4 Stunden preußische Marschmusikzusammenstellung


0:00 Hohenfriedberger
3:54 Preußens Gloria
5:32 Yorckscher Marsch
8:14 Königgrätzer Marsch
10:51 Badenweiler Marsch
13:41 Helenenmarsch
16:13 Fridericus Rex Grenadiermarsch
19:06 Dessauer Marsch
22:37 Steinmetz-Marsch
25:03 Pariser Einzugsmarsch
27:16 Graf-Zeppelin-Marsch
30:30 Unsere Marine
32:38 Marsch aus der Zeit friedrichs des Großen
35:43 Regimentsgruß
37:46 Bayerischer Defiliermarsch
39:46 Der Coburger
43:00 Gruß an Kiel
45:09 Königsmarsch
50:41 Der Alsenströmer
52:18 Die deutsche Kaisergarde
54:56 Nibelungenmarsch
58:40 Der treue Husar
1:01:33 Altpreußischer Parademarsch
1:03:52 Preußischer Präsentiermarsch
1:05:37 Düppeler Schanzen-Marsch
1:09:18 Preußischer Schützenmarsch Nr. 1
1:11:55 Landgraf-Marsch
1:15:10 Kaiser Wilhelm-Siegesmarsch
1:19:00 Fehrbelliner Reitermarsch
1:21:29 Alte Kameraden
1:26:03 Petersburger Marsch
1:27:48 Des großen Kurfürsten Reitermarsch
1:31:37 Siegesmarsch von Metz
1:34:47 Linden Marsch
1:37:13 Bismarck Marsch
1:40:37 Freistaat Preußen Marsch
1:42:51 Waidmannsheilmarsch
1:45:06 Hohenzollern Marsch
1:48:06 Schneidige Truppe
1:50:30 Marsch der Elisabether
1:53:13 Tölzer Schützenmarsch
1:55:43 O Deutschland hoch in Ehren
1:59:17 Die Wacht am Rhein
2:01:58 Revue-Marsch
2:04:40 Parademarsch Nr. 1
2:08:06 Parademarsch Nr. 2
2:11:16 Seeteufel Graf Luckner Marsch
2:13:52 Heil Europa Marsch
2:17:11 Der Jäger aus dem Schwarzwald
2:20:00 Frei weg
2:22:04 Marsch der hannoverschen Garde-Jäger
2:24:45 Hohenstaufen Marsch
2:28:03 Defiliermarsch
2:30:29 Kreuzritterfanfare
2:32:57 Parademarsch der 18er Husaren
2:36:10 Zehner Marsch
2:37:30 Lützows wilde Jagd
2:40:16 Hoch Heidecksburg
2:44:12 Hoch Württemberg
2:46:42 Borussia
2:49:38 Aus allen deutschen Gauen
2:52:25 Schwedischer Reitermarsch
2:56:02 Preußenmarsch
2:59:00 Ein Jäger aus Kurpfalz
3:01:16 Admiral Stosch Marsch
3:03:19 König-Ludwig II Marsch
3:06:21 Alter Jägermarsch
3:08:18 Der Leuthener
3:11:41 Jagdgeschwader Richthofen Marsch
3:15:30 Torgauer Parademarsch
3:18:27 Der Pappenheimer
3:19:46 Kaiser Friedrich-Marsch
3:22:19 Holsteiner Marsch
3:24:32 Laridah-Marsch
3:27:45 Auf zum Start
3:30:44 Althessischer Reitermarsch
3:33:11 Deutscher Kaiser Marsch
3:35:18 Franken-Marsch
3:38:00 Große Zeit, neue Zeit
3:40:34 Margarethenmarsch
3:43:17 Bayerischer Präsentiermarsch
3:44:34 König Karl-Marsch
3:47:07 Das Abzeichen
3:50:21 Das ist Berlin
3:52:45 In Treue fest
3:57:03 Marsch (1756)
3:57:52 Einzug der Plagiatoren

Heute vor 133 Jahren verstarb unser Kaiser Wilhelm I.

Wilhelm I., mit vollem Namen Wilhelm Friedrich Ludwig von Preußen (* 22. März 1797 in Berlin; † 9. März 1888 ebenda), aus dem Haus Hohenzollern war von 1861 bis zu seinem Tod König von Preußen und seit der Reichsgründung 1871 erster Deutscher Kaiser.
Durch die Kaiserproklamation, die am 18. Januar 1871, dem 170. Jahrestag der Königskrönung Friedrichs III. von Brandenburg, im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles stattfand, nahm Wilhelm für sich und seine Nachfolger zur Krone Preußens den Titel eines Deutschen Kaisers an und versprach, „allzeit Mehrer des Deutschen Reichs zu sein, nicht an kriegerischen Eroberungen, sondern an den Gütern und Gaben des Friedens auf dem Gebiet nationaler Wohlfahrt, Freiheit und Gesittung“.

Wirken
Zu seinem Wirken heißt es:
„Prinz Wilhelm von Preußen ging schon in eisgrauem Haar, da wies ihm das Schicksal seinen geschichtlichen Auftrag. Er war noch ein Knabe, als er mit seiner Mutter, der Königin Luise, vor Napoleons Heeren ins winterliche Ostpreußen floh. Er war ein reifer Mann, als ihn der lärmende Pöbel der Märzrevolution 1848 erbittert verfolgte, weil er das preußische Heer und die preußische Ehre dem liberalen Geschwätz nicht ausliefern wollte. Er schien als Bruder des Königs für immer dazu bestimmt, neben dem Thron zu stehen und seine Kraft an geringeres Werk zu verschwenden, als es die Führung des Landes war. Doch plötzlich rief ihn das Schicksal zum Amt: der Tod des Königs macht den Prinzen von Preußen zum preußischen Herrscher. Ein märkischer Junker, Otto von Bismarck, bei allen Bedenklern als jäher Waghals verschrien, vom König selber anfänglich nur mit Argwohn betrachtet, ist sein Schicksal geworden. Selten nur hat ein Herrscher von innerem Rang sich so vor seinem treuesten Diener gebeugt wie dieser greise König von Preußen vor Bismarck, der das neue Reich geschaffen hat. Selten ließ, trotz mancher Bedenken, ein Fürst die Getreuen so schrankenlos walten.“

Titel
Der Kaiser des Deutschen Reiches war auch weiterhin König von Preußen und trug zudem noch 51 weitere Titel:
Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit [Majestät] Wilhelm der Erste, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser und König von Preußen, Markgraf von Brandenburg, Burggraf von Nürnberg, Graf von Hohenzollern, Herzog von Schlesien und des Landes Glatz, Großherzog des Niederrheins und Posens, Herzog von Sachsen, von Westfahlen und Engern, Herzog von Pommern und von Lüneburg, Herzog von Hollstein und von Schleswig, Herzog von Magdeburg, von Bremen, Geldern, Jülich und Berg, Herzog der Wenden und Kaschuben, Herzog von Krossen, Launburg und Mecklenburg, Landgraf von Hessen und Thüringen, Markgraf der Ober- und der Niederlausitz, Prinz von Oranien, Prinz von Rügen, von Ostfriesland, von Paderborn und von Pyrmont, Prinz von Halberstadt, von Münster, Minden, Osnabrück, Hildesheim, Verden, Kammin, Fulda, Nassau und Moess, gefürsteter Graf von Henneberg, Graf der Mark Ravensberg, Graf von Hohenstein, Tecklenburg und Lingen, Fürst von Mansfeld, Sigmaringen und Veringen, Gebieter von Frankfurt.

Literatur:
Otto Süß: Wilhelm, Deutscher Kaiser und König von Preussen. Allerhöchster Kriegsherr der Deutschen Armee und Marine, 1877; in: „Geschichte der Königlichen Schloß-Garde-Kompagnie zur Feier ihres 50jährigen Bestehens“, 1879 (Chronologischer Werdegang als PDF ab Seite 15)
Christian Schwochert: Kaiser Wilhelm I, CreateSpace Independent Publishing Platform, 2015, ISBN 978-1511882835
Berthold Volz: Wilhelm der Große – deutscher Kaiser und König von Preußen (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
Louis Schneider: Aus dem Leben Kaiser Wilhelms, 1849–1873 (1888) (PDF-Dateien: Band 1, Band 2)
Kaiser Wilhelms des Grossen Briefe, Reden und Schriften; ausgewählt und erläutert von Ernst Berner (1906) (PDF-Dateien Teil 1, Teil 2)
Ottokar Lorenz: Gegen Bismarcks Verkleinerer: ‚Nachträge zu Kaiser Wilhelm und die Begründung des Reichs‘ (1903), (PDF-Datei)
Johannes Penzler: Kaiser- und Kanzlerbriefe: Briefwechsel zwischen Kaiser Wilhelm I. und Fürst Bismarck (1900), (PDF-Datei 15MB)
Hermann Lieb / Emil Dietzsch: Kaiser Wilhelm I., der Schöpfer des neuen Deutschen Reiches (1888) (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Prxy abrufbar!
Bernhard Rogge: Kaiser Wilhelm der Siegreiche. Sein Leben und seine Thaten für das Volk und die Jugend, 1890 (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
Wilhelm Müller: Kaiser Wilhelm. Sein Leben und seine Zeit, 1797–1888, 1888 (PDF-Datei) Für Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
PDF Ludwig Büchner: Zwei gekrönte Freidenker, ein Bild aus der Vergangenheit als Spiegel für die Gegenwart. Dem deutschen Volke gewidmet, 1890
Gustav Schmoller: Der erste Hohenzollern-Kaiser. Eine Gedächtnisrede, in: Hohenzollern-Jahrbuch. Forschungen und Abbildungen zur Geschichte der Hohenzollern in Brandenburg-Preussen, 1897 (PDF-Datei)
Karl Pagel: Kaiser Wilhelm I., in: Willy Andreas / Wilhelm von Scholz (Hgg.): Die Großen Deutschen. Neue Deutsche Biographie. Propyläen Verlag, Berlin, 4 Bde. 1935–1937, 1 Ergänzungsbd. 1943; Dritter Band, S. 370–384
Rolf Kosiek: Die Zerstörung des Kaiser Wilhelm-Denkmals am Deutschen Eck, in: Rolf Kosiek / Olaf Rose (Hgg.): Der Große Wendig, Band 3, Grabert Verlag, Tübingen, 3. Aufl. 2010, S. 633 ff.Weitere Dokumente finden Sie in den Rubriken  19. Jahrhundert  Deutsches Kaiserreich  Weimarer Republik  Bundesrepublik Deutschland

     preussen.de – Die offizielle Seite des Hauses Hohenzollern

Ein Maulkorb für Journalisten …

… kritischen Journalisten und Historikern solle ein „Maulkorb …

Presseinformation – 12 …

Presseinformation – 12. Oktober 2020. Zurück zur Startseite.

