Polens Antisemitischer „Karfreitagsbrauch“ sorgt für Aufsehen

Was sich am Karfreitag in der polnischen Stadt Pruchnik abspielte, klingt wie eine Szene aus längst vergangenen Zeiten: Eine „Judas“-Puppe wird durch die Straßen gezerrt, von Erwachsenen und Kindern geschlagen.
Strohpuppe nach vorgegebenem Zeremoniell geschmäht und angezündet.
Ein in der südostpolnischen Kleinstadt Pruchnik begangener, antisemitischer „Karfreitagsbrauch“ hat in polnischen und israelischen Medien für Aufsehen gesorgt. Am Sonntag über Internetportale verbreitete Aufnahmen zeigen, wie eine mit den Worten „Judas 2019“ und „Verräter“ beschriftete Strohpuppe in einem rituellen „Judasgericht“ zunächst auf einem Beleuchtungsmasten aufgehängt wird.

Anschließend wird sie nach einem vorgegebenen Zeremoniell weiter geschmäht. Das Aussehen der Figur entspricht mit krummer Nase, orthodoxer Kopfbedeckung und Haartracht der klischeehaften Judendarstellung, die auch in nationalsozialistischer Zeit von Antisemiten verwendet wurde. Unter dem anfeuernden Johlen zahlreicher Schaulustiger wird diese auf dem Boden liegende „Judas“-Puppe durch Straßen gezerrt, von Erwachsenen und Kindern mit eigens vorbereiteten langen Stöcken geschlagen und schließlich geköpft, angezündet und brennend in einen Bach geworfen. Übung fürs Pogrom. Osterbrauch des „Gerichts über den Verräter Judas“/“Das Hängen von Judas“. Dieses Jahr wurde wieder im ostpolnischen Pruchnik eine Judas-Puppe mit stereotypem Antlitz durch den Ort gezerrt, mit Stöcken verprügelt, aufgeknüpft und angezündet #Antisemitismus

Nach Informationen der „Gazeta Wyborcza“ und der Regionalzeitung „Ekspres Jaroslawski“, die die Veranstaltung filmte, soll es sich bei dem „Judasgericht“ um einen schon im 18. Jahrhundert verbreiteten Brauch handeln. Dabei werde Judas für seinen in der Bibel beschriebenen Verrat an Jesus „bestraft“. Wegen seiner aggressiv antisemitischen Ausrichtung habe die katholische Kirche den Brauch inzwischen untersagt, berichtete die Regionalzeitung. Ihr Reporter habe nicht herausfinden können, von wem die Initiative stammte, die Veranstaltung zehn Jahre nach der letzten Durchführung 2009 nun wieder aufleben zu lassen.

ergänzend

Wußten Sie, …

· daß am 05. November 1916 Deutschland Geburtshilfe leistete bei der Gründung eines selbständigen Polen (nach 120 Jahren)? Aus „Dankbarkeit“ besetzte Polen schon ab November 1918 die deutsche Provinz Posen und Westpreußen bis hoch zur Ostseehalbinsel Hela. Es entstand der sog. „Polnische Korridor“.

· daß Polen 1918 die ersten europäischen KZs gründete (Bereza Kartuska bei Brest, sowie Kalisz-Szczypiorno) und daß es ab 1944 für Deutsche im altpolnischen und im Oder-Neiße-Gebiet 1.256 (sic!) polnische Konzentrationslager gab?

· daß Polen seit 1918 alle Hebel ansetzte, die zu 97 Prozent von Deutschen bewohnte Stadt Danzig zu annektieren? Und im Sommer 1939 in Danzig zunehmend provozierte, die Wirtschaft strangulierte und die Deutschen terrorisierte?

· daß Polen mit keinem seiner Nachbarn in Frieden lebte?

· daß die Hansestadt Danzig am 15. November 1920 nach dem Beschluß der Siegermächte ohne Volksabstimmung vom Deutschen Reich getrennt worden ist und daß die Bürger Danzigs die deutsche Staatsbürgerschaft verloren haben.

· daß Polen ab 1920 schwere Menschenrechtsverletzungen an den 11 Millionen Menschen der nichtpolnischen Minderheiten (Deutsche, Juden, Ukrainer, Weißrussen) im Vielvölkerstaat begangen hat?

· daß man in Posen 1921 auf Plakaten und Flugblättern lesen konnte: Jetzt kommt ihr alle dran… alle Ärzte, Pastoren, Rechtsanwälte, Domänenpächter, Ansiedler, Besitzer aller Art, wer „Wer noch im Juli 1921 da ist von dem deutschen Gesindel, wird ohne Ausnahme niedergemacht.Deutscher oder Jude ist.“

· daß am 10. April 1923 der polnische Ministerpräsident Sikorski feststellte, daß „die deutsche Gefahr“ nicht eher beseitigt sei, als bis alles deutsche Land in polnische Hände übergegangen sei?

· daß am 09. Oktober 1925 in der GAZETA GDANSKA zu lesen war: „Polen muß darauf bestehen, daß es ohne Königsberg, ohne ganz Ostpreußen nicht existieren kann. Wir müssen jetzt in Locarno fordern, daß ganz Ostpreußen liquidiert wird

· daß 1930 die Pilsudski-nahe Zeitschrift MOCARSTWOWIEC schrieb: „Wir sind uns bewußt, daß Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen. Es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein. Wir werden die ganze Welt mit unserem Krieg gegen Deutschland überraschen.“

· daß am 14. Dezember 1931 der englische MANCHESTER GUARDIAN die polnische Nationalitätenpolitik als eine „Hölle“ beschreibt?

· daß in „Nation“, einer der bedeutendsten Zeitschriften der USA, am 02. April 1938 William Zuckermann (selbst Jude) schrieb: „In den letzten Jahren haben die Juden in Polen beinahe ständige körperliche Angriffe und Pogrome erdulden müssen…Dieser Ausbruch antisemitischer Bestialität findet nicht seinesgleichen in Europa, nicht einmal im Nazideutschland…“

· daß am 15. Juni 1932 Lord Noel-Buxton berichtet hat? …„.Aus dem Korridor und aus Posen sind bereits nicht weniger als 1 Million Deutsche seit der Annexion abgewandert, weil sie die Bedingungen dort unerträglich finden.“

· daß Polen unter Pilsudski ab Februar 1933(!) drei Versuche unternahm, Frankreich zu einem gemeinsam Angriffskrieg gegen Deutschland zu bewegen.

· daß Polen Ausschreitungen gegen Deutsche ab Mai 1939 erneut forcierte? Auf dem Lande wurden deutsche Höfe in großer Zahl von Polen angezündet, die Bauern weggetrieben, Menschen in den Städten verprügelt, in Einzelfällen totgeschlagen.

· daß am 13./14. Mai 1939 in Tomaschow (42.000 EW) die Polen alle 3.000 Volksdeutschen aus den Fabriken, deutschen Geschäften und Handelsbetrieben jagten und ihre Wohnungen demolierten.

· daß die polnische Wochenzeitschrift NAROD W WALCE (Volk im Krieg) am 20. Juli 1939 forderte: „Danzig muß polnisch bleiben und Deutschland muß gezwungen werden, den ostpreußischen Raum ohne Bevölkerung an Polen abzutreten.“

· daß die Deutsche Reichsregierung im Sommer 1939 Auffanglager einrichten muß, um des Stromes deutscher Flüchtlinge aus Polen Herr zu werden?

· daß auf die Teilmobilmachung am 30.08.1939 die Generalmobilmachung folgte, was damals einer Kriegserklärung gleichkam (Polen hatte 270.000 Mann unter Waffen, Deutschland 100.000 !!!).

· daß in der heutigen Zeit die Polen bei der Aufrechnung ihrer Opferzahlen die von ihnen um Haus, Hof und Leben gebrachten vertriebenen Ostdeutschen hinzuzählen?

Eine juristische und moralische Aufarbeitung dieser Jahre vor dem zweiten Weltkrieg hat es bis heute nicht gegeben. Es darf nicht verschwiegen werden, was von 1918 bis 1939 in und durch Polen geschehen ist. Der Wille zur Vertreibung hat in Polen lange vor Hitler begonnen. Nach dem Völkerrecht ist Vertreibung verboten. Dieses Verbrechen wurde von den Polen begangen. Sie waren die Täter, da führt kein Weg vorbei.

Im April 1950 stellte Senator William Langer vor dem US-Senat fest: ”Die Massenvertreibung ist eines der größten Verbrechen, an welchem wir direkt Anteil haben… In der gesamten Geschichte findet sich nirgends ein so scheußliches Verbrechen aufgezeichnet wie in den Berichten über die Begebenheiten in Ost- und Mitteleuropa.

Schon 15 bis 20 Millionen wurden von den Stätten ihrer Vorfahren entwurzelt, in die Qual einer lebendigen Hölle geworfen oder wie Vieh über die Verwüstungen Osteuropas getrieben. Frauen und Kinder, Alte und Hilflose, Unschuldige und Schuldige wurden Greueltaten ausgesetzt, die noch von niemandem übertroffen wurden.”

Polnische Konzentrationslager

Bildquelle: Metapedia

Polnische Konzentrationslager sind Konzentrationslager, die vom polnischen Staat errichtet wurden, meist in den von Polen eroberten oder besetzten Gebieten. Dazu gehören auch die nach 1945 auf deutschem Reichsgebiet östlich von Oder und Neiße durch Polen errichteten Lager. Laut dem Deutschen Bundesarchiv sollen insgesamt 1.255 polnische Konzentrationslager existiert haben. Die ersten Konzentrationslager in Europa wurden nach Gründung des polnischen Staates im ehemaligen deutschen Posener Gebiet von Polen für Deutsche errichtet. Diese Tatsache wird heute gerne verschwiegen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in Polen in den vorher – bis 1918 – zum Deutschen Reich gehörenden Gebieten das ehemalige deutsche Kriegsgefangenenlager Szczypiorno vom polnischen Staat als Internierungslager für die in ihrer Heimat verbliebene deutsche Zivilbevölkerung weitergenutzt, ebenso das Lager im Kernwerk Posen. Es kam dort zu schwersten Menschenrechtsverletzungen, Morden und unmenschlichen Quälereien (Folter), wie sie für Konzentrationslager kennzeichnend sind. Allein in Szczypiorno waren etwa 1500 Zivilisten im Alter von 13 bis 70 Jahren inhaftiert. Nach 1926 wurden weitere Lager eingerichtet, nicht nur für Deutsche, sondern auch für Ukrainer und andere Minderheiten in Polen sowie für polnische Oppositionelle, die Lager Bereza-Kartuska und Brest-Litowsk. Über die Zahl der dort Inhaftierten und Ermordeten wurden offizielle Zahlen nicht bekanntgegeben. Von Anfang bis September des Jahres 1939 kamen weitere Lager für Deutsche hinzu, u.a. in Chodzen. Es kam in diesem Zeitraum zu einer gesteigerten Anzahl von Massenverhaftungen und Pogromen an der deutschen Bevölkerung, die zur Flucht von Zehntausenden führte. Aus 1131 Ortschaften in Posen und Pommerellen kam es zu Verschleppungsmärschen in Lager. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es im Zuge der Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung aus den Gebieten des Deutschen Reiches, die damals unter polnische Verwaltung gestellt wurden und seitdem zu Polen gehören, zur Errichtung von 1255 Konzentrationslagern mit einer Sterblichkeitsrate von 20 bis 50 %, z.B. in Tost (Toszek), Lamsdorf , Potulice, Schwientochlowitz . Tost stand allerdings nicht unter polnischem Oberkommando, sondern war ein Lager des sowjetischen NKWD . In den Lagern wurden Misshandlungen, exzessive Grausamkeiten und planmäßige Morde verübt. Besonders bekannt wurden die Fälle der Lagerkommandanten Lola Potok, Czesław Gęborski und Salomon Morel ( KZ Zgoda ). Der in jüngster Zeit ergangene Auslieferungsantrag des polnischen Staates bezüglich Morels an Israel als dessen jetzigem Aufenthaltsort wurde abschlägig beschieden, da Israel auch Staatsbürger, die der Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschuldigt werden, nicht an andere Staaten ausliefert.

Opfer

Zu nennen ist hier auch das Lager für Ukrainer, Polen und Deutsche in Jaworzno. Tausende Insassen mussten in schlesischen Gruben arbeiten, wo viele starben. Bei den Inhaftierten handelte es sich nicht um NS-Täter, sondern um deutsche Wohnbevölkerung, die 1945 nicht schnell genug hatte fliehen können. Inhaftierungsgrund war nicht irgendeine persönliche Täterschaft, sondern die deutsche Nationalität oder Sprache. Die Bevölkerung ganzer Dörfer – vom Säugling bis zum Greis – wurde in Lager verschleppt, dort ermordet oder vorsätzlich dem Hungertod ausgesetzt. Dabei spielte auch die etwaige polnische Staatsangehörigkeit, die manche hatten, keine Rolle. Belegt ist die Zahl von mindestens 60.000-80.000 Menschen, die in diesen Lagern der Nachkriegszeit ums Leben kamen.

Orte des Grauens

Lager bestanden beispielsweise in Gronowo, Grottkau, Güstrow, Hohensalza, Jaworzno, Kaltwasser, Kruschwitz, Kulm, Lamsdorf, Lands-berg/Warthe, Langenau, Leobschütz, Lissa, Petrikau, Potulice, Schwetz und Zgoda, viele davon mit gefürchteten Nebenlagern. Dazu kommen die anderen Einrichtungen, die keinem anderen Zweck dienten, als die Deutschen zu konzentrieren und nach Möglichkeit zu dezimieren, also auch die mit Deutschen überfüllten Zuchthäuser und Gefängnisse. Außerdem zählen dazu die anderen als Marterstätten zweckentfremdeten Gebäude, darunter sogar Gotteshäuser. [1] Augenzeugenbericht

Aus einer Schilderung der Frau R. S. aus Bromberg vom 31. März 1948 über das polnische KL Langenau: „Am 26. April 1945 übernahm Langenau das Lager Kaltwasser, gelegen bei Bromberg (…) und am 1. Juni 1945 das Lager Hohensalza, mit letzterem auch den Platzkommandanten Wladyslaw Dopierala, genannt der Schrecken des Lagers. Ganz besondere Erziehungsmaßnahmen brachte er mit sich. Nur zu häufig erzählte er uns persönlich, wie viele Deutsche er umgelegt hätte. Dann waren im Lager Hohensalza provisorisch angefertigte Särge in zwei Reihen aufgestellt worden, hier hinein mußten sich die Menschen legen, er ging die Reihen durch und gab ihnen den Genickschuß. Das war das Ende vieler.

Liste von polnischen Konzentrationslagern (Auswahl)

Nach 1918

weitere Lager, die nach dem polnischen Angriffskrieg auf die Sowjetunion ab 1920 errichtet wurden:

  • Bereza Kartuska (Galizien), errichtet 1926
  • Brest Litowsk, errichtet ebenfalls 1926.

