Thema Spiritualität, Esoterik und Magie und pdf Bücher zum Thema

Magic Runes by Germanenherz
Den Einstig und Beginn zum Thema Runen, findest du auf meinen Germanenherz Blog´s. Doch die Bedeutung für dich, die findest du nur in dir selbst. Mache dich auf und folge dem Ruf der Runen, sie werden dich zu neuen Erkenntnissen über dich selbst und deine Umwelt bringen. Vielleicht begreifst du erst dann, was dein Weg durch die Zeit ist und wie du ihn gehen sollst.
Runen Rad Runen Rat
Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum neun lange Nächte, vom Speer verwundet, dem Odin geweiht, ich selber mir selbst, am Ast des Baumes, von dem niemand weiß, aus welcher Wurzel er wuchs.Sie boten mir nicht Brot noch Met … Weiterlesen Runen 24er futhark Fehu Uruz Thurisaz Ansuz Raidho Kenaz   F U TH A R K Das Wort Rune hat unterschiedliche Herkünfte: * gothischer Wortstamm “runa” = Geheimnis * * altnordisches “runar” = Mysterien * * walisisches “rhin” = magischer Zauber. Die Kraft der Runen wuchs mit der Erfahrung des … Weiterlesen

Thema Runen: Mittelalterliche Geheimrunen und ein paar Ergänzungen Vorab: Ich habe ein großes Problem damit, wenn weisungsgebundene Juristen historische Fragen zum Thema Runen, mit Nationalsozialistische Ideologien vergleichen und mit ihren rechtsbeugenden Verurteilungen gegen meiner Person, mir mein restliches Leben versaut haben. Und im gleichen Moment, mit samt der … Weiterlesen

Thema Runen und die wissenschaftliche Evolutionsforschung Eine wissenschaftliche Betrachtung über die Kraft von Mythen, Riten und Runen Vorab: Ich habe ein großes Problem damit, wenn weisungsgebundene Juristen historische Fragen zum Thema Runen, mit Nationalsozialistische Ideologien vergleichen und mit ihren rechtsbeugenden Verurteilungen gegen meiner Person, mir mein … Weiterlesen

Odins Runen – unsere Schrift Was irgendwie ist, was irgendwie ein „Sein“ hat, das hat auch ein bestimmtes Gerüst. Ein Gerüst besteht aus BALKEN. Wie ein jedes Haus in seinen Balken und Trägern ein Gerüst hat, wie der Bau des menschlichen Körpers ein Gerüst in … Weiterlesen

Odins Runenlied In der Edda ist der Verlauf der höchsten Einweihung im Hávamál zu finden.  Demzufolge hing Odin, vom Speer verwundet, neun Tage und Nächte am Weltenbaum  und erlitt die schlimmsten Qualen. Nach dieser Zeit des Leidens erhielt er  als Belohnung die … Weiterlesen

Deutung der Namensrunen Deine persönliche Namensrune Keiner weiß, ob die Bestimmung der Namensrune schon damals gebräuchlich war, oder ob dies aufgrund der Esoterikwelle entstanden ist. Auf jeden Fall gibt es aber hier die Möglichkeit seine persönliche Namensrune zu bestimmen und deren Bedeutung zu … Weiterlesen

Der kosmische Ursprung der Runen Das dem Hag-All verwandte, ja ihm durchaus entsprechende Sinnmal ist der Sechsstern, der eigentlich und ursprünglich zwei mit den Spitzen ineinandergeschobene Pyramiden darstellt. Und zwar muß die Verschränkung der Körper, wenn das Sinnmal vollkommen sein soll, im Verhältnis des goldenen … Weiterlesen

Kleine Runenkunde Runen sind die ältesten Schriftzeichen der Germanen. Sie waren vor allem zwischen dem 2. und dem 12. Jahrhundert für geritzte und gravierte Inschriften auf Gegenständen und Steindenkmälern in Gebrauch. Ihre Verbreitung zeigt von Anfang an einen deutlichen Schwerpunkt in Südskandinavien. … Weiterlesen

Wielandsage im Runenkästchen von Auzon Das Runenkästchen von Auzon, wie es nach seinem Fundort in Frankreich heißt, stammt aus dem späten 7. oder frühen 8. Jahrhundert. Es besteht aus geschnitzten Walfischknochenplatten, in die bildliche Darstellungen und Runen gefügt sind. Einen Ausschnitt davon soll hier näher … Weiterlesen

Runen Talismane und Amulette Das dritte Gebiet der Runenmagie ist die Talismantik. Talismane und Amulette sind Gegenstände, die zur Erlangung bestimmter Ziele magisch aufgeladen werden. Es wird sozusagen ein aktiver „Zauber“ darin gespeichert. Ein Großteil der erhaltenen Runendokumente früherer Zeiten sind ebendiese Talismane und … Weiterlesen

Der Runenkalender Heute ist Montag, der 31.12.2012. Zur Zeit herrscht der Einfluß der Dämmerungs-Rune Dagaz  vom28.12.12 bis zum 10.01.13. Die Dämmerungsrune begleitet im Idealfall das Perchtentreiben, das Vertreiben der Winter- und Dunkelheitsdämonen, aus dem auch der spätere Karneval entstand. Dagaz symbolisiert als Dämmerung … Weiterlesen

Die Runenlehren Was Du aufdeckst, offenbart sich . „Runen wollen gelebt werden, belebt sind sie schon“. „Die Erlösung kann nicht verdient, nur empfangen werden, darum ist sie die Erlösung“. „Es ist alles Illusion, was nicht aus mir selber spricht, denn es ist ein Zusatz, … Weiterlesen

Runen selbst herstellen Kaufen oder Selbermachen Wenn sie die Runen kennenlernen wollen, sollten sie unbedingt selbst einen Satz Runen anfertigen, anstatt fertige Runen zu kaufen. Das kostet zwar einige Mühe und Zeit, aber es vertieft ihre Beziehung zu den Runen Runensteine gibt es … Weiterlesen

Die theoretische Magie als Grundlage der Runenmagie
Die Runenmagie wird wohl am ehesten von den verschiedenen magischen Richtungen mit der Alten Sitte in Verbindung gebracht und wohl auch von nicht wenigen Menschen betrieben. Runenmagie kann verschiedene Formen haben. Grundsätzlich soll sie so funktionieren, daß die Kraft der Rune (also das Energieprinzip, das die Rune verkörpert) angewandt wird. Runische Magie ist Zeichenmagie, das Zeichen, die Rune, wird ihrem Sinngehalt und ihrem magischen Potential entsprechend verwendet. Man kann sich das vielleicht so vorstellen, daß die Menschen früher die Energien, die sie wahrnahmen, mit Symbolen bezeichnet haben. In diesem Sinne stehen die Runen für bestimmte Energien, zu denen man einen Kanal öffnen und mit denen man arbeiten kann.
Fliegenpilze
Als einfachste Form magischer Runenanwendung ist wohl die Visualisierung zu nennen. Dabei wird die Rune mit ihren Kräften vor dem inneren Auge vorgestellt und sie kann dann auch projiziert werden, was bedeutet, daß man die visualisierte Kräfte auf ein Ziel hin aussendet. Wirksam ist hierbei die Form der Rune, wie sie als Bild erscheint, und gerade in bezug auf die Aussendung in Verbindung mit der gewünschten Wirkung der Rune, die man ebenfalls visualisieren kann. Man kann dies auch sehr gut dadurch unterstützen, daß man die Stellung (Stadha) der Rune einnimmt oder die Rune mit den Händen bildet. Als Beispiel für diese Anwendung könnte man die Heilung nennen.

Runen können aber auch gesprochen oder gesungen werden. Wirksam ist hier der Laut der Rune (was durch Stöður und Visualisierung unterstützt werden kann). Zaubergesänge allgemein werden als seið-læti bezeichnet, die Wortmagie in einem zeremoniellen, runischen Sinn als galdr; es existiert sogar ein eigenes Versmaß dafür, das galdralag. Durch Wiederholung der Worte / Strophen kann eine Verstärkung erreicht werden. Man verwendet hier entweder nur den Runennamen, den man intoniert, bzw. die Runenreihe, die man komplett singt, oder aber richtige Verse, in denen die Wirksamkeit der Runen sich manifestieren soll. Eine Galdr-Verfluchung wird als alög bezeichnet. Golther glaubt, daß „runo“ das Raunen oder Murmeln eines Zauberspruches bezeichnet, wohingegen galdr der eigentliche „Zaubergesang“ sei (also eine Form von Seiðr).

Die skeptische Frage, ob es Magie überhaupt gibt, ist äußerst unpräzise, so wie auch Glaube oder Nichtglaube an Magie weder richtig noch falsch sind. Es kommt dabei darauf an, was man eigentlich unter Magie versteht, und schon hier laufen die … Weiterlesen   https://germanenherz.files.wordpress.com/2019/09/germanenherz-runablack.jpg
Magie der Runen
Ein wenig Magie in dieser vernünftigen rationalen Zeit schadet nicht, wenn sie mit guten Vorsätzen und Wünschen ausgeführt wird. Sie ist kein Allheilmittel, kann aber den Alltag bereichern und uns durch Konzentration auf unsere Probleme dazu verhelfen, klarer zu sehen. … Weiterlesen

Runenorakel Grundsätzliches zur Runendivination Von Wahrsagerei und simplen Zukunftsvorhersagen halte ich gar nichts, zumal die Zeit sich jeglicher Magie entzieht. Eine Divination ist daher auch eher eine Wiederspiegelung der Gegenwart, welche dem Suchenden aus einer anderen Perspektive gezeigt wird, damit er … Weiterlesen

Runische Heilungsmagie
Ein weiteres großes Kapitel der Runenmagie ist die Heilungsmagie. Abgesehen vom Gebrauch von Runentalismanen und -amuletten zur Heilung und Abwehr von Krankheiten kann man mit den Runen auch unmittelbar therapeutisch arbeiten. Dies ist sowohl allein als auch mit einem Patienten … Weiterlesen

Runische Schutzmagie
Ein wichtiger Teil der Runenmagie ist Schutzmagie. Magischer Schutz bedeutet, einer magischen Einflußnahme von außen widerstehen zu können und nicht zum Spielball der Kräfte anderer zu werden. Doch nicht nur Personen, auch Gegenstände und Vorhaben können magisch vor widrigen Einflüssen … Weiterlesen

Germanenherz Runenkreis Um einen Runenkreis zu beschwören solltest Du vorher kurz überlegen, auf welche Weise dies geschenen soll. Zunächst einmal gibt es die Möglichkeit, den Kreis tatsächlich abzuschreiten oder ihn zu Visualisieren. Ich bevorzuge ein tatsächliches Abschreiten, da Du dann einfach direkter … Weiterlesen

Der Jahreskreis und Jahreskreisfeste Entstehung und Hintergrund des Jahreskreis und Jahreskreisfeste Das imponierende Schauspiel der Natur, das sich im Muster der Jahreszeiten wiederholt, hat immer eine große Auswirkung auf das Leben. In der Antike und im frühen Mittelalter, als die Menschen in Mittel- und … Weiterlesen

Thema Mythologie und Sagenhaftes aus dem hohen Norden Die Mythologie (von altgr. μυθολογια mythologia; zusammengesetzt aus μυθοι mythoi „Geschichten“ und λέγειν legein „erzählen“) bezeichnet die Lehre der gesamten Mythen eines Volkes und behandelt als ihren eigentlichen Gegenstand die aus der vorgeschichtlichen, d. h. vorliterarischen Zeit überlieferten Erzählungen, in … Weiterlesen

Zauberei und Hexerei
In meinem neuen Titelbild könnt ihr es sehen. Meine Othala Rune symbolisiert, den Sündenbock des heiligen Bartholomäus (Astaroth) in seiner Niederlage, fixiert in meinem Runenkreis
 Die alten Deutschen kannten Zauber mit Tat und Wort; den ersteren verbietet Nr. 10 des Indiculus (de phy-lacteriis et Ugaturis), den zweiten Nr. 12 (de incantationibus). Das Wort Zauber (ahd. zoubar) selbst bedeutet eigentlich „Mennig“, die rote Farbe, mit der … Weiterlesen

Magische Nächte. Die 12 Rauhnächte
Die 12 Rauhnächte Die zwölf Nächte am Ende des Jahres und die mit ihnen verknüpften Mysterien gehen bis in die Antike zurück. Sie haben sowohl römische als auch germanische und sogar indische, japanische und chinesische Wurzeln, und auch heute noch finden sie vielerorts im Brauchtum Beachtung. Nach uralten Überlieferungen suchen zu dieser Zeit die Seelen … Weiterlesen

Die weisen Frauen Hagedisen – Hexen
Die erfolgreiche Vorgehensweise und die überzeugenden Ergebnisse der heilkundigen Frauen stellten eine große Bedrohung für das aufkommende Christentum, sprich die Kirche dar. Denn diese Frauen verließen sich mit ihren außergewöhnlichen Begabungen eher auf ihre Sinne und Erfahrungen als auf die Gebote des Glaubens. Versuch und Jrrtum lehrte sie Ursache und Wirkung zu erkennen. Sie Forschten … Weiterlesen

Das Erforschen der Zukunft
Als Mittel zur Erforschung des göttlichen Willens bei den Deutschen nennt Cäsar „Losorakel und Prophezeiungen (sortes et vaticinationes; b. g. 150), Tacitus „Götterzeichen und LosorakeV1 (auspicia et sortes, Germ. 10). Beim Los wurde die Gottheit nach ihrem Willen gefragt, im anderen Falle erfuhr man ihn aus gewissen Vorzeichen. Die Wahrsagekunst scheint mehr Aufgabe der Frauen … Weiterlesen

Ich habe hier mal ca. 650 pdf Bücher zum Thema hochgeladen

A.M.O.R.C. – Der Einweihungsweg der Rosenkreuzer
A.M.O.R.C. – Die Rosenkreuzer – Informationsschrift
A.M.O.R.C. – Die Rosenkreuzer – Manifesto
A.M.O.R.C. – Forum-Rosenkreuzer – Zeitschrift für Mystik-Esoterik- Kunst – 01-2003
A.M.O.R.C. – Rosenkreuzer – Zeitschrift für Mystik-Esoterik- Kunst – 10.2001
Adler, Gerhard – Seelenwanderung und Wiedergeburt
Alhazred, Abdul – Das Necronomicon und Goetia
Alsen, Wulf Dieter – Zeitlose Weisheiten
Andreae, Johann Valentin – Chymische Hochzeit des Christiani Rosencreutz
Anonymo – Arcani Artificiosa Aperta Arca
Anonymo – Aus dem rechtem Wege zu der hermetischen Kunst
Anonymo – Hermetik (1793)
Ansha – Die magische Welt der Kelten
Aquin, Thomas von – Das Seiende und das Wesen
Arisleus -Turba philosophorum
Arndt, Ulrich – Schätze Der Alchemie – Edelstein-Essenzen
Arrien, Angeles – Handbuch Crowley Tarot
Artephius – Das geheime Buch
Ascher, Ulrike – Hexen Einmaleins für freche Frauen
Ascroft Nowicki, Dolores – Magische Rituale
Asmodo, Jo – Pentagramme-Rituale
Auer, Martin – Das Kloster der Erleuchteten
Bachmann, Winfried — NLP und Lernen
Bachmann, Winfried – Pädagogik ohne NLP – geht denn das
Bacon, Roger – Lapidis Philosophorum
Bailey, Alice A. – Briefe über okkulte Meditation
Bailey, Alice A. – Der Yoga-Pfad
Bailey, Alice A. – Die Arbeiten des Herkules
Bailey, Alice A. – Die Strahlen und die Einweihungen
Bailey, Alice A. – Die Yoga-Sutras des Patanjali
Bailey, Alice A. – Eine Abhandlung über Kosmisches Feuer
Bailey, Alice A. – Eine Abhandlung über Weisse Magie
Bailey, Alice A. – Initiation – Menschliche und solare Einweihung
Bailey, Alice A. – Schicksal und Aufgabe der Nationen
Bailey, Alice A. – Telepathie und der Ätherkörper
Bailey, Alice A. – Vom Intellekt zur Intuition
Bailey, Alice A. – Von Bethlehem nach Golgatha
Bailey, Alice A. und Djwhal Khul – Probleme der Menschheit
Bambaren, Sergio – Der träumende Delphin – Eine magische Reise zu dir selbst
Bandler, Richard – Die Abenteuer von Jedermann (NLP)
Bandler, Richard – Unbändige Motivation – Angewandte Neurodynamik (NLP)
Banol, Fernando – Die okkulte Seite des Rock
Banzhaf, Hajo – Das Tarot-Handbuch
Bardon, Franz – Der Schlüssel zum wahren Quabbalah
Bardon, Franz – Der Weg zum wahren Adepten
Bardon, Franz – Die Praxis der magischen Evokation
Bardon, Franz – Frabato
Barker, Clive – Das dritte Buch des Blutes
Barker, Clive – Das erste Buch des Blutes
Barker, Clive – Das zweite Buch des Blutes
Barraux, Roland – Die Geschichte der Dalai Lamas
Baumgartl, Karlheinz – Astronomie in der Cheops-Pyramide
Belinah – Zaubersprüche für jede Gelegenheit
Beltz, Walter – Gott und die Götter – Biblische Mythologie
Benesch, Kurt – Magie von Hexen, Alchimisten und Wundertätern
Berger, Erika – Die Körpersprache der Erotik
Berlitz, Charles – Das Philadelphia Experiment
Besant, A. – Alchemie – Okkulte Chemie (1924)
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Anti Stress Uebungen
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Kreislauf und zur Stärkung von Herz und Immunsystem
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Meditation gegen Erschöpfung und Ausbrennen
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Rebirthing Meditation
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Übungsreihe zur Stärkung der Abwehrkräfte
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Untersuchung der Mythen
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Vorbereitung
Blavatsky, H.P. – Die Stimme der Stille
Blavatsky, H.P.- Praktischer Okkultismus + andere Abhandlungen
Blech, Jörg – Leben auf dem Menschen
Böhme – Hermes, Adam Friedrich – Trismegistos Naturweg
Bradler, Christine M. – Feng Shui, Symbole des Ostens
Bradler, Christine M. – Feng Shui, Symbole des Westens
Brier, Robert – Zauber und Magie im alten Ägypten
Busson, Paul – Der Seelenwanderer – Die Wiedergeburt des Melchi
Butler, Walter E. – Das ist Magie
Butler, Walter E. – Kleine Schule der Magie
Buttlar, Johannes von – Zeitreisen
Butz, Berta – Methoden der Manipulation
Byrd, Richard Evelyn – Das Tagebuch des Admiral Byrd
Cabot, Tracy – Wie bringe ich eine Frau dazu, sich in mich zu verlieben
Calan, Lea – Buch der Geheimwissenschaften
Canterbury, Anselm von Warum Gott Mensch geworden
Carroll, Pete – Praktische Magie
Carroll, Robert Todd – Phänomenal
Carroll,Pete – Liber Null Teil I – Praktische Magie
Carroll,Pete – Liber Null Teil II – Psychonautik
Castaneda, Carlos – Das Feuer von Innen
Castaneda, Carlos – Das Rad der Zeit
Castaneda, Carlos – Das Wirken Der Unendlichkeit
Castaneda, Carlos – Der Ring der Kraft
Castaneda, Carlos – Der zweite Ring der Kraft
Castaneda, Carlos – Die Kraft der Stille
Castaneda, Carlos – Die Kunst des Pirschens
Castaneda, Carlos – Die Kunst des Träumens
Castaneda, Carlos – Die Lehren des Don Juan
Castaneda, Carlos – Don Juan’s Erklärung der Wahrnehmung
Castaneda, Carlos – Eine andere Wirklichkeit
Castaneda, Carlos – Interviews
Castaneda, Carlos – Reise nach Ixtlan
Cayce, Edgar – Du weißt, wer Du warst
Challoner, H.K. – Das Rad der Wiedergeburt
Chang, Stephen T. – Das Tao der Sexualität-Von der tieferen Weisheit des Liebens
Chia, Mantak – Tao – Yoga der Liebe – Der geheime Weg zur unvergänglichen Liebeskraft
Christiansen & Zinser – Okkultismus und Satanismus
Cicero, Marcus Tullius – Die fünf Bücher über das höchste Gut und Übel
Claas, Fürst – Willkommen in meinem Kopf
Clairvision – ISIS-Rückführungs-Therapie (Past-Life Therapy)
Connor, Sarah – Atomkrieg in parallelen Quanten Universen!
Conrad, Jo – Entwirrungen
Conrad, Jo – Zusammenhänge
Conway, D. J. – Die Zauberwelt der Kelten
Cooper, Phillip – Magisches Wissen in neuem Licht
Crowley – Liber Null – Praktische Magie
Crowley, Aleister – Das Buch des Gesetzes
Crowley, Aleister – Liber 777
Crowley, Aleister – Tarot
Crowley, Aleister – Über Yoga
Crowley, Aleister – Buch der Lügen
Crowley, Aleister – Leben und Werk des Tieres
Crowley, Aleister – Liber Lege Libellum
Crowley, Aleister – Magie in Theorie und Praxis
Crowley, Aleister – Meditation
Crowley, Aleister – Tarot (Bilder der Karten)
Crowley, Vivianne – Wicca
Dahlke, Rüdiger – Krankheit als Weg
Dahlke, Rüdiger – Meditation – Reisen nach Innen
Dalai Lama – Das Buch der Menschlichkeit
Dalai Lama – Der Weg zum Glück
Dalai Lama – Der Weg zum sinnvollen Leben
Dalai Lama – Tod und Unsterblichkeit im Buddhismus
Dalai Lama – Weise Worte 2001
Däniken, Erich von – Prophet der Vergangenheit
Däniken, Erich von – Aussaat und Kosmos
Däniken, Erich von – Beweise
Däniken, Erich von – Datierungen
Däniken, Erich von – Der Götterschock
Däniken, Erich von – Die Augen Der Sphinx – Neue Fragen An Das Land Am Nil Däniken, Erich von – Erinnerungen an die Zukunft
Däniken, Erich von – Kosmische Spuren
Däniken, Erich von – Zeichen für die Ewigkeit
Däniken, Erich von – Zurück zu den Sternen
Dara, Maya – Spiegelmagie
Dautert, Joachim – Astralreisen
Dekorne, Jim – Psychedelischer Neoschamanismus
Delnooz, Fons – Energetischer Schutz
Denning und Phillips – Psychischer Selbstschutz
Devananda, Swami – Yoga – Das Grosse Illustrierte Yoga Buch
Devi, Kamala -Tantra Sex Die modernen Liebestechniken des Ostens
Distel, Wolfgang – Die Praxis des Reiki
Dittmann, Arvid – Sexualität in Mystik und Magie
Diverse – Die Bibel – altes Testament
Diverse – Die Bibel – neues Testament
Douval, H. E. – Bücher der praktischen Magie Band 1-3
Douval, H. E. – Bücher der praktischen Magie Bd 4-5
Douval, H. E. – Bücher der praktischen Magie Bd 6-7
Douval, H. E. – Bücher der praktischen Magie Bd 8-9
Douval, H. E. – Bücher der praktischen Magie Bd 10-12
Douval, H. E. – Ritus und Zeremoniell der Magie
Douval, H. E.- Bewußtseinserweiterung
Dowd, Tom – Die Menschen und der Zyklus der Magie
Dropper, Eaves – Eine kurze Einführung in die Sigillenmagie
Drury, Nevill – Der Schamane und der Magier
Dürr,Josef – Dämono-Magie Experimental-Dämonologie
Eberhagen, Henning – NLP und lernen
Eco, Umberto – Das Foucaultsche Pendel
Eggetsberger, Gerhard H. – Hypnose, Die Unheimliche Realität
Egli, Rene – Das Lola-Prinzip
Eingeweihten, Drei die – Das Kybalion
Eiwatz – Die Schwarze Sonne
Emoto, Masura – Die Botschaft des Wassers
Engel, Leopold – Luzifers Bekenntnisse
Eschner & Jungkurth – Aleister Crowley – Das große Tier 666
Eul,Joachim & Harrach, Tibor – Zauberpilze bei uns
Fischer, Reinhard – Raumfahrt der Seele
Fischer-Rizzi, Susanne – Medizin der Erde
Flaake, C. G. – Einleitung zum Simon-Necronomicon
Flamelli, Nicolai – Summarium Philosophicum
Fortune, Dion – Das karmische Band
Fortune, Dion – Die mystische Kabbala
Fortune, Dion – Die Seepriesterin
Fortune, Dion – Durch die Tore des Lichts
Fortune, Dion – Durch die Tore des Todes ins Licht
Fortune, Dion – Ein dämonischer Liebhaber
Fortune, Dion – Handbuch für Suchende
Fortune, Dion – Leben und Magie
Fortune, Dion – Mondmagie
Fortune, Dion – Selbstverteidigung mit PSI
Francia, Luisa – Mond Tanz Magie
Franke, Jürgen E. – Die Zauber der Quellentänze
Frater Basilius Valentinus – Chymische Schriften
Frater Basilius Valentinus – Zwölf Schlüssel
Frater Conzentra Magis – Amulette + Talismane
Frater Daragion – Zum Thema Dämonologie
Frater Devachan – Kontakte zu Naturgeistern
Frater Erec (717) – Handbuch der Chaosmagie
Frater Johannes – Magische Beeinflussung durch Tepaphone
Frater Johannes – Praktische Vorbereitungen zur Magie
Frater Leon – Der Lebensbaum
Frater Leon – Weltenbäume
Frater Sursum Ad Lucem – Planeten-Rituale und andere Spezialthemen
Frater Taliesin Ra – Übungen zur magischen Praxis
Frater V. D. – Schule der hohen Magie
Frater V.D. – Bemerkungen zur Mondmagie
Frater V.D. – Eismagie
Frater V.D. – Elemente-Magie – Ein praktischer Leitfaden
Frater V.D. – Handbuch der Sexualmagie
Frater V.D. – Kursus der praktischen Magie Modul 1
Frater V.D. – Kursus der praktischen Magie Modul 2
Frater V.D. – Kursus der praktischen Magie Modul 3
Frater V.D. – Liber Null
Frater V.D. – Magier-Karten
Frater V.D. – Schule der hohen Magie
Frater V.D. – Sigillenmagie in der Praxis
Frater V.D. – Tante Klaras Kummertempel Band 1
Frater V.D. – Urknall-Mystik und Elektro-Gnosis
Frater V.D. – Viktor Sobek – Die Schattenmeister
Frater Widar – Magie und Praxis des Hexentums
Fratzer, Beate – Partnerschaft und Erotik der zwölf Tierkreiszeichen
Freimaurer – Buchstaben Magie
Freud, Sigmund – Totem und Tabu
Freud, Sigmund – Traumdeutung
Freydis – Tiertotem und Krafttiere im Schamanismus
Fries, Jan – Visuelle Magie
Gaarder, Jostein – Maya oder Das Wunder des Lebens
GardenStone – Einführung in die Wortmagie
Garfield, Patricia – Kreativ Träumen
Gawain, Shakti – Garten der Seele
Gawain, Shakti – Kreativ Visualisieren
Gawain, Shakti – Leben im Licht
Gawain, Shakti – Meditationen im Licht
Gebser, Jean – Die Zen-Lehre
Gibran, Khalil – Der Narr – Lebensweisheit in Parabeln
Giger, H.R. – Baphomet – Tarot der Unterwelt
Göl, Hermann – Germanische Mythologie
Gooding, David – Die Bibel – Mythos oder Wirklichkeit
Gordon, Noah – Der Schamane
Govinda, Kalashatra -Tantra
Grandis, Francesca de – Die Macht der Göttin ist in Dir
Grandt, Guido & Michael – Satanismus, die unterschätzte Gefahr
Green, Marian – Das geheime Wissen der Hexen
Green, Marian – Naturmagie
Green, Marian- Ritualmagie
Gregorius, Gregor A. – Der saturnische Weg der Erkenntnis 1
Gregorius, Gregor A. – Die magische Erweckung der Chakra im Ätherkörper des Menschen
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 1
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 2
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 3
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 4
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 5
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 6
Gregorius, Gregor A. – Necronomicon und Goetia
Gresch, Ulrich – Das Beil der Persönlichkeitsspalter
Gruner, Axel M. – Codex Thaumaturgica
Grünwald, Wolfgang – Gesundheit Beratung Feng Shui – I_Kurs
Grünwald, Wolfgang – Radionik
Grünwald, Wolfgang- Gesundheit Beratung Feng Shu i- II_Kurs
Halam, Anna – Schattenträume
Hannah, Barbara – Begegnungen mit der Seele
Harding, Khit – Ramtha – Das Manifestieren
Hartmann, Franz – Andere Dimensionen des Denkens
Harvey, David – Das kleine Handbuch der Esoterik
Hatzelmann, Elmar Dr. – Ursachen und Lösungsanregungen aus NLP Sicht
Heindel, Max – Die Rosenkreuzer-Weltanschauung oder mystisches Christentum
Hemminger, Hansjörg – Der esoterische Lebenshilfemarkt unter die Lupe genommen
Herm, Gerhard – Die Kelten – Das Volk das aus dem Dunkel kam
Herzog, Wolfram – Das Wunder heilender Edelsteine
Hesse, Hermann – Siddhartha – Eine indische Dichtung
Hessische Landeszentrale für politische Bildung – Esoterik
Hetmann, Frederik – Das Buch Merlin
Hine, Phil – Knack und Back Chaos
Hobbythek – Ayurveda für Alle
Hobbythek – Ayurveda, Lebenselixiere aus Indien
Hobbythek – Feng Shui
Hodge, Stephen – Das Tibetanische Totenbuch
Hoffman, Hellmuth – Vorläufer einer neuen Ära
Hofmann, Albert – Naturwissenschaft & Mystische Welterfahrung
Holzapfel, Varuna – Einweihung in das Hexeneimaleins-Arbeitsbuch
Hongzh, Li i – Falun Gong
Howard, Michael – Magie der Runen
Illion, Theodor – Tibet 1 – Auf geheimnisvollen Pfaden zu geheimnisvollen Orten (1999)
Iranschähr, H. K. – Die Heilkraft des Schweigens
Isert, Bernd – Der Baum des NLP
Jantschik,Walter – Baphomet Magie
Jong, Paul C. – Sind Sie wirklich wiedergeboren aus Wasser und Geist
Jung, C.G. – Erinnerungen Träume Gedanken
Jürgens, Heinrich – Anleitung zum bewußten Hellsehen
Kadmon, Zaros – Buch der Geheimwissenschaften
Kaiki- Allgemeine Einführung in die Stille Meditation
Kampenhout, Daan Van – Heilende Rituale
Kearney, Paul – Der magische Wald
Kehoe, John – Mind Power
Kenner Astrologie – Geheimnisse
Kenner Astrologie – Merkur -Gedanken -Ein Pfad zum Hohen Selbst
Khonsu, Ankh F. N. – Das Buch des Gesetzes
Kingston, Karen – Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
Klinger-Raaz, Ursula – Reiki mit Edelsteinen
Knoche, Grace F. – Die Mysterienschulen
Koenig, Peter-Robert – Das OTO-Phaenomen
Koenig, Peter-Robert – Ein Leben für die Rose
Kornreutheri, Johannes – Die Schatztruhe mittelalterlicher Manuskripte der Magie
Kössner, A & J – Das Buch der Kin
Krassa, P.- Erich von Däniken, der Götterforscher
Krebs,John Frederick – Hermaphroditisches Sonn−und−Monds−Kind
Kröncke, Karsten – Rudolf Steiner und Picasso
Kröncke, Karsten F. – MC und AS – Die persönlichen Punkte im Horoskop
Krusche, Klaus – Weltbürger Weltraum Weltgeist
Kutschera, Gundl – NLP-Lexikon
Langbein,Walter-Jörg – Die Rosenkreuzer
Larsson, Göran – Die Macht einer Lüge
LaVey, Anton Szandor – Die satanische Bibel
Leary, Tim – Höhere Intelligenz und Kreativität
Lenand, Charles G. – Aradia – Die Lehren der Hexen
Leopold,Engel – Luzifers Bekenntnisse
Leuenberger, Hans Dieter – Engelmächte
Leuenberger, Hans Dieter – Schule des Tarot 1
Leuenberger, Hans Dieter – Schule des Tarot 2
Leuenberger, Hans Dieter – Schule des Tarot 3
Leuenberger, Hans Dieter – Sieben Säulen der Esoterik
Leuenberger, Hans-Dieter – Das ist Esoterik
Lévi, Eliphas – Geschichte der Magie
Levine, Leah – Magic Trips
Lewis, Ralph M. – Das innere Heiligtum
List, Guido von – Das Geheimnis der Runen
Love, Jeff – Die Quanten-Götter – Ein neues Verständnis der Kabbala
Lübeck, Walter – Rainbow Reiki
Lucifera – Satanshimmel – Rituale der schwarzen Magie
M. K., Dr. – Erinnerungen an Franz Bardon Magnus – Magie für Männer
Magnus – Was ist Magie überhaupt
Mala, Mathias – Weisse Magie
Manara, Milo – Le tarot erotique (Abbildungen der Karten)
Marashinsky, Amy Sophia – Göttinnen Geflüster
Masino, Marcia – Tarot-Das Praxisbuch
Mathers – Grimoire Armadel
Matthews John & Caitlin – Lexikon Der Keltischen Mythologie
Matthews, Caitlin & John – Der westliche Weg – Band 1
Matthews, Caitlin und John – Der westliche Weg – Band 02
Mohr, Bärbel – Universum & Co.
Mohr, Bärbel – Bestellungen beim Universum
Mohr, Bärbel – Der kosmische Bestellservice
Morson, Det – Praxis der weißen und schwarzen Magie
Morton, Chris – Tränen der Götter – Die Prophezeiung der 13 Kristallschädel Müller, Leonard – Von der Generation und Geburt der Metallen
Murphy, Dr. Joseph – Die Macht ihres Unterbewußtseins
Musallam, Dr. – Alchimie
Musallam, Dr. – Stein der Weisen
Musashi, Miyamoto – Das Buch der fünf Ringe
Neckel, Gustav – Altgermanische Weltanschauung
Nelson, Felicitas H. – Symbolsprache der Talismane & Amulette
Nitibus – Schwarze Magie, Hexerei und die Möglichkeiten der schwarzen Kunst
Noak – NLP – Rhetorik -Seminar
Norfold, M. Travian – Über die Magie der Elfen
Nostradamus, Michel – Schriften 1
Nostradamus, Michel – Die wahren Centurien und Prophezeihungen
Nostradamus, Michel – Schriften 2
Nostradamus, Michel – Zu seinen Prophetien.
Olvedi, Ulli – Integrale Energiearbeit
Omkarananda, Swami – – Das Licht des unendlichen Bewußtseins
Omkarananda, Swami – – Der höhere Standpunkt
Omkarananda, Swami – – Der Weg des Gottsuchenden
Omkarananda, Swami – – Die Wissenschaft des göttlichen Wortes OM
Omkarananda, Swami – 20 Übungen zur Überwindung des Ärgers
Omkarananda, Swami – Bedeutung und Praxis der Meditation
Omkarananda, Swami – Das kosmische Bewusstsein
Orban, Peter – Der Buchgeist
Orttmann, Anja – Feng Shui, eine Einführung
Osho – Das Orangene Buch-Die Meditationstechniken Oshos
Pansophia – Adonistisch moralischer Lehrbrief Nr. 1
Pansophia – Adonistisch moralischer Lehrbrief Nr. 2
Papa Shanga – Praxis der Voodoo-Magie
Papa Shanga – Voodoo Praxis
Paracelsus – Das Buch Paragranum
Pavese, Armando & Marcus Würmli – Handbuch der Parapsychologie
Pease, Allan & Barbara – Der tote Fisch in der Hand und andere Geheimnisse der Körpersprache Pease, Barbara – Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen
Penzel, Willy – Akupunktur Massage Band 1 Spannungs-Ausgleich-Massage
Penzel, Willy – Akupunktur Massage Band 2 Energielehre
Penzel, Willy – Akupunktur Massage Band 3 Wirbelsäule
Petter, Frank Arjava – Reiki – Das Erbe des Dr Usui
Piobb, P. – Die Hohe Magie der Alten
Poerksen, Bernhard – Gespräche für Skeptiker
Pösse, Markus – Phantastische Wissenschaft
Powels, Louis & Jacques Bergier – Aufbruch ins dritte Jahrtausend
Prabhupada, Bhaktivedanta Swami – Die Quelle aller Freude
Pratchett, Terry – Scheibenwelt – Die Farben der Magie
Przbyszewski, Stanislaw – Gnosis des Bösen
Purucker, Gottfried de – Goldene Regeln der Esoterik
Purucker, Gottfried de – Wind des Geistes
Quarks – Der Traum vom langen Leben
Quinque, Gabriele – Tempelschlaf – Ägyptische Einweihung als Reise zum inneren Geheimnis
Quinscher, Rah Ohmir – Adonistisch & moralischer Lehrbrief Nr. 1
Quinscher, Rah Ohmir – Adonistisch & moralischer Lehrbrief Nr. 2
Quinscher, Rah Ohmir – Adonistisch & moralischer Lehrbrief Nr. 3
Quinscher, Rah Ohmir – Adonistisch & moralischer Lehrbrief Nr. 4+5
Quinscher, Rah Ohmir – Denurische Schriften
Quinscher, Rah Ohmir – Magie des Willens
Randolph, Pascal Beverly – Magia Sexualis
Rankin, Robert – Das Buch der allerletzten Wahrheiten
Rätsch, Christian – 50 Jahre LSD-Erfahrung
Rätsch, Christian – Die Kultur des Räucherns
Rätsch, Christian – Drogen und Rituale
Rätsch, Christian – Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen
Rätsch, Christian – Hexenmedizin
Rätsch, Christian – Interkulturelle Strukturen, Drogen und Rituale
Rätsch, Christian – Räucherstoffe – Der Atem des Drachen
Ravenwolf, Silver – Freche Hexen-Liebeszauber und magische Rituale für kesse Junghexen
Ravenwolf, Silver – Die schützende Kraft der Engel im täglichen Leben
Ravenwolf, Silver – Geldzauber
Redfield, James – Die Prophezeiungen von Celestine
Regardie, Israel – Das magische System des Golden Dawn – Band 3
Regardie, Israel – Die Elemente der Magie
Regardie, Israel – Das magische System des Golden Dawn – Band 1
Regardie, Israel – Das magische System des Golden Dawn – Band 2
Reichstein, Herbert – Lehrbuch der Kabbala Magie d. Zahlen u. Namen
Reid, John H. – Pflanzen-Alchemie
Reikimaster – Reiki-Praxis – 1 und 2 Symbol
Reikimaster – Reiki-Praxis – 3 Symbol
Reikimaster – Reiki-Praxis – Alle Wesen
Reikimaster – Reiki-Praxis – Chakraausgleich
Reikimaster – Reiki-Praxis – Chakrasystem
Reikimaster – Reiki-Praxis – Empfindungen
Reikimaster – Reiki-Praxis – Erdheilung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Fernbehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Fernselbstbehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Ganzbehandlung Front
Reikimaster – Reiki-Praxis – Geisteshaltung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Gezielte Chakrabehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Gruppenfernbehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Himmelsleiter
Reikimaster – Reiki-Praxis – Kristalle
Reikimaster – Reiki-Praxis – Kurzbehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Mental
Reikimaster – Reiki-Praxis – Möglichkeiten und Grenzen
Reikimaster – Reiki-Praxis Nahrung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Nebenwirkungen
Reikimaster – Reiki-Praxis – Organreise
Reikimaster – Reiki-Praxis – Prinzipien
Reikimaster – Reiki-Praxis – Psychohygiene
Reikimaster – Reiki-Praxis – Raumreinigungsdusche
Reikimaster – Reiki-Praxis – Reikiatem
Reikimaster – Reiki-Praxis – Rituale
Reikimaster – Reiki-Praxis – Teilpersonen
Reikimaster – Reiki-Praxis – Unterschiede Ganzbehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis- Chakrasystem
Reikimastert – Reiki-Praxis – Ganzbehandlung Ruecken
Renk, Torsten – Metamagica Die Magieregeln
Retschlag, Max – Die Alchimie
Retyi, Andreas von – Wir sind nicht allein – Signale aus dem All
Reyo, Zulma – Innere Alchemie – Der Weg zur Meisterschaft
Richardson, Alan – Einführung in die mystische Kabbala
Richardson, Allen – Priesterin-Leben und Magie der Dion Fortune
Ring, Thomas – Astrologische Menschenkunde Bd. 1
Ring, Thomas – Astrologische Menschenkunde Bd. 3
Ripley, Sir George – Die Vision
Ritter, Oliver – Magische Männlichkeit. Mann-Sein aus initiatischer Sicht
Roberts, Jane – Seth – Die Natur der persönlichen Realität
Roberts, Jane – Seth und die Magische Einstellung
Roberts, Jane – Überseele Sieben – 1 – Überseele Sieben
Roberts, Jane – Überseele Sieben – 2 – Lehrzeit
Roberts, Jane – Überseele Sieben – 3 – Zeitmuseum
Rodney, Orpheus – Abrahadabra, Thelemische Magie für Anfänger
Ruckner, Rudy – Die Wunderwelt der vierten Dimension
Sator, Günther – Feng Shui für Kinder
Sator, Günther, Feng Shui – Leben und Wohnen in Harmonie
Sayan, Lus de – Magie des Sexus
Scheja, Birgit – Die Runen des älteren Fudark
Schmidt-Tanger, Martina – NLP Coaching von Führungskräften
Schnappau, Rudolf – Was hat NLP mit Spiritualität zu tun
Schopenhauer, Arthur – Über das Geistersehn und was damit Zusammenhäng
Schüttler, Hermann – Freimaurer und Illuminaten
Schütz, Peter – NLP im Coaching und in der Personalentwicklung
Schwarz, Georgia – Feng Shui-Gesund Wohnen mit der chinesischen Harmonielehre
Schweidlenka, Roman – Esotherische Ufologie und ihre rechtsextreme Schlagseite
Shea, Robert – Der weisse Schamane
Sherman, Harold – Außersinnliche Kräfte
Shikara – Sternzeichen – Jungfrau
Sluiter, Stefan – Die Macht der Kräuter
Snellgrove, Brian – Das Geheimnis von Aura und Chakras
Soror, A. L. – Die magische Pforte
Spalding, Baird – Leben und Lehren der Meister im Fernen Osten
Spangenberg, Brigitte und Ernst – Assagioli, der Wille und das NLP
Spiesberger, Karl – Das Mantrabuch
Spiesberger, Karl – Magische Einweihung
Spiesberger, Karl – Magische Praxis
Spiesberger, Karl – Runenmagie
Spiesberger, Karl – Runenpraxis der Eingeweihten-Runenexerzitien
Spiesberger-Karl – Masken der Träume
Starhawk – Das fünfte Geheimnis
Starhawk – Die Kraft der großen Göttin
Staudenmaier,Ludwig – Die Magie als experimentelle Naturwissenchaft
Stein, Diane – Die Weisheit der Göttin umarmen
Steiner, Rudolf – Wahrheit und Wissenschaft
Steiner, Rudolf – Wie erlangt man Erkenntnisse der hoeheren Welten
Steiner, Rudolf – Die Geheimwissenschaft im Umriß
Steiner, Rudolf – Die Philosophie der Freiheit
Steiner, Rudolf – Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen
Steiner, Rudolf – Lexikon Anthroposophie
Steiner, Rudolf – Theosophie
Stenglin,Roland – Reiki Energie und Weg
Storl – Pflanzen Der Kelten
Storl – Pflanzengottheiten
Stumpf, Reinhold – Feng Shui Referat
Su’a’no-Ta, Sujja – Elemente Magie
Su’a’no-Ta, Sujja – Schamanische Magie im Alltag
Sun, Frank – 666 – Die Zahl des Tieres
Suzuki, Daisetz T. – Koan
Swedenborg, Emanuel – Seele und Leib
Szepes,Mária – Der rote Löwe
Talbot, Michael – Das Holographische Universum
Tarozzi, Giancarlo – Vorläufer einer neuen Ära
Tegtmeier, Ralph – Aleister Crowley – Die tausend Masken des Meisters
Tegtmeier, Ralph – Das Hexenbuch
Tegtmeier, Ralph – Die heilende Kraft der Elemente
Tegtmeier, Ralph – Magie und Sternenzauber – Okkultismus Im Abendland
Tegtmeier, Ralph – Runen-Alphabet der Erkenntnis
Tenk, Hermine – Soforthilfe mit Akupressur
Tepperwein, Kurt – Die hohe Schule der Hypnose
Thelema – Magazin für Magie und Tantra No. 1
Thelema – Magazin für Magie und Tantra No. 3
Thelema – Magazin für Magie und Tantra No. 4
Thelema – Magazin für Magie und Tantra No. 8
Tindale, Quentin – Sigillum 2 Potenzierte Sigillenmagie
Toko Zeitkompass – Kabbala und Numerologie (1994)
Truthman – Anleitungen zu luziden Träumen
Truthman – Astralreisen
Truthman – Bewusstseinskontrolle
Truthman – Das Geheimnis des Traumes
Truthman – Engel
Truthman – Fernwahrnehmung
Truthman – Geschichte der Hypnose
Truthman – Geschichte, Philosophie und Symbolik der Freimaurer
Truthman – Hypnose
Truthman – Sexualität In Mystik Und Magie
Truthman – Sexualmagie & Dimensionswechsel
Truthman – Tarot
Tuella – Kosmische Telepathie
Tüting, Ludmilla – Der Tibet-Mythos
Überlieferung- Germanische Mythen – Die Edda (alte Version)
Uhlig, Helmut – Buddha – Die Wege des Erleuchteten
Urbigeriani, Aphorismi – Gewisse Regeln
Urbigero, Baron – Aphorismi Urbigeriani
Uxkull, Woldemar von – Die Einweihung im alten Ägypten
Vatsyayana – Das Kamasutram
Vehlow, Johannes – Band I – Die Weltanschauung der Astrologie
Vehlow, Johannes – Band II – Die Technik der Horoskopberechnung


Vehlow, Johannes – Band II – Zusatz – Berechnungsblatt

Vehlow, Johannes – Band II – Zusatz – Tafel zur Kräftebestimmung
Vehlow, Johannes – Band II – Zusatz – Wertebestimmungstabelle Vehlow, Johannes – Band III – Die Analyse der astrologischen Elemente
Vehlow, Johannes – Band IV – Die systematische Deutung des Horoskops
Vehlow, Johannes – Band IX 1 – Parerga paralipomena – zur Konstellationenlehre
Vehlow, Johannes – Band IX 2 – Parerga paralipomena – zur Konstellationenlehre
Vehlow, Johannes – Band VI – Transite und Hilfshoroskope. Die Revolutionen
Vehlow, Johannes – Band VIII – Die Konstellationenlehre
Vehlow, Johannes – Kalender 1952 – Häuserproblem
Vehlow, Johannes – Kalender 1952 – Krankheit und Charakter
Walter E. Butler – Das ist Magie
Walter E. Butler – Kleine Schule der Magie
Warneck, Igor – Der Runenbrieflehrgang 1. Lehrbrief
Warneck, Igor – Der Runenbrieflehrgang 2. Lehrbrief
Warneck, Igor – Der Runenbrieflehrgang 3. Lehrbrief
Warneck, Igor – Der Runenbrieflehrgang 4. Lehrbrief
Weidinger, Erich – Die Apokryphen – Verborgene Bücher der Bibel
Weinfurter, Karl – Der Königsweg
Weinfurter, Karl – Lehrbuch des magischen Denkens
Weinfurter, Karl – Mystische Fibel
Weinreb, Friedrich – Kabbala im Traumleben des Menschen
Weitbrecht, Wolf – Orakel der Delphine
Wichmann, Jörg – Der kleine Gott
Wichmann, Jörg – Schutz vor magischen Einflüssen
Widmer, M.& S. – Heilsteine von A-Z
Wilson, Robert Anton – Die Neue Inquisition
Winckelmann, Joachim – Magisches Training
Wittenburg, Bernd von – Schach der Erde
Wolff, Katja – Magie – Kunst des Wollens – Macht des Willens
Wolff, Uwe – Alles über die gefallenen Engel
Wright, Leoline – Der Tod – Was kommt dannach
Yogananda, Paramahansa – Gesetz des Erfolges
Young, Ella – Keltische Mythologie
Ziegler,Gerd – Tarot-Spiegel der Seele
Zimmer, Christopher – Wanderer zwischen den Zeiten
Zion, die Weisen von – Die Protokolle der Weisen von Zion
Zoller, Regina – Nationalsozialismus und Okkultismus – Thule-Gesellschaft (1994)
Zurfluh, Werner – Die Spur der Quader Zurfluh, Werner – Sexualmagie und Dimensionswechsel

Die theoretische Magie als Grundlage der Runenmagie

Germanenherz Runologe 02Die skeptische Frage, ob es Magie überhaupt gibt, ist äußerst unpräzise, so wie auch Glaube oder Nichtglaube an Magie weder richtig noch falsch sind. Es kommt dabei darauf an, was man eigentlich unter Magie versteht, und schon hier laufen die Ansichten bereits mannigfaltig auseinander.

Sicher gehören Beschreibungen von Magie, wie sie in Filmen, Fantasy-Literatur oder Rollenspiel dargestellt werden, ins Reich der Mythen und Märchen. Ich kann mir kaum vorstellen, daß jemand durch Magie oder reine geistige Willenskraft Feuer erschaffen, Blitze schleudern oder ähnliche Dinge tun kann. Auch übernatürliche Wesen, wie Dämonen, Geister, Engel, Götter etc. gehören für mich ins Reich der Phantasie.

Aber es gibt eine Form der Magie, die real existent ist, die zu fühlen und wirken man lernen kann und die ich inzwischen kenne und nutze.

Das Gebiet der Magie deckt sich im Wesentlichen mit dem der modernen Psychologie, insbesondere der Tiefenpsychologie, wenn auch die Herangehensweise eine andere ist. Die Tiefenpsychologie ist eine psychologische Richtung, die sich hauptsächlich mit den unbewußten Schichten der Psyche und ihrer Bedeutung für ein Verständnis der gesamten seelischen Organisation des Menschen auseinandersetzt. Die Magie beschäftigt sich ebenfalls mit diesem Teil der Psyche, der dem Menschen normalerweise nicht bewußt ist, obwohl er einen ungeheuren Einfluß auf sein Leben hat.

Die Beschäftigung mit echter Magie ist eine Grundlagenforschung zur Erkenntnis von Bewußtsein und Unbewußtem („Unterbewußtsein“), deren Wesen und Wirken im Menschen und in der gesamten Natur. Es geht um das Verstehen und Nutzen der geheimnisvollen, aber doch spürbaren geistigen Kräfte und Energien und um das Aufdecken der darin verborgenen Möglichkeiten.

Die Magie ist ein System tiefenpsychologischer Techniken, die dem Menschen helfen können, sein Innerstes besser zu erforschen. Damit dient sie in erster Linie dazu, sich selbst besser verstehen zu lernen. Über eine solche wünschenswerte Selbsterkenntnis hinaus, befreit ein Verständnis der inneren Natur von unbewußten Zwängen und Blockaden und ermöglicht ein besseres Meistern des eigenen Lebens.

Und ganz nebenbei hat sie bei jenen, die sich auf sie einlassen, den Nebeneffekt, das innere Selbst in den täglichen Aktivitäten zum Ausdruck zu bringen und somit die Realität nach eigenem Willen zu lenken – das, was der Laie gewöhnlich mit Magie verbindet, ganz trivial ausgedrückt: das „Zaubern“.

· 1. Die Magie
· 1.1. Einleitung
· 1.2. Einführende Zusammenfassung
· 1.3. Was ist Magie?
· 1.4. Jede Erklärung ist nur ein Modell
· 1.5. Die magische Energie
· 1.6. Die Funktionsweise der Magie
· 1.7. Die Anwendung von Magie
· 1.8. Die drei Standbeine magischen Wirkens
· 1.9. Die Wahrnehmung magischer Energien
· 1.10. Das Ziel der Beschäftigung mit Magie

· 2. Magie und Ethik
· 2.1. Der Unterschied zwischen Religion und Magie
· 2.2. Magie und Religion nebeneinander
· 2.3. Weiße und schwarze Magie?
· 2.4. Das Magiergesetz
· 2.5. Schadenszauber und Flüche
· 2.6. Liebeszauber
· 2.7. Verantwortung
· 3. Der Magier
· 3.1. Wie sieht ein Magier aus?
· 3.2. Woran erkennt man einen Magier?
· 3.3. Was macht ein Magier?
· 3.4. Kann jeder Magier werden?
· 3.5. Die Voraussetzungen eines Magiers
· 3.6. Wie wird man ein Magier?
· 3.7. Magie ist das Unbewußte
· 3.8. Müssen Magier verschwiegen sein?
· 3.9. Nehmen Magier Drogen?
· 4. Die Grenzen der Magie
1. Die Magie

1.1. Einleitung
Heute ist ganz allgemein das Wissen um die Magie zugänglicher geworden. Zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte konnte man sich derart umfassend durch Bücher, Internet, Seminare usw. darüber informieren wie heute. Zudem haben viele allgemeine Vorurteile der Vergangenheit („alle Magie ist Teufelswerk“) zumindest etwas an Schärfe verloren.

Leider ist aber auch noch nie so viel Halbwissen, irreführender Unsinn und Scharlatanerie im Umlauf gewesen wie heute. Daher gilt es, genau zu prüfen, was man erfährt.

Wenn man vor einem längeren Text über Magie steht, stellt man sich als potentieller Leser sofort die Frage, ob sich die Mühe überhaupt lohnt, ihn zu lesen. Man muß etwas Zeit investieren und die eigenen Gedanken für den Text öffnen, ohne zu wissen, ob man dem Verfasser trauen kann oder ob man bloß einen weiteren der typisch abgedrehten pseudoesoterischen Texte vor sich hat, wie man sie leider nur zu oft findet.

Da hilft es nur, mit dem Lesen zu beginnen und dabei zu prüfen, ob das Gelesene interessant, verständlich und nachvollziehbar ist. Falls es das nicht ist, wendet man sich einem anderen Werk zu.

Um dieses Abwägen zu erleichtern, enthält das nächste Kapitel eine Zusammenfassung der in diesem Text vertretenen Gedanken, die dann in den weiteren Kapiteln ausführlich erläutert werden.

Der Text auf dieser und den folgenden Seiten soll ein Grundverständnis für die Funktionsweise der Kräfte des Unbewußten vermitteln, die man gemeinhin Magie nennt, und demjenigen, der sich damit auch in der Praxis beschäftigen möchte, zu einem Einstieg verhelfen.

Ich habe mich bemüht, den Text leicht verständlich und zugleich interessant zu gestalten und darin den magischen (was geschieht) und den psychologischen (wie es funktioniert) Aspekt gleichermaßen zu beleuchten, ein Grenzgang zwischen Phänomen und wissenschaftlicher Erklärung.

Diese Seiten sind kein detaillierter Lehrgang mit genau ausformulierten Ritualen, und man wird später auch sehen, warum so etwas unsinnig wäre. Vielmehr bilden sie eine Hilfestellung und Methodik für den Interessierten, seinen eigenen Zugang zur Magie und ihren Techniken zu finden und seinen individuellen Weg zu gehen, sofern er den Willen dazu hat und bereit ist, die Zeit und Anstrengung zu investieren.

Diese Abhandlung soll das theoretische Hintergrundwissen liefern, um direkt in die Praxis einsteigen und ihre Wirkung und Phänomene verstehen zu können. Die persönliche Weiterentwicklung und die Verantwortung dafür hat dann aber jeder selbst in der Hand. Es sollen keine Wege vorgeschrieben, sondern gangbare Wege aufgezeigt werden.

Bei keinen zwei Lesern dürften die gleichen Voraussetzungen hinsichtlich theoretischen Wissens und praktischer Erfahrung gegeben sein, daher versuche ich hier einen Kompromiß zu finden, der für den Anfänger ausreichend ausführlich und für den Fortgeschritten nicht trivial langweilig ist.

Wer die Grundstrukturen der Magie allerdings erst einmal verstanden hat, bedarf keines allzugroßen Detailwissens mehr, weil er aus ihnen alles andere mühelos und korrekt ableiten kann. Gerade der Anfänger ist sich dieser Freiheit oft am allerwenigsten bewußt. Anstatt selbständig weiterzudenken, was ihm als Einweihung angeboten wird, sucht er verzweifelt nach weiteren Regeln und vermeintlichen Grenzen, an die er sich klammern kann. Dies sollte nicht auch noch unterstützt werden.

Die Überheblichkeit, mit der vornehmlich frühere Autoren auf den „dummen, unwissenden Nichteingeweihten“ herabschauten, um ihm erst den Mund wässrig zu machen und ihm dann das entscheidende Wissen doch vorzuenthalten, sollte endlich der Vergangenheit angehören.

Eine Anleitung wie diese will nicht dogmatisch sein, denn viele Wege führen zum Ziel, und es sollen lediglich Anregungen gegeben werden. Rituellen Anweisungen und esoterischen Lehren blind zu folgen, ist nicht der Sinn, den diese Seiten vermitteln wollen, sondern Verständnis für die Funktionsweise der Magie und das eigene Arbeiten mit persönlichen, individuellen Inhalten und Methoden, denn nur sie können letztendlich das eigentliche Ziel der Magie erfüllen: die Weiterentwicklung des Selbst.

Auch wer nicht den praktischen Weg beschreiten möchte, kann durch die Magie etwas Wertvolles gewinnen, denn allein schon das Verständnis für die Magie und für das Unbewußte führt oft zu einem bewußteren Leben.

