Sprache:
Die deutsche Sprache, die eine der wesentlichen Säulen der deutschen Kultur bildet, befindet sich in den letzten Jahrzehnten zunehmend in einem schleichenden Verdrängungsprozess durch ,,Anglizismen“. Zahlreiche Wörter aus der englischen Sprache sickerten in den letzten Jahrzehnten in den deutschen Sprachschatz ein, verdrängen dort zunehmend gleichwertige deutsche Begriffe, die über unzählige Generationen bestand hatten. Die schlichte Übernahme der Sprache der Sieger des Zweiten Weltkriegs (der Vereinigten Staaten von Amerika) verdrängt nicht nur unzählige eigene Wörter, sondern verhindert auch eine Entwicklung der eigenen, deutschen Sprache. Statt für neue technische Errungenschaften und andere Entwicklungen neue, kreative deutsche Wörter zu entwickeln (das wäre ohne weiteres in nahezu allen Fällen möglich) wird einfach und einfallslos ein Wort aus einer anderen Sprache übernommen. Wo bleibt der schöpferische deutsche Anspruch ?
Zur Verdrängung der Sprache gehört auch die zunehmende Verdrängung deutscher Namen: Wer seine Sprache ablegt, oder Wörter aus dieser Sprache ablegt, kappt damit eine Stück der Wurzeln zu seinen Vorfahren, die diese Wörter über unzählige Generationen weitergaben. Ähnlich wie der deutschen Sprache ergeht es auch den deutschen Namen. Waren Namen wie ,,Friedrich“ oder ,,Siegfried“ über mehr als 1.000 Jahre im deutschen Siedlungsraum verbreitet, wurden sie in den letzten Jahrzehnten bedachtlos auf den ,,Müll“ geworfen und durch geschichts- und wurzellose Modenamen wie ,,Kevin“ oder ,,Justin“ ersetzt. Was nur wenige wissen: Die deutsche Sprache verlor in den letzten Jahrhunderten schon einen Teil ihrer Klarheit, mit der völligen Übername der lateinischen Monatsnamen. Januar/Jänner statt Hartung, April statt Launing, November statt Nebelung, Oktober statt Gilbhart, August statt Ernting. Würde die Bezeichnung ,,Ernting“ (Monat der Ernte) nicht weit besser auf den 8. Monat passen, als der nach einem fernen römischen Kaiser Augustus benannte Name ,,August“ ? Selbiges ließe sich auch bei den anderen deutschen Monatsnamen sagen.

Feste, Bräuche und Traditionen:
Deutschland ist das Land der Weihnachtsbräuche. Aus keinem anderen Land der Erde stammen mehr Traditionen rund um das ursprünglich germanische Weihnachtsfest, als aus deutschen Landen. Vom Weihnachtsbaum über den Adventskranz, den Weihnachtsmärkten, bis hin zum Adventskalender, dem Schmuck und zahlreichen, weltweit bekannten Weihnachtsliedern. Doch dieses prächtige Brauchtum steht im Rahmen einer zunehmenden Islamisierung und Überfremdung auf deutschem Boden zunehmend in Gefahr. Aus ,,Rücksicht“ aus Muslime, wurden bereits zahlreiche Weihnachtsmärkte in ,,Wintermärkte“ umbenannt. Mit der selben Begründung denken nun deutsche Städte (z.B. Solingen) ihre Innenstädte nicht mehr mit weihnachtlich mit Tannenzweigen und Lichterketten zu schmücken. An deutschen Kindergärten dürfen Feste aus der christlichen, bzw. germanischen Überlieferung oftmals nicht mehr gefeiert werden, oder werden umbenannt (Ostern zu Frühlingsfest, Martinszüge zu Lichterzügen u.a.). Gleichzeitig wird dem Islam und seinen Bräuchen immer mehr Spielraum in Deutschland verschafft. Es findet eine kulturelle Verdrängung, ein stiller Austausch statt. 2015 wurde öffentliche Initiative verfasst, um das unislamische Oktoberfest zu verbieten.

Als dies fußt in der staatlich und medial geförderten Abkehr von der eigenen deutschen Kultur und dadurch die Abkehr von der eigenen nationalen Identität. Was hier geschieht ist kein natürlicher Wandel der Sitten und Gebräuche, sondern eine bewusste Verdrängung der deutschen Kultur und eine Zuwendung zu einen identitätslosen Zukunft, im Sinne der Kräfte der Globalisierung und der grenzenlosen Hochfinanz.

Der Schuldkult – ein psychotisches Krankheitsbild

Vorab ein Vortrag von Jürgen Rieger Deutschlands Geschichte wird heute zumeist auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt. Die Medien in Form von Presse, Funk und Fernsehen konstruieren in Form von Darstellungen „bösartiger Naziangriffe und Überfälle” über die Produktion tausender Dokumentationen gemäß Guido Knopp bis hin zu strategisch ausgeklügelten Verleumdungskampagnen gegen die nationale Idee, eine eigene … Weiterlesen

Thema Umerziehung

Cui bono?  bzw. für Wem zum Vorteil? ergänzend: Bitte auch in die Links schauen Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung Augenöffner im 卐 Zeichen der Zeit BRD-Geschichtsschreibung Der Schuldkult – ein psychotisches Krankheitsbild Geschichtlicher Überblick eines Planes zur Kontrolle der Menschheit Die zionistische Weltverschwörung: Kommunismus & Sozialismus Das Judentum – eine Gegenrasse ??? Ein Gespenst geht um in Europa … Weiterlesen

Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung

Der Begriff Volksverhetzung bezeichnet in der Bundesrepublik Deutschland eine Straftat. Richtiger hieße es jedoch Bevölkerungs-Verhetzung, da Hetze gegen das Deutsche Volk durchaus erlaubt und sogar erwünscht ist. Das Gegenstück in der sogenannten „DDR“ hieß Staatsfeindliche Hetze. Repressive Regime benötigen derlei Willkürparagraphen, um Gegner und Kritiker kriminalisieren zu können und gegebenenfalls mundtot zu machen. Eine Gegenbewegung … Weiterlesen

Zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen

Vorab ein Zitat Napoleon I. (Napoleon Bonaparte) (1769-1821), Kaiser der Franzosen über die Deutschen: …“Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie … Weiterlesen

Kaufman, Morgenthau, Merkel – Drei Vernichter, ein Ziel

Die verschiedenen „Pläne zur Endlösung der Deutschenfrage“ treten heute durch Merkels sogenannte „Flüchtlingspolitik“ überdeutlich in Erscheinung. Sie wurden zwar nie offizielle Politik, aber inoffiziell wüten sie jetzt schon seit über 70 Jahren. Es geht dabei um die physische und wirtschaftliche Vernichtung der Deutschen. Mit dem Unternehmen EU hat die Lobby über ihre Betrugsorgien der nicht … Weiterlesen

Abschaffung der weißen Rasse in Europa.

Die Transformation und Vernichtung der arischen Rasse Attack on white nations ►   Attack on white nations.      Juden nehmen die führende Rolle im multikulturellen Transformationskampf zur Abschaffung der weißen Rasse in Europa ein. . Das Weltprogramm der Lobby ist teuflisch, keine Frage. Es ist der Gegenentwurf zur Menschheit. Es dürfte ein genetischer Auslöser sein, … Weiterlesen

Demokratie mal ganz einfach erklärt.

demokratie schiller

Demo(n)kratie…


„Demokratie“ ist ein Codewort für einen Staat im Besitz von Juden.

Demokratie (altgr. „δῆμος“ = Verwaltungsbezirk, Dorf; „κράτος“ = Herrschaft im Sinne von beherrschen bzw. sich selbst beherrschen) ist eine Bezeichnung einer Gesellschaftsordnung, Parteienrichtung und Staatsform.

Ihr wird regelmäßig unterstellt, sie bedeute das Ideal einer Volkssouveränität. Demnach wird wiederholt postuliert, „Demokratie“ sei gleichzusetzen mit einer Herrschaft der Masse. Eine Demokratie ist nicht zwangsläufig vereinbar oder gar gleichzusetzen mit einem Rechtsstaat. Manipuliert eine herrschende Minderheit die Mehrheitsmeinung massiv z. B. durch Propaganda mittels Massenmedien, kann eine Demokratie zu einer Totalitären Demokratie entarten. Der Parlamentarismus des BRD-Blockparteienstaates wird gern als Ideal einer sogenannten Demokratie ausgegeben und gefeiert. Nach Monarchie und Aristokratie (bei Aristoteles erweitert um Tyrannis bzw. Oligarchie) ist sie die dritte der klassischen Herrschaftsformen.

„Heute ist Demokratie Fassade der Plutokratie: weil die Völker nackte Plutokratie nicht dulden würden, wird ihnen die nominelle Macht überlassen, während die faktische Macht in den Händen der Plutokraten ruht. In republikanischen wie in monarchischen Demokratien sind die Staatsmänner Marionetten, die Kapitalisten Drahtzieher: sie diktieren die Richtlinien der Politik, sie beherrschen durch Ankauf der öffentlichen Meinung die Wähler, durch geschäftliche und gesellschaftliche Beziehungen die Minister. … Die Plutokratie von heute ist mächtiger als die Aristokratie von gestern: denn niemand steht über ihr als der Staat, der ihr Werkzeug und Helfershelfer ist.“ (Coudenhove-Kalergi „Praktischer Idealismus“ Seite 39)

Der einzige Grund warum Menschen glauben, dass Demokratie die Herrschaft des Volkes sei, ist das permanente Wiederholen der leeren Phrasen in den Massenmedien. Jedoch hat dies mit der demokratischen Realität rein gar nichts zu tun. Wo sind die Menschen frei? Alles wird reglementiert. Sogar der kleinste Scheiß und sei er noch so unnötig. Es wird einem selbst vorgeschrieben was man zu denken hat! Mit Freiheit hat das rein gar nichts zu tun. Man muss aufpassen, was man in der Öffentlichkeit sagt, um nicht gleich verfolgt zu werden. Die einzige Freiheit die wahrlich existiert in dieser „Demokratie“, ist der Erwerb von Kapital und dessen Verwendung, sofern einem was übrig bleibt, nachdem der demokratische Staat seinen Teil weggemacht hat. Wenn das Freiheit im Sinne der Demokraten ist, von Chancengleichheit wollen wir erst gar nicht anfangen, dann freu ich mich auf die Diktatur! (NF)

Die DEMOKRATIE, unter dem Deckmantel der Plutokratie!
Eine Demokratie ist nicht zwangsläufig vereinbar oder gar gleichzusetzen mit einem Rechtsstaat. Manipuliert eine herrschende Minderheit die Mehrheitsmeinung massiv z. B. durch Propaganda mittels Massenmedien, kann eine Demokratie zu einer Totalitären Demokratie entarten. Der Parlamentarismus des BRD-Blockparteienstaates wird gern als Ideal einer sogenannten Demokratie ausgegeben und gefeiert. Der Kapitalismus in Paarung mit der sogenannten „Demokratie“ und dem damit verbundenen Ergebnis der Plutokratie hat sich der Kapitalismus als die Gesellschaftsform mit der größten Innovations- aber auch mit der größten Zerstörungskraft erwiesen. Die Plutokratie ist eine Staatsform, in der die Herrschaft durch finanzielle Machtmittel ausgeübt wird, also die Herrschaft des Geldes (auch „Geldadel“ oder – mit einem ursprünglich marxistischen Begriff – „Finanzoligarchie“ genannt).

„Demokratie ist die Verfallsform des Staates.“
(Friedrich Nietzsche)

„Die Demokratie repräsentiert den Unglauben an große Menschen.“
(Friedrich Nietzsche)

„Demokratie entsteht, wenn man nach Freiheit und Gleichheit aller Bürger strebt und die Zahl der Bürger, aber nicht ihren Charakter berücksichtigt.“
(Aristoteles)

„Alle Zivilisation beginnt mit der Theokratie und endet mit der Demokratie.“
(Victor Hugo)

„Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar.“
(Jean Paul)

„Demokratie ist nichts anderes, als das Niederknüppeln des Volkes durch das Volk für das Volk.“
(Oscar Wilde)

„Demokratie beruht auf drei Prinzipien: auf der Freiheit des Gewissens, auf der Freiheit der Rede und auf der Klugheit, keine der beiden in Anspruch zu nehmen.“
(Mark Twain)

„Demokratie ist die Diktatur der Dummen“ Friedrich von Schiller (1759 – 1805)

»Demokratie ist eine Regierungsform, die die Anordnungen einiger Korrupter durch die Beschlüsse vieler Inkompetenter ersetzt.«
(George Bernard Shaw)

Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten die Wolle abzuscheren.
(Rolland Romain)

Adolf Hitler wurde dem Volk nicht vorgesetzt, er wurde gewählt. Nun wird gesagt, dass es ja eine Diktatur war die da damals wütete. Wenn man das totale Chaos nach dem ersten Weltkrieg betrachtet, sollte man sich die Frage stellen, ob tatsächlich eine sogenannte Demokratie es jemals geschafft hätte solch fundamentale Veränderungen herbeizuführen, die durch Hitlers Herrschaft innerhalb kürzester Zeit erreicht wurden.

Da herrschten Inflation, Sanktionen, Boykott, politisches Chaos, Armut und Arbeitslosigkeit. Der Sieg darüber konnte nur durch direkte Gewalt, Aktionismus und Handlungsbereitschaft bewerkstelligt werden. Die menschliche Natur benötigte insgeheim schon immer eine resolute Führung und sehnt sich nach Ordnung. Dadurch entstehen Sicherheit und Zusammengehörigkeit. Der entstehende Glaube daran ist Identitätsstiftend. Dabei sind Ehrlichkeit und Transparenz ein wichtiger Bestandteil. Für viele ist die kompromisslose Freiheit und Unabhängigkeit etwas beängstigendes und kann eher zur Belastung werden, da die wenigsten für den Einzelkampf geschaffen sind.

Die BRD Regierung ist ein hervorragendes dekadentes Beispiel dafür wie Demokratie als Freiheit verkauft wird. Noch nie waren wir weiter davon entfernt. Noch nie waren wir Handlungsunfähiger. Noch nie war der Verrat und die Lüge größer. Noch nie war unser Land und Volk so Identitätslos. Noch nie war die Durchführung der eigenen Zerstörung einfacher und geplanter als in dieser Zeit. Wehe, wenn das Deutsche Volk wieder zusammenfindet. Mit Gemeinsamkeit erreicht man nicht nur das Beste, es stoppt und beendet auch alles Schlechte.

Germanenherz Adolf HitlerAdolf Hitler und die Demokratie
Autor: Adolf Hitler
Datum: 10. Dezember 1940
Titel: Rede vor Mitarbeitern der Berliner Borsig-Lokomotivwerke
Thema: Unterschied zwischen der westlichen Demokratie und dem nationalsozialistischen Staat
Adressat: Mitarbeitern der Berliner Borsig-Lokomotivwerke
Textart: Primärtext, Redeauszug
Quelle: Adolf Hitler: Der Großdeutsche Freiheitskampf – Band II.

In dieser englisch-französischen Welt, da existiert die sogenannte Demokratie. Sie wissen ja, diese Demokratie zeichnet sich nun durch folgendes aus: Es heißt, daß das die Herrschaft des Volkes sei.
Nun muß das Volk ja doch irgendeine Möglichkeit besiten, seinen Gedanken oder seinen Wünschen Ausdruck zu geben. Wenn man sich nun näher dieses Problem ansieht, dann kann man feststellen, daß das Volk an sich primär dort gar keine Überzeugung hat, son. dem die Überzeugung selbstverständlich, wie übrigens überall, vorgesetgt erhält. Und das Entscheidende ist nun: Wer setzt diese Überzeugung eines Volkes fest? Wer klärt ein Volk auf? Wer bildet ein Volk? In diesen Ländern regiert tatsächlich das Kapital, das heißt, es ist eine Schar von einigen hundert Menschen let ten Endes, die im Besitz unermeßlicher Vermögen sind und die infolge der eigenartigen Konstruktion des Staatslebens dort mehr oder weniger gänzlich unabhängig und frei sind. Denn es heißt, „wir haben hier Freiheit“, und sie meinen damit vor allem „freie Wirtschaft“.
Und unter freier Wirtschaft wieder verstehen sie die Freiheit, Kapital nicht nur zu erwerben, sondern auch vor allem Kapital frei wieder zu verwenden, frei zu sein in der Erwerbung des Kapitals von jeder staatlichen, d. h. volklichen Aufsicht, aber auch in der Ver. wendung des Kapitals frei zu sein von jeder staatlichen und volklichen Aufsicht.
Das ist in Wirklichkeit der Begriff ihrer Freiheit.

Und dieses Kapital nun, es schafft sich zunächst eine Presse. Sie reden von der Freiheit der Presse. In Wirklichkeit hat jede dieser Zeitungen einen Herrn. Und dieser Herr ist in jedem Fall der Geldgeber, der Besitger also. Und dieser Herr dirigiert nun das innere Bild dieser Zeitung, nicht der
Redakteur. Wenn der heute etwas anderes schreiben will als den Herren paßt, dann fliegt er am nächsten Tag hinaus. Diese Presse nunt die die absolut unterwürfige, charakterlose Canaille ihrer Besit;er ist, diese Presse modelliert nun die öffentliche Meinung. Und die von dieser Presse
mobilisierte öffentliche Meinung wird wieder eingeteilt in Parteien. Diese Parteien unterscheiden sich so wenig voneinander, als sie sich früher bei uns voneinander unterschieden haben. Sie kennen sie ja, die alten Parteien. Das war immer eines und dasselbe. (…) Diese Parteien mit dieser
Presse, die formen die öffentliche Meinung.

Nun müßte man doch meinen, daß vor allem in diesen Ländern der Freiheit und des Reichtums ein unerhörtes Wohlleben für das Volk bestehen müßte. Es ist aber umgekehrt. In diesen Ländern ist die Not der breiten Masse größer als irgendwo anders. Da ist dieses reiche England, 40 Millionen Quadratkilometer werden von ihm kontrolliert, hunderte Millionen kolonialer Arbeiter mit einem erbärmlichen Lebensstandard in Indien z. B. müssen dafür tätig sein. Man müßte nun meinen, in
diesem England selbst, da muß dann wenigstens doch jeder einzelne Teilhaber an diesem Reichtum sein. Im Gegenteil, in diesen Ländern ist der Klassenunterschied der krasseste, den man sich denken kann. Armut, unvorstellbare Armut auf der einen Seite und auf der anderen ebenso unvorstellbarer Reichtum. Sie haben nicht ein Problem gelöst. Das sind Länder, die über die Schätze der Erde verfügen, und ihre Arbeiter, die hausen in erbärmlichen Löchern; Länder, die über die Bodenschätäe der Welt verfügen, und die breite Masse ist miserabel gekleidet; Länder, die
mehr als genügend an Brot und an allen sonstigen Früchten haben könnten, und Millionen ihrer unteren Schichten haben nicht genug, um sieh nur den Magen einmal voll zu füllen, laufen verhungert herum. Leute, die auf der einen Seite es fertigbringen könnten, eine Welt mit Arbeit zu versehen, müssen es erleben, daß sie nicht einmal mit der Erwerbslosigkeit in ihrem eigenen Lande aufräumen können. Dieses reiche England hat jahrzehntelang jetzt 2,5 Millionen Erwerbslose
gehabt. Dieses reiche Amerika 10 bis 13 Millionen Jahr für Jahr. Dieses Frankreich 6-, 7- , 800 000.
Ja, meine Volksgenossen, was wollten wir dann erst von uns sagen? Aber es ist auch verständlich.
In diesen Ländern der sogenannten Demokratie wird ja überhaupt gar nicht das Volk in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt. Was entscheidend ist, ist ausschließlich die Existenz dieser paar Macher der Demokratie, das heißt also die Existenz dieser paar hundert gigantischen Kapitalisteii, die im Besitz ihrer Werte, ihrer ganzen Aktien sind und die letzten Endes damit diese Völker ausschließlich dirigieren. Die breite Masse interessiert sie nicht im geringsten. Die interessiert sie, genau wie früher unsere bürgerlichen Parteien, nur in der Wahlzeit, dann brauchen sie Stimmen. Sonst ist ihnen das Leben der breiten Masse vollkommen gleichgültig.

Dazu kommt noch der Unterschied der Bildung, Ist es nicht geradezu spaßhaft, wenn wir jett hören, daß ein englischer Arbeiterparteiler, der im übrigen als Oppositioneller von der Regierung offiziell bezahlt wird, wenn ein englischer Arbeiterparteiler sagt: „Wenn der Krieg zu Ende geht,
dann wollen wir auch in sozialer Hinsicht einiges machen. Vor allem, es soll dann auch der englische Arbeiter einmal reisen können.“ – Das ist ausgezeichnet, daß sie jetzt darauf kommen, daß das Reisen nicht nur für die Millionäre da sein soll, sondern auch für das Volk.

Das haben wir aber bei uns schon immerhin seit einiger Zeit gelöst, diese Probleme.

Nein, glauben Sie, in diesen Staaten, das zeigt ihre ganze Wirtschaftsstruktur, da herrscht letzten Endes unter dem Mantel der Demokratie der Egoismus einer verhältnismäßig ganz kleinen Schicht.
Und diese Schicht wird nun von niemand korrigiert und kontrolliert. Und es ist verständlich, wenn daher ein Engländer sagt: „Wir wollen nicht, daß unsere Welt irgendwie zugrunde geht.“ Sie haben recht. Sie wissen ganz genau: Ihr Imperium wird von uns gar nicht bedroht. Aber sie sagen sich mit Recht: „Wenn diese Gedanken, die in Deutschland populär werden, nicht beseitigt und ausgerottet werden, dann kommen sie auch über unser Volk. Und das ist das Gefährliche, das wünschen wir nicht.“

ergänzend

Adolf Hitler Mein Kampf

 Stets wurde in der Nachkriegszeit dem deutschen Volk der Vorwurf gemacht; Hätten die Deutschen »Mein Kampf« gelesen, dann hätten sie gewußt was Hitler plante und das Unglück hätte verhütet werden können. Kein Buch, kein Führer ist so umstritten, so geliebt und so gehaßt, wie Adolf Hitler und sein Buch »Mein Kampf«.Bitte lesen Sie das Buch … Weiterlesen

Wenn der Erlöser zweimal kommt

Adolf Hitler und Jesus Christus – Zwei Erlösungsgestalten Historisch versteht man unter „Aufklärung“ vor allem politische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen in Europa. Man sprach und spricht in verschiedenen Bereichen der Geschichtsschreibung von einem Zeitalter der Aufklärung. Es wird uns gesagt, Dank der Aufklärung komme es nicht mehr auf die Lehrsätze der Religionen an, sondern es … Weiterlesen

Als 1945 die Hölle über die Deutschen kam

„Der 8. Mai 1945 war ein Tag des Elends, der Qual, der Trauer“ Am 8. Mai 1945 war die Wehrmacht besiegt. Ein Heldenvolk, ohne Beispiel in der Menschheitsgeschichte, war von regelrechten Satanisten, denen bei ihrem Vernichtungskrieg gegen die Deutschen eine unvorstellbare Übermacht an Mann und Material zur Verfügung stand, nach sechsjähriger heroischer Verteidigung besiegt worden. … Weiterlesen

Anstifter und Brandstifter – Opfer und Nutznießer

“Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die jüdische Fremdherrschaft zu verewigen.” Reichsgesetzblatt I,  Seite 141 [15.] Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz). 24. März 1933. Der Reichstag hat das folgende Gesetz beschlossen, das … Weiterlesen

Den Feind beim Namen nennen

Lieber Herr H.,  wenn „… der Feind besiegt“ ist, dürfen wir uns streiten. Aber wer ist der Feind? Darüber schon gehen die Meinungen auseinander. Uns wird von gewissen Leuten immer irgendein „…ismus“ vorgesetzt: „Kapitalismus“, „Globalismus“, „Kommunismus“, „Faschismus“ usw. Läuft man nicht in diese Sackgassen, sondern benennt ein konkretes Subjekt, von dem letzten Endes die strategischen … Weiterlesen

Kaufman, Morgenthau, Merkel – Drei Vernichter, ein Ziel

Die verschiedenen „Pläne zur Endlösung der Deutschenfrage“ treten heute durch Merkels sogenannte „Flüchtlingspolitik“ überdeutlich in Erscheinung. Sie wurden zwar nie offizielle Politik, aber inoffiziell wüten sie jetzt schon seit über 70 Jahren. Es geht dabei um die physische und wirtschaftliche Vernichtung der Deutschen. Mit dem Unternehmen EU hat die Lobby über ihre Betrugsorgien der nicht … Weiterlesen

Der Sohn des Jahrhundert-Geigers Yehudi Menuhin erzeugt ein Jahrhundert-Beben der größten Lüge der Menschheitsgeschichte

„Der Holocaust ist die größte Lüge der Geschichte. Deutschland hat keine Schuld am Zweiten Weltkrieg und Adolf Hitler war der einzige Staatsmann der Welt, der die Welt vor der plutokratisch-jüdischen Gefahr hätte retten können, um den unterjochten Planeten wieder zu befreien.“ Ein prominenter Jude hat jetzt den Anfang gemacht, er konnte die Lüge nicht mehr … Weiterlesen

Zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen

Vorab ein Zitat Napoleon I. (Napoleon Bonaparte) (1769-1821), Kaiser der Franzosen über die Deutschen: …“Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie … Weiterlesen

Climate Geoengineering

Climate Geoengineering01 Wir hatten am 15.06.2016 auf mein Facebook Kanal das Thema. Climate Geoengineering

Heftige Regenfälle: Land unter in Kellinghusen.
Hier in Bad Bramstedt war nur ein wenig nordisches Duschen, aber in 14 km entfernten Kellinghusen war Land unter angesagt.

Am 14.06 hat es in Norddeutschland wieder wie aus Kübeln geregnet. Die Pfützen vom Vortag waren noch nicht trocken, da kamen schon die nächsten Wolkenbrüche. In Sekunden standen in Hamburg die Straßen unter Wasser und Keller liefen voll. Auch in Kellinghusen hieß es Land unter. Die Kleinstadt wurde regelrecht geflutet, in einigen Wohnungen stand das Wasser meterhoch. Viele Autos sind steckengeblieben und drohten wegzuschwimmen. Am Mittwoch begann dann das große Aufräumen, viele Kellinghusener stehen verzweifelt vor dem Chaos, das das Unwetter hinterlassen hat.

Climate Geoengineering02 Das haben sie mal wieder gut Gehaarpt. Bitte mit dem Thema (Climate Geoengineering plus High Frequency Active Auroral Research Program) mal auseinandersetzen, da wird ein übel. Die kranken Psychopathen spielen Gott mit Wetterwaffen. Der dritte WK wird hauptsächlich mit nicht konventionellen Massenvernichtungswaffen getätigt. Da machen die auch kein Geheimniss draus.

Bitte mal die folgenden Videos anschauen
Project Global Dimming

Wetterkrieg – Devastating Times

Wetterkrieg – The new normal in June

Wetterkrieg gegen Europa – Last Messages

Wetterkrieg gegen Europa – Tornado, mitten in der Stadt Hamburg

Schleiererwolken / Kondensstreifen – Wollt ihr uns verarschen???

Ich lade euch Heute noch eine Kurzmitteilung zum Thema hier hoch

.

Ergänzender Beitrag von 12.01.2011 bei totoweise.repage8.de

Das HAARP-Projekt und die Wetterbeeinflussung
Wetterbeeinflussung kein Mythos: Wissenschaftler erzeugen Unwetter über Abu Dhabi
Die Diskussion über technische Verfahren zur bewussten Wetterbeeinflussung beschränkte sich in der Regel auf die leise geäußerten Gerüchte der Verschwörungstheoretiker, aber nun zeigt sich, dass die Verschwörungstheoretiker (wieder einmal) Recht hatten. In Abu Dhabi wurden ganze regionale Wettersysteme erfolgreich so manipuliert, dass im vergangenen Jahr in der Wüstenregion um die Stadt Al-Ain im Osten Abu Dhabis an der Grenze zu Oman über 50 Platzregen niedergingen.

Dieser Erfolg ist einem Team von Wissenschaftlern zu verdanken, das für das Staatsoberhaupt des Emirats, Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan, arbeitet. Die Wissenschaftler errichteten ganze Felder mit riesigen Luftionisierern, die elektromagnetische Wellen aus negativ geladenen Teilchen abstrahlen, die in die niedrigeren Schichten der Atmosphäre aufsteigen und dort Staubpartikel anziehen. In der Umgebung dieser elektrisch geladenen Staubpartikel kondensiert Feuchtigkeit, und wenn eine ausreichend große Kondensation erreicht wurde, können die so entstandenen Wolken das Wasser nicht mehr halten und regnen sich ab.
Vor allem in den Sommermonaten Juli und August, in denen normalerweise große Trockenheit herrscht, kam es im vergangenen Jahr zu starken Regenfällen. Der Erfolg des Projektes erstaunte sogar das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das das Vorhaben begleitet. Der frühere Institutsleiter Prof. Hartmut Grassi wird mit den Worten zitiert: »Dies könnte eine wichtiger Schritt für die Menschheit sein.

Wo bleiben jetzt die Skeptiker?
Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen ist die Feststellung interessant, dass selbsternannte »Skeptiker« seit Jahrzehnten immer wieder darauf beharrten, Wetterbeeinflussung sei nichts als Verschwörungstheorie. Wenn man einem normalen Arzt oder Wissenschaftler erklärte, mithilfe von Technologien zur bewussten Wetterbeeinflussung könne man es in der Wüste regnen lassen, wurde man angeschaut, als sei man nicht ganz richtig im Kopf.
Aber es scheint, als müssten die Skeptiker diese »Kröte« schlucken (wie immer). Dieses Verfahren funktioniert und versorgt Abu Dhabi zu einem Bruchteil der Kosten mit Wasser, die für Entsalzungsanlagen aufgebracht werden müssten. Die Verschwörungstheoretiker hatten wieder einmal Recht, was die Existenz von Verfahren zur bewussten Wetterbeeinflussung angeht. Jesse Ventura produzierte zu diesem Thema sogar eine Folge seiner Serie zu Verschwörungstheorien: Sie erinnern sich vielleicht an die Folge über HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program). Sie können diese Folge unter diesem Link sehen.
HAARP, das von der amerikanischen Regierung durchgeführt wird, ist ein geheimnisumwobenes experimentelles Verfahren, bei dem in den oberen Schichten der Atmosphäre hochfrequente elektromagnetische Wellen zur Beeinflussung des Wetters eingesetzt werden. Die Felder mit
HAARP-Ionisierern sehen denen auffallend ähnlich, die in Abu Dhabi zum Einsatz kamen, und das gesamte Vorhaben wird von vielen, die sich intensiv damit auseinandergesetzt haben, für die href=“http://www.fromthewilderness.com/free/pandora/haarp.html“ target=“_blank“>Entwicklung einer »Wetterwaffe« gehalten, die in der Lage sein soll, »potenziell Überschwemmungen, Trockenheiten, Wirbelstürme und Erdbeben auszulösen«.
Heute wissen wir, dass derartige Verfahren funktionieren – beispielsweise in Abu Dhabi. Und es ist kaum zu bezweifeln, dass die bewusste Wetterbeeinflussung in vielen, auch in militärischen und wirtschaftlichen Bereichen, Anwendung finden kann.
Das weltweite Massensterben von Vögeln und Fischen sorgt derzeit für große Besorgnis. Nicht nur weil es unschön ist wenn tote Vögel vom Himmel fallen. 
Die doch recht mageren offiziellen Begründungen weltweit, lassen eher etwas anderes vermuten. Versucht man uns etwas zu verheimlichen?
So wundert es nicht, dass einige Menschen dazu tendieren HAARP die Schuld an dem mysteriösen Massensterben zu geben. Befasst man sich mit dem Projekt, begreift man welche Gefahr durch die Beeinflussung elektromagnetischer Felder auf Mensch und Natur ausgeht.

href=“http://1.bp.blogspot.com/_fMtl8DCWPZM/TUJZbKbIlTI/AAAAAAAAATc/v2vg6idqkRE/s1600/HAARP%2BAntennen.jpg“>Aber was ist HAARP und wozu dient es? Wer hat´s erfunden? Wie funktioniert es?
 Das sind Fragen die dringend beantwortet gehören um eine sachliche Diskussion zu ermöglichen.

Was ist HAARP?
HAARP steht für High Frequency Aktive Aurora Research Programm – Aktives Hochfrequenz Programm zur Erforschung der Aurora (Polarlicht). HAARP ist eine großflächige Antennen- und Sendeinstallation für eine beliebig modellierbare Hochfrequenzstrahlung (ELF). HAARP soll die obere Atmosphäre, insbesondere die Ionosphäre, mittels hochfrequenter elektromagnetischer Wellen untersuchen.

Wo befindet sich HAARP?
HAARP befindet sich auf einem extra eingerichteten Militärgelände von über 23 Hektar in der Wildnis Alaskas, nordöstlich von Anchorage. Das abgeschiedene Gelände bietet durch die Nähe des Nordpols den Vorteil, dass durch die dort dicht verlaufenden Magnetfelder der Erde, es zu einer erhöhten Konzentration elektrisch geladener Teilchen in der Ionosphäre kommt. Auch das Erdgasvorkommen dieser Region macht sich HAARP zu Nutze und betreibt damit seine Generatoren.

Offiziell stehen hinter dem US-amerikanischen Programm, wie nicht anders zu erwarten, die US-Air Force (Phillips Laboratory) und die US-Navy (Naval Research & Naval Research Laboratory). Neben dem Militär sind auch zivile Unternehmen beteiligt. Unter anderem Advanced Power Technologies, Inc. (APTI) und Raytheon Corporation (Rüstungsfirma). 14 Universitäten beteiligten sich beim Bau der Anlage.
Das amerikanische Verteidigungsministerium (Department of Defense) sorgt für die Sicherheit, denn mögliche Anwendungsgebiete von HAARP sowie etwaige Forschungsergebnisse könnten offiziellen Angaben zufolge von Interesse für die nationale Sicherheit der USA sein.

1993 wurde der HAARP-Prototyp mit 18 zusammengeschalteten Elementen in Betrieb genommen. 
1995 wurde vom US-Senat eine weitere Finanzierung abgelehnt, trotzdem lief das Projekt weiter und wurde sogar Erweitert.
1998 hat man die Anzahl der Sender auf 48 erhöht. Seit 2010 sind 180 dieser 24 Meter hohen Sendetürme betriebsbereit.

Technik und Funktionsweise
Offiziellen Angaben zufolge stehen für die Antennen 3.600 Kilowatt (3,6 MW) zur Verfügung, die sie aus sechs Generatoren beziehen, die jeweils 2.500 Kilowatt (2,5 MW) bereitstellen können. Rechnet man nach, 2,5 Megawatt x 6 Generatoren, macht das eine offiziell mögliche Maximalleistung von 15 Megawatt. Inoffiziellen Informationen nach soll die Gesamtleistung zwischen 10 und 100 Megawatt liegen.
HAARP sendet hauptsächlich auf zwei Frequenzen: 3,39 MHZ und 6,99 MHZ. Es ist aber auch möglich in kürzester Zeit zwischen den Frequenzen von 2,8 MHZ und 10 MHZ zu wechseln.

Das Herzstück von HAARP ist ein Hochleistung-Hochfrequenz-Radio-Sender, auch bekannt als Ionospheric Research Instrument, kurz IRI oder auch “Heater” (Heizer) genannt. Die Aufgabe von IRI ist es ein kleines, wohldefiniertes Volumen der Ionosphäre mit Hilfe der Radiowellen “aufzuheizen”.
Zur Anlage gehört auch das ISR – Incoherent Scatter Radar (Inkohärentes Ultrahochfrequenz-Streuradar. Das ISR misst Elektronendichten, Elektronen- und Ionentemperaturen sowie Doppler-Geschwindigkeiten in angeregten und neutralen Regionen der Ionosphäre.
Mittels der Antennen sendet HAARP gebündelte Hochfrequenz-Radiowellen auf bestimmte Gebiete der Ionosphäre. Dadurch entstehen künstliche Ionenwolken, die sich ausbeulen und wie Linsen wirken. Diese werfen die ELF-Wellen, die eine extrem niedrige Frequenz aufweisen, zurück. Gemäß dem Abschusswinkel der Radiowellen durch die Ionenlinsen, können so auch andere Zonen der Erdoberfläche erreicht werden. Je nach Länge der Wellen können sie aber auch tief in den Erdboden eindringen.

 

Die Wellen von HAARP sollen der Ortung feindlicher Flugkörper, U-Booten, unterirdischer militärischer Anlagen sowie der Zerstörung feindlicher Kommunikation dienen.
Des weiteren wird HAARP genutzt um Öl- und Mineralvorkommen auszumachen.
Mit HAARP lässt sich auch das Wetter verändern (durch Veränderung der solaren Absorption) oder Erdbeben und Vulkane auslösen.

HAARP ist inoffiziell eine ultramodernes Langstrecken-Waffensystem dessen Forschungsergebnisse verwendet werden, um eine neue Generation von kleinen, tragbaren Waffen zu schaffen, die quasi unsichtbar praktisch jeden Menschen beeinflussen können. Durch Gehirnstrommessungen konnte bewiesen werden, dass unser Gehirn mit Nieder- und Hochfrequenzen arbeitet. Dieses Wissen könnte man unter Umständen durch eine HAARP-Anlage nutzen. Und somit Frequenzen simulieren, die aufs menschliche Gehirn übertragen werden. Auch ist eine Radarwellen-Anlage mit genügend “Kraft” (Ausgangsleistung) ohne weiteres in der Lage, Explosionen von bisher nur von Atom-/Wasserstoffbomben (siehe Patente) bekannten Ausmaßen, an jedem Punkt in einigen tausend Kilometern Entfernung, ohne Radioaktivität hervorzurufen. Diese und andere Anwendungsmöglichkeiten werden in der offiziellen Literatur nicht erwähnt und sind daher spekulativ und umstritten.Nebenbei bemerkt, weniger spekulativ sind offizielle Meldungen von Mikrowellen-Waffen aus dem Jahre 2004. So schrieb Spiegel-Online von Energiewaffensysteme; Gebündelte Mikrowellen sollen Aufständischen unerträgliche Schmerzen beibringen”. In einem weiteren Artikel zu Energiewaffen, wurde man dann schon deutlicher und es zeichnete sich ab, welche große Rolle Megaherz und Frequenzen in zukünftigen kriegerischen Handlungen spielen sollen. Ein kleiner netter Auszug aus dem Spiegel-Online Artikel vom 25.01.2007;

Nach Angaben des Pentagons erhitzen die Mikrowellen die Haut der Getroffenen auf 50 bis 55 Grad Celsius. Die Strahlung mit einer Frequenz von 95 Gigahertz dringe aber nur 0,4 Millimeter tief in die Haut ein, so dass keine Gefahr bleibender Schäden bestehe.”

Was sind die Technischen Möglichkeiten von HAARP:
Abschirmung großer Gebiete vor Interkontinentalraketen
Zerstörung von Kommunikations- und Spionagesatelliten
Radaranwendungen: Differenzierung zwischen eigenen und feindlichen Flugkörpern
Gelenkte Kommunikation
Störung bzw. Unterbindung drahtloser Nachrichtentechnik (Funk, Radar, TV, Radio, Telefon…) über weite Gebiete des Planeten
Beeinflussung elektronischer Bauteile (Halbleiter) / elektromagnetischer Datenträger (Festplatten) bis zur thermischen Zerstörung
Globale Wettermanipulation / Änderung globaler Wetterstrukturen
Weitläufige, massive Manipulationen von Öko- und geophysikalischen Systemen Durch die Aussendung spezifischer physiologischer Muster (z.B. EEG-Signale) und unter Berücksichtigung der Reichweite der ELF-Wellen sind mit dieser Technologie weit greifende Bewusstseinsänderungen möglich. Mit entsprechend modulierten EM-Strahlungen, können nicht nur psychische Veränderungen erzeugt werden. Aufgrund der Interaktion dieser Felder mit unseren körpereigenen EM-Feldern, könnte es auch zu physischen Veränderungen kommen.möglich seien auch kleine Erdbeben und Vulkanausbrüche Beeinflussung fundamentaler Biorythmen

 

Empfindliche Beeinflussung elektromagnetischer Kommunikations-, Wachstums- und Orientierungsmechanismen der Tierwelt, z.B. bei (Zug-)Vögel
Ionosphäre und HAARP
Die Ionosphäre ist ein Teil unserer Atmosphäre und enthält eine große Menge von Ionen und freien Elektronen. Die Ionosphäre ist sehr empfindlich. Gemeinsam mit der Ozonschicht schützt sie die Erde vor der tödlichen Weltraumstrahlung.
Durch das künstliche Aufheizen könnten Ionosphäre und Ozonschicht Schaden nehmen, wenn nicht sogar komplett zerstört werden. Bereits ein Gigawatt würde ausreichen um ein Loch in die Ionosphäre zu brennen. Auf Leistungsmaximum soll die Anlage über 100 Gigawatt verfügen, das sind 100 Milliarden Watt. Den Wissenschaftlern von HAARP bereitet dies allerdings keine Sorgen. Es wird lustig weiter experimentiert und einfach mal gehofft, dass nichts passiert.
In einem Bericht des Europäischen Parlament vom 14. Januar 1999 scheint man die Gefahr, die von HAARP ausgehen kann, erkannt zu haben. Zumindest forderte man die Untersuchung dieses Projektes. Auch lange vor dem Bericht des Europäischen Parlaments war man sich anscheinend weltweit schon über Wettermanipulationen im klaren, so zumindest geht aus der ENMOD hervor.
Die Environmental Modification Convention (ENMOD) ist ein internationaler Vertrag für ein Verbot der militärischen oder sonstigen feindseligen Nutzung von Umweltveränderungstechniken. Der Vetrag zwischen 47 Ländern trat am 5. Oktober 1978 für die Unterzeichnerstaaten in Kraft.
Der EU-Bericht und die ENMOD-Konvention ächten Wetter als KriegsführungHier ein Auszug aus dem EU-Bericht:

Rechtliche Aspekte militärischer Tätigkeiten

26. fordert die Europäische Union auf, sich dafür einzusetzen, daß auch die neuen sogenannten nichttödlichen Waffensysteme und die Entwicklung neuer Waffenstrategien durch internationale Übereinkommen erfasst und geregelt werden;
27. hält HAARP (High Frequency Active Auroral Research Project) wegen der weitreichenden Umweltauswirkungen für eine globale Angelegenheit und fordert, die rechtlichen, ökologischen und ethischen Auswirkungen von einem unabhängigen internationalen Organ untersuchen zu lassen, bevor weitere
Forschungsarbeiten und Versuche stattfinden; bedauert die wiederholte Weigerung der Regierung der Vereinigten Staaten, einen Vertreter zu der öffentlichen Anhörung oder den folgenden Sitzungen seines zuständigen Ausschusses über die Auswirkungen des Forschungsprogramms über hochfrequente Strahlen (High Frequency Active Auroral Research Project – HAARP), das gegenwärtig in Alaska durchgeführt wird, zu entsenden;
28. fordert die STOA-Lenkungsgruppe (Scientific and Technological Options Assessment) auf, ihre Zustimmung zu geben, daß die wissenschaftlichen und technischen Beweise, die in allen vorliegenden Forschungsergebnissen über HAARP vorliegen, untersucht werden, um die genaue Art und das Gefährdungspotential, das HAARP sowohl für die lokale als auch für die globale Umwelt sowie für die Gesundheit der Menschen generell darstellt, zu ermitteln;
29. fordert die Kommission auf, in Zusammenarbeit mit den Regierungen von Schweden, Finnland, Norwegen und der Russischen Föderation die Auswirkungen des HAARP Programms auf die arktischen Gebiete Europas unter den Aspekten Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung zu untersuchen und dem Parlament über die Ergebnisse zu berichten;
30. fordert vor allem ein internationales Übereinkommen über ein generelles Verbot von Forschungs- und Entwicklungsprojekten – ob militärisch oder zivil -, die die Anwendung der Erkenntnisse auf dem Gebiet chemischer und elektrischer Vorgänge oder von Schallwellen oder anderen Funktionen des menschlichen Gehirns zur Entwicklung von Waffen beinhalten, die jeder beliebigen Form der Manipulation des Menschen Tür und Tor öffnen könnten; dieses Übereinkommen sollte auch ein Verbot aller derzeit bekannten sowie aller erdenklichen Anwendungsmöglichkeiten solcher Systeme umfassen;
HAARP ist nicht die einzige Anlage seiner Art:
Arecibo (Nationales Zentrum für Astronomie und Ionosphäre, Puerto Rico / 20 MW)
HISCAT (Internationales Radio-Observatorium, Schweden / 350 MW)
HIPAS (High Power Auroral Stimulation Observatory, UCLA Plasma Physics Lab, Fairbanks, Alaska / 17 MW)
SURA (Radiophysikalisches Forschungsinstitut, Nishny Nowgorod, Russland / 20 MW)
EISCAT (Tromsö, Norwegen, betrieben vom Max-Planck-Institut / 48 MW)
VOA (Voice of America, Delano, Kalifornien / 27 MW)
Projekt “Duga” (nahe Tschernobyl)
LOIS (Südschweden)

 

LOFAR (Niederlande) LOFAR Karte 1 LOFAR Karte 2
eine kleine Anlage befindet sich Lindau beim Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (Deutschland)
unbestätigten Angaben zufolge befindet sich eine ähnliche Anlage in Berlin – Codename Teddybär

HAARP, EISCAT & Co auf einer größeren Karte anzeigen
Die Patente die HAARP zugrunde liegen
Die folgenden Patente sind alle von Bernard Eastlund. Sie basieren auf die Vorarbeit von Nikola Tesla. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg bot Eastlund der USA an, eine Waffe zur Gedankenmanipulation und -steuerung zu entwerfen. Eastlund war federführend in der Erforschung von Zusammenhängen zwischen elektromagnetischer Strahlung und den Vorgängen im menschlichen Gehirn.
Methode und Apparat zur Veränderung einer Region der Erdatmosphäre, Ionosphäre und/oder Magnetosphäre
US-Patent Nr. 4.686.605 – August 1987
Methode zur Produktion einer Hülle relativistischer Partikel in einer (bestimmten) Höhe über der Erde
US-Patent Nr. 5.038.664 – August 1991
Methode und Apparat zur Schaffung einer künstlichen, durch Elektronen-Zyklotronenresonanz erhitzten Region aus Plasma
US-Patent Nr. 4.712.155 – Dezember 1987
Energiestrahlen-System
US-Patent Nr. 5.068.669 – November 1991
Energiestrahlen-System mit strahlenden, aus gedruckten Schaltkreiselementen bestehenden Resonanzhohlräumen
US-Patent Nr. 5.218.374 – Juni 1993
Gefaltetes Kreuzgitter-Dipolantennenelement
US-Patent Nr. 5.293.176 – März 1994
Fokussierender Leichtgewichtsreflektor zur Anwendung im Weltraum
US-Patent Nr. 5.202.689 – April 1993
Künstlicher, lenkbarer aus Plasma geformter ionosphärischer Spiegel
US-Patent Nr. 5.041.834 – August 1991
Schaffung künstlicher Ionenwolken über der Erde
US-Patent Nr. 4.999.637 – März 1991
Gerichteter, hochauflösender Gammastrahlen-Detektor
US-Patent Nr. 4.954.709 – September 1990
Defensiv-System zur Unterscheidung von Objekten im Weltraum
US-Patent Nr. 4.817.495 – April 1989
Strahlungsfreie Explosionen von nuklearen Ausmaßen
US-Patent Nr. 4.873.928 – Oktober 1989
Buchtipp: “Löcher im Himmel” von Nick Begich und Jeane Manning
Kurzbeschreibung: Dieses Buch handelt von der Aufdeckung der geheimen militärischen Versuchsanlage HAARP, einem Ionosphärenheizer in Alaska, der auch als Strahlenwaffe eingesetzt werden kann. Die Autoren weisen anhand von Patenten und internen Dokumenten des US Militärs nach, dass HAARP eine neue Dimension des Krieges eröffnet und eine wichtige Grundlagentechnologie im Rahmen der “Revolution in Militärischen Angelegenheiten” des US Militärs darstellt. Diese neue Doktrin des US-Militärs sieht vor, sogenannte nicht-tödliche Waffensysteme einzusetzen, Bewusstseinskontrolle auszuüben und unsere Umwelt selbst als Waffe gegen “Feinde der USA” einzusetzen. Begich und Manning weisen nach, dass das US-Militär bereits vor 1996 plante, gesellschaftliche Werte durch Manipulation zu formen, anstatt diese lediglich zu reflektieren.
Seit der Veröffentlichung 1996 führte die Arbeit von Begich und Manning zu Anti-HAARP Resolutionen im Europäischen Parlament und der russischen Duma. Inzwischen kann sich jedermann aus den Medien selbst von der Realität der “Revolution in Militärischen Angelegenheiten” überzeugen, die nun unter dem Aufhänger der Terrorbekämpfung alle Register zu ziehen beginnt.
http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A4-1999-0005+0+DOC+XML+V0//DE
Haarp Vortrag Werner Altnickel
Werner Altnickel: Vortrag beim AZK (Anti Zensur Kongress) Thema Wettermanipulation und künstliche Erdbeben

Das HAARP-Projekt des US-Militärs

Das HAARP-Projekt des US-Militärs

Bedrohung der Menschheit durch das HAARP-Projekt des US-Militärs und ähnlicher russischer Projekte

Bereits im Jahr 2004 ist es Forschern der US-Luftwaffe gelungen, mit „energiereichen Radiowellen“ der HIPAS-Anlage (HIgh Power Auroral Stimulation) künstliche Polarlichter zu erzeugen.

Da sich nach der Explosion eines nuklearen Sprengsatzes im erdnahen Weltraum dort bilden und die Funktion von Satelliten unterbinden könnte, hoffen die Wissenschaftler durch die gewonnenen Erkenntnisse zur Beeinflussung des Elektrojets in der Erdmagnetosphäre ein Mittel zum Abbau einer Ansammlung geladener Teilchen oberhalb der Anlage an der Hand zu haben.

Das ist die offizielle Version, wie das HAARP-Projekt überall beschrieben wird. In Wirklichkeit heizt HAARP die Ionosphäre auf, um mit den niederfrequenten ELF-Wellen die Erdoberfläche und das menschliche Bewusstsein zu beeinflussen. Damit ist es möglich, ganze Nationen zu manipulieren, sämtliche Krankheitsinformationen weltweit zu übertragen, das Wetter zu beherrschen, den Erdpol zu verschieben, Erdbeben auszulösen usw. Es gibt kaum etwas, was man damit nicht durchführen könnte.

Das amerikanisch-kanadische Autorenteam Begich & Manning deckte auf, was sich hinter dem milliardenschweren, vornehmlich aus schwarzen Geldern finanzierten HAARP (HighFrequency Active Auroral Research Projekt -Aktives Hochfrequenz Projekt zur Erforschung der Aurora) im Norden Alaskas verbirgt.

Eine großflächige Antennen-und Senderinstallation zur Abstrahlung nahezu beliebig modulierbarer ELF-Wellen, deren geplante Gesamtleistung nach bisher unveröffentlichten Informationen 100 Gigawatt – einhundert Milliarden Watt beträgt. Die HAARP- Anlage ist das modernste, leistungsfähigste und flexibelste elektromagnetische Waffensystem, das je auf diesem Planeten gebaut wurde.

Technische Details einer Schreckens-Wissenschaft
Die HAARP-Anlage (High Frequency Active Auroral Research Program) in Gakona, Alaska, verfügt über eine leistungsfähige Phased-Array-Kurzwellensendeanlage mit einer Sendeleistung (CW) von 3600 kW.

Im Jahre 1993 wurde mit 18 zusammengeschalteten Elementen begonnen, 1998 wurde die Anzahl auf 48 erhöht. Seit 2010 sind jetzt 180 Sender betriebsbereit.

Die Effektive Strahlungsleistung (ERP) lag 1996 bei 84 dBW (250MW) und 2006 bei ca. 96 dBW (4000MW). Die einzelnen Sender des Typs Continental Electronics D616G mit jeweils 10 kW maximaler Sendeleistung wurden speziell für dieses Projekt entwickelt.

Der von der Anlage nutzbare Frequenzbereich beträgt von 2,8 bis 10 MHz (Kurzwelle). Zwei der von HAARP benutzten Frequenzen sind 3,39 MHz und 6,99 MHz. Des Weiteren befinden sich am Standort zu Zwecken der Ionosphärenbeobachtung eine Ionosonde und ein Riometer, ein Gerät zur passiven Beobachtung der ionosphärischen Absorptionsfähigkeit im Frequenzbereich der Radiowellen.

HAARP-Waffe effektiv wie Atombombe
Aus UN-Dokument geht hervor: HAARP-Waffe ist genauso effektiv wie Atombombe

Im nachfolgenden UNO-Dokument vom 14.Juni 2007, wird die HAARP-Anlage in Puerto Rico als Abwehrsystem und als Überwachunsgssystem der Kommunikation und des Wetters beschrieben. Es wird gesagt: „Haarp; In einem Patent von einer Person, der in den Vereinigten Staaten eingereicht wurde, um Experimente durchzuführen im zusammenhang mit der Manipulation der Ionosphäre! HAARP würde als Anti-Raketen-und Luftabwehr-System funktionieren, könnte unter anderem erlauben, abhören und störungen der Kommunikations-, Wetter und U-Boot und unterirdische Kommunikation. Mit HAARP ist es möglich, „zu simulieren und die gleiche Funktion wie die Detonation einer schweren Art von nuklearem Gerät durchzuführen.“

Der letzte Satz ist hochinteressant, da wird im HAARP-Patent festgehalten, dass HAARP der Sprengkraft einer heftigen „Nuklear-Waffe“ gleichkommen kann!

Hier das original Wortlaut aus dem UN-Papier:
ALEDIA CENTENO RODRIGUEZ, Frente Patriotico Arecibeño, said her organization had spoken last year on the United States strategy to authorize a nuclear weapons production facility in Puerto Rico, in violation of the Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons. She explained that Arecibo was home to the Arecibo National Astronomy and Ionospheric Centre (NAIC), which was used as an “ionospheric heater” [an array of antennae which are used for heating the uppermost part of the atmosphere]. Arecibo was also mentioned as a test-site for the High Frequency Active AuroralResearch Programme (HAARP), in a patent filed by an individual in the United States, to conducted experiments related to ionosphericmanipulation. HAARP could function as an anti-missile and anti-aircraft defence system, permit interception and disruption of communications, weather and submarine and subterranean communications, among other things. The HAARP patent papers also stated that the invention could “simulate and perform the same function as performed by the detonation of a heavy type nuclear device”.

Sehen sie hierzu Michael Vogt im Gespräch mit Werner Altnickel, Deutscher Solarpreisträger, zweimaliger Gewinner des Oldenburger Umweltschutzpreises und ehemaliger Greenpeace Aktivist, über das «Spiel» mit der Mutter Erde.


ergänzend

Thema Chemtrails: Weitsicht oder Insiderwissen von Erich Kästner ?

Erich Kästner verfasste 1930 folgende Textpassagen.
Das letzte Kapitel

Am zwölften Juli des Jahres 2003
lief folgender Funkspruch rund um die Erde:
daß ein Bombengeschwader der Luftpolizei
die gesamte Menschheit ausrotten werde.

Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest,
daß der Plan, endgültig Frieden zu stiften,
sich gar nicht anders verwirklichen läßt,
als alle Beteiligten zu vergiften.

Zu fliehen, wurde erklärt, habe keinen Zweck,
Nicht eine Seele dürfe am Leben bleiben.
Das neue Giftgas krieche in jedes Versteck,
man habe nicht einmal nötig, sich selbst zu entleiben.

Am 13. Juli flogen von Boston eintausend
mit Gas und Bazillen beladene Flugzeuge fort
und vollbrachten, rund um den Globus sausend,
den von der Weltregierung befohlenen Mord.

Die Menschen krochen winselnd unter die Betten.
Sie stürzten in ihre Keller und in den Wald.
Das Gift hing gelb wie Wolken über den Städten.
Millionen Leichen lagen auf dem Asphalt.

Jeder dachte, er könne dem Tod entgehen,
keiner entging dem Tod und die Welt wurde leer.
Das Gift war überall, es schlich wie auf Zehen.
Es lief die Wüsten entlang, und es schwamm übers Meer.

Die Menschen lagen gebündelt wie faulende Garben.
Andere hingen wie Puppen zum Fenster heraus.
Die Tiere im Zoo schrien schrecklich, bevor sie starben.
Und langsam löschten die großen Hochöfen aus.

Dampfer schwankten im Meer, beladen mit Toten.
Und weder Weinen noch Lachen war mehr auf der Welt.
Die Flugzeuge irrten mit tausend toten Piloten,
unter dem Himmel und sanken brennend ins Feld.

Jetzt hatte die Menschheit endlich erreicht, was sie wollte.
Zwar war die Methode nicht ausgesprochen human.
Die Erde war aber endlich still und zufrieden und rollte
völlig beruhigt ihre bekannte elliptische Bahn.

Weiterlesen

Die Georgia Guidestones

Lesen Sie hier, was die Steine von Georgia, die Guidestones über ihre Zukunft weissagen: Eine Blaupause für die Neue Weltordnung Die Georgia Guidestones sind ein mysteriöses Denkmal, auf dem zehn Gebote für ein „Neues Zeitalter der Aufklärung“ eingraviert sind. Das … Weiterlesen

Germanenherz Kurzinformation. Thema: Migrantengewalt und Europäischer Bevölkerungsaustausch.

Uns stehen spannende Zeiten bevor , die wir in dieser Form wahrscheinlich noch nie erlebt haben. Weitere 44 Millionen fremdartiger Invasoren werden in dein Land geholt. Dein Land wird zersiedelt, deine Heimat versinkt im Müll und Morast der Fremden, deine Gesundheit wird Opfer von importierten Seuchen und auf der Straße musst du täglich um dein Leben fürchten. Und wenn du in Notwehr deine Familie, deine Gesundheit, deinen Besitz, deine Zukunft, deine Heimat gegen die Fremden verteidigen willst, dann lassen dich deine Politiker einsperren.


Es ist grauenvoll, dass in Deutschland so viel Gewalt von Ausländern ausgeht und kein Politiker und keine etablierte Partei bereit ist, dieses Problem zu thematisieren und zu beseitigen. Die Ängste, die Empörung und die Not der Deutschen-Bevölkerung wird einfach ignoriert. Diese Situation schreit geradezu nach einer politischen Alternative in Deutschland die entschlossen und fähig genug ist, diese kriminellen Exzesse, die hier von Ausländern, Medien und Politik verübt werden, dauerhaft zu beseitigen. Hierzu ist eine deutlichen Reduzierung der in der Bundesrepublik verweilenden Orientalen erforderlich.

Abschaffung der weißen Rasse in Europa.

Die Transformation und Vernichtung der arischen Rasse Attack on white nations ►   Attack on white nations.      Juden nehmen die führende Rolle im multikulturellen Transformationskampf zur Abschaffung der weißen Rasse in Europa ein. . Das Weltprogramm der Lobby ist … Weiterlesen

Der Yinon-Plan

Schaffende Angehörige aller Nationen, erkennt euren gemeinsamen Feind! Der israelische Plan zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens. Einer der Gründe, wenn nicht sogar der Hauptgrund der momentanen Völkerwanderung ist, der Yinon-Plan. Der Yinon-Plan sieht vor, die heute bestehenden arabischen … Weiterlesen

Die Kreuzzüge

Jeder zugefügte Schaden muss gleichem Maße beglichen werden. Ob nun, Christ, Moslem oder Jude. Sie werden noch dieses Jahr 2016 für ihre Schandtaten, an Mensch, Natur und Tierwelt zahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Hand um Hand, Fuß um … Weiterlesen

Thema Bevölkerungsdezimierung, Sterilisation und Eugenik

 Die Agenda der Elitejuden zur globalen Bevölkerungskontrolle ist keine “Verschwörungstheorie”, sondern aktenkundig und dokumentiert. Das “Juden-Gen”: Zeige mit dem Finger auf deinen Gegner und beschuldige ihn lauthals für Taten, die du selber begangen hast! ……Totoweise Volkstod und Ausrottung nicht nur … Weiterlesen

Warum wir gewaltsam ausgerottet werden sollen

Zuerst das restgermanische Kernvolk, wie der jüdische Ex-Präsident Frankreichs 2008 offiziell angekündigt hatte! Wir Aktivsten vom NJ werden in Unterhaltungen von unwissenden Deutschen immer wieder naiv gefragt: „Warum machen die Politiker das? Das ist doch nicht normal, wie sollen wir … Weiterlesen

Die Bereicherungskompetenzenliste zugereister Bereicherungsfachkräfte für 2014

Vorab: Das sind nur Fundstücke welche die Medien 2014 freigegeben haben. Wenn ich die verschwiegenen Migrantenverbrechen einbinde, bekomme ich mit wordpress Probleme, dann wird mein Blog wegen Textüberfüllung geschlossen.😦 Lebensfreudige Fachkräfte und ihre Kulturelle-Bereicherung 2014. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen ist im … Weiterlesen

Die Saga vom Volk der Zipfelmützen

Es war einmal ein Land im Herzen Europas.Die Menschen, die dort lebten, waren zeitlebens damit beschäftigt zu arbeiten,Steuern zu zahlen und für´s Alter vorzusorgen. Sie beherzigten das Motto ihrer Vorväter»Man lebt, um zu arbeiten« und schüttelten den Kopf über die … Weiterlesen

Zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen

Vorab ein Zitat

NapoleonNapoleon I. (Napoleon Bonaparte) (1769-1821), Kaiser der Franzosen über die Deutschen:

…“Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen.

Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden.

Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“ Zitat Ende

Kommen wir nun zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen und zum Induziertes Irresein (auch eingepflanztes Irresein) ist eine Geisteskrankheit, die von Geisteskranken auf ursprünglich weitgehend normale Menschen übertragen (eingepflanzt) werden kann. Untersucht wurde das Phänomen erstmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den deutschen Psychiatern Ludwig Wille und Emil Kraepelin.

Es handelt sich dabei um eine…

„…Geistesstörung, deren spezifische Ursache der unmittelbare Einfluß eines Geisteskranken ist, dessen psychotische Überzeugungen auf dem Wege der psychischen Übertragung (Induktion) übernommen werden.
Meist handelt es sich beim Induzierenden um jemanden, der verhältnismäßig gering vom Normalen abweicht […]. Der Induzierte übernimmt ohne Kritik Überzeugungen des Kranken […].
Die Induzierten schließen sich gelegentlich zu sektenartigen Gruppen zusammen […]. Sind nur zwei Personen beteiligt, wird von „folie à deux“ gesprochen. Bei größerer Ausbreitung kann es zu psychogenen Masseninduktionen kommen, deren Entstehungsweise gleichartig ist, auch wenn nicht ein Geisteskranker den Ausgangspunkt darstellt […]“

Der englische Mediziner Francis Kiernan beschrieb 1880 unter dem Terminus „folie transformèe“ das zufällige Zusammentreffen zweier Wahnkranker mit gleichen Wahninhalten. Marandon de Montyel unterschied 1884 von der „folie à deux“ den vom Partner des Wahnkranken nur gespielten Wahn im Rahmen seiner Anpassung oder Unterwerfung an den dominanten psychisch Kranken.

Zur Entstehung einer induzierten Psychose führt selten das bloße langdauernde Zusammenleben mit einem Geisteskranken an sich, wohl aber ein solches Zusammenleben in weitgehender Isolierung von anderen Menschen. Die mit Wahnvorstellungen Induzierten pflegen beim Querulieren, Schimpfen und bei Gewalttätigkeiten des Induzierenden lebhaft mitzumachen oder sie ziehen sich gemeinsam mit ihm immer mehr vor „Verfolgern“ zurück und beschränken den Verkehr mit anderen Menschen auf ein Minimum.

Der deutsche Mediziner Rigolf Hennig führte nach 1945 den Begriff als Symptom einer spezifisch deutschen Geisteskrankheit infolge der Umerziehung dauerhaft in die Psychologie ein:

„Die Tatsache, daß Behörden und Gerichte bislang mehrheitlich das üble Spiel mitspielen liegt nicht nur im fortgeltenden Besatzungsrecht – s. auch Art. 139 GG als Befreiung von der Selbstherrschaft – sondern in der völkerrechtswidrig durchgeführten und anhaltenden ‚Umerziehung‘ des deutschen Volkes, die man zutreffender als ‚Massenverblödung‘ oder wissenschaftlich nach Prof. Kräpelin als ‚induziertes Irresein‘ bezeichnen sollte. Nach dieser Gehirnwäsche und unter dem Druck des fortbestehenden Besatzungsrechtes tun angeblich verantwortliche deutsche Politiker als Handlanger der Fremdherrschaft Dinge, die ihrem eigenen Volk kaum wieder gutzumachenden Schaden zufügen, wie – die Überfremdung Deutschlands, die einer Landnahme durch Ausländer gleichkommt, – der gesteuerte Bildungsverfall – s. Pisa – durch ständige Bildungsexperimente, – die Überschuldung – vor allem im Wege der ‚Privatisierung‘ (‚privare‘ heißt ‚rauben‘) – der Zusammenbruch der Sozialsysteme, zumal des Gesundheitssystems, – die aufwachsende Kriminalität, Sucht, Entartung durch Duldung und Verharmlosung – u. a

Das eingepflanzte Irresein

– Zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen – von Dr. med. Rigolf HENNIG

Eine seltsame und gefährliche Krankheit geht um in deutschen Landen: das eingepflanzte („induzierte“) Irresein. So Mancher fragt sich, was wohl mit diesem begabten, kraftvollen und fähigen Volk geschehen ist, daß heute ein allgemeiner Niedergang mit „Kampf gegen das Kind“, Überfremdung, Sittenverfall, aufwachsende Verarmung und Mangel an Selbstvertrauen bis hin zum Selbsthaß zu verzeichnen sind.

Die Antwort ist verblüffend einfach. Es handelt sich um die Möglichkeit, den menschlichen Geist durch gezielte erzieherische Maßnahmen zu beeinflussen und zu beherrschen, welche die Siegermächte für ihre üblen Zwecke nutzen. Im Gefolge zweier in Folge verlorener Kriege war den Deutschen zuletzt selbst die Möglichkeit der geistigen Abwehr genommen worden mit verheerenden Folgen.

An die Stelle der eigenen, gewachsenen und arterhaltenden Ideale pflanzte der Feind seine verbrecherischen Vorstellungen in die Köpfe der Deutschen. Ein „Frankfurter Schule“ genannter Reimport aus den Vereinigten Staaten – ein Marx-Freud-Verschnitt – wirkte und wirkt auf allen unterrichtenden und erzieherischen Ebenen wie eine geistige Seuche. Diese arbeitet ganz wesentlich mit dem Mittel der Geschichtsfälschung, um bei den Deutschen eine Schuldneurose auszulösen. Inzwischen „sind“, wie der bekannte US-amerikanische Gesellschafts- und Geschichtswissenschaftler Harry Elmer Barnes feststellt, „die Deutschen das einzige Volk der Welt, welches für Taten büßt, die es nicht begangen hat“. Als Ergebnis der psychologischen Kriegsführung sind heute viele Deutsche seelisch krank und unfähig zur Abwehr. Horst Mahler spricht vom Seelenmord am deutschen Volk.

Wenn jemand nach dem 8. Mai 1945 erklärt hätte, 60 Jahre später würden die Deutschen die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht als ihre „Befreiung“ feiern, dann wäre er als Deutscher zum damaligen Zeitpunkt besorgt auf seinen geistigen Zustand hin angesprochen worden. Nun, Jahrzehnte später, ist es so weit: Diese irrwitzige Geisteshaltung ist zur Volksseuche geworden und Deutsche mit erhaltenem Denkvermö- gen fallen aus dem Rahmen. Was ist in diesen Jahrzehnten mit den Deutschen geschehen?

emilEmil Kraepelin (1856-1926) 

Also zunächst: Wovon wurden die Deutschen 1945 befreit?

– Befreit von rund drei Millionen toten Frauen und Kindern auf der Flucht vor den mordenden, schändenden Sowjetrussen, Polen und Tschechen!

– Von unserem gesamten Besitz im Osten, über ein Drittel bester deutscher Stammlande!

– Von weiteren Millionen an Männern, Frauen und Kindern durch die Terrorangriffe der Briten und Amerikaner auf Wohnsiedlungen!

– Durch vorsätzlichen Massenmord von einer Million deutscher Kriegsgefangener im Wege der Hungerblockade durch Franzosen und Amerikaner noch nach der Kapitulation!

– Von (nach neuesten Quellen) insgesamt 20 Millionen toten Deutschen in einem von diesen nicht gewollten Krieg!

– Von Gesundheit und Leben mit einem Millionenheer von Krüppeln und Waisen im Gefolge!

– Von Kunstschätzen, Baudenkmälern, Kultureinrichtungen, Industrieanlagen, privatem und öffentlichem Vermögen!

– Schließlich vom gesunden Menschenverstand! Die geistige Befindlichkeit im alsbald dreigeteilten Deutschland erreicht als das gewollte Ergebnis der bedingungslosen Kapitulation planvoll den Zustand der Entmündigung im Wege einer „Umerziehung“ genannten geistigen Verkrüppelung

– und auf die geistige kam es an. Die künstlich herbeigeführte materielle Not der Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg hatte sich zu deren geistigen Unterwerfung nicht bewährt.

Dies also war den Deutschen in den vergangenen Jahrzehnten widerfahren, in denen sie, ihrer Geschichte, des Rechtes und vor allem des Rechtes auf Wahrheitsfindung beraubt, von den gewissenlos vorgehenden Siegermächten samt deren einheimischen Handlangern mehrheitlich in einen Schuld- und Sühnekomplex gedrängt wurden, mit allen Merkmalen abnormen Verhaltens bei den Betroffenen. Gehirnwäsche als Methode ist bekannt – und diese von alters her. Neu ist allerdings das Ausmaß, in der ein großes Volk mit gewachsener Kultur als Ganzes in einen förmlichen Ausnahmezustand versetzt wird bis hin zu seiner Entmündigung.

Der Nestor der modernen Psychiatrie, Emil Kraepelin, hat hierfür bereits vor 100 Jahren den Begriff des „induzierten Irreseins“ in die Wissenschaft eingeführt, zu deutsch „eingepflanztes Irresein“. Es handelt sich hierbei um die alte, den Psychologen und Psychiatern wohlbekannte Methode des gezielten Irremachens durch geistige Beeinflussung. Den genannten Fachbereichen sind drei Formen des Irreseins wohl vertraut, von denen die Öffentlichkeit nur die beiden ersten kennt. Es handelt sich um das angeborene Irresein, das erworbene Irresein und eben das eingepflanzte Irresein. Das angeborene Irresein bedarf auch für den Laien keiner weiteren Er- örterung. Auch das erworbene Irresein durch Krankheiten, Verletzungen oder Vergiftungen ist landläufig bekannt.

Das eingepflanzte Irresein durch massive seelische Beeinflussung, zumal im gefährdeten, jugendlichen Entwicklungsstadium, ist zwar seit vorgeschichtlichen Zeiten mit ihren kultischen Riten bekannt, mehr vertraut in unseren Zeiten aber nur den hiermit befaßten Fachleuten. Das eingepflanzte Irresein hat wenig mit Intelligenz, viel aber mit dem teilweisen Aussetzen des folgerichtigen Denkens durch gezielte, geistige Beeinflussung zu tun. Diese wirkt um so verheerender, je jünger und unreifer der hierdurch beeinfluß- te menschliche Geist ist.

Durch gezielte Indoktrination zur rechten Zeit sind ganze Funktionsbereiche des folgerichtigen Denkens einschließlich angeborener, arterhaltender Verhaltensweisen außer Betrieb zu setzen mit dem Ergebnis, daß die Betroffenen sogar wider die eigenen, bestanderhaltenden Anliegen handeln. Es gibt Entwicklungsabschnitte, vor allem beim jugendlichen Wesen, wo diese Machenschaften am Geiste unumkehrbar greifen und lebenslänglich geistige Krüppel hinterlassen. Um dieses an einem vergleichsweise einfachen Beispiel zu verdeutlichen: die Japaner, Chinesen und andere Ostasiaten können nach dem 4. Lebensjahr das „R“ nicht mehr erlernen, da danach die hierfür nötige geistige Funktion nicht mehr abrufbar ist, das sie aber in unseren Breiten ebenso unschwer erlernen können, wie unsere Kinder.

Umgekehrt könnte ein europä- isches Kind, das ausschließlich im asiatischen Sprachbereich aufwächst, nach dem 4. Lebensjahr seinerseits kein „R“ mehr erlernen. Natürlich greift diese gestaltende Möglichkeit bei komplexen Denkabläufen auch noch im späteren Lebensalter, endet aber im wesentlichen mit dem 10. Lebensjahr.

Da diese Erkenntnis bereits im Altertum bekannt war, pflegten beispielsweise die Römer bei ihren Eroberungszügen die männliche Bevölkerung bis herab zu Knaben im 10. Lebensjahr als die Kulturträger ihrer Völker zu erschlagen, um die unterjochten Völker danach erfolgreich zu romanisieren. Etwas verfeinerter, aber mit dem gleichen durchschlagenden Erfolg gingen die christlichen Machthaber im Mittelalter vor, wenn sie die Söhne ihrer heidnischen Gegner im Knabenalter entführten und, wie etwa am Beispiel des Karantanenführers Borod im Kärnten des 9. Jahrhunderts belegt, die fürstlichen Kinder dann in Umerziehungslager verbrachten – im vorliegenden Fall in das Kloster Frauenchiemsee –, um sie anschließend gegen ihr eigenes Volk und dessen Glauben einzusetzen.

Einen geradezu klassischen Fall des eingepflanzten Irreseins betrieben die Türken mit ihren Janitscharen von 1329 bis 1826. Bei den Janitscharen, die einerseits die Speerspitze der türkischen Eroberungszüge bildeten – eine Art „Waffen-SS der Hohen Pforte“ – und andererseits die Leibwache des Sultans stellten, handelte es sich überwiegend um ehedem geraubte Christensöhne.

Unter der einzigen Voraussetzung, daß sie jung genug waren für eine gründliche Umerziehung, waren sie danach für jeden Zweck, auch für Mord und Totschlag an ihren eigenen Verwandten, Eltern und Geschwistern, zu gebrauchen. Nach gleichem Muster gingen die fanatisierten Kindersoldaten der Pol Pot im Dienste der Roten Khmer in Kambodscha gegen ihre eigenen Eltern vor, die sie in der Regel persönlich und grausam zu Tode folterten.

Die brutalen Hau-Ruck-Methoden der Gehirnwäsche kommunistischer Machthaber, überwiegend an Erwachsenen betrieben, waren noch ein vergleichsweise grobes Raster, die schwache Persönlichkeiten als seelische Krüppel zurückließen, starken Persönlichkeiten aber die Möglichkeit zur Genesung boten. Aber erst die modernen psychoanalytischen Tricks der westlichen Umerziehung mit ihren raffinierten, verfeinerten und wissenschaftlich erprobten Mitteln der einschleichenden Gehirnwä- sche machten es möglich, ganze Völker durch den gekonnten Einsatz aller Kommunikations-, Unterhaltungs- und Erziehungsmittel vom Kindesalter an, flankiert durch die Machtmittel der Gesetzgebung, ausführende Gewalt und Rechtsprechung, gegen ihre eigenen, Lebensanliegen zu wenden.

Das traurigste Beispiel unserer Zeit ist das deutsche Volk in all seinen staatlichen Erscheinungsformen. Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg, der mit dem Verlust eines Großteils der geistigen Auslese und somit der Kulturträger einherging, setzte eine gezielte und psychologisch gekonnte „Umerziehung“ ein, die all das gründlich bekämpft und in ihr Gegenteil verkehrt, was das Wesen des Volkes ausmacht. Es sind seine ererbten Verhaltensmuster zum Erhalt der völkischen Nämlichkeit – und des geistigen Erbes.

Die ererbten Verhaltensmuster sind in generationenlanger Auslese im Kampf ums Dasein als Überlebensstrategie entstanden, so daß, im Umkehrschluß, ein Volk, dieser Strategien beraubt, zum Untergang verurteilt ist.

Das deutsche Volk, ob seiner hohen Geistigkeit und Lebenskraft von neidischen Mitbewerbern jenseits von Recht und Sittlichkeit bekämpft, ist auf diesem Wege ein gefährliches Stück weit abgeglitten. Die fortgesetzten Selbstbezichtigungen nach über 59 Jahren Umerziehung, triefend vor „Schuld und Sühne“ und an Nationalmasochismus nicht mehr zu unterbieten, sind hierfür der Beleg.

■ Warum begrüßen angebliche Vertreter Deutschlands anläßlich der Siegerfeier der Kriegsgegner in der Normandie die eigene Niederlage? – Es war dies der Einfall raumfremder Mächte in Europa –

■ Wofür entschuldigt sich Kanzler Schröder in Warschau? Etwa dafür, daß die deutsche Wehrmacht seinerzeit den aufständischen Partisanen den Kombattantenstatus einräumte und den Frauen freien Abzug anbot, wozu sie nach der Haager Landkriegsordnung nicht verpflichtet war? Dieser mag sich zwar Kanzler nennen, der eines freien und mehrheitlich denkfähigen Volkes ist er nicht.

Was treibt die Medien dieser „Republik“, Dresden mit Coventry zu begründen? Also den geplanten Massenmord an deutschen Frauen und Kindern durch die Kriegsgegner den eigenen Landsleuten in die Schuhe zu schieben? Coventry war seinerzeit eines der wichtigsten britischen Industriezentren und so massiv verteidigt, daß der hierdurch verursachte, ungenaue Bombenabwurf der deutschen Angreifer 400 Menschenleben kostete. Dresden hingegen war eine offene, mit geflüchteten Frauen und Kindern hoffnungslos überfüllte Kulturstadt, die in Kenntnis eben dieses Umstandes Opfer eines vorsätzlichen Massenmordes mit der tausendfachen Zahl an Menschen durch britische und amerikanische Bombergeschwader wurde. Diese hatten längst vor Coventry mit Terrorangriffen gegen Zivilisten begonnen. Das Gedenken der folgenschwersten Niederlage Deutschlands seit Geschlechtern wird inzwischen dazu mißbraucht, Ursache und Wirkung zu vertauschen, um die Deutschen insgesamt mit der Behauptung der „Alleinschuld“ am Kriege auf Dauer in ein paranoides Getto aus „Schuld und Sühne“ einzuhegen.

Daß nicht das Deutsche Reich, sondern England und Frankreich 1939 den Weltkrieg erklärt hatten, scheint ebenso vergessen, wie die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten die Kriegshandlungen gegen Deutschland sogar ohne Kriegserklärung eröffnet hatten und daß das Deutsche Reich in Polen erst eingriff, als dieser Staat, aufgehetzt durch die britisch-französische Garantieerklärung, schon Tausende von Deutschen in den geraubten Gebieten ermordet, Zehntausende in Konzentrationslager verschleppt – und eine Vielzahl hiervon um Eigentum und Heimat gebracht hatte.

Die Vereinigten Staaten haben Jugoslawien 1991 mit schlechterer Begründung überfallen. Die sich hierbei am schlimmsten aufführten, sind noch nicht einmal unsere alliierten „Freunde“, sondern deren einheimische, durch Umerziehung seelisch verkrüppelten Handlanger, die sich päpstlicher als der Papst gebärden. Den Siegermächten kommt hierbei freilich eine schlimme Gesinnungsschwäche der Deutschen zustatten, die unsere „Freunde“ im Zweifel einkalkuliert hatten nach der bissigen Erkenntnis Bismarcks: „Der Drang, fremden Interessen zu dienen, selbst wenn dies nur unter Preisgabe der nationalen Interessen möglich ist, ist eine Krankheit, deren geographische Verbreitung auf Deutschland beschränkt ist.“

Die Reihe der dem gesunden Menschenverstand unzugänglichen Nestbeschmutzungen lie- ße sich beliebig fortsetzen durch täglich neu dargebotene Absonderlichkeiten.„Sie haben unsere Geschichte in ein Verbrecheralbum verfälscht“, stellt selbst der ehemalige, sozialistische Bundeskanzler Helmut Schmidt fest.

Warum? Für wen?

Inzwischen propagieren einige, die sich Deutsche nennen, ihren kollektiven Selbstmord als völkische Wesen, indem sie lauthals fordern: „Deutschland verrecke!“Das eingepflanzte Irresein beschränkt sich mithin nicht mehr auf eine begrenzte Zahl von Menschen, sondern ist drauf und dran, IN EIN KOLLEKTIVES IRRESEIN EINES GANZEN VOLKES ÜBERZUGEHEN.

Verblüffend viele Zeitgenossen – und es werden derer immer mehr – reagieren inzwischen wie die Pawlow`schen Hunde. Der berühmte Petersburger Physiologe hatte seine Hunde so dressiert, daß ihnen auf Klingelzeichen der Magensaft aus einer Magensonde tropfte. Die guten Tiere hatten zuvor ihr Steak nur bei besagtem Klingelzeichen erhalten und waren nun auf einen falschen Bezug festgelegt. Genauso ergeht es jenen abgerichteten Zeitgenossen, denen bei Begriffen wie „Heimat“, „Nation“ und „Volk“ der Adrenalinspiegel hochschnellt mit dem gewünschten Ergebnis, daß sie dann hysterisch-aggressiv reagieren.

Einen übermächtigen Gegner, der zudem aus dem Dunklen operiert, zu erkennen und zu stellen, gehört in der Tat zu den schwierigsten Unterfangen, obwohl genau dieses für den Preis des eigenen Überlebens unabdingbar ist. Den Gegner aber erkannt und seine Methoden durchschaut zu haben, ist schon der halbe Sieg. Der volle Sieg ist erreicht, wenn Deutschland in seinem Staat, dem Deutschen Reich, seine selbstherrliche Handlungsfähigkeit zurückgewinnt.

Nach Kriegsende forderte unser bedeutender Völkerrechtler, Friedrich G r i m m von Sefton D e l m e r – der sich als französischer Professor ausgab – anläßlich dessen Besuches während seiner Haft in Lindau die Beendigung der Greuelpropaganda des Weltkrieges zugunsten einer Rechtsamnestie im Sinne des Völkerrechtes. Delmers Antwort lautete: Nein! Jetzt fängt unsere Arbeit erst richtig an! Wir werden fortfahren, jahraus, jahrein! Wir werden diese Propaganda noch steigern, bis in der Welt der letzte Funke von Sympathie für Deutschland ausgelöscht – und das deutsche Volk so restlos zerknirscht sein wird, daß es sich nie wieder erheben kann…

Dieser Aufsatz wirkt seit seiner Erstveröffentlichung 1995 wie ein AHA-Erlebnis bei vielen Menschen, die sich die Anschläge gegen den gesunden Menschenverstand und die Verwirrung des Zeitgeistes nicht erklären können. Er wird seither bis heute immer wieder veröffentlicht oder zitiert. Der geneigte Leser möge den Text wie einen Spiegel benutzen: So mancher wird erschrecken und zur Wahrheit und sich selbst zurückfinden.

Greuelpropaganda-Sefton-DelmerAnmerkung: Nun, Sie werden sich doch ab sofort von denen, die Sie „irre“ machen wollen, nicht weiter verarschen lassen, oder wollen Sie wirklich weiterhin „eingepflanzt irre“ werden und bleiben?

Was den Juden – Zionisten unter Hitler nicht gelang ist in der BRD GmbH dann doch vollends gelungen , nämlich die Machtergreifung in Deutschland. Und dafür zahlen alle Deutschen seit 100 Jahren und werden es weiter tun, wenn wir uns nicht von den Knien erheben.  Die Welt ist in jüdischer Hand!

Thema Umerziehung

Cui bono?  bzw. für Wem zum Vorteil? ergänzend: Bitte auch in die Links schauen Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung Augenöffner im 卐 Zeichen der Zeit BRD-Geschichtsschreibung Der Schuldkult – ein psychotisches Krankheitsbild Geschichtlicher Überblick eines Planes zur Kontrolle der Menschheit Die zionistische Weltverschwörung: … Weiterlesen

Deutschland ist eine USrael-Kolonie – die Deutschen werden von einer Fremdherrschaft regiert

Was verschweigt uns die Bundesregierung ? Was verheimlicht uns der Bundestag ? Erzählen die “Medien” uns die ganze Wahrheit ? Warum behaupten immer mehr Menschen das die Bundesrepublik unter Besatzung steht ? Wer diese Fremdherrschaft ist, zeigt sich sofort, wenn Sie in unserem Lande etwas gegen Juden sagen. Es ist egal, wer Deutschland regiert, denn das Sagen haben die Juden. Die Juden kontrollieren und steuern, Eure Medien , Eure Armeen , Eure Politiker, Eure Polizei, Eure Justiz, Eure Medizin, Eure gesamte Wirtschaft und das Finanzsystem, usw. Was läuft hier wirklich ? Mehrere deutsche Politiker, … Weiterlesen

Revolution 2016

Das Volk steht auf, der Sturm bricht los. 1813 Breslau und 2016 Gesamtdeutschland. Veröffentlicht am 12. Mai 2015 von Germanenherz Bilder aus dem historischen Breslau Das Volk steht auf, der Sturm bricht los Carl Theodor Körner (1791-1813) Das Volk steht auf, … Weiterlesen

Der Schuldkult – ein psychotisches Krankheitsbild

Vorab ein Vortrag von Jürgen Rieger Deutschlands Geschichte wird heute zumeist auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt. Die Medien in Form von Presse, Funk und Fernsehen konstruieren in Form von Darstellungen „bösartiger Naziangriffe und Überfälle” über die Produktion tausender Dokumentationen … Weiterlesen

Der Sohn des Jahrhundert-Geigers Yehudi Menuhin erzeugt ein Jahrhundert-Beben der größten Lüge der Menschheitsgeschichte

 Wahrheit sagen, Teufel jagen“ von Gerard Menuhin Alle 4 Kapitel in einem PDF zusammengefasst mit Bildern u. deutschem Titelblatt, sowie Nutzungshinweise des Urhebers http://www.pdf-archive.com/2016/05/20/wahrheit-sagen-teufel-jagen-komplett/wahrheit-sagen-teufel-jagen-komplett.pdf

„Der Holocaust ist die größte Lüge der Geschichte. Deutschland hat keine Schuld am Zweiten Weltkrieg und Adolf Hitler war der einzige Staatsmann der Welt, der die Welt vor der plutokratisch-jüdischen Gefahr hätte retten können, um den unterjochten Planeten wieder zu … Weiterlesen

Hoffmann_von_Fallersleben_Gemaelde_1819 Ein weiteres Zitat von einem deutscher Burschenschafter, Dichter, Lyriker, Hochschullehrer für Germanistik
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben er schrieb unteranderen die “Die deutsche Nationalhymne “, das „Lied der Deutschen

Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker
nicht Standrecht obendrein
es muß noch stärker kommen
soll es von Wirkung sein.

Ihr müßt zu Bettlern werden
müßt hungern allesamt
Zu Mühen und Beschwerden
verflucht sein und Verdammt

Euch muß das bißchen Leben
so gründlich sein verhaßt
daß Ihr es fort wollt geben
wie eine Qual und Last

Erst dann vielleicht erwacht noch
in Euch ein besserer Geist
Der Geist, der über Nacht noch,
Euch hin zur Freiheit heißt

Wer den Deutschen erstarken lassen will.

Kurt Eggers Wer den Deutschen erstarken lassen will, muß ihn in Not und Entbehrungen zwingen. Das ist das Geheimnis deutschen Wesens: die deutsche Seele ist noch nie in Kriegen, oft aber in feigen Friedenszeiten gefährdet gewesen. In satten Zeiten ist der Deutsche arglos und fröhlich wie ein Kind. In solchen Zeiten haben es seine Feinde leicht, ihn mit Theorien und seltsamen Lehren zu bändigen. Dann können sie es wagen, ihn auszunützen und ihn zu erniedrigenden Sklavenarbeiten zu zwingen. Die deutsche Gutgläubigkeit, die biedermännische Vertrauensseligkeit sind die schwächsten Stellen in der Festung des deutschen Wesens. Man hat den Deutschen gelehrt, der Haß sei verwerflich. Und der Deutsche hat diese Lehre geglaubt! Erst spät hat er erkennen müssen, daß der echte Haß so edel ist wie die echte Liebe.
Quelle: KURT EGGERS – Von der Heimat und ihren Frauen, Verlag Sigrune, Erfurt

Die Saga vom Volk der Zipfelmützen

Es war einmal ein Land im Herzen Europas.Die Menschen, die dort lebten, waren zeitlebens damit beschäftigt zu arbeiten,Steuern zu zahlen und für´s Alter vorzusorgen. Sie beherzigten das Motto ihrer Vorväter»Man lebt, um zu arbeiten« und schüttelten den Kopf über die … Weiterlesen

Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (Sacrum Imperium Romanum Nationis Germanicae)

Germanenherz_BannerTotgesagte leben länger. Der Sage nach ist Kaiser Friedrich „Barbarossa“ gar nicht tot, zusammen mit seinem Hofstaat schläft er in einer Höhle im Kyffhäuser (Barbarossahöhle) und wartet auf das neue Reich „Sacrum Imperium Romanum Nationis Germanicae“. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation wird wieder neu erstehen, die Kleinstaaterei besiegt und die Deutsche Einigkeit wieder hergestellt, wenn der schlafende Rebell für die Freiheit erwacht ist.


Heiliges Römisches Reich (lat. Imperium Romanum Sacrum), ab dem 15. Ja

350px-Reichskrone_(HRR)
Die Reichskrone der Könige und Kaiser als Symbol der Reichsherrlichkeit des Heiligen Römischen und Ersten Deutschen Reiches, später auch kritisch als Mahnmal der deutschen Kleinstaaterei betrachtet.Namensherkunft

hrhundert mit dem Zusatz D(T)eutscher Nation (lat. Nationis Germanicae) und im/ab dem 16. Jahrhundert, auch in den Protokollen der Reichstage, zumeist nur Heiliges Reich Teutscher Nation oder Teutsche Nation genannt, war die offizielle Bezeichnung für den Herrschaftsbereich der deutschen Könige und Kaiser vom Mittelalter (962) bis zu seiner Vernichtung durch Frankreich im Jahre 1806. Noch im 18. Jahrhundert führten die Herrscher über das Reich den Titel „Kayser in Germanien“ und nicht etwa „im Heiligen Römischen Reich“.

Der Name des Reiches leitet sich vom Anspruch der mittelalterlichen Herrscher ab, sowohl die Tradition des antiken Römischen Reiches fortzusetzen als auch alleiniger Schutzschild des Christentums zu sein. Eigentlicher Träger des Reiches war das Deutsche Volk, so daß es häufig auch in synonymer Bedeutung als Deutsches Reich, gelegentlich auch als erstes Deutsches Reich oder Erstes Reich bezeichnet wird. Das Reich umfaßte jedoch nicht das gesamte deutsch-völkische Gebiet, sondern war geographisch auf den Bereich der Mitglieder begrenzt. Es gab weitere deutsche Teilstaaten und deutsche Gebiete, die nicht Teil des Reiches waren. Das Reich war keine geographische Größe, sondern wurde als Personenverbund verstanden. Es wurde demnach nicht nur durch sein Haupt, sondern ebenso durch seine Glieder repräsentiert. Der Zusammenhalt des Ersten Reiches basierte damit auf einem Netz persönlicher Treueversprechen.

Zusammenfassung

200px-Heiliges_Römisches_Reich_1400
Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation um 1400

Das römisch-deutsche Reich bildete sich im 10. Jahrhundert unter der Dynastie der Ottonen aus dem ehemaligen karolingischen Ostfrankenreich heraus. Der Name Sacrum Imperium ist für 1157 und der Titel Sacrum Romanum Imperium für 1254 erstmals urkundlich belegt. Seit dem 15. Jahrhundert setzte sich allmählich der Zusatz Deutscher Nation durch.

Seit der Frühen Neuzeit war das Reich strukturell nicht mehr fähig zu kriegerischen Angriffen, Machterweiterung und Expansion. Seither wurden Rechtsschutz und Friedenswahrung als seine wesentlichen Zwecke angesehen. Das Reich sollte für Ruhe, Stabilität und die friedliche Lösung von Konflikten sorgen, indem es die Dynamik der Macht eindämmte: Untertanen sollte es vor der Willkür der Landesherren und kleinere Reichsstände vor Rechtsverletzungen mächtigerer Stände und des Kaisers schützen. Da seit Ende des Dreißigjährigen Krieges (1648) auch benachbarte Staaten als Reichsstände in seine Verfassungsordnung integriert waren, sollte das Reich zudem eine friedenssichernde Funktion im System der europäischen Mächte erfüllen, war aber tatsächlich durch die ungeheuren Zerstörungen dieses Krieges seitdem des größten Teils seines ehemaligen Einflusses beraubt.

