Germanenherz

Germanenherz_Toto_Haas
Ein Volk, das sich einem fremden Geist fügt, verliert schließlich alle guten Eigenschaften und damit, seine Kultur und sich selbst. Wir sind und werden gezwungen, unseren eigenen speziellen Charakter und unseren Lebensstil zu verbergen und zu Verachten, um nicht als Nazi oder Antisemit verspottet und ausgegrenzt zu werden. Kein größerer Schaden kann einer Nation zugefügt werden, als wenn man ihr den Nationalcharakter, die Eigenheiten ihres Geistes und ihre Sprache nimmt. Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die jüdische Fremdherrschaft zu verewigen.

Wir Deutschen haben uns für unsere Vergangenheit und unsere Ahnen nicht zu schämen, ganz im Gegenteil, wir müssen sie unbedingt neu entdecken. Es ist unsere Pflicht uns mit der Germanistik auseinanderzusetzen. Wir Deutschen haben eine wahre Kultur. Wir Deutschen gehören zu dem Ursprung einer westlich zivilisierten und autarken Welt ohne das wir eine kulturelle Identität künstlich erzeugen müssen indem wir andere Kulturen vernichten! Wir sind mehr als das was uns seit Dekaden eingeredet wird, wir haben eine Geschichte die es wert ist sich zu entwickeln, denn unsere Vorfahren haben ihr Leben gegeben damit wir heute in Freiheit leben sollten.

In  Wahrheit baute  die germanische Weltanschauung auf die Gleichstellung von Menschen und dem Respekt gegenüber der Natur.  Gewalt, Naturzerstörung, egoistischer Intellekt waren verpönt, der Sinn für das Gemeinwohl (Natur inkl. Mensch) war vordergründig. Nichts wurde getan, ohne die Ahnen und die beseelte Natur zu fragen. Das alte Wissen war allen zugänglich und wurde nicht von elitären Herrenmenschen für ihre eigenen Zwecke missbraucht und der Masse vorenthalten worden!

Das alles ist ein wesentlicher Teil der deutschen Historie, welche jedoch immer mehr in das Vergessen gedrängt wird. Wir sind inmitten eines kulturellen Bewusstseins der Selbstaufgabe und des ewigen Schuldkult, ohne sich auf das zu besinnen was wir sind und andere Völker als selbstverständlich erachten. Den Deutschen hat man die Geschichte abtrainiert. Bei den einen reicht das Gedächtnis nur bis zur letzten Fußball-WM, bei den anderen nur auf 1933.1945. Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern will, wird dazu genötigt, sie im weniger Positiven bzw. die negativen Eigenschaften zu wiederholen.

Wer sich aber mit den alten germanischen Mythen auseinandersetzt, wird schnell merken, dass uns die Judeachristen unsere fundamentalen Lebensgrundlagen und Lebensweisheiten gestohlen haben!. Die drei großen patriarchalen Religionen (Christentum, Islam, Judaismus) sind für rasendes Massenmorden, rücksichtslose Industrialisierung, Sklavenarbeit, Ungerechtigkeit, Plünderung der natürlichen Ressourcen verantwortlich! Sie haben uns den Zugang zu unseren Seelen geklaut, uns von ihren (Schulen, Banken, Medien) abhängig gemacht!
***Es ist an der Zeit, dass Odin zurückkommt***


Viking_Toto_Germanenherz
Vom Hohen Norden wird er kommen mit seinen Streitwagen, und seine Macht wird unbezwingbar sein. Eine Schar Aufrechter wird um Ihn sein, ihnen wird er das Licht geben, und sie werden der Welt leuchten, Und die Stunde des Lichtes wird heimkehren über die Erdenwelt.
Geduld ist das Vertrauen, dass alles kommt, wenn die Zeit dafür reif ist. Man sei sich der Gegenkräfte gewahr und schließe nicht die Augen vor ihnen. Wer heute den Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen. Zum Leben gehört auch der Mut zum Konflikt. Hindernisse sind dazu da, furchtlos, aber umsichtig überwunden zu werden. Man vertraue seinem Willen und seinem innerem Impuls. Man diene mit diesen Kräften der Schöpfung. Man tue, was zu tun ist. WENN DIE ZEIT REIF IST
toto_haas_lichtbringer*** Die Zeit ist nun reif ***
*** Mein Volk Erwache ***
Nur der Wache (Sehende) erkennt schnell die Lüge! Was keiner wagt, das sollt ihr wagen. Was keiner sagt, das sagt heraus. Was keiner denkt, das wagt zu denken. Was keiner anfängt, das führt aus. Wenn keiner ja sagt, sollt ihr’s sagen, wenn keiner nein sagt, sagt doch nein. Wenn alle zweifeln, wagt zu glauben. Wenn alle mittun, steht allein. Wo alle loben, habt Bedenken, Wo alle spotten, spottet nicht. Wo alle geizen, wagt zu schenken. Wo alles dunkel ist, macht Licht. 

Runen Rad Runen Rat

Germanenherz Runologe 02
Ich weiß, dass ich hing
am windigen Baum
neun lange Nächte,
vom Speer verwundet,
dem Odin geweiht,
ich selber mir selbst,
am Ast des Baumes,
von dem niemand weiß,
aus welcher Wurzel er wuchs.Sie boten mir
nicht Brot noch Met
lernte sie seufzend,
fiel endlich zur Erde.Hauptlieder neun;
da neigt‘ ich mich nieder
auf Runen sinnend,
lernt‘ ich vom weisen Sohn
Bölthorns, Bestlas Vater
und trank einen Trunk
des teuren Mets,
aus Odrörir geschöpft.Runen wirst du finden
und Ratstäbe,
sehr starke Stäbe,
sehr mächtige Stäbe.
Erzredner ersann sie,
Götter schufen sie,
sie ritzte der hehrste der Herrscher.Odin den Asen,
den Alfen Dáinn,
Dvalinn den Zwergen,
Álsvidur den Riesen,
einige schnitt ich selbst.Weißt du zu ritzen?
Weißt du zu raten?
Weißt du zu finden?
Weißt du zu forschen?
Weißt du zu bitten?
Weißt du zu opfern?
Weißt du zu senden?
Weißt du zu tilgen?Besser nicht gebetet
als zuviel geboten:
die Gabe will stets Vergeltung.
Besser nichts gesendet
als zuviel getilgt.
So ritzt‘ es Thulur
zur Richtschnur den Völkern.
Dann entwich er
dahin, wo er herkam.
 Veit eg, að eg hékk
vindga meiði á
nætur allar níu,
geiri undaður
og gefinn Óðni,
sjálfur sjálfum mér,
á þeim meiði,
er manngi veit,
hvers hann af rótum renn.Við hleifi mig sældu
né við hornigi;
nýsta eg niður,
nam eg upp rúnar,
æpandi nam,
féll ag aftur þaðan.Fimbulljóð níu
nam eg af inum frægja syni
Bölþorns, Bestlu föður,
og eg drykk um gat
ins dýra mjaðar,
ausinn Óðreri.Rúnar munt þú finna
og ráðna stafi,
mjög stóra stafi,
mjög stinna stafi,
er fáði fimbulþulur
og gerðu ginnregin
og reist Hroftur rögna.Óðinn með ásum,
en fyr álfum Dáinn,
Dvalinn dvergum fyrir,
Álsviður jötnum fyrir,
eg reist sjálfur sumar.Veistu, hve rísta skal?
Veistu, hve ráða skal?
Veistu, hve fáa skal?
Veistu, hve freista skal?
Veistu, hve biðja skal?
Veistu, hve blóta skal?
Veistu, hve senda skal?
Veistu, hve sóa skal?Betra er óbeðið
en sé ofblótið,
ey sér til gildis gjöf;
betra er ósent
en sé ofsóið,
Svo Þundur um reist
fyr þjóða rök,
þar hann upp um reis,
er hann aftur um kom.

Runologe-Toto-Haas-GermanenherzRunen sind nicht einfach nur Schriftzeichen. Es sind Symbole, die Kraft beinhalten und diese auch übertragen können. Jeder Rune sind bestimmte Eigenschaften zugeordnet, die man durch die Darstellung des jeweiligen Symbols in Schrift oder Klang oder Körperhaltung freisetzen kann. Runen sind wie Schlüssel zu bestimmten Energien… wenn du weist wie du Energie lenken und kanalisieren kannst, dann musst du eigentlich nur den Schlüssel betätigen (durch die fuer dich passendste Methode) , dir Zugang zu dem Energie-Feld „hinter“ der Rune verschaffen. folgende Links nutzen. Die Runenbeiträge liegen noch auf  mein Google Blogspot
Buchvorstellung zum Thema Runen
Der kosmische Ursprung der Runen **
Runen wissenschaftliche Evolutionsforschung  **
Odins Runen – unsere Schrift **
Runen selbst herstellen **
Kleine Runenkunde
Am Anfang war das Wort
Runen 24er futhark  **

Runenmagie
Mittelalterliche Geheimrune n
Germanenherz_Toto_Haas_Runenrad Wenn du dich entschlossen hast dich mit den Runen zu beschäftigen so werden sie dich nicht mehr loslassen. Der Ruf der Runen ist sehr stark, das war er schon von alters her. Bereits unsere Vorfahren haben sich mit den Runen beschäftigt. Bei den Runen gibt es zwei verschieden Systeme sie zu benutzen. Das eine ist das sie als Schrift fungieren der zweite Aspekt, der meiner Meinung nach viel wichtigere, ist es sie als magisches System zu erkennen. Im magischen Sinne können Runen sehr viel tun. Mit ihnen kann man Dinge und Personen schützen oder Eigenschaften verändern.
Wenn du die Runen wirklich erkennen willst so musst du dahin gehen wo die Runen früher benutzt wurde. Finde alte Kraftorte, Eichenhaine, Hügelgräber oder Bergkuppen. An diesen Plätzen sind diese Symbole durch das viele Arbeiten mit ihnen immer noch präsent. Tausende Schamanen vor dir haben an diesen Plätzen ihr Wissen vertieft, weitergegeben oder gefunden. Im Beschäftigen mit der Natur erschließt sich die Bedeutung der Runen auch für uns. Runen sind Symbole für die Natur und für den Menschen. Auch für das Zusammenwirken von Mensch und Natur sind Runen ein Symbol.
Odin hing am Weltenbaum als er die Runen „fand“. Das bedeutet nicht dass du dich auch an einen Baum hängen sollst aber in die Natur musst du gehen. Verlasse die Stadt und mache dich auf um im Wald an einem Bach zu Meditieren. Finde deine Kraft unter einer mächtigen, tausend Jahre alten Eiche. Denke über die Natur nach und über das was die Natur dir mitteilen will. Finde deinen eigenen Zugang zur Natur, zu den Runen und zur geistigen Welt. Verbinde dich mit Odin, Thor, Thyr, Freya mit allen deinen Vorfahren und deren Göttern.
Den Einstig und Beginn der Runen findest du hier im Blog doch die Bedeutung für dich die findest du nur in dir selbst. Mache dich auf und folge dem Ruf der Runen, sie werden dich zu neuen Erkenntnissen über dich selbst und deine Umwelt bringen. Vielleicht begreifst du erst dann was dein Weg durch die Zeit ist und wie du ihn gehen sollst.

Demokratie mal ganz einfach erklärt.

demokratie schiller

Demo(n)kratie…


„Demokratie“ ist ein Codewort für einen Staat im Besitz von Juden.

Demokratie (altgr. „δῆμος“ = Verwaltungsbezirk, Dorf; „κράτος“ = Herrschaft im Sinne von beherrschen bzw. sich selbst beherrschen) ist eine Bezeichnung einer Gesellschaftsordnung, Parteienrichtung und Staatsform.

Ihr wird regelmäßig unterstellt, sie bedeute das Ideal einer Volkssouveränität. Demnach wird wiederholt postuliert, „Demokratie“ sei gleichzusetzen mit einer Herrschaft der Masse. Eine Demokratie ist nicht zwangsläufig vereinbar oder gar gleichzusetzen mit einem Rechtsstaat. Manipuliert eine herrschende Minderheit die Mehrheitsmeinung massiv z. B. durch Propaganda mittels Massenmedien, kann eine Demokratie zu einer Totalitären Demokratie entarten. Der Parlamentarismus des BRD-Blockparteienstaates wird gern als Ideal einer sogenannten Demokratie ausgegeben und gefeiert. Nach Monarchie und Aristokratie (bei Aristoteles erweitert um Tyrannis bzw. Oligarchie) ist sie die dritte der klassischen Herrschaftsformen.

„Heute ist Demokratie Fassade der Plutokratie: weil die Völker nackte Plutokratie nicht dulden würden, wird ihnen die nominelle Macht überlassen, während die faktische Macht in den Händen der Plutokraten ruht. In republikanischen wie in monarchischen Demokratien sind die Staatsmänner Marionetten, die Kapitalisten Drahtzieher: sie diktieren die Richtlinien der Politik, sie beherrschen durch Ankauf der öffentlichen Meinung die Wähler, durch geschäftliche und gesellschaftliche Beziehungen die Minister. … Die Plutokratie von heute ist mächtiger als die Aristokratie von gestern: denn niemand steht über ihr als der Staat, der ihr Werkzeug und Helfershelfer ist.“ (Coudenhove-Kalergi „Praktischer Idealismus“ Seite 39)

Der einzige Grund warum Menschen glauben, dass Demokratie die Herrschaft des Volkes sei, ist das permanente Wiederholen der leeren Phrasen in den Massenmedien. Jedoch hat dies mit der demokratischen Realität rein gar nichts zu tun. Wo sind die Menschen frei? Alles wird reglementiert. Sogar der kleinste Scheiß und sei er noch so unnötig. Es wird einem selbst vorgeschrieben was man zu denken hat! Mit Freiheit hat das rein gar nichts zu tun. Man muss aufpassen, was man in der Öffentlichkeit sagt, um nicht gleich verfolgt zu werden. Die einzige Freiheit die wahrlich existiert in dieser „Demokratie“, ist der Erwerb von Kapital und dessen Verwendung, sofern einem was übrig bleibt, nachdem der demokratische Staat seinen Teil weggemacht hat. Wenn das Freiheit im Sinne der Demokraten ist, von Chancengleichheit wollen wir erst gar nicht anfangen, dann freu ich mich auf die Diktatur! (NF)

Die DEMOKRATIE, unter dem Deckmantel der Plutokratie!
Eine Demokratie ist nicht zwangsläufig vereinbar oder gar gleichzusetzen mit einem Rechtsstaat. Manipuliert eine herrschende Minderheit die Mehrheitsmeinung massiv z. B. durch Propaganda mittels Massenmedien, kann eine Demokratie zu einer Totalitären Demokratie entarten. Der Parlamentarismus des BRD-Blockparteienstaates wird gern als Ideal einer sogenannten Demokratie ausgegeben und gefeiert. Der Kapitalismus in Paarung mit der sogenannten „Demokratie“ und dem damit verbundenen Ergebnis der Plutokratie hat sich der Kapitalismus als die Gesellschaftsform mit der größten Innovations- aber auch mit der größten Zerstörungskraft erwiesen. Die Plutokratie ist eine Staatsform, in der die Herrschaft durch finanzielle Machtmittel ausgeübt wird, also die Herrschaft des Geldes (auch „Geldadel“ oder – mit einem ursprünglich marxistischen Begriff – „Finanzoligarchie“ genannt).

„Demokratie ist die Verfallsform des Staates.“
(Friedrich Nietzsche)

„Die Demokratie repräsentiert den Unglauben an große Menschen.“
(Friedrich Nietzsche)

„Demokratie entsteht, wenn man nach Freiheit und Gleichheit aller Bürger strebt und die Zahl der Bürger, aber nicht ihren Charakter berücksichtigt.“
(Aristoteles)

„Alle Zivilisation beginnt mit der Theokratie und endet mit der Demokratie.“
(Victor Hugo)

„Eine Demokratie ohne ein paar hundert Widersprechkünstler ist undenkbar.“
(Jean Paul)

„Demokratie ist nichts anderes, als das Niederknüppeln des Volkes durch das Volk für das Volk.“
(Oscar Wilde)

„Demokratie beruht auf drei Prinzipien: auf der Freiheit des Gewissens, auf der Freiheit der Rede und auf der Klugheit, keine der beiden in Anspruch zu nehmen.“
(Mark Twain)

„Demokratie ist die Diktatur der Dummen“ Friedrich von Schiller (1759 – 1805)

»Demokratie ist eine Regierungsform, die die Anordnungen einiger Korrupter durch die Beschlüsse vieler Inkompetenter ersetzt.«
(George Bernard Shaw)

Demokratie, das ist die Kunst, sich an die Stelle des Volkes zu setzen und ihm feierlich in seinem Namen, aber zum Vorteil einiger guter Hirten die Wolle abzuscheren.
(Rolland Romain)

Adolf Hitler wurde dem Volk nicht vorgesetzt, er wurde gewählt. Nun wird gesagt, dass es ja eine Diktatur war die da damals wütete. Wenn man das totale Chaos nach dem ersten Weltkrieg betrachtet, sollte man sich die Frage stellen, ob tatsächlich eine sogenannte Demokratie es jemals geschafft hätte solch fundamentale Veränderungen herbeizuführen, die durch Hitlers Herrschaft innerhalb kürzester Zeit erreicht wurden.

Da herrschten Inflation, Sanktionen, Boykott, politisches Chaos, Armut und Arbeitslosigkeit. Der Sieg darüber konnte nur durch direkte Gewalt, Aktionismus und Handlungsbereitschaft bewerkstelligt werden. Die menschliche Natur benötigte insgeheim schon immer eine resolute Führung und sehnt sich nach Ordnung. Dadurch entstehen Sicherheit und Zusammengehörigkeit. Der entstehende Glaube daran ist Identitätsstiftend. Dabei sind Ehrlichkeit und Transparenz ein wichtiger Bestandteil. Für viele ist die kompromisslose Freiheit und Unabhängigkeit etwas beängstigendes und kann eher zur Belastung werden, da die wenigsten für den Einzelkampf geschaffen sind.

Die BRD Regierung ist ein hervorragendes dekadentes Beispiel dafür wie Demokratie als Freiheit verkauft wird. Noch nie waren wir weiter davon entfernt. Noch nie waren wir Handlungsunfähiger. Noch nie war der Verrat und die Lüge größer. Noch nie war unser Land und Volk so Identitätslos. Noch nie war die Durchführung der eigenen Zerstörung einfacher und geplanter als in dieser Zeit. Wehe, wenn das Deutsche Volk wieder zusammenfindet. Mit Gemeinsamkeit erreicht man nicht nur das Beste, es stoppt und beendet auch alles Schlechte.

Germanenherz Adolf HitlerAdolf Hitler und die Demokratie
Autor: Adolf Hitler
Datum: 10. Dezember 1940
Titel: Rede vor Mitarbeitern der Berliner Borsig-Lokomotivwerke
Thema: Unterschied zwischen der westlichen Demokratie und dem nationalsozialistischen Staat
Adressat: Mitarbeitern der Berliner Borsig-Lokomotivwerke
Textart: Primärtext, Redeauszug
Quelle: Adolf Hitler: Der Großdeutsche Freiheitskampf – Band II.

In dieser englisch-französischen Welt, da existiert die sogenannte Demokratie. Sie wissen ja, diese Demokratie zeichnet sich nun durch folgendes aus: Es heißt, daß das die Herrschaft des Volkes sei.
Nun muß das Volk ja doch irgendeine Möglichkeit besiten, seinen Gedanken oder seinen Wünschen Ausdruck zu geben. Wenn man sich nun näher dieses Problem ansieht, dann kann man feststellen, daß das Volk an sich primär dort gar keine Überzeugung hat, son. dem die Überzeugung selbstverständlich, wie übrigens überall, vorgesetgt erhält. Und das Entscheidende ist nun: Wer setzt diese Überzeugung eines Volkes fest? Wer klärt ein Volk auf? Wer bildet ein Volk? In diesen Ländern regiert tatsächlich das Kapital, das heißt, es ist eine Schar von einigen hundert Menschen let ten Endes, die im Besitz unermeßlicher Vermögen sind und die infolge der eigenartigen Konstruktion des Staatslebens dort mehr oder weniger gänzlich unabhängig und frei sind. Denn es heißt, „wir haben hier Freiheit“, und sie meinen damit vor allem „freie Wirtschaft“.
Und unter freier Wirtschaft wieder verstehen sie die Freiheit, Kapital nicht nur zu erwerben, sondern auch vor allem Kapital frei wieder zu verwenden, frei zu sein in der Erwerbung des Kapitals von jeder staatlichen, d. h. volklichen Aufsicht, aber auch in der Ver. wendung des Kapitals frei zu sein von jeder staatlichen und volklichen Aufsicht.
Das ist in Wirklichkeit der Begriff ihrer Freiheit.

Und dieses Kapital nun, es schafft sich zunächst eine Presse. Sie reden von der Freiheit der Presse. In Wirklichkeit hat jede dieser Zeitungen einen Herrn. Und dieser Herr ist in jedem Fall der Geldgeber, der Besitger also. Und dieser Herr dirigiert nun das innere Bild dieser Zeitung, nicht der
Redakteur. Wenn der heute etwas anderes schreiben will als den Herren paßt, dann fliegt er am nächsten Tag hinaus. Diese Presse nunt die die absolut unterwürfige, charakterlose Canaille ihrer Besit;er ist, diese Presse modelliert nun die öffentliche Meinung. Und die von dieser Presse
mobilisierte öffentliche Meinung wird wieder eingeteilt in Parteien. Diese Parteien unterscheiden sich so wenig voneinander, als sie sich früher bei uns voneinander unterschieden haben. Sie kennen sie ja, die alten Parteien. Das war immer eines und dasselbe. (…) Diese Parteien mit dieser
Presse, die formen die öffentliche Meinung.

Nun müßte man doch meinen, daß vor allem in diesen Ländern der Freiheit und des Reichtums ein unerhörtes Wohlleben für das Volk bestehen müßte. Es ist aber umgekehrt. In diesen Ländern ist die Not der breiten Masse größer als irgendwo anders. Da ist dieses reiche England, 40 Millionen Quadratkilometer werden von ihm kontrolliert, hunderte Millionen kolonialer Arbeiter mit einem erbärmlichen Lebensstandard in Indien z. B. müssen dafür tätig sein. Man müßte nun meinen, in
diesem England selbst, da muß dann wenigstens doch jeder einzelne Teilhaber an diesem Reichtum sein. Im Gegenteil, in diesen Ländern ist der Klassenunterschied der krasseste, den man sich denken kann. Armut, unvorstellbare Armut auf der einen Seite und auf der anderen ebenso unvorstellbarer Reichtum. Sie haben nicht ein Problem gelöst. Das sind Länder, die über die Schätze der Erde verfügen, und ihre Arbeiter, die hausen in erbärmlichen Löchern; Länder, die über die Bodenschätäe der Welt verfügen, und die breite Masse ist miserabel gekleidet; Länder, die
mehr als genügend an Brot und an allen sonstigen Früchten haben könnten, und Millionen ihrer unteren Schichten haben nicht genug, um sieh nur den Magen einmal voll zu füllen, laufen verhungert herum. Leute, die auf der einen Seite es fertigbringen könnten, eine Welt mit Arbeit zu versehen, müssen es erleben, daß sie nicht einmal mit der Erwerbslosigkeit in ihrem eigenen Lande aufräumen können. Dieses reiche England hat jahrzehntelang jetzt 2,5 Millionen Erwerbslose
gehabt. Dieses reiche Amerika 10 bis 13 Millionen Jahr für Jahr. Dieses Frankreich 6-, 7- , 800 000.
Ja, meine Volksgenossen, was wollten wir dann erst von uns sagen? Aber es ist auch verständlich.
In diesen Ländern der sogenannten Demokratie wird ja überhaupt gar nicht das Volk in den Mittelpunkt der Betrachtung gerückt. Was entscheidend ist, ist ausschließlich die Existenz dieser paar Macher der Demokratie, das heißt also die Existenz dieser paar hundert gigantischen Kapitalisteii, die im Besitz ihrer Werte, ihrer ganzen Aktien sind und die letzten Endes damit diese Völker ausschließlich dirigieren. Die breite Masse interessiert sie nicht im geringsten. Die interessiert sie, genau wie früher unsere bürgerlichen Parteien, nur in der Wahlzeit, dann brauchen sie Stimmen. Sonst ist ihnen das Leben der breiten Masse vollkommen gleichgültig.

Dazu kommt noch der Unterschied der Bildung, Ist es nicht geradezu spaßhaft, wenn wir jett hören, daß ein englischer Arbeiterparteiler, der im übrigen als Oppositioneller von der Regierung offiziell bezahlt wird, wenn ein englischer Arbeiterparteiler sagt: „Wenn der Krieg zu Ende geht,
dann wollen wir auch in sozialer Hinsicht einiges machen. Vor allem, es soll dann auch der englische Arbeiter einmal reisen können.“ – Das ist ausgezeichnet, daß sie jetzt darauf kommen, daß das Reisen nicht nur für die Millionäre da sein soll, sondern auch für das Volk.

Das haben wir aber bei uns schon immerhin seit einiger Zeit gelöst, diese Probleme.

Nein, glauben Sie, in diesen Staaten, das zeigt ihre ganze Wirtschaftsstruktur, da herrscht letzten Endes unter dem Mantel der Demokratie der Egoismus einer verhältnismäßig ganz kleinen Schicht.
Und diese Schicht wird nun von niemand korrigiert und kontrolliert. Und es ist verständlich, wenn daher ein Engländer sagt: „Wir wollen nicht, daß unsere Welt irgendwie zugrunde geht.“ Sie haben recht. Sie wissen ganz genau: Ihr Imperium wird von uns gar nicht bedroht. Aber sie sagen sich mit Recht: „Wenn diese Gedanken, die in Deutschland populär werden, nicht beseitigt und ausgerottet werden, dann kommen sie auch über unser Volk. Und das ist das Gefährliche, das wünschen wir nicht.“

ergänzend

Adolf Hitler Mein Kampf

 Stets wurde in der Nachkriegszeit dem deutschen Volk der Vorwurf gemacht; Hätten die Deutschen »Mein Kampf« gelesen, dann hätten sie gewußt was Hitler plante und das Unglück hätte verhütet werden können. Kein Buch, kein Führer ist so umstritten, so geliebt und so gehaßt, wie Adolf Hitler und sein Buch »Mein Kampf«.Bitte lesen Sie das Buch … Weiterlesen

Wenn der Erlöser zweimal kommt

Adolf Hitler und Jesus Christus – Zwei Erlösungsgestalten Historisch versteht man unter „Aufklärung“ vor allem politische, wissenschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen in Europa. Man sprach und spricht in verschiedenen Bereichen der Geschichtsschreibung von einem Zeitalter der Aufklärung. Es wird uns gesagt, Dank der Aufklärung komme es nicht mehr auf die Lehrsätze der Religionen an, sondern es … Weiterlesen

Als 1945 die Hölle über die Deutschen kam

„Der 8. Mai 1945 war ein Tag des Elends, der Qual, der Trauer“ Am 8. Mai 1945 war die Wehrmacht besiegt. Ein Heldenvolk, ohne Beispiel in der Menschheitsgeschichte, war von regelrechten Satanisten, denen bei ihrem Vernichtungskrieg gegen die Deutschen eine unvorstellbare Übermacht an Mann und Material zur Verfügung stand, nach sechsjähriger heroischer Verteidigung besiegt worden. … Weiterlesen

Anstifter und Brandstifter – Opfer und Nutznießer

“Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die jüdische Fremdherrschaft zu verewigen.” Reichsgesetzblatt I,  Seite 141 [15.] Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz). 24. März 1933. Der Reichstag hat das folgende Gesetz beschlossen, das … Weiterlesen

Den Feind beim Namen nennen

Lieber Herr H.,  wenn „… der Feind besiegt“ ist, dürfen wir uns streiten. Aber wer ist der Feind? Darüber schon gehen die Meinungen auseinander. Uns wird von gewissen Leuten immer irgendein „…ismus“ vorgesetzt: „Kapitalismus“, „Globalismus“, „Kommunismus“, „Faschismus“ usw. Läuft man nicht in diese Sackgassen, sondern benennt ein konkretes Subjekt, von dem letzten Endes die strategischen … Weiterlesen

Kaufman, Morgenthau, Merkel – Drei Vernichter, ein Ziel

Die verschiedenen „Pläne zur Endlösung der Deutschenfrage“ treten heute durch Merkels sogenannte „Flüchtlingspolitik“ überdeutlich in Erscheinung. Sie wurden zwar nie offizielle Politik, aber inoffiziell wüten sie jetzt schon seit über 70 Jahren. Es geht dabei um die physische und wirtschaftliche Vernichtung der Deutschen. Mit dem Unternehmen EU hat die Lobby über ihre Betrugsorgien der nicht … Weiterlesen

Der Sohn des Jahrhundert-Geigers Yehudi Menuhin erzeugt ein Jahrhundert-Beben der größten Lüge der Menschheitsgeschichte

„Der Holocaust ist die größte Lüge der Geschichte. Deutschland hat keine Schuld am Zweiten Weltkrieg und Adolf Hitler war der einzige Staatsmann der Welt, der die Welt vor der plutokratisch-jüdischen Gefahr hätte retten können, um den unterjochten Planeten wieder zu befreien.“ Ein prominenter Jude hat jetzt den Anfang gemacht, er konnte die Lüge nicht mehr … Weiterlesen

Zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen

Vorab ein Zitat Napoleon I. (Napoleon Bonaparte) (1769-1821), Kaiser der Franzosen über die Deutschen: …“Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie … Weiterlesen

Climate Geoengineering

Climate Geoengineering01 Wir hatten am 15.06.2016 auf mein Facebook Kanal das Thema. Climate Geoengineering

Heftige Regenfälle: Land unter in Kellinghusen.
Hier in Bad Bramstedt war nur ein wenig nordisches Duschen, aber in 14 km entfernten Kellinghusen war Land unter angesagt.

Am 14.06 hat es in Norddeutschland wieder wie aus Kübeln geregnet. Die Pfützen vom Vortag waren noch nicht trocken, da kamen schon die nächsten Wolkenbrüche. In Sekunden standen in Hamburg die Straßen unter Wasser und Keller liefen voll. Auch in Kellinghusen hieß es Land unter. Die Kleinstadt wurde regelrecht geflutet, in einigen Wohnungen stand das Wasser meterhoch. Viele Autos sind steckengeblieben und drohten wegzuschwimmen. Am Mittwoch begann dann das große Aufräumen, viele Kellinghusener stehen verzweifelt vor dem Chaos, das das Unwetter hinterlassen hat.

Climate Geoengineering02 Das haben sie mal wieder gut Gehaarpt. Bitte mit dem Thema (Climate Geoengineering plus High Frequency Active Auroral Research Program) mal auseinandersetzen, da wird ein übel. Die kranken Psychopathen spielen Gott mit Wetterwaffen. Der dritte WK wird hauptsächlich mit nicht konventionellen Massenvernichtungswaffen getätigt. Da machen die auch kein Geheimniss draus.

Bitte mal die folgenden Videos anschauen
Project Global Dimming

Wetterkrieg – Devastating Times

Wetterkrieg – The new normal in June

Wetterkrieg gegen Europa – Last Messages

Wetterkrieg gegen Europa – Tornado, mitten in der Stadt Hamburg

Schleiererwolken / Kondensstreifen – Wollt ihr uns verarschen???

Ich lade euch Heute noch eine Kurzmitteilung zum Thema hier hoch

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Ergänzender Beitrag von 12.01.2011 bei totoweise.repage8.de

Das HAARP-Projekt und die Wetterbeeinflussung
Wetterbeeinflussung kein Mythos: Wissenschaftler erzeugen Unwetter über Abu Dhabi
Die Diskussion über technische Verfahren zur bewussten Wetterbeeinflussung beschränkte sich in der Regel auf die leise geäußerten Gerüchte der Verschwörungstheoretiker, aber nun zeigt sich, dass die Verschwörungstheoretiker (wieder einmal) Recht hatten. In Abu Dhabi wurden ganze regionale Wettersysteme erfolgreich so manipuliert, dass im vergangenen Jahr in der Wüstenregion um die Stadt Al-Ain im Osten Abu Dhabis an der Grenze zu Oman über 50 Platzregen niedergingen.

Dieser Erfolg ist einem Team von Wissenschaftlern zu verdanken, das für das Staatsoberhaupt des Emirats, Scheich Chalifa bin Zayid Al Nahyan, arbeitet. Die Wissenschaftler errichteten ganze Felder mit riesigen Luftionisierern, die elektromagnetische Wellen aus negativ geladenen Teilchen abstrahlen, die in die niedrigeren Schichten der Atmosphäre aufsteigen und dort Staubpartikel anziehen. In der Umgebung dieser elektrisch geladenen Staubpartikel kondensiert Feuchtigkeit, und wenn eine ausreichend große Kondensation erreicht wurde, können die so entstandenen Wolken das Wasser nicht mehr halten und regnen sich ab.
Vor allem in den Sommermonaten Juli und August, in denen normalerweise große Trockenheit herrscht, kam es im vergangenen Jahr zu starken Regenfällen. Der Erfolg des Projektes erstaunte sogar das Max-Planck-Institut für Meteorologie, das das Vorhaben begleitet. Der frühere Institutsleiter Prof. Hartmut Grassi wird mit den Worten zitiert: »Dies könnte eine wichtiger Schritt für die Menschheit sein.

Wo bleiben jetzt die Skeptiker?
Im Zusammenhang mit diesen Ereignissen ist die Feststellung interessant, dass selbsternannte »Skeptiker« seit Jahrzehnten immer wieder darauf beharrten, Wetterbeeinflussung sei nichts als Verschwörungstheorie. Wenn man einem normalen Arzt oder Wissenschaftler erklärte, mithilfe von Technologien zur bewussten Wetterbeeinflussung könne man es in der Wüste regnen lassen, wurde man angeschaut, als sei man nicht ganz richtig im Kopf.
Aber es scheint, als müssten die Skeptiker diese »Kröte« schlucken (wie immer). Dieses Verfahren funktioniert und versorgt Abu Dhabi zu einem Bruchteil der Kosten mit Wasser, die für Entsalzungsanlagen aufgebracht werden müssten. Die Verschwörungstheoretiker hatten wieder einmal Recht, was die Existenz von Verfahren zur bewussten Wetterbeeinflussung angeht. Jesse Ventura produzierte zu diesem Thema sogar eine Folge seiner Serie zu Verschwörungstheorien: Sie erinnern sich vielleicht an die Folge über HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program). Sie können diese Folge unter diesem Link sehen.
HAARP, das von der amerikanischen Regierung durchgeführt wird, ist ein geheimnisumwobenes experimentelles Verfahren, bei dem in den oberen Schichten der Atmosphäre hochfrequente elektromagnetische Wellen zur Beeinflussung des Wetters eingesetzt werden. Die Felder mit
HAARP-Ionisierern sehen denen auffallend ähnlich, die in Abu Dhabi zum Einsatz kamen, und das gesamte Vorhaben wird von vielen, die sich intensiv damit auseinandergesetzt haben, für die href=“http://www.fromthewilderness.com/free/pandora/haarp.html“ target=“_blank“>Entwicklung einer »Wetterwaffe« gehalten, die in der Lage sein soll, »potenziell Überschwemmungen, Trockenheiten, Wirbelstürme und Erdbeben auszulösen«.
Heute wissen wir, dass derartige Verfahren funktionieren – beispielsweise in Abu Dhabi. Und es ist kaum zu bezweifeln, dass die bewusste Wetterbeeinflussung in vielen, auch in militärischen und wirtschaftlichen Bereichen, Anwendung finden kann.
Das weltweite Massensterben von Vögeln und Fischen sorgt derzeit für große Besorgnis. Nicht nur weil es unschön ist wenn tote Vögel vom Himmel fallen. 
Die doch recht mageren offiziellen Begründungen weltweit, lassen eher etwas anderes vermuten. Versucht man uns etwas zu verheimlichen?
So wundert es nicht, dass einige Menschen dazu tendieren HAARP die Schuld an dem mysteriösen Massensterben zu geben. Befasst man sich mit dem Projekt, begreift man welche Gefahr durch die Beeinflussung elektromagnetischer Felder auf Mensch und Natur ausgeht.

href=“http://1.bp.blogspot.com/_fMtl8DCWPZM/TUJZbKbIlTI/AAAAAAAAATc/v2vg6idqkRE/s1600/HAARP%2BAntennen.jpg“>Aber was ist HAARP und wozu dient es? Wer hat´s erfunden? Wie funktioniert es?
 Das sind Fragen die dringend beantwortet gehören um eine sachliche Diskussion zu ermöglichen.

Was ist HAARP?
HAARP steht für High Frequency Aktive Aurora Research Programm – Aktives Hochfrequenz Programm zur Erforschung der Aurora (Polarlicht). HAARP ist eine großflächige Antennen- und Sendeinstallation für eine beliebig modellierbare Hochfrequenzstrahlung (ELF). HAARP soll die obere Atmosphäre, insbesondere die Ionosphäre, mittels hochfrequenter elektromagnetischer Wellen untersuchen.

Wo befindet sich HAARP?
HAARP befindet sich auf einem extra eingerichteten Militärgelände von über 23 Hektar in der Wildnis Alaskas, nordöstlich von Anchorage. Das abgeschiedene Gelände bietet durch die Nähe des Nordpols den Vorteil, dass durch die dort dicht verlaufenden Magnetfelder der Erde, es zu einer erhöhten Konzentration elektrisch geladener Teilchen in der Ionosphäre kommt. Auch das Erdgasvorkommen dieser Region macht sich HAARP zu Nutze und betreibt damit seine Generatoren.

Offiziell stehen hinter dem US-amerikanischen Programm, wie nicht anders zu erwarten, die US-Air Force (Phillips Laboratory) und die US-Navy (Naval Research & Naval Research Laboratory). Neben dem Militär sind auch zivile Unternehmen beteiligt. Unter anderem Advanced Power Technologies, Inc. (APTI) und Raytheon Corporation (Rüstungsfirma). 14 Universitäten beteiligten sich beim Bau der Anlage.
Das amerikanische Verteidigungsministerium (Department of Defense) sorgt für die Sicherheit, denn mögliche Anwendungsgebiete von HAARP sowie etwaige Forschungsergebnisse könnten offiziellen Angaben zufolge von Interesse für die nationale Sicherheit der USA sein.

1993 wurde der HAARP-Prototyp mit 18 zusammengeschalteten Elementen in Betrieb genommen. 
1995 wurde vom US-Senat eine weitere Finanzierung abgelehnt, trotzdem lief das Projekt weiter und wurde sogar Erweitert.
1998 hat man die Anzahl der Sender auf 48 erhöht. Seit 2010 sind 180 dieser 24 Meter hohen Sendetürme betriebsbereit.

Technik und Funktionsweise
Offiziellen Angaben zufolge stehen für die Antennen 3.600 Kilowatt (3,6 MW) zur Verfügung, die sie aus sechs Generatoren beziehen, die jeweils 2.500 Kilowatt (2,5 MW) bereitstellen können. Rechnet man nach, 2,5 Megawatt x 6 Generatoren, macht das eine offiziell mögliche Maximalleistung von 15 Megawatt. Inoffiziellen Informationen nach soll die Gesamtleistung zwischen 10 und 100 Megawatt liegen.
HAARP sendet hauptsächlich auf zwei Frequenzen: 3,39 MHZ und 6,99 MHZ. Es ist aber auch möglich in kürzester Zeit zwischen den Frequenzen von 2,8 MHZ und 10 MHZ zu wechseln.

Das Herzstück von HAARP ist ein Hochleistung-Hochfrequenz-Radio-Sender, auch bekannt als Ionospheric Research Instrument, kurz IRI oder auch “Heater” (Heizer) genannt. Die Aufgabe von IRI ist es ein kleines, wohldefiniertes Volumen der Ionosphäre mit Hilfe der Radiowellen “aufzuheizen”.
Zur Anlage gehört auch das ISR – Incoherent Scatter Radar (Inkohärentes Ultrahochfrequenz-Streuradar. Das ISR misst Elektronendichten, Elektronen- und Ionentemperaturen sowie Doppler-Geschwindigkeiten in angeregten und neutralen Regionen der Ionosphäre.
Mittels der Antennen sendet HAARP gebündelte Hochfrequenz-Radiowellen auf bestimmte Gebiete der Ionosphäre. Dadurch entstehen künstliche Ionenwolken, die sich ausbeulen und wie Linsen wirken. Diese werfen die ELF-Wellen, die eine extrem niedrige Frequenz aufweisen, zurück. Gemäß dem Abschusswinkel der Radiowellen durch die Ionenlinsen, können so auch andere Zonen der Erdoberfläche erreicht werden. Je nach Länge der Wellen können sie aber auch tief in den Erdboden eindringen.

 

Die Wellen von HAARP sollen der Ortung feindlicher Flugkörper, U-Booten, unterirdischer militärischer Anlagen sowie der Zerstörung feindlicher Kommunikation dienen.
Des weiteren wird HAARP genutzt um Öl- und Mineralvorkommen auszumachen.
Mit HAARP lässt sich auch das Wetter verändern (durch Veränderung der solaren Absorption) oder Erdbeben und Vulkane auslösen.

HAARP ist inoffiziell eine ultramodernes Langstrecken-Waffensystem dessen Forschungsergebnisse verwendet werden, um eine neue Generation von kleinen, tragbaren Waffen zu schaffen, die quasi unsichtbar praktisch jeden Menschen beeinflussen können. Durch Gehirnstrommessungen konnte bewiesen werden, dass unser Gehirn mit Nieder- und Hochfrequenzen arbeitet. Dieses Wissen könnte man unter Umständen durch eine HAARP-Anlage nutzen. Und somit Frequenzen simulieren, die aufs menschliche Gehirn übertragen werden. Auch ist eine Radarwellen-Anlage mit genügend “Kraft” (Ausgangsleistung) ohne weiteres in der Lage, Explosionen von bisher nur von Atom-/Wasserstoffbomben (siehe Patente) bekannten Ausmaßen, an jedem Punkt in einigen tausend Kilometern Entfernung, ohne Radioaktivität hervorzurufen. Diese und andere Anwendungsmöglichkeiten werden in der offiziellen Literatur nicht erwähnt und sind daher spekulativ und umstritten.Nebenbei bemerkt, weniger spekulativ sind offizielle Meldungen von Mikrowellen-Waffen aus dem Jahre 2004. So schrieb Spiegel-Online von Energiewaffensysteme; Gebündelte Mikrowellen sollen Aufständischen unerträgliche Schmerzen beibringen”. In einem weiteren Artikel zu Energiewaffen, wurde man dann schon deutlicher und es zeichnete sich ab, welche große Rolle Megaherz und Frequenzen in zukünftigen kriegerischen Handlungen spielen sollen. Ein kleiner netter Auszug aus dem Spiegel-Online Artikel vom 25.01.2007;

Nach Angaben des Pentagons erhitzen die Mikrowellen die Haut der Getroffenen auf 50 bis 55 Grad Celsius. Die Strahlung mit einer Frequenz von 95 Gigahertz dringe aber nur 0,4 Millimeter tief in die Haut ein, so dass keine Gefahr bleibender Schäden bestehe.”

Was sind die Technischen Möglichkeiten von HAARP:
Abschirmung großer Gebiete vor Interkontinentalraketen
Zerstörung von Kommunikations- und Spionagesatelliten
Radaranwendungen: Differenzierung zwischen eigenen und feindlichen Flugkörpern
Gelenkte Kommunikation
Störung bzw. Unterbindung drahtloser Nachrichtentechnik (Funk, Radar, TV, Radio, Telefon…) über weite Gebiete des Planeten
Beeinflussung elektronischer Bauteile (Halbleiter) / elektromagnetischer Datenträger (Festplatten) bis zur thermischen Zerstörung
Globale Wettermanipulation / Änderung globaler Wetterstrukturen
Weitläufige, massive Manipulationen von Öko- und geophysikalischen Systemen Durch die Aussendung spezifischer physiologischer Muster (z.B. EEG-Signale) und unter Berücksichtigung der Reichweite der ELF-Wellen sind mit dieser Technologie weit greifende Bewusstseinsänderungen möglich. Mit entsprechend modulierten EM-Strahlungen, können nicht nur psychische Veränderungen erzeugt werden. Aufgrund der Interaktion dieser Felder mit unseren körpereigenen EM-Feldern, könnte es auch zu physischen Veränderungen kommen.möglich seien auch kleine Erdbeben und Vulkanausbrüche Beeinflussung fundamentaler Biorythmen

 

Empfindliche Beeinflussung elektromagnetischer Kommunikations-, Wachstums- und Orientierungsmechanismen der Tierwelt, z.B. bei (Zug-)Vögel
Ionosphäre und HAARP
Die Ionosphäre ist ein Teil unserer Atmosphäre und enthält eine große Menge von Ionen und freien Elektronen. Die Ionosphäre ist sehr empfindlich. Gemeinsam mit der Ozonschicht schützt sie die Erde vor der tödlichen Weltraumstrahlung.
Durch das künstliche Aufheizen könnten Ionosphäre und Ozonschicht Schaden nehmen, wenn nicht sogar komplett zerstört werden. Bereits ein Gigawatt würde ausreichen um ein Loch in die Ionosphäre zu brennen. Auf Leistungsmaximum soll die Anlage über 100 Gigawatt verfügen, das sind 100 Milliarden Watt. Den Wissenschaftlern von HAARP bereitet dies allerdings keine Sorgen. Es wird lustig weiter experimentiert und einfach mal gehofft, dass nichts passiert.
In einem Bericht des Europäischen Parlament vom 14. Januar 1999 scheint man die Gefahr, die von HAARP ausgehen kann, erkannt zu haben. Zumindest forderte man die Untersuchung dieses Projektes. Auch lange vor dem Bericht des Europäischen Parlaments war man sich anscheinend weltweit schon über Wettermanipulationen im klaren, so zumindest geht aus der ENMOD hervor.
Die Environmental Modification Convention (ENMOD) ist ein internationaler Vertrag für ein Verbot der militärischen oder sonstigen feindseligen Nutzung von Umweltveränderungstechniken. Der Vetrag zwischen 47 Ländern trat am 5. Oktober 1978 für die Unterzeichnerstaaten in Kraft.
Der EU-Bericht und die ENMOD-Konvention ächten Wetter als KriegsführungHier ein Auszug aus dem EU-Bericht:

Rechtliche Aspekte militärischer Tätigkeiten

26. fordert die Europäische Union auf, sich dafür einzusetzen, daß auch die neuen sogenannten nichttödlichen Waffensysteme und die Entwicklung neuer Waffenstrategien durch internationale Übereinkommen erfasst und geregelt werden;
27. hält HAARP (High Frequency Active Auroral Research Project) wegen der weitreichenden Umweltauswirkungen für eine globale Angelegenheit und fordert, die rechtlichen, ökologischen und ethischen Auswirkungen von einem unabhängigen internationalen Organ untersuchen zu lassen, bevor weitere
Forschungsarbeiten und Versuche stattfinden; bedauert die wiederholte Weigerung der Regierung der Vereinigten Staaten, einen Vertreter zu der öffentlichen Anhörung oder den folgenden Sitzungen seines zuständigen Ausschusses über die Auswirkungen des Forschungsprogramms über hochfrequente Strahlen (High Frequency Active Auroral Research Project – HAARP), das gegenwärtig in Alaska durchgeführt wird, zu entsenden;
28. fordert die STOA-Lenkungsgruppe (Scientific and Technological Options Assessment) auf, ihre Zustimmung zu geben, daß die wissenschaftlichen und technischen Beweise, die in allen vorliegenden Forschungsergebnissen über HAARP vorliegen, untersucht werden, um die genaue Art und das Gefährdungspotential, das HAARP sowohl für die lokale als auch für die globale Umwelt sowie für die Gesundheit der Menschen generell darstellt, zu ermitteln;
29. fordert die Kommission auf, in Zusammenarbeit mit den Regierungen von Schweden, Finnland, Norwegen und der Russischen Föderation die Auswirkungen des HAARP Programms auf die arktischen Gebiete Europas unter den Aspekten Umwelt und Gesundheit der Bevölkerung zu untersuchen und dem Parlament über die Ergebnisse zu berichten;
30. fordert vor allem ein internationales Übereinkommen über ein generelles Verbot von Forschungs- und Entwicklungsprojekten – ob militärisch oder zivil -, die die Anwendung der Erkenntnisse auf dem Gebiet chemischer und elektrischer Vorgänge oder von Schallwellen oder anderen Funktionen des menschlichen Gehirns zur Entwicklung von Waffen beinhalten, die jeder beliebigen Form der Manipulation des Menschen Tür und Tor öffnen könnten; dieses Übereinkommen sollte auch ein Verbot aller derzeit bekannten sowie aller erdenklichen Anwendungsmöglichkeiten solcher Systeme umfassen;
HAARP ist nicht die einzige Anlage seiner Art:
Arecibo (Nationales Zentrum für Astronomie und Ionosphäre, Puerto Rico / 20 MW)
HISCAT (Internationales Radio-Observatorium, Schweden / 350 MW)
HIPAS (High Power Auroral Stimulation Observatory, UCLA Plasma Physics Lab, Fairbanks, Alaska / 17 MW)
SURA (Radiophysikalisches Forschungsinstitut, Nishny Nowgorod, Russland / 20 MW)
EISCAT (Tromsö, Norwegen, betrieben vom Max-Planck-Institut / 48 MW)
VOA (Voice of America, Delano, Kalifornien / 27 MW)
Projekt “Duga” (nahe Tschernobyl)
LOIS (Südschweden)

 

LOFAR (Niederlande) LOFAR Karte 1 LOFAR Karte 2
eine kleine Anlage befindet sich Lindau beim Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (Deutschland)
unbestätigten Angaben zufolge befindet sich eine ähnliche Anlage in Berlin – Codename Teddybär

HAARP, EISCAT & Co auf einer größeren Karte anzeigen
Die Patente die HAARP zugrunde liegen
Die folgenden Patente sind alle von Bernard Eastlund. Sie basieren auf die Vorarbeit von Nikola Tesla. Kurz nach dem zweiten Weltkrieg bot Eastlund der USA an, eine Waffe zur Gedankenmanipulation und -steuerung zu entwerfen. Eastlund war federführend in der Erforschung von Zusammenhängen zwischen elektromagnetischer Strahlung und den Vorgängen im menschlichen Gehirn.
Methode und Apparat zur Veränderung einer Region der Erdatmosphäre, Ionosphäre und/oder Magnetosphäre
US-Patent Nr. 4.686.605 – August 1987
Methode zur Produktion einer Hülle relativistischer Partikel in einer (bestimmten) Höhe über der Erde
US-Patent Nr. 5.038.664 – August 1991
Methode und Apparat zur Schaffung einer künstlichen, durch Elektronen-Zyklotronenresonanz erhitzten Region aus Plasma
US-Patent Nr. 4.712.155 – Dezember 1987
Energiestrahlen-System
US-Patent Nr. 5.068.669 – November 1991
Energiestrahlen-System mit strahlenden, aus gedruckten Schaltkreiselementen bestehenden Resonanzhohlräumen
US-Patent Nr. 5.218.374 – Juni 1993
Gefaltetes Kreuzgitter-Dipolantennenelement
US-Patent Nr. 5.293.176 – März 1994
Fokussierender Leichtgewichtsreflektor zur Anwendung im Weltraum
US-Patent Nr. 5.202.689 – April 1993
Künstlicher, lenkbarer aus Plasma geformter ionosphärischer Spiegel
US-Patent Nr. 5.041.834 – August 1991
Schaffung künstlicher Ionenwolken über der Erde
US-Patent Nr. 4.999.637 – März 1991
Gerichteter, hochauflösender Gammastrahlen-Detektor
US-Patent Nr. 4.954.709 – September 1990
Defensiv-System zur Unterscheidung von Objekten im Weltraum
US-Patent Nr. 4.817.495 – April 1989
Strahlungsfreie Explosionen von nuklearen Ausmaßen
US-Patent Nr. 4.873.928 – Oktober 1989
Buchtipp: “Löcher im Himmel” von Nick Begich und Jeane Manning
Kurzbeschreibung: Dieses Buch handelt von der Aufdeckung der geheimen militärischen Versuchsanlage HAARP, einem Ionosphärenheizer in Alaska, der auch als Strahlenwaffe eingesetzt werden kann. Die Autoren weisen anhand von Patenten und internen Dokumenten des US Militärs nach, dass HAARP eine neue Dimension des Krieges eröffnet und eine wichtige Grundlagentechnologie im Rahmen der “Revolution in Militärischen Angelegenheiten” des US Militärs darstellt. Diese neue Doktrin des US-Militärs sieht vor, sogenannte nicht-tödliche Waffensysteme einzusetzen, Bewusstseinskontrolle auszuüben und unsere Umwelt selbst als Waffe gegen “Feinde der USA” einzusetzen. Begich und Manning weisen nach, dass das US-Militär bereits vor 1996 plante, gesellschaftliche Werte durch Manipulation zu formen, anstatt diese lediglich zu reflektieren.
Seit der Veröffentlichung 1996 führte die Arbeit von Begich und Manning zu Anti-HAARP Resolutionen im Europäischen Parlament und der russischen Duma. Inzwischen kann sich jedermann aus den Medien selbst von der Realität der “Revolution in Militärischen Angelegenheiten” überzeugen, die nun unter dem Aufhänger der Terrorbekämpfung alle Register zu ziehen beginnt.
http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+REPORT+A4-1999-0005+0+DOC+XML+V0//DE
Haarp Vortrag Werner Altnickel
Werner Altnickel: Vortrag beim AZK (Anti Zensur Kongress) Thema Wettermanipulation und künstliche Erdbeben

Das HAARP-Projekt des US-Militärs

Das HAARP-Projekt des US-Militärs

Bedrohung der Menschheit durch das HAARP-Projekt des US-Militärs und ähnlicher russischer Projekte

Bereits im Jahr 2004 ist es Forschern der US-Luftwaffe gelungen, mit „energiereichen Radiowellen“ der HIPAS-Anlage (HIgh Power Auroral Stimulation) künstliche Polarlichter zu erzeugen.

Da sich nach der Explosion eines nuklearen Sprengsatzes im erdnahen Weltraum dort bilden und die Funktion von Satelliten unterbinden könnte, hoffen die Wissenschaftler durch die gewonnenen Erkenntnisse zur Beeinflussung des Elektrojets in der Erdmagnetosphäre ein Mittel zum Abbau einer Ansammlung geladener Teilchen oberhalb der Anlage an der Hand zu haben.

Das ist die offizielle Version, wie das HAARP-Projekt überall beschrieben wird. In Wirklichkeit heizt HAARP die Ionosphäre auf, um mit den niederfrequenten ELF-Wellen die Erdoberfläche und das menschliche Bewusstsein zu beeinflussen. Damit ist es möglich, ganze Nationen zu manipulieren, sämtliche Krankheitsinformationen weltweit zu übertragen, das Wetter zu beherrschen, den Erdpol zu verschieben, Erdbeben auszulösen usw. Es gibt kaum etwas, was man damit nicht durchführen könnte.

Das amerikanisch-kanadische Autorenteam Begich & Manning deckte auf, was sich hinter dem milliardenschweren, vornehmlich aus schwarzen Geldern finanzierten HAARP (HighFrequency Active Auroral Research Projekt -Aktives Hochfrequenz Projekt zur Erforschung der Aurora) im Norden Alaskas verbirgt.

Eine großflächige Antennen-und Senderinstallation zur Abstrahlung nahezu beliebig modulierbarer ELF-Wellen, deren geplante Gesamtleistung nach bisher unveröffentlichten Informationen 100 Gigawatt – einhundert Milliarden Watt beträgt. Die HAARP- Anlage ist das modernste, leistungsfähigste und flexibelste elektromagnetische Waffensystem, das je auf diesem Planeten gebaut wurde.

Technische Details einer Schreckens-Wissenschaft
Die HAARP-Anlage (High Frequency Active Auroral Research Program) in Gakona, Alaska, verfügt über eine leistungsfähige Phased-Array-Kurzwellensendeanlage mit einer Sendeleistung (CW) von 3600 kW.

Im Jahre 1993 wurde mit 18 zusammengeschalteten Elementen begonnen, 1998 wurde die Anzahl auf 48 erhöht. Seit 2010 sind jetzt 180 Sender betriebsbereit.

Die Effektive Strahlungsleistung (ERP) lag 1996 bei 84 dBW (250MW) und 2006 bei ca. 96 dBW (4000MW). Die einzelnen Sender des Typs Continental Electronics D616G mit jeweils 10 kW maximaler Sendeleistung wurden speziell für dieses Projekt entwickelt.

Der von der Anlage nutzbare Frequenzbereich beträgt von 2,8 bis 10 MHz (Kurzwelle). Zwei der von HAARP benutzten Frequenzen sind 3,39 MHz und 6,99 MHz. Des Weiteren befinden sich am Standort zu Zwecken der Ionosphärenbeobachtung eine Ionosonde und ein Riometer, ein Gerät zur passiven Beobachtung der ionosphärischen Absorptionsfähigkeit im Frequenzbereich der Radiowellen.

HAARP-Waffe effektiv wie Atombombe
Aus UN-Dokument geht hervor: HAARP-Waffe ist genauso effektiv wie Atombombe

Im nachfolgenden UNO-Dokument vom 14.Juni 2007, wird die HAARP-Anlage in Puerto Rico als Abwehrsystem und als Überwachunsgssystem der Kommunikation und des Wetters beschrieben. Es wird gesagt: „Haarp; In einem Patent von einer Person, der in den Vereinigten Staaten eingereicht wurde, um Experimente durchzuführen im zusammenhang mit der Manipulation der Ionosphäre! HAARP würde als Anti-Raketen-und Luftabwehr-System funktionieren, könnte unter anderem erlauben, abhören und störungen der Kommunikations-, Wetter und U-Boot und unterirdische Kommunikation. Mit HAARP ist es möglich, „zu simulieren und die gleiche Funktion wie die Detonation einer schweren Art von nuklearem Gerät durchzuführen.“

Der letzte Satz ist hochinteressant, da wird im HAARP-Patent festgehalten, dass HAARP der Sprengkraft einer heftigen „Nuklear-Waffe“ gleichkommen kann!

Hier das original Wortlaut aus dem UN-Papier:
ALEDIA CENTENO RODRIGUEZ, Frente Patriotico Arecibeño, said her organization had spoken last year on the United States strategy to authorize a nuclear weapons production facility in Puerto Rico, in violation of the Treaty on the Non-Proliferation of Nuclear Weapons. She explained that Arecibo was home to the Arecibo National Astronomy and Ionospheric Centre (NAIC), which was used as an “ionospheric heater” [an array of antennae which are used for heating the uppermost part of the atmosphere]. Arecibo was also mentioned as a test-site for the High Frequency Active AuroralResearch Programme (HAARP), in a patent filed by an individual in the United States, to conducted experiments related to ionosphericmanipulation. HAARP could function as an anti-missile and anti-aircraft defence system, permit interception and disruption of communications, weather and submarine and subterranean communications, among other things. The HAARP patent papers also stated that the invention could “simulate and perform the same function as performed by the detonation of a heavy type nuclear device”.

Sehen sie hierzu Michael Vogt im Gespräch mit Werner Altnickel, Deutscher Solarpreisträger, zweimaliger Gewinner des Oldenburger Umweltschutzpreises und ehemaliger Greenpeace Aktivist, über das «Spiel» mit der Mutter Erde.


ergänzend

Thema Chemtrails: Weitsicht oder Insiderwissen von Erich Kästner ?

Erich Kästner verfasste 1930 folgende Textpassagen.
Das letzte Kapitel

Am zwölften Juli des Jahres 2003
lief folgender Funkspruch rund um die Erde:
daß ein Bombengeschwader der Luftpolizei
die gesamte Menschheit ausrotten werde.

Die Weltregierung, so wurde erklärt, stelle fest,
daß der Plan, endgültig Frieden zu stiften,
sich gar nicht anders verwirklichen läßt,
als alle Beteiligten zu vergiften.

Zu fliehen, wurde erklärt, habe keinen Zweck,
Nicht eine Seele dürfe am Leben bleiben.
Das neue Giftgas krieche in jedes Versteck,
man habe nicht einmal nötig, sich selbst zu entleiben.

Am 13. Juli flogen von Boston eintausend
mit Gas und Bazillen beladene Flugzeuge fort
und vollbrachten, rund um den Globus sausend,
den von der Weltregierung befohlenen Mord.

Die Menschen krochen winselnd unter die Betten.
Sie stürzten in ihre Keller und in den Wald.
Das Gift hing gelb wie Wolken über den Städten.
Millionen Leichen lagen auf dem Asphalt.

Jeder dachte, er könne dem Tod entgehen,
keiner entging dem Tod und die Welt wurde leer.
Das Gift war überall, es schlich wie auf Zehen.
Es lief die Wüsten entlang, und es schwamm übers Meer.

Die Menschen lagen gebündelt wie faulende Garben.
Andere hingen wie Puppen zum Fenster heraus.
Die Tiere im Zoo schrien schrecklich, bevor sie starben.
Und langsam löschten die großen Hochöfen aus.

Dampfer schwankten im Meer, beladen mit Toten.
Und weder Weinen noch Lachen war mehr auf der Welt.
Die Flugzeuge irrten mit tausend toten Piloten,
unter dem Himmel und sanken brennend ins Feld.

Jetzt hatte die Menschheit endlich erreicht, was sie wollte.
Zwar war die Methode nicht ausgesprochen human.
Die Erde war aber endlich still und zufrieden und rollte
völlig beruhigt ihre bekannte elliptische Bahn.

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Die Georgia Guidestones

Lesen Sie hier, was die Steine von Georgia, die Guidestones über ihre Zukunft weissagen: Eine Blaupause für die Neue Weltordnung Die Georgia Guidestones sind ein mysteriöses Denkmal, auf dem zehn Gebote für ein „Neues Zeitalter der Aufklärung“ eingraviert sind. Das … Weiterlesen

Die Georgia Guidestones

Die Georgia Guidestones

Lesen Sie hier, was die Steine von Georgia, die Guidestones über ihre Zukunft weissagen: Eine Blaupause für die Neue Weltordnung

Die Georgia Guidestones sind ein mysteriöses Denkmal, auf dem zehn Gebote für ein „Neues Zeitalter der Aufklärung“ eingraviert sind. Das erste Gebot: Haltet die Weltbevölkerung unter 500 Millionen Menschen. Die Autoren dieses amerikanischen „Stonehenge“ sind der Normalbevölkerung unbekannt. Wir werden die zahlreichen Eigenschaften dieses Denkmals und seine Botschaft für eine Neue Weltordnung untersuchen, sowie erklären inwiefern dies die Arbeit einer Geheimgesellschaft ist

Die Georgia Guidestones (Weisungssteine) sind ein rätselhaftes Granit Denkmal, das in Elbert County, Georgia steht. Auch bekannt als das amerikanische Stonehenge sind die Guidestones etwa 20 Fuß hoch und bestehen aus 6 massiven Granitblöcken, die insgesamt fast 240000 Pfund wiegen. Das außergewöhnlichste Detail dieses Monuments ist allerdings nicht seine Größe, sondern seine eingravierte Botschaft: „Zehn Regeln für ein Zeitalter der Aufklärung“. Diese Richtlinien berühren Themen die mit der Neuen Weltordnung im Zusammenhang stehen, wie etwa die Depopulations Agenda, eine einzige Weltregierung, die Einführung in eine neue Art der Spiritualität uvm. Die Autoren dieser Regeln haben es vorgezogen anonym zu bleiben und ihre Identität ist bis zum heutigen Tage unbekannt. Wie auch immer, diese mysteriöse Gruppe hinterließ einen erklärenden Text zu diesen Regeln, der bislang noch nicht im Internet diskutiert wurde. Mit dieser neuen Information wird der Zweck dieser Regeln ziemlich klar und lässt nur wenig Raum für Spekulationen. Die Guidestones beschreiben die ideale Welt in der Vorstellung von Geheimgesellschaften. Das Monument ist demnach der Beweis einer existierenden Verbindung zwischen Geheimgesellschaften, der Welt- Elite und dem Ziel einer Neuen Weltordnung.

Das Denkmal
georgia_guidestones-e1289416857266 Erbaut aus hartem Granit sollen die Guidestones den Lauf der Zeit überstehen und Wissen aus mehreren Ebenen transportieren; Philosophische, politische und astronomische Botschaften gehören dazu. Sie bestehen aus vier Hauptblöcken, die zehn Richtlinien in acht Sprachen, nämlich Englisch, Spanisch, Swahili, Hindu, Hebräisch, Arabisch, Chinesisch und Russisch enthalten. Eine kürzere Botschaft ist auf der Spitze eingraviert, sie ist in den antiken Sprachen Babylonisch, Alt-Griechisch, Sanskrit und Ägyptischen Hieroglyphen verfasst. Es ist wichtig das festzuhalten, da diese antiken Sprachen von großer Bedeutung in den Lehren der okkulten Mysterien- Schulen sind, wie beispielsweise den Freimaurern oder Rosenkreuzern- Organisationen die später noch einmal angesprochen werden.

Die vier Hauptblöcke sind in der Form eines großen „Schaufelrads“ errichtet, die sich an den Grenzen des Laufs der Sonne in einem Jahr orientieren, sowie die extremen Positionen des Auf- und Untergangs der Sonne in ihrem 18,6 jährigen Zyklus aufzeigen. Der mittige Block hat zwei zentrale Bedeutungen: Erstens ist der Nordstern durch ein spezielles Loch, das von der südlichen zur nördlichen Seite des Blocks gebohrt wurde, immer sichtbar; Zweitens stimmt ein anderer Schlitz mit den Positionen der aufgehenden Sonne zum Zeitpunkt der Sommer-und Wintersonnenwende und an der Tag-und Nachtgleiche überein.
Am Sockel der Guidestones liegt eine erklärende Tafel, in der die Details der Struktur aufgelistet sind. Außerdem erwähnt sie eine Zeitkapsel, die darunter vergraben ist. Der Inhalt dieser Zeitkapsel (sofern sie existiert) ist gänzlich unbekannt.

Astronomische Eigenschaften sind von großer Wichtigkeit bei den Guidestones. In einer relativ „neuen“ Nation wie den Vereinigten Staaten sind Monumente mit einer am Himmel orientierten Struktur oft das Werk von Geheimgesellschaften, wie den Freimaurern. Da sie ihre Lehren aus den Mysterien Schulen des alten Ägypten, Griechenland oder den druidischen Kelten übernommen haben, sind sie bekannt dafür in ihre Gebäude oder Monumente etwas von ihrem „heiligen Wissen“ einfließen zu lassen.

Die Zehn Gebote

Die Zehn Gebote für ein neues Zeitalter der Vernunft lauten wie folgt:

Erhaltet die Menschheit unter 500.000.000 Menschen in Balance mit der Natur
Leitet die Reproduktion weise- fördert Fitness und Vielfältigkeit
Vereint die Menschheit durch eine neue lebendige Sprache
Regelt Leidenschaft- Glaube- Tradition- und alle Dinge mit ausgeglichener Vernunft.
Schützt Menschen und Nationen mit fairen Gesetzen und gerechten Gerichten.
Lasst alle Nationen intern regieren und externe Streitigkeiten vor einem Weltgericht lösen.
Vermeidet kleinliche Gesetze und nutzlose Beamte.
Gleicht persönliche Rechte und soziale Pflichten aus.
Preist Wahrheit- Schönheit- Liebe und sucht die Harmonie mit dem Höchsten.
Seid kein Krebsgeschwür der Erde- Lasst der Natur Raum- Lasst der Natur Raum.
Wie man deutlich sehen kann, sprechen sich diese Weisungen für eine drastische Reduzierung der Weltbevölkerung, eine Weltsprache, die Errichtung eines Weltgerichtshofes und durch vage Andeutungen auch für die Etablierung von Eugenik aus- sie sind eine Blaupause für die Neue Weltordnung.

Depopulation, geplante Elternschaft und Eugenik
Das erste Gebot ist bereits schockierend, da es im Grunde besagt, dass 12 von 13 Menschen auf der Erde nicht existieren dürften; das würde bedeuten dass alle Menschen auf der Erde bis auf die Hälfte der Bevölkerung von Indien verschwinden müssten. Wenn die heutige Weltbevölkerung 6,7 Milliarden Menschen beträgt, sind 92,54% überschüssig. Diese Zahlen erscheinen irrsinnig. Aber: Wie viele Menschen überlebten im Film 2012? Nicht viele. Wer waren sie? Die Wohlhabendsten. Ist das Predective Programming?

Das letzte Gebot der Guidestones „Seid kein Krebsgeschwür für die Erde- lasst der Natur Raum- lasst der Natur Raum“ ist besonders beunruhigend, das es menschliches Leben mit einer tödlichen Krankheit vergleicht. Mit diesem Bewusstsein ist es leicht die Vernichtung von nahezu der gesamten Weltbevölkerung rational begründbar erscheinen zu lassen.

Massive Bevölkerungsreduktion ist ein offen zugegebenes Ziel der Welt Elite und viele bedeutende Leute haben sich dafür ausgesprochen:

1998 hat Großbritanniens Prinz Philip seinen Wunsch geäußert im Falle einer Wiedergeburt als ein „tödlicher Virus“ geboren werden zu wollen, welcher „die Weltbevölkerung dezimiert“. Vor gar nicht allzu langer Zeit äußerte sich Bill Gates wie folgt zu diesem Thema: „Die Welt hat heutzutage 6,8 Milliarden Menschen…das führt irgendwann zu 9 Milliarden. Wenn wir nun aber einen guten Job bei neuen Impfungen, Gesundheitsvorsorge und Reproduktionsservices machen, können wir das ganze auf 10- 5 Prozent abdämpfen.“

Zusammen mit steuerlich absetzbaren Spenden von enormer Menge, hat ein „geheimes Treffen“ der Welt-Elite stattgefunden auf denen solche Fragen diskutiert wurden:

„Einige von Amerikas Milliardären haben sich im Geheimen getroffen um herauszufinden wie ihr Wohlstand dazu eingesetzt werden könnte, das Wachstum der Weltbevölkerung zu verlangsamen und Verbesserungen in Sachen Bildung und Gesundheit zu beschleunigen.

Die Philanthropen die einen Gipfel auf Initiative von Bill Gates, dem Microsoft Gründer, hin besuchten, diskutierten treibende Kräfte die zu einer Überwindung von religiösen und politischen Grenzen führen könnten, um den Wandel herbeizuführen.

In dem sogenannten „Good Club“ partizipierten unter anderem David Rockefeller Jr, der Patriarch von Amerikas wohlhabendster Dynastie, die Finanzmogule Warren Buffet und George Soros, sowie New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg und die Medienmogule Ted Turner und Oprah Winfrey.“ –The Sunday Times, 24. Mai 2009

Die zweite Regel („Leitet die Reproduktion weise- fördert Fitness und Vielfalt“) fordert im Grunde die massive Einmischung des Gesetzgebers in die Verwaltung von familiären Angelegenheiten. Wenn wir zwischen den Zeilen lesen, wird eine Gesetzgebung gefordert, welche die Anzahl von Kindern in der Familie regeln soll. Weiter sollen „Fitness und Vielfalt“ gefördert werden, was eine gezielte „Geburten-Selektion“ impliziert und zum Beispiel auch ein Geburtsverbot oder die Sterilisation von (genetisch) unerwünschten Mitgliedern der Gesellschaft bedeuten könnte. Das nannte man früher Eugenik, bis es auf Grund der Nazis zu einem politisch inkorrekten Begriff wurde.

Eine Welt Regierung
„Manche glauben gar, wir seien Teil einer geheimen Kabale, die entgegen den besten Interessen der USA arbeitet, charakterisieren mich und meine Familie als “Internationalisten” und Verschwörer, die gemeinsam mit anderen weltweit eine integriertere globale politische und wirtschaftliche Struktur schaffen – eine Welt, wenn Sie so wollen. Wenn das die Anklage ist, dann bin ich schuldig, und ich bin stolz darauf.” – David Rockefeller „Memoiren von David Rockefeller“ S. 405

Die Meisten anderen Weisungen der Guidestones fordern im Grunde die Errichtung einer Weltregierung, welche von sogenannten „Erleuchteten“ regiert werden soll, die alle Aspekte des menschlichen Lebens, inklusive Glauben, sozialen Pflichten und Wirtschaft, regeln sollen. Diese Idee ist alles andere als neu, sie wurde von den Mysterien- Schulen bereits Jahrhunderte lang verfolgt. Manly P. Hall schrieb 1917:

„Wenn der Mob regiert, wird der Mensch von Ignoranz regiert; wenn die Kirche regiert wird er durch Aberglauben regiert, und wenn der Staat regiert wird er durch Angst regiert. Bevor Menschen in Harmonie und Verständnis zusammenleben können muss die Ignoranz in Weisheit transformiert werden, Aberglaube in erleuchteten Glauben, und Angst in Liebe. Trotz gegensätzlicher Behauptungen ist die Freimaurerei eine Religion welche die Einheit zwischen Gott und dem Menschen sucht, durch Entwicklung des Bewusstseins der Initiierten, was ihnen erlaubt klare Anschauungen der Arbeit des großen Architekten des Universums zu erlangen. Von Zeitalter zu Zeitalter bleibt die Vision einer idealen menschlichen Zivilisation erhalten. In der Mitte dieser Zivilisation soll eine mächtige Universität stehen in der sowohl die heiligen als auch die säkularen Wissenschaften, die die Mysterien des Lebens betreffen, denjenigen frei gelehrt werden, die das philosophische Leben erreichen wollen: Hier werden Glaubensbekenntnisse und Dogmen keinen Platz haben; das Oberflächliche wird entfernt werden und nur das essentielle bleibt erhalten. Die Welt wird von den erleuchteten Geistern regiert werden und jeder wird genau die Position übernehmen, zu der er am besten passt.“ – Manly P. Hall, The Secret Teaching of all Ages

In „The Secret Destiny of America“, erklärt Hall den alten Traum von einer Weltregierung, wie sie von den Geheimgesellschaften angestrebt wird:

„Eine Weltdemokratie war der geheime Traum der klassischen großen Philosophen. Auf dem Weg zur Erfüllung dieses großen Zieles der Menschheit, beschrieben sie Programme für Bildung, Religion und Sozialverhalten, die zu einer universalen Bruderschaft führen sollten. Und um ihre Zwecke besser zu erreichen, haben sich diese alten Gelehrten zu mystischen Bünden in einer breiten Bruderschaft zusammengetan. In Ägypten, Griechenland, Indien und China kam der mystische Staat zu seiner Verwirklichung. Orden von initiierten Priester- Philosophen bildeten einen Souverän, der belehrte, beriet oder die Staaten direkt regierte.“ -Manly P. Hall, The Secret Destiny of America

Erklärungen von den anonymen Autoren
Seit der Errichtung des Monuments am 22. März 1980, haben zahlreiche Autoren und Forscher versucht die Beweggründe für diese zehn Richtlinien zu erfassen. Enthalten sie tatsächlich eine Blaupause für eine Neue Weltordnung? Sind es einfach nur Regeln die der Nachwelt für den Fall einer großen Katastrophe mitgegeben werden sollen? Die einfachste Art diese Fragen zu beantworten ist selbstverständlich die Autoren selber zu fragen. Da diese nun aber beschlossen haben unbekannt zu bleiben, ist es unmöglich das zu tun. Immerhin haben sie eine einigermaßen umfassende Erklärung abgegeben, die von nahezu allen Forschern der Guidestones übersehen wurde. Dieser erstaunliche Text, der ihre Motive in aller Ausführlichkeit beschreibt, kann nur in dem Georgia Guidestone Guidebook nachgelesen werden, das von der für den Bau der Guidestones verantwortlichen Granit- Firma herausgegeben wurde. Gleich anfangs wird deutlich, dass die Autoren definitiv für die Kreiierung einer Neuen Weltordnung eintreten. Das ist keine Verschwörungstheorie oder Hypothese. Es ist in klaren und unmissverständlichen Worten geschrieben. Also, hier ist die Erklärung der unbekannten Autoren zu den zehn Geboten der Georgia Guidestones:

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Menschheit nun über das notwendige Wissen verfügt, um eine wirksame Weltregierung zu etablieren. Auf bestimmte Art und Weise muss dieses Wissen weitflächig in das Bewusstsein der gesamten Menschheit gesät werden. Sehr bald müssen die Herzen der menschlichen Familie berührt und erwärmt werden, sodass wir ein neues Zeitalter der Vernunft global willkommen heißen können.

Das Gruppenbewusstsein unserer Rasse ist blind, pervers und leicht abgelenkt von Trivialitäten wenn es sich auf fundamentale Dinge konzentrieren sollte. Wir stehen am Anfang einer kritischen Epoche. Der Bevölkerungsdruck wird schon bald politische und ökonomische Krisen in der gesamten Welt auslösen. Dies wird es zum Einen schwieriger, zum Anderen aber auch notwendiger machen, eine auf Vernunft gegründete Weltgesellschaft zu etablieren.

Der erste Schritt wird sein, die Zweifelnden davon zu überzeugen, dass eine solche Gesellschaft heutzutage möglich ist. Lasst uns den dauernden Appell an die menschliche Vernunft im Auge behalten. Lasst uns dafür sorgen, dass die Grundprobleme in den Fokus rücken. Lasst uns die richtigen Prioritäten setzen. Wir müssen zuerst unser Zuhause in Ordnung bringen, bevor wir die Sterne erreichen.

Die menschliche Vernunft erwacht nun zu ihrer Stärke. Es ist die stärkste Kraft die seit der Entfaltung des Lebens auf diesen Planeten je freigesetzt wurde. Wir müssen die Menschheit dafür sensibilisieren, dass die Akzeptanz von mitfühlender aufgeklärter Vernunft unser Schicksal innerhalb unserer natürlichen Grenzen bestimmen wird.

Es ist schwierig Weisheit in engstirnige Geister zu sähen. Kulturelle Verschiedenheiten sind nur schwierig zu überwinden. Tragische Weltereignisse und die traurige Leistung unserer Rasse lassen die Mängel bisheriger menschlicher Regierungsformen deutlich erscheinen. Die herannahende Krise kann die Menschheit dazu bringen ein weltweites Gesetzsystem zu akzeptieren, dass die Verantwortlichkeiten der einzelnen Nationen pointieren und somit interne Angelegenheiten reguliert und sie bei der friedlichen Verwaltung internationaler Angelegenheiten unterstützt.

Mit einem solchen System könnten wir Kriege abschaffen, wir könnten jedem Einzelnen ermöglichen ein Leben mit Bestimmung und Erfüllung zu haben.

Es gibt Alternativen zum Armageddon. Sie sind erreichbar. Aber sie werden nicht ohne koordinierte Anstrengungen von Millionen von engagierten Menschen in allen Nationen der Erde geschehen.

Wir, die Sponsoren der Georgia Guidestones, sind eine kleine Gruppe von Amerikanern die sich wünschen die Aufmerksamkeit auf die zentralen Probleme der Menschheit und ihr gegenwärtiges Dilemma zu lenken. Wir haben eine einfache Botschaft für andere Menschen, heute und in der Zukunft. Wir glauben, sie enthält Selbstverständlichkeiten, und wir beabsichtigen keine Vorliebe für eine bestimmte Religion oder Philosophie auszudrücken. Trotzdem ist unsere Botschaft teilweise kontrovers. Wir haben beschlossen anonym zu bleiben, um einer Deatte und Streit auszuweichen, in denen unsere Bedeutung eine Rolle spielt und die unter Umständen zu einer Verzögerung einer wohlerwogenen Prüfung unserer Gedanken führt. Wir glauben, dass unsere Konzepte stimmig sind. Sie können auf eigenen Beinen stehen.

Stonehenge und andere Überreste alter menschlichen Gedanken wecken unsere Neugier, aber tragen keine Botschaft für unsere Weisungen. Um unsere Ideen über die Zeit zu retten haben wir ein Denkmal errichtet- eine Ansammlung geschnitzter Steine. Diese stillen Steine werden unsere Ideen heutzutage präsentieren und auch dann wenn wir nicht mehr sind. Wir hoffen ihre Akzeptanz wird zunehmen und dass durch ihre stille Erscheinung ein kleiner Beitrag zur Beschleunigung des Erreichens des kommenden Zeitalters der Vernunft geleistet wird.

Wir glauben, dass jedes menschliche Wesen eine Bestimmung hat. Jeder von uns ist ein kleines aber bedeutendes Teil des Unvergänglichen. Die himmlische Ausrichtung der Steine symbolisiert die Notwendigkeit für die Menschheit im Einklang mit äußeren Prinzipien, die sich in unserer Natur und dem Universum manifestieren zu leben. Wir müssen in Harmonie mit dem Unvergänglichen Leben.

Vier große Steine in der Mitte haben zehn Vorschläge eingraviert, jeder Stein enthält den selben Text in zwei verschiedenen Sprachen. In der englischen Version enthält die Botschaft etwas weniger als 100 Wörter. Die Sprachen wurden nach historischer Bedeutung und ihren Einfluss auf die heutige Welt nach ausgewählt. Da es nun mal mehr als 3000 Sprachen gibt, konnten nicht alle gewählt werden.

Wir stellen uns eine spätere Phase in der Entwicklung der Georgia Guidestones vor. Wir hoffen, dass noch andere Steine in äußeren Kreisen errichtet werden, die die Bewegung der Sonne und vielleicht noch andere himmlische Phänomene markieren. Diese Steine könnten unsere Worte in anderen Sprachen enthalten von Individuen die unseren Glauben teilen. Sie würden als Mahner dienen, die auf die Schwierigkeiten dieser Welt hinweisen, die die Menschheit zusammen rational und gerecht lösen muss.

Wir bezeugen keine göttliche Inspiration außer die die in allen menschlichen Geistern zu finden ist. Unsere Gedanken reflektieren unsere Analyse der Probleme mit denen die Menschheit konfrontiert ist in der Dämmerung des atomaren Zeitalters. Sie skizzieren allgemeine grundlegende Schritte die gemacht werden müssen um für die Menschheit ein dauerhaftes und beständiges Gleichgewicht mit dem Universum zu erschaffen.

Menschliche Wesen sind besondere Kreaturen. Wir sind Hirten für alles Leben auf der Erde. In dieser Welt spielen wir eine zentrale Rolle in dem ewigen Kampf zwischen Gut und Böse- zwischen den Kräften die erschaffen und denen die zerstören. Das Unendliche umgibt alles was existiert, sogar Kampf, Konflikt und Veränderung, die die Wirren in der Seele Gottes widerspiegeln können.

Wir Menschen wurden ausgestattet mit der Fähigkeit zu erkennen und zu handeln- zum Guten oder zum Bösen. Wir müssen danach streben unsere Existenz zu optimieren, nicht nur für uns selber sondern auch für unsere Nachkommen. Und wir dürfen nicht bedenkenlos mit dem Wohlergehen aller lebendigen Wesen umgehen, deren Schicksale in unsere Hände begeben wurden.

Wir sind die treibende Kraft durch die gute und böse Eigenschaften des Geistes zu Akteuren in unserer Welt werden. Ohne uns gibt es sehr wenig Liebe, Vergebung oder Einfühlungsvermögen. Aber wir können auch Kräfte des Hasses, der Grausamkeit, Gleichgültigkeit und Kälte sein. Nur wir können bewusst daran arbeiten diese Welt konstant zu verbessern. Es ist uns nicht genug nur mit der Strömung zu treiben. Die vernünftige Welt von morgen liegt immer stromaufwärts.

Im Jahr 1980, als diese Steine errichtet wurden, war das dringendste Problem der Welt die Notwendigkeit, die Anzahl der Menschen zu verringern. In den vergangenen Jahrhunderten haben Technologien und reichlich vorhandene Brennstoffe für eine Vervielfältigung der Menschheit gesorgt, die weit über das hinausgeht was tragbar und nachhaltig ist. Jetzt können wir die drohende Erschöpfung dieser Energieträger und die Erschöpfung der weltweiten Reserven von vielen lebenswichtigen Rohstoffen vorhersehen.

Die Kontrolle unserer Reproduktion ist unbedingt wichtig. Es wird zu grundlegenden Änderungen unserer Einstellungen und Gewohnheiten führen. Unglücklicherweise kann die Trägheit menschlicher Verhaltensweisen extrem sein. Das ist besonders wahr wenn diejenigen für die Gewohnheiten eine dominante Rolle in ihrem Leben einnehmen, gleichzeitig auch die uninformierten sind, die keine Notwendigkeit für den Wandel sehen.

Nahezu jede Nation ist überbevölkert in dem Sinne, dass sie eine ausgewogene Balance mit der Natur hat. Wir sind wie eine Flotte von überfüllten Rettungsbooten die mit einem herannahenden Sturm konfrontiert ist. In den Vereinigten Staaten von Amerika überbeanspruchen wir ernsthaft unsere Ressourcen um unserer derzeitigen Bevölkerung ihren Wohlstand zu sichern. Wir zerstören unser Agrarland und sind gefährlich abhängig von externen Quellen für Öl, Metall und andere nicht erneuerbare Ressourcen. Nationen wie Japan, Holland oder Haiti sind noch viel schlimmer überbevölkert und darum in noch größerer Gefahr.

Bei diesen Umständen ist Reproduktion nicht mehr länger eine persönliche Angelegenheit. Die Gesellschaft muss eine Stimme haben und mitreden können bei der Regulierung dieser vitalen Funktion. Die Wünsche menschlicher Paare sind wichtig, aber dürfen nicht das letzte Wort haben. Die Interessen der heutigen Gesellschaft und das Wohlergehen künftiger Generationen müssen bedacht werden und es müssen Mechanismen entwickelt werden, die eine vernünftige Geburtenkontrolle gewährleisten.

Unverantwortliches Gebären muss durch rechtlichen und sozialen Druck unterbunden werden. Paare, die nicht das nötige Einkommen und die nötige Unterstützung für ein Kind haben, sollten keine Kinder haben, da sie zu einer Bürde für ihre Nachbarn werden. Unbrauchbare Kinder in ein überfülltes Lebensboot zur Welt zu bringen ist böse. Es ist ungerecht den Kindern gegenüber. Es schadet den anderen. Die Gesellschaft sollte ein solches Verhalten weder ermutigen noch subventionieren.

Wissen und Technik welche die menschliche Reproduktion regeln können existieren bereits. Moralische und politische Führer weltweit haben die Aufgabe, diese Technik und dieses Wissen jedem zugänglich zu machen. Dies könnte mit nur einem kleinen Teil der Gelder die im Moment fürs Militär verwendet werden möglich sein. Auf lange Sicht könnte Geld für diese Sache mehr als alles andere dazu beitragen, dass die Gründe die zu Kriegen führen minimiert werden.

Eine vielfältige und erfolgreiche Weltbevölkerung in ständiger Balance mit globalen Ressourcen wird der Grundstein für eine vernünftige Weltordnung werden. Menschen mit gutem Willen auf der ganzen Welt müssen dafür arbeiten, diese Balance zu erreichen.

Mit der Fertigstellung der Georgia Guidestones hat sich unsere kleine Sponsorengruppe aufgelöst. Wir überlassen sie der Verantwortung der Menschen in Elbert County, Georgia.

Wenn unsere eingravierten Worte mit den Jahren durch Wind und Wetter unkenntlich werden, fordern wir euch dazu auf sie tiefer einzuritzen. Wenn die Steine fallen sollten oder zerstört werden sollten von Menschen mit begrenzten Verstand, fordern wir euch auf sie wieder aufzurichten.

Wir laden unsere Mitmenschen aller Nationen dazu ein unsere simple Botschaft zu reflektieren. Wenn diese Ziele irgendwann einmal von der gesamten Menschheit verfolgt werden, ist eine auf Vernunft gegründete Weltordnung möglich.“

Wer sind die Autoren?
Wer war nun, bzw. ist diese „kleine Gruppe von Amerikanern, die das Zeitalter der Vernunft wollen“? Obwohl ihre Identität geheim ist, haben sie einige Hinweise hinterlassen, die unmissverständlich auf den okkulten Charakter ihrer Gruppe hinweisen. Für Einsteiger sei gesagt, dass diesem Text der klare Stempel von westlichen Okkultismus aufgedrückt wurde. Wir finden Referenzen zu dem Konzept „Wie oben, so unten“ („Die himmlischen Ausrichtungen der Steine symbolisieren die Notwendigkeit für die Menschheit eins zu sein mit den äußeren Prinzipien die sich in unserer Natur und in unserem Universum manifestieren“) und Dualität („Wir sind die treibende Kraft durch die gute und böse Eigenschaften des Geistes zu Akteuren in unserer Welt werden. Ohne uns gibt es sehr wenig Liebe, Vergebung oder Einfühlungsvermögen. Aber wir können auch Kräfte des Hasses, der Grausamkeit, Gleichgültigkeit und Kälte sein.“). Ich denke, dass alleine dieser Text genug Beweise liefert, dass es sich bei den Autoren entweder um Freimaurer, Rosenkreuzer oder anderen hermetischen Geheimgesellschaften handeln muss. Es gibt aber noch mehr Hinweise, die auf die esoterische Affinität der Autoren hinweisen; ein solcher ist R.C. Christian, der geheimnisvolle Mann der das Monument in Auftrag gegeben hat.

R.C. Christian
Die Eröffnungszeremonie der Georgia Guidestones. Ist R.C. Christian darunter?

Hier ist die Geschichte der Bestellung der Granit Blöcke wie sie im offiziellen Guidebook geschildert wird:

„Was zunächst wie ein gewöhnlicher Freitag Nachmittag im Hochsommer begann endete mit der Produktion und Errichtung einer der weltweit ungewöhnlichsten Sehenswürdigkeiten, produziert unter den außergewöhnlichsten Bedingungen. Joe Fendey, Präsident von Elbert Granite Finishing Company, Inc. in Elberton, Georgia, verbrachte diesen Freitag Nachmittag im Juni 1979 wie er die meisten Freitag Nachmittage verbrachte…er studierte seine wöchentlichen Berichte und wollte seinen Laden fürs Wochenende schließen…und da ging alles los. Ein ordentlich gekleideter Mann betrat Fendleys Büro und sagte, er wolle ein Denkmal kaufen. Weil alle anderen im Büro beschäftigt waren, entschied Fendley mit dem Fremden persönlich zu reden und erklärte, dass sein Unternehmen nicht direkt an Privatpersonen, sondern nur an Großhändler verkaufe.

Überhaupt nicht eingeschüchtert, sagte der Mann mittleren Alters, der sich R.C. Christian nannte, dass er die Kosten für den Bau eines Denkmal zum Gesprächsstoff für die Menschheit wissen wollte und begann zu erzählen, was genau er vorhatte.

Fendley gab zu, dass seine erste Reaktion auf Herrn Christian nicht sehr gut war, aber nachdem er ihm 20 Minuten lang zugehört hatte und die massive Größe des Denkmals erfuhr, das der Mann kaufen und errichten wollte, begann er ihn ernstzunehemen.

Der Name R.C. Christian auf der Erklärungstafel der Guidestones mit dem Zsatz, dass dies nur ein Pseudonym sei.
Wenn der Name R.C. Christian nur ein bedeutungsloses Pseudonym war, warum sollte man ihn dann in das Denkmal eingravieren lassen, so dass er der Nachwelt erhalten bleibt? Könnte dieser Name irgendeine Bedeutung in sich tragen? Nun, so ist es. R.C. Christian ist ein klarer Hinweis auf Christian Rosenkreuz, dessen englischer Name Christian Rose Cross ist- der legendäre Gründer des Rosenkreuzer- Ordens. Man könnte das natürlich als dummen Zufall abtun, doch es gibt noch mehr Hinweise, die diese These stützen. Dieser Name ist nur ein Puzzlestück, wenngleich ein wichtiges.

Die Rosenkreuzer


Er sucht den Eintritt in die Mysterien der Rosenkreuzer. Man bemerke die Handgeste der Verschwiegenheit, sowie die Buchstaben R und C, wie bei R.C. Christian.

Die Rosenkreuzer sind bekannt für die Veröffentlichung von drei Manifesten, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts herausgegeben wurden:

Fama Fraternitatis Rosae Crucis, Confessio Fraternitatis and Chymical Wedding of Christian Rosenkreutz.

Diese anonymen geheimnisvollen Schriften führten die allgemeine Öffentlichkeit kryptisch in die Philosophie der Rosenkreuzer ein während sich eine große Transformation der politischen und intellektuellen Landschaft Europas ankündigte. Bald darauf folgte das Zeitalter der Aufklärung sowie der Fall der europäischen Monarchien. Die Georgia Guidestones scheinen dieselbe Funktion zu erfüllen wie die Manifeste der Rosenkreuzer, indem sie für eine bedeutende Transformation der Welt werben und sie gleichzeitig ein geheimnisvolles Klima umgibt.

Das Zeitalter der Vernunft

Verweist das „Zeitalter der Vernunft“ auf Thomas Paine, einen berühmten Rosenkreuzer?
Es gibt zahlreiche Verbindungen zu dem Konzept des „Zeitalters der Vernunft“ der Guidestones. Könnte es eine Verbindung zu dem klassischen Werk von Thomas Pain geben, das den Titel „Zeitalter der Vernunft“ trägt…?
Das Zeitalter der Vernunft: Eine Untersuchung von wahrer und fabelhafter Theologie, ist eine theologische Abhandlung geschrieben im 18. Jahrhundert von dem britischen Radikalen und amerikanischen Revolutionär Thomas Paine. Die Arbeit kritisiert institutionalisierte Religion und greift die Unfehlbarkeit der Bibel an. Er fordert Vernunft an Stelle von Offenbarungen walten zu lassen, eine Sichtweise die offensichtlich von den Autoren der Guidestones geteilt wird.

Es ist ein bekannter Fakt, dass Thomas Paine ein führendes Mitglied der Rosenkreuzer in Amerika war:

„Die Rosenkreuzer existierten in Amerika vor der ersten Amerikanischen Revolution. 1774 wurde der Große Rat der Drei (die leitende Kommission in der Bruderschaft) einberufen, der aus den Teilnehmern Benjamin Franklin, George Clymer und Thomas Paine bestand“- The Fraternitas Rosae Crucis, soul.org

In dem Buch „The Secret Destiny of America“, beschreibt Manly P. Hall Thomas Paine als einen bedeutenden Rosenkreuzer auf dem Weg zur idealen Weltregierung:

„Von Thomas Paine wird gesagt, dass er mit seinem Stift mehr zur Unabhängigkeit der Kolonien beitrug als George Washington mit seinem Schwert; Nur eine komplette Reorganisation von Regierung, Religion und Bildung würden uns heutzutage den perfekten Staat den Thomas Paine im Blick hatte möglich machen“ – Manly P. Hall, The Secret Destiny of America

Dieser dünn verschleierte Hinweis zu Thomas Paine ist ein weiteres Stück im Rosenkreuzer Puzzle, was mich zu dem Glauben führt, dass die Autoren entweder Freimaurer (die Rosenkreuzer Lehren in ihren Orden aufgenommen haben) oder Mitglieder der Bruderschaft der Rosenkreuzer sind.

Des Weiteren, als sollte es die Dinge noch offensichtlicher machen, erwähnt das Georgia Guidebook, dass Joe H. Fendley, der Präsident des Granit Unternehmens sowie andere Mitarbeiter beim Bau des Denkmals, Freimaurer waren. War das vielleicht der Grund der anonymen Autoren, ausgerechnet dieses Unternehmen auszuwählen?

„Fendley ist ebenso involiert in freimaurerischen Tätigkeiten. Aufgezogen von einem Meister Maurer, ist nun ein Mitglied der Philomathea Freimaurerloge 25 in Elberton, ist ein York- Ritus und Schottischer Ritus Maurer des 32. Grads, wurde zugelassen zum Yaarab Shrine Tempel von Atlanta. Er war Präsident des des „Savannah Valley Shrine Club“ von 1972 bis 1973.“ – The Georgia Guidestones Guidebook

Fazit:
Die Georgia Guidestones sind ein modernes Rosenkreuzer Manifest, das drastische Änderungen für die Art wie die Welt verwaltet werden soll fordert oder zumindest vorschlägt. Das Denkmal ist von großer Bedeutung für das Verständnis der Kräfte die verdeckt in der Welt von heute und der Welt von morgen wirken. Es materialisiert in Form von Stein die Verbindung zwischen Geheimgesellschaften, der Welt Elite und die Agenda für eine Neue Weltordnung. Die Forderung einer Weltregierung, Bevölkerungskontrolle und radikalen Umweltschutz sind Dinge die bereits heute stark in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Dies war 1981 als die Steine errichtet wurden so noch nicht der Fall. Können wir festhalten, dass Fortschritte in diese Richtung erzielt worden sind?

Viele der Weisungen der Guidestones machen Sinn für die Erhaltung der Erde auf lange Sicht. Aber zwischen den idealistischen Worten der Guidestone Autoren und der Art und Weise wie diese Politik auf die Massen angewendet werden würde gibt es einen riesigen Unterschied. Wenn man zwischen den Zeilen liest erkennt man dass die Weisungen einen erheblichen Verlust persönlicher Freiheiten und eine Unterwerfung zu einer höher gestellten Regierung auf vielen Ebenen bedeuten würde…am Rande sei der Tod von 92,54% der Weltbevölkerung erwähnt…von dem in diesem Falle wahrscheinlich nicht die Elite betroffen wäre.. Ist das Konzept einer Demokratie „aus dem Volk und für das Volk“, wie sie von den amerikanischen Gründervätern idealisiert wurde bloß eine temporäre Illusion bis die Errichtung einer sozialistischen Weltregierung verwirklicht ist? Warum werden die Bürger dieser Welt nicht demokratisch in dieses Unterfangen involviert? Ich denke, es ist leichter für die Elite den gewünschten Konsens durch die Massenmedien zu vermitteln. Aber unter Umständen funktioniert das nicht bei allen…  … Weiterlesen

Sommersonnenwende

Erstveröffentlichung  Posted on 21. Juni 2011

Ewig dreht das Rad des Lebens
Ewig kreisen Zeit und Erde
Ewig neut sich so des Jahres
und des Menschen „Stirb und Werde“.
Ursprung und Bedeutung
sommersonnenwende

Zu Zeiten der Sommersonnenwende am 21.Tage des Brachmondes hat die Sonne den Höhepunkt ihrer Kraft und Einwirkung auf die Natur und damit auch den Menschen erreicht. Während dieser Zeit ruht die Arbeit auf den Feldern und die Frucht reift still vor sich hin. Eine Gelegenheit für die ländliche Bevölkerung ein ausgelassenes Fest zu feiern und sich von den Mühen der vergangenen Monate zu erholen, um frisch gestärkt der Ernte entgegenzusehen.

Die Sommersonnenwende findet 2016 am 21. Juni statt. Wir sollten dieses Jahr mit Schweinebraten feiern.
Die Sommersonnenwende findet 2016 am 21. Juni statt. Wir sollten dieses Jahr mit Schweinebraten feiern.

Wie allen indogermanischen Völkern war auch den Germanen der Lauf des Jahres bestimmend für Arbeit und Feier. Während die keltischen Völker nach der Zweiteilung ihres Jahreslaufes nur Feiern zur Maien- und Herbstzeit kannten, lagen bei den Germanen, die drei Jahreszeiten unterschieden, die bedeutendsten Festzeiten in unmittelbarer Nähe der Tag- und Nachtgleichen, bzw. der beiden Sonnenwenden. Galt die Mittwinterzeit, die Wiederkehr des lebenspendenden Lichtes, als höchste Festzeit, an der überall Julfrieden herrschte, so waren das Frühlings- oder Osterfest, die Sommersonnenwende und die Totengedenktage die festliegenden Tage des ungebotenen Things, der grossen Rats- und Gerichtsversammlungen aller freien 20 Männer eines Volksstammes.
Alle Jahreslauffeste sind von den gleichen Sinnbildern begleitet: Feuer, Lebensbaum und Lebenswasser, obwohl doch die Natur zu den verschiedenen Jahreszeiten ein ganz unterschiedliches Bild bietet.
Jahrhundertelang hat der eindringende Christianismus versucht, diese alten Volksbräuche auszurotten, und erst, als dies trotz strenger Strafen gegen Zuwiderhandelnde nicht gelang, begann man die Bräuche zu verfälschen und ihnen einen christlichen „Sinngehalt“ unterzuschieben. So wurde das höchste Fest unserer nordischen Ahnen, die Feier der Wiederkehr des Lichtes, zum Geburtstag des Jesus von Nazareth erklärt, das kräfteweckende, lebenspendende Maiengrün der Weidenzweige fand als „Palmbuschen“ Eingang in das kirchliche Osterbrauchtum und die Dank- und Freudenfeuer der Mittsommerzeit wurden Johannes dem Täufer geweiht. Kranz und Rad, seit Urzeiten im Norden Sinnbild der Unendlichkeit des Lebens in seiner ewigen Wiederkehr, lebten weiter in den „Osterrädern“, dem „Kirmesbaum“ und dem „Adventkranz“. weiterlesen hier

Die zehn Gebote der Holo-Religion

Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung

1…
Du wirst Dir in den Kopf setzen, daß das absolut Böse sich im „Nazi“ verkörpert und das absolut Gute in seinem jüdischen Opfer. Den Juden wirst Du mit Würdigungen und Opferungen überhäufen. Den „Nazi“ wirst Du verleumden und verfolgen bis an das Ende der Erde und bis an das Ende der Zeiten. Die Sterbeheime der gesamten Welt wirst Du durchforsten auf der Suche des letzten dahinsiechenden Neunzigjährigen. Ihn aufgestöbert habend, werden Du und die Deinigen ihn einen neuen Prozeß androhen. Am Tag danach wird man ihn furchterschaudert tot auffinden. Dann, mit Trompetengeblase, wirst Du es verkünden und alle Medien werden titeln können: „Gestorben am Vortage seiner Verhaftung. Der Nazi-Verbrecher entgeht seiner Bestrafung“. Deinen Kinder wirst Du beibringen: „Die Todesstrafe ist schlecht, außer gegen einen Nazi. Dort ist es gut und man verlangt mehr davon. Gleiches gilt für die Folter. Laß uns auf die Grabsteine der Besiegten speien!“ Amen.

