Heute vor 133 Jahren verstarb unser Kaiser Wilhelm I.

Wilhelm I., mit vollem Namen Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen (* 22. März 1797 in Berlin; † 9. März 1888 ebenda), aus dem Haus Hohenzollern war von 1861 bis zu seinem Tod König von Preußen und seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser.
Durch die Kaiserproklamation, die am 18. Januar 1871, dem 170. Jahrestag der Königskrönung Friedrichs III. von Brandenburg, im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles stattfand, nahm Wilhelm für sich und seine Nachfolger zur Krone Preußens den Titel eines Deutschen Kaisers an und versprach, „allzeit Mehrer des Deutschen Reichs zu sein, nicht an kriegerischen Eroberungen, sondern an den Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiet nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung“.

Wirken
Zu seinem Wirken heißt es:
„Prinz Wilhelm von Preußen ging schon in eisgrauem Haar, da wies ihm das Schicksal seinen geschichtlichen Auftrag. Er war noch ein Knabe, als er mit seiner Mutter, der Königin Luise, vor Napoleons Heeren ins winterliche Ostpreußen floh. Er war ein reifer Mann, als ihn der lärmende Pöbel der Märzrevolution 1848 erbittert verfolgte, weil er das preußische Heer und die preußische Ehre dem liberalen Geschwätz nicht ausliefern wollte. Er schien als Bruder des Königs für immer dazu bestimmt, neben dem Thron zu stehen und seine Kraft an geringeres Werk zu verschwenden, als es die Führung des Landes war. Doch plötzlich rief ihn das Schicksal zum Amt: der Tod des Königs macht den Prinzen von Preußen zum preußischen Herrscher. Ein märkischer Junker, Otto von Bismarck, bei allen Bedenklern als jäher Waghals verschrien, vom König selber anfänglich nur mit Argwohn betrachtet, ist sein Schicksal geworden. Selten nur hat ein Herrscher von innerem Rang sich so vor seinem treuesten Diener gebeugt wie dieser greise König von Preußen vor Bismarck, der das neue Reich geschaffen hat. Selten ließ, trotz mancher Bedenken, ein Fürst die Getreuen so schrankenlos walten.“

Titel
Der Kaiser des Deutschen Reiches war auch weiterhin König von Preußen und trug zudem noch 51 weitere Titel:
Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit [Majestät] Wilhelm der Erste, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser und König von Preußen, Markgraf von Brandenburg, Burggraf von Nürnberg, Graf von Hohenzollern, Herzog von Schlesien und des Landes Glatz, Großherzog des Niederrheins und Posens, Herzog von Sachsen, von Westfahlen und Engern, Herzog von Pommern und von Lüneburg, Herzog von Hollstein und von Schleswig, Herzog von Magdeburg, von Bremen, Geldern, Jülich und Berg, Herzog der Wenden und Kaschuben, Herzog von Krossen, Launburg und Mecklenburg, Landgraf von Hessen und Thüringen, Markgraf der Ober- und der Niederlausitz, Prinz von Oranien, Prinz von Rügen, von Ostfriesland, von Paderborn und von Pyrmont, Prinz von Halberstadt, von Münster, Minden, Osnabrück, Hildesheim, Verden, Kammin, Fulda, Nassau und Moess, gefürsteter Graf von Henneberg, Graf der Mark Ravensberg, Graf von Hohenstein, Tecklenburg und Lingen, Fürst von Mansfeld, Sigmaringen und Veringen, Gebieter von Frankfurt.