Daß das Reich seit Mitte des 18. Jahrhunderts seine Glieder immer weniger gegen die expansive Politik innerer und äußerer Mächte zu schützen vermochte, war sein größtes Defizit und eine der Ursachen seines Untergangs. Durch die Eroberungen Napoleons und die daraus resultierende Gründung des Rheinbunds war es nahezu handlungsunfähig geworden. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II..

Charakter des Reiches

150px-Reichsapfel
Der Reichsapfel: Die Weltkugel mit aufgesetztem Kreuz als Herrschaftszeichen
 Das Heilige Römische Reich war aus dem Ostfränkischen Reich entstanden. Das Reich umfaßte zu seiner Anfangszeit die drei Reichsteile Germanien, Reichsitalien und Burgund. Ab dem 15. Jahrhundert war das Reich fast nur noch auf den deutschen Reichsteil beschränkt, weshalb es sich einbürgerte, das ganze Reich als „Deutschland“ oder „deutsches Reich“ zu bezeichnen. In diese Zeit fällt auch der Namenszusatz „Deutscher Nation“. Doch schon im Mittelalter waren die Deutschen das herrschende Volk des Reiches, denn nur deutsche Könige konnten den Römischen Kaisertitel erwerben.

330px-Institutionen_des_Heiligen_Römischen_ReichesDie Regierungsgewalt des Reiches lag weder allein in der Hand des Kaisers noch allein bei den Kurfürsten oder der Gesamtheit eines Personenverbandes wie dem Reichstag. Das Reich läßt sich weder als Bundesstaat noch als Staatenbund einordnen. Es war keine bloße Aristokratie, aber auch keine Oligarchie. Dennoch vereinigte das Reich Merkmale all dieser Staatsformen in sich. Die Geschichte des Reiches war geprägt durch den Streit über seinen Charakter. Ebenso wenig wie es jemals gelang, den regionalen Eigenwillen der einzelnen Territorien zu brechen, ist das Reich in einen losen Staatenbund zerfallen.

Das Reich überwölbte als „Dachverband“ viele Territorien und gab dem Zusammenleben der verschiedenen Landesherren reichsrechtlich vorgegebene Rahmenbedingungen. Diese quasi-selbständigen, aber nicht souveränen Fürsten- und Herzogtümer erkannten den Kaiser als zumindest ideelles Reichsoberhaupt an und waren den Reichsgesetzen, der Reichsgerichtsbarkeit und den Beschlüssen des Reichstages unterworfen, gleichzeitig aber auch durch Königswahl, Wahlkapitulation, Reichstage und andere ständische Vertretungen an der Reichspolitik beteiligt und konnten diese für sich beeinflussen.

Im Gegensatz zu anderen Ländern waren die Bewohner nicht direkt dem Kaiser untertan. Jedes Reichsmitglied, also jedes Territorium, das reichsunmittelbar war, hatte seinen eigenen Landesherrn, im Falle der Reichsstädte den Magistrat.

Der Name des Reiches

300px-Deutsche_Kaiserkrone_1
Rekonstruktion der ursprünglichen Gestalt der Deutsch-Römischen Kaiserkrone[3]: Auf der Platte, auf welcher der thronende Christus dargestellt ist, steht lateinisch „Per me reges regnant“ („Durch mich herrschen die Herrscher“).

Durch den Namen wurde der Anspruch auf die Nachfolge des antiken Römischen Reiches und damit gleichsam auf eine Universalherrschaft erhoben. Gleichzeitig hatte man Angst vor dem Eintreffen der Prophezeiungen des Prophenten Daniel, der vorhersagte, daß es vier Weltreiche geben würde und danach der Antichrist auf die Erde kommen würde – die Apokalypse sollte beginnen. Daher durfte das Römische Reich nicht untergehen. Die Erhöhung durch den Zusatz „Heilig“ betonte das Gottesgnadentum des Kaisertums und legitimierte die Herrschaft.

200px-HRR_um_das_Jahr_1000
Das Reich zur Zeit der Ottonen um 1000. Östlich des Reiches siedelten die bis dahin heidnischen Germanischen Stämme, die sich der Kontrolle durch den Kaiser entzogen.

Mit der Krönung des Frankenkönigs Karl des Großen zum Kaiser durch Papst Leo III. im Jahr 800 stellte dieser sein Reich in die Nachfolge des antiken römischen Imperiums. Das Byzantinische Reich sah sich ebenfalls als Nachfolger des alten Imperium Romanum, weshalb die Byzantiner das Heilige Römische Reich als ein selbsternanntes und illegitimes bezeichneten.

Im 10. Jahrhundert trug es noch nicht das Prädikat heilig. Der Kaiser Otto I. und seine Nachfolger sahen sich selbst als Stellvertreter Gottes auf Erden und damit als erste Beschützer der Kirche und wurden allgemein so angesehen. Es bestand also keine Notwendigkeit, die Heiligkeit des Reiches besonders hervorzuheben. Das Reich hieß weiterhin Regnum Francorum orientalium oder kurz Regnum Francorum. Zugleich bürgerte sich die Bezeichnung Regnum teutonicorum (Reich der Deutschen) ein.

In den Kaisertitulaturen der Ottonen tauchen die später auf das gesamte Reich übertragenen Namensbestandteile aber schon auf. So findet sich in den Urkunden Ottos II. aus dem Jahre 982, die während seines Italienfeldzuges entstanden, die Titulatur Romanorum imperator augustus, „Kaiser der Römer“. Und Otto III. erhöhte sich in seiner Titulatur über alle geistlichen und weltlichen Mächte, indem er sich, analog zum Papst und sich damit über diesen erhebend, demutsvoll „Knecht Jesu Christi“ und später sogar „Knecht der Apostel“ nannte.

Erst nachdem die sakrale Ausstrahlung des Kaisertums durch den Investiturstreit von 1075 bis 1122 weitgehend verblaßt war, versuchten die Kaiser diesen Anspruch nunmehr verbal für sich zu reklamieren. So entstand im 12. Jahrhundert in der Kanzlei Friedrichs I. Barbarossa der Begriff des sacrum imperium. Vielleicht handelte es sich hierbei um eine bewußte Wiederaufnahme spätantiker römischer Traditionen. Dies ist in der Forschung aber umstritten, da es sich auch um einen speziell „staufischen“ Begriff handeln könnte, zumal in der Antike nicht das Römerreich selbst als sacrum galt, sondern nur die Person des Kaisers.

Im Interregnum von 1250 bis 1273, als es keinem der drei gewählten Könige gelang, sich gegen die anderen durchzusetzen, verband sich der Anspruch, der Nachfolger des Römischen Reiches zu sein, mit dem Prädikat heilig zur Bezeichnung Sacrum Romanum Imperium (Heiliges Römisches Reich). Die lateinische Wendung Sacrum Imperium Romanum ist erstmals 1254 belegt, in deutschsprachigen Urkunden trat sie rund hundert Jahre später seit der Zeit Kaiser Karls IV. auf. Ausgerechnet während der kaiserlosen Zeit Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der universale Machtanspruch also um so tönender angemeldet – wenn sich freilich auch in der nachfolgenden Zeit daran wenig änderte.

Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation

Der Zusatz Nationis Germanicae erschien im Spätmittelalter um 1450. 1486 wurde diese Titulatur in einem Gesetz verwendet. Erstmals offiziell verwendet wurde dieser Zusatz im Jahre 1512 in der Präambel (Dekret) des Abschieds des Reichstages in Köln. Kaiser Maximilian I. hatte die Reichsstände unter anderem zwecks Erhaltung […] des Heiligen Römischen Reiches Teutscher Nation geladen.

Geschichte

Entstehung des Reiches

180px-HRR_1400_bunt
Das Heilige Römische Reich am Ende des 14. Jahrhunderts
Das Fränkische Reich hatte nach dem Tode Karls des Großen im Jahre 814 mehrfach Teilungen und Wiedervereinigungen der Reichsteile unter seinen Kindern und Enkeln durchlaufen. Solche Teilungen unter den Söhnen eines Herrschers waren nach fränkischem Recht normal und bedeuteten nicht, daß die Einheit des Reiches aufhörte zu existieren, da eine gemeinsame Politik der Reichsteile und eine künftige Wiedervereinigung weiterhin möglich waren. Starb einer der Erben kinderlos, so fiel dessen Reichsteil einem seiner Brüder zu.
180px-Europakarte_1400
Europa um 1400

Solch eine Teilung wurde auch im Vertrag von Verdun 843 unter den Enkeln Karls beschlossen. Das Reich wurde zwischen Karl dem Kahlen, der den westlichen romanisierten Teil bis etwa zur Maas erhielt, Ludwig dem Deutschen – er erhielt den östlichen, eher germanisch geprägten Reichsteil – und Lothar I., der neben der Kaiserwürde den mittleren Streifen von der Nordsee bis zum Mittelmeer erhielt, aufgeteilt.

Auch wenn hier, von den Beteiligten nicht beabsichtigt, die zukünftige Landkarte Europas erkennbar ist, kam es im Laufe der nächsten 50 Jahre zu weiteren, meist kriegerischen, Wiedervereinigungen und Teilungen zwischen den Teilreichen. Erst als Karl der Dicke 887 wegen seines Versagens beim Abwehrkampf gegen die plündernden und raubenden Normannen abgesetzt wurde, wurde kein neues Oberhaupt aller Reichsteile mehr bestimmt, sondern die verbliebenen Teilreiche wählten sich eigene Könige. Diese gehörten teilweise nicht mehr der Dynastie der Karolinger an. Dies war ein deutliches Zeichen für das Auseinanderdriften der Reichsteile und das auf dem Tiefpunkt angekommene Ansehen der Dynastie der Karolinger, da diese das Reich infolge der Thronstreitigkeiten in Bürgerkriege stürzte und nicht in der Lage war, das Gesamtreich gegen äußere Bedrohungen zu schützen. Infolge der nun fehlenden dynastischen Klammer zerfiel das Reich in zahlreiche kleine Grafschaften, Herzogtümer und andere regionale Herrschaften, die meist nur noch formal die regionalen Könige als Oberhoheit anerkannten.

Besonders deutlich setzte der Zerfall im mittleren Reichsteil ein, in dem sich die Stammesherzogtümer herausbildeten: Nicht mehr der König ernannte die Herzöge, sondern die lokalen Adligen wählten sie. Im östlichen Reich konnte diese Entwicklung nach dem Tode des letzten Karolingers auf dem ostfränkischen Thron, Ludwigs des Kindes, durch die gemeinsame Wahl Konrads I. aufgehalten werden. Konrad gehörte zwar nicht der Dynastie der Karolinger an, war aber ein Franke aus dem Geschlecht der Konradiner. Trotz der Abkehr der Lothringer vom ostfränkischen Reich, die sich den Westfranken anschlossen, zeigte die Wahl Konrads endgültig, wie stark sich Ostfranken vom Gesamtreich abgewendet hatte. Im Jahre 918 wurde diese Entwicklung noch deutlicher, als mit dem Sachsenherzog Heinrich I. erstmals ein Nichtfranke zum ostfränkischen König gewählt wurde. Seit diesem Zeitpunkt trug nicht mehr eine einzige Dynastie das Reich, sondern die regionalen Großen, Adligen und Herzöge entschieden über den Herrscher.

Im Jahre 921 erkannte der westfränkische Herrscher im Vertrag von Bonn Heinrich I. als gleichberechtigt an, er durfte den Titel rex francorum orientalium, König der östlichen Franken, führen. Die Entwicklung des Reiches als eines auf Dauer eigenständigen und überlebensfähigen Staatswesens war damit im wesentlichen abgeschlossen.

Das steigende Selbstbewußtsein des neuen ostfränkisch-deutschen Königsgeschlechtes zeigte sich bereits in der Thronbesteigung Ottos I., des Sohnes Heinrichs, der auf dem vermeintlichen Thron Karls des Großen in Aachen gekrönt wurde. Hier zeigte sich der zunehmend sakrale Charakter seiner Herrschaft dadurch, daß er sich salben ließ und der Kirche seinen Schutz gelobte. Nach einigen Kämpfen gegen Verwandte und lothringische Herzöge gelang ihm mit dem Sieg über die Ungarn 955 auf dem Lechfeld bei Augsburg die Bestätigung und Festigung seiner Herrschaft. Noch auf dem Schlachtfeld soll ihn das Heer der Legende nach als Imperator gegrüßt haben.

Dieser Sieg über die Ungarn veranlaßte Papst Johannes XII., Otto nach Rom zu rufen und ihm die Kaiserkrone anzubieten, damit dieser als Beschützer der Kirche auftrete. Johannes stand zu diesem Zeitpunkt unter der Bedrohung regionaler italienischer Könige und erhoffte sich von Otto Hilfe gegen diese. Aber der Hilferuf des Papstes bekundet auch, daß die ehemaligen Barbaren sich zu den Trägern der römischen Kultur gewandelt hatten, und, daß das östliche regnum als legitimer Nachfolger des Kaisertums Karls des Großen angesehen wurde. Otto folgte dem Ruf, auch wenn es wohl Irritation unter einigen Beratern des Königs gab, und zog nach Rom. Er wollte der Beschützer der Kirche sein.

180px-Reichssturmfahne
Reichssturmfahne vor 1433 (Nimbierter Adler).
Als Gründungsdatum des Heiligen Römischen Reiches wird von Historikern meist das Datum der Kaiserkrönung Ottos I. am 2. Februar 962 angegeben. Spätestens hier ist der Prozeß der Herauslösung des ostfränkischen Reiches als eigenständiges Reich aus dem fränkischen Gesamtreich abgeschlossen. Das Reich hatte seine weltliche und sakrale Legitimation als neues Imperium Romanum durch die Kaiserkrönung erhalten, und die Reichsidee nahm endgültige Gestalt an.

Das Reich bis Mitte des 18. Jahrhunderts

Nach dem Westfälischen Frieden drängte eine Gruppe von Fürsten, zusammengeschlossen im Fürstenverein, auf radikale Reformen im Reich, die insbesondere die Vorherrschaft der Kurfürsten beschränken und das Königswahlprivileg auch auf andere Reichsfürsten ausdehnen sollten. Auf dem Reichstag von 1653/54, der nach den Bestimmungen des Friedens eigentlich viel früher hätte stattfinden sollen, konnte sich diese Minderheit aber nicht durchsetzen. Im Reichsabschied dieses Reichstages, genannt der Jüngste – dieser Reichstag war der letzte vor der Permanenz des Gremiums – wurde beschlossen, daß die Untertanen ihren Herren Steuern zahlen müßten, damit diese Truppen unterhalten könnten. Dies führte oft zur Bildung stehender Heere in verschiedenen größeren Territorien. Diese wurden als Armierte Reichsstände bezeichnet.

180px-HRR_1648
Das Heilige Röm. Reich Deutscher Nation am Ende des Dreißigjährigen Krieges.
Auch zerfiel das Reich nicht, da zu viele Stände ein Interesse an einem Reich hatten, das ihren Schutz gewährleisten konnte. Diese Gruppe umfaßte insbesondere die kleineren Stände, die praktisch nie zu einem eigenen Staat werden konnten. Auch die aggressive Politik Frankreichs an der Westgrenze des Reiches und die Türkengefahr im Osten machten nahezu allen Ständen die Notwendigkeit eines hinlänglich geschlossenen Reichsverbandes und einer handlungsfähigen Reichsspitze deutlich.

Seit 1658 herrschte Kaiser Leopold I., dessen Wirken erst seit den 1990er Jahren genauer untersucht wird, im Reich. Sein Wirken wird als klug und weitsichtig beschrieben, und gemessen an der Ausgangslage nach dem Krieg und dem Tiefpunkt des kaiserlichen Ansehens war es auch außerordentlich erfolgreich. Leopold gelang es durch die Kombination verschiedener Herrschaftsinstrumente, die kleineren und – und das ist das Bemerkenswerte – die größeren Reichsstände wieder an die Reichsverfassung und an das Kaisertum zu binden. Hervorzuheben sind hier insbesondere seine Heiratspolitik, das Mittel der Standeserhöhungen und die Verleihung allerlei wohlklingender Titel. Am wichtigsten für das Reich dürften die Verleihung der achten Kurwürde an Ernst August von Hannover 1692 und das Zugeständnis an den brandenburgischen Kurfürsten, für das nicht zum Reich gehörende Preußen seit 1701 den Titel „König in Preußen“ führen zu dürfen, gewesen sein.

Nach 1648 wurde die Position der Reichskreise weiter gestärkt und ihnen eine entscheidende Rolle in der Reichskriegsverfassung zugesprochen. So beschloß der Reichstag 1681 aufgrund der Bedrohung des Reiches durch die Türken eine neue Reichskriegsverfassung, in der die Truppenstärke der Reichsarmee auf 40.000 Mann festgelegt wurde. Für die Aufstellung der Truppen sollten die Reichskreise zuständig sein. Der Immerwährende Reichstag bot dem Kaiser die Möglichkeit, die kleineren Reichsstände an sich zu binden und für die eigene Politik zu gewinnen. Auch durch die verbesserten Möglichkeiten der Schlichtung gelang es dem Kaiser, seinen Einfluß auf das Reich wieder zu vergrößern.

Der Dualismus zwischen Preußen und Österreich

180px-HRR_1770
Französische Wandkarte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation „L’Empire d’Allemagne“, 1770 (Nachdruck der Karte aus dem Jahr 1705) jedoch ohne das deutsche Ordensland, das einen eigenen deutschen Oststaat bildete
 Ab 1740 begannen die beiden größten Staaten im deutschen Reich, die habsburgischen Erblande und Brandenburg-Preußen, immer mehr aus dem Reichsverband herauszuwachsen. Österreich konnte nach dem Sieg über die Türken große Gebiete außerhalb des Reiches erwerben, wodurch sich automatisch der Schwerpunkt der habsburgischen Politik nach Südosten verschob. Dies wurde besonders unter den Nachfolgern Leopolds I. deutlich. Ähnlich verhielt es sich mit Brandenburg-Preußen, auch hier lag ein Großteil des Territoriums außerhalb des Reiches. Zur zunehmenden Rivalität, die das Reichsgefüge stark beanspruchte, traten jedoch noch Änderungen im Denken der Zeit hinzu.

War es bis zum Dreißigjährigen Krieg für das Ansehen eines Herrschers sehr wichtig, welche Titel er besaß und an welcher Position in der Hierarchie des Reiches und des europäischen Adels er stand, so traten nun andere Faktoren wie die Größe des Territoriums sowie die wirtschaftliche und militärische Macht stärker in den Vordergrund. Es setzte sich die Ansicht durch, daß nur die Macht, die aus diesen quantifizierbaren Angaben resultierte, tatsächlich zähle. Dies ist nach Ansicht von Historikern eine Spätfolge des großen Krieges, in dem altehrwürdige Titel, Ansprüche und Rechtspositionen insbesondere der kleineren Reichsstände fast keine Rolle mehr spielten und fingierten oder tatsächlichen Sachzwängen des Krieges untergeordnet wurden.

Diese Denkkategorien waren jedoch nicht mit dem bisherigen System des Reiches vereinbar, das dem Reich und allen seinen Mitgliedern einen rechtlichen Schutz des Status quo gewährleisten und sie vor dem Übermut der Macht schützen sollte. Dieser Konflikt zeigt sich unter anderem in der Arbeit des Reichstages. Seine Zusammensetzung unterschied zwar zwischen Kurfürsten und Fürsten, Hocharistokratie und städtischen Magistraten, katholisch und protestantisch, aber beispielsweise nicht zwischen Ständen, die ein stehendes Heer unterhielten, und denen, die schutzlos waren. Diese Diskrepanz zwischen tatsächlicher Macht und althergebrachter Hierarchie führte zum Verlangen der großen, mächtigen Stände nach einer Lockerung des Reichsverbandes.

Aus der als Dualismus zwischen dem Königreich Preußen und dem Erzherzogtum Österreich bezeichneten Rivalität erwuchsen im 18. Jahrhundert mehrere Kriege. Die zwei Schlesischen Kriege gewann Preußen und erhielt Schlesien, während der Österreichische Erbfolgekrieg zugunsten des Erzherzogtums Österreich endete. Während des Erbfolgekrieges kam mit Karl VII. ein Wittelsbacher auf den Thron, konnte sich aber ohne die Ressourcen einer Großmacht nicht durchsetzen, so daß nach seinem Tod 1745 mit Franz I. Stephan von Lothringen, dem Ehemann Maria Theresias, wieder ein Habsburg-Lothringer gewählt wurde.

Diese Auseinandersetzungen waren für das Reich verheerend. Preußen wollte das Reich nicht stärken, sondern für seine Zwecke gebrauchen. Die Habsburger, durch das Bündnis vieler Reichsstände mit Preußen und die Wahl eines Nichthabsburgers auf den Kaiserthron verstimmt, setzten nun viel eindeutiger als bislang auf eine Politik, die sich allein auf Österreich und dessen Macht bezog. Der Kaisertitel wurde fast nur noch wegen dessen Klang und des höheren Rangs gegenüber allen europäischen Herrschern erstrebt. Die Reichsinstitutionen waren zu Nebenschauplätzen der Machtpolitik verkommen und die Verfassung des Reiches hatte mit der Wirklichkeit nicht mehr viel zu tun. Preußen versuchte durch Instrumentalisierung des Reichstages den Kaiser und Österreich zu treffen. Insbesondere Kaiser Joseph II. zog sich fast gänzlich aus der Reichspolitik zurück. Joseph II. hatte anfangs noch versucht, eine Reform der Reichsinstitutionen, besonders des Reichskammergerichtes, durchzuführen, scheiterte aber am Widerstand der Reichsstände, die sich aus dem Reichsverband lösen und sich deshalb vom Gericht nicht mehr in ihre „inneren“ Angelegenheiten hereinreden lassen wollten. Joseph gab frustriert auf.

Aber auch sonst agierte Joseph II. unglücklich und unsensibel. Die österreichzentrierte Politik Josephs II. während des Bayerischen Erbfolgekriegs 1778/79 und die vom Ausland vermittelte Friedenslösung von Teschen waren ein Desaster für das Kaisertum. Als die bayerische Linie der Wittelsbacher im Jahre 1777 ausstarb, erschien dies Joseph als willkommene Möglichkeit, Bayern den habsburgischen Landen einzuverleiben. Deshalb erhob Österreich juristisch fragwürdige Ansprüche auf das Erbe. Unter massivem Druck aus Wien willigte der Erbe aus der pfälzischen Linie der Wittelsbacher, Kurfürst Karl Theodor, in einen Vertrag ein, der Teile Bayerns abtrat. Karl Theodor, der ohnehin nur widerwillig das Erbe angenommen hatte, wurde suggeriert, daß später ein Tausch mit den Österreichischen Niederlanden, die in etwa das Gebiet des heutigen Belgiens umfaßten, zustande käme. Joseph II. besetzte aber statt dessen die bayerischen Gebiete, um vollendete Tatsachen zu schaffen, und vergriff sich somit als Kaiser an einem Reichsterritorium.

Diese Vorgänge erlaubten es Friedrich II., sich zum Beschützer des Reiches und der kleinen Reichsstände und damit quasi zum „Gegenkaiser“ aufzuschwingen. Preußische und kursächsische Truppen marschierten in Böhmen ein. Im von Rußland regelrecht erzwungenen Frieden von Teschen vom 13. Mai 1779 erhielt Österreich zwar das Innviertel zugesprochen, der Kaiser stand dennoch als Verlierer da. Zum zweiten Mal nach 1648 mußte ein innerdeutsches Problem mit Hilfe ausländischer Mächte geregelt werden. Nicht der Kaiser, sondern Rußland brachte dem Reich Frieden. Rußland wurde neben seiner Rolle als Garantiemacht des Teschener Friedens auch eine Garantiemacht des Westfälischen Friedens und damit einer der „Hüter“ der Reichsverfassung. Das Kaisertum hatte sich selbst demontiert und der preußische König Friedrich stand als Beschützer des Reiches da. Aber nicht Schutz und Konsolidierung des Reiches waren Friedrichs Ziel gewesen, sondern eine weitere Schwächung der Position des Kaisers im Reich und damit des ganzen Reichsverbandes an sich. Dieses Ziel hatte er erreicht.

Das Konzept eines Dritten Deutschlands hingegen, geboren aus der Befürchtung der kleineren und mittleren Reichsstände zur reinen Verfügungsmasse der Großen zu verkommen, um mit einer Stimme zu sprechen und damit Reformen durchzusetzen, scheiterte am ewigen Widerspruch zwischen dem protestantischen Norden und dem katholischen Süden, dem Widerstand der Kurfürsten und der großen Reichsstände. All dies führte letztendlich auch zu einer Reichsmüdigkeit bei den kleinen, mittleren und geistlichen Ständen, die eigentlich seit jeher die Stütze des Reiches waren. Wenige Jahre später versetzte Napoléon dem Reich, das fast jegliche Widerstandskraft eingebüßt hatte, den Todesstoß.

Das Ende des Reiches

Koalitionskriege gegen Napoléon und Reichsdeputationshauptschluß

350px-HRR_1789
Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation anno 1789
 Gegen die revolutionären Truppen Frankreichs fanden beide deutschen Großmächte im Ersten Koalitionskrieg zu einem Zweckbündnis. Dieses als Pillnitzer Beistandspakt bezeichnete Bündnis vom Februar 1792 hatte freilich den Schutz von Reichsrechten zum Ziel. Die Gelegenheit, die anderen Reichsstände hinter sich zu bringen verspielte Kaiser Franz II., der am 5. Juli 1792 in ungewohnter Eile und Einmütigkeit zum Kaiser gewählt wurde, durch den Umstand, daß er das österreichische Staatsgebiet unbedingt vergrößern wollte, notfalls auf Kosten anderer Reichsmitglieder. Und auch Preußen wollte sich für seine Kriegskosten durch die Einverleibung geistlicher Reichsgebiete schadlos halten. Dementsprechend gelang es nicht eine geschlossene Front gegen die französischen Revolutionstruppen aufzubauen und größere militärische Erfolge zu erringen.

Aus Enttäuschung über ausbleibende Erfolge und um sich besser um den Widerstand gegen die erneute Teilung Polens kümmern zu können, schloß Preußen 1795 einen Separatfrieden, den Frieden von Basel, mit Frankreich. 1796 schlossen Baden und Württemberg ebenfalls Frieden mit Frankreich. In beiden Vereinbarungen wurden die jeweiligen linksrheinischen Besitzungen an Frankreich abgetreten. Die Besitzer aber sollten auf Kosten rechtsrheinischer geistlicher Gebiete „entschädigt“ werden, diese sollten also säkularisiert werden. Weitere Reichsstände verhandelten über einen Waffenstillstand oder Neutralität.

Im Jahre 1797 schloß auch Österreich Frieden und unterschrieb den Frieden von Campo Formio, in dem es verschiedene Besitzungen innerhalb und außerhalb des Reiches abtrat, so insbesondere die österreichischen Niederlande und das Herzogtum Toskana. Als Ausgleich sollte Österreich ebenfalls auf Kosten von zu säkularisierenden geistlichen Gebieten oder anderen Reichsteilen entschädigt werden. Beide Großen des Reiches hielten sich also an anderen kleineren Reichsgliedern schadlos und räumten Frankreich sogar ein Mitspracherecht bei der zukünftigen Gestaltung des Reiches ein. Insbesondere der Kaiser, zwar als König von Ungarn und Böhmen handelnd, aber nichtsdestotrotz als Kaiser zur Bewahrung der Integrität des Reiches und seiner Mitglieder verpflichtet, hatte zugelassen, daß für die „Entschädigung“ einiger weniger andere Reichsstände geschädigt wurden, und das Kaisertum damit irreparabel demontiert.

Die Reichsdeputation von 1797/98 willigte im März 1798 gezwungenermaßen auf dem Friedenskongreß von Rastatt in die Abtretung der linksrheinischen Gebiete und die Säkularisierungen, mit Ausnahme der drei geistlichen Kurfürstentümer, ein. Der Zweite Koalitionskrieg beendete aber das Geschachere und Gefeilsche um die Gebiete, die man zu erhalten hoffte. Der Krieg wurde 1801 durch den Frieden von Lunéville beendet, in dem Franz II. nun auch als Reichsoberhaupt der Abtretung der linksrheinischen Gebiete zustimmte. In diesem Frieden traf man aber keine genauen Festlegungen für die anstehenden „Entschädigungen“. Der anschließend einberufene Reichstag stimmte dem Frieden zu.

Die Friedensvereinbarungen von Basel mit Preußen, Campo Formio mit Österreich und Lunéville mit dem Reich verlangten „Entschädigungen“, über die nur ein Reichsgesetz entscheiden konnte. Deshalb wurde eine Reichsdeputation einberufen, die diesen Entschädigungsplan ausarbeiten sollte. Letztendlich nahm die Deputation aber den französisch-russischen Entschädigungsplan vom 3. Juni 1802 mit geringen Änderungen an. Am 24. März 1803 akzeptierte der Reichstag den Reichsdeputationshauptschluß endgültig.

Als Entschädigungsmasse für die größeren Reichsstände wurden fast alle Reichsstädte, die kleineren weltlichen Territorien und fast alle geistlichen Hoch- und Erzstifte auserkoren. Die Zusammensetzung des Reiches veränderte sich schlagartig, die zuvor mehrheitlich katholische Fürstenbank des Reichstages war nunmehr protestantisch geprägt. Zwei von drei geistlichen Kurfürstentümern hatten aufgehört zu existieren, auch der Kurfürst von Mainz verlor sein Hochstift, erhielt aber als neues Kurfürstentum Aschaffenburg-Regensburg. Neben diesem gab es nur noch zwei geistliche Reichsfürsten, den Großprior des Malteserordens und den Hoch- und Deutschmeister des Deutschen Ordens. Insgesamt kostete der Reichsdeputationshauptschluß 110 Territorien die Existenz und rund drei Millionen Menschen wurden einer neuen Obrigkeit unterstellt.

Diese territoriale Neuordnung des Reiches beeinflußte die politische Landschaft Mitteleuropas weit über die drei Jahre ihrer Gültigkeit hinaus. Nach dem Normaljahr 1624 des Westfälischen Friedens wurde ein neues Normaljahr, das Jahr 1803, für die konfessionellen und vermögensrechtlichen Verhältnisse in Deutschland eingeführt und aus einer Vielzahl kleiner und kleinster Gebiete eine überschaubare Anzahl von Mittelstaaten geschaffen.

Offiziell wurde zum Zwecke der „Entschädigung“ „säkularisiert“ und „mediatisiert“. Dies kann man getrost als Euphemismus für diesen Vorgang bezeichnen, da einige wenige viel mehr erhielten als sie tatsächlich verloren hatten. Der badische Markgraf erhielt beispielsweise mehr als neunmal so viele Untertanen als er linksrheinisch abtreten mußte. Grund hierfür ist, daß Frankreich sich eine Reihe von Satellitenstaaten schuf, die groß genug waren, um dem Kaiser Schwierigkeiten zu machen, aber zu klein, um die Position Frankreichs zu gefährden.

Weiterhin hatte die Reichskirche aufgehört zu existieren, diese Besonderheit des Reiches, der Teil der Reichsfürsten, der das Reich eigentlich zu dem machte, was es war. Sie war so fest im System des Reiches verankert, daß sie sogar schon vor dem Ende des Reiches unterging. Die antiklerikalen Positionen Frankreichs hatten ihr übriges getan, zumal man damit den Kaiser einer seiner wichtigsten Machtpositionen berauben konnte. Aber auch der aufklärerische Zeitgeist und der absolutistische Allzuständigkeitswahn trugen dazu bei, daß die Reichskirche obsolet geworden war und selbst katholische Reichsfürsten Begehrlichkeiten entwickelten. Die katholischen Fürsten wurmte sowieso schon länger, daß die protestantischen Fürsten ihre jeweiligen Kirchen als Machtmittel gebrauchten.

Daß im Herbst 1803 auch die Reichsritterschaften im sogenannten Rittersturm von den umschließenden oder angrenzenden Territorien okkupiert wurden, zeigt, wie viel die Gesetze des Reiches noch galten.

Niederlegung der Reichskrone

350px-Gemeinsames_Aquarell_„Das_Heilige_Römische_Reich_Deutscher_Nation“_von_den_deutschen_Malern_Peter_Becker_und_Eduard_Steinle_aus_dem_Jahre_1864)
Gemeinsames Aquarell „Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ von den deutschen Malern und Künstlern Peter Becker und Eduard Steinle aus dem Jahre 1864

Am 18. Mai 1804 ernannte sich Napoléon zum erblichen Kaiser der Franzosen. Mit dieser Erhöhung wollte er einerseits seine Macht festigen, andererseits seine Größe noch deutlicher sichtbar machen. Vor allem wollte er das Erbe Karls des Großen antreten und somit seinem erblichen Kaisertum eine in der Tradition des Mittelalters stehende Legitimation verschaffen. Zu diesem Zweck reiste Napoléon im September 1804 nach Aachen und besuchte den Dom und das Grab Karls des Großen.

Napoléons Tun wurde in Wien, der Residenz des Kaisers des Reiches, genau registriert. In den darauffolgenden diplomatischen Gesprächen zwischen Frankreich und Österreich forderte Napoleon am 7. August 1804 in einer geheimen Note die Anerkennung seines Kaisertums, im Gegenzug werde Franz II. als Empereur héréditaire d’Autriche (Erbkaiser Österreichs) anerkannt. Wenige Tage später wurde aus der Forderung faktisch ein Ultimatum. Dies bedeutete entweder Krieg oder Anerkennung des französischen Kaisertums. Franz lenkte ein und nahm am 11. August 1804 als Konsequenz dieses Schrittes zusätzlich zu seinem Titel als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches „für Uns und Unsere Nachfolger […] den Titel und die Würde eines erblichen Kaisers von Österreich“ an. Dies geschah offensichtlich, um die Ranggleichheit mit Napoléon zu wahren. Hierzu schien der Titel des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches allein nicht mehr geeignet, auch wenn dies wohl ein Bruch des Reichsrechts war, da er weder die Kurfürsten über diesen Schritt informierte noch den Reichstag um Zustimmung bat.

Dieser Schritt war auch vom Rechtsbruch abgesehen umstritten und wurde als übereilt angesehen, wie ein Brief von Friedrich Gentz, einem bekannten österreichischen Publizisten, an seinen Freund Fürst von Metternich deutlich macht:

„Bleibt die deutsche Kaiserkrone im österreichischen Hause – und welche Unmaßen von Unpolitik schon jetzt, wo noch keine dringende Gefahr vorhanden, öffentlich zu erkennen zu geben, daß man das Gegenteil befürchtet! – so ist jene Kaiserwürde ganz unnütz.“

Napoléon ließ sich jedoch nicht mehr aufhalten. Im Dritten Koalitionskrieg marschierte seine Armee, die durch bayerische, württembergische und badische Truppen verstärkt wurde, auf Wien zu, und am 2. Dezember 1805 siegten die napoleonischen Truppen in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz über Russen und Österreicher. Der darauffolgende Frieden von Preßburg, der Franz II. und dem russischen Zaren Alexander I. von Napoléon diktiert wurde, dürfte das Ende des Reiches endgültig besiegelt haben, da Napoleon durchsetzte, daß Bayern, Württemberg und Baden mit voller Souveränität ausgestattet wurden und somit mit Preußen und Österreich gleichgestellt wurden. Diese Länder befanden sich nun faktisch außerhalb der Reichsverfassung.

Dies unterstreicht eine Äußerung Napoléons gegenüber seinem Außenminister Talleyrand:

„Es wird keinen Reichstag mehr geben; denn Regensburg soll Bayern gehören; es wird auch kein deutsches Reich mehr geben.“

Letzter Anstoß für die Niederlegung der Krone war jedoch, daß der Kurfürst von Mainz, Karl Theodor von Dalberg, den Großalmosenier des französischen Kaiserreiches, Joseph Kardinal Fesch, zu seinem Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge ernannte. Brisant war dabei, daß Dalberg außerdem Erzkanzler des Reiches und damit Haupt der Reichskanzlei, Aufseher des Reichsgerichtes und Hüter des Reichsarchives war. Der zu seinem Nachfolger ernannte Kardinal war zudem nicht nur Franzose und sprach kein Wort deutsch – er war auch der Onkel Napoléons. Wäre also der Kurfürst gestorben oder hätte sonst irgendwie seine Ämter abgegeben, so wäre der Onkel des französischen Kaisers Erzkanzler des Reiches geworden. Am 28. Mai 1806 wurde der Reichstag davon in Kenntnis gesetzt.

Der österreichische Außenminister Johann Philipp von Stadion erkannte die möglichen Folgen: entweder die Auflösung des Reiches oder eine Umgestaltung des Reiches unter französischer Herrschaft. Daraufhin entschloß sich Franz am 18. Juni zu einem Protest, der wirkungslos blieb, zumal sich die Ereignisse überschlugen:

Am 12. Juli 1806 gründeten Kurmainz, Bayern, Württemberg, Baden, Hessen-Darmstadt, Nassau, Kleve-Berg und weitere Fürstentümer mit Unterzeichnung der Rheinbundakte in Paris den Rheinbund, als dessen Protektor Napoléon fungierte, und erklärten am 1. August ihren Austritt aus dem Reich.

Bereits im Januar hatte der schwedische König die Teilnahme der vorpommerschen Gesandten an den Reichstagssitzungen suspendiert und erklärte als Reaktion auf die Unterzeichnung der Rheinbundakte am 28. Juni, daß in den zum Reich gehörenden Ländern unter schwedischer Herrschaft die Reichsverfassung aufgehoben und die Landstände und Landräte aufgelöst seien. Er führte statt dessen die schwedische Verfassung in Schwedisch-Pommern ein. Damit beendete er auch in diesem Teil des Reiches das Reichsregime. Das Reich hatte faktisch aufgehört zu existieren, denn von ihm blieb nur noch ein Torso übrig.

Die Entscheidung, ob der Kaiser die Reichskrone niederlegen sollte, wurde durch ein Ultimatum an den österreichischen Gesandten in Paris, General Vincent, praktisch vorweggenommen. Sollte Kaiser Franz bis zum 10. August nicht abdanken, dann würden französische Truppen Österreich angreifen, so wurde diesem am 22. Juli mitgeteilt.

In Wien waren jedoch schon seit mehreren Wochen Johann Aloys Josef Freiherr von Hügel und Graf von Stadion mit der Erstellung von Gutachten über die Bewahrung der Kaiserwürde des Reiches befaßt. Ihre nüchterne und rationale Analyse kam zu dem Schluß, daß Frankreich versuchen werde, die Reichsverfassung aufzulösen und das Reich in einen von Frankreich beeinflußten föderativen Staat umzuwandeln. Sie folgerten, daß die Bewahrung der Reichsoberhauptlichen Würde unvermeidlich zu Schwierigkeiten mit Frankreich führen würde und deshalb der Verzicht auf die Reichskrone unumgänglich sei.

Der genaue Zeitpunkt dieses Schrittes sollte nach den politischen Umständen bestimmt werden, um möglichst vorteilhaft für Österreich zu sein. Am 17. Juni 1806 wurde dem Kaiser das Gutachten vorgelegt. Den Ausschlag für eine Entscheidung des Kaisers gab jedoch wohl das erwähnte Ultimatum Napoléons. Am 30. Juli entschied sich Franz, auf die Krone zu verzichten; am 1. August erschien der französische Gesandte La Rochefoucauld in der österreichischen Staatskanzlei. Erst nachdem der französische Gesandte nach heftigen Auseinandersetzungen mit Graf von Stadion formell bestätigt hatte, daß sich Napoléon niemals die Reichskrone aufsetzen werde und die Unabhängigkeit Österreichs respektiere, willigte der österreichische Außenminister in die Niederlegung der Reichskrone ein, die am 6. August verkündet wurde.

In der Abdankung heißt es, daß der Kaiser sich nicht mehr in Lage sieht, seine Pflichten als Reichsoberhaupt zu erfüllen, und dementsprechend erklärte er:

[…], daß Wir das Band, welches Uns bis jetzt an den Staatskörper des deutschen Reichs gebunden hat, als gelöst ansehen, daß Wir das reichsoberhauptliche Amt und Würde durch die Vereinigung der conföderirten rheinischen Stände als erloschen und Uns dadurch von allen übernommenen Pflichten gegen das deutsche Reich losgezählt betrachten, und die von wegen desselben bis jetzt getragene Kaiserkrone und geführte kaiserliche Regierung, wie hiermit geschieht, niederlegen.“

Und der Kaiser überschritt ein letztes mal seine Kompetenzen als Reichsoberhaupt. Franz legte nicht nur die Krone nieder, sondern er löste das Reich als Ganzes auf, hierzu wäre aber die Zustimmung des Reichstages nötig gewesen, denn er verkündete auch:

„Wir entbinden zugleich Churfürsten, Fürsten und Stände und alle Reichsangehörigen, insonderheit auch die Mitglieder der höchsten Reichsgerichte und die übrige Reichsdienerschaft, von ihren Pflichten, womit sie an Uns, als das gesetzliche Oberhaupt des Reichs, durch die Constitution gebunden waren.“

Er löste auch die zu seinem eigenen Herrschaftsbereich gehörenden Länder des Reiches aus diesem heraus und unterstellte sie allein dem österreichischen Kaisertum.

350px-HRR
Das Gebiet des Heiligen Römischen Reiches im Zeitraum von 962 bis 1806 (im Hintergrund derzeitige europäische Staatsgrenzen), allerdings fehlen die Gebiete des Deutschen Ordens, der Deutschordensstaat.

Die Auflösung des Reiches war nach damaligem Recht nicht gültig. Franz hätte zwar das Recht gehabt, ad personam auf die Krone zu verzichten und abzudanken; als „Mehrerer des Reiches“ hatte er nach Einschätzung von Rechtshistorikern jedoch nicht das Recht, das Reich selbst für erledigt zu erklären.

 

Es fehlte aber am politischen Willen und auch an der Macht, das Reich zu bewahren. Das Ende des Reiches wurde international anerkannt.

Wiener Kongreß und Deutscher Bund

Nach dem Wiener Kongreß im Jahre 1815 schlossen sich die deutschen Einzelstaaten zum Deutschen Bund zusammen. Zuvor, im November 1814, hatten jedoch 29 Souveräne kleiner und mittlerer Staaten folgenden Wunsch an den Kongreß gerichtet:

„[…] die Wiedereinführung der Kaiserwürde in Deutschland bei dem Comité, welches sich mit der Entwerfung des Planes zu einem Bundesstaat beschäftigt, in Vorschlag zu bringen.“

Grundlage dieser Petition dürfte kaum patriotischer Eifer gewesen sein. Eher kann davon ausgegangen werden, daß diese die Dominanz der durch Napoléon zu voller Souveränität und Königstiteln gelangten Fürsten, beispielsweise der Könige von Württemberg, Bayern und Sachsen, fürchteten.

Aber auch darüber hinaus wurde die Frage, ob ein neuer Kaiser gekürt werden solle, diskutiert. So existierte u. a. der Vorschlag, daß die Kaiserwürde zwischen den mächtigsten Fürsten im südlichen Deutschland und dem mächtigsten Fürsten in Norddeutschland alternieren solle. Im allgemeinen wurde jedoch von den Befürwortern des Kaisertums eine erneute Übernahme der Kaiserwürde durch Österreich, also durch Franz I., favorisiert.

Da aber aufgrund der geringen Macht der Befürworter der Wiederherstellung – der kleinen und mittleren deutschen Fürsten – nicht zu erwarten war, daß der Kaiser in Zukunft die Rechte erhielte, die diesen zu einem tatsächlichen Reichsoberhaupt machen würden, lehnte Franz die angebotene Kaiserwürde ab. Dementsprechend betrachteten Franz I. und sein Kanzler Metternich diese in der bisherigen Ausgestaltung nur als eine Bürde. Auf der anderen Seite wollte Österreich aber den Kaisertitel für Preußen oder einen anderen starken Fürsten nicht zulassen.

Der Wiener Kongreß ging auseinander, ohne das Kaisertum erneuert zu haben. Daraufhin wurde am 8. Juni 1815 der Deutsche Bund als lockere Verbindung der deutschen Staaten gegründet. Österreich führte den Deutschen Bund bis 1866 als Präsidialmacht.

ergänzend

König Friedrich der Große

 Am 5. Dezember 1757 schlug der preußische König Friedrich der Große bei Leuthen in Schlesien die wohl berühmteste Schlacht des Siebenjährigen Krieges ( 1756 – 1763 ). Nach der schweren Niederlage der „Schlesischen unter Friedrichs Schwager dem Herzog von Braunschweig-Bevern bei Breslau am 22.November sah sich der König nur wenige Wochen nach der Vertreibung der … Continue reading

Zitate: Friedrich II von Preußen

Das Zeugnis, einige Wahrheiten entdeckt und einige Irrtümer zerstört zu haben, ist nach meiner Meinung die schönste Trophäe, welche die Nachwelt zum Ruhme eines großen Mannes errichten kann. Wenige Menschen denken, und doch wollen alle entscheiden. Ich will der erste Diener meines Staates sein. Dasjenige, wodurch die Menschen am meisten zu Fehlern veranlaßt werden, ist, … Continue reading

Friedrich Wilhelm von Preußen

Kein Volk versinkt, das an sich selber glaubt; auch ich sah Sterne hell aus Nächten steigen. Einst kommt der Tag, da steht der Baum belaubt, und ein freies Volk wohnt unter seinen Zweigen.  Friedrich II., auch Friedrich der Große oder der Alte Fritz genannt,  24. Januar 1712 in Berlin – 17. August 1786 in Potsdam) … Continue reading

Die Deutsche Passion

Deutsche Passion Veröffentlicht am 5. April 2012 von totoweise Deutsche Passion Uwe Lammla Verlag: Engelsdorfer Verlag ISBN-10: 3867036209 ISBN-13: 978-3867036207 95 Seiten 8,40 Euro Wer bei “Gedichten” reflexartig die Augen verdreht, sich grundsätzlich nur handfesten und praktischen Dingen widmet, aber doch den einen oder anderen Vers in Gedanken bei sich trägt, der greife zur “Deutschen … Continue reading

Frömmigkeit nordischer Artung

Ein Querschnitt durch das Indogermanentum von Benares bis Reykjavik7. Auflage, 1989, Verlag Hohe Warte • Franz von Bebenburg • KG Hans F.K. Günther zeigt zunächst einmal, was nordische Frömmigkeit nicht ist, beispielsweise die Herabwürdigung des Leibes, die Abhängigkeit der Frömmigkeit von dem Tode, die Wertung des diesseitigen Lebens als Jammertal. Er zeigt darüber hinaus die … Continue reading

Der Deutschenhass

Germanenherz aus dem Buch: Der Deutschenhaß, von Erwin Stransky .pdf.
Bitte am Ende vom Beitrag, die ergänzenden Verlinkungen schauen.
DeutschenhassVorwort

Ob dieses Buch den Weg in die allerbreiteste Öffentlichkeit finden wird, weiß ich nicht. Aber das weiß ich, daß es mir für den Augenblick kaum viele Freunde werben dürfte. Getreu meinem vor Jahresfrist in einem von mir mitherausgegebenen Facharchive entwickelten Programm einer „angewandten”, d. h. auf die Erscheinungen des praktischen, individuellen und sozialen Menschenlebens eingestellten Psychiatrie will ich hier den Versuch wagen, jenes Phänomen, dessen Furchtbarkeit so schwer auf uns allen lastet, das Phänomen des Weltenhasses gegen das Deutschtum, vom Gesichtspunkte nicht etwa der Psychopathologie um ihrer selbst willen, wohl aber psycho-pathologisch geschulter und geschärfter psychologischer Erfahrung und Erkenntnis zu untersuchen. Indes wäre, mag auch der Schwerpunkt im Seelenkundlichen liegen, jede einzig und allein darauf eingestellte Betrachtung notwendigerweise gänzlich einseitig geblieben, sind doch der Quellen, daraus der Deutschenhaß immerzu unerschöpflich gespeist wird, so sehr zahlreiche, daß es nicht ausreichte, eine derselben bloßzulegen. Freilich, sieht man näher zu, dann kommt man darauf, daß letzten Endes alle die Quellwässer irgendwie mit dem unterirdischen Röhrensystem seelischer Regungen, oft unterbewußter Regungen korrespondieren. Und gerade diese Grenzbeziehungen weisen dem Psychiater, der, den Blick auf des praktischen Lebens Belange gerichtet, sich von dem Fehler freihält, sie einseitig pathologisch zu werten, die Aufgabe, sich an die Lösung dieses Fragenkomplexes heranzumachen, die hinwiederum ohne Kenntnis solcher Elemente, die nur dem Psychiater vertraut sind, kaum möglich erscheint.

Wird schon diese Feststellung nicht allenthalben ohne Widerspruch hingenommen werden, so ist der meritorische Inhalt dieses Buches ganz gewiß von einer Beschaffenheit, daß man von mir alsbald wird sagen können, ich hätte es „niemandem recht gemacht”. Mein Leitstern war vor allem, auszusprechen, was meiner innersten Überzeugung nach ist, wie es einem Arbeiter im Reiche wissenschaftlicher Erkenntnis vor allem geziemt; aber ich würde diesem Leitstern nicht in solchem Maße gefolgt sein, wenn mich nicht das Gefühl beherrschte, daß, was ich geschrieben, auch zu Nutz und Frommen des deutschen Volkes sei, des Volkes, dem ich zwar nicht durch mein Blut, umso t inniger aber mit allen Fasern meines Herzens und mit allen lebendigen Sinnen zugehöre, heute, wenn da überhaupt eine Steigerung noch möglich wäre, inniger, denn je. Gerade aber, weil dem so ist, schien es mir bitter schwere Pflicht, eindringlicher, denn vor Jahren schon in früheren1), hiezu Gelegenheit bietenden Abhandlungen auf manche schwere Mängel hinzuweisen, die der deutschen Außenseele anhaften, Mängel, die das lautere Edelmetall der deutschen Innenseele arg verunzieren. Gerade aber, weil es nur Mängel der Außenseele sind, glaube ich fest daran, daß sie zu tilgen sein werden, sofern man nur den Mut hat, beherzt zuzupacken. Zuvörderst aber galt es, sie als solche aufzuzeigen, und umso dringender mußte dies geschehen, als diese Mängel und mannigfach darin wurzelnde Strebungen mit die schwerwiegendsten Grundursachen unseres Unglücks geworden sind.

Die vielen aber von rechts wie von links, welche in diesen Mängeln Vorzüge des deutschen Wesens, in diesen Strebungen Belange deutscher Weltgeltung erblicken möchten, werden Zeter und Mordio schreien und mich bitter schelten. Nicht geringer freilich wird der Furor jener Leser dieses Buches sein, die im Lager der offenen und geheimen Feinde des deutschen Volkes stehen, denn denen bleibe ich schon gar nichts schuldig. Ich glaube allerdings kaum, daß gerade dieses Buch den Bann des Totschweigens brechen wird, den unsere Feinde über alle deutsche Geistesarbeit zu verhängen gesonnen sind; doch wenn es ihn brechen sollte, wird die Reaktion schwerlich etwas anderes als ein Wutgeheul sein, wo nicht gar noch Schlimmeres; immerhin, in angelsächsischen Landen und vielleicht sogar bei unseren italienischen Nachbarn mag es vielleicht den einen und den anderen geben, der, wenn er dies Buch gelesen haben wird, ein wenig nachdenklich werden dürfte; vielleicht sogar, daß manoher Franzose und mancher Slawe sachlich genug denken wird, um Hohn und Zorn zu zügeln und zu prüfen, ehe er sich zum Anathem hinreißen läßt; so bitter die Gefühle in jeder deutschen Brust gerade gegen diese Nachbarvölker sind und sein müssen, so redlich war ich bemüht, auch ihnen gerecht zu werden, soweit das Thema dieser Arbeit dazu Gelegenheit bot.

Am Ende noch eines: selber ein deutscher Hochschullehrer und stolz darauf, ein solcher zu sein, bin ich gerade bezüglich der Schulmeisterei und Musterschülerei als eines seelischen Momentes im deutschen Volkscharakter zu recht traurigen Feststellungen gelangt. Leicht möglich, daß mir auch und gerade dieses übel vermerkt werden wird; ich tröste mich damit, daß Tieferblickende klar die Grenzen erkennen werden, innerhalb welcher ich den Segen deutschen Schulmeisterwirkens erkenne und ausdrücklich anerkenne. Die Grenzen: denn darauf eben kommt es an! In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister ….

Den Ertrag dieses Buches möchte ich am liebsten einer „Gesellschaft zum Abbaue des Deutschenhasses” widmen, sollte sich eine solche innerhalb von sechs Monaten nach seinem Erscheinen irgendwo bilden und es mir bekannt werden. Andernfalls wird er unmittelbar Zwecken unseres nationalen Wiederaufbaues zugeführt.

Wien, im Juni 1919.
Erwin Stransky.

Zur Einleitung

Der kategorische Imperativ unerschütterlicher Pflichterfüllung, der eines nur kennt: der Wahrheitserforschung zu dienen, war, ist und bleibt der Grundsatz deutscher Wissenschaft und ihrer Männer auch in dieser bitteren Leidenszeit des deutschen Volkes; mag unser Herz zusammenkrampfen ob der grausamen Prüfung, die das Schicksal unserem über alles teuren Vaterlande, unserem über alles geliebten Volke nun aufs neue wie so oft schon in den zwei Jahrtausenden seines geschichtlichen Seins auferlegt hat, unser Sinn steht aufrecht in der Zeiten Not, unser Blick bleibt unbeirrt zugewendet dem Leitstern, dem unsere Edelsten und Besten gefolgt sind: der Erkenntnis! In ihr wollen wir Trost suchen in unserem Unglück, aus ihr Hoffnung schöpfen auf eine dereinst bessere Zukunft.

Im Angesichte der Scherben und Trümmer unseres Glücks drängt sich uns allen die Frage auf: wie konnte es so kommen? Eine Frage, die gebieterisch nach einer Antwort heischt! Mag man nun aber dies Problem anfassen, wie und wo man will, immer wieder wächst zu grauenhafter Riesengröße vor unseren forschenden Blicken ein Gespenst, jedem Versuche kühler Abwägung der Tatsachen*den Weg sperrend: es ist der Weltenhaß gegen das Deutschtum.

Drum gilt es zuerst an das Problem heranzutreten, das unserer Zeiten Sphinx quer über den Weg zur Lösung des tragischen Rätsels gelegt hat: an das Problem des Deutschenhasses. Seiner Lösung näherzukommen, ist Sinn und Zweck dieses Buches.

Soll nun aber diese Aufgabe erfüllt werden, dann wird es sich als notwendig erweisen, die Arbeit auf mehrfacher Grundlage in Angriff zu nehmen; nicht also nur einer Seite des Fragenknäuels sein Augenmerk zuzuwenden; denn ein Knäuel ist es in Wahrheit, kein einfaches Ding, und die Wurzeln seines Filzwerkes greifen tief, greifen aber auch sehr weit voneinander aus. Darum gilt es, die Entwirrung von verschiedenen Seiten her zu versuchen.

Die geographischen Gründe des Deutschenhasses

Von Völkern gilt wie von den Einzelnmenschen, daß die Verhältniszahl der Sympathien und Antipathien, die sie bei der Umwelt genießen, vor allen Dingen abhängt von der Ausdehnung der Reibungsgrenzen zwischen ihrem eigenen und dem Interessenkreise der anderen. Umfang und Gestaltung dieser Grenzen sind aber zunächst abhängig von den geographischen Grenzbeziehungen eines Volkes zu den anderen Nationen.

Wenn von den großen Völkern Europas Franzosen und Italiener verhältnismäßig wenig mit „Erbfeindschaften” belastet sind, ja wenn sie — von einzelnen, am Ende niemals restlos vermeidbaren politischen und wirtschaftlichen Gegensätzlichkeiten abgesehen — sogar ein gewisses Erbkapital allgemeiner Beliebtheit ihr Eigen nennen dürfen: dann danken sie dies vor allem der glücklichen natürlichen Begrenzung ihrer Siedlungsgebiete. Italiens Landgrenzen, ohnehin verhältnismäßig wenig ausgedehnt, sind gegen Westen und Norden hin natürliche, und nur auf kleiner Strecke gibt es kritischere Berührungszonen mit Deutschen und mit Südslawen und auch da, außer im Etschtale, fast nur mit vorgeschobenen Außensiedlern dieser Völker; auch Frankreich erfreut sich einer schützenden natürlichen Umwallung des größten Teiles seiner Landgrenzen, und wäre nicht sein historischer Drang zum Rhein, es gäbe so wenig eine deutsch-französische „Erbfeindschaft” wie es eine französisch-spanische oder französisch-italienische gibt; freilich, Alpen und Pyrenäen sind höher und sind schwerer passierbar als die Vogesen.

Umgekehrt ist Deutschlands Geburtsfehler, der jeder Verbesserung spottet, eine geographische Lage, deren Umrisse, abgesehen von der Ungunst der Mittelstellung an und für sich, wohl die denkbar unglücklichsten sind^, die je einem großen Volke von Natur aus zuteil wurden.

Zunächst ist im Verhältnisse zum Gesamtumfange der Grenze die Küstenentwicklüng Deutschlands eine Verhältnismäßig bescheidene; dazu sind es ausschließlich flache Binnenmeerküsten, über die Deutschland verfügt, so daß sie im Grande keine Gewähr bieten gegen die fast unmittelbare Berührung mit anderen Anwohnern dieser Meere. Die Landgrenzen des deutschen Siedlungsgebietes aber sind fast nirgendwo natürlich gegebene; bloß auf einem schmalen Striche im Südwesten würden die Vogesen den Ansatz zu solch einer natürlichen Grenze dar-stellen, sofern ein grausames geschichtliches Geschick es gerade eben nicht wieder anders gefügt hätte . . . Ganz besonders unglückselig aber muß die Gestaltung der Ostgrenze des deutschen Landes genannt werden: mehr als das, man muß da schon von einer geradezu abenteuerlichen Üiimöglichkeit ihres Verlaufes sprechen! Vom Kurischen Haff im Norden bis zum Eintritte der Drau ins Südslawenroich zieht sich die Sprachgrenze, nirgends durch höhere Bergzüge oder größere Flußläufe bezeichnet. überdies in den unglaublichsten Mäanderwindungen bald weit nach Osten ausspringend, wie in Ostpreußen, Oberschlesien und in dem an Niederösterreich grenzenden, in die ungarische Tiefebene sich verlierenden Heinzenlande, bald wieder ungeheuer weit nach Westen sich zurückziehend, wie im Posenschen, wo sie der deutschen Reichshauptstadt bedrohlich nahekommt, in Böhmen, wo sie fast an den Herzpunkt des gesamten deutschen Siedlungsbereiches zurückverlegt ist, und zuletzt noch im Süden, wo sie bis an die deutsch-italienische Sprachgrenze einspringt. Wir sehen hier ein Sichverfilzon, Sichverzahnen, Sichverbeißen des deutschen Volkes mit sechs anderen Völkern, wie es seinesgleichen sonst nirgends in der Welt hat, so daß man sagen darf, es müsse schon das rein natürliche Wachstum des deutschen Volkes auf der einen und jedes dieser sechs östlichen Grenzvölker auf der anderen Seite notwendigerweise zu Reibungen mit ihnen führen.

Bringt also schon die Mittellage des deutschen Volkes in Europa und die geradezu einzig schlechte und uugünstige Gestaltung seiner Grenzen, bringt die durch alles das bediugte besonders große Zahl und besondere Lagerung seiner Nachbarvölker es mit sich, daß dom deutschen Volke schon aus der schlichten Tatsache seines bloßen Seins und natürlichen Wachsens Reibungen und damit Gegnerschaften erwachsen müssen: so wurde und wird nun zu alledem noch dieses Mißgeschick beträchtlich erhöht durch die aus der uralten germanischen Wanderlust geborene Noigung des deutschen Volkes, in aller Welt, weitab vom heimatlichen Mutterboden, Pflanzstätten deutschen Volkstums zu gründen oder sich von eigenen und fremden Machthabern in deren Interesse zur Gründung solcher verlocken zu lassen; ungezählte davon sind im fremdvölkischen Meere versunken, und gleichwohl sind so viele geblieben, daß man sagen kann, es gäbe außer Griechen und Juden kein Volk auf dieser Welt, das solch eine Diaspora sein Eigen nennen könnte, wie eben gerade das deutsche, keines, das solch einen Archipel von Sprachinseln aus eigenem Blute über die ganze Welt hin verstreut hätte. Was Wunder aber, wenn auch daraus dem Deutschtum ungezählte Weiterungen und wenn ihm darob weit über das natürliche Maß hinaus Gegnerschaften erwachsen sind! Gegnerschaften, die freilich dank der deutschen Art, die so besonders ist im Guten wie im Schlimmen, zu oft nur zu furchtbarer Bitterkeit sich auftürmten! Fast wird man auch in dem Belange erinnert an das Schicksal der Griechen und der Juden, deuen kaum irgendwo Liebe blüht im Kreise der anderen Nationen dieser Erde; mag auch die Seele jener Völker sonst in anderen Rhythmen schwingen als die deutsche.

Vergessen wir schließlich auch nicht der Fruchtbarkeit und des Bodenreichtums gerade gewisser Grenzgebiete deutscher Siedlung, daran sich Neid und Begehrlichkeit der Nachbarn entzündeten: Wein, Kali, Kohle, Erze im Rheinland und in Elsaß-Lothringen; Holz in Südtirol; Mineralschätze und anderer Bodenreichtum in Südkärnten, Südsteiermark, im Heinzenlande, in Deutschböhmen und im ganzen deutschen Ost- und Nordostgebiete; der Ausmündung der wichtigsten Ströme Europas gerade im Bereiche der an und für sich an Binnenmeeren sich erstreckenden deutschen Küsten; des Industrie- und Gewerbs-reichtums vieler der Grenzgebiete (Rheinlande, Elsaß-Lothringen, Deutschböhmen, Oberschlesien); endlich und nicht zuletzt ihrer vielbesungenen Schönheit, es seien nun die Alpen oder die Waterkant, die Rheingefilde oder die Waldeinsamkeiten des Ostens.

So bedingt also schon die Lage seiner Wohnsitze und die Beschaffenheit ihrer Grenzen, daß das deutsche Volk ein Schicksal zu tragen hat wie kein anderes großes Volk auf dieser Welt, daß schon sein bloßes Sein anderen Völkern zum mindesten Unbequemlichkeit bereitet. Fast möchte man’s ein Wunder nennen, daß gleichwohl unserem Volke eine Gegenwart und eine Zukunft beschieden ist! Und doch ist es kein Wunder, lebt doch im Instinkte selbst unserer bittersten Feinde das Bewußtsein von der Unzerstörbarkeit nicht nur, nein auch von der Unersetzbarkeit des deutschen Volkes für die ganze Menschheit!

Ethnographisch-anthropologische und kulturelle Beweggründe im Deutschenhaß

Wenn die zentrale und dabei noch darüber hinaus so außerordentlich ungünstige, unausgesetzte Reibung nährende Siedlungslage des deutschen Volkes sozusagen „den Urgrund dafür abgibt, daß sein natürliches Sein und Wachstum ihm Widerstände an allen Ecken und Enden fühlbar werden lassen muß, und wenn, wie wir gesehen haben, zu alledem gerade der Anblick der blühenden deutschen Grenzlande wie geschaffen ist, den Nachbarn „lange Augen” zu machen, wenn dergestalt‘ ihre uns ungünstige gegnerische Grundstimmung jeden Tag, jede Stunde aufs neue und durch neuen Brennstoff angefacht wird in einem Maße und in einer Vielfältigkeit, darunter sonst keine Nation zu leiden hat: so war und ist es erst recht die Eigenart des anthropologischen und ethnographischen Aufbaues der deutschen Nation und ihrer aufs Innigste darin wurzelnden besonderen Kultur, die — in tragischem Gegensätze und Mißverhältnisse zu ihrem unvergleichlichen Edelgehalte und zu ihrem unvergänglichen Menschheitswerte — die Ungunst der Nachbarn und in weiterer Folge der öffentlichen Weltmeinung überhaupt aufreizen und in die Höhe wachsen lassen mußte.

Zwei Tatsachen kennzeichnen die anthropologische Struktur der deutschen Nation: erstlich die übrigens zweifellos an sich schon auf eine primitive, unterworfene Urrasse aufgepfropfte nordisch-germanische Grundlage, zweitens aber die zum Teil außerordentlich starke Kreuzung mit andersartigem Blute, und zwar gerade an den Grenzen deutscher Siedlung mit jenem der Nachbarvölker bis zu einem Grade, daß vielfach in der Tat von einer Aufsaugung (Germanisation) breiterer Schichten derselben gesprochen werden darf. So ist im ganzen Osten auf breite Landgebiete hin slawisches Blut in reichlichen Mengen aufgenommen worden, indes in Süd und West der keltische Einschlag ebenso unverkennbar sich kundtut, da wie dort die Nachbarschaftsbeziehungen verratend.

Nun sind ja freilich die Nationen der Gegenwart, und in erster Reihe die großen, samt und sonders Mischvölker. Allein die Mischung ist dort — kleinere Einschlußgebiete vielleicht ausgenommen — doch entweder eine das Volksganze durchdringende, nach geographischer Lageverschiedenheit kaum unterschiedene gleichmäßige Legierung, wie im eigentlichen England, oder aber es besteht doch keine so sehr eindeutige rassenmäßige Konvergenz der Einzelstämme zu den jeweiligen Grenznachbarn; so ist im italienischen Norden neben dem germanischen auch der keltische Einschlag so sehr mächtig, daß von dem ersteren heute kaum Spuren zu merken sind, während er anderseits auch in der Mitte und selbst im Rassenchaos des Südens nicht fehlt; ähnlich in Frankreich: dort ist nur im äußersten Norden auf eine schmale Strecke hin die Rasse die nämliche wie im benachbarten belgischen Flandern; sonst aber tritt der germanische Einschlag, der im französischen Volke sicherlich vorhanden ist, gerade im Norden Frankreichs, dort, wo die Grenze gegen deutsches Land läuft, vielleicht eher weniger zutage als in manchen Gegenden des Westens und des provenzalischen Südens. Anderseits stößt wiederum der Deutsche des Ostens, während er selber gerade dort slawisch gemischtes Blut in sich hat, unmittelbar meist auf reine Slawen oder Ungarn; denn wenn auch zumal Tschechen und Madjaren mit Strömen deutschen Blutes ihren Volkskörper genährt haben, so liegen doch die Gebiete, wo diese Mischung stärker hindurchschlägt, meist weiterab gerade von der Sprachgrenze, was wohl wieder eben daher kommt, daß das deutsche Blut von je weithin und wahllos über fremde Lande sich zu verspritzen die Neigung hatte und namentlich in größeren Städten sich verdichtete, wo es, fern von der Grenze geschlossenen deutschen Siedlungslandes, in fremder Umgebung unfehlbar der Aufsaugung und Einschmelzung verfallen war, dem eigenen Volke aber verloren ging.

Es kommt dazu, daß von je Angleichung und Angleichung zweierlei waren, je nachdem, ob der Deutsche fremdes oder ob der Fremde deutsches Blut in seinen Kreislauf aufnahm; stets fast ließ fremdes Blut im deutschen Körper, in der deutschen Seele, seltener aber, weit seltener deutsches Blut in Leib und Seele fremden Volkes dauerndes Zeugnis zurück! Sicherlich, zu einem großen Teile sind die Ursachen körperlicher, physiologischer Natur, sie liegen wohl an der geringeren Vitalität und Durchschlagskraft nordisch-germanischer Keimanlage gegenüber jeder anderen, wie sie von Gobineau an fast alle Rassenbiologen verzeichnet haben; zu einem anderen, nicht ganz geringen Teile aber liegen die Ursachen in psychologischen Eigenheiten der deutschen Seele, in der verhängnisvollen Neigung des deutschen Menschen zur „Eigenidolatrie”, davon wir noch an späterer Stelle sprechen werden; einer Neigung, die ihn nur zu oft vom eigenen Volkstum abtrünnig werden läßt.

Diese Tatsachen wirkten aus zwei ganz verschiedenen Gründen nachteilig auf die Gefühlsrichtung der Nachbarvölker gegenüber dem deutschen Volke ein: ob ihrer Ursachen und ob ihrer Folgen.

Daß sie ihrer Ursachen wegen so wirken mußten, ist gewiß nicht unverständlich. Die Aufsaugung großer Massen slawischen Blutes leitet sich her von dem für die Vorfahren des heutigen Deutschland erfolgreich ausgegangenen, bald friedlichen, bald blutigen jahrhundertelangen Ringen um den schon einstmals germanisch gewesenen, dann aber für lange Zeit an die Slawen verloren gegangenen und mühsam erst wieder eingedeutschten Osten unseres großen Vaterlandes. Hätte sich diese Eindeutschung geradlinig, konzentrisch und kontinuierlich entwickelt, sie hätte eine wesentliche „Frontverkürzung” der deutschen Volksgrenzen im Osten bewirkt! Allein, die geschichtliche Entwicklung im Verein mit gewissen psychologischen Momenten — wir werden davon ja noch sprechen — hat es mit sich gebracht, daß, abgesehen von dem kleinen, nicht in die Wagschale fallenden wendischen Binnensee in der Lausitz, drei große Buchten dieses frühmittelalterlichen slawischen Meeres bis in die Gegenwart stehen blieben und nicht wieder ein-gepoldert werden konnten: die nordwestpolnische, die tschecho-slawische und die slowenische. In diesen drei Völkern lebt daher, teils bewußt, teils in unterbewußten seelischen Engrammen die Erinnerung an die einstige vielhundertjährige Kampfzeit zwischen Deutschen und Slawen nach und empfängt durch die steten Reibungen an den Sprachgrenzen täglich neue Nahrung, wächst zur nie auslöschlichen Erbfeindschaft. Und in der Tat, zu welcher Wucht die Brandung des Deutschenhasses gerade in diesen einstmals fast versandet erschienenen Meeresarmen sich zu erheben vermocht hat, haben uns die letzten Jahrzehnte deutschen Lebens mit erschreckender Deutlichkeit dargetan! Woge auf Woge donnerte gegen das Ufer deutschen Kulturbesitzes, seine Ränder Stunde um Stunde aufs schwerste gefährdend, ja bald hier, bald dort unter sich begrabend . . . Aber es waren halb bewußte, halb unterbewußte geschichtliche Erinnerungen, aus denen diese slawische Verschlingungswut einen Titel moralischer Rechtfertigung für dieses ibr zerstörendes Wirken herleiten mochte, einen klingenden, dem Ohre der demokratischen Welt volltönenden Titel, den Titel der „Desannexion”; freilich mag geradeso auch die Springflut „desannektieren”, wenn sie mühsam gewonnenes und kultiviertes Deich- und Marschland unter sich begräbt; war’s doch einstmals dem Meere abgerungen worden . . . Aber selbst im Westen und im Süden war zu Ausgang des Altertums und im Beginne des Mittelalters einstmals rätischer oder keltischer, teilweise latinisierter Boden deutschem Wesen gewonnen worden; auch davon lebt manche Erinnerung bei unseren westlichen und südlichen Nachbarn. Noch wesentlicher jedoch ist in diesen Belangen, daß eine lange Gemeinschaft der Geschichte Deutschlands, Italiens und Frankreichs während der Frühzeit des Mittelalters, der nachher erst, hier früher, dort später die politische Trennung nachgefolgt ist, ein vielfaches Hin- und Herfließen der nationalen wie der staatlichen Grenzen mit sich gebracht hat, davon sich immer neue Streitigkeiten nährten; zumal zwischen Deutschen und Franzosen, einst Brudervölkern unter dem Zepter des germanischen Heerkönigs Karls des Großen, war solchen Streites seit Jahrhunderten kein Ende, und es bildeten sich infolge des ewigen Hin und Her, von Flandern bis an die Schweizer Grenze, ganze Lande einer Mittel- und Doppelkultur, deren zwiespältige Zwitterhaftigkeit dem Hader bis heutigentags stets neuen Anreiz lieferte.

Nicht minder aber mußten die Folgen dieser so gekennzeichneten Verteilung der Blutmischung „innerhalb des deutschen Volkskörpers dazu führen, die Reibungen und damit die Abneigungen gegen das deutsche Volk bei den Nachbarn zu verstärken. Gewiß ist es nicht bloß ein Nachteil, sondern im höheren Sinne sogar eher ein Vorzug deutschen Wesens, daß das lautere, aber zu weiche und darum nicht prägbare nordische Edelmetall mit anderen, ihm nicht allzuferne stehenden Rassenelementen zu einer glücklichen Legierung verschmolzen ist, der es — vielleicht auch anthropologisch — eine erhöhte Lebens- und Widerstandskraft im Kampfe der Keimanlagen verdankt. Allein aus dem Gesichtswinkel der Grenzbeziehnngen zu den Nachbarvölkern brachte die geographische Verteilung der Mischungen eben ihre besonderen Gefahren. Wäre etwa der Osten keltisch, der Westen oder die Mitte slawisch durchmischt, würden also -weder Keltoromanen noch Slawen in den ihnen zugewendeten Randländern deutscher Siedlung verwandte Züge entdecken können, ihre Begehrlichkeit würde angesichts des Fehlens solcher Spuren minder lebendig sein, zöge nicht tagtäglich aus den Eindrücken aller Sinne neue Nahrung. Wie aber die Dinge einmal liegen, brachte und bringt es die Einschmelzung größerer Massen solchen Blutes, das den Nachbarn verwandt war, gerade an deren Grenzen mit sich, daß der Kelte, wenn er von Westen, wie der Slawe, wenn er von Osten her deutschen Boden betritt, auf Schritt und Tritt Ähnlichkeiten entdeckt: nicht nur Orts- und Flurnamen, nein, auch die Menschen und ihr Schlag, ihre Trachten und ihre Sitten, vielfach selbst Anklänge der Sprache und der Sprechmelodie erinnern ihn an die Spuren eigenen Blutes, die im deutschen Volkskörper kreisen. Und so kommt es, zumal dank dem frischfröhlichen Chauvinismus gerade unserer kelto-romanischen und slawischen Nachbarn, der uns später noch beschäftigen wird, daß der Gedanke an die ganze Art der ihnen zugewendeten Grenzgebiete deutscher Siedlung in ihnen nur zu leicht Revindikationsgelüste aufflammen läßt, die sich in vielen Köpfen, Jahrhunderte, ja ein Jahrtausend der Geschichte und Kulturgeschichte in tollen Kapriolen überschlagend, zur überwertigen Idee, zum Desannexionswahnsinn verdichten. Beispiele bietet uns die bittere Gegenwart in Fülle: den Ansprüchen der Franzosen auf das linke Rheinufer sekundiert das polnische Begehren nach Danzig, Bromberg und Oberschlesien, das tschechische nach Deutschböhmen, dem Sudetenlande und der Lausitz, das südslawische nach der Untersteiermark und Südkärnten, das italienische nach unserem Südtirol. Wie aber der Verfolgungswahnsinnige zum Verfolger derjenigen wird, die ihm im Namen der Vernunft sinnlose und ungerechte Übergriffe wehren — gerade die französische Psychiatrie spricht ja recht treffend von der Figur des „persecute persecuteur” —, so entfacht es nur die Wut unserer Anrainer, wenn wir jahrtausendealtes, in harter Arbeit unserer Kultur erschlossenes und gewonnenes Land, wenn wir Millionen, seit Jahrtausendfrist trotz fremden Bluteinschlages zu uns gehörender, mit uns fühlender Volksgenossen ihren überwertigen Ideen nicht zum Opfer bringen wollen; ohne aber daß die meisten von ihnen ahnten, welches Unrecht sie damit uns antun! Cet animal est tres mechant, quand on l’attaque, il se defend … So klingt es wohl im tiefsten Innern unserer zahlreichen Grenznachbarn! Eine neue Quelle ihres Hasses gegen uns ist hiemit aufgeschlossen!

War es nun auf der einen Seite die Rassenmischung in ihrer Eigenart, die zu einer der Quellen des dem deutschen Volke entgegenschlagenden Hasses ward: so lieferte ihm hinwiederum die nordisch-germanische Grundlage der anthropologischen Zusammensetzung ihrerseits nicht weniger an bestimmten Elementen! Wo immer nämlich die germanische Rasse in der Geschichte auftritt, allenthalben ist es als Herren- und Erobererrasse; Normannen, Waräger, Angelsachsen, Deutsche, überall ist es das gleiche! Herrenmenschen, Herrenrassen werden aber, ihrem inneren Edelgehalte in menschlichen und kulturschöpferischen Belangen zu Trotz, nirgends und niemals geliebt, nur gefürchtet werden sie, solange sie Furcht einflößen! Wo aber der bleiernen Furcht sich auch nur eine leise Spur von Hoffnung beimengt, es könnte je gelingen, von der Herrenfaust sich zu lösen, dort wandelt sie sich zu loderndem Haß gegen den „Unterdrücker”! Und nun bedenke man, wie — zum Unterschiede von seinen angelsächsischen Vettern — infolge aller der aus seiner Lage Ungunst sich ergebenden zahlreichen Reibungen, denen er von je ausgesetzt war und ist, und infolge seiner unglückseligen Geschichte, die wir noch würdigen werden, gerade der Deutsche selbst stets erneut die Hoffnung, seine Überlegenheit zuschanden werden zu sehen, bei den Nachbarn anreizen mußte! Nimmt man hinzu, daß manche Züge seiner „Herrennatur” diese Nachbarn zuweilen auch unnötig herausgefordert und deren Rachegfühl geradezu aufgepeitscht haben, so wird man unschwer erkennen, wie da ein Vorzug des Wesens wieder zum Verhängnis werden mußte.

Die ethnographischen Eigentümlichkeiten des deutschen Volkes waren nun aber über diese bisher gewürdigten Momente hinaus noch aus gewichtigen Gründen anderer Art nur zu sehr geeignet, die Gefühlseinstellung der Nachbarn und in weiterer Folge der ganzen Welt letzten Endes in der Richtung des Hasses konvergieren zu lassen. Schon in der germanischen Art als solcher liegt eine starke Neigung zum Individualismus begründet, wie männiglich bekannt; wir werden auf dieses Thema noch zurückkommen müssen. Hier zunächst soviel, daß jenem nicht zuletzt die in manchen Zeiten deutscher Geschichtsentwicklung fast beängstigende Zersplitterung und Uneinigkeit der Nation zu danken ist. Nun, dies ist schließlich etwas allgemein Germanisches und hat auch unter anderen germanischen Völkern zuweilen ganz ähnliche Erscheinungen gezeitigt. Allein, beim deutschen Volke hat die Eigenart der Rassenmischung die Auswirkungen des Individualismus noch darüber hinaus geradezu verstärkt: zu den rein germanischen Stammeseigentümlichkeiten kommen nämlich nun noch, nicht ausgleichend, sondern, da untereinander verschiedenen Einschlägen entsprechend, die Unterschiede noch verstärkend die fremden Blutzuflüsse und die darum nicht bloß dialektischen Stammesunterschiede unter den Deutschen. Rathenau hat mit Recht — wenn auch vielleicht dem Maße nach fehlgreifend — einem ähnlichen Gedanken Ausdruck geliehen, hat davon gesprochen, wie im deutschen Volke von heute Elemente fremdartiger seelischer Herkunft mit jenen der germanischen Grundanlag.e sonderbar sich gemengt hätten, zu ganz bestimmten, scharf gekennzeichneten, seelischen Strebungsrichtungen ; und diese resultierenden Strebungsrichtungen sind naturgemäß im einzelnen verschieden, sind etwas andere im keltisch gemengten Westen denn im Südosten, wo einiges südslawische Blut im deutschen Volkskörper kreist, im Südwesten, wo rätische und alpine Rasseneinschläge nicht zu verkennen sind, im Nordosten, wo der nordslawische und litauische Blutzufluß starke Spuren hinterlassen hat, und schließlich in der Mitte und im Nordwesten, wo das germanische Blut sich am reinsten erhielt. So kam es zu mundartlichen Verschiedenheiten, aber auch zu Verschiedenheiten in Sitte und Brauch, zu Verschiedenheiten in der gesellschaftlichen und staatlichen Fühlsund Denkweise — letztere sicherlich zum nicht geringen Teile anthropologisch begründet —, wie in solcher Mannigfaltigkeit bei keinem anderen Volke, welches dennoch, wie das deutsche, der Wesenheit nach ein einiges, einheitliches, untrennbares, gemeinsam fühlendes Volk geblieben ist. Alle diese Umstände, verstärkt freilich noch durch andere, später zu würdigende Momente, haben in der Geschichte des deutschen Volkes ihren Niederschlag zurückgelassen. An dieser Stelle aber muß vor allen Dingen darauf hingewiesen werden, wie sehr gerade eben diese Zersplitterung und Zerklüftung und überreiche Gliederung des deutschen Volkes seine Nachbarn immer wieder dazu verleiten mußte, an seiner völkischen Einheit zu zweifeln, seine Uneinigkeit aber, von Cäsar bis auf Clemenceau, in ihre Berechnungen einzubeziehen; wie sehr jedoch diese Hoffnungen, allem oft gleißenden Schein zu Trotz, letzten Endes immer wieder im entscheidenden Momente an dem Felsen deutscher Einheit Schiffbruch litten. Eben aber diese stets von neuem sich wiederholende Enttäuschung seiner Feinde wurde gerade infolge der Umstände, die dazu führten, zu einer neuen Quelle bitteren Zornes und Hasses gegen das deutsche Volk. Wäre es stets und bis ins kleinste national einig gewesen, hätte • es einen ernstlichen Partikularismus nie in sich aufkommen lassen, es stünde geachteter und beliebter da im Kreise der Völker!

Aber weiter! Die ethnographische Eigenart des deutschen Volkes hat auch in dem Gebiete der Alltagspsychologie unzweifelhaft ihre Züge eingezeichnet; und diese Züge wurden auch ihrerseits zu Quellen des Deutschenhasses. Wir werden allerdings auf diese Dinge noch später und gerade an späterer Stelle besonders eingehen; allein zum Teil gehört ihre Erörterung doch schon hieher, denn es handelt sich um solche psychologische Eigentümlichkeiten, die vor allem auf die ethnographische Grundlage des deutschen Volkes zurückzuführen sind. Zunächst beruht unzweifelhaft auf dem germanischen Grundelement der deutschen Rassenlegierung jener psychologische Zug im deutschen Wesen, den man die Neigung zum „Herrenmenschentum” nennen könnte; namentlich im deutschen Norden und vornehmlich in dessen gesellschaftlichen Oberschichten ist diese Herrenart bekanntlich ein besonders hervorstechender Zug, und zwar keineswegs nur bei der Schicht der „Junker”, sondern auch in Kreisen und Klassen, die politisch und sozial recht weit nach links hin orientiert sind. Es kommtnun aber dazu, daß diese Herrenart dem Deutschen aus einem bestimmten Grunde, und zwar gerade in dem während der letzten Jahrzehnte im Besitze der politischen Führung gewesenen Nordosten nicht mit solcher Selbstverständlichkeit und darum nicht mit derartiger Selbstsicherheit anhaftet wie etwa dem Angelsachsen, Holländer oder Skandinavier: es beruht dies auf der Tatsache, daß namentlich im Nordosten Deutschlands das rein germanische Element durch Jahrhunderte gegenüber den unterworfenen, wenn auch später eingedeutschten slawischen oder halbslawischen Elementen die soziale Oberschicht dargestellt hat und daß sich diese Tradition, wenngleich umgestaltet, weil hier das nationale Moment infolge der im Laufe der Zeit erfolgten rassenmäßigen Ausgleichung aller Schichten nicht einmal mehr im Unterbewußtsein eine Rolle spielt, im sozialen Alltagsleben bis auf den heutigen Tag doch noch sehr lebendig erhalten hat; die Folge davon war wiederum bis in die jüngste Gegenwart hinein eine im Leben des Alltags zutage tretende, fast geflissentlich-ängstliche, bis ins kleinste hinein und bis in die kleinsten Differenzierungen zwischen den Menschen hinein reichende Hervorkehrung gesellschaftlicher Gegensätzlichkeit; und dies bedingt wiederum, daß das „Herrenmäßige” im deutschen Menschen nicht mit jener eleganten Selbstverständlichkeit zum Vorschein kommt wie bei Angehörigen anderer reinrassiger oder anders gemischter germanischer Völker, sondern mit einer gewissen geflissentlichen Betonung auch im Alltagsleben gewohnheitsmäßig hervorgekehrt zu werden pflegt. Nun ist es aber für die meisten Menschen bekanntlich schwer, ihre häuslichen Gewohnheiten im Verkehre mit Fremden gänzlich zu verleugnen; wo aber solch ein Versuch unternommen wird, dort entsteht, zumal das Gelingen in der Regel ja doch nur ein halbes ist, nur zu oft der Eindruck einer gewissen Künstlichkeit und Gezwungenheit; beides aber ist in gleicherweise der Erwerbung von Sympathien seitens anderer Volksindividualitäten abträglich. Und wo nun gar solche Eigenschaften in jeder nur erdenklichen Konstellation gerade auch auf politischem Gebiet schroff zutage treten, dort muß die Antipathie naturnotwendigerweise in Haß Umschlägen. Wir werden in einem späteren Kapitel übrigens noch dartun, welche besonderen seelischen Eigentümlichkeiten, welche besonderen Unausgeglichenheiten der deutschen Seele überhaupt, vor allem der noddeutschen Seele, alle diese Dinge noch mit besonderer Schärfe hervortreten ließen und so diese Quelle des Deutschenhasses vertieften.

Aber nicht minder sind es die nicht-germanischen Elemente im Deutschtum, deren Legierung mit dem germanischen Elemente neben ihren großen Vorteilen auch seelische Nachteile im Gefolge hatte. Zunächst wTar es natürlich ein Produkt der eben ge-sehilderten Verhältnisse, daß als deren Kehrseite in den unteren Schichten zumal im Nordosten eine gewisse Neigung zur Unterwürfigkeit gezüchtet wurde, die im Preußentume, in einem gewissen Gegensätze zu Österreich und Süddeutschland, wo sie anderer Herkunft ist und gemütlichere Außenformen zeigt, überdies gepaart mit einer gewissen militärischen Schärfe zutage trat; wiederum wurde diese Eigenschaft in breiten Volkskreisen so sehr zweite Natur, daß sie sich auch im Verkehr mit Nichtdeutschen offenbarte und offenbart, natürlich nichts weniger denn geeignet, dem deutschen Volke Zuneigungen zu werben. Geradezu intensive Abneigung aber mußte die Mischung von Bedientenhaftigkeit mit Anläufen zum Kopieren des „Herrenmäßigen” erwecken, wie man sie als eine Art von „Mimikry” bei den unteren und mittleren Klassen nicht ganz selten findet; und es hat dieses ohnehin gegebene seelische Mißverhältnis neue Nahrung empfangen durch andere Eigentümlichkeiten der deutschen Seele, auf die wir, wie bemerkt, später besonders zu sprechen kommen werden. Auch dies alles aber eröffnete dem Deutschenhasse Quellen.

Selbst im Westen und Süden des deutschen Sprachgebietes hat die spezifische Rassenmischung, wenn auch nicht entfernt in solchem Maße manche Folgen gezeitigt, die letzten Endes der Beliebtheit des Deutschtums abträglich waren und noch weiter sind. Hier war es wieder die keltische Blutbeimischung, die in weiten Schichten der Bevölkerung einerseits eine gewisse äußere Beweglichkeit und charakterologische Labilität, anderseits auch — in dieser letzteren Hinsicht waren freilich neben dem Rassenfaktor sicherlich auch simple Nachbarschaftseinflüsse wirksam — starke demokratische Neigungen gezeitigt hat, die sich dem germanischen Herreninstinkte und der germanischen Beharrlichkeit und Zähigkeit vielfach entgegenstemmten, namentlich seit norddeutscher Einfluß sich stärker zu regen begann; nicht selten machte sich dieser Gegensatz in mehr oder weniger heftigen Reibungen und äußeren Entladungen Luft? Wir werden, wenn auf die psychologischen, politischen und historischen Belange die Sprache kommen wird, noch genugsam auf diese Dinge eingehen. Hier gedenken wir ihrer vor allem aus dem Grunde, weil bekanntlich die daraus resultierenden, durch religiöse und dynastische Tendenzen vielfach verstärkten partikularistischen Neigungen der west- und süddeutschen Stämme bei den Nachbarn, vom Mittelalter bis in die bittere Gegenwart hinein, die Hoffnung erweckt haben, das deutsche Volk, dem man die Einheit des politischen Sinnes absprechen zu müssen sich berechtigt wähnte, ließe sich leicht spalten und große Teile desselben ließen sich den angrenzenden Nationen, zumal den Lateinern, anpassen; eine Hoffnung, die neue Säfte aus der tief traurigen Tatsache zog, daß vorübergehende besonders Unglückselige Einzelkonstellationen der an schwarzen Tagen so schmerzlich reichen Geschichte des deutschen Volkes die seelische Absplitterung einzelner besonders gefährdeter Stämme in Wirklichkeit ermöglicht hatten. Luxemburg, Flandern, Lothringen im Westen, das heutige Welschtirol im Süden sind solche Leichenfelder einstmals urdeutschen Lebens und Blühens; und uns allen, die wir Zeitgenossen der brennend schmerzvollen Gegenwart sind, krampft das Herz bei dem bangen Gedanken, das Elsaß, dessen Urdeutschheit ein Goethe bezeugt hat, könnte einmal einem ähnlichen-Schicksale geweiht sein . . . Ein Trost aber wird uns: die Hauptmasse der deutschen Süd- und Weststämme hat — und sie bezeugt es heute, in Not und Qual, aufs neue — allem häuslichen Zwist zu Trotz in kritischen und gerade in kritischen Stunden mit verdoppelter Treue noch stets mit allen Fasern an dem festgehalten, was trotz allem doch das ungleich Stärkste war, ist und sein wird in ihr: am Deutschtum in Sprache und Sitte, im Denken und Fühlen. Was uns aber tröstliche Verheißung einst besserer Tage so oft schon war und heute wiederum ist: für die anderen Völker wurde gerade dieses ein Grund mehr, uns feind zu werden, denn es trog sie um Hoffnungen, deren Wirklichkeit ihnen mehr als einmal zum Greifen nahe schien. Gibt es aber eine Quelle des Hasses, die ergiebiger wäre denn getäuschte Hoffnung auf Liebe?

