Ermahnung an den Säufer und Zankhahn

Des Baumes Geiste spricht. Für die matschscheibengezüchteten Matschbirnen, der Suff und drogengesteuerten Minusseelengesellschaft ist die Ermahnung an den Säufer und Zankhahn ein Blick in den Spiegel.

Alkohol verändert die Persönlichkeit

Alkohol ist also – wie jede Droge – äusserst zerstörerisch. Doch schadet der Alkoholtrinker im Allgemeinen nicht nur sich selbst, sondern fügt auch anderen Menschen grosse Schäden zu (Ehepartnern, Kindern). Dabei kann es sich auch um Schläge oder andere körperliche Gewalttätigkeiten handeln – Häufig aber auch durch verbale Gewalttätigkeit und Demütigung, wodurch die Qual umso subtiler und von Aussenstehenden kaum erkennbar wird.
Das Nervengift Alkohol verändert die Wahrnehmung, die Persönlichkeit und das Verhalten des Alkoholkonsumenten derart – und zwar auch dann, wenn das Trinken z. B. „nur“ ein Mal pro Woche stattfindet. Der Alkoholkonsument ist in der Zeit des Trinkens (und in den Stunden danach) nicht mehr zurechnungsfähig, er ist seiner Familie keine Hilfe, verliert seine Zuverlässigkeit und quält seine Angehörigen nicht selten mit psychoterrorähnlichem Gebaren.
Er sagt beispielsweise Dinge, die ihm später leid tun oder die er selbst als gar nicht so gravierend empfindet, die den anderen aber demütigen oder schwer verletzen. Auch seine Blicke verändern sich und können fremd, bedrohlich oder entrückt wirken. All das verunsichert und verängstigt Angehörige und besonders Kinder und kann bei ihnen zu massiven psychischen Störungen beitragen.

Ehre ist Zwang genug !


Ergänzend: Eine Inschrift in der deutschen Stadt Münster lautet: “Ehre ist Zwang genug.” In diesen wenigen Worten spiegelt sich das Charakterbild eines ganzen Volkes, des deutschen Volkes wieder. Denn Ehre ist für den Deutschen Zwang genug, dass richtige – also das lebenserhaltende und fördernde – zu tun und seine Kräfte zur Entfaltung zu bringen, wenn denn sein “Bewusstsein” mit seiner “blutgegebenen Seele” im Einklang steht. Die Ehre, die ohne die Treue, Wahrhaftigkeit, Pflicht und Freiheit nicht denkbar ist, war für unsere Ahnen eine gewaltige Antriebsfeder, die sie zu lichten Sternstunden geführt hat.

So lesen wir über unsere Vorfahren vor über 2.000 Jahren in der Germania, jenem Werk des römischen Geschichtsschreibers Publius Cornelius Tacitus:

Wenn es zur Schlacht kommt, ist es für den Gefolgsherrn schimpflich, sich an Tapferkeit übertreffen zu lassen, schimpflich für die Gefolgsmannen, der Tapferkeit des Führers nicht gleichzukommen. Und gar Schimpf und Schande für das ganze Leben bringt es, den Gefolgsherren überlebend das Schlachtfeld zu verlassen.

Oder jene Worte:

Nicht ein zufälliges oder willkürliches Zusammenscharen macht ein Reitgeschwader oder eine Abteilung Fußtruppen aus, sondern die Familien und Freundschaften. Das ist ein besonderer Anreiz zur Tapferkeit. In nächster Nähe stehen ihre Lieben, von dorther hören sie das Schreien der Frauen, das Wimmern der Kinder. Sie sind für einen jeden die heiligsten Zeugen, sie sind die einflussreichsten Mahner.

Aus diesen wenigen Worten, die sogar aus römischer Anschauung niedergeschrieben wurden, können wir die Bedeutung der Ehre und Treue für unsere Vorfahren vor 2.000 Jahren erblicken und sehen, dass diese bei “lebensentscheidenden Augenblicken” – wie einer Schlacht – ein großer Antrieb waren.

Die Kultur des Menschen entstand über Jahrtausende in der Auseinandersetzung mit der ihm umgebenen Natur. Sie ist somit das Ergebnis der Auseinandersetzung Mensch – Natur. Somit ist Kultur bewusst geformte und gestaltete Natur, die dem Menschen vermittelt, was lebensfeindlich oder arterhaltend ist. Genau diese Kultur spricht daher auch naturgemäß aus dem Empfinden und Charakter jenes Menschenschlags, der sie hervor gebracht hat. Nur sie ist in der Lage, diesen Menschenschlag in sein Gewissen zu reden und ihn über seinen Charakter sprechen und handeln zu lassen. Die Kultur bzw. die Tradition ist heute abgerissen. Der Nobelpreisträger Konrad Lorenz hat in seiner Wissenschaft nachgewiesen, dass das Abreißen der Traditionen eine “Todsünde” ist.

Die Kultur des deutschen Volkes wurde von seinen großen Persönlichkeiten gestaltet. Hören wir daher was große Deutsche, die noch immer aus der Geschichte in tausenden Stimmen zu uns sprechen, über die Ehre sprechen.

Schiller sagte einst:

Doch wir denken königlich und achten einen freien, mutigen Tod anständiger als ein entehrtes Leben.

Schiller war seiner Zeit ein großer und angesehener Deutscher. Jeder möge an dieser Stelle auf die Worte Schillers hin einmal selber die Überlegung anstellen, dass jeder Mensch einmal stirbt und wenn dieser Fall eingetreten ist, wird jenes über seinem Grabe stehen, was er aus seinem Leben geschliffen hat.

Der große Dichter Friedrich Hölderlin:

Hätt ich ein Reich zu errichten und Mut und Kraft in mir, der Menschen Köpfe und Herzen zu lenken, so wäre das eines meiner ersten Gesetze: Jeder sei, wie er wirklich ist. Keiner rede und handle anders, als er denkt und ihm`s ums Herz ist.

Die folgenden Worte von Johann Wolfgang von Goethe kann man den von Hölderlin wunderbar nachstellen:

Wer sich nicht zuviel dünkt, ist viel mehr, als er glaubt.

Wenn man in die deutsche Geschichte schaut, wird man sehen, dass der Deutsche immer dann seine Sternstunden sah, wenn er an Treue und Ehre – also an das innere Gewissen und die Haltung – festhielt. So gelang es einst dem zerstückelten und am Boden liegenden Preußen nach dem Dreißigjährigen Krieg, durch die innere Haltung – Ehre, Treue, Selbstlosigkeit und Pflicht – wieder zu einer europäischen Großmacht heranzuwachsen. Die Führungsschicht bekam nicht wie die heutigen Parlamentarier der BRD ein übermäßiges Gehalt, sondern die Ehre und das Ansehen mussten für sie Entgelt genug sein. Die folgende Geschichte aus der preußischen Zeit, von denen es viele gibt, kündet ebenfalls von deren hohen Idealen, die sich nach der eigenen Ehre richteten: Eines Tages stellte der König an den Justizminister von Münchhausen das Ansinnen, er solle ein bereits gefälltes Urteil umstoßen. Dessen Antwort: “Mein Kopf steht Euer Majestät zur Verfügung, aber nicht mein Gewissen.”

Mit dem Christentum kam ein fremder Glaube in unsere Heimat, der die Ehre durch den der christlichen Liebe ersetzte. So sprach Christus:

Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, auf dass ihr Kinder seid, eures Vaters im Himmel.

Mit dieser Auffassung zersetzte man die germanische Ehrauffassung, die stets zu einem gesunden Volksleben beitrug. Nun waren Tor und Angel für die Betrüger und Bettler geöffnet.

Ehre hat nichts mit der christlichen Nächstenliebe zu tun. Sie hat aber auch nichts mit einem Menschen zu tun, der am liebsten alles in Schutt und Asche legen würde, weil er sich durch seine eigene Schwäche bloß gestellt fühlt. Nein, das hat alles nichts mit Ehre zu tun! Die Ehre eines Menschen ist verbunden mit seinem Gewissen und spiegelt sich in seinem Verhalten wieder, wenn er auf dieses hört. Handelt er gegen sein Gewissen, gibt er seine Ehre auf und wird nie seinen innerlichen Frieden finden oder wahres Glück ernten können. Doch er verliert diese Ehre nicht nur vor sich, sondern auch vor der Gemeinschaft, die dem gleichen Blut angehört und ebenfalls weiß, was richtig oder falsch, gut und böse ist. So behält nur der seine Ehre, der sich selbst, seiner Art und seinem Schicksal treu bleibt. Aus dieser Schau der Dinge ergibt sich auch, warum die christliche Nächstenliebe niemals für den Deutschen etwas mit Ehre zu tun haben kann. Denn dieser findet es ursprünglich ehrlos um Almosen zu betteln oder gar zu betrügen, wie soll er da jene lieben, die dies ohne Reue oder Umkehr tun.

Die Ehre des Einzelnen ist eng verbunden mit seiner Gemeinschaft, seines Volkes, seiner Familie. Denn ein Mensch kann sich sein Schicksal nicht aussuchen, er wird in jenes hineingeboren. Wer als Deutscher geboren wurde, dem wird auch das Schicksal seines Volkes überall ereilen, da er ein Angehöriger dessen ist. Wer sich dessen bewusst ist, will auch, dass sein Volk ein Volk der Ehre ist, genau wie anders herum.

Ein jeder Mensch spürt instinktiv was richtig oder falsch, was wahr oder unwahr, was Recht oder Unrecht ist. Wenn man weiß, dass richtig oder falsch und Recht (Recht ist, was wir als Recht empfinden) oder Unrecht auch wesensgemäß oder wesensfremd bzw. lebenserhaltend oder lebensfeindlich bedeuten kann, kann man die ganze Tragweite erblicken, die mit der Ehre als eines der lebenswichtigsten und erhaltenden Elemente verwoben ist. Aus der Ehre heraus entwickeln sich all jene Werte, die unser Leben bewegen: Pflicht, Gerechtigkeit, Wahrhaftigkeit und Heldentum. Damit gehört die Ehre zum höchsten und wichtigsten Wert für ein gesundes Volksleben.

Goethe sagte:

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich`s gänzlich ungeniert.

Mit diesen kurzen, aber klaren Worten führt uns der große Dichter die tiefe Bedeutung der Ehre deutlich vor Augen, wenn man den Gedanken weiter denkt. Denn, wenn einem das Gewissen das richtige sagt, man aber auf dieses nicht mehr hört, weil einem die Ehre, der Einklang mit sich selbst und den Gesetzen der Gemeinschaft ganz und gar egal ist, da man diese aufgegeben hat, dann kann und wird man nicht mehr das richtige um jeden Preis – wie das eigene Leben zu riskieren – tun.

Gibt ein Volk – wie das deutsche – seine Ehre auf, so ist es dem Untergang geweiht. Doch solange es noch deutsche Menschen gibt, die diese nicht aufgeben und wieder herstellen wollen, ist das Volk noch nicht verloren. Und solange es noch eine Not geben wird, die diese Verirrungen wieder in die richtigen Bahnen leiten kann, da sie nichts anderes zulässt, wenn der Mensch überleben will, dann ist die Zeit des Niedergangs noch nicht gekommen. Man darf nie und nimmer vergessen, dass das deutsche Volk von seinen Anlagen immer noch das gleiche ist wie vor 60 oder 2.000 Jahren. Bedrohlich wird die Lage erst, wenn die biologische Substanz immer mehr schwindet, die das Gefäß für die schöpferischen Anlagen des Deutschen ist.

Was geschieht, wenn die Ehre immer mehr sinkt, können wir gerade in unserer Zeit mit leichtem Blick erfassen: “… weite Teile im Volke finden nichts Anstößiges mehr dabei, ohne Arbeit auf Kosten von anderen zu leben, während gerade ältere Menschen sich davor scheuen, staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.” Wo früher das gegebene Wort und der Handschlag als Vertrag galten, ist es heute notwendig schriftliche Verträge abzuschließen, die meist dann aber später wieder gebrochen werden. Blut ist nun einmal beständiger und webt ein dickeres Band als Papier!

Die Ehre eines Menschen ist eng verschlungen mit seiner Treue, Pflicht, Freiheit und Wahrhaftigkeit, da sie einander bedingen. Das eine ist ohne das andere nicht denkbar. Denn wie soll jemand treu oder wahrhaftig sein, wenn ihm seine eigene Ehre – also jenes Empfinden, dass nach Einklang mit dem eigenen Rechtsempfinden und dem der Gemeinschaft strebt – nichts bedeutet. Genauso kann jemand nicht treu sein oder Ehre haben, wenn sein Leben von Lügen durchdrungen und damit nicht wahrhaftig ist. Denn niemals würde ein solcher Mensch einer Idee oder einem Gefolge treu bleiben, wenn diese für ihn Not und Tod bedeuten würden. Solch ein Mensch, der immer nur auf dem Vorteil bedacht sein kann, der kann auch keine Ehre haben, da es ihm völlig egal ist, ob er vor sich oder anderen bestehen kann. So begreifen wir auch die Worte Paul von Hindenburgs:

Die Treue ist das Mark der Ehre.

Ehre kann überhaupt nur jener empfinden, der innerlich wahrhaft frei ist und sich von allem gelöst hat, was ihm nicht angehört und das Innere stört. Denn erst dann kann er auf sein inneres Gewissen wirklich hören. Letztlich zeigt sich die Ehre in der Treue und damit in der Erfüllung der Pflicht und der Tat. Chamberlain schreibt in seinem Buch “Goethe”:

Die Welt aber fragt nicht viel nach dem Wesen eines Mannes, vielmehr nur nach seinen Taten.

Jeder der weiß und spürt, dass eine Idee Kämpfer – die von jenen Werten erfüllt und beseelt sein müssen – braucht, um durchgesetzt werden zu können und ein Volk ebenfalls nur bestehen kann, wenn es solche in seinen eigenen Reihen besitzt, der kann sich vorstellen, wie wichtig dieses Band der Ehre, Treue und Wahrhaftigkeit für deren Sieg und Erhalt ist.

Gedicht: „Lied der Linde“ (1850) / Prophezeiung für die Zukunft ?


Das ‘Lied der Linde’ ist das Werk eines unbekannten Dichters und vor allem Sehers.
Es wurde zwischen 1820 und 1850 im Hohlraum des Stammes der uralten, von Sagen und Legenden umwobenen Linde zu Staffelstein in Mainfranken gefunden, was zum Namen des Gedichtes führte.
Die Linde steht inzwischen nicht mehr. Sie wurde wegen Einsturzgefahr abgetragen. Auf ihrem Standort ist ein Kinderspielplatz eingerichtet.
Es ist nicht mehr daran zu rütteln, daß WIR die Generation sind, die das seit rd. 2’500 Jahren geweissagte Endzeit-Geschehen erleben wird (09/2015 ?), das die Wende vom Fische- zum Wasserkrug-Zeitalter prägt.

Ein bemerkenswerter Gesichtspunkt ist auch die Wahl eines neuen Papstes, der nach der Malachias-Weissagung der letzte ist. Dieser Umstand findet im ‘L.d.L.’ seinen Niederschlag.
Das Gedicht ist wohl eine Schöpfung des Jahres 1783. Es ist aus einer entsprechend kirchlich geprägten Frömmigkeit heraus geschrieben und die Schauungen der nach-endzeitlichen Zukunft ebenfalls als in einen kirchlichen Rahmen gehörend wiedergegeben worden. Der Verfasser hat sich etwas anderes eben nicht vorstellen können.
Ich hingegen kann Euch versichern, das es nach dem EG die Organisationen, die sich Kirche nennen, nicht mehr geben wird.
Inhaltlich wurde an dem Gedicht lediglich eine einzige Sache geändert. Es ist dort eigentlich vom 21. Konzil die Rede. Das aber war schon das 2. Vaticanum. Gemeint ist jedoch eines nach dem EG. Deswegen habe ich daraus das 22. Konzil gemacht.