Impressum preussen.de

Impressum. Angaben gemäß § 5 TMG. Georg Friedrich Prinz von …

Anfragen zu …

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Der SPIEGEL (Ausgabe 5/2020) u.a.. Verbindungen zur Sapt AG …

Deutungshoheit

Eine besondere Welle der Kritik löste die Nachricht aus, Prinz …

Hausarchiv der Familie

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Enteignung

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Links

  • History of Germany: Primary Documents
    sehr empfehlenswerte Linkliste zu Quellen und Dokumenten der deutschen Geschichte vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte (die Sprache variiert entsprechend der gelinkten Webseite)
  • Dokumente des Mercosur
    alle wichtigen Dokumente zu dieser Wirtschaftsintegration + Verfassungen der Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay (deutsch)
  • Mitteleuropa.de – Gesetze
    historische Gesetze, Erlasse und internationale Verträge der mitteleuropäischen Staaten, wie z.B. Tschechoslowakei und Deutschland (deutsch)
  • Feldpost-Archiv.de
    ausgewaehlte Feldpostbriefe des Zweiten Weltkriegs im Original und als Transkript sowie umfangreiche weitere Informationen zu diesem Thema (deutsch)

Das Deutsche Kaiserreich besteht weiter!  Leben wir im Deutschen Reich? Die Regierung sagt ja. Was denkt ihr darüber? Was bedeutet das für das deutsche Grundgesetz und die BRD? Sind wir Doppelbürger, oder staatenlos? Was bedeutet es für Brüssel? Wie kam es wohl dazu und was … Weiterlesen

150 Jahre Kaiserproklamation in Versailles – Zweites Deutsches Kaiserreich Vor 150 Jahren, am 18. Januar 1871, wurde im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles das Deutsche Kaiserreich ausgerufen. Damit fanden die von Bismarck forcierten Einigungskriege ihren symbolischen Höhepunkt und Abschluss. Mit „Eisen und Blut“ war ein deutscher Nationalstaat geformt worden … Weiterlesen

Wer uns gefangen hält – Die Wahrheit über Deutschland
ergänzend Alles was nach dem Putsch vom 27.10.1918 hier in Deutschland gemacht wurde ist illegal und rechtsungültig,  alles nur Lügen, Täuschung und Betrug. Es sind Besatzungen nach dem Kirchlichen Handelsrecht, ein Staatswesen kann nur simuliert werden es sind rein juristische … Weiterlesen

ergänzend: Über Geschitsverdrehung und den Pöbelgeist – Pfarrer Hans Milch
  Dem guten ist viel erspart geblieben, der Verfall hat vom Vatikan vollends Besitz ergriffen. Wir haben einen links-grünen Papst der die Verschmelzung aller Religionen anstrebt und Unzucht nicht nur toleriert, ja unterstützt.  Wer uns gefangen hält – Die Wahrheit über Deutschland  Der Paps ist laut der Bibel der Antichrist. Das Tier aus dem Meer ist die kommende Diktatur von Europa aus dem Auferstandenen römische Reich. Lest das letzte Buch der Bibel….die Offenbarung…die Menschheit folgt Satan und wird belehrt durch Not Hunger Leid und danach durch Tod auf Erden….Reuet euch und die Strafe wird nicht folgen. ergänzend: Da der Friedrich in meinen Adern schlummert, hier mal mein Staufengebölke und Gelalle von T. Haas von Preußen.
Unsere Krone ging verloren.  Aber, ihr werdet sehen, es geht auch ohne Kreuz und Krone. Unser GOTT wohnt im Herzen – nicht im Vatikan! Wahrlich ich sage Euch, der Schöpfer vom Himmel und der Erde kennt keine Kirchen noch irgend welche Sekten mit ihren Lügen-Märchenbüchern. Wendet Euch ab von diesem Unsinn, welches nur Unheil über die Menschen gebracht hat. Großartige Dinge sind niemals, aus der Komfortzonen entstanden. Erst wenn alle Kirchen und Synagogen bis auf die Grundmauern niedergebrannt sind, wird es sich, zum guten wenden. Wir werden „GEMEINSAMals Diener des Staates, etwas ganz Neues aufbauen. Wenn . . . wir ein Volk sind. Wir haben nur die eine Chance „GEMEINSAMErst wenn wir, das Volk, uns „GEMEINSAM“ unsere Macht und Verantwortung zurückholen, kann und wird sich was ändern. Wir müssen unsere Kräfte bündeln. Wir müssen uns schnellstens Vereinigen. Das ist kein Spaß !!!

Stöbert mal durch meine Blogs. Da liegt noch mehr, zum Thema Preußen und dem Reich

Bismarck´s Preussen


1862 – 1871: Von Bismarck/ Preußen forcierte Reichseinigung

1862 – 1866
im preußischen Verfassungskonflikt kommt es wegen der Frage der parlamentarischen Kontrolle des Heeres zu einem tiefen Zerwürfnis zwischen Regierung und Volksvertretung (Budgetrecht);
Bismarck (ab ‘62 Ministerpräsident) führt die Staatsfinanzen ohne parlamentarische Budgetbewilligung wie bisher weiter (Lückentheorie)
Wilhelm I. preuß. König seit 1861

1863/ 64

Februar – August ‘64

30. 10. 1864

der 52er Verwaltungskompromiß wird von Dänemark aufgekündigt – Schleswig, Holstein und Lauenburg sollen vollständig eingegliedert werden

deutsch-dänischer Krieg

Wiener Frieden: Preußen und Österreich-Ungarn unterstellen die Herzogtümer ihrer gemeinsamen Verwaltung

Juni 1866

3. Juli 1866

23. 8. 1866

1. 1. 1867

Österreich überweist die Entscheidung über die Zukunft der Herzogtümer dem deutschen Bundestag; Preußen betrachtet dies als einen Bruch der vertraglichen Verabmachungen und läßt seine Truppen in das österreichisch verwaltete Holsstein einrücken;
dies ist für Wien eine Verletzung der Bundesverfassung, die den Bundeskrieg gegen Preußen auslöstPreußen gewinnt die entscheidende Schlacht bei KönigsgrätzFrieden von Prag: unter der Ägide Bismarcks verzichtet Preußen auf österreichische Reperationsleistungen (Angst vor Napoleon III. und Revangegelüsten Österreichs);
Österreich muß der Auflösung des Deutschen Bundes und damit seinem Ausscheiden aus der deutschen Geschichte zustimmen („neue Gestaltung Deuschlands ohne Beteiligung des Österreichischen Kaiserstaates“);
Preußen annektiert mehrere norddeutsche Staaten und bekommt freie Hand zur Gründung des von ihm beherrschten Norddeutschen Bundes;
alle Staaten nördlich des Mains (einschl. Sachsen) müssen sich im Norddeutschen Bund zusammenschließen, dessen Verfassung zwar liberale Züge aufweist (Wahlrecht), der aber eindeutig von Preußen dominiert wird;die süddeutschen Staaten schließen sich im Süddeutschen Bund zusammen; auf wirtschaftspolitischer Ebene ( ab ‘68: Zollparlament), aber auch auf militärischer Ebene wird mit dem Norddeutschen Bund kooperiert (geheime Schutz-und-Trutz-Bündnisse)
September 1866
das preußische Abgeordnetenhaus gewährt Bismarck Indemnität
1868
Wahlen zum neugeschaffenen Deutschen Zollparlament – antipreußischen Gruppen gewinnen; Bismarck strebt die „Einigung von oben“ an und will die nationalistischen Strömungen im Volk stärken

1870

3.7. – 12.7. 1870
13. 7.
19. 7.

vordergründig ausgelöst durch einen Prestigestreit um die Kandidatur eines Hohenzollernprinzen für den spanischen Thron, stellt der deutsch-französische Krieg einen Entscheidungskampf um die Großmachtstellung in Europa dar; alle Nachbarn Deutschlands bleiben neutral, die süddeutschen Truppen werden preußischem Oberbefehl unterstellt

Kandidatenstreit
Veröffentlichung der von Bismarck redigierten „Emser Depesche“
französische Kriegserklärung an Preußen
-> Bismarcks „Ideal-Szenario“: die deutsche Frage war isoliert, das Desinteresse der Großmächte vorerst gesichert und der Dt. Nationalismus in heller Aufregung begriffen. (S.74 M.)

2. 9. 1870

28. 1. 1871
10. 5. 1871

deutscher Sieg in der Umfassungsschlacht bei Sedan; Gefangennahme Napoleons III.