Nun noch einige Worte über ein Volkselement, über dessen ethnische Zugehörigkeit zum Deutschtum bekanntlich die Meinungen verschieden lauten, das aber im äußeren Rahmen des deutschen Kulturlebens unzweifelhaft keine unscheinbare Rolle spielt, wie schließlich im Leben fast aller Völker von heute. Gemeint ist das jüdische. Man darf getrost sagen: der deutsche Jude sei — man mag ihm die Zugehörigkeit zum deutschen Volke in völkerbiologischer Hinsicht zuerkennen oder absprechen — sicherlich ein besonderer Typus, recht scharf geschieden von dem Juden des europäischen Westens wie des europäischen Ostens, mag letzterer auch eine Art pseudodeutschen Jargons sprechen. Der deutsche Jude, d. h. der Jude, der in deutscher Umgebung geboren und erzogen, mit deutscher Kultur durchtränkt ist und sich sehr vielfach subjektiv als Deutscher fühlt, vereinigt in sich in einer besonders gekennzeichneten seelischen Legierung deutsche Bildung und Denkweise mit einer gewissen psychischen Orientierung, die, gleichgültig ob rassenendogen oder Kunstprodukt des Ghettos, jedenfalls, zwar nicht absolut, aber doch relativ, d. h. besonders oft und ausgeprägt der jüdischen Mentalität eignet: gemeint ist da eine gewisse Hinneigung zur unerbittlichen und oft rücksichtslosen Analyse aller Dinge, zu einer vor nichts haltmachenden kritischen, gerne theoretisierenden und schulmeisternden Denkweise auf der einen und zu einer ganz außerordentlich auf das praktisch Nutzbringende gerichteten Betätigungsweise auf der anderen Seite. Nun zeigt sich etwas recht Merkwürdiges, was uns noch später beschäftigen wird: es besteht nämlich, ungeachtet einer ursprünglich sehr weitgehenden und grundsätzlichen Verschiedenheit des Fühlens (die übrigens beim Einzelindividuum kein Absolutum darstellt!), in der Art des Denkens in manchen Belangen eine gewisse Konvergenz zwischen deutscher und jüdischer Mentalität, so daß, bei aller Verschiedenheit der inneren Bedingungen und Strebungen, der äußerlich sichtbare Effekt oft der nämliche scheint und, wo seelisch in einem Individuum beiderlei Faktoren in-einanderfließen, eine Art dynamischer Verstärkung möglich ist. Wir werden nun später noch recht eingehend bei der ursprünglich spezifisch norddeutschen, beziehungsweise preußischen „Schulmeisterlichkeit” der deutschen Geisteskultur verweilen müssen und sehen, wieviel gerade sie zur Rationalisierung und Ertüchtigung, aber auch zum Verhaßtwerden deutscher Art beigetragen hat. Hier aber nur soviel, daß — wenn auch natürlich nur im äußeren Endeffekt! —- „jüdische” und „preußische” Lehrhaftigkeit des Wesens manche Kongruenz miteinander darbieten und, sobald sie in einem Individuum sich summieren mit besonders unerbittlicher Schärfe sich abzeichnen. Nun braucht es ja wohl bloß der Nennung eines Wortes, um darzutun, wie und wo solche Summation in hohem Maße zur Wirklichkeit geworden ist, des Wortes: Berlin! Denn wohl nirgends in deutschen Landen, auch nicht in Frankfurt oder in Wien, mag auch da wie dort der Prozentsatz der jüdischen Bevölkerung ein absolut höherer sein, haben sich jüdische und deutsche Denkweise so enge verfilzt — vielfach übrigens auf dem Boden ausgiebiger Blutmischung — wie in weiten Schichten der Berliner Gesellschaft. Vieles von jener rücksichtslos und bedenkenlos ätzenden, dogmatisierenden, dabei mit steter Bereitschaft zum Schulmeistern und Abkanzeln der lieben Mitmenschen, zumal solcher, deren Wiege nicht an den Ufern der Spree stand, verbundenen Lust am Kritisieren um seiner selbstwillen, wie es dem Berliner sprichwörtlich eignet, übrigens von ihm aus auf weite Kreise Norddeutschlands und selbst schon Süddeutschlands „ausgestrahlt” ist, scheint auf dieser Summationswirkung der Mentalitäten zu beruhen, deren Vorteile ein Bismarck nicht verkannt hat, die aber den großen Nachteil besitzt, der riesigen Mehrzahl andersgearteter Menschenkinder keine rechte Einfühlung zu gestatten und darum zuletzt Gefühle der Abneigung in ihnen hervorzurufen. Nun bedenke man aber, in welchem Maße „Berlin”, will sagen der Berliner Geist und in den letzten Dezennien schließlich die Aussaat seiner über ganz Deutschland hin verbreiteten massenhaften seelischen Metastasen für das Gesamtdeutschtum „repräsentativ” geworden, und in welchem Maße mit und in ihm, im allgemeinen wie in‘ Gestalt zahlreicher Einzelindividuen, die preußisch-jüdische konvergente Summation der Mentalitäten zur Geltung gelangt ist: und man wird begreifen, daß und warum auch diese Tatsache keinen der allerletzten verursachenden Beweggründe des Deutschenhasses abgegeben haben mag.

Wir ersehen aus alledem, worüber wir eben gehandelt haben, wie nahe ethnologische, psychologische und soziologische Momente einander berühren, wie sie stellenweise geradezu ineinanderfließen, hier so gut wie in anderen Belangen. Wir werden ja gleichwohl allen diesen Einzelfragen ihre besonderen Abschnitte widmen, aber manches mußte doch hier schon vorweggenommen werden. Wer jedoch von deutschen .Kulturbelangen spricht, kommt eben um alle diese Wechselwirkungen nicht herum.

Auch deutscher Kultur in ihrer Gesamtheit aber war zweifelsohne das tragische Los beschieden, unseren Nachbarn Lebensnotwendigkeiten in Fülle zu liefern und die Quittung hiefür in Gestalt lodernden Hasses zu erhalten! Wie das nun kam? Die Frage soll uns jetzt beschäftigen. Und die Antwort auf- sie ist nicht gar so schwer zu finden: es ist das lehrhafte Gewand, in dem deutsche Kultur auftritt, und es ist der ihr innerstes Wesen ausmachende Kultus der Arbeit, der darin zu einem wahren Sakramente erhoben erscheint, der Arbeit um ihrer selbst willen, was das Deutschtum ebenso groß gemacht hat wie den Haß dagegen bei den anderen, die. halb oder gänzlich unwillig, die deutsche Arbeitsweise angenommen haben, um Schritt halten zu können, in deren Seele Tiefen aber, wenn auch vielfach nur in Engrammen des Unterbewußtseins, ingrimmig der Schmerz um das verlorene Paradies bohrte, da man noch nach Kinderart in den Tag hinein leben durfte, unbeirrt und ungestört durch rastlosen deutschen Fleiß und ruhelosen deutschen Forscherdrang.

Ich möchte nicht mißverstanden werden, möchte nicht, daß man diese Worte so läse, als schriebe ich im Sinne derer, für die das Nordisch-Germanische das allein kulturzeugende Element bedeutet; ich halte vielmehr, wiewohl tief durchdrungen von der letztlichen Überlegenheit nordisch-germanischer (allerdings natürlich nicht bloß deutscher!) Kultur in ihrer Gesamtheit, die radikale Ausschließlichkeit etwa des Chamber-lainsehen Standpunktes und der politisch-anthropologischen Schule für falsch. Meilenferne liegt es mir insbesondere, in Abrede zu stellen, daß unter den lateinischen wie unter den slawischen Nachbarn des deutschen Volkes auch rein endogene Kulturfaktoren von achtunggebietender Größe wirksam gewesen sind: von Franzosen und Italienern braucht hier nicht weiter die Rede zu sein, das Unsterbliche, was ihre besten Geister in Fülle für die Menschheit geleistet haben, ist so groß, daß der Groll, den wir Deutsche gegen sie im Herzen tragen ob all des ungeheuren Leids, das sie uns vorsätzlich angetan haben und immerzu weiter noch antun, niemals imstande sein wird, es ungerecht verkennen zu wollen; jedoch auch Russen, Polen, Tschechen und Südslawen dürfen auf eine Zahl genialer Männer, Künstler zumal, und auch auf manchen gelehrten Kopf hinweisen, der, durchaus originale Bahnen wandelnd, überragende Kulturwerte hervorgebracht hat. Was aber fast allen Nachbarvölkern, jene germanischen Stammes natürlich ausgenommen, die für diese Betrachtung weniger in Frage kommen, abgeht, das ist die dem Deutschen im Laufe der Entwicklung in Fleisch und Blut übergegangene, sozusagen Nationaleigentümlichkeit gewordene Rastlosigkeit im Arbeiten und Forschen, die Freude daran, die ihn um der Arbeit und des Forschens selbst willen nicht zur Ruhe kommen, sie aber auch andern nicht gönnen lassen will. Betrachten wir demgegenüber den Durchschnittsfranzosen, dessen Ideal die Erarbeitung einer Rente ist, damit er sich je eher je lieber zur Ruhe setzen kann, dessen Mentalität Neuerungen auf dem Gebiete der Arbeit so sehr abhold sich erweist; den Italiener, von dem im Durchschnitte das Nämliche gilt; den Slawen, der, wiewohl oft ein Schwärmer und Vielredner, in seiner Denk- und Arbeitsweise von jeher etwas Seßhaftes, Beharrendes hatte und, wenn überhaupt, nur unwillig diese seine Ursprünglichkeit aufgibt! Alle diese Völker mußten naturgemäß die deutsche Denk- und Arbeitsmethodik, die sie durch die Gewalt der Tatsachen in ihren Bann gezwungen hat, einer Peitsche gleich empfinden! Manche, wie die Tschechen, haben sich ihr gleichwohl — vielleicht dank dem vielen deutschen Blute, das gerade sie aufgenommen haben — sehr weitgehend anzupassen vermocht, so daß eben die Tschechen darin sogar manchen, etwas abseits von der allgemeindeutschen Kulturentwicklung gestandenen deutschen Stamm vorübergehend zu überflügeln imstande waren; allein tief im Herzen, im Unterbewußtsein ist gerade auch bei ihnen der Stachel zurückgeblieben gegen den „Schulmeister”, den Deutschen, der einstmals ihr Volk herausgezwungen hatte aus seiner glücklichen, beschaulichen, kindlichen Sorglosigkeit; und darum haßt das Volk den Deutschen, wie man von je den Schulmeister gehaßt, mochte man ihm — objektiv verstanden — noch so vieles verdanken! Es ist nun einmal nur zu oft des Lehrers Los, daß der Schüler in ihm nicht den Mittler hoher Lebenswerte, sondern den Zwingherrn erblickt, der ihm die Freude — an der Ursprünglichkeit, an der Sorglosigkeit zerstört hat. Aber auch den alten lateinischen Kulturvölkern mußten Schweißgeruch und Fleiß des deutschen Nachbarn unfehlbar auf die Nerven fallen, die Früchte dieses Schweißes aber Neid in ihnen erwecken. Hinc illae lacrimae . . .!

Dazu kommt nun noch etwas Weiteres, was wiederum, weil tief im Psychologischen wurzelnd, auch noch an späterer Stelle Würdigung finden wird, aber doch schon in diesem Zusammenhänge vorweg erwähnt werden muß, weil es aufs engste mit dem Wesen und Wirken deutscher Kultur nach außen hin übereinstimmt. Man hat der deutschen Lehrhaftigkeit oft genug den Vorwurf der aufdringlichen Lautheit gemacht; gewiß, dieser Vorwurf schießt übers Ziel, aber ein Körnchen Wahrheit steckt unzweifelhaft darin, denn das eifervolle Betonen des Lehrhaften ist in der Tat ein Stück von der Seele des eifervollen Schulmeisters; allein ebenso schulmeisterlich ist der teils unbewußte, teils bewußte Verzicht auf jedwedes Hilfsmittel advokatischer Mentalität, wie es die deutsche Kulturpropaganda kennzeichnet. Im Lehrhaften von oft geradezu fanatischer Offensivität, ist sie nicht einmal der schwächlichsten Defensive fähig, wo immer im Kampfe der Kulturen advokatische Dialektik nottut. Schon im Alltagsleben zeigt sich dieser Mangel, zeigt sich die Schwäche, die der Deutsche im geistigen Kampfe um die eigene Sache bekundet, indem er nicht versteht oder nicht verstehen will, wie sehr es in der Hauptsache darauf ankommt, nicht die Geister, sondern die Gemüter zu gewinnen! Oft hat man gestritten, warum der Slawe den Deutschen „nemec” (stumm) nenne; nun, ich bin kein Philologe, aber ich meine, wer je Slawen und Deutsche nebeneinander gesehen und gehört hat, der wird nicht im Zweifel sein, daß im tiefsten Grunde ein Bewußtwerden psychologischer Unterschiede bei dieser Nomenklatur Pate gestanden habe; man halte die im Guten wie im Bösen sprühende Lebendigkeit slawischer Rede neben die gemessene, herbe und spröde Wortkargheit und Wortknappheit der deutschen, und man wird in der Tat den Deutschen, der seine so reiche Sprache vor allem in sein Inneres verweist, „stumm” finden neben dem Slawen, der sie in Wahrheit „auf der Zunge” trägt. Man beachte auch die große Namenfreudigkeit der Slawen; die wenigen Jahrhunderte slawischen Seins im deutschen Osten haben genügt, fast allen Orts- und Flurnamen slawische Namen zu geben, indes der Deutsche nachher, nach der Wiedergewinnung seiner alten Heimat, gar kein Bedürfnis empfand, die slawischen Namen durch deutsche zu ersetzen; bis tief nach Thüringen hinein finden sich wendische Orts- und Flurnamen noch heutigen Tags (selbst ganz im Westen bei Eisenach ist noch ein Dorf, das „Lupnitz” heißt!), und bis heute konnten sie sich erhalten, denn der „stumme”, redekarge, sprachun-freudige Deutsche hat sie wohl notdürftig eingedeutscht, aber sonst gelassen, wie sie waren, unlustig, an ihre Stelle deutsche Klänge zu setzen. Dem Deutschen ist es aber leider in keiner Hinsicht bewußt und niemand hat ihn dazu erzogen, sich dessen bewußt zu werden, welche Waffe im Kampfe der Kulturen die Sprache ist, die Sprache nämlich, wenn sie richtig, am richtigen Ort, in richtiger Weise angewendet wird, als Mittel, auf die Gemüter der anderen zu wirken! Der Deutsche verschmäht es eben, ungleich dem Slawen und dem Lateiner, die Sprache advokatisch im nächsten wie im weitesten Sinne zu gebrauchen, sie dünkt ihm ein Heiligtum im Dienste tiefster Innerlichkeit oder reiner Wissenschaft und Lehre. Unzweifelhaft ein edles und hohes Ideal, allein ein solches, dessen Hochhaltung mit Sicherheit dazu führen mußte, neue Hassesquellen sprudeln zu lassen, deren heißer Strahl dem Deutschen ins Antlitz spritzte. Denn wer, im Alltag wie im großen Kampfe der Geister, das starke Schwert der Sprache psychologisch, advokatisch also meistert, dem Slawen, dem Lateiner gleich, der nimmt die anderen im Sturme gefangen! Wer aber die äußere Sprache als Werkzeug lehrhaften Überzeugenwollens allein gelten lassen möchte und sich darum darin, wenn überhaupt, nur im Sinne lehrhafter, nicht psychologischer Dialektik übt, der setzt sich der Gefahr aus, das Schweigen zu un-rechter Stunde durch überlautes, aufdringliches Dozieren am ebenso Unrechten Orte überkompensieren zu müssen in dem Wahne, die Menschen damit für seine gute Sache gewinnen zu können. Und doch ist es ein Wahn, denn die Menschen gewann noch stets der Advokat und nicht der Schulmeister! So kommt es, daß alles ehrliche Mühen des Deutschen, alles eifervolle Bestreben, den anderen Völkern darzutun, was alles an unermeßlichen Diensten er ihnen in der Zeiten Lauf geleistet, als Versuch mit psychologisch untauglichen Mitteln zuschanden werden mußte, weil der Deutsche „stumm” blieb, wo er sprechen sollte, aber redete, wo Schweigen mindestens unschädlicher gewesen wäre als Reden, und weil seine Rede als solche in der Tonart sich stets vergriff. Kein Geringerer als Thomas Mann hat irgendwo beklagt, daß wir Deutsche nicht verstünden, am rechten Orte zu rechter Zeit mit rechten Mitteln unsere Sprache zu unserem Anwalt zu machen; desto öfter tun wir es zu Unrechter Zeit am Unrechten Orte mit Unrechten Mitteln! Und so konnte es kommen, daß ein französischer Schweizer einmal schreiben durfte: Die französische Kultur suche durch „Ausstrahlung”, die deutsche durch „Gewalt” sich auszubreiten. In Wirklichkeit trifft ja das Gegenteilzu, aber der Schein, auf den nun einmal die Menschen das meiste geben, spricht für das paradoxe Wort: natürlich, denn advokatische Beredsamkeit scheint ja „auszustrahlen” auf die Gemüter, sie wirkt eben durch suggestive Mittel, indes der Schulmeister auf die reine Vernunft mit logischen Mitteln einwirken möchte, und da es nun einmal den meisten Menschen wider den Strich geht, der kühlen Vernunft die Herrschaft über das lebenswarme Gefühl zu gönnen, ein Gewaltmensch scheint. Darum ist auch hier wieder eine Quelle des Deutschenhasses zu suchen. Arbeitsfanatismus, Lehrhaftigkeit und Mangel advokati-scher Sprachkultur, das alles also hat, ganz wie andere, später besonders zu würdigende psychologische Eigenheiten, die deutsche Bildung, von der soviel Nutzen und Segen über die Nachbarvölker gekommen ist, nicht nur um allen schuldigen Dank gebracht, sondern es ist geradezu mit zu einer der Ursachen des Weltenhasses wider sie geworden.

Historische Ursachen des Deutschenhasses.

Infandum regina jubes renovare dolorem! Dieser Dichter-vers gäbe gewiß wohl das passendste Leitmotiv auch für dies traurigste dieser Folge trauriger Kapitel!

Konnte anderwärts immer wieder beklagt werden, wie schuldlos oder doch aus wie sehr geringem Verschulden das deutsche Volk sich den Haß der anderen zugezogen habe: seine Geschichte und seine Politik, die es selbst oder die doch seine Lenker gemacht haben, lassen es leider nicht völlig schuldlos erscheinen an dem Haß, der ihm daraus weit über den Kreis seiner Nachbarvölker hinaus erwachsen ist!

Ein Volk, mitten in Europa innerhalb der denkbar ungünstigsten natürlichen Grenzen wohnend, die je einem Volke zuteil geworden sind, mußte aus sich selbst heraus, mußte von seinen Lenkern vor allem, weit vor allem andern erzogen werden zu klarem politischen Sinn und zu unbedingter politischer Einigkeit. Politischer Sinn, politische Einigkeit waren die einzigen Mittel, das völkische Sein zu sichern, für das Volksganze wie für den Einzelstamm; waren die einzigen Mittel, den Nachbarn jene Achtung abzunötigen, die nur einem einigen und politisch reifen Volke zuteil wird und werden kann. Statt dessen sehen wir, von der Römerzeit bis in die traurige Gegenwart, immer wieder die Gespenster der Unpolitik und der Zwietracht durch die deutschen Gaue wandeln.

Wenn wir später von den psychologischen Gründen des Deutschenhasses reden werden, dann werden wir nicht umhin können, auch von jenem seelischen Individualismus zu sprechen, der, auf geistigem Gebiete sich äußernd, sowiel beigetragen hat zu jenem verhängnisvollen Apriorismus und Doktrinarismus, wie er dem deutschen Denken und Fühlen und in logischer Folgewirkung auch dem deutschen Tun und Lassen so sehr Richtschnur und nur zu oft und bis auf den heutigen Tag verhängnisvolle Richtschnur geworden ist. Dieser extreme Individualismus, recht ursprünglich germanischen Geblütes, hat auf deutschem Boden in dichtem Nebeneinander seine herrlichsten

Blüten getrieben und seine verhängnisvollsten Früchte getragen. Er ist in den letzten Dezennien, in der Schule preußischer Zucht, ein Kollektiv-Individualismus geworden und hat als solcher dem oberflächlichen Blick ein tieferes Eindringen von sozialem Rassen- und Masseninstinkt in breite Schichten vorgetäuscht, dieser treffsichersten Waffe im Daseinskämpfe der Völker, wie sie die angelsächsischen Vettern des Deutschtums in harter Lebensschulung im Laufe ihrer Geschichte meistern gelernt haben. Dem tiefer Blickenden war es freilich stets klar, daß, mag auch zum Glück das Nationalgefühl und Nationalbewußtsein heute wenigstens endlich sein Existenzminimum erreicht haben (heute, nach 2000jähriger Geschichte!), von jener Selbstverständlichkeit desselben in allen Lebenslagen, wie sie in so vielen anderen Völkern ist, auch heute noch lange nicht bei jedem einzelnen Deutschen die Rede sein kann. Noch fühlt sich jeder einzelne Deutsche mit seinem persönlichen Denksystem als Staat im Staate, und das Ergebnis preußischer Zucht ist bisher bloß dies eine, die Denksysteme von 70 Millionen deutscher Einzelnmenschen parallelisiert, ja oft überkompensatorisch allzusehr parallelisiert zu haben; allein immer noch ist beim zünftigen Deutschen der Ausgangspunkt alles Gewissens das eigene Ich, nie aber empfängt er den seelischen Gehalt des eigenen Ich aus der Seele der völkischen Gemeinschaft, wie der Franzose, der Slawe und in sehr vielen Belangen auch sein germanischer Vetter, der Angelsachse, dem der Puritanismus den Respekt vor dem „common wealth” in einem Maße beigebracht hat, daß der einzelne Angelsachse, ohne im Prinzip seinen geistigen Individualismus aufzugeben — im Prinzip betont er ihn sogar besonders —, in Wahrheit seelisch zum willenlosen Teil der nationalen Gesamtseele geworden ist. Umgekehrt unterwirft sich der preußisch geschulte Deutsche leichter als andere äußerer Zucht, aber sein persönliches „System” ordnet sich nie dahin ein, es gesellt sich höchstens freiwillig zu geistigen Kollektivgenossenschaften. Darum konnte es den Tieferblickenden auch nicht wundernehmen, daß aus den Reihen der, solange es sein mußte, tadellos disziplinierten deutschen Armee unvermittelt Spartakus und andere Geister hervorbrachen, die auch im Waffenkleide zu innerlichst nie auf ihr höchstpersönlich eigensinnigeigenwilliges Denksystem verzichtet hatten. Fiat doctrina, pereat mundus . . .! Alle die Spartakisten und anderen deutschen Schwarmgeister, sie waren und sind ja doch im tiefsten Grunde gar nichts anderes als rabiat gewordene Schulmeister, die, bislang durch äußere Organisation gebändigt, endlich sich frei fühlten, ihr „alleinseligmachendes System“ den Mitmenschen einzutrichtern, und ging es nicht mit Worten, dann eben mit Prügeln und anderen drastischen Gewaltmitteln, nach echter, rechter,lehrhaft-fanatischer Schulmeisterweise, wie sie — ach! — uns Deutschen so sehr im Genick sitzt . . .!

So hat denn überhaupt alles, was je Deutsche getrennt hat, zwischen ihnen noch stets einen so scharfen Trennungsstrich gezogen, wie eben nur doktrinärer Starrsinn derlei vermag. Auch andere Völker kannten und kennen natürlich Parteien; aber nie und nirgends waren diese imstande, das Menschlich-Gemeinsame innerhalb der Gesamtnation entscheidend und dauernd zu bedrohen, ja zum Teil sogar zu zerreißen. Die Stammesstreitigkeiten, die Religionsstreitigkeiten, der soziale Zank, die Beziehungen zu Nachbarvölkern, das alles erscheint dagegen bei uns durchgiftet von einem wütenden Fanatismus Deutscher gegen Deutsche, wie er seinesgleichen unter andern Nationen nirgendwo hat.

Und leider müssen wir bekennen, daß dieser schädliche Sondergeist nicht so sehr altruistischer Hingabe an Ideale seine Kraft dankt, denn einer im Grunde recht egozentrischen Note der germanischen Seele, die sich nur ins Doktrinäre sublimiert und allerdings sekundär in gewissem Sinne idealisiert hat. Ich kann mir nicht helfen, aber ich kann in der zu so trauriger Berühmtheit gelangten, im bösen wie — difficile est satiram non scribere — im guten Sinne vielbesungenen eigensinnigen und eigenwilligen Eigenbrötelei, wie sie die deutschen Einzelseelen so sehr kennzeichnet, nichts anderes erblicken als einen ins ungesunde, gemeinschädliche verzerrten Egozentrismus, der nur einen psychologischen Transformationsprozeß durchgemacht hat, derlei, wie die seelische Tiefenforschung — ganz unabhängig von aller „Psychoanalyse” — weiß, ja in der Seele häufig vor sich geht. Aber es ist leider kaum ein Wesensunterschied zwischen dem schändlichen Verrate Hägens an Siegfried, dem Verrate Segests an Hermann und der fanatischen Einseitigkeit, mit der jeder deutsche Schulmeister — und welcher Deutsche wäre kein Schulmeister! — an seinem höchstpersönlichen „System” festhält und sich oft lieber rädern ließe, ehe er seine Einseitigkeit, seinen Irrtum zugäbe und gestattete, die Scheuklappen zu lösen, die er im Gegenteil mit zähem Eigensinn umso fester bindet, je eifriger man ihn davon befreien möchte; denn es sind seine höchstpersönlichen Scheuklappen, und was sein ist, darf ihm nicht angetastet werden, das gestattete seine selbstgefällige Eigenliebe nicht. Sicherlich, diese höchstpersönliche Eigenliebe ist kollektivistischer Summation fähig, unter dem Banner des „Kirchturms”, des „Kantönli’s”, des Stammes, kurz solcher Wahrzeichen, die wenigstens irgendwie sichtbarlich Symbole irgendwie kollektivierter Eigenliebe sind, und ohne-weiters ist einzuräumen, daß, wie der sprichwörtliche Bauernegoismusgrenzenloser Hingabe und darum auch der Idealisierung fähig ist, wenn es gilt, wie den eigenen Hof, auch das eigene Dorf, ja das eigene „Ländle” zu verteidigen,kurz, was unmittelbar anschaulich gegeben erscheint, auch andere „Kollektive” solcher Kategorie mit großer Hingabe verteidigt werden. Was aber solcher eben noch unmittelbaren Evidenz entbehrt, was keine greifbaren persönlichen Beziehungen zum Einzel-Ich und seinem Leben und Weben mehr hat, was wahrhaft soziales Ideal ist, das wird leider wenn überhaupt, so doch lange nicht in dem Maße vom Volksgefühle geheiligt! Darum finden wir gerade bei Deutschen so beklagenswert häufig einen bedauerlichen Mangel an hingebendem Nationalgefühl, sofern es nicht durch das anschaulich sichtbare Symbol des Monarchen verkörpert und mit der individuellen oder kollektiv-individuellen Eigenliebe und Eitelkeit in Verbindung gebracht ist; und darum sehen wir übrigens auch kollektivistische Bindungen, wie sie eben rein aus additioneller Summation entstanden sind, auch wieder sich lösen, sobald die Zugehörigkeit zu ihnen die Eigenliebe, den Egozentrismus des einzelnen oder untergeordneter Kollektivgruppen nicht mehr befriedigt. Der idealisierte Nationalismus des Franzosen, der nur ein Frankreich als Inbegriff kennt und darin aufgeht, liegt dem Deutschen noch immer nicht voll und ganz.

Daß das nationale Moment annoch immer nicht genug fest und tief in der individuellen Eigenliebe so vieler Deutscher verankert ist, hat ja gewiß bestimmte Gründe historischer Art, von denen gleich die Rede sein wird. Vergessen wir aber nicht: auch andere Völker, auch Franzosen, auch Italiener, auch Polen waren in Partikel zerspalten, aber wenige Augenblicke in ihrem Leben haben stets genügt, die zersplitterte Nation in eins zusammenzuschweißen, und kein Druck war mehr imstande, diese Einheit zu sprengen. Deutschland hat seit über einem Jahrhundert, mindestens aber seit 1848 sein Einheitsbewußtsein, aber dieses einheitliche Bewußtsein, welches vom Belt zur Etsch, vom Wasgau bis ins Ungarland reicht, es hat heute immer noch mehr Verankerung im kalten, nüchternen Verstehen denn im belebenden Fühlen! Auch heute noch erleben wir das Tieftraurige, daß der Einzeldeutsche mehr Befriedigung findet, weil das seiner individuellen Eigenliebe und Eitelkeit ein näheres, bequemer zu erreichendes Objekt abgibt, seinem Nächsten gegenüber sich in die Brust zu werfen, sich an ihm zu reiben, als mit ihm gemeinsam für ein sozialvölkisches Ideal zu kämpfen! Und wo solche „Einschichtigkeit” nicht möglich ist, da „gruppieren” sich Kreise, Länder, Parteien, Kasten, Berufe, Kliquen, „Richtungen”, „Systeme”, die eifernd gegeneinander Stellung nehmen und vor allen Dingen um ihr „Mittelpünktlein” sich scharen, um ihre Standarte streiten, bedenkenlos, unbekümmert um das Wohl und Wehe des gemeinsamen Ganzen; nur in höchster Not — und, wie die Gegenwart lehrt, nicht einmal da immer! — ist der Ruf des Zusammengehörigkeitsbewußtseins stark genug, diesem Bewußtsein durchschlagenden Gefühlswert zu
leihen. Wenn aber der Deutsche so oft fremdtümelndes „Weltbürgertum” posiert, so ist es seltener aus ideellen Motiven denn darum, weil das eine bequeme Ausrede ist, um sich in recht billiger Weise — Weltbürgertum ist ja kosten- und lastenfrei! — allzu unbequemen nationalen Pflichten zu entziehen; vielfach aber auch, um sich durch eine „Extrawurst” gegenüber den „beschränkten” Nachbarmenschen in „interessanter” Weise abzuheben, dafür er dann selbst Gut und Blut hergibt; beides aber ist im allertiefsten Sinne egozentrischer Individuumsselbstkult. — Seien wir nur ehrlich und gestehen wir in offener Selbsterkenntnis: der extreme Individualismus ist mit seinen Folgewirkungen ein dunkler Fleck auf dem sonst blanken Schilde deutscher Ehre!

Die verhängnisvollen Folgeerscheinungen ziehen sich in trauriger Reihe durch die deutsche Geschichte. Schon im Altertum hilft deutsche Eigenbrötelei den Römern zu billigen Triumphen und läßt sie die Deutschen verachten, deren Kraft in ihrer Spaltbarkeit eine so unwürdige Ergänzung findet. Das Mittelalter, von seinem ersten Anbeginn bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges, nichts als eine Serie blutiger deutscher Selbstzerfleischung! Mögen es auch dynastische Interessen gewesen sein, deren Widerstreit Ströme deutschen Blutes trank, sie allein wären nie stark genug gewesen, Deutsche und Deutsche so furchtbar zu entzweien, wenn es eben nicht allezeit ein leichtes gewesen wäre, beim Deutschen an seinen vielleicht einzigen, aber dafür auch ungeheuer schweren Charakterfehler zu appellieren: an seinen hoch-entwickelten Egozentrismus im Materiellen und Ideellen. Keine größere Genugtuung weiß sich ja der rechte Deutsche, als dem Nächsten, dem Nachbarn gegenüber, der also so gut wie immer selber ein Deutscher ist, irgend eine Besonderheit hervorzukehren, auf die er sich etwas zugute tun zu können glaubt, es handle sich nun um individuelle oder um kollektive Besonderheiten. Es gibt fast nichts, könnte man sagen, es sei Besitz, Heimat, Stammesart, Glauben, Stand, Zugehörigkeit zu irgend einer irgendwie gekennzeichneten Gruppe oder Lehrmeinung oder zu was immer sonst, was der einzelne Deutsche nicht als ausreichenden Titel ansehen würde, um ihn seinem deutschen Mit- und Nebenmenschen als dem ihm naturgemäß Erreichbarsten gegenüber hervorzukehren, um einem eitlen Weibe gleich damit zu prunken und zu protzen. Und nichts war von je dem Deutschen heiliger als solche Sonder-tümelei, dank der er sich etwas Besseres wähnte als sein Nächster, und nichts dünkte von je dem Deutschen schwerer als der Verzicht auf solche einzeln- oder gruppenegozentrische Eitelkeitstitel.

Was Wunder, wenn von jeher zum Gaudium und zum Nutzen böser Innen- und Außenmächte nichts leichter war, als einen Deutschen gegen den anderen auszuspielen? Aber mehr noch! Von jeher war nichts leichter, als den Deutschen für fremde Art zu entflammen. Sicherlich, es hatte dies auch andere historische und psychologische Gründe. Allein das Hauptmotiv ist doch bis auf den heutigen Tag die schnöde, egozentrische Eitelkeit geblieben. Schon wenn das deutsche Kind vor seinen Spieigenossen und Schulkameraden etwas vorauszuhaben glaubt, weil ihm ein paar französische oder englische Brocken geläufig sind, zeigt sich davon der erste bedenkliche Ansatz; früh aber krümmt sich, was ein Haken werden will! Und so sehen wir denn, wie der Deutsche vielfach seinen größten Stolz darein setzt, prunken und protzen zu können mit kellnerhafter Sprachengewandtheit. Von einem Bewußtsein nationaler Würde ist da leider nicht das Leiseste zu spüren; nur gegenüber sozial oder kulturell Tieferstehenden wird gelegentlich mit dem eigenen „besseren” Deutsch geprotzt, aber auch das nur solange, als sie sichs gefallen lassen; denn sowie selbst die tiefere Kultur auch nur irgendwelche Eitelkeitstitelchen zu bieten vermag, finden sich flugs Deutsche, welche, um wieder was „Besonderes” vor ihren Nebenmenschen, ihren Volksgenossen voraus zu haben, damit kokettieren oder es gar auch adoptieren! Um wieviel höher aber die eigene deutsche Art ist, wie sie als solche schon den höchsten Kulturen gleichwertet, dessen zu achten und das kraftvoll und doch zugleich taktvoll zu betonen, kommt annoch nur einer Minderheit von Deutschen in den Sinn: denn das Deutsche dünkt ihnen zu „gewöhnlich” im wahren Wortsinne, dünkt ihnen kein Ordensbändchen, so man zum Knopfloche heraushängen lassen kann . . .

Kann es Wunder nehmen, wenn fremden Völkern derlei allein schon verächtlich schien und erscheint? Dürfte es doch kein zweites Volk auf der Welt geben, welches, auf solcher Höhe der Kultur stehend, in diesem einen Belange einen derart verhängnisvollen Charakterfehler an sich trüge. Viele hatten gehofft, der große Krieg, wie immer sein Ausgang sich gestalten würde, und hatten ganz zuletzt noch gehofft, das unermeßliche, ungeheure Leid, das über unser Volk hereingebrochen ist, würde in dieser Hinsicht Wandel schaffen, würde im deutschen Volke das Gefühl völkischer Gesamtehre so gewaltig stärken, daß es fürderhin nicht mehr Gefahr liefe, erdrückt zu werden von den Egozentrismen und Eitelkeiten der einzelnen. Leider hat die bittere Gegenwart gezeigt, daß wir noch immer nicht so weit halten! Ist es doch eine tief beschämende Tatsache, daß es ein Teil, zumal der weiblichen Bevölkerung in den besetzten Gebieten deutscher Siedlung förmlich als eine persönliche Auszeichnung wertet, bei den fremden Besatzungstruppen Wohlgefallen zu finden; ein Verhalten, welches bezeichnenderweise von den feiner Empfindenden unter diesen Fremden zu wiederholten Malen scharf gegeißelt worden ist . . . Und nun stelle man sich vor, wie hoch der Haß emporlodern mußte gegen ein Volk, von dem die Feinde nach allen diesen Erfahrungen, die ja nicht von gestern sind, vielleicht doch nicht restlos erwartet hatten, daß es eines nationalen Seelenaufschwunges überhaupt fähig sei! Es ist eben unser Unglück, daß das Nationalgefühl in Gestalt des sprichwörtlichen „furor teutonicus” immer wieder nur bei ganz besonderen Konstellationen und auch da immer wieder nur für kurze Augenblicke her vor bricht, dann freilich alle Dämme mit ungeheurer Gewalt überflutend, aber, wenn sein Werk getan, es möge erfolgreich getan worden sein oder nicht, nur allzu rasch verebbend! Wären wir Deutsche immer und allewege so selbstverständlich national in unserem Denken und Fühlen, in unserem Tun und Lassen, wie es andere Völker sind, wäre auch bei uns das Nationalgefühl ein nie und bei keinem erlöschendes, immerdar in allen Lebenslagen gleichmäßig wärmendes Feuer, dann bliebe es uns erspart, daß unser Nationalsinn in Zeiten des Aufgepeitschtwerdens so furorartig hervorbrechen müßte, denn solch ein überkompensierender „furor” ist, wie unsere bittere Gegenwart ergreifend dartut, in seinen Auswirkungen nach innen wie nach außen ein gar zweischneidiges Schwert . . .

Vor allem aber wären die anderen Völker der Erde stets sich dessen bewußt, daß wir ein Volk sind, dem das Bewußtsein nationaler Zusammengehörigkeit über allem steht; und wären darum nicht immer wieder aufs neue enttäuscht und überrascht, zu finden, daß es bei uns bald so ist und bald wieder anders scheint; denn es scheint, als wären wir Mulattenseelen ohne festes Grundgerüst, und gerade weil mau solches von uns argwöhnte, darum nicht zuletzt fanden und finden andere Völker, auch solche, die an Bildung tief unter uns stehen, den Gedanken unerträglich, daß auch wir ein großes Volk seien, finden dies bei weitem nicht so selbstverständlich, wie sie es selbstverständlich finden bei so vielen anderen führenden Kulturnationen.

Auch in alledem also, in der geringen habituellen Intensität unseres Nationalgefühls sowohl wie in seinem fallweisen furorartigen Hervorbrechen und raschen Wiederverebben ist ein Quellengebiet zu suchen für den Haß, der uns entgegenschlug, da Deutschland der Welt verriet, was es leisten könne, soferne es nur will, denn diese Welt war nach allen historischen Erfahrungen über die Charakterartung der einzelnen Deutschen nicht geneigt zu glauben, das dem Deutschen das Einheitsehrgefühl so hoch werte wie dem Romanen, dem Angelsachsen, dem Slawen. Und nicht zuletzt haben es die traurigen Ereignisse der Gegenwart bewirkt, daß dieser Haß nach unserer schweren Katastrophe nicht nur in nichts eine Minderung, sondern eher noch eine Verschärfung erfahren hat; mußten sich doch die Feinde unwillkürlich fragen und zornerfüllt fragen, ob es gerecht gewesen sei, daß ein Volk, dessen Einzelglieder oft so wenig nationalen Sinn bekunden, es wagen durfte, mehr als vier Jahre seine nationale Einheit mit so gewaltigen Schlägen zu verteidigen. Es mußte ja aus psychologisch begreiflichen Ursachen in den Köpfen der anderen der Glaube entstehen, als habe unser deutsches Volk die Rolle des Bäumleins spielen wollen, so andere Blätter als die seinen hatt’ gemocht . . .! Und doch, weil wir’s begreifen, müssen wir sagen und bekennen: es ist ein Irrtum, ein bitterer, für alle Teile blutig bitterer Irrtum, wenn unsere Feinde dem deutschen Volke die nationale Seele nicht glauben möchten! Denn sie ist in uns, sie lebt in uns, aber der unglückselige Schulmeister in uns, dieses Kunstprodukt einer falsch gerichteten Volkserziehung, hat es verhindert, daß der angestammte Individualismus, der bei den angelsächsischen Germanen in so glücklicherweise mit dem nationalen Gemeinsinn verwachsen ist, auch bei den Deutschen die gleiche Fortentwicklung nahm; er hat die deutsche Seele im Gegenteil so sehr verkrüppelt, daß es den Deutschen nicht gegeben ist, der Welt zu sagen, wie sehr sie trotz allem ihres völkischen Zusammenhanges sich bewußt sind, und nicht gegeben, Persönliches und Nationales in sich harmonisch miteinander zu vereinen.

Wir wollen davon noch an späterem Orte sprechen und wollen der Hoffnung Ausdruck leihen, daß es in Zukunft anders werden möge! Und daß eine andersgerichtete Erziehung in allen Gliedern des deutschen Volkes neben dem nationalen Bewußtsein auch ein warmes Nationalgefühl erwecke, das, wenn auch frei von allen Übertreibungen, zur selbstverständlichen obersten Richtschnur für das Tun und Lassen jedes Deutschen zu jeder Zeit werde, wie es in so vorbildlicher Weise beim Angelsachsen der Fall ist.

Die Geschichte des deutschen Volkes belegt alles das hier Gesagte mit ungezählten traurigen Beispielen. Schon die deutsche Nibelungensage weiß zu erzählen, wie bitteres Leid Deutsche über Deutsche brachten, aber auch, wie schwer ihr Ansehen in den Augen fremder Völker litt dadurch, daß sie das Sippen-, ja das Einzelnidol weit vor jenes der Gesamtheit stellten. Die Römer wußten wohl, daß es nur galt, der Eitelkeit und Ehrsucht der einzelnen zu schmeicheln, um stets noch Germanen zu finden, die sich gegen Germanen gebrauchen ließen, ohne — und das ist das Schlimme — im Volksbewußtsein darum gebrandmarkt zu erscheinen wie Ephialtes, wie Alkibiades es in der Überlieferung der Griechen blieben, dieses Volkes, das doch wahrlich an Stammes-, an ^tädteeigenbrötelei den Deutschen wenig nachgab, das aber dem äußeren Feinde gegenüber doch, im ganzen wenigstens, von je die Einheit nationalen Fühlens und Handelns wahrte. Karl der Große scheut sich nicht, im Interesse Roms, das seinen und seines Frankenstammes Ehrgeiz zu umnebeln weiß — zum Verhängnis der ganzen weiteren Geschichte Deutschlands, von dessen Folgen in direkter Linie dem Tieferblickenden unser heutiges namenloses nationales Unglück sich herleitet —, die germanischen Langobarden völkisch zu vernichten und damit das Rückgrat deutscher Siedlung im Süden für immer zu zerbrechen; er scheut, wieder im Dienste römisch umschmeichelter Stammeseigentümlichkeit, davor nicht zurück, die Sachsen, den edelsten und trefflichsten deutschen Stamm, in brudermörderischer Weise fast zur Hälfte auszurotten, weite Striche seines altangestammten Landes den damals noch völlig slawischen Obotriten überlassend; eine Tat, die erst spätere Geschlechterfolgen durch die Wiedereindeutschung der ostelbischen Ursitze des deutschen Volkstums gutgemacht haben. Auch um die Bayern seinem Reiche zu unterwerfen, scheut Karl nicht davor zurück, fremde, undeutsche Hilfsvölker sich zu verschreiben! Diesen germanischen Heerfürsten sehen wir dahingegen, auf Kosten seiner eigenen Stammesgemeinschaft, den damals rassisch kernfaul gewordenen galloromanischen Ländern kostbares deutsches Blut zuführen, indem er scharenweis deutsche Geschlechter zur Ansiedlung in Gallien und Wallonien zwang, beileibe nicht aber etwa, um die Lande seinem Volkstum zu gewinnen, beileibe nein: um umgekehrt jene sicher in der Zucht des ßömertums zu halten, dem er sich verbündet hatte! Und so hat Karl, dieser deutsche Fürst, den Grund gelegt zum Werden des auch seinen deutschen Stammesnamen tragenden Frankreich! So war er es, er, ein deutscher Heerfürst, der zum geistigen Ahnherrn des vierzehnten Ludwig, Napoleons und Clemenceaus geworden ist! So war er es, der den Samen der Verachtung deutschen Wesens in die Herzen der Galloromanen gepflanzt hat, er, der, selber ein Deutscher, ihnen im Dienste seiner persönlichen Zwecke deutsches Blut in Strömen geopfert, der ihnen als erster den Weg gewiesen hat, sich an deutschem Blute satt zu trinken, so viel und so oft sie es brauchten! Und diese Verachtung ist dann av.itisch, ist zum nationalen Engramm geworden im Laufe der Geschlechterfolgen,- mußte aber naturnotwTendiger-we’ise in blutigen Haß Umschlägen, seit das traditionelle deutsche Opferlamm zu erwachen und sich nicht weiter ins unabänderlich Geschienene zu fügen begann, denn: cet animal est tres mechant, quand on l’attaque il se defend . . . Darum sieht es der Franzose als selbstverständlich an, daß er, von Straßburg bis Köln, an deutschem Blute sich jederzeit satttrinken dürfe, und sein Zorn schäumt, in seinem Sinne ehrlich, bei dem Gedanken, daß das deutsche Blut sich dagegen wehren sollte … Zu diesem bitteren Paradoxon aber den Grund gelegt zu haben, ist Karls, dieses deutschen Herrschers — den die Franzosen in,, trauriger. Ironie gern als . den ihrigen reklamieren — ursprünglichstes Werk . . .

Das ganze deutsche Mittelalter ist überhaupt voll des Wütens Deutscher gegen Deutsche im Dienste engstirniger persönlicher oder partikularer Interessen, daran sich Fremdlinge gar schlau anzusetzen gewußt haben. Der vielhundertjährige Kampf um Rom und was damit zusammenhängt, ist eine blutige Tragödie der deutschen Nation, und all dies kostbare deutsche Blut ist nur vergossen, ist unwiederbringlich dahingeopfert worden, um letzten Endes in den Herzen der anderen Völker Verachtung zu erwecken gegen eine Nation von Gladiatoren, die sich für kleine Eitelkeiten und im Dienste Fremder gegenseitig hinschlachteten, dann aber auch wilden Haß, sobald es für Augenblicke scheinen wollte, als ob diese Gladiatoren, im Bewußtsein einer Gemeinsamkeit, deren die Wfelt sich entwöhnt hatte, den anderen ihre Gleichberechtigung oder gar ihre Herrschaft entgegensetzen könnten; wären die Deutschen stets national gewesen, hätte die Welt damit stets wie mit etwas Selbstverständlichem rechnen dürfen, nie hätte Verachtung, nie Haß gegen das deutsche Volk in solchem Maße Raum gewinnen können.

Und nun erst das Zeitalter der Religionskämpfe und des dreißigjährigen Krieges! Diese Zeit, in der ganz Deutschland durch mehr als ein Jahrhundert ein Heerlager bildete, dessen Boden fremde Söldnerscharen, von Deutschen gegen Deutsche gehetzt, um die Wette brandschatzten! Kein Volk der Welt hat solche Schmach ertragen müssen auf seinem eigenen Grund und Boden, hat sie ertragen müssen durch eigene Schuld und durch die Schuld seiner Häupter, die ohne jedes Gewissen die heilige altgermanische Treue schändeten, indem sie sie verfälscht und versudelt haben durch künstliche Verquickung mit ihrem Widerpart, jener unseligen Eigenidolatrie, jenem gerade durch kollektivistische Summation so leicht ins Ungesunde ausartenden Überindividualismus und Überegozentrismus, der die schwarze Seite des deutschen Charakters bildet und sich so furchtbar mißbrauchen läßt! So ward es den Fürsten und ihren vielfach, zumal im katholischen, aber hie und da auch im protestantischen Deutschland fremdbürtigen Beratern ein leichtes Spiel, Deutsche gegen Deutsche nach Belieben zu verhetzen: divide et impera . . .! Indem man dem einzelnen
Deutschen oder konstellativen Gruppen Deutscher vorzugaukeln verstand, des Fürsten Interesse sei ihr Interesse, ihr Eigenglaube, sobald auch des Fürsten Glaube, ein Heiligtum, durch das sie hoch erhoben seien über ihre deutschen Brüder anderer Konfession, anderer Dienstmannschaft; und indem mau dann, schlau beraten von fremdstämmigen Ratgebern, solche Einzeleitelkeiten zu Kollektiveitelkeiten zu summieren verstand, die oft nicht einmal mehr mit Stammeseinheiten sich deckten: hat man es vermocht, das deutsche Volk in ein Chaos von Gevölk-seln zu zersplittern, die einander tödlicher befehdeten als Mensch und Bestie und in gegenseitiger Abschlachtung ein gottgefälliges Werk sahen, würdig der huldvollen Gunst anderer, seien es auch Fremde und Todfeinde des eigenen Volkstums, sofern sie nur dem durch von außen gemachte mechanische Summation zusammengebündelten Kreise kollektiver Eigenidolatrie zugehörten! Dieses Kollektiv der Eigenidolatrie war fortab dem Deutschen Ersatz für Heimat, für Nation! Was der Herzog, der künstlich gezüchtete Abgott der Eigenidolatrie, an Land und Volk gerade erheiratet hatte, es mochte deutschen oder slawischen oder wälschen Stammes sein, war fortab „Volksgenosse”, das unorganische Ländersammelsurium war „Vaterland”, und gab gar erst dem Mischmasch eine durch List und Gewalt aufgezwungene gemeinsame „Konfession” die höhere Weihe, dann konnte solche Eigenidolatrie auch noch gar „ad majorem dei gloriam” zur Religion erhoben werden! Solches war aber der politische Zustand, die politische Seelenverfassung des deutschen Volkes, von den Tagen der Gegenreformation bis in die Zeit der Befreiungskriege, durch mehr als 2XI2 Jahrhunderte also! Und solches war er unter den Augen fremd-bürtiger Höflinge aus aller Herren Länder, die an den Fürstensitzen sich breitmachend, ein Volk verachten lernen mußten, das so sich führen und nasführen, das sich durch schlauen Mißbrauch gerade seiner überindividualistisch unsozialen Herreninstinkte zuletzt verknechten ließ, dessen Glieder so sehr stets bereit waren, die nationale Ehre ihrer Eigenidolatrie zuliebe zu opfern! Und solches geschah um die Zeit, da ringsum mächtige Nationalstaaten emporwuchsen, Frankreich vor allem sich festete und der Glanz seines — übrigens aus germanischem Stamme entsprossenen, aber diesen seinen Ursprung verleugnenden — Bourbonenhauses zu strahlen und alles zu überstrahlen begann! Mußte da nicht wieder die Verachtung für den deutschen Tölpel in den Seelen der anderen neue Nahrung in Fülle finden? Aber ebenso auch haßerfüllt der Sinn der anderen werden bei dem Gedanken, der Verachtete‘könnte je gleichwertig neben sie oder als Stärkerer an ihre Spitze treten? Nur Haß kann das Schicksal des Verachteten sein, der sich aufrichten will!

Und wie war es in den Revolutionsjahren und in der Napoleonszeit? Erst hatten sich die deutschen Fürsten — damals die Vormünder des von ihnen so schlau versklavten deutschen Volkes — zusammengetan, des französischen Volkes Freiheitsdrang in Blut zu ersticken; da es ihnen nicht gelang und Frankreich den Hieb parierte, gaben sie einer nach dem anderen klein bei, um vollends zu Kreuze zu kriechen, da ihnen ein Napoleon gegenübertrat! Österreich und Preußen wahrten im Unglück leidlich wenigstens noch das Gesicht; von den anderen deutschen Ländern aber gilt das bittere Wort: omnes ruere in servitium . . . .! Und was von Fürsten und Ländern galt, es galt damals auch von den zur Strafe für unsoziales, überindividualistisches Herrentum durch Mißbrauch desselben versklavten Geistern, deren Eigenidolatrie sich noch geschmeichelt fühlte, so ihnen die besondere Ehre zuteil ward, den Franzosenstiefel küssen zu dürfen! War doch ein Goethe selbst nicht frei vom Kulte eines Napoleon, der — mag er auch eines der gewaltigsten menschgewordenen Fermente der Geschichte sein — dem deutschen Volke stets doch nur im Herzen ein bitterer Feind und nichts als ein Feind gewesen ist! Wo aber war zu jenen Zeiten das deutsche Ehrgefühl hingeraten! Es stak im tiefsten Sumpfe, es brannte nur in wenigen wahrhaft adeligen Seelen als wärmendes und doch schmerzendes Feuer! Wieder aber mußte Verachtung Platz greifen in den Herzen der Sieger! Sie wandelte sich zur Verblüffung, da die deutsche „Herde” — auf einen ach so kurzen Augenblick nur! — erwachte, da aus ihr mit einem gewaltigen Ruck ein Volk von Männern emporwuchs, das mit ein paar wuchtigen Schlägen das Joch zertrümmerte! Und doch mußte zuletzt die Drachensaat des Hasses daraus emporwachsen, da diese Männer wieder zu einer Herde zurücksanken, die bar schien jedes völkischen Ehrbegriffes. Von Sklaven, von Gladiatoren besiegt worden zu sein, der Glaube daran mußte einen Stachel tödlichen Hasses zurücklassen in den Herzen der Besiegten, ihre Verbündeten gewesen zu sein, in den Herzen ihrer Bundesgenossen.

Und nun bedenke man: wir sind bei unserer Betrachtung schon angelangt an der Schwelle der Gegenwart, in einer Zeit, da andere selbst staatlich noch nicht selbständige Völker bereits zu lebendigem Nationalgefühl erwacht waren; wir halten also bei einer Wende, die den älteren Zeitgenossen von heute vielfach noch durch unmittelbare Überlieferung von seiten ihrer Vorfahren lebendig und nahegerückt erscheint! Deren Nachwirkungen also bis in die Gegenwart hineinreichen, in der sich die Nation von eitlen, knechtseligen Gladiatoren mit einem Schlage emporgereckt hatten zu einem machtvollen Volke von Herren, die kurz vordem noch „minderwertig” Geglaubten zu Vollmenschen geworden waren, ja zu Übermenschen sich zu recken schienen! Haben sie das ihrige getan, die Anerkennung in der öffentlichen Weltmeinung zu erringen? Haben die vorangegangenen, hat die jetzige deutsche Generation gezeigt, daß sie sich auch innerlich frei zu machen verstanden habe von allen jenen Schlacken aus dieser alten Zeit, die, aus Eigenidolatrie geboren, eine Dienerhaftigkeit, eine Versklavung der Geister erzeugt hatten, wie noch von je Eitelkeit und unsozialer Egozentrismus in den Abgrund seelischer und physischer Abhängigkeit geführt haben? Kurz, sind die Deutschen auch innerlich ein Herrenvolk im besten Sinne, also ein Volk von freien Männern geworden, ein Volk, sich seines Wertes als Volk in jedem einzelnen vollbewußt, ein Volk, das fest und sicher im nationalen Instinkte, den anderen jene Achtung aufgenötigt hätte, die es hätte verhindern können, daß aus der Verblüffung der anderen über den äußeren Werdegang der so lange Verachteten unversöhnlicher Haß emporwachse?

Leider, wir können diese bange Frage nicht einfach bejahen!

Denn auch diese letzte Generation hat, wenn auch nicht mehr im physischen, so doch im moralischen Sinne sich selbst zum Kämpfer hergegeben für fremde Belange, sie hat in sich und in ihrem Schoße einen geistigen Bürgerkrieg geführt im Dienste und im Interesse Fremder, und alle diese Kämpfer haben kein höheres Ziel gekannt, als sich den Beifall Fremder zu erringen, in deren geistigen und moralischen Sold sie sich aus Eigenidolatrie gestellt hatten. Und so kam es, daß auch im neuen deutschen Bismarckreiche mit all seiner leider nun ach entschwundenen Herrlichkeit gar viele waren, die kein höheres Ziel kannten als im Geiste Streiter zu sein für fremde Ideen, wenn sie nur vor ihrem deutschen Bruder damit „etwas Extra voraus” zu haben glaubten. Kein größerer Stolz, als wenn ein Deutscher vor dem anderen mit der Wohlmeinung und Zustimmung des Auslandes protzen durfte, kein schlimmerer Hohn, als wenn er dem eigenen deutschen Bruder des Auslandes Mißfallen Vorhalten konnte! Und dabei noch der Ton, den Deutsche untereinander und gegeneinander anschlugen ohne Rücksicht auf das aufhorchende Ausland! So mußte wiederum in den anderen aufs neue der Glaube genährt werden, der Deutsche kenne keine höhere Befriedigung als sein eigen Volk zu zerfleischen und dafür den Beifall Fremder einzuheimsen, kenne keinen ihm heiligeren Dienst als den der eigenen geistigen Idolatrie und den daraus geborenen Dienst des sei es nun nur noch geistigen und moralischen Gladiators für fremde Interessen. Wieder aber konnte nur Verachtung solcher Art Frucht sein, und wieder mußte die Verachtung in Haß Umschlagen, sobald sich verblüffend zeigte, daß gleichwohl in dem Deutschen das Bewußtsein steckte, anderen Völkern durchaus gleichwertig zu sein, wenn nicht gar überlegen; und wenn es schien, als sollte dieses Bewußtsein am Ende gar die Leiter darstellen für Weltherrschaftsgelüste.

Und so bestätigen auch die letzten Jahre deutscher Geschichte nur allzu eindringlich die psychologischen Regeln nach denen die allzu weit getriebene Hingabe an das Idol einer besonderen Eigenart der Persönlichkeit und das damit aufs engste verschwisterte Streben, etwas voraus zu haben gerade vor dem eigenen Bruder, den Deutschen auf die schiefe Ebene des Verachtetwerdens leiten und wie dann jeder kraftvolle Schritt aus diesem Sumpfe heraus in die Wildnis des Hasses führen mußte. Wenn der deutsche Edelmann, -wenn der deutsche Gelehrte, wenn der deutsche Beamte den Volksgenossen minderen Ranges, minderer Bildung, statt ihn als seinen Bruder zu behandeln, von oben her anließ, auch in der Fremde, wenn er die Gemeinschaft mit ihm erniedrigend, die Gemeinschaft mit Standesgenossen fremden Volkstums aber als angemessen empfand: dann mußte die Verachtung, die er dem eigenen Volksgenossen bezeigte, in Haß bei den anderen Umschlagen, sobald er auf die Zahl und Kraft dieser eben von ihm verächtlich Gemachten sich stützend als Herr im Kreise der anderen Völker sich zu gebärden schien; das nämliche mußte gelten, wenn eine Staatspolitik, die heute ängstlich danach strebte, den Beifall des Auslandes zu finden, morgen plötzlich ungeschickt genug in Szene gesetzte Versuche unternahm, nach „Herrenart” im Kreise der anderen aufzutrumpfen. Kein Wunder ist es wahrlich, wenn eine Führung, deren einziger Leitstern selbstgefällige Eigenidolatrie, dieses unselige Erbteil deutscher Art, gewesen ist, und wenn ein Volk, von dem weite Kreise so sehr vom Geiste dieser Führung durchdrungen waren, das Opfer allgemeiner Welten Verachtung und schließlich eines Weltenhasses ohnegleichen werden mußte! Denn dieser eine, vielleicht einzige Charakterfehler deutscher Art, er ist in seinen Folgewirkungen oft derart, daß er all das unermeßlich Gute und Edle in der deutschen Volksseele überschattet; und daß er selbst im Unglück noch sie damit bedroht. ihrer Würde verlustig zu gehen: denke man doch an die schwere moralische Einbuße, die wir dank dem Bürgerkriege in den Zeiten des furchtbarsten äußeren Zusammenbruches in den Augen der Welt erlitten haben, denn Spartakus ist nur in Rot, was der Junker in Blau, der Römling in Schwarz, der kosmopolitisch würdelose Geldmensch in Goldgelb ist; und denken wir daran, daß der Feind nicht hat umhin können, die Art und Weise zu verdammen, auf die sich in dieser Unglückszeit ohnegleichen deutsche Männer und namentlich deutsche Frauen an seine Gunst heranzuschmeicheln versucht haben . .. Das vernichtende Urteil englischer Soldaten hierüber spricht Bände.

Wollen wir aber die Nutzanwendung ziehen, dann beherzigen wir, daß es nottut, die heranwachsende Jugend nicht zu einem Geschlechte eitler Musterschüler und Schulmeister, sondern zu Charakteren heranzubilden, die, innerlich frei und mannhaft, sich selbst vor allem als Glieder ihres ganzen Volkes, ihr Volk als kostbares Glied der ganzen Menschheit fühlen und achten! Dann wird auch uns die Achtung als Volk zuteil werden.

Ökonomische und politische Ursachen des Deutschenhasses

Ein oft wiederholtes Wort, das leider seine Tragik hat, besagt, es sei das deutsche Volk bei der Verteilung dieser Welt zu spät gekommen. Leider kann nicht geleugnet, werden, daß dieses Zuspätkommen eine Frucht der eigenen Geschichte des deutschen Volkes ist, deren verhängnisvollen Gang wir in dem früheren Kapitel genugsam kennen gelernt haben; ein Volk, dessen einzelne Glieder, vom einzelnen Manne bis zu den Ständen, Klassen und Stämmen so lange Zeit nur der Eigenidolatrie und allenfalls der aus ihrer Summierung hervorgegangenen Idolatrie der greifbar nahen Kollektivität ergeben, nicht also national in höherem Wortsinne gewesen sind und ihre Kräfte
im Dienste solcher Eigenidolatrie verzettelt haben, ein solches Volk konnte natürlich nicht genügend Sinn auf bringen, dem Nationsganzen Geltung zu verschaffen. Und so bedeuteten gerade die Jahrhunderte, da andere große Völker zu Weltvölkern emporwuchsen, für Deutschland die Zeit jämmerlichster Kleinstaaterei und Kirchturmspolitik.

Aber die immanenten Energien, die ja darum im deutschen Volke niemals erloschen waren, drängten mit einem Schlage um so gewaltiger hervor, nachdem einmal die Schöpfung des neuen Deutschen Reiches dem Großteil des deutschen Volkes seine Einigung und damit wenigstens eine notdürftige staatliche Plattform gebracht hatte, um sich im größeren Stile wirtschaftlich entfalten zu können. Und so sehen wir, in schier schwindelndem Tempo binnen kaum zwei Jahrzehnten aus dem Volke der Dichter und Denker, der Gelehrten und Ideologen, der Eigen-. brötler und Kirchturmpolitiker eine Nation von Fabrikanten und Kaufleuten werden, dergleichen an Tatkraft und Tüchtigkeit die Welt bisher nur in den Angelsachsen geschaut hatte. Ja noch mehr als das: an innerer, sachlicher Tüchtigkeit übertraf der einzelne Deutsche, und das ist sicherlich ein unleugbares Verdienst seiner sorgfältigeren Durchschulung gewesen, den einzelnen Angelsachsen um ein Beträchtliches, so daß er im Welthandel mit Riesenschritten in die Nähe der traditionellen englischen Führerstellung rückte, wahrhaftig ein wirtschaftlicher furor teutonicus!

Sicherlich, ein Maß von händlerischer Begabung steckt dem Germanen im Blute, denn es kann gewiß kein Zufall sein, daß gerade in allem, was Handel heißt, die germanischen Völker früh schon einen der ersten Plätze eingenommen haben; und auch der Gewerbfleiß war bei den germanischen Völkern ebenso frühzeitig sehr hoch entwickelt; es ist, als hätte sich die germanische Urkraft, seit sie nicht mehr ausschließlich das Schwert allein bediente, ein anderes Tätigkeitsgebiet mit elementarer Gewalt eröffnet, das ihr die Welt erobern half; stets ist denn auch der germanische Kaufmann ein. wehrhafter Kaufmann gewesen: man denke an die mittelalterliche Hansa, man denke an die kühnen germanischen Seefahrer, an Norweger und Normannen und Dänen und Holländer, vor allem aber an die Angelsachsen! Und ihre deutschen Vettern von gestern gaben ihnen darin gewiß nichts nach, auch sie wußten nicht nur den Rechenstift, sondern neben und mit ihm das Schwert gar wohl zu führen.

Gerade darin nun aber ist der Ausgangspunkt aller Tragik von heute zu suchen! Die deutsche ökonomische Entwicklung litt an einem Mißverhältnis: an dem Mißverhältnisse zwischen der unerhörten Schnelligkeit ihrer letzten Entwicklung einerseits und der Kleinheit, der Ungunst der geographischen Grundlage und ihrer Grenzen anderseits. Der gewaltige wirtschaftliche Aufschwung vollzog sich sozusagen von einer äußerst schwanken und stets bedrohten Grundlage aus. Gerade dieser Umstand zwang Deutschland, aus dem nämlichen Grunde, aus dem sich England eine starke Seemacht bewahren mußte, sich eine kräftige Wehr zu Lande zu schaffen. Denn Deutschland ist sozusagen eine Insel zu Lande, wie England eine solche zur See. Wie aber die englische Seemacht Gegenstand eifersüchtigen Neides seitens aller Rivalen von je gewesen ist, so mußte es auch die deutsche Landmacht sein, namentlich seit sie zur Schirmerin einer wirtschaftlichen Entwicklung wur’de, der keine andere auf die Dauer die Wage halten zu kpnnen schien.

Diesem aus alledem geborenen Gefahrenrisiko konnte nur durch eine besonders geschickte Wirtschafts- und Außenpolitik, konnte nur durch realistische Abwägung aller Möglichkeiten und Unmöglichkeiten begegnet werden. Gerade auf diesem Gebiete nun aber zeigte sich deutscherseits eine Stümperhaftigkeit, die sich wohl lediglich erklären läßt aus jenem völligen Mangel praktischen psychologischen Verstehenkönnens, dessen Ursachen wir in dem nächsten Kapitel sehr eindringlich beleuchten werden; und selbstverständlich trug auch der aus der nämlichen Quelle gespeiste Apriorismus, der ein so verhängnisvolles Element deutschen Denkens darstellt, das seinige zu dem Ungeschick deutscher Politik bei.

Es mußte klar zutage liegen, daß ein Land wie Deutschland, daß vor allem aber ein Staat wie das neue Deutsche Reich, der sozusagen über Nacht zu einer Hochblüte sondergleichen emporgeschossen war, ohne darum natürlich seine von Natur aus stets aufs äußerste gefährdete Lage in irgend etwas geändert zu haben, gerade angesichts dieser Entwicklung seiner ökonomischen Verhältnisse zwei Grundlinien in seiner Politik ein-halten mußte: er mußte stark sein und er mußte klug handeln, er durfte in seiner materiellen Rüstung nirgends eine Lücke dulden, er durfte es aber noch viel weniger in seiner geistigen, seiner politischen Rüstung, nach innen wie nach außen. So wie aber die militärische Oberleitung eines Volkes stets genau wissen muß, wie es um die militärische Beschaffenheit der Nachbarn steht, um zu erkennen, worauf es bei der Bewahrung des Friedens sowohl wie bei der Verteidigung des Landes ankommt: genau so ist es Aufgabe der Politik eines Landes, aufs genaueste sich Rechenschaft zu geben, wie es um die Mentalität der Nachbarn steht, wie sie psychologisch genommen werden wollen, um mit ihnen politisch und ökonomisch im Frieden leben zu können, im Notfall aber imstande zu sein, sein Rechtauch mit ge eigneten geistigen und politischen Waffen zu verteidigen. Nicht zuletzt aber mußte für Deutschlands ökonomische und politische Wegrichtung der uralte Satz maßgebend sein, den der Angelsachse Lea zur Achse seines weltbekannten Buches gemacht hat, der Satz, wonach jede Kraftentfaltung sich in der Linie des geringsten Widerstandes zu bewegen habe. Dieser Satz ist übrigens das Ergebnis einer so natürlichen Kräfte Wirkung, daß auch Deutschlands Kraftentwicklung sich auf dieser von Natur aus gegebenen Linie bewegt hätte, hätte sie nicht gekünstelter schulmeisterlicher Apriorismus im Verein mit den Nachwirkungen einer unglücklichen Geschichte aus der von Natur gezeichneten Bahn heraus abgelenkt. So ist es gekommen, daß die deutsche Politik zuletzt auf die wahnsinnige Grundlage gestellt erschien, die drei stärksten Nachbarn zugleich als Gegner zu traktieren, indes sie mit den schwächsten und unzuverlässigsten eine wechselseitige Versicherung auf Gedeih und Verderb abschloß, das Übel der geographischen Unterlage ihrer Machtstellung also womöglich noch vergrößernd, statt Sorge zu tragen, daß zunächst einmal, unter Verzicht auf überhaupt oder mindestens einstweilen unerreichbare politische Aspirationen, die vitale, unmittelbare Unterlage nationalen Seins so weit wie möglich versichert und verbreitert werde.

Statt dessen sehen wir aber, wie die deutsche Politik, von allen guten Geistern verlassen, geradezu das Gegenteil von alledem tat, was das vitale Interesse der Nation erforderte. Die unerhört impulsive ökonomische Entwicklung Deutschlands in den letzten Jahrzehnten mußte ja naturnotwendig mit eiserner Konsequenz Englands Eifersucht erregen, ganz so wie seine militärische und kulturelle Erstarkung den Neid der anderen Nachbarn anfachen mußte. Umso dringender tat es Deutschland not, da es doch zwei mächtige und sichere Feinde in den Flanken seiner so sehr ungünstigen Landgrenze wußte, alles zu vermeiden, was die ökonomische Eifersucht Englands in eine politische wandeln konnte; eine Wandlung, die im vorliegenden Falle darum keine notwendige war, wreil England, solange es nicht die bewaffnete Seemacht Deutschlands zu fürchten brauchte, in der deutschen wirtschaftlichen Kraftentfaltung allein gegenüber der Gefahr, die von Frankreich und namentlich von Rußland drohte, entschieden das kleinere Übel erblickte und, die Folgerungen hieraus ziehend, bekanntlich sogar bereit war, mit Deutschland eine förmliche Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit abzuschließen, unter der Bedingung, daß sich Deutschland für absehbare Zeit mit dem „guten zweiten Platz’’ in Weltwirtschaft und Weltpolitik begnüge; gegen eine in legitimen, also durch nationale, wirtschaftliche und geographische Notwendigkeiten diktierten Grenzen sich haltende Verbesserung der geographischen Grundlagen Deutschlands auf dem europäischen Festlande hätte ein vor der weltpolitischen und maritimen Überflügelung durch Deutschland auf absehbare Zeit geschütztes England ganz gewiß nichts einzuwenden gehabt, und sie wäre darum auch leicht erreichbar gewesen.

Weit entfernt von der richtigen Erfassung aller dieser, dem gesunden politischen Menschenverstände so schlicht und klar aufscheinenden naturnotwendigen Selbstverständlichkeiten hat schulmeisterlicher Apriorismus das deutsche politische System auf ein Dogma festgelegt, darauf so recht das Wort eines sozialistischen Schriftstellers paßt: es ist Logik, die sich in einer geraden Linie allerdings folgerichtig fortbewegt, aber nicht sehen kann, daß psychologische Lebenswahrheit in allen Dimensionen verankert sein will. Irgendwie war in den Neunziger]ahren das Schlagwort „Weltwirtschaft” aufgeflogen; weil das Streben des modernen, aufstrebenden Deutschland eingestellt war auf wirtschaftliche Belange, wirkte das Schlagwort wie Zunder in einer Strohtriste; alles was in Deutschland politisch dachte, war nunmehr auf „Weltwirtschaft” eingeschworen; von der Weltwirtschaft zur Seeherrschaft ist natürlich ein logischer Katzensprung; zwar nur für schulmeisterliche Papierlogik, nicht für lebenswarme Psychologie; aber der Schulmeister, der dem zünftigen Deutschen nun einmal im Genick sitzt, tat prompt seine Schuldigkeit; also zeugte das erste Schlagwort ein zweites: „unsere Zukunft liegt auf dem Wasser!” Und von da bis zum „Admiral des Atlantischen Ozeans” war es — auf dem Papier — gar nicht so weit . . . Daß dieser Weg an der harten Tatsache „England” vorbeiführte, mit solchen „Kleinigkeiten” beschwerte sich schulmeisterlich-aprioristischer Doktrinarismus natürlich nicht weiter; wozu gäbe es denn auch Scheuklappen auf dieser Welt? Was ein echter, rechter Schulmeister ist, sieht eben nur und nichts als sein „Problem”, demgegenüber alle anderen Probleme, sofern deren Existenz überhaupt anerkannt wird, zu Bagatellen zusammenschrumpfen; freilich kam der Schulmeister um die Tatsache „England” nicht ganz herum, aber mit haarscharfer Logik rechnete er und bewies er — auf dem Papier —, daß und wie man mit England fertig werden würde; mit einem Blicke auf die Landkarte, vollends gar mit dem Studium der politisch-psychologischen Struktur der Nachbarländer aber beschwerte man sich kaum; was sollten auch solche irdische und psychologische Beschwernisse aprioristisch-schulmeisterlicher Logik anhaben können? Sie durften ihre Zirkel so wenig stören wie der römische Soldat jene des Archimedes! Und so schweifte eine schulmeisterlich denkende und strebende Politik weithin über die Meere und durch die Lüfte, indes Frankreich auf dem Sprunge nach dem Rheintal lauerte, indes Russen und Polen fast vor den Toren Berlins an schutzloser Grenzlinie ihre Waffen schmiedeten; sie baute — papierene — Bahnlinien von Berlin nach — Bagdad mitten hindurch durch das Tschechenland, dessen politische Psychologie ihr eine keines weiteren Aufhebens und darum auch keines Studiums werte Kleinigkeit erschien, so wenig wie sie sich um die bittere Not der Deutschen Österreichs kümmerte; sie plagte sich nicht wöiter ab mit der Tatsache, daß quer über dem Wege nach Bagdad auch sonst noch manches dunkle Problem politischer Psychologie lag. Was wiegt auch dem Schulmeister, der seiner papierlogisch zurecht gelegten Schulaufgabe nachhängt, die Psychologie des lebendigen Lebens? Was verschlägt es ihm, daß er, verbissen und versunken in seine fixen Ideen, an Bäume, an Laternenpfähle anrennt? Er spürt es nicht einmal! Was kümmert es ihn, daß er dabei den Nebenmenschen auf die Füße tritt, sie über den Haufen rennt, daß Flüche und Verwünschungen der anderen das blinde Ungestüm seiner Wegspur begleiten? Er hört nichts, er sieht nichts, er stürmt immerzu weiter dahin über Stock und Stein, den Blick ins Blaue gerichtet, dem überwertigen Phantom nachjagend, bis

er am Ende selber über die barte Realität der Gruben und Löcher am Wege stolpert und einen bitter-schmerzvollen Fall tut . . .

Wie Deutschland seinen eigenen politischen Betätigungsradius vollkommen falsch abschätzte, wie es — eingeengt und eingezwängt in die denkbar schlechtesten Grenzen der Welt — der schulmeistergezeugten Wahnsinnsidee nachjagte, seine legitime Erstarkung exzentrisch und nach den drei Richtungen des stärksten Widerstandes statt konzentrisch nach jenen des geringsten Widerstandes auswirken zu lassen: genau so ging es völlig in die Irre in der Einschätzung der politischen Psychologie seiner Nachbarn! Wir werden ja darüber noch manches zu sagen haben. Hier nur soviel, als zum Beweise schulmeisterlichen Unverstandes in allen Dingen politischer Psychologie vonnöten ist. Deutschlands politisches Denken zeigte sich auch da festgenagelt auf den Horizont eines lebensfremden Gymnasialoberlehrers und die ihn begrenzenden schematischen Begriffe: Österreich-Ungarn war der „treue Bundesgenosse”, sozusagen das „eiserne Inventarstück”, auf das man sich verlassen zu können glaubte; das bißchen Jesuitenkamarilla bagatellisierte man ganz so wie die seit Jahrzehnten immer drohender werdenden Wetterzeichen in und um Prag, vor der Schwelle des blühenden sächsischen Landes, wie den stillen Slawisierungs-kurs, den die Namen Taaffe, Badeni und Thun kennzeichnen, wie Budapest, Agram, Lemberg, Triest; denn man hatte nun einmal sein Nibelungenschema …. Mit Italien war es kaum anders. Rußland — je nun, da schwankte man hin und her zwischen Überschätzung und Unterschätzung, machte sich aber jedenfalls allseits unbeliebt. Frankreich war die „schmollende Marianne”, der man bloß ein bißchen (Schema: Goethe) schöntun oder zur Abwechslung wohl auch die Peitsche zeigen (Schema: Nietzsche) zu müssen glaubte, um sie hübsch „kirre” zu machen, ja womöglich an die eigene Seite (!) ziehen zu können; mit „Kleinigkeiten” wie den Pariser Pressezuständen, der Pariser Freimaurerei, dem Revanchegedanken gab man sich nicht weiter ab, tat aber durch ahnungsloses Ungeschick im Elsaß alles, um letzteren wachzuhalten. Gerade das Elsaß gibt ein ebenso klassisches wie trauriges Zeugnis ab für das grenzenlose Ungeschick und die völlige Desorientiertheit in allen psychologischen Belangen, derlei die deutsche Politik kennzeichnet. War es doch klar, daß ein so durch und durch süddeutscher Volksstamm, wie es die Elsässer sind, auf den überdies durch zwei Jahrhunderte französische Kultureinflüsse eingewirkt hatten, unmöglich nach norddeutscher und nun gar erst nach preußischer Methode verwaltet und daß er damit Deutschland nie wieder gewonnen werden konnte; wenn aber schon einmal dieser Weg eingeschlagen worden war, dann mußte er nach französischen Vorbildern (Frankreich kennt — unter allgemeiner Zustimmung aller Franzosen — gegen jede nichtfranzösische Regung nichts und wieder nichts als schonungslose Gewalt, ja Ausrottung samt der Wurzel) mit eiserner Konsequenz durchgeführt werden, dann durfte es nicht sein, daß die unterschiedlichen deutschen Schulmeister einander sozusagen angesichts des Zöglings und darüber hinaus in den Haaren liegen und daß sie miteinander keifend disputieren konnten über die Zweckmäßigkeit ihrer unterschiedlichen Erziehungssysteme. Man braucht aber nur das Wort „Zabern” in Erinnerung zu bringen, um sofort deutlich werden zu lassen, wie bedenkenlos vor aller Welt die unterschiedlichen deutschen Reichsschulmeister und Reichsoberlehrer aufeinander loshacken konnten, jeder in fanatischer Eigenidolatrie dermaßen eingesponnen, daß er gar nicht imstande war, sich selbst Rechenschaft darüber zu geben, in wie hohem Maße solches Schulmeister-gezänke vor aller Welt, gleichgültig ob es von rechts oder von links her kam, den deutschen Namen schädigen mußte! Dies war aber nicht nur unpsychologisch hinsichtlich des Elsaß gehandelt, es war auch geeignet, die Achtung der ganzen Welt vor einer Nation, deren Wortführer, so wenig nationale Selbstachtung bekundeten, deren Verwalter so grenzenlos bar jedes politischen Sinnes waren, daß sie nach mehr als vierzig Jahren nicht den Weg zu finden vermocht hatten zu der Seele eines im Grunde urdeutschen Volksstammes, wie es der elsässische ist, gewaltig herabzusetzen; so wie es die Achtung vor Erziehern herabsetzen muß, wenn sie nicht allein falsche Systeme in der Erziehung eines Zöglings einschlagen, sondern zu alledem noch im Angesichte des Zöglings und der Mitwelt über die Zweckmäßigkeit ihrer persönlichen Erziehungssysteme fanatisch eifersüchtige Disputationen abhalten.

Und nun bedenke man: eine Nation, deren entsetzensvolles Ungeschick in allen psychologischen Dingen, deren darin wurzelnde Unfähigkeit, einen entfremdeten Stamm dem großen Vaterlande neu zu gewinnen, sie vor der ganzen Welt bloßgestellt und einen gefährlichen schwachen Punkt enthüllt hatte; eine Nation mit einer solchen Achillesferse; eine Nation mit so dürftigem und fragwürdigem äußeren Rückhalt, dafür aber zwei ungeheuer gefährdeten Flankenlinien zu Lande; eine solche Nation ließ sich auf das ungeheuere Wagnis ein, einer Schulmeisterdoktrin blind nachjagend, auch noch Seegroßmachtsgelüste zu nähren und dadurch mit tödlicher Sicherheit zu allen ihren Feinden noch einen neuen, den furchtbarsten von allen sich zu schaffen! Und wenn die leitenden Reichsschulmeister und Reichsdoktrinäre dabei noch schlau, d. h. psychologisch zu Werke gegangen wären! Aber man darf getrost sagen, es sei wohl in allem und jedem sozusagen das Gegenteil von dem geschehen, was man psychologische Behandlung eines Subjektes nennen darf: auf der einen Seite erging man sich in ebenso sentimentalen wie praktisch inhaltlosen Anbiederungen an die Engländer, eine Nation, von der doch jedermann weiß, daß sie nur für nüchterne reale Werte Sinn und Verständnis besitzt; auf der anderen Seite aber gefiel man sich England gegenüber in der etwas kindischen Rolle desjenigen, der einem anderen immerzu mit seinem neuen Dolchmesser unter der Nase herumfuchtelt und dieses anmutige Spiel bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit mit der mehr oder minder liebenswürdigen Ansage begleitet, ihm dieses Dolchmesser bei nächster Gelegenheit in den Leib rennen zu wollen! Es sei nochmals betont, daß ein derartiges Markieren der Zuckerbrot- und Peitschetaktik England gegenüber ausgesprochen kindisch wirken mußte angesichts des Umstandes, daß der Engländer ja doch schließlich ein etliche Nasenlängen größeres Dolchmesser besaß und zudem sehr genau wußte, daß der Deutsche, sowie es zum Klappen mit ihm käme, sowohl von der rechten wie von der linken Flanke her von sicheren Feinden angefallen würde. Nicht umsonst nannten englische Staatsmänner die deutsche politische Psychologie ungeschminkt „dumm” . ..!

Zweierlei mußte daher wieder die Folge sein: erstens Verachtung für eine Tölpelhaftigkeit, die derlei kindisch-schülerhafte Methoden, das Produkt weltfremder Schulmeisterei, in die politischen Manieren der Welt einführte; und zweitens ein mächtig ansteigender Haß gegen diese knabenhafte Stümperei angesichts der Tatsache, daß sie immerhin stark genug schien, um wenigstens den Versuch eines nicht unbedenklichen Angriffes auf die beati possidentes zu machen und dadurch den Weltfrieden umzustürzen. Natürlich lag solches dem rechtschaffenen Sinn des deutschen Volkes so ferne wie nur möglich und auch seine Lenker dachten daran im Ernste nicht: allein genau wie im menschlichen Einzelleben kommt auch im Völkerleben das meiste auf den Schein an, und dieser Schein zeugte angesichts der schier grenzenlosen Unpsychologie deutscher Politik gegen das deutsche Volk; umsomehr, als, wie gewiß nicht übersehen werden darf, jede deutsche Ungeschicklichkeit von den Nutznießern des Deutschenhasses aufs gründlichste ausgenützt worden ist. So haben wir wiederum eine neue Quelle des Deutschenhasses erschlossen; und sind mit unserer traurigen Analyse noch lange nicht zu Ende …

Die psychologischen Ursachen des Deutschenhasses

a) Bedingt durch die Psychologie des deutschen Volkes selbst.

Die psychologischen Ursachen des Deutschenhasses ergründen wollen, erfordert zunächst, sich mit einigen Kapiteln aus der Psychologie des deutschen Volkes selber zu befassen.

Es war freilich notwendig, schon im Rahmen der früheren Abschnitte nicht wenig von dem vorwegzunehmen, was streng genommen erst im Rahmen dieses Kapitels zur Sprache kommen sollte; aber die Dinge lassen sich eben nirgends scharf gegeneinander abgrenzen, Geschichte, Ökonomie, Politik, das alles greift auch ins psychologische Gebiet hinüber. Nunmehr gilt es aber, dieses letztere allein ins Auge zu fassen und sich zu fragen: ist in den psychologischen Gegebenheiten des deutschen Volkes nicht auch vieles und was ist es, was darin zum Anknüpfungspunkte wird für deutschenhasserische Gefühlskomplexe und Gedankenreihen?

Auch die Beantwortung dieser Fragen wird ohne ver-schiedentliche historische Rückblicke nicht möglich sein; es sind also neben den deskriptiven doch auch historisch-psychologische Aufgaben im Rahmen dieses Kapitels zu erfüllen.

Wir wissen bereits, in welchem Maße von jeher der Individualismus das deutsche Seelenleben gekennzeichnet hat. In den Vorzeiten deutscher Geschichte wirkt er vor allem auf dem Gebiete des unmittelbar leiblich-eudämonischen Interesses; mit dem Fortschreiten der kulturgeschichtlichen Entwicklung weitet sich sein Bereich, es erstreckt sich nun auch auf das geistige Gebiet Da wie dort aber wirkt er letzten Endes antisozial. Doch kommt es gelegentlich zu VerteidigungsZweckgruppierungen gegen gemeinsame Widersacher, und es kommt dann auf addi-tionellem Wege zu einer Art Kollektivindividualismus, wie wir ihn schon kennen gelernt haben; allein es fehlt dem germanischen Menschen von Anfang an jener primäre Kongregationstrieb, wie er für andere, auch für kulturell entwickelte Völker •von je so sehr charakteristisch, ist. Man erinnere sich, wie vom klassischen Altertum bis zum heutigen Tage für die Völker des klassischen Kulturkreises und ihre modernen Nachfahren die „Agora” das Forum den eigentlichen Mittelpunkt des seelischen Seins bedeutet; man erinnere sich, wie von ihrem ersten Auftreten in der Geschichte bis zum heutigen Tage die Slawen ihre Ansiedlungen als eng geschmiegte Häusergruppen, mit einem „Ringplatze” inmitten, erbauten, der einstmals wie heute noch den Treffpunkt und Mittelpunkt ihres gesellschaftlichen Seins bedeutet. Demgegenüber ist der Germane von jeher Eingänger, Eigenbrötler, sein Haus, sein Hof ist seine Welt, oder — wie es der angelsächsische Germane ausdrückt — „my house is my castle”. So ist es auch im deutschen Norden ursprünglich gewesen, so im deutschen Süden, und selbst wo sich Deutsche zu geschlossenen Siedlungen zusammenfanden, da waren es ursprünglich Reihensiedlungen ohne Zentrum, jedes Haus, jeder Hof für sich geschlossen, oft räumlich nicht unbeträchtlich von dem Nachbarhause, dem Nachbarhofe abstehend. Städtesiedlungen aber scheinen ursprünglich dem Deutschen fremd: sie entwickeln sich zunächst nur dort, wo die Römer Heerlager angelegt hatten und später, im Mittel-alter, als befestigte Waffenplätze, als Häusergruppen im Schutze einer Burg, also als Siedlungen, die primären Siedlungsbedürfnissen gar nicht entsprachen, sondern nur sekundären Ursprungs sind, deren Zweckgedanke dem Volksgeiste ursprünglich fremd scheint und ihm von fremden oder durch die Schule fremden Geistes gegangenen Herrschern aufgezwungen wird. Man halte daneben, daß die Slawen, schon als sie noch heidnisch und auf primitiver Kulturstufe gewesen, blühende Stadt wesen gegründet hatten, die damals schon lebhafte Handelsplätze waren (indes der germanische Handelsgeist erst später zur Welt kommt, dafür aber dann um so intensiver und universeller pulsiert); haben doch fast alle deutschen Städte ostwärts der Elbe—Saale-Linie schon in der Wendenzeit bestanden!

Sicherlich steht der ursprünglich relativ dürftige sprachliche Mitteilungsdrang des germanischen Wesens, seine Wortkargheit („Nemec” — der Stumme!) in enger psychologischer Beziehung zu dieser ursprünglich asozialen Art germanischen Wesens. Wo das Germanentum sich relativ rassenrein erhalten hat, wie im deutschen Nordwesten, in manchen Gegenden Bayerns, dann in Holland, Skandinavien und in den höheren Schichten Englands, da ist heute noch eine gewisse Knappheit und Kargheit des sprachlichen Ausdrucksbedürfnisses landesüblich und schlägt dem lebhafteren Südländer oder Osteuropäer wie Nordwind ins Gesicht. In entsprechend abgedämpfterem Maße gilt dies aber für das ganze deutsche Volk — das uns ja hier allein interessiert —, (wenngleich es unter allen germanischen Völkern weitaus am meisten mit ungermanischen Elementen durchsetzt ist; die Angelsachsen sind in ihren oberen und mittleren Schichten zweifelsohne rassenreinere Germanen als etwa die Deutschen östlich der Elbe und Saale oder südlich des Thüringerwaldes in den äquiparierenden gesellschaftlichen Ständen), wenigstens im Vergleiche zu den nichtgermanischen Völkern, zumal den romanischen und slawischen Nachbarn. Zugegeben, daß der Rheinländer, der Pfälzer, der Mainfranke, der Wiener und der — Berliner, dieser vor allem, heutzutage über eine ganz gehörige Suada verfügen, sie sind immer noch rechte „ Stummerin” im Vergleiche etwa zum Italiener oder zum Tschechen oder zum Polen! In Wien, wo es ja slawischer Gäste nicht so wenige gibt, mag man oft die Bemerkung machen, daß zwölf deutsche Wiener, die miteinander konversieren, nicht entfernt so laut und so wortreich werden denn das Dritteil tschechischer oder polnischer Gäste am Nebentisch! Und daß ihnen die „große Geste” des Romanen und Slawen vollends fehlt.

Völkerpsychologisch ist dies von grundlegender Bedeutung. Der germanische und also ursprünglich auch deutsche Eigenbrötler, Eingänger, Einöder hat soziale Instinkte von ehedem auch nicht entfernt in dem Maße zu entwickeln Gelegenheit gehabt wie andersvölkische Menschenkinder; Zusammensein, Zusammenleben mit anderen Menschen — mit Stammesverwan’dten selbst — außer mit den Gliedern der allerengsten eigenen Sippe ist ihm ursprünglich etwas Fremdes, und nur widerstrebend fügt er sich gelegentlichem Zweck-verbande und vollends späterer Kongregationssiedlung. Kein Wunder also, daß der deutschen Seele jenes Maß von Einfühlungsfähigkeit in die Seele der Mitmenschen, derlei bei anderen Völkern schon in ihrer Vorzeit vorhanden ist und sozialen und darum nationalen Zusammengehörigkeitssinn bei ihnen schon früh sich entwickeln läßt, abgeht; dies auch der Urgrund des dürftigen nationalen Einheitsgefühls und Solidaritätsbedürfnisses; nebenher aber auch des beim Deutschen so häufigen Unvermögens, sich in die Seele anderer Menschen überhaupt, also erst recht in jene anderer Völker einzufühlen, seines oft so kläglichen Versagens in allen Erfordernissen praktischer Lebenspsychologie; denn derlei ist nur sozial gerichteten Menscheuseelen möglich, nur im sozialen Zusammenleben zu erwerben, nicht aber im asozialen, ja oft antisozialen, wie es das deutsche Volksleben gewesen ist.

So hat also eine Eigenschaft, die dem Germanentum tief im Geblüte zu sitzen scheint, zur Konsequenz, daß die Bedingungen wechselseitiger psychologischer Fühlungnahme von Mensch zu Mensch hier in weitaus geringerer Ausprägung gegeben erscheinen als bei anderen Kulturvölkern. Gleichwohl muß eines auffallen: daß gerade das deutsche Volk, wiewohl es doch nicht das germanischeste unter den germanischen Völkern ist, .in weiten Schichten diese Eigentümlichkeit am zähesten bewahrt, ja vertieft hat, indes andere germanische Nationen sie zu überwinden imstande waren.

Der Grund hiefür dürfte in historischen Verhältnissen gelegen sein. Die Geschichte hat es mit sich gebracht, daß alle anderen germanischen Völker frühzeitig zu nationalen Einheitsstaaten erwuchsen; das kam daher, daß sie — wie England und Dänemark — durch die insulare, beziehungsweise halbinsulare Abgeschlossenheit oder — wie Norwegen — durch die am Meere exponierte Lage dazu gedrängt wurden, oder — wie Schweden — durch die rauhe Faust der Könige, welche die widerstrebenden Adeligen zu Paaren getrieben hatten; dazu kam, daß keines dieser Völker das Unglück hatte, in den Bannkreis des Begriffes „Rom” hineinzugeraten, welcher als Ferment der Dekomposition wirksam war. Es bildete sich also überall anderswo im Staate die Nation als politische Gemeinschaft und als solche trat sie der Krone gegenüber, mit der sie alsbald in einen Widerstreit geriet, aus dem aber allenthalben in germanischen Landen der Freiheitsgedanke siegreich hervorging; in der Schweiz und in den Niederlanden zum unwiederbringlichen Schaden der deutschen Gesamtnation, deren Vertreter in der kritischen Zeit leider die Tyrannis verkörperten! Die Folge war aber jeweils die unwillkürliche Zusammenfassung des Volkes zu einer wenn auch nur in allgemeinstem Umfange sozialen, in einer Richtung wenigstens seelisch homogen orientierten und zu gegenseitiger Einfühlung ihrer Glieder anfällig gewordenen Gemeinschaft, dergestalt, daß selbst in aristokratisch geschichteten Nationen — England, Schweden — früh schon etwas wie ein demokratisch gerichteter nationaler Instinkt erwachte, der Volksgenossen und Volksgenossen einander verstehen lehrte und dadurch‘ das Schädliche an dem extremen Individualismus überwand. Denn nur aus sozialem Gemeingefühle kann ein lebensstarkes nationales Gemeingefühl, kann übrigens auch politisches Gefühl, politischer Sinn erwachen; wobei natürlich soziales und Klassenbewußtsein nicht restlos ein und dasselbe sind: so hatten etwa die Ghettojuden ein starkes soziales Gemeinbewußtsein, nicht aber ein gemeinsames Klassenbewußtsein.

Anders in Deutschland. Hier hinderte der tausendjährige Kampf um Rom und mit Rom die nationale Zusammenfassung, er wirkte, indem er Reichsoberhaupt und Teilfürsten, überhaupt Deutsche und Deutsche einander entfremdete, zunächst zersetzend, indem er — dank den Intrigen Roms — Teilfürsten gegen Teilfürsten und diese gegen das Reichshaupt wechselweise ausspielte und mit den Häuptern auch ihre Untertanen durcheinanderhetzte und so schon vor der Reformation jedem nationalen Gemeinschaftsbewußtsein obstruierte, bis die Reformation und die darauffolgende böse Zeit der Gegenreformation und des Dreißigjährigen Krieges die Nation vollends in zwei untereinander wieder x-fach gespaltene Lager zerriß. Diese Zerrissenheit konnte aber natürlich auch kein wahrhaft soziales Leben aufkommen lassen; denn nichts konnte ja einer schädlichen Hypertrophie des Individualismus mehr entgegenkommen, nichts der ominösen Eigenidolatrie förderlicher sein als jene; lag doch im Wesen jedes der Duodezstätchen die Tendenz, sich mit allen äußeren Attributen der Souveränität auszuschmücken, sich ein Heer von Würdenträgern, Beamten und Bediensteten verschiedener Art zu schaffen, die Kastengliederung der Bevölkerung zu kultivieren, diese überhaupt getreu dem alten Grundsätze „divide et impera” auch psychologisch in Partikelchen zu spalten, die sich untereinander nicht als Brüder, sondern nur zu oft als Gegner betrachteten und behandelten; was aber von jedem dieser Mikrokosmen galt, das galt vom Makrokosmos Deutschland in seiner Gesamtheit: Einzelstaaten, Stände, Klassen, Konfessionen, Zünfte, nirgends standen sie einander schroffer gegenüber als in Deutschland, nirgends wurde aber auch diese Gegnerschaft mit macchiavellistischeren Mitteln von oben her begünstigt und genährt als in deutschen Landen! Den Duodezeitelkeiten der Fürsten entsprachen Myriadezeitelkteiten (sit venia verbo) der Untertanen, nicht minder gehegt und gepflegt wie jene und im Laufe einer vielhundertjährigen nationalen Leidensgeschichte derart auf Kosten des Yolksganzen hyper-trophiert, daß sich ein wahres Nationalbewußtsein erst spät entwickeln konnte, und auch dann nicht schlackenfrei, schon darum nicht, weil auch im neuen Deutschland die alten Kräfte, sei es auch nicht mehr in solcher Stärke wie in der „guten alten Zeit” fortwirkten. Jene Philisterhaftigkeit und jeno politische Interesselosigkeit und Engstirnigkeit, die dem Deutschen solange anhafteten, sie stammen sehr wesentlich von daher.