2….
Die frohe Botschaft wirst Du verbreiten, und allen Ortens wirst Du verkünden, daß das durch Jahwe auserwählte Volk, weil es das beste unter allen ist, immer und überall gehaßt, verfolgt, ohne irgendeinen Grund ausgerottet worden ist, wegen einer planetaren Verschwörung seit Urgedenken, geschmiedet durch durchgehend perversen Bösen gegen arme, durchgehend harmlose Juden. Sprich mir nach: „Der Schoß, aus dem das teuflische Biest gekrochen ist, ist noch fruchtbar.“ Um die Vorwürfe, denen die Juden ausgesetzt sind, zu erwidern, sage Dir, daß die Antisemiten so dumm sind, als daß sie an eine jüdische Verschwörung glauben. Tatsächlich sagen die weniger Dummen unter ihnen dieses nicht, denn sie wissen, daß Verschwörungen die Quelle der Schwachen sind. Die Juden sind stark, also brauchen sie keine Verschwörung. Sie sind die Platzhirsche und halten die Peitsche in der Hand. In Frankreich bestellt jedes Jahr ihre wichtigste Vereinigung, der CRIF (Vertretungsrat der jüdischen Vereinigungen Frankreichs), in einem luxuriösen Rahmen ungefähr tausend „Gäste“ zu einem Abendessen ein, bei dem sich die höchsten politischen Vertreter des Landes ihre Untätigkeit, gegen den Antisemitismus durchzugreifen, der als allgegenwärtig beschrieben wird, in harter Weise vorhalten lassen müssen. Anstelle zu protestieren, krümmen die Angeklagten ihren Rücken, willigen ein, bedanken sich und versprechen, im kommenden Jahr für die Juden mehr und Besseres zu tun. 2011 sind zum Abendessen der Präsident der Republik, der Premierminister und fünfzehn weitere amtierende Minister oder Staatssekretäre gekommen. Der Präsident, jüdischer Abstammung, wird sein Mandat 2012 beenden, und dann wird er sich vielleicht, so wie die Dinge derzeit gehen, durch einen reichen Juden ersetzt sehen, der mit einer noch reicheren Jüdin verheiratet ist. Und selbst wenn es nicht der Jude ist, dann wird es ein anderer sein. Auf alle Fälle wird die Präsidentschaft der französischen Republik ein jüdisches Privileg werden. Amen.
3…
Mit den Augen des Glaubens wirst Du in allem den Zeugenaussagen der unzähligen Geretteten des „Holocaust“ glauben. Sollte, durch ein Unglück, sich eine Zeugenaussage als äußerst falsch erweisen, wirst Du erwidern, daß dies ohne Bedeutung sei, denn wenn die Erzählung aus dem Herzen kommt, dann gelten die Begrifflichkeiten des Wahren und des Falschen nicht mehr. Sprich mir nach: „Ich glaube an die Echtheit des Tagebuchs der Anne Frank, hergestellt, unter uns gesagt, durch ihren Vater, den alten Devisenhändler Otto Heinrich Frank, später Kaufmann geworden, gemeinsam, für die Originalfassung im Niederländischen, mit einer niederländischen Feuilletonistin (Isa Cauvern) und, für die beiden Fassungen auf Deutsch, mit den Manipulationen einer deutschen Übersetzerin (Anneliese Schütz). Ich glaube an Martin Gray, Händler unechter Antiquitäten, dann Verkäufer der unechten Erinnerungen aus der Feder des Vielschreibers Max Gallo und veröffentlicht unter dem Titel Au nom de tous les miens [deutscher Titel: Der Schrei nach Leben].
Ich glaube an Filip Müller, der gezeichnet hat für Trois ans dans une chambre à gaz [deutscher Titel: Sonderbehandlung. Drei Jahre in den Krematorien und Gaskammern von Auschwitz], eine unglaubliche Zeugenaussage verfaßt durch Helmut Freitag mit einem Vorwort durch Claude Lanzmann. Ich glaube an das „La Fille aux loups“ [auf Deutsch: Überleben unter den Wölfen], das Buch mit darauffolgendem Film von einer Belgierin [Anm.: Misha Defonseca], die während des Kriegs niemals Belgien verlassen hatte. Ich glaube an Wilkomirski, seines wahren Namens Grosjean, der niemals die Schweiz verlassen hatte. Ich glaube an die Treuherzigkeit von Elie Wiesel, an die Ehrlichkeit von Simon Wiesenthal. Ich glaube nicht an und ich verdamme alle Historiker des „Holocaust“, die anstelle beflissentlich zu wiederholen, es habe unzählige, felsenfeste Beweise für die Existenz der wundersamen „Gaskammern“ gegeben, es gewagt haben zu schreiben, wie 1988 der jüdisch-US-amerikanische Professor Arno Meyer, daß es schlußendlich nur „seltene und zweifelhafte (rare and unreliable)“ Beweise gegeben habe. Amen.
4…
Die Revisionisten wirst Du „Holocaust-Leugner“ nennen. Als Feiglinge wirst Du sie bezeichnen, denn „sie bringen die Toten um“, auch wenn das keinen Sinn ergibt. Wenn ein französischer Revisionist Dir sagt: „Zeigen Sie mir oder zeichnen Sie mir Ihre wundersame Nazi-Gaskammer“, wirst Du antworten: „Man darf sich nicht fragen, wie technisch solch ein Massenmord möglich gewesen ist. Er war technisch möglich, denn er hat stattgefunden.“ Diese „Antwort“ haben 1979 vierunddreißig Hochschulgelehrte oder Historiker, darunter Pierre Vidal-Naquet, Léon Poliakov und Fernand Braudel, wundervoll zusammengebastelt. Wenn der US-amerikanische Revisionist Bradley Smith Dich fragen wird: „Können Sie mir, mit einem Beweis zur Hand, den Namen einer einzigen Person liefern, die in einer der Gaskammern in Auschwitz getötet worden ist?“, und wenn er hinzufügen wird, wenn seine Frage deplaziert erscheinen sollte, man ihm sagen müsse, warum, wirst Du mit einem Schweigen antworten. Sprich mir nach: „Sie haben recht die Franzosen, die gesagt haben, die Frage stelle sich nicht. Und auch diese Tausenden Hochschulgelehrten haben recht, die auf der ganzen Welt sowohl über die wissenschaftlichen Entdeckungen der Holocaust-Leugner geschwiegen haben als auch über die Zusammenbrüche, die die Raul Hilbergs, die Jean-Claude Pressacs, die Robert Badinters und die vielen anderen vor den Gerichten erlitten haben.“ Amen.
5…
Reinen Herzens wirst Du nach dem US-Amerikaner Raul Hilberg, unserem Historiker Number One, wiederholen, daß es richtig ist, wie es Léon Poliakov zugegeben hat, daß man leider in den Archiven des Dritten Reiches nicht den geringsten Beweis findet, daß die Deutschen ein gemeinschaftliches Massaker an den Juden beabsichtigt, organisiert und vollzogen hätten. Die Worte des selbigen Raul Hilberg aufgreifend wirst Du erklären, daß der „Holocaust“ vorbereitet, fertiggestellt und durchgeführt worden ist ohne einen Befehl (weder von Hitler noch von irgend jemanden), ohne Plan, ohne Organisation vor Ort, ohne schriftliche Befehle, ohne Budget, ohne alles außer Spontanem, dank eines Phänomens der kollektiven Schaffung aus dem Nichts, aufgekommen innerhalb der riesigen deutschen Bürokratie. Sprich mir nach: „Der „Holocaust“ ist vorbereitet, fertiggestellt und durchgeführt worden durch die riesige deutsche Bürokratie „dank einer unglaublichen Begegnung der Geister, einer übereinstimmenden Gedankenübertragung“, und das „als eine Angelegenheit der Gesinnung, des gegenseitigen Verstehens, der Übereinstimmung und Synchronisation““. Vergesse nicht für diese durch den gesunden talmudischen Menschenverstand gezeichnete Erklärung dem Professor Raul Hilberg Ehre zu erweisen. Amen.
6…
An die Wunder und die Millionen wundersam geretteten Juden wirst Du glauben. Wenn man Dir verkünden sollte, daß in Lourdes eines Tages ein Wunder geschehen ist, am Folgetage man dort zehn Wunder festgestellt habe und dem darauffolgenden Tage Hundert Wunder, würdest Du zu recht laut loslachen. Wenn Du dagegen beobachten wirst, daß mit der Zeit die Anzahl der wundersam Geretteten, die Geld fordern, nicht aufhört zu steigen, sprich mir nach: „Je mehr es in dieser Sache wundersam Gerettete gibt, desto mehr ist das Wunder erwiesen.“ Du wirst aus Deinem Geist die Versuchung verdrängen, Dich in Spitzfindigkeiten zu ergehen und zu sagen: „Wenn ein überlebender Jude der lebende Beweis für etwas ist, dann genau dafür, daß es keine Vernichtung der Juden gegeben hat; eine derartige Menge an wundersam Geretteten, das ist kein Wunder mehr, sonder der offenkundigste Beweis dafür, daß die Deutschen keine Politik der Vernichtung der Juden verfolgt haben.“ Wenn die Überlebenden in Auschwitz geboren wurden oder wenn sie als Kinder in Auschwitz gewesen sind, dann freue Dich über diese Wunder. Amen.
7…
Vor unseren Reliquien wirst Du Dich beugen und Du wirst die Gojim zwingen, sich davor zu beugen. Auf den Pilgerreisen zu den Heiligen Stätten, zum Beispiel in Auschwitz, dem Golgatha des großen jüdischen Martyriums verwandelt zu einem Barnum-Effekt, wirst Du weder echte Gaskammern noch echte Ruinen von Gaskammern sehen. In Auschwitz-I wird man Dir wohl eine „Gaskammer“ zeigen, aber „Alles daran ist falsch“ (Eric Conan in 1995). Du wirst Unmengen an Schuhen, Brillen oder Haaren, genannt „von Vergasten“, sehen oder auch Seifen, angeblich aus dem Fett unserer jüdischen Brüder und Schwestern hergestellt. Fromm wirst Du aus Deinem Geiste den Gedanken verdrängen, daß in jedem Land Europas, das im Krieg befindlich ist, in Lagern wie auch außerhalb der Lager, die Hungersnot, der Mangel, die Blockade, die Zerstörung durch die alliierten Bombardierungen in Europa zur Einsammlung aller nun kostbar geworden Materialien nötigten und zu ihrer Wiederherstellung, Wiederaufbereitung oder Wiederverwertung, und daß die Haare zum Beispiel in der Textilindustrie verwendet wurden. Du wirst vergessen, daß die Seifen, nach Überprüfung, sich als ganz gewöhnliche Seifen herausgestellt haben.
Du wirst alles schlucken. Im Holocaust Memorial Museum in Washington wirst Du Dich vor dem bestmöglichen Zeugnis der Existenz der Gaskammer verbeugen: oberhalb eines Haufens von mehr oder weniger abgetretenen oder wiederverwerteten Schuhen wirst Du in großen Buchstaben lesen können: „We are the last witnesses“ (Wir sind die letzten Zeugen): die Schuhe sprechen. Wenn in diesem riesigen Museum, einer jeglichen wissenschaftlichen Vorstellung einer wie auch immer gearteten Nazi-„Gaskammer“ entbehrend, Du Büchsen des Zyklon B wahrnehmen wirst, wirst Du mit all Deinen Kräften der Versuchung widerstehen, zu glauben, die Deutschen hätten sie zu gewöhnlichen Zwecken benutzt (eines Produktes auf der Basis von Blausäure, erfunden durch den jüdischen Wissenschaftler Haber, um Ungeziefer zu töten, vor allem Läuse, Träger des Fleckfiebers).
Du wirst Dich in die geistige Verfassung versetzen, daß die Deutschen dies benutzten, um die Juden zu töten, denn bei allem darf nur danach geurteilt werden, daß die Juden wesensgleich zur Vernichtung verdammt waren. Für bare Münze – im wahrsten Sinne des Wortes – wirst Du die wahnwitzigen Berichte unserer professionellen Hausierer und Hausiererinnen annehmen, die die Runde der Schulen, der Collèges, der Lycées und anderer Ausbildungsstätten der Gojim machen. Du wirst wissen, daß in der Wiedergabe dieser Geschichte die Erinnerung über der Geschichte steht, der historische Roman über der wissenschaftlichen Untersuchung, das Theater und die Fiktion über der niederen materiellen Realität. Setz Dir in Deinen Kopf: der Magen eines Gläubigen ist in der Lage, Steine zu verdauen. Amen.
8…
Den Pater Patrick Desbois wirst Du zu Ehren des Tempels Jerusalem überschwenglich loben, der im Rahmen der Vereinigung Yad-In-Unum, die er mit jüdischen Beratern geschaffen hat, die am meisten atemberaubende Holocaust-bezogene Unternehmung aufgebaut hat, die man sich träumen lassen kann. Zutreffend merkend, daß Wasser im Gas vorhanden war [Anm.: französische Redewendung, sinngemäß: der Wurm drinnen steckte], und daß es sich nicht mehr so richtig lohnte, die wundersame [Gas-]Kammer zu verkaufen, hat er die „Schoah durch Gas“ zuerst durch die oberwundersame „Schoah durch Kugeln“, dann durch die oberoberwundersame „Schoah durch Erstickung“ ersetzt. Im Rahmen der „Schoah durch Kugeln“ hatte er bereits im Juni 2009 auf einem Teil der alten „Ostfront“ mehr als 1.200 Massengräber gefunden, die mehr als eine Million Leichen von Juden enthielten, getötet durch deutsche Kugeln.
Du wirst nicht fragen, wie viele Gräber er geöffnet hat, da er kein einziges geöffnet hat. Du wirst nicht darauf beharren zu wissen, wie viele Leichen er gezählt hat, da er keine einzige ausgegraben hat. Lerne hier die Schule der talmudischen Arithmetik, nach der Null + Null = mehr als eine Million ergibt. Du wirst ihn nicht fragen, wie er beim Zusammenzählen der Leichen vorgegangen ist, Leichen, die niemand, bei ihm angefangen, jemals gesehen noch wahrgenommen hat. Du wirst ihm aufs Wort glauben. Er ist ein wirklich heiliger Mann. Selbst unter den Historikern, die begonnen haben, ihn zu kritisieren, hat es nicht ein einziger gewagt ihm zu sagen, der König sei splitternackt und daß der Pater Desbois auf seinem Guthaben wahrhaftig keine Entdeckung eines Massengrabes, keine Entdeckung einer jüdischen oder nicht-jüdischen Leiche vorzuweisen hat (außer einigen normal begrabenen Leichen, zum Beispiel im jüdischen Friedhof in Busk in der Ukraine).
In London hat 2006 der „sehr alte Rabbiner Schlesinger“ dem Pater Desbois gelehrt, daß „die durch das Dritte Reich ermordeten Juden tsadiqim, Heilige, waren. In diesem Sinne müssen ihre Grabstätten, wo auch immer sie verortet werden – unter einer Autobahn, einem Garten – unversehrt belassen werden, um ihre Ruhe nicht zu stören“ (Porteur de mémoires / Sur les traces de la Shoah par balles [deutscher Titel: Der vergessene Holocaust. Die Ermordung der ukrainischen Juden. Eine Spurensuche]). In der Ukraine und in Galizien, Länder der unzähligen Schlachten zwischen den Deutschen und den Russen während des Zweiten Weltkrieges, hat der Pater Desbois die Überraschung gehabt, die Hülsen von deutschen Kugeln zu finden. Er hat sich bemüßigt gefühlt daraus zu schließen, daß diese genauso materielle Beweise dafür darstellten, daß die jüdischen Zivilisten und nur die Juden durch Kugeln getötet worden waren. Schulmeisterlich hat er erklärt: „Die Deutschen benutzten nicht mehr als eine Kugel um einen Juden zu töten. Dreihundert Hülsen, dreihundert Kugeln, dreihundert hingerichtete Personen hier.“ In dem heiligen Unsinn überholt der Pater Desbois die schärfsten Apologeten aller Zeiten und der ganzen Erde: Ehre sei ihm gewährt. Er hat es uns gesagt: es sind weit mehr als sechs Millionen Juden umgekommen.
Wenn Du sein letztes Kapitel über die „Shoah par étouffement [Schoah durch Erstickung]“, des Nachts ausgeführt mit Daunendecken und Kissen, lesen wirst, und wenn Du Dir über diese unerzählte Schoah, die der Gipfel des spontanen Massakers an den Juden ist, bewußt werden wirst, wirst Du Dich zurückhalten, in Lachen auszubrechen und Du wirst sagen: „Das ist Gloubiboulga der allerfeinsten Art. Er würde uns alles schlucken lassen. So müssen wir uns an die Christen wenden, diese zu rupfenden Hühner (in seiner Kindheit, mit seinem Großvater, rupfte er burgundisches Geflügel aus und verkaufte es). Er verdient die Légion d’honneur, die ihm Sarközy-Mallah angesteckt hat, und dann den gelben Teppich, den man ihn in der Welt ausrollt, und dann die Synagogen, randvoll mit Hüten, und dann die Ehren der Sorbonne unter der Schirmherrschaft des Professors Edouard Husson. Der Nobelpreis der Idiotologie und des Hereinlegens erwartet den Pater Desbois.“ Amen.
9…
Im Namen der Erinnerung wirst Du immer mehr Geld und immer weitere kriegerische Kreuzzüge gegen die neuen Hitlers verlangen, von denen es Unzählige mit ihren Massenvernichtungswaffen – aus Blech – gibt. Du wirst nach Holocausts verlangen, aber Holocausts der Gojim. Sprich mir nach: „Wir brauchen Geld, immer mehr Geld.“ Oder: „Je mehr ich weine, desto mehr kassiere ich. Je mehr ich kassiere, desto mehr weine ich!“ Oder auch: „ Kriege, immer Kriege und noch mehr Kriege! Das ist gut für das Schoah-Business und die Holocaust-Industrie“. Jahwe wird auf Dein Gebet hin den Gang der Sonne um die Erde stoppen, damit sich während des gesamten Tages das Massaker der Gojim verlängert. Jahwe wird die Seinigen erkennen. Die Zukunft ist schön, die uns derart vorbereitet wird. Es lebe die verpflichtende Lehre der Schoah, angefangen bei den kleinen Kindern dank „des Köfferchens Simone Veil“! Es lebe die besondere Eintrichterung der Gendarmes, der Polizisten, der Richter, der Militärs, der Professoren, der Journalisten!
Es lebe die Vervielfachung der Schoah-bezogenen Gedenktafeln an Gebäuden, an Schulfassaden, auf Monumenten! Es leben die Pilgerfahrten nach Auschwitz in vollen Charterflügen und Omnibussen! Es lebe die Erpressung, der Institutionen wie die SNCF und viele Länder wie die Schweiz nachgegeben haben! Einige, die zunächst widerstehen wollten, haben nach Begründungen gefragt. Wehe Ihnen! Man hat ihnen zu Recht erwidert, daß solche antisemitischen Reflexe ihren Fall erschweren würden und daß sie ohne zu murren die Summen zu übergeben hätten, die man von ihnen gefordert hatte. Sie haben sich dem gebeugt. Sie haben auf Heller und Pfennig gezahlt. Das bedeutet, daß man auf sie zurückkommen wird, um einen Zuschlag an „Rückgaben, Ausgleichzahlungen, Wiedergutmachungen und Entschädigungen“ zu verlangen. Deutsche, deren Eltern nicht mal 1945 geboren waren, werden mindestens bis 2030 an die Juden Milliarden zahlen, die, zum heutigen Tage, noch gar nicht auf die Welt gekommen sind. „Verjuden oder sterben“: dies ist das Leitmotiv, das alle Handlungen leiten wird.
Für so ein nobles Ideal gebietet sich, alles zu opfern. Dann, wenn sie alles gegeben haben werden, wird den politischen Verantwortlichen vorgeschrieben werden, noch mehr zu geben. Einige Gojim werden von den Juden denken: „Das ist doch nicht möglich. Sie werden doch eines Tages aufhören. Man muß sich dessen doch Gewahr werden, daß sie übertreiben.“ In diesem Augenblick wird man „noch mehr“ machen müssen. Durch unsere Chuzpe, unsere unerschütterliche Dreistigkeit, werden wir die Gojim verblüffen müssen. Nehmen wir als Beispiel Frankreich, wo dank des Verständnisses von Herrn Guillaume Pépy, Direktor der SNCF, jeder Reisende, der einen Fahrschein bezahlt, zur gleichen Zeit, ohne es zu wissen, seinen Obolus an den steinreichen Baron Eric de Rothschild entrichtet, den auserkorenen Hüter der Erinnerung an die Schoah. Amen.
10…
So wirst Du denen unter uns würdig werden, die 1900 das Huhn, das goldene Eier legt, erfunden haben mit dem wundersamen Coup der Sechs Millionen. Es ist Zeit, dies zu enthüllen: seit 1900, und vielleicht bereits vor diesem Datum, hatten Juden aus New York, mit dem Rabbiner Stephen Wise, die geniale Idee einer Kampagne der Werbewiederholung mit dem unveränderten und saftigen Refrain: „Für unsere sechs Millionen Brüder, die in Europa sterben, spendet!“ Sich die Spezialität der Veröffentlichung dieser Werbetafeln zu eigen machen, hat die New York Times in den 1900er, 10er, 20er, 30er Jahren diesen Refrain wiederholt. Zunächst waren die durch die US-amerikanischen Juden ausgekorenen Schlächter die Russen, die Ukrainer, die Zaren. Danach waren es die Polen und deren Generäle. Darauffolgend, in den 30er Jahren, sind die Deutschen und Hitler die Zielscheibe geworden.
Das Geld floß in Strömen, um eine Propaganda traumhaften Ausmaßes zu nähren. Der Haß gegen das Judenschlächtervolk stieg. Der große Kreuzzug gegen Hitler zeigte sich am Horizont. Noch eine Propagandaanstrengung, noch mehr Geld für die Verlängerung des Glaubens an die Demokratie, einschließlich der sowjetischen Demokratie, und dann, schlußendlich, ist 1941 der neue Krieg ein weltweiter geworden. Big Business in Aussicht. Die Vereinigten Staaten müssen an der Seite von Onkel Joe in den Tanz einsteigen. Sie werden über den Atlantik ihre boys und ihre flying fortresses schicken, um die zivilen Bevölkerungen zu phosphorisieren, dann japanische Städte zu atomisieren (während sie später andere Bevölkerungen mit Napalm, Agent Orange, abgereicherten Uran behandeln werden). Die Heilige Allianz von Roosevelt, Churchill und Stalin wird die frommen und errötenden Lügen vervielfältigen. Es ist 1945: der Krieg ist gewonnen.
Der Vorhang fällt. Er geht wieder auf im Nürnberger Prozeß, der der theatralische Höhepunkt würdig von Hollywood und des Broadway sein wird: dieses Mal sind die Sechs Millionen nicht mehr „in Europa am sterben“, sondern sie werden einfach alle als tot, getötet, vernichtet erklärt. Jedoch, wie durch die Richter in Nürnberg diese Zahl der Sechs Millionen Juden bestätigen lassen? Diese eindringliche Zahl hatte die US-amerikanische Delegation, deren Mitglieder zu 75% Juden sind (aufgedeckt 2007 in einem vertraulichen Brief des Generalstaatsanwalts in Nürnberg Thomas J. Dodd), natürlich schon immer im Hinterkopf. Eine vom Himmel gesandte Lösung bietet sich in der Person eines deutschen Gefangenen, dem die Auslieferung an die ungarischen Kommunisten droht, den man aber zum singen bringen wird. In den letzten Monaten des Krieges hatte sich der Obersturmbannführer Wilhelm Höttl, der durch die SS wegen Veruntreuung ausgeschlossen worden war, mit den Alliierten zusammengetan.
Er wird durch die „US-amerikanische“ Mannschaft von Nürnberg unter die Fittiche genommen, die für ihn sorgt. Höttl beweist einen außerordentlichen Einsatz. Eines schönen Tages, den 7. November 1945, unterzeichnet er unter Eid eine Erklärung, wonach sein Kollege Eichmann ihm eines Tages in Budapest im August 1944, also fast neun Monate vor dem Ende des Krieges, mitgeteilt habe, daß bereit zwei Millionen Juden im Osten vernichtet worden seien und vier Millionen in Vernichtungslagern. Der Sachverhalt, unter uns gesagt, ist absurd: er enthält – Zeichen des Falschen – einen Anachronismus, denn „Vernichtungslagern“ ist nur die Übersetzung der US-amerikanischen Wortschöpfung „extermination camps“ vom November 1944. In Jerusalem, 1961, befragt zu dieser Erklärung durch den israelischen Untersuchungsrichter Avner Less, wird jener es als ein „Sammelsurium von Durcheinander“ bezeichnen, erfunden durch Höttl, und Höttl wird 1987 schlußendlich zugeben, daß man so einer Absurdität keine Bedeutung zumessen sollte: Eichmann, sagte er, habe unter dem Einfluß der Betrunkenheit gesprochen und er litt gegenüber Höttl unter einem Minderwertigkeitskomplex, der ihn dazu verleitete, die Fakten und Zahlen zu übertreiben.
Glücklicherweise hatten die Richter in Nürnberg dies so eingerichtet, daß die Verteidigung Höttl nicht befragen konnte, und zuletzt waren sie in ihrem finalen Richterspruch so weit gegangen, daß die Deutschen sechs Millionen Juden vernichtet hatten, so wie es … Eichmann in Person erklärt hatte! Als guter Gläubiger wirst Du die Tausenden Fälschungen ehren, die in dieser Weise durch die Richter und die Historiker begangen worden sind. Ruhm sei ihnen zuteil. Ohne sie würde der gesamte Aufbau der Großen und Frommen Lüge des „Holocaust“ zusammenbrechen. Als Aufgabe wirst Du Dir bis an Dein Lebensende stellen: wie diese Historiker und Richter wirst Du alles sagen, alles machen, alles erfinden müssen um zu verhindern, daß jemals der bereits wackelige und rissige Aufbau unseres heiligen und geliebten „Holocaust“ verschwindet. Jahwe wird es Dir vergelten, sonst, so das Wort von David, wird er Dich züchtigen „mit geschärften Kriegerpfeilen und glühendem Ginsterholz“. Es ist möglich, daß man das Delirium, zu lügen und zu glauben, wie die Krätze bekommt. Was für eine feine Sache! Bekommen wir diese Krätze. Achten wir darauf, für den Augenblick, sechs Milliarden Menschen damit anzustecken und für die zukünftigen Generationen noch weitere Milliarden. Stellen wir sicher, daß die terrestrische Kruste davon belebt ist bis an das Ende der Zeiten. Amen.
ergänzend eine Hologeschichte

Nachfolgende eine Holocaustgeschichte die nicht nur wahr ist, sondern bei intelligenten Menschen auch zum nachdenken anregen sollte und so nebenbei auch den 6 Millionen Holo- Schwindel erklärt. Zufall wollte es, daß ich in New York meinen alten Freund Walter P. wieder getroffen haben. Walter P. ist jetzt 80 und wurde in eine jüdische Familie in Ostpreußen geboren. Im Jahre 1940 wurde seine Familie verhaftet und in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Dort wurde er von seinen Eltern und seiner Schwester getrennt. Im Jahre 1942 bekam er endlich einen Paß von Paraguay und wurde von den Deutschen dorthin deportiert. Für die Dauer des Krieges blieb er in Paraguay und übersiedelte später zu Verwandte nach New York. In New York registrierte er seine Eltern und Schwester als Holocaust-Opfer und kassierte dafür von Deutschland die üblich „Wiedergutmachung“. Aber wie viele Juden gab es unter diesen „Opfern“, die nicht nur eine Schwester, sondern auch 10 Bruder und 20 Neffen verloren haben und für diesen Schmerz gleich 30 Mal kassierten. Unter den Juden war es doch bekannt, daß der Deppenstaat Deutschland immer zahlt.

In den Jahren danach ergaben Recherchen verschiedener jüdischer Hilfsorganisationen, daß seine gesamte Familie ebenfalls deportiert und unbeschädigt den Krieg unbelebt hat. Und Zufall wollte es, daß alle ebenfalls in New York verstreut lebten. Nachdem Walter P. mit seiner wiedergefundenen Familie vereint war, stellte sie fest, daß jeder der Familie drei andere Familienmitglieder als vermißt und als Holocaustopfer registrieren ließ. Und jeder dieser angeblichen Holocaustopfer kassierte von Deutschland Wiedergutmachung für die restlichen (lebenden) Familienmitglieder.

Betrachten wir jetzt diese nicht untypische jüdische Familie. Ohne dieser Familie Betrug zu unterstellen, muß festgehalten werden, daß es de fakto in diesem Fall kein einiges KZ- Opfer gibt, sondern 12 sehr lebendige, von Deutschland Wiedergutmachung kassierende Holo-Opfer. Und sie kassieren noch heute.

Unter derartigen Aspekten ist es gut möglich und denkbar, daß aus 40.000 echten Holo-Opfer plötzlich 160.000 KZ Vergasungsopfer wurden. Abgesehen davon, daß der 6-Millionen Holo- Schwindel ein auf Kabbalistik und Mythologie beruhender frecher Betrug ist, muß auch erwähnt werden, jedes dieser „Opfer“ von Deutschland „Wiedergutmachung“ und Rente kassiert hat und noch immer kassiert.

Völlig abgesehen davon daß er und seine Schwester als deportierte KZ-Kinder auch ein Teil des 1.5 Millionen Schwindel war, mit den jüdische Politiker und Medien seit 60 Jahren Deutschland erpressen und den letzten Blutstropfen aussaugen. Wie viele „vergaste“, aber höchst lebendige 80-jährige laufen noch herum, die 10 und mehr Mitglieder als Opfer registrieren ließen. Einige besonders freche Lügner wie Eli Wiesel und Simon Wiesethal beklagten sogar bis zu 60 Opfer. Ein guter Durchschnitt ist jedoch 35.

Walter P. ist aber nicht nur Jude, sondern auch mein Freund der jedoch bei deutschen Behörden als Vergasungsopfer aus Dachau registriert ist. Auf meine Frage an meinen persönlichen Freund, welche Greueltaten er gegen Juden in diesen KZ sah, antwortete er langsam und verschämt – KEINE. Und damit die Geschichte wieder stimmt, Walter P. ist selbst als 80-jähriger weder blind noch taub noch gehirngewaschen oder senil. Man kann, nein muß, damit rechnen, daß Deutschlands Behörden sich standhaft weigern werden , einen Vergasungstoten als „lebendig“ zu erklären. So nach der Devise, na da könnte ja dann ein jeder daherkommen…. Fazit: Deutschland läßt sich nach 50 Jahren Gehirnwäsche seinen persönlichen 6 Mio Holocaust nicht mehr nehmen. Das Opfer beginnt die Lüge mit Haut und Haaren auch noch zu verteidigen.

Gehirnwäsche ist erst dann als gelungen zu betrachten, wenn der Gehirngewaschene beginnt, die ihm eingehämmert Lüge auch noch zu verteidigen und zu sterben. Und unter genau den gleichen Gesichtspunkten der Gehirnwäsche muß auch der Einsatz von deutschen Kampftruppen in Afghanistan oder sonstwo gesehen werden. Genau nach dem Prinzip, wir leben nur für Israel, wir verbluten für Israel, wir leisten Sklavenarbeit für Israel und wir sterben auch für Israel wenn es verlangt wird. Gestern, heute und morgen.

Oder hat man den Einsatz deutscher Truppen in China während der Boxerkriege schon vergessen? Als der deutsche Kaiser für das verjudete englische Königshaus (Rothschild- Sassoon) und den Drogengeschäften der Juden seine eigenen Truppen als Kanonenfutter nach China schickte und in Ostasien verbluten ließ? Geschichte wiederholt sich immer wieder genauso wie immer wieder Verbrecher wie Schröder, Fischer und Scharping an die Macht kommen.

Wenn Chuzpe zum Recht wird, muß Widerstand zur nationalen Pflicht werden.

Habt ihr das vielleicht selbst gemacht?

Adolf Hitler hat keine Juden vergasen lassen, aber Juden haben Nichtjuden massenhaft vergast! Doch die Massenvergasungen, die sie selbst erfunden und durchgeführt hatten, log die Holocaust-Industrie nach dem Krieg ganz einfach Adolf Hitler in die Schuhe! Selbstverständlich weiß mittlerweile ein Großteil der denkenden Bevölkerungen, dass die Geschichte von der Judenvergasung durch Adolf Hitler die größte … Continue reading

Thema Umerziehung

Cui bono?  bzw. für Wem zum Vorteil? ergänzend: Bitte auch in die Links schauen Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung Augenöffner im 卐 Zeichen der Zeit BRD-Geschichtsschreibung Der Schuldkult – ein psychotisches Krankheitsbild Geschichtlicher Überblick eines Planes zur Kontrolle der Menschheit Die zionistische Weltverschwörung: … Weiterlesen

Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung

Der Begriff Volksverhetzung bezeichnet in der Bundesrepublik Deutschland eine Straftat. Richtiger hieße es jedoch Bevölkerungs-Verhetzung, da Hetze gegen das Deutsche Volk durchaus erlaubt und sogar erwünscht ist. Das Gegenstück in der sogenannten „DDR“ hieß Staatsfeindliche Hetze. Repressive Regime benötigen derlei … Weiterlesen

Der Schuldkult – ein psychotisches Krankheitsbild

Vorab ein Vortrag von Jürgen Rieger Deutschlands Geschichte wird heute zumeist auf die Zeit des Nationalsozialismus beschränkt. Die Medien in Form von Presse, Funk und Fernsehen konstruieren in Form von Darstellungen „bösartiger Naziangriffe und Überfälle” über die Produktion tausender Dokumentationen … Weiterlesen

Anstifter und Brandstifter – Opfer und Nutznießer

“Wenn eine fremde Macht ein Volk ermahnt, die eigene Nationalität zu vergessen, so ist das kein Ausfluss von Internationalismus, sondern dient nur dem Zweck, die jüdische Fremdherrschaft zu verewigen.” Reichsgesetzblatt I,  Seite 141 [15.] Gesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich (Ermächtigungsgesetz). 24. März 1933. Der Reichstag hat das folgende Gesetz beschlossen, das … Continue reading

Zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen

Vorab ein Zitat Napoleon I. (Napoleon Bonaparte) (1769-1821), Kaiser der Franzosen über die Deutschen: …“Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen. Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie … Continue reading

Der Sohn des Jahrhundert-Geigers Yehudi Menuhin erzeugt ein Jahrhundert-Beben der größten Lüge der Menschheitsgeschichte

 Wahrheit sagen, Teufel jagen“ von Gerard Menuhin Alle 4 Kapitel in einem PDF zusammengefasst mit Bildern u. deutschem Titelblatt, sowie Nutzungshinweise des Urhebers

„Der Holocaust ist die größte Lüge der Geschichte. Deutschland hat keine Schuld am Zweiten Weltkrieg und Adolf Hitler war der einzige Staatsmann der Welt, der die Welt vor der plutokratisch-jüdischen Gefahr hätte retten können, um den unterjochten Planeten wieder zu … Weiterlesen

Die jüdischen Weltbevölkerungzahlen „Vor und nach dem Holocaust“

Die jüdischen Weltbevölkerungzahlen „Vor und nach dem Holocaust“

Es gibt keine Beweise – für einen Völkermord an den Juden. Über ein Jahrhundert lang wurde der Jüdische Weltalmanach unbestritten als die authentischste Quelle für die jüdischen Weltbevölkerungzahlen angesehen. Wissenschaftler aus aller Welt, darunter auch die Redakteure der Encyclopedia Britannica, verließen sich auf die Genauigkeit seiner Zahlen. Hier finden Sie, was die Weltalmanachs von 1933 … Continue reading

Die Protokolle der Weisen von Zion

Erstveröffentlichung 03.02.2004 bei Totoweise
Um das heutige Weltgeschehen zu verstehen, sollten wir die Protokolle der Weisen von Zion gelesen haben.

Einführung

Die als Protokolle der Weisen von Zion bekannte Schrift stammt wahrscheinlich aus dem Jahre 1897. Seit ihrem Bekanntwerden wird sie von freimaurerischen und zionistischen Kreisen hartnäckig als Fälschung bezeichnet. Gerichtsgutachter hatten jedoch schon in den 30er-Jahren das Gegenteil festgestellt! Die Protokolle gelten bei uns als verbotene Literatur, daher werden sie gejagt und aus dem Verkehr gezogen, wo immer man ihnen habhaft wird. Deren Verbreitung wird in Österreich und Deutschland als „Volksverhetzung“ und als „NS-Widerbetätigung“ geandet!

Die Bezeichnung Protokolle ist irreführend, weil es sich dabei um einen gesellschaftspolitischen Plan handelt, der in seiner Diabolik und Hinterhältigkeit seinesgleichen sucht. Sensibel oder seelische labile Menschen seien daher gewarnt! Das Lesen dieses Schrift hat bereits des öfteren psychische Krisen ausgelöst und schon so manchen in den Suizid getrieben!

Falls der Leser dieses satanische Werk bis zum Schluß durchhält, möge er den darin kundgetanen Plan mit der politischen, wirtschaftlichen, finanztechnischen und gesellschaftlichen Realität der heutigen Zeit vergleichen und danach selbst urteilen, ob eine Fälschung vorliegt! Es sei nochmals darauf hingewiesen, daß die „Protokolle“ aus dem 19. Jahrhundert stammen!

Die hier vorliegende deutsche Version gilt als „interpretiert“ und „kommentiert“ und inhaltlich den „Original“ aus dem Jahre 1897 angepasst. Wer über die genaue Herkunft der Protokolle, die im Prinzip aus dem spanischen stammen (eine Korrespondenz zwische Juden in Spanien und Istanbul), sollte sich wieder an uns wenden. Wir haben eine Kopie der spanischen Übersetzungen sowie ein Kommentar oder Vorwort von Henry Ford der damals schon die Gefahr der Zionisten korrekt eingeschätzt hat. Heute sind sie umso mächtiger und um nichts weniger gefährlich.

 DER WORTLAUT DER 24 PROTOKOLLE

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1. Protokoll

Lassen wir alles Gerede beiseite, prüfen wir jeden einzelnen Gedanken, beleuchten wir die Lage durch Vergleiche und Schlußfolgerungen. Ich werde unser System sowohl von unserem Gesichtspunkte aus als auch nach der nichtjüdischen Auffassung entwickeln. Festzuhalten ist, daß die Menschen mit bösen Instinkten viel zahlreicher sind als die mit guten. Daher erzielt man bessere Erfolge, wenn man die Menschen mit Gewalt und Einschüchterung als mit gelehrten Erörterungen regiert.

Jeder Mensch trachtet nach Herrschaft, jeder möchte Diktator werden, wenn er es nur könnte, und nur wenige sind bereit, ihren eigenen Nutzen dem Gemeinwohle zu opfern. Wer hat die Raubtiere, die man Menschen nennt, im Zaume gehalten? Wer hat sie bisher geleitet?

Zu Beginn der sozialen Ordnung unterwarfen sie sich der rohen und blinden Gewalt, später dem Gesetze, das nichts anderes ist als die gleiche Gewalt, nur verkleidet. Ich folgere daraus, daß nach dem Naturgesetze das Recht in der Gewalt liegt.

Die politische Freiheit ist keine Tatsache, sondern eine bloße Idee. Mann muß es verstehen, diese Idee zu verwerten, sobald man die Volksmassen durch den Köder einer Idee auf seine Seite bringen muß, falls dieselben die Absicht haben, die herrschende Partei zu stürzen. Diese Aufgabe ist leicht zu lösen, wenn der Gegner seine Macht aus der Idee der Freiheit, dem sogenannten Liberalismus, schöpft und dieser Idee zuliebe etwas von seiner Macht opfert.

In diesem Augenblicke wird unsere Lehre triumphieren: sobald die Zügel der Regierung gelockert sind, werden sie kraft Naturgesetzes sofort von anderen Händen ergriffen, weil die blinde Gewalt der Masse nicht einen Tag ohne Führer sein kann; die neue Macht tritt einfach an die Stelle der früheren Macht, die durch den Liberalismus entkräftet wurde. In unserer Zeit hat die Macht des Goldes die Herrschaft der liberalen Regierung ersetzt. Es gab eine Zeit, wo der Glaube an Gott herrschte.

Die Idee der Freiheit läßt sich nicht verwirklichen, denn niemand versteht es, von ihr den richtigen Gebrauch zu machen. Man braucht das Volk nur kurze Zeit sich selbst regieren zu lassen und die Selbstverwaltung verwandelt sich alsbald in Zügellosigkeit.

Von diesem Augenblicke an entstehen Zwistigkeiten, die rasch zu sozialen Kämpfen führen, die Staaten gehen in Flammen auf und ihre ganze Größe fällt in Asche zusammen.

Mag nun ein Staat sich unter der Wirkung seiner eigenen Erschütterungen erschöpfen oder mögen ihn seine inneren Zwistigkeiten äußeren Feinden ausliefern, jedenfalls kann er als unrettbar verloren angesehen werden: Er ist in unserer Gewalt. Die Herrschaft des Kapitales, das ganz in unseren Händen ist, erscheint ihm dann wie ein Rettungsanker, an den er sich wohl oder übel anklammern muß, will er nicht versinken.

Wenn jemand vom liberalen Standpunkte aus solche Erwägungen für unmoralisch halten sollte, so frage ich ihn: Wenn jeder Staat zwei Feinde, einen äußeren und einen inneren hat, und wenn es ihm erlaubt ist, gegen den äußeren Feind ohne Rücksicht auf Moral alle Kampfmittel anzuwenden z.B. ihm seine Angriffs- und Verteidigungspläne nicht bekanntzugeben oder ihn bei Nacht oder mit überlegenen Streitkräften anzugreifen, warum, frage ich, sollten solche Mittel gegenüber dem schlimmeren Feind, der die soziale Ordnung und den Wohlstand zerstört, unmoralisch sein?

Kann ein gesunder Geist hoffen, die Volksmassen mit den Mitteln der Ermahnung oder Überredung erfolgreich zu führen, wenn dem Volke, das nur oberflächlich denkt, die Freiheit zum Widersprüche gegeben ist, der, wenn auch sinnlos, dem Volke verführerisch erscheint?

Diese Leute lassen sich ausschließlich von ihren kleinlichen Begierden, ihren abergläubischen Anschauungen, ihren Gebräuchen, Überlieferungen und gefühlsmäßigen Grundsätzen leiten, sie sind das Spielzeug der streitenden Parteien, die sich selbst der vernünftigsten Übereinkunft entgegenstemmen.

Jede Entscheidung der Masse hängt von Zufälligkeiten ab; sie hat von der Geheimkunst der Politik keine Ahnung, trifft daher ganz törichte Entscheidungen und legt so den Keim der Anarchie in die Verwaltung. Politik hat mit Moral nichts gemein.

Ein Herrscher, der sich von der Moral leiten läßt, handelt nicht politisch und seine Macht steht auf schwachen Füßen. Wer herrschen will, muß zu List und Heuchelei greifen. Hohe Eigenschaften eines Volkes wie Offenheit und Rechtschaffenheit sind in der Politik nur Laster, denn sie stürzen die Könige leichter von ihrem Thron als selbst der mächtigste Feind. Solche Eigenschaften mögen die Merkmale der nichtjüdischen Reiche sein, wir aber dürfen sie uns auf keinen Fall zur Richtschnur nehmen.

Unser Recht liegt in der Gewalt. Das Wort Recht ist ein leerer, nicht bestimmbarer Begriff. Es besagt lediglich: Gebt mir, was ich will, damit ich dadurch beweisen kann, daß ich der Stärkere bin.

Wo fängt das Recht an, wo hört es auf? In einem Staate, in dem die Macht schlecht organisiert ist, in dem die Gesetze und der Herrscher durch die zahllosen Rechte, die der Liberalismus geschaffen hat, ohnmächtig geworden sind, finde ich ein neues Recht, nämlich mich kraft des Rechtes des Stärkeren auf die ganze bestehende Rechtsordnung zu stürzen und sie umzustoßen, die Hand an die Gesetze zu legen, alle Einrichtungen umzubilden und der Herr derer zu werden, die uns ihre Rechte, die sie sich durch Gewalt verschafft hatten, überlassen und ihre Macht freiwillig, aus Liberalismus verzichtet haben.

Während heute alle Mächte wanken, wird unsere Macht stärker sein als jede andere, weil sie so lange unsichtbar bleiben wird, bis sie durch keine List mehr untergraben werden kann.

Aus dem vorübergehenden Bösen, das wir jetzt anrichten müssen, wird das Gute einer unerschütterlichen Regierung hervorgehen, die den geregelten Lauf des nationalen Lebens, dessen Räderwerk durch den Liberalismus gestört wurde, wieder herstellen wird.

Der Zweck heiligt die Mittel. Wenden wir bei unseren Plänen weniger Aufmerksamkeit dem Guten und Moralischen zu als dem Notwendigen und Nützlichen.

Vor uns liegt ein Plan, in dem wie bei einem Kriegsplan die Linie eingezeichnet ist, die wir nicht verlassen dürfen, ohne Gefahr zu laufen, die Arbeit von Jahrhunderten zu zerstören.

Um zu unserem Ziele zu gelangen, müssen wir die Niedertracht, die Unbeständigkeit, den Wankelmut der Masse und ihre Unfähigkeit verstehen, die Bedingungen ihres eigenen Daseins und ihrer eigenen Wohlfahrt zu erkennen und zu würdigen. Man muß einsehen, dass das Volk nicht urteilen kann und einmal nach rechts, einmal nach links horcht. Ein Blinder kann einen Blinden nicht leiten, ohne ihn nicht in den Abgrund zu führen. Daher können auch die aus dem Volke emporgestiegenen Angehörigen des Pöbels, mögen sie auch noch so begabt sein, mangels ihrer Verständnislosigkeit für die hohe Politik, die Menge nicht führen, ohne nicht die ganze Nation ins Verderben zu stürzen.

Nur eine von Jugend auf zur Selbstherrschaft erzogene Persönlichkeit kann die Worte verstehen, die aus dem politischen Alphabet gebildet werden.

Ein Volk, das sich selbst, d.h. den Emporkömmling aus seiner Mitte überlassen ist, stürzt sich durch den Hader machthungriger Parteien und die daraus entstehende Unordnung ins Verderben. Ist es der Masse möglich, ruhig und ohne Eifersüchteleien zu urteilen oder die Angelegenheiten des Landes zu leiten, die mit persönlichen Interessen nicht vermengt werden sollen? Kann sie sich gegen äußere Feinde wehren? Das ist unmöglich. Ein Plan, der in ebensoviele Teile zerrissen wird, als die Menge Köpfe hat, verliert seine Einheitlichkeit; er wird unverständlich und unausführbar.

Nur ein unabhängiger Herrscher kann seine großzügigen Pläne verfolgen und auf das Räderwerk der Staatsmaschine Einfluß nehmen. Daraus folgt, daß die Regierung eines Landes, soll sie nützlich und erfolgreich sein, nur in den Händen eines einzigen verantwortlichen Mannes liegen darf. Ohne absoluten Despotismus gibt es keine Zivilisation; sie ist nicht das Werk der Menge, sondern nur ihres Führers, mag er wer immer sein.

Die Masse ist ein Barbar und beweist dies bei jeder Gelegenheit. Sobald die Masse die Freiheit an sich reißt, verwandelt sie sich sehr rasch in Anarchie, die die höchste Stufe der Barbarei ist.

Schauen Sie auf diese vom Alkohol berauschten, vom Weingenuß stumpfsinnig gewordenen Tiere, die das Recht, unbeschränkt zu saufen, gleichzeitig mit der Freiheit erworben haben. Wir dürfen nicht dulden, daß die Unsrigen auf diese tiefe Stufe herabsinken.

Die nichtjüdischen Völker sind durch den Alkohol verdummt; verdummt ist ihre Jugend durch das Studium der Klassenen sie von unseren Helfershelfern in den reichen Häusern, wie z.B. Hauslehrern, Dienstboten, Erzieherinnen, von unseren Handlungsgehilfen, unseren Weibern an den Vergnügungsstätten der Nichtjuden verleitet wurden. Zu letzteren rechnen ich auch die sogenannten Damen der Gesellschaft, die die Liederlichkeit und den Luxus jener Weiber freiwillig nachahmen.

Unsere Losung ist: Gewalt und Hinterlist. Nur die Gewalt allein siegt in der Politik, insbesondere dann, wenn sie in den für einen Staatsmann unentbehrlichen Talenten verborgen ist. Gewalt muß der Grundsatz sein, List und Heuchelei die Regel für die Regierungen, welche nicht gewillt sind, ihre Krone an die Vertreter irgend einer neuen Macht zu verlieren.

Dieses Übel ist das einzige Mittel, zum Ziel, zum Guten, zu gelangen. Daher dürfen wir uns von Bestechung, Betrug und Verrat nicht abhalten lassen, sobald dies für unser Ziel dienlich sein kann. In der Politik muß man fremdes Eigentum, ohne zu zaudern, nehmen, wenn man durch dieses Mittel Unterwerfung und Macht erlangen kann. Unser Staat, der den Weg friedlicher Eroberung geht, wird sich veranlaßt sehen, die Schrecken des Krieges durch die weniger auffallenden, aber viel wirksameren Hinrichtungen zu ersetzen, die zur Aufrechterhaltung des Terrors, als Mittel zur Erzielung blinden Gehorsams notwendig sind. Gerechte, aber unbeugsame Strenge ist das wichtigste Machtmittel eines Staates.

Nicht bloß wegen unseres Vorteiles, sondern wegen unserer Pflicht, den Sieg davonzutragen, müssen wir an dem Grundsätze der Gewalt und der Hinterlist festhalten. Diese auf Berechnung beruhende Lehre ist ebenso wirksam wie die Mittel, deren sie sich bedient. Nicht bloß durch diese Mittel, sondern auch durch die rücksichtslose Strenge unserer Lehre werden wir siegen und alle Regierungen unserer Oberregierung unterwerfen. Die Erkenntnis, daß wir unbeugsam sind, wird genügen, daß jede Unbotmäßigkeit aufhört.

Wir waren die ersten, die einst dem Volke die Worte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit hinwarfen. Worte, die seither so oft von unwissenden Papageien nachgeplappert wurden, die, durch diesen Lockruf von überall her angezogen, die Wohlfahrt der Welt, die wahre persönliche Freiheit, die einst so wohl geschützt vor dem Druck des Pöbels war, nur zerstörten. Menschen, die sich für gescheit hielten, erkannten nicht den verborgenen Sinn dieser Worte, fühlten nicht den Widerspruch heraus. Sie sahen nicht, den Widerspruch heraus. Sie sahen nicht, daß es in der Natur keine Gleichheit gibt, daß die Natur selbst die Ungleichheit des Verstandes, des Charakters, der Intelligenz in Abhängigkeit von ihren Gesetzen geschaffen hat.

Diese Leute haben nicht verstanden, daß die Masse eine blinde Macht ist, daß die von ihr gewählten Emporkömmlinge in der Politik ebenso blind sind als die Masse selbst, daß der Eingeweihte, auch wenn er ein Dummkopf ist, regieren kann, während der Uneingeweihte, auch wenn er ein Genie ist, von der Politik nichts versteht. All das ist den Nichtjuden entgangen.

Auf diesen Grundlagen indessen beruhten die dynastischen Regierungen. Der Vater übertrug die Geheimnisse der Politik auf seinen Sohn derart, daß sie bis auf die Mitglieder der regierenden Familie niemandem bekannt wurden, damit niemand das Geheimnis verrate. Im Laufe der Zeiten ging die Bedeutung dieser mündlichen Überlieferung der Staatskunst verloren und dieser Verlust trug zum Erfolge unserer Sache bei.

Unsere Schlagworte Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit brachte mit Hilfe unserer geheimen Agenten in unsere Reihen ganze Legionen, die unsere Fahnen mit Begeisterung trugen. Indessen waren diese Worte Würmer, die die Wohlfahrt der Nichtjuden annagten, indem sie überall den Frieden, die Ruhe, die Einigkeit zerstörten und die Grundlagen ihrer Staaten unterwühlten. Wir werden später sehen, daß dies zu unserem Triumphe führte.

Auf den Trümmern des Blut- und Geschlechtsadels haben wir den Adel der Intelligenz und des Geldes errichtet. Als unterscheidendes Merkmal dieser neuen Aristokratie erklärten wir den Reichtum, der von uns abhängt, und die Wissenschaft, deren Richtung unsere Weisen bestimmen.

Unser Triumph wurde übrigens durch den Umstand erleichtert, daß wir im Verkehr mit den Leuten, die uns unentbehrlich erschienen, immer an die empfindlichsten Seiten des menschlichen Geistes rührten wie z.B. Empfänglichkeit für Wohltaten, Berechnung, Begehrlichkeit, Unersättlichkeit in materiellen Bedürfnissen; jede dieser menschlichen Schwächen ist geeignet, die Tatkraft zu ersticken, indem hierdurch der Wille der Menschen demjenigen dienstbar gemacht wird, der ihnen ihre Tatkraft abkauft.

Der Begriff Freiheit gab die Möglichkeit, die Massen zu überzeugen, daß die Regierung lediglich der Beauftragte des Eigentümers des Landes, also des Volkes ist, und daß man diesen Verwalter ebenso wie abgetragene Handschuhe wechseln kann. Die Absetzbarkeit der Volksvertreter brachte diese in unsere Gewalt; ihre Wahl hängt von uns ab.

2. Protokoll

Für unsere Absichten muß es unbedingt vermieden werden, daß Kriege Landgewinne bringen; so wird jeder Krieg auf das wirtschaftliche Gebiet übertragen und die Völker werden die Macht unserer Vorherrschaft erkennen. Diese Lage der Dinge liefert die Gegner unseren internationalen Vertreter aus, die über Millionen von Augen verfügen, die durch keine Landesgrenzen aufgehalten werden. Dann wird unser internationales Recht die nationalen Rechte beseitigen und über die Völker ebenso herrschen, wie das bürgerliche Recht der einzelnen Staaten die Beziehungen der Untertanen untereinander regelt.

Die Beamten, die wir unter Bedachtnahme auf ihre Eignung zu sklavischem Gehorsam auswählen werden, sollen von der höheren Staatskunst nichts verstehen. Auf diese Weise werden sie leicht zu bloßen Bauern in unserem Schachspiele und gänzlich abhängig von unseren weisen und genialen Ratgebern sein, die von Jugend auf besonders dazu erzogen wurden, die Regierung der ganzen Welt zu führen. Wie Sie bereits wissen, haben diese unsere Fachleute die Kenntnis der Regierungskunst aus unseren politischen Plänen, aus den Erfahrungen der Geschichte und dem Studium aller bemerkenswerten Ereignissen geschöpft. Die Nichtjuden ziehen aus der Beobachtung der Geschichte keinen praktischen Nutzen, sondern lassen sich von durch Gewohnheit angeeigneten, rein theoretischen Kenntnissen leiten., die wirkliche Erfolge nicht zeitigen können. Wir brauchen uns um die Nichtjuden nicht zu kümmern. Mögen sie eine Zeit lang noch von der Hoffnung auf neue Unterhaltungen oder von der Erinnerung an vergangene Freuden leben. Mögen sie sich vormachen, daß der Glaube an die theoretischen Gesetze, den wir ihnen eingeimpft haben, von größter Bedeutung sei. Zu diesem Zwecke vermehren wir ununterbrochen durch unsere Presse das blinde Vertrauen zu diesen Gesetzen. Die Intelligenzschicht der Nichtjuden wird auf ihre Kenntnisse stolz sein und sie so verwerten, wie ihnen unsere Vertreter in der Absicht vormachen, ihren Geist in die Richtung, die für uns nötig ist, zu leiten.

Glauben Sie nicht, daß unsere Behauptungen nur leere Worte sind. Beachten Sie den Erfolg, den uns Darwin, Marx und Nietzsche gebracht haben. Wenigstens uns sollte dieser zersetzende Einfluß dieser Lehren klar sein.

Es ist für uns unerläßlich, mit den Ideen, Charakteren und modernen Geistesrichtungen der Völker zu rechnen, und weder in der Politik, noch in der Verwaltung Fehler zu begehen. Unser System, das der Gemütsbeschaffenheit der einzelnen Völker, mit denen wir in Berührung stehen, angepaßt werden muß, wird nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn seine praktische Durchführung von den Erfolgen, die sich aus der Vergangenheit und der Gegenwart zugleich ergeben, ausgeht.

In den gegenwärtigen Staaten ist die Presse eine große Macht, durch die man die öffentliche Meinung beherrscht. Ihre Aufgabe ist es, auf die angeblich notwendigen Forderungen hinzuweisen, die Beschwerden des Volkes zur Kenntnis zu bringen, Unzufriedenheit zu erwecken und zum Ausdruck zu bringen.

Die Presse verkörpert die sogenannte Freiheit. Aber die Staaten haben nicht verstanden, diese Macht zu benützen und so ist sie in unsere Hände gefallen. Durch die Presse errangen wir unseren Einfluß, blieben aber dabei doch im Dunklen.

Dank der Presse haben wir in unseren Händen das Gold angehäuft, obwohl uns dies Ströme von Blut und Tränen in unseren Reihen kostete. Jedes Opfer auf unserer Seite wiegt vor Gott soviel als tausende von Nichtjuden.

3. Protokoll

Ich kann Sie versichern, daß wir heute nur wenige Schritte von unserem Ziele entfernt sind. Nur noch ein kurzer Weg und der Kreis der symbolischen Schlange, das Sinnbild unseres Volkes, wird geschlossen sein. Und sobald sich der Kreis schließt, werden alle Staaten Europas wie in einem Schraubstock eingeschlossen sein.

Wald wird die Wage (Anm.: Waage) der verfassungsmäßigen Einrichtungen aus ihrem Gleichgewicht kommen; denn wir werden sie ununterbrochen aus dem Gleichgewicht bringen, solange, bis der Wagenbalken (Anm.: Waagebalken) abgenützt ist. Die Nichtjuden glauben, sie hätten sie genügend fest konstruiert, und warten immer, daß die Waagschalen ins Gleichgewicht kommen. Aber die Träger des Gerüstes, die regierenden Persönlichkeiten, werden durch ihre Beamten gehindert, indem diese sich durch ihre unbeschränkte und verantwortungslose Macht zu Dummheiten hinreißen lassen. Diese Macht verdanken sie dem Terror, der in den Palästen herrscht.

Da die Herrscher keine unmittelbare Verbindung mehr mit ihrem Volke haben, können sie sich mit ihm auch nicht mehr auseinandersetzen oder sich gegen Machthungrige schützen. Nachdem wir die scharfsichtige Macht der Herrscher und die blinde Macht des Volkes voneinander getrennt haben, haben sie jede Bedeutung verloren; denn getrennt sind sie ebenso ohnmächtig, wie der Blinde ohne Stock.

Um die Ehrgeizigen zum Mißbrauch der Macht zu verleiten, haben wir alle Kräfte untereinander in Gegensat Richtung zur Unabhängigkeit entwickelten. Zu diesem Zwecke haben wir zu jeder Unternehmung aufgemuntert, haben alle Parteien mit Waffen versorgt, haben die herrschende Macht zur Zielscheibe allen Ehrgeizes gemacht. Wir haben aus den Staaten Arenas für ihre Parteikämpfe gemacht. Nur noch kurze Zeit, und Unordnung und Zusammenbrüche werden überall eintreten.

Unermüdliche Schwätzer haben die Sitzungen der Volksvertretungen in Rednerturniere verwandelt. Freche Journalisten und unverschämte Schmähschriftsteller fallen ununterbrochen über die Regierungsbeamten her. Der Mißbrauch der Macht führt schließlich zum Zusammenbruch der verfassungsmäßigen Einrichtungen und unter den Schlägen der rasend gewordenen Masse geht alles in Trümmer.

Die Völker sind durch die Armut viel fester an die schwere Arbeit gekettet als einst durch Sklaverei und Leibeigenschaft. Von dieser konnten sie sich auf die eine oder andere Art befreien, aber vom Elend kann man sich nicht losmachen. Die Rechte, die wirin die Verfassung aufgenommen haben, sind für die Masse nur scheinbare, keine wirklichen. Alle sogenannten Rechte des Volkes leben nur im Reiche der Ideen, in der Praxis werden sie niemals verwirklicht. Was kann es dem über seine Arbeit gebeugten, durch sein Schicksal niedergedrückten Proletarier nützen, wenn Schwätzer das Recht haben zu sprechen, Journalisten das Recht haben, neben ernsten Dingen auch jeden Unsinn zu schreiben? Was bedeutet für das Volk eine Verfassung, die ihm keine anderen Vorteile bringt als die Brocken, die wir ihm dafür auf den Tisch hinwerfen, daß es bei den Wahlen für unsere Vertreter stimmt? Die republikanischen Rechte sind für den Armen ein bitterer Hohn, da der Zwang der täglichen Arbeit ihn verhindert, sie zu genießen, und sie berauben ihn nur der Sicherheit auf einen festen Lohn, der von Streiks der Unternehmer und der Kameraden abhängt.

Unter unserer Leitung wurde der Adel zerstört, der der natürliche Beschützer und die Nährmutter des Volkes war und dessen Interessen untrennbar mit der Wohlfahrt des Volkes verbunden sind. Nachdem heutzutage die Vorrechte des Adels vernichtet sind, ist das Volk unter das Joch reichgewordener Wucherer und Emporkömmlinge gekommen, die es unbarmherzig niederdrücken.

Wir werden dem Arbeiter als die Befreier von seiner Unterdrückung erscheinen, indem wir ihm vorschlagen, in die Reihen unserer Armeen von Sozialisten, Anarchisten und Kommunisten einzutreten. Diese Gruppen fördern wir stets, wobei wir den Schein erwecken, daß wir ihnen aus dem Gefühle der Brüderlichkeit und der Humanität, dieser von unserem sozialistischen Freimaurertum verkündeten Grundsätzen, helfen wollen.

Der Adel, der nach gesetzlichem Recht die Arbeitskraft der Arbeiter in Anspruch nahm, hatte ein Interesse daran, daß die Arbeiter gut genährt, gesund und kräftig waren. Unser Interesse verlangt gerade im Gegenteil die Verschlechterung der Lage der Nichtjuden.

Unsere Macht beruht auf dem dauernden Hunger und der Schwäche des Arbeiters, weil er dadurch unserem Willen unterworfen und er weder Kraft noch Energie haben wird, sich unserem Willen zu widersetzen.

Der Hunger verleiht dem Kapitale mehr Rechte über den Arbeiter, als jemals die gesetzliche Macht der Könige dem Adel verleihen konnte. Durch Not, Neid und Haß werden wir die Massen lenken und uns ihrer Hände bedienen, um alles zu zermalmen, was sich unseren Plänen entgegenstellt.

Sobald die Zeit der Krönung unseres Weltherrschers gekommen sein wird, werden dieselben Hände alles hinwegfegen, was uns noch entgegentritt.

Die Nichtjuden haben es verlernt, ohne unsere wissenschaftlichen Ratschläge zu denken. Daher erkennen sie die Bedeutung gewisser Dinge nicht, die wir uns für die zeit vorbehalten, wo unsere Stunde gekommen sein wird, daß nämlich schon in den Volksschulen die einzige wahre Wissenschaft gelehrt werden muß, die Wissenschaft vom sozialen Aufbau des Staates und der Stellung des Menschen in der Gesellschaft, welche Wissenschaft die Arbeitsteilung und folglich die Unterscheidung der Menschen nach Klassen und Berufen fordert. Jedermann muß unbedingt wissen, daß es infolge der verschiedenartigen Tätigkeiten der Menschen keine Gleichheit gibt, daß die Menschen vor dem Gesetze nicht im gleichen maße verantwortlich sein können, daß die Verantwortlichkeit desjenigen, welcher durch seine Handlungen eine ganze Klasse bloßstellt, nicht die gleiche sein kann, wie die Verantwortlichkeit desjenigen, der durch ein Verbrechen nur seine eigene Ehre verletzt.

Die wahre Wissenschaft vom gesellschaftlichen Aufbau, in deren Geheimnisse wir die Nichtjuden nicht einweihen, wird beweisen, daß die verschiedenen Arbeiten ja auf bestimmte Kreise beschränkt bleiben müssen, damit nicht aus dem Mißverhältnis zwischen Erziehung und Arbeit unerträglicher Unbill entstehe. In Erkenntnis dieser Lehre werden sich die Völker freiwillig der regierenden Macht und der von ihnen eingeführten sozialen Ordnung des Staates unterwerfen. Bei dem heutigen Stande der Wissenschaft und beider Richtung, die wir ihr gegeben haben, glaubt das Volk blind allem, was gedruckt ist, vertraut den Irrlehren, die wir ihm dank seiner Unwissenheit eingeflößt haben, und steht allen Klassen feindlich gegenüber, die es für höherstehend hält, weil es die Bedeutung der einzelnen Berufe nicht erfaßt.

Dieser Haß wird infolge der Wirtschaftskrise noch zunehmen, durch die das Börsengeschäft und Industrie und Gewerbe schließlich lahmgelegt werden. Mit Hilfe des Goldes, das ganz in unseren Händen ist, werden wir mit allen verborgenen Mitteln eine allgemeine Wirtschaftskrise erzeugen und ganze Massen von Arbeitern in allen Ländern Europas gleichzeitig auf die Straße werfen. Diese Massen werden sich dann blutgierig auf diejenigen stürzen, die sie in ihrer Einfalt von Jugend her beneiden, und denen sie endlich ihr Eigentum rauben können.

Uns wird man kein Leid antun, weil uns der Augenblick des Angriffes bekannt sein wird, und wir Maßnahmen getroffen haben werden, die Unserigen zu schützen.

Wir haben bewiesen, daß der Fortschritt alle Nichtjuden dem Reiche der Vernunft unterwerfen wird. Folgendes wird unsere Gewaltherrschaft sein: sie wird mit gerechter Strenge allen Aufruhr unterdrücken und alle die Anschauungen des Liberalismus aus allen Einrichtungen des staatlichen Lebens verdrängen.

Als das Volk sah, daß man ihm im Namen der Freiheit die verschiedensten Rechte gab und Zugeständnisse machte, bildete es sich ein, der Herr zu sein und riß die Macht an sich. Natürlich stieß es, wie jeder Blinde, auf unüberwindliche Hindernisse. Es machte sich auf die Suche nach einem Führer; und da es zum früheren Regime nicht mehr zurückkehren wollte, legte es seine Macht zu unseren Füßen nieder.

Erinnern Sie sich an die französische Revolution, der wir den Namen der großen verliehen haben. Die Geheimnisse ihrer Vorbereitung sind uns wohl bekannt, denn sie war das Werk unserer Hände. Seit diesem Zeitpunkte haben wir die Völker von einer Enttäuschung zur anderen geführt, damit sie sich von uns ab- und dem Könige aus dem Blute Zions zuwenden, den wir für die Welt bereithalten.

Gegenwärtig sind wir als internationale Macht unverwundbar, denn sobald man uns in einem Staate angreift, unterstützen uns andere Staaten.

Die unerschöpfliche Niedertracht der nichtjüdischen Völker begünstigt unsere Unabhängigkeit, sei es, daß die Völker vor der Macht auf den Knien kriechen oder bei Schwächen und Fehlern unerbittlich, bei Verbrechen aber nachsichtig sind, sei es, daß sie die Widersprüche der Freiheit nicht hinnehmen wollen, sei es, daß sie gegenüber der Gewalttätigkeit eines kühnen Despoten geduldig sind bis zum Märtyrertum. Sie ertragen alle Mißbräuche ihrer gegenwärtigen Herrscher und Minister, für deren kleinsten sie zwanzig Könige enthauptet hätten.

Wie kann man sich diese Erscheinungen erklären, dieses folgewidrige Verhalten der Massen gegenüber scheinbar gleichartigen Ereignissen? Sie erklärt sich aus der Tatsache, daß diese Diktatoren dem Volke durch ihre Vertreter einflüstern lassen, daß, wenn diese gleichwohl den Staaten Schäden zufügen, dies in Verfolgung eines höheren Zweckes geschehe, nämlich zum Wohle des Volkes zu Gunsten der Brüderlichkeit, Einigkeit und Gleichheit. Selbstverständlich sagt man dem Volke nicht, daß sich diese Zusammenfassung zu einer großen Einheit erst unter unserer Herrschaft vollziehen soll. Und so sehen wir, wie das Volk den Gerechten verurteilt und den Schuldigen freispricht, indem es sich einredet, daß es alles tun darf, was ihm beliebt. Unter solchen Umständen zerstört das Volk jede Stabilität und erzeugt bei jedem Schritte Unordnung.

Das Wort Freiheit stürzt die menschliche Gesellschaft in den Kampf mit allen Gewalten, sogar mit der Natur und mit Gott. Daher werden wir, wenn wir zur Herrschaft gelangt sind, dieses Wort in dem Wörterbuch der Menschheit ausstreichen, weil es das Symbol der tierischen Gewalt ist, das die Menschen in wilde Bestien verwandelt. Allerdings, dieses Tiere schlafen ein, sobald sie vom Blute gesättigt sind, und dann lassen sie sich leicht fesseln. Wenn man ihnen aber kein Blut gibt, schlafen sie nicht ein und werden kämpfen.

4. Protokoll

Jede Republik durchwandert verschiedene Entwicklungsstufen. Die erste entspricht den ersten Tagen der Raserei eines mit Blindheit geschlagenen Menschen, der nach rechts und links schwankt. Die zweite Stufe ist die der Demagogie, aus der die Anarchie hervorgeht; diese führt zum Despotismus und zwar nicht zu einem legalen, mit Verantwortlichkeit verbundenen, sondern zu einem verdeckten, unsichtbaren, aber trotzdem fühlbaren Despotismus.

Er steht im allgemeinen unter der Leitung einer geheimen Organisation, die um so skrupelloser handelt, als sie im Verborgenen durch verschiedene Agenten arbeitet, deren öfterer Wechsel nicht nur nicht schädlich, sondern eher vorteilhaft ist, da dies die Organisation der Verwendung ihrer Geldmittel zur Belohnung langjähriger Dienste enthebt.

Gerade dort liegt die Kraft unserer Herrschaft. Die sichtbare Freimaurerei hat nur den Zweck zu erfüllen, unsere Absichten zu verdecken. Der Kriegsplan unserer unsichtbaren Macht, ja selbst ihr Sitz werden der Welt immer unbekannt bleiben.

Die Freiheit könnte unschädlich sein und in den Staaten ohne Gefahr für die Wohlfahrt der Völker bestehen, wenn sie sich auf den Glauben an Gott und die Brüderlichkeit der Menschen stützen und sich von der Idee der Gleichheit fernhalten würde, die mit den Gesetzen der Schöpfung in Widerspruch steht, indem in diesen der Grundsatz der Unterordnung festgelegt ist. Beherrscht von solchem Glauben, würde das Volk unter der Vormundschaft der Geistlichkeit friedlich und bescheiden an der Hand seiner Seelenhirten einherschreiten und sich der von der göttlichen Vorsehung getroffenen Verteilung der irdischen Güter unterwerfen. Aus diesem Grunde müssen wir unbedingt den Glauben zerstören, die gundlegenden Anschauungen von Gott und dem heiligen Geist aus der Seele der Christen herausreißen und den Glauben durch materielle Erwägungen und Bedürfnisse ersetzen.

Um den Nichtjuden keine Zeit zum Nachdenken und Beobachten zu lassen, müssen wir ihre Gedanken auf Handel und Gewerbe ablenken. So werden alle Völker nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sein und dabei den gemeinsamen Feind nicht bemerken.

Aber damit die Freiheit die nichtjüdische Gesellschaft vollständig zersetzen kann, muß man die Spekulation zur Unterlage der Industrie machen; so werden die Schätze, die die Industrie aus dem Boden zieht, nicht in den Händen der Industriellen bleiben, sondern durch die Spekulation in unsere Kassen fließen.

Der heiße Kampf um die Vorherrschaft und die Erschütterungen des Wirtschaftslebens werden eine enttäuschte, kalte und herzlose Gesellschaft hervorbringen. Diese Gesellschaften werden eine absolute Abneigung gegen die höhere Politik und die Religion haben.

Die Sucht nach dem Golde wird ihr einziger Leitgedanke sein. Mit dem Golde werden sie einen wahren Kult treiben wegen der materiellen Vorteile, die es verschaffen kann. Dann werden die unteren Klassen der Nichtjuden in unserem Kampfe gegen die Intelligenzschicht der Nichtjuden, unseren Konkurrenten im Kampfe um die Macht, uns folgen, und zwar nicht, um Gutes zu tun, selbst nicht um Reichtümer zu gewinnen, sondern einzig und allein aus Haß gegen die Bevorrechteten.

5. Protokoll

Welche Regierungsform kann man einer Gesellschaft geben, in die die Bestechlichkeit überall eingedrungen ist, in der man nur durch geschickte Kniffe und betrügerische Mittel Vermögen erwirbt, in der die Zuchtlosigkeit herrscht, die Moral nur durch Bestrafung und strenge Gesetze, nicht aber durch freiwillig entgegengenommene Grundsätze geschützt wird, in der die Gefühle für Vaterland und Religion von weltbürgerlichen Anschauungen erstickt werden? Welche andere Regierungsform kann man solchen Gesellschaften geben als die des Despotismus, den ich Ihnen später beschreiben werde?

Wir werden eine fester Zentralisation der Regierung schaffen, um alle sozialen Kräfte bei uns zu vereinigen. Durch neue Gesetze werden wir das politische Leben unserer Untertanen wie das Räderwerk einer Maschine regeln. Diese Gesetze werden nach und nach alle Freiheiten und Zugeständnisse, die von den Nichtjuden gewährt wurden, wieder zurücknehmen.

Auf diese Art wird sich unsere Herrschaft zu einem übermächtigen Despotismus entwickeln, der jederzeit und an allen Orten imstande sein wird, die Nichtjuden, die sich widersetzen oder unzufrieden sind, zum Schweigen zu bringen.

Man wird uns einwenden, – daß ein solcher Despotismus mit dem gegenwärtigen Fortschritt der Zivilisation nicht im Einklang steht. Ich werde das Gegenteil beweisen.

Solange die Völker in den Herrschern den reinen Ausfluß des göttlichen Willens erblicken, unterwerfen sie sich ohne Murren dem Absolutismus; aber von dem Tage an, wo wir ihnen den Gedanken ihrer eigenen Rechte einflößten, betrachteten sie die Herrscher nur mehr als einfache Sterbliche. Das Gottesgnadentum stürzte von den Häuptern der Könige herab, und als wir den Völkern dann den Glauben an Gott genommen hatten, wurde die Herrschermacht auf die Straße hingeworfen; sie wurde gleichsam zum öffentlichen Eigentum, dessen wir uns bemächtigten.

Ferner: Die Kunst, sowohl die Massen als auch die einzelnen Menschen mittels geschickt angewandter Theorien und Phrasen, mit sozialen Maßnahmen und anderen sinnreichen Mitteln, von denen die Nichtjuden nichts verstehen, zu regieren, bildet ebenfalls einen Teil unseres Verwaltungsgenies und beruht auf der richtigen Zergliederung der Begriffe, auf genauer Beobachtung und einem so feinem Auffassungsvermögen, daß wir auf diesem Gebiete keine ebenbürtige Gegner haben; ebensowenig vermögen sich solche in der Anlage politischer Pläne oder hinsichtlich unserer Einigkeit mit uns zu messen. Nur die Jesuiten allein könnten uns in diesen Belangen gleichkommen, aber es gelang uns, sie in den Augen der gedankenlosen Menge herabzusetzen, weil sie eine sichtbare Organisation bilden, während wir mit unserer geheimen Organisation im Dunkeln blieben. Was bedeutet übrigens für die Welt der Herrscher? Ist es für diese nicht gleichgültig, ob er nun das Haupt der Katholiken oder der Herrscher vom Blute Zions ist? Aber für uns, das auserwählte Volk, ist diese Frage nicht gleichgültig.

Für einige Zeit könnte eine weltumspannende Vereinigung der Nichtjuden uns unter ihre Herrschaft bringen; aber in dieser Beziehung laufen wir keine Gefahr, denn wir sind durch ihre tiefgehende Uneinigkeit geschützt, deren Wurzeln nicht mehr ausgerissen werden können. Während zwanzig Jahrhunderte haben wir die persönlichen und nationalen Interessen der Nichtjuden untereinander in Gegensatz gebracht und den Glaubens- und Rassenhaß gepflegt. Daher wird keine Regierung irgendwo Hilfe finden, weil jede glauben wird, daß ein Bündnis gegen uns ihren eigenen Interessen schädlich sein könnte. Wir sind bereits u stark, mit uns muß man rechnen. Die Regierungen können heute nicht einmal das unbedeutendste Übereinkommen schließen, ohne daß wir nicht heimlich im Spiele sind.

Per me reges regunt, durch mich herrschen die Könige. Unsere Propheten haben verkündet, daß wir von Gott auserwählt sind, über die ganze Welt zu herrschen. Gott selbst hat uns die Begabung verliehen, dieses Werk zu vollenden. Wenn das feindliche Lager ge

nial wäre, dann könnte es mit uns kämpfen. Der Kampf würde unbarmherzig sein, wie die Welt einen solchen noch nicht gesehen hat. – Übrigens, die Genialität der Nichtjuden ist verspätet.

Das ganze Räderwerk der Regierungsmaschine hängt von einem Motor ab, der in unserer Hand ist, und dieser Motor ist das Gold. Die Wissenschaft der Volkswirtschaftslehre, von unseren Weisen ausgedacht, zeigt seit langem die Macht des Goldes über die Throne.

Um freie Hand zu haben, muß das Kapital das Monopol von Handel und Industrie besitzen; das wird auch bereits von einer unsichtbaren Hand in allen Ländern der Erde verwirklicht.

Dieses Vorrecht wird den Industriellen eine politische Macht geben, das Volk aber unterdrücken.

Heute ist es wichtiger, das Volk zu entwaffnen, als es in den Krieg zu führen; es ist wichtiger, die erhitzten Leidenschaften zu unserem Vorteil auszunützen, als sie u beruhigen, wichtiger, sich der Gedanken anderer zu bemächtigen und sich ihrer zu bedienen, als sie zu beseitigen.

Das wesentliche Problem unserer Regierung ist, den öffentlichen Geist durch Kritik zu lähmen, den Menschen das Denken abzugewöhnen, weil das Überlegen Widerstand erzeugt, und den Geist durch Phrasendrescherei ohne Sinn und Verstand auf Abwege zu lenken.

Zu allen Zeiten haben die Völker ebenso wie die einzelnen Menschen Worte für Taten hingenommen, denn sie begnügen sich mit dem Schein und achten selten darauf, ob den Versprechungen im öffentlichen Leben auch die Erfüllung folgt. Daher werden unsere Einr

ichtungen ein hübsches Äußere bieten, das in beredter Weise die Wohltaten des Fortschrittes dartun soll.

Wir werden uns die liberalen Anschauungen aller Parteien und Richtungen aneignen und sie auch auf unsere Redner übertragen, die solange sprechen müssen, bis alle Zuhörer ermattet und Abscheu empfinden.

Um sich der öffentlichen Meinung zu bemächtigen, muß man sie vor allem vollständig verwirren, indem man von allen Seiten her und auf die verschiedenste Art sich widersprechende Anschauungen zum Ausdruck bringt, bis sich die Nichtjuden in dem Labyrinth nicht mehr zurechtfinden und schließlich zur Einsicht kommen, daß es das beste sei, in politischen Dingen überhaupt keine Meinung zu haben. Dieses Gebiet hat das Volk nichts anzugehen, es ist denjenigen vorbehalten, die die Leitung haben. Das ist das erste Geheimnis.

Das zweite, für den Erfolg unserer Regierung notwendige Geheimnis besteht darin, die Fehler, Gewohnheiten, Leidenschaften und Regeln des geselligen Verkehres derart zu vervielfältigen, daß sich niemand mehr in dem Chaos auskennt, und die Menschen sich untereinander nicht mehr verstehen. Diese Politik wird auch dazu beitragen, in allen Parteien Zwietracht zu säen und alle kollektiven Kräfte, die sich uns nicht unterwerfen wollen, aufzulösen; sie wird jede persönliche Tatkraft entmutigen.

Es gibt nicht gefährlicheres als die persönliche Tatkraft; wenn sie Geist hinter sich hat, ist sie mächtiger als Millionen von Menschen, unter die wir Zwietracht gesät haben. Wir müssen daher die Erziehung der Nichtjuden dahin lenken, daß sie vor jeder Unternehmung, welche Tatkraft erfordert, ihre Hände in hoffnungsloser Ohnmacht sinken lassen.

Die Kräfte, die sich unter dem Walten unbeschränkter Freiheit entwickeln, verlieren ihre Stärke, sobald sie auf die Freiheit anderer stoßen; daraus entstehen Erschütterungen der Moral, Enttäuschungen und Mißerfolge.

Mit all diesen Mitteln werden wir die Nichtjuden derart ermüden, daß sie sich schließlich gezwungen fühlen, uns um eine internationale Regierung zu bitten, die, ohne Gewaltanwendzusaugen und eine oberste Regierung zu bilden. An die Stelle der gegenwärtigen Regierungen werden wir ein Ungeheuer setzen, das sich die Verwaltung der obersten Regierung nennen wird. Ihre Hände werden sich nach allen Seiten hin wie Zangen ausstrecken und sie wird eine so gewaltige Einrichtung sein, daß sich ihr alle Völker unterwerfen müssen.

6. Protokoll

Sehr bald werden wir gewaltige Monopole, Sammelbecken riesiger Reichtümer errichten, von denen sogar die großen Vermögen der Nichtjuden in einer Weise abhängig sein werden, daß sie mitsamt dem Kredite der Staaten am ersten Tage nach einem politischen Zusammenbruch verschwinden. Mögen die vier anwesenden Herren Volkswirte die Bedeutung dieses Gedankens erwägen!

Wir müssen mit allen nur möglichen Mitteln die Bedeutung unserer obersten Regierung zur Geltung bringen, indem wir sie als den Beschützer und Wohltäter aller derjenigen hinstellen, die sich ihr freiwillig unterwerfen.

Der nichtjüdische Adel ist als politische Macht verschwunden; mit ihm brauchen wir nicht mehr rechnen. Aber als Grundbesitzer ist er für uns noch gefährlich, weil er durch seine natürlichen Hilfsmittel unabhängig ist. Daher müssen wir ihn um jeden Preis seine Ländereien nehmen.

Das beste Mittel hierfür ist, die Steuern auf Grund und Boden zu erhöhen, um den Grundbesitz zu verschulden. Diese Maßnahmen werden den Grundbesitz in einen Zustand unbedingter Abhängigkeit erhalten. Die nichtjüdischen Aristokraten, die eine ererbte Unfähigkeit besitzen, sich mit Wenigem zu begnügen, werden rasch zu Grunde gerichtet sein.

Zu gleicher Zeit müssen wir Handel und Industrie möglichst fördern und insbesondere die Spekulation, deren Hauptrolle es ist, als Gegengewicht gegenüber der Industrie zu dienen. Ohne Spekulation würde die Industrie die privaten Vermögen vermehren und die Lage des Ackerbaues verbessern, indem sie den Ackerbau von den Schulden befreien würde, die aus den Darlehen der Bodenbanken entstanden sind. Die Industrie muß dem Ackerbau sowohl die Arbeitskräfte als auch das Kapital entziehen und durch die Spekulation das Geld der ganzen Welt uns zuführen. Hierdurch werden alle Nichtjuden zu Proletariern herabsinken und sich vor uns beugen, um wenigstens das Recht auf das Leben noch zu behalten.

Um die Industrie der Nichtjuden zu zerstören, werden wir die Spekulation und die Sucht nach einem alles verschlingenden Luxus entwickeln.

Wir werden den Arbeitslohn steigern, ohne das dies den Arbeitern irgend einen Vorteil bringen könnte, weil wir gleichzeitig eine Preissteigerung bei allen Waren des täglichen Bedarfes erzeugen werden; als Ursache werden wir den Niedergang des Ackerbaues und der Viehzucht vorschützen.

Wir werden ferner die Grundlagen der Produktion untergraben, indem wir die Arbeiter für die Anarchie und für den Alkohol geneigt machen und mit allen Mitteln die Intelligenz der Nichtjuden vom Lande vertreiben.

Damit die Nichtjuden den wahren Stand der Dinge nicht vorzeitig erkennen, werden wir unsere wahren Pläne mit dem angeblichen Wunsch verschleiern, der Arbeiterklasse zu helfen und unseren hohen wirtschaftlichen Grundsätzen Geltung zu verschaffen.

7. Protokoll

Die Vermehrung der Rüstungen und der Polizei sind eine notwendige Ergänzung unseres Planes. Wir müssen erreichen, daß es außer uns in allen anderen Staaten nur mehr Proletariermassen, einige uns ergebene Millionäre und Polizei und Soldaten gibt.

In ganz Europa und ebenso auch in den anderen Erdteilen müssen wir Gärung, Zwietracht und Haß erregen, daraus ergeben sich zwei Vorteile. Einerseits verschaffen wir uns bei allen Ländern Achtung, da sie wohl wissen, daß wir nach Belieben Unordnung hervor zurufen, Ordnung wieder herzustellen vermögen. Alle Länder werden sich so daran gewöhnen, uns als ein notwendiges Übel anzusehen. Zweitens werden unsere Machenschaften alle Fäden verwirren, die wir zwischen den Staatsregierungen mittels der Politik, mittels wirtschaftlicher Verträge oder finanzieller Abmachungen gesponnen haben. Um unser Ziel zu erreichen, müssen wir bei den Verhandlungen und Geschäften große Verschlagenheit anwenden; in der sogenannten offiziellen Sprache jedoch werden wir den entgegen gesetzten Vorgang beobachten und ehrbar und entgegenkommend erscheinen. Auf diese Art werden die Völker und die Regierungen der Nichtjuden, die wir daran gewöhnt haben, die Dinge so anzusehen, wie wir sie ihnen darstellen, uns noch als die Wohltäter und Retter der Menschen betrachten.

Bei jedem Widerstande gegen uns müssen wir imstande sein, den Krieg erklären zu lassen und zwar durch den Nachbarn des Staates, der uns entgegenzutreten wagte; sollte sich aber die Nachbarstaaten unterfangen, sich gegen uns zu vereinigen, dann müssen wir einen allgemeinen Krieg entfesseln.

In der Politik ist der sicherste Weg zum Erfolge die Geheimhaltung der Unternehmungen; die Handlungen eines Diplomaten sollen mit seinen Worten nicht übereinstimmen.

Wir sollen die Regierungen der Nichtjuden zwingen, nach diesem Plane zu handeln, den wir in seiner ganzen Breite entworfen haben und der sich seinem Ziele bereits nähert. Dabei wird uns die öffentliche Meinung unterstützen, deren wir uns durch die Großmacht Presse bereits ganz bemächtigt haben. Mit wenigen Ausnahmen, mit denen wir nicht rechnen brauchen, ist die Presse tatsächlich schon ganz in unserer Abhängigkeit.

Um unser System der Bezwingung der nichtjüdischen Regierungen in Europa in einem Satz zusammenzufassen: wir werden einer derselben unsere Macht durch Attentate, d.h. durch den Terror vor Augen führen, und wenn sich alle gegen uns erheben sollten, so werden wir ihnen mit amerikanischen, chinesischen oder japanischen Geschützen antworten.

8. Protokoll

Wir müssen uns alle Kampfmittel aneignen, deren sich unsere Gegner bedienen könnten. Wir müssen zu juristischen Spitzfindigkeiten und Auslegungskünsten in allen Fällen greifen, wo wir Entscheidungen treffen sollen, die allzu kühn oder ungerecht erscheinen könnten, denn es ist wichtig, eine Entscheidung in solche Worte zu kleiden, daß sie als Ausdruck erhabenster Grundsätze der Moral und des Rechtes erscheine.

Unsere Regierung muß sich mit allen Machtmitteln der Zivilisation umgeben, in deren Mitte sie wirken soll. Sie wird Publizisten, erfahrene Rechtsgelehrte, Männer der Verwaltung, Diplomaten, schließlich Männer an sich ziehen, die in unseren Fachschulen eine besondere höhere Vorbildung genossen haben.

Diese Männer werden alle Geheimnisse des gesellschaftlichen Lebens kennen, die politischen Redewendungen aller Sprachen verstehen, mit dem tieferen Wesen der menschlichen Natur und ihren empfindlichen Saiten vertraut sein, auf den sie zu spielen haben werden. Zu diesen Saiten gehören die Geistesrichtungen der Nichtjuden, ihre guten und schlechten Eigenschaften, ihre Bestrebungen und ihre Laster, die Besonderheiten der einzelnen Klassen und Berufe.

Es versteht sich von selbst, daß diese geistigen Mitarbeiter unserer Regierung nicht den Kreisen der Nichtjuden zu entnehmen sind, die gewöhnt sind, ihre Verwaltungsarbeit zu verrichten, ohne sich hierbei um ihre Nützlichkeit zu kümmern. Die Beamten der Nichtjuden unterschreiben, ohne zu lesen; sie dienen um ihres Vorteiles willen oder aus persönlichem Ehrgeiz.

Wir werden unsere Regierung mit einer ganzen Welt von Volkswirten umgeben. Dies ist der Grund, warum die Volkswirtschaftslehre der wichtigste Unterrichtsgegenstand bei den Juden ist. Wir werden ferner von einem Schwarm von Bankfachleuten, Industriellen, Kapitalisten umgeben sein, weil schließlich alles durch Ziffern entschieden wird.

Solange es noch gefährlich wäre, die verantwortungsvollen Stellen in unseren Staaten unseren jüdischen Brüdern zu verleihen, werden wir sie solchen Leuten anvertrauen, deren Vergangenheit und Charakter so beschaffen sind, daß zwischen ihnen und dem Volke ein Abgrund gähnt, Leuten, die im Falle eines Zuwiderhandelns gegen unsere Anordnungen ihre Verurteilung oder Verbannung gewärtigen müssen: dies zu dem Zwecke, daß sie sich gezwungen fühlen, unsere Interessen bis zum letzten Atemzuge zu verteidigen.

9. Protokoll

Bei Anwendung unserer Grundsätze müssen Sie den Charakter des betreffenden Volkes berücksichtigen, in dessen Mitte Sie sich befinden und wirken. Eine allgemeine, gleichmäßige Anwendung dieser Grundsätze kann keinen Erfolg haben, bevor wir nicht die Volks erziehung umgebildet haben. Gehen wir aber bei ihrer Anwendung vorsichtig vor, so werden Sie sehen, daß keine zehn Jahre vergehen, bis auch der härteste Charakter verändert ist; und wir werden dann ein Volk mehr unter denjenigen zählen, die sich uns schon unterworfen haben.

Sobald unsere Herrschaft errichtet sein wird, werden wir unsere liberalen Schlachtrufe „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“ nicht durch einen anderen Schlachtruf ersetzen, sondern durch Worte, die bloß eine Idee ausdrücken. Wir werden sagen: „Das Recht auf Freiheit, das Recht auf Gleichheit, das Recht auf Brüderlichkeit;“ wir werden dadurch den Stier bei den Hörnern packen.

Tatsächlich haben wir außer unsere eigenen alle Regierungen bereits zerstört, wenn auch rechtlich viele noch vorhanden sind. Wenn heutzutage irgendwelche Staaten gegen uns auftreten, so geschieht es nur aus formalen Gründen, jedoch unter unserem vollen Wissen, ja sogar unserem Einverständnis, denn ihr Antisemitismus ist für uns notwendig, um unsere Brüder aus den unteren Kreisen zusammenzuhalten. Ich will Ihnen das nicht näher ausführen, denn diesen Gegenstand haben wir schon mehrfach erörtert.

Tatsächlich gibt es für uns keine Hindernisse mehr. Unsere oberste Regierung befindet sich in einem außergesetzlichen Zustande, den man füglich mit dem mächtigen und energischen Worte Diktatur bezeichnen kann.

Ich kann mit gutem Gewissen behaupten, daß wir gegenwärtig bereits die Gesetzgeber sind, wir sprechen Recht, wir fällen Todesurteile und begnadigen, wir sitzen wie Heerführer hoch zu Roß.

Wir werden mit fester Hand regieren, er einst mächtigen Partei, die uns heute unterworfen ist. Wir besitzen unbegrenzten Ehrgeiz, brennende Habgier, unerbittliche Rachsucht und tiefen Haß. Von uns geht ein alles verschlingender Terror aus. In unseren Diensten stehen Männer aller Anschauungen und Lehren.

Männer, welche die Monarchie wieder einführen wollen, Demagogen, Sozialisten, Kommunisten und jede Art von Utopisten; wir haben sie alle für uns eingespannt; jeder von ihnen unterwühlt von seiner Stelle aus die letzten Trümmer der früheren Macht und sucht die bestehende Rechtsordnung umzustoßen. Alle Staaten leiden durch solche Umtriebe, sie rufen nach Ruhe, sie sind bereit, für den Frieden alles zu opfern; wir aber werden ihnen den Frieden solange nicht schenken, bis sie unsere Oberherrschaft nicht offen und ergeben anerkannt haben werden.

Das Volk wird stöhnen und die Lösung der sozialen Frage im Wege einer internationalen Vereinbarung verlangen. Die Zersplitterung in Parteien hat diese unseren Händen ausgeliefert, denn um Parteikämpfe zu unterstützen, bedarf es Geld und dieses ist nur in unserem Besitz.

An sich könnten wir befürchten, daß sich die Regierenden mit der blinden Macht des Volkes verbünden, aber wir haben alle notwendigen Maßnahmen gegen eine solche Möglichkeit getroffen: Zwischen diesen zwei Kräften haben wir eine Mauer aufgerichtet und zwar in Gestalt des Terrors, den beide wechselseitig ausüben.

Auf diese Weise bleibt die blinde Macht des Volkes unsere Stütze. Nur wir alleine werden ihr Führer sein und sie unserem Ziele zuführen.

Damit sich die Hand dieses Blinden nicht aus unserer Umfassung befreie, müssen wir von Zeit zu Zeit mit dem Volke in Verbindung treten, wenn schon nicht persönlich, so doch durch Vermittlung unserer treuesten Länder. Sobald unsere Herrschaft anerkannt ist, werden wir auf den öffentlichen Plätzen mit dem Volke reden und es über politische Fragen in dem Sinne unterrichten, der uns förderlich erscheint. Wer könnte nachprüfen, was in den Dorfschulen gelehrt wird? Was aber der Vertreter der Regierung oder der Herrscher selbst dem Volke sagen wird, das wird unfehlbar sofort im ganzen Staate bekannt sein, denn es wird durch die Stimme des Volkes rasch verbreitet.

Um die Einrichtungen der Nichtjuden nicht vorzeitig zu zerstören, faßten wir sie vorsichtig an; wir nahmen die einzelnen Verwaltungszweige des Staatsmechanismus in Besitz. Diese Ressorts waren früher streng, aber gerecht abgegrenzt, wir jedoch ersetzen sie durch eine Organisation freier Willkür. So veränderten wir die Rechtsprechung, das Wahlrecht, die Presse, die individuelle Freiheit und insbesondere das Erziehungswesen, den Eckpfeiler der Freiheit.

Wir haben die Jugend der Nichtjuden verdummt und verdorben, indem wir sie nach Grundsätzen und Theorien erzogen, die uns als falsch bekannt waren, die wir ihr aber absichtlich eingeprägt haben.

Über die bestehenden Gesetze hinaus haben wir erstaunliche Erfolge erzielt, indem wir sie ohne wesentliche Abänderung durch widerspruchsvolle Auslegungen entstellten. Wir haben sie im Wege der Auslegung vorerst verdreht, dann aber vollständig verdunkelt, sodaß sich die Regierungen in einer derart verwirrten Gesetzgebung nicht mehr zurechtfinden. Daraus entwickelte sich die Theorie von der Rechtsprechung nach freiem Ermessen.

Sie werden einwenden, daß man sich gegen uns mit bewaffneter Hand erheben werde, wenn man vorzeitig merkt, um was es sich handelt. Für diesen Fall besitzen wir ein so furchtbares Mittel, daß selbst die tapfersten Herzen erzittern. Bald werden in allen Hauptstädten Untergrundbahnen gebaut sein; von dort aus werden wir alle Städte samt allen ihren Einrichtungen und ihren Urkunden in die Luft sprengen.

10. Protokoll

Diesmal beginne ich mit einer Wiederholung des früher Gesagten, und ich bitte Sie, sich zu erinnern, daß die Regierungen und die Völker nur auf den Schein der Dinge achten. Wie sollten sie auch den tieferen Sinn erfassen, wenn ihre Vertreter nur an Unter haltungen denken? Für unsere Politik ist es sehr wichtig, diese besondere Tatsache zu erkennen. Diese Erkenntnis wird uns von Nutzen sein, wenn wir über die Verteilung der Macht, die Gewissensfreiheit, das Vereins- und Versammlungsrecht, die Gleichheit vor dem Gesetze, die Unverletzlichkeit des Eigentums und der Wohnung, die Besteuerung, die rückwirkende Kraft der Gesetze sprechen werden. Das sind alles Fragen, über die man vor dem Volke niemals offen sprechen darf. Falls man sie aber notgedrungen erörtern muß, darf man sie nicht einzeln aufzählen, sondern man soll bloß zusammenfassend erklären, daß die Grundsätze des modernen Rechtes von uns anerkannt werden. Die Bedeutung dieser Zurückhaltung liegt darin, daß ein nicht offen ausgesprochener Grundsatz uns die Freiheit läßt, den einen oder anderen Punkt davon auszunehmen, ohne daß es jemand merkt, während man einen einmal ausgesprochenen Grundsatz rückhaltlos aufrechterhalten müßte.

Das Volk hat eine besondere Vorliebe und eine hohe Achtung für politische Genies und beantwortet ihre Gewalttaten mit Worten wie: Welche Gemeinheit, aber geschickt gemacht! Es ist ein Gaunerstreich, aber gut gespielt, welche Kühnheit!

Wir rechnen damit, alle Völker zur Errichtung des neuen grundlegenden Baues, dessen Plan wir entworfen haben, heranzuziehen. Deshalb müssen wir mit Kühnheit und Geisteskraft ausgestattete Männer gewinnen, die fähig sind, alle Hindernisse, die sich uns in den Weg stellen könnten, zu überwinden.

Wenn wir unsere Staatsumwälzung vollzogen haben, dann werden wir den Völkern sagen: „Alles ist bisher schlecht gegangen, alle haben gelitten. Wir aber zerstörten jetzt die Ursachen Eurer Qualen, die Nationalitäten, die Grenzen, die Verschiedenartigkeit der Währungen. Gewiß, Ihr seid frei, uns zu verurteilen, aber wird Euer Urteil gerecht ausfallen, wenn Ihr es fällt, bevor Ihr geprüft habt, was wir für Euer Wohl taten?“ Dann werden sie uns zujubeln und uns in heller Begeisterung im Triumph auf ihren Achseln tragen. Das allgemeine Wahlrecht, dessen wir uns als Mittel zur Erreichung unserer Macht bedienten und mit dem wir die untersten Schichten der Gesellschaft beglückt haben, die nun durch Vereinigungen und Vereinbarungen Mitglieder der Menschheit wurden, wird seine Rolle zum letzten Male spielen, in dem einmütigen Wunsche, uns, bevor man über uns urteilt, kennen zu lernen.

Zu diesem Behufe müssen wir alle Menschen zur Wahlurne führen, ohne Unterschied von Stand und Vermögen, um die absolute Herrschaft der Mehrheit zu erlangen, die wir mittels der gebildeten Schichten allein niemals erreichen könnten.

Indem wir auf diese Art alle Menschen von dem Werte ihrer Persönlichkeit überzeugt haben, werden wir die Bedeutung der christlichen Familie und ihren erzieherischen Einfluß vernichten.

Wir werden verhindern, daß hochbegabte Männer durchdringen; unter unserer Leitung wird der Pöbel nicht erlauben, daß sie sich bemerkbar machen, nicht einmal, daß sie reden; denn er ist gewöhnt, nur auf uns zu hören, die wir ihm seinen Gehorsam und seine Aufmerksamkeit bezahlen. So werden wir uns aus dem Volke eine so blind gefügige Macht schaffen, daß sie unfähig ist, sich ohne die Führung unserer Vertrauensmänner, die wir an die Stelle ihrer bisheriger Führer setzen, zu bewegen. Das Volk wird sich diesem System unterwerfen, weil es wissen wird, daß von diesen neuen Führern Verdienst, Zuwendung und alle Wohltaten abhängen werden.

Der Regierungsplan muß ganz fertig aus einem einzigen Kopfe hervorgehen, denn es würde ihm die Einheit fehlen, wenn mehrere Köpfe mitgewirkt hätten. Daher dürfen wir selbst den Plan kennen, dürfen aber über ihn niemals sprechen, damit seine erhabene Bedeutung, der Zusammenhang der einzelnen Teile, der praktische Wert und der geheime Sinn jedes seiner Punkte keinen Abbruch erleide. Würde ein solcher Plan der allgemeinen Erörterung und Abstimmung unterworfen werden, so würde er unvermeidlich alle Spuren der Auffassung der Leute aufweisen, die in seinen tieferen Sinn und seine Zusammenhänge nicht eindringen können. Unsere Pläne müssen scharf und logisch aufgebaut sein. Daher dürfen wir die geniale Arbeit unseres Führers der Menge nicht vor die Füße werfen, nicht einmal einem engeren Kreise ausliefern.

Diese Pläne werden die bestehenden Einrichtungen vorläufig nicht umstürzen. Sie werden bloß die wirtschaftliche Grundlage und daher ihre weitere Entwicklung verändern, die ihren Weg nach unseren Richtlinien nehmen soll.

Fast in allen Staaten finden wir unter verschiedenen Bezeichnungen die gleichen Einrichtungen: Die Volksvertretung, die Minister, den Senat, den Staatsrat, die gesetzgebenden und vollziehenden Körperschaften. Ich brauche Ihnen die Beziehungen dieser Einrichtungen untereinander nicht zu erläutern, da sie Ihnen wohlbekannt sind. Beachten Sie nur, daß jede dieser Einrichtungen irgend einer wichtigen Aufgabe der Regierung entspricht. Mit dem Worte wichtig bezeichne ich dabei die Aufgabe und nicht die Einrichtung; es sind also nicht die Einrichtungen, sondern ihr Aufgabenkreis das Wichtige. Diese Einrichtungen haben alle Aufgaben der Regierung unter sich aufgeteilt: Die Verwaltung, die Gesetzgebung und die vollziehende Gewalt. Sie erfüllen im Staatskörper dieselbe Aufgabe wie die Organe im menschlichen Körper. Wenn wir ein Glied der Staatsmaschine beschädigen, wird der Staat ebenso wie der menschliche Körper erkranken und sterben.

Nachdem wir dem Staatskörper das Gift des Liberalismus eingeflößt hatten, hat sich seine ganze politische Beschaffenheit verändert; die Staaten wurden von einer tödlichen Krankheit, der Blutzersetzung befallen; man braucht nur das Ende ihres Todeskampfes abwarten.

Aus dem Liberalismus sind die konstitutionellen Staaten, die einzige ersprießliche Regierungsform für die Nichtjuden, hervorgegangen; sie traten an den Platz der früheren Autokratien. Wie Sie selbst wissen, ist die Verfassung nichts anderes, als die Schule für Uneinigkeiten, Mißhelligkeiten, Zänkereien und unfrs dessen, was dem Staate die Kraft seiner Individualität nimmt. Die Rednerbühne und ebenso die Presse haben die Regierungen zur Taten- und Machtlosigkeit verurteilt, und sie wurden dadurch unnütz und überflüssig. Dadurch erst wurde das republikanische Zeitalter möglich, und wir ersetzten den Herrscher durch die Karikatur eines Präsidenten, den wir uns aus der Masse des Volkes, mitten aus unseren Kreaturen und Sklaven, nahmen.

Das war der Sprengkörper, den wir unter die Nichtjuden oder vielmehr unter alle nichtjüdischen Nationen legten.

In naher Zukunft werden wir die verfassungsgemäße Verantwortlichkeit der Präsidenten einführen. Dann werden wir uns bei der Ausführung unserer Handlungen keinerlei Schranken auferlegen, da die Verantwortung unsere Strohpuppe tragen wird. Was liegt uns da ran, wenn die Reihen derer, die nach Macht streben, sich lichten, und wenn Wirren entstehen, weil man keinen Präsidenten finden kann, Wirren, die schließlich das Land zerrütten?

Um dieses Ergebnis zu erreichen, werden wir für die Wahl solcher Präsidenten sorgen, deren Vergangenheit irgend einen dunklen Punkt, irgend ein Panama aufweisen wird. Die Angst vor Enthüllungen, der Wunsch, den schließlich jeder zur Macht gelangte Mensch hat, seine Vorrechte und die mit seiner Stellung verbundenen Vorteile und Ehren sich zu erhalten, werden aus ihnen treue Vollstrecker unserer Unordnungen machen.

Das Abgeordnetenhaus wird den Präsidenten wählen, unterstützen und verteidigen; wir aber werden dem Hause das Recht, Gesetze einzubringen oder zu ändern, nehmen; dieses Recht werden wir dem verantwortlichen Präsidenten verleihen, der ein Spielball in unseren Händen sein wird. Der Präsident wird allerdings die Zielscheibe aller Angriffe werden. Um sich zu verteidigen, werden wir ihm daher das Recht verleihen, über die Köpfe der Abgeordneten hinweg an das Volk zu apellieren, d.h. die Entscheidung der uns blind ergebenen Mehrheit einholen.

Außerdem werden wir ihm das Recht, den Belagerungszustand zu verhängen, übertragen. Dieses letztere Vorrecht werden wir damit begründen, daß der Präsident als Haupt der Armee das Recht haben muß, die neue republikanische Verfassung zu verteidigen, deren verantwortliche Vertreter er ist.

Unter diesen Verhältnissen wird der Schlüssel zum Heiligtume in unseren Händen liegen und niemand außer uns wird die Gesetzgebung leiten.

Sobald wir die neue republikanische Verfassung eingeführt haben, werden wir ferner dem Abgeordnetenhause das Interpellationsrecht unter dem Vorwand der Wahrung des Staatsgeheimnisses nehmen.

Auch werden wir die Zahl der Abgeordneten auf ein Mindestmaß herabsetzen. Dadurch verringern wir auch im gleichen Ausmaße die politischen Leidenschaften.

In den Wirkungskreis des Präsidenten fällt auch die Ernennung der Präsidenten und Vizepräsidenten des Abgeordnetenhauses und des Senats. An Stelle der dauernden Tagungen werden wir die Sitzungen des Abgeordnetenhauses auf einige Monate beschränken. Außer dem wird der Präsident als Träger der vollziehenden Gewalt das Recht haben, das Abgeordnetenhaus einzuberufen oder aufzulösen und im Falle der Auflösung die Wiedereinberufung des Hauses zu vertagen.

Damit aber der Präsident wegen all dieser klarerweise ungesetzlichen Handlungen nicht zur Verantwortung gezogen werde, bevor wir noch unsere Pläne durchgeführt haben, werden wir die Minister und übrigen Beamten der Umgebung des Präsidenten anhalten, selbständige Verfügungen zu treffen, für die sie selbst die Verantwortung tragen. Wir werden jedoch empfehlen, diese Rolle dem Senat oder Staatsrat oder Ministerrat, nicht aber einzelnen Persönlichkeiten anzuvertrauen.

Der Präsident wird die bestehenden Gesetze, die eine verschiedene Auslegung zulassen, im Sinne unserer Wünsche auslegen; er wird sie außer Kraft setzen, sobald wir ihm die Notwendigkeit dartun werden; er wird das Recht haben, vorläufige Verfügungen mit Gesetzeskraft zu treffen und sogar die Verfassung abzuändern, beides unter dem Vorwand des Staatswohles.

Diese Maßnahmen werden es uns ermöglichen, nach und nach alles zu vernichten, was wir zur Zeit der Machtergreifung notgedrungenerweise in die Staatsverfassungen aufnehmen mußten; wir werden hierdurch unmerklich zur Beseitigung aller Verfassungen gelangen, sobald die Zeit gekommen sein wird, alle Regierungen unserer Herrschaft zu unterstellen.

Die Anerkennung unserer Herrschaft kann schon vor der Beseitigung der Verfassungen erfolgen, wenn die Völker, ermüdet durch Unruhen und das gänzliche Versagen der Staatsleiter – welches Versagen durch uns herbeigeführt wurde – ausrufen werden: „Setzt sie ab, gebet uns einen Weltherrscher, der imstande ist, uns alle zu vereinigen und die Ursache unserer Feindschaft, d.i. Staatsgrenzen, Religion, Staatsschulden zu beseitigen, einen König, der uns Frieden und Ruhe schenkt, die wir unter unseren bisherigen Herrschern und Regierungen nicht finden können.“

Sie wissen es selbst sehr gut, daß man, um die Massen zu solchen Forderungen zu bringen, ununterbrochen in allen Ländern die Beziehungen zwischen Volk und Regierung verwirren muß, um die ganze Welt durch Uneinigkeit, Feindschaft, Haß, ja sogar durch qual volle Entbehrungen, durch Hunger und durch Krankheiten, die wir ihnen durch Einimpfung von Bazillen verursachen, derart zu ermatten, daß die Nichtjuden keinen anderen Ausweg aus ihrem Elend sehen, als sich unserem Geld und unserer Herrschaft vollständig zu unterwerfen.

Wenn wir den Völkern eine Atempause geben, dann kommt der günstige Augenblick vielleicht nie wieder.

11. Protokoll

Der Staatsrat wird die Bestimmung haben, die Macht der Regierung zu unterstreichen; er wird bloß zum Scheine eine gesetzgebende Körperschaft, in Wirklichkeit aber ein Redaktionskomitee zur Ausarbeitung der Gesetze und Regierungsverordnungen sein.

Ein wesentlicher Teil des Programmes unserer Verfassung besteht darin, daß wir die Gesetze schaffen, daß wir Recht sprechen und daß gleichzeitig die Verwaltung in unseren Händen liegt. Diese Tätigkeit werden wir ausüben 1. durch Vorschläge an die gesetzgebende Körperschaft, 2. durch Erlässe des Präsidenten in Form allgemeiner Verfügungen, durch Senatsbeschlüsse und durch Entscheidungen des Staatsrates in Form von ministeriellen Erlässen, 3. im geeigneten Zeitpunkt in Form eines Staatsstreiches.

Nachdem wir nun unseren Plan in großen Zügen entworfen haben, wollen wir die einzelnen Maßnahmen erörtern, deren wir uns zum Aufbau des Staates in unserem Sinne bedienen werden. Hierher gehören die Pressefreiheit, das Vereins- und Versammlungsrecht, die Gewissensfreiheit, das Wahlrecht und viele andere Dinge, die aus der menschlichen Gedankenwelt verschwinden oder doch gründlich umgestaltet werden müssen, sobald die neue Verfassung verkündet sein wird. Nur in diesem Augenblicke werden wir unsere Neuerungen ohne Gefahr durchbringen können und zwar aus folgendem Grunde:

Wenn die Veränderung mit großer Strenge durchgeführt wird, so kann sie infolge der Furcht vor neuerlichen Veränderungen zur Verzweiflung führen; wenn wir dagegen Zugeständnisse machen, wird das Volk erklären, wir hätten unsere Irrtümer eingesehen, und dies wird den Glauben an die Unfehlbarkeit unserer Regierung zerstören; oder man wird erklären, daß wir Furcht haben und nur gezwungen Zugeständnisse machen, für die uns niemand danken wird, weil er sie für selbstverständlich hält. Das eine oder andere würde der neuen Verfassung schaden.

Am Tage ihrer Verkündigung, wenn die Völker vom eben vollzogenen Staatsstreich noch ganz betäubt und in Angst und Ratlosigkeit sind, müssen sie erkennen, daß wir so stark, mächtig und unverletzlich sind, daß wir uns um sie nicht mehr kümmern brauchen, daß wir nicht nur auf ihre Anschauungen und Wünsche nicht mehr achten werden, sondern daß wir bereit sind, jederzeit und an jedem Ort jeden Widerstand und jede Kundgebung zu unterdrücken. Die Völker müssen wissen, daß wir die ganze Macht mit einem Schlagean uns gerissen haben und daß wir unsere Macht auf keinen Fall mit ihnen teilen werden. Dann werden sie die Augen schließen und geduldig die Ereignisse an sich herankommen lassen.

Die Nichtjuden sind eine Schafherde, wir sind die Wölfe. Und wissen Sie, was aus den Schafen wird, wenn die Wölfe in die Herde eindringen? Sie werden ihre Augen wieder schließen, weil wir ihnen die Rückgabe aller ihrer geraubten Freiheiten versprechen werden, sobald wir alle Gegner des Friedens niedergerungen und die Parteien zur Ohnmacht verurteilt haben werden. Ich glaube Ihnen nicht sagen zu müssen, wie lange sie auf die Rückkehr ihrer Freiheiten warten werden. Warum haben wir diese ganze Politik erfunden und den Nichtjuden beigebracht, ohne ihnen die Möglichkeit zu geben, ihren tieferen Sinn zu erkennen, wenn nicht aus dem Grunde, um das auf Umwegen zu erreichen, was unser zerstreutes Volk auf geradem Wege nicht erreichen könnte?

Das war die Grundlage für unsere Organisation der Freimaurerei, deren Pläne diese Tiere von Nichtjuden nicht einmal ahnen; wir nehmen sie gleichwohl in unsere Loge auf, damit sie ihren Brüdern Sand in die Augen streuen.

Die Gnade Gottes hat uns, sein auserwähltes Volk, über die ganze Welt zerstreut, und in dieser scheinbaren Schwäche unserer Rasse liegt unsere ganze Kraft, die uns heute an die Schwelle der Weltherrschaft geführt hat. Es bedarf nicht mehr viel, um auf diesen Grundlagen das Gebäude aufzurichten.

12. Protokoll

Das Wort Freiheit, das man auf verschiedene Weise deuten kann, legen wir so aus: Freiheit ist das Recht, zu tun, was das Gesetz erlaubt. Solche Auslegung des Begriffes gibt die Freiheit vollständig in unsere Hand, weil die Gesetze das zerstören oder aufrichten werden, was wir nach den oben entwickelten Richtlinien für wünschenswert halten.

Mit der Presse werden wir in folgender Weise verfahren. Welche Rolle spielt jetzt die Presse? Sie dient dazu, die Leidenschaften der Menschen zu entflammen oder selbstsüchtige Parteibestrebungen zu fördern.

Wir werden ihr einen Zaum anlegen und die Zügel straff führen. Auf gleiche Weise werden wir mit anderen Druckwerken verfahren; denn es würde uns nichts nützen, wenn wir bloß die Presse überwachen, aber den Angriffen der Bücher und Broschüren ausgesetzt blieben.

Wir werden die Erzeugnisse der öffentlichen Meinung, die heute schon viel Geld kostet, durch Zensur zu einer Einnahmequelle für den Staat machen. Wir werden eine besondere Zeitungssteuer einführen und bei der Gründung von Zeitungen und Druckereien Bürgschaftsnummern verlangen, um so unsere Regierung vor jedem Angriffe durch die Presse zu schützen. Werden wir trotzdem angegriffen, so werden wir erbarmungslos Geldstrafen verhängen. Steuern, Bürgschaftsnummern und Geldstrafen werden dem Staate riesige Einnahmen zuführen. Gewiß, die Parteiblätter lassen sich durch Geldstrafen nicht einschüchtern, aber beim zweiten Angriff werden wir sie einfach unterdrücken. Niemand wird unsere Unfehlbarkeit in Regierungsangelegenheiten ungestraft antasten können.

Als Vorwand für die Unterdrückung einer Zeitung werden wir erklären, daß das betreffende Blatt die öffentliche Meinung grundlos aufgeregt hat. Ich bitte Sie, zu beachten, daß es unter den Zeitungen, die uns angreifen, auch solche geben wird, die wir selbst gegründet haben; diese aber werden ausschließlich diejenigen Punkte angreifen, deren Abänderung wir selbst anstreben werden.

Keine Nachricht wird ohne unsere Prüfung in die Öffentlichkeit gelangen. Diesen Erfolg haben wir bereits heute dadurch erreicht, daß alle Nachrichten aus der ganzen Welt bei einer Anzahl von Zeitungsagenturen zusammenlaufen. Dieselben werden vollständig in unseren Besitz übergehen und nur das verlautbaren, was wir ihnen vorschreiben.

Wenn wir es schon jetzt verstanden haben, die Gedankenwelt der nichtjüdischen Gesellschaft derart zu beherrschen, daß fast alle Menschen die Ereignisse der Welt nur mehr durch die farbigen Brillen ansehen, die wir ihnen aufgesetzt haben; wenn es schon jetzt keine Schranken mehr gibt, die uns verhindern könnten, in das einzudringen, was die Nichtjuden in ihrer Dummheit Staatsgeheimnis nennen, wie mag es erst dann werden, wenn wir die anerkannten Herren der Welt in der Person unseres Weltherrschers sein werden?

Kehren wir zur Zukunft der Presse zurück. Wer Verleger oder Drucker werden will, muß sich einen Erlaubnisschein verschaffen, der im Falle eines Anstandes sofort zurückgezogen wird.

Durch solche Maßnahmen wird das Instrument des Denkens zum Erziehungsmittel in der Hand unserer Regierung, die es nicht mehr erlauben wird, daß die Masse über die Segnungen des Fortschrittes falsch unterrichtet wird. Wer von Ihnen wüßte nicht, daß diese trügerischen Segnungen geradewegs zu Träumereien führen, aus denen die anarchischen Zustände der Menschen untereinander und gegenüber der Obrigkeit geboren werden, weil der Fortschritt oder vielmehr der Gedanke des Fortschrittes die mannigfaltigsten Vorstellungen von der Selbständigkeit erzeugt hat, ohne deren Grenzen festzusetzen. Alle sogenannten Liberalen sind Anarchisten, wenn schon nicht in ihrem Handeln, so doch wenigstens in ihrem Denken. Jeder von ihnen jagt den Truggebilden der Freiheit nach und stürzt in die Willkür hinein, wobei er protestiert nur um des Protestierens willen.

Nunmehr wollen wir uns mit den Büchern befassen. Wir werden sie, wie alles Gedruckte, mit Stempelsteuern nach der Blattzahl belegen und Bürgschaftsnummern fordern. Büchern mit weniger als 30 Blättern werden doppelt besteuert. Diese werden wir unter die Broschüren einreihen, um einerseits die Zahl dieser Schriften, die das schlimmste Gift verbreiten, zu verringern, andererseits um die Schriftsteller dazu zu bringen, so umfangreiche Schriften zu erzeugen, daß man sie schon wegen des höheren Preises weniglesen wird. Was wir dagegen herausgeben werden, um die Menschen in der von uns gewünschten Richtung zu erziehen, wird sehr billig sein und von jedermann gelesen werden.

Die Steuer wird die eitle Schreibwut zum Schweigen bringen und durch die Furcht vor Bestrafung kommen die Schriftsteller in unsere Abhängigkeit. Wenn Leute gegen uns schreiben wollen, werden sie keinen Verleger finden. Vor der Annahme eines Werkes zum Drucken muß sich der Verleger oder Drucker an die Behörden um Erlangung der Druckerlaubnis wenden. Auf diese Art werden wir im vorhinein jeden Angriff gegen uns erfahren, und wir werden ihn dadurch unschädlich machen, daß wir über den betreffenden Gegenstand eine Erklärung veröffentlichen.

(Heute führt diese Zensur der Lektor durch, der die Texte nach politischer Korrektness prüft. In Deutschland heute werden sogar schon die Buchhändler bestraft wenn sie nicht pc konforme Bücher anbieten. Und das sogar noch rückwirkend)

Da Bücher und Zeitungen die zwei wichtigsten Erziehungsmittel sind, wird unsere Regierung Eigentümerin der Mehrzahl der Blätter sein. Dadurch wird der schädliche Einfluß der Presse ausgeschaltet, und wir verschaffen uns einen außerordentlichen Einfluß auf die Volksstimmung. Wenn wir die Gründung von zehn Zeitungen bewilligen, so werden wir selbst dreißig Zeitungen auflegen und so weiter. Die Öffentlichkeit darf davon nichts ahnen. Unsere Zeitungen müssen daher scheinbar die widersprechendsten Richtungen und Meinungen vertreten, um Vertrauen zu erwecken und unsere Gegner an sich zu ziehen; diese werden dann in die Schlinge gehen und unschädlich sein.

An erster Stelle werden die amtlichen Zeitungen stehen, denen die Aufgabe zufallen wird, stets unsere Interessen zu vertreten; ihr Einfluß wird deshalb verhältnismäßig unbedeutend sein.

An zweiter Stelle werden die halbamtlichen Blätter kommen, welche die Gleichgültigen und Lauen für uns gewinnen sollen.

An der dritten Stelle werden die angeblich oppositionellen Blätter stehen; mindestens ein Blatt muß zu uns in schärfsten Gegensatz stehen. Unsere Gegner werden diesen scheinbaren Widerspruch für echt halten und uns ihre Karten aufdecken.

Unsere Zeitungen werden den verschiedensten Richtungen angehören, es wird aristokratische, republikanische, ja selbst anarchistische Blätter geben, natürlich nur, solange die Verfassung besteht. Wie der indische Gott Wischnu werden die Blätter hundert Hände haben, deren jede den wechselnden Pulsschlag der öffentlichen Meinung befühlen wird. Mit jedem Pulsschlag werden sie die öffentliche Meinung in die uns genehme Richtung leiten, denn ein aufgeregter Mensch verliert leicht seine Urteilskraft und unterliegt jeder Art von Beeinflussung. Diese Dummköpfe, die die Ansicht ihrer Zeitung zu vertreten glauben, werden in Wirklichkeit nur unsere Ansicht oder doch eine solche, die uns genehm ist, vertreten. Sie werden glauben, daß sie ihrem Parteiblatt folgen und werden in Wirklichkeit nur der Fahne folgen, die wir vor ihnen flattern lassen.

Um unser Zeitungsheer in diesem Sinne zu leiten, werden wir die Organisation mit ganz besonderer Sorgfalt durchführen müssen. Unter der Bezeichnung Hauptpresseverband werden wir die Schriftstellervereine zusammenfassen, in denen unsere Vertreter unmerklich Losungswort und Kampfruf ausgeben werden.

