Isais Offenbarung

 In den Jahren 1226 bis 1238 erschien Isais deutschen Rittern am Ettenberg im Berchtesgadener Land. Die Isais-Offenbarung, fassbares Ergebnis dieses Geschehens, wird hier in der Neuübersetzung von 2005 wiedergegeben.

Text der Neuübersetzung

(1) Wahr sprech‘ ich – euch zum Gehör. Bild geb‘ ich – euch zum Gesicht; rede Kenntnis und Weisheit, allumspannend, von Voranfang bis Endesend,

(2) rede nicht Gleichnis noch Sinnbild, nicht umwegend‘ Wort, klar geb‘ ich kund, was war, was ist, und was möge sein.

(3) Menschenwesen, da erdverbunden, dem Sterben geweiht – und unsterblich zugleich; Gestirnenkinder, himmlisch gebor’ne – vieltausendfach älter als da hier diese Welt.

(4) Lichtmachtsöhne und Töchter des Glanzes, Himmelsbewohner, sich im Dunkel Verlor’ne, lichtlebendig – und doch dem Schatten erlegen; ewiglich – und doch vom Sterben nicht frei.

(5) Wanderer über den Graten der Welten, neu diesseitsgeboren – wieder jenseitsbestimmt. Götterkinder, doch göttergleich nicht. Noch vielsagend mehr gibt es über die Menschen: alt ist ihr Geschlecht – jung ist ihre Welt.

(6) Ungeboren ist das Menschenwesen, seit Voranfang da – es wird immerzu sein.

(7) Voranfang war, da aus Vorewigkeit alles gegeben; nicht Raum war noch Zeit. Bewusstseinslos, ohne Leben, lagen die Wesen da alle, ehe Allvater sich ihrer erbarmte, schuf messbare Zeit, erschuf auch Räume, durchwanderbare: Die ewigen Himmelswelten.

(8) Dort hinein sanken die Samen aller Wesen; Ewigkeit war geworden aus Vorewigkeit, Anfang dem Voranfange entsprossen.

(9) Herabneigte sich Allvater, der Wesen zu sorgen, Lebenskraft spendend, seelentfachend, geisterweckend. Wach ward da der neuen Himmelwelt Leben und Weben. Die Wesen erkannten sich nach ihrer Art:

(10) Da waren solche, wie später Menschen wurden, es waren solche, wie wurden Getier, waren solche wie grünes Gewächs, und es waren Dämongeister.

(11) Und alles doch nicht, wie heut‘ die Erde es kennt, was den Himmelswelten einst ist entfallen – jenem ähnlich und unähnlich zugleich.

(12) Es ist ja dem Himmlreiche entsprungen, was nun im Irdischen lebt, geflohenhabend einst Allvaters Licht, gesuchthabend fremde Schatten – irrend und ahnungslos.

(13) Denn ein Schattenfürst sich erhob wider die Welten des Himmels, Allvater zu trotzen. Ein Schattenreich sich dieser Schattenfürst hat errichtet – ferne den Himmeln: die finstere Höll.

(14) Leerenendlosigkeit dehnt dazwischen – keiner, der dort könnte versöhnen.

(15) Auf der Mitte indes, zwischen Dunkel und Licht, mächtige Geister sich Walhall erbauten. Dort leben Allvaters sanfte Göttinnen und kühne Götter.

(16) Immerzu herrscht Kampf zwischen ihnen und Höll.

(17) Abfielen aber aus den Himmelswelten zahlreiche Wesen. Ahnungslos wollten sie anschauen die Höll. Später aus diesen wurden die Menschen.

(18) Solche alle sind da in Ohnmacht versunken, vergaßen des eigenen Namens, vergaßen Allens, was war.

(19) Für diese Gefall’nen Allvater frisch erschuf neue Weltenheit: Des Erdenreichs Diesseits mit dem Firmament der Gestirne; damit möglich werde die Abergeburt den verlorenen Scharen, ihnen geboten sei ein Wanderweg bis ans irdische Sterben, und danach eine Pforte zur himmlischen Heimkehr.

(20) Den weiten Bogen der Jenseitswelten gab Allvater hinzu, allen dem Menschsein Verfall’nen; die Brücke für eine glückliche Wiederkehr.

(21) Die Weltenheiten nenn‘ ich euch nun alle, wohlerschaffen, von Allvater gefügt: Zu oberst die Himmelswelt ewigen Lichts, Allvaters Reich, aller Wesen ursprüngliche Heimstatt.

(22) Das allumschließende Gründland nenn’ ich als nächstes – keine Weltenheit gibt’s, die es nicht umspannte, diesseits wie jenseits des großen Spiegels, wie die Grenze dazwischen geheißen. Auch die Höll ist darin, die finstere, grause; blutbrennend, Ekel endloser Qual. Inmitten Grünlands, Walhall hat seinen Ort; starke Feste, herrliche Burg.

(23) Auch die Diesseitsweltenheit schwebt im Grünen Land, mit der Erde und den leuchtend Gestirnen.

(24) Ebenso sich spannt da der Jenseitswelten vielfarbiger Bogen – von himmelnahe bis nieder zur Höll. Gar zahlreich sind die Welten dort drüben, zu durchwandern von den Menschen nach irdischem Sterben.

(25) An Grünlands Rand, unsäglich fern, ein unheimliches Reiche ist gelegen: Die graue Gracht der Dämonen; oft fürchterlich, doch auch still.

(26) Die Schlafwelten gibt es in Grünland mehr –

(27) und auch der Versunkenen schweigendes Tal. Die Erdenbewohner kommen von dort, keimlingsgleich erst, diese Welt zu durchstreifen, schließlich Heimkehr zu gewinnen.

(28) Wahr sprech‘ ich, rede Kenntnis und Weisheit, lehre Wissen und Weg euch mit klarem Wort: Im Himmelreich wohnt Allvater mit seinen Getreuen. In der Höll aber haust der finstere Schattenfürst, der Verworfene, der Verderber: Schaddain ist sein Name. In Walhall herrschen die heiteren Helden, die Götter mit ihren Frauen.

(29) Gastrecht bei ihnen Istara hat, Allvaters Botin. Die Einherier gehen dort ein und aus, die doppelt Unsterblichen. Manche von diesen nenn’ ich meine Geschwister.

(30) In das Diesseits alle Menschen gelangen, mit ihnen Getier und Gewächs, um das Erdensein zu durchwandern. Der Jenseitswelten weiter Bogen ihnen den Heimweg ins Himmelreich öffnet nach ihrem irdischem Sterben; ein jeder wählt sich da seine Bahn.

(31) In Gründlands Gefilden können alle sich treffen: Gute und Böse, jedwede Art. Isais, die euch belehrt, hat dort ihr Amt.

(32) Nächtens im Schlaf hebt sich euer Geist oft aus dem Leibe, um zu durchschweifen die Schlummerwelten. Gar manches begegnet sich da, tauscht mitunter sich aus auch auf Zeit.

(33) Hochauf strebt mancher Geist auch hellichten Tags. Schwingung vom Jenseits her mag zu ihm sprechen, Botschaft zu geben. Doch warn ich: Oft solches ist Trug.

(34) Aufmerkt, Menschenwesen, Erdnachgeborene! Und schaut: Nicht hier liegt der Anfang. Hört! Wahr sprech‘ ich euch und in deutlichem Ton, gebe euch Rat.

(35) Krieg ist im Reigen der Zeitenläufe, unablässig, seit der Schaddain sich wider Allvater aufwarf. Platz findet, Raum greifet, wo des Helden Schwert wird gebraucht, wo nach kühner Tat ist verlangt.

(36) Den Platz kennet, welcher der eure ist. Wer zögert, der duldet – wer duldet lässt obsiegen die Mächte der Höll.

(37) Sanft biete Gruß dem Sanftmütigen, doch Schlachtruf schleudre entgegen dem Argen. Kenne Liebe an ihrem Platz – wie die Stunde des Speers.

(38) Mitleidvoll fühle, wo Notkrallen rissen ein Leid. Hart aber blicke ins Auge dessen, der dies wollte missbrauchen.

(39) Hole zum Schlag aus – zaudere nicht – wo eine finstere Wolke sich niedersenkt. Krieger sei, wo Kriegeswut vorherrscht. Liebender sei am heimischen Herd.

(40) Zwiegeteilt ist das Erdenwandern, wie hell ist der Tag und dunkel die Nacht. Nie wähne, eines von beidem nur sei.

(41) Wahr sprech‘ ich, will weiter euch weisen, will euch zeigen, was ist: heimsucht Schaddain der Erdenwelt Städte und Länder, Meere und Schluchten, Wüsten und Wälder, Auen und Berge. Er bricht auf die Quellen der Qual, durchtränkt die Geschichte der Völker mit Blut, dabei als ein Gott sich gebärdend.

(42) Vielgesichtig ist die Fratze des Bösen, die aus den Fugen der Erde allerorts gafft, vielhäuptig sind seine reißenden Rachen. Kein Schwertstreich allein taugt, alle zu spalten.

(43) Flammenmeere werden tosen über den Ländern noch manche Zeiteinheit, ehe der Wurm vergeht. Arglist nähret des Unwesens Wanst, macht mächtig den Werfer der Schatten.

(44) Wer wollte da Einhalt gebieten dem Grausen, so lang nicht sich auftut der Krug des klärenden Wassers? Ausharret darum! Bereitstehen sollt ihr durch alle Zeiten, bis erfüllt sich die Stunde siegreichen Schwerts. Hoch wehen dann wird die Fahne im Sturme der endsiegenden Schlacht, wenn des Wasserkrugs Strahl netzt die Erdenwelt.

(45) Fern ist noch der Tag, ist die Stunde des Sieges. Fegende Wolken türmen herbei, um Blitze zu speien.

(46) Lichtreich, o Lichtreich, dem Schiff bricht der Kiel, Trümmer nur landen am Harmstrand. Lest auf die Stücke, sorgsam hütet sie für ein neues Werk: Siegschiff da einst. Wenn der Strahl bläht das Segel – vom Jenseits er kommt durch Ilu’s Sonne, unsichtbar – dann ist die Zeit.