Die Folgeerscheinungen sind nur zu bekannt: Keines anderen Volkes Psyche als wie jene des Deutschen ist in solchem Maße durchdrungen von Kastengeist, von Sonderbündelei, von großen und kleinen Eitelkeiten, Hochnäsigkeiten und Untertänigkeiten, zwischen den Gruppen wie zwischen den Einzelgliedern der Nation; wenig Deutsche, die nicht idolatrisch befangen wären in dem Kult ihrer Gruppe, es sei nun eine landsmannschaftliche oder eine ständische, eine berufliche, eine geistige, eine sportliche, was immer für eine, oder aber es bestünde diese Gruppe gerade nur aus — ihnen selbst! Wenig Deutsche, denen nicht das Zusammengehörigkeitsgefühl, das Gemeinsamkeitsbewußtsein mit ihrer „Gruppe”, in der sie ja nichts als das kollektive Spiegelbild ihres eigenen seelischen Ich erkennen, im reinkultivierten Extremfall aber auch selbst ihr eigenes seelisches Ich ungleich höher wertete denn das Gemeinsamkeitsbewußtsein der Yolksgesamtheit, ist doch dieso für nur allzuviele Deutsche eine Art „Mischmasch”, darin, ihnen kein Unterschied wahrnehmbar dünkt zwischen den unterschiedlichen physischen und geistigen „Pedigrees”. Es ist nicht zuletzt darum, daß, während anderen Völkern Nationalgefühl und Nationalbewußtsein gar nicht erst diskutable.

Selbstverständlichkeiten von hochwertigstem Gehalte sind, solches dem zünftigen Deutschen sich gar nicht von selber versteht, sondern ihm sozusagen in jedem Einzelfalle ein besonderes „Problem” dünkt, dessen Wertigkeit erst geprüft zu werden hat und diese Prüfung nur zu oft gar nicht besteht; nur in deutschen Landen ist darum das Mißverständnis möglich, als sei Nationalität eine „Mode jungen Datums” und „vergänglich wie jede andere Mode”; ein höchst fatales Mißverständnis, weil es eine — bitter traurige und dem Dasein des Volksganzen äußerst gefährliche — Gegebenheit deutscher Psychologie kritiklos auf die Gesamtmenschheit überträgt, deren einzelvölkische Glieder von jeher oder mindestens schon seit unvordenklicher Zeit, um so mehr, je höher ihre Kulturstufe, ganz ausgesprochen und selbstverständlich national orientiert waren und sind! Nur in deutschen Landen konnte der Wahnwitz Blüten treiben, als sei es „reaktionär”, sich national zu betätigen, wo doch im Gegenteil gerade alle reaktionären Abbaukräfte, die innerhalb Deutschlands allzulange wirksam gewesen sind und es leider immer noch sind, bewußt und unbewußt im Sinne antinationaler Strebungen arbeiteten und noch arbeiten und daher jeder Fortschritt zunächst und unmittelbar auch auf die seelische Überwindung dieser antinationalen, die Volksgesamtheit zersplitternden Kräfte gerichtet sein muß! Gerade die deutsche Sozialdemokratie von heute hat, bewußt und instinktiv, diese schlichte Wahrheit erfaßt und hat erkannt, daß nur über das bewußte Festhalten am Nationalen der Weg zum wahren Weltbürgertum führt, gerade wie man, mit seltenen Ausnahmen, die keiner Regel gleichwerten, kein richtiger Fünfziger sein kann, wenn man vorher kein rechter Dreißiger und Vierziger gewesen ist. National und nationalistisch ist allerdings durchaus zweierlei. Allein bezeichnenderweise sind diese anderwärts so durchaus schlichten und selbstverständlichen psychologischen Tatsachen und Forderungen in deutschen Landen außer Kurswert. Immer noch zog es den Deutschen mehr zum Standesgenossen, zum Glaubensgenossen, zum Zunftgenossen, zum Weltanschauungsgenossen, gleichgültig ob gleicher oder fremder Nation, denn zum eigenen Volksgenossen anderen Standes, anderen Glaubens, anderer Zunft, anderer Weltanschauung, und alles das, worauf sich so viele Deutsche soviel zugute tun, alles in verschiedenem Gewände, in verschiedener Farbe immer ein und dasselbe, so dem einen hochheilige Tradition, dem anderen Inbegriff aller Fortgeschrittenheit erscheint, alles das ist ersten und letzten Endes nichts als Ausfluß einer von jahrhundertealten nationsfeindlichen Mächten besorgten künstlichen Überzüchtung jener Eigenschaft der germanischen Seele, deren soziale Begrenzung viele herrliche Früchte getragen, deren antisoziale Hypertrophierung aber die furchtbarsten Verwüstungen angerichtet hat: des Individualismus.

Man vermag sich leicht auszumalen, welche Folgen dieser psychologische Zustand für das Ansehen des deutschen Volkes in der Welt haben mußte. Der Nichtdeutsche sah und sieht noch heute in uns eine Nation vor sich, die sich seinem Auge als ein gerade nur sprachlich einheitliches Riesenbündel von 70 Millionen Einzelmenschen und Menschengruppen und -grüppchen darstellt, denen jene innere psychologisch gemeinsame Grundlage zu fehlen scheint, wie sie sich bei anderen Nationen von selbst versteht und darum dort erst gar nicht zum Gegenstände mehr minder geschwollener Anzweiflungen oder Anpreisungen zu werden braucht: der einheitliche politisch-nationale Sinn! Welchen Eindruck soll der Welsche, soll der Slawe, soll der Angelsachse gewinnen, wenn er wahrnimmt, wie der Bayer den Preußen, der Protestant den Katholiken, der Adelige den Bürger, der Bourgeois den Proletarier, der Geheime Rat den Ungeheimen Rat, der Gelehrte den Ungelehrten, der Zünftler den Nichtzünftler, der Impressionist den Expressionisten, der Standpünktler den Gegenstandpünktler, kurz der Volksgenosse den Volksgenossen wertet wie einen Fremden, wie einen Feind, wie er ihn coram publico interno et externo ostentativ verachtet oder rücksichtslos anfällt, in ihm den Ausbund alles Niedrigen und Verwerflichen erblickt und diesen seinen Gefühlen und Anschauungen bei jeder sich bietenden Gelegenheit freien Lauf läßt? Umgekehrt aber, erlittener Fußtritte selbst nicht achtend, keinen höheren Ehrgeiz weiß als in heller Eigenidolatrie sich anzubiedern an Fremdvölkische „seinesgleichen”? Welchen Eindruck soll der Nichtdeutsche gewinnen,wenn er sehen und hören muß,wie der deutsche Edelmann nichts Plöheres sich weiß, als den englischen Lord, den welschen Marquis, den slawischen Bojaren zu äffen oder ihm demütig nachzulaufen, indes er sich weigert, dem deutschen Bürger die Hand zu drücken oder in dem deutschen Arbeiter seinen Bruder zu erblicken? Wie der deutsche Geistesmensch aller Arten, das Einheimische, Bodenständige in Stoff und Art geringschätzend, fremdvölkischen oder (im Grunde ein billiges Deckwort für den Mangel sozialen Gefühls, das ja beim Nächsten, also beim Volksgenossen zuerst betätigt werden muß! Daher protzen sich bei uns reiche Knicker oder denkarme Leerköpfe mit Vorliebe zu „Weltbürgern” empor, um sich den Pflichten sozialen Opfersinns mit Hilfe eines vornehm klingenden Schlagwortes zu entziehen oder ein fein klingendes Deckwort für ihre innere Hohlheit zur Hand zu haben) kosmopolitischen Idealen nachläuft? Wie deutsche politische Parteien einander nicht wirksamer bekämpfen zu können glauben, als indem sie einander wechselseitig vor dem Auslande, auch vor dem feindlichen Auslande beschimpfen und denunzieren und ostentativ ihr ideelles, wenn nicht gar ihr nacktes materielles Interesse über Volk und Vaterland stellen, gierig nach Beifall und Gunst selbst des Feindes? Wie kann es anders sein, als daß der Nichtdeutsche den Deutschen ob all dieser Dinge verachtet? Daß er seine nationale Einheit geringschätzt oder gar für ein Kunstprodukt hält? Und in der von urreaktionären Kräften geförderten Spaltung den natürlich gegebenen Zustand erblickt? Daß aber diese Verachtung wiederum in Haß Umschlägen muß in dem Augenblicke, wo das „Unglaubliche”, die deutsche Einigkeit sich, wenn auch immer erst in zwölfter Stunde — es ist der Fluch deutscher Geschichte, daß sich jede ihrer Phasen immer erst in jenem Augenblicke zu vollenden scheint, wo es schon fast „zu spät” und oft unwiderruflich zu spät ist — denn doch als Tatsache erweist? Und wenn der im Alltagsleben latente, ja künstlich gestaute nationale Einheitssinn zuzeiten mit urplötzlicher, elementarer Gewalt hervorbricht, gleich einem, schlagenden, alles verheerenden Wetter: furor teutonicus…..!

Das ist eben das nationale Unglück! Wäre der Deutsche im Alltag so selbstverständlich national, wie es, ohne darum Nationalist zu sein, der Angelsachse, der Romane, der Slawe ist, staute er nicht das Nationale in sich im Alltage als zu „gewöhnlich” zurück, wäre es in seinem Fühlen und Denken, Tun und Lassen selbstverständlicher und darum harmonischer verankert, es täte nicht not, daß es dann fallweise mit so brutaler Massenwucht hervorbräche, um alsbald wieder jäh in sich zusammenzusinken, es wäre dann keine geringschätzige Verachtung bei den anderen ob des Fehlens nationaler Würde, aber auch kein siedender Haß ob des Entsetzens, den das brüske, unerwartete
Hervorbrechen der furiosen Sturzwelle nationalen Sinnes, mit dem niemand ernstlich gerechnet hatte, bei den Nachbarn anrichtet! Mangel an nationalem Sinn hat ja stets kompensatorisch Chauvinismus und Furor zur Folge. Das Nationale ist eben im Menschlichen gegeben; nur im Abreagieren gibt es Unterschiede. Den Deutschen tut aber dringend not, daß die habituelle Note ihres nationalen Abreagierens eine andere werde.

Gerade nun die individualistische Zerfahrenheit und die daraus resultierende nationale Schwäche waren die Wegebereiter jenes Preußentums, dem das heutige Deutschland soviel des Gehaßtwerdens dankt. Wie das gekommen ist? Das wollen wir nun beantworten.

Das, was wir das Preußentum nennen, ist seiner ganzen Natur nach wohl nur zu verstehen, wenn wir es einerseits entwicklungsgeschichtlich werten, anderseits von gewissen allgemeinen psychologischen Gegebenheiten ausgehen. Knüpfen wir gleich an diese letzteren an. Es ist eine bekannte Tatsache, daß der menschlichen Seele der Drang innewohnt, ihr Innerstes nach außen hin zu „verdecken”, ihre Schwächen zu verbergen, sie durch künstliche Überdeterminierung der ihnen entgegengesetzt gerichteten seelischen Tendenzen gleichsam zu überkompensieren; darum singt der Furchtsame im Walde, darum gibt sich der innerlich Schwache nach außen hin oft zornmütigaggressiv, der innerlich Brutale dagegen übertrieben freundlich. Was nun vom einzelnen gilt, gilt auch von Menschengruppen, gilt im weiten Sinne dann auch von Stämmen und Yölkern; nur daß es da sehr gewöhnlich die leitenden Köpfe einer Gruppen-, Stammes- oder Volksgemeinschaft sind, welche die Rolle des Gesetzgebers, d. h. also des personifizierten Exponenten der Volksseele übernehmen, dessen Streben dahin geht, daß der mehr minder dunkel gefühlte innere seelische Drang des Volksganzen, der in einzelnen Köpfen bewußt wird, zum Gesetz und zur Sitte werde; dieses war die Rolle der Propheten des Alten Testamentes, des Lykurg und des Solon im alten Hellas, der Apostel des Urchristentums im Spätaltertum. Und so sehen wir also auch, wie die germanische Volksseele, sowie einmal der äußere, naturnotwendige Zwang staatlicher Gemeinschaft den tiefwurzelnden Individualismus des einzelnen zurückzudämmen erheischt, sich ein „Korrektiv” ersehnt, welches ihr schließlich denn auch erwächst, und zwar — der freieren germanischen Art gemäß — weniger im Gesetz als in der Sitte.

Diese Sitte ist oft, wenn nicht meist ein ungeschriebenes Gesetz; aber dieses ungeschriebene Gesetz erreicht in der germanischen Welt an zwei Stellen eine ganz ungeheure Macht, allerdings infolge historischer Entwicklungen; ein Gesetz, dessen Antlitz freilich bei den beiden Völkergruppen, unter denen es in Wirksamkeit getreten ist, keineswegs die nämlichen Züge aufweist: während nämlich bei den Angelsachsen eine allerdings ziemlich äußerliche religiöse Bindung der ursprünglichen individualaktivistischen Tendenzen der Seele durch die Grundsätze des Puritanismus (von denen auch die Gesetze der profanen angelsächsischen Sitten sich herleiten) erfolgt ist, war diese Bindung auf deutschem Boden, und zwar zunächst in Preußen ein Werk des Schulmeistertums, von dem der „Militarismus” nur der älteste und repräsentativste Spröß-ling ist, von dem aber ebensogut alles andere an preußischer (und überhaupt neudeutscher) Sitte, im Guten wie im Schlimmen, herstammt Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man ausspricht, daß im allertiefsten Grunde der Kampf zwischen den beiden germanischen Vetterrassen der Konkurrenzkampf um die Vorherrschaft gewesen sei zwischen den beiden Systemen seelischer Bindung und Zügelung des ursprünglichen germanischen Individualismus, des religiösen (und so vielfach auchpseudoreligiösen) Puritanismus auf angelsächsischer, des wissenschaftlichen (und so vielfach auch pseudowissenschaftlichen) Schulmeistertums auf deutscher Seite. Da aber die Methoden der Religion und ihrer Propaganda „psychologischer” sind als jene der Wissenschaft und ihrer Systeme, da die ersteren mehr Macht entfalten über die Gemüter und das Gemüt über den Geist bis heute immer noch triumphiert hat, darum war psychologisch der Kampf zwischen angelsächsischem Germanentum und deutschem Germanentum um die Seele der Welt im Keime bereits zu unseren, zu deutschen Ungunsten entschieden, ehe noch auf Erden die Würfel gegen uns Deutsche gefallen sind .. .

Die historische Entwicklung der angelsächsischen Sitte hier abzuhandeln, kann meine Aufgabe nicht sein, zumal dies Berufenere schon besorgt haben; ich muß mich in diesem Belange hier begnügen, festzustellen, was ist. Ich muß mich begnügen, den tieferen psychologischen Ursachen der historischen Entwicklung des preußischen Schulmeistertums nachzuspüren. Denn ich behaupte: die alten Markgrafen von Brandenburg und ihre Gehilfen, die Begründer des „Preußentums”, sind durch die strenge Schulmeisterlichkeit ihrer Zucht charakterisiert, davon der sichtbarste Teileffekt, der militärische, trotz seiner scheinbaren Signifikanz eben doch nur ein Teilergebnis ist.

Zum Verständnisse ist es nötig davon auszugehen, daß es Kolonialland, und zwar ursprünglich recht spröder und dürftiger Kolonialboden war, auf dem die Brandenburger und in der Folge die preußischen Fürsten ihr Werk aufzubauen hatten; um es erfolgreich in die Wege leiten zu können, war zweierlei vonnöten: Besiedlung und Arbeit; da aber die Arbeit notwendigerweise eine harte sein, da jede Frucht der Natur erst mühsam abgerungen werden mußte, war von Anbeginn an eine strenge Rationalisierung der Arbeit erforderlich; damit aber war es nicht genug: es galt, die widerstrebenden, individualistischen Geister der Landbarone, aber auch der sehr verschiedenen, wenn auch vorwiegend niederdeutschen Stämmen entsprossenen Ansiedler und zu alledem noch den Geist der ja doch nichts weniger als restlos ausgerotteten slawischen Eingeborenen in zielstrebiger Weise zusammenzufassen, zu parallelisieren, um zu nutzbringendem Ergebnis, zu gelangen, aus Steinen Brot, aus Sanddünen Getreidefelder, aus Territorien einen Staat zu formen; mit Gewalt, mit „Bayonetten” allein war das aber nicht zu machen, wenn nicht diese Gewalt selber organisch aus den straff zusammengefaßten Energien hervorwuchs, welche die Vorbedingung des Werdens eines preußischen Staates abgaben; es war also notwendig, die Seele des Volkes, welches dieses Territorium bewohnte, zu harter, fruchtverheißender Arbeit zu ertüchtigen und zu gemeinschaftlichem, zielbewußtem Arbeiten zu organisieren, gleichgültig, ob diese Arbeit eine Arbeit mit der Egge war oder eine solche mit der Kelle oder mit dem Schwerte oder mit der Feder. Auch dies aber konnte wieder nicht mit Gewalt und wieder nur Gewalt allein gemacht werden; es konnte auch nicht mit Religion allein gemacht werden; denn der Zeitgeist der damaligen Religion war mehr auf mystisches Grübeln gerichtet denn auf das Evangelium der Arbeit. Das Evangelium der Arbeit als einer kategorischen Pflicht mußte also in mehr lehrhafter Weise dem Volksganzen beigebracht werden; und so wurde das Lehrhafte, welches dem Preußischen so sehr anhaftet, es so sehr kennzeichnet; und von ihm, seit Neudeutschland geworden ist, auf das ganze Deutschtum mehr
oder weniger intensiv ausstrahlte, das Lehrhafte, Schulmeisterhafte des deutschen Mannes im Bürgerkleide wie im Waffenrocke, das Gouvernantenhafte der deutschen Frau in Haus, Arbeit und Gesellschaft.

Die lehrhafte, schulmeisterliche, methodisch-organisatorische Gebundenheit des preußischen Wesens, wie sie im Laufe der Jahrhunderte geworden ist und im Laufe der letzten 50 Jahre von Preußen her rapide über das übrige Deutschland sich verbreitet und demselben den Stempel aufgedrückt hat, hat unzweifelhaft der deutschen Nation, nicht nur in ihrem preußischen Anteile, unschätzbaren Nutzen gebracht, .ob wir nun die Sache von der Seite des bürgerlichen und des geistigen Lebens her betrachten oder von jener des militärischen und des politischen. Zunächst hat sie sich als ein Korrektiv erwiesen gegenüber überindividualistischer Denk- und Fühlweise: der Schulmeister trachtet ja die Seelen mehr oder weniger parallel oder konvergent einzustellen; und in der Tat ist es dem preußischen Schulmeister gelungen, die Geister derart zu zügeln und mit seiner Art zu infiltrieren, daß sie selber schulmeisterlich geworden sind, daß eine Art Schul-meisterlichkeit für das ganze Leben dem preußischen Typus zur zweiten Natur wurde und daß darin eine gewisse Ausgleichung, Homogenisierung und Zusammenbündelung der ihrer germanischen Grundlage nach auseinanderstrebenden Glieder erzielt wurde; von der ethischen Seite sekundierte dem Taktstock des Schulmeisters der Pflichtbegriff, der, durch Kants Lehren geheiligt, sozusagen die ideale Folie für die parallelisierende Organisation der Geister abgab; der Schulmeister, der für den typischen Preußen alsbald zum „inneren” Schulmeister, zum personifiziert gedachten Gewissen wurde, wacht darüber, daß das sittliche Gebot pflichtgemäß zielbewußter, methodisch auf einen hohem Zweck hin eingestellter, also nicht so sehr individuellem als vielmehr der sozialen Gemeinschaft, dem Staatsganzen dienenden Nutzen zugewendeter Arbeit geheiligt und befolgt werde; er schafft jenes Evangelium der Arbeit, der tätigen Hingabe an eine Sache um ihrer selbst willen, darin der einzelne völlig aufgeht, dessen hoher sittlicher, überindividualistische Antriebe zügelnder Wert unmöglich verkannt werden kann, so wenig wie wir Deutsche verkennen sollten, daß das angelsächsische Seitenstück, der Puritanismus mit seinen mehr an biblische Satzungen anknüpfenden Lebensnormen auf seine Art überindividualistische Regungen zügelt (nur daß beim Angelsachsen der puritanische Prediger noch um ein gut Stück unpersönlicher ist als beim Preußen der Schulmeister und daß darum der Angelsachse in seinem Wesen den Predigerton — wenngleich er an ihm unverkennbar ist, etwa in den Reden angelsächsischer Staatsmänner mit ihren häufigen Anrufungen von Christentum und Moral — wenigstens nicht im Alltag dermaßen hervorkehrt wie der Deutsche, zumal der Preuße den Schulmeisterton). Kein Zweifel, daß das, was wir die preußische — im weiteren Sinne dann überhaupt die deutsche — Tüchtigkeit nennen, dem preußischen Schulmeister, der preußischen Schulmeisterlichkeit, direkt oder mindestens indirekt, zu danken ist; jene Tüchtigkeit, die dem Deutschtum soviel äußere Erfolge eingetragen hat und uns, wie wir alle zuversichtlich hoffen, aus unserem jetzigen nationalen und wirtschaftlichen Elend wieder heraushelfen wird, ganz ebenso, wie wir hoffen, daß die innere Stimme des preußischen Zucht-und Schulmeisters in uns, daß dieses unser personifiziertes Gewissen uns mit erhobenem Finger alsbald wieder zu zielbewußter Arbeit zurückrufen werde, auf daß das Wort wieder wahr werde, daß der Deutsche bei der Arbeit sein Bestes gebe; auf daß wir jene Arbeitsfreudigkeit um ihrer selbst willen wieder gewinnen, die unser deutscher Bürgeradel ist, den wir unserem Schul- und Zuchtmeister danken. Auch auf geistigem Gebiete, im Reiche der Gedanken, des wissenschaftlichen Forschens wie namentlich der angewandten Wissenschaft, schuldet das deutsche Volk seinem Schul- und Zuchtmeister unauslöschlichen Dank; war er es doch, der das Volk der individualistischen Dichter und Denker zweckbewußtes, zielstrebiges, organisiertes Denken gelehrt hat; das hat sich besonders segensreich erwiesen auf den Gebieten des Handels und Wandels; der deutsche Geist, vordem in den Wolken schwebend, hat sich gewöhnt, auch die Gefilde irdischen Gemeinwohles zu befruchten, er hat von da unschwer den Weg zur Technologie, zur Industrie, zur praktischen Medizin, zu hunderten und tausenden nützlichen und nutzbringenden Dingen gefunden; und indem er jene methodisch-wissenschaftliche Schulung mitbrachte, die er von seinem vorbildlichen Schulmeister empfangen hatte, dessen Art ihm selbst als vorbildlichem Musterschüler in Fleisch und Blut übergegangen ist, hat er alle öffentlichen Wohlfahrtseinrichtungen und Arbeitsstätten, hygienische, verkehrstechnische, verwaltungsrechtliche, kommerzielle, industrielle, kurz welcher Art immer sie noch sein mochten, zu einer Höhe entwickelt, die ihm die neidvolle Bewunderung aller Nachbarvölker eintrug, die sich nach und nach, wenn auch — wie namentlich Engländer und Franzosen — nicht ohne recht große Selbstüberwindung gewöhnt hatten, Deutschland als eine Art internationaler Musterfarm zu respektieren, die ausersehen schien, zur internationalen Hochschule für angewandte Wissenschaft emporzuwachsen, ein Italien, ein Hellas der Technologie zu werden und dergestalt eine hohe geistige und moralische Sendung in der Welt zu erfüllen. Es ist leider anders gekommen, nicht ganz ohne unsere eigene Schuld … Aber die Geschicke der Völker verlaufen nicht geradlinig, sondern in Wellenlinien, und so mag sich auch aus dem nationalen Elend unserer Tage bald wieder ein Weg finden in lichtere Höhen; und einst ein Tag wieder kommen, wo die Worte grenzenloser Bewunderung für unsere Kultur aufs neue wahr werden, die ich vor einigen Jahren aus dem Munde eines Deutschland bereisenden französischen Ingenieurs vernahm, von dem ein naher Verwandter zu unseren Scharfrichtern und Schergen von heute zählt. . .

Hart umstritten, heutigentags geradezu in Ungnade gefallen sind demgegenüber die Verdienste des preußischen Zucht- und Schulmeisters auf politischem und militärischem Gebiete. Nun, ich werde natürlich der Aufgabe, ohne Rückhalt die schier unerschöpflichen Quellen des Deutschenhasses, die gerade das politische und militärische „Preußentum” erschlossen hat, auf ihre Naturgeschichte zu untersuchen, nicht aus dem Wege gehen. Allein die Gerechtigkeit erfordert es — gerade von mir, dem Österreicher, erheischt sie es gebieterisch —, vorher mit Nachdruck auf das Gute hinzuweisen, welches der preußische Schul- und Zuchtmeister auch auf diesen Wegen geleistet hat und welches wohl auch ganz andere Früchte getragen hätte, wenn nicht…; aber davon werden wir später reden!

Zunächst war es das historische Verdienst des preußischen Zucht- und Schulmeisters, in diesem Falle verkörpert durch die Kolossalgestalt eines Bismarck, der politischen Zersplitterung des deutschen Volkes, sei es auch zunächst nicht ganz restlos dadurch Herr geworden zu sein, daß er mit ehernem Zugriff die politischen Energien der deutschen Stämme Österreich ausgenommen, zusammengebündelt und paralleli-siert hat; indem Bismarck, freilich auf die Vorarbeit der deutschen Wissenschaft, der deutschen Schule und zumal des Zeitalters von den Befreiungskriegen bis 1848 gestützt, der Wurf gelang, dem deutschen Volke ein gemeinsames politisches Ideal zu zimmern dank seiner Persönlichkeit, darin sich Schulmeisterart in einer im Preußentum nicht gewöhnlichen Verbindung mit psychologischer Menschenkenntnis paarte, darin eben die Größe seiner Diplomatie bestanden hat, hat er sozusagen in zwölfter Stunde noch aus ungezählten Einzel- und Kollektivindividualismen eine politische Nation geschaffen, wo bis dahin lediglich eine ethnographische Nation bestanden hatte. Bismarcks Nachfolger oder sagen wir genauer die auf ihn folgende Generation und ihre Menschen haben im einzelnen ganz gewiß nicht immer glücklich operiert; indes ist in den fast fünf Dezennien, die seit der Gründung des Deutschen Reiches verflossen sind, der Reichs- und Einheitsgedanke ein fester Bestandteil des deutschen Fühl- und Denksystems geworden. Kein Zweifel aber, daß es nur der preußischen Zucht, dem preußischen Schulmeister gelingen konnte, das Einigungswerk zu vollbringen; dies lehrt schon ein Blick auf das Jahr 1848, welches so recht dargetan hat, wie wenig geeignet zumal die süd- und westdeutsche Eigenbrötelei ursprünglich dazu gewesen waren.

Ein zweites, unleugbar großes Verdienst des preußischen Zucht- und Schulmeisters liegt — das muß wohl auch zugeben, wer grundsätzlich die militaristische Geschichtsepoche für eine überwundene hält, was sachlich keineswegs noch feststeht — in der fälschlich unter dem Schlagworte „Militarismus” zusammengefaßten Einpflanzung der Doktrin, daß sich der einzelne, körperlich und seelisch, gleichgültig, ob mit oder ohne Wehr, dem Ganzen, insonderheit dem Staats- und Volksganzen unterzuordnen habe, in die ursprünglich germanisch-individualistischen und germanisch-eigenidolatrischen Gemüter und Gehirne eines Siebzig-Millionenvolkes; diese Doktrin ist zweifellos durch den preußischen Zucht- und Schulmeister in extremer Weise überspannt worden und hat in den letzten Jahrzehnten deutschen Kulturlebens dieses in seiner Gesamtheit dermaßen durchdrungen, daß sie zu einer zweifellosen Überkompensation, zu einer Neu- und Altdeutschland recht scharf voneinander scheidenden Uniformierung auch der deutschen Geister geführt hat; gewiß nichts weniger denn zum Vorteile Neudeutschlands und des Hochwertes seiner Kultur, da sie Neudeutschland von Tag zu Tag mehr den Stempel des Plialan-steriums, der Präzisionsmaschinerie aufdrückte. Allein will man gerecht sein, dann darf man nicht vergessen, daß es sich eben um eine ihrer historischen Wurzel nach ursprünglich bewußte und gewollte Überdeterminierung gehandelt hat, der Intention entsprungen, ungebärdige, auseinanderstrebende, überindividualistische seelische Energien zielbewußt zu Paaren zu zügeln, in der Erkenntnis wurzelnd, daß die hinter uns liegende Geschichtsepoche im Verein mit der von uns bereits gewürdigten, so sehr gefährlichen geographischen Lage des deutschen Siedlungsgebietes solch eine harte Zügelung unerbittlich erfordert habe, sollte das deutsche Volk nicht auseinanderfallen und damit als Ganzes wie in allen seinen Teilen dem sicheren Untergange entgegeneilen. Gerade in England — vorübergehend (Boisdeffre!) sogar in Frankreich — hat man die nicht bloß deutsche, sondern geradezu europäische Notwendigkeit des „preußischen Generalstabsgeistes” vor nicht allzu langer Zeit recht wohl zu würdigen verstanden! Seit diesen „Honigmonden” ist freilich vieles anders geworden . . . Und gewiß haben daran die extreme Überspannung des Preußentums im Deutschtum und deren noch zu beleuchtende psychologische Folgeerscheinungen ein gerüttelt Maß von Schuld! Nur möge, wer wahrhaft gerecht sein will, nicht ganz daran vergessen, daß das angelsächsische Widerspiel des psychologischen Preußentums, der Puritanismus, mit etwas anderen Mitteln, aber doch in ähnlicher doktrinärer Starrheit und Extremheit seinerseits und auf seine Weise den ursprünglichen Individualismus des angelsächsischen Germanentums zurecht gezügelt und ihn durch eine Art seelischer Uniformierung überkompensiert hat, die an unerbittlicher Härte und Strenge der Unterwerfung unter bestimmte, religiös gefärbte gesellschaftliche Sittengesetze dem preußischen Militarismus in ihrer Art schwerlich etwas nachgibt; man vergesse nicht, daß das englische Sittengesetz, welches das Privat- und das Gesellschafts -leben von der Wiege bis zum Grabe unerbittlich reglementiert, an tyrannischer Orthodoxie dem preußischen „Drill” in jeder Hinsicht, sei es auch in vetternschaftlichem Abstande, seelenverwandt ist; daß der angelsächsische „Cant” und der angelsächsische „Glubismus” ebenso in direkter Linie von dem puritanischen Prediger abstammen wieder preußische „Gammaschendienst” und der preußische „Korporalston” von dem preußischen Schulmeister. Und man vergesse nicht, daß zwischen dem England Northcliffes und dem England Shakespeares eine ganz ähnliche Zäsur besteht — man kann darüber in dem schönen Buche von Schmitz manches Interessante lesen — wie zwischen dem Deutschland Goethes und dem Deutschfand Wilhelms II.

Nun müssen wir aber unserem ureigentlichsten Thema wieder näher an den Leib rücken: müssen, nachdem wir zuerst seine historischen Verdienste gewürdigt, daran gehen, zu zeigen, welche nachteiligen Einflüsse das Preußentum, insonderheit der preußische Zucht- und Schulmeister auf die deutsche Seele ausgeübt hat.

Zunächst hat er den Geist seiner Schulmeisterlichkeit dem deutschen Volke und gerade dessen gebildetsten und infolgedessen repräsentativsten Schichten eingeimpft; er hat so das deutsche Volk selbst zu einer Nation gemacht, der die Oberlehrerei und Musterschülerei heutzutage sozusagen zur zweiten Natur geworden ist. Nun ist aber nirgends in der Welt, nicht einmal unter den Deutschen selbst, soweit sie sich natürlichen Sinn gewahrt haben, der Schulmeister beliebt, ebensowenig wie sein Ziehkind, der Musterschüler; und so hat die Lehrerhaftig-keit des neudeutschen Wesens, hat diese seine ewige, oft geradezu unleidliche Sucht, zu dozieren, den lieben Mitmenschen erbauliche Vorlesungen zu halten und alles und jedes besser wissen zu wollen, den Deutschen von heutzutage ganz ebenso unter den anderen Menschen unbeliebt gemacht wie das unzertrennliche Seitenstück seiner Lehrerhaftigkeit, nämlich die schülerhafte Neugier und Lernbegier, die ja gewiß ihre unleugbaren Vorzüge hat, deren zähe Unablässigkeit aber und Unersättlichkeit in allen Lebenslagen anderen Menschenkindern sehr häufig lästig fällt. So sind diese beiden Auswüchse der Schulmeisterei zu Quellen des Deutschenhasses geworden.

Eine Schwestererscheinung, die zwar tief im germanischen Rechtssinn wurzelt, aber durch die Verschulmeisterung ihrer Zielrichtung aus einem ursprünglich sympathischen zu einem bei vielen Deutschen unsympathisch wirkenden Wesenszuge verzerrt worden ist, ist die eigensinnige Rechthaberei, die so vielen Deutschen anhaftet, in allen Fragen nicht nur des öffentlichen, sondern auch des geistigen und des Alltagslebens oft rücksichtslos sich äußernd, im Verkehre Deutscher mit Deutschen, aber auch Deutscher mit Nichtdeutschen. Das Recht bedarf, um sich nicht nur die Geister, sondern vor allem die Gemüter der Menschen zu gewinnen, durchaus der psychologischen Einkleidung, bedarf einer propagandistischen, werbenden Note, die sich schmiegsam dem Fühlen derjenigen anpassen muß, denen das Recht als Recht erscheinen soll; es bedarf dieses psychologischen Vehikels, ohne das es in die Tiefe der Seelen nicht zu dringen vermag, gleicherweise in sachlichen wie in formalen Belangen. Bezeichnend ist nun aber für den doktrinären Charakter — und der Doktrinarismus ist zumal in jener unerbittlichen Ausprägung, wie wir ihn in deutschen Landen kennen, ein echtes Kind der Schulmeisterei — des deutschen Rechtsinns der beinahe ostentative Verzicht auf alles Psychologische, auf alles Werbende in Ausprägung und Betätigung. Dadurch wird aber eben diese Betätigung nicht nur in oft wörtlichstem Worte unsympathisch, sondern sie ist gar nicht selten geradezu direkt geeignet, dem Deutschtum Feindschaften zu schaffen; namentlich tritt dieser Fall dann ein, wenn der gute Geschmack und der gesunde Menschenverstand, zwei Dinge, die außerhalb des deutschen Kulturkreises einen viel größeren Geltungswert haben, als deutsche Schulmeisterweisheit sich träumen läßt, bei der Geltendmachung des „Rechtsstandpunktes” außer acht gelassen werden. Der deutsche Schulmeistergeist, der das Rechtsprinzip in so sehr doktrinäre Formen gegossen hat, übersieht eben, daß es Situationen gibt, welche die Geltendmachung eines doktrinären Standpunktes überhaupt wenig angezeigt erscheinen lassen, mindestens aber nicht in unnachgiebiger und schroffer Form; namentlich gilt dies von zahllosen Alltagsbelangen; man denke nur an das Zusammensein der Menschen in öffentlichen Verkehrsanstalten, in Gastbetrieben oder sonstwo, woraus sich unzweifelhaft mannigfache größere und kleinere Reibungen ergeben, aus denen Funken gleich allerlei Rechtsfragen stieben. Der gute Geschmack aber und der „bon sens:’ verlangen, daß derlei Funken mit mehr weniger graziöser Geste gelöscht werden. Anders nur zu oft beim Deutschen: da wird aus irgend einer kleinen Querei eine großspurig verstandpunktete und verstandpünktelte Haupt- und Staatsaktion gemacht, da wird mit einem Aufwand von Energie, der einer größeren Sache würdig wäre, oft eine an sich geringfügige Angelegenheit zu einer „prinzipiellen” Rechtssache hinaufgedonnert und nach solchem „Rechtsstandpunkte” wird dann auch gehandelt, daß andere darob mit Lächeln, nur zu oft aber auch mit Ärger und Zorn erfüllt werden. Die Vorteile, die auf diese Art dem Deutschen aus seiner auf das korrekte Buchstabenrecht sich stützenden rechnerischen Genauigkeit und Sparsamkeit erwachsen, werden mehr als reichlich aufgewogen durch die Verhaßtheit, die ihm solches unterm internationalen Publikum sonst nicht übliche Verhalten einträgt; zumal die Verachtung ästhetischer Außenformen — auch so ein Schulmeistergewächs — das äußere Benehmen oft nur allzusehr vernachlässigen läßt. Aber auch in vielen anderen Belangen schadet die verbissene Rechtsstand-pünktelei dem Ansehen des Deutschen und wandelt sein Konterfei in den Augen der anderen zu einem Zerrbild; man denke etwa nur daran, mit welchem Ingrimm, mit welcher Verbissenheit die verschiedentlichen „Rechtsstandpunkte” deutscher politischer Parteien aufeinanderzuplatzen pflegen, Rechtsstandpunkte, deren Abstand voneinander oft nur dem ganz Eingeweihten überhaupt erkennbar ist; kein menschlich versöhnender Zug, kein Hauch liebenswürdiger Grazie oder fein? fühlenden Taktes, der diese so scharf unterstrichenen Frosch mäusestreitigkeiten mildern würde, die vielmehr von beiden Parteien mit einer fanatischen Wut ausgefochten werden wie nur der Kampf zwischen doktrinären, fanatischen Schulmeistern über die Abwandlungen irgend eines Zeitwortes oder über andere „weltbewegende” Fragen ähnlichen Kalibers ausgefochten zu werden pflegen. Welchen Eindruck auf das Ausland aber dergleichen machen muß, wenn es auf den kulturellen oder politischen Tribünen eines großen Volkes sich abspielt, und wieviel Material man damit selbst wider Willen den Feinden liefert, daran denken alle die Männer, so sich bei uns geistige Führer oder gar erst „Politiker” nennen, nicht einen Augenblick: das schimpft und speit und tobt aufeinander los, Gelehrte von Rang und Ruf beflegeln und befetzen einander gegenseitig ob irgend einer reinen Doktorfrage in der gemeinsten Weise, Künstler verschiedener „Richtung” spucken sich wechselseitig die unlautersten Gesinnungen an den Kopf, Volksvertreter, Politiker und andere führende Männer des öffentlichen und Kulturlebens fühlen sich verpflichtet, einander ganze Kübelladungen voll „Trotteltum” und „Verbrechergesinnung” entgegenzuschleudern, bloß, weil sie die Dinge und Belange rings um sich durch verschiedene Brillen sehen, sie verschieden verstandpunkten! Das ist so echte, rechte „Schulmeisterweis”, sicherlich aufgepfropft auf den gesunden Stamm deutscher Geradheit, Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe, aber im ganzen ein ganz scheußlicher Auswuchs an demselben! Und nun bedenke man, welches Grauen die anderen Nationen dieser Erde erfassen muß, die das alles als Zuschauer mitansehen müssen, wenn sie sich vorstellen, daß solche Art einmal in der Welt maßgeblich sein sollte, sich vorstellen, wie reizlos, wie verlassen von Schönheit und Grazie dann das Leben werden müßte!

Eine andere böse Frucht der Schulmeisterlichkeit, durch welche die deutsche Volksseele verkrüppelt worden ist, ist der vielberufene Hang der deutschen Geister zum Apriorismus. Durchaus entgegen jener natürlichen Affekt-, ja In stinktge tragen-heit, wie sie den Strebungen der Durchschnittsseele anderer* Völker eine so sehr sichere Führerin ist, läßt sich das deutsche Denken und leider auch das deutsche Tun und Lassen nur zu oft von blutleeren und. lebensfremden Hirngespinsten schulmeisterlicher Doktrinäre — und das sind auch die meisten deutschen Politiker, Volkswirtschaftler und geistigen Führer überhaupt, weil sie selber alle von Kind auf schulmeisterlich verbildet worden sind — bestimmen und leiten: Fiat doctrina, pereat mundus! Das ist wieder so echte, rechte „Schulmeisterweis”, die sich lieber in Stücke hacken, aber auch links und rechts lieber alles zusammenkrachen ließe, ehe sie einen Deut von dem abrückte, was ihr schulmeisterliches, doktrinäres Denken sich zurecht -gelegt hat! Nirgends — der Österreicher Grillparzer hat es schmerzlich beklagt — vermag ein schulmeisterlich-pseudowissenschaftlich eingekleidetes Schlagwort mehr Verwirrung und Verrückung in den Köpfen anzurichten als in Deutschland, nirgends scheiden sich die Geister schroffer nach derlei schulmeisterlichen Schibolethen als in Deutschland, nirgends gehen sie nach den Diktaten ihrer von echtem Schulmeisterfanatismus erfüllten Führer rücksichtsloser und blindwütiger aufeinander oder gegen andere los als in dem Lande der Nation der Musterschüler, in Deutschland! Das Unglück, welches die deutsche Schulmeisterei mit ihrer doktrinären Durchdringung, ihrer aprioristischen Durehgiftung der Seelen über das deutsche Volk — mit seiner, wie seine herrlichen Künstler und Tondichter erweisen, von Natur aus so überreichen Fühlsbegabung! — gebracht hat und bis auf die heutigen Tage mit ihren Schrecknissen bringt, spottet jeder Beschreibung! Sie ist es, die, den Begriff deutscher Ehrlichkeit, Treue und Beständigkeit im Dienste einer schlechten Maxime schandbar mißbrauchend, der deutschen Seele den grauenhaften Irrtum eingepflanzt hat, daß jeder denkende Mensch die Pflicht habe, von einem bestimmten Schlagworte, einer bestimmten Idee, einer bestimmten Theorie, einem bestimmten System, einem bestimmten Prinzip auszugehen und es für heilige Pflicht zu erachten, dieser vorgefaßten oder auf Grund vorwiegend theoretischer, schulmeisterlicher Spekulation ersonnenen Idee oder dem „Herzog” solcher Idee, der natürlich auch seinerseits wieder so ein blutleerer, theoretisierender Schulmeister mit Scheuklappen ist, bedingungslose Gefolgschaftstreue zu leisten, rücksichtslos und fanatisch und wenn es sein muß, bis in den Tod, den eigenen Tod und den Tod — der anderen! Wie die unbarmherzigen Vertreter der deutschen Schulmeisterzunft, von der Volksschule bis zur Hochschule, mit wütigem Fanatismus ihre „Theorien”, ihre „Systeme” hüten und verteidigen, ihre Scholaren darauf und nur darauf drillen und dressieren, jeden schüchternen Versuch, aus freiem, fühlenden, warmherzigen Menschentum selbständige Bahnen zu wandeln, als schwerstes Verbrechen mit ihrem Anathem belegen und, soweit ihre Macht reicht, auch ahnden — wieviele saftige und prächtige Seelen in deutschen Landen hat, von der ersten Stufe der Elementarschule bis hoch hinauf ins akademische Leben, dieser bösartig-orthodoxe Schulmeisterfanatismus nicht geknickt und zerbrochen! —: gerade so machen es dann die Zöglinge dieser Schulmeister, die selber schulmeisterlich durchseuchten geistigen (und politischen!) Führer des deutschen Volkes draußen im praktischen Leben! So ist Deutschland geistig zerrissen und zerklüftet durch tausend und aber tausend schulmeisterlich-aprioristisch ersonnene, lebensfremde und lebensfeindliche „Richtungen”, die einander bis aufs Messer bekämpfen und deren Vertreter schier außerstande sind, zu begreifen, daß der Volksgenosse von der „anderen” Richtung sozusagen auch ein vollblütiger und vollwertiger Mensch sei, daß überhaupt die FühlsVerwandtschaft als Wahlverwandtschaft hunderttausende Male schwerer wiege als alle Theorien, Schlagworte, Systeme und Prinzipien, daß die Affekt-, die Gefühlslogik und nicht die Yerstandeslogik das sei, was das wahrhaft Menschliche im Menschen ausmache, die Menschen eine und — wo es sein muß — scheide. Wer Charakter hat, braucht keine Prinzipien, wie es Wagner-Jauregg einmal so fein gesagt hat! Aber das wird eben leider nicht leicht in ein Schulmeistergehirn oder in ein solches, das schulmeisterlich verbildet ist, hineinzubringen sein, und hundertmal begeisterter wird der Zögling deutscher Schulmeisterweisheit selbst den Botokuden an sein Herz drücken, sofern er mit ihm über die Konstruktion irgend einer Präposition oder über das Prinzip irgend einer chemischen Strukturformel oder über das System der Sozialisierung bestimmter wirtschaftlicher Betriebe oder über jenes der Heiligkeit der Aufrechterhaltung gewisser Standesprivilegien oder Kon.fessions-belange — es ist ja nur ein Farben-, kein Wesensunterschied zwischen roter oder blauer oder schwarzer oder grüner oder gelber Schulmeistertyrannei — eines Sinnes ist, als daß er seinen Nebenmenschen, seinen Volksgenossen warmherzig als Bruder begrüßen möchte, dem die Natur dieselbe Art, dieselbe Richtung, dieselbe Begabung des Fühlens eingepflanzt hat wie ihm, mögen auch zufällig die Schulmeister, die jenen und ihn auf der Schulbank und im Leben im niederen und im höheren ABC unterwiesen hatten, verschiedenen doktrinären Sinnes gewesen sein!

Gewiß: wir deutschen Schulmeister, zu denen ja auch ich gehöre und mit denen auch ich gewiß gesündigt haben mag — homo sum, et humani nil a me alienum puto —, wir verdienen nicht alle und nicht alle Male die Geißel, mit der wir das deutsche Volk heimgesucht haben; auch unter uns sind warmherzige, warmfühlende Menschen in stattlicher Zahl, die es vermögen, sich ganz oder doch wenigstens teilweise über den engen Horizont schulmeisterlicher Seelenverballhornung zu erheben und ihren Jüngern den Weg ins Freie, den Weg zum deutschen Menschentum zu weisen. Allein die Sünden der Väter haben leider tiefe Spuren hinterlassen in der ganzen deutschen Volksseele, die heute in der Gesamtheit ihrer Gebildeten und Halbgebildeten (letzteres noch schlimmer, weil dank der hohen „Schulkultur” fast das ganze deutsche Volk heute aus Halbgebildeten besteht!) schulmeisterlich verbildet und verkrüppelt ist und schwer an der „Psychopathia apriori-stica” krankt, deren böse Frucht der blutige, der furchtbare Bürgerkrieg war, den wir nach der Katastrophe des Jahres 1918 in Schmerz imd Qual erlebt haben; ein Bürgerkrieg freilich, der, wenn auch nicht mit blutigen Waffen, Deutschlands Geister seit Jahrzehnten schon durchrüttelt hat; denn dem Kampfe der Geister fehlte bei uns jenes menschlich einende Band gemeinsamen, hoch über alle theoretisierenden Apriorismen sich erhebenden Fühlens, welches‘ die kämpfenden Geister anderwärts eint, in England, in Frankreich, in Italien oder bei unserem kleinen, nun so mächtig gewordenen tschechischen Nachbarvolke. Ist es doch dort allenthalben keine Seltenheit, daß ein und derselbe Mensch — darunter auch führende Köpfe — im Laufe seines Wirkens sehr verschiedene Stadien geistiger Richtung durchläuft, ohne daß es jemandem beifiele, ihm daraus einen Vorwurf zu machen; im Gegenteil, man findet es ganz selbstverständlich, daß — wenn nur die Logik des Fühlens sich nicht ändert! — die Logik des Denkens, die ja doch ein menschliches Artefakt ist, wandelbar ist in ihren Ergebnissen; findet es gar nicht auffallend, daß die Geister, wenn es Gefühl, Geschmack, Instinkt heischen, in ihrem Leben von links nach rechts und wieder nach rechts und nach links hin-und hergeraten, je nach den Anforderungen, die das lebendige Leben jeweils in seinen höchst wandelbaren Einzelnsituationen mit sich bringt; findet es ganz und gar nicht „charakterlos”, wenn der einzelne sich sagt, und sei er selbst ein führender und kein Geführter, daß das Leben, zumal das Leben der Völker, nicht für die Prinzipien da sei, sondern daß die Prinzipien für das Leben und für das Volksganze Krücken seien, die man je nach Bedarf zerbrechen und im Bedarfsfälle wieder leimen müsse; ganz wie ein guter Arzt seine Kranken nicht nach abstrahierten Prinzipien behandeln, sondern die Prinzipien klug, geschmeidig, taktvoll und warmfühlend dem Wohle des Menschen, das seinen Händen anvertraut ist, fallweise anpassen wird. Sage man aber derlei einem zünftigen Schulmeister, einem Doktrinär oder dem gelehrigen Zögling eines solchen! Er wird Zeter und Mordio schreien, er wird donnern und wettern und toben über Treulosigkeit, Gemeinheit, Verrat! Denn was ahnt seine Lebensfremdheit von der einenden Macht der Gefühlslogik! Die traurige Nutzanwendung auf unser deutsches geistiges und öffentliches Leben ergibt sich von selbst . . .

Meint man nun aber, die übrigen Völker dieser Erde wären blind gewesen und sie hätten diese tiefen
Schattenseiten unseres nationalen Charakters — ich bedaure, das Kind beim rechten Namen nennen zu müssen — nicht erkannt? Und hätten nicht daraus ihre Folgerungemgezogen? Wer das meint, müßte wahrlich selber schwer mit Blindheit geschlagen sein! Nein, die anderen Völker der Erde kannten und kennen recht genau diesen unseren ominösen Wesenszug, sie benützen ihn auch recht schlau und eifrig, um uns in Kenntnis unserer geistigen „Spaltbarkeit” mittels geschickter Agitation in Wort und Schrift tüchtig durcheinander zu mischen, so es ihren Interessen in den Kram paßt, denn sie wissen, daß es nirgends leichter als in Deutschland gelingt, die Geister durch geschickt „lancierte” sch ein wissenschaftlich oder scheinrechtlich begründete Schlagworte zu ködern und zu verwirren; allein bei alledem spotten sie unserer Tölpelhaftigkeit, die bar jeder innerlichen gefühlslogischen Steuerung regelmäßig auf solchen faulen Zauber hineinfällt, und verachten uns gründlich ob dieser unserer völligen Verlassenheit von allen guten Geistern individueller, sozialer und nationaler Psychologie. Und wiederum ist diese Verachtung nichts anderes als der Schrittmacher des Hasses. Denn daß solcher auch aus unserer Neigung zum Apriorismus Nahrungsstoff erhält, daß wir durch diese unsere fatale Geistesrichtung auch die anderen Völker aktiv beleidigen, dafür sorgt wiederum der eifervolle Fanatismus des Schulmeisters in ganz gleicher Weise wie dessen psychologisches Ungeschick: denn nie noch waren doktrinärer Apriorismus und wahrhafte psychologische Menschenkenntnis geschwisterlich vereint. Daher kommt es auch, daß unser Doktrinarismus, unser Apriorismus ebensowenig wie unsere Lehrhaftigkeit haltmachen an den Grenzen des eigenen Hauses, daß wir vielmehr in der unseligen Verblendung leben, als müßten wir auch zu den Geistern fremder Völker in unserer eigenen doktrinären, aprioristischen, dozierenden Denk- und Sprechweise reden! Leider jedoch sind wir völlig ahnungslos gegenüber der harten Tatsache, daß andersvölkische Menschen für diese unsere Methode des geistigen Rapports teils gänzlich unempfänglich sind, für sie weder Verständnis noch Einfühlung besitzen, teils auf sie geradezu mit ausgesprochenem Widerwillen reagieren. Daher kommt es, daß Deutsche und Nichtdeutsche so gewöhnlich aneinander vorbeireden, daher kommt es aber auch, daß wir Deutsche sozusagen oft nur den Mund aufzumachen brauchen, um schon die lebhafteste Abwehr seitens Nichtdeutscher zu erfahren. Oft sind wir dann verblüfft und aufrichtig gekränkt, ja oft von Schaudern erfaßt, wenn wir dessen gewahr werden, wie jedes Wort, wie jeder Satz, sofern er „made in Germany’’ ist, gerade die entgegengesetzte Wirkung erzielt, die wir darein zu legen beabsichtigten, wie jeder Versuch unserseits, im Rate der Völker zu diskutieren und zu argumentieren, die Ablehnung und zuletzt endlich die Feindschaft gegen uns immerzu aufs neue anfacht. Und doch liegt die Schuld bei weitem nicht so sehr an vorsätzlichem Nichtverstehenwollen der anderen, als wie an unserer eigenen schulmeisterlich verbildeten, psychologisch verkrüppelten Methode des Denkens und des sprachlichen und schriftlichen Ausdrucks im geistigen Verkehre, an unserer Mißachtung der natürlichen Affektlogik im Menschlichen und in den seelischen Beziehungen der Menschen untereinander, für die das Übermaß unserer schulmäßig gedrillten verstandeslogischen Art, mag es hunderte Male zu unserer technischen Ertüchtigung beigetragen haben, gar keinen Ersatz bilden kann, weil darin im Gegenteil nur eine neue Quelle jenes Weltenhasses gegen uns liegt, der ohnehin aus so sehr zahlreichen anderen Quellen gespeist wird.

Wir gelangen nun zu einem weiteren ominösen Dogma, welches Zucht- und Schulmeisterlichkeit als deutsche Erziehungs-. maxiine. aufgestellt hat: zu einem Dogma, welches in seinen Folgeerscheinungen ungeheuer viel dazu beigetragen hat, uns Deutsche, namentlich aber die dafür aus Anlage besonders empfänglichen Norddeutschen in der Welt verhaßt zu machen. Ich meine das Dogma von der Zurückdrängung des Affektiven aus dem Außenleben der Seele, worin ein Maßstab für Kulturhöhe erblickt wird, und das damit verschwisterte Dogma von der Minderwertigkeit exopsychischer Kultur gegenüber der Kultur der Endopsyche. Wiederum muß zunächst zugegeben werden, daß der Kult dieses ursprünglich seelenökonomischen, affektive Energie sparenden und dem Ungestüm roher affektiver Mächte steuernden Prinzips keineswegs nur dem deutschen, sondern allen germanischen Kulturvölkern eigen ist und beispielsweise im englischen Volke ganz außerordentlich hochgehalten wird. Allein wiederum springt sogleich der Unterschied zwischen dem angelsächsischen System der Beherrschung der Exopsyche durch die Endopsyche und dem deutschen System gleicher Tendenz in die Augen: auch das angelsächsische System hat nämlich, zumal von höherer Warte her betrachtet, schwere Mängel, der „Cant”, der „Clubismus”, der „Smokingismus”, den es züchtet, alle diese Dinge sind bei nicht wenigen Individuen dieser Rasse zweifellos ein mehr weniger glänzender Firnis für darunter sich verbergende sittliche Roheit; allein was immer man darüber sagen mag, das angelsächsische System hat den Vorzug, praktisch psychologisch zu sein und zu wirken, denn es geht darauf aus, das Exopsyehische nicht lediglich zu unterdrücken, sondern jenen Restanteil desselben, der sich bei keinem Menschen unterdrücken läßt, sorgsam zu kultivieren und so sehr mit lebendigen psychologischen Bedürfnissen in Einklang zu setzen, daß daraus ein wenigstens äußerlich und mindestens bestimmte Menschengruppen unter allen Völkern anmutender, ihnen sympathischer oder andernfalls wenigstens ihrem Geiste imponierender äußerer Lebensstil wird. Anders das deutsche System: dem guckt zunächst einmal und vor allem der Schulmeister mit seinem Stecken überall über die Achseln, und schon das allein wirkt weder sympathisch noch imponierend noch sonstwie im Sinne einer wirksamen Propaganda. Nicht genug damit aber hat das deutsche Erziehungs-.system die Affektzurückdrängung aus der Exopsyche zu einem dogmatischen Axiom erstarren lassen und dahin erweitert, daß die Kultur der exopsychischen Affektivität als etwas überhaupt Geringwertiges erachtet wurde; eine steife, schulmeisterlich geo-metrisierte Stilisierung der Manieren ward zum dürftigen Ersatz. Die Folgen nun müssen leider —namentlich beim norddeutschen Menschen, der dieser Dressur am meisten und längsten ausgesetzt gewesen ist — als höchst verhängnisvolle bezeichnet werden. Es stammt daher einmal jene Kälte, jene Härte, jene Schroffheit, jener absolute Mangel an äußerlich sympathiewerbender Art, der dem Norddeutschen zumal von außen anhaftet und der von ihm zu alledem noch mit einer gewissen Geflissentlichkeit, mit einem gewissen Selbstbewußtsein festgehalten und hervorgekehrt wird; es stammt daher die überstilisierte Überkorrektheit und Einförmigkeit des äußeren ‚Gehabens, die gleichwohl, mangels des Vorhandenseins einer nur durch sorgsame Kultivierung des Exopsychischen erzielbaren Eutaxie desselben, nur zu oft am denkbar ungeeignetsten Orte zur denkbar ungeeignetsten Zeit durchbrochen wird von beinahe explosiven, ungezügelten Rede- und Handlungsimpulsen; denn der alte Satz: naturam expellas furca, tarnen usque recurret, er bewahrheitet sieh auch hier! Man mag die Affektivität eines Menschen noch so arg einschnüren, mag ihr die Zwangsjacke noch so enge anlegen, wenn man ihr nicht ein exopsychisches Ventil läßt und dieses Ventil nicht psychologisch richtig konstruiert ist, dann schafft sie sich selber ihre Ventile, nur eben falsche Ventile, deren Öffnung alsdann mit allen Schrecken einer vulkanischen Eruption vor sich geht; man denke an das früher über den furor teutonicus Gesagte! Es kann darum denjenigen, der die künstlich angedrillte Schroffheit, Steifheit und Stilisiertheit des neudeutschen seelischen Exterieurs kennt, der aber auch weiß, wie unvermittelt schon in normalen Zeiten gelegentlich die künstlich zurückgestaute Affektivität gerade bei dem „korrekten” Norddeutschen mit gewaltigem Krach aus ihrem Kerker hervorbricht, ringsum alles erschreckend: es kann den demnach nicht wundern, wenn wir es heutigentags schaudernd erlebten, wie die vielbewunderte Disziplin unseres Volkes in einem Augenblicke der äußeren Not und,der inneren Fessellosigkeit mit einem Schlage von einer anarchischen Episode durchbrochen worden ist, deren furchtbare Gewaltsamkeit unserer Nation unter unseren Augen unausgesetzt die schrecklichsten Wunden schlug; denn diese Disziplin war zu sehr eine äußerliche, zu wenig eine innerlichfreigewollte.

Ist es nun aber ein Wunder, wenn solches Gehaben, wenn die Steifheit und Kälte des äußeren Menschen, seine künstlich gesteigerte Beherrschtheit ganz ebenso wie die fallweise durch sie verblüffend hindurchbrechende, durch keinerlei exopsychische Eutaxie gezügelte Unbeherrschtheit, wenn alles das den Deutschen als einen Menschen von unangenehmen äußeren Manieren, von fehlendem äußeren Takte erscheinen lassen mußte, der — im wörtlichsten Wortsinne — keine „Sympathie”, das heißt keine Einfühlung bei andersvölkischen Menschen zu finden vermochte?

Zu dem Bisherigen kommt noch ein weiteres: die Geringschätzung des Wortes, der Geste, dieser so eminent exopsychi-schen Ausdrucks- und Werbemittel und ihrer Kultur, wie sie, wenn auch wieder von gewissen Gegebenheiten nordischen Wesen s ausgehend, der Zucht- und Schulmeister dem deutschen Volke eingepflanzt hat. Sofern und soweit es sich freilich um das Wort als wissenschaftlich-logisierendes Beweismittel handelt und soweit das Wort nach Art eines wissenschaftlich-lehrhaften Behelfs verwendet werden kann, soweit erfreut es sich — als gesprochenes wie als geschriebenes — in Deutschland vielleicht mehr noch als anderswo höchster Schätzung. Allein Lehre und Wissenschaft sind „Kaviar” für einen sehr, sehr kleinen Kreis Auserwählter — wenigstens bei anderen Völkern —, und mit Lehrhaftigkeit und Wissenschaftlichkeit ist keine Sympathie zu gewinnen, denn der „Schulmeister” wirkt nun einmal ganz und gar nicht propagandistisch. Aber dieser Schulmeister, der so sehr unsere deutsche Geistigkeit durchdringt und mit seinem Geiste erfüllt hat, er hat unglückseligerweise gerade auch dort einen Platz gesucht und gefunden, wo es vor allem auf Propa-gandismus ankommt; er hat die ganze politische Tribüne, er hat das Zeitungswesen mit seinem Geiste völlig durchtränkt und hat es bewirkt, daß von dort, wo für Deutschlands und des deutschen Volkes Belange Stimmung gemacht, Sympathien geworben werden sollten, tauben Ohren gepredigt, ja oft genug Fensterscheiben eingeworfen wurden. Die lehrhafte Art deutschen Redens und Schreibens, die hölzerne, erzwungene, zuweilen fast hochmütige Korrektheit auf der einen Seite, der dafür kompensatorisch aus den schon bekannten Gründen hinwiederum zuweilen überraschend hindurchbrechende Ton brüsker Heftigkeit auf der anderen, das alles hindert jene sympathische Einfühlung für andere, hindert, daß das deutsche Wort nicht nur ins Ohr, sondern auch ins Gemüt anderer zu dringen vermag, mehr als das, es ist anderen Mentalitäten meist schier unverstehbar, verletzt sie und bewirkt so, daß oft trotz subjektiv redlichsten Willens das Wort des Deutschen geradezu das Gegenteil dessen bewirkt, was es bewirken soll. Ganz genau so, wie ein Arzt, der mit seinen Kranken wie ein Zucht- und Schulmeister umgeht, er mag sachlich noch so sehr recht haben und es noch so gut meinen, Erfolge schwerlich wird erzielen können, im Gegenteil sehr wahrscheinlich recht rasch des Zutrauens seiner Kranken verlustig gehen wird, ganz so ist es dem Schulmeister, er mag sachlich noch so sehr im Rechte sein, nicht gegeben, sich in Herz und Hirn der anderen Geltung zu verschaffen. Man überzeugt eben die Menschheit im allgemeinen nicht durch wissenschaftlich-lehrhafte Argumente, am allerwenigsten, wenn sie ungeschickt und unzweckmäßig in der Form vorgebracht werden, man überzeugt sie vielmehr dadurch, daß man ihre Sinne und ihr Gemüt gefangen nimmt, und das kann man nur, wenn echte Leidenschaft auch in der eigenen Außenseele, in der eigenen Exopsyche nicht nur ausnahmsweise, sondern jederzeit, von morgen früh bis abends spät und bei jeder Gelegenheit in einer Weise sich abzuzeichnen imstande ist, daß man den anderen Menschen als Mensch von ihrer Art erscheint, daß sie sich also in einen einzufühlen vermögen; sei es, daß diese Leidenschaft in so bewegter und unmittelbarer Form sich entäußert wie beim Romanen und beim Slaven, sei es, daß ihre Entäußerung in ein wohl temperiertes, in seiner psychologischen Außenwirkung auf andere wohldurchgedachtes System gebracht ist wie beim Angelsachsen. Jedenfalls aber ist ein Werben um die Sympathien anderer ohne seelische, insbesondere ohne affektive Außenkultur erschwert oder unmöglich, erschwert und unmöglich auch, wenn jenes Instinktivein der seelischen Fühlungnahme der Menschen untereinander, wie derlei ja erst durch exopsychische Kultur möglich ist, unterdrückt wird. Aber gerade dieses wie alles Exopsychische methodisch als angeblich minderwertig aus der deutschen Seele auszurotten oder es, da dies doch nicht vollständig möglich war, nach Kräften in den Hintergrund zu drängen, hat sich der Zucht- und Schulmeister seit Generationen angelegen sein lassen, aufs eifrigste bemüht, an dessen Stelle das hohe Evangelium innerer geistiger Arbeit und das leider minder hohe Evangelium äußerer Überbeherrschtheit, Überkorrektheit und Verachtung alles Affektiven und Stimmungsmäßigen, also alles praktisch Psychologischen in die deutsche Seele einzupflanzen. Ist es da ein Wunder, wenn der Deutsche als ein in allem praktisch Psychologischen verblüffend naiver Stümper durch die Welt gegangen ist, wenn er den andersvölkischen Menschen als ein völlig anderer erschienen ist und wenn die auf diese Art und Weise aus der Empfindung des Andersseins, des Fremdseins erwachsene Abneigung am Ende wieder in tödlichen Haß umgeschlagen hat angesichts des ungeheuren Wachstums der deutschen Macht, welches die anderen befürchten ließ, daß liebgewordene Lebensgewohnheiten künftighin in das Prokrustesbett deutsch-schulmeisterlicher Unpsychologie gezwängt werden könnten, sobald dieser die Hegemonie zufallen würde? Wohl hat der Deutsche anderen Völkern gegenüber hinzuweisen vermocht auf die tiefe Innerlichkeit und Wahrhaftigkeit der in ihm und durch ihn verkörperten seelischen Werte und hat gehofft, durch diesen Trumpf über die „Kinderei” der anderen obsiegen zn können, die den Menschen nun einmal nach dem Außenmenschen beurteilen, den seine nationale Erziehung teils recht kurz hielt, teils arg vernachlässigte: es ist ihm aber dabei gegangen wie dem „Manne mit der Tausendpfandnote in der Brieftasche’’, der gleichwohl verhungern mußte, weil derlei im alltäglichen Verkehre des Lebens keinen Kurswert besitzt: denn so wie die ungeheure Mehrzahl der Menschen wirtschaftlich untereinander von Angesicht zu Angesicht nur im Kleingeldverkehr steht und sich danach beurteilt, so steht sie untereinander auch psychologisch sozusagen nur im Kleingeld verkehre, das heißt, beurteilt einander nach der Außenseite und nicht nach dem, was im innersten Gehäuse der Seele verborgen ist.

Kann es nach all dem Ausgeführten wundernehmen, wenn es mit der exopsychischen Eutaxie, unter uns Deutschen so ganz und gar nicht gepflegt, bei uds so vielfach im argen liegt, und wenn das äußere Benehmen, der sichtbare Ausfluß der Sicherheit exopsychischer Mechanismen, beim Deutschen so vielfach ein unsicheres ist, so daß, um es erneut zu sagen, so vielfach der äußere Eindruck der Manierlosigkeit entsteht? Da ein Zuviel, dort ein Zuwenig, und nur zu oft alles und jedes Tun und Lassen am unpassendsten Ort, zu unpassendster Zeit!

Aber auch andere schwere Mängel unserer Psychologie wurzeln in dieser Vernachlässigung der exopsychischen Kultur. Wie anderen nämlich die Einfühlungsfähigkeit in uns, so gebricht es uns dank unserer extrem vergeistigten und verinnerlichten Erziehung, dank unserem Fehlen jeglicher exopsychischen und jeglicher Instinktpflege und Instinktschulung an der Fähigkeit, die Dinge rings um uns mit natürlichem Sinne erfassen zu können. Wir Deutsche legen auch unserseits an alles den Maßstab unserer schulmeisterlichverbildeten Mentalität an, wir kritisieren alles aus diesem Gesichtswinkel und machen uns damit oft recht mißliebig; aber wir lassen uns ebenso oft auch von Dingen blüffen, die uns großartig, überhaupt aber in ganz falschem Lichte erscheinen, eben weil uns die exopsychische Einfühlungsfunktion dafür — die Gefühlslogik ist hierin ungleich treffsicherer als die Verstandeslogik — so sehr abgeht. Darum das so erstaunliche Neben- und Durcheinander von völkischer Überheblichkeit und völkischer Würdelosigkeit, von sinnlosem Übernationalismus und ebenso sinnlosem allerweltsseligen Anationalismus bei uns, oft genug in dichtem zeitlichen Nacheinander in der Seele ein und derselben Person! Wir sind eben als echte, rechte Schulmeisterzöglinge Prinzipien- und Doktrinfetischisten, wir vergeuden das Teuerste unserer Seele, unsere ganze Affektivität, weil sie der Schulmeister dahin gebannt und aus der Außenseele streng verbannt hat, an abstrakte Lehrsätze ohne gesunden Sinn für deren Abstand von den wirklichen, lebenswarmen psychologischen Tatsachen. Und wenn dann — wie es nur zu oft der Fall ist — vorgefaßte Theoreme und lebendiges Leben nicht zusammenstimmen, dann stehen wir psychologiefremde große deutsche Schulmeister und Schulknaben (beide Geist von einem Geiste) hilf- und ratlos da, und entweder verbeißen wir uns dann blind ins vorgefaßte Prinzip und lassen uns für dessen Heiligkeit erschlagen oder aber wir verschreiben uns, als wären uns Schuppen von den Augen gefallen, nach Apostatenart ebenso blind dem gegnerischen „Prinzip”, um dessen wütigste Apostel zu werden. Die Geschmeidigkeit der Anpassung an das praktisch Psychologische in seiner lebendig-wechselvollen Gestaltung fehlt uns aber in hervorragendem Maße. Darum sind wir ja auch‘so herzlich schlechte Politiker und Diplomaten. Die Hauptsache aber: wir müssen immer irgend ein „Programm”, irgendein „Prinzip hochhalten”, ja selbst die Prinzipienlosigkeit erstarrt bei uns Deutschen zum Prinzip! Und immer müssen wir irgend einem das uns heilige Prinzip verkörpernden äußeren oder inneren Oberlehrer (kann auch anders heißen) Gefolgschaftstreue leisten, weil wir gerade darauf unglückseligerweise gedrillt sind und weil uns die Selbststeuerung des Instinktes und des Gefühles von früh auf verpönt und vergällt wurde und darum vielfach gänzlich fehlt. Kein Wunder, wenn auch dieses uns hohnvoll mißachtet und in weiterer Folge verhaßt gemacht hat, schienen wir doch Leute, welche andere so wenig „verstanden”, wie sie uns verstehen konnten, und vor denen man darum ein mit Spott gemischtes Grauen empfand. Denn ungleich eher verzeiht die Welt ungeschminktes Naturmenschentum, verzeiht sie selbst völkische Hysterie als den — Schulmeister-und Schulknabenton; darum ist der Slawe, der Lateiner trotz mancher Roheiten, trotz mancher Übertreibung tausendmal beliebter als der verdrillte Deutsche.

So hat auch das, was man — im Zuviel wie im Zuwenig —

das „üble deutsche Benehmen”, den „Mangel an Takt” bei uns Deutschen nennt und was uns im Kreise der anderen Völker soviel an Abneigung und Haß eingetragen hat, seine, wie ich meine, ganz bestimmte Wurzel. Es liegt selbstverständlich in dieser,Einschätzung, die uns dazuteil wird, ein riesenhaftes Unrecht, wie es immer ein Unrecht ist, die Menschen nach ihrer Exopsyche zu beurteilen, statt nach ihrer Endo-psyche; denn würden die Menschen und die Völker nach ihrer Endopsyche, in geistiger wie in gemütlicher Hinsicht, beurteilt, das deutsche Volk, das Volk der größten Dichter und Tonschöpfer, der reichsten Denker, der gewaltigsten Forscher, dieses unser ganzes, wie kein anderes der großen Völker rechtliches, wahrhaftiges, charaktervolles, durchbildetes, durchgeistigtes, zu allertiefst und allerinnerst seelenvolles Volk, es müßte das von allen geachtetste, von allen gepriesenste, von allen geliebteste sein. Allein, was hilft das alles, wenn — und wir werden das auf absehbare Zeit nie ändern — die ungeheure Mehrzahl der fast zwei Milliarden Erdbewohner einander zum weitaus größten Teile nur ganz äußerlich — und zudem auch da fast nur indirekt — kennen lernen können und einander daher nur nach dem Außenmenschlichen, dem Exopsychischen beurteilen? Denn darin kommen wir Deutsche aus den angeführten Gründen leider ganz schlecht weg, weit, weit schlechter als der letzte tschechische Hintersasse mit seiner halb derben und ungehobelten, halb listigen und hysteroiden, aber doch ursprünglichen und durch Schuldrill unverbildeten, darum einfühlbaren und sich einfühlenden Art, von dem Romanen und dem nach praktisch-psychologischen Richtlinien temperierten Angelsachsen gar nicht zu reden. Hinc illae lacrimae . ..

b) Ursachen des Deutschenhasses, bedingt durch die Psychologie der anderen Völker.

Sicherlich beantworten sich die Fragestellungen dieses Kapitels zu einem Großteil schon aus dem Inhalte des früheren Abschnittes: denn naturgemäß ist das Konterfei des Deutschen in der Seele der anderen Völker, wie es darin dank seiner Wesensart sich spiegelt, ein sehr wesentliches psychologisches Element in allen diesen Völkerseelen geworden, ein um so wesentlicheres, je beträchtlicher die Macht des deutschen Volkes und damit dessen sichtbare und fühlbare internationale Geltung angewachsen war.

Gleichwohl aber wäre es natürlich grundfalsch zu glauben, dieses Spiegelbild sei unabhängig von der Beschaffenheit des Spiegels, aller der Spiegelfassetten sonder Zahl, daraus es reflektiert. Vielmehr kommt eben dieser Beschaffenheit, eben der völkerpsychologischen Reaktionsart der anderen, eine ganz außerordentlich hohe Bedeutung zu, ohne deren Würdigung unser Fragenkomplex keiner restlosen Lösung zugeführt werden könnte.

Es liegt in der Natur des Gegenstandes, daß da ins einzelne gegangen werden muß. Es sei darum versucht, die seelische Reaktionsart der wichtigsten Nationen, die mit uns in völkerpsychologischen Beziehungen stehen, auf uns Deutsche einer näheren Betrachtung zu unterziehen und zu sehen, inwieweit sich auch daraus das Haßphänomen, der internationale Weltenhaß gegen uns erklärt, der, wenn auch in gänzlich anderen Motiven wurzelnd, analogisch wenigstens nur noch in dem ebenso internationalen Judenhaß seinesgleichen hat.

Beginnen wir mit unseren „Erbfeinden”, mit den Franzosen. Das Thema des Gallierhasses gegen das deutsche Volk ist uralt, hat aber dennoch bis auf den heutigen Tag ein vielbearbeitetes Kapitel abgegeben; Historiker, Kulturforscher, Literaten, Psychologen und Psychiater, so zuletzt noch Löwenfeld, Weygandt u. a., haben sich daran gemacht, und gerade das letzterwähnte deutet auf wichtige Grenzbeziehungen zum nächstfolgenden Kapitel hin, darin wir von der Psychopathologie des Deutschenhasses handeln werden. In der Tat kann man sagen, die seelische Stellungnahme Frankreichs zu uns zähle zu jenen Dingen, deren Wurzeln Geschichte und Forschung eigentlich hinreichend freigelegt haben, so daß darüber hier wenig Neues gesagt zu werden braucht. Zum Teil darf auch an früher herangezogene historische Umstände erinnert werden: Frankreich und Deutschland sind von alters her nicht so sehr Rassengegner denn vielmehr geschichtlich rivalisierende „Schwestern”, zwischen denen es seit über einem Jahrtausend Grenzstreitigkeiten gegeben hat. Frankreich hatte vor Deutschland von alters her das eine voraus, daß es die ältere Tochter der antiken Zivilisation war und daß es daher ursprünglich Vermittlerin derselben an Deutschland gewesen ist; freilich, die Lehren der klassischen Antike wie der späteren Renaissance
haben im deutschen Geistesleben ungleich tiefere Wurzeln geschlagen als im französischen, haben bei uns ungleich schwerere Frucht getragen als drüben, wo die verderblichen Einflüsse Spätroms überwucherten. Allein, an äußerer Zivilisation war uns Frankreich, eben als echte Tochter Spätroms, bis fast in die Gegenwart hinein ,überlegen .und in Belangen des dekorativen Geschmacks und der überfeinerten äußeren Lebenskultur ist diese Überlegenheit zweifellos bis auf den heutigen Tag geblieben. Dazu kommt noch, daß durch die ganze Geschichte wie ein roter Faden das „Gesetz” sich zu ziehen scheint, daß neben Frankreichs politischen und kulturellen Wellentälern ebensolche Wellenberge Deutschlands sich erheben — und umgekehrt; daß Deutschlands Erniedrigung in Macht und Kultur stets noch überstrahlt wurde vom Glanze und vom Ruhme Frankreichs und seiner Macht, wie nach dem Dreißigjährigen Kriege und zur Napoleonszeit, indes die Aufstiege Deutschlands in Macht und Kultur, wie ihn die beiden Gipfel des Reformationsjahrhunderts und der Hohenzollern-kaiser bezeichnen, auch eine politische und kulturelle Depression Frankreichs bedeuten.

Wer nun an den von Cäsars Zeiten her sprichwörtlichen ehrgeizigen und eitlen Charakter des Galliers denkt, der wird es durchaus verständlich finden müssen, daß der Aufstieg der „jüngeren”, ein wenig über die Achsel angesehenen, mehr als Stiefgeschwister betrachteten „Tochter der Zivilisation”, als die dem Franzosen Deutschland gilt, für die „ältere”, „legitime” Tochter der Zivilisation, für Frankreich, ein Gegenstand der Eifersucht werden mußte. Eben jener kulturelle Legitimitätsglaube, den man vielleicht ohne allzuviel Übertreibung Legitimitätsdünkel nennen darf, der in jedes echten Franzosen Kulturbewußtsein steckt, spiegelt ihm vor, daß jede Kultur, jede Macht, die nicht von Frankreich komme, nicht für Frankreich wirke, etwas „Illegitimes” sei; es ist dies eine uralte Idee des Franzosentums, schier unausrottbar in seiner Mentalität wurzelnd, die aus den Tagen des antiken Spätrom noch — dessen letzter politischer Überrest im Abendlande, in dem letzten römischen Statthalter Syagrius sich verkörpernd, ja Gallien gewesen ist — herstammt und durch die ganze französische Geschichte hindurch liebevoll gepflegt wurde; in ihr wurzelt der uns Deutsche so oft naiv anmutende, wenn nicht gar unverschämt scheinende französische Glaube an den Anspruch — der gleichwohl kaum aus einer echt französischen Seele, da tief in ihrem Wesen verankert, gerissen werden könnte —, daß Frankreich Dinge erlaubt seien, die, von anderen Völkern verübt, „Verbrechen” gleich werteten; daß Frankreich ein „heiliges” Recht besitze auf alles, worauf es sein Auge geworfen, auf alles, was es für sich brauche, denn „Frankreich”, „Recht”, „Zivilisation”, das sind dem Stockfranzosen Dinge, die für ihn einfach unlösliche Identitäten darstellen; Frankreich hat vor gar nicht so langer Zeit das urdeutsche, durch tausend Bande mit der deutschen Geschichte und Kulturgeschichte verknüpfte Elsaß „reuniert”, „folglich” hat es ein „heiliges” „Recht” darauf, es „gehört” ihm, „weil es einfach ihm gehört” (eine nur aus französischer Mentalität begreifbare Tautologie), und wer es da wagt, diesen Anspruch auch nur theoretisch anzuzweifeln, der ist nach französischer Überzeugung schon darum ein „Verbrecher” oder mindestens unzurechnungsfähig; am Rhein haben vorübergehend einmal früher wie leider auch jetzt französische Fahnen geweht, der Rhein scheint Frankreichs „natürliche” Grenze zu sein, folglich „hat Frankreich darauf ein Recht”; daß Millionen Deutscher an seinen Ufern wohnen, Stätten uralter deutscher Geschichte und Kultur zu beiden Seiten des Rheins liegen, das wiegt so wenig für den Stockfranzosen, wie etwa der urdeutsche historische Charakter Straßburgs und des Elsässer Alemannentums; was der Franzose will, glaubt er nicht nur gerne, er hält es auch für sein „Recht”, ja für ein „Gebot der Zivilisation” der ganzen Menschheit. Sogar das urdeutsche, ja deutschnationalistische Saargebiet, die urdeutsche Rheinpfalz hat nach seiner Auffassung Deutschland ihm „gestohlen”, weil dort einstmals vor Jahrhundertfrist für etliche Jahrzehnte französische Truppen gehaust haben!

Da unter sotanen Umständen in jeder Hinsicht ein realer Ausgleich zwischen objektiv begründeten deutschen Belangen und Lebensnotwendigkeit und subjektiv begründeten französischen Ansprüchen gewiß nicht zu den leichtesten Dingen gehört, da aber die französische Psyche seit mehr als einem Jahrtausend daraufhin eingestellt ist, in Frankreich das privilegierte Land, die privilegierte Nation schlechthin zu erblicken, und da dieser Glaube unausrottbar in jeder Franzosenseele eingewurzelt ist — auch in der Seele solcher Franzosen, die subjektiv des redlichsten Willens sind, auch anderen und gerade selbst uns Deutschen gerecht zu werden —, konnte es nicht fehlen, daß schon der geistige Aufschwung, den Deutschland nach dem tiefen Sturz des 17. Jahrhunderts vom 18. Jahrhundert an nahm, den inneren Protest, die Eifersucht und nur zu bald auch den leidenschaftlichen Haß Frankreichs wachrufen mußte, desselben Frankreich, welches als „Garant” des westfälischen Friedens, als das Land des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. durch mehr als ein Jahrhundert sich gewöhnt hatte, Deutschland als sein Glacis, die Deutschen selbst aber, das Volk Gutenbergs, Luthers und Keplers, das Volk Walthers von der Vogelweide, Gottfrieds von Straßburg und Hans Sachs’, als nachäfferische Halbbarbaren sehr von oben herab zu betrachten und dementsprechend auch zu behandeln; und nun wuchsen aus diesem „rohen”, verachteten Volke, wuchsen in dem von den Reiterstiefeln französischer Kürassiere durch mehr als ein Jahrhundert als „pied ä terre” benützten Lande, wuchsen unter diesen „ungeschlachten” Menschen, die bis dahin wie hypnotisiert hingestarrt hatten nach dem Strahlenglanze von Paris, von Versailles, wuchsen da mit einem Male, wie einst im 16. Jahrhundert schon, aufs neue in hellen Haufen Geister heran in einer Kraft, in einem Blühen und Prangen, in einer reichen, herrlichen Fülle, dergleichen die Welt in verblüfftes Erstaunen setzte: Goethe und Schiller, Herder, Lessing, Wieland, Klopstock, Kant, Leibniz, Bach, Gluck, Händel, Haydn, Mozart eröffnen den Reigen, Grillparzer, Kleist, Uhland, Heine, Hebbel, Hegel, Fichte, Schopenhauer, Beethoven, Weber, Richard Wagner, schließen sich in ununterbrochener Reihe an, und den Philosophen, den Dichtern, den Heroen der Tonschöpfung begegnen die Bahnbrecher der Wissenschaft und Forschung, begegnen Humboldt und Johannes Müller, Mayer, Helmholtz, Bunsen, Virchow, Koch, Röntgen und ungezählte andere, deren Ruhm die Welt erfüllt. Die Seele der Franzosen erfaßte Verblüffung: wie, was, die „deutschen Barbaren” wollten, durften es überhaupt wagen, etwas anderes sein zu wollen als „Barbaren”, durften es wagen wollen, ihnen, den Franzosen, die doch „legitimer” Weise allein befugt waren, der Menschheit „ voranzuleuchten ”, Ebenbürtige aus ihrer Mitte an die Seite zu stellen, durften — mehr als das — sogar das „Verbrechen” verüben, in erklecklichen Belangen die Meisterschaft der Weltkultur zu erstreben und auch zu erreichen? Nein, solches vertrug die überlieferte gallische Eitelkeit nicht, solches durfte sie ja gar nicht dulden, und konnte sie es physisch schon nicht hindern, mißlang der napoleonische Versuch dauernder Nieder-tretung und Knechtung deutscher Vermessenheit, dann gab es doch ein Gebiet, dahin das Schwert deutscher Abwehr, dahin die Waffen deutschen Geistes nicht zu dringen vermochten: es war die französische Seele, die sich in leidenschaftlichem Proteste aufbäumte gegen die deutsche „Anmaßung”, die Anmaßung dieses Volkes, das es gewagt, sich nach dem tiefen Verfall des 17. Jahrhunderts wieder zu erheben zu einem Glanze, wie einst im 13. Jahrhunderte der Minnesänger und im 16. Jahrhundert der Meistersinger und der Reformation, des Volkes, dessen „Barbarei” Frankreich für alle Zeiten zu verewigen gedacht hatte ad majorem gloriam Galliae!

Indes, es war am Ende gerade eben noch zu ertragen, solange Deutschland auf dem Gebiete des Geistes, des Gemütes Werke und Werte schuf: denn was es da schuf, war ja nicht für die große Masse der anderen Menschen zugänglich, die nach wie vor in die Strahlenstadt an der Seine als nach ihrem Mekka wallfahrteten, war Höhenkultur, dahin nur die Auslese der Geister anderer Nationen den Weg finden konnte; und dankbar wollen wir anerkennen, daß unter diesen erlesenen, führenden Geistern auch Franzosen waren, die — soweit fianzösischer Subjektivität derlei überhaupt möglich — ehrlich sich mühten, dem deutschen Geiste, dem deutschen Volke gerecht zu werden und die gallische Wahnidee zu zerstören, als wäre es das unabänderliche Los, ja die Pflicht der Deutschen, „Barbaren’* bleiben zu müssen, bestimmt, vom Glanze Frankreichs überstrahlt zu werden, dessen Staffage abzugeben, um allenfalls stückweise — nach dem Vorbilde des Elsaß — zur „Adoption” durch Frankreich „würdig” befunden, natürlich aber zu dieser Ehre gleich auch „befohlen” zu werden; wäre es doch auch nichts als züchtigungswerte Vermessenheit, wollte ein staubgeborener Plebejer spröde sein, so eine purpurgeborene Fürstin ihn zum Dienste befiehlt… Solcher Franzosen jedoch, die — sagen wir — nüchterner, objektiver dachten — Jaures war einer der letzten dieser Großen — waren stets nur wenige, und heute sind es wohl kaum mehr denn die paar um Romain Rolland, um Barbusse und um Longuet. Es ist hart, solches aussprechen zu müssen, hart für den zumal, der, ohne freilich je blind gewesen zu sein für die Schwächen des französischen Charakters, vor dem Kriege ein aufrichtiger Freund und Bewunderer französischen Geistes war, hart für den, der, bei aller heißen Liebe zur eigenen deutschen Gemeinschaft, noch immer fest daran glaubt, daß es einmal doch zu einer innigen Arbeitsgemeinschaft aller Kulturvölker kommen werde; aber es ist notwendig, sich über diesen Tatbestand keiner Täuschung hinzugeben, und ich halte es darum für fast verbrecherischen Leichtsinn, wenn bei uns manche Politiker, Schöngeister und Schwarmgeister, geblendet durch die paar weißen Raben, die es jenseits der Vogesen gibt, uns einreden möchten, das französische Volk hege keinen Haß gegen uns“ oder dieser Haß sei nur ein Kunstprodukt, Nein! Wenn je wirklich ein ganzes Volk ein anderes Volk als Ganzes gehaßt hat, gehaßt ans tiefster Seele, so war und ist es das französische Volk, welches das deutsche Volk seit Jahrhunderten haßt und gehaßt hat mit der ganzen leidenschaftlichen Glut seines Herzens! Selbsttäuschung — grauenvolle, verhängnisvolle Selbsttäuschung — war es und wäre es heute noch mehr denn je, zu glauben, daß es anders sei, weil man es selber anders wünscht, oder in nächster Zukunft anders werden könnte! Erst fernen Zeiten mag es Vorbehalten sein, hier Wandel zu schaffen, und wir wollen redlich daran arbeiten, daß sie sich erfüllen mögen; das kann aber am wenigsten geschehen durch Selbsttäuschung und — Würdelosigkeit!

Nun aber vergesse man nicht: dieses selbe Deutschland, dessen kulturelles „Risorgimento” allein schon hell lodernden Gallierhaß herausgefordert hatte, dieses selbe Deutschland „vermaß” sich, sich endlich zu einer Nation, die es innerlich stets war, auch äußerlich zusammenzufinden und so durch eine alte politische Rechnung Frankreichs einen dicken Strich zu ziehen; vermaß sich, als nunmehr zahlreichstes Volk des Kontinents den Platz in der Reihe der Großmächte einzunehmen, den bis dahin Frankreich innegehabt; vermaß sich, in der Folge mit Riesenschritten zu einer Höhe auch materieller, zumal technischer Zivilisation emporzusteigen, die in allem, wras nicht „esprit” und „guter Geschmack” war, darin Frankreichs Hegemonie nach wie vor unbestritten blieb, Frankreichs Glanz bedenklich zu überstrahlen begann! Nicht mehr Paris allein war das Haupt der geistigen Menschheit, auch Berlin und München, Dresden und Leipzig — unser Wien blieb leider abseits — begannen zu Zentren emporzuwachsen, dahin die internationale Kulturwelt ihre Blicke richtete, dahin die Jünger aus Ost und West, aus Nord und Süd in hellen Scharen zogen, um sich zu bilden. Da konnte Frankreich nicht ruhig bleiben! Mochte Sedan, mochte Elsaß die hörbare Parole sein, das, was den Deutschenhaß in Frankreich zu solch elementarer Kraft emporpeitschte und ihm solche fanatische Zähigkeit lieh, das war — wenn wir von der gewollten Agitation seitens bestimmter Staatsmänner und spezifisch französischer Freimaurerkliquen absehen — vor allem die alteingewurzelter, französischer Ehr- und Ruhmsucht unerträgliche Tatsache, daß da im ..Barbarenlande” jenseits der Vogesen ein gewaltiges, machtvolles Leben brauste und dröhnte, dem *— ungeachtet aller Mängel, die ihm anhafteten — im Gesamteffekte doch eine weitaus gewaltigere Durchschlagskraft innewohnte als jenem Frankreichs und vor dessen Energien Frankreichs Glanz mählich verblaßte. Solches konnte aber kein Franzosenherz leiden. Macht, Ehre, Ruhm, Zivilisation sind der französischen Seele ausschließlich „legitimer” französischer Besitz, höchstens können Frankreichs Helfer damit „belehnt” werden; und so drängte alles zur „Revanche” an dem deutschen „Usurpator”; zu einer Revanche, die, dank unserer eigenen Schuld und dank Frankreichs 20 Bundesgenossen gerade eben noch zur Not gelungen ist. Ob für immer . . . ?

Gehen wir von den Franzosen zu deren lateinischer Schwesternation, zu unseren Nachbarn im Süden, den Italienern über; wenn von diesen und deren Antipathie gegen uns Deutsche weder nach Art noch nach Intensität das nämliche gilt wie von all dem bei den Franzosen, wiewohl auch Deutsche und Italiener im Laufe von mehr als D/s Jahrtausenden und, wenn wir bis ins klassische Altertum zurückgreifen, seit 2 Jahrtausenden sehr vielfach als Gegner einander gegenübergestanden sind: dann rührt das wohl einerseits von dem weit geringeren Anteil des keltischen Einschlages bei den Italienern, anderseits aber daher, daß die Italiener mit den Deutschen durch viele Jahrhunderte das Los politischer Zersplitterung geteilt haben; dazu kommt noch, daß ein geschichtlicher Zufall die Gleichzeitigkeit der staatlichen Einigung des größten Teiles der Italiener und des größten Teiles der Deutschen gewollt hat. Alles Momente, welche, wie namentlich die Schicksalsverwandtschaft, es bewirkt haben, daß der an und für sich unleugbare Antagonismus zwischen Welschen und Deutschen nicht derart schroffe und unversöhnliche Formen angenommen hat wie jener zwischen Deutschen und Franzosen. Aber noch ein weiteres psychologisches Moment ist hier maßgebend gewesen: der Umstand, daß jenes Deutschtum, mit dem das italienische Volk dauernd in unmittelbarer Berührung steht und von dessen Beherrschern auch -weite Teile Italiens durch geraume Zeit beherrscht worden sind, das österreichische Deutschtum gewesen ist. Wieder aber war es eine Fügung des Schicksals, daß dieses österreichische Deutschtum nicht nur geographisch und administrativ die Rolle des Puffers gespielt hat zwischen dem italienischen und der Hauptmasse des deutschen Volkes, sondern daß seine Beherrscher gerade in einer der Gegenwart nicht zu fern abliegenden Zeitperiode sozusagen in gleicher Weise gegen die italienische wie gegen die deutsche Einigung Stellung nahmen. Dies ergab einen gewissen Parallelismus zwischen deutschen und italienischen politischen Interessen, der sich selbst durch die heutige politische Feindschaft hindurch nicht völlig verleugnet, ja heute sogar bereits manche Verbreiterung seiner Grundlage erkennen läßt. Auch die durch Fremdenverkehr und andere Umstände gegebenen wirtschaftlichen Berührungen im Vereine mit dem nüchternen Handelsgeiste des italienischen Volkes, endlich aber die alten Beziehungen zwischen Künstlern und Gelehrten diesseits und jenseits der Alpen, das alles waren und sind Dinge, die einigermaßen in der Volksseele verankert sind und es bewirken, daß die auch in Italien keineswegs fehlende Antipathie gegen uns Deutsche im allgemeinen weniger heftig, weniger unversöhnlich, sozusagen sordinierter klingt als in Frankreich; und auch keineswegs unheilbar erscheint.