Literatur:
Otto Süß: Wilhelm, Deutscher Kaiser und König von Preussen. Allerhöchster Kriegsherr der Deutschen Armee und Marine, 1877; in: „Geschichte der Königlichen Schloß-Garde-Kompagnie zur Feier ihres 50jährigen Bestehens“, 1879 (Chronologischer Werdegang als PDF ab Seite 15)
Christian Schwochert: Kaiser Wilhelm I, CreateSpace Independent Publishing Platform, 2015, ISBN 978-1511882835
Berthold Volz: Wilhelm der Große – deutscher Kaiser und König von Preußen (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
Louis Schneider: Aus dem Leben Kaiser Wilhelms, 1849–1873 (1888) (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
Kaiser Wilhelms des Grossen Briefe, Reden und Schriften; ausgewählt und erläutert von Ernst Berner (1906) (PDF-Dateien Teil 1, Teil 2)
Ottokar Lorenz: Gegen Bismarcks Verkleinerer: ‚Nachträge zu Kaiser Wilhelm und die Begründung des Reichs‘ (1903), (PDF-Datei)
Johannes Penzler: Kaiser- und Kanzlerbriefe: Briefwechsel zwischen Kaiser Wilhelm I. und Fürst Bismarck (1900), (PDF-Datei 15MB)
Hermann Lieb / Emil Dietzsch: Kaiser Wilhelm I., der Schöpfer des neuen Deutschen Reiches (1888) (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Prxy abrufbar!
Bernhard Rogge: Kaiser Wilhelm der Siegreiche. Sein Leben und seine Thaten für das Volk und die Jugend, 1890 (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
Wilhelm Müller: Kaiser Wilhelm. Sein Leben und seine Zeit, 1797–1888, 1888 (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
PDF Ludwig Büchner: Zwei gekrönte Freidenker, ein Bild aus der Vergangenheit als Spiegel für die Gegenwart. Dem deutschen Volke gewidmet, 1890
Gustav Schmoller: Der erste Hohenzollern-Kaiser. Eine Gedächtnisrede, in: Hohenzollern-Jahrbuch. Forschungen und Abbildungen zur Geschichte der Hohenzollern in Brandenburg-Preussen, 1897 (PDF-Datei)
Karl Pagel: Kaiser Wilhelm I., in: Willy Andreas / Wilhelm von Scholz (Hgg.): Die Großen Deutschen. Neue Deutsche Biographie. Propyläen Verlag, Berlin, 4 Bde. 1935–1937, 1 Ergänzungsbd. 1943; Dritter Band, S. 370–384
Rolf Kosiek: Die Zerstörung des Kaiser Wilhelm-Denkmals am Deutschen Eck, in: Rolf Kosiek / Olaf Rose (Hgg.): Der Große Wendig, Band 3, Grabert Verlag, Tübingen, 3. Aufl. 2010, S. 633 ff.Weitere Dokumente finden Sie in den Rubriken  19. Jahrhundert  Deutsches Kaiserreich  Weimarer Republik  Bundesrepublik Deutschland

     preussen.de – Die offizielle Seite des Hauses Hohenzollern

Ein Maulkorb für Journalisten …

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Presseinformation – 12. Oktober 2020. Zurück zur Startseite.

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Karina Urbach. Gleichlautend äußert sich die …

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Links

  • History of Germany: Primary Documents
    sehr empfehlenswerte Linkliste zu Quellen und Dokumenten der deutschen Geschichte vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte (die Sprache variiert entsprechend der gelinkten Webseite)
  • Dokumente des Mercosur
    alle wichtigen Dokumente zu dieser Wirtschaftsintegration + Verfassungen der Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay (deutsch)
  • Mitteleuropa.de – Gesetze
    historische Gesetze, Erlasse und internationale Verträge der mitteleuropäischen Staaten, wie z.B. Tschechoslowakei und Deutschland (deutsch)
  • Feldpost-Archiv.de
    ausgewaehlte Feldpostbriefe des Zweiten Weltkriegs im Original und als Transkript sowie umfangreiche weitere Informationen zu diesem Thema (deutsch)

Das Deutsche Kaiserreich besteht weiter!  Leben wir im Deutschen Reich? Die Regierung sagt ja. Was denkt ihr darüber? Was bedeutet das für das deutsche Grundgesetz und die BRD? Sind wir Doppelbürger, oder staatenlos? Was bedeutet es für Brüssel? Wie kam es wohl dazu und was … Weiterlesen

150 Jahre Kaiserproklamation in Versailles – Zweites Deutsches Kaiserreich Vor 150 Jahren, am 18. Januar 1871, wurde im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles das Deutsche Kaiserreich ausgerufen. Damit fanden die von Bismarck forcierten Einigungskriege ihren symbolischen Höhepunkt und Abschluss. Mit „Eisen und Blut“ war ein deutscher Nationalstaat geformt worden … Weiterlesen