Kapitulation von Paris
Friede von Frankfurt – Frankreich hat enorme Reparationslasten zu tragen:
5 Milliarden Franc, Elsaß und Lothringen werden annektiert (Legitimation in Dt. durch das Nationalitäts- und Sicherheitsprinzip)

1870/ 71

18. Jan. 1871

da Frankreich nach einigen Wochen faktisch besiegt ist, beginnen noch während des Krieges Vereinigungs-Verhandlungen zwischen den dt. Länderregierungen, wobei die allgemeine patriotische Hochstimmung dies katalysiert (nun macht sich Bismarck die Stimmung im Volk zu Nutze, die Druck auf die Fürsten ausübt);

das Deutsche Reich entsteht in Form von Anschlußverträgen der 4 süddeutschen Staaten an den Norddeutschen Bund, wobei die 4 südd. Landtage und der Nordd. Reichstag diese Verträge vorbehaltslos ratifizieren; das Reich wird durch einen Vertrag der souveränen Fürsten und Freien Städte geschaffen („Einigung von oben“)

Kaiserproklamation im Schloß von Versailles: König Wilhelm I. von Preußen deutscher Kaiser

Verfassung des deutschen Kaiserreiches

3 Entwicklungsstufen zur Einheit Deutschlands und damit zur Verfassungsgebung:
1833/34: Gründung des Deutschen Zollvereines
1867: Gründung des Norddeutschen und des Süddeutschen Bundes, (geheime)
Bildung eines militärischen Schutzbündnisses

1870/71: Deutsch-Französischer Krieg und Reichsgründung

da die Vorstellungen der Süddeutschen Staaten und der bürgerlich-liberalen Nationalbewegung berücksichtigt werden mußten, gleichzeitig Preußen klar dominant war, galt es eine Symbiose zu verwirklichen (Verfassungskompromiß),
daher wurde die von Bismarck konzipierte Verfassung des Norddeutschen Bundes von 1867 übernommen
geschaffen wurde eine konstitutionelle Monarchie, in der der Großteil der Macht beim Kaiser und der von ihm abhängigen Regierung bzw. bei den 25 Gliedstaaten lag:
erbliches Kaisertum; Kaiser ernennt Regierung/ Reichskanzler (keine parlamentarische Verantwortlichkeit) alleine, diese sind allein ihm verantwortlich; uneingeschränkter Befehlshaber über Heer und Marine;
Bundesrat, ein Gremium das die Bundesstaaten mit Regierungsvertretern beschicken, ist der eigentliche Träger der Volkssouveränität; da die Verfassungen auf Länderebene der auf Bundesebene ähneln, kommen hier die Interessen der Fürsten zum Zuge; der Bundesrat stimmt gemeinsam mit dem Reichstag über (vorgeschlagene) Gesetze ab, kann mit Zustimmung des Kaisers den Reichstag auflösen

Reichstag als offizieller Träger der Volkssouveränität: Gesetzgebungs- und Budgetrecht – dies teilt er allerdings mit dem Bundesrat; kein Vorschlagsrecht (Gesetze); keinerlei Kontrolle über Regierung und Militär

hegemoniale Stellung Preußens:
Personalunion der Kaiserwürde mit der preußischen Krone;
Verbindung des Reichskanzleramtes mit dem des preußischen Ministerpräsidenten;
Vorsitz des Reichskanzlers im Bundesrat; klare Dominanz im Bundesrat (Preußen stellt 17/58, 25% der Vertreter);
Vetorecht gegen jede Änderung der Reichsverfassung
das einzelstaatliche Element wurde durch den föderalistischen, bundesstaatlichen Aufbau des Staates gewahrt

allgem., gl. und freies Wahlrecht; im europ. Vergleich ist die Verfassung relativ fortschrittlich

Deutsche Außenpolitik unter Bismarck nach 1871 – Bismarcks Bündnissystem

Zwei Belastungen erwiesen sich als dauerhafte Gefahr für das deutsche Reich:

Preußen hatte mit der Nationalstaatsbildung einen mitteleuropäischen Machtkern gebildet, der die europäische „balance of power“ gefährdete; das deutsche Reich war fortan von außen bedroht, da es die Nachbarn als Bedrohung empfinden mußten;
die Reichsgründung war zustandegekommen, weil sie gegen isolierte Gegner durchgesetzt wurde; aber die Furcht vor ihrer Revision durch eine überlegene Koalition der Mächte belastete seitdem alle deutsche Politik

Deutschland mußte fortwährend französische Revanchegelüste fürchten (aufgrund der Annexion Elsaß-Lothringens); die deutsche Sicherheit konnte nur durch die dauerhafte Isolierung Frankreichs gewährleistet sein, da ansonsten die Gefahr eines 2-Fronten-Krieges bestand

das neue Deutsche Reich war zu klein, um die Hegemonie des Kontinents zu erringen, und zu groß, um mit dem Gleichgewicht vereinbar zu sein
Bismarck verfolgte daher eine Politik der Stabilität, in der er zwei Ziele zu verbinden suchte: die ISOLIERUNG der französischen Republik und und die SICHERUNG DES GLEICHGEWICHTES
(Bewahrung des status quo); europ. Konflikte sollen sich möglichst an den Rand des Kontinentes („in die Peripherie“) verlagern; Spannungen zwischen den Mächten werden als willkommenes Instrument zur Erweiterung des deutschen Handlungsspielraumes genutzt –> Bismarck suchte das Dt. Reich als konservative und „saturierte“ Macht darzustellen bzw.
zu rehabilitieren; er verfolgt eine Politik des friedlichen Interessenausgleichs
9. April 1875
Krieg-in-Sicht-Krise: französische Aufrüstungsbemühungen lassen die deutschen Revanchebefürchtungen wachsen; ein in der regierungsnahen Zeitung „Post“ lancierter Artikel deutet die Möglichkeit eines deutschen Präventivschlages an („Ist Krieg in Sicht ?“) –> England und Rußland drohen für diesen Fall mit der militärischen Intervention, vor jeder Machtsteigerung des Reiches steht fortan die Drohung aus Ost und West
1876
serbisch-türkischer Krieg
1877
machtpolitische Interessen lassen die „Schutzmacht“ Serbiens, Rußland, in den Krieg eingreifen –> russisch-türkischer Krieg
1877
„Kissinger Diktat“: Bismarck formuliert das Hauptinteresse deutscher Außenpolitik: … nicht das irgendeines Ländererwerbs, sondern das einer politischen Gesamtsituation, in welcher alle Mächte außer Frankreich unser bedürfen, und von Koalitionen gegen uns durch ihre Beziehungen untereinander nach Möglichkeit abgehalten werden.
3. 3. 1878
Friedensdiktat von San Stefano: russische Gebietszugewinne auf dem Balkan auf Kosten der Türkei –> dies widerspricht den Interessen Österreich-Ungarns und Englands, ein erneuter Konflkikt droht (Balkankrise)
13. 6. – 13. 7. 1878
der Berliner Kongreß korrigiert Frieden von San Stefano zu Lasten des siegreichen Rußland; Bismarck Schiedsrichter Europas („ehrlicher Makler“); Ergebnis: deutsch-russische Entfremdung und russisch-französische Bündnischance
1879
Zweibund mit Österreich: Verteidigungsbündniss für den Fall eines russischen Angriffs; fortan beruht die Architektur des Bündnissystems auf der Achse Wien-Berlin
1881
Rußland kann in das Bündnissystem integriert werden – Dreikaiserbündnis: ein geheimes Neutralitätsabkommen zwischen Dt., Österreich-Ungarn und Rußland (1881-1884, 1884-1887)
1882
Dreibund zwischen Österreich-Ungarn, Dt. und Italien (immer wieder verlängert):
Verteidigungsbündnis, das gegenseitigen Beistand bei einem franz. Angriff auf Dt. oder Italien vorsieht; gebannt wird die Gefahr eines italienischen Angriffs auf Österreich-Ungarn, v. a. bei einem dt.-österr. Krieg gegen Rußland
1887
Doppelkrise durch franz. Revanchebewegung und den serbisch-bulgarischen Krieg, der den Balkankonflikt zwischen Öst. und Rußland zu verschärfen droht –> zweifache Kriegsgefahr, die für die Mittelmächte zum 2-Fronten-Krieg führen könnte
18.6. 1887
Dt. und Rußland schließen Rückversicherungsvertrag: gegenseitige Neutralitätsverpflichtung beim Angriff einer dritten Macht (nur bei vorangegangener „Passivität“, des Angegriffenen bzw. keiner Provokation durch diesen); bei einem „streng geheimen Zusatzprotokoll“ handelt es sich um eine dt. Legit. für den Fall der russ. Besetzung der Zugänge am schwarzen Meer;
mit dem Rückvers.-Vertrag formal unvereinbar ist der durch Bismarck geförderte Orientdreibund zwischen Österreich-Ungarn, Italien und England: hier verpflichten sich die drei Länder den territorialen Besitzstand der Türkei gegen einen russischen Angriff zu verteidigen
–>der eine Vertrag fördert also die Veränderung des status quo am Bosperus,
der andere Vertrag will den status quo erhalten

Gleich zweierlei Bedrohungen ergaben sich für das Deutsche Reich nach bzw. durch die Reichgründung. Zum einen war dadurch das europäische Kräftegleichgewicht nach 1815 gestört. Den mitteleuropäischen Machtkern, so wie er jetzt entstanden war, mußten die europäischen Mächte als Bedrohung empfinden und daher eine Revision dieser Entwicklung anstreben. Verstärkt wurde diese Gefahr für das Reich durch französische Revanchebestrebungen, die aufgrund der Annexion immer zu befürchten waren.

So mußte es Bismarck nun auf die Sicherung des Bestehenden ankommen. Dazu mußte er die Mittelmacht im europäischen Staatenssystem integrieren. Zunächst spielte er wohl auch mit dem Gedanken einer militärischen Lösung: 1875 lancierte die Möglichkeit eines deutschen Präventivschlages gegen Frankreich nach franz. Aufrüstungsbemühungen in einer regierungsnahen Zeitung. Da Rußland und England mit einem Gegenschlag drohten, mußte er endgültig realisieren, daß eine weitere Verschiebung der „balance of power“ unweigerlich zum Krieg führen würde („Krieg in Sicht – Krise“).

Diese Ansicht fand er bestätigt durch die Balkankrise 1877, in der der russisch-englisch-österreichische Interessensgegensatz nach der russischen Eroberung von türkischem Gebiet zu eskalieren drohte. Angesichts dessen formulierte er 1877 in seinem sog. „Kissinger Diktat“ die Grundzüge, die die deutsche Außenpolitik fortan prägen sollten.