Von den Lateinern wenden wir unsere Blicke unseren slawischen Nachbarn im Osten zu. Nun — vielleicht mit der einzigen Ausnahme der Ukrainer — gehören wohl die Slawen zu unseren ältesten und unversöhnlichsten Hassern. Es ist dies ein Haß, so abgrundtief, so sehr Glaubensbekenntnis jedes Slawen geworden, daß die schlichte Tatsache nachbarschaftlicher Reibungen und Rivalitäten allein nicht genügt, um ihn hinreichend zu erklären. Es ist notwendig, tiefer in der Psychologie des Slawentums und ihrer Ontogenese zu schürfen, um seine Art des Deutschenhasses richtig zu verstehen.

Da ist die erste Tatsache, auf die wir stoßen, jene, daß der Slawe zum Germanen, und zwar vor allem zum Deutschen durch viele Jahrhunderte in einem Hörigkeits- und Abhängigkeitsverhältnisse gestanden hat; ist doch das deutsche Wort „Sklave” bekanntlich nichts als eine Verdeutschung von „Slave”; damit ist schon ungeheuer viel erklärt. ,.! Durch lange Jahrhunderte war der Slawe in den Augen der Deutschen der Knecht schlechthin, und auch die Tatsache, daß einzelne Slawenstaaten im Mittel-alter nicht ohne Macht und Blüte waren, einer davon, Böhmen, sogar von alters her den Rang eines deutschen Kurfürstentums innehatte, dessen Herrschergeschlechter nach der deutschen Königs- und der damit verbundenen Kaiserkrone des römischen Reiches deutscher Nation gestrebt und sie vorübergehend auch erlangt hatten, hatte an der persönlichen Einschätzung und Geringschätzung des Slawen seitens des Deutschen wenig zu ändern vermocht. Kein Wunder auch! Des Deutschen Idol war ursprünglich der Herrenmensch in Wehr und Wappen, der Herrenmensch aber auch im Dichten und im Denken, des im Goetheschen Geiste hochsinnigen und hochgemuten — leider auch nur zu oft hochmütigen — höchstpersönlichen . Eingängers; das Ideal des Slawen war von alters her weit eher die unpersönliche Gemeinschaft Gleicher, die Gemeinschaft des Lebens und — so es unbedingt sein mußte — auch des Ringens. Singens und Sagens. War des Deutschen Hochziel — im Leiblichen wie im Geistigen — stets ein Streiten und Kämpfen, ein Ringen und Schaffen, so war des Slawen Liebstes stets das seßhafte, friedliche Beharren und eine in grüblerischer Melancholie sich verlierende Beschaulichkeit. Kein Zweifel: das differenzierende Individualisieren, der kampfeslustige deutsche Schaffens- und Tatendrang stellte und stellt — im Physischen wie im Geistigen — eine höhere Zerebrationsstufe und einen ungleich gewaltigeren Kulturfaktor dar als die slawische Beharrlichkeit und Melancholie, deren Frucht im ganzen und großen — von einzelnen leuchtenden Meteoren am Slawenhimmel abgesehen — jene „improductivite slave” ist, die ja bekanntlich am wenigsten von slawischer Seite selbst geleugnet wird; wenngleich niemals vergessen werden darf, daß auch, dem Slawentum mancher hohe allgemein menschliche Kulturwert zu Buch geschrieben werden muß. Jedenfalls aber konnte es gar nicht fehlen, daß deutscher Taten- und Arbeitsdrang und ursprüngliche slawische Beschaulichkeit, so enge benachbart, hart auf hart gegeneinander geraten und daß, einzelne Rückschläge abgesehen, im Laufe der Jahrhunderte,, solange die Grundsätze der französischen Revolution noch nicht Gemeingut und daher zur Waffe aller Menschen ohne Unterschied geworden waren, der Slawe überall zunächst den kürzeren ziehen mußte.

Die Folgewirkungen dieses chronischen, erst mit physischen, später mit geistigen und moralischen Waffen durchgefochtenen Kampfes mußten aber naturgemäß in der Seele der Westslawen — um die es sich ja vor allem handelt —, der Polen, der Tschechen, der Slowenen gewisse reaktive Erscheinungen zeitigen; primäre sowohl wie sekundäre.

Und diese Reaktionsphänomene sind leicht zu verstehen! Der Druck des deutschen Hammers löste einen Gegendruck aus. Der ursprünglich friedliche und gutmütige, aber geistig bedürfnislose slawische Bauer, Hirte und Händler wurde zunächst mit Furcht vor dem deutschen Krieger, aber auch vor dem rastlosen deutschen Arbeiter erfüllt, einer Furcht, die, weil der Deutsche zunächst auch als Träger und Übermittler des Christentums und römischer Zivilisation in Erscheinung trat, nicht ohne Beisatz von Bewunderung war, sobald einmal die slawische Seele dafür zugänglich geworden; freilich, diese Slawenseele war. schon als eine im wesentlichen bäuerliche, beharrlich und trotzig; und so hat es Jahrhunderte gekostet, von schweren Kämpfen auf Leben und Tod erfüllt, Jahrhunderte blutiger Vernichtung ganzer Slawenstämme, ehe Christentum und Zivilisation im deutschen Gewände in slawischen oder vorher slawisch gewesenen Gauen dauernd festen Fuß fassen konnten; einmal unterworfen, sah sich aber der Slawe einem Herrenvolke gegenüber, dem er zunächst weder physisch noch geistig gewachsen -war; die Waffen des Sclrwächeren aber, gerade jenes, der vom Hause aus friedlich ist — es gibt keinen heißeren Zorn als den des Friedsamen und Rückständigen, dem man seinen Frieden und seine Rückständigkeit nicht läßt —, sind von jeher List, Verstellung, Lüge gewesen. Bei den Höherstehenden unter den Slawen gesellte sich dazu aber noch eines: Neid!

Und so nährte und nährt bis auf den heutigen Tag der Slawe einen aus tiefster Tiefe hervorquellenden Haß in sich gegen den früheren deutschen Herrn und Zuchtmeister; einen Haß, der seine Unerbittlichkeit und Unauslöschlicbkeit gerade daher schöpft, daß er aus jahrhunderte alten, tief in die Volksseele eingegrabenen, von Generation zu Generation überlieferten, zum Teil kaum mehr vollbewußten seelischen Engrammen immer wieder neue Nahrung empfängt. Es ist in dem Sinne sogar recht bezeichnend, daß gerade jenes slawische Volk, welches nach Sitte und Kultur dem deutschen am nächsten steht und ihm dank einer gewissen Arbeitstüchtigkeit äußerlich ziemlich angeglichen ist, das tschechische, den glühendsten Haß gegen seinen einstigen „Lehrmeister” empfindet: der Instinkt in jedem Tschechen, er mag durch sekundäre Erziehungseinflüsse noch so tüchtig und arbeitsam geworden sein, drängt seine Seele doch mit Macht hin zur naiven und nativen slawischen Geruhsamkeit und Beschaulichkeit, wie man beim tschechischen Einzelmenschen häufig genug unter Verhältnissen beobachten kann, wo er sich sozusagen „konkurrenzlos” weiß; im Gegensätze zu dem oft sehr gewaltigen, von Neid gepeitschten Eifer, den er bekundet, wo er sich der deutschen Konkurrenz ausgesetzt sieht, der er dann in krampfhaft-verbissenem Aufraffen vorübergehend sogar erfolgreich zu begegnen weiß, um aber nur zu bald in die native slawische „Unproduktivität” zurückzusinken, sobald er sich „endlich allein” sieht; der primäre Schaffensund Arbeitsdrang, die Schaffensfreude um ihrer selbst willen, beim Germanen so häufig, fehlt dem sonst, zumal musikalisch so reich begabten Slawen in der Regel; und eben darum quillt ein unerschöpflicher Strom von Haß — halb unbewmßt — aus der Tiefe seiner Seele hervor gegen den Deutschen, dessen Erscheinung ihn auch heute noch tagtäglich nicht nur an den „Herrenmenschen” erinnert, der jener oft noch seinen Großvätern gewesen ist, sondern ihm wider seine Slawennatur als Zwinger zu produktiver Arbeit gilt; darum die Tendenz, das Deutschtum zu vernichten, damit „Ruhe” sei. Natürlich sind historische Momente, zumal solche aus der historischen Romantik dann noch etwas, was im Reiche des Oberbewußtseins für den Nationalhaß die Folie abgibt, zumal bei den Gebildeten, Polen wie Tschechen; und gerade sie fühlen doppelt, dreifach und neiderfüllt die ungeheure geistige und kulturelle Überlegenheit des Deutschtums. Und jener leicht hysteroide Zug, der — wenigstens aus dem deutschen Gesichtswinkel gesehen — der slawischen Seele anhaftet, bemächtigt sich natürlich mit besonderer Vorliebe derart romantischer Elemente. Eben dieser Zug aber leiht dem Slawen auch die Gabe, ein brillanter Advokat und Dialektiker seines Deutschenhasses zu sein; Hysterische und Hysteroide haben ja bekanntlich eine Meisterschaft darin, nicht allein autosuggestiv die eigenen subjektiven, vor allem aus ihrer eigenen Anlage herstammenden Leiden sich selbst zu vergrößern, sondern sie auch dritten Menschen als ungeheuer groß hinzustellen, ihre unschuldigen Mitmenschen aber als angebliche Quälgeister zu denunzieren. Nun ist der Deutsche dem Slawen gegenüber sicherlich nicht so einfach ohne „Schuld’1, allein ebenso sicher ist, daß diese Schuld objektiv eigentlich recht geringfügig ist, oft nur auf einem Mißbrauch deutschen Namens durch finstere Mächte beruht oder auf entschuldbaren Irrtümern, und daß sie reichlich aufgewogen wird durch das ungezählte Gut an Kultur, das der Deutsche dem Slawen vermittelt hat; aber Dankbarkeit ist bekanntlich keine Tugend der Hysterie und alles dessen, was danach aussieht; sie ist darum — wie Slawen selber oft zugestehen — beim Slawen eher geringer als bei andersvölkischen Menschen; zumal wo Neid ihr wirksam Konkurrenz macht.

Die Beziehungen zu dem größten slawischen Stamme, den Russen, sind für uns Deutsche nicht so sehr nachbarschaftlicher denn politischer, kultureller und wirtschaftlicher Natur; gleichwohl haben sie hingereicht, um eine ganz bestimmt orientierte Antipathie russischerseits gegen die Deutschen zu erzeugen. Begreiflicherweise nämlich mußte die nicht nur slawisch geruhsame, sondern dank ihrer Rassenzusammensetzung und Geschichte auch mit einer gewissen „breiten”, orientalischen Weitherzigkeit (und Unschärfe) im Denken und Fühlen ausgestattete russische Seele gegen den deutschen Zucht- und Schulmeisterrationalismus besonders intensiv im Sinne instinktiver Abweisung reagieren. Dazu kam, daß deutscherseits — wenigstens soweit es sich um das offizielle Deutschtum handelte — mit einem unpolitischen Ungeschick, das gar nicht einmal innerer Absicht entsprang, eine Parteinahme für das zaristische Regiment markiert wurde, die Deutschland in den Augen der russischen Intelligenz zu einer Art Büttel machte. Darum der in dieser Stärke sonst schier unbegreifliche Haß gerade dieser Schichten gegen das Deutschtum, dessen Lehr-, Arbeits- und Organisationstalent — und nicht der französische Opportunismus, der nur politisch meisterhaft schlau zu operieren verstand — der natürliche Führer der aus der Nacht zum Licht emporstrebenden russischen Intelligenz zu werden berufen gewesen wäre; daß dann wieder politische Momente — der Panslawismus, der Drang nach dem Osten und dem Balkan — die oberbewußte Folie für die halb instinktive Fühlsantipathie abgaben, ist nur eine Parallelerscheinung zu früher Ausgeführtem.

Nun zu dem traurigsten Kapitel, zu dem Hasse anderer germanischer Völker, vor allem der Angelsachsen gegen das deutsche Volk. Wenn die Antipathien der anderen Nationen gegen uns zu einem sehr großen, ja überwiegenden Teile ihren Grund in gefühlsmäßigen, halb und halb unterbewußten Vorgängen oder in uralten Engrammen der nationalen Geschichte haben, dann darf gesagt werden, daß die Antipathie der germanischen Bruder- und Vetternvölker gegen das deutsche Volk ihren Grund vor allem in rationalistischen Erwägungen finde und weit weniger in gefühlsmäßigen Regungen. Für den altgermanischen Sippenhaß ist ja wohl in Ansehung der getrennten Staatlichkeit kein Platz. In der Tat bietet die Geschichte nur wenig Raum für die Annahme einer genuinen, einer ursprünglichen Feindschaft der anderen germanischen Völker, insonderheit der angelsächsischen, wider das deutsche. Diese Feindschaft ist vielmehr im Grunde recht jungen Datums. Sie fußt natürlich einerseits auf der klar erkennbaren Grundlage ökonomischer und politischer Konkurrenz und dadurch hervorgerufener Gegnerschaft, wobei das traditionelle Ungeschick des Deutschen in allen politischen Dingen — davon wir schon an früherer Stelle gesprochen — das Möglichste dazu beigetragen hat, diesen Gegensatz, der sich vielleicht sonst in erträglicheren Grenzen gehalten hätte, zu verschärfen und bis zum Bruche emporwachsen zu lassen. Aber eine andere Wurzel noch kommt für die Antipathie der anderen germanischen Völker, und zwar gerade nicht zuletzt eben der Angelsachsen in Betracht: nämlich die innere, politische Verfassung Deutschlands. Denn es gibt kein, germanisches Volk, bei dem die seelische „Bindungstendenz ” den Charakter des Politischen, des sogenannten „Militarismus” (der meines Erachtens freilich ganz fälschlich so genannt wird; eigentlich sollte es heißen: System der pflichtgemäßen Unterordnung des einzelnen unter den Staatsbegriff) angenommen hätte wie bei den Deutschen. Dem Deutschen ist der Staat, was derm Angelsachsen (und den anderen, von Tag zu Tag mehr angelsächsisch sich orientierenden germanischen Völkern) Sitte und Klub sind; während aber Sitte und Klubzwang bei aller ihrer Tyrannei dem Angelsachsen etwas Selbstverständliches, weil ihm sein eigenes Ich Widerspiegelndes sind, daher als seelische Sklaverei von ihm gar nicht empfunden werden, gilt seinem historischen Freiheitsdrange jeder staatliche Zwang als ein Greuel. Als personifizierter Repräsentant dieses „preußisch-militärischen Zwanges staatlicher Gewalt” erscheint ihm aber der Neudeutsche. Darum war es der Angelsachse, welcher der Herold des Weltkampfes gegen das System des „preußischen Militarismus’’ geworden ist, weniger aus nationalem und Rassenhaß denn aus politischem Prinzip; auch das jedoch erst, als dieses ihm unsympathische Prinzip als sein Konkurrent in der Weltpolitik auftrat und drohte, das eigene System in seinen weltumspannenden Prärogativen zu gefährden. In diesem Sinne war denn auch der Kampf zwischen Deutschtum und Angelsachsentum ein Kulturkampf zwischen zwei, wie wir gesehen haben, innerlich eigentlich wenn auch nur entfernt verwandten, im Effekte freilich weit voneinander abstehenden germanischen Erziehungsprinzipien um die Weltherrschaft; ein Kampf, darin das leider „unpsychologische” deutsche System unterlegen ist . . .

Wir begreifen jetzt, warum angelsächsischerseits (die anderen germanischen Völker wie die Skandinavier, Holländer, auch die Deutschschweizer sind so sehr im Banne angelsächsischer Mentalität, daß wir, Ausnahmen abgerechnet, deren öffentliche Meinung als einen Appendix der angelsächsischen ansehen dürfen) die Abneigung gegen das Deutschtum in so auffallender Weise politisch motiviert worden ist; gewiß, es war in diesen größtenteils journalistischen Stimmen vor dem Kriege und während desselben ein ganz gewaltiges Stück bewußter agitatorischer Übertreibung enthalten, und unmöglich darf übersehen werden, in welch weitem Umfange das traditionelle diplomatische Ungeschick der Deutschen, die Unfähigkeit, Sprechen und Schweigen richtig zu dosieren, die unausgesetzte Vermengung von Mitteln und Zielen, die echt deutsche Sorglosigkeit in punkto Wahrung des nationalen Gesichts,dieser ganze jammervolle Mangel an exopsychischer Eutaxie deutscherseits, von dem so eingehend die Rede war, wie alles das den angelsächsischen Anklägern Deutschlands und deren Nachbetern die wirksamen Stichworte der Deutschenhetze so recht erst eigentlich geliefert hat: „preußischer Militarismus”, „preußischer Absolutismus”, „sozialistische Vaterlandslosigkeit”, „bajuwarische Roheit” und vieles andere an „Schlagern” solcher und ähnlicher Art, die im politischen Kampfe wider Deutschland eine so verhängnisvolle Rolle gespielt haben, sie alle haben auf den politischen Tribünen Deutschlands oder in den Spalten der deutschen Tagespresse das Licht der Welt erblickt, sie sind da weidlich breitgetreten und — bedenkenlos und unbekümmert um das aufhorchende Ausland — von Deutschen im Meinungskampfe gegen Deutsche gebraucht worden; man denke nur an die „Zabernaffäre”! Bedenkenlos im Reden, bedenkenlos, wie in den letzten Kriegsjahren, im Schweigen und unfähig, Mittel und Ziele in der Politik scharf auseinanderzuhalten, das ist Deutschlands politisches Ungeschick, fußend in seiner allzu „linearem‘ Mentalität, der alles praktisch Psychologische fremd ist! So haben denn auch die Angelsachsen sehr vielfach nur aufgegriffen, was Deutsche selber angestiftet haben. Allein, darüber hinaus darf unmöglich verkannt werden, wie die demokratischen Sitten der Angelsachsen und der anderen Germanen von der sei es auch nur ganz äußerlichen Militarisierung neudeutschen Wesens in der Tat sich abgestoßen gefühlt haben und es als ein Übel empfunden hätten, wenn diese zur Weltgeltung gelangen würde. Darum die Äußerung selbst deutschfreundlicher Kreise in solchen Ländern: -wenn die Deutschen schon siegen, mögen sie nicht zu sehr siegen . . .

Es läßt sich natürlich nicht bestreiten, daß das Deutschenhaßphänomen auch bei anderen Völkern in Erscheinung tritt; ganz frei ist ja davon kaum ein Volk der Erde, mag es unmittelbar an das deutsche angrenzen oder nicht; es handelt sich da indes mehr um eine Art „Induktion” von Nachbarvölkern her oder auf dem Wege der Weltpresse, die ja fast zur Gänze im Besitze der primär deutschfeindlichen Nationen ist oder unter deren Kontrolle steht; in einigen Fällen — wie bei den Magyaren — handelt es sich so gut wie ausschließlich um eine Übertragung der Abneigung gegen lokale (in dem Falle österreichische) Administrativbehörden auf das dem Namen nach von diesen mißbrauchte Gesamtdeutschtum, ohne daß darum so etwas wie ein wirklicher Deutschenhaß ins Volksbewußtsein eingedrungen wäre. Soweit endlich bei den Juden — wenigstens bei jenem Teile derselben, den man als „Nation” betrachten mag — von einem Deutschenhaß gesprochen werden kann, handelt es sich teils um eine vielleicht primäre, vielleicht talmudisch gezüchtete Abneigung gegen das nordisch-arische Element, die eben an vielen Stellen gerade das deutsche Element trifft, teils aber um eine sekundäre Reaktion auf die antisemitische Bewegung, die fast keinem nichtjüdischen Volke fremd ist, deutscherseits aber in so schulmeisterlich-doktrinärer Art gepredigt und praktiziert wird, daß sie in der Form ebenso gehässig und ungerecht auftritt, wie sie in der Sache unwirksam bleibt, auch insoweit, als sie besser nicht unwirksam bliebe; davon noch später.

Vergessen wir zuletzt aber an eines nicht: daß ein Gutteil des Deutschenhasses bei fast allen Völkern in einem halb unterbewußten Komplexe wurzelt, dessen Substrat die moralische und intellektuelle Überlegenheit des deutschen Volkes und der deutschen Kultur in vielen Stücken ist. „Es liebt die Welt das Strahlende zu schwärzen und das Erhabene in den Staub zu ziehen!” Sie liebte es in den Tagen des Aristides, des Sokrates, in den Tagen von Golgatha, sie liebt es heute noch und wird es noch auf lange hinaus lieben. Das ist schließlich der allertiefste Grund, warum unser edles deutsches Volk so Ungeheures leiden muß und zum Hohne auch noch so ungerecht beschuldigt wird von den anderen, die nach der alten Diebsmoral schreien und handeln: haltet den Dieb! Denn so wahr diese ganzen Zeilen dartun, daß es Deutsche gibt, die ein offenes Auge haben für die schweren Fehler und Mängel der eigenen Nation und für die Vorzüge der anderen, so sehr ist es Pflicht ihres Schreibers, laut und vernehmlich den anderen das moralische Recht abzusprechen, über unsere Fehler zu Gericht zu sitzen und uns dafür zu strafen; richten und strafen mag uns, wer besser ist als wir, und das sind die anderen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit. Wir Deutsche haben uns schwer vergangen, aber die anderen haben unsere Vergehen mißbraucht, um noch ärgere Verbrechen an uns zu verüben, Mord, Raub und — was am schlimmsten ist — Verleumdung. Es wird der Tag kommen, da die Menschheit bitter bereuen wird, was sie an uns gefrevelt!

Psychopathologische Momente im Deutschenhasse und seinen Erscheinungen und deren agitatorische
Verwertung

Das Phänomen des Weltenhasses gegen uns Deutsche hat gewiß vor allen Dingen seine psychologische Begründung; allein unvollständig wäre seine Analyse ohne die Würdigung seiner Psychopathologisehen Grundlagen.

Denn die Existenz solcher läßt sich unmöglich bestreiten. Schon die Psychologie des Deutschenhasses bei manchen Völkern streift zum mindesten hart an das Gebiet des Krankhaften. Vor allem gilt dies vom Deutschenhasse der Franzosen und der ihnen stammverwandten Wallonen. Zugegeben, daß die traurigen Begleiterscheinungen dieses Krieges es mit sieh brachten, daß das belgische Wallonien und weite Gebiete Frankreichs darunter besonders schwer zu leiden hatten, müssen wir dennoch sagen, daß dieses Maß und diese Art von Haß, wie sie sich dort uns gegenüber geoffenbart hat, vom Standpunkte normaler Psychologie allein wenigstens nicht restlos erklärt werden können. Zum Vergleiche genügt wohl der Hinweis auf all das namenlose Leid, welches Deutschland im Laufe der Jahrhunderte durch Frankreich erfahren hat: die gewaltsame „Reunion” des Elsaß durch Ludwig XIV., die Verwüstung der Pfalz links und rechts vom Rhein durch Melac (die „ruine accusatrice” des Heidelberger Schlosses klagt davon noch heutigentags…!), die sadistische Niederpeitschung Deutschlands durch Napoleon und seine Söldner und weiter und weiter ein endloses Lied von Blut und Tränen . . .; aber gleichwohl: von einem wilden, unversöhnlichen, brutal-sadistischen Hasse, wie ihn Frankreich gegen uns hegt, ist in uns niemals etwas lebendig gewesen, und war der Feind aus dem Lande draußen, streckte ihm Deutschland noch stets die Hand zur Versöhnung hin. Anders Frankreich: Hier ist die Idee, um jeden Preis an der Spitze der Zivilisation marschieren, das heißt Europa beherrschen zu müssen, zu einer fixen überwertigen Idee geworden, und da die harte Tatsache der höheren Zahl, der größeren Lebenskraft, der emsigeren Schaffensfreude und der durchgeistigteren Bildung Deutschlands dieser überwertigen Idee im Wege stand, hat die französische Mentalität mit einem Komplex weiterer überwertiger Ideen, und zwar persekutorischen Inhaltes, sekundär darauf reagiert; aus der „grande nation” wurde, seit Deutschland zur Großmacht erwachsen, der eifernde „persecute persecuteur . .

So, nur so ist zu verstehen, wie sich ein Land wie Frankreich, dessen allgemeine Volksbildung auf so bescheidener Stufe steht, soweit versteigen konnte, Angehörige des gebildetsten Volkes der Welt als „wilde Tiere”, als „Barbaren”, „Hunnen”, „wilde Bestien”, „Boches’’ zu beschimpfen und sie — als wehrlose Gefangene — physisch und moralisch in einer Art zu martern, die einen Schandfleck der Gegenwart bildet. Frankreich glaubt sich aber dabei felsenfest im Rechte, ja es ist überzeugt, daß es die Deutschen noch viel zu gut, noch viel zu edel behandle, wenn es ihnen auch nur die Titel von Menschen „schenke”; wer z. B. (nur ein Fall von vielen!) gelesen hat, wie französische Richter sich ihres „Edelmutes” rühmten, weil sie im besetzten Gebiete Deutschlands einen jungen Menschen, der mit einem Stein nach einem französischen Auto geworfen (schrecklich!), zu „nur” fünf Jahren Zuchthaus (!) verurteilt hatten, der ist überzeugt, daß hier offenbar eine krankhafte Mentalität vorliegen müsse, ein schon fast wahnhafter Komplex überwertiger Ideen; anders ist ja solches schlechterdings nicht zu erklären; denn gegen die Annahme, eine Nation von der Höhe der französischen sei bewußter Unsittlichkeit fähig, sträubt sich unser besseres Selbst.

Sollte sich bestreiten lassen, daß die überwertige Ideenbildung, die für den Deutschenhaß der Gallier eine so wesentliche Komponente abgibt, auch noch andere krankhafte Blüten getrieben habe? Sollte bestritten werden können, daß ein französischer Arzt, Berillon, in einem ernsthaften französischen Fachorgane eine Abhandlung „über den spezifischen Geruch der Deutschen” veröffentlicht habe, darin er mit feierlichem Ernste die These entwickelt und begründet hat, alle Deutschen — versteht sich mit Ausnahme der Elsässer — seien gekennzeichnet durch eine spezifisch riechende Schweißabsonderung, die zwar gewisse Stammesunterschiede erkennen lasse, z. B. beiden Bayern und Schwaben nicht ganz identisch sei mit jener bei den Preußen, Sachsen und Mecklenburgern, immerhin jedoch für alle Arten Deutscher so sehr charakteristisch, daß z. B. der französische Geruchsinn noch jahrelang nachher mit untrüglicher Sicherheit zu unterscheiden vermöge, ob ein Gemach einmal von einem Deutschen bewohnt gewesen sei oder nicht? Darin der gelehrte Verfasser neben anderen höchst merkwürdigen Dingen auch die „Theorie” zum Besten gab, daß dieser „spezifische” Schweißgeruch dadurch zustandekomme, daß bei der deutschen Rasse die Schweißdrüsen zum großen Teile die Rolle der Nierenfunktion übernommen hätten? Sollte sich bestreiten lassen, daß die französische Öffentlichkeit diese Art Wissenschaft ungeheuer ernst genommen habe? Und daß es dafür nur eine Signatur geben könne, nämlich: Psychose einer infolge ihrer psyeho-pathologischen Diathese für alles dem Inhalte des überwertigen Ideenkomplexes Angepaßte stets induktionsbereiten Volksmasse? Es dürfte bei genügender Objektivität schwer halten, dies zu bestreiten. Es soll uns übrigens ein späterer Abschnitt nochmals auf Ähnliches zurückführen.

Übrigens: sicherlich wäre es ein Unrecht anzunehmen, als wäre nur französischer- und wallonischerseits so vieles Seelische „pathologisch” gewesen; die Untersuchung der Mechanismen der Kriegslegendenbildung hat uns gelehrt, daß auch auf unserer Seite der Seelenzustand der Massen während des Krieges zu Zeiten recht seltsame, an Massenhysterie und überwertige Massenideenbildung erinnernde Blüten getrieben hat; im Hause des Spartakismus dürfte man vielleicht auch nicht zuviel von Massenpsychose reden, will man doch beanspruchen, auf der Warte der Objektivität zu stehen, trotz des eigenen Bekenntnisses zum Deutschtum. Auch auf unserer Seite gab es ‚ Märchenbildungen aller Art, gab es Massensuggestionen, darin goldbeladene feindliche Kraftwagen, fabelhafte Spionitis, apokryphe französische Flieger, Brunnenverseuchungen durch französische Ärzte, die über Metz bis in die — Karpathen vorgedrungen sein sollten, eine erhebliche Rolle spielten! Allein immerhin: die Krone haben doch die Legendenbildungen auf französischer und wallonischer Seite erreicht! Man denke da nur an die unterschiedlichen Greuelgeschichten! Zugegeben, daß es — wie denn auch schließlich nicht in einer Millionenarmee? — im deutschen Heere nicht wenige Rohlinge und Auswürflinge gegeben haben dürfte, darf es doch als glattweg ausgeschlossen bezeichnet werden, daß deutscherseits etwa planmäßig blutrünstige Grausamkeiten und Akte sadistischer Perversität gegen Wehrlose, Greise, Frauen und Kinder unternommen worden wären, wie dies die wallonisch-französische Greuellegende gleich in den ersten Kriegswochen bekanntlich behauptet hat; jeder Kenner des deutschen Nationalcharakters — für dessen Fehler und Schattenseiten ich, wie ja aus dem früher Ausgeführten genugsam hervorgeht, gewiß nicht blind bin — wird zugestehen müssen, daß dem Norddeutschen wohl Schroffheit, Kälte, selbst eine gewisse Härte, dem Süddeutschen Grobheit und Rauflust sicherlich nicht abgesprochen werden können, daß jedoch — immer abgesehen von einzelnen, nirgendswo fehlenden Ausnahmen — dem deutschen Volks Charakter als solchem, gleichgültig, ob es sich um Gebildete oder Mindergebildete handelt, eine wollüstige Freude an sadistischer Roheit absolut fremd ist; was auch der größte Bewunderer französischer Kultur vom Galliertum gewiß nicht behaupten könnte . . .; ich erinnere nur an Voltaires Zeugnis. Mir scheint es vielmehr klar, daß — abgesehen von den Früchten planmäßiger Entstellung, von denen weiter unten noch die Rede sein wird — die Greuellegende großenteils als Folge eines bereits ans Pathologische streifenden Charakterzuges der gallischen Völker zu werten ist, als eine Art Projektion ihres eigenen, in der Geschichte so oft auch im eigenen Hause entsetzensvoll zutage getretenen Sadismus nach außen hin, als eine Art jenes seelischen Transitivismus, den ich einmal politischen Transitivismus genannt habe, eine Art des „als ob”, nur hinausprojiziert aus der eigenen Seele in die Seele der — anderen, der Feinde! In der Tat, wer da, nicht aus unkontrollierbaren Legenden, sondern aus verläßlichen Quellen, weiß, wie Belgier und Franzosen deutschen Gefangenen gegenüber und später in deutschen Landen gehaust haben, der wird gewiß den hier angegebenen seelischen Mechanismus nicht abenteuerlich aus der Luft gegriffen finden; denn die praktische Psychologie und namentlich die praktische Psychopathologie lehren, daß derlei bei Hysterischen — man denke nur an die unwahren Denunziationen Hysterischer, die vielfach einer Projektion der eigenen Wünsche in anderer Seelen hinein entsprechen — ein ganz alltägliches Vorkommnis ist, ganz ebenso wie enorme Suggestibilität, Leichtgläubigkeit und phantastisches Sich-selbstbelügen nirgends in solchem Maße wuchern wie auf dem Boden der Hysterie. Aber gerade von hysterischen und hysteroiden Zügen ist die gallische Volksseele bekanntlich am wenigsten frei! Ganz gewiß hat aber phantastische Pseudo-logie zu der Legendenbildung im Kriege — deren Mechanismen von mir an an derer.Stelle ausführlich zergliedert worden sind — ebenso viele Bausteine geliefert wie zu dem der feindlichen Legende zugrunde liegenden Deutschenhasse.

Wir erkennen also in einer ganzen großen Motivenreihe des Deutschenhasses bei den Galloromanen ausgesprochen pathologische Züge oder doch solche, die hart ans Pathologische streifen. Mit dem Deutschenhasse der Wbstslawen steht es nun nicht viel anders. Auch hier hat eine gewisse hysteroide Dia-these der Volksseele mitgeholfen, bestimmte Ideenkomplexe überwertig werden zu lassen. Insbesondere hat sich die Idee des „Unterdrücktwerdens” durch die Deutschen unzweifelhaft zu einer derartigen Idee ausgewachsen, in quantitativer wie in qualitativer Hinsicht. Die historische Wurzel dieses Ideenkomplexes ist uns bereits bekannt, bekannt auch, daß sich die Erinnerung an die in früheren Jahrhunderten tatsächlich deutscherseits oder im deutschen Namen geübte Unterdrückung gleich einem Engramm in halb unterbewußten Tiefen der Volksseele verankert hat; allein das Merkwürdige und lediglich psycho-pathologisch Verstehbare beruht in der Tatsache, daß für weite Kreise des Westslawentums, mindestens für deren lebende Generation, von einer Unterdrückung durch die Deutschen in der Jüngstvergangenheit gar keine Rede mehr sein konnte; im Gegenteil lehrt die Geschichte der letzten Jahrzehnte des alten Österreich mit Deutlichkeit, wie die Westslawen, voran gerade die grimmigsten Deutschenhasser unter ihnen, die Tschechen, nicht nur in jeder Weise in ihrer wirtschaftlichen und geistigen Entwicklung gefördert worden sind, sondern wie diese Förderung geradezu auf Kosten der Deutschen geschehen ist, in einem Maße, daß diese sich aufs Schwerste bedrückt fühlen durften und ein — internationaler Sozialdemokrat vor einer Reihe von Jahren von den Tschechen geradezu als von der „regierenden” Nationalität des alten Österreich reden konnte! Und gleichwohl und trotz alledem die fixe Idee von den „unterdrückten” Slawenvölkern Österreichs, eine Idee, die zumal die Tschechen in echt hysteroider Plastizität nicht nur Fremden, sondern vor allem — sich selbst hartnäckig einredeten! Denn gewiß wäre es Unrecht zu glauben, daß die Masse der Slawen nicht wenigstens subjektiv vollkommen überzeugt war, unterdrückt zu sein, wiewohl im alten Österreich sie längst zu Herren und die Deutschen zu ihren Tributären geworden waren. Allerdings, die mächtige physische Expansionstendenz der Slawen und die durch zweckbewußte Agitation genährte pan-slawistische Romantik trugen das Ihrige dazu bei; und nicht minder trug die durch die habituelle Schwäche und Ungeschicklichkeit des deutschen Widerstandes genährte Begehrlichkeit der Slawen dazu bei, jeden noch so schüchternen Versuch einer Versteifung desselben als „Herausforderung” zu empfinden und mit Ausbrüchen von Wut und Haß darauf zu reagieren; allein es ist ja gerade für alles hysteroide seelische Geschehen besonders kennzeichnend, daß ihm ein instinktiver Respekt vor allem Ganzen eignet, dagegen eine instinktive, leicht zu krankhaftem Haß gesteigerte Respektlosigkeit vor allem, was halb ist. Mit der slawischen Seele ist darum nur auszukommen, indem man ihr entweder in allem restlos nachgibt oder in allem restlos entgegentritt (letzteres der tiefere philosophische Sinn der vielverlästerten, freilich etwas drastischen WorteMommsens), keinesfalls aber durch Kompromisse. Die unheilvolle Kompromißsucht des jeder klaren Lösung aus dem Wege gehenden verflossenen, leider, wiewohl fälschlich zu Lasten des Deutschtums gebuchten altösterreichischen Regimes war darum ganz ebenso eine unerschöpfliche Quelle eines ins Krankhafte gesteigerten Deutschenhasses in den so leicht hysteroid reagierenden slawischen Gemütern wie die doktrinäre, unpsychologische Halbheit der deutschen Abwehr gegenüber dem slawischen Ungestüm, eine Abwehr, die, zum Teil freilich durch die unverzeihliche Schuld der insgeheim deutschfeindlichen altösterreichischen Behörden, nirgends schlagkräftig auszuwirken vermochte, aber auch in ihrer schulmeisterlichen Anlage und Anwendungsweise allein schon einen meist verpfuschten Versuch mit psychologisch untauglichen Mitteln und meist ein unmögliches Kompromiß darstellte zwischen resigniertem Zurückweichen vor eingebildeten Hindernissen und eigensinnigem Beharren auf verlorenen Posten: Halbheiten über Halbheiten! Und nirgends die geschmeidige seelische Eutaxie echter Diplomatenart!

Aber auch dem modernen Deutschenhaß der Angelsachsen fehlt, so merkwürdig dies bei einem Menschenschläge von so kühl rechnerischem Verstände sein mag, keineswegs der pathologische Einschlag. Kenner Englands und Amerikas vermelden, daß sich im öffentlichen Leben auch der angelsächsischen Nationen in den letzten Jahrzehnten immer mehr und mehr ein hysteroider Einschlag — der ja auch unserer deutschen, einheimischen Dekadenz nicht gefehlt hat — geltend gemacht habe; ein Phänomen, dem eine gewisse, auf Wechselwirkung beruhende Beziehung zu dem gerade in angelsächsischen Landen sehr mächtigen Feminismus nicht abgesprochen werden kann; man erinnere sich nur an die Suffragetten und ihr Vorgehen. Überhaupt aber ist der bedeutende feminine Einfluß und Einschlag im gesellschaftlichen Leben weder in England noch in Nordamerika zu verkennen; das hat natürlich seine geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Gründe; über diese aber haben wir uns im Rahmen dieser Abhandlung nicht zu verbreiten, da ja unser Thema anderswohin zielt; es genügt für unsere Zwecke vielmehr, von dieser ja ziemlich gut bekannten Tatsache des stark dominierenden Feminismus in der angelsächsischen Gesellschaft einfach auszugehen. Feminismus und hysteroides Reagieren aber sind untrennbare Geschwister: wo Feminismus,
dort eine besondere Disposition zu derartigem hysteroiden Geschehen im Einzelfall wie im Gesellschaftlichen, im Einzelleben wie im Leben der Gesamtheit. Und so sehen wir denn, wie die ursprünglich kühler ökonomisch-politischer Erwägung entsprungene antideutsche Bewegung in England und Nordamerika darum, weil auch in diesen Ländern die Volksseele in den letzten Jahrzehnten einen feminin-hysteroiden Einschlag angenommen hatte — ich halte allerdings dafür, daß die Angelsachsen die Krise des Feminismus überwinden werden, — ein von pathologischen Zügen nicht freies seelisches Reagieren gezeitigt hat. Die Gesetze der Massenpsychologie aber haben es bewirkt, daß aus den vielen seelischen Einzelreaktionen in der heutigen demokratischen (um nicht zu sagen: demagogischen) Ära rapide ein seelisches Massenreagieren geworden ist. Daher kommt es, daß heute auch die große Menge der Angelsachsen von einer seelischen Epidemie besessen ist, daß gewisse bittere Vorkommnisse des Krieges in fanatischer Einseitigkeit verzerrt worden sind, daß die angelsächsische Volksseele heute erfüllt ist von der krankhaft überwertigen Idee, die Nachfahren Kants, Goethes, Beethovens seien „Hunnen”, seien „Ungeheuer”, seien „bar jeder Ehre” (Northcliffe), verdienten den Fluch des Himmels (Bischof Bury), müßten zum Heile der Menschheit samt und sonders, Männer, Frauen, Kinder gleich wildenBestien „ausgerottet” werden (Rudyard Kipling). So sprechen die Enkel Shakespeares zu den Enkeln Goethes … Es ist in diesem Zusammenhänge besonders bemerkenswert festzustellen, daß, wie manche Erscheinungen der Jüngstvergangenheit dartaten, unter den leitenden Volks- und Staatsmännern Englands und Amerikas, die sich als nüchtern denkende, verantwortliche und vorausschauende Einzelmenschen doch einen klareren Blick bewahrt haben, der Deutschenhaß bereits merklich „abzubauen” beginnt, indes die breiten Massen auch unter den Angelsachsen darin noch tief befangen sind und die Stunde der Erkenntnis für sie noch sehr lange nicht geschlagen haben wird. Auch wir Deutsche sind ja heute noch verblendet, auch wir erkennen noch nicht .den tieferen Sinn unserer politischen Sendung . . .

Des weiteren nun aber ein Wort über eine seltsame Art der Antipathie gegen das Deutschtum, die eines krankhaften, leicht paranoiden Einschlages nicht entbehrt, der Antipathie seitens einer Menschengruppe, die in ihrem östlichen Anteile größtenteils ein selbständiges Volk zu nennen, in ihrem westlichen zu einem wenn auch kleinen Bruchteile unzweifelhaft in einem fließenden Anpassungsprozeß an ihre Wirtsvölker mitten darin ist: ich meine die Antipathie gegen das Deutschtum seitens des Judentums (wobei ich mir, um es nochmals zu unterstreichen, vollauf bewußt bin, daß das westliche Judentum seelisch keine Einheit mehr darstellt und übrigens auch physisch langsam einschmilzt oder durch Taufe und fortschreitende Vermischung langsam von den Wirtsvölkern eingesogen wird). Ich nenne die Antipathie schon darum seltsam, weil — allerdings unter breitester Anwendung des Grundsatzes: mutatis mutandis — eine gewisse Schicksalsgemeinschaft zwischen Deutschtum und Judentum insoferne besteht, als beide auf dem weiten Erdenrund so ziemlich die verhaßtesten Menschentypen sind, als ferner — ungeachtet der ungeheuren physischen und seelischen Unterschiede — dem deutschen wie dem jüdischen Denken gemeinsam eine Neigung zu abstraktem Apriorismus eigen ist, freilich hier aus ganz anderen historischen und kulturgeschichtlichen Voraussetzungen entstanden, wie dort und auch der Art und den Zielen nach recht verschieden, doch immerhin da wie dort ähnlich genug, um eine eigenartige, namentlich auf literarischem und wissenschaftlichem Gebiete auffällige, auf eine gewisse Konvergenz hinweisende Symbiose zu bewirken, über die ein positives oder negatives Werturteil abzugeben — es ließen sich in diesem wie in jenem Sinne Argumente anführen — abseits von den Zielen dieser Abhandlung liegt, in der wir lediglich schlicht und nüchtern tatsächliche Gegebenheiten registrieren, um an diese anzuknüpfen. Tragen wir uns, woher der Deutschenhaß bei den Juden und woher dessen pathologischer Einschlag stamme, so wird die Antwort allerdings nicht schwer: er stammt aus Komponenten der deutschen wie solchen der jüdischen Art! Aus der deutschen, weil der unglückselige deutsche Doktrinarismus aus dem bei keinem Volke fehlenden Antisemitismus natürlich wieder eine jener Doktrinen geformt hat, deren in der Praxis barocke Konsequenzen, zumal im Gewände der deutschen exopsychischen Formlosigkeit, alle Welt heillos vor den Kopf stoßen; der brutale Pogromismus bei den slawischen Völkern, von den Tschechen bis zu den > Russen, hat darum bei den Juden keine grundsätzliche Feindschaft gegen den Volksgeist dieser ihrer blutigen Peiniger erzeugt, vergleichbar jenem der Zionisten gegen den deutschen Geist; denn dieser Pogromismus birgt in aller seiner‘ Entsetzlichkeit einen Zug psychologischer Natürlichkeit, ihm fehlt, wie überhaupt dem Antisemitismus der Slawen, der grundsätzliche, abstrahierende, doktrinär-unpsychologische Zug, wie er den in praxi meistens harmlosen deutschen Antisemitismus kennzeichnet, wie er aber gerade eben wegen seines aprioristischen Charakters so sehr verbitternd wirkt. Der Slawe schlägt mit der einen Hand, um mit der anderen zu streicheln, er löst das Judenproblem auf seine Weise rein fühlsmäßig und frei von jeder vorgefaßten Doktrin oder theoretischen Abstraktion sozusagen von Fall zu Fall; der Deutsche tut dem Juden faktisch nicht das geringste, er schlägt ihn weder physisch noch wirtschaftlich tot, aber er — „schneidet” ihn, nicht so sehr -etwa vom Herrenstandpunkte aus oder aus „ästhetischen” Gründen (es gibt ja auch einen von aufgeklärten Juden selbst stark gefühlten „ästhetischen” Antisemitismus), sondern aus „Prinzip”; und gerade das ist es, was die Menschen am tödlichsten verletzt und verbittert! Nun nehme man aber auf ¦der anderen Seite die auch im Unterbewußtsein vieler aufgeklärter Juden schlummernde Idee von der „Auserwähl t-heit” der Juden und die daraus sich ergebende, einmal von •Schnitzler fein angedeutete paranoide Disposition der jüdischen Mentalität: und man wird begreifen, daß und warum der Haß gegen die doktrinär umkleidete Geringschätzung, die deutscherseits so vielfach dem Judentum gegenüber nicht nur still, sondern in Wort und Schrift mit aller Offenherzigkeit zum Ausdrucke gebracht wird, in diesem einen schroffen Antagonismus gerade gegen den deutschen Volksgeist mehr als gegen andere, praktisch weitaus wirksamer antisemitische Nationen erweckt hat! Auch bei deutschsprechenden Juden! Bei den internationalen Beziehungen des Judentums namentlich im Schrifttum und Geldwesen hat diese Art Haß gegen das Deutschtum, der weite Kreise jenes beherrscht, gewiß keine ganz geringe Rolle in der Mechanik des Weltenhasses gegen das deutsche Volk gespielt!

Der Haß der Völker untereinander ist ein uraltes, im Daseinskämpfe der Geschöpfe wurzelndes Phänomen; es erklärt sich darum schon oberflächenpsychologisch eigentlich unschwer, wenngleich natürlich zuzugeben ist, daß auch das Eindringen in die seelischen Tiefensphären, in das Reich des
Unterbewußtseins, vieles einzelne erst so recht verständlich machen dürfte. Auch in den vorangegangenen Kapiteln sind wir ja um solche seelischen Tiefenrelationen, oft uralte, halb unterbewußten Engramme der Volkssele, von den Müttern den Kindern sozusagen schon in der Kinderstube übertragen, nicht herumgekommen, namentlich, wo vom Deutschenhasse der Slawen die Rede war. Natürlich ist nicht zu leugnen, daß — wenn auch vielleicht in weitem Abstande — ähnliches auch von dem Völkerhasse überhaupt gilt. Es hat denn auch bereits die durch Freud inaugurierte sogenannte psychoanalytische Richtung, der ich — trotz vielfacher grundsätzlicher und fast noch mehr praktischer Gegnerschaft — ein sehr großes Verdienst um die Wiederbelebung und in vielen Belangen auch Neuerforschung der Tiefenpsychologie nicht absprechen möchte, bereits zu dem Problem des Völkerhasses Stellung genommen (wenn ich nicht irre, war es A. Adler, der sich hiezu geäußert hat).

Wir dürfen jedenfalls aussprechen, daß, wie ja auch gar nicht anders zu erwarten, die allgemeinen Erscheinungen des Völkerhasses auch in den Erscheinungen des Deutschenhasses hindurchschlagen. Es gilt dies sowohl für das Gebiet des öffentlichen wie für jenes des gesellschaftlichen und privaten Lebens. Wo immer gegnerische Völker aufeinandertreffen, im Frieden wie im Kriege, ertönen Haßgesänge und bilden sie das Leitmotiv für das Tun und Lassen und oft genug auch für das geistige und literarische Schaffen der einzelnen wie ganzer Gesellschaftsgruppen innerhalb der Völker, soferne sie sich nicht frei halten von nationalem Chauvinismus.

In dieser letzteren Hinsicht sticht freilich bereits ein sehr wesentlicher Unterschied in die Augen zwischen dem Völjrer-haß im allgemeinen und jenem der anderen Völker wider das Deutschtum. Wenn Polen und Russen, wenn Griechen und Türken, wenn Südslawen und Italiener, wenn Rumänen und Madjaren, wenn Irländer und Engländer einander, sei es auch noch so leidenschaftlich, noch so blutig, noch so grausam befehden, so handelt es sich doch so gut wie immer nur um Fehden, deren Ursprung im Grunde rein politischer oder wirtschaftlicher Natur ist, um Fehden, denen der Stachel in der Tiefe der Seele wurzelnden Hasses von Mensch zu Mensch, wenn überhaupt, meist nur in geringer Stärke eignet. Aber seltsam: gerade gegen uns Deutsche, deren Nationalhaß gegen andere, soweit es einen solchen überhaupt gab, stets nur eine ephemere Erscheinung war, niemals aber ein Attribut der Volksseele gewesen ist — wie etwa bei den Tschechen, deren wichtigstes seelisches Lebenselement, ohne das ihre Volksseele gar nicht mehr gedacht werden könnte, der Deutschenhaß bildet — und vor allem niemals rein persönliche Beziehungen von Mensch zu Mensch vergiftet hat, gegen uns, deren Nationalgefühl ein zum Glück nun endlich beständig und unauslöschlich gewordenes, aber doch nur ein bescheidenes Flämmchen ist und kein lodernder Feuerbrand, gegen uns richtet sich der zumal bei den Galliern vielfach zur Fratze boshaften Wahnsinns verzerrte Haß der anderen mit einer wütenden, auch alles rein Menschliche vergiftenden und verheerenden Vehemenz, die man zunächst wohl nur verstehen kann, wenn man das in den vorangegangenen Ausführungen Dargelegte in allen Punkten im Auge behält.

Allerdings ist doch auch noch einiges hinzuzusagen. Man erinnere sich dessen, was ich vorhin „politischen Transitivismus” genannt habe. Transitivismus ist ein Wort, ein Begriff, den ich aus der Psychiatrie herübernahm: wir Psychiater nennen so im Sinne unseres großen Meisters Wernicke die Eigentümlichkeit gewisser Geistesgestörter, nicht so sehr sich selbst als vielmehr andere Personen ihres Gesichtskreises für geistesgestört zu halten. Der Transitivismus ist aber über das Bereich der eigentlichen Psychopathologie hinaus ein sehr gewöhnliches Phänomen seelischen Geschehens, er beschränkt sich nicht nur auf die Alternative „Krank” oder „Gesund”, er findet sich auch im normalen Seelenleben und noch mehr in jenem Seelenleben, welches an der Grenze ist zwischen Normal und Abnormal (namentlich im hysterischen Seelenleben), insbesondere auch im Seelenleben der Massen, denn die Massenpsychologie mit ihrer steten seelischen Epidemisierungsbereitschaft nähert sich bereits auf ein gutes Stück dem Reiche seelischer Krankheit. Massenpsychologie ist denn auch, zumal bei gegebener hysteroider Disposition, der üppigste Nährboden jener Form des Transitivismus, die ich die „politische” nenne und die darin besteht, daß im Gehirne einzelner oder der Massen ein großenteils unterbewußter seelischer Prozeß sich vollzieht, dessen Ergebnis ist, daß Eigentümlichkeiten der eigenen Seele, natürlich — den bekannten Wunschtraumgesetzen gemäß — vor allem üble Eigenschaften der eigenen Seele und Volks

seele in die Seele und in die Volksseele der anderen, zumal der — Gegner hineinprojiziert werden.

Wir begreifen jetzt wieder um ein Stück mehr die Psychologie eines Großteiles der Greuelgeschichten, von denen gewiß das Allermeiste auf dem Boden phantastischer (und agitatorisch gewollter! Davon wird noch die Rede sein) Lüge erwachsen ist: man hat in der aufgepeitschten Phantasie den Gegner so handeln lassen, wie man es selber — vielleicht nicht getan — aber im Wunschtraum sich vorgestellt hat; dafür zeugen zumal französische und belgische — leider aber auch einzelne,angelsächsische! — Soldatenbriefe, die in der „ gelben” Presse mit breitem Behagen veröffentlicht worden sind; und auch mancher feindliche Amts- und Heeresbefehl! Es sei nur erinnert an die vielfach vom ersten Kriegstage an — also lange bevor noch von deutschen „Grausamkeiten” die Rede sein konnte — unerhört brutale Behandlung eines Großteiles der deutschen und österreichisch-ungarischen Zivilpersonen (darunter Frauen und Kinder) im feindlichen Auslande, Dinge, die dokumentarisch feststehen! Es sei ferner erinnert an das satte Behagen, mit dem — leider, dreimal leider! — ein Teil der englischen (!!) Presse es ausgemalt hat, wie Gurkhas und Sikhs (Farbige gegen Weiße, analphabetische „Natives” gegen das Volk Goethes, Kants und Beethovens . . .!) in Deutschland „Ordnung” machen und die Deutsehen „zu Paaren treiben” würden! Es sei erinnert an die berüchtigten „Nettoyeurs”, welche den antezipativen (!) Befehl hatten, wehrlose deutsche Verwundete (!) niederzumetzeln! Lauter Dinge, die objektiv feststehen! Von den in der Geschichte der neuzeitlichen Menschheit wohl einzig dastehenden systematischen Martern, denen so viele Kriegsgefangene deutscher Nationalität im zaristischen Rußland, später seitens der slawischen Legionäre (die einmal 15 deutschösterreichische Ärzte — !! — ohne jeden Grund niederknallten) und seitens anderer Feinde ausgesetzt waren, gar nicht zu sprechen. Alle diese Dinge tun uns dar, daß, wenn es bei uns Deutschen Übeltäter gab — und politische Übeltäter gab es bei uns sicherlich —, unsere Feinde auf einen Schelmen anderthalbe setzten, und daß in ihren Seelen unzweifelhaft der Haß gegen uns gewisse ausgesprochen sadistische Züge geoffenbart hat, und zwar von allem Anbeginn an. Es ist darum — wenn wir uns das vorhin Ausgeführte wieder ins Gedächtnis zurückrufen — mehr als wahrscheinlich, daß nicht wenige, verbale wie tätliche Äußerungen deutschenhasserischer Anschuldigungen wider uns, darunter wir schon vor dem Kriege — namentlich durch die Westslawen —, namentlich aber im Kriege zu leiden hatten, letzten Endes nichts anderes sind als halb unterbewußte transitivistische Umformungen sadistischen Fühlens und Denkens unserer Feinde selbst. Ein Prozeß, wie er der Psychologie des Alltags nicht fremd ist, hat sich hier in riesenhaftem Maßstabe ins Massenpsychologische und Völkerpsychologische umgesetzt. Woher kommt nun aber dieser „Sadismus” in den Seelen unserer Feinde? Bei den Galliern ist er vielleicht am ehesten als eine „primäre” seelische Eigenschaft des Nationalcharakters zu verstehen, dieser hat sich seit Julius Cäsars, Ammianus Marcellinus’ und — Voltaires Zeiten wenig geändert, hat stets bewirkt, daß Frankreich bald zu den Sternen sich erhob, bald tief im Blute watete; das gilt ja auch von der inneren französischen Geschichte: die Bartholomäusnacht, die große Revolution, die Pariser Kommune (neben den „Communards” sind unsere deutschen „Spartakisten” wahre Waisenknaben), alles Marksteine französischer Geschichte, umbrandet von einem Meer von Blut und Greueln…! Doch auch aus der Psychologie der Slawen ist das Phänomen ganz gut zu verstehen. Den Slawen eignet bekanntlich ursprünglich — wie kein objektiver Beurteiler der slawischen Volksseele bestreiten kaun und wie es neuerdings wieder von Hanslik hervorgehoben worden ist — eine unverkennbare Gutmütigkeit und Gutherzigkeit, die zwar bei engerer Berührung mit westlicher Kultur nicht selten erschreckend rasch ins Gegenteil umschlägt, jedenfalls aber einen primären Charakterzug der slawischen Seele darstellt. Nun hat aber auf dieser Volksseele unzweifelhaft durch Jahrhunderte ein deutscher Druck gelastet und hat „in ihr, bei ihrer labilen, affektiven Artung kein Wunder, unzweifelhaft Wandlungen gezeitigt; die nahe psychologische Verwandtschaft aller Kontraste aber hat es mit sich gebracht, daß diese Wandlungen solche bis zu ausgesprochener Bösartigkeit geworden sind, die Bösartigkeit dessen, der dem Drucke des wahren oder vermeintlichen Unterdrückers — und in den letzten Jahrzehnten war der „Druck” der Deutschen auf die Slawen nichts mehr denn eine krankhafte Idee — sich zu entwinden trachtet; eine Bösartigkeit, die um so größer ist, je ursprünglicher die seelische Friedfertigkeit des Unterdrückten war. Nun erinnere man sich aber an früher Ausgeführtes! Und man wird leicht verstehen, wie es kommt, daß der Deutschenhaß der Slawen, zumal der Westslawen, schon vor dem Kriege und noch mehr in und nach dem Kriege zu so scheußlichen Verzerrungen emporgewachsen ist, daß Lüge, Verdrehung, Betrug und selbst Mord zu den der slawischen Seele durchaus erlaubt scheinenden Mitteln gehörten und noch gehören, sobald sie im Kampfe gegen das Deutschtum als Waffe gelten, und daß nach dem bitteren Ausgang des Krieges die Slawen Blutorgien der Rachsucht an den unglücklichen, ihrer Gewalt ausgelieferten Deutschen gefeiert haben, wie sie nicht oft in der Geschichte zivilisierter Völker sich finden; einer Rachsucht, die selbst in den Reden offizieller slawischer Persönlichkeiten unverhohlen zutage trat; stellte doch der tschechische Priester (!) Zahradnik deutschen Kulturträgern mit triumphierender Geste den — Galgen in Aussicht! Dem Gedächtnis der Nachwelt erhalten zu bleiben verdient auch eine Szene, die aus dem untersteirischen Marburg berichtet worden ist: danach haben slowenische Priesteramtszöglinge (!) der jugoslawischen Soldateska jubelnden Beifall gespendet, als sie die zur Begrüßung einer amerikanischen Schiedsrichterkommission versammelten deutschen Bewohner dieser Stadt, darunter Frauen und Kinder meuchlings überfiel und unter ihr ein fürchterliches Blutbad anrichtete .. .

Wir haben gesehen, daß und warum diese psychologischen Kontraste keineswegs solche Widersprüche sind, als die sie sich dem Oberflächenblicke darstellen. Und also darf es uns auch nicht wundern, wenn der Deutschenhaß der Slawen, vorab der Polen, Tschechen und Slowenen in Gesinnungen und Handlungen sich ausdrückt, die jedes auf anderen Wegen faßliche Maß überschreiten. Alle die Lügen, Entstellungen, Verdrehungen, alle die zahllosen Angriffe, die dann hinterher mit dem Brustton der Überzeugung abgeleugnet wurden und werden, all das innerlich unwahre Klagen und Jammern über deutsche „Provokationen” oder deutsche „Bedrückungen” (die seit Jahrzehnten nur noch historische Reminiszenzen waren), all dieses Gebräu von Trug, Hinterlist, scheinheiliger Angeberei, von Unschuldsbeteuerungen und brutalen Gewalttaten, es sind Folgen der „zerbrochenen Sklavenkette”, einer Kette, an deren Zerbrechung übrigens — 1848! — die Deutschen selber am werktätigsten, aber, wie in allen Belangen, auch hiebei durchaus unpsychologisch vorgehend
mitgewirkt haben; denn bei uns Deutschen war und ist leider noch immer alles und jedes Tun Ausfluß aprioristischer Doktrin, und als ehrliche, aber schulmeisternde Doktrinäre, die alles in ihre Doktrinen pressen wollten, handelten wir auch an den Völkern, die wir selbst befreit haben; darum wissen sie uns für die Befreiung nicht nur keinen Dank, sondern die befreiende Tat erhöhte womöglich noch den Haß der von uns psychologisch „unverstandenen” Völker. Namentlich an den Slawen hat sich dies reichlich erwiesen. Deutsche haben das meiste getan, direkt und indirekt, um den auf den Slawen lastenden geistigen und politischen Druck zu lösen, aber sie sind dabei und nachher so schwunglos, so temperamentlos, so schulmeisterlich-pedantisch und auch schulmeisterlich-phrasenhaft zu Werke gegangen, so unfähig, die Seele des Slawen zu verstehen und zu „nehmen”, daß eben diese allem Doktrinären abholde und meilenferne, lebenswarm pulsierende slawische Seele nur noch viel mehr abgestoßen wurde und statt mit Dank dem Lehrer und Befreier auf ihre sicherlich minder charakterbeständige, menschlich, affektlogisch jedoch verstehbarere Art mit Undank quittiert hat. So erklärt sich auch die Tragik, die wir im Augenblicke durchleben: der unerhört brutale Undank der Polen gegen uns Deutsche, ohne deren Siege und Opfer sie das russische Joch — trotz aller „preußischen” Bedrängnisse doch ihren allergrößten Feind — niemals hätten abschütteln können! Aber die Entente, selbst die Moskowiter haben sieh besser auf die praktische Psychologie und deren Erfordernisse verstanden, sich ihr flinker und behender angepaßt als wir Deutsche mit unserem Gemisch von schulmeisternder Besserwisserei und sei es noch so wohlmeinender, aber für andere unerträglicherBevormundungstendenz und hinwiederum schwächlicher Unentschlossenheit und Nachgiebigkeit oder gar Blindheit in allem und für alles, was sich schulmeisterlich nicht erfassen und nicht lösen läßt; und das ist nun einmal das meiste!

Unter den Äußerungen des Deutschenhasses spielt bekanntlich der gegen uns schon lange vor dem Kriege immer wieder erhobene Vorwurf eine große Rolle, als seien wir eine „agres-sive” Nation, als sei unserseits von ehedem der Krieg, Krieg überhaupt systematisch vorbereitet worden, ja als sei Krieg und Kriegsvorbereitung dasUm und Auf unserer nationalen Seelenverfassung. Nun wird ganz gewiß kein verständiger und gerecht denkender Mensch leugnen wollen, daß es in deutschen Landen allüberall eine „Kriegspartei”, ja eine starke und mächtige Kriegspartei gegeben habe — ganz wie in Frankreich und England, in Italien und Rußland; und daß diese Kriegspartei auch eine recht laute, ausgiebige und keineswegs erfolglose Propaganda im Volke entfaltet habe — ganz wie in Frankreich und England, in Italien und Rußland; nur daß sie dabei ungeschickter, unpsychologischer und in rücksichtsloseren Formen aufgetreten ist und in der Heimat eine ebenso ungeschickte, unpsychologische und rücksichtslose Opposition gefunden hat, ist aus dem „privi-legium odiosum” deutscher Fehlerziehung, darüber ein trauriges Kapitel dieses Buches handelt, leicht erklärlich, erklärt aber allein schon ein Großteil der Wut des Auslandes gerade gegen die deutsche Kriegshetzerei; denn das Ausland war selbstverständlich weder taub noch blind, und gerade die plumpe, ungeschlachte, das Gold des Schweigens und das Silber der Rede niemals geschmeidig gegeneinander abtönende, kurz unpsychologische und nie auf die psychologische Auswirkung und Ausstrahlung jeder Einzelpbase des Meinungskampfes nach innen wie nach außen hin bedachte Art, wie in Deutschland Kriegsund Friedensparteiler miteinander geradeso schulmeisterlich herumgerauft haben, wie alles, was in Deutschland miteinander diskutiert, haben die nämliche, mit hohnvoller Verachtung gemischte Erbitterung bei den anderen Völkern gegen uns geweckt, wie sie im Gesellschaftsleben etwa gegen die zur un-rechten Zeit Lauten oder zur Unrechten Zeit Schweigenden, gegen die Ungeschickten überhaupt zu entstehen pflegt; denn Ungeschick wirkt an und für sich schon als „Störenfried”; und daran haben wir es — daß Gott erbarm — nur zu wenig fehlen lassen! Allein, es wäre Oberflächenpsychologie, zu glauben, daß diese Momente allein uns, das im Grunde seiner Seele doch friedlichste unter allen großen Völkern der Gegenwart, in den Geruch der Friedensfeindlichkeit gebracht hatten; die Ursache muß vielmehr, zum Teil wenigstens, noch um einiges tiefer gesucht werden, wie ich schon einmal an anderer Stelle ausgeführt habe; sie wurzelt nämlich nicht zum Letzten in einer eigenartigen Summationswirkung unserer gefährlichen geographischen Lage und unserer ausgezeichneten Organisationsfähigkeit der Seelen, einer unserer anerkannt hervorragendsten Eigenschaften; erwuchs nämlich aus der ersteren allein schon ein Zwang für Deutschland zu besonders erhöhter militäricher Wachsamkeit — von einem „Völkerbund” war ja noch nicht die Rede —, so bewirkte die letztere, daß unsere Volksseele, ganz insbesondere in den stürmisch bewegten Jahren vor dem Beginne des Weltkrieges, von dem Gedanken steter Bereitschaft zum Äußersten organisch durchgedrungen wurde, daß eine ernste, ruhige, planvoll gerüstete, innerlich stets bereite Entschlossenheit, Volkstum und Vaterland zu verteidigen — im äußersten Notfall mit den Waffen in der Hand zu verteidigen — sozusagen Gemeingut jedes Deutschen wurde. Da wir Deutsche aber leider keine praktischen Psychologen sind, wähnten wir alle anderen Nationen von unbedingtem Angriffs- und Vernichtungswillen wider uns erfüllt — in der Tat waren es höchstens die für sich allein ohnmächtigen Tschechen und im übrigen nicht einmal die breiten Massen der Franzosen und auch gewiß nicht die Angelsachsen, deren einzige Sorge war, daß wir ihnen nicht zur See und im Handel allzu nahe an den Leib rücken! —, während wir durch das, was wir in dem Belange für bare Münze hielten, nur geblufft werden sollten, um — da es auf direktem diplomatischen Wege nicht gelungen war — auf dem Wege eines indirekt geführten diplomatischen und Pressefeldzuges gefügig gemacht zu werden für den jedem Sehenden klar zutage liegenden Plan Englands, uns in Übersee bescheidener zu machen, aber als Landmacht und Gleichgewichtsfaktor in Europa, wenn wir uns damit beschieden, kompensatorisch eher Förderung angedeihen zu lassen. Wir aber starrten wie hypnotisiert nach Marokko und sahen nicht, was sich etwa in — Prag wider uns vorbereitete! Genug an dem! Wir haben uns schwer geirrt — heillose UnPsychologen, die wir nun einmal sind —, haben für „Provokation” genommen, was nur „Bluff” war, und haben in dem Sinne auch gehandelt. Vor allem haben wir aber eines vergessen: bei den anderen Völkern waren trotz ihres Hasses wider uns die Massen weder kriegslustig noch überhaupt kriegsbereit, ihre dafür umso skrupelloseren Kriegsparteien hatten erst Mühe und mußten zu einem gewaltigen Agitationsaufwand greifen, um dort die Kriegsströmung auf breitere nationale Grundlagen zu stellen; das konnte aber nur geschehen, indem man den bei der gegebenen Unterlage des Hasses wider uns doppelt begreiflichen Ingrimm der friedlichen und darum bös aus ihrer Seelenruhe aufgescheuchten Völker gegen die vorgeblich kriegslüsternen Deutschen noch mehr und sei es auch durch Lug und Trug aufpeitschte; gegen die Deutschen, deren verblüffende Angriffs- und Schlagbereitschaft aber wiederum keineswegs Ausfluß von Angriffslust, sondern lediglich durchdachterer seelischer Organisation gewesen ist, weil der Deutsche, wenn er sich einmal, sei es auch ungerne, zur Lösung eines Problems entschließt, es gleich ganz, gründlich und gewissenhaft tut: ein Vorzug der Schulmeisterlichkeit seiner Erziehung und der Musterschülerhaftigkeit, die ihre Frucht ist! Für den Deutschen war aber der Krieg einfach eine, sei es auch riesengroße „Aufgabe”, die ihm der ,oberste Schulherr”, der kategorische Imperativ der Pflicht zu weisen schien, eine Aufgabe, die seiner innersten Friedensbereitschaft hart und schwer ward, die er aber, da er, sei es auch zu Unrecht, ihre Erfüllung für unvermeidbar geboten hielt, mit jener strengen, pflichtbewußten, ja, sobald es einmal ernst geworden, arbeitsfreudigen Entschlossenheit auf sich nahm und schon vorher vorbereitete, wie er jede andere, ihm von den inneren Schulmeistern Erkenntnis und Gewissen (sie werden und wurden natürlich vielfach durch Personen verkörpert, wie Regierende, Parteiführer, Professoren etc.) vorgezeichnet scheinende Aufgabe auf sich nahm und nimmt und nach besten Kräften ihrer Lösung zuzuführen gewohnt ist; uns Deutschen erschien der Krieg die gebieterisch gewordene Lösung einer bitterschweren Aufgabe, davor es kein Entrinnen gab; etwa so wie es gilt, einen Seuchenherd zu assanieren. Also: wenn schon, denn schon gründlich und unverzagt! Sicher, wir haben uns schwer geirrt, aber wir haben geglaubt, uns nicht geirrt zu haben! Doch: für unsere Mentalität fehlt den anderen jedes Verständnis — wir wissen schon, warum —, sie sahen in dem, wie an jede schwere und harte Arbeit, so auch an diese entschlossen, ja mit Sang herantretenden und dank seiner planmäßigen inneren Organisation so viele Jahre erfolgreich vorarbeitenden Deutschen einen angriffslustigen Wüterich, bloß, weil er, im Grunde mindestens so friedlich wie sie selbst, innerlich besser gerüstet und organisiert war und sie sich darum meuchlings überrumpelt wähnten. Auch eine Frucht der bekannten krankhaften Ideen!

Es kann schon angesichts aller dieser und insonderheit der psychologischen und psychopathologischen Vorbedingungen, wie sie deutscherseits und seitens der anderen Völker gegeben sind, eigentlich nicht wundernehmen, wenn der Deutschenhaß solche Wellen geworfen hat, in Wort und Schrift und Tat. Dazu kommt nun aber als verschärfendes Moment die Art und Weise der Reaktion unserseits auf die Haßausbrüche der anderen. Auch da wieder hat uns die uns so tief im Genick sitzende Schulmeisterei geritten und aufs übelste beraten. Abwehr und Bekämpfung menschlichen Hasses erfordern praktische Psychologie und an dieser mangelt es uns an allen Ecken und Enden. Haß kann in mehrfacher Weise bekämpft werden: indem man ihn erwidert, gleich glühend, gleich temperamentvoll, Aug um Aug, Zahn um Zahn; indem man ihn zielbewußt, zweckbewußt und ostentativ ignoriert; oder indem man ihn geschickt pariert, unter Ausnützung aller Schwächen und Blößen des anderen. Keine dieser drei praktisch-psychologischen Methoden haben wir befolgt. Unsere Unpsychologie hat uns immer wieder vermocht, zu reden, wo wir schweigen sollten, zu schweigen, wo wir reden sollten, zu handeln, wo wir passiv bleiben sollten, untätig zuzusehen, wo aktives Zupacken des Augenblickes Forderung war. Wir haben in der Abwehr des Hasses und der Haßpropaganda nie nach den Mahnungen des Instinktes, des Geschickes, des Temperamentes gehandelt, wir haben uns wie bald lächelnde, bald strafende, bald wieder trockene und pedantische Schulmeisterseelen gegenüber ungebärdig scheinenden Schulkindern benommen und haben dabei vergessen, daß das, was wir für „Kinderei” der anderen nahmen und so zu nennen uns nicht entblödeten, blutiger Ernst natürlicher (nicht wie wir schulmeisterlich und schülerhaft verdrechselter) Temperamentsmenschen war, denen die gewisse sich überlegen dünkende Schulmeistermentalität mit ihrer gewohnheitsmäßigen, dünkelhaft anmutenden Temperamentlosigkeit nicht nur nicht der Gipfel menschlicher Hochkultur scheint, sondern in tiefster Seele zuwider ist. Genau wie unsere Schulmeisterlichkeit im Kulturvermitteln es war, die uns als Kulturträger und Kolonisatoren verhaßt gemacht hat. Wenn wir aber — Menschen, denen trotz aller schulmeisterlicher Geistesbindung nichts menschliches fremd ist — gelegentlich doch mit menschlicher, natürlicher Parade der Haßausbrüche hervorplatzten, dann wirkte dies, gerade weil man derlei von uns so wenig gewohnt war und weil solche Paraden — ungeübt, wie wir in allem Exo-psychischen sind — natürlich in der Regel recht ungeschickt geführt erschienen, nur noch verstärkend auf den Haß der anderen. Dem aber, was darin an pathologischen Motiven steckt, suchten wir allerdings gelegentlich mit ärztlichen Hilfs-mitteln beizukommen; aber es waren dann meist weit mehr jene des doktrinären ärztlichen Theoretikers als jene des im Leben für das Leben wirkenden ärztlichen Diplomaten.

Überhaupt brachte ja unsere Schulmeisterkultur eine gänzliche, fast hochmütige Vernachlässigung aller jener Mittel und — Mittelchen mit sich, die nun einmal unentbehrlich sind, wo es sich darum handelt, wirksame Propaganda zu machen oder feindlicher Propaganda wirksam zu begegnen. Solidität der Leistung allein ist kein Propagandamittel gegenüber den breiten Massen anderer Völker und konnte es um so weniger sein, je größer — aus schon bekannten Motiven — Nebenbuhlerschaft und Neid der anderen gegen diese Leistung sich erheben mußten; wollte man diesen Reaktionserscheinungen wirksam begegnen, so mußte man alles liebevoll kultivieren, was psychologisch die SeeleH anderer beeinflußt. Dafür aber fehlte uns und fehlt uns auch bis heute noch jeder Sinn . . . Soll man an das Kapitel Presse erinnern? Sicher, die deutsche Presse übertrifft jede andere an Gründlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Ehrbarkeit, aber leider auch an —psychologischem Ungeschick! Man vergleiche die propagandistischen Methoden etwa der „Times’’ oder des „Matin”, des „Corriere della Sera” oder der „Närodni Listy’’, man vergleiche das werbende, wirksame, berauschende, blendende psychologische Brillantfeuerwerk der Schreibweise aller dieser und ähnlicher Organe mit den oft fast gelehrten und fast tiefgründigen, aber schulmeisterlich trockenen, dozierenden, blutleeren Leitaufsätzen etwa in der „Vossischen Zeitung”, im „Berliner Tageblatt” oder in der „Kölnischen Zeitung’’, in der „Täglichen Rundschau” oder selbst in großen süddeutschen Blättern, etwa in den „Münchner Neuesten Nachrichten”; selbst die etwas temperamentvollere, gerne französische Allüren kopierende Wiener Presse ist zu trocken, zu wenig werbend im Tone nationaler Propaganda und Abwehr, verglichen etwa mit dem, was in Prag, in Laibach, in Krakau gedruckt wird. Wo aber deutsche Presseleute — und besonders gerne tun sie es untereinander, wir wissen ja, aus welchen eigenidolatrischen Neigungen heraus, die so grell abstechen gegen die eiserne nationale Disziplin der französischen oder englischen Presse . . . polemisch werden, da kommt nur zu oft ein durch doktrinären Apriorismus noch „geheiligter” Rüpelton oder ein bösartig schneidender Sarkasmus heraus, der, jedes ästhetischen Beiklanges entbehrend, geradezu aufreizend wirkt, den Feinden aber meist noch Material und Stichworte für ihre deutschenhasserische Propaganda liefert. Uns gebricht es eben nur zu sehr an nationaler (und zugleich von nationalem Verantwortlichkeitsgefühl sozusagen mit Selbstverständlichkeit durchdrungener) Pressekultur; dieser Mangel ist aber im Grunde nichts anderes als eine Folgeerscheinung jener hochnäsigen Verachtung, die unsere schulmeisterliche Mentalität, aus der auch unsere Zeitungsleute nicht herauskommen, so barock das auch klingt, allem entgegenbringt, was nicht sachlich durch sich selbst wirkt; also auch jeglicher echt pressemäßigen Propagandistik und der Psychologie ihrer Mittel. Wir denken heute mit Schaudern daran, mit welch unverantwortlicher Gleichgültigkeit, ja Ablehnung die deutsche Regierung sowohl wie die deutsche öffentliche Meinung Deutschlands der Forderung gegenüberstanden, dem deutschen Volke mit Hilfe einer psychologisch richtig fundierten Propaganda in der Inlands-wie in der Auslandspresse seinen ihm gebührenden Platz an der Sonne zu verschaffen; und wie dann — viel zu spät und mit den untauglichsten; ja mit gefährlich untauglichen Mitteln — das -Versäumte und zu spät als versäumt Erkannte nachzuholen versucht wurde; natürlich ohne Erfolg, ja geradezu mit dem Gegenteil eines Erfolges .. .! Es war das die nämliche Geschichte wie mit der „Verschwörertaktik”. Diese Verschwörertaktikmeisterten und meistern die Slawen, die Tschechen und Polen zumal, so vortrefflich und wissen sich damit die Sympathien der Welt zu sichern, weil sie bewußt und unbewußt die Psychologie des Unterdrücktseins mit allen ihren Finessen, dieses unfehlbare Mittel, Mitgefühl zu werben, in natürlicher Weise — dank ihrer auf der Grundlage des Temperaments aufgebauten nationalen Erziehung — in sich und für sich spielen lassen; wir Deutsche aber wachen in allem ängstlich darüber, in uns und vor anderen irgendwie wenigstens ein Restchen des Gesichtes von „Herrenmoral” zu wahren, und das ist eine schwache Seite in uns, denn „Herr” und „Verschwörer”, das verträgt sich nicht miteinander, das muß aufreizend wirken. Darum die ungeheuren Wutausbrüche, sobald deutscherseits auch nur ein Bruchteil von alledem an Heimlichkeiten und Konspirationen verübt wurde — lange vor dem Kriege so gut wie erst recht im Kriege —, was den „armen” Tschechen und den „armen” Polen offen oder mit wohlwollendem Augenzwinkern gerne verziehen wurde; indes es Deutschen nicht einmal — Deutsche verzeihen wollten . . . Darum sind ja Revolutionen in Deutschland — wenn nicht das Ausland half — in der Regel mißglückt, weil das deutsche Herrenbewußtsein sich wohl mit der Vorstellung des Soldatentodes verträgt, nicht aber so leicht mit jener des Märtyrertodes des Revolutionärs, dem der Makel des „Illegitimen’‘ anklebt. Aber dieser Mangel revolutionären Temperaments, dieses Sichanklammern an die Herrenmoral im Guten wie im minder Guten und an die Legitimität hat noch eine viel bösere Folge: wenn Millionen Lateiner oder Slawen unter Fremdherrschaft kämen, es verschlüge ihnen nichts, sie blieben eben als „Rebellen” weiter Lateiner oder Slawen und sorgten, daß dieser Rebellensinn sich forterbe bis zur Stunde der nationalen Befreiung; geraten aber Deutsche unter Fremdherrschaft, dann ist dank dem mangelnden Rebellensinn leider immer wieder Schlimmes zu befürchten . . .; denn Herrensinn rebelliert nicht, er protestiert allenfalls gemessen und feierlich, aber es zieht ihn am Ende doch immer wieder zu der Gemeinschaft der Herrschenden, seien es auch fremde Herrschende, weil er vor allem sich selbst behaupten will. Schulmeistersinn jedoch bosselt Programme und Resolutionen und streitet sich um den Punkt auf dem I ihres Wortlautes, wo jenseits aller gedrechselten „Richtlinien” nur Herzen und Münder in heimlichem und doch lebensvollem Instinkt den Weg zueinander finden müssen und können.

Das Ungeschick unserer Außenseele, dieses üble Gewächs unserer Schulmeisterkultur, ist es, welches unser nationales Schiff so hilflos, so steuerungslos dahintreiben läßt in den Strömungen der Völkerpsychologie wie in den Stürmen der Völkerpsychopathologie.

Es ist unter diesen Umständen recht verständlich, wie es kommt, daß gerade die internationale Presse eine der Hauptstützen und Hauptverbreiterinnen des Deutschenhasses geworden ist. Es ist dies zu verstehen aus dem Instinkt der Abwehr gegenüber einem seelischen System, zu dessen — im endo-psychischen Sinne genommen — Vorzügen, im exopsychischen Sinne verstanden jedoch Nachteilen die weitgehende Verachtung und Vernachlässigung der Ausdruckskultur gehört, von der die Pflege der Presse im Grunde einen Teil vorstellt. Instinktiv mußte es der Weltpresse aufdämmern, daß das Aufkommen und vollends der Sieg der auf Versachlichung des Denkens und Verinnerlichung des Fuhlens gerichteten, das Endopsychische pflegenden, das Exopsychische vernachlässigenden deutschen Kultur ihrem Wesen und Sinn abträglich sein müsse; und dieses instinktive Aufdämmern, diese instinktive, zunächst mehr passive Antipathie mußte sich mit Naturnotwendigkeit zu einer bewußten und aktiven Feindschaft aus-wachsen in dem Maße, als Deutschland alles tat, um sein System in allem und jedem, im Tun und Unterlassen, förmlich zu unterstreichen; und in dem Maße, als sie mit den anderen Zuflüssen des Deutschenhasses zu einem reißenden Strom sich vereinigte. Und nun übertrage man alle diese Unbewußtheiten und Bewußtheiten auf die spezifische Mentalität romanischer, slawischer und angelsächsischer Zeitungstechnik (die ja eine so ganz andere ist, als die schulmeisterlich aufgebaute deutsche), die — auch in anderen Dingen — von Gegebenheiten des Temperaments ausgeht, diese allerdings — eine Frucht alter exopsychischer Zivilisation — mit Meisterschaft beherrscht, halb bewußt und halb unbewußt dabei propagandistisch im Sinne der von ihr vertretenen Interessen sich auswirkend; ganz, wie wir dies bei so vielen, ich will nicht geradezu sagen hysterischen, aber doch hysteroiden Persönlichkeiten sehen; und sicherlich — wir wissen es bereits — haben viele der uns feindlichen Völker im Vergleiche zu uns nicht wenige hysteroide Charakterzüge an sich, wenngleich „hysteroid” und Hysterie im klinischen Sinne nicht ohne-weiters gleichgesetzt werden dürfen; aber es gibt da Übergänge, wie überall im Seelischen.

Sicherlich ist es die gegnerische Presse, die ungeheuer viel, ja das allermeiste beigetragen hat zur massensuggestiven Steigerung des Weltenhasses gegen das Deutschtum; Instinkt und bewußte Interessenwahrnehmung haben zusammengewirkt, um sie zu einer Phalanx wider uns zusammenzuschließen, ohne Rücksicht auf sonstige Gegensätze. Vor den schauderhaftesten Übertreibungen, Unwahrheiten, Entstellungen, Totschweigungen wurde dabei nicht zurückgeschreckt; allein derlei gehört nun einmal wenigstens bis zu einer gewissen Grenze zum Handwerkszeug der Presse; auch die ehrenhaftesten Pressemänner — selbst innerhalb der spezifisch deutschen Presseatmosphäre — sind der Ansicht, daß es ohne eine Spur Parteilichkeit in der Journalistik nicht gehe; Parteilichkeit aber begreift schon die Wurzel der Entstellungstendenz in sich; und damit erscheint all das Ungeheuerliche an Fabeln, was die Weltpresse gegen uns zusammen trug, lediglich als eine freilich ins Gigantische erhöhte quantitative Steigerung einer schon de norma sozialpsychologischen Gegebenheit.

Der Presse, diesem wichtigsten Ausdrucksmittel des Deutschenhasses, kam zu alldem noch Sukkurs von anderen Interessentengruppen, die ihr vielleicht nicht einmal durchgehends wohlgesinnt gegenüberstehen, im Kampfe gegen das Deutschtum aber mit ihr bewußt und unbewußt zusammengeführt wurden. Wir sprachen bereits von dem — angesichts einer gewissen Schicksalsähnlichkeit und einer freilich nur sehr äußerlichen Affinität der Denkgewohnheiten, der gemeinsamen Vorliebe zum Abstrahieren und zum Apriorismus fast seltsam anmutenden — Antagonismus zwischen deutscher und jüdischer Kultur; einem Gegensatz, der von hüben und von drüben her reichlich verbittert wurde, von hüben durch das Hervorkehren des „Herrenstandpunktes” und die doktrinärdogmatische, beleidigende Art des deutschen Antisemitismus, von drüben durch den traditionellen jüdischen Auserwählt-heits- und geistigen Überlegenheitswahn und die daraus und aus dem Ghetto geborene leicht paranoide (teils megalo-manisch, teils persekutorisch-paranoide) Fühls- und Denkrichtung. Nun ist bekanntlich das Judentum mit seinen, wenn auch vielfach überschätzten internationalen Zusammenhängen sowohl in der Weltjournalistik wie in der mit dieser bekanntlich in ziemlich engen Beziehungen stehenden Finanzwelt stark vertreten und einflußreich; und ebenso bestehen bekanntlich mancherlei Fäden zwischen gewissen international orientierten jüdischen Kreisen und der allerdings sehr einflußreichen Pariser Freimaurergruppe mit ihren verzweigten Beziehungen, einer Gruppe, die allerdings mehr eine Art traditionsgeheiligter Kliquenbrüdersehaft mit gewissen kommentmäßigen Satzungen und Tendenzen — per analogiam mag man an gewisse feudale Studentenkorps denken, um ein Vergleichsobjekt heranzuziehen — darstellen dürfte als eine Gott weiß wie teuflische Verschwörerkohorte, als die sie manche hinstellen. Sei dem wie immer, jedenfalls haben alle diese sozialen Energien mitgewirkt, um der jahrelangen, im Kriege ins Ungeheure gestiegenen deutschfeindlichen Presseagitation einen womöglich noch verstärkten Widerhall zu gewährleisten, und zwar gerade in jenen Schichten, deren Intelligenz und Kulturstufe sie eigentlich, selbst ungeachtet der durch gewisse Maßnahmen — Monopolisierung der Nachrichten, im Kriege Durchschneidung der Kabel — bedingten geistigen Abschnürung Deutschlands immun oder doch mindestens skeptisch hätte machen müssen gegenüber den Einwirkungen des internationalen deutschfeindlichen Pressefeldzuges. Wenn aber selbst in diesen der Massensuggestion doch minder zugänglichen Schichten jedes Gegenargument gegen die Deutschenhetze am Ende wirkungslos verhallte, dann ist dies wohl vor allem das Werk jener intellektuellen Kreise, die uns grundsätzlich antipathisch gesinnt sind, die darum selber nur das vermeintlich Böse an uns erkennen wollen und erkennen können, welche die unleugbaren Schattenseiten deutschen Wesens ins Maßlose übertreiben, für unsere Vorzüge aber blind sind und sein wollen; Kreise, die freilich dank der sorgsam gepflegten und glänzenden Dialektik jenes Milieus, darin sie wurzeln, und der Empfänglichkeit hiefür bei jenem Milieu, darin sie wirken, es meisterhaft zuwege brachten, den Deutschenhaß gewissermaßen zu rationalisieren. Einen gewaltigen Bundesgenossen fanden sie dabei in der puritanischangelsächsischen Mentalität, der aus uralter Tradition jede Energie als „verbrecherisch” und „gottlos” gilt, daher „esse delendam” erscheint, die ihre nach unerschütterlicher angelsächsischer Auffassung gottgewollte Interessensphäre kreuzt; Homer Lea hat das trocken, aber wirksam dargelegt; darum mußte ihr auch die Energie deutscher überseewirtschaftlicher, vor allem aber marinepolitischer Kraftentfaltung „ruchlos” erscheinen, um so mehr, als in diesem Belange deutscherseits in der Tat wider das ureigenste tiefere Interesse gefehlt worden ist. Und zu alldem kam noch die Furcht, dem behaglichen Leben des englischen Komforts und der romanischen Charme würde, in den Kreisen der Bourgeoisie wenigstens, das letzte Stündlein geschlagen haben, sobald das spartanisch harte System des Zucht- und Schulmeisters, „preußischer Militarismus” genannt, sobald dieses Evangelium der „Arbeit um der Arbeit willen” einen herrschenden Einfluß gewonnen hätte. So schloß sich der Ring der Antipathie auch der internationalen Intellektuelle gegen das Deutschtum, mochten in ihrer eigenen Mitte auch latente oder manifeste Gegensätze bestehen; in der Deutschenfurcht, im Deutschenhasse fanden sich aber alle zusammen, von der äußersten Linken bis zur — äußersten Rechten der Geister! Wieder aber erkennen wir, wie selbst im Agitatorischen psychologische und psychop atholo-gische Beweggründe ineinanderfließen!

Denn dieser Bund der Deutschfeinde, der von den Freimaurern bis zu den — Jesuiten hinüberreicht, er ist von einer fast barock scheinenden Paradoxie! Und doch ist er psychologisch erklärlich! Denn auch der intiernationale Klerikalismus mußte in einem Volke einen starken Widersacher erblicken, das nicht allein überwiegend protestantisch ist — die Angelsachsen sind es ja in noch viel weiterem Umfange und die von der Politik der Kirche begünstigten Jugoslawen großenteils orthodoxgriechisch —, sondern dessen ganze Mentalitätsein-stellung auch in den breitesten Kreisen seines katholischen Anteiles jener diplomatischen Geschmeidigkeit und Anpassungsfähigkeit des Geistes und des Gemütes entbehrt, wie sie die klerikale Politik traditionell erfordert. Daher das Sonderbare, daß die ultramontane Politik, wie sie vor allem im Jesuitismus sich verkörpert, ungeachtet der so sehr treuen Gefolgschaft, die ihr gerade der deutsche Katholizismus leistet, dennoch allüberall ziemlich ungescheut und unverblümt gegen das Deutschtum Stellung nimmt und seinen Bestand untergräbt, ja auch mit „ketzerischen” Nationen und Regierungen sich verbündet, sobald es sich um eine Zweckgemeinschaft zu gemeinsamer Bekämpfung des Deutschtums handelt; man beachte insbesondere, in welchem Ausmaße die ultramontane Politik den integralen Nationalismus, ja den Chauvinismus aller anderen Völker, auch solcher, die höchstens „halbkatholisch” sind (Jugoslawien!), begünstigt, während sie durch ihre politischen Organe das integrale Nationalitätsbewußtsein bei den ihr religiös Untertanen Deutschen untergräbt, indem sie — ein besonderer Beweis ihrer grundsätzlichen Deutschenfeindlichkeit — differenzierende, partikularistische Bestrebungen innerhalb des Deutschtums in der liebevollsten Weise begünstigt und unermüdlich bestrebt ist, den katholischen Volksteil Deutschlands, Bayern, Österreich, die Rheinlande gegen seinen evangelischen auszuspielen und so die deutsche Einheit zu zerstören; allerdings, Erfolg ist diesen zersetzenden Bestrebungen nicht beschieden, denn heute ist selbst in den Reihen des deutschen katholischen Klerus das deutsche Nationalgefühl und Zusammengehörigkeitsbewußtsein doch bereits ein seelisches Moment geworden, dessen Stimme sich nicht einfach zum Schweigen bringen läßt; ja es gibt katholische Priester, Gestalten wie Ottokar Kern stock oder Pater Drexel, die an nationalem Edelmut und nationalem Sinn den besten deutschen Männern in nichts nachgeben, und gewiß sind noch andere tausende römischer Priester deutscher Zunge, denen ein unentwegt deutsches Herz im Busen schlägt Allein, dies kann an der Tatsache nichts ändern, daß die ultramontane Politik und deren Drahtzieher zu den Schürern und Nutznießern des Deutschenhasses gehören und dem Arsenal des Weltenhasses gegen das Deutschtum viele der wirksamsten Waffen geliefert haben. Wieder aber erkennen wir, wie im tiefsten Grunde nicht das Luthertum, nicht die „Ketzerei” führender Köpfe, sondern der dem deutschen Volke eignende Mangel diplomatischer Einstellungsfähigkeit der Seelen, dergleichen die ultramontane Politik erfordert, es ist, der dem deutschen Volke als Volksgesamtheit auch diese Gegnerschaft eingetragen hat. Wäre der deutsche Katholizismus so diplomatisch, wie es der französische, der italienische, der slawische ist, wären seine deutschen Gegner bei aller Schärfe weniger aprioristisch und doktrinär, als sie es sind — kein tschechischer Hussit nimmt Anstand, mit einem . katholischen Tschechen auch geistig sich zu verbünden, sofern es ums nationale Ganze geht —, UDd wäre der deutsche Katholizismus selber weniger philosophisch als praktisch-psychologisch gerüstet: die Gegnerschaft bestünde nicht oder beiweitem nicht in dem Maße, wie sie besteht. So aber darf es denjenigen, der die psychologische Methodik der ultramontanen Propaganda kennt, ganz und gar nicht wundern, daß der Deutschenhaß schon seit langem auch religiöse Ausdrucksmittel gefunden hat; und die Priester der anderen Kirchen sind in der durch den Weltkrieg geschaffenen Atmosphäre seelischer Ansteckung dem Beispiele gefolgt.