Unsere Blätter werden über unsere Politik in oberflächlicher Weise, ohne je auf den tieferen Grund einzugehen, hin- und herschreiben und den amtlichen Blättern polemische Scharmützeln liefern, um uns dadurch die Möglichkeit zu verschaffen, uns über das, was wir in den ersten Veröffentlichungen nicht klar sagen konnten, nunmehr klarer auszudrücken. Natürlich werden wir das aber nur dann machen, wenn es für uns vorteilhaft ist.

Diese Angriffe werden gleichzeitig dazu dienen, dem Volke glaubhaft zu machen, daß es die Redefreiheit besitzt. Unsere Vertreter werden so die Möglichkeit haben, zu behaupten, daß die gegnerische Presse nur schwätzt, weil sie keine sachlichen Gründe gegen unsere Maßnahmen anführen kann.

Durch diese für die Öffentlichkeit nicht erkennbaren Methoden werden wir ihre Aufmerksamkeit und ihr Vertrauen gewinnen. Mit Hilfe dieser Methoden werden wir die öffentliche Meinung in allen Fragen der Politik nach Belieben erregen oder beruhigen, überzeugen oder verwirren, indem wir bald wahre, bald falsche Nachrichten drucken, bald Tatsachen behaupten, bald berichtigen, je nach ihrem Eindrucke auf die Öffentlichkeit; stets werden wir den Boden sorgfältig abtasten, bevor wir den Fuß darauf setzen. Wir werden unsere Gegner sicher überwinden, weil ihnen infolge unserer Maßnahmen keine Zeitung zur Verfügung stehen wird, in denen sie ihrer Meinung freien Lauf lassen können. Wir werden nicht einmal gezwungen sein, sie endgültig zu widerlegen. Gegen die Versuchsballons unserer halbamtlichen Zeitungen werden wir nötigenfalls in den Zeitungen der dritten Gruppe energisch auftreten.

Die heutige Journalistik ist eine Art Freimaurerei. Alle Glieder der Presse sind untereinander durch das Berufsgeheimnis verbunden. Ähnlich wie bei den alten Wahrsagern gibt keines dieser Glieder das Geheimnis preis, wenn es hierfür nicht einen Auftrag erhält. Kein Zeitungsschreiber wird es wagen, das Geheimnis zu verraten, denn keiner wird zu diesem Berufe zugelassen, wenn er nicht in seiner Vergangenheit einen Makel an seiner Ehre aufweist. Dieser würde sofort aufgedeckt werden. Solange dieser Makel nur wenigen bekannt ist, lockt das Ansehen des Journalisten die Mehrheit des Landes an und man folgt ihm mit Begeisterung.

Wir rechnen besonders stark mit der Provinz. Es ist für uns unerläßlich, daß wir dort Hoffnungen und Bestrebungen erwecken, die denen der Hauptstadt entgegengesetzt sind; der Hauptstadt werden wir vormachen, daß es sich dabei um selbstgefaßte, nicht beeinflußte Ideen der Provinz handle. Es ist klar, daß die Quelle dieser Ideen immer dieselbe sein wird; es wird die unserige sein. Solange wir noch nicht die volle Macht besitzen, wird es für uns nötig sein, daß die großen Städte von der Provinzmeinung abhängig sind, d.h. von der Meinung der Mehrheit, die von unseren Vertrauensmännern gemacht wird. Im entscheidenden Augenblicke dürfen dann die großen Städte die vollendete Tatsache nicht mehr erörtern, weil sie ja bereits von der Mehrheit in den Provinzen gebilligt wurde.

Wenn wir durch die Zensur der Presse nicht mehr gestatten, über Verbrechen zu berichten. Das Volk muß glauben, die neue Führung befriedige jedermann derart vollständig, daß sogar die Verbrechen aufgehört haben. Aufgedeckte Verbrechen sollen nur den Opfern und den zufälligen Zeugen bekannt sein.

13. Protokoll

Die Sorge um das tägliche Brot zwingt die Nichtjuden zu schweigen und macht aus ihnen unsere ergebenen Diener. Diejenigen von ihnen, die wir bei unserer Presse anstellen, werden weisungsgemäß über alles das schreiben, was wir in den amtlichen Blättern nicht offen erörtern können; während der hierdurch entstehenden Aufregung werden wir die uns nützlich erscheinenden Maßnahmen durchführen und die Öffentlichkeit vor die vollendete Tatsache hinstellen. Niemand wird wagen, die Zurücknahme einer solchen Maßnahme zu verlangen, zumal wir sie als eine Verbesserung des bisherigen Zustandes hinstellen werden; übrigens wird die Presse die Aufmerksamkeit sofort auf neue Fragen lenken, haben wir doch, wie Sie wissen, die Menschen daran gewöhnt, fortwährend nach Neuem zu suchen. Einige hirnlose politische Abenteurer werden sich auf diese neuen Fragen stürzen, ohne zu wissen, daß sie keine Ahnung von dem haben, über was sie sprechen wollen. Die Fragen der höheren Politik sind niemandem verständlich, ausgenommen denjenigen, die sie schon seit Jahrhunderten erzeugt und beeinflußt haben.

Aus all dem werden Sie ersehen, daß wir nur deshalb die öffentliche Meinung für uns gewinnen wollen, um die Arbeit unserer Staatsmaschine zu erleichtern. Und Sie werden daraus ebenso erkennen, daß wir bei dieser oder jener Gelegenheit nur die Zustimmung zu unseren Worten, nicht aber zu unseren Handlungen einholen. Ununterbrochen verkünden wir, daß uns bei allen unseren Maßnahmen stets nur die Hoffnung und die Sicherheit leitet, dem Gemeinwohl zu dienen.

Um die allzu unruhigen Menschen von den Fragen der Politik abzulenken, werden wir angeblich neue Fragen in den Vordergrund rücken, die Fragen der Industrie. Wögen sie ihre Wut auf diesem Gebiete auslassen. Die Massen willigen ein, untätig zu bleiben bzw. sich angeblich von ihrer politischen Tätigkeit auszuruhen, zu der wir sie übrigens nur erzogen haben, um mit ihrer Hilfe die nichtjüdischen Regierungen zu bekämpfen, wenn man ihnen neue Beschäftigungen verschafft, die sie für politisch wichtig halten.

Damit die Massen nicht zu ruhiger Überlegung gelangen, werden wir sie durch Zerstreuungen, Spiele, Unterhaltungen, Leidenschaften ablenken. In Bälde werden wir Wettbewerbe aller Art auf dem Gebiete der Kunst und des Sportes ausschreiben. Das Interesse für diese Dinge wird sie dann endgültig von den Fragen ablenken, bezüglich derer wir mit ihnen im Kampf stehen. Indem die Menschen sich nach und nach das selbständige Denken abgewöhnen, werden sie schließlich ganz in der Richtung unserer Ideen sprechen, weil wir die einzigen sein werden, die neue Gedanken-Richtungen hervorbringen; selbstverständlich nur durch Vermittlung solcher Persönlichkeiten, die nicht im Verdachte eines Einverständnisses mit uns stehen.

Die Rolle der liberalen Schwärmer wird endgültig ausgespielt sein, sobald unsere Herrschaft anerkannt ist. Bis dahin werden sie uns gute Dienste leisten. Daher werden wir die Gedanken der Masse auch weiterhin auf phantastische Theorien hinleiten, die neuartig und angeblich fortschrittlich sind; denn mit dem Schlagwort Fortschritt haben wir diesen Dummköpfen von Nichtjuden ihre Köpfe mit vollem Erfolg verdreht, und es gibt unter ihnen keinen einzigen, der begreifen wird, das dieses Wort in allen Fällen unwahr ist, wo es sich nicht um materielle Bedürfnisse handelt, weil es nur eine Wahrheit an sich gibt und diesem Begriff gegenüber das Wort Fortschritt unangebracht ist. Wie jeder falsche Gedanke dient der Fortschritt dazu, die Wahrheit zu verdunkeln, da mit sie niemand erkenne als wir, das auserwählte Volk, die Hüter der Wahrheit.

Wenn unsere Herrschaft gekommen sein wird, werden unsere Redner über die großen Fragen der Menschheit sprechen, welche die ganze Welt bewegt haben, bis sie schließlich unter unsere wohltätige Leitung kam. Wer sollte denn argwöhnen, daß alle diese Fragen erfunden wurden, den durch so viele Jahrhunderte niemand erraten hat?

14. Protokoll

Sobald wir die Weltherrschaft erlangt haben, werden wir keinen anderen Glauben dulden, als den an unseren einen Gott, mit dem unser Schicksal verbunden ist, weil wir das auserwählte Volk sind und weil durch unseren Gott unser Schicksal mit dem der ganzen Welt zusammenhängt. Aus diesem Grunde müssen wir alle anderen Religionen vernichten. Wenn sich auch die Zahl der Gottlosen vermehren sollte, so wird dieser Übergangszustand unsere Pläne doch nicht stören, vielmehr den künftigen Geschlechtern zur Mahnung dienen; sie werden die Lehren der mosaischen Religion hören, deren feste und wohldurchdachte Weisungen mit der Unterwerfung aller Völker in Erfüllung gehen werden. Dadurch werden wir die geheimnisvolle Wahrheit dartun, auf der die ganze erzieherische Kraft unserer Religion beruht.

Dann werden wir bei jeder Gelegenheit Abhandlungen veröffentlichen, in denen wir unsere segensreiche Regierung mit denen der Vergangenheit vergleichen werden. Die Vorteile des Friedens, erkämpft durch Jahrhunderte der Unruhe, werden den segensreichen Charakter unserer Herrschaft hervortreten lassen. Die Fehler der nichtjüdischen Regierungen werden wir in den grellsten Farben malen. Wir werden gegen sie einen solchen Widerwillen erzeugen, daß die Völker die Leibeigenschaft den Rechten jener vielgerühmter Freiheit vorziehen werden, welche sie nur gequält hat, welche die Quelle des menschlichen Daseins erschöpfte und die nur von einer Schar Abenteurern ausgenützt wurde, die nicht wußten, wie sie sie gebrauchen sollten. Die nutzlosen Staatsumwälzungen, zu denen wir die Nichtjuden drängten, um ihre Verwaltung zu unterwühlen, werden sie derart ermüden, daß sie vorziehen werden, von uns alles zu ertragen, nur um nicht neuerliche Erschütterungen durchmachen zu müssen. Ganz besonders werden wir die geschichtlichen Fehler der nichtjüdischen Regierungen unterstreichen, die, bar jedes besseren Wissens, die Menschheit durch so viele Jahrhunderte gequält haben, nebelhaften Plänen sozialer Errungenschaften nachjagten, ohne zu merken, daß diese Pläne die allgemeinen Verhältnisse der menschlichen Gesellschaft nicht verbesserten, sondern nur verschlechterten.

Die ganze kraft unserer Grundsätze und Maßnahmen wird darin bestehen, daß wir sie in leuchtenden Gegensatz zu dem gestürzten System der alten gesellschaftlichen Verhältnisse stellen werden.

Unsere Philosophen werden alle Mängel der christlichen Religion besprechen; niemals wird aber jemand unsere Religion von ihren wahren Gesichtspunkten aus einer Beurteilung unterziehen, weil sie niemand wirklich erfassen wird, ausgenommen die Unserigen, die niemals ihre Geheimnisse verraten werden.

In den sogenannten fortgeschrittenen Ländern haben wir ein geistloses, schmutziges, verabscheuungswürdiges Schrifttum geschaffen. Diese Literatur werden wir noch einige Zeit nach Errichtung unserer Herrschaft pflegen, um den Gegensatz zu unseren Erörterungen und Lehren hervortreten zu lassen. Unsere Weisen, zur Leitung der Nichtjuden erzogen, werden Reden, Pläne, Abhandlungen, Aufsätze verfassen, durch die wir die Geister beeinflussen und in die Richtung derjenigen Ideen lenken werden, die wir ihnen ein flößen wollen.

15. Protokoll

Wenn wir mit Hilfe der von uns überall für den selben Tag vorbereitete Umstürze, und nachdem alle Regierungen ihre Unfähigkeit einbekannt haben, endlich zur Herrschaft gelangt sind – es wird noch einige Zeit dauern, vielleicht ein Jahrhundert – dann werden wir dafür sorgen, daß gegen uns keinerlei Verschwörungen stattfinden.

Zu diesem Zwecke werden wir alle hinrichten lassen, die unseren Regierungsantritt mit der Waffe in der Hand begrüßen. Jede Neugründung irgend einer neuen Gesellschaft wird ebenfalls mit dem Tode bestraft werden. Die jetzt bestehenden uns bekannten Geheim gesellschaften, die uns gute Dienste geleistet haben und noch leisten, werden wir auflösen. Ihre Mitglieder werden in fern von Europa gelegene Erdteile verschickt werden.

Auf diese Art werden wir mit den Nichtjuden, die freimaurerischen Logen angehören und davon zuviel wissen, verfahren. Diejenigen, welche wir aus irgendeinem Grunde verschonen werden, werden sich unter dem ständigen Druck, ausgewiesen zu werden, befinden.

Wir werden ein Gesetz erlassen, nach welchem alle alten Mitglieder der Geheimgesellschaften aus Europa, dem Sitz unserer Regierung, verbannt werden sollen. Die Entscheidungen unserer Regierungen werden endgültig und ohne Berufungsmöglichkeit sein.

Die nichtjüdische Gesellschaft, in die wir den Samen der Zwietracht und des Widerspruches gelegt haben, kann nur durch unbarmherzige Maßnahmen, welche von unbeugsamer Kraft sind, wieder in Ordnung gebracht werden. Dabei darf es auf die Zahl der Opfer, die für das künftige Wohl gebracht werden müssen, nicht ankommen. Es ist Pflicht jeder Regierung, die sich auf ihre Daseinsberechtigung beruft, nicht nur ihre Vorrechte zu genießen, sondern auch ihre Aufgabe zu erfüllen, mag dies auch noch soviel Opfer kosten.

Will eine Regierung unerschütterlich dastehen, so muß sie das Ansehen ihrer Macht verstärken, und dieses Ansehen wird nur durch eine alles übersteigende Unbeugsamkeit der Macht erreicht, die das Zeichen einer geheimnisvollen Unverletzlichkeit, der Auserwählung durch Gott, tragen muß. So war bis in die neueste Zeit die Autokratie der russischen Kaiser beschaffen, unser einziger Feind in der ganzen Welt neben dem Papsttum. Erinnern Sie sich an das Beispiel des in Blut getauchten Italiens, das Sulla, der dieses Blut vergoß, nicht ein Haar krümmte; das Volk, das er gepeinigt hatte, vergötterte ihn, und seine unerschrockene Rückkehr nach Italien machte ihn unverletzlich. Das Volk vergreift sich nicht an dem, der es durcr wir jedoch die Herrschaft erlangt haben, werden wir in allen Ländern der Erde Freimaurerlogen gründen und vermehren. Wir werden zu diesen Logen alle diejenigen heranziehen, die in der Öffentlichkeit eine hervorragende Rollen spielen oder spielen können. Diese Logen werden das hervorragendste Mittel sein, Auskünfte zu erlangen und Einfluß zu üben.

Wir werden alle Logen in einer Hauptleitung zusammenfassen, die nur uns bekannt sein und aus unseren Weisen bestehen wird. Die Logen werden ihre Vorsitzende haben, um die eigentlichen leitenden Personen zu verdecken; nur diese sind berechtigt, die Losung auszugeben. In diesen Logen werden wir alle revolutionären und freisinnigen Elemente vereinigen. Sie werden sich aus allen Gesellschaftsschichten zusammensetzen. Die geheimsten politischen Pläne werden uns schon am Tage ihrer Entstehung bekannt sein und uns zur Verfügung stehen.

Fast alle Polizeiagenten sowohl der Staats- als auch der Internationalen Polizei werden Mitglieder der Logen sein, weil ihr Dienst für uns unentbehrlich ist; denn die Polizei ist in der Lage, nicht nur Maßnahmen gegen Widerspenstige zu treffen, sondern auch unsere eigenen Handlungen zu verdecken und Vorwände für Unzufriedenheit zu erzeugen. Die meisten, die in Geheimgesellschaften eintreten, sind gewöhnlich Streber, Abenteurer und im allgemeinen Leute, die für alles zu haben sind, bei denen es uns nicht viel Mühe kosten wird, sie für unsere Pläne zu gewinnen.

Wenn es zu Unruhen kommt, so bedeutet das, daß wir das Bedürfnis hatten, sie hervorzurufen, um eine allzu große Einigkeit zu zerstören. Kommt es zu irgend einer Verschwörung, so wird das Haupt derselben niemand anderer sein, als einer unserer treuesten Diener.

Es ist natürlich, daß nur unser Volk die Tätigkeit der Freimaurerei leiten kann, weil nur wir wissen, wohin wir sie führen und welches das Endziel jeder ihrer Handlungen ist. Die Nichtjuden dagegen wissen nichts, nicht einmal die unmittelbaren Ergebnisse; sie sind gewöhnlich mit der augenblicklichen Befriedigung ihrer Eigenliebe bei Durchführung ihrer Pläne zufrieden und merken nicht, daß diese Pläne nicht von ihnen stammen, sondern ihnen von uns eingegeben wurden.

Die Nichtjuden treten in die Logen aus reiner Neugierde oder in der Hoffnung ein, einen Vorteil zu ergattern oder über ihre unerfüllbaren Träume vor einem Publikum sprechen zu können. Sie lechzen nach äußerem Erfolg und Beifall, womit wir stets freigebig sind. Wir gönnen ihnen gerne diesen Erfolg, um ihre Selbstzufriedenheit auszunützen; dann nehmen die Menschen unsere Einflüsterungen in sich auf, ohne sich dessen bewußt zu sein; sie sind in ihrer eingebildeten Unfehlbarkeit voll überzeugt, nur ihre eigenen Gedanken und nicht die anderer geäußert zu haben. Sie, meine Herren, können sich gar nicht vorstellen, bis zu welch lächerlichem Grad von Naivität man selbst die intelligentesten Nichtjuden bringen kann, wenn man ihrer Eitelkeit schmeichelt, und wie leicht es andererseits ist, sie durch den kleinsten Mißerfolg, sei es auch nur durch das Ausbleiben des Beifalles, zu entmutigen und sie zu unterwürfigem Gehorsam zu bringen, sobald sie für sich daraus nur wieder einen Erfolg erwarten. Ebenso wie die Unserigen jeden Erfolg mißachten, der sie nicht ihrem Ziele entgegenführt, ebenso sehr sind die Nichtjuden um eines äußeren Erfolges willen bereit, alle ihre Pläne zu opfern. Dieser charakteristische Zug der Nichtjuden erleichtert uns außerordentlich unsere Aufgabe, sie zu führen. Diese scheinbaren Tiger haben lammfromme Seelen und durch ihre Schädel weht der Wind.

Wir haben ihnen ein Steckenpferd geschenkt, nämlich den Traum, daß die einzelne Persönlichkeit in einer symbolischen Einheit, im Kollektivismus, aufgehen müsse. Sie haben nicht verstanden und werden es nie verstehen, daß dieser Traum den Grundgesetzen der Natur widerspricht, die seit der Erschaffung der Welt nur von einander verschiedene Wesen erzeugt hat, um jedem seine besondere Individualität zu verleihen. Beweist nicht die Tatsache, daß wir die Nichtjuden zu einer solchen Wahnidee brachten, mit verblüffender Klarheit, wie wenig ihr Verstand im Vergleiche mit dem unserigen entwickelt ist? Dies ist die sicherste Bürgschaft für unseren Erfolg.

Wie scharfsinnig waren doch unsere alten Weisen, als sie sagten, daß man, um ein Ziel zu erreichen, vor keinem Mittel zurückschrecken und die Opfer nicht zählen dürfe. Wir haben die Opfer dieser Tiere von Nichtjuden nie gezählt und obwohl wir viele von den Unserigen opfern mußten, haben wir unserem Volke eine solche machtvolle Stellung in der Welt verschafft, die es sich niemals zu erträumen gewagt hätte.

Die verhältnismäßig geringen Opfer der Unserigen haben unser Volk vor dem Untergange bewahrt.

Der Tod ist das unvermeidliche Ende aller Menschen. Es ist besser, das Ende derjenigen zu beschleunigen, die sich unserem Werke entgegenstellen, als unser Ende, die wir die Schöpfer dieses Werkes sind. In den Freimaurerlogen fällen wir Todesurteile auf eine Art, daß niemand außerhalb der Logen auch nur den geringsten Verdacht schöpfen kann. Nicht einmal die Opfer selbst erfahren ihre Verurteilung; sie alle sterben, sobald es notwendig ist, scheinbar eines natürlichen Todes. Da dies den Logenbrüder bekannt ist, wagen sie nicht, dagegen aufzutreten. Durch diese Maßnahmen haben wir in der Freimaurerei jeden Widerspruch im Keime erstickt. Während wir den Nichtjuden den Liberalismus predigen, halten wir unser Volk und unsere Vertrauensmänner in bedingungslosem Gehorsam.

Unter unserem Einfluß wurde die Handhabung der Gesetze der Nichtjuden auf ein Mindestmaß eingeschränkt. Das Ansehen der Gesetze wurde durch den Liberalismus, dem wir auch auf diesen Gebieten Geltung verschafften, untergraben. In allen politischen und grundsätzlichen Streitfällen entscheiden die Gerichte nach unseren Weisungen und sehen die Dinge in dem Licht, das uns beliebt. Wir bedienen uns hierfür der Vermittlung von Personen, von denen niemand ahnt, daß sie mit uns in Verbindung stehen, der Zeitungsnachrichten und anderer Mittel. Selbst die Mitglieder des Senats und de höheren Verwaltung folgen blind unseren Ratschlägen.

Der rein tierische Verstand der Nichtjuden ist zur Zergliederung eines Begriffes und zur Beobachtung unfähig; und noch weniger können sie voraussehen, wozu eine gewisse Art, einen Fall darzustellen, dient. In diesem Unterschiede der geistigen Veranlagung zwischen den Nichtjuden und uns könne wir das Zeichen unserer Auserwähltheit durch Gott und unsere die anderen überragende Natur erblicken. Die Nichtjuden lassen sich nur von einem tierischen Instinkt leiten. Sie sehen zwar, aber sie sehen nicht voraus, sie können nicht erfinden, ausgenommen rein materielle Dinge. Daraus ergibt sich klar, daß die Natur selbst uns zur Herrschaft über die Welt bestimmt hat.

Sobald die Zeit unserer offenen Herrschaft gekommen ist und wir auf die Segnungen unserer Regierung hinweisen können, werden wir alle Gesetze abändern. Unsere Gesetze werden kurz, klar und unabänderlich sein und keinerlei Auslegung bedürfen, so daß sie jedermann verstehen kann.

Der hervorstechendste Zug dieser Gesetze wird der Gehorsam gegenüber der Obrigkeit sein, den wir bis zur höchsten Stufe entwickeln werden. Dann wird infolge der Verantwortlichkeit aller gegenüber dem Obersten Vertreter der Macht jeder Mißbrauch derselben aufhören.

Der Mißbrauch der Amtsgewalt durch die unteren Beamten wird so streng bestraft werden, daß jeder die Lust verlieren wird, seine Kraft in dieser Beziehung zu erproben. Wir werden alle Handlungen unserer Verwaltungsbeamten, von denen der Gang der Staatsmaschine abhängt, mit größter Aufmerksamkeit verfolgen, denn Zuchtlosigkeit in der Verwaltung führt zu allgemeiner Unordnung. Jeder Fall von Gesetzwidrigkeit oder Mißbrauch wird exemplarisch bestraft werden. Jede Hehlerei, jedes unerlaubte Einverständnis der Beamten wird nach den ersten Beispielen strenger Bestrafung verschwinden.

Das Ansehen unserer Herrschaft verlangt wirksame, d.h. harte Strafen bei der geringsten Übertretung, die das Ansehen der Obrigkeit schädigen könnte. Sollte jemand für seinen Fehler allzu streng bestraft worden sein, so wird er wie ein Soldat gelten, der auf dem Schlachtfelde der Verwaltung im Dienste der Obrigkeit, der Grundsätze und der Gesetze gefallen ist; denn diese lassen nicht zu, daß diejenigen, die den Staatswagen führen, persönliche Vorteile höher stellen als ihre öffentlichen Pflichten.

Unsere Richter werden wissen, daß sie, wenn sie törichte Milde walten lassen, den Grundsatz der Gerechtigkeit verletzen, wonach begangene Fehler streng zu bestrafen sind und Nachsicht nicht erlaubt ist. Milde kann man im privaten Leben üben, nicht aber im öffentlichen Dienste, der die erzieherische Grundlage im Staatsleben ist.

Unsere Richter werden nur bis zum 55. Lebensjahre im Amte bleiben und zwar aus folgenden zwei Gründen: erstens weil alte Leute hartnäckiger an ihren vorgefaßten Meinungen festhalten und weniger fähig sind, sich neuen Anordnungen unterzuordnen, zweitens weil dadurch ein rascherer Wechsel unter den Richtern ermöglicht wird, und diese sich uns mehr fügen werden. Wer seinen Posten behalten will, wird uns blind gehorchen müssen. Im allgemeinen werden wir unsere Richter unter denjenigen wählen, die wissen, dass es ihre Pflicht ist, zu strafen und die Gesetze anzuwenden, nicht aber zum Schaden des Staates liberalen Anschauungen huldigen, wie es gegenwärtig die Nichtjuden für richtig halten.

Die Auswechslung der Beamten wird auch dazu beitragen, den Korpsgeist des Beamtentums zu zerstören und sie der Regierung zugetan machen, von der ihr Schicksal abhängt. Die neue Generation der Richter wird in der Anschauung erzogen sein, daß Handlungen, welche die bestehende Ordnung in den wechselseitigen Beziehungen unserer Untertanen stören könnten, nicht geduldet werden dürfen.

Heutzutage sind die nichtjüdischen Richter gegenüber allen Verbrechen nachsichtig, weil sie vierenden bei Ernennung von Richtern zu wenig darauf achten, ihnen das Pflichtgefühl einzuprägen und sie auf die Bedeutung ihrer Aufgabe hinzuweisen.

Wie das Tier seine Jungen auf Beute ausschickt, so verleihen die Nichtjuden ihren Untertanen einträgliche Stellen, ohne sie über den Zweck ihrer Stellung aufzuklären. Daher werden sich ihre Regierungen durch ihre eigenen Beamten zerstören.

Wir werden sohin aus diesen Tatsachen eine weitere Lehre für unsere Regierung ziehen. Wir werden den Liberalismus aus allen wichtigen Posten der Verwaltung vertreiben, von denen die soziale Erziehung unserer Untertanen abhängt. Auf solche Stellen werden wir ausschließlich nur solche Personen setzen, die wir für unseren Verwaltungsdienst besonders ausgebildet haben.

Auf den Einwand, daß die vorzeitige Enthebung älterer Beamter den Staat viel kostet, antworten wir, daß wir erstens versuchen werden, für sie eine Privatanstellung als Ersatz des Verlustes zu beschaffen, und daß zweitens das ganze Geld der Welt in unserem Besitz sein wird, so daß wir Auslagen nicht scheuen brauchen.

Unser Absolutismus wird in allen seinen Handlungen folgerichtig sein. Daher wird unser oberster Wille geachtet und ohne Widerspruch durchgeführt werden. Wir werden weder Murren noch Unzufriedenheit berücksichtigen; jede Auflehnung gegen uns wird exemplarisch bestraft werden.

Das Recht der Berufung behalten wir uns nur für unsere eigenen Zwecke vor, im übrigen aber werden wir es abschaffen; denn im Volke darf der Gedanke nicht aufkommen, daß die von uns ernannten Richter ein unrichtiges Urteil gefällt haben.

Sollte solches vorkommen, so werden wir selbst das Urteil aufheben, gleichzeitig aber den Richter, der seiner Aufgabe nicht gewachsen war, so exemplarisch strafen, daß ein solcher Fall nicht mehr eintreten wird. Ich wiederhole noch einmal, daß wir jeden Schritt unserer Beamten überwachen werden, damit das Volk mit uns zufrieden ist; denn es hat ein Recht auf eine gute Regierung und gute Beamte.

Unsere Regierung wird den Schein einer patriarchalischen, väterlichen Vormundschaft, die unser Herrscher ausübt, erwecken. Unser Volk und unsere Untertanen werden in ihm einen Vater erblicken, der sich um alle Bedürfnisse, alle Handlungen und um alle Beziehungen der Untertanen untereinander und im Verhältnis zur Regierung kümmern wird. Dann werden sie von dem Gedanken, daß man diese Vormundschaft und Herrschaft nicht entbehren kann, wenn man in Friede und Ruhe leben will, derart durchdrungen sein, daß sie die Selbstherrschaft unserer Regierung mit einer an Vergötterung grenzenden Verehrung anerkennen werden, insbesondere wenn sie sich überzeugt haben, daß unsere Beamten nur die Anordnungen des Herrschers blind durchführen. Sie werden glücklich sein, daß wir ihr ganzes Dasein geregelt haben, wie es kluge Eltern tun, die ihre Kinder in Pflichtgefühl und Gehorsam erziehen. Denn die Völker werden ebenso wie ihre Regierungen in den Geheimnissen unserer Politik für ewig unmündige Kinder bleiben.

Wie Sie sehen, gründe ich unseren Despotismus auf das Recht und auf die Pflicht. Das Recht, Pflichterfüllung zu fordern, ist die vornehmste Pflicht einer Regierung, die ihren Untertanen ein Vater sein will. Gleichzeitig besitzt sie das Recht des Stärkeren, damit sie die Menschheit zu der von der Natur gewollten Ordnung, d.i. zum Gehorsam, führe. Alles in dieser Welt befindet sich in einem Verhältnis der Unterordnung, alles ist unterworfen bald einem Menschen, bald den Umständen, bald der eigenen Veranlagung, auf jedem Fall aber einem Stärkeren. Wir müssen ohne Zaudern einzelne Personen opfern können, wenn sie die bestehende Ordnung verletzen, denn in der exemplarischen Bestrafung des Bösen liegt eine große erzieherische Kraft.

Wenn der König Israels sich auf sein geheiligtes Haupt die Krone setzt, die ihm ganz Europa anbieten wird, wird er der Patriarch der Welt sein. Die Zahl der unvermeidbaren Opfer, die hierfür gebracht wurden, werden niemals die Zahl der Opfer erreichen, die im Laufe der Jahrhunderte von den Herrschern der nichtjüdischen Staaten aus Großmannssucht und Streitsucht gebracht wurden.

Unser König wird mit dem Volke stets in Verbindung stehen. Er wird ihm von der Tribüne Reden halten, deren Ruhm sich sofort über die ganze Welt verbreiten wird.

16. Protokoll

In dem Bestreben, jeden Zusammenschluß der Kräfte, außer der unserigen, zu zerstören, werden wir vor allem die Hochschulen umwandeln und sie auf neuen Grundlagen aufbauen. Ihre Rektoren und Professoren werden nach genauen, geheimen Plänen vorbereitet werden, von denen sie nicht abweichen dürfen. Sie werden mit besonderer Sorgfalt ausgewählt werden und völlig von der Regierung abhängig sein.

Aus dem Unterricht werden wir das Staatsrecht und alle politischen Fragen verbannen. Diese Dinge werden nur von einer kleinen Zahl von befähigten Männern gelehrt werden, die dem Kreise der Eingeweihten entnommen werden. Aus den Hochschulen dürfen nicht Grünschnäbel hervorgehen, welche Verfassungsfragen wie Lust- oder Trauerspiele behandeln und sich mit politischen Fragen befassen, von denen schon ihre Väter nichts verstanden haben.

Die falsche Erkenntnis der meisten Menschen von politischen Fragen erzeugt nur Utopisten und schlechte Staatsbürger; Sie können dies an der Erziehung der Nichtjuden erkennen. Wir mußten in ihre Erziehung alle die Grundsätze hineinbringen, durch die wir ihre Gesellschaftsordnung entkräfteten. Sobald wir aber zur Herrschaft gelangt sind, werden wir aus ihrer Erziehung alle Unterrichtsgegenstände streichen, welche verwirrend wirken könnten. Wir werden die Jugend zu gehorsamen Kindern der Obrigkeit (der grosse Bruder) machen, welche ihren Herrn als Stütze und Hoffnung des Friedens und der Ruhe lieben.

An Stelle des Unterrichtes der Klassiker und der alten Geschichte, die mehr schlechte als gute Beispiele bietet, werden wir das Studium der Probleme der Zukunft setzen. Wir werden aus den Gedächtnissen der Menschen alle Ereignisse der Vergangenheit streichen, die uns unangenehm sind, und nur diejenigen bewahren, welche die Fehler der nichtjüdischen Regierungen aufzeigen. Fragen des praktischen Lebens, der Gesellschaftsordnung, der Beziehung der Menschen untereinander, der Bekämpfung der Selbstsucht, welche den Samen des Bösen sät, und ähnliche Fragen der Erziehung werden in unserem Lehrplan den ersten Platz einnehmen.

Der Unterricht wird für jeden Beruf ein anderer sein und darf auf keinen Fall verallgemeinert werden. Diese Behandlungsweise der Frage ist von besonderer Wichtigkeit. Jeder Stand muß eine streng abgeschlossene Erziehung erhalten je nach seiner Aufgabe und seinem Arbeitsgebiet. Starke Geister haben es immer verstanden und werden es immer verstehen, sich in einen höheren Stand emporzuschwingen, aber abgesehen von solchen vereinzelten Ausnahmen, wäre es töricht, Leute in höhere Klassen gelangen zu lassen, welche anderen die Plätze wegnehmen, die diesen nach Geburt und Beruf gehören. Sie, meine Herren, wissen selbst, zu welchem Unheile es für die Nichtjuden wurde, daß sie diese Sinnlosigkeit zuließen.

Damit der Herrscher die Herzen seiner Untertanen erobere, muß während seiner Herrschaft das ganze Volk sowohl in den Schulen, als auch auf den öffentlichen Plätzen über seine Bedeutung, seine Handlungen und seine guten Absichten unterrichtet werden.

Wir werden jede Art Lehrfreiheit beseitigen. Die Schüler werden berechtigt sein, sich mit ihren Eltern in den Schulgebäuden wie in einem Klub zu versammeln; in diesen Zusammenkünften werden die Professoren in ihrer freien Zeit sogenannte freie Vorlesungen halten über die Erziehungen der Menschen untereinander, über die Grundsätze des guten Beispieles, über die Nachteile schrankenlosen Wettbewerbes und über die Philosophie der neuen, der Welt bisher noch nicht bekannten Lehren.

Diese Lehren werden wir zu Glaubenssätzen erheben und uns ihrer bedienen, um die Menschen zu unserer Religion zu bekehren. Nach Beendigung meiner Ausführungen über unser gegenwärtiges und zukünftiges Programm, werde ich Ihnen die Grundsätze meiner Theorien bekanntgeben.

Wir wissen durch die Erfahrung mehrerer Jahrhunderte, daß die Menschen für ihre Idee leben und sich von ihnen leiten lassen, daß sie diese Ideen nur durch die Erziehung in sich aufgenommen haben, und daß sie sich in jedem Alter unter Anwendung verschiedener Mittel mit dem gleichen Erfolge erziehen lassen. In Erkenntnis dieser Tatsache werden wir zu unserem Vorteile den letzten Schimmer selbständigen Denkens auslöschen, das wir schon seit langem in die für uns nötige Richtung geleitet haben. Die Unterdrückung des Denkvermögens äußert sich bereits im sogenannten Anschauungsunterrichte, der aus den Nichtjuden gelehrige Tiere machen soll, die nicht denken, sondern einer bildlichen Darstellung bedürfen, um eine Sache zu verstehen.

In Frankreich hat sich bereits einer unserer hervorragendsten Vertrauensmänner, Bourgeois, für diese neue Unterrichtsmethode eingesetzt.

17. Protokoll

Der Beruf der Rechtsanwälte schafft kalte, grausame, hartnäckige Menschen ohne Grundsätze, die sich bei jeder Gelegenheit auf einen unpersönlichen, rein gesetzlichen Standpunkt stellen. Sie sind gewöhnt, bei ihrer Verteidigung alles nur unter dem Gesichtspunkte ihres Vorteiles und nicht dem des öffentlichen Wohles zu beurteilen,. Sie lehnen im allgemeinen keine Verteidigung ab und versuchen, die Freisprechung um jeden Preis durchzusetzen, wobei sie sich juristischer Winkelzüge bedienen; dadurch entsittlichen sie die Rechtspflege. Wir werden daher den Wirkungskreis dieses Berufes einschränken und seine Mitglieder zu öffentlichen Beamten machen. Die Rechtsanwälte werden wie die Richter das Recht haben, mit den Parteien Fühlung zu nehmen; die Gerichtsfälle werden ihnen zugeteilt werden, und sie werden sie nach den Akten zu prüfen haben; sie sollen ihre Klienten auf Grund des Ergebnisses der Voruntersuchung verteidigen. Sie werden ihr Honorar ohne Rücksicht auf das Ergebnis der Vertige unparteiische Verteidigung erzielen, die nicht von Rücksichten auf den Vorteil, sondern von der Überzeugung geleitet wird. Das wird auch die heute übliche Bestechung beseitigen, durch die derjenige gewinnt, der mehr zahlt.

Wir haben bereits große Sorgfalt darauf verwendet, die christliche Geistlichkeit in den Augen des Volkes herabzusetzen und ihr Wirken, das uns sonst ernste Hindernisse in den Weg legen könnte, zu untergraben. Ihr Einfluß auf das Volk vermindert sich von Tag zu Tag.

Heute ist überall die Glaubensfreiheit anerkannt. Daraus ergibt sich, daß uns nur noch wenige Jahre von dem Zeitpunkte trennen, wo die christliche Religion vollkommen zusammenbrechen wird. Mit den anderen Religionen werden wir noch leichter zum selben Ziele gelangen, aber es ist noch verfrüht, darüber zu sprechen. Wir werden die Geistlichkeit mit so engen Schranken umgeben, daß sie im Vergleiche zu ihrem früheren Einfluß künftig so gut wie gar keinen haben wird.

Wenn der Augenblick gekommen ist, das Papsttum endgültig zu zerstören, wird der Finger einer unsichtbaren Hand die Völker auf den päpstlichen Stuhl hinweisen. Wenn sich aber die Völker auf den Papst stürzen sollten, dann werden wir als seine scheinbaren Beschützer auftreten, um Blutvergießen zu verhindern. Durch dieses Ablenkungsmanöver werden wir in die innersten Gemächer des Vatikans eindringen, aus denen wir nicht früher weichen werden, bis wir nicht seine Macht völlig zerstört haben.

Der König Israels wird der wahre Papst der Welt, der Patriarch der internationalen Kirche sein.

Solange wir die Jugend noch nicht in den Glaubenssätzen, die nach einer Übergangszeit zu unserer Glaubenslehre führen sollen, unterrichtet haben, werden wir gegen die bestehenden Kirchen nicht offen vorgehen, sondern sie durch Kritik und Erregung von Glaubenszweifeln bekämpfen. Im allgemeinen wird unsere Presse über alle Regierungsangelegenheiten, über Religionsfragen und über die Unfähigkeit der Nichtjuden Enthüllungen bringen und zwar in den verächtlichsten Ausdrücken, um alles auf eine Art herabzusetzen, wie dies nur unser geniales Volk zu tun imstande ist.

Unsere Herrschaft wird der des indischen Gottes Wischnu gleichen. Hundert Arme werden die Federn der sozialen Maschine halten. Wir werden alles ohne die Hilfe der offiziellen Polizei sehen, die so, wie wir sie für die Nichtjuden ausgestaltet haben, heute die Regierung nur am Gehen verhindert. Nach unserem Programm wird ein Drittel der Untertanen die anderen überwachen, aus reinem Pflichtgefühl, um dem Staate freiwillige Dienste zu leisten. Es wird dann nicht mehr ehrenrührig sein, ein Spion oder Angeber

zu sein. Unbegründete Angebereien aber werden strenge bestraft werden, damit mit diesem Rechte kein Mißbrauch getrieben werde.

Unsere Vertrauensleute werden wir aus den höchsten und niedersten Gesellschaftsschichten wählen, aus vergnügungssüchtigen Beamten, aus Verlegern, Druckereibesitzern, Buchhändlern, Handlungsgehilfen, Arbeitern, Kutschern, Dienstboten usw. Diese Polizei wird nicht berechtigt sein, selbständig zu handeln, sondern hat die einzige Aufgabe, Zeugendienste zu leisten und Berichte zu liefern. Die Überprüfung ihrer Aussagen und die darauf beruhenden Verhaftungen werden die Aufgabe einer Gruppe verantwortlicher Polizeiorgane sein; die Verhaftungen selbst werden durch die Gendarmerie und durch die Ortspolizei ausgeführt werden.

Wer über das, was er über politische Angelegenheiten sieht oder hört, nicht berichtet, wird wegen Hehlerei bestraft werden. Wie unsere Glaubensbrüder schon heute verpflichtet sind, aus eigenem Antriebe ihrer Gemeinde alle anzuzeigen, die vom Glauben abfallen oder gegen die Gemeinde zuwiderhandeln, ebenso werden in unserem Weltreiche alle Untertanen verpflichtet sein, dem Staate in der geschilderten Weise zu dienen.

Eine solche Organisation wird alle Mißbräuche der Amtsgewalt, jede Bestechlichkeit, kurz alle Fehler beseitigen, die unsere Theorien den Nichtjuden zur Gewohnheit gemacht haben. Wie hätten wir anders unser Ziel, die nichtjüdische Verwaltung in Unordnung zu bringen, erreichen können? Eines der wichtigsten Mittel bilden die Beamten; diesen muß man die Möglichkeit geben, ihre schlechtesten Meinungen zu entwickeln, ihre Amtsgewalt zu mißbrauchen und der Bestechlichkeit zu unterliegen, um damit andere anzustecken.

18. Protokoll

Wenn wir es für nötig halten werden, verschärfte Polizeimaßnahmen zu ergreifen – das gefährlichste Gift für das Ansehen des Staates, werden wir mit Hilfe tüchtiger Redner künstlich Unruhen und Kundgebungen der Unzufriedenheit hervorrufen. Diese Redner werden bei vielen Zustimmung finden. Dies aber wird uns als Vorwand dienen, um Hausdurchsuchungen und Überwachungen durch unsere Vertrauensmänner durchführen zu lassen, die wir in die nichtjüdische Polizei gesteckt haben.

Da die meisten Aufwiegler gleichsam aus Liebe zur Kunst der Verschwörung handeln, werden wir uns um sie solange nicht kümmern, als sie nicht zur Tat übergehen. Wir werden uns darauf beschränken, Beobachter unter sie zu entsenden. Man muß sich vor Augen halten, daß das Ansehen der Regierung schwindet, wenn sie öfters Verschwörungen gegen sich entdeckt. Denn dies schließt das Geständnis der Ohnmacht oder, was noch schlimmer ist, das eigene Unrecht in sich ein. Sie wissen, daß wir das Ansehen der Herrscher der Nichtjuden durch häufige Attentate untergruben, die wir durch unsere Vertrauensleute, blinde Schafe unserer Herde, ausführen ließen; mit Hilfe einiger liberaler Phrasen kann man sie leicht zu einem Verbrechen verleiten, insbesondere wenn man ihm einen politischen Anstrich gibt. Wir werden die Regierung zwingen, ihre Ohnmacht dadurch einzugestehen, daß sie offene Schutzmaßnahmen ergreifen; denn dadurch werden wir ihr Ansehen zerstören.

Unser Herrscher wird durch eine unsichtbare Wache geschützt werden, denn niemals dürfen wir auch nur den Gedanken aufkommen lassen, daß er nicht imstande wäre, jede Erhebung niederzuschlagen, oder daß er sich vor ihr verbergen müßte. Wenn wir einen solchen Gedanken zulassen würden, wie es die Nichtjuden taten und noch tun, so würden wir damit ein Todesurteil für unseren Herrscher, mindestens aber für seine Dynastie unterschreiben.

Unter strenger Wahrung des äußeren Scheines wird unser Herrscher seine Macht nur zum Wohle des Volkes, niemals aber zu eigenem Vorteile oder dem seines Hauses verwenden. Beobachtet er diese Haltung, dann wird seine Macht geachtet und von seinen Untertanen selbst geschützt werden; Sie werden ihn in den Gedanken verehren, daß das Wohl jedes Bürgers und die gesellschaftliche Ordnung von ihm abhängt. Ein Schutz des Königs durch sichtbare Machtmittel wäre die Anerkennung der Schwäche seiner Herrschaft.

Unser Herrscher wird, wenn er unter das Volk geht, stets von einer Menge scheinbar neugieriger Männer und Frauen umgeben sein, die wie Zufällig die ersten Reihen einnehmen und die übrigen Menschen scheinbar zur Aufrechterhaltung der Ordnung in einem gewissen Abstand von ihm halten werden. Dieses gute Beispiel wird die Leute veranlassen, sich zurückzuhalten. Sollte ein Bittsteller sich durch die Menge drängen wollen, um sein Anliegen vorzubringen, so müssen die ersten Reihen das Gesuch übernehmen und vor seinen Augen dem Herrscher überreichen. Jedermann wird dann wissen, daß ihn alle Ansuchen erreichen und daß er sich mit allen Angelegenheiten beschäftigt. Die Herrschermacht genießt nur dann Ansehen, wenn das Volk sagen kann: Wenn es der König nur wüßte, oder, der König wird es erfahren.

Mit der Aufstellung eine offiziellen Garde verschwindet das geheimnisvolle Ansehen der Macht; jeder, der über eine gewisse Kühnheit verfügt, spielt sich dann als Herr auf und der Aufwiegler, der sich seiner Stärke bewußt ist, lauert nur auf die Gelegenheit, ein Attentat zu begehen. Den Nichtjuden haben wir zwar ganz anders gepredigt, wir aber wissen, welch bösen Folgen die offenen Schutzmaßnahmen für sie hatten.

Wir werden Verbrecher beim ersten mehr oder weniger begründeten Verdacht verhaften; die Furcht vor einem allfälligen Irrtum darf nicht dazu führen, daß Leute, die eines politischen Verbrechens verdächtig sind, entfliehen; denn diese Taten werden wir wirklich unerbittlich bestrafen. Es kann vielleicht zufällig sein, bei gewöhnlichen Vergehen auf die Beweggründe einzugehen; keine Entschuldigung aber gibt es gegenüber Personen, die sich mit politischen Fragen beschäftigen, von denen niemand mit Ausnahme der Regierung etwas verstehen kann. Nicht einmal alle Regierungen sind fähig, die wahre Staatskunst zu verstehen.

19. Protokoll

Wenn wir auch niemandem erlauben, sich in die Politik einzumengen, so werden wir dennoch zu Berichten und Anträgen an die Regierung ermutigen, die eine Verbesserung der Lage des Volkes betreffen. Auf diese Weise werden wir zur Kenntnis von Mißständen oder Ideen unserer Untertanen gelangen; letztere werden wir dann ausführen oder auf eine Art zurückweisen, die den Unverstand ihrer Urheber dartun wird.

Aufstände sind nichts anderes als das Bellen eines kleinen Hundes vor einem Elefanten. Ist eine Regierung nicht nur in Beziehung auf ihre Polizei, sondern auch in sozialer Hinsicht wohl organisiert, dann bellt der Hund den Elefanten nur an, weil er dessen Stärke nicht kennt. Es genügt, durch ein Beispiel die Bedeutung dieser Stärke zu beweisen, und der Hund wird sofort aufhören zu bellen, und mit dem Schweife wedeln, sobald er den Elefanten erblickt.

Um den politischen Verbrecher den Schein des Helden zu nehmen, werden wir ihn auf die selbe Anklagebank setzen wie Diebe, Mörder oder andere gemeine Verbrecher. Dann wird die öffentliche Meinung beide Gattungen von Verbrechern in ihrer Vorstellung mitein ander vermengen und mit der gleichen Verachten brandmarken.

Wir haben uns bemüht, und ich glaube mit Erfolg, die Nichtjuden davon abzuhalten, politische Verbrecher auf diese Art zu behandeln. In dieser Absicht haben wir durch die Presse, durch öffentliche Redeas Märtyrertum, das die Aufwiegler sozusagen für das Gemeinwohl auf sich genommen haben, gepriesen. Diese Lobpreisung hat die Anhänger des Liberalismus vermehrt und tausende von Nichtjuden in die Reihen unserer Herde gebracht.

20. Protokoll

Nunmehr werden wir vom Finanzprogramm sprechen, das ich mir für den Schluß meines Vortrages vorbehalten habe, weil dieser Gegenstand der schwierigste und entscheidenste in unseren Plänen ist. Bevor ich beginne, möchte ich Sie daran erinnern, was ich schon früher andeutungsweise erwähnte, daß sich nämlich alles in eine Frage der Ziffern auflösen wird.

Sobald unsere Herrschaft gekommen ist, wird unsere selbstherrliche Regierung schon aus Selbsterhaltungstrieb vermeiden, das Volk mit zu hohen Steuern zu belasten; denn sie wird nie vergessen, daß sie die Rolle des Vaters und Beschützers zu spielen habe.

Nichts desto weniger müssen die erforderlichen Mittel beschafft werden, da die Staatsverwaltung viel kostet. Daher muß die Frage des Gleichgewichtes im Staatshaushalte mit besonderer Sorgfalt behandelt werden.

Unsere Regierung wird von der gesetzlich festgelegten Fiktion ausgehen, daß alles, was sich im Staatsgebiete befindet, Eigentum des Königs ist, eine Annahme, die ohne weiteres in die Tat umgesetzt werde kann. Die Regierung wird daher an die Enteignung von Barvermögen gehen, sobald sie dies für die Regelung des Geldumlaufes für nötig findet. Daraus ergibt sich, daß das beste Mittel die Einführung einer progressiven Besitzsteuer ist. Auf diese Art lassen sich die Steuern ohne unbillige Bedrückung oder Schädigung in einem der Größe des Vermögens entsprechende Hundertsatze einheben. Die Reichen müssen einsehen, daß sie verpflichtet sind, einen Teil ihres Überflusses dem Staate zur Verfügung zu stellen, weil dieser ihnen die Sicherheit des übrigen Vermögens und einen ehrlichen Gewinn verbürgt; ich sage ausdrücklich „ehrlich“, denn die Kontrolle über das Eigentum wird den Raub unter dem Scheine der Gesetzlichkeit unmöglich machen.

Diese soziale Umgestaltung muß von oben kommen, denn die Zeit dafür ist reif, und sie ist als Bürgschaft des Friedens notwendig.

Die Besteuerung der Armen legt den Keim zur Revolution und ist für den Staat schädlich, der sohin bei der Jagt nach dem kleinen nur den größeren Nutzen preisgibt. Abgesehen davon vermindert die Besitzsteuer das Anwachsen der Privatvermögen, deren Vermehrung wir bisher absichtlich gefördert haben, damit sie der Stärke der nichtjüdischen Regierungen und ihrer Finanzen ein Gegengewicht bieten.

Eine progressive Steuer wird einen höheren Ertrag abwerfen, als eine für alle gleichmäßige Steuer, die uns aber heutzutage nützt, um Unruhen und Unzufriedenheit unter den Nichtjuden hervorzurufen.

Die Macht, auf die sich unser König stützen wird, wird im Gleichgewichte des Staatshaushaltes und in der Bürgschaft des Friedens bestehen; zu diesem Zwecke ist es notwendig, daß die Besitzenden etwas von ihren Einkünften opfern, um den Gang der Staatsmaschine sicherzustellen. Die Staatsbedürfnisse sollen von denjenigen bestritten werden, die es am leichtesten ertragen können.

Solche Maßnahmen werden den Haß der Armen gegen die Reichen beseitigen, weil die Armen dann sehen werden, daß die Reichen die für den Staat notwendigen Hilfsquellen und die Stützpfeiler von Frieden und Wohlfahrt sind, und daß nur die Reichen die Mittel für das Gedeihen des Staates zur Verfügung stellen.

Damit die gebildeten Klassen wegen der neuen Steuern nicht allzusehr klagen, werden wir ihnen genaue Rechenschaftsberichte über die Verwendung der Gelder erstatten, ausgenommen natürlich hinsichtlich der auf die Bedürfnisse des Thrones und der Verwaltung entfallenen Beträge.

Unser Herrscher wird sein eigenes Vermögen des Königs würden sich widersprechen, weil der Umstand, daß er Privatvermögen besäße, sein Recht an dem Eigentume, das sich im Besitze anderer befindet, aufheben würde.

Nur der Thronfolger wird vom Staate erhalten werden. Die übrigen Mitglieder der königlichen Familie müssen in den Staatsdienst oder einen sonstigen Beruf eintreten, um ein Recht auf ein Einkommen zu erlangen. Das Vorrecht der Zugehörigkeit zur königlichen Familie gibt seinen Anspruch, auf Staatskosten zu leben.

Eigentumserwerb und Erbschaft werden mit einer progressiven Stempelsteuer belegt werden. Für jede Eigentumsübertragung, sei es in Bargeld, sei es in anderen Werten, die nicht mit einer Stempelmarke bescheinigt wurde, muß der frühere Eigentümer vom Tage der Übertragung gerechnet bis zum Tage der Entdeckung der Steuerhinterziehung eine perzentuelle Abgabe zahlen. Die Übertragungsurkunden müssen wöchentlich der örtlichen Steuerbehörde unter Angabe des Vor- und Familiennamens und Wohnsitzes des alten und des neuen Eigentümers vorgelegt werden. Die behördliche Eintragung von Käufen ist nur von einem bestimmten Betrage an notwendig; Kaufgeschäfte in Gegenständen des täglichen Bedarfes werden nur einer kleinen prozentuellen Stempelsteuer unterliegen.

Berechnen Sie, um wieviel diese Steuer die Einnahme der nichtjüdischen Staaten übersteigen wird.

Der Staat muß einen bestimmten Reservefond besitzen; alles, was über diese Rücklage hinausgeht, muß wieder in Umlauf gesetzt werden. Mit diesen Überschüssen werden öffentliche Arbeiten durchgeführt werden. Die Inangriffnahme solcher mit Staatsmitteln aus geführten Arbeiten wird die Arbeiterklasse fest mit dem Staate und dem Herrscher verknüpfen. Ein Teil dieser Gelder wird als Preise für Erfindungen und Leistungen auf dem Gebiete der Produktion verwendet werden.

Außer diesen Summen darf keinerlei Geld in den Staatskassen zurückgehalten werden, denn das Geld ist für den Umlauf bestimmt und jede Stockung im Geldumlauf kann den Gang der Staatsmaschine stören; das Geld ist das Öl für das Räderwerk des Staates, fehlt das Öl, so könnte der Mechanismus aussetzen.

Der Ersatz eines Teiles des Bargeldes durch Wertpapiere hat gerade eine solche Stockung verursacht. Die Folgen dieser Tatsache sind bereits genügend fühlbar.

Wir werden auch einen Rechnungshof einrichten. Die Regierung wird dadurch jederzeit eine genaue Übersicht über die Einnahmen und Ausgaben des Staates zur Verfügung haben; ausgenommen ist nur die noch nicht abgeschlossene Abrechnung über den laufenden Monat und die noch nicht vorgelegte Abrechnung über den Vormonat.

Die einzige Persönlichkeit, die keinen Vorteil an einer Plünderung der Staatskasse hat, ist ihr Eigentümer der Herrscher. Daher wird die von ihm geübte Kontrolle der Verschwendung und Verschleuderung von Staatsmittel unmöglich machen.

Die Repräsentationspflichten, die dem Herrscher nur seine kostbare Zeit rauben, werden wir abschaffen, damit er genügend Zeit für seine Staatsgeschäfte habe. Seine Macht wird nicht mehr von den Günstlingen abhängen, die den Thron nur um der Pracht und des Glanzes Willen umgeben, sich aber bloß um ihren eigenen Vorteil und nicht um den des Staates sorgen.

Indem wir das Geld aus dem Umlauf zogen, haben wir in den Staaten der Nichtjuden Wirtschaftskrisen hervorgerufen. Riesige Summen wurden so den Staaten entzogen und diese sahen sich gezwungen, dieselben Kapitalien, die von uns aufgehäuft wurden, als Anleihen von uns in Anspruch zu nehmen. Diese Anleihen bedeuten eine schwere Last für die Staaten, die nunmehr dafür Zinsen zahlen müssen und an uns verschuldet sind.

Die Vereinigung der Industrie in den Händen des Kapitales, das die kleinen Betriebe vernichtete, sog alle produktiven Volkskräfte und damit auch den Reichtum der Staaten auf.

Heute entspricht der Geldumlauf nicht dem Verbrauche nach der Kopfzahl und kann daher den Bedürfnissen der Arbeiter nicht Rechnung tragen. Die Ausgabe von neuem Geld soll mit dem Anwachsen der Bevölkerung Schritt halten, wobei auch die Kinder mitzuzählen sind, da auch für sie vom Tage ihrer Geburt Geld notwendig ist. Die Neuregelung des Geldumlaufes ist eine Lebensfrage für die ganze Welt.

Sie wissen, daß die Goldwährung für die Staaten, die sie annahmen, verderblich wurde, denn sie kann den Geldbedarf nicht befriedigen, umso weniger, als wir uns bemühten, möglichst viel Gold aus dem Verkehr zu ziehen.

Unsere Regierung muß eine Währung einführen, die auf der Arbeitskraft beruht, wobei es gleichgültig ist, ob das Geld aus Papier oder aus Holz besteht. Wir werden das Geld nach dem Durchschnittsbedürfnisse der Untertanen ausgeben und die Menge des Geldes bei jeder Geburt erhöhen und bei jedem Todesfall vermindern. Jede Provinz, jeder Bezirk muß diese Berechnung vornehmen.

Damit die einzelnen Staatsbehörden rechtzeitig in den Besitz der von ihnen benötigten Gelder kommen, werden die Beträge und der Tag ihrer Übersendung von der Regierung durch Verordnung festgesetzt werden; auf diese Weise wird die Bevorzugung einer Behörde durch die Ministerien zum Schaden einer anderen Behörde beseitigt werden.

Die Voranschläge über die Staatseinnahmen und -Ausgaben werden nebeneinander aufgestellt werden, damit man beide miteinander vergleichen kann.

Die Reformen, die wir in den Finanzeinrichtungen der Nichtjuden vorhaben, werden wir in einer Weise vorschlagen, die niemand beunruhigt.

Wir werden die Notwendigkeit dieser Neuerungen als Folge des Wirrwarrs dartun, in den die Geldwirtschaft der nichtjüdischen Staaten hineingeraten ist. Wir werden beweisen, daß der Hauptgrund dieses ungesunden Zustandes darin liegt, daß man zu Beginn jedes Jahres einen Voranschlag aufstellt, der von Jahr zu Jahr anwächst; dann verlangt man einen Nachtrag, der schon nach drei Monaten verausgabt ist; hierauf wird ein Ergänzungsbudget beschlossen, und schließlich begehrt man noch einen weiteren Kredit, um die Schlußabrechnung durchführen zu können. Da der Voranschlag des nächsten Jahres nach der Gesamtabrechnung für das abgelaufene Jahr aufgestellt wird, so beträgt der jährliche Abgang fünfzig v.H. (%), und der Voranschlag verdreifacht sich alle zehn Jahre. Dank dieses Vorganges, den die nichtjüdischen Regierungen in ihrer Sorglosigkeitnn folgenden Anleihen haben den Rest verzehrt und alle Staaten zum Bankrott gebracht.

Sie werden gewiß verstehen, daß wir eine solche Geldwirtschaft, wie wir sie den Nichtjuden empfahlen, bei uns nicht dulden werden.

Jede Staatsanleihe beweist schwäche und mangelndes Verständnis für die Rechte des Staates. Die Anleihen hängen wie ein Damoklesschwert über den Häuptern der Herrscher, die, anstatt sich die notwendigen Gelder unmittelbar bei den Untertanen im Wege einer Steuer zu holen, mit aufgehobenen Händen zu unseren Banken betteln gehen. Auswärtige Anleihen sind wie Blutegel, die man vom Staatskörper nicht entfernen kann, es wäre dann, daß sie von selbst abfallen oder daß der Staat sie mit Gewalt abschüttelt. Aber die nichtjüdischen Staaten schütteln diese Blutegel nicht ab, im Gegenteil, sie vermehren noch ihre Zahl, so daß sie an diesem freiwilligen Aderlaß schließlich zu Grunde gehen müssen.

Was ist in Wirklichkeit eine Anleihe, insbesondere eine auswärtige, etwas anderes als ein Aderlaß? Eine Anleihe besteht in Staatsschuldverschreibungen, die eine Verpflichtung zur Zahlung bestimmter Zinsen, entsprechend der Höhe des aufgenommenen Kapitales, enthalten. Beträgt der Zinsfuß 5 v.H., so hat der Staat im Laufe von 20 Jahren ganz überflüssigerweise einen der Anleihsumme gleichen Betrag nur für Zinsen gezahlt, in 40 Jahren einen doppelt so hohen Betrag, in 60 Jahren das Dreifache und die Schuld selbst bleibt immer noch unbezahlt.

Hieraus ergibt sich, daß der Staat im Wege der Besteuerung den Armen den letzten Heller herausreißt, nur um an fremde Kapitalisten, von denen er sich das Geld entlieh, Zinsen zu zahlen, anstatt die erforderlichen Beträge durch eine Steuer, die keine Zins en kostet, aus dem eigenen Volksvermögen hereinzubringen.

Solange die Anleihen im Inlande aufgenommen wurden, ließen die Nichtjuden das Geld einfach aus der Tasche der Armen in die Reichen fließen. Als wir uns aber durch Bestechung Persönlichkeiten kauften, um im Auslande Geld aufzunehmen, wanderten alle Reicht ümer der Staaten in unsere Kassen, und die Nichtjuden wurden uns tributpflichtig.

Durch die Nachlässigkeit in der Führung der Staatsgeschäfte, durch die Bestechlichkeit der Minister, durch die Unfähigkeit in Fragen der Geldwirtschaft haben die Regierungen der Nichtjuden ihre Länder derart in die Schuldknechtschaft unserer Banken gebracht, daß sie ihre Schulden niemals zahlen können. Sie, meine Herren, werden verstehen, welche Mühe und Geldopfer uns die Herbeiführung dieses Zustandes gekostet hat.

Stockungen im Geldverkehr werden wir nicht dulden; daher wird es keine verschiedenen Staatsschuldverschreibungen mehr geben, mit Ausnahme einer einzigen, die mit 1 v.H. verzinslich sein wird; diese niedrige Verzinsung wird den Staat nicht mehr dem Aderlaß durch Blutegel aussetzen.

Das Recht zur Ausgabe von Wertpapieren wird ausschließlich den industriellen Gesellschaften zustehen, denen es nicht schwer fallen wird, aus ihren Gewinnen Zinsen zu zahlen, während der Staat aus seinen Anleihen keinen Gewinn ziehen kann, da er ja solche nur aufnimmt, um seine Ausgaben zu bestreiten, nicht aber um Geschäfte zu machen.

Solche Industriepapiere wird auch der Staat selbst ankaufen; auf diese Art verwandelt er sich aus einem Zinsen zahlenden Schuldner, der er heute schwörungen zu schützen (?). Diese Maßnahme wird Stockungen im Geldverkehr, Schmarotzertum und Faulheit beseitigen, die uns in der Zeit der Herrschaft der Nichtjuden so nützlich waren, die aber unter unserer Herrschaft nicht wünschenswert sind.

Die Unfähigkeit der rein tierischen Gedankengänge der Nichtjuden liegt klar zutage; sie liehen sich bei uns Geld gegen Zinsen und bedachten nicht, daß sie den gleichen Betrag vermehrt um die Zinsen aus den Taschen des Staates nehmen müssen, um die Schuld an uns abzudecken. Wäre es nicht viel einfacher gewesen, das Geld von den Steuerträgern hereinzubringen, denen sie keine Zinsen zahlen müssen? Das eben beweist die Überlegenheit unseres Geistes, daß wir es verstanden haben, den Nichtjuden die Bedeutung der Staatsanleihen in einem solchen Lichte zu zeigen, daß sie ihnen sogar einen Vorteil für sich selbst sahen.

Gestützt auf jahrhundertelange Erfahrungen, deren Unterlagen uns die nichtjüdischen Staaten geliefert haben, werden sich unsere zahlenmäßige Aufstellungen von den ihrigen durch Klarheit und Bestimmtheit unterscheiden und jedermann von der Nützlichkeit unserer Neuerungen überzeugen. Sie werden mit den Mißständen, mit deren Hilfe wir die Nichtjuden in unserer Gewalt hielten, die aber in unserem Königreiche nicht mehr geduldet werden, Schluß machen.

Wir werden unser Berechnungsverfahren derart ausgestalten, daß weder der Herrscher noch auch der letzte Beamte auch nur den kleinsten Betrag unbemerkt seiner Bestimmung entziehen oder für einen anderen als den von uns vorgeschriebenen Zweck verwenden können.

Man kann nicht regieren ohne einen festen Plan. Selbst Helden gehen zu Grunde, wenn sie nicht wissen, wohin sie ihr Weg führt, und wenn sie nicht entsprechend ausgerüstet sind.

Der Herrscher der Nichtjuden, die wir durch Repräsentationspflichten, Feste und Unterhaltungen von der Erfüllung ihrer Herrscherpflichten abhielten, dienten unserer Herrschaft nur als Wandschirm. Die Berichte der Höflinge und Beamten, die den Herrscher vor der Öffentlichkeit vertreten, wurden in Wirklichkeit von unseren Vertrauensleuten verfaßt; sie enthielten insbesondere bloße Versprechungen auf Ersparnisse des Staates und auf Verbesserungen, wodurch die kurzsichtige Menge völlig zufriedengestellt wurde. Die Leser unserer Berichte hätten wohl fragen können: „Wie sollen Ersparnisse erzielt werden? Etwa durch neue Steuern?“ Aber sie stellen solche Fragen nicht. Sie, meine Herren, wissen, wohin diese Sorglosigkeit geführt hat, und in welche finanzielle Zerrüttung die Staaten geraten sind trotz der wunderbaren Arbeitskraft ihrer Völker.

21. Protokoll

Meiner letzten Darstellung will ich nun eine ausführliche Erörterung über die inneren Anleihen hinzufügen. Über die auswärtigen Anleihen werde ich nicht mehr sprechen; sie haben unsere Kassen mit dem Gelde der Nichtjuden gefüllt; in unserem Staate aber wird es Ausländer nicht mehr geben.

Wir haben die Bestechlichkeit der hohen Staatsbeamten und die Nachlässigkeit der Herrscher ausgenützt, um unsere Gelder zwei-, drei- und mehrfach wieder hereinzubekommen, indem wir den Regierungen der Nichtjuden mehr Geld liehen, als sie unbedingt benötigten. Wer könnte uns das gleichmachen? Ich werde mich sohin nur mit den Einzelheiten der inneren Anleihen beschäftigen.

Wenn ein Staat eine Anleihe begeben will, so legt er Zeichnungslisten auf. Damit die ausgegebenen Staatspapiere von jedermann übernommen werden können, wird der Nennwert mit 100 bis 1000 festgesetzt. Den ersten Zeichner wird ein Nachlaß gewährt. Am nächsten Tage kommt es zu einer Preissteigerung; angeblich wegen starker Nachfrage. Nach einigen Tagen verlautbart man, daß die Staatskassen übervoll sind, und daß man nicht mehr weiß, wohin mit dem Gelde. Wozu nimmt man es also an? Die Zeichnung übersteigt nun den aufgelegten Betrag mehrfach; und hierin liegt der besondere Erfolg, denn das Publikum hat damit sein Vertrauen zur Regierung kundgetan.

Aber wenn die Komödie zu Ende ist, steht man vor einer ungeheuren Schuld. Um die Zinsen zahlen zu können, nimmt der Staat zu einer neuen Anleihe seine Zuflucht, die die bisherige Schuld nicht beseitigt, sondern im Gegenteile vermehrt. Wenn dann das Zutrauen zum Staate endlich erschöpft ist, muß man durch neue Steuern nicht etwa die Anleihe, sondern nur die Zinsen der Anleihe abdecken. Diese Steuern stellen also eine Schuld dar, mit der man eine andere Schuld bezahlt.

Dann kommt die Zeit der Konvertierung, wodurch aber nur der Zinsfuß herabgesetzt und nicht die Schuld ( ?) wird; außerdem ist sie nur mit Zustimmung der Gläubiger durchführbar. Bei Ankündigung einer Konvertierung muß man es den Gläubigern freistellen, entweder zuzustimmen oder ihr Geld zurückzuverlangen. Wenn jedermann sein Geld zurückverlangte, würde sich der Staat im eigenen Netze fangen und wäre nicht imstande, den Rückzahlungsforderungen zu entsprechen. Glücklicherweise sind die Nichtjuden in Geldangelegenheiten wenig bewandert und haben noch immer Kursverluste und Herabsetzungen der Zinsen der Ungewißheit einer neuen Anlage vorgezogen. Dadurch gaben sie den Regierungen mehr als einmal die Möglichkeit, sich einer Schuld von mehreren Millionen zu entledigen. Bei auswärtigen Anleihen dürfen die Nichtjuden nicht wagen, auf die gleiche Art vorzugehen, da sie wohl wissen, daß wir unsere Gelder zur Gänze zurückziehen würden, was den Staatsbankerott zur Folge hätte; die Erklärung der Zahlungsunfähigkeit des Staates würde gleichzeitig den Völkern beweisen, daß zwischen ihnen und ihren Regierungen jedes gemeinsame Band fehlt.

Ich lenke Ihre Aufmerksamkeit auf diese Tatsache und auch auf die folgende: heutzutage sind alle inneren Anleihen in sogenannte schwebende Schulden umgewandelt, das sind Schulden, die innerhalb einer mehr oder weniger kurzen Zeit zurückzuzahlen sind. Diese Anleihen werden unter Heranziehung der in den Staatsbanken oder in den Sparkassen liegenden Gelder aufgenommen. Da diese Gelder der Regierung genügend lange zur Verfügung stehen, werden sie zur Bezahlung der Zinsen der auswärtigen Anleihen verwendet und an ihrer Stelle hinterlegt die Regierung einen gleichen hohen Betrag in Rentenbriefen.

Mit solchen Schuldscheinen werden alle Abgänge in den Kassen der Staaten der Nichtjuden ersetzt. Sobald wir die Weltherrschaft angetreten haben, werden alle diese Schwindeleien aufhören, weil sie nicht unseren Interessen dienen desgleichen werden wir alle Effektenbörsen sperren, da wir nicht dulden werden, daß das Ansehen unserer Herrschaft durch Kursschwankungen unserer Staatspapiere erschüttert wird. Durch ein Gesetz wird festgesetzt werden, daß der Nennwert gleichzeitig der Kurswert istng hat eine Kurssenkung im Gefolge, und wir haben daher Kurssteigerungen erzeugt, um den Kurs der Wertpapiere der Nichtjuden herabzudrücken.

Wir werden die Börsen durch mächtige staatliche Kreditanstalten ersetzen, deren Aufgabe es sein wird, den Kurs der Industriepapiere je nach den Wünschen der Regierung zu bestimmen. Diese Anstalten werden imstande sein, an einem einzigen Tage Industriepapiere im Werte von 500 Millionen auf den Markt zu werfen oder anzukaufen. Auf diese Weise werden alle industriellen Unternehmungen in Abhängigkeit von uns kommen. Sie können sich vorstellen, welche Macht wir uns dadurch verschaffen werden.

22. Protokoll

In allem, was ich Ihnen bisher dargelegt habe, bemühte ich mich, Ihnen ein Bild der vergangenen und der gegenwärtigen Ereignisse zu bieten und zu zeigen, wie alles in der Schicksalsströmung dahinwogt. Bald werden Sie die Folgen erkennen. Ich habe Sie mit den Geheimnissen unseres Verhältnisses zu den Nichtjuden und unserer Finanzpolitik bekannt gemacht. Ich habe nur noch wenig beizufügen.

In unseren Händen befindet sich die größte Macht der heutigen Zeit: das Geld; innerhalb zwei Tagen können wir jeden beliebigen Betrag zurückziehen. Müssen wir da noch beweisen, daß unsere Herrschaft von Gott vorgesehen ist? Sollten wir bei einem solchen Reichtum nicht fähig sein, den Beweis zu liefern, daß alles Böse, das wir im Laufe so vieler Jahrhunderte tun mußten, schließlich doch zur wahren Wohlfahrt und zur allseitigen Ordnung geführt hat? Vielleicht wird es noch einiger Gewaltmaßnahmen bedürfen, aber schließlich wird die Ordnung hergestellt sein.

Wir werden beweisen, daß wir die Wohltäter sind, die der gequälten Welt Friede und Freiheit wiedergebracht haben; wir werden ihr Gelegenheit geben, sich der Ruhe und des Friedens zu erfreuen, aber unter der ausdrücklichen Bedingung, daß unsere Gesetze geachtet werden. Gleichzeitig werden wir alle darüber aufklären, daß die Freiheit nicht in Sittenlosigkeit und Schrankenlosigkeit und daß des Menschen Kraft und Würde niemals in der Verkündigung umstürzlerischer Grundsätze wie z.B. der Gewissensfreiheit, der allgemeinen Gleichheit, bestehen kann, ebenso daß die persönliche Freiheit niemals das Recht gibt, sich oder andere durch aufrührerische Reden zu erregen. Die wahre Freiheit besteht in der Unverletzlichkeit der Person unter der Voraussetzung der Beobachtung der Gesetze des sozialen Daseins. Die Würde der Menschen besteht in der Erkenntnis seiner Rechte, nicht aber in phantastischen Ideen über die Bedeutung seines Ichs.

Unsere Herrschaft wird ruhmreich sein, weil sie mächtig sein und regieren und führen wird; sie wird sich nicht ins Schlepptau von Parteiführern und Volksrednern nehmen lassen, die leere Worte hinausschreien, die sie als ihre Grundsätze ausgeben, die aber bloße Utopien sind. Unsere Herrschaft wird der Gebieter über die Ordnung sein, die das ganze Glück der Menschen ausmacht. Das hohe Ansehen dieser Herrschaft wird ihr beim Volke mystische Anbetung und Verehrung sichern.

Wahre Macht darf von keinem Rechte, nicht einmal vor dem göttlichen Rechte zurückweichen; niemand darf es wagen, ihr nahezutreten, um ihr auch nur das kleinste Teilchen zu rauben.

23. Protokoll

Um die Völker an Gehorsam zu gewöhnen, muß man sie zur Bescheidenheit erziehen; daher muß die Erzeugung von Luxuswaren eingeschränkt werden. Dadurch werden wir die Moral verbessern, die durch den Wetteifer der Prunksucht verdorben wurde.

Wir werden die handwerksmäßige Arbeit wieder fördern, um die Großindustrie zu schädigen; dies ist auch deshalb notwendig, weil die Fabriksbesitzer oft, wenn auch unbewußt, ihre Arbeiter in regierungsfeindlichem Sinne beeinflussen.

Ein Volk, das sich nur dem Kleingewerbe hingibt, kennt keinen Arbeitsstillstand; es ist mit der bestehenden Gesellschaftsordnung fest verknüpft und unterstützt daher die Regierung. Arbeitslosigkeit ist die größte Gefahr für die Regierung. Für uns wird die Arbeitslosigkeit ihre Rolle ausgespielt haben, sobald die Macht in unseren Händen ist.

Die Trunksucht wird ebenfalls gesetzlich verboten und als Verbrechen gegen die Menschheit bestraft werden, weil der Mensch unter dem Einfluß des Alkohols zum wilden Tier wird.

Die Völker, ich wiederhole es noch einmal, gehorchen blind nur einer starken, vollkommen unabhängigen Macht, die sich mit dem Schwerte in der Hand gegen jede soziale Auflehnung verteidigt. Warum sollten die Menschen einen König mit einer Engelsseele benötigen? Sie müssen in ihm die Verkörperung der Kraft und der Macht erblicken.

Die gegenwärtigen Regierungen führen ihr Dasein inmitten einer von uns entsittlichten Gesellschaft, die sogar die Macht Gottes leugnet, und aus der die Flamme der Anarchie herausschlägt. Unser Herrscher muß daher vor allem dieses verzehrende Feuer löschen und zu diesem Zwecke die heutige Gesellschaft, sei es auch durch Ertränken im eigenen Blute, beseitigen, um sie dann in Gestalt einer richtig organisierten Armee wiedererstehen zu lassen, die bewußt gegen jede den Staatskörper bedrohende Ansteckung ankämpfen wird.

Unser Herrscher wird von Gott auserwählt sein, die sinnlosen Kräfte zu vernichten, die von tierischen Trieben und nicht vom Verstande, von der Roheit und nicht von der Menschlichkeit gelenkt werden. Diese Kräfte feiern jetzt ihre Siege, indem sie unter dem Scheine des Rechtes und der Freiheit Raub und Gewalttaten ausüben. Sie jede Gesellschaftsordnung zerstört, um nun auf ihren Trümmern den Thron des Königs der Juden zu errichten. Aber ihre Rolle wird ausgespielt sein, sobald unser Herrscher die Regierung vertritt. Dann müssen sie von seinem Wege hinweggeräumt werden, damit kein Hindernis verbleibe.

Dann werden wir den Völkern sagen können: Danket Gott und beuget euch vor dem, der auf seiner Stirn das Zeichen der Vorsehung trägt und dessen Stern Gott selbst lenkt, damit niemand außer ihm die Menschheit von allen Übeln erlöse.

24. Protokoll

Ich gehe nun zu den Mitteln über, durch die das Haus David für ewige Zeiten gesichert werden soll. Unsere Methode wird auf denselben Grundsätzen beruhen, welche für unsere Weisen in allen Fragen der Welt maßgebend waren, d.h. wir werden die Gedankenrichtung der gesamten Menschheit bestimmen.

Mehrere Mitglieder des Hauses David werden die Könige und ihre Nachfolger auf ihr Amt vorbereiten, wobei die letzteren nicht nach dem Rechte der Erbfolge, sondern nach ihrer besonderen Fähigkeit auserkoren werden. Sie werden sie in die tiefen Geheimnisse der Staatskunst und unsere Pläne einweihen, wobei wir alle Maßnahmen der Vorsicht treffen werden, daß niemand anderer von diesen Geheimnissen erfahre. Hierdurch soll erreicht werden, daß jedermann die Überzeugung gewinne, daß die Regierung nur denjenigen anvertraut werden kann, die in die Geheimnisse der Staatskunst eingeweiht sind.

Nur diese Auserwählten sollen in der Durchführung unserer auf der Erfahrung von Jahrhunderten beruhenden Pläne, in unserer Erkenntnis der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse, in dem Geiste der Gesetze unterrichtet sein, welche die Natur selbst aufgestellt hat, um die Beziehungen der Menschen zu regeln.

Die unmittelbaren Nachkommen des Königs werden von der Thronfolge ausgeschlossen werden, wenn sie während ihrer Erziehung Leichtsinn, Weichlichkeit und sonstige Eigenschaften zeigen, die sie zur Regierung unfähig machen oder dem Ansehen des Thrones schaden könnten.

Unsere Weisen werden die Zügel der Regierung nur denjenigen anvertrauen, die die Fähigkeit besitzen, mit unbedingter Festigkeit, ja nötigenfalls selbst mit Grausamkeit zu herrschen.

Im Falle der Erkrankung oder des Verlustes der Willensstärke hat der König die Zügel der Regierung in andere, fähigere Hände zurückzulegen.

Die Pläne des Königs für die Gegenwart, noch mehr aber die für die Zukunft werden selbst seinen nächsten Ratgebern unbekannt sein. Nur der König allein und drei Eingeweihte werden die künftigen Absichten kennen.

In der Person des Königs, der mit unbeugsamen Willen Herr seiner selbst und der Menschheit sein wird, werden alle die Verkörperung des Schicksals und seiner unbekannten Pfade erblicken. Niemand wird wissen, was der König mit seinen Anordnungen erreichen will, niemand wird wagen, seinen unbekannten Weg zu durchkreuzen.

Selbstverständlich muß die geistige Höhe des Königs der Bedeutung der ihm anvertrauten Pläne entsprechen. Daher wird der König den Thron erst besteigen, wenn unsere Weisen seine Fähigkeiten festgestellt haben.

Damit das Volk seinen König kennt und liebt, muß er zu ihm auf den öffentlichen Plätzen sprechen. Dies führt zu der sehr notwendigen Vereinigung der ( ) Kräfte ( ) heutzutage durch den Terror von einander trennen. Dieser Terror war für uns bisher unerläßlich, denn nur dank ihrer Trennung konnten wir uns die beiden Kräfte unterwerfen.

Der König der Juden darf sich von keiner Leidenschaft, insbesondere nicht von der Sinnlichkeit beherrschen lassen; tierische Triebe, die seine geistigen Fähigkeiten schwächen könnten, darf er niemals aufkommen lassen. Sinnlichkeit zerstört mehr als jede andere Leidenschaft die Fähigkeit des Geistes und die Klarheit des Blickes; sie lenkt das Denken auf die schlechteste und am meisten tierische Seite der menschlichen Natur ab.

Der Weltherrscher aus dem heiligen Samen Davids, die Säule der Menschheit, muß alle seine persönlichen Neigungen dem Wohle seines Volkes opfern.

*** Noch etwas deutlicher wie “ Die Protokolle der Weisen von Zion “ ist. Das Neue Testament Satans – Protokolle der Weltdiktatur. – Originaltext, entnommen aus Des Griffin´s – Buch ,,Wer regiert die Welt” – Hier folgt “Das neue Testament Satans” im Text, am Ende als Download Hörbuch in Playlist-Form mit 65 Lektionen und Verlinkungen 

Protokolle der Weltdiktatur

Protokolle der Weltdiktatur Veröffentlicht bei Totoweise am 19. Dezember 2010 von totoweise Das Neue Testament Satans – Protokolle der Weltdiktatur. – Originaltext, entnommen aus Des Griffin´s – Buch ,,Wer regiert die Welt” – Hier folgt “Das neue Testament Satans” im Text, am Ende  als Download Hörbuch in Playlist-Form mit 65 Lektionen und Verlinkungen Alle Redensarten wollen wir beiseite … Continue reading

Boykottiere – Die Mannschaft

Germanenherz Boykott EM
Der mit deutschen Steuergeld und Zwangsgebühren GEZ finanzierte Deutsche Fußball-Bund (DFB), macht aus der Staatseigenen deutschen Nationalmannschaft eine privatisierte Handelsmarke.
(Die Mannschaft)
Eine Mannschaft deren Spieler sich weigern die Hymne des Landes für welches sie spielen zu singen., eine Mannschaft die unter unkenntlicher Flagge spielt, eine Mannschaft für die die Bezeichnung national etwas beschämendes ist. Fazit: Eine deutschfeindliche Mannschaft deren Luxusausgaben mit deutschen Steuergelder finanziert aber die Einnahmen in privatisierte Taschen spülen.

Im Ausland wird die deutsche Fußball-Nationalmannschaft schon länger nur „Die Mannschaft“ genannt. Nun hat der DFB darauf reagiert und den Namen kurzerhand als Marke etabliert. Auch ein neues Logo folgt direkt.

bierhoff
Einer der deutschfeindlichsten Parasiten und geistigen Brandstifter der Privatisierung der deutschen Nationalmannschaft, ist Teammanager Oliver Bierhoff

Die deutschen Fußball-Weltmeister sind nun offiziell „Die Mannschaft“: Teammanager Oliver Bierhoff präsentierte in Köln ein neues Logo für die Nationalelf. Es zeigt Weiß auf Schwarz den Schriftzug „Die Mannschaft„, zwischen beiden Worten ist das goldene Verbands-Wappen zu sehen mit den vier Sternen darüber für die vier WM-Titel. dfb bus Zudem wurde der neue Mannschaftsbus mit dem Kennzeichen „F-DM-2018“ präsentiert.

Das DFB-Team habe bisher im klassischen Sinne keine eigenständige Bezeichnung gehabt, führt Bierhoff aus, im  dfb fliegerGegensatz zu Frankreich („Les Bleus“), Spanien („Furia Roja“) oder Italien („Squadra Azzurra“). Man habe aber nicht zuletzt rund um den WM-Triumph 2014 in Brasilien gemerkt, dass „etwas passiert“ ist und er sei überall auf der Welt mit den Begriffen „La Mannschaft“ oder „The Mannschaft“ konfrontiert worden. „Man hat gespürt – ohne anderen Mannschaften zu nahe treten zu wollen, dass wir ‚Die Mannschaft‘ sind“, betonte Bierhoff.

DieMannschaft_hochMan habe „ein neues Markenbild schaffen“ wollen, „damit sich die Identifikation auch grafisch niederzeichnet“, sagte Bierhoff. „Ich finde, das ist eine sehr gute Aktion“, betonte Kapitän Bastian Schweinsteiger. Bierhoff lobte Schweinsteiger und den ebenfalls anwesenden Lukas Podolski als „die goldene Generation, die es geschafft hat, der Mannschaft ein Gesicht zu geben“.

Ich sage dazu mal. So lange Ihr, die volksfeindliche Propagandadreckkiste in der Bude habt, wird sich nichts ändern. Nur Matschscheiben gezüchtete Matschbirnen finanzieren diesen Medienrummel. Das hat schon lange nichts mehr mit Sport zu tun. Früher hatte die Elite Gladiatoren um das Volk bei Laune bzw. zu  Unterhalten „unten halten“, heute den Sport.

Herr der eigenen Sinne und Manipulation der Gedanken

Von Manipulation der Gedanken eines Menschen spricht man dann, wenn die Annahme eines Identifikationsangebots oder einer Ware und Dienstleistung nicht zu seinem Vorteil, sondern zu seinem Nachteil führt. Wie Ich es im Beispiel im Video mit der Nußallergie erwähnte. Die Manipulation von Menschen verfolgt Ziele und dient dazu, andere Menschen hinsichtlich ihres Verhaltens zu beeinflussen. … Continue reading

Achmet deutscher und cips pferdEs geht in Europa der Wahnsinn umher. Nationalitäten sollen abgeschafft werden, die europäische Kultur und Traditionen sollen entwurzelt werden.

Abschaffung der weißen Rasse in Europa.

Die Transformation und Vernichtung der arischen Rasse Attack on white nations ►   Attack on white nations.      Juden nehmen die führende Rolle im multikulturellen Transformationskampf zur Abschaffung der weißen Rasse in Europa ein. . Das Weltprogramm der Lobby ist … Weiterlesen

Der Yinon-Plan

Schaffende Angehörige aller Nationen, erkennt euren gemeinsamen Feind! Der israelische Plan zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens. Einer der Gründe, wenn nicht sogar der Hauptgrund der momentanen Völkerwanderung ist, der Yinon-Plan. Der Yinon-Plan sieht vor, die heute bestehenden arabischen … Weiterlesen

Todestag des letzten deutschen Kaisers

Am 4. Juni 1941, um 12 Uhr 30, schließt der letzte Deutsche Kaiser 82jährig nach einer Lungenembolie in seinem Schlafzimmer in Doorn für immer die Augen.
Als letzte Worte werden überliefert:
„Ich versinke, ich versinke…“.
Trauerfeiern in Deutschland werden von den NS-Machthabern verboten. In nur kleinem Kreis wird der Kaiser seinem Testament gemäß in Doorn bestattet. Im Mausoleum im Garten von Haus Doorn ruhen noch heute seine Gebeine.
Er war ein ganz großer deutscher Kaiser. Er wollte ein Kaiser „aller Deutschen“ sein und Industrielle wie Arbeiter, Protestanten wie Katholiken unter seiner Krone einen. Im Bergarbeiterstreik von 1889 unterstützt Wilhelm II. die Forderungen der Arbeiter und erzwingt Lohnerhöhungen. Seine sozialen Bestrebungen führen zu zunehmenden Konflikten mit Reichskanzler Otto von Bismarck, der die Politik des Kaisers für zu sentimental hält.


Wilhelm II. Friedrich Wilhelm Viktor Albert von Preußen wurde am 27. Januar 1859 als ältester Sohn von Kronprinz Friedrich Wilhelm, dem späteren Kaiser Friedrichs III und seiner Gemahlin, Kaiserin Viktoria, in Potsdam geboren. Der Enkel Kaiser Wilhelm I. besuchte das Gymnasium im Nordhessischen Kassel, 1881 heiratete er Prinzessin Auguste Viktoria von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg, 1888 übernahm er die Krone von seinem Vater Kaiser Friedrich III., der nach nur 99tägiger Regierungszeit infolge eines Kehlkopfkrebses verstarb.

Zu seinen ersten politischen Aktivitäten zählten Reformen zur sozialen Besserstellung der Arbeiterschaft, von denen er sich eine Verbesserung des Verhältnisses zwischen Arbeiterschaft und Staat und Krone erhoffte. Über diese Reformen kam es mit dem langjährigen Reichskanzler Otto von Bismarck zu Meinungsverschiedenheiten, die 1890 zur Entlassung Bismarcks führten. Während der 30jährigen Regierungszeit Wilhelm II. erlebte das Deutsche Reich eine nie wieder erreichte wirtschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Blüte, aus eigener Kraft und bei vollständiger Souveränität.

Während die Bevölkerungszahl von 1871 bis bis 1911 von 41 Millionen auf 65 Millionen Deutsche im Reichsgebiet stieg, stieg das Bruttoinlandsprodukt von 14,1 Milliarden Mark (1871) auf 48,4 Milliarden Mark (1913) zu, vervierfachte sich also in weniger als zwei Generationen nach der Reichsgründung. Angesichts dieser 400prozentigen Steigerung erscheint das Frohlocken, dass Journalisten und Politiker heute zeigen, wenn die ohnehin trübe Prognose nur um einige Zehntel Prozent übertroffen wird, geradezu Mitleid erregend. An den Universitäten stieg die Zahl der Studenten zwischen 1872 und 1912 von 22.892 auf 71.710. Allein an den preußischen Hochschulen nahm die Zahl der Professoren von 869 auf 2108 zu; die Anzahl der Lehrer an allgemeinbildenden Volksschulen von 48.211 (1871) auf 117.162 (1911). Dies alles wurde aber noch in den Schatten gestellt durch etwas, das kein anderer Staat der Erde in dieser Form zu bieten hatte: das fortschrittlichste und menschenfreundlichste Sozialsystem überhaupt. Bereits 1885 hatten die gesetzlichen Krankenversicherungen 4,2 Millionen Mitglieder, 1916 hatte sich die Zahl auf 15,6 Millionen erhöht. Gab es 1886 gerade einmal 286 Rentenempfänger, waren es 1914 bereits über 1 Million.

Wenn es 1914 einen Staat gegeben hat, der in einem Krieg am wenigsten zu gewinnen und am meisten zu verlieren hatte, dann war es das Deutsche Reich. Dies war auch den führenden Kreisen in Deutschland bewusst. Jahrzehnte lang hatte man den kriegerischen Ambitionen vor allem Frankreichs durch immer aufwendigere diplomatische Manöver Einhalt gebieten können, insbesondere Bismarck hat hier seinen Weltruf als Diplomat begründet. Doch am Ende zog sich die Schlinge doch zu und stellte die Verantwortlichen vor die Alternative, das Schwert zu ziehen, um vielleicht doch den befreienden Schnitt zu schaffen oder zwischen Frankreich und dem Beute hungrigen Zarenreich zermalmt zu werden. Gab es zu Beginn noch eine vage Hoffnung, die beiden weit überlegenen Gegner mit den Waffen in die Schranken zu weisen, musste diese mit dem Kriegseintritt des des Groß-Britannischen Weltreiches begraben werden. Groß-Britannien beherrschte damals ein Viertel der Erde und war schon zu dieser Zeit mit der kommenden Weltmacht USA eng verbündet.

Die Regierungszeit Wilhelms II. endete mit der zu erwartenden Niederlage Deutschlands im Ersten Weltkrieg. Am 09. November 1918 dankte er als Kaiser ab, am 28. November 1918 erklärte er aus dem holländischen Exil seinen immer währenden Thronverzicht. Versuche der Siegermächte Wilhelm II. in ihre Gewalt zu bekommen und in einem Schauprozess als Kriegsverbrecher zu diffarmieren scheiterten am hartnäckigen Widerstand der niederländischen Regierung. Mit ihrem Mut und ihrer Anständigkeit ersparten die Holländer so nicht nur dem Hause Hohenzollern sondern im Grunde allen Deutschen eine weitere tiefe Demütigung durch die perfide Willkür der Siegermächte. 1941 verstarb Wilhelm II. in seinem holländischen Exil in Dorn.

Wilhelm II. hatte eine Kindheit, wie man sie niemandem wünschen möchte. Nach einer schweren Geburt mit einem behinderten linken Arm versehen, waren seine ersten Lebensjahre von schmerzhaften Behandlungsversuchen geprägt. Möglicher Weise aber noch schlimmer als diese körperlichen Quälereien war das seelische Leid, dass der Knabe durch die Verachtung seiner Mutter, der ältesten Tochter von der englischen Queen Victoria erfuhr.

In Wilhelms qualvolle Kindheit ist hinsichtlich der Auswirkungen auf sein späteres Leben viel hineingedichtet worden. Fest steht nur weniges, und das wichtigste hiervon scheint mir zu sein, dass er sich nicht, sobald er dazu in der Lage war, in irgendwelche weltlichen Genüsse flüchtete, aristokratischer Lebemann oder umgekehrt tyrannischer Despot wurde, sondern seine ganze Kraft auf seine Pflichten als Staatsoberhaupt verwandte und alle seine Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen davon abhängig machte, ob sie zum Wohle des deutschen Volkes und des deutschen Reiches sein würden. Hierbei behielt er stets die Interessen aller Schichten im Auge. Wilhelm II. war wie jeder Mensch sicher nicht unfehlbar, in seiner Arbeit jedoch mehr als viele vor und nach ihm erfolgreich. In wirtschaftlicher, technologischer, kultureller, wissenschaftlicher und sozialer Hinsicht erlebte Deutschland die erfolgreichste Phase seiner Geschichte und übertrumpfte in wenigen Jahrzehnten alle alten Großmächte, selbst jene, die zur Erlangung und Sicherung des eigenen Wohlstandes im Unterschied zum Deutschen Reich fremde Länder und Kontinente nach Kräften ausbeuteten.

Zitat Kaiser Wilhelm zur einweihung eines Denkmals
Uns, dem deutschen Volke, sind die großen Ideale zu dauernden Gütern geworden, während sie anderen Völkern mehr oder weniger verloren gegangen sind. Es bleibt nur das deutsche Volk übrig, das an erster Stelle berufen ist, diese großen Ideen zu hüten, zu pflegen, fortzusetzen
und zuletzt ein Film von der Beisetzung des Kaisers


Möget ihr den deutschen Staat zerschlagen, Deutschland wird hoch aus den Trümmern ragen, Einer schon wollte uns Deutschland nehmen, doch Deutschland lebt zu tief in den Seelen. Deutschland ist weder Volksstamm noch Rasse, Deutschland ist Haltung, und niemals die Masse, Deutschland ist Pflicht nach Immanuel Kant, Deutschland ist Treue zu Volk und dem Land, Dienen der Sache bis in den Tod, Griff zu den Waffen, erst in der Not! In diesem Sinne….Pro Gloria Et Patria!

ergänzend

Zitate: Friedrich II von Preußen

Das Zeugnis, einige Wahrheiten entdeckt und einige Irrtümer zerstört zu haben, ist nach meiner Meinung die schönste Trophäe, welche die Nachwelt zum Ruhme eines großen Mannes errichten kann. Wenige Menschen denken, und doch wollen alle entscheiden. Ich will der erste Diener meines Staates sein. Dasjenige, wodurch die Menschen am meisten zu Fehlern veranlaßt werden, ist, … Continue reading

Friedrich Wilhelm von Preußen

Kein Volk versinkt, das an sich selber glaubt; auch ich sah Sterne hell aus Nächten steigen. Einst kommt der Tag, da steht der Baum belaubt, und ein freies Volk wohnt unter seinen Zweigen.  Friedrich II., auch Friedrich der Große oder der Alte Fritz genannt,  24. Januar 1712 in Berlin – 17. August 1786 in Potsdam) … Continue reading

Kaiser Wilhelm II Rede in Berlin, 6 August 1914

..und seine zionistischen Feinde: An das deutsche Volk Seit der Reichsgründung ist es durch 43 Jahre Mein und Meiner Vorfahren heißes Vernehmen gewesen, der Welt den Frieden zu erhalten und im Frieden unsere kraftvolle Entwickelung zu fördern. Aber die Gegner … Weiterlesen

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Der Glockenturm hat einen sechseckigen Grundriss, sein Durchmesser beträgt 12 m, seine Höhe 53,5 m. Auf seinem Dach erhebt sich ein 1,80 hohes vergoldetes Kreuz auf einer 5,3 m langen Stange, die unterhalb des Kreuzes noch eine facettenartige vergoldete Kugel … Weiterlesen

Die Deutsche Passion

Deutsche Passion Veröffentlicht am 5. April 2012 von totoweise Deutsche Passion Uwe Lammla Verlag: Engelsdorfer Verlag ISBN-10: 3867036209 ISBN-13: 978-3867036207 95 Seiten 8,40 Euro Wer bei “Gedichten” reflexartig die Augen verdreht, sich grundsätzlich nur handfesten und praktischen Dingen widmet, aber doch den einen oder anderen Vers in Gedanken bei sich trägt, der greife zur “Deutschen … Continue reading

Frömmigkeit nordischer Artung

Ein Querschnitt durch das Indogermanentum von Benares bis Reykjavik7. Auflage, 1989, Verlag Hohe Warte • Franz von Bebenburg • KG Hans F.K. Günther zeigt zunächst einmal, was nordische Frömmigkeit nicht ist, beispielsweise die Herabwürdigung des Leibes, die Abhängigkeit der Frömmigkeit von dem Tode, die Wertung des diesseitigen Lebens als Jammertal. Er zeigt darüber hinaus die … Continue reading

Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (Sacrum Imperium Romanum Nationis Germanicae)

Totgesagte leben länger. Der Sage nach ist Kaiser Friedrich „Barbarossa“ gar nicht tot, zusammen mit seinem Hofstaat schläft er in einer Höhle im Kyffhäuser (Barbarossahöhle) und wartet auf das neue Reich „Sacrum Imperium Romanum Nationis Germanicae“. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation wird wieder neu erstehen, die Kleinstaaterei besiegt und die Deutsche Einigkeit wieder hergestellt, … Continue reading

Germanenherz Kurzinformation. Thema: Migrantengewalt und Europäischer Bevölkerungsaustausch.

Uns stehen spannende Zeiten bevor , die wir in dieser Form wahrscheinlich noch nie erlebt haben. Weitere 44 Millionen fremdartiger Invasoren werden in dein Land geholt. Dein Land wird zersiedelt, deine Heimat versinkt im Müll und Morast der Fremden, deine Gesundheit wird Opfer von importierten Seuchen und auf der Straße musst du täglich um dein Leben fürchten. Und wenn du in Notwehr deine Familie, deine Gesundheit, deinen Besitz, deine Zukunft, deine Heimat gegen die Fremden verteidigen willst, dann lassen dich deine Politiker einsperren.


Es ist grauenvoll, dass in Deutschland so viel Gewalt von Ausländern ausgeht und kein Politiker und keine etablierte Partei bereit ist, dieses Problem zu thematisieren und zu beseitigen. Die Ängste, die Empörung und die Not der Deutschen-Bevölkerung wird einfach ignoriert. Diese Situation schreit geradezu nach einer politischen Alternative in Deutschland die entschlossen und fähig genug ist, diese kriminellen Exzesse, die hier von Ausländern, Medien und Politik verübt werden, dauerhaft zu beseitigen. Hierzu ist eine deutlichen Reduzierung der in der Bundesrepublik verweilenden Orientalen erforderlich.

Abschaffung der weißen Rasse in Europa.

Die Transformation und Vernichtung der arischen Rasse Attack on white nations ►   Attack on white nations.      Juden nehmen die führende Rolle im multikulturellen Transformationskampf zur Abschaffung der weißen Rasse in Europa ein. . Das Weltprogramm der Lobby ist … Weiterlesen

Der Yinon-Plan

Schaffende Angehörige aller Nationen, erkennt euren gemeinsamen Feind! Der israelische Plan zur Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens. Einer der Gründe, wenn nicht sogar der Hauptgrund der momentanen Völkerwanderung ist, der Yinon-Plan. Der Yinon-Plan sieht vor, die heute bestehenden arabischen … Weiterlesen

Die Kreuzzüge

Jeder zugefügte Schaden muss gleichem Maße beglichen werden. Ob nun, Christ, Moslem oder Jude. Sie werden noch dieses Jahr 2016 für ihre Schandtaten, an Mensch, Natur und Tierwelt zahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Hand um Hand, Fuß um … Weiterlesen

Thema Bevölkerungsdezimierung, Sterilisation und Eugenik

 Die Agenda der Elitejuden zur globalen Bevölkerungskontrolle ist keine “Verschwörungstheorie”, sondern aktenkundig und dokumentiert. Das “Juden-Gen”: Zeige mit dem Finger auf deinen Gegner und beschuldige ihn lauthals für Taten, die du selber begangen hast! ……Totoweise Volkstod und Ausrottung nicht nur … Weiterlesen

Warum wir gewaltsam ausgerottet werden sollen

Zuerst das restgermanische Kernvolk, wie der jüdische Ex-Präsident Frankreichs 2008 offiziell angekündigt hatte! Wir Aktivsten vom NJ werden in Unterhaltungen von unwissenden Deutschen immer wieder naiv gefragt: „Warum machen die Politiker das? Das ist doch nicht normal, wie sollen wir … Weiterlesen

Die Bereicherungskompetenzenliste zugereister Bereicherungsfachkräfte für 2014

Vorab: Das sind nur Fundstücke welche die Medien 2014 freigegeben haben. Wenn ich die verschwiegenen Migrantenverbrechen einbinde, bekomme ich mit wordpress Probleme, dann wird mein Blog wegen Textüberfüllung geschlossen.😦 Lebensfreudige Fachkräfte und ihre Kulturelle-Bereicherung 2014. Für bestimmte Bevölkerungsgruppen ist im … Weiterlesen

Die Saga vom Volk der Zipfelmützen

Es war einmal ein Land im Herzen Europas.Die Menschen, die dort lebten, waren zeitlebens damit beschäftigt zu arbeiten,Steuern zu zahlen und für´s Alter vorzusorgen. Sie beherzigten das Motto ihrer Vorväter»Man lebt, um zu arbeiten« und schüttelten den Kopf über die … Weiterlesen

Herr der eigenen Sinne und Manipulation der Gedanken

Herr der engeren Sinne und Manipulation der Gedanken

Von Manipulation der Gedanken eines Menschen spricht man dann, wenn die Annahme eines Identifikationsangebots oder einer Ware und Dienstleistung nicht zu seinem Vorteil, sondern zu seinem Nachteil führt. Wie Ich es im Beispiel im Video mit der Nußallergie erwähnte.

Die Manipulation von Menschen verfolgt Ziele und dient dazu, andere Menschen hinsichtlich ihres Verhaltens zu beeinflussen. Der Begriff der Manipulation ist in diesem Kontext negativ besetzt. Wird ein positives Ergebnis angestrebt oder erreicht, handelt es sich um Kommunikation zur Überredung oder Überzeugung.

Manipulierte Menschen handeln nicht aus eigenen Einsichten oder Überzeugungen, sondern fremdbestimmt. Die angestrebte Lenkung durch gezielte Beeinflussung von außen erzeugt beim Erkennen zumeist negative Emotionen, da der Manipulierte zur bloßen Marionette des Manipulierenden gemacht wird und nur nach dessen Vorstellungen reagieren soll. Manipulation kann in der Kommunikation auch über die Sprache ausgeübt werden, zum Beispiel durch die Fragetechnik.

Auch Aufklärung und Emanzipation sind gegen verschiedene Arten von Manipulation gerichtet. Spricht man von einer gewollten Veränderung auch seitens der Zielperson, wird eher von Lernen oder Entwicklung gesprochen (Edukation). In der Informationssicherheit wird die Manipulation von Menschen zum Zweck der unerlaubten Gewinnung von Informationen auch unter dem Begriff Social Engineering diskutiert.

Bei dem Anpreisen von Waren lassen sich Menschen direkt beeinflussen, etwa durch das geschulte und geprobte Verkaufsgeschick eines Vertreters. Meist ist dann der Prozess des ‘Um-den-Finger-Wickelns‘ besonders spürbar, zum Beispiel wenn der Vertreter spezielle Vorteile verspricht, sofern man seinen Vertrag unterzeichnet. Ebenso können subtilere Mittel das Kaufverhalten von Menschen manipulieren: Teure Waren, die bequem in Greifhöhe liegen, attraktive Vorteilspackungen, ‘Nur-für-kurze-Zeit‘ – Aktionen, geschickte Beleuchtungen, angenehme Hintergrundmusik.

Wer andere geschickt auf seine Seite bringen will, kann sich einer Vielzahl von Techniken und Strategien bedienen, die sofort anwendbar sind. Hier einige Ratschläge:

Abwägen: Nennen Sie Ihr stärkstes Argument zum Schluss, um einen gewichtigen Eindruck zu hinterlassen. Oder eröffnen Sie das Gespräch damit, um den anderen sofort für Ihr Anliegen zu gewinnen.
Fingerspitzengefühl: Mit welcher Sprache punkte ich am besten ? Überzeuge ich durch Fachwissen oder durch emotionale Bemerkungen ? Gerade für die passende Tonalität ist es wichtig sich klarzumachen, welchen Menschen ich beeinflussen möchte und in welchem Rahmen es stattfindet.
Verhandlungsgeschick: Lassen Sie Ihr Gegenüber zu Wort kommen. Je mehr man über den ‘Verhandlungspartner‘ weiß, desto gezielter können Sie sich auf ihn einstellen
Einfühlungsvermögen: Finden Sie heraus, welche Aspekte dem Gegenüber besonders wichtig sind und lenken Sie Ihre Argumentation gezielt in diese Richtung.
Vermeintlich Negatives positiv darstellen: Eine Farbe wird als zu speziell empfunden. Betonen Sie mögliche Vorzüge, etwa die Möglichkeit, sich durch die Farbgebung besonders hervorzuheben, ein interessanter Blickfang zu sein.

Andererseits ist es auch möglich, manipulierende ‘Schauspieler‘ zu entlarven, etwa indem man einige Kriterien kritisch prüft:

Glaubwürdigkeit: Sind gemachte Versprechen realistisch oder übertrieben? Lassen Sie bestimmte Formulierungen misstrauisch aufhorchen?
Lügen aufdecken: Verwickelt sich die Person in Widersprüchlichkeiten? Ist die Körpersprache verdächtig ?

Mechanismen der Beeinflussung finden aber nicht nur beim Anpreisen von Waren oder Dienstleistungen statt. Auch im Privatleben können wir manipulierent werden und selbst andere Menschen manipulieren. Nicht selten werden Wünsche wach, Einfluss auf die Lebensart des Partners zu nehmen. Ob Wohn- und Kleidungsstil, geliebte Zigaretten oder Ernährungsgewohnheiten – wer Kritik, Vorschläge oder gar ein Ultimatum nicht offen äußert, versucht vielleicht den Partner unbewußt zu manipulieren. Oftmals wird auch ferner probiert, in Entscheidungsprozesse anderer einzugreifen.

Des Weiteren ist auch die Berufswelt nicht frei vor Beeinflussungen. So lassen sich zum Beispiel mit durchschlagenden Reden und ausgeklügelten Konzepten Kollegen erfolgreich zum eigenen Vorteil beeinflussen.

Die Liste etwaiger Beeinflussungen ist lang – zu wissen wie man beeinflusst werden kann und wie man selbst auf andere einwirken kann, ist somit ein spannendes Unterfangen. Nicht nur, um den eigenen Erfolg voranzutreiben…

Fernsehen – Der manipulierte Mensch
manipulationDer 30. April 1939 ist kein Datum, das in unseren Geschichtsbüchern speziell hervorgehoben wird. Dennoch streckte eine Krake aus der Zukunft ihre Fangarme aus, um mit einer neuen Erfindung Menschen zu umgarnen ­ eine Krake, die mit jedem Tag mächtiger wurde und heute das Bewußtsein von Milliarden Menschen okkupiert: Das Fernsehen.
Die Welt von morgen“ war der sinnschwere Titel der Weltausstellung von New York, deren Eröffnungsfeier die allererste in den USA übertragene TV-Sendung gewidmet war. Tagelang standen Tausende von Menschen Schlange vor den wenigen Fernsehkästen, um die Demonstrationen des neuen Wundergerätes zu sehen Es war nur zu offensichtlich: Die Hypnose der Menschheit durch das Fernsehen hatte begonnen.

Es hat den Kern unserer privaten Welt gesprengt und verstrahlt unsere Realität mit Millionen von Bildern, die unser Leben unbedeutend werden lassen. Was gedenken Sie gegen den Krieg in Bosnien-Herzegowina zu unternehmen? Gegen den in Tschetschenien? Anders als unsere Vorfahren lassen wir uns täglich mit dem Elend der Welt konfrontieren ­ und bei den allermeisten Menschen ist die Reaktion darauf Gleichgültigkeit, geboren aus dem Gefühl totaler Hilflosigkeit. Was kann ich schon dagegen tun? Wie klein und unbedeutend ich doch bin! Früher mochte die Erfahrungswelt des Menschen wohl kleiner sein, doch war sie seinen Einflußmöglichkeiten angepaßt.

Das Fernsehen zeigt uns täglich Menschen, die erfolgreicher, cleverer, schöner sind als wir. Wo finde ich mich noch in diesem nimmer endenden Zirkus der Eitelkeiten? Wie definiere ich mich, wie bleibe ich ich? Als Mitte der 70er Jahre die Erfolgsserie ,Drei Engel für Charlie‘ lief, ließen sich Hunderttausende Amerikanerinnen die gleiche wilde Haarmähne färben und schneiden wie Farrah Fawcett-Major. Sicher, Idole gab es schon in archaischen Gesellschaften. Doch sind die Idole des Fernsehens keine spirituellen mehr, sondern visuelle.

Das Fernsehen hat uns zu Sklaven des Auges gemacht. Unser Hauptaugenmerk gilt nicht mehr den inneren Werten, nein, es gilt dem Tonus unserer Muskeln, der faltenfreien Haut, dem Glanz der Mähne, dem Porzellanweiß der Zähne und der Rankheit der Figur. Über 100’000 deutsche Frauen und 10’000 deutsche Männer (Tendenz stark steigend) lassen sich jährlich für die Schönheit operieren. Mindestens jede fünfte Frau ist magersüchtig, und der Wunschtraum der Teenie-Mädchen ist es, Model zu werden. Die Model-Mania unserer Tage steht für den totalen Triumph der hohlen Hülle über die seelenvolle Innerlichkeit. Wobei wir immer dann ein wenig in Not geraten, wenn wir möchten, daß die Göttinnen mit uns ihr Innerstes teilen, denn da ist nichts, was bewundert werden könnte (wie auch, bei ihrem jugendlichen Alter?) ­ außer vielleicht der Fähigkeit, sich selbst für viel Geld zu verkaufen.

Vor hundertfünfzig Jahren noch machte ein ländlich lebender Mensch vielleicht die Bekanntschaft von zwei- bis dreihundert Menschen in seinem ganzen Leben. So vielen Menschen begegnet der heutige Fernsehkonsument in ein oder zwei Wochen. Sie sind wohl nicht physisch anwesend, und doch dringen sie alle in sein ,Allerheiligstes‘, seine Wohnung ein und drängen sich mit ihren Ansichten und Eigenheiten dem passiven Zuschauer ins Gemüt. Kein Wunder, nennen Wissenschafter den heutigen Menschen ,multiphren‘ oder ,entkernt‘. Der Mensch ist nicht mehr Ausdruck eines starken, kernartigen Innern, aus dem er seine Kraft bezieht, sondern irrlichterödes Spiegelbild all jener höchst verschiedenartigen TV-Gestalten, die ihn beständig und ungefragt mit ihrer Scheinexistenz reizen und irritieren.