(47) Späht durch die Sternenwelt, schaut auf zum Haupte des Stiers. Er bringt die Lanze. Messt aus der Sterne Maß: Vom Haupte des Stiers bis zum Wasserkrug. Unterm Mittel verberget den schwarzlila Stein.

(48) Schwarzer Stein, wirkmächtig Kraft. Isais einst barg ihn aus des Höllenpfuhls grauser Stätte, überlistend den Fürsten der Schatten, der ihn aus Walhall hatte lassen rauben.

(49) Dazu Isais benutzte die List, schnitt vom Haupthaar sich ab Ellenlängen und legte an Knabenkleidung, um Schaddains Wächter zu täuschen. So drang sie ein in der Hölle finsteren Pfuhl, um zu retten den schwarzlila Stein:

(50) Machtvoll ist seine Kraft, rufet herbei des Wasserkrugs Licht. Heil den Wissenden! Heil den Weisen, die befolgen, was ist angeraten. Wirkmächtig werden sie sein.

(51) So Frauenhaar bindet magische Kraft. Jenseitsschwingungen fängt es ein im Diesseits. Je länger es da wallet in Ebenmaß, umso mehr lichte Kraft vermag es zu gewinnen. Doch bleibt es nicht unbedroht in finsterer Zeit, weil Schaddain danach lechzt, Schaden zu stiften.

(52) Strömende Geister, magische Schwingungskraft, wählt der Maiden lang‘ Haar sich mitunter zum Hort. Ist gut zumeist, spendet gar viel, gibt Vermögen zu wirken durch Wollen. Die im Hof und am Herd, alle im Licht, halten sich’s lang, wahrlich sehr lang.

(53) Doch welche offen wider die Finsternis streiten, mögen’s besser sich kürzen, wie Isais es hat zur Höllreis getan.

(54) Wo der Finsternis Schwingung herrscht vor, da nistet von solcher leicht manches sich ein bei magisch werktätigen Frauen in den Haaren, wenn diese länger als nötig sind; notwendig aber ist das Maß einer halben Elle.

(55) Machtvoll der Mann ist im Kampf mit dem Schwert und kraft seines Willens – magisch jedoch wirkt das Weib.

(56) Erkennen euch geben am Himmel die Zeichen. Der Beruf’ne erfühlt’s, die Erwählten begreifen’s, Sie rufen (oder denken) mir zu:

      Aus dem Lichte des Mondes, 
      aus dem Dunkel der Nacht, 
      kommst du herbei, Schwester Isai’, 
      die du immer mich gesehen, 
      die du stets hast mein gedacht.

(57) Schwarz erscheint der Stein – und ist doch licht. Urstoffteil – unsagbar stark. Manneskraft führt ihn, Weibesart jüngt ihn, macht wirksam da werden Walhalls Heer.

(58) Seiner Heimstatt Volk, Sieg er verleiht, tausendjährig andauernd gewiss. In Wodins Berg ruht ja die Macht. Stimmenklang vernimmt er, der Erwählten Zunge, Fremdes mag er nicht leiden. Ist nicht sich bewusst – und doch tatengleich; ist schwarzlila Gestein – doch hell‘ Lebensmacht. Ich, Isais, die Maid, die ich euch erkoren, die ich zu euch rede, gebe den Stein eurem Stamm.

(59) Wer Isais küsst Mund, Nacken und Haar, der wird wiedergeküsst werden von Isais‘ Geist. Die Wahren erhör‘ ich – die Falschen aber schlägt meine Kralle.

(60) So zeige ich mich euch, damit ein Bild ihr könnt formen – sei’s aus Holz, Erz oder Stein. In ein solches ziehe ich ein, um als Schwester unter den Wahren zu walten.

(61) Doch den Falschen komm’ ich als Pantherin.

(62) Bin nahe euch, bin mit eurem Stamm – auf Jahr, Stunde und Tag – bis die Zeit sich erfüllt.

(63) Wenn Istara wird aufgetan haben des Wasserkrugs gläsernen Deckel und wirksam strahlt schon junges Licht – dann naht der Wandel herbei. Dann hat Isais ihr Werk vollbracht für die Zeit; Istara erfüllt fortan das Amt.

(64) Dann sollt ihr Istaren küssen Mund, Augen und Haar, der Lichtmächtigen sollt ihr zum Zwecke dienen, doch nicht vergessen Isaiens.

(65) Einige aber, welche die Tapfersten sind, die mögen an meiner Seite verbleiben.

(66) Aus dem Scheine des Mondlichts ruf‘ ich sie mir. Aus dem Lichte des Mondes, so rufen sie mich. Solche sollen’s sein, die das Schlimmste nicht fürchten und das Schwerste nicht scheuen, die verzichten auf Frieden und Seligkeit, weil in Grünland der Kampf noch nicht endet. Ihnen will ich nicht mehr Schwester bloß sein, sondern Braut und Gemahlin.

(67) Erst wenn erfüllt ist, was Allvater will, wenn gold’ne Zeit aufgeht über den Ländern der Erde und in aller Völker Herzen, erst dann gelt‘ den Menschen Allvaters Zeichen allein. Fern ist diese Stunde, weit ist der Weg. Noch lange herrscht vor die Nacht der Verwüstung, und ungefesselt brüllt der Schaddain.

(68) Sternentöchter und Himmelssöhne, Allvaters Freunde, Schattenmachts Pein: Hoch steigt der Wille, so Erkenntnis da webt. Bestimmt ist der Sieger seit ewiger Zeit. Aus dem Haupte des Stiers, Hilfe euch kommt in Drangsal und Not, der Artgleichen Waffe.

(69) Kinder des Stiers, Isais‘ Schwestern und Brüder, die Besten der Stämme da hier: Fern haltet euch von fremdem Blute, rein bleibe der Stamm, den Isais und Istara lieben, der vorbestimmt ist aus Allvaters Wort.

(70) Himmlisch‘ Lichtströme das Land allhier durchwirken; gerufen, gekommen, gehalten, gebunden durch des schwarzen Steins Band.

(71) Am Fuße dieses Bergs, tief verborgen im Fels, soll er ruhen bis zur Stunde der Zeit, bis Wodin Wort und Tat da ergreift.

(72) Drum sollt ihr Isais‘ Kuss weiterreichen durch alle Geschlechter des geheiligten Stamms; nichts zerteile das Bündnis. Ich spreche euch dies in deutlichen Worten, meine nicht Sinnbild, sage genau: Treu bleibt der Kindschaft in Allvater stets und der Geschwisterschaft mein.

(73) Und beachtet auch den Bruder im Stier. In Grünlands Weiten, Walhall nahe, Malok, der kühne, breitet aus seine Schwingen. Er ist Isaiens treulicher Kämpe, der bei der gefahrvollen Reise in die Burgen der Hölle herbeigeeilte Beschützer, der mich bewahrt hat vor dem Schlimmsten, der Rettung mir brachte vor Schaddains Häschern.

(74) Doch warn ich, zu rufen Malok allein in höchster Not, und nicht anders als in meinem Namen, denn fürchterlich ist er sonst leicht. Ich sag’s jetzt euch, weil dem Stierhaupt er gleicht, der geflügelte Krieger, der starke, der kühne, der weithin gewaltige – und der doch alleine sich gilt.

(75) Keiner soll ein Standbild dem Malok errichten, ohne auch das der Isais. Sonst kann anders er kommen, als ihr ihn rufen wollt. Gezügelt, Maloks Wut wird zum Rechten geleitet, verlanget in meinem Namen und Bild.

(76) Viele Brüder hat Malok und manche Schwestern, machtvolle Wesen, die das Jenseits durchstreifen, Zauberkunst wirkend und mitlenkend Kampfesgeschicke. Völkerstämme nennen sie oft ihre Götter, oder aber Dämonen.

(77) Eure Göttin aber Istara heiße, Allvaters strahlende Botin; und eure heimlich Gefährtin: Isais. Sie werdet ihr sehen, wenn die Siegschlacht geschlagen, zur Feier mit langwogendem Haupteshaar, eh ich’s zum Weiterkampf abermals kürze. Dies sprech‘ ich, weil ihr’s wissen müsst, mein Bild stets zu kennen. Wie ihr es denkt – so erkenne ich mich.

(78) Denn alle Gedanken sind in Grünland zu sehen, wohlverständliche Botschaft, deutlich zu erkennende Bilder.

(79) Und beachtet erneut, dass Malok kann werden zu wilder Gewalt, falls Isais‘ Zügel sollt reißen durch unbedacht Menschenhandeln. Ehre geben mögt ihr ihm immer, dem einsamen Recken – stets war er treu – doch wisset: Menschengefühle kann Malok nicht kennen. Drum der Irrufer verschuldet die Irre sich selbst.

(80) Ich spreche zu euch, was zu wissen euch nottut. Merk alles wohl! Nichts ist zu versäumen: Drei Flammen lasst brennen zu jeder Zeit, wo vielleicht ein Bildnis des Malok steht nächst dem meinen.

(81) Des Speers und des Spiegels hohes Geheimnis habe ich euch schon gegeben. Ihr sollt es behalten, nie aber niederlegen in einer Schrift, im Kopfe behaltet’s.

(82) Ihr wandelt nun zwischen den Weltenheiten, zwischen Grünland und der festen Erde, gleich mir. Weit web ich, bin das Band eures Strebens. Unsichtbar meistens – doch stets an eurer Seite.

(83) Altvordere wussten, ritzten die Runen, hielten Allvaters Wort. Bis fremde Winde den Giftstaub da bliesen hinein in die Gedanken der Menschen, bis Übelsaat aufging überall unter den Völkern.

(84) Erweckt das Erinnern, das lang lag wie schlafend, neuer Strahl alte Sonne lässt leuchten: innere Sonne, inwendig Licht. Altüberliefert, doch ewiglich jung: Hohen Geschlechts aufragender Geist. Die Ahnen blicken von drüben.