Nach 1939

Nach 1945

  • Potulice bei Bromberg in Westpreußen (wurde erst 1949/50 aufgelöst)
  • KZ Lamsdorf in Lamsdorf bei Falkenbergin (Oberschlesien) / (In diesem KZ wurden allein 6.048 Volksdeutsche in den Jahren 1945/46 von den Polen ermordet)
  • Tost bei Gleiwitz in Oberschlesien
  • Myslowitz in Oberschlesien
  • Granowo bei Lissa
  • Sikawa bei Lodz
  • Jaworzno bei Tschenstochau
  • Quellengrund(Oberschlesien)
  • Kreuzburg (Oberschlesien)
  • KZ Zgoda, deutscher Name Eintrachthütte bei Schwientochlowitz

Denkmal für deutsche Opfer

Gegen dieses Denkmal gab es viel Widerstand. In der westpolnischen Stadt Aleksandrow Kujawski erinnert ein fünf Meter hohes Metallkreuz an die deutschen Opfer polnischer Unterdrückung nach dem Einmarsch der Roten Armee 1945. Er habe das Mahnmal gegen alle Bedenken von polnischen Politikern durchgesetzt, sagte Bürgermeister Andrzej Ciesla. – In der Stadt waren im Januar 1945 rund 1000 Deutsche inhaftiert worden. Nach Angaben von Ciesla wurden rund 70 von ihnen ermordet.[2]

Wikipedia

In der deutschsprachigen Wikipedia wird wie folgt informiert: Es finden sich keine Artikel zu Szcypiorno oder anderen berüchtigten Lagern der Polen. Tippt man dort den Begriff „Konzentrationslager“ ein, so erfährt man in diesem Artikel lediglich alle Details über die Konzentrationslager während der NS-Zeit. In einem anderen Artikel, der sich allgemein mit Konzentrationslager beschäftigt, werden zwar alle möglichen Lager in Nord- und Südamerika, Asien oder Jugoslawien genannt, von polnischen KZs ist jedoch auch hier nicht die Rede. Der belegte Eintrag wurde einfach gelöscht. Zitate

  • „Die Tschechen haben tausendmal weniger und die Polen hundertmal weniger erlitten im Vergleich zu dem, was sie in den letzten beiden Generationen den Deutschen zugefügt haben.“ Prof. David L. Hoggan, US-amerikanischer Geschichtswissenschaftler

Siehe auch

Literatur

  • Heinz Esser: Die Hölle von Lamsdorf, Dokumentation über ein polnisches Vernichtungslager, Verlag: Laumann Druck GmbH + Co., ISBN-13: 978-3899600001
  • Sepp Jendryschik – Zgoda. Eine Station auf dem schlesischen Leidensweg, Verlag für ganzheitliche Forschung, ISBN 3-927933-67-8
  • Witold Stankowski: Lager für Deutsche in Polen, am Beispiel Pommerellen/ Westpreußen (1945 – 1950)
  • Zivilverschollenenliste des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes, Band III, 1962/1963 Deutsches Bundesarchiv, Koblenz: Dokumentation der Vertreibungsverbrechen;
  • Bundesministerium für Vertriebene: Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, Bonn 1953-1962; Zentralstelle des Kirchlichen Suchdienstes: Gesamterhebung zur Klärung des Schicksals der deutschen Bevölkerung in den Vertreibungsgebieten, München 1965
  • Eugen Georg Schwarz Vertreibungsverbrechen in: Franz W. Seidler/ Alfred M. de Zayas (Hrsg.), Kriegsverbrechen in Europa und im Nahen Osten im 20. Jahrhundert, Mittler Verlag, Hamburg Berlin Bonn, 2002, ISBN 3813207021
  • Helga Hirsch Die Rache der “Opfer”. Deutsche in polnischen Lagern 1944 – 1950, Rowohlt rororo, 1998
  • Wolfgang Benz / Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. München 2007, ISBN 3-406-52965-8, S. 215
  • Thomas Urban Der Verlust. Die Vertreibung der Deutschen und Polen im 20. Jahrhundert, Verlag C. H. Beck, München 2004, ISBN 3406541569

Verweise

Einzelnachweise

  1. ^ Verbrecher-Album der Sieger, S.53
  2. ^ Deutschlandradio Kultur – Denkmal für deutsche Opfer enthüllt 25.8.2008

Von „http://de.metapedia.org/wiki/Polnisc…ntrationslager“ = Original…. gefunden bei: http://sommers-sonntag.de/?p=6570

Polen und die Fälschungen seiner Geschichte

Polnische Konzentrationslager

Warum werden in Deutschland die Verbrechen an den Deutschen und deutschen Juden verschwiegen? Die ersten Konzentrationslagern wurden nach der Gründung (1919) des polnischen Staates im ehemaligen deutschen Posener Gebiet von Polen für Deutsche gebaut. Diese Tatsache wird gerne verschwiegen. Es wurden in polnischen KZ Deutsche und deutsche Juden, die gegen den Gründungsakt des Massenmörder-Staat Israels waren eliminiert. Warum werden die Lager, in denen die Polen die Deutschen gefoltert, missbraucht, geschlagen und ermordet haben, nicht auch für die Nachwelt erhalten und als Gedenkstätte ausgestattet? Fragen über Fragen. Nach Aktenlage soll Polen nur die Ostdeutschen Gebiete während der Besatzung verwalten. Von Übergabe oder In-Besitznahme war nie die Rede. Und die Rückforderung der Vertriebenen mit der deutschen (halben) Wiedervereinigung zu erpressen ist die größte Schande, die die BRD je über uns und unsere Vorväter gebracht hat. Und die selben Leute bauen sie heute noch in Israel für Andersartige.

Im Jahre 1940 lebten über 16 Millionen Deutsche in angestammten deutschen Siedlungsgebieten östlich der Grenzen, der beiden gegenwärtigen deutschen Staaten, Republik Österreich und Bundesrepublik Deutschland. Mit den Anrücken der sowjetischen Roten Armee und ihrer Verbündeten, darunter auch Partisanen und Exilverbände, flüchteten ab 1944 erste Deutsche aus den östlichen Gebieten Ostdeutschlands, sowie aus den deutschen Siedlungsgebieten in Rumänien, Ungarn und Jugoslawien. Die Flucht intensivierte sich ab Januar 1945 deutlich, nach weiteren Offensiven der Sowjetunion. Ab Anfang Mai 1945 waren alle deutschen Siedlungsgebiete und Provinzen im Osten besetzt.
Nun begann eine systemmatische, aber auch wilde Vertreibung aller Deutschen, die nicht geflohen waren, oder bei Kampfhandlungen und Kriegsverbrechen der UdSSR und Freischärler zu Tode gekommen waren.
Die wilden und dann die systematischen Vertreibungen setzten im Frühjahr 1945 ein und liefen bis etwa 1949 fort.

 

Polnische Konzentrationslager sind Konzentrationslager, die vom polnischen Staat errichtet wurden, meist in den von Polen eroberten oder besetzten Gebieten. Dazu gehören auch die nach 1945 auf deutschem Reichsgebiet östlich von Oder und Neiße durch Polen errichteten Lager. Laut dem Deutschen Bundesarchiv sollen insgesamt 1.255 polnische Konzentrationslager existiert haben. Die ersten Konzentrationslager in Europa wurden nach Gründung des polnischen Staates im ehemaligen deutschen Posener Gebiet von Polen für Deutsche errichtet. Diese Tatsache wird heute gerne verschwiegen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in Polen in den vorher – bis 1918 – zum Deutschen Reich gehörenden Gebieten das ehemalige deutsche Kriegsgefangenenlager Szczypiorno vom polnischen Staat als Internierungslager für die in ihrer Heimat verbliebene deutsche Zivilbevölkerung weitergenutzt, ebenso das Lager im Kernwerk Posen. Es kam dort zu schwersten Menschenrechtsverletzungen, Morden und unmenschlichen Quälereien (Folter), wie sie für Konzentrationslager kennzeichnend sind. Allein in Szczypiorno waren etwa 1500 Zivilisten im Alter von 13 bis 70 Jahren inhaftiert. Nach 1926 wurden weitere Lager eingerichtet, nicht nur für Deutsche, sondern auch für Ukrainer und andere Minderheiten in Polen sowie für polnische Oppositionelle, die Lager Bereza-Kartuska und Brest-Litowsk. Über die Zahl der dort Inhaftierten und Ermordeten wurden offizielle Zahlen nicht bekanntgegeben. Von Anfang bis September des Jahres 1939 kamen weitere Lager für Deutsche hinzu, u.a. in Chodzen. Es kam in diesem Zeitraum zu einer gesteigerten Anzahl von Massenverhaftungen und Pogromen an der deutschen Bevölkerung, die zur Flucht von Zehntausenden führte. Aus 1131 Ortschaften in Posen und Pommerellen kam es zu Verschleppungsmärschen in Lager. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es im Zuge der Vertreibung der deutschen Zivilbevölkerung aus den Gebieten des Deutschen Reiches, die damals unter polnische Verwaltung gestellt wurden und seitdem zu Polen gehören, zur Errichtung von 1255 Konzentrationslagern mit einer Sterblichkeitsrate von 20 bis 50 %, z.B. in Tost (Toszek), Lamsdorf , Potulice, Schwientochlowitz . Tost stand allerdings nicht unter polnischem Oberkommando, sondern war ein Lager des sowjetischen NKWD . In den Lagern wurden Misshandlungen, exzessive Grausamkeiten und planmäßige Morde verübt. Besonders bekannt wurden die Fälle der Lagerkommandanten Lola Potok, Czesław Gęborski und Salomon Morel ( KZ Zgoda ). Der in jüngster Zeit ergangene Auslieferungsantrag des polnischen Staates bezüglich Morels an Israel als dessen jetzigem Aufenthaltsort wurde abschlägig beschieden, da Israel auch Staatsbürger, die der Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschuldigt werden, nicht an andere Staaten ausliefert.

Opfer

Zu nennen ist hier auch das Lager für Ukrainer, Polen und Deutsche in Jaworzno. Tausende Insassen mussten in schlesischen Gruben arbeiten, wo viele starben. Bei den Inhaftierten handelte es sich nicht um NS-Täter, sondern um deutsche Wohnbevölkerung, die 1945 nicht schnell genug hatte fliehen können. Inhaftierungsgrund war nicht irgendeine persönliche Täterschaft, sondern die deutsche Nationalität oder Sprache. Die Bevölkerung ganzer Dörfer – vom Säugling bis zum Greis – wurde in Lager verschleppt, dort ermordet oder vorsätzlich dem Hungertod ausgesetzt. Dabei spielte auch die etwaige polnische Staatsangehörigkeit, die manche hatten, keine Rolle. Belegt ist die Zahl von mindestens 60.000-80.000 Menschen, die in diesen Lagern der Nachkriegszeit ums Leben kamen.

Orte des Grauens

Lager bestanden beispielsweise in Gronowo, Grottkau, Güstrow, Hohensalza, Jaworzno, Kaltwasser, Kruschwitz, Kulm, Lamsdorf, Lands-berg/Warthe, Langenau, Leobschütz, Lissa, Petrikau, Potulice, Schwetz und Zgoda, viele davon mit gefürchteten Nebenlagern. Dazu kommen die anderen Einrichtungen, die keinem anderen Zweck dienten, als die Deutschen zu konzentrieren und nach Möglichkeit zu dezimieren, also auch die mit Deutschen überfüllten Zuchthäuser und Gefängnisse. Außerdem zählen dazu die anderen als Marterstätten zweckentfremdeten Gebäude, darunter sogar Gotteshäuser. [1] Augenzeugenbericht

Aus einer Schilderung der Frau R. S. aus Bromberg vom 31. März 1948 über das polnische KL Langenau: „Am 26. April 1945 übernahm Langenau das Lager Kaltwasser, gelegen bei Bromberg (…) und am 1. Juni 1945 das Lager Hohensalza, mit letzterem auch den Platzkommandanten Wladyslaw Dopierala, genannt der Schrecken des Lagers. Ganz besondere Erziehungsmaßnahmen brachte er mit sich. Nur zu häufig erzählte er uns persönlich, wie viele Deutsche er umgelegt hätte. Dann waren im Lager Hohensalza provisorisch angefertigte Särge in zwei Reihen aufgestellt worden, hier hinein mußten sich die Menschen legen, er ging die Reihen durch und gab ihnen den Genickschuß. Das war das Ende vieler.

Liste von polnischen Konzentrationslagern (Auswahl)

Nach 1918

weitere Lager, die nach dem polnischen Angriffskrieg auf die Sowjetunion ab 1920 errichtet wurden:

  • Bereza Kartuska (Galizien), errichtet 1926
  • Brest Litowsk, errichtet ebenfalls 1926.

Nach 1939

Nach 1945

  • Potulice bei Bromberg in Westpreußen (wurde erst 1949/50 aufgelöst)
  • KZ Lamsdorf in Lamsdorf bei Falkenbergin (Oberschlesien) / (In diesem KZ wurden allein 6.048 Volksdeutsche in den Jahren 1945/46 von den Polen ermordet)
  • Tost bei Gleiwitz in Oberschlesien
  • Myslowitz in Oberschlesien
  • Granowo bei Lissa
  • Sikawa bei Lodz
  • Jaworzno bei Tschenstochau
  • Quellengrund(Oberschlesien)
  • Kreuzburg (Oberschlesien)
  • KZ Zgoda, deutscher Name Eintrachthütte bei Schwientochlowitz

Denkmal für deutsche Opfer

Gegen dieses Denkmal gab es viel Widerstand. In der westpolnischen Stadt Aleksandrow Kujawski erinnert ein fünf Meter hohes Metallkreuz an die deutschen Opfer polnischer Unterdrückung nach dem Einmarsch der Roten Armee 1945. Er habe das Mahnmal gegen alle Bedenken von polnischen Politikern durchgesetzt, sagte Bürgermeister Andrzej Ciesla. – In der Stadt waren im Januar 1945 rund 1000 Deutsche inhaftiert worden. Nach Angaben von Ciesla wurden rund 70 von ihnen ermordet.“ [2]

Wikipedia

In der deutschsprachigen Wikipedia wird wie folgt informiert: Es finden sich keine Artikel zu Szcypiorno oder anderen berüchtigten Lagern der Polen. Tippt man dort den Begriff „Konzentrationslager“ ein, so erfährt man in diesem Artikel lediglich alle Details über die Konzentrationslager während der NS-Zeit. In einem anderen Artikel, der sich allgemein mit Konzentrationslager beschäftigt, werden zwar alle möglichen Lager in Nord- und Südamerika, Asien oder Jugoslawien genannt, von polnischen KZs ist jedoch auch hier nicht die Rede. Der belegte Eintrag wurde einfach gelöscht. Zitate

  • „Die Tschechen haben tausendmal weniger und die Polen hundertmal weniger erlitten im Vergleich zu dem, was sie in den letzten beiden Generationen den Deutschen zugefügt haben.“ Prof. David L. Hoggan, US-amerikanischer Geschichtswissenschaftler

Siehe auch

Literatur

  • Heinz Esser: Die Hölle von Lamsdorf, Dokumentation über ein polnisches Vernichtungslager, Verlag: Laumann Druck GmbH + Co., ISBN-13: 978-3899600001
  • Sepp Jendryschik – Zgoda. Eine Station auf dem schlesischen Leidensweg, Verlag für ganzheitliche Forschung, ISBN 3-927933-67-8
  • Witold Stankowski: Lager für Deutsche in Polen, am Beispiel Pommerellen/ Westpreußen (1945 – 1950)
  • Zivilverschollenenliste des Suchdienstes des Deutschen Roten Kreuzes, Band III, 1962/1963 Deutsches Bundesarchiv, Koblenz: Dokumentation der Vertreibungsverbrechen;
  • Bundesministerium für Vertriebene: Dokumentation der Vertreibung der Deutschen aus Ost-Mitteleuropa, Bonn 1953-1962; Zentralstelle des Kirchlichen Suchdienstes: Gesamterhebung zur Klärung des Schicksals der deutschen Bevölkerung in den Vertreibungsgebieten, München 1965
  • Eugen Georg Schwarz Vertreibungsverbrechen in: Franz W. Seidler/ Alfred M. de Zayas (Hrsg.), Kriegsverbrechen in Europa und im Nahen Osten im 20. Jahrhundert, Mittler Verlag, Hamburg Berlin Bonn, 2002, ISBN 3813207021
  • Helga Hirsch Die Rache der “Opfer”. Deutsche in polnischen Lagern 1944 – 1950, Rowohlt rororo, 1998
  • Wolfgang Benz / Barbara Distel (Hrsg.): Der Ort des Terrors. München 2007, ISBN 3-406-52965-8, S. 215
  • Thomas Urban Der Verlust. Die Vertreibung der Deutschen und Polen im 20. Jahrhundert, Verlag C. H. Beck, München 2004, ISBN 3406541569

Verweise

Einzelnachweise

  1. ^ Verbrecher-Album der Sieger, S.53
  2. ^ Deutschlandradio Kultur – Denkmal für deutsche Opfer enthüllt 25.8.2008

Von „http://de.metapedia.org/wiki/Polnisc…ntrationslager“ = Original…. gefunden bei: http://sommers-sonntag.de/?p=6570

Polens Antisemitischer „Karfreitagsbrauch“ sorgt für Aufsehen

Was sich am Karfreitag in der polnischen Stadt Pruchnik abspielte, klingt wie eine Szene aus längst vergangenen Zeiten: Eine „Judas“-Puppe wird durch die Straßen gezerrt, von Erwachsenen und Kindern geschlagen.
Strohpuppe nach vorgegebenem Zeremoniell geschmäht und angezündet.
Ein in der südostpolnischen Kleinstadt Pruchnik begangener, antisemitischer „Karfreitagsbrauch“ hat in polnischen und israelischen Medien für Aufsehen gesorgt. Am Sonntag über Internetportale verbreitete Aufnahmen zeigen, wie eine mit den Worten „Judas 2019“ und „Verräter“ beschriftete Strohpuppe in einem rituellen „Judasgericht“ zunächst auf einem Beleuchtungsmasten aufgehängt wird.

Anschließend wird sie nach einem vorgegebenen Zeremoniell weiter geschmäht. Das Aussehen der Figur entspricht mit krummer Nase, orthodoxer Kopfbedeckung und Haartracht der klischeehaften Judendarstellung, die auch in nationalsozialistischer Zeit von Antisemiten verwendet wurde. Unter dem anfeuernden Johlen zahlreicher Schaulustiger wird diese auf dem Boden liegende „Judas“-Puppe durch Straßen gezerrt, von Erwachsenen und Kindern mit eigens vorbereiteten langen Stöcken geschlagen und schließlich geköpft, angezündet und brennend in einen Bach geworfen.Übung fürs Pogrom. Osterbrauch des „Gerichts über den Verräter Judas“/“Das Hängen von Judas“. Dieses Jahr wurde wieder im ostpolnischen Pruchnik eine Judas-Puppe mit stereotypem Antlitz durch den Ort gezerrt, mit Stöcken verprügelt, aufgeknüpft und angezündet #Antisemitismus

Nach Informationen der „Gazeta Wyborcza“ und der Regionalzeitung „Ekspres Jaroslawski“, die die Veranstaltung filmte, soll es sich bei dem „Judasgericht“ um einen schon im 18. Jahrhundert verbreiteten Brauch handeln. Dabei werde Judas für seinen in der Bibel beschriebenen Verrat an Jesus „bestraft“. Wegen seiner aggressiv antisemitischen Ausrichtung habe die katholische Kirche den Brauch inzwischen untersagt, berichtete die Regionalzeitung. Ihr Reporter habe nicht herausfinden können, von wem die Initiative stammte, die Veranstaltung zehn Jahre nach der letzten Durchführung 2009 nun wieder aufleben zu lassen.