Nicht nur die Menschenmassen, die via Bildschirm in unser Leben drängen, tragen zur Verwirrung des modernen Menschen bei. Das ganze Programm ist ein Gewitter von Eindrükken: Eine durchschnittliche Kameraeinstellung dauerte 1984 auf den großen amerikanischen TV-Kanälen 3,5 Sekunden. Die durchschnittliche Länge einer Nachrichtenmeldung sollte bei deutschen Privatsendern 45 Sekunden nicht überschreiten. Was erreicht uns da noch an ,News‘ ­ wenn man bedenkt, daß ohnehin von den nationalen Nachrichtenagenturen nur zehn Prozent aller Meldungen weitergeleitet werden, die international hereinkommen? Das Gefühl, nach einer Tagesschau über den Lauf der Welt ,informiert‘ zu sein, entbehrt jeglicher Grundlage. Um so mehr, als 51 Prozent der Zuschauer einer Nachrichtensendung sich gleich nach Ende der Sendung an keine einzige der Meldungen mehr erinnern können (Untersuchung von A. Stern, „A Study for the National Association for Broadcasting“ in M. Barrett, The Politics of Broadcasting, New York 1973), und nur jeder Fünfte überhaupt den Inhalt der Meldungen begreift!

Welche Welten trennen uns von jenen Amerikanern, die sich am 16. Oktober 1854 in Peoria, lllinois, zu einem Rededuell der beiden Politiker Abraham Lincoln (Republikaner) und Stephan A. Douglas (Demokrat) einfanden. Douglas hatte zuerst das Votum. Nach drei Stunden war er mit seinen Auslegungen fertig, und Lincoln war an der Reihe. Da es schon fünf Uhr nachmittags sei, und er gewiß nicht weniger lange als sein Vorredner für die Erwiderung brauchen werde, bat er die Zuhörer, doch nach Hause zu gehen und zu Abend zu essen. Man tat, wie geheißen, und am Abend ging der Diskurs vier Stunden lang weiter. Der ganze Meinungsstreit dauerte also volle sieben Stunden ­ ohne Werbung dazwischen für die Sandwich- oder Pipipause. Die beiden Politiker waren nicht etwa Präsidentschaftskandidaten, und solche politischen Anlässe normale, gut besuchte Gelegenheiten zur Meinungsbildung für das Volk. 1984 durften sich die beiden Bewerber um das amerikanische Präsidentenamt, Walter Mondale und Ronald Reagan, jeweils fünf Minuten zu einem komplexen politischen Thema äußern. Der Gegner durfte dann nochmals eine Minute Replik geben.

Im Zeitalter des Fernsehens sieht Medienkritiker Neil Postman einen Zusammenhang zwischen dem Niedergang der Parteien und der Hochblüte des ,prominenten‘ Politikers. Die Message ist der TV-bekannte Kopf, und sie ist kurz wie ein Videoclip: „He is simply the best“ war die Wahlkampfbotschaft für Helmut Kohl. Der Tina-Turner-Ohrwurm verführte wie vorausgesehen. Wozu nach einem Regierungsprogramm fragen, das Kopfzerbrechen bereiten könnte, wo ein simples kleines Liedchen doch den zuverlässigeren Dienst tut?

Das Fernsehen hat aus uns passive Konsumenten gemacht. Die tägliche Dosis Berieselung ist längst zu einem ,Menschenrecht‘ geworden. Der Fernseher wird sosehr als Grundbedürfnis des Menschen angesehen, daß ihn nicht einmal mehr der Betreibungsbeamte pfänden darf. In einem Experiment des Schweizer Fernsehens boten junge TV-Mitarbeiter zufällig ausgewählten älteren Menschen 100’000 Franken bar auf die Hand an, wenn sie ihr Fernsehgerät mitnehmen dürften, und diese sich verpflichteten, ein Jahr lang TV-abstinent zu leben. Kein einziger der allesamt in bescheidenen Verhältnissen lebenden Senioren ließ sich auf den Handel ein. Dabei: Wieviel Lebenszeit die Flimmerkiste doch frißt! Am Abend könnte man einem Hobby oder Handwerk oder dem Studium eines guten Buches nachgehen, könnte musizieren oder Spiele in der Familie machen, Freunde besuchen oder Spaziergänge unternehmen. Statt dessen sitzen ganze Nationen unbeweglich und wie hypnotisiert vor flimmernden, kleinen Kästen ­ durchschnittlich um die vier Stunden am Tag. Die Folge davon ist, daß wir mehr und mehr glauben, das ganze Leben müsse aus Unterhaltung und Nervenkitzel bestehen. Wir freuen uns nicht mehr an oder über etwas. Statt dessen macht es uns ,Spaß‘. Wenn ich mich freue, dann bin ich aktiv beteiligt, und mein Herz lacht. Macht ,es‘ mir Spaß, dann lasse ich mir meine Sinne kitzeln. Doch dies sind nur die leicht durchschaubaren Mutationen, die das Fernsehen an den Menschen vollzogen hat. In Wirklichkeit ist die Manipulation der Masse in Gebiete vorangeschritten, die die Masse selbst noch in den Bereich der Science Fiction verbannt.
Todesstoß für die suchende Seele?

Die Rosenkreuzer sehen im Fernsehen den „bewußt gesteuerten Mißbrauch des Fohat-Lichtes, ein vergeblicher Versuch, dem wiederkehrenden Licht des Christus zu widerstehen.“ Für sie ist das „ausgesprochen bösartige Ziel des Fernsehens die Seelenverschmutzung. Fernsehen wurde als Todesstoß für die suchende Seele geplant.“ Dies mag fanatisch anmuten, und sicherlich möchten wir Ihnen nicht das Fernsehen verbieten. Doch ist es gut, wenn man weiß, welche Effekte man langfristig damit hervorruft.

Wie man inzwischen erkannt hat, ist Licht die Nahrung unserer Zellen. Das Sonnenlichtspektrum hält alle Elemente bereit, die unsere Körper (der fest- wie die feinstofflichen) benötigen. Setzen wir unseren Körper künstlichem Licht aus, treten Veränderungen in den Zellen auf, die Degenerationsprozesse im menschlichen Körper und in seinen feinstofflichen Bereichen verursachen. Dies ganz besonders, wenn ­ wie beim Fernsehen der Fall ­ eine Elektronenkanone Elektronen in einem konzentrierten Strahl auf das Raster hunderttausender fluoreszierender Punkte abschießt, aus dem sich unser Fernsehbild zusammensetzt. Dieses fluoreszierende TV-Licht, das über unsere Augen in unseren Körper eindringt, greift die endokrinen Drüsen und die empfindlichen feinstofflichen ,Organe‘ an, die für uns unerläßlich sind, wenn wir uns auf eine höher schwingende Lebensebene transformieren wollen.

Epiphyse (Pinealis) und Hypophyse (Hirnanhangdrüse) erfüllen in diesem Prozeß der Transformation äußerst wichtige Funktionen. Diese feinen Organe reagieren auf jede Lichtart, die über die Netzhaut des Auges in uns eindringt. Unsere Augen dienen nicht nur dazu, Bilder über den Sehnerv ans Gehirn weiterzuleiten. Sie nehmen auch über die neuro-chemischen Kanäle Lichtenergie in die Pinealis und die Hypophyse auf, von wo sie ins Gesamtsystem der endokrinen Drüsen (Lichtabsorption oder Photosynthese) gelangen. Die Fernseh-Strahlung beeinflußt unser endokrines Drüsensystem negativ.

Die Lichtnahrung, die unsere Augen vom Fernsehen empfangen, gleicht einem Fast Food-,Fraß‘. Sie bewegt sich in den engen Frequenzbereichen Rot, Blau und Grün. Daß einseitige Lichtbestrahlung gravierende Auswirkungen auf die Funktionstüchtigkeit von Organismen hat, wurde mehrfach nachgewiesen. Beim Menschen zeigten sich überdies psychische Veränderungen, veränderte Rotationsgeschwindigkeit der Chakras und eine Reizung oder Erschöpfung der feinstofflichen Körper. Dr. Ben Feingold fand heraus, daß die Lichtausstrahlung des Fernsehens in Resonanz tritt mit künstlichen Farbstoffen in Nahrungsmitteln, die für Hyperaktivität von Kindern und allergische Reaktionen verantwortlich sind. Man setzt also ein ,hyperaktiv gefährdetes‘ Kind, das Nahrungsmittel mit Phosphaten zu sich genommen hat, vor den Fernseher, und ein Ausbruch von Hyperaktivität ist wahrscheinlich, da die TV-Strahlung die Wirkung der Phosphate im Körper verstärkt.

Ein heutiges TV-Gerät gibt in fünf Zentimetern Abstand ca. 0,5 Millirem Strahlung pro Stunde ab. Das Schlimme daran ist, daß die Strahlung, die auf diese Weise in unseren Körper eindringt, ihn nicht wieder verlassen kann. Sie summiert sich über die Jahrzehnte. Irgendwann ist das Ausmaß erreicht, das im Körper Krebs erzeugt. In knapp drei Jahren mit durchschnittlich vier Stunden Fernsehen täglich nimmt man zwei Rem auf ­ genug, um in Embryos Krebs zu erzeugen. Je größer der Bildschirm, desto stärker das von ihm erzeugte elektromagnetische Feld. Die Strahlung dringt durch Holz und andere Baumaterialien. Stellen Sie niemals ein Kinderbett an eine Wand, hinter der ein TV-Gerät steht! Dr. John Ott, Gründer des Environmental Health and Light Research Institute (Umweltforschungsinstitut für Strahlung und Gesundheit) in Sarasota, Florida, behauptet, daß sogar die gegenwärtige Toleranzstrahlung für TV-Strahlung von 0,5 Millirem pro Stunde zu hoch sei. Die Wurzeln von Bohnenpflanzen, die er vor Farbfernseher stellte, wuchsen aus der Erde heraus. Eine andere Pflanzengruppe zeigte monströse und verformte Auswüchse. Mäuse bekamen Krebsgeschwüre. Ott kam zum Ergebnis, daß im Grunde jede Dosis Fernsehstrahlung für den Menschen zuviel und schädlich ist.

Rainer Patzlaff, Autor des Buches ,Medienmagie ­ oder die Herrschaft über die Sinne‘, glaubt, daß Fernsehen unsere Imaginationskraft pervertiert. Genaugenommen finde nämlich die TV-Realität nicht auf dem Bildschirm statt, sondern erst auf der Netzhaut unseres Auges ­ erst dort würden wir aus der halben Million Bildpunkte, die mit 1/50 Sekunde Geschwindigkeit auf dem Bildschirm aufleuchten, ein zusammenhängendes Bild komponieren. „Das Fernsehbild ist also, genaugenommen, gar nicht mehr ein äußeres Bild, das im Sinnesraum anzutreffen ist, sondern führt schon herüber in einen inneren Raum, den jeder in sich selbst trägt; es bewegt sich an der Grenze des Raumes und stellt somit unausgesprochen eine Art Schwellenerlebnis dar, wenn auch nur auf physischer Ebene.“ Patzlaff fährt fort: „Wonach die Menschen sich im Tiefsten sehnen, und was sie eigentlich mit den Augen des Geistes in ihrer Seele erleben möchten, das schießt ihnen der Kathodenstrahl ins sinnliche Auge, und sie bemerken gar nicht, daß ihr berechtigtes, für die Weiterentwicklung der Kultur so notwendiges Streben nach Wahrbildern auf raffinierte Weise getäuscht, ja pervertiert wird. Echte Imaginationen entstehen durch gesteigerte Aktivität eines sich selbst erziehenden Ich, Fernsehbilder empfängt man in totaler Passivität. Echte Imaginationen offenbaren höhere, übersinnliche Welten, Fernsehbilder ketten das Bewußtsein an die materielle Welt. Die Seele glaubt sich ernährt und wird mit einer Pseudonahrung betrogen.“ Damit nicht genug. Vor dem monoton flackernden Bildschirm schaltet der Organismus auf Entspannung der Ziliarmuskeln, so daß die Augachsen sich nicht mehr kreuzen, der Blick ins Leere geht und trotz wachem Bewußtsein körperlich ein schlafähnlicher Erschlaffungszustand eintritt (Dieser zeigt sich übrigens im EEG an der drastischen Reduzierung der Gehirnstromtätigkeit).

Milliarden von Menschen lassen sich allabendlich freiwillig paralysieren und ihrer Imaginationskraft schleichend, doch sicher berauben. Was wartet unser, wenn wir bedenken, daß Imaginationskraft Schöpferkraft ist? Daß jede Idee erst in unseren Gedanken bestehen muß, bevor sie Verwirklichung finden kann?

Könnte jemand Interesse haben an Menschen, die nicht mehr selber denken, sondern sich nur noch mit fremdproduzierten Bildern füttern lassen? Eine ganze Flut von Studien weisen nach, daß Augenbewegungen und Denken umnittelbar zusammenhängen. Bewegen sich die Augen nicht (wie vor dem Fernseher), sind die Denkfunktionen herabgesetzt. Der Emery-Report (Fred und Merrely Emery, ,A Choice of Futures: To Enlighten or to Inform?‘, Canberra 1975) stellte fest, daß bereits „das fortwährende Fixieren des Fernsehzuschauers keine Aufmerksamkeit ist, sondern ein Zustand, der dem Tagträumen oder dem Abwesendsein verwandt ist.“ Der Zuschauer schließt forciert die Nervenleitungen zwischen den visuellen Bildern und dem autonomen Nervensystem ab, die sonst Bewegung und Aufmerksamkeit stimulieren würden. Auch die Verbindung zwischen rechter und linker Gehirnhälfte ist unterbrochen. Verständnis, Erkenntnis und analytisches Denken sind blockiert, während der Tagtraum weitergeht. Die Information dringt ein und wird ohne Verarbeitungsprozeß durch die Seele des Menschen robotergleich gespeichert. (Siehe dazu Kasten „Auf dem Weg zum Roboter?“)

Und was ziehen wir da einem Joint gleich in unsere Gefühls- und Gedankenwelt, sprich unsere Seele? Der deutsche Medienforscher Jo Groebel zählte in einer TV-Woche 2’745 Gewaltszenen. Aneinandergereiht sind das 25 Stunden pure Gewalt. Ein amerikanischer Jugendlicher, so wurde ermittelt, hat mit 16 Jahren bereits 16’000 Morde ,intus‘. Einen neuen Höhepunkt erklomm Regisseur Oliver Stone mit seiner zynischbrutalen Medien-Abrechnung ,Natural Born Killers‘. In dem zweistündigen Kinofilm werden 52 Menschen ermordet! Ein Augsburger Pädagoge schätzt, daß mindestens jedes zehnte Gewaltverbrechen, das Jugendliche begehen, aufs Konto der Medien geht.

Wie der sonst unzimperliche ,Spiegel‘ zur Schlagzeile ,Ein Volk im Schweinestall‘ kam, wird jedem klar, der an einem ganz gewöhnlichen Montagabend durch die Programme zappt. Am 31. Oktober 1994 begegneten wir so innerhalb einer Stunde einer Partnervermittlung für Seitenspringer, einer jungen Frau, die sich angeblich freiwillig als Sklavin einem Mann ,verkauft‘ hat, Bisex-Parties, FKK-Single-Clubs, die ,Titten‘ (pardon) der Playboy-Playmates und einer sehr geschäftlich-seriös aussehenden Talk-Runde, wo es um multiple Orgasmen für den Mann geht und jeder freimütig aus dem Schlafzimmer plaudert ­ mit der gleichen beflissenen Ernsthaftigkeit, wie wenn es um die besten Anlagemöglichkeiten für Kleinsparer ginge.

Soviel tun wir uns freiwillig an ­ mit Effekten, wie wir sie uns nicht wirklich wünschen können: Zunehmende Ängste, zunehmende Gewaltbereitschaft, zunehmende Gefühle von Ohnmacht und Depression, abnehmende sexuelle Lust und die Sucht nach immer mehr, immer verrückteren Bildern.

Der verstorbene Forscher Erich Körbler machte zudem eine Entdeckung, die er ,ungeheuerlich‘ nannte: „Gleichzeitig mit der sichtbaren Handlung eines harmlosen Fernsehspiels könnte unsichtbar, aber auf den Organismus des Zuschauers sehr wirksam, die Übertragung der homöopathischen Information einer Krebskrankheit erfolgen!“ Körbler ermittelte in Tests, daß, wenn der TV-Kommentator eine auf dem Bildausschnitt nicht sichtbare Zigarette in der Hand hält, augenblicklich unsere Immunabwehr geschwächt wird. Hält der TV-Moderator einen Apfel für uns nicht sichtbar in Händen, werden wir nicht beeinträchtigt. Dies ermittelte er mit dem kinesiologischen Arm-Test, wo die Versuchsperson ihre ganze Kraft aufwendet, gegen Druck ihren ausgestreckten Arm oben zu behalten. Ist das, was sie über den Sehnerv in den Körper aufnimmt, schwächend, gelingt es ihr trotz der Aufbietung aller Kräfte nicht, dem zugefügten Druck standzuhalten. „Es kommt aber noch ärger“, äußerte Körbler in einem Artikel in ,Raum und Zeit‘ (60/92). „Bei weiteren Tests verzichtete ich darauf, in der linken Hand etwas zu halten. Ich dachte mit lächelndem Gesicht nur an ein Wort, das für mich eine negative Bedeutung hat. Die Wirkung war die gleiche. Bei allen Seminarteilnehmern, die vor dem Bildschirm saßen, war die Immunkraft herabgesetzt. Ich konnte also auch mit meinen Gedanken den körperlichen Zustand der Fernsehzuschauer via Bildschirm beeinträchtigen!“ Man bedenke, welchen Manipulationstechniken diese Erkenntnisse Tür und Tor öffnen.

Doch, auch wenn kein übler Wille uns an die Gesundheit will, beeinträchtigen alle möglichen destruktiven Informationen via TV unser Wohlbefinden. Ein Forscher der ,Cooperative global‘ ermittelte, daß, wenn auf dem Bildschirm der Film einer Atombombenexplosion erscheint, wir augenblicklich über den Schirm radioaktive Strahlung in die gute Stube erhalten. Dies gilt für alle übrigen TV-Bilder genauso: Die Schwingung der Schauspieler, ihrer Gedanken, und der verfilmten Handlung überträgt sich aufs Auge und damit die Seele des Beschauers.
,Subliminal messages‘ ­ auf Schleichwegen ins ,Unterbewußte‘

Längst werden wir jedoch nicht nur indirekt über die Inhalte und Erscheinungsformen beeinflußt, sondern direkt und mit feststehender Absicht. Überall, wo Bildschirme installiert sind, können ,subliminal messages‘ (unterschwellige Mitteilungen) mitgesendet werden. Wie es ihr Name sagt, sind sie nur an unsere nicht bewußten Bereiche adressiert. Am 13. Mai 1988 publizierte die Zeitung „Le Quotidien de Paris“ einen Bericht des Medienspezialisten Jean Montaldo, der entdeckt hatte, daß dem französischen TV-Publikum während des Wahlkampfs um das Amt des Staatspräsidenten über Monate hinweg dreimal täglich vor den Nachrichten eine Sequenz von zehn Bildern des amtierenden Präsidenten Mitterrand präsentiert worden war, unwahrnehmbar eingeblendet in das Vorspann-Signet des staatlichen Senders ,Antenne 2′. Der Nachweis gelang mit Hilfe eines Videorecorders, der die Einzelbilder auf Wunsch als Standbilder zeigt. Insgesamt soll die Bilderreihe 2’949mal gesendet worden sein.

Der Produzent entschuldigte sich anschließend, „ich wollte den Vorspann nur aktuell machen.“ Und der zuständige Redakteur erklärte alles zu einem „Scherz“. Die Wahl Mitterrands wurde niemals angefochten. Daß ,subliminal messages‘, Mitteilungen, die für unsere Sinne unwahrnehmbar sind, sehr wohl im ,Unterbewußten‘ ankommen können, weiß man indes schon lange. 1959 wies D. Byrne nach, daß durch die unterschwellige Darbietung des Wortes BEEF (Rindfleisch) als Einzelbild in einem Film der Hunger der Versuchsperson aktiviert wurde. (D. Byrne, ,The Effect of a Subliminal Food Stimulus on Verbal Responses‘, in ,Journal of Applied Psychology 43/1959′, S. 249 ff.). D. P. Spence wiederholte 1964 den Versuch mit dem Wort CHEESE (Käse), jedoch unter erheblich verschärften Versuchsbedingungen ­ und fand Byrnes Ergebnisse bestätigt. (,Effects on a Continiously Flashing Subliminal Verbal Food Stimulus on Subjective Hunger Ratings‘, in ,Psychological Review 15/1964′). Es gab so viele bestätigende Experimente, daß selbst Kritiker bis 1972, bzw. 1986 zugeben mußten, daß die unterschwellige Beeinflussung von Menschen in diversen Experimenten gelungen ist.

Jim Keith geht in seinem ,Casebook on Alternative 3 ­ UFOs, Secret Societies and World Control‘, soweit, das Fernsehen als ,eine Form der Halb-Lobotomisierung‘ zu bezeichnen. Für ihn stellt es keine Überraschung dar, daß die einflußreichen Rockefellers maßgeblich an der Initiierung des Siegeszuges des amerikanischen TVs beteiligt und Mehrheitsaktionäre aller größeren Sender waren. Auch er nennt den ,Fall Mitterrand‘, fügt aber noch weitere Beispiele unterschwelliger TV-Beeinflussung an. Seine Quelle ist der ,Kiwi Gemstone‘, ein Untergrunddokument neuseeländischen Ursprungs. Nach diesem soll der amerikanische CIA ,subliminal messages‘ für das australische Fernsehen ,gesponsert‘ haben. 1984 habe man mit der Installierung von Geräten für solche Mitteilungen an fünf Orten in Neuseeland begonnen ­ Waiatarua, Mt. Erin, Kaukau, Sugarloaf und Obelisk. Dieselben Geräte wurden angeblich in Australien im August 1985 installiert, in Japan im September 1986, in Großbritannien im Februar 1987 und in New York ebenfalls 1987.

„Am 17. Juli 1984 beginnt unterschwellige Werbung in Aotearoa, Kanal zwei zwischen 18 und 24 Uhr; später schon ab Mittag. Die unterschwelligen Mitteilungen wurden in den USA vom CIA verfaßt, und sagen den Wählern, die Labour Partei zu unterstützen, ebenso die New Zealand Partei, und Mafia-Produkte zu kaufen.“ Am 27. Februar wollen sie auf den ,Kiwi TVSchirmen‘ folgende unterschwellige Spots ausgemacht haben: „Hallo, Freunde. Macht mehr Geld. Wählt Labour.“ Eine andere Meldung habe beinhaltet „Ich grüße meine Eigenen. Kauft Autos. Kauft sie jetzt.“ Und die finsterste von allen suggerierte dem Fernsehzuschauer: .,Zerschmettere! Hasse! Vergewaltige! Schlag zu! Töte! Sei gewalttätig!“ Diese unterschwelligen Mitteilungen seien im australischen Fernsehen durchschnittlich viermal pro Stunde ausgestrahlt worden.

Der beste Beweis für die Wirksamkeit unterschwelliger Mitteilungen sind die zahllosen ,Subliminalkassettten‘, die zwecks Fremdsprachenlernen oder zur besseren Lebensbewältigung verkauft werden. Das wissenschaftliche Fundament legte der bulgarische Arzt und Psychotherapeut Georgi Lozanov, der in den 60er Jahren herausfand, daß die menschliche Lernfähigkeit wesentlich gesteigert werden kann, wenn man während des Lernens körperlich und seelisch vollkommen entspannt ist, rhythmisch atmet, sich mit angenehmen Vorstellungen beschäftigt und eine passende Hintergrundmusik hört. Im entspannten ,Alpha-Zustand‘ soll gewünschter Lernstoff scheinbar mühelos in die grauen Zellen fließen.

Fernsehen entspannt bis zur Tagträumerei. Der Zuschauer ist in einer sehr empfänglichen Gemütslage!

TV_Toilets-672x372 Die Wirksamkeit unterschwelliger Mitteilungen machen sich seit längerem auch Supermarktketten zunutze. Nach neuestem Stand der Technik können unterschwellige Beeinflussungen über die Augen oder auch den Gehörsinn erfolgen. 1980 erbrachte ein Report von R. Zajonc und W. Kunst-Wilson definitiv den Nachweis, daß es möglich ist, durch vollkommen unhörbare Worte, die in eine Klangkulisse eingebettet sind, Menschen in ihren affektiven Reaktionen signifikant zu beeinflussen.

Der amerikanische Forscher Hal C. Becker entwickelte als erster eine Apparatur, mittels welcher er kurze Sätze als Botschaften an das Unterbewußtsein einer hörbaren Musik so aufmodulieren konnte, daß sie das Ohr erreichten, vom Bewußtsein aber nicht herausgehört werden konnten. Ein Supermarkt in New Orleans machte daraufhin den Test. Die ständig laufende Hintergrundmusik war ,gebetsmühlenartig‘ (Patzlaff) mit den Sätzen ,Ich stehle nicht‘ (gemünzt auf Ladendiebe) und ,ich bin ehrlich‘ (Kassiererinnen) versehen. Das Band lief sechs Monate. Der Fehlbestand in den Kassen war in dieser Zeit von wöchentlich 125 Dollar auf 10 Dollar gesunken, ging also um 92 Prozent zurück. Die Verluste durch Ladendiebstähle verringerten sich um 75 Prozent ­ obwohl sich die (potentiellen) Ladendiebe viel kürzere Zeit dem Einfluß der ,subliminal messages‘ ausgesetzt hatten, als die ständig dort anwesenden Kassiererinnen. Noch ein Beispiel: Im Auftrag einer Supermarktkette, die unter hohem Personalwechsel litt, beschallte man die Angestellten zweier Läden elf Monate lang mit Sprüchen wie ,I am careful, I am important, We are a team‘ (Ich bin sorgfältig, ich bin wichtig, wir sind ein Team). Die Fluktuationen dieser zwei Läden gingen daraufhin um die Hälfte zurück, während sie in den übrigen sechzig Läden unverändert hoch blieb. Ähnlich erfolgreich verliefen Experimente, wo Klinikärzte heimlich ihre Patienten vor Operationen mit subliminal messages psychisch stabilisierten. Gleichermaßen erfolgreich verliefen Therapieversuche mit unterschwelliger Beeinflussung bei Alkoholikern, Rauchern und Eßsüchtigen. Techniker, die sich mit der Materie auskennen, wie Al Bialek, der am ,Philadelphia-Experiment‘ beteiligt gewesen war, sind der Ansicht, daß unterschwellige Botschaften nicht auf CDs und normale Tonbandkassetten gespeichert werden können. Der Frequenzbereich sei zu klein. Bialek: „Sie könnten sie möglicherweise auf Laserdiscs geben, aber nicht auf eine Audio-CD, weil dort der Frequenzbereich zu beschränkt ist.“

Wenn wir uns jedoch bewußt machen, wie sehr Musikberieselung in Geschäften heute üblich geworden ist, und daß unterschwellige Botschaften in Kinofilme oder TV-Sendungen eingeklinkt kein technisches Problem darstellen, dann ist wahrscheinlich, daß jeder von uns irgendwann, irgendwo damit in Berührung kam oder kommen wird. Abgesehen davon, daß es niemandem recht sein darf, ungefragt mit irgendwelchen Botschaften infiltriert zu werden, ist das Gefährliche an der Sache, daß es bis heute keine erschwinglichen technischen Möglichkeiten gibt, solche subliminal messages auf Musikbändern aufzuspüren. Die Verwendung unterschwelliger Botschaften auf Musikbändern zur Berieselung von Shopping-Center-Kunden, Spitalpatienten und der Belegschaft von Firmen scheint weit verbreitet zu sein. Die Firma Gantec liefert Musikteppiche aller Art. Manche Firmen lassen laut Rainer Patzlaff „spezielle Klangteppiche synthetisieren, die man gar nicht mehr als Kompositionen bezeichnen kann, sondern eher als eine Art Klangschaum aus süßlich schwebender Langweiligkeit, in den das Bewußtsein derart rasch und gründlich hineinschläft, daß sich die Pforten des Unterbewußtseins optimal öffnen für die Appelle, die unter der Musik verborgen hereinfluten.“ Dazu ein Zitat aus dem Werbeprospekt von Gantec. „Diese neuartige Aufnahmetechnik verfolgt den Zweck, mit Hilfe eines geeigneten musikalischen Hintergrundes gewissermaßen eine Pipeline in das Unterbewußtsein zu legen, die den Hörer mit thematisch sinnvollen Stimuli versorgt.“ Da das ,Öl‘ unter Druck schneller fließt, ging man dazu über, die unterschwelligen Botschaften in einem Zeitrafferverfahren auf rund die Hälfte ihrer Länge zusammenzupressen. Staccatoartig hämmern sie so ins Unterbewußte des ahnungslosen Hörers ­ die ,ideale Lerngeschwindigkeit‘, wie der Hersteller bemerkt. Wäre es nicht schön zu wissen, was wir da jeweils ,lernen‘? Insider behaupten, daß alle heutigen TV-Geräte mit einem geheimen Gerät ausgerüstet seien, die das Abhören erlauben. Was immer man davon halten mag ­ auch punkto Stromverbrauch ist es sicherlich besser, das Gerät ganz abzuschalten und nicht nur auf Bereitschaftsstufe. Und vielleicht lassen sich besonders wichtige Gespräche auch in einem anderen Raum führen, als da, wo die Flimmerkiste steht.
TV-Signal verursacht Leukämie

Nicht nur der TV-Bildschirm allein gefährdet durch sein elektromagnetisches Feld unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit. Al Bialek, berühmter Vortragsredner zum Philadelphia-Experiment, zum Montauk-Projekt und Zeitreisen, ist punkto Technik bestimmt einer der bestinformierten Menschen dieses Planeten. (Bücher mit seinem Wissen sind im Michaels-Verlag erschienen). Er sagt, daß die TV-Stationen mit ihrer gepulsten Übertragung, (Klasse D, um ein besseres Bild zu erzeugen) sehr zerstörerisch auf die Physiologie des Körpers einwirken. Menschen, die in der Nähe eines TV-Senders wohnen, seien extrem in ihrer Gesundheit gefährdet. Bialek: „Es gibt dafür ein gutes Beispiel. Man hat in Portland, Oregon, Messungen davon gemacht. Oregon ist vielleicht deshalb einzigartig, weil sie alle ihre FM-, AM- und TV-Sender auf dem Mount Olympia stehen haben, und es ist wirklich eine teuflische Ballung von Sendestationen an einem Ort. In unmittelbarer Umgebung dieser Sender befinden sich alle möglichen Wohnungen; Menschen leben dort. Die Leukämierate in diesem Gebiet von Portland ist sehr hoch. Ein Privatarzt führte eine private Studie durch, um zu korrelieren, was passiert. Er schaute sich die Kranken- und Familiengeschichten an, etc. Dabei fand er heraus, daß die Leute, die in der Nähe dieser Sendeanlagen lebten, an dieser besonders bösartigen Art von Leukämie erkrankten, und stellte letztendlich fest, daß, wenn sie lange genug dort gelebt hatten, die Erkrankungsrate an Leukämie 100 Prozent war! Es gab keine Ausnahmen. Wenn sie aus dem Gebiet wegzogen, erholten sie sich, außer die Krankheit hatte bereits ein ernstes Stadium erreicht.“

Ein Freund von ihm arbeite in einer Station, berichtet Bialek. „Er sagt, er hasse es, da hinaufzugehen: ,Du bist da eine halbe Stunde oben, und dein Gehirn zerbröselt einfach, du kannst nicht mehr klar denken.“ Über der Tür des Sendeturms hängt Tag und Nacht eine fluoreszierende Röhre, die mit absolut nichts verdrahtet ist. Sie leuchtet beständig, so viel RF kommt aus diesem Gebäude. Ab und zu verschmort sich die Ausrüstung selbst. Er sagte zu Bialek, „du wirst hier nicht sehr lange oben sein wollen. Ich auch nicht. Ich muß hierher, um Wartungsarbeiten durchzuführen. Wenn ich nach Hause gehe, dauert es eine Weile, bis ich darüber hinweg bin. Es braucht die ganze Nacht.“ Bialek: „Die Strahlung bringt einfach die normale Funktionsweise seines Gehirns durcheinander. Er kann nicht mehr darüber nachdenken, was er tut, weswegen er herkam, welches Werkzeug er nehmen soll, woran er eigentlich arbeitet. Die Kontinuität des Denkens geht verloren.“
Beeinflussung mit ELF- und Mikrowellentitel24

Beunruhigend ist, daß elektromagnetische Wellen bewußt von Militärs, Geheimdiensten und den dahinter stehenden Interessengruppen benutzt wurden, um die physische und psychische Gesundheit von ganzen Bevölkerungen zu beeinflussen. Am 16. Juli 1981 gab der nordamerikanische TV-Sender NBC (National Broadcasting Corporation) bekannt, daß der Nordwesten der USA einige Jahre mit Extreme Low Frequency-Wellen (ELF-Wellen) bestrahlt wurde. Diese Wellen waren anfangs unseres Jahrhunderts vom genialen Physiker Nikola Tesla entdeckt worden. Tesla war es gelungen, sich ins Energiefeld, das den Planeten umgibt, einzuklinken, und daraus freie Energie zu beziehen. Zur selben Zeit benutzt er das energetische Feld des Äthers für gewisse Formen der Kommunikation und des Energietransports, was andere Energiequellen obsolet gemacht hätte.

1898 hatte er das globale Energieproblem beinahe vollständig gelöst. Der mächtige Bankier J.P. Morgan sollte dann verhindern, daß die Menschheit mit der freien (kostenlosen!) Energie in Berührung kommen konnte. Wenn das Feld der freien Energie einer ELF-Welle unterworfen und auf Menschen gerichtet wird, werden die elektrischen Funktionen des Gehirns unterbrochen ­ was ernstliche Störungen im Wachbewußtsein hervorruft. Die neurologischen und physiologischen Funktionen werden gestört durch eine Herabsetzung der mentalen Funktionen. Auf diese Weise wird eine Person beeinflußbarer gemacht. Am 20. Mai veröffentlichte die Nachrichtenagentur Associated Press eine Meldung, in welcher stand, daß dies auch beabsichtigt war. Die UdSSR habe ab ca. 1960 über ein Gerät namens LIDA verfügt, mit dem man das menschliche Verhalten via ELF-Wellen beeinflussen konnte. In der UdSSR sei das Gerät dazu benutzt worden, die Menschen träge zu machen und in einen tranceähnlichen, gleichgültigen Zustand zu versetzen. Man kann damit auch psychische Probleme, Neurosen und Bluthochdruck behandeln, aber ebenso einen Zustand der Aggression oder Depression hervorrufen. Es seien große LIDA-Ausrüstungen benutzt worden, um Einzelpersonen, aber auch Städte und ganze Regionen der UdSSR und der USA mit ELF-Wellen zu bestrahlen ­ mit dem Ziel, ein bestimmtes Verhalten hervorzurufen. Laut Angaben der US Defence Intelligence Agency ist es möglich, Geräusche und ganze Worte im Gehirn eines Menschen ,auftauchen‘ zu lassen, ebenso wie Gehirnschläge, Herzversagen und andere Krankheiten durch Fernsteuerung auszulösen.

Die rosenkreuzerische Schrift „Fernsehen als Instrument der verborgenen Mächte“ schreibt, .,Das Neueste in der Welt der Spionage und Gegenspionage sind ­ abgesehen von Laserstrahlen ­ die Mikrowellen. Die Weltmächte suchen nach einem Mittel, um die Verbindung zwischen den Gehirnzellen und dem übrigen Körper zu zerstören ­ was natürlich nur beim „Feind“ angewendet werden soll, um ihn leichter manipulieren zu können. Das ist soviel ,sauberer‘ als all der Schmutz, den eine Atombombe verursacht. Mikrowellen könnten hier die Lösung bringen.“

Eine Bestätigung dieser nicht gerade angenehmen Tatsachen gab Boris Yelzin selbst. In der 1989er Ausgabe der ,Microwave News‘ sagte er einem Reporter, der KGB besitze ein ELF-Gerät, welches das menschliche Herz zum Stillstand bringen könne. In einem Interview mit Radio Liberty, einer US-Kurzwellenstation im ehemaligen Westdeutschland, sagte Yelzin, daß KGB-Agenten ihm anvertraut hätten, sie verfügten über ein Gerät, welches ein machtvolles 7- bis 11-Hz-Signal aussendet, welches das Herz ,stoppen‘ kann. Laut Yelzin sagte der KGB-Mann, „wenn keine ,Erste Hilfe‘ in der Nähe ist, dann ist alles vorbei.“

Hier mag interessant sein, daß eine große Zahl jener Menschen, die Augenzeugen der Ermordung John F. Kennedys waren (siehe auch ZS Nr. 4, Interview mit Virgil Armstrong), an Herzattacken starben, die US-Regierung ist selbstredend im Besitz ähnlicher Geräte. Ihr Codename ist Jim Keith zufolge ,Project Black Beauty‘. ELF-Geräte sollen eingesetzt worden sein, als sich der Diktator Manuel Noriega nach der Invasion der US-Truppen in der Vatikan-Botschaft in Panama City versteckte. Die Geräte waren als Lautsprecher getarnt, aus denen ständig überlaut Heavy-Metal-Rockmusik dröhnte. Offiziell wurde gesagt, die Musik solle Noriega depressiv machen. In Wirklichkeit soll die Botschaft mit ELF-Wellen bestrahlt worden sein. Dieselbe Technologie sollen die Amerikaner auch im Irak-Krieg angewendet haben.

Das „Magazin 2000″ berichtete in seiner Ausgabe Nr. 97 vom Dezember 1993: „Erinnern Sie sich an die Bilder vom Golfkrieg, als Tausende irakischer Soldaten kapitulierend aus den Schützengräben stiegen, sich sogar Journalisten ergaben, die sie für Soldaten hielten (trotz weißer Fahnen) und zum willkommenen Kanonenfutter für die amerikanische Artillerie wurden? Jetzt sind immer mehr Militärexperten überzeugt, daß nicht etwa die schlechte Versorgung von Saddams Truppen diese plötzliche und lemminghafte Kapitulation bewirkte, sondern Psychotronik-„Mind Control“-Waffen der USA. Einige dieser High-Tech-Superwaffen bedienen sich der Wirkungen von Radiofrequenzwellen auf das menschliche Gehirn. Wie die Jan.-93-Ausgabe der Fachzeitschrift „Aviation Week and Space Technology“ berichtet, rüstet jetzt das US-Verteidigungsministerium Raketen mit Gerätschaften aus, die in der Lage sind, elektromagnetische Pulse (EMPs) zu erzeugen, um den Feind ,lahmzulegen‘ ohne sich dabei atomarer, biologischer oder chemischer Komponenten bedienen zu müssen. Dieser Waffentyp hat in erster Linie das Ziel, die elektronischen Systeme des Feindes auszuschalten. Andere Geräte erzeugen Ultraschall, ELF (Extreme Niedrigfrequenz-) Schallwellen, die Übelkeit und Erbrechen bewirken und das Orientierungsvermögen der betroffenen Personen extrem stören. Diese Waffen haben einen Wirkungsbereich von mindestens 2’500 Kilometern…“.

Soviel zum Stand der im großen Stil verwendeten Technik. Die Möglichkeiten der Geheimdienstabteilungen gehen heutzutage unendlich viel weiter. Man kann mit gutem Gnund sagen, daß das meiste, was uns heute in Science-Fiction-Filmen vorgesetzt wird, längst Realität geworden ist. Bloß dürfen wir davon nicht wissen. Es scheint, daß die viel gefürchtete Spaltung der Gesellschaft in eine Masse von Unwissenden, die man beliebig manipulieren kann, und eine kleine Elite von Wissenden, die sämtliche Hebel bedienen, viel weiter vorangeschritten ist, als uns dies bewußt ist. Doch das ist ja gerade Teil des Plans.

Quellenangaben
-Rainer Patzlaff: „Medienmagie oder die Herrschaft über die Sinne“, Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart
-Neil Postman: „Wir amüsieren uns zu Tode“, S. Fischer Verlag Frankfurt
-„Fernsehen als Instrument der Verborgenen Mächte“, Rozekruis Pers, Haarlem/Niederlande
-Jan van Helsing: „Geheimgesellschaften und ihre Macht im 20. Jahrhundert“, Ewertverlag Meppen
-Jim Keith: „Casebook on Alternative 3 – UFOs, Secret Societies and World Control“, IllumiNet Press, Lilburn/Georgia/USA

Sklaverei und Sklavenhaltung

Die Versklavung von Menschen und der Handel mit ihnen ist eine seit Jahrtausenden bestehende Erscheinung in weiten Gebieten der Erde und bis heute nicht vollständig beseitigt.  Menachem Begin über alle “Nichtjuden” „Unsere Rasse ist die Herrenrasse. Wir sind heilige Götter … Weiterlesen

Das Gesetz der Macht

VORWORT  Die Menschen stehen unter dem Gesetze der Macht. Das ganze gesellschaftliche Wesen wird durch die Macht regiert, sie ist der höchste Wert, nach welchem die Völker streben und nach welchem sie gezählt, gewogen und gerichtet werden. Doch ist es … Weiterlesen

Thema Umerziehung

Cui bono?  bzw. für Wem zum Vorteil? ergänzend: Bitte auch in die Links schauen Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung Augenöffner im 卐 Zeichen der Zeit BRD-Geschichtsschreibung Der Schuldkult – ein psychotisches Krankheitsbild Geschichtlicher Überblick eines Planes zur Kontrolle der Menschheit Die zionistische Weltverschwörung: … Weiterlesen

Deutschland ist eine USrael-Kolonie – die Deutschen werden von einer Fremdherrschaft regiert

Was verschweigt uns die Bundesregierung ? Was verheimlicht uns der Bundestag ? Erzählen die “Medien” uns die ganze Wahrheit ? Warum behaupten immer mehr Menschen das die Bundesrepublik unter Besatzung steht ? Wer diese Fremdherrschaft ist, zeigt sich sofort, wenn Sie in unserem Lande etwas gegen Juden sagen. Es ist egal, wer Deutschland regiert, denn das Sagen haben die Juden. Die Juden kontrollieren und steuern, Eure Medien , Eure Armeen , Eure Politiker, Eure Polizei, Eure Justiz, Eure Medizin, Eure gesamte Wirtschaft und das Finanzsystem, usw.  Die Welt ist in jüdischer Hand!  Was läuft hier wirklich ? Mehrere deutsche Politiker, … Weiterlesen

Der Maulkorbparagraph 130 StGB Volksverhetzung

Der Begriff Volksverhetzung bezeichnet in der Bundesrepublik Deutschland eine Straftat. Richtiger hieße es jedoch Bevölkerungs-Verhetzung, da Hetze gegen das Deutsche Volk durchaus erlaubt und sogar erwünscht ist. Das Gegenstück in der sogenannten „DDR“ hieß Staatsfeindliche Hetze. Repressive Regime benötigen derlei … Weiterlesen

Revolution 2016

Das Volk steht auf, der Sturm bricht los. 1813 Breslau und 2016 Gesamtdeutschland.

Bilder aus dem historischen Breslau Das Volk steht auf, der Sturm bricht los Carl Theodor Körner (1791-1813) Das Volk steht auf, der Sturm bricht los. Wer legt noch die Hände feig in den Schoß? Pfui über dich Buben hinter dem Ofen, … Weiterlesen

Wir müssen raus auf die Straße! ALLE !!!

Ich möchte, dass das Volk endlich aufsteht und wir uns gemeinsam „wenn möglich, ohne Gewalt“ zur Wehr setzen, damit das System wieder vom Volk regiert wird, nicht umgekehrt. Was muss man denn noch tun um den Menschen die Augen zu … Weiterlesen

Carl Theodor Körner

 Carl Theodor Körner 23. September 1791 in Dresden – 26. August 1813 bei Gadebusch in Mecklenburg) war ein deutscher Dichter und Dramatiker. Der Ausspruch „Nun, Volk, steh auf und Sturm brich los“, den Joseph Goebbels in seiner Sportpalastrede verwendete, ist … Weiterlesen

ergänzend: Eine weitere große Revolution im Reich war, die

“Deutsche” Revolution von 1848/49

revolution-von-1848_49Die Märzrevolution oder Deutsche Revolution von 1848/49 war die Erhebung des deutschen liberalen Bürgertums für mehr politische Mitbestimmungsrechte sowie für eine nationale Einigung der deutschen Staaten. Sie war wegbereitend für die politische Emanzipation von Juden in Deutschland. Die Märzrevolution fußte auf den Auswirkungen der jüdisch inspirierten Französischen Revolution und kann als Wurzel des Parlamentarismus angesehen werden, wie er während der Weimarer Republik realisiert war und seit Bestehen der BRD bis heute gilt. Für die Anhänger dieser Revolution hatten die Farben Schwarz-Rot-Gold einen bedeutsamen Symbolcharakter.

In Sachsen dauerten die Kämpfe bis 1849. Bekannteste Persönlichkeit dieser Revolution war Robert Blum. Die Märzrevolution führte zum Zusammentritt der ersten deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche und zur Erarbeitung der Paulskirchenverfassung, die auch Juden weitergehende Rechte gewähren sollte. Die vom jüdischen Präsidenten Eduard Simson geleitete Nationalversammlung trug dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die deutsche Kaiserkrone an; diese lehnte er insbesondere unter der Begründung ab, die Krone sei

„aus dem Dreck der Revolution geknetet“.

Folglich trat die von der Nationalversammlung ausgearbeitete Verfassung nicht in Kraft und es kam nicht zur Gründung eines, auf einen Mehrparteienparlamentarismus gegründeten Nationalstaates namens „Deutsches Reich“. Schlußendlich wurde die Revolution durch konservative Gegenkräfte gestoppt.

Die Motive der Aufständischen sahen auf den ersten Blick durchaus ehrenhaft aus: Sie wollten die Restauration beenden, die deutsche Kleinstaaterei durchbrechen und die deutschen Fürsten und Könige dazu zwingen, ein einheitliches Reich aller Deutschen zu errichten.

Bei näherer Betrachtung erwiesen sich die Revolutionäre allerdings als demokratische Phantasten, die ernsthaft beabsichtigten, über ein gewähltes Parlament auf Basis eines gleichen Wahlrechtes ohne hinreichende Machtmittel die bisherigen deutschen Strukturen durch neue zu ersetzen. Ihr Zeichen war die Fahne Schwarz-Rot-Gold.

So wie kaum ein anderer Zeitgenosse war Bismarck entschlossen, sich diesem Unsinn auch gewaltsam entgegenzustellen. Als im März 1848 auch in Schönhausen Demokraten versuchten, eine Revolutionsfahne zu hissen und die Macht an sich zu reißen, stellte sich Bismarck mit seinen bewaffneten Bauern gegen diese Leute und drohte offen, von der Schußwaffe Gebrauch zu machen. Seine Position war klar: Ja zur Einheit der Deutschen, aber auch Nein zu einer schwächlichen demokratischen Republik.

Es folgte die Kaiserdeputation, bei der eine Abordnung der Frankfurter Nationalversammlung dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. die deutsche Kaiserkrone anbot, welche dieser ablehnte und dazu sagte, daß es sich dabei um

„ein Diadem aus Dreck und Letten der Revolution, des Treubruchs und des Hochverrats“

handeln würde, da die wahre Krone des Reiches seit 1806 daniederläge und diese nur Kaiser Franz Joseph selbst vergeben könne.

Die Zukunft sollte Bismarck recht geben. Die Revolution zerbrach schon wenig später an der inneren Zerrissenheit ihrer Triebkräfte, an der mangelnden Entschlußkraft ihrer Führer und nicht zuletzt an ihrer ungenügenden Akzeptanz im Volk. Bismarck sagte später, mit Mehrheitsbeschlüssen lasse sich eben kein Reich aufbauen. Das sei der Fehler von 1848 gewesen.

Siehe auch: Erich Brandenburg: Die deutsche Revolution, 1848 (1912); PDF-Datei<

Ergänzend:

Aufruf an das deutsche Volk (1522)ulrich-von-hutten-1488-e28093-1523Einst schrieb ich alles in Latein;
Nicht jedem konnt’s verständlich sein.
Nun ruf’ ich dich, mein Vaterland,
in deutscher Sprache wohlbekannt.
Laß mich doch nicht alleine sprechen!
Jetzt ist es Zeit, um loszubrechen,
gemeinsam für die Freiheit streben!
Was war das bisher für ein Leben,
kein Mensch durf’t mehr die Wahrheit sagen!
Steh auf, mein Volk! Nicht lange zagen,
Die Lügenherrschaft zu vertreiben!
Nur Wahrheit soll fortan noch bleiben.
Gott schenk’ dem heil, der zu mir steht,
damit sein Eifer nicht vergeht!
Manch Edler – hoff’ ich – hat den Mut,
manch Graf, manch Bauersmann, so gut
manch Bürger, der in seiner Stadt
der Lebenslage übersatt –
auf daß ich nicht alleine streite.
Wohlan, Gott ist auf unsrer Seite!
Kein Deutscher bleibe still daheim!
„Ich hab’s gewagt!“ – das sei sein Reim.
Ulrich von Hutten (1488 – 1523

Zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen

Vorab ein Zitat

NapoleonNapoleon I. (Napoleon Bonaparte) (1769-1821), Kaiser der Franzosen über die Deutschen:

…“Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Zwiespalt brauchte ich unter ihnen nie zu säen.

Ich brauchte nur meine Netze auszuspannen, dann liefen sie wie ein scheues Wild hinein. Untereinander haben sie sich gewürgt, und sie meinten ihre Pflicht zu tun. Törichter ist kein anderes Volk auf Erden.

Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden: die Deutschen glauben sie. Um eine Parole, die man ihnen gab, verfolgten sie ihre Landsleute mit größerer Erbitterung als ihre wirklichen Feinde.“ Zitat Ende

Kommen wir nun zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen und zum Induziertes Irresein (auch eingepflanztes Irresein) ist eine Geisteskrankheit, die von Geisteskranken auf ursprünglich weitgehend normale Menschen übertragen (eingepflanzt) werden kann. Untersucht wurde das Phänomen erstmals gegen Ende des 19. Jahrhunderts von den deutschen Psychiatern Ludwig Wille und Emil Kraepelin.

Es handelt sich dabei um eine…

„…Geistesstörung, deren spezifische Ursache der unmittelbare Einfluß eines Geisteskranken ist, dessen psychotische Überzeugungen auf dem Wege der psychischen Übertragung (Induktion) übernommen werden.
Meist handelt es sich beim Induzierenden um jemanden, der verhältnismäßig gering vom Normalen abweicht […]. Der Induzierte übernimmt ohne Kritik Überzeugungen des Kranken […].
Die Induzierten schließen sich gelegentlich zu sektenartigen Gruppen zusammen […]. Sind nur zwei Personen beteiligt, wird von „folie à deux“ gesprochen. Bei größerer Ausbreitung kann es zu psychogenen Masseninduktionen kommen, deren Entstehungsweise gleichartig ist, auch wenn nicht ein Geisteskranker den Ausgangspunkt darstellt […]“

Der englische Mediziner Francis Kiernan beschrieb 1880 unter dem Terminus „folie transformèe“ das zufällige Zusammentreffen zweier Wahnkranker mit gleichen Wahninhalten. Marandon de Montyel unterschied 1884 von der „folie à deux“ den vom Partner des Wahnkranken nur gespielten Wahn im Rahmen seiner Anpassung oder Unterwerfung an den dominanten psychisch Kranken.

Zur Entstehung einer induzierten Psychose führt selten das bloße langdauernde Zusammenleben mit einem Geisteskranken an sich, wohl aber ein solches Zusammenleben in weitgehender Isolierung von anderen Menschen. Die mit Wahnvorstellungen Induzierten pflegen beim Querulieren, Schimpfen und bei Gewalttätigkeiten des Induzierenden lebhaft mitzumachen oder sie ziehen sich gemeinsam mit ihm immer mehr vor „Verfolgern“ zurück und beschränken den Verkehr mit anderen Menschen auf ein Minimum.

Der deutsche Mediziner Rigolf Hennig führte nach 1945 den Begriff als Symptom einer spezifisch deutschen Geisteskrankheit infolge der Umerziehung dauerhaft in die Psychologie ein:

„Die Tatsache, daß Behörden und Gerichte bislang mehrheitlich das üble Spiel mitspielen liegt nicht nur im fortgeltenden Besatzungsrecht – s. auch Art. 139 GG als Befreiung von der Selbstherrschaft – sondern in der völkerrechtswidrig durchgeführten und anhaltenden ‚Umerziehung‘ des deutschen Volkes, die man zutreffender als ‚Massenverblödung‘ oder wissenschaftlich nach Prof. Kräpelin als ‚induziertes Irresein‘ bezeichnen sollte. Nach dieser Gehirnwäsche und unter dem Druck des fortbestehenden Besatzungsrechtes tun angeblich verantwortliche deutsche Politiker als Handlanger der Fremdherrschaft Dinge, die ihrem eigenen Volk kaum wieder gutzumachenden Schaden zufügen, wie – die Überfremdung Deutschlands, die einer Landnahme durch Ausländer gleichkommt, – der gesteuerte Bildungsverfall – s. Pisa – durch ständige Bildungsexperimente, – die Überschuldung – vor allem im Wege der ‚Privatisierung‘ (‚privare‘ heißt ‚rauben‘) – der Zusammenbruch der Sozialsysteme, zumal des Gesundheitssystems, – die aufwachsende Kriminalität, Sucht, Entartung durch Duldung und Verharmlosung – u. a

Das eingepflanzte Irresein

– Zur geistigen Befindlichkeit der Deutschen – von Dr. med. Rigolf HENNIG

Eine seltsame und gefährliche Krankheit geht um in deutschen Landen: das eingepflanzte („induzierte“) Irresein. So Mancher fragt sich, was wohl mit diesem begabten, kraftvollen und fähigen Volk geschehen ist, daß heute ein allgemeiner Niedergang mit „Kampf gegen das Kind“, Überfremdung, Sittenverfall, aufwachsende Verarmung und Mangel an Selbstvertrauen bis hin zum Selbsthaß zu verzeichnen sind.

Die Antwort ist verblüffend einfach. Es handelt sich um die Möglichkeit, den menschlichen Geist durch gezielte erzieherische Maßnahmen zu beeinflussen und zu beherrschen, welche die Siegermächte für ihre üblen Zwecke nutzen. Im Gefolge zweier in Folge verlorener Kriege war den Deutschen zuletzt selbst die Möglichkeit der geistigen Abwehr genommen worden mit verheerenden Folgen.

An die Stelle der eigenen, gewachsenen und arterhaltenden Ideale pflanzte der Feind seine verbrecherischen Vorstellungen in die Köpfe der Deutschen. Ein „Frankfurter Schule“ genannter Reimport aus den Vereinigten Staaten – ein Marx-Freud-Verschnitt – wirkte und wirkt auf allen unterrichtenden und erzieherischen Ebenen wie eine geistige Seuche. Diese arbeitet ganz wesentlich mit dem Mittel der Geschichtsfälschung, um bei den Deutschen eine Schuldneurose auszulösen. Inzwischen „sind“, wie der bekannte US-amerikanische Gesellschafts- und Geschichtswissenschaftler Harry Elmer Barnes feststellt, „die Deutschen das einzige Volk der Welt, welches für Taten büßt, die es nicht begangen hat“. Als Ergebnis der psychologischen Kriegsführung sind heute viele Deutsche seelisch krank und unfähig zur Abwehr. Horst Mahler spricht vom Seelenmord am deutschen Volk.

Wenn jemand nach dem 8. Mai 1945 erklärt hätte, 60 Jahre später würden die Deutschen die bedingungslose Kapitulation der Wehrmacht als ihre „Befreiung“ feiern, dann wäre er als Deutscher zum damaligen Zeitpunkt besorgt auf seinen geistigen Zustand hin angesprochen worden. Nun, Jahrzehnte später, ist es so weit: Diese irrwitzige Geisteshaltung ist zur Volksseuche geworden und Deutsche mit erhaltenem Denkvermö- gen fallen aus dem Rahmen. Was ist in diesen Jahrzehnten mit den Deutschen geschehen?

emilEmil Kraepelin (1856-1926) 

Also zunächst: Wovon wurden die Deutschen 1945 befreit?

– Befreit von rund drei Millionen toten Frauen und Kindern auf der Flucht vor den mordenden, schändenden Sowjetrussen, Polen und Tschechen!

– Von unserem gesamten Besitz im Osten, über ein Drittel bester deutscher Stammlande!

– Von weiteren Millionen an Männern, Frauen und Kindern durch die Terrorangriffe der Briten und Amerikaner auf Wohnsiedlungen!

– Durch vorsätzlichen Massenmord von einer Million deutscher Kriegsgefangener im Wege der Hungerblockade durch Franzosen und Amerikaner noch nach der Kapitulation!

– Von (nach neuesten Quellen) insgesamt 20 Millionen toten Deutschen in einem von diesen nicht gewollten Krieg!

– Von Gesundheit und Leben mit einem Millionenheer von Krüppeln und Waisen im Gefolge!

– Von Kunstschätzen, Baudenkmälern, Kultureinrichtungen, Industrieanlagen, privatem und öffentlichem Vermögen!

– Schließlich vom gesunden Menschenverstand! Die geistige Befindlichkeit im alsbald dreigeteilten Deutschland erreicht als das gewollte Ergebnis der bedingungslosen Kapitulation planvoll den Zustand der Entmündigung im Wege einer „Umerziehung“ genannten geistigen Verkrüppelung

– und auf die geistige kam es an. Die künstlich herbeigeführte materielle Not der Deutschen nach dem Ersten Weltkrieg hatte sich zu deren geistigen Unterwerfung nicht bewährt.

Dies also war den Deutschen in den vergangenen Jahrzehnten widerfahren, in denen sie, ihrer Geschichte, des Rechtes und vor allem des Rechtes auf Wahrheitsfindung beraubt, von den gewissenlos vorgehenden Siegermächten samt deren einheimischen Handlangern mehrheitlich in einen Schuld- und Sühnekomplex gedrängt wurden, mit allen Merkmalen abnormen Verhaltens bei den Betroffenen. Gehirnwäsche als Methode ist bekannt – und diese von alters her. Neu ist allerdings das Ausmaß, in der ein großes Volk mit gewachsener Kultur als Ganzes in einen förmlichen Ausnahmezustand versetzt wird bis hin zu seiner Entmündigung.

Der Nestor der modernen Psychiatrie, Emil Kraepelin, hat hierfür bereits vor 100 Jahren den Begriff des „induzierten Irreseins“ in die Wissenschaft eingeführt, zu deutsch „eingepflanztes Irresein“. Es handelt sich hierbei um die alte, den Psychologen und Psychiatern wohlbekannte Methode des gezielten Irremachens durch geistige Beeinflussung. Den genannten Fachbereichen sind drei Formen des Irreseins wohl vertraut, von denen die Öffentlichkeit nur die beiden ersten kennt. Es handelt sich um das angeborene Irresein, das erworbene Irresein und eben das eingepflanzte Irresein. Das angeborene Irresein bedarf auch für den Laien keiner weiteren Er- örterung. Auch das erworbene Irresein durch Krankheiten, Verletzungen oder Vergiftungen ist landläufig bekannt.

Das eingepflanzte Irresein durch massive seelische Beeinflussung, zumal im gefährdeten, jugendlichen Entwicklungsstadium, ist zwar seit vorgeschichtlichen Zeiten mit ihren kultischen Riten bekannt, mehr vertraut in unseren Zeiten aber nur den hiermit befaßten Fachleuten. Das eingepflanzte Irresein hat wenig mit Intelligenz, viel aber mit dem teilweisen Aussetzen des folgerichtigen Denkens durch gezielte, geistige Beeinflussung zu tun. Diese wirkt um so verheerender, je jünger und unreifer der hierdurch beeinfluß- te menschliche Geist ist.

Durch gezielte Indoktrination zur rechten Zeit sind ganze Funktionsbereiche des folgerichtigen Denkens einschließlich angeborener, arterhaltender Verhaltensweisen außer Betrieb zu setzen mit dem Ergebnis, daß die Betroffenen sogar wider die eigenen, bestanderhaltenden Anliegen handeln. Es gibt Entwicklungsabschnitte, vor allem beim jugendlichen Wesen, wo diese Machenschaften am Geiste unumkehrbar greifen und lebenslänglich geistige Krüppel hinterlassen. Um dieses an einem vergleichsweise einfachen Beispiel zu verdeutlichen: die Japaner, Chinesen und andere Ostasiaten können nach dem 4. Lebensjahr das „R“ nicht mehr erlernen, da danach die hierfür nötige geistige Funktion nicht mehr abrufbar ist, das sie aber in unseren Breiten ebenso unschwer erlernen können, wie unsere Kinder.

Umgekehrt könnte ein europä- isches Kind, das ausschließlich im asiatischen Sprachbereich aufwächst, nach dem 4. Lebensjahr seinerseits kein „R“ mehr erlernen. Natürlich greift diese gestaltende Möglichkeit bei komplexen Denkabläufen auch noch im späteren Lebensalter, endet aber im wesentlichen mit dem 10. Lebensjahr.

Da diese Erkenntnis bereits im Altertum bekannt war, pflegten beispielsweise die Römer bei ihren Eroberungszügen die männliche Bevölkerung bis herab zu Knaben im 10. Lebensjahr als die Kulturträger ihrer Völker zu erschlagen, um die unterjochten Völker danach erfolgreich zu romanisieren. Etwas verfeinerter, aber mit dem gleichen durchschlagenden Erfolg gingen die christlichen Machthaber im Mittelalter vor, wenn sie die Söhne ihrer heidnischen Gegner im Knabenalter entführten und, wie etwa am Beispiel des Karantanenführers Borod im Kärnten des 9. Jahrhunderts belegt, die fürstlichen Kinder dann in Umerziehungslager verbrachten – im vorliegenden Fall in das Kloster Frauenchiemsee –, um sie anschließend gegen ihr eigenes Volk und dessen Glauben einzusetzen.

Einen geradezu klassischen Fall des eingepflanzten Irreseins betrieben die Türken mit ihren Janitscharen von 1329 bis 1826. Bei den Janitscharen, die einerseits die Speerspitze der türkischen Eroberungszüge bildeten – eine Art „Waffen-SS der Hohen Pforte“ – und andererseits die Leibwache des Sultans stellten, handelte es sich überwiegend um ehedem geraubte Christensöhne.

Unter der einzigen Voraussetzung, daß sie jung genug waren für eine gründliche Umerziehung, waren sie danach für jeden Zweck, auch für Mord und Totschlag an ihren eigenen Verwandten, Eltern und Geschwistern, zu gebrauchen. Nach gleichem Muster gingen die fanatisierten Kindersoldaten der Pol Pot im Dienste der Roten Khmer in Kambodscha gegen ihre eigenen Eltern vor, die sie in der Regel persönlich und grausam zu Tode folterten.

Die brutalen Hau-Ruck-Methoden der Gehirnwäsche kommunistischer Machthaber, überwiegend an Erwachsenen betrieben, waren noch ein vergleichsweise grobes Raster, die schwache Persönlichkeiten als seelische Krüppel zurückließen, starken Persönlichkeiten aber die Möglichkeit zur Genesung boten. Aber erst die modernen psychoanalytischen Tricks der westlichen Umerziehung mit ihren raffinierten, verfeinerten und wissenschaftlich erprobten Mitteln der einschleichenden Gehirnwä- sche machten es möglich, ganze Völker durch den gekonnten Einsatz aller Kommunikations-, Unterhaltungs- und Erziehungsmittel vom Kindesalter an, flankiert durch die Machtmittel der Gesetzgebung, ausführende Gewalt und Rechtsprechung, gegen ihre eigenen, Lebensanliegen zu wenden.

Das traurigste Beispiel unserer Zeit ist das deutsche Volk in all seinen staatlichen Erscheinungsformen. Nach dem verlorenen Zweiten Weltkrieg, der mit dem Verlust eines Großteils der geistigen Auslese und somit der Kulturträger einherging, setzte eine gezielte und psychologisch gekonnte „Umerziehung“ ein, die all das gründlich bekämpft und in ihr Gegenteil verkehrt, was das Wesen des Volkes ausmacht. Es sind seine ererbten Verhaltensmuster zum Erhalt der völkischen Nämlichkeit – und des geistigen Erbes.

Die ererbten Verhaltensmuster sind in generationenlanger Auslese im Kampf ums Dasein als Überlebensstrategie entstanden, so daß, im Umkehrschluß, ein Volk, dieser Strategien beraubt, zum Untergang verurteilt ist.

Das deutsche Volk, ob seiner hohen Geistigkeit und Lebenskraft von neidischen Mitbewerbern jenseits von Recht und Sittlichkeit bekämpft, ist auf diesem Wege ein gefährliches Stück weit abgeglitten. Die fortgesetzten Selbstbezichtigungen nach über 59 Jahren Umerziehung, triefend vor „Schuld und Sühne“ und an Nationalmasochismus nicht mehr zu unterbieten, sind hierfür der Beleg.

■ Warum begrüßen angebliche Vertreter Deutschlands anläßlich der Siegerfeier der Kriegsgegner in der Normandie die eigene Niederlage? – Es war dies der Einfall raumfremder Mächte in Europa –

■ Wofür entschuldigt sich Kanzler Schröder in Warschau? Etwa dafür, daß die deutsche Wehrmacht seinerzeit den aufständischen Partisanen den Kombattantenstatus einräumte und den Frauen freien Abzug anbot, wozu sie nach der Haager Landkriegsordnung nicht verpflichtet war? Dieser mag sich zwar Kanzler nennen, der eines freien und mehrheitlich denkfähigen Volkes ist er nicht.

Was treibt die Medien dieser „Republik“, Dresden mit Coventry zu begründen? Also den geplanten Massenmord an deutschen Frauen und Kindern durch die Kriegsgegner den eigenen Landsleuten in die Schuhe zu schieben? Coventry war seinerzeit eines der wichtigsten britischen Industriezentren und so massiv verteidigt, daß der hierdurch verursachte, ungenaue Bombenabwurf der deutschen Angreifer 400 Menschenleben kostete. Dresden hingegen war eine offene, mit geflüchteten Frauen und Kindern hoffnungslos überfüllte Kulturstadt, die in Kenntnis eben dieses Umstandes Opfer eines vorsätzlichen Massenmordes mit der tausendfachen Zahl an Menschen durch britische und amerikanische Bombergeschwader wurde. Diese hatten längst vor Coventry mit Terrorangriffen gegen Zivilisten begonnen. Das Gedenken der folgenschwersten Niederlage Deutschlands seit Geschlechtern wird inzwischen dazu mißbraucht, Ursache und Wirkung zu vertauschen, um die Deutschen insgesamt mit der Behauptung der „Alleinschuld“ am Kriege auf Dauer in ein paranoides Getto aus „Schuld und Sühne“ einzuhegen.

Daß nicht das Deutsche Reich, sondern England und Frankreich 1939 den Weltkrieg erklärt hatten, scheint ebenso vergessen, wie die Tatsache, daß die Vereinigten Staaten die Kriegshandlungen gegen Deutschland sogar ohne Kriegserklärung eröffnet hatten und daß das Deutsche Reich in Polen erst eingriff, als dieser Staat, aufgehetzt durch die britisch-französische Garantieerklärung, schon Tausende von Deutschen in den geraubten Gebieten ermordet, Zehntausende in Konzentrationslager verschleppt – und eine Vielzahl hiervon um Eigentum und Heimat gebracht hatte.

Die Vereinigten Staaten haben Jugoslawien 1991 mit schlechterer Begründung überfallen. Die sich hierbei am schlimmsten aufführten, sind noch nicht einmal unsere alliierten „Freunde“, sondern deren einheimische, durch Umerziehung seelisch verkrüppelten Handlanger, die sich päpstlicher als der Papst gebärden. Den Siegermächten kommt hierbei freilich eine schlimme Gesinnungsschwäche der Deutschen zustatten, die unsere „Freunde“ im Zweifel einkalkuliert hatten nach der bissigen Erkenntnis Bismarcks: „Der Drang, fremden Interessen zu dienen, selbst wenn dies nur unter Preisgabe der nationalen Interessen möglich ist, ist eine Krankheit, deren geographische Verbreitung auf Deutschland beschränkt ist.“

Die Reihe der dem gesunden Menschenverstand unzugänglichen Nestbeschmutzungen lie- ße sich beliebig fortsetzen durch täglich neu dargebotene Absonderlichkeiten.„Sie haben unsere Geschichte in ein Verbrecheralbum verfälscht“, stellt selbst der ehemalige, sozialistische Bundeskanzler Helmut Schmidt fest.

Warum? Für wen?

Inzwischen propagieren einige, die sich Deutsche nennen, ihren kollektiven Selbstmord als völkische Wesen, indem sie lauthals fordern: „Deutschland verrecke!“Das eingepflanzte Irresein beschränkt sich mithin nicht mehr auf eine begrenzte Zahl von Menschen, sondern ist drauf und dran, IN EIN KOLLEKTIVES IRRESEIN EINES GANZEN VOLKES ÜBERZUGEHEN.

Verblüffend viele Zeitgenossen – und es werden derer immer mehr – reagieren inzwischen wie die Pawlow`schen Hunde. Der berühmte Petersburger Physiologe hatte seine Hunde so dressiert, daß ihnen auf Klingelzeichen der Magensaft aus einer Magensonde tropfte. Die guten Tiere hatten zuvor ihr Steak nur bei besagtem Klingelzeichen erhalten und waren nun auf einen falschen Bezug festgelegt. Genauso ergeht es jenen abgerichteten Zeitgenossen, denen bei Begriffen wie „Heimat“, „Nation“ und „Volk“ der Adrenalinspiegel hochschnellt mit dem gewünschten Ergebnis, daß sie dann hysterisch-aggressiv reagieren.

Einen übermächtigen Gegner, der zudem aus dem Dunklen operiert, zu erkennen und zu stellen, gehört in der Tat zu den schwierigsten Unterfangen, obwohl genau dieses für den Preis des eigenen Überlebens unabdingbar ist. Den Gegner aber erkannt und seine Methoden durchschaut zu haben, ist schon der halbe Sieg. Der volle Sieg ist erreicht, wenn Deutschland in seinem Staat, dem Deutschen Reich, seine selbstherrliche Handlungsfähigkeit zurückgewinnt.

Nach Kriegsende forderte unser bedeutender Völkerrechtler, Friedrich G r i m m von Sefton D e l m e r – der sich als französischer Professor ausgab – anläßlich dessen Besuches während seiner Haft in Lindau die Beendigung der Greuelpropaganda des Weltkrieges zugunsten einer Rechtsamnestie im Sinne des Völkerrechtes. Delmers Antwort lautete: Nein! Jetzt fängt unsere Arbeit erst richtig an! Wir werden fortfahren, jahraus, jahrein! Wir werden diese Propaganda noch steigern, bis in der Welt der letzte Funke von Sympathie für Deutschland ausgelöscht – und das deutsche Volk so restlos zerknirscht sein wird, daß es sich nie wieder erheben kann…

Dieser Aufsatz wirkt seit seiner Erstveröffentlichung 1995 wie ein AHA-Erlebnis bei vielen Menschen, die sich die Anschläge gegen den gesunden Menschenverstand und die Verwirrung des Zeitgeistes nicht erklären können. Er wird seither bis heute immer wieder veröffentlicht oder zitiert. Der geneigte Leser möge den Text wie einen Spiegel benutzen: So mancher wird erschrecken und zur Wahrheit und sich selbst zurückfinden.

Greuelpropaganda-Sefton-DelmerAnmerkung: Nun, Sie werden sich doch ab sofort von denen, die Sie „irre“ machen wollen, nicht weiter verarschen lassen, oder wollen Sie wirklich weiterhin „eingepflanzt irre“ werden und bleiben?

Was den Juden – Zionisten unter Hitler nicht gelang ist in der BRD GmbH dann doch vollends gelungen , nämlich die Machtergreifung in Deutschland. Und dafür zahlen alle Deutschen seit 100 Jahren und werden es weiter tun, wenn wir uns nicht von den Knien erheben.  Die Welt ist in jüdischer Hand!

Thema Umerziehung

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Der Sohn des Jahrhundert-Geigers Yehudi Menuhin erzeugt ein Jahrhundert-Beben der größten Lüge der Menschheitsgeschichte

 Wahrheit sagen, Teufel jagen“ von Gerard Menuhin Alle 4 Kapitel in einem PDF zusammengefasst mit Bildern u. deutschem Titelblatt, sowie Nutzungshinweise des Urhebers http://www.pdf-archive.com/2016/05/20/wahrheit-sagen-teufel-jagen-komplett/wahrheit-sagen-teufel-jagen-komplett.pdf

„Der Holocaust ist die größte Lüge der Geschichte. Deutschland hat keine Schuld am Zweiten Weltkrieg und Adolf Hitler war der einzige Staatsmann der Welt, der die Welt vor der plutokratisch-jüdischen Gefahr hätte retten können, um den unterjochten Planeten wieder zu … Weiterlesen

Hoffmann_von_Fallersleben_Gemaelde_1819 Ein weiteres Zitat von einem deutscher Burschenschafter, Dichter, Lyriker, Hochschullehrer für Germanistik
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben er schrieb unteranderen die “Die deutsche Nationalhymne “, das „Lied der Deutschen

Nicht Mord, nicht Bann, noch Kerker
nicht Standrecht obendrein
es muß noch stärker kommen
soll es von Wirkung sein.

Ihr müßt zu Bettlern werden
müßt hungern allesamt
Zu Mühen und Beschwerden
verflucht sein und Verdammt

Euch muß das bißchen Leben
so gründlich sein verhaßt
daß Ihr es fort wollt geben
wie eine Qual und Last

Erst dann vielleicht erwacht noch
in Euch ein besserer Geist
Der Geist, der über Nacht noch,
Euch hin zur Freiheit heißt

Wer den Deutschen erstarken lassen will.

Kurt Eggers Wer den Deutschen erstarken lassen will, muß ihn in Not und Entbehrungen zwingen. Das ist das Geheimnis deutschen Wesens: die deutsche Seele ist noch nie in Kriegen, oft aber in feigen Friedenszeiten gefährdet gewesen. In satten Zeiten ist der Deutsche arglos und fröhlich wie ein Kind. In solchen Zeiten haben es seine Feinde leicht, ihn mit Theorien und seltsamen Lehren zu bändigen. Dann können sie es wagen, ihn auszunützen und ihn zu erniedrigenden Sklavenarbeiten zu zwingen. Die deutsche Gutgläubigkeit, die biedermännische Vertrauensseligkeit sind die schwächsten Stellen in der Festung des deutschen Wesens. Man hat den Deutschen gelehrt, der Haß sei verwerflich. Und der Deutsche hat diese Lehre geglaubt! Erst spät hat er erkennen müssen, daß der echte Haß so edel ist wie die echte Liebe.
Quelle: KURT EGGERS – Von der Heimat und ihren Frauen, Verlag Sigrune, Erfurt

Die Saga vom Volk der Zipfelmützen

Es war einmal ein Land im Herzen Europas.Die Menschen, die dort lebten, waren zeitlebens damit beschäftigt zu arbeiten,Steuern zu zahlen und für´s Alter vorzusorgen. Sie beherzigten das Motto ihrer Vorväter»Man lebt, um zu arbeiten« und schüttelten den Kopf über die … Weiterlesen

Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (Sacrum Imperium Romanum Nationis Germanicae)

Germanenherz_BannerTotgesagte leben länger. Der Sage nach ist Kaiser Friedrich „Barbarossa“ gar nicht tot, zusammen mit seinem Hofstaat schläft er in einer Höhle im Kyffhäuser (Barbarossahöhle) und wartet auf das neue Reich „Sacrum Imperium Romanum Nationis Germanicae“. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation wird wieder neu erstehen, die Kleinstaaterei besiegt und die Deutsche Einigkeit wieder hergestellt, wenn der schlafende Rebell für die Freiheit erwacht ist.


Heiliges Römisches Reich (lat. Imperium Romanum Sacrum), ab dem 15. Ja

350px-Reichskrone_(HRR)
Die Reichskrone der Könige und Kaiser als Symbol der Reichsherrlichkeit des Heiligen Römischen und Ersten Deutschen Reiches, später auch kritisch als Mahnmal der deutschen Kleinstaaterei betrachtet.Namensherkunft

hrhundert mit dem Zusatz D(T)eutscher Nation (lat. Nationis Germanicae) und im/ab dem 16. Jahrhundert, auch in den Protokollen der Reichstage, zumeist nur Heiliges Reich Teutscher Nation oder Teutsche Nation genannt, war die offizielle Bezeichnung für den Herrschaftsbereich der deutschen Könige und Kaiser vom Mittelalter (962) bis zu seiner Vernichtung durch Frankreich im Jahre 1806. Noch im 18. Jahrhundert führten die Herrscher über das Reich den Titel „Kayser in Germanien“ und nicht etwa „im Heiligen Römischen Reich“.

Der Name des Reiches leitet sich vom Anspruch der mittelalterlichen Herrscher ab, sowohl die Tradition des antiken Römischen Reiches fortzusetzen als auch alleiniger Schutzschild des Christentums zu sein. Eigentlicher Träger des Reiches war das Deutsche Volk, so daß es häufig auch in synonymer Bedeutung als Deutsches Reich, gelegentlich auch als erstes Deutsches Reich oder Erstes Reich bezeichnet wird. Das Reich umfaßte jedoch nicht das gesamte deutsch-völkische Gebiet, sondern war geographisch auf den Bereich der Mitglieder begrenzt. Es gab weitere deutsche Teilstaaten und deutsche Gebiete, die nicht Teil des Reiches waren. Das Reich war keine geographische Größe, sondern wurde als Personenverbund verstanden. Es wurde demnach nicht nur durch sein Haupt, sondern ebenso durch seine Glieder repräsentiert. Der Zusammenhalt des Ersten Reiches basierte damit auf einem Netz persönlicher Treueversprechen.

Zusammenfassung

200px-Heiliges_Römisches_Reich_1400
Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation um 1400

Das römisch-deutsche Reich bildete sich im 10. Jahrhundert unter der Dynastie der Ottonen aus dem ehemaligen karolingischen Ostfrankenreich heraus. Der Name Sacrum Imperium ist für 1157 und der Titel Sacrum Romanum Imperium für 1254 erstmals urkundlich belegt. Seit dem 15. Jahrhundert setzte sich allmählich der Zusatz Deutscher Nation durch.

Seit der Frühen Neuzeit war das Reich strukturell nicht mehr fähig zu kriegerischen Angriffen, Machterweiterung und Expansion. Seither wurden Rechtsschutz und Friedenswahrung als seine wesentlichen Zwecke angesehen. Das Reich sollte für Ruhe, Stabilität und die friedliche Lösung von Konflikten sorgen, indem es die Dynamik der Macht eindämmte: Untertanen sollte es vor der Willkür der Landesherren und kleinere Reichsstände vor Rechtsverletzungen mächtigerer Stände und des Kaisers schützen. Da seit Ende des Dreißigjährigen Krieges (1648) auch benachbarte Staaten als Reichsstände in seine Verfassungsordnung integriert waren, sollte das Reich zudem eine friedenssichernde Funktion im System der europäischen Mächte erfüllen, war aber tatsächlich durch die ungeheuren Zerstörungen dieses Krieges seitdem des größten Teils seines ehemaligen Einflusses beraubt.

Daß das Reich seit Mitte des 18. Jahrhunderts seine Glieder immer weniger gegen die expansive Politik innerer und äußerer Mächte zu schützen vermochte, war sein größtes Defizit und eine der Ursachen seines Untergangs. Durch die Eroberungen Napoleons und die daraus resultierende Gründung des Rheinbunds war es nahezu handlungsunfähig geworden. Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation erlosch am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II..

Charakter des Reiches

150px-Reichsapfel
Der Reichsapfel: Die Weltkugel mit aufgesetztem Kreuz als Herrschaftszeichen
 Das Heilige Römische Reich war aus dem Ostfränkischen Reich entstanden. Das Reich umfaßte zu seiner Anfangszeit die drei Reichsteile Germanien, Reichsitalien und Burgund. Ab dem 15. Jahrhundert war das Reich fast nur noch auf den deutschen Reichsteil beschränkt, weshalb es sich einbürgerte, das ganze Reich als „Deutschland“ oder „deutsches Reich“ zu bezeichnen. In diese Zeit fällt auch der Namenszusatz „Deutscher Nation“. Doch schon im Mittelalter waren die Deutschen das herrschende Volk des Reiches, denn nur deutsche Könige konnten den Römischen Kaisertitel erwerben.

330px-Institutionen_des_Heiligen_Römischen_ReichesDie Regierungsgewalt des Reiches lag weder allein in der Hand des Kaisers noch allein bei den Kurfürsten oder der Gesamtheit eines Personenverbandes wie dem Reichstag. Das Reich läßt sich weder als Bundesstaat noch als Staatenbund einordnen. Es war keine bloße Aristokratie, aber auch keine Oligarchie. Dennoch vereinigte das Reich Merkmale all dieser Staatsformen in sich. Die Geschichte des Reiches war geprägt durch den Streit über seinen Charakter. Ebenso wenig wie es jemals gelang, den regionalen Eigenwillen der einzelnen Territorien zu brechen, ist das Reich in einen losen Staatenbund zerfallen.

Das Reich überwölbte als „Dachverband“ viele Territorien und gab dem Zusammenleben der verschiedenen Landesherren reichsrechtlich vorgegebene Rahmenbedingungen. Diese quasi-selbständigen, aber nicht souveränen Fürsten- und Herzogtümer erkannten den Kaiser als zumindest ideelles Reichsoberhaupt an und waren den Reichsgesetzen, der Reichsgerichtsbarkeit und den Beschlüssen des Reichstages unterworfen, gleichzeitig aber auch durch Königswahl, Wahlkapitulation, Reichstage und andere ständische Vertretungen an der Reichspolitik beteiligt und konnten diese für sich beeinflussen.

Im Gegensatz zu anderen Ländern waren die Bewohner nicht direkt dem Kaiser untertan. Jedes Reichsmitglied, also jedes Territorium, das reichsunmittelbar war, hatte seinen eigenen Landesherrn, im Falle der Reichsstädte den Magistrat.

Der Name des Reiches

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Rekonstruktion der ursprünglichen Gestalt der Deutsch-Römischen Kaiserkrone[3]: Auf der Platte, auf welcher der thronende Christus dargestellt ist, steht lateinisch „Per me reges regnant“ („Durch mich herrschen die Herrscher“).

Durch den Namen wurde der Anspruch auf die Nachfolge des antiken Römischen Reiches und damit gleichsam auf eine Universalherrschaft erhoben. Gleichzeitig hatte man Angst vor dem Eintreffen der Prophezeiungen des Prophenten Daniel, der vorhersagte, daß es vier Weltreiche geben würde und danach der Antichrist auf die Erde kommen würde – die Apokalypse sollte beginnen. Daher durfte das Römische Reich nicht untergehen. Die Erhöhung durch den Zusatz „Heilig“ betonte das Gottesgnadentum des Kaisertums und legitimierte die Herrschaft.

200px-HRR_um_das_Jahr_1000
Das Reich zur Zeit der Ottonen um 1000. Östlich des Reiches siedelten die bis dahin heidnischen Germanischen Stämme, die sich der Kontrolle durch den Kaiser entzogen.

Mit der Krönung des Frankenkönigs Karl des Großen zum Kaiser durch Papst Leo III. im Jahr 800 stellte dieser sein Reich in die Nachfolge des antiken römischen Imperiums. Das Byzantinische Reich sah sich ebenfalls als Nachfolger des alten Imperium Romanum, weshalb die Byzantiner das Heilige Römische Reich als ein selbsternanntes und illegitimes bezeichneten.

Im 10. Jahrhundert trug es noch nicht das Prädikat heilig. Der Kaiser Otto I. und seine Nachfolger sahen sich selbst als Stellvertreter Gottes auf Erden und damit als erste Beschützer der Kirche und wurden allgemein so angesehen. Es bestand also keine Notwendigkeit, die Heiligkeit des Reiches besonders hervorzuheben. Das Reich hieß weiterhin Regnum Francorum orientalium oder kurz Regnum Francorum. Zugleich bürgerte sich die Bezeichnung Regnum teutonicorum (Reich der Deutschen) ein.

In den Kaisertitulaturen der Ottonen tauchen die später auf das gesamte Reich übertragenen Namensbestandteile aber schon auf. So findet sich in den Urkunden Ottos II. aus dem Jahre 982, die während seines Italienfeldzuges entstanden, die Titulatur Romanorum imperator augustus, „Kaiser der Römer“. Und Otto III. erhöhte sich in seiner Titulatur über alle geistlichen und weltlichen Mächte, indem er sich, analog zum Papst und sich damit über diesen erhebend, demutsvoll „Knecht Jesu Christi“ und später sogar „Knecht der Apostel“ nannte.

Erst nachdem die sakrale Ausstrahlung des Kaisertums durch den Investiturstreit von 1075 bis 1122 weitgehend verblaßt war, versuchten die Kaiser diesen Anspruch nunmehr verbal für sich zu reklamieren. So entstand im 12. Jahrhundert in der Kanzlei Friedrichs I. Barbarossa der Begriff des sacrum imperium. Vielleicht handelte es sich hierbei um eine bewußte Wiederaufnahme spätantiker römischer Traditionen. Dies ist in der Forschung aber umstritten, da es sich auch um einen speziell „staufischen“ Begriff handeln könnte, zumal in der Antike nicht das Römerreich selbst als sacrum galt, sondern nur die Person des Kaisers.

Im Interregnum von 1250 bis 1273, als es keinem der drei gewählten Könige gelang, sich gegen die anderen durchzusetzen, verband sich der Anspruch, der Nachfolger des Römischen Reiches zu sein, mit dem Prädikat heilig zur Bezeichnung Sacrum Romanum Imperium (Heiliges Römisches Reich). Die lateinische Wendung Sacrum Imperium Romanum ist erstmals 1254 belegt, in deutschsprachigen Urkunden trat sie rund hundert Jahre später seit der Zeit Kaiser Karls IV. auf. Ausgerechnet während der kaiserlosen Zeit Mitte des 13. Jahrhunderts wurde der universale Machtanspruch also um so tönender angemeldet – wenn sich freilich auch in der nachfolgenden Zeit daran wenig änderte.

Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation

Der Zusatz Nationis Germanicae erschien im Spätmittelalter um 1450. 1486 wurde diese Titulatur in einem Gesetz verwendet. Erstmals offiziell verwendet wurde dieser Zusatz im Jahre 1512 in der Präambel (Dekret) des Abschieds des Reichstages in Köln. Kaiser Maximilian I. hatte die Reichsstände unter anderem zwecks Erhaltung […] des Heiligen Römischen Reiches Teutscher Nation geladen.

Geschichte

Entstehung des Reiches

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Das Heilige Römische Reich am Ende des 14. Jahrhunderts
Das Fränkische Reich hatte nach dem Tode Karls des Großen im Jahre 814 mehrfach Teilungen und Wiedervereinigungen der Reichsteile unter seinen Kindern und Enkeln durchlaufen. Solche Teilungen unter den Söhnen eines Herrschers waren nach fränkischem Recht normal und bedeuteten nicht, daß die Einheit des Reiches aufhörte zu existieren, da eine gemeinsame Politik der Reichsteile und eine künftige Wiedervereinigung weiterhin möglich waren. Starb einer der Erben kinderlos, so fiel dessen Reichsteil einem seiner Brüder zu.
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Europa um 1400

Solch eine Teilung wurde auch im Vertrag von Verdun 843 unter den Enkeln Karls beschlossen. Das Reich wurde zwischen Karl dem Kahlen, der den westlichen romanisierten Teil bis etwa zur Maas erhielt, Ludwig dem Deutschen – er erhielt den östlichen, eher germanisch geprägten Reichsteil – und Lothar I., der neben der Kaiserwürde den mittleren Streifen von der Nordsee bis zum Mittelmeer erhielt, aufgeteilt.

Auch wenn hier, von den Beteiligten nicht beabsichtigt, die zukünftige Landkarte Europas erkennbar ist, kam es im Laufe der nächsten 50 Jahre zu weiteren, meist kriegerischen, Wiedervereinigungen und Teilungen zwischen den Teilreichen. Erst als Karl der Dicke 887 wegen seines Versagens beim Abwehrkampf gegen die plündernden und raubenden Normannen abgesetzt wurde, wurde kein neues Oberhaupt aller Reichsteile mehr bestimmt, sondern die verbliebenen Teilreiche wählten sich eigene Könige. Diese gehörten teilweise nicht mehr der Dynastie der Karolinger an. Dies war ein deutliches Zeichen für das Auseinanderdriften der Reichsteile und das auf dem Tiefpunkt angekommene Ansehen der Dynastie der Karolinger, da diese das Reich infolge der Thronstreitigkeiten in Bürgerkriege stürzte und nicht in der Lage war, das Gesamtreich gegen äußere Bedrohungen zu schützen. Infolge der nun fehlenden dynastischen Klammer zerfiel das Reich in zahlreiche kleine Grafschaften, Herzogtümer und andere regionale Herrschaften, die meist nur noch formal die regionalen Könige als Oberhoheit anerkannten.

Besonders deutlich setzte der Zerfall im mittleren Reichsteil ein, in dem sich die Stammesherzogtümer herausbildeten: Nicht mehr der König ernannte die Herzöge, sondern die lokalen Adligen wählten sie. Im östlichen Reich konnte diese Entwicklung nach dem Tode des letzten Karolingers auf dem ostfränkischen Thron, Ludwigs des Kindes, durch die gemeinsame Wahl Konrads I. aufgehalten werden. Konrad gehörte zwar nicht der Dynastie der Karolinger an, war aber ein Franke aus dem Geschlecht der Konradiner. Trotz der Abkehr der Lothringer vom ostfränkischen Reich, die sich den Westfranken anschlossen, zeigte die Wahl Konrads endgültig, wie stark sich Ostfranken vom Gesamtreich abgewendet hatte. Im Jahre 918 wurde diese Entwicklung noch deutlicher, als mit dem Sachsenherzog Heinrich I. erstmals ein Nichtfranke zum ostfränkischen König gewählt wurde. Seit diesem Zeitpunkt trug nicht mehr eine einzige Dynastie das Reich, sondern die regionalen Großen, Adligen und Herzöge entschieden über den Herrscher.

Im Jahre 921 erkannte der westfränkische Herrscher im Vertrag von Bonn Heinrich I. als gleichberechtigt an, er durfte den Titel rex francorum orientalium, König der östlichen Franken, führen. Die Entwicklung des Reiches als eines auf Dauer eigenständigen und überlebensfähigen Staatswesens war damit im wesentlichen abgeschlossen.

Das steigende Selbstbewußtsein des neuen ostfränkisch-deutschen Königsgeschlechtes zeigte sich bereits in der Thronbesteigung Ottos I., des Sohnes Heinrichs, der auf dem vermeintlichen Thron Karls des Großen in Aachen gekrönt wurde. Hier zeigte sich der zunehmend sakrale Charakter seiner Herrschaft dadurch, daß er sich salben ließ und der Kirche seinen Schutz gelobte. Nach einigen Kämpfen gegen Verwandte und lothringische Herzöge gelang ihm mit dem Sieg über die Ungarn 955 auf dem Lechfeld bei Augsburg die Bestätigung und Festigung seiner Herrschaft. Noch auf dem Schlachtfeld soll ihn das Heer der Legende nach als Imperator gegrüßt haben.

Dieser Sieg über die Ungarn veranlaßte Papst Johannes XII., Otto nach Rom zu rufen und ihm die Kaiserkrone anzubieten, damit dieser als Beschützer der Kirche auftrete. Johannes stand zu diesem Zeitpunkt unter der Bedrohung regionaler italienischer Könige und erhoffte sich von Otto Hilfe gegen diese. Aber der Hilferuf des Papstes bekundet auch, daß die ehemaligen Barbaren sich zu den Trägern der römischen Kultur gewandelt hatten, und, daß das östliche regnum als legitimer Nachfolger des Kaisertums Karls des Großen angesehen wurde. Otto folgte dem Ruf, auch wenn es wohl Irritation unter einigen Beratern des Königs gab, und zog nach Rom. Er wollte der Beschützer der Kirche sein.

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Reichssturmfahne vor 1433 (Nimbierter Adler).
Als Gründungsdatum des Heiligen Römischen Reiches wird von Historikern meist das Datum der Kaiserkrönung Ottos I. am 2. Februar 962 angegeben. Spätestens hier ist der Prozeß der Herauslösung des ostfränkischen Reiches als eigenständiges Reich aus dem fränkischen Gesamtreich abgeschlossen. Das Reich hatte seine weltliche und sakrale Legitimation als neues Imperium Romanum durch die Kaiserkrönung erhalten, und die Reichsidee nahm endgültige Gestalt an.

Das Reich bis Mitte des 18. Jahrhunderts

Nach dem Westfälischen Frieden drängte eine Gruppe von Fürsten, zusammengeschlossen im Fürstenverein, auf radikale Reformen im Reich, die insbesondere die Vorherrschaft der Kurfürsten beschränken und das Königswahlprivileg auch auf andere Reichsfürsten ausdehnen sollten. Auf dem Reichstag von 1653/54, der nach den Bestimmungen des Friedens eigentlich viel früher hätte stattfinden sollen, konnte sich diese Minderheit aber nicht durchsetzen. Im Reichsabschied dieses Reichstages, genannt der Jüngste – dieser Reichstag war der letzte vor der Permanenz des Gremiums – wurde beschlossen, daß die Untertanen ihren Herren Steuern zahlen müßten, damit diese Truppen unterhalten könnten. Dies führte oft zur Bildung stehender Heere in verschiedenen größeren Territorien. Diese wurden als Armierte Reichsstände bezeichnet.

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Das Heilige Röm. Reich Deutscher Nation am Ende des Dreißigjährigen Krieges.
Auch zerfiel das Reich nicht, da zu viele Stände ein Interesse an einem Reich hatten, das ihren Schutz gewährleisten konnte. Diese Gruppe umfaßte insbesondere die kleineren Stände, die praktisch nie zu einem eigenen Staat werden konnten. Auch die aggressive Politik Frankreichs an der Westgrenze des Reiches und die Türkengefahr im Osten machten nahezu allen Ständen die Notwendigkeit eines hinlänglich geschlossenen Reichsverbandes und einer handlungsfähigen Reichsspitze deutlich.

Seit 1658 herrschte Kaiser Leopold I., dessen Wirken erst seit den 1990er Jahren genauer untersucht wird, im Reich. Sein Wirken wird als klug und weitsichtig beschrieben, und gemessen an der Ausgangslage nach dem Krieg und dem Tiefpunkt des kaiserlichen Ansehens war es auch außerordentlich erfolgreich. Leopold gelang es durch die Kombination verschiedener Herrschaftsinstrumente, die kleineren und – und das ist das Bemerkenswerte – die größeren Reichsstände wieder an die Reichsverfassung und an das Kaisertum zu binden. Hervorzuheben sind hier insbesondere seine Heiratspolitik, das Mittel der Standeserhöhungen und die Verleihung allerlei wohlklingender Titel. Am wichtigsten für das Reich dürften die Verleihung der achten Kurwürde an Ernst August von Hannover 1692 und das Zugeständnis an den brandenburgischen Kurfürsten, für das nicht zum Reich gehörende Preußen seit 1701 den Titel „König in Preußen“ führen zu dürfen, gewesen sein.

Nach 1648 wurde die Position der Reichskreise weiter gestärkt und ihnen eine entscheidende Rolle in der Reichskriegsverfassung zugesprochen. So beschloß der Reichstag 1681 aufgrund der Bedrohung des Reiches durch die Türken eine neue Reichskriegsverfassung, in der die Truppenstärke der Reichsarmee auf 40.000 Mann festgelegt wurde. Für die Aufstellung der Truppen sollten die Reichskreise zuständig sein. Der Immerwährende Reichstag bot dem Kaiser die Möglichkeit, die kleineren Reichsstände an sich zu binden und für die eigene Politik zu gewinnen. Auch durch die verbesserten Möglichkeiten der Schlichtung gelang es dem Kaiser, seinen Einfluß auf das Reich wieder zu vergrößern.

Der Dualismus zwischen Preußen und Österreich

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Französische Wandkarte des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation „L’Empire d’Allemagne“, 1770 (Nachdruck der Karte aus dem Jahr 1705) jedoch ohne das deutsche Ordensland, das einen eigenen deutschen Oststaat bildete
 Ab 1740 begannen die beiden größten Staaten im deutschen Reich, die habsburgischen Erblande und Brandenburg-Preußen, immer mehr aus dem Reichsverband herauszuwachsen. Österreich konnte nach dem Sieg über die Türken große Gebiete außerhalb des Reiches erwerben, wodurch sich automatisch der Schwerpunkt der habsburgischen Politik nach Südosten verschob. Dies wurde besonders unter den Nachfolgern Leopolds I. deutlich. Ähnlich verhielt es sich mit Brandenburg-Preußen, auch hier lag ein Großteil des Territoriums außerhalb des Reiches. Zur zunehmenden Rivalität, die das Reichsgefüge stark beanspruchte, traten jedoch noch Änderungen im Denken der Zeit hinzu.

War es bis zum Dreißigjährigen Krieg für das Ansehen eines Herrschers sehr wichtig, welche Titel er besaß und an welcher Position in der Hierarchie des Reiches und des europäischen Adels er stand, so traten nun andere Faktoren wie die Größe des Territoriums sowie die wirtschaftliche und militärische Macht stärker in den Vordergrund. Es setzte sich die Ansicht durch, daß nur die Macht, die aus diesen quantifizierbaren Angaben resultierte, tatsächlich zähle. Dies ist nach Ansicht von Historikern eine Spätfolge des großen Krieges, in dem altehrwürdige Titel, Ansprüche und Rechtspositionen insbesondere der kleineren Reichsstände fast keine Rolle mehr spielten und fingierten oder tatsächlichen Sachzwängen des Krieges untergeordnet wurden.

Diese Denkkategorien waren jedoch nicht mit dem bisherigen System des Reiches vereinbar, das dem Reich und allen seinen Mitgliedern einen rechtlichen Schutz des Status quo gewährleisten und sie vor dem Übermut der Macht schützen sollte. Dieser Konflikt zeigt sich unter anderem in der Arbeit des Reichstages. Seine Zusammensetzung unterschied zwar zwischen Kurfürsten und Fürsten, Hocharistokratie und städtischen Magistraten, katholisch und protestantisch, aber beispielsweise nicht zwischen Ständen, die ein stehendes Heer unterhielten, und denen, die schutzlos waren. Diese Diskrepanz zwischen tatsächlicher Macht und althergebrachter Hierarchie führte zum Verlangen der großen, mächtigen Stände nach einer Lockerung des Reichsverbandes.

Aus der als Dualismus zwischen dem Königreich Preußen und dem Erzherzogtum Österreich bezeichneten Rivalität erwuchsen im 18. Jahrhundert mehrere Kriege. Die zwei Schlesischen Kriege gewann Preußen und erhielt Schlesien, während der Österreichische Erbfolgekrieg zugunsten des Erzherzogtums Österreich endete. Während des Erbfolgekrieges kam mit Karl VII. ein Wittelsbacher auf den Thron, konnte sich aber ohne die Ressourcen einer Großmacht nicht durchsetzen, so daß nach seinem Tod 1745 mit Franz I. Stephan von Lothringen, dem Ehemann Maria Theresias, wieder ein Habsburg-Lothringer gewählt wurde.

Diese Auseinandersetzungen waren für das Reich verheerend. Preußen wollte das Reich nicht stärken, sondern für seine Zwecke gebrauchen. Die Habsburger, durch das Bündnis vieler Reichsstände mit Preußen und die Wahl eines Nichthabsburgers auf den Kaiserthron verstimmt, setzten nun viel eindeutiger als bislang auf eine Politik, die sich allein auf Österreich und dessen Macht bezog. Der Kaisertitel wurde fast nur noch wegen dessen Klang und des höheren Rangs gegenüber allen europäischen Herrschern erstrebt. Die Reichsinstitutionen waren zu Nebenschauplätzen der Machtpolitik verkommen und die Verfassung des Reiches hatte mit der Wirklichkeit nicht mehr viel zu tun. Preußen versuchte durch Instrumentalisierung des Reichstages den Kaiser und Österreich zu treffen. Insbesondere Kaiser Joseph II. zog sich fast gänzlich aus der Reichspolitik zurück. Joseph II. hatte anfangs noch versucht, eine Reform der Reichsinstitutionen, besonders des Reichskammergerichtes, durchzuführen, scheiterte aber am Widerstand der Reichsstände, die sich aus dem Reichsverband lösen und sich deshalb vom Gericht nicht mehr in ihre „inneren“ Angelegenheiten hereinreden lassen wollten. Joseph gab frustriert auf.

Aber auch sonst agierte Joseph II. unglücklich und unsensibel. Die österreichzentrierte Politik Josephs II. während des Bayerischen Erbfolgekriegs 1778/79 und die vom Ausland vermittelte Friedenslösung von Teschen waren ein Desaster für das Kaisertum. Als die bayerische Linie der Wittelsbacher im Jahre 1777 ausstarb, erschien dies Joseph als willkommene Möglichkeit, Bayern den habsburgischen Landen einzuverleiben. Deshalb erhob Österreich juristisch fragwürdige Ansprüche auf das Erbe. Unter massivem Druck aus Wien willigte der Erbe aus der pfälzischen Linie der Wittelsbacher, Kurfürst Karl Theodor, in einen Vertrag ein, der Teile Bayerns abtrat. Karl Theodor, der ohnehin nur widerwillig das Erbe angenommen hatte, wurde suggeriert, daß später ein Tausch mit den Österreichischen Niederlanden, die in etwa das Gebiet des heutigen Belgiens umfaßten, zustande käme. Joseph II. besetzte aber statt dessen die bayerischen Gebiete, um vollendete Tatsachen zu schaffen, und vergriff sich somit als Kaiser an einem Reichsterritorium.

Diese Vorgänge erlaubten es Friedrich II., sich zum Beschützer des Reiches und der kleinen Reichsstände und damit quasi zum „Gegenkaiser“ aufzuschwingen. Preußische und kursächsische Truppen marschierten in Böhmen ein. Im von Rußland regelrecht erzwungenen Frieden von Teschen vom 13. Mai 1779 erhielt Österreich zwar das Innviertel zugesprochen, der Kaiser stand dennoch als Verlierer da. Zum zweiten Mal nach 1648 mußte ein innerdeutsches Problem mit Hilfe ausländischer Mächte geregelt werden. Nicht der Kaiser, sondern Rußland brachte dem Reich Frieden. Rußland wurde neben seiner Rolle als Garantiemacht des Teschener Friedens auch eine Garantiemacht des Westfälischen Friedens und damit einer der „Hüter“ der Reichsverfassung. Das Kaisertum hatte sich selbst demontiert und der preußische König Friedrich stand als Beschützer des Reiches da. Aber nicht Schutz und Konsolidierung des Reiches waren Friedrichs Ziel gewesen, sondern eine weitere Schwächung der Position des Kaisers im Reich und damit des ganzen Reichsverbandes an sich. Dieses Ziel hatte er erreicht.

Das Konzept eines Dritten Deutschlands hingegen, geboren aus der Befürchtung der kleineren und mittleren Reichsstände zur reinen Verfügungsmasse der Großen zu verkommen, um mit einer Stimme zu sprechen und damit Reformen durchzusetzen, scheiterte am ewigen Widerspruch zwischen dem protestantischen Norden und dem katholischen Süden, dem Widerstand der Kurfürsten und der großen Reichsstände. All dies führte letztendlich auch zu einer Reichsmüdigkeit bei den kleinen, mittleren und geistlichen Ständen, die eigentlich seit jeher die Stütze des Reiches waren. Wenige Jahre später versetzte Napoléon dem Reich, das fast jegliche Widerstandskraft eingebüßt hatte, den Todesstoß.

Das Ende des Reiches

Koalitionskriege gegen Napoléon und Reichsdeputationshauptschluß

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Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation anno 1789
 Gegen die revolutionären Truppen Frankreichs fanden beide deutschen Großmächte im Ersten Koalitionskrieg zu einem Zweckbündnis. Dieses als Pillnitzer Beistandspakt bezeichnete Bündnis vom Februar 1792 hatte freilich den Schutz von Reichsrechten zum Ziel. Die Gelegenheit, die anderen Reichsstände hinter sich zu bringen verspielte Kaiser Franz II., der am 5. Juli 1792 in ungewohnter Eile und Einmütigkeit zum Kaiser gewählt wurde, durch den Umstand, daß er das österreichische Staatsgebiet unbedingt vergrößern wollte, notfalls auf Kosten anderer Reichsmitglieder. Und auch Preußen wollte sich für seine Kriegskosten durch die Einverleibung geistlicher Reichsgebiete schadlos halten. Dementsprechend gelang es nicht eine geschlossene Front gegen die französischen Revolutionstruppen aufzubauen und größere militärische Erfolge zu erringen.

Aus Enttäuschung über ausbleibende Erfolge und um sich besser um den Widerstand gegen die erneute Teilung Polens kümmern zu können, schloß Preußen 1795 einen Separatfrieden, den Frieden von Basel, mit Frankreich. 1796 schlossen Baden und Württemberg ebenfalls Frieden mit Frankreich. In beiden Vereinbarungen wurden die jeweiligen linksrheinischen Besitzungen an Frankreich abgetreten. Die Besitzer aber sollten auf Kosten rechtsrheinischer geistlicher Gebiete „entschädigt“ werden, diese sollten also säkularisiert werden. Weitere Reichsstände verhandelten über einen Waffenstillstand oder Neutralität.

Im Jahre 1797 schloß auch Österreich Frieden und unterschrieb den Frieden von Campo Formio, in dem es verschiedene Besitzungen innerhalb und außerhalb des Reiches abtrat, so insbesondere die österreichischen Niederlande und das Herzogtum Toskana. Als Ausgleich sollte Österreich ebenfalls auf Kosten von zu säkularisierenden geistlichen Gebieten oder anderen Reichsteilen entschädigt werden. Beide Großen des Reiches hielten sich also an anderen kleineren Reichsgliedern schadlos und räumten Frankreich sogar ein Mitspracherecht bei der zukünftigen Gestaltung des Reiches ein. Insbesondere der Kaiser, zwar als König von Ungarn und Böhmen handelnd, aber nichtsdestotrotz als Kaiser zur Bewahrung der Integrität des Reiches und seiner Mitglieder verpflichtet, hatte zugelassen, daß für die „Entschädigung“ einiger weniger andere Reichsstände geschädigt wurden, und das Kaisertum damit irreparabel demontiert.

Die Reichsdeputation von 1797/98 willigte im März 1798 gezwungenermaßen auf dem Friedenskongreß von Rastatt in die Abtretung der linksrheinischen Gebiete und die Säkularisierungen, mit Ausnahme der drei geistlichen Kurfürstentümer, ein. Der Zweite Koalitionskrieg beendete aber das Geschachere und Gefeilsche um die Gebiete, die man zu erhalten hoffte. Der Krieg wurde 1801 durch den Frieden von Lunéville beendet, in dem Franz II. nun auch als Reichsoberhaupt der Abtretung der linksrheinischen Gebiete zustimmte. In diesem Frieden traf man aber keine genauen Festlegungen für die anstehenden „Entschädigungen“. Der anschließend einberufene Reichstag stimmte dem Frieden zu.

Die Friedensvereinbarungen von Basel mit Preußen, Campo Formio mit Österreich und Lunéville mit dem Reich verlangten „Entschädigungen“, über die nur ein Reichsgesetz entscheiden konnte. Deshalb wurde eine Reichsdeputation einberufen, die diesen Entschädigungsplan ausarbeiten sollte. Letztendlich nahm die Deputation aber den französisch-russischen Entschädigungsplan vom 3. Juni 1802 mit geringen Änderungen an. Am 24. März 1803 akzeptierte der Reichstag den Reichsdeputationshauptschluß endgültig.

Als Entschädigungsmasse für die größeren Reichsstände wurden fast alle Reichsstädte, die kleineren weltlichen Territorien und fast alle geistlichen Hoch- und Erzstifte auserkoren. Die Zusammensetzung des Reiches veränderte sich schlagartig, die zuvor mehrheitlich katholische Fürstenbank des Reichstages war nunmehr protestantisch geprägt. Zwei von drei geistlichen Kurfürstentümern hatten aufgehört zu existieren, auch der Kurfürst von Mainz verlor sein Hochstift, erhielt aber als neues Kurfürstentum Aschaffenburg-Regensburg. Neben diesem gab es nur noch zwei geistliche Reichsfürsten, den Großprior des Malteserordens und den Hoch- und Deutschmeister des Deutschen Ordens. Insgesamt kostete der Reichsdeputationshauptschluß 110 Territorien die Existenz und rund drei Millionen Menschen wurden einer neuen Obrigkeit unterstellt.

Diese territoriale Neuordnung des Reiches beeinflußte die politische Landschaft Mitteleuropas weit über die drei Jahre ihrer Gültigkeit hinaus. Nach dem Normaljahr 1624 des Westfälischen Friedens wurde ein neues Normaljahr, das Jahr 1803, für die konfessionellen und vermögensrechtlichen Verhältnisse in Deutschland eingeführt und aus einer Vielzahl kleiner und kleinster Gebiete eine überschaubare Anzahl von Mittelstaaten geschaffen.

Offiziell wurde zum Zwecke der „Entschädigung“ „säkularisiert“ und „mediatisiert“. Dies kann man getrost als Euphemismus für diesen Vorgang bezeichnen, da einige wenige viel mehr erhielten als sie tatsächlich verloren hatten. Der badische Markgraf erhielt beispielsweise mehr als neunmal so viele Untertanen als er linksrheinisch abtreten mußte. Grund hierfür ist, daß Frankreich sich eine Reihe von Satellitenstaaten schuf, die groß genug waren, um dem Kaiser Schwierigkeiten zu machen, aber zu klein, um die Position Frankreichs zu gefährden.

Weiterhin hatte die Reichskirche aufgehört zu existieren, diese Besonderheit des Reiches, der Teil der Reichsfürsten, der das Reich eigentlich zu dem machte, was es war. Sie war so fest im System des Reiches verankert, daß sie sogar schon vor dem Ende des Reiches unterging. Die antiklerikalen Positionen Frankreichs hatten ihr übriges getan, zumal man damit den Kaiser einer seiner wichtigsten Machtpositionen berauben konnte. Aber auch der aufklärerische Zeitgeist und der absolutistische Allzuständigkeitswahn trugen dazu bei, daß die Reichskirche obsolet geworden war und selbst katholische Reichsfürsten Begehrlichkeiten entwickelten. Die katholischen Fürsten wurmte sowieso schon länger, daß die protestantischen Fürsten ihre jeweiligen Kirchen als Machtmittel gebrauchten.

Daß im Herbst 1803 auch die Reichsritterschaften im sogenannten Rittersturm von den umschließenden oder angrenzenden Territorien okkupiert wurden, zeigt, wie viel die Gesetze des Reiches noch galten.

Niederlegung der Reichskrone

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Gemeinsames Aquarell „Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation“ von den deutschen Malern und Künstlern Peter Becker und Eduard Steinle aus dem Jahre 1864

Am 18. Mai 1804 ernannte sich Napoléon zum erblichen Kaiser der Franzosen. Mit dieser Erhöhung wollte er einerseits seine Macht festigen, andererseits seine Größe noch deutlicher sichtbar machen. Vor allem wollte er das Erbe Karls des Großen antreten und somit seinem erblichen Kaisertum eine in der Tradition des Mittelalters stehende Legitimation verschaffen. Zu diesem Zweck reiste Napoléon im September 1804 nach Aachen und besuchte den Dom und das Grab Karls des Großen.

Napoléons Tun wurde in Wien, der Residenz des Kaisers des Reiches, genau registriert. In den darauffolgenden diplomatischen Gesprächen zwischen Frankreich und Österreich forderte Napoleon am 7. August 1804 in einer geheimen Note die Anerkennung seines Kaisertums, im Gegenzug werde Franz II. als Empereur héréditaire d’Autriche (Erbkaiser Österreichs) anerkannt. Wenige Tage später wurde aus der Forderung faktisch ein Ultimatum. Dies bedeutete entweder Krieg oder Anerkennung des französischen Kaisertums. Franz lenkte ein und nahm am 11. August 1804 als Konsequenz dieses Schrittes zusätzlich zu seinem Titel als Kaiser des Heiligen Römischen Reiches „für Uns und Unsere Nachfolger […] den Titel und die Würde eines erblichen Kaisers von Österreich“ an. Dies geschah offensichtlich, um die Ranggleichheit mit Napoléon zu wahren. Hierzu schien der Titel des Kaisers des Heiligen Römischen Reiches allein nicht mehr geeignet, auch wenn dies wohl ein Bruch des Reichsrechts war, da er weder die Kurfürsten über diesen Schritt informierte noch den Reichstag um Zustimmung bat.