1.2. Einführende Zusammenfassung
Normalerweise gehört eine Zusammenfassung an das Ende eines Textes, hier sei sie jedoch an den Anfang gestellt. Das dient dazu, zunächst die hier vorgestellten Grundgedanken in gestraffter Form wiederzugeben, bevor sie anschließend detailliert erläutert werden. Somit kann der Leser schon an diesem Punkt entscheiden, ob er den Ausführungen weiter folgen mag oder nicht.

o Magie ist ein ganz persönlicher, individueller Erfahrungsraum. Deshalb ist sie schwer zu erklären, nicht allgemeingültig zu definieren und daher ist es schwierig, einen zu einem selbst passenden Lehrer zu finden.

o Magie hat sehr viel mit Psychologie, insbesondere Tiefenpsychologie, zu tun, und die meisten ihrer Funktionen sind psychologisch erklärbar. Ferner ist Magie eine Lehre, die niemals abgeschlossen und ständig im Wandel ist.

o Um die Funktionsweise von Magie zu erklären, wird ein Modell verwendet, das auf der Annahme beruht, daß Magie eine Form von Energie ist.

o Magische Energie wird von allen Lebewesen im Unterbewußtsein erzeugt, ausgestrahlt und ist dadurch in der Welt vorhanden.

o Alles Existierende besteht irgendwie aus Energie in unterschiedlicher Form. Magische Energie kann Energien auf anderer Ebene beeinflussen und verändern (Resonanzprinzip). Dadurch kann magisches Arbeiten tatsächlichen Einfluß auf Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen und das (unbewußte) Denken anderer nehmen.

o Magier benutzen Ketten aus einander verändernden, ähnlichen Energieformen, um die gewünschte Veränderung beim Ziel zu erreichen. Das Bewußtsein regt das Unbewußte an, eine bestimmte, zielgerichtete Form magischer Energie zu erzeugen, welche den Willen des Magiers transportiert. Die Energie wird auf die magische Energie des Ziels projiziert und gleicht diese schwingungsmäßig dem Willen des Magiers an (Synchronismus). Die veränderte magische Energie des Ziels bewirkt wiederum Veränderungen über die verschiedenen Energiestufen zurück bis zur beabsichtigten Energieform, zum Beispiel über das Unterbewußtsein des Ziels in dessen Bewußtsein. Dies kann real greifbare Veränderungen beim Ziel bewirken.

o Die drei Standbeine jeden magischen Wirkens sind ein veränderter Bewußtseinszustand (Gnosis), der Wille und die Visualisierung.

o Der veränderte Bewußtseinszustand (gnostische Trance oder kurz Gnosis) dient dazu, das Unbewußte zu erreichen und es zur Erzeugung entsprechender magischer Energien zu veranlassen. Magische Werkzeuge und Rituale sind lediglich Hilfsmittel zur Erreichung dieses Zustands.

o Der Wille oder Willenssatz ist das gewollte Ergebnis und das Maß für die Intensität und Stärke der Wirkung einer Magieanwendung.

o Die Visualisierung ist die Aufnahme eines geistigen Bildes des gewollten Ergebnisses in die innere Realität, um die magische Energie auf dieses Ziel projizieren zu können, es zu „treffen“, also die Genauigkeit der magischen Operation.

o Durch diese drei Techniken wird die fremde Energie der eigenen schwingungsmäßig angeglichen, was zur Angleichung der fremden Realität an den eigenen Willen führt (Synchronismus).

o Magier können mit Hilfe ihres erweiterten Bewußtseinszustandes magische Energien mit dem Unterbewußtsein wahrnehmen, welches sich dabei der Sinnesorgane als Hilfsmittel zur Darstellung für das Bewußtsein bedient.

o Das eigentliche Ziel der Beschäftigung mit Magie ist nicht die Demonstration spektakulärer Effekte, sondern das Verbinden von Bewußtsein und Unterbewußtsein des Magiers, die ausgewogene Entwicklung beider Bereiche, deren Kommunikation miteinander und damit die Weiterentwicklung des Selbst. Natürlich kann man mit Magie auch tatsächlich „Zauber“ wirken, doch dies ist eigentlich nur ein sehr nützlicher Nebeneffekt auf dem magischen Weg, nicht die Hauptsache.

o Der Umgang mit Magie bedingt eine hohe Verantwortlichkeit und einen ethisch gefestigten Charakter.

o Magie ist keine Religion und funktioniert auch anders. Sie ist vielmehr eine Lebensphilosophie. Sie kommt ohne Religion aus, aber es geht auch mit Religion.

o Es gibt keine „schwarze“ oder „weiße“ Magie. Magie ist auch nicht gut oder böse. Sie ist als Energieform und auch als Wissenschaft ebenso neutral wie es elektrischer Strom oder die Physik sind.

o Der Anwender ist für sein Tun verantwortlich. Er wirke Magie nur, wenn er es für richtig hält, wenn er die Konsequenzen seines Vorhabens überdacht hat, die Verantwortung für sein Tun zu tragen bereit ist und dies alles mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Seine Verantwortung hat er auch sich selbst gegenüber.

o Schadenszauber, Flüche und Liebeszauber (gegen den freien Willen) gehören in den Bereich manipulatorischer, aggressiver Magie, sind daher negativ zu betrachten und mit Vorsicht zu handhaben, aber keineswegs irgendwie „verboten“. Man sollte sich nur über die möglichen (auch psychischen) Konsequenzen im Klaren sein.

o „Höhere“ oder „magische“ Wesen wie Götter, Geister oder Dämonen gibt es nicht real. Ihre wahrgenommenen Präsenzen und Manifestationen sind lediglich (oft sehr realistisch erscheinende) Projektionen aus der eigenen Psyche (sogenannte Psychogone). Man erschafft sie als flüchtige Energiegebilde immer selbst.

o Magier sind eigentlich ganz normale Menschen, die sich lediglich ein besonderes Talent erschlossen haben. Sie benutzen es, um ihren Weg zu gehen, positive Dinge anzuziehen und negative Ding fernzuhalten. Magie ist für sie ein spiritueller Weg.

o Wahre Magier donnern sich nicht auf und machen kein großes Aufheben um ihre Kunst. Wer das tut, ist fast immer ein Scharlatan oder steht noch ganz am Anfang seines Weges.

o Prinzipiell kann jeder Magier werden, der bereit ist, an sich selbst zu arbeiten und dafür etliche Anstrengungen in Kauf zu nehmen. Magie kann man nicht konsumieren, man muß sie aktiv erfahren und sich erarbeiten. Wer dazu keine Lust hat oder Magie lediglich „cool“ findet, wird scheitern.

o Die an einen Magier gestellten Voraussetzungen sind Aufgeschlossenheit, Aufmerksamkeit, Gelassenheit, Entspanntheit, Konzentration, Intuition, Ausdauer, Geduld, Glaube an den Erfolg, Selbstkenntnis und Verantwortlichkeit.

o Weil Magie etwas sehr Individuelles ist, muß sie sich jeder selbst erarbeiten. Es ist daher töricht, vorgegebenen Lehren und fremden Ritualen blind zu folgen, denn sie sollten lediglich als Anregung für den eigenen Weg dienen und dürfen auch abgelehnt werden.

Wer bis hierher den meisten dieser Punkte zugestimmt oder dabei wenigstens nicht den Kopf geschüttelt hat, wird wahrscheinlich auch von den nun folgenden, ausführlicheren und weiterführenden Kapiteln nicht enttäuscht werden. Sie stellen, metaphorisch ausgedrückt, keine Rezeptsammlung dar, sondern lehren die Kunst des Kochens an sich, denn ein guter Koch braucht keine Rezepte mehr, er kann mit Wissen, Erfahrung und Gefühl alles selbst entwickeln.

1.3. Was ist Magie?
Die Frage, was Magie eigentlich ist, ist sehr schwer zu beantworten. Es gibt verschiedene mehr oder weniger vermeintlich plausible Erklärungsansätze, aber keiner vermag sie vollständig zu erfassen.

Das liegt unter anderem daran, daß Magie etwas zutiefst Persönliches ist. Jeder erlebt, empfindet und benutzt Magie auf völlig individuelle Weise. Deshalb sind Definitionen und Anleitungen nur sehr grobe Hilfsmittel, weil letztlich jeder seinen eigenen, persönlichen Zugang zur Magie finden muß. Darum ist es auch so schwer, einen passenden Lehrer zu finden, denn der Weg eines Lehrers ist höchstwahrscheinlich nicht der eigene.
Carl Gustav Jung (26.07.1875 bis 06.06.1961), ein schweizer Psychologe, der u.a. an Siegmund Freud anknüpfte und sich darüberhinaus mit Magie, Alchemie und Religion beschäftigte, hat einmal gesagt: „Magisch ist nur ein anderes Wort für psychisch.“

Magie ist also das Wissen um die Kräfte der menschlichen Seele und wie diese bewußt angewandt werden können. Damit wird das Spektrum dessen, das man mit „magisch“ bezeichnen kann, um ein Vielfaches größer und auch natürlicher.

jung

Carl Gustav Jung

Magier und Hexen betrachten daher Magie und damit Verbundenes als absolut natürlich, denn die Magie ist ein Teil der Natur und des Menschen selbst. Magie erhebt sich nicht etwa über die Natur und ist schon gar nicht „widernatürlich“, wie es sehr vielen religiös denkenden Menschen eingetrichtert wurde. Carl Gustav Jung

Der Begriff „übernatürlich“ ist in Bezug auf Magie ebenfalls irreführend, denn Magie ist eine sehr natürliche Fähigkeit, welche der Mensch als Teil seiner eigenen Psyche tief in seinem Inneren trägt und die er von der Natur selbst erhalten hat. Daß sie „übernatürlich“ oder „unnatürlich“ sei, wird den Menschen hauptsächlich von den etablierten Religionen eingeredet, für deren Anhänger eine Beschäftigung mit Magie, kritischem Denken und die damit einhergehende persönliche Weiterentwicklung (und meist auch Fortentwicklung von den religiösen Dogmen) natürlich äußerst unerwünscht ist.

Magie wird oft als „Geheimwissenschaft“ bezeichnet. Für viele bedeutet dies zwar auch die Geheimhaltung des erlangten Wissens aus unterschiedlichen Motiven heraus (eigene Machterhaltung, wohlmeinende Bewahrung „Unkundiger“ vor Mißbrauch und Schaden, Zurückhaltung, weil „die Zeit/Welt/Menschheit noch nicht reif dafür“ sei usw.), aber eigentlich geht es, im Gegensatz zu weltlichem Geheimwissen, dessen Inhalt seinen Trägern bereits bekannt ist, bei der „Geheimwissenschaft“ Magie in erster Linie um die Geheimnisse selbst, mit der sich die Magie umgibt, und um deren Erforschung. Außerdem halten viele Magier vor der Allgemeinheit geheim, daß sie sich überhaupt mit Magie beschäftigen, um sich nicht den so typischen ablehnenden Reaktionen der Unwissenden auszusetzen.

Der unbezähmbare Drang nach Erkenntnis bewegt seit Jahrtausenden immer wieder Menschen dazu, sich den im menschlichen Geist verborgenen Mysterien auf unterschiedlichen Wegen zu nähern. Die Beschäftigung mit Magie ist eine Erforschung des eigenen Inneren, welches sein Wesen oft in seltsamen und zum Teil verwirrenden Erlebnissen und Erfahrungen andeutet – andeutet, aber eben nicht wirklich offenbart.

Die Wissenschaft von der Erforschung des dem Bewußtsein zunächst verschlossenen Teil des menschlichen Geistes, nämlich seinem Unterbewußtseins und – wenn man so will – seiner Seele, ist die Psychologie, genauer die Tiefenpsychologie. Man nimmt sie zu Hilfe, um viele – nicht alle – magischen Wirkmechanismen im menschlichen Geist zu erklären. Wie C. G. Jung schon lehrte, Magie ist immer auch Psychologie, denn es gibt hier keine klare Abgrenzung.

Man könnte sagen, daß die Beschäftigung mit Magie ein Weg ist, über mythische Denkmodelle und Techniken, in denen tiefenpsychologische Funktionsmethoden verschlüsselt sind, die verborgenen Fähigkeiten des Unterbewußtseins dazu anzuregen, tatsächliche Veränderungen der Realität zu bewirken. Die Kunst dabei ist es, dies im Einklang mit dem bewußten Willen zu erreichen, d.h. solche Veränderungen hervorzurufen, die man so auch wirklich haben will.

Die ernsthafte Beschäftigung mit Magie ist daher zwangsläufig immer eine Synthese aus dem Versuch, die mythischen Geheimnisse zu entschlüsseln, und der exakten Wissenschaft der Psychologie, beziehungsweise Tiefenpsychologie. So kann man die bei der praktischen Anwendung von Magie funktionierenden Wirkmechanismen des Geistes besser zu verstehen und auch zu nutzen lernen.

Magie ist, rein wissenschaftlich betrachtet, eigentlich im Grunde nur ein angewandtes System tiefenpsychologischer Techniken. Die meisten von ihnen und die durch sie hervorgerufenen Phänomene sind in ihrer Funktion daher psychologisch erklärbar, und es schadet auch keineswegs, diese Funktionen der Psyche zu kennen und zu verstehen, wenngleich einige von ihnen auch noch weitgehend unerforscht und daher nur rein theoretisch erklärbar sind.

Das Problem ist nur, daß diese wunderbaren psychologischen Techniken paradoxerweise nicht funktionieren, wenn man mit zu nüchterner Betrachtung an sie herangeht und sich ihrer während der Magieausübung zu sehr bewußt ist. Das liegt vor allem daran, daß sie im Unbewußten Gefühle auslösen sollen, welche zur gewünschten Bewußtseinserweiterung führen. Magie ist hauptsächlich eine Sache des Fühlens, weniger die bewußte Anwendung psychologischer Techniken und Formeln. Deshalb funktioniert sie auch nur durch die mythisch gestützte Methodik der praktischen Anwendung optimal, weil nur durch sie im Unbewußten entsprechende Gefühle assoziiert werden, und nicht durch die theoretisierende Bewußtheit über die psychologische Natur dieser Techniken.

Beim Fahrradfahren muß man das Gleichgewicht auch mit einem Gefühl für dieses halten, die bloße Kenntnis der dabei zur Geltung kommenden physikalischen Formeln nutzt dem Anfänger zunächst einmal gar nichts, denn durch sie allein bekommt er kein Gefühl für die Praxis – das kann er nur durch Fühlen und Übung erlangen. Konzentriert man sich stattdessen während des Versuchs mehr auf die Formeln als auf das Gefühl, wird man scheitern. In der Magie ist das ganz ähnlich.

Deshalb bedient sich die Magie der Mystifizierung, denn ein mythisches Denkmodell, in dem man sich im Rahmen der Magieanwendung bewegt, kann Stimmungen und Gefühle viel besser auslösen als ein nüchternes Durchschauen der psychologischen Wirkmechanismen.

Daher ist es wichtig, Letztere im Moment der Anwendung auch zu „vergessen“, damit die Magie funktionieren kann, sonst stört die wissenschaftliche Bewußtheit das mythische Denken, und es können durch dieses keine entsprechenden Gefühle erzeugt werden oder eben nicht mehr in der erforderlichen Intensität. Weil man aber nicht bewußt etwas vergessen kann (man versuche einmal, für ein paar Minuten bewußt nicht an ein Nilpferd zu denken), erreicht man ein temporäres „Vergessen“ eben nur durch Ablenkung, indem man sich sehr stark auf eine andere Sache konzentriert, auf das mythische Denkmodell eben. Mit genügender Intensität der Konzentration wird dieses im Moment des Ausübens für den Magier mythisch „wahr“, erzeugt in ihm so die gewünschten Gefühle, mit denen die Erweiterung seines Bewußtseins einhergeht, welche ihn befähigt, sein Unterbewußtsein zur Freisetzung jener Kräfte anzuregen, die seinen Willen schließlich Realität werden lassen können.

Dies ist auch der Grund dafür, warum vielfach eben nur die Mystik gelehrt wird: damit der Schüler nicht auf „dumme Gedanken“ kommt, die ihn blockieren können (oft leider aber auch deshalb, um als Lehrer das eigentliche Geheimnis allein für sich zu behalten oder schlimmer noch, wenn der Lehrer selbst glaubt, die mythischen Denkmodelle seien Realität). Deswegen funktioniert Magie seit alters her auch dann, wenn ihre Lehre allein auf der Grundlage mythischer Denkmodelle fußt, die dann vom Magier auch für wahr gehalten wurden (und noch immer werden), da es die wissenschaftliche Erklärung schließlich erst seit relativ kurzer Zeit (rund 100 Jahre) gibt.

Mythische Denkmodelle funktionieren magisch um so besser, je umfassender und in sich schlüssiger sie sind. Dabei spielt es kaum eine Rolle, ob sie einfach oder kompliziert gestaltet sind oder ob sie einen starken Bezug zur Realität haben und nur leicht an dieser vorbeigehen oder ob sie (wissenschaftlich objektiv betrachtet) sogar völlig unsinnig sind. Man muß sich nur in sie hineindenken und sie für den Moment der Magieausübung als Realität akzeptieren können. Sehr vorteilhaft und der Erzeugung von Atmosphäre förderlich ist es selbstverständlich auch, sich in ihnen wohlzufühlen.

Doch ist es natürlich besser, auch über die tatsächlichen psychologischen Funktionen der Magie Bescheid zu wissen, denn so hat man bei Problemen den besseren Überblick, kann Zusammenhänge leichter verstehen und natürlich auch sich selbst und seine Fähigkeiten und Techniken gezielter weiterentwickeln. Außerdem hilft es ungemein dabei, realistisch und mit beiden Beinen auf dem Boden und „im Leben“ zu bleiben und nicht „abzuheben“ (den Bezug zur Realität zu verlieren).

Daß es in der Magie und gerade auch in der Esoterik oft sehr seltsame, geradezu schwachsinnig erscheinende Lehren und Weltbilder gibt, kommt also nicht von ungefähr, wobei man gerade in der Esoterik aber fein zwischen tatsächlicher Mystifizierung und absichtlicher Verkomplizierung zur Verschleierung der Zusammenhänge zum Zwecke des Profitmachens und des Erzeugens von Abhängigkeiten unterscheiden muß.

Der so wichtige Unterschied zwischen Realität und mythischem Denkmodell und deren notwendiger Trennung voneinander ist vielen Anhängern dieser Lehren nämlich fatalerweise überhaupt nicht bewußt. Deshalb erachten auch so viele Esoteriker ihre mythischen Weltbilder als real existent und tragen somit zu ihrem Ruf als Spinner selbst bei.

Zudem, so muß man leider sagen, benutzen viele selbsternannte Magier und Esoteriker ihre mythischen Weltbilder auch zur Realitätsflucht, um andere psychische oder weltliche Probleme zu verdrängen, weil sie den Unterschied nicht kennen oder nicht kennen wollen, was natürlich der Sache nicht gerade dienlich ist und eher in eine Sackgasse führt, wobei diese Probleme durch Hinauszögern letztlich nur verschlimmert werden.

So verrennen sich diese Menschen immer tiefer in ihre eigene Mythologie oder in die, der sie blindlings folgen, verlieren immer mehr den Sinn für die Realität und erscheinen anderen Menschen dadurch immer weltfremder und „abgedrehter“. Magie sollte aber doch eigentlich die Arbeit an sich selbst sein und zu einem bewußteren Leben führen, und gerade eben nicht dazu, daß man sich selbst verliert.

Nicht zuletzt deshalb wird immer wieder vor der Beschäftigung mit Magie gewarnt, wenn psychische oder schwerwiegende weltliche Probleme vorhanden sind. Praktische Magie bedeutet, mit der eigenen Psyche zu experimentieren, und das kann beim Vorhandensein psychischer Störungen jeder Art üble Konsequenzen haben und diese Störungen noch verschlimmern. Auch eine gesunde Psyche ist selbstverständlich nicht „sicher“, doch steckt sie ein Herumexperimentieren leichter weg, und negative Auswirkungen sind sehr unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher ist vielmehr die angestrebte positive Weiterentwicklung.

Insofern dient ein wissenschaftliches, realistisches Bild der Magie, ihrer Funktion und Zusammenhänge auch als „Rettungsanker“ in Form einer Gedächtnisstütze für die Psyche, damit man „auf dem Teppich“ bleibt, beziehungsweise nach einer magischen Tätigkeit wieder leichter in die Realität zurückfinden kann. Witzigerweise mystifiziert man sogar diesen „Rettungsanker“, indem man ihn zum Beispiel in Form von Symbolen oder rituellen Handlungen in seine magischen Rituale mit einbezieht, um sich im Anschluß an die eigentliche Handlung durch ihn an die Realität zu „erinnern“ und leichter zu ihr zurückzufinden, und das funktioniert auch ziemlich gut.

Viele der mythischen Denkmodelle und Methoden, mit der die praktische Anwendung der Magie verkleidet wird, beispielsweise in einem Ritual, mögen zunächst kitschig, abergläubisch, unsinnig oder kindlich naiv wirken, doch vermögen sie als Symbolsprache im Unterbewußtsein Dinge auszulösen, deren Auswirkungen in Form von Erkenntnissen, einem veränderten Bewußtsein und tatsächlichem Einfluß auf die Umwelt spürbar und erlebbar sind, obwohl akademisch vorgebildete Psychologen trotz raffinierter Test-Verfahren und Großversuchsreihen in psychologischen Laboren solche Ergebnisse weder erzielen noch nachweisen können.

Vielleicht läßt sich an dieser Stelle wenigstens halbwegs der äußerst schwammige Grenzverlauf zwischen der „Geheimwissenschaft“ Magie und der anerkannten Wissenschaft der Psychologie festlegen.

Einige Methoden und Techniken der Magie mögen Psychologen bekannt vorkommen, ja sogar verblüffend modern erscheinen (obwohl viele davon bereits sehr, sehr alt sind), denn sie werden heute teilweise in der Psychotherapie und der psychosomatischen Medizin zur Behandlung der sich zunehmend ausbreitenden seelischen Erkrankungen (Neurosen) und seelisch bedingter Organkrankheiten eingesetzt – übrigens ohne daß ihre Wirkungsweise grundlegend erforscht wäre. Man kann die Grenze zwischen Magie und Psychologie also nicht unbedingt an der Erklärbarkeit der Phänomene festmachen.

Zu unterscheiden ist beim Begriff „Magie“ außerdem, ob man die magische Kraft oder Energie selbst meint oder den Umgang mit ihr, denn beides wird zu einem Themenkomplex zusammengefaßt, den man üblicherweise als „Magie“ bezeichnet. So soll zur präziseren Ausdrucksweise zwischen magischer Energie und Magieanwendung unterschieden werden.

Eine grobe Definition der Magieanwendung ist ein System tiefenpsychologischer Methodik, um sich gefühlsmäßig in einen erweiterten Bewußtseinszustand zu versetzen, der es erlaubt, auf geistigem Wege über eine Symbolsprache das Unterbewußtsein anzuregen, Kraft des bewußten Willens die Realität seiner bewußten Vorstellung anzugleichen.

1.4. Jede Erklärung ist nur ein Modell
Magie als Kraft wird auch magische Energie genannt. Daß sie eine Form von Energie ist, ist eine Behauptung, ein Denkmodell für etwas, das noch nicht vollständig erforscht und begriffen werden konnte. Weil sich aber viele Dinge im Zusammenhang mit Magie sehr gut mit einem Energiemodell erklären lassen, soll diese Definition zunächst als gültig betrachtet werden.

Der Begriff „Energie“ ist hierbei natürlich nur eine Metapher, eine Veranschaulichung, also keine physikalische Aussage. Magische Energie ist keine „stoffliche“ Energieform, die einer Überprüfung durch die exakten Wissenschaften standhielte, und sie ist bisher nicht physikalisch meßbar. Der Begriff „Energie“ ist nur ein Behelf, weil die Sprache keinen besseren kennt.

Der Mensch strebt stets danach, seinen Glauben und seine Philosophie in sein zeitgenössisches Weltbild einzubetten, um sich nicht ständig mit Widersprüchen auseinandersetzen zu müssen. Insbesondere betrifft das auch das Themengebiet der Magie, welches ja ebenfalls eine Philosophie ist und den Glauben an Magie voraussetzt. Psychologisch gesehen dienen die Versuche, die Magie mit dem Weltbild zu vereinbaren, vor allem dazu, den Verstand zu beruhigen und das scheinbar Irrationale der Magie begreifbar und vor allem akzeptierbar zu machen.

Das ist auch magisch gesehen durchaus sinnvoll, denn ein zufriedengestellter Verstand läßt dem Unbewußten mehr Freiraum zum Wirken als ein rein rationaler, dauernd skeptischer Verstand, der mit seinen beständigen Zweifeln der Magieanwendung alle möglichen Blockaden und Stolpersteine in den Weg legt.

Es kommt also weniger darauf an, ob die Erklärungsmodelle der Magie naturwissenschaftlich „wahr“ sind oder nicht. Wichtig ist allein, daß sie mythisch wahr sind, daß sie also den Magier selbst überzeugen und ihm als funktionierende Arbeitshypothese (Paradigma) dienen. Es kann nur dann etwas funktionieren, an dessen Funktionieren man auch glaubt. Glaubt man nicht an seine Magie, kann man sie auch nicht erfolgreich anwenden, da man sich durch Zweifel innerlich den Zugriff versperrt.

Ein Magier braucht aber eine gewisse Sicherheit für seinen Verstand, und mythische Modelle liefern die entsprechende Standfestigkeit, um ohne durch Skepsis hervorgerufene Blockaden seinem Unterbewußtsein vertrauen und sich so in einer eigentlich irrational erscheinenden Realität in Ruhe auf sein Vorhaben konzentrieren zu können. Man sollte solche Erklärungsmodelle also unter diesem Vorbehalt betrachten, bevor man sie kritisiert.

1.5. Die magische Energie
Magie als Kraft soll hier, dem Energiemodell folgend, auch als Energie angesehen werden. Diese mythische Energie des Unbewußten wird häufig auch als Magis, Od oder Prana (sanskrit: Atem, Lebenskraft) bezeichnet. Die Frage nach der genauen Natur magischer Energie läßt sich ebensowenig beantworten, wie man mit Sicherheit sagen kann, worin das genaue Wesen der Elektrizität besteht. Wie auch dort ist viel über die Erzeugung, Handhabung und Anwendung der betreffenden Energie bekannt, aber ihre eigentliche Natur bleibt verborgen.

Magische Energie erfüllt jedes Lebewesen (die Lebensenergie, das, was das Leben als solches ausmacht, manche nennen es Seele) von innen heraus und umgibt es in Form einer Aura. Aber auch vielen Gegenständen wohnt diese Energie mehr oder weniger stark inne. Sie kann darin gespeichert und in seltenen Fällen auch darin aus der Umgebung gebündelt erzeugt werden. Magische Energie ist außerdem in der Umwelt vorhanden, denn sie wird beständig von den Lebewesen ausgestrahlt. Magie ist die Energie, die allem im Universum das Leben gibt, aber auch das Leben selbst ist. Man könnte sie sogar als die Summe allen Lebens bezeichnen.

Das klingt nun ein wenig nach der „Macht“ aus „Star Wars“, und so ganz falsch ist dieser Ansatz gar nicht. Magie ist aber nicht eine „kosmische Kraft“, „Naturkraft“ oder „göttliche Kraft“, sondern als Lebenskraft die Kraft und Energie des Unterbewußtseins, welches das Zentrum des Lebens ist.

Die magische Energie hat ihren Sitz und Ursprung im Unbewußten („Unterbewußtsein“). Das Unbewußte kann diese Energie auch aussenden. Dies geschieht manchmal kraftvoll, zum Beispiel bewußt durch den Willen des Magiers oder unbewußt durch bestimmte emotionale Reaktionen des Unbewußten, und in schwächerer Form ohnehin ständig, einfach indem man lebt, ähnlich wie man Körperwärme ausstrahlt. Diese ausgesendete Energie ist dann in der Umwelt vorhanden.

Wenn man aber nun permanent Energie aussendet, so muß diese auch irgendwoher kommen. Außerdem bleibt nach dem Energieerhaltungssatz die Summe der Energie in einem geschlossenen System immer gleich. Woher kommt beispielsweise die Energie, mit welcher das Herz schlägt, mit welcher man sieht, mit welcher man denkt? Sie wird im und durch den Körper gebildet.

Auch das menschliche Gehirn arbeitet mit Energie, elektrischen Impulsen nämlich, die etwa 100 Watt stark sind und gemessen und mittels eines Elektro-Enzephalogramms (EEG) aufgezeichnet werden können. Also erzeugen Gedanken und Emotionen elektrische Energie. Aber sie erzeugen eben auch noch eine zweite Form von Energie, die man magische Energie nennt.

Diese Energie, die man auch den Lebensfunken oder die Lebensenergie nennt, hält die Maschine Körper in Gang, steuert sie. Sie kommt selbstverständlich auch nicht aus dem Nichts, sondern wird durch einen kontrollierten biochemischen Verbrennungsvorgang des Körpers aus Nahrung und Sauerstoff vom Körper selbst erzeugt, ebenso wie die bioelektrische Energie, welche Nerven und Gehirn betreibt. Die Energie, mit der gerade diese Zeilen gelesen werden, stammt aus einer der letzten Mahlzeiten.

Die Substanz aus der Nahrung wird im „Kraftwerk Körper“ in Lebensenergie umgewandelt, die eben nicht nur den Körper, die Muskeln, die Sinne und die Nerven betreibt, sondern eben auch den Geist. Zu Letzterem gehören Bewußtsein und das Unbewußte, und ein Teil dieser Energie wird vom Unbewußten eben auf eine bisher nicht bekannte Weise zu magischer Energie umgewandelt und so verwendet. Sie kommt nicht von außen, sondern wird von jedem selbst erzeugt.

Weil nun alle Lebewesen (und nicht unbedingt nur diese, aber das soll zunächst außen vor bleiben) also beständig magische Energie abstrahlen, ist die Welt davon erfüllt. Analog kann man sich einen Raum mit vielen Personen darin vorstellen, der sich durch die Körperwärme der Anwesenden erwärmt. Diese vielen verschiedenen magischen Energien bilden jedoch kein homogenes, untrennbares Gemisch, sondern sind schon einzeln vorhanden und existieren miteinander und durcheinander, vergleichbar mit den Frequenzen verschiedener Radioprogramme, die sehr wohl einzeln unterscheidbar und dennoch alle gemeinsam im selben elektromagnetischen Gemisch vorhanden sind.
Oft bilden magische Energien regelrechte Ströme durch die Welt. Linien aus magischer Energie, sogenannte Kraft- oder Ley-Linien umspannen ähnlich dem Magnetfeld die Erde wie ein Netz. Wo sich solche Linien kreuzen, gibt es Knoten- oder Kraftorte, an denen die Magie besonders stark und leichter zugänglich ist. Viele Kultstätten sind daher auf solchen Kraftorten errichtet.

watkins Der Erfinder des Begriffs Ley-Linie ist Alfred Watkins (1855 bis 1935) in seinem 1925 erschienenen Buch „The Old Straight Track“ (engl.: Der alte gerade Pfad). Der pensionierte englische Geschäftsmann Watkins war ein Pionier auf dem Gebiet der Geomantie (Weissagung durch Erdenergie). Er prägte den Begriff der Ley-Linie, weil zahlreiche auf diesen Linien liegende Orte auf „ley“, „lay“, „lee“, „lea“ oder „leigh“ enden, eine altdeutsche Bezeichnung für Fels oder Klippe. Nach Watkins verbinden diese virtuellen, geraden Linien bedeutende megalithische Bauwerke und Orte der Kraft miteinander.

1.6. Die Funktionsweise der Magie
Um zu begreifen, auf welche Weise Magie funktionieren kann, muß man sich vergegenwärtigen, daß nicht nur Magie als Kraft, sondern alles Existierende aus Energie besteht. Das gilt für einen Stein (Materie ist ebenfalls eine Form von Energie) genauso wie für Wärme, Licht, Gedanken und das Leben selbst. Alle diese Energieformen besitzen sozusagen eine unterschiedliche Frequenz.

Diese verschiedenen Energieformen existieren nicht getrennt voneinander, denn sonst könnte man gar keinen Kontakt zu ihnen bekommen. Sie existieren vielmehr miteinander und durcheinander. Wenn man beim elektromagnetischen Frequenzmodell bleiben möchte, so könnte man sich die unterschiedlichen Energieformen vielleicht analog zu infrarotem Licht, sichtbarem Licht, ultraviolettem Licht, Radarstrahlen, Röntgenstrahlen, Funk und Rundfunk vorstellen. Alle können gemeinsam im selben Raum existieren und bleiben doch voneinander gut unterscheidbar und haben alle verschiedene Erscheinungsformen.

So könnte man also als einfaches Modell die Energie von toter Materie, die körperliche Lebensenergie, die bewußte Mentalenergie, die unbewußte Mentalenergie und die magische Energie als Energieformen ansehen (natürlich gibt es noch weitere und auch viele Zwischenstufen), die ähnlich miteinander existieren.

Weil diese Energien nicht voneinander getrennt, sondern miteinander existieren und in gegenseitiger Wechselbeziehung zueinander stehen, können sie einander auch beeinflussen, ähnlich wie ein Funksignal ein Radiosignal stören kann. So kann eine Veränderung in der einen Ebene über eine Art Induktion auch eine Veränderung in der anderen Ebene bewirken und umgekehrt. Diese gegenseitige Beeinflussung der verschiedenen Energieformen ist in der Magie ein sehr wichtiger Grundsatz, den man als Resonanzprinzip bezeichnet.

Einander sehr nahe und ähnliche Energien beeinflussen einander natürlich leichter als einander fremde, voneinander entfernte. So können magische Energie und unbewußte Mentalenergie, die einander sehr ähneln, vielleicht mit einem Radiosignal und einem Funksignal verglichen werden und sich so leichter gegenseitig beeinflussen, während ein zum Beispiel mit sichtbarem Licht vergleichbarer Stein sich nur sehr schwer bis gar nicht vom „Radiosignal“ magische Energie verändern läßt.

Weil es sehr schwierig bis unmöglich ist, weit voneinander entfernte Energieformen durch eine Resonanz zu verbinden, weil sie eben völlig verschieden sind, bedient man sich eines Tricks. Einander ähnliche Energien beeinflussen sich wesentlich leichter, und so ist es nicht allzu schwierig, eine benachbarte Energieform zu erreichen. Diese verändert dann ihrerseits ihren nächsten Nachbarn und so weiter, bis eine Resonanzkette geschaffen wurde, die bis zur gewünschten Stufe reicht.

Diese Wirkung macht sich der Magier zunutze. Er setzt seine bewußte Mentalenergie auf eine Weise ein, die geeignet ist, das Unterbewußtsein so zu beeinflussen, daß es wiederum auf die magische Energie einwirkt, die so eine bestimmte Veränderung erfährt. Diese veränderte magische Energie wird ausgestrahlt, wobei die Art der Veränderung geeignet ist, die magische Energie des Zauberziels so zu manipulieren, daß dies wiederum zu einer Veränderung des dortigen Unterbewußtseins oder Bewußtseins, Körper, Materie oder was auch immer führt.

Der Magier erzeugt also eine Art energetischer Kettenreaktion, die seinen Willen transportiert, und die er dort auslöst, wo er es kann, nämlich in seinem Geist, seinem Wachbewußtsein, die dann bei ihm die Stufen unterschiedlicher Energien hinaufläuft, von der eigenen Spitze zur Spitze des Ziels überspringt und dort die Stufen wieder herunterläuft, bis sie (hoffentlich) auf der gewünschten Ebene zum beabsichtigtem Ergebnis führt.

Absichtliche Kettenreaktionen auszulösen, um damit gewünschte Veränderungen zu bewirken, ist das Ziel des Magiers. Durch mangelhafte Umsicht und Übung können aber auch ungewollte Kettenreaktionen ausgelöst werden, die auch zu unschönen Effekten beim Ziel oder bei sich selbst führen können.

Das Prinzip, diese eigenen und fremden subtilen Energien in Übereinstimmung mit dem Willen zu bringen, nennt man auch Synchronismus oder Synchronizität (Carl Gustav Jungs Ausdruck für „bedeutungsvoller Zufall“, den er gemeinsam mit dem Physiker Wolfgang Pauli prägte, um das anscheinend unzusammenhängende, „zufällige“ Zusammentreffen von Ereignissen oder Ereignissen und psychischen Geschehnissen zu beschreiben, die in einem offensichtlichen Sinnzusammenhang stehen). Dadurch können ganz reale Resultate auftreten, die aber bis heute durch die physikalische Wissenschaft noch nicht nachgewiesen sind.

1.7. Die Anwendung von Magie
Die Anwendung von Magie nennt der Volksmund „Zauberei“. Weil dieser Begriff jedoch durch Bühnenillusionskunst und Scharlatanerie einen negativen Beigeschmack bekommen hat, soll er hier nicht verwendet werden. Magier pflegen sie als magische Operation zu bezeichnen.

Nach dem Resonanzprinzip des Energiemodells kann das Unterbewußtsein durch seine magische Energie, die es aussendet (ob unbewußt oder gezielt durch den Willen des Magiers) auch auf andere magische Energien (eigene oder fremde) Einfluß nehmen, sie wahrnehmen und manipulieren, was wiederum zu Veränderungen dieser magischen Energie führt.

Diese Veränderung wirkt damit zurück auf das Unterbewußtsein und kann so letztlich auch zu „materiell greifbaren“ (realen) Veränderungen geistiger, körperlicher oder materieller Natur oder von Geschehnissen führen. Das ist dann im Prinzip das, was man mit Magieanwendung oder eben auch trivial mit „Zauberei“ meint.

Jemanden zu „verzaubern“ heißt also nichts anderes, als geistig über das Medium magische Energie indirekt Verbindung zu dessen Unterbewußtsein aufzunehmen und daraus Erkenntnisse zu ziehen oder dort Veränderungen gleich welcher Art herbeizuführen. Der Magier versucht, gemäß eines Vorhabens des praktischen Verstandes, Energien von einer Existenzebene auf eine andere zu überführen, um somit in Übereinstimmung mit dem Willen auf geistige Weise durch das Unterbewußtsein Veränderungen in der Realität zu bewirken.

Für den Magier ist die Beschäftigung mit Magie ein besonderer Erfahrungsraum, eine besondere Art des Erlebens, der Erkenntnis, des Eingebundenseins in die schöpferischen Kräfte des Universums und der aktiven Befähigung, in diesem wiederum schöpferisch (im Guten wie im Schlechten) aktiv und verantwortlich zu sein.

1.8. Die drei Standbeine magischen Wirkens
Die drei Standbeine jeden magischen Wirkens sind ein veränderter Bewußtseinszustand (Gnosis), der Wille und die Visualisierung.

Den veränderten Bewußtseinszustand, welcher der Schlüssel zu magischen Fähigkeiten ist, nennt man „magische Trance“, „gnostische Trance“ oder kurz „Gnosis“. Gnosis ist ein späthellenischer Begriff, der eigentlich soviel wie „intuitives, offenbartes Wissen“ beziehungsweise „Erkenntnis“ bedeutet und neben dem Zustand der gnostischen Trance auch die in diesem Zustand erlangten Erfahrungen und erworbenes praktisches Wissen, das „Gefühl“ für Magie meint. Damit wird die intuitive und subjektive Seite des magischen Handelns betont. Es handelt sich um eine gesteigerte „Klar“-Sicht, eine eigenartige Mischung aus Wissen und Gefühl, für die es im Deutschen keine richtige Entsprechung gibt. Das Wort Gnosis in seiner Bedeutung als Erkenntnis steckt zum Beispiel auch in Diagnose.

Ein veränderter Bewußtseinszustand bedeutet eine eindeutige qualitative Veränderung im mentalen Funktionsmuster des alltäglichen Wachbewußtseins. Neben der Gnosis gibt es zahlreiche unterschiedliche Spektren der Bewußtseinsveränderung, am bekanntesten sind Schlaf und Traum, aber auch die Effekte diverser Drogen. Der Wunsch, von Zeit zu Zeit sein Bewußtsein zu verändern, scheint zu einem wichtigen Bedürfnis des Menschen zu gehören. Seit der Steinzeit haben Menschen das bewußtseinsverändernde Potential der Pflanzen ihrer Umgebung zu diesem Zweck erprobt.

Die als Gnosis bezeichnete Form der Bewußtseinsveränderung, welche zum Beispiel durch Meditation oder mystische Erfahrung erlangt werden kann, ist von der Gewißheit einer neuartigen und qualitativ höherstehenden Klarheit und Einsicht in die tieferen Sinnzusammenhänge der Existenz gekennzeichnet.

Deshalb ist der Begriff der „gnostischen Trance“ hier nicht mißzuverstehen. Die gnostische Trance meint keineswegs etwa ein „geistiges Weggetretensein“ wie bei der hypnotischen Volltrance, bei welcher der Klient (oder das Opfer) jegliche Kontrolle über sein eigenes Tun verliert und vom Hypnotiseur beliebig zu manipulieren ist, und auch keine seltsamen Zuckungen, das Lallen in fremden Sprachen oder gar einen Drogenrausch.

Die gnostische Trance gleicht der hypnotischen zwar in einigen äußerlichen Merkmalen, doch bleiben Bewußtheit, die Willens- und die Entscheidungsfreiheit des Magiers dabei voll erhalten, auch wenn er sich dabei in einer anderen Realität befinden mag. Im Gegensatz zur einschränkenden Hypnose oder zum dämpfenden Rausch sind das Bewußtsein und die Wahrnehmung im Vergleich zum normalen Wachbewußtsein eher noch erweitert. Am kostbarsten ist dieser Zustand der Gnosis für den Magier gerade dann, wenn er ihn als besondere, klare Wachheit, als eine ganz eigentümliche Intensität aus dem Alltag heraus wahrnehmen kann.

Physiologen sprechen bei der gnostischen Trance von der Wirkung der Endorphine, körpereigene Stoffe mit drogenähnlicher, bewußtseinserweiternder Wirkung, die aufgrund bestimmter äußerer Reize im Gehirn ausgeschüttet werden und zu dem erwähnten veränderten Bewußtseinszustand führen.

Indem sich der Magier in diesen anderen, erweiterten Bewußtseinszustand versetzt und aus diesem heraus seinen bewußten Geist mit den Kräften seines Unterbewußtseins verbindet, ist er in der Lage, magisch zu arbeiten. Nur so ist es überhaupt erst möglich, magische Energien aus dem Unterbewußtsein heraus zu verstärken, zu erfassen und zu benutzen.

Ohne diesen Zustand der Gnosis kommt man an „die Magie“ tief in seinem Inneren gar nicht erst heran, und ohne sie nutzen Wille und Visualisierung so gut wie nichts und sind nicht erfolgreicher als „Positives Denken“ und ähnliche Psychopraktiken. Erst durch die Gnosis und die durch sie freigesetzte magische Energie können Wille und Visualisierung in die Realität umgesetzt werden.

Wie man sich in den Zustand der gnostischen Trance versetzen kann (sie kann beispielsweise im Verlauf eines Rituals durch die richtige Stimmung ganz von selbst erreicht werden), wird später auf der Seite mit den praktischen Übungen erläutert. Hier soll einstweilen die Theorie genügen.

Der Wille (altgriech.: Thelema), auch Willenssatz genannt, ist das Ergebnis, welches man von ganzem Herzen mit dem Zauber zu erreichen wünscht. Ohne einen festen, am besten genau ausformulierten Willenssatz bewirkt die Magie keine Veränderung beim Ziel. Die Intensität des Willens, mit der die Veränderung herbeigeführt werden soll, ist das Maß für die Stärke der Wirkung einer magischen Operation (im Volksmund: eines Zaubers).

Voraussetzung für jede Magie ist, daß man genau weiß, was man wirklich will. Diffuse Wünsche bewirken diffuse Ergebnisse, und die verlieren sich dann oft im allgemeinen Geschehen, so daß sie als Ergebnisse der eigenen Magie gar nicht mehr erkennbar sind.

Die Visualisierung, von „visio“ (lat.: Schau), oder Imagination, von „imago“ (lat.: Abbild), ist das aktive Hervorrufen von inneren Bildern. Es ist hierbei jedoch nicht im landläufigen Sinne von Einbildung gemeint, sondern im Sinne von Vorstellungskraft. Visualisieren ist die Kunst, sich das Zauberziel und den gewollten Zustand umfassend bildlich und real vorzustellen, ihn damit ins eigene Bewußtsein aufzunehmen, um Wille und Energie auf die Energie des Ziels zu projizieren. Ohne Visualisierung gibt es keine Verbindung zum Ziel, und alle durch Willen geformte Energie geht ziellos gestreut und somit schwach und wirkungslos am Ziel vorbei, ohne es zu „treffen“ oder in den gewünschten Zustand zu transformieren.

Die Visualisierung dagegen erzeugt einen gebündelten Strahl magischer Energie, richtet diesen auf das Ziel und überträgt energetisch den gewollten Zustand, sie ist also die Treffsicherheit und Genauigkeit einer magischen Operation. Nach den magischen Analogie-Grundsatz „was gleich aussieht, ist auch gleich“ trifft ein auf die Visualisierung konzentrierter Zauber das beabsichtigte Zielobjekt um so präziser, je genauer das imaginisierte Bild diesem in jeder Hinsicht gleicht. Das hat etwas damit zu tun, daß der Magier sein Zielobjekt in sein persönliches Bezugssystem aufgenommen haben muß, also eine persönliche Beziehung dazu geschaffen haben muß, um es mental-energetisch zu erreichen. Je deutlicher das Bild, desto intensiver ist der Bezug und desto besser ist auch die energetische Verbindung.

Das Ziel aller drei Techniken ist es, durch den Einsatz eigener Energie eine fremde Energie kraft des Willens der eigenen schwingungsmäßig anzugleichen, um somit den gewollten Zustand beim Ziel zur Realität werden zu lassen.

1.9. Die Wahrnehmung magischer Energien
Magier nehmen magische Energien über ihr Unterbewußtsein wahr. Weil es dafür kein sichtbares oder nachweisbares Sinnesorgan gibt, spricht man von erweiterter Wahrnehmung, im Volksmund auch sechster Sinn, drittes Auge oder zweites Gesicht genannt.

Diese erweiterte Wahrnehmung ist im Unterbewußtsein aktiv, aber nicht ständig für das Bewußtsein greifbar. Um magische Energien bewußt wahrnehmen zu können, muß der Magier vor allem seine eigene Wahrnehmung verändern.

Dies geschieht, indem er sich in den Zustand der Gnosis versetzt. Diese Verbindung von Bewußtsein mit dem Unterbewußtsein erlaubt es dem Unterbewußtsein, seine magischen Wahrnehmungen ins Bewußtsein zu projizieren. Mangels anderweitig geeigneter Medien bedient sich das Unterbewußtsein dabei der körperlichen Sinne, beziehungsweise den dafür zuständigen Bereichen des Gehirns, die für das Bewußtsein greifbar sind.

Die Form der Wahrnehmung kann von Magier zu Magier unterschiedlich sein. Bei den meisten ist es eine quasi-optische Wahrnehmung, d.h. der Magier glaubt das, was er spürt, auch zu sehen, meist durchscheinend oder halbdurchscheinend vor seinem inneren Auge, in das sichtbare Bild mit eingebunden. Was man da zu sehen glaubt, kann sehr unterschiedlich sein, meist sind es rauchschwadengleiche Linien und schleierartige Strömungen. Man kann diese Energien aber auch „riechen“, „schmecken“ mit den physischen Händen „fühlen“ usw. Die Form der Wahrnehmung ist dabei unerheblich.

Wenn man vom „Sehen“ oder von ähnlichen Wahrnehmungen magischer Energien spricht, handelt es sich bei diesen Worten nur um Annäherungen an einen Sachverhalt, den es im Sprachschatz nicht gibt, nämlich eine Wahrnehmung mit einem anscheinend nichtstofflichen Sinnesorgan des Unterbewußtseins, das sich der physischen Sinnesorgane lediglich als Zuträger und Visualisierungsinstrument bedient, um das Wahrgenommene dem Bewußtsein begreifbar zu machen, aber ohne diese Sinnesorgane wirklich zu benutzen.

Es ist nicht so, daß diese magischen Energien mal vorhanden wären und mal nicht, vielmehr liegt es am Magier, ob er sie als solche wahrnimmt oder nicht. Wie auch die Gravitation sind sie ständig gegenwärtig, weil alles Leben sie ununterbrochen emittiert.

Natürlich gibt es Phasen, in denen es dem Magier leichter oder schwerer fällt als sonst, den für die erweiterte Wahrnehmung erforderlichen Bewußtseinzustand herzustellen, aber das hat physische oder psychische Ursachen, die im Magier selbst begründet liegen, und sagt nichts über die Qualität der umgebenden magischen Energien aus.

1.10. Das Ziel der Beschäftigung mit Magie
Viel wichtiger als die Frage, was Magie eigentlich genau ist, ist vielmehr die Frage, warum man sich überhaupt mit ihr beschäftigen sollte und welches Ziel diese Beschäftigung verfolgt. Sicher kann man mittels der Magie Veränderungen in seinem Umfeld herbeiführen, doch das ist nur ein Nebeneffekt – die eigentlich wichtigste Veränderung geschieht im Magier selbst.

Die Arbeit mit Magie ist die willentliche Bewußtseinsveränderung mit dem Ziel, ein selbstbewußtes, selbstbestimmtes und kreatives Leben zu führen. Erreicht wird dies durch das verstärkte Verbinden der bewußten und unbewußten Bereiche des Geistes. Der Weg der Magie ist die ausgewogene Entwicklung beider Bereiche.

Magie ist in erster Linie die Arbeit an sich selbst, und deshalb hat sie viel mit Psychologie zu tun (und kann daher unter Umständen auch gefährlich sein). Das Verständnis von Magie fördert die Kommunikation zwischen Bewußtsein und Unterbewußtsein. Das Ziel der Magie ist die transformatorische Weiterentwicklung des Selbst. Für den wahren Magier ist der Weg das Ziel, und dieser Weg kann nie zu Ende gegangen werden.

Der magische Weg ist ein schwieriger Weg, weil man ihn weitgehend allein beschreiten muß. Das liegt zum einen daran, daß Lehrer, wie erwähnt, recht ungeeignet sind, zum anderen daran, daß es viele verschiedene Gebiete der Magie gibt und noch mehr Formen, damit umzugehen, und nicht zuletzt daran, daß jeder mit seiner ganz persönlichen Vorbildung, Neigung, Meinung und Begabung an einem anderen Punkt steht.

Als Wissenschaft und Kunst zugleich ist die Beschäftigung mit Magie aber zu keiner Zeit ein abgeschlossenes, fertiges System, sondern ständigen Wandeln und Lernprozessen unterworfen, so wie die Wissenschaft heute auch. Außerdem ist man gerade in der Magie ständig der Gefahr durch eigene Mißinterpretationen und unsinnige Lehren Dritter ausgesetzt. Hier hilft es nur, ruhig zu bleiben und kritisch (gerade auch selbstkritisch) nachzudenken.

2. Magie und Ethik
Bevor ein näherer Einstieg in die Magie behandelt wird, kommt man nicht umhin, sich mit einigen ethischen Gedanken zu beschäftigen. Tut man dies nicht schon im Vorfeld, so können einen später die Zweifel an sich selbst und die Versuchung von Fehltritten mitsamt ihrer Konsequenzen zu einem ziemlich ungünstigen Zeitpunkt einholen, und, wenn man nicht ethisch gefestigt ist, auch überrollen.

2.1. Der Unterschied zwischen Religion und Magie
Der Glaube, egal ob religiös oder esoterisch, erschafft ein Weltbild aus mystischen Erklärungen für die Fragen des Lebens. Glaube beginnt dort, wo das Wissen endet, denn er beruht nicht auf Fakten, sondern auf Hoffnung, und er ist in Regeln oder Dogmen gepackt, die sich seine Begründer ausgedacht haben.

Magie ist, nüchtern betrachtet, ein in sich logisches System geistiger Techniken, das auf erworbenem und erlebtem Wissen basiert, welches Schlußfolgerungen und damit persönliche Weiterentwicklung zuläßt. Sie liefert einfache, durchaus weltlich beziehungsweise psychologisch erklärbare Antworten auf die Fragen des Lebens.

Im Glauben macht man sich von äußeren Dingen (Kräften, Wesen oder Personen) abhängig und sich selbst klein, indem man sich in ein untergeordnetes Verhältnis zu ihnen setzt. Man ist dann auf die Gnade dieser Mächte angewiesen, um die man bitten muß. Man stützt sich dabei nur auf Hoffnung, denn was man zu erreichen sucht, erbittet man von außen und hofft, daß man es von dort bekommt.

In der Magie ist man frei und unabhängig von solchen Gedanken und Kräften. Magie ist die Kunst des Wissens, Wollens und Wagens, d.h. man nimmt sein Schicksal eigenverantwortlich (und auf eigenes Risiko) selbst in die Hand. Der Magier greift selbst zur Macht und bedient sich ihrer aus seinem eigenen Inneren heraus, um eigenverantwortlich Realität zu schaffen. Man kennt zwar seine Grenzen, kann sie aber auch erweitern (ein ständiger Prozeß) und ist unabhängig von allem anderen (außer von sich selbst) in der Lage, die Realität nach seinem eigenen Willen zu verändern.

Ein Magier bittet nicht, er befiehlt dem „Schicksal“ (durch „bedeutungsvolle Zufälle“ ablaufendes Geschehen), und er ist dabei unabhängig, es kommt nur auf die Stärke seines eigenen Willens an. Er braucht keine höheren Mächte, muß nicht einmal an solche glauben. Die Richtung seiner Entwicklung bestimmt der Magier selbst. Er ist nur seinem Gewissen verantwortlich. Die eigene Kraft wird dazu eingesetzt, die dem Ziel innewohnende Kraft zu manipulieren. Die Magie stützt sich auf den Willen. Der Magier hat somit zwar mehr „Arbeit“ als der religiös Betende, aber auch weitaus mehr Erfolg.

Selbst wenn man die Frage nach der Existenz höherer Wesen außen vor läßt, können Gebete aus rein psychologischer Sicht nur selten funktionieren. Einer der Gründe dafür ist bei vielen Menschen der, daß sie mit einer „Bitte“ zugeben, daß sie etwas nicht haben. Das Unterbewußtsein klammert sich dadurch an den Zustand des Mangels und hält daran fest, wodurch dieser Realität bleibt.

In der Magie wird dagegen der gewollte Zustand gedanklich als real anerkannt (Visualisierung). Der positive Effekt stellt sich durch die schöpferische Kraft der Gedanken und Gefühle (Gnosis) an die neue Realität ein. In dem Maße, wie es aus ganzem Herzen als Wahrheit erachtet wird (Wille), wird es sich auch in der Erfahrungswelt real manifestieren.

Es ist natürlich auch so, daß bei vielen Menschen beim Gebet die Bitte um Veränderung ebenfalls visualisiert wird, ähnlich wie es bei der magischen Technik der Fall ist. Bei manchen Menschen führt das auch zum Erfolg, nämlich dann wenn ihr Glaube und das Vertrauen auf Erfüllung ihrer Bitte so stark ist, daß das gewünschte Ergebnis – ähnlich wie bei einer magischen Operation – bereits als Realität angesehen wird. So können durchaus ähnliche Wirkmechanismen in Gang kommen.

Allerdings bleibt ein Unterschied, der wohl bei den meisten Menschen das „magische“ Funktionieren eines Gebets verhindert, nämlich der, daß das gewünschte Ziel nicht Ergebnis des eigenen festen Willens ist, sondern des guten Willens einer anderen, höheren Entität. Somit bleibt das Gebet eine Bitte, abhängig von fremdem Willen, egal wie groß das Vertrauen auf Erfüllung auch sein mag, denn einer Gottheit befiehlt man nicht.

Magie funktioniert aber nur durch eigenen festen Willen, ein Magier bittet nicht – er will etwas und befiehlt es, wobei er selbst die göttliche, schöpferische Rolle übernimmt und dadurch diese Abhängigkeit umgeht. Es gibt zwar durchaus Berichte, denen zufolge auch durch Gebet in festem Glauben tatsächlich Veränderungen der Realität bewirkt worden sind, doch erfordert dies einen ungeheuer starken Glauben und kommt sehr selten vor.

Da Glaube nicht auf Wissen beruht, ist es schwierig, belegbare Schlüsse zu ziehen und so weiter zu kommen. Hinzu kommt, daß es die ganze Mystifizierung dieser Lehren einem auch nicht gerade einfach macht, das System zu durchschauen. Regeln und Dogmen engen die Gläubigen ein, und hemmen sie mit Angst und Schuldgefühlen in ihrer persönlichen Entwicklung, wobei sie die Individualität unterdrücken. Und viele clevere Leute nutzen die – sagen wir mal – „Gutgläubigkeit“ der Menschen für persönliche Zwecke (Geld, Macht, Geltungssucht) aus (einige davon organisieren sich und nennen sich „Kirchen“, „Orden“, „Gemeinschaften“ usw.).

Das Ziel der Religion und Esoterik ist meist „Erleuchtung“ oder „Erlösung“, etwas, das zwar versprochen, aber selten gehalten wird, denn auch hier erhofft man sie sich von außen kommend, ohne die Möglichkeit, sie sich selbst aus eigener Kraft und aus eigenem Willen zu erarbeiten. Dieser Weg ist zwar leichter, da man weniger Eigenverantwortung übernehmen muß, führt aber selten über gewisse vorbestimmte Grenzen hinaus.

In der Magie erarbeitet man sich seinen Fortschritt (das Sicherschließen der eigenen inneren Kräfte und die eigene geistige Weiterentwicklung) selbst und ist nicht auf äußere Gnade angewiesen. Magie ist eigentlich nicht besonders kompliziert – sie wird nur von vielen furchtbar kompliziert gemacht. Jeder muß sich seine eigenen Regeln bilden, manche kommen mit wenigen aus, manche brauchen offenbar Hunderte. Das Ziel der Magie ist die Weiterentwicklung des Selbst – die Veränderung der Realität (das „Zaubern“) ist nur ein netter, aber sekundärer Nebeneffekt. Dieses Ziel erreicht der Magier durch die Arbeit an sich selbst, ein langer und schwerer Weg, aber auch ein äußerst erfolgreicher.

2.2. Magie und Religion nebeneinander
Um Magie auszuüben, muß man keine bestimmte Religion annehmen. Es ist vollkommen egal, ob man Heide, Asatru, Christ, Moslem, Buddhist, Hindu, Atheist oder sonstwas ist und ob man an keinen, einen oder mehrere Götter glaubt und wie stark gläubig man ist.

Auf die Magie selbst hat das keinen Einfluß – allerdings kann es Einfluß auf den Magier haben. Dieser ist nämlich seinem Gewissen verantwortlich, und wenn sich sein religiöses und sein magisches Gewissen nicht miteinander vertragen, dann hat er ein Problem, das so stark sein kann, daß es ihn nicht nur bei der magischen Arbeit behindert, sondern sogar psychisch schwer schädigen kann.

Streng genommen muß eine Religion eher als schädlich für einen Magier angesehen werden, weil Magie etwas sehr Individuelles ist und religiöse Dogmen gerade dazu dienen sollen, Individualität zu unterdrücken. Das ist besonders bei sehr dominant-dogmatischen Religionen wie dem Christentum und dem Islam so, aber selbst viele heidnische Strömungen, die sich selbst sehr heuchlerisch individualistisch nennen, versuchen viele Dinge durch Regeln und vorgegebene Dinge einzuengen („…bei uns ist alles ganz individuell und frei, aber du mußt es unbedingt so und so machen…“).

Viele Magier kommen dennoch sehr gut mit ihrer Religion klar. Dort, wo Glaube und religiöse Dogmen mit magischer Arbeit im Widerspruch stehen, muß man dann halt einen Kompromiß finden, und wenn das nicht möglich ist, muß man entweder seine Religion oder die Magie zurückfahren oder aufgeben. Wer das nicht kann, hat einen ernsthaften Konflikt, der mit Schuldgefühlen verbunden sein kann, welche der Psyche schwer schaden. Außerdem verankern sich religiöse Dogmen im Unterbewußtsein und behindern auch auf diese Weise durch Blockaden und Hemmungen den freien Zugang zu magischen Energien und das Arbeiten mit ihnen.