Polen und die Fälschungen seiner Geschichte

Polens verschwiegene Lager

 Europas erste KZs

Erfährt man heutzutage etwas über Lager, in denen eine Vielzahl von Menschen interniert war, handelt es sich primär um die von den Nationalsozialisten betriebenen Konzentrationslager zwischen 1933 und 1945. Damit setzt sich in der öffentlichen Wahrnehmung das Bild durch, als seien Konzentrationslager allein ein deutsches Phänomen. Von den ersten englischen Konzentrationslagern im Burenkrieg oder den Konzentrationslagern, in denen die US-Amerikaner in der Zeit des Zweiten Weltkrieges Japaner internierten, erfährt der Geschichtsinteressierte nur beiläufig. Wenn von polnischen Konzentrationslagern die Rede ist, treten zumeist nur die Lager des Jahres 1945 in den Vordergrund. Diesbezüglich wird dann immer wieder die Behauptung aufgestellt, daß es sich dabei um die Folge der NS-Verbrechen handelte. Daß Polen jedoch schon in der Zwischenkriegszeit über Konzentrationslager verfügte, wird von der etablierten Geschichtswissenschaft gern unter den Tisch gekehrt. 

Von Rolf Gradmann

Die ersten polnischen Konzentrationslager wurden ab 1918 errichtet, anfangs um deutschen Widerstand gegen die polnischen Gebietsansprüche zu unterbinden, später vor allem um die Abwanderung der Volksdeutschen zu forcieren. – Nur durch den Einsatz von Freikorps konnte der Verlust größere Gebiete an Polen verhindert und Volksabstimmungen durchgesetzt werden. Im Freikorps Oberland (Bild) kämpften zwei spätere Minister der Regierung Dollfuß in Oberschlesien.

Von diesen Lagern wurden etliche nur wenige Jahre nach Polens Wiederherstellung als Königreich im Jahre 1916 durch die Proklamation Deutschlands und Österreich-Ungarns errichtet, in denen vorwiegend Vertreter der deutschen Minderheit für mehrere Monate interniert wurden.1 Das waren bis dahin die ersten Konzentrationslager auf europäischem Boden.2 Bereits in der polnischen Historiographie der Zwischenkriegszeit versuchte man diese Ereignisse lieber zu verschweigen, wie der polnische Historiker Jerzy Kochanowski in seinem Werk „In polnischer Gefangenschaft“ zugibt.3 Ein Polen, das lange vor dem Nationalsozialismus Konzentrationslager betrieb, ist aus der Perspektive der Zeitgeisthistoriographie volkspädagogisch unerwünscht. Denn mit der Offenlegung dieser Ereignisse wird das verbreitete Bild vom friedfertigen Polen erschüttert. Dennoch gibt es einen reichhaltigen Fundus an Quellen für die nachfolgende Darstellung dieser Lager. So stützen sich die Schilderungen auf zeitgenössische und neuere bis aktuelle Werke, wie beispielsweise Joseph Lamlas „Der Aufstand in Posen“ von 1919, Hermann Rauschnings „Die Entdeutschung Posens und Westpreußens“ von 1930, Hugo Rasmus’ „Schattenjahre von Potulitz 1945. Schicksal in polnischen Internierungslagern“ von 1998 oder Ingo Esers Werk „Volk, Staat, Gott. Die deutsche Minderheit in Polen und ihr Schulwesen 1918–1939“ aus dem Jahre 2010. Neben der Literatur wurden seitens der Verfasser auch zahlreiche Archivalien und Akten gesichtet.

Als Marschall Joseph Pilsudski an die Macht gekommen war, entstanden in Polen erneut Konzentrationslager, zuerst um politische Gegner und Ukrainer zu internieren, später auch Volksdeutsche.Politische Lage nach dem Ersten Weltkrieg in den preußischen Ostprovinzen

Diese Internierungen fanden im Zusammenhang mit den polnischen Gebietsansprüchen bzw. Grenzkämpfen nach dem Ersten Weltkrieg statt.

Im Oktober 1918 erhoben polnische Vertreter wie Roman Dmowski mittels einer Denkschrift beim amerikanischem Präsidenten Wilson Gebietsansprüche auf deutsche Provinzen wie Posen, Westpreußen, Danzig, Ostpreußen, Teile Niederschlesiens und ganz Oberschlesien, da es sich bei diesen angeblich um urpolnisches Land handeln würde.4 Allerdings wollten einige nicht bis zur Entscheidung der Versailler Verhandlungen warten; polnische Aufrührer lösten mit der Ankunft des polnischen Pianisten und Politikers Ignacy Jan Paderewski in Posen bereits am 27. Dezember 1918 einen Aufstand aus.5 Zwar konnte die Einnahme der gesamten Provinz durch die Bildung deutscher Grenzschutzeinheiten vereitelt werden, dennoch gelang es den Polen, den größten Teils der Provinz zu okkupieren, was dann später im „Versailler Vertrag“ formell bestätigt wurde.6 Weiter fielen mit Inkrafttreten des „Friedensvertrages von Versailles“ im Januar 1920, ganz ohne Aufstand, Westpreußen und das ostpreußische Soldau an Polen. Ostpreußen konnte durch das Ergebnis einer Volksabstimmung beim Deutschen Reich verbleiben. Oberschlesien wurde, ähnlich wie Posen, in den Jahren 1919, 1920 und 1921 von Aufständen heimgesucht, da die deutsche Bevölkerung auch dort eine Volksabstimmung durchsetzen konnte. Im März 1921 stimmten knapp 60 Prozent für einen Verbleib Oberschlesiens beim Deutschen Reich. Auf Beschluß des Völkerbundes vom 10. Oktober 1921 fielen dann aber kleinere, dichter besiedelte Teile Oberschlesiens (Ostoberschlesien) und mit ihnen der Großteil des oberschlesischen Industriegebiets und der wirtschaftlich wichtigen Bergbauregionen an Polen. In diesen Teilen bestand insgesamt eine 60-%-Mehrheit für Polen.

Nach der Abtretung der Provinzen Posen und Westpreußen setzten wenig später die Masseninternierungen von Volksdeutschen in polnische Lager ein. Ob Volksdeutsche auch aus Ostoberschlesien in Internierungslager verbracht worden sind, geben die gesichteten Akten und Werke nicht preis. In Posen jedenfalls begannen die Internierungen unmittelbar nach Beginn des Aufstandes.

Gründe für die Internierungen

Zu Beginn dieser Maßnahmen ist man zunächst davon ausgegangen, daß die Internierungen der Gebietssicherung dienen sollten. Da aber in etlichen Quellen erkennbar ist, daß die Internierungen noch bis mindestens Ende 1920 anhielten, zu einem Zeitpunkt also, als der Versailler Vertrag längst ratifiziert worden war, neigt man dazu, jenen Stimmen recht zu geben, die behaupten, daß diese Maßnahmen in Wirklichkeit die Abwanderung der Deutschen forcieren sollten. Zwar wurden die Internierten in dieser Zeit oftmals der Insurgententätigkeit bezichtigt, diese Anschuldigungen erwiesen sich jedoch als haltlos.7 Ein Beispiel für diese Deutung der Ereignisse sind die Vorgänge in Koschmin, wo Deutschen 1921 von polnischen Demonstranten nahegelegt wurde, daß sie besser in kürzester Zeit auswandern sollten, wenn sie nicht interniert werden wollten. Zuvor hatten die Demonstranten deutsche Besitzer unter den Augen der polnischen Polizei nachts aus den Häusern geholt und entweder in einem Gasthof oder einer Kirche versammelt.8 Andere wurde bis zu ihrer Entlassung noch nicht einmal ein Grund für ihre Internierung genannt.9 Aussagen zufolge wurde Hab und Gut der Internierten während ihrer Internierung enteignet und an Polen veräußert.10

Aufgrund dieser Repressalien setzte nach den ersten Masseninternierungen eine beachtliche Abwanderung aus Posen ein.11 Gleiche Maßnahmen wurden nach der Abtretung Westpreußens und des ostpreußischen Soldau auch in den dortigen Gebieten durchgeführt.12 Verstärkte Internierungen fanden auch nach der polnischen Rückeroberung Soldaus während des Sowjetisch-Polnischen Krieges (1919–1921) statt. Als Gründe wurden angegeben, daß sich die Deutschen mit den Russen eingelassen hätten und deshalb des Verrats verdächtig waren. Tatsächlich hatten Volksdeutsche an ihren Häusern schwarz-weiß-rote Fahnen aufgehängt, um den Sowjets zu signalisieren, daß sich dort keine Polen befinden. Dies hatte auch den Zweck, von Plünderungen durch die Sowjets verschont zu bleiben.13

Diese Lager befanden sich in Szczypiorno, Stralkow (Stralkowo), Gnesen, Schrimm, Bialystok, Dombie (Dabie), Kowel, Nowo Georgiewsk und Jablonowo Desweiteren gab es Internierungen in den Festungen Posen und Warschau.14 Im Zusammenhang mit den polnischen Internierungen, die kurz nach dem Ersten Weltkrieg stattfanden, wurde auch bereits der Begriff „Konzentrationslager“ in einer vom Reichsminister Erzberger beauftragten Protestnote, die an Frankreich adressiert war, gebraucht. Dort heißt es: „Die Internierung der Deutschen in Polen soll sich nicht nur auf Männer, sondern sogar auf Frauen erstrecken. […] In Brest-Litowsk, Kowel, Nowo Georgiewsk sind Konzentrationslager hierfür vorbereitet worden.“15

Erneute Internierungen in Konzentrationslagern setzten dann erst wieder vermehrt mit den innenpolitischen Auseinandersetzungen zwischen dem polnischen Ministerpräsident Józef Piłsudski und seinen politischen Widersachern, Anfang der dreißiger Jahre, in Polen ein. Dazu wurden teilweise sogar neue Lager errichtet. Vorerst galten diese Internierungen politisch mißliebigen Personen und Ukrainern. Als sich die deutsch-polnische Krise im Jahre 1939 zuspitzte, traten auch Deutsche wieder in den Fokus der Internierungen.16

Besonders hart traf es die deutsche Bevölkerung wenige Tage nach Ausbruch des deutsch-polnischen Konfliktes. Danach wuchs der Haß auf Deutsche nahezu ins Unendliche, wie unter anderem das Massaker in Bromberg zeigt. Bei diesem Ereignis, das als „Bromberger Blutsonntag“ in die Geschichte einging, verloren mindestens 1.000 Deutsche ihr Leben. In polnische Lager wurden nun Massen von verhafteten Volksdeutschen in Gewaltmärschen überführt. Diese Internierungslager befanden sich etwa in Bereza-Kartuska und Brest-Litowsk. Ein weiteres entstand neben kleineren Lagern 1939 in Chodzen.17

Als „Bromberger Blutsonntag“ ist das Antideutsche Pogrom von … in die Geschichte eingegangen, von der mehr als 1.000 Deutsche durch Mißhandlungen ihr Leben verloren.

 Lager der ersten Jahre polnischer Herrschaft

Da detailreiche Überlieferungen nicht zu allen hier aufgelisteten Lagern recherchiert werden konnten, kann nur zu bestimmten Lagern eine ausführlichere Beschreibung erfolgen.

Die Internierungslager Szczypiorno und Stralkow wurden unmittelbar nach dem Posener Aufstand, Anfang 1919, errichtet. Andere Quellen belegen sogar den Dezember 1918 für den Beginn der Internierungen. Pro Lager waren bis zu 8.000 Deutsche interniert.18 In anderen Überlieferungen werden sogar 9.000 Internierte pro Lager angegeben.19 Unter ihnen befanden sich 13-, 14- und 15jährige Jungen, 60- bis 70jährige Männer sowie mehrere Frauen. Neben den deutschen Zivilisten befanden sich in beiden Lagern auch noch einige Soldaten des deutschen Grenzschutzes, und im Lager Stralkow waren außerdem noch etliche Ukrainer interniert.20 Die Haftbedingungen waren in beiden Lagern menschenunwürdig. Bereits bei der Verlegung in beide Lager waren die Insassen oft Mißhandlungen und Schikanen ausgesetzt. Die Verfrachtung nach Szczypiorno fand beispielsweise mittels Viehwagen statt, und oft wurden die Festgesetzten zu Fuß, ohne Rücksicht auf Alter und Befinden, vom Bahnhof Skalmierschütz nach Szczypiorno überführt.21

Viel schlimmer soll sich die Verlegung nach Stralkow zugetragen haben. So mußten hier gleich bei der Ankunft 240 gefangene Ukrainer ins Spital überführt werden, und 62 Mann hatten dieses Lager wegen Entkräftung und Mißhandlungen lebend erst gar nicht erreicht.22 Bei Ankunft in Szczypiorno wurde den Insassen ihr Eigentum entwendet. Dazu gehörte auch die Kleidung, die gegen wesentlich schlechtere eingetauscht wurde.23 Außerdem wurden die Insassen geohrfeigt oder gar mit dem Gewehrkolben geschlagen. In zwei Fällen soll es, ohne Vorwarnung, zu Erschießungen von Häftlingen gekommen sein, weil sie sich dem Zwischenzaun näherten, der zwei Barackenblöcke voneinander trennte.24 In Stralkow bekamen die Insassen neben Ohrfeigen Hiebe mit aus Telefondraht geflochtenen Peitschen, und in der Nacht wurden die Baracken vom polnischen Wachpersonal mit Gewehrsalven beschossen, wobei pro Nacht durchschnittlich 5–6 Personen verwundet wurden.25 Auch die Unterkünfte beider Lager ließen den Zeugenaussagen zufolge zu wünschen übrig. Die Unterbringung in Szczypiorno soll in primitiven Erdbaracken erfolgt sein. Dabei haben sich 58 Soldaten und Zivilinternierte einen Raum von 12 m Länge und 6 m Breite teilen müssen. In den Wintermonaten herrschte überdies große Kälte, da kein Heizmaterial vorhanden war. Nicht einmal Decken oder Stroh soll den Häftlingen zur Verfügung gestanden haben. Durch diese Zustände starben etliche Häftlinge an Grippe und Lungenentzündung.26 Ebenso fehlten Entlausungseinrichtungen, Küchen und Gebrauchsgegenstände wie Eßgeschirr und Waschschüsseln.