Dieser Schritt war auch vom Rechtsbruch abgesehen umstritten und wurde als übereilt angesehen, wie ein Brief von Friedrich Gentz, einem bekannten österreichischen Publizisten, an seinen Freund Fürst von Metternich deutlich macht:

„Bleibt die deutsche Kaiserkrone im österreichischen Hause – und welche Unmaßen von Unpolitik schon jetzt, wo noch keine dringende Gefahr vorhanden, öffentlich zu erkennen zu geben, daß man das Gegenteil befürchtet! – so ist jene Kaiserwürde ganz unnütz.“

Napoléon ließ sich jedoch nicht mehr aufhalten. Im Dritten Koalitionskrieg marschierte seine Armee, die durch bayerische, württembergische und badische Truppen verstärkt wurde, auf Wien zu, und am 2. Dezember 1805 siegten die napoleonischen Truppen in der Dreikaiserschlacht bei Austerlitz über Russen und Österreicher. Der darauffolgende Frieden von Preßburg, der Franz II. und dem russischen Zaren Alexander I. von Napoléon diktiert wurde, dürfte das Ende des Reiches endgültig besiegelt haben, da Napoleon durchsetzte, daß Bayern, Württemberg und Baden mit voller Souveränität ausgestattet wurden und somit mit Preußen und Österreich gleichgestellt wurden. Diese Länder befanden sich nun faktisch außerhalb der Reichsverfassung.

Dies unterstreicht eine Äußerung Napoléons gegenüber seinem Außenminister Talleyrand:

„Es wird keinen Reichstag mehr geben; denn Regensburg soll Bayern gehören; es wird auch kein deutsches Reich mehr geben.“

Letzter Anstoß für die Niederlegung der Krone war jedoch, daß der Kurfürst von Mainz, Karl Theodor von Dalberg, den Großalmosenier des französischen Kaiserreiches, Joseph Kardinal Fesch, zu seinem Koadjutor mit dem Recht der Nachfolge ernannte. Brisant war dabei, daß Dalberg außerdem Erzkanzler des Reiches und damit Haupt der Reichskanzlei, Aufseher des Reichsgerichtes und Hüter des Reichsarchives war. Der zu seinem Nachfolger ernannte Kardinal war zudem nicht nur Franzose und sprach kein Wort deutsch – er war auch der Onkel Napoléons. Wäre also der Kurfürst gestorben oder hätte sonst irgendwie seine Ämter abgegeben, so wäre der Onkel des französischen Kaisers Erzkanzler des Reiches geworden. Am 28. Mai 1806 wurde der Reichstag davon in Kenntnis gesetzt.

Der österreichische Außenminister Johann Philipp von Stadion erkannte die möglichen Folgen: entweder die Auflösung des Reiches oder eine Umgestaltung des Reiches unter französischer Herrschaft. Daraufhin entschloß sich Franz am 18. Juni zu einem Protest, der wirkungslos blieb, zumal sich die Ereignisse überschlugen:

Am 12. Juli 1806 gründeten Kurmainz, Bayern, Württemberg, Baden, Hessen-Darmstadt, Nassau, Kleve-Berg und weitere Fürstentümer mit Unterzeichnung der Rheinbundakte in Paris den Rheinbund, als dessen Protektor Napoléon fungierte, und erklärten am 1. August ihren Austritt aus dem Reich.

Bereits im Januar hatte der schwedische König die Teilnahme der vorpommerschen Gesandten an den Reichstagssitzungen suspendiert und erklärte als Reaktion auf die Unterzeichnung der Rheinbundakte am 28. Juni, daß in den zum Reich gehörenden Ländern unter schwedischer Herrschaft die Reichsverfassung aufgehoben und die Landstände und Landräte aufgelöst seien. Er führte statt dessen die schwedische Verfassung in Schwedisch-Pommern ein. Damit beendete er auch in diesem Teil des Reiches das Reichsregime. Das Reich hatte faktisch aufgehört zu existieren, denn von ihm blieb nur noch ein Torso übrig.

Die Entscheidung, ob der Kaiser die Reichskrone niederlegen sollte, wurde durch ein Ultimatum an den österreichischen Gesandten in Paris, General Vincent, praktisch vorweggenommen. Sollte Kaiser Franz bis zum 10. August nicht abdanken, dann würden französische Truppen Österreich angreifen, so wurde diesem am 22. Juli mitgeteilt.

In Wien waren jedoch schon seit mehreren Wochen Johann Aloys Josef Freiherr von Hügel und Graf von Stadion mit der Erstellung von Gutachten über die Bewahrung der Kaiserwürde des Reiches befaßt. Ihre nüchterne und rationale Analyse kam zu dem Schluß, daß Frankreich versuchen werde, die Reichsverfassung aufzulösen und das Reich in einen von Frankreich beeinflußten föderativen Staat umzuwandeln. Sie folgerten, daß die Bewahrung der Reichsoberhauptlichen Würde unvermeidlich zu Schwierigkeiten mit Frankreich führen würde und deshalb der Verzicht auf die Reichskrone unumgänglich sei.

Der genaue Zeitpunkt dieses Schrittes sollte nach den politischen Umständen bestimmt werden, um möglichst vorteilhaft für Österreich zu sein. Am 17. Juni 1806 wurde dem Kaiser das Gutachten vorgelegt. Den Ausschlag für eine Entscheidung des Kaisers gab jedoch wohl das erwähnte Ultimatum Napoléons. Am 30. Juli entschied sich Franz, auf die Krone zu verzichten; am 1. August erschien der französische Gesandte La Rochefoucauld in der österreichischen Staatskanzlei. Erst nachdem der französische Gesandte nach heftigen Auseinandersetzungen mit Graf von Stadion formell bestätigt hatte, daß sich Napoléon niemals die Reichskrone aufsetzen werde und die Unabhängigkeit Österreichs respektiere, willigte der österreichische Außenminister in die Niederlegung der Reichskrone ein, die am 6. August verkündet wurde.

In der Abdankung heißt es, daß der Kaiser sich nicht mehr in Lage sieht, seine Pflichten als Reichsoberhaupt zu erfüllen, und dementsprechend erklärte er:

[…], daß Wir das Band, welches Uns bis jetzt an den Staatskörper des deutschen Reichs gebunden hat, als gelöst ansehen, daß Wir das reichsoberhauptliche Amt und Würde durch die Vereinigung der conföderirten rheinischen Stände als erloschen und Uns dadurch von allen übernommenen Pflichten gegen das deutsche Reich losgezählt betrachten, und die von wegen desselben bis jetzt getragene Kaiserkrone und geführte kaiserliche Regierung, wie hiermit geschieht, niederlegen.“

Und der Kaiser überschritt ein letztes mal seine Kompetenzen als Reichsoberhaupt. Franz legte nicht nur die Krone nieder, sondern er löste das Reich als Ganzes auf, hierzu wäre aber die Zustimmung des Reichstages nötig gewesen, denn er verkündete auch:

„Wir entbinden zugleich Churfürsten, Fürsten und Stände und alle Reichsangehörigen, insonderheit auch die Mitglieder der höchsten Reichsgerichte und die übrige Reichsdienerschaft, von ihren Pflichten, womit sie an Uns, als das gesetzliche Oberhaupt des Reichs, durch die Constitution gebunden waren.“

Er löste auch die zu seinem eigenen Herrschaftsbereich gehörenden Länder des Reiches aus diesem heraus und unterstellte sie allein dem österreichischen Kaisertum.

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Das Gebiet des Heiligen Römischen Reiches im Zeitraum von 962 bis 1806 (im Hintergrund derzeitige europäische Staatsgrenzen), allerdings fehlen die Gebiete des Deutschen Ordens, der Deutschordensstaat.

Die Auflösung des Reiches war nach damaligem Recht nicht gültig. Franz hätte zwar das Recht gehabt, ad personam auf die Krone zu verzichten und abzudanken; als „Mehrerer des Reiches“ hatte er nach Einschätzung von Rechtshistorikern jedoch nicht das Recht, das Reich selbst für erledigt zu erklären.

 

Es fehlte aber am politischen Willen und auch an der Macht, das Reich zu bewahren. Das Ende des Reiches wurde international anerkannt.

Wiener Kongreß und Deutscher Bund

Nach dem Wiener Kongreß im Jahre 1815 schlossen sich die deutschen Einzelstaaten zum Deutschen Bund zusammen. Zuvor, im November 1814, hatten jedoch 29 Souveräne kleiner und mittlerer Staaten folgenden Wunsch an den Kongreß gerichtet:

„[…] die Wiedereinführung der Kaiserwürde in Deutschland bei dem Comité, welches sich mit der Entwerfung des Planes zu einem Bundesstaat beschäftigt, in Vorschlag zu bringen.“

Grundlage dieser Petition dürfte kaum patriotischer Eifer gewesen sein. Eher kann davon ausgegangen werden, daß diese die Dominanz der durch Napoléon zu voller Souveränität und Königstiteln gelangten Fürsten, beispielsweise der Könige von Württemberg, Bayern und Sachsen, fürchteten.

Aber auch darüber hinaus wurde die Frage, ob ein neuer Kaiser gekürt werden solle, diskutiert. So existierte u. a. der Vorschlag, daß die Kaiserwürde zwischen den mächtigsten Fürsten im südlichen Deutschland und dem mächtigsten Fürsten in Norddeutschland alternieren solle. Im allgemeinen wurde jedoch von den Befürwortern des Kaisertums eine erneute Übernahme der Kaiserwürde durch Österreich, also durch Franz I., favorisiert.

Da aber aufgrund der geringen Macht der Befürworter der Wiederherstellung – der kleinen und mittleren deutschen Fürsten – nicht zu erwarten war, daß der Kaiser in Zukunft die Rechte erhielte, die diesen zu einem tatsächlichen Reichsoberhaupt machen würden, lehnte Franz die angebotene Kaiserwürde ab. Dementsprechend betrachteten Franz I. und sein Kanzler Metternich diese in der bisherigen Ausgestaltung nur als eine Bürde. Auf der anderen Seite wollte Österreich aber den Kaisertitel für Preußen oder einen anderen starken Fürsten nicht zulassen.

Der Wiener Kongreß ging auseinander, ohne das Kaisertum erneuert zu haben. Daraufhin wurde am 8. Juni 1815 der Deutsche Bund als lockere Verbindung der deutschen Staaten gegründet. Österreich führte den Deutschen Bund bis 1866 als Präsidialmacht.

ergänzend

König Friedrich der Große

 Am 5. Dezember 1757 schlug der preußische König Friedrich der Große bei Leuthen in Schlesien die wohl berühmteste Schlacht des Siebenjährigen Krieges ( 1756 – 1763 ). Nach der schweren Niederlage der „Schlesischen unter Friedrichs Schwager dem Herzog von Braunschweig-Bevern bei Breslau am 22.November sah sich der König nur wenige Wochen nach der Vertreibung der … Continue reading

Zitate: Friedrich II von Preußen

Das Zeugnis, einige Wahrheiten entdeckt und einige Irrtümer zerstört zu haben, ist nach meiner Meinung die schönste Trophäe, welche die Nachwelt zum Ruhme eines großen Mannes errichten kann. Wenige Menschen denken, und doch wollen alle entscheiden. Ich will der erste Diener meines Staates sein. Dasjenige, wodurch die Menschen am meisten zu Fehlern veranlaßt werden, ist, … Continue reading

Friedrich Wilhelm von Preußen

Kein Volk versinkt, das an sich selber glaubt; auch ich sah Sterne hell aus Nächten steigen. Einst kommt der Tag, da steht der Baum belaubt, und ein freies Volk wohnt unter seinen Zweigen.  Friedrich II., auch Friedrich der Große oder der Alte Fritz genannt,  24. Januar 1712 in Berlin – 17. August 1786 in Potsdam) … Continue reading

Die Deutsche Passion

Deutsche Passion Veröffentlicht am 5. April 2012 von totoweise Deutsche Passion Uwe Lammla Verlag: Engelsdorfer Verlag ISBN-10: 3867036209 ISBN-13: 978-3867036207 95 Seiten 8,40 Euro Wer bei “Gedichten” reflexartig die Augen verdreht, sich grundsätzlich nur handfesten und praktischen Dingen widmet, aber doch den einen oder anderen Vers in Gedanken bei sich trägt, der greife zur “Deutschen … Continue reading

Frömmigkeit nordischer Artung

Ein Querschnitt durch das Indogermanentum von Benares bis Reykjavik7. Auflage, 1989, Verlag Hohe Warte • Franz von Bebenburg • KG Hans F.K. Günther zeigt zunächst einmal, was nordische Frömmigkeit nicht ist, beispielsweise die Herabwürdigung des Leibes, die Abhängigkeit der Frömmigkeit von dem Tode, die Wertung des diesseitigen Lebens als Jammertal. Er zeigt darüber hinaus die … Continue reading

Damit es nicht vergessen wird

Eine Rose für mein Deutschland
Von „Befreiung“ ist die Rede, von „Frieden“ und „Recht“. Doch hatten die Besatzungstruppen im Frühjahr 1945 tatsächlich Demokratie, Humanität und Friedfertigkeit im Marschgepäck? 70 Jahre nach Kriegsende wird es Zeit, nach verdrängten historischen Fakten zu fragen. Denn Wahrheit ist immer das Ganze, sie ist nicht teilbar und die Voraussetzung für Gerechtigkeit. Und Erinnern darf nie einseitig und unvollständig sein! Die „bedingungslose Kapitulation“ bedeutete nicht das Ende der Feindseligkeiten. Nur die deutsche Seite legte die Waffen nieder. Die andere setzte Zerstörung, Mord, Plünderung und Eroberung unbarmherzig und ungehindert fort, bis zum heutigen Tage.

In Gedenken an alle Menschen die für unfähige und korrupte Politiker Ihr Leben lassen mussten

Der 8.Mai – der Tag der Schande Heute vor 70 Jahren hat die Wehrmacht die Waffen niedergelegt. Danach ist nicht etwa der Frieden ausgebrochen, für Deutschland und die Deutschen begann mit diesem Tag die blutigste und mörderischste Zeit des Zweiten Weltkriegs. … Weiterlesen

Als 1945 die Hölle über die Deutschen kam

„Der 8. Mai 1945 war ein Tag des Elends, der Qual, der Trauer“ Am 8. Mai 1945 war die Wehrmacht besiegt. Ein Heldenvolk, ohne Beispiel in der Menschheitsgeschichte, war von regelrechten Satanisten, denen bei ihrem Vernichtungskrieg gegen die Deutschen eine … Weiterlesen

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Bombenholocaust der Alliierten Veröffentlicht am 16. Februar 2011 von totoweise Damit die Wahrheit nie einschläft! Enthält neben traurigen Fakten wunderbare historische Bilder und Filmausschnitte, wie man sie öffentlich gar nicht mehr ausstrahlen kann, ohne tiefes Weh zu erzeugen. Gedenken wir … Weiterlesen

Augenöffner im 卐 Zeichen der Zeit

Jetzt schreien Sie bitte nicht gleich wieder  “Rassist, Nazi, Rechter, Brauner, Antisemit” und dergleichen. Es geht hier um Fakten und Wahrheit und nicht um irgendwelche jüdischen Phantastereien, Seifenopern und Schwindelgeschichten aus Judeahollywood!. Ich stelle hier einige Videos, Texte und Verlinkungen ein, die Ihnen die Augen öffnen … Weiterlesen

Höllensturm – Der Genozid am deutschen Volk

Die schreckliche Wahrheit über die Verbrechen an den Deutschen. Das war keine Befreiung, das war Raub, Mord und Besatzung. HELLSTORM – ein Film, der die Augen für die Sicht der Realität öffnet! Der II. Weltkrieg war ein gezielt geplantes bestialisches Massaker am … Weiterlesen

Die Kreuzzüge

Jeder zugefügte Schaden muss gleichem Maße beglichen werden. Ob nun, Christ, Moslem oder Jude. Sie werden noch dieses Jahr 2016 für ihre Schandtaten, an Mensch, Natur und Tierwelt zahlen. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Hand um Hand, Fuß um … Weiterlesen

Wahl-Burg-Nacht – “Walpurgis-Nacht”

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Von http://germanenherz.blogspot.de/2012/04/wahl-burg-nacht-walpurgis-nacht.html
und https://terragermania.com/2016/04/30/wahl-burg-kult-und-walkueren/
Aus der Heiligen Wahl-Burg-Nacht unserer unmittelbaren Ahnen, mit dem Wahl-Burg-Kult, der die göttergleichen Geschlechter arischen Geistes und Blutadels schuf, wurde der Spuk der Walpurgis-Nacht; aus den edlen Hage-Disen, den Hag-„Göttinnen“, göttlich anmutenden Wunschgestalten hehrster Weiblichkeit wurden die „Haxen“ oder „Hexen“ aus christlicher Verdummung und Vermummung. Diese Hage-Disen, die „Hexen“ waren es, die durch die untermenschlichen Mächte in der Kirche ausgerottet wurden durch die Schmach der Hexenprozesse. Die „Hexen“ waren Frauen mit großen Fähigkeiten, mit der Gabe der Vorschau und unabhängigen Geistes, das größte Hindernis für die Kirche in ihrem Bestreben der Knebelung der Geister und Leiber.

Sie waren die Nachfolgerinnen der Wal-Kyren, ein Wort, das auch mit dem Wal-Burg-Kult zusammenhängt. Die Walküren gehörten zu den auserwählten, hochgezüchteten Frauen bei den Germanen, die das Recht der selbstbestimmenden Gattenwahl hatten, ein Rest aus den Zeiten des Mutterrechtes, das in der arischen Kulturwelt in bestimmtem Umfange immer in Kraft blieb, und einer weisen Hoch-Zucht zu dienen hatte. Tatsächlich wählt ja auch heute noch die hochstehende Frau den Gatten, indem Sie sich den Einen nimmt unter der großen Anzahl der Werber. Mutterrechtliche und vaterrechtliche Einrichtungen liefen in den alten arischen Kulturen gleichberechtigt nebeneinander her. Nur wo das Gleichgewicht dieses Verhältnisses durch Rassendämmerung gestört wurde, setzte sich das Vaterrecht oder das Mutterrecht einseitig durch. Das Wort Wal-Kyre kann man verschieden lesen. Einmal als „Wahl- Herrin“, wenn wir Kyre oder kyrr als Herr und Herrin lesen, wozu wir durchaus befugt sind. Kyrie eleison! Aber wir können in Wahl auch das Wort Kampf erkennen und dann Kampf-Wahl oder Kampfwählerin lesen, denn wal ist altnordisch Kampf und das deutsche Kyren heißt heute noch wählen. In „Kyren“, „kirren“ aber steckt noch ganz deutlich ein zuchtwählerischer Inhalt, der uns zeigt, daß die Wal-kyre das hochgezüchtete Weib war, das dem schönsten, stärksten und klügsten Helden, „der sich nicht fürchten konnte“, Kinder schenkte. Zwei Stellen aus der Edda seien hier als Beleg angegeben, die eine aus dem wundervollen „Helgelied“, wo die Walküre Siegrun aus den Lüften dem Helge zu Hilfe kommt und ihn zum Gatten erwählt. Wir müssen hier unwillkürlich an die Überlieferung denken, die den Hexen auch die Fähigkeit zuspricht, durch die Lüfte zu reiten, auf dem Besen, d. h. „kalisch“, verhehlt, mit Hilfe des Bösen.

Da kams zur Entscheidung! Es hatten zum Kampfe
Beim Feuergebirg sich die Fürsten geladen!
Da ward zwischen Feinden der Friede zerrissen, Und hungrige Wölfe umschlichen die Walstatt. — Ermattet vom Streit saß am Adlerstein Helge, Erschlagen lag Hundings ganzes Geschlecht. Da brachs wie ein Leuchten aus flammenden Bergen, Und lohende Blitze leckten aus Wolken, Da glitzerten Helme auf himmlischen Auen, Vergoldete Brünnen, gerötet von Blut, Und glühende Funken auf Speerspitzen stunden: Das war Siegrun, die suchte den Helge. Gleich fragte der Fürst die göttlichen Frauen, Ob heimwärts sie wohl mit den Helden noch ritten In selbiger Nacht? — Da suchten von neuem Sie Kampf zu beginnen; schon knarrten die Bogen, Doch Hagens Tochter stillte vom Hengste Das Lärmen der Schilde und sprach zu dem Frager: „Anderes, meine ich, meiner noch wartet — — Ich liebte dich längst schon von ganzem Herzen, Bevor ich gesehen dich, Wälsungensohn!“

Diesen Bildern liegt die Tatsache zugrunde, daß die Fähigkeit der Spaltung der Person in alten Zeiten noch verbreiteter war durch geistige Übungen als heute, und jene Menschen konnten sehr wohl andern erscheinen an einem entfernten Orte, während sie schliefen oder in tiefer Versenkung sich befanden, eine Kunst, die heute noch in der ganzen Welt von Wissenden geübt wird. Sie ist vielen Naturvölkern bekannt, während die rein verstandesmäßigen Völker des Abendlandes solche Fähigkeiten und Kenntnisse fast völlig verloren haben.
Es ist die „Wunschkraft“ der Wunschsöhne und der Wunschmaiden, wie sie die Edda nennt, die sie zu „Halbgöttern“ und „Halbgöttinnen“ macht, mit andern Worten, es ist die Beherrschung aller magischen Kräfte im Menschen. Es handelt sich um Tatsachen und Möglichkeiten, die man bisher überheblich „abzulehnen“ gewohnt war, mit dem Erfolge, daß man damit selber „abgelehnt“ ist von jedem tieferen Eindringen in die unergründliche und unerschöpfliche Menschennatur.
Die zweite Stelle befindet sich im „Rigsmal“, dem „Liede von der Entstehung der Stände“, wie ich es genannt habe in meiner Übersetzung, wo erzählt wird, daß dem jungen Rigr, dem jungen König, dem „Könner“ auch das „fogla kyrra“ gelehrt würde. Die „Stelle“ wäre wörtlich zu übersetzen mit „Vögel kirren“, also „Vögel fangen“. Wer aber die Geheimsprache der alten Mythen richtig erfaßt hat, der kann sich mit solchen Erklärungen auf unterster Ebene nicht zufrieden geben. „Fogla kyrra“ ist hier zweifellos die Kunst der Zeugungs-Wahl, der Gattenwahl. „Fogla“ findet in den meisten Sprachen heute noch eine Entsprechung für zeugen und ist mundartlich vor allem im Deutschen belegt. Solche Reste alter Wortbedeutungen kommen nicht von ungefähr, sondern haben sich im Sprachgute des Volkes wunderbar frisch erhalten.

giphyWalpurgisnacht, die Nacht vor dem 1. 5., dem Tag der heiligen Walburga (Walpurgis), die in der Vormoderne zunächst nur regionale Verehrung im Bistum Eichstätt erfuhr.
Die heute bekannte, aber historisch nicht belegbare Affinität mit dem Gespenster- und Hexenwesen sowie die Verortung auf dem Blocksberg (Brocken) als Ort des Hexensabbats gehen im Kern auf J. W. Goethe (»Faust, 1. Theil«, 1808) zurück und führten zur neuen Brauchrealität; häufig thematisierte Bezüge zu germanisch-vorchristlichen Formen des Winteraustreibens bzw. des Sommerbeginns blieben bisher unbewiesen. Ende des 19. Jahrhunderts erlangten Walpurgisnacht-Feiern im Harz deutschlandweite Bekanntheit (heute touristisch inszeniert, wobei sowohl folkloristische Elemente als auch Aspekte moderner Eventkultur zum Tragen kommen). (c) wissenmedia GmbH, 2010

ergänzend

Die weisen Frauen Hagedisen – Hexen

 Die erfolgreiche Vorgehensweise und die überzeugenden Ergebnisse der heilkundigen Frauen stellten eine große Bedrohung für das aufkommende Christentum, sprich die Kirche dar. Denn diese Frauen verließen sich mit ihren außergewöhnlichen Begabungen eher auf ihre Sinne und Erfahrungen als auf die … Weiterlesen

Wald- und Feldkulte: Der Baumkultus der Germanen und Ihrer Nachbarstämme

Mythologische Untersuchungen Vorwort.  Das vorliegende Buch, welchem demnächst ein zweiter Band „griechische und römische Agrarkulte aus nordeuropäischen Ueberlieferungen erläutert“ folgen wird, beginnt die Veröffentlichung einer Reihe von Vorarbeiten, die sieh dem Verfasser als erforderlich ergeben hatten, um zur Klarheit und … Weiterlesen

Deutsche Mythologie – Der Götterglaube und Ort der Götterverehrung

Der Götterglaube Wie bei den Dämonen ist bei den Naturgöttern der Zusammenhang mit den zugrunde liegenden Naturerscheinungen gelockert, ja oft aufgelöst; der Glaube, daß es die großen Naturmächte sind, von denen Wohl und Wehe des menschlichen Daseins abhängt, ist mehr … Weiterlesen

Deutsche Mythologie – Seelenglaube und Naturverehrung

Während man früher einseitig glaubte, daß alle heidnische Religion sich aus der Naturbetrachtung entwickelt habe, nimmt man heute oft ebenso einseitig an, daß alles religiöse Denken aus dem Seelenglauben abzuleiten sei. Die Religion hat viele Quellen, und jeder Versuch, alle … Weiterlesen

Deutsche Mythologie – Der Kultus und Götterdienst

Das Christentum schlug den heidnischen Germanen gegenüber ein doppeltes Verfahren ein. Das unduldsame Wort des Bischofs Remigius von Rheims bei der Taufe des Frankenkönigs Chlodoveeh (496): „Beuge dein Haupt in Demut, stolzer Sigamber, und verehre von nun an, was du … Weiterlesen

Zauberei und Hexerei

Die alten Deutschen kannten Zauber mit Tat und Wort; den ersteren verbietet Nr. 10 des Indiculus (de phy-lacteriis et Ugaturis), den zweiten Nr. 12 (de incantationibus). Das Wort Zauber (ahd. zoubar) selbst bedeutet eigentlich „Mennig“, die rote Farbe, mit der … Weiterlesen

Unsere Gesellschaft ist wie die Titanic

Germanenherz Titanic
Vor über 100 Jahren, sank die Titanic. Die Opferzahlen wurden mit etwa 1.500 Toten angegeben, ganz überwiegend Passagiere der sogenannten »3. Klasse«.
Während Männer, Frauen und Kinder im Schiffsrumpf bereits um ihr Leben kämpften, wurde auf Deck noch getanzt und gelacht.
Warum nur drängt sich mir dieses Bild bei unseren jetzigen Zuständen auf?
»Party machen« ist heutzutage angesagt. Je auswegloser die Situation, um so hemmungsloser wird gefeiert und konsumiert. Politikdarsteller und ihre »in der Hose und im Geiste beschnittenen Strippenzieher« glauben, weil die Kapelle noch weiter Tanzmusik spielt, sei alles in bester Ordnung.
Nichts ist in Ordnung! Finanzdesaster, Überfremdung, Korruption und die Auflösung aller staatlichen Ordnungsprinzipien prägen unsere Gegenwart. Dies wird von vielen in unserem Volk von Tag zu Tag mehr erkannt und die Wut »auf die da oben« wächst stetig.
Sollte allerdings bei der »1. Klasse« der Eindruck entstehen, daß ganz bestimmt wieder genügend Rettungsboote für sie bereitstehen, so können wir ihnen versichern, daß die Opfer diesmal nicht überwiegend in der »3. Klasse« zu finden sind. 

Der Deutschenhass

Germanenherz aus dem Buch: Der Deutschenhaß, von Erwin Stransky .pdf.
Bitte am Ende vom Beitrag, die ergänzenden Verlinkungen schauen.
DeutschenhassVorwort

Ob dieses Buch den Weg in die allerbreiteste Öffentlichkeit finden wird, weiß ich nicht. Aber das weiß ich, daß es mir für den Augenblick kaum viele Freunde werben dürfte. Getreu meinem vor Jahresfrist in einem von mir mitherausgegebenen Facharchive entwickelten Programm einer „angewandten”, d. h. auf die Erscheinungen des praktischen, individuellen und sozialen Menschenlebens eingestellten Psychiatrie will ich hier den Versuch wagen, jenes Phänomen, dessen Furchtbarkeit so schwer auf uns allen lastet, das Phänomen des Weltenhasses gegen das Deutschtum, vom Gesichtspunkte nicht etwa der Psychopathologie um ihrer selbst willen, wohl aber psycho-pathologisch geschulter und geschärfter psychologischer Erfahrung und Erkenntnis zu untersuchen. Indes wäre, mag auch der Schwerpunkt im Seelenkundlichen liegen, jede einzig und allein darauf eingestellte Betrachtung notwendigerweise gänzlich einseitig geblieben, sind doch der Quellen, daraus der Deutschenhaß immerzu unerschöpflich gespeist wird, so sehr zahlreiche, daß es nicht ausreichte, eine derselben bloßzulegen. Freilich, sieht man näher zu, dann kommt man darauf, daß letzten Endes alle die Quellwässer irgendwie mit dem unterirdischen Röhrensystem seelischer Regungen, oft unterbewußter Regungen korrespondieren. Und gerade diese Grenzbeziehungen weisen dem Psychiater, der, den Blick auf des praktischen Lebens Belange gerichtet, sich von dem Fehler freihält, sie einseitig pathologisch zu werten, die Aufgabe, sich an die Lösung dieses Fragenkomplexes heranzumachen, die hinwiederum ohne Kenntnis solcher Elemente, die nur dem Psychiater vertraut sind, kaum möglich erscheint.

Wird schon diese Feststellung nicht allenthalben ohne Widerspruch hingenommen werden, so ist der meritorische Inhalt dieses Buches ganz gewiß von einer Beschaffenheit, daß man von mir alsbald wird sagen können, ich hätte es „niemandem recht gemacht”. Mein Leitstern war vor allem, auszusprechen, was meiner innersten Überzeugung nach ist, wie es einem Arbeiter im Reiche wissenschaftlicher Erkenntnis vor allem geziemt; aber ich würde diesem Leitstern nicht in solchem Maße gefolgt sein, wenn mich nicht das Gefühl beherrschte, daß, was ich geschrieben, auch zu Nutz und Frommen des deutschen Volkes sei, des Volkes, dem ich zwar nicht durch mein Blut, umso t inniger aber mit allen Fasern meines Herzens und mit allen lebendigen Sinnen zugehöre, heute, wenn da überhaupt eine Steigerung noch möglich wäre, inniger, denn je. Gerade aber, weil dem so ist, schien es mir bitter schwere Pflicht, eindringlicher, denn vor Jahren schon in früheren1), hiezu Gelegenheit bietenden Abhandlungen auf manche schwere Mängel hinzuweisen, die der deutschen Außenseele anhaften, Mängel, die das lautere Edelmetall der deutschen Innenseele arg verunzieren. Gerade aber, weil es nur Mängel der Außenseele sind, glaube ich fest daran, daß sie zu tilgen sein werden, sofern man nur den Mut hat, beherzt zuzupacken. Zuvörderst aber galt es, sie als solche aufzuzeigen, und umso dringender mußte dies geschehen, als diese Mängel und mannigfach darin wurzelnde Strebungen mit die schwerwiegendsten Grundursachen unseres Unglücks geworden sind.

Die vielen aber von rechts wie von links, welche in diesen Mängeln Vorzüge des deutschen Wesens, in diesen Strebungen Belange deutscher Weltgeltung erblicken möchten, werden Zeter und Mordio schreien und mich bitter schelten. Nicht geringer freilich wird der Furor jener Leser dieses Buches sein, die im Lager der offenen und geheimen Feinde des deutschen Volkes stehen, denn denen bleibe ich schon gar nichts schuldig. Ich glaube allerdings kaum, daß gerade dieses Buch den Bann des Totschweigens brechen wird, den unsere Feinde über alle deutsche Geistesarbeit zu verhängen gesonnen sind; doch wenn es ihn brechen sollte, wird die Reaktion schwerlich etwas anderes als ein Wutgeheul sein, wo nicht gar noch Schlimmeres; immerhin, in angelsächsischen Landen und vielleicht sogar bei unseren italienischen Nachbarn mag es vielleicht den einen und den anderen geben, der, wenn er dies Buch gelesen haben wird, ein wenig nachdenklich werden dürfte; vielleicht sogar, daß manoher Franzose und mancher Slawe sachlich genug denken wird, um Hohn und Zorn zu zügeln und zu prüfen, ehe er sich zum Anathem hinreißen läßt; so bitter die Gefühle in jeder deutschen Brust gerade gegen diese Nachbarvölker sind und sein müssen, so redlich war ich bemüht, auch ihnen gerecht zu werden, soweit das Thema dieser Arbeit dazu Gelegenheit bot.

Am Ende noch eines: selber ein deutscher Hochschullehrer und stolz darauf, ein solcher zu sein, bin ich gerade bezüglich der Schulmeisterei und Musterschülerei als eines seelischen Momentes im deutschen Volkscharakter zu recht traurigen Feststellungen gelangt. Leicht möglich, daß mir auch und gerade dieses übel vermerkt werden wird; ich tröste mich damit, daß Tieferblickende klar die Grenzen erkennen werden, innerhalb welcher ich den Segen deutschen Schulmeisterwirkens erkenne und ausdrücklich anerkenne. Die Grenzen: denn darauf eben kommt es an! In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister ….

Den Ertrag dieses Buches möchte ich am liebsten einer „Gesellschaft zum Abbaue des Deutschenhasses” widmen, sollte sich eine solche innerhalb von sechs Monaten nach seinem Erscheinen irgendwo bilden und es mir bekannt werden. Andernfalls wird er unmittelbar Zwecken unseres nationalen Wiederaufbaues zugeführt.

Wien, im Juni 1919.
Erwin Stransky.

Zur Einleitung

Der kategorische Imperativ unerschütterlicher Pflichterfüllung, der eines nur kennt: der Wahrheitserforschung zu dienen, war, ist und bleibt der Grundsatz deutscher Wissenschaft und ihrer Männer auch in dieser bitteren Leidenszeit des deutschen Volkes; mag unser Herz zusammenkrampfen ob der grausamen Prüfung, die das Schicksal unserem über alles teuren Vaterlande, unserem über alles geliebten Volke nun aufs neue wie so oft schon in den zwei Jahrtausenden seines geschichtlichen Seins auferlegt hat, unser Sinn steht aufrecht in der Zeiten Not, unser Blick bleibt unbeirrt zugewendet dem Leitstern, dem unsere Edelsten und Besten gefolgt sind: der Erkenntnis! In ihr wollen wir Trost suchen in unserem Unglück, aus ihr Hoffnung schöpfen auf eine dereinst bessere Zukunft.

Im Angesichte der Scherben und Trümmer unseres Glücks drängt sich uns allen die Frage auf: wie konnte es so kommen? Eine Frage, die gebieterisch nach einer Antwort heischt! Mag man nun aber dies Problem anfassen, wie und wo man will, immer wieder wächst zu grauenhafter Riesengröße vor unseren forschenden Blicken ein Gespenst, jedem Versuche kühler Abwägung der Tatsachen*den Weg sperrend: es ist der Weltenhaß gegen das Deutschtum.

Drum gilt es zuerst an das Problem heranzutreten, das unserer Zeiten Sphinx quer über den Weg zur Lösung des tragischen Rätsels gelegt hat: an das Problem des Deutschenhasses. Seiner Lösung näherzukommen, ist Sinn und Zweck dieses Buches.

Soll nun aber diese Aufgabe erfüllt werden, dann wird es sich als notwendig erweisen, die Arbeit auf mehrfacher Grundlage in Angriff zu nehmen; nicht also nur einer Seite des Fragenknäuels sein Augenmerk zuzuwenden; denn ein Knäuel ist es in Wahrheit, kein einfaches Ding, und die Wurzeln seines Filzwerkes greifen tief, greifen aber auch sehr weit voneinander aus. Darum gilt es, die Entwirrung von verschiedenen Seiten her zu versuchen.

Die geographischen Gründe des Deutschenhasses

Von Völkern gilt wie von den Einzelnmenschen, daß die Verhältniszahl der Sympathien und Antipathien, die sie bei der Umwelt genießen, vor allen Dingen abhängt von der Ausdehnung der Reibungsgrenzen zwischen ihrem eigenen und dem Interessenkreise der anderen. Umfang und Gestaltung dieser Grenzen sind aber zunächst abhängig von den geographischen Grenzbeziehungen eines Volkes zu den anderen Nationen.

Wenn von den großen Völkern Europas Franzosen und Italiener verhältnismäßig wenig mit „Erbfeindschaften” belastet sind, ja wenn sie — von einzelnen, am Ende niemals restlos vermeidbaren politischen und wirtschaftlichen Gegensätzlichkeiten abgesehen — sogar ein gewisses Erbkapital allgemeiner Beliebtheit ihr Eigen nennen dürfen: dann danken sie dies vor allem der glücklichen natürlichen Begrenzung ihrer Siedlungsgebiete. Italiens Landgrenzen, ohnehin verhältnismäßig wenig ausgedehnt, sind gegen Westen und Norden hin natürliche, und nur auf kleiner Strecke gibt es kritischere Berührungszonen mit Deutschen und mit Südslawen und auch da, außer im Etschtale, fast nur mit vorgeschobenen Außensiedlern dieser Völker; auch Frankreich erfreut sich einer schützenden natürlichen Umwallung des größten Teiles seiner Landgrenzen, und wäre nicht sein historischer Drang zum Rhein, es gäbe so wenig eine deutsch-französische „Erbfeindschaft” wie es eine französisch-spanische oder französisch-italienische gibt; freilich, Alpen und Pyrenäen sind höher und sind schwerer passierbar als die Vogesen.

Umgekehrt ist Deutschlands Geburtsfehler, der jeder Verbesserung spottet, eine geographische Lage, deren Umrisse, abgesehen von der Ungunst der Mittelstellung an und für sich, wohl die denkbar unglücklichsten sind^, die je einem großen Volke von Natur aus zuteil wurden.

Zunächst ist im Verhältnisse zum Gesamtumfange der Grenze die Küstenentwicklüng Deutschlands eine Verhältnismäßig bescheidene; dazu sind es ausschließlich flache Binnenmeerküsten, über die Deutschland verfügt, so daß sie im Grande keine Gewähr bieten gegen die fast unmittelbare Berührung mit anderen Anwohnern dieser Meere. Die Landgrenzen des deutschen Siedlungsgebietes aber sind fast nirgendwo natürlich gegebene; bloß auf einem schmalen Striche im Südwesten würden die Vogesen den Ansatz zu solch einer natürlichen Grenze dar-stellen, sofern ein grausames geschichtliches Geschick es gerade eben nicht wieder anders gefügt hätte . . . Ganz besonders unglückselig aber muß die Gestaltung der Ostgrenze des deutschen Landes genannt werden: mehr als das, man muß da schon von einer geradezu abenteuerlichen Üiimöglichkeit ihres Verlaufes sprechen! Vom Kurischen Haff im Norden bis zum Eintritte der Drau ins Südslawenroich zieht sich die Sprachgrenze, nirgends durch höhere Bergzüge oder größere Flußläufe bezeichnet. überdies in den unglaublichsten Mäanderwindungen bald weit nach Osten ausspringend, wie in Ostpreußen, Oberschlesien und in dem an Niederösterreich grenzenden, in die ungarische Tiefebene sich verlierenden Heinzenlande, bald wieder ungeheuer weit nach Westen sich zurückziehend, wie im Posenschen, wo sie der deutschen Reichshauptstadt bedrohlich nahekommt, in Böhmen, wo sie fast an den Herzpunkt des gesamten deutschen Siedlungsbereiches zurückverlegt ist, und zuletzt noch im Süden, wo sie bis an die deutsch-italienische Sprachgrenze einspringt. Wir sehen hier ein Sichverfilzon, Sichverzahnen, Sichverbeißen des deutschen Volkes mit sechs anderen Völkern, wie es seinesgleichen sonst nirgends in der Welt hat, so daß man sagen darf, es müsse schon das rein natürliche Wachstum des deutschen Volkes auf der einen und jedes dieser sechs östlichen Grenzvölker auf der anderen Seite notwendigerweise zu Reibungen mit ihnen führen.

Bringt also schon die Mittellage des deutschen Volkes in Europa und die geradezu einzig schlechte und uugünstige Gestaltung seiner Grenzen, bringt die durch alles das bediugte besonders große Zahl und besondere Lagerung seiner Nachbarvölker es mit sich, daß dom deutschen Volke schon aus der schlichten Tatsache seines bloßen Seins und natürlichen Wachsens Reibungen und damit Gegnerschaften erwachsen müssen: so wurde und wird nun zu alledem noch dieses Mißgeschick beträchtlich erhöht durch die aus der uralten germanischen Wanderlust geborene Noigung des deutschen Volkes, in aller Welt, weitab vom heimatlichen Mutterboden, Pflanzstätten deutschen Volkstums zu gründen oder sich von eigenen und fremden Machthabern in deren Interesse zur Gründung solcher verlocken zu lassen; ungezählte davon sind im fremdvölkischen Meere versunken, und gleichwohl sind so viele geblieben, daß man sagen kann, es gäbe außer Griechen und Juden kein Volk auf dieser Welt, das solch eine Diaspora sein Eigen nennen könnte, wie eben gerade das deutsche, keines, das solch einen Archipel von Sprachinseln aus eigenem Blute über die ganze Welt hin verstreut hätte. Was Wunder aber, wenn auch daraus dem Deutschtum ungezählte Weiterungen und wenn ihm darob weit über das natürliche Maß hinaus Gegnerschaften erwachsen sind! Gegnerschaften, die freilich dank der deutschen Art, die so besonders ist im Guten wie im Schlimmen, zu oft nur zu furchtbarer Bitterkeit sich auftürmten! Fast wird man auch in dem Belange erinnert an das Schicksal der Griechen und der Juden, deuen kaum irgendwo Liebe blüht im Kreise der anderen Nationen dieser Erde; mag auch die Seele jener Völker sonst in anderen Rhythmen schwingen als die deutsche.

Vergessen wir schließlich auch nicht der Fruchtbarkeit und des Bodenreichtums gerade gewisser Grenzgebiete deutscher Siedlung, daran sich Neid und Begehrlichkeit der Nachbarn entzündeten: Wein, Kali, Kohle, Erze im Rheinland und in Elsaß-Lothringen; Holz in Südtirol; Mineralschätze und anderer Bodenreichtum in Südkärnten, Südsteiermark, im Heinzenlande, in Deutschböhmen und im ganzen deutschen Ost- und Nordostgebiete; der Ausmündung der wichtigsten Ströme Europas gerade im Bereiche der an und für sich an Binnenmeeren sich erstreckenden deutschen Küsten; des Industrie- und Gewerbs-reichtums vieler der Grenzgebiete (Rheinlande, Elsaß-Lothringen, Deutschböhmen, Oberschlesien); endlich und nicht zuletzt ihrer vielbesungenen Schönheit, es seien nun die Alpen oder die Waterkant, die Rheingefilde oder die Waldeinsamkeiten des Ostens.

So bedingt also schon die Lage seiner Wohnsitze und die Beschaffenheit ihrer Grenzen, daß das deutsche Volk ein Schicksal zu tragen hat wie kein anderes großes Volk auf dieser Welt, daß schon sein bloßes Sein anderen Völkern zum mindesten Unbequemlichkeit bereitet. Fast möchte man’s ein Wunder nennen, daß gleichwohl unserem Volke eine Gegenwart und eine Zukunft beschieden ist! Und doch ist es kein Wunder, lebt doch im Instinkte selbst unserer bittersten Feinde das Bewußtsein von der Unzerstörbarkeit nicht nur, nein auch von der Unersetzbarkeit des deutschen Volkes für die ganze Menschheit!

Ethnographisch-anthropologische und kulturelle Beweggründe im Deutschenhaß

Wenn die zentrale und dabei noch darüber hinaus so außerordentlich ungünstige, unausgesetzte Reibung nährende Siedlungslage des deutschen Volkes sozusagen „den Urgrund dafür abgibt, daß sein natürliches Sein und Wachstum ihm Widerstände an allen Ecken und Enden fühlbar werden lassen muß, und wenn, wie wir gesehen haben, zu alledem gerade der Anblick der blühenden deutschen Grenzlande wie geschaffen ist, den Nachbarn „lange Augen” zu machen, wenn dergestalt‘ ihre uns ungünstige gegnerische Grundstimmung jeden Tag, jede Stunde aufs neue und durch neuen Brennstoff angefacht wird in einem Maße und in einer Vielfältigkeit, darunter sonst keine Nation zu leiden hat: so war und ist es erst recht die Eigenart des anthropologischen und ethnographischen Aufbaues der deutschen Nation und ihrer aufs Innigste darin wurzelnden besonderen Kultur, die — in tragischem Gegensätze und Mißverhältnisse zu ihrem unvergleichlichen Edelgehalte und zu ihrem unvergänglichen Menschheitswerte — die Ungunst der Nachbarn und in weiterer Folge der öffentlichen Weltmeinung überhaupt aufreizen und in die Höhe wachsen lassen mußte.

Zwei Tatsachen kennzeichnen die anthropologische Struktur der deutschen Nation: erstlich die übrigens zweifellos an sich schon auf eine primitive, unterworfene Urrasse aufgepfropfte nordisch-germanische Grundlage, zweitens aber die zum Teil außerordentlich starke Kreuzung mit andersartigem Blute, und zwar gerade an den Grenzen deutscher Siedlung mit jenem der Nachbarvölker bis zu einem Grade, daß vielfach in der Tat von einer Aufsaugung (Germanisation) breiterer Schichten derselben gesprochen werden darf. So ist im ganzen Osten auf breite Landgebiete hin slawisches Blut in reichlichen Mengen aufgenommen worden, indes in Süd und West der keltische Einschlag ebenso unverkennbar sich kundtut, da wie dort die Nachbarschaftsbeziehungen verratend.

Nun sind ja freilich die Nationen der Gegenwart, und in erster Reihe die großen, samt und sonders Mischvölker. Allein die Mischung ist dort — kleinere Einschlußgebiete vielleicht ausgenommen — doch entweder eine das Volksganze durchdringende, nach geographischer Lageverschiedenheit kaum unterschiedene gleichmäßige Legierung, wie im eigentlichen England, oder aber es besteht doch keine so sehr eindeutige rassenmäßige Konvergenz der Einzelstämme zu den jeweiligen Grenznachbarn; so ist im italienischen Norden neben dem germanischen auch der keltische Einschlag so sehr mächtig, daß von dem ersteren heute kaum Spuren zu merken sind, während er anderseits auch in der Mitte und selbst im Rassenchaos des Südens nicht fehlt; ähnlich in Frankreich: dort ist nur im äußersten Norden auf eine schmale Strecke hin die Rasse die nämliche wie im benachbarten belgischen Flandern; sonst aber tritt der germanische Einschlag, der im französischen Volke sicherlich vorhanden ist, gerade im Norden Frankreichs, dort, wo die Grenze gegen deutsches Land läuft, vielleicht eher weniger zutage als in manchen Gegenden des Westens und des provenzalischen Südens. Anderseits stößt wiederum der Deutsche des Ostens, während er selber gerade dort slawisch gemischtes Blut in sich hat, unmittelbar meist auf reine Slawen oder Ungarn; denn wenn auch zumal Tschechen und Madjaren mit Strömen deutschen Blutes ihren Volkskörper genährt haben, so liegen doch die Gebiete, wo diese Mischung stärker hindurchschlägt, meist weiterab gerade von der Sprachgrenze, was wohl wieder eben daher kommt, daß das deutsche Blut von je weithin und wahllos über fremde Lande sich zu verspritzen die Neigung hatte und namentlich in größeren Städten sich verdichtete, wo es, fern von der Grenze geschlossenen deutschen Siedlungslandes, in fremder Umgebung unfehlbar der Aufsaugung und Einschmelzung verfallen war, dem eigenen Volke aber verloren ging.

Es kommt dazu, daß von je Angleichung und Angleichung zweierlei waren, je nachdem, ob der Deutsche fremdes oder ob der Fremde deutsches Blut in seinen Kreislauf aufnahm; stets fast ließ fremdes Blut im deutschen Körper, in der deutschen Seele, seltener aber, weit seltener deutsches Blut in Leib und Seele fremden Volkes dauerndes Zeugnis zurück! Sicherlich, zu einem großen Teile sind die Ursachen körperlicher, physiologischer Natur, sie liegen wohl an der geringeren Vitalität und Durchschlagskraft nordisch-germanischer Keimanlage gegenüber jeder anderen, wie sie von Gobineau an fast alle Rassenbiologen verzeichnet haben; zu einem anderen, nicht ganz geringen Teile aber liegen die Ursachen in psychologischen Eigenheiten der deutschen Seele, in der verhängnisvollen Neigung des deutschen Menschen zur „Eigenidolatrie”, davon wir noch an späterer Stelle sprechen werden; einer Neigung, die ihn nur zu oft vom eigenen Volkstum abtrünnig werden läßt.

Diese Tatsachen wirkten aus zwei ganz verschiedenen Gründen nachteilig auf die Gefühlsrichtung der Nachbarvölker gegenüber dem deutschen Volke ein: ob ihrer Ursachen und ob ihrer Folgen.

Daß sie ihrer Ursachen wegen so wirken mußten, ist gewiß nicht unverständlich. Die Aufsaugung großer Massen slawischen Blutes leitet sich her von dem für die Vorfahren des heutigen Deutschland erfolgreich ausgegangenen, bald friedlichen, bald blutigen jahrhundertelangen Ringen um den schon einstmals germanisch gewesenen, dann aber für lange Zeit an die Slawen verloren gegangenen und mühsam erst wieder eingedeutschten Osten unseres großen Vaterlandes. Hätte sich diese Eindeutschung geradlinig, konzentrisch und kontinuierlich entwickelt, sie hätte eine wesentliche „Frontverkürzung” der deutschen Volksgrenzen im Osten bewirkt! Allein, die geschichtliche Entwicklung im Verein mit gewissen psychologischen Momenten — wir werden davon ja noch sprechen — hat es mit sich gebracht, daß, abgesehen von dem kleinen, nicht in die Wagschale fallenden wendischen Binnensee in der Lausitz, drei große Buchten dieses frühmittelalterlichen slawischen Meeres bis in die Gegenwart stehen blieben und nicht wieder ein-gepoldert werden konnten: die nordwestpolnische, die tschecho-slawische und die slowenische. In diesen drei Völkern lebt daher, teils bewußt, teils in unterbewußten seelischen Engrammen die Erinnerung an die einstige vielhundertjährige Kampfzeit zwischen Deutschen und Slawen nach und empfängt durch die steten Reibungen an den Sprachgrenzen täglich neue Nahrung, wächst zur nie auslöschlichen Erbfeindschaft. Und in der Tat, zu welcher Wucht die Brandung des Deutschenhasses gerade in diesen einstmals fast versandet erschienenen Meeresarmen sich zu erheben vermocht hat, haben uns die letzten Jahrzehnte deutschen Lebens mit erschreckender Deutlichkeit dargetan! Woge auf Woge donnerte gegen das Ufer deutschen Kulturbesitzes, seine Ränder Stunde um Stunde aufs schwerste gefährdend, ja bald hier, bald dort unter sich begrabend . . . Aber es waren halb bewußte, halb unterbewußte geschichtliche Erinnerungen, aus denen diese slawische Verschlingungswut einen Titel moralischer Rechtfertigung für dieses ibr zerstörendes Wirken herleiten mochte, einen klingenden, dem Ohre der demokratischen Welt volltönenden Titel, den Titel der „Desannexion”; freilich mag geradeso auch die Springflut „desannektieren”, wenn sie mühsam gewonnenes und kultiviertes Deich- und Marschland unter sich begräbt; war’s doch einstmals dem Meere abgerungen worden . . . Aber selbst im Westen und im Süden war zu Ausgang des Altertums und im Beginne des Mittelalters einstmals rätischer oder keltischer, teilweise latinisierter Boden deutschem Wesen gewonnen worden; auch davon lebt manche Erinnerung bei unseren westlichen und südlichen Nachbarn. Noch wesentlicher jedoch ist in diesen Belangen, daß eine lange Gemeinschaft der Geschichte Deutschlands, Italiens und Frankreichs während der Frühzeit des Mittelalters, der nachher erst, hier früher, dort später die politische Trennung nachgefolgt ist, ein vielfaches Hin- und Herfließen der nationalen wie der staatlichen Grenzen mit sich gebracht hat, davon sich immer neue Streitigkeiten nährten; zumal zwischen Deutschen und Franzosen, einst Brudervölkern unter dem Zepter des germanischen Heerkönigs Karls des Großen, war solchen Streites seit Jahrhunderten kein Ende, und es bildeten sich infolge des ewigen Hin und Her, von Flandern bis an die Schweizer Grenze, ganze Lande einer Mittel- und Doppelkultur, deren zwiespältige Zwitterhaftigkeit dem Hader bis heutigentags stets neuen Anreiz lieferte.

Nicht minder aber mußten die Folgen dieser so gekennzeichneten Verteilung der Blutmischung „innerhalb des deutschen Volkskörpers dazu führen, die Reibungen und damit die Abneigungen gegen das deutsche Volk bei den Nachbarn zu verstärken. Gewiß ist es nicht bloß ein Nachteil, sondern im höheren Sinne sogar eher ein Vorzug deutschen Wesens, daß das lautere, aber zu weiche und darum nicht prägbare nordische Edelmetall mit anderen, ihm nicht allzuferne stehenden Rassenelementen zu einer glücklichen Legierung verschmolzen ist, der es — vielleicht auch anthropologisch — eine erhöhte Lebens- und Widerstandskraft im Kampfe der Keimanlagen verdankt. Allein aus dem Gesichtswinkel der Grenzbeziehnngen zu den Nachbarvölkern brachte die geographische Verteilung der Mischungen eben ihre besonderen Gefahren. Wäre etwa der Osten keltisch, der Westen oder die Mitte slawisch durchmischt, würden also -weder Keltoromanen noch Slawen in den ihnen zugewendeten Randländern deutscher Siedlung verwandte Züge entdecken können, ihre Begehrlichkeit würde angesichts des Fehlens solcher Spuren minder lebendig sein, zöge nicht tagtäglich aus den Eindrücken aller Sinne neue Nahrung. Wie aber die Dinge einmal liegen, brachte und bringt es die Einschmelzung größerer Massen solchen Blutes, das den Nachbarn verwandt war, gerade an deren Grenzen mit sich, daß der Kelte, wenn er von Westen, wie der Slawe, wenn er von Osten her deutschen Boden betritt, auf Schritt und Tritt Ähnlichkeiten entdeckt: nicht nur Orts- und Flurnamen, nein, auch die Menschen und ihr Schlag, ihre Trachten und ihre Sitten, vielfach selbst Anklänge der Sprache und der Sprechmelodie erinnern ihn an die Spuren eigenen Blutes, die im deutschen Volkskörper kreisen. Und so kommt es, zumal dank dem frischfröhlichen Chauvinismus gerade unserer kelto-romanischen und slawischen Nachbarn, der uns später noch beschäftigen wird, daß der Gedanke an die ganze Art der ihnen zugewendeten Grenzgebiete deutscher Siedlung in ihnen nur zu leicht Revindikationsgelüste aufflammen läßt, die sich in vielen Köpfen, Jahrhunderte, ja ein Jahrtausend der Geschichte und Kulturgeschichte in tollen Kapriolen überschlagend, zur überwertigen Idee, zum Desannexionswahnsinn verdichten. Beispiele bietet uns die bittere Gegenwart in Fülle: den Ansprüchen der Franzosen auf das linke Rheinufer sekundiert das polnische Begehren nach Danzig, Bromberg und Oberschlesien, das tschechische nach Deutschböhmen, dem Sudetenlande und der Lausitz, das südslawische nach der Untersteiermark und Südkärnten, das italienische nach unserem Südtirol. Wie aber der Verfolgungswahnsinnige zum Verfolger derjenigen wird, die ihm im Namen der Vernunft sinnlose und ungerechte Übergriffe wehren — gerade die französische Psychiatrie spricht ja recht treffend von der Figur des „persecute persecuteur” —, so entfacht es nur die Wut unserer Anrainer, wenn wir jahrtausendealtes, in harter Arbeit unserer Kultur erschlossenes und gewonnenes Land, wenn wir Millionen, seit Jahrtausendfrist trotz fremden Bluteinschlages zu uns gehörender, mit uns fühlender Volksgenossen ihren überwertigen Ideen nicht zum Opfer bringen wollen; ohne aber daß die meisten von ihnen ahnten, welches Unrecht sie damit uns antun! Cet animal est tres mechant, quand on l’attaque, il se defend … So klingt es wohl im tiefsten Innern unserer zahlreichen Grenznachbarn! Eine neue Quelle ihres Hasses gegen uns ist hiemit aufgeschlossen!

War es nun auf der einen Seite die Rassenmischung in ihrer Eigenart, die zu einer der Quellen des dem deutschen Volke entgegenschlagenden Hasses ward: so lieferte ihm hinwiederum die nordisch-germanische Grundlage der anthropologischen Zusammensetzung ihrerseits nicht weniger an bestimmten Elementen! Wo immer nämlich die germanische Rasse in der Geschichte auftritt, allenthalben ist es als Herren- und Erobererrasse; Normannen, Waräger, Angelsachsen, Deutsche, überall ist es das gleiche! Herrenmenschen, Herrenrassen werden aber, ihrem inneren Edelgehalte in menschlichen und kulturschöpferischen Belangen zu Trotz, nirgends und niemals geliebt, nur gefürchtet werden sie, solange sie Furcht einflößen! Wo aber der bleiernen Furcht sich auch nur eine leise Spur von Hoffnung beimengt, es könnte je gelingen, von der Herrenfaust sich zu lösen, dort wandelt sie sich zu loderndem Haß gegen den „Unterdrücker”! Und nun bedenke man, wie — zum Unterschiede von seinen angelsächsischen Vettern — infolge aller der aus seiner Lage Ungunst sich ergebenden zahlreichen Reibungen, denen er von je ausgesetzt war und ist, und infolge seiner unglückseligen Geschichte, die wir noch würdigen werden, gerade der Deutsche selbst stets erneut die Hoffnung, seine Überlegenheit zuschanden werden zu sehen, bei den Nachbarn anreizen mußte! Nimmt man hinzu, daß manche Züge seiner „Herrennatur” diese Nachbarn zuweilen auch unnötig herausgefordert und deren Rachegfühl geradezu aufgepeitscht haben, so wird man unschwer erkennen, wie da ein Vorzug des Wesens wieder zum Verhängnis werden mußte.

Die ethnographischen Eigentümlichkeiten des deutschen Volkes waren nun aber über diese bisher gewürdigten Momente hinaus noch aus gewichtigen Gründen anderer Art nur zu sehr geeignet, die Gefühlseinstellung der Nachbarn und in weiterer Folge der ganzen Welt letzten Endes in der Richtung des Hasses konvergieren zu lassen. Schon in der germanischen Art als solcher liegt eine starke Neigung zum Individualismus begründet, wie männiglich bekannt; wir werden auf dieses Thema noch zurückkommen müssen. Hier zunächst soviel, daß jenem nicht zuletzt die in manchen Zeiten deutscher Geschichtsentwicklung fast beängstigende Zersplitterung und Uneinigkeit der Nation zu danken ist. Nun, dies ist schließlich etwas allgemein Germanisches und hat auch unter anderen germanischen Völkern zuweilen ganz ähnliche Erscheinungen gezeitigt. Allein, beim deutschen Volke hat die Eigenart der Rassenmischung die Auswirkungen des Individualismus noch darüber hinaus geradezu verstärkt: zu den rein germanischen Stammeseigentümlichkeiten kommen nämlich nun noch, nicht ausgleichend, sondern, da untereinander verschiedenen Einschlägen entsprechend, die Unterschiede noch verstärkend die fremden Blutzuflüsse und die darum nicht bloß dialektischen Stammesunterschiede unter den Deutschen. Rathenau hat mit Recht — wenn auch vielleicht dem Maße nach fehlgreifend — einem ähnlichen Gedanken Ausdruck geliehen, hat davon gesprochen, wie im deutschen Volke von heute Elemente fremdartiger seelischer Herkunft mit jenen der germanischen Grundanlag.e sonderbar sich gemengt hätten, zu ganz bestimmten, scharf gekennzeichneten, seelischen Strebungsrichtungen ; und diese resultierenden Strebungsrichtungen sind naturgemäß im einzelnen verschieden, sind etwas andere im keltisch gemengten Westen denn im Südosten, wo einiges südslawische Blut im deutschen Volkskörper kreist, im Südwesten, wo rätische und alpine Rasseneinschläge nicht zu verkennen sind, im Nordosten, wo der nordslawische und litauische Blutzufluß starke Spuren hinterlassen hat, und schließlich in der Mitte und im Nordwesten, wo das germanische Blut sich am reinsten erhielt. So kam es zu mundartlichen Verschiedenheiten, aber auch zu Verschiedenheiten in Sitte und Brauch, zu Verschiedenheiten in der gesellschaftlichen und staatlichen Fühlsund Denkweise — letztere sicherlich zum nicht geringen Teile anthropologisch begründet —, wie in solcher Mannigfaltigkeit bei keinem anderen Volke, welches dennoch, wie das deutsche, der Wesenheit nach ein einiges, einheitliches, untrennbares, gemeinsam fühlendes Volk geblieben ist. Alle diese Umstände, verstärkt freilich noch durch andere, später zu würdigende Momente, haben in der Geschichte des deutschen Volkes ihren Niederschlag zurückgelassen. An dieser Stelle aber muß vor allen Dingen darauf hingewiesen werden, wie sehr gerade eben diese Zersplitterung und Zerklüftung und überreiche Gliederung des deutschen Volkes seine Nachbarn immer wieder dazu verleiten mußte, an seiner völkischen Einheit zu zweifeln, seine Uneinigkeit aber, von Cäsar bis auf Clemenceau, in ihre Berechnungen einzubeziehen; wie sehr jedoch diese Hoffnungen, allem oft gleißenden Schein zu Trotz, letzten Endes immer wieder im entscheidenden Momente an dem Felsen deutscher Einheit Schiffbruch litten. Eben aber diese stets von neuem sich wiederholende Enttäuschung seiner Feinde wurde gerade infolge der Umstände, die dazu führten, zu einer neuen Quelle bitteren Zornes und Hasses gegen das deutsche Volk. Wäre es stets und bis ins kleinste national einig gewesen, hätte • es einen ernstlichen Partikularismus nie in sich aufkommen lassen, es stünde geachteter und beliebter da im Kreise der Völker!

Aber weiter! Die ethnographische Eigenart des deutschen Volkes hat auch in dem Gebiete der Alltagspsychologie unzweifelhaft ihre Züge eingezeichnet; und diese Züge wurden auch ihrerseits zu Quellen des Deutschenhasses. Wir werden allerdings auf diese Dinge noch später und gerade an späterer Stelle besonders eingehen; allein zum Teil gehört ihre Erörterung doch schon hieher, denn es handelt sich um solche psychologische Eigentümlichkeiten, die vor allem auf die ethnographische Grundlage des deutschen Volkes zurückzuführen sind. Zunächst beruht unzweifelhaft auf dem germanischen Grundelement der deutschen Rassenlegierung jener psychologische Zug im deutschen Wesen, den man die Neigung zum „Herrenmenschentum” nennen könnte; namentlich im deutschen Norden und vornehmlich in dessen gesellschaftlichen Oberschichten ist diese Herrenart bekanntlich ein besonders hervorstechender Zug, und zwar keineswegs nur bei der Schicht der „Junker”, sondern auch in Kreisen und Klassen, die politisch und sozial recht weit nach links hin orientiert sind. Es kommtnun aber dazu, daß diese Herrenart dem Deutschen aus einem bestimmten Grunde, und zwar gerade in dem während der letzten Jahrzehnte im Besitze der politischen Führung gewesenen Nordosten nicht mit solcher Selbstverständlichkeit und darum nicht mit derartiger Selbstsicherheit anhaftet wie etwa dem Angelsachsen, Holländer oder Skandinavier: es beruht dies auf der Tatsache, daß namentlich im Nordosten Deutschlands das rein germanische Element durch Jahrhunderte gegenüber den unterworfenen, wenn auch später eingedeutschten slawischen oder halbslawischen Elementen die soziale Oberschicht dargestellt hat und daß sich diese Tradition, wenngleich umgestaltet, weil hier das nationale Moment infolge der im Laufe der Zeit erfolgten rassenmäßigen Ausgleichung aller Schichten nicht einmal mehr im Unterbewußtsein eine Rolle spielt, im sozialen Alltagsleben bis auf den heutigen Tag doch noch sehr lebendig erhalten hat; die Folge davon war wiederum bis in die jüngste Gegenwart hinein eine im Leben des Alltags zutage tretende, fast geflissentlich-ängstliche, bis ins kleinste hinein und bis in die kleinsten Differenzierungen zwischen den Menschen hinein reichende Hervorkehrung gesellschaftlicher Gegensätzlichkeit; und dies bedingt wiederum, daß das „Herrenmäßige” im deutschen Menschen nicht mit jener eleganten Selbstverständlichkeit zum Vorschein kommt wie bei Angehörigen anderer reinrassiger oder anders gemischter germanischer Völker, sondern mit einer gewissen geflissentlichen Betonung auch im Alltagsleben gewohnheitsmäßig hervorgekehrt zu werden pflegt. Nun ist es aber für die meisten Menschen bekanntlich schwer, ihre häuslichen Gewohnheiten im Verkehre mit Fremden gänzlich zu verleugnen; wo aber solch ein Versuch unternommen wird, dort entsteht, zumal das Gelingen in der Regel ja doch nur ein halbes ist, nur zu oft der Eindruck einer gewissen Künstlichkeit und Gezwungenheit; beides aber ist in gleicherweise der Erwerbung von Sympathien seitens anderer Volksindividualitäten abträglich. Und wo nun gar solche Eigenschaften in jeder nur erdenklichen Konstellation gerade auch auf politischem Gebiet schroff zutage treten, dort muß die Antipathie naturnotwendigerweise in Haß Umschlägen. Wir werden in einem späteren Kapitel übrigens noch dartun, welche besonderen seelischen Eigentümlichkeiten, welche besonderen Unausgeglichenheiten der deutschen Seele überhaupt, vor allem der noddeutschen Seele, alle diese Dinge noch mit besonderer Schärfe hervortreten ließen und so diese Quelle des Deutschenhasses vertieften.

Aber nicht minder sind es die nicht-germanischen Elemente im Deutschtum, deren Legierung mit dem germanischen Elemente neben ihren großen Vorteilen auch seelische Nachteile im Gefolge hatte. Zunächst wTar es natürlich ein Produkt der eben ge-sehilderten Verhältnisse, daß als deren Kehrseite in den unteren Schichten zumal im Nordosten eine gewisse Neigung zur Unterwürfigkeit gezüchtet wurde, die im Preußentume, in einem gewissen Gegensätze zu Österreich und Süddeutschland, wo sie anderer Herkunft ist und gemütlichere Außenformen zeigt, überdies gepaart mit einer gewissen militärischen Schärfe zutage trat; wiederum wurde diese Eigenschaft in breiten Volkskreisen so sehr zweite Natur, daß sie sich auch im Verkehr mit Nichtdeutschen offenbarte und offenbart, natürlich nichts weniger denn geeignet, dem deutschen Volke Zuneigungen zu werben. Geradezu intensive Abneigung aber mußte die Mischung von Bedientenhaftigkeit mit Anläufen zum Kopieren des „Herrenmäßigen” erwecken, wie man sie als eine Art von „Mimikry” bei den unteren und mittleren Klassen nicht ganz selten findet; und es hat dieses ohnehin gegebene seelische Mißverhältnis neue Nahrung empfangen durch andere Eigentümlichkeiten der deutschen Seele, auf die wir, wie bemerkt, später besonders zu sprechen kommen werden. Auch dies alles aber eröffnete dem Deutschenhasse Quellen.

Selbst im Westen und Süden des deutschen Sprachgebietes hat die spezifische Rassenmischung, wenn auch nicht entfernt in solchem Maße manche Folgen gezeitigt, die letzten Endes der Beliebtheit des Deutschtums abträglich waren und noch weiter sind. Hier war es wieder die keltische Blutbeimischung, die in weiten Schichten der Bevölkerung einerseits eine gewisse äußere Beweglichkeit und charakterologische Labilität, anderseits auch — in dieser letzteren Hinsicht waren freilich neben dem Rassenfaktor sicherlich auch simple Nachbarschaftseinflüsse wirksam — starke demokratische Neigungen gezeitigt hat, die sich dem germanischen Herreninstinkte und der germanischen Beharrlichkeit und Zähigkeit vielfach entgegenstemmten, namentlich seit norddeutscher Einfluß sich stärker zu regen begann; nicht selten machte sich dieser Gegensatz in mehr oder weniger heftigen Reibungen und äußeren Entladungen Luft? Wir werden, wenn auf die psychologischen, politischen und historischen Belange die Sprache kommen wird, noch genugsam auf diese Dinge eingehen. Hier gedenken wir ihrer vor allem aus dem Grunde, weil bekanntlich die daraus resultierenden, durch religiöse und dynastische Tendenzen vielfach verstärkten partikularistischen Neigungen der west- und süddeutschen Stämme bei den Nachbarn, vom Mittelalter bis in die bittere Gegenwart hinein, die Hoffnung erweckt haben, das deutsche Volk, dem man die Einheit des politischen Sinnes absprechen zu müssen sich berechtigt wähnte, ließe sich leicht spalten und große Teile desselben ließen sich den angrenzenden Nationen, zumal den Lateinern, anpassen; eine Hoffnung, die neue Säfte aus der tief traurigen Tatsache zog, daß vorübergehende besonders Unglückselige Einzelkonstellationen der an schwarzen Tagen so schmerzlich reichen Geschichte des deutschen Volkes die seelische Absplitterung einzelner besonders gefährdeter Stämme in Wirklichkeit ermöglicht hatten. Luxemburg, Flandern, Lothringen im Westen, das heutige Welschtirol im Süden sind solche Leichenfelder einstmals urdeutschen Lebens und Blühens; und uns allen, die wir Zeitgenossen der brennend schmerzvollen Gegenwart sind, krampft das Herz bei dem bangen Gedanken, das Elsaß, dessen Urdeutschheit ein Goethe bezeugt hat, könnte einmal einem ähnlichen-Schicksale geweiht sein . . . Ein Trost aber wird uns: die Hauptmasse der deutschen Süd- und Weststämme hat — und sie bezeugt es heute, in Not und Qual, aufs neue — allem häuslichen Zwist zu Trotz in kritischen und gerade in kritischen Stunden mit verdoppelter Treue noch stets mit allen Fasern an dem festgehalten, was trotz allem doch das ungleich Stärkste war, ist und sein wird in ihr: am Deutschtum in Sprache und Sitte, im Denken und Fühlen. Was uns aber tröstliche Verheißung einst besserer Tage so oft schon war und heute wiederum ist: für die anderen Völker wurde gerade dieses ein Grund mehr, uns feind zu werden, denn es trog sie um Hoffnungen, deren Wirklichkeit ihnen mehr als einmal zum Greifen nahe schien. Gibt es aber eine Quelle des Hasses, die ergiebiger wäre denn getäuschte Hoffnung auf Liebe?

Nun noch einige Worte über ein Volkselement, über dessen ethnische Zugehörigkeit zum Deutschtum bekanntlich die Meinungen verschieden lauten, das aber im äußeren Rahmen des deutschen Kulturlebens unzweifelhaft keine unscheinbare Rolle spielt, wie schließlich im Leben fast aller Völker von heute. Gemeint ist das jüdische. Man darf getrost sagen: der deutsche Jude sei — man mag ihm die Zugehörigkeit zum deutschen Volke in völkerbiologischer Hinsicht zuerkennen oder absprechen — sicherlich ein besonderer Typus, recht scharf geschieden von dem Juden des europäischen Westens wie des europäischen Ostens, mag letzterer auch eine Art pseudodeutschen Jargons sprechen. Der deutsche Jude, d. h. der Jude, der in deutscher Umgebung geboren und erzogen, mit deutscher Kultur durchtränkt ist und sich sehr vielfach subjektiv als Deutscher fühlt, vereinigt in sich in einer besonders gekennzeichneten seelischen Legierung deutsche Bildung und Denkweise mit einer gewissen psychischen Orientierung, die, gleichgültig ob rassenendogen oder Kunstprodukt des Ghettos, jedenfalls, zwar nicht absolut, aber doch relativ, d. h. besonders oft und ausgeprägt der jüdischen Mentalität eignet: gemeint ist da eine gewisse Hinneigung zur unerbittlichen und oft rücksichtslosen Analyse aller Dinge, zu einer vor nichts haltmachenden kritischen, gerne theoretisierenden und schulmeisternden Denkweise auf der einen und zu einer ganz außerordentlich auf das praktisch Nutzbringende gerichteten Betätigungsweise auf der anderen Seite. Nun zeigt sich etwas recht Merkwürdiges, was uns noch später beschäftigen wird: es besteht nämlich, ungeachtet einer ursprünglich sehr weitgehenden und grundsätzlichen Verschiedenheit des Fühlens (die übrigens beim Einzelindividuum kein Absolutum darstellt!), in der Art des Denkens in manchen Belangen eine gewisse Konvergenz zwischen deutscher und jüdischer Mentalität, so daß, bei aller Verschiedenheit der inneren Bedingungen und Strebungen, der äußerlich sichtbare Effekt oft der nämliche scheint und, wo seelisch in einem Individuum beiderlei Faktoren in-einanderfließen, eine Art dynamischer Verstärkung möglich ist. Wir werden nun später noch recht eingehend bei der ursprünglich spezifisch norddeutschen, beziehungsweise preußischen „Schulmeisterlichkeit” der deutschen Geisteskultur verweilen müssen und sehen, wieviel gerade sie zur Rationalisierung und Ertüchtigung, aber auch zum Verhaßtwerden deutscher Art beigetragen hat. Hier aber nur soviel, daß — wenn auch natürlich nur im äußeren Endeffekt! —- „jüdische” und „preußische” Lehrhaftigkeit des Wesens manche Kongruenz miteinander darbieten und, sobald sie in einem Individuum sich summieren mit besonders unerbittlicher Schärfe sich abzeichnen. Nun braucht es ja wohl bloß der Nennung eines Wortes, um darzutun, wie und wo solche Summation in hohem Maße zur Wirklichkeit geworden ist, des Wortes: Berlin! Denn wohl nirgends in deutschen Landen, auch nicht in Frankfurt oder in Wien, mag auch da wie dort der Prozentsatz der jüdischen Bevölkerung ein absolut höherer sein, haben sich jüdische und deutsche Denkweise so enge verfilzt — vielfach übrigens auf dem Boden ausgiebiger Blutmischung — wie in weiten Schichten der Berliner Gesellschaft. Vieles von jener rücksichtslos und bedenkenlos ätzenden, dogmatisierenden, dabei mit steter Bereitschaft zum Schulmeistern und Abkanzeln der lieben Mitmenschen, zumal solcher, deren Wiege nicht an den Ufern der Spree stand, verbundenen Lust am Kritisieren um seiner selbstwillen, wie es dem Berliner sprichwörtlich eignet, übrigens von ihm aus auf weite Kreise Norddeutschlands und selbst schon Süddeutschlands „ausgestrahlt” ist, scheint auf dieser Summationswirkung der Mentalitäten zu beruhen, deren Vorteile ein Bismarck nicht verkannt hat, die aber den großen Nachteil besitzt, der riesigen Mehrzahl andersgearteter Menschenkinder keine rechte Einfühlung zu gestatten und darum zuletzt Gefühle der Abneigung in ihnen hervorzurufen. Nun bedenke man aber, in welchem Maße „Berlin”, will sagen der Berliner Geist und in den letzten Dezennien schließlich die Aussaat seiner über ganz Deutschland hin verbreiteten massenhaften seelischen Metastasen für das Gesamtdeutschtum „repräsentativ” geworden, und in welchem Maße mit und in ihm, im allgemeinen wie in‘ Gestalt zahlreicher Einzelindividuen, die preußisch-jüdische konvergente Summation der Mentalitäten zur Geltung gelangt ist: und man wird begreifen, daß und warum auch diese Tatsache keinen der allerletzten verursachenden Beweggründe des Deutschenhasses abgegeben haben mag.

Wir ersehen aus alledem, worüber wir eben gehandelt haben, wie nahe ethnologische, psychologische und soziologische Momente einander berühren, wie sie stellenweise geradezu ineinanderfließen, hier so gut wie in anderen Belangen. Wir werden ja gleichwohl allen diesen Einzelfragen ihre besonderen Abschnitte widmen, aber manches mußte doch hier schon vorweggenommen werden. Wer jedoch von deutschen .Kulturbelangen spricht, kommt eben um alle diese Wechselwirkungen nicht herum.

Auch deutscher Kultur in ihrer Gesamtheit aber war zweifelsohne das tragische Los beschieden, unseren Nachbarn Lebensnotwendigkeiten in Fülle zu liefern und die Quittung hiefür in Gestalt lodernden Hasses zu erhalten! Wie das nun kam? Die Frage soll uns jetzt beschäftigen. Und die Antwort auf- sie ist nicht gar so schwer zu finden: es ist das lehrhafte Gewand, in dem deutsche Kultur auftritt, und es ist der ihr innerstes Wesen ausmachende Kultus der Arbeit, der darin zu einem wahren Sakramente erhoben erscheint, der Arbeit um ihrer selbst willen, was das Deutschtum ebenso groß gemacht hat wie den Haß dagegen bei den anderen, die. halb oder gänzlich unwillig, die deutsche Arbeitsweise angenommen haben, um Schritt halten zu können, in deren Seele Tiefen aber, wenn auch vielfach nur in Engrammen des Unterbewußtseins, ingrimmig der Schmerz um das verlorene Paradies bohrte, da man noch nach Kinderart in den Tag hinein leben durfte, unbeirrt und ungestört durch rastlosen deutschen Fleiß und ruhelosen deutschen Forscherdrang.

Ich möchte nicht mißverstanden werden, möchte nicht, daß man diese Worte so läse, als schriebe ich im Sinne derer, für die das Nordisch-Germanische das allein kulturzeugende Element bedeutet; ich halte vielmehr, wiewohl tief durchdrungen von der letztlichen Überlegenheit nordisch-germanischer (allerdings natürlich nicht bloß deutscher!) Kultur in ihrer Gesamtheit, die radikale Ausschließlichkeit etwa des Chamber-lainsehen Standpunktes und der politisch-anthropologischen Schule für falsch. Meilenferne liegt es mir insbesondere, in Abrede zu stellen, daß unter den lateinischen wie unter den slawischen Nachbarn des deutschen Volkes auch rein endogene Kulturfaktoren von achtunggebietender Größe wirksam gewesen sind: von Franzosen und Italienern braucht hier nicht weiter die Rede zu sein, das Unsterbliche, was ihre besten Geister in Fülle für die Menschheit geleistet haben, ist so groß, daß der Groll, den wir Deutsche gegen sie im Herzen tragen ob all des ungeheuren Leids, das sie uns vorsätzlich angetan haben und immerzu weiter noch antun, niemals imstande sein wird, es ungerecht verkennen zu wollen; jedoch auch Russen, Polen, Tschechen und Südslawen dürfen auf eine Zahl genialer Männer, Künstler zumal, und auch auf manchen gelehrten Kopf hinweisen, der, durchaus originale Bahnen wandelnd, überragende Kulturwerte hervorgebracht hat. Was aber fast allen Nachbarvölkern, jene germanischen Stammes natürlich ausgenommen, die für diese Betrachtung weniger in Frage kommen, abgeht, das ist die dem Deutschen im Laufe der Entwicklung in Fleisch und Blut übergegangene, sozusagen Nationaleigentümlichkeit gewordene Rastlosigkeit im Arbeiten und Forschen, die Freude daran, die ihn um der Arbeit und des Forschens selbst willen nicht zur Ruhe kommen, sie aber auch andern nicht gönnen lassen will. Betrachten wir demgegenüber den Durchschnittsfranzosen, dessen Ideal die Erarbeitung einer Rente ist, damit er sich je eher je lieber zur Ruhe setzen kann, dessen Mentalität Neuerungen auf dem Gebiete der Arbeit so sehr abhold sich erweist; den Italiener, von dem im Durchschnitte das Nämliche gilt; den Slawen, der, wiewohl oft ein Schwärmer und Vielredner, in seiner Denk- und Arbeitsweise von jeher etwas Seßhaftes, Beharrendes hatte und, wenn überhaupt, nur unwillig diese seine Ursprünglichkeit aufgibt! Alle diese Völker mußten naturgemäß die deutsche Denk- und Arbeitsmethodik, die sie durch die Gewalt der Tatsachen in ihren Bann gezwungen hat, einer Peitsche gleich empfinden! Manche, wie die Tschechen, haben sich ihr gleichwohl — vielleicht dank dem vielen deutschen Blute, das gerade sie aufgenommen haben — sehr weitgehend anzupassen vermocht, so daß eben die Tschechen darin sogar manchen, etwas abseits von der allgemeindeutschen Kulturentwicklung gestandenen deutschen Stamm vorübergehend zu überflügeln imstande waren; allein tief im Herzen, im Unterbewußtsein ist gerade auch bei ihnen der Stachel zurückgeblieben gegen den „Schulmeister”, den Deutschen, der einstmals ihr Volk herausgezwungen hatte aus seiner glücklichen, beschaulichen, kindlichen Sorglosigkeit; und darum haßt das Volk den Deutschen, wie man von je den Schulmeister gehaßt, mochte man ihm — objektiv verstanden — noch so vieles verdanken! Es ist nun einmal nur zu oft des Lehrers Los, daß der Schüler in ihm nicht den Mittler hoher Lebenswerte, sondern den Zwingherrn erblickt, der ihm die Freude — an der Ursprünglichkeit, an der Sorglosigkeit zerstört hat. Aber auch den alten lateinischen Kulturvölkern mußten Schweißgeruch und Fleiß des deutschen Nachbarn unfehlbar auf die Nerven fallen, die Früchte dieses Schweißes aber Neid in ihnen erwecken. Hinc illae lacrimae . . .!

Dazu kommt nun noch etwas Weiteres, was wiederum, weil tief im Psychologischen wurzelnd, auch noch an späterer Stelle Würdigung finden wird, aber doch schon in diesem Zusammenhänge vorweg erwähnt werden muß, weil es aufs engste mit dem Wesen und Wirken deutscher Kultur nach außen hin übereinstimmt. Man hat der deutschen Lehrhaftigkeit oft genug den Vorwurf der aufdringlichen Lautheit gemacht; gewiß, dieser Vorwurf schießt übers Ziel, aber ein Körnchen Wahrheit steckt unzweifelhaft darin, denn das eifervolle Betonen des Lehrhaften ist in der Tat ein Stück von der Seele des eifervollen Schulmeisters; allein ebenso schulmeisterlich ist der teils unbewußte, teils bewußte Verzicht auf jedwedes Hilfsmittel advokatischer Mentalität, wie es die deutsche Kulturpropaganda kennzeichnet. Im Lehrhaften von oft geradezu fanatischer Offensivität, ist sie nicht einmal der schwächlichsten Defensive fähig, wo immer im Kampfe der Kulturen advokatische Dialektik nottut. Schon im Alltagsleben zeigt sich dieser Mangel, zeigt sich die Schwäche, die der Deutsche im geistigen Kampfe um die eigene Sache bekundet, indem er nicht versteht oder nicht verstehen will, wie sehr es in der Hauptsache darauf ankommt, nicht die Geister, sondern die Gemüter zu gewinnen! Oft hat man gestritten, warum der Slawe den Deutschen „nemec” (stumm) nenne; nun, ich bin kein Philologe, aber ich meine, wer je Slawen und Deutsche nebeneinander gesehen und gehört hat, der wird nicht im Zweifel sein, daß im tiefsten Grunde ein Bewußtwerden psychologischer Unterschiede bei dieser Nomenklatur Pate gestanden habe; man halte die im Guten wie im Bösen sprühende Lebendigkeit slawischer Rede neben die gemessene, herbe und spröde Wortkargheit und Wortknappheit der deutschen, und man wird in der Tat den Deutschen, der seine so reiche Sprache vor allem in sein Inneres verweist, „stumm” finden neben dem Slawen, der sie in Wahrheit „auf der Zunge” trägt. Man beachte auch die große Namenfreudigkeit der Slawen; die wenigen Jahrhunderte slawischen Seins im deutschen Osten haben genügt, fast allen Orts- und Flurnamen slawische Namen zu geben, indes der Deutsche nachher, nach der Wiedergewinnung seiner alten Heimat, gar kein Bedürfnis empfand, die slawischen Namen durch deutsche zu ersetzen; bis tief nach Thüringen hinein finden sich wendische Orts- und Flurnamen noch heutigen Tags (selbst ganz im Westen bei Eisenach ist noch ein Dorf, das „Lupnitz” heißt!), und bis heute konnten sie sich erhalten, denn der „stumme”, redekarge, sprachun-freudige Deutsche hat sie wohl notdürftig eingedeutscht, aber sonst gelassen, wie sie waren, unlustig, an ihre Stelle deutsche Klänge zu setzen. Dem Deutschen ist es aber leider in keiner Hinsicht bewußt und niemand hat ihn dazu erzogen, sich dessen bewußt zu werden, welche Waffe im Kampfe der Kulturen die Sprache ist, die Sprache nämlich, wenn sie richtig, am richtigen Ort, in richtiger Weise angewendet wird, als Mittel, auf die Gemüter der anderen zu wirken! Der Deutsche verschmäht es eben, ungleich dem Slawen und dem Lateiner, die Sprache advokatisch im nächsten wie im weitesten Sinne zu gebrauchen, sie dünkt ihm ein Heiligtum im Dienste tiefster Innerlichkeit oder reiner Wissenschaft und Lehre. Unzweifelhaft ein edles und hohes Ideal, allein ein solches, dessen Hochhaltung mit Sicherheit dazu führen mußte, neue Hassesquellen sprudeln zu lassen, deren heißer Strahl dem Deutschen ins Antlitz spritzte. Denn wer, im Alltag wie im großen Kampfe der Geister, das starke Schwert der Sprache psychologisch, advokatisch also meistert, dem Slawen, dem Lateiner gleich, der nimmt die anderen im Sturme gefangen! Wer aber die äußere Sprache als Werkzeug lehrhaften Überzeugenwollens allein gelten lassen möchte und sich darum darin, wenn überhaupt, nur im Sinne lehrhafter, nicht psychologischer Dialektik übt, der setzt sich der Gefahr aus, das Schweigen zu un-rechter Stunde durch überlautes, aufdringliches Dozieren am ebenso Unrechten Orte überkompensieren zu müssen in dem Wahne, die Menschen damit für seine gute Sache gewinnen zu können. Und doch ist es ein Wahn, denn die Menschen gewann noch stets der Advokat und nicht der Schulmeister! So kommt es, daß alles ehrliche Mühen des Deutschen, alles eifervolle Bestreben, den anderen Völkern darzutun, was alles an unermeßlichen Diensten er ihnen in der Zeiten Lauf geleistet, als Versuch mit psychologisch untauglichen Mitteln zuschanden werden mußte, weil der Deutsche „stumm” blieb, wo er sprechen sollte, aber redete, wo Schweigen mindestens unschädlicher gewesen wäre als Reden, und weil seine Rede als solche in der Tonart sich stets vergriff. Kein Geringerer als Thomas Mann hat irgendwo beklagt, daß wir Deutsche nicht verstünden, am rechten Orte zu rechter Zeit mit rechten Mitteln unsere Sprache zu unserem Anwalt zu machen; desto öfter tun wir es zu Unrechter Zeit am Unrechten Orte mit Unrechten Mitteln! Und so konnte es kommen, daß ein französischer Schweizer einmal schreiben durfte: Die französische Kultur suche durch „Ausstrahlung”, die deutsche durch „Gewalt” sich auszubreiten. In Wirklichkeit trifft ja das Gegenteilzu, aber der Schein, auf den nun einmal die Menschen das meiste geben, spricht für das paradoxe Wort: natürlich, denn advokatische Beredsamkeit scheint ja „auszustrahlen” auf die Gemüter, sie wirkt eben durch suggestive Mittel, indes der Schulmeister auf die reine Vernunft mit logischen Mitteln einwirken möchte, und da es nun einmal den meisten Menschen wider den Strich geht, der kühlen Vernunft die Herrschaft über das lebenswarme Gefühl zu gönnen, ein Gewaltmensch scheint. Darum ist auch hier wieder eine Quelle des Deutschenhasses zu suchen. Arbeitsfanatismus, Lehrhaftigkeit und Mangel advokati-scher Sprachkultur, das alles also hat, ganz wie andere, später besonders zu würdigende psychologische Eigenheiten, die deutsche Bildung, von der soviel Nutzen und Segen über die Nachbarvölker gekommen ist, nicht nur um allen schuldigen Dank gebracht, sondern es ist geradezu mit zu einer der Ursachen des Weltenhasses wider sie geworden.

Historische Ursachen des Deutschenhasses.

Infandum regina jubes renovare dolorem! Dieser Dichter-vers gäbe gewiß wohl das passendste Leitmotiv auch für dies traurigste dieser Folge trauriger Kapitel!

Konnte anderwärts immer wieder beklagt werden, wie schuldlos oder doch aus wie sehr geringem Verschulden das deutsche Volk sich den Haß der anderen zugezogen habe: seine Geschichte und seine Politik, die es selbst oder die doch seine Lenker gemacht haben, lassen es leider nicht völlig schuldlos erscheinen an dem Haß, der ihm daraus weit über den Kreis seiner Nachbarvölker hinaus erwachsen ist!

Ein Volk, mitten in Europa innerhalb der denkbar ungünstigsten natürlichen Grenzen wohnend, die je einem Volke zuteil geworden sind, mußte aus sich selbst heraus, mußte von seinen Lenkern vor allem, weit vor allem andern erzogen werden zu klarem politischen Sinn und zu unbedingter politischer Einigkeit. Politischer Sinn, politische Einigkeit waren die einzigen Mittel, das völkische Sein zu sichern, für das Volksganze wie für den Einzelstamm; waren die einzigen Mittel, den Nachbarn jene Achtung abzunötigen, die nur einem einigen und politisch reifen Volke zuteil wird und werden kann. Statt dessen sehen wir, von der Römerzeit bis in die traurige Gegenwart, immer wieder die Gespenster der Unpolitik und der Zwietracht durch die deutschen Gaue wandeln.

Wenn wir später von den psychologischen Gründen des Deutschenhasses reden werden, dann werden wir nicht umhin können, auch von jenem seelischen Individualismus zu sprechen, der, auf geistigem Gebiete sich äußernd, sowiel beigetragen hat zu jenem verhängnisvollen Apriorismus und Doktrinarismus, wie er dem deutschen Denken und Fühlen und in logischer Folgewirkung auch dem deutschen Tun und Lassen so sehr Richtschnur und nur zu oft und bis auf den heutigen Tag verhängnisvolle Richtschnur geworden ist. Dieser extreme Individualismus, recht ursprünglich germanischen Geblütes, hat auf deutschem Boden in dichtem Nebeneinander seine herrlichsten

Blüten getrieben und seine verhängnisvollsten Früchte getragen. Er ist in den letzten Dezennien, in der Schule preußischer Zucht, ein Kollektiv-Individualismus geworden und hat als solcher dem oberflächlichen Blick ein tieferes Eindringen von sozialem Rassen- und Masseninstinkt in breite Schichten vorgetäuscht, dieser treffsichersten Waffe im Daseinskämpfe der Völker, wie sie die angelsächsischen Vettern des Deutschtums in harter Lebensschulung im Laufe ihrer Geschichte meistern gelernt haben. Dem tiefer Blickenden war es freilich stets klar, daß, mag auch zum Glück das Nationalgefühl und Nationalbewußtsein heute wenigstens endlich sein Existenzminimum erreicht haben (heute, nach 2000jähriger Geschichte!), von jener Selbstverständlichkeit desselben in allen Lebenslagen, wie sie in so vielen anderen Völkern ist, auch heute noch lange nicht bei jedem einzelnen Deutschen die Rede sein kann. Noch fühlt sich jeder einzelne Deutsche mit seinem persönlichen Denksystem als Staat im Staate, und das Ergebnis preußischer Zucht ist bisher bloß dies eine, die Denksysteme von 70 Millionen deutscher Einzelnmenschen parallelisiert, ja oft überkompensatorisch allzusehr parallelisiert zu haben; allein immer noch ist beim zünftigen Deutschen der Ausgangspunkt alles Gewissens das eigene Ich, nie aber empfängt er den seelischen Gehalt des eigenen Ich aus der Seele der völkischen Gemeinschaft, wie der Franzose, der Slawe und in sehr vielen Belangen auch sein germanischer Vetter, der Angelsachse, dem der Puritanismus den Respekt vor dem „common wealth” in einem Maße beigebracht hat, daß der einzelne Angelsachse, ohne im Prinzip seinen geistigen Individualismus aufzugeben — im Prinzip betont er ihn sogar besonders —, in Wahrheit seelisch zum willenlosen Teil der nationalen Gesamtseele geworden ist. Umgekehrt unterwirft sich der preußisch geschulte Deutsche leichter als andere äußerer Zucht, aber sein persönliches „System” ordnet sich nie dahin ein, es gesellt sich höchstens freiwillig zu geistigen Kollektivgenossenschaften. Darum konnte es den Tieferblickenden auch nicht wundernehmen, daß aus den Reihen der, solange es sein mußte, tadellos disziplinierten deutschen Armee unvermittelt Spartakus und andere Geister hervorbrachen, die auch im Waffenkleide zu innerlichst nie auf ihr höchstpersönlich eigensinnigeigenwilliges Denksystem verzichtet hatten. Fiat doctrina, pereat mundus . . .! Alle die Spartakisten und anderen deutschen Schwarmgeister, sie waren und sind ja doch im tiefsten Grunde gar nichts anderes als rabiat gewordene Schulmeister, die, bislang durch äußere Organisation gebändigt, endlich sich frei fühlten, ihr „alleinseligmachendes System“ den Mitmenschen einzutrichtern, und ging es nicht mit Worten, dann eben mit Prügeln und anderen drastischen Gewaltmitteln, nach echter, rechter,lehrhaft-fanatischer Schulmeisterweise, wie sie — ach! — uns Deutschen so sehr im Genick sitzt . . .!

So hat denn überhaupt alles, was je Deutsche getrennt hat, zwischen ihnen noch stets einen so scharfen Trennungsstrich gezogen, wie eben nur doktrinärer Starrsinn derlei vermag. Auch andere Völker kannten und kennen natürlich Parteien; aber nie und nirgends waren diese imstande, das Menschlich-Gemeinsame innerhalb der Gesamtnation entscheidend und dauernd zu bedrohen, ja zum Teil sogar zu zerreißen. Die Stammesstreitigkeiten, die Religionsstreitigkeiten, der soziale Zank, die Beziehungen zu Nachbarvölkern, das alles erscheint dagegen bei uns durchgiftet von einem wütenden Fanatismus Deutscher gegen Deutsche, wie er seinesgleichen unter andern Nationen nirgendwo hat.

Und leider müssen wir bekennen, daß dieser schädliche Sondergeist nicht so sehr altruistischer Hingabe an Ideale seine Kraft dankt, denn einer im Grunde recht egozentrischen Note der germanischen Seele, die sich nur ins Doktrinäre sublimiert und allerdings sekundär in gewissem Sinne idealisiert hat. Ich kann mir nicht helfen, aber ich kann in der zu so trauriger Berühmtheit gelangten, im bösen wie — difficile est satiram non scribere — im guten Sinne vielbesungenen eigensinnigen und eigenwilligen Eigenbrötelei, wie sie die deutschen Einzelseelen so sehr kennzeichnet, nichts anderes erblicken als einen ins ungesunde, gemeinschädliche verzerrten Egozentrismus, der nur einen psychologischen Transformationsprozeß durchgemacht hat, derlei, wie die seelische Tiefenforschung — ganz unabhängig von aller „Psychoanalyse” — weiß, ja in der Seele häufig vor sich geht. Aber es ist leider kaum ein Wesensunterschied zwischen dem schändlichen Verrate Hägens an Siegfried, dem Verrate Segests an Hermann und der fanatischen Einseitigkeit, mit der jeder deutsche Schulmeister — und welcher Deutsche wäre kein Schulmeister! — an seinem höchstpersönlichen „System” festhält und sich oft lieber rädern ließe, ehe er seine Einseitigkeit, seinen Irrtum zugäbe und gestattete, die Scheuklappen zu lösen, die er im Gegenteil mit zähem Eigensinn umso fester bindet, je eifriger man ihn davon befreien möchte; denn es sind seine höchstpersönlichen Scheuklappen, und was sein ist, darf ihm nicht angetastet werden, das gestattete seine selbstgefällige Eigenliebe nicht. Sicherlich, diese höchstpersönliche Eigenliebe ist kollektivistischer Summation fähig, unter dem Banner des „Kirchturms”, des „Kantönli’s”, des Stammes, kurz solcher Wahrzeichen, die wenigstens irgendwie sichtbarlich Symbole irgendwie kollektivierter Eigenliebe sind, und ohne-weiters ist einzuräumen, daß, wie der sprichwörtliche Bauernegoismusgrenzenloser Hingabe und darum auch der Idealisierung fähig ist, wenn es gilt, wie den eigenen Hof, auch das eigene Dorf, ja das eigene „Ländle” zu verteidigen,kurz, was unmittelbar anschaulich gegeben erscheint, auch andere „Kollektive” solcher Kategorie mit großer Hingabe verteidigt werden. Was aber solcher eben noch unmittelbaren Evidenz entbehrt, was keine greifbaren persönlichen Beziehungen zum Einzel-Ich und seinem Leben und Weben mehr hat, was wahrhaft soziales Ideal ist, das wird leider wenn überhaupt, so doch lange nicht in dem Maße vom Volksgefühle geheiligt! Darum finden wir gerade bei Deutschen so beklagenswert häufig einen bedauerlichen Mangel an hingebendem Nationalgefühl, sofern es nicht durch das anschaulich sichtbare Symbol des Monarchen verkörpert und mit der individuellen oder kollektiv-individuellen Eigenliebe und Eitelkeit in Verbindung gebracht ist; und darum sehen wir übrigens auch kollektivistische Bindungen, wie sie eben rein aus additioneller Summation entstanden sind, auch wieder sich lösen, sobald die Zugehörigkeit zu ihnen die Eigenliebe, den Egozentrismus des einzelnen oder untergeordneter Kollektivgruppen nicht mehr befriedigt. Der idealisierte Nationalismus des Franzosen, der nur ein Frankreich als Inbegriff kennt und darin aufgeht, liegt dem Deutschen noch immer nicht voll und ganz.

Daß das nationale Moment annoch immer nicht genug fest und tief in der individuellen Eigenliebe so vieler Deutscher verankert ist, hat ja gewiß bestimmte Gründe historischer Art, von denen gleich die Rede sein wird. Vergessen wir aber nicht: auch andere Völker, auch Franzosen, auch Italiener, auch Polen waren in Partikel zerspalten, aber wenige Augenblicke in ihrem Leben haben stets genügt, die zersplitterte Nation in eins zusammenzuschweißen, und kein Druck war mehr imstande, diese Einheit zu sprengen. Deutschland hat seit über einem Jahrhundert, mindestens aber seit 1848 sein Einheitsbewußtsein, aber dieses einheitliche Bewußtsein, welches vom Belt zur Etsch, vom Wasgau bis ins Ungarland reicht, es hat heute immer noch mehr Verankerung im kalten, nüchternen Verstehen denn im belebenden Fühlen! Auch heute noch erleben wir das Tieftraurige, daß der Einzeldeutsche mehr Befriedigung findet, weil das seiner individuellen Eigenliebe und Eitelkeit ein näheres, bequemer zu erreichendes Objekt abgibt, seinem Nächsten gegenüber sich in die Brust zu werfen, sich an ihm zu reiben, als mit ihm gemeinsam für ein sozialvölkisches Ideal zu kämpfen! Und wo solche „Einschichtigkeit” nicht möglich ist, da „gruppieren” sich Kreise, Länder, Parteien, Kasten, Berufe, Kliquen, „Richtungen”, „Systeme”, die eifernd gegeneinander Stellung nehmen und vor allen Dingen um ihr „Mittelpünktlein” sich scharen, um ihre Standarte streiten, bedenkenlos, unbekümmert um das Wohl und Wehe des gemeinsamen Ganzen; nur in höchster Not — und, wie die Gegenwart lehrt, nicht einmal da immer! — ist der Ruf des Zusammengehörigkeitsbewußtseins stark genug, diesem Bewußtsein durchschlagenden Gefühlswert zu
leihen. Wenn aber der Deutsche so oft fremdtümelndes „Weltbürgertum” posiert, so ist es seltener aus ideellen Motiven denn darum, weil das eine bequeme Ausrede ist, um sich in recht billiger Weise — Weltbürgertum ist ja kosten- und lastenfrei! — allzu unbequemen nationalen Pflichten zu entziehen; vielfach aber auch, um sich durch eine „Extrawurst” gegenüber den „beschränkten” Nachbarmenschen in „interessanter” Weise abzuheben, dafür er dann selbst Gut und Blut hergibt; beides aber ist im allertiefsten Sinne egozentrischer Individuumsselbstkult. — Seien wir nur ehrlich und gestehen wir in offener Selbsterkenntnis: der extreme Individualismus ist mit seinen Folgewirkungen ein dunkler Fleck auf dem sonst blanken Schilde deutscher Ehre!

Die verhängnisvollen Folgeerscheinungen ziehen sich in trauriger Reihe durch die deutsche Geschichte. Schon im Altertum hilft deutsche Eigenbrötelei den Römern zu billigen Triumphen und läßt sie die Deutschen verachten, deren Kraft in ihrer Spaltbarkeit eine so unwürdige Ergänzung findet. Das Mittelalter, von seinem ersten Anbeginn bis zum Ende des Dreißigjährigen Krieges, nichts als eine Serie blutiger deutscher Selbstzerfleischung! Mögen es auch dynastische Interessen gewesen sein, deren Widerstreit Ströme deutschen Blutes trank, sie allein wären nie stark genug gewesen, Deutsche und Deutsche so furchtbar zu entzweien, wenn es eben nicht allezeit ein leichtes gewesen wäre, beim Deutschen an seinen vielleicht einzigen, aber dafür auch ungeheuer schweren Charakterfehler zu appellieren: an seinen hoch-entwickelten Egozentrismus im Materiellen und Ideellen. Keine größere Genugtuung weiß sich ja der rechte Deutsche, als dem Nächsten, dem Nachbarn gegenüber, der also so gut wie immer selber ein Deutscher ist, irgend eine Besonderheit hervorzukehren, auf die er sich etwas zugute tun zu können glaubt, es handle sich nun um individuelle oder um kollektive Besonderheiten. Es gibt fast nichts, könnte man sagen, es sei Besitz, Heimat, Stammesart, Glauben, Stand, Zugehörigkeit zu irgend einer irgendwie gekennzeichneten Gruppe oder Lehrmeinung oder zu was immer sonst, was der einzelne Deutsche nicht als ausreichenden Titel ansehen würde, um ihn seinem deutschen Mit- und Nebenmenschen als dem ihm naturgemäß Erreichbarsten gegenüber hervorzukehren, um einem eitlen Weibe gleich damit zu prunken und zu protzen. Und nichts war von je dem Deutschen heiliger als solche Sonder-tümelei, dank der er sich etwas Besseres wähnte als sein Nächster, und nichts dünkte von je dem Deutschen schwerer als der Verzicht auf solche einzeln- oder gruppenegozentrische Eitelkeitstitel.

Was Wunder, wenn von jeher zum Gaudium und zum Nutzen böser Innen- und Außenmächte nichts leichter war, als einen Deutschen gegen den anderen auszuspielen? Aber mehr noch! Von jeher war nichts leichter, als den Deutschen für fremde Art zu entflammen. Sicherlich, es hatte dies auch andere historische und psychologische Gründe. Allein das Hauptmotiv ist doch bis auf den heutigen Tag die schnöde, egozentrische Eitelkeit geblieben. Schon wenn das deutsche Kind vor seinen Spieigenossen und Schulkameraden etwas vorauszuhaben glaubt, weil ihm ein paar französische oder englische Brocken geläufig sind, zeigt sich davon der erste bedenkliche Ansatz; früh aber krümmt sich, was ein Haken werden will! Und so sehen wir denn, wie der Deutsche vielfach seinen größten Stolz darein setzt, prunken und protzen zu können mit kellnerhafter Sprachengewandtheit. Von einem Bewußtsein nationaler Würde ist da leider nicht das Leiseste zu spüren; nur gegenüber sozial oder kulturell Tieferstehenden wird gelegentlich mit dem eigenen „besseren” Deutsch geprotzt, aber auch das nur solange, als sie sichs gefallen lassen; denn sowie selbst die tiefere Kultur auch nur irgendwelche Eitelkeitstitelchen zu bieten vermag, finden sich flugs Deutsche, welche, um wieder was „Besonderes” vor ihren Nebenmenschen, ihren Volksgenossen voraus zu haben, damit kokettieren oder es gar auch adoptieren! Um wieviel höher aber die eigene deutsche Art ist, wie sie als solche schon den höchsten Kulturen gleichwertet, dessen zu achten und das kraftvoll und doch zugleich taktvoll zu betonen, kommt annoch nur einer Minderheit von Deutschen in den Sinn: denn das Deutsche dünkt ihnen zu „gewöhnlich” im wahren Wortsinne, dünkt ihnen kein Ordensbändchen, so man zum Knopfloche heraushängen lassen kann . . .

Kann es Wunder nehmen, wenn fremden Völkern derlei allein schon verächtlich schien und erscheint? Dürfte es doch kein zweites Volk auf der Welt geben, welches, auf solcher Höhe der Kultur stehend, in diesem einen Belange einen derart verhängnisvollen Charakterfehler an sich trüge. Viele hatten gehofft, der große Krieg, wie immer sein Ausgang sich gestalten würde, und hatten ganz zuletzt noch gehofft, das unermeßliche, ungeheure Leid, das über unser Volk hereingebrochen ist, würde in dieser Hinsicht Wandel schaffen, würde im deutschen Volke das Gefühl völkischer Gesamtehre so gewaltig stärken, daß es fürderhin nicht mehr Gefahr liefe, erdrückt zu werden von den Egozentrismen und Eitelkeiten der einzelnen. Leider hat die bittere Gegenwart gezeigt, daß wir noch immer nicht so weit halten! Ist es doch eine tief beschämende Tatsache, daß es ein Teil, zumal der weiblichen Bevölkerung in den besetzten Gebieten deutscher Siedlung förmlich als eine persönliche Auszeichnung wertet, bei den fremden Besatzungstruppen Wohlgefallen zu finden; ein Verhalten, welches bezeichnenderweise von den feiner Empfindenden unter diesen Fremden zu wiederholten Malen scharf gegeißelt worden ist . . . Und nun stelle man sich vor, wie hoch der Haß emporlodern mußte gegen ein Volk, von dem die Feinde nach allen diesen Erfahrungen, die ja nicht von gestern sind, vielleicht doch nicht restlos erwartet hatten, daß es eines nationalen Seelenaufschwunges überhaupt fähig sei! Es ist eben unser Unglück, daß das Nationalgefühl in Gestalt des sprichwörtlichen „furor teutonicus” immer wieder nur bei ganz besonderen Konstellationen und auch da immer wieder nur für kurze Augenblicke her vor bricht, dann freilich alle Dämme mit ungeheurer Gewalt überflutend, aber, wenn sein Werk getan, es möge erfolgreich getan worden sein oder nicht, nur allzu rasch verebbend! Wären wir Deutsche immer und allewege so selbstverständlich national in unserem Denken und Fühlen, in unserem Tun und Lassen, wie es andere Völker sind, wäre auch bei uns das Nationalgefühl ein nie und bei keinem erlöschendes, immerdar in allen Lebenslagen gleichmäßig wärmendes Feuer, dann bliebe es uns erspart, daß unser Nationalsinn in Zeiten des Aufgepeitschtwerdens so furorartig hervorbrechen müßte, denn solch ein überkompensierender „furor” ist, wie unsere bittere Gegenwart ergreifend dartut, in seinen Auswirkungen nach innen wie nach außen ein gar zweischneidiges Schwert . . .

Vor allem aber wären die anderen Völker der Erde stets sich dessen bewußt, daß wir ein Volk sind, dem das Bewußtsein nationaler Zusammengehörigkeit über allem steht; und wären darum nicht immer wieder aufs neue enttäuscht und überrascht, zu finden, daß es bei uns bald so ist und bald wieder anders scheint; denn es scheint, als wären wir Mulattenseelen ohne festes Grundgerüst, und gerade weil mau solches von uns argwöhnte, darum nicht zuletzt fanden und finden andere Völker, auch solche, die an Bildung tief unter uns stehen, den Gedanken unerträglich, daß auch wir ein großes Volk seien, finden dies bei weitem nicht so selbstverständlich, wie sie es selbstverständlich finden bei so vielen anderen führenden Kulturnationen.

Auch in alledem also, in der geringen habituellen Intensität unseres Nationalgefühls sowohl wie in seinem fallweisen furorartigen Hervorbrechen und raschen Wiederverebben ist ein Quellengebiet zu suchen für den Haß, der uns entgegenschlug, da Deutschland der Welt verriet, was es leisten könne, soferne es nur will, denn diese Welt war nach allen historischen Erfahrungen über die Charakterartung der einzelnen Deutschen nicht geneigt zu glauben, das dem Deutschen das Einheitsehrgefühl so hoch werte wie dem Romanen, dem Angelsachsen, dem Slawen. Und nicht zuletzt haben es die traurigen Ereignisse der Gegenwart bewirkt, daß dieser Haß nach unserer schweren Katastrophe nicht nur in nichts eine Minderung, sondern eher noch eine Verschärfung erfahren hat; mußten sich doch die Feinde unwillkürlich fragen und zornerfüllt fragen, ob es gerecht gewesen sei, daß ein Volk, dessen Einzelglieder oft so wenig nationalen Sinn bekunden, es wagen durfte, mehr als vier Jahre seine nationale Einheit mit so gewaltigen Schlägen zu verteidigen. Es mußte ja aus psychologisch begreiflichen Ursachen in den Köpfen der anderen der Glaube entstehen, als habe unser deutsches Volk die Rolle des Bäumleins spielen wollen, so andere Blätter als die seinen hatt’ gemocht . . .! Und doch, weil wir’s begreifen, müssen wir sagen und bekennen: es ist ein Irrtum, ein bitterer, für alle Teile blutig bitterer Irrtum, wenn unsere Feinde dem deutschen Volke die nationale Seele nicht glauben möchten! Denn sie ist in uns, sie lebt in uns, aber der unglückselige Schulmeister in uns, dieses Kunstprodukt einer falsch gerichteten Volkserziehung, hat es verhindert, daß der angestammte Individualismus, der bei den angelsächsischen Germanen in so glücklicherweise mit dem nationalen Gemeinsinn verwachsen ist, auch bei den Deutschen die gleiche Fortentwicklung nahm; er hat die deutsche Seele im Gegenteil so sehr verkrüppelt, daß es den Deutschen nicht gegeben ist, der Welt zu sagen, wie sehr sie trotz allem ihres völkischen Zusammenhanges sich bewußt sind, und nicht gegeben, Persönliches und Nationales in sich harmonisch miteinander zu vereinen.

Wir wollen davon noch an späterem Orte sprechen und wollen der Hoffnung Ausdruck leihen, daß es in Zukunft anders werden möge! Und daß eine andersgerichtete Erziehung in allen Gliedern des deutschen Volkes neben dem nationalen Bewußtsein auch ein warmes Nationalgefühl erwecke, das, wenn auch frei von allen Übertreibungen, zur selbstverständlichen obersten Richtschnur für das Tun und Lassen jedes Deutschen zu jeder Zeit werde, wie es in so vorbildlicher Weise beim Angelsachsen der Fall ist.