Es sei darauf hingewiesen, daß das mit einer Kirche nichts zu tun haben wird, da all diese im EG untergehen werden.
Aber eine Veränderung völlig anderer Art ist von Bedeutung.
Es sind im laufe der Zeit die Strophen des LdL etwas durcheinander geraten. Durch das Eintreten verschiedener Ereignisse während meiner Waldzeit 2005 war ich in der Lage, die richtige Reihenfolge der Strophen heraus zu finden, und in dieser gebe ich das LdL jetzt hier im Anschluß wieder.
Zum Abschluß folgen noch einige Erläuterungen.

1. Alte Linde an der heiligen Klamm,
Ehrfurchtsvoll betast’ ich deinen Stamm.
Karl den Großen hast du schon geseh’n,
Wenn der Größte kommt, wirst du noch steh’n.

2. Dreißig Ellen mißt dein grauer Stamm,
Aller Deutschen Linden ält’ster Baum.
Kriege, Hunger schautest, Seuchentod,
Nettes Leben wieder, neuen Tod.

3. Schon seit langer Zeit dein Stamm ist hohl,
Roß und Reiter bargest einst du wohl,
Bis die Kluft dir sacht mit milder Hand
Breiten Reif um deine Stirne wand.

4. Bild und Buch nicht schildern Deine Kron’,
Alle Äste hast verloren schon
Bis zum letzten Paar, das mächtig zweigt,
Blätter freudig in die Lüfte steigt.

5. Alte Linde, die du alles weißt,
Teil’ uns gütig mit von deinem Geist,
Send’ ins Werden deinen Seherblick,
Künde Deutschlands und der Welt Geschick.

6. Großer Kaiser Karl, in Rom geweiht,
Eckstein sollst du bleiben Deutscher Zeit,
hundertsechzig sieben Jahre Frist
Deutschland bis ins Mark getroffen ist.

7. Fremden Völkern front dein Sohn als Knecht,
Tut und läßt, was ihren Sklaven recht.
Grausam hat zerrissen Feindeshand
Eines Blutes, einer Sprache Band.

29. Dantes und Cervantes’ welscher Laut
Schon dem Deutschen Kind vertraut,
und am Tiber- wie am Ebro-Strand
Liegt der braune Freund von Hermannsland.

11. Da die Herrscherthrone abgeschafft,
wird das Herrschen Spiel und Leidenschaft,
bis der Tag kommt, da sich glaubt verdammt,
Wer berufen wird zum Amt.

13. Wer die meisten Sünden hat,
Fühlt als Richter sich und höchster Rat,
Raucht das Blut, wird wilder noch das Tier,
Raub zur Arbeit wird und Mord zur Gier.

10. Arme werden reich des Geldes rasch,
Doch der rasche Reichtum wird zu Asch,
Ärmer alle mit dem großen Schatz,
Minder Menschen, enger noch der Platz.

9. Ernten schwinden, doch die Kriege nicht,
Und der Bruder gegen Bruder ficht,
Mit der Sens’ und Schaufel sich bewehrt,
Wenn verloren gingen Flint’ und Schwert.

8. Zehre Magen, zehr’ vom Deutschen Saft,
Bis mit einmal endet deine Kraft,
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin,
Deutschlands Elend ist der Welt Ruin.

21. Wie im Sturm ein steuerloses Schiff
Preisgegeben einem jeden Riff,
Schwankt herum der Eintags-Herrscher-Schwarm,
Macht die Bürger ärmer noch als arm.

22. Denn des Elends einz’ger Hoffnungsstern
Eines besser’n Tag’s ist endlos fern.
“Heiland, sende, den Du senden mußt!”
Tönt es angstvoll aus der Menschen Brust.

15. Gottverlassen scheint er, ist es nicht,
Felsenfest im Glauben, treu der Pflicht,
Leistet auch in Not er nicht Verzicht,
Bringt den Gottesstreit vor’s nah’ Gericht.

30. Wenn der engelgleiche Völkerhirt’
Wie Antonius zum Wanderer wird,
Den Verirrten barfuß Predigt hält,
Neuer Frühling lacht der ganzen Welt.

12. Mahnwort fällt auf Wüstensand,
Hörer findet nur der Unverstand.
Bauer heuert bis zum Wendetag,
All sein Müh’n ins Wasser nur ein Schlag.

23. Nimmt die Erde plötzlich ander’n Lauf,
Steigt ein neuer Hoffnungsstern herauf?
“Alles ist verloren!” hier’s noch klingt,
“Alles ist gerettet!” Wien schon singt.

24. Ja, von Osten kommt der starke Held,
Ordnung bringend der verwirrten Welt.
Weiße Blumen auf das Herz des Herrn,
Seinem Rufe folgt der Wack’re gern.

25. Alle Störer er zu Paaren treibt,
Deutschen Reiches Deutsches Recht er schreibt.
Bunter Fremdling, unwillkomm’ner Gast,
Flieh die Flur, die du gepflügt nicht hast!

14. Rom zerhaut wie Vieh die Priesterschar,
Schonet nicht den Greis im Silberhaar,
Über Leichen muß der höchste flieh’n
Und verfolgt von Ort zu Orte zieh’n.

16. Winter kommt, drei Tage Finsternis,
Blitz und Donner und der Erde Riß.
Bet’ daheim, verlasse nicht das Haus!
Auch am Fenster schaue nicht den Graus!

17. Eine Kerze gibt die ganze Zeit allein,
Wofern sie brennen will, dir Schein.
Gift’ger Odem dringt aus Staubesnacht,
Schwarze Seuche, schlimmste Menschenschlacht.

18. Gleiches allen Erdgebor’nen droht,
Doch die Guten sterben sel’gen Tod.
Viel’ Getreue bleiben wunderbar
Frei von Atemkrampf und Pestgefahr.

19. Eine große Stadt der Schlamm verschlingt,
Eine and’re mit dem Feuer ringt,
Alle Städte werden totenstill,
Auf dem wiener Stefansplatz wächst Dill.

20. Zählst du alle Menschen auf der Welt,
Wirst du finden, daß ein Drittel fehlt,
Was noch übrig, schau in jedes Land,
Hat zur Hälft’ verloren den Verstand.

27. Preis dem zweiundzwanzigsten Konzil,
Das den Völkern weist ihr höchstes Ziel
Und durch strengen Lebenssatz verbürgt,
Daß nun reich und arm sich nicht mehr würgt.

28. Deutscher Nam’, du littest schwer,
Wieder glänzt um dich die alte Ehr’,
Wächst um den verschlung’nen Doppelast,
Dessen Schatten sucht gar mancher Gast.

26. Gottes Held, ein unzertrennlich’ Band
Schmiedest du um alles Deutsche Land.
Den Verbannten führest du nach Rom,
Große Kaiserweihe schaut ein Dom.

31. Alle Kirchen einig und vereint,
Einer Herde einz’ger Hirt’ erscheint.
Halbmond mählich weicht dem Kreuze ganz,
Schwarzes Land erstrahlt im Glaubensglanz.

32. Reiche Ernten schau ich jedes Jahr,
Weiser Männer eine große Schar,
Seuch’ und Kriegen ist die Welt entrückt,
Wer die Zeit erlebt, ist hochbeglückt.

33. Dieses kündet Deutschem Mann und Kind,
Leidend mit dem Land die alte Lind’,
Daß der Hochmut mach’ das Maß nicht voll,
Der Gerechte nicht verzweifeln soll!

(Bearbeitung Adolph Bermpohl)

6. Karl der Große ist hier nur ein Synonym für den Reichsgründer im Goldenen Zeitalter, der bereits vor rd. 2’500 Jahren in Babylon als ‘Dritter Sargon’ angekündigt wurde.
Mit Rom ist hier der Ort der Reichsgründung gemeint, nämlich die Erste und Reichsnordhauptstadt Berlin, die anderen sind die Südhauptstadt Wien und die Westhauptstadt Paris.
Mittels der merkwürdigen Zahlenangabe hat man bisher immer versucht, zu Karl dem Großen zurück zu rechnen. Es geht jedoch in Wirklichkeit um das Ende des Zweiten Weltkrieges. Nun hat der Seher nicht 1945 gesehen, sondern die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und ging demnach von rd. 1950 aus. Die Zahlenangabe ist als 167 zu lesen. Zurückgerechnet kommt man dann auf 1783 als dem Entstehungsjahr des LdL. Zum Zeitvergleich:
König Friedrich II. der Große von Preußen starb 1786, 1789 fand der Sturm auf die pariser Stadtfestung Bastille statt.

29. Dante und Cervantes stehen zwar für Italiener und Spanier, aber nur deshalb, weil der Seher sich nicht vorstellen konnte, daß es Asiaten sein sollten, die unser Land überfluten. Schließlich waren die Türkenkriege damals noch nicht all zu lange her.

10.4 Obwohl bei uns Weißen die Geburtenrate sinkt, ist für uns der Platz knapp geworden – im eigenen Lande!

15.3 Der erwartete Reichsgründer ist auf Grund einer Verpflichtung in Not, die enden würde, wenn er auf die Erfüllung der Pflicht verzichten würde. Das aber kommt für ihn nicht in Frage!

30. Als “Barfußprediger” ist in der katholischen Kirche der Heilige Antonius von Padua bekannt, 1195 – 1231. Der Legende nach wollten ihm die Bewohner von Rimini nicht zuhören, wohl aber die Fische, die deshalb die Köpfe aus dem Wasser streckten. Im hiesigen Falle ist kaum an zu nehmen, daß der künftige Reichsgründer als Prediger herumläuft, gar den Fischen predigt, wohl aber, daß er aus bestimmtem Anlaß barfuß unterwegs ist und auch ihm die Menschen nicht zuhören, statt dessen aber Tiere, die entweder ihm begegnen oder ihn begleiten. Da kommen eigentlich nur Hunde in Frage. Daher gehe ich davon aus, daß der Reichsgründer ein großer Tierfreund und ein ganz ausgesprochener Hundenarr ist.

12. Hier sind die beiden oberen Zeilen mit den beiden unteren verwechselt worden, was ich in dieser Wiedergabe berichtigt habe. Das Mahnwort gehört noch zur Barfußpredigt aus Strophe 30. Die Mühen des Bauern beziehen sich auf den Beginn des Endzeit-Geschehens, der mit dem Wendetag angesprochen wird.

23. Das Sichtbar-werden-mit-bloßem-Auge des Kometen, der sich von Norden der Erde nähern und in Bruchstücken hier einschlagen wird, löst das EG aus. In dieser Phase führt der Mord an einem dritten Hochgestellten unmittelbar zum Dritten Weltkrieg. Jetzt erst kann der Reichsgründer hervortreten und durch sein Wissen entscheidend dazu beitragen, daß wir nicht von asiatischen Horden überrannt werden. Kämpfen aber müssen wir alle!

24. Mit Osten ist keine Himmelsrichtung gemeint, sondern ein Landesname! Es gibt in Europa nur ein einziges Land, das “Osten” heißt, nämlich Österreich. Das muß jedoch nicht zwingend heißen, daß der Reichsgründer Österreicher ist. Es heißt nur, daß er dort lebt.

25.2 Er wird nicht etwa ein neues Gesetzbuch vorlegen, sondern andersherum sämtliche Verfassungen, Gesetze Vorschriften und ähnlichen Kram des römischen Rechtes außer Kraft setzen, denn dieses ist eine einzige Vergewaltigung unseres Volkes. Statt dessen gilt wieder das seit dem Uranfang in uns Sitzende – die SITTE !

14.3 Der höchste Priester, also der Papst.

16. – 18. + 19.1 Der Impakt, der Einschlag eines Himmelskörpers und seine Folgen.

19.1 London
19.2 Paris, angezündet von den eigenen Leuten.

20. Bereits Sajaha weissagte schon vor rd. 2’500 Jahren, daß im EG rd. 7/10 der Menschheit umkommen werden. Da ich glaube, daß sich diese Größenordnung nur auf uns Weiße bezieht, ist durchaus damit zu rechnen, daß weltweit 9/10 aller Menschen umkommen werden.

26.3 Der Papst wird nach Berlin geholt, um formell an der Auflösung der Kirche mit zu wirken.
26.4 Volkswahl des Reichsoberhauptes und der Reichsführung.
Krönung des Reichsgründers zum Hochkönig bzw.
‘Deutas’ (? entwickelt aus gotisch ‘Tiud-ans’)
unter freiem Himmel vor dem Berliner Dom am Lustgarten.

31. Hier kann nur der wahre Naturglaube gemeint sein, dessen Anhänger durch das EG erkannt haben, daß alles mit allem verbunden ist, weswegen auch sie sich weltweit zusammenschließen. Mit dem Kreuz ist in jedem Falle ein gleichschenkliges gemeint, keinesfalls das lateinische. Dessen Tage sind gezählt!

Die Propagandalüge

Wer stetig lügt und falsches spricht,
der gebraucht da gern ein fremd Gesicht.


Ich habe hunderttausend Züge,
von denen jeder euch gefällt,
ich bin die Propagandalüge,
die wahre Herrin dieser Welt.
Ich bin schon hunderttausend Jahre,
viel älter als der Pentateuch,
und von der Wiege bis zur Bahre,
bin ich auf Schritt und Tritt um euch.
Mir dient das Hirn von tausend Köpfen,
mir dient der Forscher im Labor,
und Dummheit kommt Millionen Tröpfen,
wenn ich es will, wie Weisheit vor!
Doch dauernd ändert sich sein Name,
ob es nun Frieden oder Krieg,
ich heiße als Plakat Reklame –
als Flugblatt heiß ich Politik.
Ich streue Gift in tausend Brunnen,
an einem Tage tausendmal,
den Deutschen mach ich heut zum Hunnen,
und morgen schon zum Parsival.
Den Feigling mache ich zum Heros,
den Helden aber feig und schlecht.
Mir dient der Mensch, doch auch Gott Eros
ist täglich tausendmal mein Knecht.
Ich hetze jedes Volk zum Morden
aufs Schlachtfeld, doch ich kann noch mehr:
Ich mache aus vertierten Horden
ein sittenstrenges Kreuzzugsheer.
Ich bin die Propagandalüge,
die jeder kaufen kann – für Geld.
Ich fälsche, lüge und betrüge
seit Anbeginn die ganze Welt!

Weckruf der uralten Linde aus dem Westfalenland

Deutsch und frei, so woll´n wir leben

flaggge_deutsches reich Deutsch und frei, so woll´n wir leben, woll´n aus der Knechtschaft uns befrei´n, woll´n trotzig , mutig uns erheben und wieder Herr, statt Sklave sein!

Woll´n frei sein vom Besatzerjoch und von den Ketten der EU, wollen unter uns sein, in dem Land, das uns gehört und bleiben soll, für alle Zeiten Gott zum Dank, der einst auch uns als Volk erschuf!

Wir woll´n uns nicht diktieren lassen, wie wir hier leben und gestalten, den Alltag hier in uns´rem Lande doch restaurirern und erhalten, die deutsche Nationalkultur, die Ausdruck uns´res Volkes ist und in der Welt einst war berühmt, für das, was heute nicht mehr ist:

Für Dichtung, Denker und die Werte, die uns Besatzer einst gestohlen, für Wehrkraft, Stärke die zerronnen, die wir uns müssen wiederholen, um frei und aufrecht dann zu schreiten, den Gang der Deutschen, ungebrochen trotz Fremdherrschaft und Multikulti, an der wir alle fast zerbrochen.