(85) Altvordere wussten, ritzten die Runen, gaben wohl kund, kenntnisreich überbringend von vielem was war, was gewesen vor langer Zeit:

(86) Drei Völkerstämme zu dem Volke sich einten: Landgebor’ne, Seegebor’ne, Luftgebor’ne da waren. Die ersten dem alten Boden entsprossen, die zweiten von ferne gesegelt über das Meer, die dritten aus dem Sonnland gekommen, vom hohen Turme nahe den Wolken. Alle sie einte in früher Zeit schon Thale, die heilige Insel. Des sich besinnend, sie vereinten sich neu, von Allvater geleitet.

(86) Viele vergaßen’s, manche durchblickten es nicht: Ein Volk war es immer gewesen, seit uralter Zeit: schicksalzerteilt – geschickhaft wieder vereint.

(87) Erst teilend Geschick war ein rasendes Feuer – allüberall, verbrennend die Erde, versengend das Gras, verdunstend die frischen Gewässer, aufzehrend der Völker Mark.

(88) Zweit teilend Geschick war stürzende Flut – allüberall überschüttend, strudelreißend, wogenschäumend, hervorbrechend aus den Wolken, herbeitobend aus Flüssen und Meeren, länderversenkend, völkerverschlingend.

(89) Dritt teilend Geschick kam mit eisigem Griff: grollende Riesen ohne Erbarmen; fliehen mussten die Menschen.

(90) Drei teilend’ Geschicke teilten ein Volk in drei. Auseinander sie gingen – wieder sie sich gefunden.

(91) Gesandt war zu ihnen – auf Allvaters Geheiß – Istara, um wieder zu einen, neu zu bilden der Mitternacht Volk, die Urherren der heiligen Insel.

(92) Weil des Wasserkrugs Licht braucht tragende Stärke, wenn es unsichtbar sich wird ergießen über die Menschengeschlechter.

(93) Da sollen die Bestimmten wieder vereint sein in goldener Zeit, tausendjährig gewiss, damit sie umwandeln des Wasserkrugs Licht in innerlich Gold.

(94) Istara und Isais sind darum geheißen aus Allvaters Wort beide, eine jede in ihrer Weise, die Helden liebend zu leiten.

(95) Wahr sprech‘ ich, Isais, den Wissensdurst euch zu stillen aus der Erkenntnis Brunnen: Weise schickte hinab zu den Menschen Allvater manches mal: sandte Istara auch einst in des Großkönigs Reich, der die Erde beherrschte von allen Winden. Bel hieß sein Land.

(96) Aufschreiben ließ er, der hochmächtige König, wie ward wiedergegeben aus einer Seherin Mund. Hoch bis nach Thale, zur heiligen Insel, der Großkönig kundbracht‘ die Botschaft der Göttin in den Zeitenheiten goldenen Wissens.

(97) In den Zeiten darauf der Finsternis Fluch sich nahte den Menschen, als der Schaddain grausame Diener sich kürte und diese ihn nahmen zu ihrem Gott. Hasswolkenfinsternis verdunkelte die Sterne, Blutrausch erwachte, zum Entsetzen der Völker. Finsterniszeit, Arglist des Trachtens, Bosheit der Tat: Des Schaddains Brut breitete sich weithin aus und gewann Raum. Zu Blutrinnen wurden die Furchen der Erde; kaum einer mehr liebte den andren.

(98) Geschlachtet ward gar Allvater selbst als lebendige Botschaft durch die Knechte des finsteren Grauens.

(99) Denn Allvater als Allkrist selbst war’s gewesen. Der Finsternis Hass wütete wider Ihn.

(100) Lichtmacht gemartert, die Wahrheit zerstampft, die Befreier gebunden – eine schreckliche Zeit.

(101) Isais hielt Ausschau, von Grünland her, nach unbeugsamen wackeren Helden. Prüfend sie sah den bestimmten Stamm, zu dessen Besten sie sich bekennt.

(102) Wenige sind’s, auf das Ganze gesehen, und auch daraus geringe an Zahl.

(103) Jene, die ich erkannte durch den grünländ’schen Spiegel: die heilige Schar, ihr gilt mein Herz. Zu euch ist’s gesprochen. Hoch haltet die Wahl, nicht missachtet die Kür.

(104) Kein andres Geschlecht eures Dienstes könnt walten. Erkenntnis gewonnen hat der schwebende Adler, einsam über den Wolkenhöhen.

(105) Schweigend betrachten, stille begreifen, wissend vorangehen: so tut der Weise. Fragen des Tages nächtens finden sich Antwort, wenn eingelegt’ Ahnen ruhig aufsteigt dem Geiste.

(106) Mannesschwert, zum Kampfe erhoben, ist zweierlei: außen das Erz und innen der Wille. Nie der Berufne, der Kluge und Reife säumt, der Geschicke Bahn schon von fern zu erspähen.

(107) Wer sich selbst erkennt, kennt auch des Geschickes Verlauf, erkennt seine eig’ne Bestimmung. Leicht dagegen der Nichtkennende strauchelt.

(108) Arbeitsschaffen ist hohen Sinns Tat, ob klein oder groß. Gedeihen sehend das Werk, ihr euch in ihm erkennt, schöpft Freude daraus und immer neu Kraft.

(109) Aufmerkt! Vieles sag ich euch nicht alleine aus mir, stehe in Allvaters Pflicht, zuoberst gelte sein Wort, danach erst das Trachten mein.

(110) Gewiesen ist, dass auch Istara ihr hört. Botin ist sie zu Ihm. Drum gebt ihr Ehre, Bildnis und Platz in euren Herzen. In den Tagen vor der Zeit der Erfüllung sie selber mag zu euch noch sprechen, falls Allvater es will. Drum freihaltet ihr den angemessenen Raum.

(111) Der Istara schafft dann eine heilige Säule, hoch aufgerichtet gen Himmel, wenn des Wasserkrugs Zeit ist schon nahe; wenn die letzte Schlacht ist siegreich geschlagen und das Schlachtfeld von allen Spuren des Grauens gesäubert.

(112) Dann gehe über von mir auf Istara das Band, dann küsset Istara Augen, Lippen und Scheitel. Ihr mildes Licht leuchtet dem kommenden Frieden – wie zuvor dem heißen Kampf Isaiens Glut.

(113) Was euch wird gesagt aus Isaiens Mund: euch gilt’s, nicht allen Menschen, wie nicht allen Völkerschaften. Wägt selbst, was davon zu wissen ist allen: Allvaters Überschauen des Weltenheitengeschehens, Allvaters Sorge, Allvaters in allem da wirkendes Wesen.

(114) Istara und Isais: Sie gelten sonderlich euch. Nicht jeder könnt fassen, was hier ist verlangt. Nicht lasset danach greifen die Schwachen.

(115) Verschieden sind die Bewohner der Erde, unterschiedlich ist, was ihnen frommt, was ihres Amtes kann sein, in welcher Weise ihr Werk. Erkennen helft einem jeden, zu finden das seine; denn jeglicher hat Sinn und Ort nach seiner Art.

(116) Verwirren will des Schaddains blutdampfende Klaue. Lug ist ihm zueigen, Missgunst lehrt er, schürt den Neid vom einen zum andren.

(117) Lauscht aller Stimmen, jedes Zeichens habet Acht. Falschheit werfen in die Welt Schaddains Diener. Vorsicht übt, vergesst nicht: unrein ist die Menge der Menschen da hier, abgefallen aus Allvaters Heim.

(118) Groß ist das Übel, ehe des Wasserkrugs Strahl hat geklärt; Hinterlist mannigfach, Verrat häufig, Tücke bewohnt zahlreich diese Welt.

(119) Unschuldig allein sind die Tiere der Erde, die Fische des Wassers, die Vögel der Luft und alles, was da kräucht, springt und läuft. Unschuldig sind auch die grünend Gewächse. Diese alle sind darum geheiligt.

(120) Isais, mir, steht nahe die Katzenheit, groß und klein. Solche weiland standen im Kampfe mir bei gegen die Mächte des Bösen an Grünlands Gestaden. Im Katzengeschlecht ehrt ihr auch Isaiens Art, verwandt sind die Schwingungen beider Geister.

(121) Wer ist der mutigste unter den Helden? Jener ist’s, der da zieht durch das Jenseits, durch Grünlands Gefilde, in Allvaters Kraft, im treulichen Glauben, den inneren Blick gerichtet zum himmlischen Reiche.

(122) Ewiges Leben ist da versprochen und ist wahrhaftig unverbrüchlich gegeben. Merket es wohl: Es gibt keinen Tod! Sterben heißt Anfang, erneutes Wandern durch andere Weltengefüge. Nichts schrecke euch, nichts bereite euch Furcht.

(123) Das Licht leuchtet ewig, es ist lebendiges Licht; und ein Anteil davon ist fest in euch alle gesenkt.

(124) Was Mensch ist auf Erden, oder Getier und auch grün Gewächs: ewiglich lebt’s immerfort. Bewahret dies selige Wissen.

(125) Heilig sich werden finden am Berg der Versammlung hohe Fürsten, um weise zu walten. Schutz bieten ihnen dazu Göttinnen und Götter, wie diese Geister einst wurden von den Menschen genannt; sie sind aber Engelswesen Wahrheit.

(126) Unter des Weltenbergs heimlichem Schirm, unsichtbar für die Augen der Menschen und nicht gebunden ein einen einzigen Platz, steht der sichtbare Berg aus fassbarem Fels, den Menschen als heilige Stätte bereitet. Wo dieser bestimmte Berg sich zu den Wolken erhebt, da begegnet ihr mir, der Isais.

(127) Und da hier soll der zweite Lapis … (verschollener Vers)

(128) Aufragt von da des Weltenbaums Wipfel: keiner sieht ihn mit irdischem Auge – und doch ist er da.

(129) Heilige Stätten, heilige Haine, walllose Tempel: Allvaters Atem dort anhaucht den Besucher. Da wird der Suchende finden, wird erfühlen der Himmel Hauch.

(130) Das ist das Ende, wenn die Welt der Erde mit samt dem weiten Firmament der Gestirne vergeht – allein Himmelreich und Höllenpfuhl bleiben bestehen. Und keiner wechselt mehr seinen Ort.