Wer uns gefangen hält – Die Wahrheit über Deutschland
ergänzend Alles was nach dem Putsch vom 27.10.1918 hier in Deutschland gemacht wurde ist illegal und rechtsungültig,  alles nur Lügen, Täuschung und Betrug. Es sind Besatzungen nach dem Kirchlichen Handelsrecht, ein Staatswesen kann nur simuliert werden es sind rein juristische … Weiterlesen

ergänzend: Über Geschitsverdrehung und den Pöbelgeist – Pfarrer Hans Milch
  Dem guten ist viel erspart geblieben, der Verfall hat vom Vatikan vollends Besitz ergriffen. Wir haben einen links-grünen Papst der die Verschmelzung aller Religionen anstrebt und Unzucht nicht nur toleriert, ja unterstützt.  Wer uns gefangen hält – Die Wahrheit über Deutschland  Der Paps ist laut der Bibel der Antichrist. Das Tier aus dem Meer ist die kommende Diktatur von Europa aus dem Auferstandenen römische Reich. Lest das letzte Buch der Bibel….die Offenbarung…die Menschheit folgt Satan und wird belehrt durch Not Hunger Leid und danach durch Tod auf Erden….Reuet euch und die Strafe wird nicht folgen. ergänzend: Da der Friedrich in meinen Adern schlummert, hier mal mein Staufengebölke und Gelalle von T. Haas von Preußen.
Unsere Krone ging verloren.  Aber, ihr werdet sehen, es geht auch ohne Kreuz und Krone. Unser GOTT wohnt im Herzen – nicht im Vatikan! Wahrlich ich sage Euch, der Schöpfer vom Himmel und der Erde kennt keine Kirchen noch irgend welche Sekten mit ihren Lügen-Märchenbüchern. Wendet Euch ab von diesem Unsinn, welches nur Unheil über die Menschen gebracht hat. Großartige Dinge sind niemals, aus der Komfortzonen entstanden. Erst wenn alle Kirchen und Synagogen bis auf die Grundmauern niedergebrannt sind, wird es sich, zum guten wenden. Wir werden „GEMEINSAMals Diener des Staates, etwas ganz Neues aufbauen. Wenn . . . wir ein Volk sind. Wir haben nur die eine Chance „GEMEINSAMErst wenn wir, das Volk, uns „GEMEINSAM“ unsere Macht und Verantwortung zurückholen, kann und wird sich was ändern. Wir müssen unsere Kräfte bündeln. Wir müssen uns schnellstens Vereinigen. Das ist kein Spaß !!!

Stöbert mal durch meine Blogs. Da liegt noch mehr, zum Thema Preußen und dem Reich

Reichsgründungstag

Ich vertraue nur noch ganz wenigen Menschen, das haben mir die Menschen beigebracht, denen ich bisher vertraut habe.

Am 18. Januar ist Reichsgründungstag. Wir möchten an die Gründung des Königreichs Preußen am 18. Januar 1701 – und 170 Jahre später (und wohl nicht zufällig an genau demselben Tag), an die Gründung des Deutschen Kaiserreiches am 18. Januar 1871 erinnern.
Auch wenn die Reiche, um deren Gründungen es hier geht, längst Geschichte sind, so ist es doch mehr: Es ist vor allem unsere Geschichte, – erst Brandenburg-Preußens und dann Deutschlands, die wir hier würdigen und die Geschichte geht so:

  • Der damalige preußische Kurfürst von Brandenburg, Friedrich der III. krönte sich selber am 18. Januar 1701 in Königsberg als Friedrich I. zum ersten König in Preußen.
    Das war die Geburtsstunde des Königreichs Preußen, dass so aus dem Kurfürstentum Brandenburg-Preußen entstand.
    Statuen des Königs und seiner Gattin Sophie Charlotte stehen in Berlin zu beiden Seiten der Straße des 17. Juni (Charlottenburger Tor). Er lebte u.a. in seinen Schlössern Köpenick und Friedrichsfelde (im Lichtenberger Tierpark)
  • Der Sohn von Friedrich I., der sogenannte „Soldatenkönig“, Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, festigte dann das preußische Königreich durch den Aufbau von Militär und Verwaltung nach Innen (Stichwort: Lange Kerls).
    Er war mit Sophie Dorothea verheiratet und lebte vorwiegend in seinem Schloss in Königs-Wusterhausen.
  • Sein Sohn, Friedrich II. (der Große), König von Preußen, entwickelte Preußen durch Reformen und Eroberungen (Schlesien) zur europäischen Großmacht. Er war mit Elisabeth Christine verheiratet und lebte vorwiegend (allein) auf seinem Schloss Sanssouci (franz. „ohne Sorgen“) in Potsdam.
  • Der Neffe des kinderlosen Friedrich II., Friedrich Wilhelm II. sicherte als Nachfolger den Erhalt der preußischen Monarchie in den aufgewühlten Zeiten nach der französischen Revolution. Dieser König führte erstmals als Hof-Sprache statt Französisch Deutsch ein.
    Er war mit Friederike Luise verheiratet und lebte vorwiegend in seinem Mamorpalais in Potsdam.
  • Sein Sohn, Friedrich Wilhelm III. war der Gatte von Königin Luise. Er verlor durch Napoleons Eroberungen die Hälfte des preußischen Territoriums (alles Land westlich bis zur Elbe).
    Im Zuge der Befreiungskriege gelang seinen Generälen (York, Blücher, Gneisenau, Lützow u.a.) und ihm dann mit russischer, englischer und österreichischer Unterstützung 1813 die Rück- und Neuerwerbung (Stichwort: Wacht am Rhein) von preußischen Gebieten.
    Danach entstand vor allem aus den Reihen der Burschenschaften eine nationale deutsche Einheitsbewegung, das die Schaffung eines deutschen Nationalstaates als parlamentarische Monarchie anstrebte.
    Die deutschsprachigen Fürstentümer schlossen sich nach dem Wiener Kongress 1815 zwar zu einem Deutschen Bund zusammen, aber der war noch kein Nationalstaat, sondern nur ein Fürsten-Bund. Damals ging das Territorium dieses Deutschen Bundes „Von der Maas bis an die Memel….“ wie Hoffmann von Fallersleben im „Lied der Deutschen“ dichtete.
    Friedrich Wilhelm III. lebte mit Königin Luise, vorwiegend in seinem Schloss in Paretz bei Potsdam.
  • Der Sohn Friedrich Wilhelm IV. verteidigte dann die Monarchie in Preußen gegen die Bestrebungen der Revolutionäre von 1848/49 und aus Angst vor der Auflösung des Königreich Preußens in einem deutschen Reich verhinderte er ein vereinigtes deutsches Kaiserreich unter preußischer Führung in seiner Regierungszeit noch.
    Nach der Revolution 1848 gab es aber für alle Länder des Deutschen Bundes bereits ein Gesamt-Parlament, das in der Frankfurter Paulskirche provisorisch tagte, auch wenn die politischen Hauptentscheidungen noch von den einzelnen Staaten des Deutschen Bundes getroffen wurden.
    Friedrich Wilhelm IV. lebte mit seiner Gattin Königin Elisabeth vorwiegend in seinem Schloss Charlottenhof in Potsdam.
  • Als sein Nachfolger berief dann sein Bruder, Wilhelm I., Bismarck zum Kanzler und stimmte 1866 seinem Vorschlag zu, als preußischer König der erste Präsident des Norddeutschen Bundes zu werden (ab 1867).  Dieser Norddeutsche Bund war ein Zusammenschluss der folgenden Königreiche: Preußen, Sachsen, Hannover, und der Herzogtümer Anhalt, Schleswig, Holstein, Mecklenburg und noch diverser kleinerer Fürstentümer.
    Es war der erste Nationalstaat und die erste konstitutionelle Monarchie auf deutschem Boden, also ein Königreich, in dem der König unter einer parlamentarischen Verfassung steht und ein demokratisches Parlament beim Regieren mitbestimmt.  Die Fahne dieses Staates war schwarz-weiß-rot.
    Nach dem Beitritt der süddeutschen Staaten Bayern, Baden, Württemberg, Hessen und einiger kleinerer Staaten, wurde am Januar 1871 der König zum Kaiser Wilhelm I. des nun als „Deutsches Reich“ bezeichneten Staates gekrönt. Die Verfassung und die Flagge wurden beibehalten.
    Wilhelm der I. lebte mit seiner Gattin, Kaiserin Augusta, vorwiegend in seinem Schloss Babelsberg in Potsdam.
    Im Dreikaiserjahr 1888 starben nacheinander Wilhelm I. und sein Sohn Friedrich der III. Thronfolger wurde als Kaiser Wilhelm II. der Enkel Wilhelm I..
    Er war mit Auguste Victoria verheiratet und lebte lange im Neuen Palais in Potsdam. Das Reich wurde modernisiert und von ihm lang erfolgreich geführt.
    Am 9. November 1918 endete damals das Deutsche Kaiserreich wie viele europäische Großreiche nach dem 1. Weltkrieg, durch den Sturz der parlamentarischen Monarchie und der Errichtung der Weimarer Republik.