Woll´n frei sein und in uns´rem Lande, einst wieder nurmehr unter uns nicht mit Millionen and´rer Völker, die völlig fremd war´n und noch sind und die hier nichts verloren haben, weil dies das Land der Deutschen ist !

Wir wollen freie Deutsche sein, ganz ohne Genderwahn und Gift, das man uns tut nicht nur ins Essen, nein auch die Luft ist schon verpestet, durch Chemtrails und den ganzen Mist, den Zion hat, gemäß des Planes, heut´ umgesetzt zum Teile schon, mit dem er alle will verskalven und der, der Feind von allen ist !

Ein freies, deutsches Vaterland, ein Reich das ohne Fremdherrschaft, erstehet neu in frischer Blüte, das ist´s was unser Herz uns sagt, was unser Geist uns stets gebietet, wonach wir streben, Tag und Nacht !

Die Väter aus den Gräbern sprechen, für Deutschland sich stets einzusetzen, im Glauben, kämpfen, beten, sprechen, auf das wir endlich werden frei, nach all den Jahr´n der Tyrannei, durch die Besatzer aus den Staaten, die uns die faulen Früchte brachten, von Anglizismen angefangen, den kranken Filmen, den mißrat´nen, voll Krankheit und vom Geist besessen, der selbst die Seelen hat zerfressen, uns hinweggeführt hat von den Wurzeln, die uns als Deutsche definieren und uns´re Herzen ganz vergiftet, von Rassenchaos, Mordgelüsten, der Geldgier und dem Negerkult, dem Ghettoslang und dem Geschmiere, das man als „Kunst“ uns hier verkauft, hin bis zum Schuldkult und den Lügen, mit denen man den Stolz uns raubt, uns quetschtet bis zum letzten Tropfen, an Geld aus und an Arbeitskraft, von diesem Terror uns befreien, das unbedingt alsbald zu schaffen, damit wir eine Zukunft haben, ist wichtig, wie der Sonne Macht!

Deutsches Volk, Kultur und Stärke, Vaterland und frei von Schuld, Herr im Haus und frei Von Zion, sei der neue, deutsche Kult, der auf den Fahnen sei geschrieben, mit denen wir zu Felde ziehen, nicht nur im Geiste und in Ehre, doch auch mit Zucht und Disziplin, so woll´n wir uns zum Sturm erheben, um wieder uns zurückzuholen, das eigne, große Vaterland, uns frei zu machen von den Ketten, neu zu errichten unser Reich, mit dem Vertrag, der sei zum Frieden, beenden dann die Nachkriegszeit, die wie ein Alptraum, ohne Ende, uns quälte, Tag für Tag bis dann, die Stunde kommt dann zu vergelten, was man uns jahr´lang angetan!

Hinfort dann mit der “BRD”, mit “Österreich”, dem ganzen Mist, das was wir einzig, künftig brauchen, ist Deutschland, das EIN REICHe ist !

So stehet auf ihr Brüder nun, und kämpfet tapfer Hand in Hand, es sei gespannt ein einig Band um alles große, deutsche Land!

Es soll das Reich nun fähig werden, als einz´ger Staat, hier amtszuhandeln, was zwischen uns und „Leben“ steht, soll bald in Asche, sich verwandeln!

Ein freies deutsches Vaterland mit einem einz´gen ,deutschen Volk, das sich vergrößert und vermehret, das ist es,was hier werden soll !

Ganz frei und ohne Fremdherrschaft, Gott gebe, daß es bald geschafft !

So spricht zu euch, die deutsche Linde, die wurzelt im Westfalenland und die euch flüstert, wie die Winde Glück auf, ihr Brüder, frisch zu Hand !

Die Stimme der Ahnen

 Lass´ niemals los, das Ahnenband

flaggge_deutsches reich Lass niemals los, das Ahnenband, gedenke deiner Väter Land!

Gedenke stets der Traditionen und halte hoch die deutschen Werte, die einst dein Volk hat groß gemacht, und die ihm brachten bald die Ehre, für die wir Deutschen sind bekannt und die ein Mensch assoziiert, wenn er mal hört vom deutschen Land und was er meint, was sich geziemt, wenn man als Mensch, ein Deutscher ist!

Sieh´ stets dich an der Spitze steh´n, der Ahnenreihe deines Volkes, und als der Nachfahr´ , all der Deutschen, die früher lebten in dem Land, das dir bekannt ist als die Heimat, das ewig bleibt, dein Vaterland!

Gedenk´ mit Stolz und auch mit Anmut, all der Krieger, die gefallen, für das Land in dem du lebst, damit auch du hast d´ran gefallen, selbst wenn sie auch nicht siegreich waren,
neig´ trotzdem dann dein Haupt in Ehren, denn schließlich taten sie´s aus Pflicht, zu kämpfen, sich zu wehren, das kampflos nicht verloren geht, was heilig war und immer ist, und was auch du die Heimat nennst, was stets dir doch das Liebste ist.

Denn Sieger ehren, daß kann jeder! Darin war noch nie die Kunst !

Doch edel ist ein Volk auf Erden, das unterlag und doch nicht bricht, die Treue zu den Männern dann, die kehrten nicht als Sieger heim, doch taten bis zum Schluss die Pflicht, auf daß das Land nicht niederbricht und nicht verlieret seine Ehre, zum Schutz sich setzten stets zur Wehre und auch in Not zerzagten nicht, so stritten sie ganz unverzagt, bis das am Ende war nur Leere und Sieger blieb der Bösewicht.

Wer also kämpte, so beherzt, ganz gleich wie´s ausging, schließlich dann, der hat verdient sich auch die Ehre, auf die du heute schauen kannst, mit Demut und mit großem Stolz, denn sei bewusst dir alle Zeit, solch Männer war´n aus and´rem Holz, als das was ´rumläuft, weit und breit, in unsrer düst´ren Gegenwart, in der uns fast nichts bleibt erspart, an Schande und an Kriechertum, ganz anders, war das Kriegertum!

Sie fichten brav, wie´s ward befohlen, und gaben nicht das Ringen auf, bis alles war fast aufgerieben und übrig blieb das blanke Grau´n.

So neige stets dein Haupt mit Dank , wenn du mal ziehst, ganz still vorbei, an einem Denkmal für die Helden, damit niemals verloren sei, das Angedenken an die Männer, die einst da stritten und die fielen, für Freiheit, Volk und Vaterland, auch wenn am Schluss sie auch nicht siegten:

Der Wille ist es, der da zählt, und das man tut stets seine Pflicht, ganz ohne dabei zu beachten, wie groß die Chance zum Siege ist !

Steh´ stolz, erhaben über dem, was Lumpen dir da sagen mögen und höre nicht, auf all die Lügen, wie ach so schlimm die Vorfahr´n waren, denn diese Hunde sind Verräter, die uns´re Ahnen da verachten und die da emsig sind bestrebt , das Andenken zunicht´ zu machen!

Doch gleichgültig, was sie auch mögen tun, für ewig lebt, der Toten Tatenuhm!

Hinfort mit solch Verräterbrut die spukt auf Deutschland und die Ahnen , solch Nestbeschmutzer, braucht kein Mensch, schon gar nicht in den finst´ren Tagen, die uns heut leider sind beschieden, drum halt stets hoch die Fahn´im Herzen, mit denen uns´re Männer siegten, mit der sie stritten und auch fielen, die ihnen war die teuerste, und liebste Fahne auf der Welt, das Hochgefühl, wenn man sie hisst, kann niemals kaufen man mit Geld!

Halt´ hoch die Farben: Schwarz, weiß, rot, und sei, wie die, die vor die waren, bewusst dir, daß du Deutscher bist und achte stets auf dein Betragen, mach´ deinem Volke, keine Schande, sei treu dem Reiche, bis zum Tod, ganz gleich, was dir da and´re sagen!

D´rum halte fest, das Ahnenband und spüre dann die große Kraft, die strömet durch das geistig´ Band, daß dich mit Volk und Land verband, seit dem Momet, da du gezeugt, und bleib getreu dem Vaterland und gib´s nie kampflos aus der Hand ,ich hoff´du hast den Ernst erkannt!

Deutsch denken, sprechen, fühlen, handeln, dies vorzuleben, so zu wandeln, den Anderen ein Vorbild geben, soll dann gereichen zu dem Segen, der dann bewirkt die neue Kraft
die unser ganzes Volk erfasst, und die das Rückrad werden lässt gerade, um wieder aufrecht dann zu schreiten, erhaben, stolz mit uns´rer Fahne, zu kämpfen dann für unser Recht !

Auf das, das Reich erstehet neu und schön und frei sich´s leben lässt!

Dies wünschen sicher auch die Ahnen!

Auch wenn sie tot sind,und nichts wissen, wer Ehre hat und Treu´ im Herzen, wird allezeit sie stets vermissen.
So schaut herab auf uns nicht nur,der Herr der gebe uns die Kraft, zu bleiben immer deutsch und treu, ganz völlig Wurscht, ob Tag, ob Nacht!

So rät dir, die Westaflenlinde, die lang´ schon steht in deutschem Land, sei deutsch und treu und nie vergiss:
Halt immer fest, das Ahnenband !
ahnenDIE STIMME
DER AHNEN
Eine Dichtung von Wulf Sörensen
Der Deutschen Erhebung gewidmet
Deutschland erwache !
_______________________________
NORDLAND-VERLAG G.m.b.H
BERLIN
1943

» Ungekürzte Ausgabe «
1986 wurde dieses Buch neu verlegt, aus dem Seite 33 entfernt wurde.
ISBN 3-926179-01-5

Da hängen sie nun an der Wand: einhundertundsechsundneunzig kleine Tafeln in eirunden Rahmen matten Goldes sind es geworden. Und es sind noch lange, lange nicht so viele, wie es hätten sein müssen. All die oberen Reihen zeigen nur ein weißes Blatt mit einem Namen und ein paar Zeilen darauf.

Aber in den unteren Reihen da wird es lebendiger. Um die Zeit herum, da der Dreißigjährige Krieg begann, hebt es an: feine Kleinmalereien, mit spitzem vorsichtigen Pinsel auf gelb gewordenes Elfenbein gemalt. Aber man merkt es: der zarte Marderpinsel wollte nur widerwillig den harten und eigenwilligen Zügen folgen, die zu malen ihm aufgetragen war Die weißen Halskrausen und die Rüschen, die Spitzen, die Puffärmel, und bei den „Herren“ die blütenzarten „Jabots“ in den Bildern um das beginnende achtzehnte Jahrhundert herum, das alles wirkt bei denen da wie eitler Narrenplunder.

„Herren?“

Nein, O nein, nicht eine „Dame“ und nicht ein „Herr“ sind unter ihnen zu finden, trotz Samt und Seide nicht. Frauen und Männer sind sie alle, und das ist weit, weit mehr, als heute „Herr“.

Denn die da an der Wand im Bilde weiterleben, waren Fr e i e !

So weit ist’s mit uns gekommen, daß wir die Ahnen im Zeichen oder im Abbild an die Wand bannen müssen, um ihnen m unserem träg gewordenen Andenken ein blasses Leben zu geben.

Ahnen?

Nicht einmal den Tag der Geburt und den Totentag ihrer Eltern wissen alle mehr; sie haben ihn ja aufgeschrieben. Es ist schon ein Wunder, wenn einer ein wenig vom Ahn weiß, oder gar vom Großahn.

Und an den Urgroßahn denken sie schon gar nicht mehr, als sei er nie gewesen.

Früher, ganz früher war das anders. Damals als das Wort noch nicht zur feilen Ware geworden war, als man mit dem Worte noch nicht lügen konnte, als das Wort noch lebendig war, damals brauchte es des Schreibens und Aufschreibens nicht;

Zu jener Zeit war der lebendige Blutstrom vom Sohn zum Vater, vom Vater zum Ahn und zum Großahn und Urgroßahn noch nicht verschüttet. Noch rauschte er nicht, wie heute, tief tief unter allem Fremdgut des Geistes und der Seele, daß ihm die meisten nicht einmal mehr in der stillsten Stunde zu lauschen vermögen. Einst war alle Vergangenheit im Herzen eines jeden einzelnen lebendig. Und aus dieser Vergangenheit wuchsen Gegenwart und Zukunft empor wie die starken Äste eines gesunden Baumes.

Aber als diese herrliche Gotteswelt verteufelt wurde, als man sie eitel und verächtlich machte, wurde die lebendige Vergangenheit zur Sage, und die Sage wurde zum Kindermärchen.

Und heute?

Heute lachen sie sogar über die Märchen unseres Volkes und kennen sie nicht einmal. Und doch sind die Märchen das einzige, was uns von dem „Es war einmal“ geblieben ist, das wie ein still mahnender Finger in die Jahrtausende der Vergangenheit unseres großen Volkes zurückweist.

Wir brauchen nicht, was einst gewesen, meint ihr?

Eitles Geschwätz!

In wessen Brust das „Es war einmal“ seines Geschlechtes nicht wach ist, der hat auch keine Zukunft, die ihm gehört.

Es müßte bald einmal einer kommen, der uns unsere Märchen wieder verstehen lehrt und der uns so zeigt, daß unser Kampf um die Freiheit der Erde, die uns geboren hat, auch schon der Kampf unserer Ahnen vor hundert und tausend Jahren gewesen ist.

Wißt ihr, wenn ihr von Schneewittchen lest und von der bösen eitlen Königin, die über die Berge kam, daß diese Berge jenes „ultra montes“, jenes „Jenseits der Berge“, der Alpen, jenes Rom bedeuten, das allem Nordischen Todfeind ist? Und denkt ihr nun an den Spruch dieser Königin:
„Spieglein, Spieglein an der Wand, sag‘ an:
wer ist die Schönste im ganzen Land?“

Und denkt ihr bei diesem Spruch zugleich an jenes Rom, das nicht rastet und ruht, bis alles Nordische, Helle und Frohe ausgerottet ist und nur Dunkles bleibt, dunkel wie jene Königin im Märchen, so daß sie die Erste im Lande ist, — weil alles Weiße tot ist?

Dieses von „ultra montes“ Kommende duldet nichts neben sich. Es kann nur sehen, was vor ihm in die Knie gebrochen ist und ihm die Füße küßt.

Als die Königin, als fahrende Krämerin aus fernem Lande verkleidet, zum ersten Male über die Alpen kam, bot sie ihm das verlockende Mieder — verlockend, weil es fremdartig war — und zog seine Nesteln so eng, daß Schneewittchen ohnmächtig niedersank: die Sendboten Roms schnürten den nordischen Geist in die alles Leben erstickenden Bande fremder Begriffe und Trugworte.

Aber der verderbliche Plan gelang nicht. Die Zwerge — des Volkes gute Geister — kamen und befreiten Schneewittchen: die Friesen zerschmetterten die römischen Sendlinge, die mit ihrer Elends- und Knechtslehre die Kraft des Volkes zu brechen trachteten. Bald tausend Jahre rangen die Deutschen Stämme gegen das Gift vom Sinai, das ihnen das saubere Blut verdarb.

Und als die eitle Königin nun wieder den Spiegel fragte, ward ihr dennoch die Antwort: aber Schneewittchen, über den sieben Bergen, bei den sieben Zwergen, ist noch viel tausendmal schöner als ihr!“

Und wieder kam die Königin, von ruhelosem Neid getrieben, über der Alpen schneeige Wand mit neuem Trug. Sie bot Schneewittchen einen herrlich glänzenden Kamm, — ein Ding so fremdartig, wie es nie zuvor ein anderes gesehen: der römische Kaisergedanke lockte den Deutschen Tatwillen von seinem eigentlichen Ziele ab. Und nun kamen mit den romfahrenden Deutschen Kaisern schwere Not und das römische Recht in das Land, das den nordischen Stolz in Ketten legte.