(131) Das ist das Ende: wenn heimgekehrt ist alles zum Anfang. Das ist das Ende: wenn erfüllt sind alle Wanderwege, wenn ein jeder und eine jede durchschritten hat das Tor, wenn vollbracht worden ist jedes Werk.

(132) Seligen Friedens erfreut sich dann alles, fern aller Leiden, entronnen jeglicher Qual; getrocknet sind alle Tränen, alles hat glücklich wiedergewonnen das Heimrecht in Allvaters Reich.

(133) Das ist das Ende – der wahre Anfang erneut. Da erstrahlt allen Wesen das Licht aus dem Lichte – aller Wege Erfüllung. Noch fern ist die Zeit.

(134) Dies sprach euch Isais, ich, Grünlands Maid. Die Erwählten vermögen’s zu fassen.

Quelle

Freundeskreis Causa Nostra: Arcanorum. Causum Nostrum – das lebendige Ordensbuch. 2005

Die Pflanze der Erkenntnis und die Vril-Gesellschaft 

Kulturbringer Odin, Allvater, Wotan

odin geist

Einsam sind die tapferen und die Gerechten.
Doch mit ihnen ist die Gottheit.

OdinOdin, Allvater, Wotan. Gar viele Namen hat Allvater, stetig wacht der Vater aller Götter. Sei Dir bewusst, dass der absolut unkriegerische, große Fragende und Reisende Gott der Germanen absolut friedlich war. Er war kein Missionar, kein Besetzer, kein Besserwisser! Er war bescheidener Suchender und Fragender. Vergleiche diese Gottheit mit dem kriegerischen, lügenden, fremde Länder besetzenden und Völker unterjochenden Judeachristen! Überlege Dir was die Christianisierung für unsere nordische Zivilisation bedeutete! Überlege wie viele alte schamanistische, spirituelle, friedfertige Traditionen durch das rasende Kreuz der Römer in Schutt und Asche gelegt wurden. Überleg Dir was es hieß, dass die Inquisitoren (Jesuiten, Katholiken, Freimaurer) hunderttausende von Heilern, Heilerinnen mit samt ihrem Wissen auf dem Scheiterhaufen der Kirche verbrannten! Dass ihre Missionare auf der gesamten Erde alte Weisheiten auslöschten und raubten  was Ihnen nicht gehörte. War der Tausch Jesus gegen Odin für unsere Welt wirklich vorteilhaft?

Allvater Odin

Er ist Hochgott der Asen, höchste und erste Gottheit, Gott der Dichterkunst, des Wissens, der Magie, Himmels- Kriegs- und Totengott. Als Sturmgott ist er Anführer von Wuotan- Heeres. Odin der Finder der Runen, Gott der Runenweisheit und Schutzgott der Skalden. Odin, der Allvater, Sohn des Burr und der Riesin Bestla. Zusammen mit seinen Brüdern Hönir und Lodur schuf Odin das erste Menschenpaar, Askr und Embla und gab ihnen die Seele. Er sitzt auf seinen Thron Hlidskialf in dem Saal Walaskialf in der Götterburg Asgard und kann die ganze Welt von dort aus beobachten. Er ist allsehend was gesagt und was getan wird. Odin zur Seite stehen die Raben Hugin (Gedanke) und Munin (Erinnerung),, die jeden Morgen von Ihrer Reise zurückkehren, um Odin Neuigkeiten aus der Welt zu berichten. Ebenso begleiten Ihn die beiden Wölfe Geri (Gierig) und Freki (Gefräßig). Mit seinem achtbeiniger Hengst Sleipnir reitet er gegen die Mächte der Finsternis!
Odin verpfändet seinem Onkel Mimir sein Auge, um aus dem Wahrheitsbrunnen den Met Odrörir trinken zu dürfen.“ Seinen Reichtum verdankt er seinem goldenen Ring Draupnir, vom dem alle neun Tage acht weitere Ringe tropfen. Im Kampf verläßt er sich auf den Speer Gungnir, der das Ziel niemals verfehlt. Die mythische Ehefrau Odins ist Frigg, deren altdeutscher Name Frija mit dem nordischen der Vanengöttin Freyja identisch ist. Auch in der Edda wird Frigg mit Freyja identifiziert. Seine Frau gebar ihm die Söhne Thor, Balder und Tyr.
So ist Odin auch nicht nur der Gott der Gefallenen in Walhall, sondern allgemein der Totenführer, wie es der ältere Mythos der Wilden Jagd ausdrückt, in der alle Totengeister unter Führung Odins durch die Nacht reiten. Sein Gefolge sind 13 Geisterkriegerinnen, die Walküren (Valkyrjar), und die Seelen der gefallenen Krieger, die Einherier, die in Walhall (Halle der Gefallenen) wohnen.
Diese glänzende Halle stand in Gladsheim, vor ihr der Hain Glasir, dessen Bäume goldene Blätter trugen. Über der Haupttür des Saales, der so hoch war, daß man kaum seinen Giebel sehen konnte, hing als Symbol des Krieges ein Wolf, darüber ein Adler. Der Saal selbst, mit Schilden über Speerschäften gedeckt, hatte 540 Türen, durch deren jede 800 Einherjer schreiten, wenn es zum großen Kampf mit dem Fenriswolf geht (Die Krieger sammeln sich für Ragnaröck). Für diese Tapferen, die nach dem Tode auf der Walstatt zu Odin kamen, war er bestimmt. Unter Odins Vorsitz schenken die Walküren reichlich den Met aus.

***Es ist an der Zeit, dass Odin zurückkommt***


Vater Odin hörst Du mich?
Vater Odin ich rufe Dich!
Vater Odin zeig mir den Weg,
entfach das Feuer, das die Dunkelheit bricht.
Zeig mir den Weg.
Vater Odin führ mich über das Meer
schick den Seher vor mir her.
Vater Odin reich mir Deine Hand,
wenn ich falle führ mich in Dein Heldenland.
Reich mir Deine Hand, reich mir Deine Hand.
Vater Odin hörst Du mich?
Vater Odin ich rufe Dich!
Vater Odin zeig mir den Weg,
entfach das Feuer, das die Dunkelheit bricht.
Zeig mir den Weg, zeig mir den Weg.

Alle großen Kulturbringer weltweit tragen den Namen Wotans / Odin

1. „In einer Schrift finden wir eine bemerkenswerte Aussage des Buddha, die er zu der Zeit machte, als er in Indien lebte. Er sagte, daß nach einer bestimmten Zeit menschliche Wesen in einem schneebedeckten Land auftauchen werden, nachdem sich ein See abgesenkt habe. In den Jahren um 1947 und 1948 flohen, wie Sie vielleicht wissen, zwei Europäer, Peter Aufschnaiter und Heinrich Harrer, aus englischer Kriegsgefangenschaft von Indien nach Tibet. Sie wurden von der tibetischen Regierung eingestellt; Aufschnaiter befaßte sich mit Konstruktionsarbeiten für eine Bewässerungsanlage. Während er einen Kanal aushob, stieß er auf eine überdeckte Truhe, in der er ein vollständiges Skelett und einige Gegenstände wie Anhänger und kleinere eiserne Messer fand. Er schickte das Skelett und die Gebrauchsgegenstände nach Europa [Deutsches Reich], um sie untersuchen zu lassen. Man fand heraus, daß sie über 4000 Jahre alt waren. Das bedeutet ganz offensichtlich, daß sich zu der Zeit, als der Buddha in Indien lebte, schon Menschen in Tibet aufhielten. Folglich kann sich die Schrift, die davon spricht, daß nach der Zeit des Buddha im Schneeland menschliche Wesen im Anschluß an die Absenkung eines Sees erscheinen werden, nicht auf das ganze Gebiet Tibets beziehen, sondern nur auf eine Region um Lhasa, die demnach zu Lebzeiten des Buddha ein See gewesen sein müßte. Es gibt ein anderes, naturwissenschaftliches Argument dafür, daß die Region um Lhasa zu jener Zeit ein See gewesen ist. Etwa im Jahre 1953 kam ein chinesisches Team von Archäologen und Geologen nach Tibet, um nahe der nördlichen Bergkette des Lhasa-Tales Forschung zu betreiben. Am Fuße der Berge fand die Gruppe ein sehr großes fossiles Blatt, das nach der Aussage eines ihrer Mitglieder die tibetische Geschichtsschreibung bestätigte, nach der das Gebiet um das spätere Lhasa in frühen Zeiten ein See war. Das Fossil ist ein deutliches Indiz dafür, daß früher in dieser Gegend ein von Wald umgebener See lag. Wenn wir diese verschiedenen Quellen miteinander verbinden, können wir schließen, daß das Gebiet um Lhasa ein See war, aber gleichzeitig auch schon Menschen in der Umgebung lebten. Das ist ein Beispiel dafür, daß es sehr interessant und nützlich ist, Aussagen in den Schriften und tatsächliche Funde miteinander zu kombinieren.“
– Dalai Lama: Einführung in den Buddhismus. Die Harvard-Vorlesungen, Freiburg i. B. 1993, S. 177-178.

2. „Es gab immer in der Weltgeschichte große Reiche, das wiedererstandene Deutschland aber ist das eindrucksvollste. Es erobert die Welt nicht durch Waffen, sondern durch seine Gelehrten und Erfinder. Es schickt nicht Armeen, sondern Lehrer des Fortschritts. Als die ganze Welt gegen Deutschland kämpfte, lagen Hoffnungen und Wünsche der kleinen Völker nur beim Deutschen Reich, dessen Sieg auch für sie Befreiung bedeutet hätte. Als Deutschland unterlag, glaubten wir trotzdem unvermindert an seine kommende Mission. Deutschlands Niederlage nach so vielen Heldentaten seiner Heere wurde überall mit Schmerz empfunden. Doch die Gewalten über uns haben es gut mit Deutschland gemeint. Nach innerer Läuterung steht es heute größer und herrlicher da als je zuvor. Aufs Neue ist es zum Führer, Lehrer und Befreier unterdrückter Völker geworden. … Wenn ich erst einmal die Regierung des ganzen Landes wieder übernommen habe, entsende ich einen Vertreter zu Hsi Tale [tib. für Hitler], um den Führer des deutschen Volkes meine Achtung und Freundschaft zu versichern. Dann kann ich auch an Reformen denken, die mein Land dringend braucht. Ich weiß, daß Hsi Tale mir dabei helfen wird. Überbringen Sie meine Grüße dem Führer der Deutschen.“
– Der IX. Panchen Lama zum deutschen Geschäftsmann Edmund Fürholzer, zit. n.: Victor und Victoria Trimondi: Hitler, Buddha, Krischna , Wien 2002, S. 131-132.