Bismarck wollte Deutschland als „saturiert“ international wieder rehabilitieren. Das deutsche Reich sollte seine „Mittelstellung“ nutzen, um die Interessensgegensätze zwischen den anderen europäischen Mächten steuern zu können, Konflikte sollten „in die Peripherie“ abgeleitet werden. Hauptziel sollte die Isolierung Frankreichs und damit die Vermeidung eines 2-Fronten-Krieges sein. Basis für die Bismarck’sche Politik war neben der Revanchehaltung Frankreichs u. a. der russisch-österreichische Gegensatz auf dem Balkan und der russisch-englischen Konflikt im asiatischen Raum bzw. um die türkischen Mittelmeerengen. –> „cauchemar des coalitions“, Festigung des labilen Mächtegleichgewichtes durch Bündnisse

Bismarck nannte als Hauptziel seiner Außenpolitik „eine politischen Gesamtsituation“, in welcher alle Länder außer Frankreich unser bedürfen und von Koalitionen gegen uns durch ihre Beziehungen zueinander nach Möglichkeit abgehalten werden“.

Als „ehrlicher Makler“ versuchte Bismarck Deutschlands Rolle als „saturierte Macht“ 1878 gerecht zu werden. Auf dem Berliner Kongreß vom 13. Juni bis zum 13. Juli 1778 wurde einer Revision des „Friedens von San Stefano“ von 1877 erreicht, damit die Eskalation des Balkankonfliktes verhindert – freilich eindeutig zu Lasten Rußland.

Die daraus resultierende Verstimmung auf russischer Seite, die einen russischen Angriff bzw. eine Koalition mit Frankreich nicht unwahrscheinlich macht, lassen Bismarck das Bündnis mit der zweiten Mittelmacht, Österreich, suchen. Der 1879 geschlossene 2-Bund, die Achse Wien – Berlin, ist fortan der Grundstein des Bismarck’schen Bündnisgeflechtes. Es handelt sich um ein Verteidigungsbündnis, welches gegenseitige Hilfe beim Angriff Rußlands vorsieht. Damit ist zumindest die russische Gefahr minimiert, Rußland kann durch das enge Bündnis enger an das Reich herangeführt werden …

Bismarck verfolgt weiterhin die Kissinger Prinzipien: 1881 wird das 3-Kaiserbündnis zwischen dem Reich, Österreich-Ungarn und Rußland, formell (in Absprache existierte es bereits 1873) geschlossen. Vorgesehen ist die Neutralität beim Angriff einer 4. Macht. Bezeichnend für die Bismarck’sche Politik ist, daß dies nicht gilt, wenn es sich um einen Gegenangriff bzw. Reaktion auf eine Provokation handelt.

1882 kann Italien in den 2-Bund integriert werden; der 3-Bund entsteht. Vorgesehen ist die it.-dt. Hilfe bei einem Angriff Frankreichs auf Öst. bzw. die dt. Hilfe bei einem Angriff auf Italien. Dieses kann sich dadurch im Mittelmeerraum eindeutig vom Konkurrenten Frankreich abgrenzen.
Rußland ist nun an das Reich gebunden, Frankreich isoliert. Daher scheint die Gefahr des 2-Fronten-Krieges nun minimiert. –> Vorbehalt Italiens !!!

Doch lassen erneute Spannungen auf dem Balkan und verstärkte franz. Revanchebemühungen (Boulanger wird 1886 Kriegsminister) ein russisch-französisches Zusammengehen wieder wahrscheinlicher werden. Da sich das 3-Kaiser-Bündnis aber aufgrund besagter Spannungen nach 1884 nicht ein zweites Mal erneuern läßt, schließt Bismarck 1887 mit Rußland den sog. „Rückversicherungsvertrag“, welcher „wohlwollende Neutralität“ vorsieht, wenn einer der beiden Staaten zur Verteidigung gegen eine 3. Macht gezwungen ist. Brisant ist das „streng geheime Zusatzprotokoll“ welches im Grunde genommen eine Legitimation der russischen Besetzung der türkischen Meerengen bedeutet.

Dennoch fördert Bismarck das Zusammengehen Öst., It. und Englands in der „Mittelmeerentente“, die den status quo am Bosporus erhalten, das türkische Reich verteidigen will. Wenngleich Dt. nur zur „diplomatischen Unterstützung“ im Rückversicherungsbündnisfall verpflichtet ist, widerspricht das Schließen des Rückversicherungsvertrages dem 2-Bund (falls Rußland Öst. angreift).

Der Orientdreibund kann Dt. bei einer Eskalation am Bosporus in Interessenkonflikt bringen – v. a. die 87er Verträge sind formal unvereinbar.

Im Sinne eines „friedlichen Interessenausgleiches“ war jedoch Bündnisfall, damit der Kriegsfall, nicht vorgesehen, was die formale Unvereinbarkeit der 87er Verträge begründet.

Reichsgründungstag

Ich vertraue nur noch ganz wenigen Menschen, das haben mir die Menschen beigebracht, denen ich bisher vertraut habe.

Am 18. Januar ist Reichsgründungstag. Wir möchten an die Gründung des Königreichs Preußen am 18. Januar 1701 – und 170 Jahre später (und wohl nicht zufällig an genau demselben Tag), an die Gründung des Deutschen Kaiserreiches am 18. Januar 1871 erinnern.
Auch wenn die Reiche, um deren Gründungen es hier geht, längst Geschichte sind, so ist es doch mehr: Es ist vor allem unsere Geschichte, – erst Brandenburg-Preußens und dann Deutschlands, die wir hier würdigen und die Geschichte geht so:

  • Der damalige preußische Kurfürst von Brandenburg, Friedrich der III. krönte sich selber am 18. Januar 1701 in Königsberg als Friedrich I. zum ersten König in Preußen.
    Das war die Geburtsstunde des Königreichs Preußen, dass so aus dem Kurfürstentum Brandenburg-Preußen entstand.
    Statuen des Königs und seiner Gattin Sophie Charlotte stehen in Berlin zu beiden Seiten der Straße des 17. Juni (Charlottenburger Tor). Er lebte u.a. in seinen Schlössern Köpenick und Friedrichsfelde (im Lichtenberger Tierpark)
  • Der Sohn von Friedrich I., der sogenannte „Soldatenkönig“, Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, festigte dann das preußische Königreich durch den Aufbau von Militär und Verwaltung nach Innen (Stichwort: Lange Kerls).
    Er war mit Sophie Dorothea verheiratet und lebte vorwiegend in seinem Schloss in Königs-Wusterhausen.
  • Sein Sohn, Friedrich II. (der Große), König von Preußen, entwickelte Preußen durch Reformen und Eroberungen (Schlesien) zur europäischen Großmacht. Er war mit Elisabeth Christine verheiratet und lebte vorwiegend (allein) auf seinem Schloss Sanssouci (franz. „ohne Sorgen“) in Potsdam.
  • Der Neffe des kinderlosen Friedrich II., Friedrich Wilhelm II. sicherte als Nachfolger den Erhalt der preußischen Monarchie in den aufgewühlten Zeiten nach der französischen Revolution. Dieser König führte erstmals als Hof-Sprache statt Französisch Deutsch ein.
    Er war mit Friederike Luise verheiratet und lebte vorwiegend in seinem Mamorpalais in Potsdam.
  • Sein Sohn, Friedrich Wilhelm III. war der Gatte von Königin Luise. Er verlor durch Napoleons Eroberungen die Hälfte des preußischen Territoriums (alles Land westlich bis zur Elbe).
    Im Zuge der Befreiungskriege gelang seinen Generälen (York, Blücher, Gneisenau, Lützow u.a.) und ihm dann mit russischer, englischer und österreichischer Unterstützung 1813 die Rück- und Neuerwerbung (Stichwort: Wacht am Rhein) von preußischen Gebieten.
    Danach entstand vor allem aus den Reihen der Burschenschaften eine nationale deutsche Einheitsbewegung, das die Schaffung eines deutschen Nationalstaates als parlamentarische Monarchie anstrebte.
    Die deutschsprachigen Fürstentümer schlossen sich nach dem Wiener Kongress 1815 zwar zu einem Deutschen Bund zusammen, aber der war noch kein Nationalstaat, sondern nur ein Fürsten-Bund. Damals ging das Territorium dieses Deutschen Bundes „Von der Maas bis an die Memel….“ wie Hoffmann von Fallersleben im „Lied der Deutschen“ dichtete.
    Friedrich Wilhelm III. lebte mit Königin Luise, vorwiegend in seinem Schloss in Paretz bei Potsdam.
  • Der Sohn Friedrich Wilhelm IV. verteidigte dann die Monarchie in Preußen gegen die Bestrebungen der Revolutionäre von 1848/49 und aus Angst vor der Auflösung des Königreich Preußens in einem deutschen Reich verhinderte er ein vereinigtes deutsches Kaiserreich unter preußischer Führung in seiner Regierungszeit noch.
    Nach der Revolution 1848 gab es aber für alle Länder des Deutschen Bundes bereits ein Gesamt-Parlament, das in der Frankfurter Paulskirche provisorisch tagte, auch wenn die politischen Hauptentscheidungen noch von den einzelnen Staaten des Deutschen Bundes getroffen wurden.
    Friedrich Wilhelm IV. lebte mit seiner Gattin Königin Elisabeth vorwiegend in seinem Schloss Charlottenhof in Potsdam.
  • Als sein Nachfolger berief dann sein Bruder, Wilhelm I., Bismarck zum Kanzler und stimmte 1866 seinem Vorschlag zu, als preußischer König der erste Präsident des Norddeutschen Bundes zu werden (ab 1867).  Dieser Norddeutsche Bund war ein Zusammenschluss der folgenden Königreiche: Preußen, Sachsen, Hannover, und der Herzogtümer Anhalt, Schleswig, Holstein, Mecklenburg und noch diverser kleinerer Fürstentümer.
    Es war der erste Nationalstaat und die erste konstitutionelle Monarchie auf deutschem Boden, also ein Königreich, in dem der König unter einer parlamentarischen Verfassung steht und ein demokratisches Parlament beim Regieren mitbestimmt.  Die Fahne dieses Staates war schwarz-weiß-rot.
    Nach dem Beitritt der süddeutschen Staaten Bayern, Baden, Württemberg, Hessen und einiger kleinerer Staaten, wurde am Januar 1871 der König zum Kaiser Wilhelm I. des nun als „Deutsches Reich“ bezeichneten Staates gekrönt. Die Verfassung und die Flagge wurden beibehalten.
    Wilhelm der I. lebte mit seiner Gattin, Kaiserin Augusta, vorwiegend in seinem Schloss Babelsberg in Potsdam.
    Im Dreikaiserjahr 1888 starben nacheinander Wilhelm I. und sein Sohn Friedrich der III. Thronfolger wurde als Kaiser Wilhelm II. der Enkel Wilhelm I..
    Er war mit Auguste Victoria verheiratet und lebte lange im Neuen Palais in Potsdam. Das Reich wurde modernisiert und von ihm lang erfolgreich geführt.
    Am 9. November 1918 endete damals das Deutsche Kaiserreich wie viele europäische Großreiche nach dem 1. Weltkrieg, durch den Sturz der parlamentarischen Monarchie und der Errichtung der Weimarer Republik.