Die Geschichte des deutschen Volkes belegt alles das hier Gesagte mit ungezählten traurigen Beispielen. Schon die deutsche Nibelungensage weiß zu erzählen, wie bitteres Leid Deutsche über Deutsche brachten, aber auch, wie schwer ihr Ansehen in den Augen fremder Völker litt dadurch, daß sie das Sippen-, ja das Einzelnidol weit vor jenes der Gesamtheit stellten. Die Römer wußten wohl, daß es nur galt, der Eitelkeit und Ehrsucht der einzelnen zu schmeicheln, um stets noch Germanen zu finden, die sich gegen Germanen gebrauchen ließen, ohne — und das ist das Schlimme — im Volksbewußtsein darum gebrandmarkt zu erscheinen wie Ephialtes, wie Alkibiades es in der Überlieferung der Griechen blieben, dieses Volkes, das doch wahrlich an Stammes-, an ^tädteeigenbrötelei den Deutschen wenig nachgab, das aber dem äußeren Feinde gegenüber doch, im ganzen wenigstens, von je die Einheit nationalen Fühlens und Handelns wahrte. Karl der Große scheut sich nicht, im Interesse Roms, das seinen und seines Frankenstammes Ehrgeiz zu umnebeln weiß — zum Verhängnis der ganzen weiteren Geschichte Deutschlands, von dessen Folgen in direkter Linie dem Tieferblickenden unser heutiges namenloses nationales Unglück sich herleitet —, die germanischen Langobarden völkisch zu vernichten und damit das Rückgrat deutscher Siedlung im Süden für immer zu zerbrechen; er scheut, wieder im Dienste römisch umschmeichelter Stammeseigentümlichkeit, davor nicht zurück, die Sachsen, den edelsten und trefflichsten deutschen Stamm, in brudermörderischer Weise fast zur Hälfte auszurotten, weite Striche seines altangestammten Landes den damals noch völlig slawischen Obotriten überlassend; eine Tat, die erst spätere Geschlechterfolgen durch die Wiedereindeutschung der ostelbischen Ursitze des deutschen Volkstums gutgemacht haben. Auch um die Bayern seinem Reiche zu unterwerfen, scheut Karl nicht davor zurück, fremde, undeutsche Hilfsvölker sich zu verschreiben! Diesen germanischen Heerfürsten sehen wir dahingegen, auf Kosten seiner eigenen Stammesgemeinschaft, den damals rassisch kernfaul gewordenen galloromanischen Ländern kostbares deutsches Blut zuführen, indem er scharenweis deutsche Geschlechter zur Ansiedlung in Gallien und Wallonien zwang, beileibe nicht aber etwa, um die Lande seinem Volkstum zu gewinnen, beileibe nein: um umgekehrt jene sicher in der Zucht des ßömertums zu halten, dem er sich verbündet hatte! Und so hat Karl, dieser deutsche Fürst, den Grund gelegt zum Werden des auch seinen deutschen Stammesnamen tragenden Frankreich! So war er es, er, ein deutscher Heerfürst, der zum geistigen Ahnherrn des vierzehnten Ludwig, Napoleons und Clemenceaus geworden ist! So war er es, der den Samen der Verachtung deutschen Wesens in die Herzen der Galloromanen gepflanzt hat, er, der, selber ein Deutscher, ihnen im Dienste seiner persönlichen Zwecke deutsches Blut in Strömen geopfert, der ihnen als erster den Weg gewiesen hat, sich an deutschem Blute satt zu trinken, so viel und so oft sie es brauchten! Und diese Verachtung ist dann av.itisch, ist zum nationalen Engramm geworden im Laufe der Geschlechterfolgen,- mußte aber naturnotwTendiger-we’ise in blutigen Haß Umschlägen, seit das traditionelle deutsche Opferlamm zu erwachen und sich nicht weiter ins unabänderlich Geschienene zu fügen begann, denn: cet animal est tres mechant, quand on l’attaque il se defend . . . Darum sieht es der Franzose als selbstverständlich an, daß er, von Straßburg bis Köln, an deutschem Blute sich jederzeit satttrinken dürfe, und sein Zorn schäumt, in seinem Sinne ehrlich, bei dem Gedanken, daß das deutsche Blut sich dagegen wehren sollte … Zu diesem bitteren Paradoxon aber den Grund gelegt zu haben, ist Karls, dieses deutschen Herrschers — den die Franzosen in,, trauriger. Ironie gern als . den ihrigen reklamieren — ursprünglichstes Werk . . .

Das ganze deutsche Mittelalter ist überhaupt voll des Wütens Deutscher gegen Deutsche im Dienste engstirniger persönlicher oder partikularer Interessen, daran sich Fremdlinge gar schlau anzusetzen gewußt haben. Der vielhundertjährige Kampf um Rom und was damit zusammenhängt, ist eine blutige Tragödie der deutschen Nation, und all dies kostbare deutsche Blut ist nur vergossen, ist unwiederbringlich dahingeopfert worden, um letzten Endes in den Herzen der anderen Völker Verachtung zu erwecken gegen eine Nation von Gladiatoren, die sich für kleine Eitelkeiten und im Dienste Fremder gegenseitig hinschlachteten, dann aber auch wilden Haß, sobald es für Augenblicke scheinen wollte, als ob diese Gladiatoren, im Bewußtsein einer Gemeinsamkeit, deren die Wfelt sich entwöhnt hatte, den anderen ihre Gleichberechtigung oder gar ihre Herrschaft entgegensetzen könnten; wären die Deutschen stets national gewesen, hätte die Welt damit stets wie mit etwas Selbstverständlichem rechnen dürfen, nie hätte Verachtung, nie Haß gegen das deutsche Volk in solchem Maße Raum gewinnen können.

Und nun erst das Zeitalter der Religionskämpfe und des dreißigjährigen Krieges! Diese Zeit, in der ganz Deutschland durch mehr als ein Jahrhundert ein Heerlager bildete, dessen Boden fremde Söldnerscharen, von Deutschen gegen Deutsche gehetzt, um die Wette brandschatzten! Kein Volk der Welt hat solche Schmach ertragen müssen auf seinem eigenen Grund und Boden, hat sie ertragen müssen durch eigene Schuld und durch die Schuld seiner Häupter, die ohne jedes Gewissen die heilige altgermanische Treue schändeten, indem sie sie verfälscht und versudelt haben durch künstliche Verquickung mit ihrem Widerpart, jener unseligen Eigenidolatrie, jenem gerade durch kollektivistische Summation so leicht ins Ungesunde ausartenden Überindividualismus und Überegozentrismus, der die schwarze Seite des deutschen Charakters bildet und sich so furchtbar mißbrauchen läßt! So ward es den Fürsten und ihren vielfach, zumal im katholischen, aber hie und da auch im protestantischen Deutschland fremdbürtigen Beratern ein leichtes Spiel, Deutsche gegen Deutsche nach Belieben zu verhetzen: divide et impera . . .! Indem man dem einzelnen
Deutschen oder konstellativen Gruppen Deutscher vorzugaukeln verstand, des Fürsten Interesse sei ihr Interesse, ihr Eigenglaube, sobald auch des Fürsten Glaube, ein Heiligtum, durch das sie hoch erhoben seien über ihre deutschen Brüder anderer Konfession, anderer Dienstmannschaft; und indem mau dann, schlau beraten von fremdstämmigen Ratgebern, solche Einzeleitelkeiten zu Kollektiveitelkeiten zu summieren verstand, die oft nicht einmal mehr mit Stammeseinheiten sich deckten: hat man es vermocht, das deutsche Volk in ein Chaos von Gevölk-seln zu zersplittern, die einander tödlicher befehdeten als Mensch und Bestie und in gegenseitiger Abschlachtung ein gottgefälliges Werk sahen, würdig der huldvollen Gunst anderer, seien es auch Fremde und Todfeinde des eigenen Volkstums, sofern sie nur dem durch von außen gemachte mechanische Summation zusammengebündelten Kreise kollektiver Eigenidolatrie zugehörten! Dieses Kollektiv der Eigenidolatrie war fortab dem Deutschen Ersatz für Heimat, für Nation! Was der Herzog, der künstlich gezüchtete Abgott der Eigenidolatrie, an Land und Volk gerade erheiratet hatte, es mochte deutschen oder slawischen oder wälschen Stammes sein, war fortab „Volksgenosse”, das unorganische Ländersammelsurium war „Vaterland”, und gab gar erst dem Mischmasch eine durch List und Gewalt aufgezwungene gemeinsame „Konfession” die höhere Weihe, dann konnte solche Eigenidolatrie auch noch gar „ad majorem dei gloriam” zur Religion erhoben werden! Solches war aber der politische Zustand, die politische Seelenverfassung des deutschen Volkes, von den Tagen der Gegenreformation bis in die Zeit der Befreiungskriege, durch mehr als 2XI2 Jahrhunderte also! Und solches war er unter den Augen fremd-bürtiger Höflinge aus aller Herren Länder, die an den Fürstensitzen sich breitmachend, ein Volk verachten lernen mußten, das so sich führen und nasführen, das sich durch schlauen Mißbrauch gerade seiner überindividualistisch unsozialen Herreninstinkte zuletzt verknechten ließ, dessen Glieder so sehr stets bereit waren, die nationale Ehre ihrer Eigenidolatrie zuliebe zu opfern! Und solches geschah um die Zeit, da ringsum mächtige Nationalstaaten emporwuchsen, Frankreich vor allem sich festete und der Glanz seines — übrigens aus germanischem Stamme entsprossenen, aber diesen seinen Ursprung verleugnenden — Bourbonenhauses zu strahlen und alles zu überstrahlen begann! Mußte da nicht wieder die Verachtung für den deutschen Tölpel in den Seelen der anderen neue Nahrung in Fülle finden? Aber ebenso auch haßerfüllt der Sinn der anderen werden bei dem Gedanken, der Verachtete‘könnte je gleichwertig neben sie oder als Stärkerer an ihre Spitze treten? Nur Haß kann das Schicksal des Verachteten sein, der sich aufrichten will!

Und wie war es in den Revolutionsjahren und in der Napoleonszeit? Erst hatten sich die deutschen Fürsten — damals die Vormünder des von ihnen so schlau versklavten deutschen Volkes — zusammengetan, des französischen Volkes Freiheitsdrang in Blut zu ersticken; da es ihnen nicht gelang und Frankreich den Hieb parierte, gaben sie einer nach dem anderen klein bei, um vollends zu Kreuze zu kriechen, da ihnen ein Napoleon gegenübertrat! Österreich und Preußen wahrten im Unglück leidlich wenigstens noch das Gesicht; von den anderen deutschen Ländern aber gilt das bittere Wort: omnes ruere in servitium . . . .! Und was von Fürsten und Ländern galt, es galt damals auch von den zur Strafe für unsoziales, überindividualistisches Herrentum durch Mißbrauch desselben versklavten Geistern, deren Eigenidolatrie sich noch geschmeichelt fühlte, so ihnen die besondere Ehre zuteil ward, den Franzosenstiefel küssen zu dürfen! War doch ein Goethe selbst nicht frei vom Kulte eines Napoleon, der — mag er auch eines der gewaltigsten menschgewordenen Fermente der Geschichte sein — dem deutschen Volke stets doch nur im Herzen ein bitterer Feind und nichts als ein Feind gewesen ist! Wo aber war zu jenen Zeiten das deutsche Ehrgefühl hingeraten! Es stak im tiefsten Sumpfe, es brannte nur in wenigen wahrhaft adeligen Seelen als wärmendes und doch schmerzendes Feuer! Wieder aber mußte Verachtung Platz greifen in den Herzen der Sieger! Sie wandelte sich zur Verblüffung, da die deutsche „Herde” — auf einen ach so kurzen Augenblick nur! — erwachte, da aus ihr mit einem gewaltigen Ruck ein Volk von Männern emporwuchs, das mit ein paar wuchtigen Schlägen das Joch zertrümmerte! Und doch mußte zuletzt die Drachensaat des Hasses daraus emporwachsen, da diese Männer wieder zu einer Herde zurücksanken, die bar schien jedes völkischen Ehrbegriffes. Von Sklaven, von Gladiatoren besiegt worden zu sein, der Glaube daran mußte einen Stachel tödlichen Hasses zurücklassen in den Herzen der Besiegten, ihre Verbündeten gewesen zu sein, in den Herzen ihrer Bundesgenossen.

Und nun bedenke man: wir sind bei unserer Betrachtung schon angelangt an der Schwelle der Gegenwart, in einer Zeit, da andere selbst staatlich noch nicht selbständige Völker bereits zu lebendigem Nationalgefühl erwacht waren; wir halten also bei einer Wende, die den älteren Zeitgenossen von heute vielfach noch durch unmittelbare Überlieferung von seiten ihrer Vorfahren lebendig und nahegerückt erscheint! Deren Nachwirkungen also bis in die Gegenwart hineinreichen, in der sich die Nation von eitlen, knechtseligen Gladiatoren mit einem Schlage emporgereckt hatten zu einem machtvollen Volke von Herren, die kurz vordem noch „minderwertig” Geglaubten zu Vollmenschen geworden waren, ja zu Übermenschen sich zu recken schienen! Haben sie das ihrige getan, die Anerkennung in der öffentlichen Weltmeinung zu erringen? Haben die vorangegangenen, hat die jetzige deutsche Generation gezeigt, daß sie sich auch innerlich frei zu machen verstanden habe von allen jenen Schlacken aus dieser alten Zeit, die, aus Eigenidolatrie geboren, eine Dienerhaftigkeit, eine Versklavung der Geister erzeugt hatten, wie noch von je Eitelkeit und unsozialer Egozentrismus in den Abgrund seelischer und physischer Abhängigkeit geführt haben? Kurz, sind die Deutschen auch innerlich ein Herrenvolk im besten Sinne, also ein Volk von freien Männern geworden, ein Volk, sich seines Wertes als Volk in jedem einzelnen vollbewußt, ein Volk, das fest und sicher im nationalen Instinkte, den anderen jene Achtung aufgenötigt hätte, die es hätte verhindern können, daß aus der Verblüffung der anderen über den äußeren Werdegang der so lange Verachteten unversöhnlicher Haß emporwachse?

Leider, wir können diese bange Frage nicht einfach bejahen!

Denn auch diese letzte Generation hat, wenn auch nicht mehr im physischen, so doch im moralischen Sinne sich selbst zum Kämpfer hergegeben für fremde Belange, sie hat in sich und in ihrem Schoße einen geistigen Bürgerkrieg geführt im Dienste und im Interesse Fremder, und alle diese Kämpfer haben kein höheres Ziel gekannt, als sich den Beifall Fremder zu erringen, in deren geistigen und moralischen Sold sie sich aus Eigenidolatrie gestellt hatten. Und so kam es, daß auch im neuen deutschen Bismarckreiche mit all seiner leider nun ach entschwundenen Herrlichkeit gar viele waren, die kein höheres Ziel kannten als im Geiste Streiter zu sein für fremde Ideen, wenn sie nur vor ihrem deutschen Bruder damit „etwas Extra voraus” zu haben glaubten. Kein größerer Stolz, als wenn ein Deutscher vor dem anderen mit der Wohlmeinung und Zustimmung des Auslandes protzen durfte, kein schlimmerer Hohn, als wenn er dem eigenen deutschen Bruder des Auslandes Mißfallen Vorhalten konnte! Und dabei noch der Ton, den Deutsche untereinander und gegeneinander anschlugen ohne Rücksicht auf das aufhorchende Ausland! So mußte wiederum in den anderen aufs neue der Glaube genährt werden, der Deutsche kenne keine höhere Befriedigung als sein eigen Volk zu zerfleischen und dafür den Beifall Fremder einzuheimsen, kenne keinen ihm heiligeren Dienst als den der eigenen geistigen Idolatrie und den daraus geborenen Dienst des sei es nun nur noch geistigen und moralischen Gladiators für fremde Interessen. Wieder aber konnte nur Verachtung solcher Art Frucht sein, und wieder mußte die Verachtung in Haß Umschlagen, sobald sich verblüffend zeigte, daß gleichwohl in dem Deutschen das Bewußtsein steckte, anderen Völkern durchaus gleichwertig zu sein, wenn nicht gar überlegen; und wenn es schien, als sollte dieses Bewußtsein am Ende gar die Leiter darstellen für Weltherrschaftsgelüste.

Und so bestätigen auch die letzten Jahre deutscher Geschichte nur allzu eindringlich die psychologischen Regeln nach denen die allzu weit getriebene Hingabe an das Idol einer besonderen Eigenart der Persönlichkeit und das damit aufs engste verschwisterte Streben, etwas voraus zu haben gerade vor dem eigenen Bruder, den Deutschen auf die schiefe Ebene des Verachtetwerdens leiten und wie dann jeder kraftvolle Schritt aus diesem Sumpfe heraus in die Wildnis des Hasses führen mußte. Wenn der deutsche Edelmann, -wenn der deutsche Gelehrte, wenn der deutsche Beamte den Volksgenossen minderen Ranges, minderer Bildung, statt ihn als seinen Bruder zu behandeln, von oben her anließ, auch in der Fremde, wenn er die Gemeinschaft mit ihm erniedrigend, die Gemeinschaft mit Standesgenossen fremden Volkstums aber als angemessen empfand: dann mußte die Verachtung, die er dem eigenen Volksgenossen bezeigte, in Haß bei den anderen Umschlagen, sobald er auf die Zahl und Kraft dieser eben von ihm verächtlich Gemachten sich stützend als Herr im Kreise der anderen Völker sich zu gebärden schien; das nämliche mußte gelten, wenn eine Staatspolitik, die heute ängstlich danach strebte, den Beifall des Auslandes zu finden, morgen plötzlich ungeschickt genug in Szene gesetzte Versuche unternahm, nach „Herrenart” im Kreise der anderen aufzutrumpfen. Kein Wunder ist es wahrlich, wenn eine Führung, deren einziger Leitstern selbstgefällige Eigenidolatrie, dieses unselige Erbteil deutscher Art, gewesen ist, und wenn ein Volk, von dem weite Kreise so sehr vom Geiste dieser Führung durchdrungen waren, das Opfer allgemeiner Welten Verachtung und schließlich eines Weltenhasses ohnegleichen werden mußte! Denn dieser eine, vielleicht einzige Charakterfehler deutscher Art, er ist in seinen Folgewirkungen oft derart, daß er all das unermeßlich Gute und Edle in der deutschen Volksseele überschattet; und daß er selbst im Unglück noch sie damit bedroht. ihrer Würde verlustig zu gehen: denke man doch an die schwere moralische Einbuße, die wir dank dem Bürgerkriege in den Zeiten des furchtbarsten äußeren Zusammenbruches in den Augen der Welt erlitten haben, denn Spartakus ist nur in Rot, was der Junker in Blau, der Römling in Schwarz, der kosmopolitisch würdelose Geldmensch in Goldgelb ist; und denken wir daran, daß der Feind nicht hat umhin können, die Art und Weise zu verdammen, auf die sich in dieser Unglückszeit ohnegleichen deutsche Männer und namentlich deutsche Frauen an seine Gunst heranzuschmeicheln versucht haben . .. Das vernichtende Urteil englischer Soldaten hierüber spricht Bände.

Wollen wir aber die Nutzanwendung ziehen, dann beherzigen wir, daß es nottut, die heranwachsende Jugend nicht zu einem Geschlechte eitler Musterschüler und Schulmeister, sondern zu Charakteren heranzubilden, die, innerlich frei und mannhaft, sich selbst vor allem als Glieder ihres ganzen Volkes, ihr Volk als kostbares Glied der ganzen Menschheit fühlen und achten! Dann wird auch uns die Achtung als Volk zuteil werden.

Ökonomische und politische Ursachen des Deutschenhasses

Ein oft wiederholtes Wort, das leider seine Tragik hat, besagt, es sei das deutsche Volk bei der Verteilung dieser Welt zu spät gekommen. Leider kann nicht geleugnet, werden, daß dieses Zuspätkommen eine Frucht der eigenen Geschichte des deutschen Volkes ist, deren verhängnisvollen Gang wir in dem früheren Kapitel genugsam kennen gelernt haben; ein Volk, dessen einzelne Glieder, vom einzelnen Manne bis zu den Ständen, Klassen und Stämmen so lange Zeit nur der Eigenidolatrie und allenfalls der aus ihrer Summierung hervorgegangenen Idolatrie der greifbar nahen Kollektivität ergeben, nicht also national in höherem Wortsinne gewesen sind und ihre Kräfte
im Dienste solcher Eigenidolatrie verzettelt haben, ein solches Volk konnte natürlich nicht genügend Sinn auf bringen, dem Nationsganzen Geltung zu verschaffen. Und so bedeuteten gerade die Jahrhunderte, da andere große Völker zu Weltvölkern emporwuchsen, für Deutschland die Zeit jämmerlichster Kleinstaaterei und Kirchturmspolitik.

Aber die immanenten Energien, die ja darum im deutschen Volke niemals erloschen waren, drängten mit einem Schlage um so gewaltiger hervor, nachdem einmal die Schöpfung des neuen Deutschen Reiches dem Großteil des deutschen Volkes seine Einigung und damit wenigstens eine notdürftige staatliche Plattform gebracht hatte, um sich im größeren Stile wirtschaftlich entfalten zu können. Und so sehen wir, in schier schwindelndem Tempo binnen kaum zwei Jahrzehnten aus dem Volke der Dichter und Denker, der Gelehrten und Ideologen, der Eigen-. brötler und Kirchturmpolitiker eine Nation von Fabrikanten und Kaufleuten werden, dergleichen an Tatkraft und Tüchtigkeit die Welt bisher nur in den Angelsachsen geschaut hatte. Ja noch mehr als das: an innerer, sachlicher Tüchtigkeit übertraf der einzelne Deutsche, und das ist sicherlich ein unleugbares Verdienst seiner sorgfältigeren Durchschulung gewesen, den einzelnen Angelsachsen um ein Beträchtliches, so daß er im Welthandel mit Riesenschritten in die Nähe der traditionellen englischen Führerstellung rückte, wahrhaftig ein wirtschaftlicher furor teutonicus!

Sicherlich, ein Maß von händlerischer Begabung steckt dem Germanen im Blute, denn es kann gewiß kein Zufall sein, daß gerade in allem, was Handel heißt, die germanischen Völker früh schon einen der ersten Plätze eingenommen haben; und auch der Gewerbfleiß war bei den germanischen Völkern ebenso frühzeitig sehr hoch entwickelt; es ist, als hätte sich die germanische Urkraft, seit sie nicht mehr ausschließlich das Schwert allein bediente, ein anderes Tätigkeitsgebiet mit elementarer Gewalt eröffnet, das ihr die Welt erobern half; stets ist denn auch der germanische Kaufmann ein. wehrhafter Kaufmann gewesen: man denke an die mittelalterliche Hansa, man denke an die kühnen germanischen Seefahrer, an Norweger und Normannen und Dänen und Holländer, vor allem aber an die Angelsachsen! Und ihre deutschen Vettern von gestern gaben ihnen darin gewiß nichts nach, auch sie wußten nicht nur den Rechenstift, sondern neben und mit ihm das Schwert gar wohl zu führen.

Gerade darin nun aber ist der Ausgangspunkt aller Tragik von heute zu suchen! Die deutsche ökonomische Entwicklung litt an einem Mißverhältnis: an dem Mißverhältnisse zwischen der unerhörten Schnelligkeit ihrer letzten Entwicklung einerseits und der Kleinheit, der Ungunst der geographischen Grundlage und ihrer Grenzen anderseits. Der gewaltige wirtschaftliche Aufschwung vollzog sich sozusagen von einer äußerst schwanken und stets bedrohten Grundlage aus. Gerade dieser Umstand zwang Deutschland, aus dem nämlichen Grunde, aus dem sich England eine starke Seemacht bewahren mußte, sich eine kräftige Wehr zu Lande zu schaffen. Denn Deutschland ist sozusagen eine Insel zu Lande, wie England eine solche zur See. Wie aber die englische Seemacht Gegenstand eifersüchtigen Neides seitens aller Rivalen von je gewesen ist, so mußte es auch die deutsche Landmacht sein, namentlich seit sie zur Schirmerin einer wirtschaftlichen Entwicklung wur’de, der keine andere auf die Dauer die Wage halten zu kpnnen schien.

Diesem aus alledem geborenen Gefahrenrisiko konnte nur durch eine besonders geschickte Wirtschafts- und Außenpolitik, konnte nur durch realistische Abwägung aller Möglichkeiten und Unmöglichkeiten begegnet werden. Gerade auf diesem Gebiete nun aber zeigte sich deutscherseits eine Stümperhaftigkeit, die sich wohl lediglich erklären läßt aus jenem völligen Mangel praktischen psychologischen Verstehenkönnens, dessen Ursachen wir in dem nächsten Kapitel sehr eindringlich beleuchten werden; und selbstverständlich trug auch der aus der nämlichen Quelle gespeiste Apriorismus, der ein so verhängnisvolles Element deutschen Denkens darstellt, das seinige zu dem Ungeschick deutscher Politik bei.

Es mußte klar zutage liegen, daß ein Land wie Deutschland, daß vor allem aber ein Staat wie das neue Deutsche Reich, der sozusagen über Nacht zu einer Hochblüte sondergleichen emporgeschossen war, ohne darum natürlich seine von Natur aus stets aufs äußerste gefährdete Lage in irgend etwas geändert zu haben, gerade angesichts dieser Entwicklung seiner ökonomischen Verhältnisse zwei Grundlinien in seiner Politik ein-halten mußte: er mußte stark sein und er mußte klug handeln, er durfte in seiner materiellen Rüstung nirgends eine Lücke dulden, er durfte es aber noch viel weniger in seiner geistigen, seiner politischen Rüstung, nach innen wie nach außen. So wie aber die militärische Oberleitung eines Volkes stets genau wissen muß, wie es um die militärische Beschaffenheit der Nachbarn steht, um zu erkennen, worauf es bei der Bewahrung des Friedens sowohl wie bei der Verteidigung des Landes ankommt: genau so ist es Aufgabe der Politik eines Landes, aufs genaueste sich Rechenschaft zu geben, wie es um die Mentalität der Nachbarn steht, wie sie psychologisch genommen werden wollen, um mit ihnen politisch und ökonomisch im Frieden leben zu können, im Notfall aber imstande zu sein, sein Rechtauch mit ge eigneten geistigen und politischen Waffen zu verteidigen. Nicht zuletzt aber mußte für Deutschlands ökonomische und politische Wegrichtung der uralte Satz maßgebend sein, den der Angelsachse Lea zur Achse seines weltbekannten Buches gemacht hat, der Satz, wonach jede Kraftentfaltung sich in der Linie des geringsten Widerstandes zu bewegen habe. Dieser Satz ist übrigens das Ergebnis einer so natürlichen Kräfte Wirkung, daß auch Deutschlands Kraftentwicklung sich auf dieser von Natur aus gegebenen Linie bewegt hätte, hätte sie nicht gekünstelter schulmeisterlicher Apriorismus im Verein mit den Nachwirkungen einer unglücklichen Geschichte aus der von Natur gezeichneten Bahn heraus abgelenkt. So ist es gekommen, daß die deutsche Politik zuletzt auf die wahnsinnige Grundlage gestellt erschien, die drei stärksten Nachbarn zugleich als Gegner zu traktieren, indes sie mit den schwächsten und unzuverlässigsten eine wechselseitige Versicherung auf Gedeih und Verderb abschloß, das Übel der geographischen Unterlage ihrer Machtstellung also womöglich noch vergrößernd, statt Sorge zu tragen, daß zunächst einmal, unter Verzicht auf überhaupt oder mindestens einstweilen unerreichbare politische Aspirationen, die vitale, unmittelbare Unterlage nationalen Seins so weit wie möglich versichert und verbreitert werde.

Statt dessen sehen wir aber, wie die deutsche Politik, von allen guten Geistern verlassen, geradezu das Gegenteil von alledem tat, was das vitale Interesse der Nation erforderte. Die unerhört impulsive ökonomische Entwicklung Deutschlands in den letzten Jahrzehnten mußte ja naturnotwendig mit eiserner Konsequenz Englands Eifersucht erregen, ganz so wie seine militärische und kulturelle Erstarkung den Neid der anderen Nachbarn anfachen mußte. Umso dringender tat es Deutschland not, da es doch zwei mächtige und sichere Feinde in den Flanken seiner so sehr ungünstigen Landgrenze wußte, alles zu vermeiden, was die ökonomische Eifersucht Englands in eine politische wandeln konnte; eine Wandlung, die im vorliegenden Falle darum keine notwendige war, wreil England, solange es nicht die bewaffnete Seemacht Deutschlands zu fürchten brauchte, in der deutschen wirtschaftlichen Kraftentfaltung allein gegenüber der Gefahr, die von Frankreich und namentlich von Rußland drohte, entschieden das kleinere Übel erblickte und, die Folgerungen hieraus ziehend, bekanntlich sogar bereit war, mit Deutschland eine förmliche Lebensversicherung auf Gegenseitigkeit abzuschließen, unter der Bedingung, daß sich Deutschland für absehbare Zeit mit dem „guten zweiten Platz’’ in Weltwirtschaft und Weltpolitik begnüge; gegen eine in legitimen, also durch nationale, wirtschaftliche und geographische Notwendigkeiten diktierten Grenzen sich haltende Verbesserung der geographischen Grundlagen Deutschlands auf dem europäischen Festlande hätte ein vor der weltpolitischen und maritimen Überflügelung durch Deutschland auf absehbare Zeit geschütztes England ganz gewiß nichts einzuwenden gehabt, und sie wäre darum auch leicht erreichbar gewesen.

Weit entfernt von der richtigen Erfassung aller dieser, dem gesunden politischen Menschenverstände so schlicht und klar aufscheinenden naturnotwendigen Selbstverständlichkeiten hat schulmeisterlicher Apriorismus das deutsche politische System auf ein Dogma festgelegt, darauf so recht das Wort eines sozialistischen Schriftstellers paßt: es ist Logik, die sich in einer geraden Linie allerdings folgerichtig fortbewegt, aber nicht sehen kann, daß psychologische Lebenswahrheit in allen Dimensionen verankert sein will. Irgendwie war in den Neunziger]ahren das Schlagwort „Weltwirtschaft” aufgeflogen; weil das Streben des modernen, aufstrebenden Deutschland eingestellt war auf wirtschaftliche Belange, wirkte das Schlagwort wie Zunder in einer Strohtriste; alles was in Deutschland politisch dachte, war nunmehr auf „Weltwirtschaft” eingeschworen; von der Weltwirtschaft zur Seeherrschaft ist natürlich ein logischer Katzensprung; zwar nur für schulmeisterliche Papierlogik, nicht für lebenswarme Psychologie; aber der Schulmeister, der dem zünftigen Deutschen nun einmal im Genick sitzt, tat prompt seine Schuldigkeit; also zeugte das erste Schlagwort ein zweites: „unsere Zukunft liegt auf dem Wasser!” Und von da bis zum „Admiral des Atlantischen Ozeans” war es — auf dem Papier — gar nicht so weit . . . Daß dieser Weg an der harten Tatsache „England” vorbeiführte, mit solchen „Kleinigkeiten” beschwerte sich schulmeisterlich-aprioristischer Doktrinarismus natürlich nicht weiter; wozu gäbe es denn auch Scheuklappen auf dieser Welt? Was ein echter, rechter Schulmeister ist, sieht eben nur und nichts als sein „Problem”, demgegenüber alle anderen Probleme, sofern deren Existenz überhaupt anerkannt wird, zu Bagatellen zusammenschrumpfen; freilich kam der Schulmeister um die Tatsache „England” nicht ganz herum, aber mit haarscharfer Logik rechnete er und bewies er — auf dem Papier —, daß und wie man mit England fertig werden würde; mit einem Blicke auf die Landkarte, vollends gar mit dem Studium der politisch-psychologischen Struktur der Nachbarländer aber beschwerte man sich kaum; was sollten auch solche irdische und psychologische Beschwernisse aprioristisch-schulmeisterlicher Logik anhaben können? Sie durften ihre Zirkel so wenig stören wie der römische Soldat jene des Archimedes! Und so schweifte eine schulmeisterlich denkende und strebende Politik weithin über die Meere und durch die Lüfte, indes Frankreich auf dem Sprunge nach dem Rheintal lauerte, indes Russen und Polen fast vor den Toren Berlins an schutzloser Grenzlinie ihre Waffen schmiedeten; sie baute — papierene — Bahnlinien von Berlin nach — Bagdad mitten hindurch durch das Tschechenland, dessen politische Psychologie ihr eine keines weiteren Aufhebens und darum auch keines Studiums werte Kleinigkeit erschien, so wenig wie sie sich um die bittere Not der Deutschen Österreichs kümmerte; sie plagte sich nicht wöiter ab mit der Tatsache, daß quer über dem Wege nach Bagdad auch sonst noch manches dunkle Problem politischer Psychologie lag. Was wiegt auch dem Schulmeister, der seiner papierlogisch zurecht gelegten Schulaufgabe nachhängt, die Psychologie des lebendigen Lebens? Was verschlägt es ihm, daß er, verbissen und versunken in seine fixen Ideen, an Bäume, an Laternenpfähle anrennt? Er spürt es nicht einmal! Was kümmert es ihn, daß er dabei den Nebenmenschen auf die Füße tritt, sie über den Haufen rennt, daß Flüche und Verwünschungen der anderen das blinde Ungestüm seiner Wegspur begleiten? Er hört nichts, er sieht nichts, er stürmt immerzu weiter dahin über Stock und Stein, den Blick ins Blaue gerichtet, dem überwertigen Phantom nachjagend, bis

er am Ende selber über die barte Realität der Gruben und Löcher am Wege stolpert und einen bitter-schmerzvollen Fall tut . . .

Wie Deutschland seinen eigenen politischen Betätigungsradius vollkommen falsch abschätzte, wie es — eingeengt und eingezwängt in die denkbar schlechtesten Grenzen der Welt — der schulmeistergezeugten Wahnsinnsidee nachjagte, seine legitime Erstarkung exzentrisch und nach den drei Richtungen des stärksten Widerstandes statt konzentrisch nach jenen des geringsten Widerstandes auswirken zu lassen: genau so ging es völlig in die Irre in der Einschätzung der politischen Psychologie seiner Nachbarn! Wir werden ja darüber noch manches zu sagen haben. Hier nur soviel, als zum Beweise schulmeisterlichen Unverstandes in allen Dingen politischer Psychologie vonnöten ist. Deutschlands politisches Denken zeigte sich auch da festgenagelt auf den Horizont eines lebensfremden Gymnasialoberlehrers und die ihn begrenzenden schematischen Begriffe: Österreich-Ungarn war der „treue Bundesgenosse”, sozusagen das „eiserne Inventarstück”, auf das man sich verlassen zu können glaubte; das bißchen Jesuitenkamarilla bagatellisierte man ganz so wie die seit Jahrzehnten immer drohender werdenden Wetterzeichen in und um Prag, vor der Schwelle des blühenden sächsischen Landes, wie den stillen Slawisierungs-kurs, den die Namen Taaffe, Badeni und Thun kennzeichnen, wie Budapest, Agram, Lemberg, Triest; denn man hatte nun einmal sein Nibelungenschema …. Mit Italien war es kaum anders. Rußland — je nun, da schwankte man hin und her zwischen Überschätzung und Unterschätzung, machte sich aber jedenfalls allseits unbeliebt. Frankreich war die „schmollende Marianne”, der man bloß ein bißchen (Schema: Goethe) schöntun oder zur Abwechslung wohl auch die Peitsche zeigen (Schema: Nietzsche) zu müssen glaubte, um sie hübsch „kirre” zu machen, ja womöglich an die eigene Seite (!) ziehen zu können; mit „Kleinigkeiten” wie den Pariser Pressezuständen, der Pariser Freimaurerei, dem Revanchegedanken gab man sich nicht weiter ab, tat aber durch ahnungsloses Ungeschick im Elsaß alles, um letzteren wachzuhalten. Gerade das Elsaß gibt ein ebenso klassisches wie trauriges Zeugnis ab für das grenzenlose Ungeschick und die völlige Desorientiertheit in allen psychologischen Belangen, derlei die deutsche Politik kennzeichnet. War es doch klar, daß ein so durch und durch süddeutscher Volksstamm, wie es die Elsässer sind, auf den überdies durch zwei Jahrhunderte französische Kultureinflüsse eingewirkt hatten, unmöglich nach norddeutscher und nun gar erst nach preußischer Methode verwaltet und daß er damit Deutschland nie wieder gewonnen werden konnte; wenn aber schon einmal dieser Weg eingeschlagen worden war, dann mußte er nach französischen Vorbildern (Frankreich kennt — unter allgemeiner Zustimmung aller Franzosen — gegen jede nichtfranzösische Regung nichts und wieder nichts als schonungslose Gewalt, ja Ausrottung samt der Wurzel) mit eiserner Konsequenz durchgeführt werden, dann durfte es nicht sein, daß die unterschiedlichen deutschen Schulmeister einander sozusagen angesichts des Zöglings und darüber hinaus in den Haaren liegen und daß sie miteinander keifend disputieren konnten über die Zweckmäßigkeit ihrer unterschiedlichen Erziehungssysteme. Man braucht aber nur das Wort „Zabern” in Erinnerung zu bringen, um sofort deutlich werden zu lassen, wie bedenkenlos vor aller Welt die unterschiedlichen deutschen Reichsschulmeister und Reichsoberlehrer aufeinander loshacken konnten, jeder in fanatischer Eigenidolatrie dermaßen eingesponnen, daß er gar nicht imstande war, sich selbst Rechenschaft darüber zu geben, in wie hohem Maße solches Schulmeister-gezänke vor aller Welt, gleichgültig ob es von rechts oder von links her kam, den deutschen Namen schädigen mußte! Dies war aber nicht nur unpsychologisch hinsichtlich des Elsaß gehandelt, es war auch geeignet, die Achtung der ganzen Welt vor einer Nation, deren Wortführer, so wenig nationale Selbstachtung bekundeten, deren Verwalter so grenzenlos bar jedes politischen Sinnes waren, daß sie nach mehr als vierzig Jahren nicht den Weg zu finden vermocht hatten zu der Seele eines im Grunde urdeutschen Volksstammes, wie es der elsässische ist, gewaltig herabzusetzen; so wie es die Achtung vor Erziehern herabsetzen muß, wenn sie nicht allein falsche Systeme in der Erziehung eines Zöglings einschlagen, sondern zu alledem noch im Angesichte des Zöglings und der Mitwelt über die Zweckmäßigkeit ihrer persönlichen Erziehungssysteme fanatisch eifersüchtige Disputationen abhalten.

Und nun bedenke man: eine Nation, deren entsetzensvolles Ungeschick in allen psychologischen Dingen, deren darin wurzelnde Unfähigkeit, einen entfremdeten Stamm dem großen Vaterlande neu zu gewinnen, sie vor der ganzen Welt bloßgestellt und einen gefährlichen schwachen Punkt enthüllt hatte; eine Nation mit einer solchen Achillesferse; eine Nation mit so dürftigem und fragwürdigem äußeren Rückhalt, dafür aber zwei ungeheuer gefährdeten Flankenlinien zu Lande; eine solche Nation ließ sich auf das ungeheuere Wagnis ein, einer Schulmeisterdoktrin blind nachjagend, auch noch Seegroßmachtsgelüste zu nähren und dadurch mit tödlicher Sicherheit zu allen ihren Feinden noch einen neuen, den furchtbarsten von allen sich zu schaffen! Und wenn die leitenden Reichsschulmeister und Reichsdoktrinäre dabei noch schlau, d. h. psychologisch zu Werke gegangen wären! Aber man darf getrost sagen, es sei wohl in allem und jedem sozusagen das Gegenteil von dem geschehen, was man psychologische Behandlung eines Subjektes nennen darf: auf der einen Seite erging man sich in ebenso sentimentalen wie praktisch inhaltlosen Anbiederungen an die Engländer, eine Nation, von der doch jedermann weiß, daß sie nur für nüchterne reale Werte Sinn und Verständnis besitzt; auf der anderen Seite aber gefiel man sich England gegenüber in der etwas kindischen Rolle desjenigen, der einem anderen immerzu mit seinem neuen Dolchmesser unter der Nase herumfuchtelt und dieses anmutige Spiel bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit mit der mehr oder minder liebenswürdigen Ansage begleitet, ihm dieses Dolchmesser bei nächster Gelegenheit in den Leib rennen zu wollen! Es sei nochmals betont, daß ein derartiges Markieren der Zuckerbrot- und Peitschetaktik England gegenüber ausgesprochen kindisch wirken mußte angesichts des Umstandes, daß der Engländer ja doch schließlich ein etliche Nasenlängen größeres Dolchmesser besaß und zudem sehr genau wußte, daß der Deutsche, sowie es zum Klappen mit ihm käme, sowohl von der rechten wie von der linken Flanke her von sicheren Feinden angefallen würde. Nicht umsonst nannten englische Staatsmänner die deutsche politische Psychologie ungeschminkt „dumm” . ..!

Zweierlei mußte daher wieder die Folge sein: erstens Verachtung für eine Tölpelhaftigkeit, die derlei kindisch-schülerhafte Methoden, das Produkt weltfremder Schulmeisterei, in die politischen Manieren der Welt einführte; und zweitens ein mächtig ansteigender Haß gegen diese knabenhafte Stümperei angesichts der Tatsache, daß sie immerhin stark genug schien, um wenigstens den Versuch eines nicht unbedenklichen Angriffes auf die beati possidentes zu machen und dadurch den Weltfrieden umzustürzen. Natürlich lag solches dem rechtschaffenen Sinn des deutschen Volkes so ferne wie nur möglich und auch seine Lenker dachten daran im Ernste nicht: allein genau wie im menschlichen Einzelleben kommt auch im Völkerleben das meiste auf den Schein an, und dieser Schein zeugte angesichts der schier grenzenlosen Unpsychologie deutscher Politik gegen das deutsche Volk; umsomehr, als, wie gewiß nicht übersehen werden darf, jede deutsche Ungeschicklichkeit von den Nutznießern des Deutschenhasses aufs gründlichste ausgenützt worden ist. So haben wir wiederum eine neue Quelle des Deutschenhasses erschlossen; und sind mit unserer traurigen Analyse noch lange nicht zu Ende …

Die psychologischen Ursachen des Deutschenhasses

a) Bedingt durch die Psychologie des deutschen Volkes selbst.

Die psychologischen Ursachen des Deutschenhasses ergründen wollen, erfordert zunächst, sich mit einigen Kapiteln aus der Psychologie des deutschen Volkes selber zu befassen.

Es war freilich notwendig, schon im Rahmen der früheren Abschnitte nicht wenig von dem vorwegzunehmen, was streng genommen erst im Rahmen dieses Kapitels zur Sprache kommen sollte; aber die Dinge lassen sich eben nirgends scharf gegeneinander abgrenzen, Geschichte, Ökonomie, Politik, das alles greift auch ins psychologische Gebiet hinüber. Nunmehr gilt es aber, dieses letztere allein ins Auge zu fassen und sich zu fragen: ist in den psychologischen Gegebenheiten des deutschen Volkes nicht auch vieles und was ist es, was darin zum Anknüpfungspunkte wird für deutschenhasserische Gefühlskomplexe und Gedankenreihen?

Auch die Beantwortung dieser Fragen wird ohne ver-schiedentliche historische Rückblicke nicht möglich sein; es sind also neben den deskriptiven doch auch historisch-psychologische Aufgaben im Rahmen dieses Kapitels zu erfüllen.

Wir wissen bereits, in welchem Maße von jeher der Individualismus das deutsche Seelenleben gekennzeichnet hat. In den Vorzeiten deutscher Geschichte wirkt er vor allem auf dem Gebiete des unmittelbar leiblich-eudämonischen Interesses; mit dem Fortschreiten der kulturgeschichtlichen Entwicklung weitet sich sein Bereich, es erstreckt sich nun auch auf das geistige Gebiet Da wie dort aber wirkt er letzten Endes antisozial. Doch kommt es gelegentlich zu VerteidigungsZweckgruppierungen gegen gemeinsame Widersacher, und es kommt dann auf addi-tionellem Wege zu einer Art Kollektivindividualismus, wie wir ihn schon kennen gelernt haben; allein es fehlt dem germanischen Menschen von Anfang an jener primäre Kongregationstrieb, wie er für andere, auch für kulturell entwickelte Völker •von je so sehr charakteristisch, ist. Man erinnere sich, wie vom klassischen Altertum bis zum heutigen Tage für die Völker des klassischen Kulturkreises und ihre modernen Nachfahren die „Agora” das Forum den eigentlichen Mittelpunkt des seelischen Seins bedeutet; man erinnere sich, wie von ihrem ersten Auftreten in der Geschichte bis zum heutigen Tage die Slawen ihre Ansiedlungen als eng geschmiegte Häusergruppen, mit einem „Ringplatze” inmitten, erbauten, der einstmals wie heute noch den Treffpunkt und Mittelpunkt ihres gesellschaftlichen Seins bedeutet. Demgegenüber ist der Germane von jeher Eingänger, Eigenbrötler, sein Haus, sein Hof ist seine Welt, oder — wie es der angelsächsische Germane ausdrückt — „my house is my castle”. So ist es auch im deutschen Norden ursprünglich gewesen, so im deutschen Süden, und selbst wo sich Deutsche zu geschlossenen Siedlungen zusammenfanden, da waren es ursprünglich Reihensiedlungen ohne Zentrum, jedes Haus, jeder Hof für sich geschlossen, oft räumlich nicht unbeträchtlich von dem Nachbarhause, dem Nachbarhofe abstehend. Städtesiedlungen aber scheinen ursprünglich dem Deutschen fremd: sie entwickeln sich zunächst nur dort, wo die Römer Heerlager angelegt hatten und später, im Mittel-alter, als befestigte Waffenplätze, als Häusergruppen im Schutze einer Burg, also als Siedlungen, die primären Siedlungsbedürfnissen gar nicht entsprachen, sondern nur sekundären Ursprungs sind, deren Zweckgedanke dem Volksgeiste ursprünglich fremd scheint und ihm von fremden oder durch die Schule fremden Geistes gegangenen Herrschern aufgezwungen wird. Man halte daneben, daß die Slawen, schon als sie noch heidnisch und auf primitiver Kulturstufe gewesen, blühende Stadt wesen gegründet hatten, die damals schon lebhafte Handelsplätze waren (indes der germanische Handelsgeist erst später zur Welt kommt, dafür aber dann um so intensiver und universeller pulsiert); haben doch fast alle deutschen Städte ostwärts der Elbe—Saale-Linie schon in der Wendenzeit bestanden!

Sicherlich steht der ursprünglich relativ dürftige sprachliche Mitteilungsdrang des germanischen Wesens, seine Wortkargheit („Nemec” — der Stumme!) in enger psychologischer Beziehung zu dieser ursprünglich asozialen Art germanischen Wesens. Wo das Germanentum sich relativ rassenrein erhalten hat, wie im deutschen Nordwesten, in manchen Gegenden Bayerns, dann in Holland, Skandinavien und in den höheren Schichten Englands, da ist heute noch eine gewisse Knappheit und Kargheit des sprachlichen Ausdrucksbedürfnisses landesüblich und schlägt dem lebhafteren Südländer oder Osteuropäer wie Nordwind ins Gesicht. In entsprechend abgedämpfterem Maße gilt dies aber für das ganze deutsche Volk — das uns ja hier allein interessiert —, (wenngleich es unter allen germanischen Völkern weitaus am meisten mit ungermanischen Elementen durchsetzt ist; die Angelsachsen sind in ihren oberen und mittleren Schichten zweifelsohne rassenreinere Germanen als etwa die Deutschen östlich der Elbe und Saale oder südlich des Thüringerwaldes in den äquiparierenden gesellschaftlichen Ständen), wenigstens im Vergleiche zu den nichtgermanischen Völkern, zumal den romanischen und slawischen Nachbarn. Zugegeben, daß der Rheinländer, der Pfälzer, der Mainfranke, der Wiener und der — Berliner, dieser vor allem, heutzutage über eine ganz gehörige Suada verfügen, sie sind immer noch rechte „ Stummerin” im Vergleiche etwa zum Italiener oder zum Tschechen oder zum Polen! In Wien, wo es ja slawischer Gäste nicht so wenige gibt, mag man oft die Bemerkung machen, daß zwölf deutsche Wiener, die miteinander konversieren, nicht entfernt so laut und so wortreich werden denn das Dritteil tschechischer oder polnischer Gäste am Nebentisch! Und daß ihnen die „große Geste” des Romanen und Slawen vollends fehlt.

Völkerpsychologisch ist dies von grundlegender Bedeutung. Der germanische und also ursprünglich auch deutsche Eigenbrötler, Eingänger, Einöder hat soziale Instinkte von ehedem auch nicht entfernt in dem Maße zu entwickeln Gelegenheit gehabt wie andersvölkische Menschenkinder; Zusammensein, Zusammenleben mit anderen Menschen — mit Stammesverwan’dten selbst — außer mit den Gliedern der allerengsten eigenen Sippe ist ihm ursprünglich etwas Fremdes, und nur widerstrebend fügt er sich gelegentlichem Zweck-verbande und vollends späterer Kongregationssiedlung. Kein Wunder also, daß der deutschen Seele jenes Maß von Einfühlungsfähigkeit in die Seele der Mitmenschen, derlei bei anderen Völkern schon in ihrer Vorzeit vorhanden ist und sozialen und darum nationalen Zusammengehörigkeitssinn bei ihnen schon früh sich entwickeln läßt, abgeht; dies auch der Urgrund des dürftigen nationalen Einheitsgefühls und Solidaritätsbedürfnisses; nebenher aber auch des beim Deutschen so häufigen Unvermögens, sich in die Seele anderer Menschen überhaupt, also erst recht in jene anderer Völker einzufühlen, seines oft so kläglichen Versagens in allen Erfordernissen praktischer Lebenspsychologie; denn derlei ist nur sozial gerichteten Menscheuseelen möglich, nur im sozialen Zusammenleben zu erwerben, nicht aber im asozialen, ja oft antisozialen, wie es das deutsche Volksleben gewesen ist.

So hat also eine Eigenschaft, die dem Germanentum tief im Geblüte zu sitzen scheint, zur Konsequenz, daß die Bedingungen wechselseitiger psychologischer Fühlungnahme von Mensch zu Mensch hier in weitaus geringerer Ausprägung gegeben erscheinen als bei anderen Kulturvölkern. Gleichwohl muß eines auffallen: daß gerade das deutsche Volk, wiewohl es doch nicht das germanischeste unter den germanischen Völkern ist, .in weiten Schichten diese Eigentümlichkeit am zähesten bewahrt, ja vertieft hat, indes andere germanische Nationen sie zu überwinden imstande waren.

Der Grund hiefür dürfte in historischen Verhältnissen gelegen sein. Die Geschichte hat es mit sich gebracht, daß alle anderen germanischen Völker frühzeitig zu nationalen Einheitsstaaten erwuchsen; das kam daher, daß sie — wie England und Dänemark — durch die insulare, beziehungsweise halbinsulare Abgeschlossenheit oder — wie Norwegen — durch die am Meere exponierte Lage dazu gedrängt wurden, oder — wie Schweden — durch die rauhe Faust der Könige, welche die widerstrebenden Adeligen zu Paaren getrieben hatten; dazu kam, daß keines dieser Völker das Unglück hatte, in den Bannkreis des Begriffes „Rom” hineinzugeraten, welcher als Ferment der Dekomposition wirksam war. Es bildete sich also überall anderswo im Staate die Nation als politische Gemeinschaft und als solche trat sie der Krone gegenüber, mit der sie alsbald in einen Widerstreit geriet, aus dem aber allenthalben in germanischen Landen der Freiheitsgedanke siegreich hervorging; in der Schweiz und in den Niederlanden zum unwiederbringlichen Schaden der deutschen Gesamtnation, deren Vertreter in der kritischen Zeit leider die Tyrannis verkörperten! Die Folge war aber jeweils die unwillkürliche Zusammenfassung des Volkes zu einer wenn auch nur in allgemeinstem Umfange sozialen, in einer Richtung wenigstens seelisch homogen orientierten und zu gegenseitiger Einfühlung ihrer Glieder anfällig gewordenen Gemeinschaft, dergestalt, daß selbst in aristokratisch geschichteten Nationen — England, Schweden — früh schon etwas wie ein demokratisch gerichteter nationaler Instinkt erwachte, der Volksgenossen und Volksgenossen einander verstehen lehrte und dadurch‘ das Schädliche an dem extremen Individualismus überwand. Denn nur aus sozialem Gemeingefühle kann ein lebensstarkes nationales Gemeingefühl, kann übrigens auch politisches Gefühl, politischer Sinn erwachen; wobei natürlich soziales und Klassenbewußtsein nicht restlos ein und dasselbe sind: so hatten etwa die Ghettojuden ein starkes soziales Gemeinbewußtsein, nicht aber ein gemeinsames Klassenbewußtsein.

Anders in Deutschland. Hier hinderte der tausendjährige Kampf um Rom und mit Rom die nationale Zusammenfassung, er wirkte, indem er Reichsoberhaupt und Teilfürsten, überhaupt Deutsche und Deutsche einander entfremdete, zunächst zersetzend, indem er — dank den Intrigen Roms — Teilfürsten gegen Teilfürsten und diese gegen das Reichshaupt wechselweise ausspielte und mit den Häuptern auch ihre Untertanen durcheinanderhetzte und so schon vor der Reformation jedem nationalen Gemeinschaftsbewußtsein obstruierte, bis die Reformation und die darauffolgende böse Zeit der Gegenreformation und des Dreißigjährigen Krieges die Nation vollends in zwei untereinander wieder x-fach gespaltene Lager zerriß. Diese Zerrissenheit konnte aber natürlich auch kein wahrhaft soziales Leben aufkommen lassen; denn nichts konnte ja einer schädlichen Hypertrophie des Individualismus mehr entgegenkommen, nichts der ominösen Eigenidolatrie förderlicher sein als jene; lag doch im Wesen jedes der Duodezstätchen die Tendenz, sich mit allen äußeren Attributen der Souveränität auszuschmücken, sich ein Heer von Würdenträgern, Beamten und Bediensteten verschiedener Art zu schaffen, die Kastengliederung der Bevölkerung zu kultivieren, diese überhaupt getreu dem alten Grundsätze „divide et impera” auch psychologisch in Partikelchen zu spalten, die sich untereinander nicht als Brüder, sondern nur zu oft als Gegner betrachteten und behandelten; was aber von jedem dieser Mikrokosmen galt, das galt vom Makrokosmos Deutschland in seiner Gesamtheit: Einzelstaaten, Stände, Klassen, Konfessionen, Zünfte, nirgends standen sie einander schroffer gegenüber als in Deutschland, nirgends wurde aber auch diese Gegnerschaft mit macchiavellistischeren Mitteln von oben her begünstigt und genährt als in deutschen Landen! Den Duodezeitelkeiten der Fürsten entsprachen Myriadezeitelkteiten (sit venia verbo) der Untertanen, nicht minder gehegt und gepflegt wie jene und im Laufe einer vielhundertjährigen nationalen Leidensgeschichte derart auf Kosten des Yolksganzen hyper-trophiert, daß sich ein wahres Nationalbewußtsein erst spät entwickeln konnte, und auch dann nicht schlackenfrei, schon darum nicht, weil auch im neuen Deutschland die alten Kräfte, sei es auch nicht mehr in solcher Stärke wie in der „guten alten Zeit” fortwirkten. Jene Philisterhaftigkeit und jeno politische Interesselosigkeit und Engstirnigkeit, die dem Deutschen solange anhafteten, sie stammen sehr wesentlich von daher.

Die Folgeerscheinungen sind nur zu bekannt: Keines anderen Volkes Psyche als wie jene des Deutschen ist in solchem Maße durchdrungen von Kastengeist, von Sonderbündelei, von großen und kleinen Eitelkeiten, Hochnäsigkeiten und Untertänigkeiten, zwischen den Gruppen wie zwischen den Einzelgliedern der Nation; wenig Deutsche, die nicht idolatrisch befangen wären in dem Kult ihrer Gruppe, es sei nun eine landsmannschaftliche oder eine ständische, eine berufliche, eine geistige, eine sportliche, was immer für eine, oder aber es bestünde diese Gruppe gerade nur aus — ihnen selbst! Wenig Deutsche, denen nicht das Zusammengehörigkeitsgefühl, das Gemeinsamkeitsbewußtsein mit ihrer „Gruppe”, in der sie ja nichts als das kollektive Spiegelbild ihres eigenen seelischen Ich erkennen, im reinkultivierten Extremfall aber auch selbst ihr eigenes seelisches Ich ungleich höher wertete denn das Gemeinsamkeitsbewußtsein der Yolksgesamtheit, ist doch dieso für nur allzuviele Deutsche eine Art „Mischmasch”, darin, ihnen kein Unterschied wahrnehmbar dünkt zwischen den unterschiedlichen physischen und geistigen „Pedigrees”. Es ist nicht zuletzt darum, daß, während anderen Völkern Nationalgefühl und Nationalbewußtsein gar nicht erst diskutable.

Selbstverständlichkeiten von hochwertigstem Gehalte sind, solches dem zünftigen Deutschen sich gar nicht von selber versteht, sondern ihm sozusagen in jedem Einzelfalle ein besonderes „Problem” dünkt, dessen Wertigkeit erst geprüft zu werden hat und diese Prüfung nur zu oft gar nicht besteht; nur in deutschen Landen ist darum das Mißverständnis möglich, als sei Nationalität eine „Mode jungen Datums” und „vergänglich wie jede andere Mode”; ein höchst fatales Mißverständnis, weil es eine — bitter traurige und dem Dasein des Volksganzen äußerst gefährliche — Gegebenheit deutscher Psychologie kritiklos auf die Gesamtmenschheit überträgt, deren einzelvölkische Glieder von jeher oder mindestens schon seit unvordenklicher Zeit, um so mehr, je höher ihre Kulturstufe, ganz ausgesprochen und selbstverständlich national orientiert waren und sind! Nur in deutschen Landen konnte der Wahnwitz Blüten treiben, als sei es „reaktionär”, sich national zu betätigen, wo doch im Gegenteil gerade alle reaktionären Abbaukräfte, die innerhalb Deutschlands allzulange wirksam gewesen sind und es leider immer noch sind, bewußt und unbewußt im Sinne antinationaler Strebungen arbeiteten und noch arbeiten und daher jeder Fortschritt zunächst und unmittelbar auch auf die seelische Überwindung dieser antinationalen, die Volksgesamtheit zersplitternden Kräfte gerichtet sein muß! Gerade die deutsche Sozialdemokratie von heute hat, bewußt und instinktiv, diese schlichte Wahrheit erfaßt und hat erkannt, daß nur über das bewußte Festhalten am Nationalen der Weg zum wahren Weltbürgertum führt, gerade wie man, mit seltenen Ausnahmen, die keiner Regel gleichwerten, kein richtiger Fünfziger sein kann, wenn man vorher kein rechter Dreißiger und Vierziger gewesen ist. National und nationalistisch ist allerdings durchaus zweierlei. Allein bezeichnenderweise sind diese anderwärts so durchaus schlichten und selbstverständlichen psychologischen Tatsachen und Forderungen in deutschen Landen außer Kurswert. Immer noch zog es den Deutschen mehr zum Standesgenossen, zum Glaubensgenossen, zum Zunftgenossen, zum Weltanschauungsgenossen, gleichgültig ob gleicher oder fremder Nation, denn zum eigenen Volksgenossen anderen Standes, anderen Glaubens, anderer Zunft, anderer Weltanschauung, und alles das, worauf sich so viele Deutsche soviel zugute tun, alles in verschiedenem Gewände, in verschiedener Farbe immer ein und dasselbe, so dem einen hochheilige Tradition, dem anderen Inbegriff aller Fortgeschrittenheit erscheint, alles das ist ersten und letzten Endes nichts als Ausfluß einer von jahrhundertealten nationsfeindlichen Mächten besorgten künstlichen Überzüchtung jener Eigenschaft der germanischen Seele, deren soziale Begrenzung viele herrliche Früchte getragen, deren antisoziale Hypertrophierung aber die furchtbarsten Verwüstungen angerichtet hat: des Individualismus.

Man vermag sich leicht auszumalen, welche Folgen dieser psychologische Zustand für das Ansehen des deutschen Volkes in der Welt haben mußte. Der Nichtdeutsche sah und sieht noch heute in uns eine Nation vor sich, die sich seinem Auge als ein gerade nur sprachlich einheitliches Riesenbündel von 70 Millionen Einzelmenschen und Menschengruppen und -grüppchen darstellt, denen jene innere psychologisch gemeinsame Grundlage zu fehlen scheint, wie sie sich bei anderen Nationen von selbst versteht und darum dort erst gar nicht zum Gegenstände mehr minder geschwollener Anzweiflungen oder Anpreisungen zu werden braucht: der einheitliche politisch-nationale Sinn! Welchen Eindruck soll der Welsche, soll der Slawe, soll der Angelsachse gewinnen, wenn er wahrnimmt, wie der Bayer den Preußen, der Protestant den Katholiken, der Adelige den Bürger, der Bourgeois den Proletarier, der Geheime Rat den Ungeheimen Rat, der Gelehrte den Ungelehrten, der Zünftler den Nichtzünftler, der Impressionist den Expressionisten, der Standpünktler den Gegenstandpünktler, kurz der Volksgenosse den Volksgenossen wertet wie einen Fremden, wie einen Feind, wie er ihn coram publico interno et externo ostentativ verachtet oder rücksichtslos anfällt, in ihm den Ausbund alles Niedrigen und Verwerflichen erblickt und diesen seinen Gefühlen und Anschauungen bei jeder sich bietenden Gelegenheit freien Lauf läßt? Umgekehrt aber, erlittener Fußtritte selbst nicht achtend, keinen höheren Ehrgeiz weiß als in heller Eigenidolatrie sich anzubiedern an Fremdvölkische „seinesgleichen”? Welchen Eindruck soll der Nichtdeutsche gewinnen,wenn er sehen und hören muß,wie der deutsche Edelmann nichts Plöheres sich weiß, als den englischen Lord, den welschen Marquis, den slawischen Bojaren zu äffen oder ihm demütig nachzulaufen, indes er sich weigert, dem deutschen Bürger die Hand zu drücken oder in dem deutschen Arbeiter seinen Bruder zu erblicken? Wie der deutsche Geistesmensch aller Arten, das Einheimische, Bodenständige in Stoff und Art geringschätzend, fremdvölkischen oder (im Grunde ein billiges Deckwort für den Mangel sozialen Gefühls, das ja beim Nächsten, also beim Volksgenossen zuerst betätigt werden muß! Daher protzen sich bei uns reiche Knicker oder denkarme Leerköpfe mit Vorliebe zu „Weltbürgern” empor, um sich den Pflichten sozialen Opfersinns mit Hilfe eines vornehm klingenden Schlagwortes zu entziehen oder ein fein klingendes Deckwort für ihre innere Hohlheit zur Hand zu haben) kosmopolitischen Idealen nachläuft? Wie deutsche politische Parteien einander nicht wirksamer bekämpfen zu können glauben, als indem sie einander wechselseitig vor dem Auslande, auch vor dem feindlichen Auslande beschimpfen und denunzieren und ostentativ ihr ideelles, wenn nicht gar ihr nacktes materielles Interesse über Volk und Vaterland stellen, gierig nach Beifall und Gunst selbst des Feindes? Wie kann es anders sein, als daß der Nichtdeutsche den Deutschen ob all dieser Dinge verachtet? Daß er seine nationale Einheit geringschätzt oder gar für ein Kunstprodukt hält? Und in der von urreaktionären Kräften geförderten Spaltung den natürlich gegebenen Zustand erblickt? Daß aber diese Verachtung wiederum in Haß Umschlägen muß in dem Augenblicke, wo das „Unglaubliche”, die deutsche Einigkeit sich, wenn auch immer erst in zwölfter Stunde — es ist der Fluch deutscher Geschichte, daß sich jede ihrer Phasen immer erst in jenem Augenblicke zu vollenden scheint, wo es schon fast „zu spät” und oft unwiderruflich zu spät ist — denn doch als Tatsache erweist? Und wenn der im Alltagsleben latente, ja künstlich gestaute nationale Einheitssinn zuzeiten mit urplötzlicher, elementarer Gewalt hervorbricht, gleich einem, schlagenden, alles verheerenden Wetter: furor teutonicus…..!

Das ist eben das nationale Unglück! Wäre der Deutsche im Alltag so selbstverständlich national, wie es, ohne darum Nationalist zu sein, der Angelsachse, der Romane, der Slawe ist, staute er nicht das Nationale in sich im Alltage als zu „gewöhnlich” zurück, wäre es in seinem Fühlen und Denken, Tun und Lassen selbstverständlicher und darum harmonischer verankert, es täte nicht not, daß es dann fallweise mit so brutaler Massenwucht hervorbräche, um alsbald wieder jäh in sich zusammenzusinken, es wäre dann keine geringschätzige Verachtung bei den anderen ob des Fehlens nationaler Würde, aber auch kein siedender Haß ob des Entsetzens, den das brüske, unerwartete
Hervorbrechen der furiosen Sturzwelle nationalen Sinnes, mit dem niemand ernstlich gerechnet hatte, bei den Nachbarn anrichtet! Mangel an nationalem Sinn hat ja stets kompensatorisch Chauvinismus und Furor zur Folge. Das Nationale ist eben im Menschlichen gegeben; nur im Abreagieren gibt es Unterschiede. Den Deutschen tut aber dringend not, daß die habituelle Note ihres nationalen Abreagierens eine andere werde.

Gerade nun die individualistische Zerfahrenheit und die daraus resultierende nationale Schwäche waren die Wegebereiter jenes Preußentums, dem das heutige Deutschland soviel des Gehaßtwerdens dankt. Wie das gekommen ist? Das wollen wir nun beantworten.

Das, was wir das Preußentum nennen, ist seiner ganzen Natur nach wohl nur zu verstehen, wenn wir es einerseits entwicklungsgeschichtlich werten, anderseits von gewissen allgemeinen psychologischen Gegebenheiten ausgehen. Knüpfen wir gleich an diese letzteren an. Es ist eine bekannte Tatsache, daß der menschlichen Seele der Drang innewohnt, ihr Innerstes nach außen hin zu „verdecken”, ihre Schwächen zu verbergen, sie durch künstliche Überdeterminierung der ihnen entgegengesetzt gerichteten seelischen Tendenzen gleichsam zu überkompensieren; darum singt der Furchtsame im Walde, darum gibt sich der innerlich Schwache nach außen hin oft zornmütigaggressiv, der innerlich Brutale dagegen übertrieben freundlich. Was nun vom einzelnen gilt, gilt auch von Menschengruppen, gilt im weiten Sinne dann auch von Stämmen und Yölkern; nur daß es da sehr gewöhnlich die leitenden Köpfe einer Gruppen-, Stammes- oder Volksgemeinschaft sind, welche die Rolle des Gesetzgebers, d. h. also des personifizierten Exponenten der Volksseele übernehmen, dessen Streben dahin geht, daß der mehr minder dunkel gefühlte innere seelische Drang des Volksganzen, der in einzelnen Köpfen bewußt wird, zum Gesetz und zur Sitte werde; dieses war die Rolle der Propheten des Alten Testamentes, des Lykurg und des Solon im alten Hellas, der Apostel des Urchristentums im Spätaltertum. Und so sehen wir also auch, wie die germanische Volksseele, sowie einmal der äußere, naturnotwendige Zwang staatlicher Gemeinschaft den tiefwurzelnden Individualismus des einzelnen zurückzudämmen erheischt, sich ein „Korrektiv” ersehnt, welches ihr schließlich denn auch erwächst, und zwar — der freieren germanischen Art gemäß — weniger im Gesetz als in der Sitte.

Diese Sitte ist oft, wenn nicht meist ein ungeschriebenes Gesetz; aber dieses ungeschriebene Gesetz erreicht in der germanischen Welt an zwei Stellen eine ganz ungeheure Macht, allerdings infolge historischer Entwicklungen; ein Gesetz, dessen Antlitz freilich bei den beiden Völkergruppen, unter denen es in Wirksamkeit getreten ist, keineswegs die nämlichen Züge aufweist: während nämlich bei den Angelsachsen eine allerdings ziemlich äußerliche religiöse Bindung der ursprünglichen individualaktivistischen Tendenzen der Seele durch die Grundsätze des Puritanismus (von denen auch die Gesetze der profanen angelsächsischen Sitten sich herleiten) erfolgt ist, war diese Bindung auf deutschem Boden, und zwar zunächst in Preußen ein Werk des Schulmeistertums, von dem der „Militarismus” nur der älteste und repräsentativste Spröß-ling ist, von dem aber ebensogut alles andere an preußischer (und überhaupt neudeutscher) Sitte, im Guten wie im Schlimmen, herstammt Es ist nicht zuviel gesagt, wenn man ausspricht, daß im allertiefsten Grunde der Kampf zwischen den beiden germanischen Vetterrassen der Konkurrenzkampf um die Vorherrschaft gewesen sei zwischen den beiden Systemen seelischer Bindung und Zügelung des ursprünglichen germanischen Individualismus, des religiösen (und so vielfach auchpseudoreligiösen) Puritanismus auf angelsächsischer, des wissenschaftlichen (und so vielfach auch pseudowissenschaftlichen) Schulmeistertums auf deutscher Seite. Da aber die Methoden der Religion und ihrer Propaganda „psychologischer” sind als jene der Wissenschaft und ihrer Systeme, da die ersteren mehr Macht entfalten über die Gemüter und das Gemüt über den Geist bis heute immer noch triumphiert hat, darum war psychologisch der Kampf zwischen angelsächsischem Germanentum und deutschem Germanentum um die Seele der Welt im Keime bereits zu unseren, zu deutschen Ungunsten entschieden, ehe noch auf Erden die Würfel gegen uns Deutsche gefallen sind .. .

Die historische Entwicklung der angelsächsischen Sitte hier abzuhandeln, kann meine Aufgabe nicht sein, zumal dies Berufenere schon besorgt haben; ich muß mich in diesem Belange hier begnügen, festzustellen, was ist. Ich muß mich begnügen, den tieferen psychologischen Ursachen der historischen Entwicklung des preußischen Schulmeistertums nachzuspüren. Denn ich behaupte: die alten Markgrafen von Brandenburg und ihre Gehilfen, die Begründer des „Preußentums”, sind durch die strenge Schulmeisterlichkeit ihrer Zucht charakterisiert, davon der sichtbarste Teileffekt, der militärische, trotz seiner scheinbaren Signifikanz eben doch nur ein Teilergebnis ist.

Zum Verständnisse ist es nötig davon auszugehen, daß es Kolonialland, und zwar ursprünglich recht spröder und dürftiger Kolonialboden war, auf dem die Brandenburger und in der Folge die preußischen Fürsten ihr Werk aufzubauen hatten; um es erfolgreich in die Wege leiten zu können, war zweierlei vonnöten: Besiedlung und Arbeit; da aber die Arbeit notwendigerweise eine harte sein, da jede Frucht der Natur erst mühsam abgerungen werden mußte, war von Anbeginn an eine strenge Rationalisierung der Arbeit erforderlich; damit aber war es nicht genug: es galt, die widerstrebenden, individualistischen Geister der Landbarone, aber auch der sehr verschiedenen, wenn auch vorwiegend niederdeutschen Stämmen entsprossenen Ansiedler und zu alledem noch den Geist der ja doch nichts weniger als restlos ausgerotteten slawischen Eingeborenen in zielstrebiger Weise zusammenzufassen, zu parallelisieren, um zu nutzbringendem Ergebnis, zu gelangen, aus Steinen Brot, aus Sanddünen Getreidefelder, aus Territorien einen Staat zu formen; mit Gewalt, mit „Bayonetten” allein war das aber nicht zu machen, wenn nicht diese Gewalt selber organisch aus den straff zusammengefaßten Energien hervorwuchs, welche die Vorbedingung des Werdens eines preußischen Staates abgaben; es war also notwendig, die Seele des Volkes, welches dieses Territorium bewohnte, zu harter, fruchtverheißender Arbeit zu ertüchtigen und zu gemeinschaftlichem, zielbewußtem Arbeiten zu organisieren, gleichgültig, ob diese Arbeit eine Arbeit mit der Egge war oder eine solche mit der Kelle oder mit dem Schwerte oder mit der Feder. Auch dies aber konnte wieder nicht mit Gewalt und wieder nur Gewalt allein gemacht werden; es konnte auch nicht mit Religion allein gemacht werden; denn der Zeitgeist der damaligen Religion war mehr auf mystisches Grübeln gerichtet denn auf das Evangelium der Arbeit. Das Evangelium der Arbeit als einer kategorischen Pflicht mußte also in mehr lehrhafter Weise dem Volksganzen beigebracht werden; und so wurde das Lehrhafte, welches dem Preußischen so sehr anhaftet, es so sehr kennzeichnet; und von ihm, seit Neudeutschland geworden ist, auf das ganze Deutschtum mehr
oder weniger intensiv ausstrahlte, das Lehrhafte, Schulmeisterhafte des deutschen Mannes im Bürgerkleide wie im Waffenrocke, das Gouvernantenhafte der deutschen Frau in Haus, Arbeit und Gesellschaft.

Die lehrhafte, schulmeisterliche, methodisch-organisatorische Gebundenheit des preußischen Wesens, wie sie im Laufe der Jahrhunderte geworden ist und im Laufe der letzten 50 Jahre von Preußen her rapide über das übrige Deutschland sich verbreitet und demselben den Stempel aufgedrückt hat, hat unzweifelhaft der deutschen Nation, nicht nur in ihrem preußischen Anteile, unschätzbaren Nutzen gebracht, .ob wir nun die Sache von der Seite des bürgerlichen und des geistigen Lebens her betrachten oder von jener des militärischen und des politischen. Zunächst hat sie sich als ein Korrektiv erwiesen gegenüber überindividualistischer Denk- und Fühlweise: der Schulmeister trachtet ja die Seelen mehr oder weniger parallel oder konvergent einzustellen; und in der Tat ist es dem preußischen Schulmeister gelungen, die Geister derart zu zügeln und mit seiner Art zu infiltrieren, daß sie selber schulmeisterlich geworden sind, daß eine Art Schul-meisterlichkeit für das ganze Leben dem preußischen Typus zur zweiten Natur wurde und daß darin eine gewisse Ausgleichung, Homogenisierung und Zusammenbündelung der ihrer germanischen Grundlage nach auseinanderstrebenden Glieder erzielt wurde; von der ethischen Seite sekundierte dem Taktstock des Schulmeisters der Pflichtbegriff, der, durch Kants Lehren geheiligt, sozusagen die ideale Folie für die parallelisierende Organisation der Geister abgab; der Schulmeister, der für den typischen Preußen alsbald zum „inneren” Schulmeister, zum personifiziert gedachten Gewissen wurde, wacht darüber, daß das sittliche Gebot pflichtgemäß zielbewußter, methodisch auf einen hohem Zweck hin eingestellter, also nicht so sehr individuellem als vielmehr der sozialen Gemeinschaft, dem Staatsganzen dienenden Nutzen zugewendeter Arbeit geheiligt und befolgt werde; er schafft jenes Evangelium der Arbeit, der tätigen Hingabe an eine Sache um ihrer selbst willen, darin der einzelne völlig aufgeht, dessen hoher sittlicher, überindividualistische Antriebe zügelnder Wert unmöglich verkannt werden kann, so wenig wie wir Deutsche verkennen sollten, daß das angelsächsische Seitenstück, der Puritanismus mit seinen mehr an biblische Satzungen anknüpfenden Lebensnormen auf seine Art überindividualistische Regungen zügelt (nur daß beim Angelsachsen der puritanische Prediger noch um ein gut Stück unpersönlicher ist als beim Preußen der Schulmeister und daß darum der Angelsachse in seinem Wesen den Predigerton — wenngleich er an ihm unverkennbar ist, etwa in den Reden angelsächsischer Staatsmänner mit ihren häufigen Anrufungen von Christentum und Moral — wenigstens nicht im Alltag dermaßen hervorkehrt wie der Deutsche, zumal der Preuße den Schulmeisterton). Kein Zweifel, daß das, was wir die preußische — im weiteren Sinne dann überhaupt die deutsche — Tüchtigkeit nennen, dem preußischen Schulmeister, der preußischen Schulmeisterlichkeit, direkt oder mindestens indirekt, zu danken ist; jene Tüchtigkeit, die dem Deutschtum soviel äußere Erfolge eingetragen hat und uns, wie wir alle zuversichtlich hoffen, aus unserem jetzigen nationalen und wirtschaftlichen Elend wieder heraushelfen wird, ganz ebenso, wie wir hoffen, daß die innere Stimme des preußischen Zucht-und Schulmeisters in uns, daß dieses unser personifiziertes Gewissen uns mit erhobenem Finger alsbald wieder zu zielbewußter Arbeit zurückrufen werde, auf daß das Wort wieder wahr werde, daß der Deutsche bei der Arbeit sein Bestes gebe; auf daß wir jene Arbeitsfreudigkeit um ihrer selbst willen wieder gewinnen, die unser deutscher Bürgeradel ist, den wir unserem Schul- und Zuchtmeister danken. Auch auf geistigem Gebiete, im Reiche der Gedanken, des wissenschaftlichen Forschens wie namentlich der angewandten Wissenschaft, schuldet das deutsche Volk seinem Schul- und Zuchtmeister unauslöschlichen Dank; war er es doch, der das Volk der individualistischen Dichter und Denker zweckbewußtes, zielstrebiges, organisiertes Denken gelehrt hat; das hat sich besonders segensreich erwiesen auf den Gebieten des Handels und Wandels; der deutsche Geist, vordem in den Wolken schwebend, hat sich gewöhnt, auch die Gefilde irdischen Gemeinwohles zu befruchten, er hat von da unschwer den Weg zur Technologie, zur Industrie, zur praktischen Medizin, zu hunderten und tausenden nützlichen und nutzbringenden Dingen gefunden; und indem er jene methodisch-wissenschaftliche Schulung mitbrachte, die er von seinem vorbildlichen Schulmeister empfangen hatte, dessen Art ihm selbst als vorbildlichem Musterschüler in Fleisch und Blut übergegangen ist, hat er alle öffentlichen Wohlfahrtseinrichtungen und Arbeitsstätten, hygienische, verkehrstechnische, verwaltungsrechtliche, kommerzielle, industrielle, kurz welcher Art immer sie noch sein mochten, zu einer Höhe entwickelt, die ihm die neidvolle Bewunderung aller Nachbarvölker eintrug, die sich nach und nach, wenn auch — wie namentlich Engländer und Franzosen — nicht ohne recht große Selbstüberwindung gewöhnt hatten, Deutschland als eine Art internationaler Musterfarm zu respektieren, die ausersehen schien, zur internationalen Hochschule für angewandte Wissenschaft emporzuwachsen, ein Italien, ein Hellas der Technologie zu werden und dergestalt eine hohe geistige und moralische Sendung in der Welt zu erfüllen. Es ist leider anders gekommen, nicht ganz ohne unsere eigene Schuld … Aber die Geschicke der Völker verlaufen nicht geradlinig, sondern in Wellenlinien, und so mag sich auch aus dem nationalen Elend unserer Tage bald wieder ein Weg finden in lichtere Höhen; und einst ein Tag wieder kommen, wo die Worte grenzenloser Bewunderung für unsere Kultur aufs neue wahr werden, die ich vor einigen Jahren aus dem Munde eines Deutschland bereisenden französischen Ingenieurs vernahm, von dem ein naher Verwandter zu unseren Scharfrichtern und Schergen von heute zählt. . .

Hart umstritten, heutigentags geradezu in Ungnade gefallen sind demgegenüber die Verdienste des preußischen Zucht- und Schulmeisters auf politischem und militärischem Gebiete. Nun, ich werde natürlich der Aufgabe, ohne Rückhalt die schier unerschöpflichen Quellen des Deutschenhasses, die gerade das politische und militärische „Preußentum” erschlossen hat, auf ihre Naturgeschichte zu untersuchen, nicht aus dem Wege gehen. Allein die Gerechtigkeit erfordert es — gerade von mir, dem Österreicher, erheischt sie es gebieterisch —, vorher mit Nachdruck auf das Gute hinzuweisen, welches der preußische Schul- und Zuchtmeister auch auf diesen Wegen geleistet hat und welches wohl auch ganz andere Früchte getragen hätte, wenn nicht…; aber davon werden wir später reden!

Zunächst war es das historische Verdienst des preußischen Zucht- und Schulmeisters, in diesem Falle verkörpert durch die Kolossalgestalt eines Bismarck, der politischen Zersplitterung des deutschen Volkes, sei es auch zunächst nicht ganz restlos dadurch Herr geworden zu sein, daß er mit ehernem Zugriff die politischen Energien der deutschen Stämme Österreich ausgenommen, zusammengebündelt und paralleli-siert hat; indem Bismarck, freilich auf die Vorarbeit der deutschen Wissenschaft, der deutschen Schule und zumal des Zeitalters von den Befreiungskriegen bis 1848 gestützt, der Wurf gelang, dem deutschen Volke ein gemeinsames politisches Ideal zu zimmern dank seiner Persönlichkeit, darin sich Schulmeisterart in einer im Preußentum nicht gewöhnlichen Verbindung mit psychologischer Menschenkenntnis paarte, darin eben die Größe seiner Diplomatie bestanden hat, hat er sozusagen in zwölfter Stunde noch aus ungezählten Einzel- und Kollektivindividualismen eine politische Nation geschaffen, wo bis dahin lediglich eine ethnographische Nation bestanden hatte. Bismarcks Nachfolger oder sagen wir genauer die auf ihn folgende Generation und ihre Menschen haben im einzelnen ganz gewiß nicht immer glücklich operiert; indes ist in den fast fünf Dezennien, die seit der Gründung des Deutschen Reiches verflossen sind, der Reichs- und Einheitsgedanke ein fester Bestandteil des deutschen Fühl- und Denksystems geworden. Kein Zweifel aber, daß es nur der preußischen Zucht, dem preußischen Schulmeister gelingen konnte, das Einigungswerk zu vollbringen; dies lehrt schon ein Blick auf das Jahr 1848, welches so recht dargetan hat, wie wenig geeignet zumal die süd- und westdeutsche Eigenbrötelei ursprünglich dazu gewesen waren.

Ein zweites, unleugbar großes Verdienst des preußischen Zucht- und Schulmeisters liegt — das muß wohl auch zugeben, wer grundsätzlich die militaristische Geschichtsepoche für eine überwundene hält, was sachlich keineswegs noch feststeht — in der fälschlich unter dem Schlagworte „Militarismus” zusammengefaßten Einpflanzung der Doktrin, daß sich der einzelne, körperlich und seelisch, gleichgültig, ob mit oder ohne Wehr, dem Ganzen, insonderheit dem Staats- und Volksganzen unterzuordnen habe, in die ursprünglich germanisch-individualistischen und germanisch-eigenidolatrischen Gemüter und Gehirne eines Siebzig-Millionenvolkes; diese Doktrin ist zweifellos durch den preußischen Zucht- und Schulmeister in extremer Weise überspannt worden und hat in den letzten Jahrzehnten deutschen Kulturlebens dieses in seiner Gesamtheit dermaßen durchdrungen, daß sie zu einer zweifellosen Überkompensation, zu einer Neu- und Altdeutschland recht scharf voneinander scheidenden Uniformierung auch der deutschen Geister geführt hat; gewiß nichts weniger denn zum Vorteile Neudeutschlands und des Hochwertes seiner Kultur, da sie Neudeutschland von Tag zu Tag mehr den Stempel des Plialan-steriums, der Präzisionsmaschinerie aufdrückte. Allein will man gerecht sein, dann darf man nicht vergessen, daß es sich eben um eine ihrer historischen Wurzel nach ursprünglich bewußte und gewollte Überdeterminierung gehandelt hat, der Intention entsprungen, ungebärdige, auseinanderstrebende, überindividualistische seelische Energien zielbewußt zu Paaren zu zügeln, in der Erkenntnis wurzelnd, daß die hinter uns liegende Geschichtsepoche im Verein mit der von uns bereits gewürdigten, so sehr gefährlichen geographischen Lage des deutschen Siedlungsgebietes solch eine harte Zügelung unerbittlich erfordert habe, sollte das deutsche Volk nicht auseinanderfallen und damit als Ganzes wie in allen seinen Teilen dem sicheren Untergange entgegeneilen. Gerade in England — vorübergehend (Boisdeffre!) sogar in Frankreich — hat man die nicht bloß deutsche, sondern geradezu europäische Notwendigkeit des „preußischen Generalstabsgeistes” vor nicht allzu langer Zeit recht wohl zu würdigen verstanden! Seit diesen „Honigmonden” ist freilich vieles anders geworden . . . Und gewiß haben daran die extreme Überspannung des Preußentums im Deutschtum und deren noch zu beleuchtende psychologische Folgeerscheinungen ein gerüttelt Maß von Schuld! Nur möge, wer wahrhaft gerecht sein will, nicht ganz daran vergessen, daß das angelsächsische Widerspiel des psychologischen Preußentums, der Puritanismus, mit etwas anderen Mitteln, aber doch in ähnlicher doktrinärer Starrheit und Extremheit seinerseits und auf seine Weise den ursprünglichen Individualismus des angelsächsischen Germanentums zurecht gezügelt und ihn durch eine Art seelischer Uniformierung überkompensiert hat, die an unerbittlicher Härte und Strenge der Unterwerfung unter bestimmte, religiös gefärbte gesellschaftliche Sittengesetze dem preußischen Militarismus in ihrer Art schwerlich etwas nachgibt; man vergesse nicht, daß das englische Sittengesetz, welches das Privat- und das Gesellschafts -leben von der Wiege bis zum Grabe unerbittlich reglementiert, an tyrannischer Orthodoxie dem preußischen „Drill” in jeder Hinsicht, sei es auch in vetternschaftlichem Abstande, seelenverwandt ist; daß der angelsächsische „Cant” und der angelsächsische „Glubismus” ebenso in direkter Linie von dem puritanischen Prediger abstammen wieder preußische „Gammaschendienst” und der preußische „Korporalston” von dem preußischen Schulmeister. Und man vergesse nicht, daß zwischen dem England Northcliffes und dem England Shakespeares eine ganz ähnliche Zäsur besteht — man kann darüber in dem schönen Buche von Schmitz manches Interessante lesen — wie zwischen dem Deutschland Goethes und dem Deutschfand Wilhelms II.

Nun müssen wir aber unserem ureigentlichsten Thema wieder näher an den Leib rücken: müssen, nachdem wir zuerst seine historischen Verdienste gewürdigt, daran gehen, zu zeigen, welche nachteiligen Einflüsse das Preußentum, insonderheit der preußische Zucht- und Schulmeister auf die deutsche Seele ausgeübt hat.

Zunächst hat er den Geist seiner Schulmeisterlichkeit dem deutschen Volke und gerade dessen gebildetsten und infolgedessen repräsentativsten Schichten eingeimpft; er hat so das deutsche Volk selbst zu einer Nation gemacht, der die Oberlehrerei und Musterschülerei heutzutage sozusagen zur zweiten Natur geworden ist. Nun ist aber nirgends in der Welt, nicht einmal unter den Deutschen selbst, soweit sie sich natürlichen Sinn gewahrt haben, der Schulmeister beliebt, ebensowenig wie sein Ziehkind, der Musterschüler; und so hat die Lehrerhaftig-keit des neudeutschen Wesens, hat diese seine ewige, oft geradezu unleidliche Sucht, zu dozieren, den lieben Mitmenschen erbauliche Vorlesungen zu halten und alles und jedes besser wissen zu wollen, den Deutschen von heutzutage ganz ebenso unter den anderen Menschen unbeliebt gemacht wie das unzertrennliche Seitenstück seiner Lehrerhaftigkeit, nämlich die schülerhafte Neugier und Lernbegier, die ja gewiß ihre unleugbaren Vorzüge hat, deren zähe Unablässigkeit aber und Unersättlichkeit in allen Lebenslagen anderen Menschenkindern sehr häufig lästig fällt. So sind diese beiden Auswüchse der Schulmeisterei zu Quellen des Deutschenhasses geworden.

Eine Schwestererscheinung, die zwar tief im germanischen Rechtssinn wurzelt, aber durch die Verschulmeisterung ihrer Zielrichtung aus einem ursprünglich sympathischen zu einem bei vielen Deutschen unsympathisch wirkenden Wesenszuge verzerrt worden ist, ist die eigensinnige Rechthaberei, die so vielen Deutschen anhaftet, in allen Fragen nicht nur des öffentlichen, sondern auch des geistigen und des Alltagslebens oft rücksichtslos sich äußernd, im Verkehre Deutscher mit Deutschen, aber auch Deutscher mit Nichtdeutschen. Das Recht bedarf, um sich nicht nur die Geister, sondern vor allem die Gemüter der Menschen zu gewinnen, durchaus der psychologischen Einkleidung, bedarf einer propagandistischen, werbenden Note, die sich schmiegsam dem Fühlen derjenigen anpassen muß, denen das Recht als Recht erscheinen soll; es bedarf dieses psychologischen Vehikels, ohne das es in die Tiefe der Seelen nicht zu dringen vermag, gleicherweise in sachlichen wie in formalen Belangen. Bezeichnend ist nun aber für den doktrinären Charakter — und der Doktrinarismus ist zumal in jener unerbittlichen Ausprägung, wie wir ihn in deutschen Landen kennen, ein echtes Kind der Schulmeisterei — des deutschen Rechtsinns der beinahe ostentative Verzicht auf alles Psychologische, auf alles Werbende in Ausprägung und Betätigung. Dadurch wird aber eben diese Betätigung nicht nur in oft wörtlichstem Worte unsympathisch, sondern sie ist gar nicht selten geradezu direkt geeignet, dem Deutschtum Feindschaften zu schaffen; namentlich tritt dieser Fall dann ein, wenn der gute Geschmack und der gesunde Menschenverstand, zwei Dinge, die außerhalb des deutschen Kulturkreises einen viel größeren Geltungswert haben, als deutsche Schulmeisterweisheit sich träumen läßt, bei der Geltendmachung des „Rechtsstandpunktes” außer acht gelassen werden. Der deutsche Schulmeistergeist, der das Rechtsprinzip in so sehr doktrinäre Formen gegossen hat, übersieht eben, daß es Situationen gibt, welche die Geltendmachung eines doktrinären Standpunktes überhaupt wenig angezeigt erscheinen lassen, mindestens aber nicht in unnachgiebiger und schroffer Form; namentlich gilt dies von zahllosen Alltagsbelangen; man denke nur an das Zusammensein der Menschen in öffentlichen Verkehrsanstalten, in Gastbetrieben oder sonstwo, woraus sich unzweifelhaft mannigfache größere und kleinere Reibungen ergeben, aus denen Funken gleich allerlei Rechtsfragen stieben. Der gute Geschmack aber und der „bon sens:’ verlangen, daß derlei Funken mit mehr weniger graziöser Geste gelöscht werden. Anders nur zu oft beim Deutschen: da wird aus irgend einer kleinen Querei eine großspurig verstandpunktete und verstandpünktelte Haupt- und Staatsaktion gemacht, da wird mit einem Aufwand von Energie, der einer größeren Sache würdig wäre, oft eine an sich geringfügige Angelegenheit zu einer „prinzipiellen” Rechtssache hinaufgedonnert und nach solchem „Rechtsstandpunkte” wird dann auch gehandelt, daß andere darob mit Lächeln, nur zu oft aber auch mit Ärger und Zorn erfüllt werden. Die Vorteile, die auf diese Art dem Deutschen aus seiner auf das korrekte Buchstabenrecht sich stützenden rechnerischen Genauigkeit und Sparsamkeit erwachsen, werden mehr als reichlich aufgewogen durch die Verhaßtheit, die ihm solches unterm internationalen Publikum sonst nicht übliche Verhalten einträgt; zumal die Verachtung ästhetischer Außenformen — auch so ein Schulmeistergewächs — das äußere Benehmen oft nur allzusehr vernachlässigen läßt. Aber auch in vielen anderen Belangen schadet die verbissene Rechtsstand-pünktelei dem Ansehen des Deutschen und wandelt sein Konterfei in den Augen der anderen zu einem Zerrbild; man denke etwa nur daran, mit welchem Ingrimm, mit welcher Verbissenheit die verschiedentlichen „Rechtsstandpunkte” deutscher politischer Parteien aufeinanderzuplatzen pflegen, Rechtsstandpunkte, deren Abstand voneinander oft nur dem ganz Eingeweihten überhaupt erkennbar ist; kein menschlich versöhnender Zug, kein Hauch liebenswürdiger Grazie oder fein? fühlenden Taktes, der diese so scharf unterstrichenen Frosch mäusestreitigkeiten mildern würde, die vielmehr von beiden Parteien mit einer fanatischen Wut ausgefochten werden wie nur der Kampf zwischen doktrinären, fanatischen Schulmeistern über die Abwandlungen irgend eines Zeitwortes oder über andere „weltbewegende” Fragen ähnlichen Kalibers ausgefochten zu werden pflegen. Welchen Eindruck auf das Ausland aber dergleichen machen muß, wenn es auf den kulturellen oder politischen Tribünen eines großen Volkes sich abspielt, und wieviel Material man damit selbst wider Willen den Feinden liefert, daran denken alle die Männer, so sich bei uns geistige Führer oder gar erst „Politiker” nennen, nicht einen Augenblick: das schimpft und speit und tobt aufeinander los, Gelehrte von Rang und Ruf beflegeln und befetzen einander gegenseitig ob irgend einer reinen Doktorfrage in der gemeinsten Weise, Künstler verschiedener „Richtung” spucken sich wechselseitig die unlautersten Gesinnungen an den Kopf, Volksvertreter, Politiker und andere führende Männer des öffentlichen und Kulturlebens fühlen sich verpflichtet, einander ganze Kübelladungen voll „Trotteltum” und „Verbrechergesinnung” entgegenzuschleudern, bloß, weil sie die Dinge und Belange rings um sich durch verschiedene Brillen sehen, sie verschieden verstandpunkten! Das ist so echte, rechte „Schulmeisterweis”, sicherlich aufgepfropft auf den gesunden Stamm deutscher Geradheit, Ehrlichkeit und Wahrheitsliebe, aber im ganzen ein ganz scheußlicher Auswuchs an demselben! Und nun bedenke man, welches Grauen die anderen Nationen dieser Erde erfassen muß, die das alles als Zuschauer mitansehen müssen, wenn sie sich vorstellen, daß solche Art einmal in der Welt maßgeblich sein sollte, sich vorstellen, wie reizlos, wie verlassen von Schönheit und Grazie dann das Leben werden müßte!

Eine andere böse Frucht der Schulmeisterlichkeit, durch welche die deutsche Volksseele verkrüppelt worden ist, ist der vielberufene Hang der deutschen Geister zum Apriorismus. Durchaus entgegen jener natürlichen Affekt-, ja In stinktge tragen-heit, wie sie den Strebungen der Durchschnittsseele anderer* Völker eine so sehr sichere Führerin ist, läßt sich das deutsche Denken und leider auch das deutsche Tun und Lassen nur zu oft von blutleeren und. lebensfremden Hirngespinsten schulmeisterlicher Doktrinäre — und das sind auch die meisten deutschen Politiker, Volkswirtschaftler und geistigen Führer überhaupt, weil sie selber alle von Kind auf schulmeisterlich verbildet worden sind — bestimmen und leiten: Fiat doctrina, pereat mundus! Das ist wieder so echte, rechte „Schulmeisterweis”, die sich lieber in Stücke hacken, aber auch links und rechts lieber alles zusammenkrachen ließe, ehe sie einen Deut von dem abrückte, was ihr schulmeisterliches, doktrinäres Denken sich zurecht -gelegt hat! Nirgends — der Österreicher Grillparzer hat es schmerzlich beklagt — vermag ein schulmeisterlich-pseudowissenschaftlich eingekleidetes Schlagwort mehr Verwirrung und Verrückung in den Köpfen anzurichten als in Deutschland, nirgends scheiden sich die Geister schroffer nach derlei schulmeisterlichen Schibolethen als in Deutschland, nirgends gehen sie nach den Diktaten ihrer von echtem Schulmeisterfanatismus erfüllten Führer rücksichtsloser und blindwütiger aufeinander oder gegen andere los als in dem Lande der Nation der Musterschüler, in Deutschland! Das Unglück, welches die deutsche Schulmeisterei mit ihrer doktrinären Durchdringung, ihrer aprioristischen Durehgiftung der Seelen über das deutsche Volk — mit seiner, wie seine herrlichen Künstler und Tondichter erweisen, von Natur aus so überreichen Fühlsbegabung! — gebracht hat und bis auf die heutigen Tage mit ihren Schrecknissen bringt, spottet jeder Beschreibung! Sie ist es, die, den Begriff deutscher Ehrlichkeit, Treue und Beständigkeit im Dienste einer schlechten Maxime schandbar mißbrauchend, der deutschen Seele den grauenhaften Irrtum eingepflanzt hat, daß jeder denkende Mensch die Pflicht habe, von einem bestimmten Schlagworte, einer bestimmten Idee, einer bestimmten Theorie, einem bestimmten System, einem bestimmten Prinzip auszugehen und es für heilige Pflicht zu erachten, dieser vorgefaßten oder auf Grund vorwiegend theoretischer, schulmeisterlicher Spekulation ersonnenen Idee oder dem „Herzog” solcher Idee, der natürlich auch seinerseits wieder so ein blutleerer, theoretisierender Schulmeister mit Scheuklappen ist, bedingungslose Gefolgschaftstreue zu leisten, rücksichtslos und fanatisch und wenn es sein muß, bis in den Tod, den eigenen Tod und den Tod — der anderen! Wie die unbarmherzigen Vertreter der deutschen Schulmeisterzunft, von der Volksschule bis zur Hochschule, mit wütigem Fanatismus ihre „Theorien”, ihre „Systeme” hüten und verteidigen, ihre Scholaren darauf und nur darauf drillen und dressieren, jeden schüchternen Versuch, aus freiem, fühlenden, warmherzigen Menschentum selbständige Bahnen zu wandeln, als schwerstes Verbrechen mit ihrem Anathem belegen und, soweit ihre Macht reicht, auch ahnden — wieviele saftige und prächtige Seelen in deutschen Landen hat, von der ersten Stufe der Elementarschule bis hoch hinauf ins akademische Leben, dieser bösartig-orthodoxe Schulmeisterfanatismus nicht geknickt und zerbrochen! —: gerade so machen es dann die Zöglinge dieser Schulmeister, die selber schulmeisterlich durchseuchten geistigen (und politischen!) Führer des deutschen Volkes draußen im praktischen Leben! So ist Deutschland geistig zerrissen und zerklüftet durch tausend und aber tausend schulmeisterlich-aprioristisch ersonnene, lebensfremde und lebensfeindliche „Richtungen”, die einander bis aufs Messer bekämpfen und deren Vertreter schier außerstande sind, zu begreifen, daß der Volksgenosse von der „anderen” Richtung sozusagen auch ein vollblütiger und vollwertiger Mensch sei, daß überhaupt die FühlsVerwandtschaft als Wahlverwandtschaft hunderttausende Male schwerer wiege als alle Theorien, Schlagworte, Systeme und Prinzipien, daß die Affekt-, die Gefühlslogik und nicht die Yerstandeslogik das sei, was das wahrhaft Menschliche im Menschen ausmache, die Menschen eine und — wo es sein muß — scheide. Wer Charakter hat, braucht keine Prinzipien, wie es Wagner-Jauregg einmal so fein gesagt hat! Aber das wird eben leider nicht leicht in ein Schulmeistergehirn oder in ein solches, das schulmeisterlich verbildet ist, hineinzubringen sein, und hundertmal begeisterter wird der Zögling deutscher Schulmeisterweisheit selbst den Botokuden an sein Herz drücken, sofern er mit ihm über die Konstruktion irgend einer Präposition oder über das Prinzip irgend einer chemischen Strukturformel oder über das System der Sozialisierung bestimmter wirtschaftlicher Betriebe oder über jenes der Heiligkeit der Aufrechterhaltung gewisser Standesprivilegien oder Kon.fessions-belange — es ist ja nur ein Farben-, kein Wesensunterschied zwischen roter oder blauer oder schwarzer oder grüner oder gelber Schulmeistertyrannei — eines Sinnes ist, als daß er seinen Nebenmenschen, seinen Volksgenossen warmherzig als Bruder begrüßen möchte, dem die Natur dieselbe Art, dieselbe Richtung, dieselbe Begabung des Fühlens eingepflanzt hat wie ihm, mögen auch zufällig die Schulmeister, die jenen und ihn auf der Schulbank und im Leben im niederen und im höheren ABC unterwiesen hatten, verschiedenen doktrinären Sinnes gewesen sein!

Gewiß: wir deutschen Schulmeister, zu denen ja auch ich gehöre und mit denen auch ich gewiß gesündigt haben mag — homo sum, et humani nil a me alienum puto —, wir verdienen nicht alle und nicht alle Male die Geißel, mit der wir das deutsche Volk heimgesucht haben; auch unter uns sind warmherzige, warmfühlende Menschen in stattlicher Zahl, die es vermögen, sich ganz oder doch wenigstens teilweise über den engen Horizont schulmeisterlicher Seelenverballhornung zu erheben und ihren Jüngern den Weg ins Freie, den Weg zum deutschen Menschentum zu weisen. Allein die Sünden der Väter haben leider tiefe Spuren hinterlassen in der ganzen deutschen Volksseele, die heute in der Gesamtheit ihrer Gebildeten und Halbgebildeten (letzteres noch schlimmer, weil dank der hohen „Schulkultur” fast das ganze deutsche Volk heute aus Halbgebildeten besteht!) schulmeisterlich verbildet und verkrüppelt ist und schwer an der „Psychopathia apriori-stica” krankt, deren böse Frucht der blutige, der furchtbare Bürgerkrieg war, den wir nach der Katastrophe des Jahres 1918 in Schmerz imd Qual erlebt haben; ein Bürgerkrieg freilich, der, wenn auch nicht mit blutigen Waffen, Deutschlands Geister seit Jahrzehnten schon durchrüttelt hat; denn dem Kampfe der Geister fehlte bei uns jenes menschlich einende Band gemeinsamen, hoch über alle theoretisierenden Apriorismen sich erhebenden Fühlens, welches‘ die kämpfenden Geister anderwärts eint, in England, in Frankreich, in Italien oder bei unserem kleinen, nun so mächtig gewordenen tschechischen Nachbarvolke. Ist es doch dort allenthalben keine Seltenheit, daß ein und derselbe Mensch — darunter auch führende Köpfe — im Laufe seines Wirkens sehr verschiedene Stadien geistiger Richtung durchläuft, ohne daß es jemandem beifiele, ihm daraus einen Vorwurf zu machen; im Gegenteil, man findet es ganz selbstverständlich, daß — wenn nur die Logik des Fühlens sich nicht ändert! — die Logik des Denkens, die ja doch ein menschliches Artefakt ist, wandelbar ist in ihren Ergebnissen; findet es gar nicht auffallend, daß die Geister, wenn es Gefühl, Geschmack, Instinkt heischen, in ihrem Leben von links nach rechts und wieder nach rechts und nach links hin-und hergeraten, je nach den Anforderungen, die das lebendige Leben jeweils in seinen höchst wandelbaren Einzelnsituationen mit sich bringt; findet es ganz und gar nicht „charakterlos”, wenn der einzelne sich sagt, und sei er selbst ein führender und kein Geführter, daß das Leben, zumal das Leben der Völker, nicht für die Prinzipien da sei, sondern daß die Prinzipien für das Leben und für das Volksganze Krücken seien, die man je nach Bedarf zerbrechen und im Bedarfsfälle wieder leimen müsse; ganz wie ein guter Arzt seine Kranken nicht nach abstrahierten Prinzipien behandeln, sondern die Prinzipien klug, geschmeidig, taktvoll und warmfühlend dem Wohle des Menschen, das seinen Händen anvertraut ist, fallweise anpassen wird. Sage man aber derlei einem zünftigen Schulmeister, einem Doktrinär oder dem gelehrigen Zögling eines solchen! Er wird Zeter und Mordio schreien, er wird donnern und wettern und toben über Treulosigkeit, Gemeinheit, Verrat! Denn was ahnt seine Lebensfremdheit von der einenden Macht der Gefühlslogik! Die traurige Nutzanwendung auf unser deutsches geistiges und öffentliches Leben ergibt sich von selbst . . .

Meint man nun aber, die übrigen Völker dieser Erde wären blind gewesen und sie hätten diese tiefen
Schattenseiten unseres nationalen Charakters — ich bedaure, das Kind beim rechten Namen nennen zu müssen — nicht erkannt? Und hätten nicht daraus ihre Folgerungemgezogen? Wer das meint, müßte wahrlich selber schwer mit Blindheit geschlagen sein! Nein, die anderen Völker der Erde kannten und kennen recht genau diesen unseren ominösen Wesenszug, sie benützen ihn auch recht schlau und eifrig, um uns in Kenntnis unserer geistigen „Spaltbarkeit” mittels geschickter Agitation in Wort und Schrift tüchtig durcheinander zu mischen, so es ihren Interessen in den Kram paßt, denn sie wissen, daß es nirgends leichter als in Deutschland gelingt, die Geister durch geschickt „lancierte” sch ein wissenschaftlich oder scheinrechtlich begründete Schlagworte zu ködern und zu verwirren; allein bei alledem spotten sie unserer Tölpelhaftigkeit, die bar jeder innerlichen gefühlslogischen Steuerung regelmäßig auf solchen faulen Zauber hineinfällt, und verachten uns gründlich ob dieser unserer völligen Verlassenheit von allen guten Geistern individueller, sozialer und nationaler Psychologie. Und wiederum ist diese Verachtung nichts anderes als der Schrittmacher des Hasses. Denn daß solcher auch aus unserer Neigung zum Apriorismus Nahrungsstoff erhält, daß wir durch diese unsere fatale Geistesrichtung auch die anderen Völker aktiv beleidigen, dafür sorgt wiederum der eifervolle Fanatismus des Schulmeisters in ganz gleicher Weise wie dessen psychologisches Ungeschick: denn nie noch waren doktrinärer Apriorismus und wahrhafte psychologische Menschenkenntnis geschwisterlich vereint. Daher kommt es auch, daß unser Doktrinarismus, unser Apriorismus ebensowenig wie unsere Lehrhaftigkeit haltmachen an den Grenzen des eigenen Hauses, daß wir vielmehr in der unseligen Verblendung leben, als müßten wir auch zu den Geistern fremder Völker in unserer eigenen doktrinären, aprioristischen, dozierenden Denk- und Sprechweise reden! Leider jedoch sind wir völlig ahnungslos gegenüber der harten Tatsache, daß andersvölkische Menschen für diese unsere Methode des geistigen Rapports teils gänzlich unempfänglich sind, für sie weder Verständnis noch Einfühlung besitzen, teils auf sie geradezu mit ausgesprochenem Widerwillen reagieren. Daher kommt es, daß Deutsche und Nichtdeutsche so gewöhnlich aneinander vorbeireden, daher kommt es aber auch, daß wir Deutsche sozusagen oft nur den Mund aufzumachen brauchen, um schon die lebhafteste Abwehr seitens Nichtdeutscher zu erfahren. Oft sind wir dann verblüfft und aufrichtig gekränkt, ja oft von Schaudern erfaßt, wenn wir dessen gewahr werden, wie jedes Wort, wie jeder Satz, sofern er „made in Germany’’ ist, gerade die entgegengesetzte Wirkung erzielt, die wir darein zu legen beabsichtigten, wie jeder Versuch unserseits, im Rate der Völker zu diskutieren und zu argumentieren, die Ablehnung und zuletzt endlich die Feindschaft gegen uns immerzu aufs neue anfacht. Und doch liegt die Schuld bei weitem nicht so sehr an vorsätzlichem Nichtverstehenwollen der anderen, als wie an unserer eigenen schulmeisterlich verbildeten, psychologisch verkrüppelten Methode des Denkens und des sprachlichen und schriftlichen Ausdrucks im geistigen Verkehre, an unserer Mißachtung der natürlichen Affektlogik im Menschlichen und in den seelischen Beziehungen der Menschen untereinander, für die das Übermaß unserer schulmäßig gedrillten verstandeslogischen Art, mag es hunderte Male zu unserer technischen Ertüchtigung beigetragen haben, gar keinen Ersatz bilden kann, weil darin im Gegenteil nur eine neue Quelle jenes Weltenhasses gegen uns liegt, der ohnehin aus so sehr zahlreichen anderen Quellen gespeist wird.

Wir gelangen nun zu einem weiteren ominösen Dogma, welches Zucht- und Schulmeisterlichkeit als deutsche Erziehungs-. maxiine. aufgestellt hat: zu einem Dogma, welches in seinen Folgeerscheinungen ungeheuer viel dazu beigetragen hat, uns Deutsche, namentlich aber die dafür aus Anlage besonders empfänglichen Norddeutschen in der Welt verhaßt zu machen. Ich meine das Dogma von der Zurückdrängung des Affektiven aus dem Außenleben der Seele, worin ein Maßstab für Kulturhöhe erblickt wird, und das damit verschwisterte Dogma von der Minderwertigkeit exopsychischer Kultur gegenüber der Kultur der Endopsyche. Wiederum muß zunächst zugegeben werden, daß der Kult dieses ursprünglich seelenökonomischen, affektive Energie sparenden und dem Ungestüm roher affektiver Mächte steuernden Prinzips keineswegs nur dem deutschen, sondern allen germanischen Kulturvölkern eigen ist und beispielsweise im englischen Volke ganz außerordentlich hochgehalten wird. Allein wiederum springt sogleich der Unterschied zwischen dem angelsächsischen System der Beherrschung der Exopsyche durch die Endopsyche und dem deutschen System gleicher Tendenz in die Augen: auch das angelsächsische System hat nämlich, zumal von höherer Warte her betrachtet, schwere Mängel, der „Cant”, der „Clubismus”, der „Smokingismus”, den es züchtet, alle diese Dinge sind bei nicht wenigen Individuen dieser Rasse zweifellos ein mehr weniger glänzender Firnis für darunter sich verbergende sittliche Roheit; allein was immer man darüber sagen mag, das angelsächsische System hat den Vorzug, praktisch psychologisch zu sein und zu wirken, denn es geht darauf aus, das Exopsyehische nicht lediglich zu unterdrücken, sondern jenen Restanteil desselben, der sich bei keinem Menschen unterdrücken läßt, sorgsam zu kultivieren und so sehr mit lebendigen psychologischen Bedürfnissen in Einklang zu setzen, daß daraus ein wenigstens äußerlich und mindestens bestimmte Menschengruppen unter allen Völkern anmutender, ihnen sympathischer oder andernfalls wenigstens ihrem Geiste imponierender äußerer Lebensstil wird. Anders das deutsche System: dem guckt zunächst einmal und vor allem der Schulmeister mit seinem Stecken überall über die Achseln, und schon das allein wirkt weder sympathisch noch imponierend noch sonstwie im Sinne einer wirksamen Propaganda. Nicht genug damit aber hat das deutsche Erziehungs-.system die Affektzurückdrängung aus der Exopsyche zu einem dogmatischen Axiom erstarren lassen und dahin erweitert, daß die Kultur der exopsychischen Affektivität als etwas überhaupt Geringwertiges erachtet wurde; eine steife, schulmeisterlich geo-metrisierte Stilisierung der Manieren ward zum dürftigen Ersatz. Die Folgen nun müssen leider —namentlich beim norddeutschen Menschen, der dieser Dressur am meisten und längsten ausgesetzt gewesen ist — als höchst verhängnisvolle bezeichnet werden. Es stammt daher einmal jene Kälte, jene Härte, jene Schroffheit, jener absolute Mangel an äußerlich sympathiewerbender Art, der dem Norddeutschen zumal von außen anhaftet und der von ihm zu alledem noch mit einer gewissen Geflissentlichkeit, mit einem gewissen Selbstbewußtsein festgehalten und hervorgekehrt wird; es stammt daher die überstilisierte Überkorrektheit und Einförmigkeit des äußeren ‚Gehabens, die gleichwohl, mangels des Vorhandenseins einer nur durch sorgsame Kultivierung des Exopsychischen erzielbaren Eutaxie desselben, nur zu oft am denkbar ungeeignetsten Orte zur denkbar ungeeignetsten Zeit durchbrochen wird von beinahe explosiven, ungezügelten Rede- und Handlungsimpulsen; denn der alte Satz: naturam expellas furca, tarnen usque recurret, er bewahrheitet sieh auch hier! Man mag die Affektivität eines Menschen noch so arg einschnüren, mag ihr die Zwangsjacke noch so enge anlegen, wenn man ihr nicht ein exopsychisches Ventil läßt und dieses Ventil nicht psychologisch richtig konstruiert ist, dann schafft sie sich selber ihre Ventile, nur eben falsche Ventile, deren Öffnung alsdann mit allen Schrecken einer vulkanischen Eruption vor sich geht; man denke an das früher über den furor teutonicus Gesagte! Es kann darum denjenigen, der die künstlich angedrillte Schroffheit, Steifheit und Stilisiertheit des neudeutschen seelischen Exterieurs kennt, der aber auch weiß, wie unvermittelt schon in normalen Zeiten gelegentlich die künstlich zurückgestaute Affektivität gerade bei dem „korrekten” Norddeutschen mit gewaltigem Krach aus ihrem Kerker hervorbricht, ringsum alles erschreckend: es kann den demnach nicht wundern, wenn wir es heutigentags schaudernd erlebten, wie die vielbewunderte Disziplin unseres Volkes in einem Augenblicke der äußeren Not und,der inneren Fessellosigkeit mit einem Schlage von einer anarchischen Episode durchbrochen worden ist, deren furchtbare Gewaltsamkeit unserer Nation unter unseren Augen unausgesetzt die schrecklichsten Wunden schlug; denn diese Disziplin war zu sehr eine äußerliche, zu wenig eine innerlichfreigewollte.