Aber auch wenn zum Beispiel das Christentum Magier und Hexen verdammt und als teuflisch ansieht, weil diese, indem sie den Kräften des Universums gebieten, sich auf „Gottes Terrain“ begeben (sich selbst vergöttlichen, beziehungsweise sich innerlich dem Göttlichen annähern), was in kirchlichen Augen Häresie ist, gibt es sehr wohl christliche Magier und Hexen, vor allem in den südlichen Bereichen Europas. Das eine muß das andere nicht ausschließen, denn es kommt noch der Unterschied dazu, ob man einem Gott oder aber bloß einer von Menschen geschaffenen Organisation, wie der Kirche oder einer anderen Sekte, treu sein möchte.

Natürlich ist es für einen Magier oder eine Hexe einfacher, die mit der Magie verbundene individualistische Lebensphilosophie auch mit einer entsprechend eingestellten Religion wie dem Heidentum (beziehungsweise Neuheidentum), dem Asatru oder dem Buddhismus zu verbinden oder als Atheist ganz auf eine Religion zu verzichten.

Ein Magier, der zu seiner persönlichen, inneren Stärke gefunden hat und ein klares Weltbild und eine gesunde Lebenseinstellung besitzt, benötigt eigentlich auch keine Religion mehr, weil er schon längst gefunden hat, was Religionen den Menschen geben sollten (jedoch oft nicht tun). Es geht aber, wie gesagt, auch mit Religion.

Wenn nicht wenige Magier christenfeindlich wirken, so hat das seine guten Gründe. Abgesehen von der vom Christentum gelehrten Feindlichkeit gegenüber Körper und Natur und einem „jenseitigen Gott“, der „nicht von dieser Welt“ (also unnatürlich) ist, und weiteren Dogmen zur Unterdrückung jeglicher Individualität und Natürlichkeit des Menschen, dem Missionierungswahn und der absoluten Intoleranz gegenüber jeder Abweichung, sowie den Greueltaten der Vergangenheit, wo im Namen der Kirche Hunderttausende angeblicher Magier und Hexen und vor allem auch Ketzer (also Kritiker) gefoltert, verstümmelt, verbrannt und gehängt wurden und später ganze Völker, wie zum Beispiel die Ureinwohner Amerikas und Australiens nahezu ausgerottet wurden, schlägt den Magiern auch heute noch Feindschaft entgegen.

Zwar findet keine offene Verfolgung mit Hinrichtung mehr statt, doch sorgen Kirche, sensationsgierige Medien und bigotte Spießbürgerlichkeit dafür, daß man sich nicht offen zu dem bekennen kann, was man wirklich ist, vor allem dann nicht, wenn man eine gewisse Stellung bekleidet oder sonstwie im Licht der Öffentlichkeit steht. Alle Andersdenkenden werden noch immer von der ignoranten und kirchlich beherrschten Mehrheit der „christlichen“ Bevölkerung gemäß den Hetzkampagnen bedenkenlos zusammen mit Satanisten, Sekten und Verrückten in einen Topf geworfen und geächtet.

Diese Hetze bewirkt, daß Magier in Positionen wie öffentlichen Ämtern oder als Geschäftsführer von Firmen, als Ärzte oder sonstige Dienstleister um ihre Existenz fürchten müssen, wenn ihre Lebensanschauung bekannt wird. Aber auch in dörflichen Gemeinschaften halten stockreaktionäre „Sittenwächter“ nach allem Ausschau, was nach „Andersartigkeit“ aussieht. Ist erst einmal ein Opfer gefunden, beginnt die Verfolgung – nicht mehr als bewaffneter Lynchmob, aber Meidung, üble Nachrede und gesellschaftliche Ächtung können einem auch schon schwer zu schaffen machen, und nicht selten eskaliert die Sache zu tatsächlichen Übergriffen, die schließlich als Sachbeschädigung oder gar Körperverletzung vor Gericht landen. Und leider kommt es zuweilen immer noch zu Morden oder Mordversuchen durch wahnhafte Weltverbesserer. Die Wirklichkeit belehrt jeden eines Besseren, der glaubt, auf die angebliche „Toleranz“ der „modernen“ Gesellschaft vertrauen zu können.

Umgekehrt dagegen sind Magier meist recht friedliche Zeitgenossen. Ihre Kirchenfeindlichkeit manifestiert sich gewöhnlich lediglich darin, daß sie Kritik an der Kirche äußern und über Mißstände und Widersprüche kirchlicher Lehren aufklären. Aktive Feindschaft, also Angriffe auf Christen, Priester oder Kirchengebäude, kommen seitens der Magier eigentlich nicht vor. Solche Anschläge sind eher das Werk spirituell Verwirrter oder Möchtegern-Satanisten, nicht von wirklichen Magiern (die im übrigen auch ganz andere Mittel dazu hätten). Außerdem wissen Magier wie auch wahre Christen sehr wohl, daß echtes Christentum und Kirche nicht dasselbe sind.

Natürlich haben auch die Magier die absolute Toleranz nicht für sich gepachtet, und sie setzen sich durchaus auch zur Wehr, wenn sie angegriffen werden, und sie rächen sich auch, wenn man ihnen nur genug Grund dafür gibt, jedoch paßt eine aktive Aggressivität von sich aus eigentlich nicht ins Weltbild eines Magiers. Er hat Besseres zu tun und ist in der Regel froh, wenn man ihn in Ruhe läßt.

2.3. Weiße und schwarze Magie?
Der einzige Unterschied zwischen Magiern, die sich selbst als „weiß“ oder „schwarz“ bezeichnen, besteht darin, daß der „weiße“ Magier sich in der Arroganz sonnt, sich selbst für gut, hilfreich und ehrenwert zu halten, und der „schwarze“ Magier sich in der Arroganz sonnt, sich selbst für böse, geheimnisvoll und mächtig zu halten.

Magie ist eine Form von Energie und als solche weder gut noch böse, weder weiß noch schwarz, sondern einfach neutral, ohne ihr innewohnende moralische Eigenschaften. Elektrischer Strom ist als Energie ja auch nicht gut oder böse, obwohl er nützen und schaden kann. Es kommt eben immer darauf an, was man damit macht und warum.

Begriffe wie schwarze und weiße Magie entstanden aus dem Klischeedenken des christlichen Volksglaubens, und diese Unterscheidung wurde rein zur Legitimation kirchlicher Handlungen benötigt. Schon in der frühen Geschichte des Christentums wurden von den Priestern rituelle und kultische Handlungen vollzogen. Diese wurden bis ins Mittelalter hin gepflegt und in manche Richtungen kontinuierlich ausgebaut.

Es gipfelte im Exorzismus, der immer dann angewandt wurde, wenn es darum ging, Menschen mit Visionen und Weltbildern, die nicht der allgemeinen Auffassung der Kirche entsprachen, so lange zu „behandeln“, bis der angebliche Dämon wieder ausgetrieben war. Alle heidnischen, rituellen oder magischen Handlungen wurden dann als schwarz und vom Teufel kommend abgetan. Was die Kirche dagegen an Handlungen vornahm, wurde dem Volk als weiß verkauft und damit gerechtfertigt, daß es von Gott käme.

Ebenso wurden heilende und helfende Zauber als weiß und böse, schädigende Zauber (meist den Hexen nachgesagt) als schwarz definiert. Aber dieses Schwarz-Weiß-Denken ist ebenso unsinnig wie die Vorstellung, daß ein Mensch nur böse oder nur gut sein könne. Man pendelt immer irgendwo zwischen beiden Extremen, aber ohne jemals eines zu erreichen.

Es käme auf die Absicht des Magiers an, bekommt man oft zu hören. Doch Magie als gut oder böse abhängig vom Magier zu bezeichnen, wäre ebenso, als wenn man ein Messer als gut oder böse bezeichnet, je nachdem, ob jemand damit als Koch in der Küche arbeitet, als Chirurg damit heilt oder als Mörder jemanden damit ersticht. Magie ist, ebenso wie das Messer, lediglich ein Werkzeug in den Händen des Magiers. Egal, was dieser damit tut, sie bleibt auch nur ein Werkzeug und damit neutral. Die Magie selbst wird also nicht gut oder böse, auch dann nicht, wenn mit ihrer Hilfe Gutes oder Böses getan wird.

Auch von weißen oder schwarzen Magiern zu sprechen ist nicht korrekt, weil, wie gesagt, niemand vollständig einer der beiden Ethiken von Gut oder Böse anhängen kann, wie sehr er sich auch darum bemüht. Magier können nicht schwarz oder weiß sein, allenfalls grau – vielleicht in verschiedenen (auch wechselnden) Grautönen, aber eben grau.

Magie danach zu klassifizieren, ob sie hilft oder schadet, sie sozusagen in „konstruktive“ und „destruktive“ Magie einzuteilen, ist ebenfalls ein Terrain mit Glatteis. Wenn ein Magier jemandem schadet, um ihn davon abzuhalten, einem Dritten etwas anzutun – hat er nun destruktive beziehungsweise schwarze Magie auf sein Opfer gewirkt oder konstruktive beziehungsweise weiße Magie, um den Dritten zu retten?

Die Neigung des Menschen, alles in zwei Schubladen einteilen zu wollen, versagt bei der Magie ganz einfach deshalb, weil es eben keine zwei Schubladen gibt. Alles gehört in eine, und die ist neutral. Auch wenn der Magier Gutes oder Böses im Schilde führt, die Magie selbst bleibt immer neutral. Und das Motiv eines Menschen in nur zwei extreme Fächer stecken zu wollen ist mehr als realitätsfremd.

Manche sind der Auffassung, daß „schwarze“ Magie stärker sei als „weiße“, also Schadenszauber stärker seien als helfende. Andere sind wiederum vom Gegenteil überzeugt. Das alles stimmt jedoch so nicht, denn abgesehen davon, daß es „Schwarz“ und „Weiß“, wie festgestellt, nicht gibt, ist Magie grundsätzlich immer nur so stark, wie der Ausübende beziehungsweise dessen Wille, Imagination und die Veränderung seines Bewußtseins. Dabei ist es völlig gleichgültig, zu welchem Zweck er seine Magie wirkt.

Ein wahrer Magier wendet Magie an, um seinen Weg zu gehen und dabei die Dinge heranzuziehen, die er benötigt, und jene Dinge beziehungsweise Kräfte zu entfernen, die ihm im Wege stehen oder schaden. Für ihn gibt es keine Dualität von „schwarz“ und „weiß“ oder „gut“ und „böse“ mehr, nur eigenverantwortliches Tun.

Solche dualistischen Konzepte sind auf Magie nicht anwendbar, nicht einmal im Sinne guten oder bösen Handelns. Die Magie folgt Naturgesetzen, und die Natur in all ihrer Vielfalt kennt gut und böse nicht. Die moralisch neutrale Magie fragt nicht nach gut oder böse, und sie ist wahrscheinlich nicht für jene Menschen geeignet, die sich noch keinen gut entwickelten Kodex persönlicher Ethik geschaffen haben, denn nur dieser schützt den Magier vor Entgleisungen.

Immer wieder bekommt man zu hören oder zu lesen, Magie dürfe nicht für eigennützige Zwecke eingesetzt werden. Das ist völliger Quatsch, der vermutlich von Leuten mit Helfersyndrom oder die zuviel „Charmed“ gesehen haben verbreitet worden ist. Selbstverständlich darf Magie eigennützig sein – ein Großteil dessen, was man im weltlichen Leben tut, ist es doch auch. Warum sollte man auch darauf verzichten, sich magisch selbst Vorteile zu verschaffen oder Nachteile zu beseitigen, wenn man Gleiches rein weltlich auch ohne schlechtes Gewissen tun könnte? Alles, was weltlich mit dem Gewissen vereinbar ist, kann man auch magisch tun, ohne seiner Psyche damit zu schaden. Umgekehrt werden alle magischen Handlungen der eigenen Psyche schaden wenn ihre weltlichen Äquivalente dies ebenfalls täten.

Natürlich kann und darf man auch helfend und uneigennützig (ist Hilfe wirklich uneigennützig oder befriedigt sie nicht vornehmlich das eigene Ego?) tätig sein, aber nur ein ausgeglichener und zufriedener Magier ist auch ein erfolgreicher Magier – und wer kann schon ausgeglichen und zufrieden sein, wenn er sich selbst nichts gönnt? Und letztlich ist das eigentliche Ziel der Magie, die Weiterentwicklung des Selbst, doch wohl das Eigennützigste, was man sich vorstellen kann.

2.4. Das Magiergesetz
„Tu was Du willst soll sein das ganze Gesetz.“ So formulierte es der berühmte Magier Aleister Crowley (1875 bis 1947) in seinem thelemitischen (von griech.: thelema, Wille) Gesetz. Und er hatte recht damit – nur ist es nicht ganz so simpel, wie es auf den ersten Blick scheint, und doch eigentlich ganz einfach.

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Der erste Satz des thelemitischen Gesetzes „Do what thou wilt, shall be the whole of the law.“ in Crowleys Handschrift
Der erste Satz des thelemitischen Gesetzes „Do what thou wilt, shall be the whole of the law.“ in Crowleys Handschrift
Um das anarchistische Magiergesetz wirklich zu verstehen, müßte man es allerdings etwas ausführlicher formulieren: „Tu was Du für richtig hältst, wenn Du die Konsequenzen Deines Vorhabens überdacht hast, die Verantwortung für Dein Tun zu tragen bereit bist und dies alles mit Deinem Gewissen vereinbaren kannst.“

Das klingt schon ganz anders, und im weiteren Verlauf wird noch deutlich werden, warum diese Ausformulierung ihre Gültigkeit hat. Obwohl die ausführliche Fassung eingeschränkter erscheint, sagt sie genau dasselbe aus, und sie bietet dennoch sehr viel Freiheit – mehr als manch einer vertragen kann.

Das Magiergesetz versteht sich aber nicht als eine Art moraljuristisches Gesetz, sondern will vielmehr als ein Naturgesetz begriffen werden. Deshalb bleibt es moralisch neutral, denn Magie ist keine Religion, und ihre Lehre ist daher weder bemüht, ihre Anwender moralisch zu erziehen, noch den Magiern einen guten Ruf in der Gesellschaft zu verschaffen. Somit beschränkt sie sich auch auf das rein Funktionelle und läßt das Ethische aus dem Gesetz heraus.

Dennoch erscheint die ausführliche Interpretation des Gesetzes bei aller Anarchie trotzdem noch ethisch geprägt, doch auch das hat rein logisch-funktionale Gründe, wie im Folgenden deutlich werden wird.

Die Magie folgt ihren Gesetzen, die für den Magier Naturgesetze sind, und funktioniert, soweit man es heute zu erkennen in der Lage ist, rein logisch, auch wenn es oft nicht so scheint, weil man die Gesetze einfach noch nicht verstanden hat und die Denkmodelle deshalb unzureichend sind. Daher macht die Lehre auch keine Vorschriften über die Art der Verwendung, sondern weist lediglich auf Konsequenzen und mögliche Gefahren hin. In einem Physikbuch steht schließlich auch nur, daß elektrischer Strom gefährlich ist, nicht aber, daß man zum Beispiel seine Türklinke nicht unter Strom setzen soll.

Es obliegt daher dem Magier selbst, darauf zu achten, daß er verantwortlich mit seiner Gabe umgeht. Die Magie schreibt ebensowenig moralische Verhaltensweisen vor wie die Physik. Diese muß sich der Anwender eines Naturgesetzes stets selbst definieren.

Es wird oft behauptet, daß wer die Magie negativ ausnutzt, sein Gleichgewicht mit dem Universum durcheinanderbringt und irgendwann die Konsequenzen daraus ziehen muß. Rein wörtlich genommen, ist das „Gleichgewicht mit dem Universum“ natürlich Unsinn, weil es eine Art „göttliche Ordnungsinstanz“ impliziert, die nicht existiert. Der dahinterstehende Gedanke aber ist eine Metapher dafür, daß jede Handlung (auch nichtmagischer Art) den Magier selbst und dessen Umgebung beeinflußt, sowohl durch die Tat als solche, als auch durch die Motive und Gedanken dahinter und durch die Reaktion der Umwelt darauf.

Insofern verändert sich ein „böser“ (oder besser: rücksichtsloser) Magier natürlich schon innerlich, verhält sich deshalb auch anders, und selbstverständlich wird dann auch seine Umgebung, die das mitbekommt, anders auf ihn reagieren. Durch sein rücksichtsloses Auftreten und Handeln bringt er schließlich andere dazu, sich von ihm abzuwenden, möglicherweise begegnen sie ihm sogar aggressiv.

Somit bekommt er schon irgendwann die Konsequenzen seines Tuns zu spüren, aber das ist keine „Rache des Universums“ oder „schlechtes Karma“, sondern schlicht und einfach eine logische Folge der Veränderung der Psyche und des Verhaltens eines Menschen durch das, was er denkt und tut, und die dadurch ausgelösten Reaktionen anderer ihm gegenüber.

Vielgepredigt ist auch die sogenannte „dreifache Wiederkehr“, eine Lehre, nach der alles, was man magisch tut, dreifach auf einen zurückfallen wird. Rein wörtlich betrachtet gaukelt dies eine dreifache Quantität vor, die natürlich absoluter Quatsch ist, dennoch wird es von vielen Verfechtern dieser Lehre genauso dargestellt, weil sie es selbst nicht verstanden haben oder es lediglich als Abschreckung benutzen, um beispielsweise in Hexenkreisen die Moral zu bewahren.

Eigentlich gemeint ist damit aber keine dreifache Quantität, sondern eher, daß das Echo eines Tuns in drei Schritten Spuren hinterläßt, nämlich erstens im eigenen Inneren, zweitens in der Umwelt und drittens bei der Reaktion der Umwelt gegenüber dem Magier.

Das gilt jedoch nicht nur für „negative“ Handlungen, denn ebenso ist es natürlich auch im umgekehrten Fall. Wer positiv auf andere zugeht, bekommt wahrscheinlich auch positive Echos. Das muß nicht immer so sein, denn durch Magie zu helfen kann trotzdem eine sehr einsame und auch undankbare Aufgabe sein, die von den Nichteingeweihten eben nicht honoriert oder sogar belächelt oder falsch verstanden wird.

„Actio gleich reactio“, formulierte es schon Sir Isaac Newton im 17. Jahrhundert richtig als zweites physikalisches Axiom, und das gilt nicht nur für die Physik. Wenn man etwas tut, löst man damit auch etwas aus, auf jede Handlung folgt eine Gegenreaktion. Dann trägt man die Verantwortung für die Resultate und muß mit den daraus resultierenden Konsequenzen leben. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. Das Magiergesetz ist, richtig verstanden, insofern nur eine andere Formulierung von Newtons zweitem Axiom – einem anerkannten Naturgesetz.

Jede Anwendung von Magie wird den Ausübenden und dessen Ziel entsprechend seines Bestrebens verändern, daher sollte man sich vorher überlegen, ob man die Verantwortung für sein Tun und die möglichen Konsequenzen zu tragen bereit ist und dies alles mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Das ist der Sinn des Magiergesetzes, das sich ebenso auch auf jeden anderen Lebensbereich ausdehnen läßt.

„Tu was Du willst“ ist eben kein Freibrief für allerlei Untaten, denn das Wollen bezieht sich immer auch auf die Folgen eines Handelns, und welcher vernünftige Mensch will schon negative Konsequenzen bekommen?

Freiheit bedeutet immer auch Verantwortung und Wachsamkeit, auch und gerade sich selbst gegenüber. Das ist der Grund, warum wahre Magier sich die meiste Zeit über ohnehin freiwillig an eine weitere Einschränkung halten, nämlich: „Tu was Du willst, solange es niemandem schadet.“ Dieser Zusatz, den übrigens auch die Hexen fest in ihrem Glaubenssystem verankert haben, schützt den Anwender vor sich selbst, indem es ihn negative Echos eben gar nicht erst auslösen läßt. Er bleibt dem Magier als mahnende Schwelle des Gewissens auch zum Selbstschutz im Gedächtnis haften.

Für einen Magier ist es aber durchaus auch legitim, diesen Zusatz bewußt zu übertreten, das Magiergesetz wörtlich voll auszuschöpfen und absichtlich jemandem zu schaden, vorausgesetzt eben, daß er einen guten Grund dafür hat und aber dann auch in der Lage ist, die Verantwortung und Konsequenzen dafür zu tragen und mit seinem Tun und dem Echo leben zu können. Aber das wird, wie gesagt, bei einem vernünftigen Magier die Ausnahme bleiben, ebenso wie ein sogenannter magischer Krieg, über den später noch zu lesen sein wird, denn normalerweise hat ein Magier Besseres zu tun.

Die Ausübung von Magie ist, wie alle Handlungen mit weitreichenden und nicht immer ungefährlichen Auswirkungen, etwas, mit dem nur ein moralisch und ethisch gefestigter Charakter verantwortlich umgehen kann und sollte. Das ist auch die Kernaussage des Magiergesetzes. Natürlich verbietet dies niemandem, Magie nach Belieben anzuwenden, doch sollte man durchaus nicht darüber erhaben sein, sich durch die moralische Sicherheit des Zusatzes „solange es niemandem schadet“ auch selbst zu schützen – denn „niemandem“ schließt auch den Anwender selbst mit ein.

Natürlich darf man sich durch Magie auch persönliche Vorteile verschaffen. Das kann und darf man ja im weltlichen Leben auch tun. Aber um jemandem absichtlich zu schaden, sollte schon ein triftiger Grund vorliegen, so daß man es auch verantworten kann. Dasselbe gilt schließlich auch, wenn man einem anderen rein weltlich Schaden zufügt.

Verbrechen wie Sachbeschädigung, Freiheitsberaubung, Körperverletzung, Vergewaltigung und sogar Mord sind Dinge, welche die meisten Menschen im Normalfall entweder deswegen nicht tun, weil es für sie ethisch nicht in Frage kommt oder weil sie die Konsequenzen durch die immer besser werdenden weltlichen Strafverfolger fürchten.

Ein mit böser Absicht gegen einen Menschen gewirkter Zauber ist immer ein Angriff auf dessen Seele. Eine Manipulation soll diese versklaven, und ein Schadenszauber soll das Wohlbefinden beeinträchtigen. Auf magischer Ebene ist beispielsweise ein Liebeszauber nichts anderes als Freiheitsberaubung und Vergewaltigung auf weltlicher Ebene, ein Schadenszauber nichts anderes als Körperverletzung oder Sachbeschädigung und ein Todeszauber nichts anderes als ein heimtückischer Mord.

Nur weil es keine „magische Polizei“ gibt und weil einen Zauber „ja niemand sieht“, fühlen sich etliche Möchtegern-Magier befleißigt und auch sehr sicher dabei, bedenkenlos allerlei Negatives auf ihre Mitmenschen loszulassen. Natürlich wird man auch so gut wie nie dabei „erwischt“, doch daß man „einfach so davonkommt“ ist ein Trugschluß.

Auch ohne „karmisches Gesetz“ oder „göttliche Ordnungsinstanz“ bekommt man mit der Zeit die Quittung für sein Tun. Man muß sich nur einmal vor Augen halten, wie sich jemand nach und nach psychisch negativ verändert, der ständig Verbrechen begeht.

Und auch auf magischer Ebene, bei „Verbrechen, die keiner sieht“, ist das so, denn die Psyche macht keinen Unterschied zwischen Weltlichem und Geistigem – zumal der Magier Gewolltes ja als real ansehen muß, damit sein Wirken funktioniert. Insofern bestraft man sich durch die psychologischen Wirkmechanismen im Grunde selbst, denn entweder verroht die Psyche mit der Zeit, was sich im Eigenempfinden, der Wirkung auf andere und deren Reaktionen niederschlägt, oder es werden Schuldgefühle erzeugt, die ebenfalls die Lebensqualität stark beeinträchtigen und dem Magier zudem Blockaden verschaffen können.

Wer von seiner Ethik her keine weltlichen Verbrechen begehen will, sollte daher auch von magischen Verbrechen Abstand nehmen, denn ethisch wie auch psychisch gibt es hier keinen Unterschied. Ausnahmen sind – je nach persönlicher Ethik – zwar möglich, bedürfen aber einer begründeten Rechtfertigung, damit man sie unbeschadet vor sich selbst verantworten kann. Wer sie verantworten kann, der mag sie auch ausführen. Wer man ist, zeigt sich darin, was man tut.

Wer die Verantwortung für sich selbst und sein Tun nicht wirklich in die eigene Hand nehmen kann oder mag oder seine Aggressionen und dunklen Tendenzen nicht zu zügeln in der Lage ist, der sollte sich überlegen, ob es nicht richtiger wäre, zunächst an sich selbst zu arbeiten, bevor man sich der (magischen) Arbeit an anderen zuwendet, sonst richtet man nur Schaden an – auch und gerade bei sich selbst.

Somit ist das Magiergesetz auch kein Gesetz im engeren Sinne, gegen das man unter keinen Umständen verstoßen dürfte. Es ist lediglich ein Hinweis auf ein Naturgesetz und auf mögliche Konsequenzen, aber kein Verbot. Jeder ist für sich und sein Tun selbst verantwortlich, dies ist die eigentliche Kernaussage.

Es werden oftmals auch noch andere „Gesetze“ der Magie genannt, aber davon sollte man sich nicht beeindrucken lassen. Dabei handelt es sich in der Regel lediglich um Beobachtungen, die in seinem sehr dogmatischen (Glaubens-)Kontext entstanden sind. Sobald man selbst an diese Gesetze glaubt, wirken sie vielleicht auch, weil das Unbewußte diese Überzeugung zu erfüllen versucht. Doch sobald man aufhört, an sie zu glauben, verlieren sie ihre Wirkung, und dies ist ein deutliches Zeichen dafür, daß sie nur selbst verursacht werden.

2.5. Schadenszauber und Flüche
Aggressive Magie ist alles, was anderen schadet oder sie manipuliert und was auf sie gegen ihren Willen und ohne ihr Wissen gewirkt wird. Deshalb lehnen Magier mit nichtaggressiver Ethik solche Dinge ab, gerade auch deshalb, weil diese Form der Magieanwendung auch negative Auswirkungen auf den Magier selbst haben kann.

Diese Art von Magie wird gezielt zum Schaden eines Menschen eingesetzt. Wenn man jemandem ein Unglück, irgendetwas Negatives oder eine Beeinflussung gegen seinen Willen angedeihen läßt so ist das ein Schadenszauber. Wenn plötzlich alles in die Brüche geht, was jemand anfaßt, so kann dies die Auswirkung eines solchen Fluches sein.

Die Kunst der Fluchverhängung spielte früher eine wichtige Rolle bei kriegerischen Auseinandersetzungen mit feindlich gesonnenen Gemeinschaften, führte andererseits aber dazu, daß Magier oder Hexen auch in ihrer eigenen Gemeinschaft immer gefürchtet blieben, was sie stets anfällig für Verfolgung machte.

Ein Schadenszauber muß einem Menschen nicht zwangsläufig direkt körperliche Schmerzen, physische Verletzungen, Krankheiten oder den Tod bereiten, sondern wirkt sich eher auf sein Handeln oder sein „Schicksal“ aus. Aber auch das Erstgenannte ist möglich, jedoch schwierig, und ich werde aus ethischen Gründen hier sicher keinen detaillierten Lehrgang darüber abhalten.

Ganz wichtig dabei ist, daß das Opfer an diesen Fluch glaubt – aber der Vorteil ist, daß es genügt, wenn das Unterbewußtsein des Opfers vom Fluch Kenntnis erlangt und an ihn glaubt, denn das Unterbewußtsein kann man über Magie (Telepathie) erreichen, auch ohne daß das Opfer davon etwas bewußt mitbekommt.

Ganz fiese Naturen setzen das Opfer über ihren Fluch auch noch wirklich in Kenntnis, denn das Bewußtsein kann die Erfüllung eines Fluches noch weiter unterstützen, auch und gerade wenn es sich dagegen wehrt. Doch dann sieht man sich als Magier eventuell auch der Gefahr eines Gegenangriffs oder Rache ausgesetzt.

Diese Zauber eignen sich besonders dazu, einer ungeliebten Person einen Denkzettel zukommen zu lassen, wobei man immer bedenken sollte, daß das, was man tut, irgendwie auch Auswirkungen auf einen selbst haben kann und man dafür verantwortlich ist, was man tut.

Ein Schadenszauber kann aber auch in den meisten Fällen eine persönliche Konfrontation mit den betreffenden Personen beziehungsweise den eigenen Einsatz in einer Sache nicht ersetzen. Magie kann jedoch dazu dienen, sich einen kleinen Vorteil zu verschaffen oder eine ansonsten aussichtslose Sache doch noch zu positivem Ausgang zu bringen.

Falls es doch mal um eine Person geht, so ist es besser, den Zauber entweder allgemein zu formulieren oder ihn so zu formulieren, daß er auf einen selbst wirkt. Bei sich selbst ist die Akzeptanz für die Wirkung größer als beim sich dagegen wehrenden Gegner. So ist es meist erfolgreicher, sich selbst zu stärken, als den Gegner zu schwächen, und dennoch gelangt man in der Konfrontation zum gewünschten Ergebnis.

Die Wirkungsweisen und -techniken von Flüchen sind übrigens dieselben wie die von Segen oder helfenden Zaubern. Der Inhalt mag ein anderer sein, aber ihre Wirkmechanismen im Unterbewußtsein des Betroffenen sind gleich.

2.6. Liebeszauber
Liebeszauber zählen zu den am häufigsten nachgefragten Zaubern bei allen Magiern, Hexen und Wundertätern, und die meisten durchgängig seit dem Mittelalter bis heute in „Zauberbüchern“ wiedergegebenen Rituale drehen sich um dieses Thema. Das ist auch kein Wunder, denn nichts motiviert mehr, als eine unerwiderte Liebe, und kaum jemand, der sich nicht schon einmal die eine oder andere Erfüllung in dieser Richtung gewünscht hätte.

Das liegt daran, daß alle Menschen Liebe brauchen. Ohne sie ist das Leben leer und elend. Nachdem seine grundlegenden Überlebensbedürfnisse erfüllt worden sind, verlangt es den Menschen nach Zuneigung und Freundschaft. Wird diese nicht von selbst erlangt, so versuchen einige sie zu erzwingen. Und nichts kann so schmerzhaft sein, wie jemanden zu lieben, ohne selbst von dieser Person geliebt zu werden. Infolgedessen ist der Liebeszauber auch der wohl am häufigsten verlangte und auch gewirkte Zauber. Scharlatane, von „ciarlatano“ (ital.: Gaukler, Schwindler), machen aus diesem Bedürfnis ein Millionengeschäft.

Ein Liebeszauber soll dergestalt auf einen anderen Menschen einwirken, daß dieser sich zum Urheber des Zaubers (oder zu dessen Klienten) hingezogen fühlt, sich im Idealfall in diesen verliebt, und diesem sexuell gefällig ist. Es handelt sich also um eine Beeinflussung des Geistes (genauer: des freien Willen) eines anderen Menschen. Deshalb gehören Liebeszauber in den Bereich der aggressiven, manipulatorischen, negativ wirkenden (laienhaft ausgedrückt: schwarzen) Magie.

Viele sogenannte Liebeszauber sind in Wirklichkeit eigentlich Zauber für sexuellen Besitz, d.h. das Opfer soll dem Nutznießer des Zaubers gegenüber sexuell willig gemacht werden. Nicht, daß dies überraschend wäre, denn Sex gehört auch zu den grundlegenden Bedürfnissen, und oft verlangt es den Anwendern dieser Zauber eher nach körperlicher als nach seelischer Liebe in Hinblick auf eine bestimmte Person. Aber auch für sexuelle Zauber können dieselben ethischen Standards angewendet werden, wie für die Liebeszauber.

Mal ganz abgesehen von Moral und Ethik, ein Liebeszauber hat nichts mit echter Liebe zu tun. Wahre Liebe entsteht natürlich, und sie erfreut sich selbstlos an der Existenz des Anderen, sie ist frei von Besitzdenken und gegenseitigen Ansprüchen.

Verliebtheit, unerwiderte Liebe und Liebeskummer sind seelisch schmerzhafte und auch meist unerträgliche Zustände starker emotionaler Verwirrung, in denen dem Betroffenen Ethik und Moral meist nicht mehr so viel gelten wie die Wunscherfüllung, die dann häufig recht wenig Rücksicht auf die Belange des Partners nimmt. Häufig wird dann blind nach einem scheinbaren Ausweg gesucht, und der scheint dann für nicht wenige der Liebeszauber zu sein.

Oft werden Liebeszauber damit zu rechtfertigen versucht, daß Liebe doch eine gute Sache sei. Das ist sie ja auch – aber eben die auf natürliche Weise entstandene Liebe. Ein Liebeszauber würde jedoch den freien Willen einer Person beeinflussen und ihr einen fremden Willen aufzwingen. Ein solcher Zauber bringt einen Menschen vielleicht zu Handlungen, die er selbst niemals freiwillig tun würde, und zu Gefühlen, die niemals von allein in ihm entstehen würden.

Auch im Namen einer „guten Sache“ wie der Liebe, ist das eine Manipulation gegen den freien Willen und daher sehr negativ zu betrachten. Deshalb wäre ein Liebeszauber streng genommen nicht nur ein Fluch, sondern sogar ein Verbrechen (auch wenn es gesetzlich nicht strafbar ist, aber eben ein moralisches Vergehen). Und das ist jeder Zauber, der auf eine Person gegen deren Willen oder ohne deren Wissen gewirkt wird. Die langfristigen psychischen Auswirkungen von Liebeszaubern beziehungsweise sexueller Zauber auf den Nutznießer entsprechen im Grunde denen der Verbrechen Freiheitsberaubung und sexueller Nötigung/Vergewaltigung auf weltlicher Ebene.

Ein Liebeszauber mag zwar den Geist des Opfers manipulieren, aber er kann keine echten Gefühle und schon gar keine echte Liebe hervorrufen. Eine aus einem Liebeszauber entstandene Beziehung ist deshalb nur eine Lüge, ein Schauspiel, inszeniert vom Magier, aber niemals entsteht daraus eine echte, innige Beziehung. Eines der wichtigsten Dinge in der Liebe ist schließlich die seelische Übereinstimmung, und sich die Seele des anderen durch Magie „zurechtzubiegen“ ist wahrhaft kein Zeichen aufrichtiger Liebe des Anwenders.

Oftmals ist eine Beziehung auch gar nicht das Ziel eines Liebeszaubers, sondern er wird rein aus dem Motiv des körperlichen Begehrens heraus gewirkt, aus egoistischem Verlangen, bei denen sich der Magier oder Auftraggeber über die Rechte und den freien Willen des Opfers einfach hinwegsetzt.

Ein Liebeszauber nimmt dem Opfer seinen freien Willen und damit seine Freiheit. Sexuelle Zauber sind damit vergleichbar, ein Opfer mit Drogen willenlos zu machen und dann sexuell zu mißbrauchen. Letztlich schaden solche Dinge also der eigenen Psyche, ebenso wie sich die eines weltlichen Verbrechers durch solche Taten negativ verändern würde.

Selbst wenn man den moralisch-ethischen Aspekt beiseite lassen und die psychische Eigenveränderung hinnehmen würde, wozu viele in solchen Ausnahmesituationen ja auch bereit sind, sollte man sich folgende Fragen stellen: Will man wirklich, daß der andere nur deshalb mit einem zusammen ist, weil sein freier Wille einem Zauber unterliegt? Oder möchte man nicht lieber um seiner selbst willen auf ehrliche, freiwillige und natürliche Weise geliebt werden oder, wenn es so nicht sein soll, nicht lieber auf eine Beziehung verzichten, die gar nicht echt ist? Wie wäre es wohl, selbst das Opfer eines Liebeszaubers von jemandem zu sein, den man selbst ablehnt?

Im Grunde ist das Opfer eines solchen Zaubers nur eine willenlose „Hülle“, die sich zwar zu einem hingezogen fühlt, aber nicht einmal weiß warum. Im Unbewußten wird das Opfer daher psychisch unter diesem inneren Widerspruch leiden und niemals wirklich glücklich sein. Und das bekommen beide Partner durch einen Liebeszauber auch immer und immer wieder zu spüren.

Darüberhinaus manipuliert ein Liebeszauber häufig genug auch seinen Nutznießer. Im schlimmsten Fall ist das Opfer durch einen starken Willen oder einen Zauber so gut geschützt, daß der Zauber auf seinen Urheber zurückfällt, der fortan dem Opfer völlig verfallen sein wird. Aber auch wenn das nicht passiert, hat der Liebeszauber dennoch häufig genug Auswirkungen auf den Nutznießer, der ihn schließlich in einem (echten oder sich selbst eingeredeten) Gefühl von Liebe wirkt, welches der Zauber natürlich als Träger dieses Willens ebenfalls aufgreift und auch im Anwender verstärkt.

Das kann zur Folge haben, daß solche künstlichen Beziehungen richtig lange halten, selbst wenn die Partnerschaft schon lange nicht mehr wünschenswert ist, auch seitens des Nutznießers nicht mehr. Daraus resultiert dann eine ziemlich schlimme Beziehung, in der auch der Nutznießer todunglücklich ist, doch – selbst verzaubert – unfähig und nicht willens ist, den Zauber aufzuheben oder einen Gegenzauber zu wirken.

Die Beziehung einfach zu lösen, funktioniert auch nicht, da man meist nicht dazu fähig ist, oder aber der noch immer verzauberte Partner wie wahnsinnig klammert und man ihn nicht mehr los wird. Es kann eine absolute Abhängigkeit voneinander (und von diesem Zauber) entstehen, egal wie schlecht diese Beziehung auch sein mag.

Bemerkt man, daß man die andere Person doch nicht mehr liebt, weil sie nicht das ist, was man sich von ihr erhofft hat, oder man sich anderweitig verlieben sollte, ist das wahrhaftig keine schöne Situation. Es kann auch passieren, daß man sich trennt, mal vom einen, mal vom anderen ausgehend, dann aber durch die Macht des Zaubers immer wieder zusammenkommt, und das Spiel wieder von vorn losgeht.

Ebenfalls häufig passiert es, daß eine durch Magie zustande gekommene Beziehung erst ein paar Monate gutgeht, es dann einen riesigen Knall gibt, dem eine Trennung folgt, und es entwickelt sich Haß. Dennoch kommt man gegenseitig nicht mehr voneinander los, weil kein wirklicher Schlußstrich gezogen werden kann, und ein langer, schmerzvoller Leidensweg beginnt.

Liebeszauber sind eine Selbsttäuschung für Kurzsichtige, denn langfristig schaffen sie nur noch mehr Leid und Schmerz.

Bevor es also Anfragen hagelt: Nein, ich wirke keine Liebeszauber, weder für mich, noch für meine Freunde, noch für sonstwen, und auch nicht für Geld. Es erwächst nämlich nichts Gutes daraus – und ein solcher Zauber muß zudem aufrechterhalten, also permanent mit Energie versorgt werden, was recht anstrengend ist, sonst kommt nämlich eines Tages das böse Erwachen.

Deshalb werde ich an dieser Stelle auch nicht erklären, wie man so etwas durchführt. Und auch jene, die „von selbst darauf kommen“, weil sie als Magier den richtigen Weg spüren, kann ich nur warnen, so etwas nicht zu tun. Jeder ist seinem eigenen Gewissen verantwortlich und wird dadurch beeinflußt, was er tut.

Aber ich empfehle jenen, die auf der Suche nach Liebe sind oder eine bestehende Beziehung retten wollen, etwas viel Besseres und auch Wirksameres: den indirekten Liebeszauber. Dieser wirkt nicht auf eine andere Person, sondern auf den Suchenden selbst. Natürlich ist ein indirekter Liebeszauber auch eine Manipulation, aber auf sich selbst, und daher ist man damit einverstanden. Er verbessert ganz einfach das Selbstbewußtsein, das Auftreten, die Ausstrahlung und damit auch die Attraktivität.

Das eigentliche Ziel des Zaubers ist es aber nicht, dauerhaft „magisch“ attraktiv zu wirken, denn auch das muß man aufrecht erhalten. Nein, Ziel ist es vielmehr, daß man das für kurze Zeit tut, um daraus zu lernen – zu lernen, wie es ist, wie es sich anfühlt, attraktiver zu sein oder sich so zu geben. Wenn man das verstanden und verinnerlicht hat, kann man es ins wahre Leben zumindest ein gutes Stück weit übernehmen und sich selbst auf natürliche Weise ändern und verbessern. So wird man auch in Liebesdingen erfolgreicher sein, mit dem Ergebnis, daß sich vielleicht dadurch ganz von selbst der gewünschte Erfolg einstellt, weil man beim anderen nun in einem neuen Licht erscheint, wenn man es wirklich will. Dieser Erfolg muß sich nicht einmal unbedingt beim angestrebten Partner zeigen, aber die Welt ist ja voller Alternativen.

Der indirekte Liebeszauber funktioniert wie jeder andere Zauber auch durch magische Trance, Willen und Visualisierung. Die praktische Ausgestaltung sollte man – wie bei jedem Zauber – selbst entwickeln, damit er auch auf einen persönlich zugeschnitten ist. Ob er kurzzeitig, länger oder sogar dauerhaft wirkt, liegt dann daran, was man will. Allerdings muß der Zauber aufrecht erhalten, d.h. weiter mit Energie versorgt werden, so lange er wirken soll. Das geschieht zwar mehr oder weniger unbewußt, kostet aber auf Dauer eine Menge Kraft, also nicht übertreiben.

Der wichtige Unterschied zu einem Liebeszauber ist aber, daß es ein positiv wirkender Zauber ist, mit dem das Ziel (man selbst) einverstanden ist, keine Beeinflussung einer dritten Person ohne deren Zustimmung, und das ist für die Psychen des Magiers und auch für die des Ziels (falls nicht identisch) und auch für die des angestrebten Partners ein ganz wichtiger Unterschied – auch für sein Gewissen.

Die Magie dient hier als Lernhilfe, nicht als manipulatorisches Werkzeug. Es ist eine kleine Stütze auf dem Weg eines Magiers, dessen ständiges Ziel die Verbesserung (Transformation) des Selbst ist – zumindest für den, der das Wesen der Magie verstanden hat…

Aber wenn jemand sein Herz nun mal bereits an eine ganz bestimmte Person verloren hat, und diese Liebe nicht erwidert wird, so gibt es auch für diese schmerzhafte Konstellation den richtigen Zauber, nämlich jenen, der nur auf den verzweifelten Liebenden wirkt, ihm hilft, loszulassen, und der bei ihm genau diese Schmerzen unterbindet – zugegeben, keine leicht zu erreichende und vielleicht auch nicht so befriedigende Lösung, aber wenigstens ein ohne Konflikt gangbarer Weg.

2.7. Verantwortung
Mit wachsender Möglichkeit der Beeinflussung wächst natürlich auch die Verantwortung gegenüber Mitmenschen, gegenüber Kultur und Natur. Man kann seinen Weg frei wählen, aber Freiheit wird oft nur mit Verantwortungslosigkeit verwechselt. Freiheit bedeutet immer auch Wachsamkeit, und sie macht eine Menge Arbeit. Bei Mißachtung dieser Verantwortung neigt der Erfolgsmagier dazu, schließlich nur noch Eigentore zu schießen, der Wanderer auf seinem Pfad kann diesen leicht wieder verlieren.

Ein Problem, das oft entsteht, wenn jemand seinen Weg kraftvoll geht, ist, daß er leicht Nachahmer findet, was natürlich Unfug ist, da jeder Mensch einen eigenen charakteristischen Weg hat. Und sicher ist es auch eine der Fallen für Magier, sich von einer wachsenden Anhängerschaft geschmeichelt zu fühlen. Das Gegenteil sollte der Fall sein, und aus der Lehre eines guten Meisters gehen nicht gute Schüler, sondern eigene Meister hervor.

 3. Der Magier

3.1. Wie sieht ein Magier aus?
Viele Menschen haben die Vorstellung, daß ein Magier eine mit magischen Symbolen bestickte Robe und einen spitzen Hut oder einen dunklen Umhang mit riesigem Kragen trägt, einen Zauberstab mit seltsamen Applikationen daran in der Hand hält, hoch droben in einem einsamen Turm wohnt, eine Hakennase und schmale Lippen hat, immer finster dreinschaut, ständig geheimnisvolles Zeug murmelt oder heimtückisch kichert und stets in einer Rauchwolke erscheint oder verschwindet, anstatt Türen zu benutzen, und selbstverständlich einen Pakt mit dem Teufel, Dämonen oder anderen bösen Mächten geschlossen hat.

Das ist natürlich alles Unsinn. Warum sollten Magier anders aussehen als jeder andere Mensch auch? Äußerlich unterscheiden sie sich generell überhaupt nicht vom Rest der Menschheit. Allenfalls durch dezente Zeichen, wie ein getragenes Pentagramm, geben sich manche zu erkennen, doch solche Zeichen werden auch von anderen Leuten getragen, die mit wahrer Magie nichts zu tun haben.

Natürlich gibt es auch Ausnahmen unter den Magiern, die sich tatsächlich aufdonnern und sich mit allerlei „magischem“ Krimskrams behängen, wie Ringen, Kristallen, Amuletten, besondere Kleidung, etc., um damit ihre „esoterische“ Wichtigkeit meinen unterstreichen zu müssen.

Dadurch sind sie aber noch lange keine Magier oder „Esoteriker“. Esoterik bedeutet „von innen kommend“. Alle äußeren „magischen“ Attribute haben einen exoterischen Charakter, und solange jemand Magie im Äußeren sucht, steht er noch auf der untersten, exoterischen Stufe des Weges. Klischee-Magier
Bei auf solche Weise aufgemachten Magiern scheint entweder der Mangel an Selbstwert größer zu sein als ihr Können oder aber sie tun es aus kommerziellen Werbezwecken oder aus Geltungssucht heraus, und solch ein Verhalten hat nichts mit Spiritualität zu tun.

Wer am meisten wie ein Klischee-Magier aussieht, ist wahrscheinlich auch am weitesten von der Magie entfernt und mit ziemlicher Sicherheit sogar ein Scharlatan. Ein wahrer Magier hat es nämlich nicht nötig, sich so herauszuputzen, da für ihn solche Dinge gar nicht wichtig sind.

3.2. Woran erkennt man einen Magier?
Es ist schwierig, Magier so ohne weiteres zu erkennen, denn gewöhnlich gehen diese nicht mit ihrer Gabe hausieren. Ein Magier unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Menschen durch seine „inneren“ Qualitäten, wie Zentriertheit, Gelassenheit, spirituelle Erkenntnis und Bewußtheit seines Weges. Während der Nichtmagier sich gewöhnlich meist mehr oder weniger murrend in sein Schicksal fügt, sucht und findet der Magier Mittel und Wege, sein Schicksal zu lenken, Probleme zu lösen und auch Niederlagen in Siege umzuwandeln.

Manche, nicht alle, entscheiden sich dafür, anderen Menschen mit ihren Fähigkeiten zu helfen und machen entsprechend Werbung. An ihrem Erfolg zeigt sich, wie gut sie sind, und sicherlich gibt es weitaus mehr Scharlatane als echte Magier.

Andere Magier benutzen diese Kraft, um ihren eigenen Weg zu gehen und verhalten sich dabei eher unauffällig.

3.3. Was macht ein Magier?
Auf Dauer ist es wirklich zu anstrengend, ständig finster dreinzuschauen, geheimnisvolles Zeug zu murmeln, heimtückisch zu kichern, täglich Leute zu verfluchen, zu verwandeln oder zu verzaubern, den Teufel zu verehren, in blutigen Ritualen Jungfrauen zu opfern, sich mit soeben beschworenen Dämonen herumzuärgern und gleichzeitig noch daran zu werkeln, die Weltherrschaft an sich zu reißen.

Deshalb tun Magier auch ganz andere Dinge, als Volksmeinung und Boulevardpresse es ihnen nachsagen. Ein Magier in der heutigen Zeit übt genauso normale Berufe aus wie jeder andere auch. Daher hat er auch einen ganz gewöhnlichen Tagesablauf. Nur hat er einfach eine andere Einstellung zur Natur, zum Universum, zu seinem Unterbewußtsein und dessen Kräften, und er achtet deshalb mehr auf diese. Ab und zu benutzt er seine Kräfte auch, um Erkenntnisse zu erlangen oder etwas zu bewirken. Aber mit den typischen Klischeevorstellungen hat magisches Arbeiten nichts zu tun.

Ganz allgemein ausgedrückt ist ein Magier ein Mensch, der eine entschiedene Anstrengung unternimmt, um aus sich selbst heraus eine tatsächlich funktionierende Beziehung zwischen seinem Inneren und seiner äußeren Realität herzustellen, weil er nicht damit zufrieden ist, nur eine Marionette im großen Spiel zu sein, sondern auf eigenes Risiko mitspielen will.

Magier streben zwar nach Macht, doch dieser Begriff bedarf einer Erklärung, weil er in Bezug auf Magier sehr oft mißverstanden wird (manchmal auch von ihnen selbst). Das Wort „Macht“ stammte schon in altgermanischer Zeit von der persischen Wurzel „magh“ (können, vermögen) ab. Später entwickelten sich daraus über das mittelhochdeutsche „müg(e)lichkeit“ auch die Wörter „Möglichkeit“ und „Vermögen“ im Sinne von „Fähigkeit, Kraft, Zeugungskraft, Mittel, Geld und Besitz“. Magische Macht bedeutet magisches Können, das Vermögen, magisch zu wirken, und natürlich wollen Magier diese Macht erlangen und steigern.

Magische Macht bedeutet für den ernsthaften Magier aber in erster Linie die Macht über das eigene Schicksal zu erlangen. Anstatt ständig fremdbestimmt als Opfer durchs Leben zu wandeln, will er dieses Leben in die eigenen Hände nehmen, eigenverantwortlich und frei, nur den eigenen und bestimmten gesellschaftlichen und staatlichen Gesetzen gehorchend. Außerdem ist der Spruch „Wissen ist Macht“ für den Magier sehr zutreffend, denn ein großer Teil der angestrebten Macht sind Wissen und Erkenntnis.

Die Macht in Form von Herrschaft über andere Menschen, wie der Begriff assoziieren mag, kann zwar damit inbegriffen sein, ist für die meisten Magier allerdings nachrangig und auch negativ belegt. Obwohl es immer wieder Magier gibt, denen es vornehmlich um diese Form der Machtausübung geht, betrachten sie die meisten lediglich als nützliche und ab und zu auch benutzte, zumeist aber nicht notwendige Möglichkeit, sich zu wehren, Hindernisse zu beseitigen oder materielle Ziele zu verwirklichen.

Es gibt unendlich viele Arten, Magier oder etwas ähnliches sein zu können und diesen Weg zu gehen, jeder auf seine Weise, so wie es auch die unterschiedlichsten Arten gibt, Magie zu betrachten und auszuüben. Nur eines haben wohl alle gemeinsam: sie arbeiten mit Magie und haben eine Wahrnehmung, die über die normalen Sinne hinausgeht.

Was sie dann damit anstellen, kann aber wieder vollkommen unterschiedlich sein. Magie ist etwas sehr Individuelles, und so wirkt jeder Magiebegabte auf seine eigene, ganz persönliche Art und Weise. Grobe Richtungen lassen sich in Begriffe gruppieren, so zum Beispiel Magier, Hexen, Druiden, Schamanen, Priester etc., aber auch innerhalb einer solchen Gruppe gibt es zwischen ihren Vertretern große Unterschiede. Und jeder von ihnen ist einzigartig, denn die Begabungen und Interessen sind nun einmal verschieden.

Deshalb macht der eine Magieanwender auch noch lange nicht dasselbe wie ein anderer. Jeder Magier lebt im Grunde seine ureigene individuelle Version dieser Weltanschauung. Für manche ist es eine Zaubertechnik, für andere eine Lebensphilosophie und für wieder andere eine Religion. Manche glauben an Götter, andere nicht. Manche organisieren sich, andere arbeiten allein oder mit Freunden. Magier tragen sehr viel Verantwortung, und etliche mißbrauchen ihre Fähigkeiten auch. Jeder ist ein Individuum, so wie jeder andere Mensch auch. Dennoch sind sie alle Magier, egal ob sie sich nun Magier, Zauberer, Hexe, Schamane, Priester, Psioniker oder wie auch immer nennen.

Unter Magiern gibt es genauso gute und böse Charakterzüge wie unter den anderen Menschen auch – denn sie sind normale Menschen, die sich lediglich ein besonderes Talent erschlossen haben. Deshalb gehören die Magier auch keinem elitären Kreis an (obwohl sie oft der Gefahr unterliegen, dies so zu sehen), sondern unterscheiden sich nicht wirklich von anderen, die ebenfalls ein besonderes Talent haben, wie beispielsweise ein Musiker.

Die einen machen viele Rituale, die anderen wirken Magie aus dem Stegreif, es gibt welche, die sehr festgelegte Glaubensvorstellungen haben, andere sehen es einfach als Lebensphilosophie und arbeiten kaum mit Magie. Nur man selbst kann sagen, was für einen selbst richtig und was falsch ist.

Der wohl überwiegende Teil der Magier arbeitet als Einzelgänger für sich allein, andere schließen sich zu Gruppen zusammen. Solche Gruppen nennt man bei Magiern Zirkel, von „circulum“ (lat.: Kreis), bei rein zeremoniellen Gruppen Orden und bei Hexen Coven, was aus dem Englischen kommt und sich von „conventus“ (lat.: Versammlung) ableitet. Die meisten Traditionen zeremonieller Magie konzentrieren sich auf die Zusammenarbeit mit anderen in einer kleinen Gruppe. Allerdings gehört längst nicht jeder Magier einer Gruppe an. Viele ziehen es vor, ihren eigenen Weg zu gehen und sich ihre Inspiration aus publizierten Quellen und aus sich selbst heraus zu holen.

Meist werden auch Gruppenmitglieder Mischformen praktizieren, bei denen Einzelgänger zuweilen bei Gruppen teilnehmen, und Gruppen, deren Mitglieder mehreren Gruppen angehören. Natürlich gibt es auch absolute Einzelgänger und Gruppen, die sich abkapseln, aber alle sind gleichrangig, und jeder kann frei entscheiden, wo und mit wem er zusammenarbeiten möchte (vorausgesetzt, daß die Gruppe denjenigen aufnehmen möchte, denn auch deren Mitglieder können dies natürlich frei entscheiden). Wer mit der Linie einer Gruppe nicht einverstanden ist, scheidet aus und sucht oder gründet eine Neue.

So werden manche Magier bestimmte Rituale und Feste mit der Gruppe teilen, andere aber lieber allein durchführen. Auch Gruppen gehen nicht immer einen gemeinsamen Weg. Viele entwickeln auch in der Gruppe ihre eigene, persönliche Spiritualität, um dadurch Selbstbewußtsein und Kraft zu gewinnen. Dieses nutzen sie dann sowohl als Individuum als auch in ihrer Rolle des Gruppenmitglieds.

Meistens geht es bei konkretem magischen Tun um konstruktive, hilfreiche Dinge für einen selbst oder einen engen Kreis von Freunden und Familie oder auch Haustieren. Sei es Heilung, Unterstützung, Erfolge in Beruf, Geschäften, privaten Dingen, Liebe, Förderung von Glück und Wohlstand – es geht um eine magische Steigerung dessen, was man gemeinhin „Lebensqualität“ nennt.

Magie dient auch als spiritueller Weg. Einige magische Übungen und Rituale werden durch die Magier auch als tiefgehende spirituelle Disziplin benutzt. Das Ziel dieser Magie ist nicht die Transformation der äußeren Welt, sondern die Veränderung der inneren Welt, dem Geist und der Seele des Magiers.

3.4. Kann jeder Magier werden?
Da bin ich mir nicht sicher. Prinzipiell kann wohl jedes intelligente Wesen (ich sage bewußt nicht „Mensch“, weil nicht auszuschließen ist, daß auch bestimmte Tiere den Zugang finden könnten) diesen Zustand erreichen. Weil der Mensch ein geistiges Wesen ist, kann er daher grundsätzlich auch Magie wirken, wenn auch mit erheblichen Unterschieden in Art (Qualität) und Umfang (Quantität) und damit in der Effizienz.

Ob es da physische Grenzen gibt, d.h. ob jemand diesen Teil des Unterbewußtseins einfach nicht hat, ihm der Zugang aus physischen Gründen verwehrt ist oder er einfach kein Talent dafür hat, soll im Raum stehen bleiben. Die meisten scheitern aber wohl eher aus psychologischen Gründen.

Der Großteil der Menschheit ist zu einer wirksamen magischen Handlung nicht fähig – ausgenommen, er agiert in einer Massenbewegung. Das liegt nicht etwa daran, daß die meisten Menschen nicht genügend magische Kraft besäßen, denn sie haben viel mehr Kraft, als sie jemals vermuten würden.

Die meisten Menschen sind deshalb keine Magier, weil sie ihre Energien nicht durch Wissen und entsprechende Techniken auf die richtigen Stellen konzentrieren können oder dieses durch Zweifel oder Erziehung nicht wollen. Ein richtig angesetzter Hebel kann sehr viel bewegen, doch wenn man nicht weiß, wo er anzusetzen ist, bewegt man gar nichts.

Magie ist anstrengend! Sie ist etwas zum Nachdenken und „Machen“ – vor allem zum Aus-dem-Quark-kommen-müssen, was die Einstellung zu sich selbst, dem eigenen Leben und zur Natur betrifft. Unsere Gesellschaft ist aber zu einer Horde fauler Konsumenten verkommen, die nichts selbst machen und vor allem nicht nachdenken wollen.

Magie kann man aber nicht konsumieren, denn man muß sie aktiv erfahren. Der Umgang mit ihr ist das Arbeiten an sich selbst. Und das wollen leider die Wenigsten – oder sie behaupten es nur. Aber nur auf diese Weise gelangt man zu einer Verbesserung des eigenen Selbst. Wer dazu zu faul ist und erwartet, alles schön fertig aufbereitet serviert zu bekommen, wird die Beschäftigung mit wahrer Magie bald wieder aufgeben und läuft dann Gefahr, irgendeinem „esoterischen“ Schwachsinn aufzusitzen.

3.5. Die Voraussetzungen eines Magiers
Der Arzt und Mystiker Agrippa von Nettesheim (1486 bis 1535) schrieb: „Die magische Gewalt setzt beim Menschen eine große Würdigkeit voraus, denn unsere Gedanken, unsere höchste Geisteskraft ist allein der Wundertäter in uns.“

Gemeint ist mit dieser „Würdigkeit“ eine gewisse geistige Disziplin, die nicht nur Wissen und Konzentrationsfähigkeit beinhaltet, sondern genauso auch geistige und ethisch-moralische Reife und Verantwortung mit einschließt.