Preußen

Preußen (lat. Borussia, Prussia oder Prutenia) war ein von 1525 bis 1945/47 bestehender deutscher Staat bzw. Freistaat Preußen im nördlichen Mitteleuropa.
Das Herzogtum Preußen, das aus dem Gebiet der Pruzzen und dem Land des Deutschritterordens hervorgegangen war, wurde 1618 mit dem Kurfürstentum Brandenburg zu Brandenburg-Preußen vereint. Im Wehlauer Vertrag von 1657 erkannte Polen die Souveränität des Kurfürsten Friedrich Wilhelm in Preußen an, was im Frieden von Oliva von 1660 von den europäischen Mächten garantiert wurde. Am 18. Oktober 1663 huldigten die preußischen Stände dem Souverän auf dem Schloßhof zu Königsberg. Infolge der Krönung des Kurfürsten Friedrich III. von Brandenburg am 18. Januar 1701 im Audienzsaal des Königsberger Schlosses wurde dieser zu Friedrich Wilhelm I., König in Preußen, wodurch Brandenburg-Preußen zum Königreich Preußen erhoben wurde. Das preußische Königreich stieg im 18. Jahrhundert zur Europäischen Großmacht auf und vereinigte unter seiner Führung die meisten deutschen Länder – mit Ausnahme Österreichs, Liechtensteins, der Niederlande, Luxemburgs und der Schweiz – zum Deutschen Kaiserreich.

Von den Anfängen bis zum Ende des Dreißigährigen Krieges

Ausdehnung Preußens (hellblau) im Kaiserreich

Die Wurzel des späteren Königreiches Preußen liegen in der Kaiserlichen Mark Brandenburg am östlichen Rand des Heiligen Römischen Reiches zwischen Oder und Elbe. 1134 erhielt Albrecht der Bär (aus dem Haus der Askanier) von Kaiser Lothar II., der sich dann ab 1157 „Markgraf von Brandenburg“ nannte, dieses Gebiet als Lehen. Die Askanier dehnten dieses Gebiet kontinuierlich aus (z. B. Uckermark im Norden oder die Niederlausitz im Süden).

Nachdem mit dem Tod von Woldemar dem Großen und seinem Vetter Heinrich das Haus der Askanier erlosch, ging das Gebiet zurück an das Reich. Der Wittelsbacher Kaiser Ludwig der Bayer gab die Mark seinem Sohn als Lehen. 1348 kam es nach dem Tod des Kaisers zu kriegerischen Konflikten um die Mark, als ein falscher Woldemar sich als der verstorbene Markgraf ausgab.

Der falsche Woldemar hatte den neuen Luxemburger Kaiser Karl IV., der ein erklärter Feind der Wittelsbacher war, an seiner Seite. Er scheiterte jedoch am Widerstand des Adels. Ein paar Jahre später regelte Kaiser Karl IV. die Wahl des Deutschen Königs neu. Zu den sieben wahlberechtigten Kurfürstentümern, die in der Goldenen Bulle festgelegt wurden, zählte nun auch Brandenburg. 1373 kam die Mark dann doch noch zu den Luxemburgern, die schon im benachbarten Böhmen herrschten. Die geplante Vereinigung der beiden Territorien gelang nicht, und so verloren die Luxemburger schnell wieder das Interesse.

Das dabei enstehende Machtvakuum wurde durch das Machtstreben des lokalen Adels gefüllt, dessen Auseinandersetzungen das Land am Anfang des 15. Jahrhunderts an den Rand des Ruins brachten. Mit den inneren Krisen kam auch der äußere Verfall des Landes: Pommern, die Nieder- und Oberlausitz gingen verloren, die Neumark wurde 1402 an den Deutschen Orden verkauft.

Nach dem Tod des Luxemburger Markgrafen Jobst von Mähren 1411 ernannte der deutsche König und baldige Kaiser Sigismund Friedrich I. von Hohenzollern (den Burggrafen von Nürnberg) zum Verwalter der Mark.

Schon im darauffolgenden Jahr ging dieser entschlossen gegen den lokalen Adel vor und unterwarf ihn in den folgenden zwei Jahren.

Außenpolitisch hatte er jedoch kein Glück. Friedrich I. verließ das Land enttäuscht im Jahre 1426 und ließ seinen Bruder bis 1437 regieren. Dann übernahm sein Sohn Friedrich II. „Der Eiserne“ das Land.

Dieser hatte mehr Glück: Er gliederte die märkischen Städte in sein Territorium ein und erlangte die Neumark und Teile der Lausitz zurück. Ein Konkordat mit dem Papst verschaffte ihm das Recht, seine Bischöfe selbst zu nominieren.

Friedrichs Bruder Albrecht Achilles (1470–1486) setzte diese Politik erfolgreich fort: Um nach seinen Tod die Teilung der Mark zu verhindern, verfügte er, daß sein ältester Sohn die Mark ungeteilt erben sollte. Die beiden jüngeren Söhne bekamen dafür die fränkischen Fürstentümer.

Im 16. Jahrhundert gelang es den Hohenzollern, ihre Macht weiter zu festigen, was auch eine kurze Zeit der Teilung (1535–1571) nicht verhindern konnte. Einzige Gegenspieler der Fürsten waren die Landesstände, in denen Adel, Geistlichkeit und die Städte ihre Interessen vertraten. Im Laufe des Jahrhunderts zerbrach jedoch diese Koalition wieder: Während der Adel durch die Agrarkonjunktur und die Steuerpolitik der Hohenzollern gefördert wurde, erlebten die Städte einen wirtschaftlichen Niedergang. Eine Entmachtung der Geistlichkeit erfolgte 1539 mit großer Unterstützung der Reformation. Der Kurfürst Joachim II. Hektor (1535–1571) wurde zum Oberhaupt der Landeskirche.

Am Beginn des 17. Jahrhunderts kamen eine Reihe von Gebietserweiterungen: Nach dem Tod des letzten Herzogs von Jülich erbte der Kurfürst Johann Sigismund (1608–1619) das Herzogtum Kleve sowie die Grafschaften Mark, Ravenstein und Ravensberg. Damit kam Brandenburg zum ersten Male in den Besitz von Gebieten im Westen des Reiches.

Der Konflikt um dieses Erbe war für Johann Sigismund einer der Gründe, zum Calvinismus zu konvertieren. Johann Sigismund wußte, daß er sich damit im Widerspruch zu der in Brandenburg lebenden lutherischen Bevölkerung befand, deshalb verzichtete er auf den im Augsburger Religionsfrieden festgelegten Grundsatz, daß jeder Untertan den Glauben seines Landesherren annehmen mußte.

Von viel größerer Bedeutung als die neuen Gebiete im Westen war die Einsetzung von Johann Sigismund als Herzog von Preußen im Jahre 1618. Im selben Jahr brach der Dreißigjährige Krieg aus. Der neue Kurfürst Georg Wilhelm blieb jedoch jahrelang der Politik fern und hielt sich auf der Burg Königsberg auf. Brandenburg, das sich betont neutral verhalten wollte, wurde zum Spielball der großen Mächte.

Widerwillig schloß sich Georg Wilhelm 1631 dem Schwedenkönig Gustav II. Adolf an, um zwei Jahre später zum Kaiser zu wechseln. Brandenburg wurde von Schweden besetzt, und am Ende des Krieges zählte Brandenburg einen Bevölkerungsverlust von mehr als 50 Prozent. 1640 trat Friedrich Wilhelm (der Große Kurfürst) die Nachfolge Georg Wilhelms an und zog Lehren aus den vergangenen Jahren.

Preußen unter dem Großen Kurfürsten

Krönung Friedrich I. in der Schloßkirche zu Königsberg. Blick Süden, unterm Baldachin Königin Charlotte

Während der Regierungszeit Friedrich Wilhelms kamen die ersten eigenständigen Erfolge der brandenburgischen Außenpolitik, die als Basis für den Aufstieg Preußens gilt.

Als Friedrich Wilhelm die Regierung übernahm, fand er ein Land vor, das arm an Bevölkerung und an Ressourcen war und gerade 20 Jahre Krieg hinter sich hatte. Zudem war während des Krieges ein großer Teil des Landes von Schweden besetzt (unter anderem der Paß von Fehrbellin sowie fast die gesamte Oderlinie inklusive Frankfurt [Oder]). Friedrich konnte einen Frieden mit Schweden erreichen, jedoch nicht den Abzug der schwedischen Truppen. Erst lange Verhandlungen in Münster und Osnabrück, die zum Westfälischen Frieden führten, brachten spürbare Erleichterungen. Die schwedischen Truppen zogen ab, der Kurfürst bekam Hinterpommern, Minden, Halberstadt und Magdeburg zurück.

Nach dem Friedensschluß widmete sich Friedrich Wilhelm nun dem Aufbau seines zerstörten Landes. Er schaffte es, das Steuerbewilligungsgesetz der Stände abzuschaffen und schuf das Berufsbeamtentum. 1667 wurde in Brandenburg die Verbrauchsteuer eingeführt, die alle Bürger gleich belastete. Sie galt zwar zunächst nur für Städte und nur auf Probezeit, aber sie bewährte sich so gut, daß sie schließlich eine Dauereinrichtung wurde.