Doch immer noch war der Deutsche Geist nicht gebrochen, immer noch war die böse Königin nicht die Schönste In allen Landen. Und so kam sie zum dritten Male und reichte Schneewittchen den giftigen rotwangigen Apfel, von dem ihm ein Bissen im Halse stecken blieb, daß es wie tot niedersank.

Dieser Apfel, dieser völlige Ab-Fall von der eigenen Art war. es, der des Deutschen Wesens Verderben war.

„Wie tot“ sagt das Märchen, denn es weiß recht wohl um die ungeheure Kraft, die im Volke nur schlummert, und weiß: einst kommt die große Stunde, da sie mit riesenhafter Gewalt die Fesseln vom Sinai sprengt.

Ob sie jetzt kommt, diese langersehnte Stunde? —

Nicht nur Schneewittchen, nein, hundert und aber hundert uralte Deutsche Märchen erzählen mahnend in immer anderen Bildern von der Not, den Bedrängnissen und der tiefen Weisheit unserer Ahnen.

Und da Roms Geißel über das Land zuckte, alles wahrhaftig aus der eigenen Art Emporsprießende erbarmungslos vernichtend, flochten die weisen Ahnen in bunte Bilder, in geheimnisvolle Worte, was sie den Nachfahren zu sagen hatten.

Aber auch dieser Sagen, dieser Märchen und Bilder hat sich Rom bemächtigt, hat sie verfälscht und in einen ihm selber nützlichen Sinn umgedeutet.

So kam es, daß unser großes Volk die Stimme der Ahnen nicht mehr verstehen konnte, daß es all die vielen Jahrhunderte in der Irre ging, sich seinem eigenen Wesen mehr und immer mehr entfremdete und Roms und damit Judas Knecht wurde.

Nur wer lebendig flammend die eigene Seele in der breiten Brust trägt, ist ein Einziger, ist ein Herr.

Wer aber von seiner Art läßt, der ist Knecht.

Der Schlüssel zur Freiheit liegt in uns! Lauschen wir wieder auf der Ahnen Stimme und hüten wir vor fremder Hand, was aus der eigenen Seele wachsen will. Stärker als Heere ist der Mensch, der den Gewalten sein heiles Ich entgegenzustellen vermag.

Ich sehe nachdenklich auf die lange Reihe der Ahnen, deren letzte Glieder soweit zurückreichen, daß kaum mehr ein Name und eine Zahl auf einem weißen Blatt Papier zurückgeblieben sind. Und ihre Stimmen werden im Blute lebendig, denn mein Blut ist das ihre. Ich denke daran, wie die welschen Mönche zu den Ahnvätern unseres Volkes kamen, von denen selbst ihre Todfeinde, die Römer sagten: „Wo die Goten hinkamen, da herrschte Keuschheit, wo aber die Vandalen hinkamen, wurden selbst die verderbten Römer keusch! Und diesen Menschen wurden diese Gebote vom Sinai als Leitstern des Lebens angeboten!

Kann man verstehen, daß diese Menschen gelacht haben, als sie diese Gebote hörten, weil ihnen unbekannt war oder unfaßlich, was man von ihnen forderte nicht zu tun?

Kann man verstehen, daß sie in rasendem Zorn das Schwert erhoben, als man ihnen sagte, der Mensch sei böse von Jugend auf, — ihnen, deren Beste die Goten: die Guten waren?

Kann man verstehen, daß unsägliche Verachtung diese herrlichen Menschen bitter machte, als man ihnen reichen himmlischen Lohn verhieß, wenn sie Dinge nicht tun würden, die sie nach ihren heimatlichen Begriffen unter das Tier hinabgewürdigt hätten?

Ihnen brachte man diese Gebote, die jenen, die sie darboten, an Menschenwürde und Sitte unendlich überlegen waren. Die seit unzählbaren Geschlechterfolgen bereits sternenhoch hinausgewachsen waren über die sittliche Ebene, auf der sich die Gebote von Sinai bewegen, und die schon seit vielen Tausenden von Jahren vor der bei uns üblichen Zeitrechnung, Gesittung und Kunst auf langen Wanderfahrten befruchtend in die Welt trugen.

Wenn ich die kleinen Bilder betrachte und durch ihre festgefügten Gesichter hindurch die Züge der Ahnen sehe, von denen keine Kunde mehr in diese Zeit dringt, dann ist mir, als sei ich von einer hohen, hohen Leiter hinabgestiegen, — wo ich doch hätte hinaufsteigen müssen!

Was jene waren, gelingt uns Heutigen nur manchmal zu scheinen, wenn das Wünschen übergroß wird: zu sein, wie jene gewesen sind.

Diese Kerle standen mit Allvater auf dem Duzfuß und brauchten noch keinen Advokaten mit dünnem Heiligenschein, wenn sie mit ihm zu reden hatten. Und auch das Bitten kannten sie nicht, dazu waren sie zu stark und zu stolz, — und zu gesund.

Erbeten Gut ist Fremdgut!

Sie wollten nichts Geschenktes, weil sie selber genug hatten, und wo was fehlte, da holten sie sich’s.

Ihr Glaube war ein Satz so kurz wie ein Augenzwinkern und so klar und tief wie ein Forellenwasser:

„Tue Recht und scheue niemand!“

Das andere, was noch dazu gehört, taugte ihnen nicht einmal für die Zunge, und die war doch karg genug dazumal.

Dieses andere trugen sie in der Brust und es war wie eine weisende Kompaßnadel, die das Boot stets in die rechte Bahn zieht.

War das wohl ein besserer Glaube als jener, der in einem dicken Buch aufgeschrieben steht, damit man nicht vergesse, — und den man nicht einmal richtig verstehen kann, es sei denn, der Priester komme und lege aus, was da geschrieben steht? Und dann muß man noch glauben, daß diese krause Auslegung recht ist.

Damals wuchs der Glaube aus dem Blut und er war ein Wissen, — heute aber muß er gelehrt werden, denn er ist ein Fremdglaube, der in unserem Blute nicht Wurzeln schlagen kann. Er ist ein Für-wahr-halten, was keiner wissen kann und das die meisten still abtun, weil es wider die Natur und die Vernunft ist.

Sind wir besser geworden, seitdem? Sagt es selbst.

Ein groß wortlos Trauern ist in der meisten Brust, eine grenzenlose Heimatlosigkeit, denn der Ahnen Sitte wird als Traum ewig in unserem nordischen Blute leben.

Wir wollen wieder gut sein, gut von Jugend auf, wie die Ahnen waren.

Wir wollen nicht mehr demütig sein und klein und schwach und alles jenem überlassen, von dem gesagt wird, er habe die eigene Schöpfung zu einem Sündenpfuhl gemacht, — der das eigene Werk verachtet. Stolz wollen wir wieder werden und groß und stark, und alles selber tun!

Wie anders jene Gesichter an der Wand dort sind, als die Gesichter der Heutigen. Nur wenn man ganz genau zusieht, findet sich noch ein Schimmer jener Klarheit von einst in den Zügen der letzten Geschlechterfolgen.

Was in den Ahnen so lebendig war, daß es das Gesicht eigenwillig formte, hat sich uns in das Blut verkrochen und träumt.

Darum täuschen die Gesichter heute so oft.

Manch einer, dessen Haare und Augen in der Farbe nach dem Süden zeigen, hat den Großteil des Blutes von den nordischen Vätern.

Und manch einer, der aussieht, als hätten ihn zwei Jahrtausende vergessen, trägt seine hellen Haare und seine grauen oder blauen Augen als trügende Maske, und sein Blut hat nicht einmal mehr die Erinnerung an die Väter im Nordland. Der eine hat nur den Schein des Fremden angenommen und behielt sein nordisches Blut.

Der andere nahm das Blut des Fremden und behielt Bein nordisches Gesicht als Trugmaske.

Was ist besser?

Heute muß man in die Augen schauen, ob sie noch fest sind und leuchtend und kühn. Die Seele blickt durch die Augen, und die trügt nicht.

War manch ein Rebell und Ausreißer unter denen da. Manch einer, der denen den Bettel vor die Füße schmiß, die an ihm herumbiegen wollten. Konnten nicht krumm sein, diese Kerle, wollten lieber in der Fremde vor die Hunde gehen, als verbogen werden.

Ging aber keiner vor die Hunde.

Wer in die Fremde ging, folgte dem rastlosen Strom seines Blutes, das nicht Ruhe gab, bis es sich selbst gefunden: das Fremde ausgeschieden und in den Blutstrom der Väter eingeflossen war und so bewußter Teil der Ahnenreihe wurde, die den großen Kreis der Sippe schließt.

Aber wenn dann wieder einer heimkam — alle kamen sie wieder — dann war aus ihm ein Stiller und Fertiger geworden.

Man kann nicht sagen, was es ist, dieses Fertigsein.

Aber wenn die anderen durcheinander schwatzen und dieser eine sagt leise nur ein paar Worte, dann haben alle anderen diese Worte verstanden und werden still und lauschend.

Und dieser eine fragt nicht; er wird gefragt.

Das ist es.

Man sieht’s ihren Augen an: wie sie das Leben meisterten, so standen sie auch mit dem Tode auf dem Duzfuß

Er war ihnen vertrauter Weggenoß.

Bis herauf in unsere Tage haben sie diese Augen.

Da war einer, Ekke hieß er und fiel am Kemmel.

Der Stahlhelm auf seinem Kopf sieht aus, als gehöre er zu ihm, als sei er ein Stück seiner selbst.

Sein Mund ist wie ein Strich.

Aber in seinen zwanzigjährigen Augen blinkt ein leises Lachen.

Und mit diesem Lachen, das dem Munde fremd ist, und mit zwei Fingern an der Kante des Stahlhelms hat dieser Ekke den Tod gegrüßt, als er winkend vorüberschritt.

Ich kann mir diesen Ekke nicht vorstellen, wie er betend und flehend, in die Knie gebrochen vor Jammer, einen Gott über den Wolken um Gnade und Hilfe anfleht.

Aber so kann ich mir ihn vorstellen:

halbaufrecht emporgeworfen die Handgranate mit einem Jauchzen in das Maschinengewehrnest schleudernd. Und im Schwung noch von der Kugel getroffen und niedersinken mit dem letzten Gedanken:

… das Beste für Deutschland …!

Dieser Ekke nahm den bitteren Kelch mit stolzem Heldenlachen und trank ihn aus, in einem Zug, bis auf den Grund Und hat womöglich noch die Nagelprobe gemacht ohne eine Miene zu verziehen.

Er hat nicht gefleht, der Kelch möchte an ihm vorübergehen. Er griff von selbst nach ihm, denn er weiß:

Alles Notwendige ist gut!

Seite 33 (BRD zensiert)

Unter dem Bilde Ekkes steht sein Lebensspruch. Er hat ihn mit seiner festen klaren Hand selbst geschrieben: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut!“

Ist das nicht weit, weit mehr, als jene zehn Gebote, die der Jude Moses dem verkommenen farbigen Hebräergesindel in der Wüste geben mußte, um dieser Horde die Anfangsgründe des Menschseins verständlich zu machen?

Für dieses Hebräergeschmeiß waren diese Gebote recht, hatten es doch sogar die Ägypter zum Lande hinausgejagt; sogar als Sklaven waren die Hebräer, die das ganze Volk verpesteten, zu schlecht.

Die Hebräer — das auserwählte Volk unter den Völkern! So groß ist der Hohn dieses Wortes, daß man ihn für ernst nahm.

Gebote setzen ihre Übertretung voraus.

Schon an der Notwendigkeit dieser Gebote, die nichts fordern als das Allermindeste, um auf die Bezeichnung „Mensch“ Anspruch erheben zu können, erkennt man, welchem Auswurf mit menschenähnlichen Gesichtern sie gegeben wurden.

Eine Schmähung, unsühnbarer Schimpf des Hehrsten im Blute waren diese Gebote für den Menschen im Norden.

So wuchs aus der flammenden Empörung des nordischen Blutes ein Wittekind, der immer und immer wiederkehrte und die Seinen zum Kampf gegen die Lehren vom Sinai und von Nazareth führte. Denn tödliches Gift sind diese Lehren für unser Blut.

Wann er nicht mehr wiederkommt, dieser Wittekind, fragt ihr? Hört: im letzten Deutschen stirbt Wittekind! Solange noch ein einziger Deutscher lebt, ist Wittekind lebendig und ihr seid nicht sicher vor ihm!

Nicht zwanzig Millionen, nein, O nein! Siebenzig Millionen Deutscher sind zuviel auf dieser leuchtenden Erde für alles, was vom Sinai kommt. —

Auch die Letzten, die echt sind, werden noch wach werden, wenn die Schwerter an die Schilde dröhnen und die Heerhörner zum letzten großen Thing dieses unseligen Jahrtausends rufen. Und wer dann noch schläft, dessen Blut ist dumpf geworden und sauer.

Kein Schwerthieb für ihn!

Er werde achtlos zertreten von den Füßen der Heerhaufen, die auf allen Straßen dieser Deutschen Erde zum Thing eilen!

Eine uralte Sitte ist in diesem Geschlechte lebendig geblieben bis auf den heutigen Tag. Einmal schien diese weise, von den Urvätern überkommene Sitte zu verlöschen. Aber sie lebte wieder auf und die Stunde ist nicht mehr fern, in der ein ganzes Volk, mein großes schönes Volk, den Sinn dieser Sitte wieder erkennen und durch sie gesunden wird.

Die Ahnen dieses großen Geschlechtes gaben dem Kinde einen kraftvollen Namen, voller Frohsinn und Lebensmut.

Sie liehen ihm diesen Namen.

Und dieser Name war dem Kinde wie ein leuchtendes Ziel, weit vorausgeworfen seiner Lebensbahn.

Als der kostbarsten Güter eines trug das Kind diesen Namen in seiner Seele, denn er war Hoffnung und heilige Verpflichtung.

An diesem Namen erstarkte des Kindes Seele und wurde ein ganzes, leuchtendes ich.

Wenn aus dem Kinde ein Jüngling geworden war, traten die Ältesten der Sippe beim Fest der Namengebung zusammen und prüften, ob die nun entfaltete Wesenheit des jungen Menschen dem ihm einst gegebenen Namen noch entsprach.

Wurden Mensch und Name als ein Klang befunden, dann wurde dieser Name dem Jüngling für die Zeit seines Lebens gegeben. Sonst aber wählte sich der junge Mensch seinen eigentlichen Namen, Sinnbild seines Wesens, selbst.

So kam es, daß die Ahnen waren, was ihre Namen sagten. Und darum wog ihr Name so schwer, wie das runengemarkte Schwert, wie Wort und Handschlag, wie Nein und Ja

In der Zeit des Christentums hatten die Ahnen noch einen anderen Namen, wie es das neue landfremde Gesetz erzwang. Aber diesen Namen kannte keiner; er stand im Kirchenbuche geschrieben und war nur eine Bezeichnung, war eine Stückzahl. Die Obrigkeit mußte den lebendigen, den heidnischen Namen des Mannes neben den wesenlosen christlichen schreiben, um nicht Schemen in den Büchern aufzuzählen.

In diesen Zeiten aber entsprossen dem Geschlechte die aufrechtesten Männer und die stolzesten Frauen.

Ich trete näher an die Bilderreihen hin und lese die Namen. Die Ältesten sind:

Helge, Fromund, Meinrad, Markward, Ran, Waltan, Eigel, Asmus, Björn. Seltsame Namen sind dies, nicht? Es sind Namen, aus der großen Sprache unseres Volkes selbst geboren. Nichts Fremdes ist in ihnen, kein falscher Klang. Echt klingen sie im Mund wie gediegenes edles Metall. Nach salziger See schmecken diese Namen, nach schwerer fruchtbarer Erde, nach Luft und Sonne — und nach Heimat. Merkt ihr’s?