Ähnlich soll es mit der Unterbringung in Stralkow ausgesehen haben. So wird berichtet, daß die Baracken ebenfalls sehr abgenutzt waren. Durch die insgesamt desolaten Zustände traten auch hier die gleichen Krankheiten auf wie in Szczypiorno. Wegen der unzureichenden Hygiene kam es in beiden Lagern zu Erkrankungen an Fleck- und Unterleibstyphus oder Diphtherie. Auch die Verpflegung wird in beiden Lagern als äußerst ungenügend beschrieben. Demzufolge herrschte in Szczypiorno ein Mangel an Wasser, und über das Essen wird ausgesagt, daß es aus Kohlsuppe mit stinkendem Pferdefleisch bestand. Manchmal bekamen die Häftlinge dort auch verschimmeltes Brot.27 In Stralkow erhielten die Insassen nur einmal täglich einen Gerstenbrei mit Fleischstückchen.28

Um diesen unerträglichen Verhältnissen abzuhelfen – was zumindest die Berichte aus Szczypiorno zeigen – spendeten deutsche Gutsbesitzer Stroh, und deutsche nichtinternierte Pastoren sammelten in ihren Gemeinden Lebensmittel, die in Wäschekörben zum Lager gebracht wurden. Allen voran war es dem Pastor Richard Kammel zu verdanken, daß die Internierten mit dem Nötigsten versorgt werden konnten. So ließ er mithilfe des Roten Kreuzes in Eisenbahnwagen Stroh, Decken, und Medikamente in das Lager schaffen und daneben sogar Bücher und Zeitungen. Desweiteren hielt er Gottesdienste ab und konnte durchsetzen, daß auch die internierten Pastoren Gottesdienste feiern durften. Bezüglich der Zustellung von Liebesgaben traten allerdings Schwierigkeiten auf. So wird von Internierten entweder ausgesagt, daß die polnischen Wachmannschaften die Zustellung wochenlang zurückhielten oder die Gaben gänzlich für sich selbst einbehielten.29 Unwürdige Arbeiten gehörten ebenfalls zum Lageralltag. So mußten die Häftlinge Kohlen mit den Händen schaufeln, da nicht einmal Schaufeln vorhanden waren.30

Eine weitere Stätte für Internierungen war die Festung Posen, die auch als „Feste Grolmann“ oder als „Kernwerk“ in die Geschichte einging.31 Auch hier wurden Deutsche bereits mit Beginn des Posener Aufstandes interniert. Vereinzelt wurden diese noch bis mindestens Ende 1920 festgehalten. Wie viele Deutsche insgesamt auf der Festung interniert waren, ließ sich allerdings aus der aktuellen Quellenlage nicht entnehmen. Für manche Festgesetzten diente die Festung mitunter als Übergangslager, bevor sie beispielsweise nach Szczypiorno, Stralkow oder in andere Lager gebracht wurden.32 Die schikanöse Behandlung der Häftlinge setzte auch hier bereits mit der Ankunft an. So wurden sie bis aufs Hemd entkleidet. Für ihre gute Kleidung erhielten sie dann im Tausch alte Lumpen. Auch wurden ihnen Geld und andere Wertgegenstände geraubt.33 Die Unterbringung der Gefangenen erfolgte in einer dunklen, naßkalten Zelle des Forts. Berichten zufolge war auch hier die Verpflegung äußerst ungenügend, denn für sechs Personen gab es täglich nur ein Brot, und nur mittags gab es klares Wasser. Auch die körperliche Behandlung erwies sich als brutal. So kam es zum Beispiel zu üblen Mißhandlungen gegenüber dem Gutsbesitzer Haza-Radlitz und sechs auf seinem Grundstück notgelandeten Fliegeroffizieren, was diese allesamt nicht überlebten. Die Wachleute gingen dabei so brutal vor, daß man dem Gutsbesitzer den Mund bis zu den Ohren aufriß und den Schädel zertrümmerte. Dieser Fall wurde zwar vor Gericht gebracht, allerdings wurden die Wachleute freigesprochen, weil sie angeblich von den Gefangenen angegriffen worden waren.34

Eine weitere Überlieferung schildert, daß ein Soldat auf der Festung bereits wegen abfälliger Äußerungen erschossen worden war, und ein anderer Internierter, der nur geäußert habe, daß der Ort Bentschen wieder in deutscher Hand sei, mußte zur Strafe zwei Stunden in Eis und Schnee stehen.35 Weiteren Schilderungen zufolge mußten etliche Insassen auch in Drillichkleidern bei strengem Frost auf einem Garnisonsfriedhof arbeiten. Ebenso hat es, wie im vorangegangenen Lager, Probleme mit der Zustellung von Liebesgaben gegeben, deren Zustellung lange Zeit zurückgehalten wurde.36

Die ehemalige deutsche Infanteriekaserne in Gnesen diente ab 1919 als Internierungsstätte. Auch sie hatte mitunter die Funktion eines Durchgangslagers. Etwa 700 Internierte und Kriegsgefangene waren dort untergebracht.37 Hier erfolgte die Unterbringung in einer Krankenbaracke, in der sich bis zu 84 Menschen einen Raum teilen mußten. Stroh stand ihnen zwar zur Verfügung, allerdings handelte es sich dabei noch um alte Restbestände aus deutscher Zeit.38 Auch Heizmaterial war Mangelware; manchmal erhielten die Insassen tagelang überhaupt keines.39 Mißhandlungen und Schikanen gegenüber den Gefangenen blieben auch hier nicht aus. So belustigten sich die Wachmannschaften daran, daß sie die Insassen sich im kalten Schnee wälzen ließen oder sie dazu nötigten, wie Frösche um die Baracke zu springen. Als weitere Demütigung jagte man sie mit „Sprung auf, Marsch, Marsch!“-Zurufen über den Kasernenhof. Das Treiben auf einer Reitbahn gehörte ebenso dazu. Dabei wurden Häftlinge durch Kolbenstöße dazu gezwungen, über die Bande zu springen.40

Ein weiteres Internierungslager befand sich in Dombie in der Nähe von Krakau. Nach dem Zurückdrängen der russischen Armee aus Soldau während des Polnisch-Sowjetischen Krieges 1920/21 wurden viele Deutsche dort interniert, weil sie des Verrats bezichtigt wurden.41 Aus den Berichten eines internierten deutschen Polizisten und des aus Westpreußen stammenden deutschen Generalkonsuls a. D. Arthur Busse geht hervor, daß auch in diesem Lager Unterbringung und Versorgung untragbar gewesen sind. So wird ausgesagt, daß die Unterbringung in einem Pferdestall ohne Fenster und ohne Heizung stattgefunden hat. Ebenso wird das Essen als völlig unzureichend beschrieben.42 Aus diesen Gründen mußten auch Bedarfsgüter, wie Nahrungsmittel, Decken und Kleidung, auf eigene Kosten ins Lager geschafft werden. Allerdings gab es, im Gegensatz zu den anderen hier beschriebenen Lagern, keine Schwierigkeiten bei der Zustellung der Liebesgaben. Im Gegenteil, die Wachmannschaften zeigten sich hilfsbereit und schleppten die Strohballen selbst ins Lager.43 Wie viele Personen im Lager Dombie insgesamt untergebracht waren, konnte aus der vorhandenen Quellenlage nicht ermittelt werden.

Polnische Lager der dreißiger Jahre

Nachdem die bereits erwähnte faschistische Sanacja-Bewegung – so die Eigenbezeichnung des Regimes in der Zweiten Polnischen Republik unter Józef Piłsudski zwischen 1926 und 1939 – durch den Putsch Piłsudskis wieder an die Spitze Polens gelangt war, entstanden, wie bereits dargelegt, ab 1930 erneut Konzentrationslager. Eines davon befand sich in Brest-Litowsk.44 Im Zusammenhang mit Internierungen taucht dieser Ort in den deutschen Quellen jedoch schon ab 1919 auf.45 Allerdings konnten dazu keine weiterführenden Informationen recherchiert werden, so daß wir uns nur auf die Zeit ab 1930 beschränken können.

Zu Beginn diente dieses Lager der Internierung von politischen Gegnern. Dies änderte sich jedoch mit der Zuspitzung des deutsch-polnischen Konflikts im Jahre 1939. So wurde kurz vor und mit Ausbruch des Krieges eine Vielzahl Deutscher unter anderem in Gewaltmärschen in dieses Lager verschleppt.46 Wie bei den vorangegangenen Lagern spiegeln die Zeitzeugenberichte auch hier eine unmenschliche Behandlung wider. Schilderungen zufolge wurden Insassen in jeder Weise schikaniert und geprügelt. Zum Spaß habe man sie sogar mit Scheinhinrichtungen terrorisiert.47 Je zehn Mann mußten sich eine Zweimannzelle teilen. Auf zwei übereinanderstehenden Pritschen zwängten sich dann je zwei Mann, die restlichen sechs mußten mit dem Fußboden Vorlieb nehmen. Auch Essensration sowie Wasser waren äußerst knapp bemessen.48

Ein weiteres Konzentrationslager der 1930er Jahre war das berüchtigte Lager Bereza-Kartuska. Das 100 Kilometer von Brest-Litowsk gelegene Lager wurde zwar bereits 1926 als Straf- und Erziehungsanstalt in Betrieb genommen. Als Konzentrationslager für politisch Mißliebige und Minderheiten diente es jedoch erst im Jahre 1934.49 Unter den Internierten befanden sich sogar Persönlichkeiten wie der polnische Held Wojciech Korfanty oder der Autor und Journalist Stanislaw Mackiewicz.50 Zur Person Korfanty sei noch kurz erwähnt, daß er führend an den Aufständen in Posen und Schlesien mitgewirkt hat. Ebenso saßen dort etliche Weißrussen, Ukrainer und Juden ein. Mit Beginn des Krieges wurden dann im Zuge von Verschleppungsmärschen auch in diesem Lager massenhaft Deutsche interniert.51 Laut Berichten lag die Behandlung besonders in diesem Lager außerhalb der menschlichen Würde. Der genannte Mackiewicz beschreibt den Lagerkommandanten beispielsweise als krankhaften Sadisten.52 Sobald neue Personen im Lager eintrafen, mußten sie sich, ohne Rücksicht auf Alter und Gebrechen, einem Spießrutenlauf unterziehen. Weiteren Schilderungen zufolge waren Schläge an der Tagesordnung, die von verurteilten Schwerverbrechern ausgeteilt wurden. Darunter haben sich wahre Spezialisten für gezielte Kopf- und Nierenschläge befunden. Außerdem wird berichtet, daß sich der Lagerkommandant mit Vorliebe noch weitere Torturen für die Internierten einfallen ließ. So hätten sie stundenlang ohne Unterbrechung mit erhobenen Händen in der Tiefhocke bleiben und in dieser Position gehen, laufen und Treppen hinauf- und herabsteigen müssen. Dabei sind sie immer wieder geprügelt worden. Desweiteren wurde den Insassen das Sprechen gänzlich verboten.53

Die Unterbringung wird von einstigen Insassen als menschenunwürdig beschrieben. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Pritschen entsprach in keiner Weise der Zahl der Zelleninsassen. Auch wird angegeben, daß andere Zellen wiederum völlig leer waren und die Insassen gezwungen waren, ohne Decken auf dem kalten Betonboden zu schlafen.54 Die Verpflegung wird ähnlich desaströs beschrieben. Neben der Verabreichung einer dünnen Wassersuppe mit Graupen gab es manchmal ungenießbares Brot, und ab den frühen Septembertagen gab es nur mehr einige Löffel klares Wasser am Tag. Von den Insassen, die in Strafzellen einquartiert wurden, haben etliche nicht überlebt. Das gleiche traf auch bei der Einlieferung in das Spital zu. Sogar Ärzte hätten vor einer Verbringung dorthin gewarnt.55 Als mit Kriegsbeginn sämtliche Volksdeutsche über Verschleppungsmärsche nach Bereza-Kartuska gebracht wurden, war das Lager mit ca. 8.000 Insassen überbelegt.56

Das Lager Chodzen wurde 1939 ausschließlich zur Internierung von Deutschen errichtet. Spätestens ab März 1939 erfolgten laufend Verhaftungen von Deutschen, die mitunter in dieses Lager gebracht worden sind. Nach Ausbruch des Krieges setzte auch in diesem Lager eine massenhafte Internierung von Deutschen ein, die, wie im Fall Brest-Litowsk, in Gewaltmärschen dort hingelangten.57 Wie berichtet wird, wurden die bereits seelisch und körperlich strapazierten sowie mißhandelten Personen bei der Ankunft abermals geschlagen. Auch in der übrigen Zeit habe es wiederholt Malträtierungen verschiedenster Art gegeben, wozu auch Mißhandlungen und Ausplünderungen gehörten.58 Bis zum 6. September 1939 waren im Lager Chodzen etwa 4.000 Deutsche interniert.59

Anmerkungen

1 Vgl. A. S. Kotowski, Polens Politik gegenüber seiner deutschen Minderheit 1919–1939, Wiesbaden 1998, S. 44; J. Rogall, Die Deutschen im Posener Land und in Mittelpolen, München 1993, S. 124.

2 H. Rasmus, Schattenjahre von Potulitz 1945. Schicksal in polnischen Internierungslagern. Eine Dokumentation, Münster 1995, S. 23.

3 Vgl. J. Kochanowski, In polnischer Gefangenschaft. Deutsche Kriegsgefangene in Polen 1945–1950, übers. von Jan Obermeier, Osnabrück 2004, S. 10 f.

4 Vgl. M. Niendorf, Minderheiten an der Grenze. Deutsche und Polen in den Kreisen Flatow (Zloto) und Zempelburg (Sepolno Krajenskie) 1900–1939, Wiesbaden 1997, S. 164; Th. Urban, Der Verlust. Die Vertreibung der Deutschen und Polen im 20. Jahrhundert, München 2004, S. 27; H. Schulze, Der Oststaatplan 1919, in: VfZ 18, 1970, Heft 2, S. 123–163, 124.; G. Rhode, Das Deutschtum in Posen und Pommerellen in der Zeit der Weimarer Republik, in: Die deutschen Ostgebiete zur Zeit der Weimarer Republik. Studien zum Deutschtum im Osten, Bd. 3, hrsg. von der Staatskommission für das Studium des Deutschtums im Osten, Köln/Graz 1966, S. 88–132, 92.

5 Vgl. Rogall, S. 124; A. Rhode, Die Evangelische Kirche in Posen und Pommerellen. Erfahrungen und Erlebnisse in drei Jahrzehnten 1914–1945, Lüneburg 1984, S. 50; G. Rhode, Deutschtum in Posen, S. 93; F. Vosberg, Der polnische Aufstand in seiner Entstehung, Berlin 1919, S. 15 f.; J. Lamla, Der Aufstand in Posen, Berlin 1919, S. 23.

6 Vgl. A. Rhode, evangelische Kirche, S. 51; Ders., Geschichte der evangelischen Kirche im Posener Lande, Würzburg 1956, S. 199; G. Rhode, Deutschtum in Posen, S. 93 f.; P. Hauser, Die deutsche Minderheit in den Wojewodschaften Posen und Pommerellen 1919–1939, in: Deutsche und Polen zwischen den Kriegen. Minderheitenstatus und „Volkstumskampf“ im Grenzgebiet (1920–1939), S. 273–282, 274; Lamla, S. 42.

7 Vgl. A. Rhode, Geschichte, S. 200.

8 Vgl. Rauschning, Die Entdeutschung Posens und Westpreußens. Zehn Jahre polnischer Politik, Berlin 1930, S. 287 f.

9 Vgl. Unbekannt, Nun liegen wir alle auf gleichem Stroh, in: Szczypiorno. Ein Kapitel polnischer Schmach und Kulturschande. Wie es über zehntausend deutschen Ostmärkernin in einem polnischen Internierungslager erging, hrsg. vom Deutschen Ostbund, Berlin 1929, S. 57–58, 57; Rauschning, S. 299 f.; K. C. v. Loesch, Die Verlustliste des Deutschtums in Polen, Berlin 1940, S. 25.

10 Vgl. H. Severin, Aus den Tagen treuer Kameradschaft, in: Szczypiorno. Ein Kapitel polnischer Schmach und Kulturschande. Wie es über zehntausend deutschen Ostmärkern in einem polnischen Internierungslager erging, hrsg. vom Deutschen Ostbund, Berlin 1929, S. 51–53.

11 Vgl. Rauschning, S. 283.

12 Vgl. BA-NL (Bundesarchiv-Nachlaß) 1127, Bl. 30 u. 48; Kessler, Swart, 70; Balling, S. 224; H. Swart, S. 339;Vogt, Swart, S. 137; G. Rhode, Swart, S. 42.

13 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 80, Bl. 392-394; GStA PK, XIV. HA, Rep. 420, Nr. 30, Schreiben aus Krakau-Dombie; F. Gause, Geschichte des Amtes und der Stadt Soldau, 2. Aufl., Bremerhaven 1994, S. 352–354; Rasmus, S. 28 f.

14 Vgl. GStA PK (Geheimes Staatsarchiv, Preußischer Kulturbesitz), I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 78, Bl. 85; Akten zur Deutschen Auswärtigen Politik 1918–1945, Serie A, Bd. 4, hrsg. von Walter Bußmann u. a., Göttingen 1986, S. 199; J. Lamla, Der Aufstand in Posen, Berlin 1919, S. 46; Rauschning, S. 37; Rasmus, S. 23, 27 f. 199.

15 GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 78, Bl. 85.

16 Vgl. Rasmus, S. 30.

17 Vgl. B. Lindenblatt / O. Bäcker, Bromberger Blutsonntag. Todesmärsche, Tage des Hasses, Polnische Greueltaten, Kiel 2001, S. 72, 119 u. 249; Rasmus, S. 30–33.

18 Vgl. E. Ginschel in: Szczypiorno. Ein Kapitel polnischer Schmach und Kulturschande. Wie es über zehntausend deutschen Ostmärkern in einem polnischen Internierungslager erging, hrsg. vom Deutschen Ostbund, Berlin 1929,S. 10; Severin, S. 52; E. Koerth, Szczypiorno, in: Heimatkalender Kreis Flatow, 14, 1930, S. 20-22, 21; Rauschning, S. 36; Loesch, S. 24; C. Epstein, Modern Nazi. Arthur Greiser and the Occupation of Western Poland, New York 2010, S. 37; I. Eser, Volk, Staat, Gott. Die deutsche Minderheit in Polen und ihr Schulwesen 1918–1939, Wiesbaden 2010, S.70; R. Blanke, Orphans of Versailles. The Germans in Western Poland 19181939, Lexington 1993, S. 17; Rasmus, S. 24; Rogall, S. 125; G. Rhode, Deutschtum in Posen, S. 94; A. Rhode, Erinnerungen an die Kriegszeit in der Provinz Posen 1914–1920, hrsg. von der Kommission für die Geschichte der Deutschen in Polen, Herne 2003, S. 212; Ders., Geschichte, S. 199; Ders., Evangelische Kirche, S. 53 f.; Heike, Die Deutsche Minderheit in Polen bis 1939. Ihr Leben und Wirken. Kulturell, gesellschaftlich, politisch, Leverkusen 1985, S. 169; Ders., Das Deutschtum in Polen 1918–1939, Bonn 1955, S. 16.