Am seltsamsten vielleicht sind die Äußerungen des Deutschenhasses auf dem Gebiete des wissenschaftlichen Betriebes. Sicherlich, sie wurzeln zu einem nicht geringen Teile darin, daß schließlich und letztlich auch das sonst grundsätzlich vorurteilsfreie Denken des- Gelehrten der nationalen Umwelt, darin es wurzelt, unmöglich sich zu entziehen vermag. Wer vor dem Kriege internationale Beziehungen zu nichtdeutschen Pach-genossen unterhalten hat, weiß, wie mächtig zumal bei französischen und tschechischen Gelehrten die nationale Note auch durch das wissenschaftliche Wirken von je hindurchgeklungen hat, wie oft derlei nationale Beweggründe mitbestimmend waren für die Sympathie oder Antipathie gegenüber rein Wissenschaftlichen Richtungen und Bestrebungen, insonderheit solchen, deren Symbole die Namen deutscher Gelehrter waren. Der Weltkrieg hat aber diese Antipathien gegen den deutschen Geist, die deutsche Wissenschaft unter den Gelehrten der Feindesländer zu einer Heftigkeit anschwellen lassen, wie man sie vorher für unglaublich, für unmöglich gehalten hätte. Sehr möglich, daß vielfach ein gut Stück von hausbackenem Konkurrenzneid darin steckt, denn davon sind bekanntlich auch — und gerade! — Gelehrte nicht frei; sehr wahrscheinlich, daß die vielberufene Kundgebung deutscher Gelehrter zu Kriegsbeginn, deren Form in ihrer diplomatischen Ungeschicklichkeit, ihrer psychologischen Ahnungslosigkeit eben — echt deutsch war, als ein Funke gewirkt hat, der in ein offenes Pulverfaß fiel; und natürlich konnten sich auch Gelehrte nicht den Wirkungen epidemisierender psychischer Infektion entziehen, denn Menschen, Menschen sind wir alle, selbst wir Ärzte und Professoren, und wenn deutsche Arzte vorübergehend an die Brunnenverseuchungsexpeditionen französischer Ärzte geglaubt haben, darf es uns am Ende nicht wundern, wenn Berillon in Paris seine „wissenschaffliehe” Abhandlung über den „spezifischen Geruch der Deutschen” publiziert hat und wenn englische Gelehrte die Tatsache der Stammverwandtschaft und seelischen Wahlverwandtschaft zwischen Angelsachsen und Deutschen (zumal Norddeutschen) *wissenschaftlich” zu widerlegen versucht haben. Allein, in der Hauptsache gehen auch diese Äußerungen des Deutschenhasses zurück auf die Unfähigkeit der Deutschen, auch exopsychisch, auf dem Wege seelischer Ausdrucksmittel, deutschen Geist wirksam zur Geltung zu bringen. Ist es doch eine kaum bestreitbare, ja von vielen deutschen Gelehrten mit einem gewissen Stolz förmlich gerühmte Tatsache, daß deutsche Forschung, deutsche Wissenschaft auch nicht den allergeringsten Wert legt auf Schönheit, auf Geschmeidigkeit, auf psychologisch wirksames Werben im sprachlichen und schriftlichen Ausdruck; denn ist auch der Wahrheitsfanatismus ein Adelsprädikat der deutschen Gelehrsamkeit, so wirkt er durch seine im einzelnen so oft doktrinaristisch – eigensinnige Verzerrung auf andere Menschen, auch auf Gebildete, nur zu oft abstoßend, und durch die bewußte Verachtung aller äußeren Form, darin das Werben um Menschenseelen, um Menschensinne, um Menschenherzen sich bewegen muß, beraubt er sich selbst der Waffe, um sich in der Welt jenen ersten Platz zu erringen, der ihm gebührt. In der Gelehrtenwelt der anderen Nationen ist das aber ganz anders. Und daher das so häufige „Aneinander-Vorbeireden” deutscher und nichtdeutscher Gelehrter auf internationalen Kongressen, welches keineswegs einfach linguistische, sondern viel mehr noch psychologische Gründe hat. Kein Wunder also, wenn es zu einer wahren Seelengemeinschaft zwischen deutschen und nichtdeutschen Gelehrten nicht hat kommen wollen, wenn der Krieg das dünne Band äußerlicher Konvention zwischen hüben und drüben mit jähem Ruck zerrissen hat und auch aus den feindlichen Akademien unversöhnlicher Haß uns entgegenschlug wie aus Feindeslanden überhaupt.

Freilich, auch diesem Haß ist ein gutes Stück Verachtung beigemischt, und leider läßt sich nicht behaupten, daß sie ganz unverdient wäre. Denn die deutscherseits natürlich wieder recht schulmeisterlich doktrinär verzerrte Auslegung des Begriffes der „Internationalität” der Wissenschaft — international sind die Ergebnisse, ist die äußere wissenschaftliche Technik, national aber sind die Methoden des Anschauens, des Denkens und der Intention, also gerade die kostbarsten Antriebe des Forschertums! — brachte und bringt ein oft geradezu würdeloses Nach- und Hinterherlaufen deutscher Gelehrter gegenüber dem Auslande, auch dem feindlichen Auslande mit sich, welches nicht einmal im Kriege ganz aufgehört und knapp nach dem Waffenstillstände erneut eingesetzt hat; vielfach — noch schlimmer — steckte dahinter auch die unglückselige deutsche Eigenidolatrie, das eitle Sichetwaszugute-tun auf internationale „ Beziehungen” gegenüber dem konnatio-nalen Kollegen, der solche nicht hat. Wenn auf Anbiederungen, die aus solcher Verblendung oder — noch ärger — aus solchem verächtlichen Egoismus erfolgt sind, feiudlicherseits Fußtritte und Schmähungen antworteten, dann dürften wir den Feinden für solche verdiente Lektion eigentlich nur sehr dankbar sein. Vielleicht lernt die deutsche Geisteswelt denn doch noch einmal, ohne darum mit geschmacklosem Chauvinismus heimzuzahlen, ihre Würde gegenüber dem feindlichen Auslande, mit Einschluß seiner geistigen Vertreter, zu wahren. Wir haben und wir brauchen niemandem nachzulaufen, wir können warten, denn gerade die geistige Welt braucht uns, braucht den deutschen Geist und wird früher den Anschluß an ihn suchen, als die meisten ahnen; bis dahiu aber haben wir in ruhiger Würde und Entschlossenheit für uns zu arbeiten, und kommen
dann die anderen, dann dürfen wir unsere „Bedingungen” stellen; sie werden bei Gott kein „Versailles” sein, aber wirksame Abbitte für die uns deutschen Gelehrten, die wir geirrt, aber nicht gesündigt haben, angetanen Bosheiten und Gemeinheiten werden wir verlangen müssen, ehe wir die lernbegierigen Jünger aus allen Ländern der Erde in jenes Allerheiligste deutschen Geistes wieder einlassen, daraus sie ehedem so viel Saft und Kraft gezogen haben, davon aber nur wir allein den Schlüssel bewahren, den kein noch so niederträchtiger Zwangsvertrag uns mit Gewalt abtrotzen kann; denn es gibt keine Gewalt im Reiche der Geister, und kann mich das Gesetz zwingen, Pflichtkollegien zu halten, nie kann es mich zwingen, in meine eigentlichste geistige und Forscherwerkstatt solche einzulassen, die ich nicht mag; nur in diesen kleinsten Kreisen, in diesen oft gar nicht systemisierten engsten Seminarien wächst das Köstlichste deutschen Geistes, und da hinein sollte künftig kein Fremder mehr dringen, der nicht vorher Buße getan für das, was in dem einen Versailler Vertrag an uns gesündigt worden ist: und das ist riesenhaft viel mehr, als das deutsche Volk in den ganzen zweitausend Jahren seiner Geschichte, in denen es die Menschheit mit Wohltaten überhäuft hat, an Irrtümern — und es hat wohl oft genug geirrt, doch nie bewußt Verbrechen verübt— begangen hat.

Schon weniger wunderbar ist die Feindseligkeit, der Haß der fremden Künstler gegen uns. Denn im tiefsten Wesen der Kunst liegt die Subjektivität, liegt das Thymopsychische der Einzeln- wie der nationalen Seele, und da müssen die Gegensätze zwischen Nichtdeutsch und Deutsch scharf und schroff aufeinanderprallen; auch ist es weiter gar nicht wunderbar, wenn der Haß, wie er uns von dieser Seite her entgegenschlug, namentlich im Kriege groteske Formen angenommen hat, wenn ein Maeterlinck, ein Verhaeren, ein Rudyard Kipling, ein d’Annunzio (von den Franzosen gar nicht zu reden) sich zu Ausbrüchen des wildesten, blutrünstigsten Sadismus verstiegen haben. Gewisse Exaltiertheiten gehören ja nun einmal zur „poetischen Lizenz” der dem Pathologischen in vielem doch so nahen Künstlerseele. Freilich, die „Haßgesänge” unserer Künstler hielten sich allerschlimmstenfalls in sehr respektvollem Abstande von den Ungeheuerlichkeiten der Ausbrüche der uns feindlichen Künstlerwelt. Doch liegt dies einmal in der nationalen Charakterverschiedenheit begründet und dann daran, daß der Künstler naturgemäß dem Milieu, darin er lebt und wurzelt, sich kaum zu entziehen vermag; die Romain Rolland, Barbusse und Bernard Shaw sind Ausnahmserscheinungen, nach denen zu verallgemeinern man sich hüten sollte; und zwar besonders auf unserer Seite; denn ich behaupte, daß es unseren deutschen Künstlern — ganz wie unseren deutschen Gelehrten — vielfach an der seelischen Eutaxie in nationalen Belangen gebricht, daß sie nur zu oft steuerungslos hin- und hertorkeln oder daß unter ihnen unvermittelte Extreme nebeneinanderbestehen zwischen geschmacklos deutschtümelndem „furor teu-tonicus” und völkisch grenzenlos würdeloser, ja verhängnisvoller ästhetelnder Weltbürgerei. Beides aber macht uns geistige Führer des deutschen Volkes und durch uns unser ganzes Volk verachtet und verhaßt. Es wird unser Ziel sein müssen, jene ruhige, selbstverständliche Würde in nationalen Dingen zu finden, die mit richtigem Instinkte stets die vom Standpunkte des nationalen Interesses zweckmäßigste Haltung annimmt, die gleichweit entfernt ist von rüder nationalistischer Pöbelei wie von serviler Kosmopoliterei und Nachkriecherei, die niemanden beschimpft, aber noch weniger jemandem nachläuft, sondern — ihres inneren Wertes und ihrer Weltbedeutung sich bewußt — wartet, bis die anderen zu uns zurückfinden wollen, alsdann aber, ohne gerade engherzig und kleinlich zu sein, doch deutlich erkennen läßt, daß sie nichts von dem vergessen hat, was uns angetan worden ist. Es wäre schlimm, wenn wir die krankhafte Rachsucht manches unserer Feinde mechanisch kopieren wollten, aber es wäre noch schlimmer, wenn wir vergeßlich würden. Wir müssen vieles vergeben, denn auch uns wird von manchen manches zu vergeben sein; aber vergessen — nein, niemals!

Und nun noch ein Wort über jene bewußt-agitatorische Aufpeitschung deutschenhasserischer Instinkte, darin bedauerlicherweise die angelsächsische Presse den Weltrekord geschlagen hat, vor dem Kriege wie — in riesenhaftem Ausmaße — im Kriege; jene bewußte Agitation, die den Äußerungen und Ausbrüchen des Weltenhasses gegen das Deutschtum die charakteristischeste Signatur verliehen hat. Hier, wir dürfen es getrost sagen, hat bewußte Entstellung, hat bewußte Lüge Orgien gefeiert wie nirgendwo anders. Gewiß, es ist unbestreitbar, daß deutscherseits gröbliche Mißgriffe begangen worden sind, vor dem Kriege wie im Kriege. Tanger, Agadir, Zabern sind nur einige Namen, welche die grenzenlose Unpsychologie deutscher Politik im Innern wie nach außen hin kennzeichnen; und was an groben Fehlern im Kriege begangen worden ist, was für — milde ausgedrückt — Mißgriffe die Verletzung der Neutralität Belgiens, die Maßnahmen in Löwen, die Versenkung der Lusitania, die Erschießung einer Miß Cavell oder eines Kapitän Fryatt gewesen sind, das auszusprechen ist wohl heute traurige Überflüssigkeit. Nun jedoch kommt das große Aber: um wie vieles besser sind denn, seit es eine Geschichte gibt bis auf den heutigen Tag, unsere Herren Feinde verfahren? Allen Respekt vor Englands weltbeherrschender Psychologie, allein auf dem Weg zu Englands Größe sind Ströme von Blut und Tränen — der anderen geflossen, und mit der Neutralität dritter Staaten hat es England stets verdammt wenig genau genommen, wenn sie ihm gerade nicht paßte: vom Bombardement Kopenhagens durch die englische Flotte weiß doch jeder Schuljunge, und jeder Zeitungsleser erinnert sich noch mit Grauen der himmelschreienden Maßregeln englischer Heerführer gegen unschuldige Frauen und Kinder im Burenkriege, deren würdiges Seitenstück die in der Welt einzig dastehenden Grausamkeiten gegen die aufständischen Mahdisten in Nubien und die Fenier in Irland darstellen; wenn also englischerseits Klage geführt wird über deutsche Grausamkeit und schon gar über Roheit deutscher Kolonialsoldaten oder Kolonialbeamten, so weiß ich — bei aller hohen Einschätzung der vortrefflichen Eigenschaften des Angelsachsentums — dafür keinen anderen Ausdruck, als daß hier Zwecklügen vorliegen, um uns Deutsche vor der Welt schlecht zu machen; was ja den Angelsachsen, diesen Meistern der praktischen Psychologie im Guten, aber auch im Bösen, nur zu ausgiebig gelungen ist; so ausgiebig, daß sich kein Mensch auf der weiten Welt entrüstet hat über die zum Teil sogar aktenmäßig belegte Massenquälerei und Massenhinmordung wehrloser deutscher und österreichischer Kriegs- und Zivilgefangener im zarischen Rußland, in Serbien, im slawischen Legionenbereich und endlich in Frankreich, wo ein entfesselter Sadismus an diesen Unglücklichsten der Unglücklichen sich hemmungslos austoben durfte; und die Opfer waren lauter Kulturträger, lauter hochgebildete, hochwertige Kulturmenschen, Glieder des — auch nach dem Zeugnisse der Feinde — tapfersten, tüchtigsten und intelligentesten unter den großen Völkern unseres Kontinents, Volksgenossen der größten Dichter und Denker, Künstler und Gelehrten, die er hervorgebracht! Und doch hat man sie zu Hunderttausenden wie Sklaven, wie Lasttiere gequält, gepeinigt, mit kalter Berechnung und krankhafter Wollust zu Tode gemartert oder mit bewußter Absicht dem Hunger, der Kälte, dem Seuchentode ausgesetzt! Und hat mit wohlgezielter Grausamkeit Neger und Kalmücken und andere analphabetische Menschen tiefster Rassenstufe zu Aufsehern und Herren über sie gesetzt und ihnen erlaubt, ihre Peitsche auf den Rücken der Söhne eines großen Kulturvolkes niedersausen zu lassen! Und hat diesem Wüten nicht einmal Einhalt getan, als der Sieg über uns bereits entschieden war und tierische, rachsüchtige Wollust allein noch ein Interesse haben konnte, mit solcher Kulturschande noch weiter zu protzen! Krankhafte Wollust und — absichtliche Berechnung, denn im Plane unserer Feinde lag und liegt es ja, uns Deutsche, die Schulmeister der Welt, die uns zwar nie geliebt, aber unsere Lehrbegabung geschätzt und wohl zu nutzen verstanden hat, eben im Angesichte dieser Welt in den Staub zu treten, zu erniedrigen und zu entehren — die feindliche „gelbe” Presse hat das auch mit aller Business-Trockenheit zugegeben! —, auf daß unser Name verachtet bleibe für alle Zeiten gleich dem der Zigeuner und anderer Pariastämme, von denen manche ja auch edlen Blutes sind. Welch eine Schande, welch ein Armutszeugnis für unsere Feinde, daß sie sich anders als durch Lüge, Ehrabschneiderei und Totsöhweigetaktik vor dem deutschen Geiste nicht schützen zu können wähnen! Und welche Kurzsichtigkeit, ein Volk von unserem Range und unseren Energien aus der Yölkerfamilie ausstoßen, es deklassieren zu wollen, eine Kurzsichtigkeit, die sich noch einmal bitter an den Kurzsichtigen rächen wird! Es sei denn, daß die praktische Psychologie der Angelsachsen — mit den anderen ist weniger zu rechnen — doch noch einen Rückweg in die Bahnen wahrer Gerechtigkeit und wahrer Vernunft findet, ehe es zu spät ist . . . Gehen wir weiter; man wirft uns den Lusitaniafall (und noch eine Reihe anderer Fälle dieser Art) vor, und gewiß ist es furchtbar zu wissen, daß so viele Unschuldige, Frauen und Kinder darunter, dem Moloch, der unerbittlichen Grausamkeit des modernen Krieges geopfert wurden; allein wieder wird — ganz, typisch! — glattweg totgeschwiegen, daß derlei deutscherseits unleugbar verübten Übeltaten ganz und gar nichts anderes waren als — sei es auch in diesem Ausmaße dem Völkerrechte widersprechende — Repressivmaßnahmen wider die, wie selbst ein Wilson bezeugen mußte, nicht um ein Haar weniger völkerrechtswidrige Hungerblockade gegen uns, der ungezählte Hunderttausende schuldloser Frauen und Kinder zum Opfer gefallen sind und die — darin liegt die ganz besondere Schlechtigkeit — die ganze folgende Generation des deutschen Volkes gesundheitlich ruiniert hat, sogar die Ungeborenen für den Krieg ihrer Erzeuger entgelten läßt…! Eine schon fast an den bethlehemitischen Kindermord erinnernde Niederträchtigkeit, deren sich die Northcliffe-Presse auch noch zu rühmen die Stirne gehabt hat! Die englische Sprache hat dafür ein Wort, welches, in den Sprachgebrauch der Psychiatrie übergegangen, für derlei auch die einzige Entschuldigung abgibt, das Wort: moral insanity! Verbrecher lügen, wie jeder Kriminalist weiß, mit Vorliebe und oft mit Meisterschaft, und besonders gerne lügen sie anderen, die nichts oder doch weniger als sie verbrochen haben, ein Verbrechen an. Weiter: die Justi-fikation der Miß Cavell ist unzweifelhaft ein unsagbar trauriges Vergehen gewesen, und es mag wenig Deutsche gegeben haben, die darin etwas anderes erblickten als — gelinde gesagt — eine ungeheure Roheit; allein haargenau die gleiche Roheit haben — nur in vermehrtem Ausmaße — die Franzosen begangen, welche gleich drei Frauen (Winter, Pfaadt, Mata Hari) wegen politischer Vergehen niederknallen ließen, nicht zu reden von allen den Scheußlichkeiten, die deutsche Frauen und Mädchen von der feindlichen Soldateska, von Kalmücken und Baschkiren in Ostpreußen, von farbigen französischen Kolonialsoldaten im besetzten Westdeutschland haben erdulden müssen, wie uns berichtet worden ist. Aber merkwürdig: darüber ist kein angelsächsischer Puritaner entrüstet, trotzdem sie alle, von Grey bis Lloyd George, von Wilson bis Roosevelt immer wieder hoch und heilig beteuert haben, sie führten beileibe nicht mit dem deutschen Volke Krieg, sondern nur mit dessen bösen Generälen und Staatslenkern. Ich wäre jedem aufrichtig dankbar, der imstande wäre, mir einwandfrei zu beweisen, daß diese Art „Moral mit doppeltem Boden” auch Moral im allgemeinsten Wortsinne sei; vielleicht ist die Northcliffe-Presse, die ja sozusagen den Generalstab in dem literarischen Feldzuge gegen uns beigestellt hat, imstande, diesen Beweis zu führen und darzulegen, daß es wirklich „im Interesse der Menschheit” war und ist, uns Deutsche als Teufel und unsere Feinde als Engel hinzustellen. Ich meine freilich, die Weltgeschichte wird einmal ein ganz, ganz anderes Urteil fällen und es wird nicht zu unseren Ungunsten ausfallen, auch wenn die Macht und Größe unserer deutschen Nation bis dahin in jenes Grab gesunken wäre, das ihr verblendeter Haß zu bereiten sich anschickt und aus dem die Epigonen mindestens ihrer heutigen angelsächsischen Feinde sie dann am liebsten mit Fingernägeln würden herauskratzen wollen! Noch nie hat Lüge auf die Dauer den Boden abgegeben, auf dem -segensreiche Frucht gedeihen könnte.

Denn Lügen und wieder Lügen, seien es auch zum Teil krankhafte Lügen, das waren die Hauptwaffen unserer Feinde, damit sie uns zugrunde gerichtet haben, Waffen, stärker als alle ihre Millionenheere, stärker als alle ihre Geschütze, stärker als die Abertausende ihrer Tanks. Dieser ganze Krieg war ja im Grunde nichts als das Produkt eines Lügensystems! Eines Systems, das unsere unleugbaren, rückhaltlos zuzugebenden Mängel und Fehler mit skrupellos-brutaler Schonungslosigkeit ausgenützt hat, eines Systems, das uns von Fall zu Fall stolpern ließ, eines Systems, das, statt in großherziger, wahrhaft säkularer Voraussicht uns Deutsche, die wir in der Kunst der Politik nur große Schulknaben waren, auf den rechten Weg zu führen, durch nichtswürdige Hetzerei, durch geflissentliche Aufbauschung unserer gewiß groben psychologischen Mängel und politischen Fehler uns vollends kopfscheu machte und schließlich bewirkt hat, daß wir gleich einem scheu und wild gewordenen Elefanten in den Porzellanladen des Weltfriedens hineintrampelten! Es ist nicht auszudenken, wie ganz anders es gekommen wäre, wenn die Angelsachsen, auf den von höherer Warte her gesehen nur zu ephemeren Vorteil der Niederringung des deutschen Konkurrenten verzichtend, eines Tages ganz klipp und klar und ohne Verklausulierung zu dem Deutschen also gesprochen hätten: „Du Deutscher, du bist eintüchtiger Kerl, das muß man dir lassen, und deine Tüchtigkeit kann dir, uns und damit der Welt noch, weit nützlicher werden als sie es heute schon ist, wenn du mit deinen Energien haushalten, wenn du mit uns gehen und dich nicht in gewagte Unternehmungen gegen uns einlassen willst, die deine gewiß nicht geringe Kraft übersteigen; da es aber leider den Anschein hat, daß du Dummheiten vorhabest, erklären wir dir hiemit klipp und klar: entweder gehst du mit uns, und dann sollst du unser -Bruder, sei es auch unser jüngerer Bruder sein und als solcher den gebüh-* renden Teil haben in und an dieser Welt; oder du willst gegen uns gehen, dann, wir sagen es dir mit aller nur wünschenswerten Offenheit, werden wir dich als einen Abtrünnigen der nordischen Völkerfamilie behandeln und zerschmettern; entscheide dich darum ohne Umschweife mit Ja oder Nein binnen 24 Stunden; ein Wenn oder Aber gibt es nicht, wir können nur Blutsbrüder oder Todfeinde sein, nichts Drittes!” Solch’ eine Apostrophe wäre drastisch, wäre brutal, aber sie wäre männlicher, wäre menschlicher gewesen als das grausame Versteokspiel, als das Gemengsel scheinheiliger Phrasen und gewissenloser Verlogenheit, welches angelsächsischerseits schon Jahre vor dem Kriegsausbrüche und gar erst in den letzten verhängnisvollen Tagen vor ihm aufgeboten wurde, um gleicherweise uns kirre zu machen und die anderen gegen uns aufzuhetzen. Warum hat England mit uns nicht so eindeutig gesprochen wie mit Frankreich in Faschoda? Es wäre besser gewesen für uns — und, das wird sich noch traurig erweisen, für die angelsächsische Welt! So aber hat es England vorgezogen, seine Sach’ auf das System der Lüge zu stellen und den größten und blutigsten — Pyrrhussieg davonzutragen, den die Weltgeschichte kennt! Denn — es wird zu oft vergessen! — dieser ganze, unfaßbar ungeheuerliche Lügenfeldzug gegen uns war für den Kriegsfall vorbereitet, vorbereitet bis in die kleinste Einzelheit schon zu einer Zeit, da es noch keine NeutralitätsVerletzung, keinen Lusitania-fall, keine „Greuel” geben konnte, weil noch tiefster Friede war. Hat man denn schon an das famose Werk eines französischen Militärschriftstellers — Civrieux — vergessen, das, alle geistigen Ausschreitungen der alldeutschen Schriftgelehrten hinter sich lassend, schon vor Jahren die moralische Mobilisation der Welt gegen Deutschland als ein besonders wirksames Kriegsmittel der so allmählich alle Völker gegen Deutschland aufbietenden Entente angekündigt hat? Vergessen, wie die Pariser Boulevardblätter dieses prophetische Werk lanciert haben? Und vergessen, wie zahlreich die Fäden waren und sind, die schon lange vor dem Kriege den Northcliffe-Konzern und die französische Boulevardpresse untereinander und mit den maßgebenden Finanzmännern und Politikern der Entente verbanden? Man sieht, wie bis ins einzelne vorbereitet die literarische Mobilisierung des Lügenfeldzuges gegen uns gewesen ist, und nicht unsere geringste historische Schuld war ‚ es, daß wir wähnten, mit Bürger- und Soldatentugend auf die Dauer den Waffen aus jenem Arsenal gewachsen zu sein, welches da — Psychologie heißt . . . Wie zahlreich aber sind die Fäden, welche hinüber- und herüberleiten von der Psychologie der gesunden zur Pathologie der kranken Seele! Und wie geschickt wurden sie von geschmeidigen Händen geknotet!

Solange wir Deutsche nicht die Richtlinien praktischer Psychologie und sie allein zu Richtlinien unseres politischen Denkens, Tuns und Lassens annehmen werden, im Innern wie nach außen hin — und mit der Erziehung dazu muß in der Kinderstube begonnen werden, denn das ist wichtiger als alle schulmäßige Weisheit —, solange haben wir mit allen unseren Tugenden nicht die geringste Aussicht, eine „große Nation” zu werden.
Zukunftsausblicke.

Wenden wir in der Einleitung zu dem letzten Abschnitte dieses Buches unseren Blick nochmals nach rückwärts: und stellen wir also fest, daß der Haß gegen das deutsche Volk, wie kein anderer Völkerhaß, aus so sehr zahlreichen Quellen gespeist worden ist und noch gespeist wird, daß in Wirklichkeit sein Anwachsen zu einer solchen Sintflut, wie wir sie schaudernd miterleben, kein Wunder genannt werden kann. Diese Flut war es, welche zur Trägerin der furchtbaren Armada einer uns feindlichen Welt geworden ist, diese Flut, deren Wellen das zweite Deutschland unter sich begraben haben, wie die napoleonischen Heereszüge das erste Deutschland zertraten. Wieder stehen wir Deutsche an einer Wende nicht nur unserer Geschichte, vielleicht an einer entscheidenden Wende, so entscheidend wie die Übergangsjahre, die von • der endgültigen Vernichtung Ostroms durch die Türken bis zur Reformation dauerten, und von der wir die neuere Zeit zu datieren pflegen. Wir müssen uns selbst an dieser Zeiten Wende mit aller Offenheit die bittere Wahrheit
eingestehen, daß das deutsche Volk mehr als einen Krieg, daß es eine Geschichtsepoche verloren habe.

Yon Grund auf wird das dritte Deutschland, dessen Umrisse aus den zerstörenden Wassern, von einem Nebel von Not und Elend verhüllt, vor unseren kummervollen Blicken auftauchen, aufzubauen haben; und vor allem wird es, sollen nicht neue Sturmfluten des Völkerhasses das mühsam werdende Werk nationaler Wiederaufrichtung endgültig vernichten, sorgen müssen, daß vom ersten Tage an gegen diese Fluten wirksame Dämme und Wehren gebaut werden, an denen der Haß zerschellt, die es vielmehr ermöglichen, Neuland zu poldern und unserem Volke jene Stellung in der Völkerfamilie zu erringen, die ihm von Rechts wegen gebührt.

Diese Arbeit wird schwer sein, vielleicht von einer Schwere, welche die leiblichen und moralischen Kräfte unserer physisch daniedergedrückten und moralisch maßlos verbitterten Generation übersteigt; unlösbar aber ist sie keineswegs; und darum scheint es mir Gewissenspflicht, auch davon zu sprechen, auf die Gefahr hin, daß meine Zeitgenossen mich darob mit Steinen bewerfen und daß erst ein kommendes Geschlecht, wenn einst die Blätter dieses Buches zu Staub zerfallen sein werden, die Wege einschlagen wird, die ich darin weise.

Um diese Wege zu gehen, dazu bedarf es zunächst einer beherzten, resoluten Umkehr zu jenen Kreuzungspunkten, von denen aus die Wanderung auf verhängnisvoll falscher Spur begonnen hatte. Es bedarf einer völligen Neuorientierung unserer Geister, unserer Gemüter, im Innern wie nach außen hin. Wir haben die ernste Pflicht, die gesamte kulturelle und politische Entwicklung des deutschen Volkes in den letzten Jahrzehnten, ja in den letzten hundert Jahren zu durchmustern, nach dem Guten, vor allem aber nach den Fehlerquellen darin zu suchen, die so verhängnisvoll, so unheimlich reißend zu Sturzbächen angeschwollen sind.

Nach dem früher Dargelegten ist es nicht schwer zu erraten, wo meiner Meinung nach die entscheidenden Fehler unserer inneren seelischen Orientierung zu suchen sind. Einmal in der entsetzlichen Eigenschaft und in dem verderblichen Kult der Eigenidolatrie! Davon muß der Deutsche zuvörderst lassen, er muß lernen, sich als soziales Wesen zu fühlen und sein Denken darauf umzustellen, als Glied der sozialen Gemeinschaft des deutschen Volksganzen, denn nur aus diesem Quell allein kann wahrhaftes, menschlich echtes, nie erlöschendes Nationalgefühl in stetem, mächtigem und wärmendem Strahl hervorsprudeln und jedes einzelnen Deutschen Seele durchdringen von der Wiege bis zum Grabe. Lassen müssen wir aber auch von jenem Korrektiv unserer Eigenidolatrie, das uns, zumal es sie letzten Endes geradezu verstärkt hat, zum zweiten Verhängnis geworden ist: von der Verschulmeisterung! Wir Deutsche haben die Wahl: entweder wir bleiben pedantisch gezüchtete, sorgsam studierte, formell stylisierte, alle anderen seelischen Außenwerte verachtende Musterschüler wie bisher, wir bleiben damit den Menschen anderer Volkszugehörigkeit im Reiche geistiger und schaffender Arbeit grundsätzlich überlegen, aber wir bleiben damit ganz wie bisher auch weiterhin so hoffnungslos und so tödlich gehaßt, wie der schmucklos und rücksichtslos musterhafte Musterschüler und Musterarbeiter, der in der Arbeit an sich sein Um und Auf sieht, immer und überall verhaßt bleibt, ungeachtet aller seiner sachlichen Verdienste; und wir laufen Gefahr, daß unsere Feinde nunmehr, auf unsere „UnVerbesserlichkeit” sich berufend und darauf hinweisend, daß die deutsche Kultur nicht romanische Anmut, nicht angelsächsisches Behagen, sondern nur immer wieder Schweiß und Schweißgeruch bedeute und verbreite, zum letzen, für immer zerschmetternden Schlage gegen unser gefährdetes Dasein ausholen. Unzweifelhaft, sie würden, wenn sie uns zerbrächen, letzten Endes ihr eigenes Rückgrat zerbrechen, denn die Welt kann heute nicht mehr auf die Dauer bestehen ohne deutsche Tatkraft und Tüchtigkeit und diese wiederum bedarf eines starken, machtvollen deutschen Mutterlandes als Nährboden; allein Erkenntnis ist für sich allein ohnmächtig gegen eine Welle von Gefühlsenergien, Gefühlswerte sind es, die die öffentliche Meinung der Welt tragen, und diese öffentliche Meinung wird nie aufhören, sich gegen den „Schulmeister” und seinen „Musterschüler” aufzulehnen, gegen das, was sie im tiefsten und eigentlichsten Sinne, wenn auch halb unbewußt, unter „preußischem Militarismus” versteht; die öffentliche Meinung der Welt sagt sich, daß Paris ihr anmutige Lebensformen und berauschende Worte, daß London ihr praktische Daseinshygiene und Sinn für komfortable Behaglichkeiten geschenkt habe und noch weiter schenke, indes ihr Ohr von Berlin her immer nur das Klatschen der Peitsche zu vernehmen glaubt, die rücksichtslos und unerbittlich antreibt zum Schaffen und wiederum zum Schaffen, schonungslos den Kult der Schönheit, der Behaglich-lichkeit, der Ungebundenheit, der Beschaulichkeit als kindisch, als rückständig, ja als sündhaft verpönend; und ein Grauen befällt diese öffentliche Meinung bei dem Gedanken, der Geist Berlins könnte triumphieren über den Geist Paris’, über den Geist Londons, sein scharfer Schweißgeruch sich über eine Welt ausbreiten, deren Nüstern nach Houbigant und Atkin-son dürsten. Hinc illae lacrimae . . .

Keineswegs will ich ausschließen, daß der Ernst der herauf kommenden sozialistischen Welt eine gewisse Umwertung auch dieser Werte mit sich bringen wird, wiewohl ich bezweifle, daß er dem Kult jener naiven Freuden des Lebens den Garaus wird machen können, ohne den sich die Menschenherzen auf die Dauer nicht beherrschen lassen, Freuden, die durch Paris und London symbolisiert werden, nicht durch Berlin. Es wird dem Sozialismus da wohl so gehen wie einst der christlichen Kirche, die, zur Herrschaft gelangt, sich an der Herrschaft nur erhalten konnte, indem sie die bodenständigen und eingewurzelten heidnischen Kulte christianisierte; und so wird wohl auch der Sozialismus die Welt aller der „bourgeoisen” Ideen und Gefühle nicht zertreten können, er wird sie in der Form „sozialisieren”, aber er wird sie in der Sache wohl oder übel herübernehmen müssen, um bestehen zu können; denn diese Ideenwelt ist nicht von heute und nicht von gestern, sie ist nicht proletarisch, nicht bürgerlich, nicht feudal, sie ist ganz einfach ein Stück praktischer Psychologie, sie ist menschlich, sie war, seit es Menschenherzen und Menschengeister gab und wird sein, solange es solche geben wird; die Form, in der diese Ideen leben werden, wird sich ändern, wie sie sich geändert hat, da die heidnische zur christlichen Welt sich wandelte; aber der Inhalt wird bleiben. Und darum behält das alles, was ich hier ausführe, auch heute, an der Schwelle des sozialistischen Zeitalters, seinen Geltungswert.

Das Kind mit dem Bade auszugießen, ist, zumal, wenn es bewußt geschieht, mehr als ein Versehen, es ist ein Verbrechen, Und so wäre es — mögen auch Verräter, Kopfscheue oder Desperados in unserer Mitte mit billigen Trugschlüssen politische Marktschreierei treiben — wohl das größte Verbrechen an der deutschen Nation und, ich sage es kühn, darüber hinaus an der Menschheit, wollten wir Deutsche, erbost über den preußischen Schulmeister und über den Jammer, den er uns eingebrockt, zu einem Harakiri schreiten; wollten wir, wie es übel Beratene und übel Beratende unter uns predigen, den preußischen Ismael in die Wüste hinausstoßen, ihn der Vertschechung und Verpolung preisgeben, um „zu retten, was zu retten ist”, um aus dem, was uns im Westen und Süden noch geblieben, ein neues, sei es auch kleineres Deutschland aufzubauen; ein Deutschland, das dann nichts mehr wäre als ein verewigter Rheinbund, abhängig von den Gnaden der anderen nicht nur, sondern auch ohnmächtig, je wieder ein großes und starkes Volk zu werden, dessen die Welt bedürfen wird! Wir mögen über das Preußentum denken, wie wir wollen, und die meisten von uns denken, daß das preußische System politisch erledigt sei: aber ein Deutschland ohne Preußen ist und bleibt ein Rumpf! Wir müssen Preußen haben, Preußen braucht uns, aber wir brauchen auch Preußen, und ein Deutscher, der anders denkt, ist ein Tor oder ein Lump! Preußen aus Deutschland hinausstoßen wäre nichts anderes als etwa die Lombardei aus Italiens, als Lothringen aus Frankreichs, als Schottland aus Großbritanniens Leib herausschneiden! Auch da gab es ja ursprünglich Gegensätze, nicht unverwandt jenen, die das Preußentum vom übrigen Deutschtum sonderten, auch in Italien ist der Lombarde, in Frankreich- der Lothringer, in Großbritannien der Schotte aus mancher Ursache, die der Antipathie gegen die Preußen innerhalb Deutschlands nicht gänzlich fernsteht, durch Jahrzehnte, ja durch Jahrhunderte nicht eben allzu beliebt gewesen und ist es auch heute noch keineswegs überall! Aber innerhalb dieser anderen großen Nationen sind diese partikularen Strömungen zu deren Heil überwunden worden, haben auch schwere äußere Krisen der auch dort schwer errungenen nationalen Einheit keinen Abbruch mehr zu tun vermocht. Und so sollten auch wir Deutsche uns wahrlich schämen, daß es unter uns — wenn auch zum Glück nur noch wenige — Tröpfe oder Hallunken gibt, für welche die nationale Einheit nicht den selbstverständlichen Ausgangspunkt aller Gegenwarts- und Zukunftsgedanken abgibt.

Und eines darf darüber hinaus nie, niemals vergessen werden: die „preußische” Epoche deutscher Geschichte, das „preußische” Jahrhundert derselben, sie haben — trotz ihres katastrophalen Endes — in der Seele unseres Volkes tiefe Spuren zurückgelassen, sie haben Keime darein gepflanzt, die auch segensreiche Frucht getragen haben und, künftig richtig gezogen, dereinst noch weit köstlichere Früchte tragen werden! Die „preußische” Periode, die das deutsche Volk hinter sich hat, sie, die nach glänzendem Aufstieg nun ihre furchtbare Götterdämmerung gefunden, war unzweifelhaft ein notwendiges Durchgangsstadium, durch das unsere Nation hindurch gemußt, weil anders der selbstmörderische Dualismus nicht zu überwinden gewesen wäre, weil anders die Einigung der Hauptmasse des deutschen Volkes nicht zu erreichen, weil aber vor allem dessen organisierte innere Ertüchtigung nicht zu erzielen gewesen wäre; eine Ertüchtigung und Organisation, deren Formen und Ziele wir sehr einschneidend werden ändern, deren Wesen wir uns aber bewahren müssen, denn sie allein ist es, die unseren Bestand, unsere Zukunft, unsere Mission im Interesse der Menschheit verbürgt! Deutsche Arbeit! Ihre Kraft, ihren Wert, ihren inneren Adel erkannt, alle die planlos verpuffenden oder sich gar kreuzenden Energien in einheitliche, fruchtbare Bahnen gelenkt und in dem deutschen Volke den inneren, sittlichen Antrieb zu planvoll zusammengefaßtem Wirken und Schaffen mächtig aufgepeitscht zu haben, daß er in Not und Qual selbst nicht mehr erlöschen kann, daß er zum Stern geworden ist, der uns aus tiefster Nacht zum hellen Licht wiederum emporleiten wird, das war und bleibt das historische Verdienst Preußens, des „Preußentums”, des „preußischen” Schulmeisters, des „preußischen” Militarismus! Uns Nachfahren, die wir das Erbe der „preußischen” Periode Deutschlands übernommen haben, erwächst eine andere, erwächst eine Aufgabe, die nicht minder integral, ja integraler noch aufs Ganze der Nation gerichtet sein muß — denn wir so lange draußen gebliebenen Deutschösterreicher wollen künftig mit den Preußen und allen anderen Deutschen vereint Anteil haben am Wiederaufbau des deutschen Volkes und der deutschen Kultur —, ja die darüber hinaus der Menschheit dienen soll: die Aufgabe, dem inneren Adel deutscher Arbeit, dessen herbe Sprödigkeit der Norden und Nordosten gezüchtet haben, den äußeren Adel deutscher Schönheit zu vermählen, die in den Gefilden des Westens und des Südens uns entgegenlacht; wir wollen, daß aus solch erlauchter Paarung ein neues Geschlecht erwachse, ein Geschlecht unsterblicher Größe, dergleichen die Welt noch nicht gesehen, ein Geschlecht, das in der Welt dereinst nicht nur Achtung vor deutscher Kraft erringen, sondern auch Liebe ernten möge zu deutscher Herrlichkeit! Ein Geschlecht, das auf den Ruinen des Deutschenhasses ein neues Leben der Völkerfreundschaft für uns erblühen lassen wird! Ein Geschlecht, gerüstet mit allen Mitteln, die Belange unseres völkischen Seins, unserer völkischen Kraft, unserer völkischen Zukunft organisch und harmonisch einzuflechten in die Belange des Wohles und des Aufwärtsstrebens der ganzen gesitteten Menschheit, die uns braucht, wie wir sie brauchen.

Und darum ist es ein Gebot der Pflicht, daß wir die Preußen nicht aus unserer Mitte stoßen, ja daß wir sie recht fest bei unserer Stange halten; aber nicht minder ist es ein Gebot, daß wir den Schwerpunkt deutschen Lebens, den inneren wie den äußeren Schwerpunkt, dorthin verlegen, wohin er gehört; daß West und Süd, wo feinere, schönere Geistigkeit wächst, fortab die Führung deutschen Lebens, deutscher Staatskunst übernehmen und Preußen mit seiner Kraft sich willig füge und unterordne unter die Oberleitung freieren, gefälligeren deutschen Menschentums! Das ist nicht Undankbarkeit, denn Undankbarkeit kann man es nicht nennen, wenn eines Volkes nationales Interesse die Verrückung seines Schwerpunktes erheischt! Das nationale Ganze über dem Einzelstamm! Was für Bayern recht war, muß auch für Preußen billig sein! Preußen hat uns vieles gegeben, aber die Grenzen dessen, was es uns geben konnte, hat die gewollte und gezüchtete Beschränktheit seiner Psychologie vorgezeichnet, und daraus die Folgerungen zu ziehen, ist heute nicht minder nationale Pflicht, wie es 1866 und 1870 des Südens nationale Pflicht war, die Jahrhunderte hindurch ausgeübte nationale Hegemonie an Preußen abzugeben. Nicht von Preußen kann Deutschlands nationale Wiedergeburt kommen: sie .kann nur kommen vom Süden und vom Westen, nur dort gedeihen die Keime, aus denen der Baum jener Freundschaft der gesitteten Kulturwelt erwachsen kann, ohne die es keine Zukunft für uns gibt; und Preußen, welches an Deutschlands Wiedergeburt teilnehmen muß — weil es sonst kein Deutschland wäre —, muß sich fortab nach Süd und West orientieren, muß seelisch umlernen, wie der Süden und der Westen von 1866 ab seelisch umgelernt haben; in der harmonischen Einordnung preußischer Kraft in des Westens und Südens unsterbliche Anmut und Schönheit, die getragen sein müssen von jener, ihr aber nicht dienstbar sein dürfen, liegt unseres Volkes Zukunft!

Darum also: ehren wir den „Schulmeister” und sein Werk, pflegen wir es weiter in uns, bauen wir es aus, aber — verschönern und veredeln, vermenschlichen wir es! Formen wir einen edlen, schönen deutschen Lebensstil, wie ihn die Welt von uns erwartet und wie sie ihn braucht! Stellen wir ihn nicht London, nicht Paris, nicht Rom entgegen, stellen wir ihn neben sie, mitten in sie hinein, werben wir menschlich, als Menschen für ihn! Geben wir uns selbst nicht auf, halten wir im Gegenteil in Treue fest am Deutschtum, ja vertiefen wir die Innigkeit unseres Festhaltens an Sprache und Art, an Volkstum und Kultur noch mehr, weit mehr als wir es bisher taten, und bekennen wir noch weit, weit entschiedener, als wir es bislang taten, nach innen wie nach außen hin, daß wir Deutsche sind und bleiben und daß wir unser Vaterland bis zum äußersten Grenzpfeiler hin deutsch erhalten wollen in alle Ewigkeit; seien wir aber ehrlich bemüht, unser deutsches Leben und Streben in seinem Inhalte so gut wie in seinen Formen harmonisch einzuordnen in den Mensehheitsgedanken, in Menschheitsziele, gleichwie es nicht nur Angelsachsen und Lateiner, nein, wie es sogar manches Slavenvolk, die Tschechen voran, zu tun gewußt haben! Welch machtvoller innerer Antrieb, welch gewaltiger äußerer Aufschwung wäre uns beschieden, wenn wir, deren die Weltkultur so wenig entraten kann, daß sie ohne uns ihren sichersten Halt verlöre, es auch verstehen wollten, nicht keifend und streitend und dozierend, nicht hier täppisch auftrumpfend und dort würdelos winselnd, nicht heute schwächlichen kosmopolitischen Idolen nachjagend und morgen kraftmeierisch teutonischen Furor prästierend, nein in harmonischer innerer und äußerer Geschlossenheit und Wohlabgewogenheit als vollbewußte und selbstbewußte Deutsche und doch zugleich als Menschen wie die anderen, denen nichts Menschliches fremd ist, um unseren Platz in der Völkergemeinschaft zu werben!

Nichts wahrhaft Deutsches brauchte darob verloren zu gehen, im Gegenteil, gerade als fühlende, als psychologisch natürlich gezogene Menschen würden wir ja recht eigentlich erst so selbstverständlich national, wie es andere Völker sind, und verschwände aus unseren Seelen der von falscher Schulmeister-lichkeit gezüchtete doktrinäre Irrglaube und der in ihm wurzelnde schmerzliche Zwiespalt zwischen „national” und „weltbürgerlich”, der Kampf zwischen dem“ einen und dem anderen Pflichtenkreise, der in dieser Gestalt so fast spezifisch deutsch ist und unserem Volkstum fortwährend die fürchterlichsten Wunden schlägt; denn menschlich, psychologisch im praktischen, im unverbildeten Sinn gerüstet sein bedeutet ein ganz selbstverständliches Nationalfühlen und Nationalsein, ein Nationalsein, welches ungezwungen aus sich selbst heraus ein untrennbarer Teil der Persönlichkeit wird und gerade eben darum selbst in gelegentlicheren heftigen Ausbrüchen, weil natürlich, nicht abstoßend wirkt; wenn aber unser deutscher Nationalismus so oft abstößt, ist es nicht nur, weil er sich grell von dem habituellen Phlegma abhebt, das wir in nationalen Dingen bekunden — auch der Angelsachse ist durch und durch Nationalist und doch „Phlegmatiker” dabei—, sondern weil unser Nationalismus ganz wie unser Internationalismus und wie überhaupt jeglicher „ismus” bei uns dank unserer schulmeisterlichen Verbildung gleich immer so ekelhaft doktrinäre und geschmacklos auftrumpfende Formen annimmt und dadurch nach innen wie nach außen unpsychologisch, unästhetisch, unnatürlich, kurz abstoßend wirkt.

Darum muß fürs erste unsere Losung sein: los von der Schulmeisterei! Dem Schulmeister das rein und nur Fachliche, das bleibe ihm als sein Reich Vorbehalten, darin möge er uns als Muster weiterhin voranleuchten, auf daß wir weiter die vorbildlich tüchtigen Fachleute im Kreise der Nationen bleiben wie bisher! Allein jenseits des Schulzimmers, der Werkstatt, des Laboratoriums schweige der Schulmeister, da gelte für ihn: Hände weg! Denn da dehnt sich, von der Wiege bis zum Grabe, von der Kinderstube bis zur öffentlichen Tribüne der praktischen Seelenkunde unermeßlich Reich!

Der inneren Anderseinstellung aber muß, wollen wir als große Nation Wiedererstehen und weiterleben, notgedrungen auch eine äußere Umorientierung die Hand reichen. Und hier rühre ich wohl an die Wunde, die in jedem deutschen Herzen am schmerzlichsten von allen brennt! Es ist ungeheuer schwer und furchtbar hart, aber doch notwendig, sich heute, post tot discrimina rerum, sagen zu müssen, das deutsche Volk habe den furchtbarsten aller Kriege verloren und verlieren müssen, weil es ihn vor allem seelisch mit falscher Front gekämpft habe! Wenn ich mir heute manches Wort wieder ins Gedächtnis zurückrufe, welches angelsächsischerseits im Laufe des Krieges gesprochen worden ist, dann will es mir scheinen, daß hinter der Hülle des sprichwörtlichen britischen Egoismus denn doch — unbewußt natürlich — ein tieferer Sinn wohne; denn allerdings glaube ich so wenig wie ein anderer Deutscher, daß ein englischer Staatsmann, ein Angelsachse überhaupt, auch nur fähig wäre, irgend ein Ding auf dieser Welt, ob unpolitisch oder politisch, anders zu sehen als durch die Brille angelsächsischen Vorteils; und doch: wenn Balfour einmal sagte, die Deutschen würden die Bewunderung der Welt erregen, wenn sie für eine bessere Sache kämpften, liegt darin ein tieferer Sinn, als der Sprecher dieser Worte ahnen mochte! Das Angelsachsentum ist im Besitz einer so überwältigend praktischen lebensbejahenden Seelenkundlichkeit, daß man unwillkürlich, ein bekanntes Wort umkehrend, sich sagen darf: qui mange de Fanglosaxon, en vit! Wer in den Kreis des angelsächsischen Schwungrades hineingerät und sich demselben nicht entgegenstemmt, sondern seine Energien ihm gleichrichtet und beigesellt, der hat im Sinne der eigenen Lebensbejahung sich orientiert und hat seinen Platz an der Sonne gewählt! Man wird mich — hat man das früher Ausgeführte gelesen — gewiß nicht mißverstehen, gewiß nicht argwöhnen, ich sei einer von den Anbetern angelsächsischer Kultur, deren geistige und sittliche Unzulänglichkeiten in England selbst herbe Tadler gefunden haben; und am allerwenigsten bete ich die angelsächsische Politik gegenüber uns Deutschen an, die ich mehr als mörderisch, die ich — im Sinne höherer Menschheitskultur, deren vornehmste äußere Vorkämpfer die Angelsachsen doch zu sein den Glauben haben — geradezu selbstmörderisch nennen muß und deren Folgen sich —nicht heute, nicht morgen, vielleicht aber in fernen Tagen — an den Angelsachsen selber aufs bitterste werden rächen müssen; und darum waren auch mir und sind mir auch heute noch die Stimmungen des Lissauerschen Haßgesanges nicht fremd, nicht weil ich die Angelsachsen hasse, sondern weil ich an den unersetzlichen Verlust hochwertiger Kulturmenschen denken muß, an die Millionen deuts.cher Männer, Frauen und Kinder, die an der Front und im Hinterlande elend umkommen mußten, da England die von uns Deutschen begangenen, zum Teil gewiß sehr schweren Verfehlungen — den Anfang hat die den nordisch-germanischen Solidaritätsgedanken der Zukunft verleugnende kurzsichtig-ehrgeizige Einstellung unserer Außenpolitik gemacht und von da ab torkelten wir blindwütig ins Unheil hinein — skrupellos ausgenützt hat, um uns zu Krüppeln zu schlagen, statt uns beizeiten durch wirksame, aber minder grausame Mittel auf die richtige Bahn zu zwingen; darum hat England weit ärger noch gefehlt als wir, und seine Verfehlungen wiegen umso schwerer, als es die größere Erfahrung, die praktischere Psychologie und die weitaus gewaltigere Macht auf seiner Seite hatte und wissen mußte, daß es über andere Mittel verfüge, um Deutschland auf den rechten Weg zu führen, als es dieser Krieg und diese Grausamkeiten gewesen sind. Aber — das liegt hinter uns und müßig wäre es, zu rechten über Vergangenes, _denn wir alle haben schließlich an unseren Verirrungen und deren Folgen zu tragen. Prüfen wir vielmehr, so unbefangen es geht, sine ira et Studio, die Möglichkeiten künftiger Entwicklungen.

Und da möchte ich sagen: es sei das wichtigste, daß Deutschland nach schmerzensreicher Irrfahrt zurückkehre zu den Wurzeln seiner Kraft! Sie liegen kulturell nicht im Materiellen, sondern im Geistigen, das will viel sagen, wir Deutsche seien nicht so sehr da, der Welt Händler und Handlungsreisende -zu liefern, unsere Mission sei vielmehr, vor-anzuleuchfcen auf dem Gebiete der Kunst, der Wissenschaft und Erziehung, der Technik und selbst der Industrie, die ja angewandte Technik ist, und nicht zuletzt der sozialisierenden Umgestaltung der menschlichen Arbeit, nicht aber auf dem des Zwischenhandels, zu dem dem einzelnen Deutschen natürlich der Weg jederzeit offen stehen muß, der aber zum Lebensberufe einer von Natur aus seelisch und geographisch so, wie wir es sind, aufgebauten Nation nicht taugt, weil er nicht nur unsere eigene Seele in ein Mißverhältnis bringt zu unseren besten Anlagen, sondern weil er, ephemeren Vorteilen zu Trotz, mit tödlicher Sicherheit Konflikte schaffen muß, denen wir nur gewachsen wären, wenn es uns gelänge, unsere Wohnsitze zu verändern, etwa mit Großbritannien den Platz zu tauschen. Darum aber müssen wir auch politisch dorthin wieder zurück, woher wir gekommen sind, das will sagen: wir dürfen nicht auf dem Meere, wir müssen auf dem Lande unsere politische Zukunft suchen! Darum werden unser Hamburg, unser Bremen nicht zu leiden brauchen, so wenig Rotterdam und Antwerpen gelitten haben, weil keine Panzerriesen sie beschirmten; allein der Schwerpunkt des spezifischesten aller Landvölker, des deutschen, durfte nie und nimmer exzentrisch auf die hohe See verlegt werden. Das war nicht nur unpsychologisch, das war geradezu unphysikalisch, und darum mußte das künstlich gefügte Gebäude trotz aller Wunder an Tüchtigkeit und Tapferkeit, die es gezimmert und die es verteidigt hatten, Zusammenstürzen. Die Wahnidee, von der zu Lande offenen Stadt Berlin aus über Ozeane hinüber in Bagdad und Marokko dreinreden zu wollen, mußte Schiffbruch leiden. Nein, Deutschland kann» nur zu Lande sein oder es wird nicht sein! Das heißt natürlich nicht, daß es grundsätzlich gegen andere sein soll, im Gegenteil, mit ihnen soll es sein, wenn sie es ermöglichen, denn gerade auch zu Lande ist unsere Lage bedenklich genug, heute noch mehr denn je zuvor. Aber sein müssen wir, und auf dem Boden müssen wir sein, wo die deutsche Zunge klingt und Deutsche als Deutsche sich fühlen; was unser ist, muß unser sein und bleiben, und sofern es uns vorenthalten ist, wieder werden: nicht weniger — und nicht mehr.

Mit wem wir sein sollen? Fürs erste und vor allem intentional: mit der ganzen gesitteten Menschheit! Wir müssen zunächst einmal — und die Abschüttelung der Schulmeisterei an und in uns wird uns das erleichtern — als Nation zu einer für einander menschlich fühlenden Gemeinschaft erwachsen, müssen in uns die verwüstende Eigenidolatrie, müssen jene Abkömmlinge, die der Schulmeister aus ihr gezeugt, hat, den Doktrinarismus, den Apriorismus bannen, • müssen mit Hilfe einer vermenschlichten Erziehungskunst trachten, die Energien des germanischen Individualismus,
davon so ungeheuer viel im deutschen Volke steckt, zu nationalisieren, gerade indem wir sie in schlichtem Wortsinn vermenschlichen, wie es anderen Völkern gelungen ist, auf den Wegen praktischer Psychologie das Seelenleben ihrer Einzelglieder dem nationalen Ganzen dienstbar zu machen; derlei macht man aber nicht mit „Hurra” und „Tamtäm”, derlei ist weder durch den Rohrstab des Oberlehrers noch durch den Stock des Korporals zu einem organischen, einem selbstverständlichen Bestandteil der Seele zu fügen, mit derlei muß die Mutter beginnen, wenn sie ihr Kind lallen lehrt; soll sie es aber beginnen können, dann muß — denn anders vermöchte eine Mutter, eine deutsche Mutter zumal zu ihrem Kinde nicht zu sprechen — unsere nationale Idee nicht bloß im Innersten das Heiligtum bleiben, das sie uns ist, dann muß auch ihr Ausdruck, dann müssen ihre äußeren Ausdrucksmittel vermenschlicht werden, auf daß auch dem schlichtesten Sinne die Wahrheit klar werde:- als Deutscher sich behaupten heiße als Mensch und für die Menschheit sich behaupten Möchte es doch sein, daß die Worte aus den Tagen, da die Nacht des Unglücks auf unser Volk sich senkte, wahr würden, Worte, die unserem Wiederaufbau gelten, Worte, die ich1) hier nochmals an die Allgemeinheit richten möchte, weil sie auch heute nichts an Gegenwartswert verloren haben:

„Einmal müssen wir lernen, zur eigenen Lebensregel werden zu lassen, was anderen Völkern längst in Fleisch und Blut übergegangen ist, müssen wir, jeden falschen, wahrhaftig ganz und gar unangebrachten Hochmut beiseite lassend, in wichtigen Stücken vor allem das tschechische Nachbarvolk zum Vorbilde nehmen auf unseren Pfaden zum Wiederaufbau. Schien im Jahre 1620 nicht das Schicksal dieser kleinen, einer Insel gleich im deutschen Meere verschwindenden Nation besiegelt für alle Zeiten, schien nicht vor einem knappen Jahrhundert noch die Hoffnung, je wieder mehr zu werden denn eine slawische Enklave im deutschen Volksgebiete, für die Tschechen Utopie? Und wie machtvoll steht heute der Tscheche da! Was ist es aber, was ihn so groß gemacht hat? Sicherlich, die letzten Jahrzehnte österreichischer Geschichte brachten seiner gedeihlichen Entwicklung mehr Wettergunst als es dem Oberflächenblick scheinen mochte; allein, das erste war doch der glühend

nationale Sinn, den jede Tschechenmutter ihrem Kinde schon vom ersten Lallen an einzuflößen für heiligste Pflicht erachtet hat, war eine Opferwilligkeit und Opferfreudigkeit an Blut und Seele und Gütern für das eigene Volkstum, davon wir Deutsche kaum den rechten Begriff fassen konnten, noch heute es können! Und wahrhaftig, sie hat die Kurzsichtigen Lügen gestraft, die da über „Narrheit” und „Mangel an wirtschaftlichem Sinn” spotteten, wenn ein Tscheche, ein armer Schlucker oft, sein Letztes lieber hergab, lieber darbte, ehe er es unterließ, der tschechischen Sache freiwilligen Zoll zu zahlen! Wahrhaftig, herrlich hat sich an der Volksgemeinschaft diese selbstlose Opferfreudigkeit der einzelnen bezahlt gemacht! Ungezählte sind arm und unbedankt dahin gegangen, aber im Herzen hatten sie die freudige Gewißheit, daß die Hingabe ihrer selbst reichliche Zinsen tragen werde und tragen müsse ihren Kindern und Enkelkindern. Sie haben recht behalten! Stets noch hat die unerschütterliche Zähigkeit selbstloser Hingebung an ein Ideal reiche Frucht getragen, nicht dem einzelnen, doch der Gesamtheit, nicht dem Vorfahren, desto mehr aber den Nachkommen 1 Noch aber sind wir so tief nicht gesunken, als daß wir nicht fühlten, was wir denen schulden, die nach uns sein werden! Lernen wir Deutsche drum durchhalten, durchhalten über Geschlechterfolgen hinüber, lernen wir es — von unseren tschechischen Nachbarn!

Gedenke, daß du ein Deutscher bist! Dies sollte zu den frühesten Worten gehören, die jedem deutschen Kinde mitgegeben werden müßten- auf seinen Lebensweg. Zuerst ein Deutscher! Drum aber nicht deutsch gegen die anderen Völker, nein, deutsch mit ihnen und für sie! Wie hat sich’s den Tschechen gelohnt, daß sie so meisterhaft feurigen Nationalsinn mit mensch-heitlicher Weltanschauung zu paaren, zu verschmelzen wußten! Wie schmerzvoll dagegen quält uns Deutsche von Jugend auf der scheinbare, so ganz und gar nicht wirkliche, von falscher Schulmeisterweisheit nur erkünstelte Gesensatz zwischen „völkisch“ und „menschheitlich”! Uns, deren ganze Kultur doch ein lautes Zeugnis ist für die wahrhaft menschliche Sendung des Deutschtums, des Deutschseins! Gedenke, daß du ein Deutscher bist, gedenke, daß du die Pflicht besitzest, die tausendmal heilige Pflicht, dich deutsch zu erhalten, dich, dein Haus, dein Land, deine Kinder und Kindeskinder, deutsch um der Menschheit willen, nicht gegen sie, nein, für die Menschheit, deren Arztvolk dereinst zu sein unser geschichtlicher Beruf ist. Darum haßt man uns ja auch so bitter, wie man nur den Arzt haßt, so sehr man ihn, ja gerade weil man ihn braucht. Aber der Tag wird kommen, da die Menschheit uns rufen wird, und an uns wird es sein, uns stark und gefestet zu halten für diesen Tag, den Tag unserer „Revanche” im edelsten Sinne!

Manche Schlacken gilt es abzustreifen bis dahin, manche Scharte auszuwetzen! So bitter hart das Unrecht ist, das heute uns widerfährt: üben wir gleichwohl Selbsterkenntnis und vergessen wir nie, daß mancherlei an uns, die hochmütige Verachtung äußerer Lebensgewandtheit, die Schulmeisterei und Musterschülerei in unserem Wesen, das Nebeneinander völkischer Anmaßung und völkischer Würdelosigkeit, daß alles dies wahrhaftig nicht danach war, uns Freunde zu werben. Bessern wir uns! Doch nicht, indem wir dem alten unseligen Nationalfehler endlos quälerischer Krittelei und Nörgelei nun erst recht ein neues Gebiet erschließen, bessern wir uns vielmehr, indem wir, als Deutsche einander Hebend, Klugheit mit Wärme einend, einander mehr durch die Herzen denn mit den kalten, spitzigen Mitteln des Verstandes zu belehren trachten! Kein guter Arzt wird ohne Not bittere Medizin verabreichen, ohne linderndes Vehikel. Das sollten wir Deutsche beherzigen, im Umgänge mit anderen, mit nichtdeutschen Menschen, beherzigen aber auch, so es unter uns selber häusliche Auseinandersetzungen gibt. Viel inneres Leid, viel äußerer Streit bliebe uns fürderhin erspart, wollten wir Deutsche bei klugen Ärzten in der Kunst der Menschenbehandlung zur Schule gehen! Vielleicht würden wir damit sogar auch zu besseren Diplomaten, was uns wahrhaftig nicht schaden könnte . . .

Sehe jeder, wie er’s treibe! Lerne aber jeder Deutsche, in seinem gesamten Tun und Lassen an sein deutsches Volk, an seine deutsche Heimat zu denken! Was er auch tut, was er auch läßt, an seinem Volke wird es heimgezahlt im Guten wie im Bösen. Gerade diese Tage, diese Tage des Unglücks und der Tränen und des Herzeleides, diese Tage härtester Demütigung unseres heißgeliebten Volkes, diese Tage, wie nie Tage zuvor sind geeignet zu ernster Einkehr und doch wieder zu machtvollem Aufschwung unserer Seelen. Jetzt oder nie muß es sich weisen, ob wir Deutsche auch wert sind, dereinst in glücklicheren Zeiten ein Weltvolk zu werden, im reinsten und schönen Sinne des Wortes! Jetzt oder nie gilt’s, daß jeden deutschen Mann, jede deutsche Frau, wes Standes, wes Berufes immer, machtvoll das Gewissen aufrüttele, das Gewissen verantwortlicher Zugehörigkeit zu ihrem schwergeprüften, unglücklichen, aus tausend Wunden blutenden Volke! Jetzt oder nie, daß zu jedem deutschen Menschen die eherne Stimme der sittlichen Pflicht spreche, sein Leben seinem Volke zu weihen! Deutsche, Brüder, Schwestern! Lasset alles Trennende beiseite! Vereiniget euch zu werktätiger Arbeit für euer Volk, auf daß im kleinen und im großen deutsche Arbeit unser Leid heile, Arbeit für unser deutsches Volk, unser deutsches Land! Niemand sei unter uns, der sich dieser höchsten sittlichen Pflicht entziehe, der aus Kurzsichtigkeit, aus Engherzigkeit, aus falsch verstandenem Weltbürgertum fühllos und gedankenlos vorbeigehe an unseres Volkes Erniedrigung, niemand, der sich zu erhaben, niemand, der sich zu gering erachten möge, mitzuhelfen, wo mitzuhelfen zu jeder Stunde seines Lebens jedermanns Sache ist, des Kärrners und des Königs: An unseres deutschen Volkes, unseres deutschen Landes, unserer deutschen Bildung Wiederaufbau!”

Also sollen wir, in uns, als nationale Gemeinschaft fest, innig und unlösbar geschlossen, mit der ganzen Menschheit gehen. Allein die Einordnung in die Menschheitsgemeinschaft, das harmonische Einfügen der Leitidee völkischer Selbstbehauptung in den Menschheitsgedanken -— im Sinne der prophetischen Worte Justinius Kerners —, beides kann und wird nicht hindern, daß, wie allenthalben in großen menschlichen Gemeinschaften, zwischen einzelnen ihrer Glieder einerseits und uns Deutschen anderseits seelische Polaritäten und Affinitäten sich herausbilden werden, die auch energetisch ihre Früchte tragen könnten. Gerade in der Pflege solcher Wahlverwandtschaften in Kultur und Politik liegt unsere, liegt aber auch der ganzen gesitteten Menschheit Zukunft.

Es hat Zeiten gegeben — sie liegen nicht zu weit hinter uns —, da gab es eine „Schule” (bei uns gibt es ja immer gleich Schulen und Doktrinarismen), die wollte sich nach Osten hin orientieren, nach Osten Anlehnung suchen, bei den Orientalen, Mongolen, Mongoloiden, den Moskowitern, die ja auch noch eigentlich zur asiatischen Welt gehören; noch heute gibt es Vertreter dieser Geistesrichtung in unserer Mitte, von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken der Geister. Nun, ich schließe gewiß nicht aus, daß deutsche Kulturarbeit den Völkern des Ostens manche köstliche Frucht getragen hat und noch tragen kann und wird; und schließe ebensowenig aus, daß uns Deutschen eine Anlehnung an die Welt des Ostens von mancherlei Nutzen sein könnte, materiell und politisch. Allein ich fürchte, dieser Nutzen könnte sich als ein ephemerer erweisen! Denn täuschen wir uns nicht darüber, daß die Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Ostmenschen nie und nimmer etwas anderes sein kann, sein würde als eine Zweckgemeinschaft ohne jegliche innere Affinität oder Polarität ihrer Glieder, eine Zweckgemeinschaft, in der wir Deutsche als der ungleich schwächere — heute mehr denn je schwächere! — Teil zuletzt die Kosten zu bezahlen hätten, nach innen wie nach außen! Sollte es nicht in gewissem Sinne schon heute der Fall sein? Was hat es uns genützt, daß wir um die Gunst des Islam gerungen haben? Er blieb uns doch innerlich fremd, und England, psychologischer als wir, wußte zu guter Letzt auch den Islam besser zu „nehmen” als unsere deutsche Schulmeisterweisheit sich je träumen ließ. Was brachte es uns ein, daß wir Chinesen, Japanern Lehrmeister schickten, daß wir sie an unseren Schulen bildeten? Nichts, als daß sie zuletzt den „dummen” Deutschen verlachten, der da wähnte, vom grünen Katheder her oder über den verstaubten Kasernhof hin den Weg zu ihrer Seele erschlossen zu haben. Und welches waren die Früchte der Freundschaft mit Moskau, daran sich erst unsere Rechte und dann unsere Linke begeistert hatte? Reaktion und Spartakismus heißt das Zwillingspaar, das dieser „Mesalliance der Seelen” entsprossen ist; auch deutsch und moskowitisch gibt keinen guten Zusammenklang.

Kann es einen solchen geben zwischen uns und der westlichen und südlichen Slawenwelt? Vielleicht daß mit dem ukrainischen Volke eine fruchtbare Seelengemeinschaft möglich wäre, denn in der Tat ist es auffällig, in welchem Ausmaße und mit welchem Verständnisse wenigstens gebildete und geistig geweckte Ukrainer gerade deutscher Kultur ihre Seelen öffnen. Vielleicht . . . Prophet möchte ich da nicht sein, denn die Ukrainer sind eben Slawen, und ein Grundzug der slawischen Seele ist neben Weichheit und Güte Unbeständigkeit und Unberechenbarkeit, weil der Slawe vor allem ein Stimmungsund Affektwesen und am wenigsten von allen Kulturmenschen imstande ist, das jäh wechselnde Auf und Ab seines Gefühlslebens in feste Gleise zu bannen. Darum kann ich mir auf die Dauer keine innigere Seelengemeinschaft denken mit Polen, Tschechen und Jugoslawen; abgesehen davon, daß zwischen ihnen und uns Millionen Deutsche sind, die in ihrer Knechtschaft seufzen. Allzusehr anders steht es auch bezüglich der Madjaren und Rumänen nicht, deren Mentalität, der starken slawischen Blutmischung und dem immer stärker werdenden Einflüsse ihrer slawischen Umwelt entsprechend von Tag zu Tag mehr dieser letzteren sich angleicht.

Wird es möglich sein, zu den Völkern lateinischer Zunge je in ein engeres Verhältnis zu treten? Sehen wir ab von den uns fernerliegenden, uns übrigens keineswegs unfreundlichen Lateinern iberischen Stammes, so schränkt sich die Betrachtung naturgemäß auf unsere beiden Nachbarnationen ein: Italiener und Franzosen. Was die Italiener anlangt, so glaube ich, es werde — bei kluger beiderseitiger Anpassung — eine Art Arbeitsgemeinschaft auf allen Gebieten des menschlichen Außenlebens, also auch auf jenem der Wirtschaft und der Politik zwischen ihnen und uns kaum lange auf sich warten lassen, da wir einander in diesen Belangen in vielem ergänzen und uns gegenseitig nützen und stützen können, ohne uns darum gegenseitig zu schaden. Sehr möglich auch, daß nach Jahr und Tag mancher Deutsche wiederum, „wie einst im Mai”, mit tiefem Groll zwar im Herzen, aber trotz alledem das Andenken seiner Größten ehrend, Goethes Spuren bis nach Sizilien hinab folgen wird; und mancher Sohn des geistigen Italien wiederum, eingedenk der einstigen so sehr fruchtbaren Wechselwirkung zwischen Kunst und Wissenschaft diesseits und jenseits der Alpen, zag und schüchtern zunächst, seinen Fuß auf den Boden unserer alten Schul- und Musenstädte setzen wird. Möglich . . . Ich möchte auch da kein Prophet sein wollen, zum wenigsten als österreichischer Deutscher, denn gerade in uns wühlt schmerzliche Bitterkeit gegen unseren Nachbarn im Süden, gerade wir wurden ja am allerschwersten betroffen von dem Verlangen Italiens nach altem deutschen Boden. Aber ich möchte es doch auch — von höheren Gesichtspunkten aus — für nationale, für menschliche Pflicht halten, Probleme^ deren Bedeutung nicht bloß eine temporäre, sondern eine säkulare ist, sina ira et Studio zu prüfen. Und darum scheint mir auch der Gedanke einer synergetischen Annäherung an die Nachfahren der alten klassischen Kultur, an Italien (und, wenn es sein könnte, auch an Hellas) nicht unsympathisch.

Frankreich? Es war der Traum der besten Geister diesseits wie jenseits der Vogesen (die Franzosen sagen: „diesseits und jenseits des Rheins”, und schon dieses darin enthaltene instinktive Begehren nach dem urdeutschen, tausendfach in unserer Geschichte geheiligten linksrheinischen Boden offenbart einen schmerzlichen, kaum lösbaren Zwiespalt zwischen den Seelen beider Nationen!), es möge einst der Tag kommen, da diese beiden Völker einander die Hand reichen könnten, jedes anders in seiner Art und doch beide, jedes in seiner Weise, Führer auf dem Wege zu höchster menschlicher Kultur! Es hat nicht sollen sein, und ich glaube: es wird nicht sein, weil vielleicht unsere Intellekte, nie aber unsere Gemüter — und darauf kommt es an — den Weg zueinander finden werden! Da ist weder Affinität, noch Polarität, da ist — wenigstens auf weite Sicht hin — kein anderer Ausweg als die Schaffung eines schiedlich-friedlichen modus vivendi,- auf daß an den Reibungen des deutsch-französischen Seelengegensatzes nicht immer wieder von neuem ein verheerender Brand sich entzünde. Wer für den hysteroiden Gharakterzug und den darin verankerten wahnsinnigen Deutschenhaß der sonst durch so viele der größten Vorzüge ausgezeichneten französischen Volksseele nicht Scheuklappen hat, wer über den allzu vereinzelten und vereinsamten Longuets, Barbusses und Rollands nicht die Stimme des französischen Volkes überhört — freilich: „die Kinder, sie hören es gerne”, und wir Deutsche sind ja in allen psychologischen Dingen Kindsköpfe —, der wird sich keinerlei Illusionen hingeben und einfach die Tatsache registrieren, daß auf viele Geschlechterfolgen hinaus mit einer Annäherung unseres an das französische Volk nicht zu rechnen ist. Wahrhaftig ferne von jedem Chauvinismus möchte ich geradezu aussprechen, daß ich es für ein Unglück, einen ganz unverzeihlichen, nur aus grenzenlosester Unpsychologie (wo nicht gar aus Schlimmerem!) geborenen Mißgriff halten würde, wenn unserseits je wieder Schritte zu einer seelischen Verständigung mit Frankreich unternommen werden sollten! Wutausbrüche und Spucke wären die Antwort, und man könnte sie nicht unverdient nennen, wenn sie nur dem Fragesteller ad personam zuteil würde und nicht gleich unserem ganzen

deutschen Volke schadenfroh und hohn voll angekreidet würde! Nein, eine „Versöhnung” Frankreichs wäre — darüber täuschen wir uns nicht — ausschließlich zu erreichen durch unseren nationalen Selbstmord oder zum mindesten durch restlose nationale Selbstentehrung! Ja, wenn wir unsere nationale Einheit zum Opfer bringen, wenn wir künftighin nichts anderes sein wollten als Bayern oder Brandenburger, als Hannoveraner, Westfalen, Sachsen oder Österreicher, wenn wir Wort und Begriff des Gesamtdeutschtums verpönen und wenn wir jeder für sich gehorsame Lakaien Mariannens sein wollten wie einst zu Zeiten Napoleons, dann, ja dann würden wir zwar weiter und vielleicht noch mehr wie zuvor innerlich von ihr verachtet, aber doch immerhin in Gnaden zugelassen zum Fußkuß und zum Auflesen der Brocken, so sie uns dann und wann zuzuwerfen die Laune hätte. So aber, da wir Deutsche sein und bleiben, da wir unsere nationale Ehre nicht verschachern, da wir stolz sein und bleiben wollen auf unsere gewaltige Kulturarbeit und da wir auch nicht Schandbüben sein und nie, niemals vergessen wollen, was Frankreich uns an Land und Leuten, an Gut und Blut geraubt hat, niemals vergessen, auch wenn ein bitterböses Geschick es nicht mehr wenden sollte, auch in Jahrhunderten nicht, und uraltdeutscher Boden, unser Erwin- und Gottfried- und Goethegeheiligtes Straßburg uns gänzlich und ewig entfremdet würde und wir auf ewig hoffnungslos ihm nachtrauern müßten: so werden wir darum für immerdar verurteilt sein, den Beinamen „boches” zu führen, den uns die Pariser Gosse verliehen hat; der aber am Ende noch ein Ehrentitel werden wird, den wir erhobenen Hauptes tragen werden wie einst die niederländischen Geusen den ihrigen.

So blieben schließlich noch die anderen germanischen Nationen übrig. Nun, bezüglich unseres niederländischen und unserer skandinavischen Nachbarn mit ihren starken demokratischen Instinkten stellt sich das Problem verhältnismäßig einfach: wir werden nach dem Falle unserer ihnen unsympathisch gewesenen politischen Inneneinrichtungen und nach der Bereinigung etlicher geringfügiger Grenzfragen, soweit es nicht schon heute der Fall ist, recht bald zu guten Beziehungen mit ihnen gelangen, auch in politischer Hinsicht. Allein, das Hauptproblem wird da unser Verhältnis zu jener Rasse sein, die durch den Ausgang des Weltkrieges nicht nur auf absehbare Zeit hinaus die politische Welthegemonie im allgemeinen, sondern vor allem, was für uns Deutsche eine schmerzliche, aber doch eine unumstößliche Wahrheit werden muß, auf ebenso absehbare Zeit die Führung innerhalb des nordisch-germanischen Kulturkreises erlangt hat: zur angelsächsischen!

Es erscheint heute, angesichts der furchtbaren gegenseitigen Verbitterung zwischen Deutschen und Angelsachsen — einer Verbitterung, die so weit geht, daß man diesseits wie jenseits der Nordsee gar nicht einmal an die Stamm- und Wesensverwandtschaft erinnert sein will, das heißt also Vogelstraußpolitik spielt — sicherlich heikel und es wird denjenigen, die kurzsichtige „Business”-Politik treiben (kleine und engstirnige Krämerseelen gibt es gewiß nicht nur bei den Angelsachsen, sondern mindestens in gleicher Zahl auch bei uns Deutschen), heute beinahe lachhaft erscheinen, wenn ich, unbekümmert um Jüngstvergangenheit, Gegenwart und das unmittelbare Morgen, meine eigenen bitteren Gefühle gegen England und Nordamerika bezwingend, nicht „ab irato”, sondern mit dem festen und beharrlichen Willen, die Menschheitsprobleme der Zukunft zu erfassen, den Satz ausspreche: es sei ein zwingendes Gebot für, die Erhaltung und Höherentwicklung der menschlichen Kultur, daß nicht nur die angelsächsischen Völker untereinander, unbeschadet ephemerer Handelsrivalitäten, fortab einträchtig bleiben und wirken, sondern daß sie darüber hinaus auch den anderen Nationen des nordisch – germanischen Stammes-, Sprach- und Kulturkreises, in erster Linie also dem deutschen Volke die Hand reichen zu einem seelischen, einem praktischen und darüber hinaus wohl auch zu einem politischen Bunde, der, intentional keinem anderen zuleide, im Gegenteil jedes andere, gleiche Schicksalsbahnen wandelnde Volk, Italiener und Hellenen vor allem, zu ehrlicher, gleichberechtigter Mitarbeit — auch auf politischem Gebiete — an dem Werke menschlicher Höherzucht wird als Genossen begrüßen dürfen, der aber notgedrungen das axiale Gerüst, der granitene Fels wird sein müssen, dessen es bedürfen wird, um die Kulturmenschheit physisch und psychisch nicht zugrunde gehen zu lassen. Es hilft nichts: die nordischgermanischen Nationen sind es, die — ohne die glänzenden Vorzüge anderer Rassen zu unterschätzen, was mir, der ich übrigens selber wohl Deutscher mit ganzer Seele, nicht aber der Rasse und dem Blute nach bin, meilenferne liegt — das Höchstmaß an seelischer und leiblicher Tüchtigkeit innerhalb der Menschheit erreicht haben und inFühlung mit den Nachfahren der altklassischen Völker das Höchstmaß an Aussichten besitzen, die Menschheit kraftvoll immer höher hinanzuführen. Aber eines werden sie nie vergessen dürfen: daß sie, selbst alle zusammengenommen und selbst unter Hinzunahme solcher Kulturnationen, die ihnen, wie das Italien und das Hellas der Zukunft, wahrscheinlich als Freunde zur Seite stehen werden, eine Minderheit unter den übrigen Menschen sind und bleiben werden; und daß solch eine Minderheit des festesten Zusammenschlusses und Zusammengehörigkeitsgefühls und -bewußt sei ns bedürfe, um bestehen und das schwere Werk verrichten zu können, das ihre weltgeschichtliche Sendung ist. Aus dieser Perspektive erst .wird die ungeheure Schwere des Verbrechens aller derer erkennbar, die den deutsch-angelsächsischen Gegensatz gezüchtet und geschürt haben, gleichgültig, ob es Engländer waren oder Deutsche; und wollen wir gerecht sein, so müssen wir nochmals schmerzlich eingestehen, daß die deutsche Politik es war, die den Anfang damit gemacht hat, sich außerhalb der nordisch-germanischen Grundgemeinschaft, kurzsichtigen, wenig fundierten wirtschaftspolitischen Vorteilen nachjagend, zu orientieren und jede Bundesgenossenschaft zu begrüßen, nur nicht die Englands; daß aber allerdings England, nachdem einmal unserseits der erste „faux pas” begangen worden war, mit rücksichtslosester Rücksichtslosigkeit, über alle Skrupel sich hinwegsetzend, auf das eine und einzige Ziel losgegangen ist, das ihm unbequem gewordene Deutschland krumm und lahm zu schlagen. Auf den Schlachtfeldern Flanderns und der Champagne, in den Kolonien und zur See, in den Lüften und im — Hinterlande, überall haben Deutsche und Angelsachsen durch Jahre hindurch den gräßlichsten Verwandtenmord getrieben, den die Geschichte kennt, sind auf beiden Seiten Millionen gesündester, tüchtigster, hochwertigster Menschen getötet oder ruiniert, sind ganze Generationen von Kulturträgern unmittelbar und mittelbar gestorben und verdorben zum unwiederbringlichen Schaden der Gesittung der Menschheit, zum Schaden aber vor allem Deutschlands und der — angelsächsischen Welt, die darum, weil sie über die weitaus größeren Machtmittel verfügte, ein größeres Maß von Verantwortlichkeit und Schuld trifft daran, daß es so weit gekommen ist, wie es nicht hat kommen müssen, mögen wir Deutsche auch diejenigen gewesen sein, die „aDgefangen” haben; denn schlimmer als Unrecht begehen ist es, von anderen begangenes Unrecht zum eigenen Gewinne auszunützen, wie es die Angelsachsen getan. Und dieses Unrecht wird sich früher, als manche angelsächsischen Staatsmänner ahnen — einigen darunter scheint die Erkenntnis doch schon aufzudämmern! —, an ihnen selbst rächen, denn sie werden nur zu bald entdecken, daß wider sich selbst sündigt, wer nicht erkennt oder erkennen will, daß es eine höhere Solidarität der Verläßlichen, Tüchtigen und Hochwertigen auf Erden gebe, gegen die man nicht ungestraft sich vergeht, daß also, wie nordisch-germanische Stärke, so auch vor allem deutsche Stärke angelsächsische Stärke, deutsche Sicherheit angelsächsische Sicherheit sei und umgekehrt, und daß auf engster Arbeitsgemeinschaft, auf planmäßiger Konvergenz • und Zusammenfassung ihrer Arbeitsenergien, nicht aber auf zerstörender Gegnerschaft der die höchsten Werte Schaffenden die Zukunft der gesitteten Menschheit beruhe.

Die angelsächsische Mentalität wird freilich in nicht wenigen Stücken umlernen müssen, ehe dieser hier ausgeführte Gedanke nicht bloß Eigentum einiger weniger weitblickender und hellsehender Köpfe, sondern Gemeingut der Rasse und aller ihrer Führer geworden sein wird, die heute fast samt und sonders beherrscht werden von nicht bloß unmenschlicher, sondern auch kurzsichtiger Vernichtungswut gegen den bis ‚zur Siedehitze gehaßten deutschen Konkurrenten; die heute fast samt und sonders, ganz wie im Kriege, beherrscht werden von kurzsichtigen „Businessgedanken” oder von fanatischen Rachegefühlen und von jubelndem Taumel, wenn ihnen ihre Zeitungen vermelden, daß monatlich so und so viel tausende und aber tausende deutscher Kinder durch Hunger umgekommen seien, „weil das die deutsche Rasse schwächt”; und die in rasende Verzückung geraten angesichts der Aussicht, das deutsche Volk bis aufs Hemd ausplündern zu können. So traurig die Brutalität dieser Tatsachen ist, es nützte nichts, sich vor ihnen zu verschließen, und es wäre eine Täuschung, es anders zu erwarten, denn die Seelengröße, die auch im Gegner den Menschen sieht und dem Besiegten gerecht zu werden sucht, war, etliche leuchtende Ausnahmen abgesehen, niemals eine angelsächsische Eigenschaft; ist doch dem Angelsachsen unsere reiche deutsche Gefühlswelt ein Buch mit sieben Sigeln, dem er ohne jede Spur eines inneren Verständnisses in völliger Gleichgültigkeit gegenübersteht. So erklärt sich auch die ruchlose Gemeinheit so vieler der wider uns ausgestoßenen Beschimpfungen.

Aber eines, ein Gut besitzt der angelsächsische Zweig der germanischen Rasse, eines hat er im Laufe seiner Geschichte an sich gezüchtet, nämlich einen ausgesprochenen Sinn für alles, was der Selbsterhaltung der Rasse dient; und gerade dieser Sinn wird die Angelsachsen, mögen sie es auch heute und auf morgen hinaus nicht wahr haben wollen, mit der Gewalt einer Naturkraft an die Seite des deutschen Volkes führen; sie werden sich vielleicht wundern, und vielleicht werden solche, die dann noch als Veteranen des Weltkrieges am Leben sein werden, sich sogar ärgern, daß es so gekommen ist, aber es wird kommen, weil es so kommen wird müssen, weil das Menschheitsschicksal und die Menschheitsökonomie die Angelsachsen zwingen werden, vor allem die Gemeinschaft mit denen zu suchen, die ihnen physisch, seelisch und energetisch wahlverwandt sind; und das werden — trotz der furchtbaren Heimsuchung auch der nachkommenden Generationen unseres Volkes durch Krieg und Hungersnot — vor allem die Deutschen sein, denn das deutsche Volk, der deutsche Geist, die schon so viele kaum weniger schreckliche Katastrophen überdauert haben, sie sind unsterblich und werden wieder auferstehen aus Not und Qual.

Wir Lebenden aber, die wir im allerbesten Falle das dämmernde Morgenrot einer helleren deutschen Zukunft brechenden Auges noch werden schauen können, wie Moses das gelobte Land der Juden noch schauen durfte, wir, deren irdisches Los nur Mühsal und Entsagung sein wird, wir wollen, soweit wir Sehende sind, die Pflicht erfüllen gegen unser teures, heißgeliebtes deutsches Volk, ihm treue Berater zu sein in den langen, langen Jahren schmerzvoller Wanderung durch die Wüste, die nun begonnen haben; wir wollen ihm Tröster und Helfer sein, auf daß es nicht verzage, auf daß es nicht mutlos und verzweifelnd zusammenbreche, auf daß ee die unsagbar grausame Prüfungszeit bestehe, die ihm beschieden ist; wir wollen ihm aber auch Mahner und Warner sein, auf daß es sich in Hinkunft durch nichts, durch keinen trügerischen Gedanken, durch keine trügerische Stimmung, nicht durch mutlose Trauer, aber auch nicht durch eitles Hoffen je wieder verleiten, je wieder in Versuchung führen lasse, abzuirren von dem, ach nur zu steilen und mühseligen, aber nun einmal unabänderlich einzig geraden Pfade, der es aus dem finsteren Tale des Jammers hinaufzuführen vermag in lichtere Höhen, der es emporführen wird zur Erfüllung seiner Sendung, zu seinem eigenen Heile, zum Heile der nordisch-germanischen Rassenfamilie und ihrer Freunde und damit zum Heile der ganzen Menschheit.

Und so möchte ich denn zum Schlüsse ein paar Worte sagen, ohne sicher zu sein, daß das heutige Geschlecht ihnen gerecht zu werden vermögen wird; aber ich kann nicht anders als aussprechen, was meiner innerstenÜberzeugung nach unabänderlich ist und wogegen anzurennen eine Versündigung an der Natur der Dinge wäre. Man wird sich erinnern, daß ich an früherer Stelle von der Bewegung des Feminismus innerhalb der Völker gesprochen habe; dieser Feminismus, er ist eine gesellschaftliche Bewegung, nicht selten, wenn auch nicht immer, geradezu eine Reaktionserscheinung auf androkratische Tendenzen; er ist aber eine Sache für sich und darf ja nicht verwechselt werden mit dem, was ich nunmehr sagen will über maskuline und feminine Energien in der Volksseele, die es — wie wir in freier Anwendung der Lehren des kranken, aber reichbegabten Philosophen Weininger sagen dürfen — unzweifelhaft gibt. Und wir dürfen einen Schritt weiter gehen und dürfen vielleicht sagen, es gäbe Völker, deren Seele im wesentlichen eine maskuline, und solche, deren Seele eine wesentlich feminine sei; zu den letzteren zählen wir vor allem die slawischen Völker und die Franzosen, und die werbende, seelenberauschende Kraft, die von ihnen ausstrahlt, danken sie wohl nicht zuletzt eben diesem ihren femininen Wesensgrundzuge und den darin wurzelnden Eigenschaften. Auf der anderen Seite steht die angelsächsische Rasse, dieser harte, durch und durch maskuline Herrenmenschentyp, dessen Herrenmenschentum aber so rein, so rein gezüchtet ist, daß seine darum natürliche Selbstverständlichkeit wieder auf ihre Art einen unbesiegbaren Bann ausübt. In der Mitte nun ist unser deutsches Volk, dessen Struktur und Geschicke es mit sich brachten, daß „männliche” und „weibliche” Energien in seiner utraquistischen Seele um die Vorherrschaft kämpfen. Die letzten Jahrzehnte deutscher Geschichte mit ihrem schauerlich traurig-heroischen Abschlüsse stellen sich dem Tiefblicke des Psychologen letzten Endes — denn alle anderen Triebkräfte sind von psychologischer Warte her gesehen nur sekundärer Natur — dar als ein tragisches Ringen des „Männlichen’’ in der deutschen Volksseele mit dem „Weiblichen” darin; ein Ringen, das trotz aller vorübergehenden Herrlichkeit der „Andropsyche” über die „Gynäkopsyche” des deutschen Volkes so tragisch enden mußte, wie es geendet hat, denn alle Siege jener waren Pyrrhussiege, waren in harter Mühe, mit knapper Not erstritten, mit untauglichen und unzulänglichen, weil unpsychologischen Mitteln; und zu allerletzt zerschellte der „Kampf um die Vorherrschaft” innerhalb der deutschen Volksseele an dem ehernen, dem ewigen Gesetze, danach es nicht zwei Hähne in einem Korbe geben kann; denn die endgültige Vermännlichung der deutschen Volksseele hätte bedeutet, daß sich neben dem Angelsachsentum ein zweiter, in seiner gesamten Volksseele vermännlichter gewaltiger Herrentypus innerhalb der Nordrasse und damit innerhalb der Menschheit emporgereckt hätte, und damit wäre der Kampf auf Tod und Leben zwischen den beiden Herrenrassen verewigt worden. Die Angelsachsen haben — von ihrem Standpunkte des brutalen Egoismus aus eigentlich folgerichtig — den Kampf gegen die Vermännlichungstendenz der deutschen Volksseele, die ihnen im „Preußentum” sich zu verkörpern schien (der Vergleich war freilich einigermaßen oberflächlich!), aufgenommen und schließlich mit den Waffen zu Ende geführt; wir sind — als die ungleich Schwächeren — dabei trotz heldenhafter Gegenwehr unterlegen. Unangreifbarer als je erhebt sich das Angelsachsentum als das spezifisch „männliche” Führervolk; sinnlos wäre es, auch nur daran denken zu wollen, ihm in absehbarer Zeit die eherne Bastion dieser Stellung streitig zu machen.