Wenige werden es merken, allzu wenige. Die eigene Sprache ist ihnen fremd geworden und hat ihnen nichts mehr zu sagen….

Und die letzten dieser Reihe begannen ihre Söhne so zu nennen:

Gottlieb, Christian, Fürchtegott, Leberecht, Christoph… und noch später:

Paulus, Johannes, Petrus, Christophorus, Korbinianus, Stephanus, Karolus….

Um diese Zeiten hatten die Ahnen keine anderen Namen mehr als diese.

Fühlt ihr, wie es in diesen Menschen zusammenbricht, wie sie heimatlos werden in der eigenen Haut, — wie steil es die Leiter abwärts geht?

Ein ganzes Schicksal liegt in der Wandlung dieser Namen beschlossen.

Nicht das Schicksal eines einzelnen, oder das einer Sippe.

Das Schicksal eines ganzen Volkes verkündet diese Wandlung.

Das Schicksal unseres Volkes! Aber wie seltsam:

Jenen, die von ihren Vätern Karolus genannt wurden und Paulus, schienen diese Namen auf einmal lästig geworden zu sein, fremd, unbequem, Hohn und Spott.

Und nun kommt das Geschlecht, das in den großen Krieg zog, und die Namen mit den kleinen eisernen Kreuzen hinter einer Jahreszahl, die bloß zwanzig oder noch weniger Jahre von dem Jahr der Geburt entfernt ist, lauten:

Jochen, Dieter, Asmus, Erwin, Walter, Roland, Georg….

So heißen wir.

Und wie heißen die Allerjüngsten, die ihre Namen noch in das dritte Jahrtausend nach der Zeit nordischen Selbstvergessens hineintragen können?

Gerhardt, Hartmut, Dietrich, Ingo, Dagwin, Günther, Hellmut, Gernot… Dagmar, Ingeborg, Helga….

Ob das der Große Krieg gemacht hat?

Es geht bergauf!

Die Namen sagen es.

Einige der Männer tragen geistlich Gewand.

Aber der Maler hat ihnen ein Zeichen mitgegeben. Und wer dies Zeichen zu lesen vermag, der weiß, wie viel oder wie wenig sich das starke Herz von dem Schatten des schwarzen Gewandes verdunkeln ließ.

Es sind alles nur Kopfbilder, doch bei dem einen zeigt der Maler auch die Hand. Eine starke, sehnige Hand, die ein Steuer im Sturme bändigt.

Das schwarze Buch in dieser Hand sieht wie eitel Spielwerk aus.

Eine solche Hand vermag den Feind nicht zu segnen, — sie zerschmettert ihn. Dem Frithjof Sören hat der Maler den Namen beigegeben.

Seltsamer Name für einen Priester. Frithjof ist der Friede-Raubende.

Sollte der Priester Sören jenen den Frieden des Lammes geraubt haben, denen er das gesunde Mark zerfraß?

Einen anderen zeigt der Maler mit windzerzaustem Grauhaar. Seine Nase ist gebogen, wie der Schnabel des Seeadlers. Der Blick seines Auges ist ohne Grenzen. Und Ran Sören soll diesen seinen Nacken in Reue und Buße und Demut gebeugt, soll die Welt verachtet und eines anderen Kraft mehr vertraut haben, als der eigenen….?

Ich weiß, warum es das Schicksal fügte, daß diese da den schwarzen Rock tragen mußten: —ohne sie wäre manch ein Heide weniger im Norden, ohne sie hätte manch einer mehr das eigene Gottesbild mit dem fremden vertauscht und wäre müde geworden an der eigenen Kraft und an der Welt, und manch einer mehr hätte sein Blut vergessen, wie es diese Lehre will und wäre zum Knecht geworden.

Das sind wahre Heilige, denn sie haben ihr heil-Ich bewahrt, trotz der Soutane.

Sie schlugen den Feind mit der eigenen Waffe.

Die Heiden nannte das Volk dies Geschlecht. Und einige waren so stolz auf dies Wort, daß sie es ihrem Namen beifügten, wie man ein Seltenes und Besonderes nimmt, sich damit zu schmücken.

Denn der Heide ist einer, der sich und seiner Art treu blieb, dessen Blut rein in den Adern fließt. Und dies reine Blut vermag die Welt nicht mit den Haßaugen von Sinai und nicht mit den weichen Knien von Nazareth zu erleben. Es trägt das Göttliche rein und klar und schön in seinem roten Strome durch die Erdenewigkeit des Geschlechtes.

Nie hat einer dieser Menschen Gott gesucht. Man sucht nicht, was lebendig in der Seele wohnt.

Nie hat einen dieser Menschen Zweifel um das Göttliche angefressen. Nur wer den Gott in sich verraten und einem fremden Gottesbild die Seele geopfert, kennt diesen Zweifel. Ewig ist der Zweifel, wo das ewig Fremde und darum ewig Unbekannte ist.

Ein ewiger Zweifler ist der Christ.

Kann der treu sein, der sich selbst untreu wurde?

Kann der groß sein, der sich in Sehnsucht nach dem Staube verzehrt?

Kann der stark sein, der die Schwachheit liebt?

Kann der stolz sein, der in Demut einherwandelt?

Kann der rein sein, der sich in Sünden geboren sieht?

Kann der glücklich sein in dieser Welt, der die Welt verachtet?

Und kann der Gott in der Seele tragen, der die göttliche Schöpfung verachten muß?

Welch seltsamer Gott ist dies, ihr Christen, der euch aufrecht erschaffen und der euch in die Knie brechen heißt, will eure Seele sich ihm nahen.

Wir kommen nicht zu unserem Gott, zu bitten, wir Heiden.

Gott ist zu groß — und wir sind zu stolz, zu bitten. Wir würden den Gott in unserer Seele schmähen.

Wir kommen nicht zu Gott, zu klagen, wir Heiden, — weil wir unsere Fehler nicht den Leuten zeigen — am wenigsten aber Gott.

Wir suchen unsere Fehler abzulegen und zu wachsen

Nicht die Klage ist unser Teil, sondern der Zorn, — am ersten aber der Zorn gegen uns selbst.

Und wir bereuen nicht, wir Heiden, weil wir nicht feig sein können. Der Mann steht zu seiner Tat.

Warum habt ihr ein Schimpfliches aus den „Heiden“ gemacht?

Ihr solltet eure Kleinheit nicht auf den Gassen feilhalten und eure befohlene Liebe nicht mit eurem Haß bedrängen und euer Verzeihenmüssen nicht mit eurer Rache!

Nur der Neid schimpft!

Wir schämen uns für euch, weil wir euren Neid sehen, — sind manche von euch doch Brüder unseres Blutes.

Einst war es Schimpf, ein Christ zu sein. Aber als ihr Masse wurdet, ihr Christen, machtet ihr die Tugend zum Schimpf — und ihr nanntet uns „Besondere“, nanntet uns „Heiden“.

Wir sind „Besondere“ geblieben, obgleich ihr schimpftet!

Nie werden wir Masse sein und nie Herde.

Wißt ihr, daß viele unter euch heute noch „Besondere“ sind?

Warum werft ihr die Bettlerlumpen nicht ab, die ihr euch über den Königsmantel des Menschen gezogen habt?

Schämt ihr euch, „Besondere“ zu sein? Fürchtet ihr „Heiden“ genannt zu werden?

Wenn die Christen Gott in den Wolken ganz vergraben haben werden, mögen sie zu uns kommen, — wir werden ihnen Gott wieder zeigen, — wir Heiden. — Denkt nicht, wir rechneten ab, ihr Christen! Wir wägen still — aber wir wägen nicht mit falschen Gewichten. Wir betrügen den Gott in uns nicht, weil wir uns nicht selbst betrügen. Wie wir richtig gewogen haben, so hätten wir auch richtig gerechnet, vermöchten wir mit Gott um die Seele zu markten: seht, wir bereuen nicht, weil wir nichts zu bereuen haben, — nichts fehlt an unserer Mark Wert.

Eine ganze Mark haben wir erhalten. Eine ganze Mark behielten wir.

Und nun wäget ihr?

Und wenn ihr gewogen habt, geschätzt und gerechnet, dann fragt euren Neid, wieviel ihr verlort.

Wer nichts verloren hat von seinem Wert, der ist ohne Neid und ohne Haß für uns Heiden.

Der kleine Mensch haßt, was über ihm ist, der große bewundert es, der kleine Mensch bemitleidet, was unter ihm ist, der große verachtet es, — wenn es seiner Verachtung wert ist, — oder hilft.

Dort in der Wiege liegt mein kleiner Sohn und greift jauchzend nach den Bildern der Ahnen an der Wand.

Diese kleine lachende Lebendigkeit ist der nächste Schritt meines Geschlechtes in die Zukunft.

Ich war der letzte Schritt.

Und hinter mir sehe ich den Weg meines Geschlechtes in fernen Jahrtausenden verdämmern, — denn auch was ich nicht weiß, ist Wirklichkeit. Meines Geschlechtes Weg durch die Zeiten kenne ich nicht, aber ich weiß, daß ich lebe, und weiß, daß ich nur Glied einer Kette bin, die ohne Fehl sein muß, so lange mein Volk lebt, — sonst wäre ich nicht.

In Pergament gebunden wandert seit langem ein Buch durch das Geschlecht. Ich schlage es auf und schreibe eine vergilbte Seite für meinen Jungen:

„Du bist nicht heute und bist nicht morgen. Du bist tausend Jahre vor Dir und bist tausend Jahre nach Dir.

Tausend Jahre vor Dir haben ihr Blut gehütet, daß Du so wurdest, wie Du bist.

Hüte Du Dein Blut, daß die Geschlechterfolgen der tausend Jahre nach Dir, Dir Dank wissen.“

Das ist der Sinn des Lebens, daß Gott wach wird im Blute.

Aber nur im reinen Blute ist Gott.

Von wem habe ich gesprochen?

Von meinen Ahnen?

Sinnbild ist nur das Eigene für das Volk, in dem ich lebendig bin.

Zu wem habe ich gesprochen?

Zu meinem Sohn?

Mein Sohn ist nur Teil meines Volkes.

Weisheit aus tausend Geschlechtern schlummert in dir.

Wecke sie und du hast den Schlüssel gefunden, der dir das Tor deiner tiefsten Sehnsucht öffnet.

Nur wer sich selbst achtet, ist wert. Mensch zu sein

Mensch ist nur, wer Vergangenheit und Zukunft lebendig in sich selbst trägt, — denn nur der steht über der Stunde Gegenwart.

Wer Herr des Gegenwärtigen ist, der allein ist glücklich.

Nur im Glücklichen ist Gott Das sagt die Stimme der Ahnen

Deutschland und Russland


Rieger-Juergen Ergänzender Beitrag von Februar 2006 von Jürgen Rieger
Der zweite Weltkrieg, die großen Leiden der ostdeutschen Bevölkerung bei der Besetzung und der nachfolgende „Kalte Krieg“ mit der Sorge, daß auch die westliche Hälfte Deutschlands kommunistisch werden könnte, haben zu einer Entfremdung zwischen Deutschen und Russen geführt. Es scheint mir deshalb richtig, zunächst einmal einen geschichtlichen Überblick über die deutsch-russischen Beziehungen in den letzten Jahrhunderten zu geben.

Rußland schaltete sich in die mitteleuropäische Geschichte ein durch die sogenannten drei polnischen Teilungen. Diese fanden 1772, 1793 und 1795 statt. Ich nenne sie „sogenannte“, weil Polen dort überwiegend – bis auf die letzte Teilung – nur Gebiete verloren hat, die es vorher unter Unterdrückung anderer Volkstümer erobert hatte. Rußland erhielt bei sämtlichen „Teilungen“ fast halb so viel mehr als Preußen und Österreich zusammen, aber sämtliche Gebiete, die an Rußland gingen, waren von Ukrainern, Weißrussen und Litauern mehrheitlich besiedelt, und die Litauer tauschten gerne die russische gegen die polnische Oberhoheit ein. Bei der ersten und zweiten sogenannten polnischen Teilung erhielt Preußen überwiegend deutschbesiedelte Gebiete; erst die Teilung 1795 kann als polnische Teilung anerkannt werden. In ihrem Bemühen, ein Großpolen, wie es vor 1772 bestanden hatte, wiederherzustellen, hat die polnische Propaganda aber alle diese Gebietsverschiebungen als „Teilung“ hingestellt, und auch in deutschen Geschichtsbüchern laufen diese Übertragungen von deutschbesiedelten Gebieten an Preußen als „Teilungen“.

Dieses Zusammenwirken nützte Preußen, Österreich und Rußland.

Der deutsche baltische Adel nahm nachfolgend oftmals hohe Stellen im russischen Heer ein, und deutsche Baumeister wurden – beispielsweise zum Aufbau von St. Petersburg – herangezogen. Auch haben viele Zaren Töchter deutscher Fürsten geheiratet.

Eher wegen der Lästerzunge Friedrichs des Großen – nicht wegen struktureller Differenzen – beteiligte sich Rußland am siebenjährigen Krieg gegen Preußen, rettete Friedrich den Großen durch Austritt aus dem Bündnis aber sofort nach dem Tod der Zarin.

Kriegerische Auseinandersetzungen gab es dann dadurch, daß deutsche Truppen – gezwungen von Napoleon, der die deutschen Fürsten vorher besiegt hatte – den französischen Angriff auf Moskau mitmachten, wobei die allermeisten elendig zugrunde gingen. Die Wende brachte 1812 das Abkommen von Tauroggen, wo der preußische General Yorck auf eigene Verantwortung ohne Wissen seines Königs aus dem Krieg gegen Rußland mit seinem Armeekorps ausscherte, und so den Sturz von Napoleon durch die nachfolgende Völkerschlacht von Leipzig und die Schlacht von Waterloo möglich machte. Rußland hielt sich aus dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 heraus und ermöglichte dadurch die deutsche Einheit. Frankreich hatte 900 Jahre lang eine antideutsche Politik getrieben und immer versucht, Deutschland geteilt zu halten. Da Bismarck mit dessen Feindschaft fest rechnete, schloß er den Rückversicherungsvertrag mit Rußland, um keine Einkreisung zu ermöglichen. England hatte zunächst die deutsche Einigung begrüßt; nachdem ein stürmischer Wirtschaftsaufschwung im neuen Deutschen Reich erfolgte, und die deutschen Waren den englischen in der Welt Konkurrenz machten, wandelte sich die Stimmung aber rasch, und schon vor der Jahrhundertwende war England daran interessiert, Deutschland einzukreisen. England hatte sein Weltreich erobert, indem es immer die zweitstärkste Macht auf dem Kontinent gegen die stärkste Macht unterstützte; so half es Friedrich dem Großen in seinen Kriegen gegen Frankreich und Österreich, so begrüßte es den Krieg Preußen-Deutschlands gegen Frankreich 1870, da Frankreich damals stärker als Deutschland war, war dann aber schon in den neunziger Jahren fester Verbündeter von Frankreich, weil Deutschland nunmehr jenseits des Kanals die stärkste Macht war. Während es für England leicht war, sich mit Frankreich gegen Deutschland zu verständigen, war dies mit Rußland schwieriger. Rußland drückte auf Indien und konnte dort eine Bedrohung werden, Rußland drückte auf die Türkei, um über die Dardanellen einen Zugang zum Mittelmeer zu bekommen, und bedrohte dadurch die britischen Lebensadern zu den Kolonien. Die Voraussetzungen für ein englisch-russisches Bündnis waren also nicht gut.