Der Weg des Magiers stellt harte Anforderungen, deren Wucht den Anfänger die eigene Winzigkeit erkennen läßt. Und auch ich bin mir bewußt, wie schwierig dieser magische Weg ist und daß dafür mancher Preis zu zahlen ist – und das endet niemals, auch wenn man schon erfahrener geworden ist. Daher bemühe ich mich, dem Leser, auf den all diese Anforderungen einstürmen, deutlich zu machen, daß es mir nicht besser geht als ihm, und daß ich gerade auch die Anfangsschwierigkeiten nicht vergessen habe und auf sie eingehen werde.

Um ein Magier sein zu können, bedarf es eigentlich hauptsächlich folgender geistiger Eigenschaften:

o Aufgeschlossenheit – Ein Magier muß bereit sein, die durch Erziehung oder von Autoritäten übernommenen Dogmen und Konventionen zu überprüfen und gegebenenfalls abzustreifen. Er muß bereit für neue Erfahrungen sein und diese auch akzeptieren können. Wer also Magie praktizieren will, braucht zunächst einmal den Mut, über den eigenen Schatten des Gewohnten zu springen, seinen Ängsten ins Auge zu blicken und sie zu überwinden, ohne sie jedoch zu verdrängen oder kurzerhand auszumerzen. Diese Bereitschaft ist unabdingbar, und sie wird im Laufe der Praxis immer wieder auf die Probe gestellt werden.

o Aufmerksamkeit – Durch die Aufmerksamkeit des Geistes schärft der Magier seine Sinne und lernt sich und seine eigenen Impulse besser kennen.

o Gelassenheit – Durch seelische Gelassenheit lernt er, alle Phänomene, die ihm auf seinem Weg begegnen mögen, ohne emotionalen Zwang einzuschätzen und konstruktiv zu nutzen.

o Entspanntheit – Durch körperliche Entspanntheit lernt er, seinen Körper besser zu beherrschen und Blockaden zu lösen, die ihn sonst behindern würden.

o Konzentration – Alle Magie beginnt bei den Gedanken, und nichts ist so mächtig, wie ein konzentriert formulierter und über längere Zeit visualisierter Gedanke. Aber man muß seine Gedanken auch unter Kontrolle halten können, sonst schweifen sie ab und führen den Magier von seinem Ziel fort.

o Intuition – Dies ist eine wichtige Voraussetzung, denn wer keine „Idee“ hat, wie er vorgehen soll, kommt auch nur schwerlich zum Ziel.

o Ausdauer – Ein Magier muß den festen Willen haben, auch dann durchzuhalten, wenn es ihm schwerfällt und sich scheinbar alles gegen ihn wendet. Das wird oft der Fall sein, denn auch auf einem magischen Weg fallen einem die Dinge nicht in den Schoß. Jemand hat einmal sehr treffend gesagt, daß man nicht leicht und auch nicht billig Magier wird. Die Fähigkeit, Realität zu transformieren, erreicht man nicht, wenn man bei der kleinsten Hürde aufgibt, die sich einem in den Weg stellt.

o Geduld – Weder wirke man Magie in Eile, noch versuche man auf einem holprigen Weg zu rennen, den man besser mit viel Zeit nur gehen sollte. Ergebnisse und Fortschritt lassen sich nicht erzwingen.

o Glaube – Es ist unerläßlich, daß man an seine Fähigkeiten glaubt und auf sie vertraut, sonst funktionieren sie nicht. Ein Magier akzeptiert üblicherweise seinen Glauben an Magie, wobei der Glaube selbst nur ein Werkzeug, eine mythische Arbeitshypothese zum Erreichen von Wirkungen darstellt, denn er ist kein Selbstzweck. Bei diesem Glauben handelt es sich um nicht mehr als einen psychologischen Geisteszustand, der für den Moment alle tiefenpsychologische Theorie vergißt und nur das Funktionieren magischer Techniken als Tatsache annimmt. Das ist gerade anfangs nicht einfach, gibt aber dem Unterbewußtsein die Kraft und die Möglichkeit, tatsächlich die eigene und manchmal auch die Realität anderer Menschen formen zu können. Der feste Glaube an seine eigene Magie ist das Mittel, nicht der Zweck – das Fahrzeug, aber nicht das Ziel.

o Selbstkenntnis – Sehr wichtig ist die Selbstkenntnis. Das bedeutet, sein eigenes Selbst zu kennen, zu erkennen und dabei auch ehrlich zu sich selbst zu sein. Wer sich selbst nicht kennt, hat auch nicht die nötige Grundlage, um Magie zu wirken. Darum gehört zu jeder vernünftige Ausbildung das Nachdenken über sich selbst und die Analyse der eigenen Person.

o Verantwortlichkeit – Als Magier ist es unabdingbar, für das jeweilige Weltbild sowie seine Handlungen jederzeit die volle Verantwortung zu übernehmen.

Alle diese Faktoren stehen in Wechselwirkung zueinander und bedingen sich daher gegenseitig. Sie gehören zu den Grundlagen auf dem magischen Pfad.

Die Realität im Geist zu transformieren kann man lernen, aber es ist ein langer und schwieriger Weg, oftmals unmöglich erscheinend, zuweilen von angeborenen, teils anerzogenen, teils auch unerklärlichen Grenzen und Behinderungen erschwert.

Manche benötigen dazu einen Lehrer, der sie anleitet, andere, meist Fortgeschrittenere, hingegen schaffen diesen Weg auch allein, wenn es nur noch gilt, einst Gekonntes und Gewußtes wieder an die Oberfläche des Bewußtseins zu bringen. Denn Lernen auf dem magischen Weg bedeutet nicht nur Äußeres zu verinnerlichen, sondern auch das Innere hervorzukehren (sich er-innern).

Wer ein erfolgreicher Magier werden möchte, sollte körperlich, geistig und seelisch gesund und ausgeglichen sein. Dazu gehören auch Dinge wie ausreichend Schlaf, gutes und gesundes Essen und ein erfülltes Sexualleben. Personen mit körperlichen oder gerade auch psychischen Krankheiten gehen bei der Beschäftigung mit der Magie ein erhöhtes Risiko ein, dennoch liegt ihr Handeln in ihrer eigenen Verantwortung.

Eine sehr wichtige Voraussetzung, um ein erfolgreicher und vor allem geistig gesunder Magier sein zu können, ist es, sein weltliches Leben leben zu können.

Sein weltliches Leben zu leben – das klingt einfach. Na klar lebt man sein weltliches Leben, also was soll das?

Gemeint ist aber, es wirklich zu „leben“, nicht bloß es „abzusitzen“, es „zu durchlaufen“, es „abzuspulen“, vor sich hin zu vegetieren als bloße Existenz. Nein, hier geht es um ein bewußtes leben und „er-leben“ des weltlichen Lebens, und dies mit Freude und Stolz, denn das Leben, auch das profane, ist heilig und verdient es, auch so gelebt zu werden. Das soll nun keine Mystifizierung werden, sondern hat einen sehr realen Hintergrund, der aber vielleicht gerade durch ein mystisches Bild am ehesten verständlich gemacht werden kann.

Man stelle sich einen Baum vor, der nach oben wächst und bestrebt ist, möglichst hoch und möglichst breit seine Blätter auszustrecken, um das Sonnenlicht einzufangen. Je mehr Licht er bekommt, desto besser kann er in die Höhe wachsen und desto besser kommt er an immer mehr Licht heran. Und so wächst und wächst er, sein ganzes Streben nur auf das Licht gerichtet. Aber in luftiger Höhe ist es auch windig, und würde der Baum nur nach oben wachsen, würde er irgendwann unweigerlich umkippen, sei es, daß ihn ein Sturm entwurzelt, dem er nicht standhalten kann, oder durch sein zunehmendes Ungleichgewicht auch einfach so.

Deshalb ist es wichtig, daß der Baum im gleichen Maße, wie er nach oben strebt, auch seine Wurzeln wachsen läßt, sie weit verzweigt und tief in die Erde senkt, damit sie ihn festhalten und mit dem lebensnotwendigen Wasser versorgen. Ohne genügenden Halt durch die Wurzeln kann der Baum nicht bestehen, ohne genügend Wasser über die Wurzeln aufzunehmen, kann er keine Blätter bilden, die das Licht einfangen. Aber läßt er nur Wurzeln und keine Zweige mit Blättern wachsen, wird er ohne genug Licht nur dahinkümmern und nie blühen. Er muß beides gleichermaßen tun, nach oben wie nach unten wachsen, um ein erfülltes und stabiles Dasein im Gleichgewicht zu haben.

Ein entwurzelter Baum – das wäre ein Mensch, der so blindlings nur nach dem Okkulten strebt, daß er im wahrsten Sinne den Halt, den Boden unter den Füßen verliert. Er erleidet einen Realitätsverlust, und dieser ist eine psychische Störung. Mit einer solchen wird er aber als Magier nicht weit kommen, sondern sich in einem Gewirr esoterischer Irrlehren, Selbsttäuschungen und Sackgassen verlieren, aus dem der Weg zurück sehr schwierig ist. Dies passiert insbesondere jenen Menschen, die sich trotz oder gerade wegen ihrer weltlichen Probleme mit Magie beschäftigen. Sie nutzen diese Beschäftigung dann exzessiv, um ihre weltlichen Probleme zu verdrängen, anstatt sich ihnen zu stellen, eine Flucht vor der Realität.

Umgekehrt wäre das Beispiel vom zu sehr verwurzelten Baum mit unterentwickelter Krone ein Mensch, der sich so sehr ans Weltliche klammert, sich schicksalsergeben allein von Gewohnheiten, Konsum und Medien leiten läßt, ohne je den Blick „nach oben“ zu richten, also dafür offen zu sein, daß es noch mehr Dinge geben kann, die eine Lebensqualität ausmachen. Er wird im wahrsten Sinne des Wortes nicht sehr viel vom „Licht“ abbekommen.

So wie ein gesunder Baum Wurzeln und Krone gleichmäßig entwickelt, sollte auch der Magier danach streben, in Beidem ein Gleichgewicht zu finden – im Weltlichen wie im Spirituellen. Nur wer fest im Leben verwurzelt ist, mit beiden Beinen fest im Leben steht, also ein erfülltes und bewußtes Leben auch „lebt“, besitzt die Standfestigkeit, sich der magischen Arbeit zu öffnen, weiß er doch eine gesunde Grundlage hinter sich, die ihm auch dabei hilft, nicht „den Boden unter den Füßen zu verlieren“, also „auf dem Teppich zu bleiben“, mit anderen Worten: im Leben zu stehen ohne den Sinn für die Realität zu verlieren. Und, was ebenso wichtig ist, aber oft unterschätzt wird, sie hilft dabei, nach einer „magischen“ Reise in andere Bewußtseinsebenen auch wieder sicher und mit vollständigem Bewußtsein („mit beiden Beinen“) in die Realität zurückzukehren.

Der Realitätsverlust ist eine oftmals viel zu sehr unterschätzte Gefahr der Beschäftigung mit dem Okkulten, der nicht wenige auch unterliegen. Deshalb wird auch immer wieder und wieder darauf hingewiesen, daß nur diejenigen sich relativ gefahrlos mit Magie beschäftigen können, die auch ihr Leben fest im Griff haben, d.h. die ein geregeltes und erfülltes Leben haben und ihre Probleme bewältigen können – es wirklich können, und sich nicht bloß dieser Illusion hingeben.

Weltliche und vor allem psychische Probleme sind eine Belastung für die Seele, und wie auch psychische Störungen und Erkrankungen können sie zu verheerenden Entgleisungen führen, wenn man sich mit Magie beschäftigt, denn Magie anzuwenden heißt tiefenpsychologische Experimente mit sich selbst durchzuführen, und das kann nur gutgehen, wenn man diese auch verträgt und nicht schon seelisch angeschlagen ist.

An sich zu arbeiten heißt für den Magier immer sowohl geistig als auch weltlich. Wie auch psychische Probleme behindern Alltagsprobleme und damit einhergehende Sorgen, Unzufriedenheit, Ärger, Streß, Ängste usw. den Geist bei der magischen Arbeit, indem sie ihn ablenken und Blockaden errichten. Dadurch kann die magische Tätigkeit auch in recht unerwünschte Richtungen gelenkt werden, insbesondere durch präsente Probleme, die das bewußte wie unbewußte Denken bestimmen und sich so noch verstärken können.

Also sollte man darauf achten, daß man sein weltliches Leben wirklich „lebt“, es also bewußt wahrnimmt und es auskostet, zu sich und seiner Art zu leben und dem, was man tut, steht, sich aber auch den Anforderungen und Problemen stellt, mit denen einen das Leben konfrontiert und diese meistert. Ein erfülltes weltliches Leben hat seinen Preis, und den muß man zahlen, denn er wird einem nicht abgenommen, auch durch Magie nicht (sie kann die Preisschraube zwar ein wenig lockern, mehr aber auch nicht).

Dazu gehört auch die tägliche Arbeit zum Broterwerb, der Lebensgrundlage, beziehungsweise damit vergleichbare Aufgaben (Haushaltsführung). Es spielt keine Rolle, was man tut oder wie das gesellschaftlich einzuordnen ist. Man sollte es nach besten Kräften tun und stolz darauf sein, denn auch das hat etwas mit Zufriedenheit zu tun – selbst wenn die Leistung von anderen nicht anerkannt wird, man selbst weiß aber, was man geleistet hat (oder auch nicht geleistet hat).

Wenn man sein Leben mit jemandem teilt, sollte man auch die Höhen und Tiefen des Partners verstehen, seine Komplexe und Talente, seine Fehler hinnehmen und die eigenen anerkennen. Man sollte weder zulassen, daß es zum ständigen Streit kommt, falls der Partner das Interesse für Magie nicht teilt oder akzeptiert, noch daß bei gemeinsamem Interesse so viel Zeit in die magische Beschäftigung gesteckt wird, daß für ein weltliches Zusammenleben nicht genug Zeit übrigbleibt.

Hat man Kinder, lehrt man sie die Dinge so zu sehen, wie sie sind, aber man zeigt ihnen auch, daß es noch Dinge jenseits des Weltlichen gibt, und man lehrt sie Verständnis, Respekt und Mitgefühl vor der Natur, ihren Geschöpfen und der Umwelt, denn eines Tages werden sie für dieses Erbe verantwortlich sein.

Diese Aufzählungen ließen sich noch endlos fortsetzen. Sein weltliches Leben wirklich und bewußt zu „leben“ ist eine der wichtigsten Aufgaben – eigentlich eines jeden Menschen, aber insbesondere eines Magiers. Es ist nämlich gleichzeitig der wichtigste magische Weg, den man je beschreiten wird, auch wenn nur wenige Menschen ihn je als solchen sehen werden.

Deshalb ist es auch so wichtig, eine Pause von der Beschäftigung mit Magie zu machen und sich ganz dem Weltlichen zu widmen, wenn dort etwas nicht stimmen sollte. Es gilt, erst einmal das weltliche Leben wieder in Ordnung zu bringen, bevor man sich erneut der Magie zuwendet, und die Magie kann warten – sie ist sehr, sehr geduldig, sie läuft einem nicht weg. Aber sie kann einen überrennen, wenn man nicht fest im Leben steht, und viele ignorieren diese Warnungen bis sie sich eines Tages als entwurzelter, umgestürzter Baum wiederfinden, der nicht oder nur schwerlich wieder aufzurichten ist.

Nur ein gleichmäßig entwickelter Baum kann mit seinen starken Wurzeln sowohl den „weltlichen Erdbeben“ als auch den „magischen Stürmen“ standhalten, die es ab und zu ganz sicher geben wird.

3.6. Wie wird man ein Magier?
Zu einem Magier wird man nicht, ein Magier ist man oder nicht. Das bezieht sich aber nicht nur auf irgendwelche magischen Fähigkeiten, sondern in erster Linie auf die Art zu denken. Letztendlich kann nur jeder selbst entscheiden, ob er ein Magier ist und was das für ihn heißt.

Die erste Frage, die sich jemand stellen sollte, der Magier sein möchte, lautet: „Warum will ich Magier sein?“

Die zweite Frage lautet dagegen: „Und warum will ich wirklich Magier sein?“

Die ehrliche Antwort auf diese zweite Frage ist der erste Schritt auf dem Weg. Ohne Ehrlichkeit sich selbst gegenüber führt der Weg nirgendwohin.

Viele haben angefangen, als Magier zu leben, aber viele haben auch schnell wieder aufgegeben, als sie merkten, daß dieser Weg steinig ist und man an sich selbst arbeiten muß, daß sie nicht perfekt sind und daß sie lernen müssen.

Wer nur deshalb ein Magier sein will, weil er es cool findet oder sich durch Magie schnelle Erfolge bei irgendetwas verschaffen will oder denkt, er gehöre dann zu einer Elite, der wird wahrscheinlich schon bald aufgeben und einen anderen, leichteren Weg gehen müssen.

In den Anzeigen einschlägiger Zeitschriften wimmelt es nur so von selbsternannten Magiern und Schamanen aller nur erdenklicher Ausprägungen. Für viel Geld einen Workshop oder ein Wochenendseminar besucht, schon ist der Magier oder Schamane fertig und bereits am Tag danach wird um Kundschaft geworben, die man selbst ausbilden oder deren Krankheiten man, wieder für viel Geld, heilen kann. Dies hat mit Magie oder Schamanismus nichts, aber auch rein gar nichts zu tun. Im Gegenteil, es werden Hoffnungen geweckt und Ansprüche aufgestellt, die dann nicht erfüllt werden können.

Nun könnte man über soviel Dummheit lachen, wenn diese Dummheit nicht so gefährlich wäre. Natürlich könnte ich zum Beispiel einer Gruppe von Menschen an einem Wochenende ein magisches Ritual in seinen Formen mit allen Einzelheiten erläutern und die notwendigen äußeren Techniken vermitteln, aber die dann materialisierten Kräfte auch zu beherrschen, dazu bedarf es langer kontinuierlicher Übung. Deshalb sei an dieser Stelle vor selbsternannten Magiern und ihren Spielereien ausdrücklich gewarnt. Auch wer gelernt hat, wie man einen Pinsel hält, ist damit noch lange kein begabter Maler.

Zunächst einmal hängt es von einem selbst ab, was man eigentlich erreichen will und wie das geschehen soll. Die Menschen sind sehr verschieden in ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten. Was für den einen richtig ist, muß es für den anderen noch lange nicht sein. So lassen sich pauschal nur ein paar wenige Ratschläge erteilen.

Man kann magisches Wissen nicht so ohne weiteres weitergeben. Tonnen von Theorie sind nicht so wertvoll wie ein Quentchen Praxis, und das praktische Wissen (das gnostische Wissen) ist eher ein tief verwurzeltes Gefühl für Magie und magische Erkenntnis als ein mit Worten beschreibbares Themengebiet.

Auch über das Fahrradfahren kann man einiges erzählen, aber worauf es ankommt, ist letztlich die praktische Übung. Wie will man jemandem rein theoretisch schildern, wie man auf zwei dünnen Reifen, mit denen man eigentlich umkippen müßte, das Gleichgewicht hält? Dafür entwickelt man durch praktische Übung mit der Zeit ein Gefühl, aber beschreiben kann man es nicht wirklich. Mit der Magie verhält es sich ähnlich – nur ist es dort noch weitaus komplizierter.

Magie ist nichts, was man in einem Schnellkurs erlernen kann. In das magische Arbeiten muß man hereinwachsen, ständig an den eigenen Fähigkeiten arbeiten und sich selbst unter Kontrolle haben. Nur wer sich selbst beherrscht, kann auch die Magie beherrschen. Es gehört eine starke und gefestigte Persönlichkeit mit einem starkem Willen zu dem Bild des Magiers oder der Magierin. So sollten labile oder in ihrer Persönlichkeit noch nicht gefestigte Menschen lieber erst einmal damit beginnen, an sich selbst zu arbeiten, um ein sicheres Gefäß zu bilden, in welchem das Wissen und Können bewahrt werden sollen.

Davon ausgehend, daß man sich inzwischen darüber klar geworden ist, was es für einen selbst bedeutet, ein Magier sein zu wollen, muß man sich zunächst einmal nach einer für sich passenden Art, an die Magie heranzugehen, umschauen. Das bedeutet, daß man sich kurz mit den gängigen magischen Gebieten beschäftigen sollte, um dann das für sich selbst Richtige auszuwählen.

Dazu nimmt man sich einige Stunden Zeit und geht in eine gut sortierte esoterische Buchhandlung. In der Abteilung Magie schaut man in jedes Buch hinein. Nur das, bei dem man sofort versteht, worum es geht, das sinnvoll und logisch nachvollziehbar erscheint, sich vielleicht schon mit einigen einem selbst, aber allgemein weniger bekannten und auch verifizierten Fakten deckt, und das vor allem zu Lesen auch Spaß macht, kauft man und arbeitet erst einmal ganz durch.

Ich möchte an dieser Stelle auch keine Empfehlung für ein bestimmtes Werk aussprechen, denn bei jedem Interessierten sind Hintergrund und Vorbildung völlig verschieden, und daher mögen auch vollkommen unterschiedliche Werke als Einstieg für den Einzelnen geeignet oder ungeeignet sein. Man sollte dort beginnen, wo man mit seiner Erfahrung, seinen Gedanken, seiner Literaturkenntnis und seinem sonstigen Wissen auch tatsächlich steht, und nicht dort, wo selbsternannte Lehrer einen gern hätten. Der Ausgangspunkt eines jeden unterscheidet sich von dem jedes anderen Menschen.

Ein guter Lehrer hätte allenfalls die Aufgabe, zu erkennen, wo sein Schützling sich auf dem Pfad befindet und ihm dies zu verdeutlichen. Er kann dem Schüler dann zwar Möglichkeiten aufzeigen, sollte sich aber nie anmaßen, dessen Weg zu bestimmen, denn höchstwahrscheinlich ist dieser nicht der eigene.

Den Zugang zur Magie muß jeder auf ganz individuelle Weise finden. Den Weg der Magie zu betreten ist ein sehr großer Schritt, und die größte Hürde dabei ist der eigene Unglaube, der einem im Weg steht (was nicht sein darf, kann auch nicht sein, also funktioniert es auch nicht). Zweifel an der Existenz der Magie oder der eigenen Fähigkeiten, Erziehung und religiöse Dogmen sind hier wohl die größten Hemmschuhe.

Den Zugang zur Magie kann man nicht erzwingen. Meist kommt „die Magie“ sogar ganz von selbst zu einem, wenn man eigentlich gar nicht daran denkt. Bei dem einen geschieht das schon sehr früh, bei dem anderen erst sehr spät. Es kann aber hilfreich sein, wenn man tiefer in sich selbst hineinlauscht und den Kontakt zu seinem eigenen Unterbewußtsein sucht.

Hat man den Weg zur Magie aber erst einmal beschritten, so kann man in kleinen Schritten langsam weitergehen. Auch hier gilt es, sich Zeit zu lassen. Die Magie kommt zu einem, wenn es an der Zeit ist, man kann ihr ein wenig entgegengehen, aber man kann sie nicht zu sich zwingen. Sich zu verkrampfen blockiert, und nur in der Entspannung kann die Energie fließen.

Die Magie stellt hohe Anforderungen an den Suchenden. Sie zeigt sich nicht gleich auf Anhieb, beziehungsweise auf eine Weise, die nicht immer sofort erkannt wird. Ferner spielt sie einem gerne Streiche, die gewöhnlich mit den eigenen seelischen Unzulänglicheiten zusammenhängen. Schließlich konfrontiert sie den Suchenden mit seinen vergrabenen Konflikten, Komplexen und Charakterschwächen, die erkannt und bewältigt werden müssen, will man weiterkommen. Deshalb ist die Beschäftigung mit Magie völlig ungeeignet für Menschen mit schweren psychischen Problemen, da diese dann eher weiteren Schaden nehmen statt voranzukommen.

Man wird nicht darum herumkommen, sich mit den grundsätzlichen magischen Übungen Konzentration und Visualisierung zu beschäftigen. Ohne diese beiden Fähigkeiten bewirkt man in der Magie nichts. Außerdem sind noch Übungen in Entspannungstechniken sowie „richtiges“ Atmen wichtig. Wer falsch atmet, erzeugt eine Disharmonie in seinem Energiesystem und wird mit magischen Übungen schnell Probleme bekommen, da hier psychische Energie freigesetzt wird, die sich dann in den Blockaden staut.

Es ist wichtig, immer tief in den Bauchraum zu atmen, d.h., das Zwerchfell muß voll miteinbezogen werden. Die meisten Menschen atmen zu flach. Wenn man jetzt plötzlich anfängt, „tief“ zu atmen, besonders, wenn man obendrein noch Raucher ist, treten Schwindelgefühle, Hustenreiz, Lungenstechen und ähnliche Probleme auf. Das ist auch kein Wunder, wenn die Lunge lange Zeit nicht richtig ausgelastet war. Wenn man das aber, ohne zu übertreiben, regelmäßig übt, verschwinden diese Phänomene, und es stellt sich mit der Zeit ein gesteigertes Wohlbefinden ein.

Ferner ist auch auf eine aufrechte Körperhaltung zu achten. Wer längere Zeit in verkrümmter Haltung vor dem Computer oder am Schreibtisch sitzt, blockiert dadurch ebenfalls seine Atmung. Hier ist Ausgleich gefragt.

Es ist für den Anfang eine gute Übung, gesteigerte Bewußtheit in Bezug auf die eigene Körperhaltung zu entwickeln. Wenn man dies nun noch durch entsprechende Entspannungs-, Konzentrations- und Visualisierungsübungen unterstützt, kommt man leichter voran.

Wie in jeder Ausbildung lernt der eine schneller und der andere langsamer. Deswegen ist der einfachste Weg der, seinen Zeitrahmen an seinen individuellen Bedürfnissen anzupassen und sich selbst gegenüber ehrlich genug zu sein, erst bei befriedigenden Ergebnissen mit der nächsten Übung anzufangen. Übungen sollten zwar regelmäßig gemacht werden, aber Übertreibungen sind nicht ratsam. Man sollte außerdem nur dann magisch arbeiten, wenn einem auch stimmungsmäßig danach ist und man sich dabei wohlfühlt.

Der Magier muß sich auf seinem Weg auch mit seinem größten Kritiker auseinandersetzen – mit sich selbst. Er wird viel Kritik aushalten müssen aber auch vieles verstehen, was ihm vorher unbekannt war. Er wird von vielen Menschen, die nicht verstehen, was er tut, angegriffen werden, aber auch selbstsicherer werden. Er wird „Freunde“ verlieren, aber auch neue Freunde gewinnen, auch solche, an die er vorher nie dachte.

Ob diese Lebensänderung und der damit verbundene und nicht zu unterschätzende Aufwand für einen Menschen akzeptabel ist, das kann nur jeder selbst ganz allein für sich entscheiden.

3.7. Magie ist das Unbewußte
Das Unterbewußte oder Unbewußte ist ein ursprünglich von Carl Gustav Carus in seinem Werk „Psyche“ geprägter Begriff. Es meint psychische Inhalte, die dem Bewußtsein nicht oder vorübergehend nicht zugänglich sind, aber dennoch zur Gesamtheit der Psyche gehören und einen nachhaltigen Einfluß auf Bewußtsein, Seelenleben, Persönlichkeit und Verhalten haben. Es gibt zahlreiche unterschiedliche Hypothesen über die Art und Organisation des Unterbewußtseins.

Die magischen Urkräfte schlummern tief im Unbewußten. Dabei ist dieses „Unbewußte“ nicht bloß als „Hinterstübchen des Gehirns“ zu begreifen, sondern als eine Totalität, die jede Zelle des Körpers durchdringt und erfaßt. Die Instinkte sind derart tief im Körperlichen verankert, daß Wahrnehmung und Körperreaktion praktisch eins sind. Dann spricht man von „Reflexen“, aber auch, vor allem in älteren Texten, von „Fleischeswissen“.

Dieses genetische Urwissen halten die meisten beim modernen Menschen für weitgehend verkümmert. Dem ist jedoch nicht so. Man mißachtet es lediglich. Vielfach wird die Instinktsicherheit des Zivilisationsmenschen beständig unterschätzt, um dagegen den Mythos vom „naturverbundenen“ Wilden zu stellen, der angeblich fehlerlos im Einklang mit seiner Umwelt lebt.

Erstens ist auch auf die Instinkte des Naturmenschen (und auch auf die eines Tieres) nicht immer Verlaß, und zweitens leben gerade Naturvölker in einem Gefängnis von Tabus und Stammesregeln, die den Preis für ihre vermeintliche Instinktüberlegenheit doch reichlich hoch erscheinen läßt. In Wirklichkeit unterscheiden sich beide nicht sonderlich in ihren Instinkt-Reserven, sie gehen nur unterschiedlich damit um.

Der heutige, vielbeklagte „Verlust an Natürlichkeit“ (den übrigens die alten Griechen schon ebenso bejammerten wie die Renaissance, der Barock und die Romantik) ist viel eher eine Art von bewußtem, anerzogenem Ausblenden intuitiver Wahrnehmung. Man befindet sich in einer selektiven Wahrnehmung, die für den Magier kritisch wird, wenn ihm nicht bewußt ist, daß er den eigenen Teilausschnitt der Wirklichkeit mit dem Ganzen verwechselt.

Genauso kann es aber auch umgekehrt fatal sein. Weil der Mensch in der Regel nicht darauf trainiert ist, mit Intuitionen nüchtern umzugehen, reagiert er zwar mit gewaltiger Entzückung, wenn die Intuition zutreffend und einigermaßen positiv ist, aber auch mit ebenso gewaltiger Enttäuschung, wenn ihn die Intuition mal in die Irre führt oder Schlimmes verheißt.

Während man seinem Intellekt immer zubilligt, daß er sich auch mal irren kann, bricht für die meisten angehenden Magier gleich die ganze Welt zusammen, wenn sich irgendeine nette Vorahnung, auf die sie felsenfest vertraut haben, plötzlich als falsch entpuppt. Dahinter steht häufig eine Überschätzung der Magie, die nicht selten mit einer nichteingestandenen Furcht vor ihr einhergeht.

Sich also zu weit in Richtung seines Verstandes zurückzuziehen ist ebenso falsch wie sich völlig in „die Magie“ (das Unbewußte) zu flüchten. Wie so oft, ist auch hier ein gesunder Mittelweg erstrebenswert. Und vor allem: nur, weil jemandem etwas nicht vertraut ist, ist es deshalb noch lange nicht unnatürlich.

Magie ist etwas Natürliches, das wußten schon die alten heidnischen Religionen. Die Magie wurde nur paradoxerweise von einer Gesellschaft, welche durch eine im Widerspruch zur Natur stehende Religion („macht Euch die Erde untertan“) geprägt wurde, als unnatürlich bezeichnet. Diese Kultur verhinderte jedoch lediglich die Wahrnehmung, nicht aber das Vorhandensein der Magie im Menschen.

Menschen mit einem ausgeprägten Unterbewußtsein, vor allem jene, die über eine große Sensibilität, Intuition und Vorstellungskraft verfügen, haben eigentlich die größten Chancen, den Zugang zur Magie zu finden, denn oft sind sie bereits Magier, ohne es zu wissen.

Das Unterbewußtsein wendet seine „magischen“ Kräfte nämlich sehr oft an, aus eigenem Antrieb, ohne den Willen des Menschen, ja meist sogar ohne, daß dieser es großartig bemerkt. Plötzliche Eingebungen, telepathische Erlebnisse oder seltsame „Wendungen des Schicksals“ sind Anzeichen solcher unterbewußten Aktivitäten.

Wer so etwas an sich feststellt, kann versuchen, darauf zu achten und das Gefühl wahrzunehmen, das davon ausgeht. Vielleicht gelingt es ihm eines Tages, diese Dinge auch bewußt herbeizuführen. Dann hat er seinen Weg gefunden.

Es ist nicht falsch, seine gefühlsmäßigen Entscheidungen zu hinterfragen. Wer sich intuitive Entscheidungsgänge bewußt macht, lernt seine Gefühle besser kennen und ihnen auch immer öfter zu vertrauen. Wer anderen zuhört, ihre Bedürfnisse wahrnimmt, schärft sein eigenes Bauchgefühl und Urteilsvermögen. In drei Sekunden bildet sich der Mensch ein erstes Urteil über einen anderen Menschen. Die Trefferquote liegt bei etwa 80 %. Vor allem im Berufsleben raten Psychologen dazu, dieses Gefühl als wichtigen Ratgeber und als Entscheidungshilfe zu benutzen.

Das Gehirn ist mit 130 Milliarden Nervenzellen das komplexeste Organ überhaupt. Man kennt bis heute nur einen Bruchteil seiner Funktionen. Schon wenn wir einen Gegenstand ergreifen, ist das Gehirn zu 100 % aktiv. Zwar ist jeder Bereich des Gehirns für bestimmte Funktionen zuständig (zum Beispiel Sehen, Sprechen, Hören, Denken, Lernen, Bewegen der Gliedmaßen etc.), doch sind stets sämtliche Gehirnzellen aktiv, denn eine Gehirnzelle schläft nie. Ebenso falsch wie das Zitat, der Mensch nutze nur 10 % seines Gehirns, ist auch die Legende, es stamme von Albert Einstein.

Die Zahl der Nervenverbindungen im Gehirn ist unbekannt, dürfte aber etliche Billionen betragen. Sie verändern sich ständig. Intensive Sinneseindrücke, Gedankenspiele oder Erlebnisse lassen im Gehirn neue Synapsen entstehen, um den „Datenaustausch“ zu verbessern und zu beschleunigen. Wenn man beispielsweise ein Musikinstrument erlernt, arbeitet beim Anfänger in den ersten 20 Minuten nur ein kleiner Teil des Gehirns daran. Nach 20 Tagen ist bereits ein Großteil des Gehirns damit beschäftigt. Doch erst nach 20 Jahren Übung ist das Gehirn nahezu perfekt dazu verschaltet.

Gefühle und damit auch die „Intelligenz der Gefühle“, die Intuition, entstehen in einem der entwicklungsgeschichtlich ältesten Teile des Gehirns, der Amygdala (Mandelkern). Die Gefühle, die Intuition erst möglich machen, werden von Hormonen oder Botenstoffen gesteuert. Die wichtigsten sind Arginin-Vagopressin (Negativ-Erlebnisse, Angst und Unangenehmes), Oxytocin (Mutter-Kind-Bindungshormon, Wohlgefühl), Serotonin (zusammen mit Oxytocin bei Verliebtheit), Noradrenalin (Erregtheit), Acetylcholin (gezielte Aufmerksamkeit) und Dopamin (Antrieb und Neugierde).

Die Amygdala reagiert impulsiv, aber sie „weiß“ oft mehr als der Verstand. Intuition ist eine Art emotionaler Urinstinkt, der den Menschen schon in der Urzeit vor Gefahren schützte. Intuition ist nämlich eine atemberaubend schnelle Entscheidung, viel schneller als der Verstand es je sein könnte. Der Mandelkern ist in der Lage, in gerade mal drei Hunderstel Sekunden eine Situation zu erfassen, sie einzuschätzen und darauf zu reagieren. Dies ist der direkte Draht zwischen Gehirn und Körper. Hier laufen Informationen auf, die den Verstand nie erreichen.

Das klingt abenteuerlich, ist aber wissenschaftlich nachweisbar. Verkabelte Testpersonen sahen einen harmlosen Film. In diesem Film waren ein paar einzelne Bilder eingeschnitten worden, die ein Monster zeigten. Sie waren viel zu kurz sichtbar, als daß der Verstand sie hätte erfassen können, aber die Amygdala reagierte nach den Gehirnstrommessungen bei allen Testpersonen sofort mit Furcht und Abwehr. Dort war das Bild also angekommen und erkannt worden.

Die Intuition ist ein Frühwarnsystem, mit dessen Hilfe man schnell reagieren kann, und es arbeitet in allen Bereichen, egal ob Familie, Beruf oder Straßenverkehr. Befragungen von Opfern von Gewalttaten haben ergeben, daß beinahe jedem dieser Fälle fast unmerkliche Warnsignale vorausgehen, zu fein, um sie zu erkennen, aber deutlich genug, daß die Amygdala sie registriert und Alarm auslöst. Immer mehr Wissenschafts-Experten plädieren darauf, auf die Intuition zu vertrauen, um sich gefährliche Situationen zu ersparen.

Jeder hat den berühmten sechsten Sinn, nur traut man seinen Gefühlen oft nicht. Seit der Kindheit wird dem Menschen beigebracht, sie zu verbergen. Psychologen befragten Opfer von Betrügern. 87 % hatten beim Unterschreiben ein komisches Gefühl, unterschrieben aber dennoch, weil der Verstand auf die Scheinargumente hereingefallen war. Wer seine Ängste zuläßt, hat eine wichtige Kontrollinstanz, die vor Naivität und Leichtsinn warnt.

Wenn die eigene Intuition als eher schwach empfunden wird, kann man sie auch trainieren. Man kann zum Beispiel auf die Körpersprache anderer achten. Sie sendet meist sehr deutliche Signale aus und läßt sich nur schwer unterdrücken. Wer immer gleiche Wege geht, wird unaufmerksam, deshalb sollte man ruhig mal Ungewöhnliches tun, abwegige Entscheidungen treffen und auf Fremde zugehen. Das hält die Sinne wach. Außerdem hilft es, Spontaneität zuzulassen und Absprachen zu überdenken und gegebenenfalls auch zu ändern. Je häufiger man direkt aus dem Bauch heraus entscheidet, desto wacher bleibt die Intuition.

Kinder haben oftmals einen besonders leichten Zugang zur Magie, weil sie über eine große Vorstellungskraft verfügen und sie benutzen, ohne groß nachzudenken. Sie sind für alles offen, akzeptieren schnell und stehen sich selbst nicht durch Zweifel und Dogmen im Weg. So sagt man Kindern zum Beispiel eine besondere Wahrnehmungsfähigkeit nach. Ähnlich ist es auch bei vielen Tieren, die gewisse Dinge einfach „spüren“.

Ferner haben Kinder die einmalige Fähigkeit, sich durch ihre Phantasie eigene Realitäten zu schaffen. Nichts anderes tut im Prinzip auch der Magier, der bestimmte Dinge einfach vor seinem geistigen Auge „visualisiert“ und dadurch für ihn real werden läßt.

Im Laufe seines Aufwachsens wird dem Menschen dann seine Kindlichkeit „aberzogen“ und durch Regeln, Dogmen und feste Weltbilder ersetzt. Vielen Menschen geht dadurch ihr Zugang zur Intuition und damit auch zur Magie verloren. Wer ein Magier sein will, muß lernen, sich von den fremden, aufgezwungenen Realitäten zu befreien und zu seiner eigenen Mitte und Zentriertheit (zu seinen Instinkten, seiner Intuition, seiner „Magie“) zu finden.

Wenn man sich seine Kindlichkeit bewahrt oder sich an sie zurückerinnert und sich wieder in dieses Gefühl hineinversetzt, so mag einem dies den Zugang zur Magie erleichtern. Das Zurückfallen in eine kindliche Vorstellungswelt, die den Zugang zum Unterbewußtsein erleichtert, nennt der Magier Atavismus (lat.: Rückfall). Dieser Begriff ist eigentlich eine biologische Bezeichnung des Wiedererscheinens von Merkmalen der Vorfahren, die in der Vorgängergeneration fehlten, beziehungsweise ein Rückfall in eine frühere Entwicklungsstufe.

Magietheoretiker spekulieren, daß die Anwendung von Magie einen Atavismus darstellt, da sie möglicherweise bei frühen Vorfahren allgemeiner verbreitet war. Für diese noch spekulative Hypothese spricht, daß entwicklungsgeschichtlich ältere Teile des Gehirns (Hirnstamm, Formatio reticularis, Limbisches System) mit magischen Phänomenen des Unterbewußtseins in Beziehung stehen. .

3.8. Müssen Magier verschwiegen sein?
Es ist noch eine Bemerkung zur Verschwiegenheit zu machen. Verschwiegenheit bedeutet nicht, daß man sein Wissen als „Geheimlehre“ für sich behalten und niemandem zugänglich machen darf, damit es bloß nicht zu viele „Eingeweihte“ gibt (dann dürfte es diese Seiten hier nicht öffentlich geben). Die Weitergabe magischen Wissens ist sogar gewünscht – aber nur an diejenigen, denen diese Informationen auch willkommen sind.

Es empfiehlt sich, aller scheinbaren Aufklärung moderner Zeiten zum Trotz, nicht allzu offenherzig mit den eigenen magischen Erfahrungen und dem Wissen hausieren zu gehen. Man muß auch nicht gleich jedem erzählen, daß man Magier ist, denn auf diejenigen, die es nicht interessiert oder die nicht an Magie glauben, wirkt ein solches Verhalten aufdringlich und wichtigtuerisch und bringt einem schnell den Ruf eines Spinners ein.

Die Magie war noch nie etwas für die breite Masse und wird es wahrscheinlich auch niemals sein. Die meisten Menschen haben Angst vor der Magie, weil sie nichts oder zu wenig oder das Falsche darüber wissen oder wissen wollen, oder sie leugnen schlichtweg ihre Existenz. Das Thema Magie wird zwar in der Öffentlichkeit weitgehend belächelt, dennoch haben Magier, Hexen und Zauberer Hochkonjunktur – und ebenso die Angst vor ihnen und der Ärger über Scharlatane.

Es kann geschehen, daß Bekannte, Freunde und Eltern dem angehenden Magier plötzlich mit seltsamer Distanz begegnen, wenn er ihnen von seinen magischen Praktiken erzählt. Ebensogut könnte man sich öffentlich zum Sadomasochismus oder Satanismus bekennen.

Man wird den Magier merkwürdig und mit Unverständnis anschauen und nach „Schwarzen Messen“ fragen, und von dort ist es nur noch ein Schritt, sein Name mit der Bezeichnung „Satanist“ oder „Teufelsanbeter“ die Runde macht – von anderen, noch schlimmeren Unterstellungen ganz zu schweigen. Es ist dagegen noch direkt harmlos, wenn man nur für einen verrückten Spinner gehalten wird.

Wer dies nicht glaubt, weil er meint, in einer aufgeklärten Welt zu leben, die doch von großstädtischer Toleranz geprägt sei, der verfolge nur die Berichte der Regenbogenpresse zu diesem Thema oder schlage diesen Rat in den Wind, um sich selbst aus erster Hand von seiner Richtigkeit zu überzeugen.

Nun mag man zu Recht einwenden, daß es dem um persönliche Freiheit bemühten Magier doch gleichgültig sein sollte, was seine Mitmenschen von ihm denken. Doch abgesehen davon, daß er es dann auch nicht nötig haben sollte, sich mit ihnen über seine Kunst auseinanderzusetzen oder diese an die große Glocke zu hängen, benötigt selbst der gewiefteste und erfahrendste Magier gewisse Arbeitsbedingungen, und zu diesen gehören Ruhe und Konzentration.

In mittelalterlichen Zauberbüchern wird oft erwähnt, daß der Magier im Einklang mit seiner Religion leben sollte. Dies heißt aber nichts anderes, als die Entfremdung von der eigenen Umwelt möglichst zu vermeiden. Eine solche Entfremdung kostet viel seelische Kraft und auch magische Energie.

Der Magier springt schließlich von einer Wirklichkeit in die andere, und dazu bedarf er einer gewissen äußeren Ruhe und Stabilität, damit die Realität der anderen, der Umwelt also, nicht ständig gegen die seine Sturm läuft und umständliche, zeitraubende Verteidigungs- und Rechtfertigungsversuche erforderlich macht.

Durch das Schweigen lernt der Magier zudem, seine eigene magische Realität im eigenen Inneren zu festigen und zu leben. Das wiederum wird schließlich zu einer beachtlichen Quelle magischer Kraft und Sicherheit. Wer zu Schweigen gelernt hat, den werden Zweifel und Skepsis der Außenwelt nicht mehr anfechten, selbst wenn sie irgendwann doch einmal zum Thema werden sollten. Selbstverständlich gelten diese Vorbehalte nicht für den Austausch mit Gleichgesinnten.

Oft wollen Außenstehende oder Journalisten gerne einmal bei einem Ritual zuschauen oder mitmachen. Die meisten echten Magier lehnen solche Gesuche grundsätzlich und konsequent ab, und zwar aus mehreren Gründen. Zum einen stören Anwesende allein schon durch ihre Anwesenheit Atmosphäre, Stimmung und Konzentration, und fast immer ist das Ritual nutzlos und vergeudet. Ferner hat man kaum Zeit und Lust, einem Außenstehenden erst alles minuziös erklären zu müssen.

Außerdem macht man zumeist sehr schlechte Erfahrungen mit der Presse. Sieht anfangs alles nach Wohlwollen und Objektivität aus, so staunt man hinterher oft darüber, wie verzerrt und feindselig die tatsächlich abgedruckten Berichte ausfallen.

Zudem gilt das Gebot der Geheimhaltung für die allermeisten seriösen Magier. Diese darf aber nicht mit Geheimniskrämerei verwechselt werden, denn sie bezieht sie sich auch nicht auf angewandte Techniken und Rituale, sondern vielmehr auf die Namen von Teilnehmern und auf offenbarte Zauber, die durch Preisgabe an Dritte evtl. einen Teil ihrer Wirksamkeit einbußen würden.

3.9. Nehmen Magier Drogen?
Diese Frage drängt sich dem Laien natürlich zwangsläufig auf, wenn von einem „veränderten Bewußtseinszustand“ die Rede ist.

Im Allgemeinen nehmen Magier wahrscheinlich sogar weniger Drogen zu sich als der Durchschnittsmensch, weil sie eben einen klaren Geist haben möchten. Die Veränderung des Bewußtseins wird auf spirituell-psychologischem Weg erlangt, nicht durch irgendwelche Chemikalien. Drogen beeinträchtigen auch den Willen, so daß ein vernünftiges, kontrolliertes magisches Arbeiten unter dem Einfluß von Drogen vermutlich gar nicht möglich wäre. Einem durch Drogen oder Alkohol benebelten Geist mangelt es sicherlich an Konzentrationsfähigkeit.

Der Rauch einiger Harze und Pflanzen wirkt psychoaktiv, und bei Ritualen wird auch geräuchert. Diese Wirkungen sind jedoch sehr sanft, unterstützend und mit der von Drogen in keiner Weise zu vergleichen, denn sie regen lediglich die Sinne an, vergleichbar mit einem wohlriechenden, anregenden oder beruhigenden Duftöl. Auch Ritualweine und ähnliches werden in der Regel nur in kleinen Mengen zu sich genommen, so daß man auch hier nicht von rauschähnlicher Beeinflussung sprechen kann.

Im ganz normalen Leben mögen auch Magier die verschiedensten Drogen konsumieren, wie Koffein, Nikotin, Alkohol oder sogar illegale Drogen oder eben auch nicht, so wie jeder andere Mensch auch. Harte Drogen werden es aber normalerweise nicht sein, denn wer seinen Körper und Geist mit so etwas vergiftet, wird kaum eine sinnvolle magische Arbeit zustandebringen, obwohl es auch Ausnahmen gibt, wie beispielsweise der heroinabhängige Aleister Crowley. Außerdem verträgt sich ein solcher Konsum nicht mit dem Selbstwertgefühl eines Magiers. Wer bereit ist, harte Drogen zu nehmen, hat auch sicher nicht die psychischen Voraussetzungen, um Magier sein zu können.

Vor und während magischer Arbeiten läßt der besonnene Magier wohlweislich die Finger auch von „weichen“ Drogen. Kluge Menschen fahren ja auch nicht Auto, wenn sie betrunken sind, beziehungsweise trinken nichts, wenn sie fahren wollen. Das wäre hier durchaus vergleichbar.

Es gibt aber auch Ausnahmen. So verwenden einige Magier, vor allem bei den sogenannten Naturvölkern, durchaus auch Drogen, um mit ihrer Hilfe eine gnostische Trance zu erlangen. Diese Praktiken würde ich für mich jedoch strikt ablehnen.

Vom Gebrauch von Pflanzen mit (auch leichter) halluzinogener Wirkung ist dringend abzuraten, auch zum Räuchern. Abgesehen davon, daß es nach meiner Überzeugung für magisches Arbeiten nicht notwendig ist, mit halluzinogenen Drogen zu arbeiten, und solche Mittel zur Realitätsflucht einer magischen Weiterentwicklung eher hinderlich sind, stellen diese auch eine echte Gefahr dar, denn sie sind immer auch Gifte, die Körper und Geist schädigen.

Gerade bei Pflanzen kann die Konzentration der wirksamen Substanzen teilweise um das Hundertfache schwanken, was von mehreren Umweltfaktoren (Art und Beschaffenheit des Bodens, Witterungseinflüsse, Klima, eventuell spezielle Unterarten etc.) abhängt, und somit sind Dosierung und Wirksamkeit nur sehr schlecht abzuschätzen. Selbst für pharmazeutische Fachleute sind Vorraussagen schwierig, was den Wirkstoffgehalt einer Ernte betrifft.

Schon so mancher hat durch unsachliche Experimente mit hochgiftigen Pflanzen, wie Bilsenkraut, Stechapfel, Engelstrompete und Tollkirsche, sein Leben verloren oder seinen Verstand so aufgeweicht, daß er lebenslang unter den unkontrollierbaren Nachwirkungen leidet, von denen Psychosen und Aussetzer in der Gehirntätigkeit noch die Harmloseren sind. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob gewisse Pflanzen oder Substanzen zugänglich oder legal sind, gefährlich sind sie allemal, und man sollte sich dahingehend nicht beschwatzen lassen. Auch nichthalluzinogene Pflanzengifte, wie Glykoside oder viele Alkaloide, können tödlich sein.

Die Verwender von Drogen argumentieren, daß diese ihnen den Zugang zur Magie erleichtern – das stimmt auch in gewisser Weise, denn sie ersparen dem Faulen ein wenig mentale Arbeit. Allerdings kommt man auf diesem „beschleunigten“ magischen Weg zwar zunächst schneller vorwärts, landet jedoch in einer Sackgasse. Ein benebelter Verstand ist nicht in der Lage, sich frei zu entfalten, und die fortwährende Schädigung des Gehirns setzt der Karriere als Magier (und auch als Lebewesen) schließlich vorzeitige Grenzen.

4. Die Grenzen der Magie
Was man nicht kann (zumindest kann ich es nicht und habe noch keinen Beweis dafür gesehen, daß es funktioniert), ist die Materie selbst zu verändern. Es ist also nicht möglich, Materie zu erschaffen, zu vernichten, zu verwandeln oder zu bewegen.

Man kann lediglich auf die im zu verzaubernden Ziel enthaltenen Energien einwirken, sie verändern und, sofern das Ziel lebt, dadurch dessen Geist beeinflussen und es somit auch zu bestimmten körperlichen Reaktionen oder Handlungen veranlassen.

Man darf nicht vergessen, daß die Magie auch ihre Grenzen hat. Magie kann nicht das Unmögliche vollbringen, wie zum Beispiel etwas ungeschehen zu machen oder fehlende Gliedmaßen zu ersetzten. Sie kann lediglich das Machbare lenken. Die Ziele, die man mittels Magie zu erreichen sucht, sollten erfüllbar sein. Es ist töricht zu versuchen, das Unmögliche herbeizuführen. Die Magie hat ihre Gesetze wie jede anerkannte Wissenschaft, und diese haben ihre Gültigkeit wie alle anderen Naturgesetze – unabhängig von Glauben oder Nicht-Glauben.

Magie sollte außerdem erst dann zuhilfe genommen werden, wenn alle weltlichen Mittel versagt haben. Wer an die Magie Erwartungen stellt, die vom Magier eigentlich mit weltlichen Mitteln selbst erfüllt werden müßten, dem wird sie den Ball unaufgefordert und gnadenlos wieder zurückspielen.

Magie ist kein Allheilmittel für sämtliche Probleme. Magische Arbeit kann nicht alles im Leben lösen, und sie entbindet den Magier sicher nicht davon, selbst den Hintern hochbekommen zu müssen. Aber sie vermag ihm die dafür notwendige Energie und die richtige Einstellung dazu zu vermitteln, und das ist doch auch schon etwas.

Magie sollte auch die Medizin nie ersetzen, obwohl sie diese ergänzen kann. In allen Fällen, in denen man normalerweise einen Arzt zu Rate ziehen würde, sollte dies auch der Magier tun. Ein Zauber verhindert wohl nur selten eine Wundinfektion, vertreibt Erkältungen oder heilt Krankheiten oder Verletzungen. Aber ein Zauber kann die Heilung unterstützen – und vor allem den inneren Willen zur Heilung. Die Selbstheilungskräfte des Körpers sind stark, doch manchmal müssen sie eben erst angeregt werden.

Man löse sich von der Vorstellung, daß allein die Magie der Schlüssel zum Ziel ist. Was mit weltlichen Mitteln lösbar ist, sollte auch der Magier mit weltlichen Methoden lösen. Sämtliche Rituale und magische Praktiken haben nämlich nur ein Ziel: den Willen des Magiers zu bündeln und auf innere Realitäten zu lenken. Das höchste Ziel der Magie ist nicht die Demonstration von spektakulären Effekten, sondern die spirituelle Transformation des Individuums.

Die Elemente
· 1. Die Natur der Elemente
· 2. Die Erde
· 3. Das Wasser
· 4. Die Luft
· 5. Das Feuer
· 6. Der Geist
· 7. Die Elemente im Pentagramm
· 8. Die Himmelsrichtungen der Elemente
· 9. Die Arbeit mit den Elementen

1. Die Natur der Elemente

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Die Dreiecke als Symbole der Elemente Erde, Wasser, Luft und Feuer. Chymisches Lustgärtlein, Stoltzius von Stoltzenberg (1624)

„Dies ist die Wurzel und Grundlage aller Körper, Naturen, Kräfte und wunderbaren Werke; wer diese Eigenschaften der Elemente und ihre Mischungen kennt, der wird ohne Schwierigkeit wunderbare und erstaunliche Dinge vollbringen und ein vollendeter Meister der natürlichen Magie sein“, schrieb Agrippa von Nettesheim, Doktor der Rechte und der Medizin, Philosoph und Schriftsteller im Jahre 1510.

Im Okkultismus, der zeremoniellen Magie und der Hexerei arbeitet man viel mit den Kräften und Energien der Elemente. Die Elemente dienen dabei als Analogien und sind somit Hilfsmittel für den Magier, dessen psychische Energien sie durch ihre assoziative Wirkung verstärken können.

In seinem mystischen Weltbild bedient sich der Magier dabei der Energie, welche die Elemente ihm liefern (gleiches gilt auch für Gestirne oder die Erde als Planet), denn unter den Elementen kann er sich konkret etwas vorstellen und sie leicht „anzapfen“. Tatsächlich mobilisiert er natürlich lediglich die Kräfte in seinem eigenen Inneren, doch durch die starken Assoziationen dieser Metapher fällt es dem Magier wesentlich leichter an seine eigenen Energien heranzukommen, indem er dem Unbewußten vorgaukelt, diese aus externen, mächtigen Quellen zu beziehen, und somit trickst er den blockierenden Selbstzweifel aus.
Die vier Elemente
Man kann sich zurecht fragen, warum man für die Ausübung von Magie nun ausgerechnet auf die Symbole der Elemente zurückgreift. Die Philosophie der Elemente hat die westliche Kultur seit ihrer Existenz begleitet und geprägt. Kaum eine andere Symbolik hat über einen derartig langen Zeitraum einen Einfluß auf das Abendland und kaum eine andere ist psychologisch so gut geeignet, tiefe Assoziationen zu erzeugen. Deshalb schließe ich mich dieser Symbolik an.

Es ist für den Magier aber nicht unbedingt notwendig, mit den Elementen und ihren Kräften zu arbeiten, denn er kann sie genauso gut auch zu einer einzigen „Naturkraft“ zusammenfassen und nur diese in seine Vorstellung und Arbeit mit einbeziehen. Letztlich ist es ja auch nur ein und dieselbe Kraftquelle, nämlich das eigene Unterbewußtsein, doch weil dieses eben auf verschiedene Weisen wirken kann, erscheint den meisten Magiern die Aufteilung in verschiedenartige Kräfte sinnvoll, symbolisch repräsentiert durch die Analogien der Elemente.

Das Wort „Element“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet (Grund-)Bestandteil, Wesensmerkmal, Faktor, Kraft. Somit wird der Begriff des „Elements“ in vielen Zusammenhängen benutzt. Gemeint sind hier natürlich die spirituellen Elemente, nicht zu verwechseln mit den chemischen Elementen des Periodensystems oder den auch als Elemente bezeichneten Naturgewalten.

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Die Beziehungen zwischen den vier Elementen des Empedokles und ihre Eigenschaften: Wasser = naß und kalt Luft = naß und heiß Feuer = heiß und trocken Erde = kalt und trocken

Es gibt unterschiedliche Auffassungen über die Anzahl der Elemente, entweder vier oder fünf. Die vier Elemente oder auch materiellen Elemente sind dabei in Altertum, Alchemie und Okkultismus durchweg die klassischen vier Elemente des Empedokles von Agrigent: Feuer, Wasser, Erde und Luft, jedoch mit sehr unterschiedlichen Deutungen. Später kommt als 5. Element der Geist, Äther oder Quintessenz (als separates Element) hinzu.

Magier und Hexen benutzen oft die Kräfte der klassischen vier magischen Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft. Für viele Magier, und auch für mich, existieren jedoch alle fünf Elemente. Während die ersten vier materieller Natur sind, so handelt es sich bei dem fünften Element um den Geist, welcher nichtmaterieller und spiritueller Natur ist und für die Essenz des Lebens steht.

In der Magie werden je nach Element der daraus kommenden Energie bestimmte Eigenschaften zugeschrieben. Darüber hinaus hat jedes Element eine ihm zugesprochene korrespondierende Farbe, Gegenstände und eine Sinneswahrnehmung. Es gibt zwar je nach kulturellem Hintergrund leichte Abweichungen zur Farbsymbolik, jedoch gibt es folgende weitverbreitete Symbolik: Die Beziehungen zwischen den vier Elementen des Empedokles

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Symbol:
Aktivität:
Gegensatz:
Farbe:
Gegenstände:
Sinn:
Erde
elemente
passiv
(weiblich)
Luft
Schwarz, Braun, Gelb, Olivgrün, Grün
Pentakel, Erdschale, Schild, Salz, Steine
Fühlen
Wasser
elementw
passiv
(weiblich)
Feuer
Grün, Blau-Grün, Indigo
Kelch, Kessel, Wasserschale, Besen
Schmecken
Luft
elementl
aktiv
(männlich)
Erde
Blau, Weiß
Dolch, Messer, Schwert, Räucherschale, Feder, Rauch
Riechen
Feuer
elementf
aktiv
(männlich)
Wasser
Rot, Gold, Orange, Weiß
Zauberstab, Stecken, Speer, Kerzen, Feuerschale
Sehen
Geist
elementg
beides
keines oder alle vier
Transparent, Weiß, Schwarz
Glocke, Gong, Kristallkugel, Magierspiegel, Feuerschale, Geistschale
Hören
Man kann diese Aufstellung noch um einiges mehr ergänzen, so werden auch bestimmte Bäume und Tiere, Düfte und Temperamente den Elementen zugeschrieben. Das führt jedoch zu weit. Obige Entsprechungen sind aber diejenigen, die am konstantesten überliefert sind.