Auch begann der Große Kurfürst mit dem Aufbau eines Stehenden Heeres, das zwar anfangs recht bescheiden war, aber trotzdem eine Basis für die weitere Entwicklung in Preußen darstellte.

Auch außenpolitisch verbuchte Friedrich Wilhelm einige Erfolge. Während des Krieges zwischen Schweden und Polen konnte Preußen die volle Souveränität von Polens Krone erreichen. Der Höhepunkt war jedoch der Sieg der Schlacht bei Fehrbellin. Gleichzeitig war der Verlust von Pommern, welches Preußen wiedererobert hatte, aber im Frieden von St. Germain 1679 an Schweden abgetreten werden mußte, die größte Niederlage des Großen Kurfürsten. 1685 nahm der Große Kurfürst die in Frankreich verfolgten Hugenotten in Preußen auf, die viele Kenntnisse in verschiedenen Gewerben und vor allem Arbeitskraft mitbrachten.

Im Jahre 1682 wurde die erste preußische Kolonie in Afrika, Groß-Friedrichsburg, gegründet.

Der Große Kurfürst verstarb am 9. Mai 1688 in Potsdam, er hinterließ ein nunmehr geordnetes Land für seinen Nachfolger Friedrich III.

Preußen unter König Friedrich I.

Kurfürst und Markgraf Friedrich III. erhielt 1701 die Königskrone Preußens als Dank für die Unterstützung Habsburgs im Spanischen Erbfolgekrieg.

Während des Großen Nordischen Krieges zeigte sich, daß Preußen noch nicht mit den großen Mächten mithalten konnte: Preußen konnte nicht eingreifen, weil die Truppen im Westen gegen Frankreich standen. Also erklärte Preußen sich für neutral, was die beiden kämpfenden Mächte auch zur Kenntnis nahmen. Nach der Niederlage Schwedens in der Schlacht bei Poltawa zogen schwedische Truppen ohne Rücksicht durch das preußische Staatsterritorium. Dadurch wurden Seuchen eingeschleppt, Dörfer geplündert, und als die Russen nachrückten, kam es sogar zu Kampfhandlungen. Gerade die Provinz Ostpreußen wurde ruiniert.

Anfang 1713 kam ein neuer preußischer König: Friedrich Wilhelm I., der „Soldatenkönig“.

Preußen unter dem „Soldatenkönig“

Die Eidesleistung von Wilhelm I. bei der Krönung in der Schloßkirche zu Königsberg. Blick Nord, unterm Baldachin Königin Augusta; gemalt von Adolf von Menzel

Direkt nach seinem Regierungsantritt begannen radikale Reformen und Neuorientierungen in Preußen:

  • Die luxuriöse Hofhaltung wurde abgeschafft, korrupte Beamte entlassen und die Verwaltung neu organisiert.
  • Das „Ewige Plus machen“, das die Ausgaben an den Steuereinkünften orientierte, war eine völlige Neuheit für die Fürstenhöfe in Europa.
  • Wissenschaften wurden auf rein praktisch umsetzbare Erkenntnisse beschränkt, und das Heer wurde stark ausgebaut (waren es 1713 noch 47.000 Soldaten, so 1740 bereits 83.000 Soldaten).

Die Tatsache, daß das neue Heer ausschließlich von preußischen Geldern finanziert wurde, zeigt den enormen Erfolg der Sparsamkeitspolitik des Soldatenkönigs. 1740 starb der Soldatenkönig und hinterließ seinem Sohn Friedrich II. eine starke Armee und einen reichen Staatsschatz.

Preußen unter Friedrich dem Großen

Kurz nach der Krönung von Friedrich dem Großen am 31. Mai 1740 fiel er am 16. Dezember 1740 in das deutsch-österreichische Schlesien ein und eröffnete so den Ersten Schlesischen Krieg. Dieser Tag wurde der alles entscheidende Einschnitt im Leben Friedrichs und von Preußen.

1742 fiel Schlesien an Preußen. In den Jahren 1742/43 wurde Österreich wieder stärker, und Friedrich fürchtete, daß Maria Theresia Schlesien zurückfordern würde. Also verbündete er sich mit Bayern, Frankreich und Spanien, denen sich in der Zwischenzeit auch Sachsen, Schweden, das Königreich Neapel, die Kurpfalz und Köln angeschlossen hatten. Rußland konnte er jedoch nicht für seine Ziele gewinnen, was sich später als beinahe verhängnisvoll herausstellen sollte.

Nachdem er sich derart abgesichert hatte, kam es im deutsch-österreichischen Böhmen zum neuerlichen Krieg, der 1744 den Zweiten Schlesischen Krieg eröffnete. Auch diesen Krieg konnte Friedrich für sich entscheiden, und beim Friedensschluß von Dresden 1745 verblieb Schlesien weiter bei Preußen.

Doch Maria Theresia wollte das nicht hinnehmen, und ihr Kanzler Kaunitz schaffte es, für Österreich eine Allianz mit Frankreich und Rußland zu schließen. Dadurch hatte Preußen nun die drei stärksten Landmächte der Welt gegen sich. Daraufhin verbündete sich Preußen mit Großbritannien.

Am 29. August 1756 begann dann der Siebenjährige Krieg mit dem Präventivschlag Friedrichs gegen Sachsen. Der Krieg lief anfangs gut für Preußen, doch schon bald zeigte sich, daß Preußen viel weniger Soldaten als die Gegner mobilisieren konnte. 1759 war Preußen schließlich zu keiner offensiven Tat mehr in der Lage (England schickte keine Truppen) und mußte zudem immer wieder Angriffe der Russen auf preußisches Kernland abwehren. Entgegen allen Erwartungen konnten sich die Preußen halten und ihr Land erfolgreich verteidigen.

1761 starb die russische Kaiserin Elisabeth, und ihr Neffe Peer III., ein Bewunderer Friedrichs, kam an die Macht. Am 5. Mai schloß Peter III. in St. Petersburg einen Friedens- und Bündnisvertrag mit Preußen (Frieden von St. Petersburg), dem sich auch Schweden anschloß. Nach der Ermordung Peters III. löste Katharina die Große das Bündnis auf, blieb aber beim Frieden. Am 15. Februar 1763 wurde im „Frieden von Hubertusburg“ zwischen Preußen und seinen Gegnern Frieden geschlossen. Der Status quo ante wurde wiederhergestellt. Preußen war nun endgültig zur europäischen Großmacht aufgestiegen, und Friedrich bekam den Beinamen „Der Große“.

Joch – Befreiung – Blüte

Mit der Französischen Revolution begann ein neues Zeitalter, die alte Ordnung war zerstört, und die Kräfte der Gegenrevolution beschleunigten die Revolution weit über Frankreichs Grenzen hinaus. Die Mobilisierung der Bevölkerung für den Krieg störte das alte System: Aus Kabinettskriegen wurden Volkskriege. Napoleon schaffte es in mehreren Kriegen, den größten Teil Europas zu unterwerfen.

Die bittere Niederlage Preußens bei der Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt führte zur Besetzung Preußens und zum Verlust vieler Gebiete. 1810 war Napoleon auf dem Gipfel der Macht, doch die Arroganz seiner Statthalter zerstörte bald alle Sympathien für die oberflächlichen Ideale der Französischen Revolution. 1812 schließlich kam mit Napoleons Niederlage in Rußland das Signal zum offenen Kampf. Und während der preußische König Friedrich Wilhelm III. noch zögerte, wurden alle Vorbereitungen für den bevorstehenden Kampf getroffen.

Im März 1813 erklärte Preußen Frankreich den Krieg. Mit dem Sieg in der Völkerschlacht bei Leipzig vom Oktober 1813 wurde Napoleons Herrschaft in Deutschland gebrochen. Im März 1815 schließlich wurde Paris von den Verbündeten erstmalig besetzt. Auf dem Wiener Kongreß wurde Europa neu aufgeteilt. Nur Napoleons 100 Tage dauernde Wiederkehr unterbrach die Verhandlungen für kurze Zeit, die mit dem Zweiten Frieden von Paris endeten. Preußen erhielt zum Ausgleich für seine verlorenen Ostprovinzen die Rheinprovinzen, Westfalen und Pommern.

1823 kamen zum ersten Mal die Provinziallandtage zusammen. Die Befreiungskriege hatten durch die Rückbesinnung auf nationale Werte die Deutsche Nationalstaatsbewegung gefördert. Viele träumten nun von einem Deutschen Reich. 1819 wurde durch die Ermordung des Dichters August von Kotzebue in Preußen die Presse- und die Meinungsfreiheit aufgehoben. Es kam zur sogenannten Demagogenverfolgung.

1832 wurden auf dem Hambacher Fest Forderungen nach einem gesamtdeutschen Staat und nach Volkssouveränität laut. 1828 wurden auch andere deutsche Staaten in den Preußischen Zollverein aufgenommen, dadurch sicherte sich Preußen die Vorherrschaft in Deutschland und erschloß seiner aufstrebenden Industrie neue Absatzmärkte. 1838 wurde in Preußen die erste Eisenbahnstrecke von Berlin nach Potsdam eröffnet, zwölf Jahre später waren im Land 3.500 km Schienen verlegt.

1839 wurde Kinderarbeit verboten und die tägliche Arbeitszeit für Jugendliche auf 10 Stunden begrenzt.

1844 kam es zum Aufstand der Schlesischen Weber. 1847 tagte zum ersten Mal der Vereinigte Landtag, doch bereits im Herbst kam es zu vielen Protestbewegungen. Schließlich wurde Deutschland von einer Revolution erfaßt, die am 18. März 1848 Berlin erreichte. Anfang Mai wich der Landtag der Nationalversammlung, doch es gelang keine Einigung über eine neue Preußische Verfassung. Im Dezember wurde die Nationalversammlung aufgelöst, und König Friedrich Wilhelm IV. schuf eine Verfassung, in der die wesentlichen Grundrechte festgeschrieben wurden. Am 28. März 1849 wählte die Nationalversammlung den Preußischen König zum Deutschen Kaiser, dieser lehnte jedoch ab und verwarf die Reichsverfassung. Damit war die Nationalversammlung gescheitert.