Andererseits hatte sich der Panslawismus in den slawischen Völkern verbreitet, und der Panslawistenkongreß hatte 1848 in Prag die Forderung aufgestellt, alle Deutschen östlich der Linie Stettin-Triest innerhalb von hundert Jahren zu vertreiben. Die Panslawisten wünschten auch keine deutschen Einflüsse im russischen Heerwesen mehr, und Konflikte ergaben sich insbesondere durch den Vielvölkerstaat Österreich-Ungarn. Die österreichischen Kaiser betrieben zwar keine Germanisierungspolitik, ließen den verschiedenen Völkern in ihrem Staat auch sehr viel Freiheiten, so daß beispielsweise in Ungarn die Deutschen magyarisiert wurden, sahen sich also nicht als „Hort des Deutschtums“, was aber gleichwohl nichts daran änderte, daß die Serben in Serbien mit den Serben in Montenegro und der Herzegowina vereinigt sein wollten – ein ganz natürliches Verlangen. Die Völker der Habsburger Monarchie strebten auseinander, und Österreich-Ungarn entwickelte sich zunehmend zu einem Pulverfaß. Bismarck meinte gleichwohl, in „Nibelungentreue“ zu diesem einzigen verläßlichen Verbündeten halten zu müssen (im Dreibund war zwar auch Italien, aber da Österreich auch italienisch sprechende Bewohner in seinen Grenzen hatte, mußte es auch dort zum Konflikt kommen – wie sich 1916 mit dem Eintritt Italiens in den Krieg gegen die früheren Verbündeten auch zeigte). Rußland fragte bei Bismarck an, wie es sich im Falle eines russisch-habsburgischen Krieges stellen würde, und Bismarck erklärte, da nicht neutral bleiben zu wollen. Moltke hatte eine andere Auffassung: Er war in einem solchen Falle für Neutralität, wobei vorauszusehen war, daß Österreich-Ungarn geschlagen werden würde und sich in seine Bestandteile auflösen würde; Rußland wäre direkt oder indirekt über die slawischen Gebiete ans Mittelmeer gekommen, womit sich ein automatischer Gegensatz zu England ergab, und die deutschen Teile Österreichs hätten sich – so wie sie es 1919 wollten – dem Reich angeschlossen, so daß das Großdeutsche Reich entstanden wäre. Die spätere Einkreisung des Deutschen Reiches und der Zweifrontenkrieg im Ersten Weltkrieg mit Rußland auf der einen Seite, Frankreich auf der anderen Seite wäre nicht erfolgt, so daß der erste Weltkrieg hätte verhindert werden können.

Leider hat sich Moltke aber nicht durchgesetzt, so daß es dann zum 1. Weltkrieg kam. Rußland führte ihn aus idealistischen Gründen, um die Slawen Österreich-Ungarns aus dem Habsburger Reich herauszulösen. Frankreich führte ihn aus einem tausendjährigen deutschfeindlichen Prinzip (Elsaß und Lothringen waren alte deutsche Provinzen, und sie waren nur ein Vorwand), England führte ihn aus wirtschaftlichen Gründen. Ausgelöst wurde er dadurch, daß serbische Freimaurer das beliebte österreichische Thronfolgerpaar ermordeten, und Serbien die Täter schützte. Serbien lenkte – gedeckt von Rußland – nicht ein, Frankreich und Rußland mobilisierten, England erklärte den Mittelmächten den Krieg, so daß aus einer Strafaktion gegen Serbien der 1. Weltkrieg wurde. Diesen Krieg haben Rußland und die Deutschen im Reich und in Österreich verloren. Polen war – um es als Bundesgenossen zu gewinnen – 1916 von Deutschland und Österreich-Ungarn wiedergegründet worden, mit der Folge, daß es die Schwäche Rußlands durch die Revolution und den Bürgerkrieg ebenso wie die Niederlage Deutschlands ausnutzte, sowohl im Westen (Westpreußen, Posen und Oberschlesien) deutsche Gebiete besetzte, wobei Polen unter Bruch des Selbstbestimmungsrechtes Deutsche ermordeten und vertrieben, als auch gegen Osten ukrainische und weißrussische Gebiete eroberten; sie wurden von Rußland zurückgeschlagen, aber durch französische Unterstützung konnten sie große Teile Weißrußlands und der Ukraine behalten. Aus der gemeinsamen Schwäche heraus fanden die Deutschen und Russen in der „Politik von Rapallo“ zusammen; trotz ideologischer Unterschiede konnte die Reichswehr Flugzeuge und Panzer in Rußland erproben und eigene Soldaten geheim dort ausbilden, weil nach dem Versailler Diktat beides Deutschland verboten war.

Diese Zusammenarbeit endete 1933 mit der Übernahme der Regierungsgewalt durch die NSDAP. Das war aber nicht selbstverständlich. Wenig bekannt ist, daß es in der NSDAP verschiedene Richtungen zur Frage der Zusammenarbeit mit dem bolschewistischen Rußland gab.

Der Hauptvertreter der einen Richtung war Rosenberg, der die UdSSR immer als „Sowjetjudäa“ bezeichnete. Er hatte durchaus eine positive Einstellung zu Rußland, kannte die Russen auch persönlich, und hat als Ostminister – leider durch Personen wie den früheren Gauleiter Koch hintertrieben – versucht, ein positives Verhältnis von Deutschen zu Russen und Ukrainern aufzubauen. Er war aber der Meinung, daß die Sowjetführung im wesentlichen in jüdischer Hand sei, Stalin auch nur eine Marionette der Juden sei, so daß mit Rücksicht auf die antisemitische Ausrichtung der NSDAP eine Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rußland durch die jüdische Führungsschicht in der Sowjetunion verhindert würde, wenn sie denn von den Russen gewollt wäre.

Wir wissen durch die umfangreiche Arbeit von Johannes Rogalla von Biberstein: „Jüdischer Bolschewismus“ – Mythos und Realität (Edition Antaios, 2002), daß der Begriff „Jüdischer Bolschewismus“ keine Fiktion war, sondern durch einen überragenden Anteil von jüdischen Führungspersonen bei den Bolschewisten begründet war.

Das wurde in den zwanziger Jahren aber von einigen Nationalsozialisten anders gesehen. Graf Reventlow schrieb im nationalsozialistischen Theorieorgan NS-Briefe vom 01.01.1929 den Aufsatz: „Nationalsozialismus und Umwelt. Gedanken über nationalsozialistische Außenpolitik“, wo er sich für ein Bündnis zwischen Deutschland und der Sowjetunion aussprach: „Der Bolschewismus braucht nicht zu schrecken, und was die Juden anlangt, so gibt es im Augenblick, abgesehen von Italien, keine europäische Macht, in der die Juden weniger zu sagen hätten als in Rußland.“ Er verwies im gleichen Aufsatz darauf, daß Hitler einmal die Wendung gebraucht habe, um Deutschland frei zu machen, werde er sich auch mit dem Teufel verbinden. Rußland bilde ein Gegengewicht gegen die Westmächte, es sei ein Feind Polens, und da Polen mit dem Westen verbündet sei, auch ein Feind des Westens. Die beiden Westmächte seien bemüht, die Abtrennung der Ukraine von Rußland vorzubereiten und ihm damit seine Ernährungsgrundlage und seinen Meeresausgang nach Süden zu nehmen. Kurz darauf schrieb Otto Strasser, ebenfalls in den NS-Briefen (vom 15.04.1929) zum „Interventionskrieg gegen Rußland und das deutsche Interesse“, daß es nicht in unserem Interesse sein könne, mit Stresemann sich an die Westmächte anzuschließen, um einen antibolschewistischen Kreuzzug zu führen. Das zunächst einzige Ziel einer deutschen Außenpolitik müsse in der Zerreißung des Versailler Diktates und seiner wirtschaftlichen Folgeabkommen bestehen. Dies könne nur gegen England und Frankreich erreicht werden. Es sei deshalb das Lebensinteresse Deutschlands, Rußland ganz unabhängig von seiner inneren Verfassung und Form in seinem Abwehrkampf gegen den Zugriff der Westmächte zu stützen. Der geplante Interventionskrieg der Westmächte gegen Rußland sei gleichermaßen ein Krieg gegen die deutsche Freiheit und die deutsche Zukunft. – In einem Teil der nationalsozialistischen Blätter wurden außenpolitische Schritte der UdSSR, vor allem, wenn sie sich gegen die Westmächte richteten, freundlich kommentiert. Der spätere Reichsminister Dr. Goebbels schrieb in den NS-Briefen vom 15.11.1925: „Darum schauen wir nach Rußland, weil es am ehesten mit uns den Weg zum Sozialismus gehen wird. Weil Rußland der uns von der Natur gegebene Bundesgenosse gegen die teuflische Versuchung und Korruption des Westens ist.“ Dementsprechend hat Goebbels 1932 gemeinsam mit den Kommunisten den Streik der Berliner Verkehrsbetriebe organisiert, und auch bei Mißtrauensanträgen gegen die Regierung stimmten Kommunisten und Nationalisten gemeinsam ab – obwohl hunderte Nationalsozialisten durch Kommunisten ermordet worden waren.

Vorbereitet wurden diese Gedanken durch Moeller van den Bruck, der schon vor dem Ersten Weltkrieg eine scharf antiwestliche Einstellung hatte, indem er die vergreisten, zivilisationsmüden Völker des Westens den jungen, aufbrechenden Völkern gegenüberstellte, wozu er das deutsche und das russische Volk zählte. In seinem Aufsatz: „Das Dritte Reich und die jungen Völker“ (abgedruckt in „Das ewige Reich“, Band 1, 1933, S. 327 ff., 338) schreibt er z. B.: „Und im russischen Volke liegt diese Kraft: Sie liegt in der schlummernden Masse, wie sie sich unklar bewegt fühlt durch Träume von einer großen und freien Entäußerung des Seins in einem reinen und hellen Leben, nach dem die russische Seele sich sehnt.“ In seinem Buch „Das Dritte Reich“ (1931) wendet er sich scharf gegen die Reaktionäre, die sich bereit erklärt hatten, „nur um Machtmittel in die Hand zu bekommen, als Landsknecht der Entente das bolschewistische Rußland niederzukämpfen. Aber Kampf gegen Rußland bedeutete damals den Bürgerkrieg in Deutschland, und mit dem Bürgerkriege im Rücken kann man kein Volk befreien! Der reaktionäre Mensch war zu problemfern, um erkennen zu können, daß die einzigen Aussichten, die wir noch hatten, in der großen Front lagen, die alle Völker des Ostens gegen den Westen, die Völker des Sozialismus gegen die des Liberalismus, das kontinentale Europa gegen das vernegerte Frankreich zusammenbrachte.“ (Seite 240 f). Wir müßten einen anderen Weg als den Weg des Westlertums, des Liberalismus gehen, dem Individuum die Gemeinschaft entgegensetzen, der Auflösung die Bindung (S. 115 f).

Hitler ging nach 1933 außenpolitisch zunächst einen anderen Weg. Nicht, um „Lebensraum in der Ukraine“ zu gewinnen, da Deutschland überhaupt keine gemeinsame Grenze mit Rußland oder der Ukraine hatte; wenn Deutschland sich in den relativ dünn besiedelten Osten ausbreiten wollte, dann ging das ja nur auf Kosten Polens und der Tschechei. Er hatte aber in „Mein Kampf“ dargelegt, daß die größte Gefahr Deutschlands ein Zweifrontenkrieg sei, den er vermeiden wollte. Keine Weimarer Republik hatte die Annexionen Polens in Westpreußen, Posen und Oberschlesien, wo über 2 Mio. Deutsche unter polnische Herrschaft gekommen waren, anerkannt. Hitler schloß mit Marschall Pilsudski aber 1934 ein Abkommen, weil er die aus seiner Sicht jüdisch beherrschte Sowjetunion als tödliche Gefahr für Deutschland sah, und wollte dies zu einem antibolschewistischen Bündnis ausbauen. Die Kommunisten waren (neben den 500.000 in Deutschland lebenden Juden) die größte Bevölkerungsgruppe mit internationalen Verflechtungen in Deutschland: Nach dem ersten Weltkrieg hatte es eine Räteherrschaft in München gegeben, kommunistische bewaffnete Aufstände in Sachsen, Thüringen und im Ruhrgebiet. Bei den letzten Wahlen, an denen die Kommunisten teilnehmen konnten, hatten sich Millionen von Deutschen zum Kommunismus bekannt. Diese konnten als fünfte Kolonne im Interesse Stalins wirken. Hitler war deshalb zu Zugeständnissen gegenüber Polen bereit, die keine deutsche Regierung vor ihm nach dem Ersten Weltkrieg gemacht hatte: eine Volksabstimmung im Korridor, d. h. Westpreußen; würde diese – wie zu erwarten – zugunsten Deutschlands ausgehen, würde Polen eine exterritoriale Autobahn zum Meer und einen Freihafen im weiterhin polnisch verbleibenden Gdingen erhalten; falls die Volksabstimmung für Polen ausgehen sollte, sollte Deutschland eine exterritoriale Autobahn nach Ostpreußen erhalten, und Danzig (das zu 98 % deutsch besiedelt war) sollte zum Reich zurückkehren. Als Anzeichen dafür, wie noch im März 1939 die Polen hofiert wurden, kann der im März gedruckte Schulungsbrief (Nr. 4, April) – Herausgeber: der Reichsorganisationsleiter der NSDAP – gelten, wo unter der Überschrift „Rasse als Völkerschicksal“ an beispielhaften ausländischen Staatsbürgern nicht nur General Franco und Mussolini mit Bild herausgestellt werden, sondern auch ein Foto von Marschall Pilsudski und Außenminister Oberst Beck mit dem Zusatz „Polens Befreier vom Bolschewismus Lenins und Trotzkis“. In völliger Überschätzung der eigenen Kräfte (der polnische Marschall Rydz-Smigli ließ sich im Sommer 1939 schon malen, wie er hoch zu Roß vor den siegreichen polnischen Truppen durch das Brandenburger Tor marschierte) und in der Gewißheit der englischen und französischen Unterstützung lehnten die Polen jegliches Entgegenkommen ab und erklärten, selbst bei der Eingliederung Danzigs ins Reich sei das ein Kriegsgrund. Als Stalin seinen jüdischen Außenminister Litwinow ablöste und durch Molotow ersetzte, nahm Hitler dies als Anzeichen dafür, daß der jüdische Einfluß in der Sowjetunion nicht mehr so entscheidend sei, und schloß im August 1939 ein Abkommen, das beiden Staaten Vorteile bot: die Sowjetunion konnte die ukrainischen und weißrussischen Gebiete zurückerobern, die nach dem Selbstbestimmungsrecht ihr zustanden und von Polen in einem Angriffskrieg besetzt und erobert worden waren (die Gebiete diesseits der vom Engländer Curzon festgelegten Linie), und Deutschland konnte seine Volksdeutschen, die zahlreichen Anschlägen, Überfällen und Morden ausgesetzt waren, schützen und alte deutsche Gebiete wieder dem Reich gewinnen.