3. „Reting Rinpoche dankte für Schäfers „Hakenkreuzrede“, kraulte dem Deutschen den Bart und übergab ihm zwei versiegelte Sendschreiben, eines an Adolf Hitler, „dem Führer und Reichskanzler, und ein weiteres für den Reichsführer-SS H. Himmler.“ Über den Inhalt des Schreibens an Himmler ist nichts bekannt, dasjenige an Hitler wurde später von den Tibetologen des SS-Ahnenerbes übersetzt: „Dem vortrefflichen Herrn Hitler (König) der Deutschen“, war darin zu lesen, „der erlangt hat die Macht über die weite Erde! – Möge Ihnen miteinander körperliches Wohlbefinden, friedliche Ruhe und gute Taten beschieden sein! Gegenwärtig bemühen Sie sich um das Werden eines dauerhaften Reiches in friedlicher Ruhe und Wohlstand, auf rassischer Grundlage [!] [von Trimondis]. Deshalb erstrebt jetzt der Leiter der deutschen Tibetexpedition, der Sahib Schäfer (She-par), zumal keine Schwierigkeiten im Wege stehen, bis zu einem unmittelbaren Verkehr mit Tibet nicht nur das Ziel der Festigung der (persönlichen) freundschaftlichen Beziehungen, sondern hegt darüber hinaus auch den Wunsch einer künftigen Ausdehnung des vorgenannten gegenseitigen freundschaftlichen Verkehrs auf (unsere beiderseitigen) Regierungen. Nehmen Sie nun, Eure Exzellenz, Führer (wörtlich König) Herr Hitler, zu diesem Verlangen nach gegenseitiger Freundschaft, wie sie von Ihrer Seite ausgesprochen wurde, unsere Zustimmung. Dies gestatte ich Ihnen zur Bestätigung mitzuteilen. Gegeben am 18. Tag des ersten tibetischen Monats, (im Jahr) Erde-Hase (= 1939) vom Qutuqtu von Rva-sgren, dem Reichsverweser und Regenten von Tibet.“
– Victor und Victoria Trimondi: Hitler, Buddha, Krischna , Wien 2002, S. 130.

4. „Man hegt in den westlichen Ländern eine tödliche Furcht vor dem Wiederauferstehen Deutschlands. Deshalb muß Deutschland niedergehalten werden, wenn möglich ausgelöscht werden. Doch das wird niemals glücken. Die germanische Rasse kann nicht ausgerottet werden. Ihre Zeit kommt noch, und wenn erst einmal die Macht des Bolschewismus gebrochen ist, erhält auch Deutschland seine Chance.“
– Der Tibetforscher und Hitlervertraute Sven Hedin in einem Brief vom 04.06.1949, zit. n.: Victor und Victoria Trimondi: Hitler, Buddha, Krischna , Wien 2002, S. 117.

5. „Abt T’ai-ksii in Kloster Ta-lin Szu
Kuling via Kiu-kiang (Kiangsi)
China.

Kuling, d. 11. August 1937.

An den Führer des deutschen Volkes,
Herrn Adolf Hitler.

Die wissenschaftliche Civilisation unserer Zeit ist getragen von der arischen Rasse, die religiöse Kultur der Vergangenheit aber hat ihren Höhepunkt im Buddhismus, dessen Stifter, der Buddha Schakyamuni, ebenfalls arischer Herkunft war.
Die Menschen in Europa und Amerika sind heute nicht glücklich, offenbar weil ihr Leben allein durch Wissenschaft geordnet ist, und diese auf Fragen religiösen Inhalts ihnen keine Antwort gibt. Sie bedürfen der Religion. Nun stehen die meisten Religionen im Widerspruch zur Naturwissenschaft, nur der Buddhismus hat deren Erkenntnisse voll in sich aufgenommen, ja geht darüber hinaus. Daher ist er berufen[,] die Religion der Völker Europas und Amerikas zu werden.
Der Buddhismus hat als grundlegende Wahrheit erkannt, dass es vier Haupttugenden gibt, die der Mensch haben muss, um vollkommen zu sein: Mitleid (mit der Not des Nächsten), Einordnung (in die sociale Rangordnung), Wirken (für Besserung) und Mut (Widerstände zu brechen). Die Völker in Indien und China besitzen zwar die ersten beiden dieser Tugenden, die letzteren beiden aber nicht in genügendem Masse, daher ist ihre Persönlichkeit nicht vollkommen, und der volle Segen des Buddhismus kann sich bei ihnen noch nicht zeigen.
Ich meine, dass das germanische Volk, das jetzt unter seinem Führer geeint ist, in ganz wunderbarer Weise drei Eigenschaften entwickelt hat: Wissen, Einordnung und Mut. So kann nur die buddhistische Religion, in der diese drei Eigenschaften Grundtugenden sind, die Religion des germanischen Volkes sein. Und nur des alten arischen Stammes vortrefflichster Spross, Schakyamuni, der Heilige, kann der religiöse Führer sein für das germanische Volk, den vortrefflichsten Spross alten arischen Stammes. Wenn der Führer die buddhistische Religion studieren will, die für das heutige Europa und Amerika und das germanische Volk so bedeutungsvoll werden kann, so bitte ich mir zu schreiben, und ich will gerne antworten, soviel ich weiss.
Ich wünsche Ihrer Regierung furchtlose Festigkeit:

[mehrere Siegel]
Das Oberhaupt der Buddhisten in China
gez. Tai-hsü“
– Victor und Victoria Trimondi: Hitler, Buddha, Krischna , Wien 2002, S. 320-321.

6. „Weshalb Deutschland den Krieg verlieren mußte. (Deutschösterreichische Tageszeitung, Wien, Folge 94 vom 7. April). Unter diesem Titel veröffentlicht die Deutschösterreichische Tageszeitung einen längeren Aufsatz, der einen Brief aus „deutschfreundlichen Kreisen Amerikas“ aus der „Illinois-Staats-Zeitung“ vom 7. Februar wiedergibt. Dort heißt es u. a.: „Eine Nation, die ein halbes Dutzend Bände über Buddha veröffentlicht, während der Bolschewismus in voller Blüte steht, hat keinen Anspruch auf Weltherrschaft. Der gelehrte Deutsche, der an einer Übersetzung des „Mahaparinibbanasuttam“ zu arbeiten vermochte, während Enver Paschas Türken die Retirade bekamen, sollte kriegsgerichtlich erschossen werden. Sie haben es verdient, Herr Junker, den Krieg zu verlieren, und die Bücherkataloge hier vor mir beweisen mir Ihre Unwürdigkeit!“
– „Zeitschrift für Buddhismus“, Verlag Oskar Schloss, München-Neubiberg, 3. Jg, Heft 7/8, Juli/August 1921, S. 256-7, Hervorh. i. O.

7. „Sein „Geschick“ [des XIV. Dalai Lama] ist eng mit demjenigen Hitlerdeutschlands verbunden… aufgrund noch nicht entdeckter Verbindungen… Wenige Jahre nach Deutschland fällt auch Tibet.“
– Miguel Serrano: Das Goldene Band, S. 366, zit. n.: Victor und Victoria Trimondi: Hitler, Buddha, Krischna , Wien 2002, S. 561 Fn. 41.

8. „[A]ls die SS-Vergangenheit Heinrich Harrers 1998 bekannt wurde, verteidigte ihn die ranghöchste Inkarnation des Bodhisattva Avalokiteshvara, der XIV. Dalai Lama, mit den Worten: „Natürlich wußte ich, dass Heinrich Harrer deutscher Abstammung war – und zwar zu einer Zeit, als die Deutschen wegen des Zweiten Weltkrieges weltweit als Buhmänner dastanden. Aber wir Tibeter haben traditionsgemäß schon immer für Underdogs Partei ergriffen und meinten deshalb auch, dass die Deutschen gegen Ende der 40er-Jahre von den Alliierten genügend bestraft und gedemüdigt worden waren. Wir fanden, man sollte sie in Ruhe lassen.“
– Dalai Lama im Interview mit dem deutschen Playboy, 3/1998:40, zit. n. Victor und Victoria Trimondi: Hitler, Buddha, Krischna , Wien 2002, S. 409.

9. „Wenn ich hier in Deutschland bin, erinnere ich mich besonders gern an meine alten deutschen Freunde Peter Aufschnaiter und Heinrich Harrer. Als ich dann später in den Westen kam, erklärte man mir, daß sie Österreicher seien. Nun, ich muß zugeben, daß wir damals in Tibet so weit weg waren, daß das für uns so erschien, als ob es dasselbe wäre“ (lacht, Gelächter des Publikums folgt).
– Dalai Lama in einem Vortrag am 31.05.2003 in Berlin, sinngemäß nach dem Gedächtnis des Verfassers.

10. „Heute Nacht habe ich mit meinen Freunden telefoniert… in Abessinien und Amerika, in Japan und Tibet… mit allen, die aus der anderen Welt kommen, um das neue Reich zu errichten. Der abendländische Geist ist von Grund auf verdorben, wir haben eine große Aufgabe zu erfüllen. Eine neue Ära wird kommen, denn die Schöpfung unterliegt nur einem großen Gesetz. Einer der Schlüssel liegt beim Dalai Lama und in den tibetischen Klöstern.“
– Karl Maria Willigut im Trancezustand zu Ernst Schäfer 1937 in Berlin-Dahlem, zit. n. Victor und Victoria Trimondi: Hitler, Buddha, Krischna , Wien 2002, S. 103.