Die Symbolik gibt den Charakter der Elemente wieder. Feuer und Luft wird mit dem Dreieck nach oben ihre aktive männliche Kraft zugesprochen. Sie sind leicht und schnell beweglich. Wasser und Erde haben dagegen ein Dreieck nach unten, das auf ihre passive weibliche Kraft verweist. Sie sind substantieller, schwer und langsamer. Die Elemente sind damit polar geordnet, allein der Geist, welcher die Quintessenz aller Elemente darstellt ist beides zugleich und nichts davon.

Jedes materielle Element hat einen Gegenpart, mit dem es sich sowohl ergänzt als auch bekämpft. Erde und Luft bilden Gegensätze, ebenso wie Feuer und Wasser. Der nichtmaterielle Gegenpart aller materiellen Elemente als Summe ist der Geist.

elemerd 2. Die Erde Das Element Erde
Ohne das Element Erde hätte man keinen Boden unter den Füßen, keine körperliche Substanz und auch keine Nahrung. Das Element Erde ist in Stein und Erde, Sand und Kristallen, aber auch in Metallen, Holz und Getreide. Es umfaßt alle natürlichen festen Stoffe. Die Erde trägt und ernährt das Leben. Die Erde schenkt dem Menschen Substanz, Halt, Schutz, Nahrung und den Tastsinn.

Das weibliche, passive Element Erde repräsentiert alles was mit Erde, Form und Wachstum zu tun hat. Die Erde steht für die Saat, das Wachstum, die Frucht, die Ernte, die Pflanzen, die Tiere, den Körper und die Materie. Sie steht für alles Feste und Beständige, aber auch für die langsame Umwandlung, denn alles was verfault und auf oder in der Erde liegt, zersetzt sich zu Erde und wird in etwas Neues umgewandelt.

Das Element Erde steht für alles Wachsende (Pflanzen und Tiere), für Gestein, Erze, Mineralien, Salze, Fossilien, fossile Brennstoffe und jede Art von Erde. Die Erde steht für Samen, Saat, Wachstum, Frucht und Ernte. Das kann man auch auf den Körper übertragen, für den ja das die Erde repräsentierende Pentakel mit seinem Pentagramm steht (wird bei den magischen Werkzeugen erklärt).

An Charaktereigenschaften steht das Element Erde für Zuverlässigkeit, Bodenständigkeit, sowohl Disziplin, Beschränkung auf das Notwendigste wie aber auch sinnlich-iridische Genüsse und alle irdischen Künste wie Malerei und Bildhauerei. Es steht für das Bewußtsein für den Körper, für Nahrung und Arbeit. Es kann auch für eine innere Erstarrung stehen.

Dem Element Erde besonders nahe ist man in Höhlen, Canyons, Wäldern, Tälern, Feldern, Gärten, Parks, Minen und Löchern.

elemwas 3. Das Wasser Das Element Wasser
Ohne das Wasser gibt es kein Leben, man würde austrocknen und verdursten und ohne Wasser als Träger für allerlei Stoffe gäbe es die meisten biochemischen Reaktionen nicht. Wasser ist wichtig für das Gedeihen, und dieses Element steht für alles, was feucht, kühl, fließend und formend ist. Das Wasser ist seit Anbeginn der Grundbaustoff des Lebens, welches im Meer entstand. Der Mensch beginnt sein Leben im Fruchtwasser. Über das Wasser sind alle Lebewesen miteinander verbunden. Alles Wasser ist in einem ständigen Kreislauf und wird durch die Erde gereinigt, durch das Feuer emporgehoben und kommt durch die Luft hernieder.

Wasser erschafft und kann aber auch zerstören. Es ist geschmeidig und sanft stark und gewaltig. Im Wasser liegt die Keimkraft aller Dinge, und es sorgt für Ernährung und Wachstum. Es ist weiblich, passiv, alles durchdringend, nährend und zerstörend, und es repräsentiert das Gefühl und das Unbewußte, Mut, aber auch Verzweiflung. Das Wasser schenkt dem Menschen belebenden Trank, Reinigung, Kühle und den Geschmackssinn.

An Charaktereigenschaften steht das Element Wasser für die Macht der Gefühle, der Sehnsucht nach Spiritualität, für die Tränen der Freude und der Trauer, für alle Wallungen der Körperflüssigkeiten, für die Phantasie und Kreativität, Einfühlungsvermögen, aber auch für die Macht der Illusionen, wenn die Sehnsüchte Dinge hoffen lassen, die einer Überprüfung des Verstandes nicht standhalten.

Wasser ist extrem flexibel, auf der einen Seite fließt der Bach um ein Hindernis herum, auf der anderen Seite schleift und poliert er das Hindernis solange, bis es verschwunden ist und er seinen natürlichen Lauf wieder einnehmen kann. Wasser reinigt alles, schwemmt alles weg, reißt alles mit. Es hat eine hohe gestalterische Kraft, es sucht sich seinen Weg durch die Landschaft, es schleift und formt alles, was auf seiner Bahn liegt. Es scheint Hindernisse zu umgehen, doch dadurch formt es das Hindernis um, bis es seinen natürlichen Lauf wiederhat.

Über das Wesen des Elements Wasser schrieb ein chinesischer Gelehrter im 11. Jahrhundert: „Von allen Elementen sollte der Weise sich das Wasser zum Lehrer wählen… Wasser erobert durch Nachgeben; es greift nie an, aber gewinnt immer die letzte Schlacht“.

Dem Element Wasser begegnet man an Seen, Quellen, Bächen, Flüssen, Stränden, Meeren, Dampfquellen oder Fontainen, aber auch bei Regen, Schnee oder Nebel.

elemluf 4. Die Luft Das Element Luft
Ohne Luft kann man nicht atmen und somit nicht leben. Sie umgibt einen ständig und überall. Sie ist unsichtbar und doch zu fühlen. Das Element Luft repräsentiert alles Leichte, Vergängliche, und Filigrane, aber auch die Klarheit. Sie steht für den Verstand und die Kommunikation, Wissen und Weisheit, eine Idee und auch Dogma, ist trennend und doch verbindend. Die Luft schenkt dem Menschen den Atem und den Geruchssinn.

Für das aktive, männliche Element Luft stehen die Wolken, der Wind und sein Pfeifen sowie alle Arten von Rauch und deren Quellen. Der aufsteigende Rauch einer Räucherung steht für das leichte, verspielte Element Luft. Er bildet immer wieder neue Formen und gleicht den Wolken am Himmel. Das Element Luft ist unsichtbar und flüchtig. Manchmal ist es still, manchmal ein sanftes Lüftchen, aber es kann als heftiger Sturm auch enorme Kräfte entwickeln und als Wirbelsturm ganze Ortschaften verwüsten.

Man kann den Kontakt zur Luft und ihren Kräften am besten an Orten finden an denen man die Eigenschaften des Luftelementes deutlich spüren kann. Das kann auf dem Gipfel eines baumlosen, windumspielten Hügels sein, auf einer Lichtung, auf der die Bäume nur licht wachsen, oder auf einer Wiese, die frei von jeglichen Hindernissen ist.

elemfeu 5. Das Feuer Das Element Feuer
Ohne Feuer wäre alles kalt und dunkel, und ohne sein Licht und seine Wärme wäre kein Leben möglich. Wer tief in eine Kerzenflamme blickt, wird sich bewußt, daß die Feuerenergie auch in ihm selbst ist, repräsentiert durch die eigene Antriebskraft, die Leidenschaft, den Willen, das Verlangen, die Intuition und auch durch die Körperwärme. Das Feuer schenkt dem Menschen seine Wärme, sein Licht und damit auch den Gesichtssinn.

Für das Feuer steht die Flamme, die Glut, der Blitz, die glühende Lava und die Sonne. Das Element Feuer repräsentiert alles, was scharf, heiß oder warm, brennend, trocken, leuchtend, strahlend, transformierend, inspirativ und auf eine ganz eigene Weise reinigend und erneuernd ist. Aus einer verbrannten Erde entsteht wieder neues Leben, mit seiner Hilfe wird geschmiedet. Es hat die Kraft zu zerstören, zu verändern und zu erschaffen. Tatsächlich gleicht auch nichts mehr einem lebenden Wesen als das Feuer. Es stirbt und nährt sich von selbst. Feuer hat eine starke Energie und verbrennt die Dinge.

Feuer ist Leben und Tod zugleich. Auf der einen Seite verzehrt es alles, doch andererseits sind es winzige Verbrennungsprozesse, die den Körper am Leben erhalten. Feuer steht für Energie, Kraft, Verbrennung, Hitze, Glut, Leidenschaft, aber auch für Vernichtung, Krieg und unkontrollierbare Kraft, denn ist es einmal entfacht, so ist es nur schwer im Zaum zu halten. Feuer ist ein aktives, männliches, schnellebiges, bewegliches Element.

An Fähigkeiten und Charaktereigenschaften steht das Element Feuer für Tatendrang, Machtdrang, Begeisterungsfähigkeit, Leidenschaft und für die Fähigkeit, für etwas innerlich zu brennen, verglühen oder auch vor Wut zu kochen.

Dem Element Feuer begegnet man am ehesten an Feuerstellen, Öfen, aber auch in Wüsten, an heißen Quellen und Vulkanen. Aber auch eine Kerze genügt oft schon, das Element Feuer zu symbolisieren.

Für die klassischen Magier ist es selbstverständlich, daß das Feuer ein Element ist. Bei den Kelten war das nicht so. Feuer war bei ihnen kein Element, sondern entstand durch die Transformation der drei anderen Elemente. Die Energie von Erde, Luft und Wasser manifestierte sich im Feuer und wurde darin umgewandelt. Ohne die drei Elemente wäre kein Feuer möglich und umgekehrt (drei Aggregatzustände fest, flüssig und gasförmig und dazu die transformatorische Kraft des Feuers, die den Wechsel zwischen diesen Aggregatzuständen erst ermöglicht).

Das war den Druiden genau bekannt, denn die Zahl Drei spielte im Denken der Kelten eine wichtige Rolle. Wenn ein fester Stoff brennt, wird er gasförmig, also wird Erde in Luft transformiert. Brennt ein gasförmiger Stoff, wird er entweder in einen anderen gasförmigen Soff umgewandelt, oder in eine Flüssigkeit, oder in einen festen Stoff. Brennt eine Flüssigkeit, wird sie ebenfalls gasförmig oder fest (Ruß).

Feuer bedeutet somit Transformation, und diese Bedeutung hat Feuer auch in der Magie beibehalten, obwohl es heute als eigenes Element angesehen wird. Bei Ritualen spielt das Feuer eine wichtige Rolle, denn es symbolisiert eine Transformation, und Ziel eines Rituals ist ja die Transformation der Realität.

elemgei 6. Der Geist Das Element Geist
Ohne den Geist, auch Äther, Akasha oder Quintessenz (Aristoteles nannte es „quinta essentia“, was auf Latein „fünfte Wesenheit“ bedeutet) genannt, wäre kein Leben möglich, denn der Geist ist die Essenz des Lebens selbst, der Lebensfunke, der in der eigentlich toten Materie der anderen Elemente das Lebendige ausmacht. Der Geist ist formlos, nichtmateriell und alles durchdringend. Der Geist schenkt dem Menschen alles Immaterielle, das ihn ausmacht, und den Gehörsinn.

Der Geist steht für Instinkt, Bewußtsein seiner selbst, Unterbewußtsein, Gefühle, Gedanken, Intuition, Wille, Wissen, Erkenntnis, Kreativität, Kunst, Musik und Klang. Das Element des Geistes ist die Energie, die alle anderen Energien verbindet. Erst durch ihn wird der Mensch zu einem lebendigen und vernunftbegabten Wesen (jedenfalls einige von ihnen). Der Geist ermöglicht auch erst den Zugang zur Magie.

Dieses Element ist männlich aktiv und weiblich passiv zugleich und auch wieder keins von alldem. Die Bezeichnung Äther meint nicht den chemischen Stoff sondern ein das Universum ausfüllendes, feinstoffliches Medium, eben der Geist (lateinisch „Spiritus“) und damit die Spiritualität. Das alchemistische Symbol des Elementes Geist ist das Hexagramm, die Quintessenz der Vereinigung von Feuer und Wasser, sozusagen als Summe der Dreieckssymbole. Der Geist ist das nichtmaterielle Gegenstück der Summe aller vier Elemente, die sich in ihrer Gesamtheit gegenseitig ins Nichtmaterielle aufheben. Alle vier materiellen Elemente bilden somit eine Einheit, die sich im Element Geist wiederspiegelt.

Dem Element Geist begegnet man an Orten großen Wissens, wie Universitäten oder Bibliotheken, dort wo Kunst zuhause ist und an Plätzen, die inspirierend wirken. Auch klärende Orte, wie Winter- oder Eislandschaften oder einfach mit frischer, sauberer Luft, lassen einen dieses Element fühlen.

Manchmal wird auch ein leerer Kreis oder das achtspeichige Rad als Symbol für den Geist benutzt, denn es symbolisiert auch die stille Mitte und kennt keinen Anfang und kein Ende.

7. Die Elemente im Pentagramm
mensch Die Symbolik des Pentagramms bezieht sich auf die fünf Elemente und erinnert gleichzeitig an die Form des menschlichen Körpers. Als Sinnbild für den Menschen selbst (Kopf, Arme und Beine jeweils in einem Ausläufer) spricht es sowohl den Gedanken der materiellen wie auch der immateriellen Kreativität an und lehrt, daß das letztere vor der ersteren zu geschehen hat, wenn etwas dabei herauskommen soll.

Darüber hinaus nennt es alle Dinge, die zur Erschaffung materieller Erscheinungsformen notwendig sind, nämlich die rationelle Kraft der Luft, die transformatorische Kraft Feuer, die Schöpferkraft des Wassers, die Tatkraft zur Materialisation der Erde und die bewußte Kraft des fünften Elements, dem Geist. Zugleich weist es aber auch auf das Gleichgewicht und den Gegensatz sowie das Zusammenwirken der fünf Elemente hin.

Jedem Ausläufer des Pentagramms ist ein Element zugeordnet. Da der Geist jedoch sprichwörtlich über die Materie gestellt wird, stellt sich die Frage, warum eben jenes fünfte Element ein äußerer Teil des Sterns ist und sich nicht in der Mitte befindet. Das liegt zum einen daran, daß „Geist über Materie“ ein sehr subjektiver Satz ist. In Wahrheit sind alle Elemente gleichwertig, denn nichts geht, wenn eines fehlt, dann ist auch kein Leben möglich.

Zum anderen entstammt das Pentagramm der mittelalterlichen europäischen Kultur, die mitnichten das Universum, sondern sich selbst als im Zentrum aller Dinge stehend zu sehen pflegte, und der Mensch – das Ich – ist das Zentrum und die Summe der fünf Elemente, aus denen er besteht. Auch ein Magier hat ein solches egozentrisches Weltbild, mit sich selbst im Zentrum seines individuellen Erfahrungsraumes.

Für die Anordnung der Elemente im Pentagramm gibt es verschiedene Auffassungen. Diejenige, der ich folge, ist folgendermaßen festgelegt und begründet. Zunächst einmal stellt man sich den Menschen im Pentagramm wie das eigene Spiegelbild oder den eigenen Schatten vor, wenn man vor seinem unteren Ende steht. Schließlich soll es den Magier ja selbst wiedergeben. Im Gegensatz zur berühmten Zeichnung des Menschen im Pentagramm, reflektiert es dadurch aber das Hinein, nicht das Hinaus. Der Mensch würde also bäuchlings auf einem Ritualpentagramm liegen, nicht auf dem Rücken wie bei der Zeichnung. Somit entspricht der rechte obere Zacken auch dem rechten Arm des Magiers und nicht dem linken.

Das Element Geist wird dem Kopf des Menschen zugeordnet und kommt an die Spitze. Es ist wichtig, aber nicht wichtiger oder höher gestellt als die anderen Elemente, auch wenn der Mensch es subjektiv so empfinden mag. Man unterteilt die Elemente ja in aktive und passive, wobei der Geist beides ist, denn er ist aktiv wenn man wach ist und passiv (aber nicht weniger eifrig) wenn man schläft. Die Anordnung der Elemente im Pentagramm
Nun liegt es nahe, die aktiven Elemente den Händen (Armen) zuzuordnen. Das Feuer entspringt dem Herzen und befindet sich daher links oben. Die Kraft der Luft ist die rechte Hand, die den der Luft zugeordneten Ritualdolch führt (Linkshänder haben trotzdem rechts die Luft) und dort befindet sich auch der größere der beiden Lungenflügel zum Atmen. Deshalb ist die Luft rechts oben anzusiedeln.

Die passiven Elemente sind materiell schwer und gehören auch aus anderen Gründen nach unten. Die Erde ist links unten, das Bein (meist das Sprungbein), das am meisten mit der Erde verbunden ist und den Magier „erdet“. Außerdem muß die Erde als gegenteiliges Element der Luft dieser gegenüber (genau gegenüber ist in einem Pentagramm ja nicht möglich) liegen und nicht nebenan. Bleibt für das Wasser noch der Platz rechts unten, dem Feuer als dessen opponierendes Element gegenüberliegend.

All diese Interaktionen bündeln ihre Energie und machen so die Einzigartigkeit des Pentagramms wie auch des Menschen aus. Die Linienführung des Pentagramms weist auf die Unendlichkeit hin, gleich des Zyklus von Tod und Wiedergeburt allen Seins. Dies drückt auch der Umschließende Kreis aus, der ein weiterer Ergänzungspart des Pentagramms ist. Alles zusammen stellt ein universelles Symbol dar.

Sowie der Kreis unendlich und neutral ist, trägt das Pentagramm immer eine nach oben (Stern) und eine nach unten (Fünfeck) weisende Spitze in sich. Der Schwerpunkt liegt zwar immer dort, wo die Sternspitze hinzeigt, aber durch das umgekehrte Fünfeck im inneren entsteht ein Zweig der Ausgleichung.

Eine nach oben weisende Spitze verstärkt den positiven Aspekt, nach unten betont sie den negativen Aspekt. Wegen all dem weist ein nach oben gestelltes Pentagramm einen enormen Schutzwert auf, vielleicht den Höchsten aller Symbole, denn das Pentagramm ist in jedem Menschen vorhanden und stellt dessen Essenz dar.

8. Die Himmelsrichtungen der Elemente
Den vier materiellen Elementen werden nach klassischer Tradition (sehr häufig in der zeremoniellen Magie und bei den Hexen so anzutreffen) die folgenden Himmelsrichtungen zugeordnet, nach denen man ihre Symbole oder Anrufungsrichtungen auch im Ritual anordnen kann:

Himmelsrichtungen der Elemente nach häufiger Tradition

Himmelsrichtungen der Elemente nach häufiger Tradition

Als Begründung für diese Aufteilung nimmt man den Sonnenlauf, beziehungsweise die Jahreszeiten. Der Morgen steht für die Luft, die Sonne geht im Osten auf, die Jahreszeit entspricht dem Frühling. Mittags ist die heißeste Zeit, die Sonne steht im Süden, der Sommer ist die wärmste Jahreszeit, Synonym für das Feuer. Der Abend oder Herbst ist das Wasser, die Sonne geht im Westen unter. Die kalte, dunkle Nacht und der Winter werden der Erde zugeschrieben.
Ich selbst folge dieser Tradition nicht, da ich sie zwar für romantisch und mythisch nachvollziehbar, aber auch für unlogisch halte. In jeder schematischen Darstellung der Elemente liegen die gegensätzlichen Elemente Feuer und Wasser sowie Erde und Luft einander gegenüber, beim klassischen Himmelsrichtungsmodell tun sie das aber nicht, sondern liegen nebeneinander, was in meinen Augen zu disharmonischen Konflikten der Gegensätze an den „Schnittstellen“ führt, wo sich die miteinander „verfeindeten“ Elemente gegenseitig bekämpfen. Damit wenden sie mehr Kraft gegeneinander auf, als sie für das Ritual freisetzen könnten, würde jeweils ein „befreundetes“ Element als „Puffer“ dazwischenliegen.

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Himmelsrichtungen der Elemente nach meiner Auffassung

Ich ordne die Elemente daher etwas anders an, Wasser und Erde tauschen die Plätze, und ich erkläre ihre Lage nicht nach Tages- oder Jahreszeit, sondern geographisch aus der Sicht Deutschlands. Im Süden, wo es warm ist, macht für mich das Feuer Sinn, dem gegenüber muß dann im Norden das Wasser liegen, wo sich ja auch tatsächlich das nächstgelegene große Wasser befindet, die Nord- und Ostsee. Auch die Luft im Osten anzusetzen, macht für mich Sinn, da auch der Wind zumeist aus dem Osten kommt. Bleibt für die Erde der gegenüberliegende Westen, wo ja auch tatsächlich bis zum Atlantik eine Menge Land (Frankreich und die iberische Halbinsel) kommt.
Natürlich kann man die Elemente auch noch ganz anders anordnen, denn wie so oft in der Magie gibt es hier keine festen Vorgaben. Was sich für den Magier als für ihn mythisch richtig und wahr anfühlt, das ist es auch, denn letztlich sind die Elemente ja nur eines von vielen Symbolen, welche das Unbewußte zur magischen Arbeit anregen sollen. Indem man sich die Kraft der Elemente mythisch erschließt, öffnet man sich in Wahrheit ja für die eigenen Kräfte aus dem Inneren.

9. Die Arbeit mit den Elementen
In der zeremoniellen Magie bedient man sich häufig der Kräfte und Energien der einzelnen Elemente. Jedes Element für sich hat eine eigene, ganz spezifische Prägung und wird aus diesem Grunde auch für ganz genau festgelegte Ziele verwendet. Das Spüren, Erfühlen und Unterscheiden der einzelnen Energien sollte einer der frühen Lernschritte auf dem Weg zum Magier sein. Der Intuitivmagier macht sich deren Energie und Kraft zunutze.

Natürlich sollte klar sein, daß es sich bei den Elementen auch wieder lediglich um Hilfen zur Imagination, Visualisierung und Fokussierung handelt und nicht wirklich um lebendige Kräfte oder gar Wesen. Aber die Elemente erzeugen eben ganz bestimmte Assoziationen im menschlichen Unterbewußtsein und können dort auch besondere, unterschiedliche Kräfte hervorrufen, und das macht die Vorstellung von Elementen für den Magier so wertvoll.

Elementare (Manifestierungen von Elementen) und Elementale (Elementargeister) sind selbstverständlich nicht wirklich real existente Elementarwesen, sondern bestehen nur aus Vorstellungskraft, der psychischen Energie des Magiers.

Ein Elemental ist per definitionem eine aus den eigenen psychischen Energien erschaffene Wesenheit, die auch nur für den Magier in seiner Vorstellung existent ist. Mit Hilfe der Elemente geschaffene Manifestationen aus deren Energie können so bezeichnet werden.

Manchmal auch als Elementargeister bezeichnet, nennt man die Elementale der Erde Gnomen, die des Wassers Undinen oder Nymphen, die der Luft Sylphen und die des Feuers Salamander. Es gibt keine eigenen Elementale des fünften Elementes Geist, weil dieses ja eine Kombination aller Elemente darstellt. Elementale werden traditionell als männlich oder weiblich eingestuft, haben aber keine Seele. Im Gegensatz zu den immateriellen Elementalen sind Elementare materielle Manifestationen, eben wie belebte Erde, Luft, Wasser oder Feuer. Wasserelementar
Allerdings können sich auch schädliche Einflüsse zu einer Art Elemental manifestieren, so zum Beispiel Inkubi und Sukkubi aus psychosexueller Energie oder Dämonen aus negativer oder pathologischer psychischer Energie. Vor solch unliebsamen „Wesenheiten“ schützt man sich mit verschiedenen Hilfsmitteln, wie zum Beispiel mit dem Schutzkreis, welcher der Psyche Sicherheit visualisiert.

Streng genommen sind solche „Wesen“ nur als Symbole in der psychischen Welt existent und nicht real – das kann nicht oft genug betont werden. Sie werden vom Bewußtsein (ein-)gebildet und sind insofern natürlich auch sterblich, denn sie verschwinden, wenn das Unterbewußtsein nicht mehr an sie denkt und glaubt – was aber bei psychischer Labilität manchmal gar nicht so einfach zu realisieren ist.

„Wer sie nicht kennte,
die Elemente,
ihre Kraft
und Eigenschaft,
wäre kein Meister
über die Geister.“
(Aus „Faust“, Johann Wolfgang von Goethe)

altar

Die magischen Werkzeuge

· 1. Allgemeines
· 1.1. Was sind magische Werkzeuge?
· 1.2. Welche Werkzeuge braucht man?
· 1.3. Wie bekommt man all diese Dinge?
· 1.4. Wie funktionieren magische Werkzeuge?
· 1.5. Die richtigen Ritualgegenstände
· 1.6. Das richtige Verhältnis zu seinen Werkzeugen
· 1.7. Umgang und Aufbewahrung
· 1.8. Magische Werkzeuge nur für magische Zwecke?
· 1.9. Sicherheitsüberlegungen

· 2. Die Werkzeuge der Elemente
· 2.1. Die Werkzeuge der Erde
· 2.1.1. Das Pentakel (kleines Werkzeug)
· 2.1.2. Die Schale (großes Werkzeug)
· 2.1.3. Die Erdschale (zusätzliches Werkzeug)
· 2.1.4. Der Schild (zusätzliches Werkzeug)
· 2.1.5. Die Weihe der Erde
· 2.2. Die Werkzeuge der Luft
· 2.2.1. Der Ritualdolch (kleines Werkzeug)
· 2.2.2. Das Ritualmesser (kleines Werkzeug)
· 2.2.3. Das Schwert (großes Werkzeug)
· 2.2.4. Die Räucherschale (zusätzliches Werkzeug)
· 2.2.5. Die Weihe der Luft
· 2.3. Die Werkzeuge des Wassers
· 2.3.1. Der Kelch (kleines Werkzeug)
· 2.3.2. Der Kessel (großes Werkzeug)
· 2.3.3. Die Wasserschale (großes Werkzeug)
· 2.3.4. Der Besen (zusätzliches Werkzeug)
· 2.3.5. Die Weihe des Wassers
· 2.4. Die Werkzeuge des Feuers
· 2.4.1. Der Zauberstab (kleines Werkzeug)
· 2.4.2. Der Stecken (großes Werkzeug)
· 2.4.3. Der Speer (großes Werkzeug)
· 2.4.4. Die Feuerschale (zusätzliches Werkzeug)
· 2.4.5. Die Weihe des Feuers
· 2.5. Die Werkzeuge des Geistes
· 2.5.1. Die Glocke (kleines Werkzeug)
· 2.5.2. Die Kristallkugel (kleines Werkzeug)
· 2.5.3. Der Magierspiegel (kleines Werkzeug)
· 2.5.4. Die Feuerschale (großes Werkzeug)
· 2.5.5. Die Geistschale (großes Werkzeug)
· 2.5.6. Die Weihe des Geistes
· 2.6. Das Ätzen von Werkzeugen
· 2.7. Die Entladung oder Zerstörung eines Werkzeugs · 3. Die Symbole
· 3.1. Der Kreis
· 3.2. Das Pentagramm
· 3.2.1. Die Geschichte des Pentagramms
· 3.2.2. Die Bedeutung des Pentagramms
· 3.2.3. Richtigstellung für das Pentagramm
· 3.3. Das Hexagramm
· 3.4. Das Dreieck
· 3.5. Das persönliche Schutzsymbol
· 3.6. Symbole interpretieren oder erschaffen
· 3.7. Die Arbeit mit Symbolen

· 4. Farben, Licht und Feuer
· 4.1. Die Farben
· 4.2. Das Licht
· 4.3. Das Feuer
· 4.4. Das Flammenfärben
· 4.5. Die Kerzen
· 4.5.1. Zweck und Verwendung
· 4.5.2. Die Art der Kerzen
· 4.5.3. Das Reinigen einer Kerze
· 4.5.4. Das Salben einer Kerze
· 4.5.5. Der Kerzenhalter
· 4.5.6. Grablichte zu Ahnenritualen
· 4.5.7. Kerzenfarben
· 4.5.8. Das Löschen der Kerzen
· 4.5.9. Kerzen selbst herstellen

· 5. Der Altar

· 6. Rituelle Kleidung

· 7. Sonstige Gegenstände
· 7.1. Symbolische Gegenstände
· 7.2. Gebrauchsgegenstände
· 7.3. Das magische Tagebuch

· 8. Verbrauchsmaterialien
· 8.1. Kräuter
· 8.2. Duftstoffe
· 8.2.1. Räucherwerk
· 8.2.2. Ätherische Öle
· 8.3. Opfergaben

· 9. Divinatorische Werkzeuge
· 9.1. Das Pendel
· 9.2. Die Kristallkugel
· 9.3. Der magische Spiegel

1. Allgemeines

1.1. Was sind magische Werkzeuge?
Ritualgegenstände oder magische Werkzeuge (Paraphernalien) sind Hilfsmittel, die bei magischen Zeremonien und Ritualen verwendet werden können. Sie dienen dazu, als Analogien für bestimmte Kräfte die Sinne des Magiers anzuregen, beziehungsweise seinen Willen und sein Tun symbolisch zu unterstreichen. Mit ihrer Hilfe sammelt der Magier Kraft, lenkt oder verwandelt diese, schützt sich, symbolisiert und visualisiert bestimmte Dinge, damit er sich besser konzentrieren kann und auch über die Symbolsprache seinem eigenen Unterbewußtsein seine Absicht vermitteln kann. Somit wird der Erfolg des Rituals leichter erreicht.

In der Ritualmagie bedient man sich unzähliger Hilfsmittel und Werkzeuge, die alle ein Ziel verfolgen, nämlich die Bündelung der Aufmerksamkeit und der Kraft des Magiers, durch die er wirken kann. Um diese Gegenstände haben sich schon im Altertum bestimmte Bräuche entwickelt, und viele sind als Tradition in der Magie noch heute erhalten geblieben. Diese Traditionen sollen als Anregungen dafür dienen, was man benutzen kann und wie, aber letztlich muß jeder für sich entscheiden ob er etwas davon für sich übernehmen möchte.

1.2. Welche Werkzeuge braucht man?
Um ein Ritual durchzuführen, braucht man im Grunde keine besonderen Gegenstände, bis natürlich auf diejenigen, die schon aus rein praktischen Gründen nötig sind. Die weiter unten aufgeführten Gegenstände sind deshalb auch nur Anregungen und kein Muß. Wirklich erforderlich sind sie für die magische Arbeit nicht, denn sie sind nur eine Garnitur, die das Ritual stimmungsvoller machen, und sie erleichtern die Arbeit durch ihren Symbolismus.

Man kommt auch ohne magische Werkzeuge aus, beziehungsweise benötigt nicht alle. Ein wirkliches Brauchen im Sinne von „ohne geht es nicht“ gibt es nicht. Ein geübter Magier kann auch völlig ohne Hilfsmittel nur mit seinem Geist Magie wirken. Werkzeuge können die magische Arbeit aber eben sehr erleichtern, und auch gerade dem Anfänger sind durch zumindest einige Werkzeuge erleichterte Techniken zu empfehlen. Auch hier entscheidet wieder allein das Gefühl des Magiers darüber, was er benutzen möchte und wofür und was nicht.

Es ist immer wieder wichtig zu betonen, daß es hinsichtlich Werkzeugen, Symbolen und Ritualen keine Vorgaben geben darf. All diese Dinge stellen lediglich ein Gerüst dar, das der Magier selber zum Leben erwecken muß, denn es ist sein individueller Weg, um sich der Magie und ihren Kräften nähern und von ihnen zu lernen.

Man sollte sich immer vor Augen halten, daß der stetige Gebrauch von Werkzeugen auch eine Gefahr in sich birgt. Erleichtern sie dem Anfänger den Einstieg in die Magie und sind sie hilfreiches Beiwerk für den Fortgeschrittenen, so können sie später aber auch zu Blockaden führen, welche eigentlich völlig unnötig sind, aber die Weiterentwicklung des Magiers hemmen. Gewöhnt man sich zu sehr an Werkzeuge und legt innerlich genaue Regeln für ihren Gebrauch fest, so fällt es später schwer, ohne Werkzeuge auszukommen oder sich von diesen Regeln wieder zu lösen, wenn man darüber hinaus möchte. Je mehr man etwas „verinnerlicht“, desto schwerer ist das Unterbewußtsein später wieder davon abzubringen.

Man sollte sich also stets bewußt machen, daß magische Werkzeuge eben nur Hilfsmittel und Symbole sind, die man nicht unbedingt braucht, und auf die man des öfteren auch bewußt verzichten sollte, damit man „verinnerlicht“, daß es eben auch ohne geht. Später wird man nämlich fast gänzlich auf sie verzichten, weil man seine Kräfte auch so zu beherrschen gelernt hat, und sie nur zu „besonderen Gelegenheiten“ hervorholen. Wenn der Schritt dorthin nicht gelingt, bleibt man in seiner magischen Entwicklung stehen und kommt nicht oder nur schwerlich weiter.

Frühere Magier entwickelten eigene Sprüche, Gebete, Zeichen und Symbole zu den verschiedenen Naturkräften, um diese dadurch zu kontaktieren und zu beherrschen. Viele davon wurden von späteren Magiern übernommen, weiterentwickelt, verändert oder verfälscht, so daß heute eine verwirrende Vielfalt verschiedenster Symbole und Rituale existiert, und jeder ihrer Vertreter behauptet, seine seien die einzig richtigen. Das ist alles Quatsch! Die Magie ist ein individueller Erfahrungsweg, auf dem jeder seine eigenen Bilder und Formeln entwickeln muß. Gleiches gilt für die Werkzeuge, die ja ebenfalls nur Symbole sind.

Seit der Antike sind bestimmte symbolische Gegenstände bei Ritualen in Gebrauch, und aus ihrer rituellen Benutzug hat sich eine Tradition entwickelt. Ob man dieser Tradition folgt, weil man Verbundenheit mit seinen Ahnen ausdrücken möchte oder diese Gegenstände eben traditionell gebräuchlich sind oder weil ihre Symbolik einfach nur gut auf die Psyche wirkt, und diese Gegenstände vollständig oder teilweise benutzt oder auch nur als schmückende Ausstattung beifügt oder sie wegläßt, sei ganz dem persönlichen Geschmack des Magiers vorbehalten.

Falls man im Verlauf des Rituals mit den Elementen arbeiten und ihre Kräfte „anrufen“ möchte, so scheint es sinnvoll, für jedes einen entsprechenden (symbolischen) Ritualgegenstand zu wählen, in welchem sich die jeweilige Elementarkraft „manifestieren“ kann. Man kann aber auch ein Sammelsurium verschiedener Dinge oder auch gar keinen Gegenstand benutzen, ganz wie man möchte.

Was in der zeremoniellen Magie mit streng vorgeschriebenen Ritualen eigentlich als Pflicht angesehen wird, ist in der individuellen Magie nicht unbedingt erforderlich. Jeder sollte für sich selbst entscheiden ob er magisches Werkzeug verwenden möchte und auch welches. Es muß auch nicht unbedingt das traditionell vorgeschriebene Werkzeug sein. Wer zum Beispiel keinen Dolch besitzt oder verwenden möchte, kann das Element Luft auch ebensogut durch eine hübsche Feder oder ähnliches versinnbildlichen. Es kommt einzig und allein auf die Verbundenheit des Magiers zu seinem Werkzeug an und nicht auf die Beschaffenheit des Werkzeugs.

Die Esoterikwelle hat es mit sich gebracht, daß viele Menschen sich teilweise unnützen „magischen“ Krempel besorgen und sammeln. Das mag in einer gewissen Sammlerleidenschaft begründet liegen oder auch in einer gewissen Unzufriedenheit mit sich selbst und/oder der Umwelt. Zu Kompensationszwecken wird dann der eine oder andere „magische Gegenstand“ besorgt, welcher dann hilft oder aber auch nicht. Aber nicht der Gegenstand selbst ist wichtig, sondern die Art und Tiefe der Affinität zu ihm und was man damit tut, sonst nutzt er gar nichts.

In der zeremoniellen und individuellen Magie sind alle Dinge, welche der Magier für seine Arbeit benutzt, heilig beziehungsweise magisch geweiht (konsekriert). Diese Werkzeuge machen die magische Arbeit einfacher, als wenn man alles seiner Imaginationsfähigkeit anvertrauen muß. Es macht zwar mehr Sinn, sich selbst zu entwickeln und möglichst mit leeren Händen zu arbeiten, aber das beste Symbol für einen Dolch ist nun mal ein Dolch.

Es gilt also, einen goldenen Mittelweg zu finden, zwischen gar keinen Werkzeugen und übertriebener Sammlerwut und Paraphernalienfetischismus. Magische Werkzeuge machen zwar das Leben leichter, aber nur noch mit Gegenständen zu arbeiten läßt die eigenen Fähigkeiten verkümmern und bewirkt eine schleichende Abhängigkeit, die eigentlich nicht notwendig wäre. Wichtig ist, die Gegenstände als reine dienende Hilfsmittel zu sehen und nicht sich selbst als Diener dieser Gegenstände.

1.3. Wie bekommt man all diese Dinge?
Zu den ersten Aufgaben des Magiers gehört es, in den Besitz dieser Werkzeuge zu gelangen, indem er sich diese anfertigt oder sie auf den Wegen des „Zu-Falls“ von selbst zu ihm kommen. Magische Werkzeuge können also selbst hergestellt, gekauft, in Auftrag gegeben, geschenkt oder gefunden werden.

Im Idealfall sollte sich der Magier alle Ritualgegenstände selbst anfertigen, denn dadurch bekommt er zu ihnen eine starke persönliche Bindung, doch ist das nicht immer ohne weiteres durchführbar (zum Beispiel das Schmieden eines Dolches oder gar eines Schwertes). Deshalb wird oft mit fertigen oder halbfertigen Produkten gearbeitet. Häufig werden dese dann aber vom Magier selbst noch verziert, was die Bindung intensiviert.

Unter Hexen gibt es die Tradition, daß man beim Kauf eines solchen Werkzeugs nie um den Preis feilschen darf, sondern den ausgewiesenen Preis als Opfer für den Gegenstand oder für die Götter, sofern man welche verehrt, und dafür daß der Gegenstand zu einem gefunden hat, akzeptieren muß. Dem kann man folgen oder es (wie ich) als Erfindung überteuerter Esoterikläden abtun und ignorieren, das ist eine Sache der persönlichen Überzeugung. Ich finde jedoch, daß wenn die Lebensumstände einen eher behutsamen und wohlüberlegten Umgang mit Geld verlangen, sollte die Tradition dem gesundem Menschenverstand weichen.

1.4. Wie funktionieren magische Werkzeuge?
Es ist darauf hinzuweisen, daß sämtliche rituellen Gegenstände lediglich als Werkzeuge und Symbole dienen. Es sind keine von sich aus „magischen“ Gegenstände, die wirklich notwendig für die Durchführung eines Rituals sind.

Sie werden erst durch den Willen des Magiers „magisch“ oder „heilig“ und unterstützen ihn durch ihren Symbolcharakter bei seiner Arbeit, nicht mehr. Trotzdem können sie sehr wichtig sein, um Energien zu lenken oder um in ihrer symbolischen Funktion auf den Magier oder den Empfänger des Zaubers zu wirken, denn sie helfen psychologisch bei der Bewußtseinsveränderung. Magische Werkzeuge und Symbole erfüllen ihre Funktion deshalb nur für denjenigen, der bereits im voraus imstande ist, sich aus eigener Kraft in einen anderen Bewußtseinszustand zu begeben.

Magische Werkzeuge stellen Analogien dar. Das bedeutet, daß ihre Verwendung im Ritual bestimmte, ihnen zugeordnete Kräfte aus dem Unterbewußtsein auf den Plan ruft. Außerdem sind sie gerade für den Anfänger sehr hilfreich, um Kontakt zu den Elementarkräften herzustellen. Auch kann er mit ihrer Hilfe lernen, mit den ihnen entsprechenden Energien umzugehen. Letztlich dienen sie alle nur zur Anregung der eigenen Psyche.

Das Geheimnis von magischen Werkzeugen ist, daß man sie bewußt und mit voller Absicht verwendet, und daß man sozusagen ein entschiedenes Signal gibt, wenn man ein Werkzeug einsetzt. Es einfach nur zum Vollmond hochzuhalten und mystische Texte zu murmeln genügt nicht, weil nicht die Handlung eine Veränderung bewirkt, sondern die innere Einstellung dazu. Es kommt darauf an, an wen dieses Signal gerichtet ist. Dies hängt von der persönlichen Sicht der Dinge ab. Für den einen geht die Botschaft direkt zu den Göttern, für den anderen vielleicht eher in Richtung Unterbewußtsein – es ist gleich, solange es funktioniert.

Magische Werkzeuge werden vom Magier vor einem Ritual rituell gereinigt (Purifikation) und ihrem Zweck oder einer bestimmten Energieform geweiht (Konsekration) oder gesegnet (wenn es bereits geweiht ist). Diese Weihe genannte Widmung erzeugt im Unterbewußtsein des Magiers die Überzeugung, daß das Werkzeug für seine Aufgabe „bereit“ ist, und das löst wiederum Blockaden des Magiers und erleichtert ihm den Umgang mit den entsprechenden Kräften.

Bei jedem Mal, in dem Energie durch das Werkzeug fließt beziehungsweise von diesem gelenkt wird, verbleibt ein geringer Teil der Energie in ihm. So lädt es sich im Laufe der Zeit immer mehr mit Energie auf (das ist symbolisch gemeint, denn eigentlich wird bloß die Affinität des Magiers zu seinem Werkzeug immer mehr gesteigert, aber die Energiemetapher ist anschaulicher für das Unterbewußte) und wird somit immer wirksamer, oder besser gesagt, sein Besitzer kann einen immer größeren Nutzen aus ihm zu ziehen, denn der Gegenstand alleine vermag zunächst einmal gar nichts.

Viele Magier verzichten im Verlauf ihrer Karriere auf das eine oder andere Werkzeug, weil sie die Energien zwischenzeitlich aus eigener Kraft rufen und ohne Vermittler durch ihren Körper leiten können, doch für den Anfänger ist die Arbeit mit den Werkzeugen hilfreich, um deren Natur und die Natur dessen, was sie verkörpern, verstehen zu lernen.

1.5. Die richtigen Ritualgegenstände
Es ist vollkommen unterschiedlich, mit welchen rituellen Gegenständen in verschiedenen Traditionen gearbeitet wird. Die meisten Magier besitzen den einen oder anderen Gegenstand, der für sie einen „magischen“ Wert hat.

Die Auswahl des ritualspezifischen Zubehörs richtet sich nach den persönlichen Vorlieben und Assoziationen des Magiers. Der Magier sollte stets nur mit Ritualgegenständen arbeiten, die ihm gefallen und in deren Gegenwart er sich wohlfühlt. Deshalb muß er andere Gegenstände, die sich zwar in seinem Besitz befinden, ihn aber momentan nicht ansprechen, nicht gleich fortwerfen. Sie können Aufgaben symbolisieren, die zu einem späteren Zeitpunkt seines Lebens aktuell werden, und dann wird er sie vielleicht mit ganz neuen Augen sehen.

Wichtig ist nur, daß er Freude an jenen Gegenständen hat, mit denen er jetzt gerade arbeitet, daß sein Kelch ihn mit Stolz erfüllt, wenn er ihn emporhebt und daß er seinen Dolch schön findet, wenn die Klinge im Kerzenlicht schimmert. Denn diese Gegenstände sind für den Magier nicht nur magisch, sie sind heilig zugleich. Diese Dinge sollten immer etwas ganz Besonderes im Leben des Magiers sein.

Was auch immer der Magier im einzelnen mit seinen Werkzeugen im Ritual anstellt, sei seiner Kreativität und Intuition überlassen, aber er darf niemals vergessen, daß diese Gegenstände von dem Augenblick an, in dem er sie dem Alltag enthebt und durch die Weihe zu rituellen Gegenständen macht, wahrhaftig heilig sind. Der Magier sollte sie lieben – und auf diese Weise durch sie das, was sie repräsentieren. Der Sinn dessen ist ebenfalls wieder die Steigerung der Affinität, damit das Unterbewußtsein ohne Störung über den Gegenstand als Symbol wirken kann.

1.6. Das richtige Verhältnis zu seinen Werkzeugen
Der Begriff „Werkzeug“ deutet bereits das Verhältnis an, welches zwischen dem magisch Arbeitenden und seinen Hilfsmitteln bestehen sollte. Der Magier beherrscht, lenkt und führt das Werkzeug und nicht umgekehrt. Das klingt zwar zunächst selbstverständlich, erhält aber spätestens dann einen tieferen Sinn, wenn man sich vergegenwärtigt, welche Kräfte von diesen Hilfsmitteln repräsentiert werden. Und da gibt es Menschen, die ihren Verstand nicht benutzen, sondern sich von ihm tyrannisieren lassen.

Es ist manchmal sehr amüsant, welch ein Aufhebens unter Magiern um die magischen Werkzeuge gemacht wird, die oftmals zu den reinsten Statussymbolen zu verkommen scheinen. Hinter der Debatte, wer den raffiniertesten Dolch und den am feinsten ziselierten Kelch besitzt, tritt die Frage nach der Bedeutung dieser Gegenstände nun doch etwas in den Hintergrund. Dies ist jedoch sehr kleingeistig und eines wahren Magiers nicht würdig.

Es ist nicht nur von Bedeutung, zu wissen, was man mit einem bestimmten magischen Werkzeug innerhalb eines Rituals tut, sondern auch, was es bewirkt, warum es gerade für dieses und kein anderes Element steht und welche Analogien man in dem Moment heraufbeschwört, in dem man es in die Hand nimmt. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein sehr einfach oder sehr edel gearbeitetes Werkzeug handelt. Allein das Maß der Affinität seines Besitzers zu diesem Gegenstand ist auch das Maß seiner Macht, denn seine wahre Macht erhält der Gegenstand ja nur aus dem Inneren seines Besitzers.

Es ist deshalb nicht nötig, sich mit aufwendigen und teuren Requisiten einzudecken. Natürlich erfreut man sich an einem schön und edel gearbeiteten Gegenstand, aber das ist persönlicher Geschmack und kein Maß für die Wirksamkeit. Materie soll zwar erfreuen, aber letztlich kommt nur darauf an, was man an Energie hineinlegt.

Ferner ist es unsinnig, zwischen Preis und Wert für die Magie einen Zusammenhang zu sehen. Wenn zum Beispiel Kerzen aus duftendem, natürlichem Bienenwachs nach eigenem Ermessen zu teuer sind, dann nimmt man eben Teelichte, denn die tun es genauso gut, weil es nur auf das Feuer ankommt, nicht unbedingt auf die Kerze selbst. Jeder muß selbst entscheiden, auf was er dabei Wert legt und wieviel Luxus er sich gönnen möchte.

Jedem erfahrenen Magier ist klar, daß alle magischen Gegenstände nur Hilfsmittel sind, welche die Imagination unterstützen und ohne die zu arbeiten eigentlich vorzuziehen wäre. Doch das ist nicht so leicht, denn nur der Fortgeschrittene beherrscht die „Techniken der leeren Hand“ wirklich. Und selbst dieser wird sein magisches Zubehör pflegen, in Ordnung halten und erweitern, obwohl er seiner eigentlich nicht mehr bedarf, um sich stets an seine eigene Fehlbarkeit zu erinnern, um sich schwierige Operationen zu erleichtern und um sicherzugehen, daß wenigstens die materiellen magischen „Batterien“ noch vorhanden sind, sollte er einmal mental aus irgendeinem Grund versagen und seine Kraft verlieren.

Man sollte nicht vergessen, daß magisch geladene Werkzeuge, Talismane und Amulette Teile des Magiers selbst sind. Man behandelt sie entsprechend, als wären sie zugleich Teile des eigenen Körpers (magisch gesehen sind sie auch tatsächlich Teil des Energiekörpers), und trägt dafür Sorge, daß man selbst die Gewalt über sie behält.

1.7. Umgang und Aufbewahrung
Bezüglich der Handhabung magischer Werkzeuge trifft man auf unterschiedliche Anschauungen. Weit verbreitet ist der Brauch, sie außerhalb des Rituals an einem altarähnlichen Platz irgendwo zu Hause möglichst dekorativ anzuordnen. Dadurch verbreiten sie ihre Eigenschaften und Energien dann ständig und erinnern einen daran, daß man auch dann ein Magier ist, wenn man gerade kein Ritual vollzieht.

Allerdings verkommen sie auf diese Weise leicht zu Statussymbolen. Außerdem muß man ja nicht jedem Besucher durch diese Ausstellung gleich auf die Nase binden, daß man Magier ist. Wenn man eine starke Bindung zu seinen Werkzeugen hat, nehmen sie es auch nicht übel, einfach nur in einer Schublade oder Kiste aufbewahrt zu werden. Deshalb verzichte ich persönlich auf solch einen Schau-Altar.

Allerdings ist es allgemein üblich, magische Werkzeuge mit großer Sorgfalt zu behandeln, und im Zuge dessen lassen viele Magier niemand anderen ohne ausdrückliche Erlaubnis an sie heran. Der schnellste Weg, nie wieder von einem Magier eingeladen zu werden, besteht darin, unmittelbar nach dem Betreten seiner Wohnung auf seinen Altar zuzustürmen, den Kelch zu grabschen und ihn ausgiebig zu bewundern.

Der wahre Magier wird lediglich mit maximal bedeutungsvollem Lächeln kurz auf die Altaranordnung eines Kollegen blicken und dann sofort ein von der Magie möglichst weit entferntes Thema anschneiden. Dann weiß jeder sofort, daß ein magisches Werkzeug für einen dasselbe ist wie die eigene Zahnbürste, genauso intim – und genauso vertraut und normal.

1.8. Magische Werkzeuge nur für magische Zwecke?
Es gibt zwei unterschiedliche Auffassungen zu dieser Frage. Die eine schreibt vor, daß für magische Zwecke verwendete Werkzeuge ausschließlich zu diesem Zweck benutzt, ja nicht einmal von einem anderen Menschen angefaßt werden dürfen, da sie sonst durch Fremdenergien verunreinigt oder entweiht würden und nicht mehr funktionieren. Manche Magier sind sogar der Meinung, daß kein anderer ihren Altar berühren sollte, da er ihre Persönlichkeit und ihr Unterbewußtsein symbolisiert.

Die andere Auffassung geht ganz pragmatisch davon aus, daß Gegenstände, die auch für andere Zwecke benutzt werden können, diesen ruhig dienlich sein dürfen, denn dazu sind sie schließlich gemacht worden. Zur magischen Arbeit sollten ohnehin alle Werkzeuge jedes Mal neu gereinigt und geweiht (beziehungsweise kurz gesegnet, wenn sie bereits geweiht sind) werden, und wenn dies auch nur durch eine kurze Visualisierung und festen Willen geschieht.

Es gibt auch Mischformen, so zum Beispiel verwenden einige Magier ihren Dolch für alles mögliche, den Kelch hingegen strikt und absolut nur zum rituellen Gebrauch.

Welcher Auffassung man folgt, ist eine Frage der persönlichen Einstellung, und jeder sollte selbst erspüren, wann und wozu er seine Werkzeuge einsetzen kann und wann und wozu nicht. Ich verwende meinen Altar als Spieltisch für Rollenspiele und als Kaffeetisch, mein Schwert im Schaukampf, ich esse und schnitze mit meinem Ritualmesser, und ich habe auch kein Problem damit, wenn ein anderer meinen Mittelalter-Dolch benutzt, der zugleich auch mein Ritualdolch ist. Meinen Kelch verwende ich nur für Rituale, jedoch lediglich aus dem Grund, daß er versilbert ist und zum normalen Trinken einfach unbequem schwer zu halten und auch umständlich zu Reinigen ist. Mein Pentakel dient allein magischen Zwecken, weil ich sonst keine andere Verwendung dafür wüßte.

Ich für meinen Teil habe jedenfalls noch keinen Unterschied in der magischen Funktion meiner rein zu magischen Zwecken bestimmten Gegenstände und auch zu anderen Dingen benutzten Werkzeugen festgestellt. Es mag jeder betrachten, wie er möchte, für mich ist die persönliche Beziehung zu einem Gegenstand für die magische Arbeit entscheidender als ihn wie eine heilige Reliquie zu behandeln.

Eine persönliche Beziehung baut sich nach meiner Auffassung sogar eher und stärker auf, wenn man den Gegenstand ganz einfach oft in der Hand hält, betrachtet und benutzt, auch zu ganz profanen und alltäglichen Zwecken, die nichts mit Magie zu tun haben. Der Gegenstand wird dadurch zu einem Teil von einem selbst, zu einer Verlängerung der eigenen Hand, und nichts anderes ist er doch auch im Ritual, wo er durch seinen Symbolwert die eigenen Kräfte unterstützen soll. Dann wird auch kein Fremdeinfluß das Band zwischen dem Magier und seinem Werkzeug zerstören können.

Allein der Wille des Magiers ist es, der dem Gegenstand seine Funktion verleiht. Mit diesem Willen reinige und weihe oder segne ich den Gegenstand vor dem Ritual für seinen Zweck – ganz egal, was vorher damit geschehen ist. Mein Wille gibt ihm seine Bedeutung, seinen Symbolismus, seine Funktion und seine Macht. Wenn der Wille stark ist, dann kann ich ein Ritual sogar mit einem alten, rostigen Suppenlöffel anstelle eines Ritualdolches durchführen, und es wird trotzdem funktionieren. Es kommt nicht darauf an, was das Werkzeug ist, sondern darauf, was der Magier will, das es ist.

Das einzige Tabu ist es, die Werkzeuge eines anderen Magiers ohne dessen vorherige Erlaubnis anzufassen oder gar zu benutzen, egal ob zu magischen oder weltlichen Zwecken, wenn man nicht weiß, welcher Auffassung er bezüglich seinen Gegenständen folgt. Es ist ein Gebot der kollegialen Höflichkeit unter Magiekundigen, dies zu respektieren und um Erlaubnis zu fragen.

1.9. Sicherheitsüberlegungen
Wer Ritualgegenstände im Freien benutzt, der sollte darauf achten, daß nichts aus Glas, Porzellan oder Ton ist. Es kann immer mal etwas umstürzen und zu Bruch gehen, und Scherben sind eine Gefahr für Tiere und Menschen, Glasscherben im Sommer zusätzlich durch die Brennglaswirkung eine Brandgefahr. Außerdem kann man sich auch selbst daran schneiden, und in Wald und Feld gibt es nur selten Hilfe. Also sollte man solche Glasgegenstände lieber nicht mitnehmen. Es ist übrigens auch nie verkehrt, einen Erste-Hilfe-Kasten bei sich zu haben, wenn man ins Gelände geht. Und auch ein (für das Ritual ausgeschaltetes) Mobiltelefon ist im Notfall eine große Hilfe.

Selbstverständlich ist auch die Feuersicherheit sehr wichtig, vor allem dann, wenn mit offenem Feuer gearbeitet wird, was bei vielen Ritualen der Fall ist. Unter Umständen von Brandgefahr sollte man auf ein Feuer besser verzichten. Einige Sicherheitstips werden bei den Beschreibungen der entsprechenden Werkzeugen bereits gegeben. Ansonsten kann ich jedem Magier nur empfehlen, das zu benutzen, auf das er eigentlich am meisten stolz ist: seinen Verstand!

2. Die Werkzeuge der Elemente
Die magischen Werkzeuge der Elemente sind Symbole für die Energien dieser Elemente. Speziell für die Arbeit mit den Elementarkräften (beziehungsweise mit den durch die Analogien mit den Elementen im Unterbewußtsein hervorgerufenen psychischen Kräften) gibt es eine sehr lange und recht einheitliche Tradition darüber, welche Gegenstände als Werkzeuge der Elemente dienen. Prinzipiell kann man jedes Hilfsmittel, welches an ein bestimmtes Element erinnert, auch als Sinnbild desselben verwenden, aber man kann ebenso auch der Tradition seiner Ahnen folgen.

In vielen Traditionen spricht man vom großen und kleinen Werkzeug jedes Elements. Dementsprechend sieht auch die Aufgabenverteilung aus. Das kleine Werkzeug wird eher für persönliche oder kleinere Arbeiten verwendet, während das große Werkzeug immer dann Einsatz hat, wenn es um die ganze Gruppe oder sehr bedeutende Aktionen geht, denn es ist raumgreifender und benötigt auch mehr Platz. Natürlich kann die Aufgabe des einen auch immer vom anderen getan werden. Ihre unterschiedliche Größe hat rein symbolischen Charakter und ist kein Maß für ihre Wirksamkeit.

Häufig gibt es auch mehrere kleine oder große Werkzeuge. Man muß nicht alle Arten von Werkzeugen besitzen, und eines von jeder Sorte genügt völlig. Wer überwiegend allein arbeitet, kann auf die großen Werkzeuge auch ganz verzichten. Aber selbst derjenige, der nur ein Werkzeug für jedes Element haben möchte, ist durchaus frei in seiner Wahl, ob er ein großes oder kleines Werkzeug bevorzugt und welches das ist. Die Werkzeuge jeweils eines Elementes sind prinzipiell gegeneinander austauschbar.