Das Abkommen war von Hitler aus ehrlich gemeint. Im Tausch gegen Rohstoffe erhielten die Sowjets deutsche Waffen, beispielsweise den modernsten deutschen schweren Kreuzer Seydlitz; obwohl wir dringend U-Boote brauchten, wurden auf der Deschimag-Werft in Bremen U-Boote für die Sowjetunion gebaut. Auf ihren Wunsch hin wurden russischen Experten sämtliche deutsche Panzerfabriken gezeigt. Da – was die deutsche Abwehr nicht wußte, und was den Deutschen auch nicht gezeigt wurde – ihre KW 1, KW 2 und T 34 viel stärker und kampfkräftiger waren als der stärkste deutsche Panzer, hatten sie kein Interesse, deutsche Panzer zu kaufen. Aber ihre Luftfahrtdelegation war daran interessiert, die neuesten deutschen Flugzeugentwicklungen zu sehen, und sie bekamen die Me 108, Me 109E, Me 110C, Me 209, Do 215, Ju 88, He 111 und noch viele andere interessante Maschinen zu sehen, und zwar in den neuesten Baumustern und in der Entwicklung. Und nicht nur das: Die Russen konnten die modernsten deutschen Flugzeuge auch kaufen, suchten zwölf verschiedene Typen aus, nahmen von jedem 2 bis 3 Exemplare (um sie zu Hause testen zu können), mitunter auch bis zu 5 oder 6 Stück. Dazu bekamen sie auch die Baupläne geliefert, Pläne und Muster von Motoren, militärischem Gerät, technischen Apparaturen sowie die neuesten Flak- und Panzerabwehrgeschütze. Macht das ein Land, das einen Eroberungskrieg gegen die Sowjetunion plant? Deutschland hatte einen so geringen Geburtenüberschuß, daß es nicht einmal möglich war, die früher deutschen Gebiete, die bis 1914 zum Reich gehört hatten, vollständig mit Deutschen nach der Besiegung Polens zu besiedeln. In 200 Jahren hätte man Polen nicht deutsch besiedeln können, wozu also Lebensraum in Weißrußland oder der Ukraine? Es versteht sich, daß die Sowjets den Deutschen ihre neuesten Panzer- und Flugzeugentwicklungen nicht einmal zeigten, geschweige denn verkauften; Stalin hatte damals nämlich schon vor, dann, wenn Deutschland im Westen gebunden sei, es von Osten aus zu überrennen. Hitler wurde erst mißtrauisch im Herbst 1940, als er sah, daß den nur 10 deutschen Divisionen an seiner Ostgrenze Stalin 140 Divisionen hatte an seiner Westgrenze gegenüber aufmarschieren lassen.

Mit dieser Drohkulisse im Hintergrund stellte Molotow im November 1940 eine Reihe erpresserischer Forderungen (Einverleibung Finnlands mit der Gefahr des Durchmarsches zu den schwedischen Erzgruben, die lebenswichtig für die deutsche Rüstungsindustrie waren, Besetzung der rumänischen Ölfelder, und damit der einzigen Ölversorgung, die Deutschland außer dem russischen Öl hatte, u. a.). Die Sowjets inszenierten einen Putsch in Serbien gegen die Regierung, die mit Deutschland einen Beistandspakt geschlossen hatte, und zeigte auch sonst, daß sie Deutschland überall Steine in die Wege legen würden. Hitler befürchtete, daß dann, wenn die deutsche Armee nach England übersetzen würde, die Sowjets Deutschland überrollen würden. Deswegen plante er für 1941, um diese Gefahr auszuschalten, einen Angriff gegen Rußland, wobei wir heute wissen, daß seine Befürchtung begründet war. Stalin hatte in großem Umfang im Frontgebiet Flugplätze anlegen lassen, die Artillerie nach vorne gezogen, und zwar nachts, und unter Deckung abgestellt, und Truppen von Osten nach Westen in einem sehr großen Umfange verschoben, um blitzartig am 6. Juli 1941 losschlagen zu können, wie Viktor Suworow in seinen Büchern „Der Eisbrecher“, „Stalins verhinderter Erstschlag“ und „Der Tag M“, aber ebenso mehrere deutsche Forscher wie z. B. Hoffmann oder Schultze-Rhonhof („Der Krieg, der viele Väter hatte“) dargelegt haben. Die deutschen Truppen stießen mitten in den sowjetischen Aufmarsch hinein, wodurch sehr viele Gefangene gemacht werden konnten, ferner große Teile der Artillerie, die noch ohne ihre Mannschaften im Frontgebiet standen, und riesige Mengen Munition erbeutet werden konnten. Hitler hat erklärt, dieser Angriff sei der schwerste Entschluß seines Lebens gewesen, weil er damit nämlich genau den Zweifrontenkrieg bekam, den er für Deutschland immer vermeiden wollte; er sah aber zutreffend, daß dann, wenn die sowjetische Dampfwalze einmal losrollen würde, es kein Halten mehr geben würde. Da die sowjetischen Truppen deutsche Gefangene bis Stalingrad regelmäßig ermordeten, und zwar auf Anweisung der meist jüdischen Kommissare, erging der „Kommissarbefehl“, wonach Kommissare nach der Gefangennahme zu erschießen seien. Dank der Tapferkeit und Zähigkeit der russischen Soldaten, der schon vor dem Kriegsausbruch totalen Mobilisierung und Umstellung der Wirtschaft auf den Krieg ebenso wie der US-Unterstützung, die besonders für die Versorgung (über 300.000 Lastkraftwagen wurden geliefert) und die Luftwaffe bedeutsam war, und der Zersplitterung der deutschen Kräfte an verschiedenen Fronten konnte die Rote Armee Berlin und große Teile Deutschlands besetzen, wobei die Zerschlagung der deutschen Rüstung durch alliierte Bomberströme auch erhebliche Bedeutung hatte. Die eigentlichen Sieger des Zweiten Weltkriegs waren die USA und Sowjetrußland; England verlor – geschwächt – sein Weltreich, und seine Kolonien gingen zur Ausbeutung an die USA. Sowohl die USA wie die Sowjetunion machten zahlreiche Völker von sich abhängig, wobei der sowjetische Imperialismus aber weniger geschickt war als der US-Imperialismus; letzterer wurde meist indirekt mit Geld durch Finanzierung von den USA genehmen Politikern ausgeübt, wohingegen die Sowjets ihre Panzer rollen ließen, so 1953 in der DDR und 1956 in Ungarn. Jeder Imperialismus trägt aber sein Scheitern in sich: die unterdrückten Völker wollen selbständig sein, sabotieren, wo sie können, und eine Kraftentfaltung nach außen wird dadurch eher gehindert als befördert. Die Fliehkräfte, die von den vor 1945 noch unabhängigen Völkern ausgegangen sind, griffen auf die im Randbereich der Sowjetunion lebenden Völker über, so daß das in den neunziger Jahren entstandene Rußland einen geringeren Umfang hatte als das Zarenreich. Bei einer Achse Berlin-Moskau wäre es zu dieser Erosion nicht gekommen: Die USA hätten mit der NATO nicht bis an die Grenzen Rußlands vorrücken können, und die Sicherheitslage Rußlands wäre sehr viel besser, als sie es derzeit ist. Voraussetzung dazu wäre aber ein starkes Deutschland gewesen, das seine Sicherheit selbst gewährleisten kann und nicht auf die amerikanische Gouvernante angewiesen ist.

Geopolitisch macht eine solche Achse Sinn, für Rußland, um ein Glacis im Westen zu haben, für Deutschland, um im Zusammenwirken mit Rußland die von Polen und Tschechen besetzten deutschen Gebiete, die diesen Völkern die Sowjetunion 1945 gegeben hat, zurückzugewinnen.

Auch wirtschaftlich ist eine Zusammenarbeit zwischen Rußland und Deutschland sinnvoll. Deutschland ist rohstoffarm, ist bei manchen Schlüsselindustrien (beispielsweise Maschinenbau) aber weltweit führend, Rußland rohstoffreich. Unsere deutschen Waren konkurrieren auf dem Weltmarkt mit den Produkten der USA, aber auch anderer Westmächte. Daraus ergeben sich „Handelskriege“, beispielsweise mehrjähriger amerikanischer Zoll auf deutschen Stahl, um die eigene Stahlindustrie zu fördern. Diesen Handelsneid gibt es nicht in den Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland; wir ergänzen uns wirtschaftlich also hervorragend.

Auch militärtechnisch wäre eine Zusammenarbeit sinnvoll. Rußland baut hervorragende Raketen, Deutschland ausgezeichnete Panzer. Statt für etliche Milliarden eigene Transportflugzeuge zu entwickeln, wäre sinnvoller, russische zu kaufen. Um die amerikanische Überlegenheit bei den Seestreitkräften zu brechen, müßte Rußland seine U-Bootflotte modernisieren und verstärken; im U-Bootbau hat Deutschland ausgezeichnete Erfahrungen, so daß von unseren Kenntnissen Rußland bei der Zusammenarbeit profitieren könnte.

Der beste Kitt in den Beziehungen zwischen Völkern sind gemeinsame Interessen. Diese gibt es auch auf außenpolitischem Gebiet. Rußland spürt im Osten chinesischen Druck auf seine Grenzen und eine illegale Einwanderung, die droht, Sibirien mehrheitlich chinesisch zu machen. Im Süden gibt es Probleme mit den muslimischen Staaten, die Tschetschenen und andere Kaukasusvölker unterstützen. Allerdings wird es möglich sein, diese Unterstützung abzustellen, wenn Rußland die Palästinenser gegen Israel unterstützt und so die Araber gewinnt, ebenso Syrien und den Iran gegen die USA (was Putin derzeit sehr geschickt macht). Es bleibt dann nur noch die CIA-Unterstützung für die Tschetschenen. Ferner versuchen die USA, Rußland im Süden und Westen einzukreisen, möglichst viele Gebiete aus Rußland herauszubrechen und den Rest aufzuteilen. Sie benötigen dazu im Westen ein Aufmarschgebiet, das sie derzeit mit Deutschland haben. Bei einer deutsch-russischen Allianz und Austritt Deutschlands aus der NATO würden sich die Kräfteverhältnisse aber vollständig geändert haben. Polen, das der Stadthalter der USA in Europa ist, wäre in der Zange, könnte – beispielsweise durch Verweigerung von Überflugrechten über deutsches Gebiet für amerikanische Flugzeuge – nicht mehr seine Funktion als Aufmarschbasis gegen Rußland erfüllen.

Welche Staaten gibt es sonst? In Europa ist von machtpolitischer Bedeutung die Türkei, die die Turkvölker unterstützt, immer antirussisch gewesen ist und eng mit den Amerikanern verbunden. Sie kommt für eine Allianz aus russischer Sicht nicht infrage. Italien ist machtpolitisch bedeutungslos. Großbritannien ist zum bloßen Anhängsel der USA geworden; weil England keine eigene Großmacht mehr sein kann, hängt es sklawisch im Schlepptau der USA, um die Illusion zu haben, noch „große Politik“ machen zu können. Nicht nur Blair ist der Pudel von Bush, sondern wegen ihrer grundsätzlich europafeindlichen Politik werden die Briten immer Anlehnung an die USA suchen, auf keinen Fall ihr gutes Verhältnis zu den USA durch ein engeres Verhältnis zu Rußland aufs Spiel setzen. Frankreich war teilweise mit Rußland verbündet, teilweise nicht. Weil Frankreich katholisch ist und Polen katholisch ist, ferner Polen als direkter Nachbar Deutschlands von Frankreich als Bundesgenosse zur Niederhaltung Deutschlands gewünscht wurde und wird, wird Frankreich immer größere Rücksichten auf Polen als auf Rußland nehmen. Dies hat sich 1919/20 genauso gezeigt wie bei den Verhandlungen mit der englisch-französischen Militärkommission, die im Juni und August 1939 ein Bündnis gegen Deutschland in Rußland herstellen wollte; Rußland war nur unter der Bedingung, daß ein freies Durchmarschrecht durch Polen gewährt würde, damit einverstanden, was Frankreich im Interesse Polens kategorisch ablehnte. Polen wiederum sieht seinen stärksten Bündnisgenossen in den USA, wo die sich ihrer Herkunft sehr bewußten und aktiven Amerika-Polen für ein enges amerikanisch-polnisches Zusammenwirken eintreten.

Solange die USA noch die einzige Weltmacht sind, kann Rußland mit China ein Stück gemeinsam gehen; anschließend stellt sich die Frage, wie sich das Verhältnis zu China gestalten wird, wobei die große Bevölkerungszahl auf relativ kleiner Fläche und der Rohstoffhunger China einerseits zu berücksichtigen sind, andererseits, daß China in seiner Geschichte nie eine imperialistische Politik getrieben hat. Da Indien und China Rivalen sind, hat zu Zeiten des chinesisch-sowjetischen Konfliktes Indien eine enge Verbindung mit der Sowjetunion gesucht; dieses Interesse wird sicherlich weiter bestehen, aber mit Rücksicht auf die geringere Durchschnittsintelligenz der Inder gegenüber den Chinesen, schlechterer Infrastruktur, Organisation usw. ist zweifelhaft, ob Indien ein bedeutsamer außenpolitischer Machtfaktor werden kann, zumal es durch zahlreiche völkische Spannungen im Inneren belastet ist.

An wirtschaftlich bedeutsamen Staaten, die auch militärische Leistungskraft entfalten könnten, kommen als mögliche Bundesgenossen für Rußland also nur Japan und Deutschland in Frage. Einem Einvernehmen mit Japan stehen aber die Kurilen entgegen; die Japaner sind zu stolz, als diesen Gebietsverlust jemals hinzunehmen. Es wäre im russischen Interesse, diese wirtschaftlich und heute auch strategisch bedeutungslose Inselgruppe zurückzugeben. Ob dies aber mit Rücksicht auf die Gebietsverluste, die Rußland in den letzten 15 Jahren erlitten hat, innenpolitisch durchsetzbar ist, ist zweifelhaft.

Bleibt also Deutschland. Problematisch ist aus russischer Sicht, daß die CDU/CSU und die FDP einer engeren Zusammenarbeit mit Rußland grundsätzlich abgeneigt sind. Die FDP ist westlerisch-freimaurerisch dominiert, für Freihandel, Globalisierung, Weltbürgertum usw. In der CDU gibt es keine Deutschen, es gibt nur entweder „Atlantiker“ oder aber „Französlinge“, d. h. Politiker, die entweder die deutschen Interessen den französischen unterordnen, oder aber die deutschen Interessen den amerikanischen unterordnen, und sie alle ordnen unsere Interessen den westeuropäischen unter (wie Merkel gerade sehr gut demonstriert). Die SPD, die Grünen und die Linkspartei sind sehr viel offener für eine enge Zusammenarbeit mit Rußland; das hat außenpolitisch nicht nur Rußland, sondern auch Deutschland genützt, da Schröder sieben Jahre lang Kanzler gewesen ist. Die deutschen nationalen Parteien sind – bis auf die Republikaner, die sich als bundesweite CSU der CDU empfehlen wollen – antiamerikanisch, weil die USA in zwei Weltkriege gegen Deutschland eingetreten sind und diese zu Deutschlands Ungunsten entschieden haben. Weil die USA weltweit eine imperialistische Politik betreiben und rücksichtslos ihre Wirtschaftsinteressen gegenüber anderen Völkern – so auch den Deutschen – durchsetzen und ihr Ziel auch nach 1945 nie eine Partnerschaft, sondern immer ein Vasallentum Deutschlands gewesen ist, kommen sie als Bündnispartner bei Verfechtern einer deutschen Politik nicht in Frage. Die Allianz mit ihnen war so lange vertretbar, wie die Sowjetunion kommunistisch regiert worden war, da der Kommunismus die Weltherrschaft anstrebt. Heute ist das Vergangenheit. Schon wegen des überragenden jüdischen Einflusses in den USA und der Abneigung vieler Juden gegen die Deutschen wird Amerika immer versuchen, eine eigenständige, am nationalen Interesse Deutschlands orientierte Politik zu verhindern. Deshalb kann es durchaus im russischen Interesse sein, auf die „nationale Karte“ in Deutschland zu setzen. Ein starkes, selbstbewußtes und nationales Deutschland wäre für Rußland der ideale Bündnispartner.