Ist es nun aber ein Wunder, wenn solches Gehaben, wenn die Steifheit und Kälte des äußeren Menschen, seine künstlich gesteigerte Beherrschtheit ganz ebenso wie die fallweise durch sie verblüffend hindurchbrechende, durch keinerlei exopsychische Eutaxie gezügelte Unbeherrschtheit, wenn alles das den Deutschen als einen Menschen von unangenehmen äußeren Manieren, von fehlendem äußeren Takte erscheinen lassen mußte, der — im wörtlichsten Wortsinne — keine „Sympathie”, das heißt keine Einfühlung bei andersvölkischen Menschen zu finden vermochte?

Zu dem Bisherigen kommt noch ein weiteres: die Geringschätzung des Wortes, der Geste, dieser so eminent exopsychi-schen Ausdrucks- und Werbemittel und ihrer Kultur, wie sie, wenn auch wieder von gewissen Gegebenheiten nordischen Wesen s ausgehend, der Zucht- und Schulmeister dem deutschen Volke eingepflanzt hat. Sofern und soweit es sich freilich um das Wort als wissenschaftlich-logisierendes Beweismittel handelt und soweit das Wort nach Art eines wissenschaftlich-lehrhaften Behelfs verwendet werden kann, soweit erfreut es sich — als gesprochenes wie als geschriebenes — in Deutschland vielleicht mehr noch als anderswo höchster Schätzung. Allein Lehre und Wissenschaft sind „Kaviar” für einen sehr, sehr kleinen Kreis Auserwählter — wenigstens bei anderen Völkern —, und mit Lehrhaftigkeit und Wissenschaftlichkeit ist keine Sympathie zu gewinnen, denn der „Schulmeister” wirkt nun einmal ganz und gar nicht propagandistisch. Aber dieser Schulmeister, der so sehr unsere deutsche Geistigkeit durchdringt und mit seinem Geiste erfüllt hat, er hat unglückseligerweise gerade auch dort einen Platz gesucht und gefunden, wo es vor allem auf Propa-gandismus ankommt; er hat die ganze politische Tribüne, er hat das Zeitungswesen mit seinem Geiste völlig durchtränkt und hat es bewirkt, daß von dort, wo für Deutschlands und des deutschen Volkes Belange Stimmung gemacht, Sympathien geworben werden sollten, tauben Ohren gepredigt, ja oft genug Fensterscheiben eingeworfen wurden. Die lehrhafte Art deutschen Redens und Schreibens, die hölzerne, erzwungene, zuweilen fast hochmütige Korrektheit auf der einen Seite, der dafür kompensatorisch aus den schon bekannten Gründen hinwiederum zuweilen überraschend hindurchbrechende Ton brüsker Heftigkeit auf der anderen, das alles hindert jene sympathische Einfühlung für andere, hindert, daß das deutsche Wort nicht nur ins Ohr, sondern auch ins Gemüt anderer zu dringen vermag, mehr als das, es ist anderen Mentalitäten meist schier unverstehbar, verletzt sie und bewirkt so, daß oft trotz subjektiv redlichsten Willens das Wort des Deutschen geradezu das Gegenteil dessen bewirkt, was es bewirken soll. Ganz genau so, wie ein Arzt, der mit seinen Kranken wie ein Zucht- und Schulmeister umgeht, er mag sachlich noch so sehr recht haben und es noch so gut meinen, Erfolge schwerlich wird erzielen können, im Gegenteil sehr wahrscheinlich recht rasch des Zutrauens seiner Kranken verlustig gehen wird, ganz so ist es dem Schulmeister, er mag sachlich noch so sehr im Rechte sein, nicht gegeben, sich in Herz und Hirn der anderen Geltung zu verschaffen. Man überzeugt eben die Menschheit im allgemeinen nicht durch wissenschaftlich-lehrhafte Argumente, am allerwenigsten, wenn sie ungeschickt und unzweckmäßig in der Form vorgebracht werden, man überzeugt sie vielmehr dadurch, daß man ihre Sinne und ihr Gemüt gefangen nimmt, und das kann man nur, wenn echte Leidenschaft auch in der eigenen Außenseele, in der eigenen Exopsyche nicht nur ausnahmsweise, sondern jederzeit, von morgen früh bis abends spät und bei jeder Gelegenheit in einer Weise sich abzuzeichnen imstande ist, daß man den anderen Menschen als Mensch von ihrer Art erscheint, daß sie sich also in einen einzufühlen vermögen; sei es, daß diese Leidenschaft in so bewegter und unmittelbarer Form sich entäußert wie beim Romanen und beim Slaven, sei es, daß ihre Entäußerung in ein wohl temperiertes, in seiner psychologischen Außenwirkung auf andere wohldurchgedachtes System gebracht ist wie beim Angelsachsen. Jedenfalls aber ist ein Werben um die Sympathien anderer ohne seelische, insbesondere ohne affektive Außenkultur erschwert oder unmöglich, erschwert und unmöglich auch, wenn jenes Instinktivein der seelischen Fühlungnahme der Menschen untereinander, wie derlei ja erst durch exopsychische Kultur möglich ist, unterdrückt wird. Aber gerade dieses wie alles Exopsychische methodisch als angeblich minderwertig aus der deutschen Seele auszurotten oder es, da dies doch nicht vollständig möglich war, nach Kräften in den Hintergrund zu drängen, hat sich der Zucht- und Schulmeister seit Generationen angelegen sein lassen, aufs eifrigste bemüht, an dessen Stelle das hohe Evangelium innerer geistiger Arbeit und das leider minder hohe Evangelium äußerer Überbeherrschtheit, Überkorrektheit und Verachtung alles Affektiven und Stimmungsmäßigen, also alles praktisch Psychologischen in die deutsche Seele einzupflanzen. Ist es da ein Wunder, wenn der Deutsche als ein in allem praktisch Psychologischen verblüffend naiver Stümper durch die Welt gegangen ist, wenn er den andersvölkischen Menschen als ein völlig anderer erschienen ist und wenn die auf diese Art und Weise aus der Empfindung des Andersseins, des Fremdseins erwachsene Abneigung am Ende wieder in tödlichen Haß umgeschlagen hat angesichts des ungeheuren Wachstums der deutschen Macht, welches die anderen befürchten ließ, daß liebgewordene Lebensgewohnheiten künftighin in das Prokrustesbett deutsch-schulmeisterlicher Unpsychologie gezwängt werden könnten, sobald dieser die Hegemonie zufallen würde? Wohl hat der Deutsche anderen Völkern gegenüber hinzuweisen vermocht auf die tiefe Innerlichkeit und Wahrhaftigkeit der in ihm und durch ihn verkörperten seelischen Werte und hat gehofft, durch diesen Trumpf über die „Kinderei” der anderen obsiegen zn können, die den Menschen nun einmal nach dem Außenmenschen beurteilen, den seine nationale Erziehung teils recht kurz hielt, teils arg vernachlässigte: es ist ihm aber dabei gegangen wie dem „Manne mit der Tausendpfandnote in der Brieftasche’’, der gleichwohl verhungern mußte, weil derlei im alltäglichen Verkehre des Lebens keinen Kurswert besitzt: denn so wie die ungeheure Mehrzahl der Menschen wirtschaftlich untereinander von Angesicht zu Angesicht nur im Kleingeldverkehr steht und sich danach beurteilt, so steht sie untereinander auch psychologisch sozusagen nur im Kleingeld verkehre, das heißt, beurteilt einander nach der Außenseite und nicht nach dem, was im innersten Gehäuse der Seele verborgen ist.

Kann es nach all dem Ausgeführten wundernehmen, wenn es mit der exopsychischen Eutaxie, unter uns Deutschen so ganz und gar nicht gepflegt, bei uds so vielfach im argen liegt, und wenn das äußere Benehmen, der sichtbare Ausfluß der Sicherheit exopsychischer Mechanismen, beim Deutschen so vielfach ein unsicheres ist, so daß, um es erneut zu sagen, so vielfach der äußere Eindruck der Manierlosigkeit entsteht? Da ein Zuviel, dort ein Zuwenig, und nur zu oft alles und jedes Tun und Lassen am unpassendsten Ort, zu unpassendster Zeit!

Aber auch andere schwere Mängel unserer Psychologie wurzeln in dieser Vernachlässigung der exopsychischen Kultur. Wie anderen nämlich die Einfühlungsfähigkeit in uns, so gebricht es uns dank unserer extrem vergeistigten und verinnerlichten Erziehung, dank unserem Fehlen jeglicher exopsychischen und jeglicher Instinktpflege und Instinktschulung an der Fähigkeit, die Dinge rings um uns mit natürlichem Sinne erfassen zu können. Wir Deutsche legen auch unserseits an alles den Maßstab unserer schulmeisterlichverbildeten Mentalität an, wir kritisieren alles aus diesem Gesichtswinkel und machen uns damit oft recht mißliebig; aber wir lassen uns ebenso oft auch von Dingen blüffen, die uns großartig, überhaupt aber in ganz falschem Lichte erscheinen, eben weil uns die exopsychische Einfühlungsfunktion dafür — die Gefühlslogik ist hierin ungleich treffsicherer als die Verstandeslogik — so sehr abgeht. Darum das so erstaunliche Neben- und Durcheinander von völkischer Überheblichkeit und völkischer Würdelosigkeit, von sinnlosem Übernationalismus und ebenso sinnlosem allerweltsseligen Anationalismus bei uns, oft genug in dichtem zeitlichen Nacheinander in der Seele ein und derselben Person! Wir sind eben als echte, rechte Schulmeisterzöglinge Prinzipien- und Doktrinfetischisten, wir vergeuden das Teuerste unserer Seele, unsere ganze Affektivität, weil sie der Schulmeister dahin gebannt und aus der Außenseele streng verbannt hat, an abstrakte Lehrsätze ohne gesunden Sinn für deren Abstand von den wirklichen, lebenswarmen psychologischen Tatsachen. Und wenn dann — wie es nur zu oft der Fall ist — vorgefaßte Theoreme und lebendiges Leben nicht zusammenstimmen, dann stehen wir psychologiefremde große deutsche Schulmeister und Schulknaben (beide Geist von einem Geiste) hilf- und ratlos da, und entweder verbeißen wir uns dann blind ins vorgefaßte Prinzip und lassen uns für dessen Heiligkeit erschlagen oder aber wir verschreiben uns, als wären uns Schuppen von den Augen gefallen, nach Apostatenart ebenso blind dem gegnerischen „Prinzip”, um dessen wütigste Apostel zu werden. Die Geschmeidigkeit der Anpassung an das praktisch Psychologische in seiner lebendig-wechselvollen Gestaltung fehlt uns aber in hervorragendem Maße. Darum sind wir ja auch‘so herzlich schlechte Politiker und Diplomaten. Die Hauptsache aber: wir müssen immer irgend ein „Programm”, irgendein „Prinzip hochhalten”, ja selbst die Prinzipienlosigkeit erstarrt bei uns Deutschen zum Prinzip! Und immer müssen wir irgend einem das uns heilige Prinzip verkörpernden äußeren oder inneren Oberlehrer (kann auch anders heißen) Gefolgschaftstreue leisten, weil wir gerade darauf unglückseligerweise gedrillt sind und weil uns die Selbststeuerung des Instinktes und des Gefühles von früh auf verpönt und vergällt wurde und darum vielfach gänzlich fehlt. Kein Wunder, wenn auch dieses uns hohnvoll mißachtet und in weiterer Folge verhaßt gemacht hat, schienen wir doch Leute, welche andere so wenig „verstanden”, wie sie uns verstehen konnten, und vor denen man darum ein mit Spott gemischtes Grauen empfand. Denn ungleich eher verzeiht die Welt ungeschminktes Naturmenschentum, verzeiht sie selbst völkische Hysterie als den — Schulmeister-und Schulknabenton; darum ist der Slawe, der Lateiner trotz mancher Roheiten, trotz mancher Übertreibung tausendmal beliebter als der verdrillte Deutsche.

So hat auch das, was man — im Zuviel wie im Zuwenig —

das „üble deutsche Benehmen”, den „Mangel an Takt” bei uns Deutschen nennt und was uns im Kreise der anderen Völker soviel an Abneigung und Haß eingetragen hat, seine, wie ich meine, ganz bestimmte Wurzel. Es liegt selbstverständlich in dieser,Einschätzung, die uns dazuteil wird, ein riesenhaftes Unrecht, wie es immer ein Unrecht ist, die Menschen nach ihrer Exopsyche zu beurteilen, statt nach ihrer Endo-psyche; denn würden die Menschen und die Völker nach ihrer Endopsyche, in geistiger wie in gemütlicher Hinsicht, beurteilt, das deutsche Volk, das Volk der größten Dichter und Tonschöpfer, der reichsten Denker, der gewaltigsten Forscher, dieses unser ganzes, wie kein anderes der großen Völker rechtliches, wahrhaftiges, charaktervolles, durchbildetes, durchgeistigtes, zu allertiefst und allerinnerst seelenvolles Volk, es müßte das von allen geachtetste, von allen gepriesenste, von allen geliebteste sein. Allein, was hilft das alles, wenn — und wir werden das auf absehbare Zeit nie ändern — die ungeheure Mehrzahl der fast zwei Milliarden Erdbewohner einander zum weitaus größten Teile nur ganz äußerlich — und zudem auch da fast nur indirekt — kennen lernen können und einander daher nur nach dem Außenmenschlichen, dem Exopsychischen beurteilen? Denn darin kommen wir Deutsche aus den angeführten Gründen leider ganz schlecht weg, weit, weit schlechter als der letzte tschechische Hintersasse mit seiner halb derben und ungehobelten, halb listigen und hysteroiden, aber doch ursprünglichen und durch Schuldrill unverbildeten, darum einfühlbaren und sich einfühlenden Art, von dem Romanen und dem nach praktisch-psychologischen Richtlinien temperierten Angelsachsen gar nicht zu reden. Hinc illae lacrimae . ..

b) Ursachen des Deutschenhasses, bedingt durch die Psychologie der anderen Völker.

Sicherlich beantworten sich die Fragestellungen dieses Kapitels zu einem Großteil schon aus dem Inhalte des früheren Abschnittes: denn naturgemäß ist das Konterfei des Deutschen in der Seele der anderen Völker, wie es darin dank seiner Wesensart sich spiegelt, ein sehr wesentliches psychologisches Element in allen diesen Völkerseelen geworden, ein um so wesentlicheres, je beträchtlicher die Macht des deutschen Volkes und damit dessen sichtbare und fühlbare internationale Geltung angewachsen war.

Gleichwohl aber wäre es natürlich grundfalsch zu glauben, dieses Spiegelbild sei unabhängig von der Beschaffenheit des Spiegels, aller der Spiegelfassetten sonder Zahl, daraus es reflektiert. Vielmehr kommt eben dieser Beschaffenheit, eben der völkerpsychologischen Reaktionsart der anderen, eine ganz außerordentlich hohe Bedeutung zu, ohne deren Würdigung unser Fragenkomplex keiner restlosen Lösung zugeführt werden könnte.

Es liegt in der Natur des Gegenstandes, daß da ins einzelne gegangen werden muß. Es sei darum versucht, die seelische Reaktionsart der wichtigsten Nationen, die mit uns in völkerpsychologischen Beziehungen stehen, auf uns Deutsche einer näheren Betrachtung zu unterziehen und zu sehen, inwieweit sich auch daraus das Haßphänomen, der internationale Weltenhaß gegen uns erklärt, der, wenn auch in gänzlich anderen Motiven wurzelnd, analogisch wenigstens nur noch in dem ebenso internationalen Judenhaß seinesgleichen hat.

Beginnen wir mit unseren „Erbfeinden”, mit den Franzosen. Das Thema des Gallierhasses gegen das deutsche Volk ist uralt, hat aber dennoch bis auf den heutigen Tag ein vielbearbeitetes Kapitel abgegeben; Historiker, Kulturforscher, Literaten, Psychologen und Psychiater, so zuletzt noch Löwenfeld, Weygandt u. a., haben sich daran gemacht, und gerade das letzterwähnte deutet auf wichtige Grenzbeziehungen zum nächstfolgenden Kapitel hin, darin wir von der Psychopathologie des Deutschenhasses handeln werden. In der Tat kann man sagen, die seelische Stellungnahme Frankreichs zu uns zähle zu jenen Dingen, deren Wurzeln Geschichte und Forschung eigentlich hinreichend freigelegt haben, so daß darüber hier wenig Neues gesagt zu werden braucht. Zum Teil darf auch an früher herangezogene historische Umstände erinnert werden: Frankreich und Deutschland sind von alters her nicht so sehr Rassengegner denn vielmehr geschichtlich rivalisierende „Schwestern”, zwischen denen es seit über einem Jahrtausend Grenzstreitigkeiten gegeben hat. Frankreich hatte vor Deutschland von alters her das eine voraus, daß es die ältere Tochter der antiken Zivilisation war und daß es daher ursprünglich Vermittlerin derselben an Deutschland gewesen ist; freilich, die Lehren der klassischen Antike wie der späteren Renaissance
haben im deutschen Geistesleben ungleich tiefere Wurzeln geschlagen als im französischen, haben bei uns ungleich schwerere Frucht getragen als drüben, wo die verderblichen Einflüsse Spätroms überwucherten. Allein, an äußerer Zivilisation war uns Frankreich, eben als echte Tochter Spätroms, bis fast in die Gegenwart hinein ,überlegen .und in Belangen des dekorativen Geschmacks und der überfeinerten äußeren Lebenskultur ist diese Überlegenheit zweifellos bis auf den heutigen Tag geblieben. Dazu kommt noch, daß durch die ganze Geschichte wie ein roter Faden das „Gesetz” sich zu ziehen scheint, daß neben Frankreichs politischen und kulturellen Wellentälern ebensolche Wellenberge Deutschlands sich erheben — und umgekehrt; daß Deutschlands Erniedrigung in Macht und Kultur stets noch überstrahlt wurde vom Glanze und vom Ruhme Frankreichs und seiner Macht, wie nach dem Dreißigjährigen Kriege und zur Napoleonszeit, indes die Aufstiege Deutschlands in Macht und Kultur, wie ihn die beiden Gipfel des Reformationsjahrhunderts und der Hohenzollern-kaiser bezeichnen, auch eine politische und kulturelle Depression Frankreichs bedeuten.

Wer nun an den von Cäsars Zeiten her sprichwörtlichen ehrgeizigen und eitlen Charakter des Galliers denkt, der wird es durchaus verständlich finden müssen, daß der Aufstieg der „jüngeren”, ein wenig über die Achsel angesehenen, mehr als Stiefgeschwister betrachteten „Tochter der Zivilisation”, als die dem Franzosen Deutschland gilt, für die „ältere”, „legitime” Tochter der Zivilisation, für Frankreich, ein Gegenstand der Eifersucht werden mußte. Eben jener kulturelle Legitimitätsglaube, den man vielleicht ohne allzuviel Übertreibung Legitimitätsdünkel nennen darf, der in jedes echten Franzosen Kulturbewußtsein steckt, spiegelt ihm vor, daß jede Kultur, jede Macht, die nicht von Frankreich komme, nicht für Frankreich wirke, etwas „Illegitimes” sei; es ist dies eine uralte Idee des Franzosentums, schier unausrottbar in seiner Mentalität wurzelnd, die aus den Tagen des antiken Spätrom noch — dessen letzter politischer Überrest im Abendlande, in dem letzten römischen Statthalter Syagrius sich verkörpernd, ja Gallien gewesen ist — herstammt und durch die ganze französische Geschichte hindurch liebevoll gepflegt wurde; in ihr wurzelt der uns Deutsche so oft naiv anmutende, wenn nicht gar unverschämt scheinende französische Glaube an den Anspruch — der gleichwohl kaum aus einer echt französischen Seele, da tief in ihrem Wesen verankert, gerissen werden könnte —, daß Frankreich Dinge erlaubt seien, die, von anderen Völkern verübt, „Verbrechen” gleich werteten; daß Frankreich ein „heiliges” Recht besitze auf alles, worauf es sein Auge geworfen, auf alles, was es für sich brauche, denn „Frankreich”, „Recht”, „Zivilisation”, das sind dem Stockfranzosen Dinge, die für ihn einfach unlösliche Identitäten darstellen; Frankreich hat vor gar nicht so langer Zeit das urdeutsche, durch tausend Bande mit der deutschen Geschichte und Kulturgeschichte verknüpfte Elsaß „reuniert”, „folglich” hat es ein „heiliges” „Recht” darauf, es „gehört” ihm, „weil es einfach ihm gehört” (eine nur aus französischer Mentalität begreifbare Tautologie), und wer es da wagt, diesen Anspruch auch nur theoretisch anzuzweifeln, der ist nach französischer Überzeugung schon darum ein „Verbrecher” oder mindestens unzurechnungsfähig; am Rhein haben vorübergehend einmal früher wie leider auch jetzt französische Fahnen geweht, der Rhein scheint Frankreichs „natürliche” Grenze zu sein, folglich „hat Frankreich darauf ein Recht”; daß Millionen Deutscher an seinen Ufern wohnen, Stätten uralter deutscher Geschichte und Kultur zu beiden Seiten des Rheins liegen, das wiegt so wenig für den Stockfranzosen, wie etwa der urdeutsche historische Charakter Straßburgs und des Elsässer Alemannentums; was der Franzose will, glaubt er nicht nur gerne, er hält es auch für sein „Recht”, ja für ein „Gebot der Zivilisation” der ganzen Menschheit. Sogar das urdeutsche, ja deutschnationalistische Saargebiet, die urdeutsche Rheinpfalz hat nach seiner Auffassung Deutschland ihm „gestohlen”, weil dort einstmals vor Jahrhundertfrist für etliche Jahrzehnte französische Truppen gehaust haben!

Da unter sotanen Umständen in jeder Hinsicht ein realer Ausgleich zwischen objektiv begründeten deutschen Belangen und Lebensnotwendigkeit und subjektiv begründeten französischen Ansprüchen gewiß nicht zu den leichtesten Dingen gehört, da aber die französische Psyche seit mehr als einem Jahrtausend daraufhin eingestellt ist, in Frankreich das privilegierte Land, die privilegierte Nation schlechthin zu erblicken, und da dieser Glaube unausrottbar in jeder Franzosenseele eingewurzelt ist — auch in der Seele solcher Franzosen, die subjektiv des redlichsten Willens sind, auch anderen und gerade selbst uns Deutschen gerecht zu werden —, konnte es nicht fehlen, daß schon der geistige Aufschwung, den Deutschland nach dem tiefen Sturz des 17. Jahrhunderts vom 18. Jahrhundert an nahm, den inneren Protest, die Eifersucht und nur zu bald auch den leidenschaftlichen Haß Frankreichs wachrufen mußte, desselben Frankreich, welches als „Garant” des westfälischen Friedens, als das Land des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. durch mehr als ein Jahrhundert sich gewöhnt hatte, Deutschland als sein Glacis, die Deutschen selbst aber, das Volk Gutenbergs, Luthers und Keplers, das Volk Walthers von der Vogelweide, Gottfrieds von Straßburg und Hans Sachs’, als nachäfferische Halbbarbaren sehr von oben herab zu betrachten und dementsprechend auch zu behandeln; und nun wuchsen aus diesem „rohen”, verachteten Volke, wuchsen in dem von den Reiterstiefeln französischer Kürassiere durch mehr als ein Jahrhundert als „pied ä terre” benützten Lande, wuchsen unter diesen „ungeschlachten” Menschen, die bis dahin wie hypnotisiert hingestarrt hatten nach dem Strahlenglanze von Paris, von Versailles, wuchsen da mit einem Male, wie einst im 16. Jahrhundert schon, aufs neue in hellen Haufen Geister heran in einer Kraft, in einem Blühen und Prangen, in einer reichen, herrlichen Fülle, dergleichen die Welt in verblüfftes Erstaunen setzte: Goethe und Schiller, Herder, Lessing, Wieland, Klopstock, Kant, Leibniz, Bach, Gluck, Händel, Haydn, Mozart eröffnen den Reigen, Grillparzer, Kleist, Uhland, Heine, Hebbel, Hegel, Fichte, Schopenhauer, Beethoven, Weber, Richard Wagner, schließen sich in ununterbrochener Reihe an, und den Philosophen, den Dichtern, den Heroen der Tonschöpfung begegnen die Bahnbrecher der Wissenschaft und Forschung, begegnen Humboldt und Johannes Müller, Mayer, Helmholtz, Bunsen, Virchow, Koch, Röntgen und ungezählte andere, deren Ruhm die Welt erfüllt. Die Seele der Franzosen erfaßte Verblüffung: wie, was, die „deutschen Barbaren” wollten, durften es überhaupt wagen, etwas anderes sein zu wollen als „Barbaren”, durften es wagen wollen, ihnen, den Franzosen, die doch „legitimer” Weise allein befugt waren, der Menschheit „ voranzuleuchten ”, Ebenbürtige aus ihrer Mitte an die Seite zu stellen, durften — mehr als das — sogar das „Verbrechen” verüben, in erklecklichen Belangen die Meisterschaft der Weltkultur zu erstreben und auch zu erreichen? Nein, solches vertrug die überlieferte gallische Eitelkeit nicht, solches durfte sie ja gar nicht dulden, und konnte sie es physisch schon nicht hindern, mißlang der napoleonische Versuch dauernder Nieder-tretung und Knechtung deutscher Vermessenheit, dann gab es doch ein Gebiet, dahin das Schwert deutscher Abwehr, dahin die Waffen deutschen Geistes nicht zu dringen vermochten: es war die französische Seele, die sich in leidenschaftlichem Proteste aufbäumte gegen die deutsche „Anmaßung”, die Anmaßung dieses Volkes, das es gewagt, sich nach dem tiefen Verfall des 17. Jahrhunderts wieder zu erheben zu einem Glanze, wie einst im 13. Jahrhunderte der Minnesänger und im 16. Jahrhundert der Meistersinger und der Reformation, des Volkes, dessen „Barbarei” Frankreich für alle Zeiten zu verewigen gedacht hatte ad majorem gloriam Galliae!

Indes, es war am Ende gerade eben noch zu ertragen, solange Deutschland auf dem Gebiete des Geistes, des Gemütes Werke und Werte schuf: denn was es da schuf, war ja nicht für die große Masse der anderen Menschen zugänglich, die nach wie vor in die Strahlenstadt an der Seine als nach ihrem Mekka wallfahrteten, war Höhenkultur, dahin nur die Auslese der Geister anderer Nationen den Weg finden konnte; und dankbar wollen wir anerkennen, daß unter diesen erlesenen, führenden Geistern auch Franzosen waren, die — soweit fianzösischer Subjektivität derlei überhaupt möglich — ehrlich sich mühten, dem deutschen Geiste, dem deutschen Volke gerecht zu werden und die gallische Wahnidee zu zerstören, als wäre es das unabänderliche Los, ja die Pflicht der Deutschen, „Barbaren’* bleiben zu müssen, bestimmt, vom Glanze Frankreichs überstrahlt zu werden, dessen Staffage abzugeben, um allenfalls stückweise — nach dem Vorbilde des Elsaß — zur „Adoption” durch Frankreich „würdig” befunden, natürlich aber zu dieser Ehre gleich auch „befohlen” zu werden; wäre es doch auch nichts als züchtigungswerte Vermessenheit, wollte ein staubgeborener Plebejer spröde sein, so eine purpurgeborene Fürstin ihn zum Dienste befiehlt… Solcher Franzosen jedoch, die — sagen wir — nüchterner, objektiver dachten — Jaures war einer der letzten dieser Großen — waren stets nur wenige, und heute sind es wohl kaum mehr denn die paar um Romain Rolland, um Barbusse und um Longuet. Es ist hart, solches aussprechen zu müssen, hart für den zumal, der, ohne freilich je blind gewesen zu sein für die Schwächen des französischen Charakters, vor dem Kriege ein aufrichtiger Freund und Bewunderer französischen Geistes war, hart für den, der, bei aller heißen Liebe zur eigenen deutschen Gemeinschaft, noch immer fest daran glaubt, daß es einmal doch zu einer innigen Arbeitsgemeinschaft aller Kulturvölker kommen werde; aber es ist notwendig, sich über diesen Tatbestand keiner Täuschung hinzugeben, und ich halte es darum für fast verbrecherischen Leichtsinn, wenn bei uns manche Politiker, Schöngeister und Schwarmgeister, geblendet durch die paar weißen Raben, die es jenseits der Vogesen gibt, uns einreden möchten, das französische Volk hege keinen Haß gegen uns“ oder dieser Haß sei nur ein Kunstprodukt, Nein! Wenn je wirklich ein ganzes Volk ein anderes Volk als Ganzes gehaßt hat, gehaßt ans tiefster Seele, so war und ist es das französische Volk, welches das deutsche Volk seit Jahrhunderten haßt und gehaßt hat mit der ganzen leidenschaftlichen Glut seines Herzens! Selbsttäuschung — grauenvolle, verhängnisvolle Selbsttäuschung — war es und wäre es heute noch mehr denn je, zu glauben, daß es anders sei, weil man es selber anders wünscht, oder in nächster Zukunft anders werden könnte! Erst fernen Zeiten mag es Vorbehalten sein, hier Wandel zu schaffen, und wir wollen redlich daran arbeiten, daß sie sich erfüllen mögen; das kann aber am wenigsten geschehen durch Selbsttäuschung und — Würdelosigkeit!

Nun aber vergesse man nicht: dieses selbe Deutschland, dessen kulturelles „Risorgimento” allein schon hell lodernden Gallierhaß herausgefordert hatte, dieses selbe Deutschland „vermaß” sich, sich endlich zu einer Nation, die es innerlich stets war, auch äußerlich zusammenzufinden und so durch eine alte politische Rechnung Frankreichs einen dicken Strich zu ziehen; vermaß sich, als nunmehr zahlreichstes Volk des Kontinents den Platz in der Reihe der Großmächte einzunehmen, den bis dahin Frankreich innegehabt; vermaß sich, in der Folge mit Riesenschritten zu einer Höhe auch materieller, zumal technischer Zivilisation emporzusteigen, die in allem, wras nicht „esprit” und „guter Geschmack” war, darin Frankreichs Hegemonie nach wie vor unbestritten blieb, Frankreichs Glanz bedenklich zu überstrahlen begann! Nicht mehr Paris allein war das Haupt der geistigen Menschheit, auch Berlin und München, Dresden und Leipzig — unser Wien blieb leider abseits — begannen zu Zentren emporzuwachsen, dahin die internationale Kulturwelt ihre Blicke richtete, dahin die Jünger aus Ost und West, aus Nord und Süd in hellen Scharen zogen, um sich zu bilden. Da konnte Frankreich nicht ruhig bleiben! Mochte Sedan, mochte Elsaß die hörbare Parole sein, das, was den Deutschenhaß in Frankreich zu solch elementarer Kraft emporpeitschte und ihm solche fanatische Zähigkeit lieh, das war — wenn wir von der gewollten Agitation seitens bestimmter Staatsmänner und spezifisch französischer Freimaurerkliquen absehen — vor allem die alteingewurzelter, französischer Ehr- und Ruhmsucht unerträgliche Tatsache, daß da im ..Barbarenlande” jenseits der Vogesen ein gewaltiges, machtvolles Leben brauste und dröhnte, dem *— ungeachtet aller Mängel, die ihm anhafteten — im Gesamteffekte doch eine weitaus gewaltigere Durchschlagskraft innewohnte als jenem Frankreichs und vor dessen Energien Frankreichs Glanz mählich verblaßte. Solches konnte aber kein Franzosenherz leiden. Macht, Ehre, Ruhm, Zivilisation sind der französischen Seele ausschließlich „legitimer” französischer Besitz, höchstens können Frankreichs Helfer damit „belehnt” werden; und so drängte alles zur „Revanche” an dem deutschen „Usurpator”; zu einer Revanche, die, dank unserer eigenen Schuld und dank Frankreichs 20 Bundesgenossen gerade eben noch zur Not gelungen ist. Ob für immer . . . ?

Gehen wir von den Franzosen zu deren lateinischer Schwesternation, zu unseren Nachbarn im Süden, den Italienern über; wenn von diesen und deren Antipathie gegen uns Deutsche weder nach Art noch nach Intensität das nämliche gilt wie von all dem bei den Franzosen, wiewohl auch Deutsche und Italiener im Laufe von mehr als D/s Jahrtausenden und, wenn wir bis ins klassische Altertum zurückgreifen, seit 2 Jahrtausenden sehr vielfach als Gegner einander gegenübergestanden sind: dann rührt das wohl einerseits von dem weit geringeren Anteil des keltischen Einschlages bei den Italienern, anderseits aber daher, daß die Italiener mit den Deutschen durch viele Jahrhunderte das Los politischer Zersplitterung geteilt haben; dazu kommt noch, daß ein geschichtlicher Zufall die Gleichzeitigkeit der staatlichen Einigung des größten Teiles der Italiener und des größten Teiles der Deutschen gewollt hat. Alles Momente, welche, wie namentlich die Schicksalsverwandtschaft, es bewirkt haben, daß der an und für sich unleugbare Antagonismus zwischen Welschen und Deutschen nicht derart schroffe und unversöhnliche Formen angenommen hat wie jener zwischen Deutschen und Franzosen. Aber noch ein weiteres psychologisches Moment ist hier maßgebend gewesen: der Umstand, daß jenes Deutschtum, mit dem das italienische Volk dauernd in unmittelbarer Berührung steht und von dessen Beherrschern auch -weite Teile Italiens durch geraume Zeit beherrscht worden sind, das österreichische Deutschtum gewesen ist. Wieder aber war es eine Fügung des Schicksals, daß dieses österreichische Deutschtum nicht nur geographisch und administrativ die Rolle des Puffers gespielt hat zwischen dem italienischen und der Hauptmasse des deutschen Volkes, sondern daß seine Beherrscher gerade in einer der Gegenwart nicht zu fern abliegenden Zeitperiode sozusagen in gleicher Weise gegen die italienische wie gegen die deutsche Einigung Stellung nahmen. Dies ergab einen gewissen Parallelismus zwischen deutschen und italienischen politischen Interessen, der sich selbst durch die heutige politische Feindschaft hindurch nicht völlig verleugnet, ja heute sogar bereits manche Verbreiterung seiner Grundlage erkennen läßt. Auch die durch Fremdenverkehr und andere Umstände gegebenen wirtschaftlichen Berührungen im Vereine mit dem nüchternen Handelsgeiste des italienischen Volkes, endlich aber die alten Beziehungen zwischen Künstlern und Gelehrten diesseits und jenseits der Alpen, das alles waren und sind Dinge, die einigermaßen in der Volksseele verankert sind und es bewirken, daß die auch in Italien keineswegs fehlende Antipathie gegen uns Deutsche im allgemeinen weniger heftig, weniger unversöhnlich, sozusagen sordinierter klingt als in Frankreich; und auch keineswegs unheilbar erscheint.

Von den Lateinern wenden wir unsere Blicke unseren slawischen Nachbarn im Osten zu. Nun — vielleicht mit der einzigen Ausnahme der Ukrainer — gehören wohl die Slawen zu unseren ältesten und unversöhnlichsten Hassern. Es ist dies ein Haß, so abgrundtief, so sehr Glaubensbekenntnis jedes Slawen geworden, daß die schlichte Tatsache nachbarschaftlicher Reibungen und Rivalitäten allein nicht genügt, um ihn hinreichend zu erklären. Es ist notwendig, tiefer in der Psychologie des Slawentums und ihrer Ontogenese zu schürfen, um seine Art des Deutschenhasses richtig zu verstehen.

Da ist die erste Tatsache, auf die wir stoßen, jene, daß der Slawe zum Germanen, und zwar vor allem zum Deutschen durch viele Jahrhunderte in einem Hörigkeits- und Abhängigkeitsverhältnisse gestanden hat; ist doch das deutsche Wort „Sklave” bekanntlich nichts als eine Verdeutschung von „Slave”; damit ist schon ungeheuer viel erklärt. ,.! Durch lange Jahrhunderte war der Slawe in den Augen der Deutschen der Knecht schlechthin, und auch die Tatsache, daß einzelne Slawenstaaten im Mittel-alter nicht ohne Macht und Blüte waren, einer davon, Böhmen, sogar von alters her den Rang eines deutschen Kurfürstentums innehatte, dessen Herrschergeschlechter nach der deutschen Königs- und der damit verbundenen Kaiserkrone des römischen Reiches deutscher Nation gestrebt und sie vorübergehend auch erlangt hatten, hatte an der persönlichen Einschätzung und Geringschätzung des Slawen seitens des Deutschen wenig zu ändern vermocht. Kein Wunder auch! Des Deutschen Idol war ursprünglich der Herrenmensch in Wehr und Wappen, der Herrenmensch aber auch im Dichten und im Denken, des im Goetheschen Geiste hochsinnigen und hochgemuten — leider auch nur zu oft hochmütigen — höchstpersönlichen . Eingängers; das Ideal des Slawen war von alters her weit eher die unpersönliche Gemeinschaft Gleicher, die Gemeinschaft des Lebens und — so es unbedingt sein mußte — auch des Ringens. Singens und Sagens. War des Deutschen Hochziel — im Leiblichen wie im Geistigen — stets ein Streiten und Kämpfen, ein Ringen und Schaffen, so war des Slawen Liebstes stets das seßhafte, friedliche Beharren und eine in grüblerischer Melancholie sich verlierende Beschaulichkeit. Kein Zweifel: das differenzierende Individualisieren, der kampfeslustige deutsche Schaffens- und Tatendrang stellte und stellt — im Physischen wie im Geistigen — eine höhere Zerebrationsstufe und einen ungleich gewaltigeren Kulturfaktor dar als die slawische Beharrlichkeit und Melancholie, deren Frucht im ganzen und großen — von einzelnen leuchtenden Meteoren am Slawenhimmel abgesehen — jene „improductivite slave” ist, die ja bekanntlich am wenigsten von slawischer Seite selbst geleugnet wird; wenngleich niemals vergessen werden darf, daß auch, dem Slawentum mancher hohe allgemein menschliche Kulturwert zu Buch geschrieben werden muß. Jedenfalls aber konnte es gar nicht fehlen, daß deutscher Taten- und Arbeitsdrang und ursprüngliche slawische Beschaulichkeit, so enge benachbart, hart auf hart gegeneinander geraten und daß, einzelne Rückschläge abgesehen, im Laufe der Jahrhunderte,, solange die Grundsätze der französischen Revolution noch nicht Gemeingut und daher zur Waffe aller Menschen ohne Unterschied geworden waren, der Slawe überall zunächst den kürzeren ziehen mußte.

Die Folgewirkungen dieses chronischen, erst mit physischen, später mit geistigen und moralischen Waffen durchgefochtenen Kampfes mußten aber naturgemäß in der Seele der Westslawen — um die es sich ja vor allem handelt —, der Polen, der Tschechen, der Slowenen gewisse reaktive Erscheinungen zeitigen; primäre sowohl wie sekundäre.

Und diese Reaktionsphänomene sind leicht zu verstehen! Der Druck des deutschen Hammers löste einen Gegendruck aus. Der ursprünglich friedliche und gutmütige, aber geistig bedürfnislose slawische Bauer, Hirte und Händler wurde zunächst mit Furcht vor dem deutschen Krieger, aber auch vor dem rastlosen deutschen Arbeiter erfüllt, einer Furcht, die, weil der Deutsche zunächst auch als Träger und Übermittler des Christentums und römischer Zivilisation in Erscheinung trat, nicht ohne Beisatz von Bewunderung war, sobald einmal die slawische Seele dafür zugänglich geworden; freilich, diese Slawenseele war. schon als eine im wesentlichen bäuerliche, beharrlich und trotzig; und so hat es Jahrhunderte gekostet, von schweren Kämpfen auf Leben und Tod erfüllt, Jahrhunderte blutiger Vernichtung ganzer Slawenstämme, ehe Christentum und Zivilisation im deutschen Gewände in slawischen oder vorher slawisch gewesenen Gauen dauernd festen Fuß fassen konnten; einmal unterworfen, sah sich aber der Slawe einem Herrenvolke gegenüber, dem er zunächst weder physisch noch geistig gewachsen -war; die Waffen des Sclrwächeren aber, gerade jenes, der vom Hause aus friedlich ist — es gibt keinen heißeren Zorn als den des Friedsamen und Rückständigen, dem man seinen Frieden und seine Rückständigkeit nicht läßt —, sind von jeher List, Verstellung, Lüge gewesen. Bei den Höherstehenden unter den Slawen gesellte sich dazu aber noch eines: Neid!

Und so nährte und nährt bis auf den heutigen Tag der Slawe einen aus tiefster Tiefe hervorquellenden Haß in sich gegen den früheren deutschen Herrn und Zuchtmeister; einen Haß, der seine Unerbittlichkeit und Unauslöschlicbkeit gerade daher schöpft, daß er aus jahrhunderte alten, tief in die Volksseele eingegrabenen, von Generation zu Generation überlieferten, zum Teil kaum mehr vollbewußten seelischen Engrammen immer wieder neue Nahrung empfängt. Es ist in dem Sinne sogar recht bezeichnend, daß gerade jenes slawische Volk, welches nach Sitte und Kultur dem deutschen am nächsten steht und ihm dank einer gewissen Arbeitstüchtigkeit äußerlich ziemlich angeglichen ist, das tschechische, den glühendsten Haß gegen seinen einstigen „Lehrmeister” empfindet: der Instinkt in jedem Tschechen, er mag durch sekundäre Erziehungseinflüsse noch so tüchtig und arbeitsam geworden sein, drängt seine Seele doch mit Macht hin zur naiven und nativen slawischen Geruhsamkeit und Beschaulichkeit, wie man beim tschechischen Einzelmenschen häufig genug unter Verhältnissen beobachten kann, wo er sich sozusagen „konkurrenzlos” weiß; im Gegensätze zu dem oft sehr gewaltigen, von Neid gepeitschten Eifer, den er bekundet, wo er sich der deutschen Konkurrenz ausgesetzt sieht, der er dann in krampfhaft-verbissenem Aufraffen vorübergehend sogar erfolgreich zu begegnen weiß, um aber nur zu bald in die native slawische „Unproduktivität” zurückzusinken, sobald er sich „endlich allein” sieht; der primäre Schaffensund Arbeitsdrang, die Schaffensfreude um ihrer selbst willen, beim Germanen so häufig, fehlt dem sonst, zumal musikalisch so reich begabten Slawen in der Regel; und eben darum quillt ein unerschöpflicher Strom von Haß — halb unbewmßt — aus der Tiefe seiner Seele hervor gegen den Deutschen, dessen Erscheinung ihn auch heute noch tagtäglich nicht nur an den „Herrenmenschen” erinnert, der jener oft noch seinen Großvätern gewesen ist, sondern ihm wider seine Slawennatur als Zwinger zu produktiver Arbeit gilt; darum die Tendenz, das Deutschtum zu vernichten, damit „Ruhe” sei. Natürlich sind historische Momente, zumal solche aus der historischen Romantik dann noch etwas, was im Reiche des Oberbewußtseins für den Nationalhaß die Folie abgibt, zumal bei den Gebildeten, Polen wie Tschechen; und gerade sie fühlen doppelt, dreifach und neiderfüllt die ungeheure geistige und kulturelle Überlegenheit des Deutschtums. Und jener leicht hysteroide Zug, der — wenigstens aus dem deutschen Gesichtswinkel gesehen — der slawischen Seele anhaftet, bemächtigt sich natürlich mit besonderer Vorliebe derart romantischer Elemente. Eben dieser Zug aber leiht dem Slawen auch die Gabe, ein brillanter Advokat und Dialektiker seines Deutschenhasses zu sein; Hysterische und Hysteroide haben ja bekanntlich eine Meisterschaft darin, nicht allein autosuggestiv die eigenen subjektiven, vor allem aus ihrer eigenen Anlage herstammenden Leiden sich selbst zu vergrößern, sondern sie auch dritten Menschen als ungeheuer groß hinzustellen, ihre unschuldigen Mitmenschen aber als angebliche Quälgeister zu denunzieren. Nun ist der Deutsche dem Slawen gegenüber sicherlich nicht so einfach ohne „Schuld’1, allein ebenso sicher ist, daß diese Schuld objektiv eigentlich recht geringfügig ist, oft nur auf einem Mißbrauch deutschen Namens durch finstere Mächte beruht oder auf entschuldbaren Irrtümern, und daß sie reichlich aufgewogen wird durch das ungezählte Gut an Kultur, das der Deutsche dem Slawen vermittelt hat; aber Dankbarkeit ist bekanntlich keine Tugend der Hysterie und alles dessen, was danach aussieht; sie ist darum — wie Slawen selber oft zugestehen — beim Slawen eher geringer als bei andersvölkischen Menschen; zumal wo Neid ihr wirksam Konkurrenz macht.

Die Beziehungen zu dem größten slawischen Stamme, den Russen, sind für uns Deutsche nicht so sehr nachbarschaftlicher denn politischer, kultureller und wirtschaftlicher Natur; gleichwohl haben sie hingereicht, um eine ganz bestimmt orientierte Antipathie russischerseits gegen die Deutschen zu erzeugen. Begreiflicherweise nämlich mußte die nicht nur slawisch geruhsame, sondern dank ihrer Rassenzusammensetzung und Geschichte auch mit einer gewissen „breiten”, orientalischen Weitherzigkeit (und Unschärfe) im Denken und Fühlen ausgestattete russische Seele gegen den deutschen Zucht- und Schulmeisterrationalismus besonders intensiv im Sinne instinktiver Abweisung reagieren. Dazu kam, daß deutscherseits — wenigstens soweit es sich um das offizielle Deutschtum handelte — mit einem unpolitischen Ungeschick, das gar nicht einmal innerer Absicht entsprang, eine Parteinahme für das zaristische Regiment markiert wurde, die Deutschland in den Augen der russischen Intelligenz zu einer Art Büttel machte. Darum der in dieser Stärke sonst schier unbegreifliche Haß gerade dieser Schichten gegen das Deutschtum, dessen Lehr-, Arbeits- und Organisationstalent — und nicht der französische Opportunismus, der nur politisch meisterhaft schlau zu operieren verstand — der natürliche Führer der aus der Nacht zum Licht emporstrebenden russischen Intelligenz zu werden berufen gewesen wäre; daß dann wieder politische Momente — der Panslawismus, der Drang nach dem Osten und dem Balkan — die oberbewußte Folie für die halb instinktive Fühlsantipathie abgaben, ist nur eine Parallelerscheinung zu früher Ausgeführtem.

Nun zu dem traurigsten Kapitel, zu dem Hasse anderer germanischer Völker, vor allem der Angelsachsen gegen das deutsche Volk. Wenn die Antipathien der anderen Nationen gegen uns zu einem sehr großen, ja überwiegenden Teile ihren Grund in gefühlsmäßigen, halb und halb unterbewußten Vorgängen oder in uralten Engrammen der nationalen Geschichte haben, dann darf gesagt werden, daß die Antipathie der germanischen Bruder- und Vetternvölker gegen das deutsche Volk ihren Grund vor allem in rationalistischen Erwägungen finde und weit weniger in gefühlsmäßigen Regungen. Für den altgermanischen Sippenhaß ist ja wohl in Ansehung der getrennten Staatlichkeit kein Platz. In der Tat bietet die Geschichte nur wenig Raum für die Annahme einer genuinen, einer ursprünglichen Feindschaft der anderen germanischen Völker, insonderheit der angelsächsischen, wider das deutsche. Diese Feindschaft ist vielmehr im Grunde recht jungen Datums. Sie fußt natürlich einerseits auf der klar erkennbaren Grundlage ökonomischer und politischer Konkurrenz und dadurch hervorgerufener Gegnerschaft, wobei das traditionelle Ungeschick des Deutschen in allen politischen Dingen — davon wir schon an früherer Stelle gesprochen — das Möglichste dazu beigetragen hat, diesen Gegensatz, der sich vielleicht sonst in erträglicheren Grenzen gehalten hätte, zu verschärfen und bis zum Bruche emporwachsen zu lassen. Aber eine andere Wurzel noch kommt für die Antipathie der anderen germanischen Völker, und zwar gerade nicht zuletzt eben der Angelsachsen in Betracht: nämlich die innere, politische Verfassung Deutschlands. Denn es gibt kein, germanisches Volk, bei dem die seelische „Bindungstendenz ” den Charakter des Politischen, des sogenannten „Militarismus” (der meines Erachtens freilich ganz fälschlich so genannt wird; eigentlich sollte es heißen: System der pflichtgemäßen Unterordnung des einzelnen unter den Staatsbegriff) angenommen hätte wie bei den Deutschen. Dem Deutschen ist der Staat, was derm Angelsachsen (und den anderen, von Tag zu Tag mehr angelsächsisch sich orientierenden germanischen Völkern) Sitte und Klub sind; während aber Sitte und Klubzwang bei aller ihrer Tyrannei dem Angelsachsen etwas Selbstverständliches, weil ihm sein eigenes Ich Widerspiegelndes sind, daher als seelische Sklaverei von ihm gar nicht empfunden werden, gilt seinem historischen Freiheitsdrange jeder staatliche Zwang als ein Greuel. Als personifizierter Repräsentant dieses „preußisch-militärischen Zwanges staatlicher Gewalt” erscheint ihm aber der Neudeutsche. Darum war es der Angelsachse, welcher der Herold des Weltkampfes gegen das System des „preußischen Militarismus’’ geworden ist, weniger aus nationalem und Rassenhaß denn aus politischem Prinzip; auch das jedoch erst, als dieses ihm unsympathische Prinzip als sein Konkurrent in der Weltpolitik auftrat und drohte, das eigene System in seinen weltumspannenden Prärogativen zu gefährden. In diesem Sinne war denn auch der Kampf zwischen Deutschtum und Angelsachsentum ein Kulturkampf zwischen zwei, wie wir gesehen haben, innerlich eigentlich wenn auch nur entfernt verwandten, im Effekte freilich weit voneinander abstehenden germanischen Erziehungsprinzipien um die Weltherrschaft; ein Kampf, darin das leider „unpsychologische” deutsche System unterlegen ist . . .

Wir begreifen jetzt, warum angelsächsischerseits (die anderen germanischen Völker wie die Skandinavier, Holländer, auch die Deutschschweizer sind so sehr im Banne angelsächsischer Mentalität, daß wir, Ausnahmen abgerechnet, deren öffentliche Meinung als einen Appendix der angelsächsischen ansehen dürfen) die Abneigung gegen das Deutschtum in so auffallender Weise politisch motiviert worden ist; gewiß, es war in diesen größtenteils journalistischen Stimmen vor dem Kriege und während desselben ein ganz gewaltiges Stück bewußter agitatorischer Übertreibung enthalten, und unmöglich darf übersehen werden, in welch weitem Umfange das traditionelle diplomatische Ungeschick der Deutschen, die Unfähigkeit, Sprechen und Schweigen richtig zu dosieren, die unausgesetzte Vermengung von Mitteln und Zielen, die echt deutsche Sorglosigkeit in punkto Wahrung des nationalen Gesichts,dieser ganze jammervolle Mangel an exopsychischer Eutaxie deutscherseits, von dem so eingehend die Rede war, wie alles das den angelsächsischen Anklägern Deutschlands und deren Nachbetern die wirksamen Stichworte der Deutschenhetze so recht erst eigentlich geliefert hat: „preußischer Militarismus”, „preußischer Absolutismus”, „sozialistische Vaterlandslosigkeit”, „bajuwarische Roheit” und vieles andere an „Schlagern” solcher und ähnlicher Art, die im politischen Kampfe wider Deutschland eine so verhängnisvolle Rolle gespielt haben, sie alle haben auf den politischen Tribünen Deutschlands oder in den Spalten der deutschen Tagespresse das Licht der Welt erblickt, sie sind da weidlich breitgetreten und — bedenkenlos und unbekümmert um das aufhorchende Ausland — von Deutschen im Meinungskampfe gegen Deutsche gebraucht worden; man denke nur an die „Zabernaffäre”! Bedenkenlos im Reden, bedenkenlos, wie in den letzten Kriegsjahren, im Schweigen und unfähig, Mittel und Ziele in der Politik scharf auseinanderzuhalten, das ist Deutschlands politisches Ungeschick, fußend in seiner allzu „linearem‘ Mentalität, der alles praktisch Psychologische fremd ist! So haben denn auch die Angelsachsen sehr vielfach nur aufgegriffen, was Deutsche selber angestiftet haben. Allein, darüber hinaus darf unmöglich verkannt werden, wie die demokratischen Sitten der Angelsachsen und der anderen Germanen von der sei es auch nur ganz äußerlichen Militarisierung neudeutschen Wesens in der Tat sich abgestoßen gefühlt haben und es als ein Übel empfunden hätten, wenn diese zur Weltgeltung gelangen würde. Darum die Äußerung selbst deutschfreundlicher Kreise in solchen Ländern: -wenn die Deutschen schon siegen, mögen sie nicht zu sehr siegen . . .

Es läßt sich natürlich nicht bestreiten, daß das Deutschenhaßphänomen auch bei anderen Völkern in Erscheinung tritt; ganz frei ist ja davon kaum ein Volk der Erde, mag es unmittelbar an das deutsche angrenzen oder nicht; es handelt sich da indes mehr um eine Art „Induktion” von Nachbarvölkern her oder auf dem Wege der Weltpresse, die ja fast zur Gänze im Besitze der primär deutschfeindlichen Nationen ist oder unter deren Kontrolle steht; in einigen Fällen — wie bei den Magyaren — handelt es sich so gut wie ausschließlich um eine Übertragung der Abneigung gegen lokale (in dem Falle österreichische) Administrativbehörden auf das dem Namen nach von diesen mißbrauchte Gesamtdeutschtum, ohne daß darum so etwas wie ein wirklicher Deutschenhaß ins Volksbewußtsein eingedrungen wäre. Soweit endlich bei den Juden — wenigstens bei jenem Teile derselben, den man als „Nation” betrachten mag — von einem Deutschenhaß gesprochen werden kann, handelt es sich teils um eine vielleicht primäre, vielleicht talmudisch gezüchtete Abneigung gegen das nordisch-arische Element, die eben an vielen Stellen gerade das deutsche Element trifft, teils aber um eine sekundäre Reaktion auf die antisemitische Bewegung, die fast keinem nichtjüdischen Volke fremd ist, deutscherseits aber in so schulmeisterlich-doktrinärer Art gepredigt und praktiziert wird, daß sie in der Form ebenso gehässig und ungerecht auftritt, wie sie in der Sache unwirksam bleibt, auch insoweit, als sie besser nicht unwirksam bliebe; davon noch später.

Vergessen wir zuletzt aber an eines nicht: daß ein Gutteil des Deutschenhasses bei fast allen Völkern in einem halb unterbewußten Komplexe wurzelt, dessen Substrat die moralische und intellektuelle Überlegenheit des deutschen Volkes und der deutschen Kultur in vielen Stücken ist. „Es liebt die Welt das Strahlende zu schwärzen und das Erhabene in den Staub zu ziehen!” Sie liebte es in den Tagen des Aristides, des Sokrates, in den Tagen von Golgatha, sie liebt es heute noch und wird es noch auf lange hinaus lieben. Das ist schließlich der allertiefste Grund, warum unser edles deutsches Volk so Ungeheures leiden muß und zum Hohne auch noch so ungerecht beschuldigt wird von den anderen, die nach der alten Diebsmoral schreien und handeln: haltet den Dieb! Denn so wahr diese ganzen Zeilen dartun, daß es Deutsche gibt, die ein offenes Auge haben für die schweren Fehler und Mängel der eigenen Nation und für die Vorzüge der anderen, so sehr ist es Pflicht ihres Schreibers, laut und vernehmlich den anderen das moralische Recht abzusprechen, über unsere Fehler zu Gericht zu sitzen und uns dafür zu strafen; richten und strafen mag uns, wer besser ist als wir, und das sind die anderen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit. Wir Deutsche haben uns schwer vergangen, aber die anderen haben unsere Vergehen mißbraucht, um noch ärgere Verbrechen an uns zu verüben, Mord, Raub und — was am schlimmsten ist — Verleumdung. Es wird der Tag kommen, da die Menschheit bitter bereuen wird, was sie an uns gefrevelt!

Psychopathologische Momente im Deutschenhasse und seinen Erscheinungen und deren agitatorische
Verwertung

Das Phänomen des Weltenhasses gegen uns Deutsche hat gewiß vor allen Dingen seine psychologische Begründung; allein unvollständig wäre seine Analyse ohne die Würdigung seiner Psychopathologisehen Grundlagen.

Denn die Existenz solcher läßt sich unmöglich bestreiten. Schon die Psychologie des Deutschenhasses bei manchen Völkern streift zum mindesten hart an das Gebiet des Krankhaften. Vor allem gilt dies vom Deutschenhasse der Franzosen und der ihnen stammverwandten Wallonen. Zugegeben, daß die traurigen Begleiterscheinungen dieses Krieges es mit sieh brachten, daß das belgische Wallonien und weite Gebiete Frankreichs darunter besonders schwer zu leiden hatten, müssen wir dennoch sagen, daß dieses Maß und diese Art von Haß, wie sie sich dort uns gegenüber geoffenbart hat, vom Standpunkte normaler Psychologie allein wenigstens nicht restlos erklärt werden können. Zum Vergleiche genügt wohl der Hinweis auf all das namenlose Leid, welches Deutschland im Laufe der Jahrhunderte durch Frankreich erfahren hat: die gewaltsame „Reunion” des Elsaß durch Ludwig XIV., die Verwüstung der Pfalz links und rechts vom Rhein durch Melac (die „ruine accusatrice” des Heidelberger Schlosses klagt davon noch heutigentags…!), die sadistische Niederpeitschung Deutschlands durch Napoleon und seine Söldner und weiter und weiter ein endloses Lied von Blut und Tränen . . .; aber gleichwohl: von einem wilden, unversöhnlichen, brutal-sadistischen Hasse, wie ihn Frankreich gegen uns hegt, ist in uns niemals etwas lebendig gewesen, und war der Feind aus dem Lande draußen, streckte ihm Deutschland noch stets die Hand zur Versöhnung hin. Anders Frankreich: Hier ist die Idee, um jeden Preis an der Spitze der Zivilisation marschieren, das heißt Europa beherrschen zu müssen, zu einer fixen überwertigen Idee geworden, und da die harte Tatsache der höheren Zahl, der größeren Lebenskraft, der emsigeren Schaffensfreude und der durchgeistigteren Bildung Deutschlands dieser überwertigen Idee im Wege stand, hat die französische Mentalität mit einem Komplex weiterer überwertiger Ideen, und zwar persekutorischen Inhaltes, sekundär darauf reagiert; aus der „grande nation” wurde, seit Deutschland zur Großmacht erwachsen, der eifernde „persecute persecuteur . .

So, nur so ist zu verstehen, wie sich ein Land wie Frankreich, dessen allgemeine Volksbildung auf so bescheidener Stufe steht, soweit versteigen konnte, Angehörige des gebildetsten Volkes der Welt als „wilde Tiere”, als „Barbaren”, „Hunnen”, „wilde Bestien”, „Boches’’ zu beschimpfen und sie — als wehrlose Gefangene — physisch und moralisch in einer Art zu martern, die einen Schandfleck der Gegenwart bildet. Frankreich glaubt sich aber dabei felsenfest im Rechte, ja es ist überzeugt, daß es die Deutschen noch viel zu gut, noch viel zu edel behandle, wenn es ihnen auch nur die Titel von Menschen „schenke”; wer z. B. (nur ein Fall von vielen!) gelesen hat, wie französische Richter sich ihres „Edelmutes” rühmten, weil sie im besetzten Gebiete Deutschlands einen jungen Menschen, der mit einem Stein nach einem französischen Auto geworfen (schrecklich!), zu „nur” fünf Jahren Zuchthaus (!) verurteilt hatten, der ist überzeugt, daß hier offenbar eine krankhafte Mentalität vorliegen müsse, ein schon fast wahnhafter Komplex überwertiger Ideen; anders ist ja solches schlechterdings nicht zu erklären; denn gegen die Annahme, eine Nation von der Höhe der französischen sei bewußter Unsittlichkeit fähig, sträubt sich unser besseres Selbst.

Sollte sich bestreiten lassen, daß die überwertige Ideenbildung, die für den Deutschenhaß der Gallier eine so wesentliche Komponente abgibt, auch noch andere krankhafte Blüten getrieben habe? Sollte bestritten werden können, daß ein französischer Arzt, Berillon, in einem ernsthaften französischen Fachorgane eine Abhandlung „über den spezifischen Geruch der Deutschen” veröffentlicht habe, darin er mit feierlichem Ernste die These entwickelt und begründet hat, alle Deutschen — versteht sich mit Ausnahme der Elsässer — seien gekennzeichnet durch eine spezifisch riechende Schweißabsonderung, die zwar gewisse Stammesunterschiede erkennen lasse, z. B. beiden Bayern und Schwaben nicht ganz identisch sei mit jener bei den Preußen, Sachsen und Mecklenburgern, immerhin jedoch für alle Arten Deutscher so sehr charakteristisch, daß z. B. der französische Geruchsinn noch jahrelang nachher mit untrüglicher Sicherheit zu unterscheiden vermöge, ob ein Gemach einmal von einem Deutschen bewohnt gewesen sei oder nicht? Darin der gelehrte Verfasser neben anderen höchst merkwürdigen Dingen auch die „Theorie” zum Besten gab, daß dieser „spezifische” Schweißgeruch dadurch zustandekomme, daß bei der deutschen Rasse die Schweißdrüsen zum großen Teile die Rolle der Nierenfunktion übernommen hätten? Sollte sich bestreiten lassen, daß die französische Öffentlichkeit diese Art Wissenschaft ungeheuer ernst genommen habe? Und daß es dafür nur eine Signatur geben könne, nämlich: Psychose einer infolge ihrer psyeho-pathologischen Diathese für alles dem Inhalte des überwertigen Ideenkomplexes Angepaßte stets induktionsbereiten Volksmasse? Es dürfte bei genügender Objektivität schwer halten, dies zu bestreiten. Es soll uns übrigens ein späterer Abschnitt nochmals auf Ähnliches zurückführen.

Übrigens: sicherlich wäre es ein Unrecht anzunehmen, als wäre nur französischer- und wallonischerseits so vieles Seelische „pathologisch” gewesen; die Untersuchung der Mechanismen der Kriegslegendenbildung hat uns gelehrt, daß auch auf unserer Seite der Seelenzustand der Massen während des Krieges zu Zeiten recht seltsame, an Massenhysterie und überwertige Massenideenbildung erinnernde Blüten getrieben hat; im Hause des Spartakismus dürfte man vielleicht auch nicht zuviel von Massenpsychose reden, will man doch beanspruchen, auf der Warte der Objektivität zu stehen, trotz des eigenen Bekenntnisses zum Deutschtum. Auch auf unserer Seite gab es ‚ Märchenbildungen aller Art, gab es Massensuggestionen, darin goldbeladene feindliche Kraftwagen, fabelhafte Spionitis, apokryphe französische Flieger, Brunnenverseuchungen durch französische Ärzte, die über Metz bis in die — Karpathen vorgedrungen sein sollten, eine erhebliche Rolle spielten! Allein immerhin: die Krone haben doch die Legendenbildungen auf französischer und wallonischer Seite erreicht! Man denke da nur an die unterschiedlichen Greuelgeschichten! Zugegeben, daß es — wie denn auch schließlich nicht in einer Millionenarmee? — im deutschen Heere nicht wenige Rohlinge und Auswürflinge gegeben haben dürfte, darf es doch als glattweg ausgeschlossen bezeichnet werden, daß deutscherseits etwa planmäßig blutrünstige Grausamkeiten und Akte sadistischer Perversität gegen Wehrlose, Greise, Frauen und Kinder unternommen worden wären, wie dies die wallonisch-französische Greuellegende gleich in den ersten Kriegswochen bekanntlich behauptet hat; jeder Kenner des deutschen Nationalcharakters — für dessen Fehler und Schattenseiten ich, wie ja aus dem früher Ausgeführten genugsam hervorgeht, gewiß nicht blind bin — wird zugestehen müssen, daß dem Norddeutschen wohl Schroffheit, Kälte, selbst eine gewisse Härte, dem Süddeutschen Grobheit und Rauflust sicherlich nicht abgesprochen werden können, daß jedoch — immer abgesehen von einzelnen, nirgendswo fehlenden Ausnahmen — dem deutschen Volks Charakter als solchem, gleichgültig, ob es sich um Gebildete oder Mindergebildete handelt, eine wollüstige Freude an sadistischer Roheit absolut fremd ist; was auch der größte Bewunderer französischer Kultur vom Galliertum gewiß nicht behaupten könnte . . .; ich erinnere nur an Voltaires Zeugnis. Mir scheint es vielmehr klar, daß — abgesehen von den Früchten planmäßiger Entstellung, von denen weiter unten noch die Rede sein wird — die Greuellegende großenteils als Folge eines bereits ans Pathologische streifenden Charakterzuges der gallischen Völker zu werten ist, als eine Art Projektion ihres eigenen, in der Geschichte so oft auch im eigenen Hause entsetzensvoll zutage getretenen Sadismus nach außen hin, als eine Art jenes seelischen Transitivismus, den ich einmal politischen Transitivismus genannt habe, eine Art des „als ob”, nur hinausprojiziert aus der eigenen Seele in die Seele der — anderen, der Feinde! In der Tat, wer da, nicht aus unkontrollierbaren Legenden, sondern aus verläßlichen Quellen, weiß, wie Belgier und Franzosen deutschen Gefangenen gegenüber und später in deutschen Landen gehaust haben, der wird gewiß den hier angegebenen seelischen Mechanismus nicht abenteuerlich aus der Luft gegriffen finden; denn die praktische Psychologie und namentlich die praktische Psychopathologie lehren, daß derlei bei Hysterischen — man denke nur an die unwahren Denunziationen Hysterischer, die vielfach einer Projektion der eigenen Wünsche in anderer Seelen hinein entsprechen — ein ganz alltägliches Vorkommnis ist, ganz ebenso wie enorme Suggestibilität, Leichtgläubigkeit und phantastisches Sich-selbstbelügen nirgends in solchem Maße wuchern wie auf dem Boden der Hysterie. Aber gerade von hysterischen und hysteroiden Zügen ist die gallische Volksseele bekanntlich am wenigsten frei! Ganz gewiß hat aber phantastische Pseudo-logie zu der Legendenbildung im Kriege — deren Mechanismen von mir an an derer.Stelle ausführlich zergliedert worden sind — ebenso viele Bausteine geliefert wie zu dem der feindlichen Legende zugrunde liegenden Deutschenhasse.

Wir erkennen also in einer ganzen großen Motivenreihe des Deutschenhasses bei den Galloromanen ausgesprochen pathologische Züge oder doch solche, die hart ans Pathologische streifen. Mit dem Deutschenhasse der Wbstslawen steht es nun nicht viel anders. Auch hier hat eine gewisse hysteroide Dia-these der Volksseele mitgeholfen, bestimmte Ideenkomplexe überwertig werden zu lassen. Insbesondere hat sich die Idee des „Unterdrücktwerdens” durch die Deutschen unzweifelhaft zu einer derartigen Idee ausgewachsen, in quantitativer wie in qualitativer Hinsicht. Die historische Wurzel dieses Ideenkomplexes ist uns bereits bekannt, bekannt auch, daß sich die Erinnerung an die in früheren Jahrhunderten tatsächlich deutscherseits oder im deutschen Namen geübte Unterdrückung gleich einem Engramm in halb unterbewußten Tiefen der Volksseele verankert hat; allein das Merkwürdige und lediglich psycho-pathologisch Verstehbare beruht in der Tatsache, daß für weite Kreise des Westslawentums, mindestens für deren lebende Generation, von einer Unterdrückung durch die Deutschen in der Jüngstvergangenheit gar keine Rede mehr sein konnte; im Gegenteil lehrt die Geschichte der letzten Jahrzehnte des alten Österreich mit Deutlichkeit, wie die Westslawen, voran gerade die grimmigsten Deutschenhasser unter ihnen, die Tschechen, nicht nur in jeder Weise in ihrer wirtschaftlichen und geistigen Entwicklung gefördert worden sind, sondern wie diese Förderung geradezu auf Kosten der Deutschen geschehen ist, in einem Maße, daß diese sich aufs Schwerste bedrückt fühlen durften und ein — internationaler Sozialdemokrat vor einer Reihe von Jahren von den Tschechen geradezu als von der „regierenden” Nationalität des alten Österreich reden konnte! Und gleichwohl und trotz alledem die fixe Idee von den „unterdrückten” Slawenvölkern Österreichs, eine Idee, die zumal die Tschechen in echt hysteroider Plastizität nicht nur Fremden, sondern vor allem — sich selbst hartnäckig einredeten! Denn gewiß wäre es Unrecht zu glauben, daß die Masse der Slawen nicht wenigstens subjektiv vollkommen überzeugt war, unterdrückt zu sein, wiewohl im alten Österreich sie längst zu Herren und die Deutschen zu ihren Tributären geworden waren. Allerdings, die mächtige physische Expansionstendenz der Slawen und die durch zweckbewußte Agitation genährte pan-slawistische Romantik trugen das Ihrige dazu bei; und nicht minder trug die durch die habituelle Schwäche und Ungeschicklichkeit des deutschen Widerstandes genährte Begehrlichkeit der Slawen dazu bei, jeden noch so schüchternen Versuch einer Versteifung desselben als „Herausforderung” zu empfinden und mit Ausbrüchen von Wut und Haß darauf zu reagieren; allein es ist ja gerade für alles hysteroide seelische Geschehen besonders kennzeichnend, daß ihm ein instinktiver Respekt vor allem Ganzen eignet, dagegen eine instinktive, leicht zu krankhaftem Haß gesteigerte Respektlosigkeit vor allem, was halb ist. Mit der slawischen Seele ist darum nur auszukommen, indem man ihr entweder in allem restlos nachgibt oder in allem restlos entgegentritt (letzteres der tiefere philosophische Sinn der vielverlästerten, freilich etwas drastischen WorteMommsens), keinesfalls aber durch Kompromisse. Die unheilvolle Kompromißsucht des jeder klaren Lösung aus dem Wege gehenden verflossenen, leider, wiewohl fälschlich zu Lasten des Deutschtums gebuchten altösterreichischen Regimes war darum ganz ebenso eine unerschöpfliche Quelle eines ins Krankhafte gesteigerten Deutschenhasses in den so leicht hysteroid reagierenden slawischen Gemütern wie die doktrinäre, unpsychologische Halbheit der deutschen Abwehr gegenüber dem slawischen Ungestüm, eine Abwehr, die, zum Teil freilich durch die unverzeihliche Schuld der insgeheim deutschfeindlichen altösterreichischen Behörden, nirgends schlagkräftig auszuwirken vermochte, aber auch in ihrer schulmeisterlichen Anlage und Anwendungsweise allein schon einen meist verpfuschten Versuch mit psychologisch untauglichen Mitteln und meist ein unmögliches Kompromiß darstellte zwischen resigniertem Zurückweichen vor eingebildeten Hindernissen und eigensinnigem Beharren auf verlorenen Posten: Halbheiten über Halbheiten! Und nirgends die geschmeidige seelische Eutaxie echter Diplomatenart!

Aber auch dem modernen Deutschenhaß der Angelsachsen fehlt, so merkwürdig dies bei einem Menschenschläge von so kühl rechnerischem Verstände sein mag, keineswegs der pathologische Einschlag. Kenner Englands und Amerikas vermelden, daß sich im öffentlichen Leben auch der angelsächsischen Nationen in den letzten Jahrzehnten immer mehr und mehr ein hysteroider Einschlag — der ja auch unserer deutschen, einheimischen Dekadenz nicht gefehlt hat — geltend gemacht habe; ein Phänomen, dem eine gewisse, auf Wechselwirkung beruhende Beziehung zu dem gerade in angelsächsischen Landen sehr mächtigen Feminismus nicht abgesprochen werden kann; man erinnere sich nur an die Suffragetten und ihr Vorgehen. Überhaupt aber ist der bedeutende feminine Einfluß und Einschlag im gesellschaftlichen Leben weder in England noch in Nordamerika zu verkennen; das hat natürlich seine geschichtlichen und kulturgeschichtlichen Gründe; über diese aber haben wir uns im Rahmen dieser Abhandlung nicht zu verbreiten, da ja unser Thema anderswohin zielt; es genügt für unsere Zwecke vielmehr, von dieser ja ziemlich gut bekannten Tatsache des stark dominierenden Feminismus in der angelsächsischen Gesellschaft einfach auszugehen. Feminismus und hysteroides Reagieren aber sind untrennbare Geschwister: wo Feminismus,
dort eine besondere Disposition zu derartigem hysteroiden Geschehen im Einzelfall wie im Gesellschaftlichen, im Einzelleben wie im Leben der Gesamtheit. Und so sehen wir denn, wie die ursprünglich kühler ökonomisch-politischer Erwägung entsprungene antideutsche Bewegung in England und Nordamerika darum, weil auch in diesen Ländern die Volksseele in den letzten Jahrzehnten einen feminin-hysteroiden Einschlag angenommen hatte — ich halte allerdings dafür, daß die Angelsachsen die Krise des Feminismus überwinden werden, — ein von pathologischen Zügen nicht freies seelisches Reagieren gezeitigt hat. Die Gesetze der Massenpsychologie aber haben es bewirkt, daß aus den vielen seelischen Einzelreaktionen in der heutigen demokratischen (um nicht zu sagen: demagogischen) Ära rapide ein seelisches Massenreagieren geworden ist. Daher kommt es, daß heute auch die große Menge der Angelsachsen von einer seelischen Epidemie besessen ist, daß gewisse bittere Vorkommnisse des Krieges in fanatischer Einseitigkeit verzerrt worden sind, daß die angelsächsische Volksseele heute erfüllt ist von der krankhaft überwertigen Idee, die Nachfahren Kants, Goethes, Beethovens seien „Hunnen”, seien „Ungeheuer”, seien „bar jeder Ehre” (Northcliffe), verdienten den Fluch des Himmels (Bischof Bury), müßten zum Heile der Menschheit samt und sonders, Männer, Frauen, Kinder gleich wildenBestien „ausgerottet” werden (Rudyard Kipling). So sprechen die Enkel Shakespeares zu den Enkeln Goethes … Es ist in diesem Zusammenhänge besonders bemerkenswert festzustellen, daß, wie manche Erscheinungen der Jüngstvergangenheit dartaten, unter den leitenden Volks- und Staatsmännern Englands und Amerikas, die sich als nüchtern denkende, verantwortliche und vorausschauende Einzelmenschen doch einen klareren Blick bewahrt haben, der Deutschenhaß bereits merklich „abzubauen” beginnt, indes die breiten Massen auch unter den Angelsachsen darin noch tief befangen sind und die Stunde der Erkenntnis für sie noch sehr lange nicht geschlagen haben wird. Auch wir Deutsche sind ja heute noch verblendet, auch wir erkennen noch nicht .den tieferen Sinn unserer politischen Sendung . . .

Des weiteren nun aber ein Wort über eine seltsame Art der Antipathie gegen das Deutschtum, die eines krankhaften, leicht paranoiden Einschlages nicht entbehrt, der Antipathie seitens einer Menschengruppe, die in ihrem östlichen Anteile größtenteils ein selbständiges Volk zu nennen, in ihrem westlichen zu einem wenn auch kleinen Bruchteile unzweifelhaft in einem fließenden Anpassungsprozeß an ihre Wirtsvölker mitten darin ist: ich meine die Antipathie gegen das Deutschtum seitens des Judentums (wobei ich mir, um es nochmals zu unterstreichen, vollauf bewußt bin, daß das westliche Judentum seelisch keine Einheit mehr darstellt und übrigens auch physisch langsam einschmilzt oder durch Taufe und fortschreitende Vermischung langsam von den Wirtsvölkern eingesogen wird). Ich nenne die Antipathie schon darum seltsam, weil — allerdings unter breitester Anwendung des Grundsatzes: mutatis mutandis — eine gewisse Schicksalsgemeinschaft zwischen Deutschtum und Judentum insoferne besteht, als beide auf dem weiten Erdenrund so ziemlich die verhaßtesten Menschentypen sind, als ferner — ungeachtet der ungeheuren physischen und seelischen Unterschiede — dem deutschen wie dem jüdischen Denken gemeinsam eine Neigung zu abstraktem Apriorismus eigen ist, freilich hier aus ganz anderen historischen und kulturgeschichtlichen Voraussetzungen entstanden, wie dort und auch der Art und den Zielen nach recht verschieden, doch immerhin da wie dort ähnlich genug, um eine eigenartige, namentlich auf literarischem und wissenschaftlichem Gebiete auffällige, auf eine gewisse Konvergenz hinweisende Symbiose zu bewirken, über die ein positives oder negatives Werturteil abzugeben — es ließen sich in diesem wie in jenem Sinne Argumente anführen — abseits von den Zielen dieser Abhandlung liegt, in der wir lediglich schlicht und nüchtern tatsächliche Gegebenheiten registrieren, um an diese anzuknüpfen. Tragen wir uns, woher der Deutschenhaß bei den Juden und woher dessen pathologischer Einschlag stamme, so wird die Antwort allerdings nicht schwer: er stammt aus Komponenten der deutschen wie solchen der jüdischen Art! Aus der deutschen, weil der unglückselige deutsche Doktrinarismus aus dem bei keinem Volke fehlenden Antisemitismus natürlich wieder eine jener Doktrinen geformt hat, deren in der Praxis barocke Konsequenzen, zumal im Gewände der deutschen exopsychischen Formlosigkeit, alle Welt heillos vor den Kopf stoßen; der brutale Pogromismus bei den slawischen Völkern, von den Tschechen bis zu den > Russen, hat darum bei den Juden keine grundsätzliche Feindschaft gegen den Volksgeist dieser ihrer blutigen Peiniger erzeugt, vergleichbar jenem der Zionisten gegen den deutschen Geist; denn dieser Pogromismus birgt in aller seiner‘ Entsetzlichkeit einen Zug psychologischer Natürlichkeit, ihm fehlt, wie überhaupt dem Antisemitismus der Slawen, der grundsätzliche, abstrahierende, doktrinär-unpsychologische Zug, wie er den in praxi meistens harmlosen deutschen Antisemitismus kennzeichnet, wie er aber gerade eben wegen seines aprioristischen Charakters so sehr verbitternd wirkt. Der Slawe schlägt mit der einen Hand, um mit der anderen zu streicheln, er löst das Judenproblem auf seine Weise rein fühlsmäßig und frei von jeder vorgefaßten Doktrin oder theoretischen Abstraktion sozusagen von Fall zu Fall; der Deutsche tut dem Juden faktisch nicht das geringste, er schlägt ihn weder physisch noch wirtschaftlich tot, aber er — „schneidet” ihn, nicht so sehr -etwa vom Herrenstandpunkte aus oder aus „ästhetischen” Gründen (es gibt ja auch einen von aufgeklärten Juden selbst stark gefühlten „ästhetischen” Antisemitismus), sondern aus „Prinzip”; und gerade das ist es, was die Menschen am tödlichsten verletzt und verbittert! Nun nehme man aber auf ¦der anderen Seite die auch im Unterbewußtsein vieler aufgeklärter Juden schlummernde Idee von der „Auserwähl t-heit” der Juden und die daraus sich ergebende, einmal von •Schnitzler fein angedeutete paranoide Disposition der jüdischen Mentalität: und man wird begreifen, daß und warum der Haß gegen die doktrinär umkleidete Geringschätzung, die deutscherseits so vielfach dem Judentum gegenüber nicht nur still, sondern in Wort und Schrift mit aller Offenherzigkeit zum Ausdrucke gebracht wird, in diesem einen schroffen Antagonismus gerade gegen den deutschen Volksgeist mehr als gegen andere, praktisch weitaus wirksamer antisemitische Nationen erweckt hat! Auch bei deutschsprechenden Juden! Bei den internationalen Beziehungen des Judentums namentlich im Schrifttum und Geldwesen hat diese Art Haß gegen das Deutschtum, der weite Kreise jenes beherrscht, gewiß keine ganz geringe Rolle in der Mechanik des Weltenhasses gegen das deutsche Volk gespielt!

Der Haß der Völker untereinander ist ein uraltes, im Daseinskämpfe der Geschöpfe wurzelndes Phänomen; es erklärt sich darum schon oberflächenpsychologisch eigentlich unschwer, wenngleich natürlich zuzugeben ist, daß auch das Eindringen in die seelischen Tiefensphären, in das Reich des
Unterbewußtseins, vieles einzelne erst so recht verständlich machen dürfte. Auch in den vorangegangenen Kapiteln sind wir ja um solche seelischen Tiefenrelationen, oft uralte, halb unterbewußten Engramme der Volkssele, von den Müttern den Kindern sozusagen schon in der Kinderstube übertragen, nicht herumgekommen, namentlich, wo vom Deutschenhasse der Slawen die Rede war. Natürlich ist nicht zu leugnen, daß — wenn auch vielleicht in weitem Abstande — ähnliches auch von dem Völkerhasse überhaupt gilt. Es hat denn auch bereits die durch Freud inaugurierte sogenannte psychoanalytische Richtung, der ich — trotz vielfacher grundsätzlicher und fast noch mehr praktischer Gegnerschaft — ein sehr großes Verdienst um die Wiederbelebung und in vielen Belangen auch Neuerforschung der Tiefenpsychologie nicht absprechen möchte, bereits zu dem Problem des Völkerhasses Stellung genommen (wenn ich nicht irre, war es A. Adler, der sich hiezu geäußert hat).

Wir dürfen jedenfalls aussprechen, daß, wie ja auch gar nicht anders zu erwarten, die allgemeinen Erscheinungen des Völkerhasses auch in den Erscheinungen des Deutschenhasses hindurchschlagen. Es gilt dies sowohl für das Gebiet des öffentlichen wie für jenes des gesellschaftlichen und privaten Lebens. Wo immer gegnerische Völker aufeinandertreffen, im Frieden wie im Kriege, ertönen Haßgesänge und bilden sie das Leitmotiv für das Tun und Lassen und oft genug auch für das geistige und literarische Schaffen der einzelnen wie ganzer Gesellschaftsgruppen innerhalb der Völker, soferne sie sich nicht frei halten von nationalem Chauvinismus.

In dieser letzteren Hinsicht sticht freilich bereits ein sehr wesentlicher Unterschied in die Augen zwischen dem Völjrer-haß im allgemeinen und jenem der anderen Völker wider das Deutschtum. Wenn Polen und Russen, wenn Griechen und Türken, wenn Südslawen und Italiener, wenn Rumänen und Madjaren, wenn Irländer und Engländer einander, sei es auch noch so leidenschaftlich, noch so blutig, noch so grausam befehden, so handelt es sich doch so gut wie immer nur um Fehden, deren Ursprung im Grunde rein politischer oder wirtschaftlicher Natur ist, um Fehden, denen der Stachel in der Tiefe der Seele wurzelnden Hasses von Mensch zu Mensch, wenn überhaupt, meist nur in geringer Stärke eignet. Aber seltsam: gerade gegen uns Deutsche, deren Nationalhaß gegen andere, soweit es einen solchen überhaupt gab, stets nur eine ephemere Erscheinung war, niemals aber ein Attribut der Volksseele gewesen ist — wie etwa bei den Tschechen, deren wichtigstes seelisches Lebenselement, ohne das ihre Volksseele gar nicht mehr gedacht werden könnte, der Deutschenhaß bildet — und vor allem niemals rein persönliche Beziehungen von Mensch zu Mensch vergiftet hat, gegen uns, deren Nationalgefühl ein zum Glück nun endlich beständig und unauslöschlich gewordenes, aber doch nur ein bescheidenes Flämmchen ist und kein lodernder Feuerbrand, gegen uns richtet sich der zumal bei den Galliern vielfach zur Fratze boshaften Wahnsinns verzerrte Haß der anderen mit einer wütenden, auch alles rein Menschliche vergiftenden und verheerenden Vehemenz, die man zunächst wohl nur verstehen kann, wenn man das in den vorangegangenen Ausführungen Dargelegte in allen Punkten im Auge behält.

Allerdings ist doch auch noch einiges hinzuzusagen. Man erinnere sich dessen, was ich vorhin „politischen Transitivismus” genannt habe. Transitivismus ist ein Wort, ein Begriff, den ich aus der Psychiatrie herübernahm: wir Psychiater nennen so im Sinne unseres großen Meisters Wernicke die Eigentümlichkeit gewisser Geistesgestörter, nicht so sehr sich selbst als vielmehr andere Personen ihres Gesichtskreises für geistesgestört zu halten. Der Transitivismus ist aber über das Bereich der eigentlichen Psychopathologie hinaus ein sehr gewöhnliches Phänomen seelischen Geschehens, er beschränkt sich nicht nur auf die Alternative „Krank” oder „Gesund”, er findet sich auch im normalen Seelenleben und noch mehr in jenem Seelenleben, welches an der Grenze ist zwischen Normal und Abnormal (namentlich im hysterischen Seelenleben), insbesondere auch im Seelenleben der Massen, denn die Massenpsychologie mit ihrer steten seelischen Epidemisierungsbereitschaft nähert sich bereits auf ein gutes Stück dem Reiche seelischer Krankheit. Massenpsychologie ist denn auch, zumal bei gegebener hysteroider Disposition, der üppigste Nährboden jener Form des Transitivismus, die ich die „politische” nenne und die darin besteht, daß im Gehirne einzelner oder der Massen ein großenteils unterbewußter seelischer Prozeß sich vollzieht, dessen Ergebnis ist, daß Eigentümlichkeiten der eigenen Seele, natürlich — den bekannten Wunschtraumgesetzen gemäß — vor allem üble Eigenschaften der eigenen Seele und Volks

seele in die Seele und in die Volksseele der anderen, zumal der — Gegner hineinprojiziert werden.

Wir begreifen jetzt wieder um ein Stück mehr die Psychologie eines Großteiles der Greuelgeschichten, von denen gewiß das Allermeiste auf dem Boden phantastischer (und agitatorisch gewollter! Davon wird noch die Rede sein) Lüge erwachsen ist: man hat in der aufgepeitschten Phantasie den Gegner so handeln lassen, wie man es selber — vielleicht nicht getan — aber im Wunschtraum sich vorgestellt hat; dafür zeugen zumal französische und belgische — leider aber auch einzelne,angelsächsische! — Soldatenbriefe, die in der „ gelben” Presse mit breitem Behagen veröffentlicht worden sind; und auch mancher feindliche Amts- und Heeresbefehl! Es sei nur erinnert an die vielfach vom ersten Kriegstage an — also lange bevor noch von deutschen „Grausamkeiten” die Rede sein konnte — unerhört brutale Behandlung eines Großteiles der deutschen und österreichisch-ungarischen Zivilpersonen (darunter Frauen und Kinder) im feindlichen Auslande, Dinge, die dokumentarisch feststehen! Es sei ferner erinnert an das satte Behagen, mit dem — leider, dreimal leider! — ein Teil der englischen (!!) Presse es ausgemalt hat, wie Gurkhas und Sikhs (Farbige gegen Weiße, analphabetische „Natives” gegen das Volk Goethes, Kants und Beethovens . . .!) in Deutschland „Ordnung” machen und die Deutsehen „zu Paaren treiben” würden! Es sei erinnert an die berüchtigten „Nettoyeurs”, welche den antezipativen (!) Befehl hatten, wehrlose deutsche Verwundete (!) niederzumetzeln! Lauter Dinge, die objektiv feststehen! Von den in der Geschichte der neuzeitlichen Menschheit wohl einzig dastehenden systematischen Martern, denen so viele Kriegsgefangene deutscher Nationalität im zaristischen Rußland, später seitens der slawischen Legionäre (die einmal 15 deutschösterreichische Ärzte — !! — ohne jeden Grund niederknallten) und seitens anderer Feinde ausgesetzt waren, gar nicht zu sprechen. Alle diese Dinge tun uns dar, daß, wenn es bei uns Deutschen Übeltäter gab — und politische Übeltäter gab es bei uns sicherlich —, unsere Feinde auf einen Schelmen anderthalbe setzten, und daß in ihren Seelen unzweifelhaft der Haß gegen uns gewisse ausgesprochen sadistische Züge geoffenbart hat, und zwar von allem Anbeginn an. Es ist darum — wenn wir uns das vorhin Ausgeführte wieder ins Gedächtnis zurückrufen — mehr als wahrscheinlich, daß nicht wenige, verbale wie tätliche Äußerungen deutschenhasserischer Anschuldigungen wider uns, darunter wir schon vor dem Kriege — namentlich durch die Westslawen —, namentlich aber im Kriege zu leiden hatten, letzten Endes nichts anderes sind als halb unterbewußte transitivistische Umformungen sadistischen Fühlens und Denkens unserer Feinde selbst. Ein Prozeß, wie er der Psychologie des Alltags nicht fremd ist, hat sich hier in riesenhaftem Maßstabe ins Massenpsychologische und Völkerpsychologische umgesetzt. Woher kommt nun aber dieser „Sadismus” in den Seelen unserer Feinde? Bei den Galliern ist er vielleicht am ehesten als eine „primäre” seelische Eigenschaft des Nationalcharakters zu verstehen, dieser hat sich seit Julius Cäsars, Ammianus Marcellinus’ und — Voltaires Zeiten wenig geändert, hat stets bewirkt, daß Frankreich bald zu den Sternen sich erhob, bald tief im Blute watete; das gilt ja auch von der inneren französischen Geschichte: die Bartholomäusnacht, die große Revolution, die Pariser Kommune (neben den „Communards” sind unsere deutschen „Spartakisten” wahre Waisenknaben), alles Marksteine französischer Geschichte, umbrandet von einem Meer von Blut und Greueln…! Doch auch aus der Psychologie der Slawen ist das Phänomen ganz gut zu verstehen. Den Slawen eignet bekanntlich ursprünglich — wie kein objektiver Beurteiler der slawischen Volksseele bestreiten kaun und wie es neuerdings wieder von Hanslik hervorgehoben worden ist — eine unverkennbare Gutmütigkeit und Gutherzigkeit, die zwar bei engerer Berührung mit westlicher Kultur nicht selten erschreckend rasch ins Gegenteil umschlägt, jedenfalls aber einen primären Charakterzug der slawischen Seele darstellt. Nun hat aber auf dieser Volksseele unzweifelhaft durch Jahrhunderte ein deutscher Druck gelastet und hat „in ihr, bei ihrer labilen, affektiven Artung kein Wunder, unzweifelhaft Wandlungen gezeitigt; die nahe psychologische Verwandtschaft aller Kontraste aber hat es mit sich gebracht, daß diese Wandlungen solche bis zu ausgesprochener Bösartigkeit geworden sind, die Bösartigkeit dessen, der dem Drucke des wahren oder vermeintlichen Unterdrückers — und in den letzten Jahrzehnten war der „Druck” der Deutschen auf die Slawen nichts mehr denn eine krankhafte Idee — sich zu entwinden trachtet; eine Bösartigkeit, die um so größer ist, je ursprünglicher die seelische Friedfertigkeit des Unterdrückten war. Nun erinnere man sich aber an früher Ausgeführtes! Und man wird leicht verstehen, wie es kommt, daß der Deutschenhaß der Slawen, zumal der Westslawen, schon vor dem Kriege und noch mehr in und nach dem Kriege zu so scheußlichen Verzerrungen emporgewachsen ist, daß Lüge, Verdrehung, Betrug und selbst Mord zu den der slawischen Seele durchaus erlaubt scheinenden Mitteln gehörten und noch gehören, sobald sie im Kampfe gegen das Deutschtum als Waffe gelten, und daß nach dem bitteren Ausgang des Krieges die Slawen Blutorgien der Rachsucht an den unglücklichen, ihrer Gewalt ausgelieferten Deutschen gefeiert haben, wie sie nicht oft in der Geschichte zivilisierter Völker sich finden; einer Rachsucht, die selbst in den Reden offizieller slawischer Persönlichkeiten unverhohlen zutage trat; stellte doch der tschechische Priester (!) Zahradnik deutschen Kulturträgern mit triumphierender Geste den — Galgen in Aussicht! Dem Gedächtnis der Nachwelt erhalten zu bleiben verdient auch eine Szene, die aus dem untersteirischen Marburg berichtet worden ist: danach haben slowenische Priesteramtszöglinge (!) der jugoslawischen Soldateska jubelnden Beifall gespendet, als sie die zur Begrüßung einer amerikanischen Schiedsrichterkommission versammelten deutschen Bewohner dieser Stadt, darunter Frauen und Kinder meuchlings überfiel und unter ihr ein fürchterliches Blutbad anrichtete .. .

Wir haben gesehen, daß und warum diese psychologischen Kontraste keineswegs solche Widersprüche sind, als die sie sich dem Oberflächenblicke darstellen. Und also darf es uns auch nicht wundern, wenn der Deutschenhaß der Slawen, vorab der Polen, Tschechen und Slowenen in Gesinnungen und Handlungen sich ausdrückt, die jedes auf anderen Wegen faßliche Maß überschreiten. Alle die Lügen, Entstellungen, Verdrehungen, alle die zahllosen Angriffe, die dann hinterher mit dem Brustton der Überzeugung abgeleugnet wurden und werden, all das innerlich unwahre Klagen und Jammern über deutsche „Provokationen” oder deutsche „Bedrückungen” (die seit Jahrzehnten nur noch historische Reminiszenzen waren), all dieses Gebräu von Trug, Hinterlist, scheinheiliger Angeberei, von Unschuldsbeteuerungen und brutalen Gewalttaten, es sind Folgen der „zerbrochenen Sklavenkette”, einer Kette, an deren Zerbrechung übrigens — 1848! — die Deutschen selber am werktätigsten, aber, wie in allen Belangen, auch hiebei durchaus unpsychologisch vorgehend
mitgewirkt haben; denn bei uns Deutschen war und ist leider noch immer alles und jedes Tun Ausfluß aprioristischer Doktrin, und als ehrliche, aber schulmeisternde Doktrinäre, die alles in ihre Doktrinen pressen wollten, handelten wir auch an den Völkern, die wir selbst befreit haben; darum wissen sie uns für die Befreiung nicht nur keinen Dank, sondern die befreiende Tat erhöhte womöglich noch den Haß der von uns psychologisch „unverstandenen” Völker. Namentlich an den Slawen hat sich dies reichlich erwiesen. Deutsche haben das meiste getan, direkt und indirekt, um den auf den Slawen lastenden geistigen und politischen Druck zu lösen, aber sie sind dabei und nachher so schwunglos, so temperamentlos, so schulmeisterlich-pedantisch und auch schulmeisterlich-phrasenhaft zu Werke gegangen, so unfähig, die Seele des Slawen zu verstehen und zu „nehmen”, daß eben diese allem Doktrinären abholde und meilenferne, lebenswarm pulsierende slawische Seele nur noch viel mehr abgestoßen wurde und statt mit Dank dem Lehrer und Befreier auf ihre sicherlich minder charakterbeständige, menschlich, affektlogisch jedoch verstehbarere Art mit Undank quittiert hat. So erklärt sich auch die Tragik, die wir im Augenblicke durchleben: der unerhört brutale Undank der Polen gegen uns Deutsche, ohne deren Siege und Opfer sie das russische Joch — trotz aller „preußischen” Bedrängnisse doch ihren allergrößten Feind — niemals hätten abschütteln können! Aber die Entente, selbst die Moskowiter haben sieh besser auf die praktische Psychologie und deren Erfordernisse verstanden, sich ihr flinker und behender angepaßt als wir Deutsche mit unserem Gemisch von schulmeisternder Besserwisserei und sei es noch so wohlmeinender, aber für andere unerträglicherBevormundungstendenz und hinwiederum schwächlicher Unentschlossenheit und Nachgiebigkeit oder gar Blindheit in allem und für alles, was sich schulmeisterlich nicht erfassen und nicht lösen läßt; und das ist nun einmal das meiste!

Unter den Äußerungen des Deutschenhasses spielt bekanntlich der gegen uns schon lange vor dem Kriege immer wieder erhobene Vorwurf eine große Rolle, als seien wir eine „agres-sive” Nation, als sei unserseits von ehedem der Krieg, Krieg überhaupt systematisch vorbereitet worden, ja als sei Krieg und Kriegsvorbereitung dasUm und Auf unserer nationalen Seelenverfassung. Nun wird ganz gewiß kein verständiger und gerecht denkender Mensch leugnen wollen, daß es in deutschen Landen allüberall eine „Kriegspartei”, ja eine starke und mächtige Kriegspartei gegeben habe — ganz wie in Frankreich und England, in Italien und Rußland; und daß diese Kriegspartei auch eine recht laute, ausgiebige und keineswegs erfolglose Propaganda im Volke entfaltet habe — ganz wie in Frankreich und England, in Italien und Rußland; nur daß sie dabei ungeschickter, unpsychologischer und in rücksichtsloseren Formen aufgetreten ist und in der Heimat eine ebenso ungeschickte, unpsychologische und rücksichtslose Opposition gefunden hat, ist aus dem „privi-legium odiosum” deutscher Fehlerziehung, darüber ein trauriges Kapitel dieses Buches handelt, leicht erklärlich, erklärt aber allein schon ein Großteil der Wut des Auslandes gerade gegen die deutsche Kriegshetzerei; denn das Ausland war selbstverständlich weder taub noch blind, und gerade die plumpe, ungeschlachte, das Gold des Schweigens und das Silber der Rede niemals geschmeidig gegeneinander abtönende, kurz unpsychologische und nie auf die psychologische Auswirkung und Ausstrahlung jeder Einzelpbase des Meinungskampfes nach innen wie nach außen hin bedachte Art, wie in Deutschland Kriegsund Friedensparteiler miteinander geradeso schulmeisterlich herumgerauft haben, wie alles, was in Deutschland miteinander diskutiert, haben die nämliche, mit hohnvoller Verachtung gemischte Erbitterung bei den anderen Völkern gegen uns geweckt, wie sie im Gesellschaftsleben etwa gegen die zur un-rechten Zeit Lauten oder zur Unrechten Zeit Schweigenden, gegen die Ungeschickten überhaupt zu entstehen pflegt; denn Ungeschick wirkt an und für sich schon als „Störenfried”; und daran haben wir es — daß Gott erbarm — nur zu wenig fehlen lassen! Allein, es wäre Oberflächenpsychologie, zu glauben, daß diese Momente allein uns, das im Grunde seiner Seele doch friedlichste unter allen großen Völkern der Gegenwart, in den Geruch der Friedensfeindlichkeit gebracht hatten; die Ursache muß vielmehr, zum Teil wenigstens, noch um einiges tiefer gesucht werden, wie ich schon einmal an anderer Stelle ausgeführt habe; sie wurzelt nämlich nicht zum Letzten in einer eigenartigen Summationswirkung unserer gefährlichen geographischen Lage und unserer ausgezeichneten Organisationsfähigkeit der Seelen, einer unserer anerkannt hervorragendsten Eigenschaften; erwuchs nämlich aus der ersteren allein schon ein Zwang für Deutschland zu besonders erhöhter militäricher Wachsamkeit — von einem „Völkerbund” war ja noch nicht die Rede —, so bewirkte die letztere, daß unsere Volksseele, ganz insbesondere in den stürmisch bewegten Jahren vor dem Beginne des Weltkrieges, von dem Gedanken steter Bereitschaft zum Äußersten organisch durchgedrungen wurde, daß eine ernste, ruhige, planvoll gerüstete, innerlich stets bereite Entschlossenheit, Volkstum und Vaterland zu verteidigen — im äußersten Notfall mit den Waffen in der Hand zu verteidigen — sozusagen Gemeingut jedes Deutschen wurde. Da wir Deutsche aber leider keine praktischen Psychologen sind, wähnten wir alle anderen Nationen von unbedingtem Angriffs- und Vernichtungswillen wider uns erfüllt — in der Tat waren es höchstens die für sich allein ohnmächtigen Tschechen und im übrigen nicht einmal die breiten Massen der Franzosen und auch gewiß nicht die Angelsachsen, deren einzige Sorge war, daß wir ihnen nicht zur See und im Handel allzu nahe an den Leib rücken! —, während wir durch das, was wir in dem Belange für bare Münze hielten, nur geblufft werden sollten, um — da es auf direktem diplomatischen Wege nicht gelungen war — auf dem Wege eines indirekt geführten diplomatischen und Pressefeldzuges gefügig gemacht zu werden für den jedem Sehenden klar zutage liegenden Plan Englands, uns in Übersee bescheidener zu machen, aber als Landmacht und Gleichgewichtsfaktor in Europa, wenn wir uns damit beschieden, kompensatorisch eher Förderung angedeihen zu lassen. Wir aber starrten wie hypnotisiert nach Marokko und sahen nicht, was sich etwa in — Prag wider uns vorbereitete! Genug an dem! Wir haben uns schwer geirrt — heillose UnPsychologen, die wir nun einmal sind —, haben für „Provokation” genommen, was nur „Bluff” war, und haben in dem Sinne auch gehandelt. Vor allem haben wir aber eines vergessen: bei den anderen Völkern waren trotz ihres Hasses wider uns die Massen weder kriegslustig noch überhaupt kriegsbereit, ihre dafür umso skrupelloseren Kriegsparteien hatten erst Mühe und mußten zu einem gewaltigen Agitationsaufwand greifen, um dort die Kriegsströmung auf breitere nationale Grundlagen zu stellen; das konnte aber nur geschehen, indem man den bei der gegebenen Unterlage des Hasses wider uns doppelt begreiflichen Ingrimm der friedlichen und darum bös aus ihrer Seelenruhe aufgescheuchten Völker gegen die vorgeblich kriegslüsternen Deutschen noch mehr und sei es auch durch Lug und Trug aufpeitschte; gegen die Deutschen, deren verblüffende Angriffs- und Schlagbereitschaft aber wiederum keineswegs Ausfluß von Angriffslust, sondern lediglich durchdachterer seelischer Organisation gewesen ist, weil der Deutsche, wenn er sich einmal, sei es auch ungerne, zur Lösung eines Problems entschließt, es gleich ganz, gründlich und gewissenhaft tut: ein Vorzug der Schulmeisterlichkeit seiner Erziehung und der Musterschülerhaftigkeit, die ihre Frucht ist! Für den Deutschen war aber der Krieg einfach eine, sei es auch riesengroße „Aufgabe”, die ihm der ,oberste Schulherr”, der kategorische Imperativ der Pflicht zu weisen schien, eine Aufgabe, die seiner innersten Friedensbereitschaft hart und schwer ward, die er aber, da er, sei es auch zu Unrecht, ihre Erfüllung für unvermeidbar geboten hielt, mit jener strengen, pflichtbewußten, ja, sobald es einmal ernst geworden, arbeitsfreudigen Entschlossenheit auf sich nahm und schon vorher vorbereitete, wie er jede andere, ihm von den inneren Schulmeistern Erkenntnis und Gewissen (sie werden und wurden natürlich vielfach durch Personen verkörpert, wie Regierende, Parteiführer, Professoren etc.) vorgezeichnet scheinende Aufgabe auf sich nahm und nimmt und nach besten Kräften ihrer Lösung zuzuführen gewohnt ist; uns Deutschen erschien der Krieg die gebieterisch gewordene Lösung einer bitterschweren Aufgabe, davor es kein Entrinnen gab; etwa so wie es gilt, einen Seuchenherd zu assanieren. Also: wenn schon, denn schon gründlich und unverzagt! Sicher, wir haben uns schwer geirrt, aber wir haben geglaubt, uns nicht geirrt zu haben! Doch: für unsere Mentalität fehlt den anderen jedes Verständnis — wir wissen schon, warum —, sie sahen in dem, wie an jede schwere und harte Arbeit, so auch an diese entschlossen, ja mit Sang herantretenden und dank seiner planmäßigen inneren Organisation so viele Jahre erfolgreich vorarbeitenden Deutschen einen angriffslustigen Wüterich, bloß, weil er, im Grunde mindestens so friedlich wie sie selbst, innerlich besser gerüstet und organisiert war und sie sich darum meuchlings überrumpelt wähnten. Auch eine Frucht der bekannten krankhaften Ideen!

Es kann schon angesichts aller dieser und insonderheit der psychologischen und psychopathologischen Vorbedingungen, wie sie deutscherseits und seitens der anderen Völker gegeben sind, eigentlich nicht wundernehmen, wenn der Deutschenhaß solche Wellen geworfen hat, in Wort und Schrift und Tat. Dazu kommt nun aber als verschärfendes Moment die Art und Weise der Reaktion unserseits auf die Haßausbrüche der anderen. Auch da wieder hat uns die uns so tief im Genick sitzende Schulmeisterei geritten und aufs übelste beraten. Abwehr und Bekämpfung menschlichen Hasses erfordern praktische Psychologie und an dieser mangelt es uns an allen Ecken und Enden. Haß kann in mehrfacher Weise bekämpft werden: indem man ihn erwidert, gleich glühend, gleich temperamentvoll, Aug um Aug, Zahn um Zahn; indem man ihn zielbewußt, zweckbewußt und ostentativ ignoriert; oder indem man ihn geschickt pariert, unter Ausnützung aller Schwächen und Blößen des anderen. Keine dieser drei praktisch-psychologischen Methoden haben wir befolgt. Unsere Unpsychologie hat uns immer wieder vermocht, zu reden, wo wir schweigen sollten, zu schweigen, wo wir reden sollten, zu handeln, wo wir passiv bleiben sollten, untätig zuzusehen, wo aktives Zupacken des Augenblickes Forderung war. Wir haben in der Abwehr des Hasses und der Haßpropaganda nie nach den Mahnungen des Instinktes, des Geschickes, des Temperamentes gehandelt, wir haben uns wie bald lächelnde, bald strafende, bald wieder trockene und pedantische Schulmeisterseelen gegenüber ungebärdig scheinenden Schulkindern benommen und haben dabei vergessen, daß das, was wir für „Kinderei” der anderen nahmen und so zu nennen uns nicht entblödeten, blutiger Ernst natürlicher (nicht wie wir schulmeisterlich und schülerhaft verdrechselter) Temperamentsmenschen war, denen die gewisse sich überlegen dünkende Schulmeistermentalität mit ihrer gewohnheitsmäßigen, dünkelhaft anmutenden Temperamentlosigkeit nicht nur nicht der Gipfel menschlicher Hochkultur scheint, sondern in tiefster Seele zuwider ist. Genau wie unsere Schulmeisterlichkeit im Kulturvermitteln es war, die uns als Kulturträger und Kolonisatoren verhaßt gemacht hat. Wenn wir aber — Menschen, denen trotz aller schulmeisterlicher Geistesbindung nichts menschliches fremd ist — gelegentlich doch mit menschlicher, natürlicher Parade der Haßausbrüche hervorplatzten, dann wirkte dies, gerade weil man derlei von uns so wenig gewohnt war und weil solche Paraden — ungeübt, wie wir in allem Exo-psychischen sind — natürlich in der Regel recht ungeschickt geführt erschienen, nur noch verstärkend auf den Haß der anderen. Dem aber, was darin an pathologischen Motiven steckt, suchten wir allerdings gelegentlich mit ärztlichen Hilfs-mitteln beizukommen; aber es waren dann meist weit mehr jene des doktrinären ärztlichen Theoretikers als jene des im Leben für das Leben wirkenden ärztlichen Diplomaten.