11. „Alle großen Kulturbringer weltweit tragen den Namen Wotans, so wurde mir plötzlich klar. Wotan bei den Germanen und den Mayas. Buddha ließ sich auch auf Wotan zurückführen, und Buddha hieß bei den Japanern und anderen Ostasiaten Sakya Muni, der „sächsische Mönch“, und stammte aus dem Volk der Sakya, der Sachsen. Also genau wie bei den Angeln und Sachsen Britanniens und bei den Mixe-Soque und in Peru. Ein Kloster in Tibet heißt heute noch Sakya, und in der zweiten Silbe des Wortes Tibet erkennt man noch bet, wet, also den Namen Wotans. Der angebliche Vorname Buddhas, Gautama, oder Cotama, kommt vom ahd. guter Mann oder Gottesmann. Das war eine wichtige Erkenntnis. Denn der Kulturbringer der Osterinsel war Hotu Matua. Hier war aus dem ahd. Huotu nur ein u verloren gegangen, so daß sich hinter Hotu Matua Huotu Man guata verbirgt. Bei den Inkas gab es Manco Capac, was sich auf Wotan (Capac C zu T und n, P zu w) Man cot zurückführt. Und wir hatten ja dort auch das Intihuatana und das Sacsaqueman. Der Gott aber der dortigen Völker hieß Viracocha, was ahd. vera cuot, der wahre Gott, bedeutet und nicht der „Schaumgeborene“ oder was sonst vermeintliche Sprachwissenschaftler erfinden. Der große Manitou bei den Indianern Nordamerikas enthält wieder das Man cuot, nur der Wotanzusatz ist hier verloren gegangen, aber wie wir bereits sahen, die ani sazi, das Volk Wotans, war auch vorhanden. Auch Moses und Mohamed enthalten den Namen Wotans. Moha und Wed, der mächtige Wed, der mächtige Wotan.“ (50)

„Freya gebar Wotan ohne Zeugung. Maya gebar Buddha ohne Zeugung. Man sieht die Gleichheit beider Namen, von Freya zu Maya, wo nur ein „r“ verloren ging und der Lippenlaut „f“ in den Lippenlaut „m“ verwandelt wurde, wie bei Wotan und Buddha, wo ebenfalls Lippenlaut „w“ in Lippenlaut „b“ überging. Das beide dem Volk der Angeln und Sachsen angehörten, haben wir mehrfach gesehen in diesem Buch. Dann haben wir die Geburt Jesus durch Maria. Maria ist ebenfalls nur Freya. Viele ältere Germanisten, wie Wilhelm Braune, wundern sich, daß Maria in altdeutscher und mittelhochdeutscher Zeit zweisilbig geschrieben und gesprochen worden zu sein scheint, also Mar-ja.“ (97)

„Nun liegt vor mir ein Zeitungsartikel aus der Frankfurter Allgemeinen Zeitung mit dem Titel: „Gehört Tibet zu China?“. In diesem Artikel kommen vier tibetische Worte vor, die allesamt gute ahd. Wörter darstellen und es scheint alles daraufhinzuweisen, daß diese Sprache, ebenso wie das Quiche der Maya, ein guterhaltenes Ahd. ist. Der Name der Tibeter geht, wie ich bereits sagte, auf Wotan zurück, entweder über Beti, Weti oder über ti Bet(ani), ti Wet(ani). Dies wird nun untermauert durch die Tatsache, daß im vorliegenden Zeitungsartikel der Name der Tibeter mit Tanguten, also die Angeln, t(e) Angu(l) angegeben wird, genau wie der ihrer Nachbarn, der Mongolen. Interessanter noch sind die aufgeführten Wörter aus der tibetischen Sprache. Niedere Beamte werden als Amban bezeichnet, was ganz einfach das ahd. amba(htma)n, der Beamte, Amtmann, ist. Eine Sekte der Gelbmützen heißt gelugpa. Hierin stecken die beiden ahd. Wörter gelo, gelu = gelb und cappa = Kappe, Mütze, im Niederländischen heute noch kap und im Englischen heute noch cap. Aus dem ahd. gelu capa, das wegen fehlender fester Rechtschreibung auch gelo kappa oder gelu gapa geschrieben wurde, und im sächsischen und angelschen Dialekt, wie noch heute in Deutschland im sächsischen Dialekt, wo der K-Laut gern als G-Laut gesprochen wird, – welche Konstanz über die Jahrtausende und welcher Beweis für den Einfluß der Dialekte und der sprachlichen Nachlässigkeit auf den Zerfall der einen Sprache von Babel oder Babylon, – aus diesem ahd. gelu gapa haben die Tibeter ganz einfach durch Umstellen des Buchstaben „a“ die gelugpa gemacht, aber die Bedeutung Gelbmützen, Gelbkappen, ist geblieben. Schließlich taucht auch noch, ausgerechnet bei den buddhistischen Tibetern, die nicht an Gott glauben, das ahd. cot in der Form yon-mchod auf, und dieses Wort wird in dem Zeitungsartikel mit „Gabenspender und Verehrungswürdiger“ übersetzt, also genau mit den Eigenschaften, die man vom Gott allgemein erwartet und die man ihm allgemein zuschreibt, nämlich, daß er alle Gaben spendet und daß er verehrt, angebetet zu werden, würdig ist. Noch frappierender für mich ist die Silbe „yon-m“, die dem Wort Gott vorangesetzt ist, weil sie auf das „Yom-Kipura“, das heiligste Fest der (D)Juden hinweist. Ich meine, hier konkret sprachwissenschaftlich und weltweit, mit der richtigen sprachwissenschaftlichen Methode, nachzuforschen, würde uns ganz sicher auf die Spuren der ursprünglichen, wahren Religion hinführen.
Wieder haben wir eine Trefferquote von 100% erreicht. Für vier tibetische Wörter und einem zusätzlichen Namen für dieses Volk lassen sich vier gleichlautende und gleichbedeutende ahd. Wörter finden, und auch der Name passt nicht nur zu meiner Interpretation des anderen Namens für dieses Volk, sondern auch zum Stamm der Angeln, ti Weti und t(e) anguten, Der Angel und Sachse Wotan und seine Angeln. Was mich nur immer wieder verblüfft, ist die Blindheit und Phantasielosigkeit unserer Ethnologen und Sprachwissenschaftler, die jahrelang in Tibet waren oder die Sprache gelernt und „studiert“ und „erforscht“ haben (wollen) und dann nicht die einfachsten Zusammenhänge erkennen können. Mir jedenfalls genügen ganze 5 Worte, um zu erkennen, um was für eine Sprache es sich handelt.“ (123).
-Erhard Landmann: Weltbilderschütterung. Die richtige Entzifferung der Hieroglyphenschriften. O. O. 1993, SS. 50, 97, 123, Hervorh. i. O.

12. „Eine neue Sekte von Philosophen Tod, Gold, Ehre und Reichtum verachtend, bleibt nicht innerhalb der deutschen Berge eingegrenzt, von ihrem Gefolge werden sie Unterstützung und Antrieb erhalten.“
– Nostradamus III:67 (Nolan)

13. „An anderer Stelle lehnte Hitler aber seine Messiasrolle explizit ab und will nur der Vorläufer eines „Kommenden“ sein: „Aber ich bin nicht der Messias. Er wird nach mir kommen. Ich habe nur den Willen, dem deutschen Volk die Grundlage für die wahre Volksgemeinschaft zu schaffen“, soll er zu Otto Wagener gesagt haben.“
– Victor und Victoria Trimondi: Hitler, Buddha, Krischna , Wien 2002, S. 546.

14. „Freunde, obwohl ich nicht Ihre Sprache spreche und nicht viele von Ihnen persönlich kenne, fühle ich mich bei Ihnen dennoch sehr zu Hause. Es ist für eine öffentliche Rednerin sehr ermutigend, eine Atmosphäre der Großherzigkeit, Freundlichkeit und Wertschätzung zu spüren, während sie eine Ansprache an das Publikum richtet. Ich bin mir aber ganz sicher, daß, wenn ich Ihre Sprache sprechen könnte, Sie mich besser verstehen könnten, und auch ich würde Sie besser verstehen. Deshalb bitte ich Sie, Geduld mit mir zu haben, bis Sie unseren Freund, den Philosophen Dr. Rolf Hoffmann hören können, der meine Worte übersetzen wird. Ich danke Ihnen im voraus. […]

Zuallererst, denke ich, sollte ich meine Stellung ein wenig mehr bestimmen, als ich das bisher in Deutschland getan habe, denn das Wort ‚Theosophie‘ wurde ziemlich mißbraucht. In der Folge haben sich sehr viele ernste und ehrbare Wahrheitssucher – jene Klasse von Gemütern, die fortschrittlich und nicht damit zufrieden sind, was sie bereits wissen, sondern mehr zu wissen wünschen – von der Theosophie abgewandt. Das kommt, wie bereits gesagt, daher, daß sie in diesem Lande so unsinnig und lächerlich mißbraucht worden ist. Wegen all der falschen Vorstellungen, die Sie von der Theosophie bekommen haben müssen, ist es meine absolute, wenn auch unangenehme, Pflicht, Ihnen mitzuteilen, daß die ursprüngliche Theosophische Gesellschaft, deren Haupt zu sein ich die Ehre habe, keine falschen Lehrer der Theosophie anerkennt und es auch nie getan hat. Ich habe keinen Wunsch, mich in das, was auch immer sie tun mögen, einzumischen, aber es ist meine Pflicht gegenüber der Sache, die ich repräsentiere, Sie wissen zu lassen, daß echte Theosophie eine sehr reine und erhabene Lehre ist. […]