Die preußische Verfassung des Jahres 1850

Preußen, das bis dahin ein absolutes Königtum war, wurde durch die Verfassung des Jahres 1850 in eine kostitutionelle (verfassungsmäßig beschränkte) Monarchie umgewandelt. Diese moderne Verfassung verbürgte den Untertanen in ihrem ersten Teil Gleichheit aller vor dem Gesetz, Freiheit der Person, der Religion, der Wissenschaft und der Meinungsäußerung. Diese „Rechte der Preußen“ entsprachen den „allgemeinen Menschenrechten“, welche auch in der amerikanischen und französischen Verfassung festgelegt waren. Die Gesetzgebung wurde durch den König und den Landtag gemeinsam ausgeübt. Die richterliche Gewalt wurde zwar im Namen des Königs ausgeübt, jedoch waren die Richter unabhängig und die Rechtsprechung dem Einfluß des Königs oder einer anderen Staatsgewalt entzogen. Durch die neue Verfassung erhielt die Bevölkerung ein Mitbestimmungsrecht auf dem Gebiete der Gesetzgebung. Jede Stimme mußte öffentlich und mündlich abgegeben werden.

Am 8. Oktober 1862 wurde dann Otto von Bismarck Preußischer Ministerpräsident.

Ostgrenze Preußens (Galerie)

Die Ostgrenze Preußens:

Der Staat Preußen im Jahre 1866

Bismarck führte die Landesgeschäfte im Sinne der Krone und brach damit den Einfluß des Parlaments. Nachdem er die innenpolitische Situation bereinigt hatte, baute er die Stellung Preußens in Deutschland aus: 1864 wurde durch den Deutsch-Dänischen Krieg Dänemark endgültig als Faktor aus der deutschen Politik ausgeschaltet. Preußen und Österreich erhielten Schleswig und Holstein zur Verwaltung. Zwei Jahre später bildeten unterschiedliche Auffassungen über die beiden Gebiete den Vorwand zum Deutschen Krieg, in dem sich Preußen mit Italien gegen Österreich und die meisten anderen deutschen Staaten verbündete. Im Norden fiel die Entscheidung in der Schlacht von Königgrätz.

Interessant ist, daß während des Deutschen Krieges keine Orden gestiftet wurden, da es sich um einen Bruderkrieg handelte. Österreich wurde im Frieden von Prag geschont, dafür gelang es Preußen durch Annexionen in Norddeutschland, seine beiden getrennten Gebiete zu vereinen. Außerdem wurde der Deutsche Bund aufgelöst und der Norddeutsche Bund gegründet, in dem fast alle Länder nördlich des Mains vereint waren. Mit der Ausdehnung des Preußischen Einflusses auf die Gebiete südlich des Mains kam es zu wachsenden Spannungen mit Frankreich.

Italien konnte sich trotz verlorener Schlachten über Gebietsgewinne auf Kosten Österreichs freuen.

1870 diente die Auseinandersetzung um den spanischen Thron durch einen Hohenzollern als Anlaß für den Deutsch-Französischen Krieg, der am 19. Juli 1870 mit einer französischen Kriegserklärung begann. Nach der Sedanschlacht kapitulierte Napoleon III., und Bismarck nutzte die Gunst der Stunde, um die deutschen Fürsten für seinen Plan eines Deutschen Reiches zu gewinnen.

Nach einem harten Winterfeldzug war auch die neue Französische Republik geschlagen, und am 18. Januar 1871 wurde in Versailles Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Dies war die Geburt des Deutschen Reiches.

Der Erste Weltkrieg

Trotz seiner Vermittlungsversuche im Juli 1914 konnte Wilhelm II. nicht verhindern, daß sich aus der Balkankrise nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers Franz Ferdinand in Sarajewo der Erste Weltkrieg entwickelte. Alle Versuche, einen Krieg in Europa nach diesem Ereignis noch zu verhindern blieben erfolglos. Der Erste Weltkrieg war kein preußischer Krieg. Österreich, Rußland, Deutschland, Frankreich und Amerika, welche in dieser Reihenfolge in das Gemetzel eintraten, hatten ihre Kriegsgründe und -ziele. Preußen hatte keine – mußte jedoch zweifach die Zeche der deutschen Niederlage zahlen. Außer Elsaß-Lothringen gingen sämtliche folgenden deutschen Gebietsabtretungen auf Kosten Preußens: Posen und Oberschlesien, Danzig, der sogenannte polnische Korridor und auch Nordschleswig. Die deutsche Revolution, die der Niederlage folgte, stellte Preußen vor die Existenzfrage.

„Der letzte König von Preußen“

Die verfassungsgebende preußische Landesversammlung, die zugleich mit der Weimarer Nationalversammlung im Januar 1919 gewählt worden war, zögerte lange, an die Arbeit zu gehen. Wozu noch eine preußische Verfassung aktualiseren, wo es doch nun schon ein Jahr lang eine deutsche gab? Im Dezember 1919 faßte sie mit 210 gegen 32 Stimmen einen Beschluß:

„Als das größte der deutschen Länder erblickt Preußen seine Pflicht darin, zunächst den Versuch zu machen, ob sich nicht bereits jetzt die Schaffung eines deutschen Einheitsstaats erreichen läßt …“

Der Ostpreuße Otto Braun – er gewann alle seiner Wahlkämpfe – erwirkte in einer Koalition epochemachende Reformen, wie die preußische Schulreform von 1921 und einige Jahre später eine liberale Reform des preußischen Strafvollzugs. Weit eher als die Weimarer Republik wirkte das republikanische Preußen der zwanziger Jahre wie ein Vorklang auf moderne Zeiten. Ein bemerkenswertes Kuriosum ist, daß das Preußen Otto Brauns noch eine völlig originelle politische Erfindung machte, die heute noch einen Pfeiler in der BRD-Politik darstellt: das Konstruktive Mißtrauensvotum. Dieses besagt, daß ein Parlament nur dann einen Regierungschef stürzen kann, wenn es sich auf einen neuen einigt.

Preußenschlag

Mit dem Preußenschlag vom 20. Juli 1932 setzte Reichskanzler Franz von Papen die geschäftsführende preußische Regierung unter dem sozialdemokratischen preußischen Ministerpräsidenten Otto Braun ab. Umgehend wurden die preußischen Ministerien durch die Reichswehr besetzt und die Minister unter Gewaltandrohung zum Verlassen ihrer Amtsräume aufgefordert. Sodann wurde Von Papen von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskommissar für Preußen ernannt. Als seinen Stellvertreter und preußischen Innenminister berief von Papen Franz Bracht, Mitglied der Deutschen Zentrumspartei und Oberbürgermeister von Essen.

Nationalsozialismus

Mit der nationalsozialistischen Revolution wurde der preußische Staat aufgelöst und sein Gebiet in verschiedene Reichsgaue aufgeteilt. Diese, wie etwa Pommern, Ober- und Niederschlesien usw., orientierten sich dabei an den preußischen Provinzen. Der Namen Preußen blieb lediglich im Namen der Gebiete Ostpreußen und Westpreußen – letzteres zum Großteil von Polen besetzt – erhalten. Adolf Hitler selbst bezeichnete sich auch als Vollender des preußischen Gedankens und ließ Preußen somit in Deutschland, das von diesem entscheidend geprägt war, aufgehen.

Die umstrittene Auflösung und Eingliederung des Staates Preußen hätte auch die Opposition gegen den Nationalsozialismus um Stauffenberg nach einem Waffenstillstand und anschließendem Friedensschluß beibehalten wollen, die Bezeichnung selbst wäre nach deren sog. Reichsreformplänen auf die zu einem „Reichsland Preußen“ zusammengelegten Provinzen West- und Ostpreußen übergegangen – d. h. auf die Gebiete, in denen das Volk der Pruzzen seinen Ursprung hatte.

Preußens vorläufiges Ende

Im Februar 1947 lösten die alliierten Siegermächte den Staat Preußen erneut – unter Mißachtung völkerrechtlicher Bestimmungen – als angeblichen „Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland“ auf. Dies wurde durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 am 25. Februar 1947 verkündet. Dieser „Fußtritt, den siegreiche Esel einem längst toten Löwen gaben“ (Golo Mann) war absolut überflüssig, da es seit der Gleichschaltung der Länder 1934 keinen „Staat“ Preußen mehr gab, und hatte mehr symbolischen Charakter. Damit konnte Preußen für alle angeblichen „Fehlentwicklungen“ Deutschlands die Verantwortung gegeben werden.

Auf dieser Grundlage entwickelte sich die inzwischen widerlegte Theorie eines sogenannten Deutschen Sonderweges, die inzwischen aber aus der Sicht von – meist ausländischen – Historikern (wie etwa Christopher Clark) als überholt gilt.

Nach der Teilvereinigung 1990 kam es zeitweise zu Überlegungen, das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland neu zu gliedern und auch zu dem Vorschlag, Berlin und Brandenburg zusammenzulegen und dem neuen Bundesland wieder den Namen Preußen zu geben. Dieser Vorschlag wurde, auch aus bürokratischen Erwägungen, wieder verworfen.

Ein solches neues Bundesland Preußen hätte nur einen fahlen Abglanz des einstigen Preußens dargestellt, denn immerhin liegen die historischen Wurzeln Preußens im nach wie vor besetzten Ostdeutschland.