19 Vgl. A. Rhode, Erinnerungen, S. 224; Ders., Geschichte, S. 199; Ders., Evangelische Kirche, S. 53; I. Rhode, Richard Kammel. Ein Leben für Kirche und Volk, in: Von unserer Art. Vom Leben und Wirken deutscher Menschen im Raume von Weichsel und Warthe, hrsg. von F. Weigelt, Wuppertal 1963, 54–59, S. 54; J. Gumpert, Polen – Deutschland. Bestandsaufnahme einer tausendjährigen Nachbarschaft, München 1966, S. 147.

20 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 79, Bl. 26–28; Lamla, S. 48; Ginschel, S. 13 u. 23 f.; Th. Hentschel, Vater und Sohn interniert, in: Szczypiorno. Ein Kapitel polnischer Schmach und Kulturschande. Wie es über zehntausend deutschen Ostmärkern in einem polnischen Internierungslager erging, hrsg. vom Deutschen Ostbund, Berlin 1929, S. 30–38, 36; H. Hasenfelder, Die unfreiwillige Sommerfrische eines Achtundsechzigjährigen, in: Ders., S. 38–44, 41; Loesch, S. 24; A. Rhode, Geschichte, S. 199; Ders., Evangelische Kirche, S. 53; Heike, Deutschtum, S. 16; Rasmus, S. 25 f.; Rogall, S. 125; Gumpert, S. 147.

21 Vgl. K. Beutel, Kulturdokumente aus dem neuen Polen, in: Szczypiorno. Ein Kapitel polnischer Schmach und Kulturschande. Wie es über zehntausend deutschen Ostmärkern in einem polnischen Internierungslager erging, hrsg. vom Deutschen Ostbund, Berlin 1929, S. 26–29, 27; R. Meyer, Wie die Kartenlegerin recht behielt, in: Ders., S. 46–49, 47; A. Krause, Durch Szczypiorno ruiniert, in: Ders., S. 49–51, 49; Ginschel, S. 11.

22 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 78, Bl. 362.

23 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 79, Bl. 26 u. 28; GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 80, Bl. 27.

24 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 79, Bl. 26 u. 29; GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 80, Bl. 27; Lamla, S. 47f.; Hasenfelder, S. 42 f.; Koerth, S. 22; A. Rhode, Evangelische Kirche, S. 56.

25 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 78, Bl. 362.

26 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 79, Bl. 26 u. 28 f.; GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 80, Bl. 26; Lamla, S. 47; Einschel, S. 11; Unbekannt, Szczypiorno, S. 17; Koerth, Szczypiorno, S. 21; A. Rhode, Evangelische Kirche, S. 53; Rasmus, S. 24 f.

27 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 79, Bl. 26 u. 29f.; GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 80, Bl. 26; Lamla, S. 48; Unbekannt, Sczcypiorno, S. 18; Beutel, S. 28; Hentschel, S. 34f.; Hasenfelder, S. 41; Meyer, S. 48; Severin, S. 52; A. Rhode, Evangelische Kirche, S. 53; Ders., Geschichte, S. 199; Ders., Erinnerungen, S. 224; Rasmus, S. 25.

28 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 78, Bl. 362.

29 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 79, Bl. 26 u. 28; Meyer, S. 48; Ginschel, S. 12; Unbekannt, Die Liebesgaben-Schwierigkeiten, in: Szczypiorno. Ein Kapitel polnischer Schmach und Kulturschande. Wie es über zehntausend deutschen Ostmärkern in einem polnischen Internierungslager erging, hrsg. vom Deutschen Ostbund, Berlin 1929, S. 53–54, 53; A. Rhode, Geschichte, S. 199 f.; Ders., evangelische Kirche, S. 53 f.; Ders., Erinnerungen, S. 213 f.; I. Rhode, S. 54 f.; Rasmus, S. 25.

30 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 79, Bl. 26 u. 29; Unbekannt, Liebesgaben-Schwierigkeiten, S. 53; P. Tegger, In der „Villa Kuhstall“, in: Szczypiorno. Ein Kapitel polnischer Schmach und Kulturschande. Wie es über zehntausend deutschen Ostmärkern in einem polnischen Internierungslager erging, hrsg. vom Deutschen Ostbund, Berlin 1929, S. 54–57, 56.

31 Vgl. Rasmus, S. 27.

32 Vgl. BA-NL 1127, Bl. 49; Vogt, Swart, S. 137; Rasmus, S. 27.

33 Vgl. Lamla, S. 46 f.; Rasmus, S. 27.

34 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 79, Bl. 87; GStA PK, XVI. HA, Rep. 30, Nr. 753, Bd. 2, Bl. 36; Lamla, S. 46 f.; Unbekannt, Szczypiorno, S. 19; Hasenfelder, S. 38; Rauschning, S. 37; D. Vogt, Der Großpolnische Aufstand 1918/19, Marburg 1980, S. 80; Rasmus, S. 27.

35 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 79, Bl. 30; GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 80, Bl. 28.

36 Vgl. Lamla, S. 46 f.; Rasmus, S. 28.

37 Vgl. E. Koerth, Selbsterlebtes aus dem polnischen Umsturz 1918/19, in: Heimatkalender Kreis Flatow, 13, 1929, 22–29, S. 28 f.

38 Vgl. a. a. O, S. 26 f.

39 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 79, Bl. 74.

40 Vgl. ebd; Koerth, S. 28.

41 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 80, Bl. 392–394; GStA PK, XIV. HA, Rep. 420, Nr. 30, Schreiben aus Krakau-Dombie; F. Gause, Geschichte des Amtes und der Stadt Soldau, 2. Aufl., Bremerhaven 1994, S. 352–354; Rasmus, S. 28 f.

42 Vgl. GStA PK, XIV. HA Rep. 420, Nr. 30, Schreiben aus Krakau-Dombie; Rasmus, S. 29.

43 Vgl. Rasmus, S. 29.

44 Vgl. a. a. O., S. 30.

45 Vgl. GStA PK, I. HA, Rep. 77, Tit. 856, Nr. 78, Bl. 85.

46 Vgl. Rasmus, S. 30; Lindenblatt / Bäcker, S. 251.

47 Vgl. Rasmus, S. 30; Lindenblatt / Bäcker, S. 252.

48 Vgl. Lindenblatt / Bäcker, S. 252.

49 Vgl. a. a. O., S. 249; Rasmus, S. 31.

50 Vgl. ebd.

51 Vgl. ebd.

52 Vgl. ebd.

53 Vgl. ebd.

54 Vgl. Lindenblatt / Bäcker, S. 250 f.

55 Vgl. a. a. O., S. 250 f.; Rasmus, S. 31.

56 Vgl. Rasmus, S. 31.

57 Vgl. a. a. O., S. 32.

58 Vgl. ebd.

59 Vgl. ebd.

Polens Antisemitischer „Karfreitagsbrauch“ sorgt für Aufsehen

Polen: Angst vor der Wahrheit


 Der Vertreibungsholocaust am deutschen Volk – ein
Jahrtausendverbrechen!
Zur beabsichtigen Endlösung
der deutschen Frage
in Ost-, Südost- und Mittelosteuropa

Das 20. Jahrhundert war ein Jahrhundert des
Totalitarismus, der totalitären politischen Systeme des Völkermordes und des
Völkermordes durch Massenaustreibungen. Das angebrochene 21. Jahrhundert sollte
die Fehler und Verbrechen des vorherigen vermeiden. Dies heißt vor allem, die
Menschenrechte (Selbstbestimmungsrecht und Heimatrecht) sind gegenüber jedermann
zu beachten und einzufordern, jedem Volk zuzugestehen, einschließlich dem
deutschen Volk. Das neue Jahrhundert könnte somit eine Chance zur wirklichen
Freiheit aller Völker und Volksgruppen sein.

Die Welt hört alles von den Verbrechen der Deutschen, die Welt hört nichts von den Verbrechen an den Deutschen. Unmittelbar vor Kriegsende und zu 90 % nach dem 8. Mai 1945 fand ein ungeheuerlicher Vertreibungsholocaust am deutschen Volk statt. Unmittelbar vor und in den ersten Jahren nach der Kapitulation wurden rund 14,5 Millionen Menschen aus ihrer jahrhundertelang angestammten Heimat ausgetrieben. Dieser bislang verschwiegenen Holocaust kostete mindestens 3 Millionen
Heimatvertriebenen das Leben. Und dies überwiegend als ein unverjährbarer
Völkermord nach Beendigung der Kriegshandlung, also Morde im sogenannten
„Frieden“, ein gigantisches Friedensverbrechen! Ein Jahrtausendverbrechen! Der
Vertreibungsholocaust an den Deutschen ist bis heute ohne jede Wiedergutmachung
geblieben, obwohl die Deutschen für ihre Verbrechen unendliches an
Wiedergutmachung leisteten und leisten. Keiner hätte sie hierzu zwingen können,
sie tun es dennoch fortgesetzt. An Israel und unsere jüdischen Mitbürger wurden
von 1953 bis 1991 rund 87 Milliarden DM Wiedergutmachung gezahlt. Bis zum Jahr
2030 wird diese Summe auf 120 Mrd. angestiegen sein. Insgesamt wurden von der
Bundesrepublik Deutschland, d.h. nicht nur an die jüdische Seite, bis zum 1.
Januar 1990 119,790 Mrd. DM gezahlt.
Unverkennbar sind auch die Milliarden-Zahlungen an Polen und Rußland. Zu fragen
ist: Wo bleibt die Wiedergutmachung für den Vertreibungsholocaust am deutschen Volk?

Es kann jedoch nicht zweierlei Opfer geben; eine politische Kultur die dies hinnimmt ist äußerst defizitär. Zweierlei Opfer, jene mit Wiedergutmachung und jene ohne Wiedergutmachung, sind jedoch heute eine Tatsache und bedeuten eine unerträgliche Ungleichbehandlung, auf der eine wirklich tragfähige und dauerhafte europäische Friedensordnung in keinem Falle aufgebaut werden kann. Eine Tatsache, die mit zur fortgesetzten Zerstörung der nationalen Identität der Deutschen führt, Normalität verhindert.
Eine Tatsache, die in der Frage der Heimatvertriebenen die gravierenden Defizite
und Zerrüttung des politische Systems der Bundesrepublik Deutschland belegt,
nämlich die Unfähigkeit die Menschenrechte von heute 20 Millionen
Heimatvertriebenen einschließlich ihrer Nachkommen, also ein Viertel des eigenen
Volkes, zu vertreten und sie endlich einzufordern. Damit muß nach 55 Jahren Massenmord und Massenaustreibung nun endlich begonnen werden! Stattdessen betreibt die herrschende politische Klasse eine Politik, die nicht im natürlichen nationalen Zukunftsinteresse des deutschen Volkes liegt, die dem Grundgesetz und dem
Amtseid widerspricht (alle Kraft dem Wohle des Volkes zu widmen, Schaden von ihm
abzuwenden…), eine Politik der dutzendfachen gegenleistungslosen Milliarden-DM
Geldgeschenke etwa an Polen und Rußland, in einem gewissen Verhältnis auch an
Tschechien, also den Vertreiberstaaten. Und dabei hätte die deutsche Politik im
Interesse der Heimatvertriebenen, und nicht nur ihnen gegenüber, weil die Frage
Ostdeutschlands und Sudetendeutschlands eine gesamtdeutsche Frage ist, alle
diesbezüglichen Völkerrechtsnormen der Welt an ihrer Seite. Völkermord, Annexion
und Deportation wird völkerrechtlich klar zurückgewiesen. Klar ergibt sich auch
hieraus, daß das Recht auf Selbstbestimmung in gerechten Grenzen für das ganze
deutsche Volk ebenso unverzichtbar ist wie für jedes andere Volk auf der Welt.
Der Raub Ostdeutschlands und des Sudetenlandes (Völkermord durch
Massenaustreibung) entspricht eben nicht völkerrechtlichen Grundsätzen.

Wahr ist, zur rechtsstaatlichen
Parteiendemokratie kann es keine Alternative geben. Ebenso wahr ist, eine
Demokratie ohne nationale Identität, ohne Patriotismus ist längerfristig nur auf
Sand gebaut, eine Attrappe. Auch das deutsche Volk will Gerechtigkeit, den
Schutz seiner nationalen Lebens- und Überlebensrechte. Auch unser Volk will
Gleichbehandlung und Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung. Nur in Freiheit
leiden wir nicht. Die derzeitige national-würdelose politische Verfaßtheit der
Bundesrepublik Deutschland erweist sich somit als unfähig, die Menschenrechte
der deutschen Heimatvertriebenen, so gegenüber den polnischen und tschechischen
Vertreiberstaaten und ihrer anhaltenden Raubsicherungspolitik einzufordern, etwa
in Form eines historischen Ausgleichs. Die Bonner Politik verfügt hier über
keinerlei Ideen und Visionen. Der betriebene, unfaßbar verantwortungslose
Totalverzicht und der jahrzehntelange
„Stimmviehmißbrauch“ (Linus Kather) der deutschen Heimatvertriebenen kann
längerfristig nur ein neuer Bruchpunkt ins Unheil sein. Auch hätte uns niemand
durch den „2+4-Vertrag“ zum Totalverzicht auf Ostdeutschland zwingen können, die
Teilwiedervereinigung wäre ohnehin früher oder später nicht aufzuhalten gewesen,
aber dann nicht mit Totalverzicht auf ein Viertel des Deutschen Reiches, dies
ist die Wahrheit. Auch hätte die deutsche Politik niemanden zwingen können
unverschämten Prager Forderungen nachzugeben.
Wie ist dieser Verrat an den zentralen nationalen Interessen eines Volkes
überhaupt möglich, kann dies der gesunde Menschenverstand verstehen?

Auch sind die deutschen
Heimatvertriebenen, etwa ihre Organisationen wie der BdV und die
Landsmannschaften, selbst zu einer unabdingbaren Kurskorrektur und
Neuorientierung ihrer Heimatpolitik aufgefordert, aus ihrer bisherigen
heimatpolitischen Erfolglosigkeit, Versagen
und vielfach auch selbstverschuldeten jahrzehntelangen
„Stimmviehmißbrauch“, auch ihrer Willfährigkeit, müssen sie endlich die
Konsequenzen ziehen, endlich „einen eigenständigen politischen Standpunkt
finden“ (Helmut Müller), bis zu einer Abnabelung von den ihre Interessen nicht
mehr vertretenden Altparteien.

Einige namhafte Funktionäre der
Heimatvertriebenen klagen bereits bitter: “Wir haben 40 Jahre lang
heimatpolitisch nichts erreicht. Wir haben vergebens gerungen und uns täuschen
lassen.“ Es geht um die Menschenrechte der Heimatvertriebenen, die bei wirklich
richtiger heimatpolitischer Präsentation ein beachtliches Gewicht haben können
und müssen. Das angebrochene 21. Jahrhundert muß ein Jahrhundert der Freiheit
aller Völker und Volksgruppen werden, weil das Nationale das eigentlich Humane
ist, der Zerfall auch des kommunistischen Totalitarismus zu einer
unrevidierbaren Renaissance des Nationalen führte. Europäisch sind die Fragen
der deutschen Heimatvertriebenen nur zu einem Teil zu lösen, sie müssen vor
allen Dingen national gelöst werden. Wir sollten von niemandem verlangen
deutscher als die Deutschen selbst zu sein. Die Frage Ostdeutschlands und des
Sudetenlandes kann nicht durch einen unverantwortlichen und unlegitimierten
deutschen Totalverzicht, ohne jeden historischen Ausgleich und Kompromiß mit den
Vertreiberstaaten, aus der Welt geschafft werden. So tief kann ein Volk nicht
sinken und in Ketten liegen um dies für alle Zeiten hinzunehmen. Ein schamloses
Verbrechen an der Freiheit und dem Selbstbestimmungsrecht des deutschen Volkes,
an seinen vitalen nationalen Interessen. Politik muß über die Kunst des
Möglichen dann weitergehend die Kunst sein auch das Notwendige
durchzusetzen.