Wie sieht es nun von Deutschland aus? Der polnische Staatspräsident hat 1990 gesagt, wenn die Deutschen wieder ihr Haupt erheben wollten, verfüge man heute über die Mittel, sie endgültig auszurotten, und das werde man auch tun. Frankreich, England und Italien haben versucht, die Wiedervereinigung zu verhindern; die französische Zustimmung konnte nur dadurch erreicht werden, daß wir auf die D-Mark verzichteten, die amerikanische, daß wir die polnisch besetzten Gebiete abschrieben. Der erste Generalsekretär der NATO hat erklärt, die Aufgabe der NATO sei, die „Russen draußen, Amerikaner drinnen und Deutschen unten“ zu halten. Sobald wir uns nicht als Vasallen benehmen, zeigt uns Washington die kalte Schulter. Als einzige europäische Macht, die zählt, kommt Rußland für Deutschland als Verbündeter in Frage, da es außenpolitisch – und auch sonst, wie oben dargelegt – so gut wie keine Reibungspunkte gibt. Das, was zwischen unseren Völkern liegt, ist minimal gegenüber demjenigen, was uns verbindet. Mit Rußland im Rücken können wir eine eigenständige, an deutschen Interessen orientierte Politik betreiben. Die ganzen Knebelungsverträge (EWG, EU, Maastrichter Abkommen, Euro-Einführung, offene Grenzen, Finanzierung ganz Europas, der amerikanischen Besatzungstruppen, usw.) könnten aufgehoben werden, weil wir einen soliden Rückhalt hätten.

Und dazu kommt – last but not least – die rassische Verwandtschaft zwischen dem deutschen und dem russischen Volk. Große Völker bestehen nicht mehr aus nur einer Rasse; um festzustellen, ob Völker zusammenpassen, muß man ihre rassische Verwandtschaft wie folgt untersuchen: Es wird festgestellt, wieviel Prozent eines Volkes einer bestimmten Rasse angehört, und dann wird festgestellt, ein wie hoher Prozentsatz derselben Rasse in dem anderen Volk vorhanden ist. Der niedrigere Wert von beiden Werten wird in die gemeinsame Rechnung mit einbezogen. Auf diese Weise werden von allen in beiden Völkern vorhandenen Rassen die Werte gebildet, so daß man den Umfang der Rassenübereinstimmung durch Summierung der jeweils kleineren Werte feststellen kann.

Neuere Untersuchungen zur prozentualen Verteilung von Rassen gibt es nicht, weil die typologische Rassenkunde nach 1945 systematisch im Westen verdrängt worden ist. Durch den zweiten Weltkrieg hat es auch einen Verlust an nordischer Substanz insbesondere im deutschen Volk, aber auch im russischen Volk gegeben. Fest steht aber, daß in großem Umfange dieselben Rassen in Rußland und Deutschland vertreten sind, mit der Ausnahme, daß westische (mediterrane) Einflüsse in Deutschland im Rheingebiet vorhanden sind, in Rußland nicht, wohingegen mongolische Einflüsse (zunächst durch die Hunnen, dann aber auch durch die Turkvölker) in Rußland einen – wenn auch geringen – Einfluß haben, wohingegen sie in Deutschland nicht vorhanden sind.

Alle anderen Rassen aber sind gemeinsam, wobei sowohl in Deutschland wie in Rußland der nordisch-fälische Anteil der vorherrschende in beiden Völkern ist. Die ostbaltische Rasse ist in Rußland stärker vertreten als in Deutschland, wohingegen in Deutschland die ostische (alpine) Rasse und auch die dinarische Rasse prozentual stärker vertreten sind als in Rußland. Aufgrund meiner rassischen Studien schätze ich, daß der deutsch-russische Verwandtschaftskoeffizient mindestens bei 75 % liegt, d. h. eine sehr große Übereinstimmung in der Rassenzusammensetzung. Viele Dinge wie die Musikalität, die Seelentiefe sind bei unseren Völkern gleich.

Dies liegt höher als mit den Völkern des Westens, die durch ihr koloniales Erbe mit der Folge der Einwanderung vieler Farbiger in die jeweiligen Mutterländer einen erheblichen prozentualen Verlust an weißer Rassensubstanz erlitten haben. Die Russen sind heute – da es bei ihnen mit Ausnahme einer relativ geringen Wanderungsbewegung nach Moskau keinerlei nennenswerte Wanderung von unterworfenen andersrassigen Völkern in das eigentliche Rußland gegeben hat – zweifellos eines der weißesten Völker der Welt, sicherlich unter den großen Nationen die hellste. Eine engere Verbindung mit Auflockerung der Grenzen, verstärktem Wissenschaftleraustausch, verstärkten Handelsbeziehungen usw. hätte dort biologisch für Deutschland mithin keinerlei negativen Folgen, anders als es die offenen Grenzen zu Italien, Frankreich oder England haben.

Ein Bündnis zwischen Rußland und Deutschland ist deshalb ideal. Ansprechen will ich aber noch die – relativ geringen – Reibungspunkte, die wir haben:

1.
Das russische Ansehen wird in Deutschland herabgesetzt durch die ausländischem Einfluß unterliegende Presse, die ständig von „Russen-Mafia“, „Schieberbanden“, „organisierter Russen-Kriminalität“ usw. spricht. Wenn man die Namen dieser „Russen“ liest, stellt man fest, daß es sich bei den allermeisten um Nichtrussen handelt, die seit 1990 aufgrund eines Abkommens zwischen der Bundesrepublik und Rußland als sogenannte Kontingentflüchtlinge (obwohl sie überhaupt nicht verfolgt sind, und auch keinen kriegerischen Gefahren ausgesetzt sind) problemlos einwandern durften und immer noch dürfen.

2.
Es sollte eine für Deutschland und Rußland gleichermaßen annehmbare Lösung für das nördliche Ostpreußen mit Königsberg (Kaliningrad) gefunden werden. Ostpreußen ist 700 Jahre lang deutsch besiedelt gewesen, auf der Königsberger Universität hat sowohl der deutsche Philosoph Kant gelehrt wie auch auf seinem Lehrstuhl später der bedeutende Verhaltensforscher Konrad Lorenz, der unser Wissen um die Erbgebundenheit vieler Verhaltensweisen sehr erweitert hat. Dies ist eine Vergangenheit, die wir nicht vergessen können.

Andererseits leben dort heute Russen, und sie sollen nicht vertrieben werden. Aber das Gebiet ist groß, und Deutsche und Russen können dort gemeinsam zusammenleben.

Die Deutschen hatten in der Sowjetunion vor dem Krieg von 1941 ein autonomes Gebiet mit der Wolgarepublik. Diejenigen, die nicht umgekommen waren, wurden nach Sibirien geschickt, und wenn sie heute zurückkommen wollen, finden sie die fruchtbaren Böden dort besetzt, und sie werden mit Feindschaft empfangen. Dieses Gebiet kann deshalb nicht mehr als autonomes Gebiet der Deutschen eingerichtet werden. Warum denn aber nicht diejenigen Volksdeutschen, die nicht in die Bundesrepublik auswandern wollen, in Ostpreußen ansiedeln? Das nördliche Ostpreußen sollte zum autonomen Gebiet der Deutschen erklärt werden, es sollte dort Zweisprachigkeit eingeführt werden (zweisprachige Ortstafeln, zweisprachige Verwaltung), und das ganze Gebiet sollte als Freihandelszone ausgewiesen werden (was auch ökonomisch für Rußland von Vorteil wäre). Es gibt eine Reihe von Volksdeutschen, die sehr von der Bundesrepublik enttäuscht sind, weil sie hier von instinktlosen Deutschen als „Russen“ ausgegrenzt werden, wohingegen sie in Rußland als „die Deutschen“ ausgegrenzt wurden. Viele spielen mit dem Gedanken, nach Rußland zurückzukehren. Andere wandern erst gar nicht aus, besonders gläubige Menoniten, weil sie den Sexualkundeunterricht und andere Unterrichtsziele in den bundesdeutschen Schulen von ihren Kindern fernhalten wollen. Für sie alle könnte Nordostpreußen eine neue Heimat werden. Dies sind Maßnahmen, die die russische Regierung schon alleine treffen kann; Fernziel sollte sein, eine gemeinsame deutsch-russische Regierung über Nordostpreußen – ähnlich wie es im Saarstatut 1955 für die Saar vorgesehen war – zu schaffen. Dies wäre ein hervorragendes Bindeglied zwischen Deutschland und Rußland; die gemeinsame Verantwortung für dieses schöne Land würde unsere beiden Völker in die Pflicht nehmen und würde eine Entzweiung verhindern. Die Zusammenarbeit zwischen unseren Völkern wäre dadurch auf Dauer angelegt, und ich wünsche eben gute deutsch-russische Beziehungen auf Dauer!

3.
Die Frage der „Beutekunst“. Von deutscher Seite wird immer wieder gefordert, daß diese zurückgegeben werden möge. Hierzu von mir als Jurist folgende Ausführungen: Zu unterscheiden ist zunächst einmal zwischen staatlichem Eigentum und privatem Eigentum. Staatliches Eigentum kann vom Sieger natürlich mitgenommen werden, ohne sich irgendwie rechtfertigen zu müssen, und ist es auch in jedem Kriege. Privates Eigentum ist durch die Haager Landkriegsordnung von 1907 vor Enteignung durch die Siegermacht geschützt worden; die Deutschen haben sich daran gehalten, alle anderen nicht. Die Sowjets mußten sich nicht daran halten, weil sie die Haager Landkriegsordnung nie unterschrieben haben. Die Engländer haben aber die Deutschen genauso von den Uhren „befreit“ wie die Russen, Amerikaner haben in großem Umfange Kunstwerke ebenso wie Engländer in ihre Heimatländer mitgenommen, sämtliche deutschen Patente und das private Auslandsvermögen in den USA sind durch die USA beschlagnahmt und selbst verwertet worden. Wenn man in den Louvre geht, ist der Großteil der Gemälde, die dort hängen, durch Napoleon in Europa zusammengeraubt worden. Vor einigen Jahren war in Heidelberg eine Ausstellung von besonders schönen Prachtstücken der „Heidelberger Bibliothek“. Es handelte sich damals um die bedeutendste Bibliothek Deutschlands, bis sie im 17. Jahrhundert bei einem der Raubzüge, die die französischen Ludwigs-Könige gegen Südwestdeutschland führten, und denen auch das Heidelberger Schloß zum Opfer fiel, erbeutet wurde. Diese Bibliothek wurde von Ludwig dem Papst zum Geschenk gemacht, und heute dürfen wir uns freuen, wenn der Papst einige dieser Stücke in Deutschland ausstellt.

Kurz und gut: Die Russen konnten soviel Kunstgegenstände mitnehmen, wie sie wollten, und ein Gesetz der Duma war völlig überflüssig, daß diese Kunst nicht herausgegeben werden dürfe.

Wir Deutschen haben also keinen Anspruch darauf, daß wir auch nur einen einzigen Gegenstand zurückbekommen. Wenn denn aber – wie oben dargelegt – es nicht nur im deutschen, sondern auch im russischen Interesse ist, die Beziehungen zu verbessern, sollte die russische Regierung sich überlegen, ob man nicht einen Teil der mitgenommenen Gegenstände uns schenkt. Nicht, indem irgendein Vertrag gemacht wird, sondern indem nach und nach unter Mitwirkung eines russischen Konsuls oder des russischen Botschafters der Stadt oder dem Landkreis, wo Gegenstände herkommen, diese feierlich zurückgebracht werden, mit entsprechendem Medienaufwand. Dies schafft sicherlich positive Gefühle im deutschen Volk für die Russen. Hinzu kommt, daß viele dieser geraubten Kunstgegenstände, Bücher, Handschriften, Gemälde, usw. derzeit nicht sachgerecht gelagert werden, wie mir selbst in Moskau gesagt wurde, als ich dort zu Besuch war, und zu befürchten ist, daß sie zerstört werden, wenn sie weiterhin in irgendwelchen feuchten Kellern in Kisten herumliegen.

Bedeutsam für die Rückgabe sehe ich solche Dinge, die von Deutschen oder ihren Vorfahren gemacht worden sind, Bücher, Handschriften, Gemälde von z. B. Caspar David Friedrich. Sicherlich liegt noch in irgendeinem russischen Archiv der Goldschatz von Eberswalde, mehrere schön getriebene Goldgefäße aus der Bronzezeit; so etwas aus unserer deutschen Vorgeschichte sollte auch zurückgegeben werden.

Anderes, das nicht von Deutschen oder ihren Vorfahren verfertigt wurde, kann –als Symbol des Sieges – von Rußland behalten werden. Die bedeutendsten mitgenommenen vorgeschichtlichen Ausgrabungsstücke sind sicherlich diejenigen von Troja, die Schliemann ausgegraben hat; Schliemann hat damit eine revolutionäre Tat vollbracht, weil er die antiken Berichte über Troja ernst nahm, was nachfolgend viele andere Archäologen zum Erfolg gebracht hat. Sie haben deshalb einen erheblichen musealen Wert für uns Deutsche; da sie aber die wertvollsten Kunststücke sind, die erbeutet wurden, sollen sie in Moskau bleiben.

Worum es mir geht? So wenig Konfliktpunkte zwischen unseren beiden Völkern wie irgend möglich offen zu lassen!

Und abschließend noch einiges zu meiner Biographie: Ich bin mit 18 Jahren Mitglied der Aktion Oder-Neiße geworden, die sich die Rückgewinnung Ostdeutschlands zum Ziel gesetzt hat. Meine Vorfahren stammen nicht aus den Gebieten jenseits von Oder und Neiße, aber ich habe das damals als eine gesamtdeutsche Aufgabe gefunden und habe es als beschämend angesehen, daß die Vertriebenen mit ihrer Forderung hier alleine standen. Zwei Jahre nach meinem Eintritt war ich schon stellvertretender Bundesvorsitzender, Leiter von drei Landesverbänden und habe die Flugblätter der AKON gestaltet. Sicherlich wird der eine oder andere östliche Geheimdienst in seinen Archiven deshalb noch meinen Namen haben. Ich hatte damals zunächst die Hoffnung, mit amerikanischer Rückendeckung – da dort immer so viel von „Freiheit“ und „Selbstbestimmungsrecht“ geredet wurde – unser Ziel zu erreichen. Nachdem ich mich mit dem Hintergrund der Abtretungen vertraut gemacht hatte, hatte ich diese Auffassung nicht mehr. Bismarck hat gesagt, daß Politik die Kunst des Möglichen ist. Ostpreußen kann nicht gegen Rußlands Willen wieder deutsch besiedelt werden. Wir müssen deshalb zu einem Einvernehmen kommen.

Immer wenn Deutschland und Rußland zusammengearbeitet haben, ist es unseren Völkern gut bekommen. Laßt uns anknüpfen an die Gemeinsamkeiten in unserer Geschichte, laßt uns wirken für eine gemeinsame Zukunft! russland-gegen-usrael

Gebet für Deutschland !

„Ein Prophet findet am wenigsten Anerkennung in seinem Vaterland, in seiner Heimat und in seiner eigenen Familie.“-Markus 6,4


Wir sollten nichts unversucht lassen.
Ich schließe mit diesem Gebet. Amen.

Abschließend ein Germanenherz Zitat
Halt hoch das Haupt was dir auch droht und werde nie zum Knechte. Brich mit den Armen gern dein Brot und wahre deine Rechte! Treib nicht mit heiligen Dingen Spott und ehre fremden Glauben und lass dir deinen Schöpfer und Gott von keinem Zweifler rauben.
Sieg oder Spott, folg deinem Gott!