Element: kleines Werkzeug: großes Werkzeug: sonstiges Werkzeug:
Erde Pentakel Schale Erdschale, Schild
Luft Ritualdolch, Ritualmesser Schwert Räucherschale
Wasser Kelch Kessel, Wasserschale Besen
Feuer Zauberstab Stecken, Speer Feuerschale
Geist Glocke, Kristallkugel, Magierspiegel Feuerschale, Geistschale

ergänzend

Zauberei und Hexerei

Die alten Deutschen kannten Zauber mit Tat und Wort; den ersteren verbietet Nr. 10 des Indiculus (de phy-lacteriis et Ugaturis), den zweiten Nr. 12 (de incantationibus). Das Wort Zauber (ahd. zoubar) selbst bedeutet eigentlich „Mennig“, die rote Farbe, mit der … Weiterlesen

Die weisen Frauen Hagedisen – Hexen

 Die erfolgreiche Vorgehensweise und die überzeugenden Ergebnisse der heilkundigen Frauen stellten eine große Bedrohung für das aufkommende Christentum, sprich die Kirche dar. Denn diese Frauen verließen sich mit ihren außergewöhnlichen Begabungen eher auf ihre Sinne und Erfahrungen als auf die … Weiterlesen

Magische Nächte. Die 12 Rauhnächte

Die 12 Rauhnächte Die zwölf Nächte am Ende des Jahres und die mit ihnen verknüpften Mysterien gehen bis in die Antike zurück. Sie haben sowohl römische als auch germanische und sogar indische, japanische und chinesische Wurzeln, und auch heute noch … Weiterlesen

Runen Rad Runen Rat

Ich weiß, dass ich hing am windigen Baum neun lange Nächte, vom Speer verwundet, dem Odin geweiht, ich selber mir selbst, am Ast des Baumes, von dem niemand weiß, aus welcher Wurzel er wuchs.Sie boten mir nicht Brot noch Met … Weiterlesen

Das Erforschen der Zukunft

Als Mittel zur Erforschung des göttlichen Willens bei den Deutschen nennt Cäsar „Losorakel und Prophezeiungen (sortes et vaticinationes; b. g. 150), Tacitus „Götterzeichen und LosorakeV1 (auspicia et sortes, Germ. 10). Beim Los wurde die Gottheit nach ihrem Willen gefragt, im … Weiterlesen

Wald- und Feldkulte: Der Baumkultus der Germanen und Ihrer Nachbarstämme

Mythologische Untersuchungen Vorwort.  Das vorliegende Buch, welchem demnächst ein zweiter Band „griechische und römische Agrarkulte aus nordeuropäischen Ueberlieferungen erläutert“ folgen wird, beginnt die Veröffentlichung einer Reihe von Vorarbeiten, die sieh dem Verfasser als erforderlich ergeben hatten, um zur Klarheit und … Weiterlesen

Herr der eigenen Sinne und Manipulation der Gedanken

Von Manipulation der Gedanken eines Menschen spricht man dann, wenn die Annahme eines Identifikationsangebots oder einer Ware und Dienstleistung nicht zu seinem Vorteil, sondern zu seinem Nachteil führt. Wie Ich es im Beispiel im Video mit der Nußallergie erwähnte. Die Manipulation von Menschen verfolgt Ziele und dient dazu, andere Menschen hinsichtlich ihres Verhaltens zu beeinflussen. … Weiterlesen

Der himmlische Lichtbaum der Indogermanen in Sage und Kultus.

Wenn die prähistorische Archäologie allmählich immer mehr einen gewissen homogenen Zustand der in Europa sich ausbreitenden und dasselbe eigentümlich kolonisierenden indogermanischen oder arischen Stämme in Bezug auf das häusliche Leben und die Anfänge gewerblicher Thätigkeit aufdeckt, so entsprechen dem auch … Weiterlesen

 

Der Jahreskreis und Jahreskreisfeste Entstehung und Hintergrund des Jahreskreis und Jahreskreisfeste Das imponierende Schauspiel der Natur, das sich im Muster der Jahreszeiten wiederholt, hat immer eine große Auswirkung auf das Leben. In der Antike und im frühen Mittelalter, als die Menschen in Mittel- und … Weiterlesen

Thema Mythologie und Sagenhaftes aus dem hohen Norden Die Mythologie (von altgr. μυθολογια mythologia; zusammengesetzt aus μυθοι mythoi „Geschichten“ und λέγειν legein „erzählen“) bezeichnet die Lehre der gesamten Mythen eines Volkes und behandelt als ihren eigentlichen Gegenstand die aus der vorgeschichtlichen, d. h. vorliterarischen Zeit überlieferten Erzählungen, in … Weiterlesen

Die Geschichte der Magie

Ursprung und Antike

„Magier“ ist ursprünglich der Name eines Stammes der Meder, dem die Ausübung der heiligen Gebräuche und die Erhaltung der gelehrten Kenntnisse anvertraut war (ähnlich wie der Stamm Levi bei den Israeliten). Herodot beschrieb sie im 5. Jahrhundert v.u.Z. Dieser Stamm erforschte die okkulten Wissenschaften, Traumdeutungen und Astrologie und wandte sie angeblich auch an. Die Angehörigen dieses Stammes waren zugleich die Priesterkaste des persischen und medischen Reiches. Von diesen Medern ging die Magierkaste zu den Persern über, und diese Perser wurden für ihre Magie in der ganzen Welt bekannt. Bei den Königen standen sie in hoher Achtung.

Das Wort „Magier“ selbst kommt vom persischen „magh“ (Können) oder „mah“ (groß), die Bedeutung „groß“ hat es als „maha“ im Sanskrit und im lateinischen „magnus“. Ein Magier wird oft auch als Thaumaturg, von „thaumaturgos“ (griechisch: Wundertäter, von thauma = Wunder und ergon = Werk/Tat/Arbeit), bezeichnet. Das Wort Magie leitet sich von Magier ab.

Fast alle esoterischen Abhandlungen beginnen mit den Worten: „Die Geschichte der Lehre X ist so alt wie die Menschheit selbst.“ Das soll nicht heißen, daß solche Aussagen immer falsch sind, doch nützt es dem Leser wenig, wenn ihm eine Kontinuität der Tradition vorgegaukelt wird, die sich in Wirklichkeit nicht nachweisen läßt. Die Geschichte der Magie bildet dabei keine Ausnahme.

Über die genaue Geschichte der Magie herrscht wenig Einigkeit, weder unter Historikern noch unter den Magiern selbst. Zum einen stammen die meisten Zeugnisse über Magier und Hexen aus den Federn ihrer Gegner, während sie selbst ihr Wissen häufig geheim hielten. Zum anderen muß man bedenken, daß Lesen und Schreiben lange Zeit ein Privileg der oberen Klassen und des Klerus war, und vieles nur mündlich überliefert wurde und mit der Zeit und unter der zerstörerischen Verfolgung auch verlorenging.

Sicher hat es schon sehr lange Magie gegeben, doch haben Theorien und Techniken häufig gewechselt oder waren und sind regional unterschiedlich. Daher wäre es falsch, von einer kontinuierlichen Tradition der Magie zu sprechen, zumindest läßt sich eine solche nicht objektiv und historisch gesichert nachweisen. Vielmehr dürfte eine Unmenge an einschlägigem Wissen immer wieder in Vergessenheit geraten sein, um später aufs Neue entdeckt beziehungsweise wiederentdeckt zu werden – und das immer und immer wieder.

Dr. Faustus (Zeichnung von Albrecht Dürer)

Es gilt als sicher, daß es bereits in der Vorzeit magische Kulte und Praktiken gegeben hat, von denen freilich wenig Gesichertes überliefert ist. Wo die genauen Wurzeln liegen, ist unbekannt. Sehr wahrscheinlich waren diese Kulte den schamanischen Gesellschaften heutiger „Naturvölker“ ähnlich. Der seit nachweislich mindestens 60.000 Jahren existierende Schamanismus ist sicherlich eine der ältesten Formen der Magie, die sich allerdings auch immer wieder verändert hat.

In einer Zeit, in welcher der Mensch noch fast schutzlos den Elementen und Launen der Natur ausgeliefert war, versuchte er vermutlich, diese zu beeinflussen um für sich persönlich beziehungsweise seine Gemeinschaft einen Nutzen oder Vorteil zu erwirken. Die ersten Rituale entstanden, erstmals beschäftigte man sich also mit einem Gebiet außerhalb der materiellen Welt.

In den Anfängen kann man sicherlich schwer zwischen Religion und Magie trennen. Fest steht lediglich, daß der Mensch versuchte, die Natur zu beeinflussen, welche mächtiger und anders war als er, die er fürchtete und nicht verstand. Er versuchte also, etwas Begehrenswertes durch ein Wirken zu erlangen, was er durch alltägliches Tun nicht oder nur schwer erreichen konnte.

Magier und Hexen wurden einst verehrt und doch gefürchtet. Als geistliche Berater hatten sie die Aufgabe, die alten Stämme zu beraten und die Zukunft zu deuten. Der Einfluß, den sie auf die Stammesführung ausübten, war sehr groß und konnte über Krieg oder Frieden entscheiden. Auch der medizinische Bereich wurde von Magiern weitgehend abgedeckt. Sie verstanden sich in der Anwendung verschiedenster Kräuter, Wurzeln und Rinden aus denen Salben, Mixturen und Tränke hergestellt wurden. Sie hatten das Ansehen eines Häuptlings, und der Ruf der wirklich großen Magier reichte über weite Strecken.

Das Mittelalter

Die vielfältigen magischen Traditionen der Antike tauchten in gefilterter Form im Mittelalter wieder auf. Jüdischer und arabischer Einfluß war besonders im Bereich des geheimen Wissens spürbar und auch die alten germanischen und keltischen Traditionen hatten ihre Spuren hinterlassen.

Während die mittel- und nordeuropäischen Heiden die Magie als etwas Natürliches, im Menschen und in der Natur Vorhandenes begriffen hatten, versuchte das Christentum dagegen, die Magie völlig zu entmenschlichen und der Natur zu entfremden. Für die Christen kommt die Magie nicht von innen, sondern von außen, ist nicht einmal „von dieser Welt“, sondern wird von erfundenen Figuren, die sich angeblich außerhalb der natürlichen Welt befanden, geliefert. So kommt gute Magie eben in Form von Wundern vom christlichen Gott und böse Magie vom christlichen Teufel. Eine weitere Entfremdung der christlichen Lehre von der Welt ist, daß sich der Mensch die Erde untertan machen soll, anstatt wie die Heiden, im Einklang mit der Natur zu leben. Deshalb konnten und wollten die Heiden, für die Magieanwendung selbstverständlich etwas völlig Natürliches war, mit dem Christentum nichts anfangen.

Als das Christentum in Europa Fuß zu fassen begann, merkte die Kirche schon bald, daß die alten heidnischen Religionen ihr gefährlich werden konnten. Bereits im Frühmittelalter widmete sich die Kirche daher intensiv der Bekämpfung des heidnischen Erbes. Die Diffamierung der heidnischen Götter als Dämonen, ihrer Bräuche als teuflische Riten und der Umwidmung ihrer Kultstätten in christliche Kirchen seien beispielhaft genannt.

Die altchristlichen Wundertäter wie Petrus und auch viele Heilige hatten stets einen ebenbürtigen Magier (im Fall von Petrus ist es der Erzmagier und Vater der Häresie Simon Magus) als Gegner, dem sie oft mit gleicher Münze im Zauberwettkampf begegneten. Damit sollte „bewiesen“ werden, daß die Macht Gottes größer ist, als die der Heiden.

Dennoch blieben noch genug dieser verhaßten heidnischen Vorstellungen unbemerkt im christlichen Bewußtsein, um später paradoxerweise sogar als christlich zu gelten. Allein die christlichen Feiertage, von denen die wichtigsten dem Heidentum entlehnt und nur mit etwas anderen Bedeutungen gefüllt wurden, sind ein Zeichen dafür. Ursprünglich besaß das Christentum als komplett jenseitig konzipierte Religion keine Feiertage. Als man aber merkte, daß das Volk an ihren heidnischen Festen und Brauchtümern festhielt, wurden diese kurzerhand assimiliert und mit christlichen Inhalten verfälscht.

Die heidnischen Magier und Hexen Europas wurden schon früh mit dem Auftreten und der Ausbreitung des Christentums in den Untergrund gedrängt. Zwar setzte die Inquisition und damit die eigentliche Hexenverfolgung erst nach 1200 ein, also einige Jahrhunderte nach der Bekehrung Europas zum Christentum, doch der Kampf gegen das Heidentum wurde schon von Anfang an geführt, also etwa nach dem Ende der Völkerwanderung, ca. ab dem 6. Jahrhundert.

Die Anhänger der alten Religion mußten mehr oder weniger hilflos zulassen, daß ihre alten Kultstätten von Kirchen überbaut wurden, und oft blieb ihnen nichts anderes übrig als zum Schein zum Christentum zu konvertieren, um diese Kultstätten noch aufsuchen zu dürfen. So wundert es auch nicht, daß Magie und Hexentum des Mittelalters deutlich christliche Züge zeigen.

Vergleichbares läßt sich etwa in Mittel- und Lateinamerika beobachten, wo das Christentum von der einheimischen Bevölkerung aufgrund der Zwangsmissionierung zwar notgedrungen angenommen, dafür aber auch mit altheidnischen Elementen „unterminiert“ wurde. Auch der Voodoo-Glaube Haitis stellt, wie überhaupt viele afrokaribische Kulte eine Mischform afrikanisch-heidnischer und europäisch-christlicher Elemente dar.

Weil sie schon bald nur noch im Verborgenen arbeiten konnten, verloren die Hexen ihre Rolle als Priester für die gesamte Gemeinschaft, zumal die Priesterrolle nun von christlichen Geistlichen übernommen wurde. Einzelne – oft auch zahlreiche – Mitglieder dieser Gemeinschaften nahmen die sonstigen Dienste der Hexen zwar weiterhin in Anspruch, doch geschah all dies nur unter äußerster Geheimhaltung und unter großer Gefahr für Leib und Leben aller Beteiligter.

Es entwickelte sich eine eigene sanktionierte Methode des Umgangs mit dem Übernatürlichen, die christliche Magie. Der Wettkampf zwischen dieser Form, die sich vor allem in der Frühzeit im Wunder manifestierte, und der Magie anderer Religionen zieht sich bis in die Neuzeit hinein.

Aber kaum hatte man das Heidenproblem scheinbar einigermaßen im Griff, kamen die Ketzer, die verbreiteten, daß der Teufel die Welt geschaffen und Gott sich von dieser bösen Welt distanziert habe. Zur Vernichtung dieser Umtriebe schuf der Papst Innozenz III. im Jahre 1200 Jahrhunderts eine spezielles Einrichtung, die Inquisition, die ab 1215 sogar von den Bischöfen unabhängig wurde.

Professionell und mit dem Ziel, alle heidnischen und ketzerischen Glaubensrichtungen auszurotten, zogen die Inquisitoren durch die Länder und zwangen unter Folter die Anhänger der alten Religionen, ihrem Glauben abzuschwören und sich zur Kirche zu bekennen. Wer es aus Überzeugung dennoch nicht tat, wurde auf bestialische Weise hingerichtet. Diejenigen Christen, die sich kritisch zur Inquisition äußerten, wurden zu Ketzern erklärt und erlitten dasselbe Schicksal.

Ursprünglich nur gegen die Ketzer gerichtet, begann die Inquisition im Spätmittelalter Magie und Hexerei als Teufelswerk zu verurteilen. Anfangs noch mit Kirchenbußen und Geldstrafen belegt, fanden die Prozesse gegen Hexerei mit Einführung der Inquisition bald schon ihren grausamen Höhepunkt, und Tausende angeblicher Hexen wurden gefoltert und ertränkt oder verbrannt.

Nach einiger Zeit fiel den Verfolgern auf, daß es noch andere gab, deren Ideen nach Häresie (von allgemeiner Auffassung abweichende Irrlehre) schmeckten, einzelne, in Beschwörungen und andere dubiose Aktivitäten verwickelte Individuen, die Magier. Es waren immer Einzelne, die durch einen Anschlag auf eine hochgestellte Persönlichkeit oder als Berater einer solchen beziehungsweise durch besonderes Wissen und eigenartige Studien ins Rampenlicht rückten und deshalb den stets wachen Neid und die Diffamierungslust ihrer politischen Gegner herausforderten.

Diese Leute hätten sich mit dem Bösen verbündet, behaupteten ihre Gegner, das ihnen alles einflüsterte, was sie nur wissen wollten, auch alles lieferte, was sie nur wünschten, Geld, Erfolg, Einfluß und Frauen. Viele der so Denunzierten landeten auf dem Scheiterhaufen.

Dennoch sprach man nicht von einer Verschwörung, oder sagte den Zauberern nach, daß sie mit dem Teufel buhlten, das blieb den Hexen vorbehalten, die seit dem 14. Jahrhundert als äußerst gefährliche Sekte verfolgt wurden.

Die reinen Magier blieben zumindest weitgehend von dieser Entwicklung verschont. Solange sie nicht auffielen, konnten sie sich im mittelalterlich-christlichen Kulturkreis auch durchaus relativ gefahrlos bewegen. Die Kirche hat zwar Magie und die Magier in Befolgung des biblischen Grundsatzes aus Exodus 22,17 „Denn eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen“ (ursprünglich stand dort das hebräische Wort „Kasepha“, das mit „Zauberin“ übersetzt wurde, obgleich es „Seherin“ oder „Wahrsagerin“ bedeutet) schon in frühchristlicher Zeit verfolgt, aber dennoch konnte sich die Magie unbemerkt Bereiche erobern, da sie bei der Christianisierung der Heiden in verwandelter, scheinbar christlicher Gestalt, mit in die neue Religion übernommen wurde. Sogar etliche Bischöfe waren Magier und Alchemisten, zum Beispiel Graf Albert von Bollstädt (1193 bis 1280), bekannt als Albertus Magnus, Bischof von Regensburg.

Paracelsus

Bedingt durch die Unfähigkeit vieler Ärzte, deren Repertoire sich im Aderlaß, dem Ansetzen von Blutegeln und dem Hersagen antiker Lehrmeinungen zumeist erschöpfte, wurden die weisen Frauen auch vielfach von Städtern und Vornehmen um Rat aufgesucht und bei Geburten als Hebammen geschätzt. Im Gegensatz den Ärzten, welche sich borniert an alten Schriften griechischer Philosophen festklammerten, beobachteten, überprüften und revidierten die weisen Frauen ihre Medikationen. Bei Zusammenkünften wurde solches Wissen untereinander ausgetauscht und weiter korrigiert. Der Fundus von heilenden, schmerzstillenden, geburtserleichternden, empfängnisverhütenden und abtreibenden Pflanzenmitteln, über den diese Frauen verfügten, beeindruckte den berühmten Arzt Paracelsus (1493 bis 1541) so sehr, daß er seine medizinischen Bücher verbrannte und öffentlich erklärte, alles Wissen als Arzt ausschließlich von „klugen“ Frauen und Hirten gelernt zu haben. Paracelsus
Paracelsus

Die Kenntnis psychoaktiver und aphrodisischer Pflanzen und Pilze wie Bilsenkraut, Tollkirsche, Mandragora, Fliegenpilz etc. ermöglichten es der weisen Frau, ihren Klienten sinnerweiternde und bewußtseinserweiternde Erfahrungen zu vermitteln und ihnen damit Einsicht in sich zu geben, ihnen zu mehr Freude am Leben zu verhelfen und sie für sich und ihren Stand ein neues Selbstbewußtsein gewinnen zu lassen.

Aus der Sicht heutigen Wissens, besonders nach Ergebnissen der vergleichenden Religionsforschung, erweisen sich viele der von der Kirche verteufelten Techniken und Methoden der mittelalterlichen Hexen als wichtige Teile eines abendländischen spirituellen Systems, das durch mündliche Überlieferung seit den Tagen der Druiden bis hin zu dem neuzeitlichen Hexenkult (zum Beispiel Wicca) nie seine Bedeutung für die Menschen verloren hat, die einen ehrlichen spirituellen Weg im Einklang mit der Natur suchen.

So wundert es auch nicht, daß der antisinnlich und frauenfeindlich eingestellten Kirche im Verbund mit der eklektisch arbeitenden, schlecht reputierten Ärzteschaft und einer um ihre Autorität fürchtenden Obrigkeit die lebens- und sinnbejahenden weisen Frauen mit ihrem starken Einfluß bei den Bauern ein Dorn im Auge waren. Vereinten sie doch die Tätigkeiten eines Bauernarztes und Pharmazeuten mit denen eines Psychotherapeuten. Da sie in Methoden und Lebensführung unorthodox waren, stellten sie auch eine Anlaufstelle für allerlei fahrendes Volk dar, für Zigeuner, Gaukler und Wahrsager, für Andersdenkende, Nonkonformisten und bäuerliche Rebellen gegen die bestehenden Zwänge.

Papst Innozenz VIII.

Gleich im ersten Jahr seiner Amtszeit von 1484 bis 1492 erließ der wegen seiner angeschlagenen Gesundheit und seiner schlechten Finanzlage schwache und unselbständige Papst Innozenz VIII. seine berüchtigte Ketzer- und Hexenbulle „Summis desiderantes“, was eine starke Zunahme von Hexenprozessen vor allem in Deutschland bewirkte.

1487 erschien das Buch „Malleus Maleficarum“ (Hexenhammer) der beiden päpstlichen Inquisitoren für Deutschland, Jakob Sprenger und Heinrich Krämer. Es enthält genaue Anleitungen, wie Hexen aufzuspüren, zu verhören, zu foltern, zu verurteilen und hinzurichten sind. Auf der Grundlage dieses kirchlichen Buches wurden Tausende Unschuldiger verfolgt, gefoltert und grausam getötet. Damit erreichte dieses dunkle Kapitel der Kirchengeschichte seinen Höhepunkt. Papst Innozenz VIII.
Papst Innozenz VIII.

Der amerikanische Historiker Charles Lea nennt den Hexenhammer „das schauerlichste Buch der Weltliteratur“ und der Sozialwissenschaftler Kurt Baschwitz bezeichnet ihn als „das ungeheuerlichste Denkmal des Aberglaubens, das die Welt hervorgebracht hat.“

So spiegeln darin enthaltene Aussagen, wie „Alles geschieht aus fleischlicher Begierde, die bei den Frauen unersättlich ist“ oder „Sinnt das Weib allein, dann sinnt sie Böses“ oder „Also schlecht ist das Weib von Natur, da es schneller am Glauben zweifelt, auch schneller den Glauben ableugnet, was die Grundlage für die Hexerei ist“, genau dieses kirchliche, menschenverachtende Denken dieser Zeit wieder. Der Hexenhammer ermöglichte es als offizielles Werk der Inquisition, nach der Ausrottung der wenigen echten Hexen, die Verfolgung beliebig auf alle Frauen auszudehnen. Der Hexenhammer verstärkte die Verfolgung enorm, und ein Hexenwahn nie gekannten Ausmaßes währte von nun an bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts hinein.

Wieviele Todesopfer es durch die Hexenverfolgung wirklich gegeben hat, kann man nicht genau sagen. Schätzungen schwanken zwischen einigen Hunderttausend. Erst für die neuere Zeit konnten Historiker einigermaßen verläßliche Zahlen liefern.

Allein im 16. und 17. Jahrhundert wurden in Europa etwa 60.000 Menschen auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Zwischen 1530 und 1730 wurden im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nationen 28.000 Menschen der Hexerei angeklagt, 76 % davon Frauen. Aber nicht überall war die Mehrheit der angeklagten Frauen. Von ca. 1520 bis ca. 1770 war dies zwar zum Beispiel in England (89 % Frauen), Norwegen (80 % Frauen), Schottland (85 % Frauen), Schweden (85 % Frauen) und Ungarn (90 % Frauen) der Fall, in anderen Ländern war jedoch der größere Anteil der Angeklagten Männer, zum Beispiel in Estland (60 % Männer) und Rußland (68 % Männer), in wieder anderen Ländern hielt es sich in etwa die Waage, zum Beispiel in Finnland (51 % Männer).

In Spätmittelalter und Renaissance begannen die Stimmen gegen die Inquisition immer lauter zu werden. Doch erst im 17. Jahrhundert bewegte sich wirklich etwas. 1631 erschien in Rinteln an der Weser anonym das Buch „cautio criminalis“ des Priesters Friedrich Spee von Langenfeld (15.02.1591 bis 07.08.1635). Bis 1699 wurde es 28 mal aufgelegt. Es wandte sich entschieden gegen die Methoden der andauernden Hexenprozesse und äußerte zur Untermauerung auch rechtliche Bedenken. Kritisiert wurde insbesondere, daß es dem Angeklagten unmöglich war, seine Unschuld zu beweisen. Ein rechtstaatliches Verfahren wurde gefordert und der Einsatz der Folter abgelehnt. Die Existenz von Hexen an sich wurde allerdings nicht in Frage gestellt.

Dennoch trug es maßgeblich dazu bei, daß Kritiker, auch aus den Reihen der Kirche, namhafte Ärzte und Professoren der Universitäten zu der Überzeugung gelangten, daß Menschen, die an Magie und Zauberei glaubten oder behaupteten, selbst magische Fähigkeiten zu haben, vom Wahnsinn befallen seien und somit als Kranke zu behandeln wären.

Dies war für die Kirche ein idealer Aufhänger, unter Wahrung ihres Gesichtes die Hexenverfolgung weltweit weitgehend einzustellen – und das schon nach „nur“ knapp 600 Jahren.

1775 wurde Anna Maria Schwägelin im Stift Kempten bei Landshut wegen „erwiesener Teufelsbuhlschaft“ als letzte Hexe auf deutschem Boden hingerichtet. Im Juni 1782 fand im schweizerischen Glarus die letzte Hinrichtung als Hexe im gesamten deutschsprachigen Raum statt, deren Opfer Anna Göldin war. Diese stand als Magd in den Diensten der herrschaftlichen Familie Tschudi. Ihre mangelnde Unterwürfigkeit, ihr überaus gepflegtes, fast provokantes Erscheinungsbild und ihr Gefühlsreichtum ließen bei den Tschudis die Bereitschaft wachsen, das Rückgrat dieser Dienstmagd zu brechen. Als in der Frühstücksmilch und im Brot des Tschudi-Töchterchens Anna-Miggeli Stecknadeln gefunden wurden, wurde die Magd Anna Göldin der Hexerei bezichtigt. Am 18. Juni 1782 wurde sie als Opfer eines abgekarteten Justizmordes in Glarus enthauptet.

Die Neuzeit

Zwar nun nicht mehr verfolgt, jedoch in alle Winde zerschlagen, bildeten sich aus den Anhängern der alten, heidnischen Religionen und Magiern kleine Zirkel neu und führten, noch immer von der Angst verfolgt, ein stilles und trauriges Schattendasein.

Als man in den ersten Dekaden des 19. Jahrhunderts die industrielle Revolution zu spüren begann, und Millionen von Menschen in einer urbanen, von Fabriken dominierten Landschaft ein neues Leben begannen, verlor die ländliche Magie eine große Zahl ihrer früheren Anhänger. Dazu kam ein allgemeiner Fortschritt in der Bildung, mit dem der Verfall abergläubischer Praktiken korrespondierte. Allmählich verlor auch die Kirche an Einfluß.

Das alte spirituelle Klima wechselte in mancher Hinsicht. Obwohl die alten ländlichen Vorstellungen auszusterben begannen, gab es in Krisenzeiten noch immer Ausbrüche von Hexenwahn. Sie wurden jedoch sehr selten. Die Wiederbelebung des Interesses an Magie kam von einer ganz neuen Quelle – außerhalb der Welt der arbeitenden Klassen, welche die Volksmagie in der Vergangenheit getragen hatten. Die neue Bewegung entstammte dem Denken der Mittelklasse, und verlagerte sich auf mehr intellektuelles Gebiet. Bezeichnend für diesen Trend ist beispielsweise auch die Anfang des 18. Jahrhunderts entstehende Freimaurerei.

Ab 1850 flammte der Spiritualismus (Glaube an Geister, übernatürliche Wesen und die Seelen Verstorbener) in den Vereinigten Staaten auf und sprang dann wie ein Fieber nach Europa über. Nun verbreitete sich jene Geistesrichtung, die sich damals selbst Okkultismus nannte. Okkultismus, von „occultum“ (lat.: das Verborgene), sind nichtwissenschaftliche Formen der Beschäftigung mit dem Gesamtgebiet „übersinnlicher“ und „übernatürlicher“ Kräfte und Wirkungen.

Das Ergebnis war, daß der Umgang mit den Geistern der Toten zu einer beinahe respektablen religiösen Tätigkeit wurde. Die Séancen des D. D. Home, einem der führenden Exponenten des neuen Kultes, wurden oft von Adligen besucht. Lange vergessene Formen von Wahrsagerei kamen beinahe über Nacht wieder in Mode. Die Alphabettafel zum Beispiel, ein Instrument zum Dekodieren von Nachrichten der Toten, das bis auf das Jahr 540 v.u.Z. zurückgeht, wurde nunmehr in der westlichen Welt ständig für Séancen verwendet.

Agrippa von Nettesheim

Die Werke des Heinrich (Henricus) Cornelius Agrippa von Nettesheim (14.09.1486 bis 18.02.1535), deutscher humanistischer Gelehrter, Arzt, Advokat, Theologe Alchemist und aktiver Gegner der Hexenverfolgung, hinterließen in der europäischen Geschichte deutliche Spuren, sogar bis in die heutige Zeit hinein. Auf diesen Grundlagen der Magie und Philosophie aus der Renaissance, zusammen mit der experimentellen Magie, der ägyptischen Alchemie, Kabbala, Tarot, Rosenkreuzerlehren und romantischen Lebensanschauungen bildete sich eine esoterische Geheimwissenschaft. Diese bemerkenswerte Epoche war Zeuge einer dramatischen Wiederbelebung von Magie der kompliziertesten Form (u.a. die streng dogmatisch reglementierte Zeremonialmagie).

Eliphas Lévi

Einer der bedeutendsten Exponenten dieses Gedankengutes war der Franzose Eliphas Lévi (08.02.1810 bis 31.05.1875), der mit bürgerlichem Namen Alphonse Louis Constant hieß. Sein Pseudonym Eliphas Lévi, unter dem er seine Schriften veröffentlichte, ist eine Übersetzung seiner Vornamen Alphonse Louis ins Hebräische. Der Kabbalist und Rosenkreuzer lebte in Paris und war einer der bedeutendsten Magier und okkultistischer Schriftsteller seiner Zeit.

Das Hauptwerk seiner etwa 20 Bücher, Lévi, Eliphas – Geschichte der Magie„Transzendentale Magie“, erschien 1856 in Frankreich (das heute unter dem gleichen Titel erscheinende Buch ist nicht identisch mit dem ursprünglichen Werk, sondern stark modifiziert). Ebenfalls erwähnenswert ist sein dreibändiges Buch „Dogme et Rituel de la Haut-Magie“ (frz.: Dogma und Ritual der hohen Magie), welches zwischen 1770 und 1800 entstand und in etwa das enthält, was viele unter „westlicher Magie“ verstehen würden.

Lévi postulierte die drei grundlegende Prinzipien seiner Sicht der Magie, nämlich die Willenskraft (die Synthese aus Wille und vernünftigem Handlungsmotiv), das astrale Licht (eine Art kollektives Energiegedächtnis der Erde und aller Lebewesen, ähnlich dem Karma) und die Korrespondenz (Dinge stehen miteinander in Verbindung). Lévi hat sich als Kabbalist bei seinen magischen Forschungen natürlich in hohem Maße an der jüdischen Geheimlehre Kabbala orientiert.

Lévi behauptete, er habe 1854 den Geist des Apollonius von Tyana herbeigerufen, eines heidnischen Magiers des 1. Jahrhunderts u.Z., das Hauptwerkzeug Lévis für diese Zeremonie war ein magisches Schwert, ein Pentagramm und ein Altar. Später sagte er, er habe sich mit einer Kette aus magnetisiertem Eisen gegen feindlich gesonnene Geister geschützt.

Links: Levis Darstellung des Großen Siegels Salomos, mit dem Salomo nach jüdischer Überlieferung die Dämonenhorden beherrschte.

Für Lévi war das Universum vollständig dualistisch aufgebaut – mit den Polaritäten hell-dunkel, Geist-Materie, gut-böse, die als Absoluta existieren. Alle Manifestationen sind für Lévi ein Ergebnis des Zwischenspiels zwischen diesen völlig entgegengesetzten Eigenschaften.

1875 war in mancherlei Hinsicht ein bedeutsames Jahr. Eliphas Lévi, einer der Begründer der Wiederbelebung der Magie, starb. Der amerikanische Sexualmagier Randolph machte durch seinen spektakulären Selbstmord auf sich und seine Werke aufmerksam. Es war außerdem das Geburtsjahr des berühmten Magiers Aleister Crowley sowie von Rudolf Glauer, der später unter dem Pseudonym „Freiherr von Sebottendorf“ die sogenannte „Thule-Gesellschaft“ leitete und als Wegbereiter der NSDAP bekannt wurde.

Das wohl wichtigste Ereignis in diesem Jahr war jedoch die Gründung dersogenannten „Theosophischen Gesellschaft“ (abgekürzt TG) durch Helena Petrova Blavatsky (12.08.1831 bis 08.05.1891) in New York. Ihre Lehre verband westlichen Okkultismus mit fernöstlichem Yoga und Buddhismus und begründete zugleich eine absurde Rassenlehre. Der Theosophischen Gesellschaft ist später noch ein eigenes Kapitel gewidmet.

Aber mit der Gründung der Theosophischen Gesellschaft ging es erst richtig los, und eine riesige esoterische Welle ging durch die ganze westliche Welt. Viele Begriffe, die in Magie und Esoterik heutzutage üblich sind, wurden durch die Theosophische Gesellschaft an das große Publikum weitergegeben. Fragmente aus fernöstlicher Kultur und Religion fanden ihren Eintritt in den westlichen Okkultismus und behielten ihren Einfluß bis heute bei. Dadurch hielten Begriffe wie Yoga, Tantra, Karma und Reinkarnation auch in Europa Einzug.

Doch die Entwicklung der Verbreitung allgemein zugänglicher esoterischer Lehren im Volk paßte vielen eingefleischten Okkultisten überhaupt nicht in den Kram. Sie waren der Ansicht, das erleuchtete Wissen sollte nur denen bekannt sein, die damit auch umgehen konnten, und magische Praxis könne in Händen von Laien und unverantwortlichen Menschen großen Schaden anrichten. Deshalb entstand Ende des 19. Jahrhunderts eine Gegenströmung mit der elitären Absicht, okkultes Wissen müsse Geheimwissen sein und bleiben.

Somit sprossen allerlei Geheimorden, Geheimbünde, Einweihungstempel, Bruderschaften, Freimaurer und ähnliche Gruppierungen wie Pilze aus dem Boden. Viele waren ernsthaft, viele wurden von Scharlatanen geführt, andere wiederum waren eine Mischung aus beidem, ernsthafte Absichten, überschattet von völlig blödsinnigen Lehren.

Sir James George Frazer (01.01.1854 bis 07.05.1941), schottischer Altphilologe, Anthropologe, Religionshistoriker und -ethnologe, beschrieb 1922 in seinem berühmten Werk „The Golden Bough“ u.a. eine Grundtechnik der Magie, die darauf beruht, daß Dinge aufgrund von Sympathie oder Affinität aufeinander reagieren. Er schreibt: „Dinge, die einmal miteinander in Verbindung standen, wirken auch dann noch aufeinander, wenn der physische Kontakt nicht mehr besteht“ und „Gleiches bringt gleiches hervor und die Wirkung ähnelt ihrer Ursache“.

Dieses Postulat hat sich aus Methoden entwickelt, die bei primitiven Völkern in aller Welt im Gebrauch waren und noch sind. Wenn ein Magier beispielsweise eine Haarlocke oder etwas sehr Persönliches von einem anderen Menschen in seinen Besitz bringt, kann er diesen auch aus der Entfernung magisch beeinflussen.

Hintergrund des Sympathie-Grundsatzes ist aus psychologischer Sicht die Tatsache, daß ein Magier nur Einfluß auf die Dinge nehmen kann, die er in sein persönliches Bezugssystem aufgenommen hat. Nur diese Dinge kann er genau genug visualisieren, sie sich also intensiv genug vorstellen, um sie mit der Energie seiner magischen Operation auch zu „treffen“ und seinen Willen auf deren Realität zu übertragen.

Etwas von einem anderen Menschen besitzt für das Unterbewußtsein des Magiers einen so starken Symbolcharakter, daß es hier eine Brücke schlagen kann und die magische Energie über das Symbol direkt auf das eigentliche Ziel projiziert, egal wo dieses sich aufhalten mag (für die Magie spielen Entfernungen im Grunde keine Rolle). Die energetische Verbindung (Sympathie oder Affinität) zwischen Objekt und Ziel existiert im Grunde nur als mythisch-symbolisches Bild im Kopf des Magiers, welches aber das Unterbewußtsein auf das Ziel richten kann.

Eine weitere wichtige Figur bei der Evolution der modernen Magie war der Franzose Pierre Vintras, der behauptete, die Reinkarnation des Propheten Elias zu sein. In Frankreich folgte ihm der Abbé Boullan, der vor allem wegen seiner Befürwortung der sexuellen Vereinigung mit den Geistern unvergessen ist. Je weiter das Jahrhundert voranschritt, desto mehr Rekruten gewann die Welt der Magie. Der Schriftsteller J. K. Huysmans, welcher in seinem Roman „Là-Bas“ eine zeitgenössische schwarze Messe beschrieb, war so weit in diese Bewegung verstrickt, daß er erklärte, er sei von bösen Geistern angegriffen worden, die ihm der Zauberer Marquis de Guaita geschickt habe.

Nach dem Tode Blavatskys 1891 wollten sehr viele Interessenten ihre esoterische Hinterlassenschaft als Gründerin der Theosophischen Gesellschaft verwerten. Allerdings wollten sich die neuen elitären Okkultisten daran nicht beteiligen, da sie die Auffassung vertraten, daß die Erleuchtung als „Geheimwissen“ nicht jedem zu Verfügung gestellt werden sollte. Nach bewährtem Prinzip gründeten sie deshalb neue Gruppierungen. Ihre okkulten Geheimnisse wurden weniger bekannt, umso mehr aber die Wortgefechte, die zwischen den verschiedenen Gruppen ausgetragen wurden.

Christliche und nichtchristliche esoterische Gruppierungen aller Coleur entstanden. Wenn innerhalb eines Ordens die Meinungen auseinandergingen, kam es zu Trennungen, aus denen die Gründungen neuer Orden resultierten. Rosenkreuzer und Freimaurer hatten in dieser Zeit großen Zulauf. Vielen Leuten genügte es nicht, Mitglied bei nur einer Organisation zu sein, oft waren die gleichen Personen Mitglieder in unterschiedlichen Gruppen. Oft war es sogar eine Empfehlung für die Aufnahme in einen Orden, wenn man zum Beispiel schon ein hochgradiger Freimaurer war.

Ein weiterer Hauptvertreter dieser merkwürdigen Strömung war der „Hermetic Order of the Golden Dawn“ (engl.: Hermetischer Orden der Goldenen Dämmerung; so wird es meistens übersetzt, obwohl „dawn“ eigentlich „Morgengrauen“ bedeutet), eine der vielen rosenkreuzerisch-freimaurerischen Geheimgesellschaften dieser Zeit. Der Orden wurde 1889 von William Robert Woodford, Samuel Liddell Mc Gregor Mathers und Dr. William Wynn Westcott in England ggründet und entstand unter anderem aus der Kritik an der Freigabe esoterischen Wissens und unter Einfluß des Eintritts von Frauen in okkulte Kreise heraus. Das bisher geltende Aufnahmeverbot für Frauen begründete auch den Begriff des „Alte-Männer-Okkultismus“ für die zahlreichen Geheimorganisationen, welche hinter verschlossenen Türen komplizierteste Zeremonialmagie praktizierten. Der Golden Dawn erwuchs ebenfalls aus der Theosophische Gesellschaft heraus.

Dem Golden Dawn gehörten auch der Dichter und Nobelpreisträger William Butler Yeats, der Journalist Arthur Machen, der Königliche Schottische Hofastronom, der Magier Aleister Crowley und der Autor Arthur Edward Waite (der Erfinder des Rider-Waite Tarot) an. Die Hauptaufgabe des Golden Dawn war die Erforschung der „intelligenten Kräfte hinter der Natur, die Bestimmung des Menschen und sein Verhältnis zu Gott“.

Samuel Liddell MacGregor Mathers

Der Orden wurde jedoch von internen Auseinandersetzungen aufgerieben und fiel schließlich in die Hand des Meisterokkultisten Samuel Liddell MacGregor Mathers (11.01.1854 bis 05.11.1918). Mathers übersetzte einige bedeutende Werke des Okkulten ins Englische, so auch mittelalterliche Sammlungen magischer Zaubersprüche, Rituale und Anrufungen, wie den „Schlüssel Salomos“, „Die Heilige Magie des Abramelin“, das „Grimoire des Armadel“ und die „Kabbala Denudata“.

Mathers fungierte als Hohepriester Ordens, dessen Rituale er entwickelte – bis zum Erscheinen des Magiers Aleister Crowley, ein Günstling Mathers, um den 1900 unter den Mitgliedern des Ordens ein Streit entbrannte, der viele Mitglieder dazu brachte, den Orden zu verlassen, während Crowley immer weiter aufstieg. Crowley ist im Folgenden ein eigenes Kapitel gewidmet. Der Orden zerfiel deshalb in zahlreiche Splittergruppen, die alle den Anspruch auf Authentizität erhoben. Der ursprüngliche Kern des Ordens blieb bei Mathers. Mathers starb am 05.11.1918. Daß er von Crowley durch Magie ermordet worden sein soll, ist eine unwahre Legende.

Trotz Geheimhaltungseid veröffentlichte Israel Regardie, ein nicht einmal mal so hochgradiges Mitglied des Golden Dawn, 1937 fast das ganze Geheimwissen des Ordens. Diese Veröffentlichung ist bis heute noch eines der grundlegendsten Werke der Magie im 20. Jahrhundert. Sehr viel Wissen aus den verschiedensten Richtungen der Esoterik und des Okkultismus wurde vom Golden Dawn zusammengetragen, und vor allem auch in ein zusammenhängendes magisch-okkultes System gebracht.

Damit wurde eine bis dahin einzigartige Lernhierarchie für esoterisches Wissen geschaffen. So sind zum Beispiel Kenntnisse der Astrologie, des Tarot, der Kabbala, der Alchemie, der Freimaurerei, der Rosenkreuzer und der christlichen Magie im magischen System des Golden Dawn enthalten. Damit war die Zeit von hauptsächlich Theorien und gelegentlichen Ritualen vorbei. Theoretische Kenntnissen waren noch immer sehr wichtig, aber praktischen Ritualen wurde nun der Vorzug gegeben. Gerade diese magischen Riten zogen neue Mitglieder „magisch“ an.

Diverse Splittergruppen führten zwar den Lehrstil des Golden Dawn fort, konnten seine Inhalte aber nicht überzeugend vermitteln und versandeten in den 1960’er Jahren. Seit Mitte der 1990’er Jahre sind zahlreiche Neugründungen im größeren Stil aktiv, die von sich behaupten, authentisch zu sein, doch der einzige wirklich kreative Geist des Ordens starb mit Mathers. So gibt es zum Beispiel den „Golden Dawn Deutschland“, den englischen „Hermetic Order of the Golden Dawn“ und den „Hermetic Order of the Morning Star“, der sich ebenfalls in der Tradition des Golden Dawn sieht.

In einer Zeit lebhafter Gründungen und Auflösungen verscheidenster Orden, Tempeln oder Bruderschaften gründete 1895 der Österreicher Karl Kellner den „Ordo Templis Orientis“ (lat.: Orden der Tempelritter des Orients, abgekürzt O.T.O.) Wie vielen anderen Orden, arbeitete dieser auch hauptsächlich im Verborgenen.

Der O.T.O. unterschied sich von den vielen anderen Orden dadurch, daß man sich hier unter anderem theoretisch auch mit Sexualmagie beschäftigte. Sexualmagische Praktiken waren nicht neu, man kannte sie zum Beispiel schon aus fernöstlichen Lehren und aus der Antike. In Europa aber, wo die Unterdrückung alles Sexuellen für den größten Teil der Bevölkerung zur Kultur gehörte, was dieser Aspekt des O.T.O. etwas Neues und auch sehr Gewagtes.

Bei der Sexualmagie handelt es sich um magischer Anwendung der Kräfte des Libido, die bei sexueller Erregung freigesetzt werden. Statt Extasetechniken mit Drogen, körperlicher Überanstrengung oder Fasten, wird hier die Sexualität benutzt. Die Energie, die auf dem tranceähnlichen Höhepunkt eines sexuellen Akts freigesetzt wird, wird auf ein visualisiertes Ziel projiziert, um dieses dem Willen anzugleichen.

Der O.T.O. benutzte hierzu nicht nur fernöstliche Quellen, wie zum Beispiel das Tantra, sondern auch westlicher Quellen, wie das Buch Magia Sexualis des Amerikaners Randolph. Dieser Orden wäre wahrscheinlich genauso wie viele andere auch in Vergessenheit geraten, wenn nicht der 1912 beigetretene Magier Aleister Crowley 1922 die Gesamtleitung des Ordens übernommen hätte.

Dion Fortune ist das Pseudonym der englischen Ärztin und Autorin Violet Firth (1890 bis 1946). Sie gilt als eine der führenden Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet der Esoterik. Ihre Bücher erfahren heute eine verdiente Renaissance, denn ihre Inhalte sind nach wie vor gültig. Stets versuchte sie die Wirklichkeit hinter dem äußeren Erscheinungsbild aufzuspüren. Sie lehnte die Scharlatanerie und materielle Werte konsequent ab und war bemüht, jenen zu helfen, die nach der Wahrheit suchen.

Sie studierte Siegmund Freuds Lehren, wandte sich jedoch später Carl Gustav Jung zu, den sie sehr verehrte. In seinen Schriften fand sie das geheime Wissen, das ihren Anschauungen entsprach. Jahrelang arbeitete sie in der Medizinisch-Psychlogischen Klinik am Brunswick Square in London, wo sie ihre Kranken auf der Basis von Psychoanalyse therapierte.

Während dieser Tätigkeit kam sie in Kontakt mit Studenten der Theosophischen Gesellschaft, die damals ihre Blütezeit hatte. Von einigen dieser Lehren fühlte sie sich stark angezogen. Sie schätzte auch die Arbeit von Helena Petrova Blavatsky, fand jedoch in der östlichen Richtung dieser Gesellschaft nicht das, was sie suchte.

Später trat sie in den „Hermetic Order of the Golden Dawn“ (engl.: Hermetischer Orden der Goldenen Dämmerung) ein, verließ diesen jedoch nach internen Auseinandersetzungen und gründete 1922 zusammen mit ihrem Ehemann Penny Evans die „Society of the Inner Light“, die sich mit Kontakten zu höheren Daseinsebenen beschäftigt.

In ihren zahlreichen Büchern, Artikeln und Schriften hat sie viel von sich und ihrem Leben offenbart – eine Fundgrube für alle diejenigen, die sich für Dion Fortune und ihre Sicht der Dinge interessieren.

In seiner Studie über den mitternächtlichen Hexensabbat aus dem Jahre 1749 schrieb der Italiener Girolamo Tartarotti, daß der Kult um die römische Mondgöttin Diana und zeitgenössische Hexerei nachweislich eins seien. Diese These findet sich auch später häufig wieder, und auch viele heutige Hexen, insbesondere die eher feministisch ausgerichteten, sind ebenfalls dieser Ansicht.

1897 veröffentlichte der deutsch-polnische Literat und Okkultist Stanislaw Przybyszewski seine Aufsatzreihe „Synagoge des Satans“, in denen er – mit einigen Abweichungen – ähnliche Thesen über den Ursprung des Hexenkults als europäische Ur-Religion vertrat, den er allerdings mit dem Satanismus gleichsetzte. Diese falsche Gleichsetzung zieht sich bis heute durch die Geschichte.

Zwei Jahre später, 1899, publizierte der amerikanische Mythenorscher und Hexer Charles Godfrey Leland (1824 bis 1903) sein Werk „Aradia, or the Gospel of the Witches“ (engl.: Aradia, oder das Hexenevangelium). Leland wurde tatsächlich in Italien in das Hexentum eingeweiht und wußte, wovon er sprach. Bei „Aradia“ handelte es sich um eine Sammlung italienischer Hexentexte, die Leland mitgeteilt beziehungsweise übergeben wurden, und noch heute zehren viele Hexen von der wunderschönen, ritualwirksamen Poesie dieses Werks. Leland ist quasi die Anerkennung des Hexentums als Religion zu verdanken. Er verzichtete auf die üblichen Klischees und abweisenden Bemerkungen, die sich noch bei Tartarotti und Przybyszewski finden, und nahm, selbst ein Hexer, die Bewegung ernst.

Margaret Alice Murray

Zusammen mit Leland kommt der Verdienst, das Hexentum „salonfähig“ und breiteren Bevölkerungsschichten zugänglich und bekannt gemacht zu haben, der berühmten und vielfach ausgezeichneten englischen Ethnologin, Anthropologin und Ägyptologin Margaret Alice Murray (13.07.1863 bis 13.11.1963) zu. In deren 1921 (als Hexerei in England noch strafbar war) erschienenen Buch „The Witch Cult in Western Europe“ (engl.: Der Hexenkult in Westeuropa) stellte sie, auf Tartarottis, Przybyszewskis und Lelands Theorien aufbauend, die These auf, daß Hexerei das Überbleibsel eines heidnische Fruchtbarkeitskultes sei, dem es gelungen sei, bis ins 16. Jahrhundert fortzubestehen, wonach er von der Kirche unterdrückt wurde. Sie sprach dabei auch vom „Kult der Diana“. Margaret Alice Murray
Margaret Alice Murray

Dieses Buch erregte die Neubelebung des Interesses an dem Gebiet der Hexerei, das für einige Zeit nur wenig Beachtung gefunden hatte. Ihre Thesen fanden sogar Eingang in die Encyclopaedia Britannica von 1921. Damit machte sie sich jedoch bei Geschichtswissenschaftlern unbeliebt, die ihre Arbeit radikal ablehnten. Murrays Theorien hielten den Prüfungen der Zeit auch tatsächlich nicht stand, denn die Hexen wurden von ihren christlichen Widersachern als eine neue Sekte betrachtet, und wurden als Ketzer – jedoch nicht als Heiden – verfolgt. So wurde aus den späteren Ausgaben der Encyclopaedia Britannica der Eintrag wieder getilgt, wohl weil er als zu unorthodox galt.

1933 brachte Murray ein zweites Buch über Hexen heraus, „The God of the Witches“ (engl.: Der Gott der Hexen), das allerdings erst nach dem Zweiten Weltkrieg größere Beachtung fand. Und schließlich erschien 1954 ihr wohl umstrittenstes Buch, „The Divine King in England“ (engl.: Der Göttliche König in England), worin sie behauptete, daß viele frühe englische Könige durch Ritualmorde starben und daß das Königstum auf dem Menschenopfer des Heiligen Königs beruhte, wie es viele sogenannte Primitivreligionen kennen.

Weltweit starteten selbsternannte Seher, Magier und Hexen ihre neue Karriere und sammelten Anhänger um sich, welche sie mit widersprüchlichen Ableitungen alter Religionen und magischer Lehren auf ihre Seite zu ziehen versuchten. Mit Drogen, perversen Ritualen und Gewalt hielten sie ihre Anhänger in psychischer und physischer Abhängigkeit von ihnen. Solche Scharlatane und Sektierer gibt es leider auch heute noch, und noch immer sind genügend Menschen dumm genug, darauf hereinzufallen. Aber es gab auch genügend, die wirklich zu den alten Wurzeln zurückfanden und die alten, freien Lehren und Wege wiederentdeckten.

Innerhalb der nationalistischen Bewegungen im Wilhelminischen Deutschland formierte sich die sogenannte „völkische Bewegung“, ein Resultat verschiedener politischer Strömungen, die auf sozialdarwinistischen Vorstellungen vom „Kampf ums Dasein“ und daraus resultierend dem Kampf um „Lebensraum“ für das deutsche Volk basierten, wodurch sich als Ventil ein „rassisch“ begründeter Antisemitismus herausbildete.

Der Begriff des „Völkischen“ war ursprünglich tatsächlich nur als ein Hinweis auf den kulturell-sprachlichen Zusammenhang gemeint, wurde im weiteren Verlauf jedoch zur sogenannten „Blutsgemeinschaft“ erhöht. Als weiteres Element kommt boch der Rassegedanke hinzu, verbunden mit antisemitischen Ressentiments. Im Dritten Reich schließlich war „völkisch“ identisch mit „nationalsozialistisch“.

Hauptträger der „Völkischen Bewegung“ war der 1890/91 gegründete „Alldeutsche Verband“ mit seinem Vorsitzenden Heinrich Claß. Daneben spielte der 1912 entstandene antisemitische „Reichshammerbund“ von Theodor Fritsch und der daraus hervorgegangene Geheimbund „Germanenorden“ eine entscheidende Rolle. Diese und weitere Verbände schlossen sich nach dem Ersten Weltkrieg zum „Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund“ zusammen. Hier wiederum ist der Münchner Verleger Julius F. Lehmann einer der Hauptpropagandisten völkischer Ideen.

Im Auftrag des völkischen „Germanen-Ordens“ gründete Rudolf Glauer unter dem Pseudonym Rudolf von Sebottendorf im Januar 1918 einen bayerischen Ableger des Ordens als Tarnorganisation. Zum Symbol dieser „Thule-Gesellschaft – Orden für deutsche Art“ bestimmte Sebottendorf das Hakenkreuz hinter einem senkrecht stehenden blanken Schwert. In der Ideenwelt der „Thule-Gesellschaft“ verbanden sich völkisches Gedankengut, okkult-heidnische Rassegedanken, antirepublikanische Agitation und vor allem antisemitische Propaganda.

Die „Thule-Gesellschaft“ unterhielt enge Beziehungen zum „Alldeutschen Verband“ und diente als Dachverband einer Vielzahl vaterländischer und völkischer Gruppen. Im Juli 1918 erwarb Sebottendorf das Boulevardblatt „Münchner Beobachter“ und machte sich selbst zum Chefredakteur. Ab 9. August 1919 hieß die inzwischen als „Reichsausgabe“ erscheinende Zeitung „Völkischer Beobachter“. Die Gebrüder Walterspiel, Hoteliers und Mitglieder der „Thule-Gesellschaft“, stellten dem Kreis ihr renommiertes Münchner Hotel „Vier Jahreszeiten“ zur Verfügung.

Im November 1918 zählte die „Thule-Gesellschaft“ in Müchen etwa 250 Mitglieder, der „Germanenorden“ in Bayern insgesamt 1.500. Nach der Ausrufung der Münchner Räterepublik wurde aus dem illustren Kreis ein „Kampfbund“ gebildet, der unter dem Vorsitz von Sebottendorf und dem Verleger J. F. Lehmann Waffen beschaffte und im „Hotel Vier Jahreszeiten“ deponierte, um Kurt Eisner zu ermorden.

Zusammen mit den „Freikorps“ war die „Thule-Gesellschaft“ maßgeblich an der Niederschlagung der bayerischen Räterepublik beteiligt. Sieben Angehörige der „Thule-Gesellschaft“ wurden während der Münchner Räterepublik am 30.4.1919 von „den Roten“ ermordet.

Der ebenfalls okkultistisch interessierte Adolf Hitler (1889 bis 1945) benutzte 1920 die völkische Bewegung als Eintrittskarte in Münchens „bessere Kreise“ und zur Beschaffung von Finanzmitteln durch die „Thule-Gesellschaft“, in die er eingeführt wurde.

Die „Thule-Gesellschaft“ leistete Hilfe bei der Gründung der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) und der Deutschen Sozialistischen Partei (DSP). Die DAP wurde im Dezember 1920 in Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) umbenannt. Es bestanden zahlreiche Verbindungen zu einflußreichen Kreisen der bayerischen Gesellschaft. Unter den Mitgliedern fanden sich Rudolf Heß, Alfred Rosenberg, Gottfried Feder, Dietrich Eckart und weitere Vertreter der der NSDAP.

Die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg bachte der „volkischen“ Strömung erheblichen Zulauf frustrierter Nationalisten. Ihre Anhänger organisierten sich in diversen Zirkeln, Bünden, aber auch Parteien. 1924 beteiligte sich eine Koalition der völkischen Bewegung an Reichstagswahlen und gewann 32 Sitze.

Zu dieser Bewegung wird auch eine Vielzahl weniger politisch orientierter Gruppen gezählt, darunter zum Beispiel Reformbewegungen wie die Turnbewegung, die Wandervögel, die Bündische Jugend, Landkommunen, Anhänger der Freikörperkultur, aber auch okkultistische und theosophische Gruppen (siehe das nachfolgende Kapitel über Theosophie). Auch die Suche nach einer „arteigenen“ Religion entwickelte sich aus dem Umfeld der völkischen Bewegung.

Hitler distanzierte sich relativ bald von der völkischen Bewegung und nannte deren Vertreter „phantastisch-naive Gelehrte, Professoren, Land-, Studien- und Justizräte“. Nach der Machtergreifung 1933 verbot er diverse völkische Zirkel, die bis dahin noch nicht in der NSDAP aufgegangen waren, darunter Erich Ludendorffs Tannenbergbund. Hitler vermied die Verwendung dieses Begriffes in seiner eigenen Ideologie.

Die Freimaurer Thema Freimaurer Die Freimaurer Obwohl die Freimaurerei streng genommen weder eine okkultistisch oder magisch tätige Organisation noch eine Religion oder Glaubensgemeinschaft war und ist, wird sie dennoch von Außenstehenden immer wieder damit in Verbindung gebracht. Diese Tatsache ließ die Freimaurerei zum einen … Weiterlesen

Aleister Crowley „The Beast“, wie er sich selbst nannte

Aleister Crowley
Die okkulten Systeme Lévis und Frazers wurden von dem englischen Magier Aleister Crowley (12.10.1875 bis 01.12.1947) weitergeführt, auf den sich noch immer zahllose magische und esoterische Schulen der Gegenwart berufen. Crowley experimentierte sehr viel mit Räucherstoffen und bewußtseinsverändernden Drogen. Seine Schriften haben einen nachhaltigen Einfluß auf die heutigen esoterischen Richtungen geübt. Neben seinem berühmten Magiergesetz „Tu was du willst soll sein das ganze Gesetz“ postulierte er noch viele andere Grundlagen der Magietheorie, die bis heute Gültigkeit haben. Viele halten Crowley neben Gurdjew für den bedeutendsten aktiven Magier der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, doch bei vielen ist er auch heftig umstritten.

Crowley, Aleister – Das Buch des Gesetzes
Crowley, Aleister – Liber 777
Crowley, Aleister – Tarot
Crowley, Aleister – Über Yoga
Crowley, Aleister – Buch der Lügen
Crowley, Aleister – Leben und Werk des Tieres
Crowley, Aleister – Liber Lege Libellum
Crowley, Aleister – Magie in Theorie und Praxis
Crowley, Aleister – Meditation
Crowley, Aleister – Tarot (Bilder der Karten)
Der Name Crowley wird übrigens „Krohli“ ausgesprochen und nicht etwa „Krauli“, wie man aufgrund der Schweibweise vermuten könnte. Crowley selbst legte großen Wert auf die richtige Aussprache seines Nachnamens und veröffentlichte später zur Verdeutlichung der korrekten Aussprache folgenden Vers:

„My name is Aleister Crowly.
I’m master of magic unholy!“ Aleister Crowley
Aleister Crowley
„The Beast“, wie er sich selbst nannte

Aleister Crowley wurde am 12.10.1875 zwischen 23 Uhr und Mitternacht als Edward Alexander Crowley im englischen Leamington, Warwickshire, geboren. Sein Vater Edward war wohlhabender Besitzer einer Brauerei. Seine Mutter war Emily Bertha Crowley, geborene Bishop. Beide Eltern waren Mitglieder einer sehr strenggläubigen puritanischen Quäker-Glaubensgemeinschaft der „Plymouth Brethren“ und hatten einen sehr autoritären Erziehungsstil.