Ich spüre, daß Deutschland eine außergewöhnliche Mission hat. Während die äußeren Bedingungen Ihres Vaterlandes heute, in seinem ganzen Zustand der Ruhelosigkeit und Ruhestörung, das Volk von seiner großen Mission abzubringen scheinen, suchen die dauerhaften spirituellen Gesetze nichtsdestotrotz um Aufnahme in den Herzen der Menschen. Wenn diese Nation jenen belebenden Geist einfangen kann, wenn sie als Ganzes zu ihrer Kraft erweckt werden kann, zu ihrer wesentlichen Göttlichkeit, zu ihren spirituellen Möglichkeiten, dann, und davon hängt es ab, werden Sie bald eine solche Qualität der Einheit unter sich erleben, wie Sie sie niemals zuvor gekannt haben – etwas, von dem Sie geträumt haben und worauf Sie gehofft haben und für das Sie gebetet haben, es aber niemals zuvor kennengelernt haben. Sie wird so schnell kommen, wie die Morgenröte im Osten aufscheint. Sie wird zu Ihnen kommen, denn Sie haben etwas Besseres verdient, als das, was Sie jetzt haben.
Ich denke, Sie werden Geschichte machen. Sie werden zukünftigen Generationen eine Geschichte hinterlassen, die es Wert sein wird, daß man sich an sie erinnert. Ihre Geduld und Ihre Ausdauer haben Ihre Nation mehr als geheiligt. Sie haben mehr gelitten, als es in Worten jemals ausgedrückt werden kann. Und darum bin ich hier. Das ist der Grund, warum ich nach Deutschland gekommen bin. Ich bin nicht gekommen, um von Ihrem lieben Volk etwas zu fordern, sondern nur, um auf gewisse Weise zu versuchen, die Botschaft der Theosophie in Ihre Herzen einzupflanzen – im Herzen der deutschen Nation. Wenden Sie sie im gewöhnlichen Leben an – in Ihrem nationalen Leben wie in Ihrem persönlichen Leben – und bringen Sie die herrliche Verkündigung einer Nation hervor, die ihre Zukunft auf der sicheren Grundlage spirituellen Wissens und spirituellen Lebens aufbaut! […]

Unter den gegenwärtigen Bedingungen, mit meinem begrenzten Wissen über das Warum und das Weshalb der Notlage Ihres Landes, verstehe ich nicht, wie Sie im Laufe der Zeit einen Krieg verhindern wollen, wenn Sie nicht in Ihren eigenen Herzen, im Herzen Ihres Volkes und Ihrer Kinder und allen, die Sie kennen, diese wunderbare Botschaft der Theosophie einpflanzen, die die Botschaft Ihres Landes werden wird. Lassen Sie das Wort Theosophie weg, wenn es Ihnen unangenehm sein sollte, aber lassen Sie sich herab zur wahren Essenz der Theosophie, die Universale Bruderschaft ist. Wir alle gehören zu einer großen und göttlichen Familie, und wir sind unseres Bruders Hüter!
Wieviel anders könnten unsere Konvente und Kongresse verlaufen, wenn jeder, der diese großen Anstrengungen unterstützt, um der Welt Frieden, ein mehr rationales Denken, eine größere Einheit und den wahren Geist der Bruderschaft zu bringen, in solche Zusammenkünfte gehen könnte in der Überzeugung, daß wir alle wesentlich göttlich sind, daß wir die Kraft haben, die Welt auf rechte Weise zu regieren, daß wir die Kraft haben, zuerst die Schwächen unserer eigenen Natur zu überwinden und dann erst die Schwächen unserer Nationen! Dies kann nicht innerhalb einer Stunde oder eines Tages vollbracht werden, aber wir haben die Kraft, um unseren Fuß auf den Pfad zu setzen, der immer aufwärts führt zur Vollendung der inneren Kräfte des Menschen. […]

Liebe Freunde, da Sie in unserer begrenzten Zeit heute Abend nur ein wenig von der Theosophie empfangen haben, fühle ich richtig, daß ich Ihre höchsten Ansprüche übersehen würde, wenn ich Ihnen nicht sagen würde, daß der Weg, um das Wissen der Theosophie zu erreichen, der ist, die theosophischen Standardbücher zu lesen – insbesondere die Werke von Helena Petrowna Blavatsky.
Nebenbei gesagt, möchte ich Sie gern daran erinnern, daß H. P. Blavatsky, die Gründerin der Theosophischen Bewegung in moderner Zeit, von einer Seite ihrer Familie von deutscher Abstammung war – derer von Hahn. Und daß sie ihr größtes Buch „Die Geheimlehre“ vor vielen Jahren in Würzburg begonnen hat. Sie hat eine Literatur von seltenster Qualität geschaffen. Sie wird die Wissenschaftler, Gelehrten und Denker herausfordern. Sie kann jedoch von allen Klassen gelesen werden und ihnen von Nutzen sein. Sie hat ebenso „Isis entschleiert“ geschrieben und „Der Schlüssel zur Theosophie“, beide reich an wunderbaren Lehren, nicht ihren Meinungen, sondern mit dem Wissen, das sie von der Uralten Weisheit hatte.
Wenn Ihr Gemüt begrenzt ist, wenn Sie Vorurteile haben, wenn Sie mit dem Leben, so wie es ist, zufrieden sind, werden Sie in der Theosophie vielleicht nicht viel finden. Aber wenn Sie hungrig nach der Wahrheit sind, wenn Sie mehr wissen wollen über die Gesetze, die Ihr Leben beherrschen, wenn Sie gegen all die Ungerechtigkeiten rebellieren, die Ihnen widerfahren, wenn Sie nach Licht verlangen, wenn Ihre Einstellung lautet: „Oh, mein Gott! Gib mir Licht!“ – wenn es das ist, was Sie suchen, dann lesen Sie die Bücher von H. P. Blavatsky. Wenn Sie diese nicht kaufen wollen, leihen Sie sie von den öffentlichen Büchereien aus, und wenn sie dort nicht vorhanden sind, werden wir sie dort hinstellen.
Ich hoffe, daß Sie diesen Saal heute Abend nicht mit der Vorstellung verlassen werden, daß das, was ich gesagt habe, nur leeres Gerede oder Phantasie ist, denn es ist alles für Sie gedacht. Und wenn Sie die theosophischen Standardbücher lesen, werden Sie das Wissen finden, nach dem sich Ihr Herz sehnt. Es wird von Ihnen überhaupt nichts verlangt, außer daß Sie sich anstrengen, aufwärts zu gehen, um das Wissen zu erlangen, auf das Sie ein Anrecht haben, damit Sie daraus Nutzen für Ihr Leben ziehen können und damit Ihre liebe Nation sich aus ihrem Schattendasein und ihren Kämpfen erheben und ein Leuchtturm für die Welt werden kann, denn das, ich betone das ausdrücklich, wird sie sein! Ich danke Ihnen.“
– Auszug aus einem „aus dem Stehgreif gehaltenen Vortrag“ von Katherine Tingley, Leiterin der originären Theosophischen Gesellschaft, legitimierte Nachfolgerin und Tulku von Helena Blavatsky in der esoterischen tibetischen Übertragungslinie, gehalten am 11. Oktober 1925 im Beethovensaal in Berlin, zit. n. dem stenographischen Bericht „Germany’s Mission“ in: The Theosophical Path, Point Loma, Febr. 1926, pp. 105-112, Hervorh. i. O., verdeutscht von Ringding. : Alle großen Kulturbringer weltweit tragen den Namen Wotans Einsam sind die tapferen und die Gerechten.Doch mit ihnen ist die Gottheit.
http://germanenherz.blogspot.de/2011/09/rune-othala.html

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Rune Othala

die
rune des
sturmgottes
odin ist mächtig
die frische luft fördert das
geistige denken ganz prächtig
sie ist die rune des ostens ganz klar
für den grauen wanderer war sie immer da
bist hüter der weisheit und gibst trost den weisen
ein jeder kann von diesem glück und der hoffnung speisen
verteilst gerecht dein neues wissen ~ wir können mit dir die fahnen hissen
lebendige energien ~ entfesselte ekstase, den frischen wind riechen wir in unserer nase
der neue lavendel, er blüht in der vase, mein mund geformt zu einer sprechblase
durch dich lernen wir sehen und auch manch neuen weg zu gehen
du stehst für dichtung, sprache und gesang, der mund
fühlt den neuen klang
du maskuline kraft
bist kräftiger saft
führst uns zu einer
ordnung nach innen
eine lebendige sprache
sehe ich durch meine adern rinnen
ihr werdet gesund mit diesem Symbol
dies alles dient eurem besonderen wohl
so atmet die rune in euch mitten hinein
ihr erhaltet als lohn den allerbesten wein

Huginn und Muninn und Odins Rabenzauber (Hrafnagaldr Odins)

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Huginn und Muninn

In der nordischen Mythologie sind Huginn und Muninn Odins zwei Raben . Huginn ist das altnordische Wort für „Denken“ und Muninn ist das altnordische Wort für „Erinnerung“. Jeden Morgen bei Sonnenaufgang schickt er sie los, um durch alle neun Bereiche zu fliegen und Informationen über das Geschehen zu sammeln. Am Abend kehren sie nach Odin in Asgard zurück und erzählen ihm alles, was sie gesehen und gehört haben.

Huginn und Muninn stehen Odin tatsächlich so nahe, dass er nach der Prosa Edda von Snorri Sturluson als Rabengott bezeichnet wird (altnordisch: Hrafnaguð). Seine enge Beziehung zu den Raben könnte bedeuten, dass sie eine Personifikation seiner selbst sind.

Odin ist dafür bekannt, dass er sich sehr gut mit Seidr (altnordisch: seiðr) auskennt, einer nordischen Form des Schamanismus. Im Schamanismus ist es durchaus üblich, die Form eines Tieres anzunehmen, dies könnte beispielsweise in Form eines Rituals geschehen, beispielsweise durch das Sammeln von Wissen.

Ein weiteres Beispiel dafür, warum Huginn und Muninn seine eigene Personifikation sein könnten, ist die Strophe aus dem Gedicht Grímnismál in der Poetischen Edda .

Huginn und Muninn
fliegen jeden Tag
über die weite Erde.
Ich fürchte um Hugin,
dass er nicht zurückkehren wird,
obwohl ich mehr um Munin fürchte.
– Die Lage von Grimnir. 20

Dieser Teil könnte an der Oberfläche darauf hinweisen, dass er besorgt ist, ob seine Raben zurückkehren werden. Es könnte jedoch auch eine tiefere Bedeutung haben, und Odin könnte sich Sorgen um sein eigenes Gedächtnis machen. Er hat eine enorme Menge an Wissen, und er könnte Angst haben, etwas davon zu vergessen, vielleicht wegen seines Alters. Diese Strophe könnte auch seine Besorgnis über die Risiken eines täglichen Eintritts in eine schamanische Trance-Staatsreise hervorheben, insbesondere wenn sie in zwei Tiere aufgeteilt wird.