Der Terminus Holocaust, wahrlich
ein mörderischer Begriff des Grauens und Schreckens, wurde schon 1913 durch den
Engländer Duckett Z. Ferriman als Begriff für Völkermord oder Megatötung in die
internationale politische Literatur eingeführt. Die ungeheueren Massenmorde an
den deutschen Heimatvertriebenen aus Ost-, Südost- und Mittelosteuropa, unter
anderem an den Ostdeutschen und Sudetendeutschen, stehen für die größten
Massenaustreibungsverbrechen in der Weltgeschichte. Garnichts kommt diesen
Verbrechen im sogenannten „Frieden“ gleich! In den Vertreibungs- und
Deportationsgebieten in Ost-, Südost- und Mittelosteuropa lebten kurz vor
Kriegsende 20 Millionen Deutsche. 18 Millionen dort beheimatete und ansässige
und 2 Millionen kriegsbedingt Zugegezogene, d.h. Luftkriegsevakuierte sowie
andere sich dort aus dem Deutschen Reich
Niedergelassene. Etwa lebten in den Ostgebieten des Deutschen Reiches 9.575.000
dort beheimatete Ostdeutsche und im Sudetenland rund 3,5 Millionen
Sudetendeutsche. Von den 20 Millionen reichsdeutschen und volksdeutschen
Heimatvertriebenen wurden kurz vor und zu 90 % in den Jahren unmittelbar nach
der militärischen Kapitulation 14,5 Millionen entrechtet, ausgeplündert und wie
Vieh ausgetrieben was der unmittelbaren Ermordung entkommen war. In der
Größenordnung etwa der seinerzeitigen
Einwohnerschaft Irlands kam es zu Morden und Massenmorden: 3 Millionen Menschen!
Im einzelnen lauten die Zahlen der Vertreibungsopfer wie folgt: Ost-, Südost-
und Mittelosteuropa = 2,111 Millionen (Zahlen auch der Bundesregierung);
Rußlanddeutsche = 350.000; Kriegsevakuierte, Zugezogene = 220.000; im
Vertreibungsprozeß von Polen und Tschechen zusätzlich getötete
Wehrmachtssoldaten = 22.000; „Nachvertreibungs-Tote“ nach eigener
Mindestschätzung (eher aber viel höher anzusetzen) = 250.000; insgesamt
mindestens 2.952.000. Hierbei handelt es sich ganz klar nur um
Mindestzahlen!

Das Bundesarchiv in Koblenz hat
in einer Dokumentation der an Deutschen begangenen Vertreibungsverbrechen das
kriminelle Verhalten von Polen bei der Massenaustreibung der Ostdeutschen zusammenfassend so beschrieben: »Als
völkerrechtswidriges Massenvergehen stehen im Vordergrund des Berichtsmaterials
die gegenüber den Deutschen bei ihrer Verhaftung, in den Gefängnissen und nach
der Internierung in ein Arbeitslager verübten Ausschreitungen. Die Gewaltakte
bestanden vorwiegend in Mißhandlungen brutalster, teils sadistischer Art mit
Peitschen, Gummiknüppeln oder Gewehrkolben, teils bis zur Todesfolge, ferner in
willkürlichen Erschießungen und Erschlagungen wie auch Vergewaltigungen von
Frauen. Dem Berichtsmaterial nach ist
kaum ein einziger Verhafteter und Internierter Mißhandlungen entgangen…
Insgesamt aber bestanden in den Gebieten östlich von Oder und Neiße 1.255 Lager
und Gefängnisse, die dem Gewahrsam von Deutschen dienten… Nicht möglich ist es
aber, auch nur annähernd zu einer Schätzung der Anzahl der Personen zu gelangen,
deren Tod auf Ausschreitungen in Gefängnissen und Lagern zurückzuführen
ist. Sehr unterschiedlich sind aber auch die Todesquoten in den einzelnen Lager. Sie differieren zum Teil zwischen 20 und 50 % der Insassen… In einem kurzen Zeitabschnitt blieben von 50 Säuglingen in Potulice nur zwei am Leben… Demnach ergibt sich zum Ausmaß des Geschehens in sämtlichen Gebieten östlich von Oder und Neiße, daß mehr als 400.000 Deutsche
Opfer von Vertreibungsverbrechen im Sinne dieser Dokumentation geworden
sind. Betroffen durch Gewaltakte wie Vergewaltigungen und Mißhandlungen mit oder ohne Todesfolge wurde… eine weitaus größere Anzahl von Personen.«

In Ostdeutschland kam es zu rund 1.500.000 und im Sudetenland zu 272.000 bis 300.000 Vertreibungsopfern, Vertreibungstoten.

Das Statistische Bundesamt in Koblenz gab in einer „Bilanz des Todes“ die Vertreibungstoten Ostdeutschlands wie folgt an: Ostpreußen = 299.000; Ostpommern 364.000; Ostbrandenburg 207.000; Schlesien 466.000; Danzig = 83.000; Ostdeutschland folglich insgesamt = 1.419.000.“

Zu den Vertreibungsopfern muß jedoch nach allerneuester Erkenntnis noch die Zahl der „Nachvertreibungs-Toten“, diejenigen die als Folge des Vertreibungsholocaust innerhalb weniger Jahre danach in ihren Aufnahmegebieten starben, hinzugerechnet werden. Bislang noch ein Desiderat der Forschung. Dort wo Ansätze zu diesen Fragen schon erarbeitet wurden, kommt man zu schockierenden Ergebnissen. Die Zahl der 3 Millionen
Getöteten wird sich folglich insgesamt noch fühlbar erhöhen. Für die
sudetendeutschen „Nachvertreibungs-Toten“ liegen hier schon erste schockierende
Zahlen für Teilbereiche vor. Vieles spricht dafür, daß die
„Nachvertreibungs-Toten“ die Zahl der sudetendeutschen Vertreibungsopfer, nach
ersten Hochrechnungen, noch um 3,5 % erhöhen kann. Nicht auszudenken, was dies
für die Erhöhung der Opferzahlen der anderen Vertreibungsgebiete, etwa
Ostdeutschland, noch bedeuten kann.

Im April 1950 stellte Senator William Langer vor dem US-Senat fest: „Die Massenvertreibung ist eines der größten Verbrechen, an welchem wir direkt Anteil haben… In der gesamten Geschichte findet sich nirgends ein so scheußliches Verbrechen aufgezeichnet wie in den Berichten über die Begebenheiten in Ost- und Mitteleuropa. Schon 15 bis 20 Millionen wurden von den Stätten ihrer Vorfahren entwurzelt, in die Qual einer lebendigen Hölle geworfen oder wie Vieh über die Verwüstungen Osteuropas
getrieben. Frauen und Kinder, Alte und Hilflose, Unschuldige und Schuldige
wurden Greueltaten ausgesetzt, die noch von niemandem übertroffen wurden.“ Prof.
Dr. Werner Frauendienst in Mannheim stellte 1962 treffend fest: „Wie die Hyänen
sind Polen hinter den Russen hergezogen und haben sich ihre Opfer geholt,
Männer, Frauen und Kinder, die in Gefängnisse und Lager verschleppt, dort zu
Tode gequält und umgebracht wurden, um Raum für Polen zu schaffen, die nicht in
einen menschenleeren Raum kamen, sondern der erst menschenleer gemacht wurde.“
Und dies trifft für das Sudetenland, den tschechischen Imperialismus ebenso zu,
für den russischen in Bezug auf Nordostpreußen. Hilflose, unschuldige und Schuldige wurden Greueltaten ausgesetzt, die noch von niemandem übertroffen wurden.“

Von den Feinden Deutschlands
wurde hier kaltblütig die Endlösung der deutschen Frage in Ost-, Südost-, und
Mittelosteuropa betrieben und weit vor Kriegsende geplant, die Endlösung der
deutschen Frage im seit mehr als 2000 Jahren (mit germanischer Ur- und
Vorbesiedlung) dem deutschen Volk zugehörigen Heimat- und Siedlungsgebieten, was
Ostdeutschland und Sudetendeutschland anbetrifft. Diese Gebiete waren deutsches
Land mit deutscher Bevölkerung lange bevor Amerika entdeckt wurde. Aus dieser
Tatsache folgt ein politischer, historischer und menschenrechtlicher Anspruch
für uns Deutsche der untilgbar ist. Aus Unrecht kann niemals Recht werden.
Nichts ist geregelt, solange es nicht gerecht geregelt ist. Die Geschichte ist
an und für sich revisionistisch, sie kennt keinen Schlußstrich. Der
Vertreibungsvölkermord ist in der Öffentlichkeit immer wieder bewußt zu machen
und zu betonen, daß sich mit einem kriminellen Akt identifiziert, wer auf die
Ostgebiete sowie die Sudetengebiete und private Rückgabeforderungen verzichtet,
und dies ohne zumindest einen historischen Ausgleich zu realisieren. Wir
erinnern hier an das Wort von Oswald Spengler: „Niederlagen und Friedensschlüsse
wirken niemals so, wie es in der Absicht der Sieger liegt. Alle Verträge sind
vergänglich, weil die Grundlagen, Umstände und Ansichten sich ändern, auf denen sie errichtet sind, weil das Antlitz der Geschichte von einem Jahrzehnt zum anderen ein anderes wird. Die Siege sind es auch; denn der Sieger selbst kann an ihnen zugrunde gehen.“

Was Ostdeutschland und das Sudetenland anbetrifft, muß klar in heimatpolitischer Notwendigkeit festgestellt werden: Die ostdeutsche und sudetendeutsche Frage ist nach wie vor politisch, historisch und völkerrechtlich offen. Diese Fragen sind solange offen, solange Selbstbestimmung, das Recht auf die Heimat und die vermögensrechtlichen Probleme offene und ungelöste Fragen sind. Die Deutsche Frage ist nicht gelöst, nur weil das Brandenburger Tor offen ist. Wenn die deutsche Linke hierin Ansätze zur Gewaltsamkeit erkennen möchte und diffamiert, so ist dies völlig abwegig, es kann nur einer grundsätzlich antideutschen, ahistorischen Gesinnung entsprechen, basierend auf reiner Gesinnungsethik statt auf Verantwortungsethik. Auf Rache und Gewalt haben die Heimatvertriebenen schon in der Charta der
Heimatvertriebenen unmittelbar nach Kriegsende feierlich verzichtet. Ihnen, denen eigentlich der Friedensnobelpreis schon seit jeher zugestanden hätte, war schon kurz nach Kriegsende klar, daß nicht Gewaltanwendung, sondern nur friedliches Einvernehmen unter den Völkern eine Linderung oder auch Korrektur der ostdeutschen oder sudetendeutschen Lage herbeiführen kann und darf. Es gibt keine Alternative zum historischen Ausgleich weil der Totalverzicht (Verrat, Verzichtspolitik, Erfüllungspolitik) in Wahrheit nur eine zukünftige Politik des Unfriedens bedeuten kann. Ostdeutschland muß offen sein, für die daraus vertriebenen Ostdeutschen und die heute dort beheimateten Polen, das Sudetenland muß offen sein, für die von dort vertriebenen Sudetendeutschen und die dort heute beheimateten Tschechen. Dabei muß den Deutschen nicht nur das Recht der Selbstbestimmung zur Heimat sondern auch in der Heimat zugestanden sein. Dies wäre ein unabdingbarer historischer Ausgleich, eine unverzichtbare Vision für die deutsche Politik, im Interesse der Menschenrechte auch des eigenen Volkes.
Im übrigen sei bemerkt, daß nach KSZE-Schlußakte eine friedliche und frei vereinbarte Grenzänderung (peacefull change) durchaus erlaubt ist. Eines ist wohl mehr als deutlich: Es kann nicht bleiben wie es ist, und es wird auch nicht mehr so, wie es war.

Die vom polnischen Imperialismus allein nach dem Zweiten Weltkrieg Deutschland geraubten Gebiete haben eine Größenordnung von rd. 114.140 qkm (Statistisches Bundesamt). Dies entspricht der gesamten Fläche der Schweiz, Belgiens, der Niederlande und Luxemburgs oder etwa 1/5 der Fläche Frankreichs, 1/3 der Fläche Italiens und fast der Hälfte der Fläche der britischen Inseln; mehr als der 5-fachen Fläche Israels. Die Vertreibung der Ostdeutschen entspräche der Deportation mehr als der gesamten Bevölkerung Österreichs oder der Schweiz, um Millionen mehr als Israel heute Einwohner hat.

Das vom tschechischen Imperialismus Deutschland geraubte Sudetenland umfaßt 27.000 qkm. Dieses Territorium ist somit weitaus größer als die Bundesländer Schleswig-Holstein (15.721 qkm), Saarland (2.571 qkm), Hamburg (755 qkm), Bremen (404 qkm) und Berlin (rd. 891 qkm) zusammengenommen (alle 4 Bundesländler = 20.342 qkm). Das Sudetenland ist fast dreimal so groß wie der Libanon und fast so groß wie Belgien, weit größer als Israel. Insgesamt rund 30 der 151 (Stand 1984) Mitgliedsstaaten der UN sind territorial kleiner als das Sudetenland. Die Vertreibung der Sudetendeutschen entspräche der Deportation der gesamten Bevölkerung von Bolivien, Irland und Tunesien.

Der offiziell verkündete Verzicht auf Ostdeutschland durch den „2+4-Vertrag“ kommentierte die Tageszeitung
„Israel-Nachrichten“ in Tel Aviv, ein Sprachrohr der deutschen Überlebenden der nationalsozialistischen Judenverfolgung, am 21. September 1992 unübertreffbar wie folgt: „Die Japaner sind eisern. Sie unterscheiden sich von den Deutschen.
Die Deutschen haben sich mit dem Verlust ihrer Provinzen Schlesien, Pommern und Ostpreußen abgefunden. Das sind 100.000 Quadratkilometer deutsches Land. Ein Viertel von Deutschland. Trotzdem geben die Deutschen Dutzende Milliarden D-Mark an Rußland und Polen… Die Japaner wollen sich mit dem Verlust von 5000 Quadratkilometern Inselland nicht abfinden. `Erst gebt uns die Inseln zurück, dann könnt ihr Geld haben von uns!´ erklären sie in Richtung Moskau. (…) So dumm wie die Deutschen sind die Japaner nicht … Die Japaner bleiben dabei:
Keine Inseln – kein Kredit. Könnte man nicht von diesen Japanern einiges lernen?
Auch wenn man einen Krieg verliert, muß man nicht unbedingt zu allem Ja und Amen sagen.“ Diesen Feststellungen der israelischen Tageszeitung in Tel Aviv ist nichts, absolut nichts mehr hinzuzufügen!

Jedem, der zur hier behandelten Thematik, und weit darüber hinaus, konkretes und näheres wissen möchte, sei die folgende Buch-Neuererscheinung empfohlen: Rolf-Josef Eibicht/Anne Hipp: Der Vertreibungsholocaust. Politik zur Wiedergutmachung eines Jahrtausendverbrechens, 450 Seiten, geb. mit Schutzumschlag, zahlreiche Dokumente und Abbildungen, mit einem Vorwort von Helmut Müller und Beiträgen von Prof. Emil Schlee, Prof. Dr. Helmut Schröcke, Dr. Walter Staffa, Dr. Alfred Ardelt, Franz Karl Wolf, Karsten Eder und Karl H. Schwind. Das Werk kostet 39,80 DM und hat die

ISBN 3-9805844-5-3. Es ist Mitte Mai 2000 im DS-Verlag in Riesa erschienen. (01572 Riesa, Postfach 68. Telefon: 03525/ 5292-0; Telefax: 03525/5292-22)

Zur Neuerscheinung:

Der Vertreibungsholocaust –

Politik zur Wiedergutmachung eines Jahrtausendverbrechens

Von Rolf-Josef Eibicht u. Anne Hippip H

Unser Werk beschäftigt sich nicht nur mit dem bislang weitgehend verschwiegenen und unterdrückten, dem mit absolut nichts vergleichbaren Vertreibungsholocaust (Völkermord, Megatötung) am Deutschen Volk, sondern es bietet auch, bis ins Jahr 2000, die Aufarbeitung des 55-jährigen Nachkriegsschicksals der deutschen Heimatvertriebenen, insbesondere aus Ostdeutschland (Oder-Neiße Gebiete: Ostpreußen, Ost-Pommern, Ost-Brandenburg, Schlesien, Danzig) und dem Sudetenland (die Randgebiete Böhmens und Mährens sowie Sudetenschlesien), der diesbezüglich schandbaren Nachkriegspolitik insgesamt. Und hier geht es vor allem um die Zersetzung und Zerstörung der Menschenrechte, zentraler nationaler Interessen unseres Volkes: Versagen, Verkommenheit, Verzicht, Nationalverrat, Erfüllungspolitik. Es geht aber vor allem auch um Politik für die Zukunft; geschichtliche Aufarbeitung und politische Analysen, Erkenntnisse und Forderungen sind gleich stark vertreten.
Der Tiefpunkt des nationalen Elends unseres Volkes, seine Niederhaltung muß endlich überwunden werden! Es geht hier um den ungeheueren Holocaust am Deutschen Volk, der geplanten und beabsichtigten Endlösung der deutschen Frage in Ost-, Südost- und Mittelosteuropa. Nichts kommt diesem Verbrechen, ganz überwiegend Massenmorde im „Frieden“, weil nach der militärischen Kapitulation vom 8. Mai 1945, gleich! Unglaubliche Friedensverbrechen in der Verantwortung von Ost und West, auch der Amerikaner und Engländer.

Das Buch ist in seinem zweiten Bereich die Auseinandersetzung mit einer unabdingbaren Politik zur Wiedergutmachung eines Jahrtausendverbrechens, die Anprangerung auch des Verrats an den Menschenrechten (Selbstbestimmungsrecht, Recht auf Heimat) von heute 20 Millionen deutschen Heimatvertriebenen und ihrer Nachkommen durch die herrschende politische Klasse in der BRD: ihrer Erfüllungs- und Verzichtspolitik, einer verkommenen und unehrenhaften nationalen Würdelosigkeit und Schädigung von Volk und Nation, ohne jedes Beispiel in der Weltgeschichte.