Sollen wir Deutsche nun aber darum dumpfer Hoffnungslosigkeit uns hingeben, sollen wir daran verzweifeln, daß uns doch noch eine hohe Sendung beschieden sei, sollen wir den Glauben daran verlieren, daß auch wir wieder eine große Nation sein werden? Nein, nein, nein, wir sollen es nicht! Wir

sollen nur den Wink des Schicksals — es war ein Wink mit einem recht groben Zaunpfahl, aber leider haben wir andere, zartere Winke nicht beachtet … — wahrnehmen, der die deutsche Nation auf ihren Platz weist, auf die Sendung, innerhalb der nordisch-germanischen Völkerfamilie, in der die Angelsachsen das große und starke maskuline Element sind, das große und starke, im innersten kerngesunde feminine Element zu sein; und wir sollen die langen, rauhen, bitterbösen Jahre des Leides, aber auch der inneren Läuterung, die uns jetzt bevorstehen, nützen, um uns seelisch zu wandeln, um dahin zu gelangen, wohin wir gelangen müssen, wenn wir nicht wider die Natur sündigen, als großes Volk bestehen und einen gesicherten, würdigen und ehrenvollen Platz in der engeren Völkerfamilie und damit in der Menschheitsfamilie einnehmen wollen. Wir werden auf vieles, was noch gestern unseren Ehrgeiz lockte, wohl verzichten müssen, vor allem auf weitgehende Seegeltung in weltpolitischem Sinne, denn Seefahren und was damit zusammenhängt, ist etwas stark Maskulines; aber da wir ja beileibe nicht etwa das Maskuline in uns. ausrotten, da wir nur an uns arbeiten wollen, daß die Hauptrichtung der nationalen Seele eine mehr feminine werde, braucht darum unseren braven Hanseaten nicht bange, brauchen sie an Deutschland nicht irre zu werden, müssen sie nur begreifen lernen, daß wir unseren Schwerpunkt auf dem Lande suchen müssen, in unserem Mutterboden und der Mütterlichkeit der Seele, die damit so innig verbunden ist; daß wir dagegen zur See und über See mit einer vergleichsweise bescheideneren Rolle werden vorlieb nehmen müssen; einer Rolle, die uns aber, die wir stark daheim und stark in allem sein werden, was bodenständiger Tradition entsprießt, gleichwohl die Möglichkeit ausreichenden, ja behaglichen Seins gewährleisten wird. Denn es ist des Mannes, dem Weibe zu helfen, das ihm Weib ist und ihm Mütterlichkeit gewährt. Und so sehe ich im Geiste den Tag heraufkommen, da die starke angelsächsische Herrenrasse voll verlangenden Sehnens hingezogen werden wird zu innigem Vereine mit einer physisch und seelisch neugestärkten, aber auch aufs neue vermütter-lichten und darum auch wieder im edelsten Sinne seelisch natürlich gewordenen, ihr im besten Sinne gleich wer tigen und sie harmonisch ergänzenden deutschen Rasse; und da auf beiden Seiten vergeben und vergessen sein wird, was hüben und drüben an Bitterkeit sich an gehäuft hat. Das wird der Tag sein, an dem sich das Wort Hindenburgs erfüllen wird, des herrlichsten Helden, der uns allen, in Demut sich selbst bezwingend, vorangegangen ist auf dem Wege seelischer Wandlung, das Wort: „Wer weiß, wozu es gut war . .

Germanenherz aus dem Buch: Der Deutschenhaß, Author: Erwin Stransky (1919).

ergänzend

Israel: Die zionistische Hasszentrale gegen Deutschland

Schaffende Angehörige aller Nationen, erkennt euren gemeinsamen Feind! Die Hasserfüllte-Seele des Juden Dem Antisemitismus, dem Judenhaß, steht auf jüdischer Seite ein großes Hassen alles Nichtjüdischen gegenüber; wie wir Juden von jedem Nichtjuden wissen, daß er irgendwo in einem Winkel seines … Weiterlesen

Anstifter und Brandstifter – Opfer und Nutznießer

“Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die jüdische Fremdherrschaft zu verewigen.” Reichsgesetzblatt I,  Seite 141 [15.] Gesetz zur Behebung der Not von … Weiterlesen

Warum wir gewaltsam ausgerottet werden sollen

Zuerst das restgermanische Kernvolk, wie der jüdische Ex-Präsident Frankreichs 2008 offiziell angekündigt hatte! Wir Aktivsten vom NJ werden in Unterhaltungen von unwissenden Deutschen immer wieder naiv gefragt: “Warum machen die Politiker das? Das ist doch nicht normal, wie sollen wir … Weiterlesen

Zitate von Juden

„Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind heilige Götter auf diesem Planeten. Wir sind so weit entfernt von den minderwertigen Rassen, wie sie von Insekten sind. (…) Andere Rassen werden als menschliche Exkremente betrachtet. Unser Schicksal ist es, die Herrschaft … Weiterlesen

Sklaverei und Sklavenhaltung

Die Versklavung von Menschen und der Handel mit ihnen ist eine seit Jahrtausenden bestehende Erscheinung in weiten Gebieten der Erde und bis heute nicht vollständig beseitigt.  Menachem Begin über alle “Nichtjuden” „Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind heilige Götter … Weiterlesen

Thema Bevölkerungsdezimierung, Sterilisation und Eugenik

 Die Agenda der Elitejuden zur globalen Bevölkerungskontrolle ist keine “Verschwörungstheorie”, sondern aktenkundig und dokumentiert. Das “Juden-Gen”: Zeige mit dem Finger auf deinen Gegner und beschuldige ihn lauthals für Taten, die du selber begangen hast! ……Totoweise Volkstod und Ausrottung nicht nur … Weiterlesen

Die Kreuzzüge

Jeder zugefügte Schaden muss gleichem Maße beglichen werden. Ob nun, Christ, Moslem oder Jude. Sie werden noch dieses Jahr 2016 für ihre Schandtaten, an Mensch, Natur und Tierwelt zahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Hand um Hand, Fuß um … Weiterlesen

Hochverrat von deutschen Politikern

Die wahren Feinde sind nicht die Menschen in fernen Ländern. Unsere Feinde sind nicht mehrere tausende Kilometer entfernt. Sie sind hier bei uns! ***** Die Deutschlandhasser *****  Strafanzeigen / Strafanträge gegen bundesdeutsche Politiker, „Beamte“ und „Angestellte im öffentlichen Dienst“ wegen … Weiterlesen

Die wahren Feinde der Deutschen

Man kann diese Volksverräter nicht wählen, egal, welche Versprechungen sie machen. Nicht Deutschland schafft sich ab, wie Sarrazin propagiert hat, sondern die hochverräterische Volkszertreter-Politik schafft Deutschland ab und zwar mit aller Macht. Zitat von Napoleon „Es gibt kein gutmütigeres, aber … Weiterlesen

Die Deutschlandhasser

Bei dem Teil müsst ihr den Link zu Youtube nutzen, wegen der Passage von dem Pädo Cohn Bendit, Grünen wollen den Inzest-Paragraphen in Deutschland abschaffen Russisches Fernsehen: Pädophile im Deutschen Bundestag und im EU-Parlament Forderung nach Abschaffung des Paragrafen 173Grünen-Politiker … Weiterlesen

Die Kreuzzüge

Germanenherz Die ChristianisierungJeder zugefügte Schaden muss gleichem Maße beglichen werden. Ob nun, Christ, Moslem oder Jude. Sie werden noch dieses Jahr 2016 für ihre Schandtaten, an Mensch, Natur und Tierwelt zahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Hand um Hand, Fuß um Fuß, Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule, Seele um Seele. So steht es geschrieben, so soll es geschehen!

Der wirtschaftliche Grund für den I & II Weltkrieg, war nur von sekundären Interesse. Primär ging es um ganz andere Interessen. In Rom steht Heute nur noch eine ausgeraubte leere Hülle. Der Vatikan ist heute in Israel bzw. Jerusalem. Das ist der wahre Grund für den Ersten und Zweiten Weltkrieg gewesen.

Das Zentrum von Jerusalem: 666 – Heimat Satans?

Breitengrad und Längengrad ergeben Satans Wohnort gemäß Johannes-Offenbarung

Der Breitengrad ist eine horizontale Linie und stellt die winkelförmige Entfernung, in Graden, Minuten und Sekunden von einem Punkt nördlich oder südlich des Äquators dar.

Der Längengrad ist eine vertikale Linie und stellt die winkelförmige Entfernung in Graden, Minuten und Sekunden von einem Punkt östlich oder westlich der Ersten Meridiane (Greenwich) dar. Die Längengrade werden oft Meridiane oder Parallele genannt.

Die Entfernung zwischen den Graden wird errechnet, indem man den Erdumfang (etwa 25.000 Meilen) durch 360 Grad dividiert. Die Entfernung zwischen den Breitengraden beträgt demnach 69 Meilen oder 111 Kilometer.

Minuten und Sekunden werden zur vollkommen präzisen Ortsbestimmung mit eingerechnet, indem die Längen- und Breitengrade noch in Minuten (‚) und Sekunden („) aufgeteilt sind. 60 Minuten liegen zwischen jedem Grad und jede Minute besteht aus 60 Sekunden. Die Sekunden können nochmals in Zehntel-, Hundertstel- oder sogar in Tausendstelsekunden aufgeteilt werden.

Der absolute Mittelpunkt der Stadt Jerusalem (Yerushalyim) liegt auf 31° 47′ 00 Nord und 35° 13′ 00 Ost. Wenn wir diese Zahlen addieren erhalten wir folgendes Ergebnis:

31º

º47’00

ºNord

+

35º

º13’00

ºOst

=

66

6 (0)

= 666

Selbstverständlich kann es sich dabei um ein Zufall handeln, doch die Wahrscheinlichkeit dieses Zufalls liegt bei über 99.999.999 zu 1. Überprüfen Sie diese Ortsbestimmung bitte selbst unter: http://www.mapquest.co.uk/cgi-bin/ia_find?link=btwn/twn-map_latlong_degrees_form

„Israels Geheimvatikan“. Als Vollstrecker biblischer Prophetie

Der Teufel steckt im Detail sagt man.
Die Zahl 66 sowie die Zahl 6 zieht sich durch die Jüdische Geschichte.

Im Jahr 6 n. Chr. war Judäa zur römischen Provinz Syria geschlagen worden und wurde – mit kurzen Unterbrechungen – von ritterlichen Präfekten verwaltet.
Der große Jüdische Krieg gegen die Römer begann im Jahr 66 n. Chr. in Judäa, ausgelöst durch staatliche und religiöse Unterdrückung

DIE 66 Fragen über des Judentum und die Frage ob es nicht doch vielleicht 666 Fragen sein sollten.

Warum benutzen die Juden ein Gnostisches Symbol, das die Vereinigung Christi und der Sophia, das heißt die Vergöttlichung des Menschen symbolisiert, oder geht es darum nur einige Menschen Göttlich darzustellen ???

01 Waren es nicht Juden, die ihre, die britische Wirtschaft 1887, durch die Herkunftsbezeich-nung: „Made in….“ schützen, und dadurch die deutsche
Wirtschaft zerstören wollten? Der Schuss ging bekanntlich nach hinten los. Ist dies nicht eine krasse Form des RASSISMUS?
02 Waren es nicht Juden, die Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen in den WK I trieben? (Beistandspakt zu Österreich Ungarn – in deren Krieg
gegen Serbien)
03 Waren es nicht Juden, die Deutschland das Versailler Diktat auferlegten?
04 Waren es nicht Juden, die deutsche Maschinen aus den Fabriken stahlen?
05 Waren es nicht Juden, die Polen hochrüsteten um sie als Kriegsgegner Deutschlands aufzubauen?
06 Waren es nicht Juden, die Deutschland aus wirtschaftlichen Gründen in den WK II trieben?
07 Waren es nicht Juden, die dazu aufriefen, keine Deutschen Waren zu kaufen?
08 Waren es nicht Juden, die Deutschland am 24. 03. 1933 den totalen Vernichtungskrieg erklärten?
09 Waren es nicht Juden, welche die NSDAP für Deutschland mit 24 Milliarden US $ die Rüstung für den WK II finanzierten?
10 Waren es nicht Juden, die die NSDAP dafür kauften, STERNE an die deutschen Juden auszugeben?
11 Waren es nicht Juden, die die NSDAP dafür kauften, ARBEITSLAGER für die deutschen Juden nach britischem Vorbild einzurichten?
12 Waren es nicht Juden, die den Druck auf deutsche Juden erhöht sehen wollten, um diese zum Auswandern zu bewegen?
13 Waren es nicht Juden, die Dresden zerbombten und auf Befehl des Juden Abkömmlings Churchill 600 000 (Churchill) Zivilisten ermordeten?
14 Waren es nicht Juden, die in den Rheinwiesenlagern 1,7 Mio Kriegsgefangen und Zivilisten auf Befehl des judenhörigen Roosevelt durch Hunger
ermordeten?Umgesetzt durch den Judenabkömmling Eisenhower)?
15 Waren es nicht Juden, die Märchen über Arbeitslager erzählten und aus ihnen Vernichtungslager machten?
16 Waren es nicht Juden, die zum zweiten Mal die deutschen Maschinen stahlen?
17 Waren es nicht Juden, welche die deutschen Spezialisten und Fachleute entführten?
18 Waren es nicht Juden, die das deutsche Gold stahlen?
19 Sind es nicht Juden, die dem Deutschen Volk seit 70 Jahren die Souveränität verwehren?
20 Sind es nicht Juden, die dem Deutschen Volk seit 70 Jahren die Friedensverträge verwehren?
21 Waren es nicht Juden, die den Hooton Plan ersannen und umsetzen.?
22 Waren es nicht Juden, die den Kaufmann Plan ersannen und umsetzen?
23 Waren es nicht Juden, die den Morgenthau Plan ersannen und umsetzen.
24 Waren es nicht Juden, die den Nizer Plan ersannen und umsetzen?
25 Waren und sind es nicht Juden, die mit Goldmann Sachs, Morgan Fairchild, Rockefeller, Rothschild und anderen Verbrecher, Deutsche mit Lebens
mitteln, Chemie und Pharmazie umzubringen versuchen?
26 Sind es nicht Juden, die Monsanto, Nestle´ und andere gierige, menschenfeindliche Unternehmen beherrschen?
27 Sind es nicht Juden, die das Westjordanland besetzen?
28 Sind es nicht Juden, die das Jordanwasser nur für sich beanspruchen?
29 Sind es nicht Juden, die die Golanhöhen besetzen?
30 Sind es nicht Juden, die ihr Territorium in dem Gebiet „Israel“ immer weiter ausdehnen?
31 Waren es nicht Juden, die die 70.000 Beduinen aus der Negev Wüste deportierten?
32 Sind es nicht Juden, die die Palästinenser ausrotten wollen?
33 Sind es nicht Juden, die die ISIS gegründet haben?
34 Sind es nicht Juden, die die ISIS anführen?
35 Sind es nicht Juden, die Bombenangriffe gegen Syrien fliegen?
36 Sind es nicht Juden, die den Jemen aus arabischen Flugzeugen bombardieren?
37 Sind es nicht Juden, die die Neutronenbombe auf den Jemen warfen?
38 Sind es nicht Juden, die sich hinter den Khassaren (Zionisten) verstecken?
39 Sind es nicht Juden, die sich hinter den Semiten verstecken?
40 Sind es nicht Juden, die die weltweit härtesten Rassegesetze in Israel durchsetzten?
41 Sind es nicht Juden, die die weltweit härtesten Einwanderungsgesetze in Israel durchsetzten?
42 Sind es nicht Juden, die ihre Lügen durch Gesetze schützen lassen?
43 Sind es nicht Juden, die die FED seit 1913 beherrschen?
44 Sind es nicht Juden, die fremde Staaten („Demokratien“) ausbeuten und unterdrücken?
45 Sind es nicht Juden, die fast alle Staaten durch die Herrschaft über den IWF und die Zentralbanken in die Zinsknechtschaft getrieben haben?
46 Sind es nicht Juden, die alle Nationen, die sich nicht ihrem Zinsdiktat unterwerfen wollen, mit Krieg überziehen?
47 Sind es nicht Juden, die sich die USA als Weltgendarmen und Weltaggressor aufgebaut haben?
48 Sind es nicht Juden, die die EU Fahne mit den 12 Sternen als Zeichen ihrer Herrschaft gestalteten?
49 Waren es nicht Juden, denen die Twintowers gehörten?
50 Waren es nicht Juden, die für die Towers 14 Tg. vor dem Zusammenbruch der Gebäude die Versicherung auf den doppelten Wert der Gebäude
abschlossen?
51 Sind es nicht Juden, die seit Moses Zeiten immer wieder von 6 Millionen jüdischen Brandopfern faseln? (3 Mose 1: 14-17).
52 Sind nicht Juden die Herren der Arbeits-, Folter- und Vernichtungslager weltweit?
53 Sind es nicht Juden, die die Menschheit per NWO zu unterjochen versuchen? (Steine von Georgia)?
54 Sind es nicht die Juden, die – vor allem anderen – den Fortbestand der Menschheit gefährden?
55 Sind es nicht Juden, die in weltweit dafür Sorge tragen, dass politische Gegner mundtot bis ganz tot gemacht werden?
56 Sind es nicht Juden, die uns mithilfe ihres Medienmonopols in einer Matrix (Scheinrealität) gefangen halten?
57 Sind es nicht Juden, die in ihrer Geldgier den WK III herbeiführen?
58 Sind es nicht Juden, die aufgrund ihrer „heiligen Bücher“ alle anderen Menschen belügen, betrügen und bestehlen dürfen?
59 Sind es nicht Juden, die seit Anbeginn ihrer Existenz mit a l l e n Völkern in Streit leben?
60 Sind es nicht Juden, die dem Satan als ihrem Gott dienen?
61 Sind es nicht Juden, die für die Körperverletzung von wehrlosen Kleinkindern (Beschneidung der Geschlechtsorgane verantwortlich sind?
62 Sind es nicht Juden, die für das Quälen von Millionen Tieren beim Schächten verantwortlich sind?
63 Sind es nicht Juden, welche so ziemlich alles (z.B. Recht, Wahrheit, Schönheit, Frieden, Freiheit, Liebe, Reichtum, Vielfalt, Leben, Gesundheit,
Zukunft) ins Gegenteil pervertieren?
64 Sind es nicht Juden, die sich für unantastbar halten?
65 Sind es nicht Juden, die sich selber zum auserwählten Volk ernannten?
66 Sind es nicht Juden, die sich für die HERRENRASSE halten?

Alle Gewalt und alles Unglück dieser Welt, geht vom Kapitalistischen Geld geilen Judentum aus und seinen abartigen Verbündeten. Sechs Spitzen hat der Davidstern, sechs Ecken hat er in sich gern, in mitten steht ein Sechseck drin, der Teufel kennt sein Teufelsding.
Hier mal schauen Israel / Palästina Analysen
und hier Jeder Christ ein Sklave der Juden und hier  Christentum Freimaurer und Pyramiden   und hier Juden- und Christentum  der Kreuzzug 2016 hier  Der Yinon-Plan

Schaffende Angehörige aller Nationen, erkennt euren gemeinsamen Feind!

Zensur in der BRD und Eurozone Der israelische Plan zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens. Einer der Gründe, wenn nicht sogar der Hauptgrund der momentanen Völkerwanderung ist, der Yinon-Plan.

Der Yinon-Plan sieht vor, die heute bestehenden arabischen Länder und darüber hinaus den Iran, Afghanistan und Pakistan grundlegend neu zu zeichnen. Die gesamte Region soll fragmentiert werden. Der Zweck ist, schwache Länder zu schaffen, die Israel nicht gefährlich werden und die sich nicht wehren können, wenn Mächte von außerhalb auf ihre Rohstoffe Zugriff nehmen wollen. weiterlesen hier  Der Yinon-Plan

Doch nun schauen wir erstmal wie die Kreuzzüge begann.

· 1. Die Rechtfertigung für die Kreuzzüge
· 2. Auslöser der Kreuzzüge
· 3. Die Geschichte der Kreuzzüge
· 3.1. Der Erste Kreuzzug
· 3.1.1. Der Armenkreuzzug
· 3.1.2. Der Aufbruch der Ritter
· 3.1.3. Der eigentliche Kreuzzug
· 3.1.4. Die Belagerung von Jerusalem
· 3.1.5. Das Ergebnis des Ersten Kreuzzuges
· 3.1.6. Die Kreuzfahrerstaaten
· 3.1.7. Das Leben in den Kreuzfahrerstaaten
· 3.2. Der Zweite Kreuzzug
· 3.3. Der Dritte Kreuzzug
· 3.4. Der Vierte Kreuzzug
· 3.4.1. Der eigentliche Vierte Kreuzzug
· 3.4.2. Der Kinderkreuzzug
· 3.4.3. Der Angriff auf Damiette
· 3.5. Der Fünfte Kreuzzug
· 3.6. Der Sechste Kreuzzug
· 3.7. Der Siebte Kreuzzug
· 3.8. Der Aufstieg der Osmanen
· 4. Die Ritterorden
· 5. Ausrüstung und Kampfesweise
· 5.1. Die Ausrüstung der Kreuzritter
· 5.2. Die Kampfesweise der Ritter
· 5.3. Kampftaktik und Bewaffnung der Muslime
· 5.4. Die Belagerung
1. Die Rechtfertigung für die Kreuzzüge
ritter05Die Zerstörung der vorchristlichen Kulturen wird heute beschönigend Christianisierung genannt. Der Eifer, den die Christen bei der Vernichtung der als Heiden und Ketzer verschmähten Nichtchristen oder vom „rechten Glauben Abtrünnigen“, an den Tag legten, war grenzenlos. Wer die Taufe verweigerte, wurde mit dem Tod bestraft. Wer der Häresie verdächtigt wurde und nicht abschwor, wurde verbrannt. Die qualvollsten Tötungsformen sollten den Widerstand auch des letzten Bewahrers naturwüchsiger Lebensformen brechen.

Die christlichen Gebote wie „Du sollst nicht töten“ galten natürlich nicht für die „Heiden“. In Religionskriegen wurde versucht, die Vormachtstellung der römisch-katholischen Kirche zu sichern, aber natürlich standen auch oft genug Machterhalt der weltlichen Staaten und wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. So unterstütze zum Beispiel das katholische Frankreich im 30järigen Krieg nicht die eigentlich katholische Seite, sondern die protestantischen Schweden.

Die Zerstörung vorchristlicher Lebensformen sollte total sein. Auf germanischen Kultstätten wurden Kirchen gebaut, heilige Haine und Eichen wurden niedergebrannt oder gefällt. Das Julfest wurde zur Geburtsfeier Christi, die Frühlingsfeste zur Trauerfeier der Kreuzigung. Durch die Übernahme dieser und weiterer Feste und ihre Umbenennung versuchte das Christentum den Umstieg der „Heiden“ zu erleichtern.

Dabei waren sie sogar erstaunlich flexibel, wurde doch das Fest der Geburt Christi eigentlich am 6. Januar begangen, aber passenderweise auf die heidnische Wintersonnenwendfeier umgelegt. Die Namen einiger vorchristlicher Götter haben sich aber in den Namen der Planeten (Jupiter, Venus, Mars…) oder Wochentagen halten können. Im romanischen Sprachenraum entsprechen sie den römischen, im germanischen Sprachraum den germanischen Göttern.

Einem Christen ist es durch das fünfte Gebot eigentlich nicht erlaubt zu töten. Trotzdem zogen christliche Krieger im Namen ihres Gottes ins „Heilige Land“, um es mit Schwert und Feuer zu erobern. Christliche Denker des 4. und 5. Jahrhunderts, vor allem der Heilige Augustinus, verfaßten Schriften über die Theorie eines Heiligen Krieges, auf die sich die Kirche im Mittelalter stützte. Diese Theorie besagte, daß Gewalt nicht schlecht oder unchristlich sei, sondern moralisch neutral zu bewerten sei. Gewalt bekäme ihre moralische Bewertung von der Absicht, in der sie geführt werde. Der Zweck heilige die Mittel.

Eine solche Absicht könne, laut diesen Texten, auch Liebe sein. So handle ein Vater, der seinen Sohn schlage, um ihn zu erziehen, nicht unbedingt unmoralisch oder schlecht, sondern wolle seinem Sohn helfen, wolle ihm den rechten Weg weisen. Auch wenn es abstrakt klinge, zeige er, daß er ihn liebe. Die Kirche duldete und unterstützte auch Kriege, wenn ihre Absichten im Sinne des von ihr gelehrten Christentums gerecht waren.

Aber es war ein Grund vonnöten, um einen Krieg zu führen. Auf ein erlittenes Unrecht konnte man durchaus mit Gewalt antworten. So war zum Beispiel Blutrache für einen Christen nicht verboten. Und waren es nicht die Muslime gewesen, welche die heiligen Stätten der Christen eroberten und die Pilger töteten, die ins heilige Land zogen? Man empfand dies als genug Unrecht, um es zu rächen.

Zudem waren die Muslime keine Christen. Sie waren Ungläubige. Für sie hatten Gottes Gebote angeblich keine Geltung. Es war nicht verboten, einen Ungläubigen zu töten, aber es brauchte den Aufruf einer legitimen christlichen Autorität wie den Kaiser oder besser noch den Papst zum heiligen Krieg.

Dies geschah, als am 27. November des Jahres 1095 Papst Urban II. auf der Synode von Clermont zum Zug ins Heilige Land aufrief. Im 9. Jahrhundert schon hatten die Päpste Leo IV. und Johannes VIII. versprochen, daß dem, welcher im Kampf gegen die ungläubigen Muslime falle, alle Sünden vergeben würden und daß ihm ein ewiges Leben sicher sei.

2. Auslöser der Kreuzzüge
Wenige Jahre nach dem Tod Mohammeds (632) eroberten die Araber große Teile Vorderasiens. Im 11. Jahrhundert bedrohten türkische Volksstämme den Orient. Die Seldschuken, türkische Moslems, waren von der Ebene zwischen Euphrat und Tigris aus nach Kleinasien vorgestoßen. Die Seldschuken hatten längere Schwerter und Bögen aus speziellen Hölzern, mit denen sie einen Pfeil bis zu 500 m weit schießen konnten. Außerdem besaßen sie einen kleinen runden Schild, um die Schläge der Gegner abzuwehren.

Man weiß nicht, warum sie nach Kleinasien kamen, doch wahrscheinlich wegen einer Klimaveränderung in ihrer alten Heimat. 1071 schlugen die Seldschuken ein byzantinisches Heer bei Mantzikert in der heutigen Türkei, eroberten Anatolien und besetzten auch die heiligen Städte der Juden und Christen, nicht nur Jerusalem, sondern ganz Palästina. Sie machten Nicaea (heute Iznik) auf der kleinasiatischen Seite des Bosporus zu ihrer Hauptstadt, wo der Seldschukensultan Alp Arslan residierte.

Mit den Seldschuken konnten die Byzantiner nicht fertigwerden. Als 1095 sogar die Hauptstadt ihres Reiches bedroht wurde, wandte sich Kaiser Alexios I. an Papst Urban II. und bat ihn um Hilfe gegen die „Ungläubigen“, die auch das Heilige Land verwüsteten. Er sollte ihm doch gegen die Horden von Seldschuken und gegen die Petschenegen helfen, die den Balkan unsicher machten.

Der Papst sagte ihm diese Hilfe zu, obwohl er weniger Alexios helfen, sondern auch seinen Anspruch als einziger „Stellvertreter Gottes auf Erden“ festigen wollte. Urban II. predigte daraufhin einen Kreuzzug. Er glaubte, die Zeit wäre gekommen, um das Heilige Land zu befreien und die unselige Kirchenspaltung von 1059 im gemeinsamem Kampf rückgängig zu machen.
Am 18.11.1095 ordnete Urban II. eine Versammlung von Bischöfen an, die sich vor allem mit der kirchlichen Reform beschäftigten. Dies sollte die Synode von Clermont sein, zu der Hunderte von Bischöfen und hohen Geistlichen in Südfrankreich zu einer großen Kirchenversammlung zusammenströmten. Der Andrang war so stark, daß kein Haus die Versammelten zu fassen vermochte. Darum mußte Papst Urban unter freiem Himmel sprechen. Wie es überliefert wurde, hielt er folgende Rede:

urban2
Papst Urban II. (Abbildung aus dem 14. Jh.)

„Wehe uns, daß wir stillsitzen und ruhig zuschauen den Missetaten und der Schmach der Stadt Gottes! Darum auf, waffnet euch! Ein jeglicher lege sein Schwert an, um unseren Brüdern zu helfen. Lasset uns ausziehen, und der Herr wird mit uns sein. Im Namen des barmherzigen Gottes und der Apostel Petrus und Paulus verkündigen wir allen, so die Waffen gegen die Ungläubigen ergreifen wollen, vollkommenen Erlaß ihrer Sündenstrafen, und denen, die im Heiligen Streit fallen werden, verheißen wir den Lohn des ewigen Lebens. Nun sollen diejenigen, die ihr Fehderecht gegen die Gläubigen mißbraucht haben, zu einem Kampf ausziehen, der des Beginnes wert ist. Jetzt sollen diejenigen. die lange Räuber waren, christliche Ritter werden. Jetzt sollen jene mit Recht gegen die Barbaren kämpfen, die einst gegen Bruder und Blutsverwandte auszogen! Gott will es!“ Papst Urban II. (Abbildung aus dem 14. Jh.)

Die Geschichten darüber, wie schlecht es den Christen im Heiligen Land angeblich ging, schockierten die Menschen. Jedenfalls muß Urban ein guter Redner gewesen sein, denn er löste eine regelrechte Massenhysterie aus. Tausende riefen: „Deus lo volt!“ (lat.: Gott will es) und ließen sich ein rotes Kreuz, das Zeichen der Kreuzfahrer, auf die rechte Schulter heften.

Die Predigt von Clermont hatte Erfolg im ganzen Abendland. Lange waren die Kreuzzüge die „einende Idee“. Die römische Kirche versprach jedem, der gegen die Slawen in Osteuropa, die Araber in Spanien oder die Türken im Orient zog, Gnade und Ablaß, wobei sie auch das Hab und Gut in der Heimat schützte. Kriegs- und Abenteuerlust, der Wunsch, eine Pilgerreise zu machen, und religiöse Begeisterung kamen zusammen.

3. Die Geschichte der Kreuzzüge

3.1. Der Erste Kreuzzug

3.1.1. Der Armenkreuzzug
Im sogenannten „Armenkreuzzug“, der dem eigentlichen ersten Kreuzzug vorausging, zog eine große Anzahl von armen Bauern und anderer Leute, die meist tief verschuldet waren, nach Jerusalem, um mit frommer Begeisterung dem Aufruf des Papstes zu folgen und die heiligsten Stätten der Christen von der seldschulkischen Besetzung zu befreien.

Man nannte es damals „expeditio“ (Pilgerfahrt). Es waren an die 50.000 bis 70.000 Männer, weil der Papst reiche Beute und den Erlaß ihrer Sünden versprochen hatte, wenn sie im Kampf fallen würden (und es fielen eine Menge der sehr schlecht ausgerüsteten Bauern). Er ernannte Adhémar von Le Puy zu seinem Stellvertreter auf dem Kreuzzug.

Den größten Teil der Strecke legten die Kreuzfahrer zu Fuß zurück. In Mainz, Speyer und anderen Städten töteten sie zunächst die Juden und zogen dann über Regensburg und Nisch nach Konstantinopel. Auf diesem Marsch plünderten sie aus Hunger, manche allerdings auch wegen der Beute, in vielen Dörfern, die sie durchquerten. Die Leute wehrten sich natürlich, und bei Nisch wurden die Kreuzfahrer von den Petschenegen überfallen, einem wilden Volk, das auch den Byzantinern zu schaffen machte.

In Konstantinopel wurden diese ersten Kreuzfahrer ungern gesehen. Der byzantinische Kaiser hatte Angst, daß sie seine Hauptstadt plündern würden. Nicht ohne Grund, denn er hatte von den Plünderungen auf dem Weg dorthin gehört. Nach seinem Hilferuf kamen die christlichen Kreuzfahrer zwar in großer Anzahl, doch Alexios I. hatte sich die Hilfe etwas anders vorgestellt. Er wollte Söldner anmieten, die er mit seinen Geldern bezahlen wollte und die ihm gehorchen sollten.

In ganz Konstantinopel herrschte Angst. Würden die Kreuzfahrer nun angreifen oder nicht? Wegen der Plünderungen und der Gefahr, daß Konstantinopel dasselbe blühen könnte, ließ der Kaiser die heruntergekommen Bauern möglichst schnell über den Bosporus setzen, um sie loszuwerden.

Als die Kreuzfahrer dann in Nicaea eintrafen, wurden sie am 21.10.1096 von den Seldschuken geschlagen und bis auf einen kleinen Rest vernichtet, weil sie nur sehr schlecht bewaffnet waren. Was konnten sie gegen die berittenen und gut geschulten Seldschuken ausrichten, wo sie doch nie gelernt hatten zu kämpfen und außerdem vom langen Anmarsch und der ungewohnten Hitze strapaziert waren?

Wer nach verzweifeltem Widerstand nicht getötet wurde, wurde als Sklave verkauft. Wer nicht an der Front stand, sondern weiter hinten, zog sich nach Konstantinopel zurück und wartete dort auf das Ritterheer.

3.1.2. Der Aufbruch der Ritter
Die Kreuzritter verließen erst Mitte August 1096, unter der Führung Gottfrieds von Bouillon, dem Herzog von Niederlothringen, die Heimat und marschierten auf dem Landweg nach Südosten. Bohemund von Tarent, der ehrgeizigste und skrupelloseste unter den Anführern, segelte mit seinem Heer, wie Robert von Flandern und Stefan von Blois, über das Mittelmeer nach Osten.

Am 23.12.1096 trafen sie in Konstantinopel ein. Das größte Heer leitete Raimund von Toulouse, in dessen Gefolge auch der päpstliche Vertreter Adhemar von Le Puy reiste. Der byzantinische Kaiser Alexios hatte sich auch die Hilfe etwas anders vorgestellt. Er wollte die Kreuzritter anmieten und mit seinem Geld bezahlen. Statt dessen erschienen nach dem armseligen „Bauernheer“ jetzt Heerscharen von westlichen Rittern, vor allem aus Frankreich und Süditalien. Das schlimmste war, daß sie ihre eigenen Fürsten an der Spitze mitbrachten, also keinesfalls „sein“ Söldnerheer sein würden. Es war zu erkennen, daß die Ziele des Kaisers, die Rückeroberung der ehemals byzantinischen Gebiete in Anatolien und im Vorderen Orient, nicht die der Kreuzfahrer waren.

Die normalen Ritter durften nicht in seine prächtige Hauptstadt. Nur die Anführer ließ er hinein. Er hatte Angst davor, daß sie seine Stadt ausplündern und womöglich Konstantinopel besetzen würden. Alexios hoffte, daß ihm die Kreuzritter helfen würden, sein verlorenes Gebiet zurückzuerobern, diese aber hofften, die Byzantiner würden sie bei der Vertreibung der Muslime aus den heiligen Stätten des Christentums helfen. Er verlangte den Vasalleneid.

Lehensleute des byzantinischen Kaisers zu werden, hatten die westeuropäischen Anführer keine Lust, und die sträubten sich zuerst dagegen. Es war daher wohl allen klar, daß die Ziele des byzantinischen Kaisers nicht die des Papstes und der Kreuzritter waren. Aber die Kreuzritter waren auf die Hilfe der Byzantiner angewiesen. Die byzantinische Flotte konnte sie über den Bosporus setzen und bei der Belagerung von Nicea helfen, byzantinische Truppen konnten sie im Kampf gegen die Seldschuken brauchen. Lebensmittel und ortskundige Führer waren nötig, und so leisteten die Fürsten dann aber doch widerwillig den Vasalleneid und versprachen die Rückgabe ehemals oströmischer Gebiete an Byzanz.

Alle Eroberungen, welche die Kreuzfahrer von nun an machten, waren Lehen des byzantinischen Kaisers, dem sie den Treueid geleistet hatten und dem sie Gehorsam schuldeten. Die Kreuzfahrer jedoch dachten, sie würden von den Byzantinern, im Kampf gegen die Seldschuken und bei der Eroberung der heiligen Stätten des Christentums unterstützt, sie dachten aber nicht im Traum daran, ihren Lehensverpflichtungen nachzukommen und die byzantinische Oberhoheit anzuerkennen, wie sich später herausstellte. So ist es nicht verwunderlich, daß beide Seiten sich stets mißtrauten.

3.1.3. Der eigentliche Kreuzzug
Die Kreuzfahrer waren in einem Moment gekommen, wo sich die islamischen Staaten im Umbruch und in inneren Wirren befanden. Nach der Zeit der Abbasidendynastie im 9. Jahrhundert spaltete sich die islamische Welt. Die Abbasiden bekannten sich wie die Mehrheit der Muslime zum sunnitischen Islam. Ab 969 begann die Herrschaft der Fatimidendynastie, die der schiitischen Minderheit angehörte, in Ägypten. Sie konnten ihre Macht auch auf Syrien und Palästina ausdehnen. Die Abbasiden, die ihren Sitz in Bagdad hatten, wurden zu Gefangenen der Buyidendynastie.

Die Seldschuken, türkische Nomaden, waren ein weiterer Machtfaktor. Sie eroberten Afghanistan und Ostpersien und konnten unter Malik Schah von den Fatimiden Syrien und den größten Teil Palästinas erobern. 1070 konnten sie Jerusalem einnehmen. Nach dem Tode Malik Schahs gab es einen Bürgerkrieg, und das Reich der Großseldschuken spaltete sich. Ein Teil von ihnen siedelte sich im westlichen Kleinasien an, der andere Teil im Norden und Osten der Halbinsel.

Das erste Ziel der Kreuzfahrer war Nicaea, die Hauptstadt des Seldschukensultans Arslan. Hier wurde ja schon am 21.10.1096 das Bauernheer geschlagen. Weil der Sultan die Kreuzritter deswegen unterschätzte, konnten sie mit byzantinscher Hilfe die Stadt einnehmen. Die Stadt war nämlich so gelegen, daß sie sie nicht ohne militärische Hilfe vom Meer aus hätten erobern können.

In der glühenden Hitze Anatoliens zogen sie weiter. Am 01.07.1097 besiegten sie auf ehemaligem byzantinschem Gebiet nahe bei Doryläum die Seldschuken ein weiteres Mal. Danach teilten sie sich. Das größere Heer zog über Cäsarea in Richtung der syrischen Stadt Antiochia. Sie trafen Ende September zunächst in der von ihren Einwohnern verlassenen Stadt Cäsarea ein. Die Bevölkerung war aus Angst geflohen.

Die Kreuzritter waren in Begleitung einer byzantinischen Heeresabteilung durch Anatolien weitergezogen, nicht ohne zuvor dem Kaiser bei einer Zusammenkunft die schon zuvor geleisteten Eide erneuert zu haben. Nach Überschreiten des mittleren Taurus auf schlechten Pfaden brach die Eintracht der Verbündeten jedoch entzwei. Balduin von Boulogne und der Normanne Tankred stritten sich um die Städte Kilikiens, bis Balduin dann in Richtung auf den Euphrat vordrang, ohne freilich seine dortigen Eroberungen um die Stadt Edessa dem griechischen Kaiser zu übergeben, was auch Tankred nicht beabsichtigte. Statt dessen gründete er dort die Grafschaft Edessa.

Im Oktober 1097 standen die Kreuzritter vor Antiochia und belagerten die Stadt bis Anfang Juli 1098. Dann ergab sie sich. Die Belagerung hatte fast sieben Monate gedauert, und die Byzantiner und Armenier hatten dabei geholfen. Es hatten sich inzwischen auch einige französische Kreuzritter die Macht über Edessa geholt. Balduin von Boulogne gründete sich hier einen eigenen Staat, der sich zu beiden Seiten des Euphrat ausbreitete. Dies war der erste Kreuzfahrerstaat im Orient, aber es blieb nicht der einzige, südlich davon entstanden später noch mehr. Der Kaiser von Byzanz wartete vergeblich darauf, daß ihm sein Land zurückgegeben wurde.

Die Kreuzritter zogen weiter nach Süden und nahmen unterwegs einige Hafenstädte in ihren Besitz. Über Beirut, Tyros und Akkon gelangten sie nach Haifa und Jaffa, wo sie dann nach Osten schwenkten. Am 6. Juni zog der Normanne Tankred, ein Neffe Bohemunds von Tarent, mit seinem Heer in Bethlehem ein. Von der Spitze des Berges „Montjoie“ (Berg der Freude) sahen sie etwas später Jerusalem vor sich liegen.

3.1.4. Die Belagerung von Jerusalem
Jerusalem war eine gut befestigte Stadt. Hier lebten Christen und Juden mit den Muslimen ziemlich friedlich zusammen. Jahrhundertelang stand die Stadt unter muslimischer Herrschaft. Die muslimischen Herrscher erhoben von den Christen besondere Steuern, aber die Christen mußten nicht zum Islam konvertieren. Doch als die Moslems vom Anrücken christlichen Heere erfuhren, wiesen sie die Christen kurzerhand aus ihrer Stadt aus. Sie befürchteten, von ihnen verraten zu werden.

Am 07.06.1099 trafen die Kreuzfahrer vor den Mauern von Jerusalem ein. Es stand der Stadt eine Belagerung bevor, auf welche die Fatimiden gut vorbereitet waren. Sie ordneten die Evakuierung der christlichen Bevölkerung an, die in der Überzahl gegenüber den Juden und den Arabern war. So mußten sie die Christen nicht ernähren, und die Sicherheit innerhalb der Stadtmauern wurde gewährleistet.

Dann vergifteten und verstopften sie die Brunnen der Umgebung, so daß die Europäer Durst leiden mußten, denn die Gegend um Jerusalem ist dürr und wasserarm. Doch ein Soldat entdeckte eine Quelle. Sie wird „Gihon Quelle“ genannt, und ohne sie hätten es die Kreuzritter nie geschafft, die Stadt einzunehmen.

Als das Wasserproblem gelöst war, mußten sie erst einmal losziehen, um Holz für Belagerungstürme und Leitern zu holen. Das kostete viel Zeit. Erst am 13. Juni 1099 versuchten die Kreuzfahrer, die Stadt zu erobern, doch das Heer war schlecht ausgerüstet und am Verdursten. Schließlich gelang es ihnen doch, mit Hilfe einer kleinen genuesischen Flotte, die über Holz verfügte, Belagerungstürme herzustellen. Vor dem Sturmangriff machten sie eine Bittprozession um die Wälle von Jerusalem und schritten zum Ölberg. Ihre inbrünstigen Gesänge und Gebete waren in der Nähe der Stadtmauer zu hören.

Am 15. Juli 1099 gegen Mittag war die Eroberung der Stadt nur noch eine Sache von Stunden. Man sagt, es seien 15.000 Männer gewesen, die Jerusalems Mauern in einer furchtbaren Schlacht bezwangen. Die Kreuzfahrer hatten die Belagerungstürme bis dicht vor die Stadtmauer geschoben. Sie stießen zur Al-Aksa-Moschee vor. Die Araber hatten zuvor versucht, aus ihr eine Festung zu machen. Tankred besetzte sofort die Al-Aksa-Moschee, sie war damals ein wichtiger Ort muslimischer Gottesverehrung. Und hier begann dann das schreckliche Gemetzel, das sich durch die ganze Stadt zog.

Der Statthalter hatte sich von den Kreuzfahrern losgekauft und ihnen die Stadt ausgeliefert. Außer dem Gouverneur und seinem Gefolge kamen wenige mit dem Leben davon, unwichtig ob Muslim oder Jude. Es hat nie ein schlimmeres Blutbad in Jerusalem gegeben. Die Kreuzfahrer verschonten weder Frauen noch Kinder. Sie waren wie im Rausch, liefen durch die Totenstadt, plünderten die Häuser und rafften Gold, Silber und Pferde zusammen. Die Soldaten aus Ägypten und dem Sudan, die sich im Felsendom ergeben hatten, wurden erschlagen, alles war blutbefleckt, und an jeder Hausecke fanden sich grausam zugerichtete Leichen.

Die meisten Juden hatten sich in die Synagogen geflüchtet, doch diese wurden von den Kreuzfahrern angezündet. Brennende Dachbalken stürzten auf die Betenden herunter und erschlugen viele. Viele erstickten im Rauch, die meisten starben durch die Flammen. Die Schlacht hatte nur zwei Tage gedauert, aber es waren kaum Juden und Moslems am Leben geblieben. Die Leichen wurden eilig verbrannt, da man große Angst vor Seuchen hatte.

Warum die Kreuzfahrer ein solches Gemetzel veranstaltet haben, kann man nur vermuten. Wahrscheinlich war es der pure Fanatismus, ein Blutrausch. In diesen zwei Tagen haben sie ihre ganze Aggression nach drei Jahren Krieg auf diese Weise verarbeitet.

3.1.5. Das Ergebnis des Ersten Kreuzzuges
Die meisten Kreuzfahrer machten sich nach der Eroberung des heiligen Grabes wieder auf den Heimweg. Einige blieben, und andere kamen dazu. Nach der Nachricht von der Eroberung Jerusalems kamen viele hierher und siedelten sich im Heiligen Land an. Sie lebten, wie sie es gewohnt waren, nämlich als Ritter auf Lehen. Die übergeordneten Fürsten gaben ihren Vasallen also Grund und Boden. Dafür schuldete der Lehensmann seinem Lehnsherrn Dienste, genauso wie in Europa. Zusätzlich waren beide durch ein persönliches Treueverhältnis miteinander verbunden.

Am Weihnachstag des Jahres 1100 wurde Balduin I. in der Geburtskirche von Bethlehem zum König von Jerusalem gekrönt. Balduins Vorgänger war sein Bruder Gottfried von Bouillon, dieser nannte sich damals nur „Beschützer des heiligen Grabes“. Jerusalem war auch der wichtigste Kreuzfahrerstaat. Ihm wurden alle bisher und auch später gegründeten Kreuzfahrerniederlassungen unterstellt.

Gottfried von Bouillon wurde zum Beschützer des Heiligen Grabes gewählt. Sein Nachfolger Balduin sollte als erster den Titel des Königs des Königreichs Jerusalem annehmen. Andere Fürsten schufen sich eigene Miniaturreiche im Morgenland. Doch schon bald gab es Fehden und Kleinkriege unter den Adligen. Als stabilisierendes Element wurden von kirchlicher Seite die Ritterorden gegründet.

Im Ergebnis des Ersten Kreuzzuges gelang es den Byzantinern aber, Teile Kleinasiens, vor allem einen Streifen an der Küste, wiederzugewinnen. Byzanz versuchte nun, die Kreuzfahrerstaaten und die arabischen Staaten etwa gleich stark zu halten, denn wenn die Kreuzfahrerstaaten zu stark würden, dann würden sie sich selbständig machen. Doch wenn die arabischen Staaten zu stark würden, so würden sie die Kreuzfahrerstaaten auslöschen.

Natürlich versuchte Byzanz, seine Lehenshoheit über die Kreuzfahrerstaaten durchzusetzen, was im Falle Antiochias schon 1137 gelang. 1159 kam das Königreich Jerusalem unter die Lehensherrschaft des byzantinischen Kaisers Manuel Komnenos.

In Anatolien war Byzanz nicht so erfolgreich. Die Seldschuken faßten wieder festen Fuß. Die griechische Bevölkerung begann zunächst, vor ihnen in die Städte und an die Küsten zurückzuweichen. Am 17.09.1176 erlitten die Byzantiner eine schwere Niederlage gegen die Seldschuken bei Myriokephalon. Eine Wiedereroberung Zentralanatoliens erwies sich als unmöglich.

Viele Kreuzfahrer und ihre Nachkommen blieben in den Städten des Orients. Die öffentlichen Einrichtungen wie Kanalisation, Straßenbeleuchtung und Fließwasser waren hier viel besser als in Europa. Die Christen lebten ein gutes Leben und ließen es sich gut gehen.

Viele fingen an, sich wie Muslime mit Turban und langen leichten Gewändern zu kleiden. Sie gewöhnten sich auch bald an die arabischen Speisen mit Pfeffer, Ingwer und Nelken. Es schmeckt ja auch ganz vorzüglich, weshalb diese Gewürze immer mehr von den italienischen Seestädten nach Europa eingeführt wurden. Schreiben und Lesen, was für die Muslime nichts Ungewöhnliches war, fingen auch viele Christen zu lernen an. Wenn sie einmal krank waren, suchten sie gerne einheimische Ärzte auf, die sie mit natürlichen Heilmitteln behandelten.

So gewöhnten sich die Christen mehr und mehr an die Lebensgewohnheiten der Muslime. Sie zogen sich ähnlich an wie diese und aßen ihre Speisen. Die Christen konnten ja auch ihren Lebensstandard durch die Kanalisation, Staßenbeleuchtung und andere öffentliche Einrichtungen verbessern.

Alexios bekam trotz allem wenigstens einen Teil seines Landes wieder zurück, nämlich Küstengebiete in Kleinasien, und der Papst konnte seinen Anspruch als einziger „Stellvertreter Gottes“ festigen. Die römische Kirche festigte ihren Einfluß in Palästina. Die einfachen Ritter konnten auch nicht klagen, erst recht nicht die großen Herren, welche die neuen Staaten gegründet hatten. Sogar die einfachen Leute hatten einen Luxus, den sie zu Hause nicht besaßen.

3.1.6. Die Kreuzfahrerstaaten
Nachdem es den Kreuzfahrern überraschenderweise recht schnell gelang, Boden im Heiligem Land zu gewinnen, und nach der Eroberung der Heiligen Stadt Jerusalem am 15.07.1099, begannen sie in den eroberten Gebieten eigene christliche Feudalstaaten nach dem Vorbild ihrer fränkischen Heimat zu gründen, um ihre Machtstellung im Nahen Osten zu festigen. Diese Staaten nannte man Kreuzfahrerstaaten, zu denen man das Königreich Jerusalem, die Grafschaft Edessa, das Fürstentum Antiochia, das Königreich Klein-Armenien, die Grafschaft Tripolis und zuletzt das Königreich Zypern zählte.

Um diese Staaten zu finanzieren, erhob der regierende Hochadel eine Kopfsteuer und Ernteabgaben von Christen, Juden und Muslimen gleichermaßen. Die Monarchen der Kreuzfahrerstaaten teilten ihr Land genauso wie im Abendland in Lehen ein, die sie an ihre Vasallen vergaben. Um die für die Abendländer riesigen Städte zu regieren, ernannten sie Vicomtes, Vizegrafen.

Aber trotz alledem waren die Kreuzfahrerstaaten von der abendländischen Heimat abhängig. Ohne den Nachschub aus Westeuropa hätten sie die großen Verluste an Kriegern nie ersetzen können, zumal auch viele Ritter und ihre Fußsoldaten in die gelobte Heimat zurückkehrten. Aber mit den neuen Rittern und Fußsoldaten kamen auch Pilger, Handwerker und sogar Künstler, von der Kirche aufgerufen, als Siedler und friedliche Kreuzfahrer ins Heilige Land, um dort ihr Gewerbe in den Kreuzfahrerstaaten auszuüben und damit zu helfen, die jungen Staaten zu unterstützen. Die Zurückkehrenden brachten viel von der muslimischen Kultur und Baukunst nach Westeuropa mit.

So blieb zum einem der Kreuzzuggedanke von Generation zu Generation erhalten und zum anderen entstand ein reger Handelsverkehr und Austausch zwischen den Kreuzfahrerstaaten und dem Abendland. Fernhändler hatten hierbei eine große Bedeutung. Sie besaßen viele Handelsniederlassungen in den großen Hafenstädten des Morgenlandes. Einige der bedeutendsten Kaufleute waren die Venezianer, die ihr Hauptkontor in Tyrus hatten, die Genuesen und die Händler aus Pisa mit ihren Haupthandelsniederlassungen in Akkon.

Die Schiffe dieser Händler brachten auf ihrem Weg vom Abendland in den Nahen Osten Pilger, neue Truppen und Waren, welche die Kreuzfahrer in ihren neuen Staaten nicht bekommen konnten, wie zum Beispiel Waffen und Rüstungen. Auf ihrem Rückweg brachten sie begehrte und luxuriöse Waren aus dem fernen und nahen Orient nach Westeuropa: Gewürze wie Zimt, Pfeffer, Natron, Ingwer, Muskat, Nelken, Anis, Safran, Drogen und Arzneimittel wie Myrrhe, Weihrauch, Balsam, Aloe, Kampfer, kostbare Stoffe wie Seide, Gaze, Damast, Satin, Brokat, Kamelhaar, edle Hölzer wie Sandelholz, aber auch andere Kostbarkeiten wie Elfenbein, Edelsteine, Perlen, Alaun, Porzellan, Glaswaren, Purpur und Indigo, Parfüm oder exotische Speisen wie Reis, Melonen, Zitronen, Datteln, Feigen und Orangen.

Viele dieser Waren kamen durch Karawanen und Segelschiffe aus den entferntesten Gebieten, wie aus Indien, von den malaiischen Inseln, aus den Tiefen der Sahara und sogar aus dem fernem China über die Seitenstraße. Dieser Handelsverkehr, Levantehandel genannt, zwischen den italienischen und südfranzösischen Kaufleuten und den Händlern des Nahen Ostens blieb selbst nach der Kreuzzugszeit erhalten. Durch Erhebung von Hafengebühren, Zöllen und Marktgebühren profitierten auch die Kreuzfahrerstaaten im Heiligen Land von diesem Handel.

3.1.7. Das Leben in den Kreuzfahrerstaaten
Trotz der neuen Herren änderte sich das Leben der islamischen Bevölkerung in den Kreuzfahrerstaaten kaum. Man versuchte die Muslime von der abendländischen und christlichen Lebensart zu überzeugen, hatte aber keinen Erfolg. Die Völker des Morgenlandes waren einfach völlig anders geartet, ihre Lebenseinstellung der westlichen zu fremd.

Die einheimische Bevölkerung war den Christen zudem an Kultur und Bildung weit überlegen. Ihre Kenntnisse in Philosophie und in den Wissenschaften der Mathematik, Geographie, Chemie und Astronomie basierten auf dem Wissen der antiken Griechen und waren durch ihre Wissenschaftler und Gelehrten erweitert worden. Ihre Philosophie und ihr Glaube waren flexibler und toleranter. Bevor die Kreuzfahrer im Heiligen Land einzogen, lebten dort Muslime, Juden und sogar Christen friedlich miteinander.

Ihre Medizin war hoch entwickelt, während die abendländischen Ärzte nicht mehr als Scharlatane und Quacksalber waren. Entzündete oder gebrochene Gliedmassen wurden bei uns amputiert, auf Wunden tat man Salz oder Essig, bei Fieber oder anderen Erkrankungen diagnostizierte der Arzt, daß der Patient vom Teufel befallen sei, und trieb diesen aus, indem er dem Patienten in die kahlrasierte Schädelhaut ein Kreuz ritzte. Viele Patienten erlagen diesen Heilmethoden, anstatt zu genesen.

Die moslemischen Ärzte aber waren mit vielen Körperfunktionen und -vorgängen vertraut. Sie kannten viele Heilkräuter wie Myrrhe, Balsam, Moschus, Kampfer und Sennesblätter. Bei Geschwüren und Verwundungen benützten sie Umschläge, bei Magenverstimmung oder anderen Beschwerden verordneten sie wirksame Diäten. Deshalb bevorzugten die Kreuzfahrer die einheimischen Ärzte gegenüber den ihren.

Die mathematischen Kenntnisse des komplexen arabischen Zahlensystem übernahmen die Muslime aus Indien. Die Ritter und Krieger der Muslime waren nicht nur mutige und tapfere Kämpen, sondern auch von hoher Bildung und Kultur. Fast jeder besser gestellte Muslim beherrschte die Kunst der Schrift und des Lesens, während die meisten christlichen Krieger Analphabeten waren.

Schon nach kurzer Zeit begannen die christlichen Invasoren die Kultur und die Lebensweise der Muslime zu übernehmen und sie zu ihrem Nutzen zu gebrauchen. Es kam wie zuvor in Spanien und auf Sizilien zu einer Verschmelzung abendländisch-christlicher und morgenländisch-islamischer Kultur. Diese Verschmelzung beeinflußte auch unsere Kultur, unsere Wissenschaften und unsere Architektur durch die zurückkehrenden Kreuzfahrer nachträglich.

Die Kreuzritter führten im Heiligem Land nach der Weise der muslimischen Lebensart ein angenehmes und luxuriöses Leben. Um sich dem Klima anzupassen, gewöhnten sie es sich an, die luftigen Mäntel, Burnus, Turbane und Sandalen, wie sie die Einwohner dort trugen, ebenfalls zu tragen. Auch waren sie nun auf ihre Schönheit bedacht. Sie legten Wert auf kostbare und edle Kleidung und ließen sich sehenswerte Haar- und Bartfrisuren schneiden, wie es bei den Moslems üblich war.

Sie übernahmen auch die morgenländische Hygiene, die im Gegensatz zu den erbärmlichen Hygieneverhältnissen in Westeuropa sehr weit entwickelt war. Die Angewohnheit, sich täglich zu waschen, galt im Westen als überflüssig, obwohl sie vielen Krankheiten vorbeugte.

Auch der Gebrauch von Schönheitsmitteln und Duftstoffen war im Abendland verpönt, weil dadurch die Todsünde der Eitelkeit entstünde. Dennoch gewöhnten sich die europäischen Frauen und Töchter, die man mit ins Morgenland genommen hatte, an, die kostbaren orientalischen Parfüme zu benutzen, und machten es den einheimischen Frauen gleich, sich das Gesicht zu pudern und Lippen und Wangen mit Ocker rötlich zu färben. Außerdem trugen sie wie die Frauen der Muslime einen Schleier vor dem Gesicht, um sich vor der Hitze zu schützen.

Bald ernährten sie sich nicht mehr von den einfachen Gerichten des Abendlandes, sondern erfreuten ihren Gaumen mit den edlen und gewürzten Speisen des Orients. Süßem Wein oder Fruchtsäften, durch Schnee aus den Gebirgen gekühlt und fremdartigen und exotischen Früchten waren sie sehr zugetan.

Aber auch die Macht und die Bedeutung von Bildung lernten sie zu schätzen. Sie erlernten die Kunst der Konversation, vornehmes Benehmen, Künste wie Musik und Malerei und den Umgang mit Frauen und Liebe. Kultur und Bildung entwickelten sich während dieser Zeit zu einer weiteren Tugend eines Ritters. Um sich zu unterhalten, veranstalteten sie wie in ihrer Heimat Turniere und Jagden. Von den Einheimischen lernten sie Spiele wie Schach oder Dame, die später zu einer gern gesehenen Unterhaltung eines Ritters wurden.

Aber sie fanden auch Gefallen an der orientalischen Musik und an orientalischen Tänzen, besonders aber auch an den Tänzerinnen. Einige Ritter heirateten sogar einheimische Frauen. Dennoch schloß selten ein Kreuzritter Freundschaft mit den Muslimen. Zudem ist kaum ein Fall bekannt, daß ein christlicher Ritter sich zum Islam bekehrte.

Aber es gab auch Not und Elend zu ertragen. Die Hitze im Morgenland machte den europäischen Heeren sehr zu schaffen, die das heiße Klima nicht gewohnt waren. Die endlosen, unwirtlichen Wüsten, in denen es kein Wasser gab, forderten ihren Tribut. Viele Pferde und auch Ritter verdursteten. Hinzu kamen schwere, zum Teil unbekannte Krankheiten und Epidemien wie die Pest, die ganze Heere zum Verschwinden brachten.

Aber die Kreuzfahrer kamen in Westeuropa in schlechten Ruf. Nachfolgende Pilger und Siedler stellten voller Erstaunen und Entsetzen fest, daß die Christen, die schon länger in den Kreuzfahrerstaaten lebten, den ungläubigen Muslimen immer ähnlicher wurden. Sie mußten zusehen, wie ihre Glaubensgenossen mit ihren größten Todfeinden jagten, feierten und sogar deren Töchter zur Frau nahmen.

Ein Pilger schrieb über die Kreuzritter: „…verweichlicht, mehr ans Baden als ans Kämpfen gewöhnt, und sie kleiden sich wie Weiber in Samt und Seide…“ Im Abendland reagierte man empört über das Verhalten der Kreuzfahrer. Sie wurden als Sünder bezeichnet, ihr Tun galt als Verrat am Christentum. Über ihre Frauen wurde behauptet, daß sie von den Frauen der Moslems die Hexerei erlernt hätten.

Der christliche Glaube besagt, daß Gott die Sünder bestraft. Dies sollte sich mit der schmachvollen Niederlage in der Schlacht von Hattin am 04.07.1187 und mit der Eroberung Jerusalems durch Saladin am 2. Oktober des gleichen Jahres erfüllen. Trotzdem war die Berührung mit der fremdartigen Kultur des Islam für das Christentum von großer kultureller Bedeutung.

Obwohl die Kreuzfahrer längere Zeit im Heiligen Land lebten und viel von der Lebensart der Muslime übernahmen, entstand zwischen den christlichen Eroberern und der muslimischen Bevölkerung nicht gerade ein sehr freundschaftlicher Kontakt. Schon in früheren Zeiten hatten Christen und Muslime schlechte Erfahrungen miteinander gemacht und konnten daher auch nicht ohne Vorurteile dem anderem Glauben begegnen. Zudem war es den Moslems wohl bewußt, daß sie den Christen sowohl wissenschaftlich als auch gesellschaftlich in vielen Aspekten weit überlegen waren.

Die Muslime hatten außerdem wenig Verständnis für die abendländischen Bräuche und Sitten. Sie waren verwundert über diese Lebensart und konnten sie in keiner Weise verstehen. Deshalb gelang es nie, unter der muslimischen Bevölkerung in den Kreuzfahrerstaaten abendländische Sitten einzuführen.

Die Muslime konnten auch nie verstehen, daß die Christen ihren Frauen gewisse Freiheiten ließen, denn sie hielten ihre Frauen abgesondert und heirateten bisweilen sogar mehrere. Ein berühmter arabischer Zeitgenosse, Usama ibn Munquidh, schrieb: „…Die Franken kennen weder Ehrgefühl noch Eifersucht…“

3.2. Der Zweite Kreuzzug
Erst jetzt kam ein Gegenstoß der Moslems. Doch diese Verspätung war keineswegs der Kampfkraft der Europäer zuzuschreiben. Es begann die Aufrüstung für den Djihad, den Heiligen Krieg, denn schon der Prophet Mohammed hatte gesagt: „Gott liebt diejenigen, die für seine Sache kämpfen.“

Der erste Führer im muslimischen Gegenkreuzzug war Zengi, der Statthalter von Mossul. Er eroberte mit seinem Heer den östlichen Teil der christlichen Fürstentümer Tripolis und Antiochia. 1143/44 nahm er auch Edessa ein, womit das erste christliche Fürstentum im Heiligen Land fiel. Zengi starb 1146.

Das Ziel des 2. Kreuzzuges (1147 bis 1149) war es, das verlorengegangene Edessa, das 1143/44 von den Seldschuken unter Zengi erobert worden war, zurückzugewinnen. Dieser Verlust und die vorausgegangene Eroberung von Antiochia (1137) durch die Byzantiner unter Johannes II. löste im westlichen Europa Besorgnis und Wut aus. Dazu konnte es kommen, weil die Kreuzfahrerstaaten untereinander zerstritten waren und sich daher nicht gegenseitig zu Hilfe kamen. Sie hatten sich Land angeeignet, das ihnen nicht gehörte. Die Folge davon war, daß jetzt die angrenzenden Länder zurückschlugen. In dieser Situation bat der König von Jerusalem um Hilfe beim Papst.

So kam es dazu, daß Bernhard von Clairvauk an 31.03.1146 die Christenheit zum 2. Kreuzzug aufrief, weil sogenannte Heiden drohten, das gelobte Land zu erobern. Bernhard konnte auch Kaiser Konrad III., König Ludwig VII. und ihre Heere überreden, am Kampf teilzunehmen. Ein Motiv mitzukämpfen war es, daß ein Kreuzzug die Vergebung aller Sünden versprach.

Sie brachen 1147 auf, wobei die Franzosen den Seeweg nahmen und sich die Deutschen von Regensburg aus für den Landweg über Ungarn entschieden hatten. In Byzanz trafen die Heere zusammen und plünderten dort wegen Lebensmittelknappheit. Das ließ Manuel I., Kaiser von Byzanz, sich nicht gefallen. Der forderte eine Huldigung, die ihm die Fürsten nicht entgegenbrachten. Sie aber forderten einen ihnen gemäßen Empfang, den Manuel seinerseits verweigerte.

Kurz danach wurde Konrad bei Doryläum von den Seldschuken angegriffen. Er erlitt schwere Verluste bei dieser Auseinandersetzung, so daß er über den Seeweg mit Hilfe der byzantinischen Flotte ins Heilige Land fliehen mußte.

1148 wurde dazu Ludwig von den Muslimen bei Laodicea angegriffen, so daß Ludwigs Heer sehr geschwächt worden war. Manuel I. von Byzanz steckte in einem Zwiespalt. Auf der einen Seite wollte er nicht, daß die Kreuzfahrerstaaten an die Muslime verlorengingen, da er dann keinen Gewinn mehr aus ihnen ziehen konnte. Anderseits war er nicht an allzustarken Kreuzfahrern interessiert, weil sie dann nicht mehr von ihm abhängig gewesen wären.

Als alle dann wieder zusammen waren, planten Konrad, Ludwig und der König von Jerusalem den Eroberungszug gegen Damaskus, obwohl es neutral und von den Kreuzfahrerstaaten abhängig war und mit dem Anlaß des Kreuzzugs nichts zu tun hatte. Nachdem die Stadt angegriffen worden war, merkte sie, daß sie vor den Kreuzfahrerstaaten nicht mehr sicher sein konnte und verbündete sich mit den islamischen Staaten. Auch der Eroberungsfeldzug gegen Askalon war fehlgeschlagen. Nun war klar, daß der 2. Kreuzzug 1149 verloren war, und sie Edessa wegen der Übermacht der Feinde nicht mehr zurückerobern konnten.

3.3. Der Dritte Kreuzzug
Die Moslems führten ihren heiligen Krieg weiter. Zengis Sohn Nur ad Din konnte 1154 Damaskus einnehmen und gewann schließlich sogar die Kontrolle über Ägypten. Saladin, der Sohn eines Kurden, war Nur ad Dins Vasall. Nur ad Din betraute ihn gerne mit verantwortungsvollen Aufgaben. Als der Kalif al-Adid von Ägypten Nur ad Din um Hilfe bat, weil er fürchtete, von den Franken überrannt zu werden, zögerte Nur ad Din nicht, denn er wollte schon lange in Ägypten Fuß fassen.

Saladins Onkel Schirkuh wurde beauftragt, mit dem Heer nach Ägypten zu ziehen. Saladin war mit dabei. Schirkuh erhielt vom Kalifen die Ernennung zum Wesir und feierte sich über dem Triumph zu Tode. Saladin wurde sein Nachfolger. Er war nach dem Kalifen der zweitmächtigste Mann in Ägypten geworden. Nach al-Adids Tod machte er sich zum Herrscher über Ägypten, indem er das Palastgelände besetzte und alle Anhänger der alten Regierung hinrichten ließ.

Die sunnitische Bevölkerung, die wahrend der schiitischen Dynastie der Fatimiden ihrem Glauben treugeblieben war, tolerierte den sunnitischen Herrscher. 1175 wurde er zum Sultan ernannt. Er hatte nun eine neue Dynastie, die der Ayiubiden, gegründet. Saladin benannte diese Dynastie nach einem Vorfahren.

Nur ad Din starb 1174, und da er keinen geeigneten Nachfolger hinterließ, war der Weg für Saladin frei. Seinem Heer gelang ein erster Vorstoß auf das Königreich Jerusalem, und es belagerte die Festungen Darum und Gaza. Es konnte sogar den Hafen Akaba am Roten Meer erobern.

Ein halbes Jahr nach Nur ad Dins Tod zog Saladin in Damaskus ein. 1183 gelang es ihm, Aleppo einzunehmen. Damit war die Einkreisung der Kreuzfahrerstaaten vollendet. Nachdem ein Kreuzfahrerheer bei Hattin eingekreist und seine Reste gefangengenommen worden waren, war Saladins Sieg vollständig. Das Land lag nahezu schutzlos vor ihm. Er eroberte fast alle Kreuzfahrerbesitzungen in Syrien und Palästina. Ein arabischer Chronist nennt 52 Städte und Festungen, die er eroberte. Die Zitadelle von Tiberias, die Echive von Tripolis übergab, machte den Anfang. Danach folgten Akkon und Askalon.

Im Jahre 1187 konnte Saladin am 2. Oktober nach vierzehntägiger Belagerung Jerusalem zurückerobern. Saladin wollte nicht wie die Christen handeln. Die Christen konnten sich freikaufen. Zehn Dinare kostete ein Mann, 5 Dinare eine Frau und 1 Dinar ein Kind. Saladin wies seine Männer an, mit der Bevölkerung nicht brutal zu sein. Im Jahre 1190 hielten die Franken nur noch einige Küstenplätze und Burgen, und zwar Tyrus, Tripolis, Tortosa, Antiochia, Krak des Chevaliers und Margat.

Nach der Eroberung Jerusalems im Jahre 1187 fing man in Europa an, zum 3. Kreuzzug (1189 bis 1192) zu rüsten. Kaiser Friedrich I. Barbarossa von Hohenstaufen stellte sich in Kreuzzugbegeisterung an die Spitze. Man entschied sich für den Landweg, da die Flotte für den Seeweg zu schwach war und es zu wenig Schiffe gab. So brach Kaiser Friedrich am 11.05.1189 mit dem größten Teils eines Heeres von Regensburg auf. Sein Heer bestand aus ca. 100.000 Mann. Sein Sohn Richard segelte mit der italienischen Flotte, damit das Heer problemlos über die Dardanellen übersetzen konnte. Der 67 Jahre alte Mann schloß Verträge mit den Seldschuken in Anatolien, um die Durchreise zu sichern. Als die Kreuzfahrer dann in Anatolien ankamen, wurden sie mehrfach angegriffen, weil ihre Verträge wegen eines Herrscherwechsels auf seldschukischer Seite ungültig geworden waren.

Jetzt kam er nur noch schwer voran, da die große (ungewohnte) Hitze Seuchen hervorrief und die Bedingungen immer unhygienischer machte. Nach einer siegreichen Schlacht bei Ikonion ertrank Kaiser Friedrich I. Barbarossa am 10.06.1190 im Fluß Saleph, so daß sein Sohn Herzog Friedrich von Schwaben die Führung des Heeres übernahm. Wegen mangelndem Vertrauen in Herzog Friedrich kehrten viele um. Am 07.10.1190 erreichte er dann mit einem Teil des Heeres Akkon, wo er 1191 starb.

Ein Streit zwischen Engländern und Franzosen verzögerte ihren Aufbruch, sie starteten 1190 zum 3. Kreuzzug. Die Franzosen zogen von Vezelay in Burgund unter König Philipp II. August nach Marseille und nahmen dort den Seeweg über Korsika nach Messina auf Sizilien.

Die Engländer unter König Richard Löwenherz starteten von London aus und nahmen ebenfalls den Seeweg, aber um Portugal und Spanien herum mit Zwischenstop in Lissabon nach Messina, wo sie sich mit den Franzosen trafen. Im Frühjahr 1191 fuhren sie dann gemeinsam, trennten sich aber kurze Zeit später wegen Streitereien.

Um Saladin aus Akkon zu vertreiben, belagerten sie die Stadt mit einer pisanischen Flotte, was aber scheiterte. Saladins Kampfmittel gegen die Belagerungsmaschinen war Griechisches Feuer, eine hochbrennbare Mischung aus Schwefel, Pech und Öl. Das setzte viele Belagerungsmaschinen in Brand. Außerdem ließ er große Tücher aus Tierhäuten zusammennähen, die gespannt wurden und die Geschosse der Ritter abfingen.

Dann, nach dem Tod von Herzog Friedrich, übernahm Richard Löwenherz die Führung. Richard Löwenherz war König von England von 1189 bis 1199. Er wurde 1157 geboren und mußte mit 32 Jahren den Thron seines Vaters übernehmen, weil dieser 1189 starb. Als er zum 3. Kreuzzug aufbrach, übernahm sein jüngerer Bruder, Johann I. Ohneland (Prinz John genannt), die Regierungsgeschäfte in England.

Am 12. Juli 1190 hatten die Franken unter Richard Löwenherz den Sturm auf die Festung Akkon begonnen. Obwohl die Situation der verteidigenden Muslime schon beinahe hoffnungslos war, konnten sie sich noch zum Gegenangriff aufraffen. Dieser brachte jedoch nicht den gewünschten Erfolg.

Am nächsten Tag griffen die Franken noch aggressiver an. Sie untergruben sogar die Mauern und legten Feuer in den Stollen, so daß ein Teil der Festung einstürzte. Im Winter brach dann in der Stadt eine Hungersnot aus, so daß Saladin aufgeben mußte und Akkon den Kreuzfahrern überließ.

Nach vier Jahren war die Stadt wieder in christlicher Hand. Ein Vertrag wurde geschlossen. Die Muslime sollten den Franken die Stadt übergeben, einschließlich der ganzen Ausrüstung. Außerdem sollten sie 200.000 Dinar zahlen und 500 einfache und 100 vornehme Gefangene zurücklassen.

Als Saladin dann Zahlungsschwierigkeiten beim Lösegeld hatte, traf Richard Löwenherz nach mehreren Wochen eine grausame Entscheidung. Er ließ 2.700 muslimische Gefangene gefesselt zu einer Ebene östlich von Akkon bringen und dort von den Franken niedermachen. Saladin hatte darauf aus Schmerz und Haß einen erneuten Gegenangriff gestartet. Es waren auf beiden Seiten viele gefallen. Akkon war die einzige Niederlage, die Saladin erlebt hatte. Er starb im Jahre 1193, doch sein Erbe, das 1175 gegründete Aiyubidenreich, existierte weiter.

Die Kreuzfahrer zogen dann nach Jerusalem, welches aber muslimisch blieb. Sie durften jedoch Pilgerfahrten nach Jerusalem machen. Durch den Gewinn des Küstenstreifens zwischen Tyrus und Jaffa konnte das Königreich Jerusalem wesentlich verkleinert wiederhergestellt werden, mit Akkon als Hauptstadt.

Richard Löwenherz eroberte 1192 Zypern auf dem Weg nach Osten, um eine Zwischenstation für die Auffrischung der Lebensmittel zu schaffen. Am 08.10.1192 floh er aus dem Heiligen Land, weil es hieß, daß die Franzosen sich mit seinem Bruder Johann, seinem ständigen Widersacher, verbündet hätten.

Im Mittelmeer ging seine Flotte unter, so daß er auf dem Landweg weiterreisen mußte. Dieser Weg führte ihn durch Österreich. Da er den österreichischen Herzog bei der Belagerung von Akkon beleidigt hatte, mußte er sich verkleiden, um durchreisen zu können. Leider wurde er entdeckt und von Herzog Leopold VI. in der Burg Dürnstein an der Donau eingekerkert. Richard wurde vom deutschen König gegen Lösegeld befreit, nachdem er ihm den Lehenseid geleistet hatte.

Als Richard endlich doch vom 3. Kreuzzug heimkehrte, mußte er zuerst seinen Bruder Johann unterwerfen. Richard Löwenherz schützte sein Volk und kämpfte für es, und er beschütze die angelsächsischen Bauern vor der Unterdrückung der Franzosen. Er starb am 06.04.1199 bei einer Belagerung in Frankreich an einem Pfeil in der Schulter. Sein Thronfolger wurde sein Bruder Johann.

3.4. Der Vierte Kreuzzug
3.4.1. Der eigentliche Vierte Kreuzzug
Saladins Nachfolge blieb zuerst umstritten, bis im Jahre 1200 sein Bruder Sephadin seinen Platz einnahm. Ihm folgte al-Kamil als Sultan von Ägypten.

Der Vierte Kreuzzug, von Papst Innozenz III. aufgerufen, sollte in das Zentrum der muslimischen Macht im Nahen Osten, d.h. nach Ägypten führen. Die durch Handel reich gewordene Seerepublik Venedig übernahm den Transport und verpflichtete sich vertraglich, 4.500 Ritter, 9.000 Schildknappen und 20.000 Fußsoldaten für 85.000 Mark Silber nach Ägypten zu verschiffen.

Doch als zum vereinbarten Zeitpunkt im Oktober 1202 nur 11.000 Mann gezählt wurden und sich nicht einmal die Hälfte des erforderlichen Geldes in der Kasse befand, stand die Bezahlung der Venezianer für ihre Dienste zur Debatte.

Der 90jährige Doge Enrico Dandolo, politisches Oberhaupt Venedigs, schlug angesichts der leeren Kasse vor, die Kreuzfahrer sollten zunächst die 1186 von den Ungarn besetzte Stadt Zara (heute Zadar, Kroatien) für seine Republik zurückerobern, dann könnte Venedig großzügig sein. Trotz der Anweisung des Papstes Innozenz III., daß keine christliche Stadt angegriffen werden dürfte, wurde Zara Ende November im Jahre 1202 erobert. Daraufhin schloß der Papst das ganze Kreuzfahrerheer aus der Kirche aus. Dies jedoch störte die wenigsten Kreuzfahrer, sie überwinterten in der nun wieder venezianischen Stadt.

Währenddessen wurde das byzantinische Reich von einer Krise in der Herrscherdynastie erschüttert. Der Kaiser Isaak Angelos war von seinem Bruder Alexios III. abgesetzt und geblendet worden. Isaaks Sohn Alexios IV. floh in den Westen, um Hilfe zu suchen, und machte den Kreuzfahrern einen überraschenden Vorschlag: Sollten sie ihn und seinen Vater wieder einsetzen, wäre er bereit, die Ostkirche wieder mit der Westkirche zu versöhnen, 200.000 Mark in Silber zu bezahlen und ein Heer für die Eroberung des Heiligen Landes zu stellen. Der neue Kaiser wurde jedoch bald vom Volk wieder abgesetzt, weil er seine Versprechungen nicht halten konnte.

Im Frühjahr brach man in Richtung Byzanz auf. Die Venezianer sprachen sich für die Eroberung der byzantinischen Hauptstadt Konstantinopel aus, da sie auf diese Weise ihre Stellung als Handelsmacht im östlichen Mittelmeer auf Kosten von Byzanz ausbauen konnten. Als nach seiner Einsetzung zum Kaiser durch die Kreuzfahrer Alexios IV. seine Zusagen nicht einhalten konnte und die Ostkirche sich gegen eine Vereinigung mit der Westkirche sträubte, eroberten die Kreuzfahrer Konstantinopel und plünderten es aus.

Das Byzantinische Reich wurde aufgeteilt. Aus einem Teil entstand das Lateinische Kaiserreich unter einem gewählten Kaiser. Das Kaiserreich Nicea, Trapezunt und der Despotat Epiros waren zwei byzantinische Nachfolgestaaten. Der Rest wurde zwischen den Kreuzfahrerstaaten und Venedig aufgeteilt. Venedig bekam viele Inseln in der Ägäis und wurde zur wichtigsten europäischen Macht im Osten.

3.4.2. Der Kinderkreuzzug
Vor dem nächsten Kreuzzugsunternehmen gab es 1212 einen Kinderkreuzzug. Das heißt, Kinder unternahmen einen Kreuzzug. Sie gerieten aber in Marseille an Schiffseigner, die zwar versprachen, sie in das Heilige Land zu bringen, die sie aber auf der Fahrt versklavten. Man brachte sie vermutlich nach Alexandria und verkaufte sie auf dem Sklavenmarkt. So kam es erst gar nicht zum eigentlichen Kinderkreuzzug.

3.4.3. Der Angriff auf Damiette
Papst Innozenz III. plante 1213 einen neuen Kreuzzug. Eigentlich wäre es der 5. Kreuzzug, er wird aber aus unklaren Gründen nicht numeriert, ebensowenig wie der Kinderkreuzzug.

Papst Innozenz III. rief alle auf, auch Priester, sich an diesem Unternehmen zu beteiligen. Das Ziel war diesmal Damiette, das im Nildelta am Meer liegt. Von dort aus wollten die Kreuzfahrer den Schiffsverkehr auf dem Nil kontrollieren. Zudem war es eine mächtige Hauptstadt Saladins und der Muslime, die es einzunehmen galt.

Die Vorfreude war groß, und der junge König Friedrich, Sohn Heinrichs und Enkel von Friedrich Barbarossa, wollte die Führung übernehmen. Doch der Papst fürchtete um seine Macht und um den Einfluß bei diesem Vorhaben. Der Aufbuch sollte 1217 stattfinden, aber ehe sich die Truppen zum Aufbruch zusammenfanden, starb der Papst 1215. 1216 trat dann ein älterer Mann an seine Stelle, nämlich Honorius III..

Der Aufbruch fand, wie besprochen, 1217 statt, allerdings ohne Friedrich, der dann 1220 zum Kaiser gekrönt wurde. Die österreichische und ungarische Flotte mit einigen Schiffen aus dem französischen Oststaaten erreichten dann im Mai 1218 die Stadt und belagerten sie bis 1219. Es entstand eine große Hungersnot. Als dann aber 1219 Verstärkung eintraf, gelang die Besetzung von Damiette. Allerdings dauerte das Glück nicht allzu lange, denn schon im darauffolgenden Jahr (1220) kam eine Übermacht muslimischer Truppen und eroberte die Stadt Damiette zurück, und vertrieb somit die Kreuzfahrer.

Dieser Kreuzzug scheiterte an zu vielen Feinden, die sich im Umkreis der Stadt befanden. Aber lange sollten die Muslime keine Ruhe haben, denn schon 1227 sollte es einen weiteren Kreuzzug geben, denn der Verlust von Damiette erschütterte den Papst so, daß er sogar den Kaiser zu Hilfe bat.

Dadurch daß die Truppen jedesmal in den Orient transportiert wurden und das viel Geld kostete, erlebten die Seestädte in Italien, zum Beispiel Pisa, Genua, Venedig und die Inseln mit ihren Flotten, einen großen Aufschwung. Nun verstärkte sich der Handel mit dem Orient, und die Geldwirtschaft blühte. Außerdem brachte man zum Teil auch die orientalische Lebensweise mit. So stieg der Lebensstandard, und die Nachfrage nach orientalischen Waren war groß. Auch Einflüsse auf die Baukunst, Schmuck, Textilien, Gewürze und Teppiche kamen nach Europa. Das kulturelle Niveau stieg.

Die Kirche hatte sehr an Glaubwürdigkeit verloren, weil sie den Glauben zur Eroberung von Land ausgenutzt hatte, welches sie dann auf Dauer doch nicht halten konnte. Besonders das Desaster des 2. Kreuzzuges, zu dem Bernhard von Claivaux aufgerufen hatte, ließ viele an den Prophezeiungen der Kirche und den Versprechen zweifeln. Byzanz blieb dauerhaft geschwächt und erlag 1453 dem Ansturm der Osmanen, die ganz Osteuropa und weite Teile des Nahen Ostens und Nordafrikas erobern konnten.

3.5. Der Fünfte Kreuzzug
Schon 1227 sollte es Vorbereitungen für einen weiteren Kreuzzug (1228 bis 29) geben, denn der Verlust von Damiette erschütterte den Papst so, daß er sogar den Kaiser zu Hilfe bat. Friedrich II. gab Honorius III. seine Zusage und verpflichtete ca. 1.000 Ritter für 2 Jahre und stellte eine Flotte für 2.000 Mann zur Verfügung. Das Ziel war Jerusalem, was Friedrich sehr gelegen kam, denn als er nach dem Tod seiner ersten Frau die Erbin des Throns von Jerusalem 1225 geheiratet hatte, erhob er jetzt den Anspruch auf die Krone Jerusalems.

Der Aufbruch war eigentlich auf den August 1227 festgesetzt worden, aber es brach Malaria aus, an der auch der Kaiser erkrankte. Da er zur Genesung ein Jahr in ein Heilbad ging, brach die Flotte ohne ihn auf. Das handelte Friedrich ziemlich viel Ärger ein, denn der jetzige Papst Gregor IX: verstieß ihn wegen Wortbrüchigkeit aus der Kirche.

Nach seinem Kuraufenthalt folgte Friedrich II. dann seinem Heer, das der Papst nun nicht mehr unterstützte, weil er die Macht darüber verloren hatte. Als Friedrich in Palästina angelangt war, verhandelte er mit dem Sultan Al Kamil von Ägypten. Das konnte er wegen guter arabischer Sprachkenntnisse und wegen seines Verständnisses für die arabische Kultur und Wissenschaft. In den Verhandlungen erreichte er die Übergabe Jerusalems, Bethlehems und Nazareths, und am 18.03.1229 krönte er sich selbst zum König von Jerusalem, sehr zum Ärger des Papstes. So entstand das Königreich Jerusalem, zu dem die Muslime aber freien Zutritt hatten.

Al-Kamil als Sultan von Ägypten weitete 1232 seine Herrschaft aus, so daß das Aiyubidenreich von Assuan in Oberägypten bis ins anatolische Hochland reichte. Der Sultan in Ägypten war übrigens nicht der alleinige Herrscher, sondern es gab innerhalb des Familienverbands mehrere Prinzen, die von verschiedenen Hauptstädten ihre Gebiete verwalteten. Al-Kamils Sohn hieß al-Salih. Er hatte ein Heer aus Mamluken gegründet. Mamluken sind weiße türkische Sklaven, die in jungen Jahren angekauft und dann für den Soldatenberuf ausgebildet wurden. Den ersten Rang nahmen die Bahriyya-Mamluken ein, so genannt nach der Nilinsel, wo al-Salih sie kaserniert hatte. Ihre Zahl betrug nur etwa eintausend.

3.6. Der Sechste Kreuzzug
Nach dem 5. Kreuzzug gab es noch zwei weitere Kreuzzüge unter dem Franzosen Ludwig IX., auch Ludwig der Heilige genannt. Weil König Johann von England sich gerade mit seinen Baronen stritt und so keine Zeit hatte, sich mit den Franzosen anzulegen, beschloß Ludwig, in den Orient zu ziehen und den 6. Kreuzzug (1248 bis 54) zu führen und zwar wieder einmal gegen Damiette.

Er fuhr 1248 mit einem kleinen Heer, das fast nur aus Franzosen bestand, nach Zypern, von wo sie im Juni 1249 nach Ägypten aufbrachen. Die Ägypter wollten es aber nicht mehr zu einer Belagerung kommen lassen und zogen sich zurück. Die Franzosen verfolgten sie am Nil entlang, wo es hier und da kleine Kämpfe gab. Aber durch die ungewohnte Hitze, die starke Sonneneinstrahlung und die mangelnde Hygiene brachen Seuchen aus, und es kam zu Lebensmittelknappheit.

Das Heer wurde dadurch immer schwächer und scheiterte endgültig, als König Ludwig gefangengenommen wurde. Er wurde gegen sehr viel Lösegeld wieder freigelassen und das restliche Heer zog sich zurück. Als er wieder frei war, befestigte er noch Akkon und kehrte dann 1254 nach Hause nach Frankreich zurück. Dieser Kreuzzug war ein glatter Fehlschlag.

Als Turan-Sah, al-Salihs Erbe, Anstalten machte, die Verwaltung mit seinen mitgebrachten mesopotamischen Parteigängern zu durchsetzen, fühlten sich die Bahriyya-Mamluken bedroht und ließen Turan-Sah ermorden.

Damit war die aiyubidische Herrschaft in Ägypten beendet, und Aybeg stieg zum ersten Mamlukensultan auf. Der Krieg zwischen den Mamluken und den Aiyubiden blieb nicht aus, und eine Einigung kam erst im April 1253 zustande. Die Aiyubiden behielten Syrien und das nördliche Palästina, die Mamluken wurden in Ägypten und dem südlichen Teil Palästinas anerkannt.

Dieser Einigung folgten aber blutige Kämpfe innerhalb der Bahriyya, die bis 1254 andauerten und durch die Auswanderung eines Teiles des Regiments nur ungenügend beigelegt wurden, denn die Exilmamluken bildeten noch bis jetzt eine für die Ägypter gefährliche militante Gruppe in Syrien. Die Aiyubiden konnten die Herrschaft in Ägypten nicht wieder herstellen. 1260 wurde jede Hoffnung nun zunichte gemacht. Die Mamluken konnten die Mongolen schlagen und eigneten sich das ganze ehemalige Aiyubidenreich an.

Damit erlebte der Islam einen großen Aufschwung. Der Mamlukensultan Baibar I. war dabei, die Kreuzfahrerstaaten der Abendländer weitgehend zu zerstören, um eine Rückeroberung seiner Gebiete durch die Christen auszuschließen. Außerdem wurden Koalitionen geschlossen, zum Beispiel mit Genua und dem Königreich Aragon, um die Franken von möglichen Verbündeten abzugrenzen. 1261 konnte sich Nicea als Kaiserreich Byzanz wieder durchsetzen. Es eroberte Konstantinopel zurück und vernichtete das Lateinische Kaiserreich.

3.7. Der Siebte Kreuzzug
In seinem zweiten Kreuzzug machte Ludwig IX. es sich zum Ziel, den Sultan von Tunis zu bekehren. Von dort aus wollte er nach Jerusalem weiterziehen. So zog er im August 1270 während der größten Hitze über Sardinien nach Nordafrika. Dort brach aber eine Seuche aus, und der König mit seiner Familie und den Angehörigen starben daran. Wegen Uneinigkeit in Europa gelang es dann endgültig nicht mehr, die Muslime aus dem Heiligen Land zu vertreiben. Als dann Akkon 1291 fiel, war es für die Kreuzfahrer endgültig aus.

3.8. Der Aufstieg der Osmanen
Um 1300 herum gründete Osman ein kleines Reich in der Nachbarschaft von Byzanz im Nordwesten Kleinasiens. Mit der Zeit wurde daraus eine Macht, die über größere Teile Kleinasiens die Herrschaft ausübte. Mit der Eroberung von Adrianopel im Jahre 1369/70 stand ihnen der Weg nach Europa offen. Außerdem wurden Serbien, Bulgarien und ein großer Teil Kleinasiens erobert. 1451 übernahm Mehmed II. der Eroberer die Herrschaft. Die Osmanen hatten zu dieser Zeit auch fast alle ehemaligen byzantinischen Gebiete erobert und Konstantinopel umzingelt.

1453 wurde die Stadt eingenommen und war von nun an die Reichshauptstadt der Osmanen, denn sie lag genau zwischen Asien und Europa. Das war wichtig, da die Osmanen eine Weltherrschaft anstrebten. Sie wollten eigentlich etwas Ähnliches wie die christlichen Kreuzfahrer, nämlich ein Reich errichten auf dem Grundstock des Glaubens. Deshalb hießen ihre Krieger Ghazis, was soviel bedeutet wie „Kämpfer für den Glauben“.

Das stellte natürlich für die Christen wiederum eine große Bedrohung dar, und so wurden noch viele weitere Kreuzzüge gegen die Osmanen geführt. Doch sie blieben erfolglos, denn die Kreuzfahrer hatten Nachschubprobleme und waren weitaus weniger gesichert als ihre Gegner. So wurden die Osmanen in rund 150 Jahren zu einer Weltmacht, die dem Zentrum Europas gefährlich naherückte. 1529 und 1683 standen die Osmanen sogar zweimal vor den Toren Wiens und belagerten die Stadt, aber ohne Erfolg.

4. Die Ritterorden
Um 1119 gründete der französische Ritter Hugo von Payens eine kleine Brüdergemeinschaft. Einige Zeit später übergaben ihnen König Balduin II. von Jerusalem und Bernhard von Clairvaux, die ihr Vertrauen gewonnen hatte, einen Teil des Tempelbezirks.

Der Orden des heiligen Johannes vom Spital zu Jerusalem entstand im 11. Jahrhundert aus einem Spital für Pilger und Kaufleute. 1137 wurde die Ordensregel bestätigt. Die Hospitaliter (Johanniter) legten das Gelübde der Benediktiner-Mönche ab und waren zur Armut verpflichtet. Sie waren die ersten, welche die ärztliche Versorgung einführten. Um 1130 begann die Johanniter, die früher im Hospital gearbeitet haben, sich um militärische Aufgaben zu kümmern.

Ein weiterer Ritterorden war der Templerorden von Salomon, der 1123 gegründet wurde. Die Templer errichteten in ganz Europa Ordenshäuser und nannten sich selbst Beschützer der Pilger, Straßen und heiligen Plätze.