Eines der häufigsten Symbole von Odin ist der Rabe. Einige Clans in Skandinavien hatten eine so starke Verbindung zu ihm, dass sie den Raben auf ihrer Kriegsflagge verwendeten. Dies ist als Rabenbanner bekannt , und es wurden unter anderem Darstellungen davon auf dem Teppich von Bayeux gefunden.

Ein anderer Rabenname für Odin ist der „Rabenopfergott“ (altnordisch: Hrafnblóts Goði). Dieser Name für Odin ist eine poetische Art zu erklären, dass die gefallenen Krieger in einer Schlacht nach Walhall gehen würden . Es ist Odin, der entscheidet, wer in einer Schlacht stirbt, aber es ist Freya, die die erste Wahl unter den Getöteten hat.

Wenn ein Ritual zu Ehren von Odin durchgeführt wurde, entweder durch Opferung eines Menschen oder eines Tieres. Dann waren die Leute der Überzeugung, dass er das Angebot angenommen hatte, wenn sie unmittelbar danach einen Raben sahen.

Huginn und Muninn oder Hugin und Munin?

Laut dem nordischen Sprachexperten Jackson Crawford können die Raben sowohl als Huginn und Muninn als auch als Hugin und Munin auf Englisch geschrieben werden.

Im Altnordischen hängt die Schreibweise von der Situation ab. Wenn wir uns die Strophe von früher ansehen. Sie haben vielleicht bemerkt, dass sie in der ersten Zeile am Ende mit zwei N geschrieben sind, aber weiter unten werden sie mit einem N geschrieben.

Huginn und Muninn
fliegen jeden Tag
über die weite Erde.
Ich fürchte um Hugin,
dass er nicht zurückkehren wird,
obwohl ich mehr um Munin fürchte .
– Die Lage von Grimnir. 20

In der ersten Zeile haben sie zwei N, weil die Raben dem Verb „Fliege“ (altnordisch: fljúga) unterliegen. Weiter unten werden sie am Ende mit einem N geschrieben, da die Raben die Objekte der Verbalphrasen „Angst um“ (altnordisch: óumk von) und „Angst um“ (altnordisch: sjámk um) sind.

Huginn und Muninn
fljúga hverjan dag
jörmungrund yfir.
óumz
ek von Hugin bei hann aptr né komit, þó sjámk meirr um Munin . – Grímnismál. 20

1
Allvater waltet, Alfen verstehn,
Wanen wissen, Nornen weisen,
Iwidie nährt, Menschen dulden,
Thursen erwarten, Walküren trachten.
2
Die Asen ahnten übles Verhängnis,
Verwirrt vom widrigen Winken der Seherin.
Urda sollte Odhrärir bewachen,
Wenn sie wüßte so großen Schaden zu wehren.
3
Auf hub sich Hugin den Himmel zu suchen;
Unheil fürchteten die Asen, verweil er.
Thrains Ausspruch ist schwerer Traum,
Dunkler Traum ist Dain Ausspruch.
4
Den Zwergen schwindet die Stärke. Die Himmel
Neigen sich nieder zu Ginnungs Nähe.
Alswidr läßt oftmals sie sinken,
Oft die sinkenden hebt er aber empor.
5
Nirgends haftet Sonne noch Erde,
Es schwanken und stürzen die Ströme der Luft.
In Mimirs klarer Quelle versiecht
Die Weisheit der Männer. Wißt ihr was das bedeutet?
6
Im Tale weilt die vorwissende Göttin
Hinab von Yggdrasils Esche gesunken,
Alfengeschlechtern Idun genannt,
Die Jüngste von Iwalts ältern Kindern.
7
Schwer trägt sie dies Niedersinken
Unter des Laubbaums Stamm gebannt.
Nicht behagt es ihr bei Nörwis Tochter
An heitere Wohnung gewöhnt so lange.
8
Die Sieggötter sehen die Sorge Nannas
Um die niedre Wohnung: sie geben ihr ein Wolfsfell.
Damit bekleidet verkehrt sie den Sinn,
Freut sich der Auskunft, erneut die Farbe.
9
Wählte Widrir den Wächter der Brücke,
Den Giallerertöner die Göttin zu fragen
Was sie wisse von den Weltgeschicken.
Ihn geleiten Loptr und Bragi.
10
Weihlieder sangen, auf Wölfen ritten
Die Herrscher und Hüter der Himmelswelt.
Odhin spähte von Hlidskialfs Sitz
Und wandte weit hinweg die Zeugen.
11
Der Weise fragte die Wächterin des Tranks,
Ob von den Asen und ihren Geschicken
Unten im Hause der Hel sie wüßten
Anfang und Dauer und endlichen Tod.
12
Sie mochte nicht reden, nicht melden konnte sies:
Wie begierig sie fragten, sie gab keinen Laut.
Zähren schossen aus den Spiegeln des Haupts,
Mühsam verhehlt, und netzten die Hände.
13
Wie schlafbetäubt erschien den Göttern
Die Harmvolle, die des Worts sich enthielt.
Je mehr sie sich weigerte, je mehr sie drängten;
Doch mit allem Forschen erfragten sie nichts.
14
Da fuhr hinweg der Vormann der Botschaft,
Der Hüter von Herians gellendem Horn.
Den Sohn der Nal nahm er zum Begleiter;
Als Wächter der Schönen blieb Odhins Skalde
15
Gen Wingolf kehrten Widrirs Gesandte,
Beide von Forniots Freunden getragen.
Eintraten sie itzt und grüßten die Asen,
Yggrs Gefährten beim fröhlichen Mahl.
16
Sie wünschten dem Odhin, dem seligsten Asen,
lang auf dem Hochsitz der Lande zu walten;
Den Göttern, bei Gastmal vergnügt sich zu reihen,
Bei Allvater ewiger Ehren genießend.
17
Nach Bölwerks Gebot auf die Bänke verteilt,
Von Sährimnir speisend saßen die Götter.
Skögul schenkte in Hnikars Schalen
Den Met und maß ihn aus Mimirs Horn. td
18
Mancherlei fragten sie über dem Mahle
Den Heimdal die Götter, die Göttinen Loki,
ob Spruch und Spähung gespendet die Jungfrau –
Bis Dunkel am Abend den Himmel deckte.
19
Übel, sagten sie, sei es ergangen,
Erfolglos die Werbung, und wenig erforscht.
Nur mit LIst gewinnen ließe der Rat sich
Daß ihnen die Göttliche Auskunft gäbe.
20
Antwort gab Omi , sie Alle hörten es:
“Die Nacht ist zu nützen zu neuem Entschluß.
Bis Morgen bedenke wer es vermag
Glücklichen Rat den Göttern zu finden.”
21
Über die Wege von Wallis Mutter
Nieder sank die Nahrung Fenrirs
Vom Gastmal schieden die Götter entlassend
Hroptr und Frigg, als Hrimfai auffuhr.
22
Da hebt sich von Osten aus den Eliwagar
des reifkalten Riesen dornige Rute,
mit der er in den Schlaf die Völker schlägt,
die Midgard bewohnen, vor Mitternacht.
23
Die Kräfte ermatten, ermüden die Arme,
Schwindelnd wankt der weiße Schwertgott.
Ohnmacht befällt sie in der eisigen Nachtluft,
die Sinne schwanken der ganzen Versammlung.
24
Da trieb aus dem Tore wieder der Tag
Sein schön mit Gestein geschmücktes Roß;
weit über Mannheim glänzte die Mähne:
Des Zwergs Überlisterin zog es im Wagen.
25
Am nördlichen Rand der nährenden Erde
Unter des Urbaums äußerste Wurzeln
Gingen zur Ruhe Gygien und Thursen.
Gespenster Zwergen und Schwarzalfen.
26
Auf standen die Herrscher und die Alfenbestrahlerin.
Die Nacht sank nördlich gen Nifelheim.
Ulfrunas Sohn stieg Argiöl hinan,
Der Hornbläser, zu den Himmelsbergen.

Quelle: Handschrift des Brynjolfur Sveinsson in der Übersetzung von Karl Simrock.

Anmerkungen:

1 Iwiedie, Waldgeister

2 Ödhrörir (Geistanreger), göttlicher Met, Unsterblichkeitstrank; wird von der
Norne Urd bewahrt

3 Dain und Thrain, Zwerge (vgl. Völupsa, Strophen 11 und 12)

4 Ginnung, Ginnungagap, die Leere, Urzustand

5 Idun, Tochter des Zwergs Iwalt; symbolisiert die Vegetation und verwahrt die
goldenen Äpfel (Lebensspeise der Götter). Hier verschmilzt sie mit Urd, die den Lebenstrank bewahrt

6 Nörwis Tochter, die Nacht

7 Nanna, Baldurs Frau, Blütengöttin; hier als Synonym für Idun

8 Widrir, Odin

9 Giallarertöner, Heimdall

10 Loptr, Loki

11 Nal, Lokis Mutter, auch Laufey

12 Skalde, Bragi

13 Wingolf, Sitz der Götinnen

14 Horniots Freunde, die Elemente Wasser, Feuer Luft

15 Bölwerk, Odin

16 Hnikars Schalen, Odins Trinkgefäße, in denen die Walküre Skögul Met ausschenkt

17 Omi, Odin

18 Wallis Mutter, Walis Mutter Rindr

19 Nahrung Fenrirs, der Mond

20 Hroptr, Odin

21 reifkalter Riese, Nörwi, der Vater der Nacht

22 der weiße Schwergott, Heimdall

23 des Zwergs Überlisterin, die Sonne, von deren Strahl die Zwerge erstarren

24 Gygien und Thursen, Riesen

25 Alfenbestrahlerin, die Sonne

26 Ulfruna, eine der neun Mütter Heimdalls

27 Argiöl, Beiname der Himmelsbrücke Bifröst