Geboten wird auch eine Analyse der Heimatpolitik der Vertriebenenorganisationen selbst, ihrem Versagen und Stimmviehmißbrauch, ihrem Judaslohn für die Abhängigkeit von den Altparteien; der Unabdingbarkeit dennoch vorankommen zu müßen, den polnischen und tschechischen Vertreiberstaaten mit ihrer anhaltenden Raubsicherungepolitik endlich entgegenzutreten, im Interesse des inneren und äußeren Friedens, einer wirklich auf Ausgleich bedachten dauerhaften und tragfähigen Friedensordnung in Europa. Eines muß klar erkannt werden: Das Vertreibungsverbrechen, der Vertreibungsholocaust ist in der Öffentlichkeit immer wieder bewußt zu machen und zu betonen, daß sich mit einem politisch kriminellen Akt identifiziert, wer auf die Ostgebiete sowie auf das Sudetenland, nationale und private Rückgabeforderungen verzichtet, die Fragen sind offen und ungelöst.

Es kann niemals so bleiben wie es ist! Die zerstörte, gestohlene, stigmatisierte und kriminalisierte nationale Identität und Geschichte der Deutschen ist ohne ein Bekenntnis zu Ostdeutschland und dem Sudetenland, die niemals polnisch und tschechisch waren und allein bleiben können, nicht wiederherstellbar, es ist und bleibt eine gesamtdeutsche Forderung, ein gesamtdeutscher Anspruch. Komme, was da wolle! Ein Viertel unseres Deutschen Reiches, insgesamt ein Wert von heute 2 Billionen DM, hat man uns gestohlen. Unsere ostdeutschen und sudetendeutschen, nahezu 2000-jährigen (mit germanischer Urbesiedlung) angestammten Siedlungsgebiete, deren
Landsmannschaften, will man aus der Geschichte ausradieren. Einem Volk seine Geschichte zu nehmen und zu zerstören ist ein anhaltender geistiger Genocid. Die Welt hört nichts vom ungeheueren Vertreibungsholocaust am deutschen Volk – ändern wir dies! Es geht um Deutschland: Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung! Das Nationale ist das eigentlich Humane.

In zorniger Trauer verneigen wir uns vor den Millionen Opfern des Völkermordes, des verschwiegenen Holocaust am deutschen Volk, der von seinen Feinden beabsichtigten und erhofften Endlösung der deutschen Frage in Ost-, Südost- und Mittelosteuropa.

Wie die Hyänen sind Polen hinter den Russen hergezogen und haben sich ihre Opfer geholt, Männer, Frauen und Kinder, die in Gefängnisse und Lager verschleppt, dort zu Tode gequält und umgebracht wurden, um Raum für Polen zu schaffen, die nicht in einen menschenleeren Raum kamen, sondern der erst menschenleer gemacht wurde.“

Prof. Dr. Werner Frauendienst, Mannheim

Die ostdeutschen und sudetendeutschen Fragen sind nach wie vor politisch, historisch und völkerrechtlich offen. Diese Fragen sind solange offen, solange die Menschenrechte, Selbstbestimmung, das Recht auf die Heimat und die vermögensrechtlichen Probleme offene und ungelöste Fragen sind. Die deutsche Frage ist nicht gelöst, nur weil das Brandenburger Tor offen ist.

Rolf- Josef Eibicht Anne Hipp

„Die Minderheiten in Polen sollen verschwinden. Die polnische Politik ist es, die dafür sorgt, daß sie nicht nur auf dem Papier verschwinden. Diese Politik wird rücksichtslos vorwärtsgetrieben und ohne die geringste Beachtung der öffentlichen Meinung der Welt, auf internationale Verträge oder auf den Völkerbund. Die Ukraine ist unter der polnischen Herrschaft zur Hölle geworden. Von Weißrußland kann man dasselbe mit noch größerem Recht sagen. Das Ziel der polnischen Politik ist das Verschwinden der nationalen Minderheiten, auf dem Papier und in der Wirklichkeit.“

Manchester Guardian, 14.Dezember 1931

Ergänzend

Polen: Angst vor der Wahrheit?

Das Präsidium des Bundes der Vertriebenen hatte im Januar die Nominierung von Frau Steinbach für einen der drei Sitze im Beirat der Stiftung »Zentrum gegen Vertreibungen« bestätigt. Seither läuft die polnische Regierung Amok und mischt sich massiv in innerdeutsche Angelegenheiten ein.

Mit dem massiven Angriff und Eingriff in die Abläufe eines anderen Staates wollen die Polen wohl von ihrer eigenen Verantwortung ablenken.

Ausgerechnet Polen, das bereits seit 1919 bzw. 1921 eine aggressive Außenpolitik betrieb und zum Beispiel 1918 Posen mit Waffengewalt besetzte.

Ausgerechnet Polen, das versuchte, Westpreußen zu erobern.

Ausgerechnet Polen, das 1919 Ostgalizien und Ostlitauen überfiel.

Ausgerechnet Polen, das 1920 in die Ukraine und in das tschechische Olsa-Gebiet einfiel.

Ausgerechnet Polen, das 1938 sechs slowakische Grenzkreise besetzte.

Ausgerechnet Polen, das die deutsche Minderheit seit 1921 mißhandelte.

Ausgerechnet Polen, das nach dem Zweiten Weltkrieg Konzentrationslager für Deutsche einrichtete, in denen Tausende umkamen!

Die jahrzehntelange Mißhandlung der deutschen Minderheit wurde sogar vom Ausland bestätigt. So schrieb der britische Botschafter Sir Nevile Henderson am 16.8.1939 an seine Regierung: »Wenn ein Waffenstillstand bewahrt werden soll – und dies ist die letzte Hoffnung –, dann muß die Mißhandlung der deutschen Minderheit in Polen beendet werden.«

Aber die Polen gingen nicht nur gegen die Deutschen vor. Auch andere Minderheiten wurden angegriffen. Der Manchester Guardian berichtete bereits am 17.1.1930: »Die Ukraine ist unter der polnischen Herrschaft zur Hölle geworden. Von Weißrußland kann man dasselbe mit noch größerem Recht sagen. Das Ziel der polnischen Politik ist das Verschwinden der nationalen Minderheiten, auf dem Papier und in der
Wirklichkeit.«
Und am 24.12.1931: »Der polnische Terror in der Ukraine
ist heute schlimmer als alles andere in Europa.«

Will Polen von der Verantwortung ablenken?

Die deutschen Vertreibungsverluste betrugen nach Ermittlung des Statistischen Bundesamtes 2,3 Millionen Menschen. Sie setzen sich aus Opfern der Zivilbevölkerung zusammen, die vorwiegend durch Greueltaten sowjetischer Truppen und auch Mißhandlungen von Polen und Tschechen ums Leben kamen und solchen, die auf der Flucht starben.

Hinzu kommen noch die Ermordeten beim Einmarsch der sowjetischen Truppen in Ost- und Mitteldeutschland und Österreich sowie die Deutschen, die in den Todes- und Konzentrationslagern der sowjetischen Besatzungsmacht nach dem Kriege zu Tode gequält worden sind. Ihre Zahl beträgt ca. 680.000.

Vom Unrecht der Vertreibung sind ca. 15 Millionen Deutsche betroffen
worden.

Die Gesamtzahl der Toten aus den Vertreibungsgebieten Ostdeutschlands, dem Sudetenland, aus Südosteuropa und der Sowjetunion beträgt 3,21 Millionen.
Ausgehend von einer deutschen Gesamtbevölkerung in den Vertreibungsgebieten von ca. 17,9 Millionen ist fast jeder fünfte ums Leben gekommen.

Die deutschen Heimatvertriebenen haben aber nicht nur hohe Verluste an Menschen zu beklagen. Die willkürliche Verschiebung der deutschen Ostgrenze an die Oder und Neiße bedeutet einen Gebietsverlust des Gebietes des Deutschen Reiches von 114.296 km². Berücksichtigt man noch Danzig, so hat das deutsche Volk einen Territoriumsverlust von 116.262 km². zu beklagen, das ihm ohne Beachtung des
Selbstbestimmungsrechtes gegen bestehendes Völkerrecht geraubt worden ist.

Wenn es nach dem Willen der polnischen Regierung geht, sollen wohl alle diese Fakten aus der Geschichtsschreibung verschwinden.

Und unsere Politiker protestieren noch nicht einmal dagegen! Im Gegenteil tun sie das, was sie seit über 60 Jahren tun: sie senken den Kopf und beugen sich der polnischen Anmaßung und Maßlosigkeit. So wird in Berlin kein Zentrum gegen Vertreibungen, sondern eine Gedenkstätte neudeutscher Schande entstehen.

Ergänzend

Was sind wir nun?

Aus akutem Anlaß übersende ich Ihnen meinen Leserbrief, dessen Veröffentlichung mir sehr am Herzen liegt.

Nachlese zur Ansprache des Bundespräsidenten am 27. Januar 2009 vor dem Bundestag in Berlin: Wer die Rede am Bildschirm verfolgt hat, konnte sich überzeugen, mit welch innerer Anteilnahme und Engagement der Bundespräsident seine Anliegen vortrug. Die ausgestreckte Hand aber wurde zurückgewiesen. Leider ließ sich der Präsident vom Hauptthema abweichend zu Bemerkungen und Feststellungen hinreißen, die meine Generation, die Kriegsgeneration, und daher auch mich persönlich nicht unberührt lassen können.

Auch ein Nazi: Konrad Zuse, der Erfinder
Ihres Computers

Es handelt sich um die Begriffe „Raub- und Vernichtungskrieger“. Daraus ist für mich zu folgern, dass ich ein Raub- und Vernichtungskrieger gewesen sei. Dem muß ich widersprechen. Daß der Soldat nach Tucholsky ein „Mörder in Uniform“ ist, ist hierzulande juristisch abgesichert. Der Philosoph Arthur Schopenhauer sieht in dem Soldaten dagegen eine tragische Figur, denn er muß auf Menschen schießen, die er nicht kennt und nicht hasst, und zwar auf Befehl von Menschen, die sich kennen und hassen, aber nicht aufeinander schießen.

Doch zurück zu den Begebenheiten des Zweiten Weltkrieges. Gleich nach meinem 18. Geburtstag wurde ich 1943 zur Wehrmacht eingezogen. Wir eilten damals nicht nur aus Pflichtgefühl zu den Waffen, sondern weil wir zutiefst überzeugt waren, den Bolschewismus nicht nur von Deutschland, sondern auch von Europa fernhalten zu müssen. Nicht anders ist es zu erklären, daß sich damals Tausende von jungen Europäern uns anschlossen.

In der Normandie geriet ich schwer verwundet in US-Gefangenschaft. Auf einem Hauptverbandsplatz amputierte man mir mein rechtes Bein. Die Behandlung war korrekt, ja hin und wieder verspürte ich menschliche Zuneigung. Leider gab es auch Ausnahmen. Nach meiner Anlandung in Boston war ein Wechsel meines verkrusteten Verbandes notwendig. Mich erwartete der erste Verbandswechsel ohne Narkose. Die Narbe war noch teetassengroß. Der diensthabende Arzt im Rang eines Majors riß den Verband mit kräftigem Ruck ab. Die Wunde wurde mit Seifenlösung und Alkohol – wie damals üblich, gesäubert. Ich schrie laut auf. Da tönte mir aus dem Mund dieses Äskulapjüngers in bestem Hochdeutsch entgegen: „Siehst du, alles für Hitler, du Nazi!“ Sein triumphierender Blick ist nicht zu vergessen. Ich war um eine Lebenserfahrung reicher.

Kehren wir noch einmal zum 3. September 1939 zurück. An diesem Tag erklärten England und Frankreich uns den Krieg und nicht umgekehrt. Am selben Tag war der Karlspreisträger W. Churchill im englischen Rundfunk zu hören: „Dieser Krieg ist ein englischer Krieg. Sein Ziel ist die Vernichtung Deutschlands.“ Er hat sein Wort eingelöst, oder erinnert sich heute schon keiner mehr an unsere zertrümmerten Städte? Als Premierminister unterstrich er 1940 noch einmal: „Ich führe keinen Krieg mit Hitler, sondern mit Deutschland“.
All das gehört zur Wahrheitsfindung dazu, selbst wenn es aus „volkspädagogischen“ Gründen heute nicht erwünscht ist.

Eine auf diese Kriegserklärungen häufig genannte Entgegnung lautet: „Ja, aber ihr habt gegen Polen den ersten Schuß abgegeben.“ Ein israelischer Botschafter, auf ein gleiches Problem in seinem Land angesprochen, antwortete: „Es kommt nicht darauf an, wer den ersten Schuß tat, sondern was diesem vorausging“. Diese Feststellung nehme ich auch für uns in Anspruch, und es ging 1939 dem ersten Schuß einiges voraus. Dabei beziehe ich mich nicht auf die abgelehnten Vorschläge Hitlers zur Korridorfrage, sondern auf die Drangsalierung der deutschen Bevölkerung. Die Enteignung, Entrechtung und dadurch mittelbar die Vertreibung von 850.000 Westpreußen und 650.000 weiteren Deutschen aus Polen. Der Bromberger Blutsonntag und der Leidensmarsch der letzten verbliebenen Westpreußen nach Lowitsch, alles vergessen, alles verdrängt aus volkspädagogischen Gründen? Meine polnische Tante hatte diesen Leidenszug mitmachen müssen, nur weil sie mit einem Deutschen verheiratet war. Über drei Monate hat diese Frau sich in meiner Familie hiervon erholen müssen.

Dr. Hans-Joachim Meyer

Anmerkungen:

Es heißt, die Vertreibung der Ostdeutschen sei eine Folge des Zweiten Weltkrieges. Aber war der Zweite Weltkrieg wiederum nicht eine Folge der Vertreibung der Westpreußen?

Denn vor allem hiermit, kaum aber mit dem möglicherweise fingierten Überfall auf den Sender Gleiwitz, wurde damals der Polenfeldzug begründet. Die Meldung über den Sender dagegen blieb nur eine Randnotiz.

Polnisches Propagandaplakat zeigt stolz die Reduzierung des deutschen Bevölkerungsanteils in Westpreußen

Zur Wahrheitsfindung gehört auch, daß der Bombenkrieg am 16./17. April bzw. 11. Mai 1940 mit der Bombardierung des Ruhrgebietes von den Engländern eröffnet wurde. Erst am 10. Juli 1940 erfolgte der deutsche Gegenschlag gegen Südengland. Auch der Seekrieg wurde 1939 von den Engländern eröffnet.Und Hitler wollte gegen Frieden mit England bis 1940 seine Truppen aus Polen (ohne Westpreußen) wieder abziehen. England aber wollte den Seekrieg fortführen.

Die Kriege in Nordafrika und gegen Griechenland gingen keineswegs von Deutschland aus, sondern von Italien. Hitler wurde hier von den Italienern vor vollendete Tatsachen gestellt und leistete dann lediglich Waffenhilfe.

Stets wird verschwiegen, daß Molotow am 12. 11.1940 gegenüber Hitler seine Absicht durchblicken ließ, er wolle nunmehr den Balkan, offenbar samt der für das vom Seehandel abgeschnittene Deutschland lebenswichtigen rumänischen Ölfelder besetzen. Dabei wäre das dann ja wohl der wahre Grund für den Barbarossabefehl und somit den Rußlandfeldzug.

Vieles ist mittlerweile als Propagandalüge entlarvt, etwa der „Hungerplan“, die „Jesse-Owens-Lüge, die„Todeself“ oder die These, die Nazis hätten jemals pauschal gesagt, Slawen seien Untermenschen – einfach die Wikipediabeiträge durchlesen.

Jesse Owens verteidigte zeitlebens Adolf Hitler gegen die Verunglimpfungen in seinem Zusammenhang. Dafür erhielt er 1973 das Bundesverdienstkreuz.

Und wie konnte man eigentlich damals überhaupt noch links sein, wenn man die Bilder der vielen Massengräber in Russland mit den Opfern der Kommunistenherrschaft gesehen hat? Damals wusste man das alles. Danach hieß es 50 Jahre lang, das sei alles Propagandalüge gewesen. Nun stellt sich heraus, daß es doch alles stimmte. Etwa die „Völkermord-Hungersnot“ von 1932 in der Ukraine. Heute ist sie wieder bekannt – als „Holodomor“ mit geschätzten 7 Millionen Toten. Selbst der Deutschlandfunk sieht den Vorsatz hierbei als belegt: Googeln Sie einfach unter „Deutschlandradio“ und „Holodomor“.

Mehr Information zum Thema können Sie der Webseite www.vorkriegsgeschichte.de entnehmen. Eilige sollten die letzten Seiten zuerst lesen. Auch das neue Nachrichtenmagazin „ZUERST!“ wäre interessant.