Überhaupt brachte ja unsere Schulmeisterkultur eine gänzliche, fast hochmütige Vernachlässigung aller jener Mittel und — Mittelchen mit sich, die nun einmal unentbehrlich sind, wo es sich darum handelt, wirksame Propaganda zu machen oder feindlicher Propaganda wirksam zu begegnen. Solidität der Leistung allein ist kein Propagandamittel gegenüber den breiten Massen anderer Völker und konnte es um so weniger sein, je größer — aus schon bekannten Motiven — Nebenbuhlerschaft und Neid der anderen gegen diese Leistung sich erheben mußten; wollte man diesen Reaktionserscheinungen wirksam begegnen, so mußte man alles liebevoll kultivieren, was psychologisch die SeeleH anderer beeinflußt. Dafür aber fehlte uns und fehlt uns auch bis heute noch jeder Sinn . . . Soll man an das Kapitel Presse erinnern? Sicher, die deutsche Presse übertrifft jede andere an Gründlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Ehrbarkeit, aber leider auch an —psychologischem Ungeschick! Man vergleiche die propagandistischen Methoden etwa der „Times’’ oder des „Matin”, des „Corriere della Sera” oder der „Närodni Listy’’, man vergleiche das werbende, wirksame, berauschende, blendende psychologische Brillantfeuerwerk der Schreibweise aller dieser und ähnlicher Organe mit den oft fast gelehrten und fast tiefgründigen, aber schulmeisterlich trockenen, dozierenden, blutleeren Leitaufsätzen etwa in der „Vossischen Zeitung”, im „Berliner Tageblatt” oder in der „Kölnischen Zeitung’’, in der „Täglichen Rundschau” oder selbst in großen süddeutschen Blättern, etwa in den „Münchner Neuesten Nachrichten”; selbst die etwas temperamentvollere, gerne französische Allüren kopierende Wiener Presse ist zu trocken, zu wenig werbend im Tone nationaler Propaganda und Abwehr, verglichen etwa mit dem, was in Prag, in Laibach, in Krakau gedruckt wird. Wo aber deutsche Presseleute — und besonders gerne tun sie es untereinander, wir wissen ja, aus welchen eigenidolatrischen Neigungen heraus, die so grell abstechen gegen die eiserne nationale Disziplin der französischen oder englischen Presse . . . polemisch werden, da kommt nur zu oft ein durch doktrinären Apriorismus noch „geheiligter” Rüpelton oder ein bösartig schneidender Sarkasmus heraus, der, jedes ästhetischen Beiklanges entbehrend, geradezu aufreizend wirkt, den Feinden aber meist noch Material und Stichworte für ihre deutschenhasserische Propaganda liefert. Uns gebricht es eben nur zu sehr an nationaler (und zugleich von nationalem Verantwortlichkeitsgefühl sozusagen mit Selbstverständlichkeit durchdrungener) Pressekultur; dieser Mangel ist aber im Grunde nichts anderes als eine Folgeerscheinung jener hochnäsigen Verachtung, die unsere schulmeisterliche Mentalität, aus der auch unsere Zeitungsleute nicht herauskommen, so barock das auch klingt, allem entgegenbringt, was nicht sachlich durch sich selbst wirkt; also auch jeglicher echt pressemäßigen Propagandistik und der Psychologie ihrer Mittel. Wir denken heute mit Schaudern daran, mit welch unverantwortlicher Gleichgültigkeit, ja Ablehnung die deutsche Regierung sowohl wie die deutsche öffentliche Meinung Deutschlands der Forderung gegenüberstanden, dem deutschen Volke mit Hilfe einer psychologisch richtig fundierten Propaganda in der Inlands-wie in der Auslandspresse seinen ihm gebührenden Platz an der Sonne zu verschaffen; und wie dann — viel zu spät und mit den untauglichsten; ja mit gefährlich untauglichen Mitteln — das -Versäumte und zu spät als versäumt Erkannte nachzuholen versucht wurde; natürlich ohne Erfolg, ja geradezu mit dem Gegenteil eines Erfolges .. .! Es war das die nämliche Geschichte wie mit der „Verschwörertaktik”. Diese Verschwörertaktikmeisterten und meistern die Slawen, die Tschechen und Polen zumal, so vortrefflich und wissen sich damit die Sympathien der Welt zu sichern, weil sie bewußt und unbewußt die Psychologie des Unterdrücktseins mit allen ihren Finessen, dieses unfehlbare Mittel, Mitgefühl zu werben, in natürlicher Weise — dank ihrer auf der Grundlage des Temperaments aufgebauten nationalen Erziehung — in sich und für sich spielen lassen; wir Deutsche aber wachen in allem ängstlich darüber, in uns und vor anderen irgendwie wenigstens ein Restchen des Gesichtes von „Herrenmoral” zu wahren, und das ist eine schwache Seite in uns, denn „Herr” und „Verschwörer”, das verträgt sich nicht miteinander, das muß aufreizend wirken. Darum die ungeheuren Wutausbrüche, sobald deutscherseits auch nur ein Bruchteil von alledem an Heimlichkeiten und Konspirationen verübt wurde — lange vor dem Kriege so gut wie erst recht im Kriege —, was den „armen” Tschechen und den „armen” Polen offen oder mit wohlwollendem Augenzwinkern gerne verziehen wurde; indes es Deutschen nicht einmal — Deutsche verzeihen wollten . . . Darum sind ja Revolutionen in Deutschland — wenn nicht das Ausland half — in der Regel mißglückt, weil das deutsche Herrenbewußtsein sich wohl mit der Vorstellung des Soldatentodes verträgt, nicht aber so leicht mit jener des Märtyrertodes des Revolutionärs, dem der Makel des „Illegitimen’‘ anklebt. Aber dieser Mangel revolutionären Temperaments, dieses Sichanklammern an die Herrenmoral im Guten wie im minder Guten und an die Legitimität hat noch eine viel bösere Folge: wenn Millionen Lateiner oder Slawen unter Fremdherrschaft kämen, es verschlüge ihnen nichts, sie blieben eben als „Rebellen” weiter Lateiner oder Slawen und sorgten, daß dieser Rebellensinn sich forterbe bis zur Stunde der nationalen Befreiung; geraten aber Deutsche unter Fremdherrschaft, dann ist dank dem mangelnden Rebellensinn leider immer wieder Schlimmes zu befürchten . . .; denn Herrensinn rebelliert nicht, er protestiert allenfalls gemessen und feierlich, aber es zieht ihn am Ende doch immer wieder zu der Gemeinschaft der Herrschenden, seien es auch fremde Herrschende, weil er vor allem sich selbst behaupten will. Schulmeistersinn jedoch bosselt Programme und Resolutionen und streitet sich um den Punkt auf dem I ihres Wortlautes, wo jenseits aller gedrechselten „Richtlinien” nur Herzen und Münder in heimlichem und doch lebensvollem Instinkt den Weg zueinander finden müssen und können.

Das Ungeschick unserer Außenseele, dieses üble Gewächs unserer Schulmeisterkultur, ist es, welches unser nationales Schiff so hilflos, so steuerungslos dahintreiben läßt in den Strömungen der Völkerpsychologie wie in den Stürmen der Völkerpsychopathologie.

Es ist unter diesen Umständen recht verständlich, wie es kommt, daß gerade die internationale Presse eine der Hauptstützen und Hauptverbreiterinnen des Deutschenhasses geworden ist. Es ist dies zu verstehen aus dem Instinkt der Abwehr gegenüber einem seelischen System, zu dessen — im endo-psychischen Sinne genommen — Vorzügen, im exopsychischen Sinne verstanden jedoch Nachteilen die weitgehende Verachtung und Vernachlässigung der Ausdruckskultur gehört, von der die Pflege der Presse im Grunde einen Teil vorstellt. Instinktiv mußte es der Weltpresse aufdämmern, daß das Aufkommen und vollends der Sieg der auf Versachlichung des Denkens und Verinnerlichung des Fuhlens gerichteten, das Endopsychische pflegenden, das Exopsychische vernachlässigenden deutschen Kultur ihrem Wesen und Sinn abträglich sein müsse; und dieses instinktive Aufdämmern, diese instinktive, zunächst mehr passive Antipathie mußte sich mit Naturnotwendigkeit zu einer bewußten und aktiven Feindschaft aus-wachsen in dem Maße, als Deutschland alles tat, um sein System in allem und jedem, im Tun und Unterlassen, förmlich zu unterstreichen; und in dem Maße, als sie mit den anderen Zuflüssen des Deutschenhasses zu einem reißenden Strom sich vereinigte. Und nun übertrage man alle diese Unbewußtheiten und Bewußtheiten auf die spezifische Mentalität romanischer, slawischer und angelsächsischer Zeitungstechnik (die ja eine so ganz andere ist, als die schulmeisterlich aufgebaute deutsche), die — auch in anderen Dingen — von Gegebenheiten des Temperaments ausgeht, diese allerdings — eine Frucht alter exopsychischer Zivilisation — mit Meisterschaft beherrscht, halb bewußt und halb unbewußt dabei propagandistisch im Sinne der von ihr vertretenen Interessen sich auswirkend; ganz, wie wir dies bei so vielen, ich will nicht geradezu sagen hysterischen, aber doch hysteroiden Persönlichkeiten sehen; und sicherlich — wir wissen es bereits — haben viele der uns feindlichen Völker im Vergleiche zu uns nicht wenige hysteroide Charakterzüge an sich, wenngleich „hysteroid” und Hysterie im klinischen Sinne nicht ohne-weiters gleichgesetzt werden dürfen; aber es gibt da Übergänge, wie überall im Seelischen.

Sicherlich ist es die gegnerische Presse, die ungeheuer viel, ja das allermeiste beigetragen hat zur massensuggestiven Steigerung des Weltenhasses gegen das Deutschtum; Instinkt und bewußte Interessenwahrnehmung haben zusammengewirkt, um sie zu einer Phalanx wider uns zusammenzuschließen, ohne Rücksicht auf sonstige Gegensätze. Vor den schauderhaftesten Übertreibungen, Unwahrheiten, Entstellungen, Totschweigungen wurde dabei nicht zurückgeschreckt; allein derlei gehört nun einmal wenigstens bis zu einer gewissen Grenze zum Handwerkszeug der Presse; auch die ehrenhaftesten Pressemänner — selbst innerhalb der spezifisch deutschen Presseatmosphäre — sind der Ansicht, daß es ohne eine Spur Parteilichkeit in der Journalistik nicht gehe; Parteilichkeit aber begreift schon die Wurzel der Entstellungstendenz in sich; und damit erscheint all das Ungeheuerliche an Fabeln, was die Weltpresse gegen uns zusammen trug, lediglich als eine freilich ins Gigantische erhöhte quantitative Steigerung einer schon de norma sozialpsychologischen Gegebenheit.

Der Presse, diesem wichtigsten Ausdrucksmittel des Deutschenhasses, kam zu alldem noch Sukkurs von anderen Interessentengruppen, die ihr vielleicht nicht einmal durchgehends wohlgesinnt gegenüberstehen, im Kampfe gegen das Deutschtum aber mit ihr bewußt und unbewußt zusammengeführt wurden. Wir sprachen bereits von dem — angesichts einer gewissen Schicksalsähnlichkeit und einer freilich nur sehr äußerlichen Affinität der Denkgewohnheiten, der gemeinsamen Vorliebe zum Abstrahieren und zum Apriorismus fast seltsam anmutenden — Antagonismus zwischen deutscher und jüdischer Kultur; einem Gegensatz, der von hüben und von drüben her reichlich verbittert wurde, von hüben durch das Hervorkehren des „Herrenstandpunktes” und die doktrinärdogmatische, beleidigende Art des deutschen Antisemitismus, von drüben durch den traditionellen jüdischen Auserwählt-heits- und geistigen Überlegenheitswahn und die daraus und aus dem Ghetto geborene leicht paranoide (teils megalo-manisch, teils persekutorisch-paranoide) Fühls- und Denkrichtung. Nun ist bekanntlich das Judentum mit seinen, wenn auch vielfach überschätzten internationalen Zusammenhängen sowohl in der Weltjournalistik wie in der mit dieser bekanntlich in ziemlich engen Beziehungen stehenden Finanzwelt stark vertreten und einflußreich; und ebenso bestehen bekanntlich mancherlei Fäden zwischen gewissen international orientierten jüdischen Kreisen und der allerdings sehr einflußreichen Pariser Freimaurergruppe mit ihren verzweigten Beziehungen, einer Gruppe, die allerdings mehr eine Art traditionsgeheiligter Kliquenbrüdersehaft mit gewissen kommentmäßigen Satzungen und Tendenzen — per analogiam mag man an gewisse feudale Studentenkorps denken, um ein Vergleichsobjekt heranzuziehen — darstellen dürfte als eine Gott weiß wie teuflische Verschwörerkohorte, als die sie manche hinstellen. Sei dem wie immer, jedenfalls haben alle diese sozialen Energien mitgewirkt, um der jahrelangen, im Kriege ins Ungeheure gestiegenen deutschfeindlichen Presseagitation einen womöglich noch verstärkten Widerhall zu gewährleisten, und zwar gerade in jenen Schichten, deren Intelligenz und Kulturstufe sie eigentlich, selbst ungeachtet der durch gewisse Maßnahmen — Monopolisierung der Nachrichten, im Kriege Durchschneidung der Kabel — bedingten geistigen Abschnürung Deutschlands immun oder doch mindestens skeptisch hätte machen müssen gegenüber den Einwirkungen des internationalen deutschfeindlichen Pressefeldzuges. Wenn aber selbst in diesen der Massensuggestion doch minder zugänglichen Schichten jedes Gegenargument gegen die Deutschenhetze am Ende wirkungslos verhallte, dann ist dies wohl vor allem das Werk jener intellektuellen Kreise, die uns grundsätzlich antipathisch gesinnt sind, die darum selber nur das vermeintlich Böse an uns erkennen wollen und erkennen können, welche die unleugbaren Schattenseiten deutschen Wesens ins Maßlose übertreiben, für unsere Vorzüge aber blind sind und sein wollen; Kreise, die freilich dank der sorgsam gepflegten und glänzenden Dialektik jenes Milieus, darin sie wurzeln, und der Empfänglichkeit hiefür bei jenem Milieu, darin sie wirken, es meisterhaft zuwege brachten, den Deutschenhaß gewissermaßen zu rationalisieren. Einen gewaltigen Bundesgenossen fanden sie dabei in der puritanischangelsächsischen Mentalität, der aus uralter Tradition jede Energie als „verbrecherisch” und „gottlos” gilt, daher „esse delendam” erscheint, die ihre nach unerschütterlicher angelsächsischer Auffassung gottgewollte Interessensphäre kreuzt; Homer Lea hat das trocken, aber wirksam dargelegt; darum mußte ihr auch die Energie deutscher überseewirtschaftlicher, vor allem aber marinepolitischer Kraftentfaltung „ruchlos” erscheinen, um so mehr, als in diesem Belange deutscherseits in der Tat wider das ureigenste tiefere Interesse gefehlt worden ist. Und zu alldem kam noch die Furcht, dem behaglichen Leben des englischen Komforts und der romanischen Charme würde, in den Kreisen der Bourgeoisie wenigstens, das letzte Stündlein geschlagen haben, sobald das spartanisch harte System des Zucht- und Schulmeisters, „preußischer Militarismus” genannt, sobald dieses Evangelium der „Arbeit um der Arbeit willen” einen herrschenden Einfluß gewonnen hätte. So schloß sich der Ring der Antipathie auch der internationalen Intellektuelle gegen das Deutschtum, mochten in ihrer eigenen Mitte auch latente oder manifeste Gegensätze bestehen; in der Deutschenfurcht, im Deutschenhasse fanden sich aber alle zusammen, von der äußersten Linken bis zur — äußersten Rechten der Geister! Wieder aber erkennen wir, wie selbst im Agitatorischen psychologische und psychop atholo-gische Beweggründe ineinanderfließen!

Denn dieser Bund der Deutschfeinde, der von den Freimaurern bis zu den — Jesuiten hinüberreicht, er ist von einer fast barock scheinenden Paradoxie! Und doch ist er psychologisch erklärlich! Denn auch der intiernationale Klerikalismus mußte in einem Volke einen starken Widersacher erblicken, das nicht allein überwiegend protestantisch ist — die Angelsachsen sind es ja in noch viel weiterem Umfange und die von der Politik der Kirche begünstigten Jugoslawen großenteils orthodoxgriechisch —, sondern dessen ganze Mentalitätsein-stellung auch in den breitesten Kreisen seines katholischen Anteiles jener diplomatischen Geschmeidigkeit und Anpassungsfähigkeit des Geistes und des Gemütes entbehrt, wie sie die klerikale Politik traditionell erfordert. Daher das Sonderbare, daß die ultramontane Politik, wie sie vor allem im Jesuitismus sich verkörpert, ungeachtet der so sehr treuen Gefolgschaft, die ihr gerade der deutsche Katholizismus leistet, dennoch allüberall ziemlich ungescheut und unverblümt gegen das Deutschtum Stellung nimmt und seinen Bestand untergräbt, ja auch mit „ketzerischen” Nationen und Regierungen sich verbündet, sobald es sich um eine Zweckgemeinschaft zu gemeinsamer Bekämpfung des Deutschtums handelt; man beachte insbesondere, in welchem Ausmaße die ultramontane Politik den integralen Nationalismus, ja den Chauvinismus aller anderen Völker, auch solcher, die höchstens „halbkatholisch” sind (Jugoslawien!), begünstigt, während sie durch ihre politischen Organe das integrale Nationalitätsbewußtsein bei den ihr religiös Untertanen Deutschen untergräbt, indem sie — ein besonderer Beweis ihrer grundsätzlichen Deutschenfeindlichkeit — differenzierende, partikularistische Bestrebungen innerhalb des Deutschtums in der liebevollsten Weise begünstigt und unermüdlich bestrebt ist, den katholischen Volksteil Deutschlands, Bayern, Österreich, die Rheinlande gegen seinen evangelischen auszuspielen und so die deutsche Einheit zu zerstören; allerdings, Erfolg ist diesen zersetzenden Bestrebungen nicht beschieden, denn heute ist selbst in den Reihen des deutschen katholischen Klerus das deutsche Nationalgefühl und Zusammengehörigkeitsbewußtsein doch bereits ein seelisches Moment geworden, dessen Stimme sich nicht einfach zum Schweigen bringen läßt; ja es gibt katholische Priester, Gestalten wie Ottokar Kern stock oder Pater Drexel, die an nationalem Edelmut und nationalem Sinn den besten deutschen Männern in nichts nachgeben, und gewiß sind noch andere tausende römischer Priester deutscher Zunge, denen ein unentwegt deutsches Herz im Busen schlägt Allein, dies kann an der Tatsache nichts ändern, daß die ultramontane Politik und deren Drahtzieher zu den Schürern und Nutznießern des Deutschenhasses gehören und dem Arsenal des Weltenhasses gegen das Deutschtum viele der wirksamsten Waffen geliefert haben. Wieder aber erkennen wir, wie im tiefsten Grunde nicht das Luthertum, nicht die „Ketzerei” führender Köpfe, sondern der dem deutschen Volke eignende Mangel diplomatischer Einstellungsfähigkeit der Seelen, dergleichen die ultramontane Politik erfordert, es ist, der dem deutschen Volke als Volksgesamtheit auch diese Gegnerschaft eingetragen hat. Wäre der deutsche Katholizismus so diplomatisch, wie es der französische, der italienische, der slawische ist, wären seine deutschen Gegner bei aller Schärfe weniger aprioristisch und doktrinär, als sie es sind — kein tschechischer Hussit nimmt Anstand, mit einem . katholischen Tschechen auch geistig sich zu verbünden, sofern es ums nationale Ganze geht —, UDd wäre der deutsche Katholizismus selber weniger philosophisch als praktisch-psychologisch gerüstet: die Gegnerschaft bestünde nicht oder beiweitem nicht in dem Maße, wie sie besteht. So aber darf es denjenigen, der die psychologische Methodik der ultramontanen Propaganda kennt, ganz und gar nicht wundern, daß der Deutschenhaß schon seit langem auch religiöse Ausdrucksmittel gefunden hat; und die Priester der anderen Kirchen sind in der durch den Weltkrieg geschaffenen Atmosphäre seelischer Ansteckung dem Beispiele gefolgt.

Am seltsamsten vielleicht sind die Äußerungen des Deutschenhasses auf dem Gebiete des wissenschaftlichen Betriebes. Sicherlich, sie wurzeln zu einem nicht geringen Teile darin, daß schließlich und letztlich auch das sonst grundsätzlich vorurteilsfreie Denken des- Gelehrten der nationalen Umwelt, darin es wurzelt, unmöglich sich zu entziehen vermag. Wer vor dem Kriege internationale Beziehungen zu nichtdeutschen Pach-genossen unterhalten hat, weiß, wie mächtig zumal bei französischen und tschechischen Gelehrten die nationale Note auch durch das wissenschaftliche Wirken von je hindurchgeklungen hat, wie oft derlei nationale Beweggründe mitbestimmend waren für die Sympathie oder Antipathie gegenüber rein Wissenschaftlichen Richtungen und Bestrebungen, insonderheit solchen, deren Symbole die Namen deutscher Gelehrter waren. Der Weltkrieg hat aber diese Antipathien gegen den deutschen Geist, die deutsche Wissenschaft unter den Gelehrten der Feindesländer zu einer Heftigkeit anschwellen lassen, wie man sie vorher für unglaublich, für unmöglich gehalten hätte. Sehr möglich, daß vielfach ein gut Stück von hausbackenem Konkurrenzneid darin steckt, denn davon sind bekanntlich auch — und gerade! — Gelehrte nicht frei; sehr wahrscheinlich, daß die vielberufene Kundgebung deutscher Gelehrter zu Kriegsbeginn, deren Form in ihrer diplomatischen Ungeschicklichkeit, ihrer psychologischen Ahnungslosigkeit eben — echt deutsch war, als ein Funke gewirkt hat, der in ein offenes Pulverfaß fiel; und natürlich konnten sich auch Gelehrte nicht den Wirkungen epidemisierender psychischer Infektion entziehen, denn Menschen, Menschen sind wir alle, selbst wir Ärzte und Professoren, und wenn deutsche Arzte vorübergehend an die Brunnenverseuchungsexpeditionen französischer Ärzte geglaubt haben, darf es uns am Ende nicht wundern, wenn Berillon in Paris seine „wissenschaffliehe” Abhandlung über den „spezifischen Geruch der Deutschen” publiziert hat und wenn englische Gelehrte die Tatsache der Stammverwandtschaft und seelischen Wahlverwandtschaft zwischen Angelsachsen und Deutschen (zumal Norddeutschen) *wissenschaftlich” zu widerlegen versucht haben. Allein, in der Hauptsache gehen auch diese Äußerungen des Deutschenhasses zurück auf die Unfähigkeit der Deutschen, auch exopsychisch, auf dem Wege seelischer Ausdrucksmittel, deutschen Geist wirksam zur Geltung zu bringen. Ist es doch eine kaum bestreitbare, ja von vielen deutschen Gelehrten mit einem gewissen Stolz förmlich gerühmte Tatsache, daß deutsche Forschung, deutsche Wissenschaft auch nicht den allergeringsten Wert legt auf Schönheit, auf Geschmeidigkeit, auf psychologisch wirksames Werben im sprachlichen und schriftlichen Ausdruck; denn ist auch der Wahrheitsfanatismus ein Adelsprädikat der deutschen Gelehrsamkeit, so wirkt er durch seine im einzelnen so oft doktrinaristisch – eigensinnige Verzerrung auf andere Menschen, auch auf Gebildete, nur zu oft abstoßend, und durch die bewußte Verachtung aller äußeren Form, darin das Werben um Menschenseelen, um Menschensinne, um Menschenherzen sich bewegen muß, beraubt er sich selbst der Waffe, um sich in der Welt jenen ersten Platz zu erringen, der ihm gebührt. In der Gelehrtenwelt der anderen Nationen ist das aber ganz anders. Und daher das so häufige „Aneinander-Vorbeireden” deutscher und nichtdeutscher Gelehrter auf internationalen Kongressen, welches keineswegs einfach linguistische, sondern viel mehr noch psychologische Gründe hat. Kein Wunder also, wenn es zu einer wahren Seelengemeinschaft zwischen deutschen und nichtdeutschen Gelehrten nicht hat kommen wollen, wenn der Krieg das dünne Band äußerlicher Konvention zwischen hüben und drüben mit jähem Ruck zerrissen hat und auch aus den feindlichen Akademien unversöhnlicher Haß uns entgegenschlug wie aus Feindeslanden überhaupt.

Freilich, auch diesem Haß ist ein gutes Stück Verachtung beigemischt, und leider läßt sich nicht behaupten, daß sie ganz unverdient wäre. Denn die deutscherseits natürlich wieder recht schulmeisterlich doktrinär verzerrte Auslegung des Begriffes der „Internationalität” der Wissenschaft — international sind die Ergebnisse, ist die äußere wissenschaftliche Technik, national aber sind die Methoden des Anschauens, des Denkens und der Intention, also gerade die kostbarsten Antriebe des Forschertums! — brachte und bringt ein oft geradezu würdeloses Nach- und Hinterherlaufen deutscher Gelehrter gegenüber dem Auslande, auch dem feindlichen Auslande mit sich, welches nicht einmal im Kriege ganz aufgehört und knapp nach dem Waffenstillstände erneut eingesetzt hat; vielfach — noch schlimmer — steckte dahinter auch die unglückselige deutsche Eigenidolatrie, das eitle Sichetwaszugute-tun auf internationale „ Beziehungen” gegenüber dem konnatio-nalen Kollegen, der solche nicht hat. Wenn auf Anbiederungen, die aus solcher Verblendung oder — noch ärger — aus solchem verächtlichen Egoismus erfolgt sind, feiudlicherseits Fußtritte und Schmähungen antworteten, dann dürften wir den Feinden für solche verdiente Lektion eigentlich nur sehr dankbar sein. Vielleicht lernt die deutsche Geisteswelt denn doch noch einmal, ohne darum mit geschmacklosem Chauvinismus heimzuzahlen, ihre Würde gegenüber dem feindlichen Auslande, mit Einschluß seiner geistigen Vertreter, zu wahren. Wir haben und wir brauchen niemandem nachzulaufen, wir können warten, denn gerade die geistige Welt braucht uns, braucht den deutschen Geist und wird früher den Anschluß an ihn suchen, als die meisten ahnen; bis dahiu aber haben wir in ruhiger Würde und Entschlossenheit für uns zu arbeiten, und kommen
dann die anderen, dann dürfen wir unsere „Bedingungen” stellen; sie werden bei Gott kein „Versailles” sein, aber wirksame Abbitte für die uns deutschen Gelehrten, die wir geirrt, aber nicht gesündigt haben, angetanen Bosheiten und Gemeinheiten werden wir verlangen müssen, ehe wir die lernbegierigen Jünger aus allen Ländern der Erde in jenes Allerheiligste deutschen Geistes wieder einlassen, daraus sie ehedem so viel Saft und Kraft gezogen haben, davon aber nur wir allein den Schlüssel bewahren, den kein noch so niederträchtiger Zwangsvertrag uns mit Gewalt abtrotzen kann; denn es gibt keine Gewalt im Reiche der Geister, und kann mich das Gesetz zwingen, Pflichtkollegien zu halten, nie kann es mich zwingen, in meine eigentlichste geistige und Forscherwerkstatt solche einzulassen, die ich nicht mag; nur in diesen kleinsten Kreisen, in diesen oft gar nicht systemisierten engsten Seminarien wächst das Köstlichste deutschen Geistes, und da hinein sollte künftig kein Fremder mehr dringen, der nicht vorher Buße getan für das, was in dem einen Versailler Vertrag an uns gesündigt worden ist: und das ist riesenhaft viel mehr, als das deutsche Volk in den ganzen zweitausend Jahren seiner Geschichte, in denen es die Menschheit mit Wohltaten überhäuft hat, an Irrtümern — und es hat wohl oft genug geirrt, doch nie bewußt Verbrechen verübt— begangen hat.

Schon weniger wunderbar ist die Feindseligkeit, der Haß der fremden Künstler gegen uns. Denn im tiefsten Wesen der Kunst liegt die Subjektivität, liegt das Thymopsychische der Einzeln- wie der nationalen Seele, und da müssen die Gegensätze zwischen Nichtdeutsch und Deutsch scharf und schroff aufeinanderprallen; auch ist es weiter gar nicht wunderbar, wenn der Haß, wie er uns von dieser Seite her entgegenschlug, namentlich im Kriege groteske Formen angenommen hat, wenn ein Maeterlinck, ein Verhaeren, ein Rudyard Kipling, ein d’Annunzio (von den Franzosen gar nicht zu reden) sich zu Ausbrüchen des wildesten, blutrünstigsten Sadismus verstiegen haben. Gewisse Exaltiertheiten gehören ja nun einmal zur „poetischen Lizenz” der dem Pathologischen in vielem doch so nahen Künstlerseele. Freilich, die „Haßgesänge” unserer Künstler hielten sich allerschlimmstenfalls in sehr respektvollem Abstande von den Ungeheuerlichkeiten der Ausbrüche der uns feindlichen Künstlerwelt. Doch liegt dies einmal in der nationalen Charakterverschiedenheit begründet und dann daran, daß der Künstler naturgemäß dem Milieu, darin er lebt und wurzelt, sich kaum zu entziehen vermag; die Romain Rolland, Barbusse und Bernard Shaw sind Ausnahmserscheinungen, nach denen zu verallgemeinern man sich hüten sollte; und zwar besonders auf unserer Seite; denn ich behaupte, daß es unseren deutschen Künstlern — ganz wie unseren deutschen Gelehrten — vielfach an der seelischen Eutaxie in nationalen Belangen gebricht, daß sie nur zu oft steuerungslos hin- und hertorkeln oder daß unter ihnen unvermittelte Extreme nebeneinanderbestehen zwischen geschmacklos deutschtümelndem „furor teu-tonicus” und völkisch grenzenlos würdeloser, ja verhängnisvoller ästhetelnder Weltbürgerei. Beides aber macht uns geistige Führer des deutschen Volkes und durch uns unser ganzes Volk verachtet und verhaßt. Es wird unser Ziel sein müssen, jene ruhige, selbstverständliche Würde in nationalen Dingen zu finden, die mit richtigem Instinkte stets die vom Standpunkte des nationalen Interesses zweckmäßigste Haltung annimmt, die gleichweit entfernt ist von rüder nationalistischer Pöbelei wie von serviler Kosmopoliterei und Nachkriecherei, die niemanden beschimpft, aber noch weniger jemandem nachläuft, sondern — ihres inneren Wertes und ihrer Weltbedeutung sich bewußt — wartet, bis die anderen zu uns zurückfinden wollen, alsdann aber, ohne gerade engherzig und kleinlich zu sein, doch deutlich erkennen läßt, daß sie nichts von dem vergessen hat, was uns angetan worden ist. Es wäre schlimm, wenn wir die krankhafte Rachsucht manches unserer Feinde mechanisch kopieren wollten, aber es wäre noch schlimmer, wenn wir vergeßlich würden. Wir müssen vieles vergeben, denn auch uns wird von manchen manches zu vergeben sein; aber vergessen — nein, niemals!

Und nun noch ein Wort über jene bewußt-agitatorische Aufpeitschung deutschenhasserischer Instinkte, darin bedauerlicherweise die angelsächsische Presse den Weltrekord geschlagen hat, vor dem Kriege wie — in riesenhaftem Ausmaße — im Kriege; jene bewußte Agitation, die den Äußerungen und Ausbrüchen des Weltenhasses gegen das Deutschtum die charakteristischeste Signatur verliehen hat. Hier, wir dürfen es getrost sagen, hat bewußte Entstellung, hat bewußte Lüge Orgien gefeiert wie nirgendwo anders. Gewiß, es ist unbestreitbar, daß deutscherseits gröbliche Mißgriffe begangen worden sind, vor dem Kriege wie im Kriege. Tanger, Agadir, Zabern sind nur einige Namen, welche die grenzenlose Unpsychologie deutscher Politik im Innern wie nach außen hin kennzeichnen; und was an groben Fehlern im Kriege begangen worden ist, was für — milde ausgedrückt — Mißgriffe die Verletzung der Neutralität Belgiens, die Maßnahmen in Löwen, die Versenkung der Lusitania, die Erschießung einer Miß Cavell oder eines Kapitän Fryatt gewesen sind, das auszusprechen ist wohl heute traurige Überflüssigkeit. Nun jedoch kommt das große Aber: um wie vieles besser sind denn, seit es eine Geschichte gibt bis auf den heutigen Tag, unsere Herren Feinde verfahren? Allen Respekt vor Englands weltbeherrschender Psychologie, allein auf dem Weg zu Englands Größe sind Ströme von Blut und Tränen — der anderen geflossen, und mit der Neutralität dritter Staaten hat es England stets verdammt wenig genau genommen, wenn sie ihm gerade nicht paßte: vom Bombardement Kopenhagens durch die englische Flotte weiß doch jeder Schuljunge, und jeder Zeitungsleser erinnert sich noch mit Grauen der himmelschreienden Maßregeln englischer Heerführer gegen unschuldige Frauen und Kinder im Burenkriege, deren würdiges Seitenstück die in der Welt einzig dastehenden Grausamkeiten gegen die aufständischen Mahdisten in Nubien und die Fenier in Irland darstellen; wenn also englischerseits Klage geführt wird über deutsche Grausamkeit und schon gar über Roheit deutscher Kolonialsoldaten oder Kolonialbeamten, so weiß ich — bei aller hohen Einschätzung der vortrefflichen Eigenschaften des Angelsachsentums — dafür keinen anderen Ausdruck, als daß hier Zwecklügen vorliegen, um uns Deutsche vor der Welt schlecht zu machen; was ja den Angelsachsen, diesen Meistern der praktischen Psychologie im Guten, aber auch im Bösen, nur zu ausgiebig gelungen ist; so ausgiebig, daß sich kein Mensch auf der weiten Welt entrüstet hat über die zum Teil sogar aktenmäßig belegte Massenquälerei und Massenhinmordung wehrloser deutscher und österreichischer Kriegs- und Zivilgefangener im zarischen Rußland, in Serbien, im slawischen Legionenbereich und endlich in Frankreich, wo ein entfesselter Sadismus an diesen Unglücklichsten der Unglücklichen sich hemmungslos austoben durfte; und die Opfer waren lauter Kulturträger, lauter hochgebildete, hochwertige Kulturmenschen, Glieder des — auch nach dem Zeugnisse der Feinde — tapfersten, tüchtigsten und intelligentesten unter den großen Völkern unseres Kontinents, Volksgenossen der größten Dichter und Denker, Künstler und Gelehrten, die er hervorgebracht! Und doch hat man sie zu Hunderttausenden wie Sklaven, wie Lasttiere gequält, gepeinigt, mit kalter Berechnung und krankhafter Wollust zu Tode gemartert oder mit bewußter Absicht dem Hunger, der Kälte, dem Seuchentode ausgesetzt! Und hat mit wohlgezielter Grausamkeit Neger und Kalmücken und andere analphabetische Menschen tiefster Rassenstufe zu Aufsehern und Herren über sie gesetzt und ihnen erlaubt, ihre Peitsche auf den Rücken der Söhne eines großen Kulturvolkes niedersausen zu lassen! Und hat diesem Wüten nicht einmal Einhalt getan, als der Sieg über uns bereits entschieden war und tierische, rachsüchtige Wollust allein noch ein Interesse haben konnte, mit solcher Kulturschande noch weiter zu protzen! Krankhafte Wollust und — absichtliche Berechnung, denn im Plane unserer Feinde lag und liegt es ja, uns Deutsche, die Schulmeister der Welt, die uns zwar nie geliebt, aber unsere Lehrbegabung geschätzt und wohl zu nutzen verstanden hat, eben im Angesichte dieser Welt in den Staub zu treten, zu erniedrigen und zu entehren — die feindliche „gelbe” Presse hat das auch mit aller Business-Trockenheit zugegeben! —, auf daß unser Name verachtet bleibe für alle Zeiten gleich dem der Zigeuner und anderer Pariastämme, von denen manche ja auch edlen Blutes sind. Welch eine Schande, welch ein Armutszeugnis für unsere Feinde, daß sie sich anders als durch Lüge, Ehrabschneiderei und Totsöhweigetaktik vor dem deutschen Geiste nicht schützen zu können wähnen! Und welche Kurzsichtigkeit, ein Volk von unserem Range und unseren Energien aus der Yölkerfamilie ausstoßen, es deklassieren zu wollen, eine Kurzsichtigkeit, die sich noch einmal bitter an den Kurzsichtigen rächen wird! Es sei denn, daß die praktische Psychologie der Angelsachsen — mit den anderen ist weniger zu rechnen — doch noch einen Rückweg in die Bahnen wahrer Gerechtigkeit und wahrer Vernunft findet, ehe es zu spät ist . . . Gehen wir weiter; man wirft uns den Lusitaniafall (und noch eine Reihe anderer Fälle dieser Art) vor, und gewiß ist es furchtbar zu wissen, daß so viele Unschuldige, Frauen und Kinder darunter, dem Moloch, der unerbittlichen Grausamkeit des modernen Krieges geopfert wurden; allein wieder wird — ganz, typisch! — glattweg totgeschwiegen, daß derlei deutscherseits unleugbar verübten Übeltaten ganz und gar nichts anderes waren als — sei es auch in diesem Ausmaße dem Völkerrechte widersprechende — Repressivmaßnahmen wider die, wie selbst ein Wilson bezeugen mußte, nicht um ein Haar weniger völkerrechtswidrige Hungerblockade gegen uns, der ungezählte Hunderttausende schuldloser Frauen und Kinder zum Opfer gefallen sind und die — darin liegt die ganz besondere Schlechtigkeit — die ganze folgende Generation des deutschen Volkes gesundheitlich ruiniert hat, sogar die Ungeborenen für den Krieg ihrer Erzeuger entgelten läßt…! Eine schon fast an den bethlehemitischen Kindermord erinnernde Niederträchtigkeit, deren sich die Northcliffe-Presse auch noch zu rühmen die Stirne gehabt hat! Die englische Sprache hat dafür ein Wort, welches, in den Sprachgebrauch der Psychiatrie übergegangen, für derlei auch die einzige Entschuldigung abgibt, das Wort: moral insanity! Verbrecher lügen, wie jeder Kriminalist weiß, mit Vorliebe und oft mit Meisterschaft, und besonders gerne lügen sie anderen, die nichts oder doch weniger als sie verbrochen haben, ein Verbrechen an. Weiter: die Justi-fikation der Miß Cavell ist unzweifelhaft ein unsagbar trauriges Vergehen gewesen, und es mag wenig Deutsche gegeben haben, die darin etwas anderes erblickten als — gelinde gesagt — eine ungeheure Roheit; allein haargenau die gleiche Roheit haben — nur in vermehrtem Ausmaße — die Franzosen begangen, welche gleich drei Frauen (Winter, Pfaadt, Mata Hari) wegen politischer Vergehen niederknallen ließen, nicht zu reden von allen den Scheußlichkeiten, die deutsche Frauen und Mädchen von der feindlichen Soldateska, von Kalmücken und Baschkiren in Ostpreußen, von farbigen französischen Kolonialsoldaten im besetzten Westdeutschland haben erdulden müssen, wie uns berichtet worden ist. Aber merkwürdig: darüber ist kein angelsächsischer Puritaner entrüstet, trotzdem sie alle, von Grey bis Lloyd George, von Wilson bis Roosevelt immer wieder hoch und heilig beteuert haben, sie führten beileibe nicht mit dem deutschen Volke Krieg, sondern nur mit dessen bösen Generälen und Staatslenkern. Ich wäre jedem aufrichtig dankbar, der imstande wäre, mir einwandfrei zu beweisen, daß diese Art „Moral mit doppeltem Boden” auch Moral im allgemeinsten Wortsinne sei; vielleicht ist die Northcliffe-Presse, die ja sozusagen den Generalstab in dem literarischen Feldzuge gegen uns beigestellt hat, imstande, diesen Beweis zu führen und darzulegen, daß es wirklich „im Interesse der Menschheit” war und ist, uns Deutsche als Teufel und unsere Feinde als Engel hinzustellen. Ich meine freilich, die Weltgeschichte wird einmal ein ganz, ganz anderes Urteil fällen und es wird nicht zu unseren Ungunsten ausfallen, auch wenn die Macht und Größe unserer deutschen Nation bis dahin in jenes Grab gesunken wäre, das ihr verblendeter Haß zu bereiten sich anschickt und aus dem die Epigonen mindestens ihrer heutigen angelsächsischen Feinde sie dann am liebsten mit Fingernägeln würden herauskratzen wollen! Noch nie hat Lüge auf die Dauer den Boden abgegeben, auf dem -segensreiche Frucht gedeihen könnte.

Denn Lügen und wieder Lügen, seien es auch zum Teil krankhafte Lügen, das waren die Hauptwaffen unserer Feinde, damit sie uns zugrunde gerichtet haben, Waffen, stärker als alle ihre Millionenheere, stärker als alle ihre Geschütze, stärker als die Abertausende ihrer Tanks. Dieser ganze Krieg war ja im Grunde nichts als das Produkt eines Lügensystems! Eines Systems, das unsere unleugbaren, rückhaltlos zuzugebenden Mängel und Fehler mit skrupellos-brutaler Schonungslosigkeit ausgenützt hat, eines Systems, das uns von Fall zu Fall stolpern ließ, eines Systems, das, statt in großherziger, wahrhaft säkularer Voraussicht uns Deutsche, die wir in der Kunst der Politik nur große Schulknaben waren, auf den rechten Weg zu führen, durch nichtswürdige Hetzerei, durch geflissentliche Aufbauschung unserer gewiß groben psychologischen Mängel und politischen Fehler uns vollends kopfscheu machte und schließlich bewirkt hat, daß wir gleich einem scheu und wild gewordenen Elefanten in den Porzellanladen des Weltfriedens hineintrampelten! Es ist nicht auszudenken, wie ganz anders es gekommen wäre, wenn die Angelsachsen, auf den von höherer Warte her gesehen nur zu ephemeren Vorteil der Niederringung des deutschen Konkurrenten verzichtend, eines Tages ganz klipp und klar und ohne Verklausulierung zu dem Deutschen also gesprochen hätten: „Du Deutscher, du bist eintüchtiger Kerl, das muß man dir lassen, und deine Tüchtigkeit kann dir, uns und damit der Welt noch, weit nützlicher werden als sie es heute schon ist, wenn du mit deinen Energien haushalten, wenn du mit uns gehen und dich nicht in gewagte Unternehmungen gegen uns einlassen willst, die deine gewiß nicht geringe Kraft übersteigen; da es aber leider den Anschein hat, daß du Dummheiten vorhabest, erklären wir dir hiemit klipp und klar: entweder gehst du mit uns, und dann sollst du unser -Bruder, sei es auch unser jüngerer Bruder sein und als solcher den gebüh-* renden Teil haben in und an dieser Welt; oder du willst gegen uns gehen, dann, wir sagen es dir mit aller nur wünschenswerten Offenheit, werden wir dich als einen Abtrünnigen der nordischen Völkerfamilie behandeln und zerschmettern; entscheide dich darum ohne Umschweife mit Ja oder Nein binnen 24 Stunden; ein Wenn oder Aber gibt es nicht, wir können nur Blutsbrüder oder Todfeinde sein, nichts Drittes!” Solch’ eine Apostrophe wäre drastisch, wäre brutal, aber sie wäre männlicher, wäre menschlicher gewesen als das grausame Versteokspiel, als das Gemengsel scheinheiliger Phrasen und gewissenloser Verlogenheit, welches angelsächsischerseits schon Jahre vor dem Kriegsausbrüche und gar erst in den letzten verhängnisvollen Tagen vor ihm aufgeboten wurde, um gleicherweise uns kirre zu machen und die anderen gegen uns aufzuhetzen. Warum hat England mit uns nicht so eindeutig gesprochen wie mit Frankreich in Faschoda? Es wäre besser gewesen für uns — und, das wird sich noch traurig erweisen, für die angelsächsische Welt! So aber hat es England vorgezogen, seine Sach’ auf das System der Lüge zu stellen und den größten und blutigsten — Pyrrhussieg davonzutragen, den die Weltgeschichte kennt! Denn — es wird zu oft vergessen! — dieser ganze, unfaßbar ungeheuerliche Lügenfeldzug gegen uns war für den Kriegsfall vorbereitet, vorbereitet bis in die kleinste Einzelheit schon zu einer Zeit, da es noch keine NeutralitätsVerletzung, keinen Lusitania-fall, keine „Greuel” geben konnte, weil noch tiefster Friede war. Hat man denn schon an das famose Werk eines französischen Militärschriftstellers — Civrieux — vergessen, das, alle geistigen Ausschreitungen der alldeutschen Schriftgelehrten hinter sich lassend, schon vor Jahren die moralische Mobilisation der Welt gegen Deutschland als ein besonders wirksames Kriegsmittel der so allmählich alle Völker gegen Deutschland aufbietenden Entente angekündigt hat? Vergessen, wie die Pariser Boulevardblätter dieses prophetische Werk lanciert haben? Und vergessen, wie zahlreich die Fäden waren und sind, die schon lange vor dem Kriege den Northcliffe-Konzern und die französische Boulevardpresse untereinander und mit den maßgebenden Finanzmännern und Politikern der Entente verbanden? Man sieht, wie bis ins einzelne vorbereitet die literarische Mobilisierung des Lügenfeldzuges gegen uns gewesen ist, und nicht unsere geringste historische Schuld war ‚ es, daß wir wähnten, mit Bürger- und Soldatentugend auf die Dauer den Waffen aus jenem Arsenal gewachsen zu sein, welches da — Psychologie heißt . . . Wie zahlreich aber sind die Fäden, welche hinüber- und herüberleiten von der Psychologie der gesunden zur Pathologie der kranken Seele! Und wie geschickt wurden sie von geschmeidigen Händen geknotet!

Solange wir Deutsche nicht die Richtlinien praktischer Psychologie und sie allein zu Richtlinien unseres politischen Denkens, Tuns und Lassens annehmen werden, im Innern wie nach außen hin — und mit der Erziehung dazu muß in der Kinderstube begonnen werden, denn das ist wichtiger als alle schulmäßige Weisheit —, solange haben wir mit allen unseren Tugenden nicht die geringste Aussicht, eine „große Nation” zu werden.
Zukunftsausblicke.

Wenden wir in der Einleitung zu dem letzten Abschnitte dieses Buches unseren Blick nochmals nach rückwärts: und stellen wir also fest, daß der Haß gegen das deutsche Volk, wie kein anderer Völkerhaß, aus so sehr zahlreichen Quellen gespeist worden ist und noch gespeist wird, daß in Wirklichkeit sein Anwachsen zu einer solchen Sintflut, wie wir sie schaudernd miterleben, kein Wunder genannt werden kann. Diese Flut war es, welche zur Trägerin der furchtbaren Armada einer uns feindlichen Welt geworden ist, diese Flut, deren Wellen das zweite Deutschland unter sich begraben haben, wie die napoleonischen Heereszüge das erste Deutschland zertraten. Wieder stehen wir Deutsche an einer Wende nicht nur unserer Geschichte, vielleicht an einer entscheidenden Wende, so entscheidend wie die Übergangsjahre, die von • der endgültigen Vernichtung Ostroms durch die Türken bis zur Reformation dauerten, und von der wir die neuere Zeit zu datieren pflegen. Wir müssen uns selbst an dieser Zeiten Wende mit aller Offenheit die bittere Wahrheit
eingestehen, daß das deutsche Volk mehr als einen Krieg, daß es eine Geschichtsepoche verloren habe.

Yon Grund auf wird das dritte Deutschland, dessen Umrisse aus den zerstörenden Wassern, von einem Nebel von Not und Elend verhüllt, vor unseren kummervollen Blicken auftauchen, aufzubauen haben; und vor allem wird es, sollen nicht neue Sturmfluten des Völkerhasses das mühsam werdende Werk nationaler Wiederaufrichtung endgültig vernichten, sorgen müssen, daß vom ersten Tage an gegen diese Fluten wirksame Dämme und Wehren gebaut werden, an denen der Haß zerschellt, die es vielmehr ermöglichen, Neuland zu poldern und unserem Volke jene Stellung in der Völkerfamilie zu erringen, die ihm von Rechts wegen gebührt.

Diese Arbeit wird schwer sein, vielleicht von einer Schwere, welche die leiblichen und moralischen Kräfte unserer physisch daniedergedrückten und moralisch maßlos verbitterten Generation übersteigt; unlösbar aber ist sie keineswegs; und darum scheint es mir Gewissenspflicht, auch davon zu sprechen, auf die Gefahr hin, daß meine Zeitgenossen mich darob mit Steinen bewerfen und daß erst ein kommendes Geschlecht, wenn einst die Blätter dieses Buches zu Staub zerfallen sein werden, die Wege einschlagen wird, die ich darin weise.

Um diese Wege zu gehen, dazu bedarf es zunächst einer beherzten, resoluten Umkehr zu jenen Kreuzungspunkten, von denen aus die Wanderung auf verhängnisvoll falscher Spur begonnen hatte. Es bedarf einer völligen Neuorientierung unserer Geister, unserer Gemüter, im Innern wie nach außen hin. Wir haben die ernste Pflicht, die gesamte kulturelle und politische Entwicklung des deutschen Volkes in den letzten Jahrzehnten, ja in den letzten hundert Jahren zu durchmustern, nach dem Guten, vor allem aber nach den Fehlerquellen darin zu suchen, die so verhängnisvoll, so unheimlich reißend zu Sturzbächen angeschwollen sind.

Nach dem früher Dargelegten ist es nicht schwer zu erraten, wo meiner Meinung nach die entscheidenden Fehler unserer inneren seelischen Orientierung zu suchen sind. Einmal in der entsetzlichen Eigenschaft und in dem verderblichen Kult der Eigenidolatrie! Davon muß der Deutsche zuvörderst lassen, er muß lernen, sich als soziales Wesen zu fühlen und sein Denken darauf umzustellen, als Glied der sozialen Gemeinschaft des deutschen Volksganzen, denn nur aus diesem Quell allein kann wahrhaftes, menschlich echtes, nie erlöschendes Nationalgefühl in stetem, mächtigem und wärmendem Strahl hervorsprudeln und jedes einzelnen Deutschen Seele durchdringen von der Wiege bis zum Grabe. Lassen müssen wir aber auch von jenem Korrektiv unserer Eigenidolatrie, das uns, zumal es sie letzten Endes geradezu verstärkt hat, zum zweiten Verhängnis geworden ist: von der Verschulmeisterung! Wir Deutsche haben die Wahl: entweder wir bleiben pedantisch gezüchtete, sorgsam studierte, formell stylisierte, alle anderen seelischen Außenwerte verachtende Musterschüler wie bisher, wir bleiben damit den Menschen anderer Volkszugehörigkeit im Reiche geistiger und schaffender Arbeit grundsätzlich überlegen, aber wir bleiben damit ganz wie bisher auch weiterhin so hoffnungslos und so tödlich gehaßt, wie der schmucklos und rücksichtslos musterhafte Musterschüler und Musterarbeiter, der in der Arbeit an sich sein Um und Auf sieht, immer und überall verhaßt bleibt, ungeachtet aller seiner sachlichen Verdienste; und wir laufen Gefahr, daß unsere Feinde nunmehr, auf unsere „UnVerbesserlichkeit” sich berufend und darauf hinweisend, daß die deutsche Kultur nicht romanische Anmut, nicht angelsächsisches Behagen, sondern nur immer wieder Schweiß und Schweißgeruch bedeute und verbreite, zum letzen, für immer zerschmetternden Schlage gegen unser gefährdetes Dasein ausholen. Unzweifelhaft, sie würden, wenn sie uns zerbrächen, letzten Endes ihr eigenes Rückgrat zerbrechen, denn die Welt kann heute nicht mehr auf die Dauer bestehen ohne deutsche Tatkraft und Tüchtigkeit und diese wiederum bedarf eines starken, machtvollen deutschen Mutterlandes als Nährboden; allein Erkenntnis ist für sich allein ohnmächtig gegen eine Welle von Gefühlsenergien, Gefühlswerte sind es, die die öffentliche Meinung der Welt tragen, und diese öffentliche Meinung wird nie aufhören, sich gegen den „Schulmeister” und seinen „Musterschüler” aufzulehnen, gegen das, was sie im tiefsten und eigentlichsten Sinne, wenn auch halb unbewußt, unter „preußischem Militarismus” versteht; die öffentliche Meinung der Welt sagt sich, daß Paris ihr anmutige Lebensformen und berauschende Worte, daß London ihr praktische Daseinshygiene und Sinn für komfortable Behaglichkeiten geschenkt habe und noch weiter schenke, indes ihr Ohr von Berlin her immer nur das Klatschen der Peitsche zu vernehmen glaubt, die rücksichtslos und unerbittlich antreibt zum Schaffen und wiederum zum Schaffen, schonungslos den Kult der Schönheit, der Behaglich-lichkeit, der Ungebundenheit, der Beschaulichkeit als kindisch, als rückständig, ja als sündhaft verpönend; und ein Grauen befällt diese öffentliche Meinung bei dem Gedanken, der Geist Berlins könnte triumphieren über den Geist Paris’, über den Geist Londons, sein scharfer Schweißgeruch sich über eine Welt ausbreiten, deren Nüstern nach Houbigant und Atkin-son dürsten. Hinc illae lacrimae . . .

Keineswegs will ich ausschließen, daß der Ernst der herauf kommenden sozialistischen Welt eine gewisse Umwertung auch dieser Werte mit sich bringen wird, wiewohl ich bezweifle, daß er dem Kult jener naiven Freuden des Lebens den Garaus wird machen können, ohne den sich die Menschenherzen auf die Dauer nicht beherrschen lassen, Freuden, die durch Paris und London symbolisiert werden, nicht durch Berlin. Es wird dem Sozialismus da wohl so gehen wie einst der christlichen Kirche, die, zur Herrschaft gelangt, sich an der Herrschaft nur erhalten konnte, indem sie die bodenständigen und eingewurzelten heidnischen Kulte christianisierte; und so wird wohl auch der Sozialismus die Welt aller der „bourgeoisen” Ideen und Gefühle nicht zertreten können, er wird sie in der Form „sozialisieren”, aber er wird sie in der Sache wohl oder übel herübernehmen müssen, um bestehen zu können; denn diese Ideenwelt ist nicht von heute und nicht von gestern, sie ist nicht proletarisch, nicht bürgerlich, nicht feudal, sie ist ganz einfach ein Stück praktischer Psychologie, sie ist menschlich, sie war, seit es Menschenherzen und Menschengeister gab und wird sein, solange es solche geben wird; die Form, in der diese Ideen leben werden, wird sich ändern, wie sie sich geändert hat, da die heidnische zur christlichen Welt sich wandelte; aber der Inhalt wird bleiben. Und darum behält das alles, was ich hier ausführe, auch heute, an der Schwelle des sozialistischen Zeitalters, seinen Geltungswert.

Das Kind mit dem Bade auszugießen, ist, zumal, wenn es bewußt geschieht, mehr als ein Versehen, es ist ein Verbrechen, Und so wäre es — mögen auch Verräter, Kopfscheue oder Desperados in unserer Mitte mit billigen Trugschlüssen politische Marktschreierei treiben — wohl das größte Verbrechen an der deutschen Nation und, ich sage es kühn, darüber hinaus an der Menschheit, wollten wir Deutsche, erbost über den preußischen Schulmeister und über den Jammer, den er uns eingebrockt, zu einem Harakiri schreiten; wollten wir, wie es übel Beratene und übel Beratende unter uns predigen, den preußischen Ismael in die Wüste hinausstoßen, ihn der Vertschechung und Verpolung preisgeben, um „zu retten, was zu retten ist”, um aus dem, was uns im Westen und Süden noch geblieben, ein neues, sei es auch kleineres Deutschland aufzubauen; ein Deutschland, das dann nichts mehr wäre als ein verewigter Rheinbund, abhängig von den Gnaden der anderen nicht nur, sondern auch ohnmächtig, je wieder ein großes und starkes Volk zu werden, dessen die Welt bedürfen wird! Wir mögen über das Preußentum denken, wie wir wollen, und die meisten von uns denken, daß das preußische System politisch erledigt sei: aber ein Deutschland ohne Preußen ist und bleibt ein Rumpf! Wir müssen Preußen haben, Preußen braucht uns, aber wir brauchen auch Preußen, und ein Deutscher, der anders denkt, ist ein Tor oder ein Lump! Preußen aus Deutschland hinausstoßen wäre nichts anderes als etwa die Lombardei aus Italiens, als Lothringen aus Frankreichs, als Schottland aus Großbritanniens Leib herausschneiden! Auch da gab es ja ursprünglich Gegensätze, nicht unverwandt jenen, die das Preußentum vom übrigen Deutschtum sonderten, auch in Italien ist der Lombarde, in Frankreich- der Lothringer, in Großbritannien der Schotte aus mancher Ursache, die der Antipathie gegen die Preußen innerhalb Deutschlands nicht gänzlich fernsteht, durch Jahrzehnte, ja durch Jahrhunderte nicht eben allzu beliebt gewesen und ist es auch heute noch keineswegs überall! Aber innerhalb dieser anderen großen Nationen sind diese partikularen Strömungen zu deren Heil überwunden worden, haben auch schwere äußere Krisen der auch dort schwer errungenen nationalen Einheit keinen Abbruch mehr zu tun vermocht. Und so sollten auch wir Deutsche uns wahrlich schämen, daß es unter uns — wenn auch zum Glück nur noch wenige — Tröpfe oder Hallunken gibt, für welche die nationale Einheit nicht den selbstverständlichen Ausgangspunkt aller Gegenwarts- und Zukunftsgedanken abgibt.

Und eines darf darüber hinaus nie, niemals vergessen werden: die „preußische” Epoche deutscher Geschichte, das „preußische” Jahrhundert derselben, sie haben — trotz ihres katastrophalen Endes — in der Seele unseres Volkes tiefe Spuren zurückgelassen, sie haben Keime darein gepflanzt, die auch segensreiche Frucht getragen haben und, künftig richtig gezogen, dereinst noch weit köstlichere Früchte tragen werden! Die „preußische” Periode, die das deutsche Volk hinter sich hat, sie, die nach glänzendem Aufstieg nun ihre furchtbare Götterdämmerung gefunden, war unzweifelhaft ein notwendiges Durchgangsstadium, durch das unsere Nation hindurch gemußt, weil anders der selbstmörderische Dualismus nicht zu überwinden gewesen wäre, weil anders die Einigung der Hauptmasse des deutschen Volkes nicht zu erreichen, weil aber vor allem dessen organisierte innere Ertüchtigung nicht zu erzielen gewesen wäre; eine Ertüchtigung und Organisation, deren Formen und Ziele wir sehr einschneidend werden ändern, deren Wesen wir uns aber bewahren müssen, denn sie allein ist es, die unseren Bestand, unsere Zukunft, unsere Mission im Interesse der Menschheit verbürgt! Deutsche Arbeit! Ihre Kraft, ihren Wert, ihren inneren Adel erkannt, alle die planlos verpuffenden oder sich gar kreuzenden Energien in einheitliche, fruchtbare Bahnen gelenkt und in dem deutschen Volke den inneren, sittlichen Antrieb zu planvoll zusammengefaßtem Wirken und Schaffen mächtig aufgepeitscht zu haben, daß er in Not und Qual selbst nicht mehr erlöschen kann, daß er zum Stern geworden ist, der uns aus tiefster Nacht zum hellen Licht wiederum emporleiten wird, das war und bleibt das historische Verdienst Preußens, des „Preußentums”, des „preußischen” Schulmeisters, des „preußischen” Militarismus! Uns Nachfahren, die wir das Erbe der „preußischen” Periode Deutschlands übernommen haben, erwächst eine andere, erwächst eine Aufgabe, die nicht minder integral, ja integraler noch aufs Ganze der Nation gerichtet sein muß — denn wir so lange draußen gebliebenen Deutschösterreicher wollen künftig mit den Preußen und allen anderen Deutschen vereint Anteil haben am Wiederaufbau des deutschen Volkes und der deutschen Kultur —, ja die darüber hinaus der Menschheit dienen soll: die Aufgabe, dem inneren Adel deutscher Arbeit, dessen herbe Sprödigkeit der Norden und Nordosten gezüchtet haben, den äußeren Adel deutscher Schönheit zu vermählen, die in den Gefilden des Westens und des Südens uns entgegenlacht; wir wollen, daß aus solch erlauchter Paarung ein neues Geschlecht erwachse, ein Geschlecht unsterblicher Größe, dergleichen die Welt noch nicht gesehen, ein Geschlecht, das in der Welt dereinst nicht nur Achtung vor deutscher Kraft erringen, sondern auch Liebe ernten möge zu deutscher Herrlichkeit! Ein Geschlecht, das auf den Ruinen des Deutschenhasses ein neues Leben der Völkerfreundschaft für uns erblühen lassen wird! Ein Geschlecht, gerüstet mit allen Mitteln, die Belange unseres völkischen Seins, unserer völkischen Kraft, unserer völkischen Zukunft organisch und harmonisch einzuflechten in die Belange des Wohles und des Aufwärtsstrebens der ganzen gesitteten Menschheit, die uns braucht, wie wir sie brauchen.

Und darum ist es ein Gebot der Pflicht, daß wir die Preußen nicht aus unserer Mitte stoßen, ja daß wir sie recht fest bei unserer Stange halten; aber nicht minder ist es ein Gebot, daß wir den Schwerpunkt deutschen Lebens, den inneren wie den äußeren Schwerpunkt, dorthin verlegen, wohin er gehört; daß West und Süd, wo feinere, schönere Geistigkeit wächst, fortab die Führung deutschen Lebens, deutscher Staatskunst übernehmen und Preußen mit seiner Kraft sich willig füge und unterordne unter die Oberleitung freieren, gefälligeren deutschen Menschentums! Das ist nicht Undankbarkeit, denn Undankbarkeit kann man es nicht nennen, wenn eines Volkes nationales Interesse die Verrückung seines Schwerpunktes erheischt! Das nationale Ganze über dem Einzelstamm! Was für Bayern recht war, muß auch für Preußen billig sein! Preußen hat uns vieles gegeben, aber die Grenzen dessen, was es uns geben konnte, hat die gewollte und gezüchtete Beschränktheit seiner Psychologie vorgezeichnet, und daraus die Folgerungen zu ziehen, ist heute nicht minder nationale Pflicht, wie es 1866 und 1870 des Südens nationale Pflicht war, die Jahrhunderte hindurch ausgeübte nationale Hegemonie an Preußen abzugeben. Nicht von Preußen kann Deutschlands nationale Wiedergeburt kommen: sie .kann nur kommen vom Süden und vom Westen, nur dort gedeihen die Keime, aus denen der Baum jener Freundschaft der gesitteten Kulturwelt erwachsen kann, ohne die es keine Zukunft für uns gibt; und Preußen, welches an Deutschlands Wiedergeburt teilnehmen muß — weil es sonst kein Deutschland wäre —, muß sich fortab nach Süd und West orientieren, muß seelisch umlernen, wie der Süden und der Westen von 1866 ab seelisch umgelernt haben; in der harmonischen Einordnung preußischer Kraft in des Westens und Südens unsterbliche Anmut und Schönheit, die getragen sein müssen von jener, ihr aber nicht dienstbar sein dürfen, liegt unseres Volkes Zukunft!

Darum also: ehren wir den „Schulmeister” und sein Werk, pflegen wir es weiter in uns, bauen wir es aus, aber — verschönern und veredeln, vermenschlichen wir es! Formen wir einen edlen, schönen deutschen Lebensstil, wie ihn die Welt von uns erwartet und wie sie ihn braucht! Stellen wir ihn nicht London, nicht Paris, nicht Rom entgegen, stellen wir ihn neben sie, mitten in sie hinein, werben wir menschlich, als Menschen für ihn! Geben wir uns selbst nicht auf, halten wir im Gegenteil in Treue fest am Deutschtum, ja vertiefen wir die Innigkeit unseres Festhaltens an Sprache und Art, an Volkstum und Kultur noch mehr, weit mehr als wir es bisher taten, und bekennen wir noch weit, weit entschiedener, als wir es bislang taten, nach innen wie nach außen hin, daß wir Deutsche sind und bleiben und daß wir unser Vaterland bis zum äußersten Grenzpfeiler hin deutsch erhalten wollen in alle Ewigkeit; seien wir aber ehrlich bemüht, unser deutsches Leben und Streben in seinem Inhalte so gut wie in seinen Formen harmonisch einzuordnen in den Mensehheitsgedanken, in Menschheitsziele, gleichwie es nicht nur Angelsachsen und Lateiner, nein, wie es sogar manches Slavenvolk, die Tschechen voran, zu tun gewußt haben! Welch machtvoller innerer Antrieb, welch gewaltiger äußerer Aufschwung wäre uns beschieden, wenn wir, deren die Weltkultur so wenig entraten kann, daß sie ohne uns ihren sichersten Halt verlöre, es auch verstehen wollten, nicht keifend und streitend und dozierend, nicht hier täppisch auftrumpfend und dort würdelos winselnd, nicht heute schwächlichen kosmopolitischen Idolen nachjagend und morgen kraftmeierisch teutonischen Furor prästierend, nein in harmonischer innerer und äußerer Geschlossenheit und Wohlabgewogenheit als vollbewußte und selbstbewußte Deutsche und doch zugleich als Menschen wie die anderen, denen nichts Menschliches fremd ist, um unseren Platz in der Völkergemeinschaft zu werben!

Nichts wahrhaft Deutsches brauchte darob verloren zu gehen, im Gegenteil, gerade als fühlende, als psychologisch natürlich gezogene Menschen würden wir ja recht eigentlich erst so selbstverständlich national, wie es andere Völker sind, und verschwände aus unseren Seelen der von falscher Schulmeister-lichkeit gezüchtete doktrinäre Irrglaube und der in ihm wurzelnde schmerzliche Zwiespalt zwischen „national” und „weltbürgerlich”, der Kampf zwischen dem“ einen und dem anderen Pflichtenkreise, der in dieser Gestalt so fast spezifisch deutsch ist und unserem Volkstum fortwährend die fürchterlichsten Wunden schlägt; denn menschlich, psychologisch im praktischen, im unverbildeten Sinn gerüstet sein bedeutet ein ganz selbstverständliches Nationalfühlen und Nationalsein, ein Nationalsein, welches ungezwungen aus sich selbst heraus ein untrennbarer Teil der Persönlichkeit wird und gerade eben darum selbst in gelegentlicheren heftigen Ausbrüchen, weil natürlich, nicht abstoßend wirkt; wenn aber unser deutscher Nationalismus so oft abstößt, ist es nicht nur, weil er sich grell von dem habituellen Phlegma abhebt, das wir in nationalen Dingen bekunden — auch der Angelsachse ist durch und durch Nationalist und doch „Phlegmatiker” dabei—, sondern weil unser Nationalismus ganz wie unser Internationalismus und wie überhaupt jeglicher „ismus” bei uns dank unserer schulmeisterlichen Verbildung gleich immer so ekelhaft doktrinäre und geschmacklos auftrumpfende Formen annimmt und dadurch nach innen wie nach außen unpsychologisch, unästhetisch, unnatürlich, kurz abstoßend wirkt.

Darum muß fürs erste unsere Losung sein: los von der Schulmeisterei! Dem Schulmeister das rein und nur Fachliche, das bleibe ihm als sein Reich Vorbehalten, darin möge er uns als Muster weiterhin voranleuchten, auf daß wir weiter die vorbildlich tüchtigen Fachleute im Kreise der Nationen bleiben wie bisher! Allein jenseits des Schulzimmers, der Werkstatt, des Laboratoriums schweige der Schulmeister, da gelte für ihn: Hände weg! Denn da dehnt sich, von der Wiege bis zum Grabe, von der Kinderstube bis zur öffentlichen Tribüne der praktischen Seelenkunde unermeßlich Reich!

Der inneren Anderseinstellung aber muß, wollen wir als große Nation Wiedererstehen und weiterleben, notgedrungen auch eine äußere Umorientierung die Hand reichen. Und hier rühre ich wohl an die Wunde, die in jedem deutschen Herzen am schmerzlichsten von allen brennt! Es ist ungeheuer schwer und furchtbar hart, aber doch notwendig, sich heute, post tot discrimina rerum, sagen zu müssen, das deutsche Volk habe den furchtbarsten aller Kriege verloren und verlieren müssen, weil es ihn vor allem seelisch mit falscher Front gekämpft habe! Wenn ich mir heute manches Wort wieder ins Gedächtnis zurückrufe, welches angelsächsischerseits im Laufe des Krieges gesprochen worden ist, dann will es mir scheinen, daß hinter der Hülle des sprichwörtlichen britischen Egoismus denn doch — unbewußt natürlich — ein tieferer Sinn wohne; denn allerdings glaube ich so wenig wie ein anderer Deutscher, daß ein englischer Staatsmann, ein Angelsachse überhaupt, auch nur fähig wäre, irgend ein Ding auf dieser Welt, ob unpolitisch oder politisch, anders zu sehen als durch die Brille angelsächsischen Vorteils; und doch: wenn Balfour einmal sagte, die Deutschen würden die Bewunderung der Welt erregen, wenn sie für eine bessere Sache kämpften, liegt darin ein tieferer Sinn, als der Sprecher dieser Worte ahnen mochte! Das Angelsachsentum ist im Besitz einer so überwältigend praktischen lebensbejahenden Seelenkundlichkeit, daß man unwillkürlich, ein bekanntes Wort umkehrend, sich sagen darf: qui mange de Fanglosaxon, en vit! Wer in den Kreis des angelsächsischen Schwungrades hineingerät und sich demselben nicht entgegenstemmt, sondern seine Energien ihm gleichrichtet und beigesellt, der hat im Sinne der eigenen Lebensbejahung sich orientiert und hat seinen Platz an der Sonne gewählt! Man wird mich — hat man das früher Ausgeführte gelesen — gewiß nicht mißverstehen, gewiß nicht argwöhnen, ich sei einer von den Anbetern angelsächsischer Kultur, deren geistige und sittliche Unzulänglichkeiten in England selbst herbe Tadler gefunden haben; und am allerwenigsten bete ich die angelsächsische Politik gegenüber uns Deutschen an, die ich mehr als mörderisch, die ich — im Sinne höherer Menschheitskultur, deren vornehmste äußere Vorkämpfer die Angelsachsen doch zu sein den Glauben haben — geradezu selbstmörderisch nennen muß und deren Folgen sich —nicht heute, nicht morgen, vielleicht aber in fernen Tagen — an den Angelsachsen selber aufs bitterste werden rächen müssen; und darum waren auch mir und sind mir auch heute noch die Stimmungen des Lissauerschen Haßgesanges nicht fremd, nicht weil ich die Angelsachsen hasse, sondern weil ich an den unersetzlichen Verlust hochwertiger Kulturmenschen denken muß, an die Millionen deuts.cher Männer, Frauen und Kinder, die an der Front und im Hinterlande elend umkommen mußten, da England die von uns Deutschen begangenen, zum Teil gewiß sehr schweren Verfehlungen — den Anfang hat die den nordisch-germanischen Solidaritätsgedanken der Zukunft verleugnende kurzsichtig-ehrgeizige Einstellung unserer Außenpolitik gemacht und von da ab torkelten wir blindwütig ins Unheil hinein — skrupellos ausgenützt hat, um uns zu Krüppeln zu schlagen, statt uns beizeiten durch wirksame, aber minder grausame Mittel auf die richtige Bahn zu zwingen; darum hat England weit ärger noch gefehlt als wir, und seine Verfehlungen wiegen umso schwerer, als es die größere Erfahrung, die praktischere Psychologie und die weitaus gewaltigere Macht auf seiner Seite hatte und wissen mußte, daß es über andere Mittel verfüge, um Deutschland auf den rechten Weg zu führen, als es dieser Krieg und diese Grausamkeiten gewesen sind. Aber — das liegt hinter uns und müßig wäre es, zu rechten über Vergangenes, _denn wir alle haben schließlich an unseren Verirrungen und deren Folgen zu tragen. Prüfen wir vielmehr, so unbefangen es geht, sine ira et Studio, die Möglichkeiten künftiger Entwicklungen.

Und da möchte ich sagen: es sei das wichtigste, daß Deutschland nach schmerzensreicher Irrfahrt zurückkehre zu den Wurzeln seiner Kraft! Sie liegen kulturell nicht im Materiellen, sondern im Geistigen, das will viel sagen, wir Deutsche seien nicht so sehr da, der Welt Händler und Handlungsreisende -zu liefern, unsere Mission sei vielmehr, vor-anzuleuchfcen auf dem Gebiete der Kunst, der Wissenschaft und Erziehung, der Technik und selbst der Industrie, die ja angewandte Technik ist, und nicht zuletzt der sozialisierenden Umgestaltung der menschlichen Arbeit, nicht aber auf dem des Zwischenhandels, zu dem dem einzelnen Deutschen natürlich der Weg jederzeit offen stehen muß, der aber zum Lebensberufe einer von Natur aus seelisch und geographisch so, wie wir es sind, aufgebauten Nation nicht taugt, weil er nicht nur unsere eigene Seele in ein Mißverhältnis bringt zu unseren besten Anlagen, sondern weil er, ephemeren Vorteilen zu Trotz, mit tödlicher Sicherheit Konflikte schaffen muß, denen wir nur gewachsen wären, wenn es uns gelänge, unsere Wohnsitze zu verändern, etwa mit Großbritannien den Platz zu tauschen. Darum aber müssen wir auch politisch dorthin wieder zurück, woher wir gekommen sind, das will sagen: wir dürfen nicht auf dem Meere, wir müssen auf dem Lande unsere politische Zukunft suchen! Darum werden unser Hamburg, unser Bremen nicht zu leiden brauchen, so wenig Rotterdam und Antwerpen gelitten haben, weil keine Panzerriesen sie beschirmten; allein der Schwerpunkt des spezifischesten aller Landvölker, des deutschen, durfte nie und nimmer exzentrisch auf die hohe See verlegt werden. Das war nicht nur unpsychologisch, das war geradezu unphysikalisch, und darum mußte das künstlich gefügte Gebäude trotz aller Wunder an Tüchtigkeit und Tapferkeit, die es gezimmert und die es verteidigt hatten, Zusammenstürzen. Die Wahnidee, von der zu Lande offenen Stadt Berlin aus über Ozeane hinüber in Bagdad und Marokko dreinreden zu wollen, mußte Schiffbruch leiden. Nein, Deutschland kann» nur zu Lande sein oder es wird nicht sein! Das heißt natürlich nicht, daß es grundsätzlich gegen andere sein soll, im Gegenteil, mit ihnen soll es sein, wenn sie es ermöglichen, denn gerade auch zu Lande ist unsere Lage bedenklich genug, heute noch mehr denn je zuvor. Aber sein müssen wir, und auf dem Boden müssen wir sein, wo die deutsche Zunge klingt und Deutsche als Deutsche sich fühlen; was unser ist, muß unser sein und bleiben, und sofern es uns vorenthalten ist, wieder werden: nicht weniger — und nicht mehr.

Mit wem wir sein sollen? Fürs erste und vor allem intentional: mit der ganzen gesitteten Menschheit! Wir müssen zunächst einmal — und die Abschüttelung der Schulmeisterei an und in uns wird uns das erleichtern — als Nation zu einer für einander menschlich fühlenden Gemeinschaft erwachsen, müssen in uns die verwüstende Eigenidolatrie, müssen jene Abkömmlinge, die der Schulmeister aus ihr gezeugt, hat, den Doktrinarismus, den Apriorismus bannen, • müssen mit Hilfe einer vermenschlichten Erziehungskunst trachten, die Energien des germanischen Individualismus,
davon so ungeheuer viel im deutschen Volke steckt, zu nationalisieren, gerade indem wir sie in schlichtem Wortsinn vermenschlichen, wie es anderen Völkern gelungen ist, auf den Wegen praktischer Psychologie das Seelenleben ihrer Einzelglieder dem nationalen Ganzen dienstbar zu machen; derlei macht man aber nicht mit „Hurra” und „Tamtäm”, derlei ist weder durch den Rohrstab des Oberlehrers noch durch den Stock des Korporals zu einem organischen, einem selbstverständlichen Bestandteil der Seele zu fügen, mit derlei muß die Mutter beginnen, wenn sie ihr Kind lallen lehrt; soll sie es aber beginnen können, dann muß — denn anders vermöchte eine Mutter, eine deutsche Mutter zumal zu ihrem Kinde nicht zu sprechen — unsere nationale Idee nicht bloß im Innersten das Heiligtum bleiben, das sie uns ist, dann muß auch ihr Ausdruck, dann müssen ihre äußeren Ausdrucksmittel vermenschlicht werden, auf daß auch dem schlichtesten Sinne die Wahrheit klar werde:- als Deutscher sich behaupten heiße als Mensch und für die Menschheit sich behaupten Möchte es doch sein, daß die Worte aus den Tagen, da die Nacht des Unglücks auf unser Volk sich senkte, wahr würden, Worte, die unserem Wiederaufbau gelten, Worte, die ich1) hier nochmals an die Allgemeinheit richten möchte, weil sie auch heute nichts an Gegenwartswert verloren haben:

„Einmal müssen wir lernen, zur eigenen Lebensregel werden zu lassen, was anderen Völkern längst in Fleisch und Blut übergegangen ist, müssen wir, jeden falschen, wahrhaftig ganz und gar unangebrachten Hochmut beiseite lassend, in wichtigen Stücken vor allem das tschechische Nachbarvolk zum Vorbilde nehmen auf unseren Pfaden zum Wiederaufbau. Schien im Jahre 1620 nicht das Schicksal dieser kleinen, einer Insel gleich im deutschen Meere verschwindenden Nation besiegelt für alle Zeiten, schien nicht vor einem knappen Jahrhundert noch die Hoffnung, je wieder mehr zu werden denn eine slawische Enklave im deutschen Volksgebiete, für die Tschechen Utopie? Und wie machtvoll steht heute der Tscheche da! Was ist es aber, was ihn so groß gemacht hat? Sicherlich, die letzten Jahrzehnte österreichischer Geschichte brachten seiner gedeihlichen Entwicklung mehr Wettergunst als es dem Oberflächenblick scheinen mochte; allein, das erste war doch der glühend

nationale Sinn, den jede Tschechenmutter ihrem Kinde schon vom ersten Lallen an einzuflößen für heiligste Pflicht erachtet hat, war eine Opferwilligkeit und Opferfreudigkeit an Blut und Seele und Gütern für das eigene Volkstum, davon wir Deutsche kaum den rechten Begriff fassen konnten, noch heute es können! Und wahrhaftig, sie hat die Kurzsichtigen Lügen gestraft, die da über „Narrheit” und „Mangel an wirtschaftlichem Sinn” spotteten, wenn ein Tscheche, ein armer Schlucker oft, sein Letztes lieber hergab, lieber darbte, ehe er es unterließ, der tschechischen Sache freiwilligen Zoll zu zahlen! Wahrhaftig, herrlich hat sich an der Volksgemeinschaft diese selbstlose Opferfreudigkeit der einzelnen bezahlt gemacht! Ungezählte sind arm und unbedankt dahin gegangen, aber im Herzen hatten sie die freudige Gewißheit, daß die Hingabe ihrer selbst reichliche Zinsen tragen werde und tragen müsse ihren Kindern und Enkelkindern. Sie haben recht behalten! Stets noch hat die unerschütterliche Zähigkeit selbstloser Hingebung an ein Ideal reiche Frucht getragen, nicht dem einzelnen, doch der Gesamtheit, nicht dem Vorfahren, desto mehr aber den Nachkommen 1 Noch aber sind wir so tief nicht gesunken, als daß wir nicht fühlten, was wir denen schulden, die nach uns sein werden! Lernen wir Deutsche drum durchhalten, durchhalten über Geschlechterfolgen hinüber, lernen wir es — von unseren tschechischen Nachbarn!

Gedenke, daß du ein Deutscher bist! Dies sollte zu den frühesten Worten gehören, die jedem deutschen Kinde mitgegeben werden müßten- auf seinen Lebensweg. Zuerst ein Deutscher! Drum aber nicht deutsch gegen die anderen Völker, nein, deutsch mit ihnen und für sie! Wie hat sich’s den Tschechen gelohnt, daß sie so meisterhaft feurigen Nationalsinn mit mensch-heitlicher Weltanschauung zu paaren, zu verschmelzen wußten! Wie schmerzvoll dagegen quält uns Deutsche von Jugend auf der scheinbare, so ganz und gar nicht wirkliche, von falscher Schulmeisterweisheit nur erkünstelte Gesensatz zwischen „völkisch“ und „menschheitlich”! Uns, deren ganze Kultur doch ein lautes Zeugnis ist für die wahrhaft menschliche Sendung des Deutschtums, des Deutschseins! Gedenke, daß du ein Deutscher bist, gedenke, daß du die Pflicht besitzest, die tausendmal heilige Pflicht, dich deutsch zu erhalten, dich, dein Haus, dein Land, deine Kinder und Kindeskinder, deutsch um der Menschheit willen, nicht gegen sie, nein, für die Menschheit, deren Arztvolk dereinst zu sein unser geschichtlicher Beruf ist. Darum haßt man uns ja auch so bitter, wie man nur den Arzt haßt, so sehr man ihn, ja gerade weil man ihn braucht. Aber der Tag wird kommen, da die Menschheit uns rufen wird, und an uns wird es sein, uns stark und gefestet zu halten für diesen Tag, den Tag unserer „Revanche” im edelsten Sinne!

Manche Schlacken gilt es abzustreifen bis dahin, manche Scharte auszuwetzen! So bitter hart das Unrecht ist, das heute uns widerfährt: üben wir gleichwohl Selbsterkenntnis und vergessen wir nie, daß mancherlei an uns, die hochmütige Verachtung äußerer Lebensgewandtheit, die Schulmeisterei und Musterschülerei in unserem Wesen, das Nebeneinander völkischer Anmaßung und völkischer Würdelosigkeit, daß alles dies wahrhaftig nicht danach war, uns Freunde zu werben. Bessern wir uns! Doch nicht, indem wir dem alten unseligen Nationalfehler endlos quälerischer Krittelei und Nörgelei nun erst recht ein neues Gebiet erschließen, bessern wir uns vielmehr, indem wir, als Deutsche einander Hebend, Klugheit mit Wärme einend, einander mehr durch die Herzen denn mit den kalten, spitzigen Mitteln des Verstandes zu belehren trachten! Kein guter Arzt wird ohne Not bittere Medizin verabreichen, ohne linderndes Vehikel. Das sollten wir Deutsche beherzigen, im Umgänge mit anderen, mit nichtdeutschen Menschen, beherzigen aber auch, so es unter uns selber häusliche Auseinandersetzungen gibt. Viel inneres Leid, viel äußerer Streit bliebe uns fürderhin erspart, wollten wir Deutsche bei klugen Ärzten in der Kunst der Menschenbehandlung zur Schule gehen! Vielleicht würden wir damit sogar auch zu besseren Diplomaten, was uns wahrhaftig nicht schaden könnte . . .

Sehe jeder, wie er’s treibe! Lerne aber jeder Deutsche, in seinem gesamten Tun und Lassen an sein deutsches Volk, an seine deutsche Heimat zu denken! Was er auch tut, was er auch läßt, an seinem Volke wird es heimgezahlt im Guten wie im Bösen. Gerade diese Tage, diese Tage des Unglücks und der Tränen und des Herzeleides, diese Tage härtester Demütigung unseres heißgeliebten Volkes, diese Tage, wie nie Tage zuvor sind geeignet zu ernster Einkehr und doch wieder zu machtvollem Aufschwung unserer Seelen. Jetzt oder nie muß es sich weisen, ob wir Deutsche auch wert sind, dereinst in glücklicheren Zeiten ein Weltvolk zu werden, im reinsten und schönen Sinne des Wortes! Jetzt oder nie gilt’s, daß jeden deutschen Mann, jede deutsche Frau, wes Standes, wes Berufes immer, machtvoll das Gewissen aufrüttele, das Gewissen verantwortlicher Zugehörigkeit zu ihrem schwergeprüften, unglücklichen, aus tausend Wunden blutenden Volke! Jetzt oder nie, daß zu jedem deutschen Menschen die eherne Stimme der sittlichen Pflicht spreche, sein Leben seinem Volke zu weihen! Deutsche, Brüder, Schwestern! Lasset alles Trennende beiseite! Vereiniget euch zu werktätiger Arbeit für euer Volk, auf daß im kleinen und im großen deutsche Arbeit unser Leid heile, Arbeit für unser deutsches Volk, unser deutsches Land! Niemand sei unter uns, der sich dieser höchsten sittlichen Pflicht entziehe, der aus Kurzsichtigkeit, aus Engherzigkeit, aus falsch verstandenem Weltbürgertum fühllos und gedankenlos vorbeigehe an unseres Volkes Erniedrigung, niemand, der sich zu erhaben, niemand, der sich zu gering erachten möge, mitzuhelfen, wo mitzuhelfen zu jeder Stunde seines Lebens jedermanns Sache ist, des Kärrners und des Königs: An unseres deutschen Volkes, unseres deutschen Landes, unserer deutschen Bildung Wiederaufbau!”

Also sollen wir, in uns, als nationale Gemeinschaft fest, innig und unlösbar geschlossen, mit der ganzen Menschheit gehen. Allein die Einordnung in die Menschheitsgemeinschaft, das harmonische Einfügen der Leitidee völkischer Selbstbehauptung in den Menschheitsgedanken -— im Sinne der prophetischen Worte Justinius Kerners —, beides kann und wird nicht hindern, daß, wie allenthalben in großen menschlichen Gemeinschaften, zwischen einzelnen ihrer Glieder einerseits und uns Deutschen anderseits seelische Polaritäten und Affinitäten sich herausbilden werden, die auch energetisch ihre Früchte tragen könnten. Gerade in der Pflege solcher Wahlverwandtschaften in Kultur und Politik liegt unsere, liegt aber auch der ganzen gesitteten Menschheit Zukunft.

Es hat Zeiten gegeben — sie liegen nicht zu weit hinter uns —, da gab es eine „Schule” (bei uns gibt es ja immer gleich Schulen und Doktrinarismen), die wollte sich nach Osten hin orientieren, nach Osten Anlehnung suchen, bei den Orientalen, Mongolen, Mongoloiden, den Moskowitern, die ja auch noch eigentlich zur asiatischen Welt gehören; noch heute gibt es Vertreter dieser Geistesrichtung in unserer Mitte, von der äußersten Rechten bis zur äußersten Linken der Geister. Nun, ich schließe gewiß nicht aus, daß deutsche Kulturarbeit den Völkern des Ostens manche köstliche Frucht getragen hat und noch tragen kann und wird; und schließe ebensowenig aus, daß uns Deutschen eine Anlehnung an die Welt des Ostens von mancherlei Nutzen sein könnte, materiell und politisch. Allein ich fürchte, dieser Nutzen könnte sich als ein ephemerer erweisen! Denn täuschen wir uns nicht darüber, daß die Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Ostmenschen nie und nimmer etwas anderes sein kann, sein würde als eine Zweckgemeinschaft ohne jegliche innere Affinität oder Polarität ihrer Glieder, eine Zweckgemeinschaft, in der wir Deutsche als der ungleich schwächere — heute mehr denn je schwächere! — Teil zuletzt die Kosten zu bezahlen hätten, nach innen wie nach außen! Sollte es nicht in gewissem Sinne schon heute der Fall sein? Was hat es uns genützt, daß wir um die Gunst des Islam gerungen haben? Er blieb uns doch innerlich fremd, und England, psychologischer als wir, wußte zu guter Letzt auch den Islam besser zu „nehmen” als unsere deutsche Schulmeisterweisheit sich je träumen ließ. Was brachte es uns ein, daß wir Chinesen, Japanern Lehrmeister schickten, daß wir sie an unseren Schulen bildeten? Nichts, als daß sie zuletzt den „dummen” Deutschen verlachten, der da wähnte, vom grünen Katheder her oder über den verstaubten Kasernhof hin den Weg zu ihrer Seele erschlossen zu haben. Und welches waren die Früchte der Freundschaft mit Moskau, daran sich erst unsere Rechte und dann unsere Linke begeistert hatte? Reaktion und Spartakismus heißt das Zwillingspaar, das dieser „Mesalliance der Seelen” entsprossen ist; auch deutsch und moskowitisch gibt keinen guten Zusammenklang.

Kann es einen solchen geben zwischen uns und der westlichen und südlichen Slawenwelt? Vielleicht daß mit dem ukrainischen Volke eine fruchtbare Seelengemeinschaft möglich wäre, denn in der Tat ist es auffällig, in welchem Ausmaße und mit welchem Verständnisse wenigstens gebildete und geistig geweckte Ukrainer gerade deutscher Kultur ihre Seelen öffnen. Vielleicht . . . Prophet möchte ich da nicht sein, denn die Ukrainer sind eben Slawen, und ein Grundzug der slawischen Seele ist neben Weichheit und Güte Unbeständigkeit und Unberechenbarkeit, weil der Slawe vor allem ein Stimmungsund Affektwesen und am wenigsten von allen Kulturmenschen imstande ist, das jäh wechselnde Auf und Ab seines Gefühlslebens in feste Gleise zu bannen. Darum kann ich mir auf die Dauer keine innigere Seelengemeinschaft denken mit Polen, Tschechen und Jugoslawen; abgesehen davon, daß zwischen ihnen und uns Millionen Deutsche sind, die in ihrer Knechtschaft seufzen. Allzusehr anders steht es auch bezüglich der Madjaren und Rumänen nicht, deren Mentalität, der starken slawischen Blutmischung und dem immer stärker werdenden Einflüsse ihrer slawischen Umwelt entsprechend von Tag zu Tag mehr dieser letzteren sich angleicht.

Wird es möglich sein, zu den Völkern lateinischer Zunge je in ein engeres Verhältnis zu treten? Sehen wir ab von den uns fernerliegenden, uns übrigens keineswegs unfreundlichen Lateinern iberischen Stammes, so schränkt sich die Betrachtung naturgemäß auf unsere beiden Nachbarnationen ein: Italiener und Franzosen. Was die Italiener anlangt, so glaube ich, es werde — bei kluger beiderseitiger Anpassung — eine Art Arbeitsgemeinschaft auf allen Gebieten des menschlichen Außenlebens, also auch auf jenem der Wirtschaft und der Politik zwischen ihnen und uns kaum lange auf sich warten lassen, da wir einander in diesen Belangen in vielem ergänzen und uns gegenseitig nützen und stützen können, ohne uns darum gegenseitig zu schaden. Sehr möglich auch, daß nach Jahr und Tag mancher Deutsche wiederum, „wie einst im Mai”, mit tiefem Groll zwar im Herzen, aber trotz alledem das Andenken seiner Größten ehrend, Goethes Spuren bis nach Sizilien hinab folgen wird; und mancher Sohn des geistigen Italien wiederum, eingedenk der einstigen so sehr fruchtbaren Wechselwirkung zwischen Kunst und Wissenschaft diesseits und jenseits der Alpen, zag und schüchtern zunächst, seinen Fuß auf den Boden unserer alten Schul- und Musenstädte setzen wird. Möglich . . . Ich möchte auch da kein Prophet sein wollen, zum wenigsten als österreichischer Deutscher, denn gerade in uns wühlt schmerzliche Bitterkeit gegen unseren Nachbarn im Süden, gerade wir wurden ja am allerschwersten betroffen von dem Verlangen Italiens nach altem deutschen Boden. Aber ich möchte es doch auch — von höheren Gesichtspunkten aus — für nationale, für menschliche Pflicht halten, Probleme^ deren Bedeutung nicht bloß eine temporäre, sondern eine säkulare ist, sina ira et Studio zu prüfen. Und darum scheint mir auch der Gedanke einer synergetischen Annäherung an die Nachfahren der alten klassischen Kultur, an Italien (und, wenn es sein könnte, auch an Hellas) nicht unsympathisch.

Frankreich? Es war der Traum der besten Geister diesseits wie jenseits der Vogesen (die Franzosen sagen: „diesseits und jenseits des Rheins”, und schon dieses darin enthaltene instinktive Begehren nach dem urdeutschen, tausendfach in unserer Geschichte geheiligten linksrheinischen Boden offenbart einen schmerzlichen, kaum lösbaren Zwiespalt zwischen den Seelen beider Nationen!), es möge einst der Tag kommen, da diese beiden Völker einander die Hand reichen könnten, jedes anders in seiner Art und doch beide, jedes in seiner Weise, Führer auf dem Wege zu höchster menschlicher Kultur! Es hat nicht sollen sein, und ich glaube: es wird nicht sein, weil vielleicht unsere Intellekte, nie aber unsere Gemüter — und darauf kommt es an — den Weg zueinander finden werden! Da ist weder Affinität, noch Polarität, da ist — wenigstens auf weite Sicht hin — kein anderer Ausweg als die Schaffung eines schiedlich-friedlichen modus vivendi,- auf daß an den Reibungen des deutsch-französischen Seelengegensatzes nicht immer wieder von neuem ein verheerender Brand sich entzünde. Wer für den hysteroiden Gharakterzug und den darin verankerten wahnsinnigen Deutschenhaß der sonst durch so viele der größten Vorzüge ausgezeichneten französischen Volksseele nicht Scheuklappen hat, wer über den allzu vereinzelten und vereinsamten Longuets, Barbusses und Rollands nicht die Stimme des französischen Volkes überhört — freilich: „die Kinder, sie hören es gerne”, und wir Deutsche sind ja in allen psychologischen Dingen Kindsköpfe —, der wird sich keinerlei Illusionen hingeben und einfach die Tatsache registrieren, daß auf viele Geschlechterfolgen hinaus mit einer Annäherung unseres an das französische Volk nicht zu rechnen ist. Wahrhaftig ferne von jedem Chauvinismus möchte ich geradezu aussprechen, daß ich es für ein Unglück, einen ganz unverzeihlichen, nur aus grenzenlosester Unpsychologie (wo nicht gar aus Schlimmerem!) geborenen Mißgriff halten würde, wenn unserseits je wieder Schritte zu einer seelischen Verständigung mit Frankreich unternommen werden sollten! Wutausbrüche und Spucke wären die Antwort, und man könnte sie nicht unverdient nennen, wenn sie nur dem Fragesteller ad personam zuteil würde und nicht gleich unserem ganzen

deutschen Volke schadenfroh und hohn voll angekreidet würde! Nein, eine „Versöhnung” Frankreichs wäre — darüber täuschen wir uns nicht — ausschließlich zu erreichen durch unseren nationalen Selbstmord oder zum mindesten durch restlose nationale Selbstentehrung! Ja, wenn wir unsere nationale Einheit zum Opfer bringen, wenn wir künftighin nichts anderes sein wollten als Bayern oder Brandenburger, als Hannoveraner, Westfalen, Sachsen oder Österreicher, wenn wir Wort und Begriff des Gesamtdeutschtums verpönen und wenn wir jeder für sich gehorsame Lakaien Mariannens sein wollten wie einst zu Zeiten Napoleons, dann, ja dann würden wir zwar weiter und vielleicht noch mehr wie zuvor innerlich von ihr verachtet, aber doch immerhin in Gnaden zugelassen zum Fußkuß und zum Auflesen der Brocken, so sie uns dann und wann zuzuwerfen die Laune hätte. So aber, da wir Deutsche sein und bleiben, da wir unsere nationale Ehre nicht verschachern, da wir stolz sein und bleiben wollen auf unsere gewaltige Kulturarbeit und da wir auch nicht Schandbüben sein und nie, niemals vergessen wollen, was Frankreich uns an Land und Leuten, an Gut und Blut geraubt hat, niemals vergessen, auch wenn ein bitterböses Geschick es nicht mehr wenden sollte, auch in Jahrhunderten nicht, und uraltdeutscher Boden, unser Erwin- und Gottfried- und Goethegeheiligtes Straßburg uns gänzlich und ewig entfremdet würde und wir auf ewig hoffnungslos ihm nachtrauern müßten: so werden wir darum für immerdar verurteilt sein, den Beinamen „boches” zu führen, den uns die Pariser Gosse verliehen hat; der aber am Ende noch ein Ehrentitel werden wird, den wir erhobenen Hauptes tragen werden wie einst die niederländischen Geusen den ihrigen.

So blieben schließlich noch die anderen germanischen Nationen übrig. Nun, bezüglich unseres niederländischen und unserer skandinavischen Nachbarn mit ihren starken demokratischen Instinkten stellt sich das Problem verhältnismäßig einfach: wir werden nach dem Falle unserer ihnen unsympathisch gewesenen politischen Inneneinrichtungen und nach der Bereinigung etlicher geringfügiger Grenzfragen, soweit es nicht schon heute der Fall ist, recht bald zu guten Beziehungen mit ihnen gelangen, auch in politischer Hinsicht. Allein, das Hauptproblem wird da unser Verhältnis zu jener Rasse sein, die durch den Ausgang des Weltkrieges nicht nur auf absehbare Zeit hinaus die politische Welthegemonie im allgemeinen, sondern vor allem, was für uns Deutsche eine schmerzliche, aber doch eine unumstößliche Wahrheit werden muß, auf ebenso absehbare Zeit die Führung innerhalb des nordisch-germanischen Kulturkreises erlangt hat: zur angelsächsischen!

Es erscheint heute, angesichts der furchtbaren gegenseitigen Verbitterung zwischen Deutschen und Angelsachsen — einer Verbitterung, die so weit geht, daß man diesseits wie jenseits der Nordsee gar nicht einmal an die Stamm- und Wesensverwandtschaft erinnert sein will, das heißt also Vogelstraußpolitik spielt — sicherlich heikel und es wird denjenigen, die kurzsichtige „Business”-Politik treiben (kleine und engstirnige Krämerseelen gibt es gewiß nicht nur bei den Angelsachsen, sondern mindestens in gleicher Zahl auch bei uns Deutschen), heute beinahe lachhaft erscheinen, wenn ich, unbekümmert um Jüngstvergangenheit, Gegenwart und das unmittelbare Morgen, meine eigenen bitteren Gefühle gegen England und Nordamerika bezwingend, nicht „ab irato”, sondern mit dem festen und beharrlichen Willen, die Menschheitsprobleme der Zukunft zu erfassen, den Satz ausspreche: es sei ein zwingendes Gebot für, die Erhaltung und Höherentwicklung der menschlichen Kultur, daß nicht nur die angelsächsischen Völker untereinander, unbeschadet ephemerer Handelsrivalitäten, fortab einträchtig bleiben und wirken, sondern daß sie darüber hinaus auch den anderen Nationen des nordisch – germanischen Stammes-, Sprach- und Kulturkreises, in erster Linie also dem deutschen Volke die Hand reichen zu einem seelischen, einem praktischen und darüber hinaus wohl auch zu einem politischen Bunde, der, intentional keinem anderen zuleide, im Gegenteil jedes andere, gleiche Schicksalsbahnen wandelnde Volk, Italiener und Hellenen vor allem, zu ehrlicher, gleichberechtigter Mitarbeit — auch auf politischem Gebiete — an dem Werke menschlicher Höherzucht wird als Genossen begrüßen dürfen, der aber notgedrungen das axiale Gerüst, der granitene Fels wird sein müssen, dessen es bedürfen wird, um die Kulturmenschheit physisch und psychisch nicht zugrunde gehen zu lassen. Es hilft nichts: die nordischgermanischen Nationen sind es, die — ohne die glänzenden Vorzüge anderer Rassen zu unterschätzen, was mir, der ich übrigens selber wohl Deutscher mit ganzer Seele, nicht aber der Rasse und dem Blute nach bin, meilenferne liegt — das Höchstmaß an seelischer und leiblicher Tüchtigkeit innerhalb der Menschheit erreicht haben und inFühlung mit den Nachfahren der altklassischen Völker das Höchstmaß an Aussichten besitzen, die Menschheit kraftvoll immer höher hinanzuführen. Aber eines werden sie nie vergessen dürfen: daß sie, selbst alle zusammengenommen und selbst unter Hinzunahme solcher Kulturnationen, die ihnen, wie das Italien und das Hellas der Zukunft, wahrscheinlich als Freunde zur Seite stehen werden, eine Minderheit unter den übrigen Menschen sind und bleiben werden; und daß solch eine Minderheit des festesten Zusammenschlusses und Zusammengehörigkeitsgefühls und -bewußt sei ns bedürfe, um bestehen und das schwere Werk verrichten zu können, das ihre weltgeschichtliche Sendung ist. Aus dieser Perspektive erst .wird die ungeheure Schwere des Verbrechens aller derer erkennbar, die den deutsch-angelsächsischen Gegensatz gezüchtet und geschürt haben, gleichgültig, ob es Engländer waren oder Deutsche; und wollen wir gerecht sein, so müssen wir nochmals schmerzlich eingestehen, daß die deutsche Politik es war, die den Anfang damit gemacht hat, sich außerhalb der nordisch-germanischen Grundgemeinschaft, kurzsichtigen, wenig fundierten wirtschaftspolitischen Vorteilen nachjagend, zu orientieren und jede Bundesgenossenschaft zu begrüßen, nur nicht die Englands; daß aber allerdings England, nachdem einmal unserseits der erste „faux pas” begangen worden war, mit rücksichtslosester Rücksichtslosigkeit, über alle Skrupel sich hinwegsetzend, auf das eine und einzige Ziel losgegangen ist, das ihm unbequem gewordene Deutschland krumm und lahm zu schlagen. Auf den Schlachtfeldern Flanderns und der Champagne, in den Kolonien und zur See, in den Lüften und im — Hinterlande, überall haben Deutsche und Angelsachsen durch Jahre hindurch den gräßlichsten Verwandtenmord getrieben, den die Geschichte kennt, sind auf beiden Seiten Millionen gesündester, tüchtigster, hochwertigster Menschen getötet oder ruiniert, sind ganze Generationen von Kulturträgern unmittelbar und mittelbar gestorben und verdorben zum unwiederbringlichen Schaden der Gesittung der Menschheit, zum Schaden aber vor allem Deutschlands und der — angelsächsischen Welt, die darum, weil sie über die weitaus größeren Machtmittel verfügte, ein größeres Maß von Verantwortlichkeit und Schuld trifft daran, daß es so weit gekommen ist, wie es nicht hat kommen müssen, mögen wir Deutsche auch diejenigen gewesen sein, die „aDgefangen” haben; denn schlimmer als Unrecht begehen ist es, von anderen begangenes Unrecht zum eigenen Gewinne auszunützen, wie es die Angelsachsen getan. Und dieses Unrecht wird sich früher, als manche angelsächsischen Staatsmänner ahnen — einigen darunter scheint die Erkenntnis doch schon aufzudämmern! —, an ihnen selbst rächen, denn sie werden nur zu bald entdecken, daß wider sich selbst sündigt, wer nicht erkennt oder erkennen will, daß es eine höhere Solidarität der Verläßlichen, Tüchtigen und Hochwertigen auf Erden gebe, gegen die man nicht ungestraft sich vergeht, daß also, wie nordisch-germanische Stärke, so auch vor allem deutsche Stärke angelsächsische Stärke, deutsche Sicherheit angelsächsische Sicherheit sei und umgekehrt, und daß auf engster Arbeitsgemeinschaft, auf planmäßiger Konvergenz • und Zusammenfassung ihrer Arbeitsenergien, nicht aber auf zerstörender Gegnerschaft der die höchsten Werte Schaffenden die Zukunft der gesitteten Menschheit beruhe.

Die angelsächsische Mentalität wird freilich in nicht wenigen Stücken umlernen müssen, ehe dieser hier ausgeführte Gedanke nicht bloß Eigentum einiger weniger weitblickender und hellsehender Köpfe, sondern Gemeingut der Rasse und aller ihrer Führer geworden sein wird, die heute fast samt und sonders beherrscht werden von nicht bloß unmenschlicher, sondern auch kurzsichtiger Vernichtungswut gegen den bis ‚zur Siedehitze gehaßten deutschen Konkurrenten; die heute fast samt und sonders, ganz wie im Kriege, beherrscht werden von kurzsichtigen „Businessgedanken” oder von fanatischen Rachegefühlen und von jubelndem Taumel, wenn ihnen ihre Zeitungen vermelden, daß monatlich so und so viel tausende und aber tausende deutscher Kinder durch Hunger umgekommen seien, „weil das die deutsche Rasse schwächt”; und die in rasende Verzückung geraten angesichts der Aussicht, das deutsche Volk bis aufs Hemd ausplündern zu können. So traurig die Brutalität dieser Tatsachen ist, es nützte nichts, sich vor ihnen zu verschließen, und es wäre eine Täuschung, es anders zu erwarten, denn die Seelengröße, die auch im Gegner den Menschen sieht und dem Besiegten gerecht zu werden sucht, war, etliche leuchtende Ausnahmen abgesehen, niemals eine angelsächsische Eigenschaft; ist doch dem Angelsachsen unsere reiche deutsche Gefühlswelt ein Buch mit sieben Sigeln, dem er ohne jede Spur eines inneren Verständnisses in völliger Gleichgültigkeit gegenübersteht. So erklärt sich auch die ruchlose Gemeinheit so vieler der wider uns ausgestoßenen Beschimpfungen.

Aber eines, ein Gut besitzt der angelsächsische Zweig der germanischen Rasse, eines hat er im Laufe seiner Geschichte an sich gezüchtet, nämlich einen ausgesprochenen Sinn für alles, was der Selbsterhaltung der Rasse dient; und gerade dieser Sinn wird die Angelsachsen, mögen sie es auch heute und auf morgen hinaus nicht wahr haben wollen, mit der Gewalt einer Naturkraft an die Seite des deutschen Volkes führen; sie werden sich vielleicht wundern, und vielleicht werden solche, die dann noch als Veteranen des Weltkrieges am Leben sein werden, sich sogar ärgern, daß es so gekommen ist, aber es wird kommen, weil es so kommen wird müssen, weil das Menschheitsschicksal und die Menschheitsökonomie die Angelsachsen zwingen werden, vor allem die Gemeinschaft mit denen zu suchen, die ihnen physisch, seelisch und energetisch wahlverwandt sind; und das werden — trotz der furchtbaren Heimsuchung auch der nachkommenden Generationen unseres Volkes durch Krieg und Hungersnot — vor allem die Deutschen sein, denn das deutsche Volk, der deutsche Geist, die schon so viele kaum weniger schreckliche Katastrophen überdauert haben, sie sind unsterblich und werden wieder auferstehen aus Not und Qual.

Wir Lebenden aber, die wir im allerbesten Falle das dämmernde Morgenrot einer helleren deutschen Zukunft brechenden Auges noch werden schauen können, wie Moses das gelobte Land der Juden noch schauen durfte, wir, deren irdisches Los nur Mühsal und Entsagung sein wird, wir wollen, soweit wir Sehende sind, die Pflicht erfüllen gegen unser teures, heißgeliebtes deutsches Volk, ihm treue Berater zu sein in den langen, langen Jahren schmerzvoller Wanderung durch die Wüste, die nun begonnen haben; wir wollen ihm Tröster und Helfer sein, auf daß es nicht verzage, auf daß es nicht mutlos und verzweifelnd zusammenbreche, auf daß ee die unsagbar grausame Prüfungszeit bestehe, die ihm beschieden ist; wir wollen ihm aber auch Mahner und Warner sein, auf daß es sich in Hinkunft durch nichts, durch keinen trügerischen Gedanken, durch keine trügerische Stimmung, nicht durch mutlose Trauer, aber auch nicht durch eitles Hoffen je wieder verleiten, je wieder in Versuchung führen lasse, abzuirren von dem, ach nur zu steilen und mühseligen, aber nun einmal unabänderlich einzig geraden Pfade, der es aus dem finsteren Tale des Jammers hinaufzuführen vermag in lichtere Höhen, der es emporführen wird zur Erfüllung seiner Sendung, zu seinem eigenen Heile, zum Heile der nordisch-germanischen Rassenfamilie und ihrer Freunde und damit zum Heile der ganzen Menschheit.

Und so möchte ich denn zum Schlüsse ein paar Worte sagen, ohne sicher zu sein, daß das heutige Geschlecht ihnen gerecht zu werden vermögen wird; aber ich kann nicht anders als aussprechen, was meiner innerstenÜberzeugung nach unabänderlich ist und wogegen anzurennen eine Versündigung an der Natur der Dinge wäre. Man wird sich erinnern, daß ich an früherer Stelle von der Bewegung des Feminismus innerhalb der Völker gesprochen habe; dieser Feminismus, er ist eine gesellschaftliche Bewegung, nicht selten, wenn auch nicht immer, geradezu eine Reaktionserscheinung auf androkratische Tendenzen; er ist aber eine Sache für sich und darf ja nicht verwechselt werden mit dem, was ich nunmehr sagen will über maskuline und feminine Energien in der Volksseele, die es — wie wir in freier Anwendung der Lehren des kranken, aber reichbegabten Philosophen Weininger sagen dürfen — unzweifelhaft gibt. Und wir dürfen einen Schritt weiter gehen und dürfen vielleicht sagen, es gäbe Völker, deren Seele im wesentlichen eine maskuline, und solche, deren Seele eine wesentlich feminine sei; zu den letzteren zählen wir vor allem die slawischen Völker und die Franzosen, und die werbende, seelenberauschende Kraft, die von ihnen ausstrahlt, danken sie wohl nicht zuletzt eben diesem ihren femininen Wesensgrundzuge und den darin wurzelnden Eigenschaften. Auf der anderen Seite steht die angelsächsische Rasse, dieser harte, durch und durch maskuline Herrenmenschentyp, dessen Herrenmenschentum aber so rein, so rein gezüchtet ist, daß seine darum natürliche Selbstverständlichkeit wieder auf ihre Art einen unbesiegbaren Bann ausübt. In der Mitte nun ist unser deutsches Volk, dessen Struktur und Geschicke es mit sich brachten, daß „männliche” und „weibliche” Energien in seiner utraquistischen Seele um die Vorherrschaft kämpfen. Die letzten Jahrzehnte deutscher Geschichte mit ihrem schauerlich traurig-heroischen Abschlüsse stellen sich dem Tiefblicke des Psychologen letzten Endes — denn alle anderen Triebkräfte sind von psychologischer Warte her gesehen nur sekundärer Natur — dar als ein tragisches Ringen des „Männlichen’’ in der deutschen Volksseele mit dem „Weiblichen” darin; ein Ringen, das trotz aller vorübergehenden Herrlichkeit der „Andropsyche” über die „Gynäkopsyche” des deutschen Volkes so tragisch enden mußte, wie es geendet hat, denn alle Siege jener waren Pyrrhussiege, waren in harter Mühe, mit knapper Not erstritten, mit untauglichen und unzulänglichen, weil unpsychologischen Mitteln; und zu allerletzt zerschellte der „Kampf um die Vorherrschaft” innerhalb der deutschen Volksseele an dem ehernen, dem ewigen Gesetze, danach es nicht zwei Hähne in einem Korbe geben kann; denn die endgültige Vermännlichung der deutschen Volksseele hätte bedeutet, daß sich neben dem Angelsachsentum ein zweiter, in seiner gesamten Volksseele vermännlichter gewaltiger Herrentypus innerhalb der Nordrasse und damit innerhalb der Menschheit emporgereckt hätte, und damit wäre der Kampf auf Tod und Leben zwischen den beiden Herrenrassen verewigt worden. Die Angelsachsen haben — von ihrem Standpunkte des brutalen Egoismus aus eigentlich folgerichtig — den Kampf gegen die Vermännlichungstendenz der deutschen Volksseele, die ihnen im „Preußentum” sich zu verkörpern schien (der Vergleich war freilich einigermaßen oberflächlich!), aufgenommen und schließlich mit den Waffen zu Ende geführt; wir sind — als die ungleich Schwächeren — dabei trotz heldenhafter Gegenwehr unterlegen. Unangreifbarer als je erhebt sich das Angelsachsentum als das spezifisch „männliche” Führervolk; sinnlos wäre es, auch nur daran denken zu wollen, ihm in absehbarer Zeit die eherne Bastion dieser Stellung streitig zu machen.

Sollen wir Deutsche nun aber darum dumpfer Hoffnungslosigkeit uns hingeben, sollen wir daran verzweifeln, daß uns doch noch eine hohe Sendung beschieden sei, sollen wir den Glauben daran verlieren, daß auch wir wieder eine große Nation sein werden? Nein, nein, nein, wir sollen es nicht! Wir

sollen nur den Wink des Schicksals — es war ein Wink mit einem recht groben Zaunpfahl, aber leider haben wir andere, zartere Winke nicht beachtet … — wahrnehmen, der die deutsche Nation auf ihren Platz weist, auf die Sendung, innerhalb der nordisch-germanischen Völkerfamilie, in der die Angelsachsen das große und starke maskuline Element sind, das große und starke, im innersten kerngesunde feminine Element zu sein; und wir sollen die langen, rauhen, bitterbösen Jahre des Leides, aber auch der inneren Läuterung, die uns jetzt bevorstehen, nützen, um uns seelisch zu wandeln, um dahin zu gelangen, wohin wir gelangen müssen, wenn wir nicht wider die Natur sündigen, als großes Volk bestehen und einen gesicherten, würdigen und ehrenvollen Platz in der engeren Völkerfamilie und damit in der Menschheitsfamilie einnehmen wollen. Wir werden auf vieles, was noch gestern unseren Ehrgeiz lockte, wohl verzichten müssen, vor allem auf weitgehende Seegeltung in weltpolitischem Sinne, denn Seefahren und was damit zusammenhängt, ist etwas stark Maskulines; aber da wir ja beileibe nicht etwa das Maskuline in uns. ausrotten, da wir nur an uns arbeiten wollen, daß die Hauptrichtung der nationalen Seele eine mehr feminine werde, braucht darum unseren braven Hanseaten nicht bange, brauchen sie an Deutschland nicht irre zu werden, müssen sie nur begreifen lernen, daß wir unseren Schwerpunkt auf dem Lande suchen müssen, in unserem Mutterboden und der Mütterlichkeit der Seele, die damit so innig verbunden ist; daß wir dagegen zur See und über See mit einer vergleichsweise bescheideneren Rolle werden vorlieb nehmen müssen; einer Rolle, die uns aber, die wir stark daheim und stark in allem sein werden, was bodenständiger Tradition entsprießt, gleichwohl die Möglichkeit ausreichenden, ja behaglichen Seins gewährleisten wird. Denn es ist des Mannes, dem Weibe zu helfen, das ihm Weib ist und ihm Mütterlichkeit gewährt. Und so sehe ich im Geiste den Tag heraufkommen, da die starke angelsächsische Herrenrasse voll verlangenden Sehnens hingezogen werden wird zu innigem Vereine mit einer physisch und seelisch neugestärkten, aber auch aufs neue vermütter-lichten und darum auch wieder im edelsten Sinne seelisch natürlich gewordenen, ihr im besten Sinne gleich wer tigen und sie harmonisch ergänzenden deutschen Rasse; und da auf beiden Seiten vergeben und vergessen sein wird, was hüben und drüben an Bitterkeit sich an gehäuft hat. Das wird der Tag sein, an dem sich das Wort Hindenburgs erfüllen wird, des herrlichsten Helden, der uns allen, in Demut sich selbst bezwingend, vorangegangen ist auf dem Wege seelischer Wandlung, das Wort: „Wer weiß, wozu es gut war . .

Germanenherz aus dem Buch: Der Deutschenhaß, Author: Erwin Stransky (1919).

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