Heraldik des Königreiches Preußen (nach 1871)

Das große königlich preußische Wappen führt einen fünfmal gespaltenen und siebenmal geteilten Hauptschild mit Schildfuß; die Herz-, Ehren- und Nabelstelle sind mit gekrönten Schildchen belegt. Auf der Herzstelle liegt der königlich gekrönte Schild des Königreiches Preußen. Auf der Ehrenstelle ruht der mit dem Kurhut bedeckte Schild des Markgraftums Brandenburg. Und auf der Nabelstelle erscheint ein mit einem Fürstenhut bedeckter, quergeteilter Schild mit dem Wappen des Burggraftums Nürnberg oben und dem Wappen der Grafschaft Hohenzollern unten. Die 48 Hauptfelder des Hauptschildes enthalten folgende Wappenbilder (von links (=heraldisch rechts) oben):

Großes Wappen Preußens um 1873; Der Wappenschild besteht aus 52 Feldern, wovon drei Wappen aufgelegt sind. Zentral liegt als Herzschild das Wappen des Königreichs Preußen (zugleich Ostpreußen), darüber als Ehrenschild Brandenburg, unten als Nabelschild das Wappen der Burggrafschaft Nürnberg in der oberen Hälfte und darunter das Wappen der Hohenzollern’schen Lande. Am unteren Rand des Wappenschilds befindet sich das Regalienfeld.

  1. Herzogtum Westfalen
  2. Großherzogtum Posen
  3. Herzogtum Schlesien
  4. Großherzogtum Niederrhein (war auch Wappen der Rheinprovinz)
  5. Herzogtum Sachsen
  6. Herzogtum Engern
  7. Herzogtum Magdeburg
  8. Herzogtum Holstein
  9. Herzogtum Pommern
  10. Herzogtum Lüneburg
  11. Herzogtum Schleswig
  12. Erzbistum Bremen
  13. Herzogtum Wenden
  14. Herzogtum Jülich
  15. Herzogtum Geldern
  16. Herzogtum Kleve
  17. Herzogtum Berg
  18. Herzogtum Pommern-Wolgast (Kassuben)
  19. Landgrafschaft Thüringen
  20. Herzogtum Mecklenburg
  21. Herzogtum Krossen
  22. Herzogtum Lauenburg
  23. Landgrafschaft Hessen
  24. Markgrafschaft Oberlausitz
  25. geteilt: Fürstbistum Paderborn und Grafschaft Pyrmont
  26. Fürstentum Rügen
  27. Markgrafschaft Nieder-Lausitz
  28. Fürstentum Oranien
  29. Fürstentum Ostfriesland
  30. Fürstbistum Halberstadt
  31. Fürstbistum Verden
  32. Fürstbistum Osnabrück
  33. Fürstbistum Münster
  34. Fürstbistum Minden
  35. Fürstbistum Hildesheim
  36. Fürstentum (Fürstbistum) Kammin
  37. Grafschaft Glatz
  38. Grafschaft Moers
  39. Fürstbistum Fulda
  40. Herzogtum Nassau
  41. Gefürsteter Graf zu Henneberg
  42. geteilt: Grafschaft Mark und Grafschaft Ravensberg
  43. Grafschaft Veringen
  44. Grafschaft Mansfeld
  45. Grafschaft Hohnstein
  46. geteilt: Grafschaft Tecklenburg und Grafschaft Lingen
  47. Grafschaft Sigmaringen
  48. Frankfurt am Main

Auf dem Schild steht ein offener, goldener, sogenannter königlicher Helm mit schwarz-silberner Decke, der mit der preußischen Königskrone geschmückt ist. Um den Schild hängen die Ketten verschiedener Orden. Außen ist die des Hohen Ordens vom Schwarzen Adler zu sehen, der vom Kurfürsten Friedrich III. am 17. Januar 1701, dem Tag vor seiner Krönung zum König in Preußen, gestiftet wurde und bis 1918 höchster Orden von Preußen blieb. Daneben hängt die Kollane des Roten Adler Ordens. Dieser wurde am 17. November 1705 durch Erbprinz Georg Wilhelm von Brandenburg-Bayreuth gestiftet und 1792 vom Königreich Preußen übernommen.

Der seinerzeit unter dem Namen „de la Sincérité“ gestiftete Orden war fürstlichen Personen sowie „hohen Herren von gutem Lebenswandel und Aufrichtigkeit“ vorbehalten, die mindestens 25 Jahre alt waren. Es folgt die Kette des Königlichen Hausordens von Hohenzollern. Innen prangt die des Königlichen Kronenordens. Dieser Verdienstorden wurde am 18. Oktober 1861 von König Wilhelm I. bei seiner Krönung in Königsberg gestiftet und dem Roten Adler Orden gleichgesetzt.

Die Schildhalter sind zwei graubärtige, mit Eichenlaub umgürtete und bekränzte wilde Männer, die dem mittelalterlichen Volksglauben entnommen sind und rechts die preußische, links die brandenburgische Standarte halten. Das Ganze wird überragt von einem purpurfarbenen Zelt, das von einem blauen Reif umschlossen ist, der den Wahlspruch König Friedrichs I. „Gott mit uns“ in Goldschrift trägt und gekrönt wird von der preußischen Königskrone. Darüber weht das preußische Reichsbanner.

Im großen Wappen vertretene Orden

Unterhalb des Wappenschilds befinden sich die vier Orden (von oben nach unten, heraldisch von innen nach außen):

  • Kronenorden (Halsdekoration)
  • Königlicher Hausorden von Hohenzollern (Kollane)
  • Roter Adlerorden (Kollane)
  • Schwarzer Adlerorden (Kollane)

Zitate

  • Der Grad von freier Bewegung, welcher zulässig ist, ohne die Autorität der Regierung zu beeinträchtigen, ist in Preußen ein viel höherer als im übrigen Deutschland“. — Otto von Bismarck
  • „Alles, was am Genie Fleiß ist, also vier Bestandteile von fünf, mögen ‚preußisch‘ genannt werden. Preußen, wenn irgend ein Land, hat noch den Gedanken der Zucht. Hier ist sein Weg zu seiner Höhe, wie er es immer gewesen.“ — Christian Morgenstern
  • „Preußentum ist etwas sehr Vornehmes und gegen jede Art von Mehrheit und Pöbelherrschaft gerichtet, vor allem auch gegen die Masseeigenschaften. Moltke, der große Erzieher des deutschen Offiziers, das größte Beispiel für echtes Preußentum im 19. Jahrhundert, war so. Graf Schlieffen hat seine Persönlichkeit in dem Wahlspruch zusammengefaßt: Wenig reden, viel leisten, mehr sein als scheinen.“ — Oswald Spengler
  • „Dem 19. Jahrhundert gelang nur eine ethische Konstruktion großen Stils: das preußische Offizierskorps.“ — Nicolás Gómez Dávila
  • „Das Talent zur Disziplin ist die Wurzel von Preußens Größe.“ — Christian Morgenstern

Filmbeiträge

Königreich Preußen in der Bundesrepublik Deutschland

Literatur

  • Hans-Dietrich Sander: Politik und Polis, hrsg. von Heiko Luge, Arnshaugk, 2016, ISBN 978-3944064352 [271 S.]
  • Jan von Flocken: Die Siegesallee. Kai Homilius Verlag, Berlin 2000, ISBN 3-89706-899-0
  • Rolf Kosiek:
    • Preußisch-deutscher Militarismus, in: Rolf Kosiek / Olaf Rose (Hgg.): Der Große Wendig – Richtigstellungen zur Zeitgeschichte, Band 5, Edition Grabert im Hohenrain-Verlag, 2. Aufl., Tübingen 2017, S. 23–33
    • Alle Großmächte führten mehr Kriege als Preußen-Deutschland, in: Rolf Kosiek / Olaf Rose (Hgg.): Der Große Wendig – Richtigstellungen zur Zeitgeschichte, Band 5, Edition Grabert im Hohenrain-Verlag, 2. Aufl., Tübingen 2017, S. 34–36 – historische Übersicht und Statistik
  • Ehrhardt Bödecker:
    • Preußen – eine humane Bilanz. Olzog-Verlag, 2010, ISBN 978-3789282775
    • Preußen und die Wurzeln des Erfolgs. Olzog-Verlag, 4., durchgesehene Aufl., 2008, ISBN 978-3789282768
    • Preußen und die Marktwirtschaft. Olzog-Verlag, 2. Aufl., 2007, ISBN 978-3789281877
  • Joachim Fernau: Sprechen wir über Preußen – Die Geschichte der armen Leute, Verlag Herbig, München, 1981, ISBN 3-7766-1146-4
  • S. Fischer-Fabian:
    • Preußens Gloria Der Aufstieg eines Staates, Verlagsgruppe Lübbe, Bergisch Gladbach 2007, ISBN 978-3-404-64227-4
    • Preußens Krieg und Frieden Der Weg ins Deutsche Reich, Verlagsgruppe Lübbe, Bergisch-Gladbach 2008, ISBN 978-3-404-64229-8
  • Hans Prutz: Preußische Geschichte:
  • Ferdinand Schmidt / Franz Otto: Preußens Geschichte in Wort und Bild (3 Bände):
  • Robert Achill Friedrich Hermann Hue de Grais: Der preußische Staat (PDF-Datei 24 MB)
  • Heinrich von Treitschke: Preußische Jahrbücher (In Auswahl auf archive.org)
  • Bernhard Lindenblatt:
    • Alt-Preußenland: Geschichte Ost- und Westpreußens von der Urzeit bis 1701, Arndt-Verlag, ISBN 978-3887410360
    • Preußenland: Geschichte Ost- und Westpreußens 1701–1945, Arndt-Verlag, ISBN 978-3887410377
  • Widar Ziehnert: Preussens Volkssagen, Märchen und Legenden, Leipzig 1839 (PDF-Dateien: Bände 1–2Band 3)
  • Ludwig Hahn: Geschichte des Preussischen Vaterlandes: Fortgeführt bis zur Gegenwart (1895) (PDF-DateiFür Nicht-USA-Bewohner nur mit US-Proxy abrufbar!
  • Johann Friedrich Meuß: Die preußische Königsflagge, in: Hohenzollern-Jahrbuch. Forschungen und Abbildungen zur Geschichte der Hohenzollern in Brandenburg-Preussen, 1913 (PDF-Datei)
  • Reinhold Koser / Paul Seidel: Die Insignien und Juwelen der preußischen Krone, in: Hohenzollern-Jahrbuch. Forschungen und Abbildungen zur Geschichte der Hohenzollern in Brandenburg-Preussen, 1913 (PDF-Datei)

Verweise