Beide Ritterorden hatten ihre Hauptquartiere in Jerusalem. Schnell kauften sie Besitzungen im Abendland und richteten dort Konvente ein, die als Werbungszentren dienen konnten. Es gab nämlich nicht viele Ritterbrüder. Die Orden benutzten deshalb auch Hilfstruppen, zum Beispiel die einheimischen Türkopolen. Von den einheimischen Herrschern und Adligen erhielten sie durch Kauf oder Übergabe Festungen, die das Umland kontrollierten.

Die Großmeister standen an der Spitze der Orden und kämpften für die Könige, schuldeten ihnen aber nicht den „Treueschwur“. Sie waren nur dem Papst unterstellt. Kein König konnte ohne ihre Unterstützung regieren. Die Ritterorden bauten ihre Burgen an wichtigen Punkten. Die Festungen unterschieden sich von denen in Europa durch noch bessere Vereidigungsanlagen, in denen sich Hunderte, ja Tausende Männer aufhalten konnten. Was von den Festungsmauern und Türmen auf die Feinde herniederprasselte war furchtbar: Pfeile, Steine, kochendes Öl und griechisches Feuer. Damit schlug man die Feinde in die Flucht.

Die Kreuzfahrer hatten im Jahr 1153 Askalon erobert und versuchten in den sechziger Jahren, Ägypten zu erobern. Sie konnten aber nicht verhindern, daß Ägypten sich mit dem muslimischen Syrien vereinigte, obwohl sie Alexandria, Damiette und dreimal Bilbais belagert hatten. Als 1170 aber Muslime im Norden immer weiter vorrückten, verloren die Christen das Gebiet östlich des Flusses Orontes. Sie bauten nun Burgen, die in Sichtweite einer anderen lagen, damit die ins Feld ziehenden Besatzungen mit den Besatzungen benachbarter Burgen den Feind schlagen konnten.

Ritterorden verfügten über Mittel die nur sie aufzubringen vermochten, und bekamen so die gefährdetsten Gebiete zugewiesen, in denen sie die mächtigsten Kreuzfahrerburgen, wie zum Beispiel Krak des Chevaliers bauten. Doch im Jahr 1187 verloren sie in Syrien die meisten Burgen nach der Schlacht bei Hattin. Zu ihrem Glück hatten die Johanniter die bedeutendsten gehalten. Das waren Krak des Chevaliers und Margat.

Nachdem die Kreuzfahrer die Küste wiedererlangt hatten, eroberten auch Ritterorden einige Burgen und Gebiete zurück. Da im 13 Jahrhundert viele Burgen in Jerusalem in ihre Hand gerieten, die Johannitern, Templern und dem Deutschen Orden, der seit 1198 auch militärische Aufgaben erfüllte, zugewiesen wurden, verlegte man den Hauptwirkungskreis der Orden vom Norden hierher. Als Ritterorden den Vormarsch der Mamluken nicht aufhalten konnten, verloren sie in den sechziger Jahren des 13. Jahrhunderts viele Festungen. 1291 waren sie dann gezwungen, das Heilige Land ganz zu räumen, so daß ihnen nur noch einige Besitztümer in Armenien verblieben.

Bis 1310 eroberten die Johanniter die Insel Rhodos. Dort wurde dann ihr Hauptquartier errichtet. Hafen und Stadt waren befestigt. Auf Rhodos entwickelte sich nun ein Handelszentrum, weil abendländische und griechische Bauern sich ansiedelten, und auch Kaufleute zogen dorthin.

Die Besitzungen des Ordens im Abendland waren beträchtlich. Ordensbrüder stellten aus den Erträgen Gelder, Söldner und Galeeren zum Unterhalt der Brüder, die mehrere Hundert waren, und auch zur Verteidigung von Rhodos und den abhängigen Inseln bereit. Auch die Zuckerplantagen brachten Geld ein.

Die meisten Johanniter waren französischer Herkunft. Erst ab dem Jahr 1377 wurde die Leitung des Ordens internationaler. Die Johanniter schlossen sich im 14. Jahrhundert verschiedenen Unternehmungen an, die ihren Höhepunkt in der Eroberung Smyrnas im Jahr 1344 fanden. Das lenkte die türkische Expansion in Richtung Norden ab, so daß die Osmanen begannen, den Balkan zu erobern. Die Johanniter griffen besonders auf dem festländischen Griechenland an. Als der Stützpunkt Smyrna verlorenging, wurde er durch die Burg Bodrum ersetzt. Die Johanniter schlugen im Jahre 1440 und 1444 schwere Attacken der Mamluken zurück.

Der Angriff der Osmanen unter Sultan Süleyman erwies sich zuletzt als übermächtig. Die Johanniter widerstanden zwar für einige Zeit, aber als keine Hilfe kam, ergaben sie sich im Dezember 1522. Der Orden verlagerte seinen Sitz nun nach Malta.
5. Ausrüstung und Kampfesweise

5.1. Die Ausrüstung der Kreuzritter

Kreuzritter

ritter02Die militärischen Qualitäten der Ritter lagen weniger in Gewandtheit und Geschwindigkeit, sondern in Zähigkeit, Ausdauer und Kraft, oder eher sogar roher Gewalt. Dementsprechend fiel die Ausrüstung eines Ritters aus. Die Hauptwaffen des Ritters waren die Lanze und das Schwert. Seltener kamen Streitkolben und Streitaxt vor. Am Anfang des Spätmittelalters entwickelten sich einige Abarten von Waffen, der Morgenstern und der Streithammer, obwohl es als unehrenhaft galt, diese Waffen zu führen.

Die Lanze wurde als Stoßwaffe verwendet. Anfangs war es üblich, die Lanze über den Kopf zu schwingen und zuzustechen. Später aber bürgerte es sich ein, die Lanze unter der Achsel einzulegen, um so die Wucht des Ansturms auszunutzen. Die Lanze bestand aus einem 2,50 bis 4,00 Meter langem Holzschaft, an dessen Ende eine lange eiserne Spitze befestigt war. Diese Waffe konnte bei einem größeren Anritt eine solche Wucht entwickeln, daß sie mühelos einen leichtgepanzerten Gegner glatt durchbohren konnte.

Die zweite Hauptwaffe war das Langschwert, eine Hiebwaffe mit einer Länge von ca. 1,20 Meter. Es bestand aus einer beidseitig geschärften Eisenklinge, zum Schutz der Hand waren am unteren Ende zwei Querstangen angebracht, die sogenannten Parierstangen. Das Heft, so nannte man den Schwertgriff, endete in einem meist reichverzierten Knauf, um das Schwert besser im Griff zu halten und der als Gegengewicht dient. Zum Schutz wurde das Schwert in eine Schwertscheide gesteckt, wenn es nicht in Gebrauch war. Diese Schwertscheide war oft reich verziert. Mit dem Schwert konnte ein geübter Krieger mit Leichtigkeit einem leicht gepanzertem Gegner die Gliedmaßen vom Körper trennen.

Zwei eher selten geführte Waffen war die einblättrige Streitaxt und der Streitkolben, an dessen Kopf sich sternförmig vier oder sechs scharfe Metallblätter befanden. Der meist zweihändig geführte Streithammer, der dem Schmiedehammer nachempfunden ist, und der Morgenstern, der aus einem Schaft, an dessen Ende sich eine Metallkugel mit bis zu 10 cm langen Eisenspitzen befand, bestand, waren zwar äußerst wirksame Waffen, wurden aber zurecht als unehrenhaft und unritterlich bezeichnet. Dennoch griffen vor allem junge Ritter zu diesen brutalen Waffen. Die Waffen änderten sich im Laufe der Zeit nur geringfügig.

Anders war es bei den Rüstungen. Die Ritter des Kreuzzugszeitalters trugen ein Kettenhemd oder seltener einen Schuppenpanzer. Das Kettenhemd bestand aus Tausenden von ineinandergreifenden Metallringen. Es bot mehr Schutz als der Schuppenpanzer und schränkte die Bewegungsfreiheit nur gering ein. Das Kettenhemd schützte den Leib, die Arme und reichte bis zum Knie. Es wurde durch Kettengamaschen zum Schutz der Beine und durch eine Kettenhaube, eine Art Kapuze, zum Schutz des Kopfes und des Halses ergänzt. Über die Kettenhaube legte der Ritter noch einen Topfhelm oder auch die Barbiere, den Normannenhelm mit dem Nasenschutz. Der Topfhelm schützte den gesamten Kopf und ließ nur einen schmalen Sehschlitz frei.

Um die Hiebe des Gegners zu parieren, hatte der Ritter einen Holzschild, welcher meist durch einen Metallbuckel und einen Metallstreifen am Rand entlang verstärkt war. Der Schild wurde um die Schulter gehängt und konnte nur schlecht bewegt werden. Er reichte vom Boden bis zu den Schultern und schützte so den ganzen Ritter. Auf dem Schild wurde das Wappen des Herren oder das eigene Familienwappen gemalt, um die Zugehörigkeit zu einem Heer zu zeigen.

Außerdem trug der Ritter über dem Kettenhemd einen Waffenrock, der mit einem breiten Waffengürtel an die Hüfte geschnallt wurde. Auf dem Waffenrock war meist auch noch das Wappen zu sehen. Unter dem Kettenhemd trug der Ritter ein Unterkleid, Gambeson genannt, aus dickem Stoff oder Leder, um das Gewicht des schweren Kettenhemdes abzupolstern.

Etwa seit Mitte des 13. Jahrhunderts wurde es gebräuchlich, über dem Kettenhemd einen eisernen Brustpanzer zu tragen. Diese Entwicklung ist auf die Erfindung stärkerer Fernkampfwaffen zurückzuführen wie der Armbrust oder dem Langbogen, die selbst eine Plattenrüstung ohne Probleme durchschlagen konnten und noch so viel Wucht besaßen, um den Träger zu töten.

Bei einem vollgepanzerten und vollbewaffneten Ritter konnte man mit Recht von einer schwergewichtigen Persönlichkeit reden. Eine vollständige Kettenrüstung wog 20 kg, Waffen und Helm zusammen 15 kg. Wenn man davon ausgeht, daß ein Ritter ein Körpergewicht von 65 kg (da fast jeder Mensch im Mittelalter an Untergewicht litt) besaß, hatte er ein Gesamtgewicht von 100 kg. Die Fernkampfwaffen wie Bogen, Armbrust und Wurfspeer beherrschte der Ritter, aber sie waren für ihn Jagdwaffen.

Das die Ritter begleitende Fußvolk ähnelte in seiner Bewaffnung den Rittern, hatte aber meist leichtere Rüstungen, um beweglicher und schneller zu sein. Außerdem waren sie um etliches billiger. Das Fußvolk setzte auch Fernkampfwaffen ein, meist Bogen, später auch zunehmend die Armbrust. Ihre Nahkampfwaffen waren sehr einfach, meist umgewandelte Werkzeuge oder Ackergeräte wie Axt, Speer, Dreschflegel, Sense etc.

5.2. Die Kampfesweise der Ritter
Die westeuropäischen Kreuzritterheere hatten, wenn es zu einer offenen Feldschlacht kam, eine einfache, aber dennoch sehr wirksame Taktik. Überlegungen bei der Aufstellung der Armee, Hinterhalte, Fallen, Einkesseln oder ähnliche Taktiken oder Manöver waren für einen echten Ritter unehrenhaft.

Die Ritter nahmen Stellung in einer geschlossenen Formation, meist in einer breiten Front, legten die Lanzen ein und stürmten auf Kommando allesamt in wildem Galopp wie eine Lawine aus Eisen auf den Gegner zu. Das Fußvolk stürmte hinterher. Meist löste dieser Anblick bei den muslimischen Heeren Panik aus.

Der Zusammenprall war verheerend. Man hörte das Krachen und Splittern von zerberstenden Lanzen und zerschmetternden Schilden, Eisen klirrte, Pferde bäumten sich auf, und die Luft war erfüllt von den Schreien der Sterbenden und Verwundeten. Verstümmelte und tote Krieger wirbelten durch die Luft, wurden von den Hufen der hinteren Pferde zertrampelt. Ein Krieger brauchte starke Nerven, um in diesem Moment nicht in Panik zu geraten.

Meist riß dieser Sturmangriff die locker formierten Reihen der Muslime in Stücke. Hielten sie aber stand, entartete das Gefecht in ein wildes Schlachten Mann gegen Mann. Meist hatte die Lanze eines Ritters diesen Ansturm nicht heil überstanden, und man wütete mit Schwert, Streitaxt und Streitkolben weiter. Aber diese Schlachten hatten wenig mit den Kämpfen aus Heldensagen gemein. Keine Finten, keine Ausweichmanöver oder Fechten. Die Kunst lag darin, daß ein Ritter versuchte, einen möglichst kräftigen Schlag gegen den Feind zu führen. Meist zielte man auch nicht und ließ den Schild des Gegners außer Acht, sondern schlug mit aller Gewalt zu.

Der Angegriffene versuchte den Schlag mit seinem Schild aufzufangen. Eine Parade mit der Waffe war unmöglich. Streitaxt und Streitkolben (ältere Modelle) würden wegen ihrer Holzschäfte zerstört oder aus der Hand geschlagen. Und selbst das Schwert, das mit seiner Eisenklinge einem Schlag standhalten könnte, war wie die übrigen Waffen viel zu schwer, um rechtzeitig in Position gebracht zu werden. Wenn der Schlag durch den Schild drang oder wenn dieser schon zerstört war, konnte man nur noch auf seine Körperpanzerung vertrauen.

Alles in allem war dies nur noch ein grausames Gemetzel, denn gegen die schwergepanzerten Ritter waren die muslimischen Krieger fast machtlos. Ein muslimischer Edler der Kreuzzugszeit beschrieb die Unverwundbarkeit der „fränkischen Eisenleute“ folgendermaßen: „…Sie schienen eine eiserne Masse zu sein, von der alle Schläge einfach abglitten…“. Die schweren Waffen der abendländischen Ritter konnten dazu den leichtgepanzerten Muslimen schlimme Wunden reißen und sogar das Haupt vom Rumpf trennen. Nach dem Sturmangriff wurden die Ritter vom folgenden Fußvolk im Nahkampf unterstützt.

War die Schlacht gewonnen, stellte der siegreiche Heerführer seine Standarte auf dem Schlachtfeld auf und schlug das Feldlager hier auf. Die fliehenden Truppen des Feindes zu verfolgen, stand selten im Sinne des Heerführers. Die Besetzung des Schlachtfeldes sollte den Sieg symbolisieren. Der Hauptgrund war aber eher die Plünderung der Gefallenen. Fast schon eine Unsitte, die gegen die ritterlichen Tugenden verstieß, aber weil Waffen und Rüstungen sehr teuer waren, wurden sie den Toten, Freund wie Feind, abgenommen.

Ein weiterer Grund, das Feldlager sofort aufzuschlagen, war die Versorgung der Verwundeten und die Erschöpfung der Pferde, die einen Eisenkoloß durch die Schlacht tragen mußten. Diese Kampftaktik wurde während des Hochmittelalters fast nie umgeändert oder variiert. Die Truppen hätten wahrscheinlich in diesem Falle gemeutert. Diese Verranntheit und das feste Vertrauen in ihre Taktik sollte den westeuropäischen Heeren noch viele Niederlagen bereiten.

5.3. Kampftaktik und Bewaffnung der Muslime
Die Stärken der muslimischen Heere waren im Gegensatz zu den Kreuzritterheeren Gewandtheit und Schnelligkeit. Die Hauptstreitmacht der Muslime war die Kavallerie. Auf ihren kleinen Wüstenpferden waren sie gewandter und schneller als die schweren europäischen Ritter. Sie waren nur leicht gepanzert. Entweder trugen sie ein Kettenhemd, das den Körper bis zur Taille und die Oberarme bedeckte, oder gar keine Rüstung, um ihren Körper zu schützen. Die meisten von ihnen trugen zudem einen leichten Helm.

Eine weitere Besonderheit waren ihre kleinen, runden Buckelschilde, die mit Metallbändern und -buckeln verstärkt wurden. Sie wurden auf der Innenseite mit einem Lederriemen festgehalten und boten deshalb mehr Bewegungsfreiheit, und man konnte sie besser führen als die fränkischen Schilde. Die Rüstungen der Muslime waren besser an die klimatischen Verhältnisse des Morgenlandes angepaßt als die europäischen.

Die Waffen der Moslems waren Lanzen, beidseitig geschärfte Schwerter und Krummsäbel, Streitkolben und Streitaxt. Zudem trug fast jeder Krieger einen Krummdolch (Jambiya) bei sich, der eine rituelle Bedeutung hatte. Ihr Waffenarsenal war dem europäischen sehr ähnlich, obwohl ihre Waffen im Durchschnitt leichter und damit nicht so tödlich waren. Ihre Krummsäbel, Scheiden und auch ihre Schilde und Rüstungen verzierten sie mit Silber, Gold und Edelsteinen in Form von Tierfiguren, Ornamenten und Inschriften aus dem Koran.

Die Hauptwaffe der Moslems war jedoch der türkische Kurzbogen. Er hatte zwar eine kürzere Reichweite als die europäischen Kreuzbogen, konnte aber dafür leichter gehandhabt und vor allem vom Pferderücken herab benutzt werden. Jeder muslimische Reiter besaß solch einen Bogen und einen Köcher voller Pfeile. Zudem führten manche ihrer Reiter noch einen leichten Wurfspieß mit sich.

Die Grundtaktik der Muslime war nur gering komplexer als die der christlichen Heere. Sie stürmten auf ihren schnellen Pferden, meist aus mehreren Richtungen zugleich, an den Feind heran, schossen noch im Ansturm ganze Pfeilhagel auf den Feind ab, schleuderten ihre Wurfspieße in die feindlichen Reihen und fuhren dann mit blitzenden Krummsäbeln in die gegnerischen Linien. Bald aber merkten sie, daß sie wenig Chancen im Kampf gegen die waffentrotzenden Reihen der schwergepanzerten Ritter hatten.

Sie begannen ihre Taktiken zu ändern. Sie mieden Schlachten auf offenem Feld, auf dem der Feind seine und die gegnerischen Truppen gut überschauen konnte und nutzten das Gelände zu ihren Gunsten. Sie versteckten sich hinter Hügeln und in felsigem Gelände, um den europäischen Truppen aufzulauern und diese dann von hinten anzugreifen. Außerdem versuchten sie einzelne Truppenteile vom Rest des Heeres zu trennen und zu umzingeln. Auch Überraschungsangriffe auf Feldlager gehörten zu ihren unritterlichen Taktiken.

Sie merkten zudem, daß ihre Pfeile die Ritter kaum verletzten, und schossen statt auf den Reiter auf sein Roß. Nachdem das Pferd von Pfeilen durchbohrt zu Boden ging, mußte der Ritter zu Fuß weiterkämpfen und war so ein besseres Ziel für die Muslime. Außerdem konnte man auf diese Weise einen Sturmangriff der Ritter schwächen, ja sogar ins Wanken bringen. Zudem war ein lebendiger Ritter meist mehr wert als ein toter, denn für seine Freilassung konnte man ein Lösegeld von seinen Verwandten fordern.

Weil die Muslime untereinander selbst in mehrere Glaubensgruppen gespalten waren, die sich sogar hart untereinander bekämpften, konnte es den Kreuzfahrern gelingen, im Heiligen Land überhaupt Boden zu gewinnen. Anfangs hatten die kleinen moslemischen Armeen bei strategischen Truppenbewegungen durch ihre Schnelligkeit einen Vorteil, aber auf Dauer konnten sich die Europäer durch ihre Überzahl besser behaupten.

Die moslemischen Heere konnten nicht so viel Verluste hinnehmen, ohne an Schlagkraft zu verlieren. Zudem verstanden sich die christlichen Heere sehr gut auf Belagerungen. Daher gelang es ihnen schnell, strategisch wichtige Burgen, Festungen und Städte zu besetzen. Die späteren Niederlagen der Europäer gründen unter anderem darin, daß sie untereinander zerstritten waren und sich mißtrauten.

5.4. Die Belagerung
Die Muslime waren Meister im Bauen von Festungen und Burgen. Aber auch die meisten morgenländischen Städte waren befestigt. Weil die westeuropäischen Heere anfangs den Muslimen im offenen Feld überlegen waren, zogen sich diese in ihre Festungen zurück. Deshalb waren die Kreuzfahrer oft gezwungen, sich auf eine langwierige Belagerung einzulassen. Im Gegensatz zur offenen Feldschlacht kannten die Westeuropäer bei einer Belagerung eine Vielzahl von Taktiken und Strategien, um eine Festung oder Burg einzunehmen.

Als erstes mußte eine Festung umzingelt werden, um gänzlich von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. Umliegende Dörfer und Ansiedlungen wurden niedergebrannt. Meist versuchte man dann, mit Sturmleitern die Mauern zu überrennen. War die Gegenwehr zu heftig, stellte man sich auf eine längere Belagerung ein. Es wurden Kriegsmaschinen gebaut, um Breschen in die Mauer zu schießen und um die Bewohner zu terrorisieren und zu entmutigen. Zur Zeit der Kreuzzüge waren verschiedene Arten von Kriegsmaschinen im Gebrauch, hauptsächlich aber die Prätaria und das Katapult (näheres siehe auf der Seite über die Burgen und auf der Seite über die mittelalterlichen Waffen).

Eine besondere Grausamkeit der abendländischen Heere war, daß die abgeschlagenen Köpfe der Gefallenen wieder in die Stadt zurückgeschossen wurden, um die Verteidiger zu demoralisieren. Manchmal verschoß man auch Tierkadaver, um Seuchen zu verursachen. Es wurden auch Brandgeschosse in die Festungen geschleudert, um sie auszuräuchern. Daher legten die Verteidiger großen Wert darauf, die gegnerische Artillerie durch Ausbrüche oder eigene Katapulte zu vernichten.

Man konnte aber auch auf anderem Wege Breschen in die Mauern schlagen. Im Schutz von fahrbaren Holzdächern, sogenannten Katzen, unterminierten die Belagerer die Mauern, um sie entweder so zum Kollabieren zu bringen oder direkt durch den Stollen in das Innere der Festung zu gelangen. Wenn der Verteidiger dies bemerkte, legte er einen eigenen Tunnel an, der zum gegnerischen führte, und erschlug die Arbeiter.

Ein anderes Kriegsgerät, um Mauern und vor allem Tore zu brechen, ist der Rammbock oder auch Sturmbock. Er wurde entweder mit Muskelkraft gegen die Mauer oder das Tor geschlagen oder an Stricken befestigt im Schutze einer Katze gegen die Mauer geschwungen. Dagegen konnte der Verteidiger nur versuchen, den Sturmbock mit Steinen zu zertrümmern, ihn in Brand zu stecken oder die Mannschaft zu töten.

Um den Verteidiger zu schwächen und um einen Sturmangriff zu decken, feuerte man hinter beweglichen großen Holzschilden, sogenannten Pavesen, geschützt, mit Bögen und Armbrüsten auf die Krieger auf den Wehrgängen. Zu diesem Zwecke wurden auch Ballistas und Arcuballistas, eine Art Riesenarmbrust, verwendet, mit der man bis zu speergroße Bolzen und kleinere Steinkugeln verschoß. Die Arcuballista war eine Verbesserung der Ballista und konnte mehrere Geschosse gleichzeitig verschießen. Ballisten wurden von Verteidigern wie Angreifern gleichermaßen verwendet.

Trotz all dieser Kriegsgeräte mußte eine Festung erstürmt werden, wenn sie nicht kapitulierte. Dies geschah durch lange Sturmleitern, die von den Verteidigern leicht mit Stangen weggestoßen und umgekippt werden konnten. Also war dies sehr riskant, zumal die Kletterer von oben bombardiert wurden. Man konnte aber auch mit Hilfe eines sogenannten Belagerungsturms, eines fahrbaren Holzturms, die Mauern erstürmen.

Der Belagerungsturm wurde meist noch mit nassen Fällen und Leder umspannt, damit er nicht so gut in Brand zu stecken war. Er wurde von Soldaten an die Festungsmauer über den mit Holz zugeschütteten Burggraben gezogen. Nun konnte man mit Hilfe von Fallbrücken und Holzleitern auf die Mauer gelangen. Die Belagerungstürme waren bei den Verteidigern gefürchtet, da es ein sehr schweres Unterfangen war, einen an die Mauer gezogenen Belagerungsturm zu zerstören.

Konnte eine Festung trotz aller Bemühungen nicht eingenommen werden, versuchte man die Besatzung auszuhungern und diese so zur Kapitulation zu zwingen. Es gab viele Festen, die nie erstürmt werden konnten, sondern nur ausgehungert wurden.

Jeder Krieger vom Knecht über den Fußsoldaten bis hin zum Ritter haßte Belagerungen. Das Ausharren und die großen Anstrengungen machten den meisten Rittern sehr zu schaffen. Aber auch die Zivilbevölkerung einer belagerten Stadt hatte große Not und unendliches Elend zu ertragen. Es gab Belagerungen, die sich über Jahre hin erstreckten. So lange hielten die wenigsten Besatzungen aus. Sie verloren den Mut und die Nerven und kapitulierten.

ergämzend:

Die Christianisierung

Die Einführung des Christentums bei den Germanen gewinnt in der Erörterung der Gegenwart eine immer noch steigende Bedeutung. Eine Zeit, deren Lebensgefühl weitgehend durch die Übernahme fremden Zivilisationsgutes bestimmt wird, muß sich notgedrungen mit einer Erscheinung auseinandersetzen, die, aus der … Weiterlesen

Die Christianisierung Nordgermaniens

Die römische Germanen Mission schließt mit der Christianisierung Norwegens und Alt Islands ab. Aber dieses Einzelereignis ist in seiner geistesgeschichtlichen Bedeutung nur zu verstehen, wenn wir eine Ahnung haben von den großen Ideen, die hinter allem Geschehen am Werke sind; … Weiterlesen

Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld

 »Wie viel die Fabel von Christus Uns und den Unsern genützt hat, ist bekannt.« Papst Leo X. 11) S. 142. »Die Kirche ist die höchste aller denkbaren Korruptionen.« Der Philosoph Friedrich Nietzsche 11) S. 363. »Wir brennen wahrhaftig vor Geldgier, … Weiterlesen

Israel / Palästina Analysen

Das “Juden-Gen”: Zeige mit dem Finger auf deinen Gegner und beschuldige ihn lauthals für Taten, die du selber begangen hast!…Totoweise Die Idee Palästina zu enteignen um Israel zu gründen, war kein kurzfristiger Plan, obwohl es der Propaganda über den “Holocaust” … Weiterlesen

Die vergessenen Türkischen Genozide an den Christen

Türken kreuzigen Christen – und dies nicht nur beim von ihnen bis heute geleugneten Genozid an 1,5 Millionen christlichen Aramäern, Ein Bild aus dem Jahr 1919 in dem Dokumentarfilm Auction of Souls, von Augenzeugen aufgenommen, die den armenischen Genozid erlebt … Weiterlesen

Die jüdischen Jungtürken waren Mörder!

Nathanael Kapner, früher Jude, heute REAL JEW NEWS, über den Völkermord an den Christen im Osmanischen Reich unter Atatürk. Weiterverbreitung bitte mit Urheberschaft und Link zu http://www.realjewnews.com HISTORISCHE HINTERGRUNDINFORMATIONEN ÜBER DIE JUNGTÜRKEN Die Wurzeln reichen zurück bis ins Jahr 1680 … Weiterlesen

Kampf der Kulturen – Kampf der Religionen

von Rechtsanwalt Jürgen Hans Paul Rieger TEIL I In Heft 4/3801 der „Nordischen Zeitung“ habe ich in dem Beitrag „Amerikas Kreuzzug in den Dritten Weltkrieg“ vor einem Krieg in Afghanistan gewarnt, und davor, daß dies zu einem weltweiten Religionskrieg zwischen … Weiterlesen

Judäo Christentum

Die Einführung des Judäo-Christentums nach Europa bedeutete einen fremdartigen Einschlag, einen kulturellen Umbruch in einem bis dahin pantheistisch, polytheistisch geprägten Kontinent. Von daher kommt jene kulturell-geistige Bewußtseinsspaltung, der man auf Schritt und Tritt begegnet: einerseits ein christlich durchsetztes Bewußtsein, egalitär … Weiterlesen

Die Legende vom christlichen Abendland

 Mit nur wenigen anderen Begriffen ist seit Jahrhunderten so oft und so gern Politik gemacht worden, wie mit dem des “christlichen Abendlandes”. Dabei gab (und gibt es noch) vielfältige Variationen des Themas: Da ist die Rede von der “christlich-abendländischen Kultur”, … Weiterlesen

Israel – Die Hebräer haben diesen Namen sich angeeignet

Der Name Israel ist ein urgermanischer Name für germanische Stämme und findet sich schon lange vor den Juden in Palästina (Gebirge Palästina), von ausgewanderten Germanenstämmen dorthin gebracht. Die Hebräer haben diesen Namen sich angeeignet, um als Höherrassige, als Heilige Gottes … Weiterlesen

Sklaverei und Sklavenhaltung

Die Versklavung von Menschen und der Handel mit ihnen ist eine seit Jahrtausenden bestehende Erscheinung in weiten Gebieten der Erde und bis heute nicht vollständig beseitigt.  Menachem Begin über alle “Nichtjuden” „Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind heilige Götter … Weiterlesen

Frömmigkeit nordischer Artung

Ein Querschnitt durch das Indogermanentum von Benares bis Reykjavik7. Auflage, 1989, Verlag Hohe Warte • Franz von Bebenburg • KG Hans F.K. Günther zeigt zunächst einmal, was nordische Frömmigkeit nicht ist, beispielsweise die Herabwürdigung des Leibes, die Abhängigkeit der Frömmigkeit … Weiterlesen

Zeitgenössisches Heidentum – Tradition, Kontinuität und Rekonstruktion

Veröffentlicht am von
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts stehen irgendwo in Deutschlands geographischem Herzen etwa 30 junge Menschen beisammen und schweigen. Hier auf einer Waldlichtung sind der Schein der Fackeln und das prasselnde Feuer in der Mitte des Gemeinschaftskreises das einzige Licht, das … Weiterlesen

Ökologische Religion?

“Mein Reich ist nicht von dieser Welt”. Wozu dann um Baumsterben sich kümmern, wozu für reine Luft, entgiftete Böden, reines Wasser sich einsetzen ? Ums Jenseits geht es ihm doch ! Es ist noch gar nicht so lange her, dass … Weiterlesen

Die Religion der Germanen

Statt von germanischer Religion sprach man früher von germanischer oder “deutscher” Mythologie. Wir kennen nämlich von den vorchristlichen Religionen Europas die Mythologie, d. h. die Göttersagen, am besten, weil diese den Glaubenswechsel überlebt haben, was die alte Frömmigkeit auf die … Weiterlesen

DER JESUS VON NAZARETH

Die Geschichtlichkeit eines „Jesus von Nazareth“ läßt sich nicht erweisen und selbst die theologische Forschung gesteht dies mehr oder weniger unumwunden zu. Sie zieht sich auf den schwankenden Standpunkt einer „Kulterzählung“ zurück, ohne indes irgendwie und irgend etwas an der … Weiterlesen

.
ergänzend  Die christliche Lehre kam aus dem Norden. und hier VON BÜCHERN, DIE DEN GEIST UND DEN LEIB TÖTEN .und hier Die vorchristlichen Ursprünge des Christentums .und hier Der Reichtum der Kirche ist Blutgeld und hier Die Christianisierung und hier Zur Unglaubwürdigkeit des Judäo-Christentums und hier Die Christianisierung Nordgermaniens und hier Die Deutschen – ein auserwähltes Volk  und hier  Die Religion der Germanen und hier Kulturbringer Odin, Allvater, Wotan

Den Feind beim Namen nennen

hm_matyrLieber Herr H.,

 wenn „… der Feind besiegt“ ist, dürfen wir uns streiten. Aber wer ist der Feind? Darüber schon gehen die Meinungen auseinander. Uns wird von gewissen Leuten immer irgendein „…ismus“ vorgesetzt: „Kapitalismus“, „Globalismus“, „Kommunismus“, „Faschismus“ usw.

Läuft man nicht in diese Sackgassen, sondern benennt ein konkretes Subjekt, von dem letzten Endes die strategischen Feldzüge gegen die Völker organisiert werden, heißt es, man sei ein „Verschwörungstheoretiker“. Woran liegt es? Wer hat den Nutzen davon? Natürlich der Feind. Und der „lacht sich ins Fäustchen“ ob unserer Dummheit. Ja, es ist Dummheit. Die beginnt damit, dass man keine Fragen stellt, weil man die Antwort fürchtet.

Würde aber die Frage nach dem Feind zur Antwort haben, die schon Kaiser Wilhelm II. wusste, und nach ihm Adolf Hitler, dann verlässt den Fragesteller der Mut und er verkriecht sich in allerlei Ausreden. Sein „Widerstand“ ist eine einzige Lächerlichkeit.

Es geht auch gar nicht um „Widerstand“. Wir leben unter der Herrschaft fremder Herren. Angriff ist’s, der aus dieser Lage Rettung bringt. Und nur der Angriff. 70 Jahre Besatzungsregime haben nicht ausgereicht, diese einfache Wahrheit zu begreifen! Die Folge dieser Feigheit ist die extreme Existenznot in unseren Tagen.

Der „Widerstand“ ist geprägt einerseits von einer Kultur der Petitionen und andererseits von verpuffender Gewalt. Zwischendrin tummeln sich diverse Parteigründer, die nicht einmal wissen, dass der Parteien-Parlamentarismus eine Wurzel des Übels ist, die herausgerissen gehört. So verschafft das deutsche Volk in der degenerierten Gestalt des Pöbels unserem Feind tiefe Befriedigung. Bringt es doch die Wahnvorstellung zum Ausdruck, der Feind könnte sein Feindsein abstreifen und zu uns ganz lieb sein, wenn wir nur ihn lieb darum bitten. Otto v. Bismarck soll mal im Preußischen Landtag gesagt haben, dass die Deutschen weder Tod noch Teufel fürchteten, sondern Gott allein. Das ist lange her. Heute fürchten sie ja schon die Juden so sehr, dass sie sich regungslos von ihnen schlachten lassen.

Der Feind aber ist seinem Wesen nach schwach und nur stark durch unsere Furchtsamkeit. Damit muss jetzt Schluss sein, sonst geht es uns als Volk wirklich an den Kragen! Jetzt müssen wir nicht nur unser Hab und Gut aufs Spiel setzen, sondern auch unser Leben in die Schanze schlagen. Nur so verdienen wir die Freiheit. Schon eine winzige, aber entschlossene Minderheit kann den Sieg erfechten.

Was ist für den Sieg über den Feind notwendig?

1) Man muss seinen Feind, der als solcher durch Unsichtbarkeit wirkt, kennen und benennen.
2) Man muss das Wesen des Feindes begreifen, denn dann kennt man seine Stärken und Schwächen.
3) Man muss ihn an seiner schwächsten Stelle angreifen. Erst recht, weil er dort keinen Widerstand leisten kann. Sein Wesen ist als notwendiges Moment des Göttlichen Lebens das Böse schlechthin („das Nein zum Leben der Völker“ – Martin Buber). Niemand wird Satan gehorchen, wenn er als solcher erkannt ist. Wird sein Wesen wahrgenommen, wird der Jude deshalb schwach und ängstlich. Alle seine Kräfte – auch sein Geld – schwinden dahin. Er wird dann keine Macht mehr haben, Armageddon – den finalen Vernichtungskrieg – auszulösen.
4) Um an dieser Stelle durchzubrechen, muss man die allein wirksame Waffe kennen und entschlossen einsetzen.

Wenn wir nach diesen Leitlinien unser Handeln bestimmen, ist uns der Sieg sicher.

Wer im Lager der „Widerständler“ gibt Antwort auf diese Fragen? Dröhnendes Schweigen. Es ist die Angst, die die Zungen lähmt. Aber Patriotismus beginnt erst dort, wo die Angst vor dem Feind zum Schweigen gebracht ist. Mein Gott! Die Feiglinge verkriechen sich und lassen Frau und Kind schutzlos in den Händen des Feindes. Sie beruhigen sich damit, dass ja noch nicht alle Frauen vergewaltigt werden und nach der Wahrscheinlichkeit die eigene davon kommen könnte.

Aber was ist mit den Kindern? Sie werden flächendeckend in der Schule das Opfer der „Sexualpädagogen“, die nichts anderes sind als strafwürdige Kinderverderber. Sie bringen im Zwangsunterricht den Kindern und Jugendlichen als amtlichen Lehrstoff die widernatürlichsten Sexualpraktiken als legitime Lustquellen nahe. Es ist dieses die Sozialtechnik, mit der man den Nachwuchs unseres Volkes schon in frühester Kindheit erziehungsresistent macht. Das ist eine weitere Strategie des Feindes für den Seelenmord am Deutschen Volk.

Was folgt daraus?

Wir müssen in unserem Raum die virtuellen Bataillone der deutschwilligen Deutschen zu einer schlagkräftigen Armee – nicht zu einer Partei – zusammenfügen und diese nach den Regeln des Guerilla-Kampfes einsetzen in einem Aufklärungsfeldzug, der das Wesen der Judenheit vornehmlich aus deren heiligen Schriften durch Skandalisierung ihrer Weltanschauung – Gottes auserwähltes Volk und als solches zum Völkermord bestimmt zu sein -, in das Bewusstsein der Menschen ihrer Umgebung zu heben. Dann werden sie als das Tätervolk und das deutsche Volk als ihr Opfer durchschaut und begriffen. So werden wir ihren Heiligenschein ihnen vom Kopfe reißen. So ist die Machtfrage zu lösen. Dann können wir offen und umfassend die Frage beantworten, was zu tun ist, um die Deutsche Volksgemeinschaft im Wissen ihrer heilsgeschichtlichen Bestimmung wiederherzustellen. Die Deutschen werden wieder ein stolzes und ehrbewusstes Volk. Es wird der Welt ein Beispiel geben und dann in einer gemeinschaftlichen Anstrengung mit den Völkern der Welt, die ebenso unter der Macht des Jüdischen Bankkapitals leiden, diese Macht der Judenheit entreißen, indem kraft er gesetzgebenden Gewalt der Völker, die Schöpfung des (Kredit)geldes aus der Hand der Jüdischen Kleptokraten in die Hohe Hand der Staaten gelegt wird (Brechung der Zinsknechtschaft, heute Wettsysteme).

Das Arsenal der benötigten und einzusetzenden Waffen ist mit meinem Buch „Das Ende der Wanderschaft – Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit“ bereitgestellt.

Der Sieg ist uns gewiss, denn Gott ist unsterblich und Satan nicht untertan.

Die Wahrheit siegt und wird uns frei machen!
Horst Mahler

das-ende-der-wanderschaftDie nachstehenden Verweise ergeben das literarische Fundament der Bewegung.

1. Das Ende der Wanderschaft …
https://germanenherz.files.wordpress.com/2015/03/das-ende-der-wanderschaft-07-01-2013.pdf

2. Birthelm, Komm Heim …
https://totoweise.files.wordpress.com/2011/07/birthelmmichael-kommheiminsreich.pdf

3. Horst Mahler „Rothschild oder Hitler“

ergänzende Schriften von Horst Mahler

Horst Mahler – Aufstand fuer die Wahrheit (2003, 11 S., Text)
Horst Mahler – Das Ende der moralischen Geschichtsbetrachtung fuehrt zur Antwort auf die Judenfrage (2004, 31 S., T
Horst Mahler – Deutsches Kolleg – Zur heilsgeschichtlichen Lage des Deutschen Reiches (2002, 91 S., Text)
Horst Mahler – Ehre Wahrheit Heimat – Eine Programmschrift (2006, 20 Doppels., Text)
Antrag auf gerichtliche Entscheidung gegen den Leiter der Justizvollzugsanstalt Brandenburg a. d. Havel vom 1. Juni 2013
Brief an die „Söhne des Bundes”, geschrieben in Kriegsgefangenschaft, August 2009 (PDF-Datei)
Das Ende der Wanderschaft. Gedanken über Gilad Atzmon und die Judenheit, 2013

Filmbeiträge mit Horst Mahler

ergänzend

Höllensturm – Der Genozid am deutschen Volk

Die schreckliche Wahrheit über die Verbrechen an den Deutschen. Das war keine Befreiung, das war Raub, Mord und Besatzung. HELLSTORM – ein Film, der die Augen für die Sicht der Realität öffnet! Der II. Weltkrieg war ein gezielt geplantes bestialisches Massaker am … Weiterlesen

Augenöffner im 卐 Zeichen der Zeit

Jetzt schreien Sie bitte nicht gleich wieder  “Rassist, Nazi, Rechter, Brauner, Antisemit” und dergleichen. Es geht hier um Fakten und Wahrheit und nicht um irgendwelche jüdischen Phantastereien, Seifenopern und Schwindelgeschichten aus Judeahollywood!. Ich stelle hier einige Videos, Texte und Verlinkungen ein, die Ihnen die Augen öffnen … Weiterlesen

Anstifter und Brandstifter – Opfer und Nutznießer

“Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die jüdische Fremdherrschaft zu verewigen.” Reichsgesetzblatt I,  Seite 141 [15.] Gesetz zur Behebung der Not von … Weiterlesen

Das Judentum – eine Gegenrasse

Arno Schickedanz war in den 1920er Jahren der erste Forscher, der im Judentum eine „Gegenrasse“ erkannte. Spätere Forscher bauten auf seinen Erkenntnissen auf und verwendeten teilweise die verwandten Begriffe Gegenblut, Gegennation und Gegenvolk. Seit den Tagen des 2. Weltkrieges ist … Weiterlesen

Adolf Hitler Mein Kampf

 Stets wurde in der Nachkriegszeit dem deutschen Volk der Vorwurf gemacht; Hätten die Deutschen »Mein Kampf« gelesen, dann hätten sie gewußt was Hitler plante und das Unglück hätte verhütet werden können. Kein Buch, kein Führer ist so umstritten, so geliebt … Weiterlesen

Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung

Der Begriff Volksverhetzung bezeichnet in der Bundesrepublik Deutschland eine Straftat. Richtiger hieße es jedoch Bevölkerungs-Verhetzung, da Hetze gegen das Deutsche Volk durchaus erlaubt und sogar erwünscht ist. Das Gegenstück in der sogenannten „DDR“ hieß Staatsfeindliche Hetze. Repressive Regime benötigen derlei … Weiterlesen

Die jüdischen Weltbevölkerungzahlen “Vor und nach dem Holocaust”

Es gibt keine Beweise – für einen Völkermord an den Juden. Über ein Jahrhundert lang wurde der Jüdische Weltalmanach unbestritten als die authentischste Quelle für die jüdischen Weltbevölkerungzahlen angesehen. Wissenschaftler aus aller Welt, darunter auch die Redakteure der Encyclopedia Britannica, … Weiterlesen

Der Yinon-Plan

Schaffende Angehörige aller Nationen, erkennt euren gemeinsamen Feind! Der israelische Plan zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens. Einer der Gründe, wenn nicht sogar der Hauptgrund der momentanen Völkerwanderung ist, der Yinon-Plan. Der Yinon-Plan sieht vor, die heute bestehenden arabischen … Weiterlesen

Thema Bevölkerungsdezimierung, Sterilisation und Eugenik

 Die Agenda der Elitejuden zur globalen Bevölkerungskontrolle ist keine “Verschwörungstheorie”, sondern aktenkundig und dokumentiert. Das “Juden-Gen”: Zeige mit dem Finger auf deinen Gegner und beschuldige ihn lauthals für Taten, die du selber begangen hast! ……Totoweise Volkstod und Ausrottung nicht nur … Weiterlesen

Kaufman, Morgenthau, Merkel – Drei Vernichter, ein Ziel

Die verschiedenen “Pläne zur Endlösung der Deutschenfrage” treten heute durch Merkels sogenannte “Flüchtlingspolitik” überdeutlich in Erscheinung. Sie wurden zwar nie offizielle Politik, aber inoffiziell wüten sie jetzt schon seit über 70 Jahren. Es geht dabei um die physische und wirtschaftliche … Weiterlesen

Ergänzende Dokumente und Artikel finden Sie im folgenden Link. Germanenherz Online Information. Bücher, Dateien, Artikel, Dokumente, Musterschreiben

Germanenherz_ Bücher_Dateien_ Artikel_ Dokumente_ Musterschreiben
Wenn Sie die Bücher, Dateien, Artikel, Dokumente, Rechtskunde und Musterschreiben gelesen haben, kann es sehr gut möglich sein, daß sich Ihr Bewusstsein ändert, und Sie die Welt und Ihr persönliches Dasein plötzlich mit gänzlich anderen Augen betrachten.

Bombenholocaust der Alliierten

Bombenholocaust der Alliierten Veröffentlicht am von
Die zionistische Hasszentrale gegen DeutschlandDamit die Wahrheit nie einschläft! Enthält neben traurigen Fakten wunderbare historische Bilder und Filmausschnitte, wie man sie öffentlich gar nicht mehr ausstrahlen kann, ohne tiefes Weh zu erzeugen. Gedenken wir den hunderttausenden Toten, die dem Flammenmeer alliierter Bomber zum Opfer fielen!

Dresden

Vor 71 Jahren verwandelten die angloamerikanischen Luftstreitkräfte in drei Angriffen die Stadt Dresden in ein Flammenmeer. Mit einem Regen aus Phosphor-, Brand- und Sprengbomben, die orkanartige Feuerstürme verursachten, wurden mindestens 400.000 Zivilisten, Frauen und Kinder jeglichen Alters, Greise, Verwundete und Flüchtlinge aus dem Osten und Südosten des Deutschen Reiches, die mit ihren Trecks Schutz in Elbflorenz gesucht hatten, unter furchtbarsten Qualen getötet. Während die Masse dieser wehrlosen Menschen zu lebenden Fackeln entzündet, von giftigen Rauchgasen erstickt und zu Brandleichen von der Größe eine Hundes verstümmelt worden waren, wurden in der Nacht und tags drauf Tausende Opfer von Tieffliegern, als sie im Großen Garten und auf den Elbwiesen eiskalt zusammenschossen. [1]

Am 13. Februar 1945 hatten sich in Dresden, einer der schönsten und kulturell bedeutungsvollsten Städte Deutschlands und damit Europas, neben 600.000 Einwohnern auch etwa 500.000 Flüchtlinge aufgehalten. Die bis zu diesem Datum vom Bombenkrieg weitgehend verschont gebliebene und zur >Lazarettstadt< erklärte Metropole, verfügte über fast keine Flugabwehr oder Nachtjäger. Gegen 22.00 Uhr kam es zum ersten Donnerschlag, oder Thunderclap, wie die anglo-amerikanischen Bomberverbände ihren Terrorangriff nennen sollten. _Die britischen Bomber der Königlichen Luftwaffe (Royal Air Force) warfen in diesem Angriff zunächst Sprengbomben auf die Innenstadt. Unmittelbar danach wurden 570.000 Stabbrand- und 4.500 Flammenstrahlbomben auf Dresden abgeworfen. Dieses Bombardement von Brandbomben verursachte einen verheerenden Feuersturm, der den Tod der Kunst- und Lazarettstadt einläutete. Bis zu diesem Zeitpunkt waren noch relativ wenige Menschenverluste zu beklagen. Den meisten Menschen war es gelungen, sich in den Kellern in Sicherheit zu bringen. Nach dem Bombenangriff gingen sie auf die Straßen zurück und wurden Zeugen der gewaltigen Brände. Jedoch kehrten die Briten zurück – ohne Vorwarnung: Nun etwa 2_ Stunden später, am 14. Februar gegen 1.30 Uhr, rollte die zweite Bomberwelle an. In rascher Folge detonierten zunächst 4.500 Sprengbomben, die unzählige Häuser zum Einsturz brachten. Tausende von Menschen wurden von Stahl und Beton begraben und verschüttet. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatten sich die Briten eines Kriegsverbrechens schuldig gemacht, da sie zielbewußt den von Zivilbevölkerung bewohnten Stadtkern bombardiert hatten, und nicht etwa militärisch-strategische Ziele oder Industriezentren. Das wichtigste militärische Ziel lag etwa 1,5 Kilometer vom zerstörten Stadtkern entfernt: der Hauptbahnhof. Auf diesem tummelten sich Zehntausende Flüchtlinge und Ausgebombte. Die Gleise, die weitgehend unbeschädigt geblieben waren, waren mit Hunderten von Waggons verstopft, so daß sich eine gewaltige Menschenmasse auf engstem Raume ansammelte. Auf diese Menschen ließen die Briten vor allem Brand- und Flüssigkeitsbomben nieder regnen. Die Bahnsteige und das nähere Umfeld des Bahnhofs waren mit Toten, Sterbenden, Verbrennenden und Menschenteilen übersät. Die Zehntausenden, die das Inferno überlebt hatten, flüchteten auf die Elbwiesen und in den Großen Garten. Hier wähnten sie sich nach dem Grauen der Nacht sicher. Es blieb den Amerikanern, genauer gesagt der 8. US-Luftflotte, vorbehalten, diesen hilflosen Frauen und Kindern, diesen wehrlosen Männern und Greisen den Garaus zu bereiten. Um 12.15 Uhr warfen mehr als 760 Maschinen unter anderem 50.000 Stabbrandbomben über diese Flüchtlinge ab. Danach gingen etwa 200 Jagdbomber zum Tieffliegerangriff über und eröffneten mit ihren Maschinengewehren das Feuer gegen die Zivilbevölkerung. Die anglo-amerikanischen Bomberverbände hatten einen Massenmord begangen, freilich ohne je hierfür zur Rechenschaft gezogen worden zu sein. Nicht nur das: >Mit den Menschen gingen schöne und weltberühmte Gebäude und Anlagen Dresdens unter, so der Zwinger, die Hofkirche, das Schloß, die Oper, das Grüne Gewölbe, Bellevue, das Italienische Dörfchen, das Landtagsgebäude, das Palais Cosel und viele andere. Das Japanische Palais, die größte und wertvollste Bibliothek ganz Sachsen, war ausgebrannt. Die Brühlsche Terrasse hatten schwere Bomben zerrissen. Das Belvedere lag mit leeren Fensterhöhlen da. Die Kuppel der Frauenkirche war eingestürzt und der Schloßturm sowie ein Turm der Sophienkirche waren ausgebrannt. Vom oberen Teil des Rathausturmes stand nur noch das Gerippe.

Bei dem dreifachen Terrorschlag gegen Dresden, als nichts anderes kann er bezeichnet werden, handelte es sich mitnichten um eine militärische Notwendigkeit. In der angegriffenen Innenstadt hatte es weder nennenswerte Industrie noch Ansammlungen von Waffen und militärischem Gerät gegeben. Die Tatsache, daß die Infrastruktur verhältnismäßig wenig zu Schaden gekommen war – von den Verkehrswegen war nur der Hauptbahnhof zerstört worden, die Elbbrücken waren allesamt heil geblieben -, deutet ebenfalls eindeutig daraufhin, daß der anglo-amerikanische Angriff auf Dresden ein ebenso sinnloser – der Krieg wurde hierdurch ja nicht verkürzt -, wie durch nichts zu rechtfertigender Akt der Zerstörung und des Mordes war.

Dem Bericht der Ordnungspolizei zufolge waren bis zum 22. März 1945 insgesamt mehr als 200.000 Menschen tot geborgen worden. Diese Zahl konnte wegen weiterer Bergungsarbeiten jedoch noch nicht als die endgültige gelten. Spätere Schätzungen bzw. Zählungen gehen von bis zu 400.000 Toten aus. Von den geborgenen Toten konnten nur 35.000 identifiziert werden.

Es widerspiegelt das fragwürdige Verständnis von Wissenschaftlichkeit und das Verhältnis zu authentischer Geschichtsschreibung in der BRD, offiziell lediglich diese relativ kleine Anzahl von Toten als Gesamtzahl der zu beklagenden Opfer anzugeben. Strafrechtlich gesehen handelt es sich hier offensichtlich nicht um den Tatbestand der Verunglimpfung Verstorbener.

Dabei handelte es sich bei dieser Art des ethnic cleansing keineswegs um eine Ausnahme, sondern um die Umsetzung eines vom Luftkriegsberater Churchills, Frederick A. Lindemann, penibel ausgetüftelten Planes zur Flächenbombardierung deutscher Städte. Die Alliierten gingen dabei gleichsam nach Schema F vor, wie beispielsweise stellvertretend auch die Zerstörung Stettins im August 1944 aufzeigt: Gezielte Treffer auf Wohngebiete und historische Bauten nach menschenverachtender Methode. Zuerst werden Luftminen und Sprengbomben, danach Phosphorkanister abgeworfen. Diese Taktik verfehlt ihre hundertprozentige tödliche Wirkung nie: Um sich zu retten, klettern die wehrlosen Menschen aus zertrümmerten Kellergewölben, werden im Freien jedoch von dem Feuersturm erfaßt und winden sich vor Schmerzen brüllend als lebende Fackeln, bis der Tod sie endlich erlöst. In diesem Zusammenhang müssen neben vielen anderen auch die kriegsvölkerrechtswidrigen Bombardierungen beispielsweise auf Köln, Ulm, Magdeburg, Aachen, Graz, Kiel, Dortmund, Hamburg, Nürnberg, Klagenfurt, Würzburg, Kassel und Potsdam, aber auch viele andere, vor allem kleinere Städte, wie z.B. Hanau, Pforzheim, Bingen, Darmstadt, Heilbronn, Villach, Nordhausen, Hildesheim, Freiburg i. Br., Halberstadt, Emden, Frankfurt/Oder, aufgeführt werden, die keinerlei militärischen Nutzen hatten, sondern ausschließlich der Vernichtung von Menschen dienten.

Der österreichische Historiker und Luftkriegsexperte Maximilian Czesany hat bezüglich dieser Terrorangriffe dankenswerterweise die gröbsten der durch die Anglo-Amerikaner begangenen Rechtsbrüche in knapper Form zusammengestellt: >Mit ihrer Luftkriegsführung verletzten die USA und Großbritannien die folgenden von ihnen erst Jahrzehnte zuvor ratifizierten Bestimmungen und Normen des Kriegsrechtes [Š]:

_. * die allgemeinen Grundsätze des Kriegsrechtes, wonach militärische Kampfhandlungen direkt nur gegen Kombattanten, Quasikombattanten und militärische Objekte gerichtet werden dürfen, und alle Kampfmittel verboten sind, die unnötige Leiden oder Schäden verursachen [Š]

_. * der Artikel 27 HLKO, demzufolge verschiedene Gebäude und Bauten, wie Kirchen, Lazarette, geschichtliche Denkmale u.a., soviel wie möglich zu schonen sind, wenn diese nicht militärische Verwendung finden; der Artikel 46 HLKO, wonach das Leben der Bürger und deren Privateigentum zu achten sind;

_. * das Genfer Protokoll 1925, welches unter anderem die Verwendung von giftig oder erstickend wirkenden Flüssigkeiten, Stoffen oder Verfahrensarten untersagt.<

_. Mit dem uneingeschränkten Luftkrieg der Alliierten gegen wehrlose Zivilbevölkerung machten sich insbesondere die Anglo-Amerikaner des Genozids, Ausrottungskrieges schuldig.

Quelle: Claus Nordbruch, Der deutsche Aderlaß, Tübingen 2003
(2. Aufl.), S. 91ff.

1956 – Deutschland ehrt Winston Churchill mit dem Karlspreis.. Ein Tag der Schande!

Man ehrt einen Kriegsverbrecher! Millionen deutsche Bombenopfer sind plötzlich vergessen, der britische Beschluß jede deutsche Stadt zu vernichten, samt Bewohner – Frauen Kinder, Greise – die meisten Männer kämpften ohnehin an Europas Fronten! Einen Kriegsverbrecher mit dem Karlspreis zu ehren, wird für immer und ganz besonders aus Sicht der Opfer als Tag der deutschen Schande eingehen! Kein logisch denkender Mensch, dessen Vernichtung in London beschlossen wurde und den Bombenregen überlebte, bedankt sich für den Tod seiner Mitmenschen, seiner Brüder,Schwestern, Kinder und Eltern! Keiner! Churchill großes europäisches Werk war der infernalische Völkermord mittels Terrorbomber. Nachfolgend die Städte und Opfer die Churchill und sein Werkzeug Harris zu verantworten haben…

Auch Hamburg wollen wir nicht vergessen


Hamburg am 24.7.1943 – Operation “Gomorrha

Die britische Luftwaffe beginnt in der Nacht zum 25. Juli mit einer Reihe von schwersten alliierten Bombenangriffen auf Hamburg.
Bei dieser Operation »Gomorrha«, die bis zum 3. August dauert, kommen etwa 60 000 Menschen ums Leben.

Von den Luftangriffen, die die Stadt Hamburg im Juli 1943 im Zuge der “Operation Gomorrha” heimsuchten, forderte der Angriff in der Nacht vom 27./28. Juli die meisten Opfer.

Mehr als 700 Bombenflugzeuge der Royal Air Force werfen Tausende von Sprengbomben und Brandbomben über Hamburg ab.
Nachdem die Sprengbomben Breschen in die Häuser geschlagen hatten, begannen die Brandbomben ihr infernalisches Werk. Nicht nur einzelnen Wohnhäuser und Wohnblocks,
sondern ganze Stadtviertel gehen in Flammen auf.

Aus den unzähligen verschiedenen Brandherden entwickelt sich, begünstigt u.a. durch eine hochsommerliche Wetterlage, eine Feuersturmbrunst von gigantischem Ausmaß.
Durch die Bomben-Zusammenstellung war genau dies vorab beabsichtigt.


Hamburg im Feuersturm

Wie in einem einzigen riesigen Kamin wird die Luft mit der Stärke eines Orkans angesogen und in eine 700 Meter hohe Rauchsäule gepresst.
Die größte Brandkatastrophe, die bis dahin eine deutsche Stadt je getroffen hatte, erhielt noch in selbiger Nacht den Namen ” Feuersturm “.
In keiner deutschen Stadt sind jemals so viele Menschen innerhalb so kurzer Zeit getötet worden wie während des “Feuersturms” in Hamburg.

In der Nacht vom 27./28. Juli 1943 starben binnen drei Stunden etwa 60,000 Menschen
Nur bei dem Luftangriff der US-Air Force auf Tokio und bei den Atombombenangriffen auf Hiroshima und Nagasaki im Jahre 1945 verloren mehr Menschen an einem einzigen Tag ihr Leben.

Die Opfer in Hamburg waren zumeist Frauen und Kinder ; sie wurden – wie die anderen Getöteten – von der Explosionswirkung der Sprengbomben zerrissen , erstickten in verschütteten Kellern,wurden von einstürzenden Gebäuden erschlagen oder verbrannten bei lebendigem Leibe.
Viele Menschen, denen die Flucht aus einem zerstörten Haus gelungen war, verbrannten auf Straßen und Plätzen; meist wurden die Toten mit dem Gesicht zur Erde liegend gefunden.


Nach dem Terrorangriff: Ausgebrannte Häuser am Nikolaifleet vom Turm der Nikolaikirche

Wer in der Nacht des ” Feuersturms ” sein Leben rettete, konnte von Glück reden.Die meisten der Überlebenden hatten aber kein Dach mehr über dem Kopf; sie hatten
ihr Hab und Gut verloren – sie waren, wie man dies damals nannte – “ausgebombt”.


Churchills und Harris Werk der vernichtete Hamburger Stadtteil Hamm-Nord


Hamburg-Eilbek, Auenstraße, Fichtestraße, Eilbeker Weg: Blick von der Versöhnungskirche


Blick von der Schule Von-Essen-Straße auf Barmbek

Am Morgen des 28. Juli standen 800.000 Ausgebombte vor dem Nichts, allenfalls mit einem Handkoffer oder anderen eilig zusammengetragenen Habseligkeiten in der Hand.
Im Übermaß vorhanden war dagegen die Furcht vor weiteren Bombenangriffen. Etwa 900.000 Menschen flüchteten in jenen Tagen aus der weitgehend zerstörten Stadt.
In die nähere Umgebung flohen die verstörten Menschen zu Fuß oder mit dem Fahrrad, in entferntere Orte mit Lastkraftwagen, per Schiff oder – wie die meisten – in überfüllten Zügen der Bahn.

Die notwendigste ärztliche Betreuung und eine notdürftige Versorgung mit Lebensmitteln mussten organisiert werden. Die Flucht selbst war ein Aufbruch der Menschenmassen in
eine ungewisse Zukunft und oft auch in eine fremde Umgebung. Obgleich die Flüchtlinge aus Hamburg noch aus weiter Entfernung die Rauchsäulen über ihrer Heimatstadt sahen, bewegte viele von ihnen doch der Wunsch, bald zurückzukehren.


Die Straße Kreuzbrook in Hamburg-Hamm

Die Zurückgebliebenen und die Zurückkehrenden lebten nach den Angriffen in einer Trümmerwüste von gigantischem Ausmaß. Kaum ein Haus in der Großstadt Hamburg war gänzlich unbeschädigt; von den Gebäuden, von denen nicht nur Ruinen oder Trümmerhaufen übrig geblieben waren, wiesen die meisten mehr oder minder schwere Schäden auf.


Trümmer werden geräumt

Für die Bergung der Leichen und für Aufräumarbeiten wurden auch nachweislich nur freiwillige Kriegsgefangene und KL-Häftlinge eingesetzt.
Um notwendige Verbindungswege zu schaffen, mussten zunächst die Straßen von Trümmern geräumt werden. Wo dies wegen des Ausmaßes der Schäden und wegen Einsturzgefahr nicht möglich war, wurden ganze Straßenzüge zu Sperrgebieten erklärt, die nicht betreten werden durften.


An vielen Stellen war kein Durchkommen, weil Ruinen gesprengt wurden

Soweit die Menschen nicht in stehengebliebenen, notdürftig reparierten Häusern wohnen konnten, wurden Notquartiere geschaffen. Ganze Familien hausten oft auf engstem Raum unter primitivsten Bedingungen. Energie und Wasser, Lebensmittel und Heizungsmaterial waren knapp. Öffentliche Verkehrsmittel standen nur eingeschränkt zur Verfügung.
Der Überlebenswille der Bevölkerung sorgte dafür, dass das Dichterwort Realität wurde: ” Und neues Leben blüht aus den Ruinen.”

Die Erinnerung an den ” Feuersturm “ lebt im Gedächtnis der Überlebenden weiter, und noch heute müssen immer wieder damals nicht explodierte Bomben
(“Blindgänger”) vom Kampfmittel-Räumdienst entschärft werden.

Das war der “Vernichtungskrieg ” Churchills der im November 1939 im Rundfunk erklärt hatte: ” Dieser Krieg ist ein englischer Krieg, und sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands .”

Das “Böse” an der Themse, Harris und Churchill entfesselten den größten Vernichtungskrieg aller Zeiten gegen das deutsche Volk. Auf dreißig Millionen deutsche Zivilisten, überwiegend Frauen Kinder und Alte, in mehr als tausend Städten und Ortschaften, ließen sie über eine Million Spreng und Brandbomben herabregnen , die nahezu eine Million Todesopfer forderte
,dazu noch die sicher mehr als doppelt so hohen Zahl an Verkrüppelten, Leicht- oder Schwerstverletzten u.a.

Seit Mittelalter gewachsene Stadtkerne mit seinen prägenden berühmten Gebäuden gingen unwiederbringlich verloren. Dresden ist nur deshalb in aller Munde, weil der Zeitpunkt und die unverteidigte (!) Stadt den völkermordenden Charakter der angloamerikanischen Terrorbombardements erschreckend verdeutlichte.

Harris wunderte sich ]nach dem Krieg in seinen Aufzeichnungen, das “die Deutschen die Chance verpasst hätten, die englischen Städte in Schutt und Asche zulegen”.

Zu diesem Zeitpunkt war er wohl unfähig zu begreifen, dass die deutsche Luftwaffe taktisch völlig anders ausgerichtet war, als die englischen Bomberflotten. Während die Luftwaffe hauptsächlich nur zur Unterstützung von Bodenoperationen eingesetzt wurde, war die englische und auch die amerikanische Bomber-Waffe eine strategische, die nur darauf aus war das zivile Hinterland auszuradieren.Die Luftschlacht um England ist im Verlauf auch der Beweis, dass die Luftwaffe niemals in der Lage war, das zu leisten, was Harris vorschwebte.[/quote]

Hamburg Operation Gomorrha


das vernichtete Hamburg mit ca 60000 totgebombten Hamburgern…

Die Stadt musste bis zum Kriegende etwa 145 Flugangriffe überstehen, über 101.000 Spreng- und drei Millionen Brandbomben wurden bis dahin von der Royal Air Force und der American Air Force über Hamburger Stadtgebiet abgeworfen, den Großteil davon auf der nördlichen Elbseite,
besonders in den Arbeitervierteln. Etwa 60.000 Bürger ließen dabei ihr Leben und etwa 270.000 Wohnungen wurden zerstört. Am schlimmsten erwischte es die Arbeiterwohnviertel Rothenburgsort, Hammerbrook, Horn, Eilbek, Eimsbüttel, Hamm und Barmbek, das fast vollständig zerstört wurde. Dort wütete der Feuersturm in der Nacht vom 27. Juli 1943 auf den 28. Juli.


Hamburg im Feuersturm…

Die Royal Air Force nannte den Angriff “Operation Gomorrha” und dieser zog sich über zehn Tage hin. Dabei wurden 70 Prozent der Stadt zerstört. Bei jeder Angriffswelle kamen an die 700 bis 740 Flugzeuge und warfen insgesamt 10.000 t Bomben auf die Stadt.
Über die Hälfte der Gesamttoten der Luftangriffe auf Hamburg, etwa 41.000, starben während dieser Operation. Der Feuersturm entwickelte sich aus den Brandbomben, die die Air Force abwarf.
Durch die sommerlichen Temperaturen entwickelte sich daraus ein riesiger Sog, der den Sauerstoff zu sich aufsog. Die Menschen verbrannten oder erstickten. In zwei von drei Bunkern, die in Rothenburgsort standen, erstickten alle Insassen, weil der Feuersturm allen Sauerstoff aus den Bunkern gesogen hatte.

Ziel der britischen Luftwaffe war es, die deutsche Industrie zu schwächen. Zu diesem Zweck zerbombten sie allerdings nicht die Fabriken, sondern sie waren darauf aus, den Widerstandswillen der Bevölkerung zu brechen. Ein “Flächenbombardement” auf ein Wohnviertel erschien ihnen effektiver, als gezielte Angriffe auf bestimmt ausgesuchte Ziele. Die starken Verluste sollten die Arbeiter demoralisieren und Deutschland schwächen. Deshalb griffen die Briten nachts an, da sie von der deutschen Abwehr – Flak, sowie Jägern – so schlechter aufgehalten werden konnten, allerdings konnten sie selber nicht mehr so genau bomben. Die Amerikaner wollten stattdessen zielgenau bomben und griffen deshalb bei Tage an, was ein größeres Risiko für die Besatzungen war.

Zusammengeraffte Habseligkeiten auf der Straße. Hamburg wurde von verschiedenen Einrichtungen verteidigt. In der Stadt selber befanden sich Flakgeschütze, die mit Hilfe von Scheinwerfern die Bomberflugzeuge am Nachthimmel ausfindig machen und dann vom Himmel holen konnten. Vor dem ersten Großangriff auf Hamburg gab es zudem ein Nachtjagdsystem, dass von den Briten “Kammhuber-Linie” genannt wurde, weil der General Kammhuber der Erdenker dieses Systems war. Bereits Stunden vor einem Angriff konnte der “Funkaufklärungsdienst” feststellen, ob sich hinter der Nordsee eventuell etwas tut, denn vor einem Angriff gab es einen erhöhten Funkverkehr zwischen den britischen Flugplätzen.


Brennende Öltanks im Hamburger Hafen, schwarze Rauchschwaden

Die “Funkmessstellungen” an der Küste überwachten mittels Radar die Nordsee und konnten früh herannahende Flugzeuge erkennen, eventuell auch eine Zielangabe machen. Die Küste und das Inland war in “Nachtjagdräume” aufgeteilt, in denen je ein Jäger operierte, der von der Funkmessstelle aus zu seinem Ziel dirigiert wurde.
Diese Nachtjagdräume trugen Tiernamen wie “Hummer” und ähnliches. Die Nachtjäger konnten den Bomberverbänden jedoch keine ernsten Verluste zufügen. Sie schossen nur vom Kurs oder Verband abgekommene Bomber ab. In Hamburg selbst hatten die Bürger Anweisung, die Häuser zu verdunkeln und immer Sand und Wasser parat zu haben, um Brandbomben löschen zu können.

.Ergänzend https://totoweise.wordpress.com/2011/09/02/der-vertreibungsholocaust-am-deutschen-volk/

Anstifter und Brandstifter – Opfer und Nutznießer

“Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die jüdische Fremdherrschaft zu verewigen.” Reichsgesetzblatt I,  Seite 141 [15.] Gesetz zur Behebung der Not von … Weiterlesen

Als 1945 die Hölle über die Deutschen kam

“Der 8. Mai 1945 war ein Tag des Elends, der Qual, der Trauer” Am 8. Mai 1945 war die Wehrmacht besiegt. Ein Heldenvolk, ohne Beispiel in der Menschheitsgeschichte, war von regelrechten Satanisten, denen bei ihrem Vernichtungskrieg gegen die Deutschen eine … Weiterlesen

Der Schuldkult – ein psychotisches Krankheitsbild

Vorab ein Vortrag von Jürgen Rieger Deutschlands Geschichte wird heute zumeist auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt. Die Medien in Form von Presse, Funk und Fernsehen konstruieren in Form von Darstellungen „bösartiger Naziangriffe und Überfälle” über die Produktion tausender Dokumentationen … Weiterlesen

Höllensturm – Der Genozid am deutschen Volk

Die schreckliche Wahrheit über die Verbrechen an den Deutschen. Das war keine Befreiung, das war Raub, Mord und Besatzung. HELLSTORM – ein Film, der die Augen für die Sicht der Realität öffnet! Der II. Weltkrieg war ein gezielt geplantes bestialisches Massaker am … Weiterlesen

Ergänzende Dokumente und Artikel finden Sie im folgenden Link. Germanenherz Online Information. Bücher, Dateien, Artikel, Dokumente, Musterschreiben

Germanenherz_ Bücher_Dateien_ Artikel_ Dokumente_ Musterschreiben
Wenn Sie die Bücher, Dateien, Artikel, Dokumente, Rechtskunde und Musterschreiben gelesen haben, kann es sehr gut möglich sein, daß sich Ihr Bewusstsein ändert, und Sie die Welt und Ihr persönliches Dasein plötzlich mit gänzlich anderen Augen betrachten.

Kaufman, Morgenthau, Merkel – Drei Vernichter, ein Ziel


Die Bundesregierung schützt die Endlösungs-Pläne der jüdischen Lobby mit dem Strafrecht, indem sie jene brutal verfolgt, die die Wahrheit über das grauenhafte Todesprogramm berichten.
Die Bundesregierung schützt die Endlösungs-Pläne der jüdischen Lobby mit dem Strafrecht, indem sie jene brutal verfolgt, die die Wahrheit über das grauenhafte Todesprogramm berichten.

Die verschiedenen „Pläne zur Endlösung der Deutschenfrage“ treten heute durch Merkels sogenannte „Flüchtlingspolitik“ überdeutlich in Erscheinung. Sie wurden zwar nie offizielle Politik, aber inoffiziell wüten sie jetzt schon seit über 70 Jahren. Es geht dabei um die physische und wirtschaftliche Vernichtung der Deutschen. Mit dem Unternehmen EU hat die Lobby über ihre Betrugsorgien der nicht mehr zählbaren „Rettungspakete“ von der BRD Summen garantiert bekommen, die mit Nullen gar nicht mehr aufzulisten sind. Das, was Morgenthau einmal wirtschaftlich zur Vernichtung der Deutschen anstrebte, die De-Industrialisierung, ist mit dem jetzt Erreichten weit übertroffen worden. Die Lobby droht sogar schon wieder mit Krieg, falls sich die Alliierten-BRD der Ausbeutung widersetzen würde.

2011 wurde zum erstenmal seit der Hitler-Zeit wieder eine Kriegsdrohung von den Lobby-Hetzern gegen die deutsche Alliierten-Republik offen ausgesprochen. Und das nicht in irgendeinem Boulevard-Blatt, sondern in der prestigeträchtigen Londoner TIMES, die dem jüdischen Medienmogul Rupert Murdoch gehört. Der bekannte jüdische Kolumnist Anatole Kaletsky schrieb am 23.11.2011: „Wenn (Carl von) Clausewitz Recht hat, dass ‚Krieg die Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln’ ist, dann ist Deutschland wieder im Krieg mit Europa. Zumindest dahingehend, dass Deutschland versucht, in Europa die charakteristischen Ziele des Krieges zu erreichen. Nämlich die internationalen Grenzen neu zu ziehen und fremde Völker zu unterwerfen.“

Ähnlich klang es 1941, als Theodore N. Kaufman seinen Plan zur Ausrottung der Deutschen vorstellte und dafür in Amerika Lob und Anerkennung erntete. Kaufman: „… diese Nation, unbeschadet dessen, wer oder welche Gesellschaftsschicht in Deutschland am Ruder ist, wird Krieg führen, weil der Anlass dazu, der zum Handeln zwingt, ein unabtrennbarer Bestandteil des Massen-Charakters dieser Nation ist.“ 1940 klang das aus dem Mund von Winston Churchill, dem größten „Friedensengel“ aller Zeiten, der für seinen Massenmord an der deutschen Zivilbevölkerung und für seine Unterschrift unter den Morgenthau-Plan mit dem Aachener Karlspreis geehrt wurde, recht ähnlich: „Wir werden Deutschland mit immer größerer Zuversicht und Kraft bekämpfen. … Ich glaube nicht für einen Augenblick, dass diese Insel, selbst im Fall einer Niederlage, sich unterwerfen würde.“ [1]

Die von den Siegermächten mit einer Art Gouverneurs-Lizenzen ausgestatteten Polit-Eliten der BRD, schützen seit dem Siegerneuanfang auf deutschem Boden diese abscheuliche Hasspropaganda, sogar mit dem Strafrecht. Sie geben Adolf Hitler die Schuld an dem von Groß Britannien und Frankreich am 3. September 1939 erklärten Krieg gegen Deutschland. Obwohl Adolf Hitler besiegt und tot ist, die wahre Erinnerung in einem Lügensud ertränkt wurde, stellen die Europäer, angeführt von den Medien der Lobby, die BRD sozusagen auf eine Stufe mit Adolf Hitler. Der Feind ist also Deutschland, egal, ob Deutschland von einem Adolf Hitler oder einer Hitlerhasserin wie Angela Merkel regiert wird. Kaufman hatte diese Mordpropaganda gegen das deutsche Volk bereits damals vorgeben: „Dieser Krieg ist keinesfalls ein Krieg gegen ADOLF HITLER. Ebenso wenig ist es ein Krieg gegen die Nazis. … Diese Männer waren weder die Urheber noch die Führer des Krieges Deutschlands gegen die Welt. Sie waren nur die Spiegelbilder der durch die Jahrhunderte eingebrannten Gier des deutschen Volkes nach Eroberung und Massenmord“.

Im März 1941 wurde in den USA der „Kaufman-Plan“ öffentlich vorgestellt und in den Medien teilweise hymnisch gefeiert. Der „Philanthrop“ Theodore N. Kaufman hatte die berühmt gewordene Idee, die Deutschen mittels Zwangssterilisation total auszurotten. Seinen Holocaust-Plan nannte er sinnigerweise „Endlösung“. Nach dem Krieg wurden die Rollen einfach vertauscht. Adolf Hitler unterstellte man, er hätte für die Juden eine „Endlösung“ erfunden und durchgeführt. Der Rest ist bekannt, die Wahrheit dazu bleibt in der BRD verboten. Wohlgemerkt, die jüdische Endlösung für die Deutschen wurde erfunden, als es gemäß strafrechtlich verordneter Zwangs-Geschichtsschreibung noch keinen Holocaust gab. Kaufman nahm den gegen Deutschland erklärten Krieg vielmehr zum Anlass, die Ausrottung der Deutschen als ewig kriegs- und mordlüsternes Volk zu verlangen.

Die Gegenseite behauptet heute, Kaufman hätte gar nicht den nötigen Einfluss gehabt, einen solchen Plan überhaupt ernsthaft in die Diskussion bringen zu können. Tatsache ist aber, dass sein Plan in den größten Zeitungen der USA besprochen und beworben wurde. Kaufman selbst gab zahlreiche Interviews, insbesondere in den politischen Einfluss-Medien wie zum Beispiel dem Canadian Jewish Chronicle, in denen er stets hartnäckig forderte, die Deutschen müssten ausgerottet werden, ohne auf Widerspruch zu treffen. Das TIME-Magazin nannte Kaufmans Plan „a sensational idea“ (eine sensationelle Idee).

Der deutsche Publizist Julius Streicher wurde am 16. Oktober 1946 in Nürnberg im Auftrag der Lobby grausam am Galgen getötet, weil er über das Programm des Machtjudentums aufklärte, zum Beispiel die Bibel und den Talmud zitierte, aber niemals zur Ausrottung der Juden aufrief. Streicher hatte keinerlei Regierungs- oder sonstige hohe Parteiämter inne, wurde aber trotzdem gehängt. Streicher hatte auf die NSDAP und Adolf Hitler weit weniger Einfluss als Theodore Kaufman auf Präsident Roosevelt und dessen Regierung.

Die Ausrottung durch Zwangssterilisation blieb letztlich formal aus, was von den Apologeten der Vernichtungshetze gegen die Deutschen als „Beweis“ dient, dass solche Pläne in Wirklichkeit nur ungeschickte Meinungsäußerungen gewesen seien, wobei sie nicht erklären können, warum Julius Streicher dann in Nürnberg aufgehängt wurde, obwohl er nicht zur Ausrottung der Juden aufgerufen hatte. Dass der Kaufman-Plan nicht zum offiziellen Regierungsprogramm gemacht werden konnte, muss einleuchten. Die Frage aber bleibt, inwieweit sein Plan informell in Teilen verwirklicht wurde, sozusagen durch die Hintertür? Die grauenhafte Ermordung von Mitgliedern der ehemaligen legalen Reichsregierung, stellvertretend für das deutsche „Mördervolk“, geht nicht zuletzt auch auf Kaufmans Plan zurück (Kaufman handelte ohnehin im Auftrag der mächtigen Juden-Lobby). Kaufman: „Man muss dem Gegner dermaßen harte Strafen androhen, in solch grausamen Dimensionen, damit das Angreifer-Volk sich derart vor den Konsequenzen fürchtet, dass es nicht den Mut aufbringt einen Krieg zu beginnen.“

Außerdem war der von Kaufman geforderte Schau-Prozess gegen die besiegten Deutschen nicht nur die Geburtsstunde von Holocaust-Erfindungen, sondern diente gleichzeitig als Auftakt zur Globalisierung unserer Welt, also der Ausraubung der ganzen Menschheit auf einmal. Diese globale Welt war Teil von Kaufmans Plan. Aus dem Terror-Tribunal gegen die Besiegten, so deutete Kaufman an, werde „eines Tages der Weltbund der Völker geboren. Ein solcher Bund aber ist das Ziel, das höchste, und eine unabdingbare Notwendigkeit der menschlichen Rasse.“ Machen wir uns nichts vor, die Massenmorde am deutschen Volk während und nach dem Krieg wären in diesem grauenhaften Ausmaß kaum erfolgt, hätte Kaufmans Plan nicht so mörderisch das Denken der Offiziere und Soldaten der „Befreiungs“-Armeen geprägt. Kaufmans Plan machte dahingehend eine Massenmordpolitik im Westen ebenso möglich, wie dies die Ausrottungsaufrufe von Stalins Holocaust-Hetzer Ilja Ehrenburg im Osten erreichten.

Als der Kaufman-Plan in Deutschland bekannt wurde, reagierte die Zeitungswelt mit einer gewaltigen Aufklärungsaktion. Der Publizist Wolfgang Diewerge antwortete auf den Ausrottungsplan von Kaufman nicht nur über die Publikationen des Zentralverlags der NSDAP, sondern auch mit großen Auflagen der übrigen Presse. Wäre ein Programm zur Ausrottung der Juden unter Hitler vorhanden gewesen, hätte Hitler unter Verweis auf den Kaufman-Plan die einmalige Gelegenheit wahrgenommen, sein Programm als Vergeltungsmaßnahme zu rechtfertigen. Aber nichts dergleichen geschah, die publizistische Behandlung des Mordplans fand auf hohem Niveau statt, nirgendwo wurde zu Racheakten gegen die Juden aufgerufen. Nirgendwo findet sich in den Archiven über die NS-Zeit auch nur ein Fetzen Papier, auf dem derart grässliche Mordpläne offiziell zu finden wären, wie sie die offiziellen jüdischen Ausrottungspläne gegen die Deutschen, die frei publiziert wurden, zum Inhalt hatten.

Allerdings kommt ein Endlösungs-Plan selten allein, es bedarf der Wiederholung und der Abwandlungen, um das dahinterstehende Ziel zu erreichen. Deshalb ersann der jüdische Finanzminister der USA, Henry Morgenthau jun., für die Deutschen eine weitere Ausrottungsart, die dem Vorgänger-Plan kaum nachstand. Er entwickelte den Plan zur Umwandlung Deutschlands in einen Agrar-Hungerstaat. Die Bevölkerung sollte sozusagen in einer Art Erdhöhlen-Gebiet an Hunger verrecken. Morgenthaus Plan, „die harte Behandlung der Deutschen“, erhielt offiziell die Zustimmung von Amerikas Präsident Franklin D. Roosevelt und Englands Premier Winston Churchill. Roosevelt wörtlich: „Wir müssen hart mit Deutschland umgehen, und ich meine das deutsche Volk, nicht nur die Nazis. Entweder müssen wir das deutsche Volk kastrieren, oder man muss die Deutschen in einer Weise behandeln, dass sie nicht immerzu Leute in die Welt setzen, die so weitermachen wollen wie früher.“ [2] Das heißt also, Roosevelt und Churchill waren entschlossen, Kaufmans Ausrottungsplan unter einem anderen Etikett zu verwirklichen. „Entweder kastrieren (Kaufman) oder in einer anderen Weise behandeln …“

Als Morgenthaus Ausrottungsplan Ende September 1944 in die Öffentlichkeit durchsickerte und auf breite Ablehnung stieß, sah sich Roosevelt gezwungen, sich vordergründig von diesem Holocaust-Plan für die Deutschen zu distanzieren.

Aber so wie Kaufmans Plan inoffiziell auf vielen Ebenen arbeitet und weiterentwickelt wurde, so geschah das auch mit dem Morgenthau-Plan, der noch heute fortwirkt? Zumal der Ausrottungsauftrag gegen die Deutschen gar nichts mit Krieg zu tun hat, sondern den Führungsjuden als Amalek-Missionen aufgetragen wurde, da aus dem deutschen Volk zu viel der Aufklärung über das Judentum erfolgte. Und laut Jüdischem Gesetz muss derjenige sterben, der die Menschen aufklärt über „Gut und Böse“. [3] So hat der Kampf gegen Amalek (gegen das deutsche Volk) durchaus Tradition. Als Kaiser Wilhelm II. 1898 seinen berühmten Besuch in Jerusalem abstattete, wurden alle führenden Geistlichen der Stadt eingeladen, an einem ausgiebigen Empfang teilzunehmen. Die ultra-orthodoxen Rabbiner jedoch verweigerten ihre Teilnahme. Einer von ihnen war der leidenschaftliche Anti-Zionist Joseph Hayyim Sonnenfeld. Als er Jahre später gefragt wurde, warum er abgesagt hatte, trotz der seltenen Gelegenheit nach dieser Begegnung mit einer kaiserlichen Persönlichkeit seinen ritualen Segen zu geben, antwortete Rabbiner Sonnenfeld wie verlautet: „Ich habe von meinem Lehrer Rabbiner Leib Fiskin über die Tradition erfahren, die dem Rabbiner Elija, dem Goan von Vilna, zugeschrieben wird, dass die deutsche Nation von Amalek abstammt…und wie sollte ich einen Monarchen, der ein Volk beherrscht, dessen Andenken uns befohlen wurde auszumerzen, mit dem heiligen Namen segnen?“ [4]

Die Herren Kaufman, Morgenthau, Hooton und Nizer führten also nur fort, was Rabbiner Leib Fiskin und Konsorten als Mission schon auf den Weg gebracht hatten.

Ein Großteil des Morgenthau-Plans wurde bereits nach Kriegsende verwirklicht: Deutschland wurde aufgeteilt, Millionen Deutsche einfach getötet und als Zwangsarbeiter vernichtet. Über eine Million deutsche Frauen wurden geraubt, von ihren Kindern weggezerrt und in sibirische Todeslager verbracht. Millionen von deutschen Kriegsgefangenen wurden bis in die 1950er-Jahre als Zwangsarbeiter in der Sowjetunion, England und Frankreich gehalten. Die offizielle Zahl der ausgerotteten deutschen Kriegsgefangenen in der Sowjetunion wird mit etwa 1,3 Millionen angegeben. Im Westen versucht man die Zahlen zu vernebeln. Aber alleine auf den Rheinwiesen ließ Eisenhower annähernd zwei Million wehrlose deutsche Kriegsgefangene jämmerlich verrecken. Die Gesamtzahl der ermordeten Deutschen dürfte sich auf 15 Millionen beziffern.

Und danach? Die geforderte Unzugänglichmachung der Rohstoffvorkommen an der Ruhr wurde noch in den 1970er Jahren verwirklicht, indem die Kohlebergwerke geflutet wurden. Im Morgenthau-Plan wurde wörtlich verlangt: „Warum die Rohstoffvorkommen an der Ruhr unzugänglich gemacht und die Anlagen demontiert werden sollten.“ Das nur als Beispiel.

Den Deutschen wurde dann weisgemacht, aus blindwütiger Ausrottungswut sei angeblich größtmögliche Menschenliebe geworden – in Form des Marshall-Plans? Anstatt Hungerrationen gab es später Kredite. Kredite, das uralte Rezept zur Schaffung von Sklaven. Vor allem wollte man sich von den Deutschen erst einmal die Kriegskosten bezahlen lassen, was zum Sterben verurteilte Höhlen-Agrarier bekanntlich nicht leisten könnten.

Das Kriegsziel Nummer eins, ausgearbeitet von Wendell Willkie gegen Deutschland, lautete in Übereinstimmung mit allen Endlösungsplänen (Kaufman, Morgenthau, Hooton und Nizer): „Abschaffung der rassischen Identität.“ [5] Willkie war Sonderbeauftragter von US-Präsident Franklin D. Roosevelt und vertrat ganz offen den Abschaffungsplan von Professor Hooton. „Noch deutlicher hat es der amerikanische Anthropologie-Professor der Harvard-Universität, Earnest A. Hooton, ausgesprochen, als er am 4. Januar 1943 in der New Yorker Zeitung PM unter dem Titel ‚Sollen wir die Deutschen töten?‘ folgendes vorschlug: ‚Während der Besatzungszeit soll die Einwanderung und Ansiedlung von Nicht-Deutschen, insbesondere von Männern, in den deutschen Staaten gefördert werden‘.“ [6]

Hooton kalkulierte mit etwa 20 Jahren, bis die deutsche Volkssubstanz durch Ansiedlung fremder Völkerschaften die Abschaffung der Deutschen unumkehrbar machen würde. Bei einem Ausländeranteil von fast 50 Prozent im Jahr 2013 scheint der Geist der Völkermord-Pläne von Kaufman, Hooton und Morgenthau seit der Kapitulation des Deutschen Reiches manifestiert worden zu sein. Und im Sommer 2015 ging die Beauftragte der Lobby, Angela Merkel, als BRD-Kanzlerin zur Endausrottung über, indem sie die gesamte Welt aufforderte, in die BRD zu kommen. Damit der letzte Ausrottungs-Schub auch wirklich wirksam werden konnte, ließ Merkel von sich und von lebenden Migrations-Waffen sogar Werbefotos (Selfies) machen, die zur Anlockung rund um die Welt geschickt wurden.

Zur Auflösung des deutschen Volkes gehörte natürlich auch die Reduzierung der deutschen Geburtenrate, während hingegen die Geburten von Ausländern mit allen Mitteln gefördert werden mussten. Die Straßenszenen der ehemals deutschen Städte lassen einem heute über diese Ausrottungs-Pläne erneut nachdenken.

Darüber hinaus gab es auch noch den Nizer-Plan, der für die Deutschen selbstverständlich auch nur das „Beste“ wollte, glaubt man den Handlangern des ewigen Hasses. Nizers Plan wurde in seinem berühmt berüchtigten Buch „What to do with Germany“ („Was sollen wir mit Deutschland machen?“), 1944 veröffentlicht.

Louis Nizer war Mitglied des jüdischen B’nai B’rith Freimauer-Ordens. Sein Nachkriegsplan für Deutschland bestand primär darin, eine Umerziehung von bisher nicht gekannten Dimensionen am Deutschen Volk durchzuführen. Hochrangigste alliierte Politiker wie Winston Churchill, Robert Vansittart, Franklin D. Roosevelt, Dwight D. Eisenhower und Harry S. Truman lasen das Buch und stimmten dem Inhalt vorbehaltlos zu. Die Folgen dieser Gehirnwäsche erfüllen den Tatbestand eines geistigen Völkermordes am deutschen Volk. Dieser Völkermord erfüllt auch strafrechtlich mehrere Voraussetzungen des § 6 VStGB (Völkerstrafgesetzbuch). Die Linie von Nizers Plan verläuft nach folgendem Satz aus seinem Werk: „Kurz gesagt, die deutsche Staatshoheit muss außer Kraft gesetzt werden. Das Land muss vollständig von den Streitkräften der ‚Vereinten Nationen‘ besetzt werden.“

Als „Baruch“ Obama zum US-Präsidenten gemacht wurde (die Lobby-Oberen nennen ihn intern „Baruch“), musste er seinen ersten Auslandsbesuch auf dem US-Militärstützpunkt Ramstein absolvieren. Vor US-Soldaten in Ramstein garantierte er den Fortbestand dieser Pläne: „Germany is an occupied country and it will stay that way…“ („Deutschland ist ein besetztes Land. Und es wird auch so bleiben.“) [7]

Natürlich hätte sich eine deutsche Nachkriegspolitik aus den Krallen des Siegermonsters Stück für Stück befreien können. Aber mit jedem Jahr weiter entfernt von den sicht- und fühlbaren Kriegsverbrechen am deutschen Volk, wurden die Siegervasallen immer noch verrückter und verbrecherischer, erfanden immer neue Lügen gegen das eigene Volk und legten die Politik in immer dickere Lobby-Ketten.

Der Höhepunkt wurde in den letzten Jahren erreicht, als die BRD Gesetze zugunsten einer Art gesteigerter Morgenthau-Ausraubung verabschiedete, Gesetze zur Durchführung eines Völkermord-Tributs. Genannt „Deregulierungs-Gesetze“. Daraus entstand die sogenannte Finanzkrise, in Wirklichkeit eine Kriminal-Krise ohne Beispiel in der Menschheitsgeschichte – zu Lasten der Deutschen.

Was die Ausrottungspläne von Kaufman, Morgenthau, Hooton und Nizer gemeinsam haben, ist, dass die Vasallen-Deutschen seither glauben, sie kämen gut dabei weg, wenn sie nur die totale Morgenthau-Entrechtung in Form der Aufgabe der eigenen Geldhoheit und die ethnische Selbstvernichtung durch Migration als offizielle Politik durchsetzten. Allein der Tribut an die Wall-Street über die von Goldman-Sachs kontrollierte EZB (Banken- und Euro-Rettung) geschieht in Völkermord-Schuldengröße.

Und so funktioniert der abgewandelte Morgenthau-Plan: Wir vernichten uns ethnisch durch Migration unter dem Lügen-Etikett „Flüchtlingshilfe“ und wirtschaftlich über die Bundesbank und die EZB, indem wir den „Märkten“ (Wall-Street) unser eigenes Geld geben, das wir zu Wucherbedingungen zurückleihen. Künftige Generationen sind dafür schon jetzt versklavt.

Und wie sehen die Tatsachen heute gemäß den Forderungen von Morgenthau und Hooton aus? Ja, wir sind weiterhin besetztes Land [8] und die Hereinholung und Ansiedlung von Nichtdeutschen geht sogar vernichtender weiter als je zuvor.

Wer immer die westdeutschen Ballungsstädte besucht, bzw. die großen Ballungszentren der BRD, stellt mit bloßem Auge fest, dass die dort noch lebenden Deutschen vielleicht noch 40 Prozent ausmachen. Bereits 1997 waren laut einem Spiegel-Bericht aus dem Jahr 2000 schon annähernd 30 Millionen Fremde in die BRD geströmt: „Rund 29 Millionen Menschen strömten zwischen 1950 und 1997 als Arbeitsmigranten, nachziehende Familienangehörige, Aussiedler oder Asylbewerber in die Bundesrepublik.“ [9]<