Sein Vater war Abstinenzler und zog als Laienprediger durch das Land. Er brachte ihm bereits im frühen Kindesalter die Visionen der Johannes-Offenbarung bei. Von seiner Mutter Emily Bertha behauptete Crowley, sie sei eine der scheinheiligsten und blindgläubigsten Menschen, denen er je begegnet sei. Bereits als kleines Kind (ungefähr ab 1879) mußte er regelmäßig an der morgendlichen Bibelstunde teilnehmen. Möglicherweise liegt Crowleys spätere anti-christliche Einstellung an diesen Jugenderfahrungen mit christlicher Engstirnigkeit, die er zuhause erleben mußte.

Der kleine Aleister war wohl ein ziemlich übler kleiner Junge. Er soll zum Beispiel eine Katze zu Tode gequält haben, bloß um herauszufinden, ob diese wirklich neun Leben habe. Ein selbstgemachtes Feuerwerk kostete ihn fast sein noch junges Leben. Als Jugendlicher stellte er fest, daß ihn Schilderungen blutiger Folterungen und die Vorstellung, selbst unter Todesqualen zu leiden, erregten. Schon im Jugendalter hatte Crowley Interesse an paranormalen Phänomenen, obwohl er damit auf wenig Gegenliebe seiner Eltern stieß.

Seine empörte Mutter hatte ihn einst in Anspielung auf die biblische Offenbarung des Johannes als „The Beast“ (engl.: Das Tier) bezeichnet, aus der auch die 666 als Zahl des Tiers stammt, und Crowly übernahm diesen Spitznamen für sich mit Genuß. Er behielt ihn sein ganzes Leben lang bei und unterzeichnete später auch seine Schriften und Briefe entweder so oder mit „To Mega Therion“ (griech.: Das Große Tier).

Der junge Edward Alexander Crowley

1886, als Crowley 11 Jahre alt war, starb sein Vater. Seine Mutter steckte ihn 1888 als 13-Jährigen in ein christliches Internat. Dort versuchte man ihn, nachdem er durch Sexspiele mit anderen Kindern gegen die lokalen Tabus verstoßen hatte, mit Gewalt (anderthalbjährige Isolation) „umzuerziehen“, was zu seiner Abneigung allem Christlichen gegenüber beitrug. 1890 wurde er aus diesem Internat hinausgeworfen und kehrte nach Hause zurück.

Etwa 1891 wurde er im Alter von sechzehn Jahren von dem Dienstmädchen seiner Mutter in sexuelle Vergnügungen eingeweiht. 1892 kam er auf eine Schule, in der er mit Homosexualität konfrontiert wurde. Sein Zimmergenosse verkaufte sich anderen Jungen als Prostituierter. Er ließ sich auf eine andere Schule, nach Malvern in Tombridge, versetzen, wo er nach kurzer Zeit Gonorrhöe (Tripper) bekam.

Crowley in seinen magischen Anfängen vor seinem Altar

1895 begann er am Trinity College der Universität Cambridge ein Studium der Geisteswissenschaften Philosophie, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften und klassische Philologie. Schon während seiner Studienzeit schrieb er erste Dichtungen und unternahm als leidenschaftlicher Bergsteiger Bergbesteigungen in den Alpen (das Eigerjoch), in Mexiko und im Himalaya, bereiste Japan, Indien, China und Ceylon (das heutige Sri Lanka). Sein Interesse für Magie wrde größer, und er las zahlreiche Bücher darüber, sowie über Mystik, Alchemie usw.

Crowley als Student

Silvester 1896 wachte er nach seiner eigenen Biographie „Confessions“ (engl.: Bekenntnisse) um Mitternacht in einem Stockholmer Hotel mit dem ekstatischen Gedanken auf, daß er über ein magisches Mittel verfüge, mit dem er sich eines ihm bis dahin verborgenen Teils seiner Natur bewußt werden könne. Diese Erfahrung veranlaßte ihn, nach Wegen zu suchen, diese Möglichkeiten zu verwirklichen. Durch den frühen Tod seines Vaters war Crowley mit einem ihm schon zu Lebzeiten seiner Mutter zugesprochenen Teil des Erbes schon früh zu Geld gekommen, und das ließ er auch reichlich fließen. Er widmete sein Leben nun ganz der Magie und las viele Bücher. 1898 veröffentlichte er sein erstes Gedichtbuch „Aceldama“ und verließ Camebridge ohne Abschluß. Fortan nannte er sich keltisierend Aleister.

Von seiner 1896 erhaltenen Erleuchtung berichtete er dem Engländer Julian L. Baker, den er 1898 während einer Bergtour in der Schweiz zufällig in einem Restaurant traf. Baker war ein eingeweihtes Mitglied des Hermetic Order of the Golden Dawn, der ihn dann auch in diesen Orden einführte. Crowley schloß sich am 18.11.1898 dem Golden Dawn an, wo er wohl den größten Impuls seiner magischen Entwicklung erhielt.

Crowley in der rituellen Robe des Golden Dawn

Der Golden Dawn, 1888 in London eingerichtet, entwickelte für ihre Mitglieder eine Laufbahn, die fast ein Kurs im Okkulten mit akademischem Abschluß genannt werden könnte. Den Mitgliedern wurden große Mengen von okkulten Texten zu meistern gegeben, und sie mußten eine Reihe von abgestuften Prüfungen darüber ablegen. Zusätzlich durchlief der Novize eine Folge von magischen Ritualen, die ihn in neue Bereiche mystischen Verständnisses einführten.

Crowley erwies sich als der gelehrigste Schüler, und nach einem halben Dutzend Übungen übertraf er zur allgemeinen Überraschung bereits seine Lehrer. Im Dezember übersprang er zwei Grade und erhielt den Grad des Zelators. Sein magischer Ordensname war Frater Perdurabo (lat.: Bis zum Ende ausharrender Bruder). Er brachte den pornografischen Gedichtband „White Stains“ (engl.: Weiße Flecken) heraus.

Ein Foto Crowleys aus dieser Zeit (mit seiner Unterschrift)

1899 lernte er Allan Bennett kennen, ein wichtiges Ordensmitglied im Golden Dawn, mit dem er sich anfreundete und der sein Lehrer und magischer Ziehvater wurde. Crowley zog in London mit Bennet zusammen. Beide zelebrierten die Zeremonien des Ordens. Crowley hatte in diesem Jahr erste Kontakte mit Drogen (Opium, Kokain, Morphium, Äther und Chloroform).

Crowley will eine Ausgabe von 1458 des angeblich aus dem Jahr 1387 stammenden hebräischen Rituals des Abramelin besessen haben, welches auf geheimen Büchern Moses beruhen und den direkten Kontakt zum Göttlichen ermöglichen und „magische Rituale mit der stärksten bekannten Wirkung“ enthalten soll (eine genaue Analyse des Textes zeigt jedoch, daß diese Schrift frühestens im 18. Jahrhundert entstanden sein kann).

Dieses Zertifikat wurde Alan Bennett als Adept des Golden Dawn verliehen. I. A. steht für Iehi Aour, Bennetts Ordensnamen.

Um die Wirksamkeit des Rituals zu prüfen, kaufte er im Oktober 1899 den schottischen Landsitz Boleskine House bei Iverness/Foyers in der Einsamkeit des Strandes vom Loch Ness. Hier soll er die in der Geschichte der Magie berühmt gewordene Beschwörung der Abramelin-Dämonen versucht haben, die er zunächst bis 1903 vorbereitete. Diese Vorbereitung dauert nach den Vorgaben des Mauskripts mindestens anderthalb Jahre.

1900 zog Bennett aus Gesundheitsgründen nach Ceylon (heute Sri Lanka), wo er unter dem Pseudonym Bikkhu Ananda Metteya buddhistischer Mönch wurde. Crowley zog dagegen in sein schottisches Landgut Boleskine House. Er nannte sich fortan Laird of Boleskine und kleidete sich wie ein schottischer Edelmann.

Crowley war im Golden Dawn einer der Günstlinge des Vorsitzenden Mathers und des wichtigen Mitglieds Bennett, was ihn schnell auf der hierarchischen Leiter des Ordens aufsteigen ließ. Allerdings waren andere Mitglieder ganz und gar nicht begeistert über Crowley, und so geriet der Orden in eine Zerreißprobe. Nachdem Crowley 1900 die notwendigen Studien des Golden Dawn abgeschlossen hatte, verweigerten die Londoner Führer ihm den dazugehörenden 5. Grad des Adeptus Minor (lat.: kleinerer Schüler) wegen homosexueller Affären.

Crowley, dessen magisches Motto nun Parzival war, reiste deshalb nach Paris, um die für seine angestrebte Initiation notwendigen Dokumente einzusehen. Doch auch dort wurde ihm die Einsicht nicht gestattet. Noch in Paris wandte sich Crowley deshalb an Mathers, welcher als Oberhaupt des gesamten Ordens am 16.01.1900 gegen seinen Eid der Loyalität höchstpersönlich die Zeremonie zelebrierte, Crowley in den hohen Grad des Adeptus Minor zu erheben. Diese Eigenmächtigkeit Mathers entgegen der Londoner Führung führte innerhalb des Golden Dawn zum Eklat, woraufhin die Londoner Bruderschaft, welche diese Weihe nicht anerkannte, gegen Mathers revoltierte. Mathers wurde – allerdings nicht nur deswegen – aus dem Golden Dawn ausgeschlossen.

Crowley in schottischer Tracht

Crowley versuchte im Namen Mathers‘ entweder die Kontrolle über den Golden Dawn oder über Eigentum des Ordens zu erringen. So unterbrach er, gekleidet als Highlander und eine Kapuze tragend, ein Ritual. Angeblich kam es während dieser Auseinandersetzung auch zu magischen Angriffen. Crowley berichtete, die Rebellen hätten feindliche Magie gegen ihn gerichtet, sein Regenmantel habe spontan in Flammen gestanden, und er sei grundlos so sehr in Zorn geraten, daß selbst die Pferde vor Schreck davonrannten. Das Ganze eskalierte derart, daß schließlich sogar die Polizei eingreifen mußte. Am Ende zerfiel der Golden Dawn, woran neben feindlicher Magie (nach Meinung der Mitglieder) auch Presse und Polizei ihren Anteil hatten, und verschiedene Mitglieder verließen den Orden.

Crowley blieb entgegen häufiger Darstellungen Mitglied des Ordens, aber er hatte genug von den Streitereien, und verließ im Mai 1900 England, um die Welt zu bereisen. So besuchte er einige Jahre lang Mexiko, einerseits nach Mexiko-Stadt, um dort seinen okkulten Neigungen nachzugehen, andererseits zum Bergsteigen.

1901 reiste Crowley weiter nach Indien und traf dort in Burma Allan Benett. 1902 nahm er im Himalaya-Gebirge an einer Expedition von Oscar Eckenstein zur Erstbesteigung des K2 im Karakorum teil, aber die Expedition scheiterte.

Am 11.08.1903 begegnete Crowley der verwitweten Rose Kelly, die Schwester seines Freundes, des Malers Sir Edward Kelly. Sie wurde von ihrer Familie bedrängt, wieder zu heiraten, und eine ihr widerstrebende Eheschließung war bereits arrangiert. Crowley wollte Rose aus dieser Situation befreien und versprach ihr selbst die Ehe. Daher heirateten die beiden am nächsten Morgen, dem 12.08.1903, in einer fast wörtlich zu nehmenden Nacht- und Nebelaktion. Im Anschluß daran erfolgte eine Hochzeitsreise über London nach Paris, dann über Marseille weiter ins ägyptische Kairo. Durch diese Heirat unterbrach Crowley seine Vorbereitung des Abramelin-Rituals.

Die Totentafel auf der Stele des Ankh-f-n-khonsu

Das Paar war schon früh damit beschäftigt, zusammen Beschwörungen diverser Mächte vorzunehmen. Im April 1904 entdeckte Rose in Kairo ihre medialen Fähigkeiten. Diese führten nach Crowleys Angaben dazu, daß das Paar im ehemaligen Boulak-Museum auf eine Holzstele aufmerksam wurde. Diese Stele von etwa 650 v.u.Z. war die sogenannte Stele des Ankh-f-n-khonsu (heute im Ägyptischen Nationalmuseum in Kairo). Die Totentafel stellt eine Opferszene dar, bei welcher der Besitzer der Stele, der Priester Ankh-f-n-khonsu vor dem ägyptischen Horus-Gott Re-Harachte steht. Die Tatsache, daß diese Stele im Ausstellungskatalog die Nummer 666 trug, betrachtete Crowley als ein Zeichen, da er selbst sich mit dieser Zahl, auch die Zahl des Tieres nach der Offenbarung des Johannes genannt, bereits früher identifiziert hatte. Er nannte sie fortan „the stele of revaling“ (engl.: die Stele der Offenbarung).

Vom 08. bis 10.04.1904 nahm Crowley eine Anrufung des ägyptischen Gottes Horus vor. Laut Crowley offenbarte sich ihm über die medialen Fähigkeiten seiner Frau ein überirdisches Geistwesen namens Aiwaz, welches sich als Abgesandter des von Crowley in Ra-Hoor-Khuit und Hoor-pa-Kraat umbenannten Gottes Re-Harachte vorstellte. Diese Begegnung mit Aiwaz war das für ihn vielleicht wichtigste Ereignis in Crowleys Leben, und mit diesem begann seine eigentliche große Laufbahn.

Während der dreitägigen Sitzung diktierte Aiwaz, den Crowley fortan als seinen persönlichen Schutzengel betrachtete und ihn kabbalistisch in die Nähe des ägyptischen Sturmgottes Seth einordnete, ihm sein „Liber Legis“ (lat.: Das Buch des Gesetzes), welches mit dem vielzitierten Satz „Do what thou wilt shall be the whole of the law.“ (altengl.: Tu was du willst, soll sein das ganze Gesetz) beginnt. Dieses berühmteste seiner Bücher, welches Crowley später als „Liber al Vel Legis“ herausbrachte und als „Gesetz von Thelema“ (Gesetz des Willens) bezeichnete, enthält den Kern Crowleys späterer Lehren und verkündet die neue Religion Thelema.

Der erste Satz des thelemitischen Gesetzes „Do what thou wilt, shall be the whole of the law.“ in Crowleys Handschrift

Beginnend mit „Tu was du willst, soll sein das ganze Gesetz. Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen. Es gibt kein Gesetz jenseits von: Tu was du willst.“ verkündet das in 220 Versen von Crowley niedergeschriebene „Liber al Vel Legis“ ein neues Zeitalter, in dem Fremdbestimmung abgeschafft und der Mensch von seinem eigenen freien und wahren Willen gelenkt wird. Die freiwillige Liebe ist ethische Grundlage allen Handelns. Den Menschen, denen es gelingt, diese Liebe unter Willen zu leben, wird dann bewußt werden, daß die Ausübung des freien wahren Willens tatsächlich kein Gesetz ist, sondern lediglich eine Selbstverständlichkeit. So gelingt es Crowley, die Handlungsmaxime für die gesamte Menschheit in ein einziges Wort zu fassen.

Dieses Buch, das seine Kernaussage selbst mit dem griechischen Wort „Thelema“ (Wille) bezeichnet, ist eine psychoaktive Zeichenkette, welche subtil das Bewußtsein des Lesers manipuliert und es ihm ermöglicht, seinen freien wahren Willen zu entdecken und zu leben. Das Lesen der zum großen Teil schwer verständlichen Zeilen, für die neben Kenntnissen der Magie auch die der Alchemie erforderlich sind, öffnet den Geist für die Konfrontation mit dem eigenen „Überbewußtsein“ und kann unter Umständen schwere innere Konflikte auslösen. Die Selbsterschaffung des Individuums im Sinne von Thelema ist faktisch gleichzusetzen mit einer psychologischen Autokonditionierung. Labilen Menschen wird daher geraten, erst nach Festigung der eigenen Persönlichkeit mit dieser Schrift in Kontakt zu treten.

Crowleys neue Religion Thelema krankte, wie so viele, an ihrem Exklusivitätsanspruch. Für sie waren alle andere Religionen falsch und ihre Anhänger mußten ausgerottet werden. Das Buch des Gesetzes ist an vielen Stellen kryptisch, aber gerade dieser Aspekt tritt klar hervor.

Die Hochzeitsreise mit seiner Frau sollte ursprünglich bis Ceylon führen, wurde aber abgebrochen, da Rose schwanger war. Beide kehrten zu ihrem schottischen Landgut Boleskine House zurück. Am 28.07.1904 brachte Rose dort eine Tochter zur Welt, der die Eltern den Namen Nuit Ma Ahathoor Hecate Sappho Jezebel Lilith Crowley gaben.

Crowley nahm im selben Jahr den 6. Grad des Adeptus Major (lat.: Größerer Schüler) im Golden Dawn an. Nach seiner prophetischen Berufung widmete sich Crowley einige Zeit nicht mehr primär der Magie. Während einer Chinareise in Begleitung von Frau und Kind nahm Crowley 1905 als erfahrener Bergsteiger an einer Expedition in den Himalaya teil, um den riesigen Berg Kangchenjunga zu bezwingen. Die Expedition scheiterte jedoch, und etliche Teilnehmer starben dabei.

Anschließend reiste er mit Frau und Kind durch das Kaiserreich China. Ohne Familie besuchte er Kanada und die USA. Erst nach seiner Rückkehr aus den USA nach England erfuhr er 1906, daß seine Tochter Lilith inzwischen im indischen Rangoon an Typhus gestorben war.

Er vollzog eine Anrufung des Agoeides. Noch im Jahr 1906 vollendete Crowley dann endlich in seinem schottischen Landgut die lange Vorbereitung des Abramelin-Rituals und führte die Beschwörung der Abramelin-Dämonen durch, die ihm das Göttliche offenbaren sollten. Crowley mußte die Zeremonie jedoch vorzeitig abbrechen, nachdem ihn angesichts der entfesselten Gewalten eine sehr große Angst überfiel.

Im Jahr 1907 arbeitete Crowley erneut magisch und gründete seine eigene Geheimgesellschaft, „Astrum Argenteum“ (lat.: Silberner Stern, im Englischen auch „Silver Star“ und im Griechischen „Aster Argos“ genannt), um seine Thelema-Lehre (von „thelein“, griech.: wollen) vom Ideal einer individualistischen Lebensweise für Eingeweihte an seine Anhänger weiterzugeben.

Crowley läßt sich als Lichtbringer fotografieren

In dieser lehrte er die sogenannte Selbsteinweihung (im Gegensatz zur Einweihung durch die Versammlung, deren Gegner er war) durch „Unbekannte Obere“, welche das Ich zerstören, und den Haß des Ichs, „um den Abyssus zu überqueren“.

Inhalt seiner Lehren waren außerdem ägyptische Rituale (nach der Art Cagliostros) und das Ziel, Propheten auszubilden. Bald stellte er die hermetisch-ägyptischen Evokationen ein und ersetzte sie durch Yoga-Praktiken.

Nach seiner Theorie war „jeder Mann und jede Frau ein Stern“, denn sie sind zwar alle gleich, doch jeder Stern ist einmalig und dennoch nichts ohne die anderen am Firmament, und von jedem einzelnen Stern aus betrachtet, sehen alle anderen Sterne immer anders aus, nie haben zwei Sterne dasselbe Bild des Universums. Crowley lehrte außerdem, daß „das Dasein reinstes Vergnügen sein müsse“.

Die als A. A. abgekürzte Gesellschaft, von Crowley auch als „Atlantische Adepten“ gedeutet, war eine heimliche Abteilung des Golden Dawn. Der Neophyt hatte u.a. zu schwören: „…das Große Werk zu verfolgen, nämlich: die Herrschaft über die Natur und die Kräfte meines eigenen Wesens zu erlangen.“ Die Lehren des Ordens faßte Crowley in seinem Buch „Magie in Theorie und Praxis“ zusammen und gab zusätzlich ab 1909 halbjährlich die Zeitschrift „The Equinox“ heraus (passenderweise jeweils zur Tagundnachtgleiche), deren größte Artikel er selbst schrieb. Viele Orden und magische Organisationen benutzten später das von Crowley entwickelte Gradsystem und sein magisches und mythisches Konzept.

1909 trennte sich Crowley von seiner Frau Rose, weil sie Alkoholikerin geworden war. Zwei Jahre später wurde sie in eine Nervenklinik eingewiesen. Nach seiner Scheidung fühlte Crowley sich frei für die Welt der Drogen und Frauen. Er stürzte sich wieder auf die Poesie und wurde wieder sehr aktiv in der Magie. Er schrieb im selben Jahr sein Buch „777“ und erreichte im Golden Dawn den 7. Grad des Adeptus Exemptus (lat.: Bevorrechtigter Schüler). Vom 23.11. bis 19.12.1909 führte er nach dem henochischen System Anrufungen in Nordafrika durch und nahm noch im Dezember desselben Jahres den 8. Grad des Magister Templi (lat.: Tempelmeister) an. 1909 bis 1910 veröffentlichte Crowley seine „Holy Books“ (engl.: Heilige Bücher). 1911 war er mit Mary dÈste Sturges zusammen.

Crowley in O.T.O.-Robe

1912 trat Theodor Reuß, Leiter der erotomanen deutschen Okkultistengruppe „Ordo Templi Orientis“ (Orden der Tempelritter des Orients, abgekürzt O.T.O.), die auch damals schon eine „irreguläre“ Form der Freimaurerei der Lehrart Memphis-Misraim war, an Crowley heran und beschuldigte ihn, in einem seiner Bücher sexualmagische Geheimnisse dieses Ordens veröffentlicht zu haben. Allerdings war dies ein Mißverständnis, da Crowley lediglich schon eigenständig zu denselben Erkenntnissen gekommen war.

Nachdem dies geklärt war, wurde er nicht nur in den O.T.O. aufgenommen, sondern von Reuß sogar zum Leiter des englischsprachigen Zweiges des Ordens ernannt. Innerhalb von zehn Jahren stieg Crowley Leiter des Gesamtordens auf. In den O.T.O. führte er eigene sexualmagische Riten ein und brachte diesen zu Gunsten des indischen Yogas weg von der mit Alchemie und altägyptischen Mystik überladenen mehr oder weniger freimaurerischen Lehrart. Er schuf einen für alle verbindlichen initiatischen Bund mit seinem Buch des Gesetzes. Seinen Schülern lehrt der Orden von nun an: „Es gibt überhaupt keinen Gott, und Gott seid ihr selbst.“

1913 erschien die zehnte und letzte Ausgabe von Crowleys Zeitschrift „The Equinox“. Noch im gleichen Jahr tourte Crowley mit den Ragges Rag-Time Girls durch Moskau. Crowley in O.T.O.-Robe
Crowley in O.T.O.-Robe

Ebenfalls 1913 erschien auch sein Buch der Lügen („Book of Lies“). Dies ist das wohl rätselhafteste und absichtlich perverseste seiner mystischen Handbücher, und für diejenigen, die etwas davon entziffern können, ist es auch eines der komischsten Bücher. Crowley behauptet, in einem Kapitel die innersten Geheimnisse der Freimaurer und Illuminaten zu enthüllen, verrät aber nicht, in welchem (auch später nicht). Grundsätzlich enthält der Text dieselben Paradoxa wie die Principia Discordia oder die Rätsel des Zen-Buddhismus, kombiniert mit lyrischen Passagen, in denen es scheinbar um verschiedene Arten sexueller Akrobatik geht, wenn man es so verstehen will, oder um veränderte Bewußtseinszustände auf dem Weg zur mystischen Erleuchtung, wenn man es lieber so sieht. Ein Kapitel beginnt zum Beispiel mit: „Nichts ist. Nichts wird. Nichts ist nicht.“ Für die meisten Leser mag das wie purer Quatsch klingen, aber es beschreibt recht präzise den mystischen Zustand namens Shivadarshana der Hindus.

1914 vollzog Crowley mit seinem Geliebten Viktor Neuburg in Paris sexualmagische Rituale. Während des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1919 hielt Crowley sich in den USA auf. Von dort aus verspottete er das englische Nationalgefühl, indem er anti-britische Propaganda für die deutsche Regierung schrieb, wodurch die Presse seinen ohnehin schon negativen Ruf noch verschlimmerte. Auch seine nach dem Krieg abgegebene Erklärung, dies seien satirische Schriften gewesen, konnte daran nichts ändern. Crowleys Verachtung der Gesetze war so groß, daß er einmal einen Talisman verwendete, um ein Gerichtsurteil zu seinen Gunsten herbeizuführen.

Das Tier aus dem Meer und das Tier aus der Erde (Aus der Apokalypse nach der Johannes-Offenbarung, Merian-Bibel von 1630)

Am 03.09.1914 begann Crowley mit dem magischen Tagebuch „Rex de Arte Regia“, welches als „The Magical Record of the Beast 666“ abgedruckt und 1972 von J. Symonds herausgegeben wurde.

Crowley führte ein ausschweifendes Leben, äußerte regelmäßig seine Ansichten über Sex, welche zu seiner Zeit als sehr radikal galten, und bekannte sich offen zu seinem Drogenkonsum. Crowleys Prosa und Gedichte stecken voller geheimnisvoller Andeutungen und großer sexueller Potenz. Er selbst pflegte seinen Körper mit einem „magischen“ Parfüm einzureiben und durch die Straßen zu laufen – womit er anscheinend wirklich Frauen in sein Schlafzimmer brachte. Die Prophezeiungen des Johannes von Jerusalem Die „Geheime Offenbarung des Johannes“, das letzte Kapitel der Bibel, deuten viele Zeitgenossen als den Zusammenbruch unserer derzeitigen Zivilisation. Eine große Rolle spielt dabei die „Hure Babylon“, die betrunken ist vom „Blut der Heiligen“ und vom „Blut der Zeugen Jesu“. … Weiterlesen

Am 12.10.1915 initiierte sich Crowley selbst in den 9. Grad des Magus (lat.: Magier) und nannte sich „To Mega Therion“ (griech.: Das Große Tier). Dieser Name ergibt in der Numerologie die Summe 666, die Zahl des Tiers.

1917 starb Crowleys Mutter, was ihm den Zugang zum Rest des Erbes ermöglichte. 1918 erschien einer der Geliebten Crowleys in New York, Roddi Minor, der Geist Amalantrah. Crowley lernte in New York seine „scarlet woman“ (engl.: purpurne Frau) Leah Hirsig (Alostreal) kennen, seine wichtigste Anhängerin und Geliebte. Am 05.11.1918 starb Mathers. Geschichten, nach denen Crowley ihn durch Magie ermordet haben soll, entbehren jeder Grundlage, da er keinerlei Motiv dazu hatte, seinen Freund zu töten.

1919 erschien die erste Ausgabe der dritten Aufage von Crowleys Zeitschrift „The Equinox“. Als im selben Jahr der Erste Weltkrieg endete, kehrte Crowley zusammen mit Leah Hirsig nach England zurück, wo diese ihre gemeinsame Tochter Anna Leah, genannt Poupee, zur Welt brachte.

Crowley posiert als der chinesische Gott Fo-Hi

Am 02.04.1920 kam er zusammen mit Leah Hirsig in Cefalù auf Sizilien an und richtete dort seine berüchtigte Abtei von Thelema (griech.: Wille) ein. Dort wollte er mit seinen Anhängern nach den Gesetzen seines „Liber al Vel Legis“ in Liebe und Freiheit leben. Crowley feierte sexuelle Orgien, nahm Drogen und trat in Phantasiekostümen auf. So erschien er in den exzentrischsten Aufmachungen, zum Beispiel als Asiate verkleidet. Er rauchte in Rum getränkten Tabak und genoß verschiedene Drogen für die „heiligen Orgien“. In dieser magischen Kommune spielt auch sein Buch „Diary of a Drug Fiend“ (engl.: Tagebuch eines Drogenteufels), indem er durch eindrucksvolle Schilderungen auch vor den Gefahren des Drogenmißbrauchs warnte.

Crowley in der Abtei von Thelema

Einige der Riten seines Ordens waren wild und blutig. Crowley wies seine Anhänger an, sich die Arme mit einem Rasiermesser aufzuschneiden, wenn sie versehentlich das Wort „Ich“ gebrauchten, und damit allmählich jedes Selbstgefühl auszulöschen. Er glaubte nämlich, daß es die höchste Bestimmung des Lebens sei, die persönliche Identität zu zerstören. Seine okkulten Praktiken wurden immer absurder, blutiger und auch gefährlicher, und in seiner verzweifelten Verachtung der menschlichen Rasse konnte er seine Gier nach dem Außergewöhnlichen nur noch mit immer extremeren Mitteln befriedigen. Verletzungen bei seinen Konkubinen und der mysteriöse Tod des Raoul Loveday waren nur einige der Folgen seiner Zeremonien. Bezeichnenderweise unterschrieb Crowley seine Briefe stets mit „The Beast“.

Symbol des O.T.O.

Am 14.10.1920 starb seine einjährige Tochter Anna Leah, während Crowley auf Reisen war. Crowley war völlig am Ende und versuchte, möglicherweise aus Anlaß dieses Verlustes, sich in dieser Zeit von seiner Drogensucht zu befreien. 1921 erschien Crowleys „Ipsissimus“.

Seit 1922 war Crowley zum Oberhaupt des gesamten internationalen O.T.O. aufgestiegen. Längere Zeit beschäftigte er sich damit, immer tiefer in die Geheimnisse der Magie einzudringen, sie weiter zu erforschen und damit auch praktische Erfahrungen zu sammeln. Auf Grund dieser theoretischen und praktischen Studien schrieb Crowley viele Bücher. Er war ebenfalls unter seinen Pseudonymen bekannt: Meister Therion, To Mega Therion (altgriech.: Das große Tier), Gerard Aumont, Frater Perdurabo (im Golden Dawn) usw.

Crowleys Auffassung der Magie stützt sich als Basis auf die verschiedenen Stufen der Meditation, welche dem Weg des achtfachen Yoga entlehnt ist. Damit gehört er zu den ersten Europäern, die eine Synthese aus westlicher Magie und östlichem Yoga auch auf praktischer Ebene vorstellt. Er schrieb einmal von sich, er sei mit drei der großen Zeichen eines Buddhas und mehreren der kleinen geboren worden. Zudem beschäftigt er sich mit den Werkzeugen der zeremoniellen Magie (Tempel, Kreis, Altar, Stab, Kelch, Schwert usw.) und schreibt ausführlich über ihre Bedeutung, ihren Zweck und ihre Anfertigung. Crowley erläutert seine Sicht der Magie in der Theorie und gibt, auch viele praktische Anleitungen für Rituale, Formeln und Methoden, oft mit Anleihen bei der Kabbala. Zudem postuliert er die Wichtigkeit des Schweigens, der Gesten, der Geheimhaltung, des Eids und noch viele andere Aspekte der Magie.

Benito Mussolini

Durch zahlreiche Mißstände (Schläge und Sexualmagie) in der Abtei Thelema wurden Crowleys Organisationen sehr diskreditiert. Maßgeblich trug die enttäuschte Witwe des umgekommenen Raoul Loveday, Betty May Loveday, dazu bei, indem sie sich an die englische Presse wandte und die Zustände und Vorkommnisse in der Abtei anprangerte. Die mutmaßlichen Vorgänge in der Abtei waren regelmäßig Skandalthema in der Sensationspresse. Natürlich bekam die Außenwelt kaum sachliche Informationen aus der Abtei, und vielleicht wurden die Geschichten über sexuellen Mißbrauch, Gewalt und schwarze Magie in den Zeitungen gerade deshalb immer schlimmer.

Die Berichte über merkwürdige Riten und Orgien erreichten auch die Ohren der italienischen Behörden, und der gerade an die Macht gekommenen faschistischen Mussolini-Regierung wurde es zuviel. So wurde Crowley nach drei Jahren am 01.05.1923 aus Italien ausgewiesen, der Orden verboten und die Abtei geschlossen. Er reiste ins tunesische Tunis, und bis hierher reicht auch seine „Atohagiographie“ genannte Autobiographie.

Crowley nach dem Höhepunkt seiner Karriere

Nach der Ausweisung aus Sizilien blieb sein Leben unstet, denn sein Ruf machte es ihm unmöglich, einen Verleger zu finden, oder auch nur einen Platz zum Leben.

Crowley genoß einerseits seine Popularität und sorgte für sein Verhalten auch ständig dafür, daß die Presse über ihn berichtete. Er erlangte die Reputation, teuflisch zu sein, und als der verdorbenste Mensch auf Erden zu gelten, bemerkte dann aber zu spät, daß er dieses Image nicht mehr kontrollieren, geschweige denn ablegen konnte, als es unbequem wurde.

Die Zeit blieb auch für Crowley nicht stehen

1925 reiste Crowley als internationales Oberhaupt des O.T.O. nach Deutschland ein. Im thüringischen Weida verhandelte er mit Karl Germer, Eugen Grosche, Heinrich Tränker und anderen über die Gründung eines deutschen Zweiges seiner Bewegung, und um die Pansophia-Gruppe unter seine Herrschaft zu bringen.

Während einer dortigen Okkultistenkonferenz wurde Crowley von der Pansophischen Bewegung als „Weltheiland“ ausgerufen. Crowleys Plan bestand angeblich darin, von Deutschland aus seinen Weg als „Weltheiland“ anzutreten, wozu der Buchhändler Tränker die buchhändlerische Propaganda machen sollte. Doch er konnte hier keinen großen Erfolg in der okkulten Szene erringen und streifte für eine Zeitlang durch Europa.

1926 wurde Crowley bei einem Besuch des Instituts für die harmonische Entwicklung des Menschen in der Prieuré bei Paris vom Magier Georg Iwanowitsch Gurdjew nachdrücklich abgelehnt.

Crowley betrachtet seinen Stab

1929 wurde er mit seinen Begleitern aus Frankreich ausgewiesen. Am 16.08.1929 heiratete er in Deutschland Maria Teresa de Miramar.

1929 publizierte er auch sein Buch „Magick: In Theory and in Practice“ (engl.: Magie: In Theorie und in Praxis). 1930 erschienen die ersten Bände seiner Autobiographie „Confessions“ (engl.: Bekenntnisse).

1944 erschien sein letztes Werk, das Buch Toth, welches das berühmte Crowley-Tarot enthält, das er bei der Malerin Lady Frieda Harris in Auftrag gab. Es dauerte angeblich 5 Jahre, bis er endlich mit dem Ergebnis zufrieden war. Noch heute gehört es zu den bekanntesten und wichtigsten Tarots überhaupt und wird für seine Symbolvielfalt gelobt. Crowley betrachtet seinen Stab

Crowleys Stab trägt an seiner Spitze den Kopf des gehörnten Gottes Dianus. Sein Kopf wird von einer dreifachen Flamme überragt, die den hebräischen Buchstaben „SH“ darstellt, welcher „Geist“ bedeutet. Auf der Seite des Stabes ist „THE BEAST 666“ eingeschnitzt, ein Verweis auf Das Große Tier mit der Zahl 666 in der Offenbarung, mit dem Crowley sich als „To Mega Therion“ identifizierte.

Crowley in seinen letzten Jahren

Bis 1944 reiste Crowley in der Welt herum, danach beschloß er, sich zurückzuziehen. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er als Gast eines englischen Aristokraten in einer Landpension. Er war weiterhin vom Heroin abhängig, da dieses bei ihm eine geraume Zeit als Asthma-Medikament eingesetzt worden war. Crowley starb im Alter von 72 Jahren in relativer Armut am 01.12.1947 in Hastings. Die amtlich festgestellte Todesursache war „Herzversagen und eine chronische Bronchitis“.

Das Heidnische in der Verbrennungszeremonie in Brighton vier Tage später am 05.12.1947 fand weltweite Beachtung und auch Empörung in der Presse, denn die Zeremonie wurde mit einem anstößigen Hymnus auf den Gott Pan abgeschlossen: „Io Pan! Io Pan Pan! Pan! Io Pan!“

Crowleys Nachfolger als Großmeister des O.T.O. wurde 1947 Dr. C. H. Petersen. Doch dieser hatte kein Glück in den großen Fußstapfen seines Vorgängers. Nachdem er zusammen mit seiner Frau in Bendestorf bei Hamburg versuchte, das Ritual des Abramelin durchzuführen, an dem zuvor schon Crowley gescheitert war, zerbrachen beide an unvorhergesehenen Rückwirkungen des Rituals und begingen Selbstmord.

Der okkultistische Gitarrist von Led Zeppelin, Jimmy Page, erwarb eine große Sammlung von Crowley-Souvenirs und hat Crowleys schottischen Landsitz Boleskine House gekauft. Crowleys Gesicht ist darüber hinaus eines von vielen auf dem Cover des Beatles-Albums „Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band“.

Crowley war offenbar einer der seltenen Köpfe, deren Ansehen mit der Zeit nicht sank, sondern stieg, und er ist bei manchen noch immer so etwas wie ein Kult-Idol. Vielleicht war es die illustre Seite seines Charakters, sein verächtlicher Abscheu vor dem Gewöhnlichen, womit sich seine Anziehungskraft begründete, denn er besaß die modischen Qualitäten sowohl eines moralischen Anarchisten als auch eines Rebellen gegen die bürgerliche Gesellschaft.

Crowley genoß den Titel des „verruchtesten Menschen der Welt“. Seine Ehefrauen wurden beide wahnsinnig. Fünf Geliebte begingen Selbstmord. Berichten zufolge endeten Dutzende seiner Konkubinen als Alkoholikerinnen oder Drogensüchtige in der Gasse oder in Nervenheilanstalten. Aber Crowleys Anziehungskraft war derart, daß die Frauen, die sich zu ihm hingezogen fühlten, ohnehin dazu neigten, Alkohol- und Drogenprobleme zu haben oder emotional gestört zu sein, daher sollte er nicht beschuldigt werden, die Tugend unschuldiger junger Mädchen zerstört zu haben.

Crowley war sicher kein Scharlatan, denn er besaß Glauben, Wissen und wirkliche magische Macht. Seinen Traum, die Religion des Thelema innerhalb seines Lebens weltweit zu verbreiten, konnte er nicht verwirklichen, aber in der damals stark christlich geprägten Welt konnte das auch einfach nicht gelingen. Neben Eliphas Lévi im 19. Jahrhundert war Crowley im 20. Jahrhundert derjenige, der die Entwicklung der Magie in der Neuzeit am weitesten vorangebracht hat. Durch seine Denkanstöße wollte er der seiner Meinung nach blind gewordenen Menschheit neue Wege zeigen. Das Ziel seiner Magie bestand in der Weiterentwicklung des Individuums, wobei er die Ansicht vertrat, der Geist bringe erst das wahre Wesen des Menschen hervor.

Sein zentrales Postulat „Tu was Du willst soll sein das ganze Gesetz. Liebe ist das Gesetz, Liebe unter Willen.“ bedeutet nicht, wie seine Gegner ihm oft unterstellen, daß man tun kann, wozu man gerade Lust hat, sondern sein Thelema-Konzept zielt auf die Verwirklichung des wahren menschlichen Willens mit all seinen möglichen Konsequenzen ab. Dabei legte er darauf Wert, ein Mensch müsse zuerst erforschen, worin dieser eigene Wille wirklich bestehe, um dieses gewollte Handeln überhaupt ausführen zu können. Damit vertrat er ein klassisches Bildungsideal in der Tradition von „Sapere Aude“, nämlich den Mut zu haben, sich seines Verstandes zu bedienen.

Crowley versuchte einige Wörter der esoterischen Lehre, die ihm unpassend erschienen, durch neue zu ersetzen. So grenzte er sich beispielsweise von der Bühnenzauberei ab, indem er den esoterischen Bereich der Magie als „Magick“, anstelle von „Magic“, bezeichnete.

Crowleys schwieriger und widersprüchlicher Charakter, mal stur verschwiegen, mal eloquent redselig und publizierend, mal zynisch aggressiv, mal liebevoll freundlich, mal fordernd, mal selbstaufopfernd, sorgte dafür, daß seine erstaunlichen Fortschritte auf dem Gebiet der Magie zu seinen Lebzeiten nur von einem kleinen Kreis anerkannt wurden. Die Anhänger Crowleys nennen sich Thelemiten, und es gibt sie noch immer. Allerdings folgen sie heute nicht mehr wortgetreu den zum Teil kryptischen Anweisungen Crowleys, sondern haben seine entsprechenden Lehren weiterentwickelt und ausgebaut. Heute gehören seine Werke zur Standardliteratur der abendländischen Zeremonialmagie, und auch viele neue Richtungen der Magie haben Anleihen in Crowleys Lehren.

Weil Crowley sich selbst „The Beast“ nannte und Satan als siegreichen Rebell und nicht mehr als gefallenen Engel ansah, wird er immer wieder, auch in der Literatur, mit dem Satanismus in Verbindung gebracht und als Vorvater oder gar als Begründer des modernen Satanismus bezeichnet. Dies ist jedoch falsch, denn es gibt keine Verbindung zwischen Crowley und dem Satanismus. Er hat nie eine satanistische Organisation geleitet noch einer solchen angehört. Aleister Crowley war Magier, kein Satanist. Seine gelegentlichen anti-christlichen Äußerungen sollten eher seinem schlechten Ruf in der Presse dienen, denn im Grunde interessierte ihn das Christentum überhaupt nicht. Allerdings sah und bezeichnete ihn die Kirche als Repräsentanten Satans, da er mit seiner eigenen Religion des Thelema Gott verleugnete und statt dessen den Menschen zum Göttlichen erhob. Satan dagegen kommt in der Thelema-Lehre gar nicht vor. Crowleys Ruf war zwar der eines Mannes, der Satan anbetete, aber der atheistische Crowley glaubte weder an Gott noch an Satan, und er betete niemanden an außer sich selbst.

Crowleys Beitrag zu der Entwicklung des allgemein ansteigenden Interesses an der Magie bleibt jedoch noch abzuschätzen, da seine Werke und die Essenz seiner Lehren ganz und gar nicht leicht verständlich sind und von den interessierten Laien – wenn überhaupt – meist nur gestreift werden.

Die Theosophie

Beschäftigt man sich mit der Geschichte der Magie zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert, kommt man nicht umhin, auch die sogenannte Theosophie zu betrachten, die zwar eher eine religiöse Philosophie als eine magische Lehre ist, doch hatte sie so viele Vertreter in der okkulten Szene, daß einige ihrer Grundsätze einen großen Einfluß auf das magische Denken der damaligen Zeit ausübten.

Die Theosophie (griech.: Gottesweisheit) ist eine gnostisch-mystische Religionslehre, deren Ursprünge in das 17. und 18. Jahrhundert zurückreichen. Hauptvertreter waren u.a. J. Böhme, Jan van Ruusbroec und E. Swedenborg. Theosophische Einflüsse machen sich bei Schlegel und Schelling bemerkbar.

H. P. Blavatsky

Die sogenannte „Neue Theosophie“ oder „Moderne Theospohie“ wurde durch (12.08.1831 bis 08.05.1891) begründet. Blavatsky verband westliche Religionen und Philosphie mit östlicher Spiritualität, vor allem dem Buddhismus. Daraus entstand die Vorstellung von der Existenz einer übersinnlichen Welt, die neben der wahrnehmbaren Welt existiert. Der innere Mensch (das Ego) ist unsterblich, und der Tod bedeutet lediglich den Übergang auf höhere Daseinsebenen, die über die Wiedergeburt erreicht werden. Helena Petrovna Blavatsky
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Blavatsky, H.P. – Die Stimme der Stille
Blavatsky, H.P.- Praktischer Okkultismus + andere Abhandlungen Blavatsky_Geheimlehre_I
Blavatsky_Geheimlehre_II
Das „Karma“, das Gesetz göttlicher Gerechtigkeit, welches Blavatsky dem Buddhismus entlehnte, spielt dabei eine zentrale Rolle. Um die „höheren geistigen Ebenen“ zu erreichen, bedarf der Mensch der Führung eines „Meisters“, des Mahatmas. Dem Menschenbild der Theosophie liegt eine irrationale Rassenlehre zugrunde, die von dem Bestehen fünf sogenannter „Wurzelrassen“ ausgeht, die sich wiederum in etliche Unterrassen gliedern. An oberster Stelle stehen die „Arier“, danach kommen die „Atlantier“ und „Lemurier“ usw. Ägypter, Griechen und Römer werden zu „Überresten der Atlanto-Arier“ erklärt.

In ihrer Rassenlehre unterscheidet sie zwischen „höheren intellektuellen Rassen“ und den „niederen Rassen“ wie die „Australneger“, denen sie das Fehlen einer eigenen Geschichte beziehungsweise Geschichtsschreibung unterstellt wird. Die Bildung einer neuen, höheren Rasse, ausgehend von Amerika, wird vorhergesagt, und natürlich werde sich diese aus den „arischen“ Rassen entwickeln.

Da hilft es auch nichts, daß Blavatsky in ihrem Buch „Geheimlehre“ rassenverhetzendes Gedankengut ausdrücklich als „Anmaßung“ bezeichnet und die von ihr gegründete Theosophische Gesellschaft als das erste von drei Hauptzielen eine „Bruderschaft unter den Menschen, ohne Unterscheidung von Rasse, Farbe, Religion oder sozialer Stellung“ angibt. Zutiefst rassistisch bleibt die Theosophie dennoch.

Als Adelige verbrachte Blavatsky ihre Kindheit und Jugend in der damals dafür üblichen Art und Weise. Ihre Mutter starb, als sie 11 Jahre alt war. Sie hatte in ihren Jugendjahren Kontakte zur Petersburger Boheme, und es gibt Berichte über mesmeristische Tendenzen (Dr. med. Franz Anton Mesmer (1734 bis 1815) begründete den „animalischen Magnetismus“, nach dem ein feinstoffliches Fluidum von allen Menschen ausgeht und das Universum erfüllt).

Als Siebzehnjährige heiratete sie 1848, um mehr Freiheit zu erlangen, General Nikifor V. Blavatsky, Vize-Gouverneur von Armenien, der nach ihren eigenen Angaben schon fast 70 Jahre alt gewesen sein soll (wahrscheinlich war er aber höchstens 40 Jahre alt, denn 1892 lebte er nachweislich noch immer). Die Heirat als solche bedeutete ihr nichts, und die Ehe soll nie vollzogen worden sein. Nur wenige Monate später trennte sie sich von ihm und floh nach Konstantinopel, das heutige Istanbul in der Türkei.

Helena Petrovna Blavatsky in jungen Jahren

H. P. Blavatsky
in jungen Jahren Kurz nach ihrer Trennung lernte Blavatsky in Konstantinopel die russische Gräfin Lisselev kennen, welche sie nach Ägypten mitnahm. Dort hatte sie Kontakte zur okkultistischen Szene in Kairo, wo sie drei Monate lang bei dem alten koptischen Magier Paul Metamon studierte. Sie will Kontakt mit Drusen aus dem Libanon und anderen Mystikern aufgenommen haben. Gemeinsam mit der Gräfin bereiste sie den Balkan und Griechenland.

Zwischen 1848 und 1872 gibt es kaum gesicherte Daten, und ihr Biograph A. P. Sinnett verzweifelte fast an ihren widersprüchlichen Angaben, die sich nicht zusammenreimen ließen. Wenigstens sind ein paar Tatsachen bekannt, die es ermöglichen, zahlreiche falsche Behauptungen zu widerlegen.

In 1851 traf sie an ihrem zwanzigsten Geburtstag nach eigenen Angaben in London den „Meister Morya“, den sie schon in Visionen in ihrer Kindheit gesehen haben will. Nach Blavatskys Aussage sind „Meister“ Menschen, die auf dem spirituellen Pfad sehr weit fortgeschritten sind. Sie sollen eine Bruderschaft von Individuen bilden, die für das spirituelle, intellektuelle, psychische und ethische Wohl der Menschheit sorgen und die manchmal mit Menschen öffentlich in Kontakt treten, um sie mit ihren Lehren zu inspirieren und ihnen zu helfen.

Sie bereiste weiterhin Europa, Afrika, Nord- und Südamerika und Asien. In Kanada soll sie Medizinmänner getroffen haben, und auch auf ihren anderen Reisen soll sie häufig in Kontakt mit Mystikern und Meistern gekommen sein. Sie traf sich mit spiritistischen Zirkeln in Rußland und hatte erste Kontakte mit Drogen. Ihre spiritistischen Praktiken wurden überprüft, und sie wurde des Betrugs überführt. Um 1858 kam ihr Sohn Juri zur Welt.

Sie behauptete 1868 nach Tibet gereist zu sein, wo sie den „Meister Koot Hoomi“ zum ersten Mal getroffen haben will, doch diese angebliche Reise erwies sich als fiktive Beschreibung. In Griechenland will sie den „Meister Hilarion“ getroffen haben. 1871 versuchte sie in Kairo die „Société Spirite“ (frz.: Spirituelle Gesellschaft) zu gründen, was aber mißlang.

H. P. Blavatsky 1875

Blavatsky gründete Ende 1875 in New York gemeinsam mit Henry Steel Olcott und William Quan Judge durch Umwandlung des spiritistischen Zirkels „Miracle Club“ die „Theosophische Gesellschaft“ (abgekürzt TG), die viele Anhänger fand. Der Zeitpunkt dazu war günstig, denn bereits einige Jahrzehnten zuvor hatte der Spiritismus sich über die USA und Europa verbreitet und das Interesse an okkulten Dingen wiedererweckt.

1877 veröffentlichte Blavatsky mit „Isis Unveiled“ (engl.: Isis enthüllt) ihr erstes größeres Werk. Blavatsky und Olcott reisten 1878 zurück nach Indien und ließen sich in Adyar bei Madras nieder. 1879 erschien mit „The Theosophist“ (engl.: Der Theosoph) ihre erste theosophische Zeitschrift.

1880 bekannten sich Helena Blavatsky und Henry Steel Olcott in Sri Lanka zum Buddhismus. 1882 wurde der Hauptsitz der Theosophischen Gesellschaft nach Adyar verlegt. 1884 kam es zur ersten Gründung einer Theosophischen Gesellschaft in Deutschland. Helena Petrovna Blavatsky 1875

1884 wurde Blavatsky in einem umstrittenen Fall von dem Ehepaar Coulomb, Missionaren und von Richard Hodgson, Mitglied der Society for Psychical Research (SPR), der Fälschung von Briefen tibetischer „Mahatmas“ bezichtigt. 1885 kam Hodgson in einem Bericht zu dem Schluß, Blavatsky habe tatsächlich Briefe gefälscht, was gleichzeitig bedeutete, daß sie paranormale Phänomene vorgetäuscht hatte. Blavatsky verließ danach Indien endgültig, angeblich aus gesundheitlichen Gründen, die es zwar auch tatsächlich gab, aber wohl eher wegen des Rufschadens. 1986 veröffentlichte die SPR allerdings eine Studie von Vernon Harrison, die den Hodgson-Bericht als zweifelhaft bezeichnete.

1887 erschien die erste Ausgabe von Blavatskys Zeitschrift „Lucifer“. 1888 veröffentlichte Blavatsky ihr wichtigstes Werk, „The Secret Doctrine“ (engl.: Die geheime Doktrin, im Deutschen als „Geheimlehre“ übersetzt und in drei Bänden 1898 bis 1906 erschienen), das die Grundlagen der Theosophie erläutert und die Bildung einer neuen Rasse, wie oben erläutert, prognostiziert.

Ebenfalls 1888 gründete sie die esoterische Sektion der Theosophischen Gesellschaft. 1889 veröffentlichte sie „Die Stimme der Stille“, das sie in Fontainebleau, nahe Paris, geschrieben hatte. Der bedeutende Zen-Gelehrte Daisetz Teitaro Suzuki bezeichnete die in diesem Buch vermittelte Philosophie als echten Mahayana-Buddhismus und mutmaßte, Blavatsky müsse in diese Richtung des Buddhismus eingeweiht worden sein.

Am 08.05.1891 starb Blavatsky in London. 1894 wurden mehrere Logen der Theosophischen Gesellschaft neu gegründet. Dr. Rudolf Steiner (27.02.1861 bis 30.03.1925), der spätere Begründer der Anthroposophie, esoterischer Schriftsteller und Philosoph, war der erste Sekretär der 1900 ins Leben gerufenen Theosophischen Gesellschaft Adyar. Steiners Antroposophie wird selbst heute noch an den Walldorfschulen gelehrt.

Guido List (05.10.1848 bis 17.05.1919) verband die rassistischen Elemente der Theosophie mit seiner heidnisch-völkisch-esoterischen Runenlehre, die er Ariosophie nannte. Neben List berufen sich in ihren Schriften auch dessen Schüler Lanz von Liebenfels, Wilhelm Landig und weitere „völkische“ Autoren auf Blavatsky. Diese Gedankenkonstrukte bildeten gemeinsam mit weiteren falsch verstandenen oder mutwillig mißbrauchten Bruchstücken der theosophischen Lehre etwas später die Grundlagen für die irrsinnigen „Rasselehren“ der Nationalsozialisten und Heinrich Himmlers Theorie vom „Ahnenerbe“. Blavatskys „okkulte Wissenschaft“ dient bis heute Rechtsradikalen und Neonazis als Ursprung für deren irrationale Erklärungsversuche ihres Rassenhasses.

In der heutigen Mainstream-Esoterik wird Blavatsky häufig als Ikone der Erkenntnis angesehen. Daß es sich bei ihrer Theosophie um absolut rassistisches Gedankengut handelt, wird dabei geflissentlich „übersehen“. Theosophische Lehren haben, wie schon in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert, noch immer einen großen Einfluß auf die neoreligiösen Bewegungen und Sekten, wirken aber wiederum auch auf politisch-gesellschaftliche Bereiche ein.

So „erklärte“ der New-Age-Autor Trutz Hardo (Tom Hockemeyer) den nationalsozialistischen Massenmord an Juden mit deren angeblich schlechtem „Karma“, das diese durch ihre Taten erworben hätten (er wurde wegen Volksverhetzung verurteilt und seine Bücher wurden indiziert). Rudolf Steiner Rudolf Steiner wurde am 27. Februar 1861 als Sohn eines österreichischen Bahnbeamten in Kraliewitz geboren. Er entstammte einer bäuerlichen Familie aus dem niederösterreichischen Waldviertel und wuchs im Umkreis von Wien auf. Rudolf Steiner studierte in Wien Naturwissenschaften und Mathematik an … Weiterlesen

Das Wiederaufleben des Hexenkults

Erst 1951 wurde das englische Gesetz „Witchcraft Act“ abgeschafft, welches seit einigen hundert Jahren jede Betätigung als Hexe unter Todesstrafe gestellt hatte. Dies sorgte zusammen mit dem englischen Roman „High Magic’s Aid“ (engl.: Die Hilfe Hoher Magie) von Gerald Brosseau Gardner und dessen späterer Werke über den Hexenkult für ein erneutes reges Interesse am Hexentum. So gilt Gardner als Begründer der neuen (beziehungsweise neuentdeckten) Hexenreligion, die sich Wicca nennt.

Das Wort Wicca leitet sich vom altenglischen „wiccian“ (hexen) ab. „wicca“ bedeutet „männliche Hexe“, „wicce“ dagegen „weibliche Hexe“, und die Pluralform lautet „wiccan“. Heute benutzt man den Begriff Wicca heute für alle drei Formen, und die Hexen übersetzen es als „weise“ unter Bezugnahme auf die „Weisen Frauen“ und „Weisen Männer“.

Das neudeutsche Wort „Hexe“, das erst im 18. Jahrhundert entstand und zum ersten Mal in Prozeßakten auftaucht, stammt dagegen vom althochdeutschen „hagzissa“ beziehungsweise „hagazussa“ ab und bedeutet soviel wie „die auf dem Zaun (zwischen den Welten) Sitzende/Reitende“. Hierin wird auch die schamanische Rolle der Hexe deutlich, die „zwischen den Welten“, der diesseitigen und der Anderswelt, lebt und zwischen ihnen zu vermitteln versteht. Im Mittelalter wurden Hexen von der Kirche als „Malefica“ (lat.: Böses Machende) oder „Venefica“ (lat.: Giftmischerin) bezeichnet.

Mit „Witchcraft Today“ (engl: Der Hexenkult heute), das Gardner 1954 veröffentlichte, ging er über die Andeutungen in seinem früheren Roman hinaus, und 1959 folgte „The Meaning of Witchcraft“ (engl: Die Bedeutung des Hexenkults). In den sechziger Jahren publizierten dann auch Schülerinnen Gardners wie Doreen Valiente und Patricia Crowther eigene Werke über den Kult, und mit Beginn der siebziger Jahre läßt sich von einer regelrechten Wicca-Welle sprechen, die von England ausging, um von dort auch auf Irland, Amerika und Australien überzuspringen, bis sie schließlich auch das europäische Festland erfaßte.

Gardner hatte 1939 eine Hexengruppe im New Forest getroffen, die ihn aufnahm und einweihte. Auf diese Weise entdeckte er den Alten Kult für sich und trug durch seine Veröffentlichungen des dafür freigegebenen Materials dazu bei, die grundlegende Pionierarbeit Lelands und Murrays fortzusetzen und einer allgemeinen Öffentlichkeit den Hexenkult nahezubringen.

Es gibt zahlreiche verschiedene Richtungen innerhalb des Wicca. Die Gardnerians folgen der Tradition Gardners. Sie stellten lange Zeit die Hauptströmung innerhalb des bekannten Wicca-Kults dar. Die Alexandrians arbeiten in der Tradition des Engländers Alex Sanders, der Ende der sechziger bis Anfang der siebziger Jahre zusammen mit seiner damaligen Frau Maxine eine eigene Richtung mit zahlreichen Hexencoven begründete und sehr um Aufsehen in den Medien bemüht war.

Die Richtung des sogenannten Seax Wicca (altsächsisches Wicca) ist eine Neugründung durch Raymond Buckland, der sie 1974 mit seinem Buch „The Tree“ (engl.: Der Baum) vor allem in den USA populär machte, und der die Selbstinitiation propagiert. Es gibt noch eine Reihe weiterer Hexengruppen, die sich u.a. um verschiedene herausragende Persönlichkeiten wie Arnold und Patricia Crowther, Doreen Valiente (alle drei aus der Tradition Gardners kommend), Louis Martello (ein amerikanischer Wicca, der aus einer sizilianischen Hexenfamiie stammt) sowie Janet und Stewart Farrar (ursprünglich aus der Tradition der Alexandrians) und andere scharten.

Schließlich seien noch die sogenannten Hereditaries erwähnt. Das sind Hexen, die zu keiner der oben erwähnten Traditionen gehören, sondern vielmehr aus eigenen Hexenfamiien stammen und deren Überlieferungen fortsetzen. Das englische Wort „hereditary“ bedeutet „überliefert, erblich“, man könnte also von „Hexenerben“ sprechen. Oft bezeichnen sich die Hereditaries auch als „traditional witches“ (engl.: traditionelle Hexen).

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Richtungen sind nicht sonderlich groß. Zur Gesamteinschätzung des Wicca-Kults ist allerdings zu sagen, daß viele Hexen der Meinung sind, Wicca sei der einzige echte Hexenkult im Sinne einer Nachfolge der Alten Religion, während andere dies ganz anders sehen. Heute sind noch lange nicht alle Hexen auch Wicca, und auch nicht jede Hexe betrachtet ihr Hexentum als Religion. Manche sehen es als Lebensphilosophie oder interessieren sich nur für den rein magischen Weg.

Die gewaltige Vielseitigkeit des Hexenkults zeigt sich auch in den unterschiedlichen Betonungen von Einzelaspekten innerhalb der Covens oder Richtungen. So gibt es thelemitische Hexen, die sich an Aleister Crowleys Gesetz von Thelema (griech.: Wille) orientieren, keltisch orientierte Hexen, die druidische Traditionen pflegen, kabbalistisch-hermetisch ausgerichtete Hexen, die sich verstärkt der alten abendländischen Geheimlehren bedienen, Chaos-Hexen, die sich der modernen Chaos-Magie zuwenden, zugleich aber die alte Naturreligion praktizieren und beides miteinander integrieren, und so weiter.

Franz Bardon

Der tschechische Okkultist Franz Bardon (01.12.1909 bis 10.07.1958) verdient aufgrund seiner Bekanntheit und der Verbreitung seiner Bücher ein eigenes Kapitel. Er wurde am 01.12.1909 als František Bardon in Katherein bei Troppau (damals Österreich, heute Opava in Tschechien) geboren. Sein Vater war der sudetendeutsche christliche Mystiker Viktor Bardon.

Franz Bardon trat in den 1920’er und 1930’er Jahren unter dem Künstlernamen Frabato als Bühnenmagier in Deutschland auf. 1941 war er von Juni bis Oktober in den Konzentrationslagern Breslau und Troppau inhaftiert. 1941 begann er in München auch eine Ausbildung zum Heilpraktiker. Nach dem Krieg kehrte er in die Tschechoslowakei zurück und praktizierte als Heilpraktiker. Seine Tätigkeit brachte ihn über längere Zeit in Konflikt mit den Behörden, bis er 1958, kurz vor seinem Tod, in Opava verhaftet wurde. Bardon starb am 10.07.1958 in Brünn (in der damaligen Tschechoslowakei).

Bardon war der Schüler des Kabbalisten und okkulten Schriftstellers Wilhelm „Rah-Omir“ Quintscher und Erbe von dessen esoterischer Papiere. Bardons Bücher geben zuerst eine hauptsächlich theoretische Beschreibung, gefolgt von praktischen Anweisungen und Übungen. Seine wichtigsten Werke sind „Der Weg zum wahren Adepten“, „Die Praxis der magischen Evokation“ und „Der Schlüssel zur wahren Kabbala“, die auch heute noch sehr weite Verbreitung und eine große Anhängerschaft finden. In der Schweiz gibt es beispielsweise einen Bardon-Kreis, der Bardons Lehren systematisch praktiziert.

Obwohl man bei Bardon die grundsätzlichen magischen Techniken schon wiederfindet, erweist es sich (aus meiner Sicht, der ich mit der Kabbala nur wenig anfangen kann) als sehr störend, daß Bardon sehr dogmatisch ist, als Kabbalist die Existenz höherer Wesen (Engel und Gott) postuliert und seine Werke dadurch eben auch furchtbar kabbalistisch (ja schon beinahe religiös) verbrämt sind. Franz Bardon
Franz Bardon

Mit der Kabbala ist es allerdings so eine Sache – dem einen liegt der Zugang zu ihr, der andere kann sich nicht mit ihr und ihrem, aus einem gänzlich anderen Kulturkreis stammenden Weltbild anfreunden, das zudem die Existenz „höherer Mächte“ voraussetzt. Für den kabbalistisch arbeitenden Magier gilt es, von der zehnten Sephiroth (Welten- oder Bewußtseinsebene) allmählich zur ersten aufzusteigen, um seinen Geist dort mit dem Göttlichen zu verbinden.

Bardons Konzept beruht zudem wesentlich darauf, daß der Magier das Gleichgewicht der Elemente seines Wesens erreichen soll. In der hermetischen Magie nach Franz Bardon symbolisiert der vierpolige Magnet das Zusammenspiel der Elemente (Feuer, Wasser, Erde, Luft) sowie das Zusammenspiel des elektrischen und magnetischen Fluids. Die Bestandteile des vierpoligen Magneten sind aus dem Akasha (Äquivalent des Göttlichen in der Hermetik) entstanden, und der vierpolige Magnet ist eine Darstellung der Welt.

So mag Bardon für kabbalistisch Interessierte sicher ein Weg sein, für andere ist er es eben deshalb gerade nicht. Daher scheint es auch beinahe nur begeisterte, ja fast fanatisch zu nennende Anhänger oder strikte Gegner Bardons zu geben, die sich auf das Heftigste miteinander streiten.

Die große Anhängerschaft Bardons zeigt jedoch auch, daß seine Lehren noch immer sehr wichtig genommen werden, was kaum der Fall wäre, wenn sie nicht viel taugen würden. Daher lohnt sich natürlich ein genauerer Blick auf (und auch hinter) seine Werke.

Bardons magisches System ist durchaus umfangreich und geschlossen und in sich sehr schlüssig. Deshalb funktioniert es auch, wie alle solchen Systeme, bei demjenigen, der sich darauf einläßt (und manchmal auch zu gut). Zudem ist sein Schreibstil gut verständlich, was einen großen Pluspunkt darstellt (wenn man ihn beispielsweise mit dem des Kabbalisten Eliphas Lévi vergleicht).

Man muß die Bücher Bardons natürlich aus der Zeit heraus verstehen, in der er gelebt hat, und damals war die jüdische Geheimlehre Kabbala unter den Magiern, insbesondere den Zeremonialmagiern, noch immer ganz groß „in Mode“.

Bardons Werke erschienen Anfang der 1950’er Jahre. Damals – nach der nationalsozialistischen Herrschaft – bestand ein Mangel an verfügbarer Literatur zum Thema Magie, vor allem an solcher, die nicht durch „völkische“ Ideale verfremdet war. In Bardon fand der „gierige“ Leser endlich einmal jemanden, der alles erklärte, und einen Mythos vom „Hohen Eingeweihten“ schuf, der sein Wissen auch weitergab und nicht als Geheimnis für sich behielt, wie sonst zu Zeiten der magischen „Geheimgesellschaften“ üblich. So mußte man sich nicht alles mühsam zusammensuchen, sondern hatte endlich Bücher, die scheinbar alles umfassend behandelten.

Dabei bemerkt man wegen der Fülle der angebotenen Informationen kaum, daß eben nicht „alles“ und dies auch nicht so „umfassend“ dargeboten wird, und daß viele „Erklärungen“ die Sache eigentlich eher durch Mystifizierung verkomplizieren. Einem allzu kritischen Hinterfragen hält das System nicht stand.

Aber zumindest ist Bardons Weltbild „klar verständlich“, denn es ist fast komplett schwarz-weiß gezeichnet. Einen so klaren Dualismus von Gut und Böse, Richtig und Falsch wie bei Bardon findet man bei kaum einem anderen ernstzunehmenden Autoren im Bereich Magie.

Der magische Anfänger erhält bei Bardon sicher einen recht guten Einstieg in die Magie, wenn er sich auf ihn einläßt. Allerdings sorgt Bardon auch sehr gründlich dafür, daß dieser auch sehr lange (oft sogar für immer) ein Anfänger bleiben wird, denn ständige Warnungen und, zwar prinzipiell richtige, doch im Gesamtkonzept unrealistische und auch unnötige Übungsvorschriften verzögern ein Weiterkommen endlos. Da kann allein die erste „Stufe“ schon Jahrzehnte in Anspruch nehmen, und von eigentlicher Magie ist man dort noch weit entfernt. Hält man sich nicht an die Zeitvorgaben, sind etliche Übungen allerdings sogar sehr gut.

Bardons Dogmatismus erweist sich für den Anfänger als zusätzliches Hemmnis. An Stellen, wo es nicht erforderlich wäre, setzt er strenge Regeln und Einschränkungen. Dort, wo eigentlich eine positive Ermunterung sinnvoll wäre, schüchtert er den Leser ein. So wirkt sein Stil, mit seinen Lesern umzugehen, noch antiquierter als es zu Bardons Zeit ohnehin üblich war. Man gewinnt den Eindruck, daß es Bardon nicht um das Vorankommen seiner Leser geht, sondern vielmehr um die Darstellung seines eigenen „überlegenen“ Wissens und Ruhms, welches dadurch einen faden Beigeschmack bekommt.

Natürlich neigen fast alle guten Magier zur Selbstdarstellung und auch zur Selbstbeweihräucherung (auch ich mache da keine Ausnahme), aber es drängt sich der Verdacht auf, daß es sich bei Bardon mehr um eine Fassade handelt, denn er gibt bei seiner „Selbstdarstellung“ eigentlich nur sehr wenig von sich selbst preis. Von seiner eigenen magischen Praxis macht er nur vage Andeutungen, und den Zugang zu seiner eigenen Persönlichkeit verhindert er durch moralisierende Bigotterie.

Verglichen mit anderen berühmten Magiern hat Bardon nur wenig Eigenes entwickelt. Statt eines Erfinders war er offenbar mehr ein Sammler und Zusammensteller, der sich auf die Werke seines Lehrers Quintscher, die Kabbala und anderes stützte und dies, miteinander verbunden, in eigenen Worten wiedergab. Mehr Bücherwurm als praktizierender Magier schuf er sich seine eigene Vision der Magie, die er für andere verbindlich machen wollte – womit er zumindest im deutschen Sprachraum auch lange erfolgreich war.

Die Gegenwart

Der Begriff Esoterik wird heute als Sammelbegriff für die unterschiedlichsten weltanschaulichen Lebenssinn-Angebote gebraucht. Ende der 1960’er Jahre verbreitete sich mit der Hippie-Bewegung die Vorstellung von einem kommenden Zeitalter, in dem der Mensch zu höherer Spiritualität gelangen werde – dem Wassermannzeitalter, oder auch „New Age“ genannt.

Über die sogenannte alternative Bewegung Ende der 1970’er Jahre entwickelte sich esoterisches Gedankengut zu einem Massenphänomen und lukrativen Marktsegment. Die Angebote dieser Gebrauchsesoterik, die mit echter Magie so gut wie nichts zu tun hat, reichen von der Astrologie, dem Handlesen, Kartenlegen oder Pendeln bis hin zum Versprechen der Lösung vielfältiger sozialer, psychischer wie gesundheitlicher Probleme durch Geistheiler, Reinkarnation, Aromatherapie, Astralreisen, Channelling oder gar durch „Lichtnahrung“ (hier wird suggeriert, daß man sich ohne die Aufnahme von Nahrungsmitteln ausschließlich durch Licht ausreichend ernähren könne).

Der jährliche Umsatz der Branche wird auf etliche Milliarden Euro geschätzt. Die Suche nach einfachen und vor allem irrationalen Erklärungen hat auch zu einem Boom auf dem Buchmarkt geführt, dem sich inzwischen kaum ein führender Verlag mehr entziehen will. Daneben gibt es eine Vielzahl spezialisierter Kleinverlage und eine Fülle grauer Literatur, aber auch über das Internet finden diese Angebote vermehrt Verbreitung.

Der Zweig der politischen Esoterik macht besondere Vorsicht vonnöten. Viele der populären Autoren dieses Esoterik-Zweiges bedienen sich aus dem Fundus der NS-Literatur und propagieren aus einem elitären Selbstverständnis heraus ein rassistisches und antisemitisches Gedankengut. Neben meist frei erfundenem, in großem Umfang voneinander abgeschriebenem und auf belegbar unhistorischen und falschen esoterischen „Lehren“ aus Büchern der Nazizeit gestützt, bekommt man von ihnen gleichzeitig eine große Portion nationalsozialistischer, volksverhetzender Ideologie serviert.

Die politische Esoterik liefert einfache Erklärungen für einfache Menschen auf der Sinnsuche. Sie trennt die Welt in die Guten und die Bösen. Zu den Guten darf sich zählen, wer das irrationale rassistische Weltbild als unumstößliche Wahrheit anerkennt, während gleichzeitig jeder Kritiker dem Lager der feindlichen Verschwörer zugerechnet wird.

Das Bild der Volksmeinung über Hexen hat sich in den letzten Jahrhunderten kaum gewandelt: als Dienerinnen des Teufels verkaufen sie diesem ihre Seele, und sie fliegen auf Besen zum Hexensabbat, wo sie Kinder schlachten, Hostien schänden und mit den dämonischen Dienern Satans buhlen, der ihnen die Macht für allerlei Gifte und böse Zauber verleiht, mit denen sie Menschen, Tieren und der Ernte schaden. Auch die Meinung über Magier unterscheidet sich nicht großartig davon – die Angst vor dem, was man nicht versteht, ist der ideale Nährboden für bösartige Unterstellungen.

Und obwohl seit über hundert Jahren die Magie und in den letzten paar Jahrzehnten auch das Hexentum eine nie dagewesene Renaissance erleben und eigentlich auch sehr viel Aufklärung betrieben wird, hält der Volksglaube bis in die Gegenwart hinein hartnäckig an diesem unsinnigen Bild fest, welches nur dadurch entstanden ist, daß fanatische Inquisitoren unter Berufung auf theologische Schriften Tausenden unschuldigen Frauen Männern und Kinder unter grausamster Folter so lange „Geständnisse“ abgepreßt haben, bis diese in ihr verblendetes Weltbild paßten, um ihre Opfer anschließend – sofern diese die Folter überlebten – bei lebendigem Leibe auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.

Und so ist es kein Wunder, daß man selbst heute noch immer wieder von Fällen hört, in denen Unschuldige von Nachbarn und selbsternannten Hexenjägern als Hexen diffamiert werden und echten Hexen und Magiern bösartige Taten vorgeworfen werden, für die sie sicher nicht verantwortlich zu machen sind. Immer wieder hört man von übler Nachrede über Klagen vor Gericht bishin zu tatsächlichen Angriffen auf Leben, Gesundheit oder Eigentum, und manchmal berichten auch die Medien darüber. Und das alles passiert immer noch – nicht bloß vor hundert Jahren, sondern heute!

Dabei haben die Studien und Materialsammlungen von Volkskundlern, Soziologen und Germanisten das Bild von der Tätigkeit, Wirkung und Bedeutung historischer Hexen und Magier längst korrigiert. Danach handelte es sich bei den „echten“ Hexen um seit alten Zeiten beim einfachen Volk in hohem Ansehen stehende Kräuterkundige, sogenannte „weise Frauen“, die vor allem bei Krankheiten und Geburten, aber auch bei schwierigen Entscheidungen und täglichen Problemen aufgesucht wurden. Und auch die modernen Hexen und Magier setzen viele Traditionen ihrer historischen Vorbilder fort, und viele Veröffentlichungen klären über die Prinzipien auf, denen sie folgen – aber viele Menschen wollen sich halt gar nicht aufklären lassen.

Noch heute gibt es aber auch Gebiete, wo die alteingesessenen Dorfbewohner es vorziehen, bei Erkrankungen zuerst den „Heiler“ oder die „Weise Frau“ aufzusuchen, bevor sie zu einem gewöhnlichen Arzt gehen. Die meisten Landbewohner kennen irgendeinen Menschen in ihrer Umgebung, der dafür bekannt ist, daß er „Warzen besprechen“ kann oder das „Zweite Gesicht“ besitzt.

Dennoch würden sich diese Leute nur in seltenen Fällen als „Magier“ oder „Hexen“ bezeichnen. Oft sind es gläubige Christen und politisch strikt bürgerlich wählende „ganz normale“ Mitglieder der Gemeinschaft, die sich von den anderen lediglich durch ihre etwas ungewöhnlichen Fähigkeiten und Kenntnisse unterscheiden (und die deswegen nicht selten von diesen anderen insgeheim oder offen gefürchtet werden).

Von der christlichen geprägten Gesellschaft heute als Spinner geächtet, finden dennoch immer mehr Menschen zurück zu ihrer Spiritualität, und nicht wenige auch zur Magie. Doch auch auf sie lauert die Gefahr, von Betrügern, Spinnern oder Anhängern falsch verstandener Lehren und sogenannter „Erlöserreligionen“ irregeleitet und ausgenutzt zu werden, aber das ist etwas, dem der wahre Magier gelassen entgehen kann, weiß er doch, daß er sich hinsichtlich seiner Spiritualität nur auf sich selbst, beziehungsweise sein Innerstes zu verlassen braucht.

Die moderne Magie

Es wäre unklug, nicht mit der Zeit zu gehen. Die Phantasie und der Einfallsreichtum des heutigen Menschen haben sich weitgehend auf andere Bereiche verlagert, haben andere Formen angenommen und andere Bedürfnisse entwickelt.

Für den modernen Magier ist der Weg das Ziel. Es geht nicht darum, endlich alle Mysterien der Magie zu enthüllen. An dieser unmöglichen Aufgabe haben sich zahllose andere Magier schon in der Vergangenheit versucht, und keineswegs immer ungeschickt. Die wahren Mysterien haben sich aber schon immer selbst geschützt und werden es auch weiterhin immer tun. Man wird sie nie völlig ergründen, und jede Epoche nähert sich ihnen auf ihre Weise.

Allerdings ist die Zeit vorbei, da es genügte, mit einigen vagen Andeutungen von Wissen hausieren zu gehen, die man allerdings leider aus allerlei Gründen „noch“ in der Schublade aufbewahren müsse, bis der erforderliche Dispens von oben erteilt sei usw.

Der Magier von heute steht vor der schwierigen Aufgabe, das fortzusetzen, was seine Vorgänger vor etwa hundert Jahren einst begonnen hatten: die Erforschung der Magie und ihres Verhältnisses zum psychologischen Menschen des Zeitalters der Technokratie. Die Magie muß von allen behindernden Altlasten befreit werden, die auch sie sich im Laufe der Jahrzehntausende immer wieder zugezogen hat wie alles andere auch. Der penetrante Griff des Mittelalters muß abgeschüttelt werden, ebenso die judäo-christlichen Einflüsse, die noch immer an ihr haften.

Wenn man kritisiert, daß die Magier des Mittelalters ihre Fluchformeln und Todeszauber stets mit christlichen Formeln und Floskel, ja mit nichtendenwollenden Gebeten und Anrufungen des biblischen Sklavengottes verfälschten, verstümmelten und verbargen, darf man aber dennoch nicht den wirklichen Grund für diese Verschleierungsmanöver vergessen, dessen Struktur auch in der heutigen, vermeintlich viel liberaleren Zeit verwendbar ist. Es ging den Magiern damals nicht so sehr darum, sich auf opportunistische Weise der allgegenwärtigen, allesbestimmenden Kirche anzudienern, sondern vielmehr darum, daß es für jeden Magier aller Zeiten wichtig ist, in Harmonie mit seiner Umwelt zu leben, um unnötige Reibung zu vermeiden, die nur Energie kostet, ohne welche einzubringen. Mit dieser Betrachtungsweise kann man erkennen, was man heute von früherem Wissen noch benötigt, und das ist so manches.

Diese scheinbar banale Erkenntnis mußte immer wieder aufs neue formuliert werden, weil die Magier nicht davon ablassen konnten, sie in den Schatten ihres bewußten Wissens abzudrängen und sie zu mißachten. Und dieses Beispiel ist nur eines von vielen, wie man alten Sachverhalten mit neuen Betrachtungsweisen wiederum neue Aspekte abgewinnen kann.

Der Magier soll schließlich auch ein Weiser sein, nicht nur ein Mensch der reinen Tat. Ein Weiser definiert sich nicht zuletzt dadurch, daß er aus der Geschichte lernt und es zu vermeiden weiß, die alten Fehler immer wieder zu begehen. Ein Magier ist auf seinem Weg immer weit vom Ziel der endgültigen Weisheit entfernt – und das wird er auch stets und ewig bleiben. Doch auf dem Weg dorthin sammelt er Erfahrung, um sich dem Ziel wenigstens ein Stück weit zu nähern.

Die theoretische Magie als Grundlage der Runenmagie Germanenherz Runologe 02Die skeptische Frage, ob es Magie überhaupt gibt, ist äußerst unpräzise, so wie auch Glaube oder Nichtglaube an Magie weder richtig noch falsch sind. Es kommt dabei darauf an, was man eigentlich unter Magie versteht, und schon hier laufen die … Weiterlesen

Zauberei und Hexerei
In meinem neuen Titelbild könnt ihr es sehen. Meine Othala Rune symbolisiert, den Sündenbock des heiligen Bartholomäus (Astaroth) in seiner Niederlage, fixiert in meinem Runenkreis
 Die alten Deutschen kannten Zauber mit Tat und Wort; den ersteren verbietet Nr. 10 des Indiculus (de phy-lacteriis et Ugaturis), den zweiten Nr. 12 (de incantationibus). Das Wort Zauber (ahd. zoubar) selbst bedeutet eigentlich „Mennig“, die rote Farbe, mit der … Weiterlesen

Die weisen Frauen Hagedisen – Hexen
Die erfolgreiche Vorgehensweise und die überzeugenden Ergebnisse der heilkundigen Frauen stellten eine große Bedrohung für das aufkommende Christentum, sprich die Kirche dar. Denn diese Frauen verließen sich mit ihren außergewöhnlichen Begabungen eher auf ihre Sinne und Erfahrungen als auf die Gebote des Glaubens. Versuch und Jrrtum lehrte sie Ursache und Wirkung zu erkennen. Sie Forschten … Weiterlesen

Magie der RunenEin wenig Magie in dieser vernünftigen rationalen Zeit schadet nicht, wenn sie mit guten Vorsätzen und Wünschen ausgeführt wird. Sie ist kein Allheilmittel, kann aber den Alltag bereichern und uns durch Konzentration auf unsere Probleme dazu verhelfen, klarer zu sehen. … Weiterlesen

Thema Mythologie und Sagenhaftes aus dem hohen Norden Die Mythologie (von altgr. μυθολογια mythologia; zusammengesetzt aus μυθοι mythoi „Geschichten“ und λέγειν legein „erzählen“) bezeichnet die Lehre der gesamten Mythen eines Volkes und behandelt als ihren eigentlichen Gegenstand die aus der vorgeschichtlichen, d. h. vorliterarischen Zeit überlieferten Erzählungen, in … Weiterlesen

Thema Spiritualität, Esoterik und Magie und pdf Bücher zum Thema https://germanenherz.files.wordpress.com/2019/09/germanenherz-runablack.jpgMagic Runes by Germanenherz Den Einstig und Beginn zum Thema Runen, findest du auf meinen Germanenherz Blog´s. Doch die Bedeutung für dich, die findest du nur in dir selbst. Mache dich auf und folge dem Ruf der Runen, sie werden dich … Weiterlesen

Ich habe hier mal ca. 650 pdf Bücher zum Thema hochgeladen

A.M.O.R.C. – Der Einweihungsweg der Rosenkreuzer
A.M.O.R.C. – Die Rosenkreuzer – Informationsschrift
A.M.O.R.C. – Die Rosenkreuzer – Manifesto
A.M.O.R.C. – Forum-Rosenkreuzer – Zeitschrift für Mystik-Esoterik- Kunst – 01-2003
A.M.O.R.C. – Rosenkreuzer – Zeitschrift für Mystik-Esoterik- Kunst – 10.2001
Adler, Gerhard – Seelenwanderung und Wiedergeburt
Alhazred, Abdul – Das Necronomicon und Goetia
Alsen, Wulf Dieter – Zeitlose Weisheiten
Andreae, Johann Valentin – Chymische Hochzeit des Christiani Rosencreutz
Anonymo – Arcani Artificiosa Aperta Arca
Anonymo – Aus dem rechtem Wege zu der hermetischen Kunst
Anonymo – Hermetik (1793)
Ansha – Die magische Welt der Kelten
Aquin, Thomas von – Das Seiende und das Wesen
Arisleus -Turba philosophorum
Arndt, Ulrich – Schätze Der Alchemie – Edelstein-Essenzen
Arrien, Angeles – Handbuch Crowley Tarot
Artephius – Das geheime Buch
Ascher, Ulrike – Hexen Einmaleins für freche Frauen
Ascroft Nowicki, Dolores – Magische Rituale
Asmodo, Jo – Pentagramme-Rituale
Auer, Martin – Das Kloster der Erleuchteten
Bachmann, Winfried — NLP und Lernen
Bachmann, Winfried – Pädagogik ohne NLP – geht denn das
Bacon, Roger – Lapidis Philosophorum
Bailey, Alice A. – Briefe über okkulte Meditation
Bailey, Alice A. – Der Yoga-Pfad
Bailey, Alice A. – Die Arbeiten des Herkules
Bailey, Alice A. – Die Strahlen und die Einweihungen
Bailey, Alice A. – Die Yoga-Sutras des Patanjali
Bailey, Alice A. – Eine Abhandlung über Kosmisches Feuer
Bailey, Alice A. – Eine Abhandlung über Weisse Magie
Bailey, Alice A. – Initiation – Menschliche und solare Einweihung
Bailey, Alice A. – Schicksal und Aufgabe der Nationen
Bailey, Alice A. – Telepathie und der Ätherkörper
Bailey, Alice A. – Vom Intellekt zur Intuition
Bailey, Alice A. – Von Bethlehem nach Golgatha
Bailey, Alice A. und Djwhal Khul – Probleme der Menschheit
Bambaren, Sergio – Der träumende Delphin – Eine magische Reise zu dir selbst
Bandler, Richard – Die Abenteuer von Jedermann (NLP)
Bandler, Richard – Unbändige Motivation – Angewandte Neurodynamik (NLP)
Banol, Fernando – Die okkulte Seite des Rock
Banzhaf, Hajo – Das Tarot-Handbuch
Bardon, Franz – Der Schlüssel zum wahren Quabbalah
Bardon, Franz – Der Weg zum wahren Adepten
Bardon, Franz – Die Praxis der magischen Evokation
Bardon, Franz – Frabato
Barker, Clive – Das dritte Buch des Blutes
Barker, Clive – Das erste Buch des Blutes
Barker, Clive – Das zweite Buch des Blutes
Barraux, Roland – Die Geschichte der Dalai Lamas
Baumgartl, Karlheinz – Astronomie in der Cheops-Pyramide
Belinah – Zaubersprüche für jede Gelegenheit
Beltz, Walter – Gott und die Götter – Biblische Mythologie
Benesch, Kurt – Magie von Hexen, Alchimisten und Wundertätern
Berger, Erika – Die Körpersprache der Erotik
Berlitz, Charles – Das Philadelphia Experiment
Besant, A. – Alchemie – Okkulte Chemie (1924)
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Anti Stress Uebungen
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Kreislauf und zur Stärkung von Herz und Immunsystem
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Meditation gegen Erschöpfung und Ausbrennen
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Rebirthing Meditation
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Übungsreihe zur Stärkung der Abwehrkräfte
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Untersuchung der Mythen
Bhajan, Yogi – Kundalini Yoga – Vorbereitung
Blavatsky, H.P. – Die Stimme der Stille
Blavatsky, H.P.- Praktischer Okkultismus + andere Abhandlungen
Blech, Jörg – Leben auf dem Menschen
Böhme – Hermes, Adam Friedrich – Trismegistos Naturweg
Bradler, Christine M. – Feng Shui, Symbole des Ostens
Bradler, Christine M. – Feng Shui, Symbole des Westens
Brier, Robert – Zauber und Magie im alten Ägypten
Busson, Paul – Der Seelenwanderer – Die Wiedergeburt des Melchi
Butler, Walter E. – Das ist Magie
Butler, Walter E. – Kleine Schule der Magie
Buttlar, Johannes von – Zeitreisen
Butz, Berta – Methoden der Manipulation
Byrd, Richard Evelyn – Das Tagebuch des Admiral Byrd
Cabot, Tracy – Wie bringe ich eine Frau dazu, sich in mich zu verlieben
Calan, Lea – Buch der Geheimwissenschaften
Canterbury, Anselm von Warum Gott Mensch geworden
Carroll, Pete – Praktische Magie
Carroll, Robert Todd – Phänomenal
Carroll,Pete – Liber Null Teil I – Praktische Magie
Carroll,Pete – Liber Null Teil II – Psychonautik
Castaneda, Carlos – Das Feuer von Innen
Castaneda, Carlos – Das Rad der Zeit
Castaneda, Carlos – Das Wirken Der Unendlichkeit
Castaneda, Carlos – Der Ring der Kraft
Castaneda, Carlos – Der zweite Ring der Kraft
Castaneda, Carlos – Die Kraft der Stille
Castaneda, Carlos – Die Kunst des Pirschens
Castaneda, Carlos – Die Kunst des Träumens
Castaneda, Carlos – Die Lehren des Don Juan
Castaneda, Carlos – Don Juan’s Erklärung der Wahrnehmung
Castaneda, Carlos – Eine andere Wirklichkeit
Castaneda, Carlos – Interviews
Castaneda, Carlos – Reise nach Ixtlan
Cayce, Edgar – Du weißt, wer Du warst
Challoner, H.K. – Das Rad der Wiedergeburt
Chang, Stephen T. – Das Tao der Sexualität-Von der tieferen Weisheit des Liebens
Chia, Mantak – Tao – Yoga der Liebe – Der geheime Weg zur unvergänglichen Liebeskraft
Christiansen & Zinser – Okkultismus und Satanismus
Cicero, Marcus Tullius – Die fünf Bücher über das höchste Gut und Übel
Claas, Fürst – Willkommen in meinem Kopf
Clairvision – ISIS-Rückführungs-Therapie (Past-Life Therapy)
Connor, Sarah – Atomkrieg in parallelen Quanten Universen!
Conrad, Jo – Entwirrungen
Conrad, Jo – Zusammenhänge
Conway, D. J. – Die Zauberwelt der Kelten
Cooper, Phillip – Magisches Wissen in neuem Licht
Crowley – Liber Null – Praktische Magie
Crowley, Aleister – Das Buch des Gesetzes
Crowley, Aleister – Liber 777
Crowley, Aleister – Tarot
Crowley, Aleister – Über Yoga
Crowley, Aleister – Buch der Lügen
Crowley, Aleister – Leben und Werk des Tieres
Crowley, Aleister – Liber Lege Libellum
Crowley, Aleister – Magie in Theorie und Praxis
Crowley, Aleister – Meditation
Crowley, Aleister – Tarot (Bilder der Karten)
Crowley, Vivianne – Wicca
Dahlke, Rüdiger – Krankheit als Weg
Dahlke, Rüdiger – Meditation – Reisen nach Innen
Dalai Lama – Das Buch der Menschlichkeit
Dalai Lama – Der Weg zum Glück
Dalai Lama – Der Weg zum sinnvollen Leben
Dalai Lama – Tod und Unsterblichkeit im Buddhismus
Dalai Lama – Weise Worte 2001
Däniken, Erich von – Prophet der Vergangenheit
Däniken, Erich von – Aussaat und Kosmos
Däniken, Erich von – Beweise
Däniken, Erich von – Datierungen
Däniken, Erich von – Der Götterschock
Däniken, Erich von – Die Augen Der Sphinx – Neue Fragen An Das Land Am Nil Däniken, Erich von – Erinnerungen an die Zukunft
Däniken, Erich von – Kosmische Spuren
Däniken, Erich von – Zeichen für die Ewigkeit
Däniken, Erich von – Zurück zu den Sternen
Dara, Maya – Spiegelmagie
Dautert, Joachim – Astralreisen
Dekorne, Jim – Psychedelischer Neoschamanismus
Delnooz, Fons – Energetischer Schutz
Denning und Phillips – Psychischer Selbstschutz
Devananda, Swami – Yoga – Das Grosse Illustrierte Yoga Buch
Devi, Kamala -Tantra Sex Die modernen Liebestechniken des Ostens
Distel, Wolfgang – Die Praxis des Reiki
Dittmann, Arvid – Sexualität in Mystik und Magie
Diverse – Die Bibel – altes Testament
Diverse – Die Bibel – neues Testament
Douval, H. E. – Bücher der praktischen Magie Band 1-3
Douval, H. E. – Bücher der praktischen Magie Bd 4-5
Douval, H. E. – Bücher der praktischen Magie Bd 6-7
Douval, H. E. – Bücher der praktischen Magie Bd 8-9
Douval, H. E. – Bücher der praktischen Magie Bd 10-12
Douval, H. E. – Ritus und Zeremoniell der Magie
Douval, H. E.- Bewußtseinserweiterung
Dowd, Tom – Die Menschen und der Zyklus der Magie
Dropper, Eaves – Eine kurze Einführung in die Sigillenmagie
Drury, Nevill – Der Schamane und der Magier
Dürr,Josef – Dämono-Magie Experimental-Dämonologie
Eberhagen, Henning – NLP und lernen
Eco, Umberto – Das Foucaultsche Pendel
Eggetsberger, Gerhard H. – Hypnose, Die Unheimliche Realität
Egli, Rene – Das Lola-Prinzip
Eingeweihten, Drei die – Das Kybalion
Eiwatz – Die Schwarze Sonne
Emoto, Masura – Die Botschaft des Wassers
Engel, Leopold – Luzifers Bekenntnisse
Eschner & Jungkurth – Aleister Crowley – Das große Tier 666
Eul,Joachim & Harrach, Tibor – Zauberpilze bei uns
Fischer, Reinhard – Raumfahrt der Seele
Fischer-Rizzi, Susanne – Medizin der Erde
Flaake, C. G. – Einleitung zum Simon-Necronomicon
Flamelli, Nicolai – Summarium Philosophicum
Fortune, Dion – Das karmische Band
Fortune, Dion – Die mystische Kabbala
Fortune, Dion – Die Seepriesterin
Fortune, Dion – Durch die Tore des Lichts
Fortune, Dion – Durch die Tore des Todes ins Licht
Fortune, Dion – Ein dämonischer Liebhaber
Fortune, Dion – Handbuch für Suchende
Fortune, Dion – Leben und Magie
Fortune, Dion – Mondmagie
Fortune, Dion – Selbstverteidigung mit PSI
Francia, Luisa – Mond Tanz Magie
Franke, Jürgen E. – Die Zauber der Quellentänze
Frater Basilius Valentinus – Chymische Schriften
Frater Basilius Valentinus – Zwölf Schlüssel
Frater Conzentra Magis – Amulette + Talismane
Frater Daragion – Zum Thema Dämonologie
Frater Devachan – Kontakte zu Naturgeistern
Frater Erec (717) – Handbuch der Chaosmagie
Frater Johannes – Magische Beeinflussung durch Tepaphone
Frater Johannes – Praktische Vorbereitungen zur Magie
Frater Leon – Der Lebensbaum
Frater Leon – Weltenbäume
Frater Sursum Ad Lucem – Planeten-Rituale und andere Spezialthemen
Frater Taliesin Ra – Übungen zur magischen Praxis
Frater V. D. – Schule der hohen Magie
Frater V.D. – Bemerkungen zur Mondmagie
Frater V.D. – Eismagie
Frater V.D. – Elemente-Magie – Ein praktischer Leitfaden
Frater V.D. – Handbuch der Sexualmagie
Frater V.D. – Kursus der praktischen Magie Modul 1
Frater V.D. – Kursus der praktischen Magie Modul 2
Frater V.D. – Kursus der praktischen Magie Modul 3
Frater V.D. – Liber Null
Frater V.D. – Magier-Karten
Frater V.D. – Schule der hohen Magie
Frater V.D. – Sigillenmagie in der Praxis
Frater V.D. – Tante Klaras Kummertempel Band 1
Frater V.D. – Urknall-Mystik und Elektro-Gnosis
Frater V.D. – Viktor Sobek – Die Schattenmeister
Frater Widar – Magie und Praxis des Hexentums
Fratzer, Beate – Partnerschaft und Erotik der zwölf Tierkreiszeichen
Freimaurer – Buchstaben Magie
Freud, Sigmund – Totem und Tabu
Freud, Sigmund – Traumdeutung
Freydis – Tiertotem und Krafttiere im Schamanismus
Fries, Jan – Visuelle Magie
Gaarder, Jostein – Maya oder Das Wunder des Lebens
GardenStone – Einführung in die Wortmagie
Garfield, Patricia – Kreativ Träumen
Gawain, Shakti – Garten der Seele
Gawain, Shakti – Kreativ Visualisieren
Gawain, Shakti – Leben im Licht
Gawain, Shakti – Meditationen im Licht
Gebser, Jean – Die Zen-Lehre
Gibran, Khalil – Der Narr – Lebensweisheit in Parabeln
Giger, H.R. – Baphomet – Tarot der Unterwelt
Göl, Hermann – Germanische Mythologie
Gooding, David – Die Bibel – Mythos oder Wirklichkeit
Gordon, Noah – Der Schamane
Govinda, Kalashatra -Tantra
Grandis, Francesca de – Die Macht der Göttin ist in Dir
Grandt, Guido & Michael – Satanismus, die unterschätzte Gefahr
Green, Marian – Das geheime Wissen der Hexen
Green, Marian – Naturmagie
Green, Marian- Ritualmagie
Gregorius, Gregor A. – Der saturnische Weg der Erkenntnis 1
Gregorius, Gregor A. – Die magische Erweckung der Chakra im Ätherkörper des Menschen
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 1
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 2
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 3
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 4
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 5
Gregorius, Gregor A. – Magische Briefe 6
Gregorius, Gregor A. – Necronomicon und Goetia
Gresch, Ulrich – Das Beil der Persönlichkeitsspalter
Gruner, Axel M. – Codex Thaumaturgica
Grünwald, Wolfgang – Gesundheit Beratung Feng Shui – I_Kurs
Grünwald, Wolfgang – Radionik
Grünwald, Wolfgang- Gesundheit Beratung Feng Shu i- II_Kurs
Halam, Anna – Schattenträume
Hannah, Barbara – Begegnungen mit der Seele
Harding, Khit – Ramtha – Das Manifestieren
Hartmann, Franz – Andere Dimensionen des Denkens
Harvey, David – Das kleine Handbuch der Esoterik
Hatzelmann, Elmar Dr. – Ursachen und Lösungsanregungen aus NLP Sicht
Heindel, Max – Die Rosenkreuzer-Weltanschauung oder mystisches Christentum
Hemminger, Hansjörg – Der esoterische Lebenshilfemarkt unter die Lupe genommen
Herm, Gerhard – Die Kelten – Das Volk das aus dem Dunkel kam
Herzog, Wolfram – Das Wunder heilender Edelsteine
Hesse, Hermann – Siddhartha – Eine indische Dichtung
Hessische Landeszentrale für politische Bildung – Esoterik
Hetmann, Frederik – Das Buch Merlin
Hine, Phil – Knack und Back Chaos
Hobbythek – Ayurveda für Alle
Hobbythek – Ayurveda, Lebenselixiere aus Indien
Hobbythek – Feng Shui
Hodge, Stephen – Das Tibetanische Totenbuch
Hoffman, Hellmuth – Vorläufer einer neuen Ära
Hofmann, Albert – Naturwissenschaft & Mystische Welterfahrung
Holzapfel, Varuna – Einweihung in das Hexeneimaleins-Arbeitsbuch
Hongzh, Li i – Falun Gong
Howard, Michael – Magie der Runen
Illion, Theodor – Tibet 1 – Auf geheimnisvollen Pfaden zu geheimnisvollen Orten (1999)
Iranschähr, H. K. – Die Heilkraft des Schweigens
Isert, Bernd – Der Baum des NLP
Jantschik,Walter – Baphomet Magie
Jong, Paul C. – Sind Sie wirklich wiedergeboren aus Wasser und Geist
Jung, C.G. – Erinnerungen Träume Gedanken
Jürgens, Heinrich – Anleitung zum bewußten Hellsehen
Kadmon, Zaros – Buch der Geheimwissenschaften
Kaiki- Allgemeine Einführung in die Stille Meditation
Kampenhout, Daan Van – Heilende Rituale
Kearney, Paul – Der magische Wald
Kehoe, John – Mind Power
Kenner Astrologie – Geheimnisse
Kenner Astrologie – Merkur -Gedanken -Ein Pfad zum Hohen Selbst
Khonsu, Ankh F. N. – Das Buch des Gesetzes
Kingston, Karen – Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags
Klinger-Raaz, Ursula – Reiki mit Edelsteinen
Knoche, Grace F. – Die Mysterienschulen
Koenig, Peter-Robert – Das OTO-Phaenomen
Koenig, Peter-Robert – Ein Leben für die Rose
Kornreutheri, Johannes – Die Schatztruhe mittelalterlicher Manuskripte der Magie
Kössner, A & J – Das Buch der Kin
Krassa, P.- Erich von Däniken, der Götterforscher
Krebs,John Frederick – Hermaphroditisches Sonn−und−Monds−Kind
Kröncke, Karsten – Rudolf Steiner und Picasso
Kröncke, Karsten F. – MC und AS – Die persönlichen Punkte im Horoskop
Krusche, Klaus – Weltbürger Weltraum Weltgeist
Kutschera, Gundl – NLP-Lexikon
Langbein,Walter-Jörg – Die Rosenkreuzer
Larsson, Göran – Die Macht einer Lüge
LaVey, Anton Szandor – Die satanische Bibel
Leary, Tim – Höhere Intelligenz und Kreativität
Lenand, Charles G. – Aradia – Die Lehren der Hexen
Leopold,Engel – Luzifers Bekenntnisse
Leuenberger, Hans Dieter – Engelmächte
Leuenberger, Hans Dieter – Schule des Tarot 1
Leuenberger, Hans Dieter – Schule des Tarot 2
Leuenberger, Hans Dieter – Schule des Tarot 3
Leuenberger, Hans Dieter – Sieben Säulen der Esoterik
Leuenberger, Hans-Dieter – Das ist Esoterik
Lévi, Eliphas – Geschichte der Magie
Levine, Leah – Magic Trips
Lewis, Ralph M. – Das innere Heiligtum
List, Guido von – Das Geheimnis der Runen
Love, Jeff – Die Quanten-Götter – Ein neues Verständnis der Kabbala
Lübeck, Walter – Rainbow Reiki
Lucifera – Satanshimmel – Rituale der schwarzen Magie
M. K., Dr. – Erinnerungen an Franz Bardon Magnus – Magie für Männer
Magnus – Was ist Magie überhaupt
Mala, Mathias – Weisse Magie
Manara, Milo – Le tarot erotique (Abbildungen der Karten)
Marashinsky, Amy Sophia – Göttinnen Geflüster
Masino, Marcia – Tarot-Das Praxisbuch
Mathers – Grimoire Armadel
Matthews John & Caitlin – Lexikon Der Keltischen Mythologie
Matthews, Caitlin & John – Der westliche Weg – Band 1
Matthews, Caitlin und John – Der westliche Weg – Band 02
Mohr, Bärbel – Universum & Co.
Mohr, Bärbel – Bestellungen beim Universum
Mohr, Bärbel – Der kosmische Bestellservice
Morson, Det – Praxis der weißen und schwarzen Magie
Morton, Chris – Tränen der Götter – Die Prophezeiung der 13 Kristallschädel Müller, Leonard – Von der Generation und Geburt der Metallen
Murphy, Dr. Joseph – Die Macht ihres Unterbewußtseins
Musallam, Dr. – Alchimie
Musallam, Dr. – Stein der Weisen
Musashi, Miyamoto – Das Buch der fünf Ringe
Neckel, Gustav – Altgermanische Weltanschauung
Nelson, Felicitas H. – Symbolsprache der Talismane & Amulette
Nitibus – Schwarze Magie, Hexerei und die Möglichkeiten der schwarzen Kunst
Noak – NLP – Rhetorik -Seminar
Norfold, M. Travian – Über die Magie der Elfen
Nostradamus, Michel – Schriften 1
Nostradamus, Michel – Die wahren Centurien und Prophezeihungen
Nostradamus, Michel – Schriften 2
Nostradamus, Michel – Zu seinen Prophetien.
Olvedi, Ulli – Integrale Energiearbeit
Omkarananda, Swami – – Das Licht des unendlichen Bewußtseins
Omkarananda, Swami – – Der höhere Standpunkt
Omkarananda, Swami – – Der Weg des Gottsuchenden
Omkarananda, Swami – – Die Wissenschaft des göttlichen Wortes OM
Omkarananda, Swami – 20 Übungen zur Überwindung des Ärgers
Omkarananda, Swami – Bedeutung und Praxis der Meditation
Omkarananda, Swami – Das kosmische Bewusstsein
Orban, Peter – Der Buchgeist
Orttmann, Anja – Feng Shui, eine Einführung
Osho – Das Orangene Buch-Die Meditationstechniken Oshos
Pansophia – Adonistisch moralischer Lehrbrief Nr. 1
Pansophia – Adonistisch moralischer Lehrbrief Nr. 2
Papa Shanga – Praxis der Voodoo-Magie
Papa Shanga – Voodoo Praxis
Paracelsus – Das Buch Paragranum
Pavese, Armando & Marcus Würmli – Handbuch der Parapsychologie
Pease, Allan & Barbara – Der tote Fisch in der Hand und andere Geheimnisse der Körpersprache Pease, Barbara – Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen
Penzel, Willy – Akupunktur Massage Band 1 Spannungs-Ausgleich-Massage
Penzel, Willy – Akupunktur Massage Band 2 Energielehre
Penzel, Willy – Akupunktur Massage Band 3 Wirbelsäule
Petter, Frank Arjava – Reiki – Das Erbe des Dr Usui
Piobb, P. – Die Hohe Magie der Alten
Poerksen, Bernhard – Gespräche für Skeptiker
Pösse, Markus – Phantastische Wissenschaft
Powels, Louis & Jacques Bergier – Aufbruch ins dritte Jahrtausend
Prabhupada, Bhaktivedanta Swami – Die Quelle aller Freude
Pratchett, Terry – Scheibenwelt – Die Farben der Magie
Przbyszewski, Stanislaw – Gnosis des Bösen
Purucker, Gottfried de – Goldene Regeln der Esoterik
Purucker, Gottfried de – Wind des Geistes
Quarks – Der Traum vom langen Leben
Quinque, Gabriele – Tempelschlaf – Ägyptische Einweihung als Reise zum inneren Geheimnis
Quinscher, Rah Ohmir – Adonistisch & moralischer Lehrbrief Nr. 1
Quinscher, Rah Ohmir – Adonistisch & moralischer Lehrbrief Nr. 2
Quinscher, Rah Ohmir – Adonistisch & moralischer Lehrbrief Nr. 3
Quinscher, Rah Ohmir – Adonistisch & moralischer Lehrbrief Nr. 4+5
Quinscher, Rah Ohmir – Denurische Schriften
Quinscher, Rah Ohmir – Magie des Willens
Randolph, Pascal Beverly – Magia Sexualis
Rankin, Robert – Das Buch der allerletzten Wahrheiten
Rätsch, Christian – 50 Jahre LSD-Erfahrung
Rätsch, Christian – Die Kultur des Räucherns
Rätsch, Christian – Drogen und Rituale
Rätsch, Christian – Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen
Rätsch, Christian – Hexenmedizin
Rätsch, Christian – Interkulturelle Strukturen, Drogen und Rituale
Rätsch, Christian – Räucherstoffe – Der Atem des Drachen
Ravenwolf, Silver – Freche Hexen-Liebeszauber und magische Rituale für kesse Junghexen
Ravenwolf, Silver – Die schützende Kraft der Engel im täglichen Leben
Ravenwolf, Silver – Geldzauber
Redfield, James – Die Prophezeiungen von Celestine
Regardie, Israel – Das magische System des Golden Dawn – Band 3
Regardie, Israel – Die Elemente der Magie
Regardie, Israel – Das magische System des Golden Dawn – Band 1
Regardie, Israel – Das magische System des Golden Dawn – Band 2
Reichstein, Herbert – Lehrbuch der Kabbala Magie d. Zahlen u. Namen
Reid, John H. – Pflanzen-Alchemie
Reikimaster – Reiki-Praxis – 1 und 2 Symbol
Reikimaster – Reiki-Praxis – 3 Symbol
Reikimaster – Reiki-Praxis – Alle Wesen
Reikimaster – Reiki-Praxis – Chakraausgleich
Reikimaster – Reiki-Praxis – Chakrasystem
Reikimaster – Reiki-Praxis – Empfindungen
Reikimaster – Reiki-Praxis – Erdheilung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Fernbehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Fernselbstbehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Ganzbehandlung Front
Reikimaster – Reiki-Praxis – Geisteshaltung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Gezielte Chakrabehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Gruppenfernbehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Himmelsleiter
Reikimaster – Reiki-Praxis – Kristalle
Reikimaster – Reiki-Praxis – Kurzbehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Mental
Reikimaster – Reiki-Praxis – Möglichkeiten und Grenzen
Reikimaster – Reiki-Praxis Nahrung
Reikimaster – Reiki-Praxis – Nebenwirkungen
Reikimaster – Reiki-Praxis – Organreise
Reikimaster – Reiki-Praxis – Prinzipien
Reikimaster – Reiki-Praxis – Psychohygiene
Reikimaster – Reiki-Praxis – Raumreinigungsdusche
Reikimaster – Reiki-Praxis – Reikiatem
Reikimaster – Reiki-Praxis – Rituale
Reikimaster – Reiki-Praxis – Teilpersonen
Reikimaster – Reiki-Praxis – Unterschiede Ganzbehandlung
Reikimaster – Reiki-Praxis- Chakrasystem
Reikimastert – Reiki-Praxis – Ganzbehandlung Ruecken
Renk, Torsten – Metamagica Die Magieregeln
Retschlag, Max – Die Alchimie
Retyi, Andreas von – Wir sind nicht allein – Signale aus dem All
Reyo, Zulma – Innere Alchemie – Der Weg zur Meisterschaft
Richardson, Alan – Einführung in die mystische Kabbala
Richardson, Allen – Priesterin-Leben und Magie der Dion Fortune
Ring, Thomas – Astrologische Menschenkunde Bd. 1
Ring, Thomas – Astrologische Menschenkunde Bd. 3
Ripley, Sir George – Die Vision
Ritter, Oliver – Magische Männlichkeit. Mann-Sein aus initiatischer Sicht
Roberts, Jane – Seth – Die Natur der persönlichen Realität
Roberts, Jane – Seth und die Magische Einstellung
Roberts, Jane – Überseele Sieben – 1 – Überseele Sieben
Roberts, Jane – Überseele Sieben – 2 – Lehrzeit
Roberts, Jane – Überseele Sieben – 3 – Zeitmuseum
Rodney, Orpheus – Abrahadabra, Thelemische Magie für Anfänger
Ruckner, Rudy – Die Wunderwelt der vierten Dimension
Sator, Günther – Feng Shui für Kinder
Sator, Günther, Feng Shui – Leben und Wohnen in Harmonie
Sayan, Lus de – Magie des Sexus
Scheja, Birgit – Die Runen des älteren Fudark
Schmidt-Tanger, Martina – NLP Coaching von Führungskräften
Schnappau, Rudolf – Was hat NLP mit Spiritualität zu tun
Schopenhauer, Arthur – Über das Geistersehn und was damit Zusammenhäng
Schüttler, Hermann – Freimaurer und Illuminaten
Schütz, Peter – NLP im Coaching und in der Personalentwicklung
Schwarz, Georgia – Feng Shui-Gesund Wohnen mit der chinesischen Harmonielehre
Schweidlenka, Roman – Esotherische Ufologie und ihre rechtsextreme Schlagseite
Shea, Robert – Der weisse Schamane
Sherman, Harold – Außersinnliche Kräfte
Shikara – Sternzeichen – Jungfrau
Sluiter, Stefan – Die Macht der Kräuter
Snellgrove, Brian – Das Geheimnis von Aura und Chakras
Soror, A. L. – Die magische Pforte
Spalding, Baird – Leben und Lehren der Meister im Fernen Osten
Spangenberg, Brigitte und Ernst – Assagioli, der Wille und das NLP
Spiesberger, Karl – Das Mantrabuch
Spiesberger, Karl – Magische Einweihung
Spiesberger, Karl – Magische Praxis
Spiesberger, Karl – Runenmagie
Spiesberger, Karl – Runenpraxis der Eingeweihten-Runenexerzitien
Spiesberger-Karl – Masken der Träume
Starhawk – Das fünfte Geheimnis
Starhawk – Die Kraft der großen Göttin
Staudenmaier,Ludwig – Die Magie als experimentelle Naturwissenchaft
Stein, Diane – Die Weisheit der Göttin umarmen
Steiner, Rudolf – Wahrheit und Wissenschaft
Steiner, Rudolf – Wie erlangt man Erkenntnisse der hoeheren Welten
Steiner, Rudolf – Die Geheimwissenschaft im Umriß
Steiner, Rudolf – Die Philosophie der Freiheit
Steiner, Rudolf – Ein Weg zur Selbsterkenntnis des Menschen
Steiner, Rudolf – Lexikon Anthroposophie
Steiner, Rudolf – Theosophie
Stenglin,Roland – Reiki Energie und Weg
Storl – Pflanzen Der Kelten
Storl – Pflanzengottheiten
Stumpf, Reinhold – Feng Shui Referat
Su’a’no-Ta, Sujja – Elemente Magie
Su’a’no-Ta, Sujja – Schamanische Magie im Alltag
Sun, Frank – 666 – Die Zahl des Tieres
Suzuki, Daisetz T. – Koan
Swedenborg, Emanuel – Seele und Leib
Szepes,Mária – Der rote Löwe
Talbot, Michael – Das Holographische Universum
Tarozzi, Giancarlo – Vorläufer einer neuen Ära
Tegtmeier, Ralph – Aleister Crowley – Die tausend Masken des Meisters
Tegtmeier, Ralph – Das Hexenbuch
Tegtmeier, Ralph – Die heilende Kraft der Elemente
Tegtmeier, Ralph – Magie und Sternenzauber – Okkultismus Im Abendland
Tegtmeier, Ralph – Runen-Alphabet der Erkenntnis
Tenk, Hermine – Soforthilfe mit Akupressur
Tepperwein, Kurt – Die hohe Schule der Hypnose
Thelema – Magazin für Magie und Tantra No. 1
Thelema – Magazin für Magie und Tantra No. 3
Thelema – Magazin für Magie und Tantra No. 4
Thelema – Magazin für Magie und Tantra No. 8
Tindale, Quentin – Sigillum 2 Potenzierte Sigillenmagie
Toko Zeitkompass – Kabbala und Numerologie (1994)
Truthman – Anleitungen zu luziden Träumen
Truthman – Astralreisen
Truthman – Bewusstseinskontrolle
Truthman – Das Geheimnis des Traumes
Truthman – Engel
Truthman – Fernwahrnehmung
Truthman – Geschichte der Hypnose
Truthman – Geschichte, Philosophie und Symbolik der Freimaurer
Truthman – Hypnose
Truthman – Sexualität In Mystik Und Magie
Truthman – Sexualmagie & Dimensionswechsel
Truthman – Tarot
Tuella – Kosmische Telepathie
Tüting, Ludmilla – Der Tibet-Mythos
Überlieferung- Germanische Mythen – Die Edda (alte Version)
Uhlig, Helmut – Buddha – Die Wege des Erleuchteten
Urbigeriani, Aphorismi – Gewisse Regeln
Urbigero, Baron – Aphorismi Urbigeriani
Uxkull, Woldemar von – Die Einweihung im alten Ägypten
Vatsyayana – Das Kamasutram
Vehlow, Johannes – Band I – Die Weltanschauung der Astrologie
Vehlow, Johannes – Band II – Die Technik der Horoskopberechnung


Vehlow, Johannes – Band II – Zusatz – Berechnungsblatt

Vehlow, Johannes – Band II – Zusatz – Tafel zur Kräftebestimmung
Vehlow, Johannes – Band II – Zusatz – Wertebestimmungstabelle Vehlow, Johannes – Band III – Die Analyse der astrologischen Elemente
Vehlow, Johannes – Band IV – Die systematische Deutung des Horoskops
Vehlow, Johannes – Band IX 1 – Parerga paralipomena – zur Konstellationenlehre
Vehlow, Johannes – Band IX 2 – Parerga paralipomena – zur Konstellationenlehre
Vehlow, Johannes – Band VI – Transite und Hilfshoroskope. Die Revolutionen
Vehlow, Johannes – Band VIII – Die Konstellationenlehre
Vehlow, Johannes – Kalender 1952 – Häuserproblem
Vehlow, Johannes – Kalender 1952 – Krankheit und Charakter
Walter E. Butler – Das ist Magie
Walter E. Butler – Kleine Schule der Magie
Warneck, Igor – Der Runenbrieflehrgang 1. Lehrbrief
Warneck, Igor – Der Runenbrieflehrgang 2. Lehrbrief
Warneck, Igor – Der Runenbrieflehrgang 3. Lehrbrief
Warneck, Igor – Der Runenbrieflehrgang 4. Lehrbrief
Weidinger, Erich – Die Apokryphen – Verborgene Bücher der Bibel
Weinfurter, Karl – Der Königsweg
Weinfurter, Karl – Lehrbuch des magischen Denkens
Weinfurter, Karl – Mystische Fibel
Weinreb, Friedrich – Kabbala im Traumleben des Menschen
Weitbrecht, Wolf – Orakel der Delphine
Wichmann, Jörg – Der kleine Gott
Wichmann, Jörg – Schutz vor magischen Einflüssen
Widmer, M.& S. – Heilsteine von A-Z
Wilson, Robert Anton – Die Neue Inquisition
Winckelmann, Joachim – Magisches Training
Wittenburg, Bernd von – Schach der Erde
Wolff, Katja – Magie – Kunst des Wollens – Macht des Willens
Wolff, Uwe – Alles über die gefallenen Engel
Wright, Leoline – Der Tod – Was kommt dannach
Yogananda, Paramahansa – Gesetz des Erfolges
Young, Ella – Keltische Mythologie
Ziegler,Gerd – Tarot-Spiegel der Seele
Zimmer, Christopher – Wanderer zwischen den Zeiten
Zion, die Weisen von – Die Protokolle der Weisen von Zion
Zoller, Regina – Nationalsozialismus und Okkultismus – Thule-Gesellschaft (1994)
Zurfluh, Werner – Die Spur der Quader Zurfluh, Werner – Sexualmagie und Dimensionswechsel