Die Sowjetunion besteht nun nicht mehr, das heutige Rußland hat nichts mehr damit zu tun. Im Gegenteil, Rußland hat sehr viel zur Wahrheitsfindung beigetragen. Ähnliches gilt für Polen. Aber die Verbreitung von Halbwahrheiten hier bei uns wird immer unerträglicher. Sie sagen, sie tun das, damit sich Kriege nicht wiederholen. Aber Vukovar,Omarska, Srebrenica– nicht eine Friedenstaube hat dagegen demonstriert. Ihre serbischen Gesinnungsgenossen wollten sie auf keinen Fall vom Morden abhalten. Was aber wollen die Linken nun wirklich?

Zitate:

Polens Marschall in Siegerpose vor dem Brandenburger Tor

Im Sommer 1939 rechnete Polen mit einem schellen Sieg über die deutsche Wehrmacht.
Selbst der polnische Generalstab war sich eines schnellen Vormarsches bis Berlin sicher.
Als der damalige französische Außenminister George Bonner dem polnischen Botschafter
in Paris, Graf Julius Lukasiewicz, bei einer Unterredung am 15. August 1939 warnend vorhielt,
daß Hitler die polnische Armee innerhalb von drei Wochen zu besiegen gedenke
(was dann bekanntlich auch geschah), antwortete dieser entrüstet:
„Im Gegenteil, die polnische Armee wird vom ersten Tage an nach Deutschland eindringen.“ (1)

Diese völlig groteske und, wie sich zeigen sollte, tragische Verkennung der Wirklichkeit trug mit dazu bei,
daß Warschau im August 1939 die einen Ausgleich der Spannung gewidmeten deutschen Vorschläge zur Lösung
der Danzig- und Korridorfrage brüsk ablehnte und im Lande eine Kriegshysterie und Kriegsbegeisterung erzeugte,
die sich an vielen Beispielen zeigte.

Bezeichnend war ein Vorfall, den Ernst Rietler aus München in einem Leserbrief in der Quick (2) erwähnte:
„Der polnische Marschall Rydz-Smuglz ließ sich bereits vor dem September 1939 ein Ölgemälde
anfertigen, das ihn hoch zu Roß in voller Gala-Uniform unter dem Brandenburger Tor zeigt.“

Und auch in einem fast ganzseitigen Bericht über „Polen 1939“ in der FAZ (3) heißt es:

Zitat:

„Diese Siegeszuversicht (Polens), die sich nicht zuletzt auf den Ausbruch
eines „allgemeinen Kriegs“ stütze, entsprach im übrigen auch ein Gemälde,
das der polnische Oberkommandierende, Marschall Rydz-Smigly, bereits
im Sommer 1939 (= im März 1939 s.u.) in Auftrag gab und das ihn hoch zu Roß
in voller Gala-Uniform als Sieger unter dem Brandenburger Tor zu Berlin zeigte“

Der Verfasser (HW) ist auch der Meinung, vor Jahren die Abbildung solch eines Gemäldes
einmal gesehen zu haben, ohne sich jedoch an weitere Einzelheiten mehr erinnern
zu können, oder einen Hinweis in seinen Archiv zu finden.

Er schrieb deshalb an Her Riezler, den er kurz vorher kennengelernt hatte,
am 11.04.1990 eine Anfrage und erhielt von diesem einen Brief
vom 20.04.1990 (4) in dem es unter anderen heißt:

Zitat:

„Die Sache mit meiner Leserzuschrift hat inhaltlich ihre absolute Ordnung.
Dieses Bildnis von Rydz-Smigly, in Siegerpose durch das
Brandenburger Tot reitend, ist noch tief in meinem Gedächtnis.
Jedoch bin ich nicht in die Lage es dahingehend einzuordnen,
ob ich es in einer Wochenschau, in einem filmischen Kriegsbericht,
in einer der gängigen Illustrierten, einer Wochen-, einer
Tageszeitung, oder einer Partei-Zeitung abgebildet gesehen habe.

Es hat sich um ein größeren Ölgemälde gehandelt, das von zwei
deutschen Soldaten gehalten gezeigt und so photographiert wurde. ….
Ich nehme an, daß man dieses Bilddokument,
gleichwohl wo es erschienen ist, vernichtet hat.

Auf jeden Fall hat es sich um ein Gemälde, das im Polenfeldzug
– vermutlich in Warschau – erbeutet wurde.“

Da Herr Riezler selbst Kunstmaler und Restaurator ist,
dürfte seinem Zeugnis ein besonderer Wert ankommen.

Weitere Nachforschungen nach diesem Bild oder Darstellungen von ihm blieben ohne Erfolg,
auch solche von dem inzwischen verstorbenen Dr. Karl-Otto Braun in Washingtoner Archiven

Anmerkungen:

(1) Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 202, vom 31.08.1979, S.6

(2) Quick Nr. 45, 1979

(3) Dr. Alfred Schickel „Polen 1939 – gesehen mit britischen Augen,“
in Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 202, vom 31.08.1979 S.5 f

(4) Brief von Ernst Riezler, München, vom 20.04.1990.
(Original um Archiv des Verfassers)

Im Mai 1939 – nach der englischen Garantie für Polen – fanden auch
polnisch-französische Generalstabsbesprechungen in Paris statt.
Der polnische Kriegsminister General Kasprzycki und sein Generalstabschef waren in Paris,
um mit General Gamelin zu konferieren – bei einem Frühstück wurde – in Anwesenheit des
damaligen französischen Außenministers Geotrges Bonnet – der polnische Kriegsminister
nach dem Zustand der Befestigungen an der deutsch-polnischen Grenze gefragt.

Kasprzycki antwortete:
„Wir haben keine (gemeint waren Befestigungen), denn wir gedenken einen Bewegungskrieg
zu führen und gleich zu Beginn der Operationen in Deutschland einzufallen.“

(Einzelheiten bei Georges Bonnet, „Vor der Katastrophe“, Köln 1951, S. 220-228)
Zitat:

Das „vermisste“ (Öl-)Bild in der Rekonstruktion (man beachte die Beschriftung – oben)


„EIN HALBES JAHR VOR BEGINN DES 2. WELTKRIEGES:
Polens Staatschef Rydz-Smigly
lässt sich malen als „SIEGER IN BERLIN“
MÄRZ 1939

weitere Zitate http://www.nexusboard.net/sitemap/6365/entlarvende-historische-zitate-t233513/

ergänzend

Polens Antisemitischer „Karfreitagsbrauch“ sorgt für Aufsehen

Polen: Die deutsche Minderheit hat zu viele Rechte

Polens Oppositionsführer Jaroslaw Kaczynski droht im Falle eines Wahlsieges seiner Partei mit neuen Regeln für die Deutschen im Land. Die Betroffenen, die Regierung und andere Parteien sind entsetzt.

Es hagelt schlechte Nachrichten aus Oberschlesien. Erst verkündet der Fiat-Konzern, in seinem dortigen Werk wegen Absatzeinbrüchen 1500 Arbeiter zu entlassen. Dann meldet eine Schule einen Tuberkulosefall. Und jetzt das: Jaroslaw Kaczynski macht gegen die deutsche Minderheit mobil.

Am Wochenende trat der Oppositionsführer vor großem Publikum in der Universität in Oppeln (Opole) auf. Er kündigte an, wenn seine Partei an die Macht komme, werde sie folgende Regel anwenden: “Die Deutschen in Polen bekommen so viele Rechte wie die Polen in Deutschland. Die Asymmetrie wird abgeschafft.”

Bemerkung: Und dass im eigenen Land, welches Polen seit 1945 verwaltet. Mit anderen Worten: Das schlägt dem Fass den Boden aus!

Kaczynski forderte, die Befreiung der nationalen Minderheiten von der Fünfprozenthürde in den polnischen Parlamentswahlen aufzuheben. Da die Deutschen es als einzige Minderheit auf diese Weise geschafft hätten, ins Parlament zu kommen, und derzeit nur mit einem Mandat vertreten seien, sei diese Regel überflüssig.

“Warschau liegt vor Berlin auf dem Bauch”

Gegen die Regelung, dass Gemeinden mit einem Minderheitenanteil von 20 Prozent zweisprachige Ortsschilder aufstellen können, hatte er nichts einzuwenden. Doch die “idealistische” Politik der polnischen Regierungen, den Minderheiten im eigenen Land Rechte zuzugestehen, ohne etwas für die Polen in anderen Ländern zu fordern, müsse ein Ende haben.

Bemerkung: Auf welchem Planeten lebt denn dieser rassistisch-faschistische Kaczynski?

Die Warschauer Regierung liege vor Berlin nicht mehr “auf den Knien, sondern auf dem Bauch”. Ein Abgeordneter aus Oberschlesien sekundierte seinem Parteivorsitzenden, die deutsche Minderheit und die oberschlesische Autonomiebewegung inszenierten “ständige Zwischenfälle und Provokationen”, welche den Bürgern in der Region “ein ruhiges Leben unmöglich machen”.

Die Aussagen Kaczynskis riefen heftige Reaktionen hervor. In den Hauptnachrichtensendungen kam Ryszard Galla zu Wort, der Abgeordnete der deutschen Minderheit. “Ich hoffe, dass die (Kaczynski-Partei) PiS nicht an die Macht kommt”, sagte er. “Es ist ein Fehler, mit der Frage der deutschen Minderheit zu spielen.”

Bemerkung: Diesem Galla kann man nur zustimmen! Es wäre ein Fehler, wiedereinmal die Deutschen – und dass noch auf deutschem Land – zu schikanieren und irgendwelche “Zwischenfälle” zu provozieren. Entsteht hier eine Parallele zu der Zeit von vor 73 Jahren?

Runder Tisch von Deutschen und Polen

Führende Politiker der regierenden Bürgerplattform und der linken Parteien kritisierten Kaczynskis Äußerungen als “barbarisch”. Damit sollten die Polen gegen Minderheiten und Nachbarländer aufgehetzt werden. Weitere Kritiker argumentierten, solche Auftritte erschwerten den Einsatz für die polnische Minderheit in Polens östlichen Nachbarländern.

Erstmals behandeln die Bundesregierung und die polnische Regierung jetzt die Anliegen der Deutschen in Polen und der Polen in Deutschland an einem gemeinsamen runden Tisch. Dabei wurden auch für die Polen in Deutschland, die sogenannte Polonia, im vergangenen Jahr Verbesserungen erzielt.

So wurde in Berlin eine Polonia-Koordinationsstelle mit einer Arbeitskraft gegründet, in Bochum wird eine Dokumentationsstelle entstehen, die die Geschichte der Polen in Deutschland erforschen soll. Auf einem Kongress in Berlin am vergangenen Wochenende forderte Wieslaw Lewicki vom Konvent Polnischer Organisationen in Deutschland, in Berlin einen “Erinnerungsort” an die polnischen Opfer des Nationalsozialismus zu errichten.

Oberschlesien leidet unter Abwanderung

“Unser Kongress wendet sich heute an die deutsche Regierung, diesen Punkt (der deutsch-polnischen Vereinbarungen) zu verwirklichen und nicht länger aufzuschieben.” Dies hatte kürzlich auch der polnische Staatssekretär und frühere Auschwitz-Häftling Wladyslaw Bartoszewski gefordert.

Der Auftritt Kaczynski kommt in einer Zeit, in der die Region Oberschlesien ihre Identität neu definiert und zugleich unter Abwanderung leidet. Hier wohnen die meisten Deutschen. Allerdings bekennen sich nach der Volkszählung 2011 nur noch 126.000 Bürger Polens zur deutschen Volkszugehörigkeit, während 817.000 sich als Oberschlesier definieren.

Darin kommt ein Regionalbewusstsein zum Ausdruck, das auch zu Forderungen nach mehr Autonomie geführt hat. In den zwei Wojewodschaften (Bezirken) der Region wohnen insgesamt 4,6 Millionen Menschen, zugleich ist Oberschlesien das größte Industrierevier Polens.

Ziel ist vor allem Deutschland

Etwa eine Million Menschen, großenteils Deutschstämmige, sind in den vergangenen 40 Jahren ausgewandert, vor allem nach Deutschland. Die Zahl der Arbeitsmigranten ist weiterhin hoch, bis 2035 droht die Bevölkerung in der Region Oppeln um weitere zwölf Prozent zu schrumpfen.

Viele Kinder, sogenannte “Euro-Waisen”, wachsen ohne ein oder beide Elternteile auf. Die Geburtenrate, die in Polen seit den 90er-Jahren gesunken und beim niedrigen deutschen Niveau angekommen ist, ist hier noch erheblich niedriger als im Landesdurchschnitt.

Deshalb hat die Bezirksregierung die Region jetzt zur “Demografischen Sonderzone” erklärt. Mit hohen Summen, unter anderem aus dem EU-Kohäsionsfonds, sollen ein zusätzliches Kindergeld gezahlt, Krippenplätze und Arbeitsplätze geschaffen und Kleinunternehmer unterstützt werden. Das soll der Entvölkerung entgegenwirken.

Quelle und weiterlesen: Welt Online

Zur mahnenden Erinnerung!

Illustrowany Kurjer Codzienny am 20.04.1929:
„Weg mit den Deutschen hinter die natürliche Grenze, fort mit ihnen hinter die Oder.”

Kurjer Polski am 10.08.1929
„Mit raschen Schritten nähert sich der Augenblick, in dem die Auffassung über die Zerstörung des Pestherdes (Deutschland) im Zentrum Europas Allgemeingut wird. Dann wird von Deutschland nur ein Trümmerhaufen übrigbleiben.”

Mosarstwowiez, 1930
„Wir sind uns bewußt, daß der Krieg zwischen Polen und Deutschland nicht vermieden werden kann. Wir müssen uns systematisch und energisch für diesen Krieg vorbereiten…. Unser Ideal ist, Polen mit Grenze an der Oder im Westen und der Neiße in der Lausitz abzurunden und Preußen vom Pregel bis zur Spree ein- zuverleiben. In diesem Krieg werden keine Gefangenen genommen, es wird kein Platz für humanitäre Gefühle sein. Wir werden die ganze Welt mit unserem Krieg gegen Deutschland überraschen.”

Erklärung des polnischen Botschafters in Paris am 15.8.1939
„Es wird die polnische Armee sein, die in Deutschland am ersten Tage des Krieges einfallen wird”
(vgl. Freund, M. „Weltgeschichte”, Bd. III, S. 90)

Rydz-Smigly, Generalinspekteur der polnischen Armee in einem öffentlichen Vortrag vor polnischen Offizieren im Sommer 1939:
„Polen will den Krieg mit Deutschland, und Deutschland wird ihn nicht verhindern können, selbst wenn es das wollte.”

Rydz-Smigly im Frühjahr 1939:
Wir werden bald gegen den deutschen Erbfeind marschieren, um ihm endgültig die Giftzähne aus- zubrechen….Haltet euch bereit für den Tag der Ab- rechnung mit dem arroganten Germanenblut, die Stunde der Rache ist nahe.”

Quelle: „Unkenntnis oder Infamie?” (S. 7) von Dr. rer. nat. Heinz Splittgerber

Wahre Geschichte Polens in der Mitte des 20. Jahrhunderts

Am 24.08.1939 beschossen polnische Batterien zwei deutsche Verkehrsflugzeuge.

Am 28.08.1939 schoß ein MG-Trupp der deutschen Grenzüberwachung auf polnische Kavallerie, die auf deutschem Gebiet deutsche Bauern jagte.

Am 28.08.1939 Polen zünden 15 km von der Grenze entfernt im deutschen Haldenburg Häuser an.

Vom März bis August 1939 ereigneten sich mehr als 200 polnische militärische Grenzverletzungen mit Brandlegung, Mord und Verschleppung.

Bis August 1939 flüchteten mehr als 70.000 Deutsche vor polnischem Terror ins Reich.

Am 30.08.1939 um 16.30 Uhr ordnete Polen die Generalmobilmachung an und unterbrach den Zugverkehr nach Ostpreußen durch den Korridor.

Am 31.08.1939 gab der Warschauer Rundfunk um Mitternacht bekannt:

„Wir sind auf dem siegreichen Vormarsch und werden gegen Ende der Woche in Berlin sein, die deutschen Truppen gehen an der ganzen Front in Unordnung zurück.”

Schon vor 150 Jahren wußte Bismarck, welche Gefahren der polnische Machthunger birgt.

”Die Herstellung eines unabhängigen polnischen Staates zwischen Schlesien und Ostpreußen mit der konsequenten Begehrlichkeit nach Posen und nach der für ein selbständiges Polen unentbehrlichen Weichselmündung würde eine permanente Drohung gegen Preußen bilden und einen der äußersten militärischen Leistungen, zu welcher das neue Polen befähigt wäre, gleich kommenden Teil der preußischen Armee dauernd neutralisieren. Befriedigen können wir die Ansprüche, welche dieser neue Nachbar auf unsere Kosten erheben würde, niemals. Die würden außer Posen und Danzig sich demnächst auf Schlesien und Ostpreußen richten, und die Landkarte, in welchen die Träume der polnischen Insurrektion ihren Ausdruck finden, bezeichnen Pommern bis an die Oder als polnische Provinz.”

Bismarck am 17.02.1863 nach einem Erlaß an den preußischen Botschafter in London, Albrecht Graf von Bernstorff

Polens Antisemitischer „Karfreitagsbrauch“ sorgt